slavisches seminar der universität tübingen lehrveranstaltungen und ...

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slavisches seminar der universität tübingen lehrveranstaltungen und ...

SLAVISCHES SEMINAR

DER

UNIVERSITÄT TÜBINGEN

LEHRVERANSTALTUNGEN

UND

KOMMENTARE

FÜR DAS WS 2001/02


Slavisches Seminar

der Universität Tübingen

Wilhelmstr. 50

72074 Tübingen

Tel.: 0 70 71/29-7 84 92

29-7 29 82

29-7 67 33

29-7 50 27

Fax: 0 70 71/29-59 24

e-mail: slavistik@uni-tuebingen.de

Sekretariat: Michaela Fischer, M.A. ☎ 29-7 84 92

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-12, Di 14.30-17.00, Zi 528

Studienberatung: Matthias Jacob, M.A.: Do 11.00-12.30, Zi 535, ☎ 29-7 84 97

Direktor: o. Prof. Dr. Tilman Berger

Sprechstunde: Di 9-11, Zi 536, ☎ 29-7 67 33

Stellvertretender Direktor: o. Prof. Dr. Rolf-Dieter Kluge

Sprechstunde: Di 15.30-17.00, Zi 529, ☎ 29-7 29 82

Sprechstunden:

em. o. Prof. Dr. Ilse Kunert nach Vereinbarung Zi 532

em. o. Prof. Dr. Dr. Ludolf Müller nach Vereinbarung Zi 527

Prof. Dr. Jochen Raecke Di 11-12.30 Zi 531 ☎ 29-7 50 27

Dr. Tanja Anstatt (beurlaubt) Zi 539 ☎ 29-7 84 98

PD Dr. Sigrun Bielfeldt nach Vereinbarung Zi 539 ☎ 29-7 84 98

Bernhard Brehmer Mi 16-17 Zi 532 ☎ 29-7 84 95

Dr. Ekaterina Koudrjavtseva Mi 13-15 Zi 530 ☎ 29-7 84 94

Oskar Obracaj, M.A. Do 14-15 Zi 527 ☎ 29-7 84 93

Dr. phil. WiesΩaw Rzon´ca Di 15-16 Zi 526 ☎ 29-7 84 99

Dr. Elisabeth Seitz (beurlaubt) Zi 532 ☎ 29-7 84 95

Annette Werberger, M.A. Di 15-16 Zi 534 ☎ 29-7 43 14

Dr. Heide Willich-Lederbogen (beurlaubt) Zi 535 ☎ 29-7 84 97

Prof. Dr. Dietrich Wörn nach Vereinbarung Zi 532 ☎ 29-7 84 95


Zu allen slavischen Sprachen, die am Slavischen Seminar studiert werden können

(Russisch, Ukrainisch, Polnisch, Tschechisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch,

Slowenisch), werden Sprachkurse angeboten, die keine Vorkenntnisse erfordern.

Wenn Sie über Vorkenntnisse verfügen oder Muttersprachler sind, haben

Sie die Möglichkeit, Ihre Kenntnisse in Einstufungsprüfungen (den sog. Äquivalenzklausuren)

nachzuweisen, und müssen dann gegebenenfalls keine Sprachkurse

besuchen oder können auf einer höheren Stufe einsteigen. Für die Äquivalenzklausuren

sind die Lektoren bzw. Lehrbeauftragten zuständig, die Termine

werden in der Regel per Aushang bekanntgegeben. Die für die Magisterstudiengänge

"Westslavische Philologie" und "Südslavische Philologie" erforderlichen

Russischkenntnisse können in dem Sprachkurs "Russisch für West- und

Südslavisten" erworben werden, der in regelmäßigen Abständen angeboten

wird.

☛ Orientierungsprüfung:

Ab Wintersemester 2000/2001 müssen alle Studierenden nach dem zweiten Semester

eine "Orientierungsprüfung" (OP) ablegen. Die OP kann in zwei Hauptfächern

oder im Hauptfach und einem Nebenfach mit je einer Prüfungsleistung

oder im ersten Hauptfach mit zwei Prüfungsleistungen abgelegt werden. Eine

Prüfungsleistung im Sinne der Orientierungsprüfung ist ein qualifizierender,

prüfungsrelevanter Schein.

Die Prüfung kann einmal im darauffolgenden Semester wiederholt werden.

Wer die Prüfung nicht spätestens bis zum Ende des dritten Semesters erfolgreich

abgelegt hat, verliert den Prüfungsanspruch, es sei denn, die Fristüberschreitung

ist vom Studierenden nicht zu vertreten.

Diese Bestimmung gilt nur für Studierende, die ihr Studium im WS 2000/2001

oder später aufgenommen haben.

Hinweis:

Die im folgenden aufgeführten Lehrveranstaltungen wenden sich an Studierende

mit unterschiedlichen Voraussetzungen und in verschiedenen Semestern. Die

empfohlene Semesterzahl wird wie folgt ausgedrückt:

® f.a.S. für alle Semester

® A für Anfänger


® 1 für das 1. Semester

® 1-4 für das 1. bis 4. Semester

® +Z nach abgelegter Zwischenprüfung

® E für Examenskandidaten

Vorlesungen

VL mit †bung: Polnische Literatur- und

Geistesgeschichte von den AnfŠngen bis

zur Romantik:

2 st., Fr 10-12 ® f.a.S. ÜR 426 Kluge

Altostslavische (altrussische) Literatur

(10. – 17. Jahrhundert):

2 st., Di 12-13 ÜR 027

Fr 12-13 ® f.a.S. ÜR 036 Kluge

VL mit Übung: Dialektologie des

Polnischen:

2 st., Do 9-11 ® f.a.S. ÜR 426 Berger

Die Südslawen: Sprachen – Kulturen – Literaturen:

2 st., Mi 16-18 ® f.a.S. ÜR 426 Raecke

Literatura polskiego Os´wiecenia (Die Literatur

der polnischen Aufklärung):

2 st., Di 11-13 ® f.a.S. ÜR 526 Rzon´ca

Proseminare

Altkirchenslavisch:

4 st., Mo 11-13 ÜR 034

Mi 14-16 ® 1 ÜR 011 Brehmer

PS I: Einführung in die Literaturwissenschaft für

Russisten und Slavisten. Theoretischer Grundkurs:

2 st., Do 14-16 ® 2 ÜR 426 Werberger


PS II: Petersburger (Leningrader) Lyrik der 2.

Hälfte des 20. Jahrhunderts: Iosif Brodskij,

Aleksandr Kusˇner, Evgenij Rejn:

2 st., Do 16-18 ® 3 ÜR 426 Jacob

PS I: Einführung in die Sprachwissenschaft für

Russisten und Slavisten. Theoretischer Grundkurs:

2 st., Mo 14-16 ® 2 ÜR 426 Raecke

PS II: Aspekt im Südslavischen:

2 st., Mo 14-16 ® 4 ÜR 426 Seitz

PS II: Russische Zeitungssprache:

2 st., Fr 8-10 ® 4 ÜR 426 Seitz

PS II: Günter Grass und die Stadt Danzig:

2 st., Di 13-15 ® 3 ÜR 526 Rzon´ca

Seminare

"Faust" in der russischen Literatur (in den

slavischen Literaturen):

2 st., Di 9.30-11 ® +Z ÜR 426 Kluge

Russische Briefe von den Anfängen bis heute:

2 st., Mo 9-11 ® +Z ÜR 426 Berger

Russische Wortbildung:

2 st., Mi 14-16 ® +Z ÜR 426 Raecke

Wortbildung im Bosnischen, Kroatischen,

Serbischen:

2 st., Di 14-16 ® +Z ÜR 426 Raecke

Russische Lyrik im 19. Jahrhundert

(Formen und Themen):

2 st., Do 14-16 ® +Z ÜR 011 Wörn

Michail Lermontov:

2 st., Do 16-18 ® +Z ÜR 011 Wörn


Zur neuesten russischen Frauenliteratur:

2 st., Di 14-18, 14täglich ® +Z ÜR 011 Bielfeldt

Kolloquien

Kolloquium für Examenskandidaten

und Doktoranden:

2 st., Di 18-20, 14täglich ® E ÜR 426 Kluge

Kolloquium für Examenskandidaten

und Doktoranden:

2 st., Mi 18-20, nach Bedarf ® E ÜR 426 Berger

Praktische Sprachübungen

Grundkurse Russisch

Russisch I:

8 st., Mo, Di, Mi, Do 9-11 ® 1 ÜR 034 Obracaj

Russisch II:

6 st., Mo, Di, Do 9-11 ® 2 ÜR 028 Koudrjavtseva

Russisch III:

6 st., Mo, Di, Do 11-13 ® 3 ÜR 426 Koudrjavtseva

Russisch IV:

4 st., Di, Do 11-13 ® 4 ÜR 034 Obracaj

Oberkurse Russisch

Russische Kinokunst des 20. Jahrhunderts

(landeskundliche Veranstaltung)

2 st., Mi 9-11 ® +Z ÜR 426 Koudrjavtseva


Lektüre und sprachliche Interpretation von

poetischen und Prosatexten

2 st., Mi 11-13 ® +Z ÜR 426 Koudrjavtseva

Deutsch-russische Übersetzungsklausuren

für Examenskandidaten:

2 st., Mi 11-13 ® E ÜR 034 Obracaj

Andere Sprachen

Polnisch

Polnisch I:

4 st., Mo, Do 11-13 ® 1 ÜR 526 Rzon´ca

Polnisch III:

4 st., Mo, Do 13-15 ® 3 ÜR 526 Rzon´ca

Übersetzung deutsch – polnisch:

2 st., Mi 11-13 ® +Z ÜR 526 Rzon´ca

Zeitungslektüre zur polnischen Landeskunde:

2 st., Mi 13-15 ® +Z ÜR 526 Rzon´ca

Tschechisch

Tschechisch I:

2 st., Fr 9-11 ® 1 ÜR 034 Lenertová

Tschechisch III:

2 st., Fr 11-13 ® 3 ÜR 034 Lenertová

Lektüre/Konversation:

2 st., Fr 14-16 ® 4 ÜR 011 Lenertová


Serbisch/Kroatisch

Serbisch/Kroatisch II:

2 st., Mi 11-13 ® 2 ÜR 028 Golubovic´

Serbisch/Kroatisch IV:

2 st., Mi 9-11 ® 4 ÜR 028 Golubovic´

Oberkurs: Übersetzung:

2 st., Mo 16-18 ® +Z ÜR 011 Raecke/

Stevanovic´

Slowenisch

Slowenisch I:

4 st., Di 16-18, ÜR 426

Do 16-18 ® 1 ÜR 136 Sµtumberger

Slowenisch III:

2 st., Di 11-13 ® 3 ÜR 028 Sµtumberger


Prof. Dr. Rolf-Dieter KLUGE

Vorlesung mit †bung: Polnische Literatur- und Geistesgeschichte

von den AnfŠngen bis zur Romantik: 2 st., Fr 10-12, ÜR 426

Nach einer Einführung in die polnische Geschichte und Kultur des Mittelalters

will sich dieser Vorlesungskurs zunächst dem lateinischen Schrifttum in Polen

und den frühen literarischen Zeugnissen in polnischer Sprache seit dem (13.)

14. Jahrhunderts widmen, dgl. anonymen Texten aus dem 15. Jahrhundert.

Renaissance und Reformation bringen eine erste Blüte der polnischen Literatur,

wobei der (heute weniger bekannten) Bewegung der Reformation in Polen

(polnischer Arianismus) besondere Aufmerksamkeit gelten soll. Die Literatur

entfaltet sich im 16. Jahrhundert sowohl in lateinischer (A.F. Modrzewski, M.

Kroner u.a.) als auch in polnischer Sprache (B. z Lublina, M. Bielski, ∫. Go´rnicki

u.a.), es entsteht eine Tradition des höfischen und des Volkstheaters.

M. Rej und J. Kochanowski sind die zentralen Dichterpersönlichkeiten des 16.

Jahrhunderts, aber auch die neben ihnen wirkenden (und z.T. gegen sie polemisierenden)

Autoren der Gegenreformation wie der Jesuit P. Skarga werden berücksichtigt.

Das 17. Jahrhundert und die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts sind eine bewegte

Epoche der polnischen Geschichte, auf deren Hintergrund sich die Stilperiode

des Barock entfaltet (ihre bedeutendsten Vertreter sind J.A. Morsztyn, W. Potocki,

K. Opalin´ski, J.Chr. Pasek, die Strömung des "Sarmatismus" u.a.). Am

Ende des Zeitraums steht die sog. "Sachsenzeit".

Nach Absprache mit den Teilnehmern werden Schwerpunkte auf jene Gebiete

gelegt, über die Seminarbeiträge eingebracht werden.

Zur einführenden Lektüre empfohlen:Kazimierz BUDZYK: Szkice i materiaΩy do

dziejo´w literatury staropolskiej. Warszawa 1955; SΩownik literatury staropolskiej

pod red. T. MidaΩowskiej. WrocΩaw. Krako´w. Warszawa 1991; Julian

KRZYZ˙ANOWSKI: Dzieje literatury polskiej. Warszawa 1969; Karel KREJCǏ´:

Geschichte der polnischen Literatur. Berlin 1958; CzesΩaw MI∫OSZ: Geschichte

der polnischen Literatur. 1981.

Bei Ausarbeitung eines Referats kann nach Absprache mit dem Seminarleiter

ein Haupt- oder Proseminarschein erworben werden.

Beginn: Freitag, 19. Oktober 2001


Vorlesung: Altostslavische (altrussische) Literatur (10. – 17. Jahrhundert):

2 st., Di 12-13, ÜR 027, Fr 12-13, ÜR 036

Diese Vorlesungsreihe soll eine gründliche Einführung in die Entstehung der

russischen Kultur und Literatur vermitteln, den Prozeß ihrer weiteren Entwicklung

und wichtige Einzelerscheinungen charakterisieren, in Zusammenhänge

einordnen und kritisch beurteilen. Mittelalterliche Literatur ist das Medium,

in dem sich die politische, soziale und religiöse Geschichte des altostslavischen

Reiches (der Kiever Rus') spiegelt und seine kulturelle Eigenart manifestiert.

Deshalb wird sich dieser chronologisch aufgebaute Vorlesungskurs

auch historischen, sozialen, kulturgeschichtlichen, theologischen und philosophischen

Problemen widmen. Die wichtigsten Kapitel sind: die Anfänge der

ostslavischen Geschichte; die Kiever Rus' und ihre politischen, geistigen und

kulturellen Vorbilder (die Wikinger, Byzanz, die Südslaven/Bulgaren); frühe

Übersetzungsliteratur; Chroniken, Legenden und Sendschreiben; das Igorlied

(Slovo o polku Igoreve) und andere epische Dichtungen; der Tatareneinfall und

der Aufstieg Moskaus; der zweite südslavische Einfluß; die geistigen Krisen des

14. und 15. Jahrhunderts; der Briefwechsel zwischen Andrej Kurbskij und Ivan

IV. Groznyj und die ersten zögernden Kontaktaufnahmen mit Westeuropa.

Die Vorlesung richtet sich an Hörer aller Studienstufen, sie dient sowohl der

Grundlegung als auch als Repetitorium.

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen: N.K. GUDZIJ: Geschichte der russischen

Literatur. 11.–17. Jahrhundert. Halle 1959; I.P. EREMIN: Istorija drevnerusskoj

literatury. Leningrad 1968; D.S. LICHACĚV (red.): Istorija russkoj

literatury X–XVII vekov. Moskva 1980. D.S. LICHACĚV: Poe˙tika

drevnerusskoj literatury. Leningrad 31979; D.S. LICHACĚV: Der Mensch in der

altrussischen Literatur. Dresden 1975; D. TSCHIZĚWSKIJ: Abriß der

altrussischen Literatur. München 1968; E. DONNERT: Das Kiever Rußland.

Leipzig 1983; L. MÜLLER: Die Taufe Rußlands. München 1987; D.S.

LICHACĚV (red.): Slovar' knizˇnikov i knizˇnosti drevnej Rusi. Leningrad 1992;

E. NEUBAUER: Kunst und Kultur im alten Rußland. Düsseldorf 1988; Eckhard

WEIHER: Die altrussische Literatur der Kiever Zeit. In: Europäisches

Frühmittelalter. Hrsgg. von Klaus von SEE. Wiesbaden 1985 (= Neues

Handbuch der Literaturwissenschaft. 6); Karla GÜNTHER-HIELSCHER, Victor

GLÄTZER, Helmut Wilhelm SCHALLER: Real- und Sachwörterbuch zum

Altrussischen. Wiesbaden 1995.

Beginn: Freitag, 19. Oktober 2001


Seminar: "Faust" in der russischen Literatur * : 2 st., Di 9.30-11, ÜR 426

Der Mythos vom Doktor Faust und seine literarische Gestaltung in Goethes

weltbekannter Tragödie hat auch in der russischen Literatur des 19. und 20.

Jahrhunderts eine weitreichende Wirkung ausgelöst. Schon A.S. Pusˇkin, in

dessen Werk sich zahlreiche (intertextuelle) Verweise auf Goethes Faust finden,

schrieb ein eigenständiges Kurzdrama "Szene aus Faust" (1825), das den Stoff

in Rußland bekanntmachte. Seine Zeitgenossen Vladimir F. Odoevskij und

M.Ju. Lermontov setzten sich mit der Gestalt des Faust auseinander, im Werk

von Ivan Turgenev bildet Goethes Faustdichtung einen wichtigen thematischen

und ideellen Bezugspunkt; F.M. Dostoevskij (vgl. Ivan Karamazovs Gespräch

mit dem Teufel) und Lev N. Tolstoj haben ebenfalls die Faust-Problematik

aufgegriffen, die eine Neugestaltung in der symbolistischen Literatur (Bal'mont,

Vj. Ivanov, Brjusov) erlebte. Auf unterschiedliche Weise wurde Faust in

der sowjetischen Phase durch B. Pasternak, M. Bulgakov ("Meister und Margarita"),

V. Lunacˇarskij ("Faust und die Stadt") oder S. Alesˇin ("Mephisto") interpretiert

und aktualisiert; auch Maksim Gor'kij hat sich für die Faustthematik

interessiert, I.P. Zolotynskij hat die Bedeutung Fausts für die russische Kultur

des 20. Jahrhunderts zu erfassen versucht.

Das Seminar will auf der Grundlage russischer Faust-Dichtungen der o.a. Autoren

versuchen, den Weg der Aneignung dieses Mythos durch die russische Literatur

kritisch zu verfolgen.

Verhandlungssprachen: Deutsch und Russisch.

Teilnahmevoraussetzung: Zwischenprüfung in einem slavistischen Studienfach

bzw. in Komparatistik.

Hinweis: Ein Themenplan, der zugleich eine Liste der zu bearbeitenden Primärtexte

(Quellen) enthält, wird im Juli am Anschlagbrett meines Dienstzimmers

ausgehängt.

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen: Lew KOPELEW: Faust in Rußland. In:

DERS.: Zwei Epochen deutsch-russischer Literaturbeziehungen. Frankfurt am

Main 1973, S. 49-93; V. ZµIRMUNSKIJ (red.): Legenda o Doktore Fausta. Moskva

1958; W. POHL: Russische Faust-Übersetzungen. Meisenheim/Glan 1962.

K. BITTNER: Die Faustsage im russischen Schrifttum. Reichenberg 1925; R.

SCHRÖDER: Gorkis Erneuerung der Fausttradition. Berlin 1971. Faust-Rezeption

in Rußland und in der Sowjetunion. (Hrsg. G. MAHAL): Faust-Museum

* Wer einen Schein in Süd- oder Westslavischer Philologie erwerben möchte, kann nach persönlicher Rücksprache

ein geeignetes zusätzliches Thema aus der polnischen, tschechischen, slowenischen, kroatischen oder serbischen

Literatur bearbeiten.


Knittlingen 1983. (Mit Bibliographie); R.-D. KLUGE: Pouchkine et le Faust de

Goethe. In: L'Universalité de Pouchkine. Paris. Institut d'e´tudes slaves. 2000,

S. 26-33.

Beginn:Dienstag, 23. Oktober 2001

Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden: 2 st., Di 18-20,

14täglich, ÜR 426

(Persönliche Voranmeldung erforderlich, verbindlich für alle Kandidaten, die

an einem von mir vergebenen Thema für eine wissenschaftliche Examensarbeit,

Dissertation oder Habilitation arbeiten oder die Abschlußprüfung im Hauptfach

bei mir ablegen wollen.)

Erörterung von Dissertationsentwürfen sowie im Entstehen befindlicher Examensarbeiten,

Diskussion ausgewählter Neuerscheinungen aus den Forschungsgebieten

der Teilnehmer, Beratung in der individuellen Stoffauswahl für Prüfungsschwerpunkte,

Besprechung von Prüfungsthemen.

Beginn: Dienstag, 23. Oktober 2001

Prof. Dr. Tilman BERGER

Vorlesung mit Übung: Dialektologie des Polnischen: 2 st., Do 9-11, ÜR 426

Die Vorlesung soll einen Überblick über die Dialekte des Polnischen und den

Stand ihrer Erforschung geben. Wir werden uns zunächst eingehender mit der

Einteilung der polnischen Dialekte und den wichtigsten Abweichungen von der

Standardsprache beschäftigen. Danach sollen der Reihe nach besonders hervorstechende

Besonderheiten der Phonologie, der Morphologie, der Syntax und

des Wortschatzes behandelt werden. Insgesamt werden wir uns auf die vier großen

Dialektgebiete Großpolen, Kleinpolen, Masowien und Schlesien konzentrieren,

kursorisch sollen aber auch die Überreste pomoranischer Dialekte im

Norden, die heute zum Polnischen gerechnet werden, und die polnischen Dialekte

in Nachbarstaaten (Tschechische Republik, Slovakei, Westukraine) besprochen

werden. Fragen der historischen Dialektologie werden da, wo es sinnvoll

oder notwendig erscheint, einbezogen.


Die Veranstaltung ist als Vorlesung mit Übung konzipiert, d.h. wir werden

jeweils eine Stunde theoretischen Problemen widmen und in der anderen gemeinsam

polnische Dialekttexte lesen und besprechen. Ein entsprechender Reader

wird deutlich vor Beginn des Wintersemesters im Sekretariat erhältlich

sein. – Bei Bedarf kann in dieser Veranstaltung auch ein Proseminar- oder Seminarschein

erworben werden, in diesem Falle erwarte ich ein kurzes mündliches

Referat und eine schriftliche Hausarbeit.

Teilnahmevoraussetzungen: für Hörer aller Semester (Vorkenntnisse des Polnischen

oder einer anderen westslavischen Sprache sind sinnvoll).

Scheinvergabe: mündliches Referat und schriftliche Hausarbeit, Themenvorschläge

ab September in meiner Sprechstunde.

Zur einführenden Lektüre empfohlen: STIEBER, Z.: Zarys dialektologii je˛zyków

sΩowian´skich. Warszawa 1965. DEJNA, K.: Dialekty polskie. WrocΩaw 1973,

21993.

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

Seminar: Russische Briefe von den Anfängen bis heute: 2 st., Mo 9-11, ÜR

426

Briefe können unter vielerlei Gesichtspunkten betrachtet werden, so etwa als

Quellen für die Geschichtswissenschaft, für Biografien oder als literarische

Texte, in dieser Veranstaltung soll aber vor allem die Frage nach den Spezifika

der Textsorte Brief und nach ihrer historischen Entwicklung im Vordergrund

stehen. Im ersten Teil des Seminars werden wir uns ein Bild davon verschaffen,

was nach Ansicht normativer Literatur (d.h. klassischer und moderner Briefsteller)

konstitutive Elemente eines Briefes sind, und uns über die Ergebnisse

der Textlinguistik und anderer linguistischer Disziplinen bei der Untersuchung

von Briefen informieren. Ergebnis dieses ersten Teils, der etwa ein Drittel des

Semesters umfassen wird, soll eine Art Untersuchungsraster sein, mit dem wir

dann in den weiteren Sitzungen konkrete Briefe betrachten werden.

In der Analyse von Briefen werden wir danach einen weiten Bogen spannen,

beginnend mit altrussischen Briefen, die in der Sammlung „E∆pistoljarnoe nasledie

drevnej Rusi“ zugänglich sind, über die Novgoroder Birkeninschriften, die

von S. Kotkov zusammengetragenen Privatbriefe des 17.–18. Jahrhunderts bis


in die Neuzeit. Für das 19. und 20. Jahrhundert entsteht eine gewisse Lücke,

weil hier vor allem Briefe von Schriftstellern und historischen Persönlichkeiten

vorliegen, die sich als linguistisches Material weniger gut eignen. Die neueste

Zeit werden wir aber wieder behandeln können, etwa am Beispiel von Leserbriefen

in Zeitungen. Ein besonders dankbares Thema könnte schließlich auch

die Untersuchung der russischen E-Mail-Kultur sein, hier wird sich nur die

Frage nach einem Textkorpus in besonderer Schärfe stellen…

Teilnahmevoraussetzungen: Zwischenprüfung in Ostslavistik bzw. Russisch.

Scheinvergabe: Referat und Hausarbeit (eine Liste von Referatsthemen wird bis

Ende August ausgehängt).

Anregungen zur Lektüre: AKIS¬INA, A., FORMANOVSKAJA, N.: E∆tiket russkogo

pis’ma. Moskva 1981. KRETSCHMER, A.: Zur Geschichte des Schriftrussischen:

Privatkorrespondenz des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. München 1998.

PONYRKO, N.V.: E∆pistoljarnoe nasledie Drevnej Rusi XI–XIII: issledovanija,

teksty, perevody. Sankt-Peterburg 1992.

Zielpublikum: Ostslavisten und Westslavisten im Hauptstudium.

Vorbesprechung: Montag, 15. Oktober 2001

Kolloquium für Examenskandidaten: 2 st., Mi 18-20, nach Bedarf, ÜR 426

Dieses Kolloquium ist fŸr alle diejenigen gedacht, die in den nŠchsten Semestern

bei mir die Magister- oder StaatsexamensprŸfung abzulegen gedenken. In

der Veranstaltung sollen einerseits im Entstehen begriffene Abschlussarbeiten

referiert und gemeinsam besprochen werden, andererseits soll auch eine Vorbereitung

auf die mŸndliche und schriftliche PrŸfung erfolgen.

Vorbesprechung: Mittwoch, 17. Oktober 2001


Prof. Dr. Jochen RAECKE

Vorlesung: Die Südslawen: Sprachen – Kulturen – Literaturen: 2 st., Mi

16-18, ÜR 426

In dieser Veranstaltung soll ein Überblick über die Südslawen gegeben werden,

wie sie sich in ihren Sprachen, Kulturen und Literaturen konstituieren. Diese

drei werden in ihrem Zusammenhang gesehen, indem die Literaturen weitgehend

das Aussehen der jeweiligen heutigen Standardsprachen mitbestimmt haben

und sowohl die verschiedenen Kulturen zu verschiedenen Zeiten reflektieren,

wie sie sie zugleich auch konstituiert haben. Umgekehrt haben die Sprachen

wie die Kulturen die Literaturen mitbestimmt oder mitbedingt und die

Sprachen reflektieren wie konstituieren eben auch die verschiedenen Kulturen.

Aufs Ganze wird zu behandeln sein, inwieweit der Begriff der Südslawen mehr

ist als ein – auch als solcher schon problematischer – rein geographischer Begriff.

Begriffe nämlich signalisieren immer Gemeinsamkeit, doch lassen sie

grundsätzlich die Verschiedenheit unter den Tisch fallen. Nur kann diese Verschiedenheit

vielfach nicht weniger wesentlich sein als eine erkannte Gemeinsamkeit.

Es wird also darzustellen sein, daß die Unterschiede zwischen den

Südslawen in ihren Sprachen, Kulturen und Literaturen nicht weniger wesentlich

sind als ihre Gemeinsamkeit. Da mit diesen theoretischen Fragen allerdings

natürlich zugleich die praktische Präsentation dieser Sprachen, Kulturen und

Literaturen verbunden sein wird, wendet sich diese Vorlesung an alle Studierenden

in der Südslavistik, Anfänger wie Fortgeschrittene und Examenskandidaten.

Beginn: Mittwoch, 24. Oktober 2001

Proseminar: Einführung in die Sprachwissenschaft für Russisten und Slavisten.

Theoretischer Grundkurs: 2 st., Mo 14-16, ÜR 426

In dieser Veranstaltung wird der Studierende in Theorie und Praxis mit verschiedenen

Fragestellungen der Sprachbetrachtung und -analyse vertraut gemacht.

Zu einem einleitenden †berblick Ÿber die Geschichte der Sprachwissenschaft

kommt eine detaillierte Darstellung der strukturell-funktionellen

Sprachanalyse. Am Beispiel moderner slawischer (insbesonders ostslawischer)

Literatursprachen werden Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse der linguistischen

Teildisziplinen Phonologie, Morphologie, Syntax und Semantik demonstriert

und diskutiert. Als wichtiges Ziel gilt dabei die HinfŸhrung der


Teilnehmer zur eigenstŠndigen Anwendung der erarbeiteten Prinzipien auf

konkrete linguistische Fragestellungen.

Dieses Proseminar wird mit einer Klausur abgeschlossen, deren Bestehen eine

Voraussetzung fŸr die Meldung zur ZwischenprŸfung ist.

Beginn: Montag, 22. Oktober 2001

Seminar: Russische Wortbildung: 2 st., Mi 14-16, ÜR 426

Nicht anders als AusdrŸcke wie "Syntax" oder "Morphologie" steht der Ausdruck

Wortbildung (slovoobrazovanie) fŸr zweierlei Verschiedenes: zum

einen fŸr einen bestimmten Teilbereich der Sprache, der durch seine besonderen

Einheiten von anderen Teilbereichen abgegrenzt erscheint, zum anderen

fŸr jene besondere linguistische Teildisziplin, die diesen Teilbereich zum Gegenstand

ihrer wissenschaftlichen BemŸhungen hat. Diesem Umstand entsprechend

gliedert sich die Veranstaltung in zwei Teile: der erste soll eine Ÿberblicksartige

Darstellung der russischen Wortbildung im ersteren Sinne, also als

Teilgebiet der russischen Sprache, der zweite eine Ÿberblicksartige Darstellung

der russischen Wortbildung im zweiteren Sinne, d.h. als linguistischer Disziplin,

in Form kurzer Abrisse der wesentlichen Problemfelder bieten.

Da jede praktische Beschreibung eines bestimmten Teilbereichs einer Sprache

auf einer bestimmten theoretischen Konzeption von der entsprechenden linguistischen

Teildisziplin beruht und diese Konzeption reflektiert, liegt auch dem

†berblick Ÿber die russische Wortbildung als Teilbereich der russischen Sprache

eine bestimmte theoretische Konzeption von der Wortbildung als Teildisziplin

der Linguistik zugrunde. Dabei gilt selbstredend, da§ diese Konzeption

nur eine unter verschiedenen existierenden und durchaus miteinander konkurrierenden

ist und da§ die Entscheidung fŸr gerade diese entsprechend zu reflektieren

und diskutieren sein wird.

Die bislang vollstŠndigste PrŠsentation der russischen Wortbildung in der sog.

Akademie-Grammatik von 1980 (Russkaja grammatika = RG) kann leider nur

als Beispiel dafŸr angefŸhrt werden, wie eine Darstellung der russischen

Wortbildung nicht aussehen sollte. Der wesentliche Grund fŸr ihre Ð gelinde

gesagt Ð schwere Lesbarkeit resp. VerstŠndlichkeit liegt darin, da§ sie nicht

nach e i n e m Gliederungsprinzip, will hei§en, entweder nach dem inhaltlichen

oder nach dem formalen aufgebaut ist, sondern nach beiden gleichzeitig, was


zu einer verwirrenden und schlie§lich kaum durchschaubaren Verquickung

von Inhaltlichem mit Formalem und Formalem mit Inhaltlichem fŸhrt.

Die im Seminar zu erarbeitende globale Darstellung der russischen Wortbildung

wird dem folgen, was der Wortbildung als Erscheinung der Sprache

Ÿberhaupt zugrundeliegt, nŠmlich einem spezifischen AusdrucksbedŸrfnis der

Sprecher dergestalt, da§ ein bestimmter neuer Denkinhalt, sei es ein Begriff,

eine Vorstellung oder eine Wahrnehmung, einen neuen sprachlichen Ausdruck

i n F o r m e i n e s e i n z i g e n W o r t e s erhalten soll, und dies u n t e r

R Ÿ c k g r i f f a u f e i n o d e r m e h r e r e i n d e r S p r a c h e b e -

r e i t s v o r h a n d e n e W š r t e r . Der Schaffung eines neuen Wortes geht

damit prinzipiell ein bestimmter Inhalt voraus, weshalb sich ein Sprecher im

gegebenen Falle zunŠchst mit der Frage konfrontiert sieht, ob dieser bestimmte

Inhalt im Rahmen der ihm durch seine Sprache zur VerfŸgung gestellten

Wortbildung ausgedrŸckt werden kann. Infolgedessen gehšrt dann zwar die

Beschreibung und Untersuchung der formalen Mšglichkeiten ganz sicher zu

den Aufgaben einer Wortbildung als linguistischer Teildisziplin, die Darstellung

der Wortbildung einer Sprache wird jedoch sinnvollerweise nicht von ihnen,

sondern von den in einer Sprache im Rahmen der Wortbildung auszudrŸckenden

Inhalten ausgehen.

Die Bedingungen fŸr einen Schein sind die Ÿblichen als da sind regelmŠ§ige

Teilnahme, nach Mšglichkeit ein Referat und unerlŠ§lich eine Hausarbeit.

Beginn: Mittwoch, 24. Oktober 2001

Seminar: Wortbildung im Bosnischen, Kroatischen, Serbischen: 2 st., Di

14-16, ÜR 426

Nicht anders als AusdrŸcke wie "Syntax" oder "Morphologie" steht der Ausdruck

Wortbildung (tvorba r(ij)ecˇi) fŸr zweierlei Verschiedenes: zum einen

fŸr einen bestimmten Teilbereich der Sprache, der durch seine besonderen

Einheiten von anderen Teilbereichen abgegrenzt erscheint, zum anderen fŸr

jene besondere linguistische Teildisziplin, die diesen Teilbereich zum Gegenstand

ihrer wissenschaftlichen BemŸhungen hat. Diesem Umstand entsprechend

gliedert sich die Veranstaltung in zwei Teile: der erste soll eine Ÿberblicksartige

Darstellung der Wortbildung im BKS im ersteren Sinne, also als Teilgebiet

der b/k/s Sprache, der zweite eine Ÿberblicksartige Darstellung der b/k/s Wortbildung

im zweiteren Sinne, d.h. als linguistischer Disziplin, in Form kurzer

Abrisse der wesentlichen Problemfelder bieten.


Da jede praktische Beschreibung eines bestimmten Teilbereichs einer Sprache

auf einer bestimmten theoretischen Konzeption von der entsprechenden linguistischen

Teildisziplin beruht und diese Konzeption reflektiert, liegt auch dem

†berblick Ÿber die Wortbildung im B/K/S als Teilbereich dieser Sprachen eine

bestimmte theoretische Konzeption von der Wortbildung als Teildisziplin der

Linguistik zugrunde. Dabei gilt selbstredend, da§ diese Konzeption nur eine

unter verschiedenen existierenden und durchaus miteinander konkurrierenden

ist und da§ die Entscheidung fŸr gerade diese entsprechend zu reflektieren und

diskutieren sein wird.

Die bislang vollstŠndigste PrŠsentation der Wortbildung von St. Babic´ (1991)

kann leider nur als Beispiel dafŸr angefŸhrt werden, wie eine Darstellung der

kroatischen Wortbildung nicht aussehen sollte. Der wesentliche Grund fŸr ihre

Ð gelinde gesagt Ð schwere Lesbarkeit resp. VerstŠndlichkeit liegt darin, da§

sie allein nach einem formalen Gesichtspunkt aufgebaut ist, so da§ inhaltlich

Zusammengehšriges weit auseinandergerissen erscheint.

Die im Seminar zu erarbeitende globale Darstellung der Wortbildung im BKS

wird dem folgen, was der Wortbildung als Erscheinung der Sprache Ÿberhaupt

zugrundeliegt, nŠmlich einem spezifischen AusdrucksbedŸrfnis der Sprecher

dergestalt, da§ ein bestimmter neuer Denkinhalt, sei es ein Begriff, eine Vorstellung

oder eine Wahrnehmung, einen neuen sprachlichen Ausdruck i n

F o r m e i n e s e i n z i g e n W o r t e s erhalten soll, und dies u n t e r

R Ÿ c k g r i f f a u f e i n o d e r m e h r e r e i n d e r S p r a c h e b e -

r e i t s v o r h a n d e n e W š r t e r . Der Schaffung eines neuen Wortes geht

damit prinzipiell ein bestimmter Inhalt voraus, weshalb sich ein Sprecher im

gegebenen Falle zunŠchst mit der Frage konfrontiert sieht, ob dieser bestimmte

Inhalt im Rahmen der ihm durch seine Sprache zur VerfŸgung gestellten

Wortbildung ausgedrŸckt werden kann. Infolgedessen gehšrt dann zwar die

Beschreibung und Untersuchung der formalen Mšglichkeiten ganz sicher zu

den Aufgaben einer Wortbildung als linguistischer Teildisziplin, die Darstellung

der Wortbildung einer Sprache wird jedoch sinnvollerweise nicht von

ihnen, sondern von den in einer Sprache im Rahmen der Wortbildung auszudrŸckenden

Inhalten ausgehen. Da eine entsprechende Veranstaltung zur russischen

Wortbildung angeboten wird, bietet sich gerade hier die Mšglichkeit

zum Vergleich dieser zum Teil doch sehr unterschiedlichen Inhalte an.

Die Bedingungen fŸr einen Schein sind die Ÿblichen als da sind regelmŠ§ige

Teilnahme, nach Mšglichkeit ein Referat und unerlŠ§lich eine Hausarbeit.

Beginn: Dienstag, 23. Oktober 2001


Prof. Dr. Dietrich WÖRN

Seminar: Russische Lyrik im 19. Jahrhundert: 2 st., Do 14-16, ÜR 011

In diesem Seminar soll an ausgewählten Gedichten die Vielfalt der Formen und

Themen der russischen Lyrik zwischen Romantik und Symbolismus vorgestellt

werden. Dabei sollen auch einige etwas weniger oft behandelte Dichter wie

A.K. Tolstoj, A. Fet, Ja. Polonskij, A. Majkov u.a. berücksichtigt werden.

Für einen benoteten Schein wird die Interpretation eines Gedichts entweder als

Referat mit Paper oder als schriftliche Hausarbeit verlangt.

Als Vorbereitung wird die Lektüre von Gedichten des genannten Zeitraums

empfohlen. (Es gibt verschiedene Gedicht-Anthologien, die man heranziehen

kann.)

Sekundärliteratur: Russische Lyrik. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Russisch/Deutsch. Hrsgg. von K. BOROWSKY und L. MÜLLER. Stuttgart 1998.

(rub 7994). M.L. GASPAROV: Ocˇerk istorii russkogo sticha. M. 1984, 22000.

Dazu die wichtigsten Literaturgeschichten.

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

Seminar: Michail Lermontov: 2 st., Do 16-18, ÜR 011

In diesem Seminar sollen die wichtigsten Aspekte von Lermontovs vielfältigem

literarischem Werk behandelt werden. Dabei sollen neben der Lyrik der Roman

(v.a. "Geroj nasˇego vremeni"), das Poem (v.a. "Demon") und das Drama (v.a.

"Maskarad") gleichwertig behandelt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt

den Traditionen, in denen Lermontov steht, v.a. aber den Anregungen, die von

seinem literarischen Werk ausgegangen sind.

Für einen benoteten Schein wird ein längeres Referat mit Paper oder eine

schriftliche Hausarbeit verlangt.

Als Vorbereitung wird die Lektüre der wichtigsten Gedichte und der genannten

Werke dringend empfohlen.


Sekundärliteratur: B. E∆JCHENBAUM: Lermontov. Opyt istoriko-literaturnoj

ocenki. L. 1924 (ND: 1967, 1977). E. REISSNER: Lermontow. Ein Held unserer

Zeit. In: B. ZELINSKY (Hrsg.): Der russische Roman. Düsseldorf 1979. S.

69-85, 409. Lermontovskaja E∆nciklopedija. M. 1981.

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

PD Dr. Sigrun BIELFELDT

Seminar: Zur neuesten russischen Frauenliteratur: 2 st., Di 14-18, ÜR 011,

14täglich

Im Januar-Februar-Heft (2000) der Voprosy Literatury sagte Ljudmila Ulickaja

in einem Interview, "männliche" und "weibliche" Kunst und Literatur unterschieden

sich, da die jeweiligen Weltverhältnisse von Mann und Frau andere

seien.

Wir wollen die zˇenskaja proza nicht nach universal-kulturellen oder ideologischen

Kriterien ordnen, sondern uns die einfache Frage stellen, wie sich die

vergangene und gegenwärtige russische Lebenswelt im Selbstverständnis der

russischen Literatinnen darstellt. Es werden Texte von Ljudmila Ulickaja, Dina

Rubina, Tat'jana Tolstaja u.a. im russischen Original gelesen. Referate können

übernommen werden, die Themen wie Liebe, Familie, Alter und Tod, Antisemitismus

bzw. die sozialistische Vergangenheit überhaupt behandeln. Möglich

sind auch Referate, die nach literarischen Vorbildern der russischen Frauengestalten

fragen oder den Vergleich zur westlichen (etwa amerikanischen)

Frauenliteratur ziehen wollen.

Beginn: Dienstag, 23. Oktober 2001


Annette WERBERGER, M.A.

Proseminar I: Einführung in die Literaturwissenschaft für Russisten und

Slavisten. Theoretischer Grundkurs: 2 st., Do 14-16, ÜR 426

Lernziel: Das Proseminar wendet sich an Studienanfänger und dient der Einübung

methodischer und theoretischer literaturwissenschaftlicher Grundkenntnisse,

wie sie zur selbständigen Arbeit im thematischen Proseminar (PS II) und

im Hauptseminar erforderlich sind.

Teilnahmevoraussetzung: Russischkenntnisse (Grundkenntnisse im Polnischen

und/oder Serbokroatischen sind vorteilhaft, jedoch nicht Bedingung.)

Teilnahmebedingungen: Aktive Mitarbeit, Anfertigung von Sitzungsprotokollen,

Lösung von Hausaufgaben.

Das Proseminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.

Ein Themenplan wird an der Anschlagtafel meines Dienstzimmers ausgehängt.

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

Matthias JACOB, M.A.

Proseminar II: Petersburger (Leningrader) Lyrik der 2. Hälfte des 20.

Jahrhunderts: Iosif Brodskij, Aleksandr Kusˇner, Evgenij Rejn: 2 st., Do

16-18, ÜR 426

Iosif Brodskij (1940-1996), Aleksandr Kusˇner (geb. 1936) und Evgenij Rejn

(geb. 1935) strebten eine Verbindung zwischen dem "Silbernen Zeitalter"

(Symbolismus, Akmeismus) und der russischen Gegenwartskultur an. Ihre Lyrik

ist durch Traditionsbezug und Klassizität geprägt und durch die "Sehnsucht

nach einer stets vergehenden Weltkultur"(E. Rejn). Durch eine genaue Lektüre

einer Auswahl ihrer Lyrik soll in die stark kulturbezogene Poetik dieser Dichter,

die zum Teil der "Petersburger Dichterschule" zugeordnet werden, eingeführt

und dabei Grundprobleme der Analyse und Interpretation von Lyrik diskutiert

werden. Neben der Frage nach der Objektivierbarkeit subjektiver Leseerfahrung

durch wissenschaftliche Analyse werden uns inhaltliche Aspekte beschäftigen

(Intertextualität als Medium des kulturellen Gedächtnisses, das Ver-


hältnis von Tradition und Gegenwart, das Genre der Petersburger "Stadtlyrik"

etc.).

Themenplan und Bibliographie werden vor Zimmer 535 ausgehängt und sind in

den Sprechstunden erhältlich.

Zur eigenen Vorbereitung: Valentina POLUKHINA: Joseph Brodsky: a poet for

our time. Cambridge 1989. Leo Mathias WESCHMANN: Die Funktionen des

Bildes und die Entwicklung des Bildsystems im Werk des russischen modernistischen

Dichters A.S. Kusˇner. Münster 1997. Dieter BURDORF: Einführung in

die Gedichtanalyse. Stuttgart 2 1997. Ludolf MÜLLER: Wege zum Studium der

russischen Literatur: Wie interpretiert man einen literarischen Text? Was muß

man wissen vom russischen Vers? Was sollte man gelesen haben aus der russischen

Literatur? Eine Geschichte der russischen Literatur. 1. Aufl. München

1985. Eberhard REISSNER (Hrsg.): Russische Lyrik heute: Interpretationen,

Übersetzungen, Bibliographien. Mainz 1983. Klaus-Dieter SEEMANN (Hrsg.):

Russische Lyrik: eine Einführung in die literaturwissenschaftliche Textanalyse.

München 1982.

Teilnahmevoraussetzung: Erfolgreicher Besuch des PS I: Einführung in die

Literaturwissenschaft.

Scheinvergabe: Aktive Mitarbeit, Übernahme eines Referats und Anfertigung

einer Hausarbeit.

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

Bernhard BREHMER

Proseminar: Altkirchenslavisch: 4 st., Mo 11-13, ÜR 034, Mi 14-16, ÜR 011

Das Altkirchenslavische (bisweilen auch als Altslavisch oder Altbulgarisch bezeichnet)

stellt die älteste slavische Schriftsprache dar, die im 9. Jahrhundert

von den "Slavenaposteln" Kyrill und Method zum Zwecke der Verbreitung des

Christentums in der Slavia begründet wurde. Die ältesten erhaltenen Denkmäler

reichen bis ins 10./11. Jh. zurück.

Durch den archaischen Charakter des Altkirchenslavischen lassen sich gut

Rückschlüsse sowohl auf die Ursprache aller slavischen Völker (das nur als Rekonstrukt

existente sog. Urslavische) als auch darüber hinaus auf den Übergang


vom (gleichfalls rekonstruierten) Urindoeuropäischen zum Slavischen und damit

auf die Verbindungen der slavischen Sprachen zu anderen Vertretern der

indoeuropäischen Sprachfamilie ziehen.

Daneben ist aber auch die Blickrichtung vom Altkirchenslavischen auf die modernen

slavischen Standardsprachen möglich: Da die Fixierung des Altkirchenslavischen

zu einem Zeitpunkt erfolgte, als sich die Ausdifferenzierung der einzelnen

slavischen Sprachzweige gerade erst zu entwickeln begann, lassen sich

die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Entwicklung der slavischen Einzelsprachen

auf dem Hintergrund des Altkirchenslavischen anschaulich darstellen.

Außerdem hat das Altkirchensklavische bzw. sein unmittelbarer Nachfolger,

das in verschiedenen regionalen Ausprägungen vorliegende Kirchenslavische,

die Herausbildung der slavischen Einzelsprachen (insbesondere des Russischen)

stark beeinflusst.

Der Schwerpunkt des Proseminars liegt auf der Vermittlung von Grundkenntnissen

aus dem Bereich der altkirchenslavischen Grammatik und Lexik, die den

Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Übersetzung und sprachliche Interpretation

von leichten bis mittelschweren Texten ermöglichen sollen. Daneben sollen

aber auch Fragen der Herkunft der Slaven und ihrer Kultur nicht zu kurz kommen.

Aufgrund des Charakters des Proseminars als eine Einführung in das vergleichende

Studium der slavischen Sprachen wird der Besuch dieser Veranstaltung

möglichst zu Beginn des Slavistikstudiums empfohlen.

Scheinvergabe: Klausur am Semesterende

Literatur: A. Leskien: Handbuch der altbulgarischen Sprache. Heidelberg

8 1962.

Beginn: Montag, 22. Oktober 2001

Oskar OBRACAJ, M.A.

Russisch I: 8 st., Mo, Di, Mi, Do 9-11, ÜR 034

Der Kurs ist für Studienanfänger ohne Vorkenntnisse gedacht. Hier und im

darauffolgenden Kurs Russisch II sollen den Teilnehmern in intensiver Arbeit

die Grundlagen des Russichen vermittelt werden, die sie für die Fortsetzung des

wissenschaftlichen Studiums benötigen.


Über das Lehrbuch wird zu Beginn des Semesters entschieden..

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

Russisch IV: 4 st., Di, Do 11-13, ÜR 034

Der Kurs stellt die Fortsetzung der Ausbildung in den Grundkursen I bis III

dar. Den Schwerpunkt bilden Partizipien, Adverbialpartizipien, Konjunktivund

Konditionalformen. Ihr Gebrauch wird anschließend an ausgewählten russischen

Texten demonstriert und an deutsch-russischen Übersetzungen eingeübt

werden.

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

Deutsch-russische Übersetzungsklausuren für Examenskandidaten: 2 st.,

Mi 11-13, ÜR 034

Dieser Kurs versteht sich nicht so sehr als ein Crash-Kurs für Kandidaten, die

bereits im Herbst ihr Examen ablegen wollen/müssen. Längerfristig angelegt,

verfolgt er vielmehr das Ziel, in die Prüfungsvorbereitung als solche einzuführen:

Durch die Anfertigung schriftlicher Übersetzungen unterschiedlicher Texte

sollen die früher erworbenen Fertigkeiten aktiviert und einschlägige Übersetzungstechniken

eingeübt werden. Die so geschaffene möglichst große Basis für

den einschlägigen Teil der Klausur kann die wünschenswerte Sicherheit bei der

Beschäftigung mit Texten vermitteln, wie sie üblicherweise in der Prüfung zur

Übersetzung vorgelegt werden.

Beginn: Mittwoch, 24. Oktober 2001


Dr. WiesΩaw RZONĆA

Vorlesung: Literatura polskiego Os´wiecenia (Die Literatur der polnischen

Aufklärung): 2 st., Di 11-13, ÜR 526

Interesuja˛ce moga˛ byc´ dla nas juz˙ historyczne uwarunkowania pocza˛tko´w Os´wiecenia

w Polsce. Nurt ten zostaΩ bowiem zapocza˛tkowany w czasach, gdy na

tronie zasiadaΩ August III jak wiadomo wΩadca o niemieckim bo sakson´skim rodowodzie.

Samo poje˛cie Os´wiecenia zostaΩo przeje˛te u Niemiec (duz˙e znaczenie

miaΩy tutaj pisma I. Kanta). Celem wykΩadu jest prezentacja kulturowych (w

tym ro´wniez˙ filozoficznych) z´ro´deΩ epoki, naste˛pnie zas´ systematyczne przedstawienie

najwaz˙niejszych dzieΩ literackich tego okresu. Zaprezentujemy dwa

dominuja˛ce w tym okresie nurty poezji, to jest retoryczny – oparty na wzorcach

klasycystycznych, oraz liryczny, bardziej wtedy poste˛powy, reprezentuja˛cy tendencje

rokoka oraz sentymentalizmu. Zapoznamy sie˛ z najpie˛kniejszym gatunkiem

charakterystycznym dla sentymentalizmu – sielanka˛ (przede wszystkim F.

Karpin´ski), najbliz˙sza˛ romantycznym ideaΩom poezji miΩosnej. Zapoznamy sie˛

ro´wniez˙ z dydaktycznym typem o´wczesnej literatury: bajka˛ i satyra˛, kto´re

zachowaΩy do dzisiaj czytelnicza˛ atrakcyjnosć´. Innym celem jest poznanie specyfiki

o´wczesnej epiki, to jest prozy (np. "MikoΩaja Dos´wiadczyn´skiego przypadki"

I. Krasickiego). Ostatnia˛ grupe˛ spotkan´ pos´wie˛cimy dramatowi doby

Os´wiecenia a w szczego´lnos´ci komedii obyczajowej – barwnej zarazem realistycznej

(np. "Fircyk w zalotach" F. ZabΩockiego), ro´wniez˙ komedii satyryczno-filozoficznej

(np. "MaΩz˙en´stwo z kalendarza" F. Bohomolca). Przewidziany

jest dyskusyjny udziaΩ sΩuchaczy w zaje˛ciach oraz prezentacja najbardziej

charakterystycznych dla danego gatunku i danego pisarza fragmento´w teksto´w

literackich.

Einige Literaturhinweise: Z. LIBERA: Problemy polskiego Os´wiecenia. Warszawa

1969; T. KOSTKIEWICZOWA: Klasycyzm, sentymentalizm, rokoko.

Warszawa 1975; W. BOROWY: O poezji polskiej w wieku XVIII. Warszawa

1978. Z. LIBERA: Rozwaz˙ania o wieku tolerancji, rozumu i gustu. Warszawa

1994.

Beginn: Dienstag, 23. Oktober 2001

Proseminar II: Günter Grass und die Stadt Danzig: 2 st., Di 13-15, ÜR 526


Günter Grass gehört zu den wenigen Prosaisten, deren Werk fast durchgehend

mit einem konkreten, geographischen Raum verbunden ist – in diesem Falle

mit Danzig und seiner Umgebung (wo Grass, wie bekannt, geboren ist). Das

Ziel dieser Veranstaltung ist, erstens, den kaschubischen Wurzeln des Schriftstellers

nachzugehen – Grass' Mutter war Kaschubin, was er in seinem Buch

"Aus dem Tagebuch einer Schnecke" erwähnt. Zweitens geht es darum, die

Orte, mit denen der junge Grass verbunden war, topographisch zurückzuverfolgen:

z.B. das Geburtshaus im Labesweg in Danzig, das Gymnasium Conradinum,

welches er besuchte, das Dorf Bysewo, welches dem Schriftsteller nahestand

(er besuchte dort seine Großmutter).

Unser Ziel ist aber vor allem, den literarischen Raum wiederzugeben, in welchem

die Hauptfiguren von G. Grass, wie Oskar, Tulla, Mahlke oder Aleksandra,

leben.

Einige Literaturhinweise: J. REDDICK: The Danzig Trilogy of Günter Grass.

New York, London 1974; S.H. KASZYN´SKI: Die Polengedichte von G. Grass.

In: Studia Germanica Posnaniensia 12/1983; S SCHMIDT, J B∫ASZKOWSKI, I.

DARECKA: Oskar, Tulla, Mahlke... In Gdan´sk unterwegs mit G. Grass.

Sπladami gdan´skich bohatero´w G. Grassa (deutsche und polnische Fassung).

Gdan´sk 1993; Z. SπWIAT∫OWSKI: Günter Grass. Portret z be˛benkiem i

s´limakiem. Gdan´sk 2000; N. Honsza: Güntera Grassa portret wΩasny. WrocΩaw

2000.

Beginn: Dienstag, 23. Oktober 2001

Sprachkurse

Der Grundkurs der polnischen Sprache dauert vier Semester. Jeweils im Wintersemester

werden die Kurse Polnisch I und Polnisch III und im Sommersemester

die Kurse Polnisch II und Polnisch IV angeboten.

Polnisch I: 4 st., Mo, Do 11-13, ÜR 526

Unterrichtsmaterial: "Mo´wimy po polsku I. Lehrbuch der polnischen Sprache"

von J. KOTYCZKA, M. NAGAJOWA, K. MARTEN, Volk und Wissen Verlag,

Berlin 1998 (es ist in der Osianderschen Buchhandlung zu erhalten bzw. zu


estellen); als Hilfslehrbuch verwenden wir auch: "Uczymy sie˛ polskiego I!"

von B. BARTNICKA, M. JURKOWSKI u.a., Warszawa 1984.

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

Polnisch III: 4 st., Mo, Do 13-15, ÜR 526

Unterrichtsmaterial: "Mo´wimy po polsku II. Lehrbuch der polnischen Sprache"

von J. KOTYCZKA, M. NAGAJOWA, K. MARTEN, Volk und Wissen Verlag,

Berlin 1990; als Hilfslehrbuch verwenden wir auch: "Gdybym znaΩ dobrze

je˛zyk polski" von M. GO∫KOWSKI, M. KIERMUT u.a., Wydawnictwo Uniwersytetu

Warszawskiego, Warszawa 1991; "Gramatyka je˛zyka polskiego dla

cudzoziemco´w" von B. BARTNICKA, H. SATKIEWICZ, Wiedza Powszechna,

Warszawa 1990. Es werden Ihnen auch die Übungen mit dem VIDEO-KURS

"Uczymi sie˛ polskiego!" angeboten.

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

Übersetzungs deutsch – polnisch: 2 st., Mi 11-13, ÜR 526

In diesem Kurs werden die Fähigkeiten zum schriftlichen und mündlichen

Übertragen aus dem Deutschen ins Polnische entwickelt. Außerdem werden die

Kenntnisse im lexikalischen, phraseologischen und stilistischen Bereich systematisiert

und nach vorhandenen Lücken aufgearbeitet.

Texte aus verschiedenen Kulturbereichen, der Ökonomie, auch kurze literarische

Texte werden unser Übungsmaterial bilden.

Beginn: Mittwoch, 24. Oktober 2001

Zeitungslektüre zur polnischen Landeskunde: 2 st., Mi 13-15, ÜR 526

Hier werden publizistische Texte zur aktuellen Situation in Politik, Wirtschaft

und Kultur in Polen aus polnischen Zeitungen und Zeitschriften (wie z.B.

"Polityka", "Wprost", "Gazeta Wyborcza", "Two´j Styl", "Przyjacio´Ωka") gelesen,

kommentiert und diskutiert.

Beginn: Mittwoch, 24. Oktober 2001


Denisa LENERTOVÁ

Tschechisch I: 2 st., Fr 9-11, ÜR 034

Für diesen Kurs werden keine Vorkenntnisse erwartet. Nach der Einführung in

die Aussprache und Orthographie des Tschechischen werden die grammatischen

Grundlagen (Deklination der Substantive, Adjektive, Pronomina und Grundzahlwörter,

verbales Präsens, Futur, Aspekt) sowie der Grundwortschatz erarbeitet.

Der Kurs endet mit einer Klausur.

Beginn: Freitag, 19. Oktober 2001

Tschechisch III: 2 st., Fr 11-13, ÜR 034

In diesem Kurs werden teilweise weitere Punkte zur Grammatik behandelt (u.a.

Steigerung der Adjektive und Adverbien, Passiv, Verbalsubstantiv, Partizip

Aktiv, Verbalaspekt und Iterativa) und teilweise die Konversation und das

Verständnis von geschriebenen und gesprochenen Texten geübt. Dazu werden

auch die Unterschiede zwischen der schriftlichen Norm und dem gesprochenen

Tschechisch ( o b e c n a´ cˇesˇt i n a ) b e h a n d e l t . D e r K u r s e n d e t m i t e i

Beginn: Freitag, 19. Oktober 2001

Lektüre/Konversation: 2 st., Fr 14-16, ÜR 011

In diesem Kurs für fortgeschrittene Studierende werden kurze Texte verschiedener

Genres gelesen (Texte nach Absprache) und Konversationsthemen unter

Aufarbeitung einiger grammatischer Problemfälle behandelt. Dabei soll das

aktive und passive Vokabular ausgebaut und die Ausdrucksfähigkeit der TeilnehmerInnen

verbessert werden. Wir arbeiten mit stilistisch anspruchsvolleren

Lesetexten, üben aber auch das Hörverständnis der Umgangssprache (obecna´

cˇesˇtina). D e r E r w e r b e i n e s S c h e i n e s i s t f a k u l t a t i v .


Beginn: Freitag, 19. Oktober 2001

Sasˇka SµTUMBERGER

Slowenisch I: 4 st., Di 16-18, ÜR 426, Do 16-18, ÜR 136

Für den Kurs Slowenisch I werden keine Vorkentnisse vorausgesetzt.

Es wird Lesen, Schreiben und Sprechen gelernt. Sie werden Personen, Gegenstände

und Tätigkeiten benennen und beschreiben, das monologische und dialogische

Sprechen üben und die Grundlagen der slowenischen Sprache erlernen.

Bei der Grammatik behandeln wir die Deklination der Adjektive, Substantive

und Personalpronomina (Singular, Dual, Plural; Nominativ, Genitiv, Akkusativ),

sowie die Konjugation des Verb u m s ( P r ä s e n s , P r ät e r i t u m , F u t u r ) .

U m ein e n S c h e i n z u e r w e r b e n , s o l l e n S i e r e ghe ml me n ä flui ng d a m K u r

d i e K l a u s u r s c h r e i b e n .

L i t e r a t uA r n: d r e j ARKOVICˇ: a M S l o v e n s k a b e s e d a v zˇi v o . LE jlui b l j a n a 1 9 9

z a b e t a ENKO: M . JG

r a m m a t i k d e r s l o w e n i s c h e n S p r a c h e . Klagenfurt 2000.

Beginn: Donnerstag, 18. Oktober 2001

Slowenisch III: 2 st., Di 11-13, ÜR 028

Dieser Kurs ist Fortsetzung von Slowenisch II aus dem Sommersemester.

Im Kurs werden wir uns mit grammatischen Themen befassen, die in den Anfängerkursen

nicht behandelt worden sind. Wir behandeln Besonderheiten der

Deklinationen, Wortfolge, Aspekt, Pronomina, Präpositionen und Konjunktionen.

Außerdem soll im Kurs der Wortschatz erweitert werden. Wir werden Zeitungsartikel

lesen, Radionachrichten hören und kürzere literarische Texte behandeln.

Um einen Schein zu erwerben , s o l l e n S i e r e g e l mä fl i g a m K u r s t e i l n e h m

d i e K l a u s u r s c h r e i b e n .

L i t e r a t uAr n: d r e j a ARKOVICˇ: M Ucˇimo se slovensˇcˇino II. L j u b l j a n a 1 9 9 5 .

E l i z a b e t a ENKO: M . GJ r a m m a t i k d e r s l o w e n i s c h e n S p r a c h e . Klagenfurt 2


M o j c a CHLAMBERGER S

BREZAR : U cˇi m o s e s l o v e n sˇcˇi n o I I I . L j u b l j a n a

E l i z a b e t a ENKO M . : JG

r a m m a t i k d e r s l o w e n i s c h e n Sprache. Klagenfurt 2000.

Beginn: Dienstag, 23. Oktober 2001

********************************************

Dale GERDEMANN, Sandra KÜBLER

Texttechnologie für Geisteswissenschaftler: 2 st., Mi 9-11, ÜR 035

Texttechnologie ist ein neuer Fachbegriff, der Methoden zur Aufbereitung und

Verarbeitung von Texten für elektronische Medien umfaßt. In diesem Seminar

soll eine Einführung in Auszeichnungssprachen wie HTML und XML und in

regulâre Ausdrücke, wie sie hâufig zum Suchen in Texten verwendet werden,

gegeben werden. Anhand von praxisnahen Beispielen wie der Lexikonerstellung

und der Dokumentenrecherche sollen diese Standards angewendet werden.

Desweiteren werden auch Programme vorgestellt, mit deren Hilfe man in

großen Textmengen suchen oder Konkordanzen erstellen kann.

Qualifikation: Referat oder Hausarbeit

Beginn: 17.10.2001

Dale GERDEMANN, Sandra KÜBLER

Texttechnologische Anwendungen: 2 st., n.V., Raum: SfS, Sun-Raum

In diesem Kurs sollen die in "Texttechnologie für Geisteswissenschaftler" vorgestellten

Techniken in kleine Programme in der Scriptsprache PERL umgesetzt

werden. Anhand von einfachen Problemen werden die Grundkonzepte von

PERL erklârt.

Voraussetzungen: Teilnahme an dem Kurs "Texttechnologie für Geisteswissenschaftler",

minimale Programmiererfahrung

Qualifikation: Übungsaufgaben


Prof. Dr. Peter KOCH

Übung: Linguistische Lektüre: A. Blank, Prinzipien des lexikalischen

Bedeutungswandels am Beispiel der romanischen Sprachen:: 1 st., Mi 17-

18, ÜR 226

allg F S I P K R S

Das Buch des jung verstorbenen romanistischen Linguisten Andreas Blank, das

wir in dieser Übung gemeinsam lesen wollen, stellt seit den Arbeiten von Stephen

Ullmann aus den 50er und 60er Jahren die erste gesamthafte Behandlung

der Problematik des lexikalischen Bedeutungswandels dar. Es verbindet die

Tradition der Forschung (einschließlich Ullmann) mit neueren Fragestellungen,

wie sie insbesondere durch die kognitive Semantik angeregt worden sind. Das

Buch stützt sich auf Beispielmaterial aus romanischen, aber auch aus zahlreichen

anderen Sprachen, so dass die Darstellung insgesamt eine stark allgemeinlinguistisch-theoretische

Ausrichtung hat.

Seminar für Sprachwissenschaft, Tel.: 7 42 79, 7 73 03

Vergleichende Sprachwissenschaft, Kulturwiss. Fak., Tel.: 7 24 13

Germanistik, Tel.: 7 23 72, 7 42 63

Anglistik, Tel.: 7 29 59, 7 84 54

Slavistik, Tel.: 7 84 92

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