Eidg. Anstalt für Wasserversorgung Abwasserreinigung ...

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Eidg. Anstalt für Wasserversorgung Abwasserreinigung ...

Verhältnisse sind relativ konstant. Aus den Daten der Schwebstoffe lassen

sich auch stöchiometrische Verhältnisse für die untersuchten Metalle berechnen,

die innerhalb der Expositionszeit der Fallen (3 Wochen) konstant

sind.

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Während der Stagnationszeit bestehen ca. 50 - 80 % der Schwebstoffe aus biologischem

Material und aus Calcit, der im Zusammenhang mit der Photosynthese

ausgefällt wird (Abb. 3.2).

Die Schwebstoffe im Bodensee werden zum Grossteil von autochthon gebildeten

Partikeln dominiert. Den Hauptanteil des organogenen Detritus bilden dabei

Kieselalgen, die im Frühjahr mit zentrischen Formen (Stephanodiscus) und im

Sommer/Herbst mit pennaten (= schiffchenförmigen) Formen (Fragilaria, Asterionellia)

vertreten sind (Abb. 3.3). Andere biogene Partikel wie die kalkschaligen

Phacotus (nur in den Sommermonaten auftretend), Tintinnopsis und

Abb. 3.3

Für die Monate August/September

typisches massenhaftes

Auftreten der Kieselalge

Fragilaria. Der Feindetritus

besteht aus aufgearbeiteten

Diatomeen (z.B. Melosira),

autochthonen Calciten und

wenig allochthonem Material.

Sedimentfalle in 90 m Wassertiefe

(9.-12.8.1982).

Strichlänge = 100 um.

(Foto: U. Zeh)

Abb. 3.2

Autochthon gebildete Calcit-

Kristalle (3-10 um), z.T.

zu grösseren Aggregaten

(> 15 pm) zusammengewachsen.

Sedimentfallen in 230 m

Wassertiefe (28.-30.8.1982).

Strichlänge = 10 pm.

(Foto: U. Zeh)

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