Wer fährt hier schwarz? - Projekte-Verlag Cornelius

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Wer fährt hier schwarz? - Projekte-Verlag Cornelius

Für eine heitere Note ist stets gesorgt

Karl-Gustav Hirschmann las auf der Autorenbühne Feuerlein aus eigenen

Werken

Für eine heitere Note ist stets gesorgt

ROTH – Seinen Talisman, genau genommen sind

es zwei, hat er immer dabei: einen kleinen Hund

und einen lustigen Engel. Beide Figuren saßen

bescheiden unter dem Barhocker, auf dem der

Autor Karl-Gustav Hirschmann aus

Barthelmesaurach aus seinen Werken las.

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Musikalisch umrahmte das Duo «La Route Django»

mit erlesenem Zigeunerjazz im Stil von Django

Reinhard die Märzlesung auf der Autorenbühne Feuerlein.

Dieses exzellente Duo besteht aus den beiden Gitarristen Roland Schrüfer

aus Thalmässing und Alexander Feser aus Röthenbach/Pegnitz.

Karl-Gustav Hirschmann wurde am 6. September 1955 in Fürth geboren.

Er wuchs in Nürnberg und in Schwabach auf, wo er das Internat des

Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums besuchte und 1975 das Abitur

machte. Zunächst studierte er die Fächer Chemie und Biologie, dann

sattelte er um auf das Studium für Lehramt an Grund- und Hauptschule.

Heute ist Hirschmann als Lehrer an der Grundschule Kammerstein tätig.

Er wohnt in Barthelmesaurach.

Seit seiner Jugend – schreibt Karl-Gustav Hirschmann Gedichte,

Kurzgeschichten, kürzere Spielszenen und Texte in fränkischer Mundart.

An eigenen Veröffentlichungen kann Hirschmann neben Beiträgen für

Anthologien den Kurzgeschichtenband «Wer fährt hier schwarz?» und

«Ein todsicherer Plan», eine Kriminalgeschichte am Gardasee, vorweisen.

Momentan arbeitet Karl-Gustav Hirschmann an seinem dritten Buch, das

den Titel «Das vorausschauende Auge» tragen wird – eine

Kriminalgeschichte für Jugendliche und Junggebliebene, die in Schwabach

spielt.

Zunächst beeindruckte der Autor die Zuhörer mit der höchst rätselhaften

und geheimnisvollen Kurzgeschichte «Rauchverbot» aus dem Buch «Ein

todsicherer Plan». Brian und Jan, zwei Autobahntramper, treffen sich

nach 30 Jahren in einem Bistro wieder. Die beiden erinnern sich an den

Autofahrer, der sich damals einen Scherz mit den beiden Jugendlichen

erlaubt hatte, indem er angehalten hatte, jedoch urplötzlich wieder

losgefahren war und dieses Spielchen vier Mal mit den beiden

Mitfahrwilligen getrieben hatte.

Wie es das Schicksal so will, treffen Brian und Jan auch den damaligen

Autofahrer wieder, der sich – ähnlich wie vor 30 Jahren - blitzschnell

umdreht und in der Menge verschwindet, als er die ehemaligen Tramper

erkennt.

In sein Buch «Wer fährt hier schwarz?» hat Karl-Gustav Hirschmann

Geschichten aufgenommen, in denen seine Töchter Christina und Kerstin

vorkommen. So erzählte er in der heiteren Geschichte «Wach» von

Christina, die als Kleinkind nie einschlafen wollte. Der Vater trägt die

Kleine herum und singt ihr Lieder vor, doch Christina denkt gar nicht

daran einzuschlafen. Während andere Kinder «Mama» sagen, war das

erste Wort von Christina «Wach». Ihr «Wach!» treibt den ge-nervten

Vater fast zur Verzweiflung.


Zum Schmunzeln auch die Geschichte «Die Berner Rolle», in der sich der

Autor ironisch über das Mensa-Essen während seiner Studentenzeit

äußert. Abenteuerlich wurde es, als Karl-Gustav Hirschmann die

Geschichte «Die Autofahrt zum Tegernsee» vorlas. Anlässlich des

Schreibwettbewerbs «60 Jahre Volkswagen» war diese Story entstanden,

in der - natürlich - ein VW Käfer die Hauptrolle spielt. Daneben kommen

fünf düstere Männer, ein Chrom glitzernder «Ami-Schlitten» und eine

wüste Verfolgungsjagd vor, die für Gänsehautgefühl sorgen.

Karl-Gustav Hirschmann schreibt auch Lyrik. So sind in seinem Buch «Ein

todsicherer Plan» 55 Gedichte enthalten. Einige Frühlingsgedichte

(«Wechsel in der Jahreszeit» und «Der Frühling zieht mit bunten Farben

hinein in unsere Stadt») trug der Autor vor. Auch ein Gedicht in

fränkischer Mundart und ein Kürzestgedicht standen auf dem Programm.

In die «Pleiten-, Pech- und Pannen-Kategorie» gehörte die Kurzgeschichte

«Die Berlinerin», in der Hirschmann selbstironisch erzählt, wie er am

Gardasee als dummer Tourist einem Hütchenspieler, einer Berlinerin,

einem alten Mann und diversen anderen «bestellten» Zuschauern auf den

Leim ging und um rund 150 Mark «erleichtert» wurde.

Und wieder sorgte der Autor Karl-Gustav Hirschmann für ein Schmunzeln;

so wie mit seinen anderen heiteren Geschichten und Gedichten an diesem

vergnüglichen Abend.

ROBERT UNTERBURGER

4.4.2009

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung (online)

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