Pressebericht Bayerwald-Bote - Zwiesel

zwiesel

Pressebericht Bayerwald-Bote - Zwiesel

Der Bayerwald-Bote

ZEITUNG FÜR DEN LANDKREIS REGEN · ZWIESELER ZEITUNG

66. Jahrgang /32.Woche /Nr. 186 Samstag, 13. -Montag, 15. August 2011

Einzelpreis 1,60 Euro

Eine Stadt hebt ab

Am Münchner Flughafen ist am Donnerstag ein

hochmoderner Lufthansa-Regionaljet vom Typ

Embraer 195 auf den Namen der Glasstadt Zwiesel

getauft worden. Seite 20

Heimatsport Seiten 24, 25, 35

Familienanzeigen Seite 39

23°

Tageshöchsttemperatur

10°

Tiefsttemperatur

der kommenden Nacht

Landau

Deggendorf

Plattling

4 194101 901604

Zwiesel

Regen

Osterhofen

Grafenau

Dingolfing

Vilshofen

21°

Bad Griesbach

Passau

i. Rottal

21° Pfarrkirchen

Eggenfelden

Pocking

Töging

23°

Burgkirchen

Garching

22°

Altötting

HEUTE

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wegen des Feiertags „Mariä Himmelfahrt“ erhalten

Sie die nächste Ausgabe Ihrer Heimatzeitung am

Dienstag, 16. August, zur gewohnten Stunde.

Fidel Castro wird 85

Revolutionsführer Fidel Castro hat

in Kuba das kommunistische Modell

fünf Jahrzehnte am Leben gehalten.

Jetzt wird er85, ist im aktiven

Ruhestand und erlebt, wie auch

in Kuba an den Grundfesten des Sozialismus

gerüttelt wird. Seite 4

Kinderleichen im Autowrack

Bis zur Unkenntlichkeit sind zwei Menschen in einem

Wagen verbrannt, vermutlich zwei Kinder.Ein

schwer verletzter Mann hatte die Potsdamer Polizei

zum Tatort im Havelland geführt. Verbirgt sich

dahinter ein Unfall oder ein Verbrechen? Journal

Birgit Prinz nimmt Abschied

In 214 Spielen in 17 Jahren erzielte

Birgit Prinz als deutsche Nationalspielerin

128 Tore.Jetzt erklärte sie

das Ende ihrer Profikarriere. Das

frühe WM-Aus war hierbei nicht

entscheidend, sagte sie. Sport

Börse: Weitere Erholung

DAX: 5998 Punkte (+ 3,5 %).

Top: RWE27,92 Euro(+6,5 %).

Flop: MAN 64,88 Euro(+0,4 %). Wirtschaft

Schnell, kompetent,heimatnah

pnp.de heimatsport.de

21°

13°

Viechtach

Großer Arber

19°

Simbach

19°

20°

19°

19°

Freyung

Waldkirchen

Hauzenberg

Untergriesbach

10

Burghausen Wind in km/h

Berlin/Paris. Der USamerikanische

Großinvestor

George Soros hat Deutschland

die Hauptschuld an der

Eskalation der Euro-Schuldenkrise

gegeben. „Es war

das deutsche Zögern, das die

Griechenland-Krise verstärkte

und zu der Ansteckung

führte, die sie in eine

Existenzkrise für Europa verwandelte“,

schrieb der Milliardär

in einem Gastbeitrag

für das „Handelsblatt“. Es sei

ein Fehler gewesen, für Zahlungsausfälle

nicht die EU,

sondern jeweils die einzelnen

Länder bürgen zu lassen.

Soros plädierte daher für

die Einführung von Euro-Anleihen,

die gemeinschaftlich

und nicht von einzelnen

Staaten herausgegeben werden.

„Andernfalls bricht der

Werte auf der Wetterkarte:

Tageshöchsttemperaturen in Grad Celsius

Mehr Wetter auf Seite 15

60732

Euro zusammen.“ Deutschland

müsse dabei vorangehen.

Er halte die jetzige Konstruktion

mit Krediten für

Griechenland und einem von

verschiedenen Ländern garantierten

Rettungsschirm

(EFSF) für untragbar: So

müssten Italien und Spanien

mehr Zinsen für ihre Staatsanleihen

zahlen, als sie selber

von Griechenland für Stützungskredite

erhalten.

Unterdessen hat die Börsenaufsicht

in mehreren europäischen

Ländern auf die

heftigen Börsenturbulenzen

der vergangenen Tage reagiert

und geht gegen sogenannte

Leerverkäufe von Aktien

vor. Das teilte die EuropäischeBörsenaufsichtsbehörde

ESMA in Paris mit.

Damit solle die Möglichkeit

Berlin. Zum 50. Jahrestag des

Mauerbaus hat Bundespräsident

Christian Wulff die Deutschen

zu mehr Stolz auf die

Überwindung der nationalen

Teilung aufgerufen. Im Vorfeld

der heutigen Gedenkveranstaltung

mit Wulff und Bundeskanzlerin

Angela Merkel hatten

Äußerungen von Linken-Chefin

Gesine Lötzsch, der Mauerbau

sei eine logische Folge des

Zweiten Weltkriegs gewesen,

für Empörung gesorgt. Am 13.

August 1961 hatte auf Befehl

der DDR-Führung der Bau der

Berliner Mauer begonnen.

Deutschlandweit sind die Menschen

heute aufgerufen, mit einer

Schweigeminute um 12 Uhr

der Opfer zu gedenken. FDP-

Chef und Vizekanzler Philipp

Rösler legte gestern für das erste

erschossene Maueropfer Günter

Litfin gemeinsam mit dem

FDP-Ehrenvorsitzenden Hans-

Dietrich Genscher einen Kranz

nieder.Bei einer Gedenkstunde

in Potsdam sagte Genscher:

„Der 13. August, der Bau der

Mauer,war der Anfang vom Ende

der DDR.“ Keine Macht der

Welt könne Menschenwürde

und Freiheit auf Dauer stoppen.

−dpa/Kommentar S. 2/

Sonderseiten 2und 3

Kassenpatienten droht Pfändung

Zollämter sollen ausstehende Zusatzbeiträge eintreiben −Über 150 000 Versicherte stehen auf Inkasso-Listen

Berlin. Kassenpatienten, die

Zusatzbeiträge ihrer Krankenversicherung

nicht bezahlt haben,

droht die Pfändung. Nach

einer Umfrage von „Spiegel Online“

standen im ersten Halbjahr

2011 bundesweit über 150 000

Betroffene auf den Inkasso-Listen

der Hauptzollämter. Deren

22 Vollstreckungsstellen sollen

die Außenstände eintreiben −

und dabei notfalls Gehälter oder

Renten pfänden. Derzeit ver-

Berlin/Passau. Bundesinnenminister

Hans-Peter Friedrich

(CSU) geht fest davon aus,

dass Karl-Theodor zu Guttenberg

in die Politik zurückkehren

wird. Friedrich, der Nachfolger

Guttenbergs als CSU-Bezirksvorsitzender

in Oberfranken ist,

sagte im PNP-Interview,erhalte

es für richtig, dem zurückgetretenen

Verteidigungsminister die

gewünschte „Auszeit“ zu geben.

Er,Friedrich, „hoffe und glaube“

Euro-Krise: Soros gibt Deutschland Hauptschuld

eingeschränkt werden, aus

der Verbreitung falscher Gerüchte

Profit zu schlagen.

Neben Frankreich handelt es

50 Jahre Bau der Berliner Mauer

ArbeiterinBerlinerhöhtenanderBernauerStraßeimAugust1961dieStraßensperren.Am13.desMonatsbegann

aufBefehlderDDR-MachthaberderMauerbau.FürdenFDP-EhrenvorsitzendenHans-DietrichGenscher(kleines

Bild)wardasaberauch„derAnfangvomEndederDDR“.DiessagteergesterninPotsdam. −F.:dpa

langt ein Dutzend der rund 150

gesetzlichen Kassen neben dem

allgemeinen Satz von 15,5 Prozent

einen Zusatzbeitrag von bis

zu 15 EuroimMonat.

Neben der drittgrößten Krankenkasse

DAK und der mit zwei

Millionen Versicherten ebenfalls

großen KKH-Allianz handelt

es sich dabei zumeist um

kleinere Betriebskrankenkassen.

Das aufsichtsführende Bundesversicherungsamt

wird mit

aber, dass Guttenberg „wieder

zurück will ins politische Geschehen“.

Zur möglichen Spitzenkandidatur

des Münchner Oberbürgermeisters

Christian Ude (SPD)

bei der Landtagswahl 2013 sagte

der Bundesinnenminister, da

der SPD-Nachwuchs in Bayern

„kläglich versagt“ habe,

schmeichle es „natürlich Herrn

Ude, dass er gefragt wird“. Doch

gehe es „nicht um Eitelkeit, son-

sich um Italien, Spanien und

Belgien. Bei Leerverkäufen

setzen Spekulanten auf

schwächelnde Kurse einer

den Worten zitiert: „Wir sind verpflichtet,

gegen Kassen vorzugehen,

die Zusatzbeiträge erheben,

aber nichts gegen säumige Mitglieder

unternehmen.“

Eine Sprecherin des Kassen-

Spitzenverbands sagte auf dpa-

Anfrage, Zusatzbeiträge − die

seit 2009 erhoben werden können

−würden von zwölf Kassen

mit insgesamt 7,3 Millionen Mitgliedern

erhoben. Da wegen des

Zusatzbeitrags viele Versicherte

dern um landespolitischeKompetenz“.

Zum islamistischenTerrorismus

sagte

Friedrich, die

Bedrohung sei

auch nach dem

TodOsama Bin

Ladens „unverändert hoch“.

Deshalb ermittelten die Sicherheitsbehörden

„weiterhin unter

Aktie, die sie gegen eine Gebühr

lediglich leihen und

dann weiterverkaufen. Geht

ihre Wette auf, können sie

später die Papiere günstiger

erwerben und dem Verleiher

zurückgeben. Ihr Gewinn ist

die Differenz zwischen Verkaufspreis

und Rückkaufpreis.

Nach der Talfahrt der letzten

Tage bliesen DAX &Co.

zur Aufholjagd. Positive Vorgaben

aus den USA und der

Kampf gegen Spekulanten im

Euroraum dürften den Markt

gestützt haben. Der deutsche

Leitindex DAX schloss nach

kräftigen Schwankungen mit

satten 3,45 Prozent im Plus.

Auch an den Börsen in Paris

und Madrid ging es im Zick-

Zack-Kurs bergauf.

−dpa/dapd/Wirtschaft

ihrer Kasse den Rücken kehrten,

reagierten diese zunächst zurückhaltend

auf Verweigerer.

Doch jetzt sei die Geduld der

Kassen erschöpft. Verbraucherschützer

werten die Zahlungsverweigerung

auch als Boykott.

Die Versicherten hätten das Gefühl,

dass sie mit ihren normalen

Beiträgen, der Praxisgebühr und

den ganzen Zuzahlungen schon

genug zur Kasse gebeten werden.

−dpa/Standpunkt/Seite 4

Friedrich: Ich glaube an Guttenbergs Rückkehr

Bundesinnenminister im PNP-Interview −Vorratsdatenspeicherung: Einigung noch 2011

Hans-Peter

Friedrich

US-Großinvestor George Soros kritisiert das „deutsche Zögern“inderEuro-Schuldenkrise.

−Foto:dpa

Hochdruck, auch wenn das in

der Öffentlichkeit nicht immer

wahrnehmbar ist“.

Im koalitionsinternen Streit

um die Vorratsdatenspeicherung

betonte der Innenminister,

es müsse noch heuer zu einer Einigung

kommen. Dabei verwies

er auf das Mahnschreiben

der EU, nach dem eine mindestens

sechsmonatige Vorratsdatenspeicherung

umzusetzen

sei. −pnp/Interview Seite 5

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STANDPUNKT

Einfache Wahl

VonKarl Birkenseer

Wem auf der Autobahn der

Sprit ausgeht, der muss entweder

herunterfahren oder zähneknirschend

die höheren Benzinpreise

einer Autobahn-Tankstelle bezahlen.

Eine ähnlich einfache

Wahl hätten auch Krankenkassenmitglieder,denen

der Zusatzbeitrag

ihrer Versicherung nicht

passt. Der kleine Umweg über

den Wechsel zu einer günstigeren

Kasse erfordert zwar einen gewissen

Aufwand, lohnt sich aber unmittelbar

−und liefert zudem den

Beweis, dass der Wettbewerb im

Gesundheitswesen funktioniert.

Der Frust mit den Zusatzbeiträgen

mag teilweise dadurch erklärbar

sein, dass mancher Kunde

über sein Sonderkündigungsrecht

nicht Bescheid weiß. Hier

müssen die Kassen dem Wink der

Sozialgerichtsbarkeit folgen, die

diese Lücke bemängelt hat. Allen

aber, die nur zu bequem sind,

vom Kündigungsrecht Gebrauch

zu machen, droht im Falle der

Zahlungsverweigerung die Pfändung.

Leider zu Recht.

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8 Samstag, 13. August 2011 NIEDERBAYERN

Nummer 186

NIEDERBAYERN IN KÜRZE

Motorradfahrer (22) stirbt

nach schwerem Sturz

Dingolfing.Der Motorradfahrer,der am Mittwoch

in Dingolfing die Kontrolle über seine

Ducati verloren hatte und gestürzt war,ist gestorben.

Das teilte die Polizei gestern mit. Der

22-Jährige aus Moosthenning war nach dem

Unfall mit lebensgefährlichen Verletzungen

ins Krankenhaus gebracht worden. Laut Zeugen

war der junge Mann mit deutlich überhöhter

Geschwindigkeit unterwegs. Vor einer

Kreuzung bremste er stark ab. Dabei rutschte

die Maschine weg und der Moosthenninger

blieb mit dem Kopf an einem Geländer hängen,

das sich zwischen Straße und Gehweg befand.

−pnp

Bund Naturschutz klagt

gegen Umfahrung Vilshofen

Vilshofen. Der Bund Naturschutz in Bayern

wirdgegen den Planfeststellungsbeschluss für

die Umfahrung Vilshofen klagen. Das hat Helmut

Steininger,Mitglied des Landesvorstands,

gestern bestätigt. Der Eingriff in die Natur sei

bei der stadtnahen Umfahrung zu groß, wird

argumentiert. Bei Bürgermeister Georg Krenn

(CSU) und den Fraktionsvorsitzenden im

Stadtrat gab es einen Aufschrei der Empörung.

Krenn sprach von „absoluten Neinsagern, die

jede weitereEntwicklung zu verhindern versuchen“.

Die auf 25 Millionen Euro geschätzte

Trasse soll den innerstädtischen Verkehr Richtung

Pfarrkirchen entlasten. −hr

Sechs Jahre Haft für

Kindstötung: Urteil

rechtskräftig

Passau/Bad Griesbach. Weil

sie im Mai 2010 ihr Neugeborenes

heimlich erschlug, hat das Landgericht

Passau eine 23-jährige Bad

Griesbacherin letzte Woche zu

sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Die Mutter eines dreijährigen

Buben wurde wegen Fluchtgefahr

noch im Gericht verhaftet. Seit gestern

ist das Urteil wegen Totschlags

in minder schwerem Fall rechtskräftig:

Weder der Staatsanwalt,

der siebeneinhalb JahreHaft gefordert

hatte, noch Verteidiger Rudolf

Schwarz (Bewährungsstrafe) wollen

die Strafe vom Bundesgerichtshof

überprüfen lassen.

„Meine Mandantin hat jetzt eine

Woche U-Haft miterlebt. Sie will

die Strafe einfach nur noch ohne

weiteres Verzögern hinter sich

bringen“, erklärt Schwarz auf

PNP-Anfrage. Die Frau hatte

Schwangerschaft und Hausgeburt

verheimlicht. Den gleich nach der

Geburt mit einer Kombizange getöteten

Sohn versteckte sie, verpackt

mit einem Teddy, ineinem

Einödhof, wo sie früher mit dem

Kindsvater gelebt hatte. Der kleine

Leichnam wurde gut drei Monate

später von Mitbewohnern entdeckt.

−cp

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Sogsauf Boarisch

Bayerische Geschenkbücher

München/Modrava. Im Böhmerwald,

direkt angrenzend an

den Nationalpark Bayerischer

Wald, findet derzeit ein regelrechter

„Borkenkäferkrieg“ statt −so

formuliert es der Bund Naturschutz

(BN), der das „grüne Herz

Europas“ in Gefahr sieht. Umweltschützer

und Wissenschaftler

kämpfen mit Blockaden und

Baumbesetzungen gegen die von

Jan Strasky,Direktor das Nationalparks

Šumava, eingeleiteten massiven

Abholzungen zur Borkenkäferbekämpfung.

Auch Bereiche, in

denen bisher ein absolutes Eingriffsverbot

galt, sind davon betroffen.

3000 Bäume sollen der

Rodung zum Opfer fallen

Der Bund Naturschutz hat den

bayerischen Umweltminister Markus

Söder (CSU) in einem Schreiben

dringend dazu aufgefordert,

bei seinem tschechischen Amtskollegen

Tomas Chalupa und der

EU-Kommission gegen die Rodungen

zu intervenieren und sich für

die Umsetzung des Nationalparkprinzips

„Natur Natur sein lassen“

einzusetzen.

Bayerwaldstadt Zwiesel geht in die Luft

Bürgermeister Franz Xaver Steininger (2.v.r.) enthüllte im Beisein von (v.l.) Vize-Landrat Willi Killinger,der Flugzeug-Crew,MdB Ernst

Hinsken, Glaskönigin Kathrin Czysch, seiner Lebensgefährtin Iveta Friedrich und Klaus Froese, Geschäftsführer der Lufthansa CityLine,

denNamenszug„Zwiesel“aufdemLufthansa-RegionaljetvomTypEmbraer195. −Foto:Hackl

Seit Mitte Juli sind im Nationalpark

Šumava die Kettensägen los,

3000 Bäume sollen ihnen insgesamt

zum Opfer fallen. Die Absicht

ist der Schutz vor weiterem Schaden:

Die Parkverwaltung will das

Waldstück abholzen, um die Ausbreitung

des Borkenkäfers zu verhindern.

Laut Antonin Schubert,

Bürgermeister von der betroffenen

Gemeinde Modrava und gelernter

Förster, müssten im nächsten Jahr

möglicherweise 20 000 Bäume fallen,

wenn die 3000 in diesem Jahr

stehen bleiben.

Umweltschützer protestieren

gegen diese Pläne. Der BN hat sich

mit dem gewaltfreien tschechischen

Widerstand solidarisiert und

die Proteste seiner Partnerorganisation

Hnuti Duha/Friends of the

Earth Tschechien unterstützt.

„Wir sehen in diesen Maßnahmen

vor allem einen willkomme-

nen Vorwand, um den Holzeinschlag

im Schutzgebiet zu ermöglichen

und die touristische Entwicklung

auszuweiten“, sagte Hubert

Weiger,der Landesvorsitzende des

BN. „Durch die unnötigen Eingriffe

im tschechischen Schutzgebiet

wirdaber auch die Chance vertan,

grenzüberschreitend einer ungestörten

natürlichen Entwicklung

Raum zu geben“, so Weiger.

Das Hauptziel eines National-

VonChristina Hackl

Zwiesel/München. Ein

hochmoderner Regionaljet vom

TypEmbraer 195 wirdabsofort

den Namen der Bayerwaldstadt

Zwiesel durch ganz Europa tragen.

Glaskönigin Kathrin Czysch

hatte am Donnerstag am

Münchner Flughafen die Ehre,

das 39 Meter lange Flugzeug mit

einer Flasche Sekt auf den Nemen

Zwiesel“ zu taufen. Entsprechend

des Lufthansa-Protokolls

hatte anschließend Bürgermeister

Franz Xaver Steininger

den Namenszug „Zwiesel

enthüllt und gemeinsam mit

Klaus Froese, Geschäftsführer

von Lufthansa CityLine, die

Taufurkunde unterzeichnet.

„Wir freuen uns, das Wappen

und den Namen der Stadt Zwiesel

in die Länder Europas tragen

zu dürfen und heißen Zwiesel

im Kreis der Lufthansa-Patenstädte

willkommen“, so Klaus

Froese.

Die „Zwiesel“ wird mit einer

Reisegeschwindigkeit von rund

835 Stundenkilometern regelmäßig

europaweit und auf innerdeutschen

Strecken unterwegs

sein. Ihre Routen führen

von München aus zum Beispiel

nach Köln, Belgrad, Brüssel,

Krakau, Bilbao oder Paris.

Naturschützer solidarisieren sich mit Baumbesetzern

„Borkenkäferkrieg“ im Nationalpark Šumava −BN: Söder soll sich bei Tschechen für Lösung einsetzen

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PolizistentragenBaumbesetzerimtschechischenNationalparkweg. −Foto: Draprach

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Straubing. Das Gäubodenvolksfest

hat gestern

Abend traditionell mit einem

Festumzug begonnen. Rund

70 Brauchtumsgruppen und

Festwagen zogen durch die

Straßen Straubings und läuteten

die „fünfte Jahreszeit“

ein. Heute eröffnet Wissenschaftsminister

Wolfgang

Heubisch (FDP) dann offizi-

parks sei der Schutz und das Zulassen

der natürlichen Entwicklungsprozesse,

wozu in diesem Waldgebiet

auch der Borkenkäferbefall

gehörte. „Das Prinzip Natur Natur

sein lassen wird durch diese Eingriffe

ad absurdum geführt“ betonte

Karl Haberzettl, Vorsitzender

der BN-Kreisgruppe Passau, der

die Aktionen der tschechischen

Waldschützer bereits direkt vor

Ort unterstützte.

Vorwand für touristische

Entwicklung?

Er erklärte weiterhin, dass der

Nationalpark Šumava als Natura-

2000-Gebiet auch europarechtlich

geschützt sei und die Rodungen gegen

das Verschlechterungsverbot

verstoßen.

„Auf tschechischer Seite ist bisher

keine Einsicht erkennbar und

trotz anhaltender Proteste gehen

die Abholzungen mit massivem

Polizeieinsatz weiter“, erklärt der

Bund Naturschutz. Nationalparkbesucher

wollten vor allem die natürliche

Waldentwicklung erleben

und keinen verkappten Wirtschaftswald,

eine derartige Mogelpackung

werde schnell ihren Reiz

verlieren. −pnp

Startschuss fürs Gäubodenfest

Traditioneller Festumzug −Maß Bier kostet 7,40 Euro

Die Tuba darf nicht fehlen: Zahlreiche Musiker begleiteten die rund 70 Brauchtumsgruppen

beimgestrigenFestumzugdurchdieStraubingerInnenstadt. −Foto:dpa

ell das Fest. Auf dem Jahrmarkt

reihen sich etwa 110

Vergnügungsgeschäfte auf

rund 2,5 Kilometern Länge

aneinander.Insechs Bierzelten

haben nach Veranstalterangaben

rund 25 000 Menschen

Platz. Eine Maß Bier

kostet 7,40 Euro. Bis zum 22.

August wird mit 1,2 Millionen

Besuchern gerechnet.

Das knapp 200 Jahre alte

Volksfest gehört zu den größten

Jahrmärkten im Freistaat.

Begleitet wird eswieder von

der Ostbayernschau, einer

der größten Verbraucherausstellungen

Bayerns. In 17

Hallen präsentieren rund 700

Aussteller vom 13. bis zum

21. August ihre Waren und

Dienstleistungen. −lby


ZWIESEL

Samstag, 13. August 2011 Nummer 186 / Seite 20

Allzeit gute Reise ...

...möchte auch das Team

des Bayerwald-Boten der

Zwiesel“, ihren Passagieren

und ihrer Besatzung wünschen.

Die Flugzeugtaufe am

Donnerstag in München war

wahrlich eine Sternstunde,

denn es ist nicht selbstverständlich,

dass einer Kleinstadt

die Ehrezuteil wird, einem

Lufthansa-Flugzeug ihren

Namen geben zu dürfen.

Respekt allen, die sich dafür

eingesetzt haben!

Als regelmäßiger Besucher von Stadtratsund

Ausschusssitzungen nicht selbstverständlich

war für mich auch die Harmonie

zwischen den Stadträten, die an der Reise

nach München teilgenommen haben. Die

ganze Hin- und Rückfahrt über wurde im

Bus parteiübergreifend geplaudert und gelacht,

was das Zeug hält. Wenn man nur ein

bisschen dieser guten Stimmung in den Sitzungsalltag

hinüberretten könnte, dann wäre

vielleicht das ein odereandereProblem ein

wenig leichter zu lösen.

Zeit für Höhenflüge hat die Stadt nämlich

definitiv nicht. Wirhaben Mitte August und

immer noch keinen Haushalt für das laufende

Jahr. Nach der Zurückstellung in der

Stadtratssitzung Ende Juli zieht sich die Angelegenheit

hin. Wichtige Sachbearbeiter

waren oder sind seitdem im Urlaub und deswegen

könne man laut Aussage von Bürgermeister

Steininger frühestens Anfang September

die Haushaltssitzung ansetzen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Verabschiedung

im zweiten Anlauf gelingt.

Ein schönes Wochenende wünscht der

Stadtstreicheri.V.(chr)

MdB Ernst Hinsken sieht sich mit einer FlugbegleiterinimInnerender„Zwiesel“um.Seiner

Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass die

GlasstadtFlugzeugpatinwurde.

Auch Ex-Bürgermeister Robert Zettner und

seineFrauElisabethwarenbeiderTaufedabei.

Mit eigens angefertigten ErinnerungsgläsernderKristallglasAGwurdeaufdasfreudige

Ereignisangestoßen.

Nobler Abschluss: Bei einem Essen im Hotel

KempinskiwurdedieTaufegefeiert.

ZAHL DES TAGES

Städte aus ganz Deutschland stehen

150 derzeit auf der Warteliste für die

Übernahme einer Flugzeugpatenschaft. Im

Durchschnitt warten die Städte rund zehn Jahre,bis

ein Flugzeug nach ihnen benannt wird.

Zwiesel: Redaktion: 09922/84 75 21

Fax: 0851/802 100 20, E-Mail: red.zwiesel@pnp.de

Geschäftsstelle/Anzeigen: 84750−Fax: 84 75 41

Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 8−12.30 u. 13.30−17 Uhr,

Fr.8−12.30 u. 13.30−15 Uhr

Ein fliegender Botschafter für die Glasstadt

VonChristina Hackl

Zwiesel/München. Wie von

Zauberhand öffnet sich das Tor

des riesigen Hangars und gibt

den Blick frei auf ein auf Hochglanz

poliertes Flugzeug. 39 Meter

lang ist die Embraer 195, ihre

Spannweite beträgt mehr als 29

Meter.Indiesem Augenblick hat

wohl jeder aus der Zwieseler Delegation

erst einmal tief Luft geholt,

denn sie alle waren zum

Flughafen München gereist, um

dieses beeindruckende Flugzeug

auf den Namen „Zwiesel“ zu

taufen.

Im Hangar wurden die Zwiesler

bereits erwartet. Sybille Liess,

Protokoll-Chefin der Lufthansa,

und Klaus Froese, Geschäftsführer

von Lufthansa CityLine,

übernahmen die Begrüßung.

Klaus Froese war auch der

erste, der an das Rednerpult trat,

das vor der Embraer 195 aufgebaut

und mit einem Kranich,

dem Markenzeichen der Lufthansa,

geschmückt war. „Warum

wirdein Flugzeug getauft?“,

fragte er in die Runde und gab

gleich selbst die Antwort: „Weil

ein Flugzeug mehr ist als die

Summe seiner Einzelteile. Dieses

Flugzeug hat eine Seele

und eine Seele braucht einen Paten.“

Anschließend stellte er den

„Täufling“ genauer vor.Die Embraer

195, in Brasilien gebaut,

sei das jüngste Mitglied der City-

Line-Flotte. In den kommenden

20 Jahren werde sie bei mehr als

2000 Flügen jährlich in Summe

rund 50 000 Flüge absolvieren

und dabei mehr als vier Millionen

Passagiere befördern. Das

maximale Startgewicht liege bei

über 50 Tonnen, die Reisegeschwindigkeit

bei 835 Stundenkilometern,

die maximale Flug-

höhe bei 12 500 Metern. „Mit

116 Passagieren an Bord ist der

Treibstoffverbrauch mit 3,5 Litern

pro Passagier auf 100 Kilometern

extrem niedrig“, so Froese.

Die „Eltern“ der Embraer,die

Lufthansa CityLine, eine hundertprozentigeTochtergesellschaft

der Lufthansa, befördere

jährlich rund 6,4 Millionen Passagiere

und beschäftige 2500

Mitarbeiter. „Wir bei der Lufthansa

CityLine freuen uns, das

Wappen und den Namen der

Stadt Zwiesel in die Länder Europas

tragen zu dürfen. Wirheißen

Zwiesel im Kreis der Patenstädte

herzlich willkommen“, so

Froese. Dem Flugzeug „Zwiesel“,

seiner Crew und seinen

Passagieren wünschte er allzeit

guten Flug.

Über den Wolken muss die

Freiheit wohl grenzenlos sein −

mit dieser Textzeile aus der Feder

von Liedermacher Reinhard

Mey begann Bürgermeister

Franz Xaver Steininger seine

Ansprache. Diese „Liebeserklärung

an das Fernweh“ beschreibe

sehr gut die Sehnsucht nach

der Ferne, die uns alle ab und an

überkomme. Mit einem modernen

Flugzeug wie der Embraer

195 könne dieser Wunsch

schnell und komfortabel erfüllt

werden.

Steininger dankte im Anschluss

Ernst Schneider, der

bereits vor vielen Jahren die

Initiative für eine Flugzeugpatenschaft

ergriffen habe. Steininger

dankte auch seinen

Amtsvorgängern Alois Feitz und

Robert Zettner, die das Vorhaben

vorangetrieben hätten,

und schließlich MdB Ernst

Hinsken, der in der Schlussphase

die nötigen Weichen gestellt

habe. „Und so trägt dieses

schöne Flugzeug jetzt einen

ebenso schönen Namen. Als gebürtiger

Zwiesler und als Bürgermeister

erfüllt mich dies mit

Regionaljet der Lufthansa wurde am Münchner Flughafen auf den Namen „Zwiesel“ getauft

DieDelegationausderGlasstadtwarbeeindrucktvonderEmbraer195,diejetztdenNamen„Zwiesel“indieweiteWeltträgt.

großer Freude“, betonte Steininger.

Aber auch die Lufthansa habe

eine gute Wahl getroffen. Das

Flugzeug könne den Namen

Zwiesel mit Stolz tragen, denn

er stehe für eine jahrhundertelange

Glastradition sowie für

Gastfreundschaft und Erholung

im Herzen des Bayerischen Waldes,

in einer der schönsten Urlaubsregionen

Europas. „In diesem

Sinne freue ich mich, dass

wir so einen beeindruckenden

Botschafter unserer Stadt haben

und ich darf der ‘Zwiesel’ wünschen,

dass sie immer wohlbehalten

in den Hangar zurückkehrt.“

„Vor den Erfolg haben die

Götter den Schweiß gesetzt“, betonte

MdB Ernst Hinsken, der

kurz zurückblickte auf seine

langwierigen und hartnäckigen

Bemühungen, diese Patenschaft

zu ermöglichen und dabei nicht

verhehlte, dass ihn einige „Misstöne“

im Vorfeld verärgert hätten.

„Doch letztendlich ist, wie

Altkanzler Kohl sagte, entscheidend,

was hinten raus kommt“,

so Hinsken. Derzeit gebe es 44

Städte in Bayern mit einer Patenschaft,

Zwiesel sei die 45. „Vielleicht

kann das Flugzeug den ein

oder anderen Passagier animieren,

nach Zwiesel zu kommen“,

so Hinsken. Sein Dank galt insbesonderedem

ehemaligen Bürgermeister

Robert Zettner und

dessen Frau Elisabeth, die ihn in

seinen Bemühungen stets unterstützt

hätten.

Als letzte offizielle Amtshand-

ImCockpiterklärtePilotChristof-J.Kemény(r.)BürgermeisterFranzXaverSteineringerdieBord-Instrumente.

−Fotos:Hackl

lung durfte Glaskönigin Kathrin

Czysch schließlich die Taufe des

Flugzeugs mit einer Flasche Sekt

übernehmen. Anschließend warender

katholische Stadtpfarrer

Martin Prellinger und sein evangelischer

Kollege Heiko Hermann

gefordert. „Schütze Fluggäste

und Besatzung vor Gefahr,

geleite sie sicher auf ihrem Flug

und bringe sie unversehrt ans

Ziel. Lass sie erkennen, wie gewaltig

und schön die Welt ist, die

Gott geschaffen hat“, betonten

sie in ihrem Segensgebet.

Bürgermeister Steininger und

Klaus Froese unterschrieben

schließlich noch die offizielle

Zum Protokoll der Taufe gehörte auch das Unterschreiben der PatenschaftsurkundendurchBürgermeisterSteininger(l.)undCityLine-

ChefKlausFroese.

EineFlascheSekthatGlasköniginKathrinCzyschbeiderTaufeüber

den Bug des Flugzeugs gekippt. Es schauten zu (v.r.) Klaus Froese,

IvetaFriedrich,Christof-J.KeményundBürgermeisterSteininger.

Patenschaftsurkunde und

tauschten Erinnerungsgeschenke

aus. Steininger bekam ein

Modell der „Zwiesel“ für seinen

Schreibtisch und Froese das

Zwieseler Stadtkrügerl. Mit eigens

angefertigten Erinnerungsgläsern

der Kristallglas-

AG wurde auf das Flugzeug angestoßen.

Dann endlich durften die

Zwiesler die „Zwiesel“ auch von

innen erkunden. Beliebtester

Platz war natürlich der Pilotensitz

im Cockpit. Kapitän Christof-J.

Kemény, Co-Pilot Tobias

Linsmayer und die charmanten

Flugbegleiterinnen standen dabei

Rede und Antwort.

Die Crew begleitete die Zwieseler

Delegation schließlich

auch noch bei ihrer kurzen Busrundfahrt

über den Flughafen

und zum Essen ins noble Hotel

Kempinski, wo man bei einem

Karotten-Ingwer-Süppchen mit

Koriander-Pesto und Roastbeef

an Sherry-Sauce noch die ein

oder anderen Reise-Pläne

schmiedete. Zum Schluss blieb

den Zwieslern nur, der Crew

„Bon Voyage“, gute Reise, zu

wünschen, denn der erste Flug

der „Zwiesel“ führte am Freitag

nach Paris.

DenkirchlichenSegenfürdasFlugzeugspendetenderkatholische

StadtpfarrerMartinPrellinger(l.)undseinevangelischerKollegeHeikoHermann.

Das Wappen der Glasstadt befindet sich im Eingangsbereich der

Embraer und wirdhier gerade von Stadtrat Ludwig Steckbauer begutachtet.

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