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ZÜCHTERFORUM

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ISSN 1860-4242 17. Jahrgang 43007

www.zuechterforum.com

ZÜCHTERFORUM

Fachmagazin für Pferdezucht, Haltung und Vermarktung

6Juni 2013 Matthaes Medien GmbH & Co. KG

Einzelpreis Deutschland 5,30 €

Österreich und EU-Länder 5,50 €

Schweiz 5,50 €

Sind wir wirklich

in der Krise?

Analyse über die

deutsche Pferdezucht

Sporthorse Breeding

Polydor: Qualität aus Westfalen

Passion statt Profit

Das Ehepaar Kellerwessel im Portrait

Aus der Praxis für die Praxis

Weidemanagement: Wenn’s gut sein soll

Lagern statt liefern lassen

DKB-Bundeschampionate

Die Qualifizierten, Teil 1


Die Hengste decken im Natursprung.

Prospekt anfordern bei:

Die sichere Alternative

Springofferte

2013

Nariston

v. Narew xx-Granit-Agram-Schober

– selbst sporterfolgreich, gezogen aus einer

wendländischen Springdynastie

– Vater von Bundeschampionatsteilnehmern

– Prämienfohlen in Serie

– älteste Nachkommen S-Springen erfolgreich

Prominenz

v. Pilot-Goldlack I-Ramiro-Rendant

– HLP-Springsieger LK I, Bundes championatsteilnehmer

– selbst S-erfolgreich, Vater internationaler

S-Sieger u. gek. Söhne

– Top-Zuchtwerte lt. FN-Zuchtwertschätzung

– Empfohlen im Programm Hannoveraner

Springpferdezucht

Ramiro’s Son II

v. Ramiro-Moltke I-Farnese-Logenschließer

– HLP LK I, Holsteiner Stamm 5421

– Sieger in S-Springen, Vater internationaler

S-Sieger u. gek. Söhne

– Top-Zuchtwerte lt. FN- und Hannoveraner

Zuchtwertschätzung

– Empfohlen im Programm Hannoveraner

Springpferdezucht

Termine 2013:

09. Mai 2013 (Himmelfahrt)

Tag der offenen Tür

15. Juli 2013

Oldenburger Hauptbrenntermin

16. Juli 2013

ZfdP-Brenntermin

Familie Schridde

Hauptstraße 10–12 · 38368 Querenhorst

Tel. (0 53 58) 97 08 14, Fax/AB: (0 53 58) 97 08 13, Mobil (01 71) 7 54 58 64

E-Mail: claus.schridde@t-online.de · Internet: www.schridde-pferde.de


Inhalt Juni 2013

Damis bestes Rennen

Er macht nicht nur seine Reiterin

Helen Langehanenberg stolz: Damon

Hill repräsentierte beim Weltcup-Finale

in Göteborg die deutsche

Zucht von der besten Seite.

Seite 20

In der Krise?

Die Bedeckungszahlen

sind rückläufig, die Zahlen

auf den Auktionen gehen

immer mehr zurück, und

auch die Stutenbestände

schwinden erschreckend.

Thomas Hartwig hat die

Pferdezucht analysiert.

Teil 1 ab Seite 24

2 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Hin und her

Lagern statt liefern lassen

Für Pferdebetriebe kann die Anlieferung

von Heu und Stroh nach Bedarf eine Möglichkeit

sein. Dagegen stehen aber auch

Kontra-Argumente. Wir fragen uns: Was für

Lagermöglichkeiten gibt es? Seite 40

Ganz nach dem Motto „Aller guten Dinge

sind drei“ hat der AES nach den Querelen im

Verband nun endgültig gekört. Wer nun zur

Zucht zugelassen wurde, lesen Sie ab

Seite 12

Der Dressurstar

San Amour liefert gekörte

Söhne, Bundes -

champions und Auktionspferde

am laufenden

Band. Zudem

hat er jetzt sogar einen

gekörten Vollbruder.

Alles über ihn

ab Seite 30

Aus der Praxis für die Praxis

Endlich Ruhe in Westfalen?

Nach nur drei Wochen stand in Westfalen

ein neuer Vorstand fest, nachdem

der ehemalige Vorstand nach nur

zwölf Monaten teilweise zurückgetreten

ist. Mehr dazu ab Seite 10

Wenn’s gut werden soll

Wer Pferde auf die Weide bringt, braucht

mehr als nur ein Stück grüne Wiese. Was

Sie bedenken sollten, bevor Sie Ihrem

Vierbeiner Natur pur bieten, sagen wir Ihnen

ab Seite 35


Es war Zahltag: Im Wonnemonat Mai

bekamen Züchter Prämien für ihre erfolgreichen

Zuchtprodukte ausgezahlt.

Freuen kann sich auch Klaus-Herrmann

Holm, der unseren Titelhelden

Carinjo gezogen hat. Denn der Braune

ist nicht nur ein gefragter Deckhengst

auf der Station Völz, er ist auch noch der

Holsteiner mit der zweithöchsten Jahresgewinnsumme.

Im Juni können sich interessierte Zuschauer

noch mehr erfolgreiche Holsteiner

anschauen – am 14. und 15. Juni

findet in Elmshorn das Landeschampionat

der Holsteiner statt. Foto: Bricot

1 Editorial

4 Szene

10 Verbandsintern

10 Neuer Vorstand in Westfalen

11 Interview mit Theodor Leuchten

12 Körungen

12 AES-Körung: „Aller guten Dinge sind drei“

14 DKB-Bundeschampionate

20 Report

20 Göteborg: Der Weltcup aus der Zuchtbrille

24 Die deutsche Pferdezucht in der Krise? Teil 1

29 Horsetelex: Mehr als nur eine Abstammung

30 Hengstportrait

34 Praxis

34 Recht: Routine-Eingriff Kastration

35 Management ist alles: Tipps rund ums Thema Weide

40 Wetterfest: Die richtigen Lagerhallen

43 Schauen und Championate

44 Ponyzucht

46 Züchterportrait

50 Briefe, Faxe, Mails

51 Sporthorse Breeding

56 Familienbande

60 Fohlen-Fotowettbewerb

65 Marktplatz

66 Hengste im Gespräch

69 Vermarktung

72 Vorschau/Impressum

ISSN 1860-4242 17. Jahrgang 43007

www.zuechterforum.com

ZÜCHTERFORUM

Fachmagazin für Pferdezucht, Haltung und Vermarktung

6

Juni 2013 Matthaes Medien GmbH & Co. KG

Einzelpreis Deutschland 5,30 €

Österreich und EU-Länder 5,50 €

Schweiz 5,50 €

Sind wir wirklich

in der Krise?

Analyse über die

deutsche Pferdezucht

Sporthorse Breeding

Polydor: Qualität aus Westfalen

Passion statt Profit

Das Ehepaar Kellerwessel im Portrait

Aus der Praxis für die Praxis

Weidemanagement: Wenn’s gut sein soll

Lagern statt liefern lassen

Dieser Ausgabe liegen Prospekte der Firma Friedrich W. Haas bei.

Wir bitten unsere Leser um Beachtung.

Die Qualifizierten, Teil 1

DKB-Bundeschampionate

ACTION BREAKER IN ACTION

FRISCHES SPERMA

GERMANY

NETHERLANDS - BELGIUM

STUD FEE: €2000

STALLION | 2000 | BWP | BAI | 1,76 M

APPROVED FOR: KWPN, SF, BWP, OLD, WESTF, OS-INTERNAT.

HEARTBREAKER

Jarme van 't

Steentje

Nimmerdor

Bacorole

LYS DE DARMEN

Freja

Farn

Ramona

Silvano

Orchidee

Et Hop X

Darmen

PORSCHE DE BORNIVAL

Querry

Dealer: ENTERBROOK - TEL. +31(0)621 666 309

WWW.ENTERBROOK.NL

OFFSPRING ACTION BREAKER

ACAPULCO Z

(Action Breaker x Lux)

Winner Sunshine Tour (7 year old)

ELIXIR ST

(Action Breaker x Nimmerdor)

Winner 1,50 GP (9 year old)

GENTLEMAN ST

(Action Breaker x Carthago)

Approved for AES

WWW.ACTIONBREAKER.COM


Szene

Beirat Zucht – Verein Deutscher Hengsthalter

Zum 70. von Cord Wassmann

als neue FN-Anschlussorganisation Seinen 70. Geburtstag feierte am 27. Mai Cord

Anlässlich der Jahrestagungen der darüber abgestimmt, ob die „Hengst- Wassmann (Badbergen). Fast 40 Jahre lang beklei-

Deutschen Reiterlichen Vereinigung halter“ als Anschlussorganisation aufdete der Landwirt, der in seiner Jugend erfolg-

(FN) in Münster hat der Beirat Zucht genommen und damit mit einer reich Springen und Vielseitigkeit bis zur Klasse S

verschiedene Beschlüsse gefasst. Stimme im Beirat Zucht vertreten ritt, zahlreiche Ehrenämter in Pferdesport und

Dazu gehört unter anderem die Ent- sind. Im Beirat Zucht stimmte die -zucht. Von 1974 bis 1981 Verbandsjugendwart

scheidung über den Antrag des Ver- Mehrheit der Zuchtverbände für eine und später viele Jahre Vorsitzender des Landeseins

Deutscher Hengsthalter als FN- Aufnahme. In der FN-Mitgliederververbandes Weser-Ems, war Wassmann ab 1976 zu-

Anschlussorganisation. Der Beirat sammlung wurde der Verein Deutnächst stellvertretender und von 1980 bis 1992

verabschiedete außerdem die Empscher Hengsthalter dann als An- Vorsitzender der Bundesjugendleitung der Deutfehlungen

zu „Veterinärstandards bei schlussorganisation aufgenommen. schen Reiterlichen Vereinigung (FN). In dieser

Körungen für Deutsche Reitpferde- „Wir haben nahezu alle Hengsthalter Funktion war er auch Mitglied in den Vorständen

zuchten“ und berief eine Schieds- unter unserem Dach organisiert und Sport der FN und des Deutschen Olympiade-Kokommission

mit Tierärzten. Außer- wir wollen die Probleme gemeinsam mitees für Reiterei (DOKR). Von 1997 bis 2004

dem wurde in Münster über den mit den Zuchtverbänden anpacken. vertrat er im FN-Präsidium den Bereich Allgemei-

Deckeinsatz ungeprüfter Hengste Da wir sehr nahe an der Basis und an ner Reit- und Fahrsport. Darüber hinaus war Cord

diskutiert.

den Züchtern sind, glauben wir, dass Wassmann 17 Jahre lang Vorsitzender der Kör-

Bereits im Herbst hatten Vertreter des wir uns konstruktiv einbringen könkommission des Verbandes der Hannoverschen

Vereins Deutscher Hengsthalter ihr nen“, erklärte Thomas Casper (Donz- Warmblutzüchter und ist bis heute ein gefragter

Anliegen bei den Zuchtverbänden dorf), Vorsitzender des Vereins Deut- Referent, wenn es um das Thema Pferdebeurtei-

vorgetragen. Jetzt wurde in Münster scher Hengsthalter.

lung geht.


„Rückläufige Bedeckungszahlen“

Wie steht es um die deutsche Zucht? Sind die Züchter, mithin Sie, zufrieden mit den Ent -

wicklungen, und wie sieht’s in der Praxis aus? – Antworten auf diese Fragen gibt unser „Zucht-

Trend“. Wir haben gefragt, ob Sie alle Ihre Stuten dieses Jahr bedecken. Und hier ist das Ergebnis:

Die Frage: Lassen Sie dieses Jahr alle Stuten bedecken?

Ja, wenn möglich

Nein, ein paar von ihnen haben Pause

Nein, ich lasse gar keine decken


Unsere Empfehlung:

marstall Cornmüsli

Das Power-Paket!

4 ZÜCHTERFORUM 6/2013

32 %

27 %

59 %

Beim aktuellen „Zucht-Trend“ geht es ums Thema „Verbände“. – Ein Klick im Zucht-Trend auf

unserer Home page, und Ihre Stimme wird gezählt. Die ist nämlich wichtig!

Präsentation „Werlhof’s

Charity GS“

Wie bereits im letzten

Jahr wird der „Große

Preis von Isernhagen“

wieder die Plattform für

eine Charity-Versteigerung

sein. „Werlhof’s

Charity GS“ heißt der

noch schwarze Schönling,

der am Samstag,

den 15. 6. 2013, vor Beginn

des Haupt sprin -

gens an diesem Tag,

dem Championat von

Isernhagen, seinen

neuen Besitzer finden

wird. „Werlhof’s Charity

GS“ ist ein Hengstfohlen

mit bester Spring ab stam -

mung aus Oldenburger

Zucht. Erfahren Sie, welchem

Stamm der kleine

Schönling entspringt

und wem der Erlös aus

der Versteigerung zugutekommt,

und treffen

Sie den kleinen Superstar

live.


Das neue Leihmutterprogramm

von www.5starHorses.com!

In Zeiten rückläufiger Bedeckungen, abnehmender

Zuchtstuteneintragungen

und fallender Fohlenregistrierungen malen

viele Züchter Horror-Szenarien auf,

die gar dem En de der Hochzucht gleichkommen.

Hengstmütter, Stuten, die Bundeschampionats-Teilnehmer

gebracht haben, Stuten

aus Olympiastämmen, Mütter mit herausragender

Eigenleistung und Verwandtschaft

von WM-Pferden, werden

nicht mehr oder nicht mehr genügend

züchterisch genutzt.

Kurzum, die Zuchtschätze Deutschlands

„verkommen“ auf der Weide oder im

Züchterstall.

Um dem entgegenzutreten, bietet 5star-

Horses.com allen Züchtern an, ihre Top-

Zuchtstuten via www.5starHorses.com

als Leihmutter zur Verpachtung anzubieten.

Das komplette Programm und wie alles

funktioniert unter www.5staehorses.com

oder telefonisch unter Nummer (01 71)

Eine Powerfrau wird 70

Heike Breckweg, kompetente Ansprechpartnerin

in Sachen Marketing rund ums

Pferd, hat allen Grund, die Korken knallen

zu lassen - sie feiert am 3. Juni ihren

70. Geburtstag. Unzählige Kunden aus

Zucht- und Haltung, aber auch aus dem

Pferdesportbereich, vertrauen ihr seit Jahren.

Kein Wunder, denn ihre Vita spricht

für sich. Nach der Hochzeit mit Hubert

Breckweg übernahm sie die Leitung der

eigenen Druckerei, und es folgte die

Gründung der Deckstation Wildeshausen.

Szene

Als die Druckerei von Bremen nach Wildeshausen

umsiedelte, wurde sie zur

Haus- und Hofdruckerei des Oldenburger

Verbandes. Heike Breckweg übernahm

die komplette Anzeigenakquise des Verbandes

und seit 2002 auch die alleinige

Akquise der Zeitschrift Pferdeforum und

baute dieses Geschäft erfolgreich auf – als

Verlag und Agentur des Verbandes der

Züchter des Oldenburger Pferdes. Das

Team des ZÜCHTERFORUMS gratuliert

ganz herzlich.

3284301 . Schon damals wie heute immer für die Pferde ... ... unterwegs: Heike Breckweg

Qualität


Samstag, 22. Juni

3. Lodbergener Fohlenchampionat


Deutsches Fohlenchampionat

Mittwoch, 3. Juli

Hannoveraner Brenntermin

Donnerstag, 4. Juli

Oldenburger Brenntermin

Hengstfohlen

v. For Romance / Pik Noir

Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen GmbH ,

info@dressurleistungszentrum.de

Foto: W. Ernst

dressurpferde

Leistungszentrum

lodbergen

Foto: Privat

Foto: Becker


Szene

Hofauktion Borgmann: Eurosport wird Preisspitze

„Gute Pferde lassen sich gut

verkaufen“, ist sich der vereidigte

Auktionator Volker Raulfs

nach der zweiten Hofauktion

der Familie Borgmann am letzten

Maisonntag noch sicherer

als zuvor. Vor der mit mehr als

800 Gästen dicht gefüllten Reithalle

versteigerte er in knapp

drei Stunden 33 Embryos, Fohlen

und Pferde aus Borgmann’scher

Zucht, Aufzucht

und Ausbildung. Der westfälische

Zuchtleiter Wilken Treu

und auch Verbands-Auktionator

Bernd Richter verschafften sich

einen persönlichen Eindruck

von der „Selbsthilfe“-Aktion der

renommierten Züchterfamilie,

die in zweiter Generation die

wertvollen Stämme pflegt. Mit

20 Kandidaten war der Anteil

der gerittenen Kandidaten gegenüber

der Premiere vor einem

Jahr deutlich erhöht worden.

Knapp 600.000 Euro Umsatz

standen nach Auskunft des

Auktionators nach der Versteigerung

zu Buche. 25 Embryos,

Fohlen und Pferde sind reell

verkauft, bestätigte Stephan

6 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Borgmann. Die Nachkommen

des in Ostbevern geborenen

und aufgewachsenen NRW-Körungssiegers

Estobar NRW sorgten

für einen Paukenschlag.

Vier erzielten Preise von 50.000

Euro und mehr. Den Spitzenpreis

von 130.000 Euro lieferte

der fünfjährige gekörte und

prämierte Fuchshengst Eurosport,

der aus der Vollschwester

des hoch erfolgreichen Dressurpferdes

Floriano von Florestan

I-Weinberg stammt. Den

Zuschlag erhielt nach spannendem

Bieterduell in der Reithalle

die westfälische Dressurausbilderin

und Grand-Prix-Reiterin

Kathrin Bettenworth. Eurosport

soll in Spenge in eine große

Dressurkarriere hineinwachsen.

„Der Sport steht bei uns im Vordergrund,

der Grand Prix ist

das Ziel“, sagte Kathrin Bettenworth.

Eine züchterische Nutzung

des Prämienhengstes sei

nicht geplant. Für 58.000 Euro

wechselte der vierjährige Vollbruder,

der Fuchswallach Ein

Traum, nach Mannheim. In

schweizerischen Besitz ging für

Dorumer Sieger 2013 von Gem of India und Don Index

Schon mit Tradition veranstaltet der Verein

zur Förderung der Pferdezucht im Land

Wursten unter der Regie des Vorsitzenden

Jens Addickes und Peter Krause, der der

Celler Besamungsstelle Unterweser in Dorum

vorsteht, am 1. Mai seinen Fohlentag

an der Dorumer Reithalle. In diesem Jahr

fungierten Reinhard Baumgart (Verden-

Döhlbergen) und Claus Schridde (Querenhorst)

als Richter. Bei gutem Wetter präsentierten

sich etwa 45 Fohlen. Sieger des

Springrings war ein braunes Stutfohlen

aus dem Dorumer Premierenjahrgang von

Gem of India (M. v. Comte-Peter Pan; Z.:

Gerd Kottke, Kutenholz-Essel). Den Reservesieg

holte sich ein Fuchshengstfohlen,

abstammend von Perigueux-Laptop-Acord

II (Z.: Henry Perl, Ringstedt). Drei weitere

War den Käufern 130.000 Euro wert: der gekörte Eurosport

57.000 Euro der dreijährige gekörte

Hengst Eurodressage aus

einer Mutter von Insterburg,

und ein Bieter aus Wien ersteigerte

für 50.000 Euro den vierjährigen

braunen Wallach Exciting

Present aus einer Puertollano-Tochter.

Den Spitzenpreis

von 17.000 Euro erzielte bei

den neun Fohlen der neun Wochen

alte Fuchshengst AMG

von Apache-Fürst Piccolo. Auch

er wurde Schweizer Bietern zu-

Endringteilnehmer stammten ab von Gem

of India, der seinen Fohlen eine klare

sportliche Note mitgibt, und eines von

Chivas. Bei den Dressurfohlen ging der

Sieg an einen rappfarbenen Sohn des Don

Index (M. v. Dancier-Dacaprio; Z.: ZG Rosenhage-Stein,

Nordholz). Auf Platz zwei

folgte eine Tochter des Quaterhall (M. v.

His Highness-Rotspon; Z.: Hanke Eits,

Nordholz) und an dritter Stelle eine Tochter

des Quaterhall (M. v. De Niro-Walt Disney

I; Z.: Eibe von Holten, Neuenwalde).

Quaterhall stellte mit 21 Nachkommen das

Gros der in Dorum präsentierten Fohlen.

Der Endring der Dressurfohlen wurde

komplettiert durch Nachkommen der

Hengste Dancier (2), Don Index, Spörcken

und noch zweimal Quaterhall. CS

Foto: Mense

geschlagen. „Hier ist alles aus

einer Hand – Zucht, Aufzucht,

Ausbildung und Verkauf“, begründet

der Auktionator den

guten Erfolg der Auktion. Eine

Rolle spielt aber sicherlich

auch, dass die Käufer Mehrwertsteuer

nur auf die sechsprozentige

Auktionsgebühr auf

den Zuschlagpreis zahlen. Bei

den Verbandsauktionen ist die

Mehrwertsteuer auf Zuschlagpreis

und Gebühr fällig. Mense

Auch dreijährige Hengste

in Neumünster

Der Gesamtvorstand des Trakehner

Verbandes hat in seiner Eigenschaft als

Zuchtausschuss auf der letzten Sitzung

in Luxemburg entschieden, die Ausschreibung

für die Körung auf dem Trakehner

Hengstmarkt grundsätzlich für

dreijährige nicht geprüfte Hengste zu

erweitern. Diese Entscheidung fand

auch auf der anschließenden Mitgliederversammlung

eine breite Zustimmung.

Deshalb können in diesem Jahr

auch dreijährige nicht geprüfte Trakehner

Hengste unabhängig vom Vollblutanteil

zur Vorauswahl nach Neumünster

angemeldet werden (Nennungsschluss

14. Juni) und bei Zulassung auch zur

Auktion kommen.


Begeisterte auf dem Züchterfrühschoppen: Fürst Nymphenburg II

Züchterfrühschoppen auf der Hengststation Holken brink

Erste Fohlen, junge Hengste

und viel Sonnenschein – das

waren die Garanten für den erfolgreichenZüchterfrühschoppen

bei der Hengststation Holkenbrink.

Viele Züchter,

Freunde und Interessierte des

Pferdesports waren angereist,

um das abwechslungsreiche

Programm der Veranstaltung

der Hengststation Holkenbrink

Ende April zu verfolgen.

Nachdem die Hengste an der

Hand präsentiert wurden, ging

es aufs Dressurviereck. Hier

sollten sich vor allem die Junghengste

unter dem Sattel, aber

auch die aktuelle Nachzucht

der Stationhengste präsentieren.

Das Dressurlager führten

der Ponyhengst Delmonte von

Donnerwetter und die beiden

Foto: LL-Foto

züchterisch hochinteressanten

KWPN-Hengste Ganymedes

von Gribaldi-Krack C sowie

Van Vivaldi von Vivaldi-Olivi

an. Wilhelm Holkenbrink

konnte seine Gäste auch mit einem

Neuzugang überraschen:

Fürst Nymphenburg II, ein imposanter

Schokoladenfuchs mit

hellem Behang von Florencio-

De Niro, hat vor Kurzem einen

Stall in Albachten bezogen. Bei

den Fohlen konnten die

Hengste Franzikus, Rock Forever

NRW, Lestat und Corvo ihre

Nachzucht eindrucksvoll präsentieren.

Im Springlot machten

der vierjährige Corvo ECL von

Coronas-Lordanos und der

dreijährige Corpeggio von Cornet’s

Stern-Arpeggio auf sich

aufmerksam.

Seminarangebot: Fohlen beurteilen –

ein Zufallsprodukt?

Szene

Niedlich und bezaubernd wirkt eigentlich jedes Fohlen auf

den Betrachter. Doch selbst gestandene Pferdeleute tun sich

meistens schwer, was

die Beurteilung eines

Fohlens hinsichtlich

seiner späteren Eignung

als Reit-, Sportoder

Zuchtpferd anbetrifft.

Abhilfe und

Aufklärung schafft

jetzt ein einmaliges

Seminar, dass das auf

dem Rittergut Osthoff Muss gelernt sein: Fohlenbeurteilung

in Georgsmarienhütte

ansässige Horse Competence Center Germany (HCCG) anbietet.

Anlässlich des LVM-Fohlenchampionats im nordrheinwestfälischen

Lienen am 13. Juli präsentiert das HCCG für alle

Interessierten unter dem Titel „Fohlen beurteilen – ein Zufallsprodukt?“

ein Seminar, das vielfältige Einblicke in das

Thema Fohlenbeurteilung gewährt. Dabei richtet sich das Seminar

an Zuchtinteressierte wie Pferdefreunde generell. Als

fachlich überaus kompetenten Referenten konnte das HCCG

den Rheinländer Peter Engel gewinnen. Der international renommierte

Dressurrichter gilt auch in der Pferdezuchtszene

als Fachmann. Seit mehr als 30 Jahren betreibt er eine hoch erfolgreiche

Pferdezucht, aus der bereits zahlreiche gekörte

Hengste, Staatsprämienstuten sowie Dressur- und Springpferde

mit internationalen Erfolgen hervorgegangen sind. Zudem

verfügt er als langjähriger Richter beim LVM-Fohlenchampionat

über einen umfassenden Erfahrungsschatz. Aus

der Sicht des Fachmanns, aber immer verständlich auch für

die weniger kundigen Pferdefreunde wird Peter Engel dafür

sorgen, dass für die Teilnehmer die Fohlenbeurteilung kein

Buch mit sieben Siegeln bleibt. Und Anschauungsmaterial

wird das Deutsche Fohlenchampionat in Lienen genügend zu

bieten haben. Schließlich kommen hier die besten Fohlen.

Fohlenschau und Fohlenmarkt

Qualifikation zum

Deutschen Fohlen Championat 2013

29. Juni 2013

losterhof edingen 29549 Bad Bevensen

Tel.: 05821 9868 0 Fax: 05821 9868 40

www.klosterhof-medingen.de

6/2013 ZÜCHTERFORUM 7


Szene

Westfälische Fohlenschau

in Wadersloh an einem Sonntag

Erstmalig findet auf westfälischem Boden eine Stutenschau

an einem Sonntag statt. Viele Interessierte

aus ganz Westfalen zeigen sich über diese Entwicklung

bislang hocherfreut und haben ihr Kommen zugesagt.

Gestartet wird am 30. Juni um 10 Uhr auf

dem Hof Brakemper an der Stromberger Str. 54 in

Wadersloh mit den Kleinpferden, die der Bewertungskommission

des Westfälischen Pferdestammbuchs

zur Eintragung vorgestellt werden. Ab 12.30

Uhr werden die

Reitpferdefohlen

präsentiert. Danach

bewerben

sich die dreijährigen

Stuten, um

ein Ticket für die

Elite-Schau in

Münster zu lösen

und dort zu den

Fohlenschau auf Hof Brakemper besten Stuten

Westfalens zu gehören.

Wie immer gibt es attraktive Geldpreise zu gewinnen.

2500 Euro können die Champions der Schau

mit nach Hause nehmen. Um dieser Veranstaltung einen

entsprechenden Rahmen zu verleihen, hat sich

der landwirtschaftliche Ortsverein als Kooperationspartner

zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen:

Herbert Webermann, Telefon (0 25 20) 4 69 oder

www.waderloher-fohlenschau.de

Strenge Maßstäbe gelten bei der Hengstbonitur in

Neustadt/Dosse (Brandenburg-Anhalt). Noch bevor

es zur Körung geht, durchlaufen die Zweijährigen

dreimal eine Sichtung. Wer diese Hengstbonitur positiv

durchläuft, hat gute Aussichten für eine Hengstkarriere.

Landstallmeister Dr. Jürgen Müller, Verbandsgeschäftsführer

Horst von Langermann und

Zuchtleiter Dr. Ingo Nörenberg sowie Tierarzt Dr.

Köhler schauten auch in diesem Jahr genau hin. Von

37 Junghengsten kamen 13 weiter. ND

Foto: Frerich

8 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Foto: Driesch

Bitte keine Rolle rückwärts!

Im Rahmen der FN-Tagungen in Münster fasste der FN-Beirat Zucht einen

Beschluss, wonach ab dem Körjahrgang 2014 Hengste nur noch in

das Hengstbuch I eingetragen werden können, wenn ein 30- oder 70-

Tage-Test vorliegt. Dabei bleibt bisher offen, ob es im Eigenrisiko des

Hengsthalters liegt, seinen Hengst trotz fehlender Hengstleistungsprüfung

dennoch decken zu lassen oder ob ein Deckeinsatz ohne Leistungsnachweis

generell untersagt ist. Denn es wird von einigen Hengsthaltern

sicherlich sofort versucht werden, entsprechende Schlupflöcher

zu finden. Die Situation gab es vor 13 Jahren schon einmal, als mit denselben

Absichten 30-Tage-Tests im Frühjahr angeboten wurden. Diese

Regelung wurde jedoch von den Hengsthaltern nach Kräften unterlaufen

und verwässerte schließlich mehr und mehr. In den letzten Jahren

war es stets so, dass nach der Körung eine vorläufige Eintragung ins

Hengstbuch I möglich war, die bis zur Hengstleistungsprüfung einen in

aller Regel unbegrenzten Deckeinsatz zuließ. Ist damit der Deckeinsatz

für dreijährige Hengste komplett Geschichte? Oder rückt der 30-Tage-

Test wieder vermehrt ins Frühjahr, um doch noch ins Deckgeschäft einsteigen

zu können? Letzteres wäre unlogisch, denn dreijährige Hengste

wurden in den letzten Jahren vor allem aus Gründen des Tierschutzes

im Frühjahr so gut wie gar nicht mehr geprüft, sondern entweder im

Herbst oder vierjährig im Frühjahr. Hier jetzt die „Rolle rückwärts“ zu

fordern oder auch nur anzubieten, wäre sicher der falsche Ansatz und

ein sensibles Thema für die selbst ernannten Tierschützer. Oder aber

Deutschlands Verbände einigen sich generell auf die Körsaison im Frühjahr,

die 30-Tage-Tests bis zum 30. April und Deckeinsatz ab 1. Mai. Zu

bedenken ist dabei, dass auch im Turniersport vor Mai für dreijährige

Pferde kein Start möglich ist. Hengsthalter, die teilweise viel Geld in den

Ankauf von Junghengsten investiert haben, sind natürlich daran interessiert,

hier eine schnelle Refinanzierung bzw. Amortisierung zu erzielen.

Grundsätzlich ist es sicherlich richtig, nur noch geprüfte Hengste zum

Deckeinsatz zuzulassen. Das würde den in den letzten Jahren maßlos

übertriebenen und unverändert andauernden „Junghengst-Hype“ zum

Wohle der Zucht regulieren. Das Vorhaben des FN-Beirats Zucht ist gut,

es sollten dabei nur für alle Hengsthalter verbandsübergreifend geltende

Rahmenbedingungen abgesteckt werden. Und da kann nicht der

kleinste gemeinsame Nenner das Maß der Dinge sein. C. Schridde

Ligges kooperiert mit Haras France

Wie das Gestüt Ligges aus Herbern auf seiner Homepage mitteilt, werden

französische Top-Vererber nun exklusiv über dieses erhältlich sein. So

schreibt Ligges:

„Durch die Zusammenarbeit mit der ‚staatlichen Organisation für französisches

Zuchtwesen’, Haras France, ist es uns gelungen TG Sperma der französischen

Top-Vererbern Mylord Carthago, Padock Du Plesis, Flipper délle

und Fidelio du thot anzubieten. Das ist bis jetzt in Deutschland einzigartig.

Die Konditionen zu den einzelnen Hengsten erfahren Sie auf den Hengstseiten.

Bei allen französischen Hengsten handelt es sich um die Besamung

mit TG. Zuzüglich zur Decktaxe pro Besamung muss die Versendung berechnet

werden, inklusive Leihgebühr für Versandcontainer und Zertifikat.“


Es war eine pferdige Traumhochzeit nach Maß: Frederic Vekens,

Sales-Manager bei 5starhorses und ehemaliger Pressesprecher

des Westfälischen Pferdestammbuchs, hat am 24.

Mai seine langjährige Lebensgefährtin Jill Mieleszko geheiratet.

Jill Mieleszko betreibt in Paderborn eine eigene Hengststation,

auf der hauptsächlich sportlich erfolgreiche und

züchterisch interessante Ponyhengste stationiert sind – sie

selbst ist im Dressursattel bis zum Grand Prix erfolgreich.

Vermarktungsstützpunkt der Ponyforum GmbH

erfolgreich angelaufen

Seit zwei Monaten gibt es

den ersten eigenen Vermarktungsstützpunkt

der

Ponyforum GmbH in Hofgeismar.

Das innovative

Konzept scheint voll aufzugehen.

Die Voraussetzungen

in der Anlage des Reitvereins

Hofgeismar sind ideal

und die Betreuung durch

die Familie Hilpert optimal.

Die Nachfrage ist sogar so

groß, dass bereits nach dieser

kurzen Zeit für insgesamt

82.000 Euro Ponys verkauft

werden konnten. Hierbei

handelt es sich um Ponys,

die direkt in Hofgeismar

verkauft oder von dort für

die POS oder die Verkaufstage

vorbereitet wurden.

Die Preisspitze dieser Vermarktungserfolge

bildet dabei

der fünfjährige Bolero,

der für 30.000 Euro einen

neuen Besitzer fand. Sechs

Ponys sind es insgesamt, die

zu einem Durchschnittspreis

von 13.670 Euro verkauft

Foto: Lehmann

wurden. Auch beim Verkaufstag

in Marbach, der am

11. Mai im Rahmen der Internationalen

Marbacher

Vielseitigkeit statt fand, waren

drei Ponys, die in Hofgeismar

vorbereitet wurden.

Auf der Anlage in Nordhessen

stehen zwölf Boxen bereit,

deren Besitzer ihre

Vierbeiner nicht alleine

marktfähig machen können.

Die gesamte Ausbildung

steht unter der Leitung von

Juliane Kraus. Die Pferdewirtin

ist seit Jahren auf den

Beritt von Sportponys spezialisiert,

selbst bis M siegreich

und hat bereits sehr

erfolgreich mehrfach am

Bundeschampionat teilgenommen.

Anmeldungen für diese Vermarktungsmöglichkeitwerden

direkt unter der Ponyforum-Geschäftsstelle,

Telefon

(0 63 61) 4 58 87 10 oder per

Mail unter service@ponyforum.de

entgegengenommen.

Westfalenhengst

Vitalis auf WM-Kurs

Auch als nunmehr Sechsjähriger

ist der in den

Niederlanden bei Toon

de Chrom gezogene, in

Westfalen eingesetzte

und inzwischen in die

USA verkaufte Dunkelfuchshengst

Vitalis von

Vivaldi-D-Day sportlich

präsent. Der Reservesieger

der NRW-Hengstkörung

2009 und meistbenutzte

Hengst des NRW-

Landgestüts Warendorf,

war nach der letzten

Hengstparade 2012 an

Charlotte Jorst verkauft

worden, die bei Volker

Brommann in den USA

trainiert. Die in Dänemark

geborene Schmuck-

spezial

Szene

Ihr Draht Ihr Draht zu unszu

uns

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www.zuechterforum.com

Redaktions- und Anzeigen schluss:

17. Juni

Heft 7/13 erscheint am 5. Juli

designerin und Uhrenherstellerin hat den bereits 2012 unter Hans-

Peter Minderhoud für die WM der Jungen Dressurpferde in Verden/Aller

qualifizierten Hengst nun auch auf M-Niveau in den USA

für die Long List der amerikanischen WM-Kandidaten empfohlen.

Beim internationalen Dressurturnier in Flintridge/Kalifornien (USA)

siegte das Paar Jorst/Vitalis in der Einlaufprüfung deutlich mit 82,6 %.

In der zweiten Prüfung, der Finalqualifikation, deklassierte das Paar

die Konkurrenz mit der Wertnote von 9,18. Die Zweitplatzierte kam

auf 7,7. Auch im Finale blieb Vitalis ungeschlagen und mit der Wertnote

9,2 – der höchsten in den USA jemals vergebenen Note bei

Dressurpferdeprüfungen – eine eigene Liga. Er ist damit nominiert

für die WM in Verden und in dieser Form auch ein heißer Medaillenaspirant.

Für seine Reiterin Charlotte Jorst ist Vitalis „das beste

Pferd, das ich jemals geritten habe“. Ihr Ziel sind die Olympischen

Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

Das Nominierungsrecht für Verden haben die nationalen FEI-Mitgliedsverbände

nach Nationalität der Reiter, unabhängig vom Zuchtgebiet

der Pferde. Die USA können in beiden Altersgruppen (Fünfund

Sechsjährige) je zwei Pferde in Verden an den Start schicken.

R. Schettler

Sportpferde- und Fohlen-Auktion

28. September 2013

Auswahltermine am 24.6., 1.7. und 8.7. um 18.30 Uhr

in der Reithalle Bassum, Wiebusch Nr. 4A

0172 - 9820672 o. 0174 - 4233504 · Fax 04243 - 942223

www.bassumer-pferde-auktion.de

6/2013 ZÜCHTERFORUM 9


Verbandsintern

Gibt es jetzt ein Happy End?

Nachdem Ende April fünf der acht

Vorstandsmitglieder in Westfalen

zurückgetreten waren (wir berichteten),

wurden drei Wochen später

Neuwahlen notwendig. Neuer Vorstandsvorsitzender

ist nun Ralf Johanshon.

Weitere Mitglieder sind

Dr. Klaus Strautmann, Günter Burgmann,

Gretel Schulte Buxloh, Egbert

Bispinghoff sowie Dr. Lutz

Ahlswede.

Nachdem zuerst von mehreren Mitgliedern

und auch von dem Delegierten

Franz-Josef Neuhaus gefordert

wurde, die Wahl ein paar Monate zu

verschieben, „bis ein ordentlicher Vorstand

und kein Ersatzvorstand gefunden werden

kann“, wurde in Münster nun doch am 13.

Mai entschieden. Mit 72 Ja-Stimmen wurde

Ralf Johanshon (Ostbevern) als neuer Vorstandsvorsitzender

gewählt – 32 Delegierte

stimmten gegen ihn bei fünf Enthaltungen.

Der 53-jährige Verwaltungsleiter der LWL-

Archäologie, der bereits dem alten Vorstand

angehört hatte und sich dort eher immer

im Hintergrund aufhielt, bedankte sich

im Anschluss an seine Wahl bei den Delegierten

für das ausgesprochene Vertrauen

mit den Worten: „Ich bin bereit, neue Wege

zu gehen. Erlauben Sie es uns, dem neuen

Vorstand, dem Geschäftsführer und den

Mitarbeitern des Westfälischen Pferdestammbuchs

jetzt nur noch nach vorn zu

schauen.“

Neues Spitzenduo: Treu und Johanshon

10 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Neuer (Teil-)Vorstand für Westfalen

Vorstand: Dr. Ahlswede, Bispinghoff, Johanshon, Burgmann, Dr. Strautmann, Schulte Buxloh (v. l.)

Neue Mitglieder

Neu in den Vorstand wurde auch Dr. Klaus

Strautmann (Telgte) gewählt. Der studierte

Ingenieur und Betriebswirt ist erst seit Kurzem

Mitglied beim Verband, reitet und

züchtet hobbymäßig. Trotz seiner kurzen

Verbandszugehörigkeit genießt er hohes

Ansehen bei den Delegierten; einer von ihnen

schlug den Geschäftsmann sogar als

Vorstandsvorsitzenden vor. „Dafür bin ich

einfach noch zu kurz dabei“, erklärte Dr.

Klaus Strautmann. „Wenn in zwei Jahren

wieder Vorstandswahlen sind, stehe sicherlich

zur Verfügung“, versprach er. Für seine

Souveränität bei seiner Vorstellung wurde

er mit 108 Ja-Stimmen belohnt.

Geschrumpfter Vorstand

Ebenfalls neue Vorstandsmitglieder sind

der 49-jährige Kaufmann Günter Burgmann

(Wilnsdorf), mit 77 Ja-Stimmen und die 31jährige

studierte Landwirtin Gretel Schulte

Buxloh (Hamm-Rhynern) mit 86 Ja-Stimmen.

Aus den Reihen des alten Vorstandes

wiedergewählt wurde Egbert Bispinghoff

(Werne). Der 54-jährige Inhaber eines Autohauses

erhielt 86 Ja-Stimmen bei 20 Gegenstimmen

und drei Enthaltungen. Tierarzt

Dr. Lutz Ahlswede (Münster), der ebenfalls

bereits Mitglied im alten Vorstand war

und dessen Position nicht zur Wahl stand,

komplettiert die neue ehrenamtliche Führungsriege

des Westfälischen Pferdestamm-

buchs. Dr. Lutz Ahlswede erklärte, dass der

Vorstand von acht auf sechs Mitglieder geschrumpft

sein. „Wir können ja mal

schauen, ob wir im September noch zwei

zusätzliche wählen.“

Personalie Richter

Fotos: Mense

Nach der Abwanderung des Rheinlandes

mussten auch neue Mitglieder für die Körkommission

gewählt werden. Neben Theo

Lohmann, Michael Settertobulte und Zuchtleiter

Wilken Treu sind dies nun Gerd Könemann

und Heinrich Plaas-Beisemann.

„Herr Spoo aus dem Rheinland konnte uns

Gott sei Dank für die Kaltblüter und Ponys

erhalten bleiben“, so der neue Vorsitzende

Ralf Johanshon.

Auch das Thema „Richter“ wurde angesprochen:

Wilken Treu, der wie schon auf der

letzten Delegiertenversammlung selbstbewusst

und stark auftrat, berichtete, dass

Auktionator Bernd Richter bleibt, auch

wenn er nun etwas andere Aufgaben bekommt.

Mehr in die Öffentlichkeit rücken

soll der stellvertretende Vermarkter Carsten

Lenz. „Damit ist Bernd Richter erstmal aus

der Schusslinie“, so Wilken Treu.

Nachdem nun seit Herbst 2011 ein Zuchtleiter,

eine Bürovorsteherin, 13 Vorstände,

ein Verband (Rheinland) und viele Mitglieder

im Westfälischen Verband verprellt

worden sind, bleibt zu hoffen, dass nun

endlich Ruhe einkehrt. Dominique Garvs


Seit 1991 führen das Westfälische

und das Rheinische Pferdestammbuch

eine gemeinsame Hauptkörung

für Reitpferdehengste in

Münster-Handorf durch. Nun entschied

das Rheinische Pferdestammbuch,

sich vorläufig aus dieser

Gemeinschaftsveranstaltung zu -

rückzuziehen.

Grund dafür seien unterschiedliche

Auffassungen zur zukünftigen

Ausrichtung des Westfälischen

Pferdestammbuchs, die das Vertrauensverhältnis

seitens des rheinischen Partners beeinträchtigt

hätten. So wird das Rheinische

Pferdestammbuch seine diesjährige Körung

für Warmblüter und Reitponys sowie

Hengste verschiedenster Rassen vom 1. bis

3. November in Wickrath durchführen. Die

Hauptkörung 2013 für Reitpferdehengste in

Münster-Handorf bleibt in den Zulassungsbestimmungen

sowie in der Terminierung

trotz der beschriebenen Entwicklung unverändert.

Nicht berührt von dieser Entwicklung

ist die gemeinsame Kaltblutkörung

des Westfälischen und Rheinischen

Pferdestammbuchs..

„Nach wie vor können auch rheinische

Züchter Fohlen und Reitpferde für die Absatzveranstaltungen

in Münster-Handorf

melden“, so der rheinische Geschäftsführer

Weitere Infos und Anmeldung unter:

Gestüt Eichenhain GmbH

Hinnersweg 1

27337 Blender



Gestüt Eichenhain

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reicher Springpferde

lädt Sie ein zur


zum LVM Fohlenchampionat

am 22. Juni 2013 um 15 Uhr

in unserem Gestüt

Verbandsintern

Kurz vor der Hochzeit getrennt

Rheinland und Westfalen: Keine gemeinsame Körung mehr

Einladung




am 22. 06. 2013 ab 17.00 Uhr

Romantikhotel Platte

Repetalstraße 219

57439 Attendorn-Niederhelden

Tel. (0 27 21) 1 31 - 0

Fax (0 27 21) 1 31 - 4 15


Theodor Leuchten. „Zudem soll der NRW-

Fohlenmarkt im September als Hauptvermarktungsplattform

für die rheinischen

Fohlen angeboten werden.“

Außerdem fügt Theodor Leuchten hinzu:

„Parallel zur intensiven Vorbereitung der

Veranstaltungen werden die Verantwortlichen

des Rheinischen Pferdestammbuchs

Gespräche in Hinblick auf eine langfristige

Zukunftsplanung führen. Strukturell wird

sich aller Voraussicht nach bei vielen Verbänden

in Deutschland eine Reform abzeichnen,

da sich vor dem Hintergrund

stark zurückgehender Bedeckungszahlen

tiefgreifende Änderungen ergeben Dazu

werden wir zu gegebener Zeit infomieren.“

ak@gestuet-eichenhain.de

www.gestuet-eichenhain.de

oder unter

www.deutsches-fohlenchampionat.de

6/2013 ZÜCHTERFORUM 11


Körungen

Schon zum dritten Mal in diesem

Frühjahr wurde Ende April eine

AES-Körung organisiert. Die erste

fand am 15. März statt und wurde

von Familie van den Oetelaar im

niederländischen Schijndel organisiert.

15 Tage später organisierte

Henk Minderman, ehemaliger Geschäftsführer

des Verbandes im belgischen

Fleurus erneut eine Körung.

Er sagte, die holländische Körung

sei nicht gültig. Bevor die Körung

von Minderman stattfand, berichtete

van den Oetelaar schon, dass

diese Körung in Fleurus nicht anerkannt

würde. Auf der Körung in

Schijndel wurden 25 Hengste gekört

– auf der Körung in Fleurus

gab es 17 gekörte Hengste.

Wegen der Uneinigkeit zwischen

Henk Minderman und Familie

van den Oetelaar wusste kein

Züchter oder Hengstbesitzer mehr, welcher

Hengst nun wirklich gekört war.

Mitte April gab es aber eine Einigung zwischen

den zwei, und gleich verkündete van

den Oetelaar, dass er wegen der unrechtmäßigen

Körung in Fleurus erneut eine Körung

organisieren würde. „Wir wollen

nicht, dass die Aussteller zum Opfer der

Unklarheiten werden“, sagte AES-Pressesprecher

Joris van den Oetelaar dazu.

Dressurhengste

Aller guten Dinge sind drei

Für die Körung in Schijndel wurden 35

Hengste angemeldet, und zwar nicht nur

die Hengste, die schon auf der Körung in

Fleurus gewesen waren. Sogar viele Holländer

meldeten ihre Hengste an und nahmen

nicht ohne Erfolg teil: Drei Dressurhengste

im niederländischen Besitz wurden

„Approved“, also gekört ohne Einschränkungen.

Dieser Status war laut der Satzung

des englischen AES-Verbandes vor Kurzem

nur erhältlich für Hengste, die schon vorher

auf einer AES-Körung „Registered“ (gekört

12 ZÜCHTERFORUM 6/2013

AES-Körung: 25 Hengste dazu

nur für Stuten

des Hengstbesitzers)

oder „Licensed“

(gekört

mit Beschränkung

auf 30 Stuten)

gekört wurden

und mindestens

vier Jahre

alt waren. Seitdem

Cees van

den Oetelaar alleiniger

Besitzer

und Geschäftsführer

des Verbandes

ist, ist

die Satzung geändert,

und jetzt

dürfen auch

Hengste, die zum ersten Mal auf einer AES-

Körung erscheinen, „Approved“ werden.

Der Dressurpferdehändler Jan Brouwer aus

Zevenhuizen ging mit zwei „Approved“-

Hengsten nach Hause: der vierjähriger Es-

Ergebnisse AES-Hengstkörung, Schijndel

Wurde beim AES-Verband gekört: der erfolgreiche Marrast xx

perance (Sorento-Rousseau-Krack C,

KWPN-48/NL-147) und der ebenfalls vierjährige

El Torro (Painted Black-Jazz-Chronos,

KWPN-184-NL-1846). Esperance ist ein

‚alter Bekannter’ in den Niederlanden: Er

Status Name Abstammung Geboren Besitzer

Approved Esperance Sorento/Rousseau 2009 Jan Brouwer, Zevenhuizen

Approved Don Diego Valeron/May Sherif 2008 Chris van Breugel, Mierlo

Approved El Torro Painted Black/Jazz 2009 Jan Brouwer, Zevenhuizen

Approved Otello de Villeneuve Flipper D’Elle/Le Plantero 2002 Gierech Odile, Marbais (B.)

Approved Marrast xx Groom Dancer xx/L’Emigrant xx 1993 Robin Zwartjens, Raalte

Licensed Quatergold Quaterback/Sunny-Boy 2008 P.H.A. Rulkens, Biest-Houtakker

Licensed First Class Armani/San Remo 2010 Stal Brouwer, Tolbert

Licensed Keep Talking st. Ghyvan Darco/Voltaire 2010 Karel Cox, Hechtel (B.)

Licensed Quint van het Maarlo Z Quidam de Revel/Landetto 2010 Ernest Winters, Overpelt (B.)

Licensed Diarado II vh Juxschot Diarado/Berlin 2010 J. Vermeiren, Wechelderzande (B.)

Licensed DJ van de Bisschop Z Darco/Carthago 2010 Kees van den Oetelaar, Schijndel

Licensed Cathino D.R. Carthano I/Concorde 2010 R. Delagaye, Huldeneberg (B)

Licensed Empire Calvaro Z/Erdball xx 2009 W. van der Steen, Gemonde

Licensed Just Daddy P Nagano/Flamenco De Semilly 2009 Stephanie Storms, Koningshooikt

Licensed ILH Clintino Clinton I/Calato 2009 Giuseppe Donadlo, Culemborg

Licensed Cick Manciais Quick Star /Quidam de Revel 2009 Gierech Odile, Marbais (B.)

Licensed E.R.P. van www.olland.biz Amadeus/Namelus R 2009 Joan van Gorkum, Olland

Licensed Eldorado IH Diarado/Ed King Hill 2009 Nico van Hoof, Overpelt (B.)

Licensed Jupiter VG Pommeau du Heup/Heartbreaker 2009 J. Vermeiren, Wechelderzande (B.)

Licensed Jericho Dwerse Hagen Vertigo St. Benoit/Clinton 2009 Dwerse Hagen BVBA, Sint-Kat-Waver (B.)

Licensed Cargot Z Carthago Z/Quidam de Revel 2009 Kees van den Oetelaar, Schijndel

Licensed IHL Artino Askari/Caretino 2008 Giuseppe Donadlo, Culemborg

Licensed IHL Christino Cristo/Caretino 2007 Giuseppe Donadlo, Culemborg

Licensed Dylon Haarlem /Samber 2008 Coudeville

Registered Khan of Ballmore Chacco Blue/Cicero vd Helle 2010 Chaouki Rijnders (B.)

Foto: privat


wurde auf der KWPN-Körung 2012 zur

Hengstleistungsprüfung zugelassen und

wurde auch in Stegeren angeliefert. Vor

Ende der Prüfung wurde er aber nach

Hause geschickt.

El Torro erschien noch nicht auf einer Körung,

aber ist sehr nah verwandt zu einem

bekannten Youngster: Bon Bravour, er hat

ebenfalls Painted Black als Vater, und El

Torros Großmutter Odette (v. Chronos) ist

die Mutter von Bon Bravour.

Der dritte Dressurhengst, der ohne Einschränkungen

gekört wurde ist Don Diego

(Valeron-May Sherif-Uniform, NL-429) von

Chris van Breugel aus Mierlo. Auch er erschien

schon vorher im Blickfeld

der niederländischen Dressurpferdeliebhaber.

Er ist vorläufig

in die niederländische Selektion

der Weltmeisterschaften für

Junge Dressurpferde in Verden

aufgenommen.

Ebenso wurden zwei weitere

Dressurhengste bei der AES-Körung

in Fleurus gekört: Dies sind

Söhne von Quaterback und Armani.

Belgier

Bei den Springhengsten waren

deutlich mehr Hengste zu sehen,

die wirklich als Ersatz für die Körung

in Fleurus in Schijndel erschienen.

Auffallend viele

Hengste im belgischen Besitz

wurden angemeldet.

„Approved“ wurden zwei, die

schon viel mehr bewiesen haben

als die definitiv gekörten Dressurhengste:

Der international im Springsport

auf 1,60-Meter-Niveau erfolgreiche

Otello de Villeneuve (Flip -

per D’Elle-Le Plantero-Diafoirus

Fleury, SF-28 & 48) und der englische

Vollblüter Marrast xx

(Groom Dancer xx-L’Emigrant xx

-Brigadier Gerard xx, TB-4i), der

viele Erfolge im Rennsport vorweisen

kann und in seiner Karriere

eine Lebensgewinnsumme

von 462.400 Euro gewann.

Otello de Villeneuve wurde von

seinem belgischen Besitzer Gie-

rech Odile aus Marbais

vorgestellt, und

der Aussteller von

Marrast xx ist der

niederländische

Hengsthalter Robin

Zwartjens aus Raalte.

Der Großteil der

Hengste wurde „Licensed“

(18), einer

wurde „Registered“

und bereits erwähnt

sind die fünf „Approved“-Hengste.

Rick Helmink

Körungen

SOSATH 2013

TERMINE

26.06. Haupttermin Fohlenregistrierung der Oldenburger Pferdezuchtverbände

mit Auktionsauswahl und freiem Verkauf

27.06. Fohlenschau Hannover mit Auktionsauswahl und freiem Verkauf

Sep. / Okt. Trainingstag für Reiter von Nachkommen der Stationshengste

Herbst Spätregistrierungstermin OL und OS

Dez. Züchter-Advent

Ampère

Antango

Astrix

Cador

Casino Berlin

Casiro

Coolio

Cornelius

Franziskus

Kardinal

Landor S

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und kostenlos downloaden.

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„AES-Approved“: Hengst Esperance

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Weitere Termine sowie ausführliche Informationen zu den Hengsten fi nden Sie immer aktuell unter www.sosath.com

Foto: Helmink


Bundeschampionate

Warendorf kann kommen

Neuerungen bei den DBK-Bundeschampionaten

Einiges wird sich ändern bei diesen

Bundes championaten, die vom 4. bis

8. September 2013 in gewohnter

Umgebung in Warendorf stattfinden werden.

Etwas ganz Besonderes hat sich der

Springausschuss als Pilotprojekt ausgedacht.

„Erstmals wird es ein Championat für

siebenjährige Pferde geben“, erklärt Carsten

Rotermund, „hierzu gab es schon während

der letztjährigen Bundeschampionate

viele Gespräche.“ Das Projekt soll wie folgt

aussehen: Jeder Reiter, der mit einem fünfoder

sechsjährigen Pferd an den Start geht,

darf mit einem siebenjährigen Pferd, das in

der Klasse S platziert ist, teilnehmen. Auch

Fünfjährige Dressurpferde

14 ZÜCHTERFORUM 6/2013

hier werden zwei Qualifikationen geritten,

einmal ein S*-Springen nach Zeit sowie

ein Zwei-Phasen-Springen. Die 35 Punktbesten

kommen dann in das Finale, ein

Springen der Klasse S** mit Stechen.

Diskutiert wurde auch über den Start von

vierjährigen Springpferden. „Das haben wir

für dieses Jahr erst einmal ad acta gelegt“,

so der Turnierleiter, „zwei neue Projekte

werden, denke ich, mal zu viel. Wir wollen

ja auch kein Zeitproblem bekommen.“

Eine ganze Reihe talentierter Nachwuchspferde

haben die ersten Qualifikationen

schon absolviert, und somit ist die erste

Hürde in Richtung Bundeschampionats-Ti-

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Bailarino (OLD) Breitling W/De Niro Deckstation Böckmann GmbH, Lastrup 8,1 Lübeck Teixeira do Vale, Antonio Böckmann Pferde

Belarus (WEF) Beltoni/Riccione Arno Schielke, Beckum 8,3 Bremen Rüscher, Claudia Ramsbrock, Heinrich

Black Ruby 2 (OLD) Belissimo M/Donnerhall Heinrich Höffer, Cloppenburg 8,0 Redefin Wandres, Frederic Gestüt Bon homme GmbH & Co. KG

Chere Amie 2 (OLD) San Amour/Fürst Heinrich Dr. med. vet. Gisa Löwe, Berlin 8,1 Redefin Langehanenberg, Helen Löwe, Dr. med. vet. Gisa

Deep Purple (HAN) Don Frederico/Weltruhm Gerhard Hecker, Oebisfelde 8,5 Anakenenhof Maruhn, Esther Troike, Jasmin

Den Haag 12 (WEF) Diamon Hit/Florestan I Dieter Kellermann, Nottuln 8,4 Neuss-Grefrath Buchwald, Beatrice Hödl, Dr. Manfred

De Nino (HAN) Don Schufro/Sandro Hit Heinz Tiedje jun., Obernholz 8,3 Redefin Bache, Isabel Rathjens, Hans-Werner

Dezent 17 (HAN) Duino/Werlindo Willi Schulz-Hausbrandt, Wittingen 8,2 Anakenenhof Frieling, Sandra Schulz-Hausbrandt, Willi

Diabolo Nymphenburg (HAN) Don Crusador/Weltmeyer Fritz Kleine, Marklohe 8,0 München Fircks, Johanna von Fircks, Helmut Freiherr von

Don Hitmeyer (HAN) Diamond Hit/Lauries Crusador xx Erika Meyer, Freiburg 8,0 Bremen Stegemann, Lena Pape, Ingo

Dornkaat 30 (HAN) Dancier/Pik L Heiko Peper, Heeslingen 8,0 Wedel Garrn, Katalin Brunckhorst, Hans-Hermann

DSP Quarter To Heaven (DS) Quaterback/Landesfürst Lutz Göttert, Kolkwitz 8,0 München Mücke, Philipp Mücke, Philipp

Heaven’s Delight 2 (HAN) Hampton/Londonderry Markus Kuboth, Hambergen 8,4 Wedel Haaren, Catharina Haaren, Catharina

Helenenhof’s Kaisertanz (HAN) Kaiserkult/Weltmeyer Hermann Meyer, Freiburg 8,3 Anakenenhof Kracht, Anna-Lena ZG Schwiebert GbR, Jessica u. Rainer

Herbstkönig 2 (TRAK) Interconti/Timber Gisela Gunia, Uslar 8,0 Anakenenhof Wahler, Theresa BG Wahler u. HuL Marbach

Higgins B (HAN) Hochadel/Walt Disney I Dieter Bührig, Schiffdorf 8,1 Wedel Bührig, Marco Bührig, Dieter

Frida Gold 5 (OLD) Fidertanz/De Niro Hans-Jürgen Heitmann, Dinklage 8,7 Lienen Möller, Eva Hof Kasselmann KG

Fritz 627 (HAN) Farewell II/Londonderry Annegret Winkelmann, Uplengen 8,2 Wedel Fiebelkorn, Anna-Sophie Landgestüt Redefin

Loveliness 2 (HAN) Lord Loxley I/Latimer Herbert Kruse, Hamburg 8,4 Redefin Frieling, Sandra Kruse, Herbert

Quasar de Charry (HAN) Quaterback/Wolkentanz I Erika Lütjen, Grasberg 8,0 Anakenenhof Pape, Ingo Hereth, Hannjörg Dr.

Quatertime (OLD) Quaterback/Donatelli I Nicole Wanning, Schüttorf 8,3 München Widmann, Rudolf Dressurstall Irina Reissinger

Rock for Diamonds (WEF) Rock Forever/Dimension Marike Kesper-Vekens, Menden 8,0 Anakenenhof Teutje, Antje Vagionakis, Georgios

San Coco di Amore (OLD) San Amour/Cheenook Klaus Schrader, Burgdorf 8,0 Bremen Schrader, Klaus Dietrich, Irina

Scara Boa (HAN) Scolari/Wolkenstein II Rixta Stolter, Odisheim 8,3 Anakenenhof Stegemann, Lena Pape, Ingo

Scuderia (OLD) Sir Donnerhall I/Escudo II Aktive Equestrian, Great Missenden, Bucks 8,4 Anakenenhof Stegemann, Lena Pape, Ingo

Sereno 10 (HAN) Stedinger/Waterford Arno Mehrens, Elsfleth 8,5 Wedel Aromaa, Laura Kokko, Päivi

Sir Heinrich OLD (OLD) Sir Donnerhall II/Fürst Heinrich Paul Wendeln, Garrel 8,2 Lienen Wilimzig, Anja Nordrhein-westf. Landgestüt

Solitär 44 (OLD) San Amour/Davignon I Hans-Dieter Wilken, Varel 8,2 Lübeck Koschel, Christoph Koschel, Philipp

Swing King OLD (OLD) Sandro Hit/Don Gregory Astrid Brabant-Stahl, Ahrensburg 8,0 Lienen Kraglund, Katrine Wittkötter-Waering, Silke

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter

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tel genommen. Hier die erste Liste, in den

nächsten Ausgaben werden wir diese komplettieren.

Übrigens: Das ZÜCHTERFORUM ist wie

immer up to date – nach jedem Wochenende

an dem Qualifikationen für das Bundeschampionat

stattfinden, gibt es die aktuellen

Listen auf www.zuechterforum.de


Bundeschampionate

Konkurriert im Feld der fünfjährigen Dressurpferde: Sir Heinrich Mit Rekordnote qualifiziert: Bundeschampionesse Damon’s Delorange

Sechsjährige Dressurpferde

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Bobcat (HAN) Breitling W/Silvano Hans-Heinrich Oltmann, Borstel 8,6 Anakenenhof Bache, Isabel Finken GmbH

Catoo (HOL) Con Air/Caletto I Adelbert Sporn, Jardelundfeld 8,1 Wedel Suchalla, Markus Verb. d. Z. d. Holst. Pferdes

Damon’s Delorange (WEF) Damon Hill/Rubin-Royal Christian Becks, Senden 9,3 Lienen Langehanenberg, Helen Becks, Christian

Dante Delux MJ (HAN) Danone I/Rouletto Christin Boekhoff, Friedeburg 8,2 Mettmann Bouten, Matthias Jerich, Marianne

Dante Weltino (OLD) Danone I/Welt Hit Olaf Bahls, Voigtsdorf 8,6 Bremen Nilshagen, Therese Dressurpf. Leistungszentr. Lodbergen

Däumeling (BAWÜ) Dacaprio/Glückspilz Roland Hald, Jagstzell 8,0 Bremen Plaster, Nadine Pferd 24 GmbH

Diamigo (OLD) Dimaggio 2/Freudenprinz Gabriele Mertens-Gahlen, Waltrop 8,5 Haftenkamp Langehanenberg, Helen Mertens-Gahlen, Gabriele

Diamo Gold OLD (OLD) Dimaggio/Ex Libris Silvia Gering, Ostercappeln 8,4 Bremen Reiser, Yvonne Ahlers, Heinz

Diamond Song OLD (OLD) Diamond Hit/Sandro Song Christiane Olbrich, Bramsche 8,1 Haftenkamp Burger, Katrin Lang, Christin Vivien

Discovery OLD (OLD) Dimaggio/Classiker Josef Böckmann, Garthe 8,8 Mettmann Schiergen, Heiner Bellen, Heinz

Djamba Djokiba (WEF) Damon Hill/Wessex Jörg Fischer, Senden 8,0 Lienen Klimke, Michael Klimke, Michael

Domenikus 2 (HAN) Don Marco/Rosentau Werner Rückgauer, Krautheim 8,4 Anakenenhof Finken, Holga Hinze, Dr. Werner

Doubleyou W (HAN) Don Romantic/Rohdiamant Wilhelm Schwierking, Barver 8,3 Mettmann Stilger, Laura Walterscheidt, Lena Charlotte

Farewell Fritz 2 (HAN) Fidertanz/De Niro ZG Hergen u. Roland Schweers, Butjadingen 8,0 Bremen Egbers, Janet Schmidt, Günther

Farewell Fritz 2 (HAN) Fidertanz/De Niro ZG Hergen u. Roland Schweers, Butjadingen 8,0 Haftenkamp Egbers, Janet Schmidt, Günther

Filaro (OLD) Fidertanz 2/Landsieger Alfred Heuft, Bockhorn 8,3 Haftenkamp Langehanenberg, Helen Eisner, Margit

Fullsister (OLD) Diamond Hit/Santander H ZG Hans u. Britta Scherbing Gbr 8,0 Wedel Plaster, Nadine Pferd 24 GmbH

Haya 17 (WEF) Hotline/D’accord Claudia Sieg, Tecklenburg 8,5 Lienen Gießelmann, Jan-Dirk Gießelmann, Jan-Dirk

High Lane (HAN) Hotline/Brentano II Harald Ahuis, Nordhorn 8,1 Bremen Carrascosa Martinez, Borja Hof Kasselmann KG

Kiss Me 24 (HAN) Kaiserkult/Sandro Hit ZG Frank u. Nicole Pistner, Bad Homburg 8,0 München Schneider, Dorothee ZG Pistner, Frank u. Nicole

Lord Carnaby (RHL) Lord Loxley I/Rocket Star Peter Schweimanns, Nettetal 8,0 Neuss-Grefrath Buchwald, Beatrice Hödl, Dr. Manfred/Z.: Hinnemann, Johann

Lord Poinsettie KHR (HAN) London Swing/Werther Karl-Heinz Rollwage, Bockenem 8,3 Wedel Schrader, Klaus Rollwage, Karl-Heinz

Loro Piano (HAN) Lord Loxley I/Rohdiamant 8,0 Haftenkamp Borja Carrascosa, Martinez

Ronika W (HAN) Roadster 4/Castro 12 Werner Westendorf, Haren 8,1 Lienen Meyer, Svenja Irina Meyer, Dr. Irina

Rovereto 4 (HAN) Rousseau/Wolkenstein II Dr. Malte Klar, Arese/Italien 8,2 Wedel Maruhn, Esther Troike, Jasmin

Sa Coeur (OLD) Sir Donnerhall/Don Davidoff Gestüt Lewitz, Steinfeld 8,4 Lienen Möller, Eva Hof Kasselmann KG

Sandiego 10 (MEV) Sancisco/Davignon I Silvia Dronia, Boizenburg 8,3 München Koppelmann, Carola Koppelmann, Carola

Sansoucie (OLD) Sir Donnerhall I/Sidney Ludger Meyer-Roettger, Mühlen 8,1 Haftenkamp Möller, Eva BG Frantzeskaki u. Sklavounos

Santiago 221 (HAN) Stedinger 2/Dacaprio Klaus Hermann Ehlen, Bremervörde 8,8 Wedel Flamm, Christian Stolzke, Alexander

Santo 102 (OLD) Sorento OLD/ Sylke Tietjen, Wangerland 8,0 Wedel Thomas, Raphael Thomas, Raphael

Sean Connery 5 (HAN) Sir Donnerhall I/Rotspon ZG Torben u. Hermann Schulze, Steinhorst 8,4 Bremen Nilshagen, Therese Dressurpf. Leistungszentr. Lodbergen

Silver Black (OLD) Sandro Hit/Donnerhall Georg Sieverding, Emstek 8,2 Haftenkamp Wulferding, Kira Pena Varona, Gregorio/Linsenhoff A. K.

Sir Diamond 2 (OLD) Sir Donnerhall II/Rohdiamant Gerrit Jan Hans, Laar 8,1 Mettmann Camp, Lydia Wagner, Klaus

Stand by me 11 (OLD) Stedinger/De Niro Helmut Kleen, Bad Zwischenahn 8,7 Anakenenhof Bache, Isabel Dressur- u. Ausbild. Stall Finken GmbH

Una Bailarina (OLD) Stedinger 2/Donnerhall 11 Michael Mehrtens, Jever 8,0 Lienen Taylor, David Mehrtens, Michael

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter

Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.

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6/2013 ZÜCHTERFORUM 15


Bundeschampionate

Gehen bei den fünfjährigen Ponys an den Start: Diamond Heart … … und Toledo, hier in der Qualifikation in Frankenthal

Fünfjährige Dressurponys

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Arts-Doleiro (RHL) Arts-Dancer Boy/Dancing Fox B Hermann Arts, Rheudt 7,7 Neuss-Grefrath Wiessner, Hannah Arts, Hermann

Blue Angel 8 (WEF) A Georgeous/Donnerblitz Ulrike Hemschenherm, Versmold 7,5 Olfen Benthin, Philip Kienbaum, Anette

Bödefeld WE (WES) Hilkens Black Delight/Don Joshi AT ZG Bruno u. Brigitte Fiedler, Nordhorn 7,8 Haftenkamp Brenner, Marlena Bodenkamp, Dr. Katja

Carlos WE (WES) Constantin/Donnerhall Heinrich Schmees, Niederlangen 7,6 Mettmann Holzknecht, Paulina Hof am Eifgen

Cyranno WE (WES) Cyriac WE/Chamberlain Heinrich Moedden, Bösel 8,3 Olfen Theile, Anna-Lisa Ellers, Emma

Cyranno WE (WES) Cyriac WE/Chamberlain Heinrich Moedden, Bösel 8,3 Haftenkamp Theile, Anna-Lisa Ellers, August

Dakota 323 (RHL) FS Don’tWorry/nicht bekannt A. H. Peeters, EL Leunen 8,0 Olfen Wiessner, Hannah Wiessner, Hannah

Deine Maid P. (RHL) FS Dior de Luxe/Derbino Alexa Prange, Straelen-Kastanienburg 7,5 Olfen Stiphout, Maren van Prange, Alexa

Deine Maid P. (RHL) FS Dior de Luxe/Derbino Alexa Prange, Straelen-Kastanienburg 7,5 Mettmann Stiphout, Maren van Prange, Alexa

Deine Maid P. (RHL) FS Dior de Luxe/Derbino Alexa Prange, Straelen-Kastanienburg 7,6 Neuss-Grefrath Stiphout, Maren van Prange, Alexa

Der kleine König 3 (RHL) Dornik’s Donovan/FS Don’t Worry Uta Craemer, Kranenburg 8,0 Olfen Barbian, Julia Barbian, Julia

Der kleine König 3 (RHL) Dornik’s Donovan/FS Don’t Worry Uta Craemer, Kranenburg 8,2 Neuss-Grefrath Barbian, Julia Barbian, Julia

Diamond Heart 2 (HES) FS Don’t Worry/Desert A.T. Pia Niehage, Rimbach 8,2 Frankenthal Lang, Marie Luisa Niehage, Pia

Die kleine Fee (WEF) FS Don’t Worry/FS Champion de Luxe Hubert Fockenberg, Bottrop 7,5 Frankenthal Lang, Marie Luisa Krause, Christina

Downtown 14 (WEF) FS Don’t Worry/Domingo Doris Ravert-Weiling, Heek 8,0 Mettmann Lendl, Lioba Stemmann, Theodor

Edelmann’s Deleila de Luxe (HES) FS Dior de Luxe/Tropenwind Gudrun Edelmann, Groß Parin 7,5 Eggerstedt Deilmann-Walsh, Eva Edelmann, Gudrun

FS Charly Brown (RHL) FS Champion de Luxe/FS Don’t Worry Karl Josef Saat, Goch 7,6 Olfen Wiemers, Anouk Lichtenberg, Rick

Gambys Greta WE (WES) FS Don’t Worry/Brillant Dr. Paul Pottebaum, Belm-Icker 8,1 Haftenkamp Theile, Anna-Lisa Pottebaum, Dr. Paul

Kasiano F (WES) Keerlke/Bavarottie Ludger Fühner, Cappeln 8,0 Eggerstedt Gröger, Lilly Marie Mayer, Britta

Nacro’s Dancer (ZfdP) Nacromancer in the Dark/Scampolo Birgit Geffken, Langwedel 8,1 Eggerstedt Dupree, Sophie Geffken, Birgit

Night-Fly (WEF) Night-Power/Mentos Wilhelm Sibbe, Westerkappeln 7,6 Olfen Hülsemann, Hanna Schulte-Geldermann, Gerd

Racketti (HOL) Rocketti/Fort Curran Christina Krause, Hamburg 7,8 Eggerstedt Lotz, Nazila Natasha Krause, Christina

Steendieks Champ of Glory (HOL) FS Chambertin/The Bras my Mobility Peter Böge, Schönhorst 8,4 Eggerstedt Holtmann, Antonia Böge, Peter

Toledo 40 (ZfdP) Top Anthony II/Sandro Song Sascha Hahn, Bramsche 7,6 Frankenthal Zimmer, Alisha Hahn, Sascha

Top Queen H (ZfdP) Top Anthony II/Dark Rubin Sascha Hahn, Bramsche 7,7 Olfen Hawerkamp, Laurien Haßmann, Reinhard

White Love B (RHL) White Gold B/Dornik B Gestüt Bönniger/Ludwig Stassen, Tönisvorst 7,9 Mettmann Erbe, Helen Familie Erbe

Sechsjährige Dressurponys

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Caspari HE WE (WES) Charivari/Wolkenstein II Sylla Holtkamp-Endemann, Freiburg 7,5 Bremen Horstmann, Johanna Schölermann, Frank

Daddy’s Daydream (RHL) FS Don’t Worry/Dancing Fox B Peter Engel, Hünxe 8,2 Olfen König, Celine Brosswitz, Nadine

Der Clou B (RHL) Golden Dancer/Dornik B Gestüt Bönniger/Ludwig Stassen, Tönisvorst 7,9 Bremen Grunwald, Nane Grunwald, Dieter

Belissimo HS (HAN) Benetton S/Navajo ZG Seefeld u. Müller, Neustadt 7,7 Olfen Danwitz, Johanne Pauline von Bongartz, Janna Carina

Da Vinci HS (HAN) Double-Inn/Gregory Horst Speckmann, Wagenfeld 7,7 Eggerstedt Petermeier, Vivien Lou Tünemann-Rohlfing, Katharina

Kick Down 3 (HAN) Kennedy/Display Joachim Heinrich Völksen, Hannover 8,1 Bremen Reyer, Lea Sophie Reyer, Dr. Klaus

Nobel Nagano (WEF) Nagano/Nobel Anton Schulze Schencking, Laer 7,9 Olfen Mende, Maike ZG Haerkötter, Ludger u. Reinhard

Ringo Pride (HOL) Rocketti/Seiron Heide Knebusch, Kellinghusen 7,5 Bremen Müller, Janne Müller, Mirja

Syriana WE (WES) Hilkens Black Delight/Brillant Manuela Hupens, Westerstede 7,5 Haftenkamp Wempe, Helen Wempe, Helen

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter

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16 ZÜCHTERFORUM 6/2013

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Fotos: Reumann


Sechsjährige Dressurponys (Fortsetzung)

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter

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Bundeschampionate

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Tyra M (HAN) Dumbledor AT/Principal Boy ZG Ina u. Katrin Meyer GbR, Wahrenholz 7,6 Eggerstedt Romberg, Chiara Schönfeld, Sandra

Fünfjährige Springpferde

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Amani 35 (WEF) Amantus/Cervantes ZG Jakobi-Risch, Wahlsburg 8,2 Richelsdorf Hirschheydt, Niels von Risch, Olaf

Calamanzo (HOL) Colman/Caretino Gerd Carstensen, Hörup 8,0 Bochum-Nord Engbers, Stefan Gajewski-Hombach, Sabine

Calanda 42 (HAN) Calido I/Chasseur I Heinz Lorenz, Holtorfsbostel 8,3 Scharnebeck Brunckhorst, Willi Nowak, Ina

Calino 55 (HOL) Calico/Corofino I ZG Bodo u. Benedikt Schwinn, Beckingen 8,5 Coesfeld Dowe, Hendrik ZG Schwinn, Bodo u. Benedikt

Call me Later (RHL) Cassini Boy Junior/For Keeps Arnold Wamers, Niederkrüchten 8,2 Zeiskam Schröder, Simon Wamers, Dagmar

Callum (HOL) Casall/Alcatraz Hermann Thiessen, Wrixum/Föhr 8,3 Sielow Heyer, Joachim Block, Gabriele

Campfire (HAN) Contendro I/Drosselklang II Josef Auge, Güstrow 8,4 Scharnebeck Möller, Jörg Möller, Anneliese

Canaris KT (DS) Chap/Landrebell Media Horses GbR Kurt Treger, Lindenberg 8,1 Scharnebeck Möller, Jörg Media Horses GbR

Captain Cassone (RHL) Cassone/Pierot I Arnd Nickel, Gummersbach 8,1 Coesfeld Mang, Thomas Nickel, Arnd

Captain Jack 44 (WEF) Captain Fire/Ferragamo Antonius Richter, Hopsten 9,0 Hellefeld Goldfuß, Jens Nordrhein-westf. Landgestüt

Careful 72 (OLD) Class de Luxe/Graf Grannus Franz Temmen, Lichtenau 8,0 Coesfeld Könemann, Gerd Schulze Wierling, Martin

Carentana (HOL) Carentan/Limbus Marion Belz, Haseldorf 8,0 Coesfeld Dulle, Karen Dulle, Karen

Carredo (MECKL) Carrico/Loredo AGL Agrar GmbH Lassahn 8,1 Scharnebeck Johansson, Ebba Gebr. Möller GbR

Carthao Fargo Zwei (BAW) Cento/Acord II ZG Klaus u. Edwin Schuster, Ellwangen 8,0 Großostheim Brahner, Melanie Karcher, Horst

Casaltina (HOL) Casall/Corrado I Rolf-Dieter Eberspächer, Esslingen 8,0 Bochum-Nord Böcker, Tobias Zuchtstall Bröcking

Cassanova 30 (BAY) Cassaro/Laphroaig Georg Klöck, Amberg 8,1 Moos Brenner, Andreas Landw. Pferdebetrieb B. Tahedl

Casquetta (HOL) Canturo/Capitol I Reimer Hedt, Hohenaspe 8,3 Bochum-Nord Böcker, Tobias Hedt, Reimer

Casimir 143 (WEF) Chacco-Blue/Landcapitol Bernd Gerlach, Ense 8,1 Hellefeld Schäfers, Dominik Gerlach, Bernd

Cent 15 (HAN) Carenzo/Silvio I Dr. Rudolf Drünert, Ahrensbök 9,0 Scharnebeck Löhden, Josch Löhden, Jens

Centurion 13 (HOL) Cormint I/Acobat II Hermann Otto Voß, Beringstedt 8,8 Richelsdorf Konle, Thomas Verband d. Z. d. Holst. Pferdes

Champino 4 (OS) Champs Ass/Levisto Marcel Buchheim, Dedelstorf 8,0 Allersehl Buchheim, Marcel Buchheim, Marcel

Channing L (WEF) Cornet Obolensky/Dinard L Kai Ligges, Ascheberg 8,2 Coesfeld Baberg, Johannes Beckmann, Mathieu

Chanteur de Noir (BAW) Couleur Noire/Alexis Z Johann Anwander, Landensberg 8,2 Oberbachem Langen, Edgar Schumacher, Sabine

Chevas 5 (HAN) Cassini II/Argentinus Dr. Michael Tlatlik, Northeim 8,1 Forst Kern, Alexander Koppensteiner, Wolfgang

Cheveyo 2 (HOL) Canturo/Cassini II Georg Geiger, Lauterstein 8,1 Allersehl Meyer, Hilmar Jansen, Liesl u. Quinten

Chi-Chi 5 (HOL) Clarimo/Claudio Dieter Wenning, Hanau 8,5 Großostheim Deußer, Sabrina Wenning, Dieter

Coco-Bongo (RHL) Cassini Boy Junior/Kigali Sjaak Bindels, AA Siebengewald 8,0 Sevelen Eckermann, Otmar Bindels, Sjaak

Cocosnuss (WEF) Cristallo/Quidam de Revel Dr. Axel Schürner, Nideggen 8,3 Hellefeld Könemann, Gerd Heilmann, Cathrin

Cobolt 8 (DS) Cellestial/Quebec Landwirtschaftsbetrieb Mirco Beldne, Kränzlin 8,4 Pasewalk Svensson, Denise Schmidt/Schmidt Gbr

Colbico 2 (WEF) Colbert GTI/Lancer III Gabriele Figge, Marl 8,0 Bochum-Nord Beckmann, Michael Figge, Gabriele

Complete your Life (WEF) Calido I/Polydor Angelika Cording, Wagenfeld 8,2 Bochum-Nord Winkelhaus, Philipp Schulze-Buxloh, Gretel

Confino Fight W (BAW) Corofino II/Calypso I Herbert Walter, Lippach 8,4 Forst Walter, Mario Walter, Mario

Conrato (HOL) Caretino/Quinar Margit Petersen, Sollwitt 8,0 Richelsdorf Konle, Thomas Verb. d. Z. d. Holst. Pferdes

Consider 5 (OS) Converter/Landor S Volkhard Hust, Vierow 8,2 Pasewalk Lekander, Kati Panienka, Heike

Contessa 188 (HOL) Cassini II/Colman Anneliese Siebert, Hamdorf 8,0 Bochum-Nord Kläsener, Christoph Idelmann, Marc

Converse 3 (WEF) Colbert GTI/Rodney Theo Lohmann, Sendenhorst 8,0 Coesfeld Stolmeijer, Rudi Stolmeijer Sportpferde

Copin MB (RHL) Copin van de Broy/Aldato 1 Marc Boes, Korschenbroich 8,2 Oberbachem Boes, Marc Boes, Marc

Corianan 40 (OLD) Coriano/Wiener Star Pavel Ondracek, Detenice 8,4 Richelsdorf Bolse, Sebastian Bolse, Sebastian

Corlana S (WEF) Corland (DK: Corlando)/Clearway Julius-Peter Sinnack, Bocholt 8,0 Coesfeld Dowe, Hendrik Sinnack, Julius-Peter

Cornet 41 (OS) Cellestial/Figaro Heiko Schmidt, Neu Benthen 8,1 Pasewalk Svensson, Denise Schmidt, Heiko

Cortino 47 (HOL) Corrado I/Cambridge Uwe Bruhn, Hochdonn 8,3 Pasewalk Borchert, Max-Hilmar Borchert, Max-Hilmar

Cosby 11 (OS) Contendro I/Landadel Marc Ostendorf, Cloppenburg 8,4 Sielow Heyer, Joachim J Heyer Pferdeausb. Betr. GmbH

Crass Clausi Peba (OS) Cellestial/Werther Hartmut Pesch, Bastorf 8,1 Pasewalk Rückert, Rene Pesch, Hartmut

Cristall Juwel (RHL) Cristallo/Arpeggio Petra Schnäbler, Viersen 8,1 Coesfeld Winkelhaus, Philipp Schulze-Buxloh, Gretel

Culina 3 (RHL) Cristallo/Larome Günter Cottaeus, Erftstadt 8,4 Oberbachem Schneider, Felix Valder, Heinz-Josef

Cupertino (HOL) Contender/Leonce Hans Peter Rathjen, Ahrensburg 8,1 Sielow Lehrfeld, Volker Lehrfeld, Susanne

Curasco (WEF) Cornado I/Watzmann ZG Werner u. Doris Kegel, Lienen 8,8 Hellefeld Holz, Thomas ZG Kegel, Werner u. Doris

Curt 18 (WEF) Cassius Clay/Quidam’s Rubin Holger Bintig, Drensteinfurt 8,0 Hellefeld Buddenberg, Dennis Hengststation Herrenstein

Dollar Cash (HAN) Dollar du Murier/Cashman Dieter Smitz, Bad Nenndorf 8,0 Richelsdorf Smitz, Dieter Riechmann, Thomas

Dornadello (DS) Dornado/Fighting Alpha Lutz Gündel, Stangengrün 8,0 Horka Heckel, Hardy Heckel, Henry

Eddy E (HAN) Escudo I/Stakkato Bernfried Erdmann, Wallenhorst 8,0 Allersehl Weichert, Jan Phillipp Erdmann, Bernfried

Glenn Corrado (DS) Glenn Alme/Corrado II ZG Volker u. Heike Schadock, Heideblick 8,0 Sielow Schadock, Volkmar Schadock, Volkmar

Grasciano TN (WEF) Grasco/Lenardo Tobias Neck, Vreden 8,0 Coesfeld Engbers, Stefan Neck, Tobias

Lacorado 5 (HOL) Lancer II/Caretino Johann Kühl, Bunsoh 8,0 Oberbachem Schneider, Felix Lux-Horses S. A.

Lennox 327 (HOL) Lancer II/Barnaul xx Michael Eitel, Freihung 8,1 Weingarten Goggi, Sven Schnell, Leander

6/2013 ZÜCHTERFORUM 17


Bundeschampionate

Hat schon die nötige Zusatzplatzierung: Lordano’s Little Lady

Fünfjährige Springpferde (Fortsetzung)

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18 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Geht bei den fünfjährigen Springpferden an den Start: Lennox

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Lestat 18 (OLD) Lordanos/Concetto I Werner Behrens, Ganderkesee 8,5 Hellefeld Winkelhaus, Philipp Arnoldt, Jennifer u. Armin

Lichtblick 43 (WEF) Lissacor/Profit Mike Haarmann, Ahaus 8,1 Coesfeld Gierlich, Martin Vortmann, Melanie

Louisiana 144 (WEF) Lissacor/Couleur-Rubin Michael Hölscher, Horstmar 8,0 Coesfeld Karns, Florian Lewin, Patrick

Montendro II (WEF) Montender/Polydor Franz Herking, Gronau 8,0 Bochum-Nord Engbers, Stefan Herking, Franz u. Kathrin

Number One 26 (WEF) Numero Uno/Calato Georg Ahlmann, Marl 8,4 Coesfeld Emmers, Judith Ahlmann, Georg

Nuria 6 (WEF) Numero Uno/Charisma Rudolf Kühlmannn, Rietberg 8,1 Bochum-Nord Gille, Mania Gestüt Schultenhof/Christiane Scharf

Piaco T (RHL) Pay Cash/Ico Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 8,1 Oberbachem Tillmann, Frederic Tillmann, Friedhelm

Pia-Lotta 15 (HAN) Perigueux/Fabriano Matthias Vorreier, Aulosen 8,5 Allersehl Schäfer, Nina Schäfer, Kai u. Nina

Quantador 3 (WEF) Quinta Real/Cornet Obolensky Georg Kaiser, Salzkotten 8,5 Bochum-Nord Dowe, Hendrik Geers, Reinhard

Quantica (HOL) Quintero/Corofino II Matthias Petersen, Glasau 8,1 Coesfeld Öhmann, Thomas Becker, Birgit

Quidamus 3 (WEF) Quidam de Revel/FAN Holland (ex Holland) Michael Nixdorf, Palma Nova Calvia Mallorca 8,0 Coesfeld Kukuk, Christian Equus Invest AG

Racordo (WEF) Rockwell/Acord II Ursula Rosendahl, Odenthal 8,2 Hellefeld Winkelhaus, Philipp Rosendahl, Ursula

Salitos 8 (OLD) Stalypso/Cordalme Z Veronika Käter, Lastrup 8,0 Coesfeld Engbers, Stefan Bergmann, Heinrich

Sandokan 290 (HAN) Stakkato/Landor S Hans-Werner Schubert, Hohenhenningen 8,3 Allersehl Bitter, Eva Niedersächs. Landgestüt

Semper Fi 4 (HAN) Stakkato/Grannus Wilhelm Ovelhey, Isernhagen 8,5 Richelsdorf Böckmann, Gilbert Böckmann Pferde GmbH

Spiderman 6 (WEF) Satisfaction I/FAN Holland (ex Holland) Heinz Nillies, Borchen 8,2 Coesfeld Karns, Florian Ausb.- u. Turnierst. Inholte GmbH

Stanley 164 (HAN) Argelith Stakkato/ Dr. Sabine Plaß, Burgdorf 8,3 Coesfeld Wargers, Jana Schulze Elfringhoff, Josef

Stanfour 4 (HOL) Singulord Joter/Colman Wilhelm Hacke, Bad Segeberg 8,8 Scharnebeck Konle, Thomas Verb. d. Z. d. Holst. Pferdes

Stan Lee (HAN) Stakkato/Calypso II Alfred Brönnemann, Burgdorf 8,2 Allersehl Gaus, Moritz Brönnemann, Alfred

Ubiko (WEF) Ustinov/Contender Antonius Schulze-Averdiek, Rosendahl 8,0 Coesfeld Bahne, Sandra ter Schulze-Averdiek, Antonius

Vanessa 255 (WEF) Verdi/Caesario Dr. Monika Hilgers, Emsdetten 8,6 Sielow Heyer, Joachim Heyer, Joachim

Sechsjährige Springpferde mit Zusatzplatzierung

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Cardea 2 (HOL) Caretino/Capitol I Witt Pferdezucht Gbr, Wellinghusen 8,8 Forst Schill, Alexander Schill Gbr, J. u. R.

Carezino (HOL) Caretino 2/Aloube Z Karl-Heinz Ibs, Marne 8,3 Richelsdorf Thoma, Lisa-Mayleen Thoma, Lisa-Mayleen

Carraldo (HOL) Caretino/Painter’s Row Hobe Magens, Ottenbüttel 8,3 Zeiskam Gröpper, Claas Haack, Joachim

Carry 74 (OS) Clinton II/Forrester Jan-Jürgen Winter, Varel 8,5 Forst Kreuzer, Annika Winter, Jan-Jürgen

Chuck 27 (HAN) Cassus/Ramiro’s Son II Heinz Saborowski, Ihlienworth 8,1 Oberbachem Kleinpenning, Natasja Turnierstall Herbert

Codex 22 (WEF) Consolidatoe/Heartbreaker Home Champions Ltd. 8,5 Zeiskam Hauter, Steffen Steffen Hauter Sporthorses

Contutto (HOL) Cartani/Joost ZG Marion u. Norbert Belz 8,7 Forst Schill, Alexander Schill, Joachim

Lordanos Little Lady (HAN) Lordanos/Ginsberg Yvonne Sander, Raddestorf 8,5 Weingarten Thesing, Jan Junker, Stefanie

Luftzauber (OLD) Lord Pezi/Landfriese I Matthias Smitz, Dinklage 8,0 Richelsdorf Böckmann, Gilbert Sanktjohanser, Franz-Rudolf

Paparazzi P (HAN) Perigueux/Quasi Roi Herbert Putfarcken, Hamburg 8,1 Scharnebeck Miesner, Thomas Putfarcken, Herbert

Quintago VA (HOL) Quidam de Revel/Capitol I Manfred Allwörden, Grönwohld 8,0 Lübeck Karlsson, Mathilda Allwörden, Manfred von

Quite’s Prince (BAY) Quite Easy 3/Landprinz Josef Fischer, Bad Griesbach 8,0 Moos Hofbauer, Bernd Hofbauer, Bernd

Success 13 (HOL) Stolzenberg/Acord II Meinhard Nitzow, Müggendorf 8,1 Lübeck Heuer, Daniel Sächs. Gestütsverw. Landgest. Moritzburg

LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster

Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr

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Fotos: Dauer


Fünfjährige Springponys

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter

Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.

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LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster

Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr

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Bundeschampionate

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Bon Voyage 28 (WES) Störtebekers Big Cracker/Ex Libris Karl-Friedrich Mählmann, Stemwede 8,0 Melle Hinnenkamp, Saskia Fam. Trentmann

Charming Boy 52 (ZfdP) Carlson/Praefect AA ZG Th. u. B. Brinkemöller, Georgsmarienhütte 7,5 Melle Blau, Clara Fam. Blau

Cordina H (WES) The Braes my Mobility/Corrado II Josef Hempen, Friesoythe 7,9 Olfen Weber, Lara Bauersfeld, Daniel

Dawino 5 (WEF) Don Diabolo/Principal Boy Peter Menze, Langenberg 7,5 Olfen Hülsmann, Johannes Grundmeier, Josef

Dazaro (WEF) Don Diabolo/Principal Boy Detlev Hanemann, Rietberg 8,2 Barlo-Bocholt Dettmer, Ann-Katrin Delker, Anton

Del Piero 25 (HOL) Dexter Leam Pondi/The Bras My Mobility Angelika Jahr, Keitum 7,5 Barlo-Bocholt Reimers, Marieke Jahr, Angelika

Der Hamilton S (WEF) Der Harlekin B/Calypso Beate Schmidtke, Mönchengladbach 7,6 Heek-Nienborg Ehrlich, Hannah Ehrlich, Olaf

Ducaine D (WEF) Don Diabolo/Golden Dancer Anton Delker, Verl 7,6 Melle Dettmer, Ann-Katrin Delker, Anton

Duplo 46 (WEF) Der feine Lord AT/Principal Boy Hugo Schmecken, Coesfeld 7,5 Melle Börgel, Josefine Illenseer, Torsten

Flora B 2 (WES) Fort Lauderdale/Neckar ZG Wilhelm u. Helga Brundiers, Löningen 7,7 Melle Willen, Pauline ZG Brundiers, Wilhelm u. Helga

KWD Raudhetta WE (WES) Tizian/Losander Kerstin Ottenweß-Bokel, Cappeln 8,2 Melle Tebbel, Justine Ottenweß-Bokel, Kerstin

Magic Cornflakes (WEF) Miraculix/Nibelungenheld Jana Lasarzik, Schapen 8,5 Melle Böckmann, Leonie-Celine Graefe, Wolfgang

Melli’s Jeanie (HAN) FS Don’t Worry/Aratoss Melanie Schierholz, Sulingen 7,5 Melle Wegener, Carola Schierholz, Melanie

Mystic Cooky (RHL) Mentos Charmeur/FS Pavarotti Norbert Schmidt, Kalenborn 7,7 Olfen Stieborsky, Pia K&K Horseconcept GmbH

Paris 104 (RHL) Pilatus/FS Chiwago Siegfried Kehling, Goch 8,0 Olfen Verheyen, Melina Schulte-Geldermann, Gerd

Pepsi SG (RHL) Pilatus/Mentos Gerd Schulte-Geldermann, Kranenburg 7,6 Olfen Fricke, Pia

Zerafina 3 (WEF) Top Zento/Dressman I Werner Schröder, Ibbenbüren 7,8 Melle Graefe, Fabienne Alber, Astrid

Sechsjährige Springponys

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer

Bjarne 4 (MECKL) Bismarck/Rzewuski ox Hans Joachim Gränert, Pruchten 7,5 Bremen Mielke, Michelle Mielke, Siv

Carpe Diem 61 (HOL) Charming Boy/Llaun Taniwr Anne Skowronski, Ammersbek 7,6 Olfen Wendt, Fabienne Familie Wendt

Cascarda WE (WES) Lux-Dressage Hennes/Balthasar Alfons Lamping, Visbek 7,6 Bremen Dänecas, Marec Dänekas, Marec

Cookie 60 (WES) Do it again/Kennedy Adde Reents, Dunum 7,5 Olfen Böning, Lena Reents, Adde

Crissel T (RHL) Crocodile Rock/Mentos Charmeur Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 7,6 Barlo-Bocholt Tillmann, Celine Tillmann, Friedhelm

Debby 138 (WEF) Dumbledor AT/Leonardo Hermann Berger, Schöppingen 7,5 Olfen Becker, Janine Berger, Ludger

Double You R (HOL) Danone II/Synod Matthew Britta Rabeler, Hittbergen 7,7 Bremen Rückmann, Nadja Rabeler, Britta

Dublina R (HOL) Dexter/Dakar Inke Reimer, Schönhorst 7,8 Melle Tillmann, Hendrik Reimer, Inke

Makuna Matata (WES) Machno Carwyn/Losande Hans Huster-Klatte, Lastrup 8,5 Olfen Ercken, Lena Huster-Klatte, Hans

Mancuso T (RHL) Mentos Charmeur/Vivaldi Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 7,5 Barlo-Bocholt Tillmann, Celine Tillmann, Friedhelm

Manitza T (RHL) Mentos Charmeur/Veto Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 7,5 Barlo-Bocholt Sandner, Patrick Tillmann, Friedhelm

Mastro’s Salivan (SAC-THÜR) Bloklands Hoeve’s Mr./Downland Donner Manuela Roscher, Cörmigk 7,5 Olfen Höcke, Hanna Roscher, Manuela

Mastro’s Salivan (SAC-THÜR) Bloklands Hoeve’s Mr./Downland Donner Manuela Roscher, Cörmigk 7,5 Heek-Nienborg Höcke, Hanna Roscher, Manuela

Melina 73 (HOL) Pantani/TheBraes My Mobility Angelika Jahr, Keitum 7,8 Bremen Reimers, Marieke Jahr, Angelika

Mondeo 34 (WEF) Montreal/Nagano Paul Karlheim, Emsdetten 7,8 Olfen Ligges, Marie Schulze Thier, Johanna

Mr. Rubby Bubbel (BBG) Marsvogel xx/Courage Rudolf u. Angela Schmidt, Berne 8,8 Olfen Schepergerdes, Kia Scherpergerdes, Kia

Peter Pony (HES) Pieter Oan/Derby Katharina Ochs, Borken 7,5 Melle Wegener, Carola Ochs, Paul

Timberland 15 (ZfDP) Top Mosaik/Sandro Song Sascha Hahn, Bramsche 8,7 Olfen Stolmeijer, Katrin Stolmeijer, Sabine

Top Montreal (WEF) Marsvogel xx/Top King Josef Volle, Lüdinghausen 8,2 Olfen Ercken, Lea Volle, Josef

Valentina K (WEF) Veivel R/Principal Boy Michael Köster, Mettingen 7,5 Melle Börgel, Josefine Köster, Michael

White Peal (WEF) Douglas/Nantano Karl Brocks, Waltrop 8,6 Olfen Bröckmann, Elena Höwer, Daniela

Vier- und fünfjährige Fahrpferde

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.Ort Fahrer Besitzer

Franko 63 (WEF) Fanconi/Dynast Franz-Josef May, Selm 7,5 Stevertal May, Franz-Josef May, Franz-Josef

Fee 837 (WEF) Florestan I/Diamantino Leonhard Querdel, Ostbevern 7,5 Holdorf Zwiezynski, Michael Sahle, Albert

Vier- und fünfjährige Fahrponys

Pferd/Zuchtgebiet Abstammung Züchter Note Veranst.Ort Fahrer Besitzer

Noble Boy 17 (WEF) Nabucco R/Vulkan Claus Teslau, Rheine 7,25 Stevertal Teslau, Claus Teslau, Claus

Nandu 44 (WEF) Nabucco R/Nadler I Astrid Wehmhöner, Bielefeld 7,17 Stevertal Krüger, Peter Krüger, Peter

Coco 262 Joldis Charmant/Cadillac Gerhard Ikena, Großheide 7,0 Stevertal Reibrich, Peter

Delight 46 (WES) Davenport II/Deister Karl-Heinz Vahrmann, Essen 7,4 Kl.-Marzehns Draeger, Nadine Draeger, Nadine

Milky Way 76 (WES) Choco Cracker/ Anna-Marie Damm, Wangerland 7,16 Kl.-Marzehns Draeger, Nadine Draeger, Nadine

Petit Prince 24 H-S Hot Playboy/Balthasar Jörg Menge 8,5 Bülstringen Fiehring, Ivonne

6/2013 ZÜCHTERFORUM 19


Report

Damon Hills bestes Rennen

Lange mussten Deutschlands Dressurfans

auf diesen Augenblick warten:

Bei der Göteborg-Horseshow

war es dann endlich so weit. Zu Ehren

des Siegers des Dressur-Weltcups

wurde Schwarz-Rot-Gold geflaggt:

für Damon Hill NRW und Helen

Langehanenberg. Zuletzt hatten

2007 Warum nicht FRH und Isabell

Werth den Pokal der inoffiziellen

Hallen-Weltmeisterschaft nach

Deutschland geholt – und nun waren,

man muss fast sagen endlich,

Dami und seine Reiterin an der

Reihe: für den ersten großen Einzeltitel

ihrer gemeinsamen Karriere.

Schon 2012 hatte das Paar im niederländischen

’s-Hertogenbosch den Sieg vor Augen,

musste sich aber mit einem Rückstand

von einem Prozentpunkt geschlagen geben.

Und zwar der niederländischen Kombination

Jerich Parzival und Adelinde Cornelissen,

die die Oranje-Tradition bei Weltcup-Finals

eindrucksvoll fortsetzte, denkt

man etwa an die neun Siege von Anky van

Grunsven auf dem Oldenburger Bonfire

20 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Das Welt Cup-Finale in Göteborg aus Zuchtsicht

und dem Hannoveraner Salinero. Für den

fuchsfarbenen Jazz-Sohn wäre es übrigens

der dritte Sieg in Folge gewesen, denn

schon 2011 gab Jerich Parzival in Leipzig

den Ton im Viereck an – vor dem damals

an siebter Stelle platzierten Damon Hill

NRW.

Bedeutender Damon Hill

Weltcup-Sieger: der KWPN-Wallach Simon mit Beezie Madden

Das Siegerergebnis von 88,28

Prozent bedeutet in der Laufbahn

des Damon Hill NRW eine

neue Bestmarke. Dabei ist die

Karriere des Dunkelfuchses, der

bei Heinrich Sauer in Bad Sassendorf

zur Welt kam und der bei

Christian Becks in Senden zu Hause

ist, wahrlich nicht arm an Highlights.

Der Donnerhall-Rubinstein-

Nachkomme gewann 2005 und 2006

jeweils Gold bei der WM der Jungen

Dressurpferde in Verden und stand

2011 im deutschen EM-Silberteam

von Rotterdam (NED). 2012 kam

Silber bei der Olympischen

Teamentscheidung von London

(GBR) hinzu, derweil

Top: Damon Hill und Helen Langehanenberg

sich auch seine Vererbungsleistung sehen

lassen kann: Zu Buche stehen fünf gekörte

Hengste, darunter der Burgpokal-Qualifikant

Damon Jerome NRW und der Prämienhengst

Daley Thompson sowie reichlich

sporterfolgreiche Nachzucht, wie das Bundeschampion-Trio

Damon’s Divene, Damon’s

Delorange und Damon’s Satelite.

Das Kratzen an der magischen 90-Prozent-

Marke, 1986, als die Dänin Anne-Grethe

Jensen und ihr Dänen-Wallach Marzog die

Weltcup-Premiere gewannen, noch undenkbar,

inzwischen besonders bei Championaten

aber längst die Regel, steht für die

kaum noch zu übertreffenden Güte der

heute auf 20 mal 60 Metern gezeigten Leistungen.

Gerade in der Kür bekommt man


Bestes deutsches Pferd im Parcours: Carlos von Contender unter Sergio Alvares Moya

davon einen Eindruck, wenn etwa nach dem starken

Galopp gleich eine doppelte Pirouette geritten

oder aus der Galopp-Pirouette in die Piaff-Pirouette

übergegangen wird – mehr geht nicht!

Solche Kunststücke gelingen nur mit Pferden

höchster Elastizität und Tragkraft – und Rittigkeit.

Man darf einer Helen Langehanenberg mit ihrer

zierlichen Statur durchaus Glauben schenken,

wenn sie sagt, dass es vor allem Damon Hills

Leistungswille sei, der diese Erfolge möglich mache,

denn 600 Kilo könne sie nun mal nicht zwingen.

Neben der Rittigkeit und einem gewissen

Ehrgeiz müssen auch, bei aller Präferenz der

Langbeinigkeit, die Hebel stimmen. Das ist reine

Physik – und unabdingbare Voraussetzung für

höchste Versammlung. Mit der Stellung und Winkelung

der Gelenke ist ein weiteres, wichtiges

Stichwort gefallen: das der Gesundheit. Um überhaupt

an die Spitze zu kommen und dort auch zu

bleiben, muss man fit sein – und das, gemessen

an der Länge des Ausbildungsweges, über einen

Zeitraum von vielen, vielen Jahren. Ohne korrekten

Körperbau kaum denkbar.

Viele Zuchtgebiete

Die 17 im Dressur-Finale des Weltcups startberechtigten

Pferde repräsentierten acht Zuchtgebiete:

KWPN (5), Hannoveraner (4), Westfalen

(2), Dänisches Warmblut (2), Italienisches Warmblut

SI (1), Finnisches Warmblut (1), Schwedisches

Warmblut (1) und Kanadisches Warmblut

(1). Die Vierbeiner werden also, genau wie die

aus zehn Nationen stammenden Reiter, immer in-

Report

Fotos:Lafrentz

ternationaler. Ließ sich 2012 noch eine Dominanz

der deutschen Zucht feststellen, zumindest wenn

man die einzelnen deutschen Rassenvertreter aus

Hannover, Oldenburg, Westfalen etc. zusammenrechnete,

so geht diese Rechnung bei der diesjährigen

Weltcup-Entscheidung nicht mehr so

ohne Weiteres auf. Trösten mag allerdings, dass

die überwiegende Zahl der Titelaspiranten nach

wie vor im Pedigree deutsche Blutlinien nicht

verleugnen kann.

Ein Vererber sticht da, wie schon bei den Olympischen

Spielen 2012 in London, ganz besonders

heraus: Donnerhall. Der Oldenburger Dunkelfuchs,

der nicht nur in der Zucht zu einem bedeutenden

Stempelhengst avancierte, sondern

den Herbert und Karin Rehbein unter dem Patronat

des Grönwohldhofs gleichfalls zu höchsten

Ehren im Dressurviereck führten, ist auch Jahre

nach seinem Tod eine züchterische Bank. Zweimal

tritt er als Vater, zweimal als Großvater, zweimal

als Urgroßvater und einmal als Muttervater in

Göteborg in Erscheinung. Unter günstigeren Umständen

hätte sich diese Zahl noch erhöhen lassen,

schließlich war auch der Olympia-Teamzweite

Desperados (v. De Niro) in die schwedische

Metropole gereist, musste aber von seiner

Reiterin Kristina Sprehe infolge einer leichten

Lahmheit im Verlauf des morgendlichen Trainings

zurückgezogen werden.

Für den gelungenen Einsatz deutscher Genetik

unter ausländischer Zuchtgebietsflagge steht

etwa der in Italien geborene Rohdiamant-Weltmeyer-Nachkomme

Eremo del Castegno, den Va-


Report

lentina Truppa (ITA) auf Platz sechs vorritt

und der damit einen Platz hinter Don Johnson

FRH und Isabell Werth rangierte. Für

den zwölfjährigen Hannoveraner von Don

Frederico, den Ulrike Meyer aus ihrer Warkant-Forrest

xx-Stute Werona gezogen hat,

war Göteborg übrigens der erste Championatsauftritt.

Überväter

Zur Phalanx der Überväter

Donnerhall und Jazz gehört

natürlich noch Ferro, der unter

Coby van Baalen (NED)

international hoch erfolgreich

ging und der mit Glock’s Undercover

einen Upcoming

Star ins Rennen schickte. Unter

Edward Gal (NED) piaffierte

und passagierte sich der

KWPN-Rappwallach in die

Herzen der Richter und Zuschauer

und dürfte in Zukunft

zu weiteren Ruhmestaten ausholen.

Aus den Top Ten der Weltrangliste

der besten Dressurvererber

waren weiterhin Gribaldi,

Michellino und Sandro

Hit mit Weltcup-Finalisten

vertreten. Komplettiert wurde

das Feld von Nachkommen

der Hengste Don Davidoff,

Solos Carex, Jetset-D, Medici, D-Day, Lancet,

Eastern Ruler und Khodar.

KWPN vorne im Parcours

Man kann es drehen und wenden wie man

will, die Königlich niederländische Zucht

hatte im Parcours das Sagen – und zwar

nicht nur, wenn man an den Gesamtsieger

Simon unter der US-Amerikanerin Beezie

Madden denkt und die drittplatzierte Silvana

HDC mit dem Franzosen Kevin Staut

im Sattel. In allen drei Wertungsprüfungen

gab es an den vierbeinigen Vertretern des

KWPN kein Vorbeikommen.

Für den braunen Wallach Simon war es übrigens

nicht der erste erfolgreiche Auftritt

bei einem Weltcup-Finale. Unter seinem

ehemaligen Reiter Jeroen Dubbeldam

(NED) belegte er u.a. 2011 in Leipzig Rang

drei. Auch für seinen Vater Mr. Blue ist der

Weltcup vertrautes Terrain: unter seinem

22 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Reiter Bert Romp (NED) platzierte sich der

Schimmel von Couperus-Imperial 1998 an

zehnter Stelle im Weltcup-Finale, nachdem

er im Jahr zuvor bereits Silber bei der EM

gewonnen hatte. Mit dem gekörten Plot

Blue unter Marcus Ehning stellte er außerdem

schon einmal einen Weltcup-Sieger.

Die ungemein anspruchsvollen Parcours

von Göteborg, die dazu führten, dass es im

ersten Umlauf der finalen Runde nicht ei-

Aus deutscher Zucht: Ermo del Castegno

nen einzigen fehlerfreien Ritt gab und im

zweiten gerade mal zwei Nuller, zeigten

einmal mehr, dass die Anforderungen an

Springpferde enorm komplex sind – und

zwar auch verglichen mit denen an Dressurpferde.

Da reicht Springvermögen allein

nicht aus. Abgefragt werden vor allem die

Rittigkeit zwischen den Sprüngen und,

nicht zu vergessen, die Reaktionsschnelligkeit.

In der Halle mit ihrem doch gegenüber

Außenplätzen sehr begrenzten Platzangebot

haben Ross und Reiter kaum Zeit,

über Distanzprobleme nachzudenken:

Nach dem Sprung ist vor dem Sprung – um

einmal das geflügelte Wort aus dem Fußball

auf den Springsport zu übertragen. Gefragt

ist dabei das von Ludger Beerbaum als

„praktisch“ bezeichnete Springen der

Pferde, zur Not auch einmal aus einer

Rückwärtsbewegung heraus. Und nicht zu

vergessen die Publikumsbelastung, die die

Vierbeiner gerade in der Halle, in der die

Zuschauer sehr dicht am Geschehen dran

sind, aushalten müssen. Wer bei Applaus

und Anfeuerungspfiffen von den Rängen

als Pferd die Nerven verliert, dürfte es im

internationalen Top-Sport, in dem absolute

Konzentration auf die Aufgabe und den

Reiter gefragt ist, schwer haben.

Doch zurück zum sportlichen Geschehen.

39 Qualifikanten gingen in der ersten

Runde an den Start, davon

zehn KWPNler, gefolgt von

Holstein und dem französischen

Selle Français mit jeweils

fünf Finalisten. Vier

Pferde stammten aus der belgischen

Zucht des BWP. Mit jeweils

drei Pferden waren Oldenburg,

Hannover und das

Studbook Zangersheide vertreten,

mit zwei das Schwedische

Warmblut. Einen Vertreter entsandten

das belgische sBs, die

Westfalen, die irische Warmblutzucht

und, erstmals, Silla

Argentino.

So international die Zuchtgebiete,

so einheitlich doch die

Platz zwei: KWPN-Wallach Parzival

Fotos:Lafrentz


Wieder Silber: Selle-Français-Wallach Nino de Buissonets unter Steve Guerdat

Feststellung, dass die meisten Weltcu-Finalisten

auf selbst im Sport hoch erfolgreiche

Väter zurückgingen. Neben dem eingangs

bereits erwähnten Siegervater Mr. Blue, gilt

das noch für den Weltmeister Vigo d’Arsouilles,

dessen Söhne Super Trooper de

Ness unter dem US-Amerikaner McLain

Ward und Ego van Orti mit Edwina Alexander

(AUS) in der Endabrechnung auf Platz

fünf und Rang 13 zu finden waren.

Wieder Nino de Buissonets

Wie schon 2012 ging Platz zwei an Nino de

Buissonnets unter dem Schweizer Olympiasieger

Steve Guerdat. Der Selle-Français-

Wallach stammt ab von Kannan (v. Voltaire-

Nimmerdor), der 2003 und 2004 in der

Samsung Super League zur französischen

Equipe zählte und 2005 die Französische

Meisterschaft gewann.

Und auch die drittplatzierte Corland-Tochter

Silvana *HDC unter dem Franzosen Kevin

Staut kann sich eines sportlichen Vaters

rühmen. Was auch für die an achter Stelle

rangierende Gotha FRH unter Henrik von

Eckermann (SWE) gilt, die den Hannoveraner

Hengst des Jahres Goldfever I zum Vater

hat, einen der erfolgreichsten Jumper

überhaupt.

Bestes deutsches Pferd war der Holsteiner

Carlo von Contender-Cascavelle, der unter

dem Spanier Sergio Alvarez Moya das

Schlussspringen für sich entschied. Auf

Rang sechs schlossen sich die ebenfalls der

Zucht zwischen den Meeren entstammen-

den Quintero La Silla und Casall la Silla an.

Hinter Gotha FRH platzierte sich der Oldenburger

Lifestyle-Sohn Lennox an neunter

Stelle.

Aber nicht nur auf

der Vater-, auch

auf der Muttervaterseite

vieler Finalisten

leuchten

Sportheroen, wie

Darco, Grannus,

Achill-Libero H,

Ramiro, Cantus.

Diese Feststellung

bedeutet im Umkehrschluss,

dass

auch jetzt wieder

eine ganze Reihe

im Deckeinsatz befindlicher

Hengste

in Göteborg am

Start gewesen sein

müssten. Und richtig:

Der Holsteiner

Quintero La Silla,

der Hannoveraner

Embassy II, der

KWPNler H&M

Tornesch und –

nicht zu vergessen

– Ludger Beerbaums

Großer-

Preis-Sieger Chaman

etc., sie alle

beweisen sich in

Report

der härtesten Leistungsprüfung überhaupt,

dem Sport. Was für viele Züchter ein wichtiges

Argument bei ihren Anpaarungsentscheidungen

zu sein scheint, denn die Pedigrees

vieler Weltcup-Finalisten offenbaren

ganz gezielte Anpaarungen. Selbst, dass

diese Hengste häufig nur über Tiefgefriersperma

zur Verfügung stehen, hält Züchter

besonders ausländischer Zuchtgebiete

nicht von deren Einsatz ab. Nun muss aber

ein bei Championaten wie dem Weltcup erfolgreicher

Hengst nicht gleichzeitig auch

ein guter Vererber sein. Es lohnt sich aber

wohl, gerade bei diesen Events einmal genauer

hinzuschauen für die eigene Zucht –

um, bei aller Verkäuflichkeit der Fohlen,

den sportlichen Zweck der eigenen Zuchtprodukte

nicht aus dem Auge zu verlieren

und den gerade in der Zucht so nötigen

Blick über den Tellerrand zu wagen – vom

sportlichen Unterhaltungswert solcher Veranstaltungen

einmal ganz abgesehen.

Dr. Tanja Becker

Alle Informationen auf unserer Internetseite:

EU Hengst- & Besamungsstation

Meldorfer Straße 5 • 25797 Wöhrden

Tel. 04839 - 90 60 Fax 90 632

Mobil 0173 - 946 15 18

6/2013 ZÜCHTERFORUM 23

.


Report

Deutsche Pferdezucht in der Krise?

Fragt man Züchter und Fachleute

landauf und landab, so findet man

nur wenige Menschen aus der

Branche, die dieser Überschrift nicht

zustimmen würden. Nach Jahrzehnten

eines kontinuierlichen

Wachstums und einer unvergleichlichen

Erfolgsgeschichte erlebt die

deutsche Pferdezucht seit mehreren

Jahren eine mehr oder weniger

permanente Rezession. Züchter

klagen über volle Ställe, massive

Absatzprobleme und rapide anwachsende

Kosten. Bei den Zuchtverbänden

rutschten Bedeckungszahlen

oder Stutenneueintragungen

rapide in den Keller. Zudem tun

sie sich immer schwerer, Pferde zu

den Preisen zu vermarkten, an die

sich die Aussteller in den vergangenen

Jahren gewöhnt hatten.

So fiel der Durchschnittspreis der Reitpferdeauktionen

der Zuchtverbände

von rund 23.600 Euro im Jahr 2007

auf knapp 20.800 Euro im Jahr 2012. Auch

die Anzahl der über diese Schiene vermarkteten

Pferde sank von knapp 1300 im

24 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Eine Analyse von Thomas Hartwig – Teil 1

Ständige Rezession: Bedeckungen und Stutenbestände sind rückläufig

Jahr 2007 auf gerade einmal 931 im Jahr

2012. Doch warum endet die Überschrift

dann mit einem Fragezeichen? Handelt es

sich vielleicht gar nicht so sehr um eine

Krise der Zucht, sondern eher um eine

Krise der Zuchtorganisationen? Erleben wir

gerade einfach nur einen großen Strukturwandel,

der uns dazu bewegen sollte, sich

veränderten Rahmenbedingungen schleunigst

anzupassen? Und wohin geht die

Reise? Den Versuch, Antworten auf diese

Fragen zu geben, soll der folgende Beitrag

leisten.

Ein kurzer Blick in die Geschichte

Um die Gegenwart zu verstehen und Ideen

und Lösungen für die Zukunft zu finden, ist

es nie verkehrt, sich zunächst einmal mit

der Vergangenheit zu beschäftigen. Für eigentlich

alle Menschen, die sich hierzulande

mit dem Thema Pferdezucht beschäftigen,

sind die letzten 40 Jahre eine einzigartige

und kontinuierliche Erfolgsstory. Mit

teilweise bis zu rund 40.000 registrierten

Fohlen pro Jahr (etwa 1994) hat sich

Deutschland in den vergangenen drei Jahrzehnten

zum weltweit größten Produzenten

von qualitativ hochwertigen Reitpfer-

Fotos:ll-foto

den entwickelt. Auch die Erfolge dieser

Pferde in allen Disziplinen bei Olympischen

Spielen, Welt- oder Europameisterschaften

sind einzigartig. Die alljährlich von

der World Breeding Federation for Sporthorses

(WBFSH) herausgegebenen Ranglisten

zeigen ganz klar: Würden die einzelnen

deutschen Reitpferdezuchten als ein Zuchtgebiet

gewertet, würde Deutschland seit

Jahren in allen Disziplinen mit Abstand

Platz eins belegen. Gewöhnt haben sich bis

vor wenigen Jahren auch alle Beteiligten an

ein konstantes Wachstum. Immer mehr Bedeckungen,

immer mehr Fohlen und immer

mehr registrierte Zuchtstuten wurden

als ganz normale Entwicklung hingenommen,

teils sogar erwartet. Möglicherweise

wurde dieses Denken durch die „Kapitalisierung“

der Gesellschaft in den vergangenen

Jahrzehnten gefördert. Ständiges

Wachstum muss sein, so das Credo aller

Ökonomen. Doch schon jeder Landwirt

weiß: Die Natur sieht ein permanentes

Wachstum nicht vor. Außer bei Krebszellen.

Und auch da setzt der Tod des Wirtskörpers

dem Wachstum irgendwann ein natürliches

Ende. Tatsächlich aber war die Entwicklung

der deutschen Pferdezucht in den letzten


Jahrzehnten keineswegs ein permanenter

Aufschwung. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts

fälschten deutsche Züchter und

Pferdehändler die Abstammungen und Papiere,

weil damals ausländische Pferde

hierzulande ein deutlich besseres Image

hatten und dementsprechend besser zu

verkaufen waren.

Mit der einsetzenden Mechanisierung und

Motorisierung in Landwirtschaft, Verkehr

und Militär ab Ende der 40er-Jahre drohte

das Pferd in Deutschland innerhalb weniger

Jahre zu einem Fall für die sogenannte

„Rote Liste“ der vom Aussterben bedrohten

Tierarten zu werden.

Erst mit der „Entdeckung“ des Pferdes als

Partner für Sport, Freizeit und Hobby ab Anfang

der 70er-Jahre erholte sich die hiesige

Population von rund 250.000 Exemplaren

(Pferde und Ponys zu Beginn der 70er-Jahre

in Westdeutschland) auf rund 1,1 Millionen

heutzutage. Parallel dazu lieferte der erfolgreiche

Umzüchtungsprozess der 50er- und

60er-Jahre immer mehr für alle Arten des

Reitsports hervorragend geeignete Pferde.

Bundesweite Trends

2008 bis 2011

Eingetragene Zuchtstuten

2008: 73.110

2011 64.824

2012: 59.886

–18 % (2008 bis 2012)

Bedeckungen

2008: 52.829

2011 37.985

2012: 34.083

–35,5 % (2008 bis 2012)

Registrierte Fohlen

2008: 34.330

2011 29.532

2012: 27.503

–19,9 % (2008 bis 2012)

Stutbuchaufnahme

2008: 12.344

2011 10.310

2012: 9.821

–20,4 % (2008 bis 2012)

Doch auch in den heute von uns als Boomzeiten

wahrgenommenen 80er- und 90er-

Jahren gab es immer wieder Schwankun-

Report

Rutschen in den Keller: Bedeckungszahlen und somit auch die registrierten Fohlen

Vergleich zu bundesweiten

Trends früherer Jahre

Bedeckungen 1980–1985

52.342

41.568

–20,6 %

Bedeckungen 1985–1990

41.568

50.037

+20,4 %

Bedeckungen 1995–2000

63.048

48.465

–23,1 %

Bedeckungen 2000–2005

48.465

50.385

+4 %

Bedeckungen 2000–2008

48.465

52.829

+9 %

gen. So fiel die Zahl der Bedeckungen im

Reitpferdebereich von 1980 bis 1985 um

20,6 Prozent. Von 1985 bis 1990 stieg die

Zahl wiederum um 20,4 Prozent. Den

nächsten Einbruch brachte der Zeitraum

von 1995 bis 2000 mit einem Rückgang von

23,1 Prozent. Einen kontinuierlichen Anstieg

brachte erst das erste Jahrzehnt des

neuen Jahrtausends mit einem Zuwachs

von neun Prozent (2000–2008).

Diese Schwankungen erinnern sehr an den

von dem Agrarwissenschaftler Arthur Hanau

bereits in den 20er-Jahren des vergangenen

Jahrhunderts definierten Begriff des

Schweinezyklus. Hanau konnte im Rahmen

seiner Dissertation bereits 1927 nachweisen,

dass die Schwankungen zwischen Angebot,

Nachfrage und Preis einander bedingen.

Einfach übersetzt heißt dies: Eine steigende

Nachfrage führt kurzfristig zu einem

Preisanstieg, mittelfristig aber auch zu einem

Überangebot, was sich langfristig auf

die zu erzielenden Preise negativ auswirkt.

Erst wenn ein daraus resultierender Preisverfall

vorliegt, kommt es zu einer Reduzierung

des Angebotes, was wiederum zeitversetzt

zu einem neuen Anstieg der Nachfrage

und damit im nächsten Schritt zu wieder

steigenden Preisen führt. Ein Prinzip,

das heute nicht nur in den Agrar-, sondern

auch den Wirtschaftswissenschaften Allgemeingut

ist. Überträgt man Hanaus Er-

6/2013 ZÜCHTERFORUM 25


Report

kenntnisse auf die Pferdezucht, so lassen

sich in den vergangenen Jahrzehnten auch

hier die für sein Modell typischen Auf- und

Abwärtsbewegungen erkennen. Bemerkenswerte

Entwicklung: Während sich die

„Schweinezykluskurven“ in der Pferdezucht

in der Vergangenheit über einen längeren

Zeitraum auf- und wieder abbauten

und auch nicht so stark ausschlugen, sind

sie in den letzten Jahren deutlich rasanter

und extremer gewachsen. Eine Entwicklung,

die auch in vielen anderen spekulativen

Wirtschaftsbereichen zu beobachten

ist. Eine Blase wird von interessierter Seite

gewaltig gepuscht, um dann nach Erreichen

des Höhepunktes innerhalb kürzester

Zeit mit einem lauten Knall zu platzen.

Einen permanenten Aufschwung hat es anscheinend

lediglich bei den Preisen gegeben.

Nimmt man mit der gebotenen Skepsis

die Preisentwicklung bei den Reitpferdeauktionen

der Zuchtverbände als Indikator,

so stellt man erstaunt fest, dass sich die

Durchschnittspreise von 6780 Euro im Jahr

1980 auf 19.390 Euro im Jahr 2000 fast verdreifacht

haben.

Nach einem minimalen Einbruch in den

Jahren 2001 und 2002 kletterten sie 2003

wieder kontinuierlich bis zur Höchstmarke

von 23.600 Euro im Jahr 2007.

Der Umschwung

Eine deutliche Zäsur stellt das Jahr 2008

dar. Mit dem Einsetzen der Weltwirtschafts-

krise lässt sich für die folgenden Jahre für

alle relevanten Kennzahlen rund um die

Zucht ein deutlicher und kontinuierlicher

Rückgang feststellen.

Eingetragene

Zuchtstuten

2008: 73.110

2012: 59.886

–18 %

Registrierte

Fohlen

2008: 34.330

2012: 27.503

–19,9 %

Gehen stark zurück: Durchschnittspreise auf Verbandsauktionen

26 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Bedeckungen

2008: 52.829

2012: 34.083

–35,5 %

Stutbuchaufnahme

2008: 12.344

2012: 9.821

–20,4 %

Nimmt man wiederum die Preisentwicklung

bei den Verbands-Reitpferdeauktionen

als Indikator, so bestätigen sie ebenfalls die

hier gezeigte stetige rückläufige Entwicklung.

Durchschnittspreise

Reitpferdeauktionen

aller Zuchtverbände

2007: 23.600 Euro

2012: 20.800 Euro

–11,9 %

Ursachenforschung

Die 2008 einsetzende Wirtschaftskrise allein

als Ursache für die Rezession in der

deutschen Pferdezucht verantwortlich zu

machen, wäre eine zu kurzsichtige Betrachtungsweise.

Tatsächlich existiert ein ganzes

Konglomerat von Faktoren, das sich seit einigen

Jahren negativ auf die Zucht auswirkt.

Die wichtigsten dürften sein:

Seit Anfang der 90er-Jahre erfolgte eine beständige

Überproduktion, die sich zeitversetzt

bis heute auswirkt (siehe Tabelle Bedeckungen

und registrierte Fohlen). Zusätzlich

hat sich die Relation von Bedeckungen

zu registrierten Fohlen im Folgejahr

in den beiden letzten Jahrzehnten signifikant

erhöht. Lag diese Relation zu Beginn

der 90er-Jahre noch bei rund 65 Prozent,

so kommt die Auswertung des Bedeckungs-

und Fohlenjahrgangs 2011/2012

auf stattliche 72,4 Prozent.

Bedingt durch eine verbesserte Zuchtselektion,

bessere Aufzucht- und Haltungsbedingungen

sowie eine optimierte veterinärmedizinische

Versorgung, einschließlich der

Innovationen im Hufbeschlagwesen, hat

sich die Nutzungsdauer der Pferde entgegen

mancher Vorurteile klar erhöht. Hinzu

kommt das immer stärker zutage tretende

Phänomen der Rentnerpferde. Deutlich hat

in den vergangenen zwei Jahrzehnten der

Trend zugenommen, ein Pferd auch dann

noch zu behalten, wenn es aufgrund von

Alter oder Krankheit nicht mehr als Reitoder

Turnierpferd verwendungsfähig

ist. Diese für „verdiente

vierbeinige Pensionäre“

erfreuliche Entwicklung

führt letztendlich allerdings

auch zu einer verminderten

Nachfrage.

Ein in seinen wahren Dimensionen

größtenteils

noch gar nicht richtig erkanntes

Problem ist die demografische

Entwicklung.

Allen bekannt ist, dass immer

weniger Kinder geboren

werden. Im Zeitraum von

2008 bis 2020 wird der Anteil

der 13- bis 19-Jährigen

um rund 20 Prozent sinken.

Zudem verfügen diese immer

weniger werdenden Ju-

Foto:Lafrentz


Bedeckungen und registrierte Fohlen

(die sich über die Jahre verändernde Relation beider Datensätze ist recht interessant)

Jahr Bedeckungen (Reitpferde) registrierte Fohlen (Reitpferde)

1990: 50.037 26.546

1991: 64.869* 32.803*

1992: 67.141 37.193

1993: 68.289** 38.786

1994: 66.786 39.728***

1995: 63.048 38.836

1996: 56.293 37.755

1997: 49.494 34.335

1998: 48.395 30.522

1999: 47.840 30.162

2000: 48.414 30.346

2001: 50.070 31.340

2002: 49.428 31.463

2003: 50.416 32.053

2004: 49.554 31.712

2005: 50.385 31.685

2006: 49.886 32.371

2007: 49.703 33.980

2008: 52.829 35.634

2009: 48.206 35.759

2010: 41.487 32.158

2011: 37.985 29.532

2012: 34.083 27.503

*Erstmalige Erfassung und Einbeziehung der Bedeckungen

und der registrierten Fohlen im Gebiet der ehemaligen DDR

**Höchststand Bedeckungen

***Höchststand registrierte Fohlen

gendlichen aufgrund von Ganztagsschule

und Abitur in acht Jahren auch über immer

weniger Freiräume für so zeitintensive

Sportarten und Hobbys wie das Reiten.

Die demographische Entwicklung hat jedoch

noch andere Folgen. So wächst der

Altersdurchschnitt der Bevölkerung beständig.

Bereits heute stellen die 43-Jährigen

den größten Jahrgang. Zwar sind ältere

Menschen heute deutlich länger

sportlich aktiv, die Intensität ihrer sportlichen

Aktivitäten ist jedoch klar geringer

als bei den jüngeren Menschen. 50-Jährige,

die nach einem harten Arbeitstag am

Abend noch zwei Pferde reiten, dürften

eher die Ausnahme sein. Auch sucht dieses

Klientel viel eher ein Pferd, das über

die üblichen Vermarktungsschienen kaum

angeboten wird. Für diese Reiter steht im

Vordergrund, dass das Pferd gut ausgebil-

det, charakterlich einwandfrei und leicht

„zu bedienen“ sein muss. Völlig unterschätzt

wird die Tatsache, dass mittler-

Veränderung

Relation Bedeckungen

zu registrierten Fohlen

Bedeckungen 1990: 50.037

Reg. Fohlen 1991: 32.803

Relation: 65,5 %

Bedeckungen 2010: 41.487

Reg. Fohlen 2011: 29.532

Relation: 71,2 %

Bedeckungen 2011: 37.985

Reg. Fohlen 2012: 27.503

Relation: 72,4 %

Der Autor

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften

arbeitete Thomas Hartwig als

Fernsehjournalist für diverse Politikmagazine

der öffentlich-rechtlichen Sender

Westdeutscher Rundfunk (WDR)

und Bayerischer Rundfunk (BR). Von

1994 bis zu deren Auflösung im Jahr

2008 war er Leiter der Abteilung

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der

Deutschen Reiterlichen Vereinigung

(FN). Von 2008 bis 2009 war er Geschäftsführer

des Deutschen Kuratoriums

für Therapeutisches Reiten

(DKThR). Seit 2009 ist er als selbstständiger

PR-Berater für verschiedene

nationale und internationale Firmen

und Organisationen tätig.

Report

weile rund ein Drittel aller Kinder, die in

Deutschland geboren werden, einen Migrationshintergrund

haben. Ganz wertfrei

ist zu konstatieren, dass Kinder und Jugendliche

mit Wurzeln im Ausland im Regelfall

nur sehr schwer für den Pferdesport

gewonnen werden können. Andere Sportarten,

wie etwa Fußball, tun sich da ungleich

leichter.

Doch auch der Pferdesport selbst hat sich

in den vergangenen zehn bis 15 Jahren erheblich

verwandelt. Die Gesamtzahl der

Pferdesport-Betreibenden

dürfte mit rund 1,5

Millionen Menschen in

den vergangenen zehn

Jahren relativ konstant

geblieben sein. Exakte

Zahlen hierzu gibt es

nicht, denn die letzte

umfassende Marktuntersuchung

der Deutschen

Reiterlichen Vereinigung

diesbezüglich ist mittlerweile

schon elf Jahre alt.

Klar geändert hat sich jedoch

die Ausrichtung

der Reiter. So konnte die

FN im Jahr 2006 mit

762.432 Mitgliedern ihren

Höchststand verzeichnen.

Im Jahr 2007

kursierten im Präsidium

der FN sogar die Vorstellungen,

diese Zahl in den Folgejahren

noch um 100.000 bis 200.000 Mitglieder zu

steigern. Die absolute Realitätsferne dieser

Überlegungen zeigt die Mitgliederentwicklung

bis 2012.

Für das vergangene Jahr konnten die Vereine

nur noch 719.525 Mitglieder ausweisen,

was einem Rückgang von rund sechs

Prozent entspricht. Der Trend geht also eindeutig

in den nicht organisierten Pferdesport.

Und gerade hier sind die deutschen

Reitpferde mittlerweile fast zu Exoten geworden.

Wer sich einmal offenen Auges mit dem

nicht organisierten Pferdesportbereich beschäftigt,

stellt fest, dass hier Islandpferde

und Quarter Horses, Andalusier und Friesen

oder Tinker und andere Rassen das

Deutsche Reitpferd immer mehr verdrängen.

Teil 2 folgt in Ausgabe 7/13

6/2013 ZÜCHTERFORUM 27



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Eine Online-Datenbank mit Abstammungsinformationen

über Zucht und

Sportpferde, das ist HorseTelex. Die Informationen

zu den Pferden beschränken

sich allerdings nicht nur auf die Abstammung.

Neben den Informationen wie ein Pferd

gezogen ist und welcher Stutenlinie es

entspringt, können zu jedem Pferd individuelle

Informationen hinzugefügt werden.

Möglichkeiten, die ein Pferd oder einen Stutenstamm

für andere Besucher interessanter gestalten

können.

Nach einer kostenlosen Registrierung ist es für jeden

Besucher möglich, Pferde in die Datenbank

einzupflegen. Ist Ihr Pferd noch nicht in der Datenbank,

dann können Sie es auf zwei unterschiedliche

Weisen hinzufügen:

• Ein neues Pferd hinzufügen – dann werden alle

Daten abgefragt.

• Nachkommen hinzufügen – wenn die (Groß-)

Mutter schon in der Datenbank vorhanden ist.

Sollten schon mehrere Pferde aus dem gleichen

Stamm vorhanden sein, ist es empfehlenswert,

die letztgenannte Methode zu nutzen.

Durch das Hinzufügen neuer Pferde werden

Standardinformationen zum Pferd abgefragt wie

beispielsweise Name, Lebensnummer, Vater, Mut-

ter, Farbe, Zuchtverband, Geburtsjahr, Sportergebnisse,

Reproduktionsart usw. Diese Daten

können über den „Änderung“-Button unter dem

Pedigree (blauer Pfeil in Figur 1) ergänzt oder geändert

werden. Die neuen Eingaben werden

nach der Bestätigung durch die HorseTelex-Redaktion

automatisch geändert.

Mehr Info

Report

Mehr als nur Abstammung

HorseTelex überzeugt durch viele Features

Ebenfalls unter dem Pedigree gibt es einen zweiten

Button „Mehr Info“ (grüner Pfeil in Figur 1).

Wenn dieser grün gefärbt ist, stehen bereits mehr

Informationen zur Verfügung. Nach dem Anklicken

öffnet sich dies als Popup-Fenster. Hier können

auch selbstständig Daten hinzugefügt werden,

für Zuchtprofis sind die meisten Optionen

kostenlos. Registrierte Nutzer ohne Zuchtprofi-

Account, können hier ebenfalls die Option verwenden,

sich als Züchter oder Besitzer bei den

Pferden einzutragen oder Fotos und Videos einzustellen.

Außerdem gibt es viele Informationen

wie die (Nachkommens-)Lebensgewinnsumme,

WBFSH-Rankings, Zuchtwerte und Ergebnisse

von Veranlagungs- oder Hengstleistungsprüfungen

und das Abgangsjahr.

Es gibt mehr zu sehen als nur die Abstammung: Wichtige Infos bei HorseTelex


Hengstportrait

Sandro Hit-Söhne gibt es viele, aber

nur wenige stehen als „Kronprinzen“

neben dem Vater auf der Station

Schockemöhle in Mühlen. Der

neunjährige schwarzbraune Oldenburger

San Amour I aus der Zucht

von Britta Budeus-Wiegert (Groß

Nemerow/Mecklenburg) überzeugt

in zahlreichen Zuchtgebieten.

Seine Karriereweg war von Anfang an

außergewöhnlich: San Amour I war

2006 Prämienhengst und Preisspitze

der Oldenburger Körung in Vechta. 2008

wurde er im Rahmen der Oldenburger

Hengsttage in Vechta als Hauptprämiensieger

geehrt und war zuvor in seiner HLP in

Schlieckau Sieger im Dressurindex (Rittigkeit

9,5). 2009 qualifizierte er sich mit Dr.

Ulf Möller auf Anhieb für das Bundeschampionat

der fünfjährigen Dressurpferde

und war platzierter Finalist. Inzwischen ist

er bis zu schweren Klasse gefördert.

Passereffekt mit Trakehner Stuten

Die Nachzucht ist in aller Regel groß und

bedeutend, dabei stets nobel, athletisch

und bewegungsstark. 2012 war ein grandioses

Jahr in San

Amours I züchterischer

Karriere:

Die Tochter Soiree

d’Amour (M.

v. Latimer/T.-Banditentraum/T.-

Schwalbenzug/T.;

Familie der Amsel

A5A; Z.: Maren

Bergen, Wagenfeld)

war mit Kira

Wulferding sowohl

Landes- als

auch unangefochtene

Bundes -

championesse

der dreijährigen

Stuten und Walla- War 2009 beim Bundeschampionat Finalist: San Amour

30 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Der imposante Kronprinz

San Amour I im Portrait

Beeindruckt die Zuschauermassen: San Amour, hier bei einer Hengstpräsentation

Foto: Mense

che. Hoch platzierte Finalistin war auch

Shakira W (neuer Name: Saphira Royal NG,

M. v. Monteverdi/T.-Mackensen-Pasteur xx;

Familie der Hasta O178A; Z.: Herbert

Werth, Duisburg) unter Lydia Camp.

Beide Stuten waren übrigens bezeichnenderweise

aus reinen Trakehner Müttern gezogen.

Der gekörte Special Agent Amour

(M. v. Polidiktus van de Helle-Feo-Goldspring

de Lauzelle, Z. u. B.: Philippe und

Hugo Jorissen, Woremme/BEL) war nach

2011 auch 2012 wieder platzierter Finalist

unter dem Sattel von Jana Freund. Mit dem

in Finnland aus einem Holsteiner Stamm

gezogenen San Riant (M. v. Riant-Come

Back II; Stamm 7126; Z.: Marjo Vainikka,

Vantaa/FIN, Station Sosath, Lemwerder) erhöhte

sich die Zahl gekörter Söhne des

Foto: ll-foto


Foto: Streitferdt

Landeschampion: Stern von Afrika

heute erst neunjährigen Hengstes 2012 auf

nunmehr 25, darunter auch der Württemberger

Rappe Sandbrink (Z.: Sabine Reisenauer,

Uhingen), der auch mütterlicherseits

über Cabaret-Campari M-Dinar ausschließlich

Rapphengste führt und Siegerhengst

der Süddeutschen Körung 2011 in München

war. Aus den ersten beiden Jahrgängen

wurden San Amour I-Töchter in außergewöhnlich

hoher Frequenz

und in verschiedenen Zuchtgebieten

mit dem Prädikat

Staatsprämien stute ausgezeichnet.

Die Oldenburger Elite-Stutenschau

2011 geriet geradezu

zu einem San Amour I-Festival:

Von neun zugelassenen Töchtern

aus dem Premierenjahrgang

gelangten vier in den Brillantring,

die Rang zwei, drei,

vier und neun belegten. 2012

stellte er mit vier Töchtern das

stärkste Kontingent der westfälischen

Elite-Stutenschau. Beständig

ist er Lieferant von Spitzenpferden

für die verschiedensten

Auktionsplätze. Mit

Stern von Afrika OLD (M. v.

San Amour I

Harvard-Canaster I-Woermann;

Z.: Tammo Francksen,

Butjadingen) stellte

San Amour I 2011 den Ol-

zum



Als Sonderehrenpreis erhält der Sieger einen

Freisprung von einem unserer Hengste!

SPORTHENGSTE

KRÜSTERHOF

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FÜR

ZUCHT UND SPORT

Sandro Hit

Puppenfee

Sandro Song

Loretta

Plaisir d‘Amour

Ofarim

Umjubelte Bundeschampionesse im letzten Jahr: Soiree d’Amour

Hengstportrait

denburger Landes champion und Vize-Bundeschampion

der dreijährigen Stuten und

Wallache. In der FN-Zuchtwertschätzung

Dressur zählt er zudem zur Spitzengruppe

Elton John x Weltino

Züchter: Martin Dieckhoff

Sandro

Antenne II

Ramino

Lassie

Pik Bube I

Fleur

Figaro

Arithmetik

Krüsterhof 1 · 46562 Voerde · Tel.: 02855 - 6381 o. 0179 - 7817208


Foto: Streitferdt


9.

Sonntag, 23. Juni 2013

5

bis zum 7. Juni

6

Hengstportrait

im bundesweiten Vergleich.

Gekörter Vollbruder

Der Vater Sandro Hit liefert

ein gutes Beispiel

für die Relativität von

Hengstleistungsprüfungen.

Er wurde 1995

ohne Prämientitel in Oldenburg

gekört und absolvierte

erst vierjährig

eine eher durchschnittlicheHengstleistungsprüfung

(99 Punkte) in Medingen.

Dennoch war er

1999 unter Dr. Ulf Möller

Bundeschampion

der sechsjährigen Dressurpferde

und Weltmeister der Jungen Pferde in

Arnheim und avancierte zu einem der bedeutendsten

Vererber der letzten Jahre mit mehr als

180 gekörten Söhnen. Es muss mit Erbkraft zu

tun haben, denn anderen Dressurhengsten ohne

Gekörter Vollbruder: San Amour II

Mehrfacher Landeschampion in Baden-Württemberg: Sandbrink

viel „Lametta“ im Vorfeld, wie Preisspitze der Körung

oder Prämientitel, wäre das so sicher nicht

gelungen. San Amour I hat mit der bewegungsstarken

Oldenburger Reservesiegerstute des Jahres

1997, Puppenfee (Z.: Burghard Oltmann, Wardenburg),

eine hoch dotierte

Mutter, die mit San Amours

Vollschwester Auguste Victoria

die Oldenburger Landeschampionesse

2008 und 2012 den in

Vechta gekörten Vollbruder San

Amour II stellte. San Amour II

deckt seit diesem Jahr in Belgien.

Puppenfee ist Vollschwester

des gekörten Hengstes Pierrot

Royal, der allerdings nicht

gedeckt hat und in Baden-

Württemberg im Dressursport

erfolgreich war.

Foto: Fischer

Foto: ll-foto

Vorfahren aus Bümmerstede

Der Muttervater Plaisir d‘Amour

startete seine Hengstkarriere

auf der Station Ahlers in Bümmerstede

vor den Toren Oldenburgs.

Später war er über Jahre

mit verschiedenen Reitern (u.a.

Rudolf Zeilinger, Michelle Gibson,

Nicole Uphoff, Jasmin Sanche/SUI,

Markus Gribbe, Ralf

Hartmann) bis Grand Prix erfolgreich

und startete bei der

Weltmeisterschaft 1998 für die

Schweiz. Plaisir d’Amour stand

lange der Sporteinsatz im Vor-


dergrund. Im gesetzten Alter kam er nochmals

im Gestüt Webelsgrund zum züchterischen

Einsatz. 83 Nachkommen waren im

Sport erfolgreich, neun von ihnen mit S-

Platzierungen in der Dressur, zwei mit S-Erfolgen

im Springen.

Der bunte Fuchs Figaro in dritter Generation

hat zeitlebens auf der Station Ahlers in

Bümmerstede gewirkt und ist gewissermaßen

„Oldenburger Tafelsilber“. Er war

mehrfach DLG-Ausstellungshengst und hat

vorzügliche Reitpferde für höchste Anforderungen

in allen Sparten des Sports (30 S-

Springpferde und 20 S-Dressurpferde) hinterlassen.

Immer mal wieder wurde auch

ein Sohn (z.B. die im S-Parcours erfolgreichen

Füchse Filigran und Fundament, ferner

Feiner Fritz, Fidibus, Fighting Lion) von

ihm gekört, diese hielten sich aber meistens

nicht lange in der Zucht. Der ebenfalls lebenslang

(1967–1984) in Bümmerstede stationierte

Vollblüter Kronprinz xx lieferte

harte Leistungspferde für alle Disziplinen

und hat sich in der Umzüchtungsphase des

Oldenburgers vom Wirtschafts- zum Reitpferd

große Verdienste erworben. Er ist

heute in unzähligen Leistungsstämmen verankert,

und sein Name wird unverändert

mit Hochachtung genannt. Diese bedeu-

Gekörter Sohn des San Amour: Special Agent Amour

tende original OldenburgerStutenlinie

der Aragossa/

Arole (v. Germandus-Gruson-Rudolf-Balbino-Runibald-Y.

Magnat) lieferte

zahlreiche bedeutendeSportpferde

in beiden

Disziplinen und

u.a. die Hengste

Baresi, Boticello,

Oderich, Orlando,

Sandakan und Floriscount.

Der Muttervater

Plaisir d’Amour, der

in dritter Generation

erscheinende

Figaro und auch

San Amour I selber

stammen jeweils

aus original Oldenburger

Stutenlinien;

das verleiht ihm zusätzlich

eine besondere

Note.

Claus Schridde

Foto: Streitferdt

Pferdezuchtverein

Grafschaft Bentheim e. V.

Hengstportrait

Brokser Stuten-

& Fohlenevent 2013

Die Pferdetage für Kenner, Freunde und Dich!

Marktplatz Bruchhausen- Vilsen

Samstag

15. Juni

11:00 Uhr

Hannovers

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mehr als 100 Stuten

19. Grafschafter Fohlentag

– Schau und freier Verkauf –

am 30. Juni 2013 ab 11 Uhr

an der Reithalle Isterberg

mit Auswahl zur Elite-Fohlenauktion Verden 2013

Fotoservice von Firma Rüchel

Auskunft unter Telefon 0 59 23 / 26 01 und 01 76 / 97 00 94 34

und www.pferdezuchtverein-grafschaft-bentheim.de

Hirtentanz

*2003

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Sonntag

16. Juni

11:00 Uhr

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höchster Qualität

Bezirks-Jungzüchtertag

Attraktives Programm für die ganze Familie

Hengststation

Kretschmer

Ostmilte 6

48231 Warendorf

Tel. (0172) 2 36 22 65

www.hengststationkretschmer.de

Die Arbeitsgemeinschaft der Pferdezuchtvereine um die Besamungsstation Süstedt

Tel: 04252/1806 · www.hannoveraner-pferde.com

6/2013 ZÜCHTERFORUM 33


Praxis

Die Kastration eines Hengstes ist für

erfahrene Tierärzte ein Routine-Eingriff.

Dennoch kommt es manchmal

zu mehr oder minder schweren

Komplikationen. Gelegentlich kann

danach das kastrierte Pferd nicht

gerettet werden. Es stellt sich dann

stets die Frage nach einer Haftung

des Tierarztes.

Ein Beispielsfall

Die Klägerin eines Rechtsstreites war Eigentümerin

eines knapp dreijährigen

Hengstes. Den beklagten Tierarzt hat sie

mit der Kastration beauftragt. Die wurde in

dessen Praxis durchgeführt, verlief zunächst

auch problemlos. Am darauffolgenden

Tag hat der Tierarzt das Pferd – im

Winter – auf eine Koppel gelassen. Als er es

hereinholen wollte, öffnete er das Koppeltor,

bevor der Führstrick am Halfter angebracht

war. Das Pferd entlief, stürzte und

erlitt einen Dünndarmvorfall. Letztlich

konnte es nicht gerettet werden.

Die Klägerin verlangte vom Tierarzt Schadensersatz

für den Verlust des Pferdes und

entstandene Nachbehandlungskosten.

Die Streitfragen

Grundsätzlich setzt die tierärztliche Haftung

im Zusammenhang mit der Behandlung

eines Pferdes eine Pflichtverletzung

und einen darauf beruhenden Schaden voraus.

Die Klägerin stützte die Klage auf mehrere

Argumente: Sie beanstandete zunächst einmal,

dass der fast dreijährige Hengst im Stehen

operiert worden war. Der Tierarzt hatte

den Hengst nicht abgelegt und sich für die

sogenannte unbedeckte Kastration entschieden.

Der vom Gericht zugezogene Sachverständige

meinte, die Operationsmethode sei

deutlich risikoreicher als die bedeckte Kastration.

Bei einer Kastration am stehenden

Pferd und Anwendung der unbedeckten

Operationsmethode sei im Vergleich zur

34 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Routine-Eingriff Kastration

Welche Sorgfalt ist geschuldet?

verdeckten Operationsmethode

ein

erheblich erhöhtes

Risiko eines Dünndarmvorfallsgegeben.

Allerdings

könne nach seiner

Auffassung auch

bei einer bedeckten

Kastration ein

Dünndarmvorfall

nicht mit aller letzter

Sicherheit ausgeschlossenwerden.

Weil der Tierarzt

hier die risikoreichere

Methode gewählt habe, müsse er

das Einverständnis der Eigentümerin haben.

Dies wiederum setze voraus, dass er

die Auftraggeberin über das erhöhte Komplikationsrisiko

aufkläre. Die Verletzung

der Aufklärungspflicht allerdings muss vom

Pferdeeigentümer nachgewiesen werden.

Die Aufklärungspflicht allein hätte aber in

dem Fall nach Auffassung des Berufungsgerichts

der Klägerin nicht genützt, ihrer

Klage also nicht zum Erfolg verholfen. Es

wäre nämlich auch bei Durchführung einer

bedeckten Kastration ein Dünndarmvorfall

nicht auszuschließen gewesen. Die Pferdeeigentümerin

hätte sich nach Aufklärung

wohl für die risikoärmere Methode entschieden.

Allerdings konnte sie nicht nachweisen,

dass speziell die unbedeckte Kastration

ursächlich wurde für die letztlich

zum Tode führende Komplikation.

Die Bewegung

Das weitere Argument der Klägerin

knüpfte daran an, dass der Tierarzt das

Pferd am Tag nach der Operation auf die

Weide gelassen hatte. Der gerichtliche

Gutachter meinte hierzu, dass eine kontrollierte

Bewegung am ersten Tag nach

der Kastration durchaus angezeigt sei. Damit

würde das Risiko von Wundheilungsstörungen

vermindert. Wichtig sei aber,

Kann manchmal zu Komplikationen führen: Kastration

Foto: HIM/Brandel

dass es sich um kontrollierte Bewegung

handele.

Das freie Laufenlassen eines Pferdes auf

der Weide entspräche – so der Gutachter –

durchaus weitverbreiteter Praxis (die mir

nicht geläufig ist), sie sei aber eben keine

„kontrollierte Bewegung“. Darauf stützte

dann das Berufungsgericht die Verurteilung

des Tierarztes. Wenn auch – wie der Gutachter

ausgeführt hatte – Bewegung auf der

Weide am Tag nach der Kastration einer

weitverbreiteten Praxis entspräche, so reiche

das nicht aus, um ein Verschulden des

Tierarztes zu verneinen. Der schuldet nicht

„die verkehrsübliche“, sondern die „verkehrserforderliche“

Sorgfalt. Erforderlich

aber sei es, das Pferd kontrolliert zu bewegen,

also zu führen.

In dem konkreten Fall kam hinzu, dass der

Tierarzt das Koppeltor geöffnet hatte, bevor

er überhaupt den Strick an das Halfter angelegt

hat. Den Punkt brauchte das Berufungsgericht

nicht zu vertiefen. Es versteht

sich aber von selbst, dass das Entlaufen des

Pferdes mit dem nachfolgenden Sturz vermieden

worden wäre, wenn das Pferd zunächst

einmal unter Kontrolle gebracht worden

wäre. Es dürfte nämlich ein selbstverständliches

Gebot sein, den Führstrick am

Halfter anzubringen, bevor das Weidetor

geöffnet wird. Dr. Dietrich Plewa/Schliecker


Wer Pferde auf die Weide bringt,

braucht mehr als nur ein Stück grüne

Wiese. Was Sie bedenken sollten, bevor

Sie Ihrem Vierbeiner Natur pur bieten,

sagen wir Ihnen.

Könnte ein Pferd wählen, würde es auf der

Weide leben. Kein Wunder: Pferde sind

Steppentiere. Und sie bewegen sich gern.

Experten haben herausgefunden, dass eine

Milchkuh unter natürlichen Haltungsbedingungen

rund zwei Kilometer pro Tag zurücklegt. Für

sie ist nahezu ausschließlich die Futtersuche der

Bewegungsimpuls. Ein Pferd kommt dagegen in

dieser Zeit auf 15 bis 20 Kilometer. Eine gute

Pferdeweide ist demnach nicht nur Futtergrundlage,

sondern auch Lebensraum und Spielwiese.

Damit Pferde auf der ihnen zugedachten Weide

bleiben, bedarf es einer ausbruchssicheren und

verletzungsfreien Umzäunung. Die Palette der

Möglichkeiten hierfür ist groß. Angefangen von

traditionellen Holzzäunen aus Pfählen und Stangen

bis hin zu mobilen Steckzäunen. Stacheldraht

ist wegen der großen Verletzungsgefahr in

der Pferdehaltung tabu.

In den meisten Fällen wird heutzutage auf Elektrozaun,

auch für den dauerhaften Weidezaunbau,

zurückgegriffen. Allein schon, weil er preisgünstiger

und schneller aufzubauen ist als ein

Vollholzzaun.

Grundlage

Praxis

Wenn’s gut werden soll

Was Sie alles fürs Weidemanagement brauchen

So soll es sein: Eine gut vorbereitete Koppel mit sicherer Umzäunung

Foto: landpixel

Grundlage eines jeden Zaunsystems sind Pfähle.

Traditionell verwendet werden Holzpfähle. Egal

ob rund, quadratisch oder mehreckig, wichtig ist

darauf zu achten, dass die Pfähle gegen Fäulnis

behandelt sind. Ein weiterer wichtiger Punkt bei

der Auswahl ist die Holzsorte. Die meisten Holzpfähle

sind aus Weichhölzern, wie Fichte oder

Kiefer. Das hat einen guten Grund. Sie sind preisgünstiger

als ihre Kollegen aus Eiche. Dafür halten

sie aber nicht so lange und, vor allem, splittern

sie auch leichter beim Einschlagen.

In den USA seit Jahrzehnten eingesetzt und bewährt

sind T-Pfosten aus Eisen. Um sie in die

Erde zu schlagen, bedarf es jedoch einer speziellen

Ramme. Dafür sind diese Pfosten, einmal gesetzt,

fast unverwüstlich.

Seit einigen Jahren im Angebot sind auch Kunststoff-Pfähle,

teilweise aus Recyclingmaterial. Sie


Praxis

Merkt man sofort: mindere Qualität

36 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Foto: Stahmann

verrotten zwar nicht und sind pflegeleicht,

aber an die Stabilität von Holzpfählen oder

T-Pfosten kommen sie nicht heran. Je nach

PVC-Qualität verbiegen sie sich jedoch

beim Spannen des Drahtes oder der Litze

mehr oder weniger stark.

Egal für welches Pfahlmaterial Sie sich entscheiden:

Pfähle sollten zu einem Drittel im

Boden verschwinden, um Halt und Standfestigkeit

zu gewährleisten. Dabei ist es

besser, Pfähle in den Boden zu schlagen

oder zu rammen als einzugraben. So verdrängt

der Pfahl nämlich das Erdreich und

verdichtet es gleichzeitig. Ihr Vorteil: Der

Pfosten steht stabiler. Besonderes Augenmerk

sollte man auf die Eckpfosten richten.

Am besten zusätzlich abstützen!

Für den mobilen Einsatz gibt es eine ganze

Reihe an Tretpfählen aus Kunststoff, Fiberglas

oder Metall. Mit unterschiedlichen Tritten

und Ösen ausgestattet, sind solche

Pfähle in vielen Farben und Längen im

Handel zu bekommen.

Echt

stark!

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Elektrozäune

Die eigentliche

Umzäunung besteht

bei Elektrozäunen

aus stromführendenMaterialien.

In der Praxis

können das Seile,

Litzen oder Bänder

sein. Auch hier

Hat ein Leben hinter sich: kaputter Pfahl

Nicht für Pferde geeignet: Stacheldrahtzaun

gibt es Qualitätsunterschiede. Entscheidend

ist das „Innenleben“. Neben der UV-Beständigkeit

sollten Sie auf die empfohlene

Zaunlänge des Materials und die Bruchlast

achten. Mit einigen Litzen lassen sich

Zäune bis zu 250 Kilometer bauen, andere

eigenen sich nur für kurze Strecken von bis

zu einem Kilometer. Und da das Material ja

vor allem stromführend sein soll, kommt es

auf den Widerstand an. Je niedriger dessen

Foto: landpixel Foto: Stahmann


Gut gerüstet: Koppelbau kann beginnen

Wert, umso weniger Strom(-spannung)

geht allein mittels des Durchflusses im Material

verloren. Zur Orientierung: Ein glatter

Draht mit einer Zink-Alu-Legierung

kann einen Widerstand von

nur 0,035 Ohm je Meter aufweisen.

Ein einfaches Weidezaumband

mit vier Stahldrähten

kommt schon auf stolze elf Ohm

je Meter. Trotz der deutlichen

Vorteile des glatten Drahts sollten

für Pferdeweiden wegen der

Sichtbarkeit farbige Litzen, Bänder

oder Seile verwendet werden.

Ob Sie Ihren Zaum dreioder

vierreihig aufbauen und

mit welchem Abstand von Litze

zu Litze, ist unter anderem von

der Größe Ihrer Pferde abhängig.

Im Zweifelsfall heißt die Devise:

mehr und höher ist besser.

Um die Strom führenden Materialen

an den Pfählen zu befestigen,

benötigt man Isolatoren.

Auch hier hat der Zaunbauer die

Qual der Wahl. Auf alle Fälle

sollten sie UV-beständig sein. Je

Foto: Stahmann

nach Ausgangsmaterial des Pfahls

müssen Isolatoren mit entsprechendem

Gewinde verbaut werden. Für

eine lange Haltbarkeit sorgen Isolatoren,

deren Gewinde durch den gesamten

Isolator geht. Die Isolatoren unterscheiden

sich auch je nach Typ des

Leiters: Ring- und Schlitz-Isolatoren

eignen sich für Draht, Litzen und Seile,

Breitbandisolatoren, wie der Name

schon sagt, für Bänder. Für T-Pfosten

gibt es spezielle Clip-Isolatoren.

Als Torelemente eignen sich feuerverzinkte

Weidepanels. Breitenverstellbar

lassen sie sich variabel einsetzen. Wer

es preisgünstiger will, greift auf Tor-

Sets für Elektrozäune zurück. Je nach

Ausführung erhältlich mit Feder oder

auch mit einer Art Aufrollsystem, ähnlich

einem Rollmaßband.

Spannu ngslieferant

Jeder Elektrozaun braucht auch einen

Spannungslieferanten. Wer nur kleine

Weiden einzäunt, kann auf Neun-Volt-

Batterie-Weidezaungeräte zurückgreifen.

Einfach anzubauen sind sie echte

All-in-on-Geräte mit Zaun- und Erdanschluss.

Einen Nachteil haben sie jedoch:

Die Batterien lassen sich nicht aufladen

Erleichtert die Arbeit: Stromprüfer

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Praxis

und müssen daher nach der Entleerung ersetzt

werden. Auch bei den Zaungeräten

sollte auf die maximale Spannung des Gerätes

geachtet werden, um lange Zäune

und starken Bewuchs am Zaun gelassen

entgegenzusehen.

Für Halter, die ihre Pferde in jeder Saison auf

die Weide lassen, kommen zwölf-Volt-Batterie-Weidezaungeräte

infrage. Diese Geräte

werden an Autobatterien angeschlossen. Alternativ

kann man sie mit Hilfe eines Adapters

an die Steckdose anschließen.

Profis greifen auf Netzgeräte zurück. Sie

werden direkt an die normale Stromversorgung

angeschlossen. Mit einer Spannung

von 230 Volt und einer Entladungsenergie

von bis zu zehn Joule lassen sich Zäune von

bis zu 80 Kilometer Länge bauen. Je nach

Bewuchs reduziert sich jedoch die Zaunlänge

auf unter zehn Kilometer. Die Preise

für solche Geräte sind je nach Qualität und

Leistungsstärke sehr unterschiedlich.

Bei Netzgeräten wie auch bei zwölf- Volt-

Batterie-Weidezaungeärten muss zusätzlich

eine Erdungspfahl und ein Anschlusskabel

gekauft werden. Wer seine Zaunanlage vor

Blitzeinschlag schützen möchte, installiert

eine Blitzschutzdrossel. So eine Drossel

schützt das Gerät vor Überspannung.

Wer die Kraft der Sonne für seine Stromerzeugung

nutzen will, kann dies mit mobil

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Reiter und für

Weidezaun

38 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Unsachgemäße Reparatur: Hier kann kein Strom mehr fließen

einsetzbaren Solarpanels für Weidezaungeräte

tun. Die Leistung ist aber stark von der

Witterung abhängig. Eine Anschaffung

sollte aus Sicherheitsgründen gut überlegt

werden.

Last, but not least sollten Sie als Betreiber

einer Elektrozaunanlage an Warnschilder

für Weidezäune denken. Die gelben Warntafeln

lassen sich

problemlos an Litzen,

Seilen und

Bändern befestigen.

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Einmal aufgebaut,

muss der Elektrozaun

jetzt nur noch

gewartet werden.

Dazu gehört die

regelmäßige Kontrolle

der Spannung.

Dafür gibt es

Messgeräte in den

verschiedensten

Ausführungen, sogenannteZaunprüfer.

Einfache

Modelle zeigen die

Spannung in sechs

oder acht Stufen

an. Für nur wenige

Euro mehr erhält

man schon einen Zaunprüfer, der ohne

Erdspieß funktioniert. In der täglichen Arbeit

eine wirkliche Erleichterung.

Praktische Helfer sind auch Zaunschalter

und Fernschalter. So lässt sich bei der Reparatur

des Elektrozauns der Strom problemlos

an- und ausschalten. Für die Installation

eines Fernschalters benötigen Sie

eine Betriebsspannung von 230 Volt und

damit auch ein fest installiertes Netzgerät.

Einmal installiert, können Sie vom Handy

aus mit einer freigeschalteten SIM-Karte

den Strom am Weidezaungerät beliebig einund

ausschalten.

Wenn einmal Strom führendes Material gerissen

sein sollte, ist das entweder zu erneuern

oder mit speziellen Reparatursets

zu flicken. Dazu gibt es Clips oder aber

Verbinder.

Weidepflege

Foto: Stahmann

Weiden wollen auch gepflegt werden, damit

sie sowohl genügend als auch hochwertigen

Futteraufwuchs bieten. Das fängt

schon im zeitigen Frühjahr mit der mineralischen

Düngung an. Stallmist, möglichst

gut kompostiert, wird nach dem Weidegang

ausschließlich über die Wintermonate

ausgebracht. Bis zum kommenden Frühjahr

haben sich die Nährstoffe aus Mist, die sich

nur langsam lösen, für die Pflanzen nutzbar


umgewandelt. Sobald die Gräser zu wachsen

beginnen, sollte die Wiese mit einer

Wiesenschleppe abgeschleift werden, um

Moose und abgestorbene Gräser aus der

Grasnarbe zu lösen und die wachsenden

Gräser zur Bestockung anzuregen.

Während der Vegetationsperiode ist der

Einsatz eines Weidemulchers sinnvoll.

Pferde fressen selektiv. Nicht alles

schmeckt, und so lassen sie verschiedene

Gräser einfach stehen. Genau diese, für

Pferde nicht so schmackhaften Gräser und

Kräuter kommen aber dann zur Blüte, samen

aus und vermehren sich so in größerem

Maße. Daher sollten Futterreste nach

jeder Beweidungsperiode mit dem Mulcher

ausgemäht werden. Der Vorteil eines Mulchers

besteht darin, dass der Grünbestand

nicht nur abgemäht wird, sondern klein geschnitten

als Mulch, also eine Art Dünger,

wieder dem Grünland zur Verfügung gestellt

wird.

Auf kleineren Flächen kann ein Mistblitz

von Nöten sein, um die Weiden von Dunghaufen

zu befreien. Parasiten, die sich gern

in solchen Dunghaufen aufhalten und vermehren,

werden somit eingedämmt.

Zusätzliche Futterraufe

Vor allem im Frühjahr, wenn der Futteraufwuchs

noch sehr jung ist, kann es ratsam

sein, in einer Futterraufe zusätzlich strukturreiches

Grundfutter zuzufüttern. Die Industrie

bietet solche Raufen unterschiedlicher

Größe und Ausführungen von rund

bis eckig, mit und ohne Dach, mit Palisa-

Tut der Koppel gut: Abschleifen der Wiese

denfressgitter, für Rund- oder/und Quaderballen,

mit und ohne Dreipunktaufhängung

zum Transport, teilweise mit höhenverstellbaren

Kufen zur Anpassung an verschiedene

Tiergrößen an.

Pflicht für jede Weide ist eine Tränke. Der

Wasserbedarf eines erwachsenen Pferdes

schwankt je nach Wetter, Futterart, Intensität

der Bewegung zwischen 30 und 50 Liter pro

Tag. Säugende Stuten benötigen rund 50 Liter

pro Tag. Wasser sollte frisch und von

bester Qualität sein. Mobile Wasserfässer

sind eine Möglichkeit, Wasser auf die Weide

zu bekommen. Die Fässer sollten UV-beständig

und -undurchlässig sein, damit sich

im Fass keine Moose und Algen ansetzen.

Bei den Tränkebecken haben sich Schwimmertränken

bewährt, da sie von allen Tieren

verstanden werden. Zudem beschränkt sich

die Verschwendung von Wasser durch

Schlabbern auf ein Minimum.

Tränken müssen regelmäßig gewartet und

selbstverständlcih auf ihre Funktionsfähigkeit

geprüft werden.

Eine Alternative zu mobilen sind fest installierte

Tränken. Dazu ist aber ein Wasseranschluss

an der Weide vonnöten. Bei solchen

Tränken ist darauf zu achten, dass sie

über einen Hochleistungsschwimmer und

einen Reinigungsablauf verfügen.

An alles gedacht? Na, dann steht ja einer

glücklichen Weidesaison für Pferd und Besitzer

nichts mehr entgegen. Aber seinen

Sie sich bewusst, eine gute Weide hält ein

Pferd besser auf als der beste Zaun.

Friederike Stahmann

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Praxis

Toyota hat es erfunden: Die Just-intime-Belieferung.

Inzwischen ist es

auch bei deutschen Firmen Alltag.

Mit dem logistischen Abruf- und Anlieferungsverfahren,

bei dem das

Material vom Zulieferbetrieb erst

beim tatsächlichen Bedarf direkt in

die Fertigung des Abnehmers geliefert

wird, lässt sich auch bei Mercedes

und VW viel Geld sparen.

Für Pferdebetriebe kann die Anlieferung

von Heu und Stroh nach Bedarf

ebenfalls eine Möglichkeit sein.

Wichtiges Pro-Argument ist dabei wohl die

Ersparnis von Lagerkapazitäten. Dagegen

stehen aber auch Kontra-Argumente. Die

gehen von schwankenden Preisen, unterschiedlichen

Futterqualitäten bis hin zu Lieferengpässen.

„In der Ernte sind die Preise

häufig günstiger als im Winter. Wenn ich

kann, decke ich mich daher in der Saison

mit Heu und Stroh ein“, bestätigt Dr. Vivan

Gabor vom Westernreitzentrum Horseability

40 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Lagern statt liefern lassen

Heu und Stroh auf dem eigenen Hof kostengünstig unterbringen

Kann mit Solardach kombiniert werden: Maschinenhalle

die Gefahr, bei der Just-in-time-Belieferung

Preisschwankungen ausgesetzt zu sein.

Baugenehmigung?

Wer eigenes Grünland besitzt und sein

Grundfutter jedes Jahr selber macht, wird

sich auf alle Fälle mit dem Thema Lagerung

auseinandersetzen. Nicht selten stehen

Hallenkonstruktionen mit Holzleim-Binder F-30 B

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Heu böden in Reitställen oder -hallen zur

Lagerung zur Verfügung. Oft werden auch

Altgebäude umgenutzt, um dadurch Kosten

zu sparen.

Wer überlegt, in den Bau eines separaten

Lagergebäudes zu investieren, sollte, so

Professorin Engel Hessel von der Universität

Göttingen, Abteilung Verfahrenstechnik:

„Erst einmal abklären, ob eine






















Fotos: Landpixel

Baugenehmigung zu bekommen

ist.“ Im Außenbereich darf

nicht jeder bauen. Pferdehalter,

die den Status eines landwirtschaftlichen

Betriebes haben,

egal ob sie dies im Haupt- oder

Nebenerwerb tun, sollten eine

Baugenehmigung bekommen

können. Der Gesetzgeber

schränkt zwar auch für Landwirte

ein, wann und wie, aber

grundsätzlich gilt die Privilegierung

landwirtschaftlicher Bauvorhaben.

So ist laut § 35 Absatz

1 Nr. 1 des Baugesetzbuches ein

Vorhaben im Außen bereich

zulässig, wenn es

• einem land- oder forst wirt -

schaftlichen Betrieb dient und

• nur einen untergeordneten

Teil der Be triebs fläche ein -

nimmt,


Kostengünstige Variante: Folienhalle

• öffentliche Belange im Sinne des Absatzes 3

dürfen nicht entgegenstehen,

• größtmögliche Schonung des Außenbereichs

(Abs.5 S.1), was eine

• flächensparende Ausführung und

• möglichst geringe Bodenversiegelung beinhaltet.

Doch landwirtschaftliche Bauvorhaben, wie Maschinen-

und Geräteschuppen, Heu- und Strohlager,

gelten laut Baugesetzbuch als privilegierte

Anlage.

Verschiedene Bausysteme

Bevor die Überlegungen so konkret werden, dass

Baugenehmigungen eingeholt werden, sollte

man sich über die verschiedenen Bausysteme einen

Überblick verschaffen. Man unterscheidet

grundsätzlich drei Bauweisen. Die klassische Maschinenhalle

ist ein Gebäude mit Stahlträgern, einer

Eindeckung und einer Wandbekleidung aus

Trapezblech oder Faserzementplatten. Bei der

Leimbinderhalle sind die Träger aus Leimbindern

Beliebt: Hallen als Heu- und Strohlager

Praxis

und die Verkleidung aus

Holzbohlen. Die Dacheindeckung

ist dieselbe wie bei

der klassischen Variante.

Eine kostengünstige Alternative

kann der Bau einer Folienhalle

sein. Die Konstruktion

basiert auf einem Stahlgittergerüst,

das von einer

meist halbrunden UV-stabilen

Kunststoffplane überspannt

wird. Die Plane besteht

aus Polyethylengewebe

und ist extrem reißfest.

Solche Hallen brauchen

kein Fundament. Sie werden

mittels Erdankern direkt im gewachsenen Erdreich

fixiert. Wer möchte, kann solch eine Halle

auch auf ein Betonfundament stellen.

Für welchen Hallentyp man sich entscheidet,

hängt auch von den Kosten ab.

Dabei muss man bei einer Vergleichskalkulation

sowohl die Baukosten als auch die Kosten für die

Unterhaltung im Blick haben. Auf den ersten

Blick locken Folienhallen mit einem vergleichsweise

geringen Investitionsbedarf. Wer eine Folienhalle

über Jahrzehnte nutzen will, sollte aber

bedenken, dass die Kunststoffplanen altern, brüchig

werden. Im regelmäßigen Turnus müssen

die Planen daher ersetzt werden. Die Hersteller

gehen meist von einer Nutzungsdauer von 15

Jahren aus. Garantie auf die UV-Beständigkeit der

Folie geben sie jedoch häufig nur für zehn Jahre.

Hilmar Gerdes, Unternehmensberater bei der

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, hat

eine Vergleichskalkulation für die drei Standardhallen

durchgerechnet. In seiner Beispielsrechnung

hat er Hallen mit einer Größe von 25 mal

40 m inklusive einer Betonsteinpflasterung

des Hallenbodens

verglichen.

In die Berechnung flossen

die Brutto-Herstellerkosten

inklusive der Kosten für die

Baugenehmigung mit ein.

„Auf den ersten Blick erscheint

die Folienhalle mit

138.507 Euro Gesamtkosten

konkurrenzlos günstig“, so

der Experte.

Für die Stahlhalle müssen

ganze 212.310 Euro und für

die Leimbinderhalle 199.167

Euro ausgegeben werden.

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Kosten

Praxis

Vor dem Bau: Baugenehmigung einholen

Aufgrund der begrenzten Haltbarkeit der Folie bei den Leichtbausystemen

gibt der Berater zu bedenken: „Aussagekräftiger erscheint

daher der Vergleich der jährlichen Kosten.“ Und dann schrumpft der

monetäre Vorteil der Folienhallen doch erheblich zusammen. Denn

bei der Folienhalle wird davon ausgegangen, dass die Folie einmal

nach rund 16 Jahren getauscht werden muss. Bei einer angenommenen

Abschreibung der Hallen von 33 Jahren bei laufzeitgleicher

Finanzierung liegen die Kosten pro Jahr für die Folienhalle dann bei

12.919 Euro, für die Leimbinderhalle bei 17.319 Euro und für die

Stahlhalle bei 18.462 Euro. Neben den Kosten spricht für Folienhallen

auch die kurze Bauzeit, die, je nach Anbieter, teilweise weniger

als eine Woche dauert. Hinzu kommt, dass man auch die Möglichkeit

hat, die Halle jederzeit zu demontieren und an anderer Stelle

neu aufbauen zu können. Für Stahl- und Leimbinderhallen spricht

die dauerhafte Lösung. Nicht zu unterschätzen ist auch das größere

Raumvolumen einer massiven Halle gegenüber einen halbrunden

Folienhalle bei gleichem Grundriss. In solch klassische Hallen passen

also erheblich mehr Stroh- und Heuballen hinein. Solch eine

massive Halle lässt sich über Jahrzehnte nutzen, ja auch bestens umnutzen.

Die Variationsbreite geht gedanklich von Reithalle über Maschinenhalle,

Pferdestall bis hin zu alternativen Nutzungen wie einem

Hofcafé oder einem Indoor-Spielplatz. Hinzu kommt, dass

massive Hallen mit Hilfe von Photovoltaikanlagen teilweise refinanziert

werden können, vor allem wenn man sich für eine Halle mit

Pultdach entscheidet und damit die Fläche der Photovoltaikanlage

enorm vergrößert. Egal für welchen Hallentyp Sie sich entscheiden:

Bei der Lagerung von Heu und Stroh ist auf eine gute Belüftung der

Halle und des Hallenbodens zu achten, damit die Ballen weder

schimmeln noch sich entzünden, was immer wieder der Fall ist. Polizeiberichte

über brennende Ballen kurz nach der Ernte gehören

leider zum Alltag. Es bietet sich an, Hallen mit Betonsteinen auszukleiden.

Wer Kosten sparen will und seine Halle nur mit gewachsenem

Boden versieht, sollte seine Heu- und Strohballen am besten

auf Paletten stellen, um sie zu schützen. Egal mit welchem Bodenbelag:

Die regelmäßige Kontrolle Ihrer Stroh- und Heuvorräte auch

in der neu gebauten Halle bringt Sicherheit. Friederike Stahmann


Deutsches Elite-Stutenchampionat

12. bis 14. Juli in Lienen

Baden-Württemberg

3. Oktober: Verbandspferdeschau/Landesschau

in Weilheim/Teck

Bayern

14. und 15. Juni: Landesschau

in München-Riem

Hannover

7. August: Verbandsstutenschau in Verden

Holstein

11. und 12. Juni: Elite-Stutenschau

in Elmshorn

Mecklenburg-Vorpommern

13. September: Landes-Elite-Stutenschau

in Mühlengeez

Niederlande

16. August: KWPN-Stutenchampionat

im Rahmen der Pferdetage in Ermelo

Österreich

20. bis 22. September: Stutenschau

im Rahmen des Bundeschampionats

im Pferdezentrum Stadl Paura

Oldenburg

25 Juli: Elite-Stutenschau in Rastede

Rheinland

1. August: Elite-Stutenschau Wickrath

Rheinland-Pfalz/Saar

24. und 25. August: Elite-Stutenschau

im Landgestüt Zweibrücken

Sachsen/Thüringen

8. Juni: Stutenchampionat in Gera

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Schweiz

20. Juli: CH-Prämienzuchtstutenschau

in Avenches

Westfalen

23. und 27. Juli Elite-Schau für Stuten

in Münster-Handorf

Zuchtverband für deutsche Pferde

23. September: Bundesschau Altefeld

Foto: Beelitz

Allle Angaben ohne Gewähr

6/2013 ZÜCHTERFORUM 43


Ponyzucht

Eine gute Adresse

Das Gestüt Kastanienhof im Portrait

Das Gestüt Kastanienhof der Familie

Coldewey im niedersächsischen

Sage-Haast gehört zu den ersten

Adressen in Sachen Deutsche Reitponyzucht.

Timo und Julia Coldewey

haben sich aber auch mit dem

Herausbringen von Großpferden,

etwa für Körungen, Leistungsprüfungen

und Turniere, längst einen

Namen gemacht.

Mit Lissy fing alles an. Die Shetlandpony-Stute

kaufte Herold

Coldewey seinen Kindern zum

Reiten – und natürlich wurde sie für erste

Zuchtversuche eingesetzt. Entsprechend

gesellte sich bald der erste Shetlandpony-

Hengst mit Namen Nikolaus dazu. Das war

1968, das Jahr, in dem Herold Coldewey

auch dem Pferdestammbuch Weser-Ems

beitrat – und damit den Grundstein für die

nun bereits bald 45 Jahre währende Erfolgsgeschichte

des Gestüts Kastanienhof

Erfolgreiche Reiterin: Julia Coldewey mit FS Cracker Jack

44 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Fotos: Becker

mit Ponys aus Weser-

Ems legte. Als die Shetlandponys

für die Kinder

zu klein wurden,

sattelte Herold Coldewey

1972 auf Welsh-Ponys

und 1974 schließlich

auf Reitponys um.

Und dabei ist es bis heute geblieben.

Ein weiteres, wichtiges Jahr war 1981. Damals,

als die Deutsche Reitponyzucht heutiger

Prägung noch eher in den Kinderschuhen

steckte, bereiste Herold Coldewey

in seiner Funktion als Nachwuchs-Körkommissar

zusammen mit dem damaligen Weser-Ems-Zuchtleiter

Dr. Dieter Schön Großbritannien.

Es galt, im Mutterland der Reitponyzucht

wertvolle Anregungen für die

eigene Zucht zu sichten. Die wertvollste

Anregung entdeckte Herold Coldewey bei

Familie Turner in Cornwall: Brillant, der damals

noch Benedict of Piran hieß, und mit

dem Vater Piran John Halifax und der Mutter

St. Lawrence Lilactyme (v. Arthur

Sullivan xx) wertvollste Blutlinien verband.

Entsprechend schwierig gestalteten

sich die Verkaufsverhandlungen.

Wer gibt schon gerne einen Brillanten

diesen Karats aus der Hand? Aber am

Ende wurde man sich

doch handelseinig.

Brillant trat

die Reise über den

Kanal an und bezog

seine Beschälerbox

auf Gestüt Kastanienhof.

Anfangs hatte es der

vierbeinige Import jedoch

nicht ganz leicht, überaus

kritisch beäugt von der

eingefleischten Hengsthalterschaft.

Doch als er

selbst seine HLP mit

Weile gewann und die

ersten Nachkommen die

Konkurrenten auf den

Im niedersächsischen Sage-Haast gelegen: der Kastanienhof

Schauen und im Sport deutlich in den

Schatten stellten, war der Bann gebrochen,

und ein Siegeszug ohne Beispiel folgte.

1984 wurde Brillant in Hannover und 1988

in Weser-Ems zum Siegerhengst der Alt -

hengstschauen gekürt und setzte sich gegen

Großpferde in S-Dressuren durch.

Über 35 gekörte Söhne, mehr als 200 eingetragene

Zuchtstuten, die (gekörten) Bundeschampions

Bolero und Benjamin A, die

DLG-Siegerstute Giana und die IG-Welsh-

Bundessiegerin Mac Baroness stehen zu

Buche. Die Lebensgewinnsumme seiner

Nachkommen betrug 2012 über 230.000

Euro – was Brillant einen Spitzenplatz in

der ewigen Bestenliste seiner Zunft einbrachte,

und das selbst noch zehn Jahre

nach seinem Tod. Entsprechend seiner Bedeutung

als Stempelhengst der modernen

Reitponyzucht, und zwar in Dressur und

Springen, wurde Brillant auch im Logo des

Gestüts Kastanienhof ein Denkmal gesetzt

Einige Aushängeschilder

Aber nicht nur Brillant gilt als Aushängeschild

der Station. Zu der ab den 1980er-

Jahren vermehrt betriebenen Hengsthaltung

gehörten und gehören mit Bayus, Botticelli,

Kaiserjäger xx, Losander, Llanarth

Most Triton, Mozart, Halifax und Kennedy

weitere prominente Vererber.

1994 übernahm Herold Coldeweys Sohn

Timo das Herausbringen der Junghengste

und hatte mit Kaiserstern auch gleich den

Siegerhengst der Weser-Ems-Körung am

Kopf. 2000 wurde die Körvorbereitung auf

gestütsfremde Hengste ausgeweitet. Seit

2001 herrscht familiäre Arbeitsteilung auf

Gestüt Coldewey: während sich Timo Col-


Siegte auf der Weser-Ems-Körung: Manchester United mit Timo und Julia Coldewey

dewey und seine Frau Julia, gelernte Pferdewirtschaftsmeisterin/SchwerpunktReiten,

auf der Anlage an der Garreler Straße

der Ausbildung der Junghengste und Förderung

der Ponys unter dem Sattel widmen,

haben Herold Coldewey und seine

Frau Renate in unmittelbarer Nähe auf ihrem

Betrieb am Goldammerweg das Management

der Zuchtstuten und Fohlen inne.

„Für uns steht seit jeher die konsequente

Ausrichtung auf leistungsbereite und kinderfreundliche

Ponys mit besten Anlagen

und optimaler Ausbildung im Vordergrund“,

erklärt Timo Coldewey. Dass dies

der richtige Weg ist, das dokumentieren

eindrucksvoll nicht nur die bereits erwähnte

DLG-Siegerstute und mehrfache

Hengstmutter Giana (v. Brillant), die Lan -

des championess Ratja (v. Brillant), der Weser-Ems-Meister

Barkley (v. Brillant), das M-

Springpony Aronjo, die vierfache Hengstmutter

Grace Kelly, das EM-Springpony

Siegerhengst aus Weser-Ems: Cockney Cracker

Tony Stone und der Landeschampion

Brandy I (v. Brillant), sondern aktuell auch

der Weser-Ems-Meister und bis St. Georges

erfolgreiche Kennedy WE, der Weser-Ems-

Siegerhengst Manchester United (v. The

Breas My Mobility), der Reservesieger Haddaway

(v. Halifax), der 2. Reservesieger Kaiser

Bonaparte WE (v. Kennedy), der Bun -

des championats-Bronzegewinner Head liner

(v. Halifax) und der amtierende Weser-Ems

Siegerhengst Cockney

Cracker (v. FS

Cracker Jack).

Gekörte Hengste

Bei der Hannoverschen

Ponykörung

2012 in Verden war

es dann so weit,

der 100. Hengst

aus der Vorbereitung

von Julia und

Ponyzucht

Timo Coldewey erhielt das Zucht-Okay, bezeichnenderweise

ein Sohn des Kastanienhof-Hauptbeschälers

Halifax.

Kurz darauf gab es aus der Hand des niedersächsischen

Landwirtschaftsminister

Gert Lindemann den „Niedersächsischen

Staatsehrenpreis für Tierzucht“ – als

höchste Auszeichnung des Landes in Sachen

Tierzucht und erstmals an Reitponyzüchter

vergeben. „Besonders stolz waren

wir, dass der Minister in seiner Laudatio

nicht die Leistung des Einzelnen, sondern

unseren familiären Zusammenhalt hervorhob“,

erzählt Timo Coldewey. Mit den Weser-Ems-Siegerhengsten

Olivier K WE und

Cockney Cracker, dem Reservesieger Hot

Cream WE, den Hauptvererbern Halifax

und The Breas My Mobility, dem Weser-

Ems-Prämienhengst Claudius und dem Trakehner

Vize-Champion Zauberlord, die

2013 über die Besamungsstation des Gestüts

Kastanienhof den Züchtern zur Verfügung

stehen, dürften sich auch in Zukunft

noch weitere Erfolgskapitel für die Familie

Coldewey anschließen. Dr. Tanja Becker

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6/2013 ZÜCHTERFORUM 45


Züchterportrait

Schon seit Jahrzehnten hat die bäuerliche

Zucht im Rheinland Tradition.

So auch in den Familien von

Leonie und Georg Kellerwessel. Genetisch

vorbelastet, konnten die

beiden also wahrscheinlich gar

nicht anders, als auch in die Zucht

einzusteigen. Viele erfolgreiche

Dressurpferde wären sonst wohl

heute nicht auf dem Viereck unterwegs.

Meine Oma erzählte immer ganz

stolz von Opas 50 gekörten Kaltbluthengsten“,

erinnert sich Georg

Kellerwessel, gelernter Landwirt. Sein

Schwiegervater, der Vater von Leonie Kellerwessel,

war zwar nicht selber als Züchter

aktiv, aber das Interesse für die Sportpferde

kommt von seiner Seite. Als junger Mann ist

er zu allen Großereignissen in Europa gereist,

um sich die herrlichen Pferde anzuschauen.

„Züchterische Passion und das

Gefühl für die richtige Anpaarung lässt sich

Gott sei Dank nicht kaufen“, ist sich der erfolgreiche

Stutenhalter sicher.

Zuchtaufbau auf dem Dresenhof

Bei so viel Wissen und Instinkt kam in den

neunziger Jahren unweigerlich der Schritt

Jetzt anfangen zu füttern!

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46 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Passion statt Profit

Seit 20 Jahren züchten Leonie und Georg Kellerwessel Dressurpferde

in die Warmblutpferdezucht. Auf Gut Dresenhof

fand das Paar genau die richtigen

Rahmenbedingungen vor. Neben dem klassischen

Ackerbau wurde auf dem Hof

schon seit über 50 Jahren von Familie Kellerwessel

Viehhaltung betrieben. Waren es

früher schwarz-bunte Milchkühe, so sind es

eben heute blonde d’Aquitaine-Kühe und

Rheinländer, die sich auf den weiten Wiesen

am Kölner Stadtrand tummeln. Mit dem

Kauf ihrer beiden Stammstuten Wilma

(St.Pr.St. v. Werther-Waldmeister) und Wallonie

(v. Wall Street-Ehrensold) legten sie

ihren Grundstein. Einen ziemlich erfolgreichen

übrigens. Wilma brachte insgesamt

neun Staatsprämienstuten, unter anderem

die Stuten Florenz und Siena, die beide die

Blonder d’Aquitaine-Nachwuchs in Köln

Elite-Schau im Rheinland für sich entscheiden

konnten, und den gekörten Hengst

Sunny Day, der 2004 Prämienhengst der

Münsteraner Hauptkörung war. Er gewann

2005 dreijährig das NRW-Nachwuchsmeeting,

nahm am Bundeschampionat teil und

ist inzwischen unter seiner Besitzerin Sylvia

Zimmer bis zur Klasse S erfolgreich. Um die

gute Genetik der Wilma zu erhalten, entschied

sich Georg Kellerwessel, mit Florenz

weiterzuzüchten. Eine gute Entscheidung,

wie sich in den folgenden Jahren herausstellte.

Die Halbblutstute v. Feuerfunke xx

brachte den leidenschaftlichen Züchtern

neben Confetti von Conteur (gekört in den

USA und dort im Sport erfolgreich) die

Staatsprämienstute La Jolie v. Lanciano,

Mutter des gekörten Son of Cologne v. Sir

Donnerhall (2. Res.-Sieger der NRW-Körung

2008). Dieser wurde durch das nordrheinwestfälische

Landgestüt erworben. Inzwischen

hüpft schon die vierte Generation

mit Wilma-Blut über die Weiden. La-Jolie-Tochter

Santanyi (Vollschwester des Son

of Cologne) hat ihr erstes Fohlen im März

bekommen – eine kleine Stute vom NRW-

Landbeschäler Fürst Selection. Beim Anblick

von Fiera de Colonia blitzt in den Augen

der Kellerwessels die Begeisterung

aufs und die beiden sind sich einig: Die

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wird nicht verkauft!

Obwohl es schon

mehrere Angebote

für den jungen Nachwuchs

gab. Eben

Passion statt Profit.

Auch Siena machte

von sich reden. Als

Mutter des Zirkon v.

Zack, stellt Siena einen

der SüddeutschenPrämienhengste

2013. Seine

Züchterin Sylvia Zimmer

verkaufte ihn

anlässlich der Körung

an die Familie

Swarowski aus Österreich, die Zirkon

durch den Zuchthof Wadenspanner in Bayerns

ausbilden lässt und ihn für drei Jahre

der Deckstation zur Verfügung stellt.

Auch Wallonie konnte erfolgreiche Nachzucht

aufweisen: St.Pr.St. Adoree v. Abanos

dreijährig auf dem Bundeschmapionat und

international bis M erfolgreich. In Verbindung

mit Fürst Heinrich brachte Wallonie

den 2005 in NRW gekörten Fürst Scheurenhof,

erfolgreich bis zum Finale des Bundes -

championats und drei Jahre lang Deckhengst

bei Familie Wadenspanner. Außerdem

ist die 1993 geborene Stute Mutter der

Sierra Madre, die über ihren Vater Sunny

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Son of Cologne – 2008 gekört – ist in Warendorf im Deckeinsatz

Day die Genetik der beiden ersten in sich

vereint. Sierra Madre, heute siebenjährig, ist

zurzeit siegreich und platziert bis zur

Klasse L** unter ihrer Reiterin Julia Wahle.

Leidenschaft und Visionen

So viel züchterisches Engagement begrenzt

sich logischerweise nicht nur auf den Stall

und die Weiden. Seit 1999 ist Georg Kellerwessel

Vorsitzender des Kreispferdezuchtvereins

Rhein-Erft. Ihm liegt unter anderem

am Herzen, in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten mitzuhelfen, die Zukunft dieses relativ

kleinen, aber wirtschaftlich soliden Verbandes

zu sichern. Seiner Meinung nach ist

Etwa 300 Jahre ist der wunderschöne Innenhof des Guts Dresenhof schon alt

Foto: Ernst

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Züchterportrait

Zur Silberhochzeit gab es dieses Gemälde

jetzt die beste Zeit, sich zu positionieren.

Erst recht, nachdem klar ist, dass die Rheinländer

nicht mit den Westfalen kören werden.

Mit dem Pferdezentrum in Wickrath

und dem großen Vorteil der Rheinländer,

noch viele Jahre die Anlage und das Gelände

des Chio Aachen nutzen zu können,

ist Georg Kellerwessel sicher, interessierte

Kooperationspartner zu finden. Alle Verbände

haben derzeit große Rückgänge in

den Bedeckungszahlen zu verkraften. Er ist

sicher, dass der Geschäftsführer Martin

Spoo und der Vorstand des Rheinlands die

richtigen Entscheidungen für die Zukunft

des Verbandes treffen werden. Es braucht

eben Visionen, damit sich in den Zuchtkreisen

etwas bewegt.

Die schwierigen Zeiten im Pferdeverkauf

führten auch dazu, dass die Fohlen von

2012 noch das grüne Gras der Kölner Weiden

genießen. Auf dem Markt war einfach

nicht das Geld für den Nachwuchs zu bekommen,

was er in den Augen der Kellerwessels

wert ist. „Zum Glück müssen wir

nicht vom Pferdeverkauf leben. Pferdezucht

darf man nie mit einer Gewinnabsicht

betreiben“, erklärt der Hausherr. Kellerwessels

haben allerdings bewusst nur

eine Stute für dieses Jahr gedeckt. Auch

2014 wird, wenn alles gut geht, nur ein

Dresenhof-Fohlen zur Welt kommen. „Wir

können uns auch an den Fohlen unserer

Kunden erfreuen. Denen stehen wir gerne

6/2013 ZÜCHTERFORUM 47


Züchterportrait

mit Rat und Tat zur Seite“, ergänzt

Leonie Kellerwessel. Neben den

eigenen Zuchtstuten haben bei

den Kellerwessels auch private

Züchter mit ihren Stuten einen

Platz zum Abfohlen. Wenn es die

Besitzer wünschen, können die

Pferdekinder ihr Leben ohne Probleme

auf den Weiden des Dresenhofs

verbringen, bis der Ernst

des Lebens losgeht.

Starke Frau im Hintergrund

Auch wenn die eigenen Ambitionen

derzeit ein wenig minimiert

sind, so hat sich die Arbeit mit

den Tieren nicht verringert. Leonie

Kellerwessel und ihr Team haben

die Fohlen jeden Tag an der

Hand. So gewöhnen sie sich schneller an

den Menschen und das Führen am Halfter.

Außerdem bekommen die Pferdekinder

Zusatzfutter, um beispielsweise Aufzuchtproblematiken

wie Gelenkchips zu reduzieren.

Die Vierbeiner danken es ihnen. Ein

kurzer Pfiff, ein leises Rascheln, und die

Stutenherde kommt gemächlich vom anderen

Ende der Wiese angelaufen. Während

Leonie Kellerwessel zu jeder Stute eine Geschichte

erzählt und die Verwandschaftsverhältnisse

aus dem Effeff parat hat, bekommen

alle eine kurze Streicheleinheit.

Okay, mag man meinen,

diese Herde ist noch jeden Tag

mit den Menschen in Kontakt.

Aber das Bild ändert sich auch

nicht, als wir die Zweijährigen auf

ihrem Stück Land besuchen. Neugierig

kommen sie angetrabt, obwohl

sie schon einige Wochen

draußen sind. Doch das Aufzuchttalent

der gelernten Bankkauffrau

begrenzt sich nicht nur auf die

Pferde. Auch die blonden d’Aquitaine,

an denen wir auf dem

Rückweg zum Gut vorbeilaufen,

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48 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Leonie und Georg Kellerwessel mit Santanyi und Fiera

hat sie schon zum Sieg im Ring geführt. Auf

diese erfolgreiche Zucht sind Kellerwessels

mindestens genauso stolz wie auf ihre

Pferde. Zurück am Dresenhof ist Leonie

Kellerwessel Ansprechpartnerin für die

Pferdekundschaft. Ein Pferd steht verletzt

auf der Stallgasse und wartet auf den Tierarzt,

da gibt es ein paar tröstende Worte.

Auch die Reiterin von Sierra Madre – Julia

Wahle – biegt gerade um die Ecke, und

freudig wird miteinander noch einmal über

das erfolgreiche Turnierwochenende ge-

Zahlreiche Erinnerungen hängen an den Wänden

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fachsimpelt. Georg Kellerwessel

ist sich bewusst: „Wenn meine

Frau das nicht mit so viel Freude

und Leidenschaft machen würde,

ginge das alles gar nicht so reibungslos.

Ich bin ja den ganzen

Tag im Feld blockiert.“ Gemeinsam,

das ist ihm wichtig, haben

die beiden eine erfolgreiche Pferdezucht

auf die Beine gestellt.

Haus voller Erinnerungen

Davon zeugt auch der Ess- und

Wohnbereich der Familie. Kaum

eine Wand, an der keine Fotos

der arrivierten Nachkommen hängen.

Eine große Zeichnung von

Wilma mit ihrem Sohn Sunny Day

hat Georg Kellerwessel seiner

Frau zum 25. Hochzeitstag geschenkt. Bei

den ganzen alten Aufnahmen kommen unweigerlich

Erinnerungen hoch. 80 Fohlen

sind in den vergangenen 20 Jahren auf Gut

Dresenhof zur Welt gekommen. Da waren

einige schwierige Geburten dabei und einige,

die ganz schnell gingen. Manche waren

so flott, dass das Fohlen schon auf der

Welt war, bis Kellerwessels in den Stall gelangt

sind. Viele ihrer Pferdekinder haben

sie auf dem eigenen Hof vermarktet. Eigentlich

sind die Kellerwessels auch noch

viel zu enthusiastisch, um sich die

Zucht nur von außen anzuschauen.

Georg Kellerwessel ist

sich sicher: „Mit Fiera greifen wir

noch mal an!“ Bei der Frage, wo

sie sich denn in weiteren 20 Jahren

sehen, schmunzeln beide. Da

ist die Antwort fast klar. „Wenn

wir dann noch gesund sind, züchten

wir natürlich weiter. Vielleicht

nur mit einer Stute. Man wird sehen.“

Gegen eine passionierte

Ver anlagung kann eben auch das

Alter nichts ausrichten.

Petra Boschen

Fotos: Zecchini


Am Puls der Zucht.

ZÜCHTERFORUM

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Briefe, Faxe, Mails

Einige Fragezeichen …

Leserbrief von Volker Raulf

Als ich die Gedanken und Visionen

im Editorial der Ausgabe 4/13 gelesen

habe, musste ich schmunzeln

und war etwas erstaunt, dass der Herausgeber

Hugo Matthaes den Finger in die

Wunde seiner Anzeigenkunden gelegt hat.

Eigentlich war es nur logisch, dass sich das

Pferdeland Niedersachsen zu Wort meldete

und aufzeigte, wie präsent wir die „Hannoveraner

erleben“ durften. Es stimmt, es waren

vier klasse Pferde, die auch immer wieder

im großen Ring gezeigt wurden und

ausgesprochen sach- und fachgerecht vorgestellt

wurden. Aber hatte der Rest der

Präsentationen der deutschen Zuchtverbände

nicht etwas mit einem Infostand von

Versicherungsunternehmen oder Banken

zu tun? Die Equitana lebt seit den 70er-Jahren

von der Faszination Pferd. Ich empfehle

hier ein bisschen die Lektüre im gerade

herausgegebenen Equitana-Buch. Unseren

vielen Zuchtverbänden in Deutschland

wünsche ich für die Zukunft einfach,

„Keine Abwahlen in Westfalen“

Leserbrief von Rolf Schettler

Zu Ihrem Beitrag im ZÜCHTERFO-

RUM Nr. 5/2013 sowie dem entsprechenden

Hinweis auf der Titelseite

erlauben Sie mir folgende Anmerkung. Bei

der Delegiertenversammlung in Münster

am 22. April 2013 erfolgte keine einzige

„Abwahl“. Ein zwischenzeitlich eingegangener

Abwahlantrag war aus mehreren

Gesichtspunkten rechtlich unzulässig. Man

hätte somit rechtlich einwandfrei zur Tagesordnung

übergehen können. Dennoch hat

der stellvertretende Vorsitzende des Westfälischen

Pferdestammbuchs, Herr Günter

Voss, freiwillig und ohne Not diesen unwirksamen

Antrag zum Anlass genommen,

der Delegiertenversammlung die Vertrauensfrage

zu stellen. Nach deren negativem

Ausgang ist er in demokratisch vor bildlicher

Weise freiwillig zurückgetreten. Allein aus

50 ZÜCHTERFORUM 6/2013

wieder einmal die Fantasie und die Kraft

der Emotionen einzusetzen, um für ihre tollen

Zuchtprodukte zu werben. Wie kann es

sein, dass Pferdezüchter aus ganz Europa

mit ihren Verbänden nach Essen kommen

und, ich weiß, wovon ich spreche, ziemlich

viele Pferde verkaufen. Nur unsere deutschen

Zuchtverbände wissen, dass auf der

Equitana außer Gerten und Reithosen ja gar

nichts geht. Ein Blick in die Investitionsgüterhalle

3 sagt dem, der es wissen will: Es

fanden 2013 enorme Abschlüsse statt, es

wurde sehr, sehr viel Geld investiert, und

wer seine Anlage renoviert oder gar neu

baut oder sich für den neuesten 18-Tonnen-Pferdetransporter

mit allem Komfort

interessiert, der ist doch eigentlich Kernzielgruppe

auch der deutschen Pferdezucht.

Schade, da wurde höchstwahrscheinlich

auch 2013 eine große Chance

vertan, und ein Siggi Friedrich mit seinem

wirklich motivierten FN-Team neben vier

Hannoveranern, ein paar Süddeutschen

Loyalität und um den Teamgeist des Vorstandes

zu dokumentieren, sind der Vorsitzende

Freiherr von Beverfoerde und drei

weitere Mitglieder des Vorstandes diesem

Beispiel gefolgt und ebenfalls aus eigenen

Stücken zurückgetreten. Dies ist nun wahrlich

alles andere als eine Abwahl! Eher ein

Zeichen besonders hohen Ethos sowie der

geistigen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit

der zurückgetretenen. Wird an anderer

Stelle gerne gerügt, dass Funktionäre angeblich

an ihren Sesseln kleben, so war

dies ein Beispiel äußerst ehrenwerter demokratischer

Kultur, das seinesgleichen

sucht. Wenn auch ein tragisches Beispiel,

denn die zurückgetretenen – nicht abgewählten!

– Vorstandsmitglieder vertraten

die eindeutige Vorstandsmehrheit und mit

ihr ein gemeinsames Sanierungskonzept

Leserbriefe willkommen

Wir freuen uns über Kommunikation

mit unseren Lesern. Wenn Sie uns

schreiben möchten, hier ist die Adresse:

ZÜCHTERFORUM, Matthaes Medien

GmbH & Co. KG, Motorstraße 38,

70499 Stuttgart, oder zuechterforum@

matthaesmedien.de. Bitte haben Sie

Verständnis, dass nur Leserbriefe mit

Ihrem vollständigen Namen und Ihrem

Ort veröffentlicht werden können, da

Leserbriefe die persönliche Meinung

des Absenders und nicht unbedingt

die der Redaktion wiedergeben. Leser -

briefe können von der Redaktion gekürzt

werden, wenn es erforderlich ist.

Kontakt zu uns kann auch über www.

facebook.de/zuechterforum aufgenommen

werden.

(tollen Pferden) und den mehr als zehn Ponys

des Ponyforums, die dort verkauft wurden,

gegenüber fast 1000 Pferden aller

möglicher Rassen, bleibt dann doch ein Armutszeugnis,

oder?

Volker Raulf, Mönchengladbach

für das defizitäre Westfälische Pferdezentrum.

Dass die Delegiertenmehrheit hoch

engagierten Vorstandsmitgliedern, die sie

selbst vor exakt zwölf Monaten mit überragender

Mehrheit auf den Schild gehoben

und einem klaren Sanierungsauftrag ausgestattet

hatten, noch vor Erläuterung des ersten

Jahresabschlusses dieses Vertrauen wieder

entzogen, kann nur Ergebnis einer breit

angelegten Desinformationskampagne

oder Zeichen einer Sprunghaftigkeit sein,

die allerdings überhaupt nicht zu den als

zuverlässig und loyal bekannten Westfalen

passt. Dass eine deutliche Mehrheit der Delegierten

sehenden Auges das 109 Jahre

alte Westfälische Pferdestammbuch in eine

bedrohliche Schieflage steuert, ist mit bäuerlicher

Vernunft jedenfalls nicht zu erklären!

Rolf Schettler, Herten


Sport Horse Breeding

SPORT HORSE BREEDING

Für den deutschsprachigen Raum exklusiv im ZÜCHTERFORUM

Qualität von Westfalen

Der Stempelhengst Polydor


Wenn es innerhalb der deutschen Pferdezucht in der

Nachkriegszeit einen Hengst gegeben hat, der die besten

Springanlagen aus einer Stute herausholen konnte,

dann war dies Polydor.

Der dunkelbraune Westfale wurde ab den Olympischen

Spielen von Seoul (1988) bis hin zu den Olympischen

Spielen von Hongkong (2008) in fünf von sechs Spielen

von fünf verschiedenen Kindern vertreten. Auf jeder

Weltmeisterschaft von Aachen (1986) bis Kentucky

(2010) kamen Polydor-Kinder an den Start. Außerdem

ist Polydor der einzige Hengst, von dem zwei Kinder

den Großen Preis von Calgary gewinnen konnten. Am

18. April 2000 starb Polydor im Alter von 29 Jahren.

Das Ende einer Legende, die ausgestopft wurde und nun

die Besucher des Pferdemuseums in Münster begrüßt.

Die Gewinner des Großen Preises von Calgary waren Pamina

(Otto Becker) und Two Step (Michael Whitaker).

Weitere Top-Pferde von Polydor waren u.a. Pozitano (Beat

Mändli), der olympisches und europäisches Team-Silber gewann,

Porter (Thomas Frühmann) wurder vierter auf der EM in St. Gallen,

Pamina (Otto Becker) landete auf dem fünften Platz der WM in

Stockholm, Opium (Marc Houtzager) wurde Achter im olympischen

Finale von Hongkong, Peu a Peu (Daniel Etter) gewann Team-Gold

52 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Sport Horse Breeding

Qualität von Westfalen

Stempelhengst Polydor

auf der EM in Windsor, und Bellenuit (Otto Becker) gewann die

Großen Preise von Geesteren, Frankfurt und Paris.

Dass Polydor Stempelhengst allererster Güte ist, sieht man, wenn er

mit der richtigen Stute angepaart wird. Wurde er mehrmals mit der

gleichen Stute angepaart, resultierte dies oft in mehreren Erfolgsprodukten.

Beispiele dessen sind Paavo N (Jessica Kürten) und

Potsdam (Heinrich Wilhelm Johannsmann), Paola (Henrik von

Eckermann) und Polarwind (Elad Yaniv), Polyfox (Giuseppe Rolli)

und Pionier (Filippo Moyersoen), Sonora la Silla (Jan Tops), Sprehe

Padua (Ralf Schneider) und Poor Boy (Beat Mändli). Es ist ein seltenes

Husarenstück, dass Vollbrüder und Vollschwestern im Top-

Sport erfolgreich sind.

Nelusko-Enkel

2002 vom WBFSH als bester Vererber in der Zeit von 1992 bis 2001 ausgezeichnet: Polydor der

als einziger Hengst dreimal als Muttervater im letzten Weltcupfinal in Göteborg auftauchte

Obwohl Polydor in Westfalen gezüchtet wurde, besteht sein Pedigree

zu 75 % aus Hannoveraner Vorfahren. Der andere Teil kommt aus der

Vaterlinie seines Urgroßvaters, des Vollblüters Pluchino xx, und Polydors

eigener Mutterlinie, die ihren Ursprung in Westfalen hat.

Stamm-Mutter Ida ist zu Zeiten der vorletzten Jahrhundertwende geboren

und ohne Eltern eingeschrieben. Mit großer Sicherheit ist zu

sagen, dass der Ursprung dieser einheimischen Stute im nahegelegenen

Zuchtgebiet Oldenburg oder Ostfriesland liegt. Zu Anfangszeiten

des Westfälischen Pferdestammbuchs wurden nämlich viele Stuten

und Hengste aus diesen traditionsreichen Zuchtgebieten genutzt.

Es ist gut möglich dass ein wenig

Blut von einheimischen Pferden, wie

der aus Davert, eingekreuzt wurde.

Ida wurde von dem Oldenburger Saladin

(1889) gedeckt, der von 1893

bis 1908 Warendorfer Landbeschäler

war. Aus dieser Anpaarung entstand

Selma van Vadrup. Das Suffix verweist

auf die Ortschaft Vadrup (bei

Westbevern), wo ihr Züchter August

Kötters wohnte. 1920 beschloss die

Westfälische Zuchtkommisssion auf

Hannoveraner Basis weiterzuzüchten.

Dies hatte unmittelbaren Einfluss auf

das Angebot an Landbeschälern in

Warendorf. Zu den meistgefragten

Hannoveraner Hengstlinien gehörte

in dieser Zeit die Nelusko-Linie. Zu

deren prominenten Vertretern in

Westfalen gehörte der bis 1927 im

Deckeinsatz stehende Landbeschäler

Nektar. 1940 schrieb Bernhard Haselon

über diesen großrahmigen


Hat seinen Enkel Polydor stark beeinflusst: Hannoveraner Frühlicht I

Fuchs: „In seiner Nachzucht fand man oftmals seinen starken Bau,

gute Bemuskelung, Arbeitswillen und Springqualitäten zurück.“

Selma wurde mit Nektar angepaart, was in der Stute Nelsa von Vadrup

resultierte. Zu ihren Partnern gehörte u.a. der Landbeschäler

Neck, er war genau wie Nektar ein Enkel von Nelusko. Über Neck

schrieb Haselon: „Er machte edle, oft herausragende Re monten.

Viele seiner Nachkommen verfügen über herausragende Springqualitäten.“

In einer Zeit, zu der Westfalen weder als ein Remonte-

Zuchtgebiet noch als Zuchtgebiet von Springpferden bekannt und

angesehen war erscheint diese Bemerkung als sehr wertvoll. Das

Zuchtprodukt aus Neck und Nelsa hieß Neckerin von Vadrup

(1928). Von ihr wurden sieben Nachkommen eingeschrieben, darunter

ihre großrahmige braune Tochter Hilda von Vadrup (1937).

Ihr Vater Halt I (Helgoland I) galt als einer der schwersten Hengste

seiner Zeit. Hildas letztes Fohlen, Schwalbe von Vadrup (1944),

stammt ab von Schwan I (Schwank), ein kleiner harter Hengst, der

die westfälischen Pferde im wahrsten Sinne des Wortes beflügelte

und gleich eine ganze Reihe Sportlerjahrgänge produzierte.

Almhüter und Frühlicht I

Mit Schwalbe von Vadrup zog die Mutterlinie von Polydor auf den

Hof von Kötters’ Nachbarn Bernhard Mennemann um. Schwalbe ist

Mutter von vier eingeschriebenen

Kindern, darunter der gekörte

Hengst Abflug (Abschaum),

der im Privatbesitz stehend

nur einige wenige Stuten

bekam. Seine Halbschwester

Adele von Vadrup stammt ab

von Abendlicht (Abendsport),

einem unbedeutenden Hannoveraner,

der allerdings über

seine Mutter das wertvolle Blut

von Feiner Kerl führt.

Adele wurde mit dem Hengst

Grünschnabel (Grünspecht) angepaart,

daraus entstammte

Sport Horse Breeding

Aus Polydors Mutterlinie: Potz Blitz unter Niels von Hirschheydt

Bei Polydors Mutter ist Almhüter angepaart mit seiner Vollschwester.

Gundi von Vadrup. Grünschnabel spielt hier eine wichtige Rolle, da

sein Blut hervorragenden Anschluss fand, insbesondere an das Blut

von Muttervater Almhüter, einem Sohn von Almjäger I aus der berühmten

Stute Fabia (Feiner Kerl-Aconit-Nelusko). Die konsolidierte

Abstammung von Gundi wurde durch ihren Partner Frühlicht I

(Frühsport) nochmals bekräftigt. Dieser braune Hannoveraner

stammt nämlich aus einer Vollschwester von Almhüter, wodurch die

Stute Fabia zweimal im Pedigree auftaucht, sowohl über einen Sohn

als auch über eine Tochter. Das Zuchtprodukt heißt Fata Morgana,

und diese Stute ist die Mutter von Polydor. Die Inzucht auf Fabia ist

unserer Meinung nach der Grund für die Springqualität, die Polydor

vererbte. Die Mutterlinie von Fabia gehört nämlich zu den wichtigsten

Leistungsstämmen in Hannover und zieht sich wie ein roter

Faden durch die hannoversche und westfälische Zucht. Fabia ist sowohl

Mutter von Almhüter und Großmutter von Frühlicht I als auch

Mutter der Hengste Almhüter I bis III und Großmutter der Hengste

Freiherr I und II. Durch eine Anpaarung von Almhüter I mit Freiherr

I taucht Fabia auch zweimal im Pedigree des berühmten Springpferdes

Simona auf. Unter Hartwig Steenken gehörte Simona zu

den erfolgreichsten Springpferden der 70er-Jahre und gewann u.a.

den EM- und WM-Titel sowie olympisches Team-Gold.

Es gibt noch einen anderen Grund, der rechtfertigt, den Einfluss

von Fabia hoch anzuerkennen.

Viele Erfolgsprodukte von Polydor

führen in der Mutterlinie

nochmals das Blut von Almhüter

oder Frühlicht I, wodurch die

Linieninzucht auf Fabia verstärkt

wird. Beispiele dessen sind die

Springpferde Two Step (Michael

Whitaker), Polyfox (Giuseppe

Rolli), Pandur (Graham Lovegrove),

Pionier (Filippo Moyersoen)

und Bellenuit (Otto Becker).

Alle fünf führen in der

Mutterlinie nochmals das Blut

des Frühlicht I. Die Springpferde

6/2013 ZÜCHTERFORUM 53


Ein Jahr älterer Vollbruder von Polydor: Polarstern

Opium (Marc Houtzager), Seattle (Gerco Schröder), Paola (Henrik

von Eckermann) und Polarwind (Elad Yaniv) führen mütterlicherseits

alle vier das Blut des Almhüter.

Des Weiteren gibt es auch noch den Hengst Wieland, der auch von

dem Fabia-Stamm beeinflusst wurde über seinen Vater Frevler und

Muttervater Antritt..

Eine Kombination von Wieland mit Polydor finden wir u.a. in den

Springpferden Libertina (Jessica Kürten), Bellenuit (Otto Becker)

und Pontifex (Lutz Gripshöver). Als letztes Beispiel wird hier der

Hengst Paradox I genannt, der über den Hengst Almschütze vom

Fabia-Stamm beeinflusst worden ist. Aus den Anpaarungen Polydor

und Paradox I entstammen die Springpferde Polydox (Yves Houtackers),

Ferrari (Steve Guerdat), Polidiktus van de Helle (Stanny van

Paesschen) und Taloubet Z (Christian Ahlmann). Andere Top-

Pferde von Polydor wie Pozitano (Beat Mändli), Pamina (Otto Be-

Polydor

Pilatus

Fata Morgana

54 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Sport Horse Breeding

Polydor – 1972 – dunkelbraun – Züchter: Werner Münch, Recklinghausen (GER)

Perseus

Duela

Frühlicht I

Gundi

cker) und Peu a Peu (Daniel Etter) führen mütterlicherseits nicht

das Blut der Fabia. In diesem Fall gibt es immer andere herausragende

Hannoveraner Verbindungen.

Die einzige Ausnahme ist wohl die Holsteiner Stute Ascona, Mutter

von den zuvor genannten Springpferden Sonora la Silla, Sprehe Padua

und Poor Boy. Polydors Vater Pilatus ist auch über seinen Vater

Perseus und Muttervater Duellant vom Fabia Stamm beeinflusst.

Beide gehen zurück auf eine Tochter des Hengstes Colonel (siehe

Schema). Pilatus war im Gegensatz zu seinen Söhnen Polydor und

Pilot kein herausragender Springverberber. Diese Eigenschaft haben

die beiden eindeutig von ihrer Mutter geerbt, genau wie den

nicht immer einfachen Charakter, den beide Hengste vererbten. Dabei

muss angemerkt werden, dass die Pilot-Kinder sehr guckig und

die Polydor-Kinder sehr selbstbewusst waren.

Polydor wurde 1972 von dem damals 24-jährigen Werner Münch

aus Recklinghausen gezogen. Die Familie hatte sich zu diesem Zeitpunkt

lediglich mit der Zucht von Kaltblütern einen Namen gemacht.

Nach langem Drängen hat der junge Werner seinen Vater

überzeugt, eine Warmblutstute zu kaufen, womit sie züchten wollten

und Werner zudem ein Reitpferd hatte.

Es wurde beschlossen, zwei Stutfohlen zu kaufen und diese zusammen

aufzuzüchten. Auf der Suche nach diesen Fohlen landete Werner

u.a. auf dem Hof der Familie Mennemann in Vadrup. Münch

kann sich noch gut erinnern: „Ich kannte den Hof von Mennemann

gut, denn ich habe in der Nachbarschaft für ein Jahr ein Praktikum

absolviert. Die Region Westbevern war die westfälische Zuchthochburg,

dort standen immer gute Hengste aus Warendorf im Deckeinsatz.

Bei Mennemann war ich während meines Praktikums immer

wieder fasziniert von der Stute Adele, die dritte Mutter hinter Polydor.

Wenn sie abends nach der Arbeit aus dem Gespann geholt

wurde, war sie immer gelassen und selbstbewusst, nie angebunden,

aber immer wach. Als ich später bei Mennemann auf dem Hof stand

Pluchino xx

Adria

Duellant

Formehre

Frühsport

Almkirsche

Grünschnabel

Adele

Niccolo dell'Arca xx

Flush xx

Ramzes

Admiralität

Dolman

Forstweihe

Folgsam

Kabanus

Fiat I

Sportnadel

Almjäger I

Fabia

Grünspecht

Ahnfrau v. Almhüter

Abendlicht

Schwalbe

TB-4r

TB-6b

ShA-Radautz III

Hann-94

Hann-932

Hann-628

Hann-591

Hann-500

Hann

Hann-923

Hann

Hann-451

Hann-212

Hann-369

Hann-227

Westf-492


und Fata Morgana als Fohlen sah, war die Entscheidung gefallen,

das wird sie! Ihre Kondition war nicht besonders, aber man sah die

Qualität durch das glänzende schwarze Fell, und sie war sehr locker.

Ihre Mutter Gundi war auch eine sehr gute Stute mit viel Kaliber,

ohne grob zu wirken. Bei einer solchen Mutterlinie wusste ich,

was ich von Fata erwarten konnte.“

Ein Glücksgriff für Westfalen

1971 bekam Fata Morgana bei Werner Münch ihr erstes Fohlen von

Pilatus, dem Hengst aus der Zucht und im Besitz von Kunnibert

Münch (keine direkte Familie). Aus dieser Anpaarung entstammte

der Hengst Polarstern, der nach seiner Körung zwei Jahre später

vom bayerischen Zuchtleiter Dr. Gründel für das Gestüt Achselschwang

erworben wurde. 1974 stellte Werner Münch Polarstern II

auf der Westfälischen Körung vor. Auch er wurde gekört, und weil

Sport Horse Breeding

Westfälischer Stamm 492 DIE FÜHRENDEN WESTFALENSTUTEN

Hilda

von Vadrup u

(Halt I)

410391937 Westf

p

Neckerin

von Vadrup

(Neck)

410173528 Westf

p

Nelsa

von Vadrup

(Nektar)

4108753 Westf

p

Selma

von Vadrup

(Saladin)

4104559 Westf

p

Ida

Schwalbe Adele

von Vadrup u von Vadrup u

(Schwan I) (Abendlicht)

410734644 Westf 411110750 Westf

Abflug WESTF

(Abschaum)

410013252 Westf

Gundi

von Vadrup u

(Grünschnabel)

411462961 Westf

Retina u

(Radetzky)

411656666 Westf

Fata

Morgana u

(Frühlicht I)

411725067 Westf

Romy u

(Roderich)

410179276 Westf

Polydor WESTF

(Pilatus)

410014072 Westf

Polarstern BAY

(Pilatus)

410009171 Westf

Matuschka u

(Mohn xx)

410038076 Westf

Wunderbar WESTF

(Wunderlich)

410408280 Westf

Pepe NSP

(Pakt)

411046093 Westf

In dieser Übersicht sind ausschließlich Pferde aufgelistet, die im Artikel genannt werden. © Jac Remijnse

Zuchtleiter Dr. Lehmann schon drei Pilatus-Söhne gekauft hatte, gelang

es einem belgischen Hengsthalter, den Hengst zu kaufen.

Die Vorstellung vor der belgischen Jury sollte Formalität sein, doch

das Urteil lautete: nicht gekört! Der dort anwesende Werner Münch

kaufte sein Zuchtprodukt spontan zurück, so dass der junge Hengst

nicht verloren ging. Ein Glücksgriff für Westfalen!

Ein glücklicher Zufall war es auch, dass ein anderer Hengst ausfiel

und Dr. Lehmanns Budget es zuließ, den stämmig gebauten Pilatus-

Sohn zu kaufen. Lehmann veränderte den Namen Polarstern II in

Polydor und stationierte ihn im rheinländischen Wesel. In verschiedenen

Stammbüchern sind insgesamt 1018 Nachkommen von Polydor

registriert, von diesen sind 604 als Sportpferd eingetragen.

Der weitere Verlauf dieser Erfolgsgeschichte ist bekannt.

Text: Franz-Josef Neuhaus & Jac Remijnse

Übersetzung: Lara Becker

Hannoveraner Stamm 451 DIE FÜHRENDEN HANNOVERANER STUTEN

Stute von u

(Fingal II xx)

p

Stute von

(Hornist xx)

Jutta u

(Jurist)

310003485 Hann

Fleurance u

(Flenheim)

310030493 Hann

Nobitza u

(Nelusko)

310031313 Hann

Nerike u

(Nelusko)

310030903 Hann

Nedache u

(Nelusko)

310207811 Hann

Nigata II u

(Nelusko)

310031915 Hann

Netriga u

(Nelusko)

310031210 Hann

Nella u

(Nelusko)

310030702 Hann

Anapa u

(Aconit)

311472121 Hann

Colonel HANN

(Colaro)

310030903 Hann

Lorenz HANN

(Lorlot)

310171317 Hann

Abekira u

(Aconit)

311465021 Hann

Frühlingsfeier u

(Feiner Kerl)

312246131 Hann

Notara u

(Notabene)

310020808 Hann

Salome u Copa Ca Bana u Grazie u Potz Blitz

(Schwanstein) (Cacir x) (Gralshüter)

410593884 Westf 410679391 Westf 411631595 Westf

NSP

(Potsdam)

411454503 Westf

Fabia u

(Feiner Kerl)

312013928 Hann

Faschist II HANN

(Feiner Kerl)

310331039 Hann

Antritt HANN

(Allweiser III)

310320137 Hann

Almschütze WESTF

(Almjäger I)

410106644 Westf

Alcalanda u

(Amyntor)

310021013 Hann

Almkirsche u

(Almjäger I)

314831745 Hann

Almhüter I HANN

(Almjäger I)

310319437 Hann

Almhüter WESTF

(Almjäger I)

410095540 Westf

Gondelfahrt u

(Golfsport II)

312549334 Hann

Adagenda u

(Aconit)

311680822 Hann

Frühlicht I WESTF

(Frühsport)

410149955 Westf

Freiherr I HANN

(Fermor III)

310349442 Hann

Felsenbucht u

(Flame II)

313193438 Hann

Frevler HANN

(Feiner Kerl)

310349642 Hann

In dieser Übersicht sind ausschließlich Pferde aufgelistet, die im Artikel genannt werden. © Jac Remijnse

6/2013 ZÜCHTERFORUM 55


Familienbande

Vorschrift Nummer eins: Erfolg

Tausende Zuschauer überschütteten

den Sieger

förmlich mit Applaus:

Christian Ahlmann aus

Marl drehte gleiche mehrere

Ehrenrunden, winkte,

lachte und genoss die

große Begeisterung der

Fans rund um den Hamburger

Derby-Platz.

Der Jubel galt einer erstklassigen

Leistung mit

dem elf Jahre alten gekörten

Hannoveraner Hengst

Codex One (v. Contendro I-

Glückspilz-Egerländer-Gardekürassier;

Z.: Wilhelm Berghorn,

Stolzenau). Drei absolut

tadellose Runden und 49,33 Sekunden

im Stechen katapultierten

Pferd und Reiter auf Platz

eins im Großen Preis von Hamburg

im Rahmen der Global

Champions Tour.

Der in Belgien lebende Daniel

Deußer kam auf Platz zwei mit

Cornet d’Amour, gefolgt von

dem Franzosen Roger Yves

Bost und Nippon d’Elle und der

Lokalmatadorin Janne Friederike

Meyer und Lambrasco.

Codex One kommt via Tiefgefriersperma

im niedersächsischen

Landgestüt Celle zum

züchterischen Einsatz. Er absolvierte

die von Hengsten geforderte

Eigenleistung über die

Kombination aus 30-Tage-Test

und Bundeschampionats-Qualifikation,

hat etliche Springpferdeprüfungen

gewonnen

und war als Fünfjähriger im Besitz

von Bernfried Erdmann

(Wallenhorst) bereits Vize-

Bun deschampion, Hannoveraner

Springpferde-Champion

56 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Codex One: Die hannoversche Familie der Folia

und erfolgreichstes deutsches

Pferd seiner Altersklasse. Codex

One war 2009 Vierter bei

den Weltmeisterschaften der

siebenjährigen Springpferde in

Lanaken. 2010 war er mit Karl

Brocks fast ausschließlich international

im Einsatz, u.a. Sieger

im Großen Preis von Spangenberg

und hoch platziert, u.a. in

Braunschweig, Nörten-Hardenberg,

Wiesbaden und Donau -

eschingen. 2011 wurde er von

Marion Jauss für Christian Ahlmann

erworben und war 2012

im deutschen Olympia-Team in

London dabei.. Der Vater Contendro

I war HLP-Sieger und ist

inzwischen Vater von über 50

gekörten Söhnen und internationalen

Sportpferden. Er hat

sich bereits mit den ersten Jahrgängen

als Stempelhengst erwiesen

und steht unverändert

im Gestüt Famos (Syke-Wachendorf)

auf Station, s. Hengstportrait

ZÜCHTERFORUM

5/2013, S. 58 ff.). Die Mutter

Gipsy brachte 2000 von Drosselklang

II die Stute Diaspora

Umjubelter Sieger in Hamburg: Codex One mit Christian Ahlmann

Foto: Toffi

zur Welt, die ihrerseits 2007 aus

Anpaarung mit Contendro I

den Hengst Contendros lieferte,

der auf der Station Schockemöhle

Aufstellung fand, gegenwärtig

aber erfolgreich im

Springsport geht.

Sparringspartner Glückspilz

Mit Glückspilz zeichnet ein Vertreter

der Gotthard-Linie als

Muttervater verantwortlich,

dem anfangs auf der Besamungsstation

in Schillerslage

größte Sympathien galten: Er

war reinerbig dunkel, galt als

„Abzeichenlöscher“, die Nachkommen

waren typvoll und bewegten

sich gut, und bis sie ins

reitsportfähige Alter kamen,

war auch alles in Ordnung. Oftmals

waren es am Ende lederne,

spannige Pferde mit

Temperamentsschwierigkeiten,

zu höheren Leistungen oftmals

nicht bereit und vielfach

schwierig im Maul. Zu Glückspilz

gibt es eine ganze Reihe an

Anekdoten, beispielsweise

diese: Nachdem die Negativ-

Umstände bereits hinlänglich

bekannt waren, waren dennoch

zwei recht bekannte

Springreiter aus dem Nienburger

Raum so selbstbewusst, einen

typschönen Glückspilz

(sehr günstig!) zu kaufen. „Ihr

werdet sehen, der funktioniert,

und wenn wir die ganze Sattelkammer

draufschnallen müssen!“,

frohlockten sie. Trotz aller

Bemühungen: Er tat es

nicht. Insofern ist aus dem

chancenreichen Einsatz des

Glückspilz nicht viel Nützliches

erwachsen. Auch Glückspilz

selbst war für viele Landge-


stütslehrlinge ein äußerst undankbarer

„Sparringspartner“

und wurde schließlich Richtung

Polen entsorgt, kehrte von dort

aber noch einmal als Privathengst

ins Hamburger Gebiet

zurück. Eine immer wieder

gern erzählte Geschichte aus

Adelheidsdorfer Zeiten: Glücks -

pilz befand sich vor dem Traberwagen,

gesteuert von einem

Azubi. Als er die Geräusche des

Futterautomaten zur mittäglichen

Fütterung wahrnahm,

ging er durch und übersprang

eine Abgrenzung: Das Geschirr

ging zu Bruch, der Wagen auch

und der Azubi beinahe ebenso.

Er galoppierte daraufhin mit

Vollgas die Stallgasse hindurch,

konnte vor der Querabsperrung

(Stange) nicht mehr rechtzeitig

bremsen, fiel hin und

rutschte drunter durch. Passiert

war nichts, bis auf ein paar

Schrammen. Es ist, wie es ist:

Nur den Guten passiert etwas!

Starker Egerländer

In dritter Generation folgt der

drahtige Halbblüter Egerländer.

Als Sohn des Modehengstes

Ecuador xx, der hübsche (weiche!)

Strampelpferdchen mit

wenig Leistung lieferte, war er

weder zu erkennen noch hat er

in dessen Richtung vererbt. Er

führte über Saloniki-Agram

erstklassiges Leistungsblut und

war dunkelbraun, Erbteil des

Muttervaters. Als er 1980 auf

der Station Isernhagen zum

Einsatz kam, war er der ganze

Stolz des Stationsvorstehers

Hannes Klindworth: „Mit dem

kannst du Grand National Steeplechase

reiten!“, pflegte er mit

geschwellter Brust zu sagen.

Geritten wurden die Landbeschäler

bei den Hengstvorführungen

in jener Zeit nur selten,

und Klindworth hatte sich die

Nachbarschaft zu der Vielseitigkeit

reitenden Familie Sybrecht

zunutze gemacht, so dass Lisette

Sybrecht den Hengst erstklassig

zelebrierte und seine

vorzügliche Galoppade in der

Isernhagener Reithalle voll zur

Geltung brachte. Neun Jahre

blieb Egerländer in Isernhagen,

wo er bei überschaubarer Nutzung

zahlreiche erstklassige

Parcourspferde (zehn von insgesamt

78 erfolgreichen Turnierpferden

gingen S-Sprin-

gen!) lieferte, allen voran sind

hier sicherlich Edgar 4/Tjark

Nagel, Eldorado 65/Heinrich

Bormann und Effra/Jaime Azzcarraga

(MEX) zu nennen, ferner

einige gekörte Hengste. Mit

nachlassendem züchterischem

Interesse ging Egerländer nach

Schweden, wo er noch lange

Jahre erfolgreich wirkte. Dressurpferde

hat er nicht gemacht.

Von ihm hat Codex One viel

mitbekommen, was Einstellung

und Galoppade angeht.

Schimmel aus Isernhagen

Die in Isernhagen stationierten

Schimmelhengste Gardekürassier

und Landsknecht I schließen

sich an. Über Glückspilz

und Gardekürassier, der einer

der besten Söhne des Gotthard

war, ergibt sich in fünfter Generation

ein wertvoller Inzuchteffekt

auf diesen heldenhaften

Springpferdelieferanten. Der in

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Familienbande

Erfolgsvater: Codex One stammt von Contendro I ab Drahtiger Halbblüter: Egerländer taucht in dritter Generation auf

Hunnesrück aufgezogene Gardekürassier,

dessen Körung

aufgrund Unkorrektheit seiner

Hintergliedmaßen (fassbeinig)

an eine klar überdurchschnittliche

Hengstleistungsprüfung geknüpft

war, fand ab 1979 Aufstellung

auf der Station Isernhagen,

die später mit Hänigsen

vereinigt und in Schillerslage

etabliert wurde. Gardekürassier

entstammt einer Tochter des

Wohlklang, der für seine vielseitige

Vererbung bekannt war.

Analog diesem Großvater vererbte

Gardekürassier auch

Dressurpferde für gehobene

Ansprüche: Er war Vater von 13

S-Spring- und fünf S-Dressurpferden.

Landsknecht I hat von 1970 bis

1977 in Isernhagen gestanden.

Besondere Leistungsimpulse

sind von ihm nicht ausgegangen,

aber er lieferte eine Reihe

fruchtbarer und teils hochdeko-

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6/2013 ZÜCHTERFORUM 57


Familienbande

rierter Zuchtstuten, immerhin

sind neun seiner Töchter eingetragen

im FN-Leistungsstutbuch.

Auch die dann folgenden

Hengste Wahlmann (Isernhagen

1963 bis 1965) und Amselkönig

II (Isernhagen 1961 bis

1962) geben kaum Anlass zu

ruhmreichen Berichten. Amselkönig

II konnte sich auf den

Stationen seines Schaffens in einigen

Stutenstämmen verankern.

Die Stutenbasis im Raum

Isernhagen hat sich von jeher

überwiegend durch Zukauf guten

Zuchtmaterials rekrutiert, so

auch im Falle des Codex One:

Amtsseele, seine siebte Mutter,

war aus dem Hochzuchtgebiet

in die Region Hannover gelangt

und hatte dort bei Heinrich

Reinecke (Hannover-Lahe) mit

Amselkönig II die Staatsprämienstute

Alwine gezeugt, die für

die Verbreitung des Stammes in

der Region zuständig werden

sollte. Dazu zählt auch der in

Großbritannien gekörte Hannoveraner

Fuchshengst West

Country (geb. 1990, v. Weltmeyer-WenzelII-Darwin-Wahlmann-Amselkönig

II).

Fünfmal Amateur I

Die braune Amtsseele (Jahrgang

1944) war Vollschwester

der Schimmelstuten Amalia

(*1942) und Amatola (*1940),

alle drei waren Töchter des legendären

Schimmelhengstes

Amateur I, und es gibt nicht

wenige Züchter, die den Wert

eines hannoverschen Pedigrees

über die Häufigkeit des Vorkommens

eben dieses Schimmelhengstes

definieren. Bei Codex

One ist das mütterlicherseits

immerhin fünfmal der Fall,

und in Ergänzung zu der väterlichen

Ramzes AA-Häufigkeit

ergibt sich hier ein exquisiter

Gen-Mix. Amalia gelang Verbreitung

über ihre Tochter

Dornspalte, deren Vater Drollig

58 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Schimmel war

und dieses Erbteil

von Ama -

teur I-Großvater

Amurath I ox

mitbekommen

hatte, der bei

Drollig in vierter

Generation

auftaucht.

Das Farbmerkmal

Schimmel

hat sich in diesem

Zweig

durchschlagend

auf der weiblichen

Seite weitervererbt.

Gewisse Bedeutung

erlangte

aus diesem

Zweig der WarendorferLandbeschäler

Don

Juan (v. Don

Carlos), der

über seine Mutter Maifee (v.

Maigraf xx-Drollig) ein direkter

Enkel der Dornspalte war. Gezogen

bei Claus Ahlff (Oberhüll),

hat der Rappe während

seines zwölfjährigen Deckeinsatzes

auf den Stationen Wadersloh

und Varl erstaunlich

vielseitig vererbt.

Bedeutendste Repräsentantin

dieses Zweiges ist die hannoversche

Stute Gerona (v. Graphit-Wedekind-Domspatz-Drollig;

Z.: Heinrich Schierding,

Groß Lafferde), die bei Ernst

Lippert im bayerischen Bernried

die Vollbrüder Raueck I

und II sowie später bei Josef

Steinbeißer (Feldkirchen) die

jüngeren Vollbrüder Raueck III

und IV (alle von Rasso) sowie

Cosiograf B (v. Cosinus B) lieferte.

Somit lieferte sie insgesamt fünf

gekörte Söhne, darunter in

Raueck II und Cosiograf B sogar

jeweils einen bayerischen

Körsieger.

Erfolgreiches Springpferd: Lets Go

Verbreitung in Bayern

Foto: W. Ernst

Raueck I, ein bunter Brauner,

kann in Diensten des Landgestüts

Schwaiganger unumwunden

als der einflussreichste

Hengstsohn des Rasso bezeichnet

werden. Er ist in vielen Pedigrees

geschätzt, so u.a. bei

den Vollbrüdern Lord Sinclair I

bis III, Pilotek, Cor du Lys und

Asti Frizzante. Raueck II legte

nach gutem Karrierestart auf

der Station Bachl eine mäßige

HLP ab und kam auch nach

Wiederholung der HLP in

Staatsdiensten nicht recht zum

Zuge. Bei Raueck III verhinderte

die Tatsache, dass er ein

bunter Fuchs war, höhere Bedeckungszahlen,

und auch der

Schimmel Raueck IV hat keinen

Einfluss gewonnen. Raueck II

bis IV waren springsportlich jeweils

bis M erfolgreich. Der

vielseitig bis M erfolgreiche Cosiograf

B hat in Österreich einige

Nachzucht hinterlassen. Sicherlich

ist es Zufall, dass ge-

rade dieser Zweig eine besondere

Affinität zur bayerischen

Pferdezucht verkörpert. So kam

der hochklassig gezogene Wedekind

Sohn Wallenstein (M. v.

Don Carlos-Frustra II-Domspatz-Drollig,

Z.: Claus Guthahn,

Osten) zunächst als Privathengst

im Gestüt Hörstein,

ganz im Nordwesten von Bayern

gelegen, zum Einsatz, ehe

er als Landbeschäler nach Marbach

überwechselte. Und die

hannoverschen Vielseitigkeitspferde

Chrischona (v. Consul/T.)

bzw. Gytaxerxes (v. Gibraltar)

von Bernd und Judith-Katharina

Knorr entstammen der

bayerisch gebrannten Stute Friderike

(v. Karim xx-Frustra II-

Domspatz-Drollig) und der

Zucht von Christina Knorr (Verden).

Deren Großmutter Fiume

(*1964) ist Vollschwester zu

Wallensteins Großmutter Frostkleid

(*1965). Enge verwandtschaftliche

Bande bestehen

hier auch zu der Top-Stute Lets

Go 10 (*1983, v. Laibach-Matrose-FrustraII-Domspatz-Drollig;

Z.: Hans-Heinrich Oltrogge,

Stolzenau), die mit Peter Baust

über Jahre eines der erfolgreichsten

Springpferde Niedersachsens

war und über 37.000

Euro gewonnen hat.

Weniger bedeutend wurde der

Zweig der Amatola, der an gekörten

Hengsten lediglich den

Schimmel Gin Tonic aus dem

letzten Jahrgang des Gotthard

lieferte.

Gin Tonic (Z.: Hans-Heinrich

Köneke, Henstedt-Ulzburg) war

mütterlicherseits über Abhang

II-Agram-Gote-Friesenkönig-

Amateur I hochklassig auf Rittigkeit

und Leistung gezogen,

verdankte seine Körung aber

vornehmlich der Tatsache, dass

er von Gotthard abstammte.

Seinem sechsjährigen Einsatz

als Celler Landbeschäler in Emmerthal

ist nicht viel Brauchba-


Hann. Stutenfamilie 498. Folia

v. Foliant-Schumann-Jassy I

und Neapenda v. Nebrosius-

Julikan-Janosch-Juls

Zweig der Alwine v. Amselkönig

II u. Amtsseele v. Amateur

I-Foliant

Codex One, Db., *Hann.

2002, v. Contendro I u. Gipsy

v. Glückspilz-Egerländer, PB

Hann., internat. SPR erf. m.

Christian Ahlmann

Contendros, Db., *Hann.

2007, v. Contendro I u. Diaspora

v. Drosselklang II-Glückspilz,

PB Oldbg.

West Country, F., *Hann. 90,

v. Weltmeyer u. Walpurgiss v.

Wenzel II-Darwin, PB GBR

Zweig der Dornspalte v. Drollig

u. Amalia v. Amateur I-Foliant

usw.

Cosiograf B, Sch., *Bay. 92, v.

Cosinus B u. Gerona v. Graphit-Wedekind,

PB AUT, Bay.,

Körsieger

res erwachsen. Er war kein

Hengst im Sinne von einem

klassischen Vererber und

wurde kastriert.

Amtsseele, Amalis und Amatola

entstammen der Foliant-Tochter

Folia, deren nächste männliche

Vorfahren Foliant, Schumann

und Jassy I ausnahmslos

Hengste der Station Großenwörden

waren, wo von jeher die

Springpferdezucht dominierte.

Seitenzweig

Aus einem Seitenzweig dieser

Stutenfamilie, über die Vollschwestern

Löwenkrone beziehungsweise

Lolita (v. Der Löwe

xx-Fromund-Dolman-Jassy I-

Nebrosius usw.), deren Großmutter

Daniela wiederum Halbschwester

der Großmutter von

Folia war, gingen zwei interna-

Defender, Db., *Oldbg. 2002,

v. Depardieu u. Rubana v.

Quattro B-Rubinstein I, PB

Don Juan, R., *Hann. 71, v.

Don Carlos u. Maifee v. Maigraf

xx-Drollig, Ldb. Warendorf

Drambuie, R., *Westf. 2007,

v. Damon Hill u. Royal Princess

v. Sandro Hit-Rubinstein I, PB

Westf.

Lucian, B., *Oldbg. 99, v. Landcapitol

u. Pandora v. Pablo-Zeus,

LH Ldg. Redefin, HLP-Sieger

Raueck I, B., *Bay. 81, v. Ras -

so u. Gerona v. Graphit-Wedekind,

Ldb. Schwaiganger

Raueck II, B., *Bay. 86, v. Ras -

so-Graphit-Wedekind, PB Bay.,

Ldb. Schwaiganger, Körsieger

Raueck III, F., *Bay. 91, v. Ras -

so-Graphit-Wedekind, PB Bay.

Raueck IV, Sch., *Bay. 94, v.

Rasso-Graphit-Wedekind, PB

Bay., Reitpferd

Ritano, Db., *Hann. 94, v. Ravallo

u. Limone v. Lemon xx-

Trapper, PB Hann.

tional erfolgreiche Dressurpferde

hervor.

Einmal der im Jahr 1964 geborene

braune Wallach Adriano 2

(v. Abend-Der Löwe xx-Fromund-Dolman;

Z.: Heinrich Ropers,

Sittensen) mit Dr. Evi Eisenhardt

beziehungsweise Dr.

Josef Neckermann, ferner der

auffallende bunte Fuchs Agnelli

FRH (*1990, v. Akzent II-Lombard-Marcio

xx-Der Löwe xx-

Fromund-Dolman;. Z.: Joachim

Böwig, Königslutter) mit Isabell

Werth, Hannes Baumgart und

zuletzt Juliane Brunkhorst.

Agnelli war auch Halbbruder

des gekörten Hengstes Watch

Me (*1981, v. Wendland I, PB

USA).

Als gemeinsame Stammstute aller

Zweige ist die 1918 in Klein

Fredenbeck (bei Stade) gebo-

Wallenstein, Schwb., *Hann.

76, v. Wedekind u. Donate v.

Don Carlos-Frustra II, PB Bay.,

Ldb. Marbach

und die erf. Springpferde

Garocho-S (v. Graf Sponeck-

Arkansas-Weitblick-Abendruf

xx-Drollig) Joachim Winter

Lets Go 10 (v. Laibach u. S.

313927174 v. Matrose-Frustra

II-Domspatz-Drollig) Peter Baust

u. die erf. Vielseitigkeitspferde

Chrischona (v. Consul/T. u. Friderike

v. Karim xx-Frustra II-

Domspatz-Drollig) Bernd Knorr

Gytaxerxes (v. Gibraltar u. Friderike

v. Karim xx-Frustra II-

Domspatz-Drollig) Judith-Katharina

Knorr

Zweig der Gotenfeme v. Gote-

Friesenkönig u. Amatola v.

Amateur I-Foliant usw.

rene Fuchsstute Neapenda verzeichnet,

die im Jahr 1927

durch Diedrich Hopp aus Niederhüll

(bei Neuhaus/Oste) ins

hannoversche Hauptstutbuch

eingetragen wurde und bereits

damals mit vier Generationen

Abstammung versehen war. Ihr

Familienbande

Gin Tonic, Sch., *Hann. 77, v.

Gotthard u. Abendpoesie v.

Abhang II-Agram, Ldb. Celle

und das erf. Springpferd

Raffaela 42 (alias Rakete; v.

Roderich u. Ahnenpracht v.

Agram-Gote-Friesenkönig-

Ama teur I) Michael Sauer

Zweig der Löwenkro ne/Lolita

v. Der Löwe xx-Fromund-Dolman-Jassy

I-Nebrosius usw.

Watch Me, Db., *Hann. 81, v.

Wendland I u. Lorgnette v. Lombard-Marcio

xx, PB USA

u. die internat. erf.

Adriano 2 (v. Abend u. Lolita v.

Der Löwe xx-Fromund-Dolman)

Dr. Evi Eisenhardt, Dr. Josef

Neckermann

Agnelli FRH (v. Akzent II u. Lorgnette

v. Lombard-Marcio xx-

Der Löwe xx) Isabell Werth

Im Seitenzweig waren auch Dressurpferde erfolgreich: Agnelli FRH

Foto: Ernst

Vater Nebrosius hat in

Schwinge gestanden, dort ist

der Ursprung des Stammes,

dessen Tradition nun schon

deutlich über 100 Jahre währt

und der bis ins Jahr 1882 zurückzuverfolgen

ist, auch auszumachen.

Claus Schridde

6/2013 ZÜCHTERFORUM 59


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Denn wir verlosen, dank der Unterstützung

namhafter Hengststationen, 17

Freisprünge vielsagender Vererber. Was

Sie dafür tun müssen? Fotografieren Sie

Ihren Pferdenachwuchs, und schicken

Sie uns den bestgelungenen Schnappschuss.

Wir veröffentlichen die Fotos

auf unserer Internetseite www.zuechterforum.com

und stellen sie damit der

Dante Weltino

Dante Weltino

Danone I

Rihanna

60 ZÜCHTERFORUM 6/2013

De Niro

Well Done

Welt Hit II

Riconess

Oldenburger, geb. 2007, Stockmaß 173 cm. Zugelassen für Oldenburg, Hann., Rhld.,

Westf. Und alle Süddeutschen Verbände. Besamungstaxe: 300 € + Trächtigkeitstaxe:

800 €

zur Beurteilung: unseren

Lesern. Vom 30. Juni bis

zum 25. August kann

dort jeder per Mausklick

für sein Lieblings-Fohlenfoto

abstimmen. Die

17 Bilder mit den meisten

Klicks werden in der

September-Ausgabe des ZÜCHTERFO-

RUMS veröffentlicht, und die Besitzer

dürfen sich über einen Freisprung für

ihre Stute in der kommenden Decksaison

freuen. Und so einfach geht es:

Schicken Sie uns das Lieblingsfoto von

Ihrem Fohlen zusammen mit dessen

Abstammung, Ihrer Adresse und Ihrem

Wunschkandidaten aus den nachstehend

genannten Hengsten bis 24. Juni

an Matthaes Medien, Motorstraße 38,

70499 Stuttgart, oder auch per E-Mail an

zuechter forum@matthaesmedien.de

Der gewonnene Freisprung ist übrigens

Streitferdt

größstmöglichen unabhängigen Jury nur nach Absprache übertragbar!

Foto:

Die GEWINNE – Freisprünge von

Donnerhall

Alicante

Weltmeyer

Bellis

Weltmeyer

Cileste

Noble Roi xx

Ricarda

Foto: ll-foto

Dibadu L

www.gestuetligges.de

Dibadu L

Darco

Elle Chin PB

Lugano van la Roche

Ocoucha

Chin Chin

Korina van de Sluize

Lugano I

Adlerflut

Codex

Latoucha

Constant

Larese

Raimond

Beauty-Nellie

Belgisches Warmblut, geb. 2009, Stockmaß 169 cm. Zugelassen für Westfalen. Decktaxe:

700 €


www.klatte.de

Chaccato

Chaccato

Chacco-Blue

Stamyata

Chambertin

Contara

Stakkato

Missi

Cambridge

Desiree VII

Contender

Godhara

Spartan

Pia

Mytens xx

Adda

Hannoveraner, geb. 2010, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für Hannover, OSI, Westfalen,

Mecklenburg und alle Süddeutschen Verbände. Decktaxe: 600 €

Desario

www.gestuet-westfalenhof.de

Desario

Dimaggio

Germain

Don Primero

Winnipeg

Pik Pavarotti

Gatinka

Donnerhall

Fantasia

World Cup I

Lisa

Pik Solo

Denise

Grenadier

Aubergine

Hannoveraner, geb. 2009, Stockmaß 169 cm. Zugelassen für Westfalen, Rheinland

und Oldenburg. Decktaxe: Teil A: 250 € Teil B: 450 €

Foto: Streitferdt

www.gestuet-sprehe.de

Come Si Deve

Come Si Deve

Fotowettbewerb 2013

Come Il Faut

Fabricia

Cornet Obolensky

L.St.-Spr. Ratina Z

Fan Holland

Patricia

Clinton

Rabanna v. Costersveld

Ramiro

Argentina Z

Concorde

Cornelia

Pit I

Rabea

Westfale, geb. 2010, Stockmaß 168 cm. Zugelassen für Westfalen und Rheinland,

Springpferdezuchtverband Oldenburg-International, Oldenburg sowie für alle Süddeutschen

und alle Zuchtverbände der neuen Bundesländer. Decktaxe: 700 €

www.ferienhof-stuecker.de

FS Numero Uno

FS Numero Uno

Noir de Luxe

FS Dancing Diamond

Night-Cup

Heidelbergs Nancho Nova

Immenmoor Jolly Jumper

Vollmondnacht

Valido

Cindy

FS Don’t Worry

FS Dacapo Doro

FS Golden Sunlight

FS Golden Touch

FS Golden Moonlight

FS Pandora

Deutsches Reitpony, geb. 2009, Stockmaß 148 cm., Decktaxe: 500 €

6/2013 ZÜCHTERFORUM 61


www.jens-meyer.com

Fotowettbewerb 2013

Damsey

Hannoveraner, geb. 2002, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für Hannover, Oldenburg,

Dänemark und Schweden, alle anderen Verbände auf Anfrage. Decktaxe: Grundpauschale:

300 €, Trächtigkeitspauschale: 700 €, TG-Besamung: 400 €

www.gestuet-famos.de

Damsey

Contendro I

Contendro I

Dressage Royal

Ria Grande

Contender

Bravo

62 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Donnerhall

Rosalie

Ritual

Grandizza

Calypso II

Gofine

Reichsgraf

Ofarim

Donnerwetter

Ninette

Rubinstein I

Freya

Ramiro

Die Loewin 2

Grande

Praline

Cor de la Bryère

Tabelle

Ramiro

Cita

Rinaldo

Ophelia

Rasputin

Holle

Holsteiner, geb. 1997, Stockmaß 166 cm. Zugelassen für Hannover (auch Springpferdeprogramm),

Holstein, Oldenburg, OS, Westfalen, Rheinland, Mecklenburg, alle Süddt.

Verbände, Frankreich, Italien, Niederlande, die Schweiz und Ungarn. Decktaxe: 1700 €

www.hengststation-bachl.com

www.reitpony.com

Acasino B

Acasino B

D-Day AT

D-Day AT

Dance Star AT

Nady

Acadius

Corlin

Holsteiner, geb. 1998, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für alle süddeutschen Verbände

und die Schweiz. Decktaxe: 650 €

Dressman I

Gina

Notre Beau

Nena

Acord II

Novella

Casino Boy xx

Svettana

Ahorn Z

Ribecka

Farnese

Furth

Levanter xx

Gleann Buidhe

Lord

Maya

Domingo

Nadin

Folklore

Giana

Nantano

Cindy

Nalet ox

Mona

Deutsches Reitpony, geb. 2010, Stockmaß 145 cm. Zugelassen für Westfalen. Decktaxe:

400 €, Staatsprämienstuten: 350 €

Foto: Puschak


www.hengststation-ahlers.de

Best of Gold

Best of Gold

Bellisimo M

Evelyn

Beltain

Roxa

Diamond Hit

Bolero

Gänseliesel

Romadour II

Lady

Oldenburger, geb. 2009, Stockmaß 176 cm. Zugelassen für Oldenburg, Hannover,

Rheinland und Westfalen und alle Süddeutschen Pferdezuchtverbände. Decktaxe:

300 €; bei Trächtigkeit: 600 €

Decurio

www.saechsische-gestuetsverwaltung.de

Decurio

Desperados

Regentin

Elfe

De Niro

Wie Musik

Rotspon

Bijou

Don Schufro

Loretta

Ex Libris

Eskoria

Donnerhall

Alicante

Wolkenstein II

Maskottchen

Rubinstein I

Antalia

Borneo

Gina

Hannoveraner, geb. 2008, Stm. 168 cm. Zugelassen für Hannoveraner, Deutsches

Sportpferd und Süddeutsche Verbände. Decktaxe: 500 €

Foto: Beelitz

SÄCHSISCHE gestütsverwaltung

www.sosath.com

www.galmbacher.com

Quality

Quality

D’Inzeo

D’Inzeo

Douglas

Quinar

Cordelia

Fotowettbewerb 2013

Quidam de Revel

Adele

Lantaan

Pracht

Holsteiner, geb. 1999, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für Holstein, Oldenburg, Oldenburg-International,

Hannover und fast alle weiteren Verbände auf Anfrage. Decktaxe:

1000 €

Darco

Fiona

Widona de Kezeg Heartbreaker

Tibelle

Jalisco B

Dirka

Aloubé

Una Corda

Lord

Lyrik

Carneval

Bene

Lugano van la Roche

Acoucha

Capitol I

Bueffet

Nimmerdor

Bacarole

Voltaire

Fara

Selle Française, geb. 2007, Stockmaß 168 cm. Zugelassen für die Süddeutschen

Verbände. Decktaxe: Vorkasse 700 €; Rechnung 900 €

6/2013 ZÜCHTERFORUM 63


Fotowettbewerb 2013

Fürstenhof

Fürst Heinrich

Fürst Grandios

Gritt

Hannoveraner, geb. 2010, Stockmaß 165 cm.

Zugelassen für Hannover. Decktaxe: 550 €

www.landgestuetcelle.de

www.landgestuetcelle.de

Fürstenhof

Weltina

Fürst Nymphenburg

Florencio I

Fürst Nymphenburg

Weltmeyer

Alexis

Florestan I

Walessa

De Niro

Donner de Nero

Alpenfeuer

64 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Foto: Busse

Florestan I

Dawina

Argentinus

Griselda

World Cup I

Anka

Alonso

Granate

Hannoveraner, geb. 2005, Stockmaß 169 cm. Zugelassen für Hannover, Oldenburg,

Rheinland und Westfalen. Decktaxe: 1000 €. Zu beziehen über das Landgestüt Celle,

Station Hadeln.

Foto: Kube

Fidelio

Raute

Weltmeyer

Pirelli

Donnerhall

Alicante

Argentinus

Alpi’s Girl xx

Florentinus V

www.gestuet.de

Hengste zur Auswahl: Ratzinger V, Instertanz V, Florentinus V

Nur nach Rücksprache mit Gestüt, da Hengste teilw. im Turniereinsatz

Florentinus V

Florestan I

Lady in Red

Fidelio

Raute

Londonderry

Weltina

Furioso II

Laura

Rheingold

Gode

Lauries Crusador xx

Windsor Queen

Weltmeyer

Bodega

Geb. 2006, Stockmaß 173 cm. Decktaxe 2012: 950 €. Anerkannt für Westfalen,

Rheinland, Hannover, Oldenburg.

Foto: Streitferdt

Foto: Streitferdt


Neues Pferde-Laufband der Firma Kraft

Pferde brauchen Bewegung – Führanlagen unterstützen dies. Aufgrund

von Platzmangel oder anderen Gründen ist die Umsetzung einer

Führanlage nicht immer realisierbar. Daher erweitert Kraft seine

Produktpalette. Nach neuesten technischen und wissenschaftlichen

Erkenntnissen wurde ein hochwertiges Pferde-Laufband entwickelt.

Pferde-Laufbänder bieten Bewegung auf begrenztem Raum und bieten

eine ideale Ergänzung im Trainingsmix des Pferdes.

Das Kraft Pferde-Laufband bietet freie Wahl des Steigungswinkels und

stufenlose Einstellung der Geschwindigkeit für einen individuellen

Trainingsplan. Verschiedene Programme sind über die Steuerung abrufbereit

Ein übersichtliches Bedienungsdisplay, verschiedene Sicherheitsabschaltungen

inkl. Notaus sowie eine begehfreudige, breite Auf- und

Ablauframpe mit rutschfestem Bodenbelag und bruch- und schlagfesten

Seitenwänden bieten größtmögliche Sicherheit. Ein leistungsstarker

Trommelmotor sorgt für einen geräuscharmen Betrieb.

Weitere Informationen Uwe Kraft Reitsportgeräte & Metallbau GmbH,

Frankenhardt Tel. (0 79 59) 7 02 oder unter www.kraft-fuehranlagen.de

Wörmann präsentiert neues Modell

Sanremo heißt der Neuzugang, der als Plywood- oder Alu-Anhänger

erhältlich ist und trotz Einsteigerpreis mit Luxusausstattung und

komfortabler Größe überzeugt. Der Aufbau des neuen Anhängermodells

besteht aus einer stabilen, feuerverzinkten Stahlrahmen-

Konstruktion mit Kompakt-Seitenstreben hinten. Die Seitenwände

sind in der Holzversion aus wasserfest verleimten Mehrschichtenplatten

gefertigt, die aufgrund ihrer glasfaserverstärkten Kunststoff-

Harzbeschichtung äußerst robust und witterungsbeständig sind. Die

doppelwandigen Voll-Alu-Seitenwände der Alu-Version sind durch

die Verstärkungsstege in der Wand besonders stabil und pflegeleicht.

Beide Modellvarianten sind

mit einem Polydach ausgestattet,

das standardmäßig in Grau oder

gegen Aufpreis in Schwarz lieferbar

ist. Weitere Informationen bezüglich

Preis und Ausstattung

erhalten Sie telefonisch

unter (0 81 31) 29 27 80

oder via E-Mail an

info@woermann.eu

Marktplatz

Seniormüsli mit probiotischer Lebendhefe

Mit Josera Senior hat der Odenwälder Tiernahrungsspezialist

ein Premium-Müsli entwickelt,

das den erhöhten Bedarf älterer

Pferde an essenziellen Aminosäuren, Zink,

Selen und Vitaminen berücksichtigt. Als besonderes

Highlight enthält Josera Senior probiotisch

wirkende lebende Hefezellen, die –

wie wissenschaftliche Studien gezeigt haben

– das Risiko von Verdauungsstörungen reduzieren.

Durch den Einsatz von Lebendhefe

wird die Darmflora stabilisiert und das Immunsystem

gestärkt. Der hohe Energiegehalt

in Josera Senior hilft, dem oft drohenden

Verlust an Körpergewicht älterer Pferde entgegenzuwirken. Josera

Senior ist in 20-kg-Säcken erhältlich (UVP: 20,50 Euro). Weitere

Infos auf www.josera-pferd.de

Fohlen und Jungpferde – halten, erziehen, fördern

Fohlen sind zunächst auf ihre Mutter geprägt

und werden von ihrem Instinkt geleitet. Im

Laufe der Zeit gewöhnen sie sich an den

Menschen und können zu vertrauensvollen

Freizeitpartnern erzogen werden. Wie man

das richtige Maß zwischen Freiheit und Förderung

hält, in welchem Alter Jungpferde

am besten lernen und was sie wann können

sollten, erfahren Pferdehalter in diesem

Ratgeber. Mit wichtigen Tipps zur artgerechten

Haltung und Fütterung sowie persönlichen Erfahrungen

der Autorinnen Ute Ochsenbauer und Beate Schmidtlein. So gelingt

die sanfte Gewöhnung an ein Leben als Reitpferd. Erschienen

im Kosmos-Verlag, ISBN: 978-3-440-12943-2

Auf der sicheren Seite

Sicherheitsspezialist USG schützt jetzt

auch des Reiters Füße. Die sportliche

braune Zugstiefelette

aus weichem gewachstemNubuk-Leder

überrascht mit

dezenter Stahlkappe, zer -

tifiziert nach EN 12568. Pluspunkt dieser bequemen Stiefelette ist

das schlanke Design, das gerade für Frauenfüße ideal ist. Durch

die griffige dual grip® Outdoor-Sohle mit ergonomisch geformtem

Absatz haben Sie bei der Arbeit im Stall, während Spaziergängen,

Bodenarbeit und auch im Sattel einen sicheren Halt. Die

Stiefelette hat ein herausnehmbares Fußbett, das atmungsaktive,

antibakterielle und geruchshemmende Innenfutter besitzt ein hohes

Absorptionsvermögen. Walk & Work ist in den Größen 37–46

zu einem UVP von 107,90 Euro im guten Reitsportfachhandel

oder unter www.usg-reitsport.de erhältlich.

6/2013 ZÜCHTERFORUM 65


Hengste im Gespräch

66 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Foto: Mense

Amiro Z auf dem Westfalenhof

der Renomee Z von Ramiro Z-Alme Z-Ganeff.

Renomee Z ist Vollschwester zu Ratina

Z, einem der erfolgreichsten Springpferde

aller Zeiten, und nahm unter dem

Argentinier Ricardo Kiekegaard an den

Olympischen Spielen 1996 und den Weltmeisterschaften

1998 teil.

Amiros Vater Amigo Toss xx geht in direkter

Linie auf die Mutter des berühmten

Hengstes Le Sancy xx zurück, den wir als

Stammvater von Ramzes und Zeus kennen. Auf Zangersheide wurde Amigo Toss xx mit

großem Erfolg als Veredler in der Springpferdezucht eingesetzt.

Amiro Z selbst war erfolgreich bei den Weltmeisterschaften der Jungen Springpferde in

Lanaken und unter verschiedenen Reitern wie Judy-Ann Melchior, Franz-Josef Dahlmann

und Tobias Thoenes bis internationale 1,45-m-Springen. Härte, Ehrgeiz und Leistungswillen

zeichnen den Halbblüter aus, der einen dem Ideal nahekommenden Galopp

hat und mit viel Vermögen und einer tollen Bascule springt.

Amiro Z steht in Steinhagen über Frischsamen zur Verfügung. Die Decktaxe beträgt 850

Euro und wird gesplittet. 250 Euro sind bei der ersten Besamung fällig, der Rest bei

Trächtigkeit der Stute am 1. September.

Fürst Donnerhall für Louisdors-Preis qualifiziert

Beim Dressur- und Springderby in Hamburg Klein Flottbek schaffte es der Rapphengst

auf den dritten Platz. Mit guten 65 Prozent konnte er sich somit für das Finale in der

Frankfurter Festhalle qualifizieren. Der zehnjährige Florestan I-Donnerhall-Nachkomme

hat unter Ants Bredemeier schon einige S-Erfolge für sich verbuchen können.

Nun ist der Louisdor-Preis das große Ziel der beiden. Der Nachwuchspferde-Grand-

Prix ist eine Serie für acht- bis zehnjährige Pferde, die behutsam an die schwerste Prüfungsklasse

herangeführt werden sollen.

Gekört wurde Fürst Donnerhall 2005 in Verden. Seinen 30-Tage-Test gewann der Hannoveraner

überlegen

und war 2009 zweiter

Reservesieger im Rittigkeitsindex

und Gesamtvierter

seiner HLP in

Prussendorf. Von den

Fremdreitern gab es ein

9,5. Inzwischen ist er

auch für Oldenburg

anerkannt. Aufgestellt ist

der sportliche Rappe bei

seinem Züchter und Besitzer

Rudolf Quast in

Jork (Niedersachsen).

Einen hochinteressanten Neuzugang in seiner Beschälerriege meldet das Gestüt Westfalenhof

aus Steinhagen: „Wir sind stolz und glücklich, dass wir unseren Züchtern mit Amiro Z einen

Hengst anbieten können, der selbst sportlich überzeugt und eine außergewöhnliche Abstammung

hat“, sagt Gestütsleiter Sven Sudhölter. Ende April hat der Westfalenhof den neunjährigen

Halbblüter von der Stoeterij Zangersheide in Belgien gekauft. Der im modernen Veredlertyp

stehende Fuchs mit Abzeichen

stammt vom Vollblüter Amigo Toss xx aus

Foto: LL-Foto

Zwei bayerische Staatshengste

für Max Kühner

Zwei Hengste des bayerischen Hauptund

Landgestüts Schwaiganger sollen

künftig von Max Kühner im internationalen

Sport vorgestellt werden. Der B-2-Kaderreiter

aus Starnberg übernahm vor

Kurzem den siebenjährigen Contendro-

Stakkato-Pilot-Sohn Curriculo (Züchter:

Jürgen Hattebuhr). Der sprunggewaltige

Braune aus dem Hannoveraner Stamm

267 der Schilimot wurde von Thomas

Mühlbauer in Springpferdeprüfungen

aufgebaut und qualifizierte sich u.a. mit

Höchstnoten für das Bundeschampionat.

Beim Turnier in Wiener Neustadt/Österreich

platzierte sich das Paar im September

2012 erstmals international. Im April

2013 feierte Helmut Schönstetter,

Kühners Bereiter, einen Turniereinstand

nach Maß. Im österreichischen Ranshofen

platzierte er den Hengst auf Anhieb

in der Klasse S. „In Curriculo setze ich

einige Hoffnung. Er ist ein sehr modernes,

pfiffiges Pferd mit großem

Springvermögen“, sagt Max Kühner. Den

beiden internationalen S-Erfolgen folgten

beim Riemer Jungpferdecup in München

zwei nationale S-Platzierungen. Im Verlauf

des Jahres will Kühner den Hengst

international in der Youngster-Tour einsetzen.

Ein weiterer Neuzugang in Kühners

Stall ist der Asti Spumante-Furioso

II-Flirt-Sohn Acajou (Züchter: Wolfgang

Hartmann). Der 13-Jährige war seit 2006

unter seinem Mitbesitzer Kristian Kniha

bis zu Drei-Sterne-S erfolgreich und gewann

u.a. zweimal den Großen Preis

von Linz. Da sich Kniha nun voll aufs

Studium konzentriert, kommt nun sein

früherer Trainer Max Kühner in den Genuss,

den Schwaigangerer Hengst zu reiten.

Acajou und Curriculo stehen wegen

ihres Sporteinsatzes der Zucht vorerst

nicht zur Verfügung. Sabine Neumann


Carthago lebt nicht mehr

Der Holsteiner Schimmelhengst Carthago (v. Capitol I-Calando I-

Mambo-Sohn; Stamm 162; Z.: Erhard Krampitz, Epenwöhrden) ist im

Alter von 26 Jahren auf der Insel Föhr eingegangen. Vor seinem

sportlichen Sporteinsatz deckte Carthago als Holsteiner Verbandshengst

von 1990 bis 1995 in Haselau. In dieser Zeit wurde Carthago

von Bo Kristoffersen über erfolgreiche Einsätze in Springpferdeprüfungen

in den Sport gebracht. Im Januar 1996 wurde er an das Gestüt

Zangersheide verpachtet, wo er von Jos Lansink auf internationalem

Parkett zu großen Erfolgen geführt wurde. Zudem wurde

Carthago in Zangersheide züchterisch genutzt. Schon im gleichen

Jahr sattelte Jos Lansink den Hengst bei den Olympischen Spielen

von Atlanta, wo das Paar den elften Platz belegte. Vier Jahre später –

in Sydney – kam es zu einem weiteren olympischen Einsatz. Unter

seinen springerfolgreichen Nachkommen sind vor allem Cristallo 5/

Alois Pollmann-Schweckhorst, Caya/Sheila Burke, Catania 43/Frank

Plock, Cool-Man 2/Holger Wulschner, Cash 63/Marco Kutscher, Classix

Girl/Sören von Rönne und Campus, der mit Kamal Bahamdan an

den Weltreiterspielen in Aachen 2006 teilgenommen hat, besonders

zu erwähnen. Ein weiterer Carthago-Sohn ist Cim Christo, der unter

Bong Gak Sohn koreanische Farben bei den Olympischen Spielen

von Athen 2004 vertreten hat und später mit viel Erfolg in den USA

von Georgina Bloomberg geritten wurde. Genannt werden muss

auch der aus einer Jalisco B-Mutter gezogene Mylord Carthago, der

unter Penélopé Leprevost zur französischen Mannschaft gehörte, die

Trendbarometer Reitsport

Jugendförderung:

Kinder und Ponys –

ein aussterbendes Bild?

Sagen Sie es uns!

Bei der Online-Umfrage

mitmachen und gewinnen –

jeden Monat neu!

Trendbarometerumfrage im Juni:

Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und teilen Sie uns Ihre Meinung mit:

Was zeichnet den Pferdesport für die persönliche Entwicklung von

Kindern und Jugendlichen aus? Wie kann man Kindern und Eltern den

Weg zum Pony bzw. Pferd erleichtern?

Die Ergebnisse veröff entlichen wir in der Juli-Ausgabe.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir zwei Paar Clearround-Reithandschuhe.

Hier können Sie teilnehmen:

www.horsefuturepanel-trendbarometer.de

Das HorseFuturePanel führt Marktforschungsuntersuchungen für die Pferdebranche

durch. Institutionen und Unternehmen stellen Fragen, und die Teilnehmer

können in den Antworten ihre Wünsche und Meinungen mitteilen. So

gestalten Sie die Pferdewelt von morgen aktiv mit!

Hengste im Gespräch

u.a. Mannschafts-Silber

bei den Weltreiterspielen

in Kentucky holte.

Der Schimmel ist gegenwärtig

eines der erfolgreichsten

Springpferde

Frankreichs und wurde

inzwischen auch für die

Holsteiner Zucht gekört.

Als 2001 der Pachtvertrag

auslief und Carthago

nach Holstein zurückkehrte,

stellte sich

heraus, dass er unfruchtbar

geworden war. Seinen Lebensabend verbrachte der Schimmel

bei Peter Diederichsen auf der Insel Föhr. Insgesamt sind 40

Söhne von ihm gekört worden, von denen vor allem der bei Lothar

und Sven Völz in Wöhrden an der Holsteiner Westküste stationierte

Colman, aber auch der Verbandshengst Cardino die größte Akzeptanz

bei den Züchtern gefunden haben. Registriert wurden außerdem

355 Töchter, davon 20 Staatsprämienstuten. Die Lebensgewinnsumme

von Carthagos 686 FN-registrierten Nachkommen, von

denen allein in Deutschland 259 S-Erfolge zu verzeichnen hatten,

beläuft sich laut FN-Statistik auf 3,83 Millionen Euro.

Trendbarometer Reitsport

Auswertung April

SOMMERZEIT – FLIEGENZEIT: WAS TUN

GEGEN FLIEGEN UND BREMSEN?

80 % der Probanden geben an, dass ihr Pferd auf Fliegen und Bremsen reagiert.

Sie führen bei den Pferden zu folgenden Reaktionen:

Nervosität und Unruhe

Starkes Kopfschlagen

Juckreiz an Schweif und Mähne

27 %

0 20 40 60 80 100 %

95 % aller Probanden schützen ihr Pferd vor dem Befall durch Fliegen und Bremsen.

Besonders effizient sind ihrer Meinung nach:

0 20 40 60 80 100 %

Sich selbst schützen nur 51 % der Probanden vor Fliegen- und Bremsenbefall.

Zwei Drittel verwenden dafür ein Fliegenspray.

www.horsefuturepanel.de

54 %

52 %

Fliegenmütze 82 %

Fliegendecke 76 %

Fliegenspray

59 %

Prävention durch Management

55 %

Fliegenlotion vom Tierarzt

38 %

Foto: Ernst

6/2013 ZÜCHTERFORUM 67


Hengste im Gespräch

Destino geht vorzeitig

aus dem Deckeinsatz

Der Reitponyhengst Destino v. Dressman I-

Marsvogel xx, aus dem Besitz von

Katharina von Salmuth, Gestüt Lilienhof

wird vorzeitig aus dem Deckeinsatz

genommen.

„Um die sportliche Karriere Destinos weiter

zu fördern, haben wir uns entschieden, ihn

in diesem Jahr vorzeitig aus dem Deckeinsatz

zu nehmen“, so Besitzerin und Ponyliebhaberin

Katharina von Salmuth.

Er wird in der laufenden Turniersaison von

Ann-Kathrin Lindner aus dem baden-württembergischen

Ilsfeld vorgestellt. Ziel des

Paars ist die Qualifikation und die

Teilnahme an den Bundeschampionaten in

Warendorf.

Ann-Kathrin Lindner ist sehr erfolgreich im

Ponysport unterwegs. Sie ist zweifache

Süddeutsche Mannschaftsmeisterin und

Süddeutsche Vize-Meisterin im Einzel.

Sie war Teilnehmerin bei den Deutschen

Meisterschaften und nahm bereits dreimal

an den Bundeschampionaten in Warendorf

teil, wobei sie sich zweimal im Finale

platzieren konnte.

Der Reitponyhengst Haddaway v. L.H. Halifax-Kaiserjaeger

xx, auch aus dem Besitz

des Gestüts Lilienhof, wird den Züchtern in

der laufenden Decksaison weiterhin zur

Verfügung stehen.

Inselfürst lebt nicht mehr

68 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Hengste beim Preis der Besten erfolgreich

Der für Oldenburg zugelassene Hengst Inselfürst ist im Alter von 27 Jahren gestorben. Während

seiner gesamten Zuchtkarriere war der Schimmel auf der Station seines Züchters Hergen

Schweers beheimatet.

Lange Zeit war der Inschallah AA-Sohn aus einer Futuro-Mutter der Rekordhalter der Hengstleistungsprüfung.

Unter Hiltrud Moormann wurde er bis zur schweren Klasse gefördert.

Auch wenn Inselfürst nie ein Modehengst bei den Züchtern war, so hat er doch einiges an

interessanter Nachzucht zu bieten.

So zum Beispiel den in Österreich

zugelassene Vererber Impuls aus einer

Götterfunke-Mutter. Oder der in

den USA aufgestellte Sohn Ironman

aus einer Wienerwald-Stute.

Doch auch hierzulande hat der

stattliche Schimmel bekannte Nachkommen.

Unter anderem Fairbanks,

Paso Double (2012 Bronze bei der

Pony-EM), Die Insel und For Joy

(Isabell Werth).

Foto: W. Ernst

Mitte Mai fand in Warendorf der Preis der Besten statt – teilnehmen durften Ponykinder,

Junioren und Junge Reiter. Erfreulich war, dass die Jugendlichen mehrere

Deckhengste vorstellten und sehr erfolgreich damit waren.

So konnte Gudio Klatte jun.

mit dem Holsteiner Hengst

Collado die Gesamtwertung

der Junioren im Springen

gewinnen. Nachdem der

Cassini I-Landgraf I-Sohn

am ersten Tag auf Platz fünf

rangierte, gewann das Paar

die zweite Wertungsprüfung

und holte sich den

Gesamtsieg.

Bei den Jungen Reitern in

der Dressur konnte der Celler

Landbeschäler Edward

(Embassy I-Fabriano) unter

seiner neuen Reiterin Charlott-Maria

Schürmann nach

Platz eins am ersten Tag am

Ende Silber in der Gesamtwertung

gewinnen.

Auch bei den Dressurponys

hatte ein Hengst die Nase

vorne: Semmieke Rothenberger

steuerte den Reit -

Silber für den Celler Landbeschäler Edward

pony hengst Deinhard B

(Dornik B-Golden Dancer)

ganz souverän zum Gesamtsieg.

Gewann den Preis der Besten: Collado

Happy Birthday Grosso Z!

Foto: Mense

Foto: Mense

Der Doppelvererber Grosso Z ist im

Mai ganze 30 Jahre alt geworden.

Er erfreut sich bester Gesundheit

und residiert auf seiner

Sommerkoppel.

Der Goliath II Z-Furioso II-Sohn

stammt aus der Zucht von Leon

Melchior und steht im Besitz von

Beate Conle-Hüttner und dem Gestüt

Wiesenhof. Der Braune war

selbst im Springen und Dressur (bis

Klasse S) erfolgreich und vererbt

diese Doppelveranlagung weiter.

Jüngster Erfolg seiner Nachkommen

waren die Grand-Prix-Platzierungen

von Grossos Gentle unter Ellen

Schulten-Baumer auf dem Maimarkt

in Mannheim.


D wie Dressur –

Darliera Preisspitze in Verden

Bei bestem Frühlingswetter fanden etwa

1000 Hannoveraner Fans, Käufer und Verkäufer

den Weg in die Niedersachsenhalle

nach Verden. 77 Hannoveraner wurden bei

der Mai-Auktion versteigert. Die hoch veranlagte

Dressurstute Darliera war bestbezahlt.

29 Hannoveraner werden die Republik

ins Ausland verlassen.

Darliera v. Dancier-Lauries Crusador xx

(Züchter und Aussteller: Hans-Hinrich Dodenhoff,

Bötersen) war im vergangenen

Jahr auf der Stutenschau in Sottrum Klassen-

und Gesamtsiegerin: Die Staatsprämienanwärterin

wechselte für 40.000 Euro in

einen Dressurstall nach Schweden.

Salt’n Peppa hatte schon im Vorfeld der

Mai-Auktion wie kaum ein zweites Pferd

für Begeisterung gesorgt. Der vierjährige

Stolzenberg-Escudo-Sohn (Züchter: Heinrich

Zettel, Neustadt, Aussteller: Gerd Odlozinski,

Neustadt-Luttmersen) vereint nicht

nur beste hannoversche Springgene in seinem

Pedigree, sondern macht auch im Parcours

seine Sache vom Feinsten. Nach einem

spannenden Bieterduell wurde der

Athlet für 36.000 Euro in einen Springstall

nach Niedersachsen verauktioniert. Der

neue Besitzer hatte schon bei der November-Auktion

erfolgreich eingekauft und bestätigte

so einmal mehr sein Vertrauen in

das Auktionshaus Verden.

48 Hannoveraner bleiben in Deutschland,

29 haben in 14 Nationen ein neues Zuhause

gefunden.

Sir Donnerhall stellt mit 65.000 Euro

die Preisspitze in München

Frühjahrshits

Auktionen in Nord und Süd

Der Durchschnittspreis bei der gut besuchten

10. Süddeutschen Reitpferdeauktion

sinkt auf knapp 14.000 Euro Der vierjährige

Wallach Secret aus der Zucht von Bernhard

Schumm in Crailsheim erzielte mit 65.000

Euro den Spitzenpreis bei der 10. Süddeutschen

Reitpferdeauktion. Es war nicht sein

erster Besitzerwechsel. Als Fohlen war der

bewegungsstarke Sir

Donnerhall-Florestan I-

Sohn unter dem Namen

Siggi über die Süddeutsche

Elite-Auktion in Nördlingen

für 8500 Euro in den Besitz

der Sportpferdeaufzucht Riedheim

gelangt. Drei Jahre später

trabte er unter Sabina Schrödter

auf dem Baden-Württembergischen

Landeschampionat in

Tübingen auf den Bronzerang.

In Riem schlug Auktionator

Uwe Heckmann den

begehrten Braunen (Aussteller: Jörg

Schrödter) einer Käuferin aus dem Raum

Stuttgart zu. Dominique Röder soll Secret

sportlich weiter fördern. Quintessa II, eine

Quaterback-Rubin Royal-Tochter (Züchter

und Aussteller: Dr. Frank Klakow, Osterburg)

ging als zweitteuerstes Dressurpferd

für 21.500 Euro in den Stall von Robert Harrison

Schmerglatt nach Starnberg. Die

Chris tallo-Grundsteins Erbe-Tochter Gina

(Züchter: Ludwig Ebermann, Brennstadt;

Aussteller: Rainer Rudolph, Herges) war

mit 21.500 Euro das teuerste Springpferd.

Ihre Schweizer Käufer nahmen mit der vierjährigen

Casall-Grand Pilot-Tochter Casalla

R (Züchter und Aussteller: Manfred Rudel,

Königsbrunn) noch ein Springtalent der Extraklasse

mit – zum Schnäppchenpreis von

10.500 Euro. Insgesamt war das Lot qualitativ

sehr gemischt. Einmal mehr zeigte sich,

dass sich unkomplizierte, gut ausgebildete

Pferde mit überdurchschnittlichem Talent

und Platzierungen auch in Krisenzeiten gewinnbringend

vermarkten lassen, während

Durchschnittspferde zum Verlustgeschäft

für die Züchter werden. 26 der ursprünglich

31 Pferde wurden versteigert und

brachten 362.000 Euro. Ein Pferd erhielt

kein Gebot. Der Durchschnittspreis sank

gegenüber dem letzten Jahr von 19.023 auf

13.923 Euro. Angesichts der schwierigen

Wirtschaftslage und des ungenügenden

Ausbildungsstandes mancher Auktions-

Vermarktung

Preisspitze in Verden: Darlierar

pferde bei der Anlieferung gab sich der

neue Auktionsleiter Norbert Paul dennoch

zufrieden „Viele Pferde haben sich in den

drei Wochen sehr gut entwickelt.Wir hatten

auch viele Kaufinteressenten. Alle Pferde

sind ausprobiert worden.“ S. Neumann

First Selection:

50.000 Euro für Sunshine Reggae

Mit 50.000 Euro war Sunshine Reggae die

Preisspitze der ersten Dressurpferdeauktion

im baden-württembergischen Ravensburg:

Ein süddeutscher Ausbildungsstall legte die

Summe für den dreijährigen Hengst von

San Amour-Donnerhall an. „Wir hatten eine

tolle Veranstaltung, die Pferde sind zu

marktgerechten Preisen sehr gut verkauft

worden“, berichtet Mit-Organisator Fabian

Scholz. „Für die erste Auktion dieser Art

sind wir mit der Resonanz sehr zufrieden,“

so Dorothee Pfeiffer, auf derer Reitsportanlage

die Auktion stattfand. „Wir sind überzeugt,

dass das Konzept funktioniert und

dass in Süddeutschland, Österreich und der

Schweiz große Nachfrage besteht“, so

Scholz. „Die Auktion hat in jedem Fall Zukunft,

im nächsten Jahr geht’s weiter. Viele

Aussteller kamen zu mir und sagten, beim

nächsten Mal sind wir wieder mit dabei.

Das ist die beste Anerkennung unserer Arbeit“,

so Pfeiffer.

Foto: T. Ernst

6/2013 ZÜCHTERFORUM 69


Fotos: Streitferdt

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Einzelne Themen können aufgrund aktueller Anlässe verschoben

werden. Dafür bitten wir um Verständnis.

Heft 7/13 erscheint am 5. Juli

Redaktions- und Anzeigenschluss:

15. Juni

72 ZÜCHTERFORUM 6/2013

Foto: HIM/Ruehl

17. Jahrgang

Herausgeber: Hugo Matthaes

Verlag:

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Telefon +49 (0) 711/80 60 82-36, Fax +49 (0) 711/80 60 82-50

E-Mail: zuechterforum@matthaesmedien.de

Erscheinungsweise: monatlich

Chef vom Dienst:

Dominique Garvs, Tel. +49 (0) 711/80 60 82-48

E-Mail: zuechterforum@matthaesmedien.de

Redaktion:

Claus Schridde, Tel. +49 (0) 53 58/97 08 13, E-Mail: claus.schridde@t-online.de

Ständige Mitarbeiter:

Dr. Tanja Becker, Wulf-Heiner Kummetz, Manfred Mense, Sabine Neumann, Nora

Driesch, Dr. Dietrich Plewa, Nina Stiller, Julia Wentscher, Jessica Kaup, Jorinde Buck,

Rick Helmink (NL), Theresa Deisl (A), Birgit Herrmann (CH)

Herstellungsleitung:

Susanne Stöckl, Tel. +49 (0) 711/80 60 82-17

Herstellung:

Stefanie Maurer, Melanie Haag

Anzeigen:

An den Verlag. Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 17

Telefonische Anzeigenannahme +49 (0) 711/80 60 82-12

Fax Anzeigenannahme +49 (0) 711/80 60 82-70

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Anzeigenservice: Sandra Streitferdt

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Vertrieb und Abo-Service:

Felicia Subotha, Telefon +49 (0) 711/80 60 82-53

E-Mail: zf-abo@matthaesmedien.de

Bezugspreise:

Deutschland: Einzelheft 5,30 €, Jahresabonnement 59 € einschließlich

Postzeitungsgebühren (inkl. 7 % Mehrwertsteuer = 4,13 €)

Österreich und EU-Länder: Einzelheft 5,50 €, Jahresabonnement 63 €

Schweiz: Einzelheft 5,50 €, Jahresabonnement 63 €

Vertrieb Schweiz: Matile GmbH, Postfach 180, CH-3113 Rubigen

Tel. +41 (0) 31/3 31 83 83, Fax +41 (0) 31/3 31 83 84

Internet: www.horses.ch, E-Mail: matile@horses.ch

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des Berechnungs zeitraums schriftlich mitzuteilen.

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Sparkasse Pforzheim Calw (BLZ 666 500 85) Nr. 72 16 700

Österreich: Salzburger Sparkasse Bank AG (BLZ 204 04) Nr. 0040155400

Schweiz: AEK Bank 1826 (BLZ 87 04) Nr. 1484506108

Die mit dem Namen des Verfassers gekennzeichneten Artikel stellen nicht unbedingt die

Meinung des Herausgebers und der Redaktion dar. Alle Rechte, auch die des auszugs weisen

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