Folien - Dr. Karin Reber

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Seminar zum studienbegleitenden sonderpädagogischen Praktikum

Didaktik und Methodik des Unterrichts mit sprachbehinderten Kindern

Sprachverständnisstörungen

Literatur

AMOROSA, H. & NOTERDAEME, M. (2003): Rezeptive Sprachstörungen. Ein

Therapiemanual. Göttingen: Hogrefe (XDT 4110-2003 RST)

BAUR, S. & ENDRES, R. (1999) : Kindliche Sprachverständnisstörungen – Der Umgang im

Alltag und in spezifischen Fördersituationen. Die Sprachheilarbeit 44, 6, 318-328

BAUR, S. & ENDRES, R. (2000) : Informelles Verfahren zur Überprüfung von

Sprachverständnisleistungen (IVÜS). Die Sprachheilarbeit 45, 2, 64-72.

GEBHARDT, W. (2007): Sprachverständnisstörungen – diagnostische und therapeutische

Anmerkungen zu einem unterschätzten Problem. In: mitSprache 1/2007, 23-39.

REBER, K./SCHÖNAUER-SCHNEIDER, W. (2009): Bausteine zum Sprachverständnis.

In: Bausteine sprachheilpädagogischen Unterrichts, Reinhardt Verlag, München/Basel,

Kapitel „Sprachverständnis“, 165-185.

SCHÖNAUER-SCHNEIDER, W. (2008): Monitoring des Sprachverstehens (MSV),

comprehension monitoring – Welche Bedeutung hat es für Kinder mit rezeptiven

Sprachstörungen? Die Sprachheilarbeit 53, 72-82.

HACHUL, C./SCHÖNAUER-SCHNEIDER, W. (2012): Sprachverstehen bei Kindern.

Grundlagen, Diagnostik und Therapie. Urban & Fischer, München.

Artikel im Themenheft Praxis Sprache „Satz- und Anweisungsverständnis“ 2/2010,

evtl. ergänzend Themenheft Praxis Sprache „Leseverstehen & Lesemotivation“

1/2011.

Definition

„Wir definieren hier SV als die Fähigkeit, rein sprachliche Informationen zu

verarbeiten (bei ausreichend intaktem Hörvermögen), d.h. 'SV im engeren Sinne

bezeichnet den Prozeß, durch den der Hörer eine gesprochene Äußerung

interpretiert' (Amorosa 1992, 61 nach Baur/Endres 1999, 318)

„Nichtsituative Zuordnung sprachlicher Zeichen, die nicht oder nur teilweise in einem

syntaktischen Zusammenhang zu Gegenständen oder Erscheinungen der objektiven

Umwelt stehen“ (Franke 1994)

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„Sprachverständnis beruht ... auf der Fähigkeit, perzipierte akustische und optische

Signale mit bestimmten Sinngehalten zu verknüpfen und unter Aktivierung eigener

Vorerfahrungen gemäß der vom Sprecher intendierten Mitteilung zu verstehen.“

(Dupuis/Kerkhoff 1992)

expressive Sprachentwicklungsstörung: Sprachproduktionsstörungen

rezeptive Sprachentwicklungsstörung: Sprachverständnisstörungen

Symptome

bezogen auf die Sprachentwicklung

Wortebene

allgemeine Symptomatik Satzebene

Zum auditiven Kurzzeitgedächtnis

Textebene

Nonverbale Phase

Verbale Phase

Strategien des Sprachverständnisses: probable event, order of mention

Sekundärsymptome

Diagnostik

Vgl. ausführlich Hachul/Schönauer-Schneider 2012, im Überblick 87 ff.:

Name Autoren Ziel Altersgruppe Normierung

TROG-D Fox 2006 Verständnis

grammatischer

Strukturen

3-10 Ja

MSVK Elben/Lohaus Sprachverstehen auf 5-7 Ja

2000

Wort- und Satzebene,

pragmatisches

Verstehen

Peabody Picture Bulheller/Häcker Wortverstehen ab 14 Ja

Vocabulary Test 2003

WWT, Untertest Glück 2007 nur Verständnis auf 6-10 Ja

Rezeptiv

Wortebene

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HSET, Untertest

VS

LiSe-DaZ, 3

rezeptive

Untertests

SET 5-10, 2

rezeptive

Untertests

Grimm 1978 Verstehen

grammatischer

Schulz/Tracy

2011

Petermann et al.

2010

IVÜS Baur/Endres

2000

Strukturen

Verstehen

grammatischer

Strukturen

Satz- und

Textverstehen

Verstehen

grammatischer

Strukturen

3-9 Ja

3-7 Ja

5-10 Ja

4-8 Nein

informell

Mäusegeschichte Gebhard 2008 Textverstehen 7-9 Nein

informell

Therapie

Sprachverständnisförderndes Verhalten (Schlamp-Diekmann 2010)

Aufmerksamkeit sichern:

Klare Strukturen und Rituale schaffen:

Anweisungen klar und deutlich formulieren:

Gestik und Mimik einsetzen:

Visualisierung nutzen:

Arbeitsaufträge wiederholen lassen: Überprüfen, ob das Kind wirklich verstanden hat:

Sicherung der Grundbedingungen (Comprehension Monitoring)

(Schönauer-Schneider 2008)

Baustein 1: Gut zuhören

Baustein 2: Schaffen einer Fragehaltung

Baustein 3: Konzeptebene: Unterscheidung von Wissen – Nichtwissen (Raten)

Baustein 4: Erkennen von und Reagieren auf nicht verständliche Äußerungen

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Therapieplanung und -umsetzung

1. Auswahl einer Zielstruktur: Singular/Plural, Perfekt, Präpositionen, Konjunktionen,

Subjunktionen, Passiv, ...

2. Wortebene Satzebene Textebene

3. Didaktische Umsetzung:

Realgegenstände Symbolisierungen (Bilder) Abstrakte Vorstellung (z.B. Texte)

Lernen mit allen Sinnen

Learning by doing

Einsatz von Gebärden

Einsatz von Schriftsprache

Materialien und Spielideen:

Name Material Beschreibung W

or

t

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S

at

z

T

e

xt

Zielstruktur

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