WARUM LÜGST DU, JÖRGL? Lustspiel in drei Akten von HANS ...

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WARUM LÜGST DU, JÖRGL? Lustspiel in drei Akten von HANS ...

WARUM LÜGST DU, JÖRGL?

Lustspiel in drei Akten

von

HANS LELLIS

© EVA BIELER VERLAG WIEN

WARUM LÜGST DU, JÖRGL?

Lustspiel in drei Akten

von

HANS LELLIS

Regie- und Soufflierbuch

EVA BIELER VERLAG

Klederinger Str. 62/17

1100 Wien

Österreich

Telefon +43/1/258 99 55

Fax +43/1/258 99 55

Mobil +43/699 19 24 91 47

Email: bieler.verlag@aon.at

Homepage: www.bieler.at


Inhaltsangabe

Eine durch zu viel an Alkohol entsprungene Verwechslung ist Angelpunkt und Höhepunkt zugleich. In

Katerstimmung und mit noch schwerem Schädel glauben der Bürgermeister und einer

seiner Gemeinderäte, dass sie Räuber eines Mopeds, ja, - da der Mopedbesitzer

niedergeschlagen wurde – Raubmörder sind… Nach einigen Wirrnissen finden sich drei

Liebespaare und dem happy end steht nichts mehr im Weg.

Personen 5D/8H

Engtaler, Bürgermeister, 50er, in entsprechender Kleidung, etwas protzenhaft

Seppl, sein Sohn, junger frischer Bauernbursch in Lederhose – Hemdärmel aufgekrempelt

Marie Pfundlinger, Bäuerin am Pfundlingerhof, gut aussehende Vierzigerin in Arbeitskleidung

Vroni, ihre Tochter, liebes harziges Bauernmädchen in Arbeitsdirndl, doch rein und nett

Jörgl Krontaler, Altknecht bei Pfundlinger, 60jähriger Graukopf in langer geflickter Hose und

ebensolcher Weste, äußerst humorvoll

Urschl, Dienstmagd bei Pfundlinger, junge dralle Bauernmagd in Arbeitskleidung, etwas schwer vom

Begriff, mit seitlich abstehenden Zöpfen

Kleebauer, ungefähr 50jähriger reicher Viehhändler und Bauer mit entsprechender Kleidung und

Gehaben

Hiasl, sein Sohn, junger Bauernbursch, geschmückt mit Bändern, schwerfällig in seiner Art, spricht

langsam gezogen, doch auf keinen Fall als die übliche Trottelfigur hinzustellen, recht

komisch in seinem Spiel

Wurmser, Bauer vom Ort, etwas jünger als Kleebauer, ebenfalls in bäuerlicher Kleidung

Pledlbauer, Bauer vom Ort, in Alter und Figur Jörgl ähnlich, bäuerliche Kleidung mit Stock

alte Waben, 80jähriges Mutterl, gebückt, auf Stock gestützt mit schlohweißem Haar, schon etwas

wunderlich, ärmlich gekleidet

Mary Krontaler, jung, hübsch in elegantem Reisekostüm, kleinem Handkoffer, spricht mit englischem

Akzent

Gemeindewachmann, in Uniform mit Amtskappe, komische Figur, böhmakelnd

Bühnenbild 1 innen

Dekoration:

Einfache aber saubere Bauernstube, links ein Tisch mit Stühlen, rechts an der Seitenwand ein Bett

an der linken Seitenwand hängt ein größeres Bild des verstorbenen Pfundlinger –

irgendeine Photographie - Mitte links und rechts je eine Türe - die weitere Einrichtung je

nach Regie.

Der erste Akt spielt am Spätnachmittag, der zweite im Anschluss an den ersten, der dritte am

nächsten Morgen.

Links und rechts ist vom Zuschauer aus zu verstehen.

1. Akt

1. Szene

Jörgl, Seppl

1


Jörgl: (sitzt Pfeife rauchend am Bett, es klopft) Ja wer klopft denn da schon wieder? Sicher

wieder oaner, der wos nehma will und nix bringt. - (öffnet die Mitteltüre) A der Seppl, ja

komm nur eina, wennst di’ traust!

Seppl: Grüaß di’, Jörgl - bist alloan? (sieht sich um)

Jörgl: Ja, wannst nix dagegen host, - dir war freili liaber g’wesen - du hätt’st die Vroni - alloan -

antroffen, du Hallodrie.

Seppl: Ah geh - i siach di’ a ganz gern.

Jörg: Glaub’s schon - ja, ja, aber sog oamal, was fallt denn dir ein - du traust dich da eini zu

uns? Jo host denn du koa Angst vor dein’ Vater, dem Herrn Bürgermeister?

Seppl: Der Vater is ja net dahoam.

Jörgl: Aha, darum bist du da!

Seppl: Ja, der Vater is nämlich in die Stadt einig’fahren und holt a Geld von der Sparkassa.

Jörgl: A Geld? Will er eppa den Hof do kaufen?

Seppl: Aber wo denkst denn hin, er holt nur das Geld für die Gemeinde, weil er am Sonntag bei

der Einweihung vom Kriegerdenkmal die Baukosten auszahlen muaß.

Jörgl: Ja so, ich sag’s ja, zerscht muaß ma tot sein, bevor die Gemeinde etwas für oan tuat - das

woaß i am besten, von mir selber und die Bäuerin wird’s a bald erfahr’n, wanns ihr den Hof

versteigern.

Seppl: Ja, es ist ein Elend auf der Welt. Aber sag’, wo is denn die Vroni?

Jörgl: Aha - jetzt host mi scho lang g’nua g’sehgn, jetzt wär dir die Vroni scho’ liaber zum

anschau’n.

Seppl: Geh sag wir’s, Jörgl!

Jörgl: Mei’ Liaber, das is net so oanfach, du woaßt, die Bäuerin siachts net gern, dass ihr zwoa

zamm schauts und drum hat die Bäuerin mi so quisi zum Aufpasser b’stellt, also wia g’sagt

- - es is net so oanfach -

Seppl: (zieht ein Paket hervor) Herr Aufpasser, wia wärs mit oan Packerl Pfeifentabak, könnt ma

vielleicht jetzt erfahren, wo die Vroni is?

Jörgl: (verlangend nach dem Tabak sehend) Also Bestechung! Da kommst bei mir an die g’fehlte

Adresse - wann i oamal sag - i sags net - dann - -

Seppl: Riach amol, Jörgl, a feinbazter - hm, hm.

Jörgl: Dann - - (dreht sich um und hält nach rückwärts die Hand) weiß die Linke nicht was die

Rechte tut.

Seppl: (legt den Tabak in Jörgls Hand) Also wo is die Vroni?

Jörgl: Mit ihrer Muatter is am Feld draußen und graben hoamlich Erdäpfel aus.

Seppl: Warum denn hoamlich? Seit wann ist denn das Erdäpfelausgraben verboten?

Jörgl: Am eigenen Feld net, aber du woaßt do, dass der Bäuerin nix mehr g’hört, - haben ihr ja

alles beschlagnahmt und übermorgen soll der Hof versteigert werden. -

Seppl: Is also wirklich schon so weit!? – Tja - die arme Bäuerin, nix wia Schand und Elend.

Jörgl: Dran is nur ihr verstorbener Mann schuld. Der hat vor 20 Jahren den Hof da mit fremdem

Geld ankauft - dann hat er a Hypothek um die andere aufg’nommen, damit er das Geld

z’rückzahlen kann und dabei is der Hof immer mehr und mehr ins Rutschen kemma. -

Jetzt stehen 25.000 Schilling Schulden auf dem Hof und die Sparkasse hat die

Versteigerung beantragt.

Seppl: Sag’, Jörgl, kann ma denn do gar net helfen?

Jörgl: Dein Vater als Bürgermeister könnt scho helfen, wenn er wollt, aber der will ja grad, dass

die Bäuerin von da fortkummt, damit sich die Liabschaft zwischen dir und der Vroni

aufhört.

Seppl: Da wird sich aber mein Vater gewaltig schneiden. I lass net von der Vroni - i hab s’ gern

und hab ihr versprochen, dass ich s’ heirat’ und dabei bleibt’s.

2


Jörgl: Woaßt Seppl, das g’fallt mir ja, dass du so red’st, aber dein Vater, das is a harte Nuss und

wird scho zoagen wo der Bartl ‘n Most holt. Dein’ Willen wirst erst durchsetzen können, bis

dir dein Vater den Hof übergibt und bei dem seiner Rüstigkeit - da hat’s no lang hin...

Seppl: Macht nix und wann i als Knecht gehen muaß, oamal wird der Vater schon einseh’gn,

dass die Liab stärker is als das Geld.

Jörgl: Was nützt das, wann ers - amal - einsiacht, - jetzt - müaßt er’s einsehgn, denn wann die

Bäuerin, und die Vroni amal von da fortmüssen, dann hast dei’ Vroni g’sehn, denn so viel i

g’hört hab, will die Bäuerin mit der Vroni in die Stadt zu Verwandten fahren.

Seppl: Da brauchst koa Sorg haben, i find’ mei’ Vroni a in der Stadt - aber sag’, woas g’schiacht

denn dann mit dir?

Jörgl: Ja mei, mi muaß die Gemeinde erhalten, mi nimmt ja koa Bauer mehr in Deanst. Wann mi

vor 6 Jahren der Pfundlinger net (zeigt auf das Bild) aus Gutherzigkeit aufg’nommen hätt,

wär i vielleicht eh schon längst verhungert.

2. Szene

Vroni: (Mitte auf mit den Worten) Du, Jörg l, geh bitte hilf ma. (sieht erst jetzt Sepp) Jö, der Sepp

is da - ja was machst denn du da? Grüaß di! (reicht ihm die Hand)

Seppl: Grüaß di’ a Gott, Vronerl! (halten sich weiter bei den Händen und sehen sich verliebt an)

Jörgl: Ja du hast g’sagt, i soll dir helf’n - hallo - hallo dö hört net - wahrscheinlich is ihr scho

g’holfen - dann kann i ja gehn - (geht bis zur Tür Mitte, niest absichtlich recht laut)

Hatschi!!

Seppl: (beide erschrecken, lassen sich los, sehen auf Jörgl)

Vroni: (beide erschrecken, lassen sich los, sehen auf Jörgl)

Jörgl: I will nur sagen, dass i naus geh. Damit ihr’s wißt’s, sonst glaubts vielleicht i bin no da. I

geh’ auf Wachtposten, damit euch niemand stört. (ab Mitte)

Vroni: Jetzt geht der Jörgl naus und hat koa Joppen an - dabei is er eh krank.

Seppl: Wo fehlt’s ihm denn, dem Jörgl?

Vroni: Mit’n Herzen hat er z’tuan.

Seppl: (wichtig tuend) Ja da muaß ma vorsichtig sein, das woaß i von mir selber, wia du einzogen

bist in mei’ Herz hat’s glei an Knicks g’macht und jetzt hat’s an Knax g’macht.

Vroni: Oh du Armer, was machen wir denn da dagegen?

Seppl: Die beste Medizin gegen den Knax wär’ halt a Busserl von dir, das hoaßt, wann du mir

oans gibst.

Vroni: I werd’ dich do net leiden lassen - das wär do a Todsünd - (küsst Seppl) No wia

schmeckts, die Medizin?

Seppl: Himmlisch! (umfängt rasch Vroni und gibt ihr noch zwei Küsse)

Vroni: (macht sich los) Aber Sepp!

Seppl: Na ja, du hast mir ja nur oan Kaffeelöffel Medizin geben, am Liabsrezept aber steht täglich

3 Esslöffel voll.

Vroni: Du Nimmersatt du - komm setzen wir uns da a bisserl auf’s Bankerl, bevor no die Muatter

kommt.

Seppl: Oder mei Vater. (setzen sich)

Vroni: Um Gotteswillen, da schon lieber die Muatter, woaßt, bei meiner Muatter kann Ichs ja

versteh’n, dass sie gegen unser Liabschaft ist, sie hat halt Angst um mi - sie will net dass

es mir vielleicht grad a so geht wia ihr, du woaßt ja, sie hat mi als a lediger zur Welt

bracht.

Seppl: Na und? Du bist deswegen genau so richtig wia die anderen Dirndln. Du hast zwoa

Augen, zwoa Füaß, zwoa Händ – oa Nasen -

Vroni: (lachend einfallend) Halt - i woaß scho selber was i alles hab.

Seppl: Na also, brauchst du mehr um mein Weib z’ werden?

3


Vroni: Das sagst du, aber dein Vater, der denkt da a bisserl anders, du hast mir ja selber erzählt,

dass er die gern mit der Rosl vom reichen Mühlbauern verheiraten möcht.

Seppl: Ja möchten - möcht er schon, aber tuan tua ich’s net. - Net amal wann die Rosl auf jeder

Sommersprossen - und des san net wenig - an Goldtausender picken hätt’.

Vroni: Warum? - Die Rosl is gar net so z’wieder…

Seppl: Hör auf mit der, du machst mi nur fuchtig.

Vroni: Geh, es könnt so mancher froh sein, wann er die Rosl -

Seppl: (komisch ärgerlich) Hörst net auf! - - -

Vroni: Seppl, i will dir jetzt was sagen - aber du därfst mi net schlecht versteh’n, schau, i bin a

arms Dirndl, unser Hof wird in den nächsten Tagen versteigert - unser Liab is ohne

Aussicht, denn dei’ Vater wird es nia zuageben, dass i dei’ Frau werd’. Moanst net, dass

es da für di’ besser wär’, du tat’st dein’ Vatern sein Will’n?

Seppl: (vorwurfsvoll) Vroni, wia kannst du so was sagen - hast mi du net gern?

Vroni: Grad weil i di’ gern hab, möcht i net, dass du wegen meiner unglücklich wirst. Es könnt

dich eines Tages reuen - - -

Seppl: (springt auf, zieht Vroni an sich) Vroni - net so reden! Du tuast mir weh, du hast g’sagt,

dass du mi gern hast - stimmt’s?

Vroni: (innig) Ja, vom ganzen Herzen!

Seppl: (freudig) Juchu - Dirndl, liabs - was immer a g’schiacht wir halten zu einander in Liab und

Treu, schau dir die Arm’ an, die können arbeiten - wir kommen schon durch - wirst sehen -

du mei liabs, dümms, liabs Dirndl du!

Vroni: I glaub dir ja, du mei liabs, dumms, liabs Mannsbild du. (Kuss)

3. Szene

Jörgl: (eilig Mitte auf) Alarm! Alarm!! Gehts in Deckung, der Feind kommt.

Vroni: Wer kommt?

Jörgl: Der Gmoawachter kommt a uf unsern Hof zua!

Seppl: Teufel no amal, wann mi der da siacht woaß in 5 Minuten mei Vater und in 10 Minuten der

ganze Ort, dass er mi da bei euch g’sehgn hat.

Vroni: Um Gotteswillen nur das net, sonst host wieder oan Verdruß! Was machen wir denn da?

Jörgl: Nur koa Aufregung, zu wos war i denn G’freiter beim Landsturm - also kurze

Lagebesprechung - du Vroni gehst dem Gmoawachter entgegen und haltst ihn derweil auf

- erzählst ihm halt was - - -

Vroni: Ja aber was?

Jörgl: Na ja, sagst ihm halt, dass heut schön is und wann’s morgen a schön is, dann warn zwoa

Tag schön - und wann das no 8 Tag so weiter geht, haben wir in 14 Tag - 3 Wochen.

Seppl: (lachend) Und wenn er’s net glaubt - gibst ihm halt no a Wochen drauf.

Jörgl: Und du Seppl, du verschwindst derweil durchs hintere Hoftürl.

Seppl: Das is a Idee - das mach i!

Vroni: Guat, so mach ma’s! Pfüat di Seppl, Jörgl schau weg. (küsst Seppl)

Jörgl: Ah so wos, das Kunststück hab i schon können, da ward ihr net amal no auf der Welt.

Vroni: So, und jetzt geh i dem Feind entgegen. (ab Mitte)

Jörgl: No wos sagst zu meiner Strategie? Der alte Radetzky war direkt a Lehrbua gegen meiner.

Seppl: (lachend) Guat hast es g’macht - da hast wieder 100 Schilling für die Bäuerin, sag aber ja

net, dass von mir san, i muaß jetzt gehn, sonst komm i nimmer außi - Pf üat di, alter

Stratege. (ab Mitte)

Jörgl: (allein) So a Narr a narrischer, was soll i denn nur immer sagen von wo i das Geld hab.

Die Bäuerin woaß do, dass i koa Geld hab (öffnet die Banknote) Hundert Schilling - is a

guater Kerl, der Sepp, is net das erste Mal, dass er mir a Geld für die Bäuerin geben hat -

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hoffentlich fallt ma wieder a geeignete Notluag ein von wo is Geld her hab. (steckt das

Geld ein und spricht zu dem Bild an der Wand) Ja, du kannst leicht lachen Bauer, hängst

da oben und kümmerst di um nix. Wiast g’sehgn hast es is nix mehr z’machen, hast dich

ins bessere Jenseits verfrachtet - und wir haben jetzt den Scherm auf und schauen beim

Henkel außa.

(es klopft)

4. Szene

Jörgl: (ruft) Hinaus!! - Ah - herein, will i sagen.

Wachm: (Mappe unterm Arm, Mitte auf) Ist es erlaubt da hineinzutreten?

Jörgl: Mei Haus ist das net - so kann i dir’s a net verbiaten.

Wachm: Na, dann ist gut, - ich muss ich alles bitteschön aufnehmen für die versteigerte

Versteigerung.

Jörgl: Ja, ja, lass di’ nur net aufhalten, kannst mi a glei zum toten Mobiliar schreiben, vielleicht

kauft mi wer mit.

Wachm: Was dir hineinfällt, altes Eisen wird nicht versteigert.

Jörgl: Und die Herzlosigkeit a net, sonst müasserst du und dein Chef, der Bürgermoaster, schon

längst versteigert sein.

Wachm: Du Jörgl, ich verbiet ichs mir, solchene Redensarten, ich tu ichs nur meine Pflicht...

(schreibt) eine Bett - eine Tisch - eine Bankerl, 3 Stiehle - (je nach Einrichtung als letztes

das Bild an der Wand) eine Bild, ah, das ise ja der alte Pfundlinger - der hat’s auch gern

g’suffen - kann ichs gar nicht versteh’n wia kann man so saufen - (zieht aus der

rückwärtigen Hosentasche eine Schnapsflasche heraus und trinkt) So jetzt haben wir alles

- wo ist die Bäuerin?

Jörgl Wird die a versteigert?

Wachm: Mach keine Spampanadeln -

Jörgl: Die Bäuerin wird glei da sein - die suacht sich nur an Nagel wo sie sich aufhängen kann!

Wachm: (drohend) Du Jörgl, ich machs dich hinaufmerksam, ich bin ich im Dienst und im Dienst bin

ichs a Viech -

Jörgl: I woaß, du bist immer im Dienst, aber sag amal, hat die Gemeinde schon beschlossen

was mit mir g’schiacht?

Wachm: Ne, heutige Tag is erst die Sitzung, wo ma wird feststellen, ob du bleibst dada oder ob du

wirst in deine Heimatgemeinde hineingeschoben.

Jörgl: A net schlecht - der Doktor hat mir eh Luftveränderung verschrieben.

Wachm: Wohin geht’s denn da hinein? (zeigt nach rechts auf die Türe)

Jörgl: Zerscht war’s die Speckkammer, dann wars die Dreckkammer und jetzt is die

Menscherkammer.

Wachm: Wir gehen hinein dada und du kommste mit, weil ich brauch ichs Zeugen bei der

Aufnahme.

Jörgl: Zu jedem Schmarren brauchts ihr an Zeugen, aber wart die Kammer is ja zuag’sperrt, den

Schlüssel hat die Urschl. (geht zur Mitteltüre ruft hinaus) Urschl! Urschl!

Urschl: (hinter der Szene) Jo, wos is denn scho wieder?

Jörgl: (noch in der Türe) Geh her da - und bring den Schlüssel von deiner Kammer mit.

Urschl: (hinter der Szene, schon etwas näher) Ja, i komm schon!

Wachm: (ungeduldig) Honem! Honem! Ich hab ich’s keine Zeit nicht.

Urschl: (Mitte auf) Hat mi eppa wer g’rufen? Jögerl, der Gmoawachter is a da - grüaß di, alter

Spezi, was machst denn du da? (schlägt ihm derb auf die Schulter)

Wachm: (hält sich die Schulter) Alle kruz am zwicks - die hats kane schlechte Pratzen - - jetzt kann

ichs tragen meinigen Schulter in der Schlingen!

Jörgl: Urschl gib den Schlüssel her - der Gmoawachter möcht zu dir in die Kammer rein.

5


Urschl: (verschämt tuend) Hau!? - Gmoawachter, du willst zu mir in mei Kammer? Du bist da

oaner - hau - (beiseite) wenigstens oaner, der auf mi fliegt - (schmiegt sich verschämt

lachend an Gemeindewachmann)

Wachm: Nu, was ise los, die ise plemplem!! Nu honem - schnell, die Schlüssel! Ich hab ichs wenig

Zeit!

Urschl: (zärtlich) Aber lass dir do Zeit, Gmoawachter, alles schön der Reihe nach - in dem Büachl

von der Kramer-Wally, was i mir ausg’liechen hab, steht drinn -

Jörgl: Red’ net lang umeinand - - -

Urschl: So wart, das Büachl hoaßt: „Wie werde ich Braut - ohne dass es der Bräutigam merkt?“

Jörgl: I werd di bei deine Ohrwascheln nehma, du wirst es glei merken - sperr’ die Kammer auf,

der Gmoawachter will sich deine Sachen anschaun.

Urschl: Waas? Ah na mei Liaber, so g’schwind geht das net - das mit der Kammer, das kommt

erst im 12. Kapitel vor, wo scho bald das happy end is - zerscht kommt das Kacketieren

dran - woaßt a so schau mi an, i zeig dir’s - (verdreht die Augen) Merkst was?

Wachm: Ja du scheangelst - sag mir Jörgl, was red’t die da für eine Blödsinn z samm?

Jörgl: Ja die Urschl - die begreift langsam aber dafür schwer.... Du Transch du - du sollst

aufsperren, damit der Gmoawachter seine Inventuraufnahme machen kann.

Wachm: Nu ja wegen die Versteigerung - do wani, verstehste?

Urschl: Ah so, was sagt’s denn das net glei, aufsperren soll i, damits ös eini könnts - ah so - und i

hab glaubt, der Gmoawachter hat ehrliche Absichten... Warts, wo hab i denn nur den

Schlüssel (sucht), den werd ich do net verloren haben - warts amal, ah i woaß scho, da

herin muaß er wo sein. (greift in den Blusenausschnitt) Wo is er denn nur? Net zum

finden...

Wachm: Satrazeni, die muss eine schöne Remasuri da drinnen haben!

Urschl: (ausrufend) Hab ihn scho! (zieht Schlüssel hervor, und sperrt auf)

Jörgl: Gott sei Dank, sonst hätt i dir suachen g’holfen. (alle drei ab nach links)

5. Szene

Kleeba: (mit Wurmser durch die Mitte auf) Also Wurmser, du muaßt mir das Viech so schätzen,

dass ich’s billig kriag.

Wurmser: Mach ich, jawohl, wir arbeiten ja net zum ersten Mal Hand in Hand.

Kleeba: Hast a immer schön verdient dabei. 10% von der Kaufsumme g’hört dir, aber wia g’sagt,

billig - ganz billig, muaß i einkaufen, verstehst?

Wurmser: Kannst di verlassen - bist no nia schlecht g’fahren wann i g’schätzt hab, no und is das

wahr, dass du es auf den Hof da scharf hast?

Kleeba: Wann i ihn billig kriag, is er kauft für mein Buam nämlich, mein Hiasl.

Wurmser: Geh, hast do selber oan großen Hof - kannst do glei den in Hiasl übergeben.

Kleeba: No ja, woaßt, du kennst do mein Hiasl, der is net oaner von dö ganz g’scheiten, der is, wia

ma so sagt a bisserl - - -

Wurmser: Antritscht!

Kleeba: Aber na, a bisserl langsam is er halt - a wengl stadlustig wia ma so sagt, oa Weib braucht

er halt, dö eahm in Schwung bringt, no und weil i selber no rüstig bin und no läng net ans

übergeben denk, kann mei Hiasl derweil do am Hof zum wirtschaften anfangen, bis i

später amal so weit sein werd, dass i eahm mein Hof übergib.

Wurmser: Das hast d’ dir gar net amal so schlecht ausdenkt. Aber der Pfundlingerin wird’s halt

schwer ankemma, da vom Hof z’ gehn.

Kleeba: Glaubs, glaubs gerne, ja, was eben koa Bauer is, der muaß eben in Hof verlieren.

Wurmser: Is scho wahr, aber mein Gott, sie is halt nur a Weib, net?

6


Kleeba: Hätts halt rechtzeitig sich umg’schaut um a Mannsbild - ja was mir einfallt - du warst do

glei a Mann für sie - pack s’ z’samm, du sollst eh in deine jungen Jahr mächtig hinter ihr

herg’wesen sein - du bist ja jetzt a scho über’s Jahr Wittiber - na geh - vielleicht verdien i

mir no an Kuppelpelz bei enk zwoa.

Wurmser: (etwas verlegen) I und heiraten, wia kommst denn jetzt auf so was und wos die

Pfundlingerin anbelangt - - -

Kleeba: Hör nur auf - ganz hasenrein bist du in derer Sach net - aber is wias is, die Hauptsach is: b

i l l i g schätzen, billig!

Jörgl: (mit Gemeindewachmann von rechts) Aha, die Herrn Aasgeier san scho da! (auch Urschl

tritt mit auf und geht nach rechts in die Küche ab)

Kleeba: Guat dass du da bist, Gmoawachter, ich hab den Wurmser glei mitbracht, damit er’s Viech

schätzt.

Wachm: Dobre.

Jörgl: Kleebauer, derfst di aber net zum Viech dazuastellen,sonst glaubt der Wurmser, du bist a

Ochs und schätzt die mit.

Wurmser: (lacht laut)

Wachm: (lacht laut)

Kleeba: (ärgerlich) Du hast es not, dass du di über mi lustig machst, du alter Lump!

Jörgl: I dank schön für die Gleichstellung - und was mei Alter anbelangt, woaßt, da muaßt di

beizeiten aufhängen damits d’ net so alt wirst - den Strick kriags von mir gratis als

Geschenk.

Wurmser: (lachend) Was sagst Kleebauer, der is net aufs Maul g’fallen - der gibt net schlecht z’ruck.

Kleeba: (giftig) I tat eahm scho ‘s Mäul stopfen, aber will mi ja net vergreifen an dem armen Teufl.

Wachm: Ich bitt ich schön, nur keine Hinaufregung in meiniges Gegenwart, ich bin ichs

Amtsperson, immer und schön pomali, pomali!

Kleeba: Is eh wahr, was tuan ma uns da herum ärgern, kommts gehn ma in Stall naus zum Viech.

(alle drei Mitte ab)

Jörgl: (allein) Dort g’hörts a hin. (zum Bild des Bauern) Sag’ Bauer, kannst du beim liaben Gott

net durchsetzen, dass oan vondrei Kerln der Schlag trifft?

6. Szene

Marie: (Mitte auf) Du Jörgl, was wollen denn die drei bei uns im Stall?

Jörgl: Der Kleebauer hats schon eilig mit’n Viech kaufen und der Wurmser vertritt sich die Füass

um seine Provision.

Marie: Wann i den Wurmser siach da vergeht mir der ganze Appetit. (nimmt von rückwärts ein

Tischtuch und wechselt es mit dem am Tisch aufliegenden aus)

Jörgl: Und das will was g’sagt sein bei dö kargen Mahlzeiten was ma jetzt haben. - Aber sag’, du

warst doch in deinen jungen Jahr’n beim alten Wurmser in Deanst - und da soll ja der

junge Wurmser sakrisch in die verliabt g’wesen sein - soviel i g’hört hab’. -

Marie: Is scho möglich. (holt von rückwärts aus der Kredenz oder Stellage Löffeln und Brot) Aber

weit muaß mit seiner Liab net herg’wesen sein - ein Hallodri is er genau wia sein Vater.

(richtet den Tisch zum Essen her)

Jörgl: Warst halt damals als a junger a wengerl zu leichtgläubig!

Marie: Magst recht haben, Jörgl, heut könnt mir so was neammer passieren - oh diese

Mannsbilder - falsch und feig - oaner g’hört g’nommen und die andern damit erschlagen.

Jörgl: (ängstlich tuend) Gott sei Dank, dass i nimmer zu den Mannsbildern g’hör!

Marie: Wiaso, du bist do auch a Mannsbild

Jörgl: Scho lang nimmer, i bin schon ausgetreten aus dem männlichen Geschlecht.

Marie: (lachend) Geh du, Narrentattl!

Jörgl: Und vor Gericht hast angeben, der Vroni ihr Vater war a Wanderbursch g’wesen?

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Marie: (unangenehm berührt) Ja - wes fragst denn so viel? I hab damals mei Dummheit gnua

bereuen müssen - verhöhnt, verlacht, verspottet - a lediges Kind, das is in den Augen der

Menschen das größte Unglück - a ledig’s Kind - ach (fährt sich mit der Hand über die

Stirne) aber ich a die Zähn zammbissen und bin mein Weg gangen, den i mir durch mei

Dummheit selbst g’wählt hab. -

Jörgl: Und von den Wanderburschen hast nix mehr g’hört?

Marie: (ausweichend) Na, gib schon endlich an Fried, ich möcht net mehr dran denken.

Jörgl: l möcht nur wissen, warum der Vater vom Wurmser damals das Geld für den Hof da

vorg’streckt hat?

Marie: Aus reiner Nächstenliab net, das kannst du dir denken - sei Bua war halt in mi verliabt und

da wollt mich der Alte forthaben - - -

Jörgl: Damit der Junge die reiche Braut hat heiraten können, die ihm der Alte ausg’suacht hat -

der Bazi, der ausg’schamte.

Marie: Hör do endlich auf mit die alten G’schichten komm zum Essen - (geht zur Türe rechts und

ruft) Urschl, bring das Essen rein!

Urschl: (hinter der Szene) Ja, i kimm scho!

Marie: Wo is denn die Vroni?

Jörgl: (in Gedanken versunken) Beim Feind!

Marie: W a a s?

Jörgl: Ja so, i moan - sie muaß do eh mit dir g’wesen sein.

Marie: J a schon - aber auf oanmal wor s’ verschwunden.

Jörgl: Sie wird halt a Hilf braucht haum.

Marie: W i a?

7. Szene

Vroni: (durch die Mitte auf)

Jörgl: Da is sie ja, die Hilfsbedürftige!

Marie: J a sag mir amal, wo worst denn so lang?

Vroni: I hab den letzten Sack Erdäpfel vom Feld g’holt, hab aber beim Hoftor so lang warten

müassen bis der Gmoawachter mit den Männern im Stall war, damit s’ mi net sehgn.

Marie. Ah so!

(Marie, Jörgl und Vroni setzen sich zum Tisch)

Jörgl: Dö lüagt net schlecht - könnt mei Tochter sei.

Urschl: (von rechts mit großer dampfender Schüssel) So Bäuerin, da is das Supperl. - - - (stellt die

Schüssel auf den Tisch und dabei auf Jörgls Hand - die Jörgl wie ohne Absicht auf den

Tisch gelegt hat)

Jörgl: Au ! (fährt mit der Hand hoch) Au! Au! So ein Trantsch, stellt mir die Schüssel

pfeilgrad auf die Hand - Au weh!

Urschl: (lacht hölzern) Ha, ha, ha!

Jörgl: (spottet ihr nach) Ha, ha, ha!

Marie: Gebts a Ruah jetzt beim Essen - wird eh nimmer lang dauern und wir können unser

Pinkerl packen und. wandern -

Jörgl: (singt) Das Wandern ist des Müllers Lust - das Wandern - -

Vroni: J ö r g l!

Alles: (hat zu essen begonnen)

Marie: (traurig) Wer woaß wia lang wir no beinand sein können - (seufzt) Ach ich wollt es war

schon alles vorbei, das Warten auf das Rausg’schmissen werden ist ärger als das

Rausschmeissen selbst - -

Jörgl: Geh Bäuerin, wer woaß ob’s überhaupt so weit kommt.

8


Marie: l hab koa Hoffnung mehr.

Jörgl: Wo die Not am größten, ist Gottes Hilfe am nächsten - und dann gibt’s a no Schutzengel,

die uns helfen.

Vroni: Geh, Schutzengel - gibt’s so was auch

Jörgl: Freilich, aber nur die Armen haben an Schutzengel - denen Reichen hilft der Teufel, dafür

kommen s’ a in d’ Höll.

Vroni: Du Jörgl, hast du scho an Schutzengel g’sehgn?

Jörgl: I scho - i bin sehr befreundet mit eahner. Erst vor kurzem hab i wieder oan g’sehgn.

Urschi: Geh, wia hat er denn ausg’schaut?

Jörgl: Na so dumm net wia du - der Schutzengel, den i g sehgn hab, hat zwoa Füaß g’habt,

zwoa Händ oan Oberkörper, drauf oan Kopf -

Vroni: Aber g’flogen is der net?

Jörgl: Oh ja, und wia der g’flogon is, nur auf wen der g’flogen is, kann i dir net sagen.

Marie: I hab koa Hoffnung mehr - es ist koa, Drauskommen mehr. Wir haben nach dem Tode von

mein Mann, Gott lass ihn solig ruhen, g’schafft und g’werkt bis in die späte Nacht rein -

und was war der Erfolg? (bitter) Kaum dass wir die Zinsen aufbracht haben - na, na, es is

besser, wir geben den Hof auf so traurig es sein mag und so schwer es mir a ankommt

von da fortzugehn - - -

Vroni: Es is wahr, so is der Hof net mehr zum halten. Geld wann ma kriagen könnten ohne

Zinsen - dann täten wir schon wieder auf gleich kämma.

Marie: Wer leicht uns scho a Geld !? Da müaßt a Wunder g’schehgn, das letzte Geld hab i heut

bei der Kramerin ausgeben.

Jörgl: Vielleicht g’schiacht das Wunder no, a kloane Anzahlung von dem Wunder is nämlich scho

eintroffen. (zieht die hundert Schilling vom Seppl hervor) Da Bäuerin, s’ g’hört dir!

Vroni: (erstaunt) Ja Jörgl, von wo hast du denn alleweil das Geld her? Bist ja selber arm als wia a

Kirchenmaus.

Jörgl: No wann i eh scho sag vom Schutzengel!

Marie: Mach jetzt koane Spruch! Von wo hast du das Geld her?

Jörgl: So seckierts mi net - ich hab’s vom Schutzengel extra für di’ kriagt. (drängt ihr das Geld

auf)

Marie: (abwehrend) Na, i nimm von dir koa Geld mehr, i bin dir e schon so viel schuldig.

Jörgl: Nimm’s nur, im Himmel kannst es ja dann mit dem Schutzengel verrechnen. (will ihr

wieder das Geld aufdrängen)

Marie: (ist aufgestanden) I dank dir Jörgl für den guaten Willen, aber i kann’s net annehmen. (ab

nach rechts)

Urschl: Oh wui - hundert Schilling vom Schutzengel! - Du Jörgl, wannst den Schutzengel wieder

siachst, sagst eahm, er soll ma oan Burschen zum Heiraten schicken.

Jörgl: (lachend) Ja das kann i eahm scho ausrichten - aber oan finden, der zu dir passt und so

dumm is, dass er di nimmt, das wird sogar dem Schutzengel schwer fallen.

Urschl: (steht auf und räumt das Geschirr zusammen) No warum? l bin jo net hoaklich, von mir

aus kann er groß sein, kloan, oder dick - oder a barterder, dö Hauptsach, dass a

Mannsbild is - (mit Geschirr ab nach rechts)

Jörgl: Dö muaß wia unser Herrgott die Dummheit verteilt hat, zwoamal „Hier“ g’schrien haben.

(steht auf, holt sich sein Pfeifchen hervor und setzt sich auf die Ofenbank zündet sich

seine Pfeife an)

Vroni: (hat inzwischen wieder das Tischtuch gewechselt, lachend) Was hast denn alleweil mit der

Urschl, die is do eh recht liab - aber wenn du neamd zum sekkieren hast is dir net wohl -

9


Jörgl: (lustig) Woaßt, das Leben is eh so traurig, dass ma immer a bisserl a Unterhaltung haben

muaß. - Du hast das net notwendig - denn du woaßt dir a schönere Unterhaltung mit dein

Sepperl.

Vroni: Geh hör auf. (setzt sich zu Jörgl auf die Bank) Wann i an unsere Liab denk, da is mir das

Woanen näher als das Lachen.

Jörgl: Siagst Dirndl, das is grad das Verkehrte, denn vom Woanen wird die Sach’ net besser.

Vroni: Na ja schon, aber wenn ma siagt wia andere in Geld schwimmen alles haben was sie sich

wünschen und selber hat ma nur Not und Elend - soll ma da net verzweifeln?

Jörgl: Schau Dirndl, (nimmt ihre Hand in die seine) das Geld alloan macht a net s Glück aus.

Alles haben können was ma sich wünscht, is a net guat - denn sonst hat ma bald nix mehr

was man sich wünschen möcht’ und über das ma sich freuen könnt.

Vroni: (einsehend) No ja, was is scho wahr.

Jörgl: Woaßt Vroni, das Glück, das is ganz was Eigenes. Zum Glücklichsein braucht ma net

reich sein - an dem Menschen selbst liegt’s ob er glücklich ist oder net - i hab oan kennt,

der net amal oa Hemd am Leib g’habt hat, sein halbes Leben am Stroh g’schlafen hat, der

heut net g’wußt hat was morgen sein wird und trotzdem war er glücklich - so richtig von

innen heraus glücklich.

Vroni: Wer war denn das, am End’ gar du?

Jörgl: (ablenkend) Das tuat nix zur Sach - merk dir Vroni, ma derf net immer nur nach oben

schauen - sondern a amal nach unten, das is a wunderbare Erleichterung wann ma dann

siacht, dass so viele Menschen gibt die noch weit ärmer dran sind. - Da wird ma dann glei

zufriedener und damit glücklich.

Vroni: Recht hast Jörgl, (aufstehend) i dank dir, von heut an werd’ ich nur mehr glücklich sein!

Jörgl: So is recht! Aber net nur glücklich sein - sondern a andere glücklich machen - das is dann

das wahre Glück. - Da hast du die 100 Schilling - schau, dass die Muatter annimmt, damit

die Muatter a glücklich ist. (gibt der Vroni das Geld)

Vroni: (glücklich) Du lieber, guater Jörgl, i woaß gar net wia i dir danken soll - ah i woaß scho - du

kriagst a Busserl von mir. (gibt Jörgl einen Kuss, rasch ab nach rechts)

Jörgl: (strahlt) Wunderbar, jetzt bin i a glücklich!

8. Szene

Engtal: (durch die Mitte auf) Grüaß Gott!

Jörgl: (springt auf, macht komische Verbeugung) Ah, der Herr Bürgermeister persönlich, welche

Ehre.

Engtal: Is mei Bua vielleicht da? Sein Heuwagen steht draußt vorm Tor und er is net zum sehgn.

Jörgl; Na, mir is er heut no net unterkommen.

Engtal: Möcht ihm ‘s a net raten, dass er gegen mein Willen, mein ehrlichen Namen in das

Schandhaus tragt und der Vroni nachrennt - das Kreuz hau i eahm ab?

Jörgl: Geh was soll denn der Seppl ohne Kreuz anfangen, das wär’ erst recht a Kreuz.

Engtal: Mach di’ nur net lustig über mi. - Übrigens wird’s net mehr lang dauern und du kannst dei’

G’lump packen mitsamt der Bäuerin.

Jörgl: Aber Bürgermoaster, du wirst do net so herzlos sein und mi auf meine alten Tag aus der

Gemeinde verweisen? -

Engtal: Mir haben koan Platz für leichtsinnige Lumpen.

Jörgl: Nur koane Komplimente. Gell, du muaßt es in dein Leben immer nur mit Lumpen z’tuan

g’habt haben, weilst koan Unterschied mehr machen kannst.

Engtal: Es bleibt dabei: wann der Hof in fremde Händ übergeht kannst hinziagen, wo du

herkemma bist.

Jörgl: Sehr freundlich!

10


9. Szene

Seppl: (kommt rasch durch die Mitte, ohne gleich seinen Vater zu bemerken) Du Jörgl is die Vroni

da?

Jörgl: (hat Zeichen gemacht zu schweigen, doch vergebens)

Engtal: Na die Vroni is net da, aber i - was machst du denn da, ha?

Seppl: (sucht nach einer Ausrede) I hab nur schauen wollen, es is nämlich - i glaub -

Jörgl: Gib auf dei Kreuz acht!

Engtal: Wos hoaßt das, rennst vielleicht dem Mensch da nach, wo i dir do ausdrücklich verboten

hab...!?

Seppl: Wann du mit dem Mensch die Vroni moanst, dann kännst dich scho a bisserl besser

ausdrücken.

Jörgl: Sag ihm ‘s nur eini, i pass scho auf dein Kreuz auf.

Engtal: Willst eppa gar das ausg’schamte Ding no in Schutz nehma.

Seppl: Das tua i a, es könnt nämlich sein, dass die Vroni deine Schwiegertochter wird.

Engtal: (auffahrend) W a a s? I hör wohl net recht?

Jörgl: Du hast scho richtig g’hört.

Engtal: So a Mensch kommt mir net in mei’ Haus!

Seppl: Dann geh eben i aus ‘n Haus!

Engtal: Ah so, ah da schau her, so weit is also scho. Aufmucken gegen den eigenen Vater, - blast

dir leicht dein Unwillen der Teufel da ein? (zeigt auf Jörgl)

Jörgl: Wann i blasen könnt, dann warst du schon längst nimmer da.

Engtal: Du kennst mei Ansicht - solang i Bauer am Hof bin hast du zum parieren - wann net,

kannst geh’n. - Aber glaub ja net, dass i dir dann jemals in Hof übergeb! So und jetzt

kannst dir scho an Birkenstock abschneiden, damits di leichter gehst.

Jörgl: Schneid für mi a glei an ob, vielleicht geh i mit dir!

Seppl: Vater, ob du mir den Hof übergibst oder net, das is mir gleich - aber ans kann i dir heut

scho sagen, i heirat die Vroni mit oder ohne dei’ Zustimmung -und du wirst der Vroni ihr

graußlicher Schwiegervater. - (rasch ab durch die Mitte)

Engtal: Jetzt hast aber Zeit, Bürscherl. - (für sich) Der nämliche Dickschädel wia i als a Junger.

(laut) Aber bevor i zuagib, dass die Vroni mei’ Schwiegertochter wird, ehnder tanz i in der

Unterhosen auf mein Misthaufen oan Schuachplattler.

Jörgl: Auf den Augenblick g’freu i mi scho heut.

Engtal: Und di soll der Teufel holen du alter Lump! (wendet sich zur Mitteltür)

Jörgl: (öffnet den Bürgermeister die Tür mit Verbeugung) Immer nach ihnen, Herr Bürgermeister.

Engtal: (stößt in der Türe mit der alten Waben zusammen) So, geh ma aus dem Weg. (wütend ab)

10. Szene

Waben: Hö -, hö - net gar so gach - schmeißt mi beinah um, der Narrentattel - fahrt außi da wia der

Fuchs aus sein’ Bau - (nachrufend) He, he, Bürgermoaster! Dahin is er - na so was!

Jörgl: Ja wos will denn die alte Waben da? Willst leicht den Hof kaufen?

Waben: Was dir einfallt-, den Burgermoaster hätt i braucht. Dem Mühlbauer sein Ferdl hat mir a

Fenster eingschmissen und jetzt will er net zahlen der Mühlbauer, der Geizkragen, der

notige.

Jörgl: Ja beim Mühlbauer da sitzt das Geld so fest wia bei an andern die Gallenstoaner. Hast du

Zeugen dafür, dass dir der Lauser das Fenster eing’schmissen hat?

Waben: Freili, g’sehgn hab ich’s wia er mit die Stoaner nach der Katz g’schmissen hat und dabei

mein Fenster eing’schlagen hat.

Jörgl: Wannst koane anderen Zeugen hast gleich, ist schwerlich, dass dir der Mühlbauer das

Geld gibt.

11


Waben: Deswegen will i eahm ja anzeigen beim Burgermoaster - zahlen muaß er!

Jörgl: Und wann er net zahlt, haust ihm auch a Fensterscheiben ein - und wann i stirb, vermach i

dir mein’ Sonntagskluft, - die kannst verkaufen, damit du zu oaner Scheiben kommst, i

brauch nämlich dann koa G’wand mehr, - das stört mi nur beim Fliagen - aber komm, setz

dich, wirst ja müad sein, i gib dir a Stamperl Schnaps. (holt aus seinem Bett hinter dem

Kopfkissen eine Schnapsflasche und von rückwärts zwei Stamperl)

Waben: Ja setzen will i mi gern. Bin sehr hundsmüad. Die ganze Zeit renn i jetzt den

Burgermoaster scho nach und jetzt is er mir wieder davon. (setzt sich zum Tisch)

Jörgl: (setzt sich ebenfalls) So jetzt trinkst amal, dass du wieder g’stärkt bist, (schenkt ein)

wannst dem Burgermoaster wieder nachrennen muaßt. Da trink, is a guater Schnaps!

Waben: Oh mei, den vertrag i heut ja gar nimmer.

Jörgl: Na probier’s nur, es geht scho - Prost! (stößt an)

Waben: (trinkt) Vergelt’s Gott, bist ein guater Mann, Krontaler, genau so wia dein Vater, ja, ja, hab

ihn guat kennt, dein Vatern.

Jörgl: Ja, du warst ja damals Briafaustragerin bei uns in Berghofen, hast uns ja immer die Post

raufbracht am Ochsenberg. (schenkt wieder ein)

Waben: Freili, freili, hab ich - und immer hat mir dein Vater, der Hallodri so lang genötigt mit seine

Stamperln Schnaps, dass i dann den Berg mehr abi kugelt als ganga bin.

Jörgl: Dös hätt i sehgn mögen! - Aha und aus der Zeit stammt wohl no die rote Nasen.

Waben: Geh du Luder du - die ist doch erfroren, ja, ja, es war koa Leichtes im Winter die Post

ausz’tragen - freili damals war i a no jünger.

Jörgl: Geh, jung warst du a amal? Das siacht ma dir heut nimmer an - aber geh, trink no oans.

Waben: (abwehrend) Na, na, sonst find i nocha nimmer hoam. (kichert)

Jörgl: Kannst ruhig trinken. Wegen dem bisserl Schnaps bleiben die Füaß scho no am Boden.

Waben: No ja, weilst es du bist, weil i dein’ Vatern guat kennt hab - (trinkt) das war oaner der

(kichert) ein Hallodri - der Krontaler.

Jörgl: (schenkt ein) Ja, Waben du tuast ja grad so ob mein Vater in di verliabt g’wesen wär -

Waben: Na i war damals muddelsauber, ja, ja, und er hat mi gern g’sehgn der Krontaler. (kichert)

Jörgl: Wannst übern Berg abikugelt bist?

Waben: Aber na, a beim Raufkommen, aber schön war’s doch. (kichert) Und damals wia i eahm

den Briaf vom Landgericht in Linz bracht hob, da hat er’s erscht trieben mit mir. (trinkt) Der

Krontaler, das war oaner. (kichert)

Jörgl: Welchen Briaf?

Waben: (schon mit etwas schwerer Zunge) Ja, es is scho lang er, aber i woaß na so als ob’s heut

g’wesen wär - sonst wann i mit der Post kemma bin, hat er mi immer nur in die Wangen

zwickt - aber damals hat er mi - (kichert verschämt) das war oaner der Krontaler - so a

Freud hat er g’habt über das amtliche Schreiben.

Jörgl: A amtliches Schreiben?

Waben: (erzählend) Er macht den Briaf auf, liest ihn fällt ma um den Hals und ohne - dass i mi

g’wehrt hätt, hab i a Busserl droben g’habt. (kichert - schenkt sich jetzt selbst ein) Das war

oaner, der Krontaler. (trinkt)

Jörgl: Ah jetzt woaß i wos du moanst - die Nachricht von der Erbschaft, die er g’macht hat.

Waben: Ja, 100.000 Schilling hat er von sein Onkel in Amerika gerbt, war a guater Mann, dei’

Vater, 1.000 Schilling hat er mir spendiert für die freudige Nachricht - war a guater Mann,

der Krontaler. (schenkt sich ein und trinkt)

Jörgl: Oh mei, wia lang is das scho her, - hat nobel aufghaut damals der Vater. - Hat zum

Spekulieren ang’fangt und bald war’s mit’n Geld zu End - mit dem letzten Rest is er dann a

umi nach Amerika g’f ahren. In seiner Geldgier hat er glaubt, er muaß a zu was bringen.

Waben: Na und habts nix mehr g’hört von eahm?

12


Jörgl: Wohl, glei nach der Überfahrt haben wir no oan Briaf kriagt - wo er schreibt, dass er mit no

a paar nach Gold suchen wird. - - - Sicherlich is er dabei umkemma, denn seit der Zeit

haben wir nix mehr g’hört von ihm. Die Muatter is bald drauf g’storben - und mi hat’s in der

Welt draußt umtrieben, bis i jetzt auf meine alten Tag zurückkemma bin in mei’ Hoamat,

um da zu sterben. Das hoaßt, wann mir das die hohe Obrigkeit erlaubt.

Waben: (hat auf die Erzählung nur mehr halb acht gegeben) Ja, es war der schönste Briaf meines

Lebens. - I hab mir vom Krontaler das amtliche Schreiben als Andenken ausbitt.

Jörgl: W o s? Den Briaf hat er dir geben?

Waben: Freili, wia er das Geld abg’hoben g’habt hat, hat er mir ‘n geben als Andenken, denn seit i

bei der Post Deanst g’macht hab, war das der oanzige Fall wo i so viel Trinkgeld g’macht

hab. Seit der Zeit is der Briaf mei’ Amulett.

Jörgl: W o s?

Waben: No, mei’ Beschützer, mei’ Talisman, der mir Glück bringt.

JörgI: Also du hast den Briaf no?

Waben: Freilich, den Briaf trag i ja ständig bei mir. (zieht aus dem Blusenausschnitt den Brief

heraus)

Jörgl: Ist das dein Briafkasten? Geh zoag ma den Briaf.

Waben: (gibt Jörgl den Brief) Da - es is a guats Pergamentl - das nimm i mir mit ins Grab. - (gähnt,

fällt langsam in Schlaf)

Jörgl: (liest) Landgericht Linz a/D. Herr Georg Krontaler, gebürtig in Binderhofstetten. Sehr

geehrter Herr! Wir verständigen Sie hiermit ordnungsgemäß, dass wir vom

amerikanischen Konsulat in Kenntnis gesetzt wurden, dass der Farmer und

Plantagenbesitzer Josef Krontaler in San Francisco verstorben ist und Ihnen einen Betrag

von 100.000 Schilling vermacht und verschrieben hat. Der Betrag kann jederzeit nach

erfolgter Prüfung - durch Vorweis gültiger Dokumente über Person und Zuständigkeit -

durch Anweisung von unserem Konsulat, bei der österreichischen Nationalbank

abgehoben werden. Landgericht Linz a/D. Gesiegelt und gestempelt. Linz, am 6.

September 1919. (für sich) 6. September 1919 - und heut haben wir den 10. Sept. 1949.

Das is ja grad 30 Jahre her - - - - - - - - - a lange Zeit - - -

Waben: (ist indessen eingeschlafen)

Jörgl: (noch immer in das Schriftstück schauend) Waben! Waben!! (schaut auf) Die schlaft

schon. (legt das Schriftstück auf den Tisch) He! Waben! - Du! Aufstehen – he! (rüttelt sie)

Waben: (im Schlafe kichernd) Das wor oaner, der Krontaler - - - - - damals hat er mir...

Jörpl: Ja, ja, das woaß i jetzt schon - aber jetzt muaßt hoamgehen. Komm, ich führ dich bis zur

Tür. (ist ihr behilflich)

Waben: (im Aufstehen) Und busseln hat er können. (schwankt etwas, nimmt Jörgl um den Hals

und kichert) Ah so busserln hat er können....

Jörgl: Hallo! Hallo! Was is denn? I bin ja net mei’ Vater. (hat sie bis zur Mitteltüre geführt) So und

jetzt gehst schön hoam und legst di in dein Trucherl und schlaf dich aus.

Waben: Ja, aber der Krontaler, das war oaner... (kichernd ab Mitte)

Jörgl: (allein) A Glück, dass sie koan Berg runter muaß. (sieht den Brief) Jetzt hat s’ den Briaf do

liegen lassen. (will ihr nach) Ah den kriagst morgen a noch. (nimmt den Brief und liest)

„Herrn Georg Krontaler“, genau so hoaß ich. Wia wann er an mich g’schickt worden war.

Nur die Jahreszahl müaßt a andere sein - statt 1919 müaßt 1949 stehn - - - Herrgott, das

wär a Glück - das wär das Wunder, was ma braucherten. Da müaßert die Bäuerin net fort

von da und die Vroni könnt ihren Seppl heiraten - schad’ (legt den Brief auf den Tisch) -

schad’ - dös hoaßt – (nimmt den Brief wieder auf) man könnte - (klopft sich auf die Stirne)

ich mach mir oan G’spaß mit den Dorfbonzen. - (lacht holt sich Tinte und Feder von

Stellage) Dö werden schauen. (setzt sich an den Tisch) Das werden wir gleich haben. Da

steht - 1919 - Wann i aus dem zweiten Einser an Vierer mach und das geht ganz leicht -

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so zwoa Stricherln - und jetzt hoaßt’s scho 1949! (bessert es aus auf 49) Wunderbar is

gangen, nix merkt ma! (lacht) Da stehen sie nun die Stützen meines Glückes - wia druckt -

hoffentlich kemman s’ ma net glei drauf - sonst bin i derschlagen. (zum Bild) Pfundlinger

reservier mir derweil oan Platz bei dir oben - aber es is gleich. „Zeit gewonnen - alles

gewonnen“ (steckt den Brief zu sich und hüpft voll Freude in der Stube herum und singt)

Holladrio hollodoro, hollodoro, hollodoro… (usw.)

Urschl: (mit Blechschüssel und Kartoffel auf von rechts, sieht den herumhüpfenden Jörgl, schreit

auf, lässt die Schüssel fallen und ruft) Bäuerin! Bäuerin!! Zu Hilfe, der Jörgl is narrisch

worden! (läuft wieder rechts ab)

12. Szene

Maria: (auf mit Urschl und Vroni) Was is denn g’schehgn?

Urschl: Der Jörgl is narrisch worden!

Vroni: Der hot ‘n Veitstanz!

Marie: Urschl, renn um an Dokta!

Jörgl: (der unbekümmert um die Vorgänge bis jetzt seinen Freudentanz auf geführt hat, fällt nun

abwechselnd Marie und Vroni um den Hals und küsst sie - will auch zur Urschl besinnt

sich im letzten Moment und schüttelt sich) Brrr - na, nur das net!

Marie: Ja, Jörgl, was ist denn mit dir los?

Vroni: Was hast denn - is dir net guat?

Jörgl: Bäuerin, i glaub den Hof kannst behalten!

Marie: N a!

Jörgl: J a! (zu Vroni) Und du kannst dein Seppl heiraten.

Marie: N a!

Vroni: N a!

Jörgl: J a!

Marie: Geh was du dummes Zeug daher red’st, du bist ja völlig narrisch!

Jörgl: I net - aber a paar andere werden’s werden, wann’s amal so weit sein wird.

Vroni: Geh, wo willst denn du das viele Geld dazu hernehmen?

Jörgl: Vom Schutzengel!

Marie: Vom Schutzengel?

Vroni: Vom Schutzengel?

Urschl: Vom Schutzengel?

Jörgl: Ja, grad wor er do, der Schutzengel. Aber, wos mi am meisten g’freut - der Burgermoaster

muaß in der Unterhosen auf sein’ Misthaufen oan Schuachplattler tanzen! Juchhuuuuuuu!

Vorhang

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