Immunsystem im Winterstress - Springer GuP

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Immunsystem im Winterstress - Springer GuP

Sonderpublikation der Dr. Loges + Co. GmbH zu

DAS PTA MAGAZIN, Ausgabe 12/2012

Immunsystem im Winterstress

Die körpereigenen Abwehrkräfte sind entscheidend für den

Verlauf einer Erkältung. Sind sie intakt, fallen die Symptome

schwächer aus oder der grippale Infekt bricht gar

nicht aus.

[ S o n d e r p u b l i k a t i o n ]


Das Immunsystem hat die Aufgabe, uns vor Infektionen

zu schützen. Dafür muss es in der Lage sein, Pathogene

beziehungsweise Fremdstoffe zu erkennen und

effektiv zu beseitigen. Diese Immunantwort kann über

zwei unterschiedliche Systeme vermittelt werden: das unspezifische

(angeborene) Immunsystem und das spezifische (erworbene) Immunsystem.

Die unspezifische Immunantwort dient der ersten, schnellen Abwehr

von Krankheitserregern. Sie erfolgt vor allem mit Hilfe von

Phagozyten und dem Komplement, einem Enzymsystem. Die spezifische

Immunantwort entwickelt sich erst im Laufe des Lebens

durch die Konfrontation mit unterschiedlichen Krankheitserregern.

Das erworbene Immunsystem ermöglicht dem Organismus, gezielt

gegen bestimmte Erreger vorzugehen, und ist in der Lage, mehr als

100 Millionen verschiedene Antigene (Stoffe, die eine Immunreaktion

auslösen) zu unterscheiden. Neben dem Komplement sind hier

vor allem Lymphozyten und Antikörper beteiligt.

Unspezifische Immunabwehr

Die Vermittlung der Immunantwort erfolgt über unterschiedliche

Zellen und lösliche Faktoren. Zu den zellulären Komponenten

der angeborenen Immunabwehr zählen unter anderem

Phagozyten, zu den löslichen zählt das Komplement.

Monozyten/Makrophagen und neutrophile Granulozyten sind

Phagozyten oder auch Fresszellen. Sie nehmen Erreger, Zelltrümmer

und Fremdstoffe in ihr Inneres auf, um sie zu verdauen

und zu vernichten. Während der Abwehrreaktion werden

sie zerstört. Mastzellen und Dendritische Zellen aktivieren

die Phagozyten meist in Form einer Entzündungsreaktion.

Das körpereigene Immunsystem hat entscheidenden Einfluss auf den Verlauf

einer Erkältung. Sind die Abwehrkräfte intakt, fallen die Symptome

schwächer aus oder der grippale Infekt bricht gar nicht erst aus. Daher

gilt es gerade im Winter, das Immunsystem zu stärken. Dazu können neben

einer gesunden Lebensführung auch Immunstimulanzien beitragen.

Immunsystem im

Winterstress

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Das angeborene Immunsystem dient der unspezifischen

Abwehr, während das erworbene Immunsystem gezielt

gegen Krankheitserreger vorgeht.

Über 20 verschiedene im Blut zirkulierende Plasmaproteine

bilden das Komplement. Im Rahmen der Komplementreaktion

wird eine Kaskade in Gang gesetzt, bei der ein Protein

das nächste aktiviert. Dabei kommt es zu einer Spaltung der

Proteine und es entstehen so genannte Effektormoleküle,

die in unterschiedlicher Weise zur Eliminierung von Krankheitserregern

beitragen. Bei der Komplementreaktion kann

aus einer begrenzten Anzahl von Komplementmolekülen in

kurzer Zeit eine große Anzahl von Effektormolekülen entstehen.

Das Komplement unterstützt auch Antikörper des

erworbenen Immunsystems (es „komplementiert“ ihre Abwehr).

In dieser Funktion ist das Komplement ein Bindeglied

zwischen spezifischer und unspezifischer Abwehr.

Spezifische Immunabwehr

Zum spezifischen Immunsystem gehören Lymphozyten (zellulär)

und Antikörper (löslich).

T-Lymphozyten und B-Lymphozyten sind die wichtigsten

zellulären Bestandteile der spezifischen Abwehrmechanismen.

Bei den T-Lymphozyten werden T-Helferzellen (aktivieren

B-Lymphozyten und Makrophagen) und T-Killerzellen (töten

infizierte Körperzellen ab) unterschieden. B-Lymphozyten

können sich bei Kontakt mit einem Krankheitserreger

zu Plasmazellen entwickeln, die Antikörper gegen diesen Erreger

bilden. Zusätzlich entstehen während einer Immunreaktion

sowohl aus einem Teil der B-Lymphozyten als auch

der T-Lymphozyten Gedächtniszellen. Gedächtniszellen sind

auch Jahre nach einer überstandenen Infektion in der Lage,

einen bestimmten Fremdkörper zu erkennen, und die Immunantwort

auf diesen zu beschleunigen (immunologisches

Gedächtnis).

Die Bildung, Vermehrung und Differenzierung von Lymphozyten

findet in den primären lymphatischen Geweben

statt. T-Lymphozyten reifen im Thymus (griech. thymos =

Brustdrüse; Organ im oberen Brustbereich), B-Lymphozyten

dagegen im Knochenmark.

Nestschutz für Neugeborene

Während der Schwangerschaft erhält der Fötus Antikörper aus dem

Blut seiner Mutter. Nach der Geburt schützen diese Antikörper das

Neugeborene in den ersten Lebensmonaten vor Infektionen. Der

Nestschutz – auch als Leih-Immunität bezeichnet – hält etwa drei bis

sechs Monate an. In dieser Zeit erkranken Babys nur selten an Infekten

wie einer Erkältung. Allerdings kann der Nestschutz ausschließlich vor

Krankheitserregern schützen, gegen die die Mutter immun ist. Damit

ist er bei einigen Kinderkrankheiten wie beispielsweise Scharlach oder

Keuchhusten wirkungslos. Auch die Muttermilch enthält Antikörper. So

wird das Immunsystem von gestillten Kindern zusätzlich unterstützt.

Allerdings ist der Antikörperschutz durch die Muttermilch weniger

stark als die Leih-Immunität.

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Antikörper (Immunglobuline) bestehen aus einem Eiweiß-

und einem Kohlenhydratanteil, zählen also zu den Glykoproteinen.

An ihren Molekülen befinden sich Abschnitte,

die Antigene erkennen, und Abschnitte, die mit Fress- und

anderen Abwehrzellen kommunizieren. Bei der Antikörper-

Antigen-Reaktion bindet ein Antikörper nach dem Schlüssel-

Schloss-Prinzip an einen Krankheitserreger. Dadurch wird

dieser „gekennzeichnet“, besser vom Immunsystem erkannt

und schneller eliminiert.

Lymphatische Gewebe

Es gibt zwei Arten von lymphatischen Geweben: die primären

bzw. zentralen und die sekundären bzw. peripheren

Immunorgane. Sie haben im Organismus unterschiedliche

Aufgaben. Zu den primären Immunorganen gehören

Thymus und Knochenmark, in denen wie bereits erwähnt

T- bzw. B-Lymphozyten heranreifen. Milz, Lymphknoten

und die Mucosa-assoziierten lymphatischen Gewebe (MALT:

mucosa associated lymphoid tissue) dagegen gehören zu den

sekundären Immunorganen. Sie koordinieren die an der erworbenen

Immunabwehr beteiligten Zellen und leiten erworbene

Immunantworten ein. Dem MALT wiederum werden

die Tonsillen (Mandeln), die Peyer‘schen Plaques (Ansammlungen

von Lymphknötchen) im Darmtrakt und die Schleimhäute

der Lunge oder des Urogenitaltraktes zugeordnet.

Exkurs Zytokine

Sowohl Zellen des spezifischen als auch solche des unspezifischen

Immunsystems können Zytokine freisetzen. Diese

(Glyko)Proteine haben bei der Immunantwort regulatorische

Aufgaben. So beeinflussen sie die Funktion der Abwehrzellen.

Zudem vermitteln Zytokine Signalmechanismen, die an

der Entstehung von Entzündungen beteiligt sind. Allerdings

kann dies unterschiedliche Auswirkungen haben. Denn einerseits

sind schnell aktivierte Entzündungsreaktionen für

den Schutz der Gesundheit unerlässlich, andererseits können

ungebremste Entzündungsreaktionen das Immunsystem aus

dem Gleichgewicht bringen, so dass sich Entzündungen ausbreiten

oder chronisch werden.

Sinusitis und Bronchitis

Greift bei Erkältungen die immunologisch ausgelöste Entzündung auf

die Schleimhaut der Nasennebenhöhlen beziehungsweise auf die der

Bronchien über, entsteht eine Sinusitis oder Bronchitis. Typische Anzeichen

für eine akute Nasennebenhöhlenentzündung sind Kopfschmerzen,

Gesichtsschmerzen, Schnupfen (gelb-grünes Sekret) sowie eine Beeinträchtigung

von Atmung, Geruchs- und Geschmackssinn. Bei der Bronchitis

kommt es zu einem plötzlich einsetzenden, quälenden Husten mit

Auswurf. Beide Erkrankungen können aber auch durch andere Ursachen

ausgelöst werden wie Nasenpolypen oder Zahnentfernung (Sinusitis)

beziehungsweise Allergie oder das Einatmen von Reizstoffen (Bronchitis).

Sowohl die Sinusitis als auch die Bronchitis können chronifizieren.

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Winterzeit ist Erkältungszeit

Erkältungen gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten

überhaupt. Erwachsene erkranken durchschnittlich

bis zu dreimal im Jahr. Verursacht wird ein grippaler Infekt

durch Viren, sehr viel seltener durch Bakterien. Insgesamt

sind über 200 verschiedene Viren bekannt, die Erkältungen

auslösen können.

Erkältungsviren dringen in den Körper über die Schleimhaut

der Atemwege vor. Diese besitzt einen mechanischen

Selbstreinigungsmechanismus, die mukoziliäre Clearance.

Mit ihrer Hilfe können Krankheitserreger und Fremdstoffe

aus den Atemwegen entfernt werden. Das funktioniert so:

Die Zellen der Atemschleimhaut produzieren eine zähflüssige

obere Gelphase und eine dünnflüssige untere Solphase. In

der Solphase bewegen sich die feinen Härchen (Zilien) des

Flimmerepithels unentwegt hin und her und transportieren

den aufliegenden Schleim inklusive der anhaftenden Fremdstoffe

wie auf einem Förderband in Richtung Rachenraum.

Dort wird alles verschluckt und durch den sauren Magensaft

unschädlich gemacht.

In der kalten Jahreszeit können sich Erkältungserreger besonders

leicht in der Atemwegsschleimhaut festsetzen, da die

mukoziliäre Clearance schlechter funktioniert. Zum einen

schränkt die Kälte die Funktion der Flimmerhärchen ein. Als

Folge werden Krankheitserreger langsamer von den Schleimhäuten

abtransportiert. Zum anderen ist die Luft in geheizten

Räumen (und auch die winterliche Luft im Freien) häufig sehr

trocken und der Schleim in den Atemwegen verliert Feuchtigkeit.

Die schützende Schleimschicht wird dünner und kann

leichter reißen. Außerdem ist die Atemwegsschleimhaut im

Winter schlechter durchblutet, so dass weniger immunkompetente

Zellen dorthin gelangen.

Netzwerk der Abwehrzellen

Dringen Erkältungsviren in die Schleimhaut der Atemwege

ein, wird in einer ersten unspezifischen Abwehrreaktion versucht,

diese unschädlich zu machen. Ist diese Abwehrreaktion

nicht erfolgreich, kommt es zu einer Entzündung. Zudem

wird das spezifische Immunsystem „alarmiert“. Dabei wer-

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den detaillierte Informationen des Krankheitserregers auf

hochkomplexe Weise an spezifische Abwehrzellen übertragen.

Hat ein Phagozyt ein Virus „gefressen“, ändert sich seine Zell-

oberfläche. Sie präsentiert nun Bruchstücke des Antigens, die

so eindeutig wie Fingerabdrücke sind. T-Lymphozyten lesen

diese Fingerabdrücke ab und lernen dadurch, wie sie zielgerichtet

gegen das Virus vorgehen können. B-Lymphozyten

entwickeln sich durch den Kontakt mit diesen Antigenbruchstücken

zu Plasmazellen, die Antikörper produzieren. Die

Antikörper passen exakt zu den Antigenen und heften sich

an diese. Dadurch werden sie für T-Lymphozyten markiert.

Gleichzeitig entstehen Gedächtniszellen, damit die Abwehr

bei einer weiteren Infektion mit demselben Erreger schneller

ablaufen kann.

Trotz dieser Gedächtniszellen entsteht aber keine allgemeine

„Erkältungsimmunität“. Denn es gibt eine große Zahl unterschiedlicher

Erkältungsviren, die zudem mutieren können.

Außerdem haben viele dieser Viren Mechanismen entwickelt,

mit denen sie die Körperabwehr gezielt unterlaufen können.

So manipulieren beispielsweise Rhinoviren Fresszellen. Hat

ein Organismus bereits einige Erkältungen durchlaufen, ist

aber die Chance für eine schnelle spezifische Immunantwort

höher. Dadurch sinkt das Erkrankungsrisiko.

Verlauf einer Erkältung

Eine Erkältung bricht aus, wenn sich die Viren so schnell vermehren,

dass die ersten Abwehrreaktionen des Organismus

damit nicht Schritt halten können. In der ersten Krankheitsphase

leiden die Betroffenen meist unter Halsschmerzen,

Frösteln, einem trockenen Husten und Niesen. Im weiteren

Krankheitsverlauf nimmt die Schleimproduktion zu. Die Nase

ist verstopft bzw. läuft, aus dem anfangs noch trockenen

Husten wird ein verschleimter oder produktiver. Zusätzlich

kann es zu leichtem Fieber (unter 39 Grad Celsius), Kopf- und

Gliederschmerzen kommen. Währenddessen arbeitet das Immunsystem

auf Hochtouren: Erkältungssymptome entstehen

nicht nur aus den Eingriffen der Erreger in den körpereigenen

Zellstoffwechsel, sondern auch aus den daraus resultierenden

Reaktionen des Immunsystems. Schnupfen und Husten sollen

helfen, die Viren aus dem Körper hinaus zu befördern. Hat das

Immunsystem die Viren beseitigt, bleibt als letztes Symptom

oft ein trockener Reizhusten. Eine typische Erkältung dauert

etwa neun Tage. Als Faustregel gilt: Drei Tage kommen, drei

Tage bleiben, drei Tage gehen.

Auf keinen Fall darf eine Erkältung mit einer Virusgrippe (Influenza)

verwechselt werden. Influenzaviren führen zu einem

deutlich schwereren Krankheitsbild als Erkältungsviren. Die

„echte“ Grippe beginnt mit plötzlichem, sehr hohem Fieber

(über 39 Grad Celsius), Schüttelfrost und starken Kopf- und

Gliederschmerzen. Treten solche Symptome auf, sollten die

Ursachen unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

Folgen eines geschwächten Immunsystems

Ein intaktes Immunsystem kann eine Erkältung zwar nicht

immer verhindern, hat aber Einfluss auf den Verlauf der

Krankheit. Je besser das körpereigene Immunsystem funktio-

niert, desto leichter sind die Beschwerden und desto kürzer

ist die Krankheitsdauer. Menschen mit einem geschwächten

Immunsystem machen dagegen im Winter oft eine Erkältung

nach der anderen durch. Jeder grippale Infekt beeinträchtigt

sie stark und wirkt sich negativ auf die ohnehin schon geschwächte

Abwehr aus.

Es gibt viele Gründe für eine erhöhte Infektanfälligkeit. Eine

häufige Ursache ist ein „Zuviel“ an Stress. Während einer

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Stresssituation erhöht sich die Produktion der Stresshormone

Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol. Hält die Belastung (zu)

lange an, hat das Auswirkungen auf das Immunsystem. Die

Anzahl der Phagozyten geht zurück und die Aktivierung von

Lymphozyten wird verlangsamt. Besonders anfällig reagiert

das Immunsystem unmittelbar nach Ende einer Belastungssituation.

Häufig treten Infekte wie eine Erkältung daher

beispielsweise direkt zu Urlaubsbeginn auf. Dieses „open window“

mit erhöhter Infektanfälligkeit kann zwischen drei und

72 Stunden dauern. Während dieser Zeit ist Schonung ratsam.

Ebenfalls sollten sich Sportler nach intensivem Training ausreichend

Erholungszeit gönnen. Denn bei sportlicher Aktivität

können feinste Risse im Muskelgewebe entstehen und

verschlissene Gewebeteilchen freigesetzt werden. Da diese

von denselben Immunzellen abgebaut werden müssen, die

auch Infektionserreger bekämpfen, kann es zu einer Überfor-

Wann zum Arzt?

Bessern sich Erkältungsbeschwerden trotz Behandlung nicht innerhalb

von drei oder vier Tagen, sollte ein Arzt um Rat gefragt werden.

Das ist auch der Fall, wenn die Beschwerden nach zehn Tagen noch

nicht vollständig abgeklungen sind. Bei plötzlichem Krankheitsbeginn

mit Fieber über 39 Grad Celsius und Schüttelfrost (Verdacht auf Grippe),

Schmerzen an Gesicht und Wange (Verdacht auf Sinusitis), Ohrenschmerzen

(Verdacht auf Mittelohrentzündung), ungewöhnlicher

Färbung des Bronchialsekrets und Schmerzen hinter dem Brustbein

beim Husten (Verdacht auf schwere Bronchitis bzw. Lungenentzündung)

ist ein sofortiger Arztbesuch nötig. Ebenfalls gilt dies für Kinder

unter sechs Jahren, Personen mit einer Immunschwäche und chronisch

Kranke wie Diabetiker. Auch Arzneimittel wie Zytostatika oder

Glukokortikoide beeinträchtigen die körpereigenen Abwehrkräfte.

6 > DAS PTA MAGAZIN -- S o n d e r p u b l i k a t i o n -- 12/2012 <

derung des Immunsystems kommen. Auch psychische Belas-

tungen schwächen das Immunsystem. Nach Schicksalsschlägen

wie Krankheit oder Tod von Angehörigen hält der „open

window effect“ oft über mehrere Monate an.

Umgekehrt scheint sich eine positive Lebenseinstellung positiv

auf das Immunsystem auszuwirken. Studien konnten zeigen,

dass sich optimistische Studenten in der Prüfungsphase

weniger oft erkälten. Der relativ neue Wissenschaftszweig der

Psychoneuroimmunologie versucht Ursachen dieser Phänomene

aufzudecken, indem er Kommunikationswege zwischen

Nerven-, Hormon- und Immunsystem untersucht.

Gesunder Lebensstil stärkt Abwehrkräfte

Neben einer Reduktion von Stress kommen dem Immunsystem

ausreichend Schlaf und Bewegung sowie eine ausgewogene

Ernährung mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr

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zugute. Wer regelmäßig weniger als sieben Stunden schläft,

erkältet sich in der Regel häufiger. Inzwischen gibt es immer

mehr Belege dafür, dass Schlaf auch für das Immunsystem die

entscheidende Regenerationsphase ist. Schlafmangel wirkt

sich negativ auf die Abwehrzellen des unspezifischen und des

spezifischen Immunsystems aus. Auch Bewegung ist wichtig.

Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie Wandern,

Schwimmen oder Radfahren, wobei jeweils 30 Minuten an

fünf Tagen in der Woche empfohlen werden. Körperliche

Aktivität im Freien befeuchtet außerdem die Schleimhäute

und macht sie widerstandsfähiger gegen Erkältungsviren. Die

Ernährung sollte ausgewogen und abwechslungsreich sein,

sowie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte möglichst häufig

auf dem Speiseplan stehen. An Flüssigkeit werden täglich

mindesten 1,5 Liter (besser zwei Liter) empfohlen.

Wechselduschen mit abschließendem kaltem Guss regen

den Kreislauf an und fördern die Durchblutung von Haut

und Schleimhaut, was Krankheitskeimen das Eindringen erschwert.

Nicht zuletzt ist auf ausreichend warme Kleidung

(besonders an Kopf, Hals und Füßen) zu achten.

Außerdem können ein paar einfache Hygienemaßnahmen vor

grippalen Infekten schützen. So ist im Winter häufiges Händewaschen

besonders wichtig. Denn Erkältungsviren werden

neben der Tröpfcheninfektion vor allem durch Schmier-

infektionen übertragen. Keime befinden sich bevorzugt an

Gegenständen, die oft angefasst werden wie Türklinken oder

Telefonhörern.

Junge und alte Immunsysteme arbeiten schlechter

Bei der Geburt ist das spezifische Immunsystem noch nicht

entwickelt. Daher liegen für Kleinkinder bis zu zwölf Erkältungen

pro Jahr im Normalbereich. Der Krankheitsverlauf

ist bei jungen Patienten in aller Regel unkompliziert. Alte

Menschen erkranken dagegen nicht nur tendenziell öfter,

sondern vor allem schwerer als die Durchschnittsbevölkerung.

Denn auch das Immunsystem

ist Alterungsprozessen unterworfen

ist: Mit den Jahren werden im Thymus

und im Knochenmark weniger

Lymphozyten produziert. Zudem

nimmt die Aktivität von Antikörper

produzierenden Plasmazellen ab.

Hinzu kommt, dass sich der Organismus

im Alter nach einem Infekt

schlechter regeneriert.

Therapie von grippalen Infekten

Die Behandlung von Erkältungen

erfolgt oft rein symptomatisch. Hier

steht eine Vielzahl von Wirkstoffen

gegen die einzelnen Beschwerden zur

Verfügung. Gegen Fieber und Gliederschmerzen

helfen beispielsweise

Ibuprofen oder Paracetamol und gegen

Reizhusten Dextrometorphan

oder Pentoxyverin. Abschwellende

Nasensprays mit den Wirkstoffen

Oxymetazolin und Xylometazolin

stoppen Laufnasen. Auch bestimmte

Heilpflanzen können bei Erkältungsbeschwerden eingesetzt

werden. Beispiele sind Extrakte aus Efeu und Isländisch Moos

bei Husten oder Schlüsselblumenblüten und Primelwurzel bei

Katarrhen der Atemwege als Sekretolytikum und Expektorans.

In der Homöopathie werden bei Erkältungen beispielsweise

Ipecacuanha (Husten) oder Eupatorium (besonders bei

grippalen Infekten mit Gliederschmerzen) eingesetzt, genauso

wie die typischen Fiebermittel Belladonna und Aconitum.

Antibiotika sind dagegen bei grippalen Infekten selten angebracht.

Neun von zehn Infekten werden durch Viren ausgelöst.

Hier können Antibiotika nicht helfen. In Hinblick auf

Nebenwirkungen wie Störungen der körpereigenen Darmflora

(führt unter anderem zu Verdauungsbeschwerden) und

Resistenzentwicklungen sind unnötige Antibiotikaeinnahmen

auf jeden Fall zu vermeiden.

Eine weitere Behandlungsoption bei Erkältungskrankheiten

sind Immunstimulanzien. Diese stärken das Immunsystem

und stellen damit einen kausalen Behandlungsansatz dar.

Immunstimulanzien können im akuten Krankheitsfall den

Heilungsverlauf beschleunigen. Sie wirken in allen Erkältungsphasen

und haben dazu eine prophylaktische Wirkung.

Folgeerkrankungen wie Sinusitis oder Bronchitis können vermieden

werden und auch das Risiko, nach der Heilung erneut

zu erkranken, sinkt.

Unterstützung fürs Immunsystem

Seit alters her werden pflanzliche Wirkstoffe eingesetzt, um

die körpereigene Abwehr zu unterstützen. Sie scheinen an

mehreren Stellen in die Immunreaktion einzugreifen und

sowohl die spezifische als auch die unspezifische Abwehr

zu stärken. Besonders gut ist die Wirkung von Echinacea

(Sonnenhut) untersucht. In vitro wurde eine Aktivierung

von Phagozyten, eine Stimulation von T-Killerzellen und

T-Helferzellen, eine beschleunigte Ausdifferenzierung von

B-Lymphozyten zu antikörperbildenden Plasmazellen und

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Je besser das körpereigene Immunsystem funktioniert, desto weniger typische Erkältungsbe-

schwerden treten auf und desto kürzer ist die Krankheitsdauer.

eine antivirale Aktivität nachgewiesen. Weitere Heilpflanzen

mit erwiesener abwehrsteigernder Wirkung sind Baptisia

tinctoria (Wilder Indigo), Eupatorium perfoliatum (Wasserhanf)

und Thujae summitates (Lebensbaum). Häufig bestehen

Fertigpräparate aus einer Mischung mehrerer Immunstimulanzien.

Eine Studie an einem pflanzlich-homöopathischen

Komplexmittel konnte belegen, dass eine Kombination aus

Echinacea, Baptisia und Eupatorium über eine sehr gute entzündungshemmende

Wirksamkeit verfügt, die Echinacea allein

überlegen ist. Dieses Ergebnis ist vor allem in Hinblick

auf Folgeerkrankungen wie Sinusitis und Bronchitis interessant.

Denn Sinusitis oder Bronchitis entstehen, wenn die

initiale Entzündung im Immungeschehen nach Erledigung

ihrer Aufgabe nicht schnell genug „ausgeschaltet“ wird.

Auch Vitamin C steigert die Abwehrkräfte. Als Wirkmechanismus

wird angenommen, dass das Vitamin die oxidative

Selbstzerstörung der Phagozyten hemmt. Besonders gut ist

dieser Effekt bei kalten Temperaturen belegt. Eine weitere

Option sind Zinktabletten. Ein Mangel an diesem Spuren-

element erhöht die Infektanfälligkeit. Auch das Spurenelement

Selen spielt eine wichtige Rolle, es steigert u. a. die

Aktivität der natürlichen Killerzellen. Deutschland gehört zu

den Selenmangel-Gebieten, so dass hier häufig eine zusätzliche

Selengabe angezeigt ist.

Wichtig für die Beratung

Gerade in der kalten Jahreszeit wollen viele Menschen ihre

Abwehrkräfte stärken, um Erkältungskrankheiten möglichst

zu verhindern oder zumindest die typischen Symptome eines

grippalen Infekts gering zu halten. Häufig suchen sie dann

Hilfe in der Apotheke. Neben Hinweisen und Tipps für einen

gesunden, das Immunsystem stärkenden Lebensstil können

für diese Kunden Immunstimulanzien eine Hilfe darstellen.

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So können beispielsweise Personen, die bereits mehrere Erkältungen

im selben Winter durchgemacht haben, von Präparaten

zur Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte

profitieren. Ähnliches gilt für Kunden, deren Immunsystem

dauerhaften Belastungen ausgesetzt ist. Dazu zählen (Freizeit-)Sportler,

die auch im Winter intensiv trainieren, sowie

Personen, die beruflich stark belastet sind. Da bei älteren

Menschen die körpereigene Abwehr häufig beeinträchtigt

ist, sind sie ebenfalls anfälliger für Erkältungskrankheiten.

Für diese Personengruppen kann auch eine rein prophylaktische

Gabe in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Auf

diese Weise lässt sich das „open window“ – etwa in den ersten

Urlaubstagen – schließen.

Auch viele erkältete Kunden mit Interesse an natürlichen

Therapieoptionen wünschen Arzneimittel, die die körpereigenen

Abwehr stärken. Hier bieten sich homöopathische

Kombinationspräparate an, die gleichzeitig die Erkältungsbeschwerden

wirksam lindern. Beispielsweise enthält ein

pflanzlich-homöopathisches Komplexmittel eine Mischung

aus Echinacea (wirkt immunstimulierend), Eupatorium (immunstimulierend,

fiebersenkend, sekretionsfördernd), Baptisia

(immunstimulierend, entzündungshemmend), Aconitum

(fiebersenkend, entzündungshemmend), Bryonia (sekretionsfördernd,

hustenlindernd), Ipecacuanha (hustenlindernd) und

China (fiebersenkend, entzündungshemmend).

Präparate, die die körpereigene Abwehr stärken, können darüber

hinaus als unterstützende Begleittherapie bei einem grippalen

Infekt eingesetzt und mit symptomatischen Erkältungsmitteln

kombiniert werden. Wird aufgrund von bakteriellen

Begleiterkrankungen eine antibiotische Behandlung nötig,

können sie die Therapie ebenfalls ergänzend unterstützen.

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Fragebogen

Frage 1: Welche Aussage zum spezifischen Immunsystem ist richtig?

A) Das spezifische Immunsystem dient der ersten Abwehr von Krankheitserregern.

B) Das spezifische Immunsystem entwickelt sich erst im Laufe des Lebens.

C) Phagozyten zählen zu den zellulären Bestandteilen des spezifischen Immunsystems.

Frage 2: Welche immunologische Komponente zählt zum unspezifischen Immunsystem?

A) Lymphozyten

B) Phagozyten

C) Antikörper

Frage 3: Phagozyten …

A) zählen zu den löslichen Bestandteilen des Immunsystems.

B) können Gedächtniszellen bilden.

C) nehmen Erreger in ihr Inneres auf, um sie zu vernichten.

Frage 4: Zytokine …

A) reagieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip mit Antigenen.

B) haben Einfluss auf den Verlauf von Entzündungsreaktionen.

C) sind in jedem Falle positiv für den Organismus.

Frage 5: Die mukoziliäre Clearance …

A) erhöht das Risiko, an einer Erkältung zu erkranken.

B) funktioniert im Winter besser als im Sommer.

C) ist ein mechanischer Selbstreinigungsmechanismus der Atemwegsschleimhaut.

Frage 6: Welche Aussage ist richtig?

A) Das immunologische Gedächtnis wird vererbt.

B) Das immunologische Gedächtnis zählt zur den unspezifischen Abwehrmechanismen.

C) Zum immunologischen Gedächtnis tragen B- und T-Gedächtniszellen bei.

Frage 7: Kinder erkranken häufiger an einem grippalen Infekt als Erwachsene, weil …

A) sich ihr Organismus langsamer regeneriert.

B) ihr Köper schlechter Wärme speichern kann.

C) das spezifische Immunsystem sich erst durch die Konfrontation mit Krankheitserregern ausbildet.

Frage 8: Bei welchem Erkältungssymptom wird in der Homöopathie Ipecacuanha eingesetzt?

A) Fieber

B) Husten

C) Schnupfen

Frage 9: Welche Heilpflanze hat immunstimulierende Eigenschaften?

A) Mentha piperita

B) Echinacea

C) Carum carvi

Frage 10: Immunstimulanzien können …

A) sowohl die spezifische als auch die unspezifische Abwehr stärken.

B) ausschließlich die spezifische Abwehr stärken.

C) ausschließlich die unspezifische Abwehr stärken.

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Beantwortung des Fragebogens

Immunsystem im Winterstress

Beantworten Sie unseren Fragebogen und

senden ihn bis zum 31.01.2013 mit einem

adressierten und frankierten Rückumschlag

an die angegebene Adresse.

Adresse: Springer Gesundheits- und

Pharmazieverlag GmbH

DAS PTA MAGAZIN

Postfach 2131

63243 Neu-Isenburg

Oder nehmen Sie online teil unter www.daspta-magazin.de/fortbildung.

Bei erfolgreicher

Beantwortung der Fragen können Sie sich

Ihre Bescheinigung sofort ausdrucken oder

herunterladen.

Beantwortung der Fragen:

Bei jeder Frage ist nur eine Antwort richtig.

Wenn 80 Prozent Ihrer Antworten korrekt sind,

erhalten Sie einen Fortbildungspunkt. Dieser wird

von der Bundesapothekerkammer (Kategorie 7

Bearbeitung von Lektionen mit Erfolgskontrolle)

für das nicht approbierte pharmazeutische

Personal vergeben.

Die Fortbildung „Immunsystem im Winterstress

wurde am 22.10.2012 unter BAK 2012/376

akkreditiert. Die Akkreditierung ist gültig bis

31.01.2013.

Die von den Teilnehmern erworbenen Punkte

verfallen nach Ablauf der Akkreditierung nicht.

Impressum

Sonderpublikation

der Dr. Loges + Co. GmbH zu

DAS PTA MAGAZIN, Ausgabe

12/2012

Angaben der Redaktion:

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Ich versichere, alle Fragen selbstständig und ohne fremde Hilfe beantwortet zu haben.

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B

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Datum Unterschrift / Stempel der Redaktion

Redaktionelle Koordination:

Sabine Fankhänel, in Zusammenarbeit mit der

Dr. Loges + Co. GmbH

Autorin: Jana Marent

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Bildnachweise: Titel, S. 2, S. 5, S. 6 o., S. 8 : © iStockphoto

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S.4 © Shutterstock.com; S. 6 u. © Ray / Fotolia;

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Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen,

Warenbezeichnungen usw. in dieser Drucksache berechtigt

auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme,

dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und

Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären

und daher von jedermann benutzt werden dürfen. Für

Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen

kann vom Verlag keine Gewähr übernommen

werden. Derartige Angaben müssen vom jeweiligen

Anwender im Einzelfall anhand anderer Literaturstellen auf

ihre Richtigkeit überprüft werden.


Abwehr stärken,

Symptome

lindern

Um bei einer Erkältung schnell wieder fit zu werden, wünschen

naturheilkundlich interessierte Kunden häufig pflanzliche und

homöopathische Arzneimittel. Deren Auswahl basiert auf dem

Ähnlichkeitsprinzip: Homöopathisch aufbereitete Substanzen

werden bei den Symptomen eingesetzt, die diese Stoffe in höherer

Dosierung beim Gesunden auslösen. Damit werden Reize

gesetzt, die die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren.

Während die klassische Homöopathie zumeist Einzelmittel

einsetzt, enthalten homöopathische Kombinationspräparate

mehrere Substanzen. So lassen sich mit einem Präparat verschiedene

Symptome behandeln. Viele Kunden, gerade auch

„Homöopathie-Neulinge“, fühlen sich mit

einem Kombinationspräparat sicherer, da es in

der Anwendung einfacher und einem konventionellen

Arzneimittel ähnlicher ist.

Für Therapie und Prophylaxe

Mit toxi-loges ® Tropfen steht ein pflanzlichhomöopathisches

Kombinationspräparat zur

Verfügung, dass von einer Erkältung Geplagten

mit der Kraft von sieben Heilpflanzen hilft. Dies

sind Echinacea (Sonnenhut), Eupatorium perfoliatum

(Wasserhanf), Baptisia (Wilder Indigo),

Aconitum (Eisenhut), Bryonia (Zaunrübe), Ipecacuanha

(Brechwurz) und China aus der Rinde

Zubereitungen aus Echinacea, Eupatorium und Baptisia sind ein wirkungsstarkes

Trio, um das Immunsystem zu stärken. In Kombination mit Arzneidrogen

gegen die typischen Symptome eines grippalen Infekts sind solche

Präparate doppelt wirksam: Einerseits stärken sie die Abwehrkräfte und andererseits

lindern sie schnell die Beschwerden.

des Chinarindenbaums. Diese wurden in den einschlägigen Aufbereitungsmonografien

positiv bewertet. Gleichzeitig ergänzen

sich die Bestandteile in ihrer Wirkung. Die seit über fünfzig

Jahren bewährte Kombination stärkt die Abwehr und bekämpft

gleichzeitig die typischen Erkältungssymptome.

Echinacea, Eupatorium und Baptisia sind pflanzliche Immunstimulanzien.

Sie stärken sowohl spezifische als auch unspezifische

Abwehrmechanismen. Dadurch wird der Krankheitsverlauf deutlich

verkürzt und das Risiko für Rückfälle und Folgekrankheiten

reduziert. Umfangreiche Studien belegen ihre Wirksamkeit. Bei

Patienten mit Erkältung konnte im Vergleich zu Placebo eine

Wirkspektrum der Inhaltsstoffe von toxi-loges®

Echinacea1 Baptisia1,2 Eupatorium1,2 Aconitum1,2 China1 Bryonia1 Ipecacuanha1,2 immunstimulierend

fiebersenkend

entzündungshemmend

sekretionsfördernd

hustenlindernd

1 in toxi-loges® Tropfen enthalten, 2 in toxi-loges® Tabletten enthalten

> DAS PTA MAGAZIN -- S o n d e r p u b l i k a t i o n -- 12/2012 < 11


deutlich bessere Wirksamkeit belegt werden. Zusätzlich enthält

toxi-loges ® Wirkstoffe, die gezielt die typischen Symptome von

Infekten der oberen Atemwege bekämpfen. Aconitum und China

wirken fiebersenkend und entzündungshemmend, Eupatorium

und Bryonia schleimlösend und Ipecacuanha hustenlindernd.

Die Symptomlinderung tritt rasch ein, macht die Erkältung

erträglicher und hilft, die Genesung zu beschleunigen.

Wirksamkeit in Studien nachgewiesen

Neben zahlreichen Studien zu den Effekten der Einzelsubstanzen

wurden auch Studien zur Wirksamkeit des Fertigpräparats

toxi-loges ® Tropfen durchgeführt.

In einer In-vitro-Studie konnte für das homöopathische Komplexmittel

eine deutliche entzündungshemmende Potenz nachgewiesen

werden. Gemessen wurde dafür die Ausschüttung von

entzündungsfördernden Zytokinen aus stimulierten Humanmonozyten.

Die Untersuchungen ergaben, dass toxi-loges ®

Tropfen deren Sekretion am stärksten hemmte, gefolgt von

der in toxi-loges ® enthaltenen Echinacea-Urtinktur und einem

Echinacea-Presssaft. Ein ebenfalls untersuchter Wurzelextrakt

aus Pelargonium reniforme/sidoides zeigte keinen hemmenden

Einfluss auf die Zytokine. 1

Außerdem wurde die immunmodulierende Wirkung von

toxi-loges ® Tropfen in drei klinischen Studien an Patienten mit

eingeschränkter Abwehr überprüft und bestätigt. So ergab sich

bei Kindern mit häufigen Infekten der oberen Atemwege eine

Zunahme der zu Beginn verminderten Phagozytose-Aktivität. 2

Dabei konnten sowohl unspezifische als auch spezifische Abwehrmechanismen

stimuliert werden. Eine placebokontrollierte

Doppelblindstudie zeigte an 38 Patienten mit rezidivierenden

Infekten, dass es unter der Behandlung mit toxi-loges ® zu einer

hoch signifikanten Vermehrung der T-Helferzellen und einer

Steigerung der Phagozytose-Aktivität der Leukozyten kam. 3 In

einer weiteren Untersuchung bei Freizeitsportlern mit chro-

12

-20 %

-20 %

Abb.: Entzündungshemmende Kapazität von toxi-loges® Tropfen im Vergleich mit Pelargonium (reniforme/sidoides)

Wurzelextrakt, Presssaft aus Echinacea purpurea (Purpursonnenhutkraut) und Echinacea-Ur-

Abb.: Entzündungshemmende Kapazität von toxi-loges® Tropfen im Vergleich mit Pelargonium (renifortinktur

(Ø) (aus toxi-loges® Tropfen) (alle 0,5 %) an primären humanen Monozyten. Die Zahlen geben den

me/sidoides)

mittleren prozentualen

Wurzelextrakt,

Hemme

Presssaft

ekt an,

aus

gemessen

Echinacea

als

purpurea

Freisetzung

(Purpursonnenhutkraut)

von IL-1β, TNFα, IL-6, IL-8

und

und

Echinacea-Ur-

PGE2

tinktur aus Monozyten, (Ø) (aus toxi-loges® die durch Tropfen) Lipopolysaccharide (alle 0,5 %) (LPS) an primären stimuliert humanen wurden. Monozyten. Die Zahlen geben den

mittleren prozentualen Hemme ekt an, gemessen als Freisetzung von IL-1β, TNFα, IL-6, IL-8 und PGE2

aus Monozyten, die durch Lipopolysaccharide (LPS) stimuliert wurden.

> DAS PTA MAGAZIN -- S o n d e r p u b l i k a t i o n -- 12/2012 <

Entzündungshemmende Potenz von toxi-loges® Tropfen

anti-in ammatorische

anti-in Potenz ammatorische

Potenz

nisch erhöhter Infektneigung ließen sich diese Ergebnisse bestätigen

bei gleichzeitig deutlicher Zunahme der Antikörperspiegel

im Serum. 4

Anwendung von toxi-loges®

toxi-loges ® wirkt in allen Krankheitsphasen einer Erkältung und

nicht nur bei den ersten Krankheitsanzeichen. Auch chronische

Infekte bessern sich unter der Einnahme von toxi-loges ® . Durch

die entzündungshemmende Wirkung können Komplikationen

wie eine bakterielle Zweitinfektion, also eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)

oder Bronchitis, oft verhindert werden.

Bei schweren bakteriellen Infekten, die eine antibiotische

Therapie erfordern, wird toxi-loges ® als erfolgreiche Begleittherapie

eingesetzt.

Die Tropfen sind unverdünnt oder mit etwas Flüssigkeit mit

Abstand zu den Mahlzeiten einzunehmen. Zur Vermeidung von

Rückfällen sollte nach Abklingen der akuten Symptome noch

zwei bis drei Tage die für chronische Zustände empfohlene Dosis

genommen werden.

Für die Behandlung fieberhafter Erkältungskrankheiten bei

Kindern ab dem zweiten Lebensjahr sind toxi-loges ® Tabletten

geeignet. Diese enthalten Baptisia, Eupatorium, Aconitum und

Ipecacuanha.

1 2 Fiebich BL: Der Allgemeinarzt 2005; 27 (17): 73, Tata PS: Erfahrungsheilkunde 1983; 32: 344–7,

3 4 Cubasch H, Stocksmeier U: Therapiewoche 1992; 42: 990–1000, Ricken KH: TW Sport + Medizin

1994; 6: 355–7

toxi-loges® Tropfen. 10 g (10 ml) Mischung enthalten die Wirkstoffe: Echinacea Ø 2,00 g, Eupatorium perfoliatum Ø 1,00 g, Baptisia (HAB 34) Ø (HAB, Vorschrift 3a) 1,00 g, China Ø 0,40 g, Bryonia Dil. D4

vinos. 1,85 g, Aconitum Dil. D4 vinos. 1,85 g, Ipecacuanha Dil. D4 vinos. 1,85 g. Sonstiger Bestandteil ist Likörwein. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen

Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Besserung der Beschwerden bei Infekten der oberen Atemwege. Gegenanzeigen: Chininüberempfindlichkeit, Überempfindlichkeit gegen einen der Wirk- oder

Hilfsstoffe oder gegen Korbblütler. Aus grundsätzlichen Erwägungen nicht anzuwenden bei progredienten Systemerkrankungen wie Tuberkulose, Leukosen, Kollagenosen, Autoimmun-Erkrankungen,

Multipler Sklerose, AIDS-Erkrankung, HIV-Infektionen und anderen chronischen Viruserkrankungen. Nebenwirkungen: In einzelnen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Für

Arzneimittel mit Zubereitungen aus Sonnenhut wurden Hautausschlag, Juckreiz, selten Gesichtsschwellung, Atemnot, Schwindel und Blutdruckabfall beobachtet. In seltenen Fällen können nach Anwendung

von chininhaltigen Arzneimitteln Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautallergien oder Fieber auftreten. Hinweis: Eine Sensibilisierung gegen Chinin oder Chinidin ist möglich. Warnhinweise: Enthält

38 Vol.-% Alkohol. Dr. Loges + Co. GmbH, Schützenstraße 5, 21423 Winsen (Luhe)

toxi-loges® Tabletten. 1 Tablette enthält die Wirkstoffe: Eupatorium perfoliatum Ø 20,0 mg, Baptisia (HAB 34) Ø (HAB, Vorschrift 3a) 50,0 mg, Aconitum Trit. D4 20,0 mg, Ipecacuanha Trit. D4 20,0 mg.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Magnesiumstearat. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab.

Dazu gehören: Fieberhafte Erkältungskrankheiten. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Es sind keine Nebenwirkungen

bekannt. Warnhinweis: Enthält Lactose. Bitte Packungsbeilage beachten. Dr. Loges + Co. GmbH, Schützenstraße 5, 21423 Winsen (Luhe)

-12 -12 %

-10 %

-10 %

0 %

0 %

pro-in ammatorische

pro-in ammatorische

Potenz

Potenz

Vergleichspräparat A

Vergleichspräparat Pelargonium reniforme/sidoides

A

Pelargonium Wurzelextrakt reniforme/sidoides

(Umckaloabo®)

Wurzelextrakt Vergleichspräparat (Umckaloabo®) B

Vergleichspräparat Presssaft aus Echinacea B purpurea

Presssaft (Purpursonnenhutkraut)

aus Echinacea purpurea

(Purpursonnenhutkraut)

15 %

28 28 %

32 %

32 %

10 % 20 % 30 % 40 %

10 % 20 % 30 % 40 %

Vergleichspräparat C

Echinacea Vergleichspräparat Urtinktur C

Echinacea Urtinktur

Vergleichspräparat D

Homöopathisches Vergleichspräparat Komplexmittel D

(toxi-loges® Homöopathisches Tropfen) Komplexmittel

(toxi-loges® Tropfen)

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