Erntekostensenkung durch Technik und Management

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Erntekostensenkung durch Technik und Management

Erntekostensenkung

durch

Technik und Management

Sammellagersystem

GF Dir. Dr. Josef Pinkl

Donnerstag 22.Nov./ ÖKL Kolloquium 2007

1 www.ruebenbauern.at


Österreich hat ein Sammellagersystem

• Die meisten EU-Länder haben ein „zentrales“

System

• Welches System ist besser/billiger?

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ZIEL der Zuckerindustrie:

Rationalisierung der Zuckergewinnung

• Maßnahme:

– 7 Zuckerfabriken

– auf 2 Zuckerfabriken reduziert

• Folgen:

– Ansteigen der durchschnittlichen

Transportentfernung auf 70 km

– = höhere durchschnittliche Transportkosten

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ZIEL der Rübenbauern:

• Bestehende Anbauregionen erhalten

– somit regionale Einkommensverteilung aus

Rübenbau erhalten

• Maßnahme

– Logistik an längere Verarbeitungsdauer und

längere Transportwege anpassen

4 www.ruebenbauern.at


Synergieeffekt

• Beibehalten einer weiteren Rübenfruchtfolge

von ca. 10%

• „Schutz“ vor Rhizomania

– = bodenbürtige Fruchtfolgekrankheit

• ursprünglich schwere Ertragseinbußen

– dann Züchtung resistenter Sorten

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6 www.ruebenbauern.at

Weißzuckerertrag/ha von 1975 bis 2006

7,87

8,13

8,34

9,64

10,08

9,18

8,74 8,87

8,33

8,95

8,58

9,54

9,97

10,74

9,60

10,25 10,24

8,32

8,43

7,63

6,83

7,49

8,27

7,75

7,47

9,47

11,06

8,94

10,35

9,53

8,33

10,03

5,00

5,50

6,00

6,50

7,00

7,50

8,00

8,50

9,00

9,50

10,00

10,50

11,00

11,50

1975

1976

1977

1978

1979

1980

1981

1982

1983

1984

1985

1986

1987

1988

1989

1990

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

Kampagnejahr


• 70er Jahre

– 60 bis 70 Tage

• 90er Jahre

– 80 bis 90 Tage

• 2007

– 100 bis 110 Tage

Kampagnedauer

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Ernte und Verarbeitung ab 2006

• Erntezeitraum: 50 Tage

25.9. bis 15. 11.

• Verarbeitungszeitraum: 110 Tage

1.10. bis 18. 01.

Großbritannien: Ernte und Verarbeitung von

Oktober bis Ende Februar 150 Tage

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Ernte und Verarbeitung ab 2006

• Erntezeitraum:

– 50 Tage

– 25.9. bis 15. 11.

• Verarbeitungszeitraum:

– 110 Tage

– 1.10. bis 18. 01.

• Großbritannien:

– Ernte und Verarbeitung von Oktober bis Ende

Februar

– 150 Tage

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t Rüben

3.125.000

3.000.000

2.875.000

2.750.000

2.625.000

2.500.000

2.375.000

2.250.000

2.125.000

2.000.000

1.875.000

1.750.000

1.625.000

1.500.000

1.375.000

1.250.000

1.125.000

1.000.000

875.000

750.000

625.000

500.000

375.000

250.000

125.000

0

25.09.2007

02.10.2007

50 Tage Ernte, 2 Zuckerfabriken

09.10.2007

16.10.2007

23.10.2007

30.10.2007

06.11.2007

13.11.2007

20.11.2007

27.11.2007

04.12.2007

11.12.2007

18.12.2007

25.12.2007

01.01.2008

08.01.2008

15.01.2008

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Ernte

Verarbeitung

Lagerbedarf


Relativer Zuckergehalt der Rübe in Abhängigkeit

vom Erntezeitpunkt

Quelle: Diplomarbeit Franz Josef Bär, Boku

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Warum bevorzugen wir in Österreich ein

System mit Rübenlagerplätzen ?

• Erntezeit

– ≤ 50 % der Verarbeitungszeit

• daher frostsichere Lager notwendig

– Mietenabdeckung

–Großmiete

– Frostbelüftung

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Ertragsausfall in Abhängigkeit vom Rodetermin

Quelle: Diplomarbeit Franz Josef Bär, Boku

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Frosttage in Europa – Quelle CIBE

Avg Min Temp >=0 1 Nov- 31 Mars Avg 5 years

Nr of Days

3 - 32

33 - 49

50 - 66

67 - 87

88 - 110

111 - 133

134 - 151

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Versorgungssicherheit

kontra „Materialschlacht“

• Sichere Versorgung der Zuckerfabrik

• Optimierung des Erntezeitpunktes

– Zuckergehalt

– Arbeitsorganisation

– Richtiger Erntezeitpunkt:

• reduziert Erdanteil

• Schonung der Bodenstruktur

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Ertragsausfall, Ernteerschwernis und Bodenverdichtung in

Abhängigkeit vom Rodetermin

Quelle: Diplomarbeit Franz Josef Bär, Boku

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Abfuhr von Feldmiete

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Abfuhr von Feldmiete

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Abfuhr von Feldmiete

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Verfahrenskosten je Hektar unter Berücksichtung von

Ertragsausfall, Ernteerschwernis und Bodenverdichtung

Quelle: Diplomarbeit Franz Josef Bär, Boku

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Spektrum der Wissenschaft; August 2006

• „Schwere Landmaschinen verantwortlich für

Hochwasser“ (Autoren: van der Ploeg;

Ehlers, Horn)

• Ursache: Schwere Ackermaschinen (> 30 t)

verdichten Böden bis in tiefe Schichten

• Wirkung: Pflanzen darben wegen schlechter

Durchwurzelung

• Verdichtete Böden fördern Erosion und

Hochwasser

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Spektrum der Wissenschaft; August 2006

• Hohe Folgekosten für Landwirtschaft und

Gesellschaft

• Wissenschaft fordert gesetzliche Begrenzung

von Gewichten und Achslasten

• Die GD Umwelt der EK hat im Sept. 06 einen

„Vorschlag für eine Richtlinie des EP zur

Schaffung eines Ordnungsrahmens für den

Bodenschutz“ präsentiert, dieser wird im Nov.

2007 zur Abstimmung gelangen

22 www.ruebenbauern.at


Spektrum der Wissenschaft / Aug. 2006

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TRANSPORT

• Transportwege durchschnittlich 70 km

• Bahn ab 40 km billiger als LKW

• Effiziente Bahnverladung erfordert RLP mit

Bahnanschluss

• Derzeit rund 50% Rübe per Bahn in Ö

– Spart 104.000 LKW-Fahrten!

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Bundesvereinigung „Logistik Österreich“

• Durchschnittliche Geschwindigkeit LKW

Reduktion von 75 km/h auf unter 60 km/h =

Transportkostensteigerung 20 %

• LKW Maut: zukünftig gemäß Schweizer

Modell EU-weit auch auf Bundesstraße

ausdehnen?

• Laut EU-Richtliie 561/2006 wird wöchentliche

Arbeitszeit der LKW-Chauffeure von 55 Std.

auf 48 Stunden reduziert

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Bundesvereinigung „Logistik Österreich“

• Digitale Tachografen verhindern

„Schummeln“

• Viele Kleinfuhrwerke gehen jetzt in

Ruhestand

• LKW-Chauffeure werden teurer

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Bundesvereinigung „Logistik Österreich“

• FAZIT:

– Die Bundesvereinigung „Logistik Österreich“

rechnet in den nächsten Jahren mit bis zu

50% Verteuerung der LKW-Frachtkosten

• Umweltargument:

– Bericht Umweltbundesamt 2006:

– Gütertransport per LKW verursacht 16-fache

CO ² -Menge im Vergleich zur Bahn

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Projekt „Logistik 2000“

• Beginn

– DIE RÜBENBAUERN und Agrana haben

dieser voraussehbaren Entwicklung Mitte der

90er Jahre Rechnung getragen und das

Projekt „LOGISTIK 2000“ gestartet

• Ziele dieses Projektes

– Die Kosten der gesamten Strecke vom

Rübenfeld bis zur Fabrik müssen gesenkt

werden

– Das damit erreichte wirtschaftliche Ergebnis

muss sich steigend auf das Nettoergebnis für

Bauern und Industrie auswirken

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Projekt „Logistik 2000“

Ziele

• Erreichen eines Mengen- und

Kostenoptimums

• Möglichst wenig Manipulationsschritte

• Bahntransport so weit als möglich einbinden

• Möglichst geringe Transportkosten

• Geringstmögliche Betriebskosten bei den

Rübenlagerplätzen

• Erhalt eines Planungs- und

Steuerungssystems

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Projekt „Logistik 2000“

• Darüber hinaus hat es naturgemäß viele

„interne“ Ziele und Restriktionen gegeben:

z.Bsp.:

– Maximale Entfernung bis zum Rübenlagerplatz

– Erntebeginn und Ende

– Feldrandverladung

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RISC – Optimierungsergebnis

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