Liebe Mitglieder und Freunde - Menschen für Tierrechte Bayern e.v.

animal2000

Liebe Mitglieder und Freunde - Menschen für Tierrechte Bayern e.v.

Ausgabe Winter 2010

BLICKPUNKT

... denn Mitleid ist zu wenig!

Winterschafhaltung

Tierheim Gyula

Gallebären

Kriminalisierung von Tierrechtlern

Ochsenrennen

Wenn Fische schreien könnten

Neues zu Stierkämpfen

Kühe brauchen Hörner


02

Inhalt

02 Inhalt + Impressum

03 Vorwort, Internetauftritt

04 Kühe brauchen Hörner

05 Schafhaltung im Winter

06 Wenn Fische schreien könnten

07 Ochsenrennen in Bayern

08 Tierheim Gyula

09 Stierkampf und Fiestas mit Tieren

Impressum

Herausgeber/V.i.S.d.P. animal 2ooo

Menschen für Tierrechte Bayern e. V.

Landesverband gegen Tierversuche,

Intensivtierhaltung und sonstige Formen

der Ausbeutung von Tieren

Anschrift:

Netzegaustr. 1

81377 München

Telefon und Fax: 089/5469050

Redaktion:

M. Steck, H. Rudolph, K. Schmid

A. Wohlfarth, S. Westermaier

Gestaltung:

Mitglieder von animal 2ooo

11 Rodeosaison 2010

12 Veganes Restaurant, Eine Welt Festival

13 Geschundene Gallebären

13 Kabarett: Die Wahrheit über Fleisch

14 Pelzausstieg Escada

14 Kampagne gegen Tierrechtsgruppen

15 Postkarten – Bitte mitmachen!

Blickpunkt ist die Mitgliederzeitung von

animal 2ooo Menschen für Tierrechte

Bayern e.V.

www.animal2000.de

Hinweis: Wir verzichten in diesem Heft auf die

Schreibweise wie „die TierrechtlerInnen“ und verwenden

statt dessen die grammatikalisch männliche

Form „die Tierrechtler“, wenn es sich um gemischte

Gruppen handelt. Wir hoffen, dass Sie auch diese

Schreibweise als politisch korrekt empfinden.

Druck:

WDS Druck Bohlinger, Kempten

Auflage: 1.000 Stück

Bezugspreis:

im Mitgliedsbeitrag enthalten

Erscheinungsweise: 2 mal jährlich

Mitglied bei:

Menschen für Tierrechte Bundesverband

der Tierversuchsgegner e.V.

Liebe Mitglieder und Freunde,

in den letzten Monaten eines jeden Jahres treten stets zwei

Ereignisse auf, die die meisten von uns völlig unerwartet

treffen. Einerseits der plötzliche, völlig unerwartete Wintereinbruch

mit Schneefall und Minusgraden und andereseits

das ebenso plötzliche und unerwartete Weihnachtsfest.

Wenn Sie diese Ausgabe des Blickpunktes erstmals in Händen

haben, wird das erstere Ereignis wohl schon stattgefunden

haben, so dass ich Sie nur noch auf den dieses Jahr am

24. Dezember geplanten Heiligen Abend und auf die beiden

sich daran anschließenden Weihnachtsfeiertage aufmerksam

machen muss.

Bei Verzicht auf unnötigen Konsum und Geschenkestress

und bei entsprechender Planung gelingt es Ihnen vielleicht

doch, ein paar besinnliche Momente einzulegen. Denken

Sie darüber nach, wie die Menschheit mit unserem Planeten

Erde umgeht mitsamt allen seinen Bewohnern. Derlei

Gedanken sollten uns alle dazu bringen, nicht nur auf ein

besseres Verhalten der Anderen (z.B. der Politiker) zu hoffen,

sondern selbst etwas zu tun. Das fängt beim eigenen

Konsumverhalten an (tierversuchsfreie Kosmetik, vegetarische

Ernährung, gesunde Lebensweise, die tendenziell

weniger Medikamente erfordert, usw.), aber hört dort nicht

auf. Sagen Sie es jedem, der es wissen oder nicht wissen

will, dass Ihnen der Tierschutz wichtig ist. In allen sozialen

Netzwerken, sei es der älteren Art (Bekannte und Verwandte,

Stammtische, Friseurbesuche...) oder der neueren Art

(Twitter, facebook, studi-VZ...) sollte erkennbar sein, dass

der Tierschutz vielen Leuten eine wichtige Angelegenheit ist.

Hintergedanke dabei ist, dass unser Anliegen ‚Tierschutz‘ als

Besuchen Sie animal 2ooo online

Im letzten Blickpunkt haben wir ja schon auf unseren neuen

Internetauftritt aufmerksam gemacht: www.animal2000.de.

Haben Sie schon die Website besucht? Es lohnt sich, denn

dort gibt es viele interessante Informationen.

Im Bereich „Aktuelles“ erfahren Sie wichtige Nachrichten –

aus dem Verein und aus aller Welt. Unter jedem Beitrag

stehen Hinweise zu verwandten Artikeln. Im Bereich „Themen“

finden Sie unter anderem den Punkt „Material zu

Tierrechtsthemen“. Hier finden Sie verschiedene Artikel wie

Bücher aus unserem modernen Antiquariat, Flyer, Aufkleber,

Buttons… stöbern Sie! Sie suchen ein aktuelles Buch

für sich oder zum Verschenken? Werfen Sie einen Blick in

unsere Buchtipps.

um so wichtiger angesehen

wird, je öfter darüber

gesprochen wird.

Außerdem zeigt es den

anderen, dass es nicht

irgendwelche Spinner

oder Heilige sind, die

sich für grundlegende

Tierrechte engagieren,

sondern ‚Menschen

wie Du und ich‘. Vielleicht

gibt es da einen

Nachahmungseffekt.

Wir verstehen die

Tierwelt als Teil unseres

Gemeinwesens und unser Engagement für sie als soziales

Engagement, was auch in die Köpfe anderer Leute zu tragen

ist, die egoistischeweise als sozial nur das verstehen, was

den Menschen zugute kommt.

Gerade der Beginn eines neuen Jahres ist ein guter Zeitpunkt,

sich in dieser Hinsicht neue gute Vorsätze zu machen.

Ich darf Ihnen versichern, dass wir das vom Vorstand aus

auch tun werden.

In diesem Sinne wünscht Ihnen der Vorstand ein frohes

Fest, einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2011.

Pedro de la Fuente

Wir planen, in Kürze unseren „Bitte Schreiben“ Newsletter

noch besser mit der Website zu verknüpfen. Verschiedene

wichtige Meldungen, "Bitte Schreiben" Aufrufe mit Musterbriefen,

Linktipps zu aktuellen Protesten und Petitionen

online sowie Hinweise zu Berichten in Medien, bei denen

Leserbriefe angebracht wären, werden monatlich für Sie

zusammengestellt. Melden Sie sich für den Newsletter an,

damit Sie in Zukunft per Email informiert werden, wie Sie

helfen können, den Tiere eine Stimme zu geben.

Natürlich sind auch die Beiträge aus dem Blickpunkt online

unter www.animal2000.de für Sie abrufbereit.

03


Kühe brauchen Hörner

Wenn man den Werbebildern auf Michpackungen und Käseschachteln

Glauben schenkt, dann weiden alle Kühe auf

saftigen grünen Wiesen. Die Realität allerdings sieht anders

aus: Hunderttausende von Kühen stehen das ganze Jahr

– oft angebunden - an derselben Stelle im Stall. Sie sehen

niemals die Sonne und ihre Hufe haben nie eine Wiese

betreten.

Und noch etwas stimmt nicht bei den Bildern, denn auf

diesen „Mogel-Packungen“ tragen alle Kühe noch Hörner.

In Wirklichkeit jedoch muss man heute eine Kuh mit ausgewachsenen

Hörnern buchstäblich suchen.

Kühe sind freundliche und liebenswerte Tiere und sie sind

von Natur aus behornt. Doch heute trägt nur noch eine von

zehn Kühen Hörner.

Dabei gehören die Hörner einfach zur Kuh. Hörner wachsen

lebenslang, sie sind wichtig für das Sozialverhalten, die

Rangordnung und die Körperpflege. Der durchblutete, von

Nerven durchzogene Hornzapfen ist gegen die Stirnhöhle

hin geöffnet. Untersuchungen haben ergeben, dass sich die

Hörner der Kuh beim Wiederkäuen erwärmen, also ein Zusammenhang

mit dem Verdauungstrakt besteht. Die Hörner

sind also wichtig für die Gesunderhaltung der Rinder und für

die Qualität der Milch.

Auch bei der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Bayern

schätzt man, dass inzwischen mehr als 90% der Rinder

im Alpenraum keine Hörner mehr tragen, eine Entwicklung,

die in den 80er Jahren begann.

Beim Enthornen wird Kälbern der Hornansatz verätzt oder

ausgebrannt. Tierschützer und einige Biobauern prangern

die Prozedur als Tierquälerei an. Sie verweisen darauf, dass

das Ausbrennen ähnlich schmerzhaft sei wie das Kastrieren

der Ferkel ohne Betäubung. Von Natur aus tragen Rinder

Hörner, der Mensch dürfe sie ihnen nicht willkürlich nehmen.

Den Bauern gehe es nur um den Profit. Enthornt wird, um

Geld und Zeit zu sparen, denn hornlose Kühe benötigen

weniger Platz im Stall und müssen weniger betreut werden.

Das geht zu Lasten der Tiere.

Maria Linderer von der Landesvereinigung der Bayerischen

Milchwirtschaft betont, dass dieser Eingriff unumgänglich

sei, um die Verletzungsgefahr im Stall zu verringern: „Es

geht um die Sicherheit der Landwirte und der Tiere. Im

Kuhstall finden heftige Hierarchiegefechte statt – vor allem

in sogenannten Laufställen.“ Außerdem behauptet sie, dass

der Eingriff in den ersten Lebensmonaten des Kalbes mit nur

wenig Schmerzen verbunden sei.

Ganz anders dagegen beurteil Michael Erhard, Leiter des

04

Lehrstuhls für Tierschutz und Tierhaltung an der LMU München

diese Praxis. „Schmerzen bereitet es den Tieren auf

alle Fälle. Es ist eine Amputation, da sind Nerven beteiligt.“

Besonders problematisch sei in diesem Zusammenhang,

dass Landwirte laut deutschem Tierschutzgesetz die Rinder,

bevor sie 6 Wochen alt sind, selbst ohne Betäubung enthornen

dürfen: „Wenn der Tierarzt das mit Betäubung macht,

ist es natürlich teurer.“

Doch nicht nur Tierschutzgründe sprechen gegen das

Enthornen der Tiere. Beim biodynamischen Vertrieb Demeter

wird ausschließlich Milch von Kühen mit Hörnern verarbeitet.

“Über Qualität und Bekömmlichkeit der Milch entscheiden

auch die Hörner der Kühe mit“, ist das Motto von Demeter.

Ein Allergologe hat nachgewiesen, dass Patienten, die

eine Kuhmilchallergie haben oder an Neurodermitis leiden,

Rohmilch der behornten Kühe vertrugen. Bio-Bauern aus

dem Allgäu haben eine spezielle Hagalis-Kristallanalyse

in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigten, dass es bei

der Harn-, Blut- sowie der Milchzusammensetzung von

enthornten und nicht enthornten Tieren gravierende Unterschiede

gibt.

Und dass der Stall für Landwirte sicherer geworden ist,

durch die hornlosen Tiere ist auch nicht korrekt. 5000

Unfälle mit Rindern pro Jahr allein in Bayern verzeichnet die

Statistik. Das hat sich seit den 80er Jahren nicht verändert.

Die Unfälle sind hauptsächlich auf das Ausschlagen mit den

Hufen zurückzuführen, manchmal wird ein Bauer auch von

einem 500-Kilo-Tier gegen die Stallwand gedrückt. „Kühe

sind schreckhafte Tiere, ihre Waffen sind jedoch Hufe und

Stirn, nicht die Hörner“, erklärt Friedrich Allinger von der

Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Landshut.

Fazit: Das Enthornen von Kühen ist Tierquälerei und völlig

unnötig. Kühe brauchen Hörner und einen ausreichend großen,

tiergerechten Laufstall mit täglichem Auslauf auf Weide

oder im Laufhof:

Nicht die Tiere müssen den Haltungsbedingungen angepasst

werden, sondern die Haltungsbedingungen

den Tieren!

Schafhaltung im Winter

Es waren aber Hirten auf dem Felde, die hüteten des nachts

ihre Schafe...

So steht es ganz wunderbar geschrieben in der Weihnachtsgeschichte

des Evangelisten Lukas.

Auch wir sehen sie bei unseren Winterspaziergängen – alle

Jahre wieder – Schafe in der sogenannten „Winterweidehaltung“.

Auf den ersten Blick eine Idylle – bei genauerem

Hinsehen vielfach ein Drama und übelste Tierquälerei.

Heutzutage kümmert sich kein Hirte mehr um seine Schafe

– die Schafhalter überlassen die Herden weitgehend ihrem

Schicksal. Die Tiere stehen bei Kälte auf gefrorenen und

verschneiten Wiesen, bei Dauerregen im Matsch – ohne

Futter, ohne sauberes Trinkwasser, ohne Unterstand. Meist

sind es noch trächtige Schafe, kurz vor dem Ablammen oder

Mutterschafe mit ihren Neugeborenen – trotz Dauerfrost

ohne jeglichen Schutz rund um die Uhr im Freien. Gerade

hochträchtige Tiere und lammführende Mutterschafe haben

einen großen Energiebedarf, den sie nicht mit ein bisschen

gefrorenem Gras decken können. Hier muss unbedingt Heu

zugefüttert werden. Zur Milchproduktion brauchen die Muttertiere

täglich bis zu 10 Liter Wasser. Dieser Flüssigkeitsbedarf

kann nicht durch Essen von Schnee ersetzt werden.

Lämmer haben schließlich noch keine so dichte Wolle wie

erwachsene Tiere und brauchen bei winterlichen Temperaturen,

Dauerfrost oder Dauerregen einen mit trockenem

Einstreu versehenen Stall.

Bitte, liebe Leser, halten Sie die Augen auf bei ihrem Weihnachtsspaziergang

und wenn Ihn en Schafhaltungen mit

den oben geschilderten Mängeln auffallen, zögern Sie nicht,

unverzüglich Polizei und Veterinäramt einzuschalten. Falls

möglich, empfiehlt es sich auch die Missstände per Foto oder

Video zu dokumentieren. Lassen Sie sich nicht mit lapidaren

Beschwichtigungen abspeisen – von wegen Schafe seien

genügsam und hätten doch ein dichtes Fell. Bleiben Sie hartnäckig

und bestehen Sie auf Abhilfe.

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) hat

die Mindestanforderungen aufgelistet, die ein Schäfer in der

Herbst- und Winterperiode bei der Haltung seiner Herde

im Freien einhalten muss. Sie wurden als Empfehlung vom

Landwirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz übernommen.

Abfragemöglichkeit unter www.tierschutz-tvt.de oder

www.mwvlw.rlp.de - Merkblatt Nr. 91.

Das Fehlen von Unterständen, Wasser und Heu über einen

längeren Zeitraum bedeutet einen Verstoß gegen §2 Ziff. 1

Tierschutzgesetz und kann den Tatbestand der Tierquälerei

nach § 17 TierSchG erfüllen. Es gab diesbezüglich auch Verurteilungen,

leider viel zu wenige und in gravierenden Fällen.

Also bitte nicht wegsehen sondern helfen und handeln.

Natürlich nicht nur bei schlechten Schafhaltungen sondern

bei allem Tierleid das uns begegnet und das wir eventuell

beheben oder wenigstens ein bisschen lindern können..

Frei nach Tina Haugg, Tierheim Landsberg, stammt das

schöne Zitat:

Ich sah die Tiere. Da saßen sie. Traurig. Hilflos. Fast wie

Abfall unserer menschlichen Gesellschaft. In ihren Augen las

ich Liebe und Hoffnung, Angst und Verzweiflung, Traurigkeit

und Einsamkeit. Ich wurde böse.

„Gott“, sagte ich „das ist so schrecklich! Warum tust du nicht

etwas?“

Gott schwieg einen Augenblick und erwiderte dann leise:

„Ich habe etwas getan, ich habe Dich geschaffen.“

05


Wenn Fische schreien könnten von Peter Singer

PRINCETON – Als Kind nahm mich mein Vater immer zu

Spaziergängen entlang eines Flusses oder zum Strand mit.

Wir kamen an Anglern vorbei, die ihre Angelschnüre einzogen,

an deren Enden zappelnde Fische hingen. Einmal sah

ich einen Mann, wie er einen kleinen, noch lebenden Fisch

aus einem Eimer holte und ihn als Köder am Angelhaken

aufspießte.

Ein anderes Mal, als wir an einem beschaulichen Flüsschen

entlang spazierten, sah ich einen Mann, der da saß und

-offensichtlich zufrieden mit sich und der Welt- seine Angel

beobachtete, während neben ihm Fische, die er schon gefangen

hatte, hilflos an der Luft zappelten. Mein Vater sagte

zu mir, dass er nicht verstehe, wie jemand den Nachmittag

genussvoll damit verbringen könnte, Fische aus dem Wasser

zu holen und sie langsam sterben zu lassen.

Diese Kindheitserinnerungen wurden wach, als ich auf

fishcount.org.uk den bahnbrechenden Bericht „Worse things

happen at sea“: the welfare of wild-caught fish über das

Leiden der Tiere im Fischfang las. In den meisten Teilen

der Welt wird akzeptiert, dass man Tiere zur Nahrungsproduktion

so töten soll, dass sie nicht leiden. Regelungen für

die Schlachtung sehen vor, dass die Tiere vorher betäubt

werden, dass der Tod sofort oder, im Falle ritueller Schlachtungen,

so unmittelbar einzutreten hat, wie es die religiösen

Vorschriften erlauben.

Für Fische gilt das nicht. Humane Schlachtvorschriften

gibt es für Wildfische, die im Meer gefangen oder getötet

werden ebenso wenig, wie für die meisten Zuchtfische. Mit

Schleppnetzen gefangene Fische werden an Bord der Schiffe

ausgekippt, wo man sie ersticken lässt. Das Aufspießen von

lebenden Köderfischen auf Angelhaken ist eine weit verbreitete

Praxis im kommerziellen Fischfang. Bei der Langleinenfischerei

beispielsweise befinden sich hunderte oder sogar

tausende Haken auf einer einzigen Leine, die zwischen 50

und 100 Kilometer lang sein kann. Wenn die Fische den

Köder fressen, bleiben sie viele Stunden an diese Leine hängen,

bevor sie eingezogen wird.

In der kommerziellen Fischerei werden häufig auch Kiemennetze

eingesetzt – senkrecht im Wasser hängende Netze mit

feinfädigen Maschen, in denen sich die Fische oft mit den

Kiemen verheddern. Dabei ersticken sie vielfach, weil sie mit

zusammengeschnürten Kiemen nicht atmen können. Wenn

sie nicht ersticken, bleiben sie über Stunden gefangen bis

die Netze eingezogen werden.

Die alarmierendste Enthüllung in diesem Bericht ist aber die

atemberaubende Zahl von Fischen, die wir Menschen auf

diese Art töten. Alison Mood, die Autorin des Berichts, hat

eine Berechnung vorgelegt, die man als die erste systematische

Schätzung aller jährlich gefangenen Wildfische betrachten

kann. Dazu dividierte sie die bekannten Tonnagen

verschiedener gefangener Fischarten durch das geschätzte

Durchschnittsgewicht jeder Fischart. Die errechnete Zahl

bewegt sich ihren Angaben zufolge in der Größenordnung

von einer Billion, wobei die Zahl auch bei 2,7 Billionen liegen

könnte.

Um dies zu verdeutlichen: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation

der UNO schätzt, dass jedes Jahr 60

Milliarden Tiere für den Verzehr durch Menschen getötet

werden. Das sind 9 Tiere für jeden Menschen auf diesem

Planeten. Rechnen wir mit Moods niedrigerer Schätzung von

einer Billion, wäre die vergleichbare Zahl im Fall der Fische

150. Darin sind jedoch Milliarden illegal gefangener Fische

ebenso wenig enthalten, wie jene, die mitgefischt, aber nicht

gebraucht und deshalb weggeworfen werden. Auch lebende

Köderfische sind nicht mitgezählt.

Viele dieser Fische werden indirekt konsumiert – als Fischmehl,

das Hühnern oder Fischen in der Agrarindustrie verfüttert

wird. Auf einer typischen Lachsfarm werden für jedes

produzierte Kilo Lachs 3 bis 4 Kilogramm Wildfisch verfüttert.

Nehmen wir einmal an, diese Fischerei wäre tragbar, was

sie natürlich nicht ist. In diesem Fall wäre es beruhigend zu

wissen, dass Tötung in diesem Ausmaß keine Rolle spielt,

weil Fische keinen Schmerz spüren. Aber die Nervensysteme

von Fischen sind jenen von Vögeln und Säugetieren so ähnlich,

dass alles auf Schmerzempfindlichkeit hindeutet. Wenn

Fische etwas spüren, das anderen Tieren Schmerzen bereitet,

legen sie ein Verhalten an den Tag, das auf Schmerzen

hindeutet und diese Verhaltensänderung kann mehrere

Stunden anhalten. (Es ist ein Mythos, dass Fische ein kurzes

Gedächtnis haben) Fische lernen, unangenehme Erfahrungen

wie Elektroschocks zu vermeiden. Und Schmerzmittel

verringern die Schmerzsymptome, die sie andernfalls zeigen

würden.

Victoria Braithwaite, Professorin für Fischerei und Biologie an

der Pennsylvania State University, hat mit der Erforschung

dieser Frage wahrscheinlich mehr Zeit verbracht als alle anderen

Wissenschaftler. In ihrem jüngsten Buch „Do Fish Feel

Pain?“ zeigt sie, dass Fische nicht nur Schmerz empfinden

können, sondern auch sonst viel klüger sind, als die meisten

Menschen glauben. Letztes Jahr kam ein wissenschaftliches

Gremium der Europäischen Union überein, dass die Mehrheit

der Beweise darauf hindeutet, dass Fische Schmerz spüren

können.

Erfreuliches zu Ochsenrennen in Bayern

Am 11. Juli 2010 besuchten mehrere Vorstandsmitglieder

von animal 2ooo ein Ochsenrennen in Dattenhausen. Die

Ochsen mussten trotz einer Bullenhitze antreten. Uns fiel

sofort auf, dass bei einigen der Ochsen lange blau-weiße

Stricke am Boden schleiften, während sie die Rennstrecke

bewältigten. Dies stellte ein akutes Gefahrenpotential

dar: Der Strick hätte sich um die Beine wickeln oder die

Tiere hätten selbst darauf treten können. Die Reaktion

der Zuschauer auf das unsinnige Spektakel war gemischt.

Viele erkannten, dass die Tiere nicht freiwillig dabei waren,

sondern zum Laufen gezwungen werden mussten. Viele

stellten auch den Unterhaltungswert in Frage. Wie immer

wurden nach dem Rennen kleine Kinder auf die Ochsen

gesetzt, vermutlich um potentielle zukünftige Reiter zu

rekrutieren.

Wir erfuhren inzwischen von einer durchaus positiven

Entwicklung: Aufgrund von strikten Auflagen seitens der

bayerischen Veterinärämter sind diese Veranstaltungen zu

aufwendig geworden. Zwecks Bekämpfung von Rinderkrankheiten

werden immer wieder neue Blutproben von

den Tieren verlangt und auch das - seit langem von uns

geforderte – Mindestalter der Rinder wurde endlich zu einer

Warum sind Fische die vergessenen Opfer auf unseren

Tellern? Weil sie Kaltblüter und mit Schuppen bedeckt sind?

Wie immer die Erklärung auch lautet: Die Beweise häufen

sich, dass die kommerzielle Fischerei ihnen unvorstellbare

Schmerzen und Leiden zufügt. Nun müssen wir lernen,

Wildfische auf humane Weise zu fangen und zu töten – oder,

wenn das nicht möglich ist, weniger grausame und nachhaltigere

Alternativen für den Fischverzehr zu finden.

Peter Singer ist Professor für Bioethik an der Universität

Princeton und Honorarprofessor an der Universität Melbourne.

Zu den von ihm verfassten Büchern zählen Die Befreiung

der Tiere, Praktische Ethik, Verteidigt die Tiere und Leben

retten.

Copyright: Project Syndicate, 2010.

www.project-syndicate.org

aus dem Englischen von Helga Klinger-Groier

Auflage gemacht. Die Zahl der Ochsenrennen in Bayern ist

deswegen erfreulich zurückgegangen.

Keine Gaudi für die Ochsen

06 07


Tierheim Gyula

Insgesamt 8 Hilfstransporte organisierten wir heuer zum von

uns unterstützten Tierheim in Gyula und allein unser Schatzmeister

leistete 3 Wochen „Frontienst“ vor Ort, half bei der

täglichen Arbeit und beim Hütten- und Gehegebau.

Schon bei der Getreideernte im Juli karrten wir von den

Feldern 1500 Strohballen ins Tierheim und türmten sie dort

zur Lagerung zu riesigen Pyramiden auf. Bei 42 Grad Hitze

eine Knochenarbeit.

Aus dem grenznahen Rumänien importierten wir eine Busladung

voll Seeholzplatten, weil sie dort zum halben Preis

erhältlich waren. Aus dem Holz baute unser ungarisches Allroundgenie

Michi 30 doppelwandige und gut isolierte große

Hundehütten für die Zwinger. Die Hunde bezogen sofort

freudig die neuen Behausungen und waren insbesondere

begeistert über die Flachdächer auf denen sie sehr gerne

liegen.

Auf dem Flohmarkt in Gyula erstanden wir billig ein Schweißgerät,

damit Michi die maroden Zwinger und Zäune reparieren

kann. Auch zwei neue Kocheinsätze für die Holzöfen in

der Hundeküche wurden angeschafft.

Nach mehreren Spendenaufrufen

erhielten

wir massenweise

Decken, Töpfe, Werkzeug

und viele andere

hilfreiche Dinge. Ein

besonderer Dank geht

hier an Tanja Trinkl aus

Friedberg, die fleißig

für uns sammelte. Von

der Tierhilfe Neuburg/

Donau, Frau Regnat und

Frau Hugl, bekamen

wir solche Mengen an

Trockenfutter geschenkt,

dass ein Transport mit unserem VW-Bus nicht mehr möglich

war. Wir konnten jedoch die 5 Europaletten kostengünstig

mit einer Spedition auf die Reise schicken. Last but not least

ein ganz großes Dankeschön an unser Mitglied Astrid Gebler,

Vorsitzende der Katzen- und Tierhilfe Heidenheim, die uns

immer wieder ganze Wagenladungen voll Hilfsgüter zukommen

lässt.

Noch während unseres Aufenthalts in Ungarn Ende Oktober

erhielt die Tierheimleiterin Aniko einen Anruf, dass in Szeged

20 Tonnen Dosenfutter lagern, gestiftet von einer englischen

Organisation für Tierheime im Süden Ungarns. Von dieser

Spende erhielt auch Gyula eine ganze Palette.

Frau Evi Lachenschmid fotografierte bei ihrem Besuch des

Tierheims etliche Hunde und stellte sie auf ihrer Internetseite

ein. Sie unterstützt uns ganz wunderbar bei der Suche

von Pflegestellen oder neuen Plätzen für die Tiere. Die Tiere

können unter www.dietierfamilie.de besichtigt werden.

Im Dezember wollen wir für heuer

ein letztes Mal nach Gyula fahren und

ein paar Hunde holen, deren Chancen

gering sind, den rauhen Winter

in Ungarn zu überstehen. Wer ein

Plätzchen weiß, bitte im animal 2ooo

Büro (Tel. 089/5469050) anrufen,

damit die Hunde reisefertig gemacht

werden können, was einige Zeit dauert

(Impfen, Chippen, Bluttests, Kastration).

Mit viel Glück gelingt uns im nächsten Jahr ein ganz großer

Wurf. In inmittelbarer Nähe zum Tierheim steht seit Jahren

ein Bungalow leer, der jetzt in die Zwangversteigerung geht.

Mit seinen rund 5000 qm Grund wäre dieses Objekt eine

ideale Ergänzung zum bisherigen Heim – Aniko könnte vor

Ort wohnen und eine beheizbare Kranken – und Welpenstation

einrichten. Im Moment wird das Haus noch mit 70.000

Euro gehandelt, wir hoffen aber es wesentlich günstiger

ersteigern können und bleiben am Ball.

Zum Schluss ein ganz dickes „Vergelt`s Gott“ an Aniko und

ihre Helfer. Aniko arbeitet nach wie vor 7 Tage die Woche

Nachtschicht, und versorgt tagsüber die Hunde im Tierheim

– seit 15 Jahren. Auf die Frage wann sie schläft, lacht sie

nur und zuckt zu Schultern. Sie wird jetzt bald 60 Jahre alt.

Ihr „Goldstück“ Michi kommt täglich in aller Herrgottsfrüh

ins Heim, reinigt Zwinger, füttert und tränkt die Tiere. Erst

nach Einbruch der Dunkelheit kommt er dazu noch ein paar

Hütten zu erstellen oder Reparaturen zu erledigen. Und das

alles für 300 Euro monatlich. Die Studentin Adrienn arbeitet

bislang ehrenamtlich im Heim und legt täglich die 15 Kilometer

vom Nachbarort bis Gyula bei Wind und Wetter mit dem

Fahrrad zurück.

Sie sehen, liebe Mitglieder, mit der ungarisch-deutschen

Allianz haben wir einiges in Gyula bewegt und insbesondere

Vorsorge mit Unterkünften, Einstreu und Futter getroffen,

damit die Hunde im harten ungarischen Winter eine Überlebenschance

haben.

Es wäre ganz wunderbar, wenn Sie unsere Arbeit auch im

neuen Jahr unterstützen würden. Wir freuen uns über jede

Spende, bitte unter dem Stichwort “Ungarn“ auf unser

Konto 2655900, BLZ 70090500, Sparda Bank München.

Was uns immer wieder Probleme bereitet, ist die Sprachbarriere.

Gibt es unter unseren Mitgliedern evtl. jemanden der

ungarisch spricht und uns bei Übersetzungen helfen kann?

Erfreuliches und Unerfreuliches zu Stierkampf

und Fiestas mit Tieren

Im Juli 2010 gab es in Spanien eine Sensation: Das katalanische

Parlament beschloss ein landesweites Verbot von

Stierkämpfen, das ab Januar 2011 in Kraft treten soll. Während

diese Entscheidung von Tierschützern in der ganzen

Welt gefeiert wurde, kam es in den einzelnen Provinzen

Spaniens zu einer Gegenbewegung. Politiker mehrerer Fraktionen

gelobten, alles dafür zu tun, damit die „Corrida de

Toros“ in ihrer Provinz erhalten bliebe. In Katalonien selbst

quälten Jugendliche noch in der Nacht nach der Entscheidung

Stiere in den Straßen, indem sie ihnen brennbares

Material an den Hörnern befestigten. Kurz darauf wurden

die Tierschutzgesetze Kataloniens im Hinblick auf Fiestas mit

Rindern abgeschwächt, was es für Tierschützer schwieriger

macht, die Tierquälerei anzuzeigen. Im September 2010 entschied

sich das katalanische Parlament mit überwiegender

Mehrheit gegen ein Verbot dieser Fiestas, bei der Rinder von

der Bevölkerung in Straßen oder auf Plätzen mit Feuer und

allen möglichen Gemeinheiten gequält werden. Für uns ist

Katalonien somit weiterhin kein Reiseziel, denn jeder Euro,

der durch den Tourismus in die Gemeinden fließt, dient zum

Fortbestand dieser furchtbaren Aktivitäten.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Ebenfalls im September

2010 entschied sich die Regierung der spanischen Provinz

Extremadura, Fiestas mit Rindern zu verbieten, weil das

extreme Leiden der Tiere offiziell anerkannt wurde.

Eine weitere gute Nachricht gab es im Oktober aus Frankreich:

Der Bürgermeister der Stadt Fréjus gab bekannt, dass

dort in Zukunft keine Stierkämpfe mehr stattfinden würden.

Die jahrelange Überzeugungsarbeit von Tierschützern und

engagierten Journalisten zahlte sich somit aus. Im Juli 2005

nahm Initiative Anti-Corrida an einer internationalen Anti-

Stierkampf-Demonstration in Fréjus teil. Wir mussten mit

ansehen, wie sechs Stiere vor romantischer Kulisse in der

historischen Arena langsam zu Tode gequält wurden. Dies

Zwei neu

Vorstandsmitglieder

seit der letzten Mitgliederversammlung

hat animal 2ooo zwei neue Vorstandsmitglieder

mit Heide Rudolph und Sarah

Westermaier. Ausgeschieden sind Jürgen

Kunz und Tina Tschugg. Wir wünschen

allen Vieren viel Erfolg bei ihrer zukünftigen

Tierrechtsarbeit!

gehört nun der Vergangenheit an, wir freuen uns mit den

französischen Tierschützern über den Erfolg.

Was Sie tun können: Vermeiden Sie einen Urlaub in Katalonien

und schreiben Sie dem Bürgermeisters des Ortes,

an den Sie gefahren wären, dass Sie den Ort aufgrund

der Stierfiestas meiden. Berichten Sie auch Freunden und

Bekannten von den Grausamkeiten, die in Katalonien trotz

Stierkampfverbots immer noch stattfinden und raten Sie

ihnen, sich ein anderes Urlaubsziel zu suchen. Schauen Sie

immer wieder auf www.anti-corrida.de nach aktuellen Protestaufrufen

zu dem Thema nach.

Wild vor Angst

copyright: FAACE

Noch eine Bitte von unserem Schatzmeister

Hinrich Rieken: Teilen Sie uns

Ihre neue Adresse bzw. Ihre neue

Bankverbindung rechtzeitig mit, damit

uns unnötige Kosten erspart bleiben.

Rücklastschriften werden von unserer

Bank mit 15 EUR + fremde Spesen

belastet.

Vielen Dank!

08 09


Rodeosaison 2010

Auch in diesem Jahr wurden wieder Rodeos in Deutschland

und im europäischen Ausland beobachtet. Da auch in

Frankreich vermehrt Rodeos stattfinden, wurde mit

französischen Tierschützern eine Kooperation im Kampf

gegen diese Art der Tierquälerei gestartet. Weder in

Frankreich noch in Deutschland ist Rodeo offiziell als

Sport anerkannt, was die Antwortschreiben der für Sport

zuständigen Ministerien belegen. Allerdings muss noch an

den Tierschutzgesetzen beider Länder gearbeitet werden,

damit sie auch für diese - von außen künstlich in Europa

eingeführten Veranstaltungen - greifen.

In Deutschland konnten wir bei mehreren Veranstaltungen

beobachten, dass sich einige Veterinärämter immer noch

zum Komplizen der Möchtegern-Cowboys machen. Sie

Wer Erfahrungen mit oder

Informationen zu

Angorakaninchen hat,

möchte sich bitte, zwecks Aufbau einer

Informationsseite im Internet, an

Mechthild Mench wenden:

info@anti-corrida.de

wenden die Möglichkeit, zusätzliche Auflagen zum Schutz

der Tiere zu machen, nicht konsequent an. Wir hatten

wiederholt auf die Problematik der Unfallgefahr durch die

langen Halfterstricke hingewiesen, zu denen es bereits

mehrere Gerichtsurteile gibt. Trotzdem hat sich bisher kein

Amtstierarzt zu einem Verbot dieser langen und am Boden

schleifenden Leinen durchringen können.

Wir mussten feststellen, dass die Tiere auch trotz

Verbots des Flankengurtes noch leiden. Zwar ist bei den

Veranstaltungen fast jedes zweite Wort „Tierschutz“, doch

besonders die Bullen leiden massiv, wenn sie nicht schnell

genug in die Startboxen gehen wollen. Beim Kölner Rodeo

wurde gefilmt, wie ein Bulle über sieben Minuten mit

Schlägen, Tritten und Schwanzverdrehen traktiert wurde.

Man muss sich fragen, was die Möchtegern-Cowboys

eigentlich unter dem Ausdruck „Tierschutz“ verstehen.

Da es Bestrebungen gibt, das Verbot des Flankengurtes

aufzuheben, müssen die deutschen Behörden vermehrt in

die Pflicht genommen werden. Außerdem müssen eindeutige

und bundesweit gültige Richtlinien her, an denen sich alle

Veterinärämter orientieren können und müssen. Sie können

uns unterstützen, in dem Sie die auf unserer Webseite

www.anti-rodeo.org unter dem Punkt „aktiv werden“

angegebenen Anschriften verwenden und den Behörden

Ihre Einstellung zu Rodeo mitteilen. Dort finden Sie auch

Links zu unseren Videoaufnahmen.

Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit auch ganz herzlich

für die Arbeit der Schreibgruppe bedanken, ohne die unsere

Arbeit nicht möglich wäre.

Das vegane Restaurant in München

hat seit November 2010 von Montag bis Samstag von 10

bis 23 Uhr mit leckeren, veganen Speisen eröffnet. Die

Gerichte werden liebevoll, auf rein pflanzlicher Basis (vegan)

zubereitet und in einem ansprechenden Ambiente, in ruhiger

Atmosphäre angeboten. Alle Speisen gibt es auch zum

Mitnehmen.

Es wird auf „alkoholfreie Gastronomie“ wert gelegt. Gerade

deshalb werden neben frisch gepressten Säften je nach

Jahreszeit, Kaffee- und Teespezialitäten angeboten. Auch

die größte alkoholfreie Wein- und Bierkarte Münchens findet

man hier.

Mitinhaber Peter Ludik - vielen noch aus dem veganen

“Eine Welt Festival” der Firma Rapunzel

Die Firma Rapunzel Naturkost AG in Legau feierte ihren 35.

Geburtstag und lud uns zu ihrem „Eine Welt Festival“ ein.

Diese Einladung nahmen wir natürlich gerne an und waren

als Teilnehmer der Veranstaltung am 18./19. September

2010 auf dem Firmengelände in Legau mit einem großen

und besonders üppig mit Material ausgestatteten Infostand

für das „handverlesene“ Publikum vertreten. Bei dieser

großen Kunsthandwerk- und Bio-Messe waren eine Vielzahl

von Ausstellern vertreten. Es gab einfach alles – von der

Babynahrung bis zum Sarg. Man schaffte es gar nicht,

beim Gang über die Messe die vielen interessanten Stände

zu besuchen. Obwohl das Gelände der Firma Rapunzel im

kleinen Legau etwas abseits liegt, fand die Veranstaltung

regen Zulauf.

Das leibliche Wohl kam auch nicht zu kurz – an den

Essensständen wurde hervorragendes vegetarisches Essen

angeboten.

Restaurant „Zerwirk“ bekannt - und Lena Hoening heißen Sie

herzlich Willkommen im

Max Pett...

Pettenkoferstr.8, am Sendlinger-Tor-Platz,

80801 München

Tel.: 089/55 86 9119

Auch unser Stand war sehr gut besucht und unsere

Standbesatzung, u.a. Wilma Costantini und Edith Maier,

hatten alle Hände voll zu tun. Ein junger Mann aus Berlin

besuchte uns beinahe stündlich immer mit der Bemerkung:

„Ich muss wieder zu Euch kommen, Ihr seid einer der

wichtigsten und besten Stände hier.“ Am Sonntagabend,

verabschiedete er sich von uns mit den Worten: “Nein,

Ihr seid nicht einer der besten Stände hier, Ihr seid d e r

beste!“

Na, wenn das kein Lob ist!.

14 11


Geschundene Kragenbären

Der Begriff Gallebären wurde in der Traditionellen Chinesischen

Medizin (TCM) geprägt, die seit 6.000 Jahren

praktiziert wird. Vor 3.000 Jahren begann man, Kragenbären

(auch Mondbären genannt) zu jagen und zu töten, um aus

Bärengalle Arznei herzustellen. Die Haltung von Bären zur

Gewinnung von Bärengalle wird von asiatischen und westlichen

Tierschutzorganisationen scharf verurteilt. Die Bären

werden im Allgemeinen in winzigen Käfigen gehalten (sogenannte

Presskäfige), wo sie ohne jede Schmerzstillung mit

primitivsten Mitteln präpariert werden.

Es gibt verschiedene Arten des Galleabzapfens - mit Latexkathetern,

Metallkorsetten, Metallkathetern, die frei tropfende

Methode und die scheinbar frei tropfende Methode.

Metallkatheter sind in der Regel zwischen 13 und 19 Zentimeter

lang, stark verunreinigt und verursachen unvorstellbare,

permanente Schmerzen und Schädigungen, an denen

die Bären früher oder später zugrunde gehen. Durch Mangel

an Bewegung und fehlendem Gallensaft leiden die Tiere

an Schmerzen und Verdauungsstörungen, haben deformierte

Skelette, Muskelschwund und bewegen sich, soweit

das möglich ist, stereotyp. Es ist nicht ungewöhnlich, dass

diesen Tieren auch die Tatzen abgeschlagen werden, die den

Gewinn noch erhöhen, denn Tatzen gelten als Delikatesse.

Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen, die 2008

in China stattfanden, wurde die chinesische Regierung in einer

überparteilichen Erklärung des Europäischen Parlaments

aufgefordert, die grausame Praxis der Gallebärenfarmen zu

beenden.

Bärengalle

Bärengalle wird in China und anderen ost- und südostasiatischen

Staaten vorwiegend durch das „Melken“ von Bären

gewonnen. Das „bearfarming“ wurde in den 1980er Jahren

von China aus Südkorea übernommen, um die Jagd nach

wild lebenden Bären einzudämmen. Ein Bär kann jährlich

etwa zwei Kilogramm getrocknete Bärengalle geben, wobei

der Gallensaft zweimal täglich abgezapft wird. Insgesamt

produzieren die Bärenfarmen jährlich etwa 7.000 Kilogramm

Bärengalle.

Trotz des Handelsverbots mit Bärenprodukten im Washingtoner

Artenschutz-Übereinkommen und der Tatsache, dass der

enthaltene Wirkstoff Ursodeoxycholsäure (UDCA) synthetisch

hergestellt werden kann (die westliche Medizin setzt jährlich

200 Tonnen synthetisches UDCA ein), führt die steigende

Nachfrage nach TCM zu einem weiteren Anwachsen der Zahl

von Bärenfarmen. Neben den TCM-Arzneien wird Bärengalle

auch u.a. in Shampoos, Gesichtscreme, Halsbonbons oder

Zahnpasta angeboten.

Nicht zuletzt steigt die Nachfrage nach Bärengalle auch

durch den TCM-Boom in Europa. Obwohl der Handel streng

verboten ist und die meisten westlichen TCM-Anwender

Bärenprodukte ablehnen, zeigte eine Untersuchung, dass in

westlichen Ländern bis zu 75 Prozent der TCM-Medikamente

Bärengalle enthalten.

animal 2ooo hilft helfen

Bei der Mitgliederversammlung von animal 2ooo am 10. Juli

2010 wurde ein Antrag, die Organisation „Animals Asia-

Foundation“ mit einer großzügigen Spende zu unterstützen,

einstimmig angenommen. Das Geld soll für das Projekt

„Mondbären Rettung in Asien“ verwendet werden. Die Spende

wird für die unerlässlichen Operationen zur Entfernung

der Galle verwendet werden. Bedingt durch den Missbrauch

ist die Galle in keinem gesunden Zustand mehr oder normal

funktionsfähig. Es existieren permanente Entzündungen,

Leistenbrüche, z.T. tropft die Galle in den Bauchraum und

es kann zu Blutentzündungen kommen. Deshalb muss all

den geretteten Bären die Gallenblase entfernt werden. Für

die Spendensumme können mindestens sechs Bären mit

einer solchen OP versorgt werden. AsiaFoundation hat dafür

bereits Bären in Vietnam vorgesehen.

Animals AsiaFoundation

Animals AsiaFoundation arbeitet mit den chinesischen Behörden

zusammen, um Bären aus den Höllen gleichenden Farmen

zu retten und auf das Mondbären-Rettungszentrum in

Chengdu, in der Provinz Sichuan, zu bringen. Die Schließung

der Bärenfarmen ist Ziel der Animals AsiaFoundation. Das

Rettungszentrum, das durch die gemeinsame Anstrengung

von Animals AsiaFoundation, zwei Regierungsstellen und

verschiedener Unterstützer ermöglicht wurde, hat bereits

mehr als 245 leidende und vom Aussterben bedrohte Bären

in seine Obhut übernommen.

Offiziell werden noch 7.000 Bären auf Farmen in ganz China

gefangen gehalten, aber Animals AsiaFoundation vermutet,

dass die tatsächliche Zahl bei über 10.000 liegt. Die geret-

Die Wahrheit über Fleisch von Hagen Rether

Wissen Sie was zynisch ist ?

Zynisch ist Wurst im eigenen Darm. In der Metzgerei können

Sie was lernen über Zynismus, da hängt der Zynismus

meterweise gekühlt rum. Die Sau künstlich befruchten,

die Ferkel mästen, schlachten, mahlen, zurückstopfen in

ihren eigenen Darm und dann Gesichtsmortadella, -das ist

zynisch.

„Der Kevin isst mir kein Fleisch, aber Bärchenwurst mag

der.“ Gammelfleischskandal, wunderbar, das geschieht uns

so recht, oder? Mindestens einmal im Jahr haben wir jetzt

obligat Gammelfleischskandale. Weil wir schon morgens das

Zeug mümmeln. Wo steht es denn geschrieben, dass wir

hier flächendeckend mit Leberwurst versorgt sein müssen?

Gibt’s irgendwo ein Menschenrecht auf Leberwurstbrot?

An jeder dämlichen Autobahnraststätte dieser Republik

gibt’s Holzfällersteaks … Wieso? Gibt’s da Holzfäller? Gibt’s

da große Gruppen von kräftigen, jungen Männern die seit

Wochen schwer im Wald arbeiten und nix gegessen haben?

Da halten übergewichtige Diabetiker, mit Bluthochdruck, an

und schlabbern sich diesen Separatorendreck rein, bis sie

platzen. Macht nur kaputte Gelenke und ne weiche Birne

und ein schlaffes Gesicht – wer braucht das schon?

Haben Sie mal so einen Tiertransport gesehen? Da isst man

doch kein Mettbrötchen mehr hinterher. Soviel Senf kannst

du da gar nicht drauf packen. Da hat die Fleischindustrie die

letzten Jahrzehnte ganze Arbeit geleistet, die suggerieren

uns den größten Mist, das geht auf keine Kuhhaut. Ekelhaft.

Fleisch ist ein Stück Lebenskraft? Ja, aber für wen?

teten Bären verlassen die Farmen in einem erbärmlichen

Zustand, sie haben viele Leiden wie Arthritis, Bauchfellentzündung,

nässende Geschwüre und eingewachsene Klauen.

Bei allen muss die zerstörte Gallenblase operativ entfernt

werden. Viele haben vom jahrelangen Kauen an den Gitterstäben

abgebrochene Zähne. Jedem dritten Bären fehlen

Gliedmaßen und alle haben ein schweres psychisches Trauma.

Umso bemerkenswerter ist es, dass nahezu all diese

Bären fähig sind, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen,

laufen zu lernen, rennen, klettern, schwimmen und sich mit

den anderen geretteten Bären verstehen.

Bildrechte Animals Asia Foundation

Neulich habe ich eine Reportage gesehen, über den größten

Schlachthof Europas, in Rheda-Wiedenbrück, das ist bei uns

in Westfalen. Schätzen Sie mal, wie viele Schweine da jeden

Tag hingerichtet werden. 20.000, jeden Tag. Nur in Rheda-

Wiedenbrück. Bundesweit jeden Tag 145.000-nur Schweine.

Von Rindern, Hühnern und Schafen rede ich nicht. Weil wir

jeden Tag diese Tierkadaver in uns reinschaufeln wie die

Geistesgestörten. Wem nützt das? Da haben die ganze Arbeit

geleistet, wunderbar. Das sitzt, wir brauchen das unbedingt.

Wir glauben immer noch wir sind in den 60er Jahren:

Wer weiß ob es morgen noch was gibt, lass uns schnell noch

ne Wurst essen.

Die Fleischindustrie macht uns zu Barbaren. Unsere Kinder

werden immer fetter und wir haben Gammelfleischskandale.

Das Gammelfleisch liegt bei uns Zuhause auf dem Sofa rum,

ekelhaft.

Hagen Rether, ist Kabarettist. Die Süddeutsche Zeitung

schrieb über ihn: „In aller Seelenruhe und höchst charmant

schmiedet Hagen Rether Sätze wie Gewehrkugeln.” Wenn

Sie die Gelegenheit haben eine seiner Auftritte zu besuchen,

können wir dies nur wärmstens empfehlen z.B. am 10.

Januar 2011 Deutsches Theater München.

12 13


ESCADA lässt komplette Pelzfreiheit bekannt geben

ESCADA wird ab Januar 2011 komplett auf die Verwendung

von Echtpelz verzichten. Eine entsprechende Mitteilung

wurde in Branchenkreisen verbreitet. Auf Anfrage

bestätigte Frank Elsner, Beauftragter für Presse und

Unternehmenskommunikation, diese Angaben am

15. Oktober 2010 gegenüber der Escada-Campaign. Im

Wortlaut heißt es:

“Mit der Frühjahr/Sommer 2011 Kollektion, die ab Januar

2011 in den Geschäften erhältlich sein wird, verwendet

ESCADA keine Pelze mehr. Nachdem ESCADA bereits mit der

Prefall 2010 Kollektion, die ab Mai dieses Jahres verkauft

wurde, keine Zucht- bzw. Edelpelze mehr eingesetzt hatte,

verzichtet das Unternehmen nun komplett auf Pelze, also

auch auf Kaninchen und Karakul. Diese Entscheidung ist

unbefristet.”

Quelle: Tierrechtsinitiative München

Öffentliche Kampagne gegen Tierrechtsgruppen

Im Internet existiert eine Seite, die eine öffentliche Kampagne

gegen Tierrechtstheorie und -praxis durchführt. Sie

ist verfasst vom “Deutschen Landwirtschaftsverlag GmbH”

welcher das dlz-agrarmagazin herausgibt. In diesem Magazin

wird auf eine Internetseite unter dem Motto “um ein

deutliches Zeichen gegen gewalttätige Tierschützer zu setzen”

verwiesen. Dort findet sich die Aufforderung, an einer

Mailaktion mitzuwirken, welche verlangt, Tierrechtsgruppen

unter Verfassungsschutzbeobachtung zu stellen:

www.stoppt-den-terror-gegen-unsere-tierhalter.de

Die Mailaktion, an der bereits über 1900 Menschen teilgenommen

haben geht an Bundesminister de Maiziére mit

folgenden Forderungen:

1. Militante und gewalttätige Tierrechtler unter Beo-

bachtung des Verfassungsschutzes zu stellen, denn

sie verstoßen offenkundig gegen verfassungsmäßig

verbriefte Rechte anderer!

2. Den Entzug der Gemeinnützigkeit bei solchen Organisationen,

die Sympathie und Unterstützung

für militante Tierschützer bekunden oder selbst zu

illegalen Aktionen aufrufen.

3. Durchsetzung des Rechtsgrundsatzes, dass illegal

beschafftes Material vor Gericht nicht als Beweis-

mittel zugelassen wird.

Inhalte und Selbstverständnis der Seite

Auf der Internetseite werden Tierrechtler, welche sich

(investigativ) illegal Zutritt zu betrieblichen Einrichtungen

verschaffen, als “militant”, “gewalttätig”, “extremistisch” und

“terroristisch” bezeichnet und deren Namen veröffentlicht

(sowie Tierrechtsseiten verlinkt).

Es wird weiterhin behauptet, Tiere zu schützen sei “ureigenstes

Anliegen jedes Landwirts”. Lobend werden die

Repressionen gegen Tierrechtler in Österreich, Schweiz

und den USA genannt. (Zitat: “In den USA hat das FBI im

vergangenen Jahr einen führenden Kopf der Tierrechtsbewegung

auf die Liste der meist gesuchten Terroristen gesetzt.”)

Es werden Konstrukte wie “Respekt vor Andersdenkenden”,

“Eigentumsrechte”, “Meinungsfreiheit”, “Recht auf Unversehrtheit”

und “Schutz der Würde” benutzt, um gegen

Tierrechtsaktivismus zu argumentieren.

Auf der Seite wird ersichtlich, dass Tierrechtsbestrebungen

so vermehrt auftreten, dass sich die Tiernutz-Lobby sogar

damit beschäftigt oder vielleicht sogar gezwungen sieht, sich

damit zu beschäftigen.

Werden Sie aktiv ... denn Mitleid ist zu wenig!

Postkarten bitte ausschneiden und verschicken!

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Aigner,

Tierversuche werden von weiten Teilen der Bevölkerung als

grausam und unnötig abgelehnt. Besonders inakzeptabel ist

es, wenn tierversuchsfreie Verfahren längst vorhanden sind,

ihr Einsatz aber nicht erfolgt. Bei den Botox-Tierversuchen

ist dies der Fall.

Jede Charge Botulinumtoxin (kurz: Botox) wird Gruppen

von Mäusen in die Bauchhöhle injiziert. Das Nervengift

lähmt die Atemmuskulatur, die Tiere erleiden große

Schmerzen und sterben nach tagelangem Kampf einen

qualvollen Erstickungstod. Tierversuchsfreie Testmethoden

wurden entwickelt und werden in anderen Ländern, wie

Großbritannien, bereits eingesetzt.

Es ist sowohl aus Sicht des Tierschutzes als auch rechtlich

nicht akzeptabel, dass es den Unternehmen selbst überlassen

bleibt, ob sie tierversuchsfreie Methoden validieren und

einsetzen. Für die Einhaltung des deutschen Tierschutzgesetzes

sind die Bundesregierung und die nachgeordneten

Behörden zuständig. Ich fordere Sie auf, dafür zu sorgen,

dass die Botox-Tierversuche umgehend durch tierversuchsfreie

Testmethoden ersetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Frau Aigner,

das Bundesverfassungsgericht hat die

Regelung zur Kleingruppenhaltung von sogenannten

Legehennen am 02. Dezember

2010 für verfassungswidrig erklärt.

Sehen Sie dies als große Chance den Bürgerwillen

zu achten und das Leid von Millionen

Hennen in Deutschland zu beenden.

Ich fordere Sie auf einen neuen Gesetzentwurf

ohne Gitterstäbe für ein erträglicheres

Leben der Hühner zu erarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Bundeslandwirtschaftsministerin

Frau Ilse Aigner

Bundesministerium für Ernährung,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

(BMELV)

11055 Berlin.

14 15

Bitte

mit Marke

frei

machen!

Bundesministerium für

Ernährung, Landwirtschaft und

Verbraucherschutz (BMELV)

z.Hd. Ministerin Ilse Aigner

11055 Berlin

Bitte

mit Marke

frei

machen!


... denn Mitleid ist zu wenig!

Werden auch

Sie Mitglied!

animal 2ooo

Menschen für Tierrechte

Bayern e. V.

Landesverband gegen Tierversuche,

Intensivtierhaltung und

sonstige Formen

der Ausbeutung von Tieren

Anschrift:

Netzegaustr. 1

81377 München

Telefon und Fax: 089/5469050

Bankverbindung:

animal 2ooo –

Menschen für Tierrechte Bayern e. V.

Spardabank München

Konto-Nr.: 26 55 900

BLZ: 700 905 00

www.animal2000.de

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