Gerhard Schwarz - Menschen für Tierrechte Bayern e.v.

animal2000

Gerhard Schwarz - Menschen für Tierrechte Bayern e.v.

Ausgabe Sommer 2011

BLICKPUNKT

... denn Mitleid ist zu wenig!

Vegetarier sind...

Wildpferde in Dülmen

Stierkampf und Rodeo Frankreich

Fiesta mit Esel

Donnerstag ist Veggitag

Jahreshauptversammlung

REACH

Gnadenhof Fränkische Schweiz


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Inhalt

02 Inhalt + Impressum

03 Vorwort

04 Pero Palo – Fiesta mit Esel

05 Traueranzeige Gerhard Schwarz

06 Kampagne „Vegetarier sind...“

08 Gnadenhof Fränkische Schweiz

Nürnberger Delfine

09 Gnadenhof Fränkische Schweiz

Erlebnismesse „Tier und Natur“

Impressum

Herausgeber/V.i.S.d.P. animal 2ooo -

Menschen für Tierrechte Bayern e. V.

Landesverband gegen Tierversuche,

Intensivtierhaltung und sonstige Formen

der Ausbeutung von Tieren

Anschrift:

Netzegaustr. 1

81377 München

Telefon: 089/5469050

Redaktion:

M. Steck, H. Rudolph, K. Schmid

Gabriela Mieth, S. Westermaier

Gestaltung:

Mitglieder von animal 2ooo

10 Wildpferdefang Dülmen

11 Stierkampf in Frankreich

Fragliche Mitgliederwerbung

12 REACH

13 Rodeo Frankreich

Kleiner Erfolg auf EU Ebene

14 Tierschutzinformationen

15 Postkarte Bundesjustizministerin

Beiliegend Einladung Mitgliederversammlung

Blickpunkt ist die Mitgliederzeitung von

animal 2ooo - Menschen für Tierrechte

Bayern e.V.

www.animal2000.de

Hinweis: Wir verzichten in diesem Heft auf die

Schreibweise wie „die TierrechtlerInnen“ und verwenden

stattdessen die grammatikalisch männliche

Form „die Tierrechtler“, wenn es sich um gemischte

Gruppen handelt. Wir hoffen, dass Sie auch diese

Schreibweise als politisch korrekt empfinden.

Druck:

WDS Druck Bohlinger, Kempten

Auflage: 1.000 Stück

Bezugspreis:

im Mitgliedsbeitrag enthalten

Erscheinungsweise: 2 mal jährlich

Mitglied bei:

Menschen für Tierrechte Bundesverband

der Tierversuchsgegner e.V.


Liebe Mitglieder und Freunde,

zu allererst habe ich eine traurige Pflicht zu erfüllen: Ich

muss Ihnen/Euch mitteilen, dass unser Ehrenmitglied und

langjähriger Freund und Mitstreiter Gerhard Schwarz nach

längerer Krankheit Mitte Mai gestorben ist.

Wir „alten Hasen“ haben ja nicht mehr so recht daran

geglaubt, aber ich denke, der Tierschutz und die Tierrechte

sind dabei, in der Mitte der Gesellschaft anzukommen. Es

mag ja auf den ersten Blick übertrieben erscheinen, aber

der Tierschutz schwimmt bei uns auf einer Welle mit, die

weltweit (wenn auch mit anderen Themen) zu verzeichnen

ist: Das Volk ist vielerorts nicht mehr bereit, sich von den

Mächtigen an der Nase herumführen zu lassen und hat mit

dem Internet einen Weg gefunden, unabhängig von den

Mächtigen miteinander zu kommunizieren. Das sieht man in

einigen arabischen Ländern, wie Tunis oder Ägypten, aber

auch (was natürlich kaum vergleichbar ist) bei Stuttgart 21

und in der Folge bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg.

Auch Angela Merkels Atomkraftwerks-Moratorium ist

als prophylaktische Maßnahme gegen ein Wiedererstarken

der Anti-Atombewegung zu sehen.

Nachdem über Jahre hinweg nachmittags in irgendeinem der

Fernsehprogramme eine Zoosendung zu sehen war, nachdem

kurz hintereinander zwei Bücher über Vegetarismus

(und die zugehörige Promotion-Werbung) erschienen sind,

die es bis in die Literatur- und Feuilleton-Ecke renommierter,

seriöser Publikationen oder Programme zum Zeitgeschehen

geschafft haben (und ein kleiner Dioxin-Skandal mitgeholfen

hat) ist es passiert: „Fleischlos glücklich - Warum es heute

hip ist, vegetarisch zu essen“ lesen wir auf der Titelseite

des „stern“ (Nr. 04/2011). Aber nicht nur der Vegetarismus

hat Fortschritte gemacht: Die Tierschutz-Verbandsklage *)

auch! Sie gab es bisher nur im Bundesland Bremen, doch

jetzt geht es in Nordrhein-Westfalen und im Saarland weiter.

Dabei ist zu beachten, dass im Saarland die Tierschutz-

Verbandsklage bundesweit erstmalig auch von CDU und FDP

befürwortet wird. In Hamburg das Klagerecht beschlossen.

Auch in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz ist

jeweils mit einer Verbandsklage zu rechnen, denn diese sind

in den neuen grün-roten bzw. rot-grünen Koalitionsverträgen

explizit vereinbart. Des Weiteren ist es nicht so lange her,

dass in Niedersachsen die Landwirtschaftsministerin wegen

einer Tierschutzsache zurücktreten musste. Ihr Nachfolger

im Amt Lindemann hat prompt 38 Punkte gefunden, bei

denen er den Tierschutz in seinem Amtsbereich konkret

verbessern will. Zumindest sagt er das. Wir wollen hoffen,

dass sich auch in Bayern die Dinge bewegen werden. So

ganz sattelfest wie früher sitzt die CSU nicht mehr auf dem

hohen Ross…

Insofern darf ich meine

Bitte vom letzten Mal

wiederholen: Bekennen

Sie sich zum Tierschutz

bei jeder halbwegs

passenden Gelegenheit.

Sie müssen nicht

„missionieren“, einfach

nur ausdrücken, dass

Ihnen persönlich das

Wohlergehen aller Tiere

wichtig ist. Je mehr

Gespräche beim Friseur

oder tweets bei twitter

um das Thema Tierschutz

gehen, umso besser.

Herzlichst

Pedro de la Fuente

* Die angestrebte Tierschutz-Verbandsklage soll es seriösen

Tierschutz-Verbänden ermöglichen, staatliches Handeln in

Sachen Tierschutz durch die Gerichte überprüfen zu lassen

ohne hierzu das Wohlwollen eines Staatsanwalts zu brauchen.

Mitgliedsbeitrag

Wir bitten diejenigen Mitglieder unter Ihnen, die ihren Beitrag

nicht per Lastschrift einziehen lassen und ihn selbst

noch nicht überwiesen haben, umgehend zu bezahlen. Der

Jahresbeitrag ist laut Satzung jeweils am 1. März fällig.

Besonders ärgerlich sind Rücklastschriften. Ob wegen

fehlender Deckung oder Widerspruch des Kontoinhabers,

uns werden bis zu 8 € zusätzlich abgezogen. Sollten Sie

keine Lastschrift mehr wünschen, teilen Sie uns das bitte

rechtzeitig mit. Die 8 € sollten lieber den Tieren als den

Banken zugute kommen.

03


Pero Palo – Fiesta mit Esel in Villanueva de la Vera

Einen wenig erfreulichen Faschingsdienstag erlebte dieses

Jahr ein Esel im spanischen Dorf Villanueva de la Vera. Touristen

sind in dem beschaulichen Ort normalerweise äußerst

willkommen. Nur einmal im Jahr, am Fastnachtsdienstag,

sollten Auswärtige den Ort unbedingt vermeiden. Dann

steigt nämlich die „Fiesta del Pero Palo“. Dabei wird ein Esel

über einen längeren Zeitraum enormem Stress ausgesetzt,

der oft seine körperliche Leistungsfähigkeit übersteigt.

Man muss sich das so vorstellen: Alkoholgeruch liegt über

dem Ort. Von überall torkeln einem Betrunkene entgegen,

obwohl es noch früh am Morgen ist. In den engen Gassen

werden Gewehrschüsse abgegeben. Die Lautstärke ist ungeheuer.

Unterhaltung artet in Geschrei aus, das kaum von

den Glocken übertönt wird, die einige Leute dabei haben.

Inmitten dieses Chaos wird ein Esel abgeladen und ins mit

alkoholisierten Menschen voll gestopfte Foyer des Rathauses

gebracht.

Augenzeugen berichten, dass dem Esel dort früher hochprozentiger

Alkohol eingeflößt wurde. Sicher ist, dass in

dem geschlossenen Raum mit Gewehren herumgeballert

wird. Ein Reiter, der so betrunken ist, dass er sich kaum auf

dem Tier halten kann, wird auf den Esel gehoben und das

Tier wird nun in die engen Gassen mit der dicht gedrängten

Menschenmenge entlassen. Der Weg, den der Esel zurücklegen

muss, dauert normalerweise keine fünf Minuten. Da

er jedoch kontinuierlichen Übergriffen und Lärm ausgesetzt

ist, bricht er immer wieder zusammen und muss umständlich

von vielen Männern auf die Beine gestellt werden. Eigentlich

sollte der Esel von einem Ring von Männern vor der

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feiernden Menge geschützt werden, doch auch diese tragen

zu seinem Leiden bei. Sie erschrecken ihn, in dem sie wie

Frösche vor ihm auf und abspringen.

Bis 1986 kamen die Esel alljährlich zu Tode. Erst seit britische

Tierschützer sich einmischten, überlebten die Esel die

Tortur. Doch auch heute noch sieht man deutlich, dass das

Tier erschreckt ist und klatschnass von Schweiß wieder in

den Transporter flüchtet.

Im Jahr 2003 machte sich Initiative Anti-Corrida selbst ein

Bild von de Fiesta. Die Atmosphäre war äußerst gereizt.

Jeder Auswärtige war automatisch verhasst, da es sich um

einen potentiellen Tierschützer handeln könnte. Es kam zu

körperlichen Übergriffen. Die Beobachtungen der Tierschützer

bestätigten, dass es trotz des neu eingeführten Tierschutzgesetzes

keinerlei Verbesserungen für das Tier gab.

Leider verlief die damalige Anzeige im Sand. Ein Boykott-

Aufruf für die Produkte der Region brachte nichts. Auch die

alljährliche Protestwelle wurde von den Behörden vollkommen

ignoriert.

Am Aschermittwoch dieses Jahres berichteten die Tageszeitungen

der Region, der Esel habe nicht gelitten. Er sei nicht

gestürzt und es wären keine Tierschützer vor Ort gewesen.

Das war ein Irrtum, denn spanische Tierschützer waren vor

Ort und filmten, wie der Esel zusammenbrach. Zum Beweis

stellten sie die Aufnahmen auf YouTube ein.

Unser Verein half im Anschluss bei der Suche nach einem

Gutachter, denn die spanische Tierrechtsorganisation Asociación

Nacional Para el Bienestar y la Protección de los Animales

(ANPBA) will den Vollzug des Tierschutzgesetzes der

Provinz Extremadura einklagen. Auch die Übersetzung des

Gutachtens in die spanische Sprache wird von uns finanziert.

Wir hoffen, dass wir Ihnen in den nächsten Jahren berichten

können, dass sich die Einwohner von Villanueva de la Vera

dazu entschlossen haben, ganz auf ein Tier zu verzichten

und statt dessen das bereits existierende lebensgroße Modell

durch den Ort zerren.


Nachruf Gerhard Schwarz (von P. de la Fuente)

Wie lange ich schon Gerhard Schwarz kannte, weiß ich

nicht. Sehr lange! Vielleicht 25-30 Jahre. Ich weiß auch nicht

mehr, wo ich ihn zum ersten Mal getroffen habe. Es könnte

bei einer der Demos gewesen sein, die es damals alle paar

Monate gab: München, Stuttgart, Basel, Strasbourg; auch in

Ulm gab es ein paar Mal eine... Er war immer mit Herzblut

dabei, wenn es darum ging, etwas für die Tiere zu tun, und

er hatte die seltene Gabe, da zu sein und mit anzupacken,

wenn man Hilfe benötigte. Immer positiv und zu einem Witz

bereit, das war zumindest die Art, wie man ihn kannte. Auch

nachdem er von seiner Krankheit und seiner verkürzten

Lebenserwartung erfahren hatte. Gerhard war einfach nicht

der Typ, der andere an seinem Seelenleben hätte teilhaben

lassen.

Als ich um die Jahrtausendwende Referent beim Bundesverband

wurde, war auch er Referent dort und ich kann

mich an etliche, sehr kurzweilige Zugfahrten erinnern nach

der Teilnahme an Vorstandssitzungen des BV in Frankfurt.

Ich musste direkt aufpassen, den Ausstieg in Ulm nicht zu

verpassen.

Wir waren uns bei Sachthemen nicht immer einig. Ganz

besonders gestört hat ihn die Änderung des zweiten Teils

unseres Vereinsnamens von „Tierversuchsgegner Bayern

in Menschen für Tierrechte Bayern“. Einmal verhinderte er

es bei der Mitgliederversammlung, doch ein Jahr später

Unser Ehrenmitglied ist von uns gegangen

*Gerhard Schwarz*

Er hat sich unermüdlich für die Ärmsten der Armen eingesetzt,

die er so geliebt hat: die Tiere. Besonders wichtig war

ihm die Abschaffung der Tierversuche nach dem Grundsatz:

Medizinischer Fortschritt ist wichtig,

Tierversuche sind der falsche Weg.

wurde der Vorschlag des

Vorstandes akzeptiert.

Gerhard war stocksauer

und trug sich mit dem

Gedanken des Austritts,

doch das war für den

Vorstand inakzeptabel.

Dieser beschloss,

Gerhard Schwarz

zum Ehrenmitglied zu

ernennen, um ihn zum

Bleiben zu bewegen.

Was er dann tat mit den

Worten: „Ihr Schlawiner!“. animal 2ooo und viele andere

Tierschutzvereine - und natürlich viele Tiere - haben Gerhard

unendlich viel zu verdanken. Auch die Vereinigung „Ärzte

gegen Tierversuche“, deren Geschäftsführer er nach seiner

Pensionierung etliche Jahre war, hat er -durch seine professionelle

und kontinuierliche Arbeit- zu dem gemacht, was sie

heute ist.

Wir haben mit Gerhard Schwarz einen jahrelangen, konsequent

engagierten Mitstreiter für die Sache der Tiere

verloren. Einen, dem die Sache wichtig war, nicht die eigene

Person. Das ist im Tierschutz keine Selbstverständlichkeit.

Wir haben ihn als immer positiven und hilfsbereiten Mitstreiter

erlebt und sind tief traurig über seinen viel zu frühen Weggang.

Der Vorstand von animal 2ooo

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06

Vegetarier sind...

unsere neue Kampagne in Zeitungen, bei Facebook, als

Postkarten in Bars und Restaurants bayernweit, trifft den

Nerv der Zeit. Überall ist, aus unterschiedlichen Gründen, zu

lesen: Vegetarier - für eine bessere Welt.

Bei keinem Thema, kann der Verbraucher so einfach mitbestimmen

und aktiv Tierleid verhindern.

Besuchen Sie uns auf der Seite:

www.vegetarier-sind.de

oder auf Facebook

.. und gewinnen Sie jeden Monat tolle Preise.

Auch können Sie ihr persönliches vegetarisches Lieblingsrestaurant

in der Karte finden oder markieren lassen.

Die Motive können Sie auch als Postkarten bestellen.

Vielen Dank am Emmerich Buchmüller für die tolle Gestaltung

der Kampagne.


08

Donnerstag ist Veggitag

Über den Veggitag wird weltweit informiert. Unternehmen

von Weltrang, wie der Sportartikelhersteller Puma und eine

Vielzahl von Schulen und Universitäten engagieren sich

bereits für diesen Tag und haben den Donnerstag gewählt.

Was der Einzelne durch die Reduzierung seines Fleischkonsums

für das Klima, die Umwelt und seine eigene Gesundheit

tun kann liegt vor ihm auf dem Teller. Der Donnerstag

mit vegetarischer Ernährung ist ein idealer Anfang. Über den

Tellerrand schauen ist gesund in jeder Hinsicht.

animal 2ooo hat sich der Kampange des Vegetarierbund

Deutschland e.V. (VEBU) angeschlossen und Unterschriften

für einen vegetarischen Münchener Donnerstag gesammelt.

www.donnerstag-veggietag.de

Auch die Jugendtierschutzgruppe AnimalsUnited tritt für den

Veggitag in München ein, nach dem Beispiel von Gent und

Bremen.

Schreiend rennt das verfolgte Lebewesen über den belebten

Platz in der Münchner Fußgängerzone. Mit scharfem Messer

und erhobener Gabel ist der Mensch ihm auf den Fersen.

Er sticht zu - das gequälte Tier stürzt zu Boden - Sekunden

später fällt auch er um - beide liegen reglos da. Informationsbroschüren

zum Fleischkonsum wirbeln durch die

Luft. Umherstehende Passanten stürzen gleichzeitig auf den

steinernen Boden - liegen bewegungslos – tot. Ein modernes

Schauspiel? Nein. Was hier in Szene gesetzt wird, ist tägliche

Realität auf den Esstischen und Tellern dieser Welt.

Was so harmlos klingt, ist von großer Bedeutung für den

Tierschutz. Der Bayerische Verwaltungsgerichthof (BayVGH)

hat kürzlich mit dieser Feststellung entschieden, dass der

Nürnberger Zoo gemäß dem Bayerischen Umweltinformationsgesetz

(BayUIG) umfangreiche, bisher zurückgehaltene

Unterlagen zur Delfinhaltung herausrücken muss.

animal 2ooo hatte schon vor Jahren die Herausgabe von

Informationen zum Memminger Fischertag unter Berufung

auf das BayUIG (mit einiger Mühe) erreicht, doch dieser

Fall geht weiter, da die Nürnberger Delfine nur sehr bedingt

Kontakt mit der Umwelt haben. Wir sind gespannt auf die

Urteilsbegründung. Möglicherweise müssen die Bayerischen

Behörden künftig auch ihre Unterlagen zu Massentierhaltungen

oder Zirkussen offenlegen.

Mit dieser effektvollen

Aktion zur Information

wollen die Münchner Jugendlichen

auf den, vom

eigenen Teller aus

gehenden Fleischwahnsinn

im Zusammenhang

mit Klimawandel

und Achtlosigkeit des

Konsums von Lebewesen

aufmerksam machen.

Nach beispielhaftem

Umdenken in der belgischen

Stadt Gent oder im

deutschen Bremen wird

mit dieser Flashmob-Aktion

dazu angeregt, beim

persönlichen Essverhalten

über den eigenen Tellerrand

zu blicken.

Schreiben auch Sie einen Brief an Oberbürgermeister Ude

mit der Bitte auch die Stadt München ein bisschen (tier)

freundlicher und ökologischer

werden zu lassen.

Landeshauptstadt München

z.Hd. Oberbürgermeister Christian Ude

80313 München

Nürnberger Delfine sind „Umweltbestandteile“


Gnadenhof Fränkische Schweiz

Der Gnadenhof Fränkische Schweiz e.V. in Stein bei Pegnitz

bietet gequälten, verletzten oder verlassenen Tieren einen

sicheren Lebensabend. Der Gnadenhof (eine private Einrichtung

zur Tierhilfe) ist privat von Monika Pracht gegründet

worden und feiert in diesem Jahr sein 20 jähriges Jubiläum.

Um die finanziellen Mittel kümmert sich der eigens hierfür

gegründete Förderverein Gnadenhof für Tiere e.V. .

Ende letzten Jahres besuchten zwei Mitglieder von

animal 2ooo den Gnadenhof um sich ein Bild von dem Hof

zu machen. Wir unterstützten die Arbeit von Monika Pracht

mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro.

Stellvertretend für die vielen Tiere auf dem Hof die finanzielle

Hilfe dringend nötig haben, berichten wir von einem:

Die kleine Pony-Stute Bellinda, ca. 20 Jahre alt, die seit 5

Jahren auf dem Hof wohnt, ist das jüngste Beispiel der Kostenexplosion

unserer Tierschutzeinrichtung.

Die Tierarztversorgung inklusive OP verursachte in den letzten

Wochen eine Summe von mehr als 3.500 €. Das Mini-Pony,

das aus Gründen der Überzüchtung an extremer Zahnfehlstellung

leidet, musste zweimal operiert und aufwendig

nachversorgt werden, um letztlich nicht zu verhungern.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende oder einer Patenschaft.

Infos dazu unter www.gnadenhof-fränkische-schweiz.de

animal 2ooo

Spardabank München

Konto-Nr.: 26 55 900

BLZ: 700 905 00

Stichwort: Gnadenhof Pegnitz

Erlebnismesse Tier & Natur 28./29.5.11 in Fürstenfeldbruck

Auch heuer waren wir wieder ein Wochende bei der Erlebnismesse

Tier&Natur in Fürstenfeldbruck mit einem gut

bestückten Messestand vertreten.Unser Stand erhielt viel

Zulauf und positiven Zuspruch. Erfreulich war, wie viele

Menschen auf uns zukamen und erzählten, daß auch sie seit

Jahren kein Fleisch mehr essen.

Bei einigenTeilnehmern fragten wir uns schon, ob sie nicht

irrtümlich zur falschen Veranstaltung gefahren waren. Umringt

von Salamiverkäufern, Kaninchenzüchtern und Jägern

vertraten wir friedlich und standhaft unsere Prinzipien und

Weltanschauungen. Wegen unseres evtl. doch sehr provokanten

Transparents mit dem Text „Jagd ist Mord.Punkt“

erwarteten wir schon einen Warnschuss, zumindest aber

lautstarken Protest aus dem benachbarten Jagdrevier. Man

gestand uns aber absolute Schonzeit zu.

Gegenüber von uns überzeugte eine powervolle junge Truppe

der Tierrechtsinitiative München mit einer tollen veganen

Kochschau, von der auch wir in Form von Kostproben und

Restevertilgung provitierten.

Leider waren auch ein paar etwas zwielichtige Tierschutzvereine

da, denen es offensichtlich nur um Mitgliederwerbung

durch Drücker ging.

Die schönste Freude war der Besuch etlicher von uns im

letzten Jahr vermittelter Hunde aus Ungarn mit ihren Familien,

die aus dem ganzen Landkreis angereist kamen.

Auf dem Foto sehen Sie Amarok (Inuit für Wolf) mit seinem

neuen Frauchen, der Hundeflüsterin Daniela Huether und

seinem kleinen Mitbewohner.

Trotz schmerzender Füße und Heiserkeit am Sonntagabend

- insgesamt ein schönes und gelungenes Wochenende.

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Wildpferdefang in Dülmen

Schon seit Jahren kritisiert animal 2ooo – Menschen für

Tierrechte Bayern e.V. den Wildpferdefang in der Nähe

von Dülmen. Hier lebt eine Herde von Wildpferden, deren

Besitzer die Herzöge von Croy sind. Um die Kopfzahl in der

Herde möglichst konstant zu halten, werden im Frühjahr die

einjährigen Hengste heraus gefangen, mit einem Brandzeichen

versehen und versteigert. Hierbei kritisieren wir vor

allem den ruppigen Umgang mit den Tieren, die nicht selten

bei der Veranstaltung verletzt werden.

Durch unser Engagement konnte schon einiges verbessert

werden:

So werden die Fänger mittlerweile geschult und die versteigerten

Jährlinge dürfen nicht gleich abtransportiert

werden, sondern können sich über Nacht ausruhen. Dennoch

gibt es Punkte, die dringend der Änderung bedürfen.

Ein Verbot des alljährlichen „Spektakels“ würde den Wildpferden

am meisten helfen. Da dies schwer durchzusetzen ist,

versucht animal 2ooo durch Forderungen die Veranstaltung

für die Tiere erträglicher zu machen.

In diesem Jahr baten wir in einem Schreiben an die Herzöge

von Croy auf den sehr umstrittenen Heißbrand der Tiere

nach dem Fangen zu verzichten. Durch diese altertümliche

Methode, die Tiere zu markieren, werden ihnen unnötige

Schmerzen zugefügt. Brandwunden schmerzen über einen

langen Zeitraum und die Pferde wehren sich heftigst dagegen.

Die Alternative ist ein Mikrochip, der durch einen Fachmann

gesetzt wird.

In einem gerade erhaltenen Schreiben lässt man uns wissen,

dass man den Schenkelbrand beim Wildpferdefang 2011

nicht in Anwendung bringen wird! Ein weiterer kleiner Erfolg

für uns und die Tiere.

Das Magazin „P.M. Fragen & Antworten“ aus dem Verlagshaus

Gruner & Jahr beantwortet in der Ausgabe 03/11 die

Frage „Gibt es in Deutschland Wildpferde?“ und berichtete

dabei positiv über das Dülmener Wildpferdefangen und die

anschließende Verlosung einiger Tiere.

Es ist verantwortungslos Tiere wie eine Sache zu verlosen.

Ein Tier ist kein Gegenstand bei dem es egal ist, in welche

Hände er gerät. Fühlende Lebewesen, die eine art- und

fachgerechte Pflege und Unterbringung benötigen, sollten

nicht an irgendwen im Publikum verlost werden.

Aufgrund von Protesten unsererseits bedauerte die Redaktion

den unkritischen Umgang mit der Veranstaltung und

wies deutlich daraufhin, dass dies nur durch Unwissenheit

passierte. Im Heft 06/11 wurde ein Leserbrief abgedruckt

um auf die Missstände hinzuweisen.

Ausführliche Informationen und Videos aus den letzten Jahren

gibt es unter http://www.anti-rodeo.org/duelmen.htm


Stierkampf in Frankreich

Im April 2011 erklärte Frankreichs Kulturminister den

Stierkampf überraschend zum „immateriellen Kulturerbe“.

Nicht nur französische Tierrechtler waren schockiert. Aus der

ganzen Welt ging Protest im Ministerium ein. Eine sofortige

Rücknahme der Einstufung wurde gefordert. Um dieser

Forderung Nachdruck zu verleihen, wurde für Ende Mai eine

internationale Großdemo in Paris angesetzt.

Initiative Anti-Corrida unterstützte den Protest im Vorfeld

und trug zu den Kosten für die Demo bei, die finanziell sehr

aufwendig geplant war, um einen größtmöglichen Eindruck

zu hinterlassen. Auf einem riesigen Bildschirm sollten Szenen

der Corrida gezeigt werden. Ebenso wurden extra für den

Protest Flugblätter gedruckt. Bei Redaktionsschluss war

noch nicht klar, ob die Protestaktion Erfolg haben würde.

Wir werden dazu auf unserer Website www.anti-corrida.de

berichten.

Fragliche Mitgliederwerbung

Der BdT (Bund deutscher Tierschützer) stand schon des Öfteren

in der Kritik. Jetzt gibt es einen interessanten Podcast

der ARD, dessen Kurzbeschreibung viel aussagt:

„Eine Fußgängerzone, irgendwo in Deutschland. Ein Lächeln,

ein Werbestand. Ein Katalog mit Fotos von gequälten Tieren.

Einige Passanten bleiben stehen, ehe sie sich versehen,

habe sie unterschrieben und sind zahlendes Mitglied eines

Tierschutzvereins. Was für Vereine sind das, für die freundliche

junge Menschen bis zu zehn Stunden am Tag in deutschen

Innenstädten werben? Wer sind die jungen Werber?

Manuela, jahrelang in einer von einem Tierschutzverein

beauftragten Werbeagentur als „Drückerin“ beschäftigt,

führt uns in die Halbwelt der sklavenähnlich organisierten

„Drücker-Szene“. Eine Reise, die direkt in die Hinterzimmer

eines milliardenschweren Spendenmarktes führt. Auf dem

mit ein paar Tricks richtig viel Geld gescheffelt werden kann

- auch in die eigene Tasche.“

Genau solche Vereinigungen trüben das Bild und machen

es seriösen Vereinen schwer, die Spenden und Mitglieder

tatsächlich nötig haben, um ihre Vereinsziele verfolgen zu

können.

Nachdem ein Mitglied von animal 2ooo den BdT in der

Heidenheimer Fußgängerzone entdeckt hatte, informierte es

das zuständige Ordnungsamt. Die Behörde antwortete, dass

die Vorgehensweisen des BdT bekannt sind und daher keine

Genehmigung ausgestellt wird und der BdT ohne Genehmigung

und ohne die Kenntnis des Ordnungsamtes einen

Infostand durchgeführt hat.

Sollten Sie in ihrer Fußgängerzone angesprochen werden,

informieren Sie ihr Ordnungsamt über die Vorgehensweise

des BdT und bitten Sie dort darum, in Zukunft keine Genehmigung

zu erteilen.

(Podcast: web.ard.de/radio/radiofeature und dann Radiofeature

Feburar 2011 „Die Drückerin“ wählen)

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REACH - Chemikalienverordnung

Im Jahre 2007 wurde die sogenannte REACH (Registrierung,

Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien)-Verordnung

auf EU-Ebene erlassen. Diese besagt, dass unzählige Chemikalien,

welche sich teilweise seit 20-30 Jahren (oder noch

länger!!) auf dem Markt befinden, auf ihre Giftigkeit (Toxizität)

überprüft werden müssen. Dies soll im Tierversuch

geschehen. Schätzungen gehen von bis zu 54 Millionen Tieren

aus, welche für dieses Projekt leiden und sterben sollen.

Dies ist nicht nur ethisch absolut verwerflich, sondern auch

wissenschaftlicher Blödsinn. Tierversuche sind nicht auf den

Menschen übertragbar. Bestes Beispiel hierfür ist Penicillin,

eines der bedeutendsten Medikamente für den Menschen.

Die Versuchsmeerschweinchen starben jedoch nach wenigen

Tagen daran. Dafür vertragen Meerschweinchen Strychnin,

ein absolut tödliches Gift für den Menschen. Derartige Beispiele

können ewig weitergeführt werden.

Zurück zu REACH: Es handelt sich hierbei um Chemikalien des

täglichen Gebrauchs, wie Farbe, Öle, Lacke oder Kunststoffe.

Absurd ist, dass von vielen dieser Chemikalien, die seit Jahrzehnten

auf dem Markt sind, schon zahlreiche Informationen

und Daten vorliegen, welche teilweise bereits am Menschen

gewonnen wurden. Statt Standarttests an Tieren zu machen

und anschließend zu spekulieren, welche Informationen hierdurch

für den Menschen gewonnen werden, könnte man bereits

vorhandene Daten vom Menschen verwenden und systematisch

auswerten.

Auf Druck der Tierversuchsgegnerverbände wurden zumindest

einige positive Klauseln in dieser Verordnung durchgesetzt.

So muss die Industrie ihre Daten austauschen, also Firmen

welche die gleichen Chemikalien herstellen, müssen sich

zu Konsortien zusammenschließen und nur ein Dossier pro

Chemikalie einreichen. Auch müssen die Anträge der Industrie

auf Tierversuche (bei Substanzen mit sehr großer Produktionsmenge

oder bei besonders gefährlichen Stoffen) 45

Tage lang im Internet offenlegen. Tierversuchsgegner haben

hier die Möglichkeit, nachzuforschen, ob die benötigten Daten

bereits anderweitig vorliegen oder auf andere Weise als durch

Tierversuch gewonnen werden können. Zu diesem Zweck

plant animal 2ooo, in Zusammenarbeit mit der Europäischen

Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), eigens

einen Toxikologen fest einzustellen, welcher sich dieser verantwortungsvollen

Aufgabe annimmt. Unzählige Versuche

können so durch einen Fachmann dokumentiert werden, welcher

Ergebnisse zu den Fragestellungen liefert, nach denen

geforscht werden soll und somit die Versuche überflüssig

macht. Wir werden zu gegebener Zeit ausführlicher über die

Entwicklung dieses Projektes berichten.


Rodeo in Frankreich

Seit einiger Zeit arbeitet Initiative Anti-Corrida mit französischen

Tierschützern in Sachen Rodeo zusammen. Genau

wie in Deutschland wussten viele Menschen von Rodeo im

eigenen Land zunächst nichts. Von den Behörden wurden

die Veranstaltungen nicht reglementiert, da keinerlei Wissen

oder Erfahrung darüber vorlag. Gutachten zu Rodeo,

die zeigen, wie wenig tierfreundlich der Umgang mit den

Pferden und Rindern ist, wurden ins Französische übersetzt

und den Behörden vorgelegt. Rodeos in Frankreich wurden

von deutschen und französischen Tierschützern beobachtet.

Druckkosten für Informationsmaterial wurden mitgetragen.

Wie auch in Deutschland teilte das für Sport zuständige

Ministerium mit, dass Rodeo in Frankreich nicht als „Sport“

angesehen wird. Das für diese Veranstaltungen zuständige

Landwirtschaftsministerium nahm Kontakt zu unseren französischen

Partnern auf, um entsprechende Schritte gegen

Kleiner Erfolg bei Tierschutz auf EU Ebene

Die EU-Abgeordnete Karin Kadenbach weist in der Pressesendung

vom 31.05. darauf hin, dass die EU-Kommission,

also der zuständige Verbraucherschutzkommissar John Dalli,

am festgesetzten Datum 01.01.2012 für ein EU-weites Hühnerbatterieverbot

festhalten will. Damit stellt sich die Kommission

gegen Pläne Polens und anderer säumiger Staaten,

diesen Meilenstein in der EU-Tierschutzpolitik zu verwässern

bzw. hinauszuzögern und kommt damit auch den Forderungen

der „Europ. Koalition für Nutztiere“ nach.

So antwortete Johann Dalli, Karin Kadenbach auf ihre Anfrage:

„Was die Frage der Legehennen und die Durchführung

der Richtlinie 1999/74/EG angeht, so hat die Kommission

Kenntnis von dem Antrag der polnischen Behörden, die

Anwendung des Verbots nicht ausgestalteter Käfige aufzuschieben.

Die Kommission hat jedoch nicht die Absicht,

einen Vorschlag auszuarbeiten, der den für das Inkrafttreten

des Verbots vorgesehene Termin, nämlich 01.Januar 2012,

verzögern würde.“

diese Veranstaltungen einzuleiten. Wir hoffen, dass wir Ihnen

dazu bald positive Nachrichten bringen können.

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Tierschutzinformationen

Ein herzliches Dank an dieser Stelle an das Team von

„Bitte schreiben an..“ von animal 2ooo

Dreidimensionale Gewebemodelle können Tierversuche

ersetzen

www.idw-online.de/pages/de/news423721

Am Institut für Chemie und Biologische Chemie der ZHAW

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften wird

menschliches Gewebe im Labor gezüchtet. Damit können

neue Medikamente und Kosmetika im Reagenzglas getestet

und Tierversuche reduziert werden. …

Unicum-Titelgeschichte: Tierversuche im Studium

www.unicum.de

Die Mai-Ausgabe des Hochschulmagazins Unicum ist dem

Thema Tierversuche und Tierverbrauch im Studium gewidmet.

Ab Seite neun kommt die Referentin für das

Bundesverbands-Projekt SATIS für eine humane Ausbildung

zu Wort und stellt neben dem vor Kurzem veröffentlichtem

Ethik-Ranking deutscher Universitäten auch Alternativen vor.

Zudem wird auf die Internetplattform des Bundesverbandes

zur Förderung der tierversuchsfreien Forschung Invitrojobs

hingewiesen.

Stuttgart: Grün-Rot führt Tierschutz-Verbandsklage ein

http://www.fellbeisser.net/news/stuttgart-grun-rot-fuhrttierschutz-verbandsklage-ein

Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte und

seinen Landesverband Baden-Württemberg beginnt mit der

heutigen Wahl des Ministerpräsidenten Kretzschmann der

Countdown zur Umsetzung des Koalitionsvertrags. Dieser

enthält zwei hochrangige Forderungen der Tierrechtler – die

Einführung der Tierschutz-Verbandsklage und eines Tierschutzbeauftragten.

Beck und Lemke für Tierschutzpolitik vom Feinsten - Tierschutz-Verbandsklage

für Rheinland-Pfalz

www.tierrechte.de

Nach Ansicht der Menschen für Tierechte Rheinland-Pfalz

und seines Bundesverbandes besiegelt der rot-grüne Koalitionsvertrag

eine Tierschutzpolitik der Spitzenklasse. Die

zukünftigen Regierungschefs Kurt Beck und Eveline Lemke

wollen in Rheinland-Pfalz die Tierschutz-Verbandsklage

einführen, Tierversuche durch Förderung von Alternativen

abbauen, den Schutz von Exoten und anderen Tieren durch

eine Heimtierschutzverordnung sichern und Tierheime auch

weiterhin finanziell fördern.

Tierische Textilprodukte sollen in Europa gekennzeichnet

werden

www.s-o-z.de/?p=46036

... Das Plenum des EU-Parlaments hat … einem Kompromisstext

zugestimmt, der in Verhandlungen zwischen dem

zuständigen Ausschuss des EU-Parlaments und dem EU-

Ministerrat erarbeitet wurde …

Frankreich erklärt Stierkampf zum Kulturerbe

Das französische Kulturministerium hat den Stierkampf Ende

April zum Kulturerbe gekürt. Die Entscheidung trat kurz vor

Beginn der Stierkampf-Saison in Südfrankreich in Kraft. Die

Aufnahme des Stierkampfs als immaterielles Kulturerbe folgt

einer Initiative aus dem Jahr 2009. Damals hatten fast 50

Städte die Regierung zu der Aufnahme aufgefordert. Doch

das blutige Spektakel gerät zunehmend in Kritik. 2007 befürworteten

mehr als die Hälfte der Franzosen ein Verbot. Mehr

zum Thema unter: www.sueddeutsche.de

Eine Protest-Aktion des Vereins SOS Galgos finden Sie hier:

www.sos-galgos.net

Bessere Tierschutzbestimmungen für Hummer geplant

Die Verbraucherbehörden der Bundesländer beraten derzeit

über eine Verschärfung der Tierschutzbestimmungen für

Hummer, die lebend verkauft werden. Es besteht Einigkeit,

dass das Zusammenbinden der Scheren ein artgemäßes

Verhalten unmöglich macht. Zudem sollen die Aquarien

größer und mit Sichtschutzblechen ausgestattet werden.

Falls die Kommission beschließt, die Empfehlungen umzusetzen,

könnten die strengeren Regeln bald verbindlich werden.

Allerdings wird der Lebendverkauf und der Konsum des

Krustentieres nicht grundsätzlich hinterfragt.

Festakt für die Initiatoren des „Great Ape Project“ in der

Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/ethik-preisfuer-tierrechtler

Die italienische Philosophin Paola Cavalieri und der australische

Philosoph Peter Singer erhalten den mit 10.000 Euro

dotierten „Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung“.

siehe auch http://www.giordano-bruno-stiftung.de/sites/default/files/download/menschenaffen.pdf


Werden Sie aktiv ... denn Mitleid ist zu wenig!

Postkarte bitte ausschneiden und verschicken!

Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, sollen zukünftig zahlreiche bisher

strafbare Delikte wie z.B. das Nachstellen oder Fangen von geschützten Vogelarten nur

noch als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Dies sehe ein unter Federführung von

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) entwickelter Entwurf

eines „Strafrechtsänderungsgesetzes“ (Drucksache 17/5391 des Deutschen Bundestages

vor, über den in den nächsten Wochen im Parlament abgestimmt werden soll. Nach bisher

gültigem Recht macht sich strafbar, wer Exemplare einer streng geschützten Tierart fängt,

tötet oder ihnen auf andere Weise nachstellt. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung

heißt es, dass solche Delikte künftig nur noch dann als Straftat geahndet werden können,

wenn die Handlung eine nicht unerhebliche Menge der Exemplare betrifft und „erhebliche

Auswirkungen auf den Erhaltungszustand der Art hat“. …

Um die geplante Bagatellisierung des Artenschutzstrafrechts zu verhindern, ruft das Komitee

alle Natur- und Tierfreunde in Deutschland auf, bei der Bundesregierung gegen den

vorliegenden Gesetzesentwurf zu protestieren. Gleichzeitig hat das Komitee sowohl das

Bundeskanzleramt als auch die Fraktionen aller im Bundestag vertretenen Parteien über

seine Bedenken informiert und darum gebeten, den Gesetzesentwurf nicht zu unterstützen.

Sehr geehrter Bundesjustizministerin

Leutheusser-Schnarrenberger,

im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie

2008/99/EG wollen Sie Verstöße gegen

den Artenschutz lockern und sogar straffrei

machen, wenn „die Handlung eine unerhebliche

Menge der Exemplare betrifft und

unerhebliche Auswirkungen auf den Erhaltungszustand

der Art hat.“

Diese Rechtsauffassung spiegelt in keinster

Weise das Bestreben der Bevölkerung nach

einem verstärkten Schutz der Tier- und

Pflanzenwelt wider. Ich fordere Sie auf, dem

Wählerwille Rechnung zu tragen und den

entsprechenden Passus aus Ihren Änderungsvorschlägen

zu entfernen.

Unterschrift

Bitte

mit Marke

frei

machen!

Bundesministerium der Justiz

Z.Hd. Frau Ministerin Sabine

Leutheusser-Schnarrenberger

Mohrenstraße 37

10117 Berlin

15


... denn Mitleid ist zu wenig!

Werden auch

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animal 2ooo

Menschen für Tierrechte

Bayern e. V.

Landesverband gegen Tierversuche,

Intensivtierhaltung und

sonstige Formen

der Ausbeutung von Tieren

Anschrift:

Netzegaustr. 1

81377 München

Telefon: 089/5469050

Bankverbindung:

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Konto-Nr.: 26 55 900

BLZ: 700 905 00

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