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ZÜCHTERFORUM

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ISSN 1860-4242 17. Jahrgang 43007<br />

www.zuechterforum.com<br />

<strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />

Fachmagazin für Pferdezucht, Haltung und Vermarktung<br />

6Juni 2013 Matthaes Medien GmbH & Co. KG<br />

Einzelpreis Deutschland 5,30 €<br />

Österreich und EU-Länder 5,50 €<br />

Schweiz 5,50 €<br />

Sind wir wirklich<br />

in der Krise?<br />

Analyse über die<br />

deutsche Pferdezucht<br />

Sporthorse Breeding<br />

Polydor: Qualität aus Westfalen<br />

Passion statt Profit<br />

Das Ehepaar Kellerwessel im Portrait<br />

Aus der Praxis für die Praxis<br />

Weidemanagement: Wenn’s gut sein soll<br />

Lagern statt liefern lassen<br />

DKB-Bundeschampionate<br />

Die Qualifizierten, Teil 1


Die Hengste decken im Natursprung.<br />

Prospekt anfordern bei:<br />

Die sichere Alternative<br />

Springofferte<br />

2013<br />

Nariston<br />

v. Narew xx-Granit-Agram-Schober<br />

– selbst sporterfolgreich, gezogen aus einer<br />

wendländischen Springdynastie<br />

– Vater von Bundeschampionatsteilnehmern<br />

– Prämienfohlen in Serie<br />

– älteste Nachkommen S-Springen erfolgreich<br />

Prominenz<br />

v. Pilot-Goldlack I-Ramiro-Rendant<br />

– HLP-Springsieger LK I, Bundes championatsteilnehmer<br />

– selbst S-erfolgreich, Vater internationaler<br />

S-Sieger u. gek. Söhne<br />

– Top-Zuchtwerte lt. FN-Zuchtwertschätzung<br />

– Empfohlen im Programm Hannoveraner<br />

Springpferdezucht<br />

Ramiro’s Son II<br />

v. Ramiro-Moltke I-Farnese-Logenschließer<br />

– HLP LK I, Holsteiner Stamm 5421<br />

– Sieger in S-Springen, Vater internationaler<br />

S-Sieger u. gek. Söhne<br />

– Top-Zuchtwerte lt. FN- und Hannoveraner<br />

Zuchtwertschätzung<br />

– Empfohlen im Programm Hannoveraner<br />

Springpferdezucht<br />

Termine 2013:<br />

09. Mai 2013 (Himmelfahrt)<br />

Tag der offenen Tür<br />

15. Juli 2013<br />

Oldenburger Hauptbrenntermin<br />

16. Juli 2013<br />

ZfdP-Brenntermin<br />

Familie Schridde<br />

Hauptstraße 10–12 · 38368 Querenhorst<br />

Tel. (0 53 58) 97 08 14, Fax/AB: (0 53 58) 97 08 13, Mobil (01 71) 7 54 58 64<br />

E-Mail: claus.schridde@t-online.de · Internet: www.schridde-pferde.de


Inhalt Juni 2013<br />

Damis bestes Rennen<br />

Er macht nicht nur seine Reiterin<br />

Helen Langehanenberg stolz: Damon<br />

Hill repräsentierte beim Weltcup-Finale<br />

in Göteborg die deutsche<br />

Zucht von der besten Seite.<br />

Seite 20<br />

In der Krise?<br />

Die Bedeckungszahlen<br />

sind rückläufig, die Zahlen<br />

auf den Auktionen gehen<br />

immer mehr zurück, und<br />

auch die Stutenbestände<br />

schwinden erschreckend.<br />

Thomas Hartwig hat die<br />

Pferdezucht analysiert.<br />

Teil 1 ab Seite 24<br />

2 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Hin und her<br />

Lagern statt liefern lassen<br />

Für Pferdebetriebe kann die Anlieferung<br />

von Heu und Stroh nach Bedarf eine Möglichkeit<br />

sein. Dagegen stehen aber auch<br />

Kontra-Argumente. Wir fragen uns: Was für<br />

Lagermöglichkeiten gibt es? Seite 40<br />

Ganz nach dem Motto „Aller guten Dinge<br />

sind drei“ hat der AES nach den Querelen im<br />

Verband nun endgültig gekört. Wer nun zur<br />

Zucht zugelassen wurde, lesen Sie ab<br />

Seite 12<br />

Der Dressurstar<br />

San Amour liefert gekörte<br />

Söhne, Bundes -<br />

champions und Auktionspferde<br />

am laufenden<br />

Band. Zudem<br />

hat er jetzt sogar einen<br />

gekörten Vollbruder.<br />

Alles über ihn<br />

ab Seite 30<br />

Aus der Praxis für die Praxis<br />

Endlich Ruhe in Westfalen?<br />

Nach nur drei Wochen stand in Westfalen<br />

ein neuer Vorstand fest, nachdem<br />

der ehemalige Vorstand nach nur<br />

zwölf Monaten teilweise zurückgetreten<br />

ist. Mehr dazu ab Seite 10<br />

Wenn’s gut werden soll<br />

Wer Pferde auf die Weide bringt, braucht<br />

mehr als nur ein Stück grüne Wiese. Was<br />

Sie bedenken sollten, bevor Sie Ihrem<br />

Vierbeiner Natur pur bieten, sagen wir Ihnen<br />

ab Seite 35


Es war Zahltag: Im Wonnemonat Mai<br />

bekamen Züchter Prämien für ihre erfolgreichen<br />

Zuchtprodukte ausgezahlt.<br />

Freuen kann sich auch Klaus-Herrmann<br />

Holm, der unseren Titelhelden<br />

Carinjo gezogen hat. Denn der Braune<br />

ist nicht nur ein gefragter Deckhengst<br />

auf der Station Völz, er ist auch noch der<br />

Holsteiner mit der zweithöchsten Jahresgewinnsumme.<br />

Im Juni können sich interessierte Zuschauer<br />

noch mehr erfolgreiche Holsteiner<br />

anschauen – am 14. und 15. Juni<br />

findet in Elmshorn das Landeschampionat<br />

der Holsteiner statt. Foto: Bricot<br />

1 Editorial<br />

4 Szene<br />

10 Verbandsintern<br />

10 Neuer Vorstand in Westfalen<br />

11 Interview mit Theodor Leuchten<br />

12 Körungen<br />

12 AES-Körung: „Aller guten Dinge sind drei“<br />

14 DKB-Bundeschampionate<br />

20 Report<br />

20 Göteborg: Der Weltcup aus der Zuchtbrille<br />

24 Die deutsche Pferdezucht in der Krise? Teil 1<br />

29 Horsetelex: Mehr als nur eine Abstammung<br />

30 Hengstportrait<br />

34 Praxis<br />

34 Recht: Routine-Eingriff Kastration<br />

35 Management ist alles: Tipps rund ums Thema Weide<br />

40 Wetterfest: Die richtigen Lagerhallen<br />

43 Schauen und Championate<br />

44 Ponyzucht<br />

46 Züchterportrait<br />

50 Briefe, Faxe, Mails<br />

51 Sporthorse Breeding<br />

56 Familienbande<br />

60 Fohlen-Fotowettbewerb<br />

65 Marktplatz<br />

66 Hengste im Gespräch<br />

69 Vermarktung<br />

72 Vorschau/Impressum<br />

ISSN 1860-4242 17. Jahrgang 43007<br />

www.zuechterforum.com<br />

<strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />

Fachmagazin für Pferdezucht, Haltung und Vermarktung<br />

6<br />

Juni 2013 Matthaes Medien GmbH & Co. KG<br />

Einzelpreis Deutschland 5,30 €<br />

Österreich und EU-Länder 5,50 €<br />

Schweiz 5,50 €<br />

Sind wir wirklich<br />

in der Krise?<br />

Analyse über die<br />

deutsche Pferdezucht<br />

Sporthorse Breeding<br />

Polydor: Qualität aus Westfalen<br />

Passion statt Profit<br />

Das Ehepaar Kellerwessel im Portrait<br />

Aus der Praxis für die Praxis<br />

Weidemanagement: Wenn’s gut sein soll<br />

Lagern statt liefern lassen<br />

Dieser Ausgabe liegen Prospekte der Firma Friedrich W. Haas bei.<br />

Wir bitten unsere Leser um Beachtung.<br />

Die Qualifizierten, Teil 1<br />

DKB-Bundeschampionate<br />

ACTION BREAKER IN ACTION<br />

FRISCHES SPERMA<br />

GERMANY<br />

NETHERLANDS - BELGIUM<br />

STUD FEE: €2000<br />

STALLION | 2000 | BWP | BAI | 1,76 M<br />

APPROVED FOR: KWPN, SF, BWP, OLD, WESTF, OS-INTERNAT.<br />

HEARTBREAKER<br />

Jarme van 't<br />

Steentje<br />

Nimmerdor<br />

Bacorole<br />

LYS DE DARMEN<br />

Freja<br />

Farn<br />

Ramona<br />

Silvano<br />

Orchidee<br />

Et Hop X<br />

Darmen<br />

PORSCHE DE BORNIVAL<br />

Querry<br />

Dealer: ENTERBROOK - TEL. +31(0)621 666 309<br />

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OFFSPRING ACTION BREAKER<br />

ACAPULCO Z<br />

(Action Breaker x Lux)<br />

Winner Sunshine Tour (7 year old)<br />

ELIXIR ST<br />

(Action Breaker x Nimmerdor)<br />

Winner 1,50 GP (9 year old)<br />

GENTLEMAN ST<br />

(Action Breaker x Carthago)<br />

Approved for AES<br />

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Szene<br />

Beirat Zucht – Verein Deutscher Hengsthalter<br />

Zum 70. von Cord Wassmann<br />

als neue FN-Anschlussorganisation Seinen 70. Geburtstag feierte am 27. Mai Cord<br />

Anlässlich der Jahrestagungen der darüber abgestimmt, ob die „Hengst- Wassmann (Badbergen). Fast 40 Jahre lang beklei-<br />

Deutschen Reiterlichen Vereinigung halter“ als Anschlussorganisation aufdete der Landwirt, der in seiner Jugend erfolg-<br />

(FN) in Münster hat der Beirat Zucht genommen und damit mit einer reich Springen und Vielseitigkeit bis zur Klasse S<br />

verschiedene Beschlüsse gefasst. Stimme im Beirat Zucht vertreten ritt, zahlreiche Ehrenämter in Pferdesport und<br />

Dazu gehört unter anderem die Ent- sind. Im Beirat Zucht stimmte die -zucht. Von 1974 bis 1981 Verbandsjugendwart<br />

scheidung über den Antrag des Ver- Mehrheit der Zuchtverbände für eine und später viele Jahre Vorsitzender des Landeseins<br />

Deutscher Hengsthalter als FN- Aufnahme. In der FN-Mitgliederververbandes Weser-Ems, war Wassmann ab 1976 zu-<br />

Anschlussorganisation. Der Beirat sammlung wurde der Verein Deutnächst stellvertretender und von 1980 bis 1992<br />

verabschiedete außerdem die Empscher Hengsthalter dann als An- Vorsitzender der Bundesjugendleitung der Deutfehlungen<br />

zu „Veterinärstandards bei schlussorganisation aufgenommen. schen Reiterlichen Vereinigung (FN). In dieser<br />

Körungen für Deutsche Reitpferde- „Wir haben nahezu alle Hengsthalter Funktion war er auch Mitglied in den Vorständen<br />

zuchten“ und berief eine Schieds- unter unserem Dach organisiert und Sport der FN und des Deutschen Olympiade-Kokommission<br />

mit Tierärzten. Außer- wir wollen die Probleme gemeinsam mitees für Reiterei (DOKR). Von 1997 bis 2004<br />

dem wurde in Münster über den mit den Zuchtverbänden anpacken. vertrat er im FN-Präsidium den Bereich Allgemei-<br />

Deckeinsatz ungeprüfter Hengste Da wir sehr nahe an der Basis und an ner Reit- und Fahrsport. Darüber hinaus war Cord<br />

diskutiert.<br />

den Züchtern sind, glauben wir, dass Wassmann 17 Jahre lang Vorsitzender der Kör-<br />

Bereits im Herbst hatten Vertreter des wir uns konstruktiv einbringen könkommission des Verbandes der Hannoverschen<br />

Vereins Deutscher Hengsthalter ihr nen“, erklärte Thomas Casper (Donz- Warmblutzüchter und ist bis heute ein gefragter<br />

Anliegen bei den Zuchtverbänden dorf), Vorsitzender des Vereins Deut- Referent, wenn es um das Thema Pferdebeurtei-<br />

vorgetragen. Jetzt wurde in Münster scher Hengsthalter.<br />

lung geht.<br />

<br />

„Rückläufige Bedeckungszahlen“<br />

Wie steht es um die deutsche Zucht? Sind die Züchter, mithin Sie, zufrieden mit den Ent -<br />

wicklungen, und wie sieht’s in der Praxis aus? – Antworten auf diese Fragen gibt unser „Zucht-<br />

Trend“. Wir haben gefragt, ob Sie alle Ihre Stuten dieses Jahr bedecken. Und hier ist das Ergebnis:<br />

Die Frage: Lassen Sie dieses Jahr alle Stuten bedecken?<br />

Ja, wenn möglich<br />

Nein, ein paar von ihnen haben Pause<br />

Nein, ich lasse gar keine decken<br />

<br />

Unsere Empfehlung:<br />

marstall Cornmüsli<br />

Das Power-Paket!<br />

4 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

32 %<br />

27 %<br />

59 %<br />

Beim aktuellen „Zucht-Trend“ geht es ums Thema „Verbände“. – Ein Klick im Zucht-Trend auf<br />

unserer Home page, und Ihre Stimme wird gezählt. Die ist nämlich wichtig!<br />

Präsentation „Werlhof’s<br />

Charity GS“<br />

Wie bereits im letzten<br />

Jahr wird der „Große<br />

Preis von Isernhagen“<br />

wieder die Plattform für<br />

eine Charity-Versteigerung<br />

sein. „Werlhof’s<br />

Charity GS“ heißt der<br />

noch schwarze Schönling,<br />

der am Samstag,<br />

den 15. 6. 2013, vor Beginn<br />

des Haupt sprin -<br />

gens an diesem Tag,<br />

dem Championat von<br />

Isernhagen, seinen<br />

neuen Besitzer finden<br />

wird. „Werlhof’s Charity<br />

GS“ ist ein Hengstfohlen<br />

mit bester Spring ab stam -<br />

mung aus Oldenburger<br />

Zucht. Erfahren Sie, welchem<br />

Stamm der kleine<br />

Schönling entspringt<br />

und wem der Erlös aus<br />

der Versteigerung zugutekommt,<br />

und treffen<br />

Sie den kleinen Superstar<br />

live.


Das neue Leihmutterprogramm<br />

von www.5starHorses.com!<br />

In Zeiten rückläufiger Bedeckungen, abnehmender<br />

Zuchtstuteneintragungen<br />

und fallender Fohlenregistrierungen malen<br />

viele Züchter Horror-Szenarien auf,<br />

die gar dem En de der Hochzucht gleichkommen.<br />

Hengstmütter, Stuten, die Bundeschampionats-Teilnehmer<br />

gebracht haben, Stuten<br />

aus Olympiastämmen, Mütter mit herausragender<br />

Eigenleistung und Verwandtschaft<br />

von WM-Pferden, werden<br />

nicht mehr oder nicht mehr genügend<br />

züchterisch genutzt.<br />

Kurzum, die Zuchtschätze Deutschlands<br />

„verkommen“ auf der Weide oder im<br />

Züchterstall.<br />

Um dem entgegenzutreten, bietet 5star-<br />

Horses.com allen Züchtern an, ihre Top-<br />

Zuchtstuten via www.5starHorses.com<br />

als Leihmutter zur Verpachtung anzubieten.<br />

Das komplette Programm und wie alles<br />

funktioniert unter www.5staehorses.com<br />

oder telefonisch unter Nummer (01 71)<br />

Eine Powerfrau wird 70<br />

Heike Breckweg, kompetente Ansprechpartnerin<br />

in Sachen Marketing rund ums<br />

Pferd, hat allen Grund, die Korken knallen<br />

zu lassen - sie feiert am 3. Juni ihren<br />

70. Geburtstag. Unzählige Kunden aus<br />

Zucht- und Haltung, aber auch aus dem<br />

Pferdesportbereich, vertrauen ihr seit Jahren.<br />

Kein Wunder, denn ihre Vita spricht<br />

für sich. Nach der Hochzeit mit Hubert<br />

Breckweg übernahm sie die Leitung der<br />

eigenen Druckerei, und es folgte die<br />

Gründung der Deckstation Wildeshausen.<br />

Szene<br />

Als die Druckerei von Bremen nach Wildeshausen<br />

umsiedelte, wurde sie zur<br />

Haus- und Hofdruckerei des Oldenburger<br />

Verbandes. Heike Breckweg übernahm<br />

die komplette Anzeigenakquise des Verbandes<br />

und seit 2002 auch die alleinige<br />

Akquise der Zeitschrift Pferdeforum und<br />

baute dieses Geschäft erfolgreich auf – als<br />

Verlag und Agentur des Verbandes der<br />

Züchter des Oldenburger Pferdes. Das<br />

Team des <strong>ZÜCHTERFORUM</strong>S gratuliert<br />

ganz herzlich.<br />

3284301 . Schon damals wie heute immer für die Pferde ... ... unterwegs: Heike Breckweg<br />

Qualität<br />

<br />

Samstag, 22. Juni<br />

3. Lodbergener Fohlenchampionat<br />

<br />

Deutsches Fohlenchampionat<br />

Mittwoch, 3. Juli<br />

Hannoveraner Brenntermin<br />

Donnerstag, 4. Juli<br />

Oldenburger Brenntermin<br />

Hengstfohlen<br />

v. For Romance / Pik Noir<br />

Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen GmbH , <br />

info@dressurleistungszentrum.de<br />

Foto: W. Ernst<br />

dressurpferde<br />

Leistungszentrum<br />

lodbergen<br />

Foto: Privat<br />

Foto: Becker


Szene<br />

Hofauktion Borgmann: Eurosport wird Preisspitze<br />

„Gute Pferde lassen sich gut<br />

verkaufen“, ist sich der vereidigte<br />

Auktionator Volker Raulfs<br />

nach der zweiten Hofauktion<br />

der Familie Borgmann am letzten<br />

Maisonntag noch sicherer<br />

als zuvor. Vor der mit mehr als<br />

800 Gästen dicht gefüllten Reithalle<br />

versteigerte er in knapp<br />

drei Stunden 33 Embryos, Fohlen<br />

und Pferde aus Borgmann’scher<br />

Zucht, Aufzucht<br />

und Ausbildung. Der westfälische<br />

Zuchtleiter Wilken Treu<br />

und auch Verbands-Auktionator<br />

Bernd Richter verschafften sich<br />

einen persönlichen Eindruck<br />

von der „Selbsthilfe“-Aktion der<br />

renommierten Züchterfamilie,<br />

die in zweiter Generation die<br />

wertvollen Stämme pflegt. Mit<br />

20 Kandidaten war der Anteil<br />

der gerittenen Kandidaten gegenüber<br />

der Premiere vor einem<br />

Jahr deutlich erhöht worden.<br />

Knapp 600.000 Euro Umsatz<br />

standen nach Auskunft des<br />

Auktionators nach der Versteigerung<br />

zu Buche. 25 Embryos,<br />

Fohlen und Pferde sind reell<br />

verkauft, bestätigte Stephan<br />

6 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Borgmann. Die Nachkommen<br />

des in Ostbevern geborenen<br />

und aufgewachsenen NRW-Körungssiegers<br />

Estobar NRW sorgten<br />

für einen Paukenschlag.<br />

Vier erzielten Preise von 50.000<br />

Euro und mehr. Den Spitzenpreis<br />

von 130.000 Euro lieferte<br />

der fünfjährige gekörte und<br />

prämierte Fuchshengst Eurosport,<br />

der aus der Vollschwester<br />

des hoch erfolgreichen Dressurpferdes<br />

Floriano von Florestan<br />

I-Weinberg stammt. Den<br />

Zuschlag erhielt nach spannendem<br />

Bieterduell in der Reithalle<br />

die westfälische Dressurausbilderin<br />

und Grand-Prix-Reiterin<br />

Kathrin Bettenworth. Eurosport<br />

soll in Spenge in eine große<br />

Dressurkarriere hineinwachsen.<br />

„Der Sport steht bei uns im Vordergrund,<br />

der Grand Prix ist<br />

das Ziel“, sagte Kathrin Bettenworth.<br />

Eine züchterische Nutzung<br />

des Prämienhengstes sei<br />

nicht geplant. Für 58.000 Euro<br />

wechselte der vierjährige Vollbruder,<br />

der Fuchswallach Ein<br />

Traum, nach Mannheim. In<br />

schweizerischen Besitz ging für<br />

Dorumer Sieger 2013 von Gem of India und Don Index<br />

Schon mit Tradition veranstaltet der Verein<br />

zur Förderung der Pferdezucht im Land<br />

Wursten unter der Regie des Vorsitzenden<br />

Jens Addickes und Peter Krause, der der<br />

Celler Besamungsstelle Unterweser in Dorum<br />

vorsteht, am 1. Mai seinen Fohlentag<br />

an der Dorumer Reithalle. In diesem Jahr<br />

fungierten Reinhard Baumgart (Verden-<br />

Döhlbergen) und Claus Schridde (Querenhorst)<br />

als Richter. Bei gutem Wetter präsentierten<br />

sich etwa 45 Fohlen. Sieger des<br />

Springrings war ein braunes Stutfohlen<br />

aus dem Dorumer Premierenjahrgang von<br />

Gem of India (M. v. Comte-Peter Pan; Z.:<br />

Gerd Kottke, Kutenholz-Essel). Den Reservesieg<br />

holte sich ein Fuchshengstfohlen,<br />

abstammend von Perigueux-Laptop-Acord<br />

II (Z.: Henry Perl, Ringstedt). Drei weitere<br />

War den Käufern 130.000 Euro wert: der gekörte Eurosport<br />

57.000 Euro der dreijährige gekörte<br />

Hengst Eurodressage aus<br />

einer Mutter von Insterburg,<br />

und ein Bieter aus Wien ersteigerte<br />

für 50.000 Euro den vierjährigen<br />

braunen Wallach Exciting<br />

Present aus einer Puertollano-Tochter.<br />

Den Spitzenpreis<br />

von 17.000 Euro erzielte bei<br />

den neun Fohlen der neun Wochen<br />

alte Fuchshengst AMG<br />

von Apache-Fürst Piccolo. Auch<br />

er wurde Schweizer Bietern zu-<br />

Endringteilnehmer stammten ab von Gem<br />

of India, der seinen Fohlen eine klare<br />

sportliche Note mitgibt, und eines von<br />

Chivas. Bei den Dressurfohlen ging der<br />

Sieg an einen rappfarbenen Sohn des Don<br />

Index (M. v. Dancier-Dacaprio; Z.: ZG Rosenhage-Stein,<br />

Nordholz). Auf Platz zwei<br />

folgte eine Tochter des Quaterhall (M. v.<br />

His Highness-Rotspon; Z.: Hanke Eits,<br />

Nordholz) und an dritter Stelle eine Tochter<br />

des Quaterhall (M. v. De Niro-Walt Disney<br />

I; Z.: Eibe von Holten, Neuenwalde).<br />

Quaterhall stellte mit 21 Nachkommen das<br />

Gros der in Dorum präsentierten Fohlen.<br />

Der Endring der Dressurfohlen wurde<br />

komplettiert durch Nachkommen der<br />

Hengste Dancier (2), Don Index, Spörcken<br />

und noch zweimal Quaterhall. CS<br />

Foto: Mense<br />

geschlagen. „Hier ist alles aus<br />

einer Hand – Zucht, Aufzucht,<br />

Ausbildung und Verkauf“, begründet<br />

der Auktionator den<br />

guten Erfolg der Auktion. Eine<br />

Rolle spielt aber sicherlich<br />

auch, dass die Käufer Mehrwertsteuer<br />

nur auf die sechsprozentige<br />

Auktionsgebühr auf<br />

den Zuschlagpreis zahlen. Bei<br />

den Verbandsauktionen ist die<br />

Mehrwertsteuer auf Zuschlagpreis<br />

und Gebühr fällig. Mense<br />

Auch dreijährige Hengste<br />

in Neumünster<br />

Der Gesamtvorstand des Trakehner<br />

Verbandes hat in seiner Eigenschaft als<br />

Zuchtausschuss auf der letzten Sitzung<br />

in Luxemburg entschieden, die Ausschreibung<br />

für die Körung auf dem Trakehner<br />

Hengstmarkt grundsätzlich für<br />

dreijährige nicht geprüfte Hengste zu<br />

erweitern. Diese Entscheidung fand<br />

auch auf der anschließenden Mitgliederversammlung<br />

eine breite Zustimmung.<br />

Deshalb können in diesem Jahr<br />

auch dreijährige nicht geprüfte Trakehner<br />

Hengste unabhängig vom Vollblutanteil<br />

zur Vorauswahl nach Neumünster<br />

angemeldet werden (Nennungsschluss<br />

14. Juni) und bei Zulassung auch zur<br />

Auktion kommen.


Begeisterte auf dem Züchterfrühschoppen: Fürst Nymphenburg II<br />

Züchterfrühschoppen auf der Hengststation Holken brink<br />

Erste Fohlen, junge Hengste<br />

und viel Sonnenschein – das<br />

waren die Garanten für den erfolgreichenZüchterfrühschoppen<br />

bei der Hengststation Holkenbrink.<br />

Viele Züchter,<br />

Freunde und Interessierte des<br />

Pferdesports waren angereist,<br />

um das abwechslungsreiche<br />

Programm der Veranstaltung<br />

der Hengststation Holkenbrink<br />

Ende April zu verfolgen.<br />

Nachdem die Hengste an der<br />

Hand präsentiert wurden, ging<br />

es aufs Dressurviereck. Hier<br />

sollten sich vor allem die Junghengste<br />

unter dem Sattel, aber<br />

auch die aktuelle Nachzucht<br />

der Stationhengste präsentieren.<br />

Das Dressurlager führten<br />

der Ponyhengst Delmonte von<br />

Donnerwetter und die beiden<br />

Foto: LL-Foto<br />

züchterisch hochinteressanten<br />

KWPN-Hengste Ganymedes<br />

von Gribaldi-Krack C sowie<br />

Van Vivaldi von Vivaldi-Olivi<br />

an. Wilhelm Holkenbrink<br />

konnte seine Gäste auch mit einem<br />

Neuzugang überraschen:<br />

Fürst Nymphenburg II, ein imposanter<br />

Schokoladenfuchs mit<br />

hellem Behang von Florencio-<br />

De Niro, hat vor Kurzem einen<br />

Stall in Albachten bezogen. Bei<br />

den Fohlen konnten die<br />

Hengste Franzikus, Rock Forever<br />

NRW, Lestat und Corvo ihre<br />

Nachzucht eindrucksvoll präsentieren.<br />

Im Springlot machten<br />

der vierjährige Corvo ECL von<br />

Coronas-Lordanos und der<br />

dreijährige Corpeggio von Cornet’s<br />

Stern-Arpeggio auf sich<br />

aufmerksam.<br />

Seminarangebot: Fohlen beurteilen –<br />

ein Zufallsprodukt?<br />

Szene<br />

Niedlich und bezaubernd wirkt eigentlich jedes Fohlen auf<br />

den Betrachter. Doch selbst gestandene Pferdeleute tun sich<br />

meistens schwer, was<br />

die Beurteilung eines<br />

Fohlens hinsichtlich<br />

seiner späteren Eignung<br />

als Reit-, Sportoder<br />

Zuchtpferd anbetrifft.<br />

Abhilfe und<br />

Aufklärung schafft<br />

jetzt ein einmaliges<br />

Seminar, dass das auf<br />

dem Rittergut Osthoff Muss gelernt sein: Fohlenbeurteilung<br />

in Georgsmarienhütte<br />

ansässige Horse Competence Center Germany (HCCG) anbietet.<br />

Anlässlich des LVM-Fohlenchampionats im nordrheinwestfälischen<br />

Lienen am 13. Juli präsentiert das HCCG für alle<br />

Interessierten unter dem Titel „Fohlen beurteilen – ein Zufallsprodukt?“<br />

ein Seminar, das vielfältige Einblicke in das<br />

Thema Fohlenbeurteilung gewährt. Dabei richtet sich das Seminar<br />

an Zuchtinteressierte wie Pferdefreunde generell. Als<br />

fachlich überaus kompetenten Referenten konnte das HCCG<br />

den Rheinländer Peter Engel gewinnen. Der international renommierte<br />

Dressurrichter gilt auch in der Pferdezuchtszene<br />

als Fachmann. Seit mehr als 30 Jahren betreibt er eine hoch erfolgreiche<br />

Pferdezucht, aus der bereits zahlreiche gekörte<br />

Hengste, Staatsprämienstuten sowie Dressur- und Springpferde<br />

mit internationalen Erfolgen hervorgegangen sind. Zudem<br />

verfügt er als langjähriger Richter beim LVM-Fohlenchampionat<br />

über einen umfassenden Erfahrungsschatz. Aus<br />

der Sicht des Fachmanns, aber immer verständlich auch für<br />

die weniger kundigen Pferdefreunde wird Peter Engel dafür<br />

sorgen, dass für die Teilnehmer die Fohlenbeurteilung kein<br />

Buch mit sieben Siegeln bleibt. Und Anschauungsmaterial<br />

wird das Deutsche Fohlenchampionat in Lienen genügend zu<br />

bieten haben. Schließlich kommen hier die besten Fohlen.<br />

Fohlenschau und Fohlenmarkt<br />

Qualifikation zum<br />

Deutschen Fohlen Championat 2013<br />

29. Juni 2013<br />

losterhof edingen 29549 Bad Bevensen<br />

Tel.: 05821 9868 0 Fax: 05821 9868 40<br />

www.klosterhof-medingen.de<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 7


Szene<br />

Westfälische Fohlenschau<br />

in Wadersloh an einem Sonntag<br />

Erstmalig findet auf westfälischem Boden eine Stutenschau<br />

an einem Sonntag statt. Viele Interessierte<br />

aus ganz Westfalen zeigen sich über diese Entwicklung<br />

bislang hocherfreut und haben ihr Kommen zugesagt.<br />

Gestartet wird am 30. Juni um 10 Uhr auf<br />

dem Hof Brakemper an der Stromberger Str. 54 in<br />

Wadersloh mit den Kleinpferden, die der Bewertungskommission<br />

des Westfälischen Pferdestammbuchs<br />

zur Eintragung vorgestellt werden. Ab 12.30<br />

Uhr werden die<br />

Reitpferdefohlen<br />

präsentiert. Danach<br />

bewerben<br />

sich die dreijährigen<br />

Stuten, um<br />

ein Ticket für die<br />

Elite-Schau in<br />

Münster zu lösen<br />

und dort zu den<br />

Fohlenschau auf Hof Brakemper besten Stuten<br />

Westfalens zu gehören.<br />

Wie immer gibt es attraktive Geldpreise zu gewinnen.<br />

2500 Euro können die Champions der Schau<br />

mit nach Hause nehmen. Um dieser Veranstaltung einen<br />

entsprechenden Rahmen zu verleihen, hat sich<br />

der landwirtschaftliche Ortsverein als Kooperationspartner<br />

zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen:<br />

Herbert Webermann, Telefon (0 25 20) 4 69 oder<br />

www.waderloher-fohlenschau.de<br />

Strenge Maßstäbe gelten bei der Hengstbonitur in<br />

Neustadt/Dosse (Brandenburg-Anhalt). Noch bevor<br />

es zur Körung geht, durchlaufen die Zweijährigen<br />

dreimal eine Sichtung. Wer diese Hengstbonitur positiv<br />

durchläuft, hat gute Aussichten für eine Hengstkarriere.<br />

Landstallmeister Dr. Jürgen Müller, Verbandsgeschäftsführer<br />

Horst von Langermann und<br />

Zuchtleiter Dr. Ingo Nörenberg sowie Tierarzt Dr.<br />

Köhler schauten auch in diesem Jahr genau hin. Von<br />

37 Junghengsten kamen 13 weiter. ND<br />

Foto: Frerich<br />

8 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Foto: Driesch<br />

Bitte keine Rolle rückwärts!<br />

Im Rahmen der FN-Tagungen in Münster fasste der FN-Beirat Zucht einen<br />

Beschluss, wonach ab dem Körjahrgang 2014 Hengste nur noch in<br />

das Hengstbuch I eingetragen werden können, wenn ein 30- oder 70-<br />

Tage-Test vorliegt. Dabei bleibt bisher offen, ob es im Eigenrisiko des<br />

Hengsthalters liegt, seinen Hengst trotz fehlender Hengstleistungsprüfung<br />

dennoch decken zu lassen oder ob ein Deckeinsatz ohne Leistungsnachweis<br />

generell untersagt ist. Denn es wird von einigen Hengsthaltern<br />

sicherlich sofort versucht werden, entsprechende Schlupflöcher<br />

zu finden. Die Situation gab es vor 13 Jahren schon einmal, als mit denselben<br />

Absichten 30-Tage-Tests im Frühjahr angeboten wurden. Diese<br />

Regelung wurde jedoch von den Hengsthaltern nach Kräften unterlaufen<br />

und verwässerte schließlich mehr und mehr. In den letzten Jahren<br />

war es stets so, dass nach der Körung eine vorläufige Eintragung ins<br />

Hengstbuch I möglich war, die bis zur Hengstleistungsprüfung einen in<br />

aller Regel unbegrenzten Deckeinsatz zuließ. Ist damit der Deckeinsatz<br />

für dreijährige Hengste komplett Geschichte? Oder rückt der 30-Tage-<br />

Test wieder vermehrt ins Frühjahr, um doch noch ins Deckgeschäft einsteigen<br />

zu können? Letzteres wäre unlogisch, denn dreijährige Hengste<br />

wurden in den letzten Jahren vor allem aus Gründen des Tierschutzes<br />

im Frühjahr so gut wie gar nicht mehr geprüft, sondern entweder im<br />

Herbst oder vierjährig im Frühjahr. Hier jetzt die „Rolle rückwärts“ zu<br />

fordern oder auch nur anzubieten, wäre sicher der falsche Ansatz und<br />

ein sensibles Thema für die selbst ernannten Tierschützer. Oder aber<br />

Deutschlands Verbände einigen sich generell auf die Körsaison im Frühjahr,<br />

die 30-Tage-Tests bis zum 30. April und Deckeinsatz ab 1. Mai. Zu<br />

bedenken ist dabei, dass auch im Turniersport vor Mai für dreijährige<br />

Pferde kein Start möglich ist. Hengsthalter, die teilweise viel Geld in den<br />

Ankauf von Junghengsten investiert haben, sind natürlich daran interessiert,<br />

hier eine schnelle Refinanzierung bzw. Amortisierung zu erzielen.<br />

Grundsätzlich ist es sicherlich richtig, nur noch geprüfte Hengste zum<br />

Deckeinsatz zuzulassen. Das würde den in den letzten Jahren maßlos<br />

übertriebenen und unverändert andauernden „Junghengst-Hype“ zum<br />

Wohle der Zucht regulieren. Das Vorhaben des FN-Beirats Zucht ist gut,<br />

es sollten dabei nur für alle Hengsthalter verbandsübergreifend geltende<br />

Rahmenbedingungen abgesteckt werden. Und da kann nicht der<br />

kleinste gemeinsame Nenner das Maß der Dinge sein. C. Schridde<br />

Ligges kooperiert mit Haras France<br />

Wie das Gestüt Ligges aus Herbern auf seiner Homepage mitteilt, werden<br />

französische Top-Vererber nun exklusiv über dieses erhältlich sein. So<br />

schreibt Ligges:<br />

„Durch die Zusammenarbeit mit der ‚staatlichen Organisation für französisches<br />

Zuchtwesen’, Haras France, ist es uns gelungen TG Sperma der französischen<br />

Top-Vererbern Mylord Carthago, Padock Du Plesis, Flipper délle<br />

und Fidelio du thot anzubieten. Das ist bis jetzt in Deutschland einzigartig.<br />

Die Konditionen zu den einzelnen Hengsten erfahren Sie auf den Hengstseiten.<br />

Bei allen französischen Hengsten handelt es sich um die Besamung<br />

mit TG. Zuzüglich zur Decktaxe pro Besamung muss die Versendung berechnet<br />

werden, inklusive Leihgebühr für Versandcontainer und Zertifikat.“


Es war eine pferdige Traumhochzeit nach Maß: Frederic Vekens,<br />

Sales-Manager bei 5starhorses und ehemaliger Pressesprecher<br />

des Westfälischen Pferdestammbuchs, hat am 24.<br />

Mai seine langjährige Lebensgefährtin Jill Mieleszko geheiratet.<br />

Jill Mieleszko betreibt in Paderborn eine eigene Hengststation,<br />

auf der hauptsächlich sportlich erfolgreiche und<br />

züchterisch interessante Ponyhengste stationiert sind – sie<br />

selbst ist im Dressursattel bis zum Grand Prix erfolgreich.<br />

Vermarktungsstützpunkt der Ponyforum GmbH<br />

erfolgreich angelaufen<br />

Seit zwei Monaten gibt es<br />

den ersten eigenen Vermarktungsstützpunkt<br />

der<br />

Ponyforum GmbH in Hofgeismar.<br />

Das innovative<br />

Konzept scheint voll aufzugehen.<br />

Die Voraussetzungen<br />

in der Anlage des Reitvereins<br />

Hofgeismar sind ideal<br />

und die Betreuung durch<br />

die Familie Hilpert optimal.<br />

Die Nachfrage ist sogar so<br />

groß, dass bereits nach dieser<br />

kurzen Zeit für insgesamt<br />

82.000 Euro Ponys verkauft<br />

werden konnten. Hierbei<br />

handelt es sich um Ponys,<br />

die direkt in Hofgeismar<br />

verkauft oder von dort für<br />

die POS oder die Verkaufstage<br />

vorbereitet wurden.<br />

Die Preisspitze dieser Vermarktungserfolge<br />

bildet dabei<br />

der fünfjährige Bolero,<br />

der für 30.000 Euro einen<br />

neuen Besitzer fand. Sechs<br />

Ponys sind es insgesamt, die<br />

zu einem Durchschnittspreis<br />

von 13.670 Euro verkauft<br />

Foto: Lehmann<br />

wurden. Auch beim Verkaufstag<br />

in Marbach, der am<br />

11. Mai im Rahmen der Internationalen<br />

Marbacher<br />

Vielseitigkeit statt fand, waren<br />

drei Ponys, die in Hofgeismar<br />

vorbereitet wurden.<br />

Auf der Anlage in Nordhessen<br />

stehen zwölf Boxen bereit,<br />

deren Besitzer ihre<br />

Vierbeiner nicht alleine<br />

marktfähig machen können.<br />

Die gesamte Ausbildung<br />

steht unter der Leitung von<br />

Juliane Kraus. Die Pferdewirtin<br />

ist seit Jahren auf den<br />

Beritt von Sportponys spezialisiert,<br />

selbst bis M siegreich<br />

und hat bereits sehr<br />

erfolgreich mehrfach am<br />

Bundeschampionat teilgenommen.<br />

Anmeldungen für diese Vermarktungsmöglichkeitwerden<br />

direkt unter der Ponyforum-Geschäftsstelle,<br />

Telefon<br />

(0 63 61) 4 58 87 10 oder per<br />

Mail unter service@ponyforum.de<br />

entgegengenommen.<br />

Westfalenhengst<br />

Vitalis auf WM-Kurs<br />

Auch als nunmehr Sechsjähriger<br />

ist der in den<br />

Niederlanden bei Toon<br />

de Chrom gezogene, in<br />

Westfalen eingesetzte<br />

und inzwischen in die<br />

USA verkaufte Dunkelfuchshengst<br />

Vitalis von<br />

Vivaldi-D-Day sportlich<br />

präsent. Der Reservesieger<br />

der NRW-Hengstkörung<br />

2009 und meistbenutzte<br />

Hengst des NRW-<br />

Landgestüts Warendorf,<br />

war nach der letzten<br />

Hengstparade 2012 an<br />

Charlotte Jorst verkauft<br />

worden, die bei Volker<br />

Brommann in den USA<br />

trainiert. Die in Dänemark<br />

geborene Schmuck-<br />

spezial<br />

Szene<br />

Ihr Draht Ihr Draht zu unszu<br />

uns<br />

Abo-Service<br />

Tel. +49 (0) 711/80 60 82-53<br />

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www.zuechterforum.com<br />

Redaktions- und Anzeigen schluss:<br />

17. Juni<br />

Heft 7/13 erscheint am 5. Juli<br />

designerin und Uhrenherstellerin hat den bereits 2012 unter Hans-<br />

Peter Minderhoud für die WM der Jungen Dressurpferde in Verden/Aller<br />

qualifizierten Hengst nun auch auf M-Niveau in den USA<br />

für die Long List der amerikanischen WM-Kandidaten empfohlen.<br />

Beim internationalen Dressurturnier in Flintridge/Kalifornien (USA)<br />

siegte das Paar Jorst/Vitalis in der Einlaufprüfung deutlich mit 82,6 %.<br />

In der zweiten Prüfung, der Finalqualifikation, deklassierte das Paar<br />

die Konkurrenz mit der Wertnote von 9,18. Die Zweitplatzierte kam<br />

auf 7,7. Auch im Finale blieb Vitalis ungeschlagen und mit der Wertnote<br />

9,2 – der höchsten in den USA jemals vergebenen Note bei<br />

Dressurpferdeprüfungen – eine eigene Liga. Er ist damit nominiert<br />

für die WM in Verden und in dieser Form auch ein heißer Medaillenaspirant.<br />

Für seine Reiterin Charlotte Jorst ist Vitalis „das beste<br />

Pferd, das ich jemals geritten habe“. Ihr Ziel sind die Olympischen<br />

Spiele 2016 in Rio de Janeiro.<br />

Das Nominierungsrecht für Verden haben die nationalen FEI-Mitgliedsverbände<br />

nach Nationalität der Reiter, unabhängig vom Zuchtgebiet<br />

der Pferde. Die USA können in beiden Altersgruppen (Fünfund<br />

Sechsjährige) je zwei Pferde in Verden an den Start schicken.<br />

R. Schettler<br />

Sportpferde- und Fohlen-Auktion<br />

28. September 2013<br />

Auswahltermine am 24.6., 1.7. und 8.7. um 18.30 Uhr<br />

in der Reithalle Bassum, Wiebusch Nr. 4A<br />

0172 - 9820672 o. 0174 - 4233504 · Fax 04243 - 942223<br />

www.bassumer-pferde-auktion.de<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 9


Verbandsintern<br />

Gibt es jetzt ein Happy End?<br />

Nachdem Ende April fünf der acht<br />

Vorstandsmitglieder in Westfalen<br />

zurückgetreten waren (wir berichteten),<br />

wurden drei Wochen später<br />

Neuwahlen notwendig. Neuer Vorstandsvorsitzender<br />

ist nun Ralf Johanshon.<br />

Weitere Mitglieder sind<br />

Dr. Klaus Strautmann, Günter Burgmann,<br />

Gretel Schulte Buxloh, Egbert<br />

Bispinghoff sowie Dr. Lutz<br />

Ahlswede.<br />

Nachdem zuerst von mehreren Mitgliedern<br />

und auch von dem Delegierten<br />

Franz-Josef Neuhaus gefordert<br />

wurde, die Wahl ein paar Monate zu<br />

verschieben, „bis ein ordentlicher Vorstand<br />

und kein Ersatzvorstand gefunden werden<br />

kann“, wurde in Münster nun doch am 13.<br />

Mai entschieden. Mit 72 Ja-Stimmen wurde<br />

Ralf Johanshon (Ostbevern) als neuer Vorstandsvorsitzender<br />

gewählt – 32 Delegierte<br />

stimmten gegen ihn bei fünf Enthaltungen.<br />

Der 53-jährige Verwaltungsleiter der LWL-<br />

Archäologie, der bereits dem alten Vorstand<br />

angehört hatte und sich dort eher immer<br />

im Hintergrund aufhielt, bedankte sich<br />

im Anschluss an seine Wahl bei den Delegierten<br />

für das ausgesprochene Vertrauen<br />

mit den Worten: „Ich bin bereit, neue Wege<br />

zu gehen. Erlauben Sie es uns, dem neuen<br />

Vorstand, dem Geschäftsführer und den<br />

Mitarbeitern des Westfälischen Pferdestammbuchs<br />

jetzt nur noch nach vorn zu<br />

schauen.“<br />

Neues Spitzenduo: Treu und Johanshon<br />

10 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Neuer (Teil-)Vorstand für Westfalen<br />

Vorstand: Dr. Ahlswede, Bispinghoff, Johanshon, Burgmann, Dr. Strautmann, Schulte Buxloh (v. l.)<br />

Neue Mitglieder<br />

Neu in den Vorstand wurde auch Dr. Klaus<br />

Strautmann (Telgte) gewählt. Der studierte<br />

Ingenieur und Betriebswirt ist erst seit Kurzem<br />

Mitglied beim Verband, reitet und<br />

züchtet hobbymäßig. Trotz seiner kurzen<br />

Verbandszugehörigkeit genießt er hohes<br />

Ansehen bei den Delegierten; einer von ihnen<br />

schlug den Geschäftsmann sogar als<br />

Vorstandsvorsitzenden vor. „Dafür bin ich<br />

einfach noch zu kurz dabei“, erklärte Dr.<br />

Klaus Strautmann. „Wenn in zwei Jahren<br />

wieder Vorstandswahlen sind, stehe sicherlich<br />

zur Verfügung“, versprach er. Für seine<br />

Souveränität bei seiner Vorstellung wurde<br />

er mit 108 Ja-Stimmen belohnt.<br />

Geschrumpfter Vorstand<br />

Ebenfalls neue Vorstandsmitglieder sind<br />

der 49-jährige Kaufmann Günter Burgmann<br />

(Wilnsdorf), mit 77 Ja-Stimmen und die 31jährige<br />

studierte Landwirtin Gretel Schulte<br />

Buxloh (Hamm-Rhynern) mit 86 Ja-Stimmen.<br />

Aus den Reihen des alten Vorstandes<br />

wiedergewählt wurde Egbert Bispinghoff<br />

(Werne). Der 54-jährige Inhaber eines Autohauses<br />

erhielt 86 Ja-Stimmen bei 20 Gegenstimmen<br />

und drei Enthaltungen. Tierarzt<br />

Dr. Lutz Ahlswede (Münster), der ebenfalls<br />

bereits Mitglied im alten Vorstand war<br />

und dessen Position nicht zur Wahl stand,<br />

komplettiert die neue ehrenamtliche Führungsriege<br />

des Westfälischen Pferdestamm-<br />

buchs. Dr. Lutz Ahlswede erklärte, dass der<br />

Vorstand von acht auf sechs Mitglieder geschrumpft<br />

sein. „Wir können ja mal<br />

schauen, ob wir im September noch zwei<br />

zusätzliche wählen.“<br />

Personalie Richter<br />

Fotos: Mense<br />

Nach der Abwanderung des Rheinlandes<br />

mussten auch neue Mitglieder für die Körkommission<br />

gewählt werden. Neben Theo<br />

Lohmann, Michael Settertobulte und Zuchtleiter<br />

Wilken Treu sind dies nun Gerd Könemann<br />

und Heinrich Plaas-Beisemann.<br />

„Herr Spoo aus dem Rheinland konnte uns<br />

Gott sei Dank für die Kaltblüter und Ponys<br />

erhalten bleiben“, so der neue Vorsitzende<br />

Ralf Johanshon.<br />

Auch das Thema „Richter“ wurde angesprochen:<br />

Wilken Treu, der wie schon auf der<br />

letzten Delegiertenversammlung selbstbewusst<br />

und stark auftrat, berichtete, dass<br />

Auktionator Bernd Richter bleibt, auch<br />

wenn er nun etwas andere Aufgaben bekommt.<br />

Mehr in die Öffentlichkeit rücken<br />

soll der stellvertretende Vermarkter Carsten<br />

Lenz. „Damit ist Bernd Richter erstmal aus<br />

der Schusslinie“, so Wilken Treu.<br />

Nachdem nun seit Herbst 2011 ein Zuchtleiter,<br />

eine Bürovorsteherin, 13 Vorstände,<br />

ein Verband (Rheinland) und viele Mitglieder<br />

im Westfälischen Verband verprellt<br />

worden sind, bleibt zu hoffen, dass nun<br />

endlich Ruhe einkehrt. Dominique Garvs


Seit 1991 führen das Westfälische<br />

und das Rheinische Pferdestammbuch<br />

eine gemeinsame Hauptkörung<br />

für Reitpferdehengste in<br />

Münster-Handorf durch. Nun entschied<br />

das Rheinische Pferdestammbuch,<br />

sich vorläufig aus dieser<br />

Gemeinschaftsveranstaltung zu -<br />

rückzuziehen.<br />

Grund dafür seien unterschiedliche<br />

Auffassungen zur zukünftigen<br />

Ausrichtung des Westfälischen<br />

Pferdestammbuchs, die das Vertrauensverhältnis<br />

seitens des rheinischen Partners beeinträchtigt<br />

hätten. So wird das Rheinische<br />

Pferdestammbuch seine diesjährige Körung<br />

für Warmblüter und Reitponys sowie<br />

Hengste verschiedenster Rassen vom 1. bis<br />

3. November in Wickrath durchführen. Die<br />

Hauptkörung 2013 für Reitpferdehengste in<br />

Münster-Handorf bleibt in den Zulassungsbestimmungen<br />

sowie in der Terminierung<br />

trotz der beschriebenen Entwicklung unverändert.<br />

Nicht berührt von dieser Entwicklung<br />

ist die gemeinsame Kaltblutkörung<br />

des Westfälischen und Rheinischen<br />

Pferdestammbuchs..<br />

„Nach wie vor können auch rheinische<br />

Züchter Fohlen und Reitpferde für die Absatzveranstaltungen<br />

in Münster-Handorf<br />

melden“, so der rheinische Geschäftsführer<br />

Weitere Infos und Anmeldung unter:<br />

Gestüt Eichenhain GmbH<br />

Hinnersweg 1<br />

27337 Blender<br />

<br />

<br />

Gestüt Eichenhain<br />

GmbH<br />

<br />

reicher Springpferde<br />

lädt Sie ein zur<br />

<br />

zum LVM Fohlenchampionat<br />

am 22. Juni 2013 um 15 Uhr<br />

in unserem Gestüt<br />

Verbandsintern<br />

Kurz vor der Hochzeit getrennt<br />

Rheinland und Westfalen: Keine gemeinsame Körung mehr<br />

Einladung<br />

<br />

<br />

<br />

am 22. 06. 2013 ab 17.00 Uhr <br />

Romantikhotel Platte<br />

Repetalstraße 219<br />

57439 Attendorn-Niederhelden<br />

Tel. (0 27 21) 1 31 - 0<br />

Fax (0 27 21) 1 31 - 4 15<br />

<br />

Theodor Leuchten. „Zudem soll der NRW-<br />

Fohlenmarkt im September als Hauptvermarktungsplattform<br />

für die rheinischen<br />

Fohlen angeboten werden.“<br />

Außerdem fügt Theodor Leuchten hinzu:<br />

„Parallel zur intensiven Vorbereitung der<br />

Veranstaltungen werden die Verantwortlichen<br />

des Rheinischen Pferdestammbuchs<br />

Gespräche in Hinblick auf eine langfristige<br />

Zukunftsplanung führen. Strukturell wird<br />

sich aller Voraussicht nach bei vielen Verbänden<br />

in Deutschland eine Reform abzeichnen,<br />

da sich vor dem Hintergrund<br />

stark zurückgehender Bedeckungszahlen<br />

tiefgreifende Änderungen ergeben Dazu<br />

werden wir zu gegebener Zeit infomieren.“<br />

ak@gestuet-eichenhain.de<br />

www.gestuet-eichenhain.de<br />

oder unter<br />

www.deutsches-fohlenchampionat.de<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 11


Körungen<br />

Schon zum dritten Mal in diesem<br />

Frühjahr wurde Ende April eine<br />

AES-Körung organisiert. Die erste<br />

fand am 15. März statt und wurde<br />

von Familie van den Oetelaar im<br />

niederländischen Schijndel organisiert.<br />

15 Tage später organisierte<br />

Henk Minderman, ehemaliger Geschäftsführer<br />

des Verbandes im belgischen<br />

Fleurus erneut eine Körung.<br />

Er sagte, die holländische Körung<br />

sei nicht gültig. Bevor die Körung<br />

von Minderman stattfand, berichtete<br />

van den Oetelaar schon, dass<br />

diese Körung in Fleurus nicht anerkannt<br />

würde. Auf der Körung in<br />

Schijndel wurden 25 Hengste gekört<br />

– auf der Körung in Fleurus<br />

gab es 17 gekörte Hengste.<br />

Wegen der Uneinigkeit zwischen<br />

Henk Minderman und Familie<br />

van den Oetelaar wusste kein<br />

Züchter oder Hengstbesitzer mehr, welcher<br />

Hengst nun wirklich gekört war.<br />

Mitte April gab es aber eine Einigung zwischen<br />

den zwei, und gleich verkündete van<br />

den Oetelaar, dass er wegen der unrechtmäßigen<br />

Körung in Fleurus erneut eine Körung<br />

organisieren würde. „Wir wollen<br />

nicht, dass die Aussteller zum Opfer der<br />

Unklarheiten werden“, sagte AES-Pressesprecher<br />

Joris van den Oetelaar dazu.<br />

Dressurhengste<br />

Aller guten Dinge sind drei<br />

Für die Körung in Schijndel wurden 35<br />

Hengste angemeldet, und zwar nicht nur<br />

die Hengste, die schon auf der Körung in<br />

Fleurus gewesen waren. Sogar viele Holländer<br />

meldeten ihre Hengste an und nahmen<br />

nicht ohne Erfolg teil: Drei Dressurhengste<br />

im niederländischen Besitz wurden<br />

„Approved“, also gekört ohne Einschränkungen.<br />

Dieser Status war laut der Satzung<br />

des englischen AES-Verbandes vor Kurzem<br />

nur erhältlich für Hengste, die schon vorher<br />

auf einer AES-Körung „Registered“ (gekört<br />

12 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

AES-Körung: 25 Hengste dazu<br />

nur für Stuten<br />

des Hengstbesitzers)<br />

oder „Licensed“<br />

(gekört<br />

mit Beschränkung<br />

auf 30 Stuten)<br />

gekört wurden<br />

und mindestens<br />

vier Jahre<br />

alt waren. Seitdem<br />

Cees van<br />

den Oetelaar alleiniger<br />

Besitzer<br />

und Geschäftsführer<br />

des Verbandes<br />

ist, ist<br />

die Satzung geändert,<br />

und jetzt<br />

dürfen auch<br />

Hengste, die zum ersten Mal auf einer AES-<br />

Körung erscheinen, „Approved“ werden.<br />

Der Dressurpferdehändler Jan Brouwer aus<br />

Zevenhuizen ging mit zwei „Approved“-<br />

Hengsten nach Hause: der vierjähriger Es-<br />

Ergebnisse AES-Hengstkörung, Schijndel<br />

Wurde beim AES-Verband gekört: der erfolgreiche Marrast xx<br />

perance (Sorento-Rousseau-Krack C,<br />

KWPN-48/NL-147) und der ebenfalls vierjährige<br />

El Torro (Painted Black-Jazz-Chronos,<br />

KWPN-184-NL-1846). Esperance ist ein<br />

‚alter Bekannter’ in den Niederlanden: Er<br />

Status Name Abstammung Geboren Besitzer<br />

Approved Esperance Sorento/Rousseau 2009 Jan Brouwer, Zevenhuizen<br />

Approved Don Diego Valeron/May Sherif 2008 Chris van Breugel, Mierlo<br />

Approved El Torro Painted Black/Jazz 2009 Jan Brouwer, Zevenhuizen<br />

Approved Otello de Villeneuve Flipper D’Elle/Le Plantero 2002 Gierech Odile, Marbais (B.)<br />

Approved Marrast xx Groom Dancer xx/L’Emigrant xx 1993 Robin Zwartjens, Raalte<br />

Licensed Quatergold Quaterback/Sunny-Boy 2008 P.H.A. Rulkens, Biest-Houtakker<br />

Licensed First Class Armani/San Remo 2010 Stal Brouwer, Tolbert<br />

Licensed Keep Talking st. Ghyvan Darco/Voltaire 2010 Karel Cox, Hechtel (B.)<br />

Licensed Quint van het Maarlo Z Quidam de Revel/Landetto 2010 Ernest Winters, Overpelt (B.)<br />

Licensed Diarado II vh Juxschot Diarado/Berlin 2010 J. Vermeiren, Wechelderzande (B.)<br />

Licensed DJ van de Bisschop Z Darco/Carthago 2010 Kees van den Oetelaar, Schijndel<br />

Licensed Cathino D.R. Carthano I/Concorde 2010 R. Delagaye, Huldeneberg (B)<br />

Licensed Empire Calvaro Z/Erdball xx 2009 W. van der Steen, Gemonde<br />

Licensed Just Daddy P Nagano/Flamenco De Semilly 2009 Stephanie Storms, Koningshooikt<br />

Licensed ILH Clintino Clinton I/Calato 2009 Giuseppe Donadlo, Culemborg<br />

Licensed Cick Manciais Quick Star /Quidam de Revel 2009 Gierech Odile, Marbais (B.)<br />

Licensed E.R.P. van www.olland.biz Amadeus/Namelus R 2009 Joan van Gorkum, Olland<br />

Licensed Eldorado IH Diarado/Ed King Hill 2009 Nico van Hoof, Overpelt (B.)<br />

Licensed Jupiter VG Pommeau du Heup/Heartbreaker 2009 J. Vermeiren, Wechelderzande (B.)<br />

Licensed Jericho Dwerse Hagen Vertigo St. Benoit/Clinton 2009 Dwerse Hagen BVBA, Sint-Kat-Waver (B.)<br />

Licensed Cargot Z Carthago Z/Quidam de Revel 2009 Kees van den Oetelaar, Schijndel<br />

Licensed IHL Artino Askari/Caretino 2008 Giuseppe Donadlo, Culemborg<br />

Licensed IHL Christino Cristo/Caretino 2007 Giuseppe Donadlo, Culemborg<br />

Licensed Dylon Haarlem /Samber 2008 Coudeville<br />

Registered Khan of Ballmore Chacco Blue/Cicero vd Helle 2010 Chaouki Rijnders (B.)<br />

Foto: privat


wurde auf der KWPN-Körung 2012 zur<br />

Hengstleistungsprüfung zugelassen und<br />

wurde auch in Stegeren angeliefert. Vor<br />

Ende der Prüfung wurde er aber nach<br />

Hause geschickt.<br />

El Torro erschien noch nicht auf einer Körung,<br />

aber ist sehr nah verwandt zu einem<br />

bekannten Youngster: Bon Bravour, er hat<br />

ebenfalls Painted Black als Vater, und El<br />

Torros Großmutter Odette (v. Chronos) ist<br />

die Mutter von Bon Bravour.<br />

Der dritte Dressurhengst, der ohne Einschränkungen<br />

gekört wurde ist Don Diego<br />

(Valeron-May Sherif-Uniform, NL-429) von<br />

Chris van Breugel aus Mierlo. Auch er erschien<br />

schon vorher im Blickfeld<br />

der niederländischen Dressurpferdeliebhaber.<br />

Er ist vorläufig<br />

in die niederländische Selektion<br />

der Weltmeisterschaften für<br />

Junge Dressurpferde in Verden<br />

aufgenommen.<br />

Ebenso wurden zwei weitere<br />

Dressurhengste bei der AES-Körung<br />

in Fleurus gekört: Dies sind<br />

Söhne von Quaterback und Armani.<br />

Belgier<br />

Bei den Springhengsten waren<br />

deutlich mehr Hengste zu sehen,<br />

die wirklich als Ersatz für die Körung<br />

in Fleurus in Schijndel erschienen.<br />

Auffallend viele<br />

Hengste im belgischen Besitz<br />

wurden angemeldet.<br />

„Approved“ wurden zwei, die<br />

schon viel mehr bewiesen haben<br />

als die definitiv gekörten Dressurhengste:<br />

Der international im Springsport<br />

auf 1,60-Meter-Niveau erfolgreiche<br />

Otello de Villeneuve (Flip -<br />

per D’Elle-Le Plantero-Diafoirus<br />

Fleury, SF-28 & 48) und der englische<br />

Vollblüter Marrast xx<br />

(Groom Dancer xx-L’Emigrant xx<br />

-Brigadier Gerard xx, TB-4i), der<br />

viele Erfolge im Rennsport vorweisen<br />

kann und in seiner Karriere<br />

eine Lebensgewinnsumme<br />

von 462.400 Euro gewann.<br />

Otello de Villeneuve wurde von<br />

seinem belgischen Besitzer Gie-<br />

rech Odile aus Marbais<br />

vorgestellt, und<br />

der Aussteller von<br />

Marrast xx ist der<br />

niederländische<br />

Hengsthalter Robin<br />

Zwartjens aus Raalte.<br />

Der Großteil der<br />

Hengste wurde „Licensed“<br />

(18), einer<br />

wurde „Registered“<br />

und bereits erwähnt<br />

sind die fünf „Approved“-Hengste.<br />

Rick Helmink<br />

Körungen<br />

SOSATH 2013<br />

TERMINE<br />

26.06. Haupttermin Fohlenregistrierung der Oldenburger Pferdezuchtverbände<br />

mit Auktionsauswahl und freiem Verkauf<br />

27.06. Fohlenschau Hannover mit Auktionsauswahl und freiem Verkauf<br />

Sep. / Okt. Trainingstag für Reiter von Nachkommen der Stationshengste<br />

Herbst Spätregistrierungstermin OL und OS<br />

Dez. Züchter-Advent<br />

Ampère<br />

Antango<br />

Astrix<br />

Cador<br />

Casino Berlin<br />

Casiro<br />

Coolio<br />

Cornelius<br />

Franziskus<br />

Kardinal<br />

Landor S<br />

Levisonn<br />

Livestream<br />

Lordanos<br />

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Lord Argentinus<br />

Ludwigs As<br />

Quadam<br />

Quadroneur<br />

Quaid<br />

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Foto: Helmink


Bundeschampionate<br />

Warendorf kann kommen<br />

Neuerungen bei den DBK-Bundeschampionaten<br />

Einiges wird sich ändern bei diesen<br />

Bundes championaten, die vom 4. bis<br />

8. September 2013 in gewohnter<br />

Umgebung in Warendorf stattfinden werden.<br />

Etwas ganz Besonderes hat sich der<br />

Springausschuss als Pilotprojekt ausgedacht.<br />

„Erstmals wird es ein Championat für<br />

siebenjährige Pferde geben“, erklärt Carsten<br />

Rotermund, „hierzu gab es schon während<br />

der letztjährigen Bundeschampionate<br />

viele Gespräche.“ Das Projekt soll wie folgt<br />

aussehen: Jeder Reiter, der mit einem fünfoder<br />

sechsjährigen Pferd an den Start geht,<br />

darf mit einem siebenjährigen Pferd, das in<br />

der Klasse S platziert ist, teilnehmen. Auch<br />

Fünfjährige Dressurpferde<br />

14 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

hier werden zwei Qualifikationen geritten,<br />

einmal ein S*-Springen nach Zeit sowie<br />

ein Zwei-Phasen-Springen. Die 35 Punktbesten<br />

kommen dann in das Finale, ein<br />

Springen der Klasse S** mit Stechen.<br />

Diskutiert wurde auch über den Start von<br />

vierjährigen Springpferden. „Das haben wir<br />

für dieses Jahr erst einmal ad acta gelegt“,<br />

so der Turnierleiter, „zwei neue Projekte<br />

werden, denke ich, mal zu viel. Wir wollen<br />

ja auch kein Zeitproblem bekommen.“<br />

Eine ganze Reihe talentierter Nachwuchspferde<br />

haben die ersten Qualifikationen<br />

schon absolviert, und somit ist die erste<br />

Hürde in Richtung Bundeschampionats-Ti-<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Bailarino (OLD) Breitling W/De Niro Deckstation Böckmann GmbH, Lastrup 8,1 Lübeck Teixeira do Vale, Antonio Böckmann Pferde<br />

Belarus (WEF) Beltoni/Riccione Arno Schielke, Beckum 8,3 Bremen Rüscher, Claudia Ramsbrock, Heinrich<br />

Black Ruby 2 (OLD) Belissimo M/Donnerhall Heinrich Höffer, Cloppenburg 8,0 Redefin Wandres, Frederic Gestüt Bon homme GmbH & Co. KG<br />

Chere Amie 2 (OLD) San Amour/Fürst Heinrich Dr. med. vet. Gisa Löwe, Berlin 8,1 Redefin Langehanenberg, Helen Löwe, Dr. med. vet. Gisa<br />

Deep Purple (HAN) Don Frederico/Weltruhm Gerhard Hecker, Oebisfelde 8,5 Anakenenhof Maruhn, Esther Troike, Jasmin<br />

Den Haag 12 (WEF) Diamon Hit/Florestan I Dieter Kellermann, Nottuln 8,4 Neuss-Grefrath Buchwald, Beatrice Hödl, Dr. Manfred<br />

De Nino (HAN) Don Schufro/Sandro Hit Heinz Tiedje jun., Obernholz 8,3 Redefin Bache, Isabel Rathjens, Hans-Werner<br />

Dezent 17 (HAN) Duino/Werlindo Willi Schulz-Hausbrandt, Wittingen 8,2 Anakenenhof Frieling, Sandra Schulz-Hausbrandt, Willi<br />

Diabolo Nymphenburg (HAN) Don Crusador/Weltmeyer Fritz Kleine, Marklohe 8,0 München Fircks, Johanna von Fircks, Helmut Freiherr von<br />

Don Hitmeyer (HAN) Diamond Hit/Lauries Crusador xx Erika Meyer, Freiburg 8,0 Bremen Stegemann, Lena Pape, Ingo<br />

Dornkaat 30 (HAN) Dancier/Pik L Heiko Peper, Heeslingen 8,0 Wedel Garrn, Katalin Brunckhorst, Hans-Hermann<br />

DSP Quarter To Heaven (DS) Quaterback/Landesfürst Lutz Göttert, Kolkwitz 8,0 München Mücke, Philipp Mücke, Philipp<br />

Heaven’s Delight 2 (HAN) Hampton/Londonderry Markus Kuboth, Hambergen 8,4 Wedel Haaren, Catharina Haaren, Catharina<br />

Helenenhof’s Kaisertanz (HAN) Kaiserkult/Weltmeyer Hermann Meyer, Freiburg 8,3 Anakenenhof Kracht, Anna-Lena ZG Schwiebert GbR, Jessica u. Rainer<br />

Herbstkönig 2 (TRAK) Interconti/Timber Gisela Gunia, Uslar 8,0 Anakenenhof Wahler, Theresa BG Wahler u. HuL Marbach<br />

Higgins B (HAN) Hochadel/Walt Disney I Dieter Bührig, Schiffdorf 8,1 Wedel Bührig, Marco Bührig, Dieter<br />

Frida Gold 5 (OLD) Fidertanz/De Niro Hans-Jürgen Heitmann, Dinklage 8,7 Lienen Möller, Eva Hof Kasselmann KG<br />

Fritz 627 (HAN) Farewell II/Londonderry Annegret Winkelmann, Uplengen 8,2 Wedel Fiebelkorn, Anna-Sophie Landgestüt Redefin<br />

Loveliness 2 (HAN) Lord Loxley I/Latimer Herbert Kruse, Hamburg 8,4 Redefin Frieling, Sandra Kruse, Herbert<br />

Quasar de Charry (HAN) Quaterback/Wolkentanz I Erika Lütjen, Grasberg 8,0 Anakenenhof Pape, Ingo Hereth, Hannjörg Dr.<br />

Quatertime (OLD) Quaterback/Donatelli I Nicole Wanning, Schüttorf 8,3 München Widmann, Rudolf Dressurstall Irina Reissinger<br />

Rock for Diamonds (WEF) Rock Forever/Dimension Marike Kesper-Vekens, Menden 8,0 Anakenenhof Teutje, Antje Vagionakis, Georgios<br />

San Coco di Amore (OLD) San Amour/Cheenook Klaus Schrader, Burgdorf 8,0 Bremen Schrader, Klaus Dietrich, Irina<br />

Scara Boa (HAN) Scolari/Wolkenstein II Rixta Stolter, Odisheim 8,3 Anakenenhof Stegemann, Lena Pape, Ingo<br />

Scuderia (OLD) Sir Donnerhall I/Escudo II Aktive Equestrian, Great Missenden, Bucks 8,4 Anakenenhof Stegemann, Lena Pape, Ingo<br />

Sereno 10 (HAN) Stedinger/Waterford Arno Mehrens, Elsfleth 8,5 Wedel Aromaa, Laura Kokko, Päivi<br />

Sir Heinrich OLD (OLD) Sir Donnerhall II/Fürst Heinrich Paul Wendeln, Garrel 8,2 Lienen Wilimzig, Anja Nordrhein-westf. Landgestüt<br />

Solitär 44 (OLD) San Amour/Davignon I Hans-Dieter Wilken, Varel 8,2 Lübeck Koschel, Christoph Koschel, Philipp<br />

Swing King OLD (OLD) Sandro Hit/Don Gregory Astrid Brabant-Stahl, Ahrensburg 8,0 Lienen Kraglund, Katrine Wittkötter-Waering, Silke<br />

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />

Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.<br />

Im LVM-Servicebüro in Ihrer Nähe erhalten Sie beides.<br />

Die Adressen finden Sie im Internet: www.lvm.de<br />

LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster<br />

Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr<br />

kostenfrei: 0800 5 86 37 33<br />

tel genommen. Hier die erste Liste, in den<br />

nächsten Ausgaben werden wir diese komplettieren.<br />

Übrigens: Das <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> ist wie<br />

immer up to date – nach jedem Wochenende<br />

an dem Qualifikationen für das Bundeschampionat<br />

stattfinden, gibt es die aktuellen<br />

Listen auf www.zuechterforum.de


Bundeschampionate<br />

Konkurriert im Feld der fünfjährigen Dressurpferde: Sir Heinrich Mit Rekordnote qualifiziert: Bundeschampionesse Damon’s Delorange<br />

Sechsjährige Dressurpferde<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Bobcat (HAN) Breitling W/Silvano Hans-Heinrich Oltmann, Borstel 8,6 Anakenenhof Bache, Isabel Finken GmbH<br />

Catoo (HOL) Con Air/Caletto I Adelbert Sporn, Jardelundfeld 8,1 Wedel Suchalla, Markus Verb. d. Z. d. Holst. Pferdes<br />

Damon’s Delorange (WEF) Damon Hill/Rubin-Royal Christian Becks, Senden 9,3 Lienen Langehanenberg, Helen Becks, Christian<br />

Dante Delux MJ (HAN) Danone I/Rouletto Christin Boekhoff, Friedeburg 8,2 Mettmann Bouten, Matthias Jerich, Marianne<br />

Dante Weltino (OLD) Danone I/Welt Hit Olaf Bahls, Voigtsdorf 8,6 Bremen Nilshagen, Therese Dressurpf. Leistungszentr. Lodbergen<br />

Däumeling (BAWÜ) Dacaprio/Glückspilz Roland Hald, Jagstzell 8,0 Bremen Plaster, Nadine Pferd 24 GmbH<br />

Diamigo (OLD) Dimaggio 2/Freudenprinz Gabriele Mertens-Gahlen, Waltrop 8,5 Haftenkamp Langehanenberg, Helen Mertens-Gahlen, Gabriele<br />

Diamo Gold OLD (OLD) Dimaggio/Ex Libris Silvia Gering, Ostercappeln 8,4 Bremen Reiser, Yvonne Ahlers, Heinz<br />

Diamond Song OLD (OLD) Diamond Hit/Sandro Song Christiane Olbrich, Bramsche 8,1 Haftenkamp Burger, Katrin Lang, Christin Vivien<br />

Discovery OLD (OLD) Dimaggio/Classiker Josef Böckmann, Garthe 8,8 Mettmann Schiergen, Heiner Bellen, Heinz<br />

Djamba Djokiba (WEF) Damon Hill/Wessex Jörg Fischer, Senden 8,0 Lienen Klimke, Michael Klimke, Michael<br />

Domenikus 2 (HAN) Don Marco/Rosentau Werner Rückgauer, Krautheim 8,4 Anakenenhof Finken, Holga Hinze, Dr. Werner<br />

Doubleyou W (HAN) Don Romantic/Rohdiamant Wilhelm Schwierking, Barver 8,3 Mettmann Stilger, Laura Walterscheidt, Lena Charlotte<br />

Farewell Fritz 2 (HAN) Fidertanz/De Niro ZG Hergen u. Roland Schweers, Butjadingen 8,0 Bremen Egbers, Janet Schmidt, Günther<br />

Farewell Fritz 2 (HAN) Fidertanz/De Niro ZG Hergen u. Roland Schweers, Butjadingen 8,0 Haftenkamp Egbers, Janet Schmidt, Günther<br />

Filaro (OLD) Fidertanz 2/Landsieger Alfred Heuft, Bockhorn 8,3 Haftenkamp Langehanenberg, Helen Eisner, Margit<br />

Fullsister (OLD) Diamond Hit/Santander H ZG Hans u. Britta Scherbing Gbr 8,0 Wedel Plaster, Nadine Pferd 24 GmbH<br />

Haya 17 (WEF) Hotline/D’accord Claudia Sieg, Tecklenburg 8,5 Lienen Gießelmann, Jan-Dirk Gießelmann, Jan-Dirk<br />

High Lane (HAN) Hotline/Brentano II Harald Ahuis, Nordhorn 8,1 Bremen Carrascosa Martinez, Borja Hof Kasselmann KG<br />

Kiss Me 24 (HAN) Kaiserkult/Sandro Hit ZG Frank u. Nicole Pistner, Bad Homburg 8,0 München Schneider, Dorothee ZG Pistner, Frank u. Nicole<br />

Lord Carnaby (RHL) Lord Loxley I/Rocket Star Peter Schweimanns, Nettetal 8,0 Neuss-Grefrath Buchwald, Beatrice Hödl, Dr. Manfred/Z.: Hinnemann, Johann<br />

Lord Poinsettie KHR (HAN) London Swing/Werther Karl-Heinz Rollwage, Bockenem 8,3 Wedel Schrader, Klaus Rollwage, Karl-Heinz<br />

Loro Piano (HAN) Lord Loxley I/Rohdiamant 8,0 Haftenkamp Borja Carrascosa, Martinez<br />

Ronika W (HAN) Roadster 4/Castro 12 Werner Westendorf, Haren 8,1 Lienen Meyer, Svenja Irina Meyer, Dr. Irina<br />

Rovereto 4 (HAN) Rousseau/Wolkenstein II Dr. Malte Klar, Arese/Italien 8,2 Wedel Maruhn, Esther Troike, Jasmin<br />

Sa Coeur (OLD) Sir Donnerhall/Don Davidoff Gestüt Lewitz, Steinfeld 8,4 Lienen Möller, Eva Hof Kasselmann KG<br />

Sandiego 10 (MEV) Sancisco/Davignon I Silvia Dronia, Boizenburg 8,3 München Koppelmann, Carola Koppelmann, Carola<br />

Sansoucie (OLD) Sir Donnerhall I/Sidney Ludger Meyer-Roettger, Mühlen 8,1 Haftenkamp Möller, Eva BG Frantzeskaki u. Sklavounos<br />

Santiago 221 (HAN) Stedinger 2/Dacaprio Klaus Hermann Ehlen, Bremervörde 8,8 Wedel Flamm, Christian Stolzke, Alexander<br />

Santo 102 (OLD) Sorento OLD/ Sylke Tietjen, Wangerland 8,0 Wedel Thomas, Raphael Thomas, Raphael<br />

Sean Connery 5 (HAN) Sir Donnerhall I/Rotspon ZG Torben u. Hermann Schulze, Steinhorst 8,4 Bremen Nilshagen, Therese Dressurpf. Leistungszentr. Lodbergen<br />

Silver Black (OLD) Sandro Hit/Donnerhall Georg Sieverding, Emstek 8,2 Haftenkamp Wulferding, Kira Pena Varona, Gregorio/Linsenhoff A. K.<br />

Sir Diamond 2 (OLD) Sir Donnerhall II/Rohdiamant Gerrit Jan Hans, Laar 8,1 Mettmann Camp, Lydia Wagner, Klaus<br />

Stand by me 11 (OLD) Stedinger/De Niro Helmut Kleen, Bad Zwischenahn 8,7 Anakenenhof Bache, Isabel Dressur- u. Ausbild. Stall Finken GmbH<br />

Una Bailarina (OLD) Stedinger 2/Donnerhall 11 Michael Mehrtens, Jever 8,0 Lienen Taylor, David Mehrtens, Michael<br />

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kostenfrei: 0800 5 86 37 33<br />

Fotos: LL-Foto<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 15


Bundeschampionate<br />

Gehen bei den fünfjährigen Ponys an den Start: Diamond Heart … … und Toledo, hier in der Qualifikation in Frankenthal<br />

Fünfjährige Dressurponys<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Arts-Doleiro (RHL) Arts-Dancer Boy/Dancing Fox B Hermann Arts, Rheudt 7,7 Neuss-Grefrath Wiessner, Hannah Arts, Hermann<br />

Blue Angel 8 (WEF) A Georgeous/Donnerblitz Ulrike Hemschenherm, Versmold 7,5 Olfen Benthin, Philip Kienbaum, Anette<br />

Bödefeld WE (WES) Hilkens Black Delight/Don Joshi AT ZG Bruno u. Brigitte Fiedler, Nordhorn 7,8 Haftenkamp Brenner, Marlena Bodenkamp, Dr. Katja<br />

Carlos WE (WES) Constantin/Donnerhall Heinrich Schmees, Niederlangen 7,6 Mettmann Holzknecht, Paulina Hof am Eifgen<br />

Cyranno WE (WES) Cyriac WE/Chamberlain Heinrich Moedden, Bösel 8,3 Olfen Theile, Anna-Lisa Ellers, Emma<br />

Cyranno WE (WES) Cyriac WE/Chamberlain Heinrich Moedden, Bösel 8,3 Haftenkamp Theile, Anna-Lisa Ellers, August<br />

Dakota 323 (RHL) FS Don’tWorry/nicht bekannt A. H. Peeters, EL Leunen 8,0 Olfen Wiessner, Hannah Wiessner, Hannah<br />

Deine Maid P. (RHL) FS Dior de Luxe/Derbino Alexa Prange, Straelen-Kastanienburg 7,5 Olfen Stiphout, Maren van Prange, Alexa<br />

Deine Maid P. (RHL) FS Dior de Luxe/Derbino Alexa Prange, Straelen-Kastanienburg 7,5 Mettmann Stiphout, Maren van Prange, Alexa<br />

Deine Maid P. (RHL) FS Dior de Luxe/Derbino Alexa Prange, Straelen-Kastanienburg 7,6 Neuss-Grefrath Stiphout, Maren van Prange, Alexa<br />

Der kleine König 3 (RHL) Dornik’s Donovan/FS Don’t Worry Uta Craemer, Kranenburg 8,0 Olfen Barbian, Julia Barbian, Julia<br />

Der kleine König 3 (RHL) Dornik’s Donovan/FS Don’t Worry Uta Craemer, Kranenburg 8,2 Neuss-Grefrath Barbian, Julia Barbian, Julia<br />

Diamond Heart 2 (HES) FS Don’t Worry/Desert A.T. Pia Niehage, Rimbach 8,2 Frankenthal Lang, Marie Luisa Niehage, Pia<br />

Die kleine Fee (WEF) FS Don’t Worry/FS Champion de Luxe Hubert Fockenberg, Bottrop 7,5 Frankenthal Lang, Marie Luisa Krause, Christina<br />

Downtown 14 (WEF) FS Don’t Worry/Domingo Doris Ravert-Weiling, Heek 8,0 Mettmann Lendl, Lioba Stemmann, Theodor<br />

Edelmann’s Deleila de Luxe (HES) FS Dior de Luxe/Tropenwind Gudrun Edelmann, Groß Parin 7,5 Eggerstedt Deilmann-Walsh, Eva Edelmann, Gudrun<br />

FS Charly Brown (RHL) FS Champion de Luxe/FS Don’t Worry Karl Josef Saat, Goch 7,6 Olfen Wiemers, Anouk Lichtenberg, Rick<br />

Gambys Greta WE (WES) FS Don’t Worry/Brillant Dr. Paul Pottebaum, Belm-Icker 8,1 Haftenkamp Theile, Anna-Lisa Pottebaum, Dr. Paul<br />

Kasiano F (WES) Keerlke/Bavarottie Ludger Fühner, Cappeln 8,0 Eggerstedt Gröger, Lilly Marie Mayer, Britta<br />

Nacro’s Dancer (ZfdP) Nacromancer in the Dark/Scampolo Birgit Geffken, Langwedel 8,1 Eggerstedt Dupree, Sophie Geffken, Birgit<br />

Night-Fly (WEF) Night-Power/Mentos Wilhelm Sibbe, Westerkappeln 7,6 Olfen Hülsemann, Hanna Schulte-Geldermann, Gerd<br />

Racketti (HOL) Rocketti/Fort Curran Christina Krause, Hamburg 7,8 Eggerstedt Lotz, Nazila Natasha Krause, Christina<br />

Steendieks Champ of Glory (HOL) FS Chambertin/The Bras my Mobility Peter Böge, Schönhorst 8,4 Eggerstedt Holtmann, Antonia Böge, Peter<br />

Toledo 40 (ZfdP) Top Anthony II/Sandro Song Sascha Hahn, Bramsche 7,6 Frankenthal Zimmer, Alisha Hahn, Sascha<br />

Top Queen H (ZfdP) Top Anthony II/Dark Rubin Sascha Hahn, Bramsche 7,7 Olfen Hawerkamp, Laurien Haßmann, Reinhard<br />

White Love B (RHL) White Gold B/Dornik B Gestüt Bönniger/Ludwig Stassen, Tönisvorst 7,9 Mettmann Erbe, Helen Familie Erbe<br />

Sechsjährige Dressurponys<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Caspari HE WE (WES) Charivari/Wolkenstein II Sylla Holtkamp-Endemann, Freiburg 7,5 Bremen Horstmann, Johanna Schölermann, Frank<br />

Daddy’s Daydream (RHL) FS Don’t Worry/Dancing Fox B Peter Engel, Hünxe 8,2 Olfen König, Celine Brosswitz, Nadine<br />

Der Clou B (RHL) Golden Dancer/Dornik B Gestüt Bönniger/Ludwig Stassen, Tönisvorst 7,9 Bremen Grunwald, Nane Grunwald, Dieter<br />

Belissimo HS (HAN) Benetton S/Navajo ZG Seefeld u. Müller, Neustadt 7,7 Olfen Danwitz, Johanne Pauline von Bongartz, Janna Carina<br />

Da Vinci HS (HAN) Double-Inn/Gregory Horst Speckmann, Wagenfeld 7,7 Eggerstedt Petermeier, Vivien Lou Tünemann-Rohlfing, Katharina<br />

Kick Down 3 (HAN) Kennedy/Display Joachim Heinrich Völksen, Hannover 8,1 Bremen Reyer, Lea Sophie Reyer, Dr. Klaus<br />

Nobel Nagano (WEF) Nagano/Nobel Anton Schulze Schencking, Laer 7,9 Olfen Mende, Maike ZG Haerkötter, Ludger u. Reinhard<br />

Ringo Pride (HOL) Rocketti/Seiron Heide Knebusch, Kellinghusen 7,5 Bremen Müller, Janne Müller, Mirja<br />

Syriana WE (WES) Hilkens Black Delight/Brillant Manuela Hupens, Westerstede 7,5 Haftenkamp Wempe, Helen Wempe, Helen<br />

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />

Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.<br />

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16 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster<br />

Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr<br />

kostenfrei: 0800 5 86 37 33<br />

Fotos: Reumann


Sechsjährige Dressurponys (Fortsetzung)<br />

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />

Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.<br />

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Die Adressen finden Sie im Internet: www.lvm.de<br />

LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster<br />

Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr<br />

kostenfrei: 0800 5 86 37 33<br />

Bundeschampionate<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Tyra M (HAN) Dumbledor AT/Principal Boy ZG Ina u. Katrin Meyer GbR, Wahrenholz 7,6 Eggerstedt Romberg, Chiara Schönfeld, Sandra<br />

Fünfjährige Springpferde<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Amani 35 (WEF) Amantus/Cervantes ZG Jakobi-Risch, Wahlsburg 8,2 Richelsdorf Hirschheydt, Niels von Risch, Olaf<br />

Calamanzo (HOL) Colman/Caretino Gerd Carstensen, Hörup 8,0 Bochum-Nord Engbers, Stefan Gajewski-Hombach, Sabine<br />

Calanda 42 (HAN) Calido I/Chasseur I Heinz Lorenz, Holtorfsbostel 8,3 Scharnebeck Brunckhorst, Willi Nowak, Ina<br />

Calino 55 (HOL) Calico/Corofino I ZG Bodo u. Benedikt Schwinn, Beckingen 8,5 Coesfeld Dowe, Hendrik ZG Schwinn, Bodo u. Benedikt<br />

Call me Later (RHL) Cassini Boy Junior/For Keeps Arnold Wamers, Niederkrüchten 8,2 Zeiskam Schröder, Simon Wamers, Dagmar<br />

Callum (HOL) Casall/Alcatraz Hermann Thiessen, Wrixum/Föhr 8,3 Sielow Heyer, Joachim Block, Gabriele<br />

Campfire (HAN) Contendro I/Drosselklang II Josef Auge, Güstrow 8,4 Scharnebeck Möller, Jörg Möller, Anneliese<br />

Canaris KT (DS) Chap/Landrebell Media Horses GbR Kurt Treger, Lindenberg 8,1 Scharnebeck Möller, Jörg Media Horses GbR<br />

Captain Cassone (RHL) Cassone/Pierot I Arnd Nickel, Gummersbach 8,1 Coesfeld Mang, Thomas Nickel, Arnd<br />

Captain Jack 44 (WEF) Captain Fire/Ferragamo Antonius Richter, Hopsten 9,0 Hellefeld Goldfuß, Jens Nordrhein-westf. Landgestüt<br />

Careful 72 (OLD) Class de Luxe/Graf Grannus Franz Temmen, Lichtenau 8,0 Coesfeld Könemann, Gerd Schulze Wierling, Martin<br />

Carentana (HOL) Carentan/Limbus Marion Belz, Haseldorf 8,0 Coesfeld Dulle, Karen Dulle, Karen<br />

Carredo (MECKL) Carrico/Loredo AGL Agrar GmbH Lassahn 8,1 Scharnebeck Johansson, Ebba Gebr. Möller GbR<br />

Carthao Fargo Zwei (BAW) Cento/Acord II ZG Klaus u. Edwin Schuster, Ellwangen 8,0 Großostheim Brahner, Melanie Karcher, Horst<br />

Casaltina (HOL) Casall/Corrado I Rolf-Dieter Eberspächer, Esslingen 8,0 Bochum-Nord Böcker, Tobias Zuchtstall Bröcking<br />

Cassanova 30 (BAY) Cassaro/Laphroaig Georg Klöck, Amberg 8,1 Moos Brenner, Andreas Landw. Pferdebetrieb B. Tahedl<br />

Casquetta (HOL) Canturo/Capitol I Reimer Hedt, Hohenaspe 8,3 Bochum-Nord Böcker, Tobias Hedt, Reimer<br />

Casimir 143 (WEF) Chacco-Blue/Landcapitol Bernd Gerlach, Ense 8,1 Hellefeld Schäfers, Dominik Gerlach, Bernd<br />

Cent 15 (HAN) Carenzo/Silvio I Dr. Rudolf Drünert, Ahrensbök 9,0 Scharnebeck Löhden, Josch Löhden, Jens<br />

Centurion 13 (HOL) Cormint I/Acobat II Hermann Otto Voß, Beringstedt 8,8 Richelsdorf Konle, Thomas Verband d. Z. d. Holst. Pferdes<br />

Champino 4 (OS) Champs Ass/Levisto Marcel Buchheim, Dedelstorf 8,0 Allersehl Buchheim, Marcel Buchheim, Marcel<br />

Channing L (WEF) Cornet Obolensky/Dinard L Kai Ligges, Ascheberg 8,2 Coesfeld Baberg, Johannes Beckmann, Mathieu<br />

Chanteur de Noir (BAW) Couleur Noire/Alexis Z Johann Anwander, Landensberg 8,2 Oberbachem Langen, Edgar Schumacher, Sabine<br />

Chevas 5 (HAN) Cassini II/Argentinus Dr. Michael Tlatlik, Northeim 8,1 Forst Kern, Alexander Koppensteiner, Wolfgang<br />

Cheveyo 2 (HOL) Canturo/Cassini II Georg Geiger, Lauterstein 8,1 Allersehl Meyer, Hilmar Jansen, Liesl u. Quinten<br />

Chi-Chi 5 (HOL) Clarimo/Claudio Dieter Wenning, Hanau 8,5 Großostheim Deußer, Sabrina Wenning, Dieter<br />

Coco-Bongo (RHL) Cassini Boy Junior/Kigali Sjaak Bindels, AA Siebengewald 8,0 Sevelen Eckermann, Otmar Bindels, Sjaak<br />

Cocosnuss (WEF) Cristallo/Quidam de Revel Dr. Axel Schürner, Nideggen 8,3 Hellefeld Könemann, Gerd Heilmann, Cathrin<br />

Cobolt 8 (DS) Cellestial/Quebec Landwirtschaftsbetrieb Mirco Beldne, Kränzlin 8,4 Pasewalk Svensson, Denise Schmidt/Schmidt Gbr<br />

Colbico 2 (WEF) Colbert GTI/Lancer III Gabriele Figge, Marl 8,0 Bochum-Nord Beckmann, Michael Figge, Gabriele<br />

Complete your Life (WEF) Calido I/Polydor Angelika Cording, Wagenfeld 8,2 Bochum-Nord Winkelhaus, Philipp Schulze-Buxloh, Gretel<br />

Confino Fight W (BAW) Corofino II/Calypso I Herbert Walter, Lippach 8,4 Forst Walter, Mario Walter, Mario<br />

Conrato (HOL) Caretino/Quinar Margit Petersen, Sollwitt 8,0 Richelsdorf Konle, Thomas Verb. d. Z. d. Holst. Pferdes<br />

Consider 5 (OS) Converter/Landor S Volkhard Hust, Vierow 8,2 Pasewalk Lekander, Kati Panienka, Heike<br />

Contessa 188 (HOL) Cassini II/Colman Anneliese Siebert, Hamdorf 8,0 Bochum-Nord Kläsener, Christoph Idelmann, Marc<br />

Converse 3 (WEF) Colbert GTI/Rodney Theo Lohmann, Sendenhorst 8,0 Coesfeld Stolmeijer, Rudi Stolmeijer Sportpferde<br />

Copin MB (RHL) Copin van de Broy/Aldato 1 Marc Boes, Korschenbroich 8,2 Oberbachem Boes, Marc Boes, Marc<br />

Corianan 40 (OLD) Coriano/Wiener Star Pavel Ondracek, Detenice 8,4 Richelsdorf Bolse, Sebastian Bolse, Sebastian<br />

Corlana S (WEF) Corland (DK: Corlando)/Clearway Julius-Peter Sinnack, Bocholt 8,0 Coesfeld Dowe, Hendrik Sinnack, Julius-Peter<br />

Cornet 41 (OS) Cellestial/Figaro Heiko Schmidt, Neu Benthen 8,1 Pasewalk Svensson, Denise Schmidt, Heiko<br />

Cortino 47 (HOL) Corrado I/Cambridge Uwe Bruhn, Hochdonn 8,3 Pasewalk Borchert, Max-Hilmar Borchert, Max-Hilmar<br />

Cosby 11 (OS) Contendro I/Landadel Marc Ostendorf, Cloppenburg 8,4 Sielow Heyer, Joachim J Heyer Pferdeausb. Betr. GmbH<br />

Crass Clausi Peba (OS) Cellestial/Werther Hartmut Pesch, Bastorf 8,1 Pasewalk Rückert, Rene Pesch, Hartmut<br />

Cristall Juwel (RHL) Cristallo/Arpeggio Petra Schnäbler, Viersen 8,1 Coesfeld Winkelhaus, Philipp Schulze-Buxloh, Gretel<br />

Culina 3 (RHL) Cristallo/Larome Günter Cottaeus, Erftstadt 8,4 Oberbachem Schneider, Felix Valder, Heinz-Josef<br />

Cupertino (HOL) Contender/Leonce Hans Peter Rathjen, Ahrensburg 8,1 Sielow Lehrfeld, Volker Lehrfeld, Susanne<br />

Curasco (WEF) Cornado I/Watzmann ZG Werner u. Doris Kegel, Lienen 8,8 Hellefeld Holz, Thomas ZG Kegel, Werner u. Doris<br />

Curt 18 (WEF) Cassius Clay/Quidam’s Rubin Holger Bintig, Drensteinfurt 8,0 Hellefeld Buddenberg, Dennis Hengststation Herrenstein<br />

Dollar Cash (HAN) Dollar du Murier/Cashman Dieter Smitz, Bad Nenndorf 8,0 Richelsdorf Smitz, Dieter Riechmann, Thomas<br />

Dornadello (DS) Dornado/Fighting Alpha Lutz Gündel, Stangengrün 8,0 Horka Heckel, Hardy Heckel, Henry<br />

Eddy E (HAN) Escudo I/Stakkato Bernfried Erdmann, Wallenhorst 8,0 Allersehl Weichert, Jan Phillipp Erdmann, Bernfried<br />

Glenn Corrado (DS) Glenn Alme/Corrado II ZG Volker u. Heike Schadock, Heideblick 8,0 Sielow Schadock, Volkmar Schadock, Volkmar<br />

Grasciano TN (WEF) Grasco/Lenardo Tobias Neck, Vreden 8,0 Coesfeld Engbers, Stefan Neck, Tobias<br />

Lacorado 5 (HOL) Lancer II/Caretino Johann Kühl, Bunsoh 8,0 Oberbachem Schneider, Felix Lux-Horses S. A.<br />

Lennox 327 (HOL) Lancer II/Barnaul xx Michael Eitel, Freihung 8,1 Weingarten Goggi, Sven Schnell, Leander<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 17


Bundeschampionate<br />

Hat schon die nötige Zusatzplatzierung: Lordano’s Little Lady<br />

Fünfjährige Springpferde (Fortsetzung)<br />

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />

Bedarfsgerechte Vorsorge braucht fachkundige Beratung.<br />

Im LVM-Servicebüro in Ihrer Nähe erhalten Sie beides.<br />

Die Adressen finden Sie im Internet: www.lvm.de<br />

18 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Geht bei den fünfjährigen Springpferden an den Start: Lennox<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Lestat 18 (OLD) Lordanos/Concetto I Werner Behrens, Ganderkesee 8,5 Hellefeld Winkelhaus, Philipp Arnoldt, Jennifer u. Armin<br />

Lichtblick 43 (WEF) Lissacor/Profit Mike Haarmann, Ahaus 8,1 Coesfeld Gierlich, Martin Vortmann, Melanie<br />

Louisiana 144 (WEF) Lissacor/Couleur-Rubin Michael Hölscher, Horstmar 8,0 Coesfeld Karns, Florian Lewin, Patrick<br />

Montendro II (WEF) Montender/Polydor Franz Herking, Gronau 8,0 Bochum-Nord Engbers, Stefan Herking, Franz u. Kathrin<br />

Number One 26 (WEF) Numero Uno/Calato Georg Ahlmann, Marl 8,4 Coesfeld Emmers, Judith Ahlmann, Georg<br />

Nuria 6 (WEF) Numero Uno/Charisma Rudolf Kühlmannn, Rietberg 8,1 Bochum-Nord Gille, Mania Gestüt Schultenhof/Christiane Scharf<br />

Piaco T (RHL) Pay Cash/Ico Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 8,1 Oberbachem Tillmann, Frederic Tillmann, Friedhelm<br />

Pia-Lotta 15 (HAN) Perigueux/Fabriano Matthias Vorreier, Aulosen 8,5 Allersehl Schäfer, Nina Schäfer, Kai u. Nina<br />

Quantador 3 (WEF) Quinta Real/Cornet Obolensky Georg Kaiser, Salzkotten 8,5 Bochum-Nord Dowe, Hendrik Geers, Reinhard<br />

Quantica (HOL) Quintero/Corofino II Matthias Petersen, Glasau 8,1 Coesfeld Öhmann, Thomas Becker, Birgit<br />

Quidamus 3 (WEF) Quidam de Revel/FAN Holland (ex Holland) Michael Nixdorf, Palma Nova Calvia Mallorca 8,0 Coesfeld Kukuk, Christian Equus Invest AG<br />

Racordo (WEF) Rockwell/Acord II Ursula Rosendahl, Odenthal 8,2 Hellefeld Winkelhaus, Philipp Rosendahl, Ursula<br />

Salitos 8 (OLD) Stalypso/Cordalme Z Veronika Käter, Lastrup 8,0 Coesfeld Engbers, Stefan Bergmann, Heinrich<br />

Sandokan 290 (HAN) Stakkato/Landor S Hans-Werner Schubert, Hohenhenningen 8,3 Allersehl Bitter, Eva Niedersächs. Landgestüt<br />

Semper Fi 4 (HAN) Stakkato/Grannus Wilhelm Ovelhey, Isernhagen 8,5 Richelsdorf Böckmann, Gilbert Böckmann Pferde GmbH<br />

Spiderman 6 (WEF) Satisfaction I/FAN Holland (ex Holland) Heinz Nillies, Borchen 8,2 Coesfeld Karns, Florian Ausb.- u. Turnierst. Inholte GmbH<br />

Stanley 164 (HAN) Argelith Stakkato/ Dr. Sabine Plaß, Burgdorf 8,3 Coesfeld Wargers, Jana Schulze Elfringhoff, Josef<br />

Stanfour 4 (HOL) Singulord Joter/Colman Wilhelm Hacke, Bad Segeberg 8,8 Scharnebeck Konle, Thomas Verb. d. Z. d. Holst. Pferdes<br />

Stan Lee (HAN) Stakkato/Calypso II Alfred Brönnemann, Burgdorf 8,2 Allersehl Gaus, Moritz Brönnemann, Alfred<br />

Ubiko (WEF) Ustinov/Contender Antonius Schulze-Averdiek, Rosendahl 8,0 Coesfeld Bahne, Sandra ter Schulze-Averdiek, Antonius<br />

Vanessa 255 (WEF) Verdi/Caesario Dr. Monika Hilgers, Emsdetten 8,6 Sielow Heyer, Joachim Heyer, Joachim<br />

Sechsjährige Springpferde mit Zusatzplatzierung<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Cardea 2 (HOL) Caretino/Capitol I Witt Pferdezucht Gbr, Wellinghusen 8,8 Forst Schill, Alexander Schill Gbr, J. u. R.<br />

Carezino (HOL) Caretino 2/Aloube Z Karl-Heinz Ibs, Marne 8,3 Richelsdorf Thoma, Lisa-Mayleen Thoma, Lisa-Mayleen<br />

Carraldo (HOL) Caretino/Painter’s Row Hobe Magens, Ottenbüttel 8,3 Zeiskam Gröpper, Claas Haack, Joachim<br />

Carry 74 (OS) Clinton II/Forrester Jan-Jürgen Winter, Varel 8,5 Forst Kreuzer, Annika Winter, Jan-Jürgen<br />

Chuck 27 (HAN) Cassus/Ramiro’s Son II Heinz Saborowski, Ihlienworth 8,1 Oberbachem Kleinpenning, Natasja Turnierstall Herbert<br />

Codex 22 (WEF) Consolidatoe/Heartbreaker Home Champions Ltd. 8,5 Zeiskam Hauter, Steffen Steffen Hauter Sporthorses<br />

Contutto (HOL) Cartani/Joost ZG Marion u. Norbert Belz 8,7 Forst Schill, Alexander Schill, Joachim<br />

Lordanos Little Lady (HAN) Lordanos/Ginsberg Yvonne Sander, Raddestorf 8,5 Weingarten Thesing, Jan Junker, Stefanie<br />

Luftzauber (OLD) Lord Pezi/Landfriese I Matthias Smitz, Dinklage 8,0 Richelsdorf Böckmann, Gilbert Sanktjohanser, Franz-Rudolf<br />

Paparazzi P (HAN) Perigueux/Quasi Roi Herbert Putfarcken, Hamburg 8,1 Scharnebeck Miesner, Thomas Putfarcken, Herbert<br />

Quintago VA (HOL) Quidam de Revel/Capitol I Manfred Allwörden, Grönwohld 8,0 Lübeck Karlsson, Mathilda Allwörden, Manfred von<br />

Quite’s Prince (BAY) Quite Easy 3/Landprinz Josef Fischer, Bad Griesbach 8,0 Moos Hofbauer, Bernd Hofbauer, Bernd<br />

Success 13 (HOL) Stolzenberg/Acord II Meinhard Nitzow, Müggendorf 8,1 Lübeck Heuer, Daniel Sächs. Gestütsverw. Landgest. Moritzburg<br />

LVM Versicherung, Kolde-Ring 21, 48126 Münster<br />

Zentrale Kundenbetreuung Mo. – Fr. 8.00 – 20.00 Uhr<br />

kostenfrei: 0800 5 86 37 33<br />

Fotos: Dauer


Fünfjährige Springponys<br />

Rundum-Schutz für Züchter, Halter und Reiter<br />

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Bundeschampionate<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Bon Voyage 28 (WES) Störtebekers Big Cracker/Ex Libris Karl-Friedrich Mählmann, Stemwede 8,0 Melle Hinnenkamp, Saskia Fam. Trentmann<br />

Charming Boy 52 (ZfdP) Carlson/Praefect AA ZG Th. u. B. Brinkemöller, Georgsmarienhütte 7,5 Melle Blau, Clara Fam. Blau<br />

Cordina H (WES) The Braes my Mobility/Corrado II Josef Hempen, Friesoythe 7,9 Olfen Weber, Lara Bauersfeld, Daniel<br />

Dawino 5 (WEF) Don Diabolo/Principal Boy Peter Menze, Langenberg 7,5 Olfen Hülsmann, Johannes Grundmeier, Josef<br />

Dazaro (WEF) Don Diabolo/Principal Boy Detlev Hanemann, Rietberg 8,2 Barlo-Bocholt Dettmer, Ann-Katrin Delker, Anton<br />

Del Piero 25 (HOL) Dexter Leam Pondi/The Bras My Mobility Angelika Jahr, Keitum 7,5 Barlo-Bocholt Reimers, Marieke Jahr, Angelika<br />

Der Hamilton S (WEF) Der Harlekin B/Calypso Beate Schmidtke, Mönchengladbach 7,6 Heek-Nienborg Ehrlich, Hannah Ehrlich, Olaf<br />

Ducaine D (WEF) Don Diabolo/Golden Dancer Anton Delker, Verl 7,6 Melle Dettmer, Ann-Katrin Delker, Anton<br />

Duplo 46 (WEF) Der feine Lord AT/Principal Boy Hugo Schmecken, Coesfeld 7,5 Melle Börgel, Josefine Illenseer, Torsten<br />

Flora B 2 (WES) Fort Lauderdale/Neckar ZG Wilhelm u. Helga Brundiers, Löningen 7,7 Melle Willen, Pauline ZG Brundiers, Wilhelm u. Helga<br />

KWD Raudhetta WE (WES) Tizian/Losander Kerstin Ottenweß-Bokel, Cappeln 8,2 Melle Tebbel, Justine Ottenweß-Bokel, Kerstin<br />

Magic Cornflakes (WEF) Miraculix/Nibelungenheld Jana Lasarzik, Schapen 8,5 Melle Böckmann, Leonie-Celine Graefe, Wolfgang<br />

Melli’s Jeanie (HAN) FS Don’t Worry/Aratoss Melanie Schierholz, Sulingen 7,5 Melle Wegener, Carola Schierholz, Melanie<br />

Mystic Cooky (RHL) Mentos Charmeur/FS Pavarotti Norbert Schmidt, Kalenborn 7,7 Olfen Stieborsky, Pia K&K Horseconcept GmbH<br />

Paris 104 (RHL) Pilatus/FS Chiwago Siegfried Kehling, Goch 8,0 Olfen Verheyen, Melina Schulte-Geldermann, Gerd<br />

Pepsi SG (RHL) Pilatus/Mentos Gerd Schulte-Geldermann, Kranenburg 7,6 Olfen Fricke, Pia<br />

Zerafina 3 (WEF) Top Zento/Dressman I Werner Schröder, Ibbenbüren 7,8 Melle Graefe, Fabienne Alber, Astrid<br />

Sechsjährige Springponys<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.-Ort Reiter Besitzer<br />

Bjarne 4 (MECKL) Bismarck/Rzewuski ox Hans Joachim Gränert, Pruchten 7,5 Bremen Mielke, Michelle Mielke, Siv<br />

Carpe Diem 61 (HOL) Charming Boy/Llaun Taniwr Anne Skowronski, Ammersbek 7,6 Olfen Wendt, Fabienne Familie Wendt<br />

Cascarda WE (WES) Lux-Dressage Hennes/Balthasar Alfons Lamping, Visbek 7,6 Bremen Dänecas, Marec Dänekas, Marec<br />

Cookie 60 (WES) Do it again/Kennedy Adde Reents, Dunum 7,5 Olfen Böning, Lena Reents, Adde<br />

Crissel T (RHL) Crocodile Rock/Mentos Charmeur Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 7,6 Barlo-Bocholt Tillmann, Celine Tillmann, Friedhelm<br />

Debby 138 (WEF) Dumbledor AT/Leonardo Hermann Berger, Schöppingen 7,5 Olfen Becker, Janine Berger, Ludger<br />

Double You R (HOL) Danone II/Synod Matthew Britta Rabeler, Hittbergen 7,7 Bremen Rückmann, Nadja Rabeler, Britta<br />

Dublina R (HOL) Dexter/Dakar Inke Reimer, Schönhorst 7,8 Melle Tillmann, Hendrik Reimer, Inke<br />

Makuna Matata (WES) Machno Carwyn/Losande Hans Huster-Klatte, Lastrup 8,5 Olfen Ercken, Lena Huster-Klatte, Hans<br />

Mancuso T (RHL) Mentos Charmeur/Vivaldi Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 7,5 Barlo-Bocholt Tillmann, Celine Tillmann, Friedhelm<br />

Manitza T (RHL) Mentos Charmeur/Veto Friedhelm Tillmann, Grevenbroich 7,5 Barlo-Bocholt Sandner, Patrick Tillmann, Friedhelm<br />

Mastro’s Salivan (SAC-THÜR) Bloklands Hoeve’s Mr./Downland Donner Manuela Roscher, Cörmigk 7,5 Olfen Höcke, Hanna Roscher, Manuela<br />

Mastro’s Salivan (SAC-THÜR) Bloklands Hoeve’s Mr./Downland Donner Manuela Roscher, Cörmigk 7,5 Heek-Nienborg Höcke, Hanna Roscher, Manuela<br />

Melina 73 (HOL) Pantani/TheBraes My Mobility Angelika Jahr, Keitum 7,8 Bremen Reimers, Marieke Jahr, Angelika<br />

Mondeo 34 (WEF) Montreal/Nagano Paul Karlheim, Emsdetten 7,8 Olfen Ligges, Marie Schulze Thier, Johanna<br />

Mr. Rubby Bubbel (BBG) Marsvogel xx/Courage Rudolf u. Angela Schmidt, Berne 8,8 Olfen Schepergerdes, Kia Scherpergerdes, Kia<br />

Peter Pony (HES) Pieter Oan/Derby Katharina Ochs, Borken 7,5 Melle Wegener, Carola Ochs, Paul<br />

Timberland 15 (ZfDP) Top Mosaik/Sandro Song Sascha Hahn, Bramsche 8,7 Olfen Stolmeijer, Katrin Stolmeijer, Sabine<br />

Top Montreal (WEF) Marsvogel xx/Top King Josef Volle, Lüdinghausen 8,2 Olfen Ercken, Lea Volle, Josef<br />

Valentina K (WEF) Veivel R/Principal Boy Michael Köster, Mettingen 7,5 Melle Börgel, Josefine Köster, Michael<br />

White Peal (WEF) Douglas/Nantano Karl Brocks, Waltrop 8,6 Olfen Bröckmann, Elena Höwer, Daniela<br />

Vier- und fünfjährige Fahrpferde<br />

Pferd (Zuchtgebiet) Abstammung Züchter Note Veranst.Ort Fahrer Besitzer<br />

Franko 63 (WEF) Fanconi/Dynast Franz-Josef May, Selm 7,5 Stevertal May, Franz-Josef May, Franz-Josef<br />

Fee 837 (WEF) Florestan I/Diamantino Leonhard Querdel, Ostbevern 7,5 Holdorf Zwiezynski, Michael Sahle, Albert<br />

Vier- und fünfjährige Fahrponys<br />

Pferd/Zuchtgebiet Abstammung Züchter Note Veranst.Ort Fahrer Besitzer<br />

Noble Boy 17 (WEF) Nabucco R/Vulkan Claus Teslau, Rheine 7,25 Stevertal Teslau, Claus Teslau, Claus<br />

Nandu 44 (WEF) Nabucco R/Nadler I Astrid Wehmhöner, Bielefeld 7,17 Stevertal Krüger, Peter Krüger, Peter<br />

Coco 262 Joldis Charmant/Cadillac Gerhard Ikena, Großheide 7,0 Stevertal Reibrich, Peter<br />

Delight 46 (WES) Davenport II/Deister Karl-Heinz Vahrmann, Essen 7,4 Kl.-Marzehns Draeger, Nadine Draeger, Nadine<br />

Milky Way 76 (WES) Choco Cracker/ Anna-Marie Damm, Wangerland 7,16 Kl.-Marzehns Draeger, Nadine Draeger, Nadine<br />

Petit Prince 24 H-S Hot Playboy/Balthasar Jörg Menge 8,5 Bülstringen Fiehring, Ivonne<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 19


Report<br />

Damon Hills bestes Rennen<br />

Lange mussten Deutschlands Dressurfans<br />

auf diesen Augenblick warten:<br />

Bei der Göteborg-Horseshow<br />

war es dann endlich so weit. Zu Ehren<br />

des Siegers des Dressur-Weltcups<br />

wurde Schwarz-Rot-Gold geflaggt:<br />

für Damon Hill NRW und Helen<br />

Langehanenberg. Zuletzt hatten<br />

2007 Warum nicht FRH und Isabell<br />

Werth den Pokal der inoffiziellen<br />

Hallen-Weltmeisterschaft nach<br />

Deutschland geholt – und nun waren,<br />

man muss fast sagen endlich,<br />

Dami und seine Reiterin an der<br />

Reihe: für den ersten großen Einzeltitel<br />

ihrer gemeinsamen Karriere.<br />

Schon 2012 hatte das Paar im niederländischen<br />

’s-Hertogenbosch den Sieg vor Augen,<br />

musste sich aber mit einem Rückstand<br />

von einem Prozentpunkt geschlagen geben.<br />

Und zwar der niederländischen Kombination<br />

Jerich Parzival und Adelinde Cornelissen,<br />

die die Oranje-Tradition bei Weltcup-Finals<br />

eindrucksvoll fortsetzte, denkt<br />

man etwa an die neun Siege von Anky van<br />

Grunsven auf dem Oldenburger Bonfire<br />

20 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Das Welt Cup-Finale in Göteborg aus Zuchtsicht<br />

und dem Hannoveraner Salinero. Für den<br />

fuchsfarbenen Jazz-Sohn wäre es übrigens<br />

der dritte Sieg in Folge gewesen, denn<br />

schon 2011 gab Jerich Parzival in Leipzig<br />

den Ton im Viereck an – vor dem damals<br />

an siebter Stelle platzierten Damon Hill<br />

NRW.<br />

Bedeutender Damon Hill<br />

Weltcup-Sieger: der KWPN-Wallach Simon mit Beezie Madden<br />

Das Siegerergebnis von 88,28<br />

Prozent bedeutet in der Laufbahn<br />

des Damon Hill NRW eine<br />

neue Bestmarke. Dabei ist die<br />

Karriere des Dunkelfuchses, der<br />

bei Heinrich Sauer in Bad Sassendorf<br />

zur Welt kam und der bei<br />

Christian Becks in Senden zu Hause<br />

ist, wahrlich nicht arm an Highlights.<br />

Der Donnerhall-Rubinstein-<br />

Nachkomme gewann 2005 und 2006<br />

jeweils Gold bei der WM der Jungen<br />

Dressurpferde in Verden und stand<br />

2011 im deutschen EM-Silberteam<br />

von Rotterdam (NED). 2012 kam<br />

Silber bei der Olympischen<br />

Teamentscheidung von London<br />

(GBR) hinzu, derweil<br />

Top: Damon Hill und Helen Langehanenberg<br />

sich auch seine Vererbungsleistung sehen<br />

lassen kann: Zu Buche stehen fünf gekörte<br />

Hengste, darunter der Burgpokal-Qualifikant<br />

Damon Jerome NRW und der Prämienhengst<br />

Daley Thompson sowie reichlich<br />

sporterfolgreiche Nachzucht, wie das Bundeschampion-Trio<br />

Damon’s Divene, Damon’s<br />

Delorange und Damon’s Satelite.<br />

Das Kratzen an der magischen 90-Prozent-<br />

Marke, 1986, als die Dänin Anne-Grethe<br />

Jensen und ihr Dänen-Wallach Marzog die<br />

Weltcup-Premiere gewannen, noch undenkbar,<br />

inzwischen besonders bei Championaten<br />

aber längst die Regel, steht für die<br />

kaum noch zu übertreffenden Güte der<br />

heute auf 20 mal 60 Metern gezeigten Leistungen.<br />

Gerade in der Kür bekommt man


Bestes deutsches Pferd im Parcours: Carlos von Contender unter Sergio Alvares Moya<br />

davon einen Eindruck, wenn etwa nach dem starken<br />

Galopp gleich eine doppelte Pirouette geritten<br />

oder aus der Galopp-Pirouette in die Piaff-Pirouette<br />

übergegangen wird – mehr geht nicht!<br />

Solche Kunststücke gelingen nur mit Pferden<br />

höchster Elastizität und Tragkraft – und Rittigkeit.<br />

Man darf einer Helen Langehanenberg mit ihrer<br />

zierlichen Statur durchaus Glauben schenken,<br />

wenn sie sagt, dass es vor allem Damon Hills<br />

Leistungswille sei, der diese Erfolge möglich mache,<br />

denn 600 Kilo könne sie nun mal nicht zwingen.<br />

Neben der Rittigkeit und einem gewissen<br />

Ehrgeiz müssen auch, bei aller Präferenz der<br />

Langbeinigkeit, die Hebel stimmen. Das ist reine<br />

Physik – und unabdingbare Voraussetzung für<br />

höchste Versammlung. Mit der Stellung und Winkelung<br />

der Gelenke ist ein weiteres, wichtiges<br />

Stichwort gefallen: das der Gesundheit. Um überhaupt<br />

an die Spitze zu kommen und dort auch zu<br />

bleiben, muss man fit sein – und das, gemessen<br />

an der Länge des Ausbildungsweges, über einen<br />

Zeitraum von vielen, vielen Jahren. Ohne korrekten<br />

Körperbau kaum denkbar.<br />

Viele Zuchtgebiete<br />

Die 17 im Dressur-Finale des Weltcups startberechtigten<br />

Pferde repräsentierten acht Zuchtgebiete:<br />

KWPN (5), Hannoveraner (4), Westfalen<br />

(2), Dänisches Warmblut (2), Italienisches Warmblut<br />

SI (1), Finnisches Warmblut (1), Schwedisches<br />

Warmblut (1) und Kanadisches Warmblut<br />

(1). Die Vierbeiner werden also, genau wie die<br />

aus zehn Nationen stammenden Reiter, immer in-<br />

Report<br />

Fotos:Lafrentz<br />

ternationaler. Ließ sich 2012 noch eine Dominanz<br />

der deutschen Zucht feststellen, zumindest wenn<br />

man die einzelnen deutschen Rassenvertreter aus<br />

Hannover, Oldenburg, Westfalen etc. zusammenrechnete,<br />

so geht diese Rechnung bei der diesjährigen<br />

Weltcup-Entscheidung nicht mehr so<br />

ohne Weiteres auf. Trösten mag allerdings, dass<br />

die überwiegende Zahl der Titelaspiranten nach<br />

wie vor im Pedigree deutsche Blutlinien nicht<br />

verleugnen kann.<br />

Ein Vererber sticht da, wie schon bei den Olympischen<br />

Spielen 2012 in London, ganz besonders<br />

heraus: Donnerhall. Der Oldenburger Dunkelfuchs,<br />

der nicht nur in der Zucht zu einem bedeutenden<br />

Stempelhengst avancierte, sondern<br />

den Herbert und Karin Rehbein unter dem Patronat<br />

des Grönwohldhofs gleichfalls zu höchsten<br />

Ehren im Dressurviereck führten, ist auch Jahre<br />

nach seinem Tod eine züchterische Bank. Zweimal<br />

tritt er als Vater, zweimal als Großvater, zweimal<br />

als Urgroßvater und einmal als Muttervater in<br />

Göteborg in Erscheinung. Unter günstigeren Umständen<br />

hätte sich diese Zahl noch erhöhen lassen,<br />

schließlich war auch der Olympia-Teamzweite<br />

Desperados (v. De Niro) in die schwedische<br />

Metropole gereist, musste aber von seiner<br />

Reiterin Kristina Sprehe infolge einer leichten<br />

Lahmheit im Verlauf des morgendlichen Trainings<br />

zurückgezogen werden.<br />

Für den gelungenen Einsatz deutscher Genetik<br />

unter ausländischer Zuchtgebietsflagge steht<br />

etwa der in Italien geborene Rohdiamant-Weltmeyer-Nachkomme<br />

Eremo del Castegno, den Va-


Report<br />

lentina Truppa (ITA) auf Platz sechs vorritt<br />

und der damit einen Platz hinter Don Johnson<br />

FRH und Isabell Werth rangierte. Für<br />

den zwölfjährigen Hannoveraner von Don<br />

Frederico, den Ulrike Meyer aus ihrer Warkant-Forrest<br />

xx-Stute Werona gezogen hat,<br />

war Göteborg übrigens der erste Championatsauftritt.<br />

Überväter<br />

Zur Phalanx der Überväter<br />

Donnerhall und Jazz gehört<br />

natürlich noch Ferro, der unter<br />

Coby van Baalen (NED)<br />

international hoch erfolgreich<br />

ging und der mit Glock’s Undercover<br />

einen Upcoming<br />

Star ins Rennen schickte. Unter<br />

Edward Gal (NED) piaffierte<br />

und passagierte sich der<br />

KWPN-Rappwallach in die<br />

Herzen der Richter und Zuschauer<br />

und dürfte in Zukunft<br />

zu weiteren Ruhmestaten ausholen.<br />

Aus den Top Ten der Weltrangliste<br />

der besten Dressurvererber<br />

waren weiterhin Gribaldi,<br />

Michellino und Sandro<br />

Hit mit Weltcup-Finalisten<br />

vertreten. Komplettiert wurde<br />

das Feld von Nachkommen<br />

der Hengste Don Davidoff,<br />

Solos Carex, Jetset-D, Medici, D-Day, Lancet,<br />

Eastern Ruler und Khodar.<br />

KWPN vorne im Parcours<br />

Man kann es drehen und wenden wie man<br />

will, die Königlich niederländische Zucht<br />

hatte im Parcours das Sagen – und zwar<br />

nicht nur, wenn man an den Gesamtsieger<br />

Simon unter der US-Amerikanerin Beezie<br />

Madden denkt und die drittplatzierte Silvana<br />

HDC mit dem Franzosen Kevin Staut<br />

im Sattel. In allen drei Wertungsprüfungen<br />

gab es an den vierbeinigen Vertretern des<br />

KWPN kein Vorbeikommen.<br />

Für den braunen Wallach Simon war es übrigens<br />

nicht der erste erfolgreiche Auftritt<br />

bei einem Weltcup-Finale. Unter seinem<br />

ehemaligen Reiter Jeroen Dubbeldam<br />

(NED) belegte er u.a. 2011 in Leipzig Rang<br />

drei. Auch für seinen Vater Mr. Blue ist der<br />

Weltcup vertrautes Terrain: unter seinem<br />

22 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Reiter Bert Romp (NED) platzierte sich der<br />

Schimmel von Couperus-Imperial 1998 an<br />

zehnter Stelle im Weltcup-Finale, nachdem<br />

er im Jahr zuvor bereits Silber bei der EM<br />

gewonnen hatte. Mit dem gekörten Plot<br />

Blue unter Marcus Ehning stellte er außerdem<br />

schon einmal einen Weltcup-Sieger.<br />

Die ungemein anspruchsvollen Parcours<br />

von Göteborg, die dazu führten, dass es im<br />

ersten Umlauf der finalen Runde nicht ei-<br />

Aus deutscher Zucht: Ermo del Castegno<br />

nen einzigen fehlerfreien Ritt gab und im<br />

zweiten gerade mal zwei Nuller, zeigten<br />

einmal mehr, dass die Anforderungen an<br />

Springpferde enorm komplex sind – und<br />

zwar auch verglichen mit denen an Dressurpferde.<br />

Da reicht Springvermögen allein<br />

nicht aus. Abgefragt werden vor allem die<br />

Rittigkeit zwischen den Sprüngen und,<br />

nicht zu vergessen, die Reaktionsschnelligkeit.<br />

In der Halle mit ihrem doch gegenüber<br />

Außenplätzen sehr begrenzten Platzangebot<br />

haben Ross und Reiter kaum Zeit,<br />

über Distanzprobleme nachzudenken:<br />

Nach dem Sprung ist vor dem Sprung – um<br />

einmal das geflügelte Wort aus dem Fußball<br />

auf den Springsport zu übertragen. Gefragt<br />

ist dabei das von Ludger Beerbaum als<br />

„praktisch“ bezeichnete Springen der<br />

Pferde, zur Not auch einmal aus einer<br />

Rückwärtsbewegung heraus. Und nicht zu<br />

vergessen die Publikumsbelastung, die die<br />

Vierbeiner gerade in der Halle, in der die<br />

Zuschauer sehr dicht am Geschehen dran<br />

sind, aushalten müssen. Wer bei Applaus<br />

und Anfeuerungspfiffen von den Rängen<br />

als Pferd die Nerven verliert, dürfte es im<br />

internationalen Top-Sport, in dem absolute<br />

Konzentration auf die Aufgabe und den<br />

Reiter gefragt ist, schwer haben.<br />

Doch zurück zum sportlichen Geschehen.<br />

39 Qualifikanten gingen in der ersten<br />

Runde an den Start, davon<br />

zehn KWPNler, gefolgt von<br />

Holstein und dem französischen<br />

Selle Français mit jeweils<br />

fünf Finalisten. Vier<br />

Pferde stammten aus der belgischen<br />

Zucht des BWP. Mit jeweils<br />

drei Pferden waren Oldenburg,<br />

Hannover und das<br />

Studbook Zangersheide vertreten,<br />

mit zwei das Schwedische<br />

Warmblut. Einen Vertreter entsandten<br />

das belgische sBs, die<br />

Westfalen, die irische Warmblutzucht<br />

und, erstmals, Silla<br />

Argentino.<br />

So international die Zuchtgebiete,<br />

so einheitlich doch die<br />

Platz zwei: KWPN-Wallach Parzival<br />

Fotos:Lafrentz


Wieder Silber: Selle-Français-Wallach Nino de Buissonets unter Steve Guerdat<br />

Feststellung, dass die meisten Weltcu-Finalisten<br />

auf selbst im Sport hoch erfolgreiche<br />

Väter zurückgingen. Neben dem eingangs<br />

bereits erwähnten Siegervater Mr. Blue, gilt<br />

das noch für den Weltmeister Vigo d’Arsouilles,<br />

dessen Söhne Super Trooper de<br />

Ness unter dem US-Amerikaner McLain<br />

Ward und Ego van Orti mit Edwina Alexander<br />

(AUS) in der Endabrechnung auf Platz<br />

fünf und Rang 13 zu finden waren.<br />

Wieder Nino de Buissonets<br />

Wie schon 2012 ging Platz zwei an Nino de<br />

Buissonnets unter dem Schweizer Olympiasieger<br />

Steve Guerdat. Der Selle-Français-<br />

Wallach stammt ab von Kannan (v. Voltaire-<br />

Nimmerdor), der 2003 und 2004 in der<br />

Samsung Super League zur französischen<br />

Equipe zählte und 2005 die Französische<br />

Meisterschaft gewann.<br />

Und auch die drittplatzierte Corland-Tochter<br />

Silvana *HDC unter dem Franzosen Kevin<br />

Staut kann sich eines sportlichen Vaters<br />

rühmen. Was auch für die an achter Stelle<br />

rangierende Gotha FRH unter Henrik von<br />

Eckermann (SWE) gilt, die den Hannoveraner<br />

Hengst des Jahres Goldfever I zum Vater<br />

hat, einen der erfolgreichsten Jumper<br />

überhaupt.<br />

Bestes deutsches Pferd war der Holsteiner<br />

Carlo von Contender-Cascavelle, der unter<br />

dem Spanier Sergio Alvarez Moya das<br />

Schlussspringen für sich entschied. Auf<br />

Rang sechs schlossen sich die ebenfalls der<br />

Zucht zwischen den Meeren entstammen-<br />

den Quintero La Silla und Casall la Silla an.<br />

Hinter Gotha FRH platzierte sich der Oldenburger<br />

Lifestyle-Sohn Lennox an neunter<br />

Stelle.<br />

Aber nicht nur auf<br />

der Vater-, auch<br />

auf der Muttervaterseite<br />

vieler Finalisten<br />

leuchten<br />

Sportheroen, wie<br />

Darco, Grannus,<br />

Achill-Libero H,<br />

Ramiro, Cantus.<br />

Diese Feststellung<br />

bedeutet im Umkehrschluss,<br />

dass<br />

auch jetzt wieder<br />

eine ganze Reihe<br />

im Deckeinsatz befindlicher<br />

Hengste<br />

in Göteborg am<br />

Start gewesen sein<br />

müssten. Und richtig:<br />

Der Holsteiner<br />

Quintero La Silla,<br />

der Hannoveraner<br />

Embassy II, der<br />

KWPNler H&M<br />

Tornesch und –<br />

nicht zu vergessen<br />

– Ludger Beerbaums<br />

Großer-<br />

Preis-Sieger Chaman<br />

etc., sie alle<br />

beweisen sich in<br />

Report<br />

der härtesten Leistungsprüfung überhaupt,<br />

dem Sport. Was für viele Züchter ein wichtiges<br />

Argument bei ihren Anpaarungsentscheidungen<br />

zu sein scheint, denn die Pedigrees<br />

vieler Weltcup-Finalisten offenbaren<br />

ganz gezielte Anpaarungen. Selbst, dass<br />

diese Hengste häufig nur über Tiefgefriersperma<br />

zur Verfügung stehen, hält Züchter<br />

besonders ausländischer Zuchtgebiete<br />

nicht von deren Einsatz ab. Nun muss aber<br />

ein bei Championaten wie dem Weltcup erfolgreicher<br />

Hengst nicht gleichzeitig auch<br />

ein guter Vererber sein. Es lohnt sich aber<br />

wohl, gerade bei diesen Events einmal genauer<br />

hinzuschauen für die eigene Zucht –<br />

um, bei aller Verkäuflichkeit der Fohlen,<br />

den sportlichen Zweck der eigenen Zuchtprodukte<br />

nicht aus dem Auge zu verlieren<br />

und den gerade in der Zucht so nötigen<br />

Blick über den Tellerrand zu wagen – vom<br />

sportlichen Unterhaltungswert solcher Veranstaltungen<br />

einmal ganz abgesehen.<br />

Dr. Tanja Becker<br />

Alle Informationen auf unserer Internetseite:<br />

EU Hengst- & Besamungsstation<br />

Meldorfer Straße 5 • 25797 Wöhrden<br />

Tel. 04839 - 90 60 Fax 90 632<br />

Mobil 0173 - 946 15 18<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 23<br />

.


Report<br />

Deutsche Pferdezucht in der Krise?<br />

Fragt man Züchter und Fachleute<br />

landauf und landab, so findet man<br />

nur wenige Menschen aus der<br />

Branche, die dieser Überschrift nicht<br />

zustimmen würden. Nach Jahrzehnten<br />

eines kontinuierlichen<br />

Wachstums und einer unvergleichlichen<br />

Erfolgsgeschichte erlebt die<br />

deutsche Pferdezucht seit mehreren<br />

Jahren eine mehr oder weniger<br />

permanente Rezession. Züchter<br />

klagen über volle Ställe, massive<br />

Absatzprobleme und rapide anwachsende<br />

Kosten. Bei den Zuchtverbänden<br />

rutschten Bedeckungszahlen<br />

oder Stutenneueintragungen<br />

rapide in den Keller. Zudem tun<br />

sie sich immer schwerer, Pferde zu<br />

den Preisen zu vermarkten, an die<br />

sich die Aussteller in den vergangenen<br />

Jahren gewöhnt hatten.<br />

So fiel der Durchschnittspreis der Reitpferdeauktionen<br />

der Zuchtverbände<br />

von rund 23.600 Euro im Jahr 2007<br />

auf knapp 20.800 Euro im Jahr 2012. Auch<br />

die Anzahl der über diese Schiene vermarkteten<br />

Pferde sank von knapp 1300 im<br />

24 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Eine Analyse von Thomas Hartwig – Teil 1<br />

Ständige Rezession: Bedeckungen und Stutenbestände sind rückläufig<br />

Jahr 2007 auf gerade einmal 931 im Jahr<br />

2012. Doch warum endet die Überschrift<br />

dann mit einem Fragezeichen? Handelt es<br />

sich vielleicht gar nicht so sehr um eine<br />

Krise der Zucht, sondern eher um eine<br />

Krise der Zuchtorganisationen? Erleben wir<br />

gerade einfach nur einen großen Strukturwandel,<br />

der uns dazu bewegen sollte, sich<br />

veränderten Rahmenbedingungen schleunigst<br />

anzupassen? Und wohin geht die<br />

Reise? Den Versuch, Antworten auf diese<br />

Fragen zu geben, soll der folgende Beitrag<br />

leisten.<br />

Ein kurzer Blick in die Geschichte<br />

Um die Gegenwart zu verstehen und Ideen<br />

und Lösungen für die Zukunft zu finden, ist<br />

es nie verkehrt, sich zunächst einmal mit<br />

der Vergangenheit zu beschäftigen. Für eigentlich<br />

alle Menschen, die sich hierzulande<br />

mit dem Thema Pferdezucht beschäftigen,<br />

sind die letzten 40 Jahre eine einzigartige<br />

und kontinuierliche Erfolgsstory. Mit<br />

teilweise bis zu rund 40.000 registrierten<br />

Fohlen pro Jahr (etwa 1994) hat sich<br />

Deutschland in den vergangenen drei Jahrzehnten<br />

zum weltweit größten Produzenten<br />

von qualitativ hochwertigen Reitpfer-<br />

Fotos:ll-foto<br />

den entwickelt. Auch die Erfolge dieser<br />

Pferde in allen Disziplinen bei Olympischen<br />

Spielen, Welt- oder Europameisterschaften<br />

sind einzigartig. Die alljährlich von<br />

der World Breeding Federation for Sporthorses<br />

(WBFSH) herausgegebenen Ranglisten<br />

zeigen ganz klar: Würden die einzelnen<br />

deutschen Reitpferdezuchten als ein Zuchtgebiet<br />

gewertet, würde Deutschland seit<br />

Jahren in allen Disziplinen mit Abstand<br />

Platz eins belegen. Gewöhnt haben sich bis<br />

vor wenigen Jahren auch alle Beteiligten an<br />

ein konstantes Wachstum. Immer mehr Bedeckungen,<br />

immer mehr Fohlen und immer<br />

mehr registrierte Zuchtstuten wurden<br />

als ganz normale Entwicklung hingenommen,<br />

teils sogar erwartet. Möglicherweise<br />

wurde dieses Denken durch die „Kapitalisierung“<br />

der Gesellschaft in den vergangenen<br />

Jahrzehnten gefördert. Ständiges<br />

Wachstum muss sein, so das Credo aller<br />

Ökonomen. Doch schon jeder Landwirt<br />

weiß: Die Natur sieht ein permanentes<br />

Wachstum nicht vor. Außer bei Krebszellen.<br />

Und auch da setzt der Tod des Wirtskörpers<br />

dem Wachstum irgendwann ein natürliches<br />

Ende. Tatsächlich aber war die Entwicklung<br />

der deutschen Pferdezucht in den letzten


Jahrzehnten keineswegs ein permanenter<br />

Aufschwung. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts<br />

fälschten deutsche Züchter und<br />

Pferdehändler die Abstammungen und Papiere,<br />

weil damals ausländische Pferde<br />

hierzulande ein deutlich besseres Image<br />

hatten und dementsprechend besser zu<br />

verkaufen waren.<br />

Mit der einsetzenden Mechanisierung und<br />

Motorisierung in Landwirtschaft, Verkehr<br />

und Militär ab Ende der 40er-Jahre drohte<br />

das Pferd in Deutschland innerhalb weniger<br />

Jahre zu einem Fall für die sogenannte<br />

„Rote Liste“ der vom Aussterben bedrohten<br />

Tierarten zu werden.<br />

Erst mit der „Entdeckung“ des Pferdes als<br />

Partner für Sport, Freizeit und Hobby ab Anfang<br />

der 70er-Jahre erholte sich die hiesige<br />

Population von rund 250.000 Exemplaren<br />

(Pferde und Ponys zu Beginn der 70er-Jahre<br />

in Westdeutschland) auf rund 1,1 Millionen<br />

heutzutage. Parallel dazu lieferte der erfolgreiche<br />

Umzüchtungsprozess der 50er- und<br />

60er-Jahre immer mehr für alle Arten des<br />

Reitsports hervorragend geeignete Pferde.<br />

Bundesweite Trends<br />

2008 bis 2011<br />

Eingetragene Zuchtstuten<br />

2008: 73.110<br />

2011 64.824<br />

2012: 59.886<br />

–18 % (2008 bis 2012)<br />

Bedeckungen<br />

2008: 52.829<br />

2011 37.985<br />

2012: 34.083<br />

–35,5 % (2008 bis 2012)<br />

Registrierte Fohlen<br />

2008: 34.330<br />

2011 29.532<br />

2012: 27.503<br />

–19,9 % (2008 bis 2012)<br />

Stutbuchaufnahme<br />

2008: 12.344<br />

2011 10.310<br />

2012: 9.821<br />

–20,4 % (2008 bis 2012)<br />

Doch auch in den heute von uns als Boomzeiten<br />

wahrgenommenen 80er- und 90er-<br />

Jahren gab es immer wieder Schwankun-<br />

Report<br />

Rutschen in den Keller: Bedeckungszahlen und somit auch die registrierten Fohlen<br />

Vergleich zu bundesweiten<br />

Trends früherer Jahre<br />

Bedeckungen 1980–1985<br />

52.342<br />

41.568<br />

–20,6 %<br />

Bedeckungen 1985–1990<br />

41.568<br />

50.037<br />

+20,4 %<br />

Bedeckungen 1995–2000<br />

63.048<br />

48.465<br />

–23,1 %<br />

Bedeckungen 2000–2005<br />

48.465<br />

50.385<br />

+4 %<br />

Bedeckungen 2000–2008<br />

48.465<br />

52.829<br />

+9 %<br />

gen. So fiel die Zahl der Bedeckungen im<br />

Reitpferdebereich von 1980 bis 1985 um<br />

20,6 Prozent. Von 1985 bis 1990 stieg die<br />

Zahl wiederum um 20,4 Prozent. Den<br />

nächsten Einbruch brachte der Zeitraum<br />

von 1995 bis 2000 mit einem Rückgang von<br />

23,1 Prozent. Einen kontinuierlichen Anstieg<br />

brachte erst das erste Jahrzehnt des<br />

neuen Jahrtausends mit einem Zuwachs<br />

von neun Prozent (2000–2008).<br />

Diese Schwankungen erinnern sehr an den<br />

von dem Agrarwissenschaftler Arthur Hanau<br />

bereits in den 20er-Jahren des vergangenen<br />

Jahrhunderts definierten Begriff des<br />

Schweinezyklus. Hanau konnte im Rahmen<br />

seiner Dissertation bereits 1927 nachweisen,<br />

dass die Schwankungen zwischen Angebot,<br />

Nachfrage und Preis einander bedingen.<br />

Einfach übersetzt heißt dies: Eine steigende<br />

Nachfrage führt kurzfristig zu einem<br />

Preisanstieg, mittelfristig aber auch zu einem<br />

Überangebot, was sich langfristig auf<br />

die zu erzielenden Preise negativ auswirkt.<br />

Erst wenn ein daraus resultierender Preisverfall<br />

vorliegt, kommt es zu einer Reduzierung<br />

des Angebotes, was wiederum zeitversetzt<br />

zu einem neuen Anstieg der Nachfrage<br />

und damit im nächsten Schritt zu wieder<br />

steigenden Preisen führt. Ein Prinzip,<br />

das heute nicht nur in den Agrar-, sondern<br />

auch den Wirtschaftswissenschaften Allgemeingut<br />

ist. Überträgt man Hanaus Er-<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 25


Report<br />

kenntnisse auf die Pferdezucht, so lassen<br />

sich in den vergangenen Jahrzehnten auch<br />

hier die für sein Modell typischen Auf- und<br />

Abwärtsbewegungen erkennen. Bemerkenswerte<br />

Entwicklung: Während sich die<br />

„Schweinezykluskurven“ in der Pferdezucht<br />

in der Vergangenheit über einen längeren<br />

Zeitraum auf- und wieder abbauten<br />

und auch nicht so stark ausschlugen, sind<br />

sie in den letzten Jahren deutlich rasanter<br />

und extremer gewachsen. Eine Entwicklung,<br />

die auch in vielen anderen spekulativen<br />

Wirtschaftsbereichen zu beobachten<br />

ist. Eine Blase wird von interessierter Seite<br />

gewaltig gepuscht, um dann nach Erreichen<br />

des Höhepunktes innerhalb kürzester<br />

Zeit mit einem lauten Knall zu platzen.<br />

Einen permanenten Aufschwung hat es anscheinend<br />

lediglich bei den Preisen gegeben.<br />

Nimmt man mit der gebotenen Skepsis<br />

die Preisentwicklung bei den Reitpferdeauktionen<br />

der Zuchtverbände als Indikator,<br />

so stellt man erstaunt fest, dass sich die<br />

Durchschnittspreise von 6780 Euro im Jahr<br />

1980 auf 19.390 Euro im Jahr 2000 fast verdreifacht<br />

haben.<br />

Nach einem minimalen Einbruch in den<br />

Jahren 2001 und 2002 kletterten sie 2003<br />

wieder kontinuierlich bis zur Höchstmarke<br />

von 23.600 Euro im Jahr 2007.<br />

Der Umschwung<br />

Eine deutliche Zäsur stellt das Jahr 2008<br />

dar. Mit dem Einsetzen der Weltwirtschafts-<br />

krise lässt sich für die folgenden Jahre für<br />

alle relevanten Kennzahlen rund um die<br />

Zucht ein deutlicher und kontinuierlicher<br />

Rückgang feststellen.<br />

Eingetragene<br />

Zuchtstuten<br />

2008: 73.110<br />

2012: 59.886<br />

–18 %<br />

Registrierte<br />

Fohlen<br />

2008: 34.330<br />

2012: 27.503<br />

–19,9 %<br />

Gehen stark zurück: Durchschnittspreise auf Verbandsauktionen<br />

26 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Bedeckungen<br />

2008: 52.829<br />

2012: 34.083<br />

–35,5 %<br />

Stutbuchaufnahme<br />

2008: 12.344<br />

2012: 9.821<br />

–20,4 %<br />

Nimmt man wiederum die Preisentwicklung<br />

bei den Verbands-Reitpferdeauktionen<br />

als Indikator, so bestätigen sie ebenfalls die<br />

hier gezeigte stetige rückläufige Entwicklung.<br />

Durchschnittspreise<br />

Reitpferdeauktionen<br />

aller Zuchtverbände<br />

2007: 23.600 Euro<br />

2012: 20.800 Euro<br />

–11,9 %<br />

Ursachenforschung<br />

Die 2008 einsetzende Wirtschaftskrise allein<br />

als Ursache für die Rezession in der<br />

deutschen Pferdezucht verantwortlich zu<br />

machen, wäre eine zu kurzsichtige Betrachtungsweise.<br />

Tatsächlich existiert ein ganzes<br />

Konglomerat von Faktoren, das sich seit einigen<br />

Jahren negativ auf die Zucht auswirkt.<br />

Die wichtigsten dürften sein:<br />

Seit Anfang der 90er-Jahre erfolgte eine beständige<br />

Überproduktion, die sich zeitversetzt<br />

bis heute auswirkt (siehe Tabelle Bedeckungen<br />

und registrierte Fohlen). Zusätzlich<br />

hat sich die Relation von Bedeckungen<br />

zu registrierten Fohlen im Folgejahr<br />

in den beiden letzten Jahrzehnten signifikant<br />

erhöht. Lag diese Relation zu Beginn<br />

der 90er-Jahre noch bei rund 65 Prozent,<br />

so kommt die Auswertung des Bedeckungs-<br />

und Fohlenjahrgangs 2011/2012<br />

auf stattliche 72,4 Prozent.<br />

Bedingt durch eine verbesserte Zuchtselektion,<br />

bessere Aufzucht- und Haltungsbedingungen<br />

sowie eine optimierte veterinärmedizinische<br />

Versorgung, einschließlich der<br />

Innovationen im Hufbeschlagwesen, hat<br />

sich die Nutzungsdauer der Pferde entgegen<br />

mancher Vorurteile klar erhöht. Hinzu<br />

kommt das immer stärker zutage tretende<br />

Phänomen der Rentnerpferde. Deutlich hat<br />

in den vergangenen zwei Jahrzehnten der<br />

Trend zugenommen, ein Pferd auch dann<br />

noch zu behalten, wenn es aufgrund von<br />

Alter oder Krankheit nicht mehr als Reitoder<br />

Turnierpferd verwendungsfähig<br />

ist. Diese für „verdiente<br />

vierbeinige Pensionäre“<br />

erfreuliche Entwicklung<br />

führt letztendlich allerdings<br />

auch zu einer verminderten<br />

Nachfrage.<br />

Ein in seinen wahren Dimensionen<br />

größtenteils<br />

noch gar nicht richtig erkanntes<br />

Problem ist die demografische<br />

Entwicklung.<br />

Allen bekannt ist, dass immer<br />

weniger Kinder geboren<br />

werden. Im Zeitraum von<br />

2008 bis 2020 wird der Anteil<br />

der 13- bis 19-Jährigen<br />

um rund 20 Prozent sinken.<br />

Zudem verfügen diese immer<br />

weniger werdenden Ju-<br />

Foto:Lafrentz


Bedeckungen und registrierte Fohlen<br />

(die sich über die Jahre verändernde Relation beider Datensätze ist recht interessant)<br />

Jahr Bedeckungen (Reitpferde) registrierte Fohlen (Reitpferde)<br />

1990: 50.037 26.546<br />

1991: 64.869* 32.803*<br />

1992: 67.141 37.193<br />

1993: 68.289** 38.786<br />

1994: 66.786 39.728***<br />

1995: 63.048 38.836<br />

1996: 56.293 37.755<br />

1997: 49.494 34.335<br />

1998: 48.395 30.522<br />

1999: 47.840 30.162<br />

2000: 48.414 30.346<br />

2001: 50.070 31.340<br />

2002: 49.428 31.463<br />

2003: 50.416 32.053<br />

2004: 49.554 31.712<br />

2005: 50.385 31.685<br />

2006: 49.886 32.371<br />

2007: 49.703 33.980<br />

2008: 52.829 35.634<br />

2009: 48.206 35.759<br />

2010: 41.487 32.158<br />

2011: 37.985 29.532<br />

2012: 34.083 27.503<br />

*Erstmalige Erfassung und Einbeziehung der Bedeckungen<br />

und der registrierten Fohlen im Gebiet der ehemaligen DDR<br />

**Höchststand Bedeckungen<br />

***Höchststand registrierte Fohlen<br />

gendlichen aufgrund von Ganztagsschule<br />

und Abitur in acht Jahren auch über immer<br />

weniger Freiräume für so zeitintensive<br />

Sportarten und Hobbys wie das Reiten.<br />

Die demographische Entwicklung hat jedoch<br />

noch andere Folgen. So wächst der<br />

Altersdurchschnitt der Bevölkerung beständig.<br />

Bereits heute stellen die 43-Jährigen<br />

den größten Jahrgang. Zwar sind ältere<br />

Menschen heute deutlich länger<br />

sportlich aktiv, die Intensität ihrer sportlichen<br />

Aktivitäten ist jedoch klar geringer<br />

als bei den jüngeren Menschen. 50-Jährige,<br />

die nach einem harten Arbeitstag am<br />

Abend noch zwei Pferde reiten, dürften<br />

eher die Ausnahme sein. Auch sucht dieses<br />

Klientel viel eher ein Pferd, das über<br />

die üblichen Vermarktungsschienen kaum<br />

angeboten wird. Für diese Reiter steht im<br />

Vordergrund, dass das Pferd gut ausgebil-<br />

det, charakterlich einwandfrei und leicht<br />

„zu bedienen“ sein muss. Völlig unterschätzt<br />

wird die Tatsache, dass mittler-<br />

Veränderung<br />

Relation Bedeckungen<br />

zu registrierten Fohlen<br />

Bedeckungen 1990: 50.037<br />

Reg. Fohlen 1991: 32.803<br />

Relation: 65,5 %<br />

Bedeckungen 2010: 41.487<br />

Reg. Fohlen 2011: 29.532<br />

Relation: 71,2 %<br />

Bedeckungen 2011: 37.985<br />

Reg. Fohlen 2012: 27.503<br />

Relation: 72,4 %<br />

Der Autor<br />

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften<br />

arbeitete Thomas Hartwig als<br />

Fernsehjournalist für diverse Politikmagazine<br />

der öffentlich-rechtlichen Sender<br />

Westdeutscher Rundfunk (WDR)<br />

und Bayerischer Rundfunk (BR). Von<br />

1994 bis zu deren Auflösung im Jahr<br />

2008 war er Leiter der Abteilung<br />

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der<br />

Deutschen Reiterlichen Vereinigung<br />

(FN). Von 2008 bis 2009 war er Geschäftsführer<br />

des Deutschen Kuratoriums<br />

für Therapeutisches Reiten<br />

(DKThR). Seit 2009 ist er als selbstständiger<br />

PR-Berater für verschiedene<br />

nationale und internationale Firmen<br />

und Organisationen tätig.<br />

Report<br />

weile rund ein Drittel aller Kinder, die in<br />

Deutschland geboren werden, einen Migrationshintergrund<br />

haben. Ganz wertfrei<br />

ist zu konstatieren, dass Kinder und Jugendliche<br />

mit Wurzeln im Ausland im Regelfall<br />

nur sehr schwer für den Pferdesport<br />

gewonnen werden können. Andere Sportarten,<br />

wie etwa Fußball, tun sich da ungleich<br />

leichter.<br />

Doch auch der Pferdesport selbst hat sich<br />

in den vergangenen zehn bis 15 Jahren erheblich<br />

verwandelt. Die Gesamtzahl der<br />

Pferdesport-Betreibenden<br />

dürfte mit rund 1,5<br />

Millionen Menschen in<br />

den vergangenen zehn<br />

Jahren relativ konstant<br />

geblieben sein. Exakte<br />

Zahlen hierzu gibt es<br />

nicht, denn die letzte<br />

umfassende Marktuntersuchung<br />

der Deutschen<br />

Reiterlichen Vereinigung<br />

diesbezüglich ist mittlerweile<br />

schon elf Jahre alt.<br />

Klar geändert hat sich jedoch<br />

die Ausrichtung<br />

der Reiter. So konnte die<br />

FN im Jahr 2006 mit<br />

762.432 Mitgliedern ihren<br />

Höchststand verzeichnen.<br />

Im Jahr 2007<br />

kursierten im Präsidium<br />

der FN sogar die Vorstellungen,<br />

diese Zahl in den Folgejahren<br />

noch um 100.000 bis 200.000 Mitglieder zu<br />

steigern. Die absolute Realitätsferne dieser<br />

Überlegungen zeigt die Mitgliederentwicklung<br />

bis 2012.<br />

Für das vergangene Jahr konnten die Vereine<br />

nur noch 719.525 Mitglieder ausweisen,<br />

was einem Rückgang von rund sechs<br />

Prozent entspricht. Der Trend geht also eindeutig<br />

in den nicht organisierten Pferdesport.<br />

Und gerade hier sind die deutschen<br />

Reitpferde mittlerweile fast zu Exoten geworden.<br />

Wer sich einmal offenen Auges mit dem<br />

nicht organisierten Pferdesportbereich beschäftigt,<br />

stellt fest, dass hier Islandpferde<br />

und Quarter Horses, Andalusier und Friesen<br />

oder Tinker und andere Rassen das<br />

Deutsche Reitpferd immer mehr verdrängen.<br />

Teil 2 folgt in Ausgabe 7/13<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 27


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Eine Online-Datenbank mit Abstammungsinformationen<br />

über Zucht und<br />

Sportpferde, das ist HorseTelex. Die Informationen<br />

zu den Pferden beschränken<br />

sich allerdings nicht nur auf die Abstammung.<br />

Neben den Informationen wie ein Pferd<br />

gezogen ist und welcher Stutenlinie es<br />

entspringt, können zu jedem Pferd individuelle<br />

Informationen hinzugefügt werden.<br />

Möglichkeiten, die ein Pferd oder einen Stutenstamm<br />

für andere Besucher interessanter gestalten<br />

können.<br />

Nach einer kostenlosen Registrierung ist es für jeden<br />

Besucher möglich, Pferde in die Datenbank<br />

einzupflegen. Ist Ihr Pferd noch nicht in der Datenbank,<br />

dann können Sie es auf zwei unterschiedliche<br />

Weisen hinzufügen:<br />

• Ein neues Pferd hinzufügen – dann werden alle<br />

Daten abgefragt.<br />

• Nachkommen hinzufügen – wenn die (Groß-)<br />

Mutter schon in der Datenbank vorhanden ist.<br />

Sollten schon mehrere Pferde aus dem gleichen<br />

Stamm vorhanden sein, ist es empfehlenswert,<br />

die letztgenannte Methode zu nutzen.<br />

Durch das Hinzufügen neuer Pferde werden<br />

Standardinformationen zum Pferd abgefragt wie<br />

beispielsweise Name, Lebensnummer, Vater, Mut-<br />

ter, Farbe, Zuchtverband, Geburtsjahr, Sportergebnisse,<br />

Reproduktionsart usw. Diese Daten<br />

können über den „Änderung“-Button unter dem<br />

Pedigree (blauer Pfeil in Figur 1) ergänzt oder geändert<br />

werden. Die neuen Eingaben werden<br />

nach der Bestätigung durch die HorseTelex-Redaktion<br />

automatisch geändert.<br />

Mehr Info<br />

Report<br />

Mehr als nur Abstammung<br />

HorseTelex überzeugt durch viele Features<br />

Ebenfalls unter dem Pedigree gibt es einen zweiten<br />

Button „Mehr Info“ (grüner Pfeil in Figur 1).<br />

Wenn dieser grün gefärbt ist, stehen bereits mehr<br />

Informationen zur Verfügung. Nach dem Anklicken<br />

öffnet sich dies als Popup-Fenster. Hier können<br />

auch selbstständig Daten hinzugefügt werden,<br />

für Zuchtprofis sind die meisten Optionen<br />

kostenlos. Registrierte Nutzer ohne Zuchtprofi-<br />

Account, können hier ebenfalls die Option verwenden,<br />

sich als Züchter oder Besitzer bei den<br />

Pferden einzutragen oder Fotos und Videos einzustellen.<br />

Außerdem gibt es viele Informationen<br />

wie die (Nachkommens-)Lebensgewinnsumme,<br />

WBFSH-Rankings, Zuchtwerte und Ergebnisse<br />

von Veranlagungs- oder Hengstleistungsprüfungen<br />

und das Abgangsjahr.<br />

Es gibt mehr zu sehen als nur die Abstammung: Wichtige Infos bei HorseTelex


Hengstportrait<br />

Sandro Hit-Söhne gibt es viele, aber<br />

nur wenige stehen als „Kronprinzen“<br />

neben dem Vater auf der Station<br />

Schockemöhle in Mühlen. Der<br />

neunjährige schwarzbraune Oldenburger<br />

San Amour I aus der Zucht<br />

von Britta Budeus-Wiegert (Groß<br />

Nemerow/Mecklenburg) überzeugt<br />

in zahlreichen Zuchtgebieten.<br />

Seine Karriereweg war von Anfang an<br />

außergewöhnlich: San Amour I war<br />

2006 Prämienhengst und Preisspitze<br />

der Oldenburger Körung in Vechta. 2008<br />

wurde er im Rahmen der Oldenburger<br />

Hengsttage in Vechta als Hauptprämiensieger<br />

geehrt und war zuvor in seiner HLP in<br />

Schlieckau Sieger im Dressurindex (Rittigkeit<br />

9,5). 2009 qualifizierte er sich mit Dr.<br />

Ulf Möller auf Anhieb für das Bundeschampionat<br />

der fünfjährigen Dressurpferde<br />

und war platzierter Finalist. Inzwischen ist<br />

er bis zu schweren Klasse gefördert.<br />

Passereffekt mit Trakehner Stuten<br />

Die Nachzucht ist in aller Regel groß und<br />

bedeutend, dabei stets nobel, athletisch<br />

und bewegungsstark. 2012 war ein grandioses<br />

Jahr in San<br />

Amours I züchterischer<br />

Karriere:<br />

Die Tochter Soiree<br />

d’Amour (M.<br />

v. Latimer/T.-Banditentraum/T.-<br />

Schwalbenzug/T.;<br />

Familie der Amsel<br />

A5A; Z.: Maren<br />

Bergen, Wagenfeld)<br />

war mit Kira<br />

Wulferding sowohl<br />

Landes- als<br />

auch unangefochtene<br />

Bundes -<br />

championesse<br />

der dreijährigen<br />

Stuten und Walla- War 2009 beim Bundeschampionat Finalist: San Amour<br />

30 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Der imposante Kronprinz<br />

San Amour I im Portrait<br />

Beeindruckt die Zuschauermassen: San Amour, hier bei einer Hengstpräsentation<br />

Foto: Mense<br />

che. Hoch platzierte Finalistin war auch<br />

Shakira W (neuer Name: Saphira Royal NG,<br />

M. v. Monteverdi/T.-Mackensen-Pasteur xx;<br />

Familie der Hasta O178A; Z.: Herbert<br />

Werth, Duisburg) unter Lydia Camp.<br />

Beide Stuten waren übrigens bezeichnenderweise<br />

aus reinen Trakehner Müttern gezogen.<br />

Der gekörte Special Agent Amour<br />

(M. v. Polidiktus van de Helle-Feo-Goldspring<br />

de Lauzelle, Z. u. B.: Philippe und<br />

Hugo Jorissen, Woremme/BEL) war nach<br />

2011 auch 2012 wieder platzierter Finalist<br />

unter dem Sattel von Jana Freund. Mit dem<br />

in Finnland aus einem Holsteiner Stamm<br />

gezogenen San Riant (M. v. Riant-Come<br />

Back II; Stamm 7126; Z.: Marjo Vainikka,<br />

Vantaa/FIN, Station Sosath, Lemwerder) erhöhte<br />

sich die Zahl gekörter Söhne des<br />

Foto: ll-foto


Foto: Streitferdt<br />

Landeschampion: Stern von Afrika<br />

heute erst neunjährigen Hengstes 2012 auf<br />

nunmehr 25, darunter auch der Württemberger<br />

Rappe Sandbrink (Z.: Sabine Reisenauer,<br />

Uhingen), der auch mütterlicherseits<br />

über Cabaret-Campari M-Dinar ausschließlich<br />

Rapphengste führt und Siegerhengst<br />

der Süddeutschen Körung 2011 in München<br />

war. Aus den ersten beiden Jahrgängen<br />

wurden San Amour I-Töchter in außergewöhnlich<br />

hoher Frequenz<br />

und in verschiedenen Zuchtgebieten<br />

mit dem Prädikat<br />

Staatsprämien stute ausgezeichnet.<br />

Die Oldenburger Elite-Stutenschau<br />

2011 geriet geradezu<br />

zu einem San Amour I-Festival:<br />

Von neun zugelassenen Töchtern<br />

aus dem Premierenjahrgang<br />

gelangten vier in den Brillantring,<br />

die Rang zwei, drei,<br />

vier und neun belegten. 2012<br />

stellte er mit vier Töchtern das<br />

stärkste Kontingent der westfälischen<br />

Elite-Stutenschau. Beständig<br />

ist er Lieferant von Spitzenpferden<br />

für die verschiedensten<br />

Auktionsplätze. Mit<br />

Stern von Afrika OLD (M. v.<br />

San Amour I<br />

Harvard-Canaster I-Woermann;<br />

Z.: Tammo Francksen,<br />

Butjadingen) stellte<br />

San Amour I 2011 den Ol-<br />

zum<br />

<br />

<br />

Als Sonderehrenpreis erhält der Sieger einen<br />

Freisprung von einem unserer Hengste!<br />

SPORTHENGSTE<br />

KRÜSTERHOF<br />

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FÜR<br />

ZUCHT UND SPORT<br />

Sandro Hit<br />

Puppenfee<br />

Sandro Song<br />

Loretta<br />

Plaisir d‘Amour<br />

Ofarim<br />

Umjubelte Bundeschampionesse im letzten Jahr: Soiree d’Amour<br />

Hengstportrait<br />

denburger Landes champion und Vize-Bundeschampion<br />

der dreijährigen Stuten und<br />

Wallache. In der FN-Zuchtwertschätzung<br />

Dressur zählt er zudem zur Spitzengruppe<br />

Elton John x Weltino<br />

Züchter: Martin Dieckhoff<br />

Sandro<br />

Antenne II<br />

Ramino<br />

Lassie<br />

Pik Bube I<br />

Fleur<br />

Figaro<br />

Arithmetik<br />

Krüsterhof 1 · 46562 Voerde · Tel.: 02855 - 6381 o. 0179 - 7817208<br />

<br />

Foto: Streitferdt


9.<br />

Sonntag, 23. Juni 2013<br />

5<br />

bis zum 7. Juni<br />

6<br />

Hengstportrait<br />

im bundesweiten Vergleich.<br />

Gekörter Vollbruder<br />

Der Vater Sandro Hit liefert<br />

ein gutes Beispiel<br />

für die Relativität von<br />

Hengstleistungsprüfungen.<br />

Er wurde 1995<br />

ohne Prämientitel in Oldenburg<br />

gekört und absolvierte<br />

erst vierjährig<br />

eine eher durchschnittlicheHengstleistungsprüfung<br />

(99 Punkte) in Medingen.<br />

Dennoch war er<br />

1999 unter Dr. Ulf Möller<br />

Bundeschampion<br />

der sechsjährigen Dressurpferde<br />

und Weltmeister der Jungen Pferde in<br />

Arnheim und avancierte zu einem der bedeutendsten<br />

Vererber der letzten Jahre mit mehr als<br />

180 gekörten Söhnen. Es muss mit Erbkraft zu<br />

tun haben, denn anderen Dressurhengsten ohne<br />

Gekörter Vollbruder: San Amour II<br />

Mehrfacher Landeschampion in Baden-Württemberg: Sandbrink<br />

viel „Lametta“ im Vorfeld, wie Preisspitze der Körung<br />

oder Prämientitel, wäre das so sicher nicht<br />

gelungen. San Amour I hat mit der bewegungsstarken<br />

Oldenburger Reservesiegerstute des Jahres<br />

1997, Puppenfee (Z.: Burghard Oltmann, Wardenburg),<br />

eine hoch dotierte<br />

Mutter, die mit San Amours<br />

Vollschwester Auguste Victoria<br />

die Oldenburger Landeschampionesse<br />

2008 und 2012 den in<br />

Vechta gekörten Vollbruder San<br />

Amour II stellte. San Amour II<br />

deckt seit diesem Jahr in Belgien.<br />

Puppenfee ist Vollschwester<br />

des gekörten Hengstes Pierrot<br />

Royal, der allerdings nicht<br />

gedeckt hat und in Baden-<br />

Württemberg im Dressursport<br />

erfolgreich war.<br />

Foto: Fischer<br />

Foto: ll-foto<br />

Vorfahren aus Bümmerstede<br />

Der Muttervater Plaisir d‘Amour<br />

startete seine Hengstkarriere<br />

auf der Station Ahlers in Bümmerstede<br />

vor den Toren Oldenburgs.<br />

Später war er über Jahre<br />

mit verschiedenen Reitern (u.a.<br />

Rudolf Zeilinger, Michelle Gibson,<br />

Nicole Uphoff, Jasmin Sanche/SUI,<br />

Markus Gribbe, Ralf<br />

Hartmann) bis Grand Prix erfolgreich<br />

und startete bei der<br />

Weltmeisterschaft 1998 für die<br />

Schweiz. Plaisir d’Amour stand<br />

lange der Sporteinsatz im Vor-


dergrund. Im gesetzten Alter kam er nochmals<br />

im Gestüt Webelsgrund zum züchterischen<br />

Einsatz. 83 Nachkommen waren im<br />

Sport erfolgreich, neun von ihnen mit S-<br />

Platzierungen in der Dressur, zwei mit S-Erfolgen<br />

im Springen.<br />

Der bunte Fuchs Figaro in dritter Generation<br />

hat zeitlebens auf der Station Ahlers in<br />

Bümmerstede gewirkt und ist gewissermaßen<br />

„Oldenburger Tafelsilber“. Er war<br />

mehrfach DLG-Ausstellungshengst und hat<br />

vorzügliche Reitpferde für höchste Anforderungen<br />

in allen Sparten des Sports (30 S-<br />

Springpferde und 20 S-Dressurpferde) hinterlassen.<br />

Immer mal wieder wurde auch<br />

ein Sohn (z.B. die im S-Parcours erfolgreichen<br />

Füchse Filigran und Fundament, ferner<br />

Feiner Fritz, Fidibus, Fighting Lion) von<br />

ihm gekört, diese hielten sich aber meistens<br />

nicht lange in der Zucht. Der ebenfalls lebenslang<br />

(1967–1984) in Bümmerstede stationierte<br />

Vollblüter Kronprinz xx lieferte<br />

harte Leistungspferde für alle Disziplinen<br />

und hat sich in der Umzüchtungsphase des<br />

Oldenburgers vom Wirtschafts- zum Reitpferd<br />

große Verdienste erworben. Er ist<br />

heute in unzähligen Leistungsstämmen verankert,<br />

und sein Name wird unverändert<br />

mit Hochachtung genannt. Diese bedeu-<br />

Gekörter Sohn des San Amour: Special Agent Amour<br />

tende original OldenburgerStutenlinie<br />

der Aragossa/<br />

Arole (v. Germandus-Gruson-Rudolf-Balbino-Runibald-Y.<br />

Magnat) lieferte<br />

zahlreiche bedeutendeSportpferde<br />

in beiden<br />

Disziplinen und<br />

u.a. die Hengste<br />

Baresi, Boticello,<br />

Oderich, Orlando,<br />

Sandakan und Floriscount.<br />

Der Muttervater<br />

Plaisir d’Amour, der<br />

in dritter Generation<br />

erscheinende<br />

Figaro und auch<br />

San Amour I selber<br />

stammen jeweils<br />

aus original Oldenburger<br />

Stutenlinien;<br />

das verleiht ihm zusätzlich<br />

eine besondere<br />

Note.<br />

Claus Schridde<br />

Foto: Streitferdt<br />

Pferdezuchtverein<br />

Grafschaft Bentheim e. V.<br />

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Tel: 04252/1806 · www.hannoveraner-pferde.com<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 33


Praxis<br />

Die Kastration eines Hengstes ist für<br />

erfahrene Tierärzte ein Routine-Eingriff.<br />

Dennoch kommt es manchmal<br />

zu mehr oder minder schweren<br />

Komplikationen. Gelegentlich kann<br />

danach das kastrierte Pferd nicht<br />

gerettet werden. Es stellt sich dann<br />

stets die Frage nach einer Haftung<br />

des Tierarztes.<br />

Ein Beispielsfall<br />

Die Klägerin eines Rechtsstreites war Eigentümerin<br />

eines knapp dreijährigen<br />

Hengstes. Den beklagten Tierarzt hat sie<br />

mit der Kastration beauftragt. Die wurde in<br />

dessen Praxis durchgeführt, verlief zunächst<br />

auch problemlos. Am darauffolgenden<br />

Tag hat der Tierarzt das Pferd – im<br />

Winter – auf eine Koppel gelassen. Als er es<br />

hereinholen wollte, öffnete er das Koppeltor,<br />

bevor der Führstrick am Halfter angebracht<br />

war. Das Pferd entlief, stürzte und<br />

erlitt einen Dünndarmvorfall. Letztlich<br />

konnte es nicht gerettet werden.<br />

Die Klägerin verlangte vom Tierarzt Schadensersatz<br />

für den Verlust des Pferdes und<br />

entstandene Nachbehandlungskosten.<br />

Die Streitfragen<br />

Grundsätzlich setzt die tierärztliche Haftung<br />

im Zusammenhang mit der Behandlung<br />

eines Pferdes eine Pflichtverletzung<br />

und einen darauf beruhenden Schaden voraus.<br />

Die Klägerin stützte die Klage auf mehrere<br />

Argumente: Sie beanstandete zunächst einmal,<br />

dass der fast dreijährige Hengst im Stehen<br />

operiert worden war. Der Tierarzt hatte<br />

den Hengst nicht abgelegt und sich für die<br />

sogenannte unbedeckte Kastration entschieden.<br />

Der vom Gericht zugezogene Sachverständige<br />

meinte, die Operationsmethode sei<br />

deutlich risikoreicher als die bedeckte Kastration.<br />

Bei einer Kastration am stehenden<br />

Pferd und Anwendung der unbedeckten<br />

Operationsmethode sei im Vergleich zur<br />

34 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Routine-Eingriff Kastration<br />

Welche Sorgfalt ist geschuldet?<br />

verdeckten Operationsmethode<br />

ein<br />

erheblich erhöhtes<br />

Risiko eines Dünndarmvorfallsgegeben.<br />

Allerdings<br />

könne nach seiner<br />

Auffassung auch<br />

bei einer bedeckten<br />

Kastration ein<br />

Dünndarmvorfall<br />

nicht mit aller letzter<br />

Sicherheit ausgeschlossenwerden.<br />

Weil der Tierarzt<br />

hier die risikoreichere<br />

Methode gewählt habe, müsse er<br />

das Einverständnis der Eigentümerin haben.<br />

Dies wiederum setze voraus, dass er<br />

die Auftraggeberin über das erhöhte Komplikationsrisiko<br />

aufkläre. Die Verletzung<br />

der Aufklärungspflicht allerdings muss vom<br />

Pferdeeigentümer nachgewiesen werden.<br />

Die Aufklärungspflicht allein hätte aber in<br />

dem Fall nach Auffassung des Berufungsgerichts<br />

der Klägerin nicht genützt, ihrer<br />

Klage also nicht zum Erfolg verholfen. Es<br />

wäre nämlich auch bei Durchführung einer<br />

bedeckten Kastration ein Dünndarmvorfall<br />

nicht auszuschließen gewesen. Die Pferdeeigentümerin<br />

hätte sich nach Aufklärung<br />

wohl für die risikoärmere Methode entschieden.<br />

Allerdings konnte sie nicht nachweisen,<br />

dass speziell die unbedeckte Kastration<br />

ursächlich wurde für die letztlich<br />

zum Tode führende Komplikation.<br />

Die Bewegung<br />

Das weitere Argument der Klägerin<br />

knüpfte daran an, dass der Tierarzt das<br />

Pferd am Tag nach der Operation auf die<br />

Weide gelassen hatte. Der gerichtliche<br />

Gutachter meinte hierzu, dass eine kontrollierte<br />

Bewegung am ersten Tag nach<br />

der Kastration durchaus angezeigt sei. Damit<br />

würde das Risiko von Wundheilungsstörungen<br />

vermindert. Wichtig sei aber,<br />

Kann manchmal zu Komplikationen führen: Kastration<br />

Foto: HIM/Brandel<br />

dass es sich um kontrollierte Bewegung<br />

handele.<br />

Das freie Laufenlassen eines Pferdes auf<br />

der Weide entspräche – so der Gutachter –<br />

durchaus weitverbreiteter Praxis (die mir<br />

nicht geläufig ist), sie sei aber eben keine<br />

„kontrollierte Bewegung“. Darauf stützte<br />

dann das Berufungsgericht die Verurteilung<br />

des Tierarztes. Wenn auch – wie der Gutachter<br />

ausgeführt hatte – Bewegung auf der<br />

Weide am Tag nach der Kastration einer<br />

weitverbreiteten Praxis entspräche, so reiche<br />

das nicht aus, um ein Verschulden des<br />

Tierarztes zu verneinen. Der schuldet nicht<br />

„die verkehrsübliche“, sondern die „verkehrserforderliche“<br />

Sorgfalt. Erforderlich<br />

aber sei es, das Pferd kontrolliert zu bewegen,<br />

also zu führen.<br />

In dem konkreten Fall kam hinzu, dass der<br />

Tierarzt das Koppeltor geöffnet hatte, bevor<br />

er überhaupt den Strick an das Halfter angelegt<br />

hat. Den Punkt brauchte das Berufungsgericht<br />

nicht zu vertiefen. Es versteht<br />

sich aber von selbst, dass das Entlaufen des<br />

Pferdes mit dem nachfolgenden Sturz vermieden<br />

worden wäre, wenn das Pferd zunächst<br />

einmal unter Kontrolle gebracht worden<br />

wäre. Es dürfte nämlich ein selbstverständliches<br />

Gebot sein, den Führstrick am<br />

Halfter anzubringen, bevor das Weidetor<br />

geöffnet wird. Dr. Dietrich Plewa/Schliecker


Wer Pferde auf die Weide bringt,<br />

braucht mehr als nur ein Stück grüne<br />

Wiese. Was Sie bedenken sollten, bevor<br />

Sie Ihrem Vierbeiner Natur pur bieten,<br />

sagen wir Ihnen.<br />

Könnte ein Pferd wählen, würde es auf der<br />

Weide leben. Kein Wunder: Pferde sind<br />

Steppentiere. Und sie bewegen sich gern.<br />

Experten haben herausgefunden, dass eine<br />

Milchkuh unter natürlichen Haltungsbedingungen<br />

rund zwei Kilometer pro Tag zurücklegt. Für<br />

sie ist nahezu ausschließlich die Futtersuche der<br />

Bewegungsimpuls. Ein Pferd kommt dagegen in<br />

dieser Zeit auf 15 bis 20 Kilometer. Eine gute<br />

Pferdeweide ist demnach nicht nur Futtergrundlage,<br />

sondern auch Lebensraum und Spielwiese.<br />

Damit Pferde auf der ihnen zugedachten Weide<br />

bleiben, bedarf es einer ausbruchssicheren und<br />

verletzungsfreien Umzäunung. Die Palette der<br />

Möglichkeiten hierfür ist groß. Angefangen von<br />

traditionellen Holzzäunen aus Pfählen und Stangen<br />

bis hin zu mobilen Steckzäunen. Stacheldraht<br />

ist wegen der großen Verletzungsgefahr in<br />

der Pferdehaltung tabu.<br />

In den meisten Fällen wird heutzutage auf Elektrozaun,<br />

auch für den dauerhaften Weidezaunbau,<br />

zurückgegriffen. Allein schon, weil er preisgünstiger<br />

und schneller aufzubauen ist als ein<br />

Vollholzzaun.<br />

Grundlage<br />

Praxis<br />

Wenn’s gut werden soll<br />

Was Sie alles fürs Weidemanagement brauchen<br />

So soll es sein: Eine gut vorbereitete Koppel mit sicherer Umzäunung<br />

Foto: landpixel<br />

Grundlage eines jeden Zaunsystems sind Pfähle.<br />

Traditionell verwendet werden Holzpfähle. Egal<br />

ob rund, quadratisch oder mehreckig, wichtig ist<br />

darauf zu achten, dass die Pfähle gegen Fäulnis<br />

behandelt sind. Ein weiterer wichtiger Punkt bei<br />

der Auswahl ist die Holzsorte. Die meisten Holzpfähle<br />

sind aus Weichhölzern, wie Fichte oder<br />

Kiefer. Das hat einen guten Grund. Sie sind preisgünstiger<br />

als ihre Kollegen aus Eiche. Dafür halten<br />

sie aber nicht so lange und, vor allem, splittern<br />

sie auch leichter beim Einschlagen.<br />

In den USA seit Jahrzehnten eingesetzt und bewährt<br />

sind T-Pfosten aus Eisen. Um sie in die<br />

Erde zu schlagen, bedarf es jedoch einer speziellen<br />

Ramme. Dafür sind diese Pfosten, einmal gesetzt,<br />

fast unverwüstlich.<br />

Seit einigen Jahren im Angebot sind auch Kunststoff-Pfähle,<br />

teilweise aus Recyclingmaterial. Sie


Praxis<br />

Merkt man sofort: mindere Qualität<br />

36 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Foto: Stahmann<br />

verrotten zwar nicht und sind pflegeleicht,<br />

aber an die Stabilität von Holzpfählen oder<br />

T-Pfosten kommen sie nicht heran. Je nach<br />

PVC-Qualität verbiegen sie sich jedoch<br />

beim Spannen des Drahtes oder der Litze<br />

mehr oder weniger stark.<br />

Egal für welches Pfahlmaterial Sie sich entscheiden:<br />

Pfähle sollten zu einem Drittel im<br />

Boden verschwinden, um Halt und Standfestigkeit<br />

zu gewährleisten. Dabei ist es<br />

besser, Pfähle in den Boden zu schlagen<br />

oder zu rammen als einzugraben. So verdrängt<br />

der Pfahl nämlich das Erdreich und<br />

verdichtet es gleichzeitig. Ihr Vorteil: Der<br />

Pfosten steht stabiler. Besonderes Augenmerk<br />

sollte man auf die Eckpfosten richten.<br />

Am besten zusätzlich abstützen!<br />

Für den mobilen Einsatz gibt es eine ganze<br />

Reihe an Tretpfählen aus Kunststoff, Fiberglas<br />

oder Metall. Mit unterschiedlichen Tritten<br />

und Ösen ausgestattet, sind solche<br />

Pfähle in vielen Farben und Längen im<br />

Handel zu bekommen.<br />

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Elektrozäune<br />

Die eigentliche<br />

Umzäunung besteht<br />

bei Elektrozäunen<br />

aus stromführendenMaterialien.<br />

In der Praxis<br />

können das Seile,<br />

Litzen oder Bänder<br />

sein. Auch hier<br />

Hat ein Leben hinter sich: kaputter Pfahl<br />

Nicht für Pferde geeignet: Stacheldrahtzaun<br />

gibt es Qualitätsunterschiede. Entscheidend<br />

ist das „Innenleben“. Neben der UV-Beständigkeit<br />

sollten Sie auf die empfohlene<br />

Zaunlänge des Materials und die Bruchlast<br />

achten. Mit einigen Litzen lassen sich<br />

Zäune bis zu 250 Kilometer bauen, andere<br />

eigenen sich nur für kurze Strecken von bis<br />

zu einem Kilometer. Und da das Material ja<br />

vor allem stromführend sein soll, kommt es<br />

auf den Widerstand an. Je niedriger dessen<br />

Foto: landpixel Foto: Stahmann


Gut gerüstet: Koppelbau kann beginnen<br />

Wert, umso weniger Strom(-spannung)<br />

geht allein mittels des Durchflusses im Material<br />

verloren. Zur Orientierung: Ein glatter<br />

Draht mit einer Zink-Alu-Legierung<br />

kann einen Widerstand von<br />

nur 0,035 Ohm je Meter aufweisen.<br />

Ein einfaches Weidezaumband<br />

mit vier Stahldrähten<br />

kommt schon auf stolze elf Ohm<br />

je Meter. Trotz der deutlichen<br />

Vorteile des glatten Drahts sollten<br />

für Pferdeweiden wegen der<br />

Sichtbarkeit farbige Litzen, Bänder<br />

oder Seile verwendet werden.<br />

Ob Sie Ihren Zaum dreioder<br />

vierreihig aufbauen und<br />

mit welchem Abstand von Litze<br />

zu Litze, ist unter anderem von<br />

der Größe Ihrer Pferde abhängig.<br />

Im Zweifelsfall heißt die Devise:<br />

mehr und höher ist besser.<br />

Um die Strom führenden Materialen<br />

an den Pfählen zu befestigen,<br />

benötigt man Isolatoren.<br />

Auch hier hat der Zaunbauer die<br />

Qual der Wahl. Auf alle Fälle<br />

sollten sie UV-beständig sein. Je<br />

Foto: Stahmann<br />

nach Ausgangsmaterial des Pfahls<br />

müssen Isolatoren mit entsprechendem<br />

Gewinde verbaut werden. Für<br />

eine lange Haltbarkeit sorgen Isolatoren,<br />

deren Gewinde durch den gesamten<br />

Isolator geht. Die Isolatoren unterscheiden<br />

sich auch je nach Typ des<br />

Leiters: Ring- und Schlitz-Isolatoren<br />

eignen sich für Draht, Litzen und Seile,<br />

Breitbandisolatoren, wie der Name<br />

schon sagt, für Bänder. Für T-Pfosten<br />

gibt es spezielle Clip-Isolatoren.<br />

Als Torelemente eignen sich feuerverzinkte<br />

Weidepanels. Breitenverstellbar<br />

lassen sie sich variabel einsetzen. Wer<br />

es preisgünstiger will, greift auf Tor-<br />

Sets für Elektrozäune zurück. Je nach<br />

Ausführung erhältlich mit Feder oder<br />

auch mit einer Art Aufrollsystem, ähnlich<br />

einem Rollmaßband.<br />

Spannu ngslieferant<br />

Jeder Elektrozaun braucht auch einen<br />

Spannungslieferanten. Wer nur kleine<br />

Weiden einzäunt, kann auf Neun-Volt-<br />

Batterie-Weidezaungeräte zurückgreifen.<br />

Einfach anzubauen sind sie echte<br />

All-in-on-Geräte mit Zaun- und Erdanschluss.<br />

Einen Nachteil haben sie jedoch:<br />

Die Batterien lassen sich nicht aufladen<br />

Erleichtert die Arbeit: Stromprüfer<br />

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Foto: Stahmann<br />

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Praxis<br />

und müssen daher nach der Entleerung ersetzt<br />

werden. Auch bei den Zaungeräten<br />

sollte auf die maximale Spannung des Gerätes<br />

geachtet werden, um lange Zäune<br />

und starken Bewuchs am Zaun gelassen<br />

entgegenzusehen.<br />

Für Halter, die ihre Pferde in jeder Saison auf<br />

die Weide lassen, kommen zwölf-Volt-Batterie-Weidezaungeräte<br />

infrage. Diese Geräte<br />

werden an Autobatterien angeschlossen. Alternativ<br />

kann man sie mit Hilfe eines Adapters<br />

an die Steckdose anschließen.<br />

Profis greifen auf Netzgeräte zurück. Sie<br />

werden direkt an die normale Stromversorgung<br />

angeschlossen. Mit einer Spannung<br />

von 230 Volt und einer Entladungsenergie<br />

von bis zu zehn Joule lassen sich Zäune von<br />

bis zu 80 Kilometer Länge bauen. Je nach<br />

Bewuchs reduziert sich jedoch die Zaunlänge<br />

auf unter zehn Kilometer. Die Preise<br />

für solche Geräte sind je nach Qualität und<br />

Leistungsstärke sehr unterschiedlich.<br />

Bei Netzgeräten wie auch bei zwölf- Volt-<br />

Batterie-Weidezaungeärten muss zusätzlich<br />

eine Erdungspfahl und ein Anschlusskabel<br />

gekauft werden. Wer seine Zaunanlage vor<br />

Blitzeinschlag schützen möchte, installiert<br />

eine Blitzschutzdrossel. So eine Drossel<br />

schützt das Gerät vor Überspannung.<br />

Wer die Kraft der Sonne für seine Stromerzeugung<br />

nutzen will, kann dies mit mobil<br />

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38 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Unsachgemäße Reparatur: Hier kann kein Strom mehr fließen<br />

einsetzbaren Solarpanels für Weidezaungeräte<br />

tun. Die Leistung ist aber stark von der<br />

Witterung abhängig. Eine Anschaffung<br />

sollte aus Sicherheitsgründen gut überlegt<br />

werden.<br />

Last, but not least sollten Sie als Betreiber<br />

einer Elektrozaunanlage an Warnschilder<br />

für Weidezäune denken. Die gelben Warntafeln<br />

lassen sich<br />

problemlos an Litzen,<br />

Seilen und<br />

Bändern befestigen.<br />

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muss der Elektrozaun<br />

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gewartet werden.<br />

Dazu gehört die<br />

regelmäßige Kontrolle<br />

der Spannung.<br />

Dafür gibt es<br />

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Ausführungen, sogenannteZaunprüfer.<br />

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Modelle zeigen die<br />

Spannung in sechs<br />

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an. Für nur wenige<br />

Euro mehr erhält<br />

man schon einen Zaunprüfer, der ohne<br />

Erdspieß funktioniert. In der täglichen Arbeit<br />

eine wirkliche Erleichterung.<br />

Praktische Helfer sind auch Zaunschalter<br />

und Fernschalter. So lässt sich bei der Reparatur<br />

des Elektrozauns der Strom problemlos<br />

an- und ausschalten. Für die Installation<br />

eines Fernschalters benötigen Sie<br />

eine Betriebsspannung von 230 Volt und<br />

damit auch ein fest installiertes Netzgerät.<br />

Einmal installiert, können Sie vom Handy<br />

aus mit einer freigeschalteten SIM-Karte<br />

den Strom am Weidezaungerät beliebig einund<br />

ausschalten.<br />

Wenn einmal Strom führendes Material gerissen<br />

sein sollte, ist das entweder zu erneuern<br />

oder mit speziellen Reparatursets<br />

zu flicken. Dazu gibt es Clips oder aber<br />

Verbinder.<br />

Weidepflege<br />

Foto: Stahmann<br />

Weiden wollen auch gepflegt werden, damit<br />

sie sowohl genügend als auch hochwertigen<br />

Futteraufwuchs bieten. Das fängt<br />

schon im zeitigen Frühjahr mit der mineralischen<br />

Düngung an. Stallmist, möglichst<br />

gut kompostiert, wird nach dem Weidegang<br />

ausschließlich über die Wintermonate<br />

ausgebracht. Bis zum kommenden Frühjahr<br />

haben sich die Nährstoffe aus Mist, die sich<br />

nur langsam lösen, für die Pflanzen nutzbar


umgewandelt. Sobald die Gräser zu wachsen<br />

beginnen, sollte die Wiese mit einer<br />

Wiesenschleppe abgeschleift werden, um<br />

Moose und abgestorbene Gräser aus der<br />

Grasnarbe zu lösen und die wachsenden<br />

Gräser zur Bestockung anzuregen.<br />

Während der Vegetationsperiode ist der<br />

Einsatz eines Weidemulchers sinnvoll.<br />

Pferde fressen selektiv. Nicht alles<br />

schmeckt, und so lassen sie verschiedene<br />

Gräser einfach stehen. Genau diese, für<br />

Pferde nicht so schmackhaften Gräser und<br />

Kräuter kommen aber dann zur Blüte, samen<br />

aus und vermehren sich so in größerem<br />

Maße. Daher sollten Futterreste nach<br />

jeder Beweidungsperiode mit dem Mulcher<br />

ausgemäht werden. Der Vorteil eines Mulchers<br />

besteht darin, dass der Grünbestand<br />

nicht nur abgemäht wird, sondern klein geschnitten<br />

als Mulch, also eine Art Dünger,<br />

wieder dem Grünland zur Verfügung gestellt<br />

wird.<br />

Auf kleineren Flächen kann ein Mistblitz<br />

von Nöten sein, um die Weiden von Dunghaufen<br />

zu befreien. Parasiten, die sich gern<br />

in solchen Dunghaufen aufhalten und vermehren,<br />

werden somit eingedämmt.<br />

Zusätzliche Futterraufe<br />

Vor allem im Frühjahr, wenn der Futteraufwuchs<br />

noch sehr jung ist, kann es ratsam<br />

sein, in einer Futterraufe zusätzlich strukturreiches<br />

Grundfutter zuzufüttern. Die Industrie<br />

bietet solche Raufen unterschiedlicher<br />

Größe und Ausführungen von rund<br />

bis eckig, mit und ohne Dach, mit Palisa-<br />

Tut der Koppel gut: Abschleifen der Wiese<br />

denfressgitter, für Rund- oder/und Quaderballen,<br />

mit und ohne Dreipunktaufhängung<br />

zum Transport, teilweise mit höhenverstellbaren<br />

Kufen zur Anpassung an verschiedene<br />

Tiergrößen an.<br />

Pflicht für jede Weide ist eine Tränke. Der<br />

Wasserbedarf eines erwachsenen Pferdes<br />

schwankt je nach Wetter, Futterart, Intensität<br />

der Bewegung zwischen 30 und 50 Liter pro<br />

Tag. Säugende Stuten benötigen rund 50 Liter<br />

pro Tag. Wasser sollte frisch und von<br />

bester Qualität sein. Mobile Wasserfässer<br />

sind eine Möglichkeit, Wasser auf die Weide<br />

zu bekommen. Die Fässer sollten UV-beständig<br />

und -undurchlässig sein, damit sich<br />

im Fass keine Moose und Algen ansetzen.<br />

Bei den Tränkebecken haben sich Schwimmertränken<br />

bewährt, da sie von allen Tieren<br />

verstanden werden. Zudem beschränkt sich<br />

die Verschwendung von Wasser durch<br />

Schlabbern auf ein Minimum.<br />

Tränken müssen regelmäßig gewartet und<br />

selbstverständlcih auf ihre Funktionsfähigkeit<br />

geprüft werden.<br />

Eine Alternative zu mobilen sind fest installierte<br />

Tränken. Dazu ist aber ein Wasseranschluss<br />

an der Weide vonnöten. Bei solchen<br />

Tränken ist darauf zu achten, dass sie<br />

über einen Hochleistungsschwimmer und<br />

einen Reinigungsablauf verfügen.<br />

An alles gedacht? Na, dann steht ja einer<br />

glücklichen Weidesaison für Pferd und Besitzer<br />

nichts mehr entgegen. Aber seinen<br />

Sie sich bewusst, eine gute Weide hält ein<br />

Pferd besser auf als der beste Zaun.<br />

Friederike Stahmann<br />

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Praxis<br />

Toyota hat es erfunden: Die Just-intime-Belieferung.<br />

Inzwischen ist es<br />

auch bei deutschen Firmen Alltag.<br />

Mit dem logistischen Abruf- und Anlieferungsverfahren,<br />

bei dem das<br />

Material vom Zulieferbetrieb erst<br />

beim tatsächlichen Bedarf direkt in<br />

die Fertigung des Abnehmers geliefert<br />

wird, lässt sich auch bei Mercedes<br />

und VW viel Geld sparen.<br />

Für Pferdebetriebe kann die Anlieferung<br />

von Heu und Stroh nach Bedarf<br />

ebenfalls eine Möglichkeit sein.<br />

Wichtiges Pro-Argument ist dabei wohl die<br />

Ersparnis von Lagerkapazitäten. Dagegen<br />

stehen aber auch Kontra-Argumente. Die<br />

gehen von schwankenden Preisen, unterschiedlichen<br />

Futterqualitäten bis hin zu Lieferengpässen.<br />

„In der Ernte sind die Preise<br />

häufig günstiger als im Winter. Wenn ich<br />

kann, decke ich mich daher in der Saison<br />

mit Heu und Stroh ein“, bestätigt Dr. Vivan<br />

Gabor vom Westernreitzentrum Horseability<br />

40 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Lagern statt liefern lassen<br />

Heu und Stroh auf dem eigenen Hof kostengünstig unterbringen<br />

Kann mit Solardach kombiniert werden: Maschinenhalle<br />

die Gefahr, bei der Just-in-time-Belieferung<br />

Preisschwankungen ausgesetzt zu sein.<br />

Baugenehmigung?<br />

Wer eigenes Grünland besitzt und sein<br />

Grundfutter jedes Jahr selber macht, wird<br />

sich auf alle Fälle mit dem Thema Lagerung<br />

auseinandersetzen. Nicht selten stehen<br />

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Heu böden in Reitställen oder -hallen zur<br />

Lagerung zur Verfügung. Oft werden auch<br />

Altgebäude umgenutzt, um dadurch Kosten<br />

zu sparen.<br />

Wer überlegt, in den Bau eines separaten<br />

Lagergebäudes zu investieren, sollte, so<br />

Professorin Engel Hessel von der Universität<br />

Göttingen, Abteilung Verfahrenstechnik:<br />

„Erst einmal abklären, ob eine<br />

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Fotos: Landpixel<br />

Baugenehmigung zu bekommen<br />

ist.“ Im Außenbereich darf<br />

nicht jeder bauen. Pferdehalter,<br />

die den Status eines landwirtschaftlichen<br />

Betriebes haben,<br />

egal ob sie dies im Haupt- oder<br />

Nebenerwerb tun, sollten eine<br />

Baugenehmigung bekommen<br />

können. Der Gesetzgeber<br />

schränkt zwar auch für Landwirte<br />

ein, wann und wie, aber<br />

grundsätzlich gilt die Privilegierung<br />

landwirtschaftlicher Bauvorhaben.<br />

So ist laut § 35 Absatz<br />

1 Nr. 1 des Baugesetzbuches ein<br />

Vorhaben im Außen bereich<br />

zulässig, wenn es<br />

• einem land- oder forst wirt -<br />

schaftlichen Betrieb dient und<br />

• nur einen untergeordneten<br />

Teil der Be triebs fläche ein -<br />

nimmt,


Kostengünstige Variante: Folienhalle<br />

• öffentliche Belange im Sinne des Absatzes 3<br />

dürfen nicht entgegenstehen,<br />

• größtmögliche Schonung des Außenbereichs<br />

(Abs.5 S.1), was eine<br />

• flächensparende Ausführung und<br />

• möglichst geringe Bodenversiegelung beinhaltet.<br />

Doch landwirtschaftliche Bauvorhaben, wie Maschinen-<br />

und Geräteschuppen, Heu- und Strohlager,<br />

gelten laut Baugesetzbuch als privilegierte<br />

Anlage.<br />

Verschiedene Bausysteme<br />

Bevor die Überlegungen so konkret werden, dass<br />

Baugenehmigungen eingeholt werden, sollte<br />

man sich über die verschiedenen Bausysteme einen<br />

Überblick verschaffen. Man unterscheidet<br />

grundsätzlich drei Bauweisen. Die klassische Maschinenhalle<br />

ist ein Gebäude mit Stahlträgern, einer<br />

Eindeckung und einer Wandbekleidung aus<br />

Trapezblech oder Faserzementplatten. Bei der<br />

Leimbinderhalle sind die Träger aus Leimbindern<br />

Beliebt: Hallen als Heu- und Strohlager<br />

Praxis<br />

und die Verkleidung aus<br />

Holzbohlen. Die Dacheindeckung<br />

ist dieselbe wie bei<br />

der klassischen Variante.<br />

Eine kostengünstige Alternative<br />

kann der Bau einer Folienhalle<br />

sein. Die Konstruktion<br />

basiert auf einem Stahlgittergerüst,<br />

das von einer<br />

meist halbrunden UV-stabilen<br />

Kunststoffplane überspannt<br />

wird. Die Plane besteht<br />

aus Polyethylengewebe<br />

und ist extrem reißfest.<br />

Solche Hallen brauchen<br />

kein Fundament. Sie werden<br />

mittels Erdankern direkt im gewachsenen Erdreich<br />

fixiert. Wer möchte, kann solch eine Halle<br />

auch auf ein Betonfundament stellen.<br />

Für welchen Hallentyp man sich entscheidet,<br />

hängt auch von den Kosten ab.<br />

Dabei muss man bei einer Vergleichskalkulation<br />

sowohl die Baukosten als auch die Kosten für die<br />

Unterhaltung im Blick haben. Auf den ersten<br />

Blick locken Folienhallen mit einem vergleichsweise<br />

geringen Investitionsbedarf. Wer eine Folienhalle<br />

über Jahrzehnte nutzen will, sollte aber<br />

bedenken, dass die Kunststoffplanen altern, brüchig<br />

werden. Im regelmäßigen Turnus müssen<br />

die Planen daher ersetzt werden. Die Hersteller<br />

gehen meist von einer Nutzungsdauer von 15<br />

Jahren aus. Garantie auf die UV-Beständigkeit der<br />

Folie geben sie jedoch häufig nur für zehn Jahre.<br />

Hilmar Gerdes, Unternehmensberater bei der<br />

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, hat<br />

eine Vergleichskalkulation für die drei Standardhallen<br />

durchgerechnet. In seiner Beispielsrechnung<br />

hat er Hallen mit einer Größe von 25 mal<br />

40 m inklusive einer Betonsteinpflasterung<br />

des Hallenbodens<br />

verglichen.<br />

In die Berechnung flossen<br />

die Brutto-Herstellerkosten<br />

inklusive der Kosten für die<br />

Baugenehmigung mit ein.<br />

„Auf den ersten Blick erscheint<br />

die Folienhalle mit<br />

138.507 Euro Gesamtkosten<br />

konkurrenzlos günstig“, so<br />

der Experte.<br />

Für die Stahlhalle müssen<br />

ganze 212.310 Euro und für<br />

die Leimbinderhalle 199.167<br />

Euro ausgegeben werden.<br />

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Kosten<br />

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Vor dem Bau: Baugenehmigung einholen<br />

Aufgrund der begrenzten Haltbarkeit der Folie bei den Leichtbausystemen<br />

gibt der Berater zu bedenken: „Aussagekräftiger erscheint<br />

daher der Vergleich der jährlichen Kosten.“ Und dann schrumpft der<br />

monetäre Vorteil der Folienhallen doch erheblich zusammen. Denn<br />

bei der Folienhalle wird davon ausgegangen, dass die Folie einmal<br />

nach rund 16 Jahren getauscht werden muss. Bei einer angenommenen<br />

Abschreibung der Hallen von 33 Jahren bei laufzeitgleicher<br />

Finanzierung liegen die Kosten pro Jahr für die Folienhalle dann bei<br />

12.919 Euro, für die Leimbinderhalle bei 17.319 Euro und für die<br />

Stahlhalle bei 18.462 Euro. Neben den Kosten spricht für Folienhallen<br />

auch die kurze Bauzeit, die, je nach Anbieter, teilweise weniger<br />

als eine Woche dauert. Hinzu kommt, dass man auch die Möglichkeit<br />

hat, die Halle jederzeit zu demontieren und an anderer Stelle<br />

neu aufbauen zu können. Für Stahl- und Leimbinderhallen spricht<br />

die dauerhafte Lösung. Nicht zu unterschätzen ist auch das größere<br />

Raumvolumen einer massiven Halle gegenüber einen halbrunden<br />

Folienhalle bei gleichem Grundriss. In solch klassische Hallen passen<br />

also erheblich mehr Stroh- und Heuballen hinein. Solch eine<br />

massive Halle lässt sich über Jahrzehnte nutzen, ja auch bestens umnutzen.<br />

Die Variationsbreite geht gedanklich von Reithalle über Maschinenhalle,<br />

Pferdestall bis hin zu alternativen Nutzungen wie einem<br />

Hofcafé oder einem Indoor-Spielplatz. Hinzu kommt, dass<br />

massive Hallen mit Hilfe von Photovoltaikanlagen teilweise refinanziert<br />

werden können, vor allem wenn man sich für eine Halle mit<br />

Pultdach entscheidet und damit die Fläche der Photovoltaikanlage<br />

enorm vergrößert. Egal für welchen Hallentyp Sie sich entscheiden:<br />

Bei der Lagerung von Heu und Stroh ist auf eine gute Belüftung der<br />

Halle und des Hallenbodens zu achten, damit die Ballen weder<br />

schimmeln noch sich entzünden, was immer wieder der Fall ist. Polizeiberichte<br />

über brennende Ballen kurz nach der Ernte gehören<br />

leider zum Alltag. Es bietet sich an, Hallen mit Betonsteinen auszukleiden.<br />

Wer Kosten sparen will und seine Halle nur mit gewachsenem<br />

Boden versieht, sollte seine Heu- und Strohballen am besten<br />

auf Paletten stellen, um sie zu schützen. Egal mit welchem Bodenbelag:<br />

Die regelmäßige Kontrolle Ihrer Stroh- und Heuvorräte auch<br />

in der neu gebauten Halle bringt Sicherheit. Friederike Stahmann


Deutsches Elite-Stutenchampionat<br />

12. bis 14. Juli in Lienen<br />

Baden-Württemberg<br />

3. Oktober: Verbandspferdeschau/Landesschau<br />

in Weilheim/Teck<br />

Bayern<br />

14. und 15. Juni: Landesschau<br />

in München-Riem<br />

Hannover<br />

7. August: Verbandsstutenschau in Verden<br />

Holstein<br />

11. und 12. Juni: Elite-Stutenschau<br />

in Elmshorn<br />

Mecklenburg-Vorpommern<br />

13. September: Landes-Elite-Stutenschau<br />

in Mühlengeez<br />

Niederlande<br />

16. August: KWPN-Stutenchampionat<br />

im Rahmen der Pferdetage in Ermelo<br />

Österreich<br />

20. bis 22. September: Stutenschau<br />

im Rahmen des Bundeschampionats<br />

im Pferdezentrum Stadl Paura<br />

Oldenburg<br />

25 Juli: Elite-Stutenschau in Rastede<br />

Rheinland<br />

1. August: Elite-Stutenschau Wickrath<br />

Rheinland-Pfalz/Saar<br />

24. und 25. August: Elite-Stutenschau<br />

im Landgestüt Zweibrücken<br />

Sachsen/Thüringen<br />

8. Juni: Stutenchampionat in Gera<br />

Schauen & Championate<br />

Der rote Teppich für die Stuten<br />

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Terminplan der Stutenschauen im Land<br />

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Schweiz<br />

20. Juli: CH-Prämienzuchtstutenschau<br />

in Avenches<br />

Westfalen<br />

23. und 27. Juli Elite-Schau für Stuten<br />

in Münster-Handorf<br />

Zuchtverband für deutsche Pferde<br />

23. September: Bundesschau Altefeld<br />

Foto: Beelitz<br />

Allle Angaben ohne Gewähr<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 43


Ponyzucht<br />

Eine gute Adresse<br />

Das Gestüt Kastanienhof im Portrait<br />

Das Gestüt Kastanienhof der Familie<br />

Coldewey im niedersächsischen<br />

Sage-Haast gehört zu den ersten<br />

Adressen in Sachen Deutsche Reitponyzucht.<br />

Timo und Julia Coldewey<br />

haben sich aber auch mit dem<br />

Herausbringen von Großpferden,<br />

etwa für Körungen, Leistungsprüfungen<br />

und Turniere, längst einen<br />

Namen gemacht.<br />

Mit Lissy fing alles an. Die Shetlandpony-Stute<br />

kaufte Herold<br />

Coldewey seinen Kindern zum<br />

Reiten – und natürlich wurde sie für erste<br />

Zuchtversuche eingesetzt. Entsprechend<br />

gesellte sich bald der erste Shetlandpony-<br />

Hengst mit Namen Nikolaus dazu. Das war<br />

1968, das Jahr, in dem Herold Coldewey<br />

auch dem Pferdestammbuch Weser-Ems<br />

beitrat – und damit den Grundstein für die<br />

nun bereits bald 45 Jahre währende Erfolgsgeschichte<br />

des Gestüts Kastanienhof<br />

Erfolgreiche Reiterin: Julia Coldewey mit FS Cracker Jack<br />

44 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Fotos: Becker<br />

mit Ponys aus Weser-<br />

Ems legte. Als die Shetlandponys<br />

für die Kinder<br />

zu klein wurden,<br />

sattelte Herold Coldewey<br />

1972 auf Welsh-Ponys<br />

und 1974 schließlich<br />

auf Reitponys um.<br />

Und dabei ist es bis heute geblieben.<br />

Ein weiteres, wichtiges Jahr war 1981. Damals,<br />

als die Deutsche Reitponyzucht heutiger<br />

Prägung noch eher in den Kinderschuhen<br />

steckte, bereiste Herold Coldewey<br />

in seiner Funktion als Nachwuchs-Körkommissar<br />

zusammen mit dem damaligen Weser-Ems-Zuchtleiter<br />

Dr. Dieter Schön Großbritannien.<br />

Es galt, im Mutterland der Reitponyzucht<br />

wertvolle Anregungen für die<br />

eigene Zucht zu sichten. Die wertvollste<br />

Anregung entdeckte Herold Coldewey bei<br />

Familie Turner in Cornwall: Brillant, der damals<br />

noch Benedict of Piran hieß, und mit<br />

dem Vater Piran John Halifax und der Mutter<br />

St. Lawrence Lilactyme (v. Arthur<br />

Sullivan xx) wertvollste Blutlinien verband.<br />

Entsprechend schwierig gestalteten<br />

sich die Verkaufsverhandlungen.<br />

Wer gibt schon gerne einen Brillanten<br />

diesen Karats aus der Hand? Aber am<br />

Ende wurde man sich<br />

doch handelseinig.<br />

Brillant trat<br />

die Reise über den<br />

Kanal an und bezog<br />

seine Beschälerbox<br />

auf Gestüt Kastanienhof.<br />

Anfangs hatte es der<br />

vierbeinige Import jedoch<br />

nicht ganz leicht, überaus<br />

kritisch beäugt von der<br />

eingefleischten Hengsthalterschaft.<br />

Doch als er<br />

selbst seine HLP mit<br />

Weile gewann und die<br />

ersten Nachkommen die<br />

Konkurrenten auf den<br />

Im niedersächsischen Sage-Haast gelegen: der Kastanienhof<br />

Schauen und im Sport deutlich in den<br />

Schatten stellten, war der Bann gebrochen,<br />

und ein Siegeszug ohne Beispiel folgte.<br />

1984 wurde Brillant in Hannover und 1988<br />

in Weser-Ems zum Siegerhengst der Alt -<br />

hengstschauen gekürt und setzte sich gegen<br />

Großpferde in S-Dressuren durch.<br />

Über 35 gekörte Söhne, mehr als 200 eingetragene<br />

Zuchtstuten, die (gekörten) Bundeschampions<br />

Bolero und Benjamin A, die<br />

DLG-Siegerstute Giana und die IG-Welsh-<br />

Bundessiegerin Mac Baroness stehen zu<br />

Buche. Die Lebensgewinnsumme seiner<br />

Nachkommen betrug 2012 über 230.000<br />

Euro – was Brillant einen Spitzenplatz in<br />

der ewigen Bestenliste seiner Zunft einbrachte,<br />

und das selbst noch zehn Jahre<br />

nach seinem Tod. Entsprechend seiner Bedeutung<br />

als Stempelhengst der modernen<br />

Reitponyzucht, und zwar in Dressur und<br />

Springen, wurde Brillant auch im Logo des<br />

Gestüts Kastanienhof ein Denkmal gesetzt<br />

Einige Aushängeschilder<br />

Aber nicht nur Brillant gilt als Aushängeschild<br />

der Station. Zu der ab den 1980er-<br />

Jahren vermehrt betriebenen Hengsthaltung<br />

gehörten und gehören mit Bayus, Botticelli,<br />

Kaiserjäger xx, Losander, Llanarth<br />

Most Triton, Mozart, Halifax und Kennedy<br />

weitere prominente Vererber.<br />

1994 übernahm Herold Coldeweys Sohn<br />

Timo das Herausbringen der Junghengste<br />

und hatte mit Kaiserstern auch gleich den<br />

Siegerhengst der Weser-Ems-Körung am<br />

Kopf. 2000 wurde die Körvorbereitung auf<br />

gestütsfremde Hengste ausgeweitet. Seit<br />

2001 herrscht familiäre Arbeitsteilung auf<br />

Gestüt Coldewey: während sich Timo Col-


Siegte auf der Weser-Ems-Körung: Manchester United mit Timo und Julia Coldewey<br />

dewey und seine Frau Julia, gelernte Pferdewirtschaftsmeisterin/SchwerpunktReiten,<br />

auf der Anlage an der Garreler Straße<br />

der Ausbildung der Junghengste und Förderung<br />

der Ponys unter dem Sattel widmen,<br />

haben Herold Coldewey und seine<br />

Frau Renate in unmittelbarer Nähe auf ihrem<br />

Betrieb am Goldammerweg das Management<br />

der Zuchtstuten und Fohlen inne.<br />

„Für uns steht seit jeher die konsequente<br />

Ausrichtung auf leistungsbereite und kinderfreundliche<br />

Ponys mit besten Anlagen<br />

und optimaler Ausbildung im Vordergrund“,<br />

erklärt Timo Coldewey. Dass dies<br />

der richtige Weg ist, das dokumentieren<br />

eindrucksvoll nicht nur die bereits erwähnte<br />

DLG-Siegerstute und mehrfache<br />

Hengstmutter Giana (v. Brillant), die Lan -<br />

des championess Ratja (v. Brillant), der Weser-Ems-Meister<br />

Barkley (v. Brillant), das M-<br />

Springpony Aronjo, die vierfache Hengstmutter<br />

Grace Kelly, das EM-Springpony<br />

Siegerhengst aus Weser-Ems: Cockney Cracker<br />

Tony Stone und der Landeschampion<br />

Brandy I (v. Brillant), sondern aktuell auch<br />

der Weser-Ems-Meister und bis St. Georges<br />

erfolgreiche Kennedy WE, der Weser-Ems-<br />

Siegerhengst Manchester United (v. The<br />

Breas My Mobility), der Reservesieger Haddaway<br />

(v. Halifax), der 2. Reservesieger Kaiser<br />

Bonaparte WE (v. Kennedy), der Bun -<br />

des championats-Bronzegewinner Head liner<br />

(v. Halifax) und der amtierende Weser-Ems<br />

Siegerhengst Cockney<br />

Cracker (v. FS<br />

Cracker Jack).<br />

Gekörte Hengste<br />

Bei der Hannoverschen<br />

Ponykörung<br />

2012 in Verden war<br />

es dann so weit,<br />

der 100. Hengst<br />

aus der Vorbereitung<br />

von Julia und<br />

Ponyzucht<br />

Timo Coldewey erhielt das Zucht-Okay, bezeichnenderweise<br />

ein Sohn des Kastanienhof-Hauptbeschälers<br />

Halifax.<br />

Kurz darauf gab es aus der Hand des niedersächsischen<br />

Landwirtschaftsminister<br />

Gert Lindemann den „Niedersächsischen<br />

Staatsehrenpreis für Tierzucht“ – als<br />

höchste Auszeichnung des Landes in Sachen<br />

Tierzucht und erstmals an Reitponyzüchter<br />

vergeben. „Besonders stolz waren<br />

wir, dass der Minister in seiner Laudatio<br />

nicht die Leistung des Einzelnen, sondern<br />

unseren familiären Zusammenhalt hervorhob“,<br />

erzählt Timo Coldewey. Mit den Weser-Ems-Siegerhengsten<br />

Olivier K WE und<br />

Cockney Cracker, dem Reservesieger Hot<br />

Cream WE, den Hauptvererbern Halifax<br />

und The Breas My Mobility, dem Weser-<br />

Ems-Prämienhengst Claudius und dem Trakehner<br />

Vize-Champion Zauberlord, die<br />

2013 über die Besamungsstation des Gestüts<br />

Kastanienhof den Züchtern zur Verfügung<br />

stehen, dürften sich auch in Zukunft<br />

noch weitere Erfolgskapitel für die Familie<br />

Coldewey anschließen. Dr. Tanja Becker<br />

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6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 45


Züchterportrait<br />

Schon seit Jahrzehnten hat die bäuerliche<br />

Zucht im Rheinland Tradition.<br />

So auch in den Familien von<br />

Leonie und Georg Kellerwessel. Genetisch<br />

vorbelastet, konnten die<br />

beiden also wahrscheinlich gar<br />

nicht anders, als auch in die Zucht<br />

einzusteigen. Viele erfolgreiche<br />

Dressurpferde wären sonst wohl<br />

heute nicht auf dem Viereck unterwegs.<br />

Meine Oma erzählte immer ganz<br />

stolz von Opas 50 gekörten Kaltbluthengsten“,<br />

erinnert sich Georg<br />

Kellerwessel, gelernter Landwirt. Sein<br />

Schwiegervater, der Vater von Leonie Kellerwessel,<br />

war zwar nicht selber als Züchter<br />

aktiv, aber das Interesse für die Sportpferde<br />

kommt von seiner Seite. Als junger Mann ist<br />

er zu allen Großereignissen in Europa gereist,<br />

um sich die herrlichen Pferde anzuschauen.<br />

„Züchterische Passion und das<br />

Gefühl für die richtige Anpaarung lässt sich<br />

Gott sei Dank nicht kaufen“, ist sich der erfolgreiche<br />

Stutenhalter sicher.<br />

Zuchtaufbau auf dem Dresenhof<br />

Bei so viel Wissen und Instinkt kam in den<br />

neunziger Jahren unweigerlich der Schritt<br />

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46 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Passion statt Profit<br />

Seit 20 Jahren züchten Leonie und Georg Kellerwessel Dressurpferde<br />

in die Warmblutpferdezucht. Auf Gut Dresenhof<br />

fand das Paar genau die richtigen<br />

Rahmenbedingungen vor. Neben dem klassischen<br />

Ackerbau wurde auf dem Hof<br />

schon seit über 50 Jahren von Familie Kellerwessel<br />

Viehhaltung betrieben. Waren es<br />

früher schwarz-bunte Milchkühe, so sind es<br />

eben heute blonde d’Aquitaine-Kühe und<br />

Rheinländer, die sich auf den weiten Wiesen<br />

am Kölner Stadtrand tummeln. Mit dem<br />

Kauf ihrer beiden Stammstuten Wilma<br />

(St.Pr.St. v. Werther-Waldmeister) und Wallonie<br />

(v. Wall Street-Ehrensold) legten sie<br />

ihren Grundstein. Einen ziemlich erfolgreichen<br />

übrigens. Wilma brachte insgesamt<br />

neun Staatsprämienstuten, unter anderem<br />

die Stuten Florenz und Siena, die beide die<br />

Blonder d’Aquitaine-Nachwuchs in Köln<br />

Elite-Schau im Rheinland für sich entscheiden<br />

konnten, und den gekörten Hengst<br />

Sunny Day, der 2004 Prämienhengst der<br />

Münsteraner Hauptkörung war. Er gewann<br />

2005 dreijährig das NRW-Nachwuchsmeeting,<br />

nahm am Bundeschampionat teil und<br />

ist inzwischen unter seiner Besitzerin Sylvia<br />

Zimmer bis zur Klasse S erfolgreich. Um die<br />

gute Genetik der Wilma zu erhalten, entschied<br />

sich Georg Kellerwessel, mit Florenz<br />

weiterzuzüchten. Eine gute Entscheidung,<br />

wie sich in den folgenden Jahren herausstellte.<br />

Die Halbblutstute v. Feuerfunke xx<br />

brachte den leidenschaftlichen Züchtern<br />

neben Confetti von Conteur (gekört in den<br />

USA und dort im Sport erfolgreich) die<br />

Staatsprämienstute La Jolie v. Lanciano,<br />

Mutter des gekörten Son of Cologne v. Sir<br />

Donnerhall (2. Res.-Sieger der NRW-Körung<br />

2008). Dieser wurde durch das nordrheinwestfälische<br />

Landgestüt erworben. Inzwischen<br />

hüpft schon die vierte Generation<br />

mit Wilma-Blut über die Weiden. La-Jolie-Tochter<br />

Santanyi (Vollschwester des Son<br />

of Cologne) hat ihr erstes Fohlen im März<br />

bekommen – eine kleine Stute vom NRW-<br />

Landbeschäler Fürst Selection. Beim Anblick<br />

von Fiera de Colonia blitzt in den Augen<br />

der Kellerwessels die Begeisterung<br />

aufs und die beiden sind sich einig: Die<br />

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Fotos: Zecchini


wird nicht verkauft!<br />

Obwohl es schon<br />

mehrere Angebote<br />

für den jungen Nachwuchs<br />

gab. Eben<br />

Passion statt Profit.<br />

Auch Siena machte<br />

von sich reden. Als<br />

Mutter des Zirkon v.<br />

Zack, stellt Siena einen<br />

der SüddeutschenPrämienhengste<br />

2013. Seine<br />

Züchterin Sylvia Zimmer<br />

verkaufte ihn<br />

anlässlich der Körung<br />

an die Familie<br />

Swarowski aus Österreich, die Zirkon<br />

durch den Zuchthof Wadenspanner in Bayerns<br />

ausbilden lässt und ihn für drei Jahre<br />

der Deckstation zur Verfügung stellt.<br />

Auch Wallonie konnte erfolgreiche Nachzucht<br />

aufweisen: St.Pr.St. Adoree v. Abanos<br />

dreijährig auf dem Bundeschmapionat und<br />

international bis M erfolgreich. In Verbindung<br />

mit Fürst Heinrich brachte Wallonie<br />

den 2005 in NRW gekörten Fürst Scheurenhof,<br />

erfolgreich bis zum Finale des Bundes -<br />

championats und drei Jahre lang Deckhengst<br />

bei Familie Wadenspanner. Außerdem<br />

ist die 1993 geborene Stute Mutter der<br />

Sierra Madre, die über ihren Vater Sunny<br />

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Son of Cologne – 2008 gekört – ist in Warendorf im Deckeinsatz<br />

Day die Genetik der beiden ersten in sich<br />

vereint. Sierra Madre, heute siebenjährig, ist<br />

zurzeit siegreich und platziert bis zur<br />

Klasse L** unter ihrer Reiterin Julia Wahle.<br />

Leidenschaft und Visionen<br />

So viel züchterisches Engagement begrenzt<br />

sich logischerweise nicht nur auf den Stall<br />

und die Weiden. Seit 1999 ist Georg Kellerwessel<br />

Vorsitzender des Kreispferdezuchtvereins<br />

Rhein-Erft. Ihm liegt unter anderem<br />

am Herzen, in wirtschaftlich schwierigen<br />

Zeiten mitzuhelfen, die Zukunft dieses relativ<br />

kleinen, aber wirtschaftlich soliden Verbandes<br />

zu sichern. Seiner Meinung nach ist<br />

Etwa 300 Jahre ist der wunderschöne Innenhof des Guts Dresenhof schon alt<br />

Foto: Ernst<br />

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Züchterportrait<br />

Zur Silberhochzeit gab es dieses Gemälde<br />

jetzt die beste Zeit, sich zu positionieren.<br />

Erst recht, nachdem klar ist, dass die Rheinländer<br />

nicht mit den Westfalen kören werden.<br />

Mit dem Pferdezentrum in Wickrath<br />

und dem großen Vorteil der Rheinländer,<br />

noch viele Jahre die Anlage und das Gelände<br />

des Chio Aachen nutzen zu können,<br />

ist Georg Kellerwessel sicher, interessierte<br />

Kooperationspartner zu finden. Alle Verbände<br />

haben derzeit große Rückgänge in<br />

den Bedeckungszahlen zu verkraften. Er ist<br />

sicher, dass der Geschäftsführer Martin<br />

Spoo und der Vorstand des Rheinlands die<br />

richtigen Entscheidungen für die Zukunft<br />

des Verbandes treffen werden. Es braucht<br />

eben Visionen, damit sich in den Zuchtkreisen<br />

etwas bewegt.<br />

Die schwierigen Zeiten im Pferdeverkauf<br />

führten auch dazu, dass die Fohlen von<br />

2012 noch das grüne Gras der Kölner Weiden<br />

genießen. Auf dem Markt war einfach<br />

nicht das Geld für den Nachwuchs zu bekommen,<br />

was er in den Augen der Kellerwessels<br />

wert ist. „Zum Glück müssen wir<br />

nicht vom Pferdeverkauf leben. Pferdezucht<br />

darf man nie mit einer Gewinnabsicht<br />

betreiben“, erklärt der Hausherr. Kellerwessels<br />

haben allerdings bewusst nur<br />

eine Stute für dieses Jahr gedeckt. Auch<br />

2014 wird, wenn alles gut geht, nur ein<br />

Dresenhof-Fohlen zur Welt kommen. „Wir<br />

können uns auch an den Fohlen unserer<br />

Kunden erfreuen. Denen stehen wir gerne<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 47


Züchterportrait<br />

mit Rat und Tat zur Seite“, ergänzt<br />

Leonie Kellerwessel. Neben den<br />

eigenen Zuchtstuten haben bei<br />

den Kellerwessels auch private<br />

Züchter mit ihren Stuten einen<br />

Platz zum Abfohlen. Wenn es die<br />

Besitzer wünschen, können die<br />

Pferdekinder ihr Leben ohne Probleme<br />

auf den Weiden des Dresenhofs<br />

verbringen, bis der Ernst<br />

des Lebens losgeht.<br />

Starke Frau im Hintergrund<br />

Auch wenn die eigenen Ambitionen<br />

derzeit ein wenig minimiert<br />

sind, so hat sich die Arbeit mit<br />

den Tieren nicht verringert. Leonie<br />

Kellerwessel und ihr Team haben<br />

die Fohlen jeden Tag an der<br />

Hand. So gewöhnen sie sich schneller an<br />

den Menschen und das Führen am Halfter.<br />

Außerdem bekommen die Pferdekinder<br />

Zusatzfutter, um beispielsweise Aufzuchtproblematiken<br />

wie Gelenkchips zu reduzieren.<br />

Die Vierbeiner danken es ihnen. Ein<br />

kurzer Pfiff, ein leises Rascheln, und die<br />

Stutenherde kommt gemächlich vom anderen<br />

Ende der Wiese angelaufen. Während<br />

Leonie Kellerwessel zu jeder Stute eine Geschichte<br />

erzählt und die Verwandschaftsverhältnisse<br />

aus dem Effeff parat hat, bekommen<br />

alle eine kurze Streicheleinheit.<br />

Okay, mag man meinen,<br />

diese Herde ist noch jeden Tag<br />

mit den Menschen in Kontakt.<br />

Aber das Bild ändert sich auch<br />

nicht, als wir die Zweijährigen auf<br />

ihrem Stück Land besuchen. Neugierig<br />

kommen sie angetrabt, obwohl<br />

sie schon einige Wochen<br />

draußen sind. Doch das Aufzuchttalent<br />

der gelernten Bankkauffrau<br />

begrenzt sich nicht nur auf die<br />

Pferde. Auch die blonden d’Aquitaine,<br />

an denen wir auf dem<br />

Rückweg zum Gut vorbeilaufen,<br />

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48 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Leonie und Georg Kellerwessel mit Santanyi und Fiera<br />

hat sie schon zum Sieg im Ring geführt. Auf<br />

diese erfolgreiche Zucht sind Kellerwessels<br />

mindestens genauso stolz wie auf ihre<br />

Pferde. Zurück am Dresenhof ist Leonie<br />

Kellerwessel Ansprechpartnerin für die<br />

Pferdekundschaft. Ein Pferd steht verletzt<br />

auf der Stallgasse und wartet auf den Tierarzt,<br />

da gibt es ein paar tröstende Worte.<br />

Auch die Reiterin von Sierra Madre – Julia<br />

Wahle – biegt gerade um die Ecke, und<br />

freudig wird miteinander noch einmal über<br />

das erfolgreiche Turnierwochenende ge-<br />

Zahlreiche Erinnerungen hängen an den Wänden<br />

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fachsimpelt. Georg Kellerwessel<br />

ist sich bewusst: „Wenn meine<br />

Frau das nicht mit so viel Freude<br />

und Leidenschaft machen würde,<br />

ginge das alles gar nicht so reibungslos.<br />

Ich bin ja den ganzen<br />

Tag im Feld blockiert.“ Gemeinsam,<br />

das ist ihm wichtig, haben<br />

die beiden eine erfolgreiche Pferdezucht<br />

auf die Beine gestellt.<br />

Haus voller Erinnerungen<br />

Davon zeugt auch der Ess- und<br />

Wohnbereich der Familie. Kaum<br />

eine Wand, an der keine Fotos<br />

der arrivierten Nachkommen hängen.<br />

Eine große Zeichnung von<br />

Wilma mit ihrem Sohn Sunny Day<br />

hat Georg Kellerwessel seiner<br />

Frau zum 25. Hochzeitstag geschenkt. Bei<br />

den ganzen alten Aufnahmen kommen unweigerlich<br />

Erinnerungen hoch. 80 Fohlen<br />

sind in den vergangenen 20 Jahren auf Gut<br />

Dresenhof zur Welt gekommen. Da waren<br />

einige schwierige Geburten dabei und einige,<br />

die ganz schnell gingen. Manche waren<br />

so flott, dass das Fohlen schon auf der<br />

Welt war, bis Kellerwessels in den Stall gelangt<br />

sind. Viele ihrer Pferdekinder haben<br />

sie auf dem eigenen Hof vermarktet. Eigentlich<br />

sind die Kellerwessels auch noch<br />

viel zu enthusiastisch, um sich die<br />

Zucht nur von außen anzuschauen.<br />

Georg Kellerwessel ist<br />

sich sicher: „Mit Fiera greifen wir<br />

noch mal an!“ Bei der Frage, wo<br />

sie sich denn in weiteren 20 Jahren<br />

sehen, schmunzeln beide. Da<br />

ist die Antwort fast klar. „Wenn<br />

wir dann noch gesund sind, züchten<br />

wir natürlich weiter. Vielleicht<br />

nur mit einer Stute. Man wird sehen.“<br />

Gegen eine passionierte<br />

Ver anlagung kann eben auch das<br />

Alter nichts ausrichten.<br />

Petra Boschen<br />

Fotos: Zecchini


Am Puls der Zucht.<br />

<strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />

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Briefe, Faxe, Mails<br />

Einige Fragezeichen …<br />

Leserbrief von Volker Raulf<br />

Als ich die Gedanken und Visionen<br />

im Editorial der Ausgabe 4/13 gelesen<br />

habe, musste ich schmunzeln<br />

und war etwas erstaunt, dass der Herausgeber<br />

Hugo Matthaes den Finger in die<br />

Wunde seiner Anzeigenkunden gelegt hat.<br />

Eigentlich war es nur logisch, dass sich das<br />

Pferdeland Niedersachsen zu Wort meldete<br />

und aufzeigte, wie präsent wir die „Hannoveraner<br />

erleben“ durften. Es stimmt, es waren<br />

vier klasse Pferde, die auch immer wieder<br />

im großen Ring gezeigt wurden und<br />

ausgesprochen sach- und fachgerecht vorgestellt<br />

wurden. Aber hatte der Rest der<br />

Präsentationen der deutschen Zuchtverbände<br />

nicht etwas mit einem Infostand von<br />

Versicherungsunternehmen oder Banken<br />

zu tun? Die Equitana lebt seit den 70er-Jahren<br />

von der Faszination Pferd. Ich empfehle<br />

hier ein bisschen die Lektüre im gerade<br />

herausgegebenen Equitana-Buch. Unseren<br />

vielen Zuchtverbänden in Deutschland<br />

wünsche ich für die Zukunft einfach,<br />

„Keine Abwahlen in Westfalen“<br />

Leserbrief von Rolf Schettler<br />

Zu Ihrem Beitrag im ZÜCHTERFO-<br />

RUM Nr. 5/2013 sowie dem entsprechenden<br />

Hinweis auf der Titelseite<br />

erlauben Sie mir folgende Anmerkung. Bei<br />

der Delegiertenversammlung in Münster<br />

am 22. April 2013 erfolgte keine einzige<br />

„Abwahl“. Ein zwischenzeitlich eingegangener<br />

Abwahlantrag war aus mehreren<br />

Gesichtspunkten rechtlich unzulässig. Man<br />

hätte somit rechtlich einwandfrei zur Tagesordnung<br />

übergehen können. Dennoch hat<br />

der stellvertretende Vorsitzende des Westfälischen<br />

Pferdestammbuchs, Herr Günter<br />

Voss, freiwillig und ohne Not diesen unwirksamen<br />

Antrag zum Anlass genommen,<br />

der Delegiertenversammlung die Vertrauensfrage<br />

zu stellen. Nach deren negativem<br />

Ausgang ist er in demokratisch vor bildlicher<br />

Weise freiwillig zurückgetreten. Allein aus<br />

50 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

wieder einmal die Fantasie und die Kraft<br />

der Emotionen einzusetzen, um für ihre tollen<br />

Zuchtprodukte zu werben. Wie kann es<br />

sein, dass Pferdezüchter aus ganz Europa<br />

mit ihren Verbänden nach Essen kommen<br />

und, ich weiß, wovon ich spreche, ziemlich<br />

viele Pferde verkaufen. Nur unsere deutschen<br />

Zuchtverbände wissen, dass auf der<br />

Equitana außer Gerten und Reithosen ja gar<br />

nichts geht. Ein Blick in die Investitionsgüterhalle<br />

3 sagt dem, der es wissen will: Es<br />

fanden 2013 enorme Abschlüsse statt, es<br />

wurde sehr, sehr viel Geld investiert, und<br />

wer seine Anlage renoviert oder gar neu<br />

baut oder sich für den neuesten 18-Tonnen-Pferdetransporter<br />

mit allem Komfort<br />

interessiert, der ist doch eigentlich Kernzielgruppe<br />

auch der deutschen Pferdezucht.<br />

Schade, da wurde höchstwahrscheinlich<br />

auch 2013 eine große Chance<br />

vertan, und ein Siggi Friedrich mit seinem<br />

wirklich motivierten FN-Team neben vier<br />

Hannoveranern, ein paar Süddeutschen<br />

Loyalität und um den Teamgeist des Vorstandes<br />

zu dokumentieren, sind der Vorsitzende<br />

Freiherr von Beverfoerde und drei<br />

weitere Mitglieder des Vorstandes diesem<br />

Beispiel gefolgt und ebenfalls aus eigenen<br />

Stücken zurückgetreten. Dies ist nun wahrlich<br />

alles andere als eine Abwahl! Eher ein<br />

Zeichen besonders hohen Ethos sowie der<br />

geistigen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit<br />

der zurückgetretenen. Wird an anderer<br />

Stelle gerne gerügt, dass Funktionäre angeblich<br />

an ihren Sesseln kleben, so war<br />

dies ein Beispiel äußerst ehrenwerter demokratischer<br />

Kultur, das seinesgleichen<br />

sucht. Wenn auch ein tragisches Beispiel,<br />

denn die zurückgetretenen – nicht abgewählten!<br />

– Vorstandsmitglieder vertraten<br />

die eindeutige Vorstandsmehrheit und mit<br />

ihr ein gemeinsames Sanierungskonzept<br />

Leserbriefe willkommen<br />

Wir freuen uns über Kommunikation<br />

mit unseren Lesern. Wenn Sie uns<br />

schreiben möchten, hier ist die Adresse:<br />

<strong>ZÜCHTERFORUM</strong>, Matthaes Medien<br />

GmbH & Co. KG, Motorstraße 38,<br />

70499 Stuttgart, oder zuechterforum@<br />

matthaesmedien.de. Bitte haben Sie<br />

Verständnis, dass nur Leserbriefe mit<br />

Ihrem vollständigen Namen und Ihrem<br />

Ort veröffentlicht werden können, da<br />

Leserbriefe die persönliche Meinung<br />

des Absenders und nicht unbedingt<br />

die der Redaktion wiedergeben. Leser -<br />

briefe können von der Redaktion gekürzt<br />

werden, wenn es erforderlich ist.<br />

Kontakt zu uns kann auch über www.<br />

facebook.de/zuechterforum aufgenommen<br />

werden.<br />

(tollen Pferden) und den mehr als zehn Ponys<br />

des Ponyforums, die dort verkauft wurden,<br />

gegenüber fast 1000 Pferden aller<br />

möglicher Rassen, bleibt dann doch ein Armutszeugnis,<br />

oder?<br />

Volker Raulf, Mönchengladbach<br />

für das defizitäre Westfälische Pferdezentrum.<br />

Dass die Delegiertenmehrheit hoch<br />

engagierten Vorstandsmitgliedern, die sie<br />

selbst vor exakt zwölf Monaten mit überragender<br />

Mehrheit auf den Schild gehoben<br />

und einem klaren Sanierungsauftrag ausgestattet<br />

hatten, noch vor Erläuterung des ersten<br />

Jahresabschlusses dieses Vertrauen wieder<br />

entzogen, kann nur Ergebnis einer breit<br />

angelegten Desinformationskampagne<br />

oder Zeichen einer Sprunghaftigkeit sein,<br />

die allerdings überhaupt nicht zu den als<br />

zuverlässig und loyal bekannten Westfalen<br />

passt. Dass eine deutliche Mehrheit der Delegierten<br />

sehenden Auges das 109 Jahre<br />

alte Westfälische Pferdestammbuch in eine<br />

bedrohliche Schieflage steuert, ist mit bäuerlicher<br />

Vernunft jedenfalls nicht zu erklären!<br />

Rolf Schettler, Herten


Sport Horse Breeding<br />

SPORT HORSE BREEDING<br />

Für den deutschsprachigen Raum exklusiv im <strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />

Qualität von Westfalen<br />

Der Stempelhengst Polydor


Wenn es innerhalb der deutschen Pferdezucht in der<br />

Nachkriegszeit einen Hengst gegeben hat, der die besten<br />

Springanlagen aus einer Stute herausholen konnte,<br />

dann war dies Polydor.<br />

Der dunkelbraune Westfale wurde ab den Olympischen<br />

Spielen von Seoul (1988) bis hin zu den Olympischen<br />

Spielen von Hongkong (2008) in fünf von sechs Spielen<br />

von fünf verschiedenen Kindern vertreten. Auf jeder<br />

Weltmeisterschaft von Aachen (1986) bis Kentucky<br />

(2010) kamen Polydor-Kinder an den Start. Außerdem<br />

ist Polydor der einzige Hengst, von dem zwei Kinder<br />

den Großen Preis von Calgary gewinnen konnten. Am<br />

18. April 2000 starb Polydor im Alter von 29 Jahren.<br />

Das Ende einer Legende, die ausgestopft wurde und nun<br />

die Besucher des Pferdemuseums in Münster begrüßt.<br />

Die Gewinner des Großen Preises von Calgary waren Pamina<br />

(Otto Becker) und Two Step (Michael Whitaker).<br />

Weitere Top-Pferde von Polydor waren u.a. Pozitano (Beat<br />

Mändli), der olympisches und europäisches Team-Silber gewann,<br />

Porter (Thomas Frühmann) wurder vierter auf der EM in St. Gallen,<br />

Pamina (Otto Becker) landete auf dem fünften Platz der WM in<br />

Stockholm, Opium (Marc Houtzager) wurde Achter im olympischen<br />

Finale von Hongkong, Peu a Peu (Daniel Etter) gewann Team-Gold<br />

52 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Sport Horse Breeding<br />

Qualität von Westfalen<br />

Stempelhengst Polydor<br />

auf der EM in Windsor, und Bellenuit (Otto Becker) gewann die<br />

Großen Preise von Geesteren, Frankfurt und Paris.<br />

Dass Polydor Stempelhengst allererster Güte ist, sieht man, wenn er<br />

mit der richtigen Stute angepaart wird. Wurde er mehrmals mit der<br />

gleichen Stute angepaart, resultierte dies oft in mehreren Erfolgsprodukten.<br />

Beispiele dessen sind Paavo N (Jessica Kürten) und<br />

Potsdam (Heinrich Wilhelm Johannsmann), Paola (Henrik von<br />

Eckermann) und Polarwind (Elad Yaniv), Polyfox (Giuseppe Rolli)<br />

und Pionier (Filippo Moyersoen), Sonora la Silla (Jan Tops), Sprehe<br />

Padua (Ralf Schneider) und Poor Boy (Beat Mändli). Es ist ein seltenes<br />

Husarenstück, dass Vollbrüder und Vollschwestern im Top-<br />

Sport erfolgreich sind.<br />

Nelusko-Enkel<br />

2002 vom WBFSH als bester Vererber in der Zeit von 1992 bis 2001 ausgezeichnet: Polydor der<br />

als einziger Hengst dreimal als Muttervater im letzten Weltcupfinal in Göteborg auftauchte<br />

Obwohl Polydor in Westfalen gezüchtet wurde, besteht sein Pedigree<br />

zu 75 % aus Hannoveraner Vorfahren. Der andere Teil kommt aus der<br />

Vaterlinie seines Urgroßvaters, des Vollblüters Pluchino xx, und Polydors<br />

eigener Mutterlinie, die ihren Ursprung in Westfalen hat.<br />

Stamm-Mutter Ida ist zu Zeiten der vorletzten Jahrhundertwende geboren<br />

und ohne Eltern eingeschrieben. Mit großer Sicherheit ist zu<br />

sagen, dass der Ursprung dieser einheimischen Stute im nahegelegenen<br />

Zuchtgebiet Oldenburg oder Ostfriesland liegt. Zu Anfangszeiten<br />

des Westfälischen Pferdestammbuchs wurden nämlich viele Stuten<br />

und Hengste aus diesen traditionsreichen Zuchtgebieten genutzt.<br />

Es ist gut möglich dass ein wenig<br />

Blut von einheimischen Pferden, wie<br />

der aus Davert, eingekreuzt wurde.<br />

Ida wurde von dem Oldenburger Saladin<br />

(1889) gedeckt, der von 1893<br />

bis 1908 Warendorfer Landbeschäler<br />

war. Aus dieser Anpaarung entstand<br />

Selma van Vadrup. Das Suffix verweist<br />

auf die Ortschaft Vadrup (bei<br />

Westbevern), wo ihr Züchter August<br />

Kötters wohnte. 1920 beschloss die<br />

Westfälische Zuchtkommisssion auf<br />

Hannoveraner Basis weiterzuzüchten.<br />

Dies hatte unmittelbaren Einfluss auf<br />

das Angebot an Landbeschälern in<br />

Warendorf. Zu den meistgefragten<br />

Hannoveraner Hengstlinien gehörte<br />

in dieser Zeit die Nelusko-Linie. Zu<br />

deren prominenten Vertretern in<br />

Westfalen gehörte der bis 1927 im<br />

Deckeinsatz stehende Landbeschäler<br />

Nektar. 1940 schrieb Bernhard Haselon<br />

über diesen großrahmigen


Hat seinen Enkel Polydor stark beeinflusst: Hannoveraner Frühlicht I<br />

Fuchs: „In seiner Nachzucht fand man oftmals seinen starken Bau,<br />

gute Bemuskelung, Arbeitswillen und Springqualitäten zurück.“<br />

Selma wurde mit Nektar angepaart, was in der Stute Nelsa von Vadrup<br />

resultierte. Zu ihren Partnern gehörte u.a. der Landbeschäler<br />

Neck, er war genau wie Nektar ein Enkel von Nelusko. Über Neck<br />

schrieb Haselon: „Er machte edle, oft herausragende Re monten.<br />

Viele seiner Nachkommen verfügen über herausragende Springqualitäten.“<br />

In einer Zeit, zu der Westfalen weder als ein Remonte-<br />

Zuchtgebiet noch als Zuchtgebiet von Springpferden bekannt und<br />

angesehen war erscheint diese Bemerkung als sehr wertvoll. Das<br />

Zuchtprodukt aus Neck und Nelsa hieß Neckerin von Vadrup<br />

(1928). Von ihr wurden sieben Nachkommen eingeschrieben, darunter<br />

ihre großrahmige braune Tochter Hilda von Vadrup (1937).<br />

Ihr Vater Halt I (Helgoland I) galt als einer der schwersten Hengste<br />

seiner Zeit. Hildas letztes Fohlen, Schwalbe von Vadrup (1944),<br />

stammt ab von Schwan I (Schwank), ein kleiner harter Hengst, der<br />

die westfälischen Pferde im wahrsten Sinne des Wortes beflügelte<br />

und gleich eine ganze Reihe Sportlerjahrgänge produzierte.<br />

Almhüter und Frühlicht I<br />

Mit Schwalbe von Vadrup zog die Mutterlinie von Polydor auf den<br />

Hof von Kötters’ Nachbarn Bernhard Mennemann um. Schwalbe ist<br />

Mutter von vier eingeschriebenen<br />

Kindern, darunter der gekörte<br />

Hengst Abflug (Abschaum),<br />

der im Privatbesitz stehend<br />

nur einige wenige Stuten<br />

bekam. Seine Halbschwester<br />

Adele von Vadrup stammt ab<br />

von Abendlicht (Abendsport),<br />

einem unbedeutenden Hannoveraner,<br />

der allerdings über<br />

seine Mutter das wertvolle Blut<br />

von Feiner Kerl führt.<br />

Adele wurde mit dem Hengst<br />

Grünschnabel (Grünspecht) angepaart,<br />

daraus entstammte<br />

Sport Horse Breeding<br />

Aus Polydors Mutterlinie: Potz Blitz unter Niels von Hirschheydt<br />

Bei Polydors Mutter ist Almhüter angepaart mit seiner Vollschwester.<br />

Gundi von Vadrup. Grünschnabel spielt hier eine wichtige Rolle, da<br />

sein Blut hervorragenden Anschluss fand, insbesondere an das Blut<br />

von Muttervater Almhüter, einem Sohn von Almjäger I aus der berühmten<br />

Stute Fabia (Feiner Kerl-Aconit-Nelusko). Die konsolidierte<br />

Abstammung von Gundi wurde durch ihren Partner Frühlicht I<br />

(Frühsport) nochmals bekräftigt. Dieser braune Hannoveraner<br />

stammt nämlich aus einer Vollschwester von Almhüter, wodurch die<br />

Stute Fabia zweimal im Pedigree auftaucht, sowohl über einen Sohn<br />

als auch über eine Tochter. Das Zuchtprodukt heißt Fata Morgana,<br />

und diese Stute ist die Mutter von Polydor. Die Inzucht auf Fabia ist<br />

unserer Meinung nach der Grund für die Springqualität, die Polydor<br />

vererbte. Die Mutterlinie von Fabia gehört nämlich zu den wichtigsten<br />

Leistungsstämmen in Hannover und zieht sich wie ein roter<br />

Faden durch die hannoversche und westfälische Zucht. Fabia ist sowohl<br />

Mutter von Almhüter und Großmutter von Frühlicht I als auch<br />

Mutter der Hengste Almhüter I bis III und Großmutter der Hengste<br />

Freiherr I und II. Durch eine Anpaarung von Almhüter I mit Freiherr<br />

I taucht Fabia auch zweimal im Pedigree des berühmten Springpferdes<br />

Simona auf. Unter Hartwig Steenken gehörte Simona zu<br />

den erfolgreichsten Springpferden der 70er-Jahre und gewann u.a.<br />

den EM- und WM-Titel sowie olympisches Team-Gold.<br />

Es gibt noch einen anderen Grund, der rechtfertigt, den Einfluss<br />

von Fabia hoch anzuerkennen.<br />

Viele Erfolgsprodukte von Polydor<br />

führen in der Mutterlinie<br />

nochmals das Blut von Almhüter<br />

oder Frühlicht I, wodurch die<br />

Linieninzucht auf Fabia verstärkt<br />

wird. Beispiele dessen sind die<br />

Springpferde Two Step (Michael<br />

Whitaker), Polyfox (Giuseppe<br />

Rolli), Pandur (Graham Lovegrove),<br />

Pionier (Filippo Moyersoen)<br />

und Bellenuit (Otto Becker).<br />

Alle fünf führen in der<br />

Mutterlinie nochmals das Blut<br />

des Frühlicht I. Die Springpferde<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 53


Ein Jahr älterer Vollbruder von Polydor: Polarstern<br />

Opium (Marc Houtzager), Seattle (Gerco Schröder), Paola (Henrik<br />

von Eckermann) und Polarwind (Elad Yaniv) führen mütterlicherseits<br />

alle vier das Blut des Almhüter.<br />

Des Weiteren gibt es auch noch den Hengst Wieland, der auch von<br />

dem Fabia-Stamm beeinflusst wurde über seinen Vater Frevler und<br />

Muttervater Antritt..<br />

Eine Kombination von Wieland mit Polydor finden wir u.a. in den<br />

Springpferden Libertina (Jessica Kürten), Bellenuit (Otto Becker)<br />

und Pontifex (Lutz Gripshöver). Als letztes Beispiel wird hier der<br />

Hengst Paradox I genannt, der über den Hengst Almschütze vom<br />

Fabia-Stamm beeinflusst worden ist. Aus den Anpaarungen Polydor<br />

und Paradox I entstammen die Springpferde Polydox (Yves Houtackers),<br />

Ferrari (Steve Guerdat), Polidiktus van de Helle (Stanny van<br />

Paesschen) und Taloubet Z (Christian Ahlmann). Andere Top-<br />

Pferde von Polydor wie Pozitano (Beat Mändli), Pamina (Otto Be-<br />

Polydor<br />

Pilatus<br />

Fata Morgana<br />

54 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Sport Horse Breeding<br />

Polydor – 1972 – dunkelbraun – Züchter: Werner Münch, Recklinghausen (GER)<br />

Perseus<br />

Duela<br />

Frühlicht I<br />

Gundi<br />

cker) und Peu a Peu (Daniel Etter) führen mütterlicherseits nicht<br />

das Blut der Fabia. In diesem Fall gibt es immer andere herausragende<br />

Hannoveraner Verbindungen.<br />

Die einzige Ausnahme ist wohl die Holsteiner Stute Ascona, Mutter<br />

von den zuvor genannten Springpferden Sonora la Silla, Sprehe Padua<br />

und Poor Boy. Polydors Vater Pilatus ist auch über seinen Vater<br />

Perseus und Muttervater Duellant vom Fabia Stamm beeinflusst.<br />

Beide gehen zurück auf eine Tochter des Hengstes Colonel (siehe<br />

Schema). Pilatus war im Gegensatz zu seinen Söhnen Polydor und<br />

Pilot kein herausragender Springverberber. Diese Eigenschaft haben<br />

die beiden eindeutig von ihrer Mutter geerbt, genau wie den<br />

nicht immer einfachen Charakter, den beide Hengste vererbten. Dabei<br />

muss angemerkt werden, dass die Pilot-Kinder sehr guckig und<br />

die Polydor-Kinder sehr selbstbewusst waren.<br />

Polydor wurde 1972 von dem damals 24-jährigen Werner Münch<br />

aus Recklinghausen gezogen. Die Familie hatte sich zu diesem Zeitpunkt<br />

lediglich mit der Zucht von Kaltblütern einen Namen gemacht.<br />

Nach langem Drängen hat der junge Werner seinen Vater<br />

überzeugt, eine Warmblutstute zu kaufen, womit sie züchten wollten<br />

und Werner zudem ein Reitpferd hatte.<br />

Es wurde beschlossen, zwei Stutfohlen zu kaufen und diese zusammen<br />

aufzuzüchten. Auf der Suche nach diesen Fohlen landete Werner<br />

u.a. auf dem Hof der Familie Mennemann in Vadrup. Münch<br />

kann sich noch gut erinnern: „Ich kannte den Hof von Mennemann<br />

gut, denn ich habe in der Nachbarschaft für ein Jahr ein Praktikum<br />

absolviert. Die Region Westbevern war die westfälische Zuchthochburg,<br />

dort standen immer gute Hengste aus Warendorf im Deckeinsatz.<br />

Bei Mennemann war ich während meines Praktikums immer<br />

wieder fasziniert von der Stute Adele, die dritte Mutter hinter Polydor.<br />

Wenn sie abends nach der Arbeit aus dem Gespann geholt<br />

wurde, war sie immer gelassen und selbstbewusst, nie angebunden,<br />

aber immer wach. Als ich später bei Mennemann auf dem Hof stand<br />

Pluchino xx<br />

Adria<br />

Duellant<br />

Formehre<br />

Frühsport<br />

Almkirsche<br />

Grünschnabel<br />

Adele<br />

Niccolo dell'Arca xx<br />

Flush xx<br />

Ramzes<br />

Admiralität<br />

Dolman<br />

Forstweihe<br />

Folgsam<br />

Kabanus<br />

Fiat I<br />

Sportnadel<br />

Almjäger I<br />

Fabia<br />

Grünspecht<br />

Ahnfrau v. Almhüter<br />

Abendlicht<br />

Schwalbe<br />

TB-4r<br />

TB-6b<br />

ShA-Radautz III<br />

Hann-94<br />

Hann-932<br />

Hann-628<br />

Hann-591<br />

Hann-500<br />

Hann<br />

Hann-923<br />

Hann<br />

Hann-451<br />

Hann-212<br />

Hann-369<br />

Hann-227<br />

Westf-492


und Fata Morgana als Fohlen sah, war die Entscheidung gefallen,<br />

das wird sie! Ihre Kondition war nicht besonders, aber man sah die<br />

Qualität durch das glänzende schwarze Fell, und sie war sehr locker.<br />

Ihre Mutter Gundi war auch eine sehr gute Stute mit viel Kaliber,<br />

ohne grob zu wirken. Bei einer solchen Mutterlinie wusste ich,<br />

was ich von Fata erwarten konnte.“<br />

Ein Glücksgriff für Westfalen<br />

1971 bekam Fata Morgana bei Werner Münch ihr erstes Fohlen von<br />

Pilatus, dem Hengst aus der Zucht und im Besitz von Kunnibert<br />

Münch (keine direkte Familie). Aus dieser Anpaarung entstammte<br />

der Hengst Polarstern, der nach seiner Körung zwei Jahre später<br />

vom bayerischen Zuchtleiter Dr. Gründel für das Gestüt Achselschwang<br />

erworben wurde. 1974 stellte Werner Münch Polarstern II<br />

auf der Westfälischen Körung vor. Auch er wurde gekört, und weil<br />

Sport Horse Breeding<br />

Westfälischer Stamm 492 DIE FÜHRENDEN WESTFALENSTUTEN<br />

Hilda<br />

von Vadrup u<br />

(Halt I)<br />

410391937 Westf<br />

p<br />

Neckerin<br />

von Vadrup<br />

(Neck)<br />

410173528 Westf<br />

p<br />

Nelsa<br />

von Vadrup<br />

(Nektar)<br />

4108753 Westf<br />

p<br />

Selma<br />

von Vadrup<br />

(Saladin)<br />

4104559 Westf<br />

p<br />

Ida<br />

Schwalbe Adele<br />

von Vadrup u von Vadrup u<br />

(Schwan I) (Abendlicht)<br />

410734644 Westf 411110750 Westf<br />

Abflug WESTF<br />

(Abschaum)<br />

410013252 Westf<br />

Gundi<br />

von Vadrup u<br />

(Grünschnabel)<br />

411462961 Westf<br />

Retina u<br />

(Radetzky)<br />

411656666 Westf<br />

Fata<br />

Morgana u<br />

(Frühlicht I)<br />

411725067 Westf<br />

Romy u<br />

(Roderich)<br />

410179276 Westf<br />

Polydor WESTF<br />

(Pilatus)<br />

410014072 Westf<br />

Polarstern BAY<br />

(Pilatus)<br />

410009171 Westf<br />

Matuschka u<br />

(Mohn xx)<br />

410038076 Westf<br />

Wunderbar WESTF<br />

(Wunderlich)<br />

410408280 Westf<br />

Pepe NSP<br />

(Pakt)<br />

411046093 Westf<br />

In dieser Übersicht sind ausschließlich Pferde aufgelistet, die im Artikel genannt werden. © Jac Remijnse<br />

Zuchtleiter Dr. Lehmann schon drei Pilatus-Söhne gekauft hatte, gelang<br />

es einem belgischen Hengsthalter, den Hengst zu kaufen.<br />

Die Vorstellung vor der belgischen Jury sollte Formalität sein, doch<br />

das Urteil lautete: nicht gekört! Der dort anwesende Werner Münch<br />

kaufte sein Zuchtprodukt spontan zurück, so dass der junge Hengst<br />

nicht verloren ging. Ein Glücksgriff für Westfalen!<br />

Ein glücklicher Zufall war es auch, dass ein anderer Hengst ausfiel<br />

und Dr. Lehmanns Budget es zuließ, den stämmig gebauten Pilatus-<br />

Sohn zu kaufen. Lehmann veränderte den Namen Polarstern II in<br />

Polydor und stationierte ihn im rheinländischen Wesel. In verschiedenen<br />

Stammbüchern sind insgesamt 1018 Nachkommen von Polydor<br />

registriert, von diesen sind 604 als Sportpferd eingetragen.<br />

Der weitere Verlauf dieser Erfolgsgeschichte ist bekannt.<br />

Text: Franz-Josef Neuhaus & Jac Remijnse<br />

Übersetzung: Lara Becker<br />

Hannoveraner Stamm 451 DIE FÜHRENDEN HANNOVERANER STUTEN<br />

Stute von u<br />

(Fingal II xx)<br />

p<br />

Stute von<br />

(Hornist xx)<br />

Jutta u<br />

(Jurist)<br />

310003485 Hann<br />

Fleurance u<br />

(Flenheim)<br />

310030493 Hann<br />

Nobitza u<br />

(Nelusko)<br />

310031313 Hann<br />

Nerike u<br />

(Nelusko)<br />

310030903 Hann<br />

Nedache u<br />

(Nelusko)<br />

310207811 Hann<br />

Nigata II u<br />

(Nelusko)<br />

310031915 Hann<br />

Netriga u<br />

(Nelusko)<br />

310031210 Hann<br />

Nella u<br />

(Nelusko)<br />

310030702 Hann<br />

Anapa u<br />

(Aconit)<br />

311472121 Hann<br />

Colonel HANN<br />

(Colaro)<br />

310030903 Hann<br />

Lorenz HANN<br />

(Lorlot)<br />

310171317 Hann<br />

Abekira u<br />

(Aconit)<br />

311465021 Hann<br />

Frühlingsfeier u<br />

(Feiner Kerl)<br />

312246131 Hann<br />

Notara u<br />

(Notabene)<br />

310020808 Hann<br />

Salome u Copa Ca Bana u Grazie u Potz Blitz<br />

(Schwanstein) (Cacir x) (Gralshüter)<br />

410593884 Westf 410679391 Westf 411631595 Westf<br />

NSP<br />

(Potsdam)<br />

411454503 Westf<br />

Fabia u<br />

(Feiner Kerl)<br />

312013928 Hann<br />

Faschist II HANN<br />

(Feiner Kerl)<br />

310331039 Hann<br />

Antritt HANN<br />

(Allweiser III)<br />

310320137 Hann<br />

Almschütze WESTF<br />

(Almjäger I)<br />

410106644 Westf<br />

Alcalanda u<br />

(Amyntor)<br />

310021013 Hann<br />

Almkirsche u<br />

(Almjäger I)<br />

314831745 Hann<br />

Almhüter I HANN<br />

(Almjäger I)<br />

310319437 Hann<br />

Almhüter WESTF<br />

(Almjäger I)<br />

410095540 Westf<br />

Gondelfahrt u<br />

(Golfsport II)<br />

312549334 Hann<br />

Adagenda u<br />

(Aconit)<br />

311680822 Hann<br />

Frühlicht I WESTF<br />

(Frühsport)<br />

410149955 Westf<br />

Freiherr I HANN<br />

(Fermor III)<br />

310349442 Hann<br />

Felsenbucht u<br />

(Flame II)<br />

313193438 Hann<br />

Frevler HANN<br />

(Feiner Kerl)<br />

310349642 Hann<br />

In dieser Übersicht sind ausschließlich Pferde aufgelistet, die im Artikel genannt werden. © Jac Remijnse<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 55


Familienbande<br />

Vorschrift Nummer eins: Erfolg<br />

Tausende Zuschauer überschütteten<br />

den Sieger<br />

förmlich mit Applaus:<br />

Christian Ahlmann aus<br />

Marl drehte gleiche mehrere<br />

Ehrenrunden, winkte,<br />

lachte und genoss die<br />

große Begeisterung der<br />

Fans rund um den Hamburger<br />

Derby-Platz.<br />

Der Jubel galt einer erstklassigen<br />

Leistung mit<br />

dem elf Jahre alten gekörten<br />

Hannoveraner Hengst<br />

Codex One (v. Contendro I-<br />

Glückspilz-Egerländer-Gardekürassier;<br />

Z.: Wilhelm Berghorn,<br />

Stolzenau). Drei absolut<br />

tadellose Runden und 49,33 Sekunden<br />

im Stechen katapultierten<br />

Pferd und Reiter auf Platz<br />

eins im Großen Preis von Hamburg<br />

im Rahmen der Global<br />

Champions Tour.<br />

Der in Belgien lebende Daniel<br />

Deußer kam auf Platz zwei mit<br />

Cornet d’Amour, gefolgt von<br />

dem Franzosen Roger Yves<br />

Bost und Nippon d’Elle und der<br />

Lokalmatadorin Janne Friederike<br />

Meyer und Lambrasco.<br />

Codex One kommt via Tiefgefriersperma<br />

im niedersächsischen<br />

Landgestüt Celle zum<br />

züchterischen Einsatz. Er absolvierte<br />

die von Hengsten geforderte<br />

Eigenleistung über die<br />

Kombination aus 30-Tage-Test<br />

und Bundeschampionats-Qualifikation,<br />

hat etliche Springpferdeprüfungen<br />

gewonnen<br />

und war als Fünfjähriger im Besitz<br />

von Bernfried Erdmann<br />

(Wallenhorst) bereits Vize-<br />

Bun deschampion, Hannoveraner<br />

Springpferde-Champion<br />

56 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Codex One: Die hannoversche Familie der Folia<br />

und erfolgreichstes deutsches<br />

Pferd seiner Altersklasse. Codex<br />

One war 2009 Vierter bei<br />

den Weltmeisterschaften der<br />

siebenjährigen Springpferde in<br />

Lanaken. 2010 war er mit Karl<br />

Brocks fast ausschließlich international<br />

im Einsatz, u.a. Sieger<br />

im Großen Preis von Spangenberg<br />

und hoch platziert, u.a. in<br />

Braunschweig, Nörten-Hardenberg,<br />

Wiesbaden und Donau -<br />

eschingen. 2011 wurde er von<br />

Marion Jauss für Christian Ahlmann<br />

erworben und war 2012<br />

im deutschen Olympia-Team in<br />

London dabei.. Der Vater Contendro<br />

I war HLP-Sieger und ist<br />

inzwischen Vater von über 50<br />

gekörten Söhnen und internationalen<br />

Sportpferden. Er hat<br />

sich bereits mit den ersten Jahrgängen<br />

als Stempelhengst erwiesen<br />

und steht unverändert<br />

im Gestüt Famos (Syke-Wachendorf)<br />

auf Station, s. Hengstportrait<br />

<strong>ZÜCHTERFORUM</strong><br />

5/2013, S. 58 ff.). Die Mutter<br />

Gipsy brachte 2000 von Drosselklang<br />

II die Stute Diaspora<br />

Umjubelter Sieger in Hamburg: Codex One mit Christian Ahlmann<br />

Foto: Toffi<br />

zur Welt, die ihrerseits 2007 aus<br />

Anpaarung mit Contendro I<br />

den Hengst Contendros lieferte,<br />

der auf der Station Schockemöhle<br />

Aufstellung fand, gegenwärtig<br />

aber erfolgreich im<br />

Springsport geht.<br />

Sparringspartner Glückspilz<br />

Mit Glückspilz zeichnet ein Vertreter<br />

der Gotthard-Linie als<br />

Muttervater verantwortlich,<br />

dem anfangs auf der Besamungsstation<br />

in Schillerslage<br />

größte Sympathien galten: Er<br />

war reinerbig dunkel, galt als<br />

„Abzeichenlöscher“, die Nachkommen<br />

waren typvoll und bewegten<br />

sich gut, und bis sie ins<br />

reitsportfähige Alter kamen,<br />

war auch alles in Ordnung. Oftmals<br />

waren es am Ende lederne,<br />

spannige Pferde mit<br />

Temperamentsschwierigkeiten,<br />

zu höheren Leistungen oftmals<br />

nicht bereit und vielfach<br />

schwierig im Maul. Zu Glückspilz<br />

gibt es eine ganze Reihe an<br />

Anekdoten, beispielsweise<br />

diese: Nachdem die Negativ-<br />

Umstände bereits hinlänglich<br />

bekannt waren, waren dennoch<br />

zwei recht bekannte<br />

Springreiter aus dem Nienburger<br />

Raum so selbstbewusst, einen<br />

typschönen Glückspilz<br />

(sehr günstig!) zu kaufen. „Ihr<br />

werdet sehen, der funktioniert,<br />

und wenn wir die ganze Sattelkammer<br />

draufschnallen müssen!“,<br />

frohlockten sie. Trotz aller<br />

Bemühungen: Er tat es<br />

nicht. Insofern ist aus dem<br />

chancenreichen Einsatz des<br />

Glückspilz nicht viel Nützliches<br />

erwachsen. Auch Glückspilz<br />

selbst war für viele Landge-


stütslehrlinge ein äußerst undankbarer<br />

„Sparringspartner“<br />

und wurde schließlich Richtung<br />

Polen entsorgt, kehrte von dort<br />

aber noch einmal als Privathengst<br />

ins Hamburger Gebiet<br />

zurück. Eine immer wieder<br />

gern erzählte Geschichte aus<br />

Adelheidsdorfer Zeiten: Glücks -<br />

pilz befand sich vor dem Traberwagen,<br />

gesteuert von einem<br />

Azubi. Als er die Geräusche des<br />

Futterautomaten zur mittäglichen<br />

Fütterung wahrnahm,<br />

ging er durch und übersprang<br />

eine Abgrenzung: Das Geschirr<br />

ging zu Bruch, der Wagen auch<br />

und der Azubi beinahe ebenso.<br />

Er galoppierte daraufhin mit<br />

Vollgas die Stallgasse hindurch,<br />

konnte vor der Querabsperrung<br />

(Stange) nicht mehr rechtzeitig<br />

bremsen, fiel hin und<br />

rutschte drunter durch. Passiert<br />

war nichts, bis auf ein paar<br />

Schrammen. Es ist, wie es ist:<br />

Nur den Guten passiert etwas!<br />

Starker Egerländer<br />

In dritter Generation folgt der<br />

drahtige Halbblüter Egerländer.<br />

Als Sohn des Modehengstes<br />

Ecuador xx, der hübsche (weiche!)<br />

Strampelpferdchen mit<br />

wenig Leistung lieferte, war er<br />

weder zu erkennen noch hat er<br />

in dessen Richtung vererbt. Er<br />

führte über Saloniki-Agram<br />

erstklassiges Leistungsblut und<br />

war dunkelbraun, Erbteil des<br />

Muttervaters. Als er 1980 auf<br />

der Station Isernhagen zum<br />

Einsatz kam, war er der ganze<br />

Stolz des Stationsvorstehers<br />

Hannes Klindworth: „Mit dem<br />

kannst du Grand National Steeplechase<br />

reiten!“, pflegte er mit<br />

geschwellter Brust zu sagen.<br />

Geritten wurden die Landbeschäler<br />

bei den Hengstvorführungen<br />

in jener Zeit nur selten,<br />

und Klindworth hatte sich die<br />

Nachbarschaft zu der Vielseitigkeit<br />

reitenden Familie Sybrecht<br />

zunutze gemacht, so dass Lisette<br />

Sybrecht den Hengst erstklassig<br />

zelebrierte und seine<br />

vorzügliche Galoppade in der<br />

Isernhagener Reithalle voll zur<br />

Geltung brachte. Neun Jahre<br />

blieb Egerländer in Isernhagen,<br />

wo er bei überschaubarer Nutzung<br />

zahlreiche erstklassige<br />

Parcourspferde (zehn von insgesamt<br />

78 erfolgreichen Turnierpferden<br />

gingen S-Sprin-<br />

gen!) lieferte, allen voran sind<br />

hier sicherlich Edgar 4/Tjark<br />

Nagel, Eldorado 65/Heinrich<br />

Bormann und Effra/Jaime Azzcarraga<br />

(MEX) zu nennen, ferner<br />

einige gekörte Hengste. Mit<br />

nachlassendem züchterischem<br />

Interesse ging Egerländer nach<br />

Schweden, wo er noch lange<br />

Jahre erfolgreich wirkte. Dressurpferde<br />

hat er nicht gemacht.<br />

Von ihm hat Codex One viel<br />

mitbekommen, was Einstellung<br />

und Galoppade angeht.<br />

Schimmel aus Isernhagen<br />

Die in Isernhagen stationierten<br />

Schimmelhengste Gardekürassier<br />

und Landsknecht I schließen<br />

sich an. Über Glückspilz<br />

und Gardekürassier, der einer<br />

der besten Söhne des Gotthard<br />

war, ergibt sich in fünfter Generation<br />

ein wertvoller Inzuchteffekt<br />

auf diesen heldenhaften<br />

Springpferdelieferanten. Der in<br />

30.05.- Equi Young Stars & Amateurs<br />

02.06. CSIJ–A/CSIY-A/CSIYH1*/CSIA m A+B<br />

spannender Sport und erlebnisreiche Tage für Jung- und Alt<br />

30.06. Qualifi kation zum Deutschen Fohlenchampionat<br />

mit Auswahl zur ESI Auktion, Beginn 11 Uhr,<br />

Anmeldeschluss: 20.06.2013<br />

03.07. Fohlenschau<br />

mit Auswahl für die ESI- sowie Verbandsauktionen<br />

und freiem Verkauf, Brenntermin OS und OL<br />

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Foto: T. Ernst<br />

Familienbande<br />

Erfolgsvater: Codex One stammt von Contendro I ab Drahtiger Halbblüter: Egerländer taucht in dritter Generation auf<br />

Hunnesrück aufgezogene Gardekürassier,<br />

dessen Körung<br />

aufgrund Unkorrektheit seiner<br />

Hintergliedmaßen (fassbeinig)<br />

an eine klar überdurchschnittliche<br />

Hengstleistungsprüfung geknüpft<br />

war, fand ab 1979 Aufstellung<br />

auf der Station Isernhagen,<br />

die später mit Hänigsen<br />

vereinigt und in Schillerslage<br />

etabliert wurde. Gardekürassier<br />

entstammt einer Tochter des<br />

Wohlklang, der für seine vielseitige<br />

Vererbung bekannt war.<br />

Analog diesem Großvater vererbte<br />

Gardekürassier auch<br />

Dressurpferde für gehobene<br />

Ansprüche: Er war Vater von 13<br />

S-Spring- und fünf S-Dressurpferden.<br />

Landsknecht I hat von 1970 bis<br />

1977 in Isernhagen gestanden.<br />

Besondere Leistungsimpulse<br />

sind von ihm nicht ausgegangen,<br />

aber er lieferte eine Reihe<br />

fruchtbarer und teils hochdeko-<br />

Termine 2013<br />

Zuchthof Klatte<br />

Rossegarden 5 · 49688 Lastrup<br />

Ph. +49 (0) 4472 947510<br />

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Foto: W. Ernst<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 57


Familienbande<br />

rierter Zuchtstuten, immerhin<br />

sind neun seiner Töchter eingetragen<br />

im FN-Leistungsstutbuch.<br />

Auch die dann folgenden<br />

Hengste Wahlmann (Isernhagen<br />

1963 bis 1965) und Amselkönig<br />

II (Isernhagen 1961 bis<br />

1962) geben kaum Anlass zu<br />

ruhmreichen Berichten. Amselkönig<br />

II konnte sich auf den<br />

Stationen seines Schaffens in einigen<br />

Stutenstämmen verankern.<br />

Die Stutenbasis im Raum<br />

Isernhagen hat sich von jeher<br />

überwiegend durch Zukauf guten<br />

Zuchtmaterials rekrutiert, so<br />

auch im Falle des Codex One:<br />

Amtsseele, seine siebte Mutter,<br />

war aus dem Hochzuchtgebiet<br />

in die Region Hannover gelangt<br />

und hatte dort bei Heinrich<br />

Reinecke (Hannover-Lahe) mit<br />

Amselkönig II die Staatsprämienstute<br />

Alwine gezeugt, die für<br />

die Verbreitung des Stammes in<br />

der Region zuständig werden<br />

sollte. Dazu zählt auch der in<br />

Großbritannien gekörte Hannoveraner<br />

Fuchshengst West<br />

Country (geb. 1990, v. Weltmeyer-WenzelII-Darwin-Wahlmann-Amselkönig<br />

II).<br />

Fünfmal Amateur I<br />

Die braune Amtsseele (Jahrgang<br />

1944) war Vollschwester<br />

der Schimmelstuten Amalia<br />

(*1942) und Amatola (*1940),<br />

alle drei waren Töchter des legendären<br />

Schimmelhengstes<br />

Amateur I, und es gibt nicht<br />

wenige Züchter, die den Wert<br />

eines hannoverschen Pedigrees<br />

über die Häufigkeit des Vorkommens<br />

eben dieses Schimmelhengstes<br />

definieren. Bei Codex<br />

One ist das mütterlicherseits<br />

immerhin fünfmal der Fall,<br />

und in Ergänzung zu der väterlichen<br />

Ramzes AA-Häufigkeit<br />

ergibt sich hier ein exquisiter<br />

Gen-Mix. Amalia gelang Verbreitung<br />

über ihre Tochter<br />

Dornspalte, deren Vater Drollig<br />

58 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Schimmel war<br />

und dieses Erbteil<br />

von Ama -<br />

teur I-Großvater<br />

Amurath I ox<br />

mitbekommen<br />

hatte, der bei<br />

Drollig in vierter<br />

Generation<br />

auftaucht.<br />

Das Farbmerkmal<br />

Schimmel<br />

hat sich in diesem<br />

Zweig<br />

durchschlagend<br />

auf der weiblichen<br />

Seite weitervererbt.<br />

Gewisse Bedeutung<br />

erlangte<br />

aus diesem<br />

Zweig der WarendorferLandbeschäler<br />

Don<br />

Juan (v. Don<br />

Carlos), der<br />

über seine Mutter Maifee (v.<br />

Maigraf xx-Drollig) ein direkter<br />

Enkel der Dornspalte war. Gezogen<br />

bei Claus Ahlff (Oberhüll),<br />

hat der Rappe während<br />

seines zwölfjährigen Deckeinsatzes<br />

auf den Stationen Wadersloh<br />

und Varl erstaunlich<br />

vielseitig vererbt.<br />

Bedeutendste Repräsentantin<br />

dieses Zweiges ist die hannoversche<br />

Stute Gerona (v. Graphit-Wedekind-Domspatz-Drollig;<br />

Z.: Heinrich Schierding,<br />

Groß Lafferde), die bei Ernst<br />

Lippert im bayerischen Bernried<br />

die Vollbrüder Raueck I<br />

und II sowie später bei Josef<br />

Steinbeißer (Feldkirchen) die<br />

jüngeren Vollbrüder Raueck III<br />

und IV (alle von Rasso) sowie<br />

Cosiograf B (v. Cosinus B) lieferte.<br />

Somit lieferte sie insgesamt fünf<br />

gekörte Söhne, darunter in<br />

Raueck II und Cosiograf B sogar<br />

jeweils einen bayerischen<br />

Körsieger.<br />

Erfolgreiches Springpferd: Lets Go<br />

Verbreitung in Bayern<br />

Foto: W. Ernst<br />

Raueck I, ein bunter Brauner,<br />

kann in Diensten des Landgestüts<br />

Schwaiganger unumwunden<br />

als der einflussreichste<br />

Hengstsohn des Rasso bezeichnet<br />

werden. Er ist in vielen Pedigrees<br />

geschätzt, so u.a. bei<br />

den Vollbrüdern Lord Sinclair I<br />

bis III, Pilotek, Cor du Lys und<br />

Asti Frizzante. Raueck II legte<br />

nach gutem Karrierestart auf<br />

der Station Bachl eine mäßige<br />

HLP ab und kam auch nach<br />

Wiederholung der HLP in<br />

Staatsdiensten nicht recht zum<br />

Zuge. Bei Raueck III verhinderte<br />

die Tatsache, dass er ein<br />

bunter Fuchs war, höhere Bedeckungszahlen,<br />

und auch der<br />

Schimmel Raueck IV hat keinen<br />

Einfluss gewonnen. Raueck II<br />

bis IV waren springsportlich jeweils<br />

bis M erfolgreich. Der<br />

vielseitig bis M erfolgreiche Cosiograf<br />

B hat in Österreich einige<br />

Nachzucht hinterlassen. Sicherlich<br />

ist es Zufall, dass ge-<br />

rade dieser Zweig eine besondere<br />

Affinität zur bayerischen<br />

Pferdezucht verkörpert. So kam<br />

der hochklassig gezogene Wedekind<br />

Sohn Wallenstein (M. v.<br />

Don Carlos-Frustra II-Domspatz-Drollig,<br />

Z.: Claus Guthahn,<br />

Osten) zunächst als Privathengst<br />

im Gestüt Hörstein,<br />

ganz im Nordwesten von Bayern<br />

gelegen, zum Einsatz, ehe<br />

er als Landbeschäler nach Marbach<br />

überwechselte. Und die<br />

hannoverschen Vielseitigkeitspferde<br />

Chrischona (v. Consul/T.)<br />

bzw. Gytaxerxes (v. Gibraltar)<br />

von Bernd und Judith-Katharina<br />

Knorr entstammen der<br />

bayerisch gebrannten Stute Friderike<br />

(v. Karim xx-Frustra II-<br />

Domspatz-Drollig) und der<br />

Zucht von Christina Knorr (Verden).<br />

Deren Großmutter Fiume<br />

(*1964) ist Vollschwester zu<br />

Wallensteins Großmutter Frostkleid<br />

(*1965). Enge verwandtschaftliche<br />

Bande bestehen<br />

hier auch zu der Top-Stute Lets<br />

Go 10 (*1983, v. Laibach-Matrose-FrustraII-Domspatz-Drollig;<br />

Z.: Hans-Heinrich Oltrogge,<br />

Stolzenau), die mit Peter Baust<br />

über Jahre eines der erfolgreichsten<br />

Springpferde Niedersachsens<br />

war und über 37.000<br />

Euro gewonnen hat.<br />

Weniger bedeutend wurde der<br />

Zweig der Amatola, der an gekörten<br />

Hengsten lediglich den<br />

Schimmel Gin Tonic aus dem<br />

letzten Jahrgang des Gotthard<br />

lieferte.<br />

Gin Tonic (Z.: Hans-Heinrich<br />

Köneke, Henstedt-Ulzburg) war<br />

mütterlicherseits über Abhang<br />

II-Agram-Gote-Friesenkönig-<br />

Amateur I hochklassig auf Rittigkeit<br />

und Leistung gezogen,<br />

verdankte seine Körung aber<br />

vornehmlich der Tatsache, dass<br />

er von Gotthard abstammte.<br />

Seinem sechsjährigen Einsatz<br />

als Celler Landbeschäler in Emmerthal<br />

ist nicht viel Brauchba-


Hann. Stutenfamilie 498. Folia<br />

v. Foliant-Schumann-Jassy I<br />

und Neapenda v. Nebrosius-<br />

Julikan-Janosch-Juls<br />

Zweig der Alwine v. Amselkönig<br />

II u. Amtsseele v. Amateur<br />

I-Foliant<br />

Codex One, Db., *Hann.<br />

2002, v. Contendro I u. Gipsy<br />

v. Glückspilz-Egerländer, PB<br />

Hann., internat. SPR erf. m.<br />

Christian Ahlmann<br />

Contendros, Db., *Hann.<br />

2007, v. Contendro I u. Diaspora<br />

v. Drosselklang II-Glückspilz,<br />

PB Oldbg.<br />

West Country, F., *Hann. 90,<br />

v. Weltmeyer u. Walpurgiss v.<br />

Wenzel II-Darwin, PB GBR<br />

Zweig der Dornspalte v. Drollig<br />

u. Amalia v. Amateur I-Foliant<br />

usw.<br />

Cosiograf B, Sch., *Bay. 92, v.<br />

Cosinus B u. Gerona v. Graphit-Wedekind,<br />

PB AUT, Bay.,<br />

Körsieger<br />

res erwachsen. Er war kein<br />

Hengst im Sinne von einem<br />

klassischen Vererber und<br />

wurde kastriert.<br />

Amtsseele, Amalis und Amatola<br />

entstammen der Foliant-Tochter<br />

Folia, deren nächste männliche<br />

Vorfahren Foliant, Schumann<br />

und Jassy I ausnahmslos<br />

Hengste der Station Großenwörden<br />

waren, wo von jeher die<br />

Springpferdezucht dominierte.<br />

Seitenzweig<br />

Aus einem Seitenzweig dieser<br />

Stutenfamilie, über die Vollschwestern<br />

Löwenkrone beziehungsweise<br />

Lolita (v. Der Löwe<br />

xx-Fromund-Dolman-Jassy I-<br />

Nebrosius usw.), deren Großmutter<br />

Daniela wiederum Halbschwester<br />

der Großmutter von<br />

Folia war, gingen zwei interna-<br />

Defender, Db., *Oldbg. 2002,<br />

v. Depardieu u. Rubana v.<br />

Quattro B-Rubinstein I, PB<br />

Don Juan, R., *Hann. 71, v.<br />

Don Carlos u. Maifee v. Maigraf<br />

xx-Drollig, Ldb. Warendorf<br />

Drambuie, R., *Westf. 2007,<br />

v. Damon Hill u. Royal Princess<br />

v. Sandro Hit-Rubinstein I, PB<br />

Westf.<br />

Lucian, B., *Oldbg. 99, v. Landcapitol<br />

u. Pandora v. Pablo-Zeus,<br />

LH Ldg. Redefin, HLP-Sieger<br />

Raueck I, B., *Bay. 81, v. Ras -<br />

so u. Gerona v. Graphit-Wedekind,<br />

Ldb. Schwaiganger<br />

Raueck II, B., *Bay. 86, v. Ras -<br />

so-Graphit-Wedekind, PB Bay.,<br />

Ldb. Schwaiganger, Körsieger<br />

Raueck III, F., *Bay. 91, v. Ras -<br />

so-Graphit-Wedekind, PB Bay.<br />

Raueck IV, Sch., *Bay. 94, v.<br />

Rasso-Graphit-Wedekind, PB<br />

Bay., Reitpferd<br />

Ritano, Db., *Hann. 94, v. Ravallo<br />

u. Limone v. Lemon xx-<br />

Trapper, PB Hann.<br />

tional erfolgreiche Dressurpferde<br />

hervor.<br />

Einmal der im Jahr 1964 geborene<br />

braune Wallach Adriano 2<br />

(v. Abend-Der Löwe xx-Fromund-Dolman;<br />

Z.: Heinrich Ropers,<br />

Sittensen) mit Dr. Evi Eisenhardt<br />

beziehungsweise Dr.<br />

Josef Neckermann, ferner der<br />

auffallende bunte Fuchs Agnelli<br />

FRH (*1990, v. Akzent II-Lombard-Marcio<br />

xx-Der Löwe xx-<br />

Fromund-Dolman;. Z.: Joachim<br />

Böwig, Königslutter) mit Isabell<br />

Werth, Hannes Baumgart und<br />

zuletzt Juliane Brunkhorst.<br />

Agnelli war auch Halbbruder<br />

des gekörten Hengstes Watch<br />

Me (*1981, v. Wendland I, PB<br />

USA).<br />

Als gemeinsame Stammstute aller<br />

Zweige ist die 1918 in Klein<br />

Fredenbeck (bei Stade) gebo-<br />

Wallenstein, Schwb., *Hann.<br />

76, v. Wedekind u. Donate v.<br />

Don Carlos-Frustra II, PB Bay.,<br />

Ldb. Marbach<br />

und die erf. Springpferde<br />

Garocho-S (v. Graf Sponeck-<br />

Arkansas-Weitblick-Abendruf<br />

xx-Drollig) Joachim Winter<br />

Lets Go 10 (v. Laibach u. S.<br />

313927174 v. Matrose-Frustra<br />

II-Domspatz-Drollig) Peter Baust<br />

u. die erf. Vielseitigkeitspferde<br />

Chrischona (v. Consul/T. u. Friderike<br />

v. Karim xx-Frustra II-<br />

Domspatz-Drollig) Bernd Knorr<br />

Gytaxerxes (v. Gibraltar u. Friderike<br />

v. Karim xx-Frustra II-<br />

Domspatz-Drollig) Judith-Katharina<br />

Knorr<br />

Zweig der Gotenfeme v. Gote-<br />

Friesenkönig u. Amatola v.<br />

Amateur I-Foliant usw.<br />

rene Fuchsstute Neapenda verzeichnet,<br />

die im Jahr 1927<br />

durch Diedrich Hopp aus Niederhüll<br />

(bei Neuhaus/Oste) ins<br />

hannoversche Hauptstutbuch<br />

eingetragen wurde und bereits<br />

damals mit vier Generationen<br />

Abstammung versehen war. Ihr<br />

Familienbande<br />

Gin Tonic, Sch., *Hann. 77, v.<br />

Gotthard u. Abendpoesie v.<br />

Abhang II-Agram, Ldb. Celle<br />

und das erf. Springpferd<br />

Raffaela 42 (alias Rakete; v.<br />

Roderich u. Ahnenpracht v.<br />

Agram-Gote-Friesenkönig-<br />

Ama teur I) Michael Sauer<br />

Zweig der Löwenkro ne/Lolita<br />

v. Der Löwe xx-Fromund-Dolman-Jassy<br />

I-Nebrosius usw.<br />

Watch Me, Db., *Hann. 81, v.<br />

Wendland I u. Lorgnette v. Lombard-Marcio<br />

xx, PB USA<br />

u. die internat. erf.<br />

Adriano 2 (v. Abend u. Lolita v.<br />

Der Löwe xx-Fromund-Dolman)<br />

Dr. Evi Eisenhardt, Dr. Josef<br />

Neckermann<br />

Agnelli FRH (v. Akzent II u. Lorgnette<br />

v. Lombard-Marcio xx-<br />

Der Löwe xx) Isabell Werth<br />

Im Seitenzweig waren auch Dressurpferde erfolgreich: Agnelli FRH<br />

Foto: Ernst<br />

Vater Nebrosius hat in<br />

Schwinge gestanden, dort ist<br />

der Ursprung des Stammes,<br />

dessen Tradition nun schon<br />

deutlich über 100 Jahre währt<br />

und der bis ins Jahr 1882 zurückzuverfolgen<br />

ist, auch auszumachen.<br />

Claus Schridde<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 59


www.dressurleistungszentrum.de<br />

Fotowettbewerb 2013<br />

FOHLEN-FOTO-<br />

WETTBEWERB<br />

<strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 2013<br />

Sie haben diese Saison ein Fohlen<br />

gezüchtet? Und Sie planen gerade<br />

die nächste Bedeckung Ihrer<br />

Stute? Dann sind Sie bei uns richtig!<br />

Denn wir verlosen, dank der Unterstützung<br />

namhafter Hengststationen, 17<br />

Freisprünge vielsagender Vererber. Was<br />

Sie dafür tun müssen? Fotografieren Sie<br />

Ihren Pferdenachwuchs, und schicken<br />

Sie uns den bestgelungenen Schnappschuss.<br />

Wir veröffentlichen die Fotos<br />

auf unserer Internetseite www.zuechterforum.com<br />

und stellen sie damit der<br />

Dante Weltino<br />

Dante Weltino<br />

Danone I<br />

Rihanna<br />

60 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

De Niro<br />

Well Done<br />

Welt Hit II<br />

Riconess<br />

Oldenburger, geb. 2007, Stockmaß 173 cm. Zugelassen für Oldenburg, Hann., Rhld.,<br />

Westf. Und alle Süddeutschen Verbände. Besamungstaxe: 300 € + Trächtigkeitstaxe:<br />

800 €<br />

zur Beurteilung: unseren<br />

Lesern. Vom 30. Juni bis<br />

zum 25. August kann<br />

dort jeder per Mausklick<br />

für sein Lieblings-Fohlenfoto<br />

abstimmen. Die<br />

17 Bilder mit den meisten<br />

Klicks werden in der<br />

September-Ausgabe des ZÜCHTERFO-<br />

RUMS veröffentlicht, und die Besitzer<br />

dürfen sich über einen Freisprung für<br />

ihre Stute in der kommenden Decksaison<br />

freuen. Und so einfach geht es:<br />

Schicken Sie uns das Lieblingsfoto von<br />

Ihrem Fohlen zusammen mit dessen<br />

Abstammung, Ihrer Adresse und Ihrem<br />

Wunschkandidaten aus den nachstehend<br />

genannten Hengsten bis 24. Juni<br />

an Matthaes Medien, Motorstraße 38,<br />

70499 Stuttgart, oder auch per E-Mail an<br />

zuechter forum@matthaesmedien.de<br />

Der gewonnene Freisprung ist übrigens<br />

Streitferdt<br />

größstmöglichen unabhängigen Jury nur nach Absprache übertragbar!<br />

Foto:<br />

Die GEWINNE – Freisprünge von<br />

Donnerhall<br />

Alicante<br />

Weltmeyer<br />

Bellis<br />

Weltmeyer<br />

Cileste<br />

Noble Roi xx<br />

Ricarda<br />

Foto: ll-foto<br />

Dibadu L<br />

www.gestuetligges.de<br />

Dibadu L<br />

Darco<br />

Elle Chin PB<br />

Lugano van la Roche<br />

Ocoucha<br />

Chin Chin<br />

Korina van de Sluize<br />

Lugano I<br />

Adlerflut<br />

Codex<br />

Latoucha<br />

Constant<br />

Larese<br />

Raimond<br />

Beauty-Nellie<br />

Belgisches Warmblut, geb. 2009, Stockmaß 169 cm. Zugelassen für Westfalen. Decktaxe:<br />

700 €


www.klatte.de<br />

Chaccato<br />

Chaccato<br />

Chacco-Blue<br />

Stamyata<br />

Chambertin<br />

Contara<br />

Stakkato<br />

Missi<br />

Cambridge<br />

Desiree VII<br />

Contender<br />

Godhara<br />

Spartan<br />

Pia<br />

Mytens xx<br />

Adda<br />

Hannoveraner, geb. 2010, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für Hannover, OSI, Westfalen,<br />

Mecklenburg und alle Süddeutschen Verbände. Decktaxe: 600 €<br />

Desario<br />

www.gestuet-westfalenhof.de<br />

Desario<br />

Dimaggio<br />

Germain<br />

Don Primero<br />

Winnipeg<br />

Pik Pavarotti<br />

Gatinka<br />

Donnerhall<br />

Fantasia<br />

World Cup I<br />

Lisa<br />

Pik Solo<br />

Denise<br />

Grenadier<br />

Aubergine<br />

Hannoveraner, geb. 2009, Stockmaß 169 cm. Zugelassen für Westfalen, Rheinland<br />

und Oldenburg. Decktaxe: Teil A: 250 € Teil B: 450 €<br />

Foto: Streitferdt<br />

www.gestuet-sprehe.de<br />

Come Si Deve<br />

Come Si Deve<br />

Fotowettbewerb 2013<br />

Come Il Faut<br />

Fabricia<br />

Cornet Obolensky<br />

L.St.-Spr. Ratina Z<br />

Fan Holland<br />

Patricia<br />

Clinton<br />

Rabanna v. Costersveld<br />

Ramiro<br />

Argentina Z<br />

Concorde<br />

Cornelia<br />

Pit I<br />

Rabea<br />

Westfale, geb. 2010, Stockmaß 168 cm. Zugelassen für Westfalen und Rheinland,<br />

Springpferdezuchtverband Oldenburg-International, Oldenburg sowie für alle Süddeutschen<br />

und alle Zuchtverbände der neuen Bundesländer. Decktaxe: 700 €<br />

www.ferienhof-stuecker.de<br />

FS Numero Uno<br />

FS Numero Uno<br />

Noir de Luxe<br />

FS Dancing Diamond<br />

Night-Cup<br />

Heidelbergs Nancho Nova<br />

Immenmoor Jolly Jumper<br />

Vollmondnacht<br />

Valido<br />

Cindy<br />

FS Don’t Worry<br />

FS Dacapo Doro<br />

FS Golden Sunlight<br />

FS Golden Touch<br />

FS Golden Moonlight<br />

FS Pandora<br />

Deutsches Reitpony, geb. 2009, Stockmaß 148 cm., Decktaxe: 500 €<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 61


www.jens-meyer.com<br />

Fotowettbewerb 2013<br />

Damsey<br />

Hannoveraner, geb. 2002, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für Hannover, Oldenburg,<br />

Dänemark und Schweden, alle anderen Verbände auf Anfrage. Decktaxe: Grundpauschale:<br />

300 €, Trächtigkeitspauschale: 700 €, TG-Besamung: 400 €<br />

www.gestuet-famos.de<br />

Damsey<br />

Contendro I<br />

Contendro I<br />

Dressage Royal<br />

Ria Grande<br />

Contender<br />

Bravo<br />

62 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Donnerhall<br />

Rosalie<br />

Ritual<br />

Grandizza<br />

Calypso II<br />

Gofine<br />

Reichsgraf<br />

Ofarim<br />

Donnerwetter<br />

Ninette<br />

Rubinstein I<br />

Freya<br />

Ramiro<br />

Die Loewin 2<br />

Grande<br />

Praline<br />

Cor de la Bryère<br />

Tabelle<br />

Ramiro<br />

Cita<br />

Rinaldo<br />

Ophelia<br />

Rasputin<br />

Holle<br />

Holsteiner, geb. 1997, Stockmaß 166 cm. Zugelassen für Hannover (auch Springpferdeprogramm),<br />

Holstein, Oldenburg, OS, Westfalen, Rheinland, Mecklenburg, alle Süddt.<br />

Verbände, Frankreich, Italien, Niederlande, die Schweiz und Ungarn. Decktaxe: 1700 €<br />

www.hengststation-bachl.com<br />

www.reitpony.com<br />

Acasino B<br />

Acasino B<br />

D-Day AT<br />

D-Day AT<br />

Dance Star AT<br />

Nady<br />

Acadius<br />

Corlin<br />

Holsteiner, geb. 1998, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für alle süddeutschen Verbände<br />

und die Schweiz. Decktaxe: 650 €<br />

Dressman I<br />

Gina<br />

Notre Beau<br />

Nena<br />

Acord II<br />

Novella<br />

Casino Boy xx<br />

Svettana<br />

Ahorn Z<br />

Ribecka<br />

Farnese<br />

Furth<br />

Levanter xx<br />

Gleann Buidhe<br />

Lord<br />

Maya<br />

Domingo<br />

Nadin<br />

Folklore<br />

Giana<br />

Nantano<br />

Cindy<br />

Nalet ox<br />

Mona<br />

Deutsches Reitpony, geb. 2010, Stockmaß 145 cm. Zugelassen für Westfalen. Decktaxe:<br />

400 €, Staatsprämienstuten: 350 €<br />

Foto: Puschak


www.hengststation-ahlers.de<br />

Best of Gold<br />

Best of Gold<br />

Bellisimo M<br />

Evelyn<br />

Beltain<br />

Roxa<br />

Diamond Hit<br />

Bolero<br />

Gänseliesel<br />

Romadour II<br />

Lady<br />

Oldenburger, geb. 2009, Stockmaß 176 cm. Zugelassen für Oldenburg, Hannover,<br />

Rheinland und Westfalen und alle Süddeutschen Pferdezuchtverbände. Decktaxe:<br />

300 €; bei Trächtigkeit: 600 €<br />

Decurio<br />

www.saechsische-gestuetsverwaltung.de<br />

Decurio<br />

Desperados<br />

Regentin<br />

Elfe<br />

De Niro<br />

Wie Musik<br />

Rotspon<br />

Bijou<br />

Don Schufro<br />

Loretta<br />

Ex Libris<br />

Eskoria<br />

Donnerhall<br />

Alicante<br />

Wolkenstein II<br />

Maskottchen<br />

Rubinstein I<br />

Antalia<br />

Borneo<br />

Gina<br />

Hannoveraner, geb. 2008, Stm. 168 cm. Zugelassen für Hannoveraner, Deutsches<br />

Sportpferd und Süddeutsche Verbände. Decktaxe: 500 €<br />

Foto: Beelitz<br />

SÄCHSISCHE gestütsverwaltung<br />

www.sosath.com<br />

www.galmbacher.com<br />

Quality<br />

Quality<br />

D’Inzeo<br />

D’Inzeo<br />

Douglas<br />

Quinar<br />

Cordelia<br />

Fotowettbewerb 2013<br />

Quidam de Revel<br />

Adele<br />

Lantaan<br />

Pracht<br />

Holsteiner, geb. 1999, Stockmaß 170 cm. Zugelassen für Holstein, Oldenburg, Oldenburg-International,<br />

Hannover und fast alle weiteren Verbände auf Anfrage. Decktaxe:<br />

1000 €<br />

Darco<br />

Fiona<br />

Widona de Kezeg Heartbreaker<br />

Tibelle<br />

Jalisco B<br />

Dirka<br />

Aloubé<br />

Una Corda<br />

Lord<br />

Lyrik<br />

Carneval<br />

Bene<br />

Lugano van la Roche<br />

Acoucha<br />

Capitol I<br />

Bueffet<br />

Nimmerdor<br />

Bacarole<br />

Voltaire<br />

Fara<br />

Selle Française, geb. 2007, Stockmaß 168 cm. Zugelassen für die Süddeutschen<br />

Verbände. Decktaxe: Vorkasse 700 €; Rechnung 900 €<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 63


Fotowettbewerb 2013<br />

Fürstenhof<br />

Fürst Heinrich<br />

Fürst Grandios<br />

Gritt<br />

Hannoveraner, geb. 2010, Stockmaß 165 cm.<br />

Zugelassen für Hannover. Decktaxe: 550 €<br />

www.landgestuetcelle.de<br />

www.landgestuetcelle.de<br />

Fürstenhof<br />

Weltina<br />

Fürst Nymphenburg<br />

Florencio I<br />

Fürst Nymphenburg<br />

Weltmeyer<br />

Alexis<br />

Florestan I<br />

Walessa<br />

De Niro<br />

Donner de Nero<br />

Alpenfeuer<br />

64 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Foto: Busse<br />

Florestan I<br />

Dawina<br />

Argentinus<br />

Griselda<br />

World Cup I<br />

Anka<br />

Alonso<br />

Granate<br />

Hannoveraner, geb. 2005, Stockmaß 169 cm. Zugelassen für Hannover, Oldenburg,<br />

Rheinland und Westfalen. Decktaxe: 1000 €. Zu beziehen über das Landgestüt Celle,<br />

Station Hadeln.<br />

Foto: Kube<br />

Fidelio<br />

Raute<br />

Weltmeyer<br />

Pirelli<br />

Donnerhall<br />

Alicante<br />

Argentinus<br />

Alpi’s Girl xx<br />

Florentinus V<br />

www.gestuet.de<br />

Hengste zur Auswahl: Ratzinger V, Instertanz V, Florentinus V<br />

Nur nach Rücksprache mit Gestüt, da Hengste teilw. im Turniereinsatz<br />

Florentinus V<br />

Florestan I<br />

Lady in Red<br />

Fidelio<br />

Raute<br />

Londonderry<br />

Weltina<br />

Furioso II<br />

Laura<br />

Rheingold<br />

Gode<br />

Lauries Crusador xx<br />

Windsor Queen<br />

Weltmeyer<br />

Bodega<br />

Geb. 2006, Stockmaß 173 cm. Decktaxe 2012: 950 €. Anerkannt für Westfalen,<br />

Rheinland, Hannover, Oldenburg.<br />

Foto: Streitferdt<br />

Foto: Streitferdt


Neues Pferde-Laufband der Firma Kraft<br />

Pferde brauchen Bewegung – Führanlagen unterstützen dies. Aufgrund<br />

von Platzmangel oder anderen Gründen ist die Umsetzung einer<br />

Führanlage nicht immer realisierbar. Daher erweitert Kraft seine<br />

Produktpalette. Nach neuesten technischen und wissenschaftlichen<br />

Erkenntnissen wurde ein hochwertiges Pferde-Laufband entwickelt.<br />

Pferde-Laufbänder bieten Bewegung auf begrenztem Raum und bieten<br />

eine ideale Ergänzung im Trainingsmix des Pferdes.<br />

Das Kraft Pferde-Laufband bietet freie Wahl des Steigungswinkels und<br />

stufenlose Einstellung der Geschwindigkeit für einen individuellen<br />

Trainingsplan. Verschiedene Programme sind über die Steuerung abrufbereit<br />

Ein übersichtliches Bedienungsdisplay, verschiedene Sicherheitsabschaltungen<br />

inkl. Notaus sowie eine begehfreudige, breite Auf- und<br />

Ablauframpe mit rutschfestem Bodenbelag und bruch- und schlagfesten<br />

Seitenwänden bieten größtmögliche Sicherheit. Ein leistungsstarker<br />

Trommelmotor sorgt für einen geräuscharmen Betrieb.<br />

Weitere Informationen Uwe Kraft Reitsportgeräte & Metallbau GmbH,<br />

Frankenhardt Tel. (0 79 59) 7 02 oder unter www.kraft-fuehranlagen.de<br />

Wörmann präsentiert neues Modell<br />

Sanremo heißt der Neuzugang, der als Plywood- oder Alu-Anhänger<br />

erhältlich ist und trotz Einsteigerpreis mit Luxusausstattung und<br />

komfortabler Größe überzeugt. Der Aufbau des neuen Anhängermodells<br />

besteht aus einer stabilen, feuerverzinkten Stahlrahmen-<br />

Konstruktion mit Kompakt-Seitenstreben hinten. Die Seitenwände<br />

sind in der Holzversion aus wasserfest verleimten Mehrschichtenplatten<br />

gefertigt, die aufgrund ihrer glasfaserverstärkten Kunststoff-<br />

Harzbeschichtung äußerst robust und witterungsbeständig sind. Die<br />

doppelwandigen Voll-Alu-Seitenwände der Alu-Version sind durch<br />

die Verstärkungsstege in der Wand besonders stabil und pflegeleicht.<br />

Beide Modellvarianten sind<br />

mit einem Polydach ausgestattet,<br />

das standardmäßig in Grau oder<br />

gegen Aufpreis in Schwarz lieferbar<br />

ist. Weitere Informationen bezüglich<br />

Preis und Ausstattung<br />

erhalten Sie telefonisch<br />

unter (0 81 31) 29 27 80<br />

oder via E-Mail an<br />

info@woermann.eu<br />

Marktplatz<br />

Seniormüsli mit probiotischer Lebendhefe<br />

Mit Josera Senior hat der Odenwälder Tiernahrungsspezialist<br />

ein Premium-Müsli entwickelt,<br />

das den erhöhten Bedarf älterer<br />

Pferde an essenziellen Aminosäuren, Zink,<br />

Selen und Vitaminen berücksichtigt. Als besonderes<br />

Highlight enthält Josera Senior probiotisch<br />

wirkende lebende Hefezellen, die –<br />

wie wissenschaftliche Studien gezeigt haben<br />

– das Risiko von Verdauungsstörungen reduzieren.<br />

Durch den Einsatz von Lebendhefe<br />

wird die Darmflora stabilisiert und das Immunsystem<br />

gestärkt. Der hohe Energiegehalt<br />

in Josera Senior hilft, dem oft drohenden<br />

Verlust an Körpergewicht älterer Pferde entgegenzuwirken. Josera<br />

Senior ist in 20-kg-Säcken erhältlich (UVP: 20,50 Euro). Weitere<br />

Infos auf www.josera-pferd.de<br />

Fohlen und Jungpferde – halten, erziehen, fördern<br />

Fohlen sind zunächst auf ihre Mutter geprägt<br />

und werden von ihrem Instinkt geleitet. Im<br />

Laufe der Zeit gewöhnen sie sich an den<br />

Menschen und können zu vertrauensvollen<br />

Freizeitpartnern erzogen werden. Wie man<br />

das richtige Maß zwischen Freiheit und Förderung<br />

hält, in welchem Alter Jungpferde<br />

am besten lernen und was sie wann können<br />

sollten, erfahren Pferdehalter in diesem<br />

Ratgeber. Mit wichtigen Tipps zur artgerechten<br />

Haltung und Fütterung sowie persönlichen Erfahrungen<br />

der Autorinnen Ute Ochsenbauer und Beate Schmidtlein. So gelingt<br />

die sanfte Gewöhnung an ein Leben als Reitpferd. Erschienen<br />

im Kosmos-Verlag, ISBN: 978-3-440-12943-2<br />

Auf der sicheren Seite<br />

Sicherheitsspezialist USG schützt jetzt<br />

auch des Reiters Füße. Die sportliche<br />

braune Zugstiefelette<br />

aus weichem gewachstemNubuk-Leder<br />

überrascht mit<br />

dezenter Stahlkappe, zer -<br />

tifiziert nach EN 12568. Pluspunkt dieser bequemen Stiefelette ist<br />

das schlanke Design, das gerade für Frauenfüße ideal ist. Durch<br />

die griffige dual grip® Outdoor-Sohle mit ergonomisch geformtem<br />

Absatz haben Sie bei der Arbeit im Stall, während Spaziergängen,<br />

Bodenarbeit und auch im Sattel einen sicheren Halt. Die<br />

Stiefelette hat ein herausnehmbares Fußbett, das atmungsaktive,<br />

antibakterielle und geruchshemmende Innenfutter besitzt ein hohes<br />

Absorptionsvermögen. Walk & Work ist in den Größen 37–46<br />

zu einem UVP von 107,90 Euro im guten Reitsportfachhandel<br />

oder unter www.usg-reitsport.de erhältlich.<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 65


Hengste im Gespräch<br />

66 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Foto: Mense<br />

Amiro Z auf dem Westfalenhof<br />

der Renomee Z von Ramiro Z-Alme Z-Ganeff.<br />

Renomee Z ist Vollschwester zu Ratina<br />

Z, einem der erfolgreichsten Springpferde<br />

aller Zeiten, und nahm unter dem<br />

Argentinier Ricardo Kiekegaard an den<br />

Olympischen Spielen 1996 und den Weltmeisterschaften<br />

1998 teil.<br />

Amiros Vater Amigo Toss xx geht in direkter<br />

Linie auf die Mutter des berühmten<br />

Hengstes Le Sancy xx zurück, den wir als<br />

Stammvater von Ramzes und Zeus kennen. Auf Zangersheide wurde Amigo Toss xx mit<br />

großem Erfolg als Veredler in der Springpferdezucht eingesetzt.<br />

Amiro Z selbst war erfolgreich bei den Weltmeisterschaften der Jungen Springpferde in<br />

Lanaken und unter verschiedenen Reitern wie Judy-Ann Melchior, Franz-Josef Dahlmann<br />

und Tobias Thoenes bis internationale 1,45-m-Springen. Härte, Ehrgeiz und Leistungswillen<br />

zeichnen den Halbblüter aus, der einen dem Ideal nahekommenden Galopp<br />

hat und mit viel Vermögen und einer tollen Bascule springt.<br />

Amiro Z steht in Steinhagen über Frischsamen zur Verfügung. Die Decktaxe beträgt 850<br />

Euro und wird gesplittet. 250 Euro sind bei der ersten Besamung fällig, der Rest bei<br />

Trächtigkeit der Stute am 1. September.<br />

Fürst Donnerhall für Louisdors-Preis qualifiziert<br />

Beim Dressur- und Springderby in Hamburg Klein Flottbek schaffte es der Rapphengst<br />

auf den dritten Platz. Mit guten 65 Prozent konnte er sich somit für das Finale in der<br />

Frankfurter Festhalle qualifizieren. Der zehnjährige Florestan I-Donnerhall-Nachkomme<br />

hat unter Ants Bredemeier schon einige S-Erfolge für sich verbuchen können.<br />

Nun ist der Louisdor-Preis das große Ziel der beiden. Der Nachwuchspferde-Grand-<br />

Prix ist eine Serie für acht- bis zehnjährige Pferde, die behutsam an die schwerste Prüfungsklasse<br />

herangeführt werden sollen.<br />

Gekört wurde Fürst Donnerhall 2005 in Verden. Seinen 30-Tage-Test gewann der Hannoveraner<br />

überlegen<br />

und war 2009 zweiter<br />

Reservesieger im Rittigkeitsindex<br />

und Gesamtvierter<br />

seiner HLP in<br />

Prussendorf. Von den<br />

Fremdreitern gab es ein<br />

9,5. Inzwischen ist er<br />

auch für Oldenburg<br />

anerkannt. Aufgestellt ist<br />

der sportliche Rappe bei<br />

seinem Züchter und Besitzer<br />

Rudolf Quast in<br />

Jork (Niedersachsen).<br />

Einen hochinteressanten Neuzugang in seiner Beschälerriege meldet das Gestüt Westfalenhof<br />

aus Steinhagen: „Wir sind stolz und glücklich, dass wir unseren Züchtern mit Amiro Z einen<br />

Hengst anbieten können, der selbst sportlich überzeugt und eine außergewöhnliche Abstammung<br />

hat“, sagt Gestütsleiter Sven Sudhölter. Ende April hat der Westfalenhof den neunjährigen<br />

Halbblüter von der Stoeterij Zangersheide in Belgien gekauft. Der im modernen Veredlertyp<br />

stehende Fuchs mit Abzeichen<br />

stammt vom Vollblüter Amigo Toss xx aus<br />

Foto: LL-Foto<br />

Zwei bayerische Staatshengste<br />

für Max Kühner<br />

Zwei Hengste des bayerischen Hauptund<br />

Landgestüts Schwaiganger sollen<br />

künftig von Max Kühner im internationalen<br />

Sport vorgestellt werden. Der B-2-Kaderreiter<br />

aus Starnberg übernahm vor<br />

Kurzem den siebenjährigen Contendro-<br />

Stakkato-Pilot-Sohn Curriculo (Züchter:<br />

Jürgen Hattebuhr). Der sprunggewaltige<br />

Braune aus dem Hannoveraner Stamm<br />

267 der Schilimot wurde von Thomas<br />

Mühlbauer in Springpferdeprüfungen<br />

aufgebaut und qualifizierte sich u.a. mit<br />

Höchstnoten für das Bundeschampionat.<br />

Beim Turnier in Wiener Neustadt/Österreich<br />

platzierte sich das Paar im September<br />

2012 erstmals international. Im April<br />

2013 feierte Helmut Schönstetter,<br />

Kühners Bereiter, einen Turniereinstand<br />

nach Maß. Im österreichischen Ranshofen<br />

platzierte er den Hengst auf Anhieb<br />

in der Klasse S. „In Curriculo setze ich<br />

einige Hoffnung. Er ist ein sehr modernes,<br />

pfiffiges Pferd mit großem<br />

Springvermögen“, sagt Max Kühner. Den<br />

beiden internationalen S-Erfolgen folgten<br />

beim Riemer Jungpferdecup in München<br />

zwei nationale S-Platzierungen. Im Verlauf<br />

des Jahres will Kühner den Hengst<br />

international in der Youngster-Tour einsetzen.<br />

Ein weiterer Neuzugang in Kühners<br />

Stall ist der Asti Spumante-Furioso<br />

II-Flirt-Sohn Acajou (Züchter: Wolfgang<br />

Hartmann). Der 13-Jährige war seit 2006<br />

unter seinem Mitbesitzer Kristian Kniha<br />

bis zu Drei-Sterne-S erfolgreich und gewann<br />

u.a. zweimal den Großen Preis<br />

von Linz. Da sich Kniha nun voll aufs<br />

Studium konzentriert, kommt nun sein<br />

früherer Trainer Max Kühner in den Genuss,<br />

den Schwaigangerer Hengst zu reiten.<br />

Acajou und Curriculo stehen wegen<br />

ihres Sporteinsatzes der Zucht vorerst<br />

nicht zur Verfügung. Sabine Neumann


Carthago lebt nicht mehr<br />

Der Holsteiner Schimmelhengst Carthago (v. Capitol I-Calando I-<br />

Mambo-Sohn; Stamm 162; Z.: Erhard Krampitz, Epenwöhrden) ist im<br />

Alter von 26 Jahren auf der Insel Föhr eingegangen. Vor seinem<br />

sportlichen Sporteinsatz deckte Carthago als Holsteiner Verbandshengst<br />

von 1990 bis 1995 in Haselau. In dieser Zeit wurde Carthago<br />

von Bo Kristoffersen über erfolgreiche Einsätze in Springpferdeprüfungen<br />

in den Sport gebracht. Im Januar 1996 wurde er an das Gestüt<br />

Zangersheide verpachtet, wo er von Jos Lansink auf internationalem<br />

Parkett zu großen Erfolgen geführt wurde. Zudem wurde<br />

Carthago in Zangersheide züchterisch genutzt. Schon im gleichen<br />

Jahr sattelte Jos Lansink den Hengst bei den Olympischen Spielen<br />

von Atlanta, wo das Paar den elften Platz belegte. Vier Jahre später –<br />

in Sydney – kam es zu einem weiteren olympischen Einsatz. Unter<br />

seinen springerfolgreichen Nachkommen sind vor allem Cristallo 5/<br />

Alois Pollmann-Schweckhorst, Caya/Sheila Burke, Catania 43/Frank<br />

Plock, Cool-Man 2/Holger Wulschner, Cash 63/Marco Kutscher, Classix<br />

Girl/Sören von Rönne und Campus, der mit Kamal Bahamdan an<br />

den Weltreiterspielen in Aachen 2006 teilgenommen hat, besonders<br />

zu erwähnen. Ein weiterer Carthago-Sohn ist Cim Christo, der unter<br />

Bong Gak Sohn koreanische Farben bei den Olympischen Spielen<br />

von Athen 2004 vertreten hat und später mit viel Erfolg in den USA<br />

von Georgina Bloomberg geritten wurde. Genannt werden muss<br />

auch der aus einer Jalisco B-Mutter gezogene Mylord Carthago, der<br />

unter Penélopé Leprevost zur französischen Mannschaft gehörte, die<br />

Trendbarometer Reitsport<br />

Jugendförderung:<br />

Kinder und Ponys –<br />

ein aussterbendes Bild?<br />

Sagen Sie es uns!<br />

Bei der Online-Umfrage<br />

mitmachen und gewinnen –<br />

jeden Monat neu!<br />

Trendbarometerumfrage im Juni:<br />

Nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und teilen Sie uns Ihre Meinung mit:<br />

Was zeichnet den Pferdesport für die persönliche Entwicklung von<br />

Kindern und Jugendlichen aus? Wie kann man Kindern und Eltern den<br />

Weg zum Pony bzw. Pferd erleichtern?<br />

Die Ergebnisse veröff entlichen wir in der Juli-Ausgabe.<br />

Unter allen Teilnehmern verlosen wir zwei Paar Clearround-Reithandschuhe.<br />

Hier können Sie teilnehmen:<br />

www.horsefuturepanel-trendbarometer.de<br />

Das HorseFuturePanel führt Marktforschungsuntersuchungen für die Pferdebranche<br />

durch. Institutionen und Unternehmen stellen Fragen, und die Teilnehmer<br />

können in den Antworten ihre Wünsche und Meinungen mitteilen. So<br />

gestalten Sie die Pferdewelt von morgen aktiv mit!<br />

Hengste im Gespräch<br />

u.a. Mannschafts-Silber<br />

bei den Weltreiterspielen<br />

in Kentucky holte.<br />

Der Schimmel ist gegenwärtig<br />

eines der erfolgreichsten<br />

Springpferde<br />

Frankreichs und wurde<br />

inzwischen auch für die<br />

Holsteiner Zucht gekört.<br />

Als 2001 der Pachtvertrag<br />

auslief und Carthago<br />

nach Holstein zurückkehrte,<br />

stellte sich<br />

heraus, dass er unfruchtbar<br />

geworden war. Seinen Lebensabend verbrachte der Schimmel<br />

bei Peter Diederichsen auf der Insel Föhr. Insgesamt sind 40<br />

Söhne von ihm gekört worden, von denen vor allem der bei Lothar<br />

und Sven Völz in Wöhrden an der Holsteiner Westküste stationierte<br />

Colman, aber auch der Verbandshengst Cardino die größte Akzeptanz<br />

bei den Züchtern gefunden haben. Registriert wurden außerdem<br />

355 Töchter, davon 20 Staatsprämienstuten. Die Lebensgewinnsumme<br />

von Carthagos 686 FN-registrierten Nachkommen, von<br />

denen allein in Deutschland 259 S-Erfolge zu verzeichnen hatten,<br />

beläuft sich laut FN-Statistik auf 3,83 Millionen Euro.<br />

Trendbarometer Reitsport<br />

Auswertung April<br />

SOMMERZEIT – FLIEGENZEIT: WAS TUN<br />

GEGEN FLIEGEN UND BREMSEN?<br />

80 % der Probanden geben an, dass ihr Pferd auf Fliegen und Bremsen reagiert.<br />

Sie führen bei den Pferden zu folgenden Reaktionen:<br />

Nervosität und Unruhe<br />

Starkes Kopfschlagen<br />

Juckreiz an Schweif und Mähne<br />

27 %<br />

0 20 40 60 80 100 %<br />

95 % aller Probanden schützen ihr Pferd vor dem Befall durch Fliegen und Bremsen.<br />

Besonders effizient sind ihrer Meinung nach:<br />

0 20 40 60 80 100 %<br />

Sich selbst schützen nur 51 % der Probanden vor Fliegen- und Bremsenbefall.<br />

Zwei Drittel verwenden dafür ein Fliegenspray.<br />

www.horsefuturepanel.de<br />

54 %<br />

52 %<br />

Fliegenmütze 82 %<br />

Fliegendecke 76 %<br />

Fliegenspray<br />

59 %<br />

Prävention durch Management<br />

55 %<br />

Fliegenlotion vom Tierarzt<br />

38 %<br />

Foto: Ernst<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 67


Hengste im Gespräch<br />

Destino geht vorzeitig<br />

aus dem Deckeinsatz<br />

Der Reitponyhengst Destino v. Dressman I-<br />

Marsvogel xx, aus dem Besitz von<br />

Katharina von Salmuth, Gestüt Lilienhof<br />

wird vorzeitig aus dem Deckeinsatz<br />

genommen.<br />

„Um die sportliche Karriere Destinos weiter<br />

zu fördern, haben wir uns entschieden, ihn<br />

in diesem Jahr vorzeitig aus dem Deckeinsatz<br />

zu nehmen“, so Besitzerin und Ponyliebhaberin<br />

Katharina von Salmuth.<br />

Er wird in der laufenden Turniersaison von<br />

Ann-Kathrin Lindner aus dem baden-württembergischen<br />

Ilsfeld vorgestellt. Ziel des<br />

Paars ist die Qualifikation und die<br />

Teilnahme an den Bundeschampionaten in<br />

Warendorf.<br />

Ann-Kathrin Lindner ist sehr erfolgreich im<br />

Ponysport unterwegs. Sie ist zweifache<br />

Süddeutsche Mannschaftsmeisterin und<br />

Süddeutsche Vize-Meisterin im Einzel.<br />

Sie war Teilnehmerin bei den Deutschen<br />

Meisterschaften und nahm bereits dreimal<br />

an den Bundeschampionaten in Warendorf<br />

teil, wobei sie sich zweimal im Finale<br />

platzieren konnte.<br />

Der Reitponyhengst Haddaway v. L.H. Halifax-Kaiserjaeger<br />

xx, auch aus dem Besitz<br />

des Gestüts Lilienhof, wird den Züchtern in<br />

der laufenden Decksaison weiterhin zur<br />

Verfügung stehen.<br />

Inselfürst lebt nicht mehr<br />

68 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

Hengste beim Preis der Besten erfolgreich<br />

Der für Oldenburg zugelassene Hengst Inselfürst ist im Alter von 27 Jahren gestorben. Während<br />

seiner gesamten Zuchtkarriere war der Schimmel auf der Station seines Züchters Hergen<br />

Schweers beheimatet.<br />

Lange Zeit war der Inschallah AA-Sohn aus einer Futuro-Mutter der Rekordhalter der Hengstleistungsprüfung.<br />

Unter Hiltrud Moormann wurde er bis zur schweren Klasse gefördert.<br />

Auch wenn Inselfürst nie ein Modehengst bei den Züchtern war, so hat er doch einiges an<br />

interessanter Nachzucht zu bieten.<br />

So zum Beispiel den in Österreich<br />

zugelassene Vererber Impuls aus einer<br />

Götterfunke-Mutter. Oder der in<br />

den USA aufgestellte Sohn Ironman<br />

aus einer Wienerwald-Stute.<br />

Doch auch hierzulande hat der<br />

stattliche Schimmel bekannte Nachkommen.<br />

Unter anderem Fairbanks,<br />

Paso Double (2012 Bronze bei der<br />

Pony-EM), Die Insel und For Joy<br />

(Isabell Werth).<br />

Foto: W. Ernst<br />

Mitte Mai fand in Warendorf der Preis der Besten statt – teilnehmen durften Ponykinder,<br />

Junioren und Junge Reiter. Erfreulich war, dass die Jugendlichen mehrere<br />

Deckhengste vorstellten und sehr erfolgreich damit waren.<br />

So konnte Gudio Klatte jun.<br />

mit dem Holsteiner Hengst<br />

Collado die Gesamtwertung<br />

der Junioren im Springen<br />

gewinnen. Nachdem der<br />

Cassini I-Landgraf I-Sohn<br />

am ersten Tag auf Platz fünf<br />

rangierte, gewann das Paar<br />

die zweite Wertungsprüfung<br />

und holte sich den<br />

Gesamtsieg.<br />

Bei den Jungen Reitern in<br />

der Dressur konnte der Celler<br />

Landbeschäler Edward<br />

(Embassy I-Fabriano) unter<br />

seiner neuen Reiterin Charlott-Maria<br />

Schürmann nach<br />

Platz eins am ersten Tag am<br />

Ende Silber in der Gesamtwertung<br />

gewinnen.<br />

Auch bei den Dressurponys<br />

hatte ein Hengst die Nase<br />

vorne: Semmieke Rothenberger<br />

steuerte den Reit -<br />

Silber für den Celler Landbeschäler Edward<br />

pony hengst Deinhard B<br />

(Dornik B-Golden Dancer)<br />

ganz souverän zum Gesamtsieg.<br />

Gewann den Preis der Besten: Collado<br />

Happy Birthday Grosso Z!<br />

Foto: Mense<br />

Foto: Mense<br />

Der Doppelvererber Grosso Z ist im<br />

Mai ganze 30 Jahre alt geworden.<br />

Er erfreut sich bester Gesundheit<br />

und residiert auf seiner<br />

Sommerkoppel.<br />

Der Goliath II Z-Furioso II-Sohn<br />

stammt aus der Zucht von Leon<br />

Melchior und steht im Besitz von<br />

Beate Conle-Hüttner und dem Gestüt<br />

Wiesenhof. Der Braune war<br />

selbst im Springen und Dressur (bis<br />

Klasse S) erfolgreich und vererbt<br />

diese Doppelveranlagung weiter.<br />

Jüngster Erfolg seiner Nachkommen<br />

waren die Grand-Prix-Platzierungen<br />

von Grossos Gentle unter Ellen<br />

Schulten-Baumer auf dem Maimarkt<br />

in Mannheim.


D wie Dressur –<br />

Darliera Preisspitze in Verden<br />

Bei bestem Frühlingswetter fanden etwa<br />

1000 Hannoveraner Fans, Käufer und Verkäufer<br />

den Weg in die Niedersachsenhalle<br />

nach Verden. 77 Hannoveraner wurden bei<br />

der Mai-Auktion versteigert. Die hoch veranlagte<br />

Dressurstute Darliera war bestbezahlt.<br />

29 Hannoveraner werden die Republik<br />

ins Ausland verlassen.<br />

Darliera v. Dancier-Lauries Crusador xx<br />

(Züchter und Aussteller: Hans-Hinrich Dodenhoff,<br />

Bötersen) war im vergangenen<br />

Jahr auf der Stutenschau in Sottrum Klassen-<br />

und Gesamtsiegerin: Die Staatsprämienanwärterin<br />

wechselte für 40.000 Euro in<br />

einen Dressurstall nach Schweden.<br />

Salt’n Peppa hatte schon im Vorfeld der<br />

Mai-Auktion wie kaum ein zweites Pferd<br />

für Begeisterung gesorgt. Der vierjährige<br />

Stolzenberg-Escudo-Sohn (Züchter: Heinrich<br />

Zettel, Neustadt, Aussteller: Gerd Odlozinski,<br />

Neustadt-Luttmersen) vereint nicht<br />

nur beste hannoversche Springgene in seinem<br />

Pedigree, sondern macht auch im Parcours<br />

seine Sache vom Feinsten. Nach einem<br />

spannenden Bieterduell wurde der<br />

Athlet für 36.000 Euro in einen Springstall<br />

nach Niedersachsen verauktioniert. Der<br />

neue Besitzer hatte schon bei der November-Auktion<br />

erfolgreich eingekauft und bestätigte<br />

so einmal mehr sein Vertrauen in<br />

das Auktionshaus Verden.<br />

48 Hannoveraner bleiben in Deutschland,<br />

29 haben in 14 Nationen ein neues Zuhause<br />

gefunden.<br />

Sir Donnerhall stellt mit 65.000 Euro<br />

die Preisspitze in München<br />

Frühjahrshits<br />

Auktionen in Nord und Süd<br />

Der Durchschnittspreis bei der gut besuchten<br />

10. Süddeutschen Reitpferdeauktion<br />

sinkt auf knapp 14.000 Euro Der vierjährige<br />

Wallach Secret aus der Zucht von Bernhard<br />

Schumm in Crailsheim erzielte mit 65.000<br />

Euro den Spitzenpreis bei der 10. Süddeutschen<br />

Reitpferdeauktion. Es war nicht sein<br />

erster Besitzerwechsel. Als Fohlen war der<br />

bewegungsstarke Sir<br />

Donnerhall-Florestan I-<br />

Sohn unter dem Namen<br />

Siggi über die Süddeutsche<br />

Elite-Auktion in Nördlingen<br />

für 8500 Euro in den Besitz<br />

der Sportpferdeaufzucht Riedheim<br />

gelangt. Drei Jahre später<br />

trabte er unter Sabina Schrödter<br />

auf dem Baden-Württembergischen<br />

Landeschampionat in<br />

Tübingen auf den Bronzerang.<br />

In Riem schlug Auktionator<br />

Uwe Heckmann den<br />

begehrten Braunen (Aussteller: Jörg<br />

Schrödter) einer Käuferin aus dem Raum<br />

Stuttgart zu. Dominique Röder soll Secret<br />

sportlich weiter fördern. Quintessa II, eine<br />

Quaterback-Rubin Royal-Tochter (Züchter<br />

und Aussteller: Dr. Frank Klakow, Osterburg)<br />

ging als zweitteuerstes Dressurpferd<br />

für 21.500 Euro in den Stall von Robert Harrison<br />

Schmerglatt nach Starnberg. Die<br />

Chris tallo-Grundsteins Erbe-Tochter Gina<br />

(Züchter: Ludwig Ebermann, Brennstadt;<br />

Aussteller: Rainer Rudolph, Herges) war<br />

mit 21.500 Euro das teuerste Springpferd.<br />

Ihre Schweizer Käufer nahmen mit der vierjährigen<br />

Casall-Grand Pilot-Tochter Casalla<br />

R (Züchter und Aussteller: Manfred Rudel,<br />

Königsbrunn) noch ein Springtalent der Extraklasse<br />

mit – zum Schnäppchenpreis von<br />

10.500 Euro. Insgesamt war das Lot qualitativ<br />

sehr gemischt. Einmal mehr zeigte sich,<br />

dass sich unkomplizierte, gut ausgebildete<br />

Pferde mit überdurchschnittlichem Talent<br />

und Platzierungen auch in Krisenzeiten gewinnbringend<br />

vermarkten lassen, während<br />

Durchschnittspferde zum Verlustgeschäft<br />

für die Züchter werden. 26 der ursprünglich<br />

31 Pferde wurden versteigert und<br />

brachten 362.000 Euro. Ein Pferd erhielt<br />

kein Gebot. Der Durchschnittspreis sank<br />

gegenüber dem letzten Jahr von 19.023 auf<br />

13.923 Euro. Angesichts der schwierigen<br />

Wirtschaftslage und des ungenügenden<br />

Ausbildungsstandes mancher Auktions-<br />

Vermarktung<br />

Preisspitze in Verden: Darlierar<br />

pferde bei der Anlieferung gab sich der<br />

neue Auktionsleiter Norbert Paul dennoch<br />

zufrieden „Viele Pferde haben sich in den<br />

drei Wochen sehr gut entwickelt.Wir hatten<br />

auch viele Kaufinteressenten. Alle Pferde<br />

sind ausprobiert worden.“ S. Neumann<br />

First Selection:<br />

50.000 Euro für Sunshine Reggae<br />

Mit 50.000 Euro war Sunshine Reggae die<br />

Preisspitze der ersten Dressurpferdeauktion<br />

im baden-württembergischen Ravensburg:<br />

Ein süddeutscher Ausbildungsstall legte die<br />

Summe für den dreijährigen Hengst von<br />

San Amour-Donnerhall an. „Wir hatten eine<br />

tolle Veranstaltung, die Pferde sind zu<br />

marktgerechten Preisen sehr gut verkauft<br />

worden“, berichtet Mit-Organisator Fabian<br />

Scholz. „Für die erste Auktion dieser Art<br />

sind wir mit der Resonanz sehr zufrieden,“<br />

so Dorothee Pfeiffer, auf derer Reitsportanlage<br />

die Auktion stattfand. „Wir sind überzeugt,<br />

dass das Konzept funktioniert und<br />

dass in Süddeutschland, Österreich und der<br />

Schweiz große Nachfrage besteht“, so<br />

Scholz. „Die Auktion hat in jedem Fall Zukunft,<br />

im nächsten Jahr geht’s weiter. Viele<br />

Aussteller kamen zu mir und sagten, beim<br />

nächsten Mal sind wir wieder mit dabei.<br />

Das ist die beste Anerkennung unserer Arbeit“,<br />

so Pfeiffer.<br />

Foto: T. Ernst<br />

6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 69


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6/2013 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 71


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Redaktions- und Anzeigenschluss:<br />

15. Juni<br />

72 <strong>ZÜCHTERFORUM</strong> 6/2013<br />

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Erscheinungsweise: monatlich<br />

Chef vom Dienst:<br />

Dominique Garvs, Tel. +49 (0) 711/80 60 82-48<br />

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Redaktion:<br />

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Ständige Mitarbeiter:<br />

Dr. Tanja Becker, Wulf-Heiner Kummetz, Manfred Mense, Sabine Neumann, Nora<br />

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Herstellungsleitung:<br />

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