Klimabilanz: Batterien - Climatop

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Klimabilanz: Batterien - Climatop

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Klimabilanz: Batterien

Die Klimabilanz zeigt, welche Batterien am klimafreundlichsten abschneiden. Folgende

Batterien wurden untersucht:

Nickel-Metallhydrid

(NiMH), wieder aufladbar

Lithium-Eisendisulfid

(Lithium, Einweg)

Alkali-Mangandioxid

(Alkaline, Einweg)

Der Vergleich

Die Klimabelastung der Batterien wurde über den gesamten Lebenszyklus der Batterien

bilanziert, also von der Gewinnung der Rohstoffe über die Herstellung und den Transport bis

zur Entsorgung, bei den aufladbaren Batterien wurde auch ein Ladegerät mit bilanziert. Als

Vergleichsgrösse für die Klimabelastung wurde eine Servicedauer von einer Stunde

betrachtet, bei konstantem Entladestrom (für 1000mAh und für 50mAh). Der Vergleich wurde

anhand des am häufigsten gebrauchten Batterietyps AA durchgeführt.

Die Resultate

Die wieder aufladbaren Nickel-Metalhydridbatterien

belasten das Klima mindestens 80% weniger als

vergleichbar Batterietypen. Akkus viele Mal (75 bis

500 Mal) aufgeladen werden, so dass die

Klimabelastung der Herstellung im Vergleich zu jener

für Einwegbatterien nur noch einen kleinen Bruchteil

der gesamten Klimabelastung ausmacht. Bei

Batterien ist deshalb der Kaufentscheid von zentraler

Bedeutung.

Ebenfalls entscheidend ist das Nutzverhalten der

KonsumentInnen: Die Klimabelastung pro Servicestunde

lässt sich weiter senken, wenn die Batterie

jeweils langsam aufgeladen und das Ladegerät nach

Gebrauch vom Stromnetz getrennt wird. Beide

Massahmen verlängern auch die Lebensdauer.

Obwohl nur die Grösse AA untersucht wurde, können

die Schlussfolgerungen aufgrund der Deutlichkeit der

Resultate auch auf andere Batterietypen ausgedehnt

werden (AAA, C, D, 9V und 4.5 V).


Batterien Recycling

Wussten Sie, dass Batterien Sonderabfälle sind und nicht mit dem normalen Hauskehricht

entsorgt werden sollten? Die Konsumierenden sind verpflichtet, alle verbrauchten Batterien

und Akkus zu einer Verkaufsstelle oder Sammelstelle zurückzubringen. Für alle

Verkaufsstellen gilt die Rücknahmepflicht – unabhängig von einem Kauf. In der Schweiz

werden zurzeit rund 2/3 aller Batterien und Akkus zurückgebracht und aufbereitet.

Batterien Empfehlung

Wideraufladbare Batterien lohnen sich insbesondere bei häufigem und regelmässigem

Gebrauch und für Geräte mit hoher Entladungsrate, wie zum Beispiel Spielzeuge,

Videokameras oder Funkgeräte. Aufgrund der Selbstentladung von rund 1% pro Tag ist es

empfehlenswert, die Akkus erst kurz vor dem Gebrauch zu laden.

(vgl. Vereinigung Schweizerischer Batteriehersteller und -importeure)

Kg CO2-Eq. / h Service

0.6

0.5

0.4

0.3

0.2

0.1

0

Klimabelastung: Szenario 1000mA Stromfluss, Batterien Kategorie AA

NiMH Akku Lithium Alkaline

Ladegerät

Infrastruktur,

Transporte, Entsorgung

Materialbedarf Batterie

Energiebedarf

Batterieherstellung

Strom Wiederaufladen

Wo bei Batterien die Klimabelastung anfällt, zeigt die oben stehende Abbildung:

Bei den Lithium- und Alkalinebatterien ist die Herstellung der Batterie entscheidend für die

Klimabelastung. Dabei fallen 91% respektive 87% der Klimabelastung auf den Energiebedarf

der Herstellung und 7% respektive 11% auf die Stoffe und Halbfabrikate. Der Rest

(Infrastruktur, Transporte, Entsorgung) ist vernachlässigbar gering. Bei den Akkus ist zu etwa

gleichen Teilen die Herstellung der Batterie und der Strom zum wieder Aufladen für die

Emissionen verantwortlich. Die Herstellung des Ladegerätes macht nur einen sehr geringen

Teil der Klimabelastung eines Akkus aus.

Die NiMH-Akkus aller Marken (4 Produkte) werden mit dem climatop Label ausgezeichnet.

Gültigkeit: 01.09.2009-31.08.2011

climatop / 30.05.2011

© Reproduktion der in diesem Factsheet enthaltenen Texte, Grafiken und Fotos nur mit Genehmigung von climatop.

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