Gemeindebrief - Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln ...

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Gemeindebrief - Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln ...

Gemeindebrief

der Evangelischen

Clarenbach-Kirchengemeinde

Köln-Braunsfeld

Juni – August 2013

Aus dem Inhalt:

Urlaub – Schönste Zeit des Jahres 2

Die Goldene Regel 4

Seit 50 Jahren Glocken 6

Gemeindefest am 7. Juli 2013 9

Toleranz und Intoleranz 16

Nr. 155

www.clarenbachgemeinde.de


Geistliches Wort

2

Urlaubszeit – Die schönste Zeit des Jahres

Ein herrlicher Tag in den Bergen. Eine stille

Meeresbucht. Strand genug zum Laufen

oder auch nur zum Liegen. Ein Abendhimmel

in romantischen Farben über einer

hügeligen Landschaft. Auf der Terrasse ein

geschmackvoll gedeckter Tisch, dazu ein

Essen mit Salat, Käse, Brot, Wein und den

Früchten des Landes.

Wenn die schönsten Wochen des

Jahres kommen und wir ans

Meer, in die Berge und vor allem

in die Sonne fahren, dann ist

Urlaub nicht nur das Lieblingswort

jedes Arbeitnehmers. Das

hat natürlich mit Strandkorb,

Ausschlafen und „Seele baumeln

lassen“ zu tun.

Seele baumeln lassen

Erinnerungen an eine ganz eigene Zeit im

Jahr werden wach. Urlaubszeit ist die sechste

Jahreszeit nach Frühling, Sommer,

Herbst, Winter und der Zeit der unbeugsamen

Narren im „hillije Kölle“. Leider lassen

sich solche Augenblicke nicht ewig festhalten,

von der Kamera einmal abgesehen.

Doch die behält ja nicht das Erlebnis, sondern

allenfalls ein Abbild davon zurück.

Oft machen wir die Erfahrung, dass die

Urlaubszeit wie im Flug vergeht. Es scheint

so zu sein, als wäre der Urlaub ein Gut, das

sich wieder verbraucht. So wie vieles andere,

von dem wir leben. Und mit den Erinnerungen

verschwinden Erlebnisse und Erfahrungen.

Selbst Gefühle wie Entspannung

und Erholung können nicht wie selbstverständlich

durch den Alltag hindurch aufgespart

werden.

Trotzdem ist der Urlaub nicht nur ein Verbrauchsgut:

Hier wird Kraft getankt, der

den künftigen Arbeitsalltag bestehen lässt,

auch wenn der Kraftstoff nach und nach

wieder verbrannt wird. Urlaubserinnerungen

sind darüber hinaus nicht nur ein Fall

fürs papierne oder digitale Museum.

Geschenkte Zeit

Zunächst einmal kommt es

jedoch gar nicht so sehr auf das

Erinnern an, sondern auf das, was

ich da im Augenblick erlebe.

Urlaub ist ein Stück geschenkte

Lebenszeit. Und zwar Zeit, die ich

gerade als geschenkte Zeit erleben

kann.

Geschenkte Zeit ist – traditionell ausgedrückt

– Gnadenzeit, denn Gnade ist

Geschenk. Gnädig an der Urlaubszeit ist,

dass sie nicht verplant werden muss. Gnädig

an ihr ist, dass sie nicht in bare Münze

umgesetzt werden muss. Es ist keine Zeit,

die mir dazu dient, Geld zu erwirtschaften,

sondern Zeit, die gerade von solchem wirtschaftlichen

Druck frei bleiben soll. Sie ist

uns nicht nur gewährt, weil wir gearbeitet

haben, sondern auch damit wir arbeiten

können – später, im Anschluss an diese

Pause der Rekreation. Geschenkte Zeit ist

darum, so betrachtet, ein Vorschuss.

Vorschuss

Natürlich spricht die Bibel nicht von Urlaub

– sprachgeschichtlich geht Urlaub auf das

alt- und mittelhochdeutsche Substantiv

urloup zurück – aber sie spricht von dieser

geschenkten Zeit. Der biblische Ausdruck

Willkommene Unterbrechung des Arbeitsalltags:

Urlaub

dafür ist Sabbat, der Sonntag, die Unterbrechung

des Alltags, die Ruhepause.

Die biblische Schöpfungsgeschichte im ersten

Buch Mose erzählt, dass der erste Tag

des Menschen auf der Erde ein Ruhetag war.

In sechs Tagen – so der sinnbildliche Bericht

– hat Gott die Welt erschaffen und am

sechsten und letzten Arbeitstag die Menschen.

Der erste Tag, den die Menschen

dann erleben, ist ein Ruhetag: ein Tag, an

dem nichts mehr geschaffen, sondern nur

noch geruht wird.

Folglich kann des Menschen erster Tag als

ein Ruhetag, ein Urlaubstag betrachtet werden.

Es ist gleichsam ein Vorschuss für

alles, was kommen soll. Das ist geschenkte

Lebenszeit. Für Christen hat der Ruhetag,

der Sonntag, seine herausragende Bedeutung

auch als Tag der Auferstehung Christi.

Freilich braucht eine Gesellschaft, brauchen

alle Menschen solche Zeiten der Unterbrechung

des Arbeitsalltages, damit Körper,

Geist und Seele zur Ruhe kommen können.

Letztlich brauchen wir den Sonntag wie

auch den Urlaub, damit wir Zeit für Familie,

für Freunde und für uns haben. Beides

bietet die Gelegenheit, eine Auszeit aus dieser

pausenlosen „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“

zu nehmen.

Funkstille in Freizeit

Geistliches Wort

Sogar große Konzerne haben die Notwendigkeit

der Ruhezeiten inzwischen deutlicher

erkannt. Beim Autobauer Volkswagen

ist seit Ende 2011 Schluss mit der totalen

Erreichbarkeit. Dort wurde eine

Smartphone-Pause nach Feierabend eingeführt.

Die Firmen-Handys von VW-Mitarbeitern

können seitdem nach Feierabend

und bis 7 Uhr morgens keine Mails mehr

empfangen. Und bei Daimler wurde kürzlich

diese neue Spielregel zur E-Mail-Abwesenheit

damit begründet, dass die Belegschaft

in Ruhephasen besser „abschalten

solle“. Auch Bundesarbeitsministerin Ursula

von der Leyen hatte sich jüngst für eine

deutliche Trennung von Arbeit und Freizeit

ausgesprochen und gefordert: „In der Freizeit

sollte Funkstille herrschen.“

Wenn wir an Ruhetagen und im Urlaub die

Erfahrung machen können, dass uns Zeit

einfach geschenkt ist, frei von Zweck und

Nutzen, dann hat beides seinen Sinn gehabt

im Augenblick des Urlaubs und im Angesicht

des Arbeitsalltags.

Arbeitsfreie Zeit und Alltag fallen jetzt gar

nicht mehr so krass auseinander, wie es

manchmal scheint. Der Ruhetag erinnert

nun im Besonderen daran, dass es lebensnotwendige

Atempausen für uns Menschen

geben muss. Und im Urlaub lässt sich eine

neue Sichtweise für das eigene Leben, auch

für das Alltagsleben, gewinnen: der

Geschenkcharakter von Lebenszeit.

Und wenn dann auch noch etwas fürs Fotoalbum

übrig bleibt – umso schöner.

Uwe Zimmermann

3


Zeitzeichen

Viele Urlaubsreisende kommen aus muslimischen

Ländern wie der Türkei oder

Marokko zurück und erzählen begeistert,

wie freundlich sie behandelt wurden. Überall

seien die Einheimischen trotz der

Sprachschwierigkeiten äußerst hilfsbereit

und gastfrei gewesen. Umso bitterer stößt

mir auf, dass es oft dieselben Leute sind, die

von solchen Erfahrungen

schwärmen, hierzulande aber

sehr schnell über Ausländer

und speziell Muslime schimpfen,

ihnen mürrisch begegnen

und unnachsichtig auf deren

fremdes Verhalten reagieren.

„Alles, was ihr wollt, dass euch

die Leute tun sollen, das tut

ihnen auch!“, heißt es im siebten

Kapitel des Matthäusevangeliums.

Jesus hat die sogenannte

„Goldene Regel“ nicht

erfunden. Ähnliches gilt in vielen

Kulturen. In der jüdischen Umwelt Jesu

war es unter pharisäischen Gelehrten geradezu

ein „Sport“, die entscheidenden Glaubensinhalte

in einem einzigen Satz treffend

zusammenzufassen. So wird etwa erzählt,

dass ein Nichtjude den berühmten Rabbi

Hillel herausgefordert hat: „Wenn du mir

die Lehre des Judentums vermitteln kannst,

während ich auf einem Bein stehe, so werde

ich konvertieren.“ Rabbi Hillel antwortete:

„Was dir nicht lieb ist, das tu auch deinem

Nächsten nicht. Das ist die ganze Tora.“

Jesus macht den Unterschied

Auch Jesus fasst Gesetz und Propheten am

Ende seiner Bergpredigt in einem Satz

4

Die Goldene Regel – Ein Leitfaden zur Toleranz

zusammen. Aber er formuliert positiv:

„Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun

sollen, das tut ihnen auch!“ Der Unterschied

scheint gering, hat aber bedeutende

Folgen: Die negative Formulierung, die

auch bei uns viel bekannter ist – was du

nicht willst, das man dir tu, das füg auch

keinem anderen zu – zielt lediglich darauf,

anderen gegenüber Böses zu

vermeiden. Jesus hingegen

geht es darum, dass wir aktiv

die Initiative ergreifen zu

einem achtsamen Umgang mit

anderen.

Einige Abschnitte vorher hat

Jesus im Matthäusevangelium

über den Umgang mit Feinden

und das Richten über andere

gesprochen. Vor diesem Hintergrund

bekommt die „Goldene

Regel“ bei ihm noch

einen sehr speziellen Akzent.

Auch denen, die uns nicht sympathisch sind

und uns nicht freundlich begegnen, sollen

wir mit Respekt und mit dem Bemühen um

Verständnis entgegentreten, das wir uns

selbst von anderen erhoffen.

Im Blick auf Fremde heißt das: ihnen mit

freundlichen Augen begegnen, sich für ihre

Eigenarten und Traditionen interessieren,

sie kennen und verstehen lernen, und erst

dann unter Umständen eine kritische Auseinandersetzung

führen oder eine Grenze

ziehen. Dabei wird man auch merken, dass

man nicht in jeder Hinsicht einfach von

sich auf andere schließen kann.

Toleranz ist nicht Gleichgültigkeit

Manchmal steckt der Teufel im Detail. Eine

Stadtverwaltung hat beispielsweise einmal

bei einem Empfang für eine israelische

Delegation feinste Fleisch- und Schinkenhäppchen

serviert – sehr zur Freude der

deutschen Gäste. Für die Israelis dagegen

war das ein unkoscherer Affront. Es ist also

ratsam, Fremde zu fragen, was ihnen gut tut

und was sie brauchen.

Jesu „Goldene Regel“ ist jedenfalls auch ein

guter Leitfaden für das Thema Toleranz, das

Zeitzeichen

unsere Kirche innerhalb der Lutherdekade

für das Jahr 2013 vorgibt. Er erinnert uns

daran, dass Toleranz nicht mit Gleichgültigkeit

zu verwechseln ist. Ein toleranter

Umgang mit Menschen, die anders sind als

wir, bedeutet, ihnen die Achtung und das

freundlich kritische Verständnis entgegenzubringen,

das wir uns für uns selbst wünschen,

und das wir von Jesus so reichlich

bekommen.

Sylvia Bukowski

5


Aus dem Veedel

6

Seit 50 Jahren Glocken im Clarenbachturm

Nein, mit dem „dicken Pitter“, jener größten

frei hängenden Glocke der Welt im Kölner

Dom, können und wollen unsere Glocken

sich nicht messen. Aber verstecken brauchen

sie sich auch nicht. Fachleute meinen

sogar, dass das Ensemble der acht Glocken

im Turm der Clarenbachkirche zu den

wohltönendsten weit und breit zählt. Es

müssen allerdings schon Hochfeste der

Christenheit oder Neujahrsnacht sein, wenn

die fast zweieinhalb Tonnen Gesamtgewicht

an Bronze gleichzeitig zum Schwingen

gebracht werden. Das kurze 12-Uhr-Geläut

am Mittag, das 19-Uhr-Abendgeläut sowie

das Samstagabendläuten und Läuten zu den

Gottesdiensten besorgen einzelne Glocken

oder kleinere Ensembles um den Hauptton

„A“.

Mit Geschick und Muskelkraft werden die Glocken

abgeladen.

Kostbare Fracht unterwegs mit dem LKW (1963):

Die letzte Kurve auf der Aachener Straße wird

gemeistert.

Kirchturm 1963 gebaut

Im ersten Jahrzehnt unserer Gemeinde war

von solch akustischer Tagesrhythmisierung

noch nichts zu hören. Ein Dutzend Jahre

sollte es nach Einweihung der Kirche noch

dauern, bis sich die junge Nachkriegsgemeinde

den Guss der acht bronzenen

Kunstwerke aus der Gießerei Rincker leisten

konnte. Vor allem musste dazu erst der

Turm errichtet werden, der mit seinen geometrisch

markant angeordneten Schalllöchern

heute eine weithin sichtbare Landmarke

im Kölner Westen ist. Der Glockenklang

rief auch weit entfernt wohnende

Gemeindemitglieder aus Müngersdorf zum

Kirchgang. Es bleibt zu hoffen, dass das

In seinem Gedicht „Glockenklänge des

Lebens“ schreibt Erich Kästner:

„Wenn im Turm die Glocken läuten,

kann das vielerlei bedeuten.

Erstens: Dass ein Festtag ist.

Dann: Dass du geboren bist.

Drittens: Dass dich jemand liebt.

Viertens: Dass es dich nun nicht mehr gibt.“

1962: Der Glockenturm wird gebaut.

Daneben (links) sind die Gleise des alten „Bahnhofs Braunsfeld“ zu erkennen.

geplante Bauvorhaben am Braunsfelder

Markt hier zu keinen Einschränkungen

führt.

Vielleicht liegt es an ihrer akustischen Mittlerrolle

zwischen Erde und Himmel, dass

Menschen dazu neigen, in Glocken etwas

Wesenhaftes zu sehen. So wie Kinder es tun,

personifizieren wir die leblose Materie,

beseelen sie und sprechen ihr Eigenschaften

zu. Wir geben ihr gar Namen. Zahllos sind

die Berichte von Menschen, die nach schweren

Notzeiten erstmals wieder ihre „Pretiosa“,

„Speciosa“ oder eben jenen „dicken Pitter“

hörten. Ihr Klang konnte Kräfte frei setzen,

mit denen Menschenworte nicht hätten

konkurrieren können.

Acht Glocken

Aus dem Veedel

Die Clarenbachglocken wissen von derartigen

Notzeiten gottlob nichts zu erzählen.

Man gab ihnen auch keine Namen von

Wesen. Doch sie künden von Wesentlichem.

Jede Glocke trägt als Inschrift eine der acht

Seligpreisungen aus dem Matthäusevangelium.

Die schwerste mit einem Durchmesser

von über einem Meter verweist auf die

„geistlich Armen“, denen „das Himmelreich

ist“, und die kleinste, mit einem Durchmesser

von fast einem halben Meter immerhin

noch so schwer wie ein schlanker Erwachsener,

verheißt das Himmelreich jenen, „die

um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden“.

7


Aus dem Veedel

Begrüßt wurden unsere Glocken dann aber

doch wie lang ersehnte Familienmitglieder.

Bei ihrer Ankunft auf dem Gelände, das

damals noch deutlich als der „alte Bahnhof

Braunsfeld“ zu erkennen war, standen sie

mit Girlanden umkränzt auf dem Lastwagen,

der sie aus dem hessischen Sinn bei

Herborn über den Rhein zur neuen „Kirche

an der Bahnschranke“ gebracht hatte.

8

Die neunte Glocke

Neue Gemeindemitglieder, die meinen,

noch eine neunte Glocke entdeckt zu haben

und nun spekulieren, warum die nicht

mehr im Glockenturm zum Hängen kam,

sei das Kompliment gemacht, dass sie scharf

beobachtet haben. Im Vorraum zum Clarenbach-Kirchsaal

ist tatsächlich eine weitere

Glocke am Aufgang zur Orgelempore zu

sehen. Die war allerdings nie für den 1963

erstellten Glockenturm gedacht. Vielmehr

bezeugt sie als einziges Relikt auch für unsere

Gemeinde eine kleine Vorgeschichte. Sie

ertönte einst in der in der Klarenbachstraße,

die heute zur Lindenthaler Gemeinde

zählt. Die dortige Clarenbachkapelle war

evangelischen Christen aus dem heutigen

Einzugsgebiet unserer Gemeinde Ziel ihrer

Gottesdienstbesuche. Bomben des Zweiten

Weltkriegs zerstörten die Kapelle unwiederbringlich.

So wüsste dann doch ein tönernes

Erz von Zeiten zu erzählen, die ihren

Nachkommen im neuen Glockenturm

erspart blieben. Die Redaktion

Der verhüllte Glockenturm Anfang 2003:

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen waren

schon nach 39 Jahren notwendig, um Turm und

Glocken zu erhalten.

Nachstehend für alle Interessenten die Details:

Glocke Schlagton Durchmesser Gewicht Zugedachte Seligpreisung aus Matthäus 5

1 fis´ 108 cm 755 kg Selig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel.

2 a´ 96 cm 500 kg Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.

3 h´ 85 cm 355 kg Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land besitzen.

4 cis´ 76 cm 275 kg Selig sind, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit,

denn sie werden gesättigt werden.

5 d´ 72 cm 210 kg Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

6 e´ 63 cm 145 kg Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.

7 fis´ 57 cm 100 kg Selig sind die Friedenstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.

8 a´ 48 cm 70 kg Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden,

denn ihrer ist das Reich der Himmel.

Gemeindefest am 7. Juli

Im fünfzigsten Jahr ihres Bestehens werden

unsere Kirchenglocken mit ihrem schönen

Geläut auf ganz besondere Art und Weise

zum Gottesdienst einladen. Ein Familiengottesdienst,

in dem jung und alt zusammenfindet.

Wie Sie teilnehmen können? Einfach kommen.

Hier muss man nirgends anklicken

und zustimmen. wir treffen uns in „Realtime“,

Face to Face, Seite an Seite, ohne

Twitter und Facebook, eben echt in unserer

Clarenbachkirche. Jeder wird dabei für sich

etwas mitnehmen können, seinen eigenen

Gedanken nachhängen oder sich tragen lassen

von der Gemeinschaft.

Nach dem Gottesdienst muss niemand

gleich nach Hause gehen, denn unser alljährliches

Gemeindefest wird dann auf dem

Gelände unserer Kindertagesstätte eröffnet.

Viele fleißige Helfer haben dafür gesorgt,

dass das Mittagsessen zu Hause getrost ausfallen

kann. Für faire Preise ist für jeden

Geschmack etwas auf dem reichhaltigen

Buffet zu finden, der Grill wird nicht fehlen

und ein kühles Kölsch ist neben alkoholfreien

Getränken auch zu haben. Da lohnt sich

selbst kochen wirklich nicht. Schnappen Sie

Ihre Lieben und machen Sie sich einen

schönen Festtag.

Kinder, Erzieher und Erzieherinnen unseres

Kindergartens und der Festausschuss haben

wieder ein tolles Unterhaltungsprogramm

organisiert, geprobt und vorbereitet, so dass

Sie nach dem Mittagessen bestens unterhalten

werden. Und wer mag, setzt sich einfach

hin und genießt den Tag mit anderen

Menschen.

Am Glockenturm

Mit Glockenklängen wird das Gemeindefest

eröffnet.

Die Kuchenauswahl ist legendär und frische

Waffeln und Eiscreme runden das Angebot

ab. Wem das zu süß ist, den erwartet eine

Bratwurst oder ein saftiges Kotelett auf dem

Grill und ein kühles Blondes darf bei

hoffentlich gutem Wetter nicht fehlen. An

diversen Ständen gibt es Informations- und

Spieleangebote, so dass keinem langweilig

werden muss.

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, bringen

Sie Ihre ganze Familie mit und verbringen

Sie einen schönen Tag mit Menschen aus

Ihrem Veedel in und rund um unsere Clarenbachkirche.

Maggie Gerhardt

9


Momentaufnahmen

10

Clarius

Er lebe doch wie ein Fürst.

Besser noch. So wie er habe

früher doch kein Fürst gelebt!

Clarius staunte, als er den

betagten Herrn so reden hörte, wusste er doch

um dessen bescheidene Rente. Der alte Herr

schien die Skepsis seines Gegenübers zu spüren

und erläuterte, woran er denn sein fürstliches

Gefühl festmache.

Was außer einer warmen Stube, einem ausreichend

bestückten Kühlschrank und stets verfügbaren

Medikamenten sein Leben so adelte,

deutete er mit Fingerzeig auf Radio- und

Fernsehgerät an. Es sei doch unglaublich und

phantastisch, dass man sich per Knopfdruck

heute ein ganzes Sinfonieorchester in die

Wohnung holen könne. Und mit Augenzwinkern

verwies er auf eine CD-Box, in der die

besten Swing-Orchester der Welt schlummerten.

Ein Fingerschnipp von ihm – und schon

spielten sie.

Clarius dachte an den alten „Papa Haydn“, der

auf Fingerschnipp seines Fürsten Esterházy

einst der Hofkapelle das Zeichen zum Einsatz

geben musste. Der menschenscheue König

Ludwig II von Bayern ließ nächtens gar ganze

Opernensembles antanzen, um deren Aufführungen

alleine beizuwohnen. Auch fielen ihm

Erzählungen seines Großvaters ein, wie in entlegenen

Dörfern Straßenmusikanten sehnsüchtig

erwartet wurden. Ohne sie hätten

neue Melodien aus der Hauptstadt nie in die

ländliche Abgeschiedenheit gefunden.

Nun las Clarius dieser Tage eine Werbung, die

der Fürstenkrone noch einen Zacken drauf

setzt: „Lieblingsmusik aus Ihrem Smartphone

– jetzt auch unter der Dusche. Perfekt auch

am Strand und Pool, auf dem Boot, bei der

Skitour“. Verfügbarkeit per Fingerschnipp. Für

alle. Jederzeit. Überall.

Wenn in Wald und Flur, Straßen und Zugabteilen,

auf Autobahnen und Flüssen Clarius

demnächst verzückte Gesichter mit großen

Kopfhörern begegnen, wird er den Fortschritt

bestaunen – und sich einen königlichen

Sommertag gönnen: still und entschleunigt.

In diesem Sinne wünscht entspannte

Sommerwochen

Ihr

Damals,

vor 40 Jahren, stand im Gemeindebrief


… unter der Überschrift „Die vergangene

Welt“ ein Artikel, der Zeugnis gibt vom

Umbruchgeist der frühen 1970er Jahre.

Das Presbyterium der Gemeinde hatte

beschlossen, „eine Reihe von Versuchen zur

Erprobung freizugeben“, das Glaubensbekenntnis

„mit Worten von heute zur Sprache

zu bringen.“

In der Begründung hieß es u.a.: „Alle Glaubensbekenntnisse

sind geistige Kinder je

ihrer Zeit. Auch das jeweilige Weltbild

zeichnet sich notwendigerweise in ihnen

ab. An Formulierungen wie ’niedergefahren

zur Hölle‘ und ’aufgefahren gen Himmel‘

(erkennt man) ganz deutlich hier das

alte Drei-Stockwerk-Denken wieder. In der

Formulierung ’Auferstehung des Fleisches

und ein ewiges Leben‘ drückt sich jene

antike Geschichtsschau aus, nach der die

Zeit auf ein Ende zuläuft, in dem der

Mensch nach dem System von Belohnung

und Bestrafung sein Teil empfängt. Diese

Geschichtsschau ist ebenso wenig wie das

Drei-Stockwerk-Denken Denkkategorie

des heutigen Menschen.“

Braunsfeld-Süd, Pfarrerin Ulrike Graupner, Voigtelstr. 14, 50933 Köln

Altenheime Müngersdorf ☎ 589 48 08, Fax: 589 48 09

(ohne Heinrich-Püschel-Haus) E-Mail: graupner@kirche-koeln.de

u. Dreifaltigkeits-Krankenhaus Sprechstunden nach Vereinbarung

Braunsfeld-Nord und Pfarrer Uwe Zimmermann, Paulistr. 45, 50933 Köln

Müngersdorf sowie ☎ 49 44 24, Fax: 949 44 83

Altenheime Braunsfeld und E-Mail: Zimmermann@kirche-koeln.de

Heinrich-Püschel-Haus Sprechstunden nach Vereinbarung

Kantor Matthias Roeseler, Aachener Str. 458, 50933 Köln

Mobil: 0173 / 835 80 14

Küsterin Claudia Pohlmann, Aachener Str. 458, 50933 Köln

☎ 0173 / 810 90 59

Gemeindebüro Christian-Gau-Str. 51, 50933 Köln · Mo. bis Fr. 9–12 Uhr

☎ 49 49 26, Fax: 499 41 59

E-Mail: GA-Brauns@kirche-Koeln.de

Konto Konto-Nr. 4 712 451, BLZ 370 501 98

Clarenbachgemeinde Sparkasse KölnBonn

Kindertagesstätte Leiterin: Ilka Peters, Aachener Str. 458, 50933 Köln

☎ 49 51 24, Fax: 49 51 24

E-Mail: kita-clarenbach@netcologne.de

Jugendleiter Noël Braun, Joseph-Stelzmann-Str. 54, 50931 Köln

☎ 0163 / 605 48 57, E-Mail: noel@braun-4u.de

Ehrenamtsbeauftragter William Pratt, Sudetenweg 60, 50858 Köln

☎ 589 45 98, E-Mail: prattwilliam@t-online.de

Verwaltung Friedrich-Karl-Str. 101, 50735 Köln

☎ 820 90-0, Fax: 820 90 11

E-Mail: info@gemeindeverband-nord.de

Kölsch Hätz Wiethasestr. 65, 50933 Köln

Nachbarschaftshilfe ☎ 949 698 75

E-Mail: info@koelschhaetz.de

Adressen

Seniorenberatung Diakonie Kerstin Noell, Lindenthalgürtel 30, 50935 Köln

☎ 860 15 16

Altentagesstätte „Dr. Schaefer-Ismer“, Leiter: Thomas Lehmann

Brauweilerweg 8, 50933 Köln

☎ 48 60 85

Altenheim Gemeinnütziges Sozialwerk der Ev. Clarenbach-Kirchengemeinde

Köln-Braunsfeld GmbH, Clarenbachstift und

Peter-von-Fliesteden-Haus/Benderstift

☎ 949 82 80

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Gottesdienste

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Gottesdienste in der Clarenbachkirche, Aachener Str. 458

sonntags um 10.30 Uhr

Sonntag 2. Juni Abendmahlsgottesdienst Prädikant Schüler

Sonntag 9. Juni Gottesdienst Prädikant Krüger

Sonntag 16. Juni Abendmahlsgottesdienst Pfarrer Zimmermann

Sonntag 23. Juni Gottesdienst mit Einführung von Pfarrer Heimbach/

Pfarrer Heimbach Superintendent Zimmermann

Sonntag 30. Juni Gottesdienst Pfarrer Zimmermann

Sonntag 7. Juli Familiengottesdienst Pfarrer Zimmermann

Sonntag 14. Juli Abendmahlsgottesdienst Prädikant Krüger

Sonntag 21. Juli Gottesdienst Pfarrerin Graupner

Sonntag 28. Juli Abendmahlsgottesdienst Prädikant Schüler

Sonntag 4. August Gottesdienst Prädikant Krüger

Sonntag 11. August Abendmahlsgottesdienst Pfarrer Zimmermann

Sonntag 18. August Gottesdienst Pfarrer Zimmermann

Sonntag 25. August Abendmahlsgottesdienst Pfarrerin Graupner

Gottesdienste für Kinder in der Clarenbachkirche

Kindergartengottesdienst dienstags um 11.30 Uhr Pfarrer Zimmermann

(außer in den Ferien)

Schulgottesdienst mittwochs um 9 Uhr Pfarrer Zimmermann

am 19. Juni und 17. Juli

Gottesdienste in den Altenheimen – werktags 10 und 11 Uhr

Paul-Schneider-Haus 11. Juni Pfarrer

10 Uhr 9. Juli Uwe Zimmermann

6. August

Clarenbachstift 11. Juni Pfarrer

11 Uhr 9. Juli Uwe Zimmermann

6. August

Das Abendmahl feiern wir nur mit alkoholfreiem Wein. Im Anschluss an den Gottesdienst

findet in der Regel ein Kirchenkaffee statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind.

Familiengottesdienst am 7. Juli

Gottesdienste

Heinrich-Püschel-Haus 12. Juni Pfarrer

11 Uhr 10. Juli Uwe Zimmermann

7. August

Kapelle im Haus Andreas 26. Juni Pfarrer

11 Uhr 31. Juli Uwe Zimmermann

28. August Pfarrerin Graupner

„Gottes Liebe ist wie die Sonne“. So lautet das Thema des Familiengottesdienstes

zur Eröffnung des diesjährigen Gemeindefestes am Sonntag, den 7. Juli 2013

um 10.30 Uhr.

Der Sommer ist eine wundervolle Zeit. Die Sonne ist warm, sie macht es hell, die Tage

sind lang, Sommer, Sonne, Ferien ... All das gehört zur positiven Stimmung dazu,

obgleich die Sonne auch Dürre und Sonnenbrand erzeugen kann.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes zum 23. Gemeindefest, der von Kindern und

Erwachsenen zusammen mit Pfarrer Uwe Zimmermann gestaltet wird, stehen die

lebensspendenden Kräfte, die dazu geführt haben, Gott sogar selbst als Sonne zu

bezeichnen. Anschließend geht es – wie an anderer Stelle (siehe Seite 9 im Gemeindebrief)

ausführlich erwähnt – zunächst mit dem Mittagessen weiter. Bis zum späten

Nachmittag sind Jung und Alt eingeladen, rund um die Kirche zusammenzubleiben.

Einführung Pfarrer Heimbach

Am Sonntag, den 23. Juni 2013 um 10.30 Uhr wird Pfarrer Jörg Heimbach durch den

Superintendenten des Kirchenkreises Köln-Nord, Pfarrer Markus Zimmermann, in der

Clarenbachkirche in die „Pfarrstelle mit dem besonderen Auftrag zur Vorbereitung des

Reformationsjubiläums 2017 in Köln und Region“ eingeführt. Pfarrer Heimbach

bekleidet diese Stelle seit April 2013. Zuvor war er siebzehn Jahre Pfarrer in der Evangelischen

Kirchengemeinde Weiden, Bezirk Brauweiler. Durch einige Gottesdienste

in der Clarenbachkirche ist er inzwischen in unserer Kirchengemeinde bekannt.

Gelegentlich übernimmt er auch andere Vertretungsdienste.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Stehempfang mit Sekt, Saft, Selters und

kleinen Häppchen im Kirchenvorraum statt. Alle sind herzlich eingeladen.

Taizégebet am 21. Juli

Das nächste Taizégebet mit dem Thema „An Gottes Segen ist alles gelegen“,

findet am Sonntag, den 21. Juli 2013 um 19 Uhr statt. Man kann schon

eine halbe Stunde vorher kommen, um die Lieder zu üben.

13


Gruppen und Kreise

Veranstaltungen in Kirche und Gemeinde

Chor dienstags, 19 Uhr in der Clarenbachkirche,

Aachener Str. 458, Kontaktadresse:

Matthias Roeseler, Aachener Str. 458 ☎ 0173 / 835 80 14

Posaunenchor montags, 19.30–21 Uhr, in der Clarenbachkirche,

Aachener Str. 458, Leitung: Christoph Hamborg,

Kapellenhofweg 9a, 50859 Köln ☎ 0162 / 343 02 96

Englischer Gesprächskreis jeden letzten Mittwoch im Monat, 20 Uhr

an wechselnden Orten, Leitung:

Sabine Kulik-Krechlok, Würselener Str. 14 ☎ 546 19 14

Ü 60 „Wir bleiben in Bewegung“ (siehe Aushang)

jeden 1. Montag im Monat, Kontaktadresse:

Annelie Radermacher, Christian-Gau-Str. 42 ☎ 491 17 41

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Veranstaltungen im Gemeindehaus, Christian-Gau-Str. 51

Frauenhilfe „Clarenbach“ vierzehntägig dienstags, 15.30 Uhr, Kontaktadressen:

Annelie Radermacher, Christian-Gau-Str. 42 ☎ 491 17 41

Elke Winkler, Eschweiler Str. 30 ☎ 49 32 98

Nächste Termine: 11. und 25. Juni

Handarbeitskreis vierzehntägig montags, 15–17 Uhr

Kontaktadressen:

Anna Kirmse, Eschweilerstr. 4b

Christiane Langen, Voigtelstr. 26

Nächste Termine: 12. und 26. August

☎ 49 45 37

☎ 49 64 57

Freitagskreis jeden 1. Freitag im Monat, 18 Uhr

Kontaktadresse:

Marianne Michel, Erkelenzer Str. 23

Nächste Termine: 7. Juni, 5. Juli

☎ 49 64 40

Literaturkreis donnerstags, 19.30 Uhr

Kontaktadresse: Renate Becker-Barthold

Nächster Termin: 29. August

Zsuzsa Bánk: Die hellen Tage

☎ 947 29 54

Aktive Männer treffen sich in der Regel immer am

letzten Donnerstag eines ungeraden Monats

im Gemeindehaus

Kontakt: Gemeindebüro ☎ 49 49 26

Spiele Café Spiel mit! donnerstags 15.30 Uhr (außer August)

Kontaktadresse: Annelie Radermacher ☎ 491 17 41

Yoga mittwochs, 15–16.15 und 18.15–19.30 Uhr

Kontaktadresse: Veronika Müller-Stieß ☎ 497 11 46

AA Anonyme Alkoholiker

jeden Donnerstag 19.30 Uhr

Kontakt: Michael

Patric

☎ 49 67 42

☎ 290 50 14

Aus den Kirchenbüchern

Taufen, Trauungen, Bestattungen

und Konfirmationen

werden nur in der gedruckten Papierform

veröffentlicht.

15


Ökumene

Ältere Menschen in unseren Gemeinden

erinnern sich noch daran, wie auf den Dörfern

evangelische Hausfrauen zu Fronleichnam

draußen die Wäsche aufhängten und

wie katholische Bauern am Karfreitag Gülle

auf dem Feld verteilten. Im katholisch

geprägten Rheinland und im Ruhrgebiet

kamen nach dem Zweiten Weltkrieg plötzlich

viele evangelische Flüchtlinge aus Ostpreußen,

Schlesien, Siebenbürgen oder

anderen Gebieten an. Vorurteile

wurden gepflegt. Es hieß, Protestanten

sollten lieber bei protestantischen

Ladenbesitzern und

Handwerkern einkaufen als bei

katholischen – und andersherum.

In den Schützen- oder Karnevalsvereinen

blieben die Katholiken

lange unter sich; zu diesem Teil

der Dorfgemeinschaft fanden die

Evangelischen nur schwer Zugang, wenn sie

es denn überhaupt wollten. Katholische

Mädchen sollten bloß keinen evangelischen

Jungen mit nach Hause bringen oder gar

heiraten. Auf den Schulhöfen gab es oft

getrennte Bereiche für Katholiken und Protestanten.

Gewisse Linien zu überschreiten

löste Prügeleien aus. Schülerinnen und

Konfirmanden fällt es oft schwer zu verstehen,

was genau das Herausfordernde und

Verletzende an diesem Verhalten war. Für

Jugendliche sind diese Geschichten legendenhafte

Erinnerungen der Eltern und

Großeltern.

Grenzziehungen

Erst auf Nachfrage wird deutlich: Diese Art

von Grenzziehung kennen sie aus eigener

16

„Und Fronleichnam hängen wir die Wäsche raus!“

Petra Bosse-Huber

Erfahrung. Die Grenze läuft nicht mehr

zwischen Evangelischen und Katholischen,

sondern zwischen Jugendlichen mit und

ohne Migrationshintergrund, zwischen

Christen und Muslimen. Auch heutige

Jugendliche kennen Vorurteile und Vorgaben,

mit wem sie befreundet sein sollen und

wer mit wem Kontakt haben darf. Selbst

aufgeteilte Schulhöfe kennen viele aus

ihrem Schulalltag.

Das Verhältnis der katholischen

und evangelischen Christen im

Rheinland und in Westfalen ist

heute von Wertschätzung geprägt.

In vielen Dörfern und Städten

arbeiten Kirchengemeinden beider

Konfessionen eng zusammen,

gestalten regelmäßig gemeinsame

Gottesdienste oder Kinderbibelwochen,

treffen sich in ökumenischen

Bibelkreisen und engagieren sich für

sozial Schwache und Bedürftige. Doch Respekt,

Wertschätzung dessen, was anders

und „fremd“ erscheint, und die Bereitschaft,

voneinander zu lernen, fallen nicht vom

Himmel. Sie müssen gemeinsam eingeübt

werden.

Es ist unerlässlich, dass die gesellschaftlichen

Gruppen sich ihrer Rollen bewusst

werden: In welchen Situationen gehöre ich

zur Mehrheit und wann zur Minderheit?

Wann bin ich auf Toleranz angewiesen?

Wann versage ich anderen Toleranz und

Respekt – und mit welcher Begründung?

Toleranz und Intoleranz

Geschichtlich gesehen kennt die evangelische

Kirche sowohl die Position der Min-

derheit als auch die der Mehrheit. Es gibt

Beispiele in Wort und Tat von großer Toleranz

und Freiheit im Umgang mit Menschen

anderer Religionen und Kulturen,

aber auch Beispiele großer Intoleranz und

Begrenztheit – oft in ein und

derselben Zeit. Die Reaktionen

auf die Gedanken der Aufklärung

im 18. Jahrhundert fielen

zum Beispiel unterschiedlich

aus. Die Haltung gegenüber

dem Judentum war im 19. und

im frühen 20. Jahrhundert und

besonders in der Zeit des Nationalsozialismus

dagegen überwiegend

von Intoleranz geprägt.

Auf dem Weg zu mehr Toleranz

und Respekt müssen sich alle

Beteiligten in die Lage der Menschen

und Gruppen versetzen

können, die auf Toleranz und

Respekt angewiesen sind, weil

sie wegen ihrer Religion, ihrer

Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder

ihrer politischen Haltung zu einer Minderheit

gehören. Die evangelischen Kirchen

können hier eine wichtige Rolle spielen,

wenn sie sich an ihre eigene Geschichte als

religiöse Minderheit erinnern. In vielen

Gebieten gehört die Diasporageschichte der

Evangelischen noch heute zum kulturellen

Gedächtnis, in den westfälischen und rheinischen

Landeskirchen etwa, auch in den

Gemeinden der reformierten Kirche in Bayern

und Nordwestdeutschland.

Seit ihren Anfängen am Ende des 16. Jahrhunderts

waren viele der ersten protestantischen

Gemeinden im Rheinland Diskriminierungen

bis hin zu blutiger Verfolgung

ausgesetzt. Die Evangelischen am linken

Ökumene

Niederrhein mussten ihre Gotteshäuser als

sogenannte Hofkirchen, also klein und versteckt

in den Höfen hinter den Pfarrhäusern

oder Schulen, bauen oder gar außerhalb

der Stadtmauern.

Minderheitserfahrungen

Auch die Bücher der Bibel

berichten von Minderheitserfahrungen

des Volkes Israel in

Ägypten, im babylonischen Exil

und unter fremden Besatzungsmächten,

ebenso von den

schwierigen Anfängen der ersten

christlichen Gemeinden in

Kleinasien und Griechenland,

von Konflikten zwischen Gläubigen

verschiedener Herkunft

und unterschiedlicher religiöser

Traditionen.

Dieses Wissen können evangelische

Christinnen und Christen

heute für die multireligiöse und

multikulturelle Gesellschaft fruchtbar

machen und eine aktive Rolle im Einüben

und Erlernen von Toleranz einnehmen. Die

Erzählungen vom respektlosen Umgang mit

den religiösen Bräuchen der Nachbarinnen

und Nachbarn und von aufgeteilten Schulhöfen

sollen für die Jugendlichen einer

zukünftigen Generation wirklich in den

Bereich der Legende gehören.

Petra Bosse-Huber

Petra Bosse-Huber ist Vizepräses der

Evangelischen Kirche im Rheinland und

begleitet den Weg der Evangelischen

Kirche in Deutschland zum Reformationsjubiläum

2017.

17


Nachrichten und Notizen

Öffnungszeiten Gemeindebüro

Das Gemeindebüro ist in den Sommerferien

von Montag, den 5. bis Freitag, den 16.

August 2013 geschlossen. Bei besonders

dringenden Angelegenheiten wenden Sie

sich bitte an das Verwaltungsamt des Evangelischen

Gemeindeverbandes Köln-Nord,

Friedrich-Karl-Str. 101, 50735 Köln.

Anmeldungen zum Konfirmandenunterricht

Nach den Sommerferien beginnt für eine

neue Konfirmandengruppe der kirchliche

Unterricht. Alle Kinder, die 2001 geboren

sind, können ab sofort zum Unterricht

angemeldet werden. Jeweils dienstags treffen

sich die zukünftigen Konfirmanden mit

Pfarrer Uwe Zimmermann, der diesen Jahrgang

bis zur Konfirmation im Jahre 2015

begleiten wird. Anmeldungen werden im

Gemeindebüro entgegengenommen.

Gemeindeausflug

Die Gemeinde lädt –

wie schon in den letzten

Jahren – alle Gemeindemitglieder ab 70

Jahren zu einem besonderen Ausflug ein.

Wer Interesse an der Fahrt hat, merke sich

Mittwoch, den 18. September 2013 vor. Das

Fahrtziel und weitere Einzelheiten entnehmen

Sie bitte der Einladung, die zu gegebener

Zeit verschickt wird.

Kirchenmusik

Am Samstag, den 1. Juni 2013 findet

in der Clarenbachkirche ein Kinderchortag

des Kirchenkreises Köln-Nord statt.

Beteiligt sind Chöre der Gemeinden Berg-

18

heim, Bilderstöckchen, Brauweiler, Junkersdorf,

Vogelsang und Weiden – es werden

etwa 60 teilnehmende Kinder erwartet.

Selbstverständlich sind auch interessierte

Kinder aus Braunsfeld im Alter von etwa 7

bis 10 Jahren herzlich willkommen. Der Tag

beginnt vormittags um 10 Uhr in den Räumen

der Clarenbachkirche mit Proben und

schließt ab mit dem Konzert um 16 Uhr, wo

auch die Erwachsenen zum Zuhören eingeladen

sind mit einem gemischten Programm

von Spirituals bis zu Bläck Fööss-

Liedern.

Am Sonntag, den 9. Juni 2013 um

18 Uhr singt in der Kirche der Chor

Cantus mundi 61 ein Programm mit Liedern

aus aller Welt. Um ein paar Länder im

vorkommenden Programm zu nennen:

England, Frankreich, Schweden, Brasilien,

Osterinseln, Ukraine, Argentinien u.a. Als

Gastensemble musiziert das Mariano-

Galussio-Quintett, Musik aus Lateinamerika.

Am Sonntag, den 23. Juni 2013 um

18 Uhr spielt das Ensemble „Archi di

Colonia“ sein diesjähriges Sommerkonzert

in der Kirche. Zunächst erklingt das Stück

„Las Cuatro Estaciones Porteñas“ von Astor

Piazolla, dem Begründer des „Tango nuevo“.

Das zweite Stück ist das selten zu hörende

„Souvenir des Florence“ von Peter I. Tschaikowski,

das er 1890 während eines mehrmonatigen

Aufenthaltes in Florenz komponierte.

Es gehört zu Tschaikowskis heiteren,

lebensbejahenden Werken. Die Leitung des

Ensembles hat Reinmar Neuner.

Ein Chorprojekt des Kirchenkreises

findet in diesem Jahr im Sommer statt:

Am Sonntag, den 14. Juli 2013 um 19 Uhr

musizieren die Kreiskantorei Köln-Nord

und das Neue Rheinische Kammerorchester

unter Leitung von Kreiskantor Thomas

Pehlken ein reines Mozart-Programm.

Matthias Roeseler

Besuch aus Heston

Vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2013 besuchen

uns englische Freunde aus der Partnergemeinde

Heston bei London. Es ist eine Jubiläumsbegegnung,

und zwar feiern wir das

30. gegenseitige Treffen. Dazu hat der English

Club der Clarenbachgemeinde ein interessantes

Programm zusammengestellt, das

– so hoffen wir – bei unseren englischen

Freunden eine bleibende Erinnerung

hinterlassen wird.

Im Rahmen des Gottesdienstes und des

anschließenden Kirchenkaffees am 2. Juni

haben alle Anwesenden die Möglichkeit, die

acht Besucher aus Heston persönlich kennenzulernen

und mehr über den Austausch

und die anderen Aktivitäten des English

Club zu erfahren. Bill Pratt

10 Jahre Ökumenische Wanderung

Die Ökumenische Wanderung findet in diesem

Jahr am Samstag, den 14. September

2013 statt und führt uns unter anderem

zum Königsforst auf den Monte Troodelöh,

der mit 118,04 Metern die höchste Erhebung

Kölns ist. Nähere Informationen folgen

rechtzeitig. Klaus Wenz

Vorankündigung:

Glaubenskurs im Herbst

Glaubenskurs? Was ist das? Eine Reihe von

Gesprächsabenden, um den christlichen

Glauben (besser oder überhaupt erst) ken-

Nachrichten und Notizen

nenzulernen. Ein Kurs zum Glauben ist

auch so etwas wie eine geistliche gemeinsame

Reise. In diesem Jahr begeben wir uns

auf diese Reise anhand des Buches von William

Paul Young „Die Hütte. Ein Wochenende

mit Gott“. Diesen „theologischen

Roman“ werden wir in einem Schnupper-

Gottesdienst am 8. September 2013 vorstellen

und dann an sechs Donnerstagabenden

von September bis November mit Lesungen,

Impulsen und Gespräch als Anregung

nehmen. Nähere Infos sind im Sommer

erhältlich.

Impressum

Herausgeber:

Presbyterium der Evangelischen Clarenbach-Kirchengemeinde

Köln-Braunsfeld

Redaktion:

Wolfgang Oelsner, Kerstin Schwender und

Pfr. Uwe Zimmermann, Paulistr. 45,

50933 Köln (verantwortlich)

Mitarbeit an dieser Ausgabe:

Petra Bosse-Huber, Noël Braun, Sylvia Bukowski,

Lars Christensen, Maggie Gerhardt, Pfarrerin Ulrike

Graupner, Kristina Linke, Bill Pratt, Annelie Radermacher,

Matthias Roeseler, Klaus Wenz, Lucie Wulf

Fotos und Grafiken:

Archiv (S. 6, 7), Lars Christensen (S. 21, 22), epd bild

(S. 1, 5), Nelly Hanker (S. 20, 22, 23), privat (S. 2, 4),

Karl Heinz Thurz (S. 8, 9), Erwin Wodicka (S. 3, 24),

Andre Zelck (S. 16),

Layout:

Druckerei Kliewer GmbH, Siegburg

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe:

Freitag, 12. Juli 2013

Der nächste Gemeindebrief erscheint

Ende August 2013

Auflage: 4.000 Exemplare

Druck:

Druckerei Kliewer GmbH,

Industriestr. 14, 53721 Siegburg

Dieser Gemeindebrief wurde auf umweltfreundlich

hergestelltem Papier gedruckt.

19


Kinder- und Jugendseiten

Hallo liebe Gemeinde,

mein Name ist

Noël Braun, ich bin

24 Jahre alt und

seit Anfang März

2013 habe ich eine

kleine Teilzeitstelle

als Jugendleiter in

der Clarenbachgemeinde.

Seit Sommer

2012 studiere

ich Sonderpädagogik auf Lehramt mit den

Förderschwerpunkten emotionale, soziale

Entwicklung und Sprache an der Universität

in Köln. Davor habe ich drei Jahre als

Integrationshelfer an einer Förderschule im

Rhein-Erft-Kreis gearbeitet. Für den Kirchenkreis

Köln-Nord fahre ich seit 2010 zu

Sommerfreizeiten und werde in diesem Jahr

die Leitung der Ferienfreizeit der Clarenbachgemeinde

nach Sardinien übernehmen.

Zu meinen Aufgaben gehört hauptsächlich

die Arbeit mit Jugendlichen ab dem Konfirmandenalter.

Zunächst kümmere ich mich

um das Gemeindepraktikum der Konfirmandengruppe

von Pfarrerin Graupner

und um die Umsetzung und Entwicklung

von Aktionen für Konfirmanden/innen und

Exkonfirmanden/innen.

Ich freue mich auf viele neue Gesichter und

auf die bevorstehenden Aufgaben.

Noël Braun

Sardinienfreizeit

Deine letzte Chance! Melde Dich ganz

schnell an und fahre in diesem Sommer

vom 4. bis 20. August 2013 auf die sonnige

Insel Sardinien. Jeder kann dabei sein, der

20

zwischen 13 und 17 Jahren alt ist und Lust

auf Sonne, Sandstrand, Spaß und Action

hat. Weitere Informationen, sowie Flyer und

Anmeldungen gibt es im Gemeindebüro

oder auf unserer Homepage:

w w w. c l a r e n b a c h . k i r c h e - k o e l n . d e /

3c_sommerfreizeiten.htm.

Unterstützung beim Gemeindefest

Wir suchen für das Gemeindefest am 7. Juli

2013 noch ehemalige Konfirmandinnen

und Konfirmanden, die uns bei der Umsetzung

von Angeboten aus dem Bereich

Jugendarbeit tatkräftig unterstützen. Bei

Interesse bitte bei Noël Braun melden.

Beim Gemeindefest kaum noch wegzudenken:

der Waffel- und Cocktailstand der Jugend.

Wer hilft diesmal mit?

NEU! Jugendtreff

Seit dem 16. Mai 2013 findet wöchentlich

der neue Jugendtreff für Konfirmanden und

ehemalige Konfirmanden statt. Wir treffen

uns donnerstags von 17 bis 18 Uhr im

Jugendkeller im Gemeindehaus. Es ist keine

Anmeldung notwendig, kommt einfach

vorbei. Hier habt Ihr die Möglichkeit, Euch

mit Euren Freunden zu treffen, Euch über

interessante Jugendangebote der Gemeinde

zu informieren und die Chance, Euch in der

weiteren Programmplanung zu beteiligen.

Charlotte und Noël

Miniclub für 6–8-Jährige

dienstags 16.30–18 Uhr

Kontakt: Livia Henze

Tel. 0178/75 32 445

Familienausflug

Am 28. September 2013 wollen wir gemeinsam

Deutschlands „größten Autobauer“ in

Lüdenscheid besuchen. Weder VW/Audi

noch Mercedes sind im Sauerland ansässig,

wohl aber der Spielzeugmodellhersteller

SIKU und WIKING. Im letzten Sommer hat

die SIKU//WIKING Modellwelt eröffnet,

die über 3.500 Ausstellungsstücke aus mehr

als 90 Jahren Unternehmensgeschichte

zeigt. Mit Miniaturen aus den Anfängen der

Modellgeschichte bis hin zu den neuesten

preisgekrönten funk-ferngesteuerten Modellen

bietet die Modellwelt für jeden etwas.

Da leuchten nicht nur Kinderaugen begeistert,

auch die „großen Spielkinder“ kommen

auf ihre Kosten. Wir werden mit dem

Bus um die Mittagszeit starten und den Tag

wie immer am Grill im Garten des

Gemeindehauses beschließen.

Weitere Details folgen.

Jungentag –

Intuitives Bogenschießen

Wie weit schießt ein Brandpfeil?

Wie kräftig musste ein Bogenschütze im

Mittelalter sein?

Und wieviel kostet so ein Recurvebogen

eigentlich?

Kinder- und Jugendseiten

Das waren Fragen, die die Teilnehmer bei

unserem diesjährigen Jungentag am 19.

April 2013 unbedingt als erstes loswerden

mussten.

Volle Konzentration …

Da war den meisten wohl noch nicht

bewusst, dass der Erfolg beim Bogenschießen

stark mit ruhigen Körperbewegungen

zu tun hat. Und auch, dass wir beim intuitiven

Bogenschießen nicht einfach über ein

Visier zielen. Aber während des 5-stündigen

Programms im Stadtwald haben sich alle

herangetastet – an das Schießen mit viel

Körper(fein)gefühl.

Geholfen hat hierbei, dass beim Bogenschießen

das Sportgerät an sich schon

begeistert und der Schütze bei jedem Schuss

… ist beim Bogenschießen im Stadtwald wichtig.

21


Kinder- und Jugendseiten

sofort eine Rückmeldung erhält, was er

gemacht hat. Eine Herausforderung war es

für die jungen Herren auf jeden Fall, ihre

Grundnervosität wenigstens temporär zu

überwinden. Alle mussten vor dem Schießen

erst einmal gleichzeitig drei Sekunden

ganz still stehen. Und auch das haben sie

gemeistert, auch wenn sie zwischendurch

im Kletterbaum ihre Kräfte probieren

mussten und eine kleine Vesperpause

brauchten, um sich dann wieder neu

konzentrieren zu können.

Interessant war es für die jungen Teilnehmer

zu erfahren, dass die Schützen früher

etwa 60 kg starke Bögen ausziehen mussten,

während wir heute mit 15 kg schießen.

Außerdem lernten sie, dass ein Pfeil im

Sperrfeuer noch aus über 200 Meter Entferung

die Rüstung eines Reiters durchschlagen

konnte. Und das ein Recurvebogen

heute ca. 150 € kostet.

Die Leitung des Tages hatte Lars Christensen,

www.Abenteuer-lernen.net.

Kinderbibeltag

Als ich am Samstag, 16. März gegen 10 Uhr

in der Kirche eintraf, war schon sehr viel

los. Alle Kinder haben Namensschilder

bekommen und sich in einem Halbkreis um

den Altar gesetzt. Frau Graupner hatte mit

22

Zu Beginn bekommt jedes Kind sein

Namensschild.

noch einigen anderen einen kleinen Gottesdienst

vorbereitet.

Thema des Kinderbibeltages war die Schöpfung

„Das größte Geschenk“. In einem kleinen

Theaterstück spielten die Erwachsenen

eine Familie beim Frühstück, die sich darüber

unterhalten hat, wie die Welt entstanden

ist. Es gab verschiedene Theorien, zum

Beispiel, dass Gott die Welt erschaffen hat.

Wir haben gesungen und gebetet.

Dann wurde gespielt: Die Kinder konnten

zum Beispiel in einer Fühlstation und

anhand verschiedener Kartons die Schöpfungsgeschichte

ertasten.

In Kleingruppen wird die Geschichte besprochen.

Anschließend wurde in Kleingruppen die

Entstehungsgeschichte der Erde vorgelesen.

Dabei ging es um Hören und Fühlen: einige

Kinder haben bei anderen zum Beispiel das

Getrampel der Elefanten auf dem Rücken

nachgezeichnet oder das Strahlen der

Sonne.

Es war noch Zeit bis zum Mittagessen: Alle

Kinder durften solange draußen spielen.

Andere Konfirmanden und ich, die beim

Kibita mitgeholfen haben, haben den Tisch

gedeckt. Zum Essen gab es Nudeln mit

Sauce Bolognaise und Eis zum Nachtisch.

Das war sehr lecker.

Anschließend bin ich nach Hause gefahren.

Die Kinder haben dann noch verschiedene

Dinge gebastelt (Sanduhren, Kressetöpf-

Kerzen werden mit Elementen der Schöpfung verziert.

Kinder- und Jugendseiten

Besonders beliebt: Eis zum Nachtisch

chen, Kerzen verzieren, Tiere aus Seidenpapier

kleben). Mir hat der Kinderbibeltag

sehr viel Spaß gemacht.

Lucie Wulf :-)

23


Das Leben

Das Leben ist eine Chance, nutze sie.

Das Leben ist schön, bewundere es.

Das Leben ist ein Traum, verwirkliche ihn.

Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an.

Das Leben ist kostbar, geh sorgsam damit um.

Das Leben ist ein Reichtum, bewahre ihn.

Das Leben ist ein Rätsel, löse es.

Das Leben ist ein Abenteuer, wage es.

Das Leben ist Liebe, genieße sie.

Mutter Theresa (1910–1997)

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