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RUMPLER, Franz Ludwig (Francois Louis) (von Rorbach), Domherr ...

RUMPLER, Franz Ludwig (Francois Louis) (von Rorbach), Domherr ...

RUMPLER, Franz Ludwig (Francois Louis) (von Rorbach), Domherr

Beitrag für das Biographisch-Bibliographische Kirchenlexikon Band 23 (2004) RUMPLER, Franz Ludwig (Francois Louis) (von Rorbach), Domherr zu Straßburg, geboren 1730 in Oberehnheim, heute Obernai, Elsaß (Bas-Rhin), als Sohn des königlichen und apostolischen Notars in Oberehnheim Niklas Rumpler und seiner 4. Frau, geborene von Mader. — Mehrere seiner Vorfahren übten das Bürgermeisteramt in Oberehnheim aus. Ihnen war 1490 ein Adelstitel von Kaiser Friedrich III für treue, dem Hause Österreich geleistete Dienste verliehen worden; es wurde jedoch davon offensichtlich kein Gebrauch gemacht. Diesen Titel ließen im Jahr 1693 drei Brüder Rumpler durch Kaiser Leopold bestätigen, was umso williger gewährt wurde, als im Jahr 1683 bei der Belagerung der Stadt Wien durch die Türken der Großoheim des Kanonikus, Festungsbaumeister Ing. Georg Rumpler oder Rimpler, als oberster Kriegsbaumeister sein Leben aufgeopfert hatte für das Heil der Stadt Wien. Der ältere Bruder Franz Ludwig Rumplers, Johann Nicolaus Anton, bekleidete die Stelle des Rektors und Kanonikus in Hagenau, eine Schwester war Stiftsdame im Frauenstift der Visitation zu St. Stephan, eine weitere Schwester heiratete Herrn Laquiante, Präsident des Oberkriegsgerichts, königlicher Richter in der Citadelle und Festung und königlicher Notarius in Straßburg. — Auf Wunsch des Vaters begann F.L. Rumpler ein Studium des zivil- u. kanonischen Rechts und erlangte das Diplom eines Advokaten am hohen königl. Gerichtsrathe des Elsaß. Es folgten Reisen nach England und Frankreich. 1755 trat er ins Priesterseminar zu Straßburg ein und erhielt 1756 die Priesterweihe durch Weihbischof Toussaint Duvernin, Bischof von Arath. Es schloß sich das Noviziat für die Dauer von sechs Monaten als Vikar in Leberau an, danach erfolgte die Ernennung zum französischen Prediger in Pfalzburg. Nach 2 Monaten wurde er auf nicht unerhebliche Einflußnahme seines Bruders zum Stiftsherrn in Hagenau gewählt. 1764 erfolgte eine Reise nach Frankfurt zur Krönung Josephs II zum römisch-deutschen König. 1765 erhielt er durch Kauf eine Stelle als Almosenier des königl. Hauses am Hofe Ludwigs XV zu Versailles. Zwei Jahre später, 1767 tauschte er die Stiftspfründe in Hagenau gegen solche im Jung-St. Peterstift zu Straßburg und gab die Almosenierstelle auf. — 1770 begab er sich auf eine 6-monatige Reise nach Italien und 1 erhielt eine 36 minütige Audienz bei Papst Clemens XIV. Rumpler erhielt von diesem u.a. ein bemerkenswertes Geschenk: 1500 Ablaßbriefe für Freunde und Verwandte (welche er jedoch später gegen bares Geld verkaufte). 1773 erfolgte die Ernennung zum Ehrendomherr der Kathedrale von Warschau durch König Stanislaus von Polen. Inzwischen hatte er das in der oberen Pfalz gelegene herrschaftliche Gebiet »Rorbach« erworben und es wurde ihm gestattet, den Namen »Rumpler von Rorbach« zu führen. Es folgte eine Reise nach Wien mit einer Audienz bei Kaiserin Maria Theresia, in der er ihr eine Forderung seines Stiftes an den Finanzminister überreichte. In Wien lernte er den Komponisten Willibald Gluck kennen. Auf seiner Heimreise über Regensburg folgte er einer Einladung des Fürstenhauses von Thurn und Taxis. Um seine angeschlagene Gesundheit zu kurieren, erfolgten mehrmalige Kuren, unter anderem in Spa, wo es zu einem Zusammentreffen mit Casanova kam. Später, in Paris, machte er die Bekanntschaft mit Voltaire und dem Luftschiffer Blanchard. — Nach seinem Eintritt in das Stift von Jung-St. Peter in Straßburg kam es zu Streitigkeiten mit dem Domkapitel über die Wahl seines Bruders zum Stiftsherrn von St. Peter, über Einhaltung der Generalkapitelversammlungen, wegen des Nichtvorhandenseins des Statutenbuches sowie wegen der Verlesung einer Schmähschrift über ihn in öffentlicher Kapitelsitzung. — 1775 gelang es ihm bei mehreren Reisen nach Mannheim, eine zwei- bis dreihundert Jahre alte Schuldverschreibung der kurpfälzischen Regierung einzulösen und für das Stift die Schuldsumme von 22.000 Florin zu lukrieren. — Durch eine weitere, zwar gelungene Vermittlungstätigkeit zwischen einem Marquis de Chevigney und dem Kurfürsten wurde Rumpler in der Folge in einen Prozeß verwickelt, welcher mit dem Urteil endete, daß dem Beklagten verboten sein solle, »sich in Zukunft mit Handelsgeschäften und allem denjenigen, was sich auf solche Geschäfte bezieht abzugeben, indem dies dem geistlichen Stand und den Kirchengesetzen zuwider ist«. Auf Grund seines darauffolgenden Appellationsschreibens erging am 26. August 1782 ein noch weit schärferes Urteil und er wurde beschuldigt, durch verächtliche Ausdrücke gegen die seinen Vorgesetzten schuldige Ehrfurcht gefehlt zu haben.

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