SCHENKERhangartner - Schenker Deutschland AG - DB Schenker

anteristschneider

SCHENKERhangartner - Schenker Deutschland AG - DB Schenker

Kundenmagazin der Schenker Deutschland AG

Ausgabe 86 | Dezember 2011

05 „Jedes Unternehmen

braucht eine Vision“

13 Teamarbeit für

perfekte Logistik

16 Verpackung ist

Verheißung


Excellence heißt:

der Qualität die Krone aufsetzen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunden,

es ist nun exakt dreißig Jahre her, dass Tom

Peters und Robert Waterman mit dem Buch

„Auf der Suche nach Spitzenleistungen“

einen Begriff in die Managementliteratur eingebracht

haben, der Geschichte schreiben

sollte: Excellence. Der Bestseller, dessen

zehnte Auflage gerade vorbereitet wird und

der inzwischen mehr als sechs Millionen Käufer

gefunden hat, propagiert ein beherztes

Handeln von Managern und Mitarbeitern.

Die Autoren fordern von den Unternehmen

Kunden- und Marktnähe sowie die Konzentration

auf die jeweils eigenen Stärken.

Auf diesen Begriff von Excellence ist auch die

Agenda 2015 der Schenker Deutschland AG

ausgerichtet. Unsere konsequente Orientierung

am EFQM-Modell findet nun auch

expressis verbis einen Platz in unserer schriftlich

niedergelegten strategischen Grundausrichtung:

Business Excellence steht längst im

Zentrum unseres Handelns – mit der Agenda

2015 rücken wir sie nun auch ins Zentrum unserer

Kommunikation nach innen und außen.

Aber keine Sorge: Unsere Hauptaufgabe als

Logistikdienstleister sehen wir nach wie vor

darin, Excellence zu produzieren. Wir sind

keine „Excellence-Theoretiker“, sondern handfeste

Praktiker, die für Ihre Supply-Chain

schlüssige Lösungen entwickeln und umsetzen,

damit Sie Effizienzpotenziale heben und

Wettbewerbsvorteile erzielen.

Um weiterhin in diesem Sinne erfolgreich

zu bleiben, richten wir unser unternehmerisches

Handeln an drei Orientierungspunkten

aus: (1) Human Resources Excellence

zur Förderung und Weiterentwicklung von

Führungskräften und Mitarbeitern; (2) Organizational

& Process Excellence zur kon-

tinuierlichen Verbesserung von Prozessen;

(3) Market & Sales Excellence zur Entwicklung

von geschäftsfeldübergreifenden Kundenbeziehungen

in ausgewählten Schlüsselbranchen.

Die Frage, inwiefern die strategische Grundausrichtung

dauerhaft Früchte trägt, beantwortet

der regelmäßige Blick in unser Kundenmagazin

aktuell. In dieser Ausgabe

berichten wir unter anderem über eine etwas

andere Art der Logistik und über eine preisgekrönte

Verpackungsinno vation. Sie dürfen

sicher sein, dass Ihnen aktuell auch im

kommenden Jahr Belege dafür liefert, wie

wir unsere Klasse beweisen. Mit Business

Excellence made by Schenker Deutschland AG

setzen wir unserer logistischen Qualität dauerhaft

die Krone auf. Denn so lautet unsere

Vision: Wir bleiben der führende Anbieter

von integrierten logistischen Dienstleistungen

in der Region Central – das sind

Deutschland, die Niederlande, Belgien und

die Schweiz.

Im Namen des Vorstandes, aller Führungskräfte

und Mitarbeiter bedanke ich

mich bei Ihnen für die vertrauensvolle

Zusammenarbeit im zurückliegenden

Jahr. Feiern Sie eine fröhliche Weihnacht,

kommen Sie gut in 2012 an und vor

allem: Bleiben Sie gesund!

Ihr

aktuell 86 Editorial

Dr.-Ing. Michael A. Kluger

Vorstand Kontraktlogistik/SCM

der Schenker Deutschland AG

3


4 iNhalt aktuell 85

aktuell 86 StratEgiE

5

Editorial

3 Dr.-Ing. Michael A. Kluger

Vorstand Kontraktlogistik/SCM

der Schenker Deutschland AG

logiStikpraxiS

12

TAPA-Zertifikat

dokumentiert hohe

Sicherheitsstandards

StratEgiE

5 „Jedes Unternehmen

braucht eine Vision“

SEitENblick

13 Teamarbeit für

perfekte Logistik

NEtzwErk

8 DB Schenker erweitert

Netzwerk in Südost-Belgien

22 TRANSA übernimmt die

Schienen produkte

DB Schenkerhangartner

und DB Schenkerrailog

rEportagE

16 Verpackung ist Verheißung

laNdvErkEhrE

9 Warum es im Teil-

und Komplettladungs -

bereich keine spontanen

Mengenrabatte gibt

24 Zentrale Disposition

für internationale

Ladungsverkehre

iNSidE

26 Personalien

26 Gewinnspiel

26 Auflösung Gewinnspiel

aktuell 85

Interview mit Dr. Hansjörg Rodi

„Jedes Unternehmen

braucht eine Vision“

Der Jahreswechsel ist für viele die Zeit der guten Vorsätze. Wie und warum die Zukunftspläne

der Schenker Deutschland AG weit über „gute Vorsätze“ hinausgehen, erläutert

der Vorstandsvorsitzende, Dr. Hansjörg Rodi, im Gespräch mit aktuell.

»Wir werden der

weltweit führende

integrierte Logistikdienstleister.«

dr. hansjörg rodi,

vorstandsvorsitzender der

Schenker deutschland ag

Herr Dr. Rodi, mit welchen Vorsätzen geht

die Schenker Deutschland AG ins Jahr 2012?

„Gute Vorsätze“ allein wären uns zu wenig.

Vielmehr sind wir davon überzeugt, dass

jedes Unternehmen eine Vision braucht, die

sich als Ziel klar formulieren lässt. Nur wer

weiß, wo sein Ziel liegt, kann die Marschrichtung

bestimmen und festlegen, was ins

Marschgepäck gehört, sprich, welche Ressourcen

er benötigt. Das ist unverzichtbar. Es ist

eben ein Unterschied, ob ich einen Berg besteigen

oder einen Ozean überqueren möchte.

Brauche ich Bergstiefel und Steigeisen oder

Segel und Ruder? Brauche ich einen Bergführer

oder einen Steuermann?

Ein schönes Bild – im weitesten Sinn tut die

Schenker Deutschland AG ja genau das: Für

die Kunden besteigt sie Berge und überquert

Ozeane.

(lacht). Stimmt, eine Vision bietet natürlich

noch weit mehr als Hilfe bei der Zusammenstellung

von Ressourcen und Ausrüstung, um

mal bei diesem Bild zu bleiben. Eine Unternehmensvision

liefert ein Bild davon, wie das

Unternehmen in Zukunft aussehen soll. Sie

gibt Orientierung und motiviert. Deshalb ja,

die Schenker Deutschland AG hat eine klare

Vision davon, wie sich das Unternehmen in

der Zukunft entwickeln will.

Verraten Sie uns, wie diese Vision aussieht?

Gern! DB Schenker Logistics wird der weltweit

führende integrierte Logistikdienstleister.

Kein kleines Ziel. Bitte erläutern Sie unseren

Lesern, was sie von der Schenker Deutschland

AG erwarten können!

Sehen Sie, unsere Ausgangsposition ist ja

schon sehr günstig. Wir sind das führende

Logistikunternehmen in Deutschland. Wir


6 StratEgiE aktuell 86

aktuell 86 StratEgiE 7

bewegen Güter in durchgängigen Logistikketten.

Wir gestalten und betreiben die Verkehrsnetzwerke

der Zukunft. Unser Netzwerk

bietet die besten Voraussetzungen dafür,

die Logistik ständig weiterzuentwickeln.

Mit diesen Voraussetzungen dürfen wir nicht

nur, wir „müssen“ uns ehrgeizige Ziele setzen.

So werden wir unseren Kunden weiterhin

innovative, qualitativ hochwertige und

kosteneffiziente Transport- und Logistiklösungen

aus einer Hand anbieten. Dazu

werden wir die unterschiedlichen Verkehrsträger

ökonomisch und ökologisch intelligent

miteinander vernetzen. Dabei werden wir in

unseren Märkten Maßstäbe setzen bei Qualität

und Kundenzufriedenheit. Das gilt natürlich

auch für den wachsenden Bereich der

Kontraktlogistik. So werden wir unsere führende

Position weiter ausbauen.

Wie füllt die Schenker Deutschland AG diese

Vorhaben denn nun mit Leben?

Das lässt sich mit einem Wort ausdrücken:

Excellence. Wir brauchen Excellence auf allen

Ebenen und in allen Kernfunktionen. Das

fängt bei unseren Mitarbeitern an. Denn ohne

sie hätten wir keine Leistungsbereiche, keine

Produkte und könnten keine Dienst leistungen

erbringen. Doch exzellente Mit arbeiter fallen

nicht vom Himmel. Deshalb gehören Ausbildung

und permanente Quali fizierung unserer

Mitarbeiter zu den wichtigsten Aufgaben der

Unternehmensentwicklung. Wir legen größten

Wert darauf, die besten Mitarbeiter für

unser Unternehmen zu gewinnen und rekrutieren

Führungs kräfte in erster Linie aus

eigenen Reihen. So können wir unser Knowhow

als Organi sation ständig ausbauen. Bei

uns heißt das „Human Resources Excellence“ –

und der programmatische Titel ist durchaus

wörtlich zu nehmen.

Exzellente Mitarbeiter bilden die Basis,

welche Kernfunktionen sprechen Sie noch

an, wenn es um Excellence geht?

Wir arbeiten an der kontinuierlichen Verbesserung

unserer Prozesse, damit wir dem

Kunden immer die beste Lösung anbieten

können. Denn eine Lösung ist nur dann

gut, wenn anspruchsvolle Logistikarbeit

nicht nur reibungslos gelingt, sondern auch

alle Anforderungen an Effizienz erfüllt. Unsere

Kunden stehen unter einem enormen

Wettbewerbsdruck und begreifen logistische

Prozesse eindeutig als Teil der Wertschöpfungskette.

Als Logistikunternehmen bieten

wir intelligente Konzepte, die sowohl prozessual

als auch ökonomisch überzeugen können.

Permanente Verbesserung und kontinuierliche

Innovation sind für unser Business

unverzichtbar. Nur wenn wir alle beständig

daran arbeiten, Gutes noch besser zu

machen, können wir unsere Ziele erreichen.

Wie sieht das denn in der Praxis aus?

Zum Beispiel im Einsatz moderner IT-Lösungen,

ohne die unser Geschäft heute gar

nicht mehr denkbar wäre. Ich nenne mal zwei

IT-Großprojekte, myMISTRAL und TANGO,

mit denen wir zukunftsträchtige Lösungen

für Landverkehre, Luft- und Seefracht geschaffen

haben. Diese Lösungen machen unsere

Prozesse deutlich effizienter. Mit unserem

Tradelande-Dispositionscenter haben

wir eine wertvolle organisatorische Grundvoraussetzung

geschaffen, dass jede Geschäftsstelle

im Landverkehr mehr als vierzig

Länder in Europa direkt ansteuern kann.

Das Verkehrsnetz der Schenker Deutsch -

land AG sucht seinesgleichen – unsere Einbindung

in das internationale Netzwerk von

DB Schenker Logistics bietet unseren Kunden

zusätzliche einmalige Vorteile. In punkto

Innovationsmanagement schöpfen wir aus

einem ständig wachsenden Fundus guter

Ideen, die unsere Mitarbeiter aus dem Workflow

heraus entwickeln. Wir haben eine

Plattform geschaffen, die es uns ermöglicht,

uns ständig unternehmensweit über Ideen

und Verbesserungsvorschläge auszutauschen.

Jeder kann also ständig an einer Art unternehmensweitem

„Brainstorming“ teilnehmen.

Klar definierte Prozesse sorgen dann

für die praxisnahe Umsetzung guter Ideen.

So dient das Innovationsmanagement als unverzichtbare

Quelle der Prozessoptimierung.

Um Know-how und Wissen in die Tiefe geht

es uns bei der Konzentration auf Schlüsselmärkte,

für die wir ganz gezielt Branchenlösungen

anbieten. Unter anderem sind dies

die Bereiche Automotive, Chemicals, Industrial,

Health Care und Baumärkte. Diese

Konzentration hilft uns dabei, dezidiertes

Fachwissen auszubauen – zum Vorteil des

Kunden, dem wir innovative marktgerechte

Produkte und Lösungen anbieten können. Es

gibt eine eindeutige Tendenz zu noch komplexeren

Anforderungen an die Logistik. Durch

die Kombination und Weiterentwicklung vorhandener

Module sind wir genau der richtige

Partner für die Supply-Chain unserer Kunden.

Wie Sie sehen, können unsere Kunden auch

im nächsten Jahr einiges von uns erwarten!

Vielen Dank für das Gespräch! ■

»Als Logistikunternehmen bieten wir intelligente Konzepte,

die sowohl prozessual als auch ökonomisch überzeugen können.«

dr. hansjörg rodi, vorstandsvorsitzender der Schenker deutschland ag

»Wir brauchen Excellence auf allen Ebenen

und in allen Kernfunktionen.«

dr. hansjörg rodi, vorstandsvorsitzender der Schenker deutschland ag


8 NEtzwErk aktuell 86

aktuell 86 laNdvErkEhrE 9

Neue Niederlassung im Euregio-Bereich D-B-NL

DB Schenker erweitert

Netzwerk in Südost­Belgien

In Ost-Belgien tut sich was: DB Schenker integriert die Heck-Gruppe. Mit dieser Übernahme entsteht in Eupen eine neue

DB Schenker-Niederlassung, die erstmalig grenzüberschreitend arbeiten wird. Von hier aus können künftig Belgien, Deutschland

und gegebenenfalls Teile von Südholland bedient werden.

Die Heck-Gruppe ist spezialisiert auf internationalen

Landverkehr, lokale Distribution

in Benelux und bietet darüber hinaus

umfassende Kontraktlogistik-Lösungen an.

Das Familienunternehmen verfügt seit fünf

Generationen über Erfahrungen in der Transport-

und Logistikbranche, heute erwirtschaften

130 Mitarbeiter einen Jahresumsatz

von rund 14 Millionen Euro.

Ein solches Unternehmen ins DB Schenker-

Netzwerk zu integrieren, hat viele Vorteile,

betont Ulrich Pütz, Geschäftsführer der

Schenker N.V. in Belgien: „Die ideale Lage im

‚Euregio‘-Teil, wo Belgien, die Niederlande

und Deutschland aneinandergrenzen, eignet

sich hervorragend, um lokalen Kunden unsere

umfangreiche Dienstleistungspalette

anzubieten und für bestehende Kunden

den geografischen Tätigkeitsradius auszuwei -

ten. Dabei ergänzen die langjährigen Erfah -

rungen der Heck-Gruppe im internationalen

Transport- und Logistikwesen das eigene

DB Schenker-Netzwerk.“

Weiterhin übernimmt DB Schenker eine Fahrzeugflotte

mit 38 Jumbo-Lkw im internationalen

Transport, sowie 16 Distributionsfahrzeuge.

Das schafft zusätzliche Flexibilität bei

der Planung und eine bessere operative Kontrolle.

Euregio

Europaregion, Euroregion oder Euregio (Neologismus aus lat. Europa und

Regio) bezeichnet länderübergreifende Regionen in Europa, meistens mit

wirtschaftlichem Schwerpunkt. Die Europäische Union erhofft sich neben

dem Aspekt der länderübergreifenden Zusammenarbeit auch eine Stärkung

der potenziell schwächeren Randregionen der einzelnen Mitgliedsstaaten.

Karte der Euregio Maas-Rhein (niederländische Namen). In Grüntönen Teile Belgiens, in Blau der

Niederlande und in Orange Teile Deutschlands.

Die Euregio Maas-Rhein (franz. Eurégion Meuse-Rhin, niederl. Euregio Maas-Rijn) ist die Europaregion

im Grenzraum Belgien/Deutschland/Niederlande um die Städte Aachen, Lüttich und

Maastricht (frz. Aix-la-Chapelle/Liège/Maastricht, ndl. Aken/Luik/Maastricht). Im Norden grenzt

sie an die Euregio Rhein-Maas-Nord, im Osten an die Region Köln/Bonn. Die Euregio umfasst eine

Fläche von rund 11.000 Quadratkilometern mit etwa 3,9 Millionen Einwohnern.

Hasselt

Liège

Schenker N.v.

Maastricht

Eupen

Aachen

Schenker N.V. ist die belgische Landesgesellschaft von DB Schenker Logistics

und beschäftigt 655 Mitarbeiter an sieben Standorten: Antwerpen

(Unternehmenszentrale und Seefracht-Aktivitäten), Brucargo (Luftfracht),

Eupen (Landverkehr und Logistik), Mechelen (Landverkehr), Waregem

(Landverkehr und Luftfracht), Willebroek (Kontraktlogistik).

Auch Freddy Heck, Vorsitzender des Verwaltungsrates

der Heck-Gruppe ist zuversichtlich:

„Ich bin sehr zufrieden, dass eine Organisation

wie DB Schenker unsere Aktivitäten

in ihr Portfolio aufnimmt. Hierdurch ergänzt

die Heck-Gruppe ihr Dienstleistungsangebot

z. B. um Luft- und Seefracht. Außerdem werden

unsere bisherigen Aktivitäten Teil eines

großen europäischen und weltweiten Netzwerks.

Dies ist gut für unsere Kunden und für

unsere Mitarbeiter.“

Die rechtliche Integration wird erst im nächsten

Jahr vollzogen, aber die interne Umstel -

lung läuft bereits auf Hochtouren. Sämtliche

speditionellen Systeme sollen noch im Dezember

auf DB Schenker umgestellt werden. Die

Logistik-Aktivitäten werden auf insgesamt

60.000 Quadratmetern an drei Standorten

abgewickelt.

Neues Cross-Dock-Terminal

Auf dem dazugehörigen Grundstück neben

dem bestehenden Logistikterminal wird

DB Schenker ein modernes Cross-Dock-Terminal

errichten. Sobald die neue Anlage fer -

tig ist, sollen dort Mitarbeiter der Geschäftsstelle

Aachen (Land, Logistik) einziehen.

Damit wäre dann der letzte Schritt auf dem

Weg zur neuen „Euregio Niederlassung

Eupen/Aachen“, so lautet der Arbeitstitel,

endgültig vollzogen. „Das Ganze ist ein spannendes

Thema mit einigen Herausforderungen,

denn so ein Setup haben wir bisher

bei DB Schenker nicht“, betont Ulrich Pütz. ■

Mehr kostet mehr

Warum es im Teil­ und

Komplettladungsbereich

keine spontanen

Mengenrabatte gibt

Drei Paar Schuhe zum Preis von zwei. Mehr als fünfzig Prozent Preisvorteil, wenn man gleich zehn

Kilogramm Zwiebeln kauft. Super-günstige Schokoriegel in der Großpackung. Im Handel

funktioniert’s mit dem Mengenrabatt, bei den Ladungsverkehren nicht. Wenn der Kunde kurzfristig

mehr benötigt als vertraglich vereinbart, wird es keineswegs günstiger. Sondern erheblich teurer.

Dagegen winkt bei einer langfristigen Mengenplanung auch eine attraktive Mengenrate.

Das ewige Spiel der ökonomischen Kräfte

folgt einfachen Regeln, die auch im Transportmarkt

ihre Gültigkeit einfordern: Knapper

Laderaum führt zu hohen Preisen. Um

saisonalen Schwankungen nicht wehrlos

ausgesetzt zu sein, gehen die Kunden der

Schenker Deutschland AG mit ihrem Dienstleister

Verträge ein, die ihnen stabile Festpreise

zusichern. „Wer mit einer Geschäftsstelle

beispielsweise fünf Komplettladungen

pro Tag vereinbart und uns dieses Volumen

für die gesamte Laufzeit der Vereinbarung

auch garantiert, kann sicher sein, dass wir

ihm die Kapazitäten unabhängig von der

aktuellen Marktsituation zum abgestimm -

ten Preis bereitstellen“, sagt Jörg Vandersee,

Leiter Zentrale Vertrieb Landverkehre/Key-

Account-Management. Und je größer das

vereinbarte Volumen, desto höher die Mengenraten,

über die man reden kann. Alles,

was in der Disposition fest verankert ist,

bleibt von den Marktturbulenzen weitgehend

unberührt. Problematisch wird die

Sache, wenn das Geschäft des Kunden urplötzlich

anzieht und er deshalb täglich zwei

Fahrzeuge mehr benötigt. Hin und wieder

treffen dann sogar Anfragen ein, ob man für

das sechste und siebente Fahrzeug einen

Mengenrabatt erhalte. Aber genau in diesem

Punkt tickt der Transportmarkt völlig

anders als der Handel mit Konsumgütern.

„Laderaum ist außerordentlich knapp und


10 laNdvErkEhrE aktuell 86

wenn wir ihn kurzfristig über den freien Markt

zusätzlich einkaufen müssen, schnellt der

Preis spürbar nach oben“, gewährt Volker

Bade, Leiter Zentrale FTL/LTL, einen Einblick

in die Routine der Disponenten. „Da

kostet eine Komplettladung plötzlich nicht

mehr 600, sondern 800 bis 1.000 Euro – in

solchen Dimensionen spielt sich das ab.“

Wenn der Kunde gewohnt ist, die vertragsmäßig

zugesicherten fünf Fahrzeuge für je 600

Euro zu bekommen und er für den sechsten

Lkw jetzt fast das Doppelte zahlen muss, platzen

nicht nur die Träume vom Mengenrabatt.

Mehr kostet mehr. Dass die Geschäftsstelle

diese Mehrkosten nicht dauerhaft auffangen

kann, ist ebenso verständlich wie der Unmut

des Kunden, der nun für die vordergründig

betrachtet gleiche Leistung erheblich mehr

bezahlen soll. Aber de facto ist es eben nicht

die „gleiche Leistung“, ob eine Geschäftsstelle

die vereinbarten fünf Lkw auf den Weg bringt

oder fünf plus zwei. Denn die „plus zwei Lkw“

verteuern den Transport oft überproportional.

„Bislang haben wir uns immer bemüht,

die Nachfragen nach mehr Laderaum für den

Kunden kostenneutral zu erfüllen. Aber in diesem

Punkt stoßen wir inzwischen an unsere

Grenzen“, findet Jörg Vandersee klare Worte.

Vereinbarte Preise gelten

nur für vereinbarte Mengen

Letztlich sitzen Verlader und Transporteur im

gleichen Boot. Oder sagen wir besser: im gleichen

Lkw. Wirtschaftlicher Aufschwung ist

wünschenswert und wenn sich die Industrie

über viele Aufträge freut, hat auch die Speditions-

und Logistikbranche gut zu tun. Wenn

der Laderaum knapp wird, verhält es sich wie

mit einem vollbesetzten Reisebus: Ein Bus

mit 70 Plätzen kann nicht 71 Fahrgäste mit-

nehmen. Stößt der zusätzliche Gast kurzfristig

zur Reisegruppe, bekommt er keineswegs

einen Mengenrabatt, sondern muss stattdessen

auf das teure Taxi umsteigen. Sofern der

Reiseveranstalter von vornherein einen größeren

oder einen zweiten Bus einplant, bewegen

sich die Kosten im gewohnten Rahmen.

Erst kurz vor Abfahrt des Busses geht jedoch

in aller Regel nichts mehr oder nur zu erheblich

höheren Kosten.

Für die Disponenten der Schenker Deutschland

AG gilt das Gleiche: Die mit dem Kunden

vorher abgestimmten Mengen kommen zum

vereinbarten Preis weg. Solange der Dienstleister

die Gelegenheit hat, die Touren mit einem

angemessenen Vorlauf zu planen, kann er seinem

Kunden Preis- und Qualitätsgarantien

geben. Problematisch wird es nur bei den

Spitzen, die immer häufiger auftreten. „Wir

wissen, dass unsere Kunden die Nachfrage-

woher kommt der laderaum?

Generell gibt es vier Laderaumquellen:

❚ Linienverkehre (eigene Fahrzeuge der

Schenker Deutschland AG und Fahrzeuge

von Transportunternehmern)

❚ Full-Charter-Fahrzeuge von Transportunternehmern,

die ausschließlich für

die Schenker Deutschland AG fahren

❚ von der Schenker Deutschland AG

zertifizierte Preferred Carrier für

bestimmte Relationen (in der Regel

One-Way-Fahrten und Roundtrips)

schwankungen nicht mutwillig herbeiführen,

sondern selbst von der rasanten Entwick lung

mehr oder weniger überrollt werden“, will

Volker Bade keineswegs den Verladern den

Schwarzen Peter zuschieben. „Aber das gegenseitige

Verständnis ändere leider nichts an der

Ausgangssituation“, betont Jörg Vandersee.

„Für uns ist es unerlässlich, dass wir mit den

Kunden über diese Thematik reden und gemeinsam

Lösungen finden, mit denen beide

Seiten leben können.“

Das Ganze wird auf Absprachen hinauslaufen,

die klarer getroffen werden, als das bisher der

Fall war, und die auch konsequenter eingehalten

werden. Konkret: Die vereinbarten Preise

gelten nur für die vereinbarten Mengen. Was

darüber hinausgeht, unterliegt den jeweiligen

Preisschwankungen im Markt und muss täglich

neu angepasst werden.

wunsch ... ... und realität

kosten pro Ftl-ladung kosten pro Ftl-ladung

❚ Fahrzeuge, die der Disponent über den

freien Laderaummarkt bucht.

Linienverkehre und fest geplante Mengen werden

nach Möglichkeit über eigene und Full-Charter-Fahrzeuge

oder über Preferred Carrier abgewickelt.

Der Preis für zusätzlichen Laderaum,

den die Geschäftsstelle kurzfristig über den freien

Laderaummarkt einkauft, unterliegt massiven

saisonalen Schwankungen.

Extreme Schwankungen verlangen

nach neuen Regelungen

Die Schwankungen bei der Laderaumverfügbarkeit

werden in den kommenden Jahren zu

den permanenten Begleiterscheinungen des

Transportmarktes gehören. Da sind sich die

Experten einig. Ein konjunkturell oder saisonal

bedingtes Auf und Ab hat es bei den verfügbaren

und nachgefragten Kapazitäten immer

gegeben, aber die Kurven schlagen seit einiger

Zeit ungewohnt schnell und extrem aus. Das

lässt sich auf Dauer nur bewältigen, wenn

es klare Mengenvereinbarungen zwischen

Verlader und Transportdienstleister gibt. „Wir

stellen uns auf schwierige Verhandlungen

ein“, blickt Vandersee in die nahe Zukunft.

„Aber unsere Kunden sind Marktkenner, die

mit uns fair umgehen.“ Und so viel ist sicher:

Letztlich gibt es für beide Seiten keine Alternative

zum offenen Gespräch. ■

aktuell 86 laNdvErkEhrE

„Mengenrabatt“ nur beim wechsel

von Stückgut zur komplettladung

Die „Je-mehr-je-günstiger-Rechnung“ geht im

Landverkehr nur so lange auf, wie einzelne

Stückgutsendungen zu Ladungsverkehren gebündelt

werden. Wenn ein Unternehmen anstelle

von zehn Einzelsendungen eine Komplettladung

auf den Weg bringt, gewinnt es Preisvor -

teile, weil FTL-Verkehre niedrigere Stückkosten

verursachen als der Versand über das Stückgutnetzwerk.

Aber ein voller Lkw ist nun mal ein voller Lkw.

Für alles, was über die Komplettladung hinausgeht,

muss die Disposition zusätzliche Fahrzeuge

chartern. Deren Preis richtet sich nach der

aktuellen Marktsituation. Sobald die Konjunk -

tur anzieht – sei es aufgrund saisonaler Schwankungen

oder weil sich die Wirtschaft generell im

Aufwind befindet, spiegelt sich das im Laderaummarkt

wider. „Das ist wie bei Aktien- und

anderen Bankgeschäften“, betont Volker Bade.

„Wenn die Nachfrage nach Gold steigt, wird es

teurer. Daran kann auch meine Bank nichts ändern.

Beim Laderaum verhält es sich genauso.

Der Transportdienstleister muss seine Preise am

Markt ausrichten.“

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11


12 logiStikpraxiS aktuell 86 aktuell 86 SEitENblick

13

Luftfracht-Hub in Frankfurt zertifiziert

TAPA­Zertifikat dokumentiert

hohe Sicherheitsstandards

Die Transported Asset Protection Association,

kurz TAPA, ist ein internationaler

Zusammenschluss von Sicherheits- und

Logistikverantwortlichen, die entweder zum

produzierenden Gewerbe (z. B. Hightechoder

Markenhersteller) gehören oder zum

Dienstleistungssektor (z. B. Logistik oder

Versicherung). Ziel der 1997 gegründeten

Organisation ist es, Sicherheitsstandards

festzuschreiben, um dem Diebstahl von

diese geschäftsstellen/

Standorte der region

central Europe sind

nach tapa a zertifiziert

❚ Frankfurt (Land, Logistik)

❚ Cargo City Süd Frankfurt (Luft, Logistik)

❚ Mülheim (Land, Logistik)

❚ Dresden (Luft/See, Logistik)

❚ Ludwigsburg (Land, Logistik)

❚ Hagen (Land, Logistik)

❚ Ede/Niederlande (Land, Logistik)

❚ Breda/Niederlande (Logistik)

❚ Eiken/Schweiz (Land, Logistik)

Fracht und Lagerware entgegenzuwirken.

Das ist auch nötig, denn jährlich entstehen

der Wirtschaft erhebliche Schäden durch

kriminelle Machenschaften entlang der

Supply-Chain – die EU spricht von 8,6 Milliarden

Euro, Bureau Veritas Germany geht

sogar von einem mehr als dreimal so hohen

Schaden aus.

Schlüssiges Sicherheitskonzept

Der wirksamste Schutz besteht darin, den

unbefugten Zugriff auf die Ware durch entsprechende

Sicherheitsvorkehrungen von

vornherein zu verhindern. Wer die Standards

der TAPA-Organisation erfüllt, kann sich

dies von einem unabhängigen Prüfer bestätigen

lassen. Innerhalb der DB Schenker

Logistics-Organisation erfüllen europaweit

mehr als vierzig Standorte den höchsten

Standard (TAPA Level A).

Was DB Schenker Logistics konkret unternimmt,

um das ebenso beruhigende wie auch

werbewirksame TAPA-Zertifikat zu erhalten,

zeigt das Beispiel des Luftfracht-Hub in

Frankfurt (Cargo City Süd). Vor wenigen

Monaten wurde es nach Standard A zertifiziert.

Dazu musste der Standort beweisen,

dass er bestimmte Vorgaben für die Infra-

struktur einhält und dass definierte Security-

Prozesse etabliert sind. Hier eine Auswahl:

❚ Installation einer Überwachungsanlage

mit 120 Kameras, die unter anderem den

Umschlagbereich und den Verladehof

sowie die relevanten Außenbereiche zu

einhundert Prozent abdecken

❚ Zwei-Wege-Alarmsystem (Infrarot und

Bewegungsmelder); alle Lagertüren

sind mit Tagalarm ausgestattet (gegen

Aufhalten)

❚ High Value Cage: separater Wertkäfig im

Umschlaglager für hochwertige Sendungen

(massive Umzäunung, vergitterte Fenster

plus Sicherheitsfolie)

❚ Ein- und Ausgangskontrollen bei der

Frachtabfertigung (inkl. Dokumentation

und ggf. Fotodokumentation)

❚ Lkw-Transporte auf Wunsch mit GPS

und Eskorte durch Sicherheitspersonal

❚ elektronische Zutrittskontrolle mittels

Chipkartensystem, um den Zugang zu

den Waren auf Berechtigte zu begrenzen

❚ klar definierte Abläufe für die Kontrolle

von Fahrern, Dienstleistern, Handwerkern,

Besuchern, Mitarbeitern usw.,

um unbefugte Personen am Zutritt in

die Lagerbereiche zu hindern. ■

Die Essensausfahrer aus Mumbai

Teamarbeit für perfekte Logistik

Sie gelten als Sinnbild der Zuverlässigkeit, als Beherrscher des Chaos, als Meister der Logistik.

Denn sie sind pünktlich, bestens organisiert und dabei weltweit einmalig. Dank ihrer Dienstleistung

können sich 200.000 Angestellte täglich auf ein Mittagessen aus heimischer Küche

freuen. Die Rede ist von den Dabbawallahs in Mumbai.


14 SEitENblick aktuell 86

aktuell 86 SEitENblick 15

Auf dem Weg zum Ziel wechseln die Henkelmänner immer wieder den Transporteur. Die Logistikkette funktioniert perfekt, vor allem,

weil die Dabbawallahs sich untereinander kennen und wissen, dass sie sich hundertprozentig aufeinander verlassen können.

Wenn in Indiens Millionenmetropole

Mumbai, dem früheren Bombay, die

Sonne aufgeht, beginnt für die rund 5.000

Essensausträger der Stadt der Arbeitstag.

„Dabbawallahs“ heißen die Männer und sie

genießen die höchste Anerkennung bei Berufstätigen

in der ganzen Stadt. Mumbai ist

ein Moloch, wo Angehörige unzähliger Religionen

leben – jede mit eigenen Essensvorschriften.

Um sicherzugehen, dass im täglichen

Mittagessen nur drin ist, was

reingehört, vertrauen Arbeiter und Angestellte

in Mumbai auf Hausmannskost, am

liebsten jeden Tag frisch gekocht. Bereits im

Jahr 1890 kam ein Geschäftsmann auf die

Idee, einen Service einzurichten, der dafür

sorgt, dass diese mit Liebe zubereiteten individuellen

Mahlzeiten direkt an den Arbeitsplatz

geliefert werden konnten. Der Dabbawallah-Service

war geboren. So stehen

morgens Tausende indische Hausfrauen in

Mumbai am Herd, bereiten das Mittagessen

für berufstätige Ehemänner, Söhne und Töchter

zu und füllen es in stapelbare Blechgeschirre,

die Dabbas. „Wallah“ bezeichnet in

Indien den Anbieter einer Ware oder eines

Service, so wird aus dem Blechgeschirr-

Transporteur der Dabbawallah. Spätestens

um 9 Uhr klingelt es an der Tür und der

Dabbawallah holt den indischen Henkelmann

ab. Schnell muss es gehen. Per Fahrrad,

zu Fuß oder mit der Bahn sammeln die weiß

gekleideten Männer mit der typischen Schiffchenmütze

überall in Mumbai die mit farbigen

Zahlen- und Buchstabencodes gekennzeichneten

Dabbas ab und liefern sie

zunächst an diversen zentralen Plätzen in

der Millionenmetropole an. Hier wird nach

Zielort neu sortiert. Die Kennzeichnungen

der Essensbehälter geben an, wer welchen

Behälter für die Weiterreise übernimmt. Im

Prinzip betreiben die Dabbawallahs mitten

in Mumbais belebten Straßen und Plätzen

einen Hub. Nur eben ohne Lkw, ohne Lade-

rampen und ganz ohne moderne Scannertechnik.

Doch die Dabbawallahs sind perfekt

aufeinander eingespielt, jeder kennt seine

Aufgabe: In Windeseile werden Blechtöpfe

hin- und her geschoben, Fahrräder, Lieferkarren

oder Tragebehälter neu bestückt und

schon geht es weiter, ein jeder Dabbawallah

eilt seinem Zielgebiet entgegen. Die Kennzeichnung

der Essensbehälter ist dabei so gestaltet,

dass auch Analphabeten, zu denen

der Großteil der Dabbawallahs gehört, damit

zurechtkommen. Die rund 200.000 Henkelmänner,

die pro Tag von den Wohngebieten

Mumbais in die Geschäftszentren der Stadt

geliefert werden, legen jeden Vormittag bis

zu 70 Kilometer zurück und wechseln dabei

drei- bis viermal den Transporteur. Pünktlich

um halb eins wird ausgeliefert und 200.000

hungrige Empfänger erhalten ihr Mittagessen.

Die erste Schicht für die Dabbawallahs

ist geschafft und die dienstbaren Geister können

nun ihrerseits Mittagspause einlegen, die

einzige Pause an einem langen Arbeitstag. Ab

14 Uhr geht die Lieferkette wieder in die andere

Richtung. Denn zum Leistungsumfang

der Speiselogistiker gehört auch der Rücktransport

der leeren Dabbas zu den Hausfrauen,

die die Behälter in Empfang nehmen.

Nun ist auch Zeit für ein kurzes Schwätzchen

mit dem Dabbawallah, der am nächsten Tag

wieder genauso pünktlich wie seit Jahr und

Tag vor der Tür steht und das frisch zubereitete

Essen für Ehemann, Sohn oder Tochter

entgegennimmt.

Perfektes Teamwork

Die Dabbawallahs arbeiten in Kollektiven mit

zwanzig bis dreißig Mitgliedern. Jeder weiß,

wo er welchen Henkelmann in Empfang nehmen

muss, mit wem er zusammenarbeitet,

wo sein Ziel liegt und welches Transportmittel

er benutzen muss, um schnellstmöglich

dorthin zu gelangen. Effektivität und Effizienz

sind das Ziel, doch im Vordergrund steht

noch etwas anderes: Die Dabbawallahs arbeiten

aus Überzeugung. Sie wissen, dass niemand

hungrig auf sein Essen warten möchte,

und sie sind sicher: Ihre Arbeit schafft gutes

Karma. Die Dabbawallahs stammen fast alle

aus sechs Dörfern bei Poone, südöstlich von

Mumbai. Sie sind miteinander verwandt oder

verschwägert und gehören zur selben hinduistischen

Religionsgemeinschaft. Dabbawallah

kann nur werden, wer über die Empfehlung

eines Gruppenmitglieds verfügt.

Meistens wird der Beruf vom Vater auf den

Sohn übertragen, und das häufig seit Generationen.

So entsteht Vertrauen in der Gruppe –

Basis für den reibungslosen Ablauf. Das

erwirtschaftete Geld – etwa fünf Euro monatlich

pro Kunde – wandert in eine Gemeinschaftskasse,

deren Inhalt am Monatsende

geteilt wird. Wer einen Fehler macht, unfreundlich

gegenüber einem Kunden ist oder

im Dienst raucht oder trinkt, muss eine Strafe

in die Gemeinschaftskasse entrichten.

Im Eiltempo durch die quirligen Straßen Mumbais:

Dabbawallahs sind Logistik- und Transportkünstler.

Mitunter tragen sie die heiße Fracht auf dem Kopf durch

Straßen und Gassen – im Schnellschritt dem Ziel entgegen.

Fehler: praktisch Fehlanzeige

Die einmalige logistische Leistung, die die Essensausträger

von Mumbai jeden Werktag

vollbringen, hat längst international Aufmerksamkeit

erregt. Zahlreiche Universitäten

haben das System analysiert und

selbst Doktorarbeiten sind über die Dabbawallahs

verfasst worden. Das Forbes Global

Magazine zeichnete die Dabbawallahs 1998

mit einem Six-Sigma-Rating aus und bestätigte

ihnen damit eine Zuverlässigkeit von

99,99 Prozent. Angeblich geht nur einmal in

16 Millionen Fällen eine Dose verloren. Das

Vertrauen der Kunden ist so groß, dass

manche Ehefrau ihrem vergesslichen Mann

Unterlagen oder das Handy im Henkelmann

mit auf die Reise ins Büro schickt. Professor

Ramesh Datta, der am Tata Institute of Social

Sciences in Mumbai 1984 die erste Studie

über die Dabbawallahs durchgeführt hat, ist

überzeugt, dass es die Dabbawallahs auch in

Zukunft noch geben wird. Seiner Ansicht

nach kann man von ihnen vor allem eines

lernen: Sie stellen den Menschen in den Mittelpunkt

ihrer Arbeit, denn ihr System funktioniert

nur, weil sie sich völlig aufeinander

verlassen können. Und damit können sie

durchaus als Vorbild für moderne Teamarbeit

dienen. ■

Die Codierung aus Zahlen und Buchstaben in unterschiedlichen

Farben gibt eindeutig Auskunft über

Herkunft und Ziel des indischen Henkelmanns. Einmal

gelernt, finden auch Dabbawallahs, die nicht lesen

können, mit dem System zum Ziel.


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Transportverpackungen aus Kunststoff, Karton, Holz oder Metall sind weit mehr als nur ein unbedeutendes Drumherum

Verpackung ist Verheißung

Christo, der weltweit berühmteste Verpacker

aller Zeiten, hat aus dem Verhüllen

von Gegenständen eine Kunst gemacht und

seinem Millionenpublikum ganz unverhüllt

ins Poesiealbum geschrieben: „Verpackung

ist Verheißung.“ Die Frage, welche Verheißung

sich etwa hinter einem in Propylen gewickelten

Reichstag verbirgt, soll uns hier

nicht weiter beschäftigen. Für solche Diskussionen

gibt es das Feuilleton. Aber von dem

besagten Zitat des Künstlers wollen wir uns

schon ein wenig einwickeln lassen: „Verpackung

ist Verheißung.“

Jenseits aller ästhetischen Kategorien stellt

die Verpackung auch für den Logistiker und

seinen Auftraggeber eine Verheißung dar,

die da lautet: Wenn das Frachtgut sein Ziel

erreicht hat, besitzt es noch immer die gleichen

positiven Merkmale wie beim Verlassen

der Fabrik oder des Lagers.

Schutz und mehr

Die Natur hat sich schon was dabei gedacht,

als sie Insekten in Panzer, Vögel in Federkleider,

Säugetiere in Felle und Menschen in

eine schützende Haut einpackte: Wer unterwegs

ist, muss sich schützen. Dabei geht es –

nicht nur, aber vor allem – um die Unversehrtheit.

„Wenn sich neue Kunden an uns

wenden, haben sie meistens ein Schadensproblem“,

weiß Michael Gieck, wo seinen Auftraggebern

der Schuh drückt. Der Leiter des

Geschäftsbereiches DB Schenkereuropac

besitzt eine jahrelange Erfahrung darin, wie

man mit der richtigen Verpackung die Verheißung

des unbeschadeten Transportes verwirklicht.

Zum einen bietet DB Schenkereuropac

für Industrie und Handel eine ganze

Palette von Gitterboxen, Containern, Kisten,

Rollbehältern und dergleichen in Standardausführungen.

Man kann sie kaufen, mieten

oder im Tauschpool inklusive Reinigungsservice

nutzen. Zum anderen ersinnen Gieck

und sein Team individuelle Verpackungskonzepte,

falls die Lösung von der Stange nicht

ausreicht.

Entwickeln und einwickeln gehen oft Hand in

Hand. Während die Ingenieure aufseiten der

Industrie das Produkt gestalten, interessieren

sich die Spezialisten aus Coburg für Fragen

wie diese hier: Wie oft wird die Ware umge-

schlagen? Welchen Bedingungen ist sie im

Lager ausgesetzt? Erfolgt der Transport auf

dem Land-, Luft- oder Seeweg? Manchmal geht

es dabei gar nicht um die eigentliche Transporthülle,

sondern um die Verkaufsverpackung,

die schließlich ihrerseits eine Schutzfunktion

übernimmt und somit Teil des

Konzeptes für die Transportverpackung wird.

Wohl dem, der gut beraten ist

Dass die „passende“ Verpackung auch Einfluss

auf die Transportkosten und somit auf

den Markterfolg eines Produktes hat, verdeutlicht

Professor Dr. Rudolf Vetter von der

Hochschule Darmstadt an einem konkreten

Fall, der allerdings schon ein paar Jahre zurückliegt.

Seine Kritik wendet sich an die

Konstrukteure eines Gerätes, die offensichtlich

nicht daran gedacht haben, dass ihr Produkt

später einmal zum Handel und zum

Verbraucher gelangen muss. Vetter schreibt:

„In Kenntnis des Euro-Palettenmaßes von

1200 x 800 mm hätte man bequem 200 statt

100 Hausgeräte auf einer Palette unterbringen

können. Jedes Gerät hätte dabei 5 mm

kürzer ausfallen müssen, was konstruktiv

kein Problem bereitet und auch den Gebrauchsnutzen

in keiner Weise geschmälert

hätte.“ Schon der Titel des zitierten Aufsatzes

spricht Bände: „Verpackung als Systemkomponente

der betrieblichen Wertschöpfungskette“

– Man möchte sagen: Wohl

dem, der gut beraten ist.

Überwachungselektronik

als Teil der Verpackung

So wie logistische Konzepte nie den Status

„endgültig fertig“ erreichen, so sind auch

Verpackungslösungen einem stetigen Innovationsprozess

ausgesetzt. Jüngstes Beispiel

dafür ist die mit Sicherheits- und Überwachungselektronik

ausgestattete Security-

Box, für deren Entwicklung Markus Linke,

Projektleiter bei DB Schenkereuropac,

jüngst den Deutschen Verpackungspreis entgegennehmen

durfte.

deutscher verpackungspreis für

die Security-box

Schon beim Innovationstag der Schenker

Deutschland wurde die Security-Box mit Gold

bedacht. Im November erhielt sie nun auch

den Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie

Transportverpackungen zugesprochen.

Die Basis der Security-Box bildet die seit Jahren

bewährte R-Box. Neu hinzugekommen ist

ein Modul, das aus der Box einen Sicherheitsbe

hälter macht: mit Zeitschloss, Ortung,

Regis trierung von unerlaubten Öffnungen und

Temperaturschwankungen sowie einigen weiteren

sicherheitsrelevanten Extras. Alle während

des Transportes auftretenden Soll-Abweichungen

werden aufgezeichnet und auf Wunsch

in Echtzeit einem Sicherheitsdienst gemeldet.

„Die Security-Box verstehen wir als wirtschaftliche

Alternative zum überwachten und begleiteten

Haus-zu-Haus-Sicherheitstransport“, unterstreicht

Projektleiter Markus Linke (links im

Bild) die besonderen Vorzüge der Entwicklung,

die er als Projektleiter von DB Schenkereuropac

maßgeblich vorangetrieben hat.

Michael Gieck (rechts im Bild), Leiter des

Geschäftsbereiches DB Schenker europac,

räumt der Innovation gute Marktchancen ein:

„Mit der Security-Box bieten wir unseren Kunden

nun die Möglichkeit, wertvolle und sensible

Güter über unsere Stückgutsystemverkehre

abzuwickeln.“

der deutsche verpackungspreis

Der Deutsche Verpackungspreis ist ein internationaler

branchen- und materialübergreifender

Wettbewerb. Mit dem Preis prämiert

das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. jedes

Jahr inno vative und kreative Verpackung sideen

vom scheinbar kleinen aber wegweisenden

Detail bis hin zur grundlegenden Neuerung.

Der Wettbewerb wird seit 1963

ausgetragen, er steht unter der Schirmherrschaft

des Bundesministeriums für Wirtschaft

und Technologie. Gewinner des Verpackungspreises

sind quali fiziert für den internationalen

WorldStar-Wettbewerb der World

Packaging Organisa tion (WPO). Weitere Infor -

ma tionen unter www.verpackungspreis.de.

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aktuell 86 rEportagE

Während die Security-Box dafür sorgt, dass

nichts unbefugt und unbemerkt entnommen

wird, geht es bei der Verpackung manchmal

auch genau um das Gegenteil. Nämlich darum,

dass nichts Unerwünschtes in sie

hineingelangt. Stichwort Sicherheit in der

Luftfracht. „Ein Verlader muss dafür sorgen,

dass seine Sendung mit einer manipulationssicheren

Verpackung versehen wird. Anderenfalls

sind wir als Logistikdienstleister und

Reglementierter Beauftragter verpflichtet,

die Sendung als unsicher zu klassifizieren“,

sagt Carsten Goebel, Produktmanagement

Luftfracht/Area Manager Asien, Afrika,

Near/Middle East.

Nichts darf raus oder rein

Da stellt sich zunächst einmal die Frage, was

das denn ist, eine manipulationssichere Verpackung.

„Die Packstücke sollen so beschaffen

sein, dass ein Zugriff auf den Inhalt ohne Hinterlassen

von äußerlich sichtbaren Spuren unmöglich

ist“, so Goebel. Dabei meint „Zugriff

auf den Inhalt“ sowohl das Entfernen als auch

das Hinzufügen von Teilen. Letzteres bereitet

den Verantwortlichen die größeren Sorgen,

denn es geht bei der Luftfrachtsicherheit

weniger um Diebstahlschutz als vielmehr um

gefährliche Gegenstände, die in krimineller

oder terroristischer Absicht heimlich hinzugepackt

werden. Problematisch sind in diesem

Zusammenhang beispielsweise die Griffmulden

in Kartons. Schon Öffnungen dieser Größe

reichen aus, um dem Karton eine bedrohliche

Sprengstoffmenge zuzuführen. Und das ist

keine überzogene Panikmache: Bei den im

Oktober 2010 sichergestellten Bomben aus

dem Jemen befand sich der Sprengstoff in der

Tonerkartusche eines Druckers und hätte –

rein mengenmäßig betrachtet – durch eine

Griffmulde gepasst.

Das manipulationssichere Verpacken verlangt

zweifelsohne einen gewissen (Mehr-)Aufwand.

„Aber zur Sicherstellung der Secured

Supply-Chain ist das eine Notwendigkeit“, so

Goebel. Welche Verpackung als sicher oder

nicht sicher einzustufen ist, entscheidet in

erster Linie der Reglementierte Beauftragte,

das ist in aller Regel ein Logistiker. Sollte es in

diesem Punkt zu Unstimmigkeiten zwischen

Versender, Reglementiertem Beauftragten

oder anderen Beteiligten an der Transportkette

kommen, wird das Luftfahrtbundesamt

als oberste Instanz hinzugezogen.

Nicht vorschriftsmäßig verpackte Sendungen

müssen am Flughafen einer Sicherheitskontrolle

unterzogen werden, was den Versandprozess

empfindlich aus dem Zeitplan bringt.

Der unbekümmerte Laie möchte nun fragen,

warum denn nicht alle per Luftfracht versendeten

Waren von vornherein in stabile und

sicher verschlossene Holzkisten gepackt werden

müssen. Bei einem Praktiker wie Carsten

Goebel erntet man mit diesem Gedankenspiel

nur ein höfliches Lächeln: „Theoretisch wäre

das gut – aber nur theoretisch.“ Eine solche

Vorgehensweise würde zum einen den Transport

erheblich verteuern, weil Gewicht und

Volumen den Preis bestimmen. Zum anderen

müsste in vielen Fällen die Kiste solche Dimensionen

annehmen, dass man sie in übliche

Fluggeräte schlichtweg nicht verladen kann.

Jenseits vom Massentransport –

Kulturschätze unterwegs

Was im Bereich der Luftfracht nicht zuletzt

aufgrund der beförderten Mengen undenkbar

ist, gehört in der Museumslogistik zur Alltagsroutine:

der Versand in individuell angepassten

und sicher verschlossenen Kisten.

Für Werke von Rembrandt, Franz Marc & Co.

hat die Schenker Deutschland AG in ihrem

Qualitätshandbuch festgehalten, wie eine

Kunstverpackung beschaffen sein muss, damit

einmalige und unschätzbar wertvolle

Objekte sorgenfrei von Museum zu Museum

reisen können. Zu den Merkmalen von

Kunst-Klimakisten, die aus 13 bis 19 Millimeter

starken Tischlerplatten geschreinert

werden, gehören unter anderem: Holzrahmen

zur Stabilisierung und als Stoßschutz,

Winkel aus fünf Millimeter starkem Aluminium-Vollmaterial

sowie eine zweifach wasserabweisende

und hitzebeständige Schutzlackierung.

Doch damit nicht genug. Weil die

mitunter jahrhundertealten Kunstwerke auf

Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit

schnell verschnupft reagieren,

werden sie mit 30 Millimeter dicken, beidsei-

tig aluminiumkaschierten PU-Schaumplatten

von Umwelteinflüssen abgeschirmt. Eine

zehn Millimeter starke Faserdämmplatte und

eine Deckeldichtung aus beständigem Zellkautschuk

gehören ebenfalls zur artgerechten

Haltung. Natürlich wird ein Gemälde

nicht einfach so in die Kiste gepackt. Oft erhält

es einen eigens gebauten Transportrahmen

als Zusatzverpackung. In den meisten

Fällen kommt noch eine Hülle aus Seidenpapier

oder Tyvek zum Einsatz. „Dieser säurefreie

Schutz soll verhindern, dass es zwischen

dem Bild und dem Verpackungsinneren zu

chemischen Reaktionen kommt“, erläutert

Nicole Colgen, Spezialistin für Museumslogistik,

die Feinheiten des Kunsttransportes –

oder sagen wir: der Transportkunst.

Ob für jeden Transport eine neue Verpackung

passgenau gebaut werden muss, hängt von

den jeweiligen Anforderungen ab. Fakt ist,

dass der Bereich DB Schenkerart ein Depot

von etwa eintausend Miet-Klimakisten vorhält,

sodass für einen van Gogh mit Wanderabsichten

gute Chancen bestehen, dass

etwas Passendes für ihn mit dabei ist.

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20 rEportagE aktuell 86 aktuell 86 rEportagE 21

Präzision und Perfektion

im logistischen Massenbetrieb

Dass die Verpackung nicht irgendeinen Randbereich

der Logistik besetzt, zeigt das neue

Logistikzentrum Leipzig. Es bereitet täglich

8.000 verschiedene BMW-Bauteile auf ihre

Schiffsreise nach Südafrika oder auf die

Zugreise nach China vor. Die Anlage besitzt

63.000 Quadratmeter Logistikfläche, von

denen ein Viertel ausschließlich für Verpackungszwecke

genutzt wird. „Die Verpackung

der Teile gehört hier in Leipzig zu

unserer Hauptbeschäftigung“, unterstreicht

Geschäftsleiter Günther Rotter die Bedeutung

dieses Bereiches. „Die Zeiten sind vorbei,

in denen ein Spediteur allein durch

Transporte sein Geld verdiente. Heute unterstützen

wir unsere Kunden durch vielfältige

Dienstleistungen, die den Transport sichern

und die Prozesse beschleunigen. Das schließt

auch das Verpackungskonzept mit ein.“

Folgerichtig hat schon bei der Konzeption des

Lagers die Verpackung der Teile und die Entwicklung

der richtigen Verpackungen eine

wesentliche Rolle gespielt. „Während sich

Schrauben und viele andere Kleinteile mit unspektakulären

Standard-Kartonverpackungen

begnügen, erhalten Gelenkwellen oder größere

Blechteile speziell konstruierte Halterungen

und Hüllen“, sagt Jean Matousek, der

als Leiter Business Development Automotive

in der Zentrale Logistics Development &

Strategy die Entstehung des Logistikzentrums

von Anfang an begleitet hat. Für etwa

1.600 Teile wurden maßgeschneiderte Verpackungen

unter Federführung der BMW-

Verpackungsentwicklung entworfen. Daran

beteiligt waren Logistiker der Schenker

Deutschland AG sowie spezialisierte externe

Dienstleister. Aus ökologischen wie auch aus

ökonomischen Gründen kommen bevorzugt

Kartonagen zum Einsatz, aber auch Holzgestelle

werden in rauen Mengen von Drittfirmen

bezogen.

Worauf man nicht alles achten muss

Wer nun sagt „Holz ist Holz“, der befindet

sich in Verpackungsangelegenheiten auf dem

Holzweg. Denn es existieren internationale

Standards für die Einfuhr von Packmitteln

aus Vollholz. Dabei geht es weniger um die

Frage nach Eiche, Kiefer oder Fichte. Vielmehr

gelten die sogenannten IPPC-Bestimmungen

dem Schutz von einheimischen

Waldbeständen gegen Holzschädlinge, die in

der Verpackung als blinde Passagiere mitreisen

und im Zielland den heimischen Bäumen

erheblich zusetzen können. Um das zu verhindern,

muss das verwendete Material vor

Reiseantritt eine echte Rosskur über sich ergehen

lassen, die eine Hitzebehandlung, chemische

Druckimprägnierung und Begasung

mit Methylbromid einschließt.

Auch in der Seefracht gefragt:

die Kunst der wirkungsvollen Verpackung

Dabei stellt die Schädlingsfreiheit von

Paletten und Holzverpackungen nur eine

von vielen Herausforderungen im globalen

Warenverkehr dar. Während sich die Luftfracht

wie gesehen mit enormen Anforderungen

an Sicherheit im Sinne von

„security“ herumschlagen muss, hat die Seefrachtfraktion

mehr mit „safety“ zu tun. Das

gilt insbesondere für den LCL-Bereich (Less

than Container Load), also für Sendungen,

die mit anderen Packstücken im Container

Wenn auf den Karton unter

keinen Umständen etwas

draufgestellt werden darf,

sendet die Stapelschutzpyramide

eindeutige Signale.

gebündelt und deshalb häufiger als die Komplettladungen

angefasst werden.

Zwar bildet der Stahlcontainer naturgemäß

einen sicheren Schutz vor mechanischen

Beanspruchungen von außen. Aber man darf

als Verlader nicht übersehen, dass das Schiff

während der mehrwöchigen Überfahrt den

stürmischen Launen des Meeres ausgesetzt ist

und der Containerinhalt manch eine schaukelnde

Bewegung mitmachen muss. Zudem

werden die Container beim Umschlag im

Hafen nicht gerade mit Samthandschuhen

angefasst. „Wer bei Seefrachtsendungen auf

die billige Verpackung setzt, der spart definitiv

am falschen Ende“, weiß Mitja Suchorski,

Gesamtleitung LCL, ein Loblied auf stabile

Holzverschläge und Kisten sowie auf dreiwandige

Kartons zu singen. Und auf ihre richtige

Befüllung. „Man stelle sich einen halbvollen

Karton vor, auf den noch fünf volle gestapelt

werden. Wie mag der nach einer fünfwöchigen

Seefahrt wohl aussehen? Gerade bei der Seefracht

besteht die Kunst der wirkungsvollen

Verpackung darin, die Kartons bis an ihre

Oberkante zu füllen, um so die Stabilität der

einzelnen Sendung zu erhöhen.“

Womit wir wieder und abschließend beim

Thema Verpackungskunst angelangt sind,

wenngleich sich Suchorskis „Kunstbegriff“ in

diesem Punkt nicht unbedingt mit dem von

Christo deckt. Verpacken kann man als Kunst

schaffenden Prozess verstehen. Die kundenfreundlichen

Servicestationen im Kaufhaus

liefern davon gerade in diesen Tagen eindrucksvolle

Beweise. Solange eine Verpackung

von Christo oder vom Christkind

stammt, bereitet sie dem Betrachter und Empfänger

einen ästhetischen Hochgenuss. Dagegen

blicken in der Logistikwelt die Versender,

Logistiker und Empfänger nicht mit schöngeistigem

Auge auf die Verpackung. Sie denken

mehr an Funktionalität, Zweckdienlichkeit

und Kosten. Aber ganz gleich, ob Kunst werk,

Geschenk oder Lieferschein-Position 17: Eine

perfekte Verpackung verheißt uns in jedem

Fall, dass der Inhalt „gut ankommt“. ■


22 NEtzwErk aktuell 86 aktuell 86 NEtzwErk 23

Erstklassiges Angebot für Full Load-Transporte unter Einbeziehung der Schiene

TRANSA übernimmt die Schienenprodukte

DB Schenkerhangartner

und DB Schenkerrailog

Neues Logo, gleiche Firmierung: Auch nach der Integration von DB Schenkerhangartner und

DB Schenkerrailog behält das Unternehmen seinen bisherigen Namen TRANSA Spedition GmbH.

traNSa – kompetenzzentrum für Schienenverkehre

Die TRANSA tritt weiter eigenständig im Markt auf und wird eng mit den Geschäftsstellen der

Schenker Deutschland AG sowie mit dem europäischen Landverkehr von DB Schenker zusammenarbeiten.

Die Geschäftsstellen werden auch weiter intermodale Lösungen aktiv vermarkten. Dabei

dient die TRANSA als Kompetenzzentrum. Die Bündelung der Produkte ermöglicht der verladenden

Wirtschaft noch besseren Zugang zum Verkehrsträger Schiene.

DB Schenker Logistics hat die schienenaffinen

Full Load-Aktivitäten in Deutsch-

land unter dem Dach der TRANSA Spedi -

tion GmbH (Offenbach) gebündelt. Dazu

hat die Schenker Deutschland AG ihre

Produkte DB Schenkerhangartner und

DB Schenker railog in das Tochterunternehmen

der Schenker AG überführt.

Nach den Worten von Dr. Hansjörg Rodi ist

die Integration eine logische Konsequenz

aus den permanenten Bestrebungen, eigene

Prozesse noch effizienter zu gestalten, um

den Kunden ein Höchstmaß an logistischer

Qualität zu bieten: „Gemeinsam mit den bei

der TRANSA bereits vorhandenen Bahnaktivitäten

schärfen wir unseren Auftritt

auf dem deutschen Markt als kompetenter

Anbieter von schienenbasierten Logistiklösungen“,

so der Vorstandsvorsitzende der

Schenker Deutschland AG. „Unseren Kunden

in Industrie und Handel bieten wir nun

noch transparentere, wirtschaftlichere und

umweltfreundlichere Logistiklösungen.“

Wirksames Mittel

gegen Laderaumknappheit

Durch die Umstrukturierung positioniert

DB Schenker die TRANSA noch stärker als

den Spezialisten für Full Load-Lösungen –

eine strategische Entscheidung, die in

Zeiten knapper Landverkehr-Laderaumressourcen

von großer Tragweite ist. „Denn

während die Diskussionen um die Volatilität

der Märkte nach wie vor anhalten, setzt

DB Schenker ein Zeichen in Richtung Problemlösung“,

wie Aloys Winn, Vorstand

Landverkehre der Schenker Deutschland AG,

betont. „Wir können die extremen Nachfrageschwankungen

nicht verhindern, aber

wir können uns darauf einstellen. Deshalb

müssen wir Wege finden, um der Laderaum-

knappheit mit schlüssigen Konzepten für

den Kombinierten Verkehr zu begegnen.“

Die Stärken beider

Verkehrsträger nutzen

Die Verlagerung von Gütern auf die Bahn

gehört schon immer zu den Forderungen

einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten

Verkehrsplanung. Mit der noch konsequenteren

Einbeziehung der Schiene kommt

DB Schenker einem latenten Marktbedürfnis

entgegen. Nicht alle Sendungen lassen

sich über die Bahn abwickeln. Aber wo

immer es sich anbietet, wird der Bereich

Landverkehre seinen Kunden die Schiene

als leistungsstarke und umweltfreundliche

Alternative aufzeigen. „Indem wir in jedem

einzelnen Fall die optimale Kombination

von Bahn und Lkw kundenindividuell bestimmen,

zeigen wir auf, wo die Schiene

ihre Stärken ausspielt und wo der Lkw sinnvoll

eingesetzt werden sollte“, sagt Hans

Löffert, Vorsitzender der Geschäftsführung

der TRANSA Spedition GmbH.

Die Zeichen stehen auf ein Miteinander der

Verkehrsträger. Denn eines zeigt sich immer

deutlicher: Schiene und Straße sind

keine Konkurrenten – vielmehr ergänzen

sie sich und gehören in ihrer intelligenten

Verbindung für immer mehr Unternehmen

zu den Selbstverständlichkeiten einer umfassenden

Transportkonzeption. Wenn Effizienz

mit Klimaschutz einhergeht, lässt sich

das auch unter Marketingaspekten gut vermarkten.

Den ökologischen und ökonomischen

Nutzen sowie den Imagegewinn

durch die Einbeziehung der Schiene erzielt

der Kunde. ■


24 laNdvErkEhrE aktuell 86

aktuell 86 laNdvErkEhrE 25

Konzept geht voll auf

Zentrale Disposition für

internationale Ladungsverkehre

Seit fast fünf Jahren bündeln zentrale Dispositionscenter internationale Ladungsverkehre – mittlerweile für 44 Länder. Die Pilot-

Einrichtung in Berlin hat ihre Lkw-Flotte für Polen jetzt auf 50 Fahrzeuge ausgebaut. Den Kunden der Schenker Deutschland AG

sichert das Konzept Laderaum und Transportqualität.

Da staunt der Kunde nicht schlecht: Seine

Geschäftsstelle wickelt am gleichen Tag

Ladungsverkehre nach Tadschikistan, Finnland

und Portugal ab. Und das mit einer

Sicherheit, als wäre der Disponent überall zu

Hause und hätte in jedem dieser Länder seine

Ausbildung zum Speditionskaufmann absolviert.

Und wenn es morgen nach Estland,

England, Griechenland und Bulgarien geht,

hat die Geschäftsstelle gleich wieder Frachtraum

zur Hand, damit die Waren verlässlich

und pünktlich abgeholt und zugestellt werden.

– Wie machen die Disponenten das nur?

Muttersprachler und Marktkenner

Zugegeben: Den Alles-alleine-Könner unter

den Disponenten findet man auch bei der

Schenker Deutschland AG eher selten. Zu

komplex ist das Geschäft der internationalen

Ladungsverkehre, als dass jeder Disponent

tatsächlich jedes Land wie seine eigene Westentasche

kennen würde. Aber es gibt eine

Instanz, die es den Disponenten in jeder Geschäftsstelle

ermöglicht, für 44 Länder auf

sicheren Laderaum zuzugreifen. Früher hießen

sie TDC, nun wurden sie in DSU umbenannt.

Die DSUs (Direct Selected Units) stellen zentrale

Dispositionseinheiten für definierte

Länder dar, in denen Kenner des jeweiligen

nationalen Marktes für alle Geschäftsstellen

erstklassige Lösungen finden. Die einzelnen

DSUs sind zwar geografisch jeweils einer

Geschäftsstelle zugeordnet, sie arbeiten jedoch

autark – und zwar für sämtliche Geschäftsstellen

der Schenker Deutschland AG.

Die DSUs verstehen sich als unternehmensinterne

Dienstleister, der Ansprechpartner

des Kunden bleibt immer die Geschäftsstelle

vor Ort. Auch andere Landesgesellschaften

erhöhen durch den Einsatz von DSUs die

Effizienz ihrer Disposition und schaffen so

ein europäisches Netzwerk für grenzüberschreitende

Ladungsverkehre.

Zu den zentralen Aufgaben einer DSU

gehören:

schnelle Preisfindung

Erstellung von kundenindividuellen

Transportkonzepten

Durchführung der Transporte

Unterstützung aller Geschäftsstellen bei

Kundenberatung und Transportabwicklung

zu den jeweiligen Relationen

Transportlösungen für 44 Länder

„Mit dem geschäftsstellenübergreifenden

DSU-Konzept schaffen wir für unsere Kunden

beste Voraussetzungen dafür, dass ihre

Verkehre zwischen Deutschland und 44 Ländern

so reibungslos vonstatten gehen wie

Inlandstransporte“, hebt Volker Bade, Leiter

Zentrale FTL/LTL, den Kundennutzen des

Konzeptes hervor. Wenn eine Geschäftsstelle

Transporte nach Schweden, Rumänien oder

Irland mit den eigenen Fahrzeugen wirtschaftlich

abwickeln kann, kommt sie gut

ohne die entsprechende DSU aus. Aber wenn

man sich in der Zielregion nicht wirklich zu

Hause fühlt, hilft die jeweils zuständige DSU

der Disposition bei der Entwicklung einer

kundengerechten Lösung. Die DSU-Disponenten

sprechen die jeweiligen Landessprachen,

sie kennen die einzelnen Märkte aus

dem Effeff und finden für alle Regionen den

besten Weg und den passenden Laderaum.

Zum Beispiel 50 Lkw für Polen

Die erste Einrichtung dieser Art wurde 2007

in Berlin für die Verkehre von und nach Polen

gegründet und feierte in diesen Tagen ein beachtliches

Erfolgsjubiläum. Im November

wurde der fünfzigste Lkw polnischer Herkunft

unter festen Vertrag genommen: Diese

Trucks fahren ausschließlich für die Transporte

nach Polen von Kunden der Schenker

Deutschland AG und werden allein über diese

disponiert!

„Mit unserem Netzwerk sind wir in der

Lage, Teilpartien für die Relation Polen zu

kom binieren. Zudem finden wir für unsere

Fahrzeuge Rückladungen, weil wir eng

mit der polnischen Landesgesellschaft von

DB Schenker Logistics zusammenarbeiten

und geschäftsstellenübergreifende Exporte

und Importe kombinieren können“, sagt

Markus Biemüller, Leiter Produktion der

Geschäftsstelle Berlin (Land, Logistik). Der

Vorteil für den Kunden? „Wir bieten unseren

Auftraggebern feste und sichere Ladekapazitäten

unter unserer eigenen Disposition,

was die Laderaumsicherheit erheblich erhöht.“

Aufgrund der hohen Flexibilität der Flotte

gibt es so gut wie keine geografischen Einschränkungen

für die Bereitstellung von

Laderaum. Die neue Kabotageregelung erlaubt

es zudem, dass die polnischen Fahrzeuge

zusätzlich auch in Deutschland zum

Einsatz kommen und dadurch die nationalen

Verkehre unterstützen. Auf diese Weise werden

Leerkilometer verringert, da Zwischentouren

zwischen Entlade- und Ladestellen

möglich sind.

DSU-Pilot mit Vorbildcharakter

Was in Berlin mit der DSU Polen gelungen

ist, hat innerhalb des Unternehmens längst

Schule gemacht. So haben inzwischen 15 weitere

deutsche Standorte die DSU-Funktion

für insgesamt 44 Relationen übernommen.

Dazu gehören neben europäischen Staaten

auch Ziele in Nordafrika (z. B. Marokko,

Algerien und Tunesien) sowie im Nahen

Osten (z. B. Jordanien, Syrien und Israel).

Auch asiatische Länder wie Kasachstan und

Usbekistan werden von Deutschland aus

über spezialisierte DSUs angesteuert.

In der Geschäftsstelle vor Ort:

Professionalität für alle Länder

Die Verbindung zur DSU erfolgt für jeden

Kunden über seine Geschäftsstelle vor Ort.

Für ihn macht es folglich keinen Unterschied,

ob seine Geschäftsstelle den Transport selbst

ausführt oder ihn an eine DSU weiterleitet.

Logistiker bleibt in jedem Fall die Schenker

Deutschland AG und Ansprechpartner die

lokale Geschäftsstelle. ■

tdc heißen jetzt dSU

Aus Raider wurde Twix. Manchmal kommen

solche Namensänderungen auch im Logistikgeschäft

vor. Die zentralen Dispositionseinrichtungen

für internationale Ladungsverkehre der

Schenker Deutschland AG hießen bislang TDC

(Tradelane-Dispositionscenter). Das Pendant

der Schenker AG heißt DSU (Direct Selected

Unit). Um gleiche Einrichtungen europaweit

unter gleichem Namen zu führen, werden

die deutschen TDC 2012 in DSU umbenannt –

die Abkürzung steht nun allerdings für Direct

Service Unit.

Für diese länder bzw. regionen hat die Schenker deutschland ag dSUs

eingerichtet, in denen spezialisierte Marktkenner und Muttersprachler

die disposition von ladungsverkehren übernehmen.

Albanien

Armenien

Aserbaidschan

Bosnien-Herzegowina

Bulgarien

Dänemark

Estland

Finnland

Frankreich

Georgien

Griechenland

Großbritannien

Irland

Italien

Kasachstan

Kirgisistan

Kroatien

Lettland

Litauen

Mazedonien

Moldawien

Nordafrika

Norwegen

Polen

Portugal

Rumänien

Russland

Schweden

Schweiz

Serbien und Montenegro

Slowakei

Slowenien

Spanien

Tadschikistan

Tschechien

Turkmenistan

Türkei

Ukraine

Ungarn

Usbekistan

Weißrussland


26 iNSidE aktuell 86

Joachim Schulz

Leiter Geschäftsstelle Berlin (Luft/See, Logistik)

Joachim Schulz (42), bisher Leiter Vertrieb & Geschäftsentwicklung

Logistik der Landverkehrs-Geschäftsstelle

Berlin, ist seit 1. Oktober 2011 neuer Leiter der Geschäftsstelle

Berlin (Luft/See, Logistik). Der DAV-Verkehrsbetriebswirt

(HWF) folgt Oliver Schmidt nach, der

das Unternehmen verlassen hat.

telefon +49 30 3640798-100,

joachim.schulz@dbschenker.com

Michael rehbein

Leiter Geschäftsstelle Dortmund (Land, Logistik)

Michael Rehbein (38), bisheriger Leiter Produktion in

der Geschäftsstelle Dortmund (Land, Logistik), wird

zum 1. Januar 2012 neuer Leiter dieser Geschäftsstelle.

Er wird in dieser Funktion zunächst an Klaus Lesselt, Leiter

der Geschäftsstelle Wuppertal (Land, Logistik),

berichten.

telefon +49 231 9635-200,

michael.rehbein@dbschenker.com

Gewinn

Spiel

Gewinn

Spiel

Auflösung

Wir machen Großes möglich – auch im Umweltschutz.

Der ECO₂PHANT ist die Maßeinheit bei

DB Schenker für Umweltschutz. Wir haben für

Sie ein ECO₂PHANT-Umweltschutz-Päckchen

zusammengestellt. Dieses enthält ein Pflanz-

Holz, einen USB-Stick im ECO₂PHANTen-Design

sowie ein Solar-Thermometer. Sparen Sie mit

uns CO₂ ein!

So gewinnen Sie

Beantworten Sie unsere Frage und senden

Sie den richtigen Lösungsbuchstaben per

E-Mail an die Schenker Deutschland AG:

redaktion.aktuell@dbschenker.com. (Mitarbeiter

der Schenker Deutschland AG sind von

der Teilnahme ausgeschlossen.)

aktuell 85

Zum Gewinnspiel der letzten Ausgabe sind bei

uns zahlreiche richtige Antworten eingegangen.

Die aktuell-Redaktion gratuliert zehn Teilnehmern

zum Gewinn eines Prepaid-Surfsticks.

Unsere Frage lautete

Unter welchem Kürzel kennt man die Organisation,

die vor wenigen Monaten das DB Schenker-

Marc reichert

Leiter Geschäftsstelle Schweinfurt

(Land, Logistik)

Marc Reichert (41), bisheriger Leiter Produktion in der

Geschäftsstelle Schweinfurt (Land, Logistik), wird zum

1. Januar 2012 neuer Leiter dieser Geschäftsstelle. Der

Speditionskaufmann wird Jens Kock nachfolgen, der bisher

in Personalunion die Geschäftsstellen Schweinfurt

(Land, Logistik) und München (Land, Logistik) führt.

Ab Januar 2012 wird sich Jens Kock ausschließlich auf

die Entwicklung der Geschäftsstelle München einschließlich

der ihr zugeordneten Standorte Freilassing

und Lindau konzentrieren.

kontaktdaten ab Januar 2012:

telefon + 49 9721 656-100,

marc.reichert@dbschenker.com

Frage

Hub-Logistik einmal anders. Wir haben ihn gewagt,

den Seitenblick in die etwas andere Art der

Logistik. 5.000 Essensausträger, die sogenannten

Dabbawallahs, sind in Mumbai täglich unterwegs

und versorgen Arbeiter und Angestellte in

Mumbai mit Hausmannskost. Sie transportieren

die Mahlzeiten in Henkelmännern und liefern sie

an diversen Plätzen in der indischen Metropole

ab. Mit welchen Fortbewegungsmitteln sind die

Dabbawallahs unterwegs?

a) per lkw, Schiff oder bahn

b) Mit dem Fahrrad, zu Fuß

oder mit der bahn

c) auf rollschuhen, mit dem

Skateboard oder auf Skiern

Einsendeschluss: 31. Januar 2012

Luftfracht-Hub in Frankfurt (Cargo City Süd)

zertifiziert hat?

die richtige antwort lautet

A) TAPA

herzlichen glückwunsch

den gewinnern!

impressum

herausgeber und redaktionsadresse

Schenker Deutschland AG

Zentrale Frankfurt a. M.

postanschrift

Langer Kornweg 34 E

65451 Kelsterbach

verantwortlich für den inhalt

Oliver Holzwarth

redaktionsleitung/chefredaktion

Sherin Ibrahim

Stellvertretende chefredaktion

Kerstin Schultze

redaktionsassistenz

Kathrin Libuda

redaktion

Ute Bauer, Maria Fahnemann, Andreas Pietsch

lektorat

Heribert F. Butterhof

layout und Satz

Werbeagentur Müller GmbH, Coburg

auflage

40.000

Erscheinungsweise

4x jährlich

Foto titel

© Olaf Krüger

der Umwelt zuliebe

Papier chlorfrei gebleicht

kontakt

redaktion.aktuell@dbschenker.com

Werden die Begriffe „Kunde“ oder „Mitarbeiter“

verwendet, geschieht dies lediglich aus Vereinfachungsgründen

und zugunsten des Leseflusses.

Selbstverständlich sprechen wir mit aktuell auch

alle Kundinnen und Mitarbeiterinnen der Schenker

Deutschland AG an.

bildnachweise

Fotos: © Jean Kobben, fotolia.com (S. 2) / Schenker Deutschland AG (S. 3) /

Torsten Zimmermann (S. 5) / Vernon Wiley, istockphoto.com (S. 7) /

Rüdiger Nehmzow (S. 10) / Schenker Deutschland AG (S. 12) / Olaf Krüger

(S. 13-15) / Schenker Deutschland AG (S. 16-17); dvi (S. 17 o.r.) / Rüdiger

Nehmzow (S. 18 o.); Martin Joppen (S. 18 m.l.); Schenker Deutschland AG

(S. 18 m.r.); Michael Neuhaus (S.18-19 o.) / Rüdiger Nehmzow (S. 20);

Fancy, f1online.de (S. 21); Schenker Deutschland (S. 21 m.) / Rüdiger

Nehmzow (S. 22-23) / BigTau, canstockphoto.de (S. 25) / Schenker

Deutschland AG (S. 26) / Romeo, dreamstime.com (S. 27)

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