Gemeindebrief - Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln ...

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Aktuell

Die Evangelische Kirche in Deutschland

(EKD) sieht sich durch den Zukunftskongress

Ende Januar in Wittenberg in ihrem

Reformkurs bestärkt. Einen Weg zurück

gebe es nicht mehr, sagte der EKD-Ratsvorsitzende

Wolfgang Huber in

der Lutherstadt. Kirchliche

Kernaufgaben wie die

Gestaltung der Gottesdienste

stünden im Mittelpunkt

der geplanten Reformen.

Die Entscheidung über

konkrete Projekte liege nun

bei den Leitungsgremien

der Landeskirchen und der

EKD.

Mehr als 300 Vertreter aller

23 Landeskirchen hatten

auf dem viertägigen Kongress in Wittenberg

über die kirchlichen Reformperspektiven

bis 2030 diskutiert. Grundlage war das vor

gut einem halben Jahr vorgelegte EKD-

Papier „Kirche der Freiheit“. Die Empfehlungen

einer Expertenkommission hatten

in der Kirche eine zum Teil heftige Diskussion

ausgelöst. Mit der Reformdebatte reagiert

die EKD auf langfristige Entwicklungen

wie weiteren Mitgliederschwund, sinkende

Finanzkraft und Bevölkerungsrückgang.

Von Wittenberg gehe das Signal aus, dass

die Konzentration auf die kirchlichen Kernaufgaben

kein leeres Wort sei, sagte Huber.

Trotz aller Kontroversen sei auf dem Kongress

klar geworden, dass die evangelische

Kirche in einen Zukunftsprozess hineingeraten

sei. „Wir sind kritisch miteinander

umgegangen, und das ist gut so“, sagte der

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Reformdebatte über die Zukunft der Kirche

Bischof Dr. Wolfgang Huber

Vorsitzender des Rates der Evangelischen

Kirche in Deutschland

(EKD)

Berliner Bischof. Die Kirche dürfe nicht zu

harmlos ihre Probleme diskutieren. Nun

gehe es darum, Reform- und Pilotprojekte

in Gang zu bringen und gelungene Beispiele

bekannt zu machen.

Als drei vorrangige Handlungsfelder

nannte Huber

die Qualität der Gottesdienstgestaltung,

das Zu -

sammenwirken von ehrenund

hauptamtlichen Mitarbeitern

sowie das Verhältnis

von herkömmlichen und

neuen Gemeindeformen.

Der Reformprozess orientiere

sich an der kirchlichen

Aufgabe, den Glauben zu

wecken und zu stärken. Die

demographische und die finanzielle Entwicklung

stünden nicht im Mittelpunkt,

sondern seien nur Rahmenbedingungen

der Veränderungen.

Der oberste Repräsentant von rund 25 Millionen

Protestanten äußerte die Erwartung,

dass die Debatte über Größe und Gestalt

der Landeskirchen weitergehen werde.

Dabei sei allerdings nicht die EKD am Zug,

sondern die Landeskirchen. Gewollt sei ein

Nachdenken darüber, was eine Landeskirche

ausmache und wie sie sich mit ihren

Stärken in die Gemeinschaft einbringe.

Pressestelle der EKD

Näheres zur Reformdebatte, zum

Zukunftskongress und zum Impulspapier

„Kirche der Freiheit. Perspektiven

für die evangelische Kirche im 21. Jahr -

hundert“ finden Sie auf den Internetseiten

der EKD unter: www.ekd.de.

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