Waffengesetz - KV Lauenburg

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Waffengesetz - KV Lauenburg

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antragen und wird durch Ausstellung einer Waffenbesitzkarte bzw. Ein-

tragung in eine bereits vorhandene Waffenbesitzkarte erteilt.

13.4 Keine weitere Erlaubnis benötigen Inhaber eines gültigen Jahres- wie

auch Tagesjagdscheines nach § 15 Abs. 2 Bundesjagdgesetz für den

Erwerb und vorübergehenden Besitz von Langwaffen nach § 12 Abs. 1

Nr. 1 (z. B. Leihe für höchstens einen Monat oder für die - gegebenen-

falls auch über einen längeren Zeitraum notwendige - sichere Aufbe-

wahrung oder Beförderung für einen anderen Berechtigten). Insoweit

steht nach § 13 Abs. 4 der Jagdschein einer Waffenbesitzkarte gleich.

Der Inhaber einer Waffenbesitzkarte kann darüber hinaus gestützt

auf § 12 Abs. 1 Nr. 1 von einem Berechtigten auch eine Kurzwaffe erwerben

und vorübergehend besitzen (siehe auch Nummer 12.1.1).

13.5 Für Langwaffen geeignete Munition kann ein Jäger allein auf Grund

eines gültigen Jahres- oder Tagesjagdscheines erwerben, sofern diese

zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht nach dem Bundesjagdgesetz verboten

ist.

Wegen des Rechts zum Besitz empfiehlt es sich für den Jäger zur Vermeidung

von Rechtsunsicherheiten (z. B. in Fällen, in denen die Verlängerung

eines Jagdscheins aus persönlichen Gründen zunächst nicht

beantragt wird), die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Langwaffenmunition

in die Waffenbesitzkarte eintragen zu lassen. Gegebenenfalls

kann auch ein Munitionserwerbsschein (z. B. Jagdscheininhaber jagt

nur gelegentlich mit Leihwaffen) ausgestellt werden. Anderenfalls macht

sich der Munitionsbesitzer nach § 52 Abs. 3 Nr. 2 strafbar.

13.6 Inhaber eines gültigen Jagdscheines nach § 15 Abs. 1 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes

dürfen auf Grund dieser Erlaubnis Jagdwaffen und -

munition zur befugten Jagdausübung einschließlich des Ein- und Anschießens

im Revier, zur Ausbildung von Jagdhunden im Revier, zum

Jagd- oder Forstschutz mit sich führen und mit ihnen schießen.

Zur befugten Jagdausübung gehört auch die beschränkte Jagdausübung

in befriedeten Bezirken, sofern eine entsprechende Erlaubnis

von der zuständigen Jagdbehörde erteilt wurde. Eine gesonderte

Schießerlaubnis nach § 10 Abs. 5 ist dann nicht erforderlich.

Der befugten Jagdausübung gleichgestellt ist der Abschuss von

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