slavisches seminar der universität tübingen lehrveranstaltungen und ...

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slavisches seminar der universität tübingen lehrveranstaltungen und ...

Teilnehmer zur eigenstŠndigen Anwendung der erarbeiteten Prinzipien auf

konkrete linguistische Fragestellungen.

Dieses Proseminar wird mit einer Klausur abgeschlossen, deren Bestehen eine

Voraussetzung fŸr die Meldung zur ZwischenprŸfung ist.

Beginn: Montag, 22. Oktober 2001

Seminar: Russische Wortbildung: 2 st., Mi 14-16, ÜR 426

Nicht anders als AusdrŸcke wie "Syntax" oder "Morphologie" steht der Ausdruck

Wortbildung (slovoobrazovanie) fŸr zweierlei Verschiedenes: zum

einen fŸr einen bestimmten Teilbereich der Sprache, der durch seine besonderen

Einheiten von anderen Teilbereichen abgegrenzt erscheint, zum anderen

fŸr jene besondere linguistische Teildisziplin, die diesen Teilbereich zum Gegenstand

ihrer wissenschaftlichen BemŸhungen hat. Diesem Umstand entsprechend

gliedert sich die Veranstaltung in zwei Teile: der erste soll eine Ÿberblicksartige

Darstellung der russischen Wortbildung im ersteren Sinne, also als

Teilgebiet der russischen Sprache, der zweite eine Ÿberblicksartige Darstellung

der russischen Wortbildung im zweiteren Sinne, d.h. als linguistischer Disziplin,

in Form kurzer Abrisse der wesentlichen Problemfelder bieten.

Da jede praktische Beschreibung eines bestimmten Teilbereichs einer Sprache

auf einer bestimmten theoretischen Konzeption von der entsprechenden linguistischen

Teildisziplin beruht und diese Konzeption reflektiert, liegt auch dem

†berblick Ÿber die russische Wortbildung als Teilbereich der russischen Sprache

eine bestimmte theoretische Konzeption von der Wortbildung als Teildisziplin

der Linguistik zugrunde. Dabei gilt selbstredend, da§ diese Konzeption

nur eine unter verschiedenen existierenden und durchaus miteinander konkurrierenden

ist und da§ die Entscheidung fŸr gerade diese entsprechend zu reflektieren

und diskutieren sein wird.

Die bislang vollstŠndigste PrŠsentation der russischen Wortbildung in der sog.

Akademie-Grammatik von 1980 (Russkaja grammatika = RG) kann leider nur

als Beispiel dafŸr angefŸhrt werden, wie eine Darstellung der russischen

Wortbildung nicht aussehen sollte. Der wesentliche Grund fŸr ihre Ð gelinde

gesagt Ð schwere Lesbarkeit resp. VerstŠndlichkeit liegt darin, da§ sie nicht

nach e i n e m Gliederungsprinzip, will hei§en, entweder nach dem inhaltlichen

oder nach dem formalen aufgebaut ist, sondern nach beiden gleichzeitig, was

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