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Jahresbericht 2012 - Berliner Krebsgesellschaft

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<strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>


Impressum<br />

Herausgeber: <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V.<br />

V.i.S.d.P.: Dr. Hubert Bucher<br />

Redaktion: Maren Müller<br />

Titelbild: Hörsaal im Kaiserin Friedrich-Haus<br />

Auflage: 1. Auflage, April 2013, 3 500 Exemplare<br />

Abbildungen: Kaiserin Friedrich-Stiftung (Titel)<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (Seite 4)<br />

Privat (Seite 6, 7, 24, 30, 44, 46, 52)<br />

BKG (Seite 17, 19, 20, 25, 29, 32, 33, 34, 37, 39, 42, 46,<br />

48, 49, 51, 58)<br />

Fotolia.com (Seite 21)<br />

Hinweise: Die Deutsche Nationalbibliothek hat die Netzpublikation<br />

„<strong>Jahresbericht</strong>“ archiviert. Diese ist dauerhaft auf dem<br />

Archivserver der Deutschen Nationalbibliothek verfügbar.


Inhalt<br />

1. Forschungsförderung .......................................................................... 5<br />

K Die Onkologie braucht erstklassige Forschung .................................. 5<br />

K Geförderte Forschungsprojekte in <strong>2012</strong> ............................................ 8<br />

K Stipendienprogramme ..................................................................... 15<br />

K Curt Meyer-Gedächtnispreis <strong>2012</strong> ................................................... 17<br />

2. Fortbildung ........................................................................................ 19<br />

K Zuschüsse zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen ............... 19<br />

K 21. Seminar für die Pflegeberufe in der Onkologie ........................... 19<br />

K Wissenschaftliches Symposium ....................................................... 21<br />

3. Beratung ............................................................................................ 22<br />

K Beratung und Unterstützung für Krebspatienten und Angehörige .... 22<br />

K Unterstützende Kurs- und Gruppenangebote .................................. 24<br />

K Hilfen für Kinder krebskranker Eltern ................................................ 27<br />

K Kooperation mit der Loni und Hans Faust-Stiftung .......................... 29<br />

K Förderungen im Rahmen der Krebsnachsorge ................................ 30<br />

4. Prävention .......................................................................................... 32<br />

K „5 am Tag für Kids“ ging in die 10. Runde ....................................... 32<br />

K Hautschutz – Tipps für Sonnenbader .............................................. 34<br />

K Berlin qualmfrei ............................................................................... 35<br />

5. Information ......................................................................................... 36<br />

K Aufklärung tut Not: 5. Krebsaktionstag ............................................ 36<br />

K Frischer Look unter alter Adresse .................................................... 38<br />

K Unsere Drucksachen <strong>2012</strong> .............................................................. 39<br />

K Unser Informationsstand ................................................................. 39<br />

K Schirmherrschaft ............................................................................. 40<br />

6. Organisation ...................................................................................... 41<br />

K Mitglieder ........................................................................................ 41<br />

K Krebsstiftung Berlin gegründet ....................................................... 42<br />

K Vorstand ......................................................................................... 44<br />

K Mitarbeiter ....................................................................................... 46<br />

7. Spenden, Nachlässe und Fundraising .............................................. 47<br />

K Unser Umgang mit Spenden ........................................................... 47<br />

K Informationsabende zu Erbrecht und Patientenverfügung ................ 47<br />

K Benefiz-Events ................................................................................ 48<br />

K Spenden zu besonderen Anlässen .................................................. 53<br />

8. Finanzen ............................................................................................. 54<br />

K Finanzbericht <strong>2012</strong> .......................................................................... 56<br />

K Haushaltsplan 2013 ........................................................................ 57<br />

3


Vorwort<br />

Vielfältige Aktivitäten zum Wohle krebskranker Menschen haben das Jahr<br />

<strong>2012</strong> geprägt. Besonders herausstellen möchte ich die Gründung der<br />

Krebsstiftung Berlin, mit deren Hilfe wir noch mehr Menschen im Kampf<br />

gegen den Krebs mobilisieren möchten. Unterstützt von einem prominent<br />

besetzten Stiftungskuratorium mit sechs namhaften Persönlichkeiten aus<br />

Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur werden von der Stiftung zusätzliche<br />

Impulse und Initiativen ausgehen, die wir gerade vor dem Hintergrund der<br />

steigenden Neuerkrankungsraten dringend benötigen.<br />

Großes mediales Interesse fand auch unser Engagement für die Verbesserung<br />

der Lebenssituation von Kindern, deren Eltern oder andere nahestehende<br />

Bezugspersonen an Krebs erkrankt sind. Das Schicksal dieser Kinder berührt<br />

viele Menschen und wir sind froh, dass wir das Projekt „Hilfen für Kinder<br />

krebs kranker Eltern“ in unser Beratungsangebot integrieren konnten.<br />

Dieses Projekt ist aber nur eines von vielen Hilfs angeboten der <strong>Berliner</strong> Krebs -<br />

gesellschaft. Insgesamt beobachten wir schon heute einen wachsenden Be -<br />

darf an Beratung und Unterstützung. Denn einer seits erkranken aufgrund der<br />

demografischen Entwicklung immer mehr Men schen an Krebs. Anderer seits<br />

können Dank des medizinischen Fort schritts auch immer mehr Menschen<br />

länger mit ihrer Krebserkrankung leben.<br />

Mehr denn je sind wir deshalb auf Ihre Unterstützung angewiesen. Den vielen<br />

ehrenamtlichen Helfern, die sich trotzt ihrer oftmals eigenen Erkrankung für<br />

andere einsetzen, gilt an dieser Stelle mein ganz besonderer Dank. Ebenso<br />

herzlich möchte ich mich bei allen bedanken, die uns in der Vergangenheit<br />

mit einer finanziellen Zuwendung unterstützt haben oder dies in Zukunft tun<br />

werden. Ohne Sie alle könnten wir nicht so viel Gutes für Krebsbetroffene in<br />

Berlin bewirken.<br />

4<br />

Mit den besten Wünschen<br />

Ihr<br />

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter M. Schlag<br />

Vorsitzender der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong>


1. Forschungsförderung<br />

Die Onkologie braucht erstklassige Forschung<br />

Paragraph 2.4 unserer Satzung lautet: „Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> hat die<br />

Aufgabe, die wissenschaftliche Krebsforschung in angemessenem Umfang zu<br />

betreiben, zu fördern und zu unterstützen.“ Wir erfüllen diesen Anspruch,<br />

indem wir wissenschaftliche Projekte mit einer Anschubfinanzierung in Höhe<br />

von bis zu 40 000 Euro zum Start verhelfen.<br />

In den geförderten Projekten geht es vielfach um die anwendungsorientierte<br />

Grundlagenforschung zur Krebsentstehung oder um die Entwicklung neuer<br />

Diagnostik- und Therapieformen sowie um die Weiterentwicklung bereits<br />

bestehender Thera pien. Neben der Förderung der Grundlagenforschung<br />

und der klinischen For schung, werden auch Projekte aus der trans latio nalen<br />

Onko logie gefördert, um die Umsetzung neuer Erkenntnisse in klinische<br />

Krebs therapien zu beschleunigen. Im Berichtsjahr war es der <strong>Berliner</strong> Krebs -<br />

gesell schaft möglich, 27 Forschungsprojekte zu fördern. Im Folgenden stellen<br />

wir Ihnen ein Projekt aus der Grundlagen forschung und ein Projekt aus der<br />

trans lationalen Forschung vor.<br />

Die Förderung im Überblick<br />

Forschungsgebiete<br />

Grundlagen- Klinische Translationale Gesamt<br />

forschung Forschung Forschung<br />

Onkologie 9 8 6 23<br />

Kinderonkologie 2 1 1 4<br />

Gesamt 11 9 7 27<br />

5


PD Dr. med. Christian Scholz<br />

1. Forschungsförderung<br />

Lungenkrebs:<br />

Neue Angriffspunkte im Blickfeld<br />

6<br />

Bei vielen Tumoren ist ein Signalweg namens PI3K/AKT/mTOR<br />

aktiviert, so auch beim Lungenkrebs. Diese dauerhafte Aktivie -<br />

rung trägt zu einem unkon trollierten Wachstum bösartiger Zellen<br />

und zum Schutz vor Zelltod bei. Sie tritt insbesondere bei<br />

Patienten auf, bei denen der sogenannte „epidermale Wachs -<br />

tumsfaktor-Rezeptor“ (EGF-Rezeptor) mutiert ist. Das betrifft rund<br />

zehn bis 15 Prozent aller Lungenkrebspatienten. Medika mente,<br />

die den EGF-Rezeptor hemmen und dadurch die Wachstums -<br />

signale unter binden, gibt es zwar. Allerdings wird die Lungen -<br />

krebserkran kung bei der Mehrheit der Patienten nach etwa<br />

einem Jahr unempfind lich gegen diese Medikamente.<br />

Wissenschaftler suchen deshalb nach neuen Angriffspunkten, zumal die EGFR-<br />

Mutation nur eine der möglichen Ursachen für die dauerhafte Aktivierung des<br />

PI3K/AKT/mTOR-Signalwegs ist. Aus diesem Grund wurden bereits Hemm -<br />

stoffe (Inhibitoren) entwickelt, die an mehreren Stellen des weit verzweigten<br />

Signalwegs eingreifen. Im Rahmen eines von der <strong>Berliner</strong> Krebs gesellschaft<br />

geförderten Forschungsprojektes haben Krebsforscher um PD Dr. Christian<br />

Scholz vom Charité Centrum 14 für Tumormedizin zwei dieser neuen Hemm -<br />

stoffe an Zellkulturen getestet und mit der Substanz „Evero li mus“ verglichen.<br />

Everolimus ist bereits zur Behandlung des fort geschrittenen Nierenzell karzi -<br />

noms zugelassen. Dabei zeigte sich, dass Everolimus nur das relativ weit<br />

unten im Signalweg stehende Eiweiß mTOR teilweise hemmt. Die neuen<br />

Substanzen NVP-BKM120 und NVP-BEZ235 blockieren dagegen die weit<br />

oben im Signalweg stehende PI3-Kinase vollständig. NVP-BEZ235 hemmt<br />

darüber hinaus noch mTOR komplett.<br />

Damit konnten die Charité-Wissenschaftler ihre Hypothese bestätigen: Die<br />

Unterschiede hinsichtlich der Hemmung des Zellwachstums waren zwar nicht<br />

sehr groß. Aber die neuen Substanzen können eindeutig besser Zelltod ver -<br />

ursachen und hemmen darüber hinaus weitere wichtige Funktionen der<br />

Krebs zellen. Die beiden Substanzen befinden sich derzeit in klinischen<br />

Studien und könnten auch für die Behandlung anderer Krebserkrankungen<br />

von Bedeutung sein.


1. Forschungsförderung<br />

Leukämie im Kindesalter:<br />

Hoffnung auf neue Wirkstoffkombination<br />

Die akute lymphoblastische Leukämie (ALL) im Kindesalter ist<br />

mit Chemotherapie inzwischen gut behandelbar. 95 Prozent<br />

der betroffenen Kinder sprechen auf die Erstbehandlung an.<br />

Allerdings erleidet jedes fünfte Kind innerhalb von zwei bis drei<br />

Jahren ein Rezidiv. Die Dosis der Chemotherapie einfach zu<br />

erhöhen, ist toxizitätsbedingt nicht möglich. Deshalb haben<br />

Kinderonkologen um Professor Karl Seeger von der Klinik für<br />

Pädiatrie mit Schwer punkt Onkologie und Hämatologie der<br />

Charité eine neue Substanz kombination erforscht, mit der sie<br />

die Wirkung der Chemotherapie verstärken wollen. Bei ihren<br />

Forschungsarbeiten im Labor haben die Wissenschaftler etab -<br />

lierte Zytostatika, also Chemotherapie, mit den Substanzen<br />

Histondeacetylaseinhibitoren (HDACi) und Proteasom-Inhibitoren<br />

kombiniert.<br />

Prof. Dr. rer. nat.<br />

Dr. med. Karl Seeger<br />

HDAC-Inhibitoren sind eine relativ neue Wirkstoffgruppe, die zum Beispiel in<br />

Form von Valproinsäure zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird, aber<br />

inzwischen auch in der Krebsforschung eine große Rolle spielt. Bei dem<br />

Proteasom-Inhibitor Bortezomib handelt es sich um ein Medikament, das<br />

bereits zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen ist. Beide Medi -<br />

kamente beeinflussen das Stoffwechselgeschehen der Tumorzelle, so dass<br />

die Chemotherapie besser greifen kann.<br />

Das jedenfalls legen auch die Untersuchungsergebnisse der Kinderonkologen<br />

nahe: Sowohl in Zellkulturen als auch im Mausmodell wurde das Wachstum<br />

der Leukämiezellen durch die neue Kombination besonders gut gehemmt. So<br />

ließ sich die Zahl der vitalen Leukämiezellen durch die Kombinations behand -<br />

lung weitaus besser reduzieren als mit der Chemotherapie allein.<br />

Aufgrund der vielversprechenden präklinischen Daten soll die neue Wirkstoff -<br />

kombination demnächst im Rahmen einer großen europaweiten Studie klinisch<br />

erforscht werden. Die Wissenschaftler haben berechtigte Hoffnung, dass die<br />

Kinder gut auf die neue Wirkstoffkombination ansprechen werden.<br />

7


1. Forschungsförderung<br />

Geförderte Forschungsprojekte in <strong>2012</strong><br />

Analyse des Mikromilieus von transformierten und nicht-transformierten<br />

follikulären Lymphomen<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CCM)<br />

Institut für Pathologie<br />

Prof. Dr. med. Ioannis Anagnostopoulos<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 27 000 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

(Aus)Sicht medizinischer Akteure auf die Versorgung schwerstkranker<br />

und sterbender Menschen im Krankenhaus – eine qualitative Unter -<br />

suchung<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)<br />

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie<br />

und Tumorimmunologie<br />

Dipl.-Psych. Asita Behzadi, Dr. med. Peter Thuss-Patience, Anja Hermann<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 40 000 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

Charakterisierung zinc finger E-box binding homeobox 1<br />

(ZEB1)-vermittelter epithelialmesenchymaler Transition (EMT) in<br />

Glioblastomen (GBM) unter Berücksichtigung molekularer Subtypen<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CCM)<br />

Klinik für Neurologie<br />

Dr. med. Philip Euskirchen, Prof. Dr. med. Christoph Harms<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 33 278 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

Tiefen-Analysen des T-Zellrezeptor-Repertoires nach allogener Stamm -<br />

zelltransplantation bei Patienten mit Graft versus Host Disease (GvHD)<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CBF)<br />

Institut für Pathologie – Experimentelle Hämatopathologie<br />

Prof. Dr. med. Michael Hummel, Dr. med. Volkhardt Seitz,<br />

Prof. Dr. med. Lutz Uharek<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 19 000 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

8


1. Forschungsförderung<br />

Systempathologische Analyse von Lungenkrebs-Signalnetzwerken<br />

mit Massenspektrometrie-basierter Proteomik<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CCM)<br />

Institut für Pathologie<br />

Dr. med. Dipl. Phys. Frederick Klauschen<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 40 000 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

Pathogenetische Mechanismen und biologische Risikofaktoren<br />

für eine ZNS-Beteiligung bei diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)<br />

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie<br />

und Tumorimmunologie<br />

PD Dr. med. Agnieszka Korfel, Dr. med. Stephan Kreher,<br />

Prof. Dr. med. Clemens A. Schmitt, PD Dr. med. Korinna Jöhrens<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 40 000 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

C/EBPß in gastric homeostasis and cancer<br />

Humboldt-Universität zu Berlin,<br />

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Institut für Biologie<br />

Prof. Dr. rer. nat. Achim Leutz<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 40 000 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

Implikationen von Chromatin-Dysregulation und Expression linien -<br />

fremder Gene für Pathogenese und Entwicklung neuer Therapie -<br />

strategien des anaplastisch-großzelligen Lymphoms (ALCL)<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)<br />

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und<br />

Tumorimmunologie<br />

Dr. med. Stephan Mathas<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 40 000 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

9


1. Forschungsförderung<br />

Lin41, a new partner for p53 in stem cells and possibly cancer stem<br />

cells of the CNS<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CBF)<br />

Institut für Zell- und Neurobiologie<br />

Gregory Wulczyn<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 34 740 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

Retrospektive Risikoanalyse bei Patienten in einem frühen Stadium<br />

eines Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs bzw. des<br />

Magens<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CBF)<br />

Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie<br />

PD Dr. med. Severin Daum<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 20 759 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

Funktionelle Charakterisierung der Rolle von PIGF als prognostischer<br />

Parameter, therapeutisches Zielmolekül und Resistenzmarker für<br />

neuroendokrine Tumoren<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK/CBB)<br />

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hepatologie und Gastroenterologie<br />

Dr. med. Christian Fischer, Dr. med. Katharina Detjen,<br />

Prof. Dr. med. Marianne Pavel<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 39 999 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

Transkriptionsanalyse an Tumorzellen bei Mycosis fungoides<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CCM)<br />

Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie<br />

Daniel Humme<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 37 552 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

10


1. Forschungsförderung<br />

Identification and characterisation of spliced peptide tumor epitopes<br />

in human melanoma<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CCM)<br />

Institut für Biochemie<br />

Prof. Dr. rer. nat. Peter-Michael Kloetzel<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 40 000 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

Navigierte repetitive transkranielle Magnetstimulation zur präoperativen<br />

Klärung der funktionellen Anatomie bei Patienten mit Tumoren des<br />

Sprachkortex<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)<br />

Klinik für Neurochirurgie<br />

Dr. med. Thomas Picht<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 25 680 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

Maldistribution in der Tumorzirkulation:<br />

Bedeutung der vaskulären Signalforschung<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CBF)<br />

Institut für Physiologie<br />

Prof. Dr. med. Axel Radlach Pries, Dr. med. Andreas Zakrzewicz<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 38 000 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

Dysregulation des PI3-Kinase/AKT/mTOR-Signalnetzwerks bei<br />

Lungenkarzinomen<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)<br />

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und<br />

Tumorimmunologie<br />

PD Dr. med. Christian Scholz<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 40 000 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

11


1. Forschungsförderung<br />

Validierung putativer Suszeptibilitätsgene des TMPRSS2-ERG<br />

positiven Prostatakarzinoms<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CCM)<br />

Klinik für Urologie<br />

PD Dr. med. Steffen Weikert, Prof. Dr. med. Kurt Miller<br />

Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Urologie<br />

Prof. Dr. med. Mark Schrader, Manuel Lüdeke<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 37 933 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

Die Rolle des Apelin/APJ-Signalweges in der Pathogenese<br />

von Hirntumoren<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CCM)<br />

Institut für Neuropathologie<br />

Dr. sc. nat. Roland Kälin<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 20 000 Euro<br />

Förderzeitraum 2010 – <strong>2012</strong><br />

Erfassung später Therapie-assoziierter Neurotoxizität<br />

bei Patienten mit primärem ZNS Lymphom (PCNSL) mit Hilfe<br />

standardisierter neuropsychologischer Testung und Schädel-MRT<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CBF)<br />

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie<br />

PD Dr. med. Agnieszka Korfel, PD Dr. med. Kristoph Jahnke<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 29 000 Euro<br />

Förderzeitraum 2010 – <strong>2012</strong><br />

Die Rolle des Transkriptionsfaktors ATF5 bei der molekularen<br />

Pathogenese diffus großzelliger Lymphome vom aktivierten B-Zell Typ<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)<br />

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und<br />

Tumorimmunologie<br />

Prof. Dr. med. Georg Lenz<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 29 200 Euro<br />

Förderzeitraum 2010 – <strong>2012</strong><br />

12


1. Forschungsförderung<br />

Prospektive Beobachtungsstudie zur systematischen und<br />

standardi sierten Erfassung psychischer Belastungen bei Angehörigen<br />

von Krebspatienten und Prüfung des Interventionseffekts der Beratung<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Charité Comprehensive Cancer Center<br />

Dr. rer. nat Ute Goerling<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 40 000 Euro<br />

Förderzeitraum 2010 – 2013<br />

Prospektive Beobachtungsstudie zum Einfluss der ambulanten<br />

psychoonkologischen Beratung auf das psychische Befinden der<br />

Patienten mit einer Krebserkrankung<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Charité Comprehensive Cancer Center<br />

Dr. rer. nat. Ute Goerling<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 40 000 Euro<br />

Förderzeitraum 2008 – 2013<br />

Prospektive randomisierte Vergleichsstudie präoperative<br />

Kurzzeit-Radiotherapie versus Langzeit-Radiochemotherapie<br />

beim uT2-3 Rektumkarzinom<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Charité Comprehensive Cancer Center<br />

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter M. Schlag<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CCM/CVK)<br />

Klinik für Strahlentherapie<br />

Prof. Dr. med. Volker Budach<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 1 058 852,25 Euro<br />

Förderzeitraum 2004 – 2013<br />

13


1. Forschungsförderung<br />

Kinderkrebs<br />

Fertilität nach Chemo- und Strahlentherapie im Kindes- und Jugendalter,<br />

FeCt-Longitudinalstudie<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)<br />

Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie<br />

PD Dr. med. Anja Borgmann-Staudt, Prof. Dr. med. Dr. h. c. Günter Henze<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 57.600 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

Entwicklung eines Interaktionsinhibitors für das Leukämie-spezifische<br />

Fusionsprotein ETV6/RUNX1 zur Therapie der akuten lymphoblastischen<br />

Leukämie (ALL) im Kindesalter<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)<br />

Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie<br />

Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Karl Seeger<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CBB)<br />

Institut für Physiologie<br />

PD Dr. rer. medic. Robert Preissner<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 60 000 Euro<br />

Förderzeitraum 2011 – <strong>2012</strong><br />

Chemotherapieresistenz durch XIAP beim Neuroblastom:<br />

Posttransskriptionelle Regulation der XIAP Expression<br />

durch alternative Translationsinitiation<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CVK)<br />

Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie<br />

PD Dr. med. Patrick Hundsdörfer<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 75 000 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

Genomweiter molekulargenetischer Nachweis von DNA Copy Number<br />

Variations (CNV), SNPs und somatischen Mutationen in atypischen<br />

Teratoid-/Rhabdoidtumoren (AT/RT)<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin (CCM)<br />

Institut für Neuropathologie<br />

PD Dr. med. Arend Koch<br />

Gesamtfördersumme für Sach- und Personalmittel: 31 000 Euro<br />

Förderzeitraum <strong>2012</strong> – 2013<br />

14


1. Forschungsförderung<br />

Stipendienprogramme<br />

Ernst von Leyden-Stipendium<br />

Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> vergibt seit vielen Jahren an junge Wissen -<br />

schaftler aus dem Ausland, die an den Instituten Berlins tätig wer den wollen,<br />

das Ernst von Leyden-Stipendium. Damit soll speziell die internationale<br />

Ver net zung von Forschungskollegen aus dem Fachgebiet der Tumor medizin<br />

ge för dert werden. Das Stipendium wird für engagierte und innovative For -<br />

schungs tätigkeit in der Onkologie gewährt. Im Berichtsjahr erhielten drei<br />

Stipendiaten diese einzigartige Förderung.<br />

Ernst von Leyden-Stipendiaten:<br />

Anna Puggina B. Sc. (Italien)<br />

Instituto Nationale Tumori Mailand<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie<br />

Forschungsthema: Characterization of circulating tumor cells on<br />

non-small-cell lung cancer patients<br />

Dr. med. Alex Marki (Ungarn)<br />

Research associate, Department of Physiology and Gerontology,<br />

University of Pécs<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Institut für Physiologie<br />

Forschungsthema: Role of endothelial surface layer<br />

in metastatic cell extravasation<br />

Thomas Broggini (Schweiz)<br />

ETH Zürich<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Institut für Experimentelle Neurochirurgie<br />

Forschungsthema: Characterization of<br />

angiogenic mechanisms in a haematogenous<br />

spinal metastasis model<br />

15


1. Forschungsförderung<br />

Promotionsstipendium<br />

Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> möchte Studenten der Medizin und ver wandter<br />

Disziplinen ein konzentriertes und erfolgreiches Studium ermöglichen und sie<br />

darüber hinaus für das Fachgebiet der Onkologie gewinnen. Aus diesem<br />

Grund hat die Gesellschaft 2003 ein Stipendienprogramm für Dokto randen<br />

eingerichtet, die sich mit der Absicht tragen, auf dem Gebiet der Tumor -<br />

medizin zu promovieren. <strong>2012</strong> haben drei Doktoranden von dieser Möglich -<br />

keit Gebrauch gemacht.<br />

Promotionsstipendiaten:<br />

Alexander Arnold<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Neuropathologie<br />

Promotionsthema:<br />

Molekulargenetischer Nachweis von DNA Copy Number Variations (CNV),<br />

LOHs, SNPs und somatischen Mutationen in cholangiozellulären Karzinomen<br />

Maria Gall<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Klinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie<br />

Promotionsthema:<br />

Der Einfluss einer zunehmenden intravenösen versus intraperitonealen<br />

Applikation der Substanzen 9,10-dihydroxy-1,4-dihydroanthracene-1,4-dione<br />

und Emodin auf das intra- und extraperitoneale Wachstum von fortge schrit te -<br />

nen Tumoren in der konventionellen Chirurgie bei Ratten<br />

Stefan Meltendorf<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Pathologie<br />

Promotionsthema:<br />

Untersuchung zur Rolle der Phosphatase (PTPN11) im onkogenen<br />

RAS-Signaltransduktionsweg<br />

16


1. Forschungsförderung<br />

Curt Meyer-Gedächtnispreis <strong>2012</strong><br />

Seit 1988 verleiht die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> den Curt Meyer-Gedächtnis -<br />

preis an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an <strong>Berliner</strong><br />

Forschungseinrichtungen tätig sind. Er wird für herausragende Arbeiten<br />

auf dem Gebiet der klinischen, experimentellen und translationalen Krebs -<br />

forschung vergeben. Der mit 10 000 Euro dotierte Forschungspreis zählt zu<br />

den hoch dotierten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Krebsmedizin in<br />

Deutschland.<br />

Im Berichtsjahr ging der Preis an zwei Wissenschaftlerinnen von der Charité –<br />

Universitätsmedizin Berlin und vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare<br />

Medizin (MDC) Berlin-Buch. Ihnen ist es gelungen, eine neue Untergruppe<br />

von Lymphompatienten zu identifizieren, was für künftige zielgerichtete Krebs -<br />

therapien von großer Bedeutung ist. Für diese Entdeckung wurden die for -<br />

schende Klinikerin Dr. med. Julia Kase (Charité) und die Naturwissen schaft -<br />

lerin Hua Jing (MDC) ausgezeichnet.<br />

Erfolgreiche Nachwuchsforscherinnen: Hua Jing (28), Naturwissenschaftlerin am MDC, und Dr. Julia Kase (30),<br />

Onkologin an der Charité. Prof. Manfred Dietel (links) und Prof. Peter M. Schlag (rechts) von der <strong>Berliner</strong> Krebs -<br />

gesell schaft überreichten den mit 10 000 Euro dotierten Curt Meyer-Gedächtnispreis.<br />

17


1. Forschungsförderung<br />

Im Jahr 2009 begannen die beiden Wissenschaftlerinnen ihre Forschungs -<br />

arbeit im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der Charité und dem<br />

MDC unter der Leitung von Prof. Dr. med. Clemens A. Schmitt, Direktor des<br />

molekularen Krebsforschungszentrums der Charité und Forschungsgruppen -<br />

leiter am MDC. Ihren Verdacht, dass NF-kappaB in einem bestimmten Setting<br />

benötigt wird, damit die Chemotherapie das Wachstums-Stopp-Programm<br />

auslösen kann, konnten die Krebsforscherinnen zunächst an einem Lym phom -<br />

modell bestätigen. Daraufhin haben sie am Tiermodell die genetischen Bedin -<br />

gungen humaner Lymphomerkrankungen nachgestellt und verschiedene<br />

Netzwerkeinbettungen bzw. Verschaltungen von NF-kappaB überprüft.<br />

Durch eine Reihe von funktionellen Untersuchungen und das Zurückspielen<br />

der Tiermodelldaten auf reale Patientendaten gelang es den beiden Krebs -<br />

forscherinnen, eine bisher unbekannte klinisch relevante Gruppe von Lym -<br />

phompatienten zu identifizieren. Bei dieser Gruppe liegen andere Verschal -<br />

tungen des Signalwegs vor, die zu einem anderen biologischen Verhalten<br />

des Tumors führen, als es normalerweise der Fall ist. Bis zur Publikation* der<br />

Forschungsarbeit wurde allgemein erwartet, dass die Hemmung des offen -<br />

sicht lich ungünstigen Signalwegs eine gute Therapiestrategie ist. Jetzt sagen<br />

die Daten: bevor Lymphompatienten Hemmstoffe erhalten, sollten die mole -<br />

kularen Zusammenhänge geklärt werden.<br />

Über den Curt Meyer-Gedächtnispreis<br />

Der Preis dient dem ehrenden Gedächtnis an den <strong>Berliner</strong> Senatsrat Dr. med.<br />

Curt Meyer (1891–1984). Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V. ist aus dem<br />

Landesausschuss Berlin für Krebsbekämpfung e.V. hervorgegangen, dessen<br />

Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender Dr. Curt Meyer war.<br />

* Publikation: Opposing roles of NF-kB in anti-cancer treatment outcome unveiled by<br />

cross-species investigations. Jing H, Kase J, Dörr JR, Milanovic M, Lenze D, Grau M,<br />

Beuster G, Ji S, Reimann M, Lenz P, Hummel M, Dörken B, Lenz G, Scheidereit C,<br />

Schmitt CA, Lee S. Genes Dev. 2011 Oct 15;25(20):2137-46. doi: 10.1101/gad.17620611.<br />

Epub 2011 Oct 6. PMID: 21979374 [PubMed - indexed for MEDLINE]<br />

18


2. Fortbildung<br />

Zuschüsse zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen<br />

Das Reisestipendium der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> unterstützt Mitarbeiter<br />

<strong>Berliner</strong> Kliniken mit einem finanziellen Zuschuss, wenn sie die Ergebnisse<br />

ihrer Forschung auf einer Fachveranstaltung präsentieren wollen. Mit einem<br />

einmaligen Zuschuss zu den Reisekosten oder den Teilnahmegebühren<br />

wollen wir jungen Ärzten und Pflegekräften die Möglichkeit geben, sich weiter -<br />

zubilden und ihre eigene wissenschaftliche Tätigkeit darzustellen. Gefördert<br />

wird daher nur eine aktive Teilnahme (eigener Vortrag, Posterpräsentation).<br />

Im Berichtsjahr unterstützte die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> neun Personen<br />

mit einem Zuschuss.<br />

21. Seminar für die Pflegeberufe in der Onkologie<br />

Die Vorträge des 21. Seminars für die<br />

Pflegeberufe am 5. September <strong>2012</strong><br />

standen unter der inhaltlichen<br />

Klammer „Pflege rische Beratungs -<br />

kompe tenz in der Onkologie“. Das<br />

Seminar wurde von der Pflege dienst -<br />

leitung des Centrums für Tumor -<br />

medizin der Charité, Judith Heepe,<br />

ausgerichtet und bot ein großes<br />

Themen spek trum. Die wissen schaft -<br />

liche Leitung übernahm Prof. Dr. Dr.<br />

Peter M. Schlag, Direktor des Charité<br />

Comprehensive Cancer Centers.<br />

Dr. med. Thuss-Patience von der<br />

Charité moderierte durch den Tag.<br />

Dr. med. Thuss-Patience und Judith Heepe<br />

Ziel des Seminars war es, die Abläufe, und Schwierigkeiten, die Pflegende<br />

in ihrem Pflegealltag mit Krebspatienten bewältigen müssen, anzusprechen.<br />

Dafür wurden alle Berufsgruppen, die in den Pflegeprozess eingebunden sind,<br />

an der Darstellung beteiligt. 130 Pflegekräfte nahmen teil.<br />

19


2. Fortbildung<br />

Marit Petschinka, onkologische Fachschwester an der Charité, berichtete<br />

beispielsweise über ein Problem, das offenbar viele Krebspatienten trifft:<br />

Mangelernährung. Mangelernährung kann weitreichende Folgen auf den<br />

Gesundheitszustand und die Lebensqualität haben. Die Charité hat deshalb<br />

ein Ernährungs-Screening-Tool eingeführt, mit dem gefährdete Patienten<br />

gleich bei der Aufnahme identifiziert werden können. Auf diese Weise soll<br />

einer Mangelernährung von Anfang an entgegengewirkt werden.<br />

Wie Versorgungsbrüche bei der Entlassung von Patienten vermieden werden<br />

können, darüber berichtete Alexander Starke. Starke arbeitet als Patienten -<br />

manager an der Medizinischen Klinik für Hämatologie und Onkologie der<br />

Charité und präsentierte, wie ein Krankenhaus eine nahtlose Versorgung im<br />

Anschluss an die stationäre Behandlung sicherstellt. Seine Ausführungen<br />

waren von großem Interesse für die anderen Teilnehmer und regten zum<br />

Nach denken über das Entlassungsmanagement im eigenen Krankenhaus an.<br />

Onkologische Fachpflegekräfte sind auch gefordert, wenn es um den Umgang<br />

mit der Angst der Patienten geht. Sie verbringen die meiste Zeit am Bett des<br />

Kranken und sind besonders mit den Nöten und Stimmungen der Patienten<br />

konfrontiert. Mit ihrem Vortrag über „Progredienzangst“ konnte Asita Behzadi<br />

die Zuhörer offenbar besonders begeistern. Die Psychoonkologin der Charité<br />

machte noch einmal deutlich, dass es sich bei der Angst von Krebs patienten<br />

um keine psychiatrische Diagnose handelt, sondern um eine ganz natürliche<br />

Reaktion auf eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Ihre Präsentation<br />

wurde zum besten Vortrag des Tages gewählt.<br />

20<br />

Glückwunsch! Gleich zu<br />

Beginn wurde der beste<br />

Referent aus dem Vorjahr<br />

aus gezeichnet. PD Dr. med.<br />

Volker Schilling, Vivantes<br />

Klinikum Neukölln, freute<br />

sich über die Anerkennung,<br />

überreicht von Prof. Dr. med.<br />

Petra Feyer, stell vertretende<br />

Vorsitzende der <strong>Berliner</strong><br />

Krebs gesell schaft e.V.


2. Fortbildung<br />

Wissenschaftliches Symposium zum Thema<br />

„Impfprävention bei Krebs – wo stehen wir derzeit?“<br />

Humane Papillomviren (HPV) können<br />

Gebärmutterhalskrebs auslösen. Und<br />

dank dieser Entdeckung gibt es seit<br />

2007 eine Impfung gegen das Zervix -<br />

karzinom. Unter der Leitung des<br />

Gynäkologen Prof. Dr. Achim Schneider<br />

M.P.H. von der Frauenklinik der Charité<br />

hat die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> am<br />

26. September <strong>2012</strong> ein Sympo sium<br />

mit dem Titel „Impfprävention bei Krebs<br />

– wo stehen wir derzeit?“ abge halten,<br />

mit dem eine Nutzenbewertung der<br />

Impfung auf der Grundlage aktueller<br />

empirischer Daten vorgenommen<br />

wurde. Darüber hinaus war das Ziel des<br />

Abends, erwar tete Effizienzen der Impf -<br />

prophylaxe für die Zukunft darzustellen.<br />

Der HPV-Impfstoff ist für beide Geschlechter ab<br />

neun Jahren zugelassen. In Deutschland wird die<br />

Impfung offiziell für 12- bis 17-jährige Mädchen<br />

zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs empfohlen.<br />

So machten die referierenden Krebsexperten der Charité an diesem Abend<br />

nicht nur deutlich, dass die Inzidenzraten für Krebsvorstufen sowie den<br />

Gebärmutterhalskrebs nach Einführung der Impfung rückläufig sind, sondern<br />

dass darüber hinaus auch große Hoffnung besteht, mit der HPV-Impfung<br />

noch weitere Krebserkrankungen verhindern zu können. Denn krebsaus lö sen -<br />

de HP-Viren konnten mittlerweile auch bei Anal-, Penis- und Vulvakarzinomen<br />

nachgewiesen werden, ebenso bei einer Reihe von Hals-Kopf-Tumoren,<br />

darunter Tonsillen-, Speicheldrüsen- und Kehlkopfkrebs.<br />

Zusammenfassend konnte der Nutzen der HPV-Impfung für die anwesenden<br />

niedergelassenen Frauenärzte und Kinderärzte, aber auch Internisten als sehr<br />

groß herausgestellt werden. Andererseits gibt es für die niedrige Impfbereit -<br />

schaft, so berich teten die Teilnehmer selbst, viele Gründe. Eine der Haupt -<br />

ursachen sei das Fehlen eines staatlichen Impfprogramms in Deutschland.<br />

21


3. Beratung<br />

Beratung und Unterstützung für<br />

Krebspatienten und Angehörige<br />

„Wie kann ich nach langer Krankheit wieder in meinen beruflichen<br />

Alltag zurückfinden?“<br />

„Ich fühle mich überfordert mit der gesamten Bürokratie,<br />

die ich jetzt zu bewältigen habe.“<br />

Mit diesen und weiteren Fragen und Problemen wenden sich Krebserkrankte<br />

an das Beratungsteam der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong>, einen Arzt und einer<br />

Sozialpädagogin, beide mit psychoonkologischer Zusatzqualifikation.<br />

Darüber hinaus registrieren Erkrankte während der Krankheits- und Therapie -<br />

phase nicht selten Unstimmigkeiten in ihrer per sön lichen Lebensplanung. In<br />

der psychoonkologischen Beratung werden Impulse gegeben, bisherige Ziele<br />

neu zu überdenken und Alternativen zu entwickeln.<br />

Ein Schwerpunkt der Beratung <strong>2012</strong> war die berufliche Wiedereingliederung<br />

nach der Behandlung. Krankheitsbedingt langes Fernbleiben vom Arbeitsplatz<br />

und eventuell noch vorhandene Einschränkungen sowie hohe Anforderungen<br />

im bisherigen beruflichen Umfeld führen häufig zu Verunsicherung im Hin blick<br />

auf die berufliche Perspektive. So steht das Thema Wiedereingliederung in<br />

den Arbeitsmarkt gerade für jüngere Menschen im Mittelpunkt der Bera tung.<br />

Ziel der Beratung ist hierbei, die Betroffenen darin zu unterstützen, ihre eige -<br />

nen Fähigkeiten und Kompetenzen besser einschätzen und akzeptieren zu<br />

können. Ferner beinhaltet die Beratung das Informieren über Einstiegshilfen<br />

wie medizinische und berufliche Rehabilitation, das sogenannte Hamburger<br />

Modell oder die Möglichkeit der Begleitung durch Integrationsfachdienste.<br />

Die Informationsveranstaltung zum Thema „Nach Therapie zurück ins Berufs -<br />

leben“ bot den Betroffenen die Möglichkeit, sich ausführlich mit dieser Frage -<br />

stellung auseinanderzusetzen und mit Fachreferenten des Integrationsfach -<br />

dienstes zu diskutieren. Die maximal mögliche Teilnehmerzahl wurde mit ca.<br />

40 Personen erreicht und zeigte die Bedeutsamkeit des Themas.<br />

520 Personen nahmen <strong>2012</strong> das Beratungsangebot an. Im Durchschnitt wurden<br />

drei Beratungstermine benötigt. Mit insgesamt 1 791 Beratungskontakten in<br />

22


3. Beratung<br />

<strong>2012</strong> waren beide Berater ausgelastet. Den größten Teil der Ratsuchenden<br />

machten mit 61 % die Erkrankten selbst aus, gefolgt von Angehörigen mit 28 %.<br />

Es wandten sich auch professionelle Berater an die <strong>Berliner</strong> Krebsgesell schaft,<br />

auch wenn diese nur 3 % der Gesamtanfragen ausmachten. Wie schon 2011<br />

stellten sich um die 60 % der Personen persönlich in der Beratungsstelle vor,<br />

die anderen telefonisch oder schriftlich. 61 % der Ratsuchenden waren Frauen.<br />

Mit 70 % lag der Schwer punkt des Beratungsbedarfs im psycho sozialen<br />

Bereich.<br />

weiblich<br />

männlich<br />

professionelle<br />

Helfer<br />

selbst erkrankt<br />

Interessierte/-r<br />

Angehörige/-r<br />

keine Angabe<br />

medizinisch<br />

psychosozial<br />

sonstige 25<br />

persönlich<br />

telefonisch<br />

schriftlich<br />

Beratungen nach Geschlecht der Ratsuchenden<br />

18<br />

12<br />

24<br />

148<br />

0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500 550 600<br />

Personen<br />

376<br />

39%<br />

Beratungen nach Art der Betroffenheit der Ratsuchenden<br />

Beratung nach Themengebieten<br />

0 200 400 600<br />

Beratungskontakte<br />

318<br />

800<br />

61%<br />

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%<br />

Beratungsformen<br />

12%<br />

28%<br />

59%<br />

1000<br />

1390<br />

1200 1400<br />

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%<br />

23


3. Beratung<br />

Unterstützende Kurs- und Gruppenangebote<br />

Als Ergänzung des psychoonkologischen Gesprächsangebots unter beson -<br />

derer Einbeziehung anderer Wahrnehmungs- und Ausdrucksbereiche von<br />

Betroffenen bietet die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> verschiedene Kurse und<br />

Gruppen an, die von qualifizierten Mitarbeiterinnen geleitet werden. In der<br />

Regel starten die Kurse zweimal jährlich, im Frühling und im Herbst. Zu den<br />

Angeboten im Kreativbereich zählten im Jahr <strong>2012</strong> Hatha-Yoga und Singen.<br />

Die Kurse bieten die Möglichkeit, die körperliche und emotionale Ebene zu<br />

verbinden und zu aktivieren.<br />

Die Gesprächsgruppe für Angehörige ist eine Anlaufstelle für Partner, Kinder<br />

oder Eltern von Erkrankten, um sich mit gleichermaßen Betroffenen auszu -<br />

tauschen und Entlastung zu erfahren.<br />

Der Stylingworkshop machte Patientinnen Mut,<br />

sich wieder schön zu fühlen.<br />

Der Stylingworkshop als einmaliges<br />

Nachmittagsangebot wurde von<br />

erkrankten Frauen besucht. Sie hatten<br />

hier die Gelegenheit, ver schiedene<br />

Perückenmodelle, Haarteile und<br />

Turbane kennenzulernen und aus zu -<br />

probieren sowie durch eine profes sio -<br />

nelle Schminkberatung das eigene<br />

Outfit mit neuer Farbe aufzupeppen.<br />

Die laufenden Kurse wurden im<br />

Berichtsjahr von 53 Personen in<br />

Anspruch genommen. Die meisten<br />

wünschten sich eine Fortsetzung<br />

des Angebots. Explizit die bessere<br />

Bewältigung von Ängsten und Stress<br />

im Alltag wurden von mehreren Teil -<br />

nehmerinnen und Teilnehmern hervor ge hoben. Auch das Erfahren von Ent -<br />

spannung und Austausch in der Gruppe betonten einige als Gewinn, den sie<br />

aus dem Angebot zogen.<br />

24


3. Beratung<br />

„Treffpunkt Café“ – Gemeinsam Schönes erleben<br />

Eine ganz besondere Gruppe innerhalb des Kurs- und Gruppenprogramms<br />

stellt das ehrenamtlich organisierte „Treffpunkt Café“ dar, das sich vor zwei<br />

Jahren auf Initiative der Ber liner <strong>Krebsgesellschaft</strong> gegründet hat. Hier treffen<br />

sich Patienten und Ange hö rige, um zu reden, zu scherzen und gemeinsam<br />

etwas zu unter nehmen. Über alles darf im Treffpunkt Café gesprochen wer den,<br />

nur nicht über die Krankheit. Im Mittelpunkt stehen das soziale Leben und die<br />

Eindrücke, die die Teil neh mer auf ihren gemeinsamen Ausflügen und Erkun dun -<br />

gen gewinnen. Einmal im Monat trifft sich die Gruppe, um etwas zu unter -<br />

nehmen oder auch nur mal gemütlich Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen.<br />

<strong>2012</strong> standen auf dem Programm:<br />

Besuch der Ausstellung „Roads of Arabia“ im Pergamonmuseum<br />

Dampferfahrt durch Berlin<br />

Besuch des Planetariums<br />

Besichtigung des Schlosses Schönhausen<br />

Besuch des Theaterstücks „Der eiserne Gustav“ in der Komödie<br />

Kinobesuche, z. B. „Ziemlich beste Freunde“ und „Huckleberry Finn“<br />

Besuch des Botanischen Gartens<br />

Osterfest, Sommerfest und Weihnachtsfeier in den Räumen der <strong>Berliner</strong><br />

<strong>Krebsgesellschaft</strong><br />

25


ewilligte Anträge<br />

350<br />

300<br />

250<br />

200<br />

150<br />

100<br />

50<br />

0<br />

3. Beratung<br />

Härtefonds<br />

Unterstützung erfahren <strong>Berliner</strong> Krebspatienten auch durch den Härtefonds<br />

der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong>. Er wurde eingerichtet, um Krebspatientinnen<br />

und Krebspatienten in einer finanziellen Notlage unter die Arme zu greifen. Die<br />

Zuwendungen sollen den Antragstellern dabei helfen, sich auf die ent stan de ne<br />

Lebens situation mit einer Krankheit einzustellen.<br />

So hat beispielsweise eine Patientin mit fortgeschrittenem Brustkrebs, in<br />

beruflicher Eingliederungsmaßnahme und alleinerziehend einen Zuschuss für<br />

einen Epithesen-BH, einen Badeanzug und eine Perücke beantragt. Mit dem<br />

Kinderzuschlag konnte sie auch die Sportkleidung für ihren zehnjährigen Sohn<br />

anschaffen und sein Verbleiben im Sportverein sicherstellen.<br />

Ein anderes Beispiel ist ein Patient, der mit 32 Jahren schwer und unheilbar an<br />

Krebs erkrankt ist und sich wünschte, mit seiner Frau und seinem dreijährigen<br />

Kind noch einmal zu verreisen. Auch hier hat die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong><br />

mit einem Geld betrag geholfen und den gemeinsamen Ausflug ermöglicht.<br />

Insgesamt wurden im Jahr <strong>2012</strong> von der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> 90 000<br />

Euro für Härtefälle eingesetzt. 247 Anträge konnten befürwortet werden. Vor<br />

allem Menschen mit einer Krebserkrankung, die von ALG II/Grundsicherung<br />

lebten, beantragten zusätzlich finanzielle Unterstützung.<br />

Zuwendungen 2007 bis <strong>2012</strong><br />

26<br />

244<br />

302<br />

263<br />

235<br />

2007 2008<br />

2009<br />

2010<br />

Jahr<br />

204<br />

2011<br />

247<br />

<strong>2012</strong>


3. Beratung<br />

Hilfen für Kinder krebskranker Eltern<br />

Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf die Krebserkrankung ihrer Eltern.<br />

Manche ziehen sich zurück und behalten den Kummer lieber für sich. Andere<br />

werden unruhig, zeigen Verhaltensauffälligkeiten oder entwickeln psycho so -<br />

matische Symptome. Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> unterstützt seit April <strong>2012</strong><br />

das Projekt „Hilfen für Kinder krebskranker Eltern“ und bietet nun betroffenen<br />

Familien bei der Bewältigung der entstandenen Situation psychologische<br />

Unter stützung an.<br />

Das Projekt startete vor fünf Jahren an der Charité und wird bis Ende 2014<br />

fortgesetzt. Die begleitende Forschung findet weiterhin an der Charité statt.<br />

Das „kindzentrierte Familien angebot“ wird von speziell ausge bildeten Diplom -<br />

psychologen durchgeführt und bezieht alle Familienmitglieder mit ein. In der<br />

Beratung werden Kinder und Jugendliche ermuntert, Fragen zu stellen, die<br />

ihnen auf der Seele liegen. Mit spielerisch-kreativen Mitteln werden sie ange -<br />

regt, ihren Gefühlen, Sorgen und Hoffnungen Ausdruck zu ver leihen. Ebenso<br />

werden Eltern darin unter stützt, ihre Kinder altersgerecht zum Thema Krebs<br />

zu informieren.<br />

„Wie stellst du dir die Krankheit Krebs vor?“<br />

Mädchen (8 Jahre) Junge (12 Jahre)<br />

Das Beratungsangebot richtet sich an alle <strong>Berliner</strong> Familien mit Kindern<br />

zwischen null und achtzehn Jahren. Das Beratungsspektrum umfasst die<br />

Kriseninterven tion und die Begleitung der Betroffenen in Einzel- und<br />

Familiengesprächen über Wochen oder Monate, je nach Bedarf.<br />

27


Familien<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20<br />

10<br />

0<br />

3. Beratung<br />

Die Berater setzen die Beratung auch nach dem Todesfall als Trauer unter -<br />

stützung fort. In Einzelfällen wurden auch Hausbesuche oder Besuche am<br />

Krankenbett durchgeführt. Im Gesamt jahr <strong>2012</strong> konnten 152 Familien beraten<br />

und begleitet werden. Davon haben sich 87 Familien neu angemeldet.<br />

Anzahl der betreuten Familien mit minderjährigen Kindern <strong>2012</strong><br />

Das Projekt ist mit anderen Anlaufstellen wie der <strong>Berliner</strong> Krebs ge sell schaft<br />

und dem Charité Comprehensive Cancer Center sowie im sozi alen Bereich<br />

mit den Jugendämtern und gemeinnützigen Vereinen für alltags praktische<br />

Hilfen vernetzt.<br />

Im Rahmen von Weiterbildungsangeboten, so zum Beispiel dem von der<br />

Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin e.V. organisierten<br />

Curriculum Psychoonkologie, wurden das Thema Kinder krebskranker Eltern<br />

und die diesbezügliche Beratung schon mehrfach dargestellt.<br />

Im Dezember <strong>2012</strong> wurde das in Berlin einmalige Beratungsangebot mit dem<br />

Loni und Hans Faust-Preis <strong>2012</strong> ausgezeichnet, weil es sich in einzigartiger<br />

Weise um die Belange von Kindern krebskranker Eltern kümmert und eine<br />

echte Lücke in der psychosozialen Versorgung schließt.<br />

28<br />

13<br />

35<br />

27<br />

33<br />

Quartal I Quartal II<br />

Quartal III<br />

Quartal IV<br />

Familien insgesamt Neuanmeldungen<br />

29<br />

43<br />

18<br />

41


3. Beratung<br />

Kooperation mit der Loni und Hans Faust-Stiftung<br />

Seit über zwei Jahren kooperiert die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> mit der Loni<br />

und Hans Faust-Stiftung – einer kleinen Stiftung, die 2002 aus dem Nachlass<br />

des Ehepaares Faust gegründet wurde und sich seither im Kampf gegen den<br />

Krebs engagiert. Die Stiftung hat sich besonders der Förderung der psycho -<br />

sozialen Versorgung in Berlin verschrieben. Jährlich unterstützt sie die Bera -<br />

tungsstelle der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> mit einer Spende.<br />

Öffentlich sichtbar wurden die Früchte dieser Kooperation zum Beispiel bei<br />

der Verleihung des ersten Loni und Hans Faust-Preises im Dezember <strong>2012</strong>.<br />

Den mit 3 000 Euro dotierten Preis für ein „vorbildhaftes Projekt aus dem<br />

Bereich der psychoonkologischen Versorgung“ hatte die Stiftung ausgelobt.<br />

Das Ausschreibungsverfahren sowie die Auswahl des Preisträgers wurden<br />

hingegen maßgeblich von der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> durchgeführt.<br />

Unter den zahlreichen Einsendungen wählten<br />

die Experten der <strong>Berliner</strong> Krebs gesellschaft<br />

um die stellvertretende Vorsitzende Prof.<br />

Dr. Petra Feyer das Projekt „Hilfen für Kinder<br />

krebskranker Eltern“ aus. „Das Projekt<br />

kümmert sich in ein zig artiger Weise um die<br />

Belange von Kindern krebs kranker Eltern<br />

und schließt eine echte Lücke in der psycho -<br />

sozialen Ver sorgung“, heißt es in der Be -<br />

gründung zur Nominierung. Der Vorstands -<br />

vorsit zende der Loni und Hans Faust-<br />

Stiftung Rainer Thiele überreichte der<br />

Projekt leiterin Dr. Peggy Dörr am Abend des<br />

18. Dezember offiziell den Preis. Für den<br />

festlichen Rahmen hatte wiederum die<br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> gesorgt. Die<br />

Preis verleihung fand während des Festakts<br />

zur Gründung der Krebsstiftung Berlin<br />

im Kaiserin-Friedrich-Haus, dem Sitz der<br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong>, statt.<br />

Rainer Thiele übergab Dr. Peggy Dörr den Preis<br />

Dr. Peggy Dörr stellte die Nöte der Kinder heraus<br />

29


3. Beratung<br />

Förderungen im Rahmen der Krebsnachsorge<br />

Krebs ist eine schwerwiegende Krankheit und die Therapie beansprucht den<br />

Körper stark. Dennoch ist Sport eine gute Möglichkeit, den Körper und die<br />

Leistungsfähigkeit nach einer Behandlung wieder in Schwung zu bringen.<br />

Wer nach einer erfolgreichen Behandlung mit dem Sport anfängt, wird schnell<br />

merken, dass nicht nur die Ausdauer und die Beweglichkeit zunehmen, son -<br />

dern auch das Selbstbewusstsein und die Stimmung besser werden. Bewe -<br />

gung setzt nämlich Glückshormone frei und baut Stresshormone ab.<br />

Mit dem Rehabilitationssport werden alle anderen Rehabilitationsmaßnahmen<br />

bei Krebspatienten ideal ergänzt. Der Sport sorgt für eine Zunahme an Ko or -<br />

di na tion, Kraft und Fitness und macht mobil. Aus diesem Grund fördert die<br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> seit vielen Jahren Sportvereine, aber auch Selbst -<br />

hilfegruppen, die spezialisierte Angebote für Krebspatienten bereithalten. Im<br />

Berichtsjahr nahmen 536 Patienten die Angebote der Vereine wahr.<br />

Die Krebssportgruppe des Sportclubs Berlin e.V.<br />

30


3. Beratung<br />

Geförderte Sportvereine <strong>2012</strong><br />

K Behinderten Sport-Freunde Frohnau e.V.<br />

K Behindertensportverein Berlin-Mitte e.V.<br />

K <strong>Berliner</strong> Turnverein Olympia e.V.<br />

K Versehrten-Sportverein Spandau e.V.<br />

K Behindertensportverein Tempelhof-Schöneberg e.V.<br />

K Sportverein pro-fit Köpenick e.V.<br />

K Behindertensportverein Zehlendorf e.V.<br />

K Behindertensportverein Wedding-Reinickendorf e.V.<br />

K BSG Bezirksamt Köpenick e.V.<br />

K Sportclub Berlin e.V.<br />

Geförderte Selbsthilfegruppen <strong>2012</strong><br />

K Deutsche ILCO e.V. Berlin/Brandenburg<br />

K Selbsthilfegruppe „Lichtblick“<br />

K Selbsthilfegruppe Nord – brustoperierte Frauen<br />

K Selbsthilfegruppe für krebserkrankte Frauen ab 40<br />

K Selbsthilfegruppe Plasmozytom/Multiples Myelom Berlin-Brandenburg<br />

K Selbsthilfegruppe Krebs „Mundbereich-Hals“<br />

K Selbsthilfegruppe krebserkrankter Frauen<br />

K Landesverband Berlin-Brandenburg der Kehlkopflosen e.V.<br />

K Selbsthilfegruppe Sonnentau<br />

K Selbsthilfegruppe „Zurück ins Leben nach Krebs“<br />

K Treffpunkt Café der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V.<br />

31


4. Prävention<br />

„5 am Tag für Kids“ ging in die 10. Runde<br />

„5 am Tag für Kids“ ist eine Ernährungskampagne der <strong>Berliner</strong> Krebsgesell -<br />

schaft e.V. in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft<br />

und Forschung und der BARMER GEK Berlin und Brandenburg. 5 am Tag<br />

bedeutet, dass man 5 Handvoll Obst und Gemüse täglich essen soll. Mit dem<br />

Projekt möchte die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> für das Ernährungskonzept<br />

„5 am Tag“ sensibilisieren und organisiert hierfür einen Projektvormit tag an<br />

<strong>Berliner</strong> Grund schulen. In einer „Lehreinheit“ wird von einer Ernährungs fach -<br />

frau der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> ein erlebnisorientierter und fächer über -<br />

greifender Unterricht zum Thema durchgeführt. Drei Ernährungsfachfrauen<br />

sind für das Projekt derzeit tätig.<br />

Die Lehrer geben durchweg positive Rückmeldungen zur Kampagne. So wird<br />

beobachtet, dass die Schüler über ihre Ernährung nachdenken und gelernt<br />

haben, Gesundes zu essen. Auch die Eltern berichten über ein gewachsenes<br />

Interesse am Thema Ernährung. Doch das Programm ist nicht nur für Kinder<br />

interessant. Auch Lehrer bekommen Denkanstöße und nutzen es für ihren<br />

Unterricht. Damit leistet die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> einen wich tigen Beitrag<br />

zur Gesundheitserziehung an <strong>Berliner</strong> Grundschulen.<br />

32<br />

Seit nunmehr fast zehn Jahren schärfen<br />

wir mit diesem Präventionsprojekt das<br />

Be wusst sein der Kinder für die Eigen ver -<br />

antwor tung in der Gesundheits vor sorge.<br />

Im Jahr <strong>2012</strong> nahmen 118 Klassen mit<br />

2 630 Schülern an der Kampagne teil.<br />

Seit September 2003 konnten wir so<br />

bisher mehr als 21 000 Ber li ner Grund -<br />

schüler er reichen. Tat sächlich war die<br />

Nachfrage nach Ter minen so hoch, dass<br />

einige Schulen auf das nächste Schuljahr<br />

vertröstet werden mussten.<br />

Dank einer großzügigen Spende der<br />

Firma Weiss-Fruchtimport wurde außer -<br />

dem das Schulfest der Heinrich-Seidel-<br />

Grundschule zu einem besonderen Event.


4. Prävention<br />

Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> begleitete<br />

den Nachmittag mit einem Aktions stand<br />

zum Thema Obst und Gemüse an jedem<br />

Tag, wo Mütter wie Väter als auch alle<br />

Kinder Obst riechen, fühlen und zubereiten<br />

konnten. Der Stand erfreute sich eines<br />

großen Zulaufs und konnte sich hervor -<br />

ragend gegen alle anderen Snacks durch -<br />

setzen. Ein Schüler kommentierte es so:<br />

„Ich hab noch nie so gutes Obst<br />

gegessen!“<br />

Kinder sollen lernen, dass gesundes Essen<br />

auch lecker sein kann<br />

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der BARMER GEK Berlin und Brandenburg<br />

für die langjährige Unterstützung. Gleichermaßen gilt unser Dank der Firma<br />

Weiss-Fruchtimport für das außergewöhnliche Engagement. Ebenso danken<br />

wir natürlich der <strong>Berliner</strong> Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und<br />

Forschung, die unser Projekt unterstützt.<br />

33


4. Prävention<br />

Hautschutz – Tipps für Sonnenbader<br />

Weltweit nimmt Hautkrebs in der hellhäutigen Bevölkerung zu. Wenn man<br />

alle Hautkrebsarten zusammen addiert, handelt es sich in Deutschland bereits<br />

um die häufigste Krebsart. Laut der ESCF (European Skin Cancer Foundation)<br />

er kranken hierzulande jährlich 220 000 Menschen neu an Hautkrebs. Dies<br />

gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Gleichzeitig ist gerade der weiße<br />

Haut krebs, wenn er in einem frühen Tumorstadium entdeckt wird, in vielen<br />

Fällen heilbar. Wichtiger aber noch bei dieser Krebs art ist, dass erfolgreich<br />

vorgebeugt werden kann. Die Aufklärung hierüber ist von großer Wich tig keit.<br />

Ganz besonders müssen Kinder vor der Sonne geschützt werden, da ihre<br />

natürlichen Schutzmechanismen noch nicht vollständig ausgebildet sind.<br />

Hautschutzkampagne in <strong>Berliner</strong> Schwimmbädern: Mitarbeiterinnen der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> gaben Tipps<br />

für den richtigen Umgang mit der Sonne.<br />

34


4. Prävention<br />

In den Sommermonaten besuchten deshalb Mitarbeiterinnen der <strong>Berliner</strong><br />

Krebs gesellschaft Sommer- und Freibäder in Berlin – u. a. die Sommer bäder<br />

Humboldthain, Pankow, Neukölln und das Kombibad Seestraße – und infor -<br />

mierten die Badegäste über die wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor<br />

UV-Strahlung. Außerdem wurde der richtige Gebrauch von Sonnencremes<br />

erklärt und für weitere Schutzmaßnahmen insbesondere bei Kleinkindern<br />

geworben.<br />

Ganz herzlich danken wir den <strong>Berliner</strong> Bäderbetrieben für die ausgesprochen<br />

freundliche Zusammenarbeit und Möglichkeit, die Hautschutzkampagne durch -<br />

zuführen. Außerdem gilt unser Dank natürlich auch den beiden Spendern von<br />

Sonnencreme: Spirig Pharma und dm-Drogeriemarkt.<br />

Berlin qualmfrei<br />

„Berlin qualmfrei“ ist eine Kooperation der Senats- und<br />

Bezirksverwaltungen und <strong>Berliner</strong> Partnern aus den Bereichen<br />

Gesundheit, Bildung, Sport und Kultur sowie engagierter<br />

<strong>Berliner</strong>innen und <strong>Berliner</strong>. Die Gruppe setzt sich für den<br />

Nichtraucherschutz in Berlin ein und wird von der Fachstelle<br />

für Suchtprävention im Land Berlin koordiniert. So wird über<br />

die grundsätzliche Aufklärungsarbeit hinaus auch über aktu -<br />

elle Themen wie die E-Zigarette oder das Shisharauchen<br />

diskutiert und informiert.<br />

Gemeinsam mit der Fachstelle für Suchtprävention wurde<br />

eine neue Auflage der Broschüre „Ohne Zigarette leben“<br />

erstellt. Im Jahr <strong>2012</strong> stand die schädliche Wirkung der<br />

E-Zigarette im Vordergrund.<br />

35


5. Information<br />

Aufklärung tut Not: 5. Krebsaktionstag<br />

Die Krebstherapie hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Doch<br />

wer von den jährlich 470 000 neu an Krebs erkrankten Patienten profitiert<br />

eigentlich davon? Auf dem Krebsaktions tag der Deutschen und der <strong>Berliner</strong><br />

<strong>Krebsgesellschaft</strong> am 25. Februar <strong>2012</strong> im ICC Berlin bekamen die 2 000<br />

Besu cher ein realistisches Bild über die Mög lichkeiten der Tumormedizin, aber<br />

auch über ihre Grenzen. Zu den Highlights der Veranstaltung gehörten die<br />

Experten foren, bei denen Krebsmediziner auch für Fragen aus dem Publikum<br />

zur Verfügung standen.<br />

So sprach zum Beispiel der Gynä ko loge und Krebsspezialist Prof. Dr. Jens-<br />

Uwe Blohmer zusammen mit anderen Experten über die Fort schritte in der<br />

Therapie von Gebär mutter- und Eierstockkrebs. Gleich im Anschluss<br />

moderierte der Neuro chi rurg Prof. Dr. Peter Vajkoczy das Expertenforum<br />

Hirntumoren. Hier ging es darum, wie sich mittels neu es ter Operations -<br />

techniken, präzi ser Bestrahlung und medika mentöser Therapien Tumoren<br />

in der „Schalt zentrale“ des Menschen schonend, aber wirksam bekämpfen<br />

lassen.<br />

Weitere Expertenforen der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> befassten sich mit<br />

Magen- und Darmkrebs und urogenitalen Tumoren wie Nieren-, Blasen-<br />

und Prostatakrebs. Außerdem konnten sich die Besucher eingehend über<br />

Lungenkrebs und die Männergesundheit informieren.<br />

Zu den „großen“ Themen des Aktionstages gehörten außerdem die Krebs -<br />

nachsorge: Mehr als 70 regionale und bundesweite Anbieter von Selbsthilfe -<br />

gruppen, Sportgruppen und Beratungsstellen präsentierten ihre Angebote<br />

zur Krebsnachsorge. Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> stellte in einem eigenen<br />

Forum ihr umfangreiches Beratungs- und Kursangebot vor, darunter unter<br />

anderem die Poesie-, Kunst- oder Tanztherapie. Angehörige hatten darüber<br />

hinaus die Möglichkeit, eine Gesprächsgruppe für ihre Bedürfnisse kennen -<br />

zulernen.<br />

36


5. Information<br />

Prof. Dr. med. U. Ulrich (Martin-Luther-Krankenhaus)<br />

referierte über die Therapiemöglichkeiten bei Gebär -<br />

mutter- und Eierstockkrebs<br />

Patienten und Angehörige konnten sich in den<br />

Expertenforen zu verschiedenen Krebs erkran -<br />

kungen informieren<br />

Großer Andrang an den Informationsständen Auch die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> informierte<br />

über ihr Angebot<br />

37


5. Information<br />

Frischer Look unter alter Adresse<br />

Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> hat im Januar <strong>2012</strong> nach einer intensiven<br />

konzeptionellen Phase ihren überarbeiteten Webauftritt freigeschaltet. Die<br />

Webseite ist nun frischer, moderner, einfacher in der Nutzung und auf dem<br />

neuesten Stand der Technik. Dafür wurde auf ein vielseitigeres Redaktions -<br />

system umgestellt.<br />

Die Analyse des Nutzerverhaltens hat außerdem dazu geführt, dass oft nach -<br />

gefragte Inhalte schneller zugänglich gemacht und neue Informationsfeatures<br />

eingeführt wurden. So hat der Patient jetzt die Möglichkeit, im Krebswörter -<br />

buch medizinische Fachbegriffe nachzuschlagen oder Fachtexte herunterzu -<br />

laden. Der Online-Krebswegweiser ermöglicht außerdem eine strukturierte<br />

Suche nach mehr als 500 Ansprechpartnern für Krebsbetroffene in Berlin. Alle<br />

Adressen sind mit Geodaten verknüpft und werden zusätzlich auf einer Karte<br />

dargestellt. Das erleichtert die Orientierung.<br />

Seit Januar <strong>2012</strong> erscheint die Webseite der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> in neuem Design<br />

38


5. Information<br />

Unsere Drucksachen <strong>2012</strong><br />

K Ohne Zigarette leben (Neuauflage)<br />

K Hilfen für Kinder krebskranker Eltern (Erstauflage)<br />

K Lungenkrebs (Neuauflage)<br />

K Hautkrebs (Erstauflage)<br />

K Schützen Sie Ihre Haut richtig? (Neuauflage)<br />

K Weihnachtskarten (Erstauflage)<br />

Unser Informationsstand<br />

Hier war die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> <strong>2012</strong> mit einem<br />

Informationsstand oder Vortrag zu Gast.<br />

25.02.<strong>2012</strong> Krebsaktionstag im ICC Berlin<br />

01.04.<strong>2012</strong> 9. <strong>Berliner</strong> Patientinnentag Brustkrebs<br />

im Maritim proArte Hotel Berlin<br />

03.05.<strong>2012</strong> Infohotline zum Thema Krebs für den<br />

Verein Deutscher Grundstücksnehmer<br />

10./11.05. Startnummernausgabe für den <strong>Berliner</strong><br />

<strong>2012</strong> Frauenlauf im Kaufhaus Karstadt sports<br />

12.05.<strong>2012</strong> AVON RUNNING – 29. <strong>Berliner</strong> Frauenlauf<br />

im Tiergarten Berlin<br />

13.06.<strong>2012</strong> Schulfest in der Heinrich-Seidel-Grundschule<br />

10.07.<strong>2012</strong> Vortrag zum Fatigue-Syndrom bei der<br />

SHG Junge Menschen mit Krebs<br />

12.09.<strong>2012</strong> Gesundheitstag in den Bezirksämtern Treptow und Köpenick,<br />

jeweils im Rathaus<br />

20.09.<strong>2012</strong> Patiententag „FORUM Gesundheit zum Thema Krebs“<br />

im <strong>Berliner</strong> Verlag<br />

39


5. Information<br />

13.10.<strong>2012</strong> Jahresversammlung der Deutschen ILCO Landesverband<br />

Berlin-Brandenburg e.V. im Kaiserin-Friedrich-Haus,<br />

Vortrag zum Thema Fatigue-Syndrom<br />

24.10.<strong>2012</strong> Vortrag zum Fatigue-Syndrom<br />

bei der SHG Leukämie Berlin<br />

29.10.<strong>2012</strong> Gesundheitstag im Geschäftsbereich des Regierenden<br />

Bürgermeisters von Berlin im Roten Rathaus<br />

03.11.<strong>2012</strong> Informationsveranstaltung<br />

„Metastasen im Bauchraum“<br />

im Langenbeck-Virchow-Haus<br />

29.11.<strong>2012</strong> Informationsveranstaltung<br />

„Darmkrebs – Wissen macht stark“<br />

im Kaiserin-Friedrich-Haus<br />

Schirmherrschaft<br />

Die öffentliche Aufmerksamkeit für die Bedeutung einer effizienten Früh -<br />

erkennung von Darmkrebs ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen.<br />

Deutschland war 2002 eines der ersten Länder, das Darmspiegelungen als<br />

Früherkennungsprogramm für Darmkrebs eingeführt hat. Da Darmkrebs sich<br />

häufig sehr langsam entwickelt, sind gerade hier die Heilungschancen bei<br />

einem früh erkannten Krebs gut. Umso wichtiger ist es also, über den<br />

Maßnahmenkatalog zu informieren und damit den Vorurteilen und Ängsten<br />

entgegenzuwirken. Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> hat vor diesem Hintergrund<br />

gern die Schirmherrschaft für den Informationsabend „Darmkrebs – Wissen<br />

macht stark“ übernommen. Der Abend wurde vom Sana Klinikum Lichten -<br />

berg veranstaltet und richtete sich an Versicherte der debeka mit dem Ziel,<br />

umfassend und ausgewogen über die Früherkennungsmaßnahmen beim<br />

Darmkrebs zu informieren.<br />

40


6. Organisation<br />

Mitglieder<br />

Die Satzung der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> sieht die ordentliche, die fördernde<br />

und die beratende Mitgliedschaft vor. Darüber hinaus kann ein Mitglied für be -<br />

sondere Verdienste um die Gesellschaft auch die Ehrenmitgliedschaft er hal -<br />

ten. Im Berichtsjahr zählt die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> drei Ehren mitglieder.<br />

Darüber hinaus wurden vier Ärzte und Wissenschaftler aus <strong>Berliner</strong> Kliniken<br />

neu als Mitglieder aufgenommen. Fünf ordentliche Mitglieder schieden jedoch<br />

aufgrund der Verlegung ihrer Dienstsitze in andere Bundesländer als Mitglie der<br />

aus. Zum 31.12. <strong>2012</strong> zählte die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> 107 Mitglieder.<br />

Mitgliederversammlung<br />

Die ordentliche Mitgliederversammlung wird in jedem Geschäftsjahr einmal<br />

einberufen. Sie ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Viertel der ordent -<br />

lichen Mitglieder anwesend sind. Satzungsgemäß wurde die ordentliche<br />

Mitgliederversammlung für den 18. Juni angesetzt. Eine Betei ligung von<br />

einem Viertel der Mitglieder kam jedoch nicht zustande.<br />

Nachfolgend wurde eine außer ordent liche Mitgliederversammlung einberufen.<br />

Die außerordentliche Mitglieder versammlung fand am 19. Juli <strong>2012</strong> statt.<br />

Darin kamen sowohl die Aktivitäten des letzten Jahres als auch die Vorhaben<br />

für das folgende Jahr zur Sprache. Außerdem wurden der Finanzbericht des<br />

Jahres 2011 und der Haus haltsplan für <strong>2012</strong> vorgestellt. Die Mitglieder ver -<br />

sammlung erteilte abschlie ßend dem Vorstand für das Geschäftsjahr <strong>2012</strong><br />

einstimmig Ent lastung.<br />

41


6. Organisation<br />

Krebsstiftung Berlin gegründet<br />

Im Rahmen eines feierlichen Festakts wurde am 18. Dezember <strong>2012</strong> die<br />

Krebsstiftung Berlin gegründet. Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> hat sich zu<br />

diesem Schritt entschlossen, da in Anbetracht der wachsenden Zahl der<br />

Erkrankten weiteres gesellschaftliches Engagement im Kampf gegen den<br />

Krebs notwendig ist. Mit der Stiftung sollen insbesondere potenzielle Zustifter<br />

gewonnen werden, damit dauerhaft mehr erreicht werden kann. Berlins<br />

Gesundheitssenator Mario Czaja bezeichnete die Gründung der Stiftung als<br />

wichtigen Schritt für die Krebsbekämpfung und für Berlin.<br />

Ebenso wie die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> verfolgt die gemeinnützige Stiftung<br />

das Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit Krebs zu verbessern und die<br />

Heilungschancen weiter zu erhöhen. Deshalb wird die Stiftung vorhandene<br />

Beratungs- und Hilfsangebote für Krebsbetroffene in Berlin weiter ausbauen,<br />

aber auch die Krebsforschung unterstützen. In den nächsten Jahren will sich<br />

die Stiftung vor allem um die Belange von Kindern krebskranker Eltern sowie<br />

um die besonderen Bedürfnisse chronisch Krebskranker kümmern.<br />

Wichtige Unterstützung erfährt die Stiftung bereits von einem prominent<br />

besetzten Stiftungskuratorium, in dem sich sechs Persönlichkeiten aus Politik,<br />

Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur engagieren. Gegründet wurde die Krebs -<br />

stiftung Berlin auf Initiative des Vorstands der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong>, der<br />

nun auch den Vorstand der jungen Stiftung bildet.<br />

Vorstand und Kuratorium der Krebsstiftung Berlin: Prof. Manfred Dietel, Gero von Boehm, Arnold Brachtendorf,<br />

Prof. Petra Feyer, Gerd Appenzeller, Dr. Claudia Nothelle, Dr. Wolfgang Thierse, Ulrike Trautwein, Prof. Peter M.<br />

Schlag (v.l.n.r.)<br />

42


6. Organisation<br />

Die Krebsstiftung Berlin<br />

Vorstand<br />

Vorsitzender:<br />

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter M. Schlag<br />

Gründungsdirektor des Charité<br />

Comprehensive Cancer Center (CCCC)<br />

in Berlin und seit 2005 Vorsitzender der<br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V.<br />

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Manfred Dietel<br />

Direktor des Instituts für Pathologie<br />

der Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

und Vorstands mitglied der <strong>Berliner</strong><br />

<strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V.<br />

Prof. Dr. med. Petra Feyer<br />

Direktorin der Klinik für Strahlen therapie<br />

und Radioonkologie im Vivantes<br />

Klinikum Neukölln<br />

und Vorstandsmitglied der <strong>Berliner</strong><br />

<strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V.<br />

Arnold Brachtendorf<br />

Direktor der HSH Nordbank AG<br />

und seit 2005 Schatzmeister<br />

der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V.<br />

Kuratorium<br />

Vorsitzende:<br />

Dr. Claudia Nothelle<br />

Programmdirektorin des Rundfunk<br />

Berlin-Brandenburg (rbb)<br />

Gerd Appenzeller<br />

Herausgeber des Tagesspiegel<br />

Gero von Boehm<br />

Regisseur, Journalist und<br />

Fernsehproduzent<br />

Werner Gegenbauer<br />

Vorsitzender des Aufsichtsrates<br />

der Gegen bauer Unternehmensgruppe<br />

und Präsident von Hertha BSC<br />

Dr. h. c. Wolfgang Thierse<br />

Vizepräsident des Deutschen<br />

Bundestages<br />

Ulrike Trautwein<br />

Generalsuperintendentin des Sprengels<br />

Berlin der Evangelischen Kirche Berlin-<br />

Brandenburg-schlesische Oberlausitz<br />

43


6. Organisation<br />

Vorstand<br />

44<br />

Vorsitzender<br />

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter M. Schlag<br />

Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

1. Stellvertretende Vorsitzende<br />

Prof. Dr. med. Petra Feyer<br />

Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie<br />

Vivantes Klinikum Neukölln<br />

2. Stellvertretender Vorsitzender<br />

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Manfred Dietel<br />

Direktor des Instituts für Pathologie<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Schatzmeister<br />

Arnold Brachtendorf<br />

Leiter Private Banking<br />

HSH Nordbank AG<br />

Beisitzer<br />

Prof. Dr. med. Jens-Uwe Blohmer<br />

Chefarzt der Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe<br />

und Leiter des Brustzentrum-City<br />

Sankt Gertrauden Krankenhaus<br />

Prof. Dr. med. Dr. phil. Alfred Holzgreve<br />

Direktor Klinische Forschung und Akademische Lehre<br />

Vivantes Klinikum Berlin<br />

Prof. Dr. rer. nat. Achim Leutz<br />

Leiter der Gruppe Cell Differentiation and Tumorigenesis<br />

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin


6. Organisation<br />

Prof. Dr. med. Simone Marnitz<br />

Stellv. Direktorin der Klinik für Strahlentherapie<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Prof. Dr. rer. nat. Reinhold Schäfer<br />

Leiter des Labors für molekulare Tumorpathologie<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Prof. Dr. med. Clemens A. Schmitt<br />

Direktor des Molekularen Krebsforschungszentrums<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

PD Dr. med. Alexander Schmittel<br />

FA für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie<br />

MVZ Ärzteforum Seestraße Berlin<br />

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Karl Seeger<br />

Kommissarischer Leiter der Klinik für Pädiatrie II<br />

Abteilung Hämatologie/Onkologie/KMT<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Kooptiertes Mitglied des Vorstandes<br />

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Günter Henze<br />

Emeritierter Direktor der Klinik für Pädiatrie II<br />

Abteilung Hämatologie/Onkologie/KMT<br />

Charité – Universitätsmedizin Berlin<br />

Rechtliche Vertretung<br />

Dr. Daniel J. Reinke, Rechtsanwalt<br />

Rechnungsprüfung<br />

Dr. med. Barbara Putz, Dr. med. Barbara Fey<br />

Steuerliche Beratung und Erstellung des Jahresabschlusses<br />

Andreas Wirth Steuerberatungsgesellschaft mbH<br />

45


6. Organisation<br />

Mitarbeiter<br />

Geschäftsführung:<br />

Dr. med. Hubert Bucher, Arzt und Psychoonkologe<br />

Psychosoziale Krebsberatung:<br />

Jutta Schildbach, Dipl.-Soz.-Päd.<br />

Hilfen für Kinder krebskranker Eltern:<br />

Dr. rer. nat. Peggy Dörr<br />

Daniel Führer, Dipl.-Psych.<br />

Patientenhotline:<br />

Katja Hecker<br />

Fundraising und Spenderservice:<br />

Franziska Sommerfeld, Dipl.-Musikerin<br />

und gepr. PR-Beraterin (DAPR)<br />

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:<br />

Maren Müller, Dipl.-Soz.-Wiss., Verlagskauffrau<br />

Forschungsförderung / „5 am Tag“:<br />

Maja Kief, M.A., Mutterschaftsvertretung<br />

Julia Löffelbein, M.A., Elternzeit<br />

Verwaltung:<br />

Bettina Mühlau, Dipl.-Betriebsw. (FH)<br />

46


7. Spenden, Nachlässe und Fundraising<br />

Unser Umgang mit Spenden<br />

Als gemeinnütziger Verein finanzieren wir unsere Arbeit nahezu ausschließlich<br />

aus Spenden und Nachlässen der <strong>Berliner</strong> Bevölkerung. Um krebskranken<br />

Menschen und deren Familien in Berlin auch weiterhin helfen zu können, sind<br />

wir auf die Unterstützung und das Vertrauen unserer Spender angewiesen.<br />

Aus diesem Grund informieren wir unsere Spender und Unterstützer trans -<br />

parent über alle Einnahmen und Ausgaben sowie über unsere Arbeit und die<br />

aktuel len Projekte. Zur Gewinnung von Spendenerträgen und Neuspenden<br />

werd en Fundraisingmaßnahmen durchgeführt. Dies geschieht unter anderem<br />

durch den Versand von Spendenmailings. Nur so können wir mit unseren<br />

Spendern in Kontakt treten, aber auch Menschen erreichen, die die <strong>Berliner</strong><br />

Krebsgesell schaft noch nicht kennen, und neue Unterstützer gewinnen. Diese<br />

Maß nahmen sind notwendig, um unsere Arbeit langfristig zu sichern.<br />

Wir schützen die Daten unserer Spenderinnen und Spender, das heißt, wir<br />

geben persönliche Informationen nicht an Dritte weiter und halten uns an<br />

strenge ethische Grundsätze. Werden Verwendungszwecke für die Spenden<br />

angegeben, setzt die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> diese Gelder zweckgebunden<br />

für den jeweils angegebenen Bereich oder das gewünschte Projekt (z. B.<br />

Krebs forschung, Beratung oder Kurs- und Gruppenangebot) ein. Spenden an<br />

die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> werden nur im Land Berlin eingesetzt und sind<br />

steuerlich absetzbar.<br />

Informationsabende zu Erbrecht und Patientenverfügung<br />

Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> führte am 20.09.<strong>2012</strong> eine Informations -<br />

veranstaltung zum Thema „Patientenverfügung“ und am 20.11.<strong>2012</strong> zum<br />

Thema „Erbrecht“ durch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden durch<br />

Dr. Daniel J. Reinke, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Medizin und<br />

Erbrecht, über gesetzliche Regelungen, die Erbfolge, eine Testaments errich -<br />

tung sowie Vermächtnisse informiert. Zudem gab es im Anschluss an den<br />

Vortrag die Möglichkeit, Fragen zu stellen.<br />

47


7. Spenden, Nachlässe und Fundraising<br />

Laufend Spenden sammeln<br />

Mehr als 18 000 Teilnehmerinnen, 27 Sponsored Walk-Teams und ein Spen -<br />

den aufkommen von über 30 000 Euro – das ist die großartige Bilanz des<br />

AVON RUNNING <strong>Berliner</strong> Frauenlaufs, der am Samstag, den 12. Mai <strong>2012</strong><br />

zum 29. Mal im <strong>Berliner</strong> Tiergarten stattfand. Bei herrlichem Laufwetter und<br />

toller Stimmung wurde der Tiergarten in Berlin zu einem Frauen-Lauffest der<br />

Superlative. Dabei geht es bei dieser Veranstaltung nicht allein um die sport -<br />

lichen Leistungen, denn der Lauf steht unter dem Motto: „Laufen gegen<br />

Brustkrebs“. Jede Teilnehmerin zeigt hier gesellschaftliches Engagement und<br />

unterstützt mit 1 Euro ihres Teilnehmerbeitrags Frauen in Berlin, die an Brust -<br />

krebs erkrankt sind und dringend Hilfe benötigen. Der Titelsponsor AVON<br />

Cosmetics GmbH erhöhte diesen Betrag und überreichte uns einen Spenden -<br />

scheck in Höhe von 26 000 Euro!<br />

Ganz besonders freuen wir uns, dass jedes Jahr immer mehr Läuferinnen zu -<br />

sätzlich zu ihrer Teilnahme ein Sponsored Walk-Team gründen, denn auf diese<br />

Weise kann noch viel mehr erreicht werden. Die Spendenlaufteams sprechen<br />

im Vorfeld Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld an, die selbst nicht aktiv<br />

teilnehmen, und bitten um kleine oder größere Spenden für das Team. So<br />

konnten unsere großartigen 27 Teams in diesem Jahr einen Gesamt betrag<br />

von fast 7 000 Euro spenden! Vielen, vielen Dank!<br />

Die Sponsored-Walk-Teams Fitzer“ (li.) und „Netwalk Onkologie“ (re.) unterstützen Deutschlands größten<br />

Frauenlauf gegen Brustkrebs<br />

Energie-Spenden für die Läuferinnen: Für die nötige Energiezufuhr sorgte<br />

die Firma Weiss Fruchtimport GmbH, die unseren Stand an diesem Tag mit<br />

einer großzügigen und gesunden Obstspende unterstützt hat!<br />

48


7. Spenden, Nachlässe und Fundraising<br />

Unser Benefizkonzert für Krebskranke<br />

Prof. Dr. med. Günter Henze und das Zehlendorfer Kammerorchester beim Benefizkonzert am 14. Januar <strong>2012</strong><br />

Traditionell findet zu Beginn des neuen Jahres unser Benefizkonzert zugunsten<br />

von Krebskranken in Berlin statt. Dieses Mal erfreuten sich die Zuschauer am<br />

bekannten und beliebten Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach,<br />

Teil 5 und 6. Unter der musikalischen Leitung unseres langjährigen Vorstands -<br />

mitglieds Prof. Dr. Günter Henze sorgten das Zehlendorfer Kammerorchester,<br />

der ver.diChor Berlin sowie vier hervorragende Gesangssolisten für einen un -<br />

ver gesslichen Nachmittag in der ausverkauften Französischen Friedrich stadt -<br />

kirche auf dem Gendarmenmarkt.<br />

Durch die Eintrittsgelder, zusätzliche Zuwendungen der zufriedenen Konzert -<br />

besucher in der Spendenbox und zahlreiche Spenden anlässlich des Kon -<br />

zertes kamen knapp 7 000 Euro zusammen! Dieser Reinerlös fließt in unsere<br />

gemeinnützige Arbeit zugunsten Krebsbetroffener und deren Familien in<br />

Berlin.<br />

Unser besonderer Dank gilt den beteiligten Musikerinnen und Musikern,<br />

die dieses Konzert überhaupt möglich gemacht haben. Ebenso danken wir<br />

allen Besuchern und Spendern für ihre Unterstützung und ihre langjährige<br />

Verbundenheit!<br />

49


7. Spenden, Nachlässe und Fundraising<br />

Herzen gegen Schmerzen<br />

Im Januar <strong>2012</strong> haben wir den ersten Aufruf für die Herzkissen-Aktion im<br />

Nähinstitut am Moritzplatz gestartet. 25 fleißige Näherinnen und Näher haben<br />

sich angemeldet und in dieser sowie Folgeaktionen mehr als 150 Herzkissen<br />

für Brustkrebspatientinnen genäht.<br />

Die Herzkissen sollen Brustkrebspatientinnen nach der Operation helfen, ihre<br />

körperlichen und seelischen Schmerzen zu lindern. Sie haben extra lange<br />

„Ohren“, damit man sie sich nach der Operation gut unter die Achselhöhle<br />

klemmen kann. Unter den Arm geklemmt, lindern die Kissen den Wund -<br />

schmerz, federn Stöße ab, nehmen den Druck von der OP-Narbe und wirken<br />

einer Blockade des Lymphflusses entgegen.<br />

Außerdem sorgen die bunten und geschmeidigen Kissen für gute Laune<br />

und trösten die Patientinnen in der schweren Zeit. Darüber hinaus ist es<br />

auch für Näherinnen und Näher – in der Mehrzahl genesene Patienten –<br />

eine ermutigende Aufgabe, da sie mit Freude und Gemeinschaft verbunden<br />

ist.<br />

Die Kissen wurden anschließend an die Patientinnen der Brustzentren im<br />

Sankt Gertrauden Krankenhaus, im DRK Kliniken Berlin Köpenick und im<br />

Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau verschenkt.<br />

Bei den Aktionen zur Herstellung der Herzkissen erhielt die <strong>Berliner</strong> Krebs -<br />

gesellschaft von vielen Menschen Unterstützung. Der Stoffladen Frau Tulpe<br />

steuerte Stoff bei; weich und kuschelig gestopft wurden die Herzkissen mit<br />

Füllmaterial von modulor material. Genäht wurden die Herzkissen in der<br />

freundlichen Atmosphäre des Nähinstituts Moritzplatz. Allen Unterstützern<br />

und freiwilligen Helfern danken wir an dieser Stelle herzlich!<br />

50


7. Spenden, Nachlässe und Fundraising<br />

Mit dem Herzen dabei: Das Nähteam im Linkle<br />

Nähinstitut am Moritzplatz<br />

Große Freude im Brustzentrum im Sankt Gertraudenkrankenhaus:<br />

Professor Blohmer (re.) nahm am 15. März<br />

30 bunte Kissen für seine Patientinnen entgegen<br />

Viele Patientinnen waren von der Herzkissenaktion<br />

sichtlich gerührt. V.l.n.r.: Dr. med. Hubert Bucher,<br />

Patientin und Dr. med. Anke Kleine-Tebbe, Leiterin<br />

des Brustzentrums<br />

Auch die Leiterin des Brustzentrum am Ev.<br />

Waldkrankenhaus Dr. med. M. Dombrowski (re.)<br />

freute sich über eine Kiste voller bunter Herzen<br />

51


7. Spenden, Nachlässe und Fundraising<br />

2 000 Euro durch die Aktion<br />

„Drink pink, think pink and help“<br />

Bereits zum zweiten Mal fand die „Drink-Pink-Party“ im Alten Zollhaus am<br />

Landwehrkanal statt. Die Gastgeber Herbert Beltle und der Weinladen<br />

Schmidt luden am 12. August zu einem ganz besonderen Sommerfest ein.<br />

Die Spitzenköche Marco Müller (Weinbar Rutz), Andreas Klitz (Aigner), Günter<br />

Beyer (Altes Zollhaus), Ludger Bäuerle (Weingrün) sowie Franz Raneburger<br />

verwöhnten die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten und erlesenen Weinen.<br />

Und das für einen guten Zweck:<br />

Jeweils 10 Euro des Eintrittspreises<br />

wurden an die <strong>Berliner</strong> Krebsgesell -<br />

schaft gespendet. Bereits wenige<br />

Tage nach dem gelungenen Fest<br />

erreichte uns ein Spendenscheck<br />

über 2 000 Euro. Vielen herzlichen<br />

Dank!<br />

Noch mehr „Hilfe durch Genuss“ –<br />

Weinladen Schmidt engagiert sich doppelt<br />

Anja und Carsten Schmidt, die Inhaber vom „Weinladen Schmidt“, führten im<br />

Rahmen der Drink-Pink-Sommer party eine weitere Spendenaktion zugunsten<br />

der <strong>Berliner</strong> Krebsgesell schaft<br />

durch. So wurden 50 Cent jeder<br />

Flasche Wein, die an diesem Tag<br />

verkauft wurden, zusätzlich an uns<br />

gespendet. Wir freuten uns sehr<br />

über 1 500 Euro!<br />

52<br />

Gastgeber Herbert Beltle mit Anja Schmidt vom<br />

Wein laden Schmidt sowie Franziska Sommerfeld<br />

von der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> (links)<br />

Anja und Carsten Schmidt (links) mit<br />

Sternekoch Marco Müller von der Weinbar Rutz


7. Spenden, Nachlässe und Fundraising<br />

Spenden zu besonderen Anlässen<br />

M Trauerspenden geben Hoffnung<br />

Es ist sehr schmerzhaft, einen geliebten Menschen durch die Krankheit<br />

Krebs zu verlieren. Für manche Menschen ist es tröstlich, auch in der<br />

Trauer noch Hoffnung zu schenken. Wenn heute vielversprechende Krebs -<br />

forschungs pro jekte unterstützt werden, haben Krebspatienten zukünftig<br />

bessere Heilungs chancen. Im Jahr <strong>2012</strong> erhielten wir 13 115,70 Euro<br />

durch Kranz spenden. Wir danken allen Angehörigen, die uns in diesem<br />

Jahr auf diese besondere Weise unterstützt haben.<br />

M Festtagsspenden<br />

Es gibt immer wieder Anlässe, mit Dankbarkeit auf das eigene Leben<br />

zurück zublicken. Ein runder Geburtstag, eine Hochzeit oder ein Jubiläum.<br />

In solchen Momenten entsteht manchmal der Wunsch, anderen etwas<br />

Gutes zu tun. Aus diesem Grund verzichten einige Menschen dann gerne<br />

auf Geschenke und bitten stattdessen ihre Gäste um Spenden für die<br />

<strong>Berliner</strong> Krebsgesell schaft. Solche Anlassspenden sind eine wertvolle<br />

Stütze für unsere Arbeit.<br />

So wollte sich beispielsweise Frau Dr. Barbara P. gerne mit einer After-<br />

Work-Party in den Ruhestand verabschieden und damit allen Kolleginnen<br />

und Kollegen danken, mit denen sie über viele Jahre und Jahrzehnte<br />

erfolgreich zusammengearbeitet hat. Zwei Sachen waren ihr dabei wichtig:<br />

1. keine Reden und 2. keine Blumen oder Geschenke, sondern Spenden<br />

an die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong>. Es kamen 2 195 Euro zusammen! Wir<br />

danken noch einmal ganz herzlich für diese tolle Unterstützung!<br />

Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern über die Möglichkeiten<br />

einer Anlassspende.<br />

Ihre Ansprechpartnerin für Spenden:<br />

Franziska Sommerfeld, Telefon: (0 30) 28 38 89 96<br />

Unser besonderer Dank<br />

Ganz besonders bedanken wir uns bei der Loni und Hans Faust-Stiftung,<br />

die unsere Arbeit in diesem Jahr erneut mit einer großzügigen Spende<br />

unterstützt hat.<br />

53


8. Finanzen<br />

Erläuterungen zum Finanzbericht und Haushaltsplan<br />

Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V. erhält keine öffentlichen Mittel,<br />

sondern finanziert ihre Arbeit weitgehend durch Spenden und freiwillige<br />

Zuwendungen aus der <strong>Berliner</strong> Bevölkerung.<br />

Die Einnahmenübersicht (vgl. Abbildung Einnahmen 2008 – <strong>2012</strong>) der letzten<br />

fünf Jahre zeigt die solide Einnahmenstruktur unseres Vereins. Im Berichtsjahr<br />

erhielt die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V. aus Erb schaften und Vermächt -<br />

nissen 752 706,75 Euro. Diese Gelder sind wichtige Voraussetzung für eine<br />

langfristige Umsetzung und Etablierung von satzungsgemäßen Pro jekten, da<br />

der Gesetzgeber hier keine zeitnahe Mittelverwendung vorschreibt. 87 % der<br />

Gesamteinnahmen setzten sich aus Spenden, Nachlässen und Buß geldern<br />

zusammen, 11 % waren Erträge aus der Vermögensverwaltung und 2 %<br />

sonstige Einnahmen. 48 % der eingegangenen Spenden und Nach lässe<br />

wurden mit der Auflage verbunden die Mittel zweckgebunden, insbe sondere<br />

für die Forschung, die Kinderonkologie und den Härtefonds, aber auch für die<br />

psychoonkologische Beratung Krebskranker und deren Angehörigen einzu -<br />

setzen.<br />

Im Berichtsjahr wurde das Beratungsangebot um das Projekt „Hilfen für Kinder<br />

krebs kranker Eltern“ erweitert. Es ist geplant, das Projekt 2013 fortzuführen.<br />

Dafür wird eine zweckgebundene Projektspende über 75 000 Euro eingesetzt.<br />

Außer dem wurde für das Jahr 2013 eine weitere Arbeitsstelle für den Ausbau<br />

der psychosozialen Krebsberatung in den Haushalt eingeplant.<br />

Im Jahr <strong>2012</strong> sank die Nachfrage nach Stipendien, sie werden aber im Haus -<br />

halt 2013 weiterhin mit 100 000 Euro budgetiert, um die medizinische Nach -<br />

wuchsarbeit zu gewährleisten. Die Ausgaben für die Forschungsförderung<br />

sind im Vergleich zu den Vor jah ren (vgl. Abbildung Satzungsgemäße Aus ga -<br />

ben 2008 – <strong>2012</strong>) deutlich zurückge gangen, da im Berichtsjahr weniger einge -<br />

reichte Projekte zur Förderung zuge lassen wurden. Das Budget 2013 für den<br />

Härtefonds wurde wegen der steigenden Zahl der Anträge auf 120 000 Euro<br />

angehoben.<br />

Die zur Verfügung gestellten Mittel werden zeitnah zur Erfüllung der satzungs -<br />

gemäßen Ausgaben verwendet und aufgrund der satzungsgemäßen Vorgabe<br />

ausschließlich im Land Berlin eingesetzt.<br />

54


8. Finanzen<br />

2.000.000<br />

1.800.000<br />

1.600.000<br />

1.400.000<br />

1.200.000<br />

1.000.000<br />

800.000<br />

600.000<br />

400.000<br />

200.000<br />

0<br />

900.000<br />

800.000<br />

700.000<br />

600.000<br />

500.000<br />

400.000<br />

300.000<br />

200.000<br />

100.000<br />

0<br />

Einnahmen 2008 – <strong>2012</strong><br />

Angaben in Euro<br />

2008<br />

2009 2010 2011 <strong>2012</strong><br />

Gesamteinnahmen Spenden Nachlässe Bußgelder Zinsen/Sonstige Erträge<br />

Satzungsgemäße Ausgaben 2008 – <strong>2012</strong><br />

Angaben in Euro<br />

2008 2009 2010 2011 <strong>2012</strong><br />

Grundlagenforschung<br />

und klinische Forschung<br />

Laienaufklärung,<br />

Präventionsprojekte,<br />

Beratung und<br />

Öffentlichkeitsarbeit<br />

Ärztliche Fortbildung<br />

und<br />

Stipendienprogramme<br />

Selbsthilfe/Gruppen u. Kurse,<br />

Sport in der Krebsnachsorge,<br />

Härtefonds,<br />

Mitgliedsbeiträge<br />

55


8. Finanzen<br />

<strong>2012</strong><br />

<strong>2012</strong><br />

56<br />

Finanzbericht <strong>2012</strong><br />

Einnahmen Euro<br />

Spenden 379 804,87<br />

Nachlässe 752 706,75<br />

Bußgelder 8 800,00<br />

Zinsen 144 911,84<br />

Sonstige Erträge 30 930,68<br />

____________<br />

Gesamteinnahmen 1 317 154,14<br />

===================== =============<br />

Ausgaben Euro<br />

Laienaufklärung, Präventionsprojekte, Beratung 366 391,39<br />

Öffentlichkeitsarbeit 35 003,62<br />

Ärztliche Fortbildung und Stipendienprogramme 52 514,90<br />

Grundlagenforschung und klinische Forschung 410 203,52<br />

Curt Meyer-Gedächtnispreis (Forschungspreis) 10 000,00<br />

Selbsthilfe/Gruppen und Kurse,<br />

Sport in der Krebsnachsorge 38 946,12<br />

Härtefonds 90 050,00<br />

Mitgliedsbeiträge 5 001,00<br />

____________<br />

Satzungsgemäße Ausgaben 1 008 110,55<br />

Sachausgaben 72 151,31<br />

Personalausgaben 208 342,29<br />

Sonstige Aufwendungen 24 999,08<br />

____________<br />

305 492,68<br />

Verwaltungsausgaben gesamt ____________<br />

Gesamtausgaben 1 313 603,23<br />

=================== =============<br />

Krebsstiftung Berlin-Stiftungsgrundkapital 100 000,00<br />

Vereinsergebnis – 96 449,09<br />

Vereinsvermögen per 31.12.<strong>2012</strong> = 4 125 549,13 Euro<br />

davon in der Freien Rücklage n. § 58 Nr. 7 AO 89 647,62 Euro<br />

davon in der Sonstigen Rücklage n. § 58 Nr. 11 AO 3 454 761,22 Euro


8. Finanzen<br />

2013<br />

2013<br />

Haushaltsplan 2013<br />

Einnahmen Euro<br />

Spenden 415 000<br />

Nachlässe 304 000<br />

Bußgelder 10 000<br />

Zinsen 120 000<br />

Sonstige Erträge –<br />

_________<br />

Gesamteinnahmen 849 000<br />

===================== ==========<br />

Ausgaben Euro<br />

Laienaufklärung, Präventionsprojekte, Beratung 358 000<br />

Öffentlichkeitsarbeit 30 000<br />

Ärztliche Fortbildung und Stipendienprogramme 100 000<br />

Grundlagenforschung und klinische Forschung 750 000<br />

Curt Meyer-Gedächtnispreis (Forschungspreis) 10.000<br />

Selbsthilfe/Gruppen und Kurse,<br />

Sport in der Krebsnachsorge 55 000<br />

Härtefonds 120 000<br />

Mitgliedsbeiträge 5 000<br />

_________<br />

Satzungsgemäße Ausgaben 1 428 000<br />

Sachausgaben 80 300<br />

Personalausgaben 250 000<br />

Sonstige Ausgaben 14 000<br />

_________<br />

Verwaltungsausgaben gesamt 344 300<br />

_________<br />

Gesamtausgaben 1 772 300<br />

=================== ==========<br />

57


Inhalt Spenden und helfen<br />

Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> braucht weiter<br />

Ihre Unterstützung!<br />

Jährlich erkranken mehr als 16 000 Menschen in Berlin neu an Krebs. Durch<br />

unser individuelles Beratungsangebot können wir Patienten und Angehörige<br />

in schwierigen Situationen unterstützen und auch nach der akuten Krankheits -<br />

phase noch helfen, zum Beispiel durch Selbsthilfe- und Sportangebote. Mit dem<br />

Härtefonds unterstützen wir Betroffene, die aufgrund ihrer Erkrankung in eine<br />

finanzielle Notlage geraten sind. Zudem fördern wir vielversprechende Krebs -<br />

forschungsprojekte im Raum Berlin zur Verbesserung der Diagnostik und<br />

Behandlung von Krebserkrankungen.<br />

Unser gesamtes Beratungsangebot steht Krebspatienten, Angehörigen und<br />

Interessierten kostenfrei zur Verfügung.<br />

Helfen Sie uns zu helfen durch:<br />

M Ihre einmaligen oder regelmäßigen<br />

Spenden<br />

M Ihre Spendenaktion zu Jubiläen oder<br />

anderen Anlässen<br />

M Ein Vermächtnis oder eine Erbschaft<br />

zur nachhaltigen Hilfe<br />

M Unternehmenskooperationen<br />

M Ihre ehrenamtliche Mitarbeit<br />

Sie möchten noch weitere Informationen?<br />

Wir freuen uns über Ihr Interesse und stehen gerne für Ihre Fragen zum<br />

Thema Spenden zur Verfügung.<br />

Spendenservice: Franziska Sommerfeld, Telefon (0 30) 28 38 89 96<br />

Geschäftsführung: Dr. med. Hubert Bucher, Telefon (0 30) 2 83 24 00<br />

58


Spendenkonten der <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V.<br />

Spendenkonto<br />

Bank für Sozialwirtschaft<br />

Konto 1238300<br />

BLZ 100 205 00<br />

BIC BFSWDE33BER<br />

IBAN DE2510205000001238300<br />

Sonderkonto Kinderkrebs<br />

Commerzbank<br />

Konto 55 77 55 601<br />

BLZ 100 400 00<br />

BIC COBADEFFXXX<br />

IBAN DE72100400000557755601<br />

Ihre Spende an die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V. ist steuerlich absetzbar.<br />

Die <strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V. ist wegen Förderung des öffentlichen<br />

Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege und der<br />

Volks- und Berufsbildung sowie der Studentenhilfe nach dem letzten zu -<br />

gegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes für Körperschaften I<br />

Berlin, Steuer nummer 27/661/55523, vom 02.11.<strong>2012</strong> für die Jahre 2009<br />

bis 2011 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der<br />

Körperschaft- und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetztes von der<br />

Gewerbesteuer befreit.<br />

Dankeschön!<br />

Zahlreiche Spender unterstützen uns seit vielen Jahren. Andere enga -<br />

gierten sich das erste Mal für uns. Unser großer Dank gilt allen Spendern,<br />

die es auf diese Weise ermöglichen, unsere Arbeit für krebskranke<br />

Menschen und deren Angehörige kontinuierlich fortzu setzen. Auch<br />

danken wir unseren ehrenamtlichen Helfern, die uns mit Zeitspenden<br />

beschenken und damit ebenfalls tatkräftig unterstützen.<br />

59


Hier finden Sie uns:<br />

<strong>Berliner</strong> <strong>Krebsgesellschaft</strong> e.V.<br />

Kaiserin-Friedrich-Haus<br />

Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin<br />

Telefon (0 30) 2 83 24 00<br />

Telefax (0 30) 2 82 41 36<br />

info@berliner-krebsgesellschaft.de<br />

www.berliner-krebsgesellschaft.de<br />

Bus Linie 147, Haltestelle Luisenstraße/Charité<br />

Linie 245, Haltestelle Invalidenpark<br />

Linie 24, Haltestelle Robert-Koch-Platz<br />

U-Bahn Linie 6, Haltestelle Naturkundemuseum<br />

S-Bahn Linien 3, 5, 6, 7, 9, Haltestelle Hauptbahnhof oder Friedrichstraße

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