CeBIT 2002 – Qualität statt Quantität - Midrange Magazin

midrange

CeBIT 2002 – Qualität statt Quantität - Midrange Magazin

MAI 2002

AUSGABE 136

3 10,70

CHF 21,00

305819I98E

ISSN 0946-2880

B 30465

MAGAZIN

MIDRANGE

IT-Wissen und Lösungen für eServer im Unternehmensnetzwerk

+ Daten-Integration + -Replikation + -Analyse + -Transformation +

Data Warehouse und

Business Intelligence

Online oder Offline, Hauptsache aktuell und sicher

Extern intern arbeiten

Data Mining, OLAP und was Ihnen sonst noch hilft

Ich weiß, dass ich nichts weiß

Abhilfe durch kurze Projektlaufzeiten und schnellen ROI

Steigende Ansprüche

vs. sinkende Budgets

Marktübersicht

Finanzbuchhaltung,

Kostenrechnung und Controlling

Technik-Forum

Dubletten erkennen und verhindern

Mit Sonderheft

• iSeries und AS/400 Lösungen

auf der Midrange Welt

I.T.P. VERLAG


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Was Robert mag…

Editorial

mögen andere auch: schnelles Internet, ganztags online und rothaarige

Maiglöckchen. Schade nur, dass Robert so wenig über die User weiß,

denen er beim Gang ins Internet entgegenpoppt: Man verspricht

Geschwindigkeitsrausch mit DSL und wenn der überzeugte Surfer dann

wechseln will, geht’s oft gar nicht kein Port ist frei und die Warteliste

lang. Robert aber zwinkert immer noch, informiert darüber, dass man

mit DSL schon drei Seiten weiter wäre und ahnt offensichtlich nicht,

dass so mancher User darüber gar nicht lachen kann, weil er sich

schlichtweg verhöhnt fühlt.

Dabei wissen doch sonst alle: Der User will ins Netz und das schnell.

Um via Breitband den Missstand der langen Wartezeiten zu beheben,

bietet der Markt unterschiedliche Lösungen an: An vorderster Front

hat sich die DSL-Technologie etabliert. Dass sich auch dieser Sektor nur

zögerlich entwickelt, liegt vornehmlich an Bereitstellungsproblemen.

Die öffentliche Investition in unabhängige Infrastruktur-Provider ist

laut jüngster Analyse eine der besten Methoden, um in Europa eine

hohe Durchdringungsrate von Breitband-Diensten zu erzielen. Als

Beispiel nennen Experten Schweden, wo Städte und Gemeinden über

finanzielle Anreize dazu ermutigt werden, eine Glasfaserinfrastruktur

aufzubauen, die dann von unabhängigen Betreibern genutzt werden

kann. Gleichzeitig müssen diese Betreiber sicherstellen, dass auch ISPs

und ASPs Zugang zu diesen Netzen erhalten.

Nach der jüngsten UMTS-Diskussion ist das Thema der finanziellen

Anreize in Deutschland nicht gerade populär. Natürlich könnte man

auch hierzulande selbst „Todenbüttel“ und „Kleinkitzighofen“ via

Glasfaser „connecten“ und dabei viele Millionen Euro einfach

„beerdigen“. Man könnte sich aber auch an der Erfolgsgeschichte der

Kabelnetze orientieren, die sich der Konkurrenz der Satellitenschüssel

vielerorts längst geschlagen geben mussten. Und wer garantiert uns

heute schon, dass am Ende des Glasfasergrabens nicht längst noch

schnellere oder womöglich ganz andere Netze nötig sind. Dann heißt

es wieder: Ab in die Tiefe. Ausbuddeln und einbuddeln...

Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis sich Wireless Broadband

von reizvoller Zukunftsmusik zum Top-Thema entwickelt hat. Trotzdem

macht es in Zeiten von GPRS und UMTS wohl wenig Sinn, in

Sachen Internet-Access weiter in die Tiefe zu gehen. Höhenflüge sind

eher angebracht und viel Support für den Wireless-Markt, der (noch)

in den Kinderschuhen steckt. Bis wir in Windeseile quer durch die

Lüfte surfen, teilen wohl weiterhin viele von uns Roberts geheime

Vorlieben: „Tea online“ und abwarten...

Herzlichst, Ihr

Michael Wirt

Midrange MAGAZIN Mai 2002 3


Daten-Integration, -Replikation, -Analyse, -Transformation

Stellen Sie sich vor, Sie wären im Besitz der richtigen sechs Lotto-

Zahlen, die am nächsten Samstag gezogen werden, aber Sie

können die Daten nicht rechtzeitig vor Annahmeschluss finden.

Die Gesamtbefindlichkeit des Verantwortlichen der Tipp-Gemeinschaft

dürfte sich an der Grenze zwischen Frustration und beginnendem

Wahnsinn bewegen. Eine funktionierende BI würde dieses

Problem dauerhaft auf Knopfdruck erledigen und gegebenenfalls

sogar automatisch für die „Bestellung“ des Lotterieloses sorgen.

CeBIT 2002

4

Michael Sulatycki

Marketing & Buiness Development

Manager der Livingston Electronic

Services GmbH:

„Die Unternehmen müssen sich

vermehrt auf ihr Kerngeschäft und

ihre Kunden konzentrieren. Deshalb

geben sie administrative Aufgaben

zur Bereitstellung des kompletten

Technik in die Hände professioneller

Dienstleister.“

Nicht nur der iSeries Markt zeigt sich nach Abschluss der CeBIT

2002, sowohl mit den Besucherzahlen, als auch mit den Kontakten

sehr zufrieden. Martin A. Meier, Vice President der EXOGEN

AG (Schweiz) bringt es auf den Punkt: „Wir sind nicht auf der

CeBIT, weil hier Geschäfte gemacht werden, sondern weil es sich

ein kleines Unternehmen nicht leisten kann, nicht präsent zu sein.“

Und wie positives Denken auf Schweizerdeutsch klingt, fügte er

gleich hinzu: „Wir sind froh, dass wir das ganze Jahr über so

viele Projekte abwickeln dürfen, dass wir es uns leisten können,

auf der CeBIT auszustellen.“

Inhalt

Titelthema

Intelligentes Business . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Daten-Integration, -Replikation, -Analyse…

Datenintegration nach Maß . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Lösung für Datenaustausch und Data Warehouse

Sinnvolle Investitionen für nützliche Daten . . . . . . 12

Intelligente Daten genau da, wo sie gebraucht werden

Web-Integration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Verteilte Datenbanken effizient integrieren

Wissenswarenhäuser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Data Warehouse unterstützt Entscheider und…

Front-Ends für Back-Infos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Business Intelligence Reif für das Internet

Optimierte Performance, optimiertes Business . . 20

Verbesserter Zugang zu taktischen und…

Data Warehouse und Domino . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

Business Intelligence und CRM

Bessere Planung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Schnelle Datenzugriffe für effizientes Controlling

Aktuelles

Hereinspaziert durchs Scheunentor . . . . . . . . . . . . 24

Die Frage des Monats im März 2002

Neue Herausforderung erfordert neue Software . . 26

Controlling erkennt Chancen und Risiken

Steigende Ansprüche vs. sinkende Budgets . . . . . . 28

Abhilfe durch kurze Projektlaufzeiten und…

Event-Service plus IT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Rundum-IT-Event-Service jetzt von Livingstone

CeBIT 2002 Qualität statt Quantität . . . . . . . . . 31

Signale für die Zukunft

Gut gerüstet für die Zukunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

CeBIT 2002, die Anbieter und ihre Stärken


Märkte & Macher

Personen, Produkte, Business . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Technik & Integration

Technik-Forum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Dubletten erkennen und verhindern

Ich weiß, dass ich nichts weiß . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

Data Mining, OLAP und was Ihnen sonst noch hilft

Extern intern arbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

Online oder Offline, Hauptsache aktuell und sicher

Marktübersicht

Wenn die Zahlen stimmen,... . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Controlling

Tabellarische Anbieter- und Produktübersicht . . . 55

Immer top-aktuell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57

Zeitlose Rechnungswesen-Software

Ausgleich und Konsolidierung . . . . . . . . . . . . . . . . . 58

J. Bünting AG verrechnet mit Schilling Rechnungswesen

Basis für Cost Controlling . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60

Informationssystem für gemeinsame Sprache

Mission Possible . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

Informations-Management für Management…

FiBu in integrierter Handelslösung . . . . . . . . . . . . 64

Baustoff-Firma setzt auf neues Softwarepaket

Langstreckenerfolg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65

Finanzsoftware seit 10 Jahren im Einsatz

Rubriken

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Die Frage des Monats . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

Inserenten/Beilagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66

GO NEXT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66

Midrange MAGAZIN Mai 2002

select *

from KUNDE a, KUNDE b

Technik-Forum

where SOUNDEX(a.NACHNAME) = SOUNDE

Das Problem mit dem sich das

and SOUNDEX(a.ORT) = SOUNDEX(b.

Technik-Forum befasst heißt

and SOUNDEX(a.STRASSE) = SOUNDEX(

doppelte Adressen. Zum einen geht and a.KUNDE_ID b.KUNDE_ID

es um das Auffinden der doppelten

Adressen und zum anderen um das Verhindern von

Adress-Duplikaten. Um ohne Standard-Software in

diesem Problemumfeld zurechtzukommen, biete ich

Ihnen einen möglichen Lösungsweg via SQL an, der

seit V5R1 auch phonetische Suche unterstützt.

Klaus Subtil

Global Business Intelligence

Solutions, Central Region,

IBM Deutschland GmbH:

„Brauchen Sie trotz OLAP auch

Data Mining? Dazu müsste man

natürlich wissen, was diese Begriffe

bedeuten. Data Mining bietet

zusätzlich zum On-Line Analytical

Processing (OLAP) eine Methode

zur Analyse Ihrer Datenbestände

und hilft Ihnen zu tieferen Einblicken

in Ihre Daten.“

Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Controlling

Wenn die Zahlen stimmen, hat das Rechnungswesen mit

Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Controlling meist

einen minderen Stellenwert: Belächelt werden die Controller

und bestaunt die Summen, die für eine funktionierende IT

in diesem monetären Dunstkreis investiert werden müssen.

Sobald die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens nicht

mehr selbstverständlich ist und die Gürtel enger geschnallt

werden, ist wieder genaue Analyse angesagt, um wirkungsvoll

gegensteuern zu können.

5


Titelthema

Daten-Integration, -Replikation, -Analyse, -Transformation

Stellen Sie sich vor, Sie wären im Besitz

der richtigen sechs Lotto-Zahlen, die am

nächsten Samstag gezogen werden, aber

Sie können die Daten nicht rechtzeitig

vor Annahmeschluss finden. In diesem

Albtraum aller Albträume wirkt sich

nicht nur die Konzentration auf die (völlig

unkoordinierten) Versuche lähmend

auf die übrigen zu erledigenden Tätigkeiten

aus, doch noch irgendwie die so

dringend benötigten Zahlen an die

Oberfläche zu befördern. Auch die Gesamtbefindlichkeit

des Verantwortlichen

der Tipp-Gemeinschaft dürfte sich

an der Grenze zwischen Frustration und

beginnendem Wahnsinn bewegen. Scha-

Intelligentes Business

Die Entscheidungsträger können heute auf immer mehr und vor allem auch auf differenziertere Möglichkeiten der Informationsbeschaffung zurückgreifen.

Nur leider fehlt oftmals die notwendige Verknüpfung der einzelnen Wissenskomponenten, was in der Folge zu lückenhaften Ergebnissen und

damit zu einer gefährlichen Fehleinschätzung der Gesamtsituation führen kann. Im Zeitalter der Informationsgesellschaft sind daher jene Unternehmen

im Vorteil, die aus den zunächst rein technologischen Möglichkeiten der Business Intelligence (BI) ein wahrhaft intelligentes Business zu entwickeln

vermögen. Denn nur so lassen sich die Geschäftsprozesse vorausschauend und damit sicher steuern, hinterfragen und permanent überprüfen.

de, denn es bedürfte doch nur der notwendigen

Infrastrukturen und Werkzeuge,

um an die erforderlichen Daten

zu gelangen. Eine funktionierende BI

würde diese Aufgabe nicht nur auf

Knopfdruck erledigen, sondern den Retrieval-Prozess

auch ohne Zutun rechtzeitig

initiieren und gegebenenfalls

sogar automatisch für die „Bestellung“

des Lotterieloses sorgen.

Eine Schwalbe macht noch

keinen Sommer ...

Worin der Unterschied zwischen dem

bloßen Horten von Fakten auf der einen

und BI auf der anderen Seite liegt, wird

6 www.midrangemagazin.de Mai 2002

im informationswissenschaftlichen Ansatz

deutlich, der strikt zwischen Wissenseinheiten

und Information unterscheidet.

Diesem akademischen Ansatz

zufolge wird Wissen erst durch den gezielten

Abruf in einer Bedarfssituation

zur Information. Legt man diese Definition

zugrunde, ist es die vornehmliche

Aufgabe von BI-Frontends, auf Basis

vorhandener operativer Daten aus den

Vorsystemen und der entsprechenden

Verdichtungen zum richtigen Zeitpunkt,

in adäquatem Umfang, in der erforderlichen

Tiefe und in der jeweils gewünschten

Darstellungsform Informationen an

den Point of Need zu übermitteln.


Titelthema

... und ein Data Warehouse

macht noch kein BI

Wesentlicher und somit nicht wegzudenkender

Bestandteil von BI-Lösungen

ist im Sinne einer reinen Datenhaltung

das Data Warehouse. Dabei handelt es

sich um themenbezogene Ansammlungen

entscheidungsrelevanter Daten, die

vornehmlich für das Management durch

Replikation aus den unterschiedlichsten

Vorsystemen wie zum Beispiel Warenwirtschaft,

Rechnungswesen und Produktionsplanung

sowie der Transformation

der jeweiligen Datenformate

zentral oder auch verteilt aufbereitet

werden. Die selektiven Zugriffe auf die

Daten in Verbindung mit den entsprechenden

mathematischen Verknüpfungen

bezeichnet man als ETL- (Extraction,

Transformation and Loading-)

Prozesse. Sie ermöglichen den notwendigen

Datenfluss zwischen den Datenbanken

sowie den inhaltlichen Aufbau

von Data Warehouses und Data Marts.

Zur Abrundung: Als Data Mart bezeichnet

man jenen Teilbereich des Data

Warehouse, der einen spezifischen Auswertungsschwerpunkt

thematisiert und

mit nur begrenzten Informationsobjek-

Intelligentes Business

ten ausgestattetet ist. Es beinhaltet aggregierte

Daten für spezielle Benutzer

oder auch Benutzergruppen und wird in

aller Regel periodisch aktualisiert. In

diesem Kontext ist oft auch vom Data

Mining (englisch „to mine“: schürfen

nach) die Rede. Hierbei geht es um die

automatisierte Suche nach nicht-trivialem

Wissen in Massendaten, also

letztendlich um die Auswertung des verdichteten

Datenmaterials.

Business Intelligence

als Schaltstelle

BI fängt an, wo Data Warehouse endet.

Mit diesem Bild lässt sich sehr anschaulich

beschreiben, dass die wichtigste

Aufgabe der noch jungen Disziplin BI

darin besteht, aus Daten unternehmensrelevante

Informationen zu generieren.

Dabei bilden die BI-Frontends die Ausgabe-Layer

für die aggregierten Daten

aus Data Warehouse und Data Mart

und stellen den internen wie externen

Anwendern bedarfsgerecht Geschäftsdaten

für deren tägliche Arbeit zur Verfügung.

Gleichzeitig bieten sie interaktive

Navigations- und Analysemöglichkeiten

für das Retrieval des benötigten

8 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Zahlenmaterials aus dem virtuellen Gesamtsuchraum

des Unternehmens. Das

komplette Aufgabengebiet der BI lässt

sich insofern mit dem Beschaffen, Analysieren,

Bewerten und In-Kontext-Setzen

von Informationen aus den Vorsystemen

des Unternehmens umschreiben.

Ausgewählte Anbieter-Adressen

zum Thema DataWarehouse

und BusinessIntelligence

http://www.businessobjects.com

http://www.cognos.de

http://www.misag.de

http://www.mik.de

http://www.samac.com

http://www.showcase.de

Antizipation und

Frühwarnfunktion

Die Ziele der BI-Aktivitäten sind breit

gefächert. In erste Linie geht es im Sinne

einer Frühwarneinrichtung um die Erkennung

bzw. Darstellung von betriebswirtschaftlichen

Entwicklungen und

Trends, die ein unternehmerisches Handeln

erfordern. Zum „intelligenten Business“

um bei dem anschaulichen Bild zu

bleiben gehört neben dem kontextbezogenen

Vorhersehen von Veränderungen

des Marktes und Aktivitäten des Wettbewerbs

beispielsweise das Lernen aus Erfolg

und Misserfolg des eigenen und

fremden Handelns.

Aber auch ganz allgemein spielt das Aufbauen

neuen Wissens über relevante

Technologien, Produkte und Prozesse für

das eigene Untenehmen eine wichtige

Rolle. Letztendlich ist in diesem Kontext

auch an das Einschätzen der eigenen Stärken

und Schwächen sowie an das fundierte

Evaluieren neuer Marktchancen zu

denken.

Von Schwellenwerten und

Kennzahlensystemen

Die Möglichkeiten eines BI-Systems wirken

sich bereits im Tagesgeschäft positiv

aus. So lassen sich x-beliebige Datenquellen

in ein Kennzahlensystem einbetten,

so dass schon die Einbeziehung

grundlegendster KI- (Künstliche Intelli-


genz-) Mechanismen zur Auslösung von

Automatismen bei Erreichen von

Schwellenwerten führt. Am unteren

Ende der Fahnenstange kann es sich

dabei um das Erzeugen und Verschicken

von e-Mails oder auch SMS-Nachrichten

handeln, die das Aufstocken des Lagerbestandes

initiieren Dinge also, die

in aller Regel eine Materialwirtschaft

per se leisten kann. Auf komplexerer

Ebene ist jedoch BI-gesteuert auch ermittelbar,

in welchen Regionen was umgesetzt

wurde und welche der verteilten

Lagerorte hinsichtlich Kapazitäten,

Auslastung und zu erwartender Anforderungen

neu zu bestücken sind; hierbei

kann es sinnvoll sein, beispielsweise saisonbedingte

Absatzzahlen ins Kalkül zu

ziehen. Auch logistische Aspekte können

dabei mitberücksichtigt werden, um

auf diese Weise LKW-Ladungen sinnvoll

zu konfektionieren, Touren ökonomisch

zu planen und bei aller Effizienz dennoch

dem Just-in-Time-Aspekt gerecht

zu werden.

Basel II als Herausforderung für

die Unternehmen

Das Ziehen von Schlüssen aus vorliegendem

Datenmaterial dürfte in Zukunft

zum Beispiel auch im Zusammenhang

mit dem Rating weiter an Bedeutung

gewinnen. Hier ist mit Impulsen aus

dem zweiten Konsultationspapier des

Baseler Ausschusses für Bankaufsicht

und Kreditwirtschaft kurz Basel II zu

rechnen. Die hierin formulierten Richtlinien

definieren, welche Aspekte ab dem

Jahr 2005 von den Finanzinstituten bei

der Beurteilung von Unternehmen Berücksichtigung

zu finden haben. Um den

Banken die dafür erforderlichen Daten

zur Verfügung zu stellen, müssen die Finance-Systeme

die notwendige Flexibilität

mitbringen, um alle geforderten

Kennziffern aus dem operativen Geschäft

transparent abzubilden. Da es jedoch

für die Entwicklung und Einrichtung

von Rating-Systemen notwendigerweise

aktuelle und historische Daten aus

den verschiedensten Systemen zusammenzuführen

gilt, sind BI-Methoden

obligatorisch gefordert. Und soviel Spekulation

sei erlaubt: Die transparente

und zuverlässige Selbstdarstellung eines

Midrange MAGAZIN Mai 2002

im Rating-Verfahren zu beurteilenden

Unternehmens dürfte dessen Prognose

im Rahmen der Risikoanalyse um einiges

günstiger ausfallen lassen.

BI ist keine Einbahnstraße

Wie funktioniert das Ganze in heterogenen

DV-Systemen, mag man sich fragen,

wo die verschiedensten Systeme doch

teilweise auf unterschiedlichen Plattformen

und Datenbanken aufsetzen. Das

BI-Frontend übernimmt hier über Replikationsmechanismen

das Datenmaterial

aus den Vorsystemen und transformiert

es in das benötigte Format. Gleichzeitig

sind auch rückwärtige Aktionen in die

Applikationen möglich, wenn Queries

zu stellen sind oder, um ein konkretes

Beispiel zu benennen, wenn bei der Ermittlung

von Bestellmengen auch die auf

dem Retourenweg befindliche Ware in

den Lagerbestand einzurechnen ist.

Volles Programm mit der iSeries

Auf welcher Plattform die BI zuhause

ist, spielt grundsätzlich eine untergeordnete

Rolle. Sicherlich spricht in Bezug

auf Hochverfügbarkeit, Flexibilität und

Kosten/Nutzen-Aspekt einiges für die

IBM iSeries, aber letztendlich kann der

AS/400-Nachfolger in dem generischen

Konstrukt aus Vorsystemen, Datensammlung,

-verdichtung sowie der

Aufbereitung und dem Vorhalten unternehmensrelevanter

Informationen auch

jeden beliebigen anderen Part übernehmen.

Stolze 40 Prozent jährlichen

Wachstums konnte der Markt für Business

Intelligence zuletzt aufweisen.

Auch wenn die allgemein schlechte Konjunkturlage

hier bremsende Wirkung

hat, dürfen wir auch in nächster Zukunft

mit Steigerungsraten von bis zu 30

Prozent per anno rechnen. Das beträchtliche

Wachstum der jungen Disziplin BI

verspricht insofern nicht nur „intelligenteres

Business“ auf einer breiteren Basis,

sondern ist damit auch insgesamt für die

Entwicklung unseres Midrange-Segments

förderlich. In diesem Sinne viel

Vergnügen und interessante Anregungen

bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe

des Midrange Magazins.

M. W. Anzeige

Titelthema

9


Titelthema

10 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Datenintegration

Lösung für Datenaustausch und Data Warehouse-Umgebungen

„Wissen ist Macht“: Nie war dieser Satz

gültiger als heute, da Unternehmen mehr und

mehr den Wert von Informationen sowohl

diejenigen in den Köpfen der Mitarbeiter als

auch die im Netzwerk befindlichen für ihren

erfolgreichen Fortbestand erkannt haben.

Unternehmensrelevante Informationen bilden

die Grundlage für alle wichtige Entscheidungen

und werden heute mit moderner Data

Warehouse-Technologie geschaffen. Es handelt

sich nicht mehr nur um die Auswertungssysteme

mit Standardberichten, sondern um

weiterentwickelte, flexible, visuelle und

benutzerfreundliche Systeme für eine effiziente

Entscheidungsvorbereitung.

Hub-and-Spoke Architecture

Alle Daten unter einem Dach

Unter einem Data Warehouse versteht

man im Allgemeinen einen unternehmensweiten

Datenbestand, aus dem

entscheidungsrelevante Informationen

schnell und gezielt bereitgestellt werden.

Diese Daten werden üblicherweise als

redundanter und verdichteter Extrakt

aus den operativen und gegebenenfalls

externen Datenbanken vorgehalten.

Dabei werden die Daten nach festgelegten

Regeln aktualisiert, oder aber für die

Auswertung wird direkt auf die operativen

Daten zugegriffen.

Ein sehr wichtiger Aspekt in diesem

Zusammenhang ist das Befüllen des

Data Warehouses mit unternehmens-

nach Maß

weiten Daten, die normalerweise aus

ganz unterschiedlichen Systemen kommen.

Diese Daten müssen zuvor bereinigt,

konsolidiert, aggregiert und geladen

werden. Dies geschieht im Rahmen

des Extraktions-, Transformationsund

Lade-Prozesses (ETL). Der ETL-

Prozess wird heute häufig mit Hilfe von

ETL-Tools realisiert. Am Beispiel der

Genio-Suite von Hummingbird werden

die allgemeine Vorgehensweise sowie

einige praktische Realisierungsaspekte

erläutert.

Genio-Architektur

Das Hub-and-Spoke-Design stellt die

Grundlage dieser Architektur dar. Der

Datenfluss findet grundsätzlich nur zwischen

Hub (Genio Information Broker)

und Spokes (Datenquellen und -zielen)

statt. Dieser Ansatz vermeidet ein

„Schnittstellenchaos“ in einer heterogenen

Umgebung und ermöglicht den Unternehmen

die volle Kontrolle über den

Datenfluss und die Abläufe. Der Genio

Information Broker übernimmt die

Hub-Funktion in einem Data Warehouse

und besteht aus mehreren Komponenten,

die speziell für die einzelnen

Aufgabenbereiche konzipiert wurden.

Transparenz und Flexibilität

Üblicherweise kommen die Daten für ein

Data Warehouse aus einer Vielzahl von

Systemen. Es handelt sich um ERP-,

CRM-, Mainframe oder speziell entwickelte

Applikationen, die auf unterschiedlichen

Hardware-Plattformen laufen

und verschiedene Datenbanken verwenden.

Darüber hinaus müssen auch

die Daten integriert werden, die in Form

von Text-, Excel- oder XML-Dateien

vorliegen. Als Zielsystem fungiert

normalerweise ein Data Warehouse oder


Data Mart auf Basis einer relationalen

oder multidimensionalen Datenbank.

Da die Lösung für den Einsatz in einer

heterogenen Umgebung konzipiert wurde,

unterstützt das Tool nahezu alle gängigen

relationalen Datenbanken (von

DB2 bis Oracle, Sybase oder Informix).

Darüber hinaus ist das Befüllen der multidimensionalen

Datenbanken wie Hyperion

Essbase oder Oracle Express

möglich. Der Zugriff auf Mainframe-

Daten wird durch den Einsatz von Partnerprodukten

(z.B. DETAIL von Striva

Corporation) ermöglicht. Bei vielen der

erwähnten Datenbanken stellt Genio

nicht nur ODBC-, sondern auch „Native“-Zugriff

zur Verfügung. Für viele

Unternehmen mit hohen Performance-

Anforderungen ist dieses Feature von

entscheidender Bedeutung.

Oftmals ist es bei der Realisierung von

Data Warehouse-Projekten erwünscht,

für die Befüllung des Data Warehouses

(insbesondere für das so genannte „Initial

Load“) die Load Utilities des jeweiligen

Datenbankherstellers zu verwenden.

Ab der Version 5.0 wurde die Palet-

Midrange MAGAZIN Mai 2002

te von Datenbanken, die auch auf diese

Weise unterstützt werden, erweitert.

Wenn Quell- und Zielsystem dieselbe

Datenbank verwenden, können die einzelnen

ETL-Prozesse datenbankintern

(ohne Verwendung der Engine) ablaufen.

Die Vorteile bestehen in der maximalen

Nutzung der Datenbank, der

daraus resultierenden Performanzsteigerung

sowie der Reduzierung der Netzbelastung.

Durch den Zugriff auf SAP R/3- und

SAP BW-Daten wird die Integration

auch dieser Daten in ein Data Warehouse

ermöglicht und somit das Einsatzgebiet

wesentlich erweitert.

Software-Entwicklung

Die Grundlage der Software-Entwicklung

mit Genio bilden die Repository-

Objekte. Der Umstand, dass Repository-Objekte

und deren Beziehungen untereinander

klar strukturiert sind, sowie

die Gruppierung der Objekte aus funktioneller

Sicht ermöglichen dem Entwickler

einen schnellen Einstieg.

Die Struktur der einzelnen Datenobjekte

(Tabellen und Views) kann aus dem jeweiligen

System importiert oder bei Bedarf

mit dem aktuellen Stand der Datenbank

abgeglichen werden. Die funktionellen

Datenbankobjekte (gespeicherte

Prozeduren und Funktionen) sowie externe

Programme können ebenfalls in

den ETL-Prozess integriert werden.

Eine Besonderheit des Produktes stellt

die klare und durchgängige Konzeption

des Transformationsprozesses dar. Dem

Entwickler steht eine Reihe von vordefinierten

Objekten zur Verfügung, die für

die Lösung der „Standardaufgaben“

vorgesehen sind. Es handelt sich z.B. um

die internen Look-Up-Tabellen für Datenkonsolidierung

und -mapping oder

um Funktionen für die Prüfung der Datenintegrität.

Hummingbird Communications GmbH

D-80339 München

� (+49) 089/747308-0

� www.hummingbird.com

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Titelthema

11


Titelthema

Sinnvolle Investitionen

Intelligente Daten genau da, wo sie gebraucht werden

Individuelle Datenanalyse als Gegenmodell

zu herkömmlicher Business Intelligence

in Zeiten, in denen selbst goldene Kühe

die Budgets der IT-Abteilungen nicht mehr

ungeniert auf grünen Wiesen weiden dürfen,

drückt die Beweislast für die Notwendigkeit

großer IT-Investitionen auf die Schultern

vieler IT-Projektleiter.

12 www.midrangemagazin.de Mai 2002

für nützliche Daten

So ist es nicht verwunderlich, wenn

selbst unternehmensstrategische

Projekte zur Aufbereitung, Analyse und

Bereitstellung erfolgsentscheidender Unternehmensdaten

im Licht von „Investitionsschutz“

und „Kostenbewusstsein“

genau begutachtet werden. Um dieser

Kosten-/Nutzen-Diskussion sicher entgegenzutreten,

bieten Hersteller herkömmlicher

Business Intelligence-Lösungen

Softwarekonzepte für integrierte Data

Warehouse-Strukturen und unternehmensübergreifende

Analyseplattformen

an. Doch stellt sich die Frage, ob die Forderung

nach effizienten und individuellen

Analyseprogrammen durch überdimensionierte,

theoretische Methoden erfüllt

werden kann. Sind große Projekte

zur Daten-Homogenisierung und integrierte

Analyse-Frameworks der Schlüssel

für intelligente und effiziente Daten

oder eher kostenintensive Jahrhundertwerke?

Grundsatz für die Bereitstellung

intelligenter Daten

Erklärtes Ziel ist die Bereitstellung einer

optimalen Entscheidungsgrundlage

durch die intelligente und zeitnahe Nutzung

aktueller Daten aus beliebigen Informationsquellen.

Anwender jeder

Couleur müssen in der Lage sein, ihre

individuellen Analyse- und Informationsbedürfnisse

zu stillen, ohne auf die

Hilfe von Power Usern oder IT-Spezialisten

angewiesen zu sein und das zu

jeder Zeit an jedem beliebigen Ort.

Um diese zeitnahe Bereitstellung flexibler

und individueller Datenanalysen zu

ermöglichen, treten neue webbasierte

und Java-orientierte Konzepte wie

beispielsweise die Jasper Technologie

der menta AG mit einem Gegenmodell

auf den Plan. Die Grundidee dabei ist,

bei der Analyse komplexer, heterogener

Online- und Offline-Datenströme vollständig

browserbasierte und modular

aufgebaute Analyseprogramme einzusetzen.

Anwender fragen via Internet

Daten beliebiger Herkunft ab direkt,

individuell und zeitnah, ohne in starren

Data Warehouse-Modellen denken zu

müssen. Und das geschieht plattformunabhängig

sowohl in homogenen

iSeries-Umgebungen als auch in heterogenen

Architekturen im Zusammenspiel

mit Unix-, Windows- oder auch Mainframe-Servern.

Reale Daten on-time und

on-place

Das Gegenmodell „individuelle Datenanalyse“

vereint die wichtigsten Faktoren

moderner Java-basierter Softwaretechnologie

mit betriebswirtschaftlichen

Grundsätzen: die einfache und

schnelle Integration heterogener IT-

Landschaften sowie die fundierte,

gesamtheitliche Betrachtung und Analyse

aller Unternehmensdaten online wie

offline. Im Vordergrund steht die schnelle

und einfache Datenzusammenführung.

Vollständig web- und browserbasierte

Java-Architekturen verknüpfen

via Web beliebige Datenlager unabhängig

von der vorherrschenden Systemlandschaft

ad hoc miteinander.

Voraussetzung ist lediglich ein Internetzugang,

die Ortsangabe der Datenquelle

(URL bzw. IP-Adresse) sowie die entsprechende

Zugriffsberechtigung. Die

Anwender greifen bei der Datenextraktion

und -analyse über das Internet

direkt auf die Quelle zu und nicht auf

mühselig aggregierte Datensilos. Das

Ergebnis: Redundante Datenextrakte

sowie zeit- und kostenaufwändige

Schnittstellenprogrammierungen wer-


den überflüssig, und auch das herkömmliche

Vorhalten der zu analysierenden

Datenauszüge auf der Clientseite

entfällt.

Flexible Interoperabilität

gewährleistet Individualität

Im Zeitalter internetbasierter, übergreifender

Kommunikationsnetzwerke sind

dezentrale, interoperable und individuell

„baubare“ Analyseprogramme wie die

Jasper Data Intelligence Suite gefragt.

Viele Großunternehmen entscheiden sich

dafür, die Applikationen und Datenbanken

ihrer Kunden und Geschäftspartner

in die eigenen Analyseprozesse via Internet

einzubinden, um den Horizont und

die Qualität ihrer Kennzahlen- und Frühwarnsysteme

zu maximieren.

Folglich muss der Anwender eines Business

Intelligence-Systems in der Lage

sein, selbständig beliebige Dateninseln

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Midrange MAGAZIN Mai 2002

und Stand-alone-Applikationen zu vernetzen,

ohne komplexe Plattformen aufbauen

zu müssen. Mit Hilfe webbasierter

„administration clients“ gestaltet er seine

individuelle Benutzeroberfläche und

verknüpft die stark verteilten Datentöpfe

und verschiedenen Analysesysteme. Er

greift direkt via Internet auf „seine“ Anwendung

zu und kann neben herkömmlichen

Standardreports neue Zusammenhänge

und Muster erkennen. Fachanwender

„bauen“ so ihre individuellen

Analyseanwendungen auf, ohne auf die

Hilfe von IT-Spezialisten angewiesen zu

sein egal ob Vorstandsmitglied, Abteilungsleiter

oder Fachanwender.

Ein Beispiel: Der Controller eines Finanzdienstleisters

in München baut in

wenigen Stunden sein individuelles

Kennzahlensystem mit 300 Indikatoren

und Benchmarks zu den wichtigsten

Mitbewerbern selbständig auf. Die glei-

Titelthema

che Softwarebasis wird bei der Tochterfirma

des Finanzinstitutes mit Sitz in

London von Projektleitern als Frühwarnsystem

eingesetzt, um fehlende

Projektbuchungen zu erkennen und anzuzeigen.

Anschließend greifen die englischen

Kollegen auf die deutschen Controlling-Ergebnisse

zu und vergleichen

die eigene Performance mit der ihrer

Mitbewerber. Beide Anwendergruppen

greifen von unterschiedlichen Orten mit

individuellen Oberflächen und verschiedenen

Analyseschwerpunkten auf unterschiedliche

Datenquellen on time zu.

Autor: Detlef Winkelmann

menta AG

D-81243 München

� (+49) 089/87130142

� www.menta.de

13


Titelthema

Die Integration verschiedenartiger Informationssysteme

und Datenquellen ist eine ständig

wiederkehrende Anforderung. Neben dem

„klassischen“ Anwendungsbereich in der

betrieblichen Datenverarbeitung ist die

Integration z.B. auch bei der Realisierung

von Data-Warehouse-Systemen und Unternehmensportalen

von zentraler Bedeutung.

Integration spielt darüber hinaus auch

für eine sanfte Migration von Alt- auf

Neusystemen eine wesentliche Rolle, da

in der Übergangsphase Alt- und Neusystem

zusammenarbeiten müssen. Die Information

ist ein wettbewerbsentscheidender

Faktor, Entscheidungsträger,

Abbildung 1: Verbindungsablauf Java-Applets

Abbildung 2: Verbindungsablauf Java-Servlet

Verteilte Datenbanken effizient integrieren

14 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Web-Integration

Mitarbeiter, Partner und auch Kunden

benötigen Wissen und Informationen,

die in Datenhaltungssystemen lagern.

Diese Daten lassen sich allen Benutzern

am besten mit plattformunabhängigen

Lösungen über JDBC-Treiber und Java-

Applets/-Servlets zur Verfügung stellen.

Die Informationen und Daten sind in

funktions- oder abteilungsspezifischen

Applikationen auf zentralen und dezentralen

bzw. abteilungseigenen Systemen

abgelegt und lagern in relationalen Datenbanken

(DB2, Oracle, Sybase, Informix,

MS SQL Server), in hierarchischen

Datenbanken (DL1 bzw. IMS) oder als

VSAM-Files. Der Anwender erhält direkten

Zugriff auf die Datenbestände durch

Standard-Schnittstellen wie ODBC

(Open Database Connectivity) oder

JDBC (Java Database Connectivity). Die

JDBC-Schnittstelle ist das Java-Pendant

zur ODBC-Schnittstelle. Alle Java-Applikationen

und Java-Applets/Servlets greifen

via JDBC auf Datenbanken zu, sofern

ein JDBC-Treiber für diese vorhanden ist.

Der JDBC-Treiber stellt einen direkten

Link von Java-Applets, Java-Applikationen

oder Java-Servlets mit JDBC-Schnittstelle

zum Server via TCP/IP und den dort

residierenden Datenbanken her. Zum

Web-Zugriff wird in diesem Fall auf Client-Seite

lediglich ein Browser benötigt.

Als Schnittstelle für Entwickler können

JDBC 1.2 API und JDBC 2.0 API verwendet

werden. Die so entwickelten Lösungen

verhalten sich je nach Ausrichtung

verschieden. Diese Unterschiede beschreibt

der Artikel, wobei er ein Hauptaugenmerk

auf die Servlet-Anbindung

legt. Den Ausführungen zugrunde gelegt

sind JDBC-Treiber Typ 4.

Applets, Applikationen und

Servlets

Ein Applet ist ein Java-Programm, welches

innerhalb eines Browsers arbeitet

und auf Web-Seiten platziert werden

kann. Ausgeführt wird das Applet auf

dem lokalen Rechner des Nutzers, der

die Seite aufgerufen hat. Administratoren

installieren das Applet also zentral

auf dem Web-Server. Nach dem Download

des Applets spricht es den JDBC-

Treiber auf dem Web-Server an, dieser

wird ebenso heruntergeladen und dann

im Browser ausgeführt. Das Applet

braucht die Erlaubnis, sich mit der Zieldatenbank

zu verbinden; anschließend

stellt der JDBC-Treiber die Verbindung

her (Abbildung 1).

Im Gegensatz dazu liegen Java-Applikationen

lokal auf dem Client, ebenso der

JDBC-Treiber. Der Download als Applet

entfällt, allerdings erhöht sich der Installationsaufwand

bei einer größeren

Anzahl Clients enorm. Der Verbindungsaufbau

zur Datenbank erfolgt

dann ähnlich dem Aufbau bei Applets.

Die lokale Applikation spricht den lokalen

JDBC-Treiber an, worauf dieser

wiederum die Verbindung zur Datenbank

aufbaut.

Ein Servlet ist ein Java-Programm, das

serverseitig ausgeführt wird. Dadurch

wird der Client-Computer nicht belastet

und es sind trotzdem komplexe Anwendungen

möglich, da Servlets die ganze

Breite an Java-Funktionen nutzen können.

Der Vorteil besteht darin, dass nur

der Web-Server entsprechend konfiguriert

werden muss (bei Applets und Applikationen

muss auf Client-Seite eine

Java Virtual Machine (JVM) installiert

sein). Auch der JDBC-Treiber liegt auf

dem Web-Server und baut von dort

nach Aufforderung vom Servlet die

Verbindung zur Datenbank auf (Abbildung

2). Oberflächlich betrachtet sind

sich Servlets und CGI-Skripts ähnlich;

beide generieren im Wesentlichen eine

HTML-Seite. Die dahinterstehende

Technologie weist jedoch enorme Unter-


schiede auf. Ein Vorteil von Servlets gegenüber

CGI-Programmen ist, dass diese

um einiges schneller in der Ausführung

sind, also wesentlich mehr Requests pro

Zeiteinheit bearbeiten können. Dies ist

dadurch begründet, dass Servlets nicht

als eigener Prozess laufen, sondern

lediglich ein neuer Thread gestartet

wird. Einmal aufgerufen bleibt das Programm

im Speicher. Bei CGI-Skripts hingegen

startet der Interpreter im Fall der

am häufigsten anzutreffenden Skriptsprache

„Perl“ bei jedem Request erneut.

Deshalb kommt es zu erheblichen

Performance-Einbußen. Das Vorhalten

des Servlets im Speicher ermöglicht auch

persistente Objekte, d.h.: Objekte können

wiederverwendet werden. Gerade

für Applikationen, die auf Datenbanken

zugreifen, ist dies vorteilhaft, da die Verbindung

zur Datenbank nur ein einziges

Mal hergestellt werden muss.

Ablauf bei Anfragen

Servlets nehmen GET- oder POST-Anfragen

eines Clients entgegen. Sie verarbeiten

dann auf dem Server die im Query

String enthaltenen Daten. Mehrere

Servlets können untereinander kommunizieren.

Als Output erzeugt ein Servlet

Zeichenketten, die an den Client zurückgeschickt

werden. Servlets haben

kein eigenes grafisches User Interface.

Sie erfordern auf dem Server die Zusammenarbeit

mit der Servlet Engine und

einer JVM.

Aufrufen eines Servlets

Ein Servlet wird von einem Client aufgerufen.

Aus Sicht des Clients gibt es verschiedene

Wege, ein Servlet aufzurufen.

Entweder ruft der Web-Browser des Clients

das Servlet mittels dessen URL auf,

oder der Aufruf erfolgt aus HTML-Seiten

heraus. Innerhalb des Servlets können

Daten von der Datenbank abgefragt

oder auf diese geschrieben werden.

Ein Treiber für (fast)

alle Datenbanken

Mit HOBLink J-DRDA (JDBC Treiber

Typ 4) bereitet die Web-Integration verschiedenster

Datenbanken keine Probleme.

Die Anbindung erfolgt entweder als

Applikation, Applet oder Servlet. Alle

Midrange MAGAZIN Mai 2002

verfügbaren DB2-Datenbanken sowie

alle Datenbanksysteme, die der DRDA-

Architektur entsprechen, sind eingebunden.

Mit HOBDB connect im Zusammenspiel

gehören auch die Datenbank

Management Systeme MS SQL Server,

Oracle, Sybase, Informix sowie alle weiteren

Datenbanken, die den Zugriff per

ODBC erlauben, zur Lösung. Ganz entscheidend

dabei: Das ressourcenschonende

DRDA-Protokoll findet Verwendung.

Einbindung von Legacy-Daten

in Web-Konzepte

Viele Unternehmensdaten sind als

VSAM-Dateien gespeichert. Ebenso besitzt

das Datenbanksystem DL/1 eine

zentrale Rolle in der Datenhaltung vieler

Großunternehmen. Diese Applikationen

laufen stabil. Eine Umstellung auf

SQL bzw. DB2 ist sehr aufwändig, weil

alle Programme mehr oder weniger

stark geändert werden müssten. Auch

sind diese Zugriffsmethoden sehr performant,

so dass die Umstellung auf

SQL nicht lohnt. Mit HOBDB online,

einem CICS-Transaktionsprogramm für

MVS/CICS und VSE/CICS, wird dieser

Zugriff auf JDBC-, ODBC- oder eSQL-

Basis (eingeschränkt auf dynamisches

SQL) realisiert.

Fazit

Die Integration heterogener und verteilter

Datenbanken in e-Business-Konzepte

lässt sich durch den Einsatz von universellen

Datenbank-Treibern erheblich

erleichtern. Ob Unternehmen sich für

Java Applets, Applikationen oder Servlets

entscheiden, hängt vom Einsatzzweck

ab. Grundvoraussetzung bildet

immer ein JDBC-Treiber für die jeweilige

Datenbank.

Der Autor Jürgen Hönig ist Leiter

Public Relations bei der HOB

electronic GmbH & Co. KG

HOB electronic GmbH & Co. KG

D-90556 Cadolzburg

� (+49) 09103/715-0

� www.hob.de

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Titelthema

15


Titelthema

Data Warehouse unterstützt Entscheider und sichert Unternehmenswissen

Das bedeutendste Kapital von Unternehmen

sind Daten. Für die Beurteilung der Unternehmenssituation

und der strategischen Planung

sind sowohl interne Kennzahlen über Projektentwicklung,

Kostenstellen oder Produktionsplanung

als auch externe Kennzahlen über

Kunden, Lieferanten oder Vertriebskanäle

elementar.

Im operativen Tagesgeschäft ist die

Auswertung großer, täglich anfallender

Datenmengen für Unternehmen

aber häufig mit einem erheblichen technischen

und personellen Aufwand verbunden.

Der durchgängige Überblick

über Daten ist aus Ermangelung eines

einheitlichen Datenpools oftmals nicht

gewährleistet. So besteht die Gefahr,

dass existenzielle Informationen verloren

gehen oder für weitere Analysen

nicht verwendbar sind.

Lukrative Informationen

Profitabel werden bestehende Rohdaten

aber erst durch ihre Transformation in

Informationen und ihre Ableitung in gewinnbringendes

Wissen. Je höher der

Detaillierungsgrad der Daten, desto genauer

und aufschlussreicher fällt die

spätere Analyse aus. Derart extrahierte

Wissenswarenhäuser

Informationen bilden die Grundlage für

vielfältige Entscheidungsprozesse auf allen

Ebenen der Firmenstruktur.

Warenhäuser des Wissens

Für das effektive Management von Daten

greifen Unternehmen daher in der

Regel auf bewährte Data Warehouse-

Konzepte, wie beispielsweise Data-Intelligence

von SOU, zurück. Diese Software

basiert auf dem Prinzip eines transparenten

Warenhouses oder Depots, in

dem Wissen intelligent gelagert, sortiert

und vermehrt wird, sowie auf dessen

Regale jeder bei Bedarf Zugriff nehmen,

aber auch eigene Informationsobjekte

hinzufügen kann.

Zentrale Datenbanken

Der Datenpool ist die Informationszentrale

des Unternehmens und bildet die

Basis für Analysen und Auswertungen.

Die Lösung konvertiert Quell- zu Zieldaten,

integriert diese in das System und

stellt dem User eine adäquate Oberfläche

für die Navigation und Bearbeitung

der Daten bereit.

Dezentrale Datenbanken

Mit Data-Intelligence können auch

Data Marts, reduzierte Formen des Data

Warehouses, für spezielle Teilbereiche

eines Unternehmens implementiert werden.

Data Mart verwendet nur bestimm-

16 www.midrangemagazin.de Mai 2002

te Ausschnitte der Unternehmensdaten

und ist präzise auf Analysen und Auswertungen

für gesonderte Unternehmensteilbereiche

zugeschnitten. Der

Vorteil des Data Marts liegt in der

schnellen und günstigen Implementierung

sowie der einfachen Erweiterbarkeit

des Systems.

Data-Intelligence

1990 kreierte die Gartner Group für den

Prozess des Sammelns, Bereinigen, Aufbereitens

und Auswertens der Daten den

Begriff „Business Intelligence“. Mit

Data-Intelligence stellt SOU ein Tool

bereit, das individuelle Anforderungen

an die Datenpflege vom Aufbau der

Datenbanken bis zur einfachen Verarbeitung

der Informationen berücksichtigt.

Es erweitert die Data Warehouse-

Funktionen um ein Werkzeug, das Daten

direkt auswerten und analysieren

kann. So haben auch Nichtinformatiker

die Möglichkeit, ihre Daten professionell

und übersichtlich darzustellen.

Daneben kann der Anwender seinen individuellen

Datenpool anlegen. Diese

Informationsbasis enthält extrahierte,

transformierte und verdichtete Informationen

aus heterogenen Datenquellen,

die der User bei Bedarf abfragen und

auswerten kann. Hinterlegte Algorithmen

gewährleisten eine automatische

Verarbeitung der Datenmengen. Data-

Intelligence unterstützt Unternehmen

bei der Extraktion, Untersuchung und

Aufbereitung ihrer täglich im Wertschöpfungsprozess

anfallenden Daten.

SOU Systemhaus GmbH & CO. KG

D-68723 Schwetzingen

� (+49) 06202/27 84-0

� www.sou.de


Titelthema

Business Intelligence Reif für das Internet

Front-End für Back-Infos

Business Intelligence (BI) schafft die notwendige

Transparenz im Unternehmen, um faktengestützte

Entscheidungen treffen zu können.

Doch BI ist längst kein Privileg der höheren

Führungsschichten mehr. Über webbasierte

BI-Plattformen können Mitarbeiter jeder

Verantwortungsebene auf für sie relevante

Daten zugreifen sogar von unterwegs.

Aber auch Kunden und Lieferanten lassen sich

über das Internet schnell und kostengünstig

in den Informationskreislauf integrieren.

Wie es um ein Unternehmen tatsächlich

steht, welche Chancen

und Risiken der Markt bietet, das

bringen sorgfältige Analysen ans Licht.

Früher mussten die dafür notwendigen

Daten mühsam und von Hand aus

unterschiedlichsten Bereichen und IT-

Systemen eines Unternehmens zusammentragen

werden. Heute ist es möglich,

entscheidungsrelevante Fragen

dank fortschrittlicher BI-Anwendungen

schnell und komfortabel zu beantworten.

Die Front-Ends solcher BI-Systeme

sind benutzerfreundlicher und bieten

den Anwendern viel Freiraum bei der

Gestaltung von Abfragen und Berichten.

Komponenten, die für eine automatisierte

Verteilung von Berichtsergebnissen

sorgen, machen Informationen

weithin verfügbar für Mitarbeiter,

Kunden und Zulieferer.

Im Handel beispielsweise trägt der Kunde

seit Einführung der Scanner-Kasse zu

einer kontinuierlichen und detaillierten

Erhebung von Daten bei. Werden die

gesammelten Daten nicht nur archiviert,

sondern auch sorgfältig analysiert, so

liefern sie Handelsunternehmen fundierte

Einsichten in das tagtägliche Kaufverhalten

ihrer Kunden. Anhand solcher

Informationen lassen sich Erfolg oder

Misserfolg einzelner Artikel leichter beurteilen,

steuern oder gar voraussehen.

Die Ergebnisse kontinuierlicher Analysen

decken selbst verborgene Kundenwünsche

auf. Anhand dieses Wissens

kann der Handel das Sortiment entsprechend

den aktuellen Trends zügig anpassen.

Gerade in Zeiten gesättigter Märkte

wird dies immer wichtiger, um Wettbewerbsvorteile

zu erzielen. Angesichts

der stetig wachsenden Warenvielfalt

durch neue Produkte, Produktvarianten

oder Importe ist es eine wichtige Aufgabe

der Handelsunternehmung, schwache

Produkte herauszufiltern und das

Sortiment zu straffen.

Durch das Internet beflügelt

Mittels webbasierter BI-Systeme wie

z. B. MicroStrategy 7i können detaillierte

Abverkaufsdaten auch in weitverzweigten

Handelsorganisationen auf Filialebene

verfügbar gemacht werden. So

erhält jeder im Unternehmen vom Verkäufer

über den Filialleiter, Einkäufer,

Manager bis zum Finanzanalysten

jeweils die Informationen, die er als

Grundlage für strategische Entscheidungen

in seinem Bereich benötigt. Komplexe

Abfragen wie die Frage, welche Produkte

in welchen Filialen besonders gut

gehen oder welche Produktkombinationen

besonders häufig gekauft werden,

lassen sich in Sekundenschnelle durchführen.

Wer Berichtsergebnisse an Kollegen,

Lieferanten oder Kunden verteilen

möchte, spart Zeit. Über den Narrowcast

Server können unabhängig von der

Art des Endgerätes Informationen automatisiert

versendet werden. Egal, ob

über Fax, eMail oder SMS, der Anwen-

18 www.midrangemagazin.de Mai 2002

der ist auch unterwegs stets auf dem

Laufenden. Große Handelsunternehmen

wie die METRO AG, C&A, dm-drogerie

markt, EDEKA, OBI, Peek & Cloppenburg

oder die REWE Handelsgruppe

setzen die BI-Software von MicroStrategy

ein, um die Ansprüche ihrer Kunden

besser erfüllen zu können, Prozessabläufe

zu optimieren und sich dadurch Wettbewerbsvorteile

zu sichern.

Abschied von der

Informationsinsel

Webbasierte BI-Lösungen wirken auch

über die Unternehmensgrenzen hinaus.

Durch die Extranet-Anbindung lässt

sich der Weg aller Waren von der Anlieferung

bis in die Tasche des Kunden genau

verfolgen und dokumentieren. Eine

genaue Analyse der Prozessanbindung

von Lieferanten zeigt eventuelles Verbesserungspotenzial

auf. Durch die direkte

Anbindung der Lieferanten an den

Informationskreislauf können diese

schnell auf benötigte Informationen zugreifen.

Das macht Just-In-Time-Produktion

möglich. Vereinfachte Bestellvorgänge

und automatisierte Lieferzyklen

entlasten zudem den Einkauf.

Voraussetzung für die erfolgreiche Auswertung

und Verwendung von Unternehmensdaten

ist ein Data Warehouse.

Auf diesem Datenpool, in dem alle Basisdaten

zentral gesammelt werden,

setzt die BI-Plattform auf. Mit ihrer Hilfe

können Anwender Daten auswerten,

Berichte anfertigen und Informationen

automatisch verteilen das schafft die

notwendige Transparenz für erfolgbringende

Entscheidungen.

Der Autor Clemens Prändl

ist Geschäftsführer der

MicroStrategy Deutschland GmbH

D-51149 Köln

� (+49) 02203/107-0

� www.microstrategy.de


Titelthema

Optimierte Performance,

Verbesserter Zugang zu taktischen und strategischen Unternehmensdaten

Glaubt man den Auguren von IDC, so

wird sich das Marktvolumen von Business

Intelligence-Produkten bis 2005 auf 11,8

Milliarden Dollar erhöhen. Das entspräche

einer durchschnittlichen Wachstumsrate von

fast 27 Prozent. Besonders stark werde der

Boom im Bereich Data Mining sein, so die

IDC-Marktforscher. Wie auch immer man zu

solchen Prognosen stehen mag, eines ist

sicher: In den Unternehmen wächst die

Einsicht um die strategische Bedeutung von

Business Intelligence.

Schneller Rückgriff auf

relevante Daten

Kein Wunder, denn angesichts zunehmend

globalerer Märkte und sich schnell

wandelnder Marktstrukturen wird Information

zum Schlüsselfaktor im Wettbewerb.

Dank moderner IT-Systeme und

Datenbasen sind die Unternehmen

imstande, die Informationsflut zu bewältigen

und die anfallenden Daten zu speichern.

Doch diese Informationen nutzen

nur, wenn das Management schnell auf

die relevanten Daten zurückgreifen

kann, um Entscheidungen zu fällen.

Integration von Information

Warehouses als Aufgabe

Damit ist die Aufgabenstellung für die

ERP-und Collaboration-Anbieter klar

umrissen: den im ERP-System generierten

Datenfluss in verwertbare Informationen

umzuwandeln, Information

Warehouses (getrennte Databanken)

mit den notwendigen Informationen in

ihre Systeme zu integrieren. Diesen Weg

ist Intentia, einer der führenden europäischen

Collaboration-Anbieter, mit dem

20 www.midrangemagazin.de Mai 2002

optimiertes Business

Movex Business Performance Warehouse

(BPW) konsequent gegangen. Das

Warehouse filtert und konsolidiert die in

verteilten Systemen angelegten Daten

und stellt diese den Entscheidungsträgern

in Unternehmen in einem flexiblen,

zugleich aber effektiven Format zur Verfügung.

Manager können die selektierten

Daten mit Hilfe von OLAP-Tools

analysieren und die Effizienz der Unternehmensprozesse

messen. Sie erhalten

damit eine fundierte Grundlage, um die

Prozesse zu verbessern.

Offene Architektur für

strategische Allianzen

Die hinter dem Business Performance

Warehouse stehende Philosophie gründet

sich auf weltweit anerkannte Standards

betreffend Data Warehouse,

teilweise auf der Cognos-Strategie „24

Ways“ sowie auf mehr als 6.000 Movex-Implementationen.

Eines der Mar-

kenzeichen von Movex BPW ist die

Anwenderfreundlichkeit: Zurzeit sind

20 benutzerdefinierte Ansichten über

die Informationen im Warehouse angelegt.

Durch die offene Architektur und

den Einsatz von Standardtechnologien

wie etwa OLE DB für OLAP (Online

Analytical Processing), das von vielen

BI-Herstellern verwendet wird, ist es

laut Angabe von Ralph Schmid, BI-

Competence-Center Manager Intentia

Central Europe, möglich, Tools unterschiedlicher

BI-Anbieter zu integrieren:

„Unser Hauptprodukt für Business Intelligence

ist jedoch PowerPlay von Cognos,

unserem strategischen Partner.“

Transfer in eine oder mehrere

Datenbanken

Wie funktioniert es? Das auf dem Microsoft

SQL-Server 7/2000 auf Windows

NT basierende Data Warehouse transferiert

die aus Movex und anderen externen

Systemen kommenden Daten in einen

logischen Datenpool, der physisch

auf verschiedenen Servern verteilt werden

kann. Mit Hilfe so genannter Star-

Schemas lassen sich die Informationen

in einer für Abfragen optimierter Art

ablegen, die es auch erlauben, durch

dimensionale Schlüssel nicht nur den

Fakten (Kennzahlen), sondern auch den

Dimensionen einen Zeitaspekt eine

Historie zu geben. Dadurch ist es

beispielsweise möglich, den Lebenszyklus

eines Produkts innerhalb einer Produktgruppe

zu verfolgen.

Intentia Deutschland GmbH

D-40724 Hilden

� (+49) 02103/8906-0

� www.intentia.de


Data Warehouse

Business Intelligence und CRM

Das Softwarehaus Excel Data hat

die Produkte InfoSuite (DW/BI)

und InfoCenter (CRM) zu einem Portal

für das Kundenbeziehungsmanagement

integriert. Mit InfoSuite stehen allen Unternehmensbereichen

Informationen

und Analysen zur Verfügung, auch dem

Vertrieb (CRM) und dem Einkauf

(SCM). Hierzu werden Daten aus Dateien

aller Anwendungen automatisch für

eine OLAP-Datenbank aufbereitet. Das

macht das Applikationsentwicklungstool.

In den ERP-Systemen ist die Angebots-

und Auftragsabwicklung enthalten;

warum also diese Anwendungen in

einem CRM-System noch mal entwickeln

und mit teuren individuellen

Schnittstellen diese Daten replizieren?

Das Konzept von InfoCenter ist es, DW

(BI) und ERP zu integrieren und alles,

was dann noch fehlt, in einem Portal als

Standardfunktionen zur Verfügung zu

stellen.

Kundenbeziehungsmanagement

mit Notes Domino:

Das CRM-System integriert als Arbeitscenter

alle unternehmerischen Entscheidungen

und Handlungen, die dem Aufbau

und der Erhaltung der Beziehungen

zum Kunden dienen. Das schließt natürlich

die Integration der Aktivitäten wie

Marketing, Verkauf und Service mit ein.

Auf Notes/Domino basierend und integriert

mit einer Data Warehouse-Lösung

wird damit die effizienteste Informations-

und Kommunikationstechnologie

für CRM eingesetzt.

Die einzelnen Bereiche können durch

Anklicken aufgerufen werden. Zu jedem

Bereich können beliebige Knöpfe mit

Funktionen integriert werden. Durch

Customizing kann so das Portal individuell

gestaltet werden.

und Domino

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Wird gerade der Kunde Meier bearbeitet,

kann sofort durch Anklicken des

Knopfes „InfoSuite“ beispielsweise Umsatz,

DB, offene Posten usw. des Kunden

Meiers analysiert werden.

Die integrierte

Data Warehouse-Lösung:

Der langfristige Erfolg von Unternehmen

wird von schnellen und zutreffenden

Antworten auf aktuelle und zu erwartende

Veränderungen der Unternehmenswelt

bestimmt.

InfoSuite hat den effizienten Einsatz der

Ressource „Information“ zum Ziel.

Schon immer war der systematische und

effiziente Umgang mit der Ressource

„Information“ für Unternehmen eine

zentrale Herausforderung. Mit der Lösung

werden Informationen so aufbereitet,

dass die Verantwortlichen in allen

Unternehmensbereichen damit einen

Mehrwert für das Unternehmen erzielen.

Grundvoraussetzung ist, dass weder

die Bedienung noch die individuelle Erstellung

der Programme für Reporting

und DW mit Programmierarbeit verbunden

ist. Das Applikations-Entwicklungstool

erstellt automatisch die Programme.

Es können RPG, HTML und Java-Applikationen

(auch interaktive) automatisch

generiert werden. Für die weltweite

Kommunikation steht die XML-Technologie

zur Verfügung.

Der Autor Horst Abraham ist Vorstand

der EXCEL DATA Deutschland AG

EXCEL DATA Deutschland AG

D-33100 Paderborn

� (+49) 05251/150 312

� www.exceldata.com Anzeige

Titelthema

21


Titelthema

MOLAP steht bekanntermaßen für multidimensionales

Online Analytical Processing und

eröffnet die Möglichkeit, die Beziehungen

(Relations) der operativen Datenbanken in

der Zwischendatenhaltung zu verändern.

Besonders im Bereich der Unternehmensplanung

und des Controllings erfreut sich diese

Technologie ergänzt um in zusätzlichen

Planungsmarts abgebildete Saison-Verlaufsmodelle

zunehmender Beliebtheit.

Um die Möglichkeit der Einbindung

von multidimensionalen

Datenbanken anzubieten hat Datasave

sein Produkt erweitert. Seit kurzem besteht

die Möglichkeit, ergänzend zu den

selbstentwickelten Systemem im Bereich

Baustoffindustrie und Versandhandel,

die MOLAP-Datenbank Cubeware

Cockpit Server einzubinden.

Nun wurde die Möglichkeit geschaffen,

Flat-Files mit rechnungswesenspezifischen

Daten aus Applikationen im iSeries-Bereich

auszulesen und diese in einer

Staging-Area für die Abholung in

die multidimensionale Umgebung mithilfe

eines Extracting-, Transformating-

Schnelle Datenzugriffe für effizientes Controlling

22 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Bessere Planung

und Loading- (ETL) Tools vorzuhalten.

Bei dem ETL-Tool handelt es sich

um den Importer der Business Intelligence

Company Cubeware aus Rosenheim,

eine auf der Basis von Suns TCL

entwickelte Script-Umgebung, in der die

Mutation bzw. Bereinigung und Aggregation

der zur Verfügung gestellten Daten

erfolgt. Der so gewonnene Datenextrakt

wird dann in die MOLAP-Datenbank

überführt.

Mithilfe der Frontendtools der Cubeware

bzw. MS Excel können die Daten

anschließend statisch oder dynamisch

bearbeitet werden. Neben dem auswertungsspezifischen

Teil, der das Reportwesen

aus der eigentlichen (operativen)

Applikation herauszuhalten hilft und

somit auch für konstantere Performance

sorgt, ist diese Art der Datenverarbeitung

besonders für die Planungsarbeit

im Controlling geeignet. Es könnten

Was-wäre-wenn-Szenarien neutraler

Ebene (MOLAP-Datenbank) durchgeführt

werden, die beispielsweise den

Austausch von Produktgruppen auf Artikelebene

ermöglichen, um die Auswirkung

derartiger Umgestaltungen im

Vorfeld zu analysieren, sprich ohne die

Gefährdung des operativen Datenbankbestandes

zu riskieren.

Planungszenarien speichern

Des Controllers größter Benefit ist

sicherlich die Rückschreibemöglichkeit

solcher finalisierten Planungsszenarien

auf der einen Seite in die MOLAP-Datenbank

und auf der anderen Seite via

der ETL-Features auch in die operative

Datenbank, so dass zuverlässige SOLL-

IST-Vergleiche gefahren werden können.

Die Datasave hat gemeinsam mit dem

IT-Dienstleister Cubecon branchenspezifische

Report- und Analysefeatures

(Datamarts) geschaffen, die die besonderen

Kennziffern (z.B. Kommissioniererproduktivität)

dieser Branchen standardisiert

berücksichtigen. Im Planungsbereich

empfiehlt sich zur Anreicherung

von Saisonverlaufsmodellen um größtmögliche

Treffergenauigkeit zu erreichen

die Einbindung von mathematischen

Unterprogrammen, wie sie zur

Zeit von der Hamburger Firma Initions

angeboten werden. Hier werden Näherungswerte

auf Basis evolutionärer Algorithmen,

neuronaler Netze und statistischer

Verfahren ermittelt.

Die Initions ist ein Spin-Out der Hamburger

Universität und hat sich auf diesen

zukunftsträchtigen Bereich der

Business Intelligence spezialisiert.

Durch diese Ergänzung, die im Übrigen

bei gleichzeitigem ETL-Import verschiedener

Datenquellen die ergänzende

Analyseeinbindung z.B. einer DKS-

FiBu erlaubt, verspricht sich das Unternehmen

eine weitere Abrundung seines

Produktportfolios.

Der Autor Kai Sievers

ist Geschäftsführer der

Datasave AG

D-24999 Wees

� (+49) 04631/6040-0

� www.datasave.de


Aktuelles

Die Frage:

Hereinspaziert durchs

Die Frage des Monats im März 2002

Sind Sie sicher, dass Ihre Netzwerk- und

Serversysteme ausreichend gegen Attacken

und Missbrauch geschützt sind?

Das Ergebnis:

Von insgesamt 739 Teilnehmern antworteten

34% mit Ja und 66% mit

Nein.

Der Kommentar:

Dieses Ergebnis kommt für mich nicht

überraschend; die meisten Verantwortlichen

wissen um ihre Versäumnisse. Dass

sie diese auch zugeben, spricht für einen

gesunden Realismus, dem nun auch Taten

folgen sollten. Sicherheit ist

insbesondere in Deutschland nicht

sehr populär. Während in den vergangenen

zwei Jahren laut einer Studie von

PriceWaterhouseCoopers nur 12% der

befragten Unternehmen hierzulande ihr

Sicherheitsbudget aufgestockt haben,

waren es in den USA 42%. Nur ein Drittel

der deutschen Unternehmen verfügen

über ein systematisches Regelwerk zum

Thema IT-Sicherheit, insbesondere kleine

und mittelständische Unternehmen

haben einen immensen Nachholbedarf.

Rolf Busch,

Geschäftsführer von

Busch & Partner: „Die

meisten iSeries-Systeme

sind nach außen offen

wie ein Scheunentor“

Natürlich bringen Investitionen in Sicherheitsvorrichtungen

keinen Umsatz,

sondern produzieren in erster Linie Kosten.

Da Security-Probleme häufig nicht

auf den ersten Blick erkennbar sind, verschließen

viele Firmen ganz einfach Augen

und Ohren und nutzen ihre Budgets

lieber anderweitig. Was passiert, wenn

„es“ passiert, machen zahlreiche Beispiele

deutlich: Erst ist das Geschrei

(und auch der Schaden) groß und

plötzlich fließen die Gelder...

739 Teilnehmer haben abgestimmt

Ja

34%

24 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Scheunentor

Nein

66%

Sind Sie sicher, dass Ihre

Netzwerk- und Serversysteme

ausreichend gegen Attacken und

Missbrauch geschützt sind?

Risiken einschätzen

Besteht eine Anbindung an das Internet

oder können sich Externe in das Firmennetzwerk

einwählen? Ist ein ausgereifter

Schutz durch Firewalls nicht ein nettes

Add On, sondern ein Muss? Leider ist

im IT-Bereich eine gewisse Selbstüberschätzung

die Regel, deshalb wird zwar

in Hard- und Software für Firewall-

Zwecke investiert, die Einrichtung aber

erfolgt selten durch einen erfahrenen

Profi. So haben die meisten Schutzwälle

heute eher eine Alibifunktion wirkliche

Protektion bieten sie nicht. Die ist

nur durch professionelle Implementierung

und ebenso professionelles Test-

Hacking sicherzustellen. Das kostet

zwar Geld, aber im Angriffsfall

wenigstens keine Umsätze.

Das Scheunentor

Es gibt in unser aller Umfeld noch eine

zweite Baustelle: Als offenes System mit

all seinen Vorteilen wird der eServer

iSeries heute propagiert. Aber muss diese

Offenheit unbedingt wörtlich genommen

werden? Die meisten installierten

Systeme sind nach außen offen wie ein

Scheunentor, auf fast keinem besteht ein

durchgängiges Sicherheitskonzept.

Meistens sind die Bibliotheken frei zugänglich

(PUBLIC=*CHANGE) und

der Zugriffsschutz besteht aus Menüs.

Bei manchem Unternehmen sind zwar

wichtige Bibliotheken geschützt

(PUBLIC=*EXCLUDE), dafür gibt es

aber viele Benutzer mit zu vielen Rechten

(*ALLOBJ). Die Konsistenz einer

Datenbank ist in der Regel nicht gewährleistet

für meine Begriffe ist das

einem Offenbarungseid für den IT-Bereich

gleichzusetzen. Benutzer von PCs

oder anderen Workstations können auf

zu viele Daten zugreifen, diese lesen, ändern

oder löschen und keiner merkt’s.

Dieser Thematik nehmen sich Exit-Programm-Anwendungen,

wie z.B. PC-

SACC/400, an. Sie machen Probleme

sichtbar und helfen, sie zu lösen.

Möglicherweise haben die „Ja“-sager

solche Anwendungen im Einsatz und

damit zumindest diesen Bereich unter


Kontrolle. Alle anderen sollten sich dieser

Herausforderung dringend annehmen

und gleichzeitig auch ihre Firewall-

Konzepte überdenken. Externer Rat tut

dabei oft gut und kommt in jedem Fall

günstiger, als eine plötzliche Eroberungsattacke.

Der Kommentator Rolf Busch ist

Geschäftsführer von Busch & Partner,

IBM Business Partner mit Sitz

in Dollern

Sie erreichen ihn unter folgender

eMail-Adresse: busch@ewetel.net

Haben Sie uns im April 2002 schon

Ihre Meinung gesagt?

Frage: „LINUX: In aller Munde, in vielen

Servern! Würden Sie kaufmännische

Teil- oder Gesamtlösungen (z.B. ERP

oder FiBu) unter LINUX einsetzen?“

Unter www.midrangemagazin.de laden

wir Sie ein, Ihre Stimme und Ihre Meinung

dazu abzugeben. Die Abstimmung

wird ohne jede weitere Abfrage durchgeführt.

Es wird Ihnen lediglich das augenblickliche

Abstimmungsergebnis angezeigt.

Nach der Abstimmung haben

Sie die Möglichkeit, Ihre Entscheidung

zu kommentieren. Auch die Abgabe dieses

Kommentars kann wenn Sie wollen

vollkommen anonym erfolgen.

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Lesermeinungen:

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Einige Leser haben die Möglichkeit genutzt

bei der Abstimmung im Monat

März Ihr Votum zu kommentieren.

Zunächst einmal vielen Dank an alle die

mitgestimmt haben. Besonderer Dank

für die, die aktiv teilgenommen haben

und die Einladung an alle anderen in

Zukunft, hier frei und anonym Ihre

Meinung einzubringen. Warum einige

der Web-Besucher sich sicher fühlen und

andere für Sicherheit im Moment kein

rechtes Gefühl aufbringen können, haben

sie uns freundlicherweise im Kommentar

mitgeteilt. Hier die Kommentare

wie sie auf unserer Homepage im März,

zu lesen waren.

Hier zunächst ein Leser, der sich „relativ“

sicher fühlt:

• Ja, ausreichend geschützt sprich mit

der Schulnote 4 sind unsere Server

und Netzwerkzugänge. Der Grund

für mein „ja“ ist neben einer ständig

aktualisierten Firewall mit Virenscanner

die Erkenntnis, dass das Netzwerk

das zentrale Nervensystems unseres

Betriebs ist. Deshalb sind

mindestens 2 unserer Systemadministratoren

immer auf der Hut, was Informationen

über neue Viren usw.

und neue Vulnerabilities betrifft.

Mehr geht dem Aufwand entsprechend

vermutlich nicht. (die Mailadresse

lasse ich weg, damit keiner

auf die Idee kommt, unser Netz totzutesten

;-)

Dass man über dieses Thema auch

anders denken kann haben uns einige

Leser hier geschrieben:

• Man ist ja nie ganz sicher! V.V.,

Schweiz

• Respekt vor denen, die mit ja gestimmt

haben. Hoffentlich ist das

morgen auch noch so. H.M./Bth.

• Es ist das alte Spiel: Die Systeme sind

nur so gut wie die Menschen, die sie

erschaffen haben. Totale Sicherheit

gibt es nie und wenn es sich lohnt,

dann finden kriminelle Elemente

immer einen Weg. Eine wesentlich interessantere

Frage wäre, ob die Systeme

auch gegen den dümmsten anzunehmenden

User (DAU) geschützt

sind, denn die meisten Ausfälle sind ja

auf Anwendungsfehler zurückzuführen.

S. N.

• Sicherheit kostet Geld! Und Chefe

sagt: „Wir müssen sparen!“

• Die Systeme müßten für einen guten

Schutz ständig gepflegt werden. Diesen

Aufwand können sich nur wenige

Unternehmen leisten. Solange keine

Schäden entstanden sind, wird das

Risiko als gering eingestuft. Virenscanner

und Firewall werden meist

einmalig installiert und danach nur

noch selten gewartet. Professionelle

Anbieter bieten Schutz-Updates an,

bei denen die Systme in geringen Zeitintervallen

aktualisiert werden, um

ausreichenden Schutz zu bieten.

Aktuelles

25


Aktuelles

Neue Herausforderung

Controlling erkennt Chancen und Risiken

erfordert neue Software

Für heftige Diskussionen in deutschen

Unternehmen sorgen zur Zeit Begriffe wie

Rating oder Kreditvergabe nach Basel II.

Wir wollten wissen, wie sich Mittelständler auf

die künftigen Anforderungen vorbereiten und

wie sie die Chancen oder Risiken einschätzen.

Rafael Salzberger, ein Geschäftsführer der

KANN-Gruppe, stand uns Rede und Antwort.

Michael Wirt: Herr Salzberger, der Begriff

„Rating“ geistert durch die Medienlandschaft.

Haben die Diskussionen

über die Kreditvergabe nach Basel II

auch die Unternehmen selbst schon erreicht?

Rafael Salzberger: Ja, zum Teil. Es lässt

sich zunehmend beobachten, dass die

Banken schon heute Kriterien aus dem

künftigen Rating-Verfahren für die Kreditvergabe

zu Grunde legen. Und ein Unternehmen

ist gut beraten, die Weichen in

seinem Zahlenwerk jetzt zu stellen.

Michael Wirt: Wie sieht die IT-Landschaft

in der KANN-Gruppe derzeit aus

und welche Weichen wollen Sie stellen?

Rafael Salzberger: Alle der ca. 20 größeren

Produktions-, Verwaltungs- und

Vertriebsstätten Deutschlands arbeiten

mit der AS/400-gesteuerten ERP-Software

der Koblenzer OGS.

Rafael Salzberger,

Geschäftsführer der

KANN-Gruppe

OGSid, die OGS-Software, ist generell

eingeführt, aber bisher war es jeder operativen

Einheit überlassen, sie in gewissem

Rahmen individuell einzusetzen. In

der Praxis steuerte jede Produktsparte

seine Geschäftsprozesse über eine eigene

AS/400, das wird sich jetzt auch mit

Blick auf Basel besonders im Bereich Finanz-

und Rechnungswesen ändern.

Und ich muss Ihnen sagen, in diesem

Prozess, der die gesamte Gruppe im

Moment sehr stark erfasst, habe ich die

OGSid-Software erst richtig kennen und

schätzen gelernt. Mit Blick auf das Rating

haben wir für alle Unternehmen der

Gruppe das Berichtswesen weiter vereinheitlicht

und um Instrumente der

Marktbeobachtung und Marktbewertung

erweitert. Den Anforderungen des

Rating entsprechend wird dem Bereich

der Planzahlen immer mehr Bedeutung

geschenkt. Bisher wurden Planzahlen

und damit verbundene Auswertungen

über Excel-Tabellen abgewickelt. Ohne

Systemschnittstellen und wesentlich

zeitnaher geht das jetzt für Finanzplanung,

Liquiditätsvorschau und Soll/Ist-

Abweichungsanalysen mit diesem Modul,

dessen Auswertungsmöglichkeiten

einfach genial sind.

Michael Wirt: Welche Auswertungsmöglichkeiten

begeistern Sie so?

Rafael Salzberger: Die Transparenz in

den Daten ist einfach großartig. Ich

kann zum Beispiel bei einer Abweichung,

die mir auffällt, innerhalb des

Systems bis runter zum einzelnen Beleg

gelangen. So kann ich mir selbst ein Bild

machen und bin nicht auf Erklärungen

Dritter angewiesen. Das ist nur ein Beispiel

aus vielen Möglichkeiten, die mir

diese Software auch im Bereich der Planungskomponenten

bietet.

26 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Michael Wirt: Da sprechen Sie doch sicher

von Individualprogrammierungen?

Rafael Salzberger: Wir haben uns

streng bemüht, den OGS-Standard zu

belassen. Nur in der List-Darstellung

haben wir zum Teil eine individuelle

Form gewählt. Das ist für unsere verschiedenen

Sparten wie Transportbeton,

Fertiggaragen oder Baustoffwerke notwendig.

Auch bei der Auftragsabwicklung

waren individuelle Anpassungen

sinnvoll.

Michael Wirt: Aber Sie mussten doch

sicherlich den Standard auf die Bedürfnisse

Ihrer Branche individuell anpassen?

Rafael Salzberger: Das ist aufgrund

des OGS-Standards, der Besonderheiten

der gesamten Baustoffindustrie abbildet,

kaum notwendig. Dadurch bleibt

unser EDV-Budget niedrig, was uns

auch hier Kostenvorteile im Vergleich

zum Wettbewerb erhält. Nutzen und

Leistung stimmen; ich muss im EDV-

Einsatz nicht mit Kanonen auf Spatzen

schießen.

Michael Wirt: Die OGS hat jetzt ein Experten-Forum

zum Thema „Rating“ ins

Lebens gerufen. Was hat Sie bewogen,

darin mitzuarbeiten?

Rafael Salzberger: Ich muss Ihnen

ganz ehrlich sagen, als Herr Over, Geschäftsführer

der OGS, mich dazu einlud,

war mein erster Gedanke: „Die jetzt

auch noch“. Doch inzwischen hat diese

Initiative eine ganz andere Dimension

erlangt, als es am Anfang erschien. Wie

schon eingangs gesagt, die Banken beginnen

jetzt schon. Und Firmen des Baubereiches,

deren Marktprognosen auch

2002 deutlich negativ sind, werden mit

einer ganzen Menge Ärger und teureren

Krediten infolge des Ratings rechnen


müssen. Es sei denn, sie richten sich

rechtzeitig auf die neuen Anforderungen

ein. Ob man als „Großer“ oder als

„Kleiner“ eingetaktet wird, hängt wesentlich

auch von den „weichen“ Faktoren

beim Rating ab. Professionelle Planungsunterlagen

und Auswertungen

sind deutlich von Vorteil.

Michael Wirt: Was muss ein Mittelständler

heute konkret tun?

Rafael Salzberger: Das Unternehmen

muss im ständigen Dialog mit seinen

Banken die notwendige Transparenz

und Verlässlichkeit der Berichte sicherstellen.

Dabei sind Zahlen nicht mehr

das alleinige Indiz. Ein wesentlicher

Baustein für das Rating ist die Bewertung

des Managements, also die Qualität

der Geschäftsführung sowie der

Steuerungsinstrumente aus dem Rechnungswesen

und Controlling. Die Weichen

für den Tag X müssen jetzt gestellt

werden. Ein weiterer, meines Erachtens

nach besonders wichtiger Baustein für

Anzeige

Midrange MAGAZIN Mai 2002

die künftige Kreditvergabe bildet die

Zukunftsperspektive des Unternehmens

in seinen Märkten. War bisher ein

Gradmesser für die Banken das bisher

Erreichte, erhalten künftig die Entwicklungschancen

eines Unternehmens

mehr Priorität. Dabei stehen Fragen

nach der Markt- und Branchenentwicklung

sowie nach der Konjunkturabhängigkeit

im Vordergrund. Abnehmer-

und Lieferantenstreuung sowie

Export- und Importkrisen gehören in

diesen Kontext. Wer nicht jetzt beginnt,

strategische Kennzahlen in seinem Unternehmen

zu definieren und sich mit

Abweichungen auseinander zu setzen,

wird es schwerer haben. Und um den

erwähnten Branchen-Malus zu vermeiden,

ist es meines Erachtens nach sinnvoll,

schon heute statistisch aufzubereiten,

dass mit der tatsächlichen Kundenklientel

dauerhafte und risikofreie

Geschäfte abgewickelt werden. Ein solches,

für ein Bankengespräch passendes

Zahlenwerk wird schwierig zu beschaf-

fen sein, wenn erst am Tag X die Recherche

beginnt.

Michael Wirt: Sie plädieren also nachhaltig

dafür, sich eingehend mit der Thematik

zu befassen und für das Rating-

Verfahren EDV-gestützte Kennzahlen zu

erarbeiten?

Rafael Salzberger: Ja. Der Mittelständler

mit einer Historie von vier bis

fünf Jahren strategischer Unternehmensplanung

und dokumentierten Erfolgen

oder Misserfolgen hat eine völlig

andere Position als ein Betrieb, der 2005

erstmals so etwas wie ein Planzahlensystem

dem Banker präsentiert.

Michael Wirt: Herr Salzberger, ich danke

Ihnen für dieses Gespräch.

OGS Ges. für Datenverarbeitung

und Systemberatung mbH

D-56068 Koblenz

� (+49) 0261/91595-0

� www.ogs.de

Aktuelles

27


Aktuelles

Von seinem Heim-PC ist jeder Anwender eine

komfortable grafische Oberfläche gewohnt,

während in den Unternehmen meist noch die

reine Funktionalität auf den Bildschirmen

vorherrscht. Viele Firmen stehen deshalb vor

der Entscheidung, ob sie bestehende EDV-

Landschaften austauschen oder modernisieren

sollen, um den gestiegenen Ansprüchen gerecht

zu werden. Michael Wirt spricht mit Torsten

Klinge, Geschäftsführer und Leiter Software-

Entwicklung der ML Software Dienstl.u.Vertriebsges.

mbH, über die Möglichkeit eines

Mittelweges.

Michael Wirt: Warum soll ein Unternehmen

auf Ihre Software-Lösung migrieren?

Torsten Klinge: Die Unternehmen haben

akut das Problem, dass eine Umstellung

auf eine grafische Oberfläche

immer dringender notwendig wird, da

unter den vorhandenen Green Screens

mittlerweile nicht nur das Neukundengeschäft

enorm leidet, sondern auch Bestandskunden

zunehmend unsicherer

werden, ob ein Partner ohne grafische

Oberfläche für die Zukunft noch tragbar

ist. ML4 bietet hier den Weg der

kurzfristigen Modernisierung mit der

Perspektive auf Neuprogrammierung,

wobei wir den Weg in eine direkte Integration

öffnen. Das bedeutet: Sie können

in einer Applikation sowohl guisieren

als auch neu entwickeln.

Michael Wirt: Welche Zielgruppen

Branchen, Unternehmensgrößen etc.

sprechen Sie mit welchen Ihrer Produkte

an?

Torsten Klinge: Unsere Zielgruppe ist

primär der Kunde, egal ob Software-

28 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Anzeige

Steigende

Abhilfe durch kurze Projektlaufzeiten und

vs. sinkende

Haus oder Endkunde, der seine bereits

getätigten Investitionen in eine Software

schützen will, ohne sich auf dem Weg in

die Zukunft auf eine einzige Plattform

festzulegen. Der Anforderung der Plattformunabhängigkeit

werden wir in diesem

Zuge ebenfalls gerecht. So erreichen

wir eine Vielzahl von potentiellen Kunden.

Hinzu kommen Software-Häuser

und Anwender, die in eine komplette

Neuprogrammierung investieren wollen.

ML4 ist an seiner Basis, was einigen

Leute vielleicht gar nicht wissen, ein

C/S-Programmiersystem, mit dem man

auch guisieren kann und nicht umgekehrt.

Michael Wirt: Welches Know-how

wird kundenseitig vorausgesetzt?

Torsten Klinge: Wir haben sehr gute Erfahrungen

mit der Umstellung von RPGund

COBOL-Programmierern, da diese

die Voraussetzungen der Systemkenntnis

und der Programmierung als solche

gleichermaßen erfüllen. Diese sind auch

in der Lage, in kurzer Zeit die Sprache

ML zu erlernen.

Michael Wirt: Wie lange dauert die Installation

bzw. Schulung und Einweisung?

Torsten Klinge: Wir rechnen für die

Durchführung einer projektbezogenen

Schulung, also einer Schulung, die auf

ein spezielles Ergebnis beim Kunden abzielt,

mit fünf Tagen. In dieser Zeit findet

sowohl die zweitägige Grundschulung

als auch die speziell auf das Kundenproblem

ausgerichtete Schulung

statt. Die Zeit für die Installation muss

dabei nicht gesondert berücksichtigt

werden.

Michael Wirt: Wie gestaltet sich die Lizenzierung?


Ansprüche

schnellen ROI verspricht ML4

Budgets

Torsten Klinge: Wir lizenzieren auf der

einen Seite den Software-Entwickler

und auf der anderen Seite den End-User.

Für den Fall, dass es sich hierbei um dasselbe

Unternehmen und dieselbe iSeries

400 handelt, muss keine User-Lizenz erworben

werden. In der Lizenzierung verfolgen

wir ein modulares Konzept.

Michael Wirt: Wann amortisiert sich

die Investition (ROI)?

Torsten Klinge: Die Investition amortisiert

sich bereits nach relativ kurzer

Zeit, da Sie davon ausgehen können,

dass bereits nach der fünftägigen Schulung

ein weitgehend fertiges Produkt

vorhanden ist, welches eingesetzt werden

kann. Hier werden nicht nur Kosten

für sonst notwendige Emulationssoftware

gespart, sondern auch bereits neue

Funktionalitäten zur Verfügung stehen.

Das die Applikation dann über eine

Windowsoberfläche verfügt, spricht in

diesem Kontext außerdem für sich.

Michael Wirt: Wie verhält sich die Software

in einer gemischten Hardware-

Landschaft?

Torsten Klinge: Während die auf der

iSeries 400 laufende Applikation unberührt

bleibt, wird die Software auf der

PC-Seite sich sicher stark integrativ darstellen.

So sind direkte native Anbindungen

an zusätzliche Datenbanken, Office

Pakete etc. heute in einer modernisierten

Software bereits der Standard. Durch

das Vorhandensein einer vollwertigen

C/S-Programmiersprache sind der Kreativität

letztlich keine Grenzen gesetzt.

ML Software Dienstl.- und

Vertriebsges. mbH

D-76275 Ettlingen

� (+49) 07243/5655-0

� www.ml4.de Anzeige

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Aktuelles

29


Aktuelles

Rundum-IT-Event-Service jetzt von Livingstone

Michael Wirt im Gespräch mit Herrn Michael

Sulatycki, Marketing & Buiness Development

Manager der Livingston Electronic Services GmbH

Michael Wirt: Hr. Sulatycki, Livingston

ist als Rental Service-Anbieter bekannt

und will sich im Jahr 2002 vor allem auf

Messen und Events spezialisieren. Wie

kommt diese Entwicklung zustande?

Michael Sulatycki: Nun, wir bieten ja

generell unterschiedliche Mietmodelle

an: von der typischen Projektmiete,

bei der Unternehmen kurzfristig eine

bestimmte IT-Infrastruktur benötigen,

bis hin zur Langzeitmiete, die eine tatsächliche

Finanzierungsalternative zum

Barkauf und zum Leasing darstellt.

Seit Jahren mieten Aussteller unsere

Komponenten für ihren Messeauftritt.

Mittlerweile geht es aber nicht mehr nur

um die simple Bereitstellung von Desktop

und Server: Die Entwicklung geht in

Richtung Outsourcing. Die Unternehmen

übergeben uns also von A bis Z die

Bereitstellung ihrer kompletten Technik

für einen Messeauftritt oder eine andere

Veranstaltung.

Michael Wirt: Wo liegt genau der Unterschied

zu früher?

Michael Sulatycki: Der Unterschied

liegt im Rundum-Service, der einen direkten

Added value darstellt. D.h.: von

der Planung über die Logistik der Kunde

kümmert sich um rein gar nichts.

Michael Sulatycki,

Marketing & Buiness

Development Manager

der Livingston Electronic

Services GmbH

Event-Service plus IT

Selbst der Service vor Ort ist in brenzligen

Situationen, wie zum Beispiel bei einem

Systemausfall, sofort zur Stelle.

Michael Wirt: Wie läuft die Dienstleistung

„Event IT-Service“ genau ab?

Michael Sulatycki: Am Anfang steht

zunächst die genaue Spezifikation der

benötigten Komponenten. Der Kunde

erhält von unseren Vertriebsingenieuren

natürlich eine fundierte Beratung, um

seine Ansprüche exakt zu ermitteln. Sobald

der spezifische Bedarf ermittelt

wurde, wird ein genauer Zeit- und Logistikplan

erstellt. Bei großen Messen

wie der CeBIT müssen die Kunden

rechtzeitig ihre Bestellungen aufgeben,

denn selbst unsere große Lagerkapazität

stößt hier an ihre Grenzen. Wenn die

Planung komplett abgeschlossen ist,

wird im nächsten Schritt das Equipment

bei Livingston konfiguriert, verladen

und am Stand angeliefert. Livingston-

Techniker bauen die Systeme dann entsprechend

den Kundenwünschen auf.

Wenn nach den Testläufen der Kunde

am Messestand erscheint, muss er nur

noch die „On“-Schalter bedienen. Nach

der Messe tritt der Kunde die Heimreise

an, ohne einen Handgriff anlegen zu

müssen. Die Techniker bauen die IT-Systeme

ab und verladen sie zur Abreise ins

Livingston-Lager. Dort werden die Geräte

sofort nach Ankunft gewartet und

stehen für die nächsten Aufträge bereit.

Michael Wirt: Wo ist der Nutzen für

den Kunden?

Michael Sulatycki: Ganz klar, der Kunde

spart sich Zeit, Geld und unter Umständen

viel Kopfzerbrechen. Die komplette

Verantwortung liegt bei uns. Jeder

Aussteller, der bereits einmal einen Systemabsturz

auf einer wichtigen Veranstaltung

erlebt hat, wird froh sein, in

Zukunft auf einen Rundum-Support

ausweichen zu können. Die Verluste, die

30 www.midrangemagazin.de Mai 2002

durch einen solchen Zwischenfall entstehen

können, sind enorm. Außerdem

bindet der Kunde keinerlei Ressourcen

und kann sich somit voll und ganz auf

sein Kerngeschäft konzentrieren.

Michael Wirt: Wie viele Veranstaltungen

begleitet Livingston?

Michael Sulatycki: Da kommt eine ganze

Menge zusammen. Natürlich sind die

IT-Fachmessen für uns der Hauptfokus.

Wir begleiten aber auch zahlreiche Seminare

und Kongresse namhafter Unternehmen.

Für Sun Microsystems zum

Beispiel rüsten wir über das Jahr verteilt

knapp 700 Veranstaltungen komplett

aus. Aufgrund unserer großen Lagerbestände

und der Produkte unterschiedlicher

Hersteller, die wir anbieten,

sind wir äußerst flexibel. Unsere bisherigen

logistischen Erfahrungen stellen

eine optimale Auslastung unserer Geräte

sicher.

Michael Wirt: Was verspricht sich

Livingston mit dieser Dienstleistung in

der Zukunft?

Michael Sulatycki: Wir glauben, dass der

Markt noch ein enormes Potential in diesem

Bereich hat. Gerade in der heutigen

Zeit ist das Thema Kostenoptimierung

aktueller denn je. Aber auch die Entwicklung

hin zum Kundenservice lässt einen

Trend in Richtung Outsourcing erkennen.

Die Unternehmen wollen sich vermehrt

auf ihr Kerngeschäft und ihr Kundenportfolio

konzentrieren und geben

administrative Aufgaben in die Hände

professioneller Dienstleister.

Michael Wirt: Herr Sulatycki, ich danke

Ihnen für dieses Gespräch.

Livingston Electronic GmbH

D-64291 Darmstadt

� (+49) 06151/9344-0

� www.livingston.de


Midrange MAGAZIN Mai 2002

CeBIT 2002

Qualität statt Quantität

Mobilkommunikation, IT-Sicherheit und

e-Government waren die Top-Themen der

diesjährigen CeBIT. Natürlich stand auch

das e-business mit all seinen Facetten im

Fokus der Veranstaltung, die sich in diesem

Jahr mit deutlich gesunkenen Ausstellerund

Besucherzahlen konfrontiert sah.

Ganze 700.000 Besucher auf der

CeBIT damit verzeichnet die

Messe erstmals einen Rückgang um

17,6 Prozent. Die Branchenflaute wird

von vielen Experten als Grund für den

Besucherschwund genannt; die Unternehmensberatung

Mummert & Partner

geht noch einen Schritt weiter: Die Messe

werde immer unwichtiger, darin seien

sich Besucher und PC-Händler einig. In

einer Internet-Umfrage hätten rund ein

Viertel ausgesagt, der Zeitaufwand lohne

sich nicht mehr. Weitere Gründe kamen

zur Sprache: zu viele Angebote auf

zu wenig Platz (10 Prozent) und das alles

noch unübersichtlich (9 Prozent). Viele

Aussteller planten darüber hinaus an

den Bedürfnissen der Messebesucher

vorbei.

iSeries-Markt zufrieden

Die IT-Leitmesse in Hannover konnte

mit rund 700.000 Besuchern (Vj.: 849

252), 7.962 Ausstellern (Vj.: 8.093) und

einer belegten Netto-Ausstellungsfläche

von 424 173 Quadratmetern (Vj.:

431.875) immer noch mit beeindruckenden

Zahlen aufwarten. Die Messeleitung

selbst hob aus den Statistiken die

für sie und den Markt positiven Zahlen

hervor. Der Anteil der Besucher aus der

Geschäftsleitungsebene sei um fast

3 Prozent auf 20,9 Prozent gestiegen.

Den Trend, dass insbesondere Investiti-

Signale für die Zukunft

onsentscheider den Weg nach Hannover

gefunden haben, bestätigte auch der

Branchenverband BITKOM. Insgesamt,

so die Aussage, seien die Aussteller zufrieden

und das nicht nur mit der Besucherqualität.

Den Hemmschuh, den

Mummert & Partner im Hinblick auf

die Resonanz des Handels nennt die in

Hannover vorgestellten Produkte seien

für den Verbraucher eh uninteressant,

weil zu teuer , zieht sich der iSeries-

Fachmarkt nicht an. Martin A. Meier,

VP Marketing & Sales der EXOGEN

AG, brachte es auf den Punkt: „Wir sind

nicht auf der CeBIT, weil hier Geschäfte

gemacht werden, sondern weil es sich

ein kleines Unternehmen nicht leisten

kann, nicht präsent zu sein.“ Und wie

positives Denken auf Schweizerdeutsch

klingt, fügte er gleich hinzu: „Wir sind

froh, dass wir das ganze Jahr über so viele

Projekte abwickeln dürfen, dass wir es

uns leisten können, auf der CeBIT auszustellen.“

Kleine und mittlere Unternehmen machten

rund 90 Prozent der gesamten Ausstellerschar

aus, und die profitierten

zweifach: Der hohe Fachbesucheranteil,

der bei fast 90 Prozent lag, sowie die

„Verlängerung“ um einen Tag machten

ausgedehnte Kontakte und Gespräche

möglich.

Für den Aufschwung rüsten

Die Gartner Group hat das Jahr 2002

als „Gap Year“ bezeichnet. In Zeiten

von Branchenflaute und knappen Budgets

ist es also an der Zeit, sich auf die

strategischen Stärken zu besinnen und

den Markt im Hinblick auf zukünftige

Investitionen genau zu sondieren. Informationsgelegenheiten

gab es in Hannover

ausreichend; die Aussteller aus dem

Umfeld der IBM eServer zeigten sich zu-

frieden. Wer was zu welchen Themen

vorstellte hier ist unser Messerückblick:

IBM selbst fokussierte wieder

einmal das e-Business. Trendthema in

diesem Jahr: die Sicherheit.

Akzeptanz und Nutzungsintensität elektronischer

Dienstleistungen müssen weiter

gesteigert werden, ansonsten entstünden

die neuen Märkte nicht in Deutschland,

sondern außerhalb unserer

Grenzen, unterstrich Erwin Staudt, Vorsitzender

der Geschäftsführung der IBM

Deutschland GmbH. Voraussetzung

dafür so der IBM Chef weiter sei das

Vertrauen der Verbraucher in Sicherheitstechnologien.

Gleichzeitig machte er

deutlich, dass sichere Transaktionen ein

entscheidender Wettbewerbsfaktor sind.

„Im Zeitalter von e-Business muss IT-Sicherheit

Chefsache sein“, so Staudt.

Das Vertrauen der Verbraucher soll

auch eine vom Bundesamt für Sicherheit

in der Informationstechnik (BSI) entwickelte

Sicherheits-CD stärken. Im Auftrag

des Bundesinnenministeriums entwickelt,

enthält das Tool Informationen

und Werkzeuge zur Verschlüsselung,

zum Schutz vor Würmern und Viren,

zur Konfiguration von Browsern, zur

Datensicherheit sowie zu anderen Themen.

Die CD wurde für Otto-Normalbürger

entwickelt und vom BSI in der

Sonderausstellung „Moderner Staat

Moderne Verwaltung“ verteilt. Wer auf

der CeBIT kein Exemplar ergattert hat,

kann die Silberscheibe gegen Rückporto

in Bonn anfordern.

� www.cebit.de

PS: Ich würde mich freuen Sie nächstes

Jahr wieder auf dieser gigantischen

Messe zu treffen. Die CeBIT 2003

findet vom 12. bis 19. März statt.

Aktuelles

31


Aktuelles

Gemeinsam mit Ihrem Produktpartner

F-Secure präsentierte die

AD Solutions AG erstmals ihren neuen

Geschäftsbereich Security. Das Angebot

reichte vom Anti-Viren-Schutz über Lösungen

für mobile Benutzer und skalierbare

Firewalls bis zu unternehmensweiten

Sicherheitskonzepten. Beratungsund

Schulungsleistungen sowie technischer

Support runden das Angebot ab.

Die ALOS GmbH konzentrierte sich auf

die Welt moderner Dokument-Management-Systeme

(von Hard- bis Software),

dazu neueste Applikationen und Lösungen

m Bereich ASP, Webstore-Archivierung

und Workflow. Altavier stellte das

Content Management System Publicity

32 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Gut gerüstet

CeBIT 2002, die Anbieter und ihre Stärken

für die Zukunft

in Version 4.2 vor. Es soll neue Maßstäbe

in punkto Kompatibilität, Performance

und Mobile Computing setzen.

Eine frei konfigurierbare SQL-Schnittstelle,

neue Funktionen in der Projektverwaltung,

ein komfortabler Framebuilder,

Template-Erstellung sowie die

direkte Integration von PDF- und MS-

Dateien überzeugten.

Punktgenau auf den Bedarf des Möbelhandels

ausgerichtet sind die Produkte

und Dienstleistungen der AMETRAS

Informatik AG. Weil die gesamte Bandbreite

der Geschäftsvorfälle im Einrichtungshandel

unterstützt wird, steht eine

effektive „One-Point Solution“ zur Verfügung.

Besondere Highlights von

MOEVE: Software-Werkzeuge für das

Kundenmanagement sowie für EDI,

Qualitätsmanagement und Marketing.

Wie aus Erfahrungen Unternehmenswissen

gemacht und ein „Firmengedächtnis“

aufgebaut werden kann,

machte die ATOSS Software AG deut-

lich. Mit ATOSS Knowledge Management

stellte das Unternehmen auf der

CeBIT das neueste Produkt ihrer Staff

Efficiency-Suite vor. Dabei handelt es

sich nach Angaben von ATOSS um die

erste Wissensmanagement-Lösung, die

gezielt zur Optimierung des Firmen-

Know-hows aus Sicht des Mitarbeiters

entwickelt wurde. Sie ist modular aufgebaut,

frei skalierbar und ergänzt die anderen

Module der Suite. Verbindungen

waren auch auf dem Avenum-Stand gefragt.

Hier stellte das Unternehmen seinen

SMS-Service für die IBM iSeries vor:

Versand und Empfang der Kurzmeldungen

sind mittels einfacher Befehle möglich,

ohne zusätzliche Hardware. Einzige

Voraussetzung ist ein Internetzugang

im LAN, die Übermittlung der Nachrichten

erfolgt via TCP/IP. QSYSOPR-

Meldungen können am Handy beantwortet

sowie Applikationen gesteuert

werden. Avenum offeriert einen kostenlosen

Test, der etwa 50 SMS umfasst.

Die Vertriebspartnerschaft zwischen

B&N Software und der Geac Enterprise

Solutions Deutschland GmbH war auch

in Hannover Thema. Geac bietet ab

sofort eine Schnittstelle zwischen

den ERP-Lösungen System21 JBA und

System21 Ratioplan sowie dem EDIF-

ACT-/XML-Konverter m@gic EDDY an,

so dass ERP-Anwender ohne spezielles

EDI-Know-how schnell in den unternehmensübergreifenden

Datenaustausch einsteigen

können. B&N präsentierte neben

dem magischen Eddy auch das ECR-Server-Framework,

das für jeden als EDI/

XML-Message beschriebenen Geschäftsprozess

eine zusätzliche Web-Dialog-Anwendung

zur Verfügung stellt. Baan zeigte

seine iBaan-Branchenlösungen. Im

Mittelpunkt standen „iBaan for Industrial

Machinery & Equipment“, das bei die-


ser Gelegenheit erstmals der Öffentlichkeit

vorgestellt wurde, „iBaan for Automotive“

und „iBaan for Electronics“

sowie BaanPPM (Public Performance

Management) für die öffentliche Verwaltung.

b2 heißt das Kernprodukt der

bäurer AG, das künftig eine noch tiefergehende

Versorgungsstruktur sowie eine

physische Artikel-Reservierung ermöglicht.

Die badische Softwareschmiede

zeigte News aus den Bereichen Lieferantenhistorie,

Kontingentplanung sowie

eine Infothek für die Serviceverwaltung.

Schrittweise zum Erfolg: Wie diese Strategie

funktionieren kann, machte die

BISONs mit ihrer „Wegstrategie“ inklusive

dem so genannten BPI (Business Process

Integrator) deutlich. Mit ihm hat die

Gruppe eine Methode zur phasenweisen

Ablösung bestehender Software nach Priorität

und Dringlichkeit geschaffen, Kunden

können nun ganz „smoothly“ zu einer

einheitlichen System-Plattform finden.

Neben der Business und ERP-Lösung

Anzeige

Midrange MAGAZIN Mai 2002

BISON Solution standen alpha.px2, die

ERP-Lösung für Handel und Produktion,

und globale Lösungen im Umfeld der beiden

Softwarelösungen auf dem Programm.

Unter dem Namen eBRAIN präsentierte

BRAIN International auf der

CeBIT 2002 sein gesamtes Portfolio für c-

Commerce-Lösungen. eBRAIN steht für

die Einheit der schlanken und branchentypischen

ERP-Anwendungen des Unternehmens

mit Customer- und Supplier

Management-Anwendungen, die ein sicheres

Fundament für den Aufbau professioneller

Geschäftsprozesse liefern sollen.

In der Version 3.0 wurde das Modul

eBRAIN.info um eine Funktionalität zur

vereinfachten Content-Pflege ergänzt.

Weitere News drehten sich um den Produkt-Konfigurator

eBRAIN.configurator,

der nun internetbasiert zur Verfügung

steht.

Ihre für den Mittelstand entwickelte

ERP-Software SEMIRAMIS stellte die

C.I.S. AG in Hannover vor. Die vollstän-

dig integrierte Anwendung wurde komplett

in Java programmiert und bietet

„Internet inside“: Ein Browser genügt,

um die Software mit dem Komfort einer

Desktop-Anwendung von jedem Ort der

Welt zu nutzen. Dabei verzichtet das

System auf Java Applets, Plug-Ins oder

Active X-Komponenten.

Effiziente (Tele-)Kommunikation für

alle Fälle lautete auch das Motto der

CAE Elektronik GmbH. Das Unified

Messaging System des Unternehmens

caesar bringt Fax, Sprachdienste,

e-Mail, CTI, SMS und Telex direkt an

den Notes-, Exchange-, LAN- oder

AS/400-Arbeitsplatz. Nach Telefax für

R/3 wurde die Lösung auch für den

SMS-Versand und -Empfang von SAP

zertifiziert. Der Nachrichtenerhalt wird

vom Telefon bestätigt, auch wenn das

Mobiltelefon gerade besetzt bzw. abgeschaltet

ist oder wenn es sich in einem

Bereich ohne Netzabdeckung befindet.

Nomen est omen: Ihre geschäftspro-

Aktuelles

33


Aktuelles

zessorientierte Warenwirtschaft K-melion/AIS

OPEN zeigte CASE Software.

Durch umfangreiche Tabellen- und

Parametersteuerung sowie vielfältige

Erweiterungsmöglichkeiten ist die Lösung

in der Lage, sich kundenspezifischen

Bedürfnissen und Umfeldern anzupassen.

Mit NFuse Elite stellte Citrix

neben der Basistechnologie für Application

Server Computing erstmals eine

XML-basierte Plattform vor. Zusätzlicher

Content für die Plattform kann

durch Content Delivery Agents (CDAs)

generiert werden, die es ermöglichen,

webbasierte Applikationen direkt in die

Benutzeroberfläche des NFuse Elite-

Portals zu integrieren. Ein Basisportal

soll so innerhalb von 20 Minuten generiert

werden können.

Auf dem Weg zum Corporate Performance

Management will Cognos seine

Kunden begleiten. Mit Cognos Series7

stellte das Unternehmen die Erweiterung

seiner bisherigen BI-Lösung vor,

die jetzt eine integrierte Komponente für

personalisierte Benachrichtigungen via

Gut gerüstet für die Zukunft

e-Mail, Palm oder WAP-Handy sowie

vereinfachte und flexiblere Administrationsfunktionen

enthält.

„Unified Messaging braucht offene

Standards“: Das forderte COM:ON in

Hannover und hatte die Lösung gleich

parat. Die Architektur von C3000 entspricht

diesem Motto; beliebige SQL-

Datenbanken dienen als Message Store.

Alle User-Daten werden in X.500-kompatiblen

Directories vorgehalten

LDAP-konform, ohne Replik. FRIDA-

Entwickler und SAP-Spezialist command

zeigte erstmals die Anbindung seiner

Musterstadtwerk-Lösung VUsprint

an Marktplätze im Internet. Mit der

SAP-Branchensoftware können sich

mittelständische Versorgungsunternehmen

nun direkt aus der Anwendung

heraus in den bekannten Marktplatz

Utility-Gate für Energieversorger einwählen

und z.B. Bedarfe einstellen wie

Angebote einholen oder Online-Bestellungen

mit Lieferanten abwickeln. Mit

dem Vertriebscockpit zeigte command

eine Schaltzentrale für die Vertriebsab-

34 www.midrangemagazin.de Mai 2002

teilung. Für bleibenden Eindruck sorgte

auch CPG International. Das Unternehmen

kündigte während der CeBIT Produktneuheiten

in allen Bereichen des

GENICOM-Portfolios an. Schwerpunkte

bildeten der serielle Matrixdrucker

GENICOM 3811, die Thermodrucker

der Serie 6300/6400, der Farblaserdrucker

cL160 und die druckerresidente

Formularsoftware Intellipress. Der

cL160 druckt dank „One Pass“-Technologie

alle vier Prozessfarben in einem

Durchgang und schafft 16 Seiten pro

Minute.

Crystal Decisions hatte Crystal Reports

for Visual Studio .NET im Gepäck eine

spezielle Version des Quasi-Standards

für professionelles Report-Design. Web-

Programmierer können damit schnell

und einfach interaktive Reports für eigene

Web-Anwendungen direkt aus Microsoft

Visual Studio .NET kreieren. Diese

Berichte können neben den Web-Services

von CD über das Internet auch

Firmenkunden oder Partnern innerhalb

ihrer eignen Anwendungen zur Verfügung

gestellt werden.

Datamirror stellte in Hannover das LI-

VEAUDIT in den Mittelpunkt: die Überwachung

und Auditierung der in Datenbanken

gespeicherten, sensiblen Informationen.

Das Unternehmen versprach

eine schnelle und kostengünstige Integration

besonderer Audit-Fähigkeiten in

bereits existierende Systeme, um Detailinformationen

über Transaktionen zu erhalten,

die sonst überschrieben würden.

DCW Software zeigte sich mit seinem

Messeauftritt zufrieden. Zahlreiche Interessenten

informierten sich über die

Komplettlösung des Spezialisten für betriebswirtschaftliche

Standardlösungen,

die um ein PPS System erweitert wurden.

Neben dem Retrieval-Tool DMS

Viewer standen neue Funktionalitäten

innerhalb des DMS auf dem Programm,

der ganzheitliche Ansatz des Unternehmens

stand im Fokus.

Das wissensbasierte Capturing-Verfahren

d.iveda war die Produktneuheit der

d.velop AG. Unabhängig vom äußeren

Erscheinungsbild erkennt das System

nur anhand des Inhaltes, um welchen


Dokumententyp es sich handelt und

ordnet diesen entsprechend zu. Dadurch

sollen sich die Arbeitsprozesse bei der

Datenverarbeitung wie beispielsweise

Rechnungen, Lieferscheine und Aufträge

in erheblichem Maße beschleunigen.

Durchsatzraten von 10.000 Dokumenten

pro Stunde sollen das System

besonders für Firmen mit hohem Papieraufkommen

interessant machen.

„Wissen gezielt aktivieren“, lautete das

Motto der DocuWare AG. Passend dazu

wurden neue Zusatzmodule zu dem

gleichnamigen DMS präsentiert. Diese

sollen den Informationszugriff um vielfältige

Möglichkeiten erweitern und die

Sicherheit auf ein Maximum erhöhen.

Der DocuWare CONTENT FOLDER

unterstützt den Anwender überall dort,

wo es um den selektiven Zugriff auf das

gesammelte Wissen eines Unternehmens

und die gezielte Verteilung von Informationen

geht. Mit dem DOCUMENT

SERVER können Anwender via Web

nicht nur Dokumente im Archiv suchen,

sondern auch einscannen, ablegen und

drucken.

Ihre D-Business-Module für Intra-, Extra-

und Internet-Management stellte

J & J Dreger Consulting vor. Sie basieren

auf Lotus Notes Domino, IBM Web-

Sphere sowie auf pure Java und können

in diversen Branchen und Größenordnungen

modular oder ganzheitlich eingesetzt

werden. Mit dem D-Business

Web Concept präsentierte das Unternehmen

unter anderem einen problemlos

zu wartenden Web-Server auf Basis

von Lotus Domino; im Bereich Vertriebssupport

wurde das D-Business

Shop Concept vorgestellt. Ihr komplettes

Archiv für Lotus Notes und Notes-

Applikationen stellte EASY vor. Die

Gruppe positioniert EASY-NOTES als

ideale Lösung zur Anbindung von EA-

SYWARE an eine Lotus Notes Domino-

Umgebung: Dokumente können direkt

aus Notes archiviert und recherchiert

werden. Die Archivierung erfolgt inklusive

Antwortstrukturen nach frei definierbaren

Kriterien: Mail- und Applikationsdatenbanken

werden von nicht permanent

benötigten Datenbeständen

entlastet, vor unbefugtem Zugriff ge-

Midrange MAGAZIN Mai 2002

schützt und auf optischen Medien gespeichert.

Der erneute Zugriff erfolgt

komfortabel und easy...

Als Hersteller von Standardsoftware

hat sich ecotec auf die Bereiche

e-Commerce, Warenwirtschaft und Logistik

spezialisiert und in Hannover mit

P1 eine objektorientierte Client/Server-

Lösung vorgestellt. Der Workflow bildet

alle Prozesse in den Spezialbereichen

des Unternehmens ab; sie können permanent

rückverfolgt werden. Das Data

Warehouse ermöglicht dabei einfaches

DataMining.

Am AVNET-Partnerstand zeigte ESKER

„Intelligent Information Delivery“ mit

Pulse. Diese Lösung erfasst den Output

von Business-Anwendungen, transformiert

ihn in nahezu alle Formate wie

HTML, XML, e-Mail, PDF, Druck, Fax

oder SMS-Nachricht und sendet ihn

an jeden Empfänger sowie an jeden beliebigen

Ort.

Wie Informationen zur richtigen Zeit

am richtigen Ort verfügbar sind, hat

Excel Data mit dem Produkt InfoCenter

verdeutlicht. Die Notes/Domino-basierte

Lösung für die IBM iSeries integriert

alle relevanten Informationen anwenderfreundlich,

e-Mails werden clever

strukturiert gespeichert. InfoCenter

steuert zudem die Kommunikationshistorie

und überwacht die Wiedervorlage

von Vorgängen. Basierend auf Standardapplikationen

können Verträge,

Angebote, Auftragsbestätigungen und

Briefe erstellt, gesendet und archiviert

werden; User vom InfoCenter können

direkt auf die Homepage des jeweiligen

Kunden klicken.

40 Jahre im Dienst von Big Blue und

immer noch komisch: Wer diese Möglichkeit

bezweifelte, wurde im hannoverschen

Convention Center eines Besseren

belehrt. Mit Witz, Spaß und Humor

machte sich die EXOGEN AG an

die Thematik „Linux on iSeries“ heran.

Das Unternehmen hatte mit den „Komikern“

John Chalk und Dave Lancaster

zwei ehemalige IBMler engagiert, die

neue Technologien mit Einsatz von Linux

on IBM eServer iSeries auf spaßige

Weise vorstellten: „The Long Hair Pro-

ductions“ nannte sich der gut besuchte

Event, dessen Akteure mit Lachsalven

belohnt wurden.

Die ferrari electronic AG hat während

der CeBIT erstmalig die Integration

sämtlicher Computerfaxlösungen ins

IP-Netz präsentiert. „Fax over IP“ wurde

in Kooperation mit der Berliner ISYS-

Team GmbH und der Ulmer ikon

GmbH realisiert. Der Faxserver kommuniziert

über TCP/IP mit dem Gatekeeper,

der das interne IP-Netz auf den

externen ISDN-Anschluss umsetzt. Die

IP-Anbindung des Faxservers ermöglicht

über Konnektoren u.a. die direkte

Anbindung von MS Exchange- und Lotus

Domino Servern sowie mySAP.com-

Systemen, so dass Faxe aus weiterführenden

Anwendungen direkt über IP-

Netze verschickt werden können.

F-Secure hat gemeinsam mit Compaq

die zweite Generation seiner Dateiverschlüsselungssoftware

für Pocket-PCs

vorgestellt F-Secure FileCrypto for Pocket

PC. Das Produkt war auf der CeBIT

als Bestandteil des iPAQ-Handhelds auf

dem Compaq-Messestand zu sehen.

Mit „active BI“ stellte Geac ein Business

Informationssystem vor, mit dem entscheidungsrelevante

Informationen aus

allen Unternehmensbereichen strukturiert

bereitgestellt werden können. Geac

PIPS heißt das Produktions-, Informations-

und Planungssystem. Mit Geac

QIPS stellt das Unternehmen ein Werkzeug

zur Verfügung, das die aufgetretenen

Fehlermerkmale von Artikeln auf

der Basis von Prüfaufträgen konsolidiert

und visualisiert.

Mit dem GEDYS Document Manager

stellte GEDYS eine Lösung zur Optimierung

der Dokumentenverwaltung vor.

Mit ihr kann während des gesamten Lebenszyklus

auf Dokumente zugegriffen

werden unabhängig vom jeweiligen

Standort und mit Clients nach Wahl. Die

Lösung ist webfähig, ermöglicht die dynamische

Integration von MS-Office

und verfügt über eine integrierte Scanund

OCR-Fähigkeit. Die technologische

Infrastruktur für die Erstellung, Verteilung,

Sicherung und Archivierung von

Informationen stellt universe4 von GFT

Aktuelles

35


Aktuelles

bereit GDPdU-konforme Ablage und

Auswertbarkeit der Daten inbegriffen.

e-Mail-Installationen sind auf vielfältige

Weise möglich. Gräbert stellte in Hannover

gleich drei auf eComPlus/400 basierende

Wege vor: darunter reine Softwarelösungen

für bereits installierte Internet-Zugänge

und solche für noch

nicht realisierte Fax- und e-Mail-Varianten

über die IBM iSeries.

Für die GUS Group zeichnete sich nach

eigenen Angaben während der CeBIT

eine strukturelle Verbesserung der Kontakte

ab: Die Zahl der konkreten Anfragen

zu Produkten und Dienstleistungen

habe deutlich zugenommen. Im Zentrum

der Aufmerksamkeit standen

CHARISMA 8.0 mit neuer Web-Oberfläche

sowie die internetorientierten Anwendungserweiterungen.

In Kooperation

mit der Telekom zeigte GUS ihre

e-Commerce-Komplettlösung für den

Online-Versandhandel eLogistIQ.

HAITEC konzentrierte ihre Präsentation

auf CATIA Version 5. Neben einem breitgefächerten

Spektrum von Produkten

rund um das CAD/CAM-System stand

die Beratungs- und Dienstleistungskompetenz

des Unternehmens im Fokus.

Gut gerüstet für die Zukunft

Mit der Version 5.1 stellt Haus Weilgut

die neueste Version seiner Produktlinie

Weilgut eOffice vor. Die CRM-Suite besteht

aus einem Officepaket, Workflow,

VIS, Telemarketing, Veranstaltungsund

Seminarmanagement, Projektplanung,

Gruppenterminkalender und

Helpdesk. Neben der jetzt voll updatefähigen

Mehrsprachigkeit und verbesserter

Bedieneroberfläche ist eine ausgereifte

Such- und Selektions-Funktionalität

hervorzuheben. Drei Weiterentwicklungen

ihrer Softwaremodule rund um Server-based

Enterprise Solutions stellte

HOB vor: HOBLink UWT, das Linux-

Pendant der Java-Lösung HOBLink

JWT in Version 2.1, HOBLink J-Term

V.3.2, eine Web-to-Host-Lösung, in die

jetzt auch HOBLink JWT integriert ist,

und HOBLink JWT V.2.3., die neben

Windows-Clients auch Unix/Linux-,

Mac OS- und OS/2-Frontends den Zugang

zu Applikationen, die auf Windows-Terminalservern

gefahren werden,

ermöglicht.

Hummingbird hatte gleich sein gesamtes

Portfolio im Messegepäck, darunter

Produkte aus den Bereichen Dokumenten-

und Wissensmanagement, Datenintegration

und Reporting, Network Con-

36 www.midrangemagazin.de Mai 2002

nectivity sowie das Unternehmensportal

Hummingbird EIP (Enterprise Information

Portal). Auf Grundlage der Kerntechnologien

des Unternehmens bildet

das Hummingbird EIP einen einzigen

Zugangspunkt zu allen geschäftsrelevanten

Informationen und Ressourcen,

darunter auch strukturierte und unstrukturierte

Unternehmensdaten. Auf

dem Hyperion-Stand waren Essbase 6.3

und Hyperion Planning die Publikumsmagneten,

weiterhin die Financial Management-Lösungen

des Unternehmens,

die Finanz- und Controllingprozesse optimieren

und die Berichterstellung, Analyse

sowie Modellierung in einer zentralen

Web-Anwendung verbinden.

„People winning with e-business“ der

Nutzen für den Menschen war das diesjährige

CeBIT-Motto von IBM. Den

Schwerpunkt bildeten dabei integrierte

e-Business-Lösungen ebenso wie das

Thema Sicherheit in der IT.

Insbesondere dem Mittelstand waren

zahlreiche Demopunkte gewidmet. Wir

trafen Stefan Bürkli, seit Februar 2002

Director of Small and Medium Business,

Central Region, zum Gespräch. Was

sich nach seiner Aussage bei IBM in Sachen

SMB entwickelt hat, stellen wir in


einer der nächsten Ausgaben vor. Die C.

Melchers GmbH & Co. NETwork

COMponents hat während der CeBIT

das offizielle Release der IGEL Flash LI-

NUX 3.0 bekannt gegeben. Seit Februar

werden alle Linux-basierenden IGEL

Thin Clients mit der neuen Version des

Betriebssystems ausgeliefert. Das als

Vorabversion bereits erfolgreich getestete

System erhielt nun den letzten Schliff

und wurde in Bezug auf Nutzerkomfort

und bequeme Konfigurierbarkeit weiter

optimiert.

Die Messeneuheit bei infor hieß in diesem

Jahr „Fitness-Check“. Das ERP-

Haus bot seinen Besuchern eine kostenlose

Kurz-Unternehmensanalyse an.

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft

für Mittelstandsberatung wurde

dieser Check entwickelt, der einen realistischen

Überblick über Optimierungspotenzial

im Unternehmen geben soll.

Basis für dieses Benchmarking ist der

Vergleich mit anderen Unternehmen

derselben Branche. Die aktuelle Version

Anzeige

Midrange MAGAZIN Mai 2002

des integrierten ERP II Systems

infor:COM sowie verschiedene daraus

abgeleitete Branchenlösungen rundeten

den Messeauftritt ab.

Der ERP-Anbieter Intentia zeigte in

Hannover erstmals die Collaboration-

Suite Movex 12 (Movex Collaboration

Applications). Mit der nahtlos integrierten

Lösung, die auf die vollständige

Transparenz in der Lieferkette abzielt,

sollen Handels- und Produktionsunternehmen

ihre Produktivität und Rentabilität

steigern. Sie umfasst SCM, CRM,

Enterprise Management (ENM), Business

Performance Measurement (BPM),

e-Business und Value Chain Collaboration

(VCC). Zur Suite gehört auch eine

Lösung für mobile Auftragserfassung.

In Halle 5 wurde den Besuchern der

International Business Systems die betriebswirtschaftliche

Komplettlösung

ASW schon vor dem für Mai geplanten,

offiziellen Präsentationstermin in der

neuen Version 5.0 vorgestellt. Weiteres

Highlight war die maßgeschneiderte

Software IBS Pharma als vertikale Standardlösung

für die Pharma-Distribution.

Zu den zentralen Themen gehörten

außerdem CRM, Internet und Mobile

Computing. IntraWare hatte in Hannover

sowohl ihr Tool zur Geschäftsprozessoptimierung

BONAPART als auch

ihre CRMSuite im Gepäck. Das CRM-

Portal bietet Anwendern die Möglichkeit,

über eine Oberfläche auf alle im

Unternehmen integriert eingesetzten

Module zuzugreifen. Für den Einstieg in

die Suite bietet IntraWare verschiedene

Basisvarianten an. Weitere Module

kommen dann, auf den individuellen

Bedarf abgestimmt, ergänzend zum Einsatz.

Auf dem Stand der Materna-Gruppe in

Halle 3 stellte die IQDoQ GmbH die

neue Version 4.2 der HYPERDOC Produktfamilie

vor. Das hochskalierbare

Archivsystem verfügt jetzt über eine optimierte

Schnittstellenintegration und

lässt sich an spezifische Bedürfnisse

zahlreicher Branchen anpassen. In enger

Aktuelles

37


Aktuelles

Zusammenarbeit mit T-Systems wird

eine ASP-Variante angeboten: T-Systems

betreibt das Archivportal, in dessen

Hintergrund die IQDoQ-Lösung läuft.

Die IT-Services and Solutions GmbH

(it’) zeigte auf Kundenprozesse abgestimmte

Lösungen und Services und hatte

während der Messe gut zu tun auch

der sächsische Wirtschaftsminister Kajo

Schommer besuchte den Stand des größten

regionalen IT-Dienstleisters. Der

„HR-Ableger“ von it’ mit Sitz in Schortens

hatte HR Access im Gepäck eine

Lösung für effiziente Personalwirtschaft.

Neu vorgestellt wurde eHR

eine Java-basierte Software für den Selfservice

der Mitarbeiter via Web.

Lakeview nahm die CeBIT zum Anlass,

einen Ausblick auf 2002 zu geben. Der

Entwickler und Anbieter von MIMIX

Managed Availability, Datenreplikation

und Clustering-Lösungen für Midrange

Computing-Plattformen will seine Distributionskanäle

erweitern, um seine für

Q3 und Q4 angekündigten Service- und

Support-Angebote mit Volldampf in den

Markt einzuführen. Die Libelle Informatik

GmbH präsentierte Libelle-

DBShadow, eine Lösung für die Hochverfügbarkeit

von DB2- und Oracle-Datenbanken.

Sie ist für alle üblichen

UNIX-Plattformen und Windows verfügbar

und wird vom Hersteller als

Gut gerüstet für die Zukunft

„Rundum-Schutz für Datenbanken“

positioniert. Unter dem Motto „Services

for your business“ präsentierte

Distributor Magirus als internationaler

„Full-Service-Provider“ für Systemhäuser,

Reseller, ISVs und Solution Provider

nutzenorientierte Servicekonzepte

aus den Bereichen Integration, Consulting,

Training, Marketing und

Finance. Im Fokus auch die gerade erste

angekündigte, erweiterte Kooperation

mit IBM: Sinn und Zweck ist die Entwicklung

und Bereitstellung von Enablement-Programmen

und Anwendungslösungen

auf Linux-Basis für den

Midrange-Markt. MAPICS hatte die

aktuelle Version 7.0 seiner ERP-Suite

für die IBM iSeries-Plattform dabei. Sie

wurde vollständig auf Java portiert, die

Geschäftslogik ist wie in einer hostbasierenden

Architektur von der Darstellungsebene

getrennt. Dank des integrierten

XML-Frameworks lässt sich

der Datenaustausch zwischen unterschiedlichen

Systemen unternehmensübergreifend

automatisieren.

Magisch ging es in Halle 6 zu: Hier war

Magic Software Enterprises mit einer

Reihe strategischer Partner und Lösungspartner

präsent. Der Anbieter

selbst stellte die neuen Versionen von

Magic eDeveloper und Magic eMerchant

in den Mittelpunkt. Ersteres liegt

38 www.midrangemagazin.de Mai 2002

jetzt in der Version 9.2 vor; das Framework

für komplexe e-Commerce-Lösungen

trägt jetzt den Zusatz V2. Alles

in allem war das Unternehmen mit der

Cebit sehr zufrieden, Quantität und

Qualität der Kundenkontakte konnten

deutlich gesteigert werden und lagen

sogar deutlich über denen des Boomjahres

2000.

Mit dem Unified Messaging Server

ZNV-COM/400 will MCA IBM AS/400

und iSeries-Usern die Kopplung zu den

Nachrichtendiensten Fax, Telex, e-Mail,

SMS und Voice-Mail erschließen. Schon

bei etwa 30 Faxen täglich sollen Kostenminderungen

von rund 2.500 Euro im

Monat möglich sein. Mc Data faszinierte

durch Miniaturisierung: Der Anbieter

hat sich auf Connectivity-Lösungen in

großen Netzwerken spezialisiert und

zeigte Hubs und Switches mit extrem

niedrigem Platzbedarf. Merant fokussierte

die neue Version von PVCS Dimensions,

eine Komplettlösung für Enterprise

Change Management (ECM),

die selbst große, beliebig verteilte Entwicklerteams

unterstützt. Das Funktionsspektrum

umfasst insbesondere die

klassische Versionskontrolle, das Änderungs-

sowie das Build-, Workflow- und

Release-Management. Bei MicroStrategy

drehte sich alles um BI und die jüngste

Version der Plattform MicroStrategy

7i. Neu ist die benutzerfreundliche Web-

Oberfläche, die dem Endanwender

mehr Komfort beim Erstellen und Versenden

von Berichten sowie flexible Formatierungsmöglichkeiten

in reinem

DHTML bietet. Die Architektur wurde

um einen multidimensionalen Zwischenspeicher

erweitert, um die Leistungsfähigkeit

zu steigern und Zugriffszeiten

zu verkürzen. Für Administratoren

ist die Integration des LDAP

interessant sie erleichtert die Verwaltung

von Sicherheitsinformationen.

Hohen Besuch erhielt die ML-Software

GmbH: Am Messestand gesehen wurde

der Baden-Württembergische Ministerpräsident

Erwin Teufel, der sich hier über

das komplette Produktportfolio zur Modernisierung

bestehender Anwendungen

informierte. Zu den Highlights zählte

ML4 WINDOWS jML-TALK, das den


Unternehmen die Welt der interaktiven

Kommunikation mit ihren Inter- und Intranet-Usern

mittels Chat, grafischen

Hinweisen und Sprache ermöglichen

soll. Navision zeigte auf der CeBIT News

rund um Navision Attain und Navision

Axapta. Attain 3.10 enthält Erweiterungen

in den Funktionalitäten zu CRM und

SCM. Zusätzlich unterstützt die Software

jetzt auch die frei verfügbare elektronische

Sprache XBRL (eXtensible Business

Reporting Language) zum Austausch

von Finanz- und Unternehmensinformationen.

Der Einstieg in den iSeries-Markt

war eines des Kernthemen, ihre strategische

Allianz hatten IBM und Navision

erst kürzlich bekannt gegeben. Ziel der

Zusammenarbeit sind e-Business-Lösungen

speziell für kleine und mittelständische

Unternehmen. Dazu werden iSeries

und Navision Attain kombiniert.

NetManage hatte RUMBA V7 für den

zuverlässigen und webbasierten Zugriff

auf IBM iSeries-, IBM Mainframe-,

UNIX- und HP-Systeme dabei. Mit

OneStep stellten die Sauerlacher ihr umfangreiches

Service- und Support-Programm

vor, das auf reges Interesse stieß.

Der Personalsoftware-Spezialist P&I

Personal & Informatik AG präsentierte

das Mitarbeiterportal „LOGA ERM“.

Es ist als Dienstleistungsplattform für

Mitarbeiter und deren Führungskräfte

konzipiert, das rollen- und personenbezogene

Services in den Bereichen Personalmanagement,

Personalentwicklung

und Payroll über Browseroberflächen

zur Verfügung stellt. Ziel ist die nachhaltige

Förderung der Motivation und

Qualifikation der Mitarbeiter und ihre

Bindung an das Unternehmen.

Unter dem Schwerpunkt „Websphere

Solutions“ stellte PAVONE aktuelle

Trends und Technologien vor in diesem

Jahr erstmalig auf dem IBM Partner

Stand. Das Unternehmen zeigte die

Workflow-Lösung PAVONE Change

Management, die Portallösung Workplace

Portal G8, die ihren Fokus auf die

Personalisierung von im Web darstellbaren

Inhalten setzt, und PAVONE Supply

Chain Management, für eine effektive

Planung, Optimierung und den Betrieb

von Produktionsnetzwerken.

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Perle Systems hatte „Good News“: Der

Console Server CS9000 wurde um weitere

Sicherheitsfeatures ergänzt. Wichtigstes

Element im Sicherheitskonzept

ist nun Secure Socket Shell (SSH), dessen

Verschlüsselungstechnik das weniger sichere

Telnet ersetzt. Weitere neue Funktionen

beziehen sich auf Verbesserungen

bei den Anschlüssen wie der 10/100

Auto-Sensing Ethernet Port, den Port-

Director und die Umgebungsauthentifizierung.

Mit zahlreichen Highlights machte sich

auch die PROFI Engineering Systems

AG auf den Weg nach Niedersachsen.

Schwerpunkte bildeten das Lotus

Notes-basierte Content Management

System PROFI Site und eine Demo

der Selbstbedienungs-Vermietlösung

M-HIS, die speziell für den Baumaschinenhandel

und die Baumaschinenvermietung

entwickelt wurde. Darüber hinaus

stellte der in Darmstadt ansässige

Anbieter das ebenfalls Lotus Notes-basierte

DM-System eBüro für die öffentliche

Verwaltung vor, das auch das komplette

Handling der Internet-Auftritte

von Kommunen ermöglicht.

Telekommunikationslösungen im UMTS-

Zeitalter, Ressourcenmanagement für Energieversorger

und Lösungsansätze für die

Initiative „Moderner Staat“ hatte die PSI

AG im Gepäck. Mit letzterem traf PSI

punktgenau den Nerv eines der CeBIT-

Trendthemen: e-Government stand auf

der Prioritätenliste vieler Besucher ganz

oben.

PST fokussierte seine neue Data-Warehouse-Lösung

CSS-SQL. Als weitere

Controlling-Innovation stellte das

Unternehmen ein in die Client/Server-

Produktfamilie PST-CSS integriertes

Balanced-Scorecard-Modul, das neue

Release 7 des Management-Informationssystems

PST-MIS sowie eine Data-

Warehouse-Lösung für die Getränkewirtschaft

(PST-WIT) vor.

r.z.w. cimdata zog gegen Ende der Messe

ein positives Resümee: Die erweiterten

Funktionalitäten der neuen Releases

von cd2000 und if2000 erfreuten sich

eines großen Interesses. Die Internet

Business Applikation für mittelständi- Anzeige

Aktuelles

39


Aktuelles

sche Fertiger cd2000 vereint auf einer

Plattform die Module ERP, PPS, CRM,

e-Business und Supply Chain Management.

Das integrierte Finanzwesen

if2000 gehört zu den modernsten Lösungen

am Markt. Zahlreiche Schnittstellen

und eine offene, objektorientierte

Programmierung erlauben die Einbindung

von if2000 in jede Systemumgebung.

Nachdem Schilling Ende letzten Jahres

das Release 2.05 seines Rechnungswesens

an seine Kunden ausgeliefert hatte,

konnten die neuen Features in Hannover

erstmals auch Interessenten vorgestellt

werden. Zu den Erweiterungen

und Verbesserungen gehört auch eine

Konzernfunktion (inkl. der Schnittstellen

für die Unternehmenskonsolidierung),

mit der Anwender konzernübergreifende

(Intercompany) Buchungen

vornehmen können. Auf große Resonanz

stieß der List-Generator zur individuellen

Gestaltung von List-Inhalten

für Auswertungen. Damit sind die Anwender

in der Lage, alle Listen inhaltlich

auf ihre individuellen Belange zuzuschneiden.

CeBIT 2003

Vorausschauende Zeitplanung ist mit

dieser Meldung möglich: Die CeBIT

2003 findet vom 12. bis 19. März statt.

Gleiche Stelle gleiche Welle.

SEEBURGER stellte mit der Solution

Map seine neue branchenspezifische

Business Integration Lösung vor. Sie

enthält Services von Consulting bis

Training, Converter für ODETTE,

VDA und EDIFACT, verschiedenste

Applikationen, Konnektoren zur Anbindung

von ERP-Systemen oder

Marktplätzen, Portalen, CRM und

SCM sowie Basiskomponenten zur

Business Integration. Diese Komponenten

unterstützen sowohl neue Technologien

wie alle XML-Dialekte als auch

traditionelle EDI-Formate.

Gut gerüstet für die Zukunft

Wie eine Funkanbindung für Netzwerkdrucker

und -kopierer funktioniert,

zeigte die SEH Computertechnik GmbH

mit der Drucker-Bridge IC190-WLAN-

CONNECT. Mit ihr lassen sich die

Drahtlos-Vorteile erstmals auch auf

Netzwerkdrucker und -kopierer in verkabelten

Netzen übertragen und zwar

völlig ohne Wireless LAN-Infrastruktur.

Die ab sofort verfügbare Bridge nutzt

den bestehenden Netzwerkanschluss

des Output-Devices und setzt die Druckersignale

in Funksignale um.

Die automatisierte Bestandsverwaltung

von DV-Ausrüstungen in Windows-

Netzwerken ermöglicht die Dr. Seidel

Informations-Systeme GmbH mit IT-

Surfer. Der Fokus dieser schlanken Lösung

liegt auf der DV-Inventarisierung,

zusätzliche Funktionen sind Vertragsmanagement

und Anlagenbuchhaltung.

Bei SKYVA sorgte der Mobile Logistics

Manager für Aufmerksamkeit. Mit ihm

kann der Anwender über sein mobiles

Endgerät den gesamten Auftragserfüllungsprozess

verwalten und planen. Er

kontrolliert somit die logistischen Abläufe

zentral zum Beispiel über PDA

oder Mobiltelefon. Mit SoftM Suite

WIN Financials präsentierte die SoftM

AG erstmals das komplette Anwendungsspektrum

im Bereich Rechnungswesen

zusätzlich auf der Serverplattform

Microsoft Windows. Ab April sind

die Applikationen für Finanz- und Anlagenbuchhaltung,

Kostenrechnung und

Reporting, die bisher nur für die Serverplattform

iSeries zur Verfügung standen,

auch für PC-Server unter MS-Windows

lieferbar. Neu ist weiterhin die

Java-Version der e-Business-Module,

die dem User Wahlfreiheit hinsichtlich

der eingesetzten Web-Server bietet.

Unter dem Motto XML@WORK stand

der Messeauftritt der Software AG. Auf

sechs Themeninseln zeigt das Unternehmen

gemeinsam mit Vertriebs- und

Technologiepartnern Anwendungen

und Produkte für Total Business Integration,

Web Services, XML-Datenund

Content Management, Transaction

Systems und Services. Standbesucher

griffen die ersten Exemplare des XML

Starter Kit ab, das neben dem Tamino

40 www.midrangemagazin.de Mai 2002

XML Server Informationen über XML-

Technologien, die Software AG und ihre

Partner enthält. Documents unlimited

vom Document Portal für InfoStore

über einen EmailFiler für Lotus Notes

bis hin zum Information Retrieval mit

InfoCodex standen beim DMS-Spezialisten

Solitas zahlreiche Erweiterungen

der InfoStore-Produktfamilie im Mittelpunkt.

Das SAP-Systemhaus Steeb Anwendungssysteme

GmbH präsentierte eine

speziell auf kürzeste Einführungszeiträume

ausgerichtete Implementierungsmethodik,

seine Professional Services wie

Remote Administration sowie Lösungen

für CRM, SCM und Business Intelligence.

Erstmals zeigt der IT-Anbieter

auch drei neue Branchenlösungen, die im

Rahmen der SAP.readytowork-Initiative

entwickelt wurden: Steeb as//engineering,

Steeb as//packaging und Steeb as//

variant.

Rechtzeitig zum Start der weltweit größten

Computermesse hat die IT-Crew der

systematik GmbH die neue Version

8.1.39 von my-ifms fertiggestellt. Zu

den neuen Features der Datentransferund

Schedulingsoftware gehören u.a.

Alerting-Optionen. my-ifms unterstützt

alle gängigen Plattformen.

Für TD Midrange Systems stand die

Messe ganz unter dem Motto „Solution

Alliances“ für den Mittelstand. Mit dem

Programm will das Unternehmen seinen

Business Partnern komplette Lösungspakete

von der Hardware über das Betriebssystem

und der dazugehörenden

Middleware bis hin zur geeigneten Branchenlösung

an die Hand geben. Ihre

Softwarearchitektur für spezielle CRM-

Lösungen auf Basis von Lotus-Software

demonstrierte Team4 anhand einer vollständig

webfähigen Lösung. Dazu erläuterte

das Unternehmen die umfassenden

Integrationsmöglichkeiten mittels

Team4 Transfer. Zudem wurde die Dublettenprüfung

für Siebel CRM gezeigt,

deren Basis die FACT-Ähnlichkeitstechnologie

von Omikron bildet.

Das neue Vertikalisierungs- und Partnergewinnungskonzept

der Team Brendel

GmbH war auch während der Ce-


BIT Top-Thema. Zum neuen Vermarktungskonzept

zählt neben der Betonung

der Branchen Bau, Bauzulieferer,

Maschinen-/Gerätebau und IT

insbesondere die Gewinnung branchenspezialisierter

Vertriebspartner. Produkt-News

bei Brendel: Die WinCard-

Lösungen zur Optimierung des Kundenbeziehungsmanagements

liegen neben

der klassischen Client/Server-Version

jetzt auch in Web- und WAP-fähigen

Mobile Solution-Varianten vor. Premiere

bei teamwork feierte das Business-

Portal von Siemens Business Services,

ein Unternehmensportal für ASP-Anwendungen,

das auf Basis des Web-

Content-Management-Systems Domisphere

entwickelt wurde und auch von

teamwork vermarktet wird. Es dient als

zentraler Einstiegspunkt für ASP-Anwendungen

und als globale Administrationsfläche.

Mit ihrem Unternehmensportal TI-

MENSION feierte Timesys in Hannover

Premiere. TIMENSION ermöglicht Anwendern

einen personalisierten Zugriff

auf die für ihre Arbeit erforderlichen Informationen.

Mit einem großen, hochauflösenden

Farbdisplay und hoher Brillanz

überzeugte das TIMENSION Terminal

7733, in dem einzelne Infos

ansprechend visualisiert und so besser

auseinander gehalten werden können.

Wie Teamwork bei e-Mails aussieht,

machte tolina mit team-mail Version 1.6

deutlich: Neben verschiedenen Verbesserungen

bei Handhabung und Performance

wurde auch der Part Workflow

optimiert. Der iSeries-Spezialist Toolmaker

präsentierte News in Sachen Faxversand

und -empfang für iSeries, Windows

und Lotus Notes. e-Mail-Integration

in CRM-Systeme, Spoolversand mit

Briefpapier als PDF, Sicherheit und CTI

waren weitere Themen auf dem Stand

der Kauferinger.

UBL Informationssysteme bot einen

Überblick über ihre Hardware- und

Software-Lösungen sowie Dienstleistungen

im Bereich der Computer-Infrastruktur.

Das Business Intelligence Tool

„Board M.I.T.“ von Orenburg nahm

eine zentrale Stellung ein, ebenso die gerade

erst angekündigte Kooperation mit

Midrange MAGAZIN Mai 2002

SVA. Der ATOSS-Partner Unirez Informationstechnologie

zeigte die gesamte

Bandbreite seines Produkt- und Serviceportfolios.

Dazu gehören Module für

Rechnungswesen- und Personalwesen-

Lösungen von asring, Warenwirtschaftlösungen

und Tools für PC-Berichtswesen,

Individualprogrammierung sowie

auch Beratung und Vertrieb von iSeries-

Servern.

Die Varial Software AG stellte ihre neue

Produktgeneration für das Finanzwesen,

Controlling und die Personalwirtschaft

vor, deren Kern die Varial World

Edition bildet. Die konsequente Komponentenbauweise

trägt aktuellen und

zukünftigen Anforderungen an Einsatzbreite,

Wartbarkeit und Internationalisierung

Rechnung. Die Programmierung

erfolgte serverseitig ausschließlich

in Java. Die Gestaltung der Oberflächen

wurde flexibel gehalten und bietet speziell

OEM-Partnern die Möglichkeit der

Anpassung an das eigene „Look &

Feel“ und damit der Vermarktung unter

eigenem Label.

Das Standkonzept der „Wilken-Oase“

ging in Hannover glänzend auf: Mit

Naturrasen und Grünpflanzen luden die

Ulmer zur Informationsbeschaffung

und gleichzeitiger Entspannung vom

Messetrubel ein. Im Fokus standen

dabei das neu entwickelte Trade Chain

Management zur Optimierung des Beziehungsgeflechtes

zwischen Lieferanten,

Großhandel, Einkaufsgenossenschaften

und den Einzelhändlern, die

Software-Produkte zur Haushalt-Überführungsrechnung

sowie für das

e-Procurement.

Vorausschauende Zeitplanung ist mit

dieser Meldung möglich: Die CeBIT

2003 findet vom 12. bis 19. März statt.

Gleiche Stelle gleiche Welle.

Anzeige

Aktuelles

41


Märkte & Macher

Die CeBIT wirft ihre „Schatten“. Auch auf die

Märkte & Macher unsere Kurzmeldungen

fallen in diesem Heft weniger umfangreich aus.

Alles, was an dieser Stelle fehlt, ist in unserer

Messenachlese zu finden.

Personalkarussell

Martin Mackay ist seit Februar 2002

Vice President von Peoplesoft innerhalb

der EMEA-Region (Europa, Naher

Osten und Afrika). Diese Position

wurde neu geschaffen, um die Erfolge

des Unternehmens in dieser Region

weiter auszubauen. Schwerpunkt der

Tätigkeit von Mackay ist die Weiterentwicklung

der strategischen Ausrichtung.

Seine Berufung ist einer von vielen

Schritten in der Änderung der

EMEA-Führungsstruktur: Erst im

Januar war Steve Rowley zum Senior

Vice President und General Manager

EMEA ernannt worden. Er verantwortet

interimsweise die Position des

General Managers PeopleSoft Deutschland.

Für Spanien, Portugal und

Skandinavien wurden ebenfalls neue

Geschäftsführer berufen.

� (+49) 089/99215-0

� www.peoplesoft.com

Die P&I Personal & Informatik AG

hat Vasilios Triadis zum neuen Chief

Technical Officer (CTO) berufen. Als

viertes Vorstandsmitglied verantwortet

der 39-jährige Softwarespezialist seit

dem 1. April 2002 die Produktentwicklung

des Wiesbadener Anbieters für

Human Resource Management

(HRMS). Im Mittelpunkt stehen dabei

die kontinuierliche Weiterentwicklung

des Mitarbeiterportals LOGA ERM

(Employee Relationship Management)

sowie integrierte Personalmanagement-

Lösungen für europaweit agierende

Unternehmen. Vor seiner Berufung

zum CTO war Triadis Bereichsleiter

Entwicklung bei P&I.

� (+49) 0611/7147-0

� www.pi-ag.com

Auch im IBM-Geschäftsbereich

Product Lifecycle Management (PLM)

haben sich personelle Veränderungen

vollzogen. Die Gesamtleitung des

Bereichs PLM für die Region EMEA

hat Klaus Schäfer übernommen, der

zuvor für den Vertrieb von PLM-Lösungen

an Großkunden zuständig war.

Dr. Manfred Sammet, bisher zuständig

für das Großkundengeschäft von IBM

PLM in dieser Region, wechselt als

Director Global Sales Development in

eine weltweite Position. Neuer Leiter

PLM EMEA für die indirekten

Vertriebskanäle ist Marco Schweier.

� (+49) 01803/313233

� www.de.ibm.com

Mit Michael Földiak (38) gelang es der

Solitas Informatik AG einen vertriebsund

managementerfahrenen Profi für

den Aufbau der Geschäftsstelle in Wien

zu gewinnen. Földiak übernimmt

gemeinsam mit seinem fünfköpfigen

Team den österreichischen Produktvertrieb

und die Betreuung der Bestandskunden.

Als ehemaliger Regional Sales

Manager der Information Management

Research (IMR) bringt Földiak weitreichende

Erfahrungen in der Qualifizierung

und Betreuung internationaler

Reseller-Netzwerke für elektronische

Archivierungs- und DMS-Systeme mit.

� (+43) (0)5523/53114-0

� www.solitas.com

VERITAS Software erweitert ebenfalls

sein EMEA-Führungsteam und hat die

neu geschaffene Position des Vice President

Marketing EMEA mit Dr. Chris

Boorman, 37, besetzt. Sein Aufgabengebiet

umfasst die Konzeption und

Durchführung von Marketing-Strategien

für das Vertriebsgebiet in enger

Zusammenarbeit mit der Hauptniederlassung

von VERITAS in den USA. Mit

der Schaffung dieser Position bestätigte

das Unternehmen die hohe Relevanz

der Region EMEA für seinen weltweiten

Gesamtumsatz: Sie war für rund

30 Prozent der insgesamt 1,5 Milliarden

Dollar in 2001 verantwortlich.

� (+49) 089/94302-0

� www.veritas.com

42 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Peter Härdi hat die Position des Country

Managers von Baan in der Schweiz

übernommen. Der 36-jährige startete

seine berufliche Laufbahn vor zwölf

Jahren bei DEC (Digital Equipment

Corporation) und war zunächst für

den Verkauf von ERP-Lösungen für

die Bereiche Industrie und Handel

zuständig. Ab 1995 koordinierte er das

Partner Business Management für den

Fertigungsbereich. Danach avancierte

Härdi im Zuge der Übernahme von

DEC durch Compaq zum Manager

Marketing Communication. Vor

seinem Wechsel zu Baan Switzerland

gehörte er als Sales and Marketing

Director der Geschäftsführung von

Peoplesoft in der Schweiz an.

� (+49) 0511/8504-0

� www.baan.com

Soll & Haben

Die Plaut AG hat nach den vorläufigen

Zahlen im Geschäftsjahr 2001 einen

Umsatz von 281,8 Millionen Euro

erwirtschaftet. Das Ergebnis lag damit

innerhalb der Unternehmensprognosen.

Das EBITDA übertraf mit 10,5

Millionen Euro den Prognosewert,

der 9 Millionen Euro betragen hatte.

Das Konzernergebnis nach Steuern lag

aufgrund von einmaligen Restrukturierungsaufwendungen

sowie Firmenwertabschreibungen

mit -25 Millionen

Euro unter dem Vorjahreswert von

5 Millionen Euro. Als Ergebnis pro

Aktie nach DVFA/SG werden

-1,26 Euro ausgewiesen, nach 0,25

Euro in 2000.

� (+49) 089/96280-0

� www.plaut.de

Erwartungsgemäß hat International

Business Systems auch das Geschäftsjahr

2001 mit überdurchschnittlichen

Wachstumszahlen abgeschlossen.

So sind die weltweiten Umsätze des

Spezialisten für betriebswirtschaftliche

Standardlösungen, Beratungen und

Services von 2.624 Millionen Schwedischen

Kronen (288,64 Millionen Euro)

gegenüber 2.243 Mio. Schwedische


Kronen (SEK) im Vorjahr um siebzehn

Prozent gestiegen. Bei den Software-

Lizenzen war sogar ein zwanzigprozentiges

Wachstum von 435 Mio. auf

523 Mio. SEK (57,53 Mio. Euro) zu

verzeichnen. Weiterer Grund zum

Feiern: Die deutsche Tochter, deren

konzernweite Bedeutung durch den

Aufbau des weltweit zuständigen

Kompetenz-Centers für IBS Pharma

weiter gestiegen ist, feiert gerade ihr

10-jähriges Bestehen.

� (+49) 040/51451-0

� www.ibsde.de

Software &

Systeme

Der europäische IBM Premier Partner

PROFI Engineering Systems AG besitzt

das exklusive D-A-CH-Vertriebsrecht

für die Lotus Notes-basierte Anwendung

eBüro. Das Dokumentenmanagement-System

für Kommunen und

öffentliche Verwaltung wurde in Zusammenarbeit

mit dem Kommunalen

Rechenzentrum Niederrhein auf der

Grundlage eines detaillierten Organisationskonzeptes

entwickelt und kann

mit Funktionen zur Geschäftsprozessautomation,

zur Eigenerstellung von

Anwendungen oder Schnittstellen zu

Internet und Archiv erweitert werden.

� (+49) 06151/8290-0

� www.profi-ag.de

Team4 hat jetzt die Dublettenprüfungstechnologie

der Firma Omikron in Siebel

integriert. Das neue Modul basiert

auf der FACT-Technologie von Omikron,

die nicht nur phonetische Schreibabweichungen

(„Meier“ / „Mayr“)

erkennt, sondern mit modernen Fuzzy-

Logic-Verfahren auch bei Firmennamen

und internationalen Adressen beste

Ergebnisse liefern soll. Das Modul

ist für Siebel 2000 als Clientlösung

(wichtig für mobile Anwender) und als

Serverlösung verfügbar. Eine Version

für Siebel 7 ist in Vorbereitung.

� (+49) 02407/9582-0

� www.team4.de

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Mit dem DocuWare DOCUMENT

SERVER steht Anwendern die volle

Funktionalität des Dokumentenmanagement-Systems

von DocuWare jetzt

auch via Internet zur Verfügung. Das

neue Zusatzmodul soll die Sicherheit

für abgelegte Dokumente auf ein Maximum

erhöhen, den Administrationsaufwand

reduzieren und den Remote-

Zugriff für DocuWare-Clients über das

Web vereinfachen und beschleunigen.

� (+49) 089/894433-0

� www.docuware.com

Eine CRM-Anwendung mit neuen

Funktionalitäten für Produktions-,

Handels- und Distributionsunternehmen

hat Intentia auf den Markt

gebracht. Das Unternehmen verfolgt

mit Movex CRM einen ganzheitlichen

Ansatz, der sich nicht nur auf Marketing

und Vertrieb, sondern auf alle

kundenrelevanten Aktivitäten eines

Unternehmens erstreckt darunter

Produktentwicklung, Versand und

Service. Die Anwendung ist mit den

übrigen Applikationen der Movex

Collaboration Suite voll integriert,

kann aber auch als Stand-Alone-

Lösung bezogen werden.

� (+49) 02103/8906-0

� www.intentia.de

Kooperationen

Der Collaboration-Anbieter Intentia

offeriert seinen Kunden künftig Personalwirtschaftssysteme

der Wiesbadener

P&I Personal und Informatik. Eine

kürzlich getroffene Vereinbarung regelt

die Integration der P&I-Systeme in

Movex und die Vertriebszusammenarbeit

beider Unternehmen. Die Kooperation

erstreckt sich auf die zur

Business Group Intentia Central

Europe gehörenden Länder Deutschland,

Östereich, Polen, Tschechien

und Ungarn.

� (+49) 0611/7147-0

� www.pi-ag.com

Anzeige

Märkte & Macher

43


Die IXOS Software AG und die Software

AG bieten ab sofort gemeinsam

eine Lösung für das revisionssichere

Archivieren von e-Commerce-

Geschäftsdokumenten an. Sie ist mit

allen Applikationen einsetzbar, die auf

Basis von XML dynamisch erzeugte

Dokumente verarbeiten. Die technische

Infrastruktur besteht aus dem IXOSeCONserver

sowie dem Tamino XML

Server und der Integrationsplattform

EntireX der Software AG. EntireX

ermöglicht die unternehmensweite

Integration von Geschäftsprozessen,

der Tamino XML Server verwaltet Daten

und Dokumente im XML-Format.

Der IXOS eCONserver versorgt die

unternehmensweit sichere Ablage

von Geschäftsdokumenten aller Art.

� (+49) 06151/92-0

� www.softwareag.com

Test &

Testimonials

IBM Awards für die PROFI AG der

Darmstädter IBM Premier Partner hat

im Rahmen der PartnerWorld 2002

Conference als einer von 15 IBM-Partnern

weltweit den „Worldwide IBM

Unix Award“ für den Bereich Unix/

pSeries sowie den „Worldwide IBM

iSeries Award“ für die Produktgruppe

iSeries errungen. Die PROFI AG ist damit

der einzige IBM-Partner, der gleichzeitig

beide Preise einheimsen konnte.

Eine weitere Ehrung erhielt der IT-

Dienstleister aufgrund des strategischen

Engagements in der Sparte „Channel

Trophy 2002 (Central Region)“.

� (+49) 06151/8290-0

� www.profi-ag.de

Mit einer Verdoppelung der Mitarbeiterzahl

und einer Steigerung des Umsatzes

um das Siebenfache von 1996

bis 2000 gehört SoftM zu den 50

wachstumsstärksten Unternehmen

Bayerns. Dr. Otto Wiesheu, Bayerischer

Staatsminister für Wirtschaft,

Verkehr und Transport, zeichnete das

Unternehmen dafür jetzt mit dem

erstmals vergebenen Preis „Bayerns

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Best 50“ aus. Gewichteter Mitarbeiterund

Umsatzzuwachs von 96 bis 2000,

Unternehmertum, Nachhaltigkeit

sowie eine Mindestgröße von 50 Mitarbeitern

waren die Auswahlkriterien,

nach denen 2.000 Wachstumsunternehmen

von Andersen und Hermes

Risk Management beurteilt und die

Top 50 selektiert wurden. In der BrancheTechnologie/Medien/Telekommunikation

erhielten weitere 15 Firmen

diese Auszeichnung.

� (+49) 089/14329-0

� www.softm-ag.de

Aus den

Auftragsbüchern

EGANA Europe hat einen Großauftrag

über 1,2 Millionen Euro an den Softwareanbieter

BRAIN International

vergeben. Er umfasst die Einführung

der BRAIN Collection Branchenlösung

für die Bekleidungsindustrie und die

BRAIN Enterprise Information System

Lösung. Die internen IT-Lösungen innerhalb

der EGANA Holding werden

vereinheitlicht und ein Werkzeug für

das Reporting zur Verfügung gestellt.

350 Anwender sollen über Firmengrenzen

hinweg an den Standorten in

Pfungstadt, Offenbach und Schramberg

mit der neuen Software arbeiten.

� (+49) 07667/8309-0

� www.brainag.com

Das Neusser Unternehmen FAKO,

Getränkefachgroßhändler und Coca-

Cola-Konzessionär, führt das Management-Informationssystem

PST-WIT der

PST Software & Consulting ein. Die

speziell auf die Anforderungen dieser

Branche abgestimmte Lösung wurde in

Zusammenarbeit mit der COPA Systeme

GmbH entwickelt. Mit ihr will

FAKO eine Deckungsbeitragsrechnung

pro Kunde realisieren, ein Reportsystem

im Vertrieb, eine Kostenrechnung

sowie den Support der Verkaufs- und

Absatzplanung einführen.

� (+49) 089/439006-0

� www.pst.de

Märkte & Macher

Die Gauss Interprise AG hat jetzt das

Institute of Electrical and Electronics

Engineers (IEEE) als Kunden gewonnen.

Der mit über 375.000 Mitgliedern

aus 150 Ländern weltweit größte

Berufsverband für Elektrotechnik und

Informatik entschied sich für VIP

Enterprise, um seine globale Web-Content-Infrastruktur

zu standardisieren.

Mit dem Modul „VIP ContentManager“

können IEEE-Autoren und externe

Technikexperten ihre Inhalte

einfach und qualitätsgesichert für

den allgemeinen Bereich der Website

sowie für den Mitglieder- und Kundensektor

erstellen.

� (+49) 040/3250-0

� www.gaussvip.com

Anzeige

45


Technik & Integration

Dubletten erkennen und verhindern

Heute befassen wir uns mit einer Problematik,

zu deren Lösung es bereits Standard-Software

am Mark gibt. Die Problematik dieser

Standard-Software liegt immer in der

Integration in die bestehende Softwareumgebung.

Das Problem heißt doppelte Adressen.

Die Lösung, die den Benutzern angeboten wird,

muss zwei Ansätze berücksichtigen. Zum einen

das Auffinden der doppelten Adressen und zum

anderen das Verhindern von Adress-Duplikaten.

Um ohne Standard-Software in diesem

Problemumfeld zurechtzukommen, biete ich

Ihnen einen möglichen Lösungsweg via SQL an.

Frage: Wir haben in unserem Kundenstamm

etliche Kunden mehrfach angelegt.

Wie können wir diese Dubletten

auffinden oder noch besser ihre Anlage

verhindern?

Antwort: Bei automatischer Vergabe eines

künstlichen Schlüssels in Form einer

Kundennummer ist die mehrfache Anlage

von Kunden insbesondere bei der

automatischen Anlage von Stammdaten

aus Überleitungsdaten nicht völlig vermeidbar.

Soweit andere Kriterien einen

Kunden eindeutig identifizieren, ist das

doppelte Anlegen identischer Kunden

bereits durch einen zusätzlichen eindeutigen

Schlüssel vermeidbar. So ist in vielen

Fällen sichergestellt, dass Firmenname

und Ort einen eindeutigen Schlüssel

bilden. Bei Endkundensätzen reicht dies

sicher nicht aus, da muss zumindest

noch um den Rest der Adresse erweitert

werden.

Eine entsprechende Schlüsselbedingung

lässt sich am einfachsten mit SQL anlegen.

Dokumentiert geschieht das am

besten in Form eines kleinen Skripts in

einer normalen Quelldatei, die mit

RUNSQLSTM ausgeführt werden

46 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Technik-Forum

Sie sind nun wieder eingeladen, die Diskussion spezieller technischer Probleme mit zu verfolgen.

Bitte schicken Sie Fragen, Anregungen oder Antworten zu den vorgestellten Themen ebenso wie Ihre Kritik

an unsere eMail-Adressen dieter.bender@bender-dv.de oder Redaktion@MidrangeMagazin.de

CREATE UNIQUE INDEX #KUNDE01

ON #KUNDE

(

NACHNAME

, VORNAME

, ORT

)

Verhindert doppeltes Anlegen von Kunden

select *

from KUNDE a, KUNDE b

where a.NACHNAME = b.NACHNAME

and a.ORT = b.ORT

and a.KUNDE_ID b.KUNDE_ID

Findet doppelte Kunden

select *

from KUNDE a, KUNDE b

where SOUNDEX(a.NACHNAME) = SOUNDEX(b.NACHNAME)

and SOUNDEX(a.ORT) = SOUNDEX(b.ORT)

and SOUNDEX(a.STRASSE) = SOUNDEX(b.STRASSE)

and a.KUNDE_ID b.KUNDE_ID

Phonetische Suche nach evtl. doppelten Sätzen

kann. Die hier oft propagierte Verwendung

des Operations Navigator ist

allenfalls in einer Testumgebung als Alternative

vertretbar. Im Produktionsumfeld

muss das SQL-Statement als Quelle

ohnehin dokumentiert werden.

Ein solcher eindeutiger Schlüssel verhindert,

dass doppelte Sätze entstehen können,

egal welcher Schlüssel für das ei-


gentliche Einfügen verwendet wird.

Selbstredend muss dann die Anwendung

den entsprechenden Fehler beim Schreiben

abfangen, der, beim Versuch einen

doppelten Satz einzufügen, ausgelöst

wird.

Finden lassen sich bereits vorhandene,

mehrfach abgespeicherte Kunden am

einfachsten mit SQL. Zum Löschen ist

allerdings in der Regel ein Programm

nötig, das die von diesen Kunden abhängigen

Sätze dann auf den einzigen verbleibenden

Kunden umhängt, bevor

Dubletten gelöscht werden können. Am

sichersten legt man sich zuvor eine entsprechende

Constraint für die abhängigen

Tabellen an.

Eine zweite Klasse von mehrfach abgespeicherten

Sätzen lässt sich so

allerdings nicht verhindern. Das sind

dann Sätze, die unterschiedlich sind,

aber den gleichen Kunden meinen. Solche

Sätze können entstehen durch abweichende

Schreibweisen des Namens

oder des Ortes. Es reichen bereits Abweichungen

in der Klein- und Großschreibung

oder etwa zusätzliche

Blanks, ganz zu schweigen von leichten

orthografischen Fehlern. Einige dieser

Dubletten lassen sich vermeiden, indem

man beim Schreiben der Sätze die Großschreibung

standardisiert bereinigt und

überflüssige Blanks entfernt, bevor man

versucht zu schreiben. Eine automatische

Bereinigung solcher Sätze ist

schwierig, da es oft nicht gelingt in einem

allgemeinen Regelwerk festzulegen,

was an Ähnlichkeiten ausreicht, um

zwei Sätze als gleich anzusehen.

Erweiterte SQL-Möglichkeiten

Mit SQL-Möglichkeiten kann man

allerdings Kandidaten für solche Sätze

finden; dazu ist die Funktion SOUN-

DEX hilfreich, die ab V5R1 zur Verfügung

steht. Diese Funktion liefert einen

phonetischen Wert für einen Alfawert,

der eine Aussage darüber erlaubt, was

sich ähnlich anhört. Diese Funktion ist

allerdings nicht sehr scharf und liefert

relativ viele ähnliche Werte; es empfiehlt

sich also ausreichend viele Spalten zu

berücksichtigen, damit die Auswahl

scharf genug wird.

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Diese Funktion, die nicht nur auf in

DB2/400 und der restlichen DB2-Familie

zum Einsatz kommt, basiert auf dem

so genannten Soundex-Algorithmus.

Dieser Algorithmus geht auf zwei ältere

amerikanische Patente aus den 20er Jahren

zurück und wurde für Sortierungen

bei Volkszählungen entwickelt.

Der Soundex-Wert besteht aus vier Zeichen,

unabhängig davon wie lang das zu

verschlüsselnde Wort ist. Der erste

Buchstabe des Wortes wird unverändert

als Großbuchstabe übernommen, alle

weiteren Zeichen sind Ziffern. Zu den

Hauptregeln gehört, dass doppelte Zeichen

nur einfach übertragen und Vokale

weggelassen werden. Ebenfalls übergangen

werden nationale Sonderzeichen sowie

h, w und y. Die überbleibenden Konsonanten

werden in sechs Gruppen geteilt,

wobei eher ähnliche Laute in

dieselbe Gruppe eingeordnet werden.

Mehrere Konsonanten aus derselben

Gruppe hintereinander werden wie

Doppelkonsonanten behandelt, also nur

einer wird mitgenommen. Bei vier übertragenen

Zeichen wird abgeschnitten,

kürzere Soundex-Werte werden mit

Nullen auf vier Stellen aufgefüllt.

Dieser Algorithmus liefert bei der Suche

nach doppelten Werten relativ gute Ergebnisse.

Hauptschwäche für deutsche

Wörter und Namen ist die Behandlung

des „ß“, das wie ein Vokal behandelt

wird, aber besser als „s“ behandelt werden

sollte.

Hat man Bedarf an einer exakteren Methode

zur Ermittlung doppelter Sätze,

bietet es sich an, eine eigene Modifikation

eines auf Soundex aufbauenden Algorithmus

zu definieren und als User

Defined Function zu hinterlegen. Diese

kann dann genauso benutzt werden wie

der Soundex-Algorithmus in SQL.

Den Autor Dieter Bender erreichen Sie

unter der e-Mail-Adresse:

> dieter.bender@midrangemagazin.de

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Technik & Integration

47


Technik & Integration

Impressum

Midrange MAGAZIN

ISSN 0946-2880

Herausgeber: Michael Wirt

Chefredakteur: Michael Wirt (M.W.)

Redaktion: � (+49) 08191/9649-26

> redaktion@midrangemagazin.de

Thomas Seibold (T. S.), Irina Hesselink (I.H.),

Klaus-Dieter Jägle (KDJ);

Robert Engel (R.E.), � (+49) 09563/74060

Anzeigen:

PLZ 0 4 Waltraud Mayr, � (+49) 08191/9649-23

PLZ 5 9 Brigitte Wildmann, � (+49) 08191/9649-24

Ausland Waltraud Mayr, � (+49) 08191/9649-23

Technischer Redakteur:

Robert Engel, � (+49) 09563/74060

Illustrationen: Günter Ludwig

Übersetzungen: Jürgen Elmer

Lektorat: Text Lift Thomas Gaissmaier, Günter Hensel

Bezugspreise (1-Jahresabo):

Inland 2 125, inkl. MwSt., Ausland 2 140,

Erscheinungsweise: 12 Ausgaben pro Jahr, jeweils zum

Ende des Vormonats

Tatsächlich verbreitete Auflage

Mitglied der Informations-

gem. IVW I/02: 20.157

gemeinschaft zur Feststellung

der Verbreitung

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Übersetzungen, vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher

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des Verlages. Hiervon ausgeschlossen sind abgedruckte Programme,

die dem Leser zum ausschließlich eigenen Gebrauch

zur Verfügung stehen. Das Verbot der Reproduktion

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Business Machines. Namentlich gezeichnete Beiträge

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Raiffeisenbank Kaufering, Kto-Nr. 537 500, BLZ 701 694 26

PRODUKTION

Produktionsleitung: Michael Wirt

Satz und Druckvorstufe: Popp Media Service

Produktion: ADV Augsburger Druck- und Verlagshaus

Im Jahre 399 v. Chr. wurde Sokrates

wegen angeblicher Gotteslästerung der

Giftbecher gereicht und somit jährt

sich im Jahr 2002 sein Tod zum 2.400sten

Mal (mehr Info unter www.sokrates.org).

Ob das Zitat im Titel Sokrates zugeschrieben

wird oder es sich um

eine Fälschung handelt, überlasse ich

denen, die es zu wissen glauben.

Jedenfalls ist Sokrates uns heute durch

sein Streben nach Erkenntnis bekannt,

sei es nun gesichert und allgemein gültig

oder relativ im Rahmen der Selbsterkenntnis.

Dieses Streben nach Erkenntnis

ist auch zentrales Anliegen des weiten

Themas Business Intelligence, welches

durchaus als systematisches,

analytisches Streben nach Erkenntnis

zum Wohle des Unternehmens verstanden

werden kann. Diese philosophische

Betrachtung hilft mir, zu meinem eigentlichen

Thema überzuleiten:

Brauchen Sie OLAP und

Data Mining?

Dazu müsste man natürlich wissen, was

diese Begriffe bedeuten. Ich werde hier

nicht auf die tiefere Bedeutung eingehen

und verweise die geneigten und strebenden

Leser auf die URL am Ende des Artikels

oder auf Amazon.com. Data Mining

bietet zusätzlich zum On-Line Analytical

Processing (OLAP) eine Methode

zur Analyse Ihrer Datenbestände. Ähnlich

den traditionellen Analysenmethoden

wie zum Beispiel multidimensio-

48 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Data Mining, OLAP und was Ihnen sonst noch hilft

Ich weiß, dass

nalem OLAP verhilft Data Mining Ihnen

zu tieferen Einblicken in Ihre Daten.

Somit wird Data Mining als ergänzendes

Werkzeug zu Ihren OLAP-Analysen

gesehen.

Unterschiede OLAP und

Data Mining

Der gravierende Unterschied zwischen

den beiden Methoden liegt im Ansatz:

Data Mining ist entdeckungsgetrieben,

während OLAP-Analysen von den Hypothesen

des Benutzers ausgehen. Die

unterschiedlichen Ansätze ähneln dem

Streit der Experten, ob Sokrates allgemein

gültige und gesicherte Erkenntnisse

suchte oder den relativistischen Ansatz

vertrat. Multidimensionale Analysen

sind ausgezeichnet geeignet, um

Antworten auf Fragen zu finden wie:

Welcher Geschäftsbereich läuft gut?

Welche Produkte liegen unter Plan?

Data Mining im Beispiel

Im Unterschied eignet sich Mining zum

Beantworten von Warum-Fragen. Dieser

Umstand lässt sich leichter an Beispielen

verdeutlichen:

Klaus Subtil,

Global Business

Intelligence Solutions,

Central Region, IBM

Deutschland GmbH


ich nichts weiß

Eine US-Baumarktkette analysiert mit

dem Ziel der Erkennung von Fehl- bzw.

Überbeständen in ihren Märkten. Obwohl

alle Marktumsätze im Plan lagen,

konnten mittels der OLAP Mining-

Funktion des DB2 OLAP Servers ungewöhnliche

Kaufmuster erkannt und somit

zusätzliches Umsatzpotential erschlossen

werden. Denn während sich in

Märkten des mittleren Westens die Umsätze

mit Reparaturwerkzeugen wie

Hammer und Säge verdoppelten, verdreifachte

sich im Süden die Nachfrage

nach Schläuchen und Bewässerungssystemen.

Durch die veränderte Allokation

der Bestände konnten zusätzliche Umsätze

erzielt werden.

Hätten Sie’s auch so gewußt?

Wahrscheinlich denken Sie zu Recht: ein

triviales Beispiel. Das hätte jeder

halbwegs gescheite Disponent herausgefunden.

Bedenken Sie jedoch die geringe

Dimensionalität und Granularität des

Beispiels: Region, Zeit und Produktgruppen

sowie lediglich die Betrachtung

des Umsatzes. Die meisten Sachverhalte

stellen sich jedoch wesentlich komplexer

dar. Eine weitere Fallstudie:

Auf der Suche nach neuen Kundensegmenten

ergänzte ein Unternehmen der

Telekommunikation eigene Datenbestände

mit zugekauften demographischen

Daten und konnte ein hochprofitables

Segment von Haushalten mit vierfacher

Nutzung der 3er Konferenzoption

identifizieren. Es handelte sich um Haushalte

mit zwei oder mehr Kindern über

12 Jahren, die gleichzeitig mit mehreren

Freunden telefonierten. Bei dem von beiden

Unternehmen eingesetzten Produkt

handelt es sich um das Opportunity Discovery

Feature OLAP Miner des IBM

DB2 OLAP Servers.

Midrange MAGAZIN Mai 2002

DB2 OLAP Server OLAP Miner

Mit dem Zusatz OLAP Miner für den

DB2 OLAP Server führt IBM die beiden

beschriebenen Technologien OLAP und

Data Mining in bisher einmaliger Weise

zusammen. OLAP Miner nutzt einen

statistischen Algorithmus, der einen spezifizierten

Bereich eines OLAP-Würfels

(multidimensionale Datenbank) auf Abweichungen

untersucht. Der Wert einer

Zelle im spezifizierten Bereich gilt als

Abweichung, wenn dieser Wert von einem

algorithmisch errechneten Wert signifikant

abweicht. Das Resultat ist eine

Ergebnisliste der Abweichungen einschließlich

der Differenz zwischen tatsächlichem

Wert und erwartetem Wert.

Der Anwender kann nun auf die von der

Data Mining-Analyse „erkannten“, abweichenden

Werte fokussieren und sie

weiterverarbeiten. Auf diesem Wege bietet

der OLAP Miner-Zusatz zum bewährten

DB2 OLAP Server eine einzigartige

Kombination einer maschinell durchgeführten

statistischen Analyse und der

vom Menschen durchgeführten hypothetischen

Analyse. Weitere Informationen

finden Sie unter www.ibm.com/software/

data/db2/db2olap. Unter dieser URL

bietet die IBM ebenfalls ein 180-Tage-

Try-and-Buy des DB2 OLAP Servers für

iSeries Systeme an.

Autor: Klaus Subtil, Global Business

Intelligence Solutions, Central Region,

IBM Deutschland GmbH

IBM Deutschland GmbH

D-71139 Ehningen

� (+49) 07034/15-0

� www.ibm.de

Anzeige

Technik & Integration

49


Technik & Integration

Die Anbindung von externen Mitarbeitern an

zentrale Datenbestände ist ein wichtiger

Bestandteil in den Kundenprojekten der GHS

Gruber & Hufnagel Softwareentwicklung GmbH.

Als Entwicklungstechnologie werden Lotus

Script in Verbindung mit dem Lotus Enterprise

Integration Server (LEI) bzw. die IBM Web

Sphere-Entwicklungsumgebung (Java und

Smalltalk, Web Sphere Application Server) auf

PC-Basis sowie iSeries 400 eingesetzt.

Zentrale Datenbasis bildet die iSeries

400. Die Anbindung der Mitarbeiter

an diese Datenbestände erfolgt

zum einen „offline“ über Lotus Notes

per Daten-Replikation, zum anderen

„online“ über direkten Web-Zugriff. Im

Folgenden werden beide Technologien

anhand ausgewählter Kundenprojekte

dargestellt.

Offline Lösung

Online oder Offline, Hauptsache aktuell und sicher

Ziel des Projekts war die Entwicklung

einer leistungsstarken Anwendung für

unterschiedliche Firmenanforderungen,

um die Außendienstaktivitäten mit Informationen

aus der Unternehmenszentrale

zu unterstützen.

Ein wichtiges Kriterium für die Anbindung

von externen Mitarbeitern an zentrale

Datenbestände war für die elero

GmbH und die Pechiney Aluminium

Presswerke GmbH die Bereitstellung der

Daten im Offline-Betrieb. Der Außendienst

sollte beim Kunden über alle marketingrelevanten

Informationen schnell

und zuverlässig vor Ort verfügen können.

Grundsätzlich wurden die Adressinformationen

beider Firmen in unterschiedlichen

Strukturen auf einer iSeries 400

zur Verfügung gestellt. Während die elero

GmbH im iSeries-Bereich Standard-

Software (Brain) einsetzt, bevorzugt die

Extern intern arbeiten

Pechiney Aluminium Presswerke GmbH

in der Regel individuelle Lösungen, zugeschnitten

auf die speziellen Bedarfe

des Unternehmens.

Aus diesen Gegebenheiten heraus wurde

für die Pechiney Aluminium Presswerke

GmbH eine individuelle Notes-Anwendung

entwickelt und bei der elero

GmbH ein Standardprodukt (Gedys-Sales)

mit wenigen Individualisierungen

eingesetzt.

Trotz der unterschiedlichen Firmenstrategien

fiel die Entscheidung für Lotus

Notes als Basisplattform des Projekts.

Die Definition geeigneter Replizierformeln

und ein umfangreiches Berechtigungskonzept

ermöglichen es, das Datenvolumen

und damit auch die Dauer

des Datenaustauschs für den Außendienst

zu reduzieren. Mit geringem Aufwand

und einfachen Funktionen kann

der Außendienstmitarbeiter jederzeit

den Datenaustausch seiner lokalen Anwendung

mit dem Notes-Server starten.

Da sowohl der Notes-Server als auch

das operative System sich in beiden Unternehmen

auf getrennten iSeries 400

befinden, wurde die Schnittstelle zwischen

Lotus Notes und der iSeries 400

mit dem Lotus Enterprise Integrators

(LEI) geschaffen. Beide Maschinen wurden

über TCP/IP vernetzt, so dass der

Datenaustausch im LEI als Remote-Zugriff

erfolgen kann. Geeignete Views

sorgen für die Aufbereitung der Informationen

in den erforderlichen Formaten

und stellen diese zum Zeitpunkt des

Datenaustauschs sekundenaktuell dem

LEI und damit der Notes-Anwendung

zur Verfügung. Dieser LEI wurde als

Addon-Task auf dem Notes-Server integriert.

Durch die Transparenz der Datenbasis

in beiden Unternehmen war bei

der Realisierung keine zusätzliche Programmierung

zur Beschaffung der Daten

notwendig. Heute können die Au-

50 www.midrangemagazin.de Mai 2002

ßendienste beider Unternehmen auf tagesaktuelle

adress- und marketingrelevante

Informationen zurückgreifen und

somit zu einer einheitlichen, zentralen

Dokumentationsbasis für alle Kundenkontakte

wie zum Beispiel Telefonnotizen,

Besuchsberichte und Angebote

beitragen. Darüber hinaus können sich

die Innendienstmitarbeiter unabhängig

von der Verfügbarkeit der Außendienstmitarbeiter

über aktuelle Kundenprojekte

und Kundenkontakte informieren.

Ebenso sind Aufgaben kundenorientiert

über alle betroffenen Unternehmensbereiche

einfach zu koordinieren und zu

verfolgen.

Online Lösung

Ziel des Projekts war es, eine Anwendung

zu erstellen, die es der Fa. Günther

Tore Metallwerk GmbH erlaubt, alle für

die Torfertigung produktionsrelevanten

Baustellenmaße (Aufmaß) durch Außendienstmitarbeiter

direkt vor Ort aufzunehmen

und über eine Web-Schnittstelle

in die Fertigung einfließen zu lassen.

Die Außendienstmitarbeiter sollten

neue Aufträge per Web-Schnittstelle erfassen

und vorhandene Aufträge um

Aufmaßdaten ergänzen können. Hierbei

müssen die gleichen umfangreichen

Plausibilitätsprüfungen durchlaufen

werden analog der (klassischen) Innendiensterfassung.

Serviceprogramme auf

einer iSeries 400 (Modell 820), die in der

Firmenzentrale betreut wird, sollten die

Prüfroutinen, Berechnungen, Preisfindungen,

Varianten- und Produktionsauflösungen

übernehmen. Aus Kompatibilitätsgründen

durften hier keine neuen

Servicemodule entstehen. Des

Weiteren sollten den Außendienstmitarbeitern

die gleichen Informationen aus

dem produktiven Datenpool bereitgestellt

werden, wie dem Innendienst in

den „klassischen“ Programmen. Diese

Situation machte eine Online-Auftrags-


erfassung notwendig. Als Hauptanforderung

an die Software-Architektur

stellte sich die optimale Anbindung der

iSeries 400-Programme und -Daten an

das neue System heraus.

Dreischicht-Topologie

In enger Abstimmung mit dem Kunden

fiel die Entscheidung für eine Realisierung

in einer modernen Dreischicht-Topologie

unter Einbeziehung von Java Server

Pages (JSP) und HTML, Servlets sowie

Enterprise Java Beans (EJB), die auf

einem eigenen WebSphere Application

Server bereitgestellt werden. Die Entwicklung

selbst wurde komplett in der

IBM WebSphere Entwicklungsumgebung

realisiert (VisualAge für Java Enterprise

Edition, WebSphere Application Server).

1. Schicht

Der Web-Server stellt die 1. Schicht der

Topologie bereit. Hier finden sich klassische

HTML-Seiten mit Java Script-Anreicherung

sowie JSP-Seiten, die dyna-

Anzeige

Midrange MAGAZIN Mai 2002

misch erstellt werden. Die Benutzeroberfläche

ist somit komplett im Internet-Browser

abrufbar.

2. Schicht

Servlets bilden die Schnittstelle von der

Benutzeroberfläche zur Geschäftslogik

(2. Schicht). Diese Schnittstelle wird

zunächst vom Web-Server bereitgestellt.

Die Servlets benutzen Enterprise Java

Beans, die sämtliche Datenbankzugriffe

beinhalten und die eigentliche Geschäftslogik

abbilden. Innerhalb der EJB-Schicht

werden über Remote Procedure Calls die

vorhandenen Serviceprogramme der iSeries

400 aufgerufen (Preisermittlung, Variantenauflösung,

Plausibilisierung). Die

Enterprise Java Beans werden im Applikations-Server

unter Windows NT (Web-

Sphere Application Server) bereitgestellt.

3. Schicht

Die Datenquelle oder 3. Schicht wird

durch die im Werk befindliche iSeries

400 mit einer DB2/400 abgebildet. Der

Technik & Integration

Außendienstmitarbeiter benutzt hierbei

grundsätzlich den gleichen Datenbestand

wie der Innendienstmitarbeiter.

Durch Sicherheitsmechanismen, zusätzliche

Relationen und Beziehungen wird

sichergestellt, dass ein Außendienstmitarbeiter

nur „seine“ Daten einsehen und

verändern kann.

Mit der Einführung des Projektes ist es

gelungen, dass sowohl Innendienst- als

auch Außendienstmitarbeiter an einem

gemeinsamen Auftrag arbeiten. Eine

aufwändige Absprache entfällt, die

Übertragsfehler werden auf ein Minimum

reduziert.

GHS Gruber & Hufnagel

D-76764 Rheinzabern

� (+49) 07272/9270-0

� www.ghs-software.de

51


Marktübersicht

Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Controlling

Wenn die Zahlen stimmen,...

... hat das Rechnungswesen mit Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Controlling meist einen minderen Stellenwert: Belächelt werden die Controller

und bestaunt die Summen, die für eine funktionierende IT in diesem monetären Dunstkreis investiert werden müssen. Sobald die Wirtschaftlichkeit

eines Unternehmens nicht mehr selbstverständlich ist und die Gürtel enger geschnallt werden, ist wieder genaue Analyse angesagt, um wirkungsvoll

gegensteuern zu können. Aber nicht nur wer seine Zahlen offen legen muss, weiß um die Herausforderung eines modernen Rechnungswesens...

Das Rechnungswesen ist wichtige

Schnittstelle im Unternehmen: Hier fließen

Zahlen aus sämtlichen Bereichen

zusammen, die einer detaillierten Analyse

unterworfen werden und so als Basis

erfolgreicher Unternehmensführung

dienen können. Der Steuerung der aktuellen

und zukünftigen Wirtschaftlichkeit

kommt in Unternehmen aller Größenordnungen

eine Schlüsselfunktion

zu: Trotzdem hält sich das negative

Image derer, die einen begleitenden betriebswirtschaftlichen

Service für das

Management anbieten, standhaft.

Der Controller eigentlich als interner

betriebswirtschaftlicher Berater aller

Entscheidungsträger und als Navigator

zum Erreichen vorgegebener Ziele aktiv

kämpft weiterhin mit einem „Old Fashioned

Image“. Das heißt, der Controller

ist damit oft nicht „Key Person“,

sondern vielmehr „Pfennigfuchser“. Jeder

ausgegebene Cent wird von ihm

dreimal umgedreht; auch den künftigen

Geldhahn hat er kontinuierlich unter

„Kontrolle“.

Ohne ihn sähe es in zahlreichen Firmen

düster aus: Rationelle Informationsverarbeitung

ist für viele wesentlicher Wettbewerbsfaktor.

Der Controller sichert die

erforderliche Daten- und Informationsversorgung

und fungiert so als Wegbereiter

für Managemententscheidungen. Die

Qualität der Informationen bestimmt die

Qualität der Entscheidungen, dabei ist

mehr und mehr Schnelligkeit gefragt.

52 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Speed-up

„Das haben wir schon immer so gemacht

und das muss auch so bleiben“

diese Unternehmensphilosophie führt im

Zeitalter des e-Business kaum auf einen

grünen Zweig. Lieb gewonnene Organisationsstrukturen

müssen geopfert werden,

da angestrebte Ziele sonst nicht realisierbar

sind: Die schnelle Reaktion auf

Erfordernisse wäre behindert, rasche

Veränderungen nicht möglich. Das

schnelle e-Business aber hat neben all

seinen positiven Auswirkungen auf die

unternehmerische Welt auch seine

Schattenseiten: Der Druck auf die einzelnen

Abteilungen, die in ihrer Gesamtheit

perfekt zu funktionieren haben, wächst.

Um diesem Druck standzuhalten respek-


tive um Entscheidungen fundierter und

schneller treffen zu können, sind Informationen

in Echtzeit gefragt. Den Pool

dieser Informationen bildet das Rechnungswesen.

Obwohl es auf dem Markt

sehr ausgereifte Lösungen gibt, die den

Anforderungen gerecht werden und die

sogar schon Zukunftsmusik integrieren,

sind selbst viele Großunternehmen nicht

in der Lage, ihren Mitarbeitern die erforderlichen

Entscheidungshilfen zur Verfügung

zu stellen.

Was fehlt, ist die Bereitschaft, die Geschäftsprozesse

an die neuen Erfordernisse

anzupassen. Was oft auch fehlt, ist

das Vertrauen in die Vertrauenswürdigkeit

der Mitarbeiter. Zu diesem Umstand

tragen sicherlich auch die aktuellen

Diskussionen um die Sicherheit der

IT und der in ihr residierenden Daten

bei, in denen auch die Kernthemen „innere

Sicherheit und Sabotage“ eine Rolle

spielen. Unliebsame Konsequenzen

drohen: Entscheidungen werden nicht

nur schleppend gefällt, sondern auch

langsam vollzogen. Wissenslücken bleiben

bestehen, weil wichtige Informationen

nicht allen Mitarbeitern zugänglich

sind.

Anforderungen steigen

Den Kern des Rechnungswesens bildet

die Finanzbuchhaltung. Und die hat in

den vergangenen Jahren kräftig zulegen

müssen um nur einige Beispiele zu nennen:

die Abwicklung von Verbandsabrechnungen,

der automatisierte Zahlungsverkehr,

die automatische Überwachung

von Differenzen und der daraus

resultierende Schriftverkehr mit den

Kunden. Zeitgemäß ist eine FiBu

insbesondere dann, wenn sie über eine

bedienerfreundliche Oberfläche, Mehrsprachig-

und auch Mehrwährungsfähigkeit

verfügt.

Offen sollte sie sein, insbesondere im

Hinblick auf die Dateneingabe und

-ausgabe; den Durchgriff auf angrenzende

Anwendungen sowie zentrale Datenhaltung

sollte sie integrieren, aus der

wiederum dezentral analysiert werden

kann. Ohne eine Integration der beiden

anderen Bereiche des Rechnungswesens,

der Kostenrechnung und des Control-

Midrange MAGAZIN Mai 2002

lings würde wohl kaum eine Lösung

heute noch den Stempel „effizient“ bekommen.

Offenheit gefragt

Die Offenheit der Lösung bestimmt die

Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen

Unternehmensanwendungen. Die

bekannte Schnittstellenproblematik

kann durch integrierte Software vermieden

werden: Die Fehlerquelle der redundanten

Datenhaltung wird so eliminiert;

Buchungen aus anderen Unternehmensanwendungen

können problemlos in

die Finanzbuchhaltung einfließen.

Konzernstrukturen mit Beteiligungsgesellschaften,

Töchter- und Schwesterfirmen

sind heute auch im Mittelstand keine

Seltenheit mehr. In diesen Strukturen

mit komplexen Beziehungen der Firmen

untereinander und Verrechnungen

innerhalb der „Familie“ werden besondere

Anforderungen an die Bilanzierung

gestellt.

Abschlüsse müssen oft parallel nach verschiedenen

Richtlinien durchgeführt

werden: Die Konsolidierung von z.B.

Kapital, Schulden und Erträgen, die Kapitalflussrechnung,

die Währungsumrechnung

sowie die Berücksichtigung latenter

Steuern sind gefragt. Kooperationen

wie die der SoftM AG und der IDL

Beratung für integrierte DV-Lösungen

GmbH machen automatisierte Konzernkonsolidierung

auch für den Mittelstand

greifbar. Im Rahmen der Partnerschaft

bietet SoftM Schnittstellen an,

über die sich die erforderlichen Stammund

Bewegungsdaten aus den eigenen

Financial-Anwendungen in die IDL-

Konsolidierungssoftware überführen

lassen.

Teure Rechnungen

Die Seals GmbH, Dienstleister für den

elektronischen Dokumentenaustausch,

hat im letzten Jahr eine wissenschaftliche

Studie vorgestellt, nach der deutsche

Unternehmen nach eigener Einschätzung

knapp 23 Euro für den Versand

und die Verarbeitung jeder einzelnen

Papierrechnung ausgeben. Bei der Befragung

von über 130 Managern deutscher

Unternehmen kam zutage, dass noch

Anzeige

Marktübersicht

53


Marktübersicht

immer 92 Prozent der Firmen ihre Rechnungen

per Post versenden. Nur 4 Prozent

nutzen klassische Datenübertragungsverfahren

wie EDI, jeweils 2 Prozent

verlassen sich auf das Fax oder

andere Verfahren wie die persönliche

Zustellung.

Nach eigener Einschätzung der Unternehmen

kostet jede per Post versandte

Rechnung rund neun Euro, während der

Empfang einer solchen Rechnung durch

die aufwändige Erfassung mit weit über

12 Euro zu Buche schlägt. Viele Unternehmen

sind sich mittlerweile der

immensen Einsparungen bewusst, die

ihnen die elektronische Übermittlung

ihrer Rechnungen und anderer Dokumente

ermöglicht. Rund 65 Prozent der

befragten Firmen gaben an, auf elektronische

Rechnungsübermittlung umstellen

zu wollen.

Die Umfrage zeigte jedoch auch Unterschiede

in der Innovationsfreude der

einzelnen Branchen. Während die Bereiche

Elektronik, Automobil und Logistik

davon ausgehen, dass die traditionelle

Papierrechnung bis 2005 überwiegend

durch die elektronische Übermittlung

ersetzt werden wird, hinkten die Branchen

Mineralöl, Touristik und Bau deutlich

hinterher.

Befragt nach ihrer Motivation für die

Einführung der elektronischen Rechnungsübermittlung,

gaben die Unternehmen

übereinstimmend die Prozessoptimierung

und die damit verbundenen

drastischen Kostenreduktionen an.

Auch die Reduzierung der Fehlerrate

steht ganz oben auf der Liste der Vorteile.

Interessanterweise messen die deutschen

Unternehmen den Aspekten der

Kundenbindung und der Verbesserung

des Cash Flows nur geringe Bedeutung

zu. Diese Punkte nehmen hier die hinteren

Plätze ein.

Allein durch den Wegfall der Postlaufzeit

könne ein großes Unternehmen den

Vorsteuergewinn um mehrere Millionen

Euro steigern. Darüber hinaus eröffneten

die elektronischen Verfahren ganz

neue Möglichkeiten einer zeitnahen

Rechnungsstellung: Auch hier seien

54 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Controlling

Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Controlling

Eines der wichtigsten Themen im IT-Umfeld

steht in dieser Marktübersicht zur

Information an. Trotzdem werden Sie in

der nebenstehenden Tabelle nur wenige

Einzelinformationen zu den Anbietern

und Produkten finden. Dies hängt bestimmt

nicht damit zusammen, dass die

Anbieter plötzlich nichts mehr von ihren

Produkten wissen. Das Zauberwort in

diesem Zusammenhang heißt Midrange

Solution Finder. Alle Anbieterinformationen

und Produktinformationen stehen

ab sofort online zur ihrer Auswertung

zur Verfügung. Die wesentlichen Vorteile

dieser von uns und den Anbietern gepflegten

Datenbank sind, außer Selektierbarkeit,

vor allem die Aktualität und

die permanente Verfügbarkeit.

Alle Informationen die wir vom Anbietermarkt

in den letzten 15 Monaten gesammelt

haben, finden Sie unter

www.midrangesolutionfinder.de oder

auch unter www.midrangemagazin.de.

Wir beschränken uns im Midrange Magazin

in Zukunft auf den Abdruck der

Unternehmensdaten und Produktnamen

sowie einiger Produktmerkmale.

Alle Informationen stehen permanent

online zur Verfügung.

deutliche Verbesserungen der Liquiditätslage

erreichbar so Seals. In modernen

FiBu-Systemen ist häufig schon die

Funktion des Versands von Formularen

per Telefax vorgesehen: Kontoauszüge,

Zahlungsdifferenzschreiben, Zahlungsbegleitschreiben

und auch Mahnungen

können elektronisch und damit kostengünstig

übermittelt werden. Die Formulare

selbst können dabei variabel gestaltet

und sogar mit Firmenlogos versehen

werden.

Elektronischer Geldfluss

Den Weg zur Bank und zurück nehmen

die meisten Unternehmen inzwischen

elektronisch vor; der Abgleich von Zahlungseingang

und offenen Posten erfordert

nur noch in Sonderfällen ein manuelles

Eingreifen der Sachbearbeiter. Alle

Kontoauszugsinformationen, die nicht

in automatische Buchungen umgesetzt

werden konnten, werden protokolliert

und in einer Dialogschnittstelle zur manuellen

Bearbeitung zur Verfügung gestellt.

Eine Automatisierungsquote von

90 Prozent und mehr ist inzwischen

quasi Standard je nach Struktur der zu

verarbeitenden Daten.

M.W.

Alle unsere Leser sind eingeladen sich in

dieser Online-Datenbank kostenlos,

und wenn sie möchten auch anonym, zu

informieren.

Wie alle neuen Dinge ist auch dieser Solution

Finder bestimmt verbesserungswürdig.

Hier bitten wir sie um Ihre aktive

Mithilfe. Verbesserungsvorschläge,

Anregungen und selbstverständlich

auch Kritik senden Sie bitte per eMail an

> redaktion@midrangemagazin.de

oder an mich direkt, unter

> robert.engel@midrangemagazin.de.

Ihr Robert Engel

Redakteur Marktübersichten


Anbieter, Ort,

Tel., Internetadresse

Ametras, Karlsruhe,

(+49) 0721/62765-0,

www.ametras.com

AROA, CH-St. Gallen,

(+41) 071/2435570,

www.aroa.com

Baierl & Partner, München,

(+49) 089/784505,

www.baierl2b.de

Balleier, Lage,

(+49) 05232/95910,

www.balleier-edv.de

Baumann, Aalen,

(+49) 07361/43048,

www.baumanncomputer.de

Beos, München,

(+49) 089/547051-0,

www.beos-software.de

BMD, A-Steyr,

(+43) 07252/883-0,

www.bmd.at

BMD, München,

(+49) 089/62146784,

www.bmd.de

BMU, Northeim,

(+49) 05551/9801-18,

www.bmu-beratung.com

Brain Schweiz AG,

CH-Dübendorf,

(+41) 71/3140211,

www.brainag.com

BRAIN, Breisach,

(+49)07667/8309-37,

www.brainag.com

Branchware,

Nürnberg,

(+49) 0911/27069-0,

www.branchware.de

Cognos, CH-Zürich,

(+41) 01/4394510,

www.cognos.com

Cognos, Frankfurt,

(+49) 069/66560-111,

www.cognos.de

Cognosco, CH-Zürich,

(+41) 01/3614045,

www.cognosco.ch

command, Ettlingen,

(+49) 07243/5900,

www.command.de

Computer Associates,

Darmstadt,

(+49) 06151/949-0,

www.interbiz.cai.com

COP.IS, Schwerte,

(+49) 02304/46058

COPA, Wesel,

(+49) 0281/154-0,

www.copa.de

CP Corporate Planning,

Hamburg,

(+49) 040/431333-0,

www.corporate-planning.com

CPL, Hamburg,

(+49) 040/694296-0,

www.cplgmbh.com

CSB-SYSTEM,

CH-Kestenholz,

(+41) 062/3898989,

www.csb-system.ch

CSB-SYSTEM,

Geilenkirchen,

(+49) 02451/625-350,

www.csb-system.de

Data Service, Hagen,

(+49) 02331/8000-0,

www.dataserv.de

Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Controlling

Produktname

Plattformen

iSeries, bzw. AS/400

Client/Server mit iSeries, bzw. AS/400

Ametras Finanz • •

FRIDA • •

verfügbar in Deutschland (D)

D, A, CH

D, A, CH

N.S.F. • D

DKS • •

FIBAU, KOBAU •

PROFID • •

BMD •

BMD •

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

DKS /

Corporate Planner • • D, A

BRAIN AS • •

BRAIN AS • •

Branchware • •

Cognos Visualizer • •

Cognos Visualizer • •

R/4, Axapta • •

FRIDA • •

Masterpiece • •

IPSI • •

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

WIT/400 • D, A

Corporate Planner •

PRO REWE • •

CSB-System •

CSB-System •

Fibu X Gold •

Produkt

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Anzahl Inst. in D+A+CH

250

300

14

k.A.

85

60

11000

11000

4000

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

150

300

k.A.

k.A.

50

6000

150

800

800

60

eigenständig einsetzbar

Teil einer Gesamtlösung

Finanzbuchhaltung

Kostenrechnung

Controlling

• • • •

• • • • •

• • • •

• • •

• • • • •

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• • • • •

• • • • •

• • • • •

• •

• • • • •

• • • • •

• • • • •

• • • •

Anbieter, Ort,

Tel., Internetadresse

Dataline, CH-Horgen,

(+41) 01/7181900,

www.dataline.ch

DCW, CH-Zürich,

(+41) 01/4048008,

www.dcw-software.ch

DCW, Mannheim,

(+49) 0621/4383-0,

www.dcw-software.com

Entire Software, Neu-Ulm,

(+49) 0731/97495-0,

www.entire.de

esb, Bad Honnef,

(+49) 02224/9752-0,

www.esb-sb.de

esb, Bad Honnef,

(+49) 02224/9752-0,

www.esb-sb.de

F+L, CH-Altstätten,

(+41) 071/7575252,

www.flsys.ch

FC Franconia, Würzburg,

(+49) 0931/45092-0,

www.franconia.biz

GEAC, Villingen-Schwenningen,

(+49) 07721/941-0,

www.geac.de

GEAC, Villingen-Schwenningen,

(+49) 07721/941-0,

www.geac.de

HDS, Ankum,

(+49) 05462/765-0,

www.hds-systemhaus.de

I.M.C.S, Langenfeld,

(+49) 02123/13051,

www.imcs-systeme.de

IAS, Karlsruhe,

(+49) 0721/96416-0,

www.javias.com

IBS Hostettler, CH-Bern,

(+41) 031/9810555,

www.ibs.ch

IBS, Hamburg,

(+49) 040/51451-0,

www.ibsde.de

iCAS, Jugenheim,

(+49) 06130/9108-0,

www.icas.de

IFS, Erlangen,

(+49) 09131/7734-0,

www.ifsde.com

In4U, CH-Lyss,

(+41) 032/3878148,

www.in4u.ch

INEL-DATA, CH-Simach

(+41) 071 /969 3030,

www.ineldata.ch

infor Schweiz, CH-Aesch,

(+41) 061/7569292,

www.infor.ch

infor, CH-Winterthur,

(+41) 052/2649292,

www.infor.ch

infor, Friedrichsthal,

(+49) 06897/9833-0,

www.infor.de

Intentia, CH-Zug,

(+41) 041/7486868,

www.intentia.ch

Intentia, Hilden,

(+49) 02103/89060,

www.intentia.de

Produktname

Plattformen

iSeries, bzw. AS/400

Client/Server mit iSeries, bzw. AS/400

DIAS/400 • •

DCW

Rechnungswesen • •

DCW

Rechnungswesen • •

`ntire • •

FRW/400 • •

ICS/400, RAS/400 • •

Schilling Fibu, Kore •

FRW, ICS •

System 21 JBA • •

System 21 Ratioplan • •

HANSALOG •

DKS • •

JAVIAS • •

ASW-FIN •

ASW-FIN •

verfügbar in Deutschland (D)

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

mySAP • • D

IFS IV • •

Navision Financials •

IRW • •

infor:Finanz • •

Varial •

infor:Finanz • •

Movex • •

Movex • •

Produkt

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

Anzahl Inst. in D+A+CH

200

644

644

k.A.

200

150

1030

25

60

100

100

2000

30

k.A.

k.A.

15

k.A.

>6000

k.A.

5000

>2000

5000

6000

6000

eigenständig einsetzbar

Marktübersicht

Teil einer Gesamtlösung

Finanzbuchhaltung

Kostenrechnung

• • • •

Controlling

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55


Marktübersicht

Anbieter, Ort,

Tel., Internetadresse

J.D. Edwards,

CH-Volketswil,

(+41) 01/9084040,

www.jdewards.com

J.D. Edwards, Langen,

(+49) 06103/762-0,

www.jdedwards.de

K+H Kantioler, Germering,

(+49) 089/894410-0,

www.kh-software.de

K+H, CH-Lachen,

(+41) 055/4623443,

www.kh-software.ch

Kissels, Köln,

(+49) 0221/949834-0,

www.kissels.de

Möhlmann, Kerschenbroich,

(+49) 02182/84177-0

Navision, CH-Alpnach,

(+41) 041/6727171,

www.navision.ch

Navision, Hamburg,

(+49) 040/899677-0,

www.navision.de

Nemetschek, Achim,

(+49) 04202/989-0,

www.henke.de

Nemetschek, Achim,

(+49) 04202/989-0,

www.henke.de

Nemetschek, CH-Aarburg,

(+41) 062/7910640,

www.baufinancials.ch

Nemetschek, CH-Aarburg,

(+41) 062/7910640,

www.baufinancials.ch

O+W, Mönchengladbach,

(+49) 02165/58913

OGS, Koblenz,

(+49) 0261/91595-0,

www.ogs.de

OSL, Ganderkesee,

(+49) 04221/9420-0,

www.osl-gmbh.de

PIT, CH-Windisch,

(+41) 056/4608787,

www.pitag.ch

Polynorm, CH-Glattbrugg,

(+41) 01/8288181,

www.polynorm.ch

Portolan, Ilsfeld,

(+49) 07062/919-0,

www.portolancs.com

Profi, Darmstadt,

(+49) 06151/82900,

www.profi-ag.de

PSI Schweiz,

CH-Schwerzenbach,

(+41) 01/8252501,

www.psiag.ch

Psipenta, Berlin,

(+49) 030/2801-2000,

www.psipenta.de

PST, Haar,

(+49) 089/439006-0,

www.pst.de

r.z.w. cimdata, Weimar,

(+49) 03643/8640-0,

www.rzw.de

R+S Costing, München,

(+49) 089/3226081,

www.rscosting.de

Produktname

56 www.midrangemagazin.de Mai 2002

iSeries, bzw. AS/400

Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Controlling

Plattformen

Client/Server mit iSeries, bzw. AS/400

One World • •

One World • •

FIB/400 • •

FIB/400 • •

Kissels Rechnungswesen • •

verfügbar in Deutschland (D)

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

Comsoft/11-Plus • D, A

Navision Attain • •

Navision Attain • •

BAU financials • •

TRAB financials • •

BAU financials • •

TRAB financials • •

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

IFBS/400 • • D

OGSID • •

OSL FIBU, KORE • •

Schilling Fibu, Kore •

i/2 •

iEVM •

FIBU400 • •

PSIPENTA •

PSIPENTA •

PST-KORE •

if 2000 • •

Produkt

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

CO-2000 • D, A

Anzahl Inst. in D+A+CH

500

500

200

200

>1400

k.A.

k.A.

k.A.

140

65

140

65

>20

120

30

1030

80

300

150

k.A.

k.A.

500

58

44

eigenständig einsetzbar

Teil einer Gesamtlösung

Finanzbuchhaltung

Kostenrechnung

Controlling

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• • • •

• • • • •

• • •

Anbieter, Ort,

Tel., Internetadresse

R+S Costing, München,

(+49) 089/3226081,

www.rscosting.de

S.M. Hartmann,

Unterhaching,

(+49) 089/617425,

www.smhsoftware.de

S+S, Stemwede,

(+49) 05474/936-0,

www.softwarepartner.net

SAP, CH-Biel,

(+41) 032/3447111,

www.sap.com

SAP, Walldorf,

(+49) 06227/741555,

www.sap.com

Schilling, Bremen,

(+49) 0421/20140-0,

www.schilling4u.com

SoftConsult, Langenau,

(+49) 07345/9611-0,

www.soft-consult.net

SoftM, A-Wien,

(+43) 01/91066-0,

www.softm.com

SoftM, CH-Glattbrugg,

(+41) 01/8110310,

www.softm.ch

SoftM, CH-Glattbrugg,

(+41) 01/8110310,

www.softm.ch

SoftM, München,

(+49) 089/14329-0,

www.softm.com

SoftM, München,

(+49) 089/14329-0,

www.softm.com

Soppe & Partner, Flein,

(+49) 07131/589060

Soreco, CH-Schwerzenbach,

(+41) 01/8062525,

www.soreco.ch

Soreco, CH-Schwerzenbach,

(+41) 01/8062525,

www.soreco.ch

SRZ, Siegen,

(+49) 0271/359500,

www.srz-gmbh.de

Steeb, Abstatt,

(+49) 07062/673-0,

www.steeb.com

UBH, Amberg,

(+49) 09621/6758-0,

www.ubh.de

UBR, Bonn,

(+49) 0228/98352-0,

www.ubr.de

Unirez, Detmold,

(+49) 05231/9669-0,

www.unirez.de

Varial, Hamburg,

(+49) 040/5152000,

www.varial.de

Veda, Alsdorf,

(+49) 02404/5507-0,

www.veda.de

Vollmer, Osthofen,

(+49) 06242/91522-5,

www.vollmer-edv.de

Weiss, Schiltach,

(+49) 07836/1091,

www.weissedv.de

Produktname

Plattformen

iSeries, bzw. AS/400

Client/Server mit iSeries, bzw. AS/400

verfügbar in Deutschland (D)

INVES • D, A

SMH 400 • •

IFS, ISA, ISC • •

mySAP • •

mySAP • •

Schilling Fibu, Kore •

DKS • •

SoftM Suite • •

DKS • •

SoftM Suite • •

DKS • •

SoftM Suite • •

SUP.FIB • •

C/400, F/400 • •

X.FIN • •

M.A.S.T. •

mySAP • •

UBH Extended Business • •

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

FB • D

VEDA FA, eFA •

Varial •

VEDA FA, eFA •

DKS • •

FIB2000 • •

Produkt

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

D, A, CH

Anzahl Inst. in D+A+CH

300

k.A.

30

k.A.

k.A.

1030

2000

450

2000

450

2000

450

300

320

320

4000

k.A.

82

k.A.

300

>2000

300

3000

80

eigenständig einsetzbar

Teil einer Gesamtlösung

Finanzbuchhaltung

Kostenrechnung

Controlling

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• • • •


„Kleider machen Leute“: Die heimlichen

Ideengeber für die sich ständig wandelnde

Mode sind die Textilhersteller. Einer der

heutigen Marktführer in diesem Segment

ist die 1960 von Dipl. Ing. Hans Hagemann

gegründete Firma Hans Hagemann GmbH &

Co. KG Textilwerke. Angefangen hat das

Unternehmen als Wirkerei zur Herstellung

von synthetischen Stoffen.

Die Folgejahre waren geprägt durch

stetiges Wachstum. 1968 hat man

sich dann stark dem Transferdruck zugewandt.

Seitdem werden Druck-Kollektionen

für den DOB- und HAKA-

Markt entwickelt. Neben den klassischen

Druckvarianten (Thermodruck,

Nassdruck) werden auch innovative

und aktuelle Veredlungsvarianten wie

z.B. Flockdruck, Ausbrenner, Crash,

Plesse, Prägung, Lackprint, Stanzung

und noch viele weitere Variationsmöglichkeiten

verarbeitet und vertrieben.

Zu den Kunden der Firma Hans Hagemann

GmbH & Co. KG gehören einige

der marktführenden Konfektionsunternehmen

Europas mit international bekannten

Labels, wie z.B. Casaretta, amplissimo

und PASO. Sehr großen Wert

legt man nicht nur auf die Gewinnung

von Neukunden, sondern insbesondere

auch auf die individuelle Betreuung der

Bestandskunden.

Optimierung interner Abläufe

Um diesen enormen Leistungsumfang

zu gewährleisten, ist eine Optimierung

der internen Abläufe sowie ihre Anpassung

an die Unternehmensziele eine unabdingbare

Voraussetzung. Daraus lässt

sich schon ersehen, welch hohe Anforderungen

das Unternehmen beim Auswahlverfahren

(mit insgesamt 9 Anbie-

Zeitlose Rechnungswesen-Software

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Marktübersicht

Immer top-aktuell

tern) an die zukünftige Software im Bereich

Rechnungswesen stellen musste.

„Ausschlaggebend bei der Entscheidung

für die Einführung der Produkte Finanzbuchhaltung

und Anlagenverwaltung

der K+H Software Kantioler KG waren

zum einen die Übersichtlichkeit der Anwendungen,

die Leichtigkeit der Datenerfassung,

die sehr guten Antwortzeiten

und ganz elementar, die integrierte

Funktion der automatischen Deckungsbeitragsermittlung

über Kostenträger,

was insbesondere bei Handelsunternehmen

eine große Rolle spielt“, so Herr

Karl-Heinz Leusder, Leiter des Rechnungswesens.

Heute werden im Hauptsitz des Unternehmens

in Ochtrup mehrere Firmen

verwaltet. Insgesamt sind ca. 170 Mitarbeiter

beschäftigt, davon arbeiten 5 Anwender

mit der Software und bewältigen

ein Buchungsvolumen von täglich

rund 350 Buchungen.

Einsparungen resultieren natürlich auch

aus der Optimierung der Abläufe in der

Buchhaltung. Hierzu einige Beispiele:

Die maschinelle Ermittlung der Einzelwertberichtigung

zu Forderungen: Alle

Forderungen werden von der Software

maschinell auf ihre Altersstruktur, Höhe

und Einbringlichkeit hin analysiert. Anschließend

werden die Wertberichtigungen

automatisch verbucht; das ermöglicht

die Erstellung umfangreicher Auswertungen.

Oder: das maschinelle

Abarbeiten der Bankkonto-Auszüge

(Bankenclearing): Hier wird mittels der

von der Bank zur Verfügung gestellten

PC-Software und einer DFÜ-Leitung die

Verbindung zu den Hausbanken hergestellt.

Die Kontoauskunftsdaten werden

über das Bankeneingangs-Clearing in

die FiBu importiert. Nun erfolgt ein maschineller

Abgleich mit den offenen Posten

und den vordefinierten Buchungen.

Die automatische Zuordnungsquote,

die so erreicht wird, liegt laut Leusder

bei gut 70 Prozent. Ein weiteres

Beispiel ist das Fremdwährungsmodul

zur Ausführung aller Buchungen, OP-

Ausgleiche sowie Zahlungen und Mahnungen

in verschiedenen Währungen.

Es gibt keine Einschränkung bezüglich

der Anzahl der Währungen innerhalb

eines Personenkontos; Kursgewinne

bzw. -verluste werden automatisch ermittelt

und gebucht. Die Vorzüge dieses

Moduls für ein international agierendes

Unternehmen liegen auf der Hand.

„Dem steigenden Wettbewerbsdruck

durch Großkonzerne und überhöhten

Rabatten“, so Karl-Heinz Leusder,

„können wir leider nicht entfliehen,

aber mit der vorgenommenen Optimierung

unserer internen Geschäftsabläufe

und dem hohen Qualitätsstandard, den

wir bieten, ist die Wettbewerbsfähigkeit

unseres Unternehmens für die Zukunft

gesichert.“

Die Autorin Roswitha Habersetzer

ist Leiterin Marketing bei der K+H

Software Kantioler KG

K+H Software Kantioler KG

D-82110 Germering

� (+49) 089/894410-0

� www.kh-software.de

57


Marktübersicht

J. Bünting AG verrechnet konzernweit mit Schilling Rechnungswesen

Ausgleich und Konsolidierung

Fast 100 Märkte in mehreren Tochtergesellschaften

und nur ein Zahlungslauf als

Dienstleister deckt die J. Bünting AG das

Finanzwesen der gesamten Firmengruppe ab.

Ein integriertes Rechnungswesen mit ausgefeilter

Kontokorrentbuchhaltung versetzt die

Holding in die Lage, den Zahlungsverkehr der

Tochtergesellschaften untereinander intern

abzuwickeln und Lieferantenrechnungen

konzernübergreifend auszugleichen. Offene

Posten und Gutschriften werden zunächst

verrechnet, dann nimmt die Mutter ihre

ausgleichende Funktion wahr...

Die J. Bünting Beteiligungs AG fungiert

als Dienstleister für die einzelnen

Gesellschaften in den Bereichen

Rechnungswesen und Finanzen, Personalwirtschaft,

EDV und Organisation.

Als reines Handelsunternehmen hat der

Mittelständler eine seit 1987 kontinuierlich

weiterentwickelte, individuelle Warenwirtschaft

im Einsatz, die auf drei

IBM AS/400-Systemen verteilt läuft.

Das Cash-Management wird softwareseitig

mit Moneta, die Lohnabrechnung

mit einer asring-Lösung abgedeckt. In

Sachen Rechnungswesen setzt man auf

eine IBM AS/400 Modell 820 und auf

die Standardanwendungen des Bremer

Softwarehauses Schilling, das laut Bünting

besonders durch die Funktionalität

der Intercompany-Buchungen und den

ausgereiften Zahlungsverkehr überzeugte.

Täglich nehmen rund 1.000 der

jährlich 11 Millionen Buchungen erst

gar nicht den Weg über die Banken, sondern

werden intern verrechnet. Alle anderen

Forderungen werden konzernübergreifend

ausgeglichen in einem

Zahlungslauf.

Insbesondere diese Funktionalität habe

1997, als das Altsystem nicht mehr weiterentwickelt

werden sollte, den Ausschlag

für die Schilling-Lösung gegeben

und natürlich Argumente wie Anwendungsfreundlichkeit,

dem klaren Be-

kenntnis zum Mittelstand und einer

überschaubaren und kurzen Implementierungszeit.

„Die örtliche Nähe war natürlich

auch eine Facette, neben Argumenten

wie Preis- und Wartungskosten“,

so Rolf Warnders, Leiter Finanz- und

Rechnungswesen der Bünting AG. „Vorrangig

haben uns aber die Systemdetails

überzeugt.“ Vier Monate vergingen zwischen

der Entscheidung und dem Going

live. Konsequent und komplett habe man

umgestellt, nicht stufenweise allein die

Anlagenbuchhaltung sei vom Entwicklungsstand

noch nicht ganz fertig gewesen

und erst später hinzugekommen.

Einheitliche Strukturen

Bereits bei der Implementierung waren

die Lieferbeziehungen der Bünting-

Töchter untereinander sehr ausgeprägt.

Die im Standard schon enthaltenen Prozesse

der Intercompany-Buchungen

habe das Softwarehaus „sehr gut gelöst“,

sie wurden von den Leeranern in

Zusammenarbeit mit dem Partner noch

58 www.midrangemagazin.de Mai 2002

weiter verfeinert. Auch der Menüpunkt

Dauerbuchungen sei gemeinsam ergänzt

worden. Dabei habe man nicht etwa

eine Bünting-spezifische Schilling-Anwendung

geschaffen, vielmehr seien die

Ideen und Anforderungen der Ostfrie-

sen in den Software-Standard eingeflossen

und das Handelshaus damit absolut

releasefähig. Die interfamiliären Debitoren-

und Kreditorenbuchungen werden

auf Basis von Verrechnungskonten

abgewickelt und dabei sämtliche Offenen

Posten ausgeglichen, ohne die Banken

zu integrieren. „Das ist eine Funktion,

die andere Pakete nicht boten“, so

Warnders, „und die seinerzeit einen

Pluspunkt für unseren jetzigen Partner

darstellte.“

Mutter zahlt in einem Rutsch

Ein weiteres Entscheidungskriterium

war der ausgereifte Zahlungsverkehr:

Bünting hat die Möglichkeit, Forderungen

der Lieferanten entweder für jede

einzelne Tochter separat auszugleichen

oder die Forderungen der verschiedenen

Firmen in einem Zahllauf zusammenzufassen.

Die externen Partner erhalten

nur einen Scheck oder eine Überweisung

von der Holding, die vorher sämtliche

Einzelbeträge in einem firmenübergrei


fenden Zahlungslauf zusammengefasst

hat. Vorteil dieses Prozedere: Geringerer

Bearbeitungsaufwand und ein minimiertes

Volumen der Zahlungsvorgänge. Bestehe

bei einer Tochter eine Forderung

und bei einer anderen eine Verbindlichkeit

an Lieferanten, werde gleich verrechnet.

Der Sammelscheck bedeute

auch für die externen Partner einen geringeren

Aufwand, „bessere“ Zahlungskonditionen

ließen sich dadurch

allerdings nicht forcieren.

Summa summarum

In der Tagesarbeit sehr sinnvoll sei das

umfangreiche Info-System der Lösung.

„Man kann in der Bilanzanzeige auf jeden

einzelnen Beleg herunterkommen

und am Bildschirm genau nachvollziehen,

was im Einzelnen hinter der jeweiligen

Summe steckt“, erläutert Warnders.

Gehe z.B. eine Zahlung über 100 Euro

ein und seien weder Kundenname noch

Rechnungsnummer vermerkt, könne

man alle Posten mit dieser Summe über

sämtliche Firmen hinweg suchen. Gut

gelöst sei zudem das Thema Berechtigungen,

die man sehr umfangreich eingeben

könne sowohl von den Menüpositionen

her als auch in punkto Funktionen

und Struktur der Daten.

Gleichzeitig seien die Berechtigungen

gut pfleg- und wartbar.

Elektronisch von und zur Bank

Die Kommunikation mit den Banken erledigt

Bünting konsequent elektronisch.

Eingehende Zahlungen werden dabei automatisch

in der FiBu verbucht. Die

durchschnittliche Automatisierungsquote

bei der OP-Ausgleichsfunktion liegt

zwischen 80 und 90 Prozent abhängig

von der Art der Zahlungen. Debitorenzahlungen

bergen eine geringere Trefferquote

als Bargeldeinzahlungen aus den

Filialen, das Lastschriftverfahren hingegen

ist zu 100 Prozent automatisiert. Die

konsequente und saubere Pflege der

Schnittstellen und Verarbeitungsprogramme

sei das „A und O“ wären die

einmal sauber eingestellt, könnten sich

die Mitarbeiter im Rechnungswesen auf

relativ wenige „Sonderfälle“ konzentrieren.

Das Massengeschäft erledige die

Software quasi im Alleingang.

Einheitliche Strukturen

Anzeige

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Die Basis der Konzernkonsolidierung

bilden die Daten der einzelnen Gesellschaften.

Eine einheitliche Stammdatenstruktur

beugt Redundanzen vor, auch

der Kontenplan wird nur einmalig gepflegt.

Aus den Einzelabschlüssen der

Töchter können dann Summierungen

vorgenommen werden: So entsteht eine

konsolidierte Saldenliste, in der die

gleichnamigen Konten der einzelnen

Töchter zu Summenbilanz und Summensaldenliste

zusammengefasst werden.

Die Weiterentwicklung dieser

Funktionalitäten das automatische

Herauskonsolidieren der Verrechnungen

zwischen den verschiedenen Töchtern

ermöglicht Schilling mit Zusatzlösungen

zur Konzernkonsolidierung von

IDL. Bünting löst diese Aufgaben durch

separate Konten. „In den meisten Bereichen

betrachten wir Erlöse Fremde

und Erlöse, Verbunde und Unternehmen

getrennt“, so Rolf Warnders. „Letzte-

Marktübersicht

re bleiben dann in der Konsolidierung

außen vor.“ Das summierte Datenvolumen

wird in MS Excel übernommen und

hier weiter bearbeitet.

Eine Konzernkonsolidierung zur Erstellung

von Konzernbilanzen, Konzern-

GuV-Rechnungen usw. lässt sich mit

IDL-Software auch automatisiert

durchführen. Wie die Schilling-Anwendungen

sind auch die IDL-Lösungen als

echte Standardsoftware konzipiert.

„Konsolidierung auf Knopfdruck“ ist

über Schnittstellen von Schilling zu IDL

KONSIS möglich. „Für die Zukunft

könnten wir uns eine derartige Integration

vorstellen“, so Rolf Warnders.

Autorin: Irina Hesselink

Schilling Software GmbH

D-28359 Bremen

� (+49) 0421/20140-0

� www.schilling4u.com

59


Marktübersicht

Informationssystem für gemeinsame Sprache

Basis für Cost Controlling

Die Ruhr-Zink GmbH in Datteln verarbeitet mit

220 Mitarbeitern Zinkerz-Konzentrate sowie

Wälzoxide vor allem zu 99,99-prozentigem

Zink sowie zu Schwefelsäure. Zur betriebswirtschaftlichen

Darstellung dieses komplexen

Prozesses wurde gemeinsam mit dem

Controllingspezialisten PST Software &

Consulting GmbH eine umfassende Data

Warehouse- und Analyse-Lösung eingeführt.

Mit dem Ruhr-Zink Informationssystem (RIS)

als Herzstück decken diese Schlüsselbereiche

wie Cost Controlling, Reporting, Planung und

auch die Rechnungslegung nach US GAAP ab.

Als Kernlösung wurde mit dem RIS

zunächst eine unternehmensweit

einheitliche Datenbasis geschaffen, um

die mangelnde Transparenz im Unternehmen

zu überwinden. Der erkannte

Diskussions- und Aufklärungsbedarf

sollte mit entsprechenden Informationen

befriedigt und mögliche Fehlinterpretationen

der Daten ausgeschaltet werden.

Zugleich galt es, die einzelnen Phasen der

Auftragsentwicklungen erstmals anhand

historischer Daten und tagesbezogener

Transaktionen verfolgen zu können.

Das RIS wurde mit den PST-Lösungen

PST-MIS und PST-CSS realisiert. PST-

MIS ist ein für Controlling und integrierte

Kostenrechnung konzipiertes

Softwarepaket. Seine Basis bilden ein

Data Warehouse und ein so genannter

„Flexibler Berichtsgenerator“. Das

Data Warehouse führt Daten aus beliebigen

Vorsystemen beim RIS z.B. aus

Finanzbuchhaltung sowie Instandhaltung

zu einer einheitlichen Datenbasis

zusammen, die anschließend für Analysen

und Steuerung bereit steht. Für Analysen,

Steuerung und Reporting setzt

darauf PST-CSS auf. Diese Client Server

Solution ist ein auf OLAP-Technologie

der MIS AG basierendes Informationssystem.

Analyse, Berichtswesen und Planung

erfolgen auf Basis einer multidimensionalen

Real-Time-Datenbank mit

dem Vorteil der augenblicklichen Verfügbarkeit

ausgewählter Werte und Ergebnisse.

Alle gängigen Funktionalitäten

wie Drill-down, Roll-up, Tabellen,

Grafiken etc. stehen für eine bedienerfreundliche

Bearbeitung und Weiterverarbeitung

zur Verfügung.

MIS Einsatz im Data Warehouse

Für das Cost Controlling der Ruhr-Zink

GmbH wurde folgendes Datenmodell

zugrunde gelegt. Ein einheitliches Format

aller Informationen, Datentransformation,

Zentrale Datenhaltung und einheitlicher

Zugriff. Der tagesbezogene

und kumulierte Nachweis getätigter

Transaktionen und der Nachweis einzelner

Auftragsphasen und umfassender

Auftragsverzweigungen.

Einsatz bei Kostenrechnung

Gefordert waren hier die einheitliche

Aufbereitung der Kostenrechnung, der

Instandhaltung und der Statistik.

Cost Controlling

Instandhaltungen beeinflussen maßgeblich

das betriebswirtschaftliche Ergebnis.

Anstelle einer „Havarie-Instandhaltung“

hatte man sich für die sinnvollere

vorbeugende Variante entschieden. Diese

erfordert eine exakte Übersicht und

Planung, um die Kosten „im Griff zu

behalten“. Dazu wurde ein Cost Controlling

im Bereich Instandhaltung mit

dem RIS realisiert. Die neue Lösung verbesserte

die Reaktionsfähigkeit deut-

60 www.midrangemagazin.de Mai 2002

lich. Entscheidungsrelevante Informationen

sind schnell verfügbar und kritische

Schwachstellen sowie Abweichungen

lassen sich nun unverzüglich lokalisieren.

Dafür werden die neuen

Ad-hoc-Analysen und die Top-down/

Bottom-up-Funktionen ebenso genutzt,

wie die Kombination verschiedener Informationsbereiche

mit Hilfe der

OLAP-basierten Client/Server-Lösung.

Diese gestattet den einfachen, selektiven

Zugriff der Kostenverantwortlichen auf

alle relevanten Informationen z.B. für

die Investitionen und betrieblichen Kostenstellen.

Mehrdimensionale Verknüpfungen und

die neuen umfassenden Möglichkeiten

zum Drill-down gestatten nun vielfältigste

Auswertungen. Erstmals lassen

sich quasi per Mausklick Fragen beantworten,

wie z.B.: Wer hat die Kosten

verursacht? Durch welche Leistung?

Wann? Zukünftige Kosten und voraussichtlicher

Eingang? Welcher Lieferant?

Die komfortablen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten

in MS Excel waren

zudem beispielsweise die Grundlage für

einen standardisierten Plan/Ist-Vergleich

in Kombination mit zukünftig erwarteten

Auftragskosten und Ampelfunktionen

etwa für Instandhaltungen

auf Kostenstellenbasis einschließlich anwenderorientierter

Auswahlmöglichkeit


der Detaillierungsgrade. Die nun

jederzeit aktuelle Standortbestimmung

war für Ruhr-Zink ein wichtiger Schritt.

„Die Instandhaltungstransaktionen lassen

sich nun erstmalig tagesbezogen

analysieren und bieten eine geeignete

Plattform für die Erstellung steuerungsrelevanter

Auswertungsrechnungen“,

erklärt Peter Kersten von der Abteilung

Rechnungswesen, Controlling und EDV

der Ruhr-Zink GmbH. „Außerdem beziehen

sich interne Adressaten auf eine

einheitliche Datenbasis und sprechen

somit zukünftig eine gemeinsam anerkannte

Sprache.“

Konzentrat-Planung

auf Excel-Basis

Die Ergebnisse des Unternehmens werden

von den Entwicklungen des Zinkpreises

und des Dollarkurses beeinflusst.

Angesichts drastischer Schwankungen

muss deshalb eine „laufende

Planung“ möglich sein. Auf Basis des

RIS wurde eine Planungsumgebung aufgebaut,

in der spezifische Werte komfortabel

veränderbar sind, die darauf

basierenden anderen Planwerte sich

aber automatisch neu berechnen.

Grundlage für sämtliche Auswertungen

bilden Eckdaten wie Rohstoffpreise und

Wechselkurse. Eine weitere „schwankende“

Basisgröße ergibt sich aus den

laufend vorgenommenen Rohstoffanalysen.

Zusammen mit der Verwaltung

der Kontraktdaten ist die Bewertung

des gesamten Rohstoffinputs gewährleistet.

Die entsprechenden Werte fließen

sowohl in Bestands- und Verbrauchsbewertungen

als auch in die

speziell entwickelte „Zink-Bilanz“ ein.

So wirken sich Abweichungen bei den

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Rohstoffanalysen sowohl auf die Preisfindung

als auch auf die Zinkbilanz und

damit auf das Ergebnis aus.

Rechnungslegung nach

US GAAP

Als Tochter einer international agierenden

Gesellschaft muss die Ruhr-Zink

GmbH nach US GAAP Bericht erstatten.

Für diese Art der Rechnungslegung

schufen die Funktionalitäten des neuen

Informationssystems die technischen

Voraussetzungen. Zunächst waren zur

Überführung von HGB nach US GAAP

umfangreiche Vorleistungen nötig, die

durch RIS begleitet, ausgeführt und abgebildet

werden:

Aufteilung Gesamtbetrieb in Cost

Center

Einrichtung von Sammelkostenstellen

für die Erfassung indirekter Kosten

Buchung G + V generell in der Kombination

Konto/Kostenstelle

Zuordnung der Cost Center auf die

einzelnen UKV-Posten

Interne Leistungsverrechnung

Festlegung eindeutiger Zuordnungen

von GKV-Posten zu UKV-Posten

Feststellung der Abweichungen zwischen

HBG GKV und US GAAP UKV

Feststellung der Abweichungen zwischen

HGB Bilanz und US GAAP

Bilanz

Neben der einheitlichen Datenbasis, bereitgestellt

im Data Warehouse, kommen

insbesondere in der Analyse-, Steuerungs-

und Reportingphase auf Basis

PST-CSS die vielfältigen Detaillierungen,

mehrdimensionalen Betrachtungen

und die umfangreichen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten

in MS Excel zur

Anwendung. So kann die Ruhr-Zink

GmbH nun eine vollständige GuV sowie

Bilanz nach US GAAP in der gewünschten

Darstellungsform erstellen.

PST Software & Consulting GmbH

D-85540 Haar

� (+49) 089/439006-0

� www.pst.de

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Marktübersicht

61


Marktübersicht

Informations-Management für Management-Informationen

Wenn auf deutschen Bildschirmen hochklassiger

Fußball oder ein spannender Hollywood-

Film läuft, dann ist vielfach die Firma

KirchMedia GmbH & Co. KGaA im Spiel. Das

Unternehmen ist einer der Marktführer im

werbefinanzierten Fernsehen; darüber hinaus

gehören Lizenzhandel, Neue Medien, Sport, Film

und Fernsehproduktion sowie Filmtechnologie

zu den weiteren Aktivitäten.

Unternehmensgruppen mit einer

langjährigen komplexen Firmengeschichte

tragen beim Aufbau eines

modernen Informations-Managements

häufig eine schwierige Hypothek: Alte

und neue Systeme, Daten aus unterschiedlichen

Quellen und Systemarchitekturen

verschiedener Provenienz, die

in verschiedenen Unternehmen der

Gruppe aufgebaut wurden, müssen auf

möglichst effiziente Weise konsolidiert

werden. Dieser Herausforderung sahen

sich die IT-Verantwortlichen gegenüber,

als das Unternehmen ein zukunftsorientiertesManagement-Informationssystem

aufbauen wollte. Den Schlüssel zu

diesem Vorhaben lieferte der BI-Spezialist

Cognos mit seiner webfähigen Lösung.

Von der Tabellenkalkulation

zum Data Warehouse

Die in über 40 Jahren gewachsene

Struktur des Medienunternehmens bedingt

ein effizientes Management auf einer

umfassenden Informationsbasis.

62 www.midrangemagazin.de Mai 2002

Mission Possible

Unter den heutigen Marktbedingungen

der Medienbranche geht es um schnelle

Entscheidungen, die auf sicheren und

aktuellen Informationen gründen.

Die Analyse der Ausgangsbedingungen

für ein leistungsfähiges Management-Informationssystem

in punkto Verfügbarkeit,

Kompatibilität und Integrität der

Daten führte zu dem Ergebnis, dass ein

Data Warehouse mit seinen vielfältigen

Auswertungs- und Nutzungsmöglichkeiten

der Daten die beste Lösung darstellt.

„Bevor wir unser Data Warehouse-Projekt

starteten, gab es nur Auswertungen

mit relativ einfachen Mitteln,

wie zum Beispiel dem Tabellenkalkulationsprogramm

Excel, dessen Ergebnisse

dann mit PowerPoint aufbereitet wurden.

Die auf einem Data Warehouse aufsetzende

BI-Lösung ersetzt also kein

hoch entwickeltes Analyse- und Auswertungssystem,

sondern eine Reihe von begrenzten

Lösungen. Mit dem Neuansatz

sollten unsere Manager in die Lage versetzt

werden, schnell und einfach Auswertungen

und Präsentationen aller Art

machen zu können“, beschreiben Christoph

von Linden, Abteilungsleiter Informationsmanagement,

und Florian Griesbeck,

Teamleiter System Integration und

Projektleiter für das Data Warehouse,

die Ausgangssituation.

Arbeiten mit heterogenen

Datenquellen

Die heterogene Systemlandschaft besteht

im Wesentlichen aus einem

AS/400-System, das nur noch teilweise

operativ läuft, einem SAP R/3-System

für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung

sowie aus einem Rechte-Handelssystem,

das als Eigenentwicklung den

Kern der IT-Infrastruktur bildet.

Diese drei Systeme stellen hauptsächlich

die betriebliche Datenbasis für das Data

Warehouse. Systemtechnisch besteht es

aus einer Oracle-Datenbank und einem

Applikationsserver für Web-Front-

Ends. Die Abkehr von einfachen Auswertungslösungen

mit Hilfe standardmäßiger

PC-Applikationen und der Einstieg

in eine umfassende, webfähige

Auswertungs- und Reporting-Lösung

auf BI-Basis stellt einen weitreichenden

Übergang dar auch für die Benutzer.

Dabei geht es weniger darum, komplizierte

Prozesse zu beherrschen (im Gegenteil,

die Lösung lässt sich einfach bedienen),

sondern darum, die neuen

Möglichkeiten für unterschiedliche Aufgaben

einzusetzen. Den Schwerpunkt

der Nutzung des Data Warehouse bildet

das Inhouse-Reporting.

Hauptanforderungen an die

Lösung

„Wir haben uns verschiedene Angebote

genau angeschaut. Unser Wunsch war

eine Lösung aus einer Hand, um die

Komplexität des Systems nicht unnötig

zu vergrößern. Zweites Kriterium war

die Verfügbarkeit eines ETL- (Extraction

Transformation and Load-) Werkzeugs,

das einen zuverlässigen Import

von SAP-Daten sicherstellt. Dafür bietet

das Tool von Cognos die beste Lösung.

Es ermöglicht über die generierten

ABAP-Scripts einen gut dokumentierten,

revisionssicheren, stabilen Zugriff

auf diese Daten. Dieser Zugriff hält

auch einer kritischen Prüfung stand.

Das dritte Kriterium für die Auswahl

waren Thin-Clients, die das ausgewählte

System in Form des Impromptu Web

Report Servers und des PowerPlay Enterprise

Servers zur Verfügung stellt“,

beschreibt Florian Griesbeck die ausschlaggebenden

Kriterien für das Auswertungs-

und Reporting-System. Die

Web-Komponenten und auch alle sonstigen

Elemente der Cognos BI-Lösung

erwiesen sich schon in der ausführlichen,

acht Tage dauernden, Proof-of-


Concept-Phase als sehr benutzerfreundlich,

so dass keine langwierigen Schulungen

notwendig waren. In der Anwendung

ging es zunächst darum, die Benutzer

mit den Reporting-Möglichkeiten

vertraut zu machen.

In der darauf folgenden Phase sollten die

User auch eigene Auswertungen generieren.

In der Proof-of-Concept-Phase entstand

ein Data Warehouse, das mit einem

Dutzend Muster-Cubes (Data

Marts) im Prinzip schon alle wesentlichen

Anforderungen abdeckte. Das System

arbeitet derzeit mit zwei Cubes, deren

Zahl allerdings schnell wachsen

wird. Nach der Einführungsphase sollen

in den Fachabteilungen zunächst Key

User mit dem System arbeiten. Dann

können die Fachabteilungen das Cubeund

Report-Design Zug um Zug selber

gestalten und das Informationsmanagement

sorgt für die produktive Umset-

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Midrange MAGAZIN Mai 2002

zung. Als wesentliches Architekturmerkmal

der Implementierung des BI-

Systems sind die Zugriffsrechte nicht auf

der Datenbank-Ebene, sondern auf der

BI-Systemebene implementiert.

Datenkonsolidierung für ein

effizientes Controlling

Das gesamte BI-System arbeitet mit

Upfront als Teil des PowerPlay Enterprise

Servers, dem PowerPlay Transformation

Server zur Erstellung von Cubes, Impromptu

WebReports, um Standard-Auswertungen

im Web bereitzustellen, dem

Impromptu-Administrator für die Entwicklung

sowie der ETL-Lösung von Cognos.

Um den Benutzern die Möglichkeit

zu Ad-hoc-Auswertungen zu geben wird

Cognos Query zum Einsatz kommen.

„Wir werden sicherlich plausibel darstellen

können, dass die neue Data

Warehouse BI-Lösung sich bezahlt

Marktübersicht

macht. Erste Ansätze, bei denen das

Data Warehouse ein wichtiges Werkzeug

für das konzernweite Controlling

bildet, weisen bereits darauf hin. Ohne

eine umfassende Konsolidierung der

Daten aus den unterschiedlichen Firmen

der Kirch-Gruppe, die logischerweise

kein monolithisches System bilden,

wäre ein effizientes Controlling schwierig.

Deshalb stellt die Data Warehouse

BI-Lösung für das Management-Informationssystem

von KirchMedia und das

Controlling in der Kirch-Gruppe eine

optimale Lösung dar“, resümieren die

beiden IT-Fachleute.

Der Autor Günther Haarmann ist

Freier Journalist

Cognos GmbH

D-60528 Frankfurt

� (+49) 069/66560-0

� www.cognos.com

63


Marktübersicht

Die Ehrlich Baustoffe Ges.m.b.H. & Co. KG

ist ein Wiener Traditionsunternehmen

in zentraler Stadtlage mit zwei Filialen, die

das komplette Baustoff-Sortiment anbieten.

Hohe Fachkompetenz und kundennahe

Beratung sichern dem Unternehmen seit

jeher eine feste Marktposition.

Viele Jahre lang setzte man eine Individualsoftware

für den Handel ein,

die stets an die wechselnden internen

Anforderungen angepasst wurde. Als

aber die Softwarefirma im Laufe des

Jahres 2000 die Programmpflege und

Unterstützung nicht mehr leisten konnte,

erwies sich dieser individuelle Weg

als problematisch und gefährlich. So

64 www.midrangemagazin.de Mai 2002

FiBu in integrierter

Baustoff-Firma setzt auf neues Softwarepaket

Handelslösung

entschied die Geschäftsführerin Christine

Ehrlich im Herbst 2000, nach einer

neuen Software mit einer stabilen eurofähigen

Finanzbuchhaltung zu suchen,

die in eine dialogorientierte Komplettlösung

für den Handel integriert

sein sollte. Die vorhandene Hardware

sollte weiterhin verwendet werden, da

man auf die Verlässlichkeit der AS/400

nicht verzichten wollte. Individualprogrammierung

kam nicht mehr in Frage.

Ziel war ein erprobtes Standardpaket,

das regelmäßig aktualisiert wird und

alle gesetzlichen Änderungen abbildet.

Entscheidungsgründe

Christine Ehrlich berichtet: „Wir haben

uns kurzer Hand für ein Finanzbuchhaltungspaket

mit Kostenrechnung, Reporting

und Warenwirtschaft der Firma S.

M. Hartmann GmbH (SMH) aus Unterhaching

bei München entschieden. Es ist

speziell für Handelsbetriebe erstellt und

wurde uns von IBM empfohlen. Von seiner

Leistungsfähigkeit konnten wir uns

bei der Firma Würth-Hochenburger in

Innsbruck, einem der größten Baustoffhändler

in Österreich, überzeugen.“

Nach nur 6 Wochen Vorlauf und viel

Einsatz auf beiden Seiten startete der

Echtbetrieb bereits am 2. Januar 2001.

Der Leiter der EDV, Christian Leiner,

fasst diese aufregende Phase zusammen:

„Über Nacht stiegen wir bei laufendem

Betrieb auf die neue Software um dank

exzellenter Vorbereitung äußerst erfolgreich.

Alle notwendigen Daten wurden

ohne Probleme automatisch übernommen.

Dies ist umso beachtlicher, da es

für die alte Software keinerlei verwertbare

Dokumentation mehr gab.“ Exakte

Planung, das hohe Engagement aller

Beteiligten und vor allem die klare

Strukturierung der Programme sowie

deren Bedienerfreundlichkeit und Praxisnähe

bei der Umsetzung der täglichen

Handlungsabläufe waren entscheidend

für diesen reibungslosen Start.

Integrationsfähigkeit

Dank der Integrationsfähigkeit des neuen

Systems konnte die interne Organisation

noch flüssiger und straffer gestaltet

werden. Dabei hilft das vielschichtige

SMH-Informationssystem: Aus jedem

Teilbereich der Warenwirtschaft, der Finanzbuchhaltung

oder auch der Kostenstellenrechnung

hat man stets Zugriff

auf alle zugehörigen Daten und Vorgänge.

Auch bereits abgeschlossene Transaktionen

sind jederzeit nachvollziehbar

und durch das Reporting analysierbar.

Die zuverlässige Dokumentation der

Abläufe bringt Ruhe ins Unternehmen,

Raum für die eigentlichen Aufgaben jedes

Mitarbeiters wird gewonnen. Das

bedeutet: mehr Zeit für das Debitorenmanagement,

mehr Kundennähe und

Service in allen Abteilungen. Unterstützung

bietet dabei das umfangreiche

Kunden-Infosystem, bei dem alle relevanten

Kennzahlen am Bildschirm abrufbar

sind bis in den einzelnen Buchungssatz

hinein.

Deutliche Vorteile

Die Vorteile der integrierten Softwarelösung

werden vielfach deutlich. Bei der

Auftragserfassung z.B. wird pro Position

die Kreditlimitüberwachung aktiv,

dabei werden sekundengenau alle Werte

aus WWS und Buchhaltung berücksichtigt.

Die Kassenbewegungen aller Filialen

werden direkt in die Buchhaltung

übernommen, das Nachbuchen der Kassenprotokolle

gehört der Vergangenheit

an. Das Modul „Rechnungseingangskontrolle“

erspart sowohl die Erfassung


von Kreditorenrechnungen in der FiBu

als auch die rechnerische Prüfung, die

automatisch durch die aktive Verknüpfung

zum Bestellwesen erfolgt, das alle

Informationen bereitstellt.

Jeder Vorgang ist sofort in der Kostenrechnung

und im Reporting auswertbar,

die Inhalte jeder einzelnen Rechnungsposition

sind die Basis dafür.

Exakte Auswertungen

Da das Warenwirtschaftssystem sehr

detaillierte Daten liefert, lassen sich interne

Auswertungen exakt nach betriebsinternenInteressensschwerpunkten

definieren. Damit werden die einzelnen

Abteilungen des Unternehmens bis

ins Kleinste durchleuchtet dies ist gerade

in der heutigen Zeit unerlässlich.

Zahlreiche Indikatoren erleichtern das

Auffinden möglicher Schwachstellen.

Als Gesellschafter der BAUWELT ist es

hilfreich, dass die Software ein Modul

zur Zentralregulierung von Kreditorenrechnungen

enthält, die in diesem Falle

von der DG-Diskontbank durchgeführt

werden. Zwischenzeitlich erfolgte der

Einstieg ins Euro-Zeitalter auch hier

konnte der Betrieb ohne Unterbrechungen

reibungslos weiterlaufen, die Software

arbeitete ohnehin schon von Haus

aus mit Schilling und Euro als Parallelwährung.

Fazit

Abschließend stellt Frau Ehrlich fest:

„Alle Investitionen haben sich gelohnt.

Bei der Komplexität der Anforderungen

und den zahlreichen zu verarbeitenden

Daten sind wir sehr froh, dass wir eine

durchdachte effiziente Software gefunden

haben, die uns die tägliche Arbeit

erleichtert und außerdem alle Informationen

an die Hand gibt, mit denen wir die

zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens

steuern können.“

S.M. Hartmann GmbH

D-82008 Unterhaching

� (+49) 089/617425

� www.smhsoftware.de

Midrange MAGAZIN Mai 2002

Finanzsoftware seit 10 Jahren im Einsatz

Marktübersicht

Langstreckenerfolg

Langfristig einsetzbar, jederzeit anpassbar:

Das waren die Anforderungen, die die FILA

Deutschland GmbH bei der Softwareumstellung

an ihre neue Lösung im Bereich Finanz- und

Rechnungswesen gestellt hat. Die Entscheidung

fiel auf die Finance & Accounting-Applikationen

der VEDA Datenverarbeitung GmbH aus Alsdorf.

Seit 10 Jahren ist das System jetzt bei dem

Sportartikelhersteller erfolgreich im Einsatz.

Fila ist eine authentische Sportmarke

mit einer breiten Produktpalette in

den Bereichen Sport- und Freizeitschuhe

sowie -bekleidung. Die Ursprünge des italienischen

Sportartikelherstellers reichen

bis in die zwanziger Jahre zurück. Heute

gehört das Unternehmen mit weltweit

mehr als 2.600 Mitarbeitern und einem

Jahresumsatz (2000) von rund 1 Milliarde

Euro zu den größten seiner Branche.

Starke Teamarbeit

Gutes Teamwork spielt dabei eine wesentliche

Rolle. Das Unternehmen arbeitet

beispielsweise sehr eng mit internationalen

Leistungssportlern zusammen

und führt seinen dauerhaften Erfolg am

Markt auch auf diese starke Teamarbeit

zurück. Auch im administrativen Bereich

legt Fila viel wert auf Partnerschaft.

Daher war es bei der Wahl ihres

Softwarepartners wichtig, ein Unternehmen

zu finden, dessen Lösung nicht nur

die geforderte Funktionalität bietet,

sondern das auch umfangreiche Ausbaumöglichkeiten

offen hält.

Kontinuierliche

Weiterentwicklung

Dass Veda ihre Software kontinuierlich

weiterentwickelt und geänderten Marktbedingungen

anpasst, zeigte sich unter

anderem auch im Rahmen des Jahrtausendwechsels

und der Währungsumstel-

lung. „Durch die Problematik der Jahrtausendwende

und des Wechsels auf

Euro stellte sich bei uns genau wie in

vielen andern Unternehmen auch die

Frage, ob wir unsere bestehende Anwendung

erweitern oder durch eine komplett

neue Lösung ersetzen“, macht Robert

Heinzlmeir, Kaufmännische Leitung

FILA Deutschland GmbH, deutlich.

Veda hat sich diesen Herausforderungen

schon sehr früh gestellt und bereits 1997

mit der Erweiterung ihrer Software um

entsprechende Funktionen begonnen.

„Die VEDA-Software hat die Abbildung

unserer Geschäftsprozesse optimal gelöst,

so dass wir uns entschieden haben,

auch weiterhin mit dieser Finanzanwendung

zu arbeiten“, erklärt Heinzlmeir.

Diese Anpassung erfolgte im Jahre 2000

und lief vollkommen problemlos. „Die

‚neue‘ Euro-Funktionalität besticht

durch ein hervorragendes Konzept, so

dass der Umgang mit dem Euro sehr

leicht gefallen ist“, so die einhellige Meinung

des gesamten Rechnungswesens.

VEDA GmbH

D-52477 Alsdorf

� (+49) 02404/5507-0

� www.veda.de

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65


Juni

66

GO NEXT

Im Titelthema der Juni-Ausgabe

diskutieren wir über Systemmanagement

mit den Unterthemen Hochverfügbarkeit,

Netzwerkmanagement,

Firewall und Virenschutz. Angesichts

des Ergebnisses der Frage des Monats

März „Sind Sie sicher, dass Ihre

Netzwerk- und Serversysteme ausreichend

gegen Attacken und Missbrauch

geschützt sind?“ dürfen Sie spannende

Beiträge zu diesen Themen erwarten.

Dazu passend erhalten Sie in der

Marktübersicht einen aktuellen

Überblick über die Anbieter von

Hochverfügbarkeitslösungen und

Anwendungsintegration. Das Schlagwort

24-7 ist in aller Munde und

bedeutet nichts anderes als den

uneingeschränkten Zugriff auf Daten.

Wir hoffen sehr, dass Ihnen der Zugriff

auf diese Ausgabe mindestens genauso

lange gelingt.

+++ letzte meldung +++ letzte meldung +++ letzte meldung +++

Juli

Die eingesetzte Software stellt für jedes

Unternehmen einen kritischen Faktor

dar: Genügt sie zukünftigen Aufgaben

und Vorhaben oder besteht Handlungsbedarf

hinsichtlich einer Veränderung?

Diese Frage lässt sich meist leicht

beantworten, aber danach wird es

schwieriger. Soll modernisiert oder

entwickelt werden? Im Titelthema

Software-Modernisierung vs. Softwareentwicklung

beleuchten wir die

verschiedenen Aspekte, um Ihnen die

Entscheidung etwas zu erleichtern.

In der Marktübersicht dreht sich alles

um Human Resources (HR) mit den

Themen Lohn, Gehalt, Zeiterfassung

und Management. So vielfältig wie

die Arbeitszeitmodelle und die unterschiedlichen

Möglichkeiten der

Zeiterfassung müssen auch die Programme

sein, welche die FiBu bei der

Abrechnung unterstützen. Sie erhalten

einen aktuellen Überblick über Anbieter

und Produkte in gewohnt zweiteiliger

Form: kurz im Magazin, ausführlich

auf unserer Homepage.

19. und 20. Juni Frankfurt

Dieser Ausgabe des Midrange

MAGAZINs liegt unser Messe-Spezial

zur diesjährigen Midrange Welt in

Frankfurt bei. Um Ihnen auf

diesem größten deutschen iSeriesund

AS/400-Event die Planung Ihres

Messe-Rundgangs zu erleichtern,

halten wir für Sie alle wichtigen

Informationen zum Rahmenprogramm

sowie eine Ausstellerübersicht und

die Produkthighlights bereit.

www.midrangemagazin.de Mai 2002

Inserenten

AD Solutions 33

AETeam 21

AMETRAS 39

AURA Equipements 25

B&N 47

DCS 41

EPOS 49

EXCEL DATA 15

EXOGEN 37

I.T.P.-Verlag 2, 19

IBM 7

Index 63

ISARIA 21

K+H 61

Kissels 17

L&M Events 23

MAGIC 9

ML Software 11

NetManage 68

NewServ 45

rsb 65

PST 53

S+S 59

SAMAC 13

SoftM 27

SOLITAS 29

TOOLMAKER 51, 67

VEDA 43

WILSCH 21

Inserenten

Die Schweiz im Focus

ANTARES 7

INEL / COMMAND / AROA 3

I.T.P. 8

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