3/2011

mediziner

3/2011

P.b.b. • 04Z035830 M • Verlagspostamt: 9300 St. Veit/Glan • 20. Jahrgang

Fachkurzinformation siehe Seite 34

verlagdermediziner


Fachkurzinformation siehe Seite 30

Fachkurzinformation siehe Seite 3


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COVERSTORY

6

FORTBILDUNG

Hypertonie bei Älteren – 2011

Prim. Dr. Peter Dovjak

Vom Sodbrennen zum Speiseröhrenkrebs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Gadenstätter MSc

Diabetestherapie beim geriatrischen Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Prim. Univ.-Prof. Dr. Monika Lechleitner

Dronabinol bei Fibromyalgie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, Dr. Wolfgang Pipam

FORUM MEDICUM

Splitter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Neu von Gerot Lannach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Geteilter Schmerz ist halber Schmerz: Hydromorphon ratiopharm ® . . . . . . . . . . . . 28

Magenschutz leicht gemacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Fachkurzinformationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30, 31

Sehr geehrte Leserinnen und Leser! Auf vielfachen Wunsch verzichten wir für eine bessere Lesbarkeit

auf das Binnen-I und auf die gesonderte weibliche und männliche Form bei Begriffen wie Patient oder

Arzt. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und Ihre Zustimmung!

DER MEDIZINER 1-2/2011

INHALT UND IMPRESSUM

Impressum: Verleger: Verlag der Mediziner

gmbh. Herausgeber: Peter Hübler. Projektleitung:

Peter Hübler. Redaktion: Dr. Csilla Putz-

Bankuti, Jutta Gruber. Anschrift von Verlag und

Herausgeber: A-9375 Hüttenberg, Steirer

Straße 24, Telefon: 04263/200 34, Fax: 04263/200

74. Druck: Zeichner, Druck- und Medienagentur.

E-Mail: office@mediziner.at. Homepage:

www.mediziner.at. Einzelpreis: € 3,–. Erscheinungsweise:

periodisch.

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz

Medieninhaber: Verlag der Mediziner GmbH.

Richtung der Zeitschrift: Medizinisch-pharmazeutisches

Informationsjournal für österreichische

Ärztinnen und Ärzte.

Soweit in diesem Journal eine Dosierung oder

eine Applikation erwähnt wird, darf der Leser

zwar darauf vertrauen, dass Autoren, Herausgeber

und Verlag große Sorgfalt darauf verwandt

haben, dass diese Ausgabe dem Wissenstand

bei Fertigstellung des Journals

entspricht. Für Angaben über Dosierungsanweisungen

und Applikationsformen kann vom

Verlag jedoch keine Gewähr übernommen werden.

Jeder Benutzer ist angehalten, durch

sorgfältige Prüfung der Beipackzettel der verwendeten

Präparate und gegebenenfalls nach

Konsultation eines Spezialisten festzustellen,

ob die dort gegebenen Empfehlungen für

Dosierung oder die Beachtung von Kontraindikationen

gegenüber der Angabe in diesem

Heft abweicht. Eine solche Prüfung ist besonders

wichtig bei selten verwendeten Präparaten

oder solchen, die neu auf den Markt

gebracht worden sind. Jede Dosierung oder

Applikation erfolgt auf eigene Gefahr des

Benutzers. Autoren und Verlag appellieren an

jeden Benutzer, ihm etwa auffallende Ungenauigkeiten

dem Verlag mitzuteilen. Geschützte

Warennamen (Warenzeichen) werden nicht

immer besonders kenntlich gemacht. Aus dem

Fehlen eines solchen Hinweises kann also

nicht geschlossen werden, dass es sich um

einen freien Warennamen handelt. Die mit FB

(Firmenbeitrag) gekennzeichneten bzw. als

Produktbeschreibung erkenntlichen Beiträge

sind entgeltliche Einschaltungen und geben

nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

wieder. Es handelt sich somit um „entgeltliche

Einschaltungen“ im Sinne § 26 Mediengesetz.

seite 3


FORUM MEDICUM

Splitter

Mundipharma zur Asthmatherapie

Am Kongress der World Allergy

Organization 2010 wurden

Erfahrungen mit Kombinationstherapien

für

Asthmapatienten diskutiert.

Pulmologen aus

ganz Europa erarbeiteten

für die Wahl

einer möglichst optimalenKombinationstherapie

die folgenden

Prioritäten:

1. Flexibilität der Dosierung

2. langfristige Sicherheit des inhalativen

Kortikosteroids und des langwirksamen

ß-Agonisten

3. klinische Wirksamkeit

4. Ansprechgeschwindigkeit des Betamimetikums

und Wirksamkeit des

Kortikoids

Diese Ergebnisse der wissenschaftlichen

Arbeitsgruppen deckten sich weitgehend

mit den Einschätzungen aus der

Praxis: Eine Umfrage bei 1.000 Pulmologen

und Hausärzten in 13 EU-Ländern

inkl. Österreich zeigte nämlich, dass die

An die dunkle Seite des Menschen

erinnert „Schaurig schön“ – die Sonderausstellung

im Wiener Kunsthistorischen

Museum. „Der Mensch wird als

Mörder geboren. Die ersten Bilder der

Kulturen sind Morde, sei es bei Kain

und Abel, sei es bei den Griechen, Muttergöttin

Gaia, die ihre Kinder frisst“,

meint dazu die Psychiaterin Doz. Margot

Schmitz. In der Mordlust ver-

Therapeuten die Verbesserung der Symptome

besonders beachten, aber auch die

Wirksamkeit der Kortikosteroide und die

Verbesserung der Ein-Sekundenkapazität.

Schließlich wurden beim Kongress der

WAO die Trends bei den Verordnungsdaten

für Asthma über fünf Jahre analysiert.

Es zeigte sich eine ansteigende

Tendenz der Fixkombinationen von inhalativen

Kortikosteroiden und von langwirksamen

ß-Agonisten, während freie

Kombinationen dieser Substanzen zurückgehen.

Fluticason ist das am häufigsten

verordnete Kortikosteroid in Europa

und zudem auch die Nr. 1 bei den Steroiden

in fixen Kombinationen.

Die Studien wurden finanziell von

Mundipharma unterstützt. Das Unternehmen

investiert in Forschungsprojekte,

die der Entwicklung besserer

Behandlungsstrategien dienen.

Detail-Infos erhalten Sie von Gundula

Koblmiller,Tel. 01/523 25 05-24,

g.koblmiller@mundipharma.at

Die Lust am Untergang Klima-

schwimmt die Grenze zum Tier; diese

Identitätskrise wirkt schockierend und

faszinierend zugleich. Angstlust führt

zur Katharsis. Auch heute zählen schaurige,

unheimliche, schreckliche Mythen

zum Fixinventar von Hollywood und bei

den Fernsehsendern. Vielleicht sind

Kinoorgien aus Angstschweiß, Fleisch

und Blut die wirksamste Prävention, um

eigene dunkle Triebe zu neutralisieren.

Apoplexierisiko

Der Lipidologe Prof.

Stanislav Oravec plädiert für

eine Verbesserung der Diagnostik

der Blutfette. Zuletzt

haben dänische Untersuchungen

gezeigt, dass bei

Frauen das LDL mit der

Inzidenz von Schlaganfällen

kaum korreliert. Den Grund

dafür sieht Oravec in der antiquierten

Definition des LDL. Während die Subfraktionen

1 und 2 dabei einen großen

Teil der Menge ausmachen, sind aber

lediglich 3–7 für ein hohes atherogenes

Risiko verantwortlich.

Diese small-dense-LDL können im

Labor Dostal am Wiener Saarplatz bestimmt

werden. Wenn der Anteil der

sdLDL überwiegt, besteht der Verdacht

auf eine progressive Atherosklerose – ein

Hinweis auf die individuell schwache Wirkung

der verwendeten hypolipämischen

Behandlung. Die sdLDL sind wie die triglyceridereichen

Lipoproteine (VLDL,

IDL, außer Chylomikronen) ein guter

Marker für das Risiko einer Appoplexie.

Infos unter: www.labor-dostal.at

Schütz-

Initiative

Der Außendienst der Pharmareferenten

hat seine Meriten, ist aber ökonomisch-ökologisch

fragwürdig. Er verbringt

den größten Teil des Tages im Auto

und nur wenige Minuten mit der tatsächlichen

Arbeit beim Arzt. Auf dem Weg

dorthin kumuliert ein erheblicher CO 2-

Ausstoß. Pro 10 km werden etwa 2 kg

CO 2 produziert. Bei 1.500 Arztbesuchen

pro Jahr verursacht der Pharmareferent

bereits drei Tonnen. Bei 1.500 Pharmareferenten

in Österreich ergibt das ca. 4.500

Tonnen CO 2 (viertausendfünfhundert

Tonnen!). Im Vergleich dazu ist ein AD-

Mitarbeiter viel sinnvoller eingesetzt,

wenn er praktisch seine gesamte Arbeitszeit

am Telefon den Ärzten widmen kann,

konstatiert Elisabeth Schütz.

Moderne Ärzte haben längst darauf

reagiert und vergeben Telefontermine für

längere, ausführliche Gespräche.

DER MEDIZINER 3/2011

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HYPERTONIE

Fortbildung

Hypertonie bei Älteren – 2011

Prim. Dr. Peter Dovjak

Bedeutung

Die Effektivität der Hypertoniebehandlung

zur Senkung der Mortalität in

der Allgemeinbevölkerung ist erwiesen.

Für die Bevölkerungsgruppe über 80

Jahre hingegen gibt es kontroversielle

Daten. Es ist notwendig, die Behandlungsstrategie

2011 an diese Erkenntnisse

anzupassen. Die Blutdruckziele für

Ältere sind nur individuell gemäß der

Begleiterkrankungen und dem Ausmaß

der Frailty festzulegen.

Wegen der hohen Inzidenz der Erkrankung

im Alter, der großen Bedeutung

für die kardiovaskuläre Morbidität

und Mortalität und der erstaunlicherweise

noch immer unzureichenden Kontrolle

der Erkrankung ist dieses Thema

weiterhin von eminenter Wichtigkeit.

Die European Society of Hypertension

hat eine Leitlinie zu verbesserten Kontrolle

der Erkrankung herausgegeben,

die beachtlich ist. Die NYHANES-Studie

in den USA (National Health and

Nutrition Examination Survey) zeigte

von 1960 bis 2000 eine steigende Diagnoserate

und Behandlungserfolge an, dennoch

lag die Rate an richtig behandelten

Ideal

Tabelle 1

Ein Hypertonie wird diagnostiziert, wenn sieben von

30 Messungen pathologisch sind (in mmHg)

< 120/80

Normal 120–129/80–84

Noch normal 130–139/85–89

Hypertonie Stadium I 140–179/90–109

Hypertonie Stadium II >180/110

Isolierte systolische Hypertonie >140/90

Klinische Messung, Ordination 140/90

24-Stunden-Blutdruckmessung 125–130/80

nächtliche Werte 120/70

Selbstmessung 130–135/85

Patienten im Rahmen der Richtlinien zuletzt

nur bei 30% aller Patienten.

Zusammenfassung

• Die Prävalenz steigt im Alter.

• Die Behandlung senkt die Morbidität

und teilweise die Mortalität Älterer.

• Die Erkrankung ist trotz hohem Wissensgrad

unzureichend kontrolliert.

• Patienten über 80 Jahre erfordern ein

spezielles medizinisches Handeln.

Risikofaktor Hypertonie im Alter bedeutet

eine höhere Rate an:

• Cerebrovaskulären Erkrankungen –

70% aller Insulte sind hypertonieassoziiert;

• Herzinsuffizienz, koronare Herzerkrankung

– führend in der Mortalitätsstatistik

Älterer;

• Niereninsuffizienz;

• peripherer Verschlusskrankheit;

• Alzheimer-Krankheit und andere

Demenzformen – Hinweise für Assoziation;

• Retinopathie.

Schon allein wegen dem erhöhten Demenzrisiko

mit dem Leid für Patienten,

Familien und der

Gesellschaft ist die

antihypertensive Behandlung

sinnvoll.

Klassifikation

Von den verschiedenenErscheinungsformen

der Hypertonie

ist die isolierte

systolische Hypertonie

ist im Alter typisch.

Der erhöhte

Pulsdruck ist ein ei-

gener Risikofaktor für die kardiovaskuläre

Morbidität.

Zusammenfassung

• Die isolierte systolische Hypertonie

ist typisch im Alter.

• Hypertonie stellt einen Risikofaktor

für eine Reihe von Erkrankungen.

Diagnostik

Die Leitlinie der Österreichischen Gesellschaft

für Hypertensiologie ist für

Ältere hilfreich.Wegen der häufig zu beobachtenden

orthostatischen Dysregulation

wird der Blutdruck bei Älteren im

Stehen gemessen. Hypertonie wird diagnostiziert,

wenn sieben von 30 Messungen

pathologisch sind:

Nach den Blutdruckmessungen folgen

eine exakte Statuserhebung sowie apparative

Untersuchungen, um die Behandlungsstrategie

für den einzelnen Patienten

optimal festzulegen. Die sekundäre

Hypertonie ist im Alter häufig und bedarf

daher einer sorgfältigen internistischen

Abklärung. Die Indikation zur

Blutdruckbehandlung ergibt sich aus

dem Risikoprofil des jeweiligen Patienten.

Bei hohem Risiko beginnt eine unmittelbare

medikamentöse Therapie, bei

niedrigem Risiko therapiert man mit Lebensstilmodifikation,

Blutdruckkontrolle

und stufenweisem Vorgehen.

Beim älteren, oftmals geriatrischen

Patienten dürfen folgende Syndrome

zur stufenweisen Therapie nicht übersehen

werden: Immobilität, Gangstörungen,Schwindel,Stürze,kognitive

Defizite,

Inkontinenz, Mangelernährung, Depression,

Elektrolyt- und Flüssigkeitsbilanzstörungen

und Frailty. Geriater nützen

seite 6 DER MEDIZINER 3/2011

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HYPERTONIE

Fortbildung

neben der üblichen internistischen Diagnostik

die „Geroskopie“ – das geriatrische

Assessment.

Frailty beschreibt den Zustand älterer

Patienten der erhöhten Empfindlichkeit

gegenüber Stressoren und Erkrankungen.

Dabei besteht ein hohes Risiko für

weitere Stürze, Erkrankungen, Funktionalitätseinbußen,

Institutionalisierung

und erhöhter Mortalität. Das funktionelle

Alter dient besser als das chronologische

Alter zur Steuerung von medizinischen

Maßnahmen. Typischerweise

brauchen diese Patienten ein hohes Maß

an medizinischer Versorgung. Das klinische

Bild der „Frailty“ ist uns geläufig,

jeder medizinisch Tätige kennt diese Patienten.

Definition von Frailty:

• Unbeabsichtigter Gewichtsverlust von

mehr als fünf Kilo in einem Jahr;

• rasche Erschöpfung;

• Muskelschwäche (gemessen an der

Handkraft);

• langsamer Gang unter 1 m/sec;

• wenig körperliche Aktivität.

Zusammenfassung

• Diagnostik der Hypertonie im Rahmen

der Leitlinien für Ältere.

• Für die umfassende Beurteilung nützt

das geriatrische Assessment.

• Entsprechend der Problemliste und

wird risikostratifiziert behandelt.

Behandlung

Unsicherheit bereitete die erhöhte

Mortalität älterer Patienten unter optimaler

Blutdruckbehandlung. Unklar

war auch der Blutdruckzielwert bei älteren

Patienten. Oates und Kollegen publizierte

in JAGS in einer retrospektiven

Kohortenanalyse bei Patienten über 80

Jahre, von denen 84,5% eine antihypertensive

Behandlung bekamen, ein kürzeres

Gesamtüberleben bei einem Blutdruck

unter 140 mmHg systolisch. Auch

in diesem Kollektiv konnten zwar die

Herzinsuffizenz- und Schlaganfallmortalität

sowie die Morbidität gesenkt werden,

nicht jedoch die Gesamtsterblichkeit,

möglicherweise erklärbar durch

Stürze infolge orthostatischer Dysregulation

oder der Minderperfusion der Organe

bei hochgradiger begleitender

Atherosklerose. In den randomisierten

kontrollierten Studien wurden rüstige,

mobile Patienten untersucht, sogenannte

Go-Goes. Slow-Goes und No-

Goes benötigen eine individuelle Untersuchung

und Behandlung.

• Unabhängig lebende Senioren (sog.

„Go-Goes“): Zeichnen sich durch

gute mentale und physische Gesundheit

aus und pflegen einen aktiven Lebensstil;

mögliche funktionelle oder

gesundheitliche Probleme behindern

ihre Aktivitäten nicht.

• Hilfsbedürftige Senioren (sog. „Slow-

Goes“): Leben mit einigen Einschränkungen

aufgrund gesundheitlicher

oder sozialer Probleme. Sie werden

bis zu einem gewissen Grad von außen

unterstützt.

• Pflegebedürftige Senioren (sog. „No-

Goes“): Sind in einem so schlechten

gesundheitlichen oder sozialen Zustand,

dass sie kontinuierliche Unterstützung

und Pflege benötigen. No-

Goes werden daher in Pflegeheimen

oder durch intensive Pflege zu Hause

betreut.

Richtungsweisend war die HYVET-

Studie (Hypertension in the Very El-

derly Trial), die im Mai 2008 publiziert

wurde. 3.845 Patienten über 80 Jahre aus

195 Zentren in 13 Ländern in West- und

Osteuropa, China, Australasien und

Nordafrika wurden untersucht. Randomisiert

wurde Indapamid (Fludex retard)

und bei zu geringer Wirkung die

Kombination mit Perinodopril (Coversum

- in Österreich nicht erhältlicher

ACE-Hemmer) im Vergleich zu Placebo

gegeben. Der Zielblutdruck lag bei

150/80 mmHg.

Der Vorteil für die Studienmedikation

war nach einem Jahr ersichtlich. Die

Schlaganfallsrate konnte im Vergleich

zur Kontrollgruppe um 34% gesenkt

werden und ebenso die Gesamtmortatlität

im Unterschied zu bisherigen Studien.

Die Behandlung über 80-jähriger

rüstiger Patienten ist daher mit einem

Zielblutdruck vom 150/80 sinnvoll.Innovative

Substanzen wie Aliskiren, ein

neuer Reninantagonist, wurden in die

Therapie eingeführt und scheinen für

Ältere eine sinnvolle Alternative darzustellen.

Zusammenfassung

• Für ältere Patienten gibt es eine klare

Behandlungsindikation durch die bestehende

Studienlage im Sinne der

verbesserten Lebensqualität und Reduktion

der Schlaganfall- und Herzinsuffizenzindizenz.

• Für Patienten über 80 Jahre ist unter

den beschriebenen Kautelen eine Reduktion

der Gesamtmortalität möglich.

• Die Therapieauswahl wird durch die

neuen Substanzen, der Bewertung der

Begleiterkrankungen und dem Frailty-

Ausmaß zunehmend verantwortlicher.

Tabelle 2

Für ältere Patienten waren bisher folgenden Studiendaten maßgeblich

Studie SHEP Syst-Eur Syst-China EWPHE HEP STOP MRC1 MRC2

Kontrollgruppe 2.371 2.297 1.141 82 199 131 199 1.337

Therapie 2.365 2.398 1.253 90 150 137 229 1.314

Ausgangs-RR > 160/90 > 160/90 > 160/90 > 180/105 160–219

Alter (SD) 72(7) 70(7) 67(6) 73(8) 70(5) 76(4) 62(1) 70(3)

RR-Reduktion

Insult

11/4 10/3 7/2 13/6 13/8 18/6 14/6 11/6

Therapie: Kontrolle

Gesamtmortalität

103:159 137:186 74:94 26:41 164:188

Therapie: Kontrolle 213:242 123:137 61:82 36:63 196:209

Antihypertensiva Chlorthalidon Nitrendipin Diuretika Diuretika HCTZ

Betablocker Betablocker

Kalziumantagonisten

ACE-Hemmer

Betablocker

seite 8 DER MEDIZINER 3/2011

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HYPERTONIE

Fortbildung

Therapieempfehlungen im Alter

Die nichtmedikamentösen Maßnahmen

• 10 kg Gewichtsabnahme senkt bei

Übergewichtigen den systolischen

Druck um 5–10 mmHg.

• 30 Minuten körperliches Training

(Puls im Trainingsbereich) dreimal

wöchentlich 4–9 mmHg.

• Diät – (Obst, Gemüse, Kalium, wenig

Fett, z.B. mediterrane Diät) 8–14

mmHg systolisch.

• Nikotinabstinenz senkt das kardiovaskuläre

Risiko.

• Kochsalzzufuhr unter 5–6 g (bei Responder)

senkt den systolischen Druck

um 2–8 mmHg.

• Erhöhter Alkoholkonsum auf 30 g bei

Männer und 20 g bei Frauen senkt um

2–4 mmHg.

• Engmaschiges Monitoring und kontinuierliche

Patientenschulung senken

den mittleren Blutdruck um 7,3 mmHg

zusätzlich. In moderierten Selbsthilfegruppen

konnte eine Senkung des systolischen

Drucks um 15 mmHg im

Durchschnitt durch die Maßnahme allein

erzielt werden.

Diese Maßnahmen sind auch im Alter

anwendbar,vor allem bei Patienten ab 65.

Das körperliche Training sollte individuell

erstellt werden, muss anwendbar sein,

benötigt viel Motivation und bedarf einer

Rezepterstellung mit Trainingskontrolle

und Leistungskontrolle alle zwei Monate.

Die nichtmedikamentösen Maßnahmen

sind zusätzlich effektiv und können die

Adhärenz zur medizinischen Behandlung

sogar verbessern, wenn auch nur für

die rüstigen älteren Patienten anwendbar

(Go-Goes).

Medikamentöse Therapie

Die großen Hypertoniestudien wurden

vorwiegend mit Diuretika und Betablockern

geführt, weiters mit Kalziumantagonisten

und ACE-Hemmern. Die

Bewertung der Unterschiedlichkeit der

einzelnen Substanzgruppen ist bezüglich

der antihypertensiven Potenz gering,

hinsichtlich des Nebenwirkungspotentials

und Potentials an günstigen Begleitwirkungen

jedoch beachtlich.

Die Polypharmazie ist ein wesentlicher

Gesichtspunkt, der im Therapieplan

Älterer zu berücksichtigen ist. Sowohl

die Adhärenz, die Wechselwirkungen

(Psychopharmaka, Analgetika), als

Interferenzen anderer Medikamente

Tabelle 3

Adhärenz der Pharmakotherapie nach Substanzklassen – Untersuchung über vier Jahre

Substanzgruppe Nach 12 Monaten Nach 24 Monaten

Angiotensinrezeptorblocker 76,4% 50,9%

ACE-Hemmer 60% 46,5%

Kalziumantagonisten 54,1% 40,7%

Betablocker 45,6% 34,7%

Thiaziddiuretika 20,8% 16,4%

Am J Managed Care 2005;11:395-399

(NSAR, Cortison), oft von anderen Ärzten

rezeptiert, sind zu beachten.

Startmedikamente

• ACE-Hemmer

• Sartane

• Kalziumantagonisten

• Diuretika

• Neue Substanzgruppe der Reninantagonisten

• Aliskiren

Günstig sind Kombinationen zwischen

- ACE-Hemmern und Diuretika

- Diuretika und Sartanen

- Sartanen und Kalziumantagonisten

- Kalziumantagonisten und ACE-

Hemmern

- Aliskiren und Diuretika

Ergänzungsmedikamente und Reservemedikamente:

Betablocker, Alphablocker,

Sympatolytika, Hydralazin, Alphamethyldopa

und Minoxidil. Die Auswahl

des richtigen Medikaments richtet

sich auf alle Fälle nach den begleitenden

Erkrankungen der oftmals multimorbiden

älteren Patienten. Auf die Therapieempfehlungen,

die zuletzt 2007 für die

häufigsten Komorbiditäten erstellt wurden,

wird verwiesen. Die Pathophysiologie

im Alter und die besonderen Begleiterkrankungen

im Alter machen die

Behandlung zur besonderen Herausforderung,

weil:

• Die kognitive Situation klare, einfache,

schriftliche niedergelegte und oftmals

wiederholte Therapiepläne benötigt,

die von eingeschulten Angehörigen

oder Pflegekräften gesichert angewandt

werden.

• Die Immobilität sowie die sogenannte

Frailty die selbständige Anwendung

von Medikamenten und deren Besorgung

in Frage stellt.

• Die diastolische Herzinsuffizienz eine

häufige Variante der Herzinsuffizienz

darstellt und gesondert behandelt wird.

• Die renale Insuffizienz Dosisadaptierungen

und die Substanzwahl bestimmt.

• Das Sinusknotensyndrom mit Bradykardienanfällen

intermittierend auftreten

kann.

• Die orthostatische Dysregulation Anlass

zu Stürzen (die vierthäufigste Todesursache

älterer Patienten) gibt.

Zusammenfassung

Neben den allgemeinen Kautelen im

Rahmen der Pharmakotherapie sind besonders

folgende maßgeblich:

• Start low, go slow.

• Begleiterkrankungen beachten - mit

einem Hypertensivum mehrere Therapieziele

verfolgen.

• Wechselwirkung beachten – Behandlung

von Begleiterkrankungen multimorbider

Patienten.

• Adhärenz Älterer besonders kritisch

(Nebenwirkungen, Öffnen der Packung

möglich, Mnestik,…).

• Blutdruck im Liegen und im Stehen

messen.

• Exsiccosezeichen beachten.

Kommentar zu den einzelnen Substanzgruppen

bei der Behandlung

Älterer aus geriatrischer Sicht

Bezüglich der Effektivität der Blutdrucksenkung

per se ist eine Differenzialtherapie

der Antihypertensiva nicht

sinnvoll. Die Differenzierung ist jedoch

nach individueller Risikostratifizierung

und dem Assessment zur Verbesserung

der Adhärenz und Langzeiteffektivität

der Behandlung nötig.

Diuretika: Die häufigste Substanzgruppe

in den Hypertoniestudien bleiben

auch 2011 wichtig. Günstig bei der

Begleiterkrankung Herzinsuffizienz; neben

der Blutdruckkontrolle auf Gewichtskontrollen

bei Herzinsuffizienz

achten zur Flüssigkeitsbilanzierung;

Elektrolytbestimmungen im Serum sind

in den ersten beiden Behandlungsmonaten

oder bei Dosis- und Präparatwechsel

erforderlich.Wegen des fehlenden Durstes

Älterer besonders auf klinische Exsiccosezeichen

und die Nierenfunktion

seite 10 DER MEDIZINER 3/2011

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achten. Bei Niereninsuffizienz ab einem

Kreatininwert von 1,5 mg/dl oder GFR

von 50 ml/min auf Aquaphoril (Xipamid)

oder Schleifendiuretika (z.B. Furosemid

wechseln).

Kritische Nebenwirkungen sind auch

neu auftretende Urgeinkontinenz (Sturzursache!)

und eine Verschlechterung

der kognitiven Funktion bei kritischer

zerebrovaskulärer Situation.

ACE-Hemmer: Günstige Substanzgruppe

bei der Begleiterkrankung Herzinsuffizienz,

stoffwechselneutral, Nebenwirkungsprofil

der neueren Substanzen

mit längerer Halbwertszeit günstiger.

Sartane: Gleiche Indikation und Begleiterkrankungen

wie ACE-Hemmer,

Alternative bei ACE-Hemmer-Unverträglichkeit.

Gute Studienlage bei zerebrovaskulären

Ereignissen.

Kalziumantagonisten: Effekt besonders

bei isolierter systolischer Hypertonie

nachgewiesen, sinnvoll bei zerebrovaskulären

Erkrankungen, stoffwechselneutal,

hilfreich bei tachykarden Rhythmusstörungen.

Betablocker: Günstig bei KHK, Herzinsuffizienz,

Tremor, reduziertem Ansprechen

der Rezeptoren im Alter,retardierte

Einmalgabe sinnvoll.

Alphablocker: Vorteilhaft bei Prostatahypertrophie,

kräftige blutdrucksenkende

Wirkung dosisabhängig bei refraktärer

Hypertonie.

DER MEDIZINER 3/2011

Sympatolytika: Günstiges Nebenwirkungsprofil

für Ältere, stoffwechselneutral.

Reninantagonist Aliskiren: Günstiges

Nebenwirkungsprofil macht es in Studie

für ältere Hypertoniker zur sicheren Alternative.

Aussicht

Die Entwicklung von einer Impfung

gegen Angiotensin wird vorangetrieben.

Neue Substanzen wie Endothelinantagonisten

werden das Armaturium gegen

die Hypertonie erweitern. Die Weiterentwicklungen

werden weniger im pharmakologischen

Bereich als im Bereich

der Diagnostik, exakteren Patientencharakterisierung,

Monitoring, Patientenadhärenz

und nichtmedikamentösen Maßnahmen

liegen.

Zusammenfassung –

Hypertonie im Alter

• Blutdruckmessung bei jedem neuen

Arztkontakt.

• Hypertonie im Alter ist häufig und

eine Behandlungsindikation.

• Die isolierte systolische Hypertonie

ist typisch im Alter und eine Behandlungsindikation.

• Kein Agismus! Die Substanzauswahl

richtet sich nach den selben Kriterien

wie beim jüngeren Hypertoniker, erweitert

durch geriatrische Erkenntnisse.

• Der Zielblutdruck ist relevant, mehr

als die exquisite Differentialtherapie.

HYPERTONIE

Fortbildung

• Die Kombinationstherapie führt eher

zum Erfolg mit geringeren Nebenwirkungen.

• Betablocker sind besonders bei KHK

mit Herzinsuffizienz als Begleiterkrankung

sinnvoll.

• Ein optimaler Therapieplan ergibt

sich nach dem geriatrischen Assessment.

• Zielblutdruck beachten je nach Begleiterkrankung,

bei Patienten über 80

Jahre liegt er bei 150/80 mmHg.

• Die Blutdruckbehandlung bei Patienten

über 80 Jahre mit erheblichen Begleiterkrankungen,

reduzierter Funktionalität

und Immobilität ist nicht untersucht.

• Die Adhärenz ist besonders zu pflegen

mit einer umfassenden Betreuung.

• Begleiterkrankungen sind die Regel

beim älteren Hypertoniker.

• Wechselwirkungen im Rahmen der

Polypharmazie durch Alternativen

begegnen.

• Patienten mit Frailty sind engmaschig

zu kontrollieren.

Prim. Dr. Peter Dovjak

LKH Gmunden

Leiter der Akutgeriatrie/Remobilisation

Miller-von-Aichholz-Straße 49

A-4810 Gmunden

Tel.: +43/7612/796

peter.dovjak@gespag.at

seite 11


GERD

Fortbildung

Vom Sodbrennen zum Speiseröhrenkrebs

Neues über Diagnostik und Therapie der gastroösophagealen Refluxkrankheit

Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Gadenstätter MSc

Millionen Menschen auf der Welt leiden

heutzutage so stark an Sodbrennen,

dass eine Behandlung unumgänglich ist.

10-20% der Österreicher haben täglich

oder mehrmals in der Woche Refluxbeschwerden.

Daher ist es nicht verwunderlich,

dass diese Erkrankung die häufigste

in den Ordinationen der Magen- Darm-

Spezialisten ist. Wer glaubt, dass es sich

lediglich um eine harmlose Begleiterscheinung

nach dem Essen handelt, irrt.

Sodbrennen kann Symptom einer gefährlichen

und chronischen Erkrankung sein,

die im schlimmsten Fall zu Speiseröhrenkrebs

führt. Diese so genannte gastroösophageale

Refluxkrankheit stellt aufgrund

ihrer Häufigkeit und der hohen medikamentösen

Therapiekosten sowohl medizinisch

als auch volkswirtschaftlich ein

nicht zu unterschätzendes Problem dar.

Pathophysiologie

Das Wissen um die Pathophysiologie

dieser Erkrankung hat sich in der letzten

Dekade des 20. Jahrhunderts

wesentlich geändert. Während die gastroösophageale

Refluxkrankheit früher

als eine rein pep-

tische Erkrankung mit pathologischem,

gastroösophagealem Säurereflux definiert

war, ist nun klar geworden, dass es

sich vielmehr um eine generalisierte

Motilitätsstörung des oberen Gastrointestinaltraktes

multifaktorieller Genese

handelt.

Die Faktoren, die an der Entstehung

der gastroösophagealen Refluxkrankheit

beteiligt sind, lassen sich in sechs

Gruppen zusammenfassen.

1. Der Antirefluxmechanismus: Dieser

besteht aus dem unteren Ösophagussphinkter(Speiseröhrenschließmuskel),

den Zwerchfellschenkeln, der

phrenoösophagealen Membran und

dem His'schen Winkel. Das Auftreten

einer axialen Hiatushernie zerstört diesen

Verschlussmechanismus (bei über

90% aller Refluxpatienten findet man

eine axiale Hiatushernie). Eine weitere

wesentliche Rolle spielen neurohormonelle

Veränderungen, die zu einem permanenten

oder transienten Absinken

des Tonus der glatten Muskulatur im

Sphinkterbereich führen.

2. Die intakte Peristaltik des

tubulären Ösophagus:

Diese ist Voraussetzung

für eine geordnete

Clearancefunktion

(Entleerung) der

Speiseröhre. Während

bei der so

genannten Volumenclearance

mit

der ersten peristaltischen

Welle ein

Großteil des Refluates

wieder in den Magen

Fachkurzinformation

siehe Seite 31

transportiert wird, trägt die Säureclearance

(Pufferung der Magensäure durch

Bicarbonat) nur etwa 10% zur Gesamtclearancefunktion

des Ösophagus bei.

Bei lang andauernder gastroösophagealer

Refluxkrankheit kommt es bei bis zu

50% der Patienten zu einer Beeinträchtigung

der Motilität (Beweglichkeit) der

Speiseröhre. Als Ursache hierfür sind

chronisch entzündliche Veränderungen

der Ösophagusmuskulatur mit Abnahme

der Muskeldicke und Zunahme des submukösen

Kollagens, die Hiatushernie per

se (verhindert die Tonisierung der Längsmuskulatur

der Speiseröhre) und pathologische

Neuropeptidplasmaspiegel zu

nennen.

3. Die Magenentleerung und die

antroduodenale Motilität: Zahlreiche

Untersuchungen konnten zeigen, dass

Refluxpatienten in bis zu 40% der Fälle

eine verzögerte Magenentleerung aufweisen.

Hier sei vor allem auf die Phase

III der antroduodenalen Motilität hingewiesen,

die für die Clearancefunktion

des Magens von großer Bedeutung ist.

Eine Beeinträchtigung der antroduodenalen

Motilität führt zu einer gestörten

Clearancefunktion des Magens mit konsekutivem

Auftreten von pathologischem,

duodenogastralem Reflux.

4. Die Zusammensetzung des Refluats:

Nicht nur die Magensäure als einziger

medikamentös beeinflussbarer Faktor,

sondern auch das proteolytische

Enzym Pepsin, Duodenalsaftbestandteile

wie die verschiedenen Gallesalze

und Bauchspeicheldrüsenenzyme sowie

Wachstumsfaktoren sind in der Pathogenese

der Refluxkrankheit von Bedeutung.

Dieser gemischte Reflux ist oft

DER MEDIZINER 3/2011


nicht sauer und kann daher eine falschnegative

pH-Metrie nach sich ziehen.

Symptome der GERD

• Sodbrennen

• Regurgitation

• Dysphagie, Odynophagie

• Asthma, Bronchitis, Pneumonie

• Laryngitis

• Zahnfleisch-/Zahnschmelzdefekte

• Globusgefühl

• Epigastrische Schmerzen

• Völlegefühl

• Nausea, Erbrechen

• Schlafapnoe

• „Non-cardiac chest pain“

5. Schleimhautresistenzmechanismen

und

6. Exogene Faktoren spielen in der

Pathophysiologie der gastroösophagealen

Refluxkrankheit eine untergeordnete

Rolle.

Symptome

Die gastroösophageale Refluxerkrankung

ist durch ein breites Spektrum verschiedenster

Beschwerden charakterisiert.

Sodbrennen und Regurgitation

(Aufstoßen von Mageninhalt) werden

am häufigsten angegeben. Retrosternale

und epigastrische Schmerzen sowie Völlegefühl

werden gefolgt von Dysphagie

(Schluckbeschwerden), Nausea (Übelkeit)

und Erbrechen. Aber auch pulmonologische

Symptome (obere und

untere Atemwege) werden anfänglich

mitunter falsch interpretiert (Tabelle 1).

Die Lebensqualität der betroffenen

Patienten ist bei schweren Formen der

Erkrankung meist massiv eingeschränkt,

mehr als bei vielen anderen

chronischen Erkrankungen. Eines der

hauptsächlichen Therapieziele ist daher

die Normalisierung der Lebensqualität

der Patienten, unabhängig davon, ob

dies durch eine medikamentöse oder

chirurgische Therapie erreicht wird.

Komplikationen

Durch regelmäßige, immer wiederkehrende

Beschwerden (verursacht

durch wiederholte Entzündungsschübe

in der Speiseröhre) kann es im Laufe

des Krankheitsverlaufes zum Auftreten

von Komplikationen kommen. Blutung,

narbige Stenosierung (Verengung der

Speiseröhre) und schließlich die Entstehung

eines Barrett-Ösophagus, auf

DER MEDIZINER 3/2011

Tabelle 1

deren Boden sich ein Speiseröhrenkrebs

(Barrett-Karzinom) entwickeln kann,

sind Komplikationen, die vor allem bei

Patienten anzutreffen sind, die einen

lang andauernden duodeno-gastroösophagealen

(„gemischten“) Reflux aufweisen.

In diesen Fällen ist eine konsequente

Abklärung und Behandlung

erforderlich, um ein Fortschreiten der

Erkrankung zu verhindern und gegebenenfalls

eine Heilung zu erzielen.

Angst vor Krebs

Durch die chronische Irritation der

Speiseröhrenschleimhaut infolge einer

Refluxösophagitis kann die innere Auskleidung

des Ösophagus durch abnormale

Zellen (Barrett-Gewebe) ersetzt

werden. Die Entwicklung einer Barrett-

Erkrankung zu einer Krebserkrankung

geht im Normalfall schrittweise voran,

angefangen beim Frühstadium der Barrett-Erkrankung

über leichte und/oder

schwere Dysplasie bis letztlich zur Bildung

des Krebsgeschwürs. Man geht

heute davon aus, dass einer von zehn Patienten

mit Barrett-Metaplasien innerhalb

von 20 Jahren ein Karzinom entwickelt.

Eine neue und hocheffektive, endoskopische

Therapieoption für die vollständige

Entfernung einer präkanzer-

HALO-Ablationskatheter

GERD

Fortbildung

ösen Erkrankung des Ösophagus ist die

Ablation mit Hilfe des HALO-Systems

(Radiofrequenz-Ablation). Bei diesem

Katheterverfahren wirkt eine Wärmeenergie

über den HALO-Ablationskatheter

(Abbildung 1) in einem Umfang

von 90° oder 360° auf das Barrett-Gewebe

ein, sodass bei der Mehrzahl der

Patienten die normale Auskleidung des

Ösophagus wiederhergestellt wird. Das

Instrument erlaubt eine vorgegebene,

gleichförmige und kontrollierte Wärmebehandlung,

durch die die dünne, erkrankte

Gewebeschicht abgetragen wird

ohne das darunter liegende Gewebe zu

schädigen. Die Behandlung erfolgt endoskopisch

in Sedierung. Das Risiko

einer Krebserkrankung in der am meisten

gefährdeten Patientengruppe konnte in

den bisherigen Studien von 19,0% auf

2,4% gesenkt werden.

Diagnostik

„Obligate“ Untersuchungen

Endoskopie mit Biopsien

Eine Ösophagogastroduodenoskopie

(Magenspiegelung) dient der Bestätigung

der Verdachtsdiagnose und dem

Ausschluss anderer Erkrankungen mit

ähnlichen Symptomen (z.B. Magengeschwüre,

Gastritis etc.). Entnahmen von

Gewebeproben aus dem unteren Teil

Abbildung 1

Abbildung 2

Endoskopisches und mikroskopisches Bild einer Barrett-Metaplasie

seite 13


GERD

Fortbildung

der Speiseröhre bestätigen die makroskopische

Diagnose und können mittels

Spezialfärbung den Verdacht auf Barrettösophagus

mit oder ohne Dysplasie

absichern (Abbildung 2).

Ösophagusmanometrie

Die Speiseröhrendruckmessung mit

einem wasserperfundierten oder piezoelektrischen

Katheter ist der nächste

Schritt. Es wird der Sphinkterruhedruck,

die intraabdominelle und die Gesamtlänge

des unteren Speiseröhrenschließmuskels

sowie seine Entspannungsfähigkeit

gemessen. In der gleichen Sitzung

wird die Peristaltik (Bewegungsablauf)

der Speiseröhre beurteilt (Ausschluss

einer Achalasie, Sklerodermie, etc.).

Impedanzmanometrie

Mittels der Manometrie (Druckmessung)

werden die Schluckbewegungen

der Speiseröhre gemessen. Durch die

Kombination der bewährten Druckmessung

mit der Impedanzmessung kann

genau beurteilt werden, ob die Speiseröhre

in der Lage ist, einen Bolus (Bissen)

auch wirklich weiter in den Magen

zu befördern. Damit lassen sich Funktionsstörungen

der Speiseröhre erkennen.

Was heißt Impedanzmessung? Durch

das Schlucken eines Bissens kommt es in

der Speiseröhre zu einer Impedanzände-

rung, das heißt zu einer Änderung der

elektrischen Leitfähigkeit des Organs

und damit zu einer messbaren elektrischen

Spannung. Impedanzmessungen

sind so sensibel, dass sogar zwischen gasförmigen

Bewegungen („Rülpsen“), flüssigen

(Schlucken von Wasser) und festen

Stoffen (Essen) unterschieden werden

kann.

24-Stunden-pH-Metrie des Ösophagus

Die pH-Metrie dient zur Quantifizierung

einer endoskopisch nachgewiesenen

GERD, kann aber eine Refluxerkrankung

auch bei fehlenden endoskopisch

sichtbaren Läsionen diagnostizieren.

Voraussetzung ist die

manometrische Bestimmung des unteren

Speiseröhrenschließmuskels, um die

pH-Sonde 5 cm oberhalb desselben für

24 Stunden zu positionieren. Während

eines normalen Tages- und Nachtablaufs

wird an dieser Stelle kontinuierlich der

pH-Wert gemessen. Abhängig von der

Sondenart kann auch mittels eines zweiten

Messsensors (z.B. 20 cm oberhalb

des unteren Speiseröhrenschließmuskels)

das Ausmaß (bzw. die Höhe) des

sauren Refluxes aufgezeichnet werden.

Ein Protokoll wird zusätzlich über Nahrungs-

und Flüssigkeitsaufnahme, körperliche

Aktivität, Rauchen und Ruheliegezeiten

vom Patienten geführt. Ein

Softwareprogramm errechnet aus der

Abbildung 3

Endoskopisches und radiologisches Bild einer axialen Hiatushernie

Abbildung 4

Schematische Darstellung der 360°-Fundoplikation (nach Nissen) und der

270° partiellen hinteren Fundoplikation (modifiziert nach Toupet)

Kombination dieser Daten mit den gemessenen

pH-Werten den sogenannten

DeMeester-Score. Überschreitet dieser

Score den Normwert, gilt das als pathologisch

- also ein Zeichen für krankhafte

saure Refluxaktivität. Ein negatives Ergebnis

schließt allerdings eine gastroösophageale

Refluxerkrankung nicht

aus, da ein zusätzlich auftretender nichtsaurer

duodenogastraler Reflux das

Gesamtrefluat neutralisieren kann.

Impedanz-/pH-Metrie-Messung

Diese Methode bietet die Möglichkeit

zur Evaluation der Quantität und Qualität

von nicht- bzw. schwach-sauren Refluxepisoden

im Ösophagus und deren

Korrelation mit Symptomen und zeigt

eine hohe Sensitivität bezüglich der Detektion

aller Typen von Reflux. Dabei

handelt es sich um eine neue Untersuchung,

die eine Kombination von Säuremessung

mit Messung des elektrischen

Widerstands am Mageneingang ermöglicht.

Durch die Impedanzmessung können

alle Arten von Bolusbewegungen

– unabhängig von Flussrichtung, Konsistenz

und pH-Wert – im Ösophagus bestimmt

und eine Unterscheidung bezüglich

der Azidität des Refluxes ermöglicht

werden. Es ist dies die einzige Untersuchung,

mit der eindeutig beurteilt werden

kann, ob die Symptome auch wirklich

durch Reflux verursacht sind. Besonders

profitieren von der Impedanzmessung

jene Patienten, die bei unauffälliger 24hpH-Metrie

trotz medikamentöser Therapie

oder nach einem operativen Eingriff

noch Beschwerden haben. An der

Sonde selbst gibt es zwei pH-Messpositionen

und sechs Impedanzmesspunkte

mit jeweils zwei Elektroden, zwischen

denen elektrische Spannung aufgebaut

wird. Flüssigkeit in der Speiseröhre verändert

die Spannung und die Impedanzänderung

kann so gemessen werden.

Durch die sechs Messpunkte kann zwischen

Schlucken und Rückfluss von

Magensaft unterschieden und die Höhe,

bis zu der ein Reflux steigt, festgestellt

werden. Durch die Kombination der

pH-Metrie mit der Impedanzmessung

wird das Spektrum der Möglichkeiten

zur Diagnostik der GERD bzw. zum

Refluxmonitoring um folgende Bereiche

erweitert:

1. Qualifizierung der Säureexpositionszeiten

und Korrelation von saurem

Reflux zu Symptomen;

2. Korrelation von nicht-, schwach- und

stark-sauren Refluxepisoden zu Symptomen;

seite 14 DER MEDIZINER 3/2011


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29

3. Qualifizierung des Refluats – gemischter,

flüssiger oder gashaltiger

Reflux;

4. Bestimmung der Häufigkeit des Versagens

der Antirefluxbarriere.

Weitere Untersuchungen

Die oben genannten Untersuchungen

haben einen hohen Stellenwert in der

Abklärung der gastroösophagealen Refluxkrankheit.

Die Ergebnisse sind wesentlich

an der Entscheidungsfindung

über das weitere therapeutische Vorgehen

beteiligt: medikamentöse Therapie

oder chirurgische Therapie durch eine

Antirefluxoperation. In unklaren Fällen

bzw. zur weiteren Abklärung steht noch

eine Reihe von Untersuchungen zur

Verfügung, die zusätzliche Informationen

und differenzierte Aussagen über

die Erkrankung ermöglichen:

• Bilitec-Messung (quantitative Bestimmung

des Gallerefluxes in die Speiseröhre);

• Barium-Videoschluck (Speiseröhren-

Magen-Röntgen zur genauen Beurteilung

der anatomischen Situation,insbesondere

bei großen Hiatushernien;

Abbildung 3);

• Antroduodenale Manometrie und

Magen- bzw. Ösophagusszintigraphie

(Bestimmung der Entleerungsgeschwindigkeit

von Magen und Speiseröhre).

Therapeutische Richtlinien

Konservative Therapie

Refluxbeschwerden und Refluxösophagitis

treten bei der Mehrzahl der

Patienten nur einmalig oder wenige

Male im Leben auf und haben daher oft

nur geringen Krankheitswert. Zudem

neigt die Refluxösophagitis in mehr als

50% der Fälle zur Spontanheilung.

Wenn die Refluxkrankheit chronisch rezidivierend

auftritt (ca. 10% aller Patienten),

stehen drei Therapieziele im

Vordergrund:

1. Beseitigung der akuten Ösophagitis;

2. Vermeiden eines Rezidivs;

3. Verhinderung von Komplikationen

inkl. der malignen Entartung (Entstehung

von Speiseröhrenkrebs).

Allgemeinmaßnahmen wie Gewichtsreduktion,

fettarme Diät, Nikotinkarenz,

das Vermeiden später Abendmahlzeiten

sowie das Höherstellen des Kopfendes

DER MEDIZINER 3/2011

GERD

Fortbildung

des Bettes haben bestenfallsunterstützenden

Charakter.

Das Prinzip der

medikamentösen

Therapie besteht in

einer dauerhaften

Reduktion der Magensäureproduktion.

Dieses Ziel wird mit so

genannten „Säureblockern“(Protonenpumpenhemmer,

PPI) erreicht, welche bei bis zu

90% der Patienten innerhalb von zwei

Monaten zu einer Abheilung der Ösophagitis

führen. Andere Medikamente

können die Symptome lindern, führen

jedoch nicht in ausreichendem Ausmaß

zu einer entsprechenden Beherrschung

der Ösophagitis. Protonenpumpenhemmer

sind in der Behandlung des Sodbrennens

erfolgreich – Regurgitation,

Dysphagie, Globusgefühl und respiratorische

Beschwerden werden durch diese

Therapie jedoch nicht zufriedenstellend

behandelt. Nach Absetzen der Medikation

kommt es bei der Mehrzahl aller

chronisch Refluxkranken (bis zu 80–

90%) zu einem Rezidiv, das heißt zum

Wiederauftreten der Beschwerden und

der Refluxösophagitis, sodass zumindest

eine permanente Erhaltungstherapie

oder eine Bedarfsmedikation erforderlich

ist. Aber gerade diese ist oft problematisch,

da es bei einmaliger Gabe eines

PPI morgens nach 12–16 Stunden zu

einem „Rebound“ mit kurzfristigen Säurespitzen

in der Nacht kommen kann.

Aber auch unter medikamentöser

Dauertherapie kommt es in bis zu 20%

der Patienten zu einem Rückfall der Refluxerkrankung.

Darüberhinaus reduziert

die reine Säuresuppression nur die

säurebedingten Beschwerden, während

der duodenale Anteil des Refluates die

Speiseröhrenschleimhaut weiter schädigen

kann (Karzinogenese!). Neben

pathophysiologischen Überlegungen

unterstützen auch die relativ hohen

Kosten und die Belastung einer oftmals

notwendigen lebenslangen PPI-Therapie

die Indikationsstellung zur operativen

Therapie.

Operative Therapie

Fachkurzinformation

siehe Seite 31

Ziel der chirurgischen Therapie ist die

Wiederherstellung der physiologischen

Antirefluxbarriere, das heißt eine Normalisierung

der Funktion des unteren

Speiseröhrenschließmuskels. Gleichzeitig

wird bei diesen Operationen der

Zwerchfellbruch (Hiatushernie) verschlossen.

Das Adaptieren der aufgeweiteten

Zwerchfellschenkel, das Zurückverlagern

des unteren Ösophagussphinkters

nach intraabdominal verbunden mit

einer Restitution der Vorspannung des

Ösophagus und der damit verbundenen

Peristaltikverbesserung wird komplettiert

durch eine um den gastroösophagealen

Übergang gelegte Fundusman-

Abbildung 5

Laparoskopische Ansicht einer fertigen hinteren 270°-Fundoplikation (modifiziert nach

Toupet) und typisches endoskopisches Bild einer Nissen-Fundoplikation

seite 15


GERD

Fortbildung

„Plicator“-Therapie: Endoskopische Ansicht bei der Bildung

der Vollwandplikation des gastroösophagealen Überganges.

schette. Das heißt, dass der obere Teil

des Magens wie ein Schal um die Speiseröhre

geschlungen wird. Dadurch wird

ein Rückfließen von Mageninhalt in die

Speiseröhre verhindert.

Zwei verschiedene Verfahren werden

in Abhängigkeit von der Ösophagusperistaltik

angewandt: Die 360°-Fundoplikation

(nach Nissen) bei vollständig

erhaltener Ösophagusperistaltik und die

270°-Fundoplikation (partielle hintere;

modifiziert nach Toupet) bei eingeschränkter

Motilität des tubulären Ösophagus

(Abbildung 4). Diese operativen

Verfahren werden heute nahezu ohne

Ausnahme laparoskopisch („Knopflochtechnik“)

durchgeführt (Abbildung 5).

Dies ermöglicht ein präzises Präparieren

mit minimalem Blutverlust und einer

entsprechend raschen postoperativen

Erholung. So können die Patienten am

zweiten oder dritten postoperativen Tag

aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Erfolgsrate bzw. die Langzeiteffektivität

der operativen Therapie der

gastroösophagealen Refluxkrankheit

liegt in spezialisierten Zentren deutlich

über 90%. Ausschlaggebend für den Therapieerfolg

ist die Erfahrung des Operationsteams.

Es wird daher empfohlen,

diese Eingriffe nur in spezialisierten

Zentren durchführen zu lassen.

Wie für die funktionelle Chirurgie

üblich, erfordert die Indikationsstellung

eine sehr intensive Beschäftigung mit

Anamnese, Klinik und den Ergebnissen

der funktionellen Untersuchungen. Die

Hauptzielgruppe der Antirefluxchirurgie

sind jüngere Patienten mit chronisch

rezidivierender Refluxkrankheit, bei

Abbildung 6

denen eine lebenslange Dauertherapie

mit PPI zu erwarten ist. Der Eingriff

wird außerdem Patienten empfohlen,

die unter PPI-Therapie weiterhin unter

Beschwerden leiden, die eine lebenslange

Medikamenteneinnahme ablehnen

und Patienten mit respiratorischen

Symptomen der Refluxkrankheit (z.B.

Asthma, nächtliche Hustenanfälle etc.).

Folgendes Therapieschema hat sich in

den letzten Jahren etabliert: Die Refluxpatienten

werden zunächst konservativ

mit Protonenpumpeninhibitoren (Standarddosierung)

drei bis sechs Monate behandelt.

Kommt es nach einem Absetzversuch

der Medikamente innerhalb

kurzer Zeit zu einem Wiederauftreten

der Refluxerkrankung (klinisch oder

endoskopisch), kann die Indikation zur

Operation gestellt werden. Bei Patienten

mit gestörter Ösophagusperistaltik,

refluxassoziiertem Asthma sowie Patienten

mit großvolumiger Regurgitation

besteht eine frühe Operationsindikation,

da diese Patientengruppe schlechter auf

die medikamentöse Therapie anspricht.

Alternative Therapieformen wie zum

Beispiel die Radiofrequenztherapie des

unteren Ösophagussphinkters oder Polymerinjektionen

zur Verengung des gastroösophagealen

Übergangs haben derzeit

eine sehr begrenzte Indikation und

befinden sich noch im Stadium der klinischen

Erprobung, sodass sie nicht zu den

Standardtherapieverfahren der Refluxkrankheit

gerechnet werden können.

Als neue und Erfolg versprechende,

endoskopische Methode zur Behandlung

der gastroösophagealen Refluxkrank-

heit hat sich die so genannte „Plicator“-

Methode etabliert, bei der endoskopisch

eine Vollwandplikation des gastroösophagealen

Übergangs (= Vollwandnaht

mit einer doppelten Titannaht zur Einengung

des Mageneingangs) durchgeführt

wird (Abbildung 6). Diese Methode

kann jedoch nur bei leichteren

Fällen von Refluxkrankheit und bei kleiner

Hiatushernie angewandt werden

(max. 2–3 cm). Die Erfolgsquote in Studien

liegt bei ca. 80–85%. Der Eingriff

kann tagesklinisch und in Kurznarkose

durchgeführt werden, die Patienten können

noch am selben Tag die Klinik verlassen.

Zusammenfassung

Die gastroösophageale Refluxkrankheit

ist eine häufige Erkrankung mit typischen

und untypischen Symptomen. Die

Problematik dieser Erkrankung reicht

von Beeinträchtigung der Lebensqualität

bis hin zur Entwicklung von Speiseröhrenkrebs.

Somit kann auch die Therapie

nicht nur auf den Faktor „Säure“ reduziert

werden. Ziele der Therapie sind

Symptomfreiheit des Patienten,Abheilen

der Entzündung, Normalisierung der Lebensqualität

sowie das Verhindern des

Entstehens bzw. Fortschreitens einer Barrett-Metaplasie

(Krebsvorstufe).

Literatur beim Verfasser

Prim. Univ.-Prof.

Dr. Michael Gadenstätter MSc

Landesklinikum Krems,

Abteilung für Chirurgie

Kompetenzzentrum für gastroösophageale

Funktionsstörungen

Mitterweg 10, A-3500 Krems

Tel: +43/2732/804-2501,

Fax: Dw -5502

michael.gadenstaetter@krems.lknoe.at

seite 16 DER MEDIZINER 3/2011

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Fachkurzinformation siehe Seite 30


DIABETES

Fortbildung

Diabetestherapie beim geriatrischen Patienten

Prim. Univ.-Prof. Dr. Monika Lechleitner

Aus epidemiologischen Untersuchungen

geht hervor, dass in Mitteleuropa

jeder 4. Mann und jede 3. Frau über dem

75. Lebensjahr an einem Diabetes mellitus

leiden. Die Diabeteshäufigkeit liegt

bei pflegebedürftigen älteren Menschen

bei 25-30% (Harris et al, Diabetes Care

1998; Hauner et al, Dtsch Med

Wochenschr 2000).

Der Diabetes mellitus erhöht das

Risiko für die Entwicklung altersassoziierter

funktioneller und kognitiver Einschränkungen.

So ist das Risiko für die

Entwicklung eines dementiellen Syndroms

bei älteren Diabetikern gegen-

Abbildung 1

Therapieziele für den älteren Diabetiker –

Guidelines des American Geriatric

Society Panel (JAGS 2003)

Nüchternblutzucker < 120 mg/dL

postprandialer Blutzucker < 160 mg/dL

HbA1c < 7,0%

Blutdruck < 140/80 mmHg

(130/80 mmHg)

LDL-Cholesterin < 100 mg/dL

Triglyceride < 150 mg/dL

HDL-Cholesterin < 40 mg/dL

Abbildung 2

BMI: Einteilung nach geriatrischen Kriterien,

ab dem 65. Lebensjahr (ESPEN 2000)

< 18,5 schwere Malnutrition

18,5–19,9 leichte Malnutrition

20–21,9 Risiko für Malnutrition

22–26,9 Normalgewicht

27–29,9 Präadipositas

> 29,9 Adipositas

über der nichtdiabetischen Bevölkerung

um das 1,5-fache erhöht, das Risiko für

eine vaskuläre Demenz ist um das 2- bis

6-fache gesteigert.

Die Vulnerabilität des geriatrischen

Patienten benötigt eine Anpassung der

Behandlung, unter besonderer Berücksichtigung

des Nebenwirkungsprofils

der antiglykämischen Therapie und

möglicher Arzneimittelinteraktionen.

Strikte Diätformen sind beim älteren

Patienten vor allem im Hinblick auf das

bei Diabetikern erhöhte Risiko für die

Entwicklung des Frailty-Syndroms und

der Malnutrition nicht angezeigt. Die

Inhalte der strukturierten Diabetikerschulung

wie auch deren Vermittlung

sollten für ältere Patienten adaptiert

werden, im Bedarfsfall unter Einbeziehung

von Familienangehörigen und

Betreuungspersonen.

Grundsätzlich gelten für den älteren

Diabetiker die gleichen diagnostischen

Referenzwerte und auch Zielwerte in

der Therapie wie beim jüngeren Diabetiker

(Abb. 1). Unter Berücksichtigung

der besonderen Bedürfnisse des geriatrischen

Patienten kommt jedoch der

individuellen Zielwertdefinition und

dem Aspekt des Erhalts einer größtmöglichen

Lebensqualität eine besondere

Bedeutung zu. Hinsichtlich der diabetischen

Spätkomplikationen gilt es vor

allem, diabetische Augenveränderungen,

die dialysepflichtige Niereninsuffizienz

und das diabetische Fußsyndrom

zu vermeiden. Der HbA1c-Zielwert als

Surrogatparamter der glykämischen

Kontrolle sollte Bezug nehmen auf die

Diabetesdauer, das Hypoglykämierisiko,

die Lebenserwartung und Lebens-

perspektive (Tab. 1; (Siegmund et al,

Diabetologe 2010). Eine wiederholte

Erhöhung der Nüchternblutzuckerwerte

über 150 mg/dl bzw. der postprandialen

Werte über 300 mg/dl erfordern

eine entsprechende Therapieintensivierung

auch beim geriatrischen Patienten,

da mit manifester Glucosurie bei entgleister

Hyperglykämie Dehydrierung,

Infektionen und eine Verschlechterung

geriatrischer Syndrome auftreten können

(Fasching, Wien Klin Wochenschr

2009).

Als Grundlage in der Therapie des

Typ-2-Diabetes gelten auch für den älteren

Diabetiker Lebensstilempfehlungen.

Hinsichtlich der Ernährung ist zu

betonen, dass beim geriatrischen Patienten

strikte Diätformen aufgrund der

Gefahr einer Malnutrition abzulehnen

sind. Bezüglich des Body-Mass-Index

sind altersassoziierte Veränderungen

des Skelettsystems und der Muskelmasse

im Verhältnis zur Fettmassse zu

berücksichtigen, die Werte für einen

normalen BMI liegen in einer altersangepassten

Normierung höher als in der

jüngeren Population (Abb. 2). Eine individuell

angepasste körperliche Aktivität

ist altersunabhängig zu unterstützen.

Werden durch Lebensstilmodifikationen

die glykämischen Zielwerte nicht

erreicht, erfolgt der Einsatz einer medikamentösen

Therapie (Abb. 3 + 5). Den

aktuellen Leitlinien der ÖDG entsprechend,

gilt Metformin auch beim älteren

übergewichtigen Typ-2-Diabetiker als

Medikament der ersten Wahl. Der appetithemmende

und damit gewichtsreduzierende

Effekt von Metformin kann

beim geriatrischen Patienten jedoch

seite 18 DER MEDIZINER 3/2011

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DIABETES

Fortbildung

Therapie nach Diagnose Diabetes mellitus Typ 2

Tabelle 1

HbA1c-Zielwerte unter Berücksichtigung der individuellen Situation des Patienten

Gruppe HbA1c-Zielwert Patientencharakteristika

Gruppe 1 < 6,5% kurze Diabetesdauer, lange Lebenserwartung, keine

Neigung zur schweren Hypoglykämien, keine manifesten

kardiovaskulären Erkrankungen

Gruppe 2 < 7,0% mittlere Diabetesdauer, keine Neigung zur schweren

Hypoglykämien

Gruppe 3 < 7,5% lange Diabetesdauer (> 12–15 Jahre), kürzere Lebenserwartung,

Neigung zur schweren Hypoglykämien,

manifeste kardiovaskuläre Erkrankungen

Gruppe 4 < 8,0% geriatrische Syndrome (Demenz, Immobilität,…),

eingeschränkte Lebenserwartung durch Komorbiditäten

unerwünscht sein. Als strikte Kontraindikation

gilt ein Kreatininwert > 1,3 mg/

dl bzw. eine GFR < 60 ml/min, wobei

empfohlen wird, die Kreatininclearence

altersadaptiert zu erheben, um auch bei

sarkopenischen Patientin die Nierenfunktion

korrekt einzuschätzen.

Abbildung 3

Abbildung 4

Bei normalgewichtigen Patienten mit

Typ-2-Diabetes und/oder einer im Vordergrund

stehenden Erhöhung der

postprandialen BZ-Werte kommen

Sulfonylharnstoffderivate oder Glinide

(Repaglinid) als Insulinsekretagoga

zum Einsatz. Das Hypoglykämierisiko

unter Sulfonylharnstoffderivaten ist besonders

zu berücksichtigen, die Gabe von

Sulfonylharnstoffderivaten oder Repaglinid

darf nur bei einer verlässlichen,

regelmäßigen Nahrungszufuhr erfolgen.

Gliclazid scheint für den geriatrischen

Patienten besonders geeignet, da die

Metabolite nicht mehr stoffwechselwirksam

sind, weshalb das Hypoglykämierisiko

als besonders gering eingestuft wird.

Voraussetzung für die Wirksamkeit aller

Insulinsekretagoga ist eine ausreichende

Beta-Zell-Reserve, die durch quantitative

Bestimmung des C-Petides abgeschätzt

werden kann.

Pioglitazon weist komplexe günstige

Effekte auf die Insulinresistenz auf. Als

Kontraindikationen für Pioglitazon gelten

eine schwere Hepatopathie und die

Herzinsuffizienz, auch die vor allem bei

älteren Frauen beschriebene erhöhte

Knochenfrakturrate begrenzt die Einsatzmöglichkeit

beim geriatrischen Patienten.

Disaccharidasehemmer hemmen den

intestinalen Kohlehydratabbau und führen

zu einer Reduktion der postprandialen

Blutzuckerspitzen. Gastrointestinale

Nebenwirkungen können die Anwendung

beim älteren Patienten einschränken.

Hinsichtlich der Einführung der Antidiabetika

aus der Substanzklasse der

Inkretintherapeutika ist anzuführen,

dass die gewichtsreduzierenden Effekte

der GLP-1-Ananloga (Exenatide und

Liraglutide) beim geriatrischen Patienten

eher unerwünscht sind. Die sogenannten

DPP-4-Hemmer (Gliptine)

verhindern den enzymatischen Abbau

von körpereigenem GLP-1, die orale

Verabreichung bewirkt über eine Stabilisierung

des endogenen Insulinspiegels

eine Blutzuckersenkung ohne Auftreten

von Hypoglykämien.

Gastrointestinale Nebenwirkungen

sind unter DPP-4-Inhibitoren selten, in

den klinischen Studien wurde ein

gewichtsneutraler Effekt beschrieben.

Auch für ältere Patienten wurde die

Effektivität und Sicherheit der Gliptine in

der antidiabetischen Therapie beschrieben.

Von Seiten der Zulassung

kommen Glitpine (Sitagliptin, Vildagliptin,

Saxagliptin) nicht als First-line-Therapeutika,

sondern erst in Kombination mit

Metformin bzw. bei Unverträglichkeit mit

Glitazonen oder Sulfonylharnstoffderivaten

zum Einsatz. Bei schwerer Hepatopa-

seite 20 DER MEDIZINER 3/2011


Abbildung 5

Therapie nach Diagnose

Diabetes mellitus Typ 2

• Disaccharidasehemmer

- gastrointestinale Probleme

• Metformin

- Kontraindikation bei eingeschränkter Nierenfunktion

- Appetithemmung, gastrointestinale Probleme

• Glitazone

- Ödeme, Herzinsuffizienz

- periphere Knochenfrakturen bei älteren

Frauen

• Sulfonylharnstoffderivate

- Hypoglykämie

• Repaglinid

- Hypoglykämie

• GLP-1-Analoga

- Übelkeit, Gewichtsreduktion

• DPP-4-Hemmer (Gliptine)

- Tedenziell Gewichtsreduktion

• Insuline

- Hypoglykämie

DER MEDIZINER 3/2011

thie oder Nephropathie sind auch DPP-4-

Hemmer kontraindiziert.

Bei einer Indikation zur Insulintherapie

ist hinsichtlich des Insulintherapiemodus

beim geriatrischen Patienten die

Umsetzbarkeit im Alltag zu berücksichtigen.

Die Erweiterung der Behandlung

mit oralen Antidiabetika durch ein langwirksames

Insulin bzw. Insulinanalogon

als Basisinsulin (basal unterstütze, orale

Therapie) stellt einen einfachen Einstieg

in die Insulintherapie dar. Neben

der adaptieren Schulung für den geriatrischen

Patienten sind auch bei der

Wahl des Pens und des Blutzuckermessgeräts

altersassoziierte Einschränkungen

(Sehbehinderung, neurologische

Ausfälle, kognitive Einschränkungen)

zu berücksichtigen. Häufig kann die

Insulintherapie auch nur unter Beanspruchung

eines Hilfsdienstes (Hauskrankenpflege)

erfolgreich umgesetzt

werden.

DIABETES

Fortbildung

Die umfassende Betreuung des Diabetikers

beinhaltet neben der antiglykämischen

Behandlung die antihypertensive

und lipidsenkende Therapie sowie

die Umsetzung von Screeningmaßnahmen

auf diabetische Spätkomplikationen.

Die optimale Therapie beim älteren

Diabetiker sollte auch darauf abzielen,

die Entwicklung geriatrischer Syndrome

zu verhindern bzw. bei Vorliegen geriatrischer

Syndrome und bei Multimorbidität

die Betreuung an die individuellen

Bedürfnisse anzupassen.

Prim. Univ.-Prof.

Dr. Monika Lechleitner

LKH Hochzirl

Anna-Dengel-Haus, A-6170 Zirl

Tel.: +43/5238/501-50 01

monika.lechleitner@tilak.at

seite 21


FIBROMYALGIE

Fortbildung

Dronabinol bei Fibromyalgie

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, Dr. Wolfgang Pipam

Fibromyalgie ist eine Diagnose „per

exclusionem“; sie wird bei Patienten verwendet,

die chronische Schmerzen in

mehreren Körperregionen haben (chronic

widespread pain, CWP), ohne dass

diesen, im Gegensatz zu anderen Ursachen

chronischer Schmerzen, objektiv

nachweisbare entzündliche oder degenerative

periphere Prozesse zugrunde liegen.

Die Prävalenz des Fibromyalgie-

Syndroms gemäß den Kriterien der

ACR-Kriterien (American College of

Rheumatology, ACR) beträgt in der allgemeinen

Bevölkerung zwischen 0,7%

und 3,3% (1); Frauen sind mit einer Prävalenz

zwischen 1,0–4,9% etwa zwei-

bis dreimal häufiger betroffen als Männer

(0–1,6%). Im Vordergrund der Fibromyalgie-Beschwerden

stehen Schmerzen

(Druckschmerzempfindlichkeit, Hyperalgesie)

und Steifigkeit. Die Schmerzen

sind meist mit anderen körperbezogenen

Beschwerden assoziiert (Abb. 1).

Zum Fibromyalgie-Syndrom gehören

eine Reihe von mehr oder weniger stark

ausgeprägten Symptomen; häufig sind

körperliche bzw. geistige Müdigkeit, Erschöpfung,

Kopfschmerzen, nicht erholsamer

Schlaf, Reizdarm, Steifigkeit

bzw. Schwellungsgefühl der Hände oder

der Füße oder des Gesichtes sowie neuro-

Algorithmus zur Diagnostik des Fibromyalgie-Syndroms (FMS)

Abbildung 1

psychiatrische bzw. seelische Beschwerden

wie Ängstlichkeit und Depressivität.

Zu weiteren Begleitsymptomen bzw.

Diagnosen zählen beispielsweise Kopfschmerzen,

Mundtrockenheit, Engegefühl

beim Schlucken, Reizblase und

Kreislaufbeschwerden. Die in Tabelle 1

angeführten ACR- und Symptomkriterien

sind diagnostisch als gleichwertig zu

betrachten (2).

Zur Definition „chronische Schmerzen“

in mehreren Körperregionen werden

die internationale ACR-Kriterien

für Fibromyalgie-Syndrom kombiniert

mit CWP verwendet (3): Mehr als drei

Monate bestehender Schmerz in

Achsenskelett (Halswirbelsäule oder

Brustwirbelsäule oder Lendenwirbelsäule)

und rechte und linke Körperhälfte

und oberhalb und unterhalb der

Taille. Die anamnestischen Angaben

eines CWP, der klinische Befund einer

schmerzhaften Palpation von mindestens

2 von 18 Tender points (digitale Palpation

mit einer Druckbelastung von 4

kg) definieren das Fibromyalgie-Syndrom

nach ACR-Kriterien (4), (Abb. 1).

In einer Untersuchung konnte gezeigt

werden, dass der Triggerpunkt im

Bereich des lateralen Epicondylus und

im Bereich der 2. Rippe die beste Sensibilität

und Spezifität hat. Die Diagnosestellung

Fibromyalgie anhand der Tender

points ist derzeit in Diskussion.

Neuerdings wurden Fibromyalgie-Kriterien

vorgeschlagen, die ohne Untersuchung

der Tender points auskommen

und auch bei Variabilität der Symptome

anwendbar sind (5).

Bisher wurden von der FDA (Food

and Drug Administration, USA) nur

seite 22 DER MEDIZINER 3/2011


DER MEDIZINER 3/2011

ACR-Kriterien im Vergleich zu Symptomkriterien

ACR-Kriterien des

American College of Rheumatology

Seit mehr als drei Monaten bestehende muskuloskelettale

Schmerzen in mehreren Körperregionen:

• rechte und linke Körperhälfte

• ober- und unterhalb der Taille

• Beteiligung des Achsenskeletts (HWS oder

vorderer Thorax oder BWS oder LWS)

• Druckschmerzhaftigkeit von mindestens elf

von 18 per Konsens anatomisch definierten

Punkten (Tender points) bei digitaler Palpitation

mit einer Druckbelastung von 4 kg.

Tabelle 2

Potentielle Anwendungsbereiche

der Cannabinoide

• Analgesie

• Antiemese

• Appetitstimulation

• Antispastische Effekte

• Modulation des vaskulären Systems

• Neuroprotektion

• Antioxidative Wirkung

• Senkung des Augendrucks

• Immunmodulation

• Antiinflammatorische Wirkung

• Tumorsuppression

• Sexuelle Dysfunktion

• Psychiatrische Indikationen

• Post-traumatisches Stresssyndrom

• Angstzustände, Schlafstörungen

drei Medikamente zur Behandlung der

Fibromyalgie zugelassen (Duloxetin,

Milnacipran, Pregabalin; 6, 7). Alle drei

Medikamente waren Placebo überlegen,

alle haben eine psychopharmakologische

Wirkung. Vorteile zeigte Duloxetin

speziell im Hinblick auf die Fatigue

Scale, Milnacipran bei Schlafproblemen

und Pregabalin bei Depression (8).

Während lange Zeit kein morphologisches

Substrat für die Fibromyalgie

gefunden wurde, legen neuere Untersuchungen

nahe, dass bei Fibromyalgie-

Patienten die Nozizeption im Gehirn

gestört ist. Eine Reihe von Publikationen

der letzten Jahre zeigte, dass mit

chronischen Schmerzen bzw. der Fibromyalgie

strukturelle Veränderungen im

Gehirn einhergehen.

Tabelle 1

Symptomkriterien der Deutschen Interdisziplinären

Vereinigung für Schmerztherapie

Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen,

die meist mit anderen körperbezogenen

Beschwerden wie Druckschmerzempfindlichkeit,

Steifigkeits- und Schwellungsgefühl der Hände,

der Füße und des Gesichts verbunden sind, weiters

mit Müdigkeit, Schlafstörungen sowie mit

seelischen Beschwerden wie Ängstlichkeit und

Depressivität.

Noch ist unklar, ob diese die Ursache

oder eine Folge der Erkrankung sind. Es

bestehen jedoch familiäre Auffälligkeiten

(9), die ersteres zumindest möglich

erscheinen lassen. Umgekehrt würde

letzteres nahe legen, dass bei adäquater

Behandlung die Veränderungen reversibel

sein sollten. Weiters ist noch nicht

klar, ob „Fibromyalgie“ ein heterogenes

Krankengut darstellt, d.h., sich aus

Patienten mit unterschiedlichen Therapiebedürfnissen

zusammensetzt.

Jedenfalls wurde beobachtet, dass im

Gehirn von Fibromyalgie-Patienten der

Spiegel von exzitatorischen Glutamatbzw.

Glutamin-Verbindungen im Bereich

des Thalamus und der Amygdala,

also jenen Regionen, die besonders

reich an CB1-Rezeptoren sind, signifikant

erhöht ist (10). Dies legt eine Beteiligung

des Endocannabinoid-Systems

nahe. Ferner konnte in einer Untersuchung

gezeigt werden, dass bei Fibromyalgie-Patienten

die Plasma-Spiegel des

Endocannabinoids Anandamid und

Norepinephrin signifikant erhöht waren

(11).

Erfahrungen mit Cannabinoiden und

mit medizinischem Cannabis in der Vergangenheit

bestätigten eine therapeutische

Wirkung, zumindest in einer Subgruppe

von Patienten, sodass

Cannabinoide wie Dronabinol eine weitere

therapeutische Option darstellen

(12, 13, 14, 15). Ihr breites potentielles

Anwendungsgebiet, das sich nicht auf

die Schmerzreduktion beschränkt, son-

FIBROMYALGIE

Fortbildung

dern sich bis hin zu psychiatrischen Indikationen

erstreckt, macht Cannabinoide

besonders interessant (Tab.2).

In unserer Schmerzambulanz verwenden

wir Tetrahydrocannabinol (Dronabinol)

das in Österreich als mag. Rezepturarzneimittel

zur Verfügung steht.

Dronabinol unterliegt in Deutschland

der Betäubungsmittelverordung bzw. in

Österreich der Suchtmittelverordnung

(8). Der Wirkstoff Dronabinol wird in

Tropfenform (10 ml/250 mg Dronabinol),

2,5-prozentige ölige Lösung, oder

als Kapseln zu 2,5 mg/5 mg oder 10 mg

angeboten. Die Konzentration ist jedoch

prinzipiell individuell verschreibbar.

Behandelt wurden Patienten mit Fibromyalgie,

bei denen die Diagnose

nach den ACR-Kriterien durchgeführt

wurde. Alle Patienten sprachen auf bisherige

Therapien ungenügend an, sodass

ihnen eine Zusatzbehandlung mit Dronabinol

vorgeschlagen wurde. Die Startdosis

betrug 3x 2,5 mg Dronabinol =

3x 3 gtt. Wenn am 3. Behandlungstag

keine ausreichende Verbesserung der

Symptomatik zu beobachten war, wurde

auf 3x 5 mg = 3x 6 gtt gesteigert und

dann, am 6. Tag, auf max. 3x 10 mg = 3x

12 gtt. Die Behandlungsdauer war auf

6 Wochen festgelegt. Eventuelle Nebenwirkungen

wurden inkl. deren Schweregrad

dokumentiert (Somnolenz, Müdigkeit,

Halluzinationen, Schlaflosigkeit,

Ataxie, Kreislaufprobleme, Wortfindungsstörung,

rauschähnlicher Zustand;

Schweregrad 1 = leicht, 2 = mittel, 3 =

stark).Wenn Nebenwirkungen therapierefraktär

waren bzw. wenn mit 30 mg

Dronabinol/die keine Besserung am 3.

Tag der Therapie zu erzielen war, wurde

die Behandlung abgebrochen.

Der Schmerz wurde täglich morgens

und abends vom Patienten dokumentiert

(Numerical Rating Scale, NRS: 0 =

kein Schmerz, bis 10 = stärkster vorstellbarer

Schmerz). Am 1. und am Tag 42

bzw. dem Behandlungs-/Beobachtungsende

wurden gesundheitsbezogene

Standardfragebögen ausgefüllt; Lebensqualität

mit SF-36, Beck-Depressions-

FACHKURZINFORMATION DRONABINOL: Pharmazeutische Angaben: Verfügbare Handelformen zur Herstellung der magistralen Zubereitung: Wirkstoffsets

zu 250mg, 300mg, 500mg, 1g Tropfen- und Kapselset. Darreichungsformen: Magistrale Zubereitung von 10ml (250mg Dronabinol), 2,5%ige

Lösung, Kapseln zu 2,5mg, 5mg und 10mg -Dronabinol. Haltbarkeit: Wirkstoff: 36 Monate. Magistraliter zubereitete ölige Lösung: 2 Monate. Magistraliter

zubereitete Kapseln: 6 Monate. Hilfsstoffe: Kapseln: Gelatine, Softisan. Tropfen: Miglyol 812. Besondere Lagerungshinweise für Tropfen/Kapseln:

Raumtemperatur, vor Feuchtigkeit schützen. Depositeur Österreich: Sigmapharm, 1201 Wien

seite 23


FIBROMYALGIE

Fortbildung

Inventar (BDI) und Fatigue mit einer 11

Items umfassenden Verbalskala mit je 4

Antwortmöglichkeiten (16). Die Schlaf

qualität wurde numerisch mit 1 = bestmögliche

Schlafqualität bis 10 = schlechtest-mögliche

Schlafqualität bewertet;

weiters wurde die Schlafdauer in drei

Kategorien erfasst (Schlaf unter 3 Stunden,

3-6 Stunden und über 6 Stunden).

Begleiterkrankungen, Zusatzbehandlungen

und zusätzliche Medikation wurden

dokumentiert. Eine begleitende

Schmerzmedikation wurde nicht verändert;

lediglich wenn durch Dronabinol

eine Schmerzlinderung eingetreten war,

wurde die Begleitmedikation reduziert.

Insgesamt wurden bisher 22 Patienten

behandelt (4 männlich, 18 weiblich).

Davon wurden 15 Patienten bis zum Tag

42 dokumentiert. Nur diese wurden ausgewertet.

Sieben Patienten brachen die Behandlung

vorzeitig ab, im Mittel nach

11,5 ± 3,6 Tagen; 2 wegen Nebenwirkungen

(Müdigkeit, Schwindel, rauschähnlicher

Zustand, Wortfindungsstörung), 4

Patienten wegen Compliance-Problemen

und 1 Patient da keine Besserung

eintrat). Demographische Daten befinden

sich in Tab. 3.

Auffallend ist, dass die Patienten mit

Fibromyalgie die Diagnose schon seit

8,7 Jahren hatten und Schmerzen seit

14,6 Jahren, was den bisherigen langen,

unbefriedigenden Behandlungsverlauf

unterstreicht.

Vom überwiegenden Teil der Patienten

(4/15) wurden zusätzlich Opioide (Oxycodon,

Tramadol), von 7 Nicht-Opioid-

Analgetika (Diclofenac, Ketoprofen,

Dexibuprofen, Naproxen, Mefenamin-

Tabelle 3

Patientencharakteristika (n = 22)

Alter Größe Gewicht Diagnose seit Jahren Schmerz seit Jahren

50,5 ± 2,15 164 ± 2,08 cm 73,2 ± 2,9 kg 8,7 ± 1,4 14,6 ± 1,7

Dronabinol – Dosierung

Dosierung Tag 7

morgens mittags abends

3,6 ± 0,47 gtt 3,7 ± 0,46 gtt 4,1 ± 0,40 gtt

2,9 ± 0,39 mg 3,0 ± 0,38 mg 3,4 ± 0,33 mg

Dosierung Tag 42

morgens mittags abends

5,50 ± 1,21 gtt 6,10 ± 1,24 gtt 6,31 ± 1,01 gtt

4,5 mg ± 1,0 mg 5,06 ± 1,0 mg 5,2 ±0,83 mg

Ergebnisse

Tag 1 Tag 42 /

Beendigung

Schmerz (NRS, Range 0–10 Punkte) n.s.

Morgen 5,5 ± 0,5 4,1 ± 0,8

Abend 5,4 ± 0,6 4,6 ± 0,7

Beck-Depressions-Inventar (BDI) 21,5 ± 3,65 19,30 ± 3,534 p = 0,022

(Range 0–63 Punkte)

Allg. Gesundheitszustand 4,38 ± 0,16 3,71 ± 0,26 n.s.

Fatigue Scale 25,5 ± 1,68 22,4 ± 1,97 p = 0,052

Schlafqualität/Beeinträchtigung 5,2 ± 0,53 3,85 ± 0,72 n.s.

(NRS, Range 1–10)

Schlafdauer < 3 Stunden 13 (61,9%) 4 (36,4%) n.s.

3–6 Stunden 8 (38,1%) 7 (63,6%)

> 6 Stunden 0 0

Tabelle 4

Tabelle 5

n.s. = nicht signifikant; (t-Test für abhängige Stichproben und CHI-Quadrat)

säure) und von 7 Koanalgetika (Amitryptilin,

Pregabalin, Duloxetin) eingenommen,

andere Nicht-Schmerzmedikamente

von 13 Patienten. Sieben

Patienten litten zusätzlich an Arthrose,

chronischer Polyarthritis und Lumboischialgie,

weitere 2 Patienten an

Spannungskopfschmerzen, 2 Patienten

an Hypothyreose und 1 Patient an

Schlafapnoe (Abb. 2).

Die mittlere Dronabinol-Dosis am 7.

Tag und am 42. Tag ist in Tabelle 4 dargestellt.

Die meisten Patienten konnten mit

einer mittleren Dosierung von max. 3x 6

gtt = 3x 5 mg Dronabinol pro Tag gut

behandelt werden. Ergebnisse der verschiedenen

Wirksamkeitsparameter am

1. und am 42.Tag sind in Tabelle 5 zusammengefasst.

Die Ergebnisse zeigen, dass es zu

einer signifikanten Verbesserung durch

Dronabinol im Depressionsindex und

zu einer knapp signifikanten Verbesserung

der Fatigue Scale kommt. Der

Schmerzscore, morgens und abends, bessert

sich hingegen über 6 Wochen nur

unwesentlich und ohne Signifikanz

(Abb. 2). Dennoch konnten Schmerzmedikamente

in über 50% der Patienten

abgesetzt bzw. reduziert werden.

Opioide wurden bei 2 Patienten abgesetzt

und 2 Patienten reduziert. Nicht-

Opioidanalgetika von 7 Patienten 3

abgesetzt und 4 reduziert. Koanalgetika

wurden bei 2 Patienten reduziert.

Weiters verbessert sich schon in den

ersten 3 Wochen die Schlafqualität, die in

den folgenden Wochen stabil bleibt. Der

Ausgangswert der Beeinträchtigung von

5,2 sinkt nach 6 Wochen auf einen Wert

auf 3,85 (Abb. 3). Auch kommt es zu

einer deutlichen Erhöhung der Schlafdauer:

Anfänglich gaben 61,9% der

Patienten eine Schlafdauer unter 3 Stunden

an, 38,1% zwischen 3–6 Stunden; keiner

schlief länger als 6 Stunden. Nach 6

Wochen konnte hier eine Umkehr erzielt

werden, d.h. nur mehr 36,4 % der Patienten

schliefen weniger als 3 Stunden, dafür

aber schliefen 63,6% der Patienten 3–6

Stunden; Patienten mit einer Schlafdauer

von 3–6 Stunden berichteten über keine

weitere Verbesserung.

Insgesamt 19 von 22 (bzw. 11 von 15

Patienten mit einer Behandlungsdauer

von 6 Wochen) berichteten über Nebenwirkungen;

2 Patienten brachen die

seite 24 DER MEDIZINER 3/2011

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29


Fachkurzinformation siehe Seite 23


FIBROMYALGIE

Fortbildung Fortbildung

Behandlung ab (Müdigkeit, Schwindel,

rauschähnlicher Zustand,Wortfindungsstörungen,

Tabelle 6).

Die Nebenwirkungen waren von der

Qualität her leicht und besserten sich im

Durchschnitt nach 2 Wochen. Keine dieser

Nebenwirkungen benötigte eine therapeutische

Intervention.

Von 15 Patienten, die die Beobachtungsphase

von 42 Tagen beendeten,

wollten 13 Dronabinol weiter einnehmen.

Zusammenfassung

Mit Dronabinol in einer mittleren

Dosierung von 3x 6 Tropfen = 3x 5 mg

Schlafqualität (VAS 1-10)

Tabelle 6

Nebenwirkung Nennungen*

Müdigkeit ° 11

Schlaflosigkeit 5

Kopfschmerzen 4

Schwindel° 2

Mundtrockenheit 2

Stuhlprobleme 2

rauschähnlicher Zustand,

Wortfindungsstörung°

1

*Mehrfachnennungen; insges. 19/22 Patienten;

°ein Patient mit Abbruch

Schmerzstärke morgens vs. abends

Abbildung 2

Abbildung 3

kommt es, bei den Patienten mit Fibromyalgie

nach ACR-Kriterien in einem

Zeitraum von 6 Wochen zu einer signifikanten

Verbesserung der Depression, der

Müdigkeit (Fatigue Scale) und zu einer

geringen Reduktion des Schmerzscores

sowie zu einer deutlichen Reduktion des

Medikamentenverbrauches. Weiters trat

eine Verbesserung des Schlafes hinsichtlich

Qualität und Dauer ein. Die Nebenwirkungen

waren leicht und benötigten

keine Therapie.

Unsere Untersuchung zeigt, dass Dronabinol

das Spektrum der Medikamente

in der Behandlung von Patienten mit

Fibromyalgie-Syndrom erweitert. Um

weitere Aussagen zu treffen, benötigen

wir randomisierte placebo-kontrollierte

Studien (17).

seite 26 DER MEDIZINER 3/2011

–––

Literatur

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musculoskeletal pain. Best Pract Res Clin Rheumatol

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1990 criteria for the classification of fibromyalgia.

Report of the Multicenter Criteria Committee.

Arthritis Rheum 1990;33:160-72.

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scale; J Psycho-Som Res. 1993;37:147-53

17. Claudia Sommer; Fibromyalgia: A Clinical Update;

Pain Clinical Updates June 2010, Vol. XVIII Issue 4

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar,

Dr. Wolfgang Pipam

Klinikum Klagenfurt am Wörthersee

St. Veiter Straße 47, A-9020 Klagenfurt

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Brockes C, et al. Nebivolol: selektiver b1 – Rezeptorblocker mit

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Kardiovaskuläre Medizin 2005; 8: 190 – 203

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Gruppe der Protonenpumpenhemmer

nicht nur die Verschreiber, sondern vor

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des Refluxösophagitis

und aller damit verbundenen

Symptome wie z.B.Sodbrennen,

Schluckschmerz, Säureregurgitation.

• Vorbeugung von Magen-Darm-Geschwüren

während einer Behandlung

mit Schmerzmitteln aus der Gruppe

der nichtsteroidalen Antirheumatika

(NSAR).

• Behandlung eines Magengeschwürs.

• Behandlung eines Zwölffingerdarmgeschwürs.

• Langzeitbehandlung von Erkrankungen,

die mit einer Überproduktion

von Magensäure einhergehen.

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Weitere Informationen:

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Dr. med. Hugo Leodolter

Arnethgasse 3, A-1160 Wien

hugo.leodolter@gl-pharma.at

Quellen

1. Krejs, Säure-assoziierte Erkrankungen 2009; Arzt & Praxis

63/955, 2009 S. 260

2. Für weitere Angaben zu den Indikationen von Pantip® 20 mg

bzw. Pantip® 40 mg magensaftresistente Tabletten siehe

Fachinformationen.

seite 28 DER MEDIZINER 3/2011


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seite 29


Aclop 75 mg – Filmtabletten, Herz ASS G.L. 100 mg – Filmtabletten

Zusammensetzung: Aclop: 1 Filmtablette enthält 75 mg Clopidogrel. Herz ASS: 1 Filmtablette enthält 100 mg Acetylsalicylsäure (ASS). Sonstige Bestandteile: Aclop: Tablettenkern: Mannitol, Lactose, wasserfrei, mikrokristalline Cellulose,

hochdisperses Siliciumdioxid, wasserfrei, Butylhydroxyanisol, vorverkleisterte Stärke (Mais) 1500, Hypromellose, Ascorbinsäure und hydriertes Rizinusöl.Filmüberzug: Hydroxypropylcellulose, Hypromellose, Macrogol 8000, Titandioxid

(E 171) und Eisenoxid rot (E 172). Herz ASS: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Kartoffelstärke, Talkum, Glycerintriacetat, Eudragit L. Anwendungsgebiete: Aclop: Bei Erwachsenen indiziert

zur Prävention atherothrombotischer Ereignisse bei: Patienten mit Herzinfarkt (wenige Tage bis 35 Tage zurückliegend), mit ischämischem Schlaganfall (7 Tage bis 6 Monate zurückliegend) oder mit nachgewiesener peripherer arterieller

Verschlusskrankheit. Patienten mit akutem Koronarsyndrom: akutes Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung (instabile Angina Pectoris oder Non-Q-Wave-Myokardinfarkt), einschließlich Patienten, denen bei einer perkutanen

Koronarintervention ein Stent implantiert wurde, in Kombination mit Acetylsalicylsäure (ASS); akuter Myokardinfarkt mit ST-Strecken-Hebung, in Kombination mit ASS bei medizinisch behandelten Patienten, für die eine thrombolytische

Therapie in Frage kommt. Herz ASS: Zur Sekundärprophylaxe von cerebro- und kardiovaskulären Ereignissen: Zur Vorbeugung von Schlaganfällen nach überstandenem Schlaganfall und wenn Vorläuferstadien (transitorisch ischämische

Attacken,TIA) aufgetreten sind. Zur Vorbeugung von Thrombosen der Herzkranzgefäße nach überstandenem Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe). Zur Vorbeugung von arteriellen Thrombosen nach Operationen oder anderen gefäßchirurgischen

Eingriffen (z.B. nach koronaren Bypassoperationen, bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie, PTCA). Zur Vorbeugung von kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten mit Diabetes mellitus und hohem kardiovaskulärem

Risiko. Gegenanzeigen: Aclop: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Schwere Leberfunktionsstörungen. Akute pathologische Blutung, wie bei Magen-Darm-Geschwüren oder intrakraniellen

Blutungen. Herz ASS: Herz ASS G.L. 100 mg - Filmtabletten dürfen nicht angewendet werden bei: Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure oder einen der sonstigen Bestandteile; Überempfindlichkeit gegen andere Salicylate oder

andere nichtsteroidale Analgetika/ Antirheumatika (NSAR); Magen- und/oder Darmulcera; hämorrhagischer Diathese, Thrombozytopenie, Hämophilie; schwerer Leber- und Niereninsuffizienz; schwerer, nicht ausreichend behandelter Herzinsuffizienz;

gleichzeitiger Behandlung mit Methotrexat in einer Dosierung von 15 mg oder mehr pro Woche; im 3. Trimenon der Schwangerschaft. Wirkstoffgruppe: Aclop: Pharmakotherapeutische Gruppe: Thrombozytenaggregationshemmer,

exkl. Heparin. ATC-Code: B01AC04. Herz ASS: Pharmakotherapeutische Gruppe: Thrombozytenaggregationshemmer. ATC-Code: B01AC06. Inhaber der Zulassung: G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach. Verschreibungspflicht/

Apothekenpflicht: Aclop: Rezept- und apothekenpflichtig. Herz ASS: Rezeptfrei mit W10, apothekenpflichtig. Packungsgrößen: 10, 30 und 90 Stück.

Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie Angaben über

Gewöhnungseffekte entnehmen Sie bitte den veröffentlichten Fachinformationen!

Clopidogrel Genericon 75 mg Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält 75 mg Clopidogrel (als Clopidogrel-Besilat). Sonstige Bestandteile: Jede Tablette enthält 2,80 mg Lactose-

Monohydrat. Kern: Vorverkleisterte Maisstärke, Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon Typ A, Hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure Typ 50. Überzug: Lactose-Monohydrat, Hypromellose (E464), Titandioxid (E171), Triacetin (E1518),

Eisenoxid rot (E172). Poliermittel: Carnaubawachs. Anwendungsgebiete: Clopidogrel ist bei Erwachsenen indiziert zur Prävention atherothrombotischer Ereignisse bei: Patienten mit Herzinfarkt (wenige Tage bis 35 Tage zurückliegend),

mit ischämischem Schlaganfall (7 Tage bis 6 Monate zurückliegend) oder mit nachgewiesener peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Patienten mit akutem Koronarsyndrom: Akutes Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung (instabile

Angina Pectoris oder Non-Q-Wave-Myokardinfarkt), einschließlich Patienten, denen bei einer perkutanen Koronarintervention ein Stent implantiert wurde, in Kombination mit Acetylsalicylsäure (ASS). Akuter Myokardinfarkt mit ST-

Strecken-Hebung, in Kombination mit ASS bei medizinisch behandelten Patienten, für die eine thrombolytische Therapie in Frage kommt. Weitere Informationen sind im Abschnitt 5.1 enthalten. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit

gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Schwere Leberfunktionsstörungen. Akute pathologische Blutung, wie bei Magen-Darm-Geschwüren oder intrakraniellen Blutungen. Pharmakodynamische Eigenschaften:

Pharmakotherapeutische Gruppe: Thrombozytenaggregationshemmer, exkl. Heparin. ATC-Code: B01AC04. Clopidogrel Genericon 75 mg Filmtabletten, OP zu 20, 30 und 90 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig. Pharmazeutischer

Unternehmer: Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz, genericon@genericon.at

Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen

für die Anwendung sind der „Austria Codex-Fachinformation“ zu entnehmen.

Inkontan Filmtabletten: Zulassungsinhaber: Pharm. Fabrik Montavit Ges.m.b.H., 6060 Absam/Tirol. Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 15 mg Trospiumchlorid (1 Filmtablette enthält 30 mg Trospiumchlorid) Hilfsstoffe: Titandioxid,

mikrokristalline Zellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Lactose, Maisstärke, Natrium-Stärkeglykolat, Polyvidon K25, hochdisperses Siliziumdioxid, Stearinsäure. Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Detrusorinstabilität oder Detrusorhyperreflexie

mit den Symptomen häufiges Harnlassen, Harndrang und unfreiwilliger Harnabgang mit oder ohne Harndrang. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Präparates, Harnverhaltung, Engwinkelglaukom,

Tachyarrhythmien, Myasthenia gravis, schwere Colitis ulcerosa, toxisches Megacolon, dialysepflichtige Niereninsuffizienz (Kreatininclearance unter 10ml/min/1,73 m 2 ), Kinder unter 12 Jahre. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig

ATC-Code: G04BD. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

Tamiflu ® 30 / 45 / 75 mg Hartkapseln:Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Hartkapsel enthält Oseltamivirphosphat, entsprechend 30 / 45 / 75 mg Oseltamivir. Tamiflu ® 12 mg/ml Pulver zur Herstellung einer

Suspension zum Einnehmen. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 g Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen enthält Oseltamivirphosphat, entsprechend 30 mg Oseltamivir. Nach der Zubereitung enthält

jeder ml der Suspension 12 mg Oseltamivir. Eine Flasche der zubereiteten Suspension (75 ml) enthält 900 mg Wirkstoff (Oseltamivir).Eine Flasche mit 30 g Tamiflu Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen enthält

25,713 g Sorbitol. 30 mg Oseltamivir Suspension liefert 0,9 g Sorbitol. 45 mg Oseltamivir Suspension liefert 1,3 g Sorbitol. 60 mg Oseltamivir Suspension liefert 1,7 g Sorbitol. 75 mg Oseltamivir Suspension liefert 2,1 g Sorbitol. Anwendungsgebiete:

Therapie der Influenza. Bei Patienten ab einem Jahr mit influenzatypischen Symptomen, wenn das Influenzavirus in der Bevölkerung auftritt. Die Wirksamkeit konnte nachgewiesen werden, wenn die Behandlung innerhalb

von zwei Tagen nach erstmaligem Auftreten der Symptome begonnen wurde. Diese Indikation basiert auf klinischen Studien an natürlich vorkommender Influenza, bei welcher die vorherrschende Infektion Influenza A war (siehe

veröffentlichte Fachinformation Abschnitt 5.1 "Pharmakodynamische Eigenschaften"). Tamiflu ist während eines pandemischen Influenzaausbruchs für die Behandlung von Säuglingen unter 12 Monaten indiziert (siehe veröffentlichte

Fachinformation Abschnitt 5.2 "Pharmakokinetische Eigenschaften"). - Prophylaxe der Influenza. - Postexpositions-Prophylaxe bei Personen im Alter von einem Jahr oder älter nach Kontakt mit einem klinisch diagnostizierten Influenzafall,

wenn das Influenzavirus in der Bevölkerung zirkuliert. - Die angemessene Anwendung von Tamiflu zur Prophylaxe einer Influenza sollte von Fall zu Fall auf Basis der Umstände und der Populationen, welche einen Schutz benötigen,

beurteilt werden. In Ausnahmesituationen (z.B. in Fällen einer Diskrepanz zwischen den zirkulierenden und den im Impfstoff enthaltenen Virusstämmen, und einer pandemischen Situation) kann eine saisonale Prophylaxe bei Personen

im Alter von einem Jahr oder älter erwogen werden. - Tamiflu ist während eines pandemischen Influenzaausbruchs bei Säuglingen unter 12 Monaten zur Postexpositions-Prophylaxe indiziert (siehe veröffentlichte Fachinformation

Abschnitt 5.2 "Pharmakokinetische Eigenschaften"). Tamiflu ist kein Ersatz für eine Grippeschutzimpfung. Über die Anwendung von antiviralen Arzneimitteln für die Behandlung und Prophylaxe von Influenza sollte auf der Basis offizieller

Empfehlungen entschieden werden. Die Entscheidung hinsichtlich des Einsatzes von Oseltamivir zur Behandlung und Prophylaxe sollte die Erkenntnisse über die Eigenschaften der zirkulierenden Influenzaviren, die in der jeweiligen

Saison verfügbaren Informationen über die Empfindlichkeit gegenüber Arzneimitteln gegen Influenza und das Ausmaß der Krankheit in verschiedenen geographischen Gebieten und Patientengruppen berücksichtigen (siehe veröffentlichte

Fachinformation Abschnitt 5.1 "Pharmakodynamische Eigenschaften"). Tamiflu kann, auf der Basis begrenzter Pharmakokinetik- und Sicherheitsdaten, während eines pandemischen Influenzaausbruchs zur Behandlung von Säuglingen

unter 12 Monaten eingesetzt werden. Der behandelnde Arzt sollte die Pathogenität des zirkulierenden Stammes und den zugrundeliegenden Gesundheitszustand des Patienten berücksichtigen, um sicherzustellen, dass es einen

potenziellen Nutzen für das Kind gibt. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Liste der sonstigen Bestandteile: Tamiflu 30 / 45 / 75 mg Hartkapseln: Kapselinhalt: Vorverkleisterte

Stärke (Mais), Talk, Povidon, Croscarmellose-Natrium, Natriumstearylfumarat. Tamiflu 30 mg Hartkapseln: Kapselhülle: Gelatine, Eisenoxidhydrat (E 172), Eisen(III)-oxid (E172), Titandioxid (E 171). Tamiflu 45 mg Hartkapseln:

Kapselhülle: Gelatine, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171). Tamiflu 75 mg Hartkapseln: Kapselhülle: Gelatine, Eisenoxidhydrat (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172), Eisen(II,III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171). Tamiflu 30 / 45 / 75 mg

Hartkapseln: Drucktinte: Schellack, Titandioxid (E 171), FD und C Blau 2 (Indigocarmin, E 132). Tamiflu 12 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen: Sorbitol (E 420), Natriumdihydrogencitrat (E 331[a]), Xanthan-

Gummi (E 415), Natriumbenzoat (E 211), Saccharin-Natrium (E 954), Titandioxid (E 171), Tutti-Frutti-Aroma (enthält Maltodextrine [Mais], Propylenglycol, Arabisches Gummi [E 414] und naturidentische Aromastoffe [hauptsächlich bestehend

aus Bananen-, Ananas- und Pfirsich-Aroma]). Inhaber der Zulassung: Roche Registration Limited, 6 Falcon Way, Shire Park, Welwyn Garden City, AL7 1TW, Vereinigtes Königreich. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht:

Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirales Arzneimittel, ATC-Code: J05AH02.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen sowie Informationen zu Schwangerschaft und Stillzeit und

zu Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.


Bezeichnung: Diabetex 500 mg, 850 mg und 1000 mg – Filmtabletten. Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält 500 mg, 850 mg bzw. 1000 mg Metformin Hydro chlorid, entsprechend 390 mg, 662,9 mg bzw. 780 mg Met formin.

Hilfsstoffe: Tablettenkern: Polyvidon K30, Magnesium stearat; Filmschicht: Talkum, Hypromellose, Poly vidon K25, Titandioxid (E-171), Stearinsäure, Eisenoxid rot E-172 (nur bei Diabetex 850 mg). Anwendungsgebiete: Therapie des

Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen; iNsbesondere bei übergewichtigen Patienten, bei denen allein durch Diät und körperliche Betätigung keine ausreichende Einstellung des Blutzuckerspiegels erreicht wurde. Diabetex kann in

Form einer Monotherapie oder in Kombination mit anderen oralen Antidiabetika bzw. Insulin angewendet werden. Bei übergewichtigen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 konnte nach Versagen diätetischer Maßnahmen eine Senkung

der Häufigkeit von Diabetes-bedingten Komplikationen unter Behandlung mit Metformin als Therapie der ersten Wahl nachgewiesen werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber Metformin Hydrochlorid oder einen

der sonstigen Bestandteile; Diabetische Ketoazidose, diabetisches Präkoma; Nierenversagen oder Störung der Nierenfunktion (z.B. Serumkreatinin > 135 µmol/l bei Männern bzw. > 110 µmol/l bei Frauen); Akute Zustände, die zu einer

Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen können (z.B.: Dehydratation, schwere Infektionen, Schock, in travaskuläre Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln); Akute oder chronische Erkrankungen, die zu einer Gewebshypoxie führen können

(wie kardiale oder respiratorische Insuffizienz, frischer Myokardinfarkt, Schock); Leberinsuffizienz, akute Alkoholintoxikation, Alkoholismus; Stillzeit. Die Informationen bez. Warnhinweisen, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

sowie Gewöh nungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig. ATC-Klasse: A10BA02. Zulassungsinhaber: Germania Pharmazeutika GesmbH, 1150 Wien

Pantip. Anwendungsgebiete: 20 mg Tabletten: Zur Behandlung der milden Refluxkrankheit und damit verbundener Symptome (z.B. Sodbrennen, Säureregurgitation, Schluckschmerz). Langzeittherapie und Prävention der Refluxösophagitis.

Prävention von gastrointestinalen Ulcera, die durch nichtselektive, nichtsteroidale antientzündliche Substanzen (NSAID) induziert werden, bei Risikopatienten, die eine andauernde NSAID-Therapie benötigen. 40 mg Tabletten:

Ulcus duodeni; Ulcus ventriculi; moderate und schwere Refluxösophagitis; Zollinger-Ellison-Syndrom und andere pathologisch hypersekretorische Zustände. Zusammensetzung: Eine magensaftresistente Tablette enthält Pantoprazol-

Natrium Sesquihydrat entsprechend 20 mg bzw. 40 mg Pantoprazol. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Maltitol E 965 ( 38,425 mg bzw. 76.85 mg), Crospovidon, Carmellose Natrium, Calciumstearat, Natriumcarbonat. Tablettenüberzug:

Polyvinylalkohol, Talkum, Titandioxid (E-171), Macrogol, Lecithin, Eisenoxid-gelb (E-172), Natriumcarbonat, Methacrylsäure-ethylacrylat-Copolymer (1:1), Natriumdodecylsulfat, Polysorbat 80, Triethylcitrat. Gegenanzeigen: Pantip

20 mg- bwz. 40 mg-magensaftresistente Tabletten dürfen nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe von Pantip 20 mg- bzw. 40 mg-magensaftresistente Tabletten. Pantoprazol sollte,

wie andere Protonenpumpenhemmer, nicht zusammen mit Atazanavir verabreicht werden. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Protonenpumpeninhibitor. ATC-Code: A02B C02. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig.

Packungsgrößen: 20 mg Tabletten: 14 und 30 Stück. 40 mg Tabletten: 7, 14 und 30 Stück. Pharmazeutischer Unternehmer: G.L. Pharma GmbH., 8502 Lannach. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen

für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie Angaben über Gewöhnungseffekte entnehmen Sie bitte der veröffentlichten

Fachinformation!

Amoxicomp Genericon 1g – Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Wirkstoffe: 1 Filmtablette enthält Amoxicillin-Trihydrat entsprechend 875 mg Amoxicillin und Kaliumclavulanat entsprechend 125 mg

Clavulansäure. Sonstige Bestandteile: Kern: Hochdisperses Siliciumdioxid, Crospovidon, Croscarmellose-Natrium, Magnesium-Stearat, Mikrokristalline Cellulose. Überzug: Hydroxypropylcellulose, Ethylcellulose, Polisorbat 80, Triethylcitrat,

Titandioxid E171, Talkum. Anwendungsgebiete: Amoxicomp Genericon 1g-Filmtabletten sind geeignet zur Kurzzeitbehandlung von Infektionen, die durch beta-Laktamase produzierende Bakterien verursacht werden: Infektionen

der oberen Atemwege (einschließlich HNO-Infektionen), im Speziellen akute Sinusitis, Otitis media, rezidivierende Tonsillitis. Infektionen des unteren Respirationstraktes, im Speziellen akute Exazerbationen von chronischer Bronchitis

und Bronchopneumonie. Infektionen des Urogenitaltraktes und abdominelle Infektionen, im Speziellen Cystitis (insbesondere, wenn diese rezidivierend oder kompliziert ist – ausgenommen Prostatitis), septischer Abort, Becken- oder

Puerperal-Sepsis und intra-abdominale Sepsis. Haut und Weichteilinfektionen, im Speziellen Cellulitis, Infektionen hervorgerufen durch Bisse von Tieren und schwere Dentalabszesse mit sich ausbreitender Zellgewebsentzündung. Offizielle/nationale

Empfehlungen unter Berücksichtigung der antibakteriellen Resistenz und bezüglich der angemessenen Anwendung und Verschreibung von antibakteriellen Wirkstoffen sollen berücksichtigt werden. Die Empfindlichkeit

des Erregers auf die Behandlung sollte – wenn möglich – ausgetestet werden, obwohl die Therapie vor dem Vorliegen der Ergebnisse begonnen werden kann. Gegenanzeigen: Amoxicomp Genericon 1g-Filmtabletten dürfen nicht angewendet

werden: bei Überempfindlichkeit gegen Amoxicillin oder Clavulansäure oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels, bei Patienten mit nachgewiesener Überempfindlichkeit gegenüber b-Laktam-Antibiotika, wie z.B.

Penicillinen und Cephalosporinen, bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen, bei Patienten, bei denen unter einer früheren Therapie mit Amoxicomp Genericon eine Gelbsucht bzw. Leberschädigung aufgetreten ist, bei Patienten

mit Pfeiffer’schem Drüsenfieber (infektiöser Mononukleose) oder lymphatischer Leukämie sollten gleichzeitige bakterielle Infektionen nicht mit Amoxicillin behandelt werden, da diese Patienten verstärkt zu erythematösen Hautreaktionen

neigen. Pharmakodynamische Eigenschaften: Pharmakotherapeutische Gruppe: Kombinationen von Penicillinen, inkl. Beta-Lactamase-Inhibitoren. ATC-Code: JO1CR02. Amoxicomp Genericon 1g – Filmtabletten, OP zu

10 und 14 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.

Azithromycin Genericon 500 mg-Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Filmtablette enthält 500 mg Azithromycin als Azithromycindihydrat. Sonstige Bestandteile: Jede Filmtablette enthält 3 mg

Lactose. Tablettenkern: Calciumhydrogenphosphat (wasserfrei), vorverkleisterte Stärke, Crospovidon, Magnesiumstearat, Natriumlaurylsulfat. Tablettenfilm: Hydroxypropylmethylcellulose, Titandioxid (E 171), Triacetin, Lactose. Anwendungsgebiete:

Dieses Arzneimittel ist ein Makrolidantibiotikum. Es wirkt bei Infektionskrankheiten, die durch Azithromycin-empfindliche Erreger verursacht werden: Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich: Pharyngitis, Tonsillitis,

Sinusitis, Otitis (Penicillin ist üblicherweise das Medikament der Wahl zur Behandlung einer Streptokokkus-pyogenes-Pharyngitis und schließt eine Prophylaxe des rheumatischen Fiebers mit ein. Azithromycin ist im Allgemeinen gegen

Streptokokken im Oropharynx wirksam, jedoch sind derzeit keine Untersuchungsresultate vorhanden, welche die Wirksamkeit von Azithromycin bei der Verhütung des rheumatischen Fiebers belegen.) Infektionen der Atemwege: Bronchitis

und Pneumonie, wenn eine orale Therapie aufgrund des klinischen Verlaufs angezeigt ist. Infektionen der Haut bzw. Weichteile. Infektionen des Genitaltraktes: Verursacht durch Chlamydien oder Gonokokken (nicht multiresistente

Stämme), wobei eine gleichzeitige Lues ausgeschlossen werden sollte. Offizielle Richtlinien für den sachgemäßen Gebrauch von Antibiotika sollten berücksichtigt werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Azithromycin oder

einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels (siehe Abschnitt 6.1) sowie gegen Erythromycin, Makrolid- und Ketolid-Antibiotika. Da Azithromycin primär über die Leber ausgeschieden wird, ist die Anwendung bei Patienten mit

schwer eingeschränkter Leberfunktion nicht zu empfehlen. Pharmakodynamische Eigenschaften: Pharmakotherapeutische Gruppe: Makrolide. ATC-Code: J01FA10. Azithromycin Genericon 500 mg-Filmtabletten, OP zu 3 Stück,

Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.

Ciprofloxacin Genericon 500 mg-Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Wirkstoff: 1 Filmtablette enthält 582 mg Ciprofloxacinhydrochlorid. H2O entsprechend 500 mg Ciprofloxacin. Sonstige Bestandteile:

Carboxymethylstärke-Natrium, Hyprolose (niedrig substituiert), Magnesiumstearat, Methylhydroxypropylcellulose, Macrogol 400, Titandioxid (E 171). Anwendungsgebiete: Wegen seiner Wirkintensität und seines breiten Wirkspektrums

sollte Ciprofloxacin Genericon nicht unkritisch und nicht bei banalen Infektionen angewendet werden. Ciprofloxacin Genericon eignet sich zur Behandlung von Infektionen, die durch Ciprofloxacin-empfindliche Erreger hervorgerufen

werden: Nieren und/oder der ableitenden Harnwege, Geschlechtsorgane, einschließlich Adnexitis, Gonorrhoe, Prostatitis, Atemwege: Bei Pneumokokken-Pneumonien im ambulanten Bereich ist Ciprofloxacin Genericon nicht

das Mittel der ersten Wahl. Ciprofloxacin Genericon kann aber bei Pneumonien, verursacht durch z.B. Klebsiella, Enterobacter, Proteus, Escherichia coli, Pseudomonas, Haemophilus, Branhamella, Legionella und Staphylococcus angezeigt

sein. Mittelohr (Otitis media), Nasennebenhöhlen (Sinusitis), insbesondere wenn sie durch gramnegative Keime einschließlich Pseudomonas oder Staphylococcus, verursacht sind. Magen-Darm-Trakt, Gallenwege, Knochen und

Gelenke, Haut- und Weichteile, Sepsis, Bauchfell (Peritonitis), Augen (Panophthalmitis), Infektionen oder drohende Infektionsgefahr (Prophylaxe) bei Patienten mit geschwächter körpereigener Abwehr (z.B. unter Behandlung mit Immunsuppressiva

bzw. im neutropenischen Zustand). Bedingt durch die Behandlung der Grundkrankheit erscheint eine parenterale Therapie vorteilhaft. Anwendung zur selektiven Darmdekontamination bei immunsuppressiv behandelten

Patienten. Gegenanzeigen: bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Ciprofloxacin, andere Chemotherapeutika vom Chinolon-Typ oder einen der sonstigen Bestandteile. Kinder und Jugendliche dürfen bis zum Abschluss der Wachstumsphase

nicht mit Ciprofloxacin Genericon behandelt werden. Aufgrund von Ergebnissen aus Tierversuchen sind Gelenkknorpelschädigungen beim noch nicht erwachsenen Organismus nicht völlig auszuschließen. Bei Epileptikern und

Patienten mit anderer Vorschädigung des Zentralnervensystems (z.B. erniedrigte Krampfschwelle, Krampfanfälle in der Vorgeschichte, verringerte Hirndurchblutung, Veränderung in der Gehirnstruktur oder Schlaganfall) ist Ciprofloxacin

Genericon nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anzuwenden, da diese Patienten wegen möglicher zentralnervöser Nebenwirkungen gefährdet sind. Vorsicht bei Patienten mit entzündlichen oder nichtentzündlichen Veränderungen

bzw. Ruptur von Achillessehnen, auch in der Anamnese. Hinweis: Es besteht ein erhöhtes Risiko von Sehnenrupturen auch nach längerer Beendigung der Behandlung, besonders unter der Berücksichtigung von älteren Patienten

über 65 Jahre. Pharmakodynamische Eigenschaften: ATC-Code: J01 MA02. Pharmakotherapeutische Gruppe: Chemotherapeutikum. Ciprofloxacin Genericon 250 mg-Filmtabletten, OP zu 10 und 20 Stück, Ciprofloxacin Genericon

500 mg-Filmtabletten, OP zu 10 und 20 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.

Cotrimoxazol Genericon – Tabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Tablette enthält: Trimethoprim (TMP) 160 mg. Sulfamethoxazol (SMZ) 800 mg. Sonstige Bestandteile: Magnesiumstearat, hochdisperses

Siliciumdioxid, Carboxymethylstärke-Natrium, Gelatine, Docusat-Natrium. Anwendungsgebiete: Cotrimoxazol sollte nur dann angewendet werden, wenn der therapeutische Nutzen die möglichen Risiken überwiegt. An die Anwendung

einer einzelnen antimikrobiell wirksamen Substanz sollte gedacht werden. Da sich die in-vitro Empfindlichkeit von Bakterien gegenüber Antibiotika mit der geographischen Lage und über die Zeit ändert, sollte bei der Auswahl der

antibiotischen Behandlung stets die lokale Situation berücksichtigt werden. Infektionen des Respirations- und HNO-Traktes: Akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis, Otitis media bei Kindern, wenn Cotrimoxazol aus gutem Grund

einem einzelnen antibiotischen Wirkstoff vorzuziehen ist. Behandlung und Prophylaxe (primär und sekundär) einer Pneumocystis carinii-Pneumonie. Cotrimoxazol eignet sich jedoch nicht zur Behandlung der Streptokokken-Angina, da die

Erreger durch die Substanz nicht eliminiert werden. Infektionen des Urogenitaltraktes: Harnwegsinfekte, Ulcus molle. Bei Syphilis ist Cotrimoxazol jedoch weder in der Induktionszeit noch nach Manifestation der Erkrankung wirksam.

Infektionen des Gastrointestinaltraktes: Typhus und Paratyphus, Shigellose (empfindliche Stämme von Shigella flexneri und Shigella sonnei, wenn antibakterielle Therapie angezeigt ist), durch enterotoxinbildende Escherichia coli verursachte

Reisediarrhö, Cholera (als Zusatzbehandlung zu Flüssigkeits- und Elektrolytersatz). Andere bakterielle Infektionen: Infektionen durch ein breites Spektrum verschiedener Mikroorganismen (Behandlung möglicherweise zusammen

mit anderen Antibiotika), z.B. Brucellose, Nocardiose, Aktinomyzetom, Toxoplasmose und südamerikanische Blastomykose. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide und/oder Trimethoprim (TMP) bzw. TMP-Analoga

(z.B. Tetroxoprim) oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates; hämolytische Erkrankungen, megaloblastische Folsäuremangelanämie; pathologische Blutbildveränderungen (Thrombozytopenie, Granulozytopenie,

megaloblastische Anämie); Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Symptom: hämolytische Anämie); schwere Leberparenchymschäden oder Leberfunktionsstörungen (z.B. akute Hepatitis); Cotrimoxazol sollte an Patienten mit

schwerer Niereninsuffizienz nicht verabreicht werden, wenn die Plasmaspiegel von TMP und SMZ nicht überprüft werden können; Erythema exsudativum multiforme (auch in der Anamnese); Früh- und Neugeborene in den ersten 6

Lebenswochen; Pharmakodynamische Eigenschaften: Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotika zur systemischen Anwendung, Kombinationen von Sulfonamiden und Trimethoprim. ATC-Code: J01EE01. Cotrimoxazol Genericon

– Tabletten, OP zu 10 und 20 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig.

Doxycyclin Genericon 200 mg-lösliche Tabletten. Zusammensetzung (arzneilich wirksame Bestandteile nach Art und Menge): 1 Tablette enthält 208, 2 mg Doxycyclin monohydrat, entsprechend 200 mg Doxycyclin. Hilfsstoffe: Laktose

(52 mg), mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Polyvidon, Carboxymethylstärke-Natrium, hydriertes Rizinusöl, LMF Patentblau E131, Magnesiumstearat. Anwendungsgebiete: Infektionskrankheiten,

die durch Doxycyclin-empfindliche Erreger verursacht werden: Infektionen der Atemwege: Lobär- und Bronchopneumonien (vor allem verursacht durch Mykoplasmen, Chlamydien und Rickettsien), Bronchitis, akute Schübe chronischer

Bronchitiden. Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich: Pharyngitis, Tonsillitis, Sinusitis, Otitis media. Infektionen und andere Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Gallenwege: Cholera, Yersinien- und Campylobacter-Infektionen,

bei Nachweis der Empfindlichkeit auch Shigellen-Ruhr, Malabsorptionssyndrome wie tropische Sprue und Morbus Whipple, ambulante Therapie von Gallenwegsinfektionen. Infektionen des Urogenitaltraktes: Harnwegsinfektionen

(bei nachgewiesener Empfindlichkeit der Erreger), Urethritis (insbesondere durch Chlamydien und Ureaplasma urealyticum), Prostatitis, unkomplizierte Gonorrhoe (insbesondere bei gleichzeitiger Chlamydieninfektion), Infektionen

der weiblichen Geschlechtsorgane, ferner Lues I und II (als Mittel zweiter Wahl, wenn eine Allergie gegen bakterizide Antibiotika, z.B. Penicillin, gegeben ist). Infektionen der Haut und Weichteile: Akne (auch infizierte schwere Formen

der Akne vulgaris u. Rosacea), Impetigo, Furunkulose, Phlegmone, Abszeß, Wundinfektion, Paronychium, ferner zur Abschirmung bei chirurgischen Eingriffen. Infektionen der Augen: einschließlich Trachom und Chlamydienkonjunktivitis

(Einschlußkonjunktivitis). Milzbrand: Zur Prophylaxe und Therapie von Milzbrand, einschließlich Milzbrand durch Inhalation nach Exposition mit aerosoliertem Bacillus anthracis. Weitere Infektionen: Borreliosen wie Erythema chronicum

migrans und Lyme Disease, Stadium I; Ornithose, Bartonellose, Melioidose, Granuloma inguinale, Listeriosen, Tularämie, Gasbrand, Tetanus, Pest, Rickettsiosen, (Fleckfieber, Q-Fieber etc.), Leptospirosen (Morbus Weil u.a.), Cholera,

Frambösie, Rückfallfieber, Oroyafieber, Verruga peruana, Malaria tropica bei Chloroquinresistenz, Brucellosen (Maltafieber, Morbus Bang) in Kombination mit Streptomycin. Infektionen mit Verdacht auf Beteiligung von Staphylokokken,

Streptokokken und Pneumokokken sollten wegen der unterschiedlichen Resistenzsituation mit Doxycyclin nicht behandelt werden. Gegenanzeigen: Doxycyclin ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit für Tetracycline oder

einem anderen Bestandteil des Präparates sowie bei schwerer Leberschädigung. Während der Dentition (letztes Trimester der Schwangerschaft, Säuglinge und Kinder bis zu 8 Jahren) darf die Verabreichung nur nach strengster Indikationsstellung

und nur bei Erkrankungen erfolgen, bei denen andere Antibiotika nicht gegeben werden können, da durch Einlagerungen von Doxycyclin bleibende Zahnverfärbungen mit Schmelzdefekten und eine reversible Verzögerung

des Knochenwachstums auftreten können. Pharmakodynamische Eigenschaften: Therapeutische Klasse: Tetracycline. ATC-Code: J01AA02. Doxycyclin Genericon 100 mg-lösliche Tabletten, OP zu 5 und 10 Stück, Doxycyclin

Genericon 200 mg-lösliche Tabletten, OP zu 5 und 10 Stück, Doxycyclin Genericon 100 mg-Tabletten, OP zu 5 und 10 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.

PEN-V Genericon 1,5 Mio. I.E.-Filmtabletten. Zusammensetzung (arzneilich wirksame Bestandteile nach Art und Menge): 1 Filmtablette mit Bruchrille enthält Phenoxymethylpenicillin-Kalium 986,85 mg (entsprechend 1,500.000

I.E. und 99,3 mg Kalium). Hilfsstoffe: Polyvidon, Maisstärke, Copolyvidon, Crospovidon, hydriertes Rizinusöl, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat; Überzug: Hydroxypropylmethylcellulose, Titandioxid, Polyethylenglykol 400

und 6000, Zitronensäure, Orangenaroma, 0,25 mg Aspartam. Anwendungsgebiete: Phenoxymethylpenicillin ist angezeigt zur Therapie und Prophylaxe von Infektionen, die durch Penicillin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden.

Infektionen im HNO-Bereich: Streptokokkenangina (Scharlach, Angina tonisillaris, Angina Plaut Vincenti, Pharyngitis, Tonsillopharyngitis, purulente Rhinopharyngitis), Sinusitis, Otitis media. Infektionen der Atemwege: bakterielle Bronchitis,

bakterielle Pneumonie sowie Bronchopneumonie, soweit eine parenterale Penicillin-Therapie nicht erforderlich ist. Infektionen der Haut: Erysipel, Erysipeloid, Pyodermien (wie Impetigo contagiosa, Furunkulose), Abszesse, Phlegmone;

Erythema chronicum migrans und andere klinische Manifestationen der Lyme Borreliose. Sonstige Infektionen: Bissverletzungen (z.B. Gesichtswunden oder tiefe Wunden der Hand) und Verbrennungen. Zur Prophylaxe von: Streptokokken-Infektionen;

angeborenen bzw. rheumatischen Herzerkrankungen zur Prophylaxe einer bakteriellen Endocarditis vor und nach kleineren chirurgischen Eingriffen, wie z.B. Tonsillektomien, Zahnextraktionen etc.; Schutz vor

Pneumokokken-Infektionen bei Kindern mit Sichelzellenanämie. Penicillin V kann auch zur Unterstützung bzw. Fortsetzung einer parenteralen Penicillin-Therapie verwendet werden. Bei schweren Infektionen oder schwer erreichbaren

Infektionsherden (z.B. schwerer Pneumonie, Empyem, Sepsis, Endocarditis, Pericarditis, Meningitis, Arthritis und Osteomyelitis im akuten Stadium) ist die parenterale Behandlung mit Penicillin vorzuziehen. Gegenanzeigen: Bekannte

Überempfindlichkeit gegen Penicillin. Bei Cephalosporin-Überempfindlichkeit ist eine mögliche Kreuzallergie zu beachten. Bei schweren Magen-Darm-Störungen mit anhaltendem Durchfall oder Erbrechen ist eine ausreichende Resorption

des Penicillins nicht gewährleistet. Es sollte dann die parenterale Anwendung eines Penicillin-G-Präparates in Erwägung gezogen werden. Es besteht erhöhtes Exanthemrisiko bei der Behandlung von Begleitinfektionen viraler

Erkrankungen, insbesondere der infektiösen Mononukleose und der lymphatischen Leukämie. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Asthma bronchiale, Urtikaria und Heuschnupfen. Pharmakodynamische Eigenschaften: Pharmakotherapeutische

Gruppe: Beta-Lactamase-sensitive Penicilline. ATC-Code: J01CE02

PEN-V Genericon 1 Mio. I.E.-Filmtabletten, OP zu 12 und 30 Stück, PEN-V Genericon 1,5 Mio. I.E.-Filmtabletten, OP zu 12 und 30 Stück, NR, apothekenpflichtig.

Roxithromycin Genericon 150 mg – Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 150 mg Roxithromycin. Sonstige Bestandteile: Jede Filmtablette enthält 1,12 mg Glucose. Tablettenkern:

Maisstärke, Hydroxypropylcellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Carboxymethylstärke_Natrium (Typ A und B), Poloxamer 188, Povidon, Magnesiumstearat, Talkum. Tablettenüberzug: Propylenglykol, wasserfreie Glucose, Titandioxid

(E171), Hypromellose. Roxithromycin Genericon 300 mg – Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 300 mg Roxithromycin. Sonstige Bestandteile: Jede Filmtablette enthält 2,24 mg Glucose.

Tablettenkern: Maisstärke, Hydroxypropylcellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A und B), Poloxamer 188, Povidon, Magnesiumstearat, Talkum. Tablettenüberzug: Propylenglykol, wasserfreie Glucose,

Titandioxid (E171), Hypromellose. Anwendungsgebiete: Roxithromycin Genericon ist bei folgenden durch Roxithromycin-empfindliche Erreger hervorgerufenen Infektionen angezeigt: Infektionen der Atemwege: Allgemein erworbene

Pneumonien, insbesondere verursacht durch Mycoplasma pneumoniae, Chlamydia psittaci (Ornithose) oder Chlamydia pneumoniae (TWAR). Tonsillitis, Pharyngitis und akute Otitis media bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen

Betalaktamantibiotika, oder wenn diese Behandlung aus anderen Gründen nicht geeignet ist. Urogenitale Infektionen verursacht durch Chlamydia trachomatis (insbesondere Urethritis oder Cervicitis). Infektionen der Haut und Weichteile:

Wie z.B. Furunkulose, Pyodermie, Impetigo und Erysipel bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Batalakamantibiotika, oder wenn diese Behandlung aus anderen Gründen nicht geeignet ist. Es sind die jeweils geltenden offiziellen/nationalen

Richtlinien zur antibakteriellen Resistenz sowie zur sachgerechten Anwendung und Verordnung von Antibiotika zu beachten. Gegenanzeigen: Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Roxithromycin, anderen Makroliden

oder einen der sonstigen Bestandteile. Gleichzeitige Behandlung mit gefäßverengenden Ergotaminalkaloiden (siehe Abschnitt 4.5). gleichzeitige Therapie mit Substanzen wie Terfenadin, Astemizol, Cisaprid und Pimozid, die mit

ventrikulären Arrhythmien (Torsades de pointes, QT-Verlängerung) verbunden sein kann (siehe Abschnitt 4.5). Kinder bzw. Personen mit einem Körpergewicht unter 40 kg. Pharmakodynamische Eigenschaften: Pharmakotherapeutische

Gruppe: Makrolide. ATC Code: J 01 FA 06 Roxithromycin Genericon 150 mg – Filmtabletten, OP zu 12 Stück, Roxithromycin Genericon 300 mg – Filmtabletten, OP zu 7 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe

verboten. Pharmazeutischer Unternehmer: Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz, genericon@genericon.at

Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen

für die Anwendung sind der „Austria Codex-Fachinformation“ zu entnehmen.


Fachkurzinformationen siehe Seite 31

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