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Prof il 2012

Die RhB im Überblick


Inhalt

Editorial 2

Bahn der Vielfalt 4

Werte 6

Sparten der RhB 8

Organisation 10

Kennzahlen 12

Erfolgsfaktor Mitarbeitende 14

Starke Marken 16

Personenverkehr 18

Güterverkehr 19

Autoverlad Vereina 20

Energie und Umwelt 21

Technische Meisterleistungen 22

Rollmaterial 24

Blick in die Geschichtsbücher 26

Impressum

Herausgeber:

Rhätische Bahn AG

Unternehmenskommunikation

Bahnhofstrasse 25

CH-7002 Chur

Tel +41 (0)81 288 61 00

Fax +41 (0)81 288 61 05

contact@rhb.ch

www.rhb.ch

Fotos: Andrea Badrutt, Jürgen Bögelspacher,

Robert Bösch, Ralph Feiner, Peter Fuchs,

Tibert Keller, Christof Sonderegger, Michael Wildi

Grafik: Süsskind SGD Chur

Printed in Switzerland


Andermatt

Brig

Zermatt

384000 m Schienen

führen über 592 Brücken und durch 115 Tunnels

Disentis/Mustér

Sumvitg-Cumpadials

Rabius-Surrein

Trun

Tavanasa-Breil/Brigels

Waltensburg/Vuorz

Rueun

Ilanz

Trin

Versam-Safien

Valendas-Sagogn

Castrisch

Zürich

Basel

St. Gallen

Chur West

Felsberg

Domat/Ems

Ems Werk

Reichenau-Tamins

Bonaduz

Rhäzüns

Rothenbrunnen

Rodels-Realta

Cazis

Thusis

CHUR

Malans

Landqua

Landquar

Igis

Zizers

Untervaz-

Haldenste

Chur Wies

Chur Stadt

Lüen-Castiel

St. Peter-Mo

Tiefenc


Seewis-Valzeina

rt

t Ried

Trimmis

in

ental

astel

Grüsch

linis

Peist

St. Moritz

Schiers

Langwies

Litzirüti

Arosa

Filisur

Samedan

Furna

Jenaz

Fideris

Küblis

Saas

Klosters Dorf

Bergün/Bravuogn

Preda

Celerina

Cavadürli

Davos Laret

Davos

Wolfgang

Davos Platz

Davos Frauenkirch

Davos Glaris

Davos Monstein

Wiesen

Spinas

Klosters

Davos Dorf

Selfranga

Zuoz

Madulain

La Punt-Chamues-ch

Bever

Ospizio Bernina

Alp Grüm

Cavaglia

Cadera

Privilasco

Poschiavo

Li Curt

Le Prese

Miralago

Brusio

Campascio

Campocologno

Celerina Staz

Punt Muragl Staz Punt Muragl

Pontresina

Surovas

Morteratsch

Bernina Suot

Bernina Diavolezza

Bernina Lagalb

Lugano

Milano

S-chanf

Vereina

Tunnel

Zernez

Susch

Cinuos-chel-Brail

Ftan

Ardez

Guarda

Lavin

Sagliains

Tirano

Scuol-Tarasp


2

Eine Bahn auf Kurs


Allegra!

Vielfältige Züge ziehen ihre Kreise auf dem

384 Kilometer langen Schienennetz in Grau-

bünden: elegante Panoramazüge, flinke

Regionalzüge, bärenstarke Güterzüge, historische

Kompositionen aus den Anfängen

der RhB, vollbepackte Autozüge…

Im Zentrum unseres Handelns stehen unsere Kunden: mit

starken Leistungen wollen wir sie überzeugen, mit innovativen

Angeboten neue hinzugewinnen. Dieses Ziel erreichen

wir mit einer klaren Strategie, welche ebenso klar umgesetzt

wird. 100-jährige Brücken und Tunnels müssen für die Zukunft

fit gemacht werden und neues, modernes Rollmaterial

soll den Erwartungen des Fahrgastes gerecht werden. Mit den

Zugpferden Bernina Express und Glacier Express verfügt die

RhB über Marken von weltweiter Bekanntheit. Marken, die

wir zusammen mit unseren touristischen Partnern pflegen

und positionieren wollen. Das Mitte 2008 verliehene UNESCO

Welterbe Label «Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/

Bernina» steigert die Bekanntheit des Unternehmens noch

weiter.

Diese ambitiösen und spannenden Ziele können wir nur

gemeinsam erreichen: mit begeisterten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, mit starken Partnern aus Tourismus und

Wirtschaft und mit dem grossen Engagement unserer Eigner

Bund und Kanton für «ihre» Bahn. Allen gebührt ein kräftiges

Danke! Mille Grazie! Grazcha fich! Überzeugen Sie sich:

die Rhätische Bahn ist ein leistungsstarkes, glaubwürdiges

und erfolgreiches Verkehrsunternehmen, das Ihr Vertrauen

verdient. Kommen Sie mit auf eine spannende Erlebnisreise –

imaginär im vorliegenden Profil, aber hoffentlich bald auch

vor Ort im Bündnerland.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen an Bord!

Hans Amacker

Direktor

3


4

Bahn der Vielfalt

Die RhB hat viele Facetten, die sie erst zu dem machen, was sie

heute ist: ein modernes, vielseitiges Transportunternehmen

und die führende Meterspurbahn der Alpenregion.

Als Pendlerbahn bringt die RhB jeden Tag Tausende von ihren

Wohnorten in die Zentren Chur, Landquart, Davos, St. Moritz

und zurück. Als leistungsstarke Güterbahn ist sie eine wichtige

Partnerin der Bündner Wirtschaft und als rollende Strasse

durch den Vereinatunnel sorgt sie für die einzige wintersichere

Verbindung von Nordbünden ins Engadin. Um sich

wirtschaftlich noch breiter abzustützen, werden zurzeit die

Dienstleistungen neben der Schiene ausgebaut. Die Werkstätten

etwa haben grosse Montageaufträge von externen


Partnern akquiriert. All dies ermöglichen rund 1400 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, welche die RhB in Graubünden

zu einem der grössten Arbeitgeber machen. Sie sorgen dafür,

dass die Züge auf dem 384 Kilometer langen Streckennetz

zuverlässig verkehren, tagtäglich, zu jeder Jahreszeit, durch

115 Tunnels, über 592 Brücken. Die Kehrseite dieser ingenieurtechnischen

Meisterleistung aus den Entstehungsjahren

der RhB ist der hohe Finanzbedarf für Instandhaltung und

Erneuerung der Infrastruktur.

All diese Facetten und noch viele mehr – das ist die Rhätische

Bahn, ein Unternehmen am Puls von privatem Unternehmertum

und öffentlichem Interesse.

Die RhB, die Bahn der Bündner

Kanton Graubünden 51,3 %

Private/Unternehmen 4,6 %

Eidgenossenschaft 43,1 %

G e m e i n d e n a u s d e m

Kanton Graubünden 1 %

Die RhB ist eine privatrechtlich organisierte Aktiengesellschaft

– über 95 Prozent der Anteile sind im Besitz der öffentlichen

Hand. Sie erfüllt im Kanton Graubünden dieselbe

Aufgabe wie die SBB auf dem übrigen Gebiet der Schweiz: sie

erschliesst den Kanton mit ihren Reise- und Güterzügen. Um

den attraktiven Service Public erfüllen zu können, ist sie auf

Beiträge ihrer Eigner Bund und Kanton angewiesen.

5


6

Werte

Eine wichtige Grundlage für die Leistungen und Massnahmen

der RhB bildet das Werteleitbild. Darin werden die zentralen

und grundsätzlichen Werte beschrieben, die im Unternehmen

gelten sollen, um gemeinsam eine Spitzenleistung zu vollbringen

und die Strategie umzusetzen. Die Werte sind an das

Unternehmen und die Mitarbeitenden gerichtet.


Selbstverständnis Die RhB ist ein leistungsstarkes, zukunfts-

orientiertes und erfolgreiches Unternehmen im Pendler-, Freizeit-

und Güterverkehr. Mit Graubünden fühlen wir uns eng

verbunden.

Kunden Bei der RhB spürt der Kunde Tag für Tag, dass er im

Mittelpunkt steht. Unsere Dienstleistungen sind geprägt von

hoher Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Unsere Kunden

heissen wir herzlich willkommen und bieten ihnen ein unvergessliches

Erlebnis in der faszinierenden Bündner Berg- und

Kulturlandschaft.

Wachstum Die RhB ist wirtschaftlich erfolgreich und sichert

sich ihre nachhaltige Wirtschaftlichkeit durch ein Wachstum

auf bestehenden und neuen Märkten. An veränderte Rahmen-

bedingungen passen wir uns dank einer hohen Flexibilität

rasch an. Mit einem straffen Kostenmanagement setzen wir

die Gelder der öffentlichen Hand effektiv und effizient ein.

Arbeitgeber Die RhB ist eine fortschrittliche und faire Arbeitgeberin.

Wir nehmen unsere Verantwortung für die Mitarbeitenden

wahr. Mit einer aktiven Aus- und Weiterbildungspolitik

schöpfen wir das Potenzial unserer Mitarbeitenden aus und

ermöglichen ihnen eine persönliche Entwicklung.

Teamwork Eine gute Zusammenarbeit über die Berufsgruppen

und Bereiche hinweg ist zentral für unseren Erfolg. Wir kommunizieren

direkt und ehrlich miteinander. Jeder Mitarbeiter

und jede Mitarbeiterin übernimmt Verantwortung für sich

und die Kollegen. Die Arbeit bei der RhB macht Spass.

Führungsverständnis Die Führungskräfte der RhB sind Vorbilder.

Sie fordern, fördern und motivieren ihre Mitarbeitenden,

wahren die Interessen des Unternehmens und sind

bereit, eine hohe Leistung zu erbringen.

Kommunikation Wir kommunizieren offen, zielgruppengerecht,

aktuell und aktiv nach aussen und nach innen. Wer mit

der RhB zu tun hat, darf auf einen offenen Dialog zählen. Dies

gilt für unsere Mitarbeitenden, Sozialpartner und Eigner ebenso

wie für Anwohner, Gäste, Kunden, Lieferanten und Medien.

7


8

Sparten der RhB

Jede Sparte der RhB besitzt strategische Ziele und Projekte.

Zielvorgaben wie Erträge, Kosten, Leistungen und

Ergebnisse werden mit internen Verantwortungen festgelegt

und laufend auf ihre Wirksamkeit überwacht.

48 %

7 %

19 %

9 %

17 %

Betriebsertrag 2011 nach Sparten

(vor Abgeltung und inkl. Infrastruktur benützungsentgelt)


Personenverkehr

Autoverlad

Güterverkehr

Infrastruktur

Nebengeschäfte

9


Personal (HR)

Stephanie Rielle La Bella

Vertrieb

Martin

Sturzenegger*

Produktion

Markus

Barth*

Verwaltungsrat

Direktor

Hans Amacker*

Rollmaterial

Ivo

Hutter*

* Mitglieder der Geschäftsleitung

° Stellvertreter des Direktors

(Stand Juni 2012)

10

Organisation

Generalversammlung

Stefan Engler, Präsident

Infrastruktur

Christian

Florin*°

Stab / Unternehmensentwicklung

Andreas Bass

Finanzen

Martin

Gredig*

Konsultativrat

Güterverkehr

Matthias

Tscharner


Mitglieder des Verwaltungsrats:

Stefan Engler, Surava (Präsident)

Heinz Dudli, Zizers (Vizepräsident)

Paul Blumenthal, Wünnewil

Benno Burtscher, Valbella

Tarzisius Caviezel, Davos

Hans-Jürg Spillmann, Schliern bei Köniz

Andreas Thöny, Landquart

Mitglieder des Konsultativrats:

Jakob Barandun, Filisur

Marco Berger, Rhäzüns

Patrick Blarer, Samedan

Duri Blumenthal, Degen

Martin Butzerin, Arosa

Ludwig Caluori, Schmitten

Armin Candinas, Rabius

Anton Hartmann, Küblis

Christian jun. Jenny, Arosa

Leo Koch, Davos

Fabrizio Keller, Grono

Heinz Kessler, Davos Wolfgang

Manfred Kürschner, Chur

Jürg Looser, Chur

Martin Montalta, Ilanz

Jon Domenic Parolini, Scuol

Ernst Sax, Obersaxen

Hans Wolf, Untervaz

Tino Zanetti, Li Curt

(Stand Januar 2012)

11


12

Kennzahlen

Der RhB-Franken 2011

Herkunft

Übriger Ertrag 0,16

Abgeltung

Infrastruktur

Kennzahlen in Mio.

CHF

Ertrag

Verkehrserträge – Personenverkehr

– Autoreiseverkehr

– Güterverkehr 2)

Abgeltung

Andere Erträge 2)

Aufwand

Personalaufwand

Abschreibungen

Andere Aufwendungen 2)

Jahresergebnis

Investitionen

0,25

0,21

0,38

Nettoerlöse aus

Verkehrsleistungen

Abgeltung

Verkehr/Übrige


Verwendung

Abschreibungen/

nicht aktivierbare

Investitionen

Übriger Aufwand

0,32

0,25

0,43

Personalaufwand

1995 2000 2005 2010 2011

212,1 233,7 255,4 334,3 335,6

68,9 66,6 71,8 93,6 92,5

1,0 1) 9,7 11,4 13,7 13,8

19,9 15,6 15,8 19,1 19,8

88,6 107,3 116,2 141,5 151,4

33,7 34,5 40,2 66,4 58,1

212,1 232,2 254,5 334,4 335,5

128,4 123,8 131,3 140,4 140,4

26,9 40,2 48,4 74,6 82,4

56,8 68,2 74,8 119,4 112,7

0 1,5 0,9 –0,1 0,1

142,3 107,7 116,5 210,2 149,3

1) nur Albula 2) seit 2009 Bruttoverbuchung Erträge/Kosten

13


14

Erfolgsfaktor Mitarbeitende

Die RhB ist eine vertrauenswürdige und innovative Arbeitgeberin

mit attraktiven Stellen in den verschiedensten Berufen.

Viele ihrer Mitarbeitenden haben direkten Kundenkontakt.

Andere wiederum sorgen hinter den Kulissen dafür, dass Personen

und Güter reibungslos ans Ziel gelangen. Als Dienstleistungsunternehmen

ist sie personalintensiv: rund die Hälfte

der Kosten entfallen auf Löhne, Sozialleistungen und weitere

Personalaufwendungen.

Eine aktive Aus- und Weiterbildungspolitik schöpft das Potenzial

der Mitarbeitenden aus und ermöglicht ihnen eine

persönliche Entwicklung.

Die Ausbildung von Lernenden ist ein grosses Anliegen. Um

ihnen den bestmöglichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen,

hat die RhB das gesamte Ausbildungswesen 2007 an

den Ausbildungsverbund login ausgegliedert. Die Berufserfahrung

sammeln die Lernenden weiterhin bei der RhB.


1500

1300

1100

900

700

500

25

20

15

10

5

0

Infrastruktur 226

Rollmaterial 265

Produktion 512

Ständiges Personal im Jahresmittel

1411 1344 1337 1311 1325

1995

2000

2005

2010

2011

Personalbestand pro 100000 Zugkilometer

24,5 20,4 20,6 16,5 16,4

1995

2000

2005

2010

2011

Mitarbeitende nach Geschäftsbereichen

Stab/Personalbereich 35

Finanzen 70

Vertrieb 201

Güterverkehr 16

15


16

Starke Marken

Im Schweizer Markt und im grenznahen Raum positioniert

sich die RhB mit den drei Marken Rhätische Bahn, Bernina

Express und Glacier Express. Für die Fernmärkte Europa,

Nordamerika, Naher und Ferner Osten bewährt sich die Konzentration

auf die emotionsstarken Marken Glacier Express

und Bernina Express. Die Auftritte erfolgen gemeinsam mit

weltbekannten Kur- und Ferienorten wie St. Moritz, Davos

und Zermatt.


Glacier Express

Seit 1930 rollt der Glacier Express

vom Engadin zum Matterhorn und

verbindet auf seiner 7 ½-stündigen

Fahrt die weltbekannten Kurorte Davos / St. Moritz mit

Zermatt. Die neuen Züge gefallen durch ihr frisches Design;

die Panoramawagen erlauben atemberaubende Rundumsichten.

Die markante Komfortverbesserung der letzten Jahre und

das neue Verpflegungskonzept begeistern die Fahrgäste zusätzlich.

In sechs Sprachen erhält der Kunde über Kopfhörer

Informationen zu den Höhepunkten unterwegs. Von St. Moritz

nach Thusis (rund 60 km) durchfährt der Glacier Express das

Albulatal mit dem berühmten Landwasserviadukt.

Bernina Express

Der Panoramazug Bernina Express

führt von Chur (585 m ü. M.) durch

das wilde Albulatal ins Oberengadin

und weiter zum höchsten Punkt auf 2253 m ü. M. auf den

Berninapass. Danach geht es über spektakuläre Kunstbauten

bis ins italienische Tirano (429 m ü. M.) hinunter. Die gesamte

Fahrt dauert rund vier Stunden. Sie führt durch klimatische

Extreme und verbindet Kulturen und Sprachen. Schlag auf

Schlag folgen sich die Höhepunkte unterwegs: verwirrende

Kehrtunnels und Schwindel erregende Viadukte im Albulatal,

zum Greifen nahe Gletscher und als Schlussbouquet Palmen

und viel italienischer Charme.

UNESCO Welterbe RhB

Anfangs Juli 2008 hat das Welterbekomitee

der UNESCO die Albula- und Berninastrecke

der Rhätischen Bahn in ihre Welterbeliste

aufgenommen. Damit ist die Rhätische Bahn

weltweit erst die dritte Eisenbahn, welche

von der UNESCO als «universal outstanding»

beurteilt wurde. Die «Rhätische Bahn in der

Landschaft Albula/Bernina» ist ein Meisterwerk, das durch ein

vielfältiges Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft, Technik,

Kultur und Natur entstanden ist.

17


18

Personenverkehr

Die Rhätische Bahn ist am Markt erfolgreich und konnte ihre

Leistung im Personenverkehr über die letzten Jahre ausbauen.

Trotz schlechter Weltwirtschaftslage wurden dank einer

attraktiven Angebotspalette für Feriengäste und Pendler rund

10 Millionen Personenfahrten durchgeführt.

Entwicklung Personenfahrten (in Tausend)

10000

9000

8000

7000

6000

5000

8584 8760 9226 10 401 9592

1995

2000

2005

2010

Ein einfaches Ticket entspricht einer, ein Retour-Ticket

entspricht zwei Personenfahrten.

2011


Güterverkehr

Ob Rundholz, (Roh-)Baustoffe, Lebensmittel, Getränke, Recycling

oder Mineralölprodukte – die «Bündner Güterbahn»

transportiert als wichtiges Bindeglied zwischen Schiene und

Strasse all diese Güter und noch viel mehr. Effizient und ökologisch

sinnvoll. Mit der laufenden Erneuerung des vorhandenen

Rollmaterials, mit Anpassungen der Logistik an die

Anforderungen des Marktes sowie mit Förderung des kombinierten

Verkehrs ist und bleibt der Güterverkehr ein wichtiger

Transportpartner im und für den Kanton Graubünden.

Entwicklung Güterverkehr (Tonnen in Tausend)

800

700

600

500

400

300

200

100

0

872 714 699 680 1) 704 1)

1995

2000

2005

2010

2011

1) Das Leergewicht der Container wird seit 2008 zum Ladungsgewicht addiert

19


20

Autoverlad Vereina

Die Vereinalinie hat auch im 12. Jahr nach ihrer Eröffnung

nichts an Attraktivität verloren. Mit 473 000 Fahrzeugen

transportierte die RhB wieder beinahe eine halbe Million Autos,

LKWs und Reisecars. Der Autoverlad kann bei allen Witterungsverhältnissen

betrieben werden – ein Erfolgsfaktor.

Die rund 20-minütige Fahrt vom Prättigau ins Engadin ist bei

den Kunden sehr beliebt.

Anzahl verladener Fahrzeuge am Vereina (in Tausend)

500

400

300

200

100

0

306 385 434 481 473

2000

2005

2007

2010

2011


Energie und Umwelt

Die RhB sieht Natur und Umwelt als Teil ihres Betriebskapitals

und setzt sich für sie ein. Für den Betrieb der Lokomotiven,

automatischen Schranken, fernbedienten Weichen und vernetzten

Computersysteme setzt die RhB auch auf Wasserkraft.

Die Energie bezieht sie von den Kraftwerken Hinterrhein Sils

(KHR) und Repower.

Die RhB fährt aus historischen und technischen Gründen mit

zwei verschiedenen Stromsystemen. Die Berninalinie wird mit

Gleichstrom betrieben, das restliche Netz mit Wechselstrom.

Dies bedingt unterschiedliches Rollmaterial, was aufwendig

und kostspielig ist. So muss in Pontresina ausser bei den neuen

ALLEGRA-Zweispannungstriebzügen jeweils ein anderes

Zugfahrzeug zur Weiterfahrt vorgespannt werden.

Verbrauch Traktionsenergie (Energieverbrauch in MWh)

100000

80000

60000

40000

20000

0

64 594 83 332 86 213 100 289 93 491

1995

2000

2005

2010

2011

21


22

Technische Meisterleistung

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die

Ingenieurskunst in den Bündner Bergen Sternstunde an

Sternstunde. Mit wesentlich weniger Hilfsmitteln als heute

legten die Techniker für die werdende Rhätische Bahn

tollkühne Trassees durch Schluchten, über Abgründe, durch

Hindernisse hindurch und über Pässe hinweg. Auf total 384

Kilometer Streckenlänge durchfahren heute die roten Zugskompositionen

beinahe 60 Kilometer in Tunnels, davon ein

Drittel im 1999 eröffneten Vereinatunnel. Würde man alle

Brücken zu einer einzigen aneinanderreihen, wäre diese mit

15,4 Kilometern rund sechs Mal länger als die Golden Gate

Bridge in San Francisco.


Doch selbst an Höhepunkten der Technikgeschichte nagt der

Zahn der Zeit. Für die RhB heisst dies, dass sie jedes Jahr hohe

Summen investieren muss, um die Substanz der Kunstbauten

zu erhalten. Nachlässigkeit ist dabei nicht erlaubt – sie würde

sich in Form von nicht mehr sicher passierbaren Brücken

und Tunnels rasch rächen. Im Jahr 2011 investierte die RhB

rund 97,5 Millionen Franken in ihre Infrastruktur. Eine Zahl,

die eindrücklich zeigt, dass eine Gebirgsbahn anders rechnen

muss als ihre Schwesterunternehmen im Flachland.

Die RhB-Infrastruktur in Zahlen

Streckenlänge 384 km

Anteil Kunstbauten an Streckenlänge: 20 Prozent

Anzahl Haltestellen und Stationen 103

Tunnels 115

Längster Tunnel Vereina mit 19 042 m

Gesamtlänge Tunnels 58 704 m

Anteil an Streckenlänge 15 Prozent

Galerien 42

Längste Galerie Sassal Mason II 348 m

Gesamtlänge Galerien 3302 m

Anteil an Streckenlänge 1 Prozent

Brücken 592

Längste Brücke Langwieserviadukt mit 285 m

Höchste Brücke Wiesnerviadukt mit 89 m

Gesamtweite Brücken 15 438 m

Anteil an Streckenlänge 4 Prozent

Grösste Steigung 70 ‰ (Berninalinie)

Höchster Punkt 2253 m ü. M. (Ospizio Bernina)

Tiefster Punkt 429 m ü. M. (Tirano)

Spurweite 1000 mm

23


24

Rollmaterial

Wer in Europa als Erlebnis- und Ferienbahn bestehen will,

muss den Fahrgästen hochmoderne Wagen anbieten. Panoramafenster

erlauben eine atemberaubende Rundsicht, das

Innendesign ist trendig, die sanitären Anlagen haben einen

hohen Komfort.

Hohe Qualitätsansprüche stellen auch die Güterkunden. Zuoberst

in der Hierarchie des öffentlichen Interesses stehen

die Lokomotiven und Triebwagen. Bei ihnen sind Leistung

und Zuverlässigkeit unter Höchstlast gefordert.

Um all diesen Ansprüchen gerecht zu werden und sich in

einem attraktiven Kleid zu präsentieren, investiert die RhB

rund 310 Millionen Franken in neues Rollmaterial. 15 moderne

ALLEGRA-Zweispannungstriebzüge verkehren seit Frühjahr

2011 fahrplanmässig. Weitere fünf Triebzüge bieten den

Pendlern im Agglomerationsverkehr 2012 mehr Komfort und

bald verkehren auf der Albulalinie neue Gliederzüge. Eine

neue Lokomotive kommt auf rund 7,5 Millionen Franken zu

stehen, ein neuer Personenwagen für den Reiseverkehr auf

2 Millionen Franken. Der Wert aller Fahrzeuge zusammen

beläuft sich auf rund eine Milliarde Franken. Für Erneuerungen,

Unterhalt und Reparaturen budgetiert die RhB jedes Jahr

hohe Summen.


Die RhB und ihr Rollmaterial

Personen- und Steuerwagen 257

Panoramawagen 47

Aussichts- und Velowagen 36

Speise- und Servicewagen 13

Gepäckwagen 33

Rangierfahrzeuge 27

Lokomotiven/Triebfahrzeuge 90

Güterwagen 534

Dienstfahrzeuge 188

Total Rollmaterial

(Stand Januar 2012)

1225

25


26

Blick in die Geschichtsbücher

Russeinerviadukt um 1911

Russeinerviadukt heute


Chronik

1889 Eröffnung der Schmalspurbahn Landquart — Davos (LD)

1895 Die LD nennt sich von nun an «Rhätische Bahn»

1896 Eröffnung der Strecke Landquart — Thusis

1903 Eröffnung der Strecke Reichenau — Ilanz

1904 Eröffnung der Strecke Thusis — St. Moritz

1907 Eröffnung der Strecke Bellinzona — Mesocco

1908 Eröffnung der Strecke Samedan — Pontresina

1909 Eröffnung der Strecke Davos — Filisur

1910 Eröffnung der Strecke St. Moritz — Tirano (Berninabahn)

1912 Eröffnung der Strecke Ilanz — Disentis/Mustér

1913 Eröffnung der Strecke Bever — Scuol-Tarasp

1914 Eröffnung der Strecke Chur — Arosa (Arosabahn)

1922 Abschluss Elektrifizierung bei der RhB

1930 Erste Fahrt des Glacier Express St. Moritz — Zermatt

1942 Fusion der RhB mit der Arosa Bahn

1942 Fusion der RhB mit der Bellinzona — Mesocco Bahn

1943 Fusion der RhB mit der Bernina Bahn

1973 Einführung des Bernina Express

1989 Die RhB feiert ihr 100-jähriges Jubiläum. Zur Feier des

Jahres erhält die RhB ein neues Erscheinungsbild und

die Züge werden neu rot gestrichen

1997 Umelektrifizierung der Strecke Chur — Arosa von 2400 V

Gleichstrom auf 11 000 V Wechselstrom

1999 Eröffnung der Strecke Klosters — Lavin/Susch (Vereinatunnel

mit Autoverlad) – erste Streckenverlängerung

seit 1914

2003 Stilllegung der Strecke Bellinzona — Mesocco

2008 Die Albula- und Berninalinien werden in die UNESCO

Welterbeliste aufgenommen

27


304 Personen- und Panowagen

für jährlich 10 Millionen Kunden

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