weiter - Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld

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„Erfüllte Wünsche

bedeuten Stillstand.

Solange wir leben,

müssen wir

unterwegs bleiben.“

Heinz Rühmann

Gemeindebrief

der Evangelischen

Clarenbach-Kirchengemeinde

Köln-Braunsfeld

Dezember 2002 – Februar 2003


Geistliches Wort

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieser Gemeindebrief für die Monate

Dezember 2002 – Februar 2003 ist gewissermaßen

ein Brief für die Zeit zwischen

den Jahren. Daher möchte ich mit Ihnen

einen Blick auf die Zeit jenseits von

Weihnachten und Jahreswechsel auf die

Losung für das Jahr 2003 werfen:

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist;

der Herr aber sieht das Herz an.

(1.Samuel 16,7)

Diese Worte entstammen der Geschichte,

wie David zu dem ersten König des Volkes

Israel wurde.

Eines Tages, so wird erzählt, beauftragte

Gott den Priester Samuel, nach Bethlehem

zu einem Mann mit dem Namen Isai zu reisen.

Denn Gott hatte einen der Söhne Isais

ausersehen, König in Israel zu werden. Als

Samuel bei Isai ankam und dessen ältesten

Sohn sah, da dachte er: Ja, das ist unser

König. Dieser junge Mann hatte etwas an

sich, was es leicht machte, in ihm einen

König zu sehen. Doch noch während

Samuel diesen Sohn Isais anblickte, gab

Gott ihm zu verstehen, dass dies nicht der

gesuchte Mann sei.

Gott sagte zu Samuel: Ich schaue nicht,

worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch

sieht, was vor Augen ist; der Herr aber

sieht das Herz an.

Gott hatte einen anderen der Söhne Isais

als König ausgewählt: David, den

Jüngsten. Dieser war damals fast noch ein

Kind. Aber Gott kam es nicht auf die Kraft,

Erfahrung oder Ausstrahlung, sondern auf

das Herz des künftigen Königs an.

Überschrift

Vom Sehen und Erkennen

Das menschliche Auge allein ist anscheinend

nicht immer ein guter Ratgeber bei

der Frage, was gut ist und was nicht. Ein

sehendes Herz erweist sich da als klüger

und umsichtiger.

Ein solches Herz zu haben ist eine besondere

Gabe und Gnade. Kein Mensch kann

es sich schaffen – und doch kann man

etwas dazu beitragen, ein solches Herz zu

erhalten: man kann sein Herz trainieren,

„Sehübungen“ mit ihm veranstalten, um zu

lernen, mit dem Herzen zu sehen.

Sehen mit dem Herzen

Dazu möchte ich Ihnen eine meiner

Herzenslektionen erzählen.

Als ich in unserer Gemeinde als Pfarrerin

für die Menschen in den Pflegeeinrichtungen

des Clarenbachwerkes in

Müngersdorf meinen Dienst aufnahm,

hatte ich Schwierigkeiten, Seelsorgerin für

die Menschen im Frida-Kahlo-Haus zu

sein, einem Haus, in dem junge Menschen

leben, die eine Langzeitpflege benötigen.

Mein Problem war, dass der Anblick der

vielen jungen Leute in Rollstühlen, z.T.

mit Apparaturen verkabelt, mir schlicht

und einfach Angst machte.

Bildunterschrift

Viele der BewohnerInnen sind ungefähr in

meinem Alter, einige sogar jünger. Sah ich

sie an, so war es, als sähe ich in einen

Spiegel und könnte mich dort an ihrer

Stelle sehen – und meine ganze Vitalität

wehrte sich heftig gegen die Vorstellung,

ein Leben im Rollstuhl mit all den

Behinderungen, die dies mit sich bringt,

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der

Herr aber sieht das Herz an.“

Die Bibel: 1. Samuel 16,7

führen zu müssen. Sah ich die

BewohnerInnen an, so sah ich mich mit

ihrer Welt konfrontiert, oder besser: mit

den Problemen, die ich hätte, wenn ich von

heute auf morgen an einen Rollstuhl gefesselt

wäre. Doch damals konnte ich dies

noch nicht so klar benennen. Ich wusste

nur, was ich sah, machte mir Angst, und,

hätte ich die Wahl gehabt, ich wäre lieber

in einem großen Bogen um das Haus

gegangen als hinein.

Doch mein Auftrag lautete: Seelsorgerin

in diesem Haus zu sein. Weglaufen ging

nicht. In meiner Not beschloss ich, mit

Frau Jost, der Leiterin des Hauses, zu sprechen,

um einen Weg zu finden, wie ich

meinem Auftrag gerecht werden kann.

Dieses Gespräch damals war die erste von

vielen Lektionen im Herzensehen, die ich

im Frida-Kahlo Haus machte. Denn ich

lernte mit Hilfe von Frau Jost, der anderen

MitarbeiterInnen des Hauses und der

BewohnerInnen selbst, einen Blick zu

bekommen für die Persönlichkeiten, auf

die ich treffe, ihre Wünsche, ihre Fragen

und ihre Gefühle, und mich nicht von meinen

Ängsten verschrecken zu lassen.

Inzwischen habe ich meinen Weg gefunden,

Seelsorgerin in diesem Haus zu sein –

und ich bin es gern.

Heute kenne ich eine Reihe von Menschen,

die hier leben und arbeiten. Das macht es

leichter – und vor allem, ich bin inzwischen

geübt darin und übe eifrig weiter, bei

Besuchen und in Gesprächen, meinem

Herzen mehr zu trauen als vorschnellen

Meldungen meiner Augen. Meine Vitalität

wird vermutlich nie meine Angst vor eigenen

Behinderungen handzahm werden lassen.

Ich lebe mit ihr als einem

Schutzimpuls meiner Lebenskraft. Mein

Blick jedoch kommt mehr und mehr aus

dem Herzen. So bin ich Seelsorgerin – ich

muss sagen: geworden und werde es

immer wieder neu.

Das Schöne meiner Arbeit ist, dass ich

heute zusammen mit den Menschen, denen

ich im Clarenbachwerk begegne, an dem

Reich Gottes baue und ich mit einem

Blick, der mehr sieht als was offensichtlich

vor Augen steht, wahrnehme, wie dies

Bauen Gestalt annimmt. Gottes Reich bei

uns, das ist der Ort, wo unsere Herzen zu

sehen beginnen und „hell-sichtig“ werden

für Gottes Gegenwart.

Wer anfängt mit dem Herzen zu sehen, der

entdeckt mehr, als das bloße Auge zu

erkennen vermag.

Ihre Pfarrerin Kirsten Prey

Wir wünschen allen Leserinnen und

Lesern des Gemeindebriefes ein

gesegnetes Weihnachtsfest und ein

gutes neues Jahr.

2 3


Zeitzeichen

Peinliche Sehnsucht nach dem Glauben?

Das Ringen um die Religionslehre in französischen Schulen

In Frankreich gibt es eine Religion, die

heißt: republikanisch. Sie entstand vor

über 200 Jahren in einem Rausch aus Licht

und Blut, Aufklärung und Demagogie; sie

war ein Ergebnis der Revolution, die sich

ihre eigenen Götter, ihren eigenen

Kalender, ihre eigene Liturgie erschuf.

Diese republikanische Konfession hat sich

in einem von Glauben und Aberglauben

vielfach zerrissenen und vielfach bedrohten

Staatsgebilde als einigendes Band der

Bürger gar nicht schlecht bewährt. Die

französische Schule beispielsweise, streng

und straff organisiert, duldet nicht den

mindesten Einfluss egal welcher Kirche –

kein Kreuz, kein Kopftuch und auch keinen

Religionsunterricht. Wer es anders

will, muss eine klerikale Bildungsanstalt

besuchen: dann geht man „chez les sœurs“

(zu den Schwestern) oder „chez les frères“

(zu den Brüdern) zur Schule.

Defizite im Erziehungssystem

Was beim staatlichen Erziehungssystem

jedoch unter den Tisch fällt, ist ein Teil der

abendländischen Kultur. Wer die christliche

Überlieferung nicht kennt, kann weder

mit einer mittelalterlichen Kathedrale noch

mit Mozarts Don Giovanni noch mit Louis

Aragons Roman „Die Karwoche“ etwas

anfangen, erklärte der Schriftsteller Régis

Debray, als er im Frühjahr einen vom

damaligen französischen Bildungsminister

Jack Lang bestellten Bericht über die

Möglichkeiten, die religiösen Dinge im

Unterricht angemessen zu behandeln, vorlegte.

Wohlgemerkt, es geht nicht um

Religionsunterricht, sondern um die

Behandlung des „fait religieux“, des

Religionsstoffs, im Rahmen des allgemeinen

Geschichts-, Sprach- und Philosophieunterrichts.

So stark ist die Tradition in

Frankreich, Religion aus dem öffentlichen

Leben fern zu halten, dass man sich fein

hüten muss, einen Begriff wie Religionslehre

zu gebrauchen. Die Freimaurer hatten

denn auch sofort Bedenken gegen die

Einbeziehung des „fait religieux“ in den

Lehrplan angemeldet.

Dabei handelt es sich nach den Worten von

Régis Debray keineswegs darum, „dem

‚fait religieux' ein besonderes Privileg einzuräumen,

sondern der durch und auf

Konsum und technische Kommunikation

dressierten Jugend zu ermöglichen, eine

gewisse Zivilisiertheit zu bewahren.“ Das

ist schön gesagt von einem Autor, der sich

seit etlichen Büchern an der Diktatur der

Medien abarbeitet und jüngst seine Leser

mit einer „Biografie Gottes“ überraschte –

ein für viele erstaunlicher Schritt auf dem

weitgespannten Weg eines Intellektuellen,

der einst an der Seite von Che Guevara

gekämpft, dann in einem bolivianischen

Gefängnis gesessen und später Mitterrand

als Berater gedient hatte.

„Le Monde“ indiskret

Debrays Weg wird von manchen seiner

68er-Gefährten so genau beobachtet, dass

sich die Zeitung „Le Monde“ vor kurzem

zu einer ungeheuerlichen Indiskretion hinreißen

ließ. Sie berichtete auf der ersten

Seite über einen ein Jahr zurückliegenden

Ein „Alt-68er“ überrascht

die französische

Öffentlichkeit

mit religiösen Fragen:

der Schriftsteller

Regis Debray

Kirchenbesuch

Debrays. In der

Tat hatte er im

Oktober 2001

seinen Sohn taufen

lassen, und

sein Freund, der

Bestsellerautor

Max Gallo, war

Pate gewesen.

Der Priester

hatte Gallo bei

der Gelegenheit

empfohlen, doch

einmal über

Bernhard von

Clairvaux, Martin

von Tours

und Chlodwig I. zu schreiben. Das ist

inzwischen geschehen. Soeben erschien in

Frankreich eine Trilogie historischer

Romane von Gallo unter dem Titel „Les

Chrétiens“ (die Christen), in denen die

Genannten die Hauptrollen spielen. In den

Nebenfiguren allerdings erkennen

Eingeweihte einige Gefährten Gallos aus

der Zeit seines politischen Kampfes –

unter anderen einen gewissen „Rémi“, hinter

dem sich niemand anderes als Régis

Debray verbirgt.

Pikant wurde die Sache freilich, weil „Le

Monde“ die Familienfeier der Debrays

unbedingt mit einem leichten Augenverdrehen

als Bekehrungsgeschichte erzählen

wollte: Gallo habe geweint und

Debray wolle ein Leben ohne Gott nicht

mehr hinnehmen, stand da zu lesen. Da

griff der so Karikierte in die Tasten und

schrieb an die Zeitung einen Leserbrief,

der von einem typischen Dilemma zeugte:

Einerseits verbat er sich die journalistische

Zurschaustellung seiner Glaubensangelegenheiten,

andererseits beeilte er sich klarzustellen,

dass er keineswegs zum Glauben

übergelaufen sei, sondern nur Traditionen

respektiere und Rituale liebe.

Religion als Privatsache?

Es liegt etwas Bemitleidenswertes in dieser

gewundenen Erklärung. Man spürt, dass

der moderne, rationale, fortschrittliche

Mensch sich nach dem Glauben sehnt, aber

er fürchtet, sich mit dieser Sehnsucht zu

blamieren, und versteckt sich hinter den

Formalien der kulturellen Tradition. Und

eben dies ist auch das Hauptproblem bei

der Vermittlung des „fait religieux“ als

Unterrichtsmaterie: Es geht nicht zuletzt

darum, die damit betrauten Lehrer zu entkrampfen.

Und so verschieden die französischen

Gegebenheiten von den unsrigen

sind: die häufig anzutreffende kulturelle

Ächtung der Spiritualität zehrt an der

Gesellschaft hier wie dort. Zudem hat sich

die befremdliche Ansicht, Religiosität sei

eher Privatsache, festgesetzt.

Der mittlerweile in verfassungsgerichtliche

Verfahrenstricks ausgeuferte Streit um

die Ersetzung des Religionsunterrichts an

deutschen Schulen durch das möglichst

neutral gehaltene Fach „LER“ (Lebensgestaltung,

Ethik, Religionskunde) zeigt,

wie weit wir schon auf jener Bahn

gekommen sind, die in Frankreich mittlerweile

per offiziellem Kommissionsbericht

als Irrweg erkannt wurde. Auch bei uns

gilt, dass man den Kölner Dom schlecht

besichtigen kann, ohne ein solides religiöses

Fundament.

Burkhard Müller-Ullrich

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Aus dem Veedel

Hültzstraße und Hültzplatz

Unser neuester Bummel über Straßen,

Plätze und Wege im Gemeindegebiet und

ihre Namenspatrone führt uns in den

äußersten Südosten Braunsfelds.

Johannes Hültz war ein Kölner, der es als

kompetenter Katholik zu etwas gebracht

hat. Auf solche Menschen waren die

Kölner Stadtväter vor 100 Jahren besonders

stolz und brachten dies dadurch zum

Ausdruck, dass sie in aufstrebenden

Wohnvierteln Straßen nach ihnen benannten.

In Braunsfeld zeugen davon die

Straßen der Dombaumeister südlich der

Aachener Straße.

Baumeister am Straßburger Münster

Mit Hültz wurde ein Mann zum

Namensgeber, der als Architekt in seiner

Zeit – im wahrsten Sinne des Wortes – über

seinen Kollegen vom Dom stand. Denn

Hültz war in der ersten Hälfte des 15.

Jahrhunderts Münster-Baumeister in

Straßburg! Während die Kölner mit ihrem

Dom zwar stark angefangen aber auch

stark nachgelassen hatten, waren die

Elsässer schneller voran gekommen. Was

heißt 'die Elsässer'? Aus halb Europa

kamen damals berühmte Architekten nach

Straßburg, um Gott zu Gefallen eine

Kathedrale noch ungekannten Ausmaßes

zu errichten.

1399 hatte der Ulmer Baumeister, Ulrich

von Ensingen, die 'Projektleitung' übernommen;

als dieser starb, führte Johannes

Hültz seine Arbeit am Münster fort und

vollendete den Bau des berühmten Turms.

Mit diesem einen Turm gaben sich die

Straßburger zufrieden, was unbedarfte

Erstbesucher bis heute zu der Frage verleitet,

ob der zweite denn wohl noch irgendwann

hinterher kommt. Doch auch mit

einem Turm war das Straßburger Münster

für die nächsten vier Jahrhunderte die

größte Kirche der Christenheit.

Grenze zu Lindenthal

In Braunsfeld erinnert eine schmucke

Ahornallee an Johannes Hültz. Sie bildet

gleichzeitig die Grenze des Stadtteils

Braunsfeld sowie unseres Gemeindegebiets

nach Lindenthal hin, an ihrem

Südende 'abgerundet' durch einen kreisrunden

Platz. Dass neben der Straße auch dieser

Platz nach Hültz benannt wurde, lag

wohl daran, dass es hier nur vier Häuser

mit Adresse 'Hültzplatz' gibt und diese

auch erst Jahrzehnte nach denen entlang

der Straße entstanden. Und sollten die

Ratsherren für die vier Häuser nochmal

extra in den Architekturbänden nach geeigneten

Paten stöbern?

Während der Platz erst in den 1940er

Jahren auftaucht, ist von der Hültzstraße

erstmals im Kölner Adressbuch von 1901

die Rede, allerdings erscheint sie dort noch

unbebaut. Erst 1904 wurde das erste Haus

bezugsfertig – das Vier-Parteienhaus

erhielt folgerichtig die Hausnummer 4. Die

Urbewohner: Die Brüder Emil und

Wilhelm Grohe, die ihr Geld mit dem

Wachstumsprodukt elektrischer Türöffner

machten, und ihr Vater Emil senior, der

Schreiner war; der Kaufmann Eduard

Kayser samt Familie, ebenso der Fabrikant

Dr. Franz Strick sowie zu guter Letzt die

Witwe Weidenfeld.

Großzügig angelegte Allee

Als fünf Jahre später (!) am Südwestende

der Straße das zweite Haus (die Nr. 44)

entstand, war von den Erstbewohnern der

Hültzstraße keiner mehr verblieben. Aber

das lag sicher nicht an der schlechten

Wohnlage, vielleicht eher an zu hohen

Mieten. Denn in der Folgezeit – besonders

zwischen 1910 und 1915 – entstanden ent-

1901 taucht die

Hültzstraße erstmals

im Kölner

Adressbuch auf.

Inzwischen hat

sie schon manche

Veränderung

erfahren.

lang der großzügig angelegten Allee herrschaftliche

Wohnhäuser, die einer ganzen

Reihe Kölner Fabrikanten und

Bankdirektoren eine Heimstatt am

Stadtwald mit verkehrsgünstiger Lage zur

Stadt gab.

Zwischen 1920 und 1926 wurde auf der

Westseite mit den Häusern Nr. 16 bis 26

sowie 32, 40 und 42 die große Lücke

geschlossen, während auf der Ostseite nur

noch Platz für die Nr. 7 (und etwas später

die 21) geblieben war. Im 2. Weltkrieg

bekam die Hültzstraße zahlreiche

Volltreffer ab; zerstört wurden die Häuser

6, 8, 38 und 40 sowie auf der anderen Seite

9, 29 und 31. Auch die Häuser Nr. 3 und 4

am frisch einbezogenen Hültzplatz mussten

nach dem Krieg neu aufgebaut werden.

Heute gehört das Ensemble von Allee und

Platz wieder zu den Schmuckstücken

unseres Gemeindegebiets.

Axel Heyer

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Menschen und Gesichter

Neu im Presbyterium: Rosemarie Jonat

Rosemarie Jonat und Dr. Volker Geginat

wurden am 1. September bzw. 13. Oktober

in das Leitungsgremium der Gemeinde

eingeführt. Als Mitarbeiterpresbyterin

nimmt Rosemarie Jonat den durch das

berufsbedingte Ausscheiden von Ute

Labonté freigewordenen Platz ein. Dr.

Volker Geginat kehrt für den inzwischen

ausgeschiedenen Axel Heyer wieder ins

Gremium zurück. Letzterer lebt und arbeitet

jetzt in Brüssel, schreibt aber weiter

seine „Veedels-Beiträge“ für den

Gemeindebrief.

Ich bin 54 Jahre alt

und seit vier Jahren in

dieser Gemeinde als

Küsterin tätig. Nachdem

ich bereits in meiner

ehemaligen Gemeinde

8 Jahre im Presbyterium

mitgewirkt habe, lag es

nahe, sich auch in

Braunsfeld der Wahl zu

stellen. Damals war ich

sehr aktiv im Bereich

der Kinderarbeit (Vorbereitung

von Kinderbibelwochen

etc.) sowie im Ausschuss

für Gottesdienst- und Kirchenmusik tätig.

Ein weiterer Aspekt, der mein Schaffen

beeinflusste, war das Engagement in

der Frauenarbeit (z.B. Vorbereitung

vom Tag der Frau, Frauenhilfe etc.).

Der letzte Aspekt soll auch in dieser

Gemeinde ein Schwerpunkt meiner

Arbeit werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter

werden in jeder Gemeinde

gebraucht.

Ich finde es spannend, in dieser Gemeinde

in Zukunft nicht nur von außen auf die

Bühne „Kirche“, sondern auch mal hinter

die Kulissen zu schauen. Wie ich bereits

festgestellt habe, stellen sich viele Dinge

im Gremium anders dar, als ich es bisher

wahrgenommen habe. Ich finde es bemerkenswert,

wenn man durch ehrenamtliches

Engagement bei großen Fragen mitentscheiden

kann. So kann ich auch als

kleines Gemeindeglied viel bewirken.

„Wenn viele kleine Leute viele kleine

Schritte tun, können sie das Gesicht der

Welt verändern.“

Es wäre wünschenswert,

wenn mehr junge Leute sich

in der Kirche einfinden

würden. Wir sollten uns

ihrer kreativen Kritik stellen,

um in Zukunft auch jüngere

Gemeindemitglieder für das

Thema „Kirche“ zu begeistern.

Dabei sollten wir den

Blick vor Innovationen nicht

verschließen, sondern uns

auf neue Wege aufmachen.

Ich freue mich sehr, dass mein Mann

und meine erwachsenen Töchter mich in

meiner Tätigkeit so hilfreich unterstützen.

In meiner mittlerweile vierjährigen Arbeit

als Küsterin habe ich viele nette Menschen

dieser Gemeinde kennen gelernt. Dabei

wurde mir viel Sympathie und Hilfe in

Wort und Tat entgegengebracht. Ich glaube,

dass sich solch ein funktionierendes

Team auch positiv auf die Gemeinde

auswirkt.

Wieder im Presbyterium: Dr. Volker Geginat

Dr. Volker Geginat ist 65 Jahre, verheiratet,

hat zwei erwachsene Kinder, lebt seit 1965

ständig in der Gemeinde, berufsbedingt

unterbrochen von 1999 – 2002. Er war

Mitglied des Presbyteriums von 1968 –

2000 und ist es erneut seit Oktober 2002.

Seit Mai 2002 ist der Verwaltungsjurist,

pensioniert.

Was motiviert Sie zur Mitarbeit im

Presbyterium?

Ehrenamtliches Engagement ist für

unsere Gesellschaft als menschliche

Gemeinschaft von sehr großer Bedeutung.

Die Kirchen leisten dazu mit

ihren Diensten am und für

den Menschen wesentliche

Beiträge. Dafür zur

Verfügung zu stehen und

daran ein wenig mitzuwirken,

war mir ein Anliegen

und wurde im Lauf der Zeit

aus einer Pflicht zum selbstverständlichen

Bestandteil

meines Lebens. Christliche

Grundüberzeugungen, engagierte Theologen

im Dienst unserer Gemeinde und der

verantwortungsvolle Auftrag des Presbyteriums

für die Gestaltung gemeindlichen

Lebens motivierten mich, in diesem

Gremium mitzuarbeiten.

Gibt es Schwerpunkte Ihres Engagements?

Die Schwerpunkte meiner Arbeit bisher

waren unterschiedlich und werden sich

auch künftig danach richten, wo ein besonderer

Einsatz nötig ist und ich mit meinen

Möglichkeiten hilfreich sein kann. Wer die

große Bandbreite gemeindlicher Arbeit

einigermaßen übersieht, weiß welche

umfassende Aufgabe Seelsorge und

Diakonie für möglichst viele Gemeindemitglieder

in jedem Alter, aus allen

Gesellschaftsschichten und in den verschiedensten

Lebenslagen darstellen. Das

erfordert neben dem Dienst im Pfarramt,

der professionellen Sozial-, Erziehungs-

Alten und Verwaltungsarbeit, um nur einige

zu nennen, sehr viel ehrenamtlichen

Einsatz mit einem großen Spektrum von

dabei benötigten Fähigkeiten, Fertigkeiten

und sonstigen Gaben.

Was fehlt bzw. vermissen Sie

in unserer Gemeinde?

Vor diesem Hintergrund ist

klar, dass nicht alles was

wünschenswert oder sogar

notwendig ist, gleich gut und

gleichzeitig realisiert werden

kann. Vielmehr muss immer

wieder nach Prioritäten

gefragt werden. Insoweit geht

es im gemeindlichen Leben

nicht anders als in anderen Lebensbereichen

zu, in denen die personellen und

die materiellen Möglichkeiten ebenfalls

begrenzt sind.

Worüber freuen Sie sich am meisten in

unserer Gemeinde?

Es freut mich daher besonders, dass in

unserer Gemeinde die Kinder- und

Jugendarbeit in den letzten Jahren weiter

ausgebaut werden konnte und heute einen

Schwerpunkt darstellt, ohne dass traditionelle

Schwerpunkte wie z.B. die Altenarbeit

an Intensität verloren haben.

8 9


Momentaufnahmen

Clarius

Ein „Ort der Stille“

werden unsere Friedhöfe

gerne genannt.

Schließlich wird man

dort zur „letzten Ruhe

gebettet“. So treffend solche Metaphern

und Redewendungen auch sind, scheinen

sie dennoch aus einer anderen Zeit zu

stammen.

Haben Sie, werte Leserin, werter Leser,

vor den Totengedenktagen des Novembers

vielleicht mal unseren Melatenfriedhof

besucht? Ihnen dürfte Hören und Sehen

vergangen sein. Vor allem das Hören!

Kleine Dieselaggregate versorgen dort

Hochdruckreiniger mit Strom, elektrisch

betriebene Kantenschneider surren, und

aus allen Gräberreihen dröhnen die

Laubsauger.

Mit der „ Nacht der Stille“ ist es heute

nicht viel anders. Manche werden sich

noch daran erinnern, wie es am Heiligen

Abend auf den Straßen tatsächlich still

wurde. Die Geschäftigkeit hatte für

Stunden ein Ende und – fast – alles im

öffentlichen Leben schwieg wirklich. Wer

im Liedtext immer noch eine Schilderung

unserer Wirklichkeit zu finden hofft, der

stelle sich am Heiligen Abend, etwa in den

Stunden zwischen Christvesper und

Christmette, mal in Höhe des Glockenturms

an die Aachener Straße. Ungebrochen

strömt der Verkehr in allen

Richtungen: Verwandte, Diskotheken oder

auch Image trächtige Kirchenorte locken.

Die Nacht ist längst ein Event.

Clarius hat sich abgewöhnt, solche

Zeiterscheinungen zu beklagen. Manchmal

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animieren sie ihn, über die Bedeutung der

Worte jenseits der vertrauten Klischees

nachzudenken.

In diesem Sinne

Ihr

Damals

vor 50 Jahren stand im Gemeindebrief ...

ein Beitrag über Kirchenmusik in der

jungen Clarenbachgemeinde.

Die kulturhistorische Bedeutung der

Meldung wird erst richtig bewusst,

wenn man sich das zerstörte Nachkriegs-Köln

vorstellt. Brauchbare

Konzertsäle waren absolut Mangelware.

Gerne nutzten daher Künstler

unsere gerade eingeweihte Kirche mit

der neuen Orgel als Konzertsaal.

„Prof. Dr. Klotz hat das erste

Orgelkonzert gespielt. Die Kölnische

Rundschau schreibt am 18. Oktober

1952: Die Orgel ist ein kostbares musikalisches

Kleinod; das die Clarenbachkirche

nunmehr ihr eigen nennen

kann, und die Kölner Organisten werden

sich drängen, auch einmal auf diesem

Instrument zu konzertieren.

Prof. Janacek gab das 2. Orgelkonzert.

Der Stadt-Anzeiger schreibt am 1. 11.

1952 u.a.: Die vielseitige Vortragsfolge

fand in Prof. Janacek einen mit

stilistischer Sorgfalt gestaltenden Organisten

von überlegener handwerklicher

Beherrschung und ausgeprägter Klarheit

des Spiels.“

Adressen

Braunsfeld-Süd: Pfarrerin Ulrike Graupner, Voigtelstr. 14, 50933 Köln,

589 48 08, Fax: 589 48 09,

E-Mail: graupner@kirche-koeln.de

am besten zu erreichen: Mo. 9–10 / Do. 18–19 Uhr

Braunsfeld-Nord Pfarrer Uwe Zimmermann, Paulistr. 45, 50933 Köln,

und Müngersdorf: 49 44 24, Fax: 949 44 83,

E-Mail: zimmermann@kirche-koeln.de

am besten zu erreichen: Di. 8.30–9.30 / Do. 17–18 Uhr

Altenheim- und Pfarrerin Kirsten Prey und Pfarrer Norbert Prey,

Krankenhaus- Belvederestr. 73, 50933 Köln, 491 23 51,

seelsorge: E-Mail: prey@kirche-koeln.de

am besten zu erreichen: Mo. 9–10 / Do. 17–18 Uhr

Kantor: Matthias Roeseler, Aachener Str. 458, 50933 Köln,

499 44 40 + 0175/7419662

Küsterin: Rosemarie Jonat, Aachener Str. 458, 50933 Köln,

491 16 28

Gemeindeschwester: Ingrid Nieder, zu erreichen über das Gemeindebüro,

49 49 26

Jugendleiterin: Berit Zerche, 990 45 34, E-Mail: beritzerche@web.de

Gemeindebüro: Christian-Gau-Str. 51, 50933 Köln,

Mo.–Fr. 9–12 Uhr, 49 49 26, Fax: 499 41 59

E-Mail: GA-Brauns@kirche-Koeln.de

Homepage: www.clarenbachgemeinde.de

Verwaltung: Friedrich-Karl-Str. 101, 50735 Köln,

820 90-0, Fax: 820 90 11

E-Mail: info@gemeindeverband-nord.de

Kindertagesstätte: Leiterin: Ingrid Hermle, Aachener Str. 458, 50933 Köln,

und Fax 49 51 24

Altentagesstätte Leiter: Thomas Lehmann,

„Dr. Schaefer-Ismer“: Brauweilerweg 8, 50933 Köln, 48 60 85

Gemeinnütziges Sozialwerk der Evang. Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-

Braunsfeld GmbH, Clarenbachstift und Peter-von-Fliesteden-Haus/Benderstift,

949 82 80

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Gottesdienste in der Clarenbachkirche · sonntags um 10.30 Uhr

1. Advent

1. Dezember

2. Advent

8. Dezember

3. Advent

15. Dezember

4. Advent

22. Dezember

Heiligabend

24. Dezember

1.Weihnachtstag

25. Dezember

2. Weihnachtstag

26. Dezember

Sonntag

29. Dezember

Silvester

31. Dezember

Abendmahlsgottesdienst Pfarrer Zimmermann

Fmiliengottesdienst Pfarrerin Graupner

Gottesdienst Pfarrerin Prey

Gottesdienst Predigthelfer Krüger

16 Uhr Familiengottesdienst

18 Uhr Christvesper

23 Uhr Christmette

Pfarrer Zimmermann

Pfarrerin Graupner

Pfarrerin Graupner

Abendmahlsgottesdienst Pfarrer Zimmermann

Gottesdienst Pfarrer Prey

Gottesdienst Predigthelfer Krüger

18 Uhr

Abendmahlsgottesdienst

Pfarrerin Graupner

Neujahr, 1. Januar Abendmahlsgottesdienst Pfarrerin Prey

Sonntag, 5. Januar Gottesdienst Pfarrer Zimmermann

Sonntag, 12. Januar Abendmahlsgottesdienst Predigthelfer Krüger

Sonntag, 19. Januar Gottesdienst Pfarrer Prey

Sonntag, 26. Januar Gottesdienst Pfarrerin Graupner

• Das Abendmahl feiern wir nur mit alkoholfreiem Wein

• Im Anschluss an den Gottesdienst findet in der Regel ein Kirchenkaffee statt,

zu dem alle herzlich eingeladen sind.

Gottesdienste in der Clarenbachkirche · sonntags um 10.30 Uhr

Sonntag, 2. Februar Abendmahlsgottesdienst Pfarrerin Prey

Sonntag, 9. Februar Gottesdienst Predigthelfer Krüger

Sonntag, 16. Februar Abendmahlsgottesdienst Pfarrerin Graupner

Sonntag, 23. Februar Gottesdienst Pfarrer Zimmermann

Gottesdienste für Kinder in der Clarenbachkirche

Kindergartengottesdienst

dienstags um 11.30 Uhr (außer in den Ferien)

Kindergottesdienst sonntags um 10.30 Uhr (außer in

den Ferien) Nächste Termine: 1. und 15. Dezember

Schulgottesdienst

mittwochs um 8.10 Uhr (außer in den Ferien)

Gottesdienste in den Altenheimen · werktags 11 Uhr

Clarenbachstift 17. Dez. 14. Jan. 11. Febr.

Paul-Schneider-Haus 11. Dez. 8. Jan. 5. Febr.

Heinrich-Püschel-Haus 4. Dez. 15. Jan. 12. Febr.

Kapelle am Haus Andreas 24. Dez. 29. Jan. 26. Febr.

Gottesdienste an Heiligabend

Pfarrer Zimmermann

Pfarrerin Graupner

und Team

Pfarrerin Graupner/

Pfarrer Zimmermann

Pfarrer

Prey

Pfarrer

Prey

Pfarrerin

Prey

Pfarrerin

Prey

Jedes Jahr finden an Heiligabend drei Gottesdienste in unserer Kirche statt.

Während Christvesper und Christmette (18 bzw. 23 Uhr) eher für Erwachsene

gedacht sind, gibt es für Familien mit Kindern um 16 Uhr einen speziellen

Gottesdienst. In diesem Familiengottesdienst wird das weihnachtliche

Geschehen von der Geburt Jesu besonders für Kinder dargestellt.

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Geistliches Gruppen und Wort Kreise

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Chor dienstags, 19 Uhr in der Clarenbachkirche,

Aachener Str. 458, Kontaktadresse:

Matthias Roeseler, Aachener Str. 458 499 44 40

Posaunenchor montags, 19–20.30 Uhr,

in der Clarenbachkirche, Aachener Str. 458

Leitung: Michael Frangen,

Nesselrode Str. 16a, 50735 Köln 712 82 72

Ökumenischer vierzehntägig montags, 20 Uhr

Bibelgesprächs- an wechselnden Orten,

Kreis Kontaktadresse: Walter Krüger, Eschweilerstr. 26 49 63 92

Englischer jeden letzten Mittwoch im Monat, 20 Uhr

Gesprächskreis an wechselnden Orten,

Leitung: Sabine Kulik-Krechlok, Würselener Str. 13 546 19 14

Veranstaltungen im Gemeindehaus, Christian-Gau-Str. 51

Frauenhilfe dienstags, 15.30 Uhr, Kontaktadressen:

Clarenbach“ Marga Schäfer (Leiterin), Elsenborner Str. 8 546 50 39

Ingrid Birk, Aachener Str. 504 49 37 42

Handarbeits- vierzehntägig montags, 15–17 Uhr,

kreis Kontaktadressen:

Anna Kirmse, Christian-Gau-Str. 50 49 45 37

Christiane Langen, Voigtelstr. 26 49 64 57

Nächste Termine: 20. Januar, 3. Februar, 17. Februar

Offener Kreis jeden 1. Freitag im Monat, 18.30 Uhr,

Kontaktadresse: Marianne Michel, Erkelenzer Str. 23 49 64 40

Nächste Termine: 3. Januar, 7. Februar

Senioren-Treff jeden 2. Montag im Monat, 16–17.30 Uhr,

Kontaktadresse: Ingrid Nieder, Gemeindehaus 49 49 26

Nächste Termine: 16. Dezember, 13. Januar

Besuchsdienst Kontaktadresse: Walter Krüger, Eschweilerstr. 26 49 63 92

Yoga mittwochs, 16 und 17.45 Uhr,

Kontaktadresse: Veronika Müller-Stieß 497 11 46

Literaturkreis Nächstes Treffen: 5. Dezember 19.30 Uhr,

Thema: „Morgen der Trunkenheit“

von Seyed Javadi Fattaneh’

Kontaktadresse: Renate Becker-Barthold 947 29 54

Es wurden getauft:

Zoe Wolf, Aachener Str. 404

Sönke Struckmann, Zur Kornkammer 15

Jan Struckmann, Zur Kornkammer 15

Sünje Blümer, St. Vither Str. 3

Marie Schwender, Erkelenzer Str. 4

Beatrix Groß, Losheimer Str. 4

Paul Pirwitz, Kleienpfad 5

Henri Pirwitz, Kleienpfad 5

Elisa Alefeld, Maarweg 1

Es wurden getraut:

Jörg Kröhn und Ute geb. Langen

Braunstr. 20

Es wurden bestattet:

Erika Hillmann (82), Neuer Grüner Weg 25

Peter Homey (60), Am Morsdorfer Hof 7

Knud Holst (73), Wiethasestr. 8

Johann Breuer (87), Neuer Grüner Weg 21

Leonore Blatz (97), Neuer Grüner Weg 25

Gisela Schücke (49), Manstedter Weg 26

Alma Hoppe (85), P.-v.-Fliesteden-Str. 3-4

Clarenbachgemeinde im Netz

Seit Mitte diesen Jahres haben wir

eine umfangreiche Homepage.

Gottesdienste, Gruppen und Kreise,

Menschen oder aktuelle Termine

finden Sie zum Beispiel dort. Aber

auch die Entwicklung der Gemeinde

oder der Stadtteile ist ausführlich

dargestellt. Schauen Sie einmal vorbei,

online oder live.

www.clarenbachgemeinde.de

Aus den Kirchenbüchern

Stichwort:

Epiphanias

Aus dem griechischen Wort epiphaneia

(für „Erscheinung“) leitet

sich der Feiertag Epiphanias am

6. Januar ab. Der Ursprung des

Festes der „Erscheinung des

Herrn“ liegt wahrscheinlich in

Ägypten. Wissenschaftler vermuten,

dass die christlich-gnostische

Sekte der Basilidaner schon im

3. Jahrhundert an diesem Tag die

Taufe Jesu im Jordan feierte, die

sie als die eigentliche Zeugung

und Geburt Christi verstand.

Das ursprüngliche Geburts- und

Tauffest wurde erst im frühen

Mittelalter zum Gedenktag für die

„Heiligen Drei Könige“, die das

Jesukind anbeten. Von „Königen“

und auch der Zahl „drei“ ist im

Matthäus Evangelium (2,1-12)

aber gar nicht die Rede, sondern

nur von „Weisen“ aus dem

Morgenland. Die Namen der drei

„Könige“ finden sich 560 erstmals

über dem Mosaik eines

unbekannten Künstlers in

Ravenna: Kaspar, Melchior und

Balthasar.

15


Diakonie und Theologie

„Jeder Euro zählt“, lautet in diesem Jahr

das Motto der Adventssammlung, zu der

das Diakonische Werk der Evangelischen

Kirche im Rheinland – wie jedes Jahr –

aufruft.

Der Sinn des Satzes geht schnell ein und

hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt;

er macht uns bewusst, dass jeder nach seinen

Kräften – auch schon mit kleinen

Spenden – Not von Mitmenschen lindern

kann. Sich ausbreitende Arbeitslosigkeit,

Teuerung, Überschuldung, Obdachlosigkeit,

um Beispiele zu nennen, führen auch

in unserer Gemeinde und in unserem

Kirchenkreis zu Notlagen, deren Bedrängnis

Menschen, die ein regelmäßiges

Einkommen beziehen, oft kaum ermessen

können. Leider kommen vielfach

Krankheit, Einsamkeit, Beschwerden des

Alters hinzu; in solchen traurigen

Adventssammlung 2002

Lebenslagen sind selbst kleine materielle

Hilfen Lichtblicke in der verständlicherweise

empfundenen Hoffnungslosigkeit.

Ihre Spende käme zu je einem Drittel der

diakonischen Arbeit unserer Gemeinde

selbst, der des Kirchenkreises und des

Diakonischen Werkes der Evangelischen

Kirche im Rheinland unmittelbar, also

ohne Abzug von Verwaltungskosten,

zugute. Der Anteil, den unsere Gemeinde

für ihre diakonische Arbeit erhält, wird für

den Dienst z.B. in der Betreuung

Obdachloser mit der Ausgabe von

Essensgutscheinen und wärmender

Kleidung verwendet. Außerdem kommt

die Hilfe, die Ihre Spende ermöglicht, auch

anderweitig Bedürftigen in unserer

Gemeinde zugute.

Dem Gemeindebrief ist ein Vordruck für

eine Spende beigefügt. Der Durchschlag

des Vordrucks zusammen mit dem

Kontoauszug, aus dem sich die Abbuchung

ergibt, dient als Spendennachweis für das

Finanzamt. Auf Wunsch stellen wir Ihnen

selbstverständlich gern Spendenbescheinigung

aus. Sie können Ihre Diakoniespende

auch persönlich im Gemeindebüro

gegen eine Quittung entrichten (Montag

bis Freitag 9–12 Uhr). Sammellisten liegen

dort aus.

Für Ihre mitfühlende Hilfe danken wir im

Voraus, und.... wie heißt es?

„Jeder Euro zählt !“

Regine Appenroth

Diakoniekirchenmeisterin

Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?

Leitbilddiskussion hat begonnen

In den Zeitungen lesen wir immer öfter

davon, dass sich Vereine, Städte (wie z.B.

Köln) oder Firmen ein Leitbild formulieren:

Was haben wir für Aufgaben? Was

sind unsere Ziele? Wie wollen wir unsere

Zukunft gestalten?

Auch alle rheinischen Gemeinden beschäftigen

sich mit diesen Fragen, weil eine solche

Konzeption Auskunft darüber geben

soll, auf welche Weise die Gemeinde ihren

biblischen Auftrag und ihre Dienste in

Zukunft wahrnehmen will. So hat es die

Landessynode der Evangelischen Kirche

im Rheinland beschlossen.

Was machen wir in Braunsfeld und

Müngersdorf daraus? Seit mehreren

Monaten beschäftigt sich unser

Presbyterium schon mit dieser Aufgabe. In

verschiedenen Arbeitsgruppen (z.B. für

Senioren, Jugend, Mitarbeiter, Gottesdienst,

Diakonie, Öffentlichkeitsarbeit,

Kirchenmusik) wurde zusammengestellt,

welche Angebote im Einzelnen in der

Gemeinde – teilweise seit vielen Jahren –

bereits bestehen. Außerdem werden

Rahmenbedingungen (z.B. die Bevölkerungsentwicklung

in unseren Stadtteilen;

die sich ändernden Bedürfnisse von

Menschen in einer Großstadt; der Wandel

der Einstellung vieler Bürger zu ehrenamtlicher

Arbeit) für die nächsten Jahre

benannt.

Zu unserer Gesamtkonzeption sollen als

ein ganz wichtiges Element aber auch

Visionen für die gemeindliche Zukunft

gehören. Wir wollen daraus Ziele für unse-

re Gemeindearbeit in den nächsten Jahren

ableiten. So können wir leichter die notwendigen

Schwerpunkte setzen, wenn uns

demnächst weniger finanzielle Mittel zur

Verfügung stehen.

Es ist keine leichte Aufgabe, mit der sich

viele unserer haupt- und ehrenamtlichen

Mitarbeiter beschäftigen! Eine kleine

Steuerungsgruppe trifft sich regelmäßig,

um die vielen Ideen und Beiträge zu sammeln

und aufzubereiten.

In der diesjährigen Gemeindeversammlung

am 10. November 2002 habe ich bereits

einen kurzen Bericht zu unserer

Leitbilddiskussion gegeben. Inhaltliche

Zwischenergebnisse wollen wir detailliert

in der nächsten Gemeindeversammlung

vorstellen. Spätestens dann haben Sie

direkt Gelegenheit, in die Diskussion mit

einzusteigen. Sie können bis dahin natürlich

jederzeit auch alle Mitglieder des

Presbyteriums ansprechen.

Thomas Stier

für die Steuerungsgruppe

Evangelisches Köln

Interessante Informationen

zu Gottesdiensten, Themen,

Konzerten und anderem

finden Sie auf den Seiten

des Evangelischen Stadtkirchenverbandes

unter

www.kirche-koeln.de

16 17


Gemeinde unterwegs

An diesem markanten

Datum fand unser diesjährigerGemeindeausflug

für Seniorinnen

und Senioren statt. 130

Gemeindeglieder und

etliche HelferInnen

fuhren in drei Bussen

Richtung Aachen. Die

Busse brachten uns

zum Dreiländereck,

dem höchsten Punkt

der Niederlande – mit

Aussicht über die Stadt

Aachen. Nach einer

kurzweiligen Fahrt

hielten die Busse vor

„de Bokkerijder“ in

Valls. Das Restaurant

machte einen sehr

gemütlichen Eindruck.

Die Tische waren

schon zum Mittagessen

Gemeindeausflug am 11. September Traum oder Wirklichkeit – Segelfreizeit in Holland

gedeckt. Nach einer kleinen Begrüßungsrede

von Herrn Krüger und unserer

Gemeindeschwester Frau Nieder, sang

Herr Röseler noch ein paar Lieder mit uns.

Dann wurde das Mittagessen serviert.

Nach dem Essen drängte es alle hinaus.

Da das Restaurant im Wald lag, konnte

man dort auch sehr gut spazieren gehen. Es

gab außerdem die Möglichkeit, einen

Aussichtsturm zu besichtigen oder in

einem Labyrinth sein Glück zu versuchen.

Die Gruppe teilte sich. Herr Röseler und

ich gingen mit einer Gruppe in das

Labyrinth. Wir staunten nicht schlecht, als

Der Aussichtsturm am Dreiländereck

bietet prachtvolle

Ausblicke.

wir den Irrgarten betraten.

In den Gängen

fanden wir Wasserfontänen

vor! Wir hatten

viel Spaß dabei,

den Fontänen aus dem

Weg zu gehen und

unseren Weg zu finden.

Erst zu einem

späteren Zeitpunkt

trafen wir einen

Gärtner, der uns einen

Trick verriet, die

Fontänen auszuschalten,

so dass wir

trockenen Fußes nach

Köln zurück fahren

konnten. Bald hatten

wir dann den Ausgang

gefunden! Der Spaß

kam also nicht zu

kurz.

Wieder draußen, trafen wir die Gruppe, die

den Aussichtsturm bestiegen hatte. Es wurden

Erlebnisse ausgetauscht, viel gelacht

und dabei Richtung Restaurant gewandert.

Hier erwartete uns schon eine gemütliche

Kaffeetafel. Ca. 16.30 Uhr standen die

Busse bereit, um uns Richtung Heimat zu

bringen. Auf der Rückfahrt konnte man

noch ein wenig träumen, bis wir vor unserem

geliebten Kirchturm hielten. Ich

denke, ich spreche im Namen aller, wenn

ich sage: Danke für den schönen Tag.

Elke Winkler

Am 22. Oktober fanden sich 13 Jugendliche

am Kirchturm der Clarenbachkirche

ein.

Zwei Luxusbusse mit Klimaanlage und

Service an Bord sollten uns aufnehmen.

Die eine Fahrerin, Frau Graupner, erwarteten

wir in einer Dienstuniform genauso

wie Herrn Karpati, der den zweiten Bus

steuern sollte. Frau Oesterling sollte in

ihrem Karl-Lagerfeld- Kostüm den Weg

nach Harlingen in Holland weisen, wo wir

eine Luxusyacht der Kategorie 1a übernehmen

wollten. Leider hielt dieser Traum der

Wirklichkeit nicht stand.

Der eine Kleinbus entpuppte sich als dröhnendes

Unikum, der die Insassen zu keinem

Zeitpunkt über die Arbeit des

Dieselmotors im Unklaren lies.

Der andere Kleinbus, freundlicherweise

von der Familie Skiba zur Verfügung

gestellt, war immer eine Nasenlänge voraus.

Das Plattboden Schiff hatte nichts gegen

Brotkrümel und Käserinden, die gleichmäßig

verteilt werden konnten. Auch

Tisch und Bänke und die sonstige

Einrichtung widerstanden sämtlichen rustikalen

Angriffen dieser Segelcrew.

Diesmal brauste der Wind so stark, dass

leider nur 1 1 /2 Tage gesegelt werden konnte.

Dennoch wurde uns nicht langweilig.

Denn neben intensiven Diskussionen, einer

fachkundig geführten Exkursion entlang

des Wattenmeeres und vielen Gesellschaftsspielen

wurde die Gemeinschaft

groß geschrieben.

Gesellschaftsspiele standen besonders bei

Sturmwetter hoch im Kurs.

Auch diesmal konnten die Jugendlichen,

angezogen mit einer Schwimmweste, wieder

von dem Angebot Gebrauch machen,

im Netz des Klüverbaumes zu liegen und

das Gefühl zu erleben, frei über dem

Wasser zu schweben.

Dank der intensiven Menüplanung von

Ann-Catherine Oesterling gab es jeden

Abend ein anderes warmes Gericht; kein

leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt,

dass 15 hungrige Leichtmatrosen stets

ungeduldig auf das Essen warteten.

Auch in dem Bewusstsein, dass weder ein

Luxusbus noch eine Luxusyacht im nächsten

Jahr zur Verfügung stehen werden,

gibt es schon heute bei einigen großes

Interesse, „unsere“ Segelfreizeit erneut

durchzuführen.

Ann-Catherine Oesterling und

Stephan Karpati

18 19


Nachrichten und Notizen

Konzerte

Am Sonntag, den 8. Dezember um

19 Uhr laden wir zu einem kirchenmusikalischen

Abend im Advent ein, den

Grigor Osmanian aus Rostov/Don in

Südrussland gestalten wird. Er ist schon

zum dritten Mal bei uns zu Gast und

möchte uns mit Barocker Orgelmusik und

Stücken aus der orthodoxen Liturgie in

eine vorweihnachtliche Stimmung versetzen.

Alle Stücke hat er für sein Instrument,

das Bajan, ein russisches Knopf-

Akkordeon bearbeitet, das gleich einer

Orgel auch einen grösseren Kirchenraum

in seiner ganzen dynamischen Bandbreite

vom pianissimo bis zur enormen

Klangfülle zu beschallen vermag.

Zum musikalischen Jahresschluss

laden wir am Sonntag, den

29. Dezember um 19 Uhr ein zu einer

nachweihnachtlichen Musik bei Kerzenschein.

Matthias Roeseler spielt an

Orgel und Klavier Bearbeitungen von

Weihnachtschorälen aus verschiedenen

musikgeschichtlichen Epochen und von

Komponisten aus mehreren europäischen

Ländern. Die Kollekte an diesem Abend

soll zur Anschaffung eines mobilen E-

Pianos beitragen, das dann für vielfache

Zwecke und an verschiedenen Orten einsetzbar

werden wird.

Das erste Konzert im neuen Jahr, zu

dem wir jetzt schon einladen, ist für

Sonntag, den 2. Februar 2003 um 19 Uhr

geplant. Das Streichorchester „Archi di

Colonia“ („die Bögen von Köln“), bei dem

auch einige Braunsfelder Gemeindezugehörige

aktiv mitmachen, spielt ein

barockes Concerto grosso (von Händel

oder Corelli), die E-Dur-Serenade von

Dvorak sowie aus der Neueren Musik ein

Stück von Arvo Pärt. Die Leitung hat

Raphael von Hoensbroech.

Neujahrsempfang für

Ehrenamtliche

Alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter sind zum sogenannten

Neujahrsempfang herzlich eingeladen. Das

Zusammenkommen findet am Sonntag,

den 12. Januar 2003 statt. Nach dem

Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Kirche

gibt es ein gemeinsames Mittagessen im

Gemeinschaftsraum des Clarenbachstifts.

Dabei besteht die Gelegenheit, miteinander

zu sprechen und sich zu informieren,

außerdem können neue Kontakte geknüpft

werden.

Adventsfeier

Zu Beginn der Adventszeit werden jedes

Jahr ältere Menschen aus unserer

Gemeinde zu einem besonderen

Nachmittag im Advent eingeladen. Dieses

Jahr wird die Feier allerdings nicht mehr

wie in den letzten Jahren auf dem Schiff

stattfinden, sondern „vor Ort“ im

Gemeinschaftsraum des Clarenbachstifts.

An zwei Nachmittagen laden wir zur

adventlichen Feier ein. Sie können entscheiden,

ob Sie Dienstag, den 3.

Dezember oder Mittwoch, den 4.

Dezember um 15 Uhr kommen möchten

Literaturkreis

Der Literaturkreis trifft sich am

5. Dezember, um einen berühmten

Klassiker neu zu entdecken: Stefan Zweig,

„Schachnovelle“.

Außerdem wollen wir am 23. Januar 2003

ein Werk kennen lernen, das ebenfalls im

Jahre 1938, allerdings in den USA entstanden

ist, aber hierzulande erst in den letzten

Jahren Aufsehen erregte: Kressmann

Taylor, „Adressat unbekannt“.

Es ist ein Briefroman vor dem historischen

Hindergrund des 3. Reiches und gleichzeitig

das Dokument einer verratenen

Freundschaft und ihrer ungewöhnlichen

Rache.

Renate Becker-Barthold

Gemeindebriefausträger/innen gesucht

Seit Jahren wird der Gemeindebrief viermal

im Jahr durch hilfsbereite

Gemeindeglieder ausgetragen. In den

folgenden vier Straßenbezirken haben wir

zur Zeit niemanden, der den Anwohnern

den Gemeindebrief ins Haus bringt:

Dansweilerweg, Wiethasestraße, Getreideweg/Weizenweg/ImRapsfeld/Maisweg/Hirseweg

und die „Malerstraßen“

nördlich des Brauweilerwegs. Sollte

jemand in einem der Bezirke den Dienst

übernehmen können, wären wir sehr

dankbar. Bitte melden Sie sich im

Gemeindebüro (Tel. 49 49 26).

Osternacht

In der Nacht vom Ostersamstag (19. April

2003) auf den Ostersonntag wollen wir um

22.30 Uhr zum ersten Mal eine Osternacht

in der Clarenbachkirche feiern. Dieses alte

Ritual spricht auch jüngere Menschen ver-

stärkt an, Weil die Lichtsymbolik mit

Osterfeuer und Kerzen so anschaulich

wird.

Die Osternacht will übrigens auch immer

an die eigene Taufe erinnern und ist darum

eine besondere Gelegenheit für Tauffeiern.

Alle Familien, die eine solche Feier im

Frühjahr planen, sind herzlich eingeladen

ihre Gemeindepfarrer daraufhin anzusprechen!

Impressum

Herausgeber:

Presbyterium der Evangelischen

Clarenbach-Kirchengemeinde

Köln-Braunsfeld

Redaktion:

Wolfgang Oelsner, Karl Heinz Thurz,

Pfr. Uwe Zimmermann,

Paulistr. 45, 50933 Köln (verantwortlich)

Mitarbeiter an dieser Ausgabe:

Regine Appenrodt, Renate Becker-Barthold,

Dr. Volker Geginat, Pfarrerin Ulrike Graupner,

Axel Heyer, Edeltraud Hutzenlaub,

Rosemarie Jonat, Stephan Karpati,

Kristina Linke, Burkhard Müller-Ullrich,

Ann-Catherine Oesterling, Pfarrerin Kirsten

Prey, Matthias Roeseler, Thomas Stier,

Elke Winkler, Berit Zerche,

Fotos:

Deike (S. 24), Graupner (S. 22), Jonat (S. 18)

Nahler (S. 3), privat (S. 8, 9), Thurz (S. 7,16)

Karpati (S. 19), Wodicka (S. 1)

Layout:

Druckerei Kliewer, Siegburg

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe:

Freitag, 24. Januar 2003

Der nächste Gemeindebrief erscheint

Ende Februar/Anfang März 2003

Auflage: 4.500 Exemplare

Druck: K.-D. Kliewer,

Industriestr. 14, 53721 Siegburg

Dieser Gemeindebrief wurde auf umweltfreundlich

hergestelltem Papier gedruckt.

20 21


Kinder- und Jugendseiten

Kindergottesdienst

Im Dezember geht es natürlich

gleich ganz adventlich

los: am 1. Dezember (= 1.

Advent) und am 15. Dezember

(= 3. Advent) beschäftigen wir uns

mit Advents- und Weihnachtsbräuchen im

Kindergottesdienst. Dazwischen, am 2.

Advent, dem 8. 12., ist ein Familiengottesdienst

für alle.

Um es noch einmal zu erwähnen: wir

feiern Kindergottesdienst alle 14 Tage

sonntags um 10.30 Uhr unter der Kirche,

d.h. immer dann, wenn die Fahne oben ist.

Im neuen Jahr kann man sich folgende

Termine notieren: 12. und 26. Januar,

sowie 9. und 23. Februar.

20 Esel in der Kirche

Im September gab es den dritten

Kinderbibeltag, diesmal mit über 20

Kindern! Wir lernten den Propheten

Bileam kennen, der vor lauter Geldgier

nicht mehr richtig auf Gott gehört hat. Zum

Glück hat ihn seine kluge Eselin wieder

auf den richtigen Weg gebracht. So konnte

er doch noch als Friedensbote einen Krieg

verhindern!

Die Kinder waren übrigens mindestens so

klug wie die Eselin, denn sie haben eine

Menge gute Ideen zum Streit Schlichten

gesammelt: „Erst mal zusammen Kekse

essen...; nicht nur an sich selber denken...“

Am Nachmittag wurde dann kräftig gewerkelt:

Friedenstauben aus Fimo, Segenskarten

mit Spritztechnik und die heißbegehrten

Esels-Strumpf-Puppen. Das

wurde eine fröhliche Abschlussrunde,

als 20 Eselspuppen im Takt der Lieder

mitwippten!

Dass die Kinder nach einem gelungenen

Tag so erfüllt nach Hause ziehen konnten,

liegt auch an den vielen engagierten

Helfern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Darum auch an dieser Stelle noch einmal

ein dickes Dankeschön!

Ulrike Graupner für das Team

Fröhliche Abschlussrunde nach einem

schönen Kinderbibeltag

Fahrt zum Kirchentag in Berlin

Im nächsten Frühjahr findet der Kirchentag

in Berlin statt, und zwar vom 28. Mai bis 1.

Juni 2003 (über Christi Himmelfahrt) und

ich habe vor, mit einer Gruppe von

Jugendlichen aus unserer Gemeinde dort

hinzufahren.

Was ist denn eigentlich ein Kirchentag?

Alle zwei Jahre treffen sich Zehntausende

Christen aus ganz Deutschland in einer

Großstadt über einen Zeitraum von 5

Tagen, um Gemeinschaft zu erleben und

sich aus einer riesigen Fülle von

Möglichkeiten Angebote auszusuchen, die

sie interessieren und ihnen Spaß machen.

In diesem Jahr ist das Ganze zum ersten

Mal ökumenisch, also zusammen mit den

Katholiken. Das ist eine absolute

Premiere!

Es werden auch Jugendgruppen von überall

her kommen. Über die Hälfte der

Teilnehmer ist unter 25 Jahren!!! Es ist

also auch ein riesiges Jugendtreffen!!!

(www.oekumenischer-kirchentag.de)

Da gibt es zum Beispiel: Kreative

Workshops, Jugendgottesdienste, Musicals,

Rockmessen, Gospelkonzerte,

Diskussionsforen mit Politikern, Aktionen

für Völkerverständigung und Frieden,

Jugendorganisationen für Umweltschutz

und vieles mehr...

Die Kosten für die Teilnahme am

Kirchentag werden für Jugendliche ca.

30,- € betragen (inkl. Fahrt mit einem

Sonderbus, Gemeinschaftsquartier in einer

Schule, Essensmarken, Eintrittskarte für

alle Veranstaltungen, Netzkarte in Berlin).

Also absolut günstig für 5 aufregende

Tage!

Jugendliche ab 16, die Lust haben, mitzufahren,

sollten sich schon mal bald bei mir

melden.

Berit Zerche

Jugend auf dem

Weihnachtsmarkt

Die Evangelische Jugend

Köln organisiert und betreut

vom 2. bis 5. Dezember einen Spiel- und

Infostand auf dem Kölner Weihnachtsmarkt

Roncalliplatz (neben dem Dom).

Jugendliche aus ganz Köln können mitmachen

und gruppenweise einmal eine

Schicht von 2 bis 4 Stunden übernehmen.

Mit einer witzigen Spielidee zum Mitmachen

werden Besucher des Weihnachtsmarktes

auf die Evangelische Jugend aufmerksam

gemacht. Also: Wenn Du über 14

bist und Lust hast, mitzumachen, dann

melde Dich schnell bei mir.

Berit Zerche

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Gruppen und Kreise im Gemeindehaus

Handarbeitskreis für Kinder, montags 15.30 Uhr,

Kontaktadresse: Irene Ziesecke, Hültzstr. 15 40 81 67

Minitreff dienstags 16.30 – 18 Uhr (6 bis 8-Jährige),

Kontaktadresse: Berit Zerche 990 45 34

Star Club mittwochs 16.30 –17.30 Uhr 9 bis 12-Jährige Jungen,

17.30–18.30 Uhr 9 bis12-Jährige Mädchen,

Kontaktadresse: Berit Zerche 990 45 34

Krabbelgruppe für 1 bis 2-Jährige jeden Donnerstagvormittag,

Kontaktadresse: Kerstin Schwender 497 22 89

Internet-AG für Jugendliche, vierzehntägig, freitags 17 Uhr,

Kontaktadresse: Thomas Stier 491 10 26

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