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Reisen

ITALIEN

ABRUZZEN OFFROAD

AFRIKA

EINMAL QUER DURCH

Verkannte

Reise-enduro

BMW G 650 X

Navigations-Software

NEU! TTQV 5

Inspirationen für unsere Kunden

Touratech Racing Team

SIEGREICHER SAISONSTART

PROGRAMM

Streetline Triumph

Zubehör mit Stil

NR. 2 2010

2010

TRAVEL EVENT


VORSCHAU CH

INTERMOT

Erscheint vier Mal jährlich bei

14.11.2010 BIS 20.07.2011

TOURATECH AG

Auf dem Zimmermann 7-9

DE - 78078 Niedereschach

NEUHEITEN

Tel.: +49 (0) 77 28 - 92 79-0

2 011

Fax: +49 (0) 77 28 - 92 79-29

E-mail: info@touratech.de

ENTDECKEN WIR DIE GANZE KUGEL

EXPEDITION

Herausgeber:

TOURATECH AG

Was wird es Neues geben?

Diese Frage beantwortet Touratech

Redaktionelle Leitung:

Herbert Schwarz (V.i.S.d.P.)

vom 6. bis 10. Oktober 2010 auf der Inter-

Andreas Hülsmann

mot in Köln und natürlich werden die Neuheiten

auch ausgiebig in der kommenden

Redaktion:

Ausgabe von Travel Time vorgestellt. Andreas Reimar, Margit Rowley,

Alex Schönborn, Ramona Schwarz,

Elisabeth Voigt

Headquarter & Distributors

HEADQUARTER:

TOURATECH AG

Auf dem Zimmermann 7-9

DE 78078 Niedereschach

Tel: +49 (0)77 28 - 92 79 - 0

Fax: +49 (0)77 28 - 92 79 - 29

info@touratech.de

DEUTSCHLAND:

TOURATECH-Nord

Rodigallee 234

DE 22043 Hamburg

Tel: +49 (0)40 - 21 90 46 55

Fax: +49 (0)40 - 21 90 48 97

info@touratech-nord.de

TOURATECH-Mitte

Zweirad Norton

Obernburger Str. 46/48

DE 63853 Mömlingen

Tel: +49 (0)60 22 - 68 17 06

Fax: +49 (0)60 22 - 68 17 08

info@zweirad-norton.de

TOURATECH-Süd

Gruber & Alt GmbH

Auf den Schrederwiesen 30

DE 80995 München

Tel: +49 (0)89 - 46 13 58 30

Fax: +49 (0)89 - 46 13 58 31

info@touratech-sued.de

TOURATECH-West

KOHL automobile GmbH

Neuenhofstr. 160

DE 52078 Aachen

Tel: +49 (0)241 - 5 68 84 62

Fax: +49 (0)241 - 5 68 81 87

info@touratech-west.de

TOURATECH Berlin

Riller & Schnauck GmbH

Schloßstraße 57

DE 12165 Berlin

Tel: +49 (0)30 - 90 09 59 17

Fax: +49 (0)30 - 90 09 59 65

info@touratech-berlin.de

98 2 2010

TOURATECH Kassel

Dresdener Str.1

DE 34125 Kassel

Tel: +49 (0)561 - 9 41 50 96

Fax: +49 (0)561 - 9 41 50 97

info@touratech-kassel.de

ÖSTERREICH:

Dirt Bike Offroad-Versand



Tel: +43 (0)38 61 - 20 131

Fax: +43 (0)38 61 - 20 132

info@dirtbike.at

SCHWEIZ:

Touratech Suisse GmbH

Diessenhofener Str. 14

CH 8252 Schlatt-Paradies

Tel: +41 (0)526 - 54 38 13

Fax: +41 (0)526 - 54 38 14

info@sk-motoparts.ch

info@touratech.ch

IMPRESSUM

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Martin Heim, Joe Stather


Claudia Werel


Katja Wickert

Anzeigenverkauf:

Karin Birkel, Martin Wickert

Druck:

Konradin Druck GmbH

70771 Leinfelden-Echterdingen

Der Nachdruck, auch in Auszügen,

bedarf der schriftlichen Genehmigung

der Touratech AG

Printed in EU (Germany)

Internet:

www.touratech-streetline.de

www.touratech-streetline.com

www.touratech.com

www.ttqv.com

Travel Time

EDELWEISS BIKE TRAVEL, WELTWEIT DIE NUMMER EINS IN GEFÜHRTEN MOTORRADTOUREN

UNSERE ERDE

64.000 KM

in 248 TAGEN

Eine Motorradtour die alle fünf Kontinente einschließt und die es jedem Teilnehmer Stück für Stück ermöglicht

unseren Planeten wirklich neu zu entdecken. Gerade weil diese Expedition ein wirklich gigantisches Unterfangen ist,

haben viele Motorradfahrer schon an etwas ähnliches gedacht, davon geträumt!

Also machen wir’s, entdecken wir die ganze Kugel!

Wenn dich diese Reise interessiert und fasziniert kannst du auf unserer Website eine genaue Beschreibung abrufen:

www.edelweissbike.com. Auf 28 Seiten siehst und liest du alle Details!

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VERKANNTE REISEMOTORRÄDER BMW G 650 XCHALLENGE

Sie will

SPIELEN

Sie ist nicht zum Touren gedacht, die BMW G 650 Xchallenge. Aber sie kann es.

Und das hat der Einzylinder bei Touratech schon des öfteren unter Beweis gestellt.

Für eine Reise braucht die Xchallenge lediglich ein wenig Zubehör.

nicht nur

An längerfristige Unternehmungen hatten die BMW-

Konstrukteure bei der Entwicklung der Xchallenge

nicht gedacht. Mit 144 Kilogramm ein Leichtgewicht, ist der

Einzylinder ideal zum Herumspielen im Gelände. Aber zum

Reisen? Die Entwickler von Touratech haben schnell erkannt,

dass mehr Potential in dieser 650er steckt. Lange Federwege,

standfester Motor, geringes Gewicht: damit war klar, dass der

erste Evolutionsschritt in Richtung Rallye-Motorrad gehen musste.

Die Zutaten hierfür waren schnell entwickelt: Zusatztank, Verkleidung,

großer Motorschutz.

Angesichts dieses Zubehörs lag die nächste Ausbaustufe schon

auf der Hand: die Weiterentwicklung in Richtung Reise-Enduro .

Einige Komponenten, wie zum Beispiel der große Zusatztank

oder die Lenkererhöhung, sind bei Rallyes ebenso nützlich wie

auf Abenteuerreisen. Was noch fehlte, war eine optimale Lö-

Text: Andreas Hülsmann

sung für die Unterbringung des Gepäcks. Bei der Xchallenge

stießen die Entwickler in diesem Punkt auf ein Problem. Das

leichte Rahmenheck des sportlichen Singles ist nur für eine geringe

Zuladung ausgelegt. Ein eigens entwickelter Heckrahmen

aus Stahlrohr schaffte Abhilfe und verleiht dem Heck die nötige

Festigkeit für die Montage eines maßgeschneiderten Trägersystems

mit Alukoffern. Dazu noch ein Tankrucksack und eine Gepäckbrücke,

und schon wird aus einem sportlichen Einzylinder

eine reisefertige Enduro.

Dass das Konzept auch in der Praxis funktioniert, hat die

Xchallenge bei Touratech-Projekten wie dem USA-Abenteuer

»CAN2MEX« oder einer Backstage-Tour durch die Abruzzen (sie-



die Tour auch durch schwierigeres Gelände führen soll.

60 2 2010 2 2010

61


62

VERKANNTE REISEMOTORRÄDER BMW G 650 XCHALLENGE

Koffersystem Zusatztank Rallye Verkleidung Sport-, Rallye-,

Öhlins Federbein Motorschutz

Ein stabiles und robustes Koffersystem Das geringe Fassungsvermögen von Eigentlich für Rallye-Einsätze entwi-

Fernreise Kühler

Es dürfte schwer sein, etwas besseres zu An einem soliden Motorschutz führt bei

gehört zu den wichtigsten Zubehörteilen neun Litern Benzin unter der Sitzbank ckelt, wird der Fahrer diese Verkleidung Unterwegs zu sein in schwerem Gelän-

fi nden. Öhlins Federbeine haben sich einer Enduro wie der Xchallenge kein

einer Reise-Enduro. Bei der Xchallenge würde auch schon in Europa für Prob- auch auf langen Touren schätzen. Der de kann gerade in heißen Gegenden die

auf zahllosen Reisen bewährt. Die ori- Weg vorbei. Ein ordentliches Alublech,

ist die Anbringung eines solchen Sysleme sorgen. Mehr als 200 Kilometer Windschutz ist äußerst robust und hat Motortemperatur schnell in ungesunginal

Luftdämpfung der G 650 ist sicher präzise gebogen und verschweißt,

tems allerdings nicht ganz einfach. Das Reichweite sind damit nicht drin. Keine sich bereits auf vielen Rallyes bewährt. de Höhen treiben. Bei mehreren Sport-

nicht schlecht, aber draußen in der wei- nimmt auch heftigen Schotterpisten den

Serienheck des Einzylinders ist dafür Frage, dass für ernsthafte Reisen mehr In die Verkleidung integriert wurde moeinsätzen der G 650 zeigte sich, dass

ten Welt ist es doch besser, sich auf Er- Schrecken und schützt vor langwierigen

nicht ausgelegt, also musste für die An- Sprit an Bord muss. Die Designer von dernste Beleuchtungstechnik, so dass der serienmäßige Kühler extremen Befahrung

und Präzision zu verlassen. Reparaturarbeiten in der Pampa.

bringung ein komplett neues Rahmen- TT3D haben für den bayerischen Ein- dieses Zubehör nicht nur Komfort sondingungen nicht gewachsen ist. Darum

Katalog Seite 520, Art.-Nr: 049-0230 Katalog Seite 519, Art.-Nr: 049-0214

heck aus Stahl konzipiert werden, das zylinder einen formschönen Zusatztank dern auch ein hohes Maß an Sicherheit wurde von Touratech eine neuer Küh-

die nicht geringen Kräfte bei Offroad- geschaffen, der die Reichweite verdrei- bietet. Im Cockpit fi nden zahlreiche Inler entwickelt, der durch größere La-

Fahrten auch aufnehmen kann. Mit facht. Mit 16 Litern Fassungsvermögen strumente wie Roadbook-Halter, IMO, mellen sowie eine verbesserte Durch-

zwei montierten Zega Cases von 29 und erhöht der Tank das Gesamtvolumen oder eine Aufnahme für ein GPS-Gerät strömung mit Fahrtwind den Einzylinder

35 Litern Volumen ist die 650er nicht auf 25 Liter. Damit sind nun je nach Ge- Platz. In Verbindung mit dem Zusatz- wesentlich besser kühlt. Weiterhin wur-

breiter als 92 cm und lässt sich so auch lände bis zu 500 Kilometer ohne Tanktank verleiht die Verkleidung der Xchalde ein höherer Durchsatz an Kühlmittel

durch engere Passagen manövrieren. stopp möglich, was auch für ambitiolenge die Erscheinung einer Fernreise- erreicht, was die Motortemperatur zu-

Katalog Seite 537,

nierte Expeditionen ausreichend ist. Enduro.

sätzlich senkt.

Zega Pro, Art.-Nr: 052-3161,

Katalog Seite 518,

Katalog Seite 517,

Katalog Seite 517,

Zega Pro »And-S«, Art.-Nr: 052-3162, Art.-Nr: 049-0130

Rallye Verkleidung, Art.-Nr: 049-0140, Art.-Nr: 049-0500

Zega Pro »Ans-Black«,

Sportkotfl ügel weiß/blau,

Art.-Nr.: 052-3163

Art.-Nr: 041-1401

2 2010

Tankrucksack

Der Tankrucksack für die Xchallenge ist

genau auf dieses Motorrad zugeschnitten.

Die Größe wurde so gewählt, dass

sich zwar zahlreiche Utensilien unterbringen

lassen, der Fahrer aber selbst

bei sportlichen Ausritten nicht behindert

wird. Das Grundvolumen von ca. 12 Litern

kann mit wenigen Handgriffen auf

18 Liter erweitert werden. In der Außentasche

ist Platz genug für ein Portemonnaie

oder Dokumente. Die seitlich

angebrachte Tasche ist für ein Multitool

gedacht. Der Gummizug auf der rechten

Seite dient zum Befestigen einer

Regenhose oder zum schnellen Verstauen

der Handschuhe. Die Kartentasche

im Format DIN A4 erlaubt einen großen

Kartenausschnitt, wodurch der Fahrer

besser den Überblick behält. Klettverschlüsse

erleichtern den Zugriff auf die

Karte und erlauben es, die Kartentasche

schnell vom Rucksack zu lösen.

Katalog Seite 536,

Art.-Nr: 055-1151


32 2 2010

EG den WIND

EN

G

Der variable Windschutz

Text: Margit Rowley

BMW R 1200 GS

Das Desierto-Konzept markierte für

Touratech den Beginn aufwändiger Umbauten auf Basis

der GS- Modelle von BMW. Die erste Desierto entstand im Jahr

1999 aus dem Bedürfnis, den etwas mageren Windschutz der

R 1100 GS zu optimieren, wobei der aus dem Spanischen

stammende Name schon einiges über den Gedanken dahinter

aussagt, steht er doch für die Wüsten, die es mit diesem Motorrad

zu durchqueren gilt. Dabei wollte man den Motorrädern

auch eine individuelle, sportlichere Optik verpassen.

Die erste Version der Desierto ersetzte bei der R 1100 GS

die komplette Vorbaukonstruktion der Basis mit dem gewöhnungsbedürftigen

Rechteckscheinwerfer. Eine zusätzlich entwickelte

Rallye-Variante ermöglicht den Einsatz eines Roadbookhalters

und des hauseigenen Motorradcomputers IMO. Mit

DESIERTO VERKLEIDUNG PRODUKTE

BMW F 800 GS BMW R 1150 GS BMW R 1100 GS

Einführung der R 1150 GS folgte im Jahr 2002 die Desier-


Scheinwerfereinheit der GS beibehalten werden konnte. Nach

der Desierto 3 auf Basis die R 1200 GS (2005) wurde dieses

Konzept als Desierto F im Jahr 2009 auch auf die F 800/650

(Twin) GS übertragen.

Das Design stammt von Professor Peter Naumann, der bereits

bei der Desierto 3 mit an Bord war. Naumann hat die Ideen

der ursprünglichen BMW-Formensprache aufgegriffen und

weiterentwickelt. Die Umsetzung erfolgte bei TT 3D

Das Ergebnis ist ein echter Hingucker, der eine moderne

Optik mit höchstem Alltagsnutzen vereint. Bei der Entwicklung

dieser formschönen Verkleidung wurde das Hauptaugenmerk

auf Zweckmäßigkeit und Individualität gelegt. Das Erschei-

2 2010

nungsbild der F 800/650 GS wird dadurch deutlich aufgepeppt.

Der Clou ist die Variabilität der Verkleidungsscheibe,

die in Höhe und Neigung verstellbar ist und pro blemlos binnen

weniger Sekunden den jeweiligen Anforderungen des

Fahrers angepasst werden kann. Verwirbelungen und störende

Windgeräusche werden so nahezu eliminiert. Die

Desierto F ist ein individueller »Eyecatcher«, der für bestmöglichen

Fahrkomfort sorgt.

Der Kunde kann sich sein individuell zusammengestelltes

Reisemotorrad aufbauen und die »Zutaten« nach seinem Geschmack

auswählen. Der große Tank ist auch nicht zwingend

erforderlich, denn die Verkleidung der Desierto harmoniert sehr

gut mit dem Originaltank aller GS-Modelle und rundet das

Gesamtbild des Motorrads optimal ab.

Fotos: A. Hülsmann, Touratech

33


Alle s

PROJEKT LET´S RIDE TOGETHER

Vom Quicky bis zum Long distance ride soll sie alles haben, die neue

Internetseite www.lerito.net. Zusammengesetzt ist dieser Kunstname aus den

Worten rten »l »let´s ride together« und genau darum geht es bei diesem Webauftritt,

Lerito will die Motorradfahrer zusammenbringen.

C

Text: Andreas Hülsmann

hristoph Hinze hat eine Vision. Der Marketingexper- Web-Macher. Lerito biete eine Konzentration von Gelegenheite

will »schlafende Biker« wecken. Der Geschäftsführer ten, so Hinze weiter, bis zu 2000 Events pro Jahr sollen so mit-

der Werbeagentur note-ideen-mangement GmbH, möchte den einander verknüpft werden.

Motorradfahrern wieder einen Grund geben zu fahren. »Die- Die Seite, die seit Anfang Mai online ist, braucht nun Input.

se Seite soll Leute in die Lage versetzen, Touren zu planen und Und so hofft Christof Hinze natürlich, dass von den Teilnehmern

nach weiteren »Interessenten« Ausschau zu halten«, erklärt der selbst reichlich Gelegenheiten zum Mitfahren, Mittrainieren

oder Mitfeiern geschaffen werden. Damit sich auch schon während

der Startphase auf der Seite ordentlich etwas tut, hat sich

Marketing-Stratege Hinze einen Partner gesucht: »BMW war

von dieser Idee sofort begeistert.« Und so sind von Beginn an

alle BMW Händler mit ihren Events, Ausfahrten und Veranstaltungen

dabei. Der Vorteil dieses Zentralorgans im Internet: jeder

weiß von jedem und keiner kann sagen, er hätte von nichts


der sein eigenes Süppchen kocht, und die anderen bekommen

nichts mit. Auch kommerzielle Anbieter sollen die Möglichkeit

erhalten, sich auf Lerito zu präsentieren, nur so sei es möglich,

so Hinze, das gesamte Spektrum des Motorradfahrens abzudecken.

Ob die Seite künftig in einen geschäftlichen und einen

privaten Bereich aufgeteilt wird, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt

noch nicht sagen. Zunächst bleibe Lerito für alle Teilnehmer

kostenfrei.

Geht es nach dem Willen der Macher, soll lerito.net ein

Selbstläufer werden, eine Seite, die sich von alleine weiterent-

wickelt. »Die Leute sollen Lerito als ihre Seite betrachten«, so

Hinze. Und obwohl sich BMW sehr engagiert, sind die Fahrer

aller Marken auf lerito.net willkommen. Auf gar keinen Fall

soll sich diese Seite zu einem Forum oder Blog entwickeln. Was

es gibt, ist eine Feedback Funktion, wo man Anregungen, Hinweise

oder Ideen loswerden kann. Und jede gute Idee, das verspricht

Christof Hinze, werde berücksichtigt. Er ist sich sicher,

dass Lerito ein Erfolg wird, denn die Sehnsucht etwas zu erleben,

sei schon sehr groß und der Motorradmarkt habe es bisher

nicht geschafft, in dieser Richtung für neue Impulse zu sorgen.

Das Konzept scheint aufzugehen. Seitdem Lerito online ist,

klicken mehr und mehr Motorradfahrer auf diese Seite. Denn

nach Einschätzung von Christof Hinze gibt es in Deutschland

noch viele »Schläfer«, die gerne mal wieder fahren würden,

aber keine Lust haben, alleine auf Tour zu gehen. Und diese

Menschen suchen nach Möglichkeiten, Kontakte zu anderen

Motorradfahrern zu knüpfen. Unter www.lerito.net können sie

das nun tun.

16 2 2010 2 2010

17


Das halbe Dutzend ist nun voll, seit am 1. Februar

2010 die Filiale in Kassel ihre Tore öffnete. Der neue

Touratech-Standort schließt eine Lücke in der Mitte Deutschlands.

»Viele Kunden aus Kassel und Umgebung, aus dem

Harz, Edertal, Solling und sogar dem südlichen Teutoburger

Wald haben jetzt endlich einen Touratech-Shop in der direkten


bei Touratech.

Der Shop in Kassel verfügt wie die komplett umgestaltete

Niederlassung in Hamburg über rund 400 Quadratmeter Fläche.

So viel Platz ist nötig, denn auch in den Zweigstellen ist

das gesamte Touratech-Sortiment verfügbar. »Mir ist wichtig,

dass für unsere Kunden die Produkte zum Anfassen und Tes-


Touratech Kassel. »Und der Shop

soll viel mehr sein als eine Verkaufs-


hen uns als Anlaufpunkt für alle Mo-


sollen sich bei uns auch wohlfühlen,

wenn sie gerade mal keine


zählt uns Seiler und schlendert zu

ein paar Motorradfahrern, die in

einer gemütlichen Sitzecke gerade

TOURATECH STÜTZPUNKTE

Mit den neuen Filialen in Kassel und Hamburg ist Touratech nun



Text: Andreas Reimar

In den Filialen ist stets das

gesamte Touratech-Sortiment

vorrätig. Aber auch

die Vermittlung von Knowhow

haben sich die Shopleiter

zum Ziel gesetzt: es gibt

Workshops, Trainings und

gemeinsame Ausfahrten mit

den Kunden.

bei Tee und Kaffee Fragen der Satellitennavigation diskutieren.

Den Netzwerkcharakter möchte Marcus Seiler künftig durch regelmäßige

Workshops und Vortragsreihen noch intensivieren.

Diesen Ansatz verfolgt auch Jörg Komstke von Touratech

Nord in Hamburg. »Die Kunden schätzen neben der Bera-


können. »Sehr beliebt sind die gemeinsamen Endurowande-


schmitztem Grinsen. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Touratech-Produkte

und der Service, da sind sich Komstke und Seiler

einig.

Komstke wischt noch hier und da über die Regale, während

er uns durch die frisch renovierten, verkehrsgünstig im Hamburger

Stadtteil Jenfeld gelegenen Geschäftsräume führt. »Die re-

gionalen Standorte sind wichtig, damit die Kunden nicht die


kommen mit ihrem Bike zu uns, lassen sich eine Touratech-Sitzbank

montieren und fahren in aller Ruhe Probe. Und wir haben


vidueller die Ansprüche, desto wichtiger ist neben kompetenter

Beratung das eigene Erproben. Wie ernst die Kunden diesen

Anspruch nehmen, erleben Seiler und Komstke regelmäßig.

So reisen die Fotografen unter den Travellern mit ihrer kompletten

Fotoausrüstung an. Ganz klar, dass im Laden dann alle Modelle

der Touratech-Fototankrucksäcke zum Aus- und Umbau zur

Verfügung stehen. Ist ein geeignetes Exemplar gefunden, wird

die ganze Ladung aufs Bike geschnallt und erstmal im Fahrbetrieb

getestet.

»Auch wenn wir uns hier direkt neben der BMW-Niederlassung

Kassel angesiedelt haben, sind bei uns Motorradfahrer


er durch seinen großzügigen Showroom führt. Neben BMW


ment ausgerüstete Triumph Tiger und eine sportliche KTM. Aber

auch umgebaute Naked Bikes wie Speed Triple und Street

Triple sind vertreten. Die beiden Triples machen es deutlich:

nicht nur die klassische Adventure-Line hat ihren Platz in den

Filialen, auch die neue Streetline für Straßenmotorräder ist in

voller Bandbreite vertreten.

Die Jungs in der Sitzecke haben sich mittlerweile erhoben.

Marcus verabschiedet die Gruppe. Ein Händeschütteln hier, ein

Schulterklopfen da – man sieht sich: nach einem gemeinsamen

Frühstück im Shop wird demnächst gemeinsam zum Travel Event

am Touratech-Hauptsitz in Niedereschach getourt.

Touratech Stützpunkte

zum großen Ladengeschäft

am Stammsitz in Niedereschach derzeit sechs Stützpunkte im gesamten

Bundesgebiet. In den Filialen ist das komplette Zubehörprogramm verfügbar. Sollte

einmal ein Produkt nicht vorrätig sein, kann es innerhalb von höchstens 48 Stunden

beschafft werden. Neben ausführlicher Beratung bieten die Shops den Service,

Touratech-Zubehör ans Fahrzeug zu montieren – entweder im Haus oder in einer

kompetenten Partner-Werkstatt.

Touratech AG

78078 Niedereschach

www.touratech.de

Touratech West

Kohl Automobile GmbH

52078 Aachen

www.touratech-west.de

Touratech Berlin

Riller & Schnauck GmbH

12165 Berlin

www.touratech-berlin.de

Touratech Kassel

34125 Kassel

www.touratech-kassel.de

Touratech Mitte

Zweirad Norton GmbH

63853 Mömlingen

www.zweirad-norton.de

Touratech Nord

22043 Hamburg

www.touratech-nord.de

Touratech Süd

Gruber & Alt GmbH

80995 München

www.touratech-sued.de

14 2 2010 2 2010

15

Düsseldorf

Aachen

Wiesbaden

Mainz

Saarbrücken


Kiel

Bremen

Hannover

Kassel

Mömlingen

Stuttgart

Niedereschach


Schwerin

Hamburg

Potsdamm Berlin

Magdeburg

Erfurt

München

Dresden


8

FOTO WETTBEWERB

FOTOWETTBEWERB MACH DEIN BILD

D Travel Time Fotowettbewerb

u packst alles in ihn rein: Klamotten, Essen,

Zelt, Ersatz teile – schlichtweg alles, was du

unterwegs brauchst. Er hält dicht bei jedem Wetter,

er macht nicht schlapp, wenn du ihn gnadenlos überlädst.

Er dient dir als Stuhl in der Steppe, als Montageständer

im Urwald. Kurzum – dein Alukoffer und du,

ihr seid ein eingeschworenes Team. Auf allen euren

Touren, nah oder fern.

Doch wenn du von euren Reisen berichtest, geht es


das ändert. Jetzt dreht sich alles um deinen Koffer.

Dein Koffer in der Wüste, dein Koffer unter Wasser,

dein Koffer als festliche Tafel, dein Koffer als Terrarium.

Dein Koffer ist der Hauptdarsteller in der Story »Dein

Koffer unterwegs«. Erzähl diese Story – mit der Kamera.

Schick uns dein bestes Bild von deinem Koffer.

Es lohnt sich. Für die originellsten Motive gibt es

wertvolle Preise. Die Endausscheidung erfolgt im

Oktober. In der Ausgabe 4 von Travel Time geben wir

die Gewinner bekannt. Bis dahin seht ihr in jeder Ausgabe

von Travel Time eine Auswahl der bereits eingesandten

Fotos.

Für das beste Foto zum Thema »Dein Koffer unterwegs«

gibt es einen Touratech-Einkaufsgutschein

in Höhe von 500 Euro. Platz zwei ist uns einen

Gutschein über 250 Euro wert, der Drittplatzierte darf


was: für eine Aufnahme, die buchstäblich aus dem

Rahmen fällt, gibt es einen Sonderpreis, der mit


DEIN KOFFER

UNTERWEGS

2 2010

Teilnahmebedingungen

Einsendeschluss:

15. Oktober 2010

Adresse: Touratech AG,

Auf dem Zimmermann 7-9

DE-78078 Niedereschach

Mail: info@touratech.de

(Stichwort: Fotowettbewerb)

Datenformat: Digitalfoto (auf

CD), Bildgröße mindestens

150 x 100 mm bei 300 dpi

Dateityp: JPG, TIF

Was sonst noch wichtig ist:

An der Verlosung nehmen nur

Fotos von Touratech-Koffern

der Modellreihen Zega, Zega

Pro und Zega Flex teil.

Mitarbeiter der Touratech AG

sowie deren Angehörige dürfen

nicht teilnehmen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

© Friedhelm Bednarz

© Karin Eibenberger

© Stephan Quinkert

Unser Meisterstück im Sport-Touring.

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Deutsche Reifen-Technologie für ein noch nie dagewesenes

Niveau an Grip, Sicherheit und Dynamik im Sport-Touring Segment.


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76

NAVIGATION PRODUKTVORSTELLUNG TTQV VERSION 5

DIE

DIMENSION

2 2010

Travel Time

Seit zehn Jahren ist das Kartenanzeigeprogramm Touratech QV ein

unverzichtbares Hilfsmittel bei der Reiseplanung. In diesem Sommer wird die lang

erwartete und deutlich verbesserte Version TTQV 5 präsentiert. Wir stellen

die wichtigsten Neuerungen vor.

Afrika. Vor gut zehn Jahren. Zwei Freunde sind auf

dem schwarzen Kontinent unterwegs, jeder für

sich, mit seinem Motorrad. Im Laufe der Reise wollen sie sich

an einem ganz bestimmten Punkt treffen. Das sollte kein Problem

sein, denn am Lenker ihrer Bikes haben sie beide das damals

revolutionäre Satellitennavigationsgerät GPS III von Gar-


im Maßstab 1:500.000. Dieser Maßstab war leider zu grob.

Das Treffen hat nie stattgefunden.

Einer der beiden Männer war der Diplomingenieur Thomas

Flemming. Als begeisterter Motorrad-Fernreisender und Afrika-

Fan hat Thomas bereits sehr früh auf das GPS als Navigationsmittel

gesetzt. Die präzise Positionsbestimmung mit Hilfe dieser

Technologie hat ihn begeistert. Unzufrieden war er jedoch mit

dem Zusammenspiel von GPS und Landkarte. Die damals übliche

Methode, mit einem speziellen Lineal die Koordinaten eines

Ortes aus der Karte herauszumessen, um sie dann Ziffer für

Ziffer ins GPS einzutippen ist ungenau und eine potenziell ge-

Text: Andreas Reimar

2 2010

fährliche Fehlerquelle. Zumal bei Karten mit kleinem Maßstab

wie der oben erwähnten 500.000er.

Es müsste doch möglich sein, begann Thomas seine Überlegungen,

eine Karte in digitaler Form auf dem Rechner zu ha-


Koordinate zugeordnet ist. Desweiteren müsste die Software,

mit deren Hilfe die digitale Karte angezeigt wird, die Koordinaten

eines ausgewählten Punktes exakt ermitteln und direkt ans

GPS-Gerät übertragen können.

Thomas setzte sich an den Computer und begann zu programmieren.

Dies war die Geburtsstunde des Programms


Das aus der Not geborene Hilfsmittel für den Eigenbedarf

entwickelte sich schnell zu einem leistungsfähigen Software-

Werkzeug. Mit Touratech fand Thomas bald einen engagierten

Vertriebspartner, der auch die kontinuierliche Weiterentwicklung

des Programms gewährleisten konnte. Heute nutzen nicht

nur Motorradreisende die Anwendung für ihre Reiseplanung,

77


78

Alle Informationen zu Geocaches

werden nun übersichtlich

im QV-Explorer

verwaltet.

Online-Anwendungen wie

die Open Street Maps können

live im Kartenfenster

angezeigt werden. Offl ine

können diese Karten ebenfalls

verfügbar gemacht

werden.

Das neue QV nutzt die

Höhendaten topografi scher

Karten für eine eindrucksvolle

3D-Darstellung.

(v.l.n.r.)

DIE

NAVIGATION

auch Bergsteiger und Radwanderer

schätzen die umfangreichen

Funktionen. Durch die Möglich-


mationen in den Datenbanken ablegen

zu können, arbeiten auch

professionelle Anwender mit dem

Programm. Stadtwerke leiten ihre

Monteure zu bestimmten Stellen im

kartierten Leitungsnetz, Bergwachten

und Rettungshundestaffeln koordinieren

ihre Einsätze mit Hilfe von

TTQV.

PRODUKTVORSTELLUNG TTQV VERSION 5

Diesen Sommer wird nun die in der Szene lang erwartete

Version QV5 erhältlich sein.

Oberste Zielsetzung war eine vereinfachte Zugänglichkeit

des riesigen – und nochmals erweiterten – Funktionsumfangs.

Für viele wichtige Funktionen, wie beispielsweise das Erstellen

eines neuen Tracks, musste der Nutzer bis dato die Arbeitsschritte

mit Hilfe der Dokumentation erlernen. In der Version

QV5 leitet nun nach Auswahl einer Funktion ein Assistent bequem

durch die komplette Prozedur, so dass eine intuitive Benutzung

des Programms auch für Einsteiger möglich wird.

Den Arbeitsablauf vereinfachen wird auch eine Funktionsleiste.

Ähnlich wie in der Werkzeugpalette eines Bildbearbeitungsprogramms

kann der Nutzer eine bestimmte Funktion auswählen,

diese Funktion auf das ausgewählte Element anwenden

und das Werkzeug dann »zurücklegen«.

Ein Beispiel: wird für die Bearbeitung eines Tracks die Funktion

»Punkte verschieben« ausgewählt, ist ausschließlich diese

Funktion verfügbar. Fehler wie das Setzen neuer Punkte durch versehentliches

Klicken neben den Track sind so ausgeschlossen.

Ganz im Sinne maximaler Praxistauglichkeit steht auch der

verbesserte Dialog mit den GPS-Geräten. QV5 kann nun die


min, TwoNav und TomTom direkt lesen und verarbeiten.

Die wohl optisch spektakulärste Neuerung dürfte die 3D-

Kartendarstellung sein. Alle QV-kompatiblen Rasterkarten kön-

nen anhand der hinterlegten Höhendaten zu einer erstaunlich

realistisch wirkenden Reliefdarstellung umgerechnet werden.

Um solch aufwendige Neuerungen realisieren zu können,

entschied sich Thomas Flemming bei der Version QV5 für eine

komplette Neuprogrammierung. TTQV ist jetzt in Visual Studio

geschrieben. Damit ist das Programm auf den neuesten Stand

der Windows-Betriebssysteme zugeschnitten und spricht im Sinne

maximaler Leistungsfähigkeit auch Mehrkernprozessoren direkt

an. Um rechenintensive Funktionen wie die 3D-Darstellung

optimal nutzen zu können, sollte TTQV auf einem halbwegs leis-


nem Arbeitsspeicher sowie eine Taktfrequenz des Prozessors


neue QV neben verbesserter Funktionalität eine sehr hohe Stabilität.

Erfreuliches werden auch die Schatzsucher unter den GPS-


wurde nämlich stark erweitert. Das Programm kann nun die so

genannten Pocket Querries von www.geocaching.com einlesen

und den kompletten Inhalt anzeigen. Durch eine intelligente

Suchfunktion können erstmals aus den archivierten Geocache-

Verstecken die passenden Locations für die nächste Entdeckungstour

herausgesucht werden.

Das Zusammenspiel mit Online-Anwendungen wurde auch

im Bereich der webbasierten Kartenangebote ausgebaut. Kar-

ten aus dem Netz können nun online – also live – in einem Kartenfenster

genauso angezeigt werden wie eine lokal installierte

Karte. Mit der Funktion „Karten-Cache füllen“ wird die Karte


gung. Für das Gratisangebot „Open Street Maps“ wird diese

Funktion bereits zum Verkaufsstart von QV5 realisiert sein, andere

Dienste können per Update später eingebunden werden.

QV5 wird ab Ende Juni verfügbar sein. Der Preis für die Standardversion

liegt bei 169 Euro. Nutzer einer QV4-Lizenz können

ein kostengünstiges Upgrade beziehen.

Zufällige Begegnungen in Afrika sind auch heute noch möglich

und machen ja auch den Reiz einer Reise aus. Das Risiko

unangenehmer Überraschungen durch Orientierungsfehler

ist dank QV in seiner neuesten Version jedoch deutlich geringer

geworden.

Thomas Flemming, 46,

lebt seit drei Jahren in Windhoek,

Namibia. Der Diplomingenieur für

Konstruktionstechnik programmierte

zunächst nur zum Spaß und für

den Eigenbedarf. Vor zehn Jahren

verabschiedete er sich vom Angestelltendasein

und widmet seine

Energie seitdem als selbständiger

Softwareentwickler der Weiterentwicklung

von TTQV. Wenn er gerade

nicht programmiert, fährt er

mit seiner KTM LC8 gerne in die

Namib Wüste oder nimmt einen

Sundowner in der Kalahari. Früher

ist Thomas gerne Rallyes gefahren

und nimmt auch heute noch schwieriges

Terrain mit einer leichten Sportenduro

unter die Stollen.

Thomas Flemming

2 2010 79


Neues GPS-Gerät: Zumo 220

Als kleinen Bruder des bewährten

Zumo 660 hat Garmin den Zumo

220 vorgestellt. Das schlanke Gerät empfi ehlt sich

besonders bei Motorrädern mit wenig Platz im Cockpit.

Der Funktionsumfang des kompakten Gerätes ist

ganz schön »erwachsen«. Der extra helle 3,5-Zoll-

Bildschirm ist ausreichend groß, um die vorinstallierte

Straßenkarte mit 41 europäischen Ländern gut

ablesbar darzustellen. Funktionen wie Fahrspurassistent,

text-to-speech und Multiroutenauswahl sind

beim 220er ebenso selbstverständlich wie der Bluetooth-Standard

für die Sprachausgabe via Headset

und die Garmin-typische hohe Verarbeitungsqualität.

Das Gehäuse ist gemäß der Norm IPX7 was-

Joe Pichler unterwegs

Transasien 2010

TOURATECH

Der Fernreisende und Multivisionsreferent Joe Pichler aus

dem österreichischen Elixhausen (nahe Salzburg) hat sein neuestes Projekt in Angriff

genommen. Unter dem Arbeitstitel »Salzburg-Kamtschatka« will Joe mit seiner

stollenbereiften KTM 990 Adventure den asiatischen Kontinent von West nach

Ost durchqueren. Mit 20.000 Kilometern hat Joe die Strecke veranschlagt. Klar,

dass er nicht den kürzesteten Weg wählt, sondern möglichst viele landschaftliche

und kulturelle Highlights »abklappern« will. Bergsteigen im Kaukasus steht

ebenso auf dem Programm wie eine Stippvisite am Aralsee. Die Karakum Wüste

gilt es zu durchqueren, bevor das Pamir-Gebirge gemeistert werden muss.

Durch die mongolische Steppe geht es weiter bis an die Ufer des Baikalsees

und über die legendäre »Road of Bones« quer durch Ostsibirien. Wenn alles gut

geht, endet die Expedition auf der Halbinsel Kam-


verfolgen können, hat Joe ein Reisetagebuch auf seiner

Site www.josef-pichler.at

es auch auf Facebook unter www.facebook.com/

pages/Joe-Pichler/114787411876336?ref=ts

6 2 2010

TIPPS UND NEUES

serdicht, die Bedientasten sind handschuhfreundlich

groß gehalten. Zur Vorbereitung am heimischen

Rechner steht selbstverständlich die Software Map-

Source zur Verfügung. Jede Menge vorbereitete Routen

können per SD-Karte im freien Slot mit auf Tour

genommen werden. Der austauschbare Akku versorgt

das Gerät auch ohne Bordnetz bis zu sieben Stunden

lang mit Strom. Im Lieferumfang sind vorinstallierte

City Navigator® NT-Straßenkarten für Europa (vollständige

Abdeckung), DVD mit MapSource® City

Navigator Europe NT (vollständige Freischaltung),

Motorradhalterung mit Montagesatz, Netzkabel

mit offenen Enden, auswechselbarer Akku, Saugnapfhalterung

zur Befestigung im Fahrzeug,

Kfz-Anschlusskabel, USB-Kabel, Armaturenbrett-Klebeplatte,

Schnellstartanleitung und Installationsanweisungen

enthalten. Natürlich gibt es auch eine Lenkerhalterung

für das Motorrad in unübertroffener

Touratech-Qualität.

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Unsere Umwelt liegt uns am

Herzen! Unser Produktionsstandort befi ndet sich

inmitten einer der schönsten und natürlichsten Regionen

Deutschlands – und das soll auch noch lange so bleiben. Daher

deckt Touratech seit Jahren den gesamten Stromverbrauch

aus erneuerbaren Energien und konnte so in den

letzten zweieinhalb Jahren immerhin 702,62 Tonnen Kohlendioxid

einsparen.

Schließlich sollen

auch die Generationen

nach uns mit

dem Motorrad durch

einen grünen und lebendigenSchwarzwald

(und nicht nur

dort) fahren können.

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1 2 3 4 5

3 Hohe Spannung und geringe Flexibilität:

Stabilität

Laufleistung

2,4 Geringe Spannung und hohe Flexibilität:

Haftung auf der Straße

Handling

1,6 Hohe Spannung und geringe Flexibilität:

Optimale Unterstützung

DER NEUE

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Die Spur des

PROJEKT

BEARTREK

BÄREN

Mit dem Projekt BEARTREK will sich Chris Morgan für den Schutz

bedrohter Bärenarten weltweit einsetzen. Um die beeindruckenden Tiere

auch in den entlegensten Winkeln ihrer Lebensräume beobachten zu

können, setzt der Filmemacher auf ein hochbewegliches Verkehrsmittel:

das Motorrad.

Text: Margit Rowley

Als der kleine Eisbär Knut Ende 2006 im Berliner

Zoo das Licht der Welt erblickte, löste der

knuddelige Pelzträger einen weltweiten Hype aus. Weitgehend

unbeachtet von der Öffentlichkeit führen Knuts

wildlebende Verwandte – egal ob mit weißem oder braunem

Fell – hingegen den härtesten Kampf überhaupt: den

Kampf ums Überleben ihrer Art. In Chris Morgan, Produ-


gagierten Mitstreiter gefunden.

Naturschützer, Wissenschaftler, Abenteurer – Chris

Morgans Beruf ist Berufung und er selbst auf einer Mission:

seit mehr als 20 Jahren arbeitet er als Wildtierforscher,

Biologe und Pädagoge auf allen Kontinenten, auf denen

es Bären gibt; über die Hälfte seines Lebens hat er den zot-



bindung aus Motorradabenteuer und Naturdoku, arbeitet

der Leiter der gemeinnützigen Organisation Wildlife Media

mit Sitz in Seattle/USA derzeit an seinem größten Vorhaben,

das den Zauber der Wildnis und die Notwendigkeit,

sie zu schützen, einem weltweiten Publikum näher



und schon in der Entstehungsphase dazu führte, dass neue

Schutzgebiete ausgewiesen werden konnten.

Dabei hatte Chris eigentlich ganz andere Pläne. Aufgewachsen

im nordenglischen Lancashire, wollte er


nungen, die plötzlich ein ganzes Leben verändern, und


18 2 2010

2 2010

USA, wo der 18-Jährige in einem Sommercamp arbeiten

wollte, lernte er einen Bärenforscher kennen und begleitete

ihn auf Spurensuche. Von da an ließen ihn diese faszinie-


Karriere wich einem rastlosen Forscherleben.

Vor acht Jahren dann ein weiteres schicksalhaftes Zusammentreffen:

Als Chris eine Expedition in Alaska leitete,

begegnete er dem preisgekrönten Filmemacher Joe Pontecorvo,

der für den öffentlichen amerikanischen Fernsehsen-



zu bringen und dadurch Mittel aufzutreiben, um deren Be-



se einzigartige Verbindung aus Abenteuer, Naturschutz und


warum dieser Film etwas ganz Besonderes ist.




abgelegensten Winkel der Erde vorzudringen, um die Lebensräume

dieser großen Landraubtiere zu erforschen und

zusammen mit Joe Pontecorvo sensationelle Aufnahmen


teuer auf vier Kontinenten. Kritikern, die darin einen Widerspruch

zum Naturschutz sehen, hält der in den USA lebende

Engländer entgegen: »In schwierigem Gelände ist das




Foto Seite 18/19: Andy Hoff man

19


20

PROJEKT

2 2010

Fotos: Jim Lewis (o.), Chris Weston (Mitte), Cede Prudente (u.)

BEARTREK

Motorradreisende, davon ist Chris überzeugt, seien sowieso

die besten Botschafter: »Sie sind überall auf der Erde unterwegs

und können anderen vermitteln, dass unsere Welt eigentlich

ziemlich klein ist, und wir alle aufeinander angewiesen


Dabei vertraut der Bärenexperte voll und ganz dem Zube-



ich mich voll und ganz meiner Aufgabe widmen kann. Das Zubehör

ist hart im Nehmen, robust und zuverlässig. Und was ge-



Chris Morgan ist kein Fantast und weder ein ökologischer


humorvoller Mensch, für jeden Spaß zu haben, und hat die be-


Bären erzählt oder die spielenden Jungtiere, die tollpatschig


dann schwingt eine Faszination mit, der sich keiner so leicht

entziehen kann. »Zusammen können wir den Zauber der Wildnis

einem riesigen Publikum auf der ganzen Welt näher bringen.

Und damit können wir die Grundlage für das Überleben


Und das ist bitter nötig: Obwohl sich die großen Allesfresser


unterschiedlichsten Lebensräumen angepasst haben, sind sechs

von acht auf der Welt vorkommenden Bärenarten vom Aussterben

bedroht. So zählt zum Beispiel der Anden- oder Brillenbär

zu den seltensten Säugetieren überhaupt. Schätzungen zu Fol-

Die putzigen Bärenkinder sind die besten Botschafter

für die bedrohte Gattung (oben).

Trotz ihres wuchtigen Körperbaus sind Bären


Immer Mobil: das Motorrad erlaubt Chris,

selbst abgelegene Orte zu erreichen (unten).

Travel Time

ge gibt es nur noch rund 2000 Exemplare. Umso beachtlicher

ist, was Wildlife Media hier schon erreicht hat. In Peru, wo die

Dreharbeiten zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden

sollen, sind nicht nur atemberaubende Aufnahmen von dem

geheimnisvollen Brillenbären gelungen; auch bei der Ausweisung

eines neuen, über 17.000 Hektar großen Nationalparks

hat die Organisation eine Schlüsselrolle gespielt.

Mit Hilfe von Satellitenhalsbändern,


pleton zur Verfügung gestellt hat, konnten

die Bewegungsmuster zweier Brillenbären

aufgezeichnet werden. Diese Daten, berichtet

Chris, seien genutzt worden, um die

Grenzen des Parks festzulegen. Ein Bär, ein


meter zurückgelegt, und so quasi die Grö-




ses Schutzgebiets überzeugt.

Auch in Borneo – einer weiteren Loca-


en- oder Sonnenbär der kleinste Vertreter

der Gattung Ursidae zu Hause ist, unterstützt

Wildlife Media mit Spendengeldern

ein wichtiges Projekt: das 2008 gegründete

Bornean Sun Bear Conservation Centre

(BSBCC). Als eine der am wenigsten erforschten

Bärenarten ist der Malaienbär

vielen Bedrohungen ausgesetzt, Jagd und


einigen seiner Körperteile und Organe heilende

Kräfte zugeschrieben werden, werden

Jungtiere oft als Haustiere verkauft und

– sobald sie ausgewachsen sind – geschlachtet.

Was Chris jedoch am meisten

betroffen macht, sind die verheerenden Folgen

der sich immer stärker ausbreitenden



len Produkten vom Schokoriegel bis zum Lippenstift, ist aber

auch ein wichtiger Bestandteil von Biokraftstoff. Und da die

Nachfrage nach sogenannten grünen Kraftstoffen wächst, sind


»Es war in Alaska. Ich kauerte auf dem Boden

und beobachtete, wie sich ein riesiges Bärenweibchen

mit seinen Jungen näherte, die neugierig und verspielt

auf mich zuliefen. Als die Bärin nur noch wenige Meter

entfernt war, hielt sie plötzlich inne und warf mir einen

Blick zu, als wollte sie sagen: »Lass’ bloß meine Familie


überzeugt, sie wusste in diesem Moment, dass ich ihren


Begegnungen wie diese, die Chris Morgan mit einer unglaublichen

Intensität erzählt, spiegeln den Zauber und

die Magie der Wildnis wider, die Chris so sehr liebt.

Und wenn er sich für den Schutz bedrohter Bärenarten

einsetzt, dann ist dies genauso ein Kampf für den Erhalt

ihrer Lebensräume und damit der Natur. »Bären symboli-


senschaftler. »Sie beeindrucken uns durch ihre Kraft, Erscheinung,

Intelligenz und Anpassungsfähigkeit. Sie sind

aber auch ein Barometer für den Zustand des Ökosystems.

Wo Bären leben, gibt es frisches Wasser, reine Luft

und intakte Wälder. Sie brauchen all diese Dinge genau-


Warum Bären?

21


22

PROJEKT BEARTREK

Foto: Jim Lewis

2 2010


die Polarregionen mit ihren unwirtlichen Lebensbedingungen,

sowie Italien, wo nur wenige Stunden von den verkehrsreichen




hung zu den Bären Inspiration für seine Arbeit ist. Und wenn


Kinos sowie auf vielen großen Fernsehsendern zu sehen sein


Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

Farbe bekennen und mithelfen

Im Touratech Web-TV (www.touratech-video.de/video/68)




Touratech unterstützt BEARTREK, und auch Sie können

etwas für den Artenschutz tun: Mit dem Kauf dieser hochwertigen Kofferaufkleber,

die noch dazu klasse aussehen, helfen Sie Schutzprojek-


ZEGA-Kofferaufkleber BEARTREK

Farbiger Druck auf sehr widerstandsfähiger Folie. Der hochwertige,

farbige Aufkleber ist auf die Koffergröße zugeschnitten,

schützt vor Kratzern und sieht außerdem extrem gut aus. Bei

den Graphics für unsere Enduromotorräder setzen wir auf das


Katalog S. 259, Art-Nr: 100-0500

Aufkleber BEARTREK


wertiger Aufkleber im Format 6 x 12 cm,

der nicht nur auf dem Motorradkoffer

super aussieht.

Katalog S. 259, Art-Nr: 100-0501

Travel Time


INHALT

Travel Time

Travel Time

16

18

46

68

34

80

24

30

32

54

60

64

76

3

6

12

14

56

MAGAZIN

Lerito: Eine neue Online-Plattform bringt Motorradfahrer zusammen.

Beartrek: Mit seiner TT39 ist Naturschützer Chris Morgan auf der

ganzen Welt unterwegs, um gefährdete Bärenarten zu retten.

Travel Event Programm: Info kompakt – Lageplan mit allen Ausstellern,

Aktionen und Workshops sowie Roadbooks zum Heraustrennen.

TOURATECH Racing: Das hauseigene Rennteam ist mitten in seiner

erfolgreichsten Saison. Menschen, Fakten, Hintergründe.

REISE

Afrika: Viel mehr als eine Reise hat Christoph Isenberg bei seiner Afrikadurchquerung

erlebt – ein Abenteuer, das sein Weltbild veränderte.

Abruzzen: Nur wenige Kilometer von den Adriastränden landeinwärts,

wartet ein geheimnisvolles Bergland auf Endurowanderer.

MOTORRAD UND ZUBEHÖR

Streetline Triumph: Exklusives Programm für die sportlichen Triples.

iBracket: Mit der TT-Halterung wird das iPhone zum Motorradnavi.

Desierto: Die bewährten GS-Umbaukits im Überblick.

KTM 990 Adventure: So wird aus der KTM ein Fernreisebike.

BMW G 650 Xchallenge: Sportenduro für Rallye und Reise.

Husqvarna: Die besten Parts für die weiß-roten Sportler.

TTQV 5 kommt: Ab Sommer ist die neue Version der leistungsfähigen

Navigationssoftware verfügbar. Die wichtigsten Features im Überblick.

NEWS & FAKTEN

Editorial

Aktuelles

Termine

TT-Niederlassungen

Firmenportrait Kahedo

59

90

92

94

96

Neue TT-Fanartikel

Distributoren: Touratech France

Buchvorstellung: Via Mediterra

Mit dabei: Hilleberg Nallo 4

Ein Bild und seine Geschichte

Foto: Joe Stather

58 Limited Edition

98 Impressum/Vorschau

4 5

60

34

24

46

18

68 80


EIN BILD

UND SEINE GESCHICHTE

Ich glaub‘, mich tritt ein Elefant!

Foto: Herbert Schwarz, Text: Ramona Schwarz

1984 hat sich Herbert in Marokko





-



-

-



-








-

-







Kameradaten:

Kamera: Nikon D3

Objektiv: Nikkor 24 – 70 MM / 1 : 2,8 G ED, Blende: 1:9

Brennweite: 24 MM, Belichtungszeit: 1/320

ISO Wert: 400, Belichtungssteuerung: Normalprogramm (geshiftet)

Belichtungskorrektur: keine, Belichtungsmessung: Matrix

Blitz: ohne, Aufnahmeformat: JPG und Raw

96 2 2010 2 2010

97


SPORT TOURATECH RACING

5 JAHRE 24STUNDEN

Fünf Jahre nach dem ersten Einsatz kann das

Team Touratech Racing einen spektakulären Doppelsieg beim

24-Stunden-Rennen, dem Endurance Day, einfahren.

ls 2005 die Touratech TB 652 Oryx, ein Sportumbau

auf Basis der BMW F 650 GS, an den

Start des 24-Stunden-Rennens in Torgau geschoben wurde,

konnte keiner ahnen, was sich in den folgenden fünf

Jahren aus diesem Projekt noch entwickeln würde. Von

der Konkurrenz belächelt und als Exot mit einem nahezu

doppelt so schweren Rennmotorrad im Wettbewerb,

gelang dem Team damals schon eine kleine Sensation:

Platz fünf für die schwere Oryx in der Prestige

Class. Jetzt, fünf Jahre später, blickt Touratech Racing

bereits auf eine Menge Erfahrung im Enduro- und

Cross-Country-Sport zurück. Einige Erfolge konnten

gefeiert, es mussten aber auch ein ganze Menge

Rückschläge weggesteckt werden. Es gab Rennen,

nach denen der

Frust wirklich tief saß,

Text: Alexander Schönborn

und trotzdem stand das

Team jedes Mal wieder

beim nächsten Wettbewerb

am Start.

Der Durchhaltewille

sollte sich lohnen. Nach

drei Jahren mit Oryx, BMW HP2 und G 650 Xchallenge konnte

Touratech Racing 2008 als eines der ersten Teams auf die damals

brandneue BMW-Sportenduro G 450 X zugreifen. 2009

wurden die ersten größeren Erfolge gefeiert und das Team wurde

deutlich erweitert.

Es war also fast schon Tradition, als Mitte Mai dieses Jahres

zum fünften Mal in Folge Touratech-Rennmotorräder beim Endurance

Day starteten. Das mittlerweile legendäre 24-Stunden-

Rennen wurde 2010 genau wie 2005 wieder in Torgau an

der Elbe ausgetragen. Knappe neun Kilometer Rundkurs durch

Feld, Wald und Wiesen, eine MX-Strecke sowie zwei Hausdurchfahrten

und eine »Red-Bull-Sonderprüfung« erwarteten die

über 150 Teams und 450 Fahrer.

Mit zwei Teams in der Prestige Class (vier Fahrer – ein Motorrad)

sowie einem Fahrer in der Ironman Class (ein Fahrer

– ein Motorrad) war Touratech Racing gut aufgestellt.

Die BMW G 450 X des Teams 1 wurde von Bernd Eckenbach,

Gerhard Forster, Mickael Musquin sowie Adrien Lopes

pilotiert. Touratech Racing 2 stellte sich mit Ian Rowley, Rolf

Epting, Joscha Wiefel und Björn Schuh den 24 Stun-


Alexander Sedlmair der bevorstehenden Tortour entgegen.

68 2 2010

2 2010

69

A

Fotos: Joe Stather, Margit Rowley

Die von Touratech aufgebaute

BMW G 450 X

zeigte auch nach 24

Stunden Renndauer

keine nennenswerten

Defekte.


SPORT

TOURATECH RACING


wurde, setzte sich Mickael Musquin von Touratech Racing nach

der ersten halben Runde an die Spitze des Feldes. Unglücklicherweise

kürzten zahlreiche Fahrer die Strecke auf dem noch frischen,

aber deutlich kürzeren Quadkurs ab. So fuhr Mick, der sich in

sicherer Führung wähnte, an einem Schlammkrater auf ein größere

Anzahl deutlich langsamerer Teilnehmer

wieder auf. Sehr überrascht wählte er

Vom sehr spektakulären

Massenstart (o.li.)

bis zum wohlverdienten

Sieg (u.li.) lagen

24 Stunden harte

TeamArbeit und viele

bange Momente.

Interview

BLICK

eine kürzere Linie, um die über 20 Fahrer

wieder zu überholen, und bekam dafür

eine Zeitstrafe aufgebrummt.

Nichtsdestotrotz setzt das Team das

Rennen fulminant fort: Touratech Racing

1 festigt die Führung, Touratech Racing 2

kämpft sich vom sechsten Platz Runde um

Runde weiter nach vorn. Touratech Ra-

WINKEL

Bernd Eckenbach und Gerhard Forster

stehen für zwei ganz unterschiedliche

Ausprägungen des Motorrad-Geländesports.

Beide starten für Touratech

Racing. Wir haben mit den erfahrenen

Toppiloten über prägende Erlebnisse,

persönliche Ziele und die Zukunft des

Offroadsports gesprochen.

Interview: Andreas Reimar

Teamkameraden: Bernd Eckenbach (li.) und Gerhard Forster

nach dem Sieg beim Endurance Day 2010 in Torgau.

cing 3, Marathon- Mann Alex Sedlmair, ist dabei, auf Platz drei

vorzurutschen. Besser kann es nicht laufen! Teamchef Jochen

Schanz ist allerdings skeptisch: »Das läuft alles zu glatt«, so seine

Aussage nach rund fünf Rennstunden.

Damit sollte er Recht behalten. Mika Musquin konnte das

Rennen ab Einbruch der Dunkelheit nicht mehr fortsetzen. Eine

Trainingsverletzung, die ihm schon den Start bei der GCC in

Walldorf vereitelt hatte, verschlimmerte sich. Mit der ruinierten

Schulter weiterzufahren, ging einfach nicht. So wiederholte

sich das Schicksal, das Team 1 bereits 2009 ereilt hatte – über

die Hälfte der Renndistanz musste mit nur drei Fahrern absolviert

werden.

Die Nacht verlief dann aber für alle drei Motorräder ohne

größere Probleme. Die Boxencrew rund um Lars Würdemann

erledigte ihre Arbeit zuverlässig und präzise wie ein Uhrwerk.

So kündigte sich in der Morgendämmerung bereits die Sen-

Travel Time: Wie seid ihr zum Team Touratech

Racing gekommen?

Bernd: Durch meine Arbeit im Vertrieb von BMW Motorrad

ist der Kontakt entstanden.

Gerhard: Im letzten Jahr, so etwa im Juli oder August,

rief mich Alex Schönborn von TT an. Er suchte einen Ersatzfahrer

für das Rennen in England. Ich habe spontan zugesagt,

doch leider bin ich in Rumänien gestürzt und konnte

nicht an den Start. Wir sind dann in Kontakt geblieben und

haben die Sache für die aktuelle Saison festgemacht.

Travel Time: Auf welche Einsätze habt ihr euch im

Touratech Racing Team spezialisiert?

Gerhard: Auf alle Hard Enduros. Je länger und

schwerer das Rennen, desto lieber fahre ich!

Bernd: Bei mir sind es die German Cross Country

Championship sowie das 24-Stunden-Rennen.

Travel Time: Das hat ja auch mit eurer sportli-

chen Biographie zu tun. Aus welcher Ecke des Geländesports

kommt ihr?

Bernd: Ich komme aus dem Motocross-Sport.

Gerhard: Mit 13 Jahren bekam ich ein Trial-Motorrad.

Als Jugendlicher gewann ich viele Trial-Veranstaltungen

und wurde Bayerischer und Deutscher Meister. Im Jahr

2002 fuhr ich dann einfach so zum Spaß in Rachau (Österreich)

mit einer Leihenduro das legendäre Hillclimbing mit

– und gewann das Rennen. Das war für mich das Zeichen

zum Umsteigen auf die Enduro.

Travel Time: Was waren die wichtigsten Rennserien,

die ihr bestritten habt?

Bernd: Ganz klar die Motocross Weltmeisterschaft

und natürlich auch die Deutsche Meisterschaft sowie die

SX(Supercross)Serie.

Gerhard: Angefangen habe ich mit meinem Freund

Gerhard Gradl mit der Offroad Challenge, die wir auch

sation an. Touratech Racing 1 lag auf dem ersten Platz in der

Prestige Class und hatte bereits einen komfortablen Rundenvorsprung

auf den ersten Verfolger – und der hieß Touratech Racing

2! Die Spannung stieg fast ins Unerträgliche – sollte ein

Doppelsieg möglich sein?

Zeitgleich kämpfte Alex Sedlmair, der bereits 18 Stunden

als Solofahrer hinter sich gebracht hatte, gegen die Erschöpfung

und seinen direkten Gegner, den Führenden André Engelmann.

Der 23-jährige Alex hatte bis dato nur zum Tanken und

Essen angehalten und war sichtlich erledigt. Dies mit dem Wissen,

mal eben noch ein Sechs-Stunden-Enduro-Rennen am Stück

fahren zu müssen, ist eine mentale Herausforderung. Die Unterstützung

und der Applaus des Teams und der Zuschauer haben

sicherlich dazu beigetragen, dass Alex immer wieder aufstieg

und weiterfuhr. Kurz nach 12:00 Uhr am Sonntag, dem 16.

Mai, war es dann geschafft: Touratech Racing 1 und 2 gelang

gewonnen haben. Jetzt bin ich schon seit einigen Jahren bei

unterschiedlichen Hard-Enduro-Veranstaltungen dabei.

Travel Time: Welcher Titel, den ihr gewinnen konntet,

bedeutet euch am meisten?

Bernd: Toll war mein erster sportlicher Erfolg, der

Deutsche Meistertitel im BMX (Bicycle Moto Cross) im Jahr

1982. Gerne erinnere ich mich auch an meinen ersten Motorsporterfolg,

den Sieg in der Deutschen MX-Meisterschaft

1985 in der Klasse bis 80 Kubikzentimeter. Am bedeutendsten

ist jedoch der Titel »Internationaler Deutscher Meister«

im Motocross, den ich 1993 und 2003 holen konnte.

Gerhard: 2004 wurde ich Sieger in der europäischen

Klasse bei der Roof of Africa. Im Jahr 2008 sicherte

ich mir den zweiten Platz bei den Red Bull Romaniacs.

Travel Time: Im Touratech Racing Team startet ihr

mit der BMW G 450 X. Was schätzt ihr besonders an diesem

Motorrad?

70 2 2010 2 2010

71


der Doppelsieg in der Prestige Class. Alex Sedlmair erkämpfte

sich hochverdient den zweiten Rang bei den Eisenmännern.


die sämtlich 24 Stunden ununterbrochen gelaufen waren, ein

nennenswerter Defekte festzustellen

war.

Die Anspannung schaffte sich im

Team deutlich Luft, Sektkorken knallten,

und es wurde ausgelassen gefeiert.

Verdient haben sie es, die Jungs

von Touratech Racing. Fünf Jahre und

Bernd: Die Handlichkeit, die Art der Leistungsentfaltung

sowie die Tatsache, ein deutsches Motorrad zu fahren!

Gerhard: Die enorme Traktion und die Zuverlässigkeit

des Motors.

Travel Time: Inwiefern ist euer Fahrzeug für eure

jeweiligen Einsatzgebiete speziell vorbereitet?

Gerhard: Angesichts der extremen Felspassagen,

die bei Hard-Enduros zu bewältigen sind, ist bei meinem

Bike der Schutz vor Beschädigungen – vor allem des Motorgehäuses

– extrem wichtig. Dementsprechend haben wir diverse

Protektoren rund um den Antrieb angebracht. Außerdem

habe ich eine Lenkererhöhung montiert, damit ich eine

entspannte Körperhaltung einnehmen kann und so lange

Renndistanzen besser durchstehe. Zusätzlich sind die Fußrasten

nach hinten verlegt, um bei Steilauffahrten im Wald

eine bessere Traktion zu erreichen.

Bernd: Das Fahrwerk wurde speziell auf meine Bedürfnisse

angepasst, das heißt, in erster Linie härter abgestimmt.

Ein Racing-Auspuff sorgt für etwas mehr Drehmoment.

Meine Sitzbank hat eine »Stufe«, damit ich mehr »im

Motorrad« sitze und in den Kurven weiß, wie weit ich nach

vorne rutschen muss. Desweiteren fahre ich ein motocross-

Dreifache Freude für

Touratech: Platz 1 und

2 in der Prestige Class,

Platz 2 in der Iron-Man-

Wertung der Solofahrer.

SPORT TOURATECH RACING

typisches19-Zoll-Hinterrad und setze auf eine Radial-Bremse

von Magura im Vorderrad.

Travel Time: Cross Country oder Extremeenduro

– wo liegt für euch die Zukunft des Endurosports?

Bernd: Für beide Sportarten ist genug Platz da. Für

mich hört das Motorradfahren allerdings auf, wenn ich vor

einem zwei Meter hohen Felsbrocken stehe … da fängt es

für Gerhard allerdings erst an (lacht).

Gerhard: Genau. Für mich sind die Extremenduros

Freiheit pur. Sich den Weg durch Wälder, in fremden

Ländern gar, per GPS zu suchen und nie zu wissen, welche

Hindernisse auf einen zukommen, das ist großartig. Das

Interesse der Fans jedoch geht eindeutig in Richtung Cross

Country. Viele gute Fahrer sind in diesem Sport unterwegs

und auch die Vermarktung ist besser.

Travel Time: Wagen wir eine Prognose: wird der

Cross-Country-Sport in Europa je eine solche Popularität erreichen,

wie die GNCC-Serie in den USA?

Gerhard: Ich hoffe, dass da noch Luft nach oben ist.

Bernd: Ich denke, die GCC ist eine tolle Teilnehmer-

unzählige Rennen waren nötig, um bis an die Spitze zu kommen

– und eine Unmege an Herzblut und ehrenamtlichem

Engagement.

sportart, die weiter wachsen wird. Für die Zuschauer ist das

Konzept aber eher langweilig, da die Rennen zu lang sind.

Travel Time: Welche Perspektiven hat der klassische

Endurosport?

Bernd: Wenn ich sehe, wie groß die Begeisterung bei

der Enduro Weltmeisterschaft WEC ist, habe ich da keine Bedenken.

Anders sieht es bei der DEM aus, da muss dringend

etwas passieren. Es sollten im Rahmen dieser Serie wieder

interessante Veranstaltungen mit schönen Prüfungen und

weniger – zum Teil fragwürdigen – Fahrzeugabnahmen

stattfi nden. Viele Fahrer haben keine Lust, hunderte von Kilometern

zu fahren, um dann bei der Abnahme wegen einer

Kleinigkeit durchzufallen, oder, wenn es doch geklappt hat,

auf Feldwegen zu einer fl achen Wiese zu fahren, um dort

die Sonderprüfung zu absolvieren.

Gerhard: Ich denke eher, der klassische Endurosport

wird weiter an Bedeutung verlieren, da es immer mehr Regeln

und Beschränkungen gibt. Somit werden die Rennen

nur mehr auf abgesperrtem Gelände gefahren werden –

und dann sind wir schon fast im Cross Country.

Travel Time: Ihr habt beide Kinder – sind die auch

im Motorsport aktiv?

Unsere Crew:

Fahrerportraits

Bernd

Eckenbach

Endurance Day

Mickael

Musquin

GCC Pro Class,

Endurance Day

Touratech Racing Team

Einsätze 2010

EXTREM-ENDURO

26.-30. Juni: Red Bull Romaniacs, Sibiu/Rumänien

25.-27. November: Roof of Africa, Lesotho/Afrika

SPECIALS

28./29. August: Dawn to Dusk,Onllwyn,

Neath Port Talbot/Südwales (UK)

GERMAN CROSS COUNTRY:

03./04. Juli: GCC Mernes, 17./18. Juli: GCC Goldbach,

07./08. August: GCC Mühlhausen,

04./05. September: GCC-Finale Scheffl enz,

09./10. Oktober: XCC-Finale Rudolstadt

Björn

Schuh

GCC Sport B,

Endurance Day

ADAC-PIRELLI-ENDURO-CUP:

26. Juni: Niederwürzbach, 03. Juli: Odenheim,

11./12. September: Bühlertann,

25. September: Baden-Baden, 02. Oktober: Reutlingen

ENDURO X CUP:

26. Juni: Niederwürzbach, 31. Juli: Langensteinbach/Penig,

09. Oktober: (Ort steht noch nicht fest), 23. Oktober: Betra

Gerhard

Forster

Hells Gate,

Erzberg-Rodeo,

Endurance Day,

Red Bull Romaniacs,

Dawn to Dusk,

Roof of Africa

Florian

Dietrich

Erzberg-

Rodeo,

Endurance Day,

Red Bull

Romaniacs,

Dawn to Dusk

Ian

Rowley

GCC Sport A,

Endurance Day,

Red Bull Romaniacs,

Dawn to Dusk,

ADAC -Pirelli-

Enduro-Cup,

enduroXcup

Alex

Sedlmair

Erzberg-Rodeo,

Endurance Day,

Dawn to Dusk

Rolf

Epting

GCC Sport A,

Endurance Day,

Red Bull Romaniacs,

Dawn to Dusk,

ADAC -Pirelli-

Enduro-Cup,

enduroXcup

Joscha

Wiefel

GCC Expert

Class,

Endurance Day,

ADAC -Pirelli-

Enduro-Cup,

enduroXcup

72 2 2010 2 2010

73


Gerhard Forster

Gerhard Forster, Jahrgang 1967, lebt mit Frau Manuela und den gemeinsamen

Töchtern am Chiemsee. Gerhard betreibt einen Bootsmotoren- und Schlauchboot-

Handel mit angeschlossener Werkstatt.

Bernd Eckenbach

Bernd Eckenbach, Jahrgang 1970, ist verheiratet mit Claudia und hat zwei siebenjährige

Kinder (Mick und Ron). Nach Abschluss seiner erfolgreichen Karriere als

Moto-Cross-Profi arbeitet er im Vertrieb und Marketing bei BMW Motorrad.

Bernd: Noch nicht. Mick und Ron sind jetzt sieben Jahre

alt und fahren sehr viel BMX und Mountainbike. Sie spielen

auch leidenschaftlich gerne Fußball – was sie aber nicht

von mir haben!

Gerhard: Meine zwei Töchter können zwar Motorrad

fahren, sind aber nicht aktiv.

Travel Time: Welche Rolle spielen die Eltern bei

der Nachwuchsförderung?

Gerhard: Die Größte!

Bernd: Die wichtigste Rolle überhaupt, sie sind

schließlich der erste »Sponsor«.

Travel Time: Was sind die besten Methoden der

Nachwuchsförderung?

Gerhard: Wenn die Eltern als Vorbild fungieren und

die Kinder dadurch zum Motorsport bringen. Der beste Weg

zum Endurosport führt meiner Meinung nach über das Trial.

Durch diesen Sport lernst du die Technik, schwierige Hindernisse

zu bewältigen. Diese spart Kraft und schult das Auge,

die beste Spur zu fi nden. Das ideale Alter, um mit dem Trial

zu beginnen, ist zwischen 10 und 12 Jahren.

Bernd: In Frankreich gibt es spezielle Schulen für Motocross,

und das Ergebnis sieht man in den Ergebnissen der

Weltmeisterschaften. Früher gab es ein ADAC Junior Team

(ich war auch in diesem Kader). Da wurden die besten 20

SPORT TOURATECH RACING

deutschen Jugendfahrer zusammengeholt, und wir konnten

regelmäßig mit Rolf Diefenbach trainieren. Zum Schluss sind

fünf Fahrer übrig geblieben, die es alle in die MX Weltmeisterschaft

geschafft haben. So etwas in dieser Art fehlt heute.

Travel Time: Welche Rennen werdet ihr mit dem

Touratech Racing Team dieses Jahr noch bestreiten?

Bernd: Nach dem großartigen 24-Stunden-Rennen

möchte ich noch das ein oder andere Zwei-Stunden-Rennen

fahren, sofern es die Zeit zulässt.

Gerhard: Bei mir stehen noch das Erzberg Rodeo,

die Red Bull Romaniacs sowie voraussichtlich die Roof of

Africa und die Battle X auf dem Programm.

Travel Time: Was sind eure persönlichen Ziele für

diese Saison?

Bernd: Zwei habe ich schon erreicht: den Sieg beim

24-Stunden-Rennen sowie den HH Marathon in 2,53 Stunden

zu laufen. Jetzt möchte ich noch den Ironman Roth unter

11 Stunden schaffen.

Gerhard: Ganz wichtig: keine Verletzungen! Dann

natürlich viel Spaß haben, beim Erzberg Rodeo unter die Top

10 fahren und endlich die Red Bull Romaniacs gewinnen.

Travel Time: Dann drücken wir euch weiterhin

ganz fest die Daumen!

LeichtATHLET

Umbau BMW G 450 X Rallye

Ihre Standfestigkeit im Marathoneinsatz

hat die BMW G 450 X nicht zuletzt beim sensationellen

Doppelsieg des Touratech Racing Teams

beim 24-Stunden-Rennen bewiesen. Was liegt da

also näher, als das potente Leichtgewicht zum

Rallyemotorrad aufzubauen?

Von Margit Rowley

Nach dem Rallyeumbau für die

BMW G 650 Xchallenge, der

für die – damals leider abgesagte –

Dakar 2008 entwickelt worden war,

macht Touratech nun auch die Sporten-


Welt. Der Rallyeumbau für die 450er

ist modular angelegt, so dass der Kunde

entweder eine Komplettlösung

oder nur die von ihm benötigten Komponenten

kaufen kann. Die wichtigsten

Bausteine des Rallye-Kits sind ein

Aluminiumvorbau zur Aufnahme der

Navigationsinstrumente samt Verkleidung,

ein Tankpaket bestehend aus einem

12 Liter fassenden Fronttank und

einem 7-Liter-Hecktank sowie ein spe-


Aluminium-Vorbau mit

Rallye-Verkleidung

Optimaler Windschutz und modernste

Beleuchtungstechnik: Robust


neue Aluminium-Vorbau mit Rallye-Verkleidung.

Das neuartige Material Tou-

ratech GFK-Flex gibt der Verkleidung enorme Festigkeit bei

gleichzeitig hoher Flexibilität. Der Aluminium-Vorbau bietet der

Beleuchtung, Verkleidung und dem Instrumententräger optimalen

Halt in allen Geländesituationen. Die Beleuchtungseinheit

bietet mit Xenon-Fernscheinwerfer und DE-Abblendscheinwerfer

modernste und langlebige Lichttechnologie.

Der Instrumententräger ist für die Montage der optionalen

Ins trumentierung, zum Beispiel Motorradcomputer IMO 50 sowie

Roadbookhalter RB-TT bereits vorbereitet. Er bietet aber

ebenso die Möglichkeit individueller Ausrüstung.

Der Clou am Instrumententräger ist die dreifache Verstellbarkeit,

dadurch kann die Instrumentierung an die Größe von

Fahrer/-in individuell angepasst werden. Die Montage ist problemlos,

und die Rallyeverkleidung dadurch schnell montiert und

demontiert. Das Originallenkerschloss kann beibehalten werden

und die Montage ist mit dem großen Touratech-Tank sowie

dem original Tankcover möglich. Lediglich der vordere Origi-


tauscht werden.

Zusatztanks G 450 X

Natürlich muss bei einem Rallyeumbau auch das Tankvolumen

für lange Etappen ausgelegt werden. Die von Touratech

Australien entwickelten Zusatztanks verdreifachen durch ein zu-

sätzliches Kraftstoffvolumen von insgesamt 19 Litern die Reichweite

der G 450 X. 12 Liter nimmt der Fronttank auf, sieben

Liter passen in den Hecktank. In Verbindung mit dem originalen

Haupttank unter der Sitzbank hat die Rallye-X nun 27 Liter

Sprit an Bord. Je nach Fahrweise sind damit Strecken bis zu


Die Tanks können unabhängig voneinander mit und ohne

Rallyeverkleidung montiert werden.

…und vieles mehr

Darüber hinaus bietet Touratech eine umfangreiche Palette

an Zubehör für die G 450 X an, angefangen von den hochwertigen

Haan Excel-Felgen über Fahrwerksequipment bis hin zu

robusten Protektoren für Motor und Rahmen. Alle Teile wurden

für den härtesten Einsatz entwickelt und vom Touratech-Rennteam

bei Wettbewerben im In- und Ausland getestet.

Rallye-Verkleidung G 450 X:

Art.-Nr.: 043-0301, Preis: 1199,00 Euro

Lieferumfang: Verkleidung aus TT-GFK-Flex (unlackiert),

Aluminium-Vorbau, Xenon-Fernscheinwerfer

und DE-Abblendscheinwerfer inklusive Steuergeräte,

Instrumententräger und Anbauanleitung.

Fronttank, 12 Liter:

Art.-Nr.: 043-0302

Preis: 499,00 Euro

Hecktank, 7 Liter:

Art.-Nr.: 043-0303

Preis: 349,00 Euro


Art.-Nr.: 043-0061

Preis: 52,00 Euro

(Tanks ohne

TÜV-Gutachten)

74 2 2010 2 2010

75


Das Nallo gibt es in zwei Varianten, wobei die GT-

Ausführung ein wesentlich höheres Platzangebot

bietet, das allerdings mit ca. 400 Gramm mehr

an Gewicht erkauft werden muss.

Außenzelt/ Innenzelt/Boden

Aussen: RipStop-Nylon (Kerlon 1200),

beidseitig silikonbeschichtet,

Innen: RipStop-Nylon,

Boden: Nylon PU-Beschichtung

Gestänge

zwei Gestängebögen aus Aluminium, Durchmesser

9 mm, zzgl. ein Ersatz-Stangensegment,

eine Reparaturhülse, sowie 16 Heringe und

Abspannleinen

Gewicht

Nallo: 2-Personen: 2,2 kg, 3-Personen: 2,4 kg,

4-Personen: 2,8 kg, Nallo 2 GT: 2,6 kg

Nallo 3 GT: 2,8 kg

(GT Varianten haben 3 Gestängebögen)

Farben

grün und rot

Katalogseite/Bestellnummer

Seite 902/903

Nallo 2: 070-1623, Nallo 3: 070-1624,

Nallo 4: 070-1668, Nallo 2 GT: 070-1607,

Nallo 3 GT: 070-1608

Preis

Nallo 2: 599,00 Euro, Nallo 3: 649,00 Euro,

Nallo 4: 725,00 Euro, Nallo 2 GT: 699,00 Euro,

Nallo 3 GT: 749,00 Euro

MIT DABEI HILLEBERG NALLO

Leichtbau

Weise

Leichtgewichtiges Reise-

Appartement mit viel Platz

Welches Zelt nehme ich mit auf die

Reise? Diese Frage zu beantworten, ist nicht

leicht. Denn die Kriterien, die so ein Reise-Appartement

erfüllen muss, sind vielfältig. Es soll

leicht und kompakt sein, ohne dabei die hohen

Anforderungen in Bezug auf Zuverlässig-

keit, simple Handhabung und Platzangebot

aus den Augen zu verlieren.

Gelungen ist das »Abspecken« beim

Hilleberg Nallo vor allem durch den Einsatz

von Kerlon 1200, dem beidseitig

silikonbeschichteten Nylon Außengewebe

und der Verkürzung des Stangenbogens

am Fußende des Zeltes. Die Weiterreißfestigkeit

des Kerlon 1200 liegt

bei 12 Kilogramm. Mit diesem Wert

kann es der Werkstoff durchaus mit anderen

Materialien aufnehmen, die als

»expeditionstauglich« gelten.

In der Praxis lässt sich das Nallo in

weniger als zwei Minuten aufbauen,

wobei vier Heringe genügen. Selbst bei

Sturm kann eine Person allein das Tunnelzelt

problemlos handhaben. Für eine

gute Stabilität, auch bei heftigem Wind,

sorgen das Neun-Millimeter-Alugestänge

und die zahlreichen Befestigungspunkte

am Zelt.

Wer auf einer längeren Tour

ein größeres Platzangebot

zu schätzen weiß,

der kann auf die »GT« Variante zurückgreifen.

Das Nallo GT hat eine große

Frontapsis, die viel Platz für das Gepäck

oder Raum zum Kochen bei schlechtem

Wetter bietet. Das zusätzliche Material

– etwas Gewebe sowie ein dritter Gestängebogen

– erhöhen das Gewicht

um 500 Gramm gegenüber der Standardversion.

Für Komfort sorgt auch das Belüftungssystem.

So ist das Innenzelt luftdurchlässig

und dabei wasserabweisend. Das

Fußende des Nallo kann mit einem kurzen

Reißverschluss geöffnet und hochgerollt

werden, was die Luftzirkulation noch

einmal verbessert.

Fazit: Das Nallo ist genau etwas für

denjenigen, der auf geringes Gewicht

und kleines Packmaß Wert legt, aber auf

Komfort und Platz im Zelt nicht verzichten

will. Hilleberg hat sich beim Nallo edelster

Materialien bedient, um das Zelt auch

unter extremen Bedingungen zu einer sicheren

Unterkunft zu machen. Der simple

und schnelle Auf- und Abbau, die hohe

Zuverlässigkeit und das üppige Raumangebot

machen dieses Zelt gerade

für längere Touren zu einem

optimalen »zu Hause«.

94 2 2010 2 2010

95

Fotos: Herbert und Ramona Schwarz


DIE SEITE DREI

Herbert Schwarz

Jochen Schanz

Die Geschäftsführer/

Vorstände der

Touratech AG

Travel Time

Travel Time

EDITORIAL

Aufregende Zeit

2010, ohne Zweifel ein aufregendes Jahr für

Touratech. Schon der Saisonauftakt war furios und siegreich. Das

Team von Touratech-Racing hat beim Endurance Day 2010, dem

24-Stunden-Rennen in Torgau, den 1. und 2. Platz belegt.

Eine neue Dimension im Bereich der Navigation eröffnet Touratech


verbessert und bietet völlig neue Möglichkeiten bei der Reiseplanung.

Aufregend dürfte es in diesem Jahr ebenfalls wieder bei der dritten

BMW Motorrad GS Challenge werden, die BMW 2010 zum zweiten

Mal gemeinsam mit Touratech ausrichtet. Nachdem im letzten Jahr

die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert hat, freut sich Touratech

besonders, dass der Schwarzwald auch diesmal wieder Veranstaltungsort

der BMW Motorrad GS Challenge ist.

Und da ist auch noch das Touratech Jubiläum. Vor 20 Jahren er-


Welt, ein Motorrad-Computer, der eigentlich nur für den Eigenbedarf

entwickelt wurde. Heute arbeiten am Stammsitz in Niedereschach



haben. Touratech ist in den 20 Jahren zu einem internationalen Unter-


gen Importeuren vertreten ist.


und wir hoffen, dass es uns auch mit der zweiten Ausgabe von Travel

Time gelungen ist, Sie zum Motorradreisen zu verführen.

3


REISE ABENTEUER AFRIKA NORD - SÜD

ÜSTENRITT

Christoph Isenberg und Gideon van der Watt

DER

34 2 2010 2 2010

35


REISE ABENTEUER AFRIKA NORD - SÜD

36 2 2010 2 2010

37


38 2 2010

Von Hamburg nach Kapstadt, auf Achse. Christoph Isenberg und

sein Reisepartner Gideon van der Watt machen auf diesem Trip durch

19 Länder Erfahrungen außergewöhnlicher Intensität, die ihre

bisherige Sicht der Welt auf den Kopf stellen.

Text: Christoph Isenberg Fotos: Isenberg, van der Watt

Zwei Männer. Zwei Motorräder. Gut 25.000 Kilometer

durch 19 Länder, über die Ostroute von Hamburg

nach Kapstadt, Südafrika. BMW-Motoren sorgen für den

nötigen Antrieb: auf Asphalt, Schotter, Matsch und Sand. Es

wird dauern, seinen Alltag komplett hinter sich zu lassen. Bis

wir nur noch an das nächste Schlagloch denken, uns auf den

nächsten Schlafplatz freuen, aus dem Visier heraus die Welt

betrachten, durch die wir uns bewegen und dabei alles andere

vergessen. Mit dem Wüstenwind im Rücken, so weit die Reifen

tragen. No sleep ’till Cape Town.

Mein Freund Gideon und ich. Ein Südafrikaner und ein Hamburger

verbringen die nächsten

vier Monate mehr Zeit miteinander,

Der Trans African Highway

fordert seinen Tribut

– Gideon ausgepowert bei

einer Pause in Marsabit/

Kenia (vorherige Doppelseite).

Aus Spaß wird Ernst:

Sekunden nach dieser Aufnahme

hatte Christoph den

einzigen Plattfuß der Reise

(links).

AFRIKA NORD - SÜD REISE ABENTEUER

als die meisten mit ihrem Ehepartner.

Anfang Oktober geht es los.

Bereits auf den ersten Metern stellen

wir fest: das Gewicht muss run-


nach Hause. Vieles, als unentbehrlich

erachtet, wird aussortiert.

Der Weg durch Osteuropa ist

wunderschön, die Tage vergehen

wie im Fluge. Kaum habe ich morgens

den Helm aufgesetzt, muss

2 2010

ich abends schon wieder die toten Fliegen vom Visier kratzen.

Die Stunden dazwischen scheinen wie im Zeitraffer an uns vorbeizuziehen.

Constantinopel calling: Istanbul, Türkei

Bevor wir uns versehen, sind wir in der Türkei angelangt.

Istanbul. Irre, diese Stadt! Eine quicklebendige Metropole, fast

3000 Jahre alt, mit einer Geschichte, wie sie turbulenter nicht

sein könnte. Schon auf der Fahrt in die Stadt merkt man, wo der

Hammer hängt. Der Verkehr? Völlig chaotisch. Es gibt keine Regeln.

Ein Megastau – und jede kleinste Lücke wird sofort mit Vollgas

gefüllt. Hier den Blinker zu setzen, ist absolute Energieverschwendung.

Und wir mit unseren Dickschiffen mittendrin. Mir ist

jetzt noch schleierhaft, wieso wir nirgendwo angeeckt sind.


syrische Grenze begleiten. Dort fängt für mich der eigentliche

Wüstenritt an. Dort wird der Abschied sein vom Bekannten und

Vertrauten, dort werden wir in eine uns unbekannte Welt eintauchen,

deren Anziehungskraft wir schon jetzt spüren. Unser Weg

führt uns durch das türkische Hochland. Vorbei an Salzseen und

durch die skurrile Landschaft Kapadokiens. Es begegnen uns

Freundlichkeit und eine unübertroffene Gastfreundschaft. Thailand

wird das Land des Lächelns genannt. Den Türken gebührt

eine ähnliche Ehre!

39


Das Tote Meer,

Km 6894, Jordanien

Ein neues Geräusch ist dazugekommen. Metall auf Metall

… oder auf Stein? Zeichnet sich ein Schatten gegen das

Mondlicht ab? Hab ich mir wohl eingebildet. Da … Schritte?

Gideon schnarcht aus der Nähe. Tolle Hilfe! Es stürmt. Alles

klimpert und raschelt. Wir sind auf etwa 1600 Metern Höhe.

In den Bergen Jordaniens. Zum ersten Mal haben wir uns nicht

willkommen gefühlt. Wenn mit Steinen nach einem geworfen

wird, schleicht sich so ein Gedanke schon mal ein.

Unser Weg hatte uns durch eine atemberaubende Berglandschaft

geführt. Es ist gegen 15 Uhr, als wir vom Toten Meer

in Richtung der Berge abbiegen. Dies ist der tiefste Punkt der

Erde. 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Die Luft ist extrem

trocken. Es ist heiß. Über 30 Grad zeigt der Bordcomputer

meiner heißgeliebten BMW. Als wir Richtung Berge abbiegen,

ein letzter Blick über die Dead Sea. Auf der anderen Seeseite

ist Israel. Diesen Namen spricht hier niemand aus. Man sagt:

besetztes Palästina!


gutes Gefühl. Unabhängig voneinander! Der Ort: dreckig,

schmierig. Finster dreinschauende Einwohner. Kinder, die

schreiend auf uns zulaufen. Aggressiv. Einige bücken sich und

täuschen einen Steinwurf vor. Zwei werfen tatsächlich. Warum?

Die Leute hier; ein großer Kontrast zu den weltoffenen Jordaniern

der Städte. Hier oben in den Bergen sind die Menschen

ärmer. Viele Beduinen. Zelte in der kargen Einöde. Leben unter

sehr widrigen Umständen.

Wir sollten schnell nach einem Schlafplatz suchen. Es ist

inzwischen fast dunkel. Nachdem wir im Ort offensichtlich unerwünscht

sind, schauen wir nach Alternativen. Gestern hatte

man uns gewarnt. Die Gegend sei nachts sehr gefährlich. Wir

suchen krampfhaft nach einem Schlafplatz. Dann ein Geröllweg.

Über Funk: »links hoch«. Niemand hat uns gesehen. Wir

wollen keine Gesellschaft. Nicht aus dieser Stadt. Wenn die

Kinder so drauf sind, möchten wir nicht wissen, wie die Eltern

denken. Von irgendwo her muss das Misstrauen kommen.

40 2 2010

REISE ABENTEUER AFRIKA NORD - SÜD

Motoren aus, Licht aus. Die Bikes vom Weg weg zwischen

die Bäume. Die Zelte sind schnell aufgestellt. Ein Auto nähert

sich. Wir werfen Gideons grüne Plane über die Bikes. Kurz darauf

ist alles im Kegel des Scheinwerferlichts. Für eine Ewigkeit,

wie es scheint. Es ist ein Pick Up. Auf dem Dach und auf der


die Luft an. Nichts passiert. Sie fahren weiter, verschwinden

hinter der Bergkuppe.

Von Aquaba aus verlassen wir Jordanien per Fähre übers

Rote Meer nach Nuveiba (Ägypten). Aus vielen Berichten weiß

ich, dass die Einreise nach Ägypten zum Albtraum werden

kann. Die Bürokratie soll dort bizarre Ausmaße annehmen, man

wird von Pontius zu Pilatus geschickt und wieder zurück … In

Nuveiba straft die gute Organisation der Zollabwicklung alle

Gerüchte Lügen. Offensichtlich auf orientierungslose Touristen

eingerichtet, stellt man uns einen Beamten der Tourist Police zur

Seite, der uns durch die Prozedur begleitet. Das ist auch gut so,

denn es sind an die acht Stationen, die wir abklappern müssen.

Mit einer frischen Versicherung, ägyptischen Nummernschildern

und einem personalisierten Fahrzeugbrief ausgestattet sowie

rund 200 US-Dollar leichter können wir den Hafen schließlich

verlassen.

8000 Jahre auf dem Buckel,

Km 8041, Kairo, Ägypten

Kairo. Laut, dreckig, hektisch. Das sind die negativen Eindrücke

einer 17-Millionen-Stadt. Das Chaos, das Gefeilsche,

das Miteinander auf so engem Raum läuft trotzdem sehr friedlich

ab. Auch der Taxifahrer, mit dem man gerade noch bis

aufs Messer um ein Pound (20 Cents) gefeilscht hat, ist die

Liebenswürdigkeit in Person, steht der Preis erst einmal fest. Es

sind nun mal sehr viele Menschen auf sehr engem Raum. Man

bräuchte eigentlich Wochen, um sich ein reales Bild von der


schallt einem aus einer Ecke ein »Welcome to Egypt« entgegen,

wenn man in der Stadt unterwegs ist. Meist von jungen

Leuten, die dem Westen gegenüber offen eingestellt sind. Es

liegt eine enorme Energie in der Stadt und diese Energie ist

beeindruckend.

Die Ägypter nutzen ihre Hupe als Positionsmelder. Bei dem

Verkehr und der Fahrweise sehr sinnvoll. Wir hatten jedenfalls

unseren Heidenspaß, aus Kairo hinauszufahren. Endlich hat

der Lärm einen Sinn. Wir geben richtig Gas und genießen die

spritzigen Motoren.

An der Stadtgrenze Kairos führt uns der Weg Richtung Süden

durch sehr arme Gegenden. Es ist nicht übertrieben, sie als Slums

zu bezeichnen. Menschen leben hier in Dreck und Müll. Ein beklemmendes

Gefühl, hier mit unseren teuren Motorrädern und

den Taschen voller Equipment entlangzufahren. Wir halten ab

und zu an, trinken eine Cola und sind immerzu umringt von Menschen,

meistens Kindern. Weiter südlich nimmt die Anzahl der

Checkpoints dramatisch zu. Zunächst lässt man uns ziehen, doch

je weiter nach Süden wir kommen, desto unnachgiebiger wird

die Polizei. Man reiht uns ein in einen Konvoi, bestehend aus

Dutzenden Reisebussen, Lkw und Minivans. Eskortiert von Polizeiwagen

rauscht dieser mit einer aberwitzigen Geschwindigkeit

auf bevölkerten Straßen, durch belebte Dörfer Richtung Süden.

Ohne Übertreibung kann ich diese Stunden im Konvoi als einen

der gefährlichsten Streckenabschnitte der gesamten

Route bezeichnen.

So erreichen wir Assuan, wo wir Tage damit verbringen, die

Ausreiseformalitäten und den Transport von Mensch und Maschine

über den Nasser-Stausee in den Sudan zu organisieren.

Dieser Wasserweg ist die einzig verbliebene offene Grenze

zwischen den beiden Staaten und gleichzeitig die letzte Hürde

auf unserer Reise. Die Motorräder werden auf einem Lastkahn

transportiert, der Assuan drei Tage vor der Personenfähre verlässt,

damit beide etwa gleichzeitig in Wadi Halfa, Sudan,

ankommen.

Faszination Wüste, Km 9124 , Wadi Halfa, Sudan


größte Land Afrikas, aber eines

1600 Kilometer Piste in

Tanzania sind kein Kindergeburtstag.

Elefanten in Botswana. Der

Rest der Herde befand sich

auf der anderen Straßenseite.

Den hatten wir nur

noch nicht gesehen…

Ein Tässchen Tee mit neu

gewonnenen Freunden im

Sudan (v.l.n.r.).

D Die Fahrt im dahinrasenden

der am dünnsten besiedelten. Die

Weite dieses Wüstenstaates ist

sehr beeindruckend. Der Weg führt

uns durch Tiefsand, über Schotter,

Stock und Stein. Endlich Offroad!

Glücklicherweise kreuzen Anselm

und Johanna aus dem Allgäu unseren

Weg. Auch sie sind unterwegs

nach Kapstadt. Im Laderaum ihres

40 Jahre alten Magirus Deutz fallen

unsere Aluboxen nicht weiter

ins Gewicht. Für uns bedeuten die

leichteren Bikes einen enormen Zugewinn

an Fahrspaß. Alle sind

Konvoi ist die gefährlichste Etappe der Reise.


überwältigt von der Freundlichkeit der Menschen, dem Nachthimmel

mit seinem greifbar nahen Sternenmeer, der Unendlichkeit

des Horizonts. Wir baden im Nil, kämpfen uns durch den

berüchtigten Fesch Fesch (einen puderartig feinen Sand) und

schlafen in der Einsamkeit der Nubischen Wüste. Über Karthum

geht es weiter zum nächsten Etappenziel.

In der Wiege der Menschheit,

Km 10.879 , Äthiopien

Äthiopier lächeln ihr freundlichstes Lächeln, winken, rennen

neben uns her. Hauptsächlich Kinder, aber auch Männer und

Frauen. Wir spüren den Wandel. Die streng muslimischen Länder

liegen hinter uns. Hier leben Christen und Muslime miteinander,

wobei die Christen eher

in den ärmeren Bergregionen und

die Muslime in den fruchtbaren


Viele Städte bestehen aus traditionell

erbauten Hütten, fast ein

wenig an den Tipi-Stil der Indianer

erinnernd. Aber die Frauen sind

elegant und dezent farbenfroh

gekleidet. Und Kinder, wenn auch

oft schmutzig, tragen wunderschöne

Stoffe.

Und die Landschaft! Das ist

Afrika! Gideon und ich fah-

S

REISE ABENTEUER AFRIKA NORD - SÜD

Einsamer Kampf mit dem

Wellblech auf dem Trans

African Highway in Kenia.

»Give me money, give me

pen!« Umringt von Kids in

Äthiopien.

Schon fast am Ziel …

leider! Camping in Namibia

(v.l.n.r.).



echtes Problem darstellen.

ren über Funk jauchzend über die Hoppelstraßen. Traumhaft.

Sehr hügelig, viel grünes Land, jedoch sehr staubige, teils rotsandige

Straßen.

Die Straßen könnte man auch als materialmordendes Wellblech

garniert mit zermürbender Steinanordnung bezeichnen.

Am laufenden Band machen uns riesige Schlaglöcher, mächtige

Steine, spontan ihre Laufrichtung wechselnde Ziegen, Kühe

und Menschen das Leben schwer. Laster, die uns mit hohem

Tempo entgegenrasen, kiloweise Staub auf uns abladen und

uns damit auf zig Metern die Sicht nehmen, kommen erschwerend

dazu. Von Gonder aus geht es weiter über Paßstraßen,

in 3200 Meter Höhe über die Simien Mountains bei Dabark

weiter nach Axum im Norden.

Auf dem Weg Richtung Gonder ändert sich dann die Stimmung.

Bei Ortsdurchfahrten ist schon mal ein beherztes FUCK

OFF zu hören und auf den ländlichen Abschnitten werden wir

tatsächlich mit Steinen beworfen. Dies sind allerdings Einzelfälle.

Die Einwohner Äthiopiens sehen den Tourismus recht

kritisch. In einem Gespräch mit einem Studenten kommt die Frage

auf: Warum besucht ihr dieses Land? Möchtet ihr Menschen

sehen, die leben, wie die Tiere? Ich bin überrascht von seiner

Direktheit, aber so gibt er mir Gelegenheit,

offen Stellung zu beziehen.

Nur noch »Minuten« zum Äquator,

Km 13.235 , Moyale, Äthiopien

Das Volk ist in ständiger Bewegung. Kaum einer besitzt ein

Auto. Wenige haben ein Moped, oder ein Fahrrad. Das Gros

der Menschen ist zu Fuß unterwegs. Kleine Kinder von vielleicht

fünf Jahren treiben bunt gemischte Herden aus Kühen, Ziegen

und Eseln vor sich her. Frauen kämpfen mit störrischen Eseln,

die immerzu die Straße überqueren wollen. Menschenmassen,

bepackt mit allem, was man sich vorstellen kann, schlängeln

sich rechts und links der Straße entlang. Voll beladene Lkw und

Busse brettern mit Höchstgeschwindigkeit durch die engen Straßen.

Wer nicht rechtzeitig wegspringt, hat Pech gehabt.

Richtung Kenia liegt eine gefährliche Strecke vor uns, in der

erstens Banditengruppen ihr Unwesen treiben und es zweitens

auf einer Distanz von 500 Kilometern keine erwähnenswerte Zivilisation

gibt. Es handelt sich um die Strecke zwischen Moyale

an der äthiopischen Grenze und Archer’s Post in Kenia – den

Trans East African Highway. Eine berüchtigte Strecke unter Overlandern.

Gideon und ich haben speziell für diesen Streckenabschnitt

jeweils ein komplettes Federbein zum Austausch dabei.

Der »Highway« ist eine Wellblech-Piste mit kratertiefen Schlaglöchern.

Und wir freuen uns darauf. Sollte jedoch mein im Sudan


fahrbar werden, könnte dies ein echtes Problem darstellen.

Shake it baby, shake it! Km 19.308, Kenia

Nairobi liegt auf über 1800 Höhenmetern. Nachts fällt die

Temperatur unter 12 Grad, aber tagsüber brät die Sonne mit

über 35 Grad. Die Weihnachtsstimmung will sich irgendwie

nicht recht einstellen.

Chris Handschuh ist BMW-Meister und betreibt neben seiner

Werkstatt nebenbei noch eine Herberge. Alles weitgehend

nach deutschem Standard, und das fühlt sich nach fast drei Monaten

verdreckten Toiletten und Läusen in den Betten verdammt

gut an.


geschmiert, geölt und meine neuen Reifen sind drauf. Die Stre-

2 2010

cke zwischen Moyale über Marsabit nach Isiolo ist in der Tat

fordernd! 500 Kilometer harte Piste. Es fängt ganz harmlos mit

riesigen Schlaglöchern, Wellblech und aufgebrochenen Stra-


gerissen, tun sich dort wahre Krater auf.

Später geht es dann richtig zur Sache. Tiefer Schotter in

noch tieferen Spurrillen. Aus den Schottermassen, auf denen

das Motorrad permanent schwimmt wie in tiefem Schnee, ragen

spitze Steine heraus. Wenn man nicht rechtzeitig aus den

Spurrillen herauskommt, knallt man in diese hinein. Langsam

fahren geht nicht, weil man sonst im Schotter keine Stabilität

aufbaut. Ist man zu schnell, riskiert man, bei einem der dicken

Brocken über den Lenker zu gehen. Ist die Sektion überstanden,

warten Wellblechpisten auf uns. Hier kommt der Zeitpunkt,

an dem wir wirkliche Ehrfurcht vor den Bikes entwickeln. Sie

trotzen den Widrigkeiten und verrichten unbeeindruckt ihren

Dienst.

Nach acht Stunden, davon über sechs Stunden reiner Fahrzeit

bei höchster Konzentration, kommen wir recht ausgelaugt

in Marsabit an. 270 Kilometer haben wir hinter uns gebracht.

Keine Unfälle, keine Überfälle, nur schwere Knochen.

Knochen, Schrauben, altes Eisen,

Km 16.986, Lake Tanganyika, Tanzania

Tiefsand, Matsch, Wasser, Schotter, nasser Lehm, Kiesel,

Gras – und in einer unabwendbaren, fast dogmatischen Co-

Existenz mit diesen Untergründen, die immerzu präsenten, kratertiefen

Schlaglöcher, immer gewillt den Fahrer und das Motorrad

zusammenzustauchen, die Handgelenke, den Rücken, die

Knie, den Geist zu erschüttern. In diesem Tohuwabohu bricht

sich Gideon bei einem Sturz den kleinen Zeh. Nach viertägiger

Ruhepause ist das Gröbste überstanden, und wir ziehen

weiter.

Jedoch tut sich ein weiteres Problem auf. Meine 800er mutiert

zum Chopper. Als ich die gesamte Verkleidung abbaue,

kommt das Malheur ans Tageslicht. Der Bolzen, der das Federbein

oben mit dem Rahmen verbindet, ist gebrochen. Es

43


gibt keine neue Schraube, kein schweres Werkzeug. So gut es

geht, wird der Schaden repariert. Eine Schraube identischer

Größe können wir auftreiben, die jedoch nicht die erforderliche

Härte aufweist.


dem Weg, Affen, Wildschweine. Antilopen galoppieren über

hunderte Meter vor uns her, um sich dann wieder ins Gebüsch

zu schlagen.

Aus und vorbei,

Km 19.776, In the middle of nowhere, Botswana

Ich traue zunächst meinen Augen nicht. Da steht ein Elefant!

Direkt neben der Straße! Auf der anderen Straßenseite steht

eine ganze Herde. Als das Getröte des Bullen immer aggressiver

wird, legen wir lieber den Gang ein.

An der Grenze zu Namibia schließlich, macht die 800er

keinen Mucks. Alle Wiederbelebungsversuche scheitern. Per

Hänger transportieren wir sie in die 350 Kilometer entfernte

Hauptstadt. Das Diagnosegerät bei BMW in Windhoek bringt

es ans Tageslicht. Alles doch nicht so schlimm! Die Benzinpumpe

ist verstopft. Einmal die Polung getauscht, und der ganze

Dreck fällt heraus. Nun schnurrt sie wieder, wie ein Kätzchen.

Namibia ist Einsamkeit. Ein riesiges, aber sehr dünn besie-

Portrait

Christoph Isenberg (rechts)

arbeitet als freischaffender

Fotograf in Hamburg. Sein Schwerpunkt liegt in

den Bereichen People, Werbung, Mode und Sport. Der

Beruf bringt den wunderbaren Umstand mit sich, sehr

viel in der Welt herumzukommen und so entstand die

Sehnsucht nach der Ferne. Seit etwa 10 Jahren fährt

Christoph leidenschaftlich Mountainbike-Downhill. Seine

Motocrossmaschine verkaufte er vor 25 Jahren und war

seither nur auf unmotorisierten Zweirädern unterwegs.

REISE ABENTEUER AFRIKA NORD - SÜD AFRIKA NORD - SÜD

deltes Land. Wie oft waren wir von unzähligen Menschen umgeben

und hatten uns diese Einsamkeit und Ruhe gewünscht.

Die Fahrt gleicht nun mehr denn je einer Reise durchs Ich, einer

Meditation.

Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir pünktlich unser

Ziel. Kapstadt. Wir fahren in unsere eigene Welcome-back-

Party. Viele Freunde, darunter auch meine Freundin Nadine,

sind gekommen, um uns willkommen zu heißen.

Dies war sicherlich ein »Trip of a lifetime« und ich bin traurig,

dass er vorbei ist. Aber ich bin auch sehr glücklich! Das

Tor zur Welt steht sperrangelweit offen. Wir, in der westlichen

Welt, haben das Privileg, in fast jeden Winkel dieser Erde reisen

zu können. Dies bleibt einem Großteil der Weltbevölkerung

aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen verwehrt. Nach

der Rückkehr ist man erfüllt von Bildern, die Werte verschieben

können, sie in ein rechtes Licht rücken. Die unsere Sorgen

und unseren ach so wichtigen Mikrokosmos etwas in den Hintergrund

verschieben und einen klaren Blick auf das Ganze

zulassen.

Bis er auf einer der Fotoreisen in Kapstadt Gideon kennenlernte.

Der Traum eines gemeinsamen Abenteuers

auf Motorrädern ließ sie nicht mehr los, und so entstand

kurzentschlossen die Idee zum »Wüstenritt«.

www.christophisenberg.de

Gideon van der Watt lebt in Kapstadt,

verbringt aber, wann immer es geht, einige

Monate im Jahr bei seinen Freunden in München.

Auch er ist Fotograf. Seine Motive finden sich im Genre

Portraits, Auto-Fotografie und Hochzeiten. Gideon ist

Südafrikaner und wurde in Bloomfontain, in der Nähe

Johannesburgs geboren. Seine große Liebe gilt der

klassischen Musik, insbesondere Johann Sebastian

Bach, der ihn während der Reise via iPod begleitete.

Die treue BMW R 1150 GS fährt Gideon schon seit

einigen Jahren, seinen Führerschein machte er aber

erst einen Monat vor der Abreise.

www.gideonvanderwatt.com

Reiseinfos:

Die Route:

Der Wüstenritt führte uns durch 19 Länder. Via München ging es über Österreich,

Ungarn, Serbien, Mazedonien, Griechenland, Türkei, Syrien und Jordanien nach

Ägypten, weiter Richtung Sudan, Äthiopien, Kenia, Uganda, Tanzania, Malawi,

Zambia, Botswana, Namibia und schließlich Süd-Afrika.


Gutes GPS-Kartenmaterial für Garmin-Geräte ist erhältlich über www.tracks4africa.

com. Die Karten haben sich als recht genau erwiesen.

Falls geplant ist, ein Satellitentelefon mitzuführen, eignet sich für die gefahrene

Strecke das Iridium-Netz. Die Abdeckung ist gut. Wir haben ein 200-Minuten-

Paket erworben, das sechs Monate lang gültig ist und mit etwa 500 Euro zu Buche

schlägt.

Sämtliche Elektronik (GPS, Funk, Sat-Phone, Kameras) sollte bis Äthiopien an allen

Grenzübergängen abgenommen und unauffällig verstaut werden. Manche Grenzer

reagieren misstrauisch auf zu gute technische Ausstattung, teilweise sind Funk oder

GPS sogar verboten. Abseits der Grenzen kümmerte sich jedoch keiner darum.


Die Visabeschaffung ist ein eigenes Kapitel und in unserem Fall (19 Länder) eine

Herausforderung.

Wir haben das Gros der Visa im Vorfeld besorgt. Dies ist aber nicht unbedingt notwendig.

Reist man zeitlich unabhängig und will flexibel bleiben, ist es eher hinderlich.

Mehrmals kam es nämlich vor, dass wir neue Visa an der Grenze erwerben

mussten, da die in Deutschland ausgestellten Dokumente bei der Ankunft in dem

betreffenden Land bereits abgelaufen waren. Meist erlangt ein Visum bereits am

Tag der Ausstellung seine Gültigkeit. Ab dann tickt die Uhr.

Die Visa ausschließlich vor Ort zu besorgen, birgt zwar einiges an Ungewissheit, ist

jedoch einfacher, je weiter man nach Süden kommt. In den arabischen Ländern ist

ein Einreisestempel Israels im Pass von Nachteil. Im Falle Syriens gar ein Verweigerungsgrund.

Ein Carnet de Passages, erhältlich beim ADAC, ist zwingend notwendig. Zwar gilt

auch diesbezüglich: je weiter südlich, desto entspannter die Zöllner. Unbedingt auf

korrektes Stempeln achten!

Gesundheit:

Impfungen gegen Polio, Diphtherie und Tetanus sollten aufgefrischt sein. Impfschutz

vor Hepatitis A und Typhus ist empfehlenswert. Die Gelbfieberimpfung ist

in fast allen Ländern Pflicht und wurde an einigen Grenzübergängen auch kon-

2 2010

REISEINFOS

trolliert. Medikamente zur Malariaprophylaxe

hatten wir dabei.


Wir hatten ein komplettes Werkzeug-Set dabei,

um alle Arbeiten selbst ausführen zu können.

Verschleißteile und Zaubermittel wie Kaltmetall,

Silikonpaste, Kabelbinder und einen kleinen

Vorrat an gängigen Schrauben sollte man mitführen.

Ersatzbirnen sind ebenfalls sinnvoll, da

Touristen gerne zur Kasse gebeten werden, auch

wenn die Hälfte der Einheimischen unbehelligt

ohne Licht umherfährt. Spanngurte sind Gold

wert und helfen überall. Außerdem kann man

vielen Afrikanern damit die Freude ihres Lebens

machen. Auch ein Ersatzfederbein könnte zum

Einsatz kommen.

Ich hatte zwei identische Wilbers Elemente dabei,

so konnte ich bei dem Ersatz-Dämpfer auf die

schwere Feder verzichten.

Die gesamten 25.000 Kilometer legten wir auf

zweieinhalb Sätzen Reifen zurück: ein Satz bereits

stark gebrauchter Straßenreifen hielt bis Syrien.

Ein Satz neuer TKC 80 bis Nairobi, ein weiterer

Satz neuer TKC 80 bis hinunter nach Kapstadt.

Weitere Informationen, Adressen, Kontakte, Tipps

und Stories unter www.wuestenritt.de

NAMIBIA

Kapstadt

SÜDAFRIKA

BOTSUANA

SAMBIA

Hamburg

DEUTSCHLAND

ÖSTERREICH

UNGARN

SERBIEN

MAZEDONIEN

GRIECHENLAND

MALAWI

SUDAN

UGANDA

ÄGYPTEN

TANSANIA

KENIA

TÜRKEI

ÄTHIOPIEN

SYRIEN

JORDANIEN

45


Kurztrip in die Alpen oder doch eher Weltreise? Ganz

gleich, welche Art von Reise geplant ist, beim Reiseworkshop

im BMW Enduropark Hechlingen werden Motorradfahrer-

Innen perfekt auf ihr zweirädriges Abenteuer vorbereitet.

In 2 1/2 Tagen erlernen die Teilnehmer das Fahren auf losem

Untergrund mit und ohne Gepäck, wobei hier reisetypische

Situationen, wie z. B. das

Aufheben eines beladenen Motor-

rades oder das Bergen aus einem

Abhang ganz explizit Trainingsinhalte

sind.

Viel Wert wird auch auf die Vermittlung

von technischem Grundwissen

gelegt. Die Zusammenstellung

eines Reisewerkzeugsets wird

ebenso gezeigt, wie die Reparatur

eines defekten Reifens oder eines

geborstenen Ventildeckels geübt

wird. Das Thema Navigation,

10 2 2010

TOURATECH MOTORRADREISE - WORKSHOP

2. Motorradreise-Workshop

Gewusst wie

Vom 14. bis 17. Mai fand im


des »Motorradreise-Workshop« statt.

Text und Fotos: Joe Stather

Mit der richtigen Anleitung

lassen sich auch schwierige

Situationen meistern (u.li.).

Das Gelernte muss gleich

angewendet werden: Reifenfl

icken unterwegs (u.

Mitte). Tipps vom Profi :

Manfred Spitz, der Chef des

Enduroparks, gibt praxisnahe

Techniktipps für unterwegs

(u.re.).

von der Planung am heimischen Rechner bis zur Verwendung

vorbereiteter Tracks und Routen unterwegs, wird den Teilnehmern

vom Touratech Produktmanager und Navigationsspezialisten

Jo Glaser erklärt.

Erwin Thoma von BMW gibt aus eigener Reiseerfahrung

wertvolle Tipps zur Vorbereitung, zur Planung und zum Umgang

mit Behörden unterwegs. Der Touratech Produktmanager

und Motorradabenteurer Joe Stather gibt Ratschläge zur Ausrüstung.

Abgedeckt sind die Wissensgebiete Fahrerausstattung

und Beladung aber auch Camping-Equipment und Reisezube-


gung und ein großes Lagerfeuer im Park. Alle Instruktoren und

Referenten stehen den Teilnehmern auch für persönliche Fragen

zur Verfügung und natürlich muss das neu Gelernte auf einer

kleinen Ausfahrt gleich angewendet werden.

Der Workshop soll Lust zum Reisen machen und die Angst

vor dem Losfahren nehmen.

Weitere Informationen, Termine und Anmeldung

unter www.enduropark-hechlingen.de

WebTV Programmvorschau

Televisionär

Touratech WebTV zeigt aktuelle Beiträge

zu den Themen Motorradreisen

und Endurosport.

Wenn es darum geht, sich optimal auf eine Reise

vorzubereiten, ist der Reiseworkshop im Enduropark

Hechlingen eine gute Adresse. Informative

Bilder ab Mitte Juni im WebTV.

Das Erzberg Rodeo gilt als härtestes Endurorennen

der Welt. Ehrensache, dass das Team Touratech

Racing bei diesem Event am Start ist. Die

heißesten Clips zeigt das WebTV im Juni.

Mehr als 6.000 Besucher werden vom 18. bis

20. Juni 2010 in Niedereschach zum Touratech

Travel Event erwartet. Wer nicht dabei sein kann,

der kann sich Ende Juni im WebTV ansehen, was

PROGRAMM WEB TV

er verpasst hat. Nach diesem Beitrag macht das

WebTV Sommerpause. Neue Beiträge ab Ende

Juli unter www.touratech-video.de

2 2010

www.touratech-video.de

Travel Time

Travel Time

11


30

3D-Verschlussmimik mit Einhandbedienung

CNC-lasergeschnittene und

CNC-gebogene Edelstahl-Bauteile

Speziell für das iPhone

maßgeschneiderte Präzisions-Verschlusskontur

Kunststoffecken

mit UV-Lichtbeständigen Silikonringen

Touratech Vibrationsentkoppelung

Lenkerhalterung um 90° drehbar

Lenkerhalterung

speziell für den Motorradeinsatz entwickelt

ZUBEHÖR iBRACKET

iBRACKETLenkerhalterung

für Apple iPhone

2 2010

Bei dieser Lenkerhalterung sind wir völlig neue

Wege gegangen. Das iBracket ist, wie das iPhone selbst, einzigartig

in Bedienkonzept und Funktion. In enger Zusammenarbeit

mit dem Designer hat unsere Entwicklungsabteilung

Touratech-typische Merkmale wie Robustheit, Zuverlässigkeit

und Funktionalität in ein Gesamtkonzept integriert, bei dem

Form und Funktion eine Einheit bilden.

Um der Konzeption, der Haptik und der Formensprache

des iPhone gerecht zu werden, wurden die Bauteile auf

das Wesentliche reduziert. Alle Komponenten sind trotz ih-


UV-Licht-beständige Silikonringe geben der intelligenten 3D-

Verschlussmimik die nötige Spannung. Das iPhone liegt in



tur integriert das Gerät vollkommen spielfrei in die Lenkerhalterung.

Die Bedienbarkeit des iPhone bleibt dabei komplett erhalten.

J.S.

Touratech Tipp:

Zusammen mit den Touratech Anbauadaptern kann das

iBracket an praktisch jedem Motorrad verwendet werden.

Fahrradhalterungen und eine KFZ-Aufnahme sind in Arbeit.



Katalog Seite 168/169,

Preis: 99 Euro

Art.-Nr.: 065-0430 – iBracket für Motorrad,

Art.-Nr.: 065-0450 – iBracket für Fahrrad

TOURENFAHRER erscheint monatlich!

Jahres-Abo nur 54,00 Euro

www.tourenfahrer.de

Motorradfahrer erscheint monatlich!

Jahres-Abo nur 21,60 Euro

www.motorradfahrer-online.de

Aufsteigen und abfahren. Die ganze Faszination

des Motorradfahrens schon daheim genießen, und dann ab in den

Sattel. Ob Supersportler oder 125er, Gebrauchte oder Newcomer, Praxis

oder Technik – im »Motorradfahrer« dreht sich alles um zwei Räder. Sie wollen

auf große Tour gehen? Die schönsten Motorradstrecken dieser Welt bringt Ihnen der

TOURENFAHRER in faszinierenden Reportagen nach Hause. Oder lieber runter vom Asphalt?

MotorradABENTEUER zeigt Globetrottern und Enduro-Fahrern, wo Träume noch

Wahrheit werden können.

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12

TERMINE AKTUELL

Travel Time

Travel Time

TOURATECH TERMINKALENDER

Wichtige Reisetreffen 2010

Unter uns

MRT Gieboldehausen

03.-05.09. 2010

Mit verbesserter Organisation will das Motorradreisetreffen,

kurz MRT, in Gieboldehausen

auf den seit Jahren wachsenden Besucheransturm

reagieren. Nachdem die Location bereits

im vergangenen Jahr auf das zentral im Ort

gelegene Gelände rund um den Gasthof Niedersachsenhof

verlegt worden war, hat die Orga-Crew

rund um Ralph Wüstefeld nun weitere

Verbesserungen wie eine große Zeltwiese mit


sowie ein leistungsfähigeres Catering ersonnen.

Moderat bleiben die Preise. Die Teilnah-





che Anmeldung erfolgt über das Web unter

www.motorrad-reise-treffen.de, wo es

ab Juni auch ausführliche Informationen zum Programm

geben wird.

Stella Alpina

11.07. 2010

BMW


wieder am zweiten Sonntag im Juli das Motor-

Hülsmann, A.

radtreffen »Stella Alpina« statt. Dank seiner Location

auf einer Almwiese knapp unterhalb des Fotos:

2 2010


Bardonecchia im Piemont, kann diese Convention

zu Recht den Titel des »höchstgelegenen Motorradtreffens

der Welt« beanspruchen. Gemäß

der Philosophie des Gründungsvaters, des britischen

Motorradjournalisten Harry W. Louis, ist

das Interesse am alpinen Motorradfahren einziges

Bindeglied zwischen den Teilnehmern.

Weder Programm noch Pokalverleihung oder



dung. Für die Anreise mit GPS-Unterstützung:

N 45° 07.965 E 006° 50.769

(WGS84).

BMW Motorrad Days

02.-04.07. 2010

Wie die Zeit vergeht: bereits zum zehnten Mal


Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen statt.


wieder ein üppiges Programm mit Probefahrten,

Workshops, Shows und Vorträgen auf die


der GS-Baureihe wird es eine Reihe von Son-



ro-Park getestet werden oder die legendärsten


ner großen Ausstellung vereint. Das genaue Programm

wird kurz vor der Veranstaltung veröffentlicht.

Näheres unter www.bmw-motorrad.de.

TIPPS UND NEUES

Die eigenen Abenteuer mit

dem Motorrad als Film festhalten – im

Zeitalter von YouTube schon fast ein Muss. Wer hierbei

den Einsatz einer klobigen Videokamera scheut,

sollte sich mit der Contour HD-Kamera vertraut machen.

Das nur 123 Gramm schwere Gerät bietet einen

erstaunlichen Funktionsumfang und eine Aufl ösung

von maximal 1920 x 1080 Bildpunkten bei 30

FPS (Bilder pro Sekunde), was dem Full-HD-Standard

entspricht.

TOURATECH

Contour HD Helmkamera Gegenüber dem Vorgängermodell verfügt die aktuelle

Contour HD über einen verbesserten Farbabgleich,

Draufhalten

eine leistungsfähigere Blende und ein neues Mikrofon,

Wo man sich trifft

das im Sinne guter Tonqualität Störgeräusche wirkungsvoll

fi ltert.

Bis zu dreieinhalb Stunden Filmmaterial in Full HD können

auf einer bis zu 16 GB großen MicroSD-Karte gespeichert

werden. Der Akku liefert Strom für etwa zwei

Stunden Betriebsdauer.

Neben dem geringen Gewicht empfi ehlt sich der Winzling

durch seine Robustheit für den Motorradeinsatz.

Das Aluminiumgehäuse ist gegen Spritzwasser geschützt,

das Innenleben ist stoßsicher in Silikon eingebettet.

Montiert werden kann die Contour HD ebenso an

einer Halterung am Fahrzeug wie am Helm.

Der Lieferumfang umfasst neben der Kamera eine

MicroSD-Speicherkarte mit 2 GB, Brillenhalterung,

Helmhalterung, Akku und USB-Kabel.

Art.-Nr. 01-062-0001-0, Preis 349 Euro

Neben dem Travel Event, dem BMW Motorrad Days in Garmisch und dem

Motorradreisetreffen in Gieboldehausen, gibt es noch weitere Zusammenkünfte, die

für reisende Motorradfahrer interessant sind. So zum Beispiel die Adventure Days vom

(www.adventuredays.de).


rer Horizons Unlimited Meetings ein. Wer im englischen Ripley dabei sein will, sollte

sich anmelden, denn nicht selten sind die Treffen von Susan und Grant ausgebucht

(www.horizonsunlimited.com)

die Triumph Tri Days in Neukirchen/Österreich statt (www.tridays.com). In Schwung


(www.wuppenduro.de).

ENDURO

PARK

HECHLINGEN

Powered by BMW Motorrad

Habt ihr auch den TRAUM, auf große

Tour zu gehen?

In unserem neuen Training

"Reisefertig in drei Tagen"

vermitteln dir unsere Profis alle

Kenntnisse, damit du gut

vorbereitet zu deiner Tour

starten kannst.

Worauf wartet ihr noch? Das gesamte

Instruktorenteam aus dem Enduro

Park Hechlingen und ich freuen uns

auf euren Besuch.

Euer Manfred Spitz

www.enduropark-hechlingen.de

13


92 2 2010

as Mittelmeer! Kommt da nicht Urlaubsstimmung auf?

Bilder von Stränden, Bettenburgen und beleibten Urlaubern

in Shorts und bunten Hawaii-Hemden? Klar, das sind

Klischees und natürlich gibt es auch idyllische Plätze, wie das

kleine Dorf auf einer griechischen Insel, wo man die Seele noch

halbwegs ungestört baumeln lassen kann. Das Mittelmeer ist etwas

für einen drei Wochen Urlaub, aber nichts für einen neunmonatigen

Abenteuertrip per Motorrad. Denkste! Dirk Schäfer

sieht das anders. Ob Tunesien, Türkei, Griechenland, Frankreich

oder Spanien – den Reisejournalisten zieht es immer wieder

an dieses Gewässer. Da lag eine komplette Umrundung irgendwann

einfach auf der Hand.

Was bei einem Blick auf die Landkarte mehr nach einer ausgedehnten

lockeren Urlaubstour aussieht, scheitert in der Realität

oft an Gegensätzen, Feindseligkeiten zwischen Völkern,

oder Willkür der Bürokratie. Mit all dem sah sich Dirk Schäfer

bei seiner Runde ums Mittelmeer konfrontiert. Aber es gab auch

Momente der Ruhe, des Durchatmens, hingebungsvoller Gastfreundschaft,

menschliche Glücksfälle und Landschaften von

dekadenter Schönheit. Viele solcher Momente hat der Autor mit

der Kamera festgehalten.

Die schönsten und imposantesten Aufnahmen, die auf seiner

neunmonatigen Tour entstanden sind, hat Dirk Schäfer in einen

Bildband gepackt. In »Via mediterra« zeigt er dem Betrachter

ein Mittelmeer, das weit entfernt von klischeehaften Vorstellungen

liegt. Er stellt Menschen vor, die die Sitte der Gastfreund-


ten Gebräuchen ihrer Vorfahren leben.

VIA MEDITERRA REISEDROGE

Mehr IMURLAUB

ABENTEUER

Dirk Schäfer hat sich mit einem Motorrad aufgemacht, das Mittelmeer

zu umrund umrunden. Mitgebracht hat der Reisejournalist unzählige Aufnahmen,

D

von denen er die endrucksvollsten in einem Bildband

zusammengestellt hat.

Dirk Schäfer hat es eindrucksvoll geschafft, ein Bild des Mittelmeeres

jenseits des Massentourismus zu entwerfen. Seine Bilder

koketieren nicht mit abgegriffenen Vorstellungen, sie zeigen

dem Betrachter, wie es hinter den Kulissen der Bettenburgen

und überlaufenen Strände wirklich aussieht. A.H.

Als Dirk Schäfer 1985 ein

Entwicklungshilfeprojekt

in Kenia besuchte, glaubte er,

dass es die Reise seines Lebens sei. Er

hatte sich getäuscht. Seither sind aus

der einen großen Reise viele große


ten geworden. Seine Reportagen veröffentlicht

der gebürtige Wuppertaler

international in Motorrad- und Reisemagazinen.

Mehrfach wurden seine

Diashows und Multivisionen für ex-


zählte Storys ausgezeichnet.

Für »Via Mediterra« war der Wahl-

Essener neun Monate in 21 Ländern

rund ums Mittelmeer unterwegs.

Dirk Schäfer

»Via Mediterra«,

Herausgeber Touratech AG,

164 Seiten, Hochglanzdruck,

ISBN: 978-3-941007-04-8,

Katalogseite: 1019, Preis: 24,90 Euro

93


W

VORSTELLUNG: DISTRIBUTOREN TOURATECH FRANCE

Touratech-Produkte sind mittlerweile in

28 Ländern erhältlich. Für einen reibungslosen Service sind die

Distributoren vor Ort verantwortlich. Den Anfang der

Expansion machte Yvon Bodelot: er gründete Touratech France.

enn Yvon Bodelot von Touratech erzählt, spricht er

von einer »Liebesgeschichte«. Seit zehn Jahren ist

der sympathische Franzose Touratech-Distributor – der »dienstälteste«

von mittlerweile 28 weltweit, Tendenz steigend.

Dabei hatte alles recht schmerzhaft begonnen: »Es war

1997. Nach einem schweren Unfall war ich zwei Monate ans

Bett gefesselt und dachte nur ans Motorradfahren. Damals reifte

der Gedanke, ein Motorradgeschäft zu eröffnen«, erinnert

sich Yvon.

Zwei Jahre später, mitten in den Vorbereitungen auf eine Afrikareise,

brachte ein Freund einen englischen Touratech-Katalog

mit – auf Französisch gab es ihn damals noch nicht. Yvon blätterte

darin bis zu später Stunde, ließ das gute Stück aber aus

Versehen draußen liegen, als er endlich ins Bett ging. Dumm

nur, dass es in der Nacht zu regnen begann, und so war am

nächsten Morgen nur noch eine aufgeweichte Masse Papier

übrig. »Ich versuchte, jede einzelne Seite zu trocknen und zu

glätten«, lacht Yvon, »rief dann aber doch in Niedereschach

an, um mir einen neuen Katalog schicken zu lassen.«

Welch ein Glück, dass Herbert Schwarz selbst den Hörer

abnahm – nicht nur der Sprache wegen. Die beiden verstanden

sich prächtig, und so fragte Yvon, ob er nicht Importeur in Frankreich

werden könne. »Am 12. August 1999, dem Tag nach


wurde schließlich Touratech-Distri. Es war die Qualität der Beziehung

zu Herbert und Jochen, die den Ausschlag gab«, berichtet

der BMW-Fan.

Da Yvon, vorher nicht in der Motorradbranche tätig war,


Text: Margit Rowley

mals hat er aus Nostalgiegründen immer noch. Touratech France

gibt es seit 2000, im gleichen Jahr kam mit Yvons Übersetzungshilfe

auch der erste französische Katalog heraus, und

am 1. Mai 2001 feierte der Touratech-Shop in Orange Eröffnung,

zeitgleich mit dem allerersten Touratech Travel-Event überhaupt.

Das zweite fand 2003 ebenfalls in Südfrankreich statt,

und zwar in Chateau-Arnoux, bevor dieses Treffen schließlich

nach Niedereschach an den Firmensitz verlegt wurde.

Savoir

VIVRE

Ein Touratech Travel-Event gibt es auch beim Importeur

Yvon Bodelot in Frankreich. Ebenso wie

die Veranstaltung in Niedereschach genießt

das französische Pendant seit Jahren Kultstatus

in der Traveller-Szene. Von Martin Wickert

Der Mistral pfeift kalt in die Visiere der 200

Motorradreisenden, die sich zum gemeinsamen Korso in die Innenstadt von

Orange zusammengefunden haben. Allen voran Yvon Bodelot mitsamt Kind

in einer zum Gespann umgebauten R 1200 GS. Mitten im Freitagsverkehr

sperrt die französische Polizei Auffahrten, Kreisel und Kreuzungen, um den

begeisterten Kunden und Freunden von Touratech Frankreich einen Weg zum

Yvon Bodelot versorgt den französischen

Markt mit Touratech-Parts.

Seitdem ist Yvon ein

überzeugter Wegbegleiter:

Dass Touratech

2001/2002 an der le-


teilnahm, ist zu einem

großen Teil dem Engagement

des rührigen Franzosen

zu verdanken, und mit

der Einführung der Touratech-Streetline

2008 ging

ebenfalls ein lang geheg-

ter Wunsch von ihm in Erfüllung. Im gleichen Jahr zog Touratech

France in ein neues, 1000 Quadratmeter großes Domizil

im Außenbereich von Orange um, denn der alte Shop in der

Stadtmitte war längst zu klein geworden. Zur Finanzierung verkaufte

Yvon kurzerhand seine Management-Consulting-Company.

Mittlerweile ist auch das Travel-Event von Touratech France

zu einer festen Größe geworden – und wie die Bilder zeigen


Triumphbogen in der Altstadt von Orange zu bahnen. Vor genau 10 Jahren haben Herbert

und Yvon an dieser Stelle gestanden und Touratech Frankreich zum Leben erweckt.

Für Yvon ist es ein Heimspiel und der Franzose kann mit seiner Überschwänglichkeit

kaum an sich halten, wenn er über die letzten 10 Jahre spricht. Hier in seiner

Stadt kommen seit Jahren die Motorradreisenden und Rallyefahrer Frankreichs zusammen,

um ihre Fahrzeug auszustatten und viele sind über die Jahre von Kunden

zu Freunden geworden. Die Begeisterung schwappt auf alle Teilnehmer über, als diese

ihre Fahrzeuge vor dem Triumphbogen für ein Foto aufbauen.

Und auch die langjährigen Kunden sind begeistert. Vor genau zwei Jahren haben

Alain und seine Frau, die Motard Nomads, hier mit einer von Touratech ausgestatteten

R 1150 GS ihre Reise um die Welt begonnen und sind pünktlich zum 10-jährigen Touratech

Travel Event nach Frankreich zurückgekehrt, um hier das erste Mal ihre Bilder

zu präsentieren. Drei Abende lang beeindrucken die beiden Traveller mit hunderten

von Bildern die Gäste, nehmen die Besucher mit auf eine Reise durch Nord- und Südamerika,

Australien und Afrika.

Ein verlängertes Wochenende, von Donnerstag bis Sonntag, feiert das Team von

Touratech Frankreich das Jubiläum und präsentiert sich frisch und motiviert wie eh

Der Motorradkorso

zum Triumphbogen

von Orange ist der

Höhepunkt des Travel-Events

bei Touratech

France (o.)

Dem stattlichen Firmengebäude

sieht

man nicht an, dass

Yvon Bodelot den Import

von Touratech-

Produkten vor zehn

Jahren in einer Garage

begann (u.)

und je. Die Verkaufsräume sind herausgeputzt und hergerichtet für die Besucher

aus ganz Frankreich, Spanien, Deutschland und der Schweiz, eine Armada an umgebauten

Touratech-Motorrädern lässt die Kunden und Besucher staunen und fachsimpeln.

Sogar der Bürgermeister schaut vorbei und gratuliert dem begeisterten

Chef von Touratech Frankreich zum Firmengeburtstag. Herbert Schwarz überbringt

seinem langjährigen Freund und Geschäftspartner die Glückwünsche zu dessen unglaublicher

Erfolgsgeschichte persönlich.

Partner und Aussteller von BMW, KTM, Öhlins etc. rücken eng zusammen und

genießen die warme und herzliche Atmosphäre an diesem eiskalten südfranzösischen

Wochenende. Unter den Olivenbäumen auf dem Firmengelände entsteht eine

Zeltstadt, auf einem großen Testgelände zieht ein Endurofahrer seine Runden über

einen extra für die Veranstaltung angelegten Kurs und immer wieder fi nden sich

Grüppchen von begeisterten Reisenden zusammen, um über Kreuzungen, Kneipen

und Erlebnisse am Ende der Welt zu diskutieren.

Auch wenn sich Südfrankreich nicht von seiner warmen Seite zeigt, lässt das

Wetter doch einige Ausfahrten in die Umgebung zu und so starten diverse Touren in

die nahe gelegene Ardeche oder zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Und Yvon

beweist einmal mehr, dass Frankreich nicht nur während des 10-jährigen Firmenjubiläums

eine Reise wert ist, als er zum Abschied alle persönlich in den Arm nimmt

und einlädt doch bald wieder vorbeizukommen.

90 2 2010 2 2010

91

Fotos: Martin Wickert


54

Travel

MAKER

2 2010

Made for adventure

Text: Andreas Hülsmann

Sie bringt Männer zum Schwärmen, lässt sie von Abenteuern

in den hintersten Ecken dieser Erde träumen. Die KTM

990 LC8 Adventure ist wie gemacht für aufregende Erlebnisse

abseits der Straße. Im letzten Jahr haben die österreichischen

Erbauer ihre Reise-Enduro noch einmal aufpoliert, sie mit mehr

Leistung und mehr Komfort ausgestattet. Das sind schon mal

gute Voraussetzungen für ein Motorrad, das auch mal längere

Touren mitmachen soll.

Lampenmaske

Dakar-Look verleiht diese Lampenmaske

mit Doppelscheinwerfer.

Das »Facelifting« gibt der LC8

durch die 10 Zentimeter niedrigere

Bauhöhe ein sportlicheres Aussehen.

Der Schild ist oben abgewinkelt,

so dass IMO, GPS-Halter

oder Roadbook montiert werden

können. Die beiden DE-Scheinwerfer

sorgen bei Dunkelheit für

den nötigen Weitblick.

Katalog Seite 604,

DE/DE: Art.-Nr.: 370-0103 (blau),

Art.-Nr.: 370-0104 (schwarz),

Preis: 549,00 Euro

DE/Xenon:

Art.-Nr.: 370-0105 (blau),

Art.-Nr: 370-0106 (schwarz)

Preis: 699,00 Euro

Großer Tank

Extreme Reisen brauchen extreme

Reichweiten. Mit dem 45-Liter-Tank

von Touratech wurde das

Kraftstoffvolumen mehr als verdoppelt.

Trotz des größeren Fassungsvermögen

bleibt der sportliche

Charakter der LC8 erhalten.

Wie beim Original werden beim

Zubehörtank zwei Hälften montiert

und separat befüllt. Die beiden

Tankhälften haben abschließbare

Deckel und sind in den

Farben orange, schwarz und weiß

bzw. transparent erhältlich.

Katalog Seite 605,

Art.-Nr: 370-0300 (orange),

Art.-Nr: 370-0302 (schwarz),

Art.-Nr: 370-0304 (weiß),

Preis: 1299,00 Euro

Motorschutz

Ein stabiler Motorschutz ist bei

Touren abseits des Asphaltes ein

Muss. Bei der LC 8 sind empfi ndliche

Elektronik- und Motorteile

serienmäßig nur durch eine

Plastikabdeckung geschützt. Wer

unliebsame Überraschungen unterwegs

vermeiden möchte, der

sollte auf eine robustere Alternative

zurückgreifen. Der hochfeste

Alu-Protektor von Touratech bietet

allen empfi ndlichen Komponenten

zuverlässigen Schutz vor

Steinschlag und Bodenkontakt.

Katalog Seite 608,

Art.-Nr. 370-0130

Preis: 210,00 Euro

Scheinwerferschutz

Genauso wie ein Motorschutz sollte

für große Reisen ein Lampenschutzgitter

montiert werden.

Dieses speziell für LC8 entwickelte

Stahlgitter kann einiges vertragen

und sorgt dafür, dass das

Licht auch bei Fahrten über Pisten

nicht ausgeht. Der Schutz hat

die Form des Lampenumrisses

und fügt sich damit harmonisch

ins Design. Leider in Deutschland

nicht TÜV- fähig – doch auf Reisen

sollte auf eine solche Abdeckung

nicht verzichtet werden.

Katalog Seite 609,

Art.-Nr: 370-0261,

Preis: 62,00 Euro

KTM 990 LC8

Keine Frage, schon die Serienmaschine kann einiges vertragen

und macht anspruchsvolle Unternehmungen mit. Aber

es geht noch besser, dachten sich die Touratech-Entwickler und

haben bei der LC8 etwas genauer hingeschaut. Nach einem

sorgfältigen Entwicklungsprozess sind Reisezutaten entstanden,

die das Unterwegssein mit dem österreichischen Zweizylinder

noch angenehmer machen. An erster Stelle steht der große

Tank. Mit einem Fassungsvermögen von 45 Litern, macht die-

Tankschutzbügel

2 2010

ZUBEHÖR

Eine weitere wichtige Schutzmaßnahme

ist der Tankschutzbügel.

Im Gelände ständig konzentriert

unterwegs zu sein, ist fast unmöglich.

Ein Stein, eine Spurrille,

weicher Untergrund und schon ist

es passiert: das beladene Motorrad

lässt sich nicht mehr halten.

Die exponierten Tankfl anken der

Adventure sind bei solchen Stürzen

sehr gefährdet. Wer Schlimmeres

verhüten möchte, fi ndet

im Tankschutzbügel einen wirksamen

Schutz der kostbaren Benzinvorräte.

Katalog Seite 610,

Art.-Nr: 370-0320,

Preis: 195,00 Euro

ser Kraftstoffbehälter die KTM zu einer echten Fernreise-Enduro.

Und auch für den Transport des Gepäcks gibt es von Touratech

neben Koffersystem und Tankrucksack einiges, was unterwegs

nützlich sein kann.

Die LC8 ist mit den langen Federwegen ihres robusten Fahrwerks

und dem kräftigen Motor eine gute Basis für extreme Touren.

Das maßgeschneiderte Material von Touratech macht sie


Gepäckbrücke

Zu einem guten Gepäcksystem

gehört auch eine große Gepäckbrücke.

Die Touratech-Brücke besteht

aus vier Millimeter starkem,

eloxiertem Aluminium. Sinnvolle

Materialaussparungen senken

das Gewicht, ohne die Festigkeit

zu beeinträchtigen. Zahlreiche

seitliche Schlitze erlauben eine

sichere Befestigung unterschiedlichster

Gepäckstücke mit Zurrgurten.

Katalog Seite 612,

Art.-Nr: 051-1106,

Preis: 52,00 Euro

Sportsitzbank

Für die LC8 Adventure hat Touratech

eine Sportsitzbank in zwei

Versionen entwickelt. Beide Varianten

verfügen über eine Hohlkehle,

die auf langen Touren den

Steiß entlastet. Der Unterschied

zwischen den beiden Versionen ist

ihre Höhe. Die niedrige Sitzbank

senkt die Sitzhöhe auf 85 Zentimeter.

Die höhere Variante misst

zwei Zentimeter mehr als die Originalsitzbank

.

Katalog Seite 604,

Art.-Nr: 055-2161 (hoch),

Art.-Nr: 055-2165 (niedrig),

Art.-Nr: 055-2167 (Standard),

Preis: 319,00 Euro

55


Fischbacher Straße

NIEDERESCHACH

Nach Villingen

Villinger Straße

Auf dem Zimmermann

TRAVEL EVENT 2010 PROGRAMM

Dauchinger Straße

WOTRAVEL EVENT

Programm 2010

IST WAS

Rottweiler Straße

WC

Zur A 81

Workshops, Vorträge, Probefahrten, Enduro-Parcours

und über 40 Aussteller – auf dem Touratech

Travel Event ist einiges los. Damit Sie sich besser zu-


ten eine Übersicht zusammengestellt.

Finden können sie auf dem Touratech Travel Event alles,

was Sie für eine kleine oder große Reise mit dem

Motorrad brauchen. Machen Sie eine Probefahrt

und vergleichen Sie verschiedene Modelle direkt miteinander.

Probieren sie aus, welcher Kocher für Sie

der beste ist oder welches Zelt

Ihnen am gemütlichsten erscheint.

Auf dem Travel Event

haben Sie reichlich Gelegenheit

dazu. Sollten Sie noch

gar nicht wissen, wohin Ihre

nächste Reise führt, dann lassen

Sie sich von den vielen Vorträgen, die auf dem


WANN?

FREITAG, 18. JUNI

Vorträge im Zelt (Vorträge 1)

13:30 Uhr: WM Vorrundenspiel Deutschland – Serbien

17:00 Uhr: »Wiedersehen mit Schottland«, (Film von Ramona

und Herbert Schwarz)

Workshops (Vorträge 2)

16:00 Uhr: Geocaching – die moderne Schnitzeljagd, Markus Gründel

Showbühne

22:00 Uhr: »Via Mediterra – eine Reise rund ums Mittelmeer«

(Multivision von Dirk Schäfer)

Enduro Parcour

ab 14:00 Uhr: Enduro Schnupperkurs

Probefahrten BMW G 450 X, Husqvarna-Enduros

Vorstellung der Fahrer von Touratech Racing

46 2 2010

SPORT

PROTECTION

BRUST-

PROTEKTOR

ab € 245,-

KNIEORTHESE

Leicht, stabil,

funktionell und

preisgünstig.

Stück € 475,-

DYNAMIC

RÜCKENPROTEKTOR

DIN EN 1621

Level 2

CE-geprüft

ab € 139,95

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Extrem leicht

Stück € 349,-

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motobike@ortema.de · Tel. +49 7145 912081

www.ortema.de


SAMSTAG, 19. JUNI

Vorträge im Zelt (Vorträge 1)

TRAVEL EVENT 2010 PROGRAMM

10:00 Uhr: »Wiedersehen mit Schottland«,

(Film von Ramona und Herbert Schwarz)

11:00 Uhr: »Beartrek«, (Englisch, Film, über ein globales

Abenteuer zur Rettung der Bären,

von Chris Morgan)

12:00 Uhr: »Mythos Indien«, (Multivision von

Claudia Schmitt und Thomas Lang)

13:00 Uhr: »Eispassage«, (Multivision von Bruno Pillitteri)

14:00 Uhr: »Back to Scotland«, (Englisch, Film von

Ramona und Herbert Schwarz)

15:00 Uhr: »Mongolei«, (Multivision von Uta Baier)

Workshops (Vorträge 2)

10:00 Uhr: »GPS Grundlagen«, Martin Heim

11:30 Uhr: »TT QV Möglichkeiten der Routenplanung«,

Dr. Ralf Bögel

13:00 Uhr: »Tripy die etwas andere Art der

Routenplanung«, (Englisch), Benoit Trmerie

14:30 Uhr: Geocaching – die moderne Schnitzeljagd,

Markus Gründel

Showbühne

ab 21:00 Uhr: Siegerehrung

BMW Motorrad GS Challenge

22:00 Uhr: »No plan is a good plan« (Premiere Südostasien

Film von Ramona und Herbert Schwarz)

23:30 Uhr: »100 Längengrade Ost«

Sibirien - Mongolei – Zentralasien.

(Multivision von Andreas Hülsmann)

Enduro Parcour

Ganztägig: Enduro Schnupperkurs

Probefahrten BMW G 450 X,

Husqvarna-Enduros

Vorstellung der Fahrer von Touratech Racing

48 2 2010

SONNTAG, 20. JUNI

Vorträge im Zelt (Vorträge 1)

10:00 Uhr: »Wiedersehen mit Schottland«,

(Film von Ramona und Herbert Schwarz)

11:00 Uhr: »Beartrek«, (Englisch, Film, über ein globales

Abenteuer zur Rettung der Bären,

von Chris Morgan)

12:00 Uhr: »Mythos Indien«, (Multivision von

Claudia Schmitt und Thomas Lang)

13:00 Uhr: »Eispassage«, (Multivision von Bruno Pillitteri)

14:00 Uhr: »Südamerika«, (Multivision von Uta Baier)

15:00 Uhr: Back to Scotland«, (Englisch, Film von

Ramona und Herbert Schwarz)

Workshops (Vorträge 2)

10:00 Uhr: »GPS Grundlagen«, Martin Heim

11:30 Uhr: »TT QV Möglichkeiten der Routenplanung«,

Dr. Ralf Bögel

13:00 Uhr: »Tripy die etwas andere Art der

Routenplanung«, (Englisch), Benoit Trmerie

14:30 Uhr: Geocaching – die moderne Schnitzeljagd,

Markus Gründel

Enduro Parcour

Ganztägig: Enduro Schnupperkurs

Probefahrten BMW G 450 X,

Husqvarna-Enduros

Vorstellung der Fahrer von Touratech Racing

Änderungen im Programm behalten wir uns vor

ROADBOOK

TRAVEL EVENT 2010

Gebasteltes

Fahrvergnügen

Und so wird´s gemacht:

Seiten heraustrennen, entlang der gestrichelten Linie schneiden

und die Strecken 1, 2 und 3 (die Nummer der Seiten

steht oben über der Roadbook-Strecke) an den Klebelinien

aneinander fügen.

Wenn die zusammengefügten Blätter umgedreht werden,

sieht man die Fortsetzung der Route mit Strecke 4, 5 und 6.

Fahrhinweis:

Folge immer der erkennbaren Hauptstraße. Biege

erst ab, wenn das Roadbook anhand

der Kilometerzahl eine

Anweisung zu Navigation

vorgibt.

Roadbook, Seite 1


Roadbook, Seite 6

Die Atmosphäre eines Treffens, das sportliche Feeling

eines Wettbewerbs oder einfach mal so in aller Ruhe

ein paar Liter benzin abfackeln: Der Touratech Travel

Event bietet von allem etwas. Mit im Mittelpunkt

steht wieder die BMW Motorrad GS Challenge, die für

die Teilnehmer so manche Überraschung bereithält.

An die 6.000 Besucher werden zum Travel Event in Niedereschach

erwartet. Viele von ihnen werden wohl am

Sonntag den Heimweg mit einer gehörigen Portion Fernweh

im Gepäck antreten.


Roadbook, Seite 4

Roadbook, Seite 2


Roadbook, Seite 5

Roadbook, Seite 3


P

Dauchinger Straße

Einfahrt

freihalten!

EINFAHRT NUR FÜR MOTORRÄDER

PROBEFAHREN/

REISEBERATUNG

WC

DUSCHEN

P

Lohnweg

P NUR FÜR MOTORRÄDER

PARKEN

LAGEPLAN

SHOP: AUSRÜSTUNG/GPS

Gewerbestraße

2 2010

VORTRÄGE

1

TRAVEL EVENT 2010

Ausstellerverzeichnis Abweichungen möglich

Arktos (Feelmax)

Bike & Travel e.K. (KTM)

BMW Motorrad

BOS Auspuff

BMW »LeRiTo« (Let‘s Ride Together)

Carinthia

DRK Deutsches Rotes Kreuz

Enduropark Hechlingen

Garmin Deutschland

Gastliches Kinzigtal - Touristinfo

Geocaching - Markus Gründel

Gravel Travel

Grüneberg Motorrad

(BMW, Suzuki, Yamaha)

Hitachi Power Tools

Husqvarna Deutschland

Kahedo

MSM Schwer (Honda)

Malelobo - Tom Wolf

Mallorquin Bikes

Marushin (JF Motorsport)

MotorradABENTEUER

WC

2. WAHL-

VERKAUF

WC TAGSÜBER

VORTRÄGE

12

REISEBERATUNG

FAHRZEUG-/FAHRERAUSRÜSTUNG

ENDURO PARCOUR

ZUR ZELTWIESE

Weitere Parkplätze sind im

Gewerbegebiet ausgeschildert

Mottouren - Jürgen Grieschat

Move Motorradreisen

MSR / Therm-a-Rest

MWB

Ortema

Radparadis Projekt

Reisemotorrad

Roadbooktouren

Reisemobilwerkstatt

Remus/ AC Schnitzer

Rukka

Schwarzwaldcruising

Spott

Stulz Touristik

Syburger

P

Teambuctou

Touratech Race Team

Tourenfahrer

Tripy

TT3D

TwoNav

XXL Biketrailer

Yeti Deutschland

Zepf (Aprilia, Kawasaki)

Zupin Motorsport (Öhlins)

P

53


56

1

FIRMENPORTRAIT KAHEDO

GENIUSLoci Das Namenskürzel des Inhabers Karl-Heinz Dorn – KAHEDO – steht seit

20 Jahren für hochwertige und innovative Tankrucksäcke, Gepäcklösungen und

Motorradsitzbänke »Made in Germany«.

2

Text: Joe Stather

3

Fotos: Joe Stather

Was 1979 mit der Einzelanfertigung von Sitzbän-


Motorräder begann, ist über zwei Jahrzehnte zu einem organisch

und gesund gewachsenen Betrieb mit 19 Mitarbeitern

geworden. Seit Beginn der Erfolgsgeschichte setzen Karl-Heinz

und Monika Dorn auf den Standort Deutschland (Bisingen).

Die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und Herstellern,

die Beschäftigung motivierter und motorradbegeisterter

Mitarbeiter und die Verwendung qualitativ hochwertigster

Materialien machen die Kahedo-Produkte so einzigartig.

Seit 1995 arbeiten Kahedo und Touratech im Bereich von



räumliche Nähe eine wichtige Rolle. Neue Ideen und Produkte



ative Potential beider Unternehmen mündet in hochwertigen,


Als begeisterter Motorradfahrer testet Karl-Heinz Dorn seine

Produkte selbst und feilt auch am Wochenende und im Urlaub

an Detailverbesserungen. Der Tüftler ist neuen Technologien

gegenüber aufgeschlossen und setzt auf innovative Werkstof-


Ideenreichtum setzt der gelernte Polsterer Dorn im Sitzbankbau

immer wieder neue Maßstäbe. So hat er eine Sitzbank mit atmungsaktivem

Bezugsstoff entwickelt, was den Langstreckenkomfort

deutlich erhöht.

Neben den vielen Artikeln, die Kahedo für Touratech fertigt,

bietet die Firma auch weiterhin maßgeschneiderte Lösungen für

Endverbraucher an.


den Jahren 2008 und 2009 mit dem Best Brand Award der

Zeitschrift MOTORRAD ausgezeichnet.

1. Familienbetrieb: Monika und Karl-Heinz

Dorn leiten das Unternehmen. 2. Ausschließlich

Hochwertige materialien werden für die

Kahedo-Produkte ausgewählt. 3. In den präzise

gefertigten Produkten steckt viel Handarbeit.

4. Kahedo steht nicht nur für Kontinuität,

sondern überrascht den Markt immer

wieder mit Innovationen 5. Motivierte Mitarbeiter

am Standort Deutschland

sind eines

der Erfolgsrezepte.

2 2010 57

4

5


64 2 2010

ZUBEHÖR HUSQVARNA

Rough

RIDERS

Wer Husqvarna sagt, der meint Enduro. Seit Anfang des

20. Jahrhunderts produziert die heute zum BMW-Konzern gehörende Marke

Motorräder für Extrem- ebenso wie für Hobbyenduristen. Endlich gibt es für die

weiß weiß-roten ro Offroader nun auch das robuste Touratech-Zubehör.

Das erste Motorrad wurde bei Husqvarna 1903 produziert,

im Jahr 1916 bereits der erste Sieg bei einem

der damals bekanntesten Endurorennen errungen. Seit

dieser Zeit wird das im Sporteinsatz gewonnene Know-how

genutzt, um die Motorräder ständig weiterzuentwickeln – eine

Philosophie, die die Endurospezialisten von Touratech gleichermaßen

antreibt.

Egal ob Extrem- oder Hobbyendurist: Die Fans der italieni-


das Rennteam der Touratech-Entwicklungsabteilung bei zahllosen

Wettbewerben gesammelt hat. Damit weitet der Schwarzwälder

Motorradausrüster nach dem umfangreichen Zubehörprogramm



die universell einsetzbare TE 630 hat Touratech ab sofort zahlreiche

Hard Parts und Spezialteile im Programm. Die Palette reicht

von Bergeschlaufen über Carbon-Protektoren bis hin zum Motorschutz

aus hochfestem Aluminium, wobei viele Spezialteile wie

Ritzelschutz und -abdeckung, Lenkerenden oder ein Sicherungsblech

fürs Ölschauglas durch das rot eloxierte Aluminium optisch

außergewöhnliche Akzente setzen.

Text: Margit Rowley

Dass die Touratech-Entwickler praktisch denken, zeigt sich

zum Beispiel an einem Kabelbinderhalter, der einfach unter der

Rosette der Tankverschraubung montiert wird.

Wer mit seiner Husqvarna ins Gelände gehen und trotzdem

leichtes Gepäck mitnehmen möchte, ist mit der kleinen

Gepäckbrücke bestens bedient. Während niedrige Fußrasten

aus Edelstahl für größere Fahrer eine einfache Möglichkeit darstellen,

die Ergonomie der Husqvarna zu verbessern, bietet der

Hard Part Kühler einen effektiven und verhältnismäßig günstigen

Schutz im Falle eines Falles.



anspricht, die vielseitige TE 450, die TE 510 mit ihrer enormen

Power oder die TE 630, die Alltagstauglichkeit mit Offroad-

Qualitäten verbindet – mit dem maßgeschneiderten Zubehör

von Touratech kann sich jeder »seine« Husqvarna ganz individuell

gestalten – optisch wie technisch.

Mehr zu den Husqvarna-Spezialteilen im neuen Adventure-

Katalog, der gratis per Telefon, Fax, E-Mail (siehe Seite 98)

oder im Internet angefordert werden kann. Die Produkte sind

auch im Webshop unter www.touratech.de erhältlich.

TE 250 / 310 / 450 / 510 und TE 630

Bergeschlaufen

Für den Einsatz in extremstem

Gelände. Serienmäßig haben die

TE-Modelle keine brauchbaren

Bergegriffe. Die Touratech-Bergeschlaufen

sind einfach anzubringen

und absolut stabil (vorn

und hinten). Ein Muss für den Extrem-Enduristen!

Katalog Seite 585,

Art.-Nr: 410-0129 (vorn),

Preis: 13,90 Euro (Bei TE 630

vorn und hinten nutzbar)

Art.-Nr: 410-0128 (hinten),

Preis: 10,90 Euro

Kettenführung

hinten

Das edle, rot eloxierte Aluminium-Laserteil

sorgt für eine individuelle

Optik. Sehr einfacher und

unkomplizierter Anbau! Original

Kunststoffteil wird weiterverwendet

(ab Modelljahr 2009).

Katalog Seite 588,

Art.-Nr: 410-0102 ,

Preis: 24,90 Euro

Kabelbinderhalter Fußbremshebelanschlag

Viele Endurofahrer setzen Kabelbinder

bei Notreparaturen ein.

Damit diese schnell und einfach

griffbereit sind, wird dieser kleine

Halter aus Edelstahl unterhalb

der Rosette montiert.

Katalog Seite 594,

Art.-Nr: 410-0310 ,

Preis: 13,90 Euro

Husqvarna TE 310/450/510 ab

2009, Husqvarna TE 250/630

ab 2010

Eloxierter Anschlag aus Aluminium, der am Rahmen oberhalb des Fußbremshebels

befestigt wird. Ein effektiver Schutz für den Bremszylinder.

Im Lieferumfang ist ein Montageschlüssel enthalten, dadurch wird das

Einstellen erleichtert.

Katalog Seite 602, Art.-Nr: 410-0118 , Preis: 18,90 Euro

Husqvarna TE 310/450/510 ab 2009, Husqvarna TE 250/630 ab 2010

2 2010 65

Travel Time


66

TE 250 / 310 / 450 / 510

GPS-Anbauadapter

Stabiler GPS-Anbauadapter, der

auf die Lenkerklemmung montiert

wird. Jeder Touratech GPS-

Halter kann somit in der Lenkermitte

befestigt werden. Deckt

Lochabstände quer von 79,5 bis

100,5 mm ab.

Katalog Seite 590,

Art.-Nr: 040-0690,

Preis: 41,90 Euro

2 2010

Travel Time

Ausbauhilfe

Steckachsen

Sehr hilfreich beim Demontieren

der Räder. So können die Steckachsen

einfach und ohne Hilfsmittel

herausgezogen werden.

Sieht nebenbei auch noch richtig

chic aus!

Rot eloxiert (ab 2009/2010).

Katalog Seite 588,

Art.-Nr: 410-0170 (vorne),

Preis: 39,90 Euro

Art.-Nr: 410-0173 (hinten),

Preis: 39,90 Euro

Hard Part Kühler Motorschutz

Ein defekter Kühler bedeutet

in der Regel das Aus. Was beim

Endurowandern sehr ärgerlich ist,

führt bei einem Wettbewerb sogar

ganz sicher zum Ausscheiden.

Schon ein unglücklicher Umfaller

kann den Kühler so beschädigen,

dass ein Weiterfahren nicht

so ohne weiteres möglich ist, und

zum Frust kommen dann noch die

Kosten für einen neuen Kühler!

Der Touratech Hard Part Kühler

bietet sehr soliden Schutz: massiver,

aber trotzdem leichter Rahmen

aus Aluminium mit zusätzlichen

Streben nach vorn – das

hält! Für beide Seiten (ab Modelljahr

09).

Katalog Seite 588,

Art.-Nr: 410-0130,

Preis: 89,90 Euro

Ein solider Motorschutz ist beim

Endurofahren das A und O. Für die

Husqvarna-Modelle ab Bj. 2009

bzw. TE 250 ab Bj 2010 bieten wir

einen sehr robusten Protektor aus

einer 3 mm starken, besonders

zähen und schlagfesten Legierung

an. Schützt den Motor und

die Rahmenunterzüge. Zudem

wird das »Überrutschen« von Felsen

deutlich erleichtert. Bietet jedem

handelsüblichen Hubständer

sicheren Halt. Durch den schnellen

An- und Abbau sind Wartungsarbeiten

weiterhin problemlos

machbar. Inklusive Anbauanleitung

und Montagematerial.

Katalog Seite 584,

Art.-Nr. 410-0145 (TE 310/450/

510 ab Modelljahr 2009)

Preis: 109,00 Euro

Art.-Nr 410-0140

(TE 250 ab Modelljahr 2010)

Preis: 109,00 Euro

Niedrige Fußrasten

aus Edelstahl

Für größere Fahrer (ab 1,85 cm)

ist die Ergonomie der Husqvarna

etwas gedrungen. Ebenso wie unsere

Lenkererhöhungen sind die

Touratech-Fußrasten eine gute

und einfache Möglichkeit, die

Husqvarna für größere Menschen

komfortabler und ergonomischer

zu gestalten. Die Fußrasten liegen

15 mm tiefer und 15 mm weiter

hinten als die Originalrasten.

Katalog Seite 585,

Art.-Nr: 410-0190,

Preis: 85,90 Euro

HUSQVARNA ZUBEHÖR

Sicherungsblech

Ölschauglas

Um das Ölschauglas besser zu

schützen, wird dieses Sicherungsblech

am Motorgehäuse montiert.

Es ist leichter und optisch schöner

als das Originalteil. Der Blick auf

den Ölstand ist weiterhin sehr gut.

Passend für Husqvarna TE 310 bis

510 ab 2009.

Katalog Seite 591,

Art.-Nr: 410-0121,

Preis: 8,90 Euro

TE 630

2 2010

Ritzelschutz

Alu eloxiert

Schützt den Gehäusedeckel, wenn

die Kette reißt. Neben der hervorragenden

Schutzwirkung ist das

edle rot eloxierte Laserteil auch

ein optisches Schmankerl.

Katalog Seite 586,

Art.-Nr: 410-0108,

Preis: 14,90 Euro (TE 310/450/

510 ab Modelljahr 2009).

Art.-Nr: 410-0400

Preis: 14,90 Euro,

(TE 250 ab Modelljahr 2010)

Carbon Protektoren

Gepäckbrücke

Sie wollen mit Ihrer Husqvarna

ins Gelände gehen und leichtes

Gepäck mitnehmen? Kein Problem.

Wir haben eine kleine, feine

Gepäckbrücke entwickelt, die zudem

noch leicht und stabil ist. So

wie es eben sein sollte. Dieser optische

Leckerbissen fügt sich hervorragend

ins Design der Fahrzeuge

ein. Aus 3 mm Alu, eloxiert

Alu natur (ab 2009).

Katalog Seite 590,

Art.-Nr: 410-0160,

Preis: 49,90 Euro

Verkratzte und beschädigte Motorgehäusedeckel gehören mit unseren

Carbon-Protektoren der Vergangenheit an. Aus leichtem und stabilem

Kohlefaserlaminat hergestellt, widerstehen sie fast allem. Wilde Ausritte

ins Gelände können den Deckeln ebenso wenig anhaben wie die harte

Sohle der Endurostiefel. Ein formschöner Schutz aus edlem Material,

der auch noch einfach und leicht zu montieren ist!

Katalog Seite 600,

Für Lichtmaschinendeckel TE 630: Art.-Nr: 410-0413, Preis: 53,90 Euro

Für Kupplungsdeckel TE 630: Art.-Nr: 410-0414, Preis: 53,90 Euro

Für Bremszylinderschutz TE 630: Art.-Nr: 410-0419, Preis: 49,90 Euro

67


Tankrucksäcke »30 Jahre GS«

Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum


entwickelte exklusive Tankrucksäcke

in schwarzweiß

stammt wie alle Gepäcksysteme der Touratech AG aus









und

die halten auch einem



der Tankrucksäcke ist optimal

an die Tankform der




bewährte Funktionalität

der Touratech-

Tankrucksäcke mit

den Farben der


Limited

AUSRÜSTUNG LIMITED EDITION

Rucksack

»20 Jahre Touratech«

Auf Basis des Rucksacks

COR13 von Ortlieb haben

wir eine limitierte »20-Jahre Touratech-Version«

entworfen und


Der COR13 verzichtet auf


ohne dadurch am Komfort zu

Zirkulations-Kanäle im



mischen und der lassen sich





ist extrem abrieb-






Weitere praktische Details: Wasserdichter T-




2010 gibt es viel zu feiern. Die GS-Modelle von BMW werden 30, Touratech

begeht das 20. Jubiläum. Grund genug, eine Sonderedition Zubehör aufzulegen:

für die GS-Sondermodelle gibt es spezi-

EDITION

ell gestylte Tankrucksäcke, für den marken-


Streng limitiert, versteht sich.

Nur solange der Vorrat reicht! Mehr Infos unter www.touratech.de oder Tel.: +49-7728-9279-0

FAN Artikel

Als 1998 für die

Touratech-mitarbeiter

das erste »Werks-T-

Shirt« in einer Aufl age von nur 10

Stück in Auftrag gegeben wurde,

konnte keiner ahnen, was sich daraus

entwickeln würde. Doch schon

dieses erste T-Shirt war, obwohl unverkäufl

ich, bei unseren Kunden

heiß begehrt. Inzwischen bieten

wir eine ganze Kollektion von Touratech-Fan-Artikeln

an und freuen

uns natürlich immer, wenn wir unterwegs

Kunden treffen, die ihre Begeisterung

auch durch das Tragen

dieser Artikel bekunden.

Anlässlich unseres 20-jährigen

Jubiläums haben wir zahlreiche

neue Fan-Artikel ins Sortiment aufgenommen.

Neben T-Shirts, Jacken, Kappen und

Halstüchern gibt es auch Jubiläumstassen

mit 0,2 und 0,5 Litern Inhalt

und, für die Planung der Reiseträume

am Schreibtisch, jetzt auch Espresso-

und Cappuccino-Tassen sowie

ein Mouse Pad. Anhänger für

die Motorradschlüssel dürfen natürlich

auch nicht fehlen.

Aber Achtung, für Risiken und

Nebenwirkungen in Form von dauerhaftem

Fernweh übernehmen wir

keine Haftung – da hilft nur eines:

Losfahren ! J.S.


sich im Katalog oder unter

www.touratech.de

Schlüsselanhänger »Touratech«,

aus echtem Leder,

Länge 10 cm,

Art.-Nr.: 200-0001,

Preis: 3,00 Euro

Jubiläumstasse

Art.-Nr.: 070-0184, Preis: 5,95 Euro

Jubiläums-tasse »Jumbo«

Art.-Nr.: 070-0183, Preis: 14,95 Euro

Espresso-Tasse »TT«

Art.-Nr.: 070-0186, Preis: 9,95 Euro

Cappuccino-Tasse »TT«

Art.-Nr.: 070-0185, Preis: 12,95 Euro

Strickmütze »Beanie«,

mit eingenähtem Fleece,

Material: 50% Schurwolle,

50 % Polyacryl

Art.-Nr.: 200-0205, Preis: 19,00 Euro

Cap »New Ideas«

100 % gekämmte Heavy Brushed

Baumwolle

Art.-Nr.: 200-0203, Preis: 19,00 Euro

Cap »TT-Classic«

100 % gekämmte Heavy Brushed

Baumwolle

Art.-Nr.: 200-0207, Preis: 19,00 Euro

T-Shirt »20 Jahre Touratech«

100 % Baumwolle, Preis: 10,00 Euro

Lady S Art.-Nr.: 200-0173

Lady M Art.-Nr.: 200-0174

Lady L Art.-Nr.: 200-0175

M Art.-Nr.: 200-0167

L Art.-Nr.: 200-0168

XL Art.-Nr.: 200-0169

XXL Art.-Nr.: 200-0170

XXXL Art.-Nr.: 200-0171

58 2 2010 59


REISE OFFROAD ABRUZZEN

Wo Zeit

spielt

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REISE OFFROAD ABRUZZEN

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ABRUZZEN REISE OFFROAD







Unwirklich ragen am Horizont die schneebedeckten len-Dorf Campotosto. Unser Motorengeräusch verstummt unter

Zacken des Gran Sasso Massivs in den tiefblauen dem Blätterdach alter Platanen auf einer Piazza. Wir blicken

Himmel. Das Wasser, das bei Villanova aus dem Hang spru- uns um. Auch hier scheinen die Uhren langsamer zu ticken als

delt, ist kalt und gut. Ein Bauer mit Wetter gegerbtem Gesicht im wenig entfernten Rom. Ein Italiener mit silbergrauem Haar

und zwei zotteligen Hunden, die ihm nicht von der Seite wei- betrachtet interessiert unsere ausländischen Kennzeichen und

chen, leistet uns am Steinbrunnen ein wenig Gesellschaft. stellt sich uns in bestem Englisch als Signor Zilli vor. Als er die

»Zum großen Fels Italiens«, lautet unsere Antwort auf seine Fra- Überraschung in unseren Gesichtern sieht, erzählt er uns seige

nach dem Wohin. Dort, so haben wir gehört, sei etwas


Apennin noch Berggipfel geben, von denen nichts außer un- me Weise mehrere Bombenangriffe. Tief in Gedanken sagt er

endlichen Wäldern und felsigen Wiesen zu sehen ist. Weder

von Straßen, noch Siedlungen un-

terbrochen. Menschenleere Stille. musste er auf einem Schiff ausharren. Als es an der italienischen

Wie ein Adlerhorst thront Ein Ort, an dem sich Wolf und Bär Küste vorbeifuhr und nicht anlegen durfte, wurde er krank vor

unser Zelt in der Montag-


na della Maiella über ei- Ein bemoostes Schild weist den te Heimat Italien zurückkehren. »Hier wurde ich geboren und

nem tief eingeschnittenen kurvigen Weg zum Lago di Cam- hier werde ich sterben.« Aus seiner Geldbörse kramt er eine Ein-

Tal (o.).

potosto auf über 1300 Metern Euro-Münze heraus und lenkt die Unterhaltung in eine andere

Die Weite der ausgesetz- Höhe. Vor uns breitet sich eine Richtung. »Früher war Europa nicht nur durch unterschiedliche

ten Landschaft des Campo windgepeitschte Hochebene aus.

Imperatore erinnert an die Karg und einsam ist es hier oben. einem besseren Weg. Die gemeinsame Währung ist der ers-

Mongolei (u.li).

Mit jedem Meter, den wir an Höhe te Schritt zur Einigung Europas.« Zur Bekräftigung seiner Wor-

Mit einsetzender Dämme- gewinnen, fällt die Quecksilberte hält er das funkelnde Geldstück in die Sonne und betrachtet

rung beginnen in den umliesäule. Vereinzelt trotzt eine knorrige es. »Für die Weiterreise Alles Gute«, wünscht er uns noch, begenden

Dörfern unzählige vor er sich bedächtigen Schrittes auf den Weg zur Bar um die

Lichter zu erstrahlen (u.r.). te des Stausees liegt das 700-See- Ecke macht.

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REISE OFFROAD ABRUZZEN

Auf der Straße gen Osten, Richtung Assergi, sind wir hin-

und hergerissen. Sollen wir Kurven unterschiedlichster Radien

oder atemberaubende Ausblicke auf die wilde, zerklüftete


als einer Hand voll Autos.

Eine Schranke versperrt die Straße zum Aussichtspunkt Monte

Portella, die weiter oben noch unter einer dicken Schneedecke

begraben liegt. Also biegen wir nach rechts Richtung

Filetto ab. Zwei schmale Lehmspuren führen durch die raue,

ausgesetzte Bergwelt. In der Ferne glühen weiße Hügelketten

für ein paar magische Momente rosa im Abendlicht. Die kargen,

braunen Hänge sind mit seltenen Silberdisteln übersät. Im

Schutz der einzigen Bäume weit und breit errichten wir unser



Schlafsäcke. Zum Einschlafen pfeift uns der Wind ein Lied.

Tags darauf rollen wir in L’Aquila, der geschichtsträchtigen

Hauptstadt der Abruzzen, ein. Sie thront auf einem Plateau

über dem weiten Aterno Tal und zwischen den mächtigen Bergrücken

von Gran Sasso und Monte Velino. Auf der Piazza del

Duomo kehren große Besen gerade die Reste des bunten Wochenmarktes*

weg. Von einem der vielen Cafés am Domplatz

aus beobachten wir das rege Leben. Halbwüchsige bestaunen

unsere voll bepackten Motorräder. Der Betreiber eines Delikatessengeschäfts,

das regionale Köstlichkeiten wie Käse, Schinken

und Salami anbietet, schenkt uns zwei kleine Rauchkäse

als Proviant für die Weiterfahrt.

Da wir zu der Sorte Mensch gehören, die die Einsamkeit

der Berge dem Trubel der Stadt vorzieht, machen wir uns auf

den Weg nach »Klein-Tibet«. So wird die bizarre Landschaft

des Campo Imperatore oft bezeichnet, die stark an die Mon-


no Grande, der höchsten Erhebung des gesamten Apennin. Im

Frühling, Sommer und Herbst weiden auf den Wiesen dieses


fe. Ohne Zäune.

Schon von weitem bietet sich uns ein spektakulärer Blick auf

das mittelalterliche Castel del Monte, dessen einfache, graue

Steinhäuser sich rund um eine Burg an die schroff aufragenden

Hänge klammern. Dazwischen liegt ein Labyrinth verwinkelter

Gassen, Steintreppen und Brunnen. Steil windet sich die Pass-


serlichen Feldes“. Die steinerne Einöde ist von einer spröden

Schönheit. Wir können nur erahnen, wie erbarmungslos hart

der Winter hier oben sein muss. Der Kurvenrausch wird jäh unterbrochen,

als sich der markante, schneebedeckte Felszacken

des Corno Grande ins Visier schiebt. Zu seinen Füßen liegen

Blütenteppiche voller lila Krokusse und gelber Schlüsselblumen.

U



Auch hier zwingt uns Schnee zur Umkehr. Es ist Wochenende,

und so begegnen wir auf der Schwindel erregenden Fahrt in

dichter bevölkerte Täler auf Frühlingswiesen picknickenden Familien.

Zusehends wird es wärmer und grüner. Liebliche Olivenhaine

mit rotem Klatschmohn wechseln mit knallgelben

Senffeldern. Kuhglocken läuten auf saftig grünen Weiden. Dazwischengestreut

liegen Gehöfte und Pferdekoppeln. Das Land

atmet auf und erholt sich vom strengen Winter.



ßergewöhnlichen Zeltplatz – ein kleiner ebener Fleck auf einem

überhängenden Felsvorsprung. Umgeben von Schneebergen,

blicken wir von unserem »Adlerhorst« auf ein tief eingeschnittenes

Flusstal mit ausgedehnten Buchenwäldern. Über uns ziehen

zwei Greifvögel majestätisch ihre Kreise. In der sternenklaren


Morgen weckt uns das Klopfen eines Spechts.

Inzwischen hat sich ein gewisser Reisealltag eingestellt. Jeden

Morgen planen wir bei einer Tasse Kaffee vorm roten Zelt

die Strecke. Erfahrungsgemäß führen die auf unserer Karte ein-


strecken) zu den spektakulärsten Orten. Wo und ob wir abends

irgendwo ankommen, ist unwichtig. Unsere Art von Abenteuer

ist, den Zufall geschehen, sich einfach treiben zu lassen.

Auf der Weiterfahrt warnen Schilder »Strada di Montagna«

entlang des engen, löchrigen Asphaltbands, das sich

durch dichte Buchenwälder zum Abzweig Richtung »Blockhütte«

schlängelt. Rechterhand lugen schroffe, weiße Gipfel durch

die Baumkronen. Vor uns huscht eine grün schillernde Eidechse

über die Straße. Auf der anderen

Seite des Berges überziehen Ses-

Bei Contigliano wähnen wir

uns im Dschungel (o.).

Die Steinhäuser von Santo

Stéfano di Sessanio scheinen

aus dem Fels zu wachsen

(u.li.).

Immer mit dabei: der Kocher

für den Koffeinkick (u.r.).

sellifte die immer noch verschneiten


und ohne den Trubel des Skizirkus

wirken die verwaisten Skiorte

hässlich. Schmelzbäche rinnen tal-


eine Stunde später ist die Eiszeit

dem Frühling gewichen. Hinter lan-

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REISE OFFROAD ABRUZZEN

gen Reihen von Olivenbäumen und Weinreben liegt der blaue

Lago di San Angel, eingebettet in knallgelbe Felder.


wir in unser GPS kürzeste Strecke von A nach B eingeben. So

auch diesmal. An einem Abzweig, den uns das Gerät als Abkürzung

zu einem Bergdorf vorschlägt, steht ein nagelneues

Sackgassenschild. Davon lassen wir uns jedoch nicht abschrecken.

Die anfangs fahrzeugbreite Straße wird immer enger,

steiler und kurviger. Zwei alte Damen auf einer Holzbank se-


rekt durch ihr Wohnzimmer fahren. Wenige Meter später endet

der Pfad plötzlich an einer noch steileren Treppe. Finito.

Unkontrolliertes Zurückrollen kann ich nur verhindern, indem

U



ich den Motor erbarmungslos abwürge. Rechterhand fällt der

Hang beinahe senkrecht ab. Es geht weder vorwärts noch rückwärts.

Mit vereinter Kraft und viel Schweiß gelingt es uns, die

beiden Motorräder zu wenden. Von den Großmüttern ernten

wir auf der Rückfahrt nur einen viel sagenden Blick, der wohl

bedeutet, dass sie das Ganze ja haben kommen sehen.

Mit den Monti del Matese in Molise ist der südlichste Punkt

unserer Italientour erreicht. So sehr wir uns auch wünschen, die

Zeit möge einfach stehen bleiben, müssen wir doch schon sehr

bald wieder zurück ins Hamsterrad

des Schreibtisch-Alltags. Am liebs-

Später Frühling: Die Berge

um den Gran Sasso können

bis Ende Mai mit Schnee bedeckt

sein (u.).

Gut zu wissen: Wo es eine

Piazza gibt, ist auch eine

Gelateria nicht weit (ganz

unten).

ten würden wir einfach immer weiterfahren,

bis hinunter nach Kalabrien,

zur Spitze des Stiefels. Im

Kopf mache ich einen Merkzettel,


ken, wie ich die andere Zeitrechnung

in mein Leben integrieren

kann!

Reiseinfos:

ABRUZZEN


Die Abruzzen – das sind unberührte Natur, dichte Wälder, idyllische Dörfer, die Berge

um den Fast-Dreitausender Gran Sasso und um die Maiella, endlose Hügelketten

und weiße Sandstrände mit traumhaften Buchten an der Adriaküste.


Eine Inlandstour durch die Abruzzen macht man am besten zwischen Ostern und

Mitte September. Die fl ache Küste mit ihrem typisch mediterranen Klima ist im Juli

und August von Badeurlaubern überlaufen. Dafür scheint die Sonne zehn Stunden

am Tag.


Für die schnelle, etwa eintägige Anreise über die gängigen Alpen-Hauptrouten via

Österreich oder Schweiz eignet sich jeder aktuelle Straßenatlas. Mautpfl icht!

Während die Hauptstraßen gut in Schuss gehalten werden, ist die löchrige Asphaltdecke

der Nebenstrecken oft nur notdürftig gefl ickt. Besonders auf den steilen, nur

fahrzeugbreiten Straßen ist in den engen Kurven immer mit Gegenverkehr zu rechnen.

Spektakulär ist die Panoramastraße zum Campo Imperatore am mächtigen

Gran Sasso. Tankstellen an den Autobahnen haben rund um die Uhr geöffnet. Anders

in den Bergdörfern, wo von 12.30 bis 15.30 Uhr Siesta gemacht wird; sonntags

sind die Tankstellen dort ganztägig geschlossen.


Chili und Safran geben der abruzzesischen Küche einen deftigen Geschmack. In den

Bergen kommen oft Lamm, Wurst und Käse auf den Teller; an der Küste wird Fisch

vom Holzkohlegrill serviert. Ein Caffè oder Centerbe (starker Kräuterschnaps) runden

die einfachen Gerichte perfekt ab. Italienisches Eis ist unübertroffen gut.

Unterkünfte fi nden sich in allen Kategorien und Preisklassen (40-50 EUR für ein

einfaches DZ abseits der Küste). Campingplätze sind im Landesinneren dünn gesät.

REISEINFOS

Norcia

Montereale

Rieti

Lago del Salto

Fiamignano

Borgorose

L´Aquila

Massa d´Albe

ITALIEN

Parco Nazionale del

Gran Sasso

Campotosto

Monte Velino

Monte Bolza

A B R U Z Z E N

Pescina

Monte Palombo

Pescasséroli

Castel

del Monte

Monte Rotondo

Montecóccioli

Farindola

Civitella

Casanova

Guardiagrele

Monte Sécine

Venafro

Ateleta

Lago del Matese

Cásoli

Agnone

Molise

Macchiagódena

Bojano

Monte Miletto

Monti del Matese

gleichnamigen Berges und der Parco Nazionale Gran Sasso e Monti della Laga bieten

zusammen fast 300.000 Hektar pure Natur mit einer ungeahnten Artenvielfalt.

Nach einem anstrengenden Tag lässt sich in den heißen Quellen von Caramanico

Terme herrlich entspannen.


Lonely Planet Italien (2009), MairDuMont, ISBN 3829716060, 28,95 EUR

Sabine Becht (2006): Reiseführer Abruzzen, Michael Müller Verlag,

ISBN 3899532155, 15,90 EUR

Generalkarte Italien Extra 10, Abruzzen/Molise, Maßstab 1:200.000,

MairDuMont, ISBN 3829720769, 7,50 EUR

Falk Länderkarte Italien (2008), Maßstab 1:600.000, ISBN 3827918391,

8,50 EUR

Kompass Karten, Gran Sasso d‘ Italia, L‘Aquila: Wander- und Radtourenkarte

(2006), Maßstab 1:50.000, ISBN 385491024X, 7,50 EUR



Die Eindrücke stammen von einer wurde dem Erdboden gleichgemacht

Motorradreise durch die Abruzzen und hatte über 40 Todesopfer zu

Tipps:

im Jahr 2007. Das schwere Erd- beklagen. Fast genauso stark waren

Der Parco Nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise mit seinen weiten Buchenwäldern, beben, das am 6. April 2009 mit Castelnuovo, Fossa, Paganica, Santo

der kargere Parco Nazionale della Maiella, dominiert vom gewaltigen Gipfel des einer Stärke von 5,8 auf der Richter- Stefano di Sessanio, Tempera und Villa

skala in L’Aquila wütete, beschä- Sant’Angelo betroffen. Mehr als 290

digte und zerstörte Teile der Alt- Menschen verloren ihr Leben, nach

stadt. Am stärksten betroffen wa- Schätzungen wurden rund 17.000

88 2 2010 ren die Dörfer östlich der Stadt. Onna Menschen obdachlos.

89


N

Zwei

eben BMW hat es in den letzten Jahren nur ein weiterer

europäischer Motorradhersteller geschafft, seine

Präsenz auf dem Markt deutlich zu erhöhen: Triumph.

Ein eigenständiges Designkonzept, eine ebenso ausgewogene

wie kraftvolle Motorenpalette und eine moderate Preispolitik

sind die Bausteine dieses Erfolgs.

Auch uns bei Touratech haben die aktuellen Bikes aus Großbritannien

so begeistert, dass wir die Modelle Tiger 1050i,

die Speed Triple 1050 und die Street Triple 695 gleich in unsere

Zubehör-Entwicklungsabteilung weitergereicht haben.

Bei der Tiger war die Zielsetzung von Anfang an klar – dieses

Motorrad muss auch für größere Unternehmungen und Tou-

ZUBEHÖR STREETLINE TRIUMPH

erobern Frankreich

Die Engländer blicken auf eine stolze Tradition im Motorradbau zurück.

Dass die Bikes von der Insel nicht nur stilvoll sondern auch technisch auf der

Höhe der Zeit sind, zeigen die aktuellen Triumph-Modelle. Für drei der quirligen

Dreizylinder hat Touratech maßgeschneiderte Zubehörlösungen entwickelt.

Text: Joe Stather, Martin Wickert

ren gerüstet sein. Das Ergebnis zeigt sich nicht nur in einem

umfangreichen Zubehörangebot, sondern auch in der – in Zusammenarbeit

mit Triumph Deutschland – konzipierten »Triumph


über die Triumph Händler bezogen werden kann.

Die beiden Naked Bikes Street/Speed Triple waren Neuland

für unsere Tüftler. Schnell war jedoch im Zusammenspiel

von Designteam und Entwicklern eine eigene Formensprache

gefunden, die sich in einer breiten Produktpalette niederschlägt.

Als i-Tüpfelchen haben wir uns dann kurzfristig entschlossen,

auch für die beiden Naked Bikes ein Kofferträgersystem mit eloxierten

ZEGA PRO Koffern zu entwickeln. Auf den ersten Blick

24 2 2010 2 2010

25


sicherlich ein ungewöhnlicher Schritt, aber die Nachfragen der

Kunden geben uns recht – denn auch mit einem der agilen,

sportlichen Straßenmotorräder ist durchaus eine längere Urlaubs-

oder Spaßtour möglich.

Das Travelevent von Touratech France in Südfrankreich haben

wir zum Anlass genommen, mit zwei komplett mit Touratech-Zubehör

ausgestatteten Triumph-Modellen eine lange Test-

Tour zu unternehmen.

On Tour: Triumph Tiger

Vorsichtig schalte ich vom dritten in den zweiten Gang und

lasse die Kupplung kommen. Sanft setzt der Motor wieder ein,

die Motorbremse hilft mir, heil um die Kurve zukommen. Seitdem

wir Niedereschach verlassen haben, hat der Wolkenbruch

nicht nachgelassen, die Abfahrt in Richtung Freiburg ist

glitschig, in den Spurrillen bilden sich kleine Bäche und das

Bremsen wird immer schwieriger.

Ich sitze das erste Mal auf der Triumph Tiger, und obwohl

in ihr das gleiche Herz schlägt wie in der Speed Triple, bin ich

doch sehr froh, dass sie eher die große ruhige Schwester ist.

Ausgestattet als »Touratech Travel Edition« mit Zega Pro

Koffersystem, Tankrucksack, Hecktasche und vielem

nützlichen Zubehör, habe ich das Motorrad kurz

entschlossen vollgeladen und mich auf den Weg

zum Travel Event nach Frankreich gemacht.

Wie immer war zum sorgfältigen Packen zu

wenig Zeit, daher habe ich einfach zwei

Zega Bags vollgemacht mit allem, was

gerade greifbar war und hoffe, dass

ich nichts vergessen habe. Gut packen

geht anders, allerdings bin ich trotz des

schlechten Wetters begeistert über das sanfte

Ansprechverhalten des Motors, die geringen

Lastwechsel trotz unausgeglichener

Ladung und das wohldosierte Bremsgefühl.

Zwar hat die Tiger im Gegensatz zur

ZUBEHÖR STREETLINE TRIUMPH

Speed Triple ein ABS, aber bei diesem starken Regen würde

ich mich ungern auf die Technik verlassen.

Als es zwischendurch abtrocknet, fühle ich mich plötzlich

richtig wohl auf dem Bike. Die brutale Power des 1050er Triebwerkes,

die die Speed Triple auszeichnet, ist bei der Tiger deutlich

abgemildert. Um zügig durch die Kurven zu zirkeln, ist

immer noch genügend Leistung verfügbar. Dank der angenehmen,

recht aufrechten Sitzposition verläuft die Fahrt nach Südfrankreich

trotz schlechten Wetters recht entspannt.

Auch nach 700 Kilometern fühle ich mich wohl auf der Maschine

– gemütliches Cruisen durch die Weinberge macht

ebensoviel Spaß wie zügige Autobahnetappen.

Im Cockpit ist ein Teil des Drehzahlmessers durch das Navigationsgerät

verdeckt. Angesichts der souveränen Charakteristik

des Dreizylinders wäre dieses Instrument aber ohnehin

verzichtbar. Seidenweich aber beharrlich schiebt der Triple

bereits bei niedrigsten Drehzahlen an, ohne sich Schwächen

beim sportlichen Ausfahren der Gänge zu leisten.

Triumph Tiger 1050i

Halterung für

Navigationsgerät

Wohin mit dem GPS bei einem sportlichen

Motorrad? Unsere formschöne

Halterung ermöglicht die Befestigung

perfekt im Blickfeld, ohne die Armaturen

zu verdecken. Leicht zu montieren,

unauffällig und mit jedem unserer Navigationsgerätehalterungen

kompatibel.

Streetline Katalog Seite 160,

Art.-Nr: 615-0240

Seitenständerauflagenvergrößerung

Uns ist die minimale Aufl agefl äche des

Seitenständers der Tiger deutlich zu

»sportlich«. Schnell ist der Seitenständer

im aufgeweichten Asphalt versunken

und die Maschine liegt auf der Straße.

Unsere Aufl agenverbreiterung wird

aus dem Vollen gefräst und mit einem

Edelstahlring sicher befestigt. Der Seitenständer

bleibt schlank in der Optik,

wird aber deutlich funktionaler in der

Anwendung (bis Baujahr 2009).

Streetline Katalog Seite 159,

Art.-Nr: 615-0290

Koffersystem

Mit diesem Koffersystem wird die Triumph

Tiger 1050 zur ultimativen Reisemaschine!

Der robuste Edelstahl-Kofferträger

sitzt so eng wie möglich am

Heckrahmen und wird an vorhandenen

Aufnahmepunkten befestigt. Auf vielen

Testkilometern hat dieses System seine

volle Tauglichkeit im Tourenbetrieb bewiesen.

Die schwarz eloxierten ZEGA

PRO Koffer fügen sich perfekt in das

Bild der Tiger und unterstreichen ihre

bullige Erscheinung. Der ZEGA PRO Koffer

ist die neueste Entwicklung im Kofferbereich

von Touratech. Über 20 Jahre

Erfahrung im Alukofferbau und viele

100.000 Kilometer an Erfahrung sind in

die Entwicklung des neuen Koffers eingefl

ossen. Koffer wahlweise schwarz

oder silbern eloxiert in den Größen

31l/38l oder 38l/45l.

Streetline Katalog Seite 162,

Mit ZEGA PRO schwarz eloxiert,

31/38 Liter, Art.-Nr: 615-0610

Mit ZEGA PRO silber eloxiert,

31/38 Liter, Art.-Nr: 615-0630

Mit ZEGA PRO schwarz eloxiert,

38/45 Liter, Art.-Nr. 615-0620,

Mit ZEGA PRO silber eloxiert,

38/45 Liter, Art.-Nr. 615-0640

Tankrucksack

Unser Modell »New Style« ist erfrischend

leicht und sportlich gestaltet und

glänzt durch praktische Detaillösungen.

In den Netztaschen können kleine Utensilien

griffbereit verstaut werden. Mit

Organizerfach im Deckel für Papiere,

Schreibmaterial und zusätzlicher Aufnahme

für Kreditkarten. Dort sind die

Papiere mit einem Klettriegel gegen ein

versehentliches Herausfallen geschützt.

Das Kartenfach macht ihn zum Tourenklassiker.

Die großen 3M Refl exionsapplikationen

sorgen für zusätzliche passive

Sicherheit. Mit dem komfortablen

Handgriff ist der New Style gut mitzunehmen

und natürlich ist er auch als

Rucksack zu verwenden. Der praktische

Haltesatz erlaubt eine schnelle und sichere

Befestigung am Motorrad und einen

schnellen Zugang zum Tankdeckel.

Der Tankrucksack wir von Kahedo aus

Tefl on-beschichtetem Corduragewebe in

Deutschland hergestellt und ist mit wasserabweisenden

Reißverschlüssen ausgestattet.

So übersteht er auch einen

Regenschauer unterwegs.

Streetline Katalog Seite 148 (dort mit

falscher Artikelnummer & falschem Preis,

Art.-Nr: 615-0451

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ZUBEHÖR

On the road: Speed Triple

Für den Motorradkorso von Touratech Frankreich zum Triumphbogen

von Orange wechsle ich auf die Speed Triple.

Ausgestattet mit schwarzen Zega Pro Koffern, Zusatzscheinwerfern,

Bugspoiler und Remus Hexagones ist sie das richtige Motorrad,

um vor Ort Eindruck zu machen. Es passt genügend

Gepäck für eine Urlaubsreise in Koffer und Tankrucksack bzw.

Hecktasche.

Gemächliches Touren wird für die Speed Triple allerdings

immer ein Fremdwort bleiben. Zwar kann man den Dreizylinder

auch in diesem Bike problemlos von 30 bis 200 im fünften

Gang fahren, doch die Abstimmung des Aggregats,

die sportliche Fahrwerksauslegung und die

Sitzposition fordern beherztes Gasgeben.

Mit ihrer sportlichen Art ist die Speed Triple

wie gemacht für die verwinkelten Bergstraßen

im Süden Frankreichs.

Als beide Fahrzeuge unter dem Triumphbogen

von Orange parken, tue

ich mir schwer, meine persönliche

Favoritin zu küren. Enormen Fahrspaß

habe ich mit beiden erlebt.

Die Speedy will und muss beherrscht

werden, schon wegen des fehlenden

ABS und der etwas ruppigen Gasannahme,

die jeden Ampelstart zum

Wheelie machen könnte. Als Tourer

ist die Tiger sicherlich die erste

Wahl. Die gezähmte Charakte-

STREETLINE TRIUMPH

ristik kommt dem Reisenden entgegen, ohne dass der Dreizylinder

für zügige Etappen zu wenig Spitzenleistung besäße.

Liebe auf den ersten Blick

Für die Rückfahrt gebe ich die Triumph Tiger »Touratech Travel

Edition« an einen Kollegen ab. Nachdem er eine kleine Runde

durch die Stadt gedreht hat, hat er Gummi gerochen. Auf dem

Rückweg will er noch ein Foto am Gardasee machen. Liegt nicht

auf dem Rückweg? Ansichtssache! Schließlich sind es nur 500

Kilometer mehr, und er hat Montag freigenommen. Und was gibt

es Schöneres, als sich von einer Engländerin in Norditalien

verführen zu lassen…

Triumph Speed / Street Triple

Heckumbau (ab 2008) Tankrucksack Zusatzschein-

Der sportliche Heckumbau für die Der perfekte Begleiter für kurze Touren

werfer für Nebel

Speed! Mix aus schwarz eloxiertem Alu- mit überschaubarem Platzbedarf. Mit unseren Nebelzusatzscheinwerfern

minium und schwarz pulverbeschich- In den »Daytrip« passt alles, was unter- wird die Triple zum Jäger!

tetem Edelstahl in Stealth-Optik. Das wegs wichtig ist. Unauffällig schmiegt Wer diese Lichterscheinung im Rück-

Heck wird kürzer und ist für die Auf- sich der Tankrucksack an die Form des spiegel wahrnimmt, geht instinktiv

nahme unserer Blinker 615-1000 vor- Tanks und macht sich während der Fahrt vom Gas… Neben der deutlich bessebereitet,

die Originalblinker lassen sich dank seiner fl achen Form überhaupt ren Sichtbarkeit im Straßenverkehr sor-

aber ebenfalls mit Einschränkungen an- nicht bemerkbar. Natürlich mit Kartengen die HELLA Nebelscheinwerfer, die

bauen. Die schwarze, in Edelstahlblenfach und komfortablem Haltegriff. Auch an speziell für die Maschinen entwickelden

eingefasste Sharknose-LED-Rück- der Daytrip lässt sich zum Rucksack te Aufnahmen befestigt werden, auch

lichteinheit macht die aggressive Optik umfunktionieren. Dank des durchdach- für bessere Sicht bei schlechten Lichtver-

perfekt! Inklusive neuem Rückten Haltesatzes schnell und einfach am hältnissen. Mehr Licht geht nicht!

strahler, damit auch Tank zu befestigen.

Achtung: die Leistung der Lichtmaschi-

der TÜV zufrie- Maße (L x B x H): ca. 36 x 23 x 11 cm nen beider Maschinen reicht nur für jeden

ist. Volumen: ca. 9 l

weils einen Zusatzscheinwerfer aus!

Streetline Streetline Katalog

Streetline Katalog

Katalog Seite 138 (Street Triple),

Seite 138 (Street Triple),

Seite 135, Seite 126 (Speed Triple),

133 (Speed Triple),

Art.-Nr: Tankrucksack Daytrip für Speed & Speed Triple

615-3020 Street Triple , Art.-Nr: 615-3100 Zusatzscheinwerfer Nebel rechts,

Art.-Nr: 615-3030

Zusatzscheinwerfer Nebel links,

Art.-Nr:615-3032

Street Triple

Zusatzscheinwerfer Nebel rechts,

Art.-Nr: 615-4045

Zusatzscheinwerfer Nebel links,

Art.-Nr: 615-4040

Koffersysteme

Wir machen die Triples zu Reisemaschinen

mit Suchtfaktor! Der robuste

Edelstahl Kofferträger sitzt so eng wie

möglich am Heckrahmen und wird an

vorhandenen Aufnahmepunkten befestigt.

Auf vielen Testkilometern hat dieses

System seine volle Tauglichkeit im

Tourenbetrieb bewiesen. Die eloxierten

ZEGA PRO Koffer fügen sich perfekt

in das Bild der Triple ein und unterstreichen

ihre sportliche Erscheinung.

– eine ungewöhnliche Idee, aber sie

macht Sinn!

Streetline Katalog Seite 129

Speed Triple

Koffersystem ZEGA PRO silber eloxiert,

2 x 31 Liter, Art.-Nr: 615-3620,

Koffersystem ZEGA PRO schwarz

eloxiert, 2 x 31 Liter, Art.-Nr: 615-3610

Street Triple

Koffersystem ZEGA PRO silber eloxiert,

2 x 31 Liter, Art.-Nr: 615-4620,

Koffersystem ZEGA PRO schwarz

eloxiert 2 x 31 Liter, Art.-Nr: 615-4610

Weiteres Zubehör für Triumph-Motorräder

fi nden Sie in unserem Webshop und

im aktuellen Streetlinekatalog:

Triumph Tiger 1050i ab Seite 145

Triumph Speed Triple ab Seite 125

Triumph Street Triple ab Seite 138

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