ZÜCHTERFORUM
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ISSN 1860-4242 17. Jahrgang 43007<br />
www.zuechterforum.com<br />
<strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />
Fachmagazin für Pferdezucht, Haltung und Vermarktung<br />
6Juni 2013 Matthaes Medien GmbH & Co. KG<br />
Einzelpreis Deutschland 5,30 €<br />
Österreich und EU-Länder 5,50 €<br />
Schweiz 5,50 €<br />
Sind wir wirklich<br />
in der Krise?<br />
Analyse über die<br />
deutsche Pferdezucht<br />
Sporthorse Breeding<br />
Polydor: Qualität aus Westfalen<br />
Passion statt Profit<br />
Das Ehepaar Kellerwessel im Portrait<br />
Aus der Praxis für die Praxis<br />
Weidemanagement: Wenn’s gut sein soll<br />
Lagern statt liefern lassen<br />
DKB-Bundeschampionate<br />
Die Qualifizierten, Teil 1
Die Hengste decken im Natursprung.<br />
Prospekt anfordern bei:<br />
Die sichere Alternative<br />
Springofferte<br />
2013<br />
Nariston<br />
v. Narew xx-Granit-Agram-Schober<br />
– selbst sporterfolgreich, gezogen aus einer<br />
wendländischen Springdynastie<br />
– Vater von Bundeschampionatsteilnehmern<br />
– Prämienfohlen in Serie<br />
– älteste Nachkommen S-Springen erfolgreich<br />
Prominenz<br />
v. Pilot-Goldlack I-Ramiro-Rendant<br />
– HLP-Springsieger LK I, Bundes championatsteilnehmer<br />
– selbst S-erfolgreich, Vater internationaler<br />
S-Sieger u. gek. Söhne<br />
– Top-Zuchtwerte lt. FN-Zuchtwertschätzung<br />
– Empfohlen im Programm Hannoveraner<br />
Springpferdezucht<br />
Ramiro’s Son II<br />
v. Ramiro-Moltke I-Farnese-Logenschließer<br />
– HLP LK I, Holsteiner Stamm 5421<br />
– Sieger in S-Springen, Vater internationaler<br />
S-Sieger u. gek. Söhne<br />
– Top-Zuchtwerte lt. FN- und Hannoveraner<br />
Zuchtwertschätzung<br />
– Empfohlen im Programm Hannoveraner<br />
Springpferdezucht<br />
Termine 2013:<br />
09. Mai 2013 (Himmelfahrt)<br />
Tag der offenen Tür<br />
15. Juli 2013<br />
Oldenburger Hauptbrenntermin<br />
16. Juli 2013<br />
ZfdP-Brenntermin<br />
Familie Schridde<br />
Hauptstraße 10–12 · 38368 Querenhorst<br />
Tel. (0 53 58) 97 08 14, Fax/AB: (0 53 58) 97 08 13, Mobil (01 71) 7 54 58 64<br />
E-Mail: claus.schridde@t-online.de · Internet: www.schridde-pferde.de
Inhalt Juni 2013<br />
Damis bestes Rennen<br />
Er macht nicht nur seine Reiterin<br />
Helen Langehanenberg stolz: Damon<br />
Hill repräsentierte beim Weltcup-Finale<br />
in Göteborg die deutsche<br />
Zucht von der besten Seite.<br />
Seite 20<br />
In der Krise?<br />
Die Bedeckungszahlen<br />
sind rückläufig, die Zahlen<br />
auf den Auktionen gehen<br />
immer mehr zurück, und<br />
auch die Stutenbestände<br />
schwinden erschreckend.<br />
Thomas Hartwig hat die<br />
Pferdezucht analysiert.<br />
Teil 1 ab Seite 24<br />
2 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Hin und her<br />
Lagern statt liefern lassen<br />
Für Pferdebetriebe kann die Anlieferung<br />
von Heu und Stroh nach Bedarf eine Möglichkeit<br />
sein. Dagegen stehen aber auch<br />
Kontra-Argumente. Wir fragen uns: Was für<br />
Lagermöglichkeiten gibt es? Seite 40<br />
Ganz nach dem Motto „Aller guten Dinge<br />
sind drei“ hat der AES nach den Querelen im<br />
Verband nun endgültig gekört. Wer nun zur<br />
Zucht zugelassen wurde, lesen Sie ab<br />
Seite 12<br />
Der Dressurstar<br />
San Amour liefert gekörte<br />
Söhne, Bundes -<br />
champions und Auktionspferde<br />
am laufenden<br />
Band. Zudem<br />
hat er jetzt sogar einen<br />
gekörten Vollbruder.<br />
Alles über ihn<br />
ab Seite 30<br />
Aus der Praxis für die Praxis<br />
Endlich Ruhe in Westfalen?<br />
Nach nur drei Wochen stand in Westfalen<br />
ein neuer Vorstand fest, nachdem<br />
der ehemalige Vorstand nach nur<br />
zwölf Monaten teilweise zurückgetreten<br />
ist. Mehr dazu ab Seite 10<br />
Wenn’s gut werden soll<br />
Wer Pferde auf die Weide bringt, braucht<br />
mehr als nur ein Stück grüne Wiese. Was<br />
Sie bedenken sollten, bevor Sie Ihrem<br />
Vierbeiner Natur pur bieten, sagen wir Ihnen<br />
ab Seite 35
Es war Zahltag: Im Wonnemonat Mai<br />
bekamen Züchter Prämien für ihre erfolgreichen<br />
Zuchtprodukte ausgezahlt.<br />
Freuen kann sich auch Klaus-Herrmann<br />
Holm, der unseren Titelhelden<br />
Carinjo gezogen hat. Denn der Braune<br />
ist nicht nur ein gefragter Deckhengst<br />
auf der Station Völz, er ist auch noch der<br />
Holsteiner mit der zweithöchsten Jahresgewinnsumme.<br />
Im Juni können sich interessierte Zuschauer<br />
noch mehr erfolgreiche Holsteiner<br />
anschauen – am 14. und 15. Juni<br />
findet in Elmshorn das Landeschampionat<br />
der Holsteiner statt. Foto: Bricot<br />
1 Editorial<br />
4 Szene<br />
10 Verbandsintern<br />
10 Neuer Vorstand in Westfalen<br />
11 Interview mit Theodor Leuchten<br />
12 Körungen<br />
12 AES-Körung: „Aller guten Dinge sind drei“<br />
14 DKB-Bundeschampionate<br />
20 Report<br />
20 Göteborg: Der Weltcup aus der Zuchtbrille<br />
24 Die deutsche Pferdezucht in der Krise? Teil 1<br />
29 Horsetelex: Mehr als nur eine Abstammung<br />
30 Hengstportrait<br />
34 Praxis<br />
34 Recht: Routine-Eingriff Kastration<br />
35 Management ist alles: Tipps rund ums Thema Weide<br />
40 Wetterfest: Die richtigen Lagerhallen<br />
43 Schauen und Championate<br />
44 Ponyzucht<br />
46 Züchterportrait<br />
50 Briefe, Faxe, Mails<br />
51 Sporthorse Breeding<br />
56 Familienbande<br />
60 Fohlen-Fotowettbewerb<br />
65 Marktplatz<br />
66 Hengste im Gespräch<br />
69 Vermarktung<br />
72 Vorschau/Impressum<br />
ISSN 1860-4242 17. Jahrgang 43007<br />
www.zuechterforum.com<br />
<strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />
Fachmagazin für Pferdezucht, Haltung und Vermarktung<br />
6<br />
Juni 2013 Matthaes Medien GmbH & Co. KG<br />
Einzelpreis Deutschland 5,30 €<br />
Österreich und EU-Länder 5,50 €<br />
Schweiz 5,50 €<br />
Sind wir wirklich<br />
in der Krise?<br />
Analyse über die<br />
deutsche Pferdezucht<br />
Sporthorse Breeding<br />
Polydor: Qualität aus Westfalen<br />
Passion statt Profit<br />
Das Ehepaar Kellerwessel im Portrait<br />
Aus der Praxis für die Praxis<br />
Weidemanagement: Wenn’s gut sein soll<br />
Lagern statt liefern lassen<br />
Dieser Ausgabe liegen Prospekte der Firma Friedrich W. Haas bei.<br />
Wir bitten unsere Leser um Beachtung.<br />
Die Qualifizierten, Teil 1<br />
DKB-Bundeschampionate<br />
ACTION BREAKER IN ACTION<br />
FRISCHES SPERMA<br />
GERMANY<br />
NETHERLANDS - BELGIUM<br />
STUD FEE: €2000<br />
STALLION | 2000 | BWP | BAI | 1,76 M<br />
APPROVED FOR: KWPN, SF, BWP, OLD, WESTF, OS-INTERNAT.<br />
HEARTBREAKER<br />
Jarme van 't<br />
Steentje<br />
Nimmerdor<br />
Bacorole<br />
LYS DE DARMEN<br />
Freja<br />
Farn<br />
Ramona<br />
Silvano<br />
Orchidee<br />
Et Hop X<br />
Darmen<br />
PORSCHE DE BORNIVAL<br />
Querry<br />
Dealer: ENTERBROOK - TEL. +31(0)621 666 309<br />
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OFFSPRING ACTION BREAKER<br />
ACAPULCO Z<br />
(Action Breaker x Lux)<br />
Winner Sunshine Tour (7 year old)<br />
ELIXIR ST<br />
(Action Breaker x Nimmerdor)<br />
Winner 1,50 GP (9 year old)<br />
GENTLEMAN ST<br />
(Action Breaker x Carthago)<br />
Approved for AES<br />
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Szene<br />
Beirat Zucht – Verein Deutscher Hengsthalter<br />
Zum 70. von Cord Wassmann<br />
als neue FN-Anschlussorganisation Seinen 70. Geburtstag feierte am 27. Mai Cord<br />
Anlässlich der Jahrestagungen der darüber abgestimmt, ob die „Hengst- Wassmann (Badbergen). Fast 40 Jahre lang beklei-<br />
Deutschen Reiterlichen Vereinigung halter“ als Anschlussorganisation aufdete der Landwirt, der in seiner Jugend erfolg-<br />
(FN) in Münster hat der Beirat Zucht genommen und damit mit einer reich Springen und Vielseitigkeit bis zur Klasse S<br />
verschiedene Beschlüsse gefasst. Stimme im Beirat Zucht vertreten ritt, zahlreiche Ehrenämter in Pferdesport und<br />
Dazu gehört unter anderem die Ent- sind. Im Beirat Zucht stimmte die -zucht. Von 1974 bis 1981 Verbandsjugendwart<br />
scheidung über den Antrag des Ver- Mehrheit der Zuchtverbände für eine und später viele Jahre Vorsitzender des Landeseins<br />
Deutscher Hengsthalter als FN- Aufnahme. In der FN-Mitgliederververbandes Weser-Ems, war Wassmann ab 1976 zu-<br />
Anschlussorganisation. Der Beirat sammlung wurde der Verein Deutnächst stellvertretender und von 1980 bis 1992<br />
verabschiedete außerdem die Empscher Hengsthalter dann als An- Vorsitzender der Bundesjugendleitung der Deutfehlungen<br />
zu „Veterinärstandards bei schlussorganisation aufgenommen. schen Reiterlichen Vereinigung (FN). In dieser<br />
Körungen für Deutsche Reitpferde- „Wir haben nahezu alle Hengsthalter Funktion war er auch Mitglied in den Vorständen<br />
zuchten“ und berief eine Schieds- unter unserem Dach organisiert und Sport der FN und des Deutschen Olympiade-Kokommission<br />
mit Tierärzten. Außer- wir wollen die Probleme gemeinsam mitees für Reiterei (DOKR). Von 1997 bis 2004<br />
dem wurde in Münster über den mit den Zuchtverbänden anpacken. vertrat er im FN-Präsidium den Bereich Allgemei-<br />
Deckeinsatz ungeprüfter Hengste Da wir sehr nahe an der Basis und an ner Reit- und Fahrsport. Darüber hinaus war Cord<br />
diskutiert.<br />
den Züchtern sind, glauben wir, dass Wassmann 17 Jahre lang Vorsitzender der Kör-<br />
Bereits im Herbst hatten Vertreter des wir uns konstruktiv einbringen könkommission des Verbandes der Hannoverschen<br />
Vereins Deutscher Hengsthalter ihr nen“, erklärte Thomas Casper (Donz- Warmblutzüchter und ist bis heute ein gefragter<br />
Anliegen bei den Zuchtverbänden dorf), Vorsitzender des Vereins Deut- Referent, wenn es um das Thema Pferdebeurtei-<br />
vorgetragen. Jetzt wurde in Münster scher Hengsthalter.<br />
lung geht.<br />
<br />
„Rückläufige Bedeckungszahlen“<br />
Wie steht es um die deutsche Zucht? Sind die Züchter, mithin Sie, zufrieden mit den Ent -<br />
wicklungen, und wie sieht’s in der Praxis aus? – Antworten auf diese Fragen gibt unser „Zucht-<br />
Trend“. Wir haben gefragt, ob Sie alle Ihre Stuten dieses Jahr bedecken. Und hier ist das Ergebnis:<br />
Die Frage: Lassen Sie dieses Jahr alle Stuten bedecken?<br />
Ja, wenn möglich<br />
Nein, ein paar von ihnen haben Pause<br />
Nein, ich lasse gar keine decken<br />
<br />
Unsere Empfehlung:<br />
marstall Cornmüsli<br />
Das Power-Paket!<br />
4 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
32 %<br />
27 %<br />
59 %<br />
Beim aktuellen „Zucht-Trend“ geht es ums Thema „Verbände“. – Ein Klick im Zucht-Trend auf<br />
unserer Home page, und Ihre Stimme wird gezählt. Die ist nämlich wichtig!<br />
Präsentation „Werlhof’s<br />
Charity GS“<br />
Wie bereits im letzten<br />
Jahr wird der „Große<br />
Preis von Isernhagen“<br />
wieder die Plattform für<br />
eine Charity-Versteigerung<br />
sein. „Werlhof’s<br />
Charity GS“ heißt der<br />
noch schwarze Schönling,<br />
der am Samstag,<br />
den 15. 6. 2013, vor Beginn<br />
des Haupt sprin -<br />
gens an diesem Tag,<br />
dem Championat von<br />
Isernhagen, seinen<br />
neuen Besitzer finden<br />
wird. „Werlhof’s Charity<br />
GS“ ist ein Hengstfohlen<br />
mit bester Spring ab stam -<br />
mung aus Oldenburger<br />
Zucht. Erfahren Sie, welchem<br />
Stamm der kleine<br />
Schönling entspringt<br />
und wem der Erlös aus<br />
der Versteigerung zugutekommt,<br />
und treffen<br />
Sie den kleinen Superstar<br />
live.
Das neue Leihmutterprogramm<br />
von www.5starHorses.com!<br />
In Zeiten rückläufiger Bedeckungen, abnehmender<br />
Zuchtstuteneintragungen<br />
und fallender Fohlenregistrierungen malen<br />
viele Züchter Horror-Szenarien auf,<br />
die gar dem En de der Hochzucht gleichkommen.<br />
Hengstmütter, Stuten, die Bundeschampionats-Teilnehmer<br />
gebracht haben, Stuten<br />
aus Olympiastämmen, Mütter mit herausragender<br />
Eigenleistung und Verwandtschaft<br />
von WM-Pferden, werden<br />
nicht mehr oder nicht mehr genügend<br />
züchterisch genutzt.<br />
Kurzum, die Zuchtschätze Deutschlands<br />
„verkommen“ auf der Weide oder im<br />
Züchterstall.<br />
Um dem entgegenzutreten, bietet 5star-<br />
Horses.com allen Züchtern an, ihre Top-<br />
Zuchtstuten via www.5starHorses.com<br />
als Leihmutter zur Verpachtung anzubieten.<br />
Das komplette Programm und wie alles<br />
funktioniert unter www.5staehorses.com<br />
oder telefonisch unter Nummer (01 71)<br />
Eine Powerfrau wird 70<br />
Heike Breckweg, kompetente Ansprechpartnerin<br />
in Sachen Marketing rund ums<br />
Pferd, hat allen Grund, die Korken knallen<br />
zu lassen - sie feiert am 3. Juni ihren<br />
70. Geburtstag. Unzählige Kunden aus<br />
Zucht- und Haltung, aber auch aus dem<br />
Pferdesportbereich, vertrauen ihr seit Jahren.<br />
Kein Wunder, denn ihre Vita spricht<br />
für sich. Nach der Hochzeit mit Hubert<br />
Breckweg übernahm sie die Leitung der<br />
eigenen Druckerei, und es folgte die<br />
Gründung der Deckstation Wildeshausen.<br />
Szene<br />
Als die Druckerei von Bremen nach Wildeshausen<br />
umsiedelte, wurde sie zur<br />
Haus- und Hofdruckerei des Oldenburger<br />
Verbandes. Heike Breckweg übernahm<br />
die komplette Anzeigenakquise des Verbandes<br />
und seit 2002 auch die alleinige<br />
Akquise der Zeitschrift Pferdeforum und<br />
baute dieses Geschäft erfolgreich auf – als<br />
Verlag und Agentur des Verbandes der<br />
Züchter des Oldenburger Pferdes. Das<br />
Team des <strong>ZÜCHTERFORUM</strong>S gratuliert<br />
ganz herzlich.<br />
3284301 . Schon damals wie heute immer für die Pferde ... ... unterwegs: Heike Breckweg<br />
Qualität<br />
<br />
Samstag, 22. Juni<br />
3. Lodbergener Fohlenchampionat<br />
<br />
Deutsches Fohlenchampionat<br />
Mittwoch, 3. Juli<br />
Hannoveraner Brenntermin<br />
Donnerstag, 4. Juli<br />
Oldenburger Brenntermin<br />
Hengstfohlen<br />
v. For Romance / Pik Noir<br />
Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen GmbH , <br />
info@dressurleistungszentrum.de<br />
Foto: W. Ernst<br />
dressurpferde<br />
Leistungszentrum<br />
lodbergen<br />
Foto: Privat<br />
Foto: Becker
Szene<br />
Hofauktion Borgmann: Eurosport wird Preisspitze<br />
„Gute Pferde lassen sich gut<br />
verkaufen“, ist sich der vereidigte<br />
Auktionator Volker Raulfs<br />
nach der zweiten Hofauktion<br />
der Familie Borgmann am letzten<br />
Maisonntag noch sicherer<br />
als zuvor. Vor der mit mehr als<br />
800 Gästen dicht gefüllten Reithalle<br />
versteigerte er in knapp<br />
drei Stunden 33 Embryos, Fohlen<br />
und Pferde aus Borgmann’scher<br />
Zucht, Aufzucht<br />
und Ausbildung. Der westfälische<br />
Zuchtleiter Wilken Treu<br />
und auch Verbands-Auktionator<br />
Bernd Richter verschafften sich<br />
einen persönlichen Eindruck<br />
von der „Selbsthilfe“-Aktion der<br />
renommierten Züchterfamilie,<br />
die in zweiter Generation die<br />
wertvollen Stämme pflegt. Mit<br />
20 Kandidaten war der Anteil<br />
der gerittenen Kandidaten gegenüber<br />
der Premiere vor einem<br />
Jahr deutlich erhöht worden.<br />
Knapp 600.000 Euro Umsatz<br />
standen nach Auskunft des<br />
Auktionators nach der Versteigerung<br />
zu Buche. 25 Embryos,<br />
Fohlen und Pferde sind reell<br />
verkauft, bestätigte Stephan<br />
6 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Borgmann. Die Nachkommen<br />
des in Ostbevern geborenen<br />
und aufgewachsenen NRW-Körungssiegers<br />
Estobar NRW sorgten<br />
für einen Paukenschlag.<br />
Vier erzielten Preise von 50.000<br />
Euro und mehr. Den Spitzenpreis<br />
von 130.000 Euro lieferte<br />
der fünfjährige gekörte und<br />
prämierte Fuchshengst Eurosport,<br />
der aus der Vollschwester<br />
des hoch erfolgreichen Dressurpferdes<br />
Floriano von Florestan<br />
I-Weinberg stammt. Den<br />
Zuschlag erhielt nach spannendem<br />
Bieterduell in der Reithalle<br />
die westfälische Dressurausbilderin<br />
und Grand-Prix-Reiterin<br />
Kathrin Bettenworth. Eurosport<br />
soll in Spenge in eine große<br />
Dressurkarriere hineinwachsen.<br />
„Der Sport steht bei uns im Vordergrund,<br />
der Grand Prix ist<br />
das Ziel“, sagte Kathrin Bettenworth.<br />
Eine züchterische Nutzung<br />
des Prämienhengstes sei<br />
nicht geplant. Für 58.000 Euro<br />
wechselte der vierjährige Vollbruder,<br />
der Fuchswallach Ein<br />
Traum, nach Mannheim. In<br />
schweizerischen Besitz ging für<br />
Dorumer Sieger 2013 von Gem of India und Don Index<br />
Schon mit Tradition veranstaltet der Verein<br />
zur Förderung der Pferdezucht im Land<br />
Wursten unter der Regie des Vorsitzenden<br />
Jens Addickes und Peter Krause, der der<br />
Celler Besamungsstelle Unterweser in Dorum<br />
vorsteht, am 1. Mai seinen Fohlentag<br />
an der Dorumer Reithalle. In diesem Jahr<br />
fungierten Reinhard Baumgart (Verden-<br />
Döhlbergen) und Claus Schridde (Querenhorst)<br />
als Richter. Bei gutem Wetter präsentierten<br />
sich etwa 45 Fohlen. Sieger des<br />
Springrings war ein braunes Stutfohlen<br />
aus dem Dorumer Premierenjahrgang von<br />
Gem of India (M. v. Comte-Peter Pan; Z.:<br />
Gerd Kottke, Kutenholz-Essel). Den Reservesieg<br />
holte sich ein Fuchshengstfohlen,<br />
abstammend von Perigueux-Laptop-Acord<br />
II (Z.: Henry Perl, Ringstedt). Drei weitere<br />
War den Käufern 130.000 Euro wert: der gekörte Eurosport<br />
57.000 Euro der dreijährige gekörte<br />
Hengst Eurodressage aus<br />
einer Mutter von Insterburg,<br />
und ein Bieter aus Wien ersteigerte<br />
für 50.000 Euro den vierjährigen<br />
braunen Wallach Exciting<br />
Present aus einer Puertollano-Tochter.<br />
Den Spitzenpreis<br />
von 17.000 Euro erzielte bei<br />
den neun Fohlen der neun Wochen<br />
alte Fuchshengst AMG<br />
von Apache-Fürst Piccolo. Auch<br />
er wurde Schweizer Bietern zu-<br />
Endringteilnehmer stammten ab von Gem<br />
of India, der seinen Fohlen eine klare<br />
sportliche Note mitgibt, und eines von<br />
Chivas. Bei den Dressurfohlen ging der<br />
Sieg an einen rappfarbenen Sohn des Don<br />
Index (M. v. Dancier-Dacaprio; Z.: ZG Rosenhage-Stein,<br />
Nordholz). Auf Platz zwei<br />
folgte eine Tochter des Quaterhall (M. v.<br />
His Highness-Rotspon; Z.: Hanke Eits,<br />
Nordholz) und an dritter Stelle eine Tochter<br />
des Quaterhall (M. v. De Niro-Walt Disney<br />
I; Z.: Eibe von Holten, Neuenwalde).<br />
Quaterhall stellte mit 21 Nachkommen das<br />
Gros der in Dorum präsentierten Fohlen.<br />
Der Endring der Dressurfohlen wurde<br />
komplettiert durch Nachkommen der<br />
Hengste Dancier (2), Don Index, Spörcken<br />
und noch zweimal Quaterhall. CS<br />
Foto: Mense<br />
geschlagen. „Hier ist alles aus<br />
einer Hand – Zucht, Aufzucht,<br />
Ausbildung und Verkauf“, begründet<br />
der Auktionator den<br />
guten Erfolg der Auktion. Eine<br />
Rolle spielt aber sicherlich<br />
auch, dass die Käufer Mehrwertsteuer<br />
nur auf die sechsprozentige<br />
Auktionsgebühr auf<br />
den Zuschlagpreis zahlen. Bei<br />
den Verbandsauktionen ist die<br />
Mehrwertsteuer auf Zuschlagpreis<br />
und Gebühr fällig. Mense<br />
Auch dreijährige Hengste<br />
in Neumünster<br />
Der Gesamtvorstand des Trakehner<br />
Verbandes hat in seiner Eigenschaft als<br />
Zuchtausschuss auf der letzten Sitzung<br />
in Luxemburg entschieden, die Ausschreibung<br />
für die Körung auf dem Trakehner<br />
Hengstmarkt grundsätzlich für<br />
dreijährige nicht geprüfte Hengste zu<br />
erweitern. Diese Entscheidung fand<br />
auch auf der anschließenden Mitgliederversammlung<br />
eine breite Zustimmung.<br />
Deshalb können in diesem Jahr<br />
auch dreijährige nicht geprüfte Trakehner<br />
Hengste unabhängig vom Vollblutanteil<br />
zur Vorauswahl nach Neumünster<br />
angemeldet werden (Nennungsschluss<br />
14. Juni) und bei Zulassung auch zur<br />
Auktion kommen.
Begeisterte auf dem Züchterfrühschoppen: Fürst Nymphenburg II<br />
Züchterfrühschoppen auf der Hengststation Holken brink<br />
Erste Fohlen, junge Hengste<br />
und viel Sonnenschein – das<br />
waren die Garanten für den erfolgreichenZüchterfrühschoppen<br />
bei der Hengststation Holkenbrink.<br />
Viele Züchter,<br />
Freunde und Interessierte des<br />
Pferdesports waren angereist,<br />
um das abwechslungsreiche<br />
Programm der Veranstaltung<br />
der Hengststation Holkenbrink<br />
Ende April zu verfolgen.<br />
Nachdem die Hengste an der<br />
Hand präsentiert wurden, ging<br />
es aufs Dressurviereck. Hier<br />
sollten sich vor allem die Junghengste<br />
unter dem Sattel, aber<br />
auch die aktuelle Nachzucht<br />
der Stationhengste präsentieren.<br />
Das Dressurlager führten<br />
der Ponyhengst Delmonte von<br />
Donnerwetter und die beiden<br />
Foto: LL-Foto<br />
züchterisch hochinteressanten<br />
KWPN-Hengste Ganymedes<br />
von Gribaldi-Krack C sowie<br />
Van Vivaldi von Vivaldi-Olivi<br />
an. Wilhelm Holkenbrink<br />
konnte seine Gäste auch mit einem<br />
Neuzugang überraschen:<br />
Fürst Nymphenburg II, ein imposanter<br />
Schokoladenfuchs mit<br />
hellem Behang von Florencio-<br />
De Niro, hat vor Kurzem einen<br />
Stall in Albachten bezogen. Bei<br />
den Fohlen konnten die<br />
Hengste Franzikus, Rock Forever<br />
NRW, Lestat und Corvo ihre<br />
Nachzucht eindrucksvoll präsentieren.<br />
Im Springlot machten<br />
der vierjährige Corvo ECL von<br />
Coronas-Lordanos und der<br />
dreijährige Corpeggio von Cornet’s<br />
Stern-Arpeggio auf sich<br />
aufmerksam.<br />
Seminarangebot: Fohlen beurteilen –<br />
ein Zufallsprodukt?<br />
Szene<br />
Niedlich und bezaubernd wirkt eigentlich jedes Fohlen auf<br />
den Betrachter. Doch selbst gestandene Pferdeleute tun sich<br />
meistens schwer, was<br />
die Beurteilung eines<br />
Fohlens hinsichtlich<br />
seiner späteren Eignung<br />
als Reit-, Sportoder<br />
Zuchtpferd anbetrifft.<br />
Abhilfe und<br />
Aufklärung schafft<br />
jetzt ein einmaliges<br />
Seminar, dass das auf<br />
dem Rittergut Osthoff Muss gelernt sein: Fohlenbeurteilung<br />
in Georgsmarienhütte<br />
ansässige Horse Competence Center Germany (HCCG) anbietet.<br />
Anlässlich des LVM-Fohlenchampionats im nordrheinwestfälischen<br />
Lienen am 13. Juli präsentiert das HCCG für alle<br />
Interessierten unter dem Titel „Fohlen beurteilen – ein Zufallsprodukt?“<br />
ein Seminar, das vielfältige Einblicke in das<br />
Thema Fohlenbeurteilung gewährt. Dabei richtet sich das Seminar<br />
an Zuchtinteressierte wie Pferdefreunde generell. Als<br />
fachlich überaus kompetenten Referenten konnte das HCCG<br />
den Rheinländer Peter Engel gewinnen. Der international renommierte<br />
Dressurrichter gilt auch in der Pferdezuchtszene<br />
als Fachmann. Seit mehr als 30 Jahren betreibt er eine hoch erfolgreiche<br />
Pferdezucht, aus der bereits zahlreiche gekörte<br />
Hengste, Staatsprämienstuten sowie Dressur- und Springpferde<br />
mit internationalen Erfolgen hervorgegangen sind. Zudem<br />
verfügt er als langjähriger Richter beim LVM-Fohlenchampionat<br />
über einen umfassenden Erfahrungsschatz. Aus<br />
der Sicht des Fachmanns, aber immer verständlich auch für<br />
die weniger kundigen Pferdefreunde wird Peter Engel dafür<br />
sorgen, dass für die Teilnehmer die Fohlenbeurteilung kein<br />
Buch mit sieben Siegeln bleibt. Und Anschauungsmaterial<br />
wird das Deutsche Fohlenchampionat in Lienen genügend zu<br />
bieten haben. Schließlich kommen hier die besten Fohlen.<br />
Fohlenschau und Fohlenmarkt<br />
Qualifikation zum<br />
Deutschen Fohlen Championat 2013<br />
29. Juni 2013<br />
losterhof edingen 29549 Bad Bevensen<br />
Tel.: 05821 9868 0 Fax: 05821 9868 40<br />
www.klosterhof-medingen.de<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 7
Szene<br />
Westfälische Fohlenschau<br />
in Wadersloh an einem Sonntag<br />
Erstmalig findet auf westfälischem Boden eine Stutenschau<br />
an einem Sonntag statt. Viele Interessierte<br />
aus ganz Westfalen zeigen sich über diese Entwicklung<br />
bislang hocherfreut und haben ihr Kommen zugesagt.<br />
Gestartet wird am 30. Juni um 10 Uhr auf<br />
dem Hof Brakemper an der Stromberger Str. 54 in<br />
Wadersloh mit den Kleinpferden, die der Bewertungskommission<br />
des Westfälischen Pferdestammbuchs<br />
zur Eintragung vorgestellt werden. Ab 12.30<br />
Uhr werden die<br />
Reitpferdefohlen<br />
präsentiert. Danach<br />
bewerben<br />
sich die dreijährigen<br />
Stuten, um<br />
ein Ticket für die<br />
Elite-Schau in<br />
Münster zu lösen<br />
und dort zu den<br />
Fohlenschau auf Hof Brakemper besten Stuten<br />
Westfalens zu gehören.<br />
Wie immer gibt es attraktive Geldpreise zu gewinnen.<br />
2500 Euro können die Champions der Schau<br />
mit nach Hause nehmen. Um dieser Veranstaltung einen<br />
entsprechenden Rahmen zu verleihen, hat sich<br />
der landwirtschaftliche Ortsverein als Kooperationspartner<br />
zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen:<br />
Herbert Webermann, Telefon (0 25 20) 4 69 oder<br />
www.waderloher-fohlenschau.de<br />
Strenge Maßstäbe gelten bei der Hengstbonitur in<br />
Neustadt/Dosse (Brandenburg-Anhalt). Noch bevor<br />
es zur Körung geht, durchlaufen die Zweijährigen<br />
dreimal eine Sichtung. Wer diese Hengstbonitur positiv<br />
durchläuft, hat gute Aussichten für eine Hengstkarriere.<br />
Landstallmeister Dr. Jürgen Müller, Verbandsgeschäftsführer<br />
Horst von Langermann und<br />
Zuchtleiter Dr. Ingo Nörenberg sowie Tierarzt Dr.<br />
Köhler schauten auch in diesem Jahr genau hin. Von<br />
37 Junghengsten kamen 13 weiter. ND<br />
Foto: Frerich<br />
8 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Foto: Driesch<br />
Bitte keine Rolle rückwärts!<br />
Im Rahmen der FN-Tagungen in Münster fasste der FN-Beirat Zucht einen<br />
Beschluss, wonach ab dem Körjahrgang 2014 Hengste nur noch in<br />
das Hengstbuch I eingetragen werden können, wenn ein 30- oder 70-<br />
Tage-Test vorliegt. Dabei bleibt bisher offen, ob es im Eigenrisiko des<br />
Hengsthalters liegt, seinen Hengst trotz fehlender Hengstleistungsprüfung<br />
dennoch decken zu lassen oder ob ein Deckeinsatz ohne Leistungsnachweis<br />
generell untersagt ist. Denn es wird von einigen Hengsthaltern<br />
sicherlich sofort versucht werden, entsprechende Schlupflöcher<br />
zu finden. Die Situation gab es vor 13 Jahren schon einmal, als mit denselben<br />
Absichten 30-Tage-Tests im Frühjahr angeboten wurden. Diese<br />
Regelung wurde jedoch von den Hengsthaltern nach Kräften unterlaufen<br />
und verwässerte schließlich mehr und mehr. In den letzten Jahren<br />
war es stets so, dass nach der Körung eine vorläufige Eintragung ins<br />
Hengstbuch I möglich war, die bis zur Hengstleistungsprüfung einen in<br />
aller Regel unbegrenzten Deckeinsatz zuließ. Ist damit der Deckeinsatz<br />
für dreijährige Hengste komplett Geschichte? Oder rückt der 30-Tage-<br />
Test wieder vermehrt ins Frühjahr, um doch noch ins Deckgeschäft einsteigen<br />
zu können? Letzteres wäre unlogisch, denn dreijährige Hengste<br />
wurden in den letzten Jahren vor allem aus Gründen des Tierschutzes<br />
im Frühjahr so gut wie gar nicht mehr geprüft, sondern entweder im<br />
Herbst oder vierjährig im Frühjahr. Hier jetzt die „Rolle rückwärts“ zu<br />
fordern oder auch nur anzubieten, wäre sicher der falsche Ansatz und<br />
ein sensibles Thema für die selbst ernannten Tierschützer. Oder aber<br />
Deutschlands Verbände einigen sich generell auf die Körsaison im Frühjahr,<br />
die 30-Tage-Tests bis zum 30. April und Deckeinsatz ab 1. Mai. Zu<br />
bedenken ist dabei, dass auch im Turniersport vor Mai für dreijährige<br />
Pferde kein Start möglich ist. Hengsthalter, die teilweise viel Geld in den<br />
Ankauf von Junghengsten investiert haben, sind natürlich daran interessiert,<br />
hier eine schnelle Refinanzierung bzw. Amortisierung zu erzielen.<br />
Grundsätzlich ist es sicherlich richtig, nur noch geprüfte Hengste zum<br />
Deckeinsatz zuzulassen. Das würde den in den letzten Jahren maßlos<br />
übertriebenen und unverändert andauernden „Junghengst-Hype“ zum<br />
Wohle der Zucht regulieren. Das Vorhaben des FN-Beirats Zucht ist gut,<br />
es sollten dabei nur für alle Hengsthalter verbandsübergreifend geltende<br />
Rahmenbedingungen abgesteckt werden. Und da kann nicht der<br />
kleinste gemeinsame Nenner das Maß der Dinge sein. C. Schridde<br />
Ligges kooperiert mit Haras France<br />
Wie das Gestüt Ligges aus Herbern auf seiner Homepage mitteilt, werden<br />
französische Top-Vererber nun exklusiv über dieses erhältlich sein. So<br />
schreibt Ligges:<br />
„Durch die Zusammenarbeit mit der ‚staatlichen Organisation für französisches<br />
Zuchtwesen’, Haras France, ist es uns gelungen TG Sperma der französischen<br />
Top-Vererbern Mylord Carthago, Padock Du Plesis, Flipper délle<br />
und Fidelio du thot anzubieten. Das ist bis jetzt in Deutschland einzigartig.<br />
Die Konditionen zu den einzelnen Hengsten erfahren Sie auf den Hengstseiten.<br />
Bei allen französischen Hengsten handelt es sich um die Besamung<br />
mit TG. Zuzüglich zur Decktaxe pro Besamung muss die Versendung berechnet<br />
werden, inklusive Leihgebühr für Versandcontainer und Zertifikat.“
Es war eine pferdige Traumhochzeit nach Maß: Frederic Vekens,<br />
Sales-Manager bei 5starhorses und ehemaliger Pressesprecher<br />
des Westfälischen Pferdestammbuchs, hat am 24.<br />
Mai seine langjährige Lebensgefährtin Jill Mieleszko geheiratet.<br />
Jill Mieleszko betreibt in Paderborn eine eigene Hengststation,<br />
auf der hauptsächlich sportlich erfolgreiche und<br />
züchterisch interessante Ponyhengste stationiert sind – sie<br />
selbst ist im Dressursattel bis zum Grand Prix erfolgreich.<br />
Vermarktungsstützpunkt der Ponyforum GmbH<br />
erfolgreich angelaufen<br />
Seit zwei Monaten gibt es<br />
den ersten eigenen Vermarktungsstützpunkt<br />
der<br />
Ponyforum GmbH in Hofgeismar.<br />
Das innovative<br />
Konzept scheint voll aufzugehen.<br />
Die Voraussetzungen<br />
in der Anlage des Reitvereins<br />
Hofgeismar sind ideal<br />
und die Betreuung durch<br />
die Familie Hilpert optimal.<br />
Die Nachfrage ist sogar so<br />
groß, dass bereits nach dieser<br />
kurzen Zeit für insgesamt<br />
82.000 Euro Ponys verkauft<br />
werden konnten. Hierbei<br />
handelt es sich um Ponys,<br />
die direkt in Hofgeismar<br />
verkauft oder von dort für<br />
die POS oder die Verkaufstage<br />
vorbereitet wurden.<br />
Die Preisspitze dieser Vermarktungserfolge<br />
bildet dabei<br />
der fünfjährige Bolero,<br />
der für 30.000 Euro einen<br />
neuen Besitzer fand. Sechs<br />
Ponys sind es insgesamt, die<br />
zu einem Durchschnittspreis<br />
von 13.670 Euro verkauft<br />
Foto: Lehmann<br />
wurden. Auch beim Verkaufstag<br />
in Marbach, der am<br />
11. Mai im Rahmen der Internationalen<br />
Marbacher<br />
Vielseitigkeit statt fand, waren<br />
drei Ponys, die in Hofgeismar<br />
vorbereitet wurden.<br />
Auf der Anlage in Nordhessen<br />
stehen zwölf Boxen bereit,<br />
deren Besitzer ihre<br />
Vierbeiner nicht alleine<br />
marktfähig machen können.<br />
Die gesamte Ausbildung<br />
steht unter der Leitung von<br />
Juliane Kraus. Die Pferdewirtin<br />
ist seit Jahren auf den<br />
Beritt von Sportponys spezialisiert,<br />
selbst bis M siegreich<br />
und hat bereits sehr<br />
erfolgreich mehrfach am<br />
Bundeschampionat teilgenommen.<br />
Anmeldungen für diese Vermarktungsmöglichkeitwerden<br />
direkt unter der Ponyforum-Geschäftsstelle,<br />
Telefon<br />
(0 63 61) 4 58 87 10 oder per<br />
Mail unter service@ponyforum.de<br />
entgegengenommen.<br />
Westfalenhengst<br />
Vitalis auf WM-Kurs<br />
Auch als nunmehr Sechsjähriger<br />
ist der in den<br />
Niederlanden bei Toon<br />
de Chrom gezogene, in<br />
Westfalen eingesetzte<br />
und inzwischen in die<br />
USA verkaufte Dunkelfuchshengst<br />
Vitalis von<br />
Vivaldi-D-Day sportlich<br />
präsent. Der Reservesieger<br />
der NRW-Hengstkörung<br />
2009 und meistbenutzte<br />
Hengst des NRW-<br />
Landgestüts Warendorf,<br />
war nach der letzten<br />
Hengstparade 2012 an<br />
Charlotte Jorst verkauft<br />
worden, die bei Volker<br />
Brommann in den USA<br />
trainiert. Die in Dänemark<br />
geborene Schmuck-<br />
spezial<br />
Szene<br />
Ihr Draht Ihr Draht zu unszu<br />
uns<br />
Abo-Service<br />
Tel. +49 (0) 711/80 60 82-53<br />
Fax +49 (0) 711/80 60 82-70<br />
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Redaktions- und Anzeigen schluss:<br />
17. Juni<br />
Heft 7/13 erscheint am 5. Juli<br />
designerin und Uhrenherstellerin hat den bereits 2012 unter Hans-<br />
Peter Minderhoud für die WM der Jungen Dressurpferde in Verden/Aller<br />
qualifizierten Hengst nun auch auf M-Niveau in den USA<br />
für die Long List der amerikanischen WM-Kandidaten empfohlen.<br />
Beim internationalen Dressurturnier in Flintridge/Kalifornien (USA)<br />
siegte das Paar Jorst/Vitalis in der Einlaufprüfung deutlich mit 82,6 %.<br />
In der zweiten Prüfung, der Finalqualifikation, deklassierte das Paar<br />
die Konkurrenz mit der Wertnote von 9,18. Die Zweitplatzierte kam<br />
auf 7,7. Auch im Finale blieb Vitalis ungeschlagen und mit der Wertnote<br />
9,2 – der höchsten in den USA jemals vergebenen Note bei<br />
Dressurpferdeprüfungen – eine eigene Liga. Er ist damit nominiert<br />
für die WM in Verden und in dieser Form auch ein heißer Medaillenaspirant.<br />
Für seine Reiterin Charlotte Jorst ist Vitalis „das beste<br />
Pferd, das ich jemals geritten habe“. Ihr Ziel sind die Olympischen<br />
Spiele 2016 in Rio de Janeiro.<br />
Das Nominierungsrecht für Verden haben die nationalen FEI-Mitgliedsverbände<br />
nach Nationalität der Reiter, unabhängig vom Zuchtgebiet<br />
der Pferde. Die USA können in beiden Altersgruppen (Fünfund<br />
Sechsjährige) je zwei Pferde in Verden an den Start schicken.<br />
R. Schettler<br />
Sportpferde- und Fohlen-Auktion<br />
28. September 2013<br />
Auswahltermine am 24.6., 1.7. und 8.7. um 18.30 Uhr<br />
in der Reithalle Bassum, Wiebusch Nr. 4A<br />
0172 - 9820672 o. 0174 - 4233504 · Fax 04243 - 942223<br />
www.bassumer-pferde-auktion.de<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 9
Verbandsintern<br />
Gibt es jetzt ein Happy End?<br />
Nachdem Ende April fünf der acht<br />
Vorstandsmitglieder in Westfalen<br />
zurückgetreten waren (wir berichteten),<br />
wurden drei Wochen später<br />
Neuwahlen notwendig. Neuer Vorstandsvorsitzender<br />
ist nun Ralf Johanshon.<br />
Weitere Mitglieder sind<br />
Dr. Klaus Strautmann, Günter Burgmann,<br />
Gretel Schulte Buxloh, Egbert<br />
Bispinghoff sowie Dr. Lutz<br />
Ahlswede.<br />
Nachdem zuerst von mehreren Mitgliedern<br />
und auch von dem Delegierten<br />
Franz-Josef Neuhaus gefordert<br />
wurde, die Wahl ein paar Monate zu<br />
verschieben, „bis ein ordentlicher Vorstand<br />
und kein Ersatzvorstand gefunden werden<br />
kann“, wurde in Münster nun doch am 13.<br />
Mai entschieden. Mit 72 Ja-Stimmen wurde<br />
Ralf Johanshon (Ostbevern) als neuer Vorstandsvorsitzender<br />
gewählt – 32 Delegierte<br />
stimmten gegen ihn bei fünf Enthaltungen.<br />
Der 53-jährige Verwaltungsleiter der LWL-<br />
Archäologie, der bereits dem alten Vorstand<br />
angehört hatte und sich dort eher immer<br />
im Hintergrund aufhielt, bedankte sich<br />
im Anschluss an seine Wahl bei den Delegierten<br />
für das ausgesprochene Vertrauen<br />
mit den Worten: „Ich bin bereit, neue Wege<br />
zu gehen. Erlauben Sie es uns, dem neuen<br />
Vorstand, dem Geschäftsführer und den<br />
Mitarbeitern des Westfälischen Pferdestammbuchs<br />
jetzt nur noch nach vorn zu<br />
schauen.“<br />
Neues Spitzenduo: Treu und Johanshon<br />
10 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Neuer (Teil-)Vorstand für Westfalen<br />
Vorstand: Dr. Ahlswede, Bispinghoff, Johanshon, Burgmann, Dr. Strautmann, Schulte Buxloh (v. l.)<br />
Neue Mitglieder<br />
Neu in den Vorstand wurde auch Dr. Klaus<br />
Strautmann (Telgte) gewählt. Der studierte<br />
Ingenieur und Betriebswirt ist erst seit Kurzem<br />
Mitglied beim Verband, reitet und<br />
züchtet hobbymäßig. Trotz seiner kurzen<br />
Verbandszugehörigkeit genießt er hohes<br />
Ansehen bei den Delegierten; einer von ihnen<br />
schlug den Geschäftsmann sogar als<br />
Vorstandsvorsitzenden vor. „Dafür bin ich<br />
einfach noch zu kurz dabei“, erklärte Dr.<br />
Klaus Strautmann. „Wenn in zwei Jahren<br />
wieder Vorstandswahlen sind, stehe sicherlich<br />
zur Verfügung“, versprach er. Für seine<br />
Souveränität bei seiner Vorstellung wurde<br />
er mit 108 Ja-Stimmen belohnt.<br />
Geschrumpfter Vorstand<br />
Ebenfalls neue Vorstandsmitglieder sind<br />
der 49-jährige Kaufmann Günter Burgmann<br />
(Wilnsdorf), mit 77 Ja-Stimmen und die 31jährige<br />
studierte Landwirtin Gretel Schulte<br />
Buxloh (Hamm-Rhynern) mit 86 Ja-Stimmen.<br />
Aus den Reihen des alten Vorstandes<br />
wiedergewählt wurde Egbert Bispinghoff<br />
(Werne). Der 54-jährige Inhaber eines Autohauses<br />
erhielt 86 Ja-Stimmen bei 20 Gegenstimmen<br />
und drei Enthaltungen. Tierarzt<br />
Dr. Lutz Ahlswede (Münster), der ebenfalls<br />
bereits Mitglied im alten Vorstand war<br />
und dessen Position nicht zur Wahl stand,<br />
komplettiert die neue ehrenamtliche Führungsriege<br />
des Westfälischen Pferdestamm-<br />
buchs. Dr. Lutz Ahlswede erklärte, dass der<br />
Vorstand von acht auf sechs Mitglieder geschrumpft<br />
sein. „Wir können ja mal<br />
schauen, ob wir im September noch zwei<br />
zusätzliche wählen.“<br />
Personalie Richter<br />
Fotos: Mense<br />
Nach der Abwanderung des Rheinlandes<br />
mussten auch neue Mitglieder für die Körkommission<br />
gewählt werden. Neben Theo<br />
Lohmann, Michael Settertobulte und Zuchtleiter<br />
Wilken Treu sind dies nun Gerd Könemann<br />
und Heinrich Plaas-Beisemann.<br />
„Herr Spoo aus dem Rheinland konnte uns<br />
Gott sei Dank für die Kaltblüter und Ponys<br />
erhalten bleiben“, so der neue Vorsitzende<br />
Ralf Johanshon.<br />
Auch das Thema „Richter“ wurde angesprochen:<br />
Wilken Treu, der wie schon auf der<br />
letzten Delegiertenversammlung selbstbewusst<br />
und stark auftrat, berichtete, dass<br />
Auktionator Bernd Richter bleibt, auch<br />
wenn er nun etwas andere Aufgaben bekommt.<br />
Mehr in die Öffentlichkeit rücken<br />
soll der stellvertretende Vermarkter Carsten<br />
Lenz. „Damit ist Bernd Richter erstmal aus<br />
der Schusslinie“, so Wilken Treu.<br />
Nachdem nun seit Herbst 2011 ein Zuchtleiter,<br />
eine Bürovorsteherin, 13 Vorstände,<br />
ein Verband (Rheinland) und viele Mitglieder<br />
im Westfälischen Verband verprellt<br />
worden sind, bleibt zu hoffen, dass nun<br />
endlich Ruhe einkehrt. Dominique Garvs
Seit 1991 führen das Westfälische<br />
und das Rheinische Pferdestammbuch<br />
eine gemeinsame Hauptkörung<br />
für Reitpferdehengste in<br />
Münster-Handorf durch. Nun entschied<br />
das Rheinische Pferdestammbuch,<br />
sich vorläufig aus dieser<br />
Gemeinschaftsveranstaltung zu -<br />
rückzuziehen.<br />
Grund dafür seien unterschiedliche<br />
Auffassungen zur zukünftigen<br />
Ausrichtung des Westfälischen<br />
Pferdestammbuchs, die das Vertrauensverhältnis<br />
seitens des rheinischen Partners beeinträchtigt<br />
hätten. So wird das Rheinische<br />
Pferdestammbuch seine diesjährige Körung<br />
für Warmblüter und Reitponys sowie<br />
Hengste verschiedenster Rassen vom 1. bis<br />
3. November in Wickrath durchführen. Die<br />
Hauptkörung 2013 für Reitpferdehengste in<br />
Münster-Handorf bleibt in den Zulassungsbestimmungen<br />
sowie in der Terminierung<br />
trotz der beschriebenen Entwicklung unverändert.<br />
Nicht berührt von dieser Entwicklung<br />
ist die gemeinsame Kaltblutkörung<br />
des Westfälischen und Rheinischen<br />
Pferdestammbuchs..<br />
„Nach wie vor können auch rheinische<br />
Züchter Fohlen und Reitpferde für die Absatzveranstaltungen<br />
in Münster-Handorf<br />
melden“, so der rheinische Geschäftsführer<br />
Weitere Infos und Anmeldung unter:<br />
Gestüt Eichenhain GmbH<br />
Hinnersweg 1<br />
27337 Blender<br />
<br />
<br />
Gestüt Eichenhain<br />
GmbH<br />
<br />
reicher Springpferde<br />
lädt Sie ein zur<br />
<br />
zum LVM Fohlenchampionat<br />
am 22. Juni 2013 um 15 Uhr<br />
in unserem Gestüt<br />
Verbandsintern<br />
Kurz vor der Hochzeit getrennt<br />
Rheinland und Westfalen: Keine gemeinsame Körung mehr<br />
Einladung<br />
<br />
<br />
<br />
am 22. 06. 2013 ab 17.00 Uhr <br />
Romantikhotel Platte<br />
Repetalstraße 219<br />
57439 Attendorn-Niederhelden<br />
Tel. (0 27 21) 1 31 - 0<br />
Fax (0 27 21) 1 31 - 4 15<br />
<br />
Theodor Leuchten. „Zudem soll der NRW-<br />
Fohlenmarkt im September als Hauptvermarktungsplattform<br />
für die rheinischen<br />
Fohlen angeboten werden.“<br />
Außerdem fügt Theodor Leuchten hinzu:<br />
„Parallel zur intensiven Vorbereitung der<br />
Veranstaltungen werden die Verantwortlichen<br />
des Rheinischen Pferdestammbuchs<br />
Gespräche in Hinblick auf eine langfristige<br />
Zukunftsplanung führen. Strukturell wird<br />
sich aller Voraussicht nach bei vielen Verbänden<br />
in Deutschland eine Reform abzeichnen,<br />
da sich vor dem Hintergrund<br />
stark zurückgehender Bedeckungszahlen<br />
tiefgreifende Änderungen ergeben Dazu<br />
werden wir zu gegebener Zeit infomieren.“<br />
ak@gestuet-eichenhain.de<br />
www.gestuet-eichenhain.de<br />
oder unter<br />
www.deutsches-fohlenchampionat.de<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 11
Körungen<br />
Schon zum dritten Mal in diesem<br />
Frühjahr wurde Ende April eine<br />
AES-Körung organisiert. Die erste<br />
fand am 15. März statt und wurde<br />
von Familie van den Oetelaar im<br />
niederländischen Schijndel organisiert.<br />
15 Tage später organisierte<br />
Henk Minderman, ehemaliger Geschäftsführer<br />
des Verbandes im belgischen<br />
Fleurus erneut eine Körung.<br />
Er sagte, die holländische Körung<br />
sei nicht gültig. Bevor die Körung<br />
von Minderman stattfand, berichtete<br />
van den Oetelaar schon, dass<br />
diese Körung in Fleurus nicht anerkannt<br />
würde. Auf der Körung in<br />
Schijndel wurden 25 Hengste gekört<br />
– auf der Körung in Fleurus<br />
gab es 17 gekörte Hengste.<br />
Wegen der Uneinigkeit zwischen<br />
Henk Minderman und Familie<br />
van den Oetelaar wusste kein<br />
Züchter oder Hengstbesitzer mehr, welcher<br />
Hengst nun wirklich gekört war.<br />
Mitte April gab es aber eine Einigung zwischen<br />
den zwei, und gleich verkündete van<br />
den Oetelaar, dass er wegen der unrechtmäßigen<br />
Körung in Fleurus erneut eine Körung<br />
organisieren würde. „Wir wollen<br />
nicht, dass die Aussteller zum Opfer der<br />
Unklarheiten werden“, sagte AES-Pressesprecher<br />
Joris van den Oetelaar dazu.<br />
Dressurhengste<br />
Aller guten Dinge sind drei<br />
Für die Körung in Schijndel wurden 35<br />
Hengste angemeldet, und zwar nicht nur<br />
die Hengste, die schon auf der Körung in<br />
Fleurus gewesen waren. Sogar viele Holländer<br />
meldeten ihre Hengste an und nahmen<br />
nicht ohne Erfolg teil: Drei Dressurhengste<br />
im niederländischen Besitz wurden<br />
„Approved“, also gekört ohne Einschränkungen.<br />
Dieser Status war laut der Satzung<br />
des englischen AES-Verbandes vor Kurzem<br />
nur erhältlich für Hengste, die schon vorher<br />
auf einer AES-Körung „Registered“ (gekört<br />
12 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
AES-Körung: 25 Hengste dazu<br />
nur für Stuten<br />
des Hengstbesitzers)<br />
oder „Licensed“<br />
(gekört<br />
mit Beschränkung<br />
auf 30 Stuten)<br />
gekört wurden<br />
und mindestens<br />
vier Jahre<br />
alt waren. Seitdem<br />
Cees van<br />
den Oetelaar alleiniger<br />
Besitzer<br />
und Geschäftsführer<br />
des Verbandes<br />
ist, ist<br />
die Satzung geändert,<br />
und jetzt<br />
dürfen auch<br />
Hengste, die zum ersten Mal auf einer AES-<br />
Körung erscheinen, „Approved“ werden.<br />
Der Dressurpferdehändler Jan Brouwer aus<br />
Zevenhuizen ging mit zwei „Approved“-<br />
Hengsten nach Hause: der vierjähriger Es-<br />
Ergebnisse AES-Hengstkörung, Schijndel<br />
Wurde beim AES-Verband gekört: der erfolgreiche Marrast xx<br />
perance (Sorento-Rousseau-Krack C,<br />
KWPN-48/NL-147) und der ebenfalls vierjährige<br />
El Torro (Painted Black-Jazz-Chronos,<br />
KWPN-184-NL-1846). Esperance ist ein<br />
‚alter Bekannter’ in den Niederlanden: Er<br />
Status Name Abstammung Geboren Besitzer<br />
Approved Esperance Sorento/Rousseau 2009 Jan Brouwer, Zevenhuizen<br />
Approved Don Diego Valeron/May Sherif 2008 Chris van Breugel, Mierlo<br />
Approved El Torro Painted Black/Jazz 2009 Jan Brouwer, Zevenhuizen<br />
Approved Otello de Villeneuve Flipper D’Elle/Le Plantero 2002 Gierech Odile, Marbais (B.)<br />
Approved Marrast xx Groom Dancer xx/L’Emigrant xx 1993 Robin Zwartjens, Raalte<br />
Licensed Quatergold Quaterback/Sunny-Boy 2008 P.H.A. Rulkens, Biest-Houtakker<br />
Licensed First Class Armani/San Remo 2010 Stal Brouwer, Tolbert<br />
Licensed Keep Talking st. Ghyvan Darco/Voltaire 2010 Karel Cox, Hechtel (B.)<br />
Licensed Quint van het Maarlo Z Quidam de Revel/Landetto 2010 Ernest Winters, Overpelt (B.)<br />
Licensed Diarado II vh Juxschot Diarado/Berlin 2010 J. Vermeiren, Wechelderzande (B.)<br />
Licensed DJ van de Bisschop Z Darco/Carthago 2010 Kees van den Oetelaar, Schijndel<br />
Licensed Cathino D.R. Carthano I/Concorde 2010 R. Delagaye, Huldeneberg (B)<br />
Licensed Empire Calvaro Z/Erdball xx 2009 W. van der Steen, Gemonde<br />
Licensed Just Daddy P Nagano/Flamenco De Semilly 2009 Stephanie Storms, Koningshooikt<br />
Licensed ILH Clintino Clinton I/Calato 2009 Giuseppe Donadlo, Culemborg<br />
Licensed Cick Manciais Quick Star /Quidam de Revel 2009 Gierech Odile, Marbais (B.)<br />
Licensed E.R.P. van www.olland.biz Amadeus/Namelus R 2009 Joan van Gorkum, Olland<br />
Licensed Eldorado IH Diarado/Ed King Hill 2009 Nico van Hoof, Overpelt (B.)<br />
Licensed Jupiter VG Pommeau du Heup/Heartbreaker 2009 J. Vermeiren, Wechelderzande (B.)<br />
Licensed Jericho Dwerse Hagen Vertigo St. Benoit/Clinton 2009 Dwerse Hagen BVBA, Sint-Kat-Waver (B.)<br />
Licensed Cargot Z Carthago Z/Quidam de Revel 2009 Kees van den Oetelaar, Schijndel<br />
Licensed IHL Artino Askari/Caretino 2008 Giuseppe Donadlo, Culemborg<br />
Licensed IHL Christino Cristo/Caretino 2007 Giuseppe Donadlo, Culemborg<br />
Licensed Dylon Haarlem /Samber 2008 Coudeville<br />
Registered Khan of Ballmore Chacco Blue/Cicero vd Helle 2010 Chaouki Rijnders (B.)<br />
Foto: privat
wurde auf der KWPN-Körung 2012 zur<br />
Hengstleistungsprüfung zugelassen und<br />
wurde auch in Stegeren angeliefert. Vor<br />
Ende der Prüfung wurde er aber nach<br />
Hause geschickt.<br />
El Torro erschien noch nicht auf einer Körung,<br />
aber ist sehr nah verwandt zu einem<br />
bekannten Youngster: Bon Bravour, er hat<br />
ebenfalls Painted Black als Vater, und El<br />
Torros Großmutter Odette (v. Chronos) ist<br />
die Mutter von Bon Bravour.<br />
Der dritte Dressurhengst, der ohne Einschränkungen<br />
gekört wurde ist Don Diego<br />
(Valeron-May Sherif-Uniform, NL-429) von<br />
Chris van Breugel aus Mierlo. Auch er erschien<br />
schon vorher im Blickfeld<br />
der niederländischen Dressurpferdeliebhaber.<br />
Er ist vorläufig<br />
in die niederländische Selektion<br />
der Weltmeisterschaften für<br />
Junge Dressurpferde in Verden<br />
aufgenommen.<br />
Ebenso wurden zwei weitere<br />
Dressurhengste bei der AES-Körung<br />
in Fleurus gekört: Dies sind<br />
Söhne von Quaterback und Armani.<br />
Belgier<br />
Bei den Springhengsten waren<br />
deutlich mehr Hengste zu sehen,<br />
die wirklich als Ersatz für die Körung<br />
in Fleurus in Schijndel erschienen.<br />
Auffallend viele<br />
Hengste im belgischen Besitz<br />
wurden angemeldet.<br />
„Approved“ wurden zwei, die<br />
schon viel mehr bewiesen haben<br />
als die definitiv gekörten Dressurhengste:<br />
Der international im Springsport<br />
auf 1,60-Meter-Niveau erfolgreiche<br />
Otello de Villeneuve (Flip -<br />
per D’Elle-Le Plantero-Diafoirus<br />
Fleury, SF-28 & 48) und der englische<br />
Vollblüter Marrast xx<br />
(Groom Dancer xx-L’Emigrant xx<br />
-Brigadier Gerard xx, TB-4i), der<br />
viele Erfolge im Rennsport vorweisen<br />
kann und in seiner Karriere<br />
eine Lebensgewinnsumme<br />
von 462.400 Euro gewann.<br />
Otello de Villeneuve wurde von<br />
seinem belgischen Besitzer Gie-<br />
rech Odile aus Marbais<br />
vorgestellt, und<br />
der Aussteller von<br />
Marrast xx ist der<br />
niederländische<br />
Hengsthalter Robin<br />
Zwartjens aus Raalte.<br />
Der Großteil der<br />
Hengste wurde „Licensed“<br />
(18), einer<br />
wurde „Registered“<br />
und bereits erwähnt<br />
sind die fünf „Approved“-Hengste.<br />
Rick Helmink<br />
Körungen<br />
SOSATH 2013<br />
TERMINE<br />
26.06. Haupttermin Fohlenregistrierung der Oldenburger Pferdezuchtverbände<br />
mit Auktionsauswahl und freiem Verkauf<br />
27.06. Fohlenschau Hannover mit Auktionsauswahl und freiem Verkauf<br />
Sep. / Okt. Trainingstag für Reiter von Nachkommen der Stationshengste<br />
Herbst Spätregistrierungstermin OL und OS<br />
Dez. Züchter-Advent<br />
Ampère<br />
Antango<br />
Astrix<br />
Cador<br />
Casino Berlin<br />
Casiro<br />
Coolio<br />
Cornelius<br />
Franziskus<br />
Kardinal<br />
Landor S<br />
Levisonn<br />
Livestream<br />
Lordanos<br />
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Lord Argentinus<br />
Ludwigs As<br />
Quadam<br />
Quadroneur<br />
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Rock Forever NRW<br />
Rock of Gibraltar<br />
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Foto: Helmink
Bundeschampionate<br />
Warendorf kann kommen<br />
Neuerungen bei den DBK-Bundeschampionaten<br />
Einiges wird sich ändern bei diesen<br />
Bundes championaten, die vom 4. bis<br />
8. September 2013 in gewohnter<br />
Umgebung in Warendorf stattfinden werden.<br />
Etwas ganz Besonderes hat sich der<br />
Springausschuss als Pilotprojekt ausgedacht.<br />
„Erstmals wird es ein Championat für<br />
siebenjährige Pferde geben“, erklärt Carsten<br />
Rotermund, „hierzu gab es schon während<br />
der letztjährigen Bundeschampionate<br />
viele Gespräche.“ Das Projekt soll wie folgt<br />
aussehen: Jeder Reiter, der mit einem fünfoder<br />
sechsjährigen Pferd an den Start geht,<br />
darf mit einem siebenjährigen Pferd, das in<br />
der Klasse S platziert ist, teilnehmen. Auch<br />
Fünfjährige Dressurpferde<br />
14 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
hier werden zwei Qualifikationen geritten,<br />
einmal ein S*-Springen nach Zeit sowie<br />
ein Zwei-Phasen-Springen. Die 35 Punktbesten<br />
kommen dann in das Finale, ein<br />
Springen der Klasse S** mit Stechen.<br />
Diskutiert wurde auch über den Start von<br />
vierjährigen Springpferden. „Das haben wir<br />
für dieses Jahr erst einmal ad acta gelegt“,<br />
so der Turnierleiter, „zwei neue Projekte<br />
werden, denke ich, mal zu viel. Wir wollen<br />
ja auch kein Zeitproblem bekommen.“<br />
Eine ganze Reihe talentierter Nachwuchspferde<br />
haben die ersten Qualifikationen<br />
schon absolviert, und somit ist die erste<br />
Hürde in Richtung Bundeschampionats-Ti-<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Bailarino (OLD) Breitling W/De Niro Deckstation Böckmann GmbH, Lastrup 8,1 Lübeck Teixeira do Vale, Antonio Böckmann Pferde<br />
Belarus (WEF) Beltoni/Riccione Arno Schielke, Beckum 8,3 Bremen Rüscher, Claudia Ramsbrock, Heinrich<br />
Black Ruby 2 (OLD) Belissimo M/Donnerhall Heinrich Höffer, Cloppenburg 8,0 Redefin Wandres, Frederic Gestüt Bon homme GmbH & Co. KG<br />
Chere Amie 2 (OLD) San Amour/Fürst Heinrich Dr. med. vet. Gisa Löwe, Berlin 8,1 Redefin Langehanenberg, Helen Löwe, Dr. med. vet. Gisa<br />
Deep Purple (HAN) Don Frederico/Weltruhm Gerhard Hecker, Oebisfelde 8,5 Anakenenhof Maruhn, Esther Troike, Jasmin<br />
Den Haag 12 (WEF) Diamon Hit/Florestan I Dieter Kellermann, Nottuln 8,4 Neuss-Grefrath Buchwald, Beatrice Hödl, Dr. Manfred<br />
De Nino (HAN) Don Schufro/Sandro Hit Heinz Tiedje jun., Obernholz 8,3 Redefin Bache, Isabel Rathjens, Hans-Werner<br />
Dezent 17 (HAN) Duino/Werlindo Willi Schulz-Hausbrandt, Wittingen 8,2 Anakenenhof Frieling, Sandra Schulz-Hausbrandt, Willi<br />
Diabolo Nymphenburg (HAN) Don Crusador/Weltmeyer Fritz Kleine, Marklohe 8,0 München Fircks, Johanna von Fircks, Helmut Freiherr von<br />
Don Hitmeyer (HAN) Diamond Hit/Lauries Crusador xx Erika Meyer, Freiburg 8,0 Bremen Stegemann, Lena Pape, Ingo<br />
Dornkaat 30 (HAN) Dancier/Pik L Heiko Peper, Heeslingen 8,0 Wedel Garrn, Katalin Brunckhorst, Hans-Hermann<br />
DSP Quarter To Heaven (DS) Quaterback/Landesfürst Lutz Göttert, Kolkwitz 8,0 München Mücke, Philipp Mücke, Philipp<br />
Heaven’s Delight 2 (HAN) Hampton/Londonderry Markus Kuboth, Hambergen 8,4 Wedel Haaren, Catharina Haaren, Catharina<br />
Helenenhof’s Kaisertanz (HAN) Kaiserkult/Weltmeyer Hermann Meyer, Freiburg 8,3 Anakenenhof Kracht, Anna-Lena ZG Schwiebert GbR, Jessica u. Rainer<br />
Herbstkönig 2 (TRAK) Interconti/Timber Gisela Gunia, Uslar 8,0 Anakenenhof Wahler, Theresa BG Wahler u. HuL Marbach<br />
Higgins B (HAN) Hochadel/Walt Disney I Dieter Bührig, Schiffdorf 8,1 Wedel Bührig, Marco Bührig, Dieter<br />
Frida Gold 5 (OLD) Fidertanz/De Niro Hans-Jürgen Heitmann, Dinklage 8,7 Lienen Möller, Eva Hof Kasselmann KG<br />
Fritz 627 (HAN) Farewell II/Londonderry Annegret Winkelmann, Uplengen 8,2 Wedel Fiebelkorn, Anna-Sophie Landgestüt Redefin<br />
Loveliness 2 (HAN) Lord Loxley I/Latimer Herbert Kruse, Hamburg 8,4 Redefin Frieling, Sandra Kruse, Herbert<br />
Quasar de Charry (HAN) Quaterback/Wolkentanz I Erika Lütjen, Grasberg 8,0 Anakenenhof Pape, Ingo Hereth, Hannjörg Dr.<br />
Quatertime (OLD) Quaterback/Donatelli I Nicole Wanning, Schüttorf 8,3 München Widmann, Rudolf Dressurstall Irina Reissinger<br />
Rock for Diamonds (WEF) Rock Forever/Dimension Marike Kesper-Vekens, Menden 8,0 Anakenenhof Teutje, Antje Vagionakis, Georgios<br />
San Coco di Amore (OLD) San Amour/Cheenook Klaus Schrader, Burgdorf 8,0 Bremen Schrader, Klaus Dietrich, Irina<br />
Scara Boa (HAN) Scolari/Wolkenstein II Rixta Stolter, Odisheim 8,3 Anakenenhof Stegemann, Lena Pape, Ingo<br />
Scuderia (OLD) Sir Donnerhall I/Escudo II Aktive Equestrian, Great Missenden, Bucks 8,4 Anakenenhof Stegemann, Lena Pape, Ingo<br />
Sereno 10 (HAN) Stedinger/Waterford Arno Mehrens, Elsfleth 8,5 Wedel Aromaa, Laura Kokko, Päivi<br />
Sir Heinrich OLD (OLD) Sir Donnerhall II/Fürst Heinrich Paul Wendeln, Garrel 8,2 Lienen Wilimzig, Anja Nordrhein-westf. Landgestüt<br />
Solitär 44 (OLD) San Amour/Davignon I Hans-Dieter Wilken, Varel 8,2 Lübeck Koschel, Christoph Koschel, Philipp<br />
Swing King OLD (OLD) Sandro Hit/Don Gregory Astrid Brabant-Stahl, Ahrensburg 8,0 Lienen Kraglund, Katrine Wittkötter-Waering, Silke<br />
Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />
Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.<br />
Im LVM-Servicebüro in Ihrer Nähe erhalten Sie beides.<br />
Die Adressen finden Sie im Internet: www.lvm.de<br />
LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster<br />
Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr<br />
kostenfrei: 0800 5 86 37 33<br />
tel genommen. Hier die erste Liste, in den<br />
nächsten Ausgaben werden wir diese komplettieren.<br />
Übrigens: Das <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> ist wie<br />
immer up to date – nach jedem Wochenende<br />
an dem Qualifikationen für das Bundeschampionat<br />
stattfinden, gibt es die aktuellen<br />
Listen auf www.zuechterforum.de
Bundeschampionate<br />
Konkurriert im Feld der fünfjährigen Dressurpferde: Sir Heinrich Mit Rekordnote qualifiziert: Bundeschampionesse Damon’s Delorange<br />
Sechsjährige Dressurpferde<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Bobcat (HAN) Breitling W/Silvano Hans-Heinrich Oltmann, Borstel 8,6 Anakenenhof Bache, Isabel Finken GmbH<br />
Catoo (HOL) Con Air/Caletto I Adelbert Sporn, Jardelundfeld 8,1 Wedel Suchalla, Markus Verb. d. Z. d. Holst. Pferdes<br />
Damon’s Delorange (WEF) Damon Hill/Rubin-Royal Christian Becks, Senden 9,3 Lienen Langehanenberg, Helen Becks, Christian<br />
Dante Delux MJ (HAN) Danone I/Rouletto Christin Boekhoff, Friedeburg 8,2 Mettmann Bouten, Matthias Jerich, Marianne<br />
Dante Weltino (OLD) Danone I/Welt Hit Olaf Bahls, Voigtsdorf 8,6 Bremen Nilshagen, Therese Dressurpf. Leistungszentr. Lodbergen<br />
Däumeling (BAWÜ) Dacaprio/Glückspilz Roland Hald, Jagstzell 8,0 Bremen Plaster, Nadine Pferd 24 GmbH<br />
Diamigo (OLD) Dimaggio 2/Freudenprinz Gabriele Mertens-Gahlen, Waltrop 8,5 Haftenkamp Langehanenberg, Helen Mertens-Gahlen, Gabriele<br />
Diamo Gold OLD (OLD) Dimaggio/Ex Libris Silvia Gering, Ostercappeln 8,4 Bremen Reiser, Yvonne Ahlers, Heinz<br />
Diamond Song OLD (OLD) Diamond Hit/Sandro Song Christiane Olbrich, Bramsche 8,1 Haftenkamp Burger, Katrin Lang, Christin Vivien<br />
Discovery OLD (OLD) Dimaggio/Classiker Josef Böckmann, Garthe 8,8 Mettmann Schiergen, Heiner Bellen, Heinz<br />
Djamba Djokiba (WEF) Damon Hill/Wessex Jörg Fischer, Senden 8,0 Lienen Klimke, Michael Klimke, Michael<br />
Domenikus 2 (HAN) Don Marco/Rosentau Werner Rückgauer, Krautheim 8,4 Anakenenhof Finken, Holga Hinze, Dr. Werner<br />
Doubleyou W (HAN) Don Romantic/Rohdiamant Wilhelm Schwierking, Barver 8,3 Mettmann Stilger, Laura Walterscheidt, Lena Charlotte<br />
Farewell Fritz 2 (HAN) Fidertanz/De Niro ZG Hergen u. Roland Schweers, Butjadingen 8,0 Bremen Egbers, Janet Schmidt, Günther<br />
Farewell Fritz 2 (HAN) Fidertanz/De Niro ZG Hergen u. Roland Schweers, Butjadingen 8,0 Haftenkamp Egbers, Janet Schmidt, Günther<br />
Filaro (OLD) Fidertanz 2/Landsieger Alfred Heuft, Bockhorn 8,3 Haftenkamp Langehanenberg, Helen Eisner, Margit<br />
Fullsister (OLD) Diamond Hit/Santander H ZG Hans u. Britta Scherbing Gbr 8,0 Wedel Plaster, Nadine Pferd 24 GmbH<br />
Haya 17 (WEF) Hotline/D’accord Claudia Sieg, Tecklenburg 8,5 Lienen Gießelmann, Jan-Dirk Gießelmann, Jan-Dirk<br />
High Lane (HAN) Hotline/Brentano II Harald Ahuis, Nordhorn 8,1 Bremen Carrascosa Martinez, Borja Hof Kasselmann KG<br />
Kiss Me 24 (HAN) Kaiserkult/Sandro Hit ZG Frank u. Nicole Pistner, Bad Homburg 8,0 München Schneider, Dorothee ZG Pistner, Frank u. Nicole<br />
Lord Carnaby (RHL) Lord Loxley I/Rocket Star Peter Schweimanns, Nettetal 8,0 Neuss-Grefrath Buchwald, Beatrice Hödl, Dr. Manfred/Z.: Hinnemann, Johann<br />
Lord Poinsettie KHR (HAN) London Swing/Werther Karl-Heinz Rollwage, Bockenem 8,3 Wedel Schrader, Klaus Rollwage, Karl-Heinz<br />
Loro Piano (HAN) Lord Loxley I/Rohdiamant 8,0 Haftenkamp Borja Carrascosa, Martinez<br />
Ronika W (HAN) Roadster 4/Castro 12 Werner Westendorf, Haren 8,1 Lienen Meyer, Svenja Irina Meyer, Dr. Irina<br />
Rovereto 4 (HAN) Rousseau/Wolkenstein II Dr. Malte Klar, Arese/Italien 8,2 Wedel Maruhn, Esther Troike, Jasmin<br />
Sa Coeur (OLD) Sir Donnerhall/Don Davidoff Gestüt Lewitz, Steinfeld 8,4 Lienen Möller, Eva Hof Kasselmann KG<br />
Sandiego 10 (MEV) Sancisco/Davignon I Silvia Dronia, Boizenburg 8,3 München Koppelmann, Carola Koppelmann, Carola<br />
Sansoucie (OLD) Sir Donnerhall I/Sidney Ludger Meyer-Roettger, Mühlen 8,1 Haftenkamp Möller, Eva BG Frantzeskaki u. Sklavounos<br />
Santiago 221 (HAN) Stedinger 2/Dacaprio Klaus Hermann Ehlen, Bremervörde 8,8 Wedel Flamm, Christian Stolzke, Alexander<br />
Santo 102 (OLD) Sorento OLD/ Sylke Tietjen, Wangerland 8,0 Wedel Thomas, Raphael Thomas, Raphael<br />
Sean Connery 5 (HAN) Sir Donnerhall I/Rotspon ZG Torben u. Hermann Schulze, Steinhorst 8,4 Bremen Nilshagen, Therese Dressurpf. Leistungszentr. Lodbergen<br />
Silver Black (OLD) Sandro Hit/Donnerhall Georg Sieverding, Emstek 8,2 Haftenkamp Wulferding, Kira Pena Varona, Gregorio/Linsenhoff A. K.<br />
Sir Diamond 2 (OLD) Sir Donnerhall II/Rohdiamant Gerrit Jan Hans, Laar 8,1 Mettmann Camp, Lydia Wagner, Klaus<br />
Stand by me 11 (OLD) Stedinger/De Niro Helmut Kleen, Bad Zwischenahn 8,7 Anakenenhof Bache, Isabel Dressur- u. Ausbild. Stall Finken GmbH<br />
Una Bailarina (OLD) Stedinger 2/Donnerhall 11 Michael Mehrtens, Jever 8,0 Lienen Taylor, David Mehrtens, Michael<br />
Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />
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Fotos: LL-Foto<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 15
Bundeschampionate<br />
Gehen bei den fünfjährigen Ponys an den Start: Diamond Heart … … und Toledo, hier in der Qualifikation in Frankenthal<br />
Fünfjährige Dressurponys<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Arts-Doleiro (RHL) Arts-Dancer Boy/Dancing Fox B Hermann Arts, Rheudt 7,7 Neuss-Grefrath Wiessner, Hannah Arts, Hermann<br />
Blue Angel 8 (WEF) A Georgeous/Donnerblitz Ulrike Hemschenherm, Versmold 7,5 Olfen Benthin, Philip Kienbaum, Anette<br />
Bödefeld WE (WES) Hilkens Black Delight/Don Joshi AT ZG Bruno u. Brigitte Fiedler, Nordhorn 7,8 Haftenkamp Brenner, Marlena Bodenkamp, Dr. Katja<br />
Carlos WE (WES) Constantin/Donnerhall Heinrich Schmees, Niederlangen 7,6 Mettmann Holzknecht, Paulina Hof am Eifgen<br />
Cyranno WE (WES) Cyriac WE/Chamberlain Heinrich Moedden, Bösel 8,3 Olfen Theile, Anna-Lisa Ellers, Emma<br />
Cyranno WE (WES) Cyriac WE/Chamberlain Heinrich Moedden, Bösel 8,3 Haftenkamp Theile, Anna-Lisa Ellers, August<br />
Dakota 323 (RHL) FS Don’tWorry/nicht bekannt A. H. Peeters, EL Leunen 8,0 Olfen Wiessner, Hannah Wiessner, Hannah<br />
Deine Maid P. (RHL) FS Dior de Luxe/Derbino Alexa Prange, Straelen-Kastanienburg 7,5 Olfen Stiphout, Maren van Prange, Alexa<br />
Deine Maid P. (RHL) FS Dior de Luxe/Derbino Alexa Prange, Straelen-Kastanienburg 7,5 Mettmann Stiphout, Maren van Prange, Alexa<br />
Deine Maid P. (RHL) FS Dior de Luxe/Derbino Alexa Prange, Straelen-Kastanienburg 7,6 Neuss-Grefrath Stiphout, Maren van Prange, Alexa<br />
Der kleine König 3 (RHL) Dornik’s Donovan/FS Don’t Worry Uta Craemer, Kranenburg 8,0 Olfen Barbian, Julia Barbian, Julia<br />
Der kleine König 3 (RHL) Dornik’s Donovan/FS Don’t Worry Uta Craemer, Kranenburg 8,2 Neuss-Grefrath Barbian, Julia Barbian, Julia<br />
Diamond Heart 2 (HES) FS Don’t Worry/Desert A.T. Pia Niehage, Rimbach 8,2 Frankenthal Lang, Marie Luisa Niehage, Pia<br />
Die kleine Fee (WEF) FS Don’t Worry/FS Champion de Luxe Hubert Fockenberg, Bottrop 7,5 Frankenthal Lang, Marie Luisa Krause, Christina<br />
Downtown 14 (WEF) FS Don’t Worry/Domingo Doris Ravert-Weiling, Heek 8,0 Mettmann Lendl, Lioba Stemmann, Theodor<br />
Edelmann’s Deleila de Luxe (HES) FS Dior de Luxe/Tropenwind Gudrun Edelmann, Groß Parin 7,5 Eggerstedt Deilmann-Walsh, Eva Edelmann, Gudrun<br />
FS Charly Brown (RHL) FS Champion de Luxe/FS Don’t Worry Karl Josef Saat, Goch 7,6 Olfen Wiemers, Anouk Lichtenberg, Rick<br />
Gambys Greta WE (WES) FS Don’t Worry/Brillant Dr. Paul Pottebaum, Belm-Icker 8,1 Haftenkamp Theile, Anna-Lisa Pottebaum, Dr. Paul<br />
Kasiano F (WES) Keerlke/Bavarottie Ludger Fühner, Cappeln 8,0 Eggerstedt Gröger, Lilly Marie Mayer, Britta<br />
Nacro’s Dancer (ZfdP) Nacromancer in the Dark/Scampolo Birgit Geffken, Langwedel 8,1 Eggerstedt Dupree, Sophie Geffken, Birgit<br />
Night-Fly (WEF) Night-Power/Mentos Wilhelm Sibbe, Westerkappeln 7,6 Olfen Hülsemann, Hanna Schulte-Geldermann, Gerd<br />
Racketti (HOL) Rocketti/Fort Curran Christina Krause, Hamburg 7,8 Eggerstedt Lotz, Nazila Natasha Krause, Christina<br />
Steendieks Champ of Glory (HOL) FS Chambertin/The Bras my Mobility Peter Böge, Schönhorst 8,4 Eggerstedt Holtmann, Antonia Böge, Peter<br />
Toledo 40 (ZfdP) Top Anthony II/Sandro Song Sascha Hahn, Bramsche 7,6 Frankenthal Zimmer, Alisha Hahn, Sascha<br />
Top Queen H (ZfdP) Top Anthony II/Dark Rubin Sascha Hahn, Bramsche 7,7 Olfen Hawerkamp, Laurien Haßmann, Reinhard<br />
White Love B (RHL) White Gold B/Dornik B Gestüt Bönniger/Ludwig Stassen, Tönisvorst 7,9 Mettmann Erbe, Helen Familie Erbe<br />
Sechsjährige Dressurponys<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Caspari HE WE (WES) Charivari/Wolkenstein II Sylla Holtkamp-Endemann, Freiburg 7,5 Bremen Horstmann, Johanna Schölermann, Frank<br />
Daddy’s Daydream (RHL) FS Don’t Worry/Dancing Fox B Peter Engel, Hünxe 8,2 Olfen König, Celine Brosswitz, Nadine<br />
Der Clou B (RHL) Golden Dancer/Dornik B Gestüt Bönniger/Ludwig Stassen, Tönisvorst 7,9 Bremen Grunwald, Nane Grunwald, Dieter<br />
Belissimo HS (HAN) Benetton S/Navajo ZG Seefeld u. Müller, Neustadt 7,7 Olfen Danwitz, Johanne Pauline von Bongartz, Janna Carina<br />
Da Vinci HS (HAN) Double-Inn/Gregory Horst Speckmann, Wagenfeld 7,7 Eggerstedt Petermeier, Vivien Lou Tünemann-Rohlfing, Katharina<br />
Kick Down 3 (HAN) Kennedy/Display Joachim Heinrich Völksen, Hannover 8,1 Bremen Reyer, Lea Sophie Reyer, Dr. Klaus<br />
Nobel Nagano (WEF) Nagano/Nobel Anton Schulze Schencking, Laer 7,9 Olfen Mende, Maike ZG Haerkötter, Ludger u. Reinhard<br />
Ringo Pride (HOL) Rocketti/Seiron Heide Knebusch, Kellinghusen 7,5 Bremen Müller, Janne Müller, Mirja<br />
Syriana WE (WES) Hilkens Black Delight/Brillant Manuela Hupens, Westerstede 7,5 Haftenkamp Wempe, Helen Wempe, Helen<br />
Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />
Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.<br />
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16 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster<br />
Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr<br />
kostenfrei: 0800 5 86 37 33<br />
Fotos: Reumann
Sechsjährige Dressurponys (Fortsetzung)<br />
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LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster<br />
Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr<br />
kostenfrei: 0800 5 86 37 33<br />
Bundeschampionate<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Tyra M (HAN) Dumbledor AT/Principal Boy ZG Ina u. Katrin Meyer GbR, Wahrenholz 7,6 Eggerstedt Romberg, Chiara Schönfeld, Sandra<br />
Fünfjährige Springpferde<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Amani 35 (WEF) Amantus/Cervantes ZG Jakobi-Risch, Wahlsburg 8,2 Richelsdorf Hirschheydt, Niels von Risch, Olaf<br />
Calamanzo (HOL) Colman/Caretino Gerd Carstensen, Hörup 8,0 Bochum-Nord Engbers, Stefan Gajewski-Hombach, Sabine<br />
Calanda 42 (HAN) Calido I/Chasseur I Heinz Lorenz, Holtorfsbostel 8,3 Scharnebeck Brunckhorst, Willi Nowak, Ina<br />
Calino 55 (HOL) Calico/Corofino I ZG Bodo u. Benedikt Schwinn, Beckingen 8,5 Coesfeld Dowe, Hendrik ZG Schwinn, Bodo u. Benedikt<br />
Call me Later (RHL) Cassini Boy Junior/For Keeps Arnold Wamers, Niederkrüchten 8,2 Zeiskam Schröder, Simon Wamers, Dagmar<br />
Callum (HOL) Casall/Alcatraz Hermann Thiessen, Wrixum/Föhr 8,3 Sielow Heyer, Joachim Block, Gabriele<br />
Campfire (HAN) Contendro I/Drosselklang II Josef Auge, Güstrow 8,4 Scharnebeck Möller, Jörg Möller, Anneliese<br />
Canaris KT (DS) Chap/Landrebell Media Horses GbR Kurt Treger, Lindenberg 8,1 Scharnebeck Möller, Jörg Media Horses GbR<br />
Captain Cassone (RHL) Cassone/Pierot I Arnd Nickel, Gummersbach 8,1 Coesfeld Mang, Thomas Nickel, Arnd<br />
Captain Jack 44 (WEF) Captain Fire/Ferragamo Antonius Richter, Hopsten 9,0 Hellefeld Goldfuß, Jens Nordrhein-westf. Landgestüt<br />
Careful 72 (OLD) Class de Luxe/Graf Grannus Franz Temmen, Lichtenau 8,0 Coesfeld Könemann, Gerd Schulze Wierling, Martin<br />
Carentana (HOL) Carentan/Limbus Marion Belz, Haseldorf 8,0 Coesfeld Dulle, Karen Dulle, Karen<br />
Carredo (MECKL) Carrico/Loredo AGL Agrar GmbH Lassahn 8,1 Scharnebeck Johansson, Ebba Gebr. Möller GbR<br />
Carthao Fargo Zwei (BAW) Cento/Acord II ZG Klaus u. Edwin Schuster, Ellwangen 8,0 Großostheim Brahner, Melanie Karcher, Horst<br />
Casaltina (HOL) Casall/Corrado I Rolf-Dieter Eberspächer, Esslingen 8,0 Bochum-Nord Böcker, Tobias Zuchtstall Bröcking<br />
Cassanova 30 (BAY) Cassaro/Laphroaig Georg Klöck, Amberg 8,1 Moos Brenner, Andreas Landw. Pferdebetrieb B. Tahedl<br />
Casquetta (HOL) Canturo/Capitol I Reimer Hedt, Hohenaspe 8,3 Bochum-Nord Böcker, Tobias Hedt, Reimer<br />
Casimir 143 (WEF) Chacco-Blue/Landcapitol Bernd Gerlach, Ense 8,1 Hellefeld Schäfers, Dominik Gerlach, Bernd<br />
Cent 15 (HAN) Carenzo/Silvio I Dr. Rudolf Drünert, Ahrensbök 9,0 Scharnebeck Löhden, Josch Löhden, Jens<br />
Centurion 13 (HOL) Cormint I/Acobat II Hermann Otto Voß, Beringstedt 8,8 Richelsdorf Konle, Thomas Verband d. Z. d. Holst. Pferdes<br />
Champino 4 (OS) Champs Ass/Levisto Marcel Buchheim, Dedelstorf 8,0 Allersehl Buchheim, Marcel Buchheim, Marcel<br />
Channing L (WEF) Cornet Obolensky/Dinard L Kai Ligges, Ascheberg 8,2 Coesfeld Baberg, Johannes Beckmann, Mathieu<br />
Chanteur de Noir (BAW) Couleur Noire/Alexis Z Johann Anwander, Landensberg 8,2 Oberbachem Langen, Edgar Schumacher, Sabine<br />
Chevas 5 (HAN) Cassini II/Argentinus Dr. Michael Tlatlik, Northeim 8,1 Forst Kern, Alexander Koppensteiner, Wolfgang<br />
Cheveyo 2 (HOL) Canturo/Cassini II Georg Geiger, Lauterstein 8,1 Allersehl Meyer, Hilmar Jansen, Liesl u. Quinten<br />
Chi-Chi 5 (HOL) Clarimo/Claudio Dieter Wenning, Hanau 8,5 Großostheim Deußer, Sabrina Wenning, Dieter<br />
Coco-Bongo (RHL) Cassini Boy Junior/Kigali Sjaak Bindels, AA Siebengewald 8,0 Sevelen Eckermann, Otmar Bindels, Sjaak<br />
Cocosnuss (WEF) Cristallo/Quidam de Revel Dr. Axel Schürner, Nideggen 8,3 Hellefeld Könemann, Gerd Heilmann, Cathrin<br />
Cobolt 8 (DS) Cellestial/Quebec Landwirtschaftsbetrieb Mirco Beldne, Kränzlin 8,4 Pasewalk Svensson, Denise Schmidt/Schmidt Gbr<br />
Colbico 2 (WEF) Colbert GTI/Lancer III Gabriele Figge, Marl 8,0 Bochum-Nord Beckmann, Michael Figge, Gabriele<br />
Complete your Life (WEF) Calido I/Polydor Angelika Cording, Wagenfeld 8,2 Bochum-Nord Winkelhaus, Philipp Schulze-Buxloh, Gretel<br />
Confino Fight W (BAW) Corofino II/Calypso I Herbert Walter, Lippach 8,4 Forst Walter, Mario Walter, Mario<br />
Conrato (HOL) Caretino/Quinar Margit Petersen, Sollwitt 8,0 Richelsdorf Konle, Thomas Verb. d. Z. d. Holst. Pferdes<br />
Consider 5 (OS) Converter/Landor S Volkhard Hust, Vierow 8,2 Pasewalk Lekander, Kati Panienka, Heike<br />
Contessa 188 (HOL) Cassini II/Colman Anneliese Siebert, Hamdorf 8,0 Bochum-Nord Kläsener, Christoph Idelmann, Marc<br />
Converse 3 (WEF) Colbert GTI/Rodney Theo Lohmann, Sendenhorst 8,0 Coesfeld Stolmeijer, Rudi Stolmeijer Sportpferde<br />
Copin MB (RHL) Copin van de Broy/Aldato 1 Marc Boes, Korschenbroich 8,2 Oberbachem Boes, Marc Boes, Marc<br />
Corianan 40 (OLD) Coriano/Wiener Star Pavel Ondracek, Detenice 8,4 Richelsdorf Bolse, Sebastian Bolse, Sebastian<br />
Corlana S (WEF) Corland (DK: Corlando)/Clearway Julius-Peter Sinnack, Bocholt 8,0 Coesfeld Dowe, Hendrik Sinnack, Julius-Peter<br />
Cornet 41 (OS) Cellestial/Figaro Heiko Schmidt, Neu Benthen 8,1 Pasewalk Svensson, Denise Schmidt, Heiko<br />
Cortino 47 (HOL) Corrado I/Cambridge Uwe Bruhn, Hochdonn 8,3 Pasewalk Borchert, Max-Hilmar Borchert, Max-Hilmar<br />
Cosby 11 (OS) Contendro I/Landadel Marc Ostendorf, Cloppenburg 8,4 Sielow Heyer, Joachim J Heyer Pferdeausb. Betr. GmbH<br />
Crass Clausi Peba (OS) Cellestial/Werther Hartmut Pesch, Bastorf 8,1 Pasewalk Rückert, Rene Pesch, Hartmut<br />
Cristall Juwel (RHL) Cristallo/Arpeggio Petra Schnäbler, Viersen 8,1 Coesfeld Winkelhaus, Philipp Schulze-Buxloh, Gretel<br />
Culina 3 (RHL) Cristallo/Larome Günter Cottaeus, Erftstadt 8,4 Oberbachem Schneider, Felix Valder, Heinz-Josef<br />
Cupertino (HOL) Contender/Leonce Hans Peter Rathjen, Ahrensburg 8,1 Sielow Lehrfeld, Volker Lehrfeld, Susanne<br />
Curasco (WEF) Cornado I/Watzmann ZG Werner u. Doris Kegel, Lienen 8,8 Hellefeld Holz, Thomas ZG Kegel, Werner u. Doris<br />
Curt 18 (WEF) Cassius Clay/Quidam’s Rubin Holger Bintig, Drensteinfurt 8,0 Hellefeld Buddenberg, Dennis Hengststation Herrenstein<br />
Dollar Cash (HAN) Dollar du Murier/Cashman Dieter Smitz, Bad Nenndorf 8,0 Richelsdorf Smitz, Dieter Riechmann, Thomas<br />
Dornadello (DS) Dornado/Fighting Alpha Lutz Gündel, Stangengrün 8,0 Horka Heckel, Hardy Heckel, Henry<br />
Eddy E (HAN) Escudo I/Stakkato Bernfried Erdmann, Wallenhorst 8,0 Allersehl Weichert, Jan Phillipp Erdmann, Bernfried<br />
Glenn Corrado (DS) Glenn Alme/Corrado II ZG Volker u. Heike Schadock, Heideblick 8,0 Sielow Schadock, Volkmar Schadock, Volkmar<br />
Grasciano TN (WEF) Grasco/Lenardo Tobias Neck, Vreden 8,0 Coesfeld Engbers, Stefan Neck, Tobias<br />
Lacorado 5 (HOL) Lancer II/Caretino Johann Kühl, Bunsoh 8,0 Oberbachem Schneider, Felix Lux-Horses S. A.<br />
Lennox 327 (HOL) Lancer II/Barnaul xx Michael Eitel, Freihung 8,1 Weingarten Goggi, Sven Schnell, Leander<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 17
Bundeschampionate<br />
Hat schon die nötige Zusatzplatzierung: Lordano’s Little Lady<br />
Fünfjährige Springpferde (Fortsetzung)<br />
Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />
Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.<br />
Im LVM-Servicebüro in Ihrer Nähe erhalten Sie beides.<br />
Die Adressen finden Sie im Internet: www.lvm.de<br />
18 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Geht bei den fünfjährigen Springpferden an den Start: Lennox<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Lestat 18 (OLD) Lordanos/Concetto I Werner Behrens, Ganderkesee 8,5 Hellefeld Winkelhaus, Philipp Arnoldt, Jennifer u. Armin<br />
Lichtblick 43 (WEF) Lissacor/Profit Mike Haarmann, Ahaus 8,1 Coesfeld Gierlich, Martin Vortmann, Melanie<br />
Louisiana 144 (WEF) Lissacor/Couleur-Rubin Michael Hölscher, Horstmar 8,0 Coesfeld Karns, Florian Lewin, Patrick<br />
Montendro II (WEF) Montender/Polydor Franz Herking, Gronau 8,0 Bochum-Nord Engbers, Stefan Herking, Franz u. Kathrin<br />
Number One 26 (WEF) Numero Uno/Calato Georg Ahlmann, Marl 8,4 Coesfeld Emmers, Judith Ahlmann, Georg<br />
Nuria 6 (WEF) Numero Uno/Charisma Rudolf Kühlmannn, Rietberg 8,1 Bochum-Nord Gille, Mania Gestüt Schultenhof/Christiane Scharf<br />
Piaco T (RHL) Pay Cash/Ico Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 8,1 Oberbachem Tillmann, Frederic Tillmann, Friedhelm<br />
Pia-Lotta 15 (HAN) Perigueux/Fabriano Matthias Vorreier, Aulosen 8,5 Allersehl Schäfer, Nina Schäfer, Kai u. Nina<br />
Quantador 3 (WEF) Quinta Real/Cornet Obolensky Georg Kaiser, Salzkotten 8,5 Bochum-Nord Dowe, Hendrik Geers, Reinhard<br />
Quantica (HOL) Quintero/Corofino II Matthias Petersen, Glasau 8,1 Coesfeld Öhmann, Thomas Becker, Birgit<br />
Quidamus 3 (WEF) Quidam de Revel/FAN Holland (ex Holland) Michael Nixdorf, Palma Nova Calvia Mallorca 8,0 Coesfeld Kukuk, Christian Equus Invest AG<br />
Racordo (WEF) Rockwell/Acord II Ursula Rosendahl, Odenthal 8,2 Hellefeld Winkelhaus, Philipp Rosendahl, Ursula<br />
Salitos 8 (OLD) Stalypso/Cordalme Z Veronika Käter, Lastrup 8,0 Coesfeld Engbers, Stefan Bergmann, Heinrich<br />
Sandokan 290 (HAN) Stakkato/Landor S Hans-Werner Schubert, Hohenhenningen 8,3 Allersehl Bitter, Eva Niedersächs. Landgestüt<br />
Semper Fi 4 (HAN) Stakkato/Grannus Wilhelm Ovelhey, Isernhagen 8,5 Richelsdorf Böckmann, Gilbert Böckmann Pferde GmbH<br />
Spiderman 6 (WEF) Satisfaction I/FAN Holland (ex Holland) Heinz Nillies, Borchen 8,2 Coesfeld Karns, Florian Ausb.- u. Turnierst. Inholte GmbH<br />
Stanley 164 (HAN) Argelith Stakkato/ Dr. Sabine Plaß, Burgdorf 8,3 Coesfeld Wargers, Jana Schulze Elfringhoff, Josef<br />
Stanfour 4 (HOL) Singulord Joter/Colman Wilhelm Hacke, Bad Segeberg 8,8 Scharnebeck Konle, Thomas Verb. d. Z. d. Holst. Pferdes<br />
Stan Lee (HAN) Stakkato/Calypso II Alfred Brönnemann, Burgdorf 8,2 Allersehl Gaus, Moritz Brönnemann, Alfred<br />
Ubiko (WEF) Ustinov/Contender Antonius Schulze-Averdiek, Rosendahl 8,0 Coesfeld Bahne, Sandra ter Schulze-Averdiek, Antonius<br />
Vanessa 255 (WEF) Verdi/Caesario Dr. Monika Hilgers, Emsdetten 8,6 Sielow Heyer, Joachim Heyer, Joachim<br />
Sechsjährige Springpferde mit Zusatzplatzierung<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Cardea 2 (HOL) Caretino/Capitol I Witt Pferdezucht Gbr, Wellinghusen 8,8 Forst Schill, Alexander Schill Gbr, J. u. R.<br />
Carezino (HOL) Caretino 2/Aloube Z Karl-Heinz Ibs, Marne 8,3 Richelsdorf Thoma, Lisa-Mayleen Thoma, Lisa-Mayleen<br />
Carraldo (HOL) Caretino/Painter’s Row Hobe Magens, Ottenbüttel 8,3 Zeiskam Gröpper, Claas Haack, Joachim<br />
Carry 74 (OS) Clinton II/Forrester Jan-Jürgen Winter, Varel 8,5 Forst Kreuzer, Annika Winter, Jan-Jürgen<br />
Chuck 27 (HAN) Cassus/Ramiro’s Son II Heinz Saborowski, Ihlienworth 8,1 Oberbachem Kleinpenning, Natasja Turnierstall Herbert<br />
Codex 22 (WEF) Consolidatoe/Heartbreaker Home Champions Ltd. 8,5 Zeiskam Hauter, Steffen Steffen Hauter Sporthorses<br />
Contutto (HOL) Cartani/Joost ZG Marion u. Norbert Belz 8,7 Forst Schill, Alexander Schill, Joachim<br />
Lordanos Little Lady (HAN) Lordanos/Ginsberg Yvonne Sander, Raddestorf 8,5 Weingarten Thesing, Jan Junker, Stefanie<br />
Luftzauber (OLD) Lord Pezi/Landfriese I Matthias Smitz, Dinklage 8,0 Richelsdorf Böckmann, Gilbert Sanktjohanser, Franz-Rudolf<br />
Paparazzi P (HAN) Perigueux/Quasi Roi Herbert Putfarcken, Hamburg 8,1 Scharnebeck Miesner, Thomas Putfarcken, Herbert<br />
Quintago VA (HOL) Quidam de Revel/Capitol I Manfred Allwörden, Grönwohld 8,0 Lübeck Karlsson, Mathilda Allwörden, Manfred von<br />
Quite’s Prince (BAY) Quite Easy 3/Landprinz Josef Fischer, Bad Griesbach 8,0 Moos Hofbauer, Bernd Hofbauer, Bernd<br />
Success 13 (HOL) Stolzenberg/Acord II Meinhard Nitzow, Müggendorf 8,1 Lübeck Heuer, Daniel Sächs. Gestütsverw. Landgest. Moritzburg<br />
LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster<br />
Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr<br />
kostenfrei: 0800 5 86 37 33<br />
Fotos: Dauer
Fünfjährige Springponys<br />
Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />
Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.<br />
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Bundeschampionate<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Bon Voyage 28 (WES) Störtebekers Big Cracker/Ex Libris Karl-Friedrich Mählmann, Stemwede 8,0 Melle Hinnenkamp, Saskia Fam. Trentmann<br />
Charming Boy 52 (ZfdP) Carlson/Praefect AA ZG Th. u. B. Brinkemöller, Georgsmarienhütte 7,5 Melle Blau, Clara Fam. Blau<br />
Cordina H (WES) The Braes my Mobility/Corrado II Josef Hempen, Friesoythe 7,9 Olfen Weber, Lara Bauersfeld, Daniel<br />
Dawino 5 (WEF) Don Diabolo/Principal Boy Peter Menze, Langenberg 7,5 Olfen Hülsmann, Johannes Grundmeier, Josef<br />
Dazaro (WEF) Don Diabolo/Principal Boy Detlev Hanemann, Rietberg 8,2 Barlo-Bocholt Dettmer, Ann-Katrin Delker, Anton<br />
Del Piero 25 (HOL) Dexter Leam Pondi/The Bras My Mobility Angelika Jahr, Keitum 7,5 Barlo-Bocholt Reimers, Marieke Jahr, Angelika<br />
Der Hamilton S (WEF) Der Harlekin B/Calypso Beate Schmidtke, Mönchengladbach 7,6 Heek-Nienborg Ehrlich, Hannah Ehrlich, Olaf<br />
Ducaine D (WEF) Don Diabolo/Golden Dancer Anton Delker, Verl 7,6 Melle Dettmer, Ann-Katrin Delker, Anton<br />
Duplo 46 (WEF) Der feine Lord AT/Principal Boy Hugo Schmecken, Coesfeld 7,5 Melle Börgel, Josefine Illenseer, Torsten<br />
Flora B 2 (WES) Fort Lauderdale/Neckar ZG Wilhelm u. Helga Brundiers, Löningen 7,7 Melle Willen, Pauline ZG Brundiers, Wilhelm u. Helga<br />
KWD Raudhetta WE (WES) Tizian/Losander Kerstin Ottenweß-Bokel, Cappeln 8,2 Melle Tebbel, Justine Ottenweß-Bokel, Kerstin<br />
Magic Cornflakes (WEF) Miraculix/Nibelungenheld Jana Lasarzik, Schapen 8,5 Melle Böckmann, Leonie-Celine Graefe, Wolfgang<br />
Melli’s Jeanie (HAN) FS Don’t Worry/Aratoss Melanie Schierholz, Sulingen 7,5 Melle Wegener, Carola Schierholz, Melanie<br />
Mystic Cooky (RHL) Mentos Charmeur/FS Pavarotti Norbert Schmidt, Kalenborn 7,7 Olfen Stieborsky, Pia K&K Horseconcept GmbH<br />
Paris 104 (RHL) Pilatus/FS Chiwago Siegfried Kehling, Goch 8,0 Olfen Verheyen, Melina Schulte-Geldermann, Gerd<br />
Pepsi SG (RHL) Pilatus/Mentos Gerd Schulte-Geldermann, Kranenburg 7,6 Olfen Fricke, Pia<br />
Zerafina 3 (WEF) Top Zento/Dressman I Werner Schröder, Ibbenbüren 7,8 Melle Graefe, Fabienne Alber, Astrid<br />
Sechsjährige Springponys<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />
Bjarne 4 (MECKL) Bismarck/Rzewuski ox Hans Joachim Gränert, Pruchten 7,5 Bremen Mielke, Michelle Mielke, Siv<br />
Carpe Diem 61 (HOL) Charming Boy/Llaun Taniwr Anne Skowronski, Ammersbek 7,6 Olfen Wendt, Fabienne Familie Wendt<br />
Cascarda WE (WES) Lux-Dressage Hennes/Balthasar Alfons Lamping, Visbek 7,6 Bremen Dänecas, Marec Dänekas, Marec<br />
Cookie 60 (WES) Do it again/Kennedy Adde Reents, Dunum 7,5 Olfen Böning, Lena Reents, Adde<br />
Crissel T (RHL) Crocodile Rock/Mentos Charmeur Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 7,6 Barlo-Bocholt Tillmann, Celine Tillmann, Friedhelm<br />
Debby 138 (WEF) Dumbledor AT/Leonardo Hermann Berger, Schöppingen 7,5 Olfen Becker, Janine Berger, Ludger<br />
Double You R (HOL) Danone II/Synod Matthew Britta Rabeler, Hittbergen 7,7 Bremen Rückmann, Nadja Rabeler, Britta<br />
Dublina R (HOL) Dexter/Dakar Inke Reimer, Schönhorst 7,8 Melle Tillmann, Hendrik Reimer, Inke<br />
Makuna Matata (WES) Machno Carwyn/Losande Hans Huster-Klatte, Lastrup 8,5 Olfen Ercken, Lena Huster-Klatte, Hans<br />
Mancuso T (RHL) Mentos Charmeur/Vivaldi Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 7,5 Barlo-Bocholt Tillmann, Celine Tillmann, Friedhelm<br />
Manitza T (RHL) Mentos Charmeur/Veto Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 7,5 Barlo-Bocholt Sandner, Patrick Tillmann, Friedhelm<br />
Mastro’s Salivan (SAC-THÜR) Bloklands Hoeve’s Mr./Downland Donner Manuela Roscher, Cörmigk 7,5 Olfen Höcke, Hanna Roscher, Manuela<br />
Mastro’s Salivan (SAC-THÜR) Bloklands Hoeve’s Mr./Downland Donner Manuela Roscher, Cörmigk 7,5 Heek-Nienborg Höcke, Hanna Roscher, Manuela<br />
Melina 73 (HOL) Pantani/TheBraes My Mobility Angelika Jahr, Keitum 7,8 Bremen Reimers, Marieke Jahr, Angelika<br />
Mondeo 34 (WEF) Montreal/Nagano Paul Karlheim, Emsdetten 7,8 Olfen Ligges, Marie Schulze Thier, Johanna<br />
Mr. Rubby Bubbel (BBG) Marsvogel xx/Courage Rudolf u. Angela Schmidt, Berne 8,8 Olfen Schepergerdes, Kia Scherpergerdes, Kia<br />
Peter Pony (HES) Pieter Oan/Derby Katharina Ochs, Borken 7,5 Melle Wegener, Carola Ochs, Paul<br />
Timberland 15 (ZfDP) Top Mosaik/Sandro Song Sascha Hahn, Bramsche 8,7 Olfen Stolmeijer, Katrin Stolmeijer, Sabine<br />
Top Montreal (WEF) Marsvogel xx/Top King Josef Volle, Lüdinghausen 8,2 Olfen Ercken, Lea Volle, Josef<br />
Valentina K (WEF) Veivel R/Principal Boy Michael Köster, Mettingen 7,5 Melle Börgel, Josefine Köster, Michael<br />
White Peal (WEF) Douglas/Nantano Karl Brocks, Waltrop 8,6 Olfen Bröckmann, Elena Höwer, Daniela<br />
Vier- und fünfjährige Fahrpferde<br />
Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.Ort Fahrer Besitzer<br />
Franko 63 (WEF) Fanconi/Dynast Franz-Josef May, Selm 7,5 Stevertal May, Franz-Josef May, Franz-Josef<br />
Fee 837 (WEF) Florestan I/Diamantino Leonhard Querdel, Ostbevern 7,5 Holdorf Zwiezynski, Michael Sahle, Albert<br />
Vier- und fünfjährige Fahrponys<br />
Pferd/Zuchtgebiet Abstammung Züchter Note Veranst.Ort Fahrer Besitzer<br />
Noble Boy 17 (WEF) Nabucco R/Vulkan Claus Teslau, Rheine 7,25 Stevertal Teslau, Claus Teslau, Claus<br />
Nandu 44 (WEF) Nabucco R/Nadler I Astrid Wehmhöner, Bielefeld 7,17 Stevertal Krüger, Peter Krüger, Peter<br />
Coco 262 Joldis Charmant/Cadillac Gerhard Ikena, Großheide 7,0 Stevertal Reibrich, Peter<br />
Delight 46 (WES) Davenport II/Deister Karl-Heinz Vahrmann, Essen 7,4 Kl.-Marzehns Draeger, Nadine Draeger, Nadine<br />
Milky Way 76 (WES) Choco Cracker/ Anna-Marie Damm, Wangerland 7,16 Kl.-Marzehns Draeger, Nadine Draeger, Nadine<br />
Petit Prince 24 H-S Hot Playboy/Balthasar Jörg Menge 8,5 Bülstringen Fiehring, Ivonne<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 19
Report<br />
Damon Hills bestes Rennen<br />
Lange mussten Deutschlands Dressurfans<br />
auf diesen Augenblick warten:<br />
Bei der Göteborg-Horseshow<br />
war es dann endlich so weit. Zu Ehren<br />
des Siegers des Dressur-Weltcups<br />
wurde Schwarz-Rot-Gold geflaggt:<br />
für Damon Hill NRW und Helen<br />
Langehanenberg. Zuletzt hatten<br />
2007 Warum nicht FRH und Isabell<br />
Werth den Pokal der inoffiziellen<br />
Hallen-Weltmeisterschaft nach<br />
Deutschland geholt – und nun waren,<br />
man muss fast sagen endlich,<br />
Dami und seine Reiterin an der<br />
Reihe: für den ersten großen Einzeltitel<br />
ihrer gemeinsamen Karriere.<br />
Schon 2012 hatte das Paar im niederländischen<br />
’s-Hertogenbosch den Sieg vor Augen,<br />
musste sich aber mit einem Rückstand<br />
von einem Prozentpunkt geschlagen geben.<br />
Und zwar der niederländischen Kombination<br />
Jerich Parzival und Adelinde Cornelissen,<br />
die die Oranje-Tradition bei Weltcup-Finals<br />
eindrucksvoll fortsetzte, denkt<br />
man etwa an die neun Siege von Anky van<br />
Grunsven auf dem Oldenburger Bonfire<br />
20 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Das Welt Cup-Finale in Göteborg aus Zuchtsicht<br />
und dem Hannoveraner Salinero. Für den<br />
fuchsfarbenen Jazz-Sohn wäre es übrigens<br />
der dritte Sieg in Folge gewesen, denn<br />
schon 2011 gab Jerich Parzival in Leipzig<br />
den Ton im Viereck an – vor dem damals<br />
an siebter Stelle platzierten Damon Hill<br />
NRW.<br />
Bedeutender Damon Hill<br />
Weltcup-Sieger: der KWPN-Wallach Simon mit Beezie Madden<br />
Das Siegerergebnis von 88,28<br />
Prozent bedeutet in der Laufbahn<br />
des Damon Hill NRW eine<br />
neue Bestmarke. Dabei ist die<br />
Karriere des Dunkelfuchses, der<br />
bei Heinrich Sauer in Bad Sassendorf<br />
zur Welt kam und der bei<br />
Christian Becks in Senden zu Hause<br />
ist, wahrlich nicht arm an Highlights.<br />
Der Donnerhall-Rubinstein-<br />
Nachkomme gewann 2005 und 2006<br />
jeweils Gold bei der WM der Jungen<br />
Dressurpferde in Verden und stand<br />
2011 im deutschen EM-Silberteam<br />
von Rotterdam (NED). 2012 kam<br />
Silber bei der Olympischen<br />
Teamentscheidung von London<br />
(GBR) hinzu, derweil<br />
Top: Damon Hill und Helen Langehanenberg<br />
sich auch seine Vererbungsleistung sehen<br />
lassen kann: Zu Buche stehen fünf gekörte<br />
Hengste, darunter der Burgpokal-Qualifikant<br />
Damon Jerome NRW und der Prämienhengst<br />
Daley Thompson sowie reichlich<br />
sporterfolgreiche Nachzucht, wie das Bundeschampion-Trio<br />
Damon’s Divene, Damon’s<br />
Delorange und Damon’s Satelite.<br />
Das Kratzen an der magischen 90-Prozent-<br />
Marke, 1986, als die Dänin Anne-Grethe<br />
Jensen und ihr Dänen-Wallach Marzog die<br />
Weltcup-Premiere gewannen, noch undenkbar,<br />
inzwischen besonders bei Championaten<br />
aber längst die Regel, steht für die<br />
kaum noch zu übertreffenden Güte der<br />
heute auf 20 mal 60 Metern gezeigten Leistungen.<br />
Gerade in der Kür bekommt man
Bestes deutsches Pferd im Parcours: Carlos von Contender unter Sergio Alvares Moya<br />
davon einen Eindruck, wenn etwa nach dem starken<br />
Galopp gleich eine doppelte Pirouette geritten<br />
oder aus der Galopp-Pirouette in die Piaff-Pirouette<br />
übergegangen wird – mehr geht nicht!<br />
Solche Kunststücke gelingen nur mit Pferden<br />
höchster Elastizität und Tragkraft – und Rittigkeit.<br />
Man darf einer Helen Langehanenberg mit ihrer<br />
zierlichen Statur durchaus Glauben schenken,<br />
wenn sie sagt, dass es vor allem Damon Hills<br />
Leistungswille sei, der diese Erfolge möglich mache,<br />
denn 600 Kilo könne sie nun mal nicht zwingen.<br />
Neben der Rittigkeit und einem gewissen<br />
Ehrgeiz müssen auch, bei aller Präferenz der<br />
Langbeinigkeit, die Hebel stimmen. Das ist reine<br />
Physik – und unabdingbare Voraussetzung für<br />
höchste Versammlung. Mit der Stellung und Winkelung<br />
der Gelenke ist ein weiteres, wichtiges<br />
Stichwort gefallen: das der Gesundheit. Um überhaupt<br />
an die Spitze zu kommen und dort auch zu<br />
bleiben, muss man fit sein – und das, gemessen<br />
an der Länge des Ausbildungsweges, über einen<br />
Zeitraum von vielen, vielen Jahren. Ohne korrekten<br />
Körperbau kaum denkbar.<br />
Viele Zuchtgebiete<br />
Die 17 im Dressur-Finale des Weltcups startberechtigten<br />
Pferde repräsentierten acht Zuchtgebiete:<br />
KWPN (5), Hannoveraner (4), Westfalen<br />
(2), Dänisches Warmblut (2), Italienisches Warmblut<br />
SI (1), Finnisches Warmblut (1), Schwedisches<br />
Warmblut (1) und Kanadisches Warmblut<br />
(1). Die Vierbeiner werden also, genau wie die<br />
aus zehn Nationen stammenden Reiter, immer in-<br />
Report<br />
Fotos:Lafrentz<br />
ternationaler. Ließ sich 2012 noch eine Dominanz<br />
der deutschen Zucht feststellen, zumindest wenn<br />
man die einzelnen deutschen Rassenvertreter aus<br />
Hannover, Oldenburg, Westfalen etc. zusammenrechnete,<br />
so geht diese Rechnung bei der diesjährigen<br />
Weltcup-Entscheidung nicht mehr so<br />
ohne Weiteres auf. Trösten mag allerdings, dass<br />
die überwiegende Zahl der Titelaspiranten nach<br />
wie vor im Pedigree deutsche Blutlinien nicht<br />
verleugnen kann.<br />
Ein Vererber sticht da, wie schon bei den Olympischen<br />
Spielen 2012 in London, ganz besonders<br />
heraus: Donnerhall. Der Oldenburger Dunkelfuchs,<br />
der nicht nur in der Zucht zu einem bedeutenden<br />
Stempelhengst avancierte, sondern<br />
den Herbert und Karin Rehbein unter dem Patronat<br />
des Grönwohldhofs gleichfalls zu höchsten<br />
Ehren im Dressurviereck führten, ist auch Jahre<br />
nach seinem Tod eine züchterische Bank. Zweimal<br />
tritt er als Vater, zweimal als Großvater, zweimal<br />
als Urgroßvater und einmal als Muttervater in<br />
Göteborg in Erscheinung. Unter günstigeren Umständen<br />
hätte sich diese Zahl noch erhöhen lassen,<br />
schließlich war auch der Olympia-Teamzweite<br />
Desperados (v. De Niro) in die schwedische<br />
Metropole gereist, musste aber von seiner<br />
Reiterin Kristina Sprehe infolge einer leichten<br />
Lahmheit im Verlauf des morgendlichen Trainings<br />
zurückgezogen werden.<br />
Für den gelungenen Einsatz deutscher Genetik<br />
unter ausländischer Zuchtgebietsflagge steht<br />
etwa der in Italien geborene Rohdiamant-Weltmeyer-Nachkomme<br />
Eremo del Castegno, den Va-
Report<br />
lentina Truppa (ITA) auf Platz sechs vorritt<br />
und der damit einen Platz hinter Don Johnson<br />
FRH und Isabell Werth rangierte. Für<br />
den zwölfjährigen Hannoveraner von Don<br />
Frederico, den Ulrike Meyer aus ihrer Warkant-Forrest<br />
xx-Stute Werona gezogen hat,<br />
war Göteborg übrigens der erste Championatsauftritt.<br />
Überväter<br />
Zur Phalanx der Überväter<br />
Donnerhall und Jazz gehört<br />
natürlich noch Ferro, der unter<br />
Coby van Baalen (NED)<br />
international hoch erfolgreich<br />
ging und der mit Glock’s Undercover<br />
einen Upcoming<br />
Star ins Rennen schickte. Unter<br />
Edward Gal (NED) piaffierte<br />
und passagierte sich der<br />
KWPN-Rappwallach in die<br />
Herzen der Richter und Zuschauer<br />
und dürfte in Zukunft<br />
zu weiteren Ruhmestaten ausholen.<br />
Aus den Top Ten der Weltrangliste<br />
der besten Dressurvererber<br />
waren weiterhin Gribaldi,<br />
Michellino und Sandro<br />
Hit mit Weltcup-Finalisten<br />
vertreten. Komplettiert wurde<br />
das Feld von Nachkommen<br />
der Hengste Don Davidoff,<br />
Solos Carex, Jetset-D, Medici, D-Day, Lancet,<br />
Eastern Ruler und Khodar.<br />
KWPN vorne im Parcours<br />
Man kann es drehen und wenden wie man<br />
will, die Königlich niederländische Zucht<br />
hatte im Parcours das Sagen – und zwar<br />
nicht nur, wenn man an den Gesamtsieger<br />
Simon unter der US-Amerikanerin Beezie<br />
Madden denkt und die drittplatzierte Silvana<br />
HDC mit dem Franzosen Kevin Staut<br />
im Sattel. In allen drei Wertungsprüfungen<br />
gab es an den vierbeinigen Vertretern des<br />
KWPN kein Vorbeikommen.<br />
Für den braunen Wallach Simon war es übrigens<br />
nicht der erste erfolgreiche Auftritt<br />
bei einem Weltcup-Finale. Unter seinem<br />
ehemaligen Reiter Jeroen Dubbeldam<br />
(NED) belegte er u.a. 2011 in Leipzig Rang<br />
drei. Auch für seinen Vater Mr. Blue ist der<br />
Weltcup vertrautes Terrain: unter seinem<br />
22 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Reiter Bert Romp (NED) platzierte sich der<br />
Schimmel von Couperus-Imperial 1998 an<br />
zehnter Stelle im Weltcup-Finale, nachdem<br />
er im Jahr zuvor bereits Silber bei der EM<br />
gewonnen hatte. Mit dem gekörten Plot<br />
Blue unter Marcus Ehning stellte er außerdem<br />
schon einmal einen Weltcup-Sieger.<br />
Die ungemein anspruchsvollen Parcours<br />
von Göteborg, die dazu führten, dass es im<br />
ersten Umlauf der finalen Runde nicht ei-<br />
Aus deutscher Zucht: Ermo del Castegno<br />
nen einzigen fehlerfreien Ritt gab und im<br />
zweiten gerade mal zwei Nuller, zeigten<br />
einmal mehr, dass die Anforderungen an<br />
Springpferde enorm komplex sind – und<br />
zwar auch verglichen mit denen an Dressurpferde.<br />
Da reicht Springvermögen allein<br />
nicht aus. Abgefragt werden vor allem die<br />
Rittigkeit zwischen den Sprüngen und,<br />
nicht zu vergessen, die Reaktionsschnelligkeit.<br />
In der Halle mit ihrem doch gegenüber<br />
Außenplätzen sehr begrenzten Platzangebot<br />
haben Ross und Reiter kaum Zeit,<br />
über Distanzprobleme nachzudenken:<br />
Nach dem Sprung ist vor dem Sprung – um<br />
einmal das geflügelte Wort aus dem Fußball<br />
auf den Springsport zu übertragen. Gefragt<br />
ist dabei das von Ludger Beerbaum als<br />
„praktisch“ bezeichnete Springen der<br />
Pferde, zur Not auch einmal aus einer<br />
Rückwärtsbewegung heraus. Und nicht zu<br />
vergessen die Publikumsbelastung, die die<br />
Vierbeiner gerade in der Halle, in der die<br />
Zuschauer sehr dicht am Geschehen dran<br />
sind, aushalten müssen. Wer bei Applaus<br />
und Anfeuerungspfiffen von den Rängen<br />
als Pferd die Nerven verliert, dürfte es im<br />
internationalen Top-Sport, in dem absolute<br />
Konzentration auf die Aufgabe und den<br />
Reiter gefragt ist, schwer haben.<br />
Doch zurück zum sportlichen Geschehen.<br />
39 Qualifikanten gingen in der ersten<br />
Runde an den Start, davon<br />
zehn KWPNler, gefolgt von<br />
Holstein und dem französischen<br />
Selle Français mit jeweils<br />
fünf Finalisten. Vier<br />
Pferde stammten aus der belgischen<br />
Zucht des BWP. Mit jeweils<br />
drei Pferden waren Oldenburg,<br />
Hannover und das<br />
Studbook Zangersheide vertreten,<br />
mit zwei das Schwedische<br />
Warmblut. Einen Vertreter entsandten<br />
das belgische sBs, die<br />
Westfalen, die irische Warmblutzucht<br />
und, erstmals, Silla<br />
Argentino.<br />
So international die Zuchtgebiete,<br />
so einheitlich doch die<br />
Platz zwei: KWPN-Wallach Parzival<br />
Fotos:Lafrentz
Wieder Silber: Selle-Français-Wallach Nino de Buissonets unter Steve Guerdat<br />
Feststellung, dass die meisten Weltcu-Finalisten<br />
auf selbst im Sport hoch erfolgreiche<br />
Väter zurückgingen. Neben dem eingangs<br />
bereits erwähnten Siegervater Mr. Blue, gilt<br />
das noch für den Weltmeister Vigo d’Arsouilles,<br />
dessen Söhne Super Trooper de<br />
Ness unter dem US-Amerikaner McLain<br />
Ward und Ego van Orti mit Edwina Alexander<br />
(AUS) in der Endabrechnung auf Platz<br />
fünf und Rang 13 zu finden waren.<br />
Wieder Nino de Buissonets<br />
Wie schon 2012 ging Platz zwei an Nino de<br />
Buissonnets unter dem Schweizer Olympiasieger<br />
Steve Guerdat. Der Selle-Français-<br />
Wallach stammt ab von Kannan (v. Voltaire-<br />
Nimmerdor), der 2003 und 2004 in der<br />
Samsung Super League zur französischen<br />
Equipe zählte und 2005 die Französische<br />
Meisterschaft gewann.<br />
Und auch die drittplatzierte Corland-Tochter<br />
Silvana *HDC unter dem Franzosen Kevin<br />
Staut kann sich eines sportlichen Vaters<br />
rühmen. Was auch für die an achter Stelle<br />
rangierende Gotha FRH unter Henrik von<br />
Eckermann (SWE) gilt, die den Hannoveraner<br />
Hengst des Jahres Goldfever I zum Vater<br />
hat, einen der erfolgreichsten Jumper<br />
überhaupt.<br />
Bestes deutsches Pferd war der Holsteiner<br />
Carlo von Contender-Cascavelle, der unter<br />
dem Spanier Sergio Alvarez Moya das<br />
Schlussspringen für sich entschied. Auf<br />
Rang sechs schlossen sich die ebenfalls der<br />
Zucht zwischen den Meeren entstammen-<br />
den Quintero La Silla und Casall la Silla an.<br />
Hinter Gotha FRH platzierte sich der Oldenburger<br />
Lifestyle-Sohn Lennox an neunter<br />
Stelle.<br />
Aber nicht nur auf<br />
der Vater-, auch<br />
auf der Muttervaterseite<br />
vieler Finalisten<br />
leuchten<br />
Sportheroen, wie<br />
Darco, Grannus,<br />
Achill-Libero H,<br />
Ramiro, Cantus.<br />
Diese Feststellung<br />
bedeutet im Umkehrschluss,<br />
dass<br />
auch jetzt wieder<br />
eine ganze Reihe<br />
im Deckeinsatz befindlicher<br />
Hengste<br />
in Göteborg am<br />
Start gewesen sein<br />
müssten. Und richtig:<br />
Der Holsteiner<br />
Quintero La Silla,<br />
der Hannoveraner<br />
Embassy II, der<br />
KWPNler H&M<br />
Tornesch und –<br />
nicht zu vergessen<br />
– Ludger Beerbaums<br />
Großer-<br />
Preis-Sieger Chaman<br />
etc., sie alle<br />
beweisen sich in<br />
Report<br />
der härtesten Leistungsprüfung überhaupt,<br />
dem Sport. Was für viele Züchter ein wichtiges<br />
Argument bei ihren Anpaarungsentscheidungen<br />
zu sein scheint, denn die Pedigrees<br />
vieler Weltcup-Finalisten offenbaren<br />
ganz gezielte Anpaarungen. Selbst, dass<br />
diese Hengste häufig nur über Tiefgefriersperma<br />
zur Verfügung stehen, hält Züchter<br />
besonders ausländischer Zuchtgebiete<br />
nicht von deren Einsatz ab. Nun muss aber<br />
ein bei Championaten wie dem Weltcup erfolgreicher<br />
Hengst nicht gleichzeitig auch<br />
ein guter Vererber sein. Es lohnt sich aber<br />
wohl, gerade bei diesen Events einmal genauer<br />
hinzuschauen für die eigene Zucht –<br />
um, bei aller Verkäuflichkeit der Fohlen,<br />
den sportlichen Zweck der eigenen Zuchtprodukte<br />
nicht aus dem Auge zu verlieren<br />
und den gerade in der Zucht so nötigen<br />
Blick über den Tellerrand zu wagen – vom<br />
sportlichen Unterhaltungswert solcher Veranstaltungen<br />
einmal ganz abgesehen.<br />
Dr. Tanja Becker<br />
Alle Informationen auf unserer Internetseite:<br />
EU Hengst- & Besamungsstation<br />
Meldorfer Straße 5 • 25797 Wöhrden<br />
Tel. 04839 - 90 60 Fax 90 632<br />
Mobil 0173 - 946 15 18<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 23<br />
.
Report<br />
Deutsche Pferdezucht in der Krise?<br />
Fragt man Züchter und Fachleute<br />
landauf und landab, so findet man<br />
nur wenige Menschen aus der<br />
Branche, die dieser Überschrift nicht<br />
zustimmen würden. Nach Jahrzehnten<br />
eines kontinuierlichen<br />
Wachstums und einer unvergleichlichen<br />
Erfolgsgeschichte erlebt die<br />
deutsche Pferdezucht seit mehreren<br />
Jahren eine mehr oder weniger<br />
permanente Rezession. Züchter<br />
klagen über volle Ställe, massive<br />
Absatzprobleme und rapide anwachsende<br />
Kosten. Bei den Zuchtverbänden<br />
rutschten Bedeckungszahlen<br />
oder Stutenneueintragungen<br />
rapide in den Keller. Zudem tun<br />
sie sich immer schwerer, Pferde zu<br />
den Preisen zu vermarkten, an die<br />
sich die Aussteller in den vergangenen<br />
Jahren gewöhnt hatten.<br />
So fiel der Durchschnittspreis der Reitpferdeauktionen<br />
der Zuchtverbände<br />
von rund 23.600 Euro im Jahr 2007<br />
auf knapp 20.800 Euro im Jahr 2012. Auch<br />
die Anzahl der über diese Schiene vermarkteten<br />
Pferde sank von knapp 1300 im<br />
24 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Eine Analyse von Thomas Hartwig – Teil 1<br />
Ständige Rezession: Bedeckungen und Stutenbestände sind rückläufig<br />
Jahr 2007 auf gerade einmal 931 im Jahr<br />
2012. Doch warum endet die Überschrift<br />
dann mit einem Fragezeichen? Handelt es<br />
sich vielleicht gar nicht so sehr um eine<br />
Krise der Zucht, sondern eher um eine<br />
Krise der Zuchtorganisationen? Erleben wir<br />
gerade einfach nur einen großen Strukturwandel,<br />
der uns dazu bewegen sollte, sich<br />
veränderten Rahmenbedingungen schleunigst<br />
anzupassen? Und wohin geht die<br />
Reise? Den Versuch, Antworten auf diese<br />
Fragen zu geben, soll der folgende Beitrag<br />
leisten.<br />
Ein kurzer Blick in die Geschichte<br />
Um die Gegenwart zu verstehen und Ideen<br />
und Lösungen für die Zukunft zu finden, ist<br />
es nie verkehrt, sich zunächst einmal mit<br />
der Vergangenheit zu beschäftigen. Für eigentlich<br />
alle Menschen, die sich hierzulande<br />
mit dem Thema Pferdezucht beschäftigen,<br />
sind die letzten 40 Jahre eine einzigartige<br />
und kontinuierliche Erfolgsstory. Mit<br />
teilweise bis zu rund 40.000 registrierten<br />
Fohlen pro Jahr (etwa 1994) hat sich<br />
Deutschland in den vergangenen drei Jahrzehnten<br />
zum weltweit größten Produzenten<br />
von qualitativ hochwertigen Reitpfer-<br />
Fotos:ll-foto<br />
den entwickelt. Auch die Erfolge dieser<br />
Pferde in allen Disziplinen bei Olympischen<br />
Spielen, Welt- oder Europameisterschaften<br />
sind einzigartig. Die alljährlich von<br />
der World Breeding Federation for Sporthorses<br />
(WBFSH) herausgegebenen Ranglisten<br />
zeigen ganz klar: Würden die einzelnen<br />
deutschen Reitpferdezuchten als ein Zuchtgebiet<br />
gewertet, würde Deutschland seit<br />
Jahren in allen Disziplinen mit Abstand<br />
Platz eins belegen. Gewöhnt haben sich bis<br />
vor wenigen Jahren auch alle Beteiligten an<br />
ein konstantes Wachstum. Immer mehr Bedeckungen,<br />
immer mehr Fohlen und immer<br />
mehr registrierte Zuchtstuten wurden<br />
als ganz normale Entwicklung hingenommen,<br />
teils sogar erwartet. Möglicherweise<br />
wurde dieses Denken durch die „Kapitalisierung“<br />
der Gesellschaft in den vergangenen<br />
Jahrzehnten gefördert. Ständiges<br />
Wachstum muss sein, so das Credo aller<br />
Ökonomen. Doch schon jeder Landwirt<br />
weiß: Die Natur sieht ein permanentes<br />
Wachstum nicht vor. Außer bei Krebszellen.<br />
Und auch da setzt der Tod des Wirtskörpers<br />
dem Wachstum irgendwann ein natürliches<br />
Ende. Tatsächlich aber war die Entwicklung<br />
der deutschen Pferdezucht in den letzten
Jahrzehnten keineswegs ein permanenter<br />
Aufschwung. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts<br />
fälschten deutsche Züchter und<br />
Pferdehändler die Abstammungen und Papiere,<br />
weil damals ausländische Pferde<br />
hierzulande ein deutlich besseres Image<br />
hatten und dementsprechend besser zu<br />
verkaufen waren.<br />
Mit der einsetzenden Mechanisierung und<br />
Motorisierung in Landwirtschaft, Verkehr<br />
und Militär ab Ende der 40er-Jahre drohte<br />
das Pferd in Deutschland innerhalb weniger<br />
Jahre zu einem Fall für die sogenannte<br />
„Rote Liste“ der vom Aussterben bedrohten<br />
Tierarten zu werden.<br />
Erst mit der „Entdeckung“ des Pferdes als<br />
Partner für Sport, Freizeit und Hobby ab Anfang<br />
der 70er-Jahre erholte sich die hiesige<br />
Population von rund 250.000 Exemplaren<br />
(Pferde und Ponys zu Beginn der 70er-Jahre<br />
in Westdeutschland) auf rund 1,1 Millionen<br />
heutzutage. Parallel dazu lieferte der erfolgreiche<br />
Umzüchtungsprozess der 50er- und<br />
60er-Jahre immer mehr für alle Arten des<br />
Reitsports hervorragend geeignete Pferde.<br />
Bundesweite Trends<br />
2008 bis 2011<br />
Eingetragene Zuchtstuten<br />
2008: 73.110<br />
2011 64.824<br />
2012: 59.886<br />
–18 % (2008 bis 2012)<br />
Bedeckungen<br />
2008: 52.829<br />
2011 37.985<br />
2012: 34.083<br />
–35,5 % (2008 bis 2012)<br />
Registrierte Fohlen<br />
2008: 34.330<br />
2011 29.532<br />
2012: 27.503<br />
–19,9 % (2008 bis 2012)<br />
Stutbuchaufnahme<br />
2008: 12.344<br />
2011 10.310<br />
2012: 9.821<br />
–20,4 % (2008 bis 2012)<br />
Doch auch in den heute von uns als Boomzeiten<br />
wahrgenommenen 80er- und 90er-<br />
Jahren gab es immer wieder Schwankun-<br />
Report<br />
Rutschen in den Keller: Bedeckungszahlen und somit auch die registrierten Fohlen<br />
Vergleich zu bundesweiten<br />
Trends früherer Jahre<br />
Bedeckungen 1980–1985<br />
52.342<br />
41.568<br />
–20,6 %<br />
Bedeckungen 1985–1990<br />
41.568<br />
50.037<br />
+20,4 %<br />
Bedeckungen 1995–2000<br />
63.048<br />
48.465<br />
–23,1 %<br />
Bedeckungen 2000–2005<br />
48.465<br />
50.385<br />
+4 %<br />
Bedeckungen 2000–2008<br />
48.465<br />
52.829<br />
+9 %<br />
gen. So fiel die Zahl der Bedeckungen im<br />
Reitpferdebereich von 1980 bis 1985 um<br />
20,6 Prozent. Von 1985 bis 1990 stieg die<br />
Zahl wiederum um 20,4 Prozent. Den<br />
nächsten Einbruch brachte der Zeitraum<br />
von 1995 bis 2000 mit einem Rückgang von<br />
23,1 Prozent. Einen kontinuierlichen Anstieg<br />
brachte erst das erste Jahrzehnt des<br />
neuen Jahrtausends mit einem Zuwachs<br />
von neun Prozent (2000–2008).<br />
Diese Schwankungen erinnern sehr an den<br />
von dem Agrarwissenschaftler Arthur Hanau<br />
bereits in den 20er-Jahren des vergangenen<br />
Jahrhunderts definierten Begriff des<br />
Schweinezyklus. Hanau konnte im Rahmen<br />
seiner Dissertation bereits 1927 nachweisen,<br />
dass die Schwankungen zwischen Angebot,<br />
Nachfrage und Preis einander bedingen.<br />
Einfach übersetzt heißt dies: Eine steigende<br />
Nachfrage führt kurzfristig zu einem<br />
Preisanstieg, mittelfristig aber auch zu einem<br />
Überangebot, was sich langfristig auf<br />
die zu erzielenden Preise negativ auswirkt.<br />
Erst wenn ein daraus resultierender Preisverfall<br />
vorliegt, kommt es zu einer Reduzierung<br />
des Angebotes, was wiederum zeitversetzt<br />
zu einem neuen Anstieg der Nachfrage<br />
und damit im nächsten Schritt zu wieder<br />
steigenden Preisen führt. Ein Prinzip,<br />
das heute nicht nur in den Agrar-, sondern<br />
auch den Wirtschaftswissenschaften Allgemeingut<br />
ist. Überträgt man Hanaus Er-<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 25
Report<br />
kenntnisse auf die Pferdezucht, so lassen<br />
sich in den vergangenen Jahrzehnten auch<br />
hier die für sein Modell typischen Auf- und<br />
Abwärtsbewegungen erkennen. Bemerkenswerte<br />
Entwicklung: Während sich die<br />
„Schweinezykluskurven“ in der Pferdezucht<br />
in der Vergangenheit über einen längeren<br />
Zeitraum auf- und wieder abbauten<br />
und auch nicht so stark ausschlugen, sind<br />
sie in den letzten Jahren deutlich rasanter<br />
und extremer gewachsen. Eine Entwicklung,<br />
die auch in vielen anderen spekulativen<br />
Wirtschaftsbereichen zu beobachten<br />
ist. Eine Blase wird von interessierter Seite<br />
gewaltig gepuscht, um dann nach Erreichen<br />
des Höhepunktes innerhalb kürzester<br />
Zeit mit einem lauten Knall zu platzen.<br />
Einen permanenten Aufschwung hat es anscheinend<br />
lediglich bei den Preisen gegeben.<br />
Nimmt man mit der gebotenen Skepsis<br />
die Preisentwicklung bei den Reitpferdeauktionen<br />
der Zuchtverbände als Indikator,<br />
so stellt man erstaunt fest, dass sich die<br />
Durchschnittspreise von 6780 Euro im Jahr<br />
1980 auf 19.390 Euro im Jahr 2000 fast verdreifacht<br />
haben.<br />
Nach einem minimalen Einbruch in den<br />
Jahren 2001 und 2002 kletterten sie 2003<br />
wieder kontinuierlich bis zur Höchstmarke<br />
von 23.600 Euro im Jahr 2007.<br />
Der Umschwung<br />
Eine deutliche Zäsur stellt das Jahr 2008<br />
dar. Mit dem Einsetzen der Weltwirtschafts-<br />
krise lässt sich für die folgenden Jahre für<br />
alle relevanten Kennzahlen rund um die<br />
Zucht ein deutlicher und kontinuierlicher<br />
Rückgang feststellen.<br />
Eingetragene<br />
Zuchtstuten<br />
2008: 73.110<br />
2012: 59.886<br />
–18 %<br />
Registrierte<br />
Fohlen<br />
2008: 34.330<br />
2012: 27.503<br />
–19,9 %<br />
Gehen stark zurück: Durchschnittspreise auf Verbandsauktionen<br />
26 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Bedeckungen<br />
2008: 52.829<br />
2012: 34.083<br />
–35,5 %<br />
Stutbuchaufnahme<br />
2008: 12.344<br />
2012: 9.821<br />
–20,4 %<br />
Nimmt man wiederum die Preisentwicklung<br />
bei den Verbands-Reitpferdeauktionen<br />
als Indikator, so bestätigen sie ebenfalls die<br />
hier gezeigte stetige rückläufige Entwicklung.<br />
Durchschnittspreise<br />
Reitpferdeauktionen<br />
aller Zuchtverbände<br />
2007: 23.600 Euro<br />
2012: 20.800 Euro<br />
–11,9 %<br />
Ursachenforschung<br />
Die 2008 einsetzende Wirtschaftskrise allein<br />
als Ursache für die Rezession in der<br />
deutschen Pferdezucht verantwortlich zu<br />
machen, wäre eine zu kurzsichtige Betrachtungsweise.<br />
Tatsächlich existiert ein ganzes<br />
Konglomerat von Faktoren, das sich seit einigen<br />
Jahren negativ auf die Zucht auswirkt.<br />
Die wichtigsten dürften sein:<br />
Seit Anfang der 90er-Jahre erfolgte eine beständige<br />
Überproduktion, die sich zeitversetzt<br />
bis heute auswirkt (siehe Tabelle Bedeckungen<br />
und registrierte Fohlen). Zusätzlich<br />
hat sich die Relation von Bedeckungen<br />
zu registrierten Fohlen im Folgejahr<br />
in den beiden letzten Jahrzehnten signifikant<br />
erhöht. Lag diese Relation zu Beginn<br />
der 90er-Jahre noch bei rund 65 Prozent,<br />
so kommt die Auswertung des Bedeckungs-<br />
und Fohlenjahrgangs 2011/2012<br />
auf stattliche 72,4 Prozent.<br />
Bedingt durch eine verbesserte Zuchtselektion,<br />
bessere Aufzucht- und Haltungsbedingungen<br />
sowie eine optimierte veterinärmedizinische<br />
Versorgung, einschließlich der<br />
Innovationen im Hufbeschlagwesen, hat<br />
sich die Nutzungsdauer der Pferde entgegen<br />
mancher Vorurteile klar erhöht. Hinzu<br />
kommt das immer stärker zutage tretende<br />
Phänomen der Rentnerpferde. Deutlich hat<br />
in den vergangenen zwei Jahrzehnten der<br />
Trend zugenommen, ein Pferd auch dann<br />
noch zu behalten, wenn es aufgrund von<br />
Alter oder Krankheit nicht mehr als Reitoder<br />
Turnierpferd verwendungsfähig<br />
ist. Diese für „verdiente<br />
vierbeinige Pensionäre“<br />
erfreuliche Entwicklung<br />
führt letztendlich allerdings<br />
auch zu einer verminderten<br />
Nachfrage.<br />
Ein in seinen wahren Dimensionen<br />
größtenteils<br />
noch gar nicht richtig erkanntes<br />
Problem ist die demografische<br />
Entwicklung.<br />
Allen bekannt ist, dass immer<br />
weniger Kinder geboren<br />
werden. Im Zeitraum von<br />
2008 bis 2020 wird der Anteil<br />
der 13- bis 19-Jährigen<br />
um rund 20 Prozent sinken.<br />
Zudem verfügen diese immer<br />
weniger werdenden Ju-<br />
Foto:Lafrentz
Bedeckungen und registrierte Fohlen<br />
(die sich über die Jahre verändernde Relation beider Datensätze ist recht interessant)<br />
Jahr Bedeckungen (Reitpferde) registrierte Fohlen (Reitpferde)<br />
1990: 50.037 26.546<br />
1991: 64.869* 32.803*<br />
1992: 67.141 37.193<br />
1993: 68.289** 38.786<br />
1994: 66.786 39.728***<br />
1995: 63.048 38.836<br />
1996: 56.293 37.755<br />
1997: 49.494 34.335<br />
1998: 48.395 30.522<br />
1999: 47.840 30.162<br />
2000: 48.414 30.346<br />
2001: 50.070 31.340<br />
2002: 49.428 31.463<br />
2003: 50.416 32.053<br />
2004: 49.554 31.712<br />
2005: 50.385 31.685<br />
2006: 49.886 32.371<br />
2007: 49.703 33.980<br />
2008: 52.829 35.634<br />
2009: 48.206 35.759<br />
2010: 41.487 32.158<br />
2011: 37.985 29.532<br />
2012: 34.083 27.503<br />
*Erstmalige Erfassung und Einbeziehung der Bedeckungen<br />
und der registrierten Fohlen im Gebiet der ehemaligen DDR<br />
**Höchststand Bedeckungen<br />
***Höchststand registrierte Fohlen<br />
gendlichen aufgrund von Ganztagsschule<br />
und Abitur in acht Jahren auch über immer<br />
weniger Freiräume für so zeitintensive<br />
Sportarten und Hobbys wie das Reiten.<br />
Die demographische Entwicklung hat jedoch<br />
noch andere Folgen. So wächst der<br />
Altersdurchschnitt der Bevölkerung beständig.<br />
Bereits heute stellen die 43-Jährigen<br />
den größten Jahrgang. Zwar sind ältere<br />
Menschen heute deutlich länger<br />
sportlich aktiv, die Intensität ihrer sportlichen<br />
Aktivitäten ist jedoch klar geringer<br />
als bei den jüngeren Menschen. 50-Jährige,<br />
die nach einem harten Arbeitstag am<br />
Abend noch zwei Pferde reiten, dürften<br />
eher die Ausnahme sein. Auch sucht dieses<br />
Klientel viel eher ein Pferd, das über<br />
die üblichen Vermarktungsschienen kaum<br />
angeboten wird. Für diese Reiter steht im<br />
Vordergrund, dass das Pferd gut ausgebil-<br />
det, charakterlich einwandfrei und leicht<br />
„zu bedienen“ sein muss. Völlig unterschätzt<br />
wird die Tatsache, dass mittler-<br />
Veränderung<br />
Relation Bedeckungen<br />
zu registrierten Fohlen<br />
Bedeckungen 1990: 50.037<br />
Reg. Fohlen 1991: 32.803<br />
Relation: 65,5 %<br />
Bedeckungen 2010: 41.487<br />
Reg. Fohlen 2011: 29.532<br />
Relation: 71,2 %<br />
Bedeckungen 2011: 37.985<br />
Reg. Fohlen 2012: 27.503<br />
Relation: 72,4 %<br />
Der Autor<br />
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften<br />
arbeitete Thomas Hartwig als<br />
Fernsehjournalist für diverse Politikmagazine<br />
der öffentlich-rechtlichen Sender<br />
Westdeutscher Rundfunk (WDR)<br />
und Bayerischer Rundfunk (BR). Von<br />
1994 bis zu deren Auflösung im Jahr<br />
2008 war er Leiter der Abteilung<br />
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der<br />
Deutschen Reiterlichen Vereinigung<br />
(FN). Von 2008 bis 2009 war er Geschäftsführer<br />
des Deutschen Kuratoriums<br />
für Therapeutisches Reiten<br />
(DKThR). Seit 2009 ist er als selbstständiger<br />
PR-Berater für verschiedene<br />
nationale und internationale Firmen<br />
und Organisationen tätig.<br />
Report<br />
weile rund ein Drittel aller Kinder, die in<br />
Deutschland geboren werden, einen Migrationshintergrund<br />
haben. Ganz wertfrei<br />
ist zu konstatieren, dass Kinder und Jugendliche<br />
mit Wurzeln im Ausland im Regelfall<br />
nur sehr schwer für den Pferdesport<br />
gewonnen werden können. Andere Sportarten,<br />
wie etwa Fußball, tun sich da ungleich<br />
leichter.<br />
Doch auch der Pferdesport selbst hat sich<br />
in den vergangenen zehn bis 15 Jahren erheblich<br />
verwandelt. Die Gesamtzahl der<br />
Pferdesport-Betreibenden<br />
dürfte mit rund 1,5<br />
Millionen Menschen in<br />
den vergangenen zehn<br />
Jahren relativ konstant<br />
geblieben sein. Exakte<br />
Zahlen hierzu gibt es<br />
nicht, denn die letzte<br />
umfassende Marktuntersuchung<br />
der Deutschen<br />
Reiterlichen Vereinigung<br />
diesbezüglich ist mittlerweile<br />
schon elf Jahre alt.<br />
Klar geändert hat sich jedoch<br />
die Ausrichtung<br />
der Reiter. So konnte die<br />
FN im Jahr 2006 mit<br />
762.432 Mitgliedern ihren<br />
Höchststand verzeichnen.<br />
Im Jahr 2007<br />
kursierten im Präsidium<br />
der FN sogar die Vorstellungen,<br />
diese Zahl in den Folgejahren<br />
noch um 100.000 bis 200.000 Mitglieder zu<br />
steigern. Die absolute Realitätsferne dieser<br />
Überlegungen zeigt die Mitgliederentwicklung<br />
bis 2012.<br />
Für das vergangene Jahr konnten die Vereine<br />
nur noch 719.525 Mitglieder ausweisen,<br />
was einem Rückgang von rund sechs<br />
Prozent entspricht. Der Trend geht also eindeutig<br />
in den nicht organisierten Pferdesport.<br />
Und gerade hier sind die deutschen<br />
Reitpferde mittlerweile fast zu Exoten geworden.<br />
Wer sich einmal offenen Auges mit dem<br />
nicht organisierten Pferdesportbereich beschäftigt,<br />
stellt fest, dass hier Islandpferde<br />
und Quarter Horses, Andalusier und Friesen<br />
oder Tinker und andere Rassen das<br />
Deutsche Reitpferd immer mehr verdrängen.<br />
Teil 2 folgt in Ausgabe 7/13<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 27
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Eine Online-Datenbank mit Abstammungsinformationen<br />
über Zucht und<br />
Sportpferde, das ist HorseTelex. Die Informationen<br />
zu den Pferden beschränken<br />
sich allerdings nicht nur auf die Abstammung.<br />
Neben den Informationen wie ein Pferd<br />
gezogen ist und welcher Stutenlinie es<br />
entspringt, können zu jedem Pferd individuelle<br />
Informationen hinzugefügt werden.<br />
Möglichkeiten, die ein Pferd oder einen Stutenstamm<br />
für andere Besucher interessanter gestalten<br />
können.<br />
Nach einer kostenlosen Registrierung ist es für jeden<br />
Besucher möglich, Pferde in die Datenbank<br />
einzupflegen. Ist Ihr Pferd noch nicht in der Datenbank,<br />
dann können Sie es auf zwei unterschiedliche<br />
Weisen hinzufügen:<br />
• Ein neues Pferd hinzufügen – dann werden alle<br />
Daten abgefragt.<br />
• Nachkommen hinzufügen – wenn die (Groß-)<br />
Mutter schon in der Datenbank vorhanden ist.<br />
Sollten schon mehrere Pferde aus dem gleichen<br />
Stamm vorhanden sein, ist es empfehlenswert,<br />
die letztgenannte Methode zu nutzen.<br />
Durch das Hinzufügen neuer Pferde werden<br />
Standardinformationen zum Pferd abgefragt wie<br />
beispielsweise Name, Lebensnummer, Vater, Mut-<br />
ter, Farbe, Zuchtverband, Geburtsjahr, Sportergebnisse,<br />
Reproduktionsart usw. Diese Daten<br />
können über den „Änderung“-Button unter dem<br />
Pedigree (blauer Pfeil in Figur 1) ergänzt oder geändert<br />
werden. Die neuen Eingaben werden<br />
nach der Bestätigung durch die HorseTelex-Redaktion<br />
automatisch geändert.<br />
Mehr Info<br />
Report<br />
Mehr als nur Abstammung<br />
HorseTelex überzeugt durch viele Features<br />
Ebenfalls unter dem Pedigree gibt es einen zweiten<br />
Button „Mehr Info“ (grüner Pfeil in Figur 1).<br />
Wenn dieser grün gefärbt ist, stehen bereits mehr<br />
Informationen zur Verfügung. Nach dem Anklicken<br />
öffnet sich dies als Popup-Fenster. Hier können<br />
auch selbstständig Daten hinzugefügt werden,<br />
für Zuchtprofis sind die meisten Optionen<br />
kostenlos. Registrierte Nutzer ohne Zuchtprofi-<br />
Account, können hier ebenfalls die Option verwenden,<br />
sich als Züchter oder Besitzer bei den<br />
Pferden einzutragen oder Fotos und Videos einzustellen.<br />
Außerdem gibt es viele Informationen<br />
wie die (Nachkommens-)Lebensgewinnsumme,<br />
WBFSH-Rankings, Zuchtwerte und Ergebnisse<br />
von Veranlagungs- oder Hengstleistungsprüfungen<br />
und das Abgangsjahr.<br />
Es gibt mehr zu sehen als nur die Abstammung: Wichtige Infos bei HorseTelex
Hengstportrait<br />
Sandro Hit-Söhne gibt es viele, aber<br />
nur wenige stehen als „Kronprinzen“<br />
neben dem Vater auf der Station<br />
Schockemöhle in Mühlen. Der<br />
neunjährige schwarzbraune Oldenburger<br />
San Amour I aus der Zucht<br />
von Britta Budeus-Wiegert (Groß<br />
Nemerow/Mecklenburg) überzeugt<br />
in zahlreichen Zuchtgebieten.<br />
Seine Karriereweg war von Anfang an<br />
außergewöhnlich: San Amour I war<br />
2006 Prämienhengst und Preisspitze<br />
der Oldenburger Körung in Vechta. 2008<br />
wurde er im Rahmen der Oldenburger<br />
Hengsttage in Vechta als Hauptprämiensieger<br />
geehrt und war zuvor in seiner HLP in<br />
Schlieckau Sieger im Dressurindex (Rittigkeit<br />
9,5). 2009 qualifizierte er sich mit Dr.<br />
Ulf Möller auf Anhieb für das Bundeschampionat<br />
der fünfjährigen Dressurpferde<br />
und war platzierter Finalist. Inzwischen ist<br />
er bis zu schweren Klasse gefördert.<br />
Passereffekt mit Trakehner Stuten<br />
Die Nachzucht ist in aller Regel groß und<br />
bedeutend, dabei stets nobel, athletisch<br />
und bewegungsstark. 2012 war ein grandioses<br />
Jahr in San<br />
Amours I züchterischer<br />
Karriere:<br />
Die Tochter Soiree<br />
d’Amour (M.<br />
v. Latimer/T.-Banditentraum/T.-<br />
Schwalbenzug/T.;<br />
Familie der Amsel<br />
A5A; Z.: Maren<br />
Bergen, Wagenfeld)<br />
war mit Kira<br />
Wulferding sowohl<br />
Landes- als<br />
auch unangefochtene<br />
Bundes -<br />
championesse<br />
der dreijährigen<br />
Stuten und Walla- War 2009 beim Bundeschampionat Finalist: San Amour<br />
30 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Der imposante Kronprinz<br />
San Amour I im Portrait<br />
Beeindruckt die Zuschauermassen: San Amour, hier bei einer Hengstpräsentation<br />
Foto: Mense<br />
che. Hoch platzierte Finalistin war auch<br />
Shakira W (neuer Name: Saphira Royal NG,<br />
M. v. Monteverdi/T.-Mackensen-Pasteur xx;<br />
Familie der Hasta O178A; Z.: Herbert<br />
Werth, Duisburg) unter Lydia Camp.<br />
Beide Stuten waren übrigens bezeichnenderweise<br />
aus reinen Trakehner Müttern gezogen.<br />
Der gekörte Special Agent Amour<br />
(M. v. Polidiktus van de Helle-Feo-Goldspring<br />
de Lauzelle, Z. u. B.: Philippe und<br />
Hugo Jorissen, Woremme/BEL) war nach<br />
2011 auch 2012 wieder platzierter Finalist<br />
unter dem Sattel von Jana Freund. Mit dem<br />
in Finnland aus einem Holsteiner Stamm<br />
gezogenen San Riant (M. v. Riant-Come<br />
Back II; Stamm 7126; Z.: Marjo Vainikka,<br />
Vantaa/FIN, Station Sosath, Lemwerder) erhöhte<br />
sich die Zahl gekörter Söhne des<br />
Foto: ll-foto
Foto: Streitferdt<br />
Landeschampion: Stern von Afrika<br />
heute erst neunjährigen Hengstes 2012 auf<br />
nunmehr 25, darunter auch der Württemberger<br />
Rappe Sandbrink (Z.: Sabine Reisenauer,<br />
Uhingen), der auch mütterlicherseits<br />
über Cabaret-Campari M-Dinar ausschließlich<br />
Rapphengste führt und Siegerhengst<br />
der Süddeutschen Körung 2011 in München<br />
war. Aus den ersten beiden Jahrgängen<br />
wurden San Amour I-Töchter in außergewöhnlich<br />
hoher Frequenz<br />
und in verschiedenen Zuchtgebieten<br />
mit dem Prädikat<br />
Staatsprämien stute ausgezeichnet.<br />
Die Oldenburger Elite-Stutenschau<br />
2011 geriet geradezu<br />
zu einem San Amour I-Festival:<br />
Von neun zugelassenen Töchtern<br />
aus dem Premierenjahrgang<br />
gelangten vier in den Brillantring,<br />
die Rang zwei, drei,<br />
vier und neun belegten. 2012<br />
stellte er mit vier Töchtern das<br />
stärkste Kontingent der westfälischen<br />
Elite-Stutenschau. Beständig<br />
ist er Lieferant von Spitzenpferden<br />
für die verschiedensten<br />
Auktionsplätze. Mit<br />
Stern von Afrika OLD (M. v.<br />
San Amour I<br />
Harvard-Canaster I-Woermann;<br />
Z.: Tammo Francksen,<br />
Butjadingen) stellte<br />
San Amour I 2011 den Ol-<br />
zum<br />
<br />
<br />
Als Sonderehrenpreis erhält der Sieger einen<br />
Freisprung von einem unserer Hengste!<br />
SPORTHENGSTE<br />
KRÜSTERHOF<br />
LEISTUNGSBLUT<br />
FÜR<br />
ZUCHT UND SPORT<br />
Sandro Hit<br />
Puppenfee<br />
Sandro Song<br />
Loretta<br />
Plaisir d‘Amour<br />
Ofarim<br />
Umjubelte Bundeschampionesse im letzten Jahr: Soiree d’Amour<br />
Hengstportrait<br />
denburger Landes champion und Vize-Bundeschampion<br />
der dreijährigen Stuten und<br />
Wallache. In der FN-Zuchtwertschätzung<br />
Dressur zählt er zudem zur Spitzengruppe<br />
Elton John x Weltino<br />
Züchter: Martin Dieckhoff<br />
Sandro<br />
Antenne II<br />
Ramino<br />
Lassie<br />
Pik Bube I<br />
Fleur<br />
Figaro<br />
Arithmetik<br />
Krüsterhof 1 · 46562 Voerde · Tel.: 02855 - 6381 o. 0179 - 7817208<br />
<br />
Foto: Streitferdt
9.<br />
Sonntag, 23. Juni 2013<br />
5<br />
bis zum 7. Juni<br />
6<br />
Hengstportrait<br />
im bundesweiten Vergleich.<br />
Gekörter Vollbruder<br />
Der Vater Sandro Hit liefert<br />
ein gutes Beispiel<br />
für die Relativität von<br />
Hengstleistungsprüfungen.<br />
Er wurde 1995<br />
ohne Prämientitel in Oldenburg<br />
gekört und absolvierte<br />
erst vierjährig<br />
eine eher durchschnittlicheHengstleistungsprüfung<br />
(99 Punkte) in Medingen.<br />
Dennoch war er<br />
1999 unter Dr. Ulf Möller<br />
Bundeschampion<br />
der sechsjährigen Dressurpferde<br />
und Weltmeister der Jungen Pferde in<br />
Arnheim und avancierte zu einem der bedeutendsten<br />
Vererber der letzten Jahre mit mehr als<br />
180 gekörten Söhnen. Es muss mit Erbkraft zu<br />
tun haben, denn anderen Dressurhengsten ohne<br />
Gekörter Vollbruder: San Amour II<br />
Mehrfacher Landeschampion in Baden-Württemberg: Sandbrink<br />
viel „Lametta“ im Vorfeld, wie Preisspitze der Körung<br />
oder Prämientitel, wäre das so sicher nicht<br />
gelungen. San Amour I hat mit der bewegungsstarken<br />
Oldenburger Reservesiegerstute des Jahres<br />
1997, Puppenfee (Z.: Burghard Oltmann, Wardenburg),<br />
eine hoch dotierte<br />
Mutter, die mit San Amours<br />
Vollschwester Auguste Victoria<br />
die Oldenburger Landeschampionesse<br />
2008 und 2012 den in<br />
Vechta gekörten Vollbruder San<br />
Amour II stellte. San Amour II<br />
deckt seit diesem Jahr in Belgien.<br />
Puppenfee ist Vollschwester<br />
des gekörten Hengstes Pierrot<br />
Royal, der allerdings nicht<br />
gedeckt hat und in Baden-<br />
Württemberg im Dressursport<br />
erfolgreich war.<br />
Foto: Fischer<br />
Foto: ll-foto<br />
Vorfahren aus Bümmerstede<br />
Der Muttervater Plaisir d‘Amour<br />
startete seine Hengstkarriere<br />
auf der Station Ahlers in Bümmerstede<br />
vor den Toren Oldenburgs.<br />
Später war er über Jahre<br />
mit verschiedenen Reitern (u.a.<br />
Rudolf Zeilinger, Michelle Gibson,<br />
Nicole Uphoff, Jasmin Sanche/SUI,<br />
Markus Gribbe, Ralf<br />
Hartmann) bis Grand Prix erfolgreich<br />
und startete bei der<br />
Weltmeisterschaft 1998 für die<br />
Schweiz. Plaisir d’Amour stand<br />
lange der Sporteinsatz im Vor-
dergrund. Im gesetzten Alter kam er nochmals<br />
im Gestüt Webelsgrund zum züchterischen<br />
Einsatz. 83 Nachkommen waren im<br />
Sport erfolgreich, neun von ihnen mit S-<br />
Platzierungen in der Dressur, zwei mit S-Erfolgen<br />
im Springen.<br />
Der bunte Fuchs Figaro in dritter Generation<br />
hat zeitlebens auf der Station Ahlers in<br />
Bümmerstede gewirkt und ist gewissermaßen<br />
„Oldenburger Tafelsilber“. Er war<br />
mehrfach DLG-Ausstellungshengst und hat<br />
vorzügliche Reitpferde für höchste Anforderungen<br />
in allen Sparten des Sports (30 S-<br />
Springpferde und 20 S-Dressurpferde) hinterlassen.<br />
Immer mal wieder wurde auch<br />
ein Sohn (z.B. die im S-Parcours erfolgreichen<br />
Füchse Filigran und Fundament, ferner<br />
Feiner Fritz, Fidibus, Fighting Lion) von<br />
ihm gekört, diese hielten sich aber meistens<br />
nicht lange in der Zucht. Der ebenfalls lebenslang<br />
(1967–1984) in Bümmerstede stationierte<br />
Vollblüter Kronprinz xx lieferte<br />
harte Leistungspferde für alle Disziplinen<br />
und hat sich in der Umzüchtungsphase des<br />
Oldenburgers vom Wirtschafts- zum Reitpferd<br />
große Verdienste erworben. Er ist<br />
heute in unzähligen Leistungsstämmen verankert,<br />
und sein Name wird unverändert<br />
mit Hochachtung genannt. Diese bedeu-<br />
Gekörter Sohn des San Amour: Special Agent Amour<br />
tende original OldenburgerStutenlinie<br />
der Aragossa/<br />
Arole (v. Germandus-Gruson-Rudolf-Balbino-Runibald-Y.<br />
Magnat) lieferte<br />
zahlreiche bedeutendeSportpferde<br />
in beiden<br />
Disziplinen und<br />
u.a. die Hengste<br />
Baresi, Boticello,<br />
Oderich, Orlando,<br />
Sandakan und Floriscount.<br />
Der Muttervater<br />
Plaisir d’Amour, der<br />
in dritter Generation<br />
erscheinende<br />
Figaro und auch<br />
San Amour I selber<br />
stammen jeweils<br />
aus original Oldenburger<br />
Stutenlinien;<br />
das verleiht ihm zusätzlich<br />
eine besondere<br />
Note.<br />
Claus Schridde<br />
Foto: Streitferdt<br />
Pferdezuchtverein<br />
Grafschaft Bentheim e. V.<br />
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6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 33
Praxis<br />
Die Kastration eines Hengstes ist für<br />
erfahrene Tierärzte ein Routine-Eingriff.<br />
Dennoch kommt es manchmal<br />
zu mehr oder minder schweren<br />
Komplikationen. Gelegentlich kann<br />
danach das kastrierte Pferd nicht<br />
gerettet werden. Es stellt sich dann<br />
stets die Frage nach einer Haftung<br />
des Tierarztes.<br />
Ein Beispielsfall<br />
Die Klägerin eines Rechtsstreites war Eigentümerin<br />
eines knapp dreijährigen<br />
Hengstes. Den beklagten Tierarzt hat sie<br />
mit der Kastration beauftragt. Die wurde in<br />
dessen Praxis durchgeführt, verlief zunächst<br />
auch problemlos. Am darauffolgenden<br />
Tag hat der Tierarzt das Pferd – im<br />
Winter – auf eine Koppel gelassen. Als er es<br />
hereinholen wollte, öffnete er das Koppeltor,<br />
bevor der Führstrick am Halfter angebracht<br />
war. Das Pferd entlief, stürzte und<br />
erlitt einen Dünndarmvorfall. Letztlich<br />
konnte es nicht gerettet werden.<br />
Die Klägerin verlangte vom Tierarzt Schadensersatz<br />
für den Verlust des Pferdes und<br />
entstandene Nachbehandlungskosten.<br />
Die Streitfragen<br />
Grundsätzlich setzt die tierärztliche Haftung<br />
im Zusammenhang mit der Behandlung<br />
eines Pferdes eine Pflichtverletzung<br />
und einen darauf beruhenden Schaden voraus.<br />
Die Klägerin stützte die Klage auf mehrere<br />
Argumente: Sie beanstandete zunächst einmal,<br />
dass der fast dreijährige Hengst im Stehen<br />
operiert worden war. Der Tierarzt hatte<br />
den Hengst nicht abgelegt und sich für die<br />
sogenannte unbedeckte Kastration entschieden.<br />
Der vom Gericht zugezogene Sachverständige<br />
meinte, die Operationsmethode sei<br />
deutlich risikoreicher als die bedeckte Kastration.<br />
Bei einer Kastration am stehenden<br />
Pferd und Anwendung der unbedeckten<br />
Operationsmethode sei im Vergleich zur<br />
34 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Routine-Eingriff Kastration<br />
Welche Sorgfalt ist geschuldet?<br />
verdeckten Operationsmethode<br />
ein<br />
erheblich erhöhtes<br />
Risiko eines Dünndarmvorfallsgegeben.<br />
Allerdings<br />
könne nach seiner<br />
Auffassung auch<br />
bei einer bedeckten<br />
Kastration ein<br />
Dünndarmvorfall<br />
nicht mit aller letzter<br />
Sicherheit ausgeschlossenwerden.<br />
Weil der Tierarzt<br />
hier die risikoreichere<br />
Methode gewählt habe, müsse er<br />
das Einverständnis der Eigentümerin haben.<br />
Dies wiederum setze voraus, dass er<br />
die Auftraggeberin über das erhöhte Komplikationsrisiko<br />
aufkläre. Die Verletzung<br />
der Aufklärungspflicht allerdings muss vom<br />
Pferdeeigentümer nachgewiesen werden.<br />
Die Aufklärungspflicht allein hätte aber in<br />
dem Fall nach Auffassung des Berufungsgerichts<br />
der Klägerin nicht genützt, ihrer<br />
Klage also nicht zum Erfolg verholfen. Es<br />
wäre nämlich auch bei Durchführung einer<br />
bedeckten Kastration ein Dünndarmvorfall<br />
nicht auszuschließen gewesen. Die Pferdeeigentümerin<br />
hätte sich nach Aufklärung<br />
wohl für die risikoärmere Methode entschieden.<br />
Allerdings konnte sie nicht nachweisen,<br />
dass speziell die unbedeckte Kastration<br />
ursächlich wurde für die letztlich<br />
zum Tode führende Komplikation.<br />
Die Bewegung<br />
Das weitere Argument der Klägerin<br />
knüpfte daran an, dass der Tierarzt das<br />
Pferd am Tag nach der Operation auf die<br />
Weide gelassen hatte. Der gerichtliche<br />
Gutachter meinte hierzu, dass eine kontrollierte<br />
Bewegung am ersten Tag nach<br />
der Kastration durchaus angezeigt sei. Damit<br />
würde das Risiko von Wundheilungsstörungen<br />
vermindert. Wichtig sei aber,<br />
Kann manchmal zu Komplikationen führen: Kastration<br />
Foto: HIM/Brandel<br />
dass es sich um kontrollierte Bewegung<br />
handele.<br />
Das freie Laufenlassen eines Pferdes auf<br />
der Weide entspräche – so der Gutachter –<br />
durchaus weitverbreiteter Praxis (die mir<br />
nicht geläufig ist), sie sei aber eben keine<br />
„kontrollierte Bewegung“. Darauf stützte<br />
dann das Berufungsgericht die Verurteilung<br />
des Tierarztes. Wenn auch – wie der Gutachter<br />
ausgeführt hatte – Bewegung auf der<br />
Weide am Tag nach der Kastration einer<br />
weitverbreiteten Praxis entspräche, so reiche<br />
das nicht aus, um ein Verschulden des<br />
Tierarztes zu verneinen. Der schuldet nicht<br />
„die verkehrsübliche“, sondern die „verkehrserforderliche“<br />
Sorgfalt. Erforderlich<br />
aber sei es, das Pferd kontrolliert zu bewegen,<br />
also zu führen.<br />
In dem konkreten Fall kam hinzu, dass der<br />
Tierarzt das Koppeltor geöffnet hatte, bevor<br />
er überhaupt den Strick an das Halfter angelegt<br />
hat. Den Punkt brauchte das Berufungsgericht<br />
nicht zu vertiefen. Es versteht<br />
sich aber von selbst, dass das Entlaufen des<br />
Pferdes mit dem nachfolgenden Sturz vermieden<br />
worden wäre, wenn das Pferd zunächst<br />
einmal unter Kontrolle gebracht worden<br />
wäre. Es dürfte nämlich ein selbstverständliches<br />
Gebot sein, den Führstrick am<br />
Halfter anzubringen, bevor das Weidetor<br />
geöffnet wird. Dr. Dietrich Plewa/Schliecker
Wer Pferde auf die Weide bringt,<br />
braucht mehr als nur ein Stück grüne<br />
Wiese. Was Sie bedenken sollten, bevor<br />
Sie Ihrem Vierbeiner Natur pur bieten,<br />
sagen wir Ihnen.<br />
Könnte ein Pferd wählen, würde es auf der<br />
Weide leben. Kein Wunder: Pferde sind<br />
Steppentiere. Und sie bewegen sich gern.<br />
Experten haben herausgefunden, dass eine<br />
Milchkuh unter natürlichen Haltungsbedingungen<br />
rund zwei Kilometer pro Tag zurücklegt. Für<br />
sie ist nahezu ausschließlich die Futtersuche der<br />
Bewegungsimpuls. Ein Pferd kommt dagegen in<br />
dieser Zeit auf 15 bis 20 Kilometer. Eine gute<br />
Pferdeweide ist demnach nicht nur Futtergrundlage,<br />
sondern auch Lebensraum und Spielwiese.<br />
Damit Pferde auf der ihnen zugedachten Weide<br />
bleiben, bedarf es einer ausbruchssicheren und<br />
verletzungsfreien Umzäunung. Die Palette der<br />
Möglichkeiten hierfür ist groß. Angefangen von<br />
traditionellen Holzzäunen aus Pfählen und Stangen<br />
bis hin zu mobilen Steckzäunen. Stacheldraht<br />
ist wegen der großen Verletzungsgefahr in<br />
der Pferdehaltung tabu.<br />
In den meisten Fällen wird heutzutage auf Elektrozaun,<br />
auch für den dauerhaften Weidezaunbau,<br />
zurückgegriffen. Allein schon, weil er preisgünstiger<br />
und schneller aufzubauen ist als ein<br />
Vollholzzaun.<br />
Grundlage<br />
Praxis<br />
Wenn’s gut werden soll<br />
Was Sie alles fürs Weidemanagement brauchen<br />
So soll es sein: Eine gut vorbereitete Koppel mit sicherer Umzäunung<br />
Foto: landpixel<br />
Grundlage eines jeden Zaunsystems sind Pfähle.<br />
Traditionell verwendet werden Holzpfähle. Egal<br />
ob rund, quadratisch oder mehreckig, wichtig ist<br />
darauf zu achten, dass die Pfähle gegen Fäulnis<br />
behandelt sind. Ein weiterer wichtiger Punkt bei<br />
der Auswahl ist die Holzsorte. Die meisten Holzpfähle<br />
sind aus Weichhölzern, wie Fichte oder<br />
Kiefer. Das hat einen guten Grund. Sie sind preisgünstiger<br />
als ihre Kollegen aus Eiche. Dafür halten<br />
sie aber nicht so lange und, vor allem, splittern<br />
sie auch leichter beim Einschlagen.<br />
In den USA seit Jahrzehnten eingesetzt und bewährt<br />
sind T-Pfosten aus Eisen. Um sie in die<br />
Erde zu schlagen, bedarf es jedoch einer speziellen<br />
Ramme. Dafür sind diese Pfosten, einmal gesetzt,<br />
fast unverwüstlich.<br />
Seit einigen Jahren im Angebot sind auch Kunststoff-Pfähle,<br />
teilweise aus Recyclingmaterial. Sie
Praxis<br />
Merkt man sofort: mindere Qualität<br />
36 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Foto: Stahmann<br />
verrotten zwar nicht und sind pflegeleicht,<br />
aber an die Stabilität von Holzpfählen oder<br />
T-Pfosten kommen sie nicht heran. Je nach<br />
PVC-Qualität verbiegen sie sich jedoch<br />
beim Spannen des Drahtes oder der Litze<br />
mehr oder weniger stark.<br />
Egal für welches Pfahlmaterial Sie sich entscheiden:<br />
Pfähle sollten zu einem Drittel im<br />
Boden verschwinden, um Halt und Standfestigkeit<br />
zu gewährleisten. Dabei ist es<br />
besser, Pfähle in den Boden zu schlagen<br />
oder zu rammen als einzugraben. So verdrängt<br />
der Pfahl nämlich das Erdreich und<br />
verdichtet es gleichzeitig. Ihr Vorteil: Der<br />
Pfosten steht stabiler. Besonderes Augenmerk<br />
sollte man auf die Eckpfosten richten.<br />
Am besten zusätzlich abstützen!<br />
Für den mobilen Einsatz gibt es eine ganze<br />
Reihe an Tretpfählen aus Kunststoff, Fiberglas<br />
oder Metall. Mit unterschiedlichen Tritten<br />
und Ösen ausgestattet, sind solche<br />
Pfähle in vielen Farben und Längen im<br />
Handel zu bekommen.<br />
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Elektrozäune<br />
Die eigentliche<br />
Umzäunung besteht<br />
bei Elektrozäunen<br />
aus stromführendenMaterialien.<br />
In der Praxis<br />
können das Seile,<br />
Litzen oder Bänder<br />
sein. Auch hier<br />
Hat ein Leben hinter sich: kaputter Pfahl<br />
Nicht für Pferde geeignet: Stacheldrahtzaun<br />
gibt es Qualitätsunterschiede. Entscheidend<br />
ist das „Innenleben“. Neben der UV-Beständigkeit<br />
sollten Sie auf die empfohlene<br />
Zaunlänge des Materials und die Bruchlast<br />
achten. Mit einigen Litzen lassen sich<br />
Zäune bis zu 250 Kilometer bauen, andere<br />
eigenen sich nur für kurze Strecken von bis<br />
zu einem Kilometer. Und da das Material ja<br />
vor allem stromführend sein soll, kommt es<br />
auf den Widerstand an. Je niedriger dessen<br />
Foto: landpixel Foto: Stahmann
Gut gerüstet: Koppelbau kann beginnen<br />
Wert, umso weniger Strom(-spannung)<br />
geht allein mittels des Durchflusses im Material<br />
verloren. Zur Orientierung: Ein glatter<br />
Draht mit einer Zink-Alu-Legierung<br />
kann einen Widerstand von<br />
nur 0,035 Ohm je Meter aufweisen.<br />
Ein einfaches Weidezaumband<br />
mit vier Stahldrähten<br />
kommt schon auf stolze elf Ohm<br />
je Meter. Trotz der deutlichen<br />
Vorteile des glatten Drahts sollten<br />
für Pferdeweiden wegen der<br />
Sichtbarkeit farbige Litzen, Bänder<br />
oder Seile verwendet werden.<br />
Ob Sie Ihren Zaum dreioder<br />
vierreihig aufbauen und<br />
mit welchem Abstand von Litze<br />
zu Litze, ist unter anderem von<br />
der Größe Ihrer Pferde abhängig.<br />
Im Zweifelsfall heißt die Devise:<br />
mehr und höher ist besser.<br />
Um die Strom führenden Materialen<br />
an den Pfählen zu befestigen,<br />
benötigt man Isolatoren.<br />
Auch hier hat der Zaunbauer die<br />
Qual der Wahl. Auf alle Fälle<br />
sollten sie UV-beständig sein. Je<br />
Foto: Stahmann<br />
nach Ausgangsmaterial des Pfahls<br />
müssen Isolatoren mit entsprechendem<br />
Gewinde verbaut werden. Für<br />
eine lange Haltbarkeit sorgen Isolatoren,<br />
deren Gewinde durch den gesamten<br />
Isolator geht. Die Isolatoren unterscheiden<br />
sich auch je nach Typ des<br />
Leiters: Ring- und Schlitz-Isolatoren<br />
eignen sich für Draht, Litzen und Seile,<br />
Breitbandisolatoren, wie der Name<br />
schon sagt, für Bänder. Für T-Pfosten<br />
gibt es spezielle Clip-Isolatoren.<br />
Als Torelemente eignen sich feuerverzinkte<br />
Weidepanels. Breitenverstellbar<br />
lassen sie sich variabel einsetzen. Wer<br />
es preisgünstiger will, greift auf Tor-<br />
Sets für Elektrozäune zurück. Je nach<br />
Ausführung erhältlich mit Feder oder<br />
auch mit einer Art Aufrollsystem, ähnlich<br />
einem Rollmaßband.<br />
Spannu ngslieferant<br />
Jeder Elektrozaun braucht auch einen<br />
Spannungslieferanten. Wer nur kleine<br />
Weiden einzäunt, kann auf Neun-Volt-<br />
Batterie-Weidezaungeräte zurückgreifen.<br />
Einfach anzubauen sind sie echte<br />
All-in-on-Geräte mit Zaun- und Erdanschluss.<br />
Einen Nachteil haben sie jedoch:<br />
Die Batterien lassen sich nicht aufladen<br />
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und müssen daher nach der Entleerung ersetzt<br />
werden. Auch bei den Zaungeräten<br />
sollte auf die maximale Spannung des Gerätes<br />
geachtet werden, um lange Zäune<br />
und starken Bewuchs am Zaun gelassen<br />
entgegenzusehen.<br />
Für Halter, die ihre Pferde in jeder Saison auf<br />
die Weide lassen, kommen zwölf-Volt-Batterie-Weidezaungeräte<br />
infrage. Diese Geräte<br />
werden an Autobatterien angeschlossen. Alternativ<br />
kann man sie mit Hilfe eines Adapters<br />
an die Steckdose anschließen.<br />
Profis greifen auf Netzgeräte zurück. Sie<br />
werden direkt an die normale Stromversorgung<br />
angeschlossen. Mit einer Spannung<br />
von 230 Volt und einer Entladungsenergie<br />
von bis zu zehn Joule lassen sich Zäune von<br />
bis zu 80 Kilometer Länge bauen. Je nach<br />
Bewuchs reduziert sich jedoch die Zaunlänge<br />
auf unter zehn Kilometer. Die Preise<br />
für solche Geräte sind je nach Qualität und<br />
Leistungsstärke sehr unterschiedlich.<br />
Bei Netzgeräten wie auch bei zwölf- Volt-<br />
Batterie-Weidezaungeärten muss zusätzlich<br />
eine Erdungspfahl und ein Anschlusskabel<br />
gekauft werden. Wer seine Zaunanlage vor<br />
Blitzeinschlag schützen möchte, installiert<br />
eine Blitzschutzdrossel. So eine Drossel<br />
schützt das Gerät vor Überspannung.<br />
Wer die Kraft der Sonne für seine Stromerzeugung<br />
nutzen will, kann dies mit mobil<br />
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Weidezaun<br />
38 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Unsachgemäße Reparatur: Hier kann kein Strom mehr fließen<br />
einsetzbaren Solarpanels für Weidezaungeräte<br />
tun. Die Leistung ist aber stark von der<br />
Witterung abhängig. Eine Anschaffung<br />
sollte aus Sicherheitsgründen gut überlegt<br />
werden.<br />
Last, but not least sollten Sie als Betreiber<br />
einer Elektrozaunanlage an Warnschilder<br />
für Weidezäune denken. Die gelben Warntafeln<br />
lassen sich<br />
problemlos an Litzen,<br />
Seilen und<br />
Bändern befestigen.<br />
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muss der Elektrozaun<br />
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regelmäßige Kontrolle<br />
der Spannung.<br />
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man schon einen Zaunprüfer, der ohne<br />
Erdspieß funktioniert. In der täglichen Arbeit<br />
eine wirkliche Erleichterung.<br />
Praktische Helfer sind auch Zaunschalter<br />
und Fernschalter. So lässt sich bei der Reparatur<br />
des Elektrozauns der Strom problemlos<br />
an- und ausschalten. Für die Installation<br />
eines Fernschalters benötigen Sie<br />
eine Betriebsspannung von 230 Volt und<br />
damit auch ein fest installiertes Netzgerät.<br />
Einmal installiert, können Sie vom Handy<br />
aus mit einer freigeschalteten SIM-Karte<br />
den Strom am Weidezaungerät beliebig einund<br />
ausschalten.<br />
Wenn einmal Strom führendes Material gerissen<br />
sein sollte, ist das entweder zu erneuern<br />
oder mit speziellen Reparatursets<br />
zu flicken. Dazu gibt es Clips oder aber<br />
Verbinder.<br />
Weidepflege<br />
Foto: Stahmann<br />
Weiden wollen auch gepflegt werden, damit<br />
sie sowohl genügend als auch hochwertigen<br />
Futteraufwuchs bieten. Das fängt<br />
schon im zeitigen Frühjahr mit der mineralischen<br />
Düngung an. Stallmist, möglichst<br />
gut kompostiert, wird nach dem Weidegang<br />
ausschließlich über die Wintermonate<br />
ausgebracht. Bis zum kommenden Frühjahr<br />
haben sich die Nährstoffe aus Mist, die sich<br />
nur langsam lösen, für die Pflanzen nutzbar
umgewandelt. Sobald die Gräser zu wachsen<br />
beginnen, sollte die Wiese mit einer<br />
Wiesenschleppe abgeschleift werden, um<br />
Moose und abgestorbene Gräser aus der<br />
Grasnarbe zu lösen und die wachsenden<br />
Gräser zur Bestockung anzuregen.<br />
Während der Vegetationsperiode ist der<br />
Einsatz eines Weidemulchers sinnvoll.<br />
Pferde fressen selektiv. Nicht alles<br />
schmeckt, und so lassen sie verschiedene<br />
Gräser einfach stehen. Genau diese, für<br />
Pferde nicht so schmackhaften Gräser und<br />
Kräuter kommen aber dann zur Blüte, samen<br />
aus und vermehren sich so in größerem<br />
Maße. Daher sollten Futterreste nach<br />
jeder Beweidungsperiode mit dem Mulcher<br />
ausgemäht werden. Der Vorteil eines Mulchers<br />
besteht darin, dass der Grünbestand<br />
nicht nur abgemäht wird, sondern klein geschnitten<br />
als Mulch, also eine Art Dünger,<br />
wieder dem Grünland zur Verfügung gestellt<br />
wird.<br />
Auf kleineren Flächen kann ein Mistblitz<br />
von Nöten sein, um die Weiden von Dunghaufen<br />
zu befreien. Parasiten, die sich gern<br />
in solchen Dunghaufen aufhalten und vermehren,<br />
werden somit eingedämmt.<br />
Zusätzliche Futterraufe<br />
Vor allem im Frühjahr, wenn der Futteraufwuchs<br />
noch sehr jung ist, kann es ratsam<br />
sein, in einer Futterraufe zusätzlich strukturreiches<br />
Grundfutter zuzufüttern. Die Industrie<br />
bietet solche Raufen unterschiedlicher<br />
Größe und Ausführungen von rund<br />
bis eckig, mit und ohne Dach, mit Palisa-<br />
Tut der Koppel gut: Abschleifen der Wiese<br />
denfressgitter, für Rund- oder/und Quaderballen,<br />
mit und ohne Dreipunktaufhängung<br />
zum Transport, teilweise mit höhenverstellbaren<br />
Kufen zur Anpassung an verschiedene<br />
Tiergrößen an.<br />
Pflicht für jede Weide ist eine Tränke. Der<br />
Wasserbedarf eines erwachsenen Pferdes<br />
schwankt je nach Wetter, Futterart, Intensität<br />
der Bewegung zwischen 30 und 50 Liter pro<br />
Tag. Säugende Stuten benötigen rund 50 Liter<br />
pro Tag. Wasser sollte frisch und von<br />
bester Qualität sein. Mobile Wasserfässer<br />
sind eine Möglichkeit, Wasser auf die Weide<br />
zu bekommen. Die Fässer sollten UV-beständig<br />
und -undurchlässig sein, damit sich<br />
im Fass keine Moose und Algen ansetzen.<br />
Bei den Tränkebecken haben sich Schwimmertränken<br />
bewährt, da sie von allen Tieren<br />
verstanden werden. Zudem beschränkt sich<br />
die Verschwendung von Wasser durch<br />
Schlabbern auf ein Minimum.<br />
Tränken müssen regelmäßig gewartet und<br />
selbstverständlcih auf ihre Funktionsfähigkeit<br />
geprüft werden.<br />
Eine Alternative zu mobilen sind fest installierte<br />
Tränken. Dazu ist aber ein Wasseranschluss<br />
an der Weide vonnöten. Bei solchen<br />
Tränken ist darauf zu achten, dass sie<br />
über einen Hochleistungsschwimmer und<br />
einen Reinigungsablauf verfügen.<br />
An alles gedacht? Na, dann steht ja einer<br />
glücklichen Weidesaison für Pferd und Besitzer<br />
nichts mehr entgegen. Aber seinen<br />
Sie sich bewusst, eine gute Weide hält ein<br />
Pferd besser auf als der beste Zaun.<br />
Friederike Stahmann<br />
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Toyota hat es erfunden: Die Just-intime-Belieferung.<br />
Inzwischen ist es<br />
auch bei deutschen Firmen Alltag.<br />
Mit dem logistischen Abruf- und Anlieferungsverfahren,<br />
bei dem das<br />
Material vom Zulieferbetrieb erst<br />
beim tatsächlichen Bedarf direkt in<br />
die Fertigung des Abnehmers geliefert<br />
wird, lässt sich auch bei Mercedes<br />
und VW viel Geld sparen.<br />
Für Pferdebetriebe kann die Anlieferung<br />
von Heu und Stroh nach Bedarf<br />
ebenfalls eine Möglichkeit sein.<br />
Wichtiges Pro-Argument ist dabei wohl die<br />
Ersparnis von Lagerkapazitäten. Dagegen<br />
stehen aber auch Kontra-Argumente. Die<br />
gehen von schwankenden Preisen, unterschiedlichen<br />
Futterqualitäten bis hin zu Lieferengpässen.<br />
„In der Ernte sind die Preise<br />
häufig günstiger als im Winter. Wenn ich<br />
kann, decke ich mich daher in der Saison<br />
mit Heu und Stroh ein“, bestätigt Dr. Vivan<br />
Gabor vom Westernreitzentrum Horseability<br />
40 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Lagern statt liefern lassen<br />
Heu und Stroh auf dem eigenen Hof kostengünstig unterbringen<br />
Kann mit Solardach kombiniert werden: Maschinenhalle<br />
die Gefahr, bei der Just-in-time-Belieferung<br />
Preisschwankungen ausgesetzt zu sein.<br />
Baugenehmigung?<br />
Wer eigenes Grünland besitzt und sein<br />
Grundfutter jedes Jahr selber macht, wird<br />
sich auf alle Fälle mit dem Thema Lagerung<br />
auseinandersetzen. Nicht selten stehen<br />
Hallenkonstruktionen mit Holzleim-Binder F-30 B<br />
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Heu böden in Reitställen oder -hallen zur<br />
Lagerung zur Verfügung. Oft werden auch<br />
Altgebäude umgenutzt, um dadurch Kosten<br />
zu sparen.<br />
Wer überlegt, in den Bau eines separaten<br />
Lagergebäudes zu investieren, sollte, so<br />
Professorin Engel Hessel von der Universität<br />
Göttingen, Abteilung Verfahrenstechnik:<br />
„Erst einmal abklären, ob eine<br />
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Fotos: Landpixel<br />
Baugenehmigung zu bekommen<br />
ist.“ Im Außenbereich darf<br />
nicht jeder bauen. Pferdehalter,<br />
die den Status eines landwirtschaftlichen<br />
Betriebes haben,<br />
egal ob sie dies im Haupt- oder<br />
Nebenerwerb tun, sollten eine<br />
Baugenehmigung bekommen<br />
können. Der Gesetzgeber<br />
schränkt zwar auch für Landwirte<br />
ein, wann und wie, aber<br />
grundsätzlich gilt die Privilegierung<br />
landwirtschaftlicher Bauvorhaben.<br />
So ist laut § 35 Absatz<br />
1 Nr. 1 des Baugesetzbuches ein<br />
Vorhaben im Außen bereich<br />
zulässig, wenn es<br />
• einem land- oder forst wirt -<br />
schaftlichen Betrieb dient und<br />
• nur einen untergeordneten<br />
Teil der Be triebs fläche ein -<br />
nimmt,
Kostengünstige Variante: Folienhalle<br />
• öffentliche Belange im Sinne des Absatzes 3<br />
dürfen nicht entgegenstehen,<br />
• größtmögliche Schonung des Außenbereichs<br />
(Abs.5 S.1), was eine<br />
• flächensparende Ausführung und<br />
• möglichst geringe Bodenversiegelung beinhaltet.<br />
Doch landwirtschaftliche Bauvorhaben, wie Maschinen-<br />
und Geräteschuppen, Heu- und Strohlager,<br />
gelten laut Baugesetzbuch als privilegierte<br />
Anlage.<br />
Verschiedene Bausysteme<br />
Bevor die Überlegungen so konkret werden, dass<br />
Baugenehmigungen eingeholt werden, sollte<br />
man sich über die verschiedenen Bausysteme einen<br />
Überblick verschaffen. Man unterscheidet<br />
grundsätzlich drei Bauweisen. Die klassische Maschinenhalle<br />
ist ein Gebäude mit Stahlträgern, einer<br />
Eindeckung und einer Wandbekleidung aus<br />
Trapezblech oder Faserzementplatten. Bei der<br />
Leimbinderhalle sind die Träger aus Leimbindern<br />
Beliebt: Hallen als Heu- und Strohlager<br />
Praxis<br />
und die Verkleidung aus<br />
Holzbohlen. Die Dacheindeckung<br />
ist dieselbe wie bei<br />
der klassischen Variante.<br />
Eine kostengünstige Alternative<br />
kann der Bau einer Folienhalle<br />
sein. Die Konstruktion<br />
basiert auf einem Stahlgittergerüst,<br />
das von einer<br />
meist halbrunden UV-stabilen<br />
Kunststoffplane überspannt<br />
wird. Die Plane besteht<br />
aus Polyethylengewebe<br />
und ist extrem reißfest.<br />
Solche Hallen brauchen<br />
kein Fundament. Sie werden<br />
mittels Erdankern direkt im gewachsenen Erdreich<br />
fixiert. Wer möchte, kann solch eine Halle<br />
auch auf ein Betonfundament stellen.<br />
Für welchen Hallentyp man sich entscheidet,<br />
hängt auch von den Kosten ab.<br />
Dabei muss man bei einer Vergleichskalkulation<br />
sowohl die Baukosten als auch die Kosten für die<br />
Unterhaltung im Blick haben. Auf den ersten<br />
Blick locken Folienhallen mit einem vergleichsweise<br />
geringen Investitionsbedarf. Wer eine Folienhalle<br />
über Jahrzehnte nutzen will, sollte aber<br />
bedenken, dass die Kunststoffplanen altern, brüchig<br />
werden. Im regelmäßigen Turnus müssen<br />
die Planen daher ersetzt werden. Die Hersteller<br />
gehen meist von einer Nutzungsdauer von 15<br />
Jahren aus. Garantie auf die UV-Beständigkeit der<br />
Folie geben sie jedoch häufig nur für zehn Jahre.<br />
Hilmar Gerdes, Unternehmensberater bei der<br />
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, hat<br />
eine Vergleichskalkulation für die drei Standardhallen<br />
durchgerechnet. In seiner Beispielsrechnung<br />
hat er Hallen mit einer Größe von 25 mal<br />
40 m inklusive einer Betonsteinpflasterung<br />
des Hallenbodens<br />
verglichen.<br />
In die Berechnung flossen<br />
die Brutto-Herstellerkosten<br />
inklusive der Kosten für die<br />
Baugenehmigung mit ein.<br />
„Auf den ersten Blick erscheint<br />
die Folienhalle mit<br />
138.507 Euro Gesamtkosten<br />
konkurrenzlos günstig“, so<br />
der Experte.<br />
Für die Stahlhalle müssen<br />
ganze 212.310 Euro und für<br />
die Leimbinderhalle 199.167<br />
Euro ausgegeben werden.<br />
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Vor dem Bau: Baugenehmigung einholen<br />
Aufgrund der begrenzten Haltbarkeit der Folie bei den Leichtbausystemen<br />
gibt der Berater zu bedenken: „Aussagekräftiger erscheint<br />
daher der Vergleich der jährlichen Kosten.“ Und dann schrumpft der<br />
monetäre Vorteil der Folienhallen doch erheblich zusammen. Denn<br />
bei der Folienhalle wird davon ausgegangen, dass die Folie einmal<br />
nach rund 16 Jahren getauscht werden muss. Bei einer angenommenen<br />
Abschreibung der Hallen von 33 Jahren bei laufzeitgleicher<br />
Finanzierung liegen die Kosten pro Jahr für die Folienhalle dann bei<br />
12.919 Euro, für die Leimbinderhalle bei 17.319 Euro und für die<br />
Stahlhalle bei 18.462 Euro. Neben den Kosten spricht für Folienhallen<br />
auch die kurze Bauzeit, die, je nach Anbieter, teilweise weniger<br />
als eine Woche dauert. Hinzu kommt, dass man auch die Möglichkeit<br />
hat, die Halle jederzeit zu demontieren und an anderer Stelle<br />
neu aufbauen zu können. Für Stahl- und Leimbinderhallen spricht<br />
die dauerhafte Lösung. Nicht zu unterschätzen ist auch das größere<br />
Raumvolumen einer massiven Halle gegenüber einen halbrunden<br />
Folienhalle bei gleichem Grundriss. In solch klassische Hallen passen<br />
also erheblich mehr Stroh- und Heuballen hinein. Solch eine<br />
massive Halle lässt sich über Jahrzehnte nutzen, ja auch bestens umnutzen.<br />
Die Variationsbreite geht gedanklich von Reithalle über Maschinenhalle,<br />
Pferdestall bis hin zu alternativen Nutzungen wie einem<br />
Hofcafé oder einem Indoor-Spielplatz. Hinzu kommt, dass<br />
massive Hallen mit Hilfe von Photovoltaikanlagen teilweise refinanziert<br />
werden können, vor allem wenn man sich für eine Halle mit<br />
Pultdach entscheidet und damit die Fläche der Photovoltaikanlage<br />
enorm vergrößert. Egal für welchen Hallentyp Sie sich entscheiden:<br />
Bei der Lagerung von Heu und Stroh ist auf eine gute Belüftung der<br />
Halle und des Hallenbodens zu achten, damit die Ballen weder<br />
schimmeln noch sich entzünden, was immer wieder der Fall ist. Polizeiberichte<br />
über brennende Ballen kurz nach der Ernte gehören<br />
leider zum Alltag. Es bietet sich an, Hallen mit Betonsteinen auszukleiden.<br />
Wer Kosten sparen will und seine Halle nur mit gewachsenem<br />
Boden versieht, sollte seine Heu- und Strohballen am besten<br />
auf Paletten stellen, um sie zu schützen. Egal mit welchem Bodenbelag:<br />
Die regelmäßige Kontrolle Ihrer Stroh- und Heuvorräte auch<br />
in der neu gebauten Halle bringt Sicherheit. Friederike Stahmann
Deutsches Elite-Stutenchampionat<br />
12. bis 14. Juli in Lienen<br />
Baden-Württemberg<br />
3. Oktober: Verbandspferdeschau/Landesschau<br />
in Weilheim/Teck<br />
Bayern<br />
14. und 15. Juni: Landesschau<br />
in München-Riem<br />
Hannover<br />
7. August: Verbandsstutenschau in Verden<br />
Holstein<br />
11. und 12. Juni: Elite-Stutenschau<br />
in Elmshorn<br />
Mecklenburg-Vorpommern<br />
13. September: Landes-Elite-Stutenschau<br />
in Mühlengeez<br />
Niederlande<br />
16. August: KWPN-Stutenchampionat<br />
im Rahmen der Pferdetage in Ermelo<br />
Österreich<br />
20. bis 22. September: Stutenschau<br />
im Rahmen des Bundeschampionats<br />
im Pferdezentrum Stadl Paura<br />
Oldenburg<br />
25 Juli: Elite-Stutenschau in Rastede<br />
Rheinland<br />
1. August: Elite-Stutenschau Wickrath<br />
Rheinland-Pfalz/Saar<br />
24. und 25. August: Elite-Stutenschau<br />
im Landgestüt Zweibrücken<br />
Sachsen/Thüringen<br />
8. Juni: Stutenchampionat in Gera<br />
Schauen & Championate<br />
Der rote Teppich für die Stuten<br />
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Terminplan der Stutenschauen im Land<br />
Conte Cassini<br />
Achtung Züchter<br />
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deckt im Natursprung<br />
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Der Hengst beeindruckt durch sein hervorragendes<br />
Springvermögen, Bewegung<br />
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Schweiz<br />
20. Juli: CH-Prämienzuchtstutenschau<br />
in Avenches<br />
Westfalen<br />
23. und 27. Juli Elite-Schau für Stuten<br />
in Münster-Handorf<br />
Zuchtverband für deutsche Pferde<br />
23. September: Bundesschau Altefeld<br />
Foto: Beelitz<br />
Allle Angaben ohne Gewähr<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 43
Ponyzucht<br />
Eine gute Adresse<br />
Das Gestüt Kastanienhof im Portrait<br />
Das Gestüt Kastanienhof der Familie<br />
Coldewey im niedersächsischen<br />
Sage-Haast gehört zu den ersten<br />
Adressen in Sachen Deutsche Reitponyzucht.<br />
Timo und Julia Coldewey<br />
haben sich aber auch mit dem<br />
Herausbringen von Großpferden,<br />
etwa für Körungen, Leistungsprüfungen<br />
und Turniere, längst einen<br />
Namen gemacht.<br />
Mit Lissy fing alles an. Die Shetlandpony-Stute<br />
kaufte Herold<br />
Coldewey seinen Kindern zum<br />
Reiten – und natürlich wurde sie für erste<br />
Zuchtversuche eingesetzt. Entsprechend<br />
gesellte sich bald der erste Shetlandpony-<br />
Hengst mit Namen Nikolaus dazu. Das war<br />
1968, das Jahr, in dem Herold Coldewey<br />
auch dem Pferdestammbuch Weser-Ems<br />
beitrat – und damit den Grundstein für die<br />
nun bereits bald 45 Jahre währende Erfolgsgeschichte<br />
des Gestüts Kastanienhof<br />
Erfolgreiche Reiterin: Julia Coldewey mit FS Cracker Jack<br />
44 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Fotos: Becker<br />
mit Ponys aus Weser-<br />
Ems legte. Als die Shetlandponys<br />
für die Kinder<br />
zu klein wurden,<br />
sattelte Herold Coldewey<br />
1972 auf Welsh-Ponys<br />
und 1974 schließlich<br />
auf Reitponys um.<br />
Und dabei ist es bis heute geblieben.<br />
Ein weiteres, wichtiges Jahr war 1981. Damals,<br />
als die Deutsche Reitponyzucht heutiger<br />
Prägung noch eher in den Kinderschuhen<br />
steckte, bereiste Herold Coldewey<br />
in seiner Funktion als Nachwuchs-Körkommissar<br />
zusammen mit dem damaligen Weser-Ems-Zuchtleiter<br />
Dr. Dieter Schön Großbritannien.<br />
Es galt, im Mutterland der Reitponyzucht<br />
wertvolle Anregungen für die<br />
eigene Zucht zu sichten. Die wertvollste<br />
Anregung entdeckte Herold Coldewey bei<br />
Familie Turner in Cornwall: Brillant, der damals<br />
noch Benedict of Piran hieß, und mit<br />
dem Vater Piran John Halifax und der Mutter<br />
St. Lawrence Lilactyme (v. Arthur<br />
Sullivan xx) wertvollste Blutlinien verband.<br />
Entsprechend schwierig gestalteten<br />
sich die Verkaufsverhandlungen.<br />
Wer gibt schon gerne einen Brillanten<br />
diesen Karats aus der Hand? Aber am<br />
Ende wurde man sich<br />
doch handelseinig.<br />
Brillant trat<br />
die Reise über den<br />
Kanal an und bezog<br />
seine Beschälerbox<br />
auf Gestüt Kastanienhof.<br />
Anfangs hatte es der<br />
vierbeinige Import jedoch<br />
nicht ganz leicht, überaus<br />
kritisch beäugt von der<br />
eingefleischten Hengsthalterschaft.<br />
Doch als er<br />
selbst seine HLP mit<br />
Weile gewann und die<br />
ersten Nachkommen die<br />
Konkurrenten auf den<br />
Im niedersächsischen Sage-Haast gelegen: der Kastanienhof<br />
Schauen und im Sport deutlich in den<br />
Schatten stellten, war der Bann gebrochen,<br />
und ein Siegeszug ohne Beispiel folgte.<br />
1984 wurde Brillant in Hannover und 1988<br />
in Weser-Ems zum Siegerhengst der Alt -<br />
hengstschauen gekürt und setzte sich gegen<br />
Großpferde in S-Dressuren durch.<br />
Über 35 gekörte Söhne, mehr als 200 eingetragene<br />
Zuchtstuten, die (gekörten) Bundeschampions<br />
Bolero und Benjamin A, die<br />
DLG-Siegerstute Giana und die IG-Welsh-<br />
Bundessiegerin Mac Baroness stehen zu<br />
Buche. Die Lebensgewinnsumme seiner<br />
Nachkommen betrug 2012 über 230.000<br />
Euro – was Brillant einen Spitzenplatz in<br />
der ewigen Bestenliste seiner Zunft einbrachte,<br />
und das selbst noch zehn Jahre<br />
nach seinem Tod. Entsprechend seiner Bedeutung<br />
als Stempelhengst der modernen<br />
Reitponyzucht, und zwar in Dressur und<br />
Springen, wurde Brillant auch im Logo des<br />
Gestüts Kastanienhof ein Denkmal gesetzt<br />
Einige Aushängeschilder<br />
Aber nicht nur Brillant gilt als Aushängeschild<br />
der Station. Zu der ab den 1980er-<br />
Jahren vermehrt betriebenen Hengsthaltung<br />
gehörten und gehören mit Bayus, Botticelli,<br />
Kaiserjäger xx, Losander, Llanarth<br />
Most Triton, Mozart, Halifax und Kennedy<br />
weitere prominente Vererber.<br />
1994 übernahm Herold Coldeweys Sohn<br />
Timo das Herausbringen der Junghengste<br />
und hatte mit Kaiserstern auch gleich den<br />
Siegerhengst der Weser-Ems-Körung am<br />
Kopf. 2000 wurde die Körvorbereitung auf<br />
gestütsfremde Hengste ausgeweitet. Seit<br />
2001 herrscht familiäre Arbeitsteilung auf<br />
Gestüt Coldewey: während sich Timo Col-
Siegte auf der Weser-Ems-Körung: Manchester United mit Timo und Julia Coldewey<br />
dewey und seine Frau Julia, gelernte Pferdewirtschaftsmeisterin/SchwerpunktReiten,<br />
auf der Anlage an der Garreler Straße<br />
der Ausbildung der Junghengste und Förderung<br />
der Ponys unter dem Sattel widmen,<br />
haben Herold Coldewey und seine<br />
Frau Renate in unmittelbarer Nähe auf ihrem<br />
Betrieb am Goldammerweg das Management<br />
der Zuchtstuten und Fohlen inne.<br />
„Für uns steht seit jeher die konsequente<br />
Ausrichtung auf leistungsbereite und kinderfreundliche<br />
Ponys mit besten Anlagen<br />
und optimaler Ausbildung im Vordergrund“,<br />
erklärt Timo Coldewey. Dass dies<br />
der richtige Weg ist, das dokumentieren<br />
eindrucksvoll nicht nur die bereits erwähnte<br />
DLG-Siegerstute und mehrfache<br />
Hengstmutter Giana (v. Brillant), die Lan -<br />
des championess Ratja (v. Brillant), der Weser-Ems-Meister<br />
Barkley (v. Brillant), das M-<br />
Springpony Aronjo, die vierfache Hengstmutter<br />
Grace Kelly, das EM-Springpony<br />
Siegerhengst aus Weser-Ems: Cockney Cracker<br />
Tony Stone und der Landeschampion<br />
Brandy I (v. Brillant), sondern aktuell auch<br />
der Weser-Ems-Meister und bis St. Georges<br />
erfolgreiche Kennedy WE, der Weser-Ems-<br />
Siegerhengst Manchester United (v. The<br />
Breas My Mobility), der Reservesieger Haddaway<br />
(v. Halifax), der 2. Reservesieger Kaiser<br />
Bonaparte WE (v. Kennedy), der Bun -<br />
des championats-Bronzegewinner Head liner<br />
(v. Halifax) und der amtierende Weser-Ems<br />
Siegerhengst Cockney<br />
Cracker (v. FS<br />
Cracker Jack).<br />
Gekörte Hengste<br />
Bei der Hannoverschen<br />
Ponykörung<br />
2012 in Verden war<br />
es dann so weit,<br />
der 100. Hengst<br />
aus der Vorbereitung<br />
von Julia und<br />
Ponyzucht<br />
Timo Coldewey erhielt das Zucht-Okay, bezeichnenderweise<br />
ein Sohn des Kastanienhof-Hauptbeschälers<br />
Halifax.<br />
Kurz darauf gab es aus der Hand des niedersächsischen<br />
Landwirtschaftsminister<br />
Gert Lindemann den „Niedersächsischen<br />
Staatsehrenpreis für Tierzucht“ – als<br />
höchste Auszeichnung des Landes in Sachen<br />
Tierzucht und erstmals an Reitponyzüchter<br />
vergeben. „Besonders stolz waren<br />
wir, dass der Minister in seiner Laudatio<br />
nicht die Leistung des Einzelnen, sondern<br />
unseren familiären Zusammenhalt hervorhob“,<br />
erzählt Timo Coldewey. Mit den Weser-Ems-Siegerhengsten<br />
Olivier K WE und<br />
Cockney Cracker, dem Reservesieger Hot<br />
Cream WE, den Hauptvererbern Halifax<br />
und The Breas My Mobility, dem Weser-<br />
Ems-Prämienhengst Claudius und dem Trakehner<br />
Vize-Champion Zauberlord, die<br />
2013 über die Besamungsstation des Gestüts<br />
Kastanienhof den Züchtern zur Verfügung<br />
stehen, dürften sich auch in Zukunft<br />
noch weitere Erfolgskapitel für die Familie<br />
Coldewey anschließen. Dr. Tanja Becker<br />
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6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 45
Züchterportrait<br />
Schon seit Jahrzehnten hat die bäuerliche<br />
Zucht im Rheinland Tradition.<br />
So auch in den Familien von<br />
Leonie und Georg Kellerwessel. Genetisch<br />
vorbelastet, konnten die<br />
beiden also wahrscheinlich gar<br />
nicht anders, als auch in die Zucht<br />
einzusteigen. Viele erfolgreiche<br />
Dressurpferde wären sonst wohl<br />
heute nicht auf dem Viereck unterwegs.<br />
Meine Oma erzählte immer ganz<br />
stolz von Opas 50 gekörten Kaltbluthengsten“,<br />
erinnert sich Georg<br />
Kellerwessel, gelernter Landwirt. Sein<br />
Schwiegervater, der Vater von Leonie Kellerwessel,<br />
war zwar nicht selber als Züchter<br />
aktiv, aber das Interesse für die Sportpferde<br />
kommt von seiner Seite. Als junger Mann ist<br />
er zu allen Großereignissen in Europa gereist,<br />
um sich die herrlichen Pferde anzuschauen.<br />
„Züchterische Passion und das<br />
Gefühl für die richtige Anpaarung lässt sich<br />
Gott sei Dank nicht kaufen“, ist sich der erfolgreiche<br />
Stutenhalter sicher.<br />
Zuchtaufbau auf dem Dresenhof<br />
Bei so viel Wissen und Instinkt kam in den<br />
neunziger Jahren unweigerlich der Schritt<br />
Jetzt anfangen zu füttern!<br />
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46 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Passion statt Profit<br />
Seit 20 Jahren züchten Leonie und Georg Kellerwessel Dressurpferde<br />
in die Warmblutpferdezucht. Auf Gut Dresenhof<br />
fand das Paar genau die richtigen<br />
Rahmenbedingungen vor. Neben dem klassischen<br />
Ackerbau wurde auf dem Hof<br />
schon seit über 50 Jahren von Familie Kellerwessel<br />
Viehhaltung betrieben. Waren es<br />
früher schwarz-bunte Milchkühe, so sind es<br />
eben heute blonde d’Aquitaine-Kühe und<br />
Rheinländer, die sich auf den weiten Wiesen<br />
am Kölner Stadtrand tummeln. Mit dem<br />
Kauf ihrer beiden Stammstuten Wilma<br />
(St.Pr.St. v. Werther-Waldmeister) und Wallonie<br />
(v. Wall Street-Ehrensold) legten sie<br />
ihren Grundstein. Einen ziemlich erfolgreichen<br />
übrigens. Wilma brachte insgesamt<br />
neun Staatsprämienstuten, unter anderem<br />
die Stuten Florenz und Siena, die beide die<br />
Blonder d’Aquitaine-Nachwuchs in Köln<br />
Elite-Schau im Rheinland für sich entscheiden<br />
konnten, und den gekörten Hengst<br />
Sunny Day, der 2004 Prämienhengst der<br />
Münsteraner Hauptkörung war. Er gewann<br />
2005 dreijährig das NRW-Nachwuchsmeeting,<br />
nahm am Bundeschampionat teil und<br />
ist inzwischen unter seiner Besitzerin Sylvia<br />
Zimmer bis zur Klasse S erfolgreich. Um die<br />
gute Genetik der Wilma zu erhalten, entschied<br />
sich Georg Kellerwessel, mit Florenz<br />
weiterzuzüchten. Eine gute Entscheidung,<br />
wie sich in den folgenden Jahren herausstellte.<br />
Die Halbblutstute v. Feuerfunke xx<br />
brachte den leidenschaftlichen Züchtern<br />
neben Confetti von Conteur (gekört in den<br />
USA und dort im Sport erfolgreich) die<br />
Staatsprämienstute La Jolie v. Lanciano,<br />
Mutter des gekörten Son of Cologne v. Sir<br />
Donnerhall (2. Res.-Sieger der NRW-Körung<br />
2008). Dieser wurde durch das nordrheinwestfälische<br />
Landgestüt erworben. Inzwischen<br />
hüpft schon die vierte Generation<br />
mit Wilma-Blut über die Weiden. La-Jolie-Tochter<br />
Santanyi (Vollschwester des Son<br />
of Cologne) hat ihr erstes Fohlen im März<br />
bekommen – eine kleine Stute vom NRW-<br />
Landbeschäler Fürst Selection. Beim Anblick<br />
von Fiera de Colonia blitzt in den Augen<br />
der Kellerwessels die Begeisterung<br />
aufs und die beiden sind sich einig: Die<br />
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Nahrungsergänzung für Stuten, Fohlen, Jährlinge und Zweijährige. <br />
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Fotos: Zecchini
wird nicht verkauft!<br />
Obwohl es schon<br />
mehrere Angebote<br />
für den jungen Nachwuchs<br />
gab. Eben<br />
Passion statt Profit.<br />
Auch Siena machte<br />
von sich reden. Als<br />
Mutter des Zirkon v.<br />
Zack, stellt Siena einen<br />
der SüddeutschenPrämienhengste<br />
2013. Seine<br />
Züchterin Sylvia Zimmer<br />
verkaufte ihn<br />
anlässlich der Körung<br />
an die Familie<br />
Swarowski aus Österreich, die Zirkon<br />
durch den Zuchthof Wadenspanner in Bayerns<br />
ausbilden lässt und ihn für drei Jahre<br />
der Deckstation zur Verfügung stellt.<br />
Auch Wallonie konnte erfolgreiche Nachzucht<br />
aufweisen: St.Pr.St. Adoree v. Abanos<br />
dreijährig auf dem Bundeschmapionat und<br />
international bis M erfolgreich. In Verbindung<br />
mit Fürst Heinrich brachte Wallonie<br />
den 2005 in NRW gekörten Fürst Scheurenhof,<br />
erfolgreich bis zum Finale des Bundes -<br />
championats und drei Jahre lang Deckhengst<br />
bei Familie Wadenspanner. Außerdem<br />
ist die 1993 geborene Stute Mutter der<br />
Sierra Madre, die über ihren Vater Sunny<br />
www.pavo.net<br />
Son of Cologne – 2008 gekört – ist in Warendorf im Deckeinsatz<br />
Day die Genetik der beiden ersten in sich<br />
vereint. Sierra Madre, heute siebenjährig, ist<br />
zurzeit siegreich und platziert bis zur<br />
Klasse L** unter ihrer Reiterin Julia Wahle.<br />
Leidenschaft und Visionen<br />
So viel züchterisches Engagement begrenzt<br />
sich logischerweise nicht nur auf den Stall<br />
und die Weiden. Seit 1999 ist Georg Kellerwessel<br />
Vorsitzender des Kreispferdezuchtvereins<br />
Rhein-Erft. Ihm liegt unter anderem<br />
am Herzen, in wirtschaftlich schwierigen<br />
Zeiten mitzuhelfen, die Zukunft dieses relativ<br />
kleinen, aber wirtschaftlich soliden Verbandes<br />
zu sichern. Seiner Meinung nach ist<br />
Etwa 300 Jahre ist der wunderschöne Innenhof des Guts Dresenhof schon alt<br />
Foto: Ernst<br />
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Züchterportrait<br />
Zur Silberhochzeit gab es dieses Gemälde<br />
jetzt die beste Zeit, sich zu positionieren.<br />
Erst recht, nachdem klar ist, dass die Rheinländer<br />
nicht mit den Westfalen kören werden.<br />
Mit dem Pferdezentrum in Wickrath<br />
und dem großen Vorteil der Rheinländer,<br />
noch viele Jahre die Anlage und das Gelände<br />
des Chio Aachen nutzen zu können,<br />
ist Georg Kellerwessel sicher, interessierte<br />
Kooperationspartner zu finden. Alle Verbände<br />
haben derzeit große Rückgänge in<br />
den Bedeckungszahlen zu verkraften. Er ist<br />
sicher, dass der Geschäftsführer Martin<br />
Spoo und der Vorstand des Rheinlands die<br />
richtigen Entscheidungen für die Zukunft<br />
des Verbandes treffen werden. Es braucht<br />
eben Visionen, damit sich in den Zuchtkreisen<br />
etwas bewegt.<br />
Die schwierigen Zeiten im Pferdeverkauf<br />
führten auch dazu, dass die Fohlen von<br />
2012 noch das grüne Gras der Kölner Weiden<br />
genießen. Auf dem Markt war einfach<br />
nicht das Geld für den Nachwuchs zu bekommen,<br />
was er in den Augen der Kellerwessels<br />
wert ist. „Zum Glück müssen wir<br />
nicht vom Pferdeverkauf leben. Pferdezucht<br />
darf man nie mit einer Gewinnabsicht<br />
betreiben“, erklärt der Hausherr. Kellerwessels<br />
haben allerdings bewusst nur<br />
eine Stute für dieses Jahr gedeckt. Auch<br />
2014 wird, wenn alles gut geht, nur ein<br />
Dresenhof-Fohlen zur Welt kommen. „Wir<br />
können uns auch an den Fohlen unserer<br />
Kunden erfreuen. Denen stehen wir gerne<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 47
Züchterportrait<br />
mit Rat und Tat zur Seite“, ergänzt<br />
Leonie Kellerwessel. Neben den<br />
eigenen Zuchtstuten haben bei<br />
den Kellerwessels auch private<br />
Züchter mit ihren Stuten einen<br />
Platz zum Abfohlen. Wenn es die<br />
Besitzer wünschen, können die<br />
Pferdekinder ihr Leben ohne Probleme<br />
auf den Weiden des Dresenhofs<br />
verbringen, bis der Ernst<br />
des Lebens losgeht.<br />
Starke Frau im Hintergrund<br />
Auch wenn die eigenen Ambitionen<br />
derzeit ein wenig minimiert<br />
sind, so hat sich die Arbeit mit<br />
den Tieren nicht verringert. Leonie<br />
Kellerwessel und ihr Team haben<br />
die Fohlen jeden Tag an der<br />
Hand. So gewöhnen sie sich schneller an<br />
den Menschen und das Führen am Halfter.<br />
Außerdem bekommen die Pferdekinder<br />
Zusatzfutter, um beispielsweise Aufzuchtproblematiken<br />
wie Gelenkchips zu reduzieren.<br />
Die Vierbeiner danken es ihnen. Ein<br />
kurzer Pfiff, ein leises Rascheln, und die<br />
Stutenherde kommt gemächlich vom anderen<br />
Ende der Wiese angelaufen. Während<br />
Leonie Kellerwessel zu jeder Stute eine Geschichte<br />
erzählt und die Verwandschaftsverhältnisse<br />
aus dem Effeff parat hat, bekommen<br />
alle eine kurze Streicheleinheit.<br />
Okay, mag man meinen,<br />
diese Herde ist noch jeden Tag<br />
mit den Menschen in Kontakt.<br />
Aber das Bild ändert sich auch<br />
nicht, als wir die Zweijährigen auf<br />
ihrem Stück Land besuchen. Neugierig<br />
kommen sie angetrabt, obwohl<br />
sie schon einige Wochen<br />
draußen sind. Doch das Aufzuchttalent<br />
der gelernten Bankkauffrau<br />
begrenzt sich nicht nur auf die<br />
Pferde. Auch die blonden d’Aquitaine,<br />
an denen wir auf dem<br />
Rückweg zum Gut vorbeilaufen,<br />
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48 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Leonie und Georg Kellerwessel mit Santanyi und Fiera<br />
hat sie schon zum Sieg im Ring geführt. Auf<br />
diese erfolgreiche Zucht sind Kellerwessels<br />
mindestens genauso stolz wie auf ihre<br />
Pferde. Zurück am Dresenhof ist Leonie<br />
Kellerwessel Ansprechpartnerin für die<br />
Pferdekundschaft. Ein Pferd steht verletzt<br />
auf der Stallgasse und wartet auf den Tierarzt,<br />
da gibt es ein paar tröstende Worte.<br />
Auch die Reiterin von Sierra Madre – Julia<br />
Wahle – biegt gerade um die Ecke, und<br />
freudig wird miteinander noch einmal über<br />
das erfolgreiche Turnierwochenende ge-<br />
Zahlreiche Erinnerungen hängen an den Wänden<br />
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fachsimpelt. Georg Kellerwessel<br />
ist sich bewusst: „Wenn meine<br />
Frau das nicht mit so viel Freude<br />
und Leidenschaft machen würde,<br />
ginge das alles gar nicht so reibungslos.<br />
Ich bin ja den ganzen<br />
Tag im Feld blockiert.“ Gemeinsam,<br />
das ist ihm wichtig, haben<br />
die beiden eine erfolgreiche Pferdezucht<br />
auf die Beine gestellt.<br />
Haus voller Erinnerungen<br />
Davon zeugt auch der Ess- und<br />
Wohnbereich der Familie. Kaum<br />
eine Wand, an der keine Fotos<br />
der arrivierten Nachkommen hängen.<br />
Eine große Zeichnung von<br />
Wilma mit ihrem Sohn Sunny Day<br />
hat Georg Kellerwessel seiner<br />
Frau zum 25. Hochzeitstag geschenkt. Bei<br />
den ganzen alten Aufnahmen kommen unweigerlich<br />
Erinnerungen hoch. 80 Fohlen<br />
sind in den vergangenen 20 Jahren auf Gut<br />
Dresenhof zur Welt gekommen. Da waren<br />
einige schwierige Geburten dabei und einige,<br />
die ganz schnell gingen. Manche waren<br />
so flott, dass das Fohlen schon auf der<br />
Welt war, bis Kellerwessels in den Stall gelangt<br />
sind. Viele ihrer Pferdekinder haben<br />
sie auf dem eigenen Hof vermarktet. Eigentlich<br />
sind die Kellerwessels auch noch<br />
viel zu enthusiastisch, um sich die<br />
Zucht nur von außen anzuschauen.<br />
Georg Kellerwessel ist<br />
sich sicher: „Mit Fiera greifen wir<br />
noch mal an!“ Bei der Frage, wo<br />
sie sich denn in weiteren 20 Jahren<br />
sehen, schmunzeln beide. Da<br />
ist die Antwort fast klar. „Wenn<br />
wir dann noch gesund sind, züchten<br />
wir natürlich weiter. Vielleicht<br />
nur mit einer Stute. Man wird sehen.“<br />
Gegen eine passionierte<br />
Ver anlagung kann eben auch das<br />
Alter nichts ausrichten.<br />
Petra Boschen<br />
Fotos: Zecchini
Am Puls der Zucht.<br />
<strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />
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Einige Fragezeichen …<br />
Leserbrief von Volker Raulf<br />
Als ich die Gedanken und Visionen<br />
im Editorial der Ausgabe 4/13 gelesen<br />
habe, musste ich schmunzeln<br />
und war etwas erstaunt, dass der Herausgeber<br />
Hugo Matthaes den Finger in die<br />
Wunde seiner Anzeigenkunden gelegt hat.<br />
Eigentlich war es nur logisch, dass sich das<br />
Pferdeland Niedersachsen zu Wort meldete<br />
und aufzeigte, wie präsent wir die „Hannoveraner<br />
erleben“ durften. Es stimmt, es waren<br />
vier klasse Pferde, die auch immer wieder<br />
im großen Ring gezeigt wurden und<br />
ausgesprochen sach- und fachgerecht vorgestellt<br />
wurden. Aber hatte der Rest der<br />
Präsentationen der deutschen Zuchtverbände<br />
nicht etwas mit einem Infostand von<br />
Versicherungsunternehmen oder Banken<br />
zu tun? Die Equitana lebt seit den 70er-Jahren<br />
von der Faszination Pferd. Ich empfehle<br />
hier ein bisschen die Lektüre im gerade<br />
herausgegebenen Equitana-Buch. Unseren<br />
vielen Zuchtverbänden in Deutschland<br />
wünsche ich für die Zukunft einfach,<br />
„Keine Abwahlen in Westfalen“<br />
Leserbrief von Rolf Schettler<br />
Zu Ihrem Beitrag im ZÜCHTERFO-<br />
RUM Nr. 5/2013 sowie dem entsprechenden<br />
Hinweis auf der Titelseite<br />
erlauben Sie mir folgende Anmerkung. Bei<br />
der Delegiertenversammlung in Münster<br />
am 22. April 2013 erfolgte keine einzige<br />
„Abwahl“. Ein zwischenzeitlich eingegangener<br />
Abwahlantrag war aus mehreren<br />
Gesichtspunkten rechtlich unzulässig. Man<br />
hätte somit rechtlich einwandfrei zur Tagesordnung<br />
übergehen können. Dennoch hat<br />
der stellvertretende Vorsitzende des Westfälischen<br />
Pferdestammbuchs, Herr Günter<br />
Voss, freiwillig und ohne Not diesen unwirksamen<br />
Antrag zum Anlass genommen,<br />
der Delegiertenversammlung die Vertrauensfrage<br />
zu stellen. Nach deren negativem<br />
Ausgang ist er in demokratisch vor bildlicher<br />
Weise freiwillig zurückgetreten. Allein aus<br />
50 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
wieder einmal die Fantasie und die Kraft<br />
der Emotionen einzusetzen, um für ihre tollen<br />
Zuchtprodukte zu werben. Wie kann es<br />
sein, dass Pferdezüchter aus ganz Europa<br />
mit ihren Verbänden nach Essen kommen<br />
und, ich weiß, wovon ich spreche, ziemlich<br />
viele Pferde verkaufen. Nur unsere deutschen<br />
Zuchtverbände wissen, dass auf der<br />
Equitana außer Gerten und Reithosen ja gar<br />
nichts geht. Ein Blick in die Investitionsgüterhalle<br />
3 sagt dem, der es wissen will: Es<br />
fanden 2013 enorme Abschlüsse statt, es<br />
wurde sehr, sehr viel Geld investiert, und<br />
wer seine Anlage renoviert oder gar neu<br />
baut oder sich für den neuesten 18-Tonnen-Pferdetransporter<br />
mit allem Komfort<br />
interessiert, der ist doch eigentlich Kernzielgruppe<br />
auch der deutschen Pferdezucht.<br />
Schade, da wurde höchstwahrscheinlich<br />
auch 2013 eine große Chance<br />
vertan, und ein Siggi Friedrich mit seinem<br />
wirklich motivierten FN-Team neben vier<br />
Hannoveranern, ein paar Süddeutschen<br />
Loyalität und um den Teamgeist des Vorstandes<br />
zu dokumentieren, sind der Vorsitzende<br />
Freiherr von Beverfoerde und drei<br />
weitere Mitglieder des Vorstandes diesem<br />
Beispiel gefolgt und ebenfalls aus eigenen<br />
Stücken zurückgetreten. Dies ist nun wahrlich<br />
alles andere als eine Abwahl! Eher ein<br />
Zeichen besonders hohen Ethos sowie der<br />
geistigen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit<br />
der zurückgetretenen. Wird an anderer<br />
Stelle gerne gerügt, dass Funktionäre angeblich<br />
an ihren Sesseln kleben, so war<br />
dies ein Beispiel äußerst ehrenwerter demokratischer<br />
Kultur, das seinesgleichen<br />
sucht. Wenn auch ein tragisches Beispiel,<br />
denn die zurückgetretenen – nicht abgewählten!<br />
– Vorstandsmitglieder vertraten<br />
die eindeutige Vorstandsmehrheit und mit<br />
ihr ein gemeinsames Sanierungskonzept<br />
Leserbriefe willkommen<br />
Wir freuen uns über Kommunikation<br />
mit unseren Lesern. Wenn Sie uns<br />
schreiben möchten, hier ist die Adresse:<br />
<strong>ZÜCHTERFORUM</strong>, Matthaes Medien<br />
GmbH & Co. KG, Motorstraße 38,<br />
70499 Stuttgart, oder zuechterforum@<br />
matthaesmedien.de. Bitte haben Sie<br />
Verständnis, dass nur Leserbriefe mit<br />
Ihrem vollständigen Namen und Ihrem<br />
Ort veröffentlicht werden können, da<br />
Leserbriefe die persönliche Meinung<br />
des Absenders und nicht unbedingt<br />
die der Redaktion wiedergeben. Leser -<br />
briefe können von der Redaktion gekürzt<br />
werden, wenn es erforderlich ist.<br />
Kontakt zu uns kann auch über www.<br />
facebook.de/zuechterforum aufgenommen<br />
werden.<br />
(tollen Pferden) und den mehr als zehn Ponys<br />
des Ponyforums, die dort verkauft wurden,<br />
gegenüber fast 1000 Pferden aller<br />
möglicher Rassen, bleibt dann doch ein Armutszeugnis,<br />
oder?<br />
Volker Raulf, Mönchengladbach<br />
für das defizitäre Westfälische Pferdezentrum.<br />
Dass die Delegiertenmehrheit hoch<br />
engagierten Vorstandsmitgliedern, die sie<br />
selbst vor exakt zwölf Monaten mit überragender<br />
Mehrheit auf den Schild gehoben<br />
und einem klaren Sanierungsauftrag ausgestattet<br />
hatten, noch vor Erläuterung des ersten<br />
Jahresabschlusses dieses Vertrauen wieder<br />
entzogen, kann nur Ergebnis einer breit<br />
angelegten Desinformationskampagne<br />
oder Zeichen einer Sprunghaftigkeit sein,<br />
die allerdings überhaupt nicht zu den als<br />
zuverlässig und loyal bekannten Westfalen<br />
passt. Dass eine deutliche Mehrheit der Delegierten<br />
sehenden Auges das 109 Jahre<br />
alte Westfälische Pferdestammbuch in eine<br />
bedrohliche Schieflage steuert, ist mit bäuerlicher<br />
Vernunft jedenfalls nicht zu erklären!<br />
Rolf Schettler, Herten
Sport Horse Breeding<br />
SPORT HORSE BREEDING<br />
Für den deutschsprachigen Raum exklusiv im <strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />
Qualität von Westfalen<br />
Der Stempelhengst Polydor
Wenn es innerhalb der deutschen Pferdezucht in der<br />
Nachkriegszeit einen Hengst gegeben hat, der die besten<br />
Springanlagen aus einer Stute herausholen konnte,<br />
dann war dies Polydor.<br />
Der dunkelbraune Westfale wurde ab den Olympischen<br />
Spielen von Seoul (1988) bis hin zu den Olympischen<br />
Spielen von Hongkong (2008) in fünf von sechs Spielen<br />
von fünf verschiedenen Kindern vertreten. Auf jeder<br />
Weltmeisterschaft von Aachen (1986) bis Kentucky<br />
(2010) kamen Polydor-Kinder an den Start. Außerdem<br />
ist Polydor der einzige Hengst, von dem zwei Kinder<br />
den Großen Preis von Calgary gewinnen konnten. Am<br />
18. April 2000 starb Polydor im Alter von 29 Jahren.<br />
Das Ende einer Legende, die ausgestopft wurde und nun<br />
die Besucher des Pferdemuseums in Münster begrüßt.<br />
Die Gewinner des Großen Preises von Calgary waren Pamina<br />
(Otto Becker) und Two Step (Michael Whitaker).<br />
Weitere Top-Pferde von Polydor waren u.a. Pozitano (Beat<br />
Mändli), der olympisches und europäisches Team-Silber gewann,<br />
Porter (Thomas Frühmann) wurder vierter auf der EM in St. Gallen,<br />
Pamina (Otto Becker) landete auf dem fünften Platz der WM in<br />
Stockholm, Opium (Marc Houtzager) wurde Achter im olympischen<br />
Finale von Hongkong, Peu a Peu (Daniel Etter) gewann Team-Gold<br />
52 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Sport Horse Breeding<br />
Qualität von Westfalen<br />
Stempelhengst Polydor<br />
auf der EM in Windsor, und Bellenuit (Otto Becker) gewann die<br />
Großen Preise von Geesteren, Frankfurt und Paris.<br />
Dass Polydor Stempelhengst allererster Güte ist, sieht man, wenn er<br />
mit der richtigen Stute angepaart wird. Wurde er mehrmals mit der<br />
gleichen Stute angepaart, resultierte dies oft in mehreren Erfolgsprodukten.<br />
Beispiele dessen sind Paavo N (Jessica Kürten) und<br />
Potsdam (Heinrich Wilhelm Johannsmann), Paola (Henrik von<br />
Eckermann) und Polarwind (Elad Yaniv), Polyfox (Giuseppe Rolli)<br />
und Pionier (Filippo Moyersoen), Sonora la Silla (Jan Tops), Sprehe<br />
Padua (Ralf Schneider) und Poor Boy (Beat Mändli). Es ist ein seltenes<br />
Husarenstück, dass Vollbrüder und Vollschwestern im Top-<br />
Sport erfolgreich sind.<br />
Nelusko-Enkel<br />
2002 vom WBFSH als bester Vererber in der Zeit von 1992 bis 2001 ausgezeichnet: Polydor der<br />
als einziger Hengst dreimal als Muttervater im letzten Weltcupfinal in Göteborg auftauchte<br />
Obwohl Polydor in Westfalen gezüchtet wurde, besteht sein Pedigree<br />
zu 75 % aus Hannoveraner Vorfahren. Der andere Teil kommt aus der<br />
Vaterlinie seines Urgroßvaters, des Vollblüters Pluchino xx, und Polydors<br />
eigener Mutterlinie, die ihren Ursprung in Westfalen hat.<br />
Stamm-Mutter Ida ist zu Zeiten der vorletzten Jahrhundertwende geboren<br />
und ohne Eltern eingeschrieben. Mit großer Sicherheit ist zu<br />
sagen, dass der Ursprung dieser einheimischen Stute im nahegelegenen<br />
Zuchtgebiet Oldenburg oder Ostfriesland liegt. Zu Anfangszeiten<br />
des Westfälischen Pferdestammbuchs wurden nämlich viele Stuten<br />
und Hengste aus diesen traditionsreichen Zuchtgebieten genutzt.<br />
Es ist gut möglich dass ein wenig<br />
Blut von einheimischen Pferden, wie<br />
der aus Davert, eingekreuzt wurde.<br />
Ida wurde von dem Oldenburger Saladin<br />
(1889) gedeckt, der von 1893<br />
bis 1908 Warendorfer Landbeschäler<br />
war. Aus dieser Anpaarung entstand<br />
Selma van Vadrup. Das Suffix verweist<br />
auf die Ortschaft Vadrup (bei<br />
Westbevern), wo ihr Züchter August<br />
Kötters wohnte. 1920 beschloss die<br />
Westfälische Zuchtkommisssion auf<br />
Hannoveraner Basis weiterzuzüchten.<br />
Dies hatte unmittelbaren Einfluss auf<br />
das Angebot an Landbeschälern in<br />
Warendorf. Zu den meistgefragten<br />
Hannoveraner Hengstlinien gehörte<br />
in dieser Zeit die Nelusko-Linie. Zu<br />
deren prominenten Vertretern in<br />
Westfalen gehörte der bis 1927 im<br />
Deckeinsatz stehende Landbeschäler<br />
Nektar. 1940 schrieb Bernhard Haselon<br />
über diesen großrahmigen
Hat seinen Enkel Polydor stark beeinflusst: Hannoveraner Frühlicht I<br />
Fuchs: „In seiner Nachzucht fand man oftmals seinen starken Bau,<br />
gute Bemuskelung, Arbeitswillen und Springqualitäten zurück.“<br />
Selma wurde mit Nektar angepaart, was in der Stute Nelsa von Vadrup<br />
resultierte. Zu ihren Partnern gehörte u.a. der Landbeschäler<br />
Neck, er war genau wie Nektar ein Enkel von Nelusko. Über Neck<br />
schrieb Haselon: „Er machte edle, oft herausragende Re monten.<br />
Viele seiner Nachkommen verfügen über herausragende Springqualitäten.“<br />
In einer Zeit, zu der Westfalen weder als ein Remonte-<br />
Zuchtgebiet noch als Zuchtgebiet von Springpferden bekannt und<br />
angesehen war erscheint diese Bemerkung als sehr wertvoll. Das<br />
Zuchtprodukt aus Neck und Nelsa hieß Neckerin von Vadrup<br />
(1928). Von ihr wurden sieben Nachkommen eingeschrieben, darunter<br />
ihre großrahmige braune Tochter Hilda von Vadrup (1937).<br />
Ihr Vater Halt I (Helgoland I) galt als einer der schwersten Hengste<br />
seiner Zeit. Hildas letztes Fohlen, Schwalbe von Vadrup (1944),<br />
stammt ab von Schwan I (Schwank), ein kleiner harter Hengst, der<br />
die westfälischen Pferde im wahrsten Sinne des Wortes beflügelte<br />
und gleich eine ganze Reihe Sportlerjahrgänge produzierte.<br />
Almhüter und Frühlicht I<br />
Mit Schwalbe von Vadrup zog die Mutterlinie von Polydor auf den<br />
Hof von Kötters’ Nachbarn Bernhard Mennemann um. Schwalbe ist<br />
Mutter von vier eingeschriebenen<br />
Kindern, darunter der gekörte<br />
Hengst Abflug (Abschaum),<br />
der im Privatbesitz stehend<br />
nur einige wenige Stuten<br />
bekam. Seine Halbschwester<br />
Adele von Vadrup stammt ab<br />
von Abendlicht (Abendsport),<br />
einem unbedeutenden Hannoveraner,<br />
der allerdings über<br />
seine Mutter das wertvolle Blut<br />
von Feiner Kerl führt.<br />
Adele wurde mit dem Hengst<br />
Grünschnabel (Grünspecht) angepaart,<br />
daraus entstammte<br />
Sport Horse Breeding<br />
Aus Polydors Mutterlinie: Potz Blitz unter Niels von Hirschheydt<br />
Bei Polydors Mutter ist Almhüter angepaart mit seiner Vollschwester.<br />
Gundi von Vadrup. Grünschnabel spielt hier eine wichtige Rolle, da<br />
sein Blut hervorragenden Anschluss fand, insbesondere an das Blut<br />
von Muttervater Almhüter, einem Sohn von Almjäger I aus der berühmten<br />
Stute Fabia (Feiner Kerl-Aconit-Nelusko). Die konsolidierte<br />
Abstammung von Gundi wurde durch ihren Partner Frühlicht I<br />
(Frühsport) nochmals bekräftigt. Dieser braune Hannoveraner<br />
stammt nämlich aus einer Vollschwester von Almhüter, wodurch die<br />
Stute Fabia zweimal im Pedigree auftaucht, sowohl über einen Sohn<br />
als auch über eine Tochter. Das Zuchtprodukt heißt Fata Morgana,<br />
und diese Stute ist die Mutter von Polydor. Die Inzucht auf Fabia ist<br />
unserer Meinung nach der Grund für die Springqualität, die Polydor<br />
vererbte. Die Mutterlinie von Fabia gehört nämlich zu den wichtigsten<br />
Leistungsstämmen in Hannover und zieht sich wie ein roter<br />
Faden durch die hannoversche und westfälische Zucht. Fabia ist sowohl<br />
Mutter von Almhüter und Großmutter von Frühlicht I als auch<br />
Mutter der Hengste Almhüter I bis III und Großmutter der Hengste<br />
Freiherr I und II. Durch eine Anpaarung von Almhüter I mit Freiherr<br />
I taucht Fabia auch zweimal im Pedigree des berühmten Springpferdes<br />
Simona auf. Unter Hartwig Steenken gehörte Simona zu<br />
den erfolgreichsten Springpferden der 70er-Jahre und gewann u.a.<br />
den EM- und WM-Titel sowie olympisches Team-Gold.<br />
Es gibt noch einen anderen Grund, der rechtfertigt, den Einfluss<br />
von Fabia hoch anzuerkennen.<br />
Viele Erfolgsprodukte von Polydor<br />
führen in der Mutterlinie<br />
nochmals das Blut von Almhüter<br />
oder Frühlicht I, wodurch die<br />
Linieninzucht auf Fabia verstärkt<br />
wird. Beispiele dessen sind die<br />
Springpferde Two Step (Michael<br />
Whitaker), Polyfox (Giuseppe<br />
Rolli), Pandur (Graham Lovegrove),<br />
Pionier (Filippo Moyersoen)<br />
und Bellenuit (Otto Becker).<br />
Alle fünf führen in der<br />
Mutterlinie nochmals das Blut<br />
des Frühlicht I. Die Springpferde<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 53
Ein Jahr älterer Vollbruder von Polydor: Polarstern<br />
Opium (Marc Houtzager), Seattle (Gerco Schröder), Paola (Henrik<br />
von Eckermann) und Polarwind (Elad Yaniv) führen mütterlicherseits<br />
alle vier das Blut des Almhüter.<br />
Des Weiteren gibt es auch noch den Hengst Wieland, der auch von<br />
dem Fabia-Stamm beeinflusst wurde über seinen Vater Frevler und<br />
Muttervater Antritt..<br />
Eine Kombination von Wieland mit Polydor finden wir u.a. in den<br />
Springpferden Libertina (Jessica Kürten), Bellenuit (Otto Becker)<br />
und Pontifex (Lutz Gripshöver). Als letztes Beispiel wird hier der<br />
Hengst Paradox I genannt, der über den Hengst Almschütze vom<br />
Fabia-Stamm beeinflusst worden ist. Aus den Anpaarungen Polydor<br />
und Paradox I entstammen die Springpferde Polydox (Yves Houtackers),<br />
Ferrari (Steve Guerdat), Polidiktus van de Helle (Stanny van<br />
Paesschen) und Taloubet Z (Christian Ahlmann). Andere Top-<br />
Pferde von Polydor wie Pozitano (Beat Mändli), Pamina (Otto Be-<br />
Polydor<br />
Pilatus<br />
Fata Morgana<br />
54 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Sport Horse Breeding<br />
Polydor – 1972 – dunkelbraun – Züchter: Werner Münch, Recklinghausen (GER)<br />
Perseus<br />
Duela<br />
Frühlicht I<br />
Gundi<br />
cker) und Peu a Peu (Daniel Etter) führen mütterlicherseits nicht<br />
das Blut der Fabia. In diesem Fall gibt es immer andere herausragende<br />
Hannoveraner Verbindungen.<br />
Die einzige Ausnahme ist wohl die Holsteiner Stute Ascona, Mutter<br />
von den zuvor genannten Springpferden Sonora la Silla, Sprehe Padua<br />
und Poor Boy. Polydors Vater Pilatus ist auch über seinen Vater<br />
Perseus und Muttervater Duellant vom Fabia Stamm beeinflusst.<br />
Beide gehen zurück auf eine Tochter des Hengstes Colonel (siehe<br />
Schema). Pilatus war im Gegensatz zu seinen Söhnen Polydor und<br />
Pilot kein herausragender Springverberber. Diese Eigenschaft haben<br />
die beiden eindeutig von ihrer Mutter geerbt, genau wie den<br />
nicht immer einfachen Charakter, den beide Hengste vererbten. Dabei<br />
muss angemerkt werden, dass die Pilot-Kinder sehr guckig und<br />
die Polydor-Kinder sehr selbstbewusst waren.<br />
Polydor wurde 1972 von dem damals 24-jährigen Werner Münch<br />
aus Recklinghausen gezogen. Die Familie hatte sich zu diesem Zeitpunkt<br />
lediglich mit der Zucht von Kaltblütern einen Namen gemacht.<br />
Nach langem Drängen hat der junge Werner seinen Vater<br />
überzeugt, eine Warmblutstute zu kaufen, womit sie züchten wollten<br />
und Werner zudem ein Reitpferd hatte.<br />
Es wurde beschlossen, zwei Stutfohlen zu kaufen und diese zusammen<br />
aufzuzüchten. Auf der Suche nach diesen Fohlen landete Werner<br />
u.a. auf dem Hof der Familie Mennemann in Vadrup. Münch<br />
kann sich noch gut erinnern: „Ich kannte den Hof von Mennemann<br />
gut, denn ich habe in der Nachbarschaft für ein Jahr ein Praktikum<br />
absolviert. Die Region Westbevern war die westfälische Zuchthochburg,<br />
dort standen immer gute Hengste aus Warendorf im Deckeinsatz.<br />
Bei Mennemann war ich während meines Praktikums immer<br />
wieder fasziniert von der Stute Adele, die dritte Mutter hinter Polydor.<br />
Wenn sie abends nach der Arbeit aus dem Gespann geholt<br />
wurde, war sie immer gelassen und selbstbewusst, nie angebunden,<br />
aber immer wach. Als ich später bei Mennemann auf dem Hof stand<br />
Pluchino xx<br />
Adria<br />
Duellant<br />
Formehre<br />
Frühsport<br />
Almkirsche<br />
Grünschnabel<br />
Adele<br />
Niccolo dell'Arca xx<br />
Flush xx<br />
Ramzes<br />
Admiralität<br />
Dolman<br />
Forstweihe<br />
Folgsam<br />
Kabanus<br />
Fiat I<br />
Sportnadel<br />
Almjäger I<br />
Fabia<br />
Grünspecht<br />
Ahnfrau v. Almhüter<br />
Abendlicht<br />
Schwalbe<br />
TB-4r<br />
TB-6b<br />
ShA-Radautz III<br />
Hann-94<br />
Hann-932<br />
Hann-628<br />
Hann-591<br />
Hann-500<br />
Hann<br />
Hann-923<br />
Hann<br />
Hann-451<br />
Hann-212<br />
Hann-369<br />
Hann-227<br />
Westf-492
und Fata Morgana als Fohlen sah, war die Entscheidung gefallen,<br />
das wird sie! Ihre Kondition war nicht besonders, aber man sah die<br />
Qualität durch das glänzende schwarze Fell, und sie war sehr locker.<br />
Ihre Mutter Gundi war auch eine sehr gute Stute mit viel Kaliber,<br />
ohne grob zu wirken. Bei einer solchen Mutterlinie wusste ich,<br />
was ich von Fata erwarten konnte.“<br />
Ein Glücksgriff für Westfalen<br />
1971 bekam Fata Morgana bei Werner Münch ihr erstes Fohlen von<br />
Pilatus, dem Hengst aus der Zucht und im Besitz von Kunnibert<br />
Münch (keine direkte Familie). Aus dieser Anpaarung entstammte<br />
der Hengst Polarstern, der nach seiner Körung zwei Jahre später<br />
vom bayerischen Zuchtleiter Dr. Gründel für das Gestüt Achselschwang<br />
erworben wurde. 1974 stellte Werner Münch Polarstern II<br />
auf der Westfälischen Körung vor. Auch er wurde gekört, und weil<br />
Sport Horse Breeding<br />
Westfälischer Stamm 492 DIE FÜHRENDEN WESTFALENSTUTEN<br />
Hilda<br />
von Vadrup u<br />
(Halt I)<br />
410391937 Westf<br />
p<br />
Neckerin<br />
von Vadrup<br />
(Neck)<br />
410173528 Westf<br />
p<br />
Nelsa<br />
von Vadrup<br />
(Nektar)<br />
4108753 Westf<br />
p<br />
Selma<br />
von Vadrup<br />
(Saladin)<br />
4104559 Westf<br />
p<br />
Ida<br />
Schwalbe Adele<br />
von Vadrup u von Vadrup u<br />
(Schwan I) (Abendlicht)<br />
410734644 Westf 411110750 Westf<br />
Abflug WESTF<br />
(Abschaum)<br />
410013252 Westf<br />
Gundi<br />
von Vadrup u<br />
(Grünschnabel)<br />
411462961 Westf<br />
Retina u<br />
(Radetzky)<br />
411656666 Westf<br />
Fata<br />
Morgana u<br />
(Frühlicht I)<br />
411725067 Westf<br />
Romy u<br />
(Roderich)<br />
410179276 Westf<br />
Polydor WESTF<br />
(Pilatus)<br />
410014072 Westf<br />
Polarstern BAY<br />
(Pilatus)<br />
410009171 Westf<br />
Matuschka u<br />
(Mohn xx)<br />
410038076 Westf<br />
Wunderbar WESTF<br />
(Wunderlich)<br />
410408280 Westf<br />
Pepe NSP<br />
(Pakt)<br />
411046093 Westf<br />
In dieser Übersicht sind ausschließlich Pferde aufgelistet, die im Artikel genannt werden. © Jac Remijnse<br />
Zuchtleiter Dr. Lehmann schon drei Pilatus-Söhne gekauft hatte, gelang<br />
es einem belgischen Hengsthalter, den Hengst zu kaufen.<br />
Die Vorstellung vor der belgischen Jury sollte Formalität sein, doch<br />
das Urteil lautete: nicht gekört! Der dort anwesende Werner Münch<br />
kaufte sein Zuchtprodukt spontan zurück, so dass der junge Hengst<br />
nicht verloren ging. Ein Glücksgriff für Westfalen!<br />
Ein glücklicher Zufall war es auch, dass ein anderer Hengst ausfiel<br />
und Dr. Lehmanns Budget es zuließ, den stämmig gebauten Pilatus-<br />
Sohn zu kaufen. Lehmann veränderte den Namen Polarstern II in<br />
Polydor und stationierte ihn im rheinländischen Wesel. In verschiedenen<br />
Stammbüchern sind insgesamt 1018 Nachkommen von Polydor<br />
registriert, von diesen sind 604 als Sportpferd eingetragen.<br />
Der weitere Verlauf dieser Erfolgsgeschichte ist bekannt.<br />
Text: Franz-Josef Neuhaus & Jac Remijnse<br />
Übersetzung: Lara Becker<br />
Hannoveraner Stamm 451 DIE FÜHRENDEN HANNOVERANER STUTEN<br />
Stute von u<br />
(Fingal II xx)<br />
p<br />
Stute von<br />
(Hornist xx)<br />
Jutta u<br />
(Jurist)<br />
310003485 Hann<br />
Fleurance u<br />
(Flenheim)<br />
310030493 Hann<br />
Nobitza u<br />
(Nelusko)<br />
310031313 Hann<br />
Nerike u<br />
(Nelusko)<br />
310030903 Hann<br />
Nedache u<br />
(Nelusko)<br />
310207811 Hann<br />
Nigata II u<br />
(Nelusko)<br />
310031915 Hann<br />
Netriga u<br />
(Nelusko)<br />
310031210 Hann<br />
Nella u<br />
(Nelusko)<br />
310030702 Hann<br />
Anapa u<br />
(Aconit)<br />
311472121 Hann<br />
Colonel HANN<br />
(Colaro)<br />
310030903 Hann<br />
Lorenz HANN<br />
(Lorlot)<br />
310171317 Hann<br />
Abekira u<br />
(Aconit)<br />
311465021 Hann<br />
Frühlingsfeier u<br />
(Feiner Kerl)<br />
312246131 Hann<br />
Notara u<br />
(Notabene)<br />
310020808 Hann<br />
Salome u Copa Ca Bana u Grazie u Potz Blitz<br />
(Schwanstein) (Cacir x) (Gralshüter)<br />
410593884 Westf 410679391 Westf 411631595 Westf<br />
NSP<br />
(Potsdam)<br />
411454503 Westf<br />
Fabia u<br />
(Feiner Kerl)<br />
312013928 Hann<br />
Faschist II HANN<br />
(Feiner Kerl)<br />
310331039 Hann<br />
Antritt HANN<br />
(Allweiser III)<br />
310320137 Hann<br />
Almschütze WESTF<br />
(Almjäger I)<br />
410106644 Westf<br />
Alcalanda u<br />
(Amyntor)<br />
310021013 Hann<br />
Almkirsche u<br />
(Almjäger I)<br />
314831745 Hann<br />
Almhüter I HANN<br />
(Almjäger I)<br />
310319437 Hann<br />
Almhüter WESTF<br />
(Almjäger I)<br />
410095540 Westf<br />
Gondelfahrt u<br />
(Golfsport II)<br />
312549334 Hann<br />
Adagenda u<br />
(Aconit)<br />
311680822 Hann<br />
Frühlicht I WESTF<br />
(Frühsport)<br />
410149955 Westf<br />
Freiherr I HANN<br />
(Fermor III)<br />
310349442 Hann<br />
Felsenbucht u<br />
(Flame II)<br />
313193438 Hann<br />
Frevler HANN<br />
(Feiner Kerl)<br />
310349642 Hann<br />
In dieser Übersicht sind ausschließlich Pferde aufgelistet, die im Artikel genannt werden. © Jac Remijnse<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 55
Familienbande<br />
Vorschrift Nummer eins: Erfolg<br />
Tausende Zuschauer überschütteten<br />
den Sieger<br />
förmlich mit Applaus:<br />
Christian Ahlmann aus<br />
Marl drehte gleiche mehrere<br />
Ehrenrunden, winkte,<br />
lachte und genoss die<br />
große Begeisterung der<br />
Fans rund um den Hamburger<br />
Derby-Platz.<br />
Der Jubel galt einer erstklassigen<br />
Leistung mit<br />
dem elf Jahre alten gekörten<br />
Hannoveraner Hengst<br />
Codex One (v. Contendro I-<br />
Glückspilz-Egerländer-Gardekürassier;<br />
Z.: Wilhelm Berghorn,<br />
Stolzenau). Drei absolut<br />
tadellose Runden und 49,33 Sekunden<br />
im Stechen katapultierten<br />
Pferd und Reiter auf Platz<br />
eins im Großen Preis von Hamburg<br />
im Rahmen der Global<br />
Champions Tour.<br />
Der in Belgien lebende Daniel<br />
Deußer kam auf Platz zwei mit<br />
Cornet d’Amour, gefolgt von<br />
dem Franzosen Roger Yves<br />
Bost und Nippon d’Elle und der<br />
Lokalmatadorin Janne Friederike<br />
Meyer und Lambrasco.<br />
Codex One kommt via Tiefgefriersperma<br />
im niedersächsischen<br />
Landgestüt Celle zum<br />
züchterischen Einsatz. Er absolvierte<br />
die von Hengsten geforderte<br />
Eigenleistung über die<br />
Kombination aus 30-Tage-Test<br />
und Bundeschampionats-Qualifikation,<br />
hat etliche Springpferdeprüfungen<br />
gewonnen<br />
und war als Fünfjähriger im Besitz<br />
von Bernfried Erdmann<br />
(Wallenhorst) bereits Vize-<br />
Bun deschampion, Hannoveraner<br />
Springpferde-Champion<br />
56 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Codex One: Die hannoversche Familie der Folia<br />
und erfolgreichstes deutsches<br />
Pferd seiner Altersklasse. Codex<br />
One war 2009 Vierter bei<br />
den Weltmeisterschaften der<br />
siebenjährigen Springpferde in<br />
Lanaken. 2010 war er mit Karl<br />
Brocks fast ausschließlich international<br />
im Einsatz, u.a. Sieger<br />
im Großen Preis von Spangenberg<br />
und hoch platziert, u.a. in<br />
Braunschweig, Nörten-Hardenberg,<br />
Wiesbaden und Donau -<br />
eschingen. 2011 wurde er von<br />
Marion Jauss für Christian Ahlmann<br />
erworben und war 2012<br />
im deutschen Olympia-Team in<br />
London dabei.. Der Vater Contendro<br />
I war HLP-Sieger und ist<br />
inzwischen Vater von über 50<br />
gekörten Söhnen und internationalen<br />
Sportpferden. Er hat<br />
sich bereits mit den ersten Jahrgängen<br />
als Stempelhengst erwiesen<br />
und steht unverändert<br />
im Gestüt Famos (Syke-Wachendorf)<br />
auf Station, s. Hengstportrait<br />
<strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />
5/2013, S. 58 ff.). Die Mutter<br />
Gipsy brachte 2000 von Drosselklang<br />
II die Stute Diaspora<br />
Umjubelter Sieger in Hamburg: Codex One mit Christian Ahlmann<br />
Foto: Toffi<br />
zur Welt, die ihrerseits 2007 aus<br />
Anpaarung mit Contendro I<br />
den Hengst Contendros lieferte,<br />
der auf der Station Schockemöhle<br />
Aufstellung fand, gegenwärtig<br />
aber erfolgreich im<br />
Springsport geht.<br />
Sparringspartner Glückspilz<br />
Mit Glückspilz zeichnet ein Vertreter<br />
der Gotthard-Linie als<br />
Muttervater verantwortlich,<br />
dem anfangs auf der Besamungsstation<br />
in Schillerslage<br />
größte Sympathien galten: Er<br />
war reinerbig dunkel, galt als<br />
„Abzeichenlöscher“, die Nachkommen<br />
waren typvoll und bewegten<br />
sich gut, und bis sie ins<br />
reitsportfähige Alter kamen,<br />
war auch alles in Ordnung. Oftmals<br />
waren es am Ende lederne,<br />
spannige Pferde mit<br />
Temperamentsschwierigkeiten,<br />
zu höheren Leistungen oftmals<br />
nicht bereit und vielfach<br />
schwierig im Maul. Zu Glückspilz<br />
gibt es eine ganze Reihe an<br />
Anekdoten, beispielsweise<br />
diese: Nachdem die Negativ-<br />
Umstände bereits hinlänglich<br />
bekannt waren, waren dennoch<br />
zwei recht bekannte<br />
Springreiter aus dem Nienburger<br />
Raum so selbstbewusst, einen<br />
typschönen Glückspilz<br />
(sehr günstig!) zu kaufen. „Ihr<br />
werdet sehen, der funktioniert,<br />
und wenn wir die ganze Sattelkammer<br />
draufschnallen müssen!“,<br />
frohlockten sie. Trotz aller<br />
Bemühungen: Er tat es<br />
nicht. Insofern ist aus dem<br />
chancenreichen Einsatz des<br />
Glückspilz nicht viel Nützliches<br />
erwachsen. Auch Glückspilz<br />
selbst war für viele Landge-
stütslehrlinge ein äußerst undankbarer<br />
„Sparringspartner“<br />
und wurde schließlich Richtung<br />
Polen entsorgt, kehrte von dort<br />
aber noch einmal als Privathengst<br />
ins Hamburger Gebiet<br />
zurück. Eine immer wieder<br />
gern erzählte Geschichte aus<br />
Adelheidsdorfer Zeiten: Glücks -<br />
pilz befand sich vor dem Traberwagen,<br />
gesteuert von einem<br />
Azubi. Als er die Geräusche des<br />
Futterautomaten zur mittäglichen<br />
Fütterung wahrnahm,<br />
ging er durch und übersprang<br />
eine Abgrenzung: Das Geschirr<br />
ging zu Bruch, der Wagen auch<br />
und der Azubi beinahe ebenso.<br />
Er galoppierte daraufhin mit<br />
Vollgas die Stallgasse hindurch,<br />
konnte vor der Querabsperrung<br />
(Stange) nicht mehr rechtzeitig<br />
bremsen, fiel hin und<br />
rutschte drunter durch. Passiert<br />
war nichts, bis auf ein paar<br />
Schrammen. Es ist, wie es ist:<br />
Nur den Guten passiert etwas!<br />
Starker Egerländer<br />
In dritter Generation folgt der<br />
drahtige Halbblüter Egerländer.<br />
Als Sohn des Modehengstes<br />
Ecuador xx, der hübsche (weiche!)<br />
Strampelpferdchen mit<br />
wenig Leistung lieferte, war er<br />
weder zu erkennen noch hat er<br />
in dessen Richtung vererbt. Er<br />
führte über Saloniki-Agram<br />
erstklassiges Leistungsblut und<br />
war dunkelbraun, Erbteil des<br />
Muttervaters. Als er 1980 auf<br />
der Station Isernhagen zum<br />
Einsatz kam, war er der ganze<br />
Stolz des Stationsvorstehers<br />
Hannes Klindworth: „Mit dem<br />
kannst du Grand National Steeplechase<br />
reiten!“, pflegte er mit<br />
geschwellter Brust zu sagen.<br />
Geritten wurden die Landbeschäler<br />
bei den Hengstvorführungen<br />
in jener Zeit nur selten,<br />
und Klindworth hatte sich die<br />
Nachbarschaft zu der Vielseitigkeit<br />
reitenden Familie Sybrecht<br />
zunutze gemacht, so dass Lisette<br />
Sybrecht den Hengst erstklassig<br />
zelebrierte und seine<br />
vorzügliche Galoppade in der<br />
Isernhagener Reithalle voll zur<br />
Geltung brachte. Neun Jahre<br />
blieb Egerländer in Isernhagen,<br />
wo er bei überschaubarer Nutzung<br />
zahlreiche erstklassige<br />
Parcourspferde (zehn von insgesamt<br />
78 erfolgreichen Turnierpferden<br />
gingen S-Sprin-<br />
gen!) lieferte, allen voran sind<br />
hier sicherlich Edgar 4/Tjark<br />
Nagel, Eldorado 65/Heinrich<br />
Bormann und Effra/Jaime Azzcarraga<br />
(MEX) zu nennen, ferner<br />
einige gekörte Hengste. Mit<br />
nachlassendem züchterischem<br />
Interesse ging Egerländer nach<br />
Schweden, wo er noch lange<br />
Jahre erfolgreich wirkte. Dressurpferde<br />
hat er nicht gemacht.<br />
Von ihm hat Codex One viel<br />
mitbekommen, was Einstellung<br />
und Galoppade angeht.<br />
Schimmel aus Isernhagen<br />
Die in Isernhagen stationierten<br />
Schimmelhengste Gardekürassier<br />
und Landsknecht I schließen<br />
sich an. Über Glückspilz<br />
und Gardekürassier, der einer<br />
der besten Söhne des Gotthard<br />
war, ergibt sich in fünfter Generation<br />
ein wertvoller Inzuchteffekt<br />
auf diesen heldenhaften<br />
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Foto: T. Ernst<br />
Familienbande<br />
Erfolgsvater: Codex One stammt von Contendro I ab Drahtiger Halbblüter: Egerländer taucht in dritter Generation auf<br />
Hunnesrück aufgezogene Gardekürassier,<br />
dessen Körung<br />
aufgrund Unkorrektheit seiner<br />
Hintergliedmaßen (fassbeinig)<br />
an eine klar überdurchschnittliche<br />
Hengstleistungsprüfung geknüpft<br />
war, fand ab 1979 Aufstellung<br />
auf der Station Isernhagen,<br />
die später mit Hänigsen<br />
vereinigt und in Schillerslage<br />
etabliert wurde. Gardekürassier<br />
entstammt einer Tochter des<br />
Wohlklang, der für seine vielseitige<br />
Vererbung bekannt war.<br />
Analog diesem Großvater vererbte<br />
Gardekürassier auch<br />
Dressurpferde für gehobene<br />
Ansprüche: Er war Vater von 13<br />
S-Spring- und fünf S-Dressurpferden.<br />
Landsknecht I hat von 1970 bis<br />
1977 in Isernhagen gestanden.<br />
Besondere Leistungsimpulse<br />
sind von ihm nicht ausgegangen,<br />
aber er lieferte eine Reihe<br />
fruchtbarer und teils hochdeko-<br />
Termine 2013<br />
Zuchthof Klatte<br />
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Foto: W. Ernst<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 57
Familienbande<br />
rierter Zuchtstuten, immerhin<br />
sind neun seiner Töchter eingetragen<br />
im FN-Leistungsstutbuch.<br />
Auch die dann folgenden<br />
Hengste Wahlmann (Isernhagen<br />
1963 bis 1965) und Amselkönig<br />
II (Isernhagen 1961 bis<br />
1962) geben kaum Anlass zu<br />
ruhmreichen Berichten. Amselkönig<br />
II konnte sich auf den<br />
Stationen seines Schaffens in einigen<br />
Stutenstämmen verankern.<br />
Die Stutenbasis im Raum<br />
Isernhagen hat sich von jeher<br />
überwiegend durch Zukauf guten<br />
Zuchtmaterials rekrutiert, so<br />
auch im Falle des Codex One:<br />
Amtsseele, seine siebte Mutter,<br />
war aus dem Hochzuchtgebiet<br />
in die Region Hannover gelangt<br />
und hatte dort bei Heinrich<br />
Reinecke (Hannover-Lahe) mit<br />
Amselkönig II die Staatsprämienstute<br />
Alwine gezeugt, die für<br />
die Verbreitung des Stammes in<br />
der Region zuständig werden<br />
sollte. Dazu zählt auch der in<br />
Großbritannien gekörte Hannoveraner<br />
Fuchshengst West<br />
Country (geb. 1990, v. Weltmeyer-WenzelII-Darwin-Wahlmann-Amselkönig<br />
II).<br />
Fünfmal Amateur I<br />
Die braune Amtsseele (Jahrgang<br />
1944) war Vollschwester<br />
der Schimmelstuten Amalia<br />
(*1942) und Amatola (*1940),<br />
alle drei waren Töchter des legendären<br />
Schimmelhengstes<br />
Amateur I, und es gibt nicht<br />
wenige Züchter, die den Wert<br />
eines hannoverschen Pedigrees<br />
über die Häufigkeit des Vorkommens<br />
eben dieses Schimmelhengstes<br />
definieren. Bei Codex<br />
One ist das mütterlicherseits<br />
immerhin fünfmal der Fall,<br />
und in Ergänzung zu der väterlichen<br />
Ramzes AA-Häufigkeit<br />
ergibt sich hier ein exquisiter<br />
Gen-Mix. Amalia gelang Verbreitung<br />
über ihre Tochter<br />
Dornspalte, deren Vater Drollig<br />
58 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Schimmel war<br />
und dieses Erbteil<br />
von Ama -<br />
teur I-Großvater<br />
Amurath I ox<br />
mitbekommen<br />
hatte, der bei<br />
Drollig in vierter<br />
Generation<br />
auftaucht.<br />
Das Farbmerkmal<br />
Schimmel<br />
hat sich in diesem<br />
Zweig<br />
durchschlagend<br />
auf der weiblichen<br />
Seite weitervererbt.<br />
Gewisse Bedeutung<br />
erlangte<br />
aus diesem<br />
Zweig der WarendorferLandbeschäler<br />
Don<br />
Juan (v. Don<br />
Carlos), der<br />
über seine Mutter Maifee (v.<br />
Maigraf xx-Drollig) ein direkter<br />
Enkel der Dornspalte war. Gezogen<br />
bei Claus Ahlff (Oberhüll),<br />
hat der Rappe während<br />
seines zwölfjährigen Deckeinsatzes<br />
auf den Stationen Wadersloh<br />
und Varl erstaunlich<br />
vielseitig vererbt.<br />
Bedeutendste Repräsentantin<br />
dieses Zweiges ist die hannoversche<br />
Stute Gerona (v. Graphit-Wedekind-Domspatz-Drollig;<br />
Z.: Heinrich Schierding,<br />
Groß Lafferde), die bei Ernst<br />
Lippert im bayerischen Bernried<br />
die Vollbrüder Raueck I<br />
und II sowie später bei Josef<br />
Steinbeißer (Feldkirchen) die<br />
jüngeren Vollbrüder Raueck III<br />
und IV (alle von Rasso) sowie<br />
Cosiograf B (v. Cosinus B) lieferte.<br />
Somit lieferte sie insgesamt fünf<br />
gekörte Söhne, darunter in<br />
Raueck II und Cosiograf B sogar<br />
jeweils einen bayerischen<br />
Körsieger.<br />
Erfolgreiches Springpferd: Lets Go<br />
Verbreitung in Bayern<br />
Foto: W. Ernst<br />
Raueck I, ein bunter Brauner,<br />
kann in Diensten des Landgestüts<br />
Schwaiganger unumwunden<br />
als der einflussreichste<br />
Hengstsohn des Rasso bezeichnet<br />
werden. Er ist in vielen Pedigrees<br />
geschätzt, so u.a. bei<br />
den Vollbrüdern Lord Sinclair I<br />
bis III, Pilotek, Cor du Lys und<br />
Asti Frizzante. Raueck II legte<br />
nach gutem Karrierestart auf<br />
der Station Bachl eine mäßige<br />
HLP ab und kam auch nach<br />
Wiederholung der HLP in<br />
Staatsdiensten nicht recht zum<br />
Zuge. Bei Raueck III verhinderte<br />
die Tatsache, dass er ein<br />
bunter Fuchs war, höhere Bedeckungszahlen,<br />
und auch der<br />
Schimmel Raueck IV hat keinen<br />
Einfluss gewonnen. Raueck II<br />
bis IV waren springsportlich jeweils<br />
bis M erfolgreich. Der<br />
vielseitig bis M erfolgreiche Cosiograf<br />
B hat in Österreich einige<br />
Nachzucht hinterlassen. Sicherlich<br />
ist es Zufall, dass ge-<br />
rade dieser Zweig eine besondere<br />
Affinität zur bayerischen<br />
Pferdezucht verkörpert. So kam<br />
der hochklassig gezogene Wedekind<br />
Sohn Wallenstein (M. v.<br />
Don Carlos-Frustra II-Domspatz-Drollig,<br />
Z.: Claus Guthahn,<br />
Osten) zunächst als Privathengst<br />
im Gestüt Hörstein,<br />
ganz im Nordwesten von Bayern<br />
gelegen, zum Einsatz, ehe<br />
er als Landbeschäler nach Marbach<br />
überwechselte. Und die<br />
hannoverschen Vielseitigkeitspferde<br />
Chrischona (v. Consul/T.)<br />
bzw. Gytaxerxes (v. Gibraltar)<br />
von Bernd und Judith-Katharina<br />
Knorr entstammen der<br />
bayerisch gebrannten Stute Friderike<br />
(v. Karim xx-Frustra II-<br />
Domspatz-Drollig) und der<br />
Zucht von Christina Knorr (Verden).<br />
Deren Großmutter Fiume<br />
(*1964) ist Vollschwester zu<br />
Wallensteins Großmutter Frostkleid<br />
(*1965). Enge verwandtschaftliche<br />
Bande bestehen<br />
hier auch zu der Top-Stute Lets<br />
Go 10 (*1983, v. Laibach-Matrose-FrustraII-Domspatz-Drollig;<br />
Z.: Hans-Heinrich Oltrogge,<br />
Stolzenau), die mit Peter Baust<br />
über Jahre eines der erfolgreichsten<br />
Springpferde Niedersachsens<br />
war und über 37.000<br />
Euro gewonnen hat.<br />
Weniger bedeutend wurde der<br />
Zweig der Amatola, der an gekörten<br />
Hengsten lediglich den<br />
Schimmel Gin Tonic aus dem<br />
letzten Jahrgang des Gotthard<br />
lieferte.<br />
Gin Tonic (Z.: Hans-Heinrich<br />
Köneke, Henstedt-Ulzburg) war<br />
mütterlicherseits über Abhang<br />
II-Agram-Gote-Friesenkönig-<br />
Amateur I hochklassig auf Rittigkeit<br />
und Leistung gezogen,<br />
verdankte seine Körung aber<br />
vornehmlich der Tatsache, dass<br />
er von Gotthard abstammte.<br />
Seinem sechsjährigen Einsatz<br />
als Celler Landbeschäler in Emmerthal<br />
ist nicht viel Brauchba-
Hann. Stutenfamilie 498. Folia<br />
v. Foliant-Schumann-Jassy I<br />
und Neapenda v. Nebrosius-<br />
Julikan-Janosch-Juls<br />
Zweig der Alwine v. Amselkönig<br />
II u. Amtsseele v. Amateur<br />
I-Foliant<br />
Codex One, Db., *Hann.<br />
2002, v. Contendro I u. Gipsy<br />
v. Glückspilz-Egerländer, PB<br />
Hann., internat. SPR erf. m.<br />
Christian Ahlmann<br />
Contendros, Db., *Hann.<br />
2007, v. Contendro I u. Diaspora<br />
v. Drosselklang II-Glückspilz,<br />
PB Oldbg.<br />
West Country, F., *Hann. 90,<br />
v. Weltmeyer u. Walpurgiss v.<br />
Wenzel II-Darwin, PB GBR<br />
Zweig der Dornspalte v. Drollig<br />
u. Amalia v. Amateur I-Foliant<br />
usw.<br />
Cosiograf B, Sch., *Bay. 92, v.<br />
Cosinus B u. Gerona v. Graphit-Wedekind,<br />
PB AUT, Bay.,<br />
Körsieger<br />
res erwachsen. Er war kein<br />
Hengst im Sinne von einem<br />
klassischen Vererber und<br />
wurde kastriert.<br />
Amtsseele, Amalis und Amatola<br />
entstammen der Foliant-Tochter<br />
Folia, deren nächste männliche<br />
Vorfahren Foliant, Schumann<br />
und Jassy I ausnahmslos<br />
Hengste der Station Großenwörden<br />
waren, wo von jeher die<br />
Springpferdezucht dominierte.<br />
Seitenzweig<br />
Aus einem Seitenzweig dieser<br />
Stutenfamilie, über die Vollschwestern<br />
Löwenkrone beziehungsweise<br />
Lolita (v. Der Löwe<br />
xx-Fromund-Dolman-Jassy I-<br />
Nebrosius usw.), deren Großmutter<br />
Daniela wiederum Halbschwester<br />
der Großmutter von<br />
Folia war, gingen zwei interna-<br />
Defender, Db., *Oldbg. 2002,<br />
v. Depardieu u. Rubana v.<br />
Quattro B-Rubinstein I, PB<br />
Don Juan, R., *Hann. 71, v.<br />
Don Carlos u. Maifee v. Maigraf<br />
xx-Drollig, Ldb. Warendorf<br />
Drambuie, R., *Westf. 2007,<br />
v. Damon Hill u. Royal Princess<br />
v. Sandro Hit-Rubinstein I, PB<br />
Westf.<br />
Lucian, B., *Oldbg. 99, v. Landcapitol<br />
u. Pandora v. Pablo-Zeus,<br />
LH Ldg. Redefin, HLP-Sieger<br />
Raueck I, B., *Bay. 81, v. Ras -<br />
so u. Gerona v. Graphit-Wedekind,<br />
Ldb. Schwaiganger<br />
Raueck II, B., *Bay. 86, v. Ras -<br />
so-Graphit-Wedekind, PB Bay.,<br />
Ldb. Schwaiganger, Körsieger<br />
Raueck III, F., *Bay. 91, v. Ras -<br />
so-Graphit-Wedekind, PB Bay.<br />
Raueck IV, Sch., *Bay. 94, v.<br />
Rasso-Graphit-Wedekind, PB<br />
Bay., Reitpferd<br />
Ritano, Db., *Hann. 94, v. Ravallo<br />
u. Limone v. Lemon xx-<br />
Trapper, PB Hann.<br />
tional erfolgreiche Dressurpferde<br />
hervor.<br />
Einmal der im Jahr 1964 geborene<br />
braune Wallach Adriano 2<br />
(v. Abend-Der Löwe xx-Fromund-Dolman;<br />
Z.: Heinrich Ropers,<br />
Sittensen) mit Dr. Evi Eisenhardt<br />
beziehungsweise Dr.<br />
Josef Neckermann, ferner der<br />
auffallende bunte Fuchs Agnelli<br />
FRH (*1990, v. Akzent II-Lombard-Marcio<br />
xx-Der Löwe xx-<br />
Fromund-Dolman;. Z.: Joachim<br />
Böwig, Königslutter) mit Isabell<br />
Werth, Hannes Baumgart und<br />
zuletzt Juliane Brunkhorst.<br />
Agnelli war auch Halbbruder<br />
des gekörten Hengstes Watch<br />
Me (*1981, v. Wendland I, PB<br />
USA).<br />
Als gemeinsame Stammstute aller<br />
Zweige ist die 1918 in Klein<br />
Fredenbeck (bei Stade) gebo-<br />
Wallenstein, Schwb., *Hann.<br />
76, v. Wedekind u. Donate v.<br />
Don Carlos-Frustra II, PB Bay.,<br />
Ldb. Marbach<br />
und die erf. Springpferde<br />
Garocho-S (v. Graf Sponeck-<br />
Arkansas-Weitblick-Abendruf<br />
xx-Drollig) Joachim Winter<br />
Lets Go 10 (v. Laibach u. S.<br />
313927174 v. Matrose-Frustra<br />
II-Domspatz-Drollig) Peter Baust<br />
u. die erf. Vielseitigkeitspferde<br />
Chrischona (v. Consul/T. u. Friderike<br />
v. Karim xx-Frustra II-<br />
Domspatz-Drollig) Bernd Knorr<br />
Gytaxerxes (v. Gibraltar u. Friderike<br />
v. Karim xx-Frustra II-<br />
Domspatz-Drollig) Judith-Katharina<br />
Knorr<br />
Zweig der Gotenfeme v. Gote-<br />
Friesenkönig u. Amatola v.<br />
Amateur I-Foliant usw.<br />
rene Fuchsstute Neapenda verzeichnet,<br />
die im Jahr 1927<br />
durch Diedrich Hopp aus Niederhüll<br />
(bei Neuhaus/Oste) ins<br />
hannoversche Hauptstutbuch<br />
eingetragen wurde und bereits<br />
damals mit vier Generationen<br />
Abstammung versehen war. Ihr<br />
Familienbande<br />
Gin Tonic, Sch., *Hann. 77, v.<br />
Gotthard u. Abendpoesie v.<br />
Abhang II-Agram, Ldb. Celle<br />
und das erf. Springpferd<br />
Raffaela 42 (alias Rakete; v.<br />
Roderich u. Ahnenpracht v.<br />
Agram-Gote-Friesenkönig-<br />
Ama teur I) Michael Sauer<br />
Zweig der Löwenkro ne/Lolita<br />
v. Der Löwe xx-Fromund-Dolman-Jassy<br />
I-Nebrosius usw.<br />
Watch Me, Db., *Hann. 81, v.<br />
Wendland I u. Lorgnette v. Lombard-Marcio<br />
xx, PB USA<br />
u. die internat. erf.<br />
Adriano 2 (v. Abend u. Lolita v.<br />
Der Löwe xx-Fromund-Dolman)<br />
Dr. Evi Eisenhardt, Dr. Josef<br />
Neckermann<br />
Agnelli FRH (v. Akzent II u. Lorgnette<br />
v. Lombard-Marcio xx-<br />
Der Löwe xx) Isabell Werth<br />
Im Seitenzweig waren auch Dressurpferde erfolgreich: Agnelli FRH<br />
Foto: Ernst<br />
Vater Nebrosius hat in<br />
Schwinge gestanden, dort ist<br />
der Ursprung des Stammes,<br />
dessen Tradition nun schon<br />
deutlich über 100 Jahre währt<br />
und der bis ins Jahr 1882 zurückzuverfolgen<br />
ist, auch auszumachen.<br />
Claus Schridde<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 59
www.dressurleistungszentrum.de<br />
Fotowettbewerb 2013<br />
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<strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 2013<br />
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Dante Weltino<br />
Danone I<br />
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60 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
De Niro<br />
Well Done<br />
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Klicks werden in der<br />
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RUMS veröffentlicht, und die Besitzer<br />
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freuen. Und so einfach geht es:<br />
Schicken Sie uns das Lieblingsfoto von<br />
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Abstammung, Ihrer Adresse und Ihrem<br />
Wunschkandidaten aus den nachstehend<br />
genannten Hengsten bis 24. Juni<br />
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zuechter forum@matthaesmedien.de<br />
Der gewonnene Freisprung ist übrigens<br />
Streitferdt<br />
größstmöglichen unabhängigen Jury nur nach Absprache übertragbar!<br />
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Die GEWINNE – Freisprünge von<br />
Donnerhall<br />
Alicante<br />
Weltmeyer<br />
Bellis<br />
Weltmeyer<br />
Cileste<br />
Noble Roi xx<br />
Ricarda<br />
Foto: ll-foto<br />
Dibadu L<br />
www.gestuetligges.de<br />
Dibadu L<br />
Darco<br />
Elle Chin PB<br />
Lugano van la Roche<br />
Ocoucha<br />
Chin Chin<br />
Korina van de Sluize<br />
Lugano I<br />
Adlerflut<br />
Codex<br />
Latoucha<br />
Constant<br />
Larese<br />
Raimond<br />
Beauty-Nellie<br />
Belgisches Warmblut, geb. 2009, Stockmaß 169 cm. Zugelassen für Westfalen. Decktaxe:<br />
700 €
www.klatte.de<br />
Chaccato<br />
Chaccato<br />
Chacco-Blue<br />
Stamyata<br />
Chambertin<br />
Contara<br />
Stakkato<br />
Missi<br />
Cambridge<br />
Desiree VII<br />
Contender<br />
Godhara<br />
Spartan<br />
Pia<br />
Mytens xx<br />
Adda<br />
Hannoveraner, geb. 2010, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für Hannover, OSI, Westfalen,<br />
Mecklenburg und alle Süddeutschen Verbände. Decktaxe: 600 €<br />
Desario<br />
www.gestuet-westfalenhof.de<br />
Desario<br />
Dimaggio<br />
Germain<br />
Don Primero<br />
Winnipeg<br />
Pik Pavarotti<br />
Gatinka<br />
Donnerhall<br />
Fantasia<br />
World Cup I<br />
Lisa<br />
Pik Solo<br />
Denise<br />
Grenadier<br />
Aubergine<br />
Hannoveraner, geb. 2009, Stockmaß 169 cm. Zugelassen für Westfalen, Rheinland<br />
und Oldenburg. Decktaxe: Teil A: 250 € Teil B: 450 €<br />
Foto: Streitferdt<br />
www.gestuet-sprehe.de<br />
Come Si Deve<br />
Come Si Deve<br />
Fotowettbewerb 2013<br />
Come Il Faut<br />
Fabricia<br />
Cornet Obolensky<br />
L.St.-Spr. Ratina Z<br />
Fan Holland<br />
Patricia<br />
Clinton<br />
Rabanna v. Costersveld<br />
Ramiro<br />
Argentina Z<br />
Concorde<br />
Cornelia<br />
Pit I<br />
Rabea<br />
Westfale, geb. 2010, Stockmaß 168 cm. Zugelassen für Westfalen und Rheinland,<br />
Springpferdezuchtverband Oldenburg-International, Oldenburg sowie für alle Süddeutschen<br />
und alle Zuchtverbände der neuen Bundesländer. Decktaxe: 700 €<br />
www.ferienhof-stuecker.de<br />
FS Numero Uno<br />
FS Numero Uno<br />
Noir de Luxe<br />
FS Dancing Diamond<br />
Night-Cup<br />
Heidelbergs Nancho Nova<br />
Immenmoor Jolly Jumper<br />
Vollmondnacht<br />
Valido<br />
Cindy<br />
FS Don’t Worry<br />
FS Dacapo Doro<br />
FS Golden Sunlight<br />
FS Golden Touch<br />
FS Golden Moonlight<br />
FS Pandora<br />
Deutsches Reitpony, geb. 2009, Stockmaß 148 cm., Decktaxe: 500 €<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 61
www.jens-meyer.com<br />
Fotowettbewerb 2013<br />
Damsey<br />
Hannoveraner, geb. 2002, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für Hannover, Oldenburg,<br />
Dänemark und Schweden, alle anderen Verbände auf Anfrage. Decktaxe: Grundpauschale:<br />
300 €, Trächtigkeitspauschale: 700 €, TG-Besamung: 400 €<br />
www.gestuet-famos.de<br />
Damsey<br />
Contendro I<br />
Contendro I<br />
Dressage Royal<br />
Ria Grande<br />
Contender<br />
Bravo<br />
62 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Donnerhall<br />
Rosalie<br />
Ritual<br />
Grandizza<br />
Calypso II<br />
Gofine<br />
Reichsgraf<br />
Ofarim<br />
Donnerwetter<br />
Ninette<br />
Rubinstein I<br />
Freya<br />
Ramiro<br />
Die Loewin 2<br />
Grande<br />
Praline<br />
Cor de la Bryère<br />
Tabelle<br />
Ramiro<br />
Cita<br />
Rinaldo<br />
Ophelia<br />
Rasputin<br />
Holle<br />
Holsteiner, geb. 1997, Stockmaß 166 cm. Zugelassen für Hannover (auch Springpferdeprogramm),<br />
Holstein, Oldenburg, OS, Westfalen, Rheinland, Mecklenburg, alle Süddt.<br />
Verbände, Frankreich, Italien, Niederlande, die Schweiz und Ungarn. Decktaxe: 1700 €<br />
www.hengststation-bachl.com<br />
www.reitpony.com<br />
Acasino B<br />
Acasino B<br />
D-Day AT<br />
D-Day AT<br />
Dance Star AT<br />
Nady<br />
Acadius<br />
Corlin<br />
Holsteiner, geb. 1998, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für alle süddeutschen Verbände<br />
und die Schweiz. Decktaxe: 650 €<br />
Dressman I<br />
Gina<br />
Notre Beau<br />
Nena<br />
Acord II<br />
Novella<br />
Casino Boy xx<br />
Svettana<br />
Ahorn Z<br />
Ribecka<br />
Farnese<br />
Furth<br />
Levanter xx<br />
Gleann Buidhe<br />
Lord<br />
Maya<br />
Domingo<br />
Nadin<br />
Folklore<br />
Giana<br />
Nantano<br />
Cindy<br />
Nalet ox<br />
Mona<br />
Deutsches Reitpony, geb. 2010, Stockmaß 145 cm. Zugelassen für Westfalen. Decktaxe:<br />
400 €, Staatsprämienstuten: 350 €<br />
Foto: Puschak
www.hengststation-ahlers.de<br />
Best of Gold<br />
Best of Gold<br />
Bellisimo M<br />
Evelyn<br />
Beltain<br />
Roxa<br />
Diamond Hit<br />
Bolero<br />
Gänseliesel<br />
Romadour II<br />
Lady<br />
Oldenburger, geb. 2009, Stockmaß 176 cm. Zugelassen für Oldenburg, Hannover,<br />
Rheinland und Westfalen und alle Süddeutschen Pferdezuchtverbände. Decktaxe:<br />
300 €; bei Trächtigkeit: 600 €<br />
Decurio<br />
www.saechsische-gestuetsverwaltung.de<br />
Decurio<br />
Desperados<br />
Regentin<br />
Elfe<br />
De Niro<br />
Wie Musik<br />
Rotspon<br />
Bijou<br />
Don Schufro<br />
Loretta<br />
Ex Libris<br />
Eskoria<br />
Donnerhall<br />
Alicante<br />
Wolkenstein II<br />
Maskottchen<br />
Rubinstein I<br />
Antalia<br />
Borneo<br />
Gina<br />
Hannoveraner, geb. 2008, Stm. 168 cm. Zugelassen für Hannoveraner, Deutsches<br />
Sportpferd und Süddeutsche Verbände. Decktaxe: 500 €<br />
Foto: Beelitz<br />
SÄCHSISCHE gestütsverwaltung<br />
www.sosath.com<br />
www.galmbacher.com<br />
Quality<br />
Quality<br />
D’Inzeo<br />
D’Inzeo<br />
Douglas<br />
Quinar<br />
Cordelia<br />
Fotowettbewerb 2013<br />
Quidam de Revel<br />
Adele<br />
Lantaan<br />
Pracht<br />
Holsteiner, geb. 1999, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für Holstein, Oldenburg, Oldenburg-International,<br />
Hannover und fast alle weiteren Verbände auf Anfrage. Decktaxe:<br />
1000 €<br />
Darco<br />
Fiona<br />
Widona de Kezeg Heartbreaker<br />
Tibelle<br />
Jalisco B<br />
Dirka<br />
Aloubé<br />
Una Corda<br />
Lord<br />
Lyrik<br />
Carneval<br />
Bene<br />
Lugano van la Roche<br />
Acoucha<br />
Capitol I<br />
Bueffet<br />
Nimmerdor<br />
Bacarole<br />
Voltaire<br />
Fara<br />
Selle Française, geb. 2007, Stockmaß 168 cm. Zugelassen für die Süddeutschen<br />
Verbände. Decktaxe: Vorkasse 700 €; Rechnung 900 €<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 63
Fotowettbewerb 2013<br />
Fürstenhof<br />
Fürst Heinrich<br />
Fürst Grandios<br />
Gritt<br />
Hannoveraner, geb. 2010, Stockmaß 165 cm.<br />
Zugelassen für Hannover. Decktaxe: 550 €<br />
www.landgestuetcelle.de<br />
www.landgestuetcelle.de<br />
Fürstenhof<br />
Weltina<br />
Fürst Nymphenburg<br />
Florencio I<br />
Fürst Nymphenburg<br />
Weltmeyer<br />
Alexis<br />
Florestan I<br />
Walessa<br />
De Niro<br />
Donner de Nero<br />
Alpenfeuer<br />
64 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Foto: Busse<br />
Florestan I<br />
Dawina<br />
Argentinus<br />
Griselda<br />
World Cup I<br />
Anka<br />
Alonso<br />
Granate<br />
Hannoveraner, geb. 2005, Stockmaß 169 cm. Zugelassen für Hannover, Oldenburg,<br />
Rheinland und Westfalen. Decktaxe: 1000 €. Zu beziehen über das Landgestüt Celle,<br />
Station Hadeln.<br />
Foto: Kube<br />
Fidelio<br />
Raute<br />
Weltmeyer<br />
Pirelli<br />
Donnerhall<br />
Alicante<br />
Argentinus<br />
Alpi’s Girl xx<br />
Florentinus V<br />
www.gestuet.de<br />
Hengste zur Auswahl: Ratzinger V, Instertanz V, Florentinus V<br />
Nur nach Rücksprache mit Gestüt, da Hengste teilw. im Turniereinsatz<br />
Florentinus V<br />
Florestan I<br />
Lady in Red<br />
Fidelio<br />
Raute<br />
Londonderry<br />
Weltina<br />
Furioso II<br />
Laura<br />
Rheingold<br />
Gode<br />
Lauries Crusador xx<br />
Windsor Queen<br />
Weltmeyer<br />
Bodega<br />
Geb. 2006, Stockmaß 173 cm. Decktaxe 2012: 950 €. Anerkannt für Westfalen,<br />
Rheinland, Hannover, Oldenburg.<br />
Foto: Streitferdt<br />
Foto: Streitferdt
Neues Pferde-Laufband der Firma Kraft<br />
Pferde brauchen Bewegung – Führanlagen unterstützen dies. Aufgrund<br />
von Platzmangel oder anderen Gründen ist die Umsetzung einer<br />
Führanlage nicht immer realisierbar. Daher erweitert Kraft seine<br />
Produktpalette. Nach neuesten technischen und wissenschaftlichen<br />
Erkenntnissen wurde ein hochwertiges Pferde-Laufband entwickelt.<br />
Pferde-Laufbänder bieten Bewegung auf begrenztem Raum und bieten<br />
eine ideale Ergänzung im Trainingsmix des Pferdes.<br />
Das Kraft Pferde-Laufband bietet freie Wahl des Steigungswinkels und<br />
stufenlose Einstellung der Geschwindigkeit für einen individuellen<br />
Trainingsplan. Verschiedene Programme sind über die Steuerung abrufbereit<br />
Ein übersichtliches Bedienungsdisplay, verschiedene Sicherheitsabschaltungen<br />
inkl. Notaus sowie eine begehfreudige, breite Auf- und<br />
Ablauframpe mit rutschfestem Bodenbelag und bruch- und schlagfesten<br />
Seitenwänden bieten größtmögliche Sicherheit. Ein leistungsstarker<br />
Trommelmotor sorgt für einen geräuscharmen Betrieb.<br />
Weitere Informationen Uwe Kraft Reitsportgeräte & Metallbau GmbH,<br />
Frankenhardt Tel. (0 79 59) 7 02 oder unter www.kraft-fuehranlagen.de<br />
Wörmann präsentiert neues Modell<br />
Sanremo heißt der Neuzugang, der als Plywood- oder Alu-Anhänger<br />
erhältlich ist und trotz Einsteigerpreis mit Luxusausstattung und<br />
komfortabler Größe überzeugt. Der Aufbau des neuen Anhängermodells<br />
besteht aus einer stabilen, feuerverzinkten Stahlrahmen-<br />
Konstruktion mit Kompakt-Seitenstreben hinten. Die Seitenwände<br />
sind in der Holzversion aus wasserfest verleimten Mehrschichtenplatten<br />
gefertigt, die aufgrund ihrer glasfaserverstärkten Kunststoff-<br />
Harzbeschichtung äußerst robust und witterungsbeständig sind. Die<br />
doppelwandigen Voll-Alu-Seitenwände der Alu-Version sind durch<br />
die Verstärkungsstege in der Wand besonders stabil und pflegeleicht.<br />
Beide Modellvarianten sind<br />
mit einem Polydach ausgestattet,<br />
das standardmäßig in Grau oder<br />
gegen Aufpreis in Schwarz lieferbar<br />
ist. Weitere Informationen bezüglich<br />
Preis und Ausstattung<br />
erhalten Sie telefonisch<br />
unter (0 81 31) 29 27 80<br />
oder via E-Mail an<br />
info@woermann.eu<br />
Marktplatz<br />
Seniormüsli mit probiotischer Lebendhefe<br />
Mit Josera Senior hat der Odenwälder Tiernahrungsspezialist<br />
ein Premium-Müsli entwickelt,<br />
das den erhöhten Bedarf älterer<br />
Pferde an essenziellen Aminosäuren, Zink,<br />
Selen und Vitaminen berücksichtigt. Als besonderes<br />
Highlight enthält Josera Senior probiotisch<br />
wirkende lebende Hefezellen, die –<br />
wie wissenschaftliche Studien gezeigt haben<br />
– das Risiko von Verdauungsstörungen reduzieren.<br />
Durch den Einsatz von Lebendhefe<br />
wird die Darmflora stabilisiert und das Immunsystem<br />
gestärkt. Der hohe Energiegehalt<br />
in Josera Senior hilft, dem oft drohenden<br />
Verlust an Körpergewicht älterer Pferde entgegenzuwirken. Josera<br />
Senior ist in 20-kg-Säcken erhältlich (UVP: 20,50 Euro). Weitere<br />
Infos auf www.josera-pferd.de<br />
Fohlen und Jungpferde – halten, erziehen, fördern<br />
Fohlen sind zunächst auf ihre Mutter geprägt<br />
und werden von ihrem Instinkt geleitet. Im<br />
Laufe der Zeit gewöhnen sie sich an den<br />
Menschen und können zu vertrauensvollen<br />
Freizeitpartnern erzogen werden. Wie man<br />
das richtige Maß zwischen Freiheit und Förderung<br />
hält, in welchem Alter Jungpferde<br />
am besten lernen und was sie wann können<br />
sollten, erfahren Pferdehalter in diesem<br />
Ratgeber. Mit wichtigen Tipps zur artgerechten<br />
Haltung und Fütterung sowie persönlichen Erfahrungen<br />
der Autorinnen Ute Ochsenbauer und Beate Schmidtlein. So gelingt<br />
die sanfte Gewöhnung an ein Leben als Reitpferd. Erschienen<br />
im Kosmos-Verlag, ISBN: 978-3-440-12943-2<br />
Auf der sicheren Seite<br />
Sicherheitsspezialist USG schützt jetzt<br />
auch des Reiters Füße. Die sportliche<br />
braune Zugstiefelette<br />
aus weichem gewachstemNubuk-Leder<br />
überrascht mit<br />
dezenter Stahlkappe, zer -<br />
tifiziert nach EN 12568. Pluspunkt dieser bequemen Stiefelette ist<br />
das schlanke Design, das gerade für Frauenfüße ideal ist. Durch<br />
die griffige dual grip® Outdoor-Sohle mit ergonomisch geformtem<br />
Absatz haben Sie bei der Arbeit im Stall, während Spaziergängen,<br />
Bodenarbeit und auch im Sattel einen sicheren Halt. Die<br />
Stiefelette hat ein herausnehmbares Fußbett, das atmungsaktive,<br />
antibakterielle und geruchshemmende Innenfutter besitzt ein hohes<br />
Absorptionsvermögen. Walk & Work ist in den Größen 37–46<br />
zu einem UVP von 107,90 Euro im guten Reitsportfachhandel<br />
oder unter www.usg-reitsport.de erhältlich.<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 65
Hengste im Gespräch<br />
66 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Foto: Mense<br />
Amiro Z auf dem Westfalenhof<br />
der Renomee Z von Ramiro Z-Alme Z-Ganeff.<br />
Renomee Z ist Vollschwester zu Ratina<br />
Z, einem der erfolgreichsten Springpferde<br />
aller Zeiten, und nahm unter dem<br />
Argentinier Ricardo Kiekegaard an den<br />
Olympischen Spielen 1996 und den Weltmeisterschaften<br />
1998 teil.<br />
Amiros Vater Amigo Toss xx geht in direkter<br />
Linie auf die Mutter des berühmten<br />
Hengstes Le Sancy xx zurück, den wir als<br />
Stammvater von Ramzes und Zeus kennen. Auf Zangersheide wurde Amigo Toss xx mit<br />
großem Erfolg als Veredler in der Springpferdezucht eingesetzt.<br />
Amiro Z selbst war erfolgreich bei den Weltmeisterschaften der Jungen Springpferde in<br />
Lanaken und unter verschiedenen Reitern wie Judy-Ann Melchior, Franz-Josef Dahlmann<br />
und Tobias Thoenes bis internationale 1,45-m-Springen. Härte, Ehrgeiz und Leistungswillen<br />
zeichnen den Halbblüter aus, der einen dem Ideal nahekommenden Galopp<br />
hat und mit viel Vermögen und einer tollen Bascule springt.<br />
Amiro Z steht in Steinhagen über Frischsamen zur Verfügung. Die Decktaxe beträgt 850<br />
Euro und wird gesplittet. 250 Euro sind bei der ersten Besamung fällig, der Rest bei<br />
Trächtigkeit der Stute am 1. September.<br />
Fürst Donnerhall für Louisdors-Preis qualifiziert<br />
Beim Dressur- und Springderby in Hamburg Klein Flottbek schaffte es der Rapphengst<br />
auf den dritten Platz. Mit guten 65 Prozent konnte er sich somit für das Finale in der<br />
Frankfurter Festhalle qualifizieren. Der zehnjährige Florestan I-Donnerhall-Nachkomme<br />
hat unter Ants Bredemeier schon einige S-Erfolge für sich verbuchen können.<br />
Nun ist der Louisdor-Preis das große Ziel der beiden. Der Nachwuchspferde-Grand-<br />
Prix ist eine Serie für acht- bis zehnjährige Pferde, die behutsam an die schwerste Prüfungsklasse<br />
herangeführt werden sollen.<br />
Gekört wurde Fürst Donnerhall 2005 in Verden. Seinen 30-Tage-Test gewann der Hannoveraner<br />
überlegen<br />
und war 2009 zweiter<br />
Reservesieger im Rittigkeitsindex<br />
und Gesamtvierter<br />
seiner HLP in<br />
Prussendorf. Von den<br />
Fremdreitern gab es ein<br />
9,5. Inzwischen ist er<br />
auch für Oldenburg<br />
anerkannt. Aufgestellt ist<br />
der sportliche Rappe bei<br />
seinem Züchter und Besitzer<br />
Rudolf Quast in<br />
Jork (Niedersachsen).<br />
Einen hochinteressanten Neuzugang in seiner Beschälerriege meldet das Gestüt Westfalenhof<br />
aus Steinhagen: „Wir sind stolz und glücklich, dass wir unseren Züchtern mit Amiro Z einen<br />
Hengst anbieten können, der selbst sportlich überzeugt und eine außergewöhnliche Abstammung<br />
hat“, sagt Gestütsleiter Sven Sudhölter. Ende April hat der Westfalenhof den neunjährigen<br />
Halbblüter von der Stoeterij Zangersheide in Belgien gekauft. Der im modernen Veredlertyp<br />
stehende Fuchs mit Abzeichen<br />
stammt vom Vollblüter Amigo Toss xx aus<br />
Foto: LL-Foto<br />
Zwei bayerische Staatshengste<br />
für Max Kühner<br />
Zwei Hengste des bayerischen Hauptund<br />
Landgestüts Schwaiganger sollen<br />
künftig von Max Kühner im internationalen<br />
Sport vorgestellt werden. Der B-2-Kaderreiter<br />
aus Starnberg übernahm vor<br />
Kurzem den siebenjährigen Contendro-<br />
Stakkato-Pilot-Sohn Curriculo (Züchter:<br />
Jürgen Hattebuhr). Der sprunggewaltige<br />
Braune aus dem Hannoveraner Stamm<br />
267 der Schilimot wurde von Thomas<br />
Mühlbauer in Springpferdeprüfungen<br />
aufgebaut und qualifizierte sich u.a. mit<br />
Höchstnoten für das Bundeschampionat.<br />
Beim Turnier in Wiener Neustadt/Österreich<br />
platzierte sich das Paar im September<br />
2012 erstmals international. Im April<br />
2013 feierte Helmut Schönstetter,<br />
Kühners Bereiter, einen Turniereinstand<br />
nach Maß. Im österreichischen Ranshofen<br />
platzierte er den Hengst auf Anhieb<br />
in der Klasse S. „In Curriculo setze ich<br />
einige Hoffnung. Er ist ein sehr modernes,<br />
pfiffiges Pferd mit großem<br />
Springvermögen“, sagt Max Kühner. Den<br />
beiden internationalen S-Erfolgen folgten<br />
beim Riemer Jungpferdecup in München<br />
zwei nationale S-Platzierungen. Im Verlauf<br />
des Jahres will Kühner den Hengst<br />
international in der Youngster-Tour einsetzen.<br />
Ein weiterer Neuzugang in Kühners<br />
Stall ist der Asti Spumante-Furioso<br />
II-Flirt-Sohn Acajou (Züchter: Wolfgang<br />
Hartmann). Der 13-Jährige war seit 2006<br />
unter seinem Mitbesitzer Kristian Kniha<br />
bis zu Drei-Sterne-S erfolgreich und gewann<br />
u.a. zweimal den Großen Preis<br />
von Linz. Da sich Kniha nun voll aufs<br />
Studium konzentriert, kommt nun sein<br />
früherer Trainer Max Kühner in den Genuss,<br />
den Schwaigangerer Hengst zu reiten.<br />
Acajou und Curriculo stehen wegen<br />
ihres Sporteinsatzes der Zucht vorerst<br />
nicht zur Verfügung. Sabine Neumann
Carthago lebt nicht mehr<br />
Der Holsteiner Schimmelhengst Carthago (v. Capitol I-Calando I-<br />
Mambo-Sohn; Stamm 162; Z.: Erhard Krampitz, Epenwöhrden) ist im<br />
Alter von 26 Jahren auf der Insel Föhr eingegangen. Vor seinem<br />
sportlichen Sporteinsatz deckte Carthago als Holsteiner Verbandshengst<br />
von 1990 bis 1995 in Haselau. In dieser Zeit wurde Carthago<br />
von Bo Kristoffersen über erfolgreiche Einsätze in Springpferdeprüfungen<br />
in den Sport gebracht. Im Januar 1996 wurde er an das Gestüt<br />
Zangersheide verpachtet, wo er von Jos Lansink auf internationalem<br />
Parkett zu großen Erfolgen geführt wurde. Zudem wurde<br />
Carthago in Zangersheide züchterisch genutzt. Schon im gleichen<br />
Jahr sattelte Jos Lansink den Hengst bei den Olympischen Spielen<br />
von Atlanta, wo das Paar den elften Platz belegte. Vier Jahre später –<br />
in Sydney – kam es zu einem weiteren olympischen Einsatz. Unter<br />
seinen springerfolgreichen Nachkommen sind vor allem Cristallo 5/<br />
Alois Pollmann-Schweckhorst, Caya/Sheila Burke, Catania 43/Frank<br />
Plock, Cool-Man 2/Holger Wulschner, Cash 63/Marco Kutscher, Classix<br />
Girl/Sören von Rönne und Campus, der mit Kamal Bahamdan an<br />
den Weltreiterspielen in Aachen 2006 teilgenommen hat, besonders<br />
zu erwähnen. Ein weiterer Carthago-Sohn ist Cim Christo, der unter<br />
Bong Gak Sohn koreanische Farben bei den Olympischen Spielen<br />
von Athen 2004 vertreten hat und später mit viel Erfolg in den USA<br />
von Georgina Bloomberg geritten wurde. Genannt werden muss<br />
auch der aus einer Jalisco B-Mutter gezogene Mylord Carthago, der<br />
unter Penélopé Leprevost zur französischen Mannschaft gehörte, die<br />
Trendbarometer Reitsport<br />
Jugendförderung:<br />
Kinder und Ponys –<br />
ein aussterbendes Bild?<br />
Sagen Sie es uns!<br />
Bei der Online-Umfrage<br />
mitmachen und gewinnen –<br />
jeden Monat neu!<br />
Trendbarometerumfrage im Juni:<br />
Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und teilen Sie uns Ihre Meinung mit:<br />
Was zeichnet den Pferdesport für die persönliche Entwicklung von<br />
Kindern und Jugendlichen aus? Wie kann man Kindern und Eltern den<br />
Weg zum Pony bzw. Pferd erleichtern?<br />
Die Ergebnisse veröff entlichen wir in der Juli-Ausgabe.<br />
Unter allen Teilnehmern verlosen wir zwei Paar Clearround-Reithandschuhe.<br />
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Das HorseFuturePanel führt Marktforschungsuntersuchungen für die Pferdebranche<br />
durch. Institutionen und Unternehmen stellen Fragen, und die Teilnehmer<br />
können in den Antworten ihre Wünsche und Meinungen mitteilen. So<br />
gestalten Sie die Pferdewelt von morgen aktiv mit!<br />
Hengste im Gespräch<br />
u.a. Mannschafts-Silber<br />
bei den Weltreiterspielen<br />
in Kentucky holte.<br />
Der Schimmel ist gegenwärtig<br />
eines der erfolgreichsten<br />
Springpferde<br />
Frankreichs und wurde<br />
inzwischen auch für die<br />
Holsteiner Zucht gekört.<br />
Als 2001 der Pachtvertrag<br />
auslief und Carthago<br />
nach Holstein zurückkehrte,<br />
stellte sich<br />
heraus, dass er unfruchtbar<br />
geworden war. Seinen Lebensabend verbrachte der Schimmel<br />
bei Peter Diederichsen auf der Insel Föhr. Insgesamt sind 40<br />
Söhne von ihm gekört worden, von denen vor allem der bei Lothar<br />
und Sven Völz in Wöhrden an der Holsteiner Westküste stationierte<br />
Colman, aber auch der Verbandshengst Cardino die größte Akzeptanz<br />
bei den Züchtern gefunden haben. Registriert wurden außerdem<br />
355 Töchter, davon 20 Staatsprämienstuten. Die Lebensgewinnsumme<br />
von Carthagos 686 FN-registrierten Nachkommen, von<br />
denen allein in Deutschland 259 S-Erfolge zu verzeichnen hatten,<br />
beläuft sich laut FN-Statistik auf 3,83 Millionen Euro.<br />
Trendbarometer Reitsport<br />
Auswertung April<br />
SOMMERZEIT – FLIEGENZEIT: WAS TUN<br />
GEGEN FLIEGEN UND BREMSEN?<br />
80 % der Probanden geben an, dass ihr Pferd auf Fliegen und Bremsen reagiert.<br />
Sie führen bei den Pferden zu folgenden Reaktionen:<br />
Nervosität und Unruhe<br />
Starkes Kopfschlagen<br />
Juckreiz an Schweif und Mähne<br />
27 %<br />
0 20 40 60 80 100 %<br />
95 % aller Probanden schützen ihr Pferd vor dem Befall durch Fliegen und Bremsen.<br />
Besonders effizient sind ihrer Meinung nach:<br />
0 20 40 60 80 100 %<br />
Sich selbst schützen nur 51 % der Probanden vor Fliegen- und Bremsenbefall.<br />
Zwei Drittel verwenden dafür ein Fliegenspray.<br />
www.horsefuturepanel.de<br />
54 %<br />
52 %<br />
Fliegenmütze 82 %<br />
Fliegendecke 76 %<br />
Fliegenspray<br />
59 %<br />
Prävention durch Management<br />
55 %<br />
Fliegenlotion vom Tierarzt<br />
38 %<br />
Foto: Ernst<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 67
Hengste im Gespräch<br />
Destino geht vorzeitig<br />
aus dem Deckeinsatz<br />
Der Reitponyhengst Destino v. Dressman I-<br />
Marsvogel xx, aus dem Besitz von<br />
Katharina von Salmuth, Gestüt Lilienhof<br />
wird vorzeitig aus dem Deckeinsatz<br />
genommen.<br />
„Um die sportliche Karriere Destinos weiter<br />
zu fördern, haben wir uns entschieden, ihn<br />
in diesem Jahr vorzeitig aus dem Deckeinsatz<br />
zu nehmen“, so Besitzerin und Ponyliebhaberin<br />
Katharina von Salmuth.<br />
Er wird in der laufenden Turniersaison von<br />
Ann-Kathrin Lindner aus dem baden-württembergischen<br />
Ilsfeld vorgestellt. Ziel des<br />
Paars ist die Qualifikation und die<br />
Teilnahme an den Bundeschampionaten in<br />
Warendorf.<br />
Ann-Kathrin Lindner ist sehr erfolgreich im<br />
Ponysport unterwegs. Sie ist zweifache<br />
Süddeutsche Mannschaftsmeisterin und<br />
Süddeutsche Vize-Meisterin im Einzel.<br />
Sie war Teilnehmerin bei den Deutschen<br />
Meisterschaften und nahm bereits dreimal<br />
an den Bundeschampionaten in Warendorf<br />
teil, wobei sie sich zweimal im Finale<br />
platzieren konnte.<br />
Der Reitponyhengst Haddaway v. L.H. Halifax-Kaiserjaeger<br />
xx, auch aus dem Besitz<br />
des Gestüts Lilienhof, wird den Züchtern in<br />
der laufenden Decksaison weiterhin zur<br />
Verfügung stehen.<br />
Inselfürst lebt nicht mehr<br />
68 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
Hengste beim Preis der Besten erfolgreich<br />
Der für Oldenburg zugelassene Hengst Inselfürst ist im Alter von 27 Jahren gestorben. Während<br />
seiner gesamten Zuchtkarriere war der Schimmel auf der Station seines Züchters Hergen<br />
Schweers beheimatet.<br />
Lange Zeit war der Inschallah AA-Sohn aus einer Futuro-Mutter der Rekordhalter der Hengstleistungsprüfung.<br />
Unter Hiltrud Moormann wurde er bis zur schweren Klasse gefördert.<br />
Auch wenn Inselfürst nie ein Modehengst bei den Züchtern war, so hat er doch einiges an<br />
interessanter Nachzucht zu bieten.<br />
So zum Beispiel den in Österreich<br />
zugelassene Vererber Impuls aus einer<br />
Götterfunke-Mutter. Oder der in<br />
den USA aufgestellte Sohn Ironman<br />
aus einer Wienerwald-Stute.<br />
Doch auch hierzulande hat der<br />
stattliche Schimmel bekannte Nachkommen.<br />
Unter anderem Fairbanks,<br />
Paso Double (2012 Bronze bei der<br />
Pony-EM), Die Insel und For Joy<br />
(Isabell Werth).<br />
Foto: W. Ernst<br />
Mitte Mai fand in Warendorf der Preis der Besten statt – teilnehmen durften Ponykinder,<br />
Junioren und Junge Reiter. Erfreulich war, dass die Jugendlichen mehrere<br />
Deckhengste vorstellten und sehr erfolgreich damit waren.<br />
So konnte Gudio Klatte jun.<br />
mit dem Holsteiner Hengst<br />
Collado die Gesamtwertung<br />
der Junioren im Springen<br />
gewinnen. Nachdem der<br />
Cassini I-Landgraf I-Sohn<br />
am ersten Tag auf Platz fünf<br />
rangierte, gewann das Paar<br />
die zweite Wertungsprüfung<br />
und holte sich den<br />
Gesamtsieg.<br />
Bei den Jungen Reitern in<br />
der Dressur konnte der Celler<br />
Landbeschäler Edward<br />
(Embassy I-Fabriano) unter<br />
seiner neuen Reiterin Charlott-Maria<br />
Schürmann nach<br />
Platz eins am ersten Tag am<br />
Ende Silber in der Gesamtwertung<br />
gewinnen.<br />
Auch bei den Dressurponys<br />
hatte ein Hengst die Nase<br />
vorne: Semmieke Rothenberger<br />
steuerte den Reit -<br />
Silber für den Celler Landbeschäler Edward<br />
pony hengst Deinhard B<br />
(Dornik B-Golden Dancer)<br />
ganz souverän zum Gesamtsieg.<br />
Gewann den Preis der Besten: Collado<br />
Happy Birthday Grosso Z!<br />
Foto: Mense<br />
Foto: Mense<br />
Der Doppelvererber Grosso Z ist im<br />
Mai ganze 30 Jahre alt geworden.<br />
Er erfreut sich bester Gesundheit<br />
und residiert auf seiner<br />
Sommerkoppel.<br />
Der Goliath II Z-Furioso II-Sohn<br />
stammt aus der Zucht von Leon<br />
Melchior und steht im Besitz von<br />
Beate Conle-Hüttner und dem Gestüt<br />
Wiesenhof. Der Braune war<br />
selbst im Springen und Dressur (bis<br />
Klasse S) erfolgreich und vererbt<br />
diese Doppelveranlagung weiter.<br />
Jüngster Erfolg seiner Nachkommen<br />
waren die Grand-Prix-Platzierungen<br />
von Grossos Gentle unter Ellen<br />
Schulten-Baumer auf dem Maimarkt<br />
in Mannheim.
D wie Dressur –<br />
Darliera Preisspitze in Verden<br />
Bei bestem Frühlingswetter fanden etwa<br />
1000 Hannoveraner Fans, Käufer und Verkäufer<br />
den Weg in die Niedersachsenhalle<br />
nach Verden. 77 Hannoveraner wurden bei<br />
der Mai-Auktion versteigert. Die hoch veranlagte<br />
Dressurstute Darliera war bestbezahlt.<br />
29 Hannoveraner werden die Republik<br />
ins Ausland verlassen.<br />
Darliera v. Dancier-Lauries Crusador xx<br />
(Züchter und Aussteller: Hans-Hinrich Dodenhoff,<br />
Bötersen) war im vergangenen<br />
Jahr auf der Stutenschau in Sottrum Klassen-<br />
und Gesamtsiegerin: Die Staatsprämienanwärterin<br />
wechselte für 40.000 Euro in<br />
einen Dressurstall nach Schweden.<br />
Salt’n Peppa hatte schon im Vorfeld der<br />
Mai-Auktion wie kaum ein zweites Pferd<br />
für Begeisterung gesorgt. Der vierjährige<br />
Stolzenberg-Escudo-Sohn (Züchter: Heinrich<br />
Zettel, Neustadt, Aussteller: Gerd Odlozinski,<br />
Neustadt-Luttmersen) vereint nicht<br />
nur beste hannoversche Springgene in seinem<br />
Pedigree, sondern macht auch im Parcours<br />
seine Sache vom Feinsten. Nach einem<br />
spannenden Bieterduell wurde der<br />
Athlet für 36.000 Euro in einen Springstall<br />
nach Niedersachsen verauktioniert. Der<br />
neue Besitzer hatte schon bei der November-Auktion<br />
erfolgreich eingekauft und bestätigte<br />
so einmal mehr sein Vertrauen in<br />
das Auktionshaus Verden.<br />
48 Hannoveraner bleiben in Deutschland,<br />
29 haben in 14 Nationen ein neues Zuhause<br />
gefunden.<br />
Sir Donnerhall stellt mit 65.000 Euro<br />
die Preisspitze in München<br />
Frühjahrshits<br />
Auktionen in Nord und Süd<br />
Der Durchschnittspreis bei der gut besuchten<br />
10. Süddeutschen Reitpferdeauktion<br />
sinkt auf knapp 14.000 Euro Der vierjährige<br />
Wallach Secret aus der Zucht von Bernhard<br />
Schumm in Crailsheim erzielte mit 65.000<br />
Euro den Spitzenpreis bei der 10. Süddeutschen<br />
Reitpferdeauktion. Es war nicht sein<br />
erster Besitzerwechsel. Als Fohlen war der<br />
bewegungsstarke Sir<br />
Donnerhall-Florestan I-<br />
Sohn unter dem Namen<br />
Siggi über die Süddeutsche<br />
Elite-Auktion in Nördlingen<br />
für 8500 Euro in den Besitz<br />
der Sportpferdeaufzucht Riedheim<br />
gelangt. Drei Jahre später<br />
trabte er unter Sabina Schrödter<br />
auf dem Baden-Württembergischen<br />
Landeschampionat in<br />
Tübingen auf den Bronzerang.<br />
In Riem schlug Auktionator<br />
Uwe Heckmann den<br />
begehrten Braunen (Aussteller: Jörg<br />
Schrödter) einer Käuferin aus dem Raum<br />
Stuttgart zu. Dominique Röder soll Secret<br />
sportlich weiter fördern. Quintessa II, eine<br />
Quaterback-Rubin Royal-Tochter (Züchter<br />
und Aussteller: Dr. Frank Klakow, Osterburg)<br />
ging als zweitteuerstes Dressurpferd<br />
für 21.500 Euro in den Stall von Robert Harrison<br />
Schmerglatt nach Starnberg. Die<br />
Chris tallo-Grundsteins Erbe-Tochter Gina<br />
(Züchter: Ludwig Ebermann, Brennstadt;<br />
Aussteller: Rainer Rudolph, Herges) war<br />
mit 21.500 Euro das teuerste Springpferd.<br />
Ihre Schweizer Käufer nahmen mit der vierjährigen<br />
Casall-Grand Pilot-Tochter Casalla<br />
R (Züchter und Aussteller: Manfred Rudel,<br />
Königsbrunn) noch ein Springtalent der Extraklasse<br />
mit – zum Schnäppchenpreis von<br />
10.500 Euro. Insgesamt war das Lot qualitativ<br />
sehr gemischt. Einmal mehr zeigte sich,<br />
dass sich unkomplizierte, gut ausgebildete<br />
Pferde mit überdurchschnittlichem Talent<br />
und Platzierungen auch in Krisenzeiten gewinnbringend<br />
vermarkten lassen, während<br />
Durchschnittspferde zum Verlustgeschäft<br />
für die Züchter werden. 26 der ursprünglich<br />
31 Pferde wurden versteigert und<br />
brachten 362.000 Euro. Ein Pferd erhielt<br />
kein Gebot. Der Durchschnittspreis sank<br />
gegenüber dem letzten Jahr von 19.023 auf<br />
13.923 Euro. Angesichts der schwierigen<br />
Wirtschaftslage und des ungenügenden<br />
Ausbildungsstandes mancher Auktions-<br />
Vermarktung<br />
Preisspitze in Verden: Darlierar<br />
pferde bei der Anlieferung gab sich der<br />
neue Auktionsleiter Norbert Paul dennoch<br />
zufrieden „Viele Pferde haben sich in den<br />
drei Wochen sehr gut entwickelt.Wir hatten<br />
auch viele Kaufinteressenten. Alle Pferde<br />
sind ausprobiert worden.“ S. Neumann<br />
First Selection:<br />
50.000 Euro für Sunshine Reggae<br />
Mit 50.000 Euro war Sunshine Reggae die<br />
Preisspitze der ersten Dressurpferdeauktion<br />
im baden-württembergischen Ravensburg:<br />
Ein süddeutscher Ausbildungsstall legte die<br />
Summe für den dreijährigen Hengst von<br />
San Amour-Donnerhall an. „Wir hatten eine<br />
tolle Veranstaltung, die Pferde sind zu<br />
marktgerechten Preisen sehr gut verkauft<br />
worden“, berichtet Mit-Organisator Fabian<br />
Scholz. „Für die erste Auktion dieser Art<br />
sind wir mit der Resonanz sehr zufrieden,“<br />
so Dorothee Pfeiffer, auf derer Reitsportanlage<br />
die Auktion stattfand. „Wir sind überzeugt,<br />
dass das Konzept funktioniert und<br />
dass in Süddeutschland, Österreich und der<br />
Schweiz große Nachfrage besteht“, so<br />
Scholz. „Die Auktion hat in jedem Fall Zukunft,<br />
im nächsten Jahr geht’s weiter. Viele<br />
Aussteller kamen zu mir und sagten, beim<br />
nächsten Mal sind wir wieder mit dabei.<br />
Das ist die beste Anerkennung unserer Arbeit“,<br />
so Pfeiffer.<br />
Foto: T. Ernst<br />
6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 69
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6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 71
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15. Juni<br />
72 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />
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Erscheinungsweise: monatlich<br />
Chef vom Dienst:<br />
Dominique Garvs, Tel. +49 (0) 711/80 60 82-48<br />
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Redaktion:<br />
Claus Schridde, Tel. +49 (0) 53 58/97 08 13, E-Mail: claus.schridde@t-online.de<br />
Ständige Mitarbeiter:<br />
Dr. Tanja Becker, Wulf-Heiner Kummetz, Manfred Mense, Sabine Neumann, Nora<br />
Driesch, Dr. Dietrich Plewa, Nina Stiller, Julia Wentscher, Jessica Kaup, Jorinde Buck,<br />
Rick Helmink (NL), Theresa Deisl (A), Birgit Herrmann (CH)<br />
Herstellungsleitung:<br />
Susanne Stöckl, Tel. +49 (0) 711/80 60 82-17<br />
Herstellung:<br />
Stefanie Maurer, Melanie Haag<br />
Anzeigen:<br />
An den Verlag. Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 17<br />
Telefonische Anzeigenannahme +49 (0) 711/80 60 82-12<br />
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Deutschland: Einzelheft 5,30 €, Jahresabonnement 59 € einschließlich<br />
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Vertrieb Schweiz: Matile GmbH, Postfach 180, CH-3113 Rubigen<br />
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des Berechnungs zeitraums schriftlich mitzuteilen.<br />
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