Host-to-anything: eBanking, eMail, SMS, WAP ... - Midrange Magazin

midrange

Host-to-anything: eBanking, eMail, SMS, WAP ... - Midrange Magazin

FEBRUAR 2002

AUSGABE 133

3 10,70

CHF 21,00

305819I98E

ISSN 0946-2880

B 30465

MAGAZIN

MIDRANGE

IT-Wissen und Lösungen für eServer im Unternehmensnetzwerk

+ Groupware + CTI + Fax + Formulare + eMail + Archivierung +

Office-

Anwendungen

Remote Zugriff via Lotus Domino sicher durchführen

Zertifizierer für das Web

Der Markt zwischen Outsourcing und ASP

Offenes Rennen

Grundlagen zur Auswahl eines Informationssystems

Wendig gegen mächtig

Marktübersicht

Host-to-anything: eBanking, eMail, SMS,

WAP, XML, EDI, FAX, CTI, PC-to-Host

Technik-Forum

SQL-Tabelle unter ILE-RPG nutzen

I.T.P. VERLAG


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Neue Hackordnung

Editorial

Früher, so hört man es jetzt häufiger munkeln, war alles besser:

Da wurden im Zweifelsfall der Vertriebsdirektor gerügt, wenn die

Unternehmenszahlen nicht stimmten, der Außendienst einer mitunter

sehr deutlichen Motivationskampagne unterzogen und drastische

Sparmaßnahmen eingeleitet, um das Verhältnis zwischen Einnahmen

und Ausgaben zu relativieren. Heute wird zuallererst der IT-Verantwortliche

„nach oben“ zitiert: Um sicherzustellen, dass nicht einfach

nur grundlegende Probleme mit den Anwendungen für das schlechte

Abschneiden verantwortlich sind. In der Hackordnung sind die

IT-ler also deutlich weiter nach oben gerückt, auf der Payroll dauert

das leider etwas länger...

Die AS/400-Gemeinde konnte sich lange Zeit beruhigt zurücklehnen:

Kaum ein anderer Server bot von Haus aus eine so ausgereifte

Sicherheit, wie der unsere. Einen wirklich kritischen Virenbefall

hat es auf der Maschine nie gegeben, solange es sich bei den hier

residierenden Daten um reine DB2-Inhalte handelte. Wer aber die

neuen Funktionalitäten der Maschine und damit integrierte xSeries

nutzt, muss auf der Hut sein. Dann nämlich kann er sich jeden nur

erdenklichen Virus einfangen, der die Windows-Welt bedroht:

Alles nur eine Frage des Betriebssystems...

Bislang blieben auch Handys oder PDAs von Viren und Würmern

verschont, trotzdem warnt das Institut für Telematik: Es sei nur eine

Frage der Zeit, bis die Hacker auch die mobilen Geräte entzaubern.

Dass überall so munter illegal interveniert wird, liegt vielleicht auch an

den – im Vergleich zum angerichteten Schaden – belanglosen Strafen:

Der Autor des Kournikova-Wurms kam mit einigen Stunden

gemeinnütziger Arbeit davon, der Melissa-Entwickler wartet seit zwei

Jahren auf die offizielle Anerkennung seiner Schuld, die er längst

gestanden hat.

In diesem Jahr – so prognostizieren Experten – wird die Zahl der

Viren- und Wurm-Attacken weiter ansteigen. Mit Sicherheit wird

unsere Position in der firmeninternen Hackordnung nicht gefährdet

sein. Ohne schon...

Herzlichst, Ihr

Michael Wirt

Midrange MAGAZIN Februar 2002 3


Groupware, CTI, Fax, eMail, Archivierung

Wer erfolgreich untereinander und mit der Außenwelt

kommunizieren will, muss heute vor allen Dingen auf

Ortsunabhängigkeit und Zugang zu den Systemen rund

um die Uhr achten. Unter Einsatz aller verfügbaren

Technologien ist ein sicherer und schneller Zugriff der

gesamten Arbeitsgruppe auf aktuelle und archivierte

Daten jederzeit zu gewährleisten.

4

Avikam Perry

Magic Software Enterprises Ltd.:

„Wir fühlen uns verpflichtet,

alle wichtigen Standards

für die Software-Entwicklung

zu integrieren.“

Host-to-anything: eMail, SMS,

eBanking, WAP, XML, EDI, FAX, CTI, PC-to-Host

Informationen anytime, anywhere: Was wir damit meinen ist,

daß alle benötigten Informationen zu jeder Zeit und überall

zur Prozessoptimierung bereitstehen müssen. Die Bedienbarkeit

und Sicherheit sind dabei wichtige Voraussetzungen.

Inhalt

Titelthema

Die facettenreiche Welt der Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Groupware, CTI, Fax, Formulare, eMail, Archivierung

Mehr Sinne frei . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Das ganz normale Chaos voll im Griff

Papierloses Büro . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Mit Archivsystemen einen Schritt weiter

Einer für alle, alle für einen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Teamwork in Perfektion

Workflow optimiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Dokumenten-Management als Organisationstool

Aktuelles

Notes im Vormarsch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Frage des Monats im Dezember 2001

Magische Verbindungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Schnellere Entwicklungen für das e-Business

Offenes Rennen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Der Markt zwischen Klassischem Outsourcing und ASP

Wendig gegen mächtig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Grundlagen zur Auswahl eines unternehmensweiten…

Backend Integration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Herausforderung für Hosts

Märkte & Macher

Personen, Produkte, Business . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Technik & Integration

Technik-Forum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

SQL-Tabelle unter ILE-RPG nutzen

Zertifizierer für das Web . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Remote Zugriff via Lotus Domino sicher durchführen

CTI via ISDN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Freie Wahl beim Telefonieren

Marktübersicht

Host an Enterprise: Kommen nicht nötig... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39

Host-to-anything: eMail, SMS, eBanking, WAP, XML…

Tabellarische Anbieter- und Produktübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

Im Dienste des Menschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Terminal-Serverlösung implementiert

43

Zoom auf das Web . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

Neues B2B-Portal für Laborgeräte-Hersteller

Passgenaues Faxmodul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Kein Medienbruch im Ordereingang

Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

Verringerte Kosten und erhöhter Durchsatz

Übertragungswege optimiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

EDI und XML schaffen Verbindungen

Vernetzte Nordlichter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

Erweitertes Vertriebssystem in Schweden

Rubriken

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Die Frage des Monats . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Inserenten/Beilagen/GO NEXT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50


Titelthema

Die facettenreiche Welt

Groupware, CTI, Fax, Formulare, eMail, Archivierung

der Kommunikation

„Erreichen können und erreichbar sein“ – so lauten die zentralen Herausforderungen des modernen Geschäftslebens. Dahinter verbirgt sich einiges

mehr, als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten mag. Denn wer erfolgreich untereinander und mit der Außenwelt kommunizieren will, muss

heute vor allen Dingen auf Ortsunabhängigkeit und Zugang zu den Systemen rund um die Uhr achten. Schließlich ist der Zugriff auf die Dokumentation

aller Geschäftsvorfälle eine wichtige Voraussetzung dafür, um über die aktuellen Entwicklungen informiert zu sein. Darüber hinaus sind natürlich

auch die eigenen Aktivitäten für alle anderen Mitarbeiter zu dokumentieren, um das Unternehmen im Idealfall wie aus einer Hand agieren zu lassen.

Hinzu kommt, dass die verschiedenen

Kommunikationskanäle wie Telefon, interne

und externe eMails oder auch Telefax

miteinander zu verbinden sind,

damit der Kontakt beispielsweise zum

Kunden, Kollegen und auch zum Lieferanten

– unabhängig vom jeweilig benutzten

Medium – synchron erfolgt. Für

diese facettenreiche Welt der Kommunikation

stehen auf der iSeries die unterschiedlichsten

Office-Applikationen zur

Verfügung. Werfen wir exemplarisch einen

Blick auf die Office-Struktur eines

Herstellers von Netzwerkkarten. Über

das interne Groupware-System gelangt

dort eine Anfrage auf den Desktop des

Entwicklungsleiters: Ein Kollege aus

dem Support hat eine als ’besonders eilig’

gekennzeichnete Faxanfrage eines

Kunden erhalten, der Probleme mit der

Administrierung seiner neuen Netzwerkkarte

hat. Der Helpdesk kann die

Nuss jedoch nicht knacken und wendet

sich daher an den Spezialisten. Der Entwicklungsleiter

benötigt noch einige

Spezifikationen und ruft deshalb aus

dem Dokumenten-Management-System

die archivierte eMail-Bestellung des

Kunden auf. Die daraufhin gefundene

Lösung übermittelt er dem Kunden per

Telefon, wobei das CTI- (Computer Telefonie

Integration-) System ein schnelles

Anwählen ermöglicht; der Call erreicht

den Kunden auf dem Weg zu einer

6 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Sitzung, da er seinen Festanschluss auf

sein Handy weitergeleitet hat. Abschließend

erfolgt die Rückgabe des erledigten

Tasks per Groupware zurück an den

Support, wo die gesamte Aktion dokumentiert

und per entsprechendem Formular

zur Rechnungsstellung weitergeleitet

wird.

Technologische Entwicklung

gibt den Takt an

Solche Szenarien gehörten noch vor einigen

Jahren zur Abteilung Utopie. Heute

zählen sie – so oder ähnlich – zum Alltag

vieler Unternehmen aus den verschiedensten

Branchen. Doch drehen wir das

Rad der Zeit ein wenig zurück. Was wa-


en die entscheidenden technologischen

Schritte, die eine derartige Vernetzung

kommunikativer Abläufe überhaupt

erst ermöglicht haben? Ein Meilenstein

war sicherlich die Entwicklung des

ISDN-Standards, der nicht nur die

gleichzeitige Übertragung von Sprache,

Daten, Text und Bilder auf einer Anschlussleitung

und unter einer Rufnummer

ermöglicht, sondern auch die heute

längst als selbstverständlich angesehenen

Rufumleitungen. Das Internet als

revolutionäre Entwicklung in den Bereichen

Information und Kommunikation

hat in Verbindung mit den Vorzügen der

Funktelefonie schließlich dafür gesorgt,

dass das Miteinander sowohl im B2Bals

auch im B2C-Bereich jederzeit und

ortsunabhängig zu realisieren ist. Parallel

dazu hat sich als operative Notwendigkeit

der Markt für Office-Software

sowohl in die Breite als auch in die Tiefe

mächtig ausgeweitet.

Breite Palette

an Standardlösungen

Wie der Name schon sagt, handelt es

sich bei Office-Applikationen um Anwendungen,

die für den Einsatz im Büroalltag

gedacht sind. Wo noch vor zwanzig

Jahren selbstgestrickte Lösungen zur

Abbildung einfachster Kommunikationsabläufe

herhalten mussten, existiert

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Midrange MAGAZIN Februar 2002

heute eine Vielzahl an standardisierten

Applikationen, die für einen reibungslosen

Office-Datenfluss sorgen. Deren

Bandbreite ist groß und wächst mit den

steigenden Ansprüchen weiter. Dazu

zählen unter anderem die hier thematisierten

Groupware-, CTI- und Faxlösungen,

Formulargeneratoren, eMail-Clients

und Archivierungssoftware. Diese

Produkte sind sowohl als Einzellösungen

als auch als Bestandteile integrierter

Software-Pakete vorzufinden, zu denen

in aller Regel auch Tools zum Kalkulieren,

Tabellieren und Präsentieren oder

auch eine Desktop-Datenbank gehören.

Vielfalt innerhalb

der iSeries-Landschaft

Office-Anwendungen gibt es insbesondere

auch für die Midrange-Plattform

der iSeries, die – seit Anfang 2001

Nachfolger der AS/400 – als bevorzugtes

System des Mittelstandes zum

Einsatz kommt. Diese Produktvielfalt

auf der Midrange-Plattform kommt

nicht von ungefähr. Denn schließlich

gelten auch hier die bekannten Mechanismen

von Angebot und Nachfrage,

und gerade in mittelständisch und damit

straff organisierten Unternehmenskonstrukten

liegt im gut funktionierenden

kommunikativen Zusammenspiel der

begehrte Schlüssel zum Erfolg.

Groupware als Spiegel der Zeit

Titelthema

Ein bedeutender Teil der Arbeiten im

Büroalltag findet heute in Gruppen

statt. Um die Kommunikation innerhalb

solch fester Teams, zeitlich begrenzter

Projektgruppen oder spezieller Task

Forces in interaktive Bahnen zu bringen,

sind etwa zu Beginn der achtziger Jahre

die ersten Groupware-Lösungen entstanden;

nach wie vor spielt Lotus Notes/Domino

hier eine Vorreiterrolle.

Umso besser also, dass die iSeries gleich

nach der NT-Plattform den zweitwichtigsten

Tummelplatz der Lotus-Software

darstellt und der „Dedicated Server for

Domino“ unschlagbare Performanzwerte

bietet.

Collaborative Computing

Mit Funktionen wie Kalender und Aktivitätenplanung

für Arbeitsgruppen, Einrichtung

und Verwaltung von Foren

oder auch Messaging und eMail stehen

in der Groupware die Tore für das Collaborative

Computing offen.

Die Groupware-Definition an sich differiert

zwar mit den Spezifika in den jeweiligen

Organisationen, allen Anwendungen

gemein sind jedoch Merkmale

wie das Vorhandensein komplexer Dokumenten-

und Datentypen wie auch

verteilte Datenbanken und Messaging-

7


Titelthema

Anbieter von

Office-Applikationen

� www.avenum.de

� www.graebert-gse.de

� www.lotus.de

� www.soft-consult.net

� www.solitas.com

� www.toolmaker.de

Tools. Die Text- und Dokumentenverarbeitung

ist in aller Regel das zentrale

Werkzeug zum Verfassen, Bearbeiten

und Recherchieren von Dokumenten innerhalb

eines zu definierenden Workflows

von Arbeitsprozessen. Importund

Export-Schnittstellen sowie die

Möglichkeit zur Datenintegration erlauben

es zudem, bestehende technologische

Strukturen und verschiedene Datenformate

auf einen Nenner zu bringen.

Je nach Aufgabengebiet erhält jeder

Beteiligte eine individuelle Umgebung,

die sich ohne hohen Programmieraufwand

an sich verändernde Bedingungen

anpassen lässt.

Anruf auf Mausklick

Hinter dem Schlagwort CTI verbergen

sich all jene Ansätze, die auf vielfache

Servicevorteile durch die Verknüpfung

von Telefon und Kunden- bzw. Produktdaten

abzielen. Dabei geht es bei weitem

nicht nur um die so genannten Outgoing

Calls, denn schließlich gehört das Anwählen

per Mausklick mittlerweile

schon zum Standard nicht nur bei Kunden-Management-Systemen.

Viel interessanter

ist da schon der iSeries-Datenstrom,

der, von der TK-Anlage ankommend,

abgenommen und entsprechend

weiterverarbeitet wird. Wo sitzt wer,

lautet die wichtigste Frage bei Incomming

Calls, an die sich eine Weiterleitung

an den aktuellen Arbeitsplatz anschließt.

Auf diese Weise lassen sich heute

sogar Home Office-Arbeitsplätze

einbinden, bei besonders pfiffigen Lösungen

sogar ohne eine separate Telefonanlage

vor Ort zu erfordern. Selbst-

Die facettenreiche Welt der Kommunikation

verständlich darf man von den gängigen

Systemen eine Anrufer-Identifikation erwarten

wie auch eine Merkliste für nicht

entgegengenommene Anrufe.

Eng definiert und doch flexibel

Ein weiteres zentrales Office-Thema

liegt im Formularwesen begründet. Formulare

kommen in den unterschiedlichsten

Unternehmensbereichen zur

Anwendung. Ihr Einsatz erleichtert die

Bearbeitung gleichartiger, datensatzorientierter

Antworten. Dabei ist das Formulardesign

längst nicht mehr auf den

Green-Screen beschränkt, sondern lässt

sich selbst auf der iSeries recht komfortabel

realisieren. Die gängigen Windows-Layoutwerkzeuge

in Verbindung

mit den entsprechenden Textverarbeitungssystemen

bieten natürlich dennoch

eine willkommene Hilfe. Erfolgt der

Entwurf in der Windows-Welt, so

schließt sich daran das Zurückstellen

der Dokumentenvorlagen in die iSeries

an, wo deren Einbindung in die operativen

Prozesse stattfindet.

Druck und Wirklichkeit

Der eigentliche Knackpunkt bei Formularen

liegt nicht im Layout, sondern im

weitesten Sinne im WYSI-n-WYG-

(„What you see is – never – what you

get“-) Problem begründet: Konkret gesagt,

die Systeme scheitern oftmals an

der Zuordnung zum Drucker und der

Verteilung der Dokumente im Netz. Für

den Anwender bedeutet das: Nicht

überall, wo ’flexibel’ auf der Verpackung

steht, ist beispielsweise die absolute

Freiheit bei Re-Positionierung und

Formatierung von Spool-Daten und

schon gar nicht die reibungslose Umsetzung

der Druckjobs innerhalb des gesamten

Netzwerks gegeben.

Elektronische Nachrichten

Was vor dreißig Jahren (!) mit der Kombination

eines bereits bestehenden Programms

für den Transfer von Nachrichten

zwischen Benutzern desselben Computers

sowie einem neuen System für

den Datentransfer zwischen Computern

an verschiedenen Standorten begann

und noch vor zehn Jahren zur Randerscheinung

an Universitäten zählte, ist

8 www.midrangemagazin.de Februar 2002

mittlerweile zu einem der wichtigsten

Business-Kommunikationsstandards

geworden. Selbst der kleinste Handwerksbetrieb

will nicht mehr auf seine

Adresse im Internet verzichten, und das

liebevoll als Klammeraffe bezeichnete

@-Sonderzeichen (achten Sie doch mal

bei der nächsten Autofahrt darauf) ist

auf so gut wie jedem Lastwagen zu sehen.

Die Einbindung der iSeries in die

Internet-Welt ist so nah wie die nächste

Anschlussmöglichkeit ans Netz der Netze,

denn schließlich trägt der e-Server

seine Bezeichnung zurecht: LAN- und

WAN-Funktionalität gehören zum Betriebssystem

OS/400 und bieten unterschiedliche

Möglichkeiten zum Verbindungsaufbau

über das TCP/IP-Internetprotokoll.

Im Outbound-Bereich führen

die vom Gesetzgeber verabschiedete

Möglichkeit der elektronischen Rechnungsstellung

und die damit verbundenen

Erfüllungskriterien zu einem beachtenswerten

Anforderungskatalog. Bei

eingehenden eMails (Inbound) überzeugen

diejenigen Mail-Clients, die eine

strukturierte interne Weiterleitung der

digitalen Nachrichten ermöglichen.

Vorsicht Post

Dass Information und Kommunikation

mit Gefahren verbunden sein können,

haben wir bereits vor einigen Jahren erleben

müssen, als einige Briefbomben

verschickt wurden, und sehen wir heu-


te, wo die heimtückische Kontaminierung

von Kuverts zu tödlichen Ergebnissen

führt. Nicht mit Gefahr für das

Leben, aber verbunden mit wirtschaftlichen

Schäden großer Reichweite sind

die digitalen Viren-Attacken auf das

eMail-System. Trojaner, Würmer & Co.

verbreiten sich hauptsächlich über

eMail-Attachments, wobei immer mehr

Dateiarten infizierbar sind. Der Viren-

Check gehört somit zum unabdingbaren

Prozess innerhalb der Internet-

Community, dessen Effektivität ständige

Updates der einschlägigen

Antivirus-Programme voraussetzt.

Immer wichtiger werden außerdem so

genannte Spam-Filter, die unerwünschte

Nachrichten ausselektieren und damit

bereit im Vorfeld die eMail-Spreu

vom -Weizen trennen.

... und ab ins Archiv

Eine Alternative zu unzähligen staubigen

Ordnern bietet die elektronische

Archivierung. Der Begriff Dokumenten-

Management-System (DMS) subsumiert

hierbei sowohl die als COLD-

(Computer Output on Laser Disk-) Archivierung

bezeichneten Druckausgaben

als auch die optische Archivierung

im Sinne einer Retrieval-fähigen Ablage

eingescannter Dokumente. Im Office-

Bereich geht es dabei vor allem um die

Speicherung eingehender und ausgehender

Faxe bzw. eMails. Die eindeutige

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Empfehlung lautet hier, nicht auf Insellösungen

zu setzen, sondern auf den

ganzheitlichen Ansatz.

Für den Fiskus zugänglich

Im Rahmen dieses ganzheitlichen DMS-

Ansatzes ist im Übrigen auch an die aufbewahrungspflichtigen

Dokumente im

Sinne des Handelsgesetzes zu denken. So

hat der Gesetzgeber durch die Änderung

der Abgabenordnung (§§ 146, 147 AO)

ab 1.1.2002 die digitale Ablage aufbewahrungspflichtiger

Unterlagen vorgeschrieben,

damit die elektronischen Dokumente

während der jeweils dafür gesetzlich

anberaumten Fristen von bis zu

zehn Jahren jederzeit für die Finanzbehörden

einsehbar sind, unverzüglich lesbar

gemacht und maschinell ausgewertet

werden können. Insofern ist nicht

nur die Verfügbarkeit auf Knopfdruck,

sondern auch die Langlebigkeit ein sehr

wichtiger Aspekt. Wer hier auf die iSeries

setzt, ist allein aus diesem Grund

schon jedem PC-Format gegenüber im

Vorteil – ganz zu schweigen von den beeindruckenden

Performanz-Vorteilen.

Von den

Innovationen profitieren

Office-Applikationen nehmen innerhalb

des unternehmerischen Alltags einen

festen Platz ein. Auch wenn die Anwendungen

im Detail kaum spektakulär

sind, so ist ihre Gesamtheit im Zusammenspiel

ein entscheidender Faktor hinsichtlich

der Effizienz des gesamten Verwaltungsapparates.

Wer hier die vielfältigen

Optimierungspotenziale nutzen

will, sollte sich mit nicht weniger als den

Spezialisten für die jeweils speziellen

Anforderungen auseinandersetzen. Für

Auswahl und Kontaktaufnahme bieten

Fachmessen wie die CeBIT im März

oder auch die Midrange World im Juni

die ideale Plattform. Hinzu kommt natürlich

der Blick in die einschlägigen

Fachpublikationen. In diesem Sinne, viel

Vergnügen bei der Lektüre der vorliegenden

Ausgabe des Midrange Magazins

zum Themenschwerpunkt Office-

Anwendungen.

M.W. Anzeige

Titelthema

9


Titelthema

Impressum

Midrange MAGAZIN

ISSN 0946-2880

Herausgeber: Michael Wirt

Chefredakteur: Michael Wirt (M.W.)

Redaktion: � (+49) 08191/9649-26

> redaktion@midrangemagazin.de

Thomas Seibold (T. S.),

Klaus-Dieter Jägle (KDJ);

Robert Engel (R.E.), � (+49) 09563/74060

Anzeigen:

PLZ 0 – 4 Waltraud Mayr, � (+49) 08191/9649-23

PLZ 5 – 9 Brigitte Wildmann, � (+49) 08191/9649-24

Ausland Waltraud Mayr, � (+49) 08191/9649-23

Technischer Redakteur:

Robert Engel, � (+49) 09563/74060

Illustrationen: Günter Ludwig

Übersetzungen: Jürgen Elmer

Lektorat: Text Lift – Thomas Gaissmaier, Günter Hensel

Bezugspreise (1-Jahresabo):

Inland 2 125,– inkl. MwSt., Ausland 2 140,–

Erscheinungsweise: 12 Ausgaben pro Jahr, jeweils zum

Ende des Vormonats

Tatsächlich verbreitete Auflage

Mitglied der Informations-

gem. IVW IV/01: 20.157

gemeinschaft zur Feststellung

der Verbreitung

Gültige Anzeigenpreisliste:

von Werbeträgern e.V.

Media-Daten Nr. 12/ 2002

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Übersetzungen, vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher

Art, ob Fotokopie, Mikrofilm oder Erfassung in Datenverarbeitungsanlagen,

nur mit schriftlicher Genehmigung

des Verlages. Hiervon ausgeschlossen sind abgedruckte Programme,

die dem Leser zum ausschließlich eigenen Gebrauch

zur Verfügung stehen. Das Verbot der Reproduktion

bleibt jedoch unberührt.

Aus der Veröffentlichung kann nicht geschlossen werden,

daß die beschriebene Lösung oder verwendete Bezeichnung

frei von gewerblichen Schutzrechten ist.

Haftung: Für den Fall, dass im Midrange MAGAZIN unzutreffende

Informationen oder in veröffentlichten Programmen

oder Schaltungen Fehler enthalten sein sollten, kommt

eine Haftung nur bei grober Fahrlässigkeit des Verlages oder

seiner Mitarbeiter in Betracht.

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Business Machines. Namentlich gezeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für

unaufgeforderte Einsendungen aller Art übernimmt der Verlag

keine Haftung. Bei Nichtbelieferung im Fall höherer Gewalt,

bei Störung des Betriebsfriedens, Arbeitskampf (Streik,

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PRODUKTION

Produktionsleitung: Michael Wirt

Satz und Druckvorstufe: Popp Media Service

Produktion: ADV Augsburger Druck- und Verlagshaus

10 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Das ganz normale Chaos voll im Griff

UMS – das neue Zauberwort? Unified

Messaging-Systeme sind nicht nur für weltweit

tätige Konzerne, sondern auch für den

Mittelstand eine große Hilfe im Alltagsgeschehen.

Allerdings sollten sie automatisiert mit

der ERP-Software verknüpft sein und keiner

separaten Pflege bedürfen. Der Client

Framework des Koblenzer Software-Hauses OGS

bietet hier für Lotus die besten Voraussetzungen

und wurde deshalb in das Portfolio der

eigenen ERP-Software integriert.

Wer kennt die Situation nicht?

Mitten hinein in den Lösungsansatz

eines komplizierten Vorgangs

klingelt das Telefon: Die Fragen des Anrufers

sind nur anhand der Daten aus

dem ERP-System zu beantworten.

Gleichzeitig möchte ein Kollege einen

Termin vereinbaren und ein Fax sollte

sowieso schon seit zehn Minuten beim

Kunden sein. In einer solchen Situation

sind zwei Hände und zwei Augen zu

wenig, um jetzt alle benötigten Systeme

auf einmal zu bedienen und abzufragen.

So manches Stoßgebet zum Himmel bittet

nun nach mehr Organisation.

Groupware-Lösungen

Ein probates Einstiegsmedium sind

eMail- und Gruppenkalender-Funktionen.

Als „weiche“ Übergangslösungen,

die nicht den organisatorisch verankerten

Kommunikationskern des Unternehmens

aushebeln, eignen sich Team-

Mail und Terminmanagement hervorragend.

Hier bietet Lotus Notes mit seinen

Mehr Sinne frei

einfachen Startoptionen die besten Voraussetzungen.

Und nach der Gewöhnungsphase

können ohne große Investitionen

ERP-Kerndaten als Unternehmens-Informationssysteme

in die

Notes-Datenbanken integriert werden.

Als „Programmiersprache“ gestattet

Notes, nachträglich vollständige Applikationen

in das Gesamtsystem zu integrieren.

Telefon, Fax und eMail

Mit CTI und seinen Inbound-Funktionen

verliert auch die komplizierteste telefonische

Rückfrage ihren Schrecken.

Denn im Moment des Anrufes stellt die

Software alle relevanten Daten aus dem

ERP-System – wie Umsatz, offene Aufträge,

aktuelle Angebote, Kreditlinie etc.

– zur Verfügung, Und nur ein weiterer

Knopfdruck führt in die Detail-Informationsebenen.

Gerade diese Funktionen

machen das Arbeiten dann doch erst

leichter. Beispielsweise ist die Reklamation

eines Kunden, die im CTI-System


erfasst wurde, auch im ERP-System zu

sehen. Ähnliches gilt für eMail- und

Fax-Lösungen, bei denen drei Erfordernisse

zu lösen sind: Mail und Fax von

jedem und an jeden Arbeitsplatz, Mail

und Fax aus den ERP-Systemen heraus

und anschließende Integration der Dokumente

in das übergreifende Kunden-

Informationssystem.

Optische Aufbereitung

Durch Word & Co ist der Anspruch an

die Gestaltung von Formularen gestiegen;

die Zeiten der SCS-basierenden

AS/400-Formulare sind nicht mehr „State

of the Art“. Ein Formularmanager

muss jedem Endanwender eine einfache

und schnelle Gestaltungsänderung auf

Basis einer vorgegebenen Grundstruktur,

zu der z.B. Rechnungskopf, Positionsteile

und Dokumentenfuß gehören,

erlauben. Durch die Verlagerung auf einen

Windows-basierten Kern werden

Aufgaben wie Barcode, Grafiken oder

Tabellen auch zu keiner Hardware-Her-

Midrange MAGAZIN Februar 2002

ausforderung. Schließlich kann alles,

was einen Windows-Treiber hat, als

Drucksystem verwendet werden.

Office Integration

Was gibt es zum Beispiel langweiligeres,

als eine Kundenadresse aus dem ERP-

System abzuschreiben? Gefordert ist

eine einfache Verbindung von ERP-Vorgängen

mit beispielsweise MS-Office-

Dokumenten wie Word und Visio. Dabei

muss die Organisation, z.B. welche Basisdokumente

verfügbar sind und an

welchem Platz die fertigen Dokumente

abgelegt werden, genauso perfekt organisiert

sein wie die Übergabe von Kunden-

oder Auftragsdaten an das jeweilige

Word-Dokument.

Sicher kann schon jedes Einzelelement

mit den entsprechenden Werkzeugen

helfen, das tägliche Chaos etwas weniger

unübersichtlich zu gestalten. Nur – die

Synergie- und Rationalisierungseffekte

werden zwangsläufig aufgefressen,

wenn man die einzelnen Inseln nicht zu

einer kompletten Inselgruppe zusammenfasst.

Doch sollte bei der logischen

Forderung nach einem einzigen System

eines nicht übersehen werden: Es kann

diese Aufgabe nur lösen, wenn es mit einer

sehr hohen Komplexität antritt. Da

bleibt als möglicher Ansatz nur die Lösung,

alle Inseln um das ERP-System so

anzuordnen und zu integrieren, dass Daten

nicht mehrfach gepflegt werden müssen

und die harmonisierende Steuerung

der Einzelelemente vom ERP-System

übernommen wird.

OGS Gesellschaft für

Datenverarbeitung

und Systemberatung mbH

D-56068 Koblenz

� (+49) 0261/91595-0

� www.ogs.de

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Titelthema

11


Titelthema

Das Thema Archivierung steht oft am Ende

aller Betrachtungen, wenn es um das Straffen

von Geschäftsprozessen geht. Aus Furcht vor

zu langen Implementierungszeiten und hohen

Kosten scheuen viele Firmen den Kauf einer

entsprechenden Software. Doch nicht nur

wegen der aktuellen Rechtsänderung zum

1. 1. 2002 im Bereich der Archivierung

buchhalterischer Daten müssen sich

Unternehmer verstärkt mit diesem Thema

beschäftigen. Auch der wirtschaftliche Aspekt

spielt eine wichtige Rolle.

Ablösung der Papierordner

So stehen den Anschaffungskosten erhebliche

Einsparpotentiale gegenüber.

Sowohl der finanzielle als auch der zeitliche

Aufwand für die Verwaltung, Verteilung

und Aufbewahrung von Dokumenten

wird durch eine elektronische

Archivierung drastisch reduziert bzw.

fällt teilweise ganz weg. Raum- und

Materialkosten werden ebenso eingespart

wie auch Personalkosten, die früher

durch die Ablage und das Suchen in

Papier- oder Mikrofilmarchiven angefallen

sind. Ein Beispiel: Allein 1.000

Mit Archivsystemen einen Schritt weiter

12 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Papierloses Büro

Ordner mit Belegen aus der Warenwirtschaft

kamen pro Jahr bei dem mittelständischen

Unternehmen Carl Wilh.

Meyer Grosshandel GmbH & Co KG

aus Oldenburg zusammen. Diese Belege

wurden früher in einem zentralen Archiv

manuell nach Kunden abgelegt.

„Durch die Anzahl der Belege kam es

immer wieder zu einem erheblichen Bearbeitungsrückstand

von bis zu mehreren

Monaten, der dann wiederum durch

einen zusätzlichen Personaleinsatz aufgearbeitet

werden musste“, erinnert sich

EDV-Leiter Karsten Loger an die Zeit

vor der Einführung der DMS- und Archivierungs-Lösung

ArchivPlus/400.

Prozessoptimierung

Mit der Software können Arbeitsabläufe

unter dem Aspekt optimiert werden, den

Zeitaufwand für bestimmte Tätigkeiten

um ein Vielfaches zu reduzieren. In der

Finanzbuchhaltung des Großhandelsunternehmens

werden beispielsweise Buchungs-,

Rechnungsausgangs-, Kassenjournale

und Kontendrucke im Rahmen

der Spool-Archivierung sofort nach Erstellung

automatisch in ArchivPlus/400

übernommen und auf optische Platten

endarchiviert. Verschiedene in die Software

integrierte Recherchemöglichkeiten

– z.B. via Web-Browser, Windows-

Client oder 5250-Emulation – ermöglichen

ein schnelles Auffinden. Auch in

anderen Abteilungen, wie z.B. der Reklamationsbearbeitung,

bewährt sich ein

Archivsystem. „Beanstandet ein Kunde

einen Vorgang, kann der Mitarbeiter

über die Archivsuche nach Vorgang sich

alle relevanten Belege über die Eingabe

der Kunden- und Vorgangsnummer direkt

am Bildschirm anzeigen lassen“, erklärt

Carsten Loger. Ein weiterer Vorteil

besteht darin, dass jeder iSeries-Benutzer

aus Anwendungsprogrammen heraus

auf die archivierten Dokumente zugreifen

kann. Zudem können elektronisch

archivierte Dokumente oder ganze Vorgänge

mit Zugriffsberechtigungen belegt

werden. Gerade wegen der neuen

Gesetzgebung, die Betriebsprüfer dazu

ermächtigt, elektronisch auf Unternehmensdaten

zugreifen zu können, spielen

Zugriffsberechtigungen eine Rolle. Der

Unternehmer kann dadurch definieren,

welche Betriebsunterlagen der Prüfer

einsehen darf und welche nicht.

Archivierte Dokumente

per Fax versenden

Eine offene Schnittstelle zur Kommunikationslösung

eComPlus/400 ermöglicht

das Versenden archivierter Dokumente

per Fax oder eMail direkt vom

Arbeitsplatz aus. Dazu Karsten Loger:

„Werden aus dem Archiv Unterlagen

benötigt, können diese aus dem Archiv-

Plus/400 selektiert und gedruckt oder

auch direkt zum Kunden gefaxt werden.

Weitere Funktionen, wie der automatische

Spool-Dateiversand oder die Steuerung

des Sendeverkehrs durch unterschiedliche

Prioritäten, stellen eine wesentliche

Vereinfachung gegenüber dem

manuellen Faxversand dar.“

Einführung eines Archivsystems

Die Akzeptanz der Mitarbeiter für ein

Archivsystem in den Firmen kann

dadurch erhöht werden, wenn bei der

Wahl eines Archivsystem wichtige

Grundsätze eingehalten werden: eine

benutzerfreundliche und einfache Bedienung

des Archivs, ein Zugriff auf das

gesamte Archiv vom Arbeitsplatz aus,

sowie das Benutzen der Archiv-Funktionalitäten

aus der gewohnten Arbeitsoberfläche

heraus.

Gräbert Software + Engineering GmbH

D-10709 Berlin

� (+49) 030/89690321

� www.graebert-gse.de


Titelthema

Einer für alle, alle für einen

Der Wettbewerb in allen Branchen profitiert

von der Eröffnung neuer Vertriebskanäle

und den Globalisierungstendenzen vieler

Unternehmen. Ohne entsprechende e-Business-

Lösungen lassen sich die damit verbundenen

komplexen Prozesse, beispielsweise hinsichtlich

Kommunikation und Datenmanagement, kaum

mehr bewältigen.

Jedoch integrieren noch immer die

meisten ERP-Anbieter die Office-

Welt nicht in ihre Anwendungen – dabei

besteht gerade hier im Administrationsumfeld

ein enormes Rationalisierungspotenzial

durch optimierten Workflow

und das zusätzlich zu den Vorteilen, die

ERP zur Abwicklung der internen betriebliche

Abläufe mit sich bringt. Die

Profi Engineering Systems AG, in Darmstadt

ansässiger IBM und Lotus Premier

Partner, hat zur Perfektion der Teamarbeit

mit Lotus Notes Domino eine leistungsstarke

Plattform für die gesamte

Unternehmenskommunikation in ihr

Angebot integriert, die allen Mitarbeitern

zu jeder Zeit den Zugriff auf benötigte

Informationen über die zur Verfügung

stehenden Kanäle erlaubt.

Teamarbeit

auf höchstem Niveau

Geschäftsideen können durch professionelle

e-Business-Anwendungen noch erfolgreicher

werden. Eine Integration der

Kunden, Lieferanten und Partner in alle

Abläufe vereinfacht und optimiert die

Geschäftsprozesse. Mittels der engmaschigen

Vernetzung aller Beteiligten und

der Automatisierung der Prozesse lassen

sich damit sowohl die Kundenbindung

wie auch die Serviceleistung entscheidend

verbessern. Daher integriert das

Unternehmen die in Lotus Notes Domino

enthaltenen umfassenden Basisfunkti-

Teamwork in Perfektion

onen in ERP-Anwendungen – und damit

den unternehmensweiten, zeit- und ortsunabhängigen

Zugriff auf Informationen

wie Kunden- und Auftragsdaten, eMails

und Kalender, Datenblätter oder Handbücher.

Das plattformunabhängige

Groupware-System erfordert dabei nur

einen geringen Administrationsaufwand.

Bereits enthaltene Standardanwendungen

können sofort eingesetzt werden,

zum Beispiel die Ablage von Office-Dokumenten

mit integrierter Dokumentenverwaltung,

Aktivitätenverwaltung, ein

„Schwarzes Brett“ für die unternehmensweite

Information aller Mitarbeiter sowie

die Ablage von projektspezifischen

Dokumenten und Informationen.

CTI & Co.

Durch die Integration von eMail, Fax

und Telefon steht mit Lotus Notes Domino

eine umfassende Unified-Messaging-Lösung

zur Verfügung, die keinen

Kommunikationskanal ungenutzt

lässt. In Richtung CRM geht hierbei unter

anderem die Kopplung der Notes-

Datenbank mit der Telefonanlage: Ruft

ein Kunde an, öffnet sich automatisch

am Bildschirm des zuständigen Mitarbeiters

ein Fenster, welches sofort alle

relevanten Informationen anzeigt. Über

Verschlüsselungstechnologie sowie zusätzliche

Sicherheitsfunktionen stellt

das System außerdem den Schutz sensibler

Daten sicher.

Komfortables e-Business

Auch dem Wunsch von Unternehmen,

Teile ihrer Daten für externe Geschäftspartner

oder Lieferanten zu öffnen, kann

entsprochen werden. Mit IBM Web-

Sphere hat das Softwarehaus eine leistungsstarke

Plattform im Portfolio, die

auf allen gängigen Betriebssystemen bestehende

Anwendungen und Unternehmensdaten

zu einer e-Business-Lösung

verbindet. Der modulare Systemaufbau

14 www.midrangemagazin.de Februar 2002

gewährleistet, dass jede Software, jeder

Server und jeder User alle notwendigen

Informationen bekommt, beispielsweise

Daten und Dokumente aus Einkauf,

Adressverwaltung, Angebotswesen, Verkauf

oder Rechnungswesen.

Bewährter Partner

Rationelle und flexible Geschäftsprozesse,

schnelle Auskunftsbereitschaft und

umfassende Management-Information

sind die Anforderungen, denen sich Unternehmen

heute stellen müssen, und dies

zum Teil über Unternehmensgrenzen hinweg,

mit Zugriffsmöglichkeiten nicht

nur über den stationären PC, sondern

auch über Mobiltelefon, PDA oder Laptop.

Voraussetzung zur Erfüllung dieser

Prämissen sind integrierte, bedienerfreundliche

Lösungen, implementiert

von Anbietern, die außerdem den kompletten

Service garantieren – von der Systemanalyse

über die Beratung bis hin zur

Implementierung und Inbetriebnahme.

Autor: Wolfgang Heinrich,

Geschäftsstellenleiter PROFI

Engineering Systems AG, Stuttgart

PROFI Engineering Systems AG

D-64293 Darmstadt

� (+49) 06151/8290-0

� www.profi-ag.de


Dokumenten-Management als Organisationstool

Workflow optimiert

Mit einem Dokumenten-Management-System

lassen sich Informationen thematisch geordnet

in einem zentralen Pool ablegen. Wird für

einen Arbeitsschritt eine Dokumenteninfo

benötigt, kann diese über ein angeschlossenes

Workflow-System direkt eingesteuert werden.

Sämtliche Prozesse im Unternehmen laufen

somit schneller ab.

Information, beziehungsweise Wissen,

ist heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor;

Wissensmanagement ein

wesentlicher Teil erfolgreicher Unternehmensführung.Dokumenten-Management

bildet die Grundlage eines gut

funktionierenden Wissensmanagements.

Integriert mit einem Workflow-

System wird Dokumenten-Management

um den Dokumentenfluss erweitert, der

den Anwendern Schriftstücke und Dateien

zur Kategorisierung, Indexierung

und Bearbeitung vorlegt.

Zentrale Sammelstelle

Um den Ablauf sich häufig ändernder

Prozesse zu verbessern, benötigt ein Unternehmen

entsprechende Organisationstools.

Zu diesen Instrumenten gehört

ein DM-System, denn auch heute

noch werden Schriftstücke größtenteils

in Aktenordnern, als Dateien auf der

Festplatte und eMails im Mail-System

verwaltet. Hinzu kommt, dass es für

Anwender immer schwieriger wird, allen

ankommenden Informationen Herr

zu werden. Es ist daher sinnvoll, diese

Informationen, die ja bereits im Computer

vorhanden sind, dort auch geordnet

abzulegen, und zwar zusammen mit den

Dokumenten, die thematisch dazu gehören.

Ein passendes Werkzeug dazu vereinfacht

die Prozessabläufe erheblich

und verbessert dadurch den Informationsfluss.

Wichtiger Vorteil einer modular

aufgebauen Standardsoftware ist es,

Midrange MAGAZIN Februar 2002

dass unterschiedliche Dokumententypen

wie Belege, Briefe, Zeichnungen,

Dateien oder eMails in einem zentralen

Dokumenten-Pool vereint werden.

Vielfältig einsetzbar

Erst die Synergieeffekte aus der Verbindung

eines Dokumenten- mit einem

Workflow-Spezialisten erschließen neue

Möglichkeiten in der Informationsverwaltung.

Dazu kooperiert DocuWare

beispielsweise mit Ultimus; als Folge entstehen

neue und vielfältigere Lösungen.

Ein Beispiel: Eingehende Kundenaufträge

werden archiviert und den jeweiligen

Sachbearbeitern automatisch zugeleitet,

elektronische Urlaubsanträge nach Genehmigung

sowie Verbuchung im Archiv

abgelegt und abgesandte Bestellungen

automatisch an Fachabteilung, Buchhaltung

und Wareneingang verteilt. Zu den

weiteren Vorteilen gehört, dass der Weg

und die Bearbeitungsschritte eines Prozesses

beliebig gestaltet werden können.

Keine neue Organisation

Um ein DM-System effizient einsetzen zu

können, ist es erforderlich, mehrere Anwendungsfelder

eines Unternehmens zu

integrieren. Denn nur so lassen sich Archiv-Inseln

vermeiden. Nach anfänglicher

Euphorie werden viele Interessenten

durch diese Erkenntnis abgeschreckt. Der

DMS-Einsatz muss jedoch keinen Eingriff

in die Organisation bedeuten. Auch dem

Mittelstand bietet sich somit die Möglichkeit,

ein effektives Wissens-Management

aufzubauen und die eigenen Marktchancen

damit deutlich zu erhöhen.

Autor: Dipl.-Kfm. Jürgen Biffar,

Vorstand der DocuWare AG,

zuständig für Produkte und Finanzen

DocuWare AG

D-82110 Germering

� (+49) 089/894433-0

� www.docuware.de

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Titelthema

15


Aktuelles

Die Frage:

Die Frage des Monats im Dezember 2001

Beabsichtigen Sie in den nächsten sechs

Monaten Lotus-/Domino-Anwendungen

zum Einsatz zu bringen?

Das Ergebnis:

Von insgesamt 788 Teilnehmern antworteten

47 % mit Ja und 53 % mit Nein.

Der Kommentar:

Jeder kennt das Märchen vom Hasen

und dem Igel. „Ich bin schon da“ ruft

der Igel, während der Hase sich keuchend

den Schweiß von der Stirn wischt.

So mag es auch vielen Notes-Anhängern

gehen. In mühevoller Kleinarbeit versuchen

sie Ihre Geschäftsleitung davon zu

überzeugen, auf die umfangreiche Palette

von Groupware-Funktionalitäten in

Notes zu bauen anstatt sich mit der

vergleichsweise sehr eingeschränkten

Groupware-Funktionalität der Microsoft-Welt

zu begnügen.

Notes-überzeugte EDV-Leiter kämpfen

in mittelständischen Unternehmen jedoch

oft gegen ein grundsätzliches Problem:

Microsoft ist immer schon da. Jeder PC

wird mit Office-Funktionalität und damit

Outlook ausgeliefert. Die meisten Anwender

setzen im Gegensatz zu Großunternehmen,

in denen Notes in vielen Fällen

von Anfang an als Mail-Client etabliert

ist, zu Beginn den Begriff „Mail ist

gleich Outlook“. Nachdem dann schnell

eine Reihe Anwender ans Netz gegangen

sind und bereits ein Exchange-Server installiert

wurde, muss in diesen Fällen die

Geschäftsleitung später in langen Debat-

Peter Reitzmann,

Geschäftsführer der

R.S. Consulting &

Software GmbH

Notes im Vormarsch

ten erst davon überzeugt werden, dass

Notes die bessere Groupware-Funktionalität

bietet. Prompt hat man Kosten für

ein Migrationsprojekt am Hals, die eine

Entscheidung der Geschäftsleitung erfordern.

Und diese lässt in der Regel auf sich

warten. Schließlich kann man ja Mails

empfangen und senden. Und wie ist das

mit der Kompatibilität zu den anderen

MS Office-Produkten? Fragen, die erst

beantwortet werden müssen.

789 Teilnehmer haben abgestimmt

Ja

47%

16 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Nein

53%

Beabsichtigen Sie in

den nächsten sechs Monaten

Lotus-/Domino-Anwendungen

zum Einsatz zu bringen?

Umso erstaunlicher das Ergebnis der

Midrange-Umfrage: 367 Anwender

stimmten mit „Ja“, 422 mit „Nein“ –

und das vor dem Hintergrund der zeitlichen

Beschränkung des Einführungszeitraums

auf sechs Monate. Für uns

IBM Partner, die Ihr Geld unter anderem

auch im Bereich von Notes-Dienstleistungen

verdienen, eine gute Nachricht.

Sicherlich muss man bei der Betrachtung

des Ergebnisses einen Office-Vision-Effekt

einräumen. Schließlich handelt es

sich bei den Befragten überwiegend um

AS/400-, pardon, iSeries-Anwender.

IBM bietet hier ihren Kunden als einzige

Alternative die Migration auf Lotus

Notes. Gleichwohl dürfte aber auch der

Schachzug von IBM, den Domino Server

kostenlos ins Betriebssystem zu integrieren,

seine Wirkung zeigen. Die Igel-Strategie

funktioniert also auch in die andere

Richtung. Nun muss IBM „nur“ noch

über eine ähnliche Strategie bei den Clients

nachdenken. Doch das ist nicht so

einfach. Vorinstallierte Notes Clients

beim Kauf eines PCs oder einfache, automatisierte

Downloads zum Nulltarif

wären für den Anwender natürlich paradiesisch

und würden jedes Einführungshemmnis

beseitigen. (Ein bisschen Träumen

darf man ja schließlich?!).

Doch zurück zur Realität: Seit Notes

5.02 ist viel in Sachen Web-Client passiert.

Die erforderlichen Java-Applets

werden sowieso über den Browser „kostenlos“

installiert. Notes ist also auf

dem richtigen Weg. Wie würde das Ergebnis

erst aussehen, wenn IBM Notes

so vermarkten würde wie Microsoft seine

Outlook Software? Wahrscheinlich

gigantisch!

Der Kommentator Peter Reitzmann

ist Geschäftsführer der

R.S. Consulting & Software GmbH

in Nürnberg

Haben Sie uns im Januar 2002 schon

Ihre Meinung gesagt?

Frage: Forciert die Euro-Einführung Ihrer

Meinung nach das e-Business?

Unter www.MidrangeMagazin.de können

Sie jederzeit Ihre Stimme und Ihre

Meinung dazu abgeben. Die Abstimmung

wird ohne jede weitere Abfrage

durchgeführt. Es wird Ihnen lediglich

das augenblickliche Abstimmungsergebnis

angezeigt. Nach der Abstimmung

haben Sie die Möglichkeit Ihre Entscheidung

zu kommentieren. Auch die Abgabe

dieses Kommentars kann – wenn Sie

wollen – vollkommen anonym erfolgen.


Aktuelles

Schnellere Entwicklungen für das e-Business

Magische Verbindungen

Ein innovativer Anbieter von e-Business- und

CRM-Lösungen sowie von datenbank- und

plattformunabhängigen, hochproduktiven

Entwicklungstools für Internet und Client/

Server-Anwendungen ist Magic Software

Enterprises Ltd. Das Kernstück des Angebots ist

die Magic eBusiness Plattform, mit der das

Unternehmen auf die drei drängendsten

Bedürfnisse des IT Managements eingeht:

optimale Nutzung knapper (Personal-)

Ressourcen, schnelle Anpassung an sich

verändernde Marktbedingungen und lückenlose

Integration von Altsystemen und modernen

e-Business-Lösungen.

Avikam Perry ist bei Magic Software

Enterprises Ltd. (MSE) verantwortlich

für die Entwicklung des eDeveloper.

Im Interview mit Michael Wirt

stellt er die Merkmale des neuen Produkts

und dessen Positionierung im

Markt vor.

Michael Wirt: Herr Perry, der Magic

eDeveloper ist jetzt seit der CeBIT auf

dem Markt, bitte erläutern Sie doch

einmal die wichtigsten Features für die

iSeries-Nutzer?

Avikam Perry: Wir können die Hauptfunktionen

in zwei Kategorien zusam-

Avikam Perry,

Magic Software

Enterprises Ltd.

Verantwortlicher Leiter

für die Entwicklung des

eDeveloper

menfassen: Da ist zunächst die Entwicklungsumgebung.

Der Magic eDeveloper

nutzt das gleiche Programmierparadigma,

um Client-Server und Web-Applikationen

zu programmieren. Unser Tool

ist eine komponentenbasierte Entwicklungsumgebung.

Das bedeutet: Komponenten,

die damit produziert worden

sind, können z.B. als EJBs in WebSphere-Java-Applikationen

weiterverwendet

werden.

Die zweite Kategorie ist die Deployment-Umgebung,

in der die eigentliche

Anwendung abläuft. Lösungen, die auf

diesem Tool basieren, können komplett

in bestehende RPG-Anwendungen integriert

werden und auf Datenbanken anderer

Plattformen aufsetzen. So unterstützen

wir alle Software-Umgebungen,

die auf der iSeries (und anderen Plattformen)

laufen.

Michael Wirt: Wenn Sie den Magic

eDeveloper mit den vorangegangenen

Magic-Versionen vergleichen: Was gibt

es Neues, welche Grundprinzipien haben

Sie beibehalten?

Avikam Perry: Die Unterschiede liegen

zunächst im neuen Web-Paradigma, das

es Entwicklern erlaubt, wirklich die gleiche

Logik für Online- und Web-Lösungen

zu nutzen. Eine weitere Neuerung

ist sicherlich das Komponenten-Framework.

Mit dem Web-Paradigma können

Programmierer interaktive Web-Applikationen

entwickeln, die nahezu wie

Online-Anwendungen funktionieren

und dem Nutzer das Gefühl geben, er

würde direkt auf der Datenbank arbeiten.

Das Komponenten-Framework

dient der Programmierung wiederverwendbarer

Komponenten, die in vielen

Lösungen genutzt werden können. Damit

erübrigt sich eine Menge von Routineprogrammierarbeiten.

18 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Michael Wirt: Wie unterscheidet sich

der eDeveloper von anderen Tools?

Avikam Perry: Der Hauptpunkt ist Geschwindigkeit:

Entwickler programmieren

damit etwa 25% schneller als die

Kollegen mit 3GL-Tools und mehr als

doppelt so schnell als mit 4GL. Ein weiterer

großer Unterschied liegt im Web-

Paradigma. Mit seiner Hilfe entstehen

interaktive Web-Applikationen, die

sonst mit vielen Mannjahren in Java-

Script oder VBScript entwickelt werden

müssten. Mir ist kein weiteres Tool bekannt,

das in der Lage wäre, Internet-

Funktionalität in dieser Form ohne

Script-Programmierung zu realisieren.

Programmierer ergänzen eine HTML-

Seite unterdessen einfach um ein Java-

Applet, das die GUI-Funktionalitäten

im Web reproduziert. Speziell im iSeries-

Umfeld ist der eDeveloper ein Tool, das

OS/400, PASE, Netfinity (NT) und Linux

nicht nur unterstützt, sondern auch

integriert. So können Linux-Programme

beispielsweise RPG-Applikationen aufrufen,

die auf der iSeries liegen.

Michael Wirt: Magic sieht sich als „Solution

Enabler“. Welche Rolle spielt der

Magic eDeveloper für diese Positionierung?

Avikam Perry: Wir haben die richtige

Kombination von „Packages“ für jeden

Markt. Weltweit existieren rund 2.500

Lösungen für alle wichtigen Branchen

und Unternehmensbereiche, die auf dem

Magic eDeveloper bzw. seinen Vorgängern

basieren. Neben dem Tool bieten

wir auch Lösungs-Templates und ergänzende

Services, wie Consulting und Training

an, damit unsere Kunden – seien es

Unternehmen mit IT-Abteilungen oder

Software-Häuser – in die Lage versetzt

werden, Lösungen zu entwickeln. Zusammengefasst

heißt Solution Enabler:


Wir bieten „Packages“ für die Lösungsentwicklung

und die Basistechnologie

dafür an.

Michael Wirt: Wo liegt der Nutzen speziell

für iSeries-Nutzer?

Avikam Perry: Lassen Sie uns mit der

kurzen Lernkurve für RPG-Programmierer

beginnen: Ein RPG-Team kann

nach einer Woche Training produktiv

arbeiten, nach einem halben Jahr ist es

ein Expertenteam. Das ist ein wichtiger

Punkt, wenn man dies mit der langen

und komplizierten Lernkurve bei der

Java-Entwicklung vergleicht. Unternehmen,

die für WebSphere und das Web

entwickeln wollen, können somit

schnell und preiswert beginnen.

Der zweite Punkt besteht darin, dass

keine parallelen Teams für traditionelle

Client/Server- und Web-Entwicklung

gebildet werden müssen. Es ist wesentlich

kostengünstiger, RPG-Programmie-

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Midrange MAGAZIN Februar 2002

rer auf Magic zu schulen und mit ihnen

Web-Lösungen zu realisieren, als dies

mit Java-Programmieren zu tun, die teuer

und schwer zu finden sind. Wie

bereits gesagt, können mit dem eDeveloper

wegen der kurzen Lernkurve und

der schnellen Programmiermethodik

sehr rasch Ergebnisse produziert werden.

Das bedeutet insgesamt ein erheblich

reduziertes Time-to-Market.

Fassen wir diese Punkte – kurzer Timeto-Market

und reduzierte Kosten – zusammen,

ergeben sie einen sehr schnellen

Return on Investment.

Michael Wirt: Zur Weiterentwicklung:

Welche Technologien werden mittelfristig

integriert?

Avikam Perry: Zur Zeit schreitet die

IT-Welt mit großen Schritten in Richtung

Web-Services, entweder über den

Microsoft .NET-Pfad oder über den

Weg, der durch IBM, SUN, HP und an-

dere angeboten wird. Der Magic eDeveloper

wird bald Web-Services und

alle damit verbundenen Technologien

und Protokolle, wie SOAP und UDDI,

voll unterstützen. Er basiert schon heute

auf XML, was es uns einfach macht,

weitere Funktionen einfach zu ergänzen.

Magic Software Enterprises fühlt

sich – wie schon in den letzten 15 Jahren

– dazu verpflichtet, alle wichtigen

Standards für die Software-Entwicklung

zu integrieren.

Michael Wirt: Herr Avikam, ich danke

Ihnen für dieses Gespräch.

Magic Software Enterprises

D-85737 Ismaning

� (+49) 089/96273-0

� www.magicsoftware.de

Aktuelles

19


Aktuelles

Der Markt zwischen Klassischem Outsourcing und ASP

PAC hat kürzlich eine neue Studie zum

deutschen Outsourcing- und ASP-Markt

veröffentlicht. Dieser zufolge verzeichnet der

Markt trotz (oder gerade wegen) schwächelnder

Konjunktur einen ungebremsten Boom.

Bereits im Jahr 2000 lag der deutsche

Outsourcing-Markt bei 21,2 Milliarden DM.

Das entspricht durchschnittlichen

jährlichen Wachstumsraten von

knapp 16 %. Damit bleibt Outsourcing

der Wachstumstreiber im deutschen

Software -und IT-Dienstleistungsmarkt.

Bezogen auf den Outsourcing Markt

selbst werden Webhosting, e-Business

Outsourcing und ASP die – momentan

noch bescheiden ausgeprägten – Segmente

mit den höchsten Wachstumsraten

sein. Doch wie sieht die deutsche

Abbildung 2

Abbildung 1

20 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Offenes Rennen

ASP-Landschaft bislang aus? Welche

Anbietergruppen werden die Sieger von

morgen sein? Die schnell wachsende Bedeutung

der neuen e-Business-Themen

verleiht dem Outsourcing-Markt neue

Impulse. PAC denkt, dass die meisten

IT-Anwender die „alte“ und die

„neue“Welt nicht gleichzeitig aufbauen

und betreiben können. Diejenigen, die

den neuen e-Business-Themen strategische

Bedeutung beimessen und glauben,

über die notwendigen – insbesondere

finanzielle und menschliche – Ressourcen

zu verfügen, werden dazu neigen,

die „alte Welt“ outzusourcen. Dies wird

zu einigen großen Outsourcing-Deals

führen. Viele werden umgekehrt vor

allem ihre Kompetenzen in der „alten

Welt“ und die fehlenden Ressourcen in

den neuen Themen feststellen. Hier

werden kompetente Partner für die neuen,

e-Business-Themen gesucht. Dabei

kann es sich um reine Software-Projekte

handeln. Jedoch spricht die Notwendigkeit,

schnell zu handeln und mit

begrenzten Vorab-Investitionen auszukommen,

oft für die Outsourcing- oder

ASP-Alternative.

ASP ist eBusiness

In der Studie rechnet PAC das Thema

„ASP“ konsequenterweise dem

e-Business-Bereich zu, da die Lieferung

der ASP-Software über IP-Technologie

ein klares Muss-Kriterium für einen Application

Service Provider darstellt, was

von den im Rahmen der Studie befragten

Anbietern und Anwendern bestätigt

wurde. Auch Webhosting ist ein Segment,

welches zu 100 % dem

e-Business-Themenkreis zugeordnet

werden muss. Der Markt für e-Business-

Outsourcing wird von 1.100 MDM im

Jahr 2000 auf bemerkenswerte 10.400

MDM bis zum Jahr 2005 anwachsen.

Davon wird ASP das größte durchschnittliche

Jahreswachstum aufweisen.


Aber auch das Outsourcing komplexer

e-Business-Anwendungen und Webhosting

stellen absolut starke Wachstumssegmente

dar.

Steigende Umsätze

Im Jahr 2000 belegten ASP-Umsätze

zwar nur knapp 1 % des gesamten deutschen

Outsourcing-Marktes. Der Anteil

wird sich bis im Jahr 2005 – laut PAC-

Schätzungen – auf immerhin 5 % erhöhen,

was einer jährlichen Wachstumsrate

von 78 % entspricht. Sieht man sich

die ASP-Wertschöpfungsstruktur an, so

wird deutlich, dass unterschiedlichste

Anbietergruppen auf den ASP-Markt

drängen und dass ASP bislang ein Partnerschaftskonzept

darstellt. Schließlich

ist kaum ein Anbieter (außer vielleicht

der Deutschen Telekom) in der Lage, die

gesamte Wertschöpfungskette abzudecken.

Die im linken Kasten dargestellten

Unternehmen sind diejenigen ASP-Anbieter

am deutschen Markt, die PAC im

Rahmen der Recherche identifizieren

konnte. Auffallend ist, dass bislang ASP-

Märkte sehr lokal sind. So fehlen die

führenden US-Anbieter wie Usinternetworking

Inc., TriZetto, Quest Cyber

Solutions L.L.C. oder Corio noch komplett.

Oracle und Interliant versuchen

den Markteintritt (siehe Abbildung 1).

Doch welcher Anbietergruppe werden

die besten Chancen im aufkeimenden

ASP-Markt in Deutschland zugetraut?

Unter den Anwendern (laut Anwenderbefragung)

werden sowohl die klassischen

Outsourcing-Anbieter als auch

die Software-Produktanbieter klar favorisiert

(siehe Abbildung 2).

Outsourcing ist nicht out

Die Stärken der klassischen Outsourcing-Anbieter

liegen klar in der Betriebsphase

(Infrastruktur, Erfahrung,

Servicekultur) als auch in der vorhandenen

Vertriebsstruktur und der Kundenbasis,

die meist große, zahlungskräftige

Accounts beinhaltet. Nachteile sieht

PAC in der fehlenden Produktstrategie

sowie der bei großen Outsourcern mangelnden

Durchdringung im Mittelstand,

auf den die Vertriebsstrukturen

auch nicht zugeschnitten sind. Außerdem

fehlen dem klassischen Outsourcer

Midrange MAGAZIN Februar 2002

die Kompetenzen eines Internet Service

Providers (ISP). Betrachtet man die

Software-Produktanbieter, so lassen

sich folgende Chancen und Risiken erkennen:

Für Produktanbieter als erfolgreiche

ASPs sprechen deren Anwendungs-

und Produkt-Know-how sowie

deren Kundenzugang durch das Produktgeschäft,

wobei im Mittelstand

meist Lücken herrschen. Eindeutige

Nachteile finden sich in der Betriebsphase

(keine Infrastruktur) und im fehlenden

ISP-Service.

Im Falle der Telekom-Anbieter liegen

die Chancen in der Internet Service Provider-Erfahrung

und der dazugehörigen

Infrastruktur. Zudem profitiert diese

Anbietergruppe von einer vertrieblichen

Durchdringung in allen Kundensegmenten.

Die Schwächen liegen in der fehlenden

IT-Kompetenz, dem fehlenden Anwendungs-

und Softwareprodukt-

Know-how sowie der mangelnden

Erfahrung in der Betriebsphase. Analysieren

wir schließlich die Gruppe der IT-

Berater und System-Integratoren, so

spricht für sie der vertriebliche Kundenzugang

mit meist großen Kunden, das

Anwendungs-Know-how und die Servicekultur.

Im Falle der „Pure-Play“

ASPs fehlen eine langjährige solide Kundenbasis

und den meisten der finanzielle

Rückhalt. Hingegen sprechen Unternehmergeist

und der Wille, im ASP-Markt

zu überleben, eindeutig für die reinen

ASPs. Zusammenfassend lässt sich feststellen,

dass Software-Anbieter und

klassische Outsourcer wohl die aussichtsreichsten

Kandidaten auf nachhaltigen

Erfolg am deutschen ASP-Markt

sind. Bis ASP allerdings zum lukrativen

Geschäft wird, kann es noch ein wenig

dauern. Zwischenzeitlich werden die

satten Umsätze im klassischen

Outsourcing gemacht.

Simone Sinz

PAC GmbH

D-80469 München

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Aktuelles

21


Aktuelles

Unternehmen, die eine einheitliche interne

Informationsplattform schaffen wollen, tun sich

häufig schwer bei der Wahl einer für sie

sinnvollen Content- und Informationsstrategie

sowie der dafür benötigten IT-Lösungen.

Das Ziel

Grundlagen zur Auswahl eines unternehmensweiten Informationssystems

Ziel des im folgenden beschriebenen aktuellen

Projektes „Plaut World“ war es,

ein weltweites webbasierendes Kommunikations-

und Informationsmanagementsystem

bei dem in 18 Ländern tätigen

Management- und IT-Beratungsunternehmen

Plaut AG zu implementieren.

Als IT-Dienstleister mit zahlreichen Methodiken

bestens vertraut, forderte das

Unternehmen im Hinblick auf die Einführung

eine Methode, die schnell und

gezielt ein produktives Ergebnis erzielt.

Dabei sollte versucht werden, das gleiche

Resultat mit maximal 50 Prozent

der kalkulierten Kosten und in ca. 2/3

der veranschlagten Zeit zu erreichen,

ohne dabei qualitative und quantitative

Einschränkungen in Kauf nehmen zu

müssen.

Gefordert war ein System, das neben

dem klassischen Webbereich – dem Content

Management – auch zusätzliche

weitere Aspekte abdeckt, wie Permission

Marketing, Enterprise Information Portal

oder Digital Asset Management.

Letzteres ist eine Lösung, mit der in digitaler

Form vorliegende multimediale

Elemente erfasst, gespeichert, archiviert

und abgerufen werden. Eine zusätzliche

Bedingung war die einfache Integration

bestehender Applikationen, um

beispielsweise Daten aus ERP-Systemen

(in diesem Fall SAP R/3) verarbeiten zu

können. Es sollte ein zentrales Informationssystem

geschaffen werden, das sämtliche

nicht personalisierte Informationen

Wendig gegen mächtig

(wie z. B. eMails) verwaltet und auf Abruf

bereithält – via Internet und Extranet.

Von elementarer Bedeutung war

dabei auch das nahtlose Zusammenspiel

aller 34 Tochtergesellschaften der Beratungsgruppe,

denn die Informationen

sollten zwar – rein technisch gesehen –

zentral verwaltet werden, vom Benutzer

jedoch lokal abrufbar sein und als lokales

System betrachtet werden.

Die Methodik

Erfahrungsgemäß zählen drei Komponenten

zu den größten Kostentreibern

bei der Implementierung einer neuen

Lösung: Manntage bei der Einführung,

Lizenzpreis sowie Schulungsaufwand.

Um Kosten effektiv senken zu können,

bedarf es also vor allem anderen einer

schnelleren Methode der Einführung, damit

Manntage eingespart werden können.

Sinnvoll ist daher der Start mit einem

Mindestmaß an Funktionalitäten.

Wird nämlich der übliche Rahmen an

Möglichkeiten voll ausgeschöpft, besteht

die Gefahr, dass zum Zeitpunkt der endgültigen

Projekteinführung bereits

wieder neue Funktionalitäten gefordert

sind und die soeben implementierte Lösung

aktualisiert werden muss, bevor sie

überhaupt richtig eingesetzt wurde. Die

Wahl einer Software, die nur den Einsatz

der Funktionalitäten erlaubt, die vom

Unternehmen auch wirklich benötigt

werden, reduziert nämlich auch den

Konfigurations- bzw. Schulungsaufwand.

Nach dem Motto „To go fast, we

only build what we need, thus keeping

the system lean and mean”, sollten die

geplanten Manntage durch genaue Definition

der Muss-Kriterien so weit gekürzt

werden, dass mit möglichst wenig Aufwand

ein voll betriebsfähiges System in

allen Unternehmensbereichen und Gesellschaften

einsatzbereit ist. Ist der Produktivstart

erst einmal erfolgt, kann

22 www.midrangemagazin.de Februar 2002

jederzeit aktualisiert werden, denn die

Lösung soll ja lebendig gehalten und aktuellen

Anforderungen angepasst werden.

Mit der Bezeichnung „Living Software“

wird denn auch der Nagel auf den

Kopf getroffen. Dabei sollte man sich frei

machen von der Befürchtung, sich in eine

gewisse Abhängigkeit von dem Lösungsanbieter

zu begeben und eine Art „never

ending project“ zu kreieren. Der Vorteil

dieser „Living Software“-Prozedur liegt

– im Vergleich zu eher unregelmäßigen

Updates – in der Möglichkeit der permanenten

Anpassung an neue Markt- und

Unternehmensbegebenheiten zu wesentlich

geringeren Kosten, aber einer deutlich

erhöhten Flexibilität. Als Beispiel sei

hier ein Textverarbeitungsprogramm genannt,

bei dem der durchschnittliche Benutzer

nur rund 30 % des Funktionsumfangs

nutzt und die verbleibenden 70 %

als Ballast betrachtet.

Der zweite große Kostenträger in IT-

Projekten sind die Lizenzpreise. Sie

erscheinen zwar anfänglich häufig sehr

niedrig, schnellen jedoch durch steigende

Anwenderzahlen und Hardwareanpassungen

rasch in die Höhe. Gefordert

ist daher eine Software, deren Anbieter

sich durch eine Lizenzpolitik auszeichnet,

die ihn positiv von anderen Herstellern

unterscheidet, um diesen Kostenfaktor

gleich von Anfang an nach unten

zu revidieren. Spätestens jetzt stellt sich

also die Frage nach der Wahl zwischen

David oder Goliath.

Die Software –

von David oder Goliath?

Nach gründlicher Bedarfsanalyse war

schnell klar, dass im Falle der „Plaut

World“ die Wahl eines Branchenriesen

nicht zum Ziel führen würde und die Investition

eines einstelligen Millionenbetrages

für eine ECM (Enterprise Content

Management)-Lösung nicht gerechtfer-


tigt ist. Ferner stellte sich heraus, dass der

Einsatz einer ECM-Software nicht

gleichzeitig auch die Erweiterbarkeit auf

Basis verschiedener Module garantiert.

Nach dem Motto „Schuster bleib’ bei

deinen Leisten“ bieten die meisten Hersteller

Softwarelösungen an, die exakt

auf ein Einsatzgebiet abgestimmt sind.

Diverse Erweiterungen sind zwar möglich,

konzentrieren sich jedoch meistens

auf einen jeweils bevorzugten Bereich.

Für mittelständische oder große Unternehmen

ist beispielsweise die Ergänzung

des ECM-Themas um den Bereich Digital

Asset Management (DAM) durchaus

denkbar. Hierfür bieten sich zwar verschiedene

Möglichkeiten zur getrennten

Verwaltung und Ablage von multimedialen

Elementen. Doch gerade im Umfeld

von DAM gibt es vielfältigere Aspekte zu

berücksichtigen als dies in den herkömmlichen

ECM-Modulen der Fall ist – wie z.

B. die Verwaltung digitaler Bildrechte

und die Verarbeitung dieser Medien.

Zukunftsorientierte Funktionen

Die Auswahl eines Produktes sollte also

nicht rein funktionsorientiert am aktuellen

Projekt erfolgen, sondern auch

alle Aspekte der zukünftigen Möglichkeiten

beinhalten, ohne dabei die Spezialisierung

in den Fachgebieten außer

Acht zu lassen. Der wirkliche Mehrwert

entsteht nur dann, wenn sich zu

einem späteren Zeitpunkt ein bestimmtes

Modul integrieren lässt, das nicht

nur allgemeine, sondern auch spezialisierte

Aspekte abdeckt.

Anzeige

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Beim Projekt „Plaut World“ lag das vorrangige

Augenmerk zwar auf dem Bereich

ECM, allerdings beschäftigte man

sich in Gedanken schon mit den Anwendungsgebieten

DAM, Permission Marketing,

Enterprise Information Portal

etc. – denn hier liegt letztendlich der eigentliche

Mehrwert des Projektes. Der

Ansatz durfte demnach nicht lauten, ein

ECM-System einzuführen, das die entsprechenden

Anforderungen später erfüllen

kann, sondern eine Art Rahmen

zu installieren, der durch entsprechende

Module eine Konfiguration erlaubt,

welche die Verwendung als ECM-,

DAM- oder Permission-Marketing-Tool

ermöglicht. Nach der Evaluierungsphase

fiel daher die Wahl auf „cyframework“

der cyminds GmbH. Im Gegensatz

zu vielen Mitbewerbern positionierte

sich dieses Produkt nicht als

ECM-System, sondern stellte sich als

Umgebung auf Basis von PHP, Java und

XML dar, deren endgültiger Einsatz als

ECM oder DAM jedoch je nach Modul

und Konfiguration offen blieb.

Die Möglichkeit der leichten Anpassbarkeit

und Erweiterbarkeit auf Basis der

intern eingesetzten Technologien (z. B.

Java, ASP, C++, Perl o. ä.) erlaubt eine

optimale und vor allem fließende Integration

in bestehende IT-Strukturen. Interessant

ist hier vor allem, dass das Unternehmen

den Quellcode auf Wunsch

mitliefert und so mögliche Anpassungsschwierigkeiten

im voraus vermeidet.

Auch die vielfach diskutierte Sicherheitsproblematik

kann hier nicht nur

theoretisch, sondern auch faktisch überprüft

werden. Das heißt, dass durch die

Möglichkeit der Einsichtnahme in den

eigentlichen Programmcode Aussagen –

etwa zum Thema Sicherheit und Integrierbarkeit

– theoretisch auch tatsächlich

überprüft werden könnten. Im Vergleich

zu anderen Technologielieferanten

positioniert sich das Unternehmen

wahrlich als David, überzeugt aber als

einziger Anbieter nicht durch Funktionsumfang,

sondern durch benutzernahe

Funktionalitäten und Oberflächen.

Fazit

Knapp sechs Wochen nach Auftragserteilung

lief die Software bereits. Die Projektzeit

konnte damit um rund zwei

Drittel der kalkulierten Zeit gesenkt

werden. Diese drastische Senkung wirkte

sich auf die Gesamtprojektkosten aus,

die um etwa die Hälfte verringert werden

konnten. Einmal mehr zeigt sich,

dass auch in mittleren und großen Unternehmen

nicht immer nur die großen

Anbieter in die engere Wahl gezogen

werden sollten, sondern gerade auch die

Branchen-Davids aufgrund ihrer innovativen

Lösungen oft mehr als nur konkurrenzfähig

sind.

Der Autor: Christian Sparl ist

Consultant bei der

Plaut Consulting GmbH

Plaut Consulting GmbH

D-85737 Ismaning/München

� (+49) 089/96280-417

� www.plaut.de

Aktuelles

23


Aktuelles

Herausforderung für Hosts

Totgesagte leben länger – auf wohl keine

andere IT-Technologie passt diese Volksweisheit

besser als auf den Host. Weder die Entwicklung

im PC-Markt noch das stürmische

Wachstum im Client/Server-Segment konnte

den Host vom Markt verdrängen. Zwar

beherrscht die klassische Mainframe-Architektur

den Markt nicht mehr, wie dies vor einigen

Jahren noch der Fall war, aber von einem

Rückzug in die Bedeutungslosigkeit kann auch

keine Rede sein.

Der klassische Host hat seinen Platz

gefunden und besetzt interessante

Nischen, innerhalb derer seine Stärken

voll ausgespielt werden können. Gegenwärtig

gibt es mehrere dominierende

Trends, die die Bedeutung von Hostsystemen

festigen und die Technologie auch in

den nächsten Jahren unentbehrlich machen.

Einer der wesentlichsten Marktentwicklungen

findet zweifelsohne im

e-Business statt.

Der Markt für e-Business-Lösungen

zieht, entgegen vieler pessimistischer

Prognosen, gewaltig an und zeugt mit

überraschend hohen Verkaufszahlen

von der Akzeptanz des neuen Vertriebsweges.

Mächtige Lösungen wie otto.de

zeigen, dass sich die Absatzwege über

den klassischen Handel und über den

Online-Shop nicht miteinander konkurrieren,

sondern sich vielmehr ergänzen.

Viele e-Business-Lösungen sind den

Kinderschuhen entwachsen und zu

mächtigen Lösungen herangereift.

Wenn mehrere Tausend Anwender täglich

in umfangreichen Produktdatenbanken

recherchieren und mit den zugehörigen

Bestellungen komplexe Transaktionen

und Datenbankzugriffe

auslösen, kommen die Vorteile der klassischen

Hostlösung voll zum Tragen.

Ein Konzept das, entsprechende Hard-

Backend Integration

ware vorausgesetzt, zwangsläufig zu

hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit

und kurzen Reaktionszeiten führt.

Kosten der Backend Integration

Was bei der Realisierung mächtiger

e-Business-Lösungen jedoch häufig

übersehen wird, ist die Tatsache, dass die

Integration der Backends den Löwenanteil

der Projektkosten verschlingt. Während

die Implementierung eines Online-

Shops mit durchschnittlich etwa

100.000 Euro veranschlagt wird, kostet

die zugehörige Integration der Backends

sowie der Analyse- und CRM-Systeme

nicht selten ein Vielfaches dieses Betrages.

In der einfacheren Integration der

Backends liegt deshalb eine wesentliche

Herausforderung für erfolgreiche Hostlösungen.

Denn erst wenn es auf einfachem

Wege gelingt die Hostapplikation

für die Außenwelt zu öffnen, können die

zahlreichen Vorteile wie Zuverlässigkeit,

Sicherheit, Skalierbarkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit

für e-Business-Lösungen

nutzbar gemacht werden.

Eine weitere Entwicklung die die Position

des Hosts begünstigt ist das schrumpfende

IT-Budget vieler CIOs. Zusammen

mit der weithin verbreiteten Meinung,

dass Client/Server-Lösungen günstiger in

der Anschaffung sind, reift die Erkenntnis,

dass die Administrationskosten für

die Systeme leicht ausufern können. Hier

bietet der Host durch seinen zentralistischen

Ansatz meist transparentere Kostenstrukturen.

In diesem Zusammenhang

gewinnt ein weiterer Aspekt an Bedeutung:

Je geringer das IT-Budget ist,

desto attraktiver wird die Modernisierung.

Im Vergleich zur echten Neuentwicklung

rückt die Modernisierung

wieder in das Blickfeld der IT-Manager.

Die Modernisierung bestehender Anwendungen

macht in vielerlei Hinsicht

Sinn. So wurde der Großteil der Host-

Anwendungen bereits vor einigen Jahren

24 www.midrangemagazin.de Februar 2002

in COBOL entwickelt und nach wie vor

bilden die Applikationen die bestehenden

Geschäftsprozesse optimal ab. Auch

ist die Qualität und Stabilität der Anwendungen

noch immer hervorragend. Diese

herausragenden Merkmale würden bei

einer Neuentwicklung für oftmals fragwürdige

Vorteile geopfert. Im Falle einer

Modernisierung bleiben die Stärken bestehender

Anwendungen unverändert erhalten,

weil der Sourcecode nur geringfügig

angepasst werden muss. Mit dem Einsatz

geeigneter Tools werden

umfangreiche Modernisierungsprojekte

effektiv unterstützt und – vor allem – mit

geringen Investitionskosten möglich. Allen

Modernisierungsprojekten gemeinsam

ist der Erhalt der Softwarequalität

und der teilweise sehr geringe Aufwand.

Besonders die Integration von Backends

ist nicht nur aus technischer und sicherheitsrelevanter

Sicht ein komplexes Unterfangen.

Bedingt durch die sehr heterogene

Hardware gilt es, zahlreiche Kommunikationsprotokolle

wie z. B. Fax,

eMail, CTI, SMS, WAP, XML und EDI

zu unterstützen. Der hierfür benötigte

Entwicklungsaufwand würde die meisten

Applikationsentwickler zu sehr von

der eigentlichen Anwendung ablenken

und aufgrund des hohen Pflegeaufwandes

zu immensen Entwicklungskosten

führen. Schön, dass hierfür zahlreiche

Host-to-anything-Systeme angeboten

werden. Mit ihrer Hilfe werden Host-

Anwendungen zu leistungsfähigen kommunikationsorientiertene-Business-Lösungen

und die Integration der Backends

wird wieder ein Stück einfacher.

Autor: Donald Fitzgerald, Geschäftsführer

EasiRun Europa GmbH

EasiRun Europa GmbH

D-61250 Usingen

� (+49) 06081/91603

� www.easirun.de


„Die sieben Todsünden beim Aufbau eines

Business Intelligence-Systems” – wer sie (noch)

nicht kennt, bekommt nun eine Chance...

Die Orenburg GmbH hat derart Sündiges jetzt

in einem kostenlosen Ratgeber veröffentlicht

(Download bei www.orenburg.com). Die

Broschüre fasst die Praxiskenntnisse der

Orenburg-Partner zusammen und zeigt Hürden

und Stolpersteine auf.

Personalkarussell

Seit Anfang Dezember ist Manfred

Zeitlhofer neuer Geschäftsstellenleiter

der österreichischen ORDAT-Niederlassung

in Wien. Er wird dort für den

österreichischen Markt die Bereiche

Vertrieb und Marketing betreuen.

Manfred Zeitlhofer war bislang bei

verschiedenen namhaften IT-Unternehmen

in den Bereichen Marketing,

Vertrieb und Projektmanagement

und während der letzten 10 Jahre als

selbständiger Unternehmer tätig, mit

seiner Hilfe will ORDAT die strategische

Position in Österreich verstärken

und den Support weiter ausbauen.

� (+49) 0641/7941-0

� www.ordat.com

Udo Rossner (38) hat die Leitung der

Business Unit Intentia West übernommen

und damit die Nachfolge von

Rainer Drews angetreten, der zum

Sales Director der Business Group

Intentia Central Europe bestellt wurde.

Nach einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann

bei der Viktoria

Versicherung und einem Betriebswirtschaftsstudium

hatte Udo Rossner

seine Laufbahn als Leiter des Benutzerservice

bei der HUK Coburg begonnen.

Später bekleidete er leitende Management-

und Vertriebsfunktionen unter

anderem bei Lexmark Deutschland.

Zuletzt war Rossner als Sales und

Marketing Director der Boheads

Crossmedia GmbH in Bochum tätig.

� (+49) 02103/8906-0

� www.intentia.de

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Alexander Schaefer (34), Geschäftsführer

der Avenum Technologie GmbH,

wurde bei der Generalversammlung

zum Präsidenten von COMMON

Österreich und damit in den Vorstand

des gemeinnützigen Vereins gewählt.

Alexander Schaefer wird diese Position

in den kommenden zwei Jahren inne

haben und hat sich zum Ziel gesetzt,

das COMMON Netzwerk aus Anwendern,

Spezialisten und Anbietern

weiter auszubauen. COMMON hat

weltweit mehr als 10.000 Mitglieder

und vertritt in Österreich derzeit zirka

145 heimische Unternehmen.

� www.common.at

Aus den

Auftragsbüchern

Die E.H. Harms GmbH & Co. KG

Automobile-Logistics, Deutschlands

größter Automobil-Spediteur und einer

der vier größten weltweit, rüstet alle

Firmen des Konzerns mit der Warenwirtschaft

und dem Management-

Informations-System der XX-Lane-

Software aus. Ausschlaggebend war

die große Flexibilität, die EDI-Fähigkeit

und die standardmäßige Integration

zum Schilling-Finanzwesen. Die

Einführung und Konzernintegration

wird vom XX-Lane-Hersteller CASE

Software durchgeführt.

� (+49) 05206/9152-0

� www.xx-lane.de

Die Burger King Corporation vereinheitlicht

ihre Speicher-Infrastruktur mit

Systemen von EMC. Im Rahmen einer

globalen Business Intelligence Initiative

der Fast-Food-Kette sollen Vertriebsdaten

und Informationen noch schneller

verfügbar gemacht werden. Ziel ist es,

die Zufriedenheit der täglich 12 Millionen

Kunden weiter zu erhöhen. Zu

den Hardware-Lösungen des Storage

Area Network (SAN) bei Burger King

gehören die EMC Speichersysteme

CLARiiON 4700 und Symmetrix

sowie Connectrix Fibre-Channel-

Switches. Darüber hinaus setzt das

Märkte & Macher

Unternehmen auch auf EMC Software-

Produkte, die eine effizientere Nutzung

und Vereinfachung der Handhabung

des SAN ermöglichen.

� (+49) 06196/4728-0

� www.emc2.de

Die Coca Cola Company baut mit

IBM ein neues Digitalarchiv auf,

dessen technische Grundlage der IBM

Content Manager, Lotus Notes

Domino Software, der Tivoli Storage

Manager und IBM Bandspeichersysteme

bilden. Die neue Lösung soll

den Mitarbeitern des Unternehmens

weltweit Zugang zu Marketing- und

Werbematerial von Coca Cola aus

mehr als 100 Jahren ermöglichen

und zehntausende Videoclips, Fotos

und Coca-Cola-Logos einschließen.

IBM selbst bezeichnet diesen Auftrag

als „Pionier-Arbeit“, bei der eines

der ersten und bisher größten Systeme

dieser Art entstehen soll.

� (+49) 01803/313233

� www.de.ibm.com

Test &

Testimonials

Für die Integration des Transaktionsbeschleunigers

enJin mit dem IBM

WebSphere Applikationsserver hat

Versant den Excellence Award der

Zeitschrift WebSphere Advisor

erhalten. Die Auszeichnung wird für

die besten Anwendungen vergeben,

die mit IBM WebSphere-Technologie

realisiert wurden und den nutzenden

Unternehmen deutliche Verbesserungen

bei der Ausführung und Anbindung

von Geschäftsprozessen garantieren.

Mit enJin wurde unter anderem das

Portal für eine Londoner Hypotheken-

Versicherung designt, dabei konnten

eine verkürzte Entwicklungszeit als

auch eine Reduktion der Antwortzeiten

der Komponenten mit intensiven

Datenzugriffen realisiert werden.

� (+49) 089/920078-0

� www.versant.de

27


Märkte & Macher

Expansionen

Das Dortmunder Software-Unternehmen

MATERNA weitet seine Geschäfte

im europäischen Ausland aus und bietet

sein Produktportfolio erstmals auch in

Skandinavien an. Die zum 1. Dezember

2001 gegründete MATERNA Information

& Communications A/S mit Sitz in

Kopenhagen hat in diesem Zusammenhang

das Infrastruktur-Management-

Geschäft des dänischen IT-Spezialisten

e-systems a/s übernommen. Schwerpunkt

sind Projekte rund um die

Produkte der amerikanischen Peregrine

Systems Inc., mit der MATERNA erst

vor kurzem eine strategische Partnerschaft

vereinbart hatte. Künftig will

MATERNA seine Aktivitäten auf weitere

skandinavische Länder ausdehnen.

� (+49) 0231/5599-0

� www.materna.de

Um einen der wichtigsten Märkte für

Thin Clients direkt anzugehen, hat die

C. Melchers GmbH & Co. NETwork

COMponents zum 1. Dezember 2001

eine offizielle US-Niederlassung in Fairfield,

Ohio, gegründet. Als National

Sales Director konnte Steven Earle

gewonnen werden, der den IGEL Thin

Clients in den letzten Jahren in Südafrika

zum Durchbruch verhalf. Ihre neue

Heimat bekommen die IGEL auf dem

Gelände der Melchers Flavors of America.

Der Executive Vice President des

Aromen-Herstellers, Wolfgang Böhmer,

steht der Melchers NETCOM-Niederlassung

vorerst als Director vor.

� (+49) 0421/1769-0

� www.igel.de

Anfang November hat die AS/point

Software und Beratungsgesellschaft

mbH aus Übach-Palenberg eine Niederlassung

in Norddeutschland eröffnet.

Mit der Leitung wurde Gerrit Boeven

betraut. Vom Standort Rotenburg an

der Wümme sollen der Norddeutsche

Kundenservice organisiert und neue

Geschäftskontakte geknüpft werden.

> gboeven@aspoint.de

� www.aspoint.de

Kooperationen

Die CAS Software AG hat jetzt das

erweiterte Partnerprogramm für die

CRM-Groupware genesisWorld vorgestellt.

Schwerpunkte sind neue Partnerstufen,

zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen

für Marketing, Akquise und

CRM-Einführungsprojekte sowie neue

Leistungen bei Vertragsabschlüssen.

Das erweiterte Partnerprogramm

richtet sich an Systemhäuser, die über

eine hohe Beratungskompetenz in den

Bereichen Technologie, Unternehmensorganisation

und Optimierung von

Geschäftsprozessen verfügen.

� (+49) 0721/9638-188

� www.genesisWorld.de

Der Controllingspezialist PST Software

& Consulting GmbH und die Soft-

Consulting Häge GmbH, die sich auf

EDV-Beratung, Lösungsangebote für

und Betreuung von mittelständischen

Unternehmen konzentriert, haben eine

strategische Vertriebspartnerschaft

vereinbart. Die in Langenau bei Ulm

ansässige Soft-Consult erhält damit

die exklusiven Vertriebsrechte für

PST-Controllinglösungen zwischen

Stuttgart und München. Für die PST

ist die Vertriebspartnerschaft mit

Soft-Consult ein weiterer wichtiger

Schritt, die im Vorjahr eingeschlagene

Strategie flächendeckender Partnerschaften

umzusetzen.

� (+49) 089/439006-0

� www.pst.de

Citrix und Sinitec haben inzwischen

erste gemeinsame Projekte im Rahmen

ihrer kürzlich vereinbarten Gold-Partnerschaft

realisiert. Im Mittelpunkt des

Sinitec-Angebotes steht seit der Ernennung

zum Gold-Partner auch der Full-

Service zu Server Based Computing-

Konzepten auf Basis von CitrixMetaframe.

Für die Implementierung von

SBC-Konzepten besitzt Sinitec alle notwendigen

Kompetenzen, darunter auch

langjährige Erfahrungen in den Bereichen

Netzwerkplanung, -ausbau und –

administration sowie Serverdienstleis-

28 www.midrangemagazin.de Februar 2002

tungen. Die in Deutschland flächendeckende

Präsenz mit rund 1.600 Mitarbeitern

an knapp 40 Standorten soll

die reibungslose Leistungserbringung

sicherstellen.

� (+49) 069/8075106

� www.fffmsiemens.de

Von der strategischen Allianz zwischen

Manugistics und Acta Technology

sollen deren Kunden durch eine schnelle

Integration großer Datenmengen

profitieren. Effizienter Datenabgleich

zwischen mehreren Unternehmensanwendungen

mit hohem Durchsatz

sowie DataWarehousing-Fähigkeiten

sind insbesondere für Großkonzerne

ein Muss, dieser Zielgruppe will Manugistics

ein verbessertes Analyse-Tool

anbieten und dafür den hoch skalierbaren

Datenserver ActaWorks als Integrationsplattform

innerhalb WebConnect

Integrate einsetzen.

� (+49) 02102/495-0

� www.manugistics.com

Soll & Haben

Einen guten Start in das Geschäftsjahr

2001/2002 hat die VEDA Datenverarbeitung

GmbH vorgelegt. Das Alsdorfer

Softwarehaus steigerte seinen

Umsatz im ersten Quartal gegenüber

dem Vorjahr um 33 Prozent. 3 Millionen

Euro erwirtschaftete VEDA von

August bis Oktober, verglichen mit

dem Vorjahreszeitraum konnten deutliche

Zuwächse in den Bereichen

Beratung und Schulung (+77%) sowie

Hardware (+35%) und – bedingt durch

das gute Neukundengeschäft im letzten

Geschäftsjahr – bei den Wartungserlösen

(+59%) erzielt werden. Die

Neukundenzuwächse sind allerdings

rückläufig, der Lizenzumsatz ging um

27 Prozent zurück. Zurückzuführen

sei dies auf die allgemein mangelnde

Investitionsbereitschaft und die

Zurückstellung von Softwareprojekten

aufgrund der Euro-Einführung,

so VEDA.

� (+49) 02404/5507-0

� www.veda.de


Die SoftM Software und Beratung AG

hat im Januar einen Aktiensplitt vollzogen.

Die Teilung erfolgte 1:2, damit

wurden aus einer Stückaktie mit einem

rechnerischen Nennbetrag von drei Euro

drei Aktien je 1 Euro. Die Anzahl der

Anteilsscheine erhöhte sich durch den

Splitt von 1.660.000 auf 4.980.000, die

neuen Aktien sind mit einer Gewinnanteilberechtigung

seit 1. Januar 2001 ausgestattet.

Der Anteil eines jeden Aktionärs

am Unternehmen änderte sich

durch den Aktiensplitt nicht. Die

Hauptversammlung der SoftM AG hatte

im Juni 2001 beschlossen, den Aktiensplitt

dann durchzuführen, wenn der

Schlusskurs der SoftM-Aktie im XET-

RA-Handel erstmals für die Dauer von

20 Börsenhandelstagen über 20 Euro

liegt. Die SoftM-Aktie hatte diese Vorgabe

am 07.12.2001 erfüllt.

� (+49) 089/14329-0

� www.softm.com

IBM hat im dritten Quartal 2001 ihre

weltweite Marktführerschaft im Bereich

Server-Sales ausgebaut. Laut IDC hielt

Big Blue in Q3 insgesamt einen Anteil

von 26,3 Prozent gegenüber 19,8 Prozent

im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

2,826 Milliarden US-Dollar betrug

der Fabrikumsatz in diesem Bereich

– bei insgesamt 140.846 ausgelieferten

Servern. Wettbewerber SUN hingegen

hat im dritten Quartal deutlich verloren:

Um 6,3 Prozent rutschte der Marktanteil

des Konkurrenten, der im Vorjahr

noch 18,6 Prozent hielt und damit Big

Blue dicht auf den Fersen war.

� (+49) 01803/313233

� www.de.ibm.com

Die Datasave AG blieb im Geschäftsjahr

2000/2001 (30.09.) auf Expansionskurs.

Nach vorläufigen Berechnungen

erhöhte sich der nach IAS ermittelte

Konzernumsatz von 14,9 Mio. Euro auf

49,7 Mio. Euro. Insbesondere der Umsatz

im Bereich Versand- und Onlinehandel

legte deutlich zu: um zirka 49 %

auf rund 7,7 Mio. Euro. Einen positiven

Effekt auf den Konzernumsatz übte

auch die erstmalige Konsolidierung der

im Oktober 2000 erworbenen ComLine

Midrange MAGAZIN Februar 2002

GmbH aus. Der renommierte Value-

Add-Distributor erzielte im Berichtszeitraum

ein Geschäftsvolumen von rund

37,5 Mio. Euro. In puncto Ertrag meldet

Datasave den Turnaround: Das IAS-

Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte

sich kräftig von -2,4 Mio. Euro auf

rund +1,2 Mio. Euro.

� (+49) 040/84052-0

� www.datasave.com

Software &

Systeme

Oracle hat jetzt ein Migrationsprogramm

für den Microsoft Exchange

eMail-Server angekündigt. Der Oracle

eMail Migration Service soll es den

Kunden ermöglichen, weiterhin MS

Outlook als eMail-Programm zu nutzen,

aber ihren eMail-Server gegen

Oracle9i mit Real Application Clusters

auszutauschen. Die Landis Group

gehört zu den ersten Kunden, die

diesen Service nutzen, sie stellt derzeit

44 MS Exchange Server auf eine einzige

Oracl9i Installation um. Dadurch

verringere sich die Anzahl der notwendigen

Software, Hardware und Verwaltung

erheblich, während Verlässlichkeit

und Sicherheit zunähmen, so Oracle.

� (+49) 089/1430-0

� www.oracle.de

IBM bringt neue Tivoli Management-

Produkte für SAP auf den Markt. Mit

der Tivoli Management Solution für

mySAP.com und zwei erweiterten

Produkten aus der Tivoli Manager-

Familie unterstützt IBM SAP Enterprise

Business Lösungen und andere

führende Software-Anwendungen.

Die Tivoli Management Solution für

mySAP.com bietet Verfügbarkeits-,

Performance- sowie Change-, Securityund

Storage-Management. Dabei

sollen zertifizierte Schnittstellen eine

schnelle Integration und einen

problemlosen Ablauf von kritischen

mySAP.com- Lösungen ermöglichen.

� (+49) 01803/313233

� www.de.ibm.com

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Märkte & Macher

29


Technik & Integration

SQL-Tabelle unter ILE-RPG nutzen

30 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Technik-Forum

Sie sind nun wieder eingeladen, die Diskussion spezieller technischer Probleme mit zu verfolgen.

Bitte schicken Sie Fragen, Anregungen oder Antworten zu den vorgestellten Themen – ebenso wie Ihre Kritik

– an unsere eMail-Adressen dieter.bender@bender-dv.de oder Redaktion@MidrangeMagazin.de

Frage: Wir haben versucht mit SQL erstellte

Tabellen mit ILE RPG-Programmen

zu verwenden und bekommen einen

Compiler-Fehler RNF2121 gemeldet,

der besagt, dass das Record Format

BESTE00001 bereits definiert ist und

ignoriert wird. Die Umwandlung der

Quelle scheitert, es wird kein Modul erstellt.

Wie lässt sich dieser Fehler vermeiden?

Antwort: Bei der Erstellung von Tabellen

(Table) mit SQL wird ein Objekt der

Art PF erstellt. Dateiname, Teildateiname

und Format werden dabei mit dem

gleichen Namen belegt. Der RPG-Compiler

stört sich nun an den gleichlautenden

Datei- und Formatnamen. Die naheliegendste

Umgehung dieses Problems

ist das Umbenennen des Formats in der

F-Bestimmung des RPG Programms;

damit lässt sich dann das gewünschte

Programm erstellen.

Die Umbenennung erfolgt wie im folgenden

Statement skizziert mit dem

Schlüsselworteintrag RENAME:

FBESTE00001IF E K DISK

RENAME(BESTE00001:BESTELL_R)

An Ihrem Beispiel fällt ebenfalls der

systemgenerierte Name BESTE00001

der Datei auf. Wenn bei dem CREATE

TABLE Statement im SQL Langnamen

verwendet werden, generiert das System

einen Kurznamen. Hierzu wird der

SQL Table Name auf fünf Stellen verkürzt

und eine eindeutige Nummer als

fünfstelliges Suffix hinzu generiert.

Hierdurch ist sicher gestellt, dass alle

beteiligten Namensregeln abgebildet

werden. Nachteil an diesen generierten

Namen ist allerdings, dass sie wenig

aussagekräftig sind, von der Reihenfolge

der Erstellung von Objekten abhängen

können und zudem auf unterschiedlichen

Systemen auch verschieden

heißen könnten. Aus diesen

Gründen ist dringend anzuraten das

Generieren von Namen zu umgehen.

Der ANSI SQL-Befehl CREATE TA-

BLE erlaubt keine Angabe eines Systemnamens

(was auf den meisten Plattformen

auch keinen Sinn ergäbe).

Bei der ausschließlichen Verwendung

von SQL (was ich empfehlen würde)

werden einfach Langnamen verwendet

und die Systemnamen sind nicht von

Belang, da immer über die SQL-Namen

zugegriffen wird und das System über

das Datenbank-Repository selber sicherstellt,

die Namen korrekt aufzulösen.

Sind auch Programme mit Record

Level Access in RPG, COBOL oder CL

im Einsatz, so sollte man für SQL

weiterhin sprechende Namen verwenden

und die Namensvergabe selber in

die Hand nehmen. Bei dieser Gelegenheit

empfiehlt es sich, gleich dafür mitzusorgen,

dass Formatname, Name des

Members und Objektname des Physical

Files nach einheitlichen Konventionen

festgelegt werden. Da Formate nicht

umbenannt werden können, wird zuerst

die Table mit SQL unter dem Namen

erstellt, den später das Format haben

soll. Dann wird die Table so umbenannt

wie später der SQL-Name lauten soll

und hierbei der Systemname entsprechend

mit vergeben. Zuletzt wird das

Member umbenannt, soweit dies

überhaupt erforderlich oder gewünscht

sein sollte.

In einem kleinen Beispiel soll eine Table

BESTELL_POSITION erstellt werden;

als PF-Name soll BESTPOS und als Formatname

BESTPOSR festgelegt werden.

CREATE TABLE BESTPOSR

(

POSTEN_ID INT NOT NULL

, BESTELLUNG INT NOT NULL

, STUECKZAHL INT

, ARTIKEL INT

, PREIS DEC(15, 2)

, CONSTRAINT POSTEN_ID_P

PRIMARY KEY(POSTEN_ID)

)

;

RENAME TABLE BESTPOSR

TO BESTELL_POSITION

FOR SYSTEM NAME BESTPOS

;

COMMIT

;

Zum eventuellen Umbenennen des

Members muss auf OS/400 zurück gegriffen

werden, da SQL keine Teildateien

kennt.

RNMM FILE(BESTPOS) MBR(BEST-

POSR) NEWMBR(BESTPOS) erledigt

diese Aufgabe in unserem Beispiel.

Zum Schluss sei noch angemerkt, dass

die Umbenennung von Views ebenfalls

mit RENAME TABLE erfolgen kann.

Dieter Bender


Remote Zugriff via Lotus Domino sicher durchführen

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Technik & Integration

Zertifizierer für das Web

Es kommt immer häufiger vor, dass nicht nur

Notes Clients der eigenen Domino-Domäne,

sondern auch fremde Benutzer auf Daten eines

Domino-Servers zugreifen sollen. So könnte es

z.B. sein, dass ein Kunde Artikel-Dokumentationen

lesen oder ein Lieferant aktuelle Preise

und Lieferzeiten eintragen soll. In jedem Fall

wäre es dann schön, wenn die Informationen

direkt in Domino-Datenbanken gespeichert

wären und die eigenen Benutzer für den

Umgang mit diesen Daten ihre gewohnte

Umgebung nicht verlassen müssten. In einer

solchen Situation spielt die Sicherheit beim

Datenzugriff eine große Rolle. Auch wenn

Mitarbeiter einer Außenstelle das Internet als

Zugriffsmedium verwenden, darf die Sicherheit

nicht außer Acht gelassen werden.

Um die größtmögliche Sicherheit

bei solchen Datenzugriffen über

das Internet zu gewährleisten, wird das

SSL-Protokoll (Secure Socket Layer)

verwendet und damit die notwendige

Vertrauensbasis in der Kommunikation

und Identifizierung für Verbindungen

mit einem Domino-Server, der über

TCP/IP arbeitet, hergestellt. Ähnlich der

ID im Domino-System arbeitet auch SSL

mit einem Zertifikat. Dieses Zertifikat

wird von einem Zertifizierer der CA

(Certificate Authority) ausgestellt. Diese

CA garantiert mit ihren Zertifikaten die

Vertrauenswürdigkeit der dahinterstehenden

Server und Benutzer. Man unterscheidet

öffentliche Zertifizierer (z.B.

VeriSign) und private Zertifizierer. Das

Domino-System kann eine Zertifizierungsstelle

für die Verwendung über das

SSL-Protokoll zur Verfügung stellen.

Zertifizierungsstelle anlegen

Zur Erstellung einer Domino-Zertifizierungsstelle

für das Internet wird

eine Datenbank aus der Schablone

„CCA50.NTF“ angelegt. Der Name

der Datenbank kann beliebig sein und

auch für den Titel gibt es keine verbindlichen

Vorschriften (siehe Abbildung 1).

Im Startbild der neuen Datenbank sind

die Schritte aufgeführt, die jetzt erforderlich

sind:

1. Zulassungsschlüsselring &

Zulassung erstellen

2. Zulassungsautoritätsprofil

konfigurieren

3. Server-Schlüsselring &

Zulassung erstellen

Unter einem Zulassungsschlüsselring

ist eine Datei zu verstehen, die in ihrer

Funktion der ID-Datei des Domino-

Systems entspricht. Sie wird benötigt,

um Verschlüsselung und Identifizierung

über SSL durchzuführen. In ihr

wird das Zertifikat gespeichert. Die

Schlüsselringdatei wird standardmäßig

in das Datenverzeichnis des Notes-

Clients gespeichert. Soll sie an anderer

Stelle verwendet werden, muss sie

dorthin kopiert oder verschoben werden.

Im übrigen gelten die gleichen

Sicherheitsrichtlinien wie bei ID-Dateien

unter Lotus Domino.

Schlüsselring-Datei und Zertifikat erstellen:

Die Schlüsselring-Datei ist der

Container für das oberste Zertifikat der

neuen Zertifizierungsstelle und enthält

deren privaten Schlüssel. Bei der Erstellung

werden ähnliche Angaben gemacht,

wie bei der Domino-Zulassungsstelle.

Die Felder der Maske zur Erstellung

der Schlüsselring-Datei sind bis auf

wenige Ausnahmen zwingend auszufüllen.

Mit Hilfe der Schaltfläche „Zertifi-

zierungsstellen-Schlüsselring erstellen“

wird der Vorgang abgeschlossen und die

Schlüsselring-Datei erstellt.

Abbildung 1: Zertifizierungsdatenbank

konfigurieren

Abbildung 2:

Schlüsselringdateien des Servers

Abbildung 3: Schlüsseldatei

im Server-Dokument eintragen

31


Technik & Integration

Das Zulassungsautoritätsprofil: Bei

dem Zulassungsautoritätsprofil handelt

es sich um ein Dokument, in dem Standardeinstellungen

für die Verwaltung

von Zertifikaten hinterlegt werden:

CA-Schlüsseldatei: Der Vorschlagswert

für die Speicherung der Schlüsselring-

Datei ist das Datenverzeichnis des Administrators,

der die Zertifizierungsstelle

angelegt hat. Soll diese Datei an einer

anderen Stelle gespeichert werden, so

muss im Profil die Pfad-Angabe angepasst

werden.

DNS-Name des Zertifikatsservers: Voll

qualifizierter Name des Zertifizierungsstellen-Servers,

unter dem er über die Namensauflösung

eines DNS zu finden ist.

SSL für Zertifikatstransaktionen verwenden:

Der Vorschlagswert für diese

Definition ist „Ja“, weil Zertifikate

Abbildung 4: Zertifizierungsstelle

im Browser akzeptieren

Abbildung 5: Zulassungsstelle

im Browser importieren

Zertifizierer für das Web

sinnvollerweise mit Hilfe von SSL übertragen

werden sollten.

Anschlussnummer des Zertifikats-Servers:

Der Standardport ist Post 80 und

diese Nummer wird verwendet, wenn

das Feld leer bleibt. Nur wenn der Server

über einen anderen Anschluss arbeitet,

muss hier ein Eintrag erfolgen.

Bestätigung des signierten Zertifikats an

den Antragsteller senden? Wird diese

Frage positiv beantwortet, erhält der

Anforderer eines Zertifikates eine Bestätigung

per eMail. Der Vorschlagswert ist

„Ja“.

Sollen signierte Zertifikate in das Domino-Verzeichnis

eingetragen werden?

Dieser Eintrag in das Domino-Verzeichnis

wird standardmäßig vorgenommen.

Bei negativer Beantwortung entfällt ein

Eintrag.

32 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Vorgegebener Gültigkeitszeitraum: Bei

diesem Wert ist zwischen höherer Arbeitsbelastung

und höherer Sicherheit

zu entscheiden. Der Vorgabewert von

zwei Jahren stellt sicher einen vernünftigen

Kompromiss dar.

Damit ist das Zulassungsautoritätsprofil

definiert und kann mit Hilfe der

Schaltfläche „Speichern und schließen“

gespeichert werden.

Server-Schlüsselring

und Zulassung erstellen

Die Zulassungsstelle unterstellt, dass

Zertifikatsanforderungen über das SSL-

Protokoll und damit von zertifizierten

Gegenstellen erfolgen. Deshalb muss

auch der Zertifizierungs-Server ein Zertifikat

der Zulassungsstelle erhalten.

Der Inhalt entspricht dem der Schlüsselring-Datei

der Zulassungsstelle und

Abbildung 6: Zertifikat annehmen

Abbildung 7: Datenbankzugriff

über den Browser


wird mit Hilfe der Schaltfläche „Server-

Schlüsselring erstellen“ im Datenverzeichnis

des Administrators gespeichert.

Damit der Server über seine Schlüsselring-Dateien

verfügen kann, werden sie

mit Hilfe des Windows Explorers in das

Daten-Verzeichnis des Servers kopiert.

Es handelt sich dabei um die Dateien mit

gleichem Namen und den Endungen

„.kyr“ und „sth“ (siehe Abbildung 2).

Als Nächstes werden Anpassungen im

Server-Dokument vorgenommen. Im Administrator-Client

wird unter „Konfiguration“

das aktuelle Server-Dokument

ausgewählt. Im Register „Anschlüsse“

wird im Unterregister „Internet-Anschlüsse“

in dem Feld „Name der SSL-

Schlüsseldatei“ der Name der neu erzeugten

Schlüsseldatei des Servers eingetragen

(siehe Abbildung 3). Unter dem Register

„Web“ wird dann der SSL-Anschlussstatus

auf „Aktiviert“ gesetzt. Bei den Optionen

für die Authentifizierung wird neben

Kennwort und Name auch das Client-Zertifikat

auf „Ja“ gesetzt, damit eine

zertifizierte SSL-Verbindung für den Datenzugriff

vorausgesetzt wird. Damit ist

der Schlüsselring-Server betriebsbereit.

Zertifikate und

Zugriffe für Clients

Damit der Zugriff auf eine Datenbank

über SSL erfolgen kann, muss das

zunächst in den Datenbank-Eigenschaften

festgelegt werden. Der Benutzer, für

den das Zertifikat verwendet werden soll,

muss im Domino-Verzeichnis als Benutzer

angelegt sein (er muss nicht unbedingt

als Domino-Benutzer registriert sein).

Danach kann er einzeln oder über eine

Gruppe das gewünschte Zugriffsrecht

(z.B. Autor) auf die Datenbank erhalten.

Im nächsten Schritt wird jetzt das Zertifikat

für den Benutzer erstellt. Dazu öffnet

der Benutzer die Schlüsselring-Datenbank

über einen Browser. (Der HTTP-

Prozess muss dazu auf dem Server gestartet

sein.) Als ersten Schritt übernimmt er

die Zulassungsstelle in seinem Browser.

Dazu klickt der Benutzer die Zeile „Diese

Zertifizierungsstelle in Ihrem Browser

akzeptieren“ an (siehe Abbildung 4). Es

folgt eine Übersicht über die Daten der

Zertifizierungsstelle und eine Zeile zum

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Akzeptieren. Es erscheint der Download-

Dialog für die zu erstellende „.cer“-Datei.

Über die Internet-Optionen des Browsers

wird die CER-Datei importiert und als

vertrauenswürdige Zulassungsstelle implementiert

(siehe Abbildung 5).

In dem Abschnitt der vertrauenswürdigen

Stammzertifizierungsstellen ist jetzt

die Zulassungsstelle aus Lotus Domino

aufgeführt. Für die Benutzer-Zertifikate

wird wieder die Zertifizierungsdatenbank

über den Browser geöffnet und die

Zeile „Client-Zertifikat“ angeklickt. Die

Maske „Client-Zertifikat anfordern“

wird ausgefüllt und abgeschickt. Wird die

Schaltfläche „Zertifikatsanforderung

einreichen“ betätigt, erfolgt eine Bestätigung

und der Hinweis auf eine eMail-

Nachricht, die meldet, dass die Zertifizierung

durch den Administrator bestätigt

wurde. Der Administrator öffnet nun die

Schlüsselring-Datenbank und lässt sich

die Liste der Zertifizierungsanforderungen

anzeigen (siehe Abbildung 6).

Die neue Anforderung wird geöffnet

und vervollständigt. Danach kann sie

bestätigt oder abgelehnt werden. Nach

der Eingabe des Kennwortes für die Zertifizierungsstelle

wird die Zertifizierung

durchgeführt und der Benutzer per

eMail informiert. Wird die angegebene

URL nachgeschlagen, so öffnet der

Browser das Dokument zur Annahme

des Zertifikates (siehe Abbildung 7).

Wird das Zertifikat angenommen, so

wird es beim Browser als Zertifikat eingetragen.

Der Eintrag kann unter „Internetoptionen“

im Menü „Extras“ angezeigt

werden. Die Schaltfläche „Zertifikate“

öffnet einen Dialog, in dem die

Zertifikate aufgeführt sind. Mit Doppelklick

werden die detaillierten Angaben

zum Zertifikat angezeigt. Sobald

das Zertifikat im Browser installiert ist,

kann auf die vorbereitete Datenbank

über einen Browser zugegriffen werden.

Der Autor Markus Schulte ist

EDV-Leiter der Firma

Arnold und Stolzenberg in Einbeck.

Sie erreichen ihn unter:

> markus.schulte@arnold-undstolzenberg.de

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Technik & Integration

33


Technik & Integration

Serverbasierende CTI-Lösungen via ISDN

bieten eine kostengünstige Variante, um die

Kernfunktionen moderner Bürokommunikation

zu nutzen. Zur Zusammenführung der beiden

zentralen Komponenten, dem Computer und

der Telefonanlage, gibt es unterschiedliche

Integrationsmöglichkeiten.

Auf der einen Seite stellen TK-Anlagen

Schnittstellen wie Computer

Supported Telephony Applications

(CSTA) bereit, die allerdings nur von einigen

Anbietern angeboten werden. Solche

Lösungen erfordern meist erheblichen

Anpassungsaufwand, für deren Bereitstellung

die TK-Anlagenhersteller teilweise

hohe Preise verlangen. Andere TK-Anlagenhersteller

bieten – oft ebenfalls teure –

Systemtelefone an, die über eine serielle

Schnittstelle mit dem jeweiligen Arbeitsplatzcomputer

des Benutzers verbunden

werden. Trotz sinkender Preise für Systemtelefone

sind die Investitionskosten

solcher Lösungen bereits bei geringer Mitarbeiterzahl

erheblich.

Kostengünstige CTI Alternative

Praktisch alle TK-Anlagen enthalten interne

ISDN-Schnittstellen, über die sich,

oft sehr viel kostengünstiger, wichtige

CTI-Funktionen realisieren lassen.

Denn diese Lösungen sind weitgehend

unabhängig von der TK-Anlage und benötigen

keine speziellen Systemtelefone.

Es funktioniert auch mit schnurlosen

DECT-Telefonen. Einschränkung dieser

serverbasierenden CTI-Alternative: Der

Schwerpunkt der Lösungen liegt auf

dem Wählen von Telefonverbindungen;

ankommende Rufe werden dagegen nur

eingeschränkt unterstützt.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Telefonanlage

bei CTI besteht darin, Verbindungen

zwischen verschiedenen Teilneh-

Freie Wahl beim Telefonieren

mern aufzubauen bzw. an andere Teilnehmer

weiter zu transferieren. Diese Funktion

des so genannten Call Transfer ist in

der ISDN-Spezifikation ETSI 300 260

und ETSI 300 261 (Q-Sig) beschrieben.

Neben diesem auch als External Call

Transfer (ECT) beschriebenen Gesprächsaufbau

gibt es noch eine weitere

ISDN-basierte Verbindungsmethode.

Beim Internal Call Transfer (ICT) macht

man sich eine Eigenschaft zunutze, über

die die meisten Telefonanlagen verfügen:

Man kann ein Gespräch, das auf einem

ISDN-B-Kanal aufgebaut ist (beim CTI

ist dies die Verbindung von der ISDN-

Karte zum Telefon des Benutzers) parken

oder halten, einen zweiten Teilnehmer

(also den, der angerufen werden soll)

wählen und beide miteinander verbinden.

Das ‚miteinander Verbinden‘ macht

beim Internal Call Transfer die TK-Anlage

automatisch, wenn die zwei Verbindungen

in der richtigen Reihenfolge aufgelegt

werden. Sowohl bei ICT als auch

bei ECT verhalten sich TK-Anlagen verschiedener

Hersteller unterschiedlich.

Bei manchen TK-Anlagen kann das Gespräch

bereits von der ISDN-Karte, über

die der Gesprächsaufbau eingeleitet

wurde, auf die TK-Anlage umgelegt

werden, wenn der Ruf an den zweiten

Teilnehmer eingeleitet wurde. Bei anderen

TK-Anlagen geht dies erst dann,

wenn der zweite Teilnehmer das Gespräch

angenommen hat. Von dieser Eigenschaft

hängt es ab, wie lange ein B-

Kanal einer ISDN-Karte belegt bleibt

und wieviele Gespräche z.B. pro Minute

vermittelt werden können.

Direkte Anbindung

aus Standard-Software

Wie ein derartiges System in der Praxis

aussehen kann, zeigt die CTI-Lösung

der Ferrari electronic AG. Die technischen

Voraussetzungen sind denkbar

34 www.midrangemagazin.de Februar 2002

CTI via ISDN

einfach. In Anbindung an AS/400 werden

auf einem beliebigen Windows

NT/2000 Rechner, der als CTI-Server

dient, ISDN-Karten installiert. Die Anzahl

der erforderlichen ISDN-Kanäle,

über die das System an die Telefonanlage

angeschlossen wird, hängt von der

Zahl der Benutzer und von der Art der

Nutzung ab. Bereits mit einer zweikanaligen

S0-Karte können ggf. 20 bis 30

Verbindungen in der Minute aufgebaut

werden.

Die Client-Software, die auf den Benutzerrechnern

installiert wird und mit dem

CTI-Server über das Computer-Netzwerk

verbunden ist, unterstützt das

Wählen aus jeder beliebigen Windows-

Anwendung und bietet zusätzlich spezielle

Unterstützung für Outlook/Exchange

und Lotus Notes. Um die in Outlook

integrierten Wählfunktionen zu

nutzen, wird ein TAPI Service Provider

mitgeliefert, der mit dem CTI-Server

kommuniziert. In Lotus Notes geht die

Unterstützung so weit, dass auf den Benutzerrechnern

keine Software installiert

werden muss. Die Anwender können

über ihren Browser auf ein Telefonsymbol

in einem Adressbuch zugreifen

und so den Anruf initiieren. Der CTI-

Server beinhaltet ein dialoggeführtes

Analyseprogramm, das das Call Transfer-Verhalten

der jeweiligen TK-Anlage

analysiert und dem Administrator eine

einfache Einstellung der erlaubten Parameter

ermöglicht. Somit erlaubt es eine

serverbasierende Lösung bereits mit geringen

Investitionen und einfacher Administration,

zentrale CTI Funktionalitäten

effektiv zu nutzen.

Ferrari electronic AG

D-14513 Teltow

� (+49) 03328/455-0

� www.ferrari-ag.de


Marktübersicht

Host an Enterprise:

Host-to-anything: eMail, SMS, eBanking, WAP, XML, EDI, FAX, CTI, PC-to-Host

Kommen nicht nötig...

Es ist noch nicht allzu lange her, da IT-Verantwortliche zu jeder passenden Gelegenheit von „information anywhere“ sprachen. Gemeint war damit,

dass Daten an jeder Stelle innerhalb eines Unternehmens zur Verfügung stehen sollten. Heute halten die Hosts auch für extern Engagierte zu jeder

Zeit Informationen bereit, sie versenden sie sogar selbsttätig: In -zig verschiedenen Sprachen an jede nur erdenkliche Hardware.

Je einfacher und komfortabler sich der

Zugriff auf die gewünschten Informationen

gestaltet, umso wichtiger ist es,

ausgereifte Sicherheitspolicies zu entwickeln

und in der IT-Landschaft abzubilden.

Insbesondere diejenigen Unternehmen,

die ihre Kunden oder Partner via

Web auf den Boden ihrer Bestandsführung

blicken lassen, haben es hier nicht

immer leicht: Wer möchte schon, dass

Kleinabnehmer A die Konditionen von

Großkunde B einsehen kann? Und dass

auch die Konkurrenz nicht schläft, hat

schon so mancher bitter erfahren müssen:

Die nämlich ist mitunter auch sehr

interessiert an den Lagerbeständen des

Mitbewerbs und hat eben auch gute

Kontakte zu ihren Kunden. Der Austausch

von Passworten und Zugangsbe-

Midrange MAGAZIN Februar 2002

rechtigungen ist allerdings eine Unart,

der nur schwer ein Riegel vorgeschoben

werden kann.

Get connected

Unsere Marktübersicht behandelt in

diesem Heft sämtliche Formen von Connectivity,

sowohl zum Intra, Extra- als

auch Internet. Dass nur autorisierte Benutzer

auf die sensiblen Unternehmensdaten

zugreifen dürfen, ist bei der Auswahl

geeigneter Lösungen ein echtes

K.O.-Kriterium. Komfortabel agieren

wir heute in jedem erdenklichen Bereich:

Wir greifen von Außenstellen auf die

Virtual Private Networks zu, beschäftigen

Arbeitnehmer im Home-Office, als

wären sie vor Ort, können unsere Produkte

quasi rund um die Uhr verkaufen

und brauchen dazu nicht einmal mehr

geschultes Personal. Schön, wenn es so

wäre...

Dass Aktivitäten wie effiziente Bestellmethoden,

sofortige Verfügbarkeitschecks

und jederzeitige Statusabfragen

von jeder nur erdenklichen Hardware

möglich sind, bedarf einer filigranen

Vorarbeit, bei der jede auch noch so kleine

Sicherheitslücke entdeckt und gestopft

werden muss.

Unsere Kunden wollen den Stand Ihres

Kundenkontos heute jederzeit einsehen

und möglichst noch selbst verändern

können, Lieferfristen überprüfen und

genaue Zusagen über Liefertermin und

Lieferart gemacht haben. Wer clever ist,

identifiziert seinen Kunden beim Onli-

39


Marktübersicht

ne-Besuch und hat damit auch die

Chance, Warenkörbe die einfach „stehengelassen“

werden, doch noch gewinnbringend

durch die Kassenzone zu

leiten. Customer Relationship Management

heisst das Zauberwort, das von

vielen immer noch stiefmütterlich behandelt

wird.

Shoppingstop

Allein in diesem Jahr verlieren deutsche

Unternehmen durch die mangelhafte

Kundenbetreuung im Internet rund eine

Milliarde Euro Umsatz. Bereits im kommenden

Jahr sollen bei vier von fünf Internetauftritten

Personalisierungs- und

Assistenztechnologien Einzug halten, so

eine aktuelle Studie der Zukunftsforscher

von Z_punkt und der Mummert

und Partner Unternehmensberatung zur

Zukunft von Technologien und Anwendungen

im Customer Relationship Management

(CRM). Die plumpe Massenabfertigung

sei out, Unternehmen konzentrierten

sich wieder verstärkt auf ihre

bestehende Kundschaft, denn es sei

sechsmal teurer einen Kunden zu werben,

als ihn zu halten. 20 Prozent der

Kunden machten zudem in der Regel 80

Prozent der Umsätze aus. Vor allem diese

profitablen Kunden sollen von den Investitionen

in personalisierte Services

profitieren. So werden im nächsten Jahr

zum Beispiel verstärkt Einkaufsberater

in Internetshops auftauchen, die den

Verbraucher bis zur Ladenkasse begleiten

– und ihn beim nächsten Besuch persönlich

begrüßen.

Suchen, orten und verkaufen

Künftig finden interessante Angebote

auch via Geodatenbestimmung und

Handy zum Verbraucher. Location-

Based Services heissen die neuen Dienste,

mit denen in Deutschland schon in 2005

1,8 Milliarden Euro erwirtschaftet werden

sollen. Das Handy der Zukunft wird

seinem Besitzer Dienstleistungen aus seiner

jeweils aktuellen Umgebung anbieten,

außerdem wird es die Bedürfnisse

seines Benutzers kennen und ihn sofort

über neue Produkte und Dienstleistungen

informieren. Ein großer Mobilfunkprovider

hat bereits angekündigt, Navigationssysteme

auch für Fußgänger und

Host an Enterprise: Kommen nicht nötig…

Radfahrer anzubieten – die dann ideal

mit ortsbezogenen Nachrichten umliegender

Geschäfte versorgt werden könnten.

Das Handy wird so zum zentralen

Marketinginstrument für personalisierten

Service. Von 2006 an spricht es

sogar: Agenten und Avatare (virtuelle

Shopping-Begleiter) soll es dann auch

auf dem mobilen Endgerät geben.

Vorbereitung tut not

Um vom Host wirklich nach „Anywhere“

zu kommen, tut Vorbereitung not.

Insbesondere, was die Details der zu implementierenden

Lösung angeht. Nach

den Erkenntnissen der infor AG haben

fast zwei Drittel der deutschen Mittelstands-

und Großunternehmen in den

letzten beiden Jahren Fehlinvestitionen

in Softwarelösungen verbuchen müssen,

durchschnittlich jede zehnte Mark der

jährlichen IT-Budgets wurde in den

Sand gesetzt. An vorderster Front bei

den Investitionsflops standen Softwarelösungen

für das Internet und den elektronischen

Handel. Die zweite Stelle auf

der Negativliste nehmen Lösungen für

die IT-Sicherheit ein. Sie haben bei 39

Prozent der Firmen die Anforderungen

nicht abdecken können.

Auch Softwareprojekte für die Vertriebsunterstützung

und das Kundenmanagement

erfüllten in jedem dritten

Betrieb nicht die Erwartungen. Als auffällig

nennt infor die hohe Quote an

Fehlinvestitionen in Softwarelösungen,

die einen gewissen Trendcharakter haben.

„Bei Themen wie e-Business oder

Customer-Relationship-Management

haben die Unternehmen Neuland betreten

und dadurch überproportional häufig

Fehlentscheidungen getroffen“, so

Prof. Dr. Joachim Hertel, Vorstandssprecher

der infor AG.

Auch den Einsatz von Security-Lösungen

zählt er dazu, da erst mit dem Bekanntwerden

der Risiken in der Internet-Kommunikation

eine höhere Sensibilität

für die Sicherheitsproblematik

entstanden sei. Viele Anwender hätten

als Reaktion darauf möglicherweise

ohne ausreichende konzeptionelle

Grundlage in Lösungen für die Datensicherheit

investiert.

40 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Integration gefragt

Laut einer Studie von Gartner Dataquest

wird der IT-Services-Markt im Jahr 2001

ein Volumen von 554 Milliarden US-

Dollar erreichen. Das entspricht einem

Wachstum von 7,1 Prozent gegenüber

dem Vorjahr. Nordamerika soll Gartner

zufolge die führende Region für IT-Services

bleiben, Westeuropa nimmt mit einem

Umsatzvolumen von 149 Milliarden

US-Dollar in 2001 die zweite Position

weltweit ein. Entwicklung und Integration

ist zurzeit das größte Segment innerhalb

der IT Services und soll dies auch bis

2005 bleiben. Im Jahr 2000 wurden in

diesem Segment weltweit 156 Milliarden

US-Dollar umgesetzt – 2005 sollen es

263,5 Milliarden US-Dollar werden. Die

Integration ist einer der Hauptaspekte,

die bei cleveren Connectivity-Lösungen

frühzeitig berücksichtigt werden müssen.

Denn erst eine clevere Verbindung zu den

vorhandenen Gesamt-Systemen lässt diese

Lösungen ihren ganzen Zauber entfalten,

Geschäftsprozesse einfacher und

Zeit- und Kosteneinsparungen realisierbar

werden.

Catcher in the Sky

Wenn jeder PC kabellos mit den vorhandenen

Anwendungen interagieren kann,

hat das in der Praxis viele Vorteile. Ein

Wireless LAN (Local Area Network) ermöglicht

komfortabelstes Arbeiten, beherbergt

allerdings Sicherheitstücken.

Vergleichbar mit Radiowellen, schwirren

Informationen umher, die von allen

genutzt werden können, die auf “gleicher

Wellenlänge” sind. Die Verschlüsselung

spielt für gesicherten Datenzugriff

und -austausch eine wichtigere Rolle

denn je.

Anytime und anywhere darf mit anybody

nichts zu tun haben: der Kreis der

Auserwählten sollte immer eine hoch

verschlüsselte und damit sichere Sprache

sprechen. Dann ist es sicherheitstechnisch

völlig unerheblich, ob die Daten

wireless an PCs, PDAs oder via Emulation

auf Handys übertragen werden.

M.W.


Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadr.

adisoft, Berlin,

(+49) 030/75512-0, www.adisoft.de

Avenum, Stuttgart,

(+49) 0711/4411116, www.assoft.com

B&N Software AG, Göttingen,

(+49) 0551/693390, www.bnohg.de

Cnet, CH-Rüti,

(+41) 055/2401212, www.cgroup.ch

Com:on, Hamburg,

(+49) 040/236580, www.com-on.de

ComUp, CH-Wollerau,

(+41) 01/7870561

dc soft, München,

(+49) 089/785891-23, www.dcsoft.de

EasiRun, Usingen,

(+49) 06081/91603, www.easirun.de

Ferrari, Teltow,

(+49) 03328/4559-0, www.ferrari-ag.de

Flexsystems, CH-Rheineck,

(+41) 071/8864710, www.flexsystems.ch

Gate, Dreieich,

(+49) 06103/485760, www.gate.ch

Gate Informatic, CH-Bern,

(+41) 031/3350111, www.gate.ch

GLI, Haar,

(+49) 089/45304022, www.gli.de

Gräbert, Berlin,

(+49) 030/89690333, www.graebert-gse.de

HOB, Cadolzburg,

(+49) 09103/715215, www.hob.de

IBV, Lörrach,

(+49) 07621/4092-0, www.ibvinfo.com

IBV, CH-Dietikon,

(+41) 01/7459292

K+H, Germering,

(+49) 089/894410-0, www.kh-software.de

K+H, CH-Lachen,

(+41) 055/4623443, www.kh-software.ch

Logics, München,

(+49) 089/5524040, www.logics.de

Produktname

Host-to-anything – Auf ein Wort

Kommunikation ist zum zentralen Bestandteil

der Unternehmensprozesse

geworden. Dazu gehört die Vereinfachung

und Konsolidierung von Kommunikationsprozessen.

Quasi auf

Knopfdruck die gewünschten Informationen

holen, bzw. versenden, darauf

kommt es an. Da Hosts wie die iSeries

im Mittelstand die zentralen Server darstellen,

haben wir uns darauf konzentriert,

diese Rechner in den Mittelpunkt

der Marktübersicht zu stellen. Unter

Kommunikationswerkzeugen verstehen

wir Anwendungen, die nicht zwingend

Teil eines Anwendungspaketes

Unified Banking Server

AS-EDI-CONNECT, AS-Mail-

Connector, AS-Multibanking/400,

AS-WAP-Connector

m@gic EDDY

HOB Link J-Term,

HOB Link Terminal Edition

C3/C3000

SL-Gateway

Easycom, eBox, HIT

FlexGen FronTier

unified messaging

EDI/400

CallPath, TelefonService CTS/400

GLI-Konverter, EDIVOMM/400

eComPlus/400

HOB Link J-Term,

HOB Link Terminal Edition

Esend, ROBOT/ALERT,

ROBOT/CLIENT, SEQUEL

Bankenclearing

LogWeb

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Host-to-anything

Anbieter A-L Anbieter M-W

Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadr.

m+s Elektronik, Wiesbaden

(+49) 0611/77894347, www.com-on.de

MCA, Stolberg,

(+49) 02402/86559-0, www.mca-gmbh.de

MEPA Data, CH-Kloten

(+41) 01/8001030, www.mepa.ch

ML-Software, Etlingen,

(+49) 07243/5655-0, www.ml4.de

Möhlmann, Korschenbroich,

(+49) 02182/841770

NetManage, Sauerlach,

(+49) 08104/89020-0, www.netmanage.de

OCS, Wald-Michelbach,

(+49) 06207/9424-0, www.ocs.de

OCS, CH-Fehraltdorf,

(+41) 01/9551941

SAGA, Alzey,

(+49) 06731/9428-0, www.sagadc.de

SAGA, CH-Basel,

(+41) 078/8523719, www.sagadc.org

Schleicher System, Flörsheim,

(+49) 06145/9577-0,

www.schleicher-systemag.de

Seagull, Böblingen,

(+49) 07031/714791, www.seagullsw.com

Seeburger, Bretten,

(+49) 07252/96-2222, www.seeburger.de

serVonic, Olching,

(+49) 08142/47990, www.servonic.com

StreamServe, Sehnde,

(+49) 05138/606-0, www.streamserve.de

Streamserve, CH-Lenzburg,

(+41) 062/8853090

Toolmaker, Kaufering,

(+49) 08191/968-0, www.toolmaker.de

Toolmaker, CH-Luzern,

(+41) 041/2400084, www.toolmaker.ch

TOPCALL, Planegg,

(+49) 089/8982720 , www.topcall.com

Wick Hill, Hamburg,

(+49) 040/237301-0, www.wickhill.de

sein müssen. Wir wollen Ihnen unabhängig

einsetzbare Software gegenüberstellen,

die in beliebige Softwarekonstellationen

eingebunden werden

können. Deshalb bitten wir um Verständnis,

dass wir einige Anbieter in

dieser Marktübersicht nicht berücksichtigen

konnten, da die eingesandten

Produkte nur in Verbindung mit z.B. Finanzbuchhaltung

oder WWS/PPS-Paketen

des Anbieters einsetzbar waren.

Wir werden diesen Softwarehäusern jedoch

im Rahmen der nächsten Marktübersichten

wieder den gebührenden

Platz einräumen.

Magazin und Internet

Marktübersicht

Unsere Tabellen haben wir wieder in

zwei Bereiche aufgeteilt. Die Anbieterübersicht

stellt Ihnen alphabetisch sortiert

die Partner vor, die Lösungen zum

Thema anbieten können. Die nach Produktnamen

sortierte Tabelle vervollständigt

das Informationsangebot. Alle Informationen

können Sie wie immer von unseren

Internetseiten im PDF-Format

herunterladen. Sie finden diese Daten

unter http://www.midrangemagazin.de/

magazine_mue.cfm.

R.E.

Produktname

C3/C3000

MCA ZNV NT

jMLTalk, jMLServer

jMLTalk, jMLServer

WinTerm

OnWeb, RUMBA OFFICE,

RUMBA Web-to-Host

o3e EurexC

WebConnect PRO

SL-Druckmanager,

SL-Gateway, SL-Konverter

blueZone, Jwalk, Tiger Ray,

Wireless to Host

Business Integration Suite

IXI-Call, IXI-Mail,

IXI-UMS FAX, IXI-UMS SMS

Streamserve Business

Communications Platform

DirectDial, DirectFax,

DirectMail, GSMText

Communication Server One

WRQ Reflection,

WRQ Verastream

41


Marktübersicht

Host-to-anything

Produkte A-I Produkte I-W

Produktname

(Anbieter)

Installations-

Plattformen

OS/400

UNIX, Linux Server

Win NT/2000 Server

UNIX, Linux Client

AS-EDI-CONNECT

(Avenum) • •

Win NT/2000 Client

e-Mail

AS-Mail-Connector

(Avenum) • •

AS-Multibanking/400

(Avenum) • •

AS-WAP-Connector

(Avenum) • •

Bankenclearing

(K+H) • •

blueZone

(Seagull) • • • •

Business Integration Suite

(Seeburger) • • • • • • • • • • •

C3/C3000

(Com:on, m+s) • • • • • • • • •

CallPath

(Gate) • •

Communication Server

One (TOPCALL) • • • • • • • • •

DirectDial

(Toolmaker) • • •

Fax

DirectFax

(Toolmaker) • • • •

DirectMail

(Toolmaker) • •

Easycom

(dc soft) • • • •

eBox

(dc soft) • • • •

eComPlus/400

(Gräbert) • • • • • •

EDI/400

(Flexsystems) • •

Esend

(IBV) • • • • • •

FlexGen FronTier

(EasiRun) • • • • • • •

GLI-Konverter,

EDIVOMM/400 (GLI) • • •

GSMText

(Toolmaker) • • •

HIT

(dc soft) • • • •

HOB Link J-Term

(HOB, Cnet) • • •

HOB Link Terminal Edition

(HOB, Cnet) • •

IXI-Call

(serVonic) • • •

IXI-Mail

(serVonic) • • •

Anwendung

42 www.midrangemagazin.de Februar 2002

CTI

SMS

WAP

XML

EDI

PC-to-Host

e-Banking

Produktname

(Anbieter)

Installations-

Plattformen

OS/400

UNIX, Linux Server

Win NT/2000 Server

UNIX, Linux Client

Win NT/2000 Client

Anwendung

e-Mail

Fax

IXI-UMS FAX

(serVonic) • • •

IXI-UMS SMS

(serVonic) • • •

jMLTalk, jMLServer

(ML, MEPA Data) • • • • • • • • • • • •

Jwalk

(Seagull) • • • •

LogWeb

(Logics) • • • • • • • • • •

m@gic EDDY

(B&N) • •

MCA ZNV NT

(MCA) • • • • • • • • • •

o3e EurexC

(OCS) • • • • • • • • • • •

OnWeb

(NetManage) • • • • • •

ROBOT/ALERT

(IBV) • • • •

ROBOT/CLIENT

(IBV) • • • • •

RUMBA OFFICE

(NetManage) • • •

RUMBA Web-to-Host

(NetManage) • • • • • •

SEQUEL

(IBV) • • • • • •

SL-Druckmanager

(Schleicher, ComUp) • • • • • •

SL-Gateway

(Schleicher, ComUp) • • • •

SL-Konverter

(Schleicher, ComUp)

Streamserve Business

Communications Platform

(StreamServe)

• • • • •

TelefonService CTS/400

(Gate) • •

• • • • • • • • • • • • • •

Tiger Ray

(Seagull) • • • • •

Unified Banking Server

(adisoft) • • • • • • •

unified messaging

(Ferrari) • • • • • •

WebConnect PRO

(SAGA) • • • • • •

WinTerm

(Möhlmann) • • • •

Wireless to Host

(Seagull) • • • • •

WRQ Reflection

(Wick Hill) • • • •

WRQ Verastream

(Wick Hill) • • • • • • • •

CTI

SMS

WAP

XML

EDI

PC-to-Host

e-Banking


Anzeige

Terminal-Serverlösung implementiert

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Marktübersicht

Im Dienste des Menschen

Der Hessische Diakonieverein e.V. (HDV) mit

Sitz und Verwaltung in Darmstadt ist Betreiber

von Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen

an den Standorten Worms, Lindenfels,

Ingelheim, Traben-Trarbach, Heppenheim,

Darmstadt und Bensheim-Auerbach sowie einer

Krankenpflegeschule in Worms.

Mit seinem strategischen Grundsatz

„Selbständigkeit der Einrichtungen,

Zentralisation von Verwaltungsaufgaben“

ermöglicht der HDV seinen einzelnen

Häusern, situationsgerechte und

individuelle Entscheidungen zum Wohle

der Patienten und Mitarbeiter zu treffen.

Auch die EDV-Abteilung ist beim HDV

zentral angesiedelt. Eine neue Heraus-

forderung bedeutete für die EDV in diesem

Jahr die Einführung neuer, Windows-basierter

Anwendungen sowohl

für die Diagnoseverschlüsselung als auch

im Office-Umfeld, eine Einführung, die

eine Neustrukturierung der Netzwerkumgebung

erforderlich machte: Bislang

wurde an den einzelnen Standorten vor

allem mit AS/400-Terminals gearbeitet.

Die Anwendungen lagen zentral auf dem

Hauptrechner in Darmstadt, an den die

jeweiligen Häuser über Steuereinheiten

und Standleitungen angebunden waren.

Der Hessische Diakonieverein entschied

sich für den Einsatz einer Terminal-Server-Lösung

und beauftragte die Firma

UBL Informationssysteme mit der Implementierung

von IBM „NetVista“ Thin-

Clients, die von der Zentrale aus über die

lokalen AS/400 Systeme administriert

werden. „Die Umstellung auf Terminal

Server verlief unproblematisch und ohne

Beeinträchtigung des laufenden Betriebs.

Zusätzliche Anwendungen oder neue

Releases können nun innerhalb kürzester

Zeit von der Zentrale aus implementiert

werden, ohne dass ein Mitarbeiter

tagelang mit dem Update an einzelnen

Arbeitsplätzen beschäftigt ist oder an

verschiedenen Standorten die Feuerwehr

spielt“, kommentiert der EDV-Leiter

Torsten Warga.

UBL Informationssysteme

GmbH & Co. KGaA

63263 Neu Isenburg

� (+49) 06102 / 303-690

� www.ubl-is.de

43


Marktübersicht

Neues B2B-Portal für Laborgeräte-Hersteller

Seit Mai 2001 nutzt die Leica Microsystems

Nussloch GmbH ein neues B2B-Portal für den

Vertrieb ihrer Laborgeräte, Zubehör- und

Verbrauchsmaterialien. Die Vertriebspartner

können via Internet direkt im ERP-System

Bestellungen auslösen und erhalten Produktund

Lieferinformationen in Echtzeit. Die

Zuverlässigkeit von Lieferzusagen erreicht

damit eine Quote von 100 Prozent.

Das Unternehmen verwaltet in der

Materialwirtschaft zirka 20.000

Artikel, zum Beispiel Mikrotome, Gefriermikrotome,Entwässerungsautomaten,

Färbesysteme und andere Laborgeräte

für den Einsatz in der klinischen

Histologie und der industriellen Materialprüfung.

Zusätzlich liefert es Verbrauchsmaterialien

wie Farbstoffe, Kassetten

und spezielle Einwegmesser für

die oben genannten Anwendungen. Um

die Ware zum Kunden zu bringen, stützt

sich der Laborgeräte-Hersteller auf eine

über Jahre gewachsene und bewährte

Vertriebsstruktur, die aus Vertriebsniederlassungen

und unabhängigen Händlern

gebildet ist.

44 www.midrangemagazin.de Februar 2002

Zoom auf das Web

Das Ziel: Die Bestellungen der Vertriebspartner

künftig nur noch über das

Internet abzuwickeln. Ein neues Web-

Portal greift dabei über die Software direkt

auf das eigene ERP-System zu. Über

das Internet können Informationen über

Produkte, Verfügbarkeit und Lieferzeit

abgerufen und Bestellungen aufgegeben

werden. Noch dient das Portal überwiegend

als Auskunftssystem, aber bald sollen

zumindest alle Händler auf den elektronischen

Bestellweg umgestiegen sein

und das Portal dann der weitgehend alleinige

Bestellweg werden.

Seit 1994 wird mit der ERP-Software

FRIDA der command ag aus Ettlingen

gearbeitet. Die Portalsoftware aus Ettlingen

lernte das Unternehmen auf der

CeBIT 2000 kennen. Die Geschäftsführung

erkannte sofort die Chancen dieser

Lösung und vereinbarte mit dem Softwarehersteller

die Installation dieser im

Rahmen eines Pilotprojektes. Dag

Graupner, Geschäftsführer von Leica

Microsystems Nussloch GmbH, erläutert

den Hintergrund: „Unsere Kunden

erwarten nicht mehr nur hervorragende

technische Lösungen in überzeugender

Qualität von uns, sondern auch beglei-

tende Dienstleistungen – und da führt

heute an einer leistungsfähigen Portallösung

kein Weg mehr vorbei.“

Digitaler Datenfluss im Vertrieb

Durch das Internetportal beschleunigen

und vereinfachen sich praktisch alle

Vertriebsaktivitäten, von der ersten Informationsbeschaffung

bis hin zur

Rechnungsstellung. Wolfgang Gärtner,

Logistik-Manager beim Laborgerätehersteller,

umreißt die wesentlichen

Vorteile: „Wir sind nicht mehr gezwungen,

Aufträge, die über das Portal eingehen,

manuell zu erfassen. Für den

Auftraggeber liegt der Vorteil darin,

dass er seine Bestellungen ebenfalls automatisieren

kann und sämtliche Informationen

sofort zur Verfügung hat.“

Ein weiterer Plus liegt in der Aktualität

aller vertriebsrelevanten Daten und Bilder.

Diese stammen direkt aus der zentralen

Datenbank des ERP-Systems. Vor

allem bei neuen Produkten ist das von

Vorteil, denn der Vertriebspartner findet

dort nicht nur Informationen zu Preisen

und Lieferzeiten, sondern kann sich

auch Angebotstexte und Abbildungen

der Artikel direkt aus dem System herauskopieren.

Bei der Gestaltung der

Preisauskünfte auf der Website lässt das

System dem Unternehmen völlig freie

Hand. Jeder Anwender kann sich eine

rollenspezifische Konfiguration des Portal-Angebots

erstellen lassen, indem Datenfelder

nach Belieben ein- oder ausgeblendet

werden. Beispielsweise sieht ein

Sachbearbeiter eines Händlers nur Listenpreise,

keine Rabatte oder nur die

Rabatte bestimmter Vertriebspartner.

Auftragsverfolgung via Internet

Bei Bestelleingang werden Daten wie

Rechnungs- und Lieferanschrift automatisch

aus den Kundenstamm des ERP-

Systems übernommen. Das System weist


dem Auftrag die nächste freie Auftragsnummer

zu; allerdings kann der Kunde

auch eigene Bestellnummern oder -texte

vergeben und braucht bei späteren Abfragen

die Leica-Auftragsnummer nicht

zu kennen. Der Kunde kann also die Bezeichnung,

unter der sein Auftrag geführt

werden soll, schon vor der eigentlichen

Bestellung festlegen und damit seinem

eigenen System folgen.

Auch nach einer Bestellung versorgt das

System die Anwender mit allen wichtigen

Auskünften. So kann ein Händler

jederzeit abfragen, wie viele Aufträge er

aktuell offen hat und aus welchen Artikeln

sie bestehen: das erspart ihm eine

separate Verwaltung seiner Bestellungen.

Das System räumt dem Händler

überdies umfassende Möglichkeiten zur

Auftragsverfolgung ein, denn er kann

jederzeit sehen, in welchem Stadium der

Abwicklung sich sein Auftrag gerade befindet.

Von der neuen Technik profitieren

aber nicht nur die Händler: In den

Anzeige

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Aufträgen ist immer auch eine Kennziffer

des für den Kunden verantwortlichen

Außendienstmitarbeiters vermerkt. Sobald

ein Spediteur mit der Lieferung beauftragt

wird, erhält der Außendienstmitarbeiter

direkt aus der ERP-Software

automatisch eine Faxnachricht, ein

eMail oder SMS, die ihm die unmittelbar

bevorstehende Auslieferung ankündigt.

iSeries-Serverals Herz der IT

Das Unternehmen stützt sich für seine

Datenverarbeitung hauptsächlich auf einen

IBM-Server der iSeries 1,5 Gigabyte

Hauptspeicher und einem 92 Gigabyte

Raid 5-Festplattenspeicher. Die Gebäude

auf dem Firmengelände sind via Lichtwellenleiter

verbunden, über die ein Fast

Ethernet betrieben wird.

Etwa 140 Anwender greifen über das

Netz auf das ERP-System zu und nutzen

dabei Anwendungen für die Bereiche

Disposition, Einkauf, Verkauf, PPS, Lager,

FIBU, Statistik, Nachkalkulation,

Marktübersicht

Anlagenbuchhaltung oder Kostenträgerrechnung.

Für das Internetportal wird

momentan noch ein Webserver unter

Windows NT eingesetzt, der aber schon

bald durch eine iSeries ersetzt wird.

„Davon erwarten wir uns deutliche Performance-Steigerungen,

da der Übergang

zwischen iSeries- und Windows-Welt

entfällt“, so Bernd Tiletschke, Projektleiter

bei Leica Microsystems Nussloch

GmbH für die Einführung von FRIDAweb.

Damit garantiert die neue Lösung

eine maximale Sicherheit unternehmenskritischer

Daten.

Autoren: Horst Stegmüller, freier

Fachjournalist in St. Leon-Rot und

Ralf M. Haaßengier, PRX PRagma

Xpression, Stuttgart

command ag

D-76275 Ettlingen

� (+49) 07243/590-230

� www.command-ag.de

45


Marktübersicht


Kein Medienbruch im Ordereingang

Die papierlose Bestellung wollte der

Systemlieferant Conmetall aus Celle auch beim

Faxeingang sicherstellen. Ein klarer Zeit- und

Kostengewinn durch die Erweiterung der

IT-Umgebung hat es dem Sortimenter für

Bau- und Heimwerkermärkte leicht gemacht.

Es treffen täglich zwischen 600 und

1000 Faxseiten ein“, hat IT-Leiter

Ulrich Kottwitz ermittelt, „die mussten

wir bisher per Hand in das System eingeben“.

Dazu laufen die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter im Servicezentrum

zunächst zum Faxdrucker, um die von

den Baumärkten kommenden Bestellungen

zu holen.

Kein Wunder, dass den IT-Strategen der

Erfassungsaufwand für die Faxsendungen

viel Kopfzerbrechen bereitete. Im

Hause ist die Standardsoftware von

SoftM auf einer iSeries (AS/400) von

IBM implementiert, doch für die Datenübernahme

aus dem Posteingang in die

betriebswirtschaftlichen Anwendungen

gab es bisher keine Lösung. Die Faxdaten

wurden nicht automatisiert verarbeitet

und mussten daher mühselig manuell

übertragen werden – Tippfehler

waren nicht zu vermeiden.

Der Medienbruch im Bestelleingang ist

nicht zu unterschätzen. Bei Conmetall

geht es um zeitkritische Lager- und Dispositionsplanungen.

Das Sortiment umfasst

22.000 Artikel, die zentral in dem

Warenverteilzentrum am Stammsitz in

Celle geführt werden. Das Angebot wird

ständig aktualisiert und den sich verändernden

Markterfordernissen angepasst.

Das Unternehmen verfügt über

speziell geschulte Merchandiser und einen

umfangreichen Außendienst mit einer

ganzen Palette an zusätzlichen Serviceangeboten.

Passgenaues Faxmodul

Um Fehlerquellen zu vermeiden und

Zeit für das Kerngeschäft zu gewinnen,

suchten Kottwitz und sein Team nach

einer Lösung, die den Faxeingang nahtlos

in die IT-Infrastruktur integriert.

Nach sorgfältiger Begutachtung des

Marktes entschieden sie sich für ein

Softwaremodul des Systemintegrators

Seeburger. Da Conmetall die Ankopplung

unterschiedlicher Datenströme an

seine heterogene Systemlandschaft

bereits mit Hilfe des „Business Integration

Server“ von Seeburger vornimmt,

fiel der Schritt zum Einsatz der neuen

Softwarekomponente „FAX2XML“

nicht schwer.

Fax zu XML

Der Vorteil besteht in der automatischen

Verarbeitung eingehender Faxbelege

sowie einer standardisierten Auftragserfassung.

Die Software liest empfangene

Faxbelege optisch ein und

erkennt je nach Belegart oder Formulartypus

den Dateninhalt, der durch

konfigurierbare Prüfalgorithmen verifiziert

und in das XML-Format konvertiert

wird. XML (Extensible Markup

Language) ist eine Metasprache für

strukturierte Daten, die sich als Standard

im elektronischen Dokumentenaustausch

immer mehr durchsetzt.

Liegt der Fax-Eingang als XML-Datei

vor, ist die Übergabe an die Standardsoftware

kein großer Schritt mehr. Der

Integrationsserver portiert die XML-

Daten ohne jede zeitliche Verzögerung

in die Zielformate des ERP-Systems

von SoftM. Damit ist die bisherige Lücke

in der digitalen Auftragserfassung

geschlossen. Vor allem aber profitiert

Conmetall von der schnellen Weiterverarbeitung

der Daten: „Die Zeitspanne

zwischen Fax-Eingang und der weiteren

Bearbeitung innerhalb der Auftragskette

ist auf einen Bruchteil der

bisher üblichen manuellen Erfassung

46 www.midrangemagazin.de Februar 2002

geschrumpft“, bestätigt Kottwitz. Dies

macht sich vor allem bei mehrseitigen

Belegen bemerkbar.

Ganz ohne Prüfung durch zuständige

Sachbearbeiter geht es allerdings auch

heute nicht. Kommt es zu Lesefehlern

während des OCR-Verfahrens oder zu

anderen Unstimmigkeiten, wird das Fax

automatisch an einen Korrekturarbeitsplatz

geschickt. Das so genannte Interactive

Message Control System erlaubt

dem Anwender die Belegprüfung mittels

Browser. Mit Hilfe eines integrierten

Fax-Assistenten kann das originale Fax-

Bild sofort mit der erfassten Datenmaske

verglichen und etwaige Fehler behoben

werden. Danach geht die korrigierte

Datei wieder zurück an den Server.

Das Verfahren ist einfach und durch die

Browser-Oberfläche von jedem Sachbearbeiter

zu bedienen. Doppelt empfangene

Dokumente oder fehlerhaft übertragene

Zahlen aus den Eingangssendungen

lassen sich über die Korrekturmöglichkeit

mit wenigen Mausklicks ausmerzen.

Die Korrektur findet direkt in dem

XML-Formular statt.


Positiv vermerkt IT-Leiter Kottwitz

auch die getrennte Erfassung von Kopfund

Positionsdaten. „Das erleichtert die

vorgangsbezogene Zusammenführung

mehrseitiger Faxdokumente“, erläutert

Kottwitz. Über eine zusätzliche Protokollierung

von Kopfdaten behalten die

Bearbeiter auch bei großen Eingangsmengen

den Überblick. Das sorgt für ein

effizientes Arbeiten und unterstützt die

Korrekturarbeiten, denn im ERP-System

kommen dadurch nur fehlerfreie

Daten zur Weiterverarbeitung an.

Vom betriebswirtschaftlichen Nutzen

der automatisierten Belegerfassung ist

man bei Conmetall ausnahmslos überzeugt.

Nach ersten Probeläufen ergab

sich eine Zeitersparnis gegenüber der

herkömmlichen Erfassung von rund

fünf Minuten pro Beleg. „Wir rechnen

mit einem Return on Investment von

eineinhalb Jahren“, sagt Kottwitz.

SEEBURGER AG

D-75015 Bretten

� (+49) 07252/96-0

� www.seeburger.de

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Verringerte Kosten und erhöhter Durchsatz

Als herstellerunabhängiger Pharmagroßhandel

ist die Sanacorp Pharmahandel AG ein

unverzichtbares Bindeglied zwischen Industrie,

Apotheke und Patient. Im Mittelpunkt aller

Serviceleistungen steht der Gedanke, dem

Kunden den größtmöglichen Nutzen und die

bestmögliche Dienstleistung zu niedrigsten

Kosten anzubieten. Die Mitarbeiter des

Haupt- und der Tochterunternehmen verstehen

sich als Problemlöser für ihre Kunden.

Deshalb sind sie täglich, rund um die Uhr,

für sie da. 14 Niederlassungen beliefern

insgesamt rund 8.200 Apotheken.

Seit fünf Jahren arbeitet die Sanacorp

AG an vier Standorten mit

Hardwarekomponenten des Topcall-

Systems. Das Unternehmen erweitert

nun das vorhandene System um die Topcall-BranchBox.

Ziel der Erweiterung

war es, die bestehende Fax-Infrastruktur

(Fax-Ein- und -ausgang) mit den

schon vorhandenen Servern zu verbinden

und den Durchsatz für Massenfaxe

im operativen Geschäft zu steigern.

Weiterhin sollte das Mailsystem Microsoft

Exchange/Outlook mit der Möglichkeit

versehen werden, Faxe versenden

und empfangen zu können. Der aktuelle

Durchsatz von Faxnachrichten

aus den Bereichen Bürokommunikation

und dem operativen Geschäft beläuft

sich auf ca. 1.000 Nachrichten pro Tag.

Mit den jeweiligen Hauptniederlassungen

kommunizieren noch weitere Häuser,

so dass es deutschlandweit

insgesamt 14 Niederlassungen gibt. Im

II. Halbjahr 2001 wurde die Topcall-Installation

neu aufgebaut, wobei von den

vier ehemals bestehenden Systemen

(Hamburg, Potsdam, Alsberg und Plan-

Marktübersicht

Gesundheit

egg) die Komponenten in Hamburg und

in Potsdam gegen die neue Lösung getauscht

wurden.

Die Sanacorp ist sehr stark IBM-Mainframe

(IBM VSE-System) orientiert und

setzt derzeit im Firmenverbund Token-

Ring ein. Die Niederlassungen sind über

ein FrameRelay (FR)-WAN miteinander

verbunden. Innerhalb des Verbundes

sind IBM VSE-Systeme, Unix-Systeme

und NT-Systeme im Einsatz, die Clients

laufen auf Windows NT und nutzen zur

Bürokommunikation die Office-Anwendungen

mit Outlook. Genutzt wird

das Topcall-System mit einem Link zu

MS Exchange sowie einen PDF-Konverter.

Somit kommen alle Faxnachrichten

im PDF-Format an.

Als Ergebnis dieser Umsetzung mit den

neuen Lösungen konnte ein besserer

Durchsatz bei gleichbleibenden Kosten

erzielt werden, ohne organisatorische

Veränderungen vornehmen zu müssen.

Auch der Bereich Sicherheit profitiert von

dieser Lösung, da die deutschlandweite

Medikamentenversorgung ausschließlich

über den Pharma-Großhandel erfolgt.

Eine Störung in diesem Versorgungsfluss

(auf alle Pharmagroßhandlungen in

Deutschland ausgeweitet) würde dazu

führen, dass nach nur 3 Tagen keine Medikamente

mehr zur Verfügung stünden.

TOPCALL

Kommunikationssysteme GmbH

D-82152 Planegg

� (+49) 089/898272-0

6 089/898272-23

� www.topcall.de

47


Marktübersicht


EDI und XML schaffen Verbindungen

Übertragungswege optimiert

Mit rund 1.800 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern an 41 Standorten zählt die m+s

Elektronik AG zu den Top 3 der deutschen

I&K Dienstleister. Bei der Kommunikation mit

seinen Lieferanten, Spediteuren und Kunden

setzt das Unternehmen auf den elektronischen

Daten- und Dokumentenaustausch über die

datenbankgestützte EDI/XML-Software m@gic

EDDY aus dem Hause B&N Software AG.

Elektronische Verfahren bieten

darüber hinaus den Vorteil, dass die

Partner Belege mit Informationen zurücksenden,

die wir früher über Datenbanken,

Internet oder Telefonate selbst

einholen mussten“, erläutert IT- und Organisationsdirektor

Ulrich Timmermann.

Nach und nach sei das EDI-Verfahren

erweitert worden, beispielsweise

um Praxis-Reporte. Aktuell verkehrt das

Systemhaus überwiegend mit seinen

größten Hardware-Lieferanten – Compaq,

Fujitsu-Siemens, Hewlett-Packard,

Lexmark und Toshiba – im EDI-Verfahren.

Timmermann: „Mit diesen Partnern

wickeln wir etwa 70 Prozent unseres

Einkaufsvolumens ab.“

Ablösung des EDI-Altsystems

Vom EDI-Verfahren überzeugt – nicht

jedoch von der althergebrachten Software-Lösung

–, hat sich die m+s dafür

entschieden, auf das EDI-Integrationstool

m@gic EDDY umzusteigen. IT-Direktor

Timmermann zu den Gründen:

„Das Altsystem lag sehr proprietär am

Warenwirtschaftssystem und auf der

AS/400. Das hat den elektronischen Datenaustausch

sehr zeitaufwändig und

auch teuer gemacht.“

„Eines der Hauptprobleme war die individuelle

Programmierung der Formate,

die inklusive Testzeiten pro Partner

mindestens ein halbes Jahr betrug“, er-

gänzt IT-Operator Kathrin Thomauske,

„Dieses Problem delegieren wir jetzt

vollständig an die B&N Software AG,

die über standardisierte Partnerprofile

verfügt.“ Von der Installation der Software

über die Einrichtung der Partnerprofile

bis hin zur Anbindung an die

Warenwirtschaft.

Zentrale Datenbankschnittstelle

„Der Clou ist die zentrale Datenbankschnittstelle“,

bringt IT-Direktor Timmermann

als einen wichtigen Unterschied

zu dem proprietären Altsystem

auf den Punkt. Das Programm ist als

Client-/Server-Lösung konzipiert. In

Niedernberg setzt man dabei auf die stabile

AS/400-Plattform. Der Hauptteil

des Systems läuft auf einem Client-PC,

auf dem die Konvertierung der Daten

zwischen der Warenwirtschaft WWS

des Systemhauses Wimmer und der EDI/

XML-Standardsoftware stattfindet. Die

Datenhaltung für beide Systeme erfolgt

in der AS/400-Datenbank. Beide Softwaresysteme

arbeiten über eine zentrale

Datenbankschnittstelle direkt mit den

Originaldaten.

„Alle Daten für den elektronischen Belegaustausch

sind bei uns über das Warenwirtschaftssystem

in der gemeinsamen

Datenbank auf der AS/400 abgelegt“,

erläutert auch Kathrin

Thomauske. Für den Sendevorgang hole

sich das EDI/XML-Programm die Daten,

konvertiere diese und übertrage sie

48 www.midrangemagazin.de Februar 2002

an den Partner. Ebenso einfach funktioniere

es auch umgekehrt. „Wenn EDI-

Daten auf einer speziell eingerichteten

Box eingehen, werden sie von m@gic

EDDY abgeholt, wieder konvertiert und

in die Datenbank hineingestellt“, so die

IT-Fachfrau weiter.

Backup-System für den Notfall

Bei der m+s Elektronik AG werden die

Themen Datensicherheit und Hochverfügbarkeit

groß geschrieben. So gibt es

für die Warenwirtschaft zwei gespiegelte

AS/400-Rechner. Timmermann: „Unser

System ist ‚geclustert’, um in Notfällen

mit der Reserve-Maschine weiter arbeiten

zu können.“ Auch für die neue Lösung

wurde ein Backup-System installiert.

Thomauske: „Wir können mit dem

Reserve-System jederzeit die normalen

Geschäftsprozesse ohne nennenswerte

Ausfallzeiten fortführen.“

Wichtig ist beim elektronischen Belegaustausch

über den EDIFACT-Standard,

dass sich die Kommunikationspartner

an die vorher vereinbarten Regeln halten.

„Ich gehe davon aus, dass sich die

Investition in Soft- und Hardware schon

während der Migrationsphase der bestehenden

Verfahren in wenigen Wochen

gerechnet hat“, so Timmermann. IT-

Operator Thomauske bestätigt: „Mit

dem Altsystem war während der Einrichtung

eines Formats eine Arbeitskraft

für ein halbes Jahr blockiert. Heute können

wir zu einem Festpreis über die

B&N beliebig viele Partnerprofile parallel

einrichten.“

Der Autor Harald Lutz ist

Fachjournalist und

Technischer Redakteur.

B&N Software AG

D-37081 Göttingen

� (+49) 0551/69339-0

� www.bn-software.de


Erweitertes Vertriebssystem in Schweden

Ein Hersteller von elektrischen Küchengeräten,

Reinigungsmaschinen sowie Freizeit- und

Gartengeräten ist Electrolux. Das Unternehmen

benötigte eine schnelle, effiziente Methode zur

Reduzierung des Verwaltungsaufwands für die

Mitarbeiter im Kundendienst, zur Ausweitung

interner Datenbanken und der Verwaltung der

Bestellvorgänge auf die Vertriebspartner, um

eine höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen.

Diesen Anforderungen wurde mit

dem Projekt Avista entsprochen.

„Diese Lösung ist die unmittelbare Reaktion

auf die Anforderungen unserer

Vertriebskette“, so Jan Nordenström,

Vertriebssystemmanager für Electrolux

in Schweden. „Mit ihr können die Händler

direkt über ihre eigenen Computersysteme

Bestellungen aufgeben sowie

sich über die Verfügbarkeit, den Stand

ihres Kundenkontos und alle relevanten

Lieferfristen und -termine informieren.“

Nahtlose Integration

Das Produkt von NetManage wurde

als beste Lösung zur Implementierung

in die vorhandenen Back-End-Anwendungen,

sowohl in Mainframe- als

auch AS/400-Umgebungen, ausgewählt.

„Wir haben uns am Markt nach

Midrange MAGAZIN Februar 2002

Marktübersicht

Vernetzte Nordlichter

den verfügbaren technischen Lösungen

umgesehen und festgestellt, dass dieses

nicht nur alle unsere Anforderungen

erfüllte, sondern auch eine einfache Integration

bot“, so Nordenström. „Die

Tatsache, dass die Software mit mehreren

verschiedenen Plattformen kompatibel

ist, stellt einen großen Vorteil dar

und gibt uns mehr Flexibilität im Hinblick

auf zukünftige Erweiterungen.

Der wichtigste Plus ist jedoch die Möglichkeit,

ein Internet-Front-End komplett

mit Dialogfeldern zu entwickeln,

über das unsere Vertriebspartner auf

das bestehende Bestellsystem zugreifen

können. Das war bei unserer Entscheidung

ausschlaggebend.“

Geringerer Verwaltungsaufwand

„Bisher mussten unsere Vertriebspartner

Bestellungen telefonisch aufgeben und

den Lieferstatus erfragen. Wir verfügen

neben einem hochentwickeltem, zentralen

Informationssystem für die eingehenden

Bestellungen über eine große Anzahl

an Mitarbeitern, die Anrufe entgegen

nehmen, gleichzeitig auf das System zugreifen

und die Informationen weitergeben“,

so Nordström. „Es ist sehr sinnvoll,

unseren Vertriebspartnern den Direktzugriff

zu ermöglichen. Einer der

größten Vorteile für sie ist, dass das System

jederzeit, ob spät am Abend oder

früh am Morgen, genutzt werden kann.

Das beschleunigt den Vorgang und spart

den Vertriebspartnern Zeit, da sie nicht

an die Bürozeiten unserer Handelsvertreter

gebunden sind. Unsere Mitarbeiter

an den Telefonen stehen auch weiterhin

für Bestellungen zur Verfügung, aber sie

sind jetzt in der Lage, umfangreichere

und genauere Informationen zu liefern.“

Begeisterte Benutzer

„OnWeb hat die Annahme und Bearbeitung

von mehr Bestellungen ermöglicht,

ohne die internen Ressourcen aufsto-

cken zu müssen“, erzählt Nordström.

„Unsere Vertriebspartner haben eine

schnellere und effizientere Bestellmethode

bekommen und wir profitieren vom

zusätzlichen Wettbewerbsvorteil. Andere

zur Gruppe gehörende Länder verfolgen

unsere Entwicklung sehr aufmerksam,

weil wir hier in Schweden damit

ganz neuen Boden betreten haben.“

Schnelle Implementierung

Die Anwendung wurde vom schwedischen

NetManage-Partner Comsel System

entwickelt. Der informationstechnologische

Teil der Installation wurde in

weniger als fünf Wochen abgeschlossen.

Die Fähigkeit der Software, auf Mainframe-

bzw. AS/400-Quellcodes in ihrer

ursprünglichen Form zugreifen zu können,

ohne vorhandene Daten oder Systeme

ändern zu müssen, war der entscheidende

Faktor für die schnelle Installation.

Der Server befindet sich in der

mittleren Schicht der dreistufigen Architektur

und dient als Mittler zwischen

dem Internetbenutzer und den Mainframe-Daten.

Darüber hinaus bietet er die

nötigen Verknüpfungen zum Füllen und

Betreiben der neuen Browser-gestützten

Benutzeroberfläche. „Am Pilotprojekt

waren anfangs ca. 20 Vertriebspartner

beteiligt, später wurde es auf rund 400

ausgedehnt. Die Erweiterung auf unsere

700 finnischen Vertriebspartner ist

bereits in Planung“, so Nordström weiter.

„Dieses Projekt wird AS/400-gestützt

sein, daher war die Zugriffsmöglichkeit

über mehrere Plattformen bei

unserer Entscheidung so wichtig.“

NetManage Software GmbH

D-82054 Sauerlach

� (+49) 08104/8902-0

� www.netmanage.com

49


März

50

GO NEXT

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen

erscheinen auch bisher

bekannte Dinge in einem neuen Licht.

Im Titelthema Benutzerorientierte

Softwarekonzepte beleuchten wir

neue und visionäre Möglichkeiten

zur Personalisierung von

Funktionen, Portale und der

Software-Ergonomie. Diese stehen

ebenso im Mittelpunkt wie die

Integration von traditioneller

Software in andere, auch Webbasierte

Systeme.

Die Marktübersicht widmet sich

dem Hardware-Thema Peripherie:

Massenspeicher und Spezialdrucker.

Für beide gelten die selben Anforderungen:

sie müssen, wenn es

darauf ankommt, viel auf einmal

verarbeiten können, die Daten sicher

behandeln und das alles noch

möglichst schnell erledigen.

April

+++ letzte meldung +++ letzte meldung +++ letzte meldung +++

Alles neu macht der...Februar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Beste folgt immer am Schluss,

deswegen wollen wir Ihnen eine

kleine Überraschung in eigener Sache

nicht länger vorenthalten: Während

der letzten Wochen haben wir trotz

Weihnachtsstress und Euro-

Einführung unseren Internet-Auftritt

www.midrangemagazin.de

überarbeitet und werden das

(hoffentlich gelungene) Ergebnis ab

Anfang Februar online stellen.

Neben einer besseren Übersichtlichkeit,

neuer Farbgestaltung und einigen

Neuheiten können Sie natürlich wieder

von den beliebten Features profitieren,

die Sie schon kennen. Das Highlight

unseres neuen Web-Auftritts ist dabei

eine marktumfassende Datenbank,

Verschiedene Rezepte zum e-Erfolg

finden Sie in der April-Ausgabe.

Im Titelthema ERP vs. New Economy

zeigen wir die unterschiedlichen

strategischen Möglichkeiten zur

Integration von SCM, CRM, B2B

und B2C und den Weg zum e-Business

für Entscheidungsträger auf. Die

teilweise gegensätzlichen Denkansätze

sorgen für Spannung.

In der Marktübersicht nehmen

wir direkten Bezug zum Titelthema

und stellen dort WWS- und

PPS-Anwendungen sowie

ERP-Lösungen aus der Sicht der

Anwender dar. Verschiedene

Firmen aus unterschiedlichen

Branchen stellen ihre Erfahrungen

aus der Praxis vor, daneben erhalten

Sie in der Marktübersicht einen

aktuellen Überblick über Anbieter

und Produkte.

der „Midrange Solution Finder“.

Darin sind sämtliche Anbieter mit

ihren Lösungen für den Mittelstand

vertreten. Im Gegensatz zu einer

statischen Print-Ausgabe ermöglichen

wir Ihnen online eine umfassende

Recherche- und Auskunftsmöglichkeit,

speziell nach Ihren Anforderungen.

Abonnenten profitieren zusätzlich*

vom überarbeiteten Web-Auftritt:

Aktuelle Ausgaben können online

gesucht und heruntergeladen werden.

Wir laden Sie herzlich ein, uns auf

unserer Seite zu besuchen!

Ihr Team vom I.T.P.-Verlag

*In diesem Monat gibt es dazu

noch eine spassige, schusssichere

und pfeilschnelle Abo-Prämie

(siehe Seite 45).

www.midrangemagazin.de Februar 2002

Inserenten

AETeam 33

AURA 23

B&N 21

BISON 2

EPOS 29

Index 43

iNTERNET EXPO 02 26

ISARIA 33

I.T.P. 13, 25, 35

KISSELS 17

MAGIC 9

MULTI SUPPORT 11

NetManage 52

SAPERION 7

SoftM 19

symtrax 5

TOOLMAKER 51

VEDA 15

WILSCH 33

Inserenten

Die Schweiz im Focus

ANTARES 15

EXOGEN 5

I.T.P. 16

Beilagen:

• I.T.P.-Verlag

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