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Neue Behandlung der feuchten Makuladegeneration - mechentel ...

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The trilingual ophthalmic newsletter for Switzerland

Neue Behandlung der feuchten

Makuladegeneration

NE NE Regelmässig

+ Ranibizumab-Phase III-Studien: RIDE und RiSE zeigen

eine deutliche klinisch signifikante Sehverbesserung

+ Résultats cliniques du laser femtosecond 500 khz

pour la myopie

U

3 Fortschritt in der wAMD-Behandlung 1

3 Buchstabengewinn durch regelmässige Behandlung 2

3 Erleichterung für Arzt und Patient 2 *

* Erleichterung durch weniger Visiten.

Referenzen

1 Papadopoulos N, et al. Binding and neutralization of vascular endothelial growth factor (VEGF) and related ligands by VEGF Trap, ranibizumab and bevacizumab. Angiogenesis 2012 Jun;15(2):171-185

2 Arzneimittel-Kompendium der Schweiz ® ; Fachinformation EYLEA ® (Stand Juni 2012).

behandeln. Einfach.

+ IOL migliorano l’anisometropia nei pazienti ambliopi

04.2012

Gekürzte Fachinformation Eylea ® (Afl ibercept), Lösung zur intravitrealen Injektion in einer Fertigspritze bzw. Durchstechfl asche: Zusammensetzung: 2 mg Afl ibercept in 50 µl Injektionslösung. Hilfsstoffe: Polysorbatum 20, Natrii dihydrogenophosphas monohydricus, Dinatrii phosphas heptahydricus, Natrii chloridum,

Saccharosum, Aqua ad injectabilia q.s. ad solutionem. Indikation: Behandlung der exsudativen (feuchten) altersbedingten Makuladegeneration. Dosierung/Anwendung: Eylea wird in den Glaskörper (intravitreal) injiziert. Eylea 2 mg in 50 µl wird über die ersten drei Monate mit einer 4-wöchentlichen Injektion verabreicht. Nach

jeder Injektion soll der Augeninnendruck des Patienten überwacht werden. Basierend auf den Resultaten der Sehschärfeprüfung und den morphologischen Untersuchungsergebnissen kann die Behandlung nach den ersten 3 Monaten mit 8-wöchentlichen Injektionen fortgesetzt werden und nach dem ersten Behandlungsjahr

eventuell auf alle 12 Wochen ausgedehnt werden. Im Rahmen jeder Behandlung ist eine Kontrolluntersuchung erforderlich. Zusätzliche Kontrollen werden je nach Zustand des Patienten nach Massgabe des behandelnden Arztes empfohlen. Einzelheiten s. Arzneimittel-Kompendium der Schweiz ® . Kontraindikationen: Bekannte

Überempfi ndlichkeit gegenüber Afl ibercept oder einem der Hilfsstoffe; Okuläre oder periokuläre Infektion; Aktive oder vermutete intraokuläre Entzündung; Schwangerschaft, Stillzeit. Warnhinweise/Vorsichtsmassnahmen: Intravitreale Injektionen können eine Endophthalmitis zur Folge haben. Es muss eine aseptische Injektionstechnik

angewendet und die Patienten angewiesen werden, jegliche Symptome, welche auf eine Endophthalmitis hinweisen, unverzüglich zu melden. Erhöhungen des Augeninnendrucks wurden innerhalb von 60 Minuten nach intravitrealen Injektionen beobachtet. Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit nicht ausreichend

therapiertem Glaukom geboten. Unmittelbar nach der intravitrealen Injektion muss der Augeninnendruck und die Perfusion der Sehnervenpapille überwacht werden. Einzelheiten s. Arzneimittel-Kompendium der Schweiz ® . Interaktionen: Es wurden keine Interaktionsstudien mit Eylea durchgeführt. Unerwünschte Wirkungen:

Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit dem Injektionsvorgang traten bei weniger als einer von 1000 intravitrealen Injektionen auf und umfassten Endophthalmitis, traumatischen Katarakt und vorübergehend erhöhten Augeninnendruck. Die häufi gsten unerwünschten Wirkungen (bei mindestens 5%

der mit Eylea behandelten Patienten) waren Bindehautblutung (26.7%), Katarakt (12.8%), Augenschmerzen (10.3%), Glaskörperabhebung (8.4%), Mouches volantes (7.6%) und erhöhter Augeninnendruck (7.2%). Einzelheiten s. Arzneimittel-Kompendium der Schweiz ® . Packung: a) Packung mit 1 Fertigspritze. b) Packung

mit 1 Durchstechfl asche und einer Filternadel. Verkaufskategorie: B. Stand der Information: Juni 2012. Für weitere Informationen siehe Arzneimittel-Kompendium der Schweiz ® . Vertrieb: Bayer (Schweiz) AG, Bayer Healthcare, Grubenstr. 6, 8045 Zürich. L.CH.STH.10.2012.0066-DE

Bayer (Schweiz) AG, Grubenstrasse 6, 8045 Zürich

+ Neu: Swiss Ophthal Online jetzt unter www.swissophthal.ch

L.CH.STH.11.2012.0078-DE


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SWISS

AMD DME RVO

04 | 2012

Massgeschneiderte

Therapie

Passend für jeden Patienten

DIE WELT IST WUNDERSCHÖN > ANZUSEHEN

Gekürzte Fachinformation Lucentis ® (Ranibizumab): Z: Intraokulare Injektionslösung, Ranibizumab 10 mg/ml; Hilfsstoffe: a, a-trehalosum dihydricum, Histidinum, Histidinum hydrochloricum monohydricum,

Polysorbatum 20, Aqua ad iniect. I: Lucentis ist indiziert für die Behandlung 1) der exsudativen (feuchten) altersbezogenen Makuladegeneration (AMD), 2) eines Visusverlustes durch ein Diabetisches Makulaödem

(DME), 3) eines Visusverlustes durch ein Makulaödem infolge eines retinalen Venenverschlusses (retinaler Venenastverschluss BRVO und retinaler Zentralvenenverschluss CRVO). D: Lucentis wird durch eine

intravitreale Injektion verabreicht und darf nur durch qualifizierte Ophthalmologen angewendet werden. Die empfohlene Dosis beträgt 0.5 mg (0.05 ml). Die Behandlung erfolgt in mindestens monatlichem Abstand.

Behandlung von DME oder RVO: monatlich bis der maximale Visus erreicht wird, d.h. wenn der Visus unter Lucentisbehandlung bei drei aufeinanderfolgenden monatlichen Kontrolluntersuchungen stabil

ist; bei erneutem Visusverlust ist die Behandlung wieder aufzunehmen und fortzusetzen bis der Visus unter Lucentisbehandlung bei drei auf einanderfolgenden monatlichen Kontrolluntersuchungen stabil ist.

Behandlung von AMD: monatlich; falls monatliche Injektionen nicht möglich sind, erfolgt die Behandlung wie bei DME oder RVO. Die Verabreichung von Lucentis muss unter aseptischen Bedingungen erfolgen.

Nach der Injektion Augeninnendruck des Patienten überwachen. Einzelheiten s. Kompendium. KI: Überempfindlichkeit gegenüber Ranibizumab oder einem der Hilfsstoffe. Lucentis ist kontraindiziert bei Patienten

mit Infektionen im oder um das Auge oder intraokularen Entzündungen. VM: Bei einer intravitrealen Injektion kann es zu infektiösen Endophthalmitiden und Netzhautablösungen kommen, aseptische Injektionstechniken

sind anzuwenden. Patienten sollten während der auf die Injektion folgenden Tage beobachtet werden, um eine Infektion frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Vorübergehender Anstieg des Augeninnendrucks

innerhalb 60 Minuten nach Injektion wurde beobachtet. Über lang anhaltenden, erhöhten intraokularen Druck wurde berichtet. Sowohl der intraokulare Druck als auch die Perfusion der zentralen

Retinaarterie müssen nach der Injektion überwacht und entsprechend behandelt werden. Potentielles Risiko für arterielle thromboembolische Ereignisse bei der intra-vitrealen Applikation von VEGF (vascular endothelial

growth factor)-Inhibitoren. Möglicherweise erhöhtes Risiko bei Patienten mit einem bekannten Risiko für Schlaganfälle. Bei einigen Patienten mit den höchsten Immunoreaktivitätstitern wurden Iritis und

Viritis beobachtet. Bei Patienten mit vorausgehenden Episoden von RVO und bei Patienten mit ischämischer RVO besteht nur limitierte Erfahrung. Bei RVO-Patienten mit klinischen Anzeichen von irreversiblem

ischämischem Visusverlust wird die Behandlung nicht empfohlen. Falls Lucentis am selben Tag wie eine Laserphotokoagulation gegeben werden sollte, muss die Injektion frühestens 30 Minuten nach der Laserphotokoagulation

erfolgen. Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden, es sei denn es ist klar notwendig. Bei Patientinnen, die schwanger werden möchten, sollte Ranibizumab 3 Monate vorher abgesetzt

werden. Einzelheiten s. Kompendium. IA: Es wurden keine speziellen Interaktions studien durchgeführt. UW: Sehr häufig: Nasopharyngitis, intraokuläre Entzündungen, Glaskörperentzündung, Glaskörperabhebung,

Netzhautblutungen, Sehstörungen, Augenschmerzen, Mouches volantes, Bindehautblutung, Augenirritation, Fremdkörpergefühl im Auge, verstärkter Tränenfluss, Blepharitis, Pruritus, Kopfschmerzen,

Gelenkschmerzen; Häufig: Influenza, Harnwegsinfektionen, Anämie, Hypersensitivitätsreaktionen, Angstzustände, Schlaganfall, Retina-Degeneration, Störungen der Retina, Retina-Abhebung, Risse der Retina,

Abhebung des retinalen Pigmentepithels, Risse im retinalen Pigmentepithel, Sehverschlechterung, Glaskörperblutungen und -störungen, Uveitis, Iritis, Iridocyclitis, (subkapsuläre) Katarakt, posteriore Kapselsack-

Trübung, Keratitis punctata, Kornea-Abrasionen, Trübungen des Kammerwassers, verschwommenes Sehen, Blutungen an der Injektionsstelle, Augenblutungen, (allergische) Konjunktivitis, Ausscheidungen am

Auge, Photopsie, Photo phobie, Augenbeschwerden, Schmerzen und Ödeme des Augenlids, Hyperämie der Konjunktiva, Husten, Nausea; Gelegentlich: Endophthalmitis, Hypopyon, Hyphaema, Keratopathie,

Verklebung der Iris, Kornea-Einschmelzungen und -Ödeme, Streifen (Striae) der Kornea, Schmerzen und Irritationen an der Einstichstelle, Erblindung, Irritationen des Augenlids, Allergische Reaktionen (Ausschlag,

Urticaria, Pruritus, Erythema); Herz, Gefässe: Arterielle thromboembolische Ereignisse wie gefässbedingte Todesfälle, nicht-fatale Myokardinfarkte, nicht-fatale ischämische Schlaganfälle und nicht-fatale hämorrhagische

Schlaganfälle wurden mit der systemischen Verfügbarkeit von hochpotenten VEGF-Inhibitoren in Zusammenhang gebracht. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit dem Injektionsvorgang:

Endophthalmitis, rhegmatogene Netzhautablösung, Einriss der Retina und iatrogener traumatischer Katarakt. Einzelheiten s. Kompendium. P: Durchstechflasche mit 2.3 mg in 0.23 ml* Verkaufskategorie:

B. * kassenzulässig. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Arzneimittel-Kompendium der Schweiz ® . Novartis Pharma Schweiz AG, Monbijoustrasse 118, Postfach, 3001 Bern, Tel. 031/377 51 11

www.swissophthal.ch

Novartis Pharma Schweiz AG, Postfach, 3001 Bern, www.novartispharma.ch N547/9.12


04 | 2012

InhaltsverzeIchnIs | sommaIre | sommarIo

Editorial 4

Impressum | Ours | Colofone 5

Melphalan adäquat dosiert hilft beim Retinoblastom 6

PPV ist bei posteriorem Uvea-Melanom sicher 6

Kombinierter CSF-Index bei Glaukomdiagnose 6

Anti-VEGF bei diabetischer Retinopathie 7

Minimalinvasive Vitrektomie ohne Aspiration 7

Diabetische Retinopahie: Ranibizumab reduziert die Verschlechterung 8

Icare ONE versus Goldmann Applanation bei Kindern 8

Wide-field Retinal Imaging bei der nicht infektiösen Uveitis posterior 10

Verschluss der Retinalarterie durch kosmetische Faltenauffüllung 10

AMD und Anstieg von Medicare-Ausgaben 11

Ranibizumab-Einzelinjektion: Kürzere Halbwertszeit 11

CXL bei jungen Patienten mit progressivem Kaeratokonus 12

Vorhersagemodelle für Choroidale Neovaskularisation und Geographische Atrophie 12

3D Displays: Einflussfaktoren auf Asthenopie 13

SD-OCT der Chorioidea bei Valsalva-Manöver 13

Neue Behandlungsstandards beim Niedrigdruck-Glaukom erfordern mehr Forschung 14

Lyse von Cortexrückständen mit einem gepulsten Nd-YAG Laser nach Phakoemulsifikation 14

Erfolgreiche Auflösung seröser PEDs durch Reduce-Fluence PDT 15

High-Resolution SD-OCT-Bilder vom vitreomakularen Interface 15

Artiflex Toric pIOL corrigiert erfolgreich Myopie und Astigmatismus 16

Glaukom als Prädiktor für Depression 16

Hole-ICL der konventionellen ICL-Implantation ebenbürtig? 17

Nonmydriatische Ultraweitwinkelbilder: Gute Ergebnisse in kurzer Zeit 18

Insertion rapide de la lentille intraoculaire et cicatrice chirurgicale 18

Chirurgie de la cataracte par micronisions biannuelle et cicatrisation 19

Reconstruction oculaire, huile de silicone et iris artificiel 19

Calcul de la puissance de la LIO ray-tracing avec l‘OCT 19

Détection de la perte ganglionnaire dans le glaucome débutant 20

Progression de la myopie chez les sujets jeunes 20

Traitement de l’hypertension oculaire après chirurgie de la cataracte 21

Chirurgie du strabisme adulte: critères de performance 21

Résultats cliniques du laser femtosecond 500 khz pour la myopie 22

Changement de contraste de l‘image rétinienne avec l‘âge 22

Herpes simplex du segment antérieur en pédiatrie 24

Dynamique du film lacrymal chez les patients aux yeux secs 24

Relation entre l‘utilisation des statines et le glaucome à angle ouvert 25

Fragmentation du noyau par laser femtosecond 25

Prophylaxie de l’iris hypotonique en per-opératoire 26

Détection de la régénération de la couche des photorécepteurs 26

Thrombolyse par ultrasons par destruction des liposomes personnalisée (CLP) 27

Evaluation de deux traitements dans la DMLA 27

Utilisation de l’OCT pour analyser la choroïde dans le diabète de type 1 28

Résultats d‘un chirurgien expérimenté et d‘un novice a la procédure LASIK 28

Soddisfazione dopo l’impianto di IOL per la correzione della presbiopia 29

Colla di fibrina nella prevenzione della crescita interna epiteliale 29

IOL migliorano l’anisometropia nei pazienti ambliopi 30

Kongresse | Congrès | Congressi 32

Industry Report

Bitte beachten Sie die Beilage auf der Titelseite

34

www.mechentel.de

SWISS

3


4

SWISS

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2012 neigt sich nun bereits

dem Ende zu und Sie haben hier die

4. Ausgabe der Swiss Ophthal in den

Händen. Wiederum waren wir bemüht

die für Sie interessantesten und

klinisch relevanten Publikationen aus

dem oberen Drittel der peer reviewed

Journale der Ophthalmologie zusammentragen,

um sie in Kurzform über

Aktuelles auf dem Laufenden zu halten.

Diesbezüglich möchte ich mich mit dieser Ausgabe auch von

Ihnen als Editor verabschieden. Ich habe zum 01.10.2012 den

Direktorposten an der Universitäts-Augenklinik der Medizinischen

Hochschule in Hannover in Deutschland angetreten, sodass das

zukünftige Editorial nicht mehr in meiner Hand bleiben sollte. Ich

freue mich daher sehr, dass wir in der Lage gewesen sind mit

Herrn Prof. Dr. Matthias Becker vom Triemlispital in Zürich einen

sehr kompetenten Kliniker gefunden zu haben, der diese Aufgabe

in Zukunft übernehmen wird. Ich möchte mich an dieser Stelle

für Ihr Interesse bedanken und hoffe, dass wir mit dieser Art der

Berichterstattung aus der ophthalmologischen Forschung für Sie

als Leser von Interesse bleiben.

Bewusst habe ich mir aus der Vielzahl interessanter, in diesem

Heft dargestellter Publikationen, zwei herausgesucht, bei denen

es um die diabetische Retinopathie geht. Publiziert im Archives of

Ophthalmology wurde der Langzeiteffekt von Ranibizumab auf die

Schwere und Progression der diabetischen Retinopathie untersucht.

Gemeint sind hier die beiden Phase III, klinischen Studien RIDE

und RISE, welchen die beiden Zulassungsstudien von Ranibizumab

zur Behandlung des diabetischen Makulaödems in den

USA darstellten. Behandelt wurden über 759 Patienten mit 2

Dosierungen Ranibizumab.

Besonders fokussiert wurde auf den Langzeiteffekt nach 2

Jahren, wobei interessanter Weise neben der deutlichen klinisch

signifikanten Sehverbesserung auch die Wahrscheinlichkeit der

Progression der diabetischen Retinopathie nach 2 Jahren 33,8%

in der Nichtbehandlungsgruppe gegenüber lediglich 11,5% in der

Behandlungsgruppe gewesen ist.

Die beiden Studien haben noch mal deutlich den Benefit der Injektionstherapie

für die Patienten gezeigt, sodass sich die intravitreale

Anti-VEGF-Therapie bei diabetischem Makulaödem sicherlich

als first line-Therapie (auch gegenüber fokale Lasertherapien)

bereits durchgesetzt hat. In einer 2. Studie wurde mittels stereoskopischer

und nonmydriatischer Optomap ultrawide field Bilder

im Vergleich zu dilatierten stereoskopischen ETDRS Siebenfeld-

04 | 2012

standardbildern die Schwere der diabetischen Makulopathie und

Retinopathie beurteilt.

Publiziert wurde diese Arbeit im American Journal of Ophthalmology.

Dabei wurden 206 Augen, die das gesamte Spektrum der

diabetischen Retinopathie repräsentierten mit beiden Untersuchungsmodalitäten

und verschiedenen Retinaspezialisten

angeschaut.

Die Übereinstimmung bei beiden Untersuchungsmodalitäten

betrug 84% (Kappa-Wert = 0,79). Die Autoren konnten schlussfolgern,

dass die nicht-mydriatische Weitwinkeluntersuchung gleiche

Ergebnisse wie die dilatierte ETDRS-Fotographie bringt, dieses

aber bei einer deutlich schnelleren Diagnostikzeit.

Eine solche Studie ist insofern wichtig, da sie den Stellenwert der

neuen Untersuchungsmethoden, die nicht-invasiv, einfach, schnell

und eben ohne Pupillenweitstellung nahezu gleiche Ergebnisse

wie die alt hergebrachten Methoden erbringen, unterstreichen.

Dieses ist besonders bedeutungsvoll für das sicherlich auszuweitende

Monitoring in der größer werdenden älteren Population.

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der weiteren Lektüre und

grüße Sie herzlich aus Hannover.

Mit freundlichem Gruss

Prof. Dr. Carsten Framme, MBA

Chère lectrice, cher lecteur,

L’année 2012 touchant à sa fin, je vous présente l’édition

numéro 4 de Swiss Ophthal, De nouveau nous avons brièvement

rassemblés les articles les plus intéressants et cliniquement

pertinents, publiés dans le tiers supérieur des revues ophtalmologiques

à comité de lecture, afin de vous tenir informés des

dernières nouvelles.

Avec la parution de ce numéro, je vous dis au revoir. Ayant

accepté de diriger la clinique ophtalmologique à l’université

médicale de Hanovre en Allemagne depuis le 01.10.2012,

ma fonction en tant qu’éditeur en chef pour Swiss Ophthal ne

s’implique plus. Ainsi ai-je le plaisir de vous annoncer, que le

Professeur Dr. Mathias Becker du Trimelispital à Zurich, un clinicien

très compétent, prendra la relève pour 2013. Je vous remercier

donc pour votre intérêt tout en espérant, que ce concept

d’information dans le domaine de la recherche ophtalmologique

continuera de vous plaire.

Parmi les nombreuses publications présentés dans cette

édition, mon choix est tombé sur deux d’entre elles parues

dans Archives of Ophthalmology et traitant de la rétinopathie

diabétique. Toutes les deux examinent l’effet à long terme du

www.swissophthal.ch


04 | 2012

Ranibizumab sur la gravité et la progression de cette pathologie.

Il s’agit ici des deux études cliniques de phase III : la RIDE

et la RISE deux essais d’approbation du Ranibizumab pour le

traitement de l’œdème maculaire diabétique aux Etats unis

d’Amérique. Plus de 759 patients ont été traités par deux dosages

du Ranibizumab.

L’attention a surtout été mise sur l‘effet à long termes après

deux ans, d’où s’en est non seulement déduit une amélioration

clinique significative de la vue, mais aussi la probabilité de

progression de la rétinopathie diabétique après deux ans, qui

a montré un pourcentage intéressant de 33,8% dans le groupe

témoin par rapport à 11,5% dans le groupe traité.

Ces deux études ont encore une fois clairement démontré le bénéfice

du traitement par injection pour les patients, de manière

à ce que la thérapie intravitreale par anti-VEGF chez les personnes

soufrant de l’œdème maculaire diabétique, se soit certainement

affirmée comme étant un traitement « first line » (aussi par

rapport au traitement par laser).

Cette recherche fut publiée dans American Journal of Ophthalmology.

A cet effet 206 yeux représentant la gamme entière de

la rétinopathie diabétique ont été examiné avec les deux modes

d’examen par divers spécialistes de la rétine.

La congruence pour les deux modes d‘examens était de 84%

(valeur Kappa =0,79). Les auteurs ont conclu que l’examen non

mydriatique de champ large montre les mêmes résultats que

ceux donnés par les photos avec dilatation de la pupille selon

l’échelle EDTRS, ceci toute fois avec un temps de dépistage

bien plus rapide.

Une telle étude voit son importance confirmée par le fait de la

valeur des nouveaux moyens d’examens non invasifs, simples,

rapides et justement sans dilatation de la pupille, donnant pratiquement

les mêmes résultats que les anciennes méthodes.

Ceci est certainement très significatif en vue du développement

du monitoring pour le nombre croissant de la population vieillissante.

Ainsi vous je vous souhaite bonne lecture pour le reste de nos

nouvelles et vous salut cordialement

Prof. Dr. Carsten Framme, MBA

Prof. Dr. Carsten Framme, MBA

Leitender Arzt

Unversitätsklinik für Augenheilkunde

Inselspital Bern

www.swissophthal.ch

Prof. Dr. Carsten Framme, MBA

Medecin Chef

Clinique Universitaire d‘Ophthalmologie

Inselspital Bern

Impressum | ours | colofone

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mechentel marketing

Med. Fachverlag und Marketingagentur

Waldstraße 19

D-40883 Ratingen

Tel.: 00 49 (0) 2102 6 9182

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Herausgeber, Èditeur, Editor

Prof. Dr. Carsten Framme, MBA

Leitender Arzt an der

Unversitätsklinik für Augenheilkunde

Inselspital Bern

Redaktion, Rédaction, Redazione

Sandra Kalisz

Aurélie Kalisz

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Maria Müller

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4 Mal jährlich, 4 fois par an, 4 volte peranno

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Texte und Bilder auch auszugsweise ist ohne die schriftliche Zustimmung von

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Melphalan adäquat dosiert hilft beim Retinoblastom

Chongqing – mechentel news – Bei adäquater Dosierung scheint

intravitreal verabreichtes Melphalan geeignet, die Metastasierung

und Streuung eines Retinoblastoms im Glaskörper zu

kontrollieren. Zum Nachweis von Wirksamkeit und Komplikationen

intravitrealer Chemotherapie wachstumsfähiger Retinoblastommetastasen

berichten F. Ghassemi und C. Shields aus der

ophthalmologischen Abteilung des First Affiliated Hospital of

Chongqing Medical University, China, in der diesjährigen Oktoberausgabe

von Archives of Ophtalmology .Die Wissenschaftler

injizierten intravitreal Melphalan (8 - 50 μg in 0,05 ml) gefolgt

von einer Kryotherapie der Injektionsstelle. Von den 12 Behandlungsfällen

wurde im unmittelbaren Follow-up (0 - 3 Monate) in

10 von 12 ein Erfolg mit Kontrolle vitrealer Streuung verzeichnet,

bei acht von zehn Fällen im kurzfristigen Follow-up

(3 - 6 Monate) und sechs von zehn Fällen im langfristigen Followup

(>6 Monate). Von den acht Fällen, die eine Dosis von 8-10 μg

erhielten, gelang ein Erfolg in sechs von acht Fällen im unmittelbaren

Follow-up, in fünf von sieben Fällen im kurzzeitigen und in

drei von sieben Fällen im Langzeit-Follow-up. Komplikationen mit

der 8 - 10 μg-Dosis waren geringer und beinhalteten präretinale

Blutungen und retinale Vaskulitis mit Pigmentänderungen am Retinaepithel.

Von den vier Fällen, die eine 50-μg-Dosis erhielten,

ergab sich sowohl unmittelbar, als auch im kurz- und langfristigen

Follow-up eine 100%ige Kontrolle, jedoch Komplikationen

wie Katarakt, Glaskörperblutung, subretinale Blutung, schwere

Hypotonie und Phthisis, die in zwei Fällen zur Enukleation führte.

Es gab keinen Fall von Orbitatumor-Rezidiv oder Retinoblastommetastasen

(Follow-up-Bereich von 8-66 Monaten). Daraus

zogen die beiden Autoren die Schlussfolgerung, dass eine hohe

Dosis (50 μg ) Melphalan giftig ist und vermieden werden sollte.

Autoren: Fariba Ghassemi, MD; Carol L. Shields, MD , Korrespondenz: Department of

Ophthalmology, First Affiliated Hospital of Chongqing Medical University, Chongqing

400016, China. Studie: Intravitreal Melphalan for Refractory or Recurrent Vitreous Seeding

From Retinoblastoma. Quelle: Archives of Ophthalmology Oct 2012, Vol 130, No. 10

Web: http//archopht.jamanetwork.com/issue.aspx?journalid=73&issueid=25306

PPV ist bei posteriorem Uvea-Melanom sicher

Philadelphia – mechentel news – Die Behandlung vitrealer

Hämorrhagie mittels PPV (Pars- Plana Vitrektomie) bei kürzlich

bestrahlten Augen mit Uvea- Melanom erscheint sicher und

ohne zusätzliches Risiko, so A.S. Bansal et al. in der aktuellen

Ausgabe von Archives of Ophtalmology über ihre Studie zur

Bestimmung der langfristigen Sicherheit von PPV an Augen

mit Plaque-bestrahltem posteriorem Uvea-Melanom. In dieser

retrospektiven Fallstudie wurden 47 Augen von 47 Patienten

mit Uvea posterior-Melanom im Anschluss an eine Iodine125markierte

Plaque-Radiotherapie bei Chorioidalem Melanom

04 | 2012

einer PPV aufgrund von Glaskörperblutung unterzogen. Das

mittlere Intervall zwischen Beginn der Glaskörperblutung und

der PPV betrug 12 Monate (Median; 10; Reichweite 0 - 52). Die

Durchschnittszeit zwischen der PPV und dem letzten Follow-up

betrug 5 Jahre (Reichweite 0,5 - 16 Jahre). Es gab keinen Fall

von intraokularer Dissemination des Melanoms oder Ausdehnung

des Melanoms in extrasklerale Strukturen. Ein Patient (2

%) entwickelte ein lokales choroidales Melanomrezidiv (2 Jahre

nach PPV und 5 Jahre nach initialer Plaque-Radiotherapie) und

wurde erfolgreich behandelt mit transpupillarer Thermotherapie.

Systemische Melanommetastasen traten bei vier Patienten (9

%) während eines Durchschnittsintervalls von fünf Jahren nach

Plaque-Radiotherapie auf. Während des Follow-up überlebten 43

Patienten (91 %) ohne systemische Metasten und 4 Patienten (9

%) mit Metastasen. Die Schlussfolgerung der Autoren aus dem

Wills Eye Institute, der Thomas Jefferson Universität in Philadelphia,

USA: Die Behandlung vitraler Hämorrhagie mittels PPV

bei kürzlich bestrahlten Augen mit uvealem Melanom, erscheint

sicher und ohne zusätzliches Risiko in Hinblick auf eine intraokulare,

lokale, orbitale oder systemische Metastasenstreuung des

Tumors.

Autoren: Alok S. Bansal, MD; Carlos G. Bianciotto, MD; Joseph I. Maguire, MD; Carl

D. Regillo, MD; Jerry A. Shields, MD; Carol L. Shields, MD, Korrespondenz: The Retina

Service, Wills Eye Institute, Thomas Jefferson University, Philadelphia, Pennsylvania.

Studie: Safety of Pars Plana Vitrectomy in Eyes With Plaque-Irradiated Posterior

Uveal Melanoma. Quelle: Archives of Ophthalmology. Oct 2012, Vol 130, No. 10.

doi:10.1001/archophthalmol.2012.2391..Web: http://archopht.jamanetwork.com/

article.aspx?articleid=1377724

Kombinierter CSF-Index effektiver bei Glaukomdiagnose

San Diego – mechentel news – Über einen Index, der Struktur

und Funktion in der Glaukomdiagnostik verbindet, berichten F.

A. Medeiros et al. in Archives of Ophtalmology im September

2012. Das Ziel der Studie war die Erstellung und Evaluation

eines kombinierten Struktur- und Funktions-Index (CSFI) zur Einteilung

und Diagnose Glaukombedingter Schäden. Die Wissenschaftler

aus dem Hamilton Glaucoma Center vom Department

of Ophthalmology an der University of California in San Diego,

USA, haben in ihrer Studie 333 Glaukomerkrankte Augen,

beobachtet, davon 29 Augen mit perimetrischem Glaukom und

38 mit präperimetrischem Glaukom sowie 330 Augen gesunder

Personen. Alle Augen wurden untersucht mittels automatisierter

Standard-Perimetrie und Spektral Domain Optischer Kohärenz-Tomographie

(OCT) innerhalb von sechs Monaten. Schätzungen der

Anzahl retinaler Ganglionzellen (RGC) wurden gewonnen mittels

automatisierter Standard-Perimetrie und OCT sowie ein gewichtetes

Schätzschema wurde verwendet, um eine abschließende

Schätzung zu erhalten von der Anzahl der RGCs bei jedem Auge.

Der CSFI wurde in Prozenten errechnet als Verlust von RGCs,

www.swissophthal.ch


04 | 2012

indem die Anzahl der geschätzten von der Anzahl der erwarteten

RGCs subtrahiert wurde. Das Ergebnis des CSFI zur Unterscheidung

eines Glaukoms von einem normalen Auge und Diskriminierung

der verschiedenen Krankheitsstadien wurden evaluiert

mittels Beobachterkennlinien. Die Studie ergab, dass der durchschnittliche

CFSI, der dem durchschnittlich geschätzten Verlust

von RGCs in Prozent entspricht, 41% betrug und 17% in der

primetrischen sowie präperimetrischen Gruppe, jeweils bei P <

0,001. Beide waren signifikant höher als der Durchschnitts-CSFI

in der Gruppe der Gesunden (P < 0,001). Der CSFI hatte größere

Beobachterkennlinien-Areale als isolierte Indizes von Struktur

und Funktion zur Diagnose von perimetrischem und präperimetrischem

Glaukom, wobei unterschieden wurde zwischen frühem,

moderatem und fortgeschrittenen Grad von Gesichtsfeldverlust.

Daraus wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass der CSF-

Index, der Struktur und Funktion verbindet, besser abschneidet

als isolierte Struktur- und Funktionsmessungen zur Diagnose

eines perimetrischen oder präperimetrischen Glaukoms, ebenso

wie zur Unterscheidung unterschiedlicher Schweregrade der

Erkrankung.

Autoren: Felipe A. Medeiros, MD, PhD; Renato Lisboa, MD; Robert N. Weinreb, MD;

Christopher A. Girkin, MD; Jeffrey M. Liebmann, MD; Linda M. Zangwill, PhD. Korrespondenz:

Hamilton Glaucoma Center, Department of Ophthalmology, University of California,

San Diego, CA 92093-0946, USA. fmedeiros@glaucoma.ucsd.edu. Studie: A combined

index of structure and function for staging glaucomatous damage. Quelle: Arch Ophthalmol.

2012;130(9):1107-1116. doi:10.1001/archophthalmol.2012.827. Web: http://

archopht.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1149413

Anti-VEGF bei diabetischer Retinopathie

Iowa City – mechentel news – Eine intravitreale Bevacizumab-

Injektion reduziert die Höhe der VEGF-Siegel in der Glaskörperflüssigkeit

und bringt eine klinisch beobachtbare Veränderung

an Diabetes-bedingten fibrovaskulären Membranen hervor. So

E. H. Sohn et al. in der Septemberausgabe von Archives of

Ophtalmology dieses Jahres über eine Studie zur Einschätzung

des Effekts von Bevcizumab-Injektionen auf den Bindegewebewachstumsfaktor

(CTGF; Connective Tissue Growth Factor) und

den Vaskulären Endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF; Vascular

Endothelial Growth Factor ) in der Augenflüssigkeit von Patienten

diabetischer Retinopathie und zur Frage, ob intra- und postoperative

Komplikationen am Auge sich verringern bei adjunkter

präoperativer Bevacizumab-Injektion. Zwanzig Augen von 19

Patienten erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder Bevacizumab

intravitreal oder eine Scheininjektion drei bis sieben

Tage vor Vitrektomie bei Vorliegen einer schweren proliferativen

diabetischen Retinopathie. Stichproben wässriger Substanz

zum Zeitpunkt vor der Injektion, während der Vitrektomie sowie

Stichproben aus unvermischter Glaskörperflüssigkeit wurden

gezogen. Bei fünf Augen verringerte sich die Vaskularisation der

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Membranen im Verlauf zwischen der präoperativen Injektion und

dem Zeitpunktpunkt der Vitrektomie (alle in der Bevacizumab-

Behandlungsgruppe). Der Mittelwert der Sehschärfe betrug

20/400 bei der Kontrollgruppe bei der Basismessung und

drei Monate nach der Operation. Bei der Bevacizumab-Gruppe

betrug er 8/200 bei der Ausgangsmessung und 20/100 drei

Monate nach der Operation (P = 0,30 zwischen der Kontroll- und

Behandlungsgruppe drei Monate postoperativ). Alle Retinen

waren im dritten postoperativen Monat angewachsen. Die Höhe

des VEGF-Spiegels im Glaskörper war signifikant niedriger in der

Bevacizumab-Gruppe als in der Kontrollgruppe (P = 0,03). Der

CTGF-Level in der Glaskörperflüssigkeit war leicht geringer in der

Bevacizumab-Gruppe, verglichen mit der Kontrollgruppe, aber

dieser Unterschied war nicht statistisch signifikant (P = 0,38).

Die CTGF-Konzentrationen der wässrigen Flüssigkeit korrelierten

stark mit den CTGF-Levels im Glaskörper der Kontrollgruppe

(Spearman Korrelationskoeffizient 0,95 [P < 0,001]).Schlussfolgernd

stellten die Autoren der ophthalmologischen Abteilung

am der Klinik und dem Universiträtshospital von Iowa, in Iowa

City, USA fest, dass eine intravitreale Bevacizumab-Injektion die

Höhe der VEGF-Siegel in der Glaskörperflüssigkeit reduziert und

eine klinisch beobachtbare Veränderung an Diabetes-bedingten

fibrovaskulären Membranen hervor bringt. Die okularen CTFG-

Flüssigkeitslevels sind innerhalb der Woche nach VEGF-Inhibition

nicht signifikant beeinflusst. Die Rate für Retinaablösungen und

Sehschärfe wird nicht signifikant verändert durch präoperative

intravitreale Bevacizumab-Injektion im dritten postoperativen

Monat.

Autoren: Elliott H. Sohn, MD; Shikun He, MD; Leo A. Kim, MD, PhD; Hani Salehi-Had, MD;

Michael Javaheri, MD; Christine Spee, BA; Laurie Dustin, MS; David R. Hinton, MD; Dean

Eliott, MD. Korrespondenz: Department of Ophthalmology, University of Iowa Hospitals

and Clinics, Iowa City, IA 52242, USA. Elliott.Sohn@gmail.com, Studie: Angiofibrotic Response

to Vascular Endothelial Growth Factor Inhibition in Diabetic Retinal Detachment

Report No.1. Quelle: Archives of Ophthalmology. 2012 Sep 1;130(9):1127-34.Sep

2012, Vol 130, No. 9 : doi:10.1001/archophthalmol.2012.1611. Web: http://archopht.

jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1357921

Minimalinvasive Vitrektomie ohne Aspiration

Saitama – mechentel news – Ein Posteriores Vitreales Detachment

(PVD) kann auch bei minimalinvasiven Vitrektomien

durchgeführt werden, wenn ohne Aspiration vorgegangen wird,

so die Veröffentlichung im British Journal of Ophtalmology im

September 2012. Die komplette Entfernung des posterioren Hyaloids

ist eine wichtige Prozedur bei der Vitrektomiebehandlung

verschiedener vitreoretinaler Erkrankungen. Obwohl PVD gewöhnlich

mittels aktiver Aspiration von vitrealem Gel induziert werden

kann , ist es schwierig in Fällen, wo sich posteriores Hyaloid

sehr nah an der Retina befindet, speziell bei minimalinvasiven

Vitrektomie-Systemen (MIVS) im Zuge der Entwicklung immer

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kleinerer Instrumente. Masaru Takeuchi et al.beschreiben eine

neue Durchführungstechnik für PVD ohne Aspiration. Bei dieser

Methode wird gewöhnlich initial eine Öffnung des Cortex am posterioren

präkortikalen Glaskörper durchgeführt unter Verwendung

eines Diamantstaub-Membran-Scrapers. Sobald eine Öffnung im

vitrealen Cortex induziert ist, wird diese Öffnung erweitert mittels

Fortsetzens derselben Manipulation. Die Ablösung am hinteren

Glaskörper wird schrittweise fortgeführt während Flüssigkeit von

der Öffnung in den Raum zwischen hinterem Glaskörper und Retina

irrigiert wird. Im weiteren Verlauf wird der Scraper eingeführt

unter das abgetrennte posteriore Hyaloid von der Öffnung aus in

den kortikalen Glaskörper hinein und wird dann angehoben, um

die PVD abzuschließen. Die gesamte PVD ist abgesichert durch

die Beobachtung des Weiss-Rings vor der Retina. Verwendet

man diese Technik, kann eine PVD auch bei minimalinvasiven

Vitrektomien durchgeführt werden, selbst wenn sich die posterioren

Hyaloidablagerungen eng bei der Retina befinden.

Autoren: Takeuchi M, Takayama K, Sato T, Ishikawa S, Fujii S, Sakurai Y., Korrespondenz:

Department of Ophthalmology, National Defense Medical College, 3-2 Namiki Tokorozawa,

Saitama 359-8513, Japan; masatake@ndmc.ac.jp. Studie: Non-aspiration technique

to induce posterior vitreous detachment in minimum incision vitrectomy system.

Quelle: Br J Ophthalmol 2012;96:1378-1379 doi:10.1136/bjophthalmol-2012-301628

Web: http://bjo.bmj.com/content/96/11/1378.long

Diabetische Retinopahie:

Ranibizumab reduziert die Verschlechterung

Madison – mechentel news – Intravitrale Renibizumab-Behandlung

reduziert das Risiko für eine Verschlechterung der

Diabetischen Retinopathie (DR) bei Augen mit diabetischem

Makulaödem und verbessert den Schweregrad einer DR. M.S.

Ip et al. vom Department of Ophthalmology and Visual Services

an der University of Wisconsin Medical School in Madison,

USA, berichten über ihre Untersuchung der Effekte intravitrealer

Anwendung von Ranibizumab bei diabetischer Retinopathie

in Hinblick auf die Schwere der Erkrankung bei zwei Phase-

3-Studien zu Ranibizumab gegen diabetisches Makulaödem. Die

Teilnehmer (n=750) mit diabetischem Makulaödem wurden nach

dem Zufallsprinzip in Gruppen aufgeteilt, die monatlich entweder

ein Scheinmedikament, 0,3 mg Ranibizumab oder 0,5 mg Ranibizumab

intravitreal injiziert bekamen. Fundusfotografien, als

Messbasis und periodisch wiederholt, wurden eingestuft mittels

eines zentralen Reading Centers. Klinische Untersuchungen wurden

monatlich vorgenommen. Die Hauptmessergebnisse dieses

Berichts sind sekundäre/explorative Analysen einschließlich einer

zwei- oder mehrstufigen sowie einer drei- oder mehrstufigen

Veränderung bezüglich der Early Treatment Diabetic Retinopathy

Study severity scale am untersuchten Auge und damit verbunden

das Ergebnis einer Progression der Diabetischen Retinopathie

(DR), die fotografische Veränderungen plus klinisch bedeut-

04 | 2012

same Ereignisse wie Glaskörperblutung oder die Notwendigkeit

einer panretinalen Laseranwendung beinhaltet. Die Ergebnisse,

veröffentlicht in Archives of Ophtalmology ergaben, dass nach

zwei Jahren der Prozentsatz der Teilnehmer mit Progression

der DR (Verschlechterung über ≥2 oder ≥3 Stufen) signifikant

niedriger in der Ranibizumab-behandelten Gruppe von Augen war,

verglichen mit den scheinbehandelten Augen, und die Wahrscheinlichkeit

einer DR-Regression (Verbesserung um ≥2 oder

≥3 Stufen) war signifikant höher. Die kumulative Wahrscheinlichkeit

einer klinischen Verschlechterung der DR, berechnet

aus dem zusammengesetzten Ergebnis nach zwei Jahren betrug

33,8 % der scheinbehandelten Augen im Vergleich zu 11,2 % bis

11,5 % bei den Ranibizumab-behandelten Augen. Die Wissenschaftler

zogen daraus den Schluss, dass eine intravitreale

Renibizumab-Behandlung das Risiko einer DR-Verschlechterung

bei Augen mit diabetischem Makulaödem reduziert und dass

viele Ranibizumab-behandelte Augen eine Verbesserung bezüglich

des Schweregrads der DR erfuhren. Da es sich bei diesen

Ergebnissen um Vorabuntersuchungen handelt, sind weitere

Studien erforderlich bezüglich des intravitrealen Einsatzes von

Ranibizumab, speziell zur Reduzierung eines Fortschreitens bzw.

um einen Rückgang der diabetischen Retinopathie zu bewirken.

Autoren: Michael S. Ip, MD; Amitha Domalpally, MD; J. Jill Hopkins, MD; Pamela Wong,

MPH; Jason S. Ehrlich, MD, PhD. Korrespondenz: Department of Ophthalmology and

Visual Services, University of Wisconsin Medical School, Madison, WI 53717, USA.

msip@wisc.edu, Studie: long-term Effects of Ranibizumab on Diabetic Retinopathy

Severity and Progression, Quelle: Arch Ophthalmol. 2012 Sep 1;130(9):1145-52. doi:

10.1001/archophthalmol.2012.1043. Web: http://archopht.jamanetwork.com/article.

aspx?articleid=1149409

Icare ONE versus Goldmann Applanation bei Kindern

Durham – mechentel news – Icare ONE Tonometrie scheint

sicher und wohltoleriert zu sein im Vergleich zu Goldmann Applanation

und hält sein Versprechen für Tonometriemessungen bei

Kindern in der Klinik und Zuhause. Das Ziel der amerikanischen

Studie war der Vergleich zwischen dem Icare ONE Tonometer

und dem Goldmann Applanationstonometer, durchgeführt von

klinischen Untersuchern und Eltern oder Betreuern von Kindern

mit oder Verdacht auf Glaukom; desweiteren die Tendenz der

intraokularen Drucks nachzuweisen bei vier wiederholten Messungen

während Icare One-Behandlung; und um die Durchführbarkeit

der Elterninstruktion für den Gebrauch des Icare One im

klinischen Setting zu testen. Es handelte sich um eine nichtrandomisierte,

prospektive klinische Studie. Nandini G. Gandhi von

der Pädiatrischen Glaukom-Klinik Duke rekrutierte Patienten mit

oder Verdacht auf Glaukom. Die Eltern aller Teilnehmer gaben ihr

informiertes Einverständnis (die Kinder gaben ihre Zustimmung)

für die Teilnahme an dieser Forschungsstudie. Der Augeninnendruck

wurde gemessen unter Verwendung des Icare One durch

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04 | 2012

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einen Kliniker und eines Elternteils/Betreuers. Dann wurde die

Goldmann Applanation verwendet (maskierter Arzt). Jedes Elternteil/Betreuer

absolvierte eine Kurzinstruktion zur einfachen

Benutzung. Die Wissenschaftler um N.G. Ghandi referierten ihre

Ergebnisse im American Journal of Ophtalmology, November

2012: Sechzig Augen (60 Kinder) nahmen teil. Der absolute Mittelwert

für die Differenz des Augeninnendrucks (IOP) zwischen

ICare ONE (Messung durch den Arzt) und Goldmann Applanation

betrug 3,3 ± 4,0 mm Hg (P = 0,001). Der IOP-Wert, gemessen

mittels Icare ONE durch einen Arzt, lag innerhalb 3 mm Hg der

Goldmann Applanationsmessung bei 68 % (n = 41 Augen). Bei

Augen mit einer Messdifferenz > 3 mm Hg lag Icare One in

84 % der Messungen höher als Goldmann Applanation. Der IOP

zeigte einen statistisch signifikanten Abwärtstrend bei wiederholten

sequentiellen Messungen mit Icare ONE (P = 0,0053, r2 =

0,9894). Alle Eltern führten Icare ONE-Tonometrie an wenigstens

einem Auge aus; 98 % gaben an, es war „leicht, den Gebrauch

zu erlernen“. Dieses Ergebnis führte zu der Schlussfolgerung,

dass Icare ONE Tonometrie sicher und wohltoleriert zu sein

scheint im Vergleich zur Goldmann Applanation und sein Versprechen

für Tonometriemessungen bei Kindern in der Klinik und Zuhause

hält. Bei Icare ONE tendieren die IOP-Werte bei sukzessiven

Messungen nach unten, was einen möglichen Effekt infolge

einer angenommenen Entspannung der Patienten darstellt.

Autoren: Nandini G. Gandhi, Sasapin G. Prakalapakorn, Mays A. El-Dairi, Sarah K. Jones,

Sharon F. Freedman. Korrespondenz: Duke Eye Center, Durham, North Carolina

Studie: Icare ONE Rebound Versus Goldmann Applanation Tonometry in Children With

Known or Suspected Glaucoma. Quelle: Am J Ophthalmol. 2012 Nov;154(5):843-849.

e1. doi: 10.1016/j.ajo.2012.05.003. Epub 2012 Jul 27, Web: http://www.ajo.com/

article/S0002-9394%2812%2900350-9/abstract

Wide-field Retinal Imaging

bei der nicht infektiösen Uveitis posterior

Baltimore – mechentel news – Ultra Wide-Field Imaging modifziert

möglicherweise die Behandlungsentscheidungen verglichen

mit anderen Verfahren der Standard-Versorgung, so das Ergebnis

einer amerikanischen Studie zur Frage, ob die Verwendung von

Ultra Wide-Field Imaging das Management verändert oder der

Feststellung der Krankheitsaktivität bei Patienten mit nicht infektiöser

Uveitis posterior dient. Die prospektive Fallstudie fand

in der Abteilung für Retina und Okulare Immunologie am Single

Academic Medical Center statt. Eine Gesamtzahl von 43 Patienten

mit nichtinfektiöser Uveitis posterior wurde von vier Wissenschaftlern

des Wilmer Augeninstituts untersucht. Hierbei wurde

jeder Patient einer klinischen Standarduntersuchung unterzogen,

gefolgt von einer Darstellung mittels Ultra Wide-Field Scanning

Laser Ophtalmoskopie (SLO) und Ultra Wide-Field Angiographie.

Die Forscher bestimmten sukzessive die Krankheitsaktivität

und fällten dann ihre Behandlungsentscheidungen basierend

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auf der klinischen Untersuchung, Untersuchung plus simulierter

30- oder 60-Grad Fluoreszinangiographie (FA) (Datengewinnung

mittels physikalischer Einengung des Gesichtsfelds der Wide-

Field-Bilder), Untersuchung plus Ultra Wide-Field SLO-Bilder sowie

Untersuchung plus Ultra Wide-Field FA. Das Hauptergebnis,

veröffentlicht im American Journal of Ophtalmology im November

2012, war der Prozentsatz der Patienten, deren Mangement

sich basierend auf der Erreichbarkeit von Wide-Field Imaging veränderte

im Vergleich zu der Standarduntersuchung plus Imaging.

Ein weiteres Ergebnis war die Bestimmung der Krankheitsaktivität

mit und ohne Weitwinkel-Imaging. Ergebnis: Die Behandlung

wurde basierend auf Untersuchung und eingeschränkter FA bei

sieben von 43 Patienten (16 %) verändert, wohingegen 21 von

43 Patienten (48 %) eine Behandlungsänderung erfuhren aufgrund

der Verwendung des Ultra Wide-Field Imaging und Angriographie

(p = 0,27). Die Krankheitsaktivität wurde bestimmt bei

22 von 43 Patienten (51 %) basierend auf einer Untersuchung

und nachvollzogenem konventionell bildgebendem Verfahren,

und bei 27 von 43 Patienten (63 %) mit Wide-Field Imaging

(P = 0,27). Im Ergebnis zeigte sich, dass die Indexstudie, die

verschiedene Begrenzungen innerhalb des Untersuchungsdesigns

hatte, nahe legte, dass „Ultra Wide-Field Imaging, verglichen

mit bildgebenden Verfahren der Standard-Versorgung

und klinischer Untersuchung die Behandlungsentscheidungen

möglicherweise modifiziert“, so John Peter Campbell et al.

Autoren: John Peter Campbell, Henry Alexander Leder, Yasir Jamal Sepah, Theresa Gan,

James P. Dunn, Elham Hatef, Brian Cho, Mohamed Ibrahim, Millena Bittencourt, Roomasa

Channa, Diana V. Do, Quan Dong Nguyen, Korrespondenz: Retinal Imaging Research

and Reading Center, Wilmer Eye Institute, Johns Hopkins University, Baltimore, Maryland.

Studie: Wide-field Retinal Imaging in the Management of Noninfectious Posterior Uveitis.

Quelle: Am J Ophthalmol. 2012 Nov;154(5):908-911.e2. doi: 10.1016/j.

ajo.2012.05.019. Epub 2012 Aug 28. Web: http://www.ajo.com/article/S0002-

9394%2812%2900399-6/abstract

Verschluss der Retinalarterie durch

kosmetische Faltenauffüllung

Seoul – mechentel news – Kosmetische Auffüllinjektionen in

die Region der Glabella oder die nasolabiale Falte können u.a.

einen Verschluss der Retinalarterie herbeiführen. Dies ergab

eine Studie von Sung Wook Park et al. der ophthalmolgischen

Abteilung des Seoul National University College of Medicine in

Korea zur Untersuchung der klinischen Manifestationen und

Prognose für das Sehen nach Verschluss der Retinaarterie infolge

von Injektionen zur kosmetischen Auffüllung von Falten. Die

Untersuchungen zu dieser retrospektiven, nichtvergleichenden

Fallstudie fanden im institutionellen Setting statt an 12 fortlaufend

behandelten Patienten mit Okklusion der Arteria retinalis,

verursacht durch kosmetische Injektionen zur Faltenauffüllung.

Die Datenerhebung umfasste die Füllmaterialien, die Injektions-

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stellen, die bestkorrigierte Sehschärfe sowie Ergebnisse der

Fluoreszin-Angiographie des Fundus und der optischen Kohärenz

Tomographie. Die Ergebnisse, die im Oktober 2012 im American

Journal of Ophtalmology veröffentlicht wurden, ergaben, dass

sieben, zwei und drei Patienten Verschlüsse sowohl der A. ophtalmica,

der A. centralis retinae als auch Ästen retinaler Arterien

hatten. Die injizierten Materialien beinhalteten autologes Fett

(sieben Fälle), Hyaloronäure (vier Fälle) und Kollagen (ein Fall);

die Injektionsstellen befanden sich in der Region der Glabella

(sieben Fälle), der nasolabialen Falte (vier Fälle) oder in beiden

(1 Fall). Injiziertes autologes Fett war assoziiert mit schlechteren

abschließenden bestkorrigierten Sehschärfeergebnissen als die

anderen Materialien. Alle Patienten mit A. ophtalmica-Verschluss

hatten okulare Schmerzen und keine Verbesserung bezüglich

der bestkorrigierten Sehschärfe. OCT machte im Vergleich

zu danebengestellten normalen Augen dünnere und geringer

vaskularisierte Chorioiden in Augen mit Ophtalmica-Verschluss

sichtbar. Begleitend entwickelte sich in zwei Fällen, jeweils mit

A. centralis retinalis-Verschluss und A. ophtalmica-Verschluß, ein

Hirninfarkt. Phthisis entwickelte sich in einem Fall von Ophtalmica-Verschluss.

Kosmetische Auffüllinjektionen in die Region der

Glabella oder die nasolabiale Falte können einen Verschluss der

Retinalarterie herbeiführen. Iatrogener A. ophtalmica-Verschluss

ist assoziiert mit schmerzhafter Blindheit, einer dünnen Chorioidea,

Hirninfarkt, geringen Sehergebnissen, besonders wenn

autologes Fett verwendet wurde. Eine Augenuntersuchung und

systematisches Gehirn-MRT sollte durchgeführt werden bei Patienten

mit Augenschmerzen nach derartigen Injektionen.

Autoren: Sung Wook Park, Se Joon Woo, Kyu Hyung Park, Jang Won Huh, Cheolkyu Jung,

O-Ki Kwon, Korrespondenz: Department of Ophthalmology, Seoul National University

College of Medicine, Seoul National University Bundang Hospital, Seongnam, Korea.

Studie: Iatrogenic Retinal Artery Occlusion Caused by Cosmetic Facial Filler Injections

Quelle: Am J Ophthalmol. 2012 Oct;154(4):653-662.e1. doi: 10.1016/j.

ajo.2012.04.019. Epub 2012 Jul 25. Web: http://www.ajo.com/article/S0002-

9394%2812%2900329-7/abstract

AMD und Anstieg von Medicare-Ausgaben

Alexandria USA – mechentel news – Fortschreitende AMD

scheint assoziiert zu sein mit einem jährlichen Anstieg von

Medicare-Ausgaben. Zur Untersuchung von Mustern des Fortschreitens

der Erkrankung von Patienten mit altersbezogener

Makuldegeneration (AMD) und zum Vergleich von Kosten über

die Zeit, führten Jordana K. Schmier et al. eine retrospektive

Datenanalyse unter Verwendung der 5 % Medicare –Berichtsdaten

von 1997 bis Ende 2009 durch. Leistungsempfänger wurden

in die Studie aufgenommen, die in 1997 keine AMF-Diagnose

erhielten, 65 Jahre oder älter waren, eine Datenerhebung innerhalb

des Jahres 2009 und keine schweren Zustände am Auge

hatten. Die Exponent-Forscher aus dem Bundestaat Virginia in

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Alexandria, USA ermittelten zwei Kohorten: Personen, die eine

trockene AMD in 1998 hatten sowie abgestimmte Kontrollpersonen,

die niemals eine AMD hatten. Das Team veröffentlichte

seine Ergebnisse in der diesjährigen Oktoberausgabe der Fachzeitschrift

American Journal of Ophtalmology. Es gab 52.607

Leistungsempfänger, die niemals eine AMD hatten und 1.184,

die eine trockene AMD in 1998 diagnostiziert bekamen. Von den

an trockener AMD erkrankten Empfängern verschlechterte sich

die Krankheit in 20,4 % zu einer feuchten Form im Verlauf von

2009. Von 1999 bis 2009 nahm der jährliche Medicare-Kostenaufwand

von 11.265 $ bis 24.494 $ (Fälle ohne Krankheitsfortschritt)und

von 11.712 $ bis 34.308 $ (Fälle mit Krankheitsprogression).

Von den Leistungsempfängern ohne AMD stiegen die

Kosten ebenfalls im Verlauf der Zeit von 4.736 $ in 1999 bis

17.473 $ in 2009), waren aber konsistent niedriger als bei den

Behandlungsfällen. Betrachtete man die augenärztlichen Ausgaben,

waren die Muster ausgeprägter. Leistungsempfänger ohne

AMD hatten um 100 $ geringere Kosten , solche mit trockener

AMD hatten Ausgaben, die mindestens drei Mal so hoch waren,

und die Kosten für Empfänger mit feuchter AMD waren mindestens

fünf Mal höher als bei denen mit Diagnose. der trockenen

AMD. Eine Analyse der Untergruppen von Leistungsempfängern

ohne Hypertonie enthüllt ähnliche Muster, obwohl die Ausgaben

niedriger waren als in der allgemeinen Population. Die amerikanischen

Wissenschaftler in Virginia, J. K. Schmier et al., kamen

zu der Schlussfolgerung, dass fortschreitende AMD mit einem

jährlichen Anstieg von Medicare-Ausgaben assoziiert zu sein

scheint. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Stillstand oder

einer Verlangsamung der Krankheitsprogression, resultierend

aus einer Behandlung mit Vitaminen und neuen Technologien

aufgrund von Behandlungsempfehlungen, die auf AMD-Studienergebnissen

beruhen, einen substantiellen positiven Einfluss

haben zur Reduktion der Public Health-Ausgaben.

Autoren: Jordana K. Schmier, David W. Covert, Edmund C. Lau, Korrespondenz: Exponent,

Inc, Alexandria, Virginia, USA. jschmier@exponent.com, Studie: Patterns and Costs

Associated With Progression of Age-Related Macular Degeneration. Quelle: Am J Ophthalmol.

2012 Oct;154(4):675-681.e1. doi: 10.1016/j.ajo.2012.04.017. Epub 2012 Jul

25.. Web: http://www.ajo.com/article/S0002-9394%2812%2900327-3/abstract

Ranibizumab-Einzelinjektion: Kürzere Halbwertszeit

Bonn – mechentel news – Bonner Wissenschaftler haben eine

kürzere Halbwertzeit als bisher mit vergleichbaren Methoden

nachgewiesen für eine einzelne Ranibizumab-Injektion am nicht

vitrektomierten Augen. Das Team Tim U. Krohne et al. berichtet

im American Journal of Ophtalmology im Oktober dieses

Jahres über die Untersuchung intraokularer Konzentrationen

und Pharmakokinetik von Ranibizumab nach einer einzelnen

intravitrealen Injektion bei Patienten. Es handelte sich um eine

prospektive, nichtvergleichende Behandlungsfallstudie. In die

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Studie aufgenommen wurden 18 nicht-vitrektomierte Augen von

18 Patienten (Alter 61-85 Jahre), die alle an klinisch manifester

Katarakt und sekundärem Makulaödem erkrankt waren sowie

entweder an exudativer Altersbezogener Makuladegeneration, an

diabetischer Makulopathie oder an retinalem Venenverschluss.

Jedes Auge erhielt eine einzelne Injektion von 0,5 mg Ranibizumab.

Eine Stichprobe wässriger Flüssigkeit warde während

der Kataraktoperation entnommen, die zwischen 1 bis 37 Tage

später stattfand. Konzentrationen von ungebundenem Ranibizumab

in diesen Stichproben wurden quantifiziert mittels ELISA

(Enzym-Linked Immunosorbent Assay). Ergebnisse: Ranibizumabkonzentrationen

in wässriger Flüssigkeit waren am höchsten

einen tag nach der Injektion (Bereich 36,9 - 66,1 μg/ml) und

sank anschließend auf monoexponentielle Weise. Mittels nichtlinearer

Regressionsanalyse wurde die initiale Spitzenkonzentration

(cmax) von 56,1 μg/ml bestimmt und für den Abbau eine

Halbwertszeit (t 1/2) von 7,19 Tagen mit einem Determinationskoeffizienten

(R2) von 0.90. Die Korrektur der Ranibizumabkonzentration

des okularen Volumeninhalts, wie sie von Messungen

der axialen Länge kalkuliert wurde, wich von den Ergebnissen

der Regressionsanalyse nicht signifikant ab (t 1/2, 7.15 Tage;

R2, 0,89). Schlussfolgerungen der Bonner Wissenschaftler

lautet, dass bei menschlichen nichtvitrektomierten Augen die

Halbwertszeit von injizierten 0,5 mg Ranibizumab in der Augenflüssigkeit

mit 7,19 Tagen etwas kürzer ist als die Halbwertszeit

von 9,82 Tagen, die zuvor mittels vergleichbarer Methoden für

Bevacizumab ermittelt wurden.

Autoren: Tim U. Krohne, Zengping Liu, Frank G. Holz, Carsten H. Meyer. Korrespondenz:

University of Bonn, Department of Ophthalmology, Germany. krohne@uni-bonn.de. Studie:

Intraocular pharmacokinetics of ranibizumab following a single intravitreal injection

in humans. Quelle: Am J Ophthalmol. 2012 Oct;154(4):682-686.e2. doi: 10.1016/j.

ajo.2012.03.047. Epub 2012 Jul 19. Web: http://www.ajo.com/article/S0002-

9394%2812%2900261-9/abstract

Verbesserungen mittels CXL bei jungen Patienten mit

progressivem Kaeratokonus

Rozzano-Milano – mechentel news – Signifikante Verbesserungen

mittels CXL wiesen P.Vinciguerra et al. bei Patienten bis 18

Jahren mit progressivem Keratokonus nach. Sie berichten über

ihre retrospektive Behandlungsfallstudie im American Journal of

Ophtalmology im September 2012. Vierzig Augen wurden einem

Riboflavin-ultraviolett-A-induzierten CXL unterzogen. Unkorrigierte

Sehschärfe (UVCA), best-Brillenkorrigierte Sehschärfe (BSCVA),

Sphäre und Zylinder, Topographie, Aberrometrie, Tomographie

und Zählung der Endothelzellen wurden evaluiert auf der Ausgangslinie

und nach 1, 3, 6, 12 und 24 Monaten. Der durchschnittliche

Logarithmus des kleinsten Winkels der Bildauflösung

der Ausgangslinie UCVA und BSCVA betrugen 0,79 ± 0,21

und 0,39 ± 0,10 jeweils. Die Durchschnittswerte von UCVA und

BSCVA zum 2 – Jahreszeitpunkt betrugen 0,58 ± 0,18 respektive

0,20 ± 0,09. Die Verbesserung von UCVA und BSCVA war signifikant

über das postoperative Follow up hinweg (P < 0,05). Die

durchschnittliche sphärische Äquivalent-Refraktion wies einen

signifikanten Abstieg von 1,57 Dioptrien (D) nach 24 Monaten (P

= 0,02). Die durchschnittlichen Baseline-Werte simulierter Keratometrie

betrugen 46,32 D beim flachsten Meridian und 51,48

D beim steilsten Meridian; nach zwei Jahren betrugen sie 45,30

D (P = 0,04) respektive 50,21 D (P = 0,07). Für eine 3-mm-Pupille

gab es eine signifikante Reduktion (P < 0,05) im ganzen Auge

(total), korneal, höherer Ordnung und astigmatische Wellenfrontaberrationen

nach 24 Monaten. Ein signifikanter Unterschied

(P < 0,05) bei totaler Koma und totaler Sphärischer Aberration

zwei Jahre nach CXL wurden ebenfalls beobachtet. Die durchschnittliche

Baseline für die Pupillenzentrums-Pachymetrie sank

signifikant (P = 0,04) nach 6 Monaten, erholte sich aber im

Laufe von 12 Monaten und blieb stabil daraufhin über zwei Jahre

Follow-up. Die Zählung der Endothelzellen veränderte sich nicht

signifikant (P = 0,32). Somit wurde durch das Arbeitsteam der

ophthalmologischen Abteilung des Istituto Clinico Humanitas in

Rozzano-Milano, Italien, belegt, dass CXL eine verbesserte UCVA

und BSCVA bei den Patienten der Studie am ehesten durch signifikante

Reduktion kornealer Assymetrie und sowohl kornealer

als auch totaler Wellenfront- Aberrationen hervorruft.

Autoren: Paolo Vinciguerra, Elena Albé, Beatrice E. Frueh, Silvia Trazza, Daniel Epstein

Korrespondenz: Department of Ophthalmology, Istituto Clinico Humanitas, Rozzano-

Milano, Italy.Studie: Two-year corneal cross-linking results in patients younger than

18 years with documented progressive keratoconus. Quelle: Am J Ophthalmol. 2012

Sep;154(3):520-6. doi: 10.1016/j.ajo.2012.03.020. Epub 2012 May 24.

Web: http://www.ajo.com/article/S0002-9394%2812%2900211-5/abstract

Vorhersagemodelle für Choroidale Neovaskularisation

und Geographische Atrophie

Stevenage – mechentel news – Logistische Regressionsmodelle

kombinieren gute Vorhersagbarkeit mit größerer Flexibilität zur

Optimierung klinischer Behandlungsentwürfe. Zur Entwicklung

verständlicher prädiktiver Modelle für das Vorkommen von choroidaler

Neuvaskularisation (CNV) und Geographic atrophy (GA)

in einem Zeitraum von drei Jahren, die im klinischen Praxisalltag

realistisch verwendet werden können unternahm das britische

Forschungsteam eine retrospektive Auswertung von Daten einer

Longitudinalstudie zur Entwicklung und Validierung von Vorhersagemodellen

für CNV und GA. Sie berichten in der Septemberausgabe

des American Journal of Ophthalmology , dass die

ophtalmologischen Daten von 2011 Teilnehmern an der Age-Related

Eye Disease Study (AREDS) in Hinblick auf die prädiktiven

Fähigkeiten von klinischen, umweltbezogenen, demographischen

und genetischen Risikofaktoren in Regressionsmodellen verwendet

wurden. Das Ergebnis prädiktiver Modelle wurde verglichen

12 www.swissophthal.ch


04 | 2012

mittels 10-fach kreuzvalidierten Grenzwertoptimierungskurven

(Receiver Operating Characteristic; ROC) der Trainingsdaten,

gefolgt von Vergleichen innerhalb eines Sets unabhängiger

Validationsdaten von 1.410 AREDS-Teilnehmern. Die Ergebnisse

erbrachten, dass Logistische Regressionsmodelle, die klinische,

demographische und umweltbezogene Faktoren einschlossen,

eine bessere Vorhersagbarkeit aufwiesen für ein Vorkommen

von CNV und GA innerhalb von drei Jahren (Areal unterhalb der

ROC-Kurve von 0,87 respektive 0,89), verglichen mit einfachen

klinischen Kriterien (AREDS vereinfachte Skala für den Schweregrad).

Obwohl genetische Marker signifikant assoziiert waren mit

einem CNV (CFH: Y402H; ARMS2: A69S) und GA –Vorkommnis

(CFH: Y402H) innerhalb von 3 Jahren, ergab der Einschluss

genetischer Faktoren in die Modelle nur marginale Verbesserungen

der Vorhersagbarkeit. Das Team von L. McCarthy et al.

kam zu dem Schluss, dass die logistischen Regressionsmodelle

gute Vorhersagbarkeit mit größerer Flexibilität kombinieren zur

Optimierung klinischer Behandlungsentwürfe im Vergleich zu

einfachen klinischen Modellen (AREDS simplified severity scale).

Der Vorteil vom Einschluss genetischer Faktoren in das Screening

für die Rekrutierung von CNV-Präventionsstudien ist von

geringer Bedeutung und abhängig von individuellen klinischen

Behandlungsökonomien.

Autoren: Linda C.McCarthy, Paul J.Newcombe, John C.Whittaker, John I.Wurzelmann,

Michael A.Fries, Nancy R.Burnham, GengqianCai, Sandra W.Stinnett, Trupti M.Trivedi,

Chun-FangXu. Korrespondenz: GlaxoSmithKline, Stevenage, United Kingdom.

linda.c.mccarthy@gsk.com. Studie: Predictive models of choroidal neovascularization

and geographic atrophy incidence applied to clinical trial design. Quelle: Am J Ophthalmol.

2012 Sep;154(3):568-578.e12. doi: 10.1016/j.ajo.2012.03.021. Epub 2012 Jun

15. Web: http://www.ajo.com/article/S0002-9394%2812%2900212-7/abstract

3D-Displays: Einflussfaktoren auf Asthenopie

Seoul – mechentel news – Akkomodation und binokulare Vergenz

sind prädominante ophtalmologische Faktoren mit signifikantem

Einfluss auf Asthenopie nach Betrachtung von 3D-Displays.

So Sung wook Wee et al. in ihrer Studie an der Universität von

Korea, veröffentlicht im British Journal of Ophtalmology im

September 2012. Dreißig erwachsene Versuchspersonen ohne

ophtalmologische Auffälligkeit betrachteten 30 Minuten lang

dasselbe 3D-Display. Bei jedem Teilnehmer wurden der Near

Point of Accomodation (NPA), die Konvergenz, die Amplitude der

fusionalen Konvergenz und Divergenz, Stereopsis, Tränenausbruchszeit

und Temperatur der okularen Oberfläche gemessen,

sowie der Winkel phorischer Abweichung vor und nach Betrachtung

des 3D-Displays. Zusätzlich wurde ein Survey subjektiver

Symptome durchgeführt im unmittelbaren Anschluss an die Betrachtung

des 3D-Displays. Das oben beschriebene Experiment

wurde exakt wiederholt mit zweidimensionalen (2D)-Displays mit

denselben 30 Versuchspersonen zum Nachweis eines immanen-

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ten Einflusses des 3D-Displays.Das Ergebnis weist im Vergleich

zu den 2D-Displays eine signifikante Veränderung der NPA und

NPC bei den Versuchspersonen nach im Anschluss an die Betrachtung

der 3D-Displays (P


14

SWISS

lung des São João-Krankenhauses, die ihre Ergebnisse in der

Septemberausgbe 2012 der Fachzeitschrift American Journal

of Ophtalmology veröffentlicht haben, ist, dass Valsalvamanöver

die choroidale Dicke am posterioren Pol nicht verändern. Die

Zunahme des Augendrucks, verursacht durch dieses Manöver,

kann nicht erklärt werden mit einem Anstieg der choroidalen

Dicke in diesem Abschnitt des Uvea-Trakts.

Autoren: Manuel FalcãoMarco Vieira, Pedro Brito, Amândio Rocha-Sousa, Elisete

M.Brandão, Fernando M. Falcão-Reis. Korrespondenz: Department of Ophthalmology

of Hospital de São João, Porto, Portugal falcao@med.up.pt. Studie: Spectral-domain

Optical Coherence Tomography of the Choroid During Valsalva Maneuver. Quelle: Am

J Ophthalmol. 2012 Oct;154(4):687-692.e1. doi: 10.1016/j.ajo.2012.04.008. Epub

2012 Jul 25. Web: http://www.ajo.com/article/S0002-9394%2812%2900297-8/

abstract

Neue Behandlungsstandards beim Niedrigdruck-Glaukom

erfordern mehr Forschung

New York – mechentel news – Mehr Forschung ist erforderlich,

bevor neue Behandlungsstandards beim Niedrigdruck-

Glaukom eingeführt werden, so Carlos Gustavo De Moraes et

al. in der diesjährigen Oktoberausgabe der American Journal

of Ophtalmology. Berichtet wird von einer Behandlungsstudie

zur Untersuchung der Risikofaktoren, die assoziiert sind mit

einer Gesichtsfeldveränderung beim Niedrigdruck-Glaukom.

Ein prospektives Behandlungsdesign zum Vergleich der Effekte

eines α2-adrenergen Agonisten Brimonidine Tartrate 0,2 % mit

dem β-adrenergen Anatagonisten Timolol maleate 0,5 % auf die

visuelle Funktion beim Niedrigdruck-Glaukom. Aufgenommen in

die prospektive Kohortenstudie wurden Niedrigdruck-Glaukom-

Patienten mit einem Follow up von ≥5 Testungen des visuellen

Felds. Die Progression wurde bestimmt mittels punktweiser linearer

Progressionsanalyse, definiert als dieselben drei oder mehr

visuellen Feldlokationen mit einem Abfall von mehr als - 1,0 dB/

Jahr bei P < 5 % in drei aufeinanderfolgenden Tests. Okulare

und systemische Risikofaktoren wurden analysiert mittels Cox

proportionalem Risikomodell und weiter auf Unabhängigkeit

getestet in einem Multivariaten Modell. Eine Gesamtheit von

253 Augen von 127 Patienten (Durchschnittsalter 64,7 ± 10,9

Jahre, Durchschnittlicher Follow up 40,6 ± 12 Monate) wurde

untersucht. Augen, die nach dem Zufallsprinzip der Timolol-

Behandlung zugeordnet wurden, wiesen schnellere Progression

auf als diese, die aufgrund der Randominsation in die Brimonidinebehandlung

gelangten (Durchschnittsraten der Progression

- 0,38 ± 0,9 vs 0,02 ± 0,7 dB/J, P < .01). Im abschließenden

multivariaten Modell als Abgleich aller getesteten Korrelationen,

höheres Alter(Risiko Verhältnis (RV) = 1,41/Dekade älter, 95%

Konfidenzintervall (KI) = 1,05 bis 1.90, P = 0,022), Einsatz

eines systemischen Antihypertensivums (RV = 2,53, 95 %

KI = 1,32 bis 4,87, P = 0,005) und durchschnittlicher okularer

04 | 2012

Perfusionsdruck (RV = 1,21/mm Hg niedriger, 95 % KI = 1,12

bis 1,31, P < 0,001) waren assoziiert mit einem Fortschritt wobei

die randomisierte Zuordnung zu Brimonidin einen protektiven

Effekt aufdeckte (RV = 0,26, 95 % KI = 0,12 bis 0,55,

P < 0,001).“Während die randomisierte Zuordnung zur Bromidin

0,2 prozentige Behandlung einen Schutzeffekt darstellt im Vergleich

mit Timolol 0,5, zeigte sich, dass ein niedrigerer durchschnittlicher

okularer Perfusionsdruck das Risiko senkt“,so das

Team vom Einhorn Clinical Research Center in der New York Eye

and Ear Infirmary, USA.

Autoren: Carlos Gustavo De Moraes,Jeffrey M. Liebmann,David S. Greenfield, Stuart K.

Gardiner,Robert Ritch, Theodore Krupin, Collaborators: Krupin T, Rosenberg LF, Ruderman

JM, Yang JW, Tello C, Liebmann JM, Ritch R, Myers JS, Katz LJ, Spaeth GL, Wilson

RP, Moster MR, Cantor LB, Gross RL, Dirks MS, Grimes SR, Greenfield DS, Bagga H,

Sherwood MB, Feitl ME, Henry JC, Gieser DK, Piltz-Seymour JR. Korrespondenz: Einhorn

Clinical Research Center, New York Eye and Ear Infirmary, New York, USA. demoraesmd@gmail.com,

Studie: Risk factors for visual field progression in the low-ressure

glaucoma treatment study. Quelle: American Journal of Ophthalmology Volume 154,

Issue 4, Pages 702-711, October 2012. Web: http://www.ajo.com/article/S0002-

9394%2812%2900325-X/abstract

Lyse von Cortexrückständen mit einem gepulsten

Nd-YAG Laser nach Phakoemulsifikation

Ann Arbor – mechentel news – Eine nachweisbare Verbesserung

der Sehschärfe und erhöhter Augendruck sind Ergebnis und

Komplikation von Nd:YAG-Laser-Behandlung (Neodym-dotierter

Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) zur Lyse von Rindenrückständen

nach Kataraktoperation mittels Phakoemulsifikation. So

das Resultat einer Untersuchung von C.T. Hood et al. in ihrem

Bericht über Komplikationen und Behandlungsergebnisse einer

retrospektiven Behandlungsstudie. Eine Reihe von Patienten, die

sich am Kellogg Eye Center der Universität von Michigan in Ann

Arbor, Michigan, USA wegen Rückständen im Linsencortex einer

Nd:YAG-Laserbehandlung unterzogen, wurden mittels Durchsicht

von Laser-Logs in der Zeit zwischen 2005 und 2011 identifziert.

Die Arztberichte wurde gesichtet, Daten zu Behandlungsverlauf

und Komplikationen erhoben. Die Hauptmessergebnisse stellten

Verbesserung der subjektiven Sicht und korrigierte Weitsichtigkeit

dar. Achtzehn Augen von 18 Patienten, Altersmittelwert

66 ± 11 Jahre, nahmen an der Studie teil. Acht Augen (44 %)

hatten intraoperativ einen hinteren Kapselriß. Vor der Behandlung

mit Nd:YAG-Laser hatten alle Patienten subjektive Sehbeschwerden,

wobei sechs Patienten Fingerzählen oder schlechter

als Sehschärfe angaben. Elf Patienten (61 %) wurden erfolgreich

mit einer Sitzung zur Lyse des Cortex behandelt, während fünf

Patienten zwei und zwei Patienten drei oder mehr Behandlungen

unterzogen wurden. Fünf Patienten (28 %) hatten erhöhten

intraokularen Druck (IOP) innerhalb eines Behandlungstages und

ein Patient entwickelte ein zystoides Makulaödem. Alle Patienten

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04 | 2012

hatten eine Besserung der subjektiven visuellen Symptome und

beim abschließenden Follow-up war die Entfernungssehschärfe

20/25 oder besser bei dreizehn Patienten (72 %). Das amerikanische

Team kam zu dem Ergebnis, veröffentlicht in der diesjährigen

Novemberausgabe des American Journal of Ophtalmology,

dass Nd:YAG-Laser verwendet werden kann, um Cortexrückstände

nach einer unkomplizierten Katarakt-Operation oder in Fällen

mit intraoperativem posterioren Kapselriß zu lösen. Resultate

sind die Verbesserung der subjektiven und korrigierten Entfernungssehschärfe.

Erhöhter Augeninnendruck ist eine häufige

Komplikation.

Autoren: Christopher T.Hood, Roni M.Shtein, Shahzad I.Mian, Alan Sugar, Korrespondenz:

Kellogg Eye Center, University of Michigan, Ann Arbor, Michigan. Studie:

Neodymium-yttrium-aluminum-garnet laser lysis of retained cortex after phacoemulsification

cataract surgery. Quelle: Am J Ophthalmol. 2012 Nov;154(5):808-813.e1. doi:

10.1016/j.ajo.2012.05.023. Epub 2012 Sep 5. Web: http://www.ajo.com/article/

S0002-9394%2812%2900403-5/abstract

Erfolgreiche Auflösung seröser PEDs durch Reduce-

Fluence PDT

Osaka – mechentel news – Begleitende seröse PEDs bei Hyperfluoreszenz

bei ICGA (Indocyaningrünangiographie) werden als

Variante einer zentralen serösen Chorionretinopathie betrachtet.

Reduced-fluence -PDT ist wirksam zur Auflösung von PEDs

(Pigmentepithelabhebung ). So das Ergebnis einer Untersuchung,

veröffentlicht in der diesjährigen Novemberausgabe der

Fachzeitschrift American Journal of Ophtalmology, zum Wirksamkeitsnachweis

von Reduced Fluence-PDT (Reduced-Fluence

Photodynamic Therapy) zur Behandlung von PEDs (subfovealer

seröser Pigmentepithel-Ablösung) mit Hyperfluoreszenz in der

Spätphase einer ICGA (Indocyaningrünangiographie) ohne

chorioidale Neuvaskularisation (CNV).In einer retrospektiven

Behandlungsfallstudie wurden fünfzehn Augen von 15 Patienten

(Durchschnittslater 55,3 Jahre) mit einer serösen PED untersucht.

Die ICGA –Ausgangsmessung zeigte hypermermeable

chorioidale Gefäße, aber keine CNV an den Augen. Reduced-

Fluence- PDT wurde angewendet und beinhaltete die Behandlung

von hyperfluoreszenten Arealen in der ICGA-Spätphase. Die

japanischen Wissenschaftler ermittelten die Veränderungen bei

den PEDs und der Hyperfluoreszenz in der ICGA-Spätphase als

Ausgangsmessung und drei Monate nach PDT und verglichen

die subfoveale chorioidale Dicke und bestkorrigierte Sehschärfe

(BCVA). S. Goto et al von der Osaka University Graduate School

of Medicine, Japan fassten ihre Ergebnisse wie folgt zusammen:

Die ICGA-Ausgangmessung zeigte milde bis intensive Hyperfluoreszenz

bei der PED mit hyperpermeablen chorioidalen Gefäßen.

Einen Monat nach Reduced-Fluence-PDT bildete sich die PED bei

14 Augen zurück (93 %) und verringerte sich bei einem Auge.

Die PED-Abschwächung setzte sich fort über mehr als drei Mo-

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nate. Die Hyperfluoreszenz-Ausgangsmessung der ICGA verringerte

sich im dritten Monat, ausgenommen bei einem Auge. Die

subfoveale chorioidale Dicke sank signifikant (P


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SWISS

Foramens verbunden mit der straff gespannten hinteren Hyaloidmembran

ohne Operculum. Das vitreomakulare Interface hatte

vier Konfigurationen bei MHs ohne komplette PVD. Annähernd

55 % der Fälle mit einem offenen Dach im Auge ohne komplette

PVD mögen gefährdet sein bezüglich einer Fortentwicklung Richtung

Operculumbildung (Verlust von Retinagewebe).

Autoren: Atsushi Takahashi, Akitoshi Yoshida, Taiji Nagaoka, Akira Takamiya, Eiichi

Sato, Hiroyuki Kagokawa, Daiki Kameyama, Kenji Sogawa, Satoshi shiko, Hiroyuki

Hirokawa Korrespondenz: Department of Ophthalmology, Asahikawa Medical University,

Asahikawa, Hokkaido, Japan. Studie: Idiopathic Full-Thickness Macular Holes and

the Vitreomacular Interface: A High-Resolution Spectral-Domain Optical Coherence

Tomography Study. Quelle: American Journal of Ophthalmology Volume 154, Issue

5 , Pages 881-892.e2, November 2012. Web: http://www.ajo.com/article/S0002-

9394%2812%2900404-7/abstract

Artiflex Toric pIOL corrigiert erfolgreich Myopie

und Astigmatismus

Maastricht – mechentel news – Die Artiflex Toric PIOL (phake

intraokulare Faltlinse) korrigiert effektiv und sicher Myopie und

Astigmatismus in kurzer Zeit, mit stabilen und vorhersagbaren

visuellen Ergebnissen. Zu diesem Ergebnis kam ein niederländisches

Forschungsteam um Muriël Doors in einer prospektiven,

nicht randomisierten Multicenter-Studie zum Nachweis kurzfristiger

Wirksamkeit, Vorhersagbarkeit, Stabilität und Sicherheit der

faltbaren Artiflex Toric phake Intraokularlinse (pIOL; Ophtec) zur

Korrektur von Myopie mit Astigmatismus. Die Autoren implantierten

bei 115 Augen von 73 Patienten die Artiflex Toric pIOL.

Die durchschnittlichen sphärischen und zylindrischen Messwerte

lagen nach der Implantation zwischen - 7,10 ± 2,70 Dioptrien

(D) beziehungsweise - 2,14 ± 0,80 D. Das gesamte Follow up

dauerte sechs Monate. Die gemessenen Parameter beinhalteten

unkorrigierte Sehschärfe (Uncorrected Visual Acuity UCVA), beste

Brillenkorrigierte Sehschärfe (Best Spectacle-Corrected Visual

Acuity BSCVA), subjektive manifeste Refraktion (verwendet zur

Vektoranalyse), intraokularer Druck und endotheliale Zelldichte

(Endothelial Cell Density ECD). Zum Zeitpunkt von 6 Monaten

hatten 99,0 % der Augen ein UCVA von ≥ 20/40 und 81,8 % der

Augen hatten ± 0,5 D. Bei 74,5 % war der postoperative UCVA

gleich oder besser als der präoperative BSCVA; 2 Augen verloren

zwei oder mehr Linien beim BSVCA postoperativ aufgrund einer

Synechie-Entwicklung. Bei 75,5 % der Augen betrug der verbliebene

Zylinder ± 0,5 D. Es gab einen signifikanten Anstieg der

ECD nach drei Monaten (4,8 % ± 11,9% ), ohne zusätzlichen Anstieg

zwischen 3 und 6 Monaten. Pigment- und Nichtpigmentablagerungen

(14,8 % und 12,2 %, jeweils im sechsten Monat) und

einige weitere Komplikationen traten auf. Die durchschnittliche

Acchsenverschiebung betrug 0,6 ± 1,5 Grad (Bereich 0 - 8).

Schlussfolgernd wird berichtet, dass die Artiflex Toric pIOL effektiv

und sicher Myopie und Astigmatismus in kurzer Zeit korrigiert,

04 | 2012

mit stabilen und vorhersagbaren visuellen Ergebnissen nach

sechs Monaten, wenn strikte Inklusionskriterien eingehalten

werden, so M. Doors et al. im American Journal of Ophtalmology

im Oktober dieses Jahres. Das Abscheiden von Pigment- und

Nichtpigment-Ablagerungen auf der pIOL erfordert weitere Forschungsanstrengungen.

Autoren: Muriël Doors, Camille J. Budo, Ben J. Christiaans, Michiel Luger, Antonio A.P.

Marinho, H. Burkhard Dick, Jose L. Güell, Rudy M.M.A. Nuijts. Korrespondenz: University

Eye Clinic Maastricht, Maastricht University Medical Center, The Netherlands

Studie: Artiflex Toric Foldable Phakic Intraocular Lens: Short-term Results of a Prospective

European Multicenter Study. Quelle: Am J Ophthalmol. 2012 Oct;154(4):730-739.e2.

doi: 10.1016/j.ajo.2012.04.006. Epub 2012 Jul 25. Web: http://www.ajo.com/article/

S0002-9394%2812%2900295-4/abstract

Glaukom als Prädiktor für Depression

San Francisco – mechentel news – Das Glaukom ist ein signifikanter

Prädiktor für eine Depression. So das Ergebnis einer

Querschnittsstudie zur Untersuchung der Häufigkeit und der

Risikofaktoren für Depression unter Teilnehmern mit Glaukom

und des prädiktiven Werts eines Glaukoms für Depression. Die

Studie enthielt 6.760 Teilnehmer des National Health and Nutrition

Examination Survey (NHANES) zwischen 2005 und 2008

im Alter von ≥ 40, die angaben, entweder ein Glaukom zu haben

oder nicht zu haben. Demographische und krankheitsbezogene

Informationen wurden erhoben mittels Interview. Selbstberichtete

Messungen über die Sehkraft wurden nachgeprüft mittels

Items des Fragebogens zur visuellen Funktion (Visual Function

Questionnaire, VFQ-25). Die Teilnehmer wurden einer Untersuchung

zur Sehschärfe unterzogen, einer Fundusphotographie und

einer Gesichtsfeldmessung mittels Frequenzdopplungstechnik,

FDT N-30-5). Das Hauptergebnis war das Vorkommen von

Depression, bestimmt als Wert von ≥ 10 im Patient Health

Questionnaire-9, PHQ-9). Veröffentlicht wurden die Ergebnisse

von S.Y.Wang et al. in der Septemberausgabe der Fachzeitschrift

American Journal of Ophtalmology, Das Vorkommen einer

Depression unter den Teilnehmern mit und ohne Glaukom betrug

10,9 % (SEM 2,2 %) beziehungsweise 6,9 % (SEM 0,62 %).

Während das Vorliegen eines Glaukoms signifikant assoziiert

war mit einer Depression nach Angleichung um demographische

Faktoren (OR 1,80, 95 % ‚KI 1,16–2,79), war diese Assoziation

nicht signifikant nach Angleichung bezüglich der selbstberichteten

allgemeinen Gesundheitszustands (OR 1,35, 95 %

KI 0,822 – 2,23). Von Studienteilnehmern mit Glaukom waren

objektive Messungen der Schwere der Glaukomerkrankung keine

signifikanten Prädiktoren für Depression. Dennoch waren einige

selbstberichtete Messungen der visuellen Funktion signifikant

assoziiert mit Depression. Ein Glaukom ist also ein signifikanter

Prädiktor für Depression nach Korrektur um demographische

Faktoren und multipler Komorbiditäten, jedoch nicht nach Korrek-

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04 | 2012

tur um selbstberichteten allgemeinen Gesundheitszustand. Von

Teilnehmern mit Glaukom waren selbstberichtete Sehfunktionsmessungen

signifikante Risikofaktoren für Depression, objektive

Messungen der Sehkraft dahingegen nicht, so das Fazit der

Arbeitsgruppe aus der ophthalmologischen Abteilung der Universität

California, USA.

Autoren: Sophia Y. Wang, Kuldev Singh, Shan C. Lin. Korrespondenz: Department of Ophthalmology,

University of California, San Francisco, San Francisco, California, USA.

Studie: Prevalence and predictors of depression among participants with glaucoma

in a nationally representative population sample. Quelle: Am J Ophthalmol. 2012

Sep;154(3):436-444.e2. doi: 10.1016/j.ajo.2012.03.039. Epub 2012 Jul 11.

Web: http://www.ajo.com/article/S0002-9394%2812%2900252-8/abstract

Hole-ICL der konventionellen ICL-Implantation

ebenbürtig?

Kanagawa – mechentel news – Ein Team aus Japan berichtet in

der Septemberausgabe von American Journal of Ophthalmology

über den Vergleich postoperativer Sehkraftmessungen nach der

Implantation Implantierbarer Collamer-Linsen (ICL) mit und ohne

Zentralforamen (Central Hole-ICL und konventionelle ICL) zur

Korrektur von moderater bis starker Myopie. In einer prospektiven

intraindividuellen Vergleichsstudie wurden 58 Augen von

29 Patienten mit sphärischem Äquivalent von - 7,55 ± 2,09

Dioptrien (D) [Mittelwert ± Standardabweichung] einer Hole-ICL-

Implantation am einen Auge und einer konventionellen ICL-

Implantation am anderen Auge unterzogen, nach Zufallsprinzip

verteilt. Okulare Abbildungsfehler höherer Ordnung (Higher-Order

Aberrations;HOAs) und Kontrastempfindlichkeit (Contrast Sensitivity,

CS) wurden jeweils mittels Hartmann-Shack Aberrometrie

und einer Kontrastempfindlichkeitsmessung präoperativ und 3

Monate nach der Operation gemessen. Der Bereich unterhalb

des Logarithmus der Kontrastempfindlichkeit wurde berechnet.

Dem Team von Kimiya Shimizur et al. stellten sich die Ergebnisse

wie folgt dar: Für Pupillen von 4 mm und 6 mm gab es keine

Unterschiede hinsichtlich Veränderungen zwischen Hole

ICL-Implantation und konventioneller ICL-Implantation (P > 0,05,

Wilcoxon Signed Rank Test). Bezüglich Koma-ähnlichen Abbildungsfehlern,

Bildfehlern ähnlich einer sphärischen Aberration

und totalen HOAs. Das postoperative Areal unter der logarithmischen

CS-Funktion war signifikant erhöht nach Hole-ICL-Implantation

(P < 0,05) und war äquivalent zu dem nach konventioneller

ICL-Implantation unter den Bedingungen photopisch, mesopisch

oder mesopisch mit Blendeffekt. Subjektive Symptome wie Blendeffekt

oder Halo waren ebenfalls im Wesentlichen vergleichbar

nach Hole-ICL und konventioneller ICL-Implantation. Das

japanische Forschungsteam schlussfolgerte, dass die kürzlich

entwickelte Hole ICL-Implantation zur Korrektur von moderater

bis starker Myopie in Hinblick auf die Induktion von HOAs und

CS-Funktion der konventionellen ICL-Implantation ebenbürtig zu

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SWISS

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SWISS

sein scheint. Das Ergebnis der Studie belegt ihre Realisierbarkeit

als eine Option für operative Behandlung solcher Augen, die

keine weiteren peripheren Iridotomien erfordert und möglicherweise

auch das Risiko einer Kataraktentwicklung reduziert.

Autoren: Kimiya Shimizu, Kazutaka Kamiya, Akihito Igarashi, Tetsu Shiratani. Korrespondenz:

Department of Ophthalmology, University of Kitasato School of Medicine,

Kanagawa, Japan. Studie: Studie: Intraindividual Comparison of Visual Performance

After Posterior Chamber Phakic Intraocular Lens With and Without a Central Hole Implantation

for Moderate to High Myopia. Quelle: American Journal of Ophthalmology Volume

154, Issue 3, Pages 486-494.e1, September 2012. Web: http://www.ajo.com/article/

S0002-9394%2812%2900258-9/abstract

Nonmydriatische Ultraweitwinkelbilder:

Gute Ergebnisse in kurzer Zeit

Boston – mechentel news – Nonmydriatische Ultraweitwinkelbilder

sind vergleichbar mit Bildern von ETDRS Fotografie

und dilatierter Fundusuntersuchung zur Bestimmung des

Schweregrads von Diabetischer Retinopathie (DR) und Diabetischem

Makulaödem (Diabetic Makula Edema; DME). P.S.

Silva et al. berichten im American Journal of Ophtalmology im

September diesen Jahres über eine prospektive, komparative

Single-Site. Validationsstudie zum Vergleich nonmydriatischer

stereoskopischer Optomap Ultrawide Field Images mit ETDRS-

Fundusfotografien (7-Standard Field 35-mm Farbe 30-Grad-

Fundusfotografien der Dilated Stereoscopic Early Treatment

Diabetic Retinopathy (ETDRS) - Studie und mit klinischen

Untersuchungen zur Bestimmung einer Diabetischen Retinopathie

(DR) sowie des Schweregrads eines diabetischen Makulaödems

(DME). 103 Diabetespatienten (206 Augen), die das

gesamte Spektrum des Schweregrads von DR repräsentierten,

unterzogen sich einem Nonmydriatic Ultrawide Field 100-Grad

und 200-Grad-Imaging und einer dilatierten ETDRS-Fotografie

durch einen Retinaspezialisten. Zwei unabhängige Experten

begutachteten die Bilder, um den Schweregrad von DR und DME

einzuschätzen. Ein dritter maskierter Retinaspezialist beurteilte

die Diskrepanzen. Basierend auf der ETDRS Fotografie (n = 200)

ergab sich folgende Verteilung: Nicht- DR (n =0,25 Augen [12,5

%]), mild nichtproliferative DR (NPDR; 47 [23,5 %]), moderate

NPDR (61 [30,5 %]), schwere NPDR (11 [5,5 %]), sehr schwere

NPDR (3 [1,5 %]), und proliferative DR (52 [2,5 %]). Ein (0,5 %)

Auge war nicht einzuordnen und 6 Augen durchliefen die ETDRS

Fotografie nicht komplett. Nicht-DME wurde bei 114 Augen (57,0

%) gefunden, DME wurde bei 28 Augen (14,0 %), und klinisch

signifikante DME wurde bei 47 Augen (23,5 %) gefunden; elf

(5,5 %) Augen waren uneinschätzbar. Exakte Übereinstimmung

bezüglich der DR-Schwere.zwischen Ultrawide Field 100-degree

Imaging und EDTRS-Fotografie gab es zu 84 % mit Übereinstimmung

innerhalb eines Levels in 91 % (KW = 0,85; K = 0,79).

Nichtmydriatische Ultrawide Field-Bilder entsprachen zu 70 %

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exakt den Ergebnissen der klinischen Untersuchung von DR und

befanden sich innerhalb des ersten Levels zu 93 % (KW = 0,71;

K = 0,61). Die Erfassungszeit für Nonmydriatic Ultrawide Field

Imaging war zur Hälfte niedriger als bei dilated ETDRS Fotografie

(P < 0,0001). Nonmydriatische Ultraweitwinkel-Bilder sind zu

vergleichen mit Befunden, die vorzugsweise mit ETDRS-Fotografie

und mit dilatierter Fundusuntersuchung zur Bestimmung

des Schweregrads von DR und DME gewonnen wurden. Sie sind

jedoch schneller herzustellen. Wenn sich die Befunde für eine

umfassende diabetische Population erhärten, dann mag sich

das Nonmydriatic Ultrawide Field Imaging als Benefit für die DR-

Evaluation in Forschung und klinischen Settings erweisen.

Autoren: Paolo S. Silva, Jerry D. Cavallerano, Jennifer K. Sun, JasonNoble, Lloyd M.

Aiello, Lloyd Paul Aiello. Studie: Nonmydriatic ultrawide field retinal imaging compared

with dilated standard 7-field 35-mm photography and retinal specialist examination for

evaluation of diabetic retinopathy. Quelle: Am J Ophthalmol. 2012 Sep;154(3):549-559.

e2. doi: 10.1016/j.ajo.2012.03.019. Epub 2012 May 23. Web: http://www.ajo.com/

article/S0002-9394%2812%2900210-3/abstract

Insertion rapide de la lentille intraoculaire

et cicatrice chirurgicale

Kyoto – mechentel news – Masayuki Ouchi, dans une étude

parue dans le journal scientifique Journal of Cataract and

Refractive Surgery en octobre 2012, conclut que l‘insertion

lente de l‘implant intraoculaire à travers le système d‘injection

affectait plus la structure de la plaie qu‘une injection rapide. Il

a voulu étudier la différence de l‘effet de la vitesse d‘insertion

de la lentille intraoculaire (LIO) sur la structure de la plaie en

cornée claire. L‘essai clinique prospectif aléatoire a été mené

sur des yeux de sujets ayant subi une phacoémulsification et une

implantation d‘une LIO AcrySof IQ par le système d‘injecteur à

piston. Deux groupes égaux ont été aléatoirement créés : groupe

F, insertion rapide de la LIO (1 tour par seconde [rps]) et groupe

S, insertion lente de la LIO (1/4 rps). Il a comparé le changement

de taille de la plaie avant et après l‘insertion, le besoin

d‘hydratation de la cornée, l‘astigmatisme induit chirurgicalement

(SIA) et les résultats de la tomographie par cohérence optique

(OCT) de la structure de la plaie cornéenne. Des mesures de

laboratoire comparatives de la surface transversale entre les

cartouches vides et celles remplies de la LIO ont aussi été réalisées.

80 yeux ont été testés. Le changement de taille de la plaie

était significativement plus grand dans le groupe S

(P = .002). L‘hydratation cornéenne a été requise pour 11 des

40 yeux du groupe F et 21 des 40 yeux du groupe S (P = .04).

Les changements dans les résultats de l‘OCT étaient plus importants

dans le groupe S (P = .003). Il n‘y avait pas de différence

significative dans le SIA. L‘examen laboratoire des cartouches

a montré que le diamètre vertical de la zone transversale était

significativement plus grand quand la cartouche était chargée

www.swissophthal.ch


04 | 2012

de la LIO que lorsqu‘elle était vide. Masayuki Ouchi conclut que

lorsqu’un système d‘injection est utilisé, une lente insertion de

la LIO affecte la structure de la plaie claire cornéenne de manière

plus importante que lors d‘une insertion IOL rapide.

Auteurs : Masayuki Ouchi, MD, PhD. Correspondance : Masayuki Ouchi, MD, PhD, Ouchi

Eye Clinic, 47-1 Karahashi Rajomon-cho, Minami-ku, Kyoto 601-8453, Japan. Etude :

Effect of intraocular lens insertion speed on surgical wound structure. Source : Journal of

Cataract & Refractive Surgery, Volume 38, Issue 10 , Pages 1771-1776, October 2012.

Web : http://www.jcrsjournal.org/article/S0886-3350%2812%2900847-4/abstract

Chirurgie de la cataracte par micronisions biannuelle

et cicatrisation

Modene – mechentel news – L’équipe italienne menée par Gian

Maria Cavallini a montré dans une étude parue dans le journal

scientifique Journal of Cataract and Refractive Surgery en

octobre 2012 que la chirurgie de la cataracte par microincision

bimanuelle n‘affectait pas l‘architecture de la cicatrice à long

terme. Les auteurs ont cherché à évaluer l’incision cornéenne

claire (CCI), les caractéristiques architecturales de la chirurgie

de la cataracte par microincision bimanuelle (MICS) sur le long

terme en utilisant la tomographie par cohérence optique sur le

segment antérieur (AS-OCT). L’étude a porté sur une série de

cas de patients ayant subi une MICS bimanuelle sans complication

dans les 2 à 16 mois précédents. Ils furent examinés en

utilisant l’AS-OCT. Les images obtenues ont été utilisées pour

mesurer l’épaisseur de la cornée, la longueur de l’incision, son

angle et l’incidence sur la béance épithéliale ou endothéliale,

le défaut d’alignement, le détachement de la membrane de

Descemet et la rétractation de la plaie postérieure ont également

été mesurés. 52 yeux de 33 patients ont été inclus. La

longueur moyenne de l’incision et l’angle moyen étaient respectivement

de 1427,91 µm et 31° pour la main droite et 1440 µm

et 31,54° pour la main gauche. Elles étaient de 1474,13 µm

et 31,27° pour les incisions temporales et de 1394,41 µm et

31,46° pour les incisions nasales en CCIs. La rétractation de la

plaie postérieure a été la seule caractéristique architecturale retrouvée.

Sa prévalence était de 7,10 % entre deux et trois mois,

de 31,8 % entre quatre et 11 mois et de 33,3 % a 12 mois.

53 % des retractions de la plaie posterieure etaient de 1,8 mm

CCIs et 47 % de 1,4 mm CCIs. Les auteurs italiens ont conclu

leur étude en précisant que la MCIS bimanuelle n’était pas reliée

à des caractéristiques morphologiques particulières du CCIs.

L’élargissement d’une incision ou la construction de l’incision

avec la main dominante ou non n’affecte pas l’architecture de la

cicatrice à long terme. La rétraction de la plaie postérieure est

la seule caractéristique architecturale retrouvée mais sa prévalence

semble inférieure à d’autres techniques chirurgicales.

Auteurs : Gian Maria Cavallini, MD, Luca Campi, MD, Giulio Torlai, MD, Matteo Forlini,

www.swissophthal.ch

MD, Elisa Fornasari, MD. Correspondance : Gian Maria Cavallini, MD, Institute of Ophthalmology,

Azienda Ospedaliero Universitaria di Modena Policlinico, Via del Pozzo 71,

41100 Modena, Italy. Etude : Clear corneal incisions in bimanual microincision cataract

surgery: Long-term wound-healing architecture. Source : Journal of Cataract and Refractive

Surgery, volume 38, issue 10, pages 1743-1748, october 2012. Web : http://www.

jcrsjournal.org/article/S0886-3350%2812%2901135-2/abstract

Reconstruction oculaire, huile de silicone et iris artificiel

New York – mechentel news – Dans un article paru dans le

magazine scientifique Journal of Cataract and Refractive Surgery

du mois de novembre 2012, l‘équipe américaine menée par

Vittorio De Grande a montré que la reconstruction oculaire,

l‘huile de silicone et l‘iris artificiel pouvait améliorer la vue. En

effet, suite à une chute, une femme pseudophake de 83 ans

a subi une blessure à globe ouvert sur son œil gauche avec

une aniridie traumatique, une aphakie et un décollement total

de la rétine. Son acuité visuelle se limitait à une perception

lumineuse. Après une première réparation du globe, la rétine

fut ré-attachée avec de l‘huile de silicone et la réalisation de

sutures de rétention pour éviter à l‘huile de silicone de toucher

l‘endothélium cornéen. Trois mois plus tard, l‘huile a été

enlevée et, avec des éblouissements, la correction de l‘aphakie

a amélioré l‘acuité visuelle de la patiente jusqu‘à 20/80-1. Un

iris artificiel par lentille intraoculaire avec fixation sclérale (LIO)

fut ensuite implanté. Pendant le placement de l‘IOL par incision

temporo-cornéo-sclérale biseautée jusqu‘à la chambre antérieure,

les sutures de rétention de l‘huile de silicone supportèrent

la lentille comme si elle était fixée à la sclère. Les auteurs ont

conclu que les sutures de rétention ont aidé au positionnement

de la LIO et l‘ont protégé d‘une subluxation et/ou d‘une rupture

pendant la chirurgie. En postopératoire, l‘acuité visuelle était

remontée à 20/50-2.

Auteurs : Vittorio De Grande, MD, Ken Rosenthal, MD, Michele Reibaldi, MD, Ronald C

Gentile, MD. Correspondance : Ronald C Gentile, MD, the New York Eye and Ear Infirmary,

14th Street and 2nd Avenue, New York, New York 10002, USA. Etude : Artificial iris–

intraocular lens implantation for traumatic aniridia and aphakia assisted by silicone oil

retention sutures. Source : Journal of Cataract & Refractive Surgery, Volume 38, Issue 11

, Pages 2045-2048, November 2012. Web : http://www.jcrsjournal.org/article/S0886-

3350%2812%2901295-3/abstract

Calcul de la puissance de la LIO ray-tracing avec l‘OCT

Miyazaki- mechentel news - L‘équipe japonaise, menée par Keiichiro

Minami, a conclu dans son étude parue dans le magazine

scientifique Journal of Cataract and Refractive Surgery news

en octobre 2012 que la pertinence du calcul de la LIO (lentille

intraoculaire) RAY-TRACING en utilisant les données de l‘OCT de

segment antérieur était comparable à la formule conventionnel-

SWISS

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SWISS

le. Ils ont cherché à évaluer l‘efficacité du calcul de la puissance

de la LIO RAY-TRACING en utilisant les mesures de l‘OCT pour le

segment antérieur (AS-OCT) chez des yeux normaux atteints de

cataracte. L‘étude a porté sur une série de cas de patients qui

ont subi une chirurgie de la cataracte et qui ont obtenu un score

d‘acuité visuelle corrigée de 0,15 logMAR ou plus en post-opératoire.

En préopératoire, les mesures de topographie Placido et

d‘AS-OCT ont été relevées pendant un examen de routine. Les

réfractions postopératoires prédites ont été obtenues par trois

méthodes : la formule SRK/T avec autokératométrie, le calcul de

la LIO RAY-TRACING par les données de la topographie Placido,

et les calculs de la LIO RAY-TRACING avec les mesures AS-OCT

des surfaces cornéennes. Les erreurs réfractives de l‘équivalent

sphérique manifeste étaient comparées à 1 mois postopératoire

et les effets de l‘excentricité cornéenne et de la courbure

cornéenne postérieure ont été évalués. 102 yeux de 70 patients

ont été testés. Aucune différence significative n‘a été remarquée

dans les erreurs réfractives (P = .89). L‘erreur réfractive

avec la formule SRK/T est corrélée de manière significative

avec l‘excentricité cornéenne (P = .017) ; le calcul RAY-TRACING

n‘était pas affecté. Il y avait une faible corrélation avec la courbure

cornéenne postérieure dans le calcul RAY-TRACING réalisé

avec la topographie Placido (P < .0002). Les auteurs japonais

ont conclu leur étude en précisant que la pertinence du calcul

de la puissance de la LIO RAY-TRACING en utilisant les données

de l’AS-OCT était comparable à celle de la formule conventionnelle

et minimisait les effets de l‘excentricité cornéenne et de la

courbure cornéenne postérieure.

Auteurs : Keiichiro Minami, PhD, Yasushi Kataoka, MD, Jiro Matsunaga, MD, Shinichiro

Ohtani, MD, Masato Honbou, COT, Kazunori Miyata, MD, PhD. Correspondance : Keiichiro

Minami, PhD, Miyata Eye Hospital, 6-3 Kurahara-cho, Miyakonojyo, 885-0051, Japan.

Etude : Ray-tracing intraocular lens power calculation using anterior segment optical

coherence tomography measurements. Source : Journal of Cataract & Refractive Surgery,

Volume 38, Issue 10 , Pages 1758-1763, October 2012. Web : http://www.jcrsjournal.

org/article/S0886-3350%2812%2900893-0/abstract

Détection de la perte ganglionnaire

dans le glaucome débutant

Kyoto – Mechentel news – Dans une étude parue en octobre

2012, dans le magazine scientifique IOVS, l’équipe japonaise

menée par Kohei Takayama a conclu que les couches de

cellules ganglionnaires et la couche interne du plexus (CCGCIP)

pouvaient se montrer utiles pour la détection des glaucomes

débutants. Leur objectif était de tester la détection des pertes

ganglionnaires locales grâce à l’utilisation de la tomographie

par cohérence optique dans le domaine spectral (OCT). L’étude

de l’équipe japonaise a inclus 58 yeux glaucomateux et 48 yeux

sains de patients japonais. L’épaisseur de la couche de cellules

ganglionnaires et de la couche interne du plexus a été mesurée

04 | 2012

sur un scanner rétinien HD-OCT. L‘épaisseur moyenne des CCG-

CIP à l‘intérieur de l‘anneau maculaire et l‘épaisseur minimale

des rayons CCGCIP sur 360° depuis l‘anneau jusqu‘à l‘extérieur

de l‘anneau maculaire ont été calculés. Les auteurs ont étudiés

l‘aire en deçà de la courbe caractéristique de fonctionnement

(ACCF) pour différencier les yeux sains des débuts de glaucome

(moyenne de déviation ≥ - 6 dB) et des glaucomes avancés (moyenne

de déviation < - 6 dB). Les résultats de cette étude ont

montré que 43 patients présentaient un glaucome à pression

normale et 15 présentaient de l’hypertension. L’épaisseur moyenne

minimale des CCGCIP était de 77,0µm pour les yeux sain

et 60,6µm pour les yeux atteints de glaucome (P < 0,001). Du

point de vue de la répétitivité des sessions, les coefficients de

variation des CCGCIP moyennes et minimales étaient respectivement

de 0,98 et 1,85 pour les yeux atteints de glaucome,

et de 0,89 et 1,85 pour les yeux sains. L’étude a aussi montré

que l’épaisseur moyenne CCGCIP ACCF (0,896) était significativement

plus élevée (P = 0.0062) que l‘épaisseur moyenne de

CCGCIP (0.821) pour un glaucome débutant, alors que le

minimum de CCGCIP ACCF (0,991) etait comparable (P = 0,103)

a la moyenne (0,964) pour le glaucome avance. L‘epaisseur

moyenne des CCGCIP de l‘ACCF etait comparable (P = 0,861)

a la moyenne de l‘epaisseur du cercle papillaire des couches

de fibres nerveuses retiniennes (cpRNFL) pour le glaucome debutant.

Les auteurs ont conclu que pour ces patients japonais,

avec 74,1 % de glaucome a pression normale, determiner le

minimum des CCGCIP pourrait etre utile pour la detection du

glaucome debutant..

Auteurs : Kohei Takayama, Masanori Hangai, Mary Durbin, Noriko Nakano, Satoshi

Morooka, Tadamichi Akagi, Hanako Ohashi Ikeda and Nagahisa Yoshimura. Correspondance

: Department of Ophthalmology and Visual Sciences, Kyoto University Graduate

School of Medicine, Kyoto, Japan; and Carl Zeiss Meditec, Inc. Dublin, California. Etude

: A Novel Method to Detect Local Ganglion Cell Loss in Early Glaucoma Using Spectral-

Domain Optical Coherence Tomography. Source : Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. October

5, 2012 vol. 53 no. 11 6904-6913. Web : http://www.iovs.org/content/53/11/6904.

short#aff-2

Progression de la myopie chez les sujets jeunes

Columbus – mechentel news – L’équipe dirigée par Lisa A.

Jones-Jordan a conclu dans une étude parue en octobre 2012

dans le magazine scientifique IOVS, que les activités sportives,

extérieures ou de travail n’ont pas grande influence

sur l’évolution de la myopie. Les auteurs ont voulu étudier

l’association entre la progression de la myopie et le temps passé

à l’extérieur et en sollicitant différentes activités visuelles.

Ils ont mené une étude collaborative longitudinale d‘évaluation

de la race et de l‘erreur réfractive (CLEERE) sur 835 myopes

(myopie sur les méridiens principaux de - 0.75D ou plus par

autoréfraction cycloplégique). L‘étude a analysé les données de

www.swissophthal.ch


04 | 2012

progression et au moins une mesure d‘activité associée à un in-

tervalle de progression. Les données d‘activités ont été collec-

tées par les parents. La moyenne du niveau d‘activité (moyenne

de l‘activité au début et à la fin d’un intervalle de progression

de 1an) est le premier prédicteur dans un modèle à mesures

répétées mixtes. Le modèle a contrôlé l‘âge, le sexe, l‘origine

ethnique, le type d‘erreur réfractive au début de l‘intervalle

de progression, le site clinique et le type d‘autoréfractomètre

utilisé. Les effets ont été mis à l‘échelle en se basant sur une

activité additionnelle de 10 heures par semaine.

Dans le modèle multivarié, le nombre d‘heures de lecture pour

le plaisir par semaine n‘était pas associé de manière significative

avec une progression de la myopie à un premier niveau de

P ≤ 0.01, de la même façon pour les autres activités et le travail

de près, ou bien les activités extérieures/ sportives. L‘ampleur

des effets était cliniquement faible. Pour exemple, l’effet le plus

important est que toutes les 10 heures additionnelles /semaine

de lecture par plaisir à la fin d‘un intervalle de progression est

associée avec une augmentation de la moyenne annuelle de

- 0.08D. Contrairement aux précédentes associations préventives

reportées sur le temps passé à l’extérieur réduisant

le risque de myopie débutante, les auteurs rapportent que

l’activité extérieure/sportive n’est pas associée à un plus faible

taux de progression de la myopie débutante. L’activité de travail

est également peu significative sur la progression de la myopie.

Auteurs : Lisa A. Jones-Jordan, Loraine T. Sinnott, Susan A. Cotter, Robert N. Kleinstein,

Ruth E. Manny, Donald O. Mutti, J. Daniel Twelker and Karla Zadnik,1 for the CLEERE

Study Group. Correspondance : Lisa A. Jones-Jordan, The Ohio State University College

of Optometry, 649 Fry Hall, 338 West 10th Avenue, Columbus, OH 43210; ljordan@

optometry.osu.edu. Etude : Time Outdoors, Visual Activity, and Myopia Progression in

Juvenile-Onset Myopes. Source : Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. October 15, 2012 vol. 53

no. 11 7169-7175. Web : http://www.iovs.org/content/53/11/7169.short

Traitement de l’hypertension oculaire après

chirurgie de la cataracte

Portland – mechentel news – Dans une étude parue en septembre

2012 dans le magazine scientifique Ophthalmology,

l’équipe de Steven L. Mansberger a conclu que la chirurgie de

la cataracte diminuait les changements de tension intraoculaire

au long cours. Les auteurs ont voulu évaluer le changement

de pression intraoculaire (PIO) après extraction de la cataracte

dans le groupe d’observation de l’étude du traitement de

l’hypertension oculaire. Ils ont étudié une série de cas comparatifs

sur 42 patients (63 yeux) ayant subi une chirurgie de la

cataracte pour au moins un œil pendant l’étude et 743 patients

(743 yeux) n’ayant pas bénéficié d’une chirurgie de la cataracte.

Les auteurs avaient défini une date de rendez-vous commun

pour la date visite de l’étude, date à laquelle une chirurgie de la

cataracte était effectuée pour le premier groupe et une date cor-

www.swissophthal.ch

respondante pour le groupe témoin. La PIO pré-opératoire était

définie comme la moyenne des PIO jusqu’ à la troisième visite

avant la date de visite de l’étude. Une PIO postopératoire est la

moyenne des PIO jusqu’à 3 visites en incluant la date de visite

de l’étude (0, 6 et 12 mois, avec 0 mois équivalent au rendezvous

de visite). Dans les deux groupes, les auteurs ont exclus

les données après l‘introduction de la médication d‘hypotension

oculaire ou d‘une chirurgie de glaucome de n’importe quel type.

Les résultats mesurés étaient les différences entre les PIO

préopératoire et postopératoire. Dans le groupe cataracte, la

PIO post-opératoire était significativement plus basse que la PIO

pré-opératoire (19,8 ± 3.2 mm Hg vs. 23,9 ± 3,2 mm,Hg; P <

0,001). La PIO post-opératoire reste plus basse que la PIO préopératoire

pendant au moins 36 mois. La moyenne de baisse

de PIO post-opératoire depuis la PIO pré-opératoire est de 16,5

% et 39,7 % des yeux qui avaient une PIO post-operatoire > 20

% en dessous de la PIO preoperatoire. Une plus grande baisse

de PIO post-operatoire etait constatee pour les yeux avec

une PIO pre-operatoire plus haute. Dans le groupe controle, la

moyenne correspondante de PIO etait de 23,8 ± 3,6 avant la

date de visite et de 2,.4 ± 3.9 apres la date visite. L’équipe de

Steven L. Mansberger a conclu que la chirurgie de la cataracte

diminuait la PIO des patients présentant une hypertension oculaire

au long cours.

Auteurs : Steven L. Mansberger, MD, MPH, Mae O. Gordon, PhD, Henry Jampel, MD,

MHS, Anjali Bhorade, MD, James D. Brandt, MD, Brad Wilson, PhD, Michael A. Kass, MD,

Ocular Hypertension Treatment Study Group. Correspondance : Steven L. Mansberger,

MD, MPH, 1040 NW 22nd Avenue, Suite 200, Portland, OR 97210. Etude : Reduction in

Intraocular Pressure after Cataract Extraction: The Ocular Hypertension Treatment Study

Source : Ophthalmology, Volume 119, Issue 9 , Pages 1826-1831, September 2012

Web : http://www.aaojournal.org/article/S0161-6420%2812%2900225-4/abstract

Chirurgie du strabisme adulte :

critères de performance

Rochester – mechentel news – L‘équipe menée par Sarah R.

Hatt a conclu dans une étude parue dans le magazine scientifique

Ophthalmology en septembre 2012 qu‘il fallait combiner

les critères de diplopie et les critères moteurs pour évaluer le

succès de la chirurgie du strabisme adulte. L‘équipe américaine

a évalué la pertinence des critères de motricité, de diplopie et

de qualité de vie liée à la santé (HRQOL) dans l‘analyse des

résultats de la chirurgie du strabisme adulte. Ils ont mené une

étude de cohorte portant sur 159 adultes ayant subi 171 chirurgies

de strabisme. Ils ont fait subir un examen clinique à tous

les patients en pré-opératoire et à six semaines post-opératoires

en incluant le questionnaire de strabisme de l‘adulte 20-HRQOL.

En pré-opératoire, le strabisme était qualifié de diplopique (n =

117), non-diplopique (n = 38) ou diplopique atypique (n = 16).

Pour assoir les critères de motricité, de HRQOL, le succès a été

SWISS

21


22

SWISS

défini à priori et appliqué de manière séparée et en combinai-

sons. Les résultats de réussite correspondaient à : (1) critères

moteurs < 10 dioptries prismatiques avec simultanément le test

du prisme de convergence : (2) cirières de diplopie, pas ou seulement

rare dans la vision de loin ou la lecture ; (3) critères HR-

QOL, excédant ceux reportés précédemment dans 95 % des limites

de l‘accord (LOA). Les auteurs ont évalué le taux de succès

chirurgical selon des critères moteurs, de diplopie, de HRQOL

seuls ou combinés. Globalement, le taux de succès est de 90 %

pour les critères moteurs, de 74 % pour les critères de diplopie

et de 60 % pour les critères HRQOL. Concernant les critères

combinés, le plus fort taux de succès est pour les critères

moteurs + les critères de diplopie (67 %) et le taux le plus faible

est obtenu en combinant tous les critères : moteurs, diplopie

et HRQOL (50 %). L‘équipe américaine pense qu‘appliquer les

critères moteurs seuls donne de meilleures chances de succès

lorsque l‘on évalue les résultats de la chirurgie du strabisme

adulte, mais les critères moteurs ne représentent pas la totalité

des patients en postopératoire. Combiner critères de diplopie et

critères moteurs fournit un standard clinique plus pertinent pour

évaluer le succès de la chirurgie du strabisme chez l‘adulte. Les

auteurs concluent que pour les critères HRQOL, excéder les

95 % de LOA à 6 semaines postopératoire semble être un

difficile obstacle à clarifier pour quelques patients. Evaluer le

changement dans le score HRQOL serait plus utile dans les

études de cohorte.

Auteurs : Sarah R. Hatt, DBO, David A. Leske, MS, Laura Liebermann, CO, Jonathan M.

Holmes, BM, BCh. Correspondance : Jonathan M. Holmes, BM, BCh, Ophthalmology

W7, Mayo Clinic, 200 First St. SW, Rochester, MN 55905. Etude : Comparing Outcome

Criteria Performance in Adult Strabismus Surgery. Source : Ophthalmology, Volume

119, Issue 9 , Pages 1930-1936, September 2012. Web : http://www.aaojournal.org/

article/S0161-6420%2812%2900179-0/abstract

Résultats cliniques du laser femtosecond 500khz

pour la myopie

Kanagawa – mechentel news – Dans une étude parue en novembre

2012, dans le magazine scientifique Journal of Cataract

and Refractive Surgery, l‘équipe japonaise menée par Kazutaka

Kamiya a montré que l‘extraction lenticulaire femtosecond fonctionne

bien dans la correction de la myopie et n‘entraine pas de

complication dans les six premiers mois post-opératoires. Ils ont

cherché à présenter les premiers résultats cliniques, incluant

l‘efficacité et la perte cellulaire endothéliale, sur l‘extraction

réfractive lenticulaire par utilisation d‘un laser femtosecond 500

kHz pour corriger la myopie. L‘étude a porté sur une série de

cas évaluant les yeux avec un équivalent sphérique de - 4.26

dioptres (D) ± 1,39 (SD) qui ont subi une extraction lenticulaire

femtosecond pour la myopie. Avant la chirurgie, puis une

semaine, 1 mois, 3mois, 6 mois après la chirurgie, la sureté,

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l‘efficacité, la prédictibilité, la stabilité et les effets secondaires

de la chirurgie ont été évalués. L‘étude a inclus 38 yeux de 20

patients. L‘acuité visuelle de loin non corrigée et corrigée 6

mois après la chirurgie était respectivement de - 0,14 ± 0,10

logMAR et de- 0,21 ± 0,09 logMAR. L‘indice de surete etait de

0,96 ± 0,19, l‘indice d‘efficacite de 0,82 ± 0,17. A six mois,

tous les yeux etaient dans une tranche de correction de ± 0,50

D. Le changement de refraction manifeste moyen d‘une semaine

a six mois est de 0,02 ± 0,28 D. La densité des cellules endothéliales

était de 2814 ± 199 cellules/mm² en préopératoire et

de 2762 ± 213 cellules/mm² en postopératoire ; le changement

n‘était pas significatif (P = .32, test de comparaison des

données WILCOXON). Aucune complication affectant la vue n‘a

été observée pendant cette période. Les auteurs ont conclu que

l‘extraction lenticulaire femtosecond fonctionnait bien dans la

correction de la myopie. Il n‘était apparu ni perte significative

de cellules endothéliales ni de complications sérieuses pendant

les 6 mois qui suivirent, leur laissant suggérer que l‘extraction

lenticulaire femtosecond était une option chirurgicale viable pour

traiter les yeux myopes.

Auteurs : Kazutaka Kamiya, MD, PhD, Akihito Igarashi, MD, PhD, Rie Ishii, MD, Nobuyuki

Sato, MD, Hiroyuki Nishimoto, MD, PhD , Kimiya Shimizu, MD, PhD. Correspondance :

Kazutaka Kamiya, MD, PhD, Department of Ophthalmology, University of Kitasato School

of Medicine, 1-15-1 Kitasato, Sagamihara, Kanagawa, 228-8555, Japan. Etude : Early

clinical outcomes, including efficacy and endothelial cell loss, of refractive lenticule

extraction using a 500 kHz femtosecond laser to correct myopia. Source : Journal of Cataract

& Refractive Surgery, Volume 38, Issue 11 , Pages 1996-2002, November 2012.

Web : http://www.jcrsjournal.org/article/S0886-3350%2812%2901121-2/abstract

Changement de contraste de l‘image

rétinienne avec l‘âge

Tokyo – mechentel news – L‘équipe menée par Norihiro Mita

conclut dans une étude parue dans le journal scientifique Journal

of Cataract and Refractive Surgery en octobre 2012 que le

contraste de l‘image rétinienne chez les patients avec cristallin

transparent diminue avec l‘âge. Ils ont cherché à comparer et

à évaluer les changements de l‘image rétinienne selon l‘âge

chez des adultes japonais avec cristallin transparent. L‘étude

transversale a inclus des yeux droits avec une acuité visuelle

de loin corrigée supérieure à 0,0 logMAR. L‘analyse de la

fonction d‘étalement du point (PSF-1000) a été utilisée pour

mesurer le contraste de l‘image rétinienne avec des pupilles de

3.0mm sous mydriase maximale. Une analyse du front d‘ondes

(KR9000PW) a été utilisée pour mesurer les aberrations d‘ordre

supérieur de l‘œil (HOAS) avec des pupilles de 4,0 mm. La

transparence du cristallin a été estimée avec l‘intensité de la

rétro diffusion de la lumière de chaque couche du cristallin et

la distance optique (mm) a été photographiée par un système

d‘analyse du segment antérieur (EAS-1000). Les auteurs ont

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utilisé la corrélation de Pearson produit-moment (R2) pour

l‘analyse statistique. Le niveau de significativité était de 5 %.

269 patients (âge moyen 39,7 ans ± 7,7 [SD]) ont été inclus.

Les résultats ont montré que le contraste de l‘image rétinienne

dégénérait significativement avec l‘âge ; la plus importante

différence était notée avec l‘optotype 0.423 logMAR, pour lequel

la diminution était de 5.4 % chaque décennie. L‘intensité de

la rétro diffusion de lumière était corrélée négativement avec

le contraste de l‘image rétinienne (R2 = 0.030, P < 0.01). Les

auteurs japonais ont conclu leur étude en précisant que le

contraste de l‘image rétinienne chez des yeux avec cristallins

transparents dégénérait avec l‘âge. La diminution était plus

évidente dans le domaine des fréquences moyennes et était

due à l‘augmentation des aberrations sphériques et à l‘intensité

lumineuse.

Auteurs : Norihiro Mita, MS, Natsuko Hatsusaka, Eri Shibuya, Hiromi Osada, MD, Naoko

Shibata, MD, Shinsuke Shibata, MD, Kazuyuki Sasaki, MD, Hiroshi Sasaki, MD. Correspondance

: Norihiro Mita, MS, Department of Ophthalmology, Kanazawa Medical University,

1-1 Daigaku, Uchinada, Kahoku-gun, Ishikawa 920-0293, Japan. Etude : Change

in retinal image contrast with age in eyes with transparent lenses. Source : Journal of

Cataract & Refractive Surgery, Volume 38, Issue 10 , Pages 1783-1787, October 2012.

Web : http://www.jcrsjournal.org/article/S0886-3350%2812%2900995-9/abstract

Herpes simplex du segment antérieur en pédiatrie

Boston – mechentel news – Dans une étude parue dans le

journal scientifique Ophthalmology en octobre 2012, l‘équipe

menée par Shaohui Liu a conclu que les kératites pédiatriques

dues à un herpès simplex ont un fort taux d‘erreur de diagnostic

et un pronostic de récurrence et de perte de vision important.

Ils ont voulu décrire les caractéristiques cliniques, le traitement

et les résultats du virus de l‘herpès simplex (HSV) des infections

de la cornée et annexes pour augmenter la vigilance et

pour améliorer la gestion de cette maladie de l‘œil chez l‘enfant.

L‘étude a porté sur une série de cas rétrospectifs. 57 yeux de

53 patients de moins de 16 ans avec une kératite due à un HSV

(HSK), une blépharoconjonctivite due à un HSV (HBC) ou les

deux ont été étudiés dans un cabinet spécialisé de la cornée.

Les données suivantes furent collectées : âge de début de la

maladie, facteurs de risques, maladies concomitantes, durée

des symptômes et diagnostics donnés avant la présentation,

acuité visuelle, résultats de l‘examen à la lampe à fente, sensation

cornéenne, dose et durée des traitements utilisés, effets

indésirables, récurrence de maladie. La présence de cicatrices

cornéennes résiduelles, l‘acuité visuelle à la dernière visite, les

changements dans la sensation cornéenne, le pourcentage de

récurrence, et les manifestations de HSK ont été évalués chez

les patients recevant de l‘acyclovir prophylactique systématique

au long cours. Les résultats de cette étude ont montré que l‘âge

moyen de début de la maladie était de 5 ans, le suivi moyen de

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3,6 ans. 18 yeux étaient touchés par une HBC seule et quatre

patients de ce groupe étaient touchés bilatéralement. Sur les

39 yeux avec kératite, 74% avaient une atteinte du stroma.

30 % des cas de HSK ont été mal diagnostiqués avant la présentation.

79 % des patients avec kératite présentaient une cicatrice

cornéenne et 26% avaient une acuité visuelle de 20/40

ou moins à leur dernière visite. 80 % des patients présentaient

une maladie récurrente. Six des 16 patients (37 %) qui ont reçu

de l‘acyclovir oral au long cours présentaient une récurrence de

HSV, au moins un cas a fait suite à une poussée de croissance

qui a causé un amoindrissement de l‘effet thérapeutique du

dosage initial en acyclovir. Les auteurs du Massachusetts ont

conclu leur étude en précisant que, dans une large série de cas,

les HSK pédiatriques présentaient souvent un fort taux d‘erreur

de diagnostic, une atteinte du stroma, une récurrence et une

perte de la vision. L‘acyclovir oral est efficace mais son dosage

doit être ajusté au cours de la croissance de l‘enfant.

Auteurs : Shaohui Liu, MD, PhD, Deborah Pavan-Langston, MD, Kathryn A. Colby, MD,

PhD. Correspondance : Kathryn A. Colby, MD, PhD, Massachusetts Eye and Ear Infirmary,

243 Charles Street, Suite 727, Boston, MA 02114. Etude : Pediatric Herpes Simplex of

the Anterior Segment : Characteristics, Treatment, and Outcomes. Source : Ophthalmology,

Volume 119, Issue 10 , Pages 2003-2008, October 2012. Web : http://www.

aaojournal.org/article/S0161-6420%2812%2900413-7/abstract

Dynamique du film lacrymal chez les patients

aux yeux secs

Paris – mechentel news – L’équipe française menée par Alexandre

Denoyer a montré dans une étude parue dans le magazine

scientifique Ophthalmology en septembre 2012 que la mesure

objective des aberrations de hauts degrés (HOA) pouvait

constituer un nouvel instrument simple pour évaluer et gérer les

patients avec un syndrome d’œil sec car il reflète fidèlement la

maladie. Ils ont enregistré les aberrations cornéennes et oculaires

ensemble avec les résultats de l‘examen clinique et avec

le résultat de l‘auto évaluation de leur qualité de vie concernant

leur vue, de manière à définir la pertinence de l‘analyse de la

dynamique optique de l‘œil dans la maladie de l‘œil sec (DED).

Ils ont mené une étude clinique prospective et comparative

sur 40 patients avec DED et 40 sujets témoins (âge et genre

similaire). Des séries de mesures des aberrations de haut degré

(HOAs) oculaire et cornéenne après clignement ont été effectuées

sur 10 secondes en utilisant l‘aberromètre KR-1 (Topcon,

Clichy, France). La qualité de vie ciblée sur la santé concernant

la vision a été évaluée utilisant le questionnaire d‘Indice des

Maladies de la Surface Oculaire (IMSO). L‘examen clinique a

compris l‘évaluation du film lacrymal (temps de rupture du film

lacrymal et test de Schirmer I), l‘évaluation des dégâts superficiels

de la surface oculaire avec les index Oxford et de Bijsterveld

ainsi que l‘échelle de dysfonctionnement de Meibomius.

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L‘osmolarité des larmes a aussi été mesurée. L‘évolution des

HOAs et la fonction de transfert de modulation (MTF) ont été

comparées entre les groupes et ont été analysés en comparant

les données de l‘ISMO et les données cliniques des patients atteints

de syndrome d‘œil sec. Les aberrations de hauts degrés

de la cornée et oculaires ont considérablement augmenté au

cours des 10 secondes d‘examen chez les patients atteints de

sécheresse oculaire alors qu‘aucun changement n‘est apparu

dans le groupe de contrôle. L‘analyse de la MTF a montré une

dégradation progressive de la qualité optique résultant d‘une

perte de contraste pour les moyennes à hautes fréquences spaciales

chez les patients aux yeux secs par rapport au contrôle.

L‘indice de progression des HOAs cornéennes a été corrélé avec

l‘indice subjectif des résultats visuels rapportés par les patients

et avec les découvertes cliniques objectives du film lacrymal

et des dégâts superficiels oculaires. Les auteurs français ont

conclu que la mesure objective de l‘évolution des HOAs pouvait

constituer un nouvel instrument d‘évaluation et de gestion des

patients atteints de sécheresse oculaire par le reflet fidèle qu‘il

donne de la maladie.

Auteurs : Alexandre Denoyer, MD, PhD, Ghislaine Rabut, OD, Christophe Baudouin,

MD, PhD. Correspondance : Alexandre Denoyer, MD, PhD, Centre Hospitalier National

d‘Ophtalmologie des Quinze-Vingts, 28 rue de Charenton, 75012 Paris, France. Etude :

Tear Film Aberration Dynamics and Vision-Related Quality of Life in Patients with Dry Eye

Disease. Source : Ophthalmology, Volume 119, Issue 9 , Pages 1811-1818, September

2012. Web : http://www.aaojournal.org/article/S0161-6420%2812%2900229-1/

abstract

Relation entre l‘utilisation des statines et le glaucome

à angle ouvert

Ann Arbor – mechentel news – Dans une étude parue dans le

magazine scientifique Ophthalmology en octobre 2012, l’équipe

menée par Joshua D. Stein a conclu que l‘utilisation de statines

était associée à une réduction significative du risque de

glaucome à angle ouvert chez des personnes hyperlipidémiques.

Leur étude avait pour but de déterminer si les inhibiteurs

3-hydroxy-3-methylglutaryl-coenzyme A reductase (statines)

affectaient le risque de développer un glaucome à angle ouvert

(GAO) chez des personnes hyperlipidémiques. Ils ont mené une

analyse de cohorte, rétrospective et longitudinale. Les participants

étaient âgés de 60 ans et plus, présentaient une hyperlipidémie

et étaient inscrits à l‘assurance maladie entre 2001 et

2009. Des analyses ont été réalisées pour déterminer : la relation

entre l‘utilisation de statines et le développement d‘un GAO

(pas de GAO précédemment diagnostiqué), la progression entre

un diagnostic antérieur de glaucome suspect à un diagnostic de

GAO et le besoin d‘intervention médicale ou chirurgicale pour

un GAO. Les modèles de régression ont été ajustés pour les

facteurs socio-démographiques et les comorbidités médicales et

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oculaires. Sur les 524 109 individus hyperlipidémiques,

316 182 (60 %) avaient au moins une prescription de statines.

Les chances de développer un GAO a diminué de 0,3 % (HR

ajusté, 0,997; 95 % Cl 0,994 - 0,999) pour chaque mois additionnel

de consommation de statines. Les individus hyperlipidémiques

qui ont pris des statines de manière continue pendant

deux ans avaient une diminution de 8 % du risque de GAO (HR

ajusté, 0,922; 95 % Cl, O,870 - 0,976) comparativement à ceux

qui n‘ont pas reçu de thérapie par statines. Les chances de

progression d‘un diagnostic de glaucome suspect à un GAO a

diminué de 0,4 % (HR ajusté, 0.996; 95 % CI, 0,993 - 0,998)

pour chaque mois additionnel de prise de statines. Les individus

traités par statines de manière continue pendant deux ans ont

eu une diminution de 9 % (HR ajusté, 0,907; 95 % Cl, 0,846 -

0,973) du risque de progression du glaucome suspect à un GAO

comparativement à ceux qui n‘ont pas reçu de thérapie par statines.

Le risque d’avoir besoin d’un traitement médical pour GAO

a diminué de 0.4 % (HR ajusté, 0,996; 95 % Cl, 0,993 - 0,998)

pour chaque mois additionnel de prise de statines. Aucune différence

dans le besoin de chirurgie du glaucome n‘a été notée

sur les participants, qu‘ils soient ou non traités par statines (HR

ajusté, 1.002; 95 % Cl, 0,994 - 1,010). En conclusion, selon les

auteurs de l’étude, l‘utilisation de statines a été associée à une

réduction significative du risque de GAO chez des personnes hyperlipidémiques.

Étant donné l‘évidence patente de la protection

du risque de GAO par statines en incluant à la fois la théorie

et les études cliniques observées, une étude prospective

d‘intervention pourrait apporter des éléments supplémentaires

quant au rôle des statines dans la prévention du GAO débutant.

Auteurs : Joshua D. Stein, MD, MS, Paula Anne Newman-Casey, MD, Nidhi Talwar, MA,

Bin Nan, PhD, Julia E. Richards, PhD, David C. Musch, PhD, MPH. Correspondance :

Joshua D. Stein, MD, MS, University of Michigan, Kellogg Eye Center, 1000 Wall Street,

Ann Arbor, MI 48105. Etude : The Relationship Between Statin Use and Open-Angle

Glaucoma. Source : Ophthalmology, Volume 119, Issue 10 , Pages 2074-2081, October

2012. Web : http://www.aaojournal.org/article/S0161-6420(12)00401-0/abstract

Fragmentation du noyau par laser femtosecond

Bochum – mechentel news – L’équipe menée par Ina Conrad-

Hengerer a conclu dans une étude parue dans le magazine

scientifique Journal of Cataract and Refractive Surgery en

novembre 2012 qu’utiliser un laser femtosecond avec une grille

de 350µm donnait un résultat plus bas qu’une grille de 500µm

dans la chirurgie de la cataracte. Ils ont cherché à comparer

l’effet des différentes fragmentations par graduations souples

dans le laser femtosecond utilisé pour la chirurgie de la cataracte

sur le temps de phacoémulsification (EPT). L’équipe allemande

a mené une étude clinique prospective randomisée. Ils ont

évalué la faisabilité de l‘utilisation du laser femtosecond (Syteme

laser de précision catalys) pour réaliser une capsulotomie et

SWISS

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SWISS

une fragmentation du cristallin dans le traitement des patients

avec cataracte sénile. Les patients ont été évalués en préopératoire

avec le système de classification des opacités du cristallin

III (LOCS III). Les patients ont subi une chirurgie réfractive de la

cataracte par laser avec une grille de fragmentation de 350 µm

ou de 500 µm. Chaque groupe a subi une phacoémulsification

en utilisant l‘énergie ultrasons pulsée et l‘EPT a été mesuré.

Deux groupes de 80 patients ont été traités avec soit une grille

de fragmentation de 350 µm soit une grille de 500 µm. La moyenne

préopératoire du LOCSIII était de 3,7 ± 0,8 (SD)

pour le groupe 350 µm, et 3,5 ± 0,8 pour le groupe 500 µm. Le

temps moyen de traitement laser était de 66,4 ± 14,4 secondes

pour le groupe 350 µm et de 52,8 ± 11.9 secondes pour le

groupe 500 µm et l‘EPT moyen était respectivement de

0,03 ± 0,05 secondes et 0,21 ± 0.26 secondes. Les auteurs

ont conclu que l’utilisation du système laser femtosecond assisté

dans la chirurgie de la cataracte avec une grille de 350 µm

amenait un résultat d‘EPT significativement plus bas qu’avec la

grille de 500 µm.

Auteurs : Ina Conrad-Hengerer, MD, Fritz H. Hengerer, MD, Tim Schultz, MD, H. Burkhard

Dick, MD. Correspondance : Ina Conrad-Hengerer, MD, Center for Vision Science, Ruhr

University Eye Hospital, In der Schornau 23 – 25, 44892 Bochum, Germany.

Etude : Effect of femtosecond laser fragmentation of the nucleus with different softening

grid sizes on effective phaco time in cataract surgery. Source : Journal of Cataract &

Refractive Surgery, Volume 38, Issue 11, Pages 1888-1894, November 2012

Web : http://www.jcrsjournal.org/article/S0886-3350(12)01141-8/abstract

Prophylaxie de l’iris hypotonique en per-opératoire

Orense – mechentel news – Dans une étude parue dans le

magazine scientifique Ophthalmology en octobre 2012, l’équipe

espagnole menée par Ramón Lorente a montré que la phényléphrine

était une mesure très efficace pour la prophylaxie

du syndrome de l’iris hypotonique (IFIS). Ils ont voulu évaluer

l‘efficacité de l’injection de phényléphrine (IPH), dans la chambre

de l‘œil, administré comme prophylactique contre le l’IFIS

et d’analyser la potentialité de l‘IPH pour corriger l‘IFIS. Ils ont

mené une étude prospective, sur une série de cas comparatifs,

multicentrique, aléatoire. Quarante-deux patients recevant du

tamsulosin ont subi une chirurgie de la cataracte entre janvier

et avril 2011. Une phacoémulsification a été réalisée par 2

chirurgiens expérimentés sur deux sites (Centres Hospitaliers

Universitaires de Orense et de Coruna). Un œil de chaque

patient a été randomisé pour recevoir 0,6 mg d‘IPH 1,5 % non

préservé sans bisulfite (groupe 1) ou une solution saline équilibrée

(groupe 2) au début de la chirurgie. Si un prolapsus du

myosis ou de l’iris se produisait, de l’IPH était injecté pendant

la phacoémulsification du groupe 2. Aucun changement n’a été

induit dans les paramètres de fluidification standard du chirurgien

ou dans ses préférences viscoélastiques. Des mydria-

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tiques topiques courants ont été instillés avant la chirurgie. Un

gonflement per-opératoire de l‘iris, le prolapsus et la taille de la

pupille ont été enregistrés et filmés. Les auteurs ont enregistrés

les éventuelles complications chirurgicales : effets indésirables,

pouls et tension pré et post opératoire ; l‘évaluation finale

de la meilleure acuité visuelle corrigée (MAVC), de la pression

intraoculaire (PIO) et du nombre de cellules endothéliale (ECC).

L’incidence de l’IFIS et le changement de taille de la pupille

après une injection d’IPH dans les yeux du groupe 2 nécessitant

de l’IPH à cause d’un prolapsus du myosis ou de l’iris ont été

mesurés. Des signes d’IFIS ont été observés dans 88,09 % des

yeux du groupe 2. Aucun signe d’IFS n’a été noté dans le

groupe 1 (P < 0.001). Un prolapsus significatif du myosis, de

l’iris, ou des deux s’est produit dans 54,6 % des yeux du groupe

2, bien que la condition ait été corrigée avec succès avec l’IPH,

avec une augmentation significative de la taille de la pupille

après l’administration d’IPH (de 4,77 ± 0,88 mm à

6,68 ± 0,93 mm; P= 0.000). Aucune complication per-opératoire

n‘a eu lieu. Aucune différence significative dans l’ECC,

MAVC ou PIO n’a été observée entre les yeux traités par IPH et

les yeux non traités. La pression sanguine et le nombre de pulsations

n’a pas changé de manière significative avec les valeurs

préopératoires dans les cas du traitement IPH. Les auteurs

espagnols ont conclu que l’utilisation de la phényléphrine était

une mesure très efficace pour la prophylaxie de l’IFIS. De plus,

ce traitement peut corriger l’IFIS, en restaurant une rigidité et

amenant la pupille à retrouver sa taille préopératoire.

Auteurs : Ramón Lorente, MD, PhD, Victoria de Rojas, MD, PhD, Paula Vázquez de

Parga, MD, Claudio Moreno, MD, Juan Varela, PhD, Maria Luisa Landaluce, MD, Julia

Méndez, MD, Betty Lorente, MD. Correspondance : Ramón Lorente, MD, PhD, C/Calle del

Paseo, 19-2°, 32003 Orense, Spain. Etude : The Intracameral Phenylephrine 1.5% for

Prophylaxis against Intraoperative Floppy Iris Syndrome: Prospective, Randomized Fellow

Eye Study. Source : Ophthalmology, Volume 119, Issue 10 , Pages 2053-2058, October

2012. Web : http://www.aaojournal.org/article/S0161-6420%2812%2900400-9/

abstract

Détection de la régénération de la couche

des photorécepteurs

Vienne – mechentel news – Dans une étude parue dans le

magazine scientifique IOVS en octobre 2012, l’équipe menée

par Gábor György Deák a conclu qu’un traitement laser inférieur

au seuil donnait des résultats similaires au traitement laser au

seuil mais avec moins de dommages collatéraux. Ils ont évalué

les changements morphologiques dans la structure rétinienne

après traitement laser par photocoagulation en utilisant une

tension au-dessus ou en-dessous du seuil. Ils ont mené une

étude de cohorte, prospective sur 10 patients consécutifs qui

ont reçu un traitement photocoagulant par laser. Le traitement

a été effectué en utilisant un système de laser avec un schéma

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04 | 2012

d‘imagerie semi automatique. Dans une zone d‘étude adjacente

aux vaisseaux des arcades temporales, des schémas de points

laser 2X2 ont été appliqués avec réduction du flux de la puissance

laser de manière progressive à partir d‘une puissance

de production d‘une lésion caractéristique grisâtre. Les zones

d‘études furent ensuite scannées à J1, J3 et J7 et à un mois,

deux mois, trois mois et six mois en utilisant la rétinophotographie

couleur, l’imagerie par autofluorescence (AF) et infrarouge

(IR) et la tomographie par cohérence optique en domaine spectral

(SD-OCT). Les lésions de départ sous le seuil étaient visibles

à la fois à la photographie couleur, aux IR et à l’AF chez tous les

patients et montraient des changements caractéristiques sur

l’OCT durant la période de suivi. Les brûlures laser à puissance

divisée par deux étaient indétectables à l’ophtalmoscope mais,

durant le suivi, étaient toujours visibles sur les images AF et

IR, parfois sur la rétinophoto. Sur l’OCT, des changements

similaires aux cicatrices du laser surdosé ont été observés

mais ceux-ci étaient d’un diamètre inférieur et dans quelques

cas, une migration vers l’intérieur des couches de photorécepteurs

était observée. Les auteurs autrichiens ont conclu que

le traitement au laser sous dosé avec un flux d’énergie divisé

produisait des changements morphologiques similaires dans la

rétine qu‘au seuil, mais avec des tailles plus petites. Moins de

dommages collatéraux ont été remarqués et une réorganisation

de la rétine a pu se produire.

Auteurs : Gábor György Deák, Matthias Bolz, Sonja Prager, Markus Ritter, Katharina

Kriechbaum, Christoph Scholda, Ursula Schmidt-Erfurth1 and the Diabetic Retinopathy

Research Group Vienna. Correspondance : Ursula Schmidt-Erfurth, Department of

Ophthalmology, Medical University of Vienna, Währinger Gürtel 18-20, 1090, Vienna,

Austria; ursula.schmidt-erfurth@meduniwien.ac.at. Etude : Photoreceptor Layer Regeneration

is Detectable in the Human Retina Imaged by SD-OCT after Laser Treatment Using

Subthreshold Laser Power. Source : Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. October 9, 2012 vol. 53

no. 11 7019-7025. Web : http://www.iovs.org/content/53/11/7019.short

Thrombolyse par ultrasons par destruction

des liposomes personnalisée (CLP)

Los Angeles – mechentel news – L’équipe menée par Walid

F. Abdallah a montré, dans une étude parue dans le journal

scientifique IOVS en octobre 2012 que la thrombolyse assistée

par ultrasons en utilisant les liposomes donnait lieu à une

re-perfusion des vaisseaux rétiniens. Ils ont étudié l’efficacité

potentielle des ultrasons assistés par la destruction des

liposomes marqués comme outil innovant pour le traitement

thrombolytique de l‘occlusion veineuse rétinienne (OVR). Une

OVR expérimentale a été reproduite dans l‘œil droit de 40 lapins

en utilisant le laser photothrombotique; l‘expérimentation par

ultrason (US) a lieu 48 heures plus tard. Les lapins sont divisés

en 4 groupes égaux de manière aléatoire : groupe US + CLP,

groupe US + solution saline, groupe CLP + US placebo et groupe

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sans traitement. Les trois derniers groupes étaient des groupes

témoins. L‘angiographie à la fluorescéine et l’échographie ultrasons

ont été utilisés pour évaluer le flux sanguin de la rétine.

L’association CLP + US a donné lieu à une re-perfusion sanguine

pour 7 lapins (70 %). Aucun des groupes témoins n’a montré

d’amélioration du flux sanguin rétinien. Les auteurs américains

ont conclu que la thrombolyse assistée par ultrasons en utilisant

les liposomes montrait une re-perfusion sanguine significative

des vaisseaux rétiniens chez l’OVR expérimentale chez

les lapins. Cette approche pourrait être prometteuse dans le

traitement de l’OVR chez l’homme mais des études ultérieures

seront nécessaires pour évaluer ce traitement chez les patients

avec OVR. La thrombolyse assistée par ultrasons pourrait être

un outil thérapeutique intéressant dans l’occlusion veineuse

rétinienne.

Auteurs : Walid F. Abdallah, Hitenkumar Patel, Edward G. Grant, Bruno Diniz, Gerald

J. Chader and Mark S. Humayun. Correspondance : Mark S. Humayun, Professor of

Ophthalmology, Biomedical Engineering, Cell & Neurobiology, Doheny Eye Institute,

1355 San Pablo Street, Los Angeles, CA 90033; Humayun@usc.edu. Etude : Evaluation

of Ultrasound-Assisted Thrombolysis Using Custom Liposomes in a Model of Retinal Vein

Occlusion. Source : Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. October 5, 2012 vol. 53 no. 11 6920-

6927. Web : http://www.iovs.org/content/53/11/6920.short

Evaluation de deux traitements dans la DMLA

San Diego – mechentel news – Dans une étude parue dans le

magazine scientifique Ophthalmology du mois de septembre

2012, l’équipe menée par Quan Dong Nguyen a conclu que la

combinaison de PF-04523655 (PF) et ranibizumab permettait

d’augmenter la meilleure acuité visuelle corrigée (MAVC) dans

le traitement des DMLA. Ils ont voulu étudier l’efficacité des

différents dosages de paradigmes du PF-04523655 (PF) versus

le ranibizumab (comparateur) chez des sujets atteints de DMLA.

Ils ont mené une étude multicentrique, prospective, randomisée,

contrôlée par comparateur. Cent-cinquante-et-un patients avec

néovascularisation choroïdale sous-fovéale (CNV) secondaire

à une DMLA néovasculaire ont été inclus, ils n’avaient pas eu

de thérapie pour leur DMLA. Dans cette phase 2 de l‘étude,

les patients sont répartis aléatoirement et de manière égale

sur un des cinq groupes de traitements. Tous les groupes ont

reçu du ranibizumab 0,5 mg comme traitement de base soit

PF 1mg toutes les 4 semaines (Q4W) à partir de la semaine 4

jusqu‘à la semaine 12, soit PF 3 mg Q4W de la semaine 4 à

la semaine 12, soit PF 3 mg toutes les deux semaines (Q2W)

de la semaine 4 à la semaine 12, soit une combinaison de PF

1 mg + ranibizumab Q4WA du départ jusqu‘à la semaine 12

ou enfin du ranibizumab Q4W jusqu‘à la semaine 12. Tous les

traitements ont été effectués par injections intravitréennes. Le

premier point de contrôle final est le changement moyen de la

MAVC du départ jusqu‘à la semaine 16. Ensuite, les points de

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27


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SWISS

contrôle incluaient le pourcentage de patients ayant gagné ≥

10 et ≥ 15 lettres dans la MAVC et un changement significatif

dans l‘épaisseur de la zone centrale de la rétine, l’épaisseur de

la lésions et la zone CNV. Les résultats obtenus montrent qu’à

la semaine 16, le groupe PF 1mg + ranibizumab atteignait une

amélioration de la MAVC plus importante à partir du début (9,5

lettres) que dans le groupe ranibizumab (6,8 lettres). Cette différence

n‘était pas statistiquement significative. L‘amélioration

de la MAVC dans les groupes de monothérapie PF est moins

importante que dans le groupe ranibizumab. Des tendances

similaires sont observées dans le pourcentage de patients qui

ont gagné ≥ 10 à ≥ 15 lettres. Du départ jusqu‘à la semaine

15 (dernière observation rapportée), le groupe thérapie combinée

et le groupe ranibizumab ont des réductions moyennes

similaires dans l‘épaisseur de la zone centrale de la rétine et

dans la zone totale CNV, ce qui est mieux que dans tous les

groupes de monothérapie PF. Cliniquement ils n’ont pas obtenu

de différence significative dans la réduction de l‘épaisseur de la

lésion dans tous les groupes de traitement. L’équipe américaine

a conclu son étude en précisant que la thérapie combinée de

PF et ranibizumab améliorait le gain de MAVC dans le traitement

des DMLA néovasculaires par rapport à la monothérapie

ranibizumab. Aucun risque particulier n’a été identifié au cours

de cette étude. Malheureusement, cette étude est insuffisante,

il faudra poursuivre les recherches dans cette voie pour établir

une conclusion définitive.

Auteurs : Quan Dong Nguyen, MD, MSc, Ronald A. Schachar, MD, PhD, Chudy I. Nduaka,

DVM, PhD, Marvin Sperling, MD, Karen J. Klamerus, PharmD, Katherine Chi-Burris, MPH,

Eric Yan, PhD, Dario A. Paggiarino, MD, Irit Rosenblatt, MD, Roger Aitchison, MS, Shai

S. Erlich, PhD, MONET Clinical Study Group. Correspondance : Ronald A. Schachar, MD,

PhD, Pfizer, Inc., 10646 Science Center Drive CB10/2109, San Diego, CA 92121

Etude : Evaluation of the siRNA PF-04523655 versus Ranibizumab for the Treatment of

Neovascular Age-related Macular Degeneration (MONET Study). Source : Ophthalmology,

Volume 119, Issue 9 , Pages 1867-1873, September 2012. Web : http://www.

aaojournal.org/article/S0161-6420%2812%2900311-9/abstract

Utilisation de l’OCT pour analyser la choroïde dans le

diabète de type 1

Vienne – mechentel news – Dans une étude parue dans le magazine

scientifique IOVS en octobre 2012, Marieh Esmaeelpour

et son équipe ont conclu que l’épaisseur choroïdienne diminuait

dans le diabète de type 1. Ils ont voulu déterminer l‘épaisseur

choroïdienne et rétinienne chez des patients atteints de diabète

de type 1 avec et sans maculopathie et rétinopathie dans le but

de les comparer avec des sujets sains en utilisant l‘OCT en

3 dimensions (3D) 1060 nm. Pour cela, 33 yeux de sujets diabétiques

de type I (23 - 57 ans, 15 hommes) divisés en groupes

sans pathologie (NDR) et avec pathologie (DR ; incluant microanévrisme,

exudats, œdème maculaire cliniquement signifiant

04 | 2012

et rétinopathie proliférante) ont été comparés avec 20 sujets

sains de même longueur axiale de l‘œil et du même âge (24-57

ans, 9 hommes), grâce à un OCT 3D 1060 nm haute vitesse

(60.000 images par seconde) sur un champ de vision de 36°X

36°. L‘état de santé de l‘œil, la durée de la maladie, l‘indice de

masse corporel, l‘hémoglobine-Alc et la pression artérielle (PA)

ont été enregistrés. L’épaisseur choroïdienne sous-fovéale et

des cartes topographiques 2D entre l’épithélium pigmentaire

rétinien et l‘interface choroidienne/sclérale ont été automatiquement

générés et analysés de manière statistique. L’épaisseur

choroïdienne sous-fovéale (moyenne ± écart-type, µm) pour les

yeux sains est de 388 ± 109; significativement plus épais que

tous les groupes de diabétiques, 291 ± 64 pour NDR et 303 ±

82 pour DR (ANOVA P < 0.004, Tukey P = 0.01 pour NDR et DR).

La dilution n‘a pas été reliée aux facteurs enregistrés (multianalyse

de régression, P> 0.05). Comparée aux yeux sains et

au NDR, la moyenne de l’épaisseur choroïdienne pour les DR démontre

un amincissement temporal prolongé supérieurement et

inféro-temporalement (test t non apparié, P< 0.05). L’épaisseur

rétinienne fovéale et sa carte ne montrent pas de différence statistiquement

significative entre les groupes (moyenne SD, µm,

sain 212 ± 17, 217 ± NDR 15, DR 216 ± 27, ANOVA

P > 0,05). L’équipe menée par Marieh Esmaeelpour a conclu

que l’épaisseur choroïdienne décroissait dans le diabète de type

1, indépendamment de l‘absence de pathologie et de la durée

de la maladie diabétique. Pour les yeux pathologiques, les images

moyennes de l’OCT 3D 1060nm montrent une étendue de

l‘épaisseur de la zone correspondant aux lésions rétiniennes et

suggèrent son amélioration sur le début ou dans la progression

de la maladie.

Auteurs : Marieh Esmaeelpour, Simon Brunner, Siamak Ansari-Shahrezaei, Susanne

Nemetz, Boris Považay, Vedran Kajic, Wolfgang Drexler and Susanne Binder

Correspondance : Marieh Esmaeelpour, Rudolfstiftung, Department of Ophthalmology,

Juchgasse 25, 1030 Vienna, Austria; marieh.esmaeelpour@meduniwien.ac.at

Etude : Choroidal Thinning in Diabetes Type 1 Detected by 3-Dimensional 1060 nm

Optical Coherence Tomography. Source : Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. October 3, 2012

vol. 53 no. 11 6803-6809. Web : http://www.iovs.org/content/53/11/6803.short

Résultats d‘un chirurgien expérimenté et

d‘un novice a la procédure LASIK

Londres – mechentel news – Dans une étude parue dans le magazine

scientifique Journal of Cataract and Refractive Surgery en

octobre 2012 l‘équipe londonienne menée par Dan Z. Reinstein

a conclu que le programme d‘internat basé sur un protocole

chirurgical conduit statistiquement à des résultats comparables

entre un chirurgien expert et un chirurgien novice à la technique

du laser femtosecond. Le but de leur étude était de comparer

les résultats visuels des 200 premiers cas de keratomileusis

in situ assisté par laser (LASIK), entre un chirurgien expert du

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04 | 2012

microkératome mécanique et un interne passant à la technique

du laser femtosecond. Cette analyse a pris en compte les 200

premiers myopes opérés par la procédure LASIK par utilisation

du Laser Visumax femtosecond et du laser excimer MEL 80 pour

un chirurgien expert (11637 procédures LASIK de microkératome

déjà réalisées) et un interne en chirurgie (observation de

1057 procédures LASIK et réalisation de 155 procédures supervisées)

suivant une technique chirurgicale standard. Les critères

d‘inclusion préopératoires étaient la réfraction de l‘équivalent

sphérique de - 8,50 dioptres (D), un cylindre de 3.50D et une

acuité visuelle de loin corrigée (AVLC) de 20/20 ou mieux. Le

suivi a duré 1 an. Les auteurs n‘ont pas noté de différences

significatives dans les résultats mesurés entre les chirurgiens.

En préopératoire, l‘équivalent sphérique moyen était de

- 4,00D ± 1,83 (dioptries sphériques) et de - 3,97 ± 1,98D

et le cylindre moyen était de 0,81 ± 0,67D et 0,79 ± 0,66D

respectivement pour le chirurgien expert et pour l‘interne en

chirurgie. En postopératoire, l‘équivalent sphérique moyen était

de ± 0,50D dans 79 % et 74 %, l‘acuité visuelle de loin non

corrigée était de 20/20 ou mieux dans 96 % et 96%, et 1 ligne

d‘AVLC était perdue dans 3,5 % et 1,5 %, respectivement pour le

chirurgien expert et pour l‘interne en chirurgie. Le contraste augmenta

sensiblement ou resta inchangé. L‘équipe londonienne

conclut son étude en précisant que le programme d‘internat

permet d‘obtenir des résultats comparables entre un chirurgien

expert et un chirurgien interne lors du passage à une technique

de laser femtosecond.

Soddisfazione dopo l’impianto di IOL per la correzione

della presbiopia

Salisburgo, Austria – mechentel news – Con lo scopo di valutare

il miglioramento della capacità di lettura e della presbiopia

dopo l’impianto di lenti intracorneali Kamra per la correzione

chirurgica della presbiopia, Alois K. Dexl e il suo team del

Dipartimento di Oftalmologia della Paracelsus Medical University

di Salisburgo, hanno effettuato uno studio su una serie di

pazienti sottoposti a tale intervento, giungendo alla conclusione

che il miglioramento della profondità di focalizzazione con

l’impianto monoculare effettuato con un piccolo taglio ha apportato

variazioni statisticamente significative in tutti i parametri di

lettura valutati, tranne che nella velocità di lettura nei pazienti

emmetropi affetti da presbiopia. Lo studio, pubblicato sul Journal

of Cataract & Refractive Surgery, numero di ottobre 2012,

è stato effettuato su ventiquattro pazienti del centro ambulatoriale

di chirurgia. Le lenti intracorneali sono state impiantate

nell’occhio non dominante di pazienti naturalmente emmetropi

affetti da presbiopia, tra i 45 anni e 60 anni di età, con un difetto

di acuità visiva a distanza di almeno 20/20 in entrambi gli

occhi, senza ulteriore patologie oculari. Con il Reading Desk di

Salisburgo sono state valutate l’acutezza di lettura non corretta

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bilaterale, la distanza di lettura, la velocità di lettura media e

massima, e il più piccolo carattere di stampa in scala (lettera

minuscola di un diagramma di lettura Radner). Il follow-up postoperatorio

è stato di almeno 24 mesi. La distanza di lettura

media era di 46,7 centimetri ± 6.3 prima dell‘intervento e di

39,5 ± 6,4 cm 24 mesi dopo l‘intervento (P < .001). L‘acutezza

di lettura media i a distanza è migliorata (0,33 ± 0,13 vs 0,23

± logRAD logRAD 0,11) (P = .004). La velocità di lettura media

è aumentata da 141 ± 20 parole al minuto a 146 ± 20 parole

al minuto, rispettivamente (P = 0.261), e la velocità media di

lettura massima da 171 ± 28 a 180 parole al minuto ± 22

parole al minuto, rispettivamente (P = .110). La dimensione

minima di stampa è migliorata da 1,50 ± 0,42 mm à 1,01 ±

0,22 mm (p < 0.001).

Autori: Alois K. Dexl, Orang Seyeddain, Wolfgang Riha, Teresa Rückl, Alexander Bachernegg,

Martin Emesz, Josef Ruckhofer, Günther Grabner. Corrispondenza :Alois K. Dexl, MD,

MSc, Department of Ophthalmology, Paracelsus Medical University, Müllner Hauptstraße

48, A-5020 Salzburg, Austria. Studio:Reading performance and patient satisfaction

after corneal inlay implantation for presbyopia correction: Two-year follow-up

Fonte: Journal of Cataract & Refractive Surgery, Volume 38, Issue 10 , Pages

1808-1816, October 2012. Web: http://www.jcrsjournal.org/article/S0886-

3350%2812%2900974-1/abstract

Colla di fibrina nella prevenzione della

crescita interna epiteliale

Palo Alto, California – mechentel news – “Questo caso rappresenta

un nuovo approccio per la cura dei difetti della lamella

corneale” è quanto afferma Lingmin He, del dipartimento di

oftalmologia della Standford University School of Medicine di

Palo Alto, California, insieme al suo team, nella rivista “Journal

of Cataract & Refractive Surgery”, numero di ottobre. Con

questo si riferisce a un intervento effettuato su una paziente

di 61 anni affetta da difetto della lamella corneale centrale

associato a crescita interna epiteliale lineare ed estensiva e

a una macrostriae nell’occhio destro, che tre settimane prima

era stata sottoposta a un trattamento laser in sito cheratomileusi.

Con il successivo intervento la crescita interna epiteliale

è stata rimossa dopo averla staccata con cura dal lembo e il

tessuto adesivo è stato usato in sede postoperatoria come barriera

contro un’ulteriore ricrescita. Sei mesi dopo l’operazione,

l’acuità visiva a distanza della paziente è migliorata fino a

raggiungere i 20/20 e l’esame della lamella non ha evidenziato

alcuna ulteriore crescita epiteliale.

Autori: Lingmin He, Edward E. Manche. Corrispondenza: Department of Ophthalmology,

Stanford University School of Medicine, Palo Alto, California, Stati Uniti. Studio: Fibrin glue

for prevention of recurrent epithelial ingrowth under a LASIK flap with a central buttonhole

defect. Fonte: Journal of Cataract & Refractive Surgery Volume 38, Issue 10 , Pages 1857-

1860, October 2012. Web :www.jcrsjournal.org/article/S0886-3350(12)01194-7

SWISS

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IOL migliorano l’anisometropia nei pazienti ambliopi

Belfast, Irlanda – mechentel news – nella rivista “Journal of

Cataract & Refractive Surgery”, numero di ottobre 2012, il

Dr. Deric D. de Wit e il suo team dell’Università di Ulster e del

Centro di Bioscienza Molecolare di Belfast affermano di essere

giunti alla conclusione che è possibile migliorare l’anisometropia

nei pazienti ambliopi con un impianto bilaterale di lenti multifocali

(IOL), senza alcun effetto collaterale. Per valutare i risultati

visivi e di rifrazione in pazienti ambliopi con un impianto di lente

multifocale intraoculare (IOL) è stato effettuato uno studio di

carattere comparativo su pazienti ambliopi con un impianto bilaterale

di lenti Mplus multifocali IOL, esaminando l’acuità visiva

a distanza e da vicino, la sensibilità al contrasto, le curve di

sfocamento, l’effetto crowding, la velocità di lettura, la stereoacuità

e la qualità visiva (QoV) con un questionario a punteggio

compilato prima dell’operazione e in seguito a un intervallo di

tre mesi per i 12 mesi consecutivi. Per tutti gli occhi è stata

utilizzata una lente con un’addizione di lettura di + 3.00. Lo

studio è stato effettuato complessivamente su ventotto occhi

(14 pazienti). Negli occhi non ambliopi il difetto medio di acuità

a distanza era di 0.16 logMAR ± 0.17 mentre la media di

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acuità visiva corretta a distanza era di 0.02 ± 0.07 logMAR;

l’acuità media da vicino era di M 0.5 (Jaeger [J] 2 = logRAD

0.1) o anche migliore. Per quanto riguarda gli occhi dei pazienti

ambliopi, i valori medi erano rispettivamente almeno 0.30 ±

0.14 logMAR, 0.21 ± 0.11 logMAR, and M 0.8 (J4 = logRAD

0.3) o migliori. La velocità di lettura bilaterale (media di 137.73

± 28.7 parole al minuto) superava la velocità unilaterale degli

occhi non ambliopi (media di 130.6 ± 29.4 parole al minuto).

Il punteggio medio è migliorato da una valutazione di 7.78 ±

10.23 prima dell’intervento a 1.92 ± 5.21 dopo dodici mesi.

Non sono stati riscontrati sintomi come lampi o aloni; 1 dei

pazienti ha dimostrati leggeri sintomi di starburst a distanza

di un anno. I pazienti stessi hanno valutato come eccellente la

loro capacità visiva a distanza e da vicino.

Autori: Deric W. de Wit, FRCOphth, MRCSEd, Jose M. Diaz, MD, Tara C.B. Moore, PhD, Jonathan

E. Moore, PhD, FRCOphth. Corrispondenza: Jonathan E. Moore, PhD, FRCOphth,

Cathedral Eye Clinic, York Street, Antrim, Belfast, Northern Ireland, BT 15 1 ED. Studio:

Refractive lens exchange for a multifocal intraocular lens with a surface-embedded near

section in mild to moderate anisometropic amblyopic patients. Fonte: Journal of Cataract

& Refractive Surgery Volume 38, Issue 10 , Pages 1796-1801, October 2012. Web:

www.jcrsjournal.org/article/S0886-3350%2812%2900973-X/abstract

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04 | 2012

KONGRESSE | CONGRÉS | CONGRESSI

Neuigkeiten der Ophthalmologie in drei Sprachen für die Schweiz.

Wir recherchieren und kommentieren aktuelle Studienergebnisse

aus den unterschiedlichen Bereichen der Ophthalmologie.

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SWISS

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KONGRESSE | CONGRÉS | CONGRESSI

18.12.2012

A vue de l‘œil - la collectin du musée de l‘œil

Lausanne

Hôpital ophtalmique Jules Gonin

Information:

Musée de l‘œil

c/o fondation Asile des aveugles

Nicole Haas

E-Mail: nicole.haas@fa2.ch

09.01 - 11.01.2013

4th International course on ophthalmic and

oculoplastic reconstruction and trauma surgery

Wienna, Austria

Inforamtion:

Allgemeines Krankenhaus Wien

Prof. Dr. Franz-Josef Steinkogler/

Ass. Prof. Dr. Stephan Kaminski

office@ophthalmictrainings.com

www.ophthalmictrainings.com

10.01. – 11.01.2013

19. Ophthalmologische Tagung Olten

Olten

Kongresszentrum Hotel Arte

Information:

Kongressorganisation OTO

Louis Giroud-Strasse 20

4600 Olten

E-Mail: oto@klinik-pallas.ch

17.01.2013

Nationale Laserkongress 2013

Zürich

Hotel Hilton Zürich Airport

Information:

Schweizerische Gesellschaft für

medizinische Laseranwendungen

Präsidentin:

Dr. Bettina Rümmelein

Grütstrasse 55

CH-8802 Kilchberg/Zürich

info@sgml.ch

17.01.2013

Glaukom-Workshop

Zürich

Information:

UniversitätsSpital Zürich,

Augenklinik, Raum Nord2 C 804

Frauenklinikstrasse 24,

8091 Zürich

Moderation: Prof. Dr. Dr. Jens Funk

Nord 2 / Kurslokal C 804 – C 812

Tel.: +41 44 255 30 35

E-Mail: fortbildung.unispital@usz.ch

www.fortbildung.usz.ch

21.01. – 25.01.2013

Swiss Eye Week

Bienne, Hotel Elite in Biel

Information:

Kongresssekretariat der SOG

Frau Maria Oehler

Berneckerstr. 26

CH-9435 Heerbrugg

Tel.: +41 (0)71 727 16 66

Fax: +41 (0)71 727 16 68

E-Mail: maria.oehler@sog-sso.ch

21.01. – 25.01.2013

ESASO 1st Module:

Orbital, Lacrimal & Ophthalmic-Plastic Surgery

Valetta, Malta

Information:

ESASO

c/o Università della Svizzera Italiana (USI)

Via G. Buffi 13

CH-6904 Lugano

E-Mail: info@esaso.org

04 | 2012

31.01.2013

Jahrestagung der Schweizerischen Hirnschlag Gesellschaft

SHG – Swiss Stroke Trialists’ Meeting

St. Gallen, Kantonsspital St. Gallen

Informationen:

www.imk.ch/shg2013

www.swissophthal.ch


04 | 2012

KONGRESSE | CONGRÉS | CONGRESSI

04.02. – 08.02.2013

ESASO 2nd Module: Surgical Retina

Lugano

Information:

ESASO

c/o Università della Svizzera Italiana (USI)

Via G. Buffi 13

CH-6904 Lugano

E-Mail: info@esaso.org

21.02. – 24.02.2013

14th Inernational congress on Wavefront and

Presbyopic Refractive Corrections

Florida, USA

Information:

Marriott Hollywood Beach Hotel

Conference Services

Chris Rodrigues

COR Communications

2970 Carillo Way

Carlsbad, CA 92009

Tel.: 760 603 1171

Fax: 760 603 1181

E-Mail: chris@cormeetings.com

04.03. – 07.03.2013

4th World Congress on Controversies

in Ophthalmology (COPHY)

Budapest, Hungary

Information:

Headquarters & Administration:

53 Rothschild Boulevard

PO Box 68 – Tel Aviv, 61000, Israel

Tel.: +972-3-5666166

Fax: +972-3-5666177

E-Mail: Info@comtecmed.com

07.03.2013

Glaucoma Spring Seminar

Lausanne

Informaion:

Hôtel Mövenpick Ouchy

FMH: 4

Alcon Switzerland SA

Mme Lea Kehlhofer

E-Mail: lea.kehlhofer@alconlabs.com

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Post-surgery

For all ocular irritations

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SWISS

KONGRESSE | CONGRÉS | CONGRESSI

07.03. – 10.03.2013

International Symposium

on Ocular and Therapeutics ISOPT

Paris, France

Information:

Paragon Conventions

18, Avenue Louis-Casai,

1209 Geneva, Switzerland

Tel.: +41 (0)22 5330 948

Fax: +41 (0)22 5802 953

E-Mail: isopt@isopt.net

07.03. – 10.03.2013

6th International Conference

on Ocular Infections (ICOI)

Santa Monica, CA, USA

Information:

Paragon Conventions

18 Avenue Louis-Casai,

1209 Geneva, Switzerland

Tel.: +41 22 5330 948

Fax: +41 22 5802 953

E-Mail: secretariat@ocularinfections.com

14.03. 2013,

3rd Neurospine Meeting

of the Swiss Society of Neurosurgery (SSN)

Confusion around fusion

in the jungle of dynamic and rigid fixations

Bern

Information:

www.imk.ch/neurospine2013

21.03.2013

Journée de la Rétine - Retina Day

Coppet, Château de Coppet

Information:

Mme Florence du Pontavice

Tel.: +41 (0)21 626 85 82

E-Mail: direction.medicale@fa2.com

INduStRy REpORt

04 | 2012

The first OCT-guided femtolaser-assisted corneal surgery

Ziemer Ophthalmic System AG is a leader in the field of refractive

and corneal surgery. With the new FEMTO LDV Z Models1,

launched in February 2012 ophthalmologists can perform a

wide range of corneal surgeries, including Z-LASIK, tunnels

for intracorneal rings, intrastromal pockets for corneal inlays,

lamellar (DSAEK and (D)ALK) and perforating keratoplasties, with

a compact, mobile and modular femtosecond laser system that

is designed to grow. During the recent ESCRS in Milan a glimpse

into the future of femtolaser-assisted corneal surgery was given:

first pictures of the in-house developed OCT (Optical Coherence

Tomography) technology were shown to a broad audience. This

integrated OCT system, a proprietary in-house development

by Ziemer, performs online imaging for refractive and corneal

procedures and allows precise placement of the laser focal

point relative to the Bowman’s and Descement’s membranes.

Minoru Tomita, MD, PhD2 was the first surgeon worldwide using

Ziemer’s online OCT module with the FEMTO LDV Z6. Dr. Tomita

reported at ESCRS on his experience with the new OCT-guided

femtosecond laser: „The OCT guided system enables surgeons

to visualize and confirm safe surgical parameters for Sub-

Bowman’s LASIK and pocket creation, and it enables surgeons

to increase the safety and accuracy of corneal surgery.”

The Ziemer FEMTO LDV Z Models are CE marked and FDA cleared.

Introduction of the OCT module, as an add-on option for the

FEMTO LDV Z6, is planned for the first half of 2013 (pending CE

marking and FDA clearance).

For further information, please visit www.femtoldv.com.

Contact:

Sandro Palumbo, VP Marketing, Ziemer Ophthalmic Systems

AG, CH-2562 Port, Switzerland; telephone: +41 32 332 7121;

email: sandro.palumbo@ziemergroup.com

Ziemer FEMTO LDV Z6 user interface: OCT monitoring screen after an

intrastromal pocket resection, with vertical and horizontal OCT image

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04 | 2012

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DMLA

OMD OVR

3indications. 1produit.

Traitement

sur mesure

Adaptable à chaque patient

LE MONDE EST MAGNIFIQUE > À REGARDER

Information professionnelle abrégée Lucentis ® (Ranibizumab): C: Solution injectable intraoculaire, 10 mg/ml de ranibizumab; excipients: a,a-trehalose dihydrate, histidine, chlorhydrate d’histidine monohydraté,

polysorbate 20, Aqua ad inject. I: Lucentis est indiqué dans le traitement 1) de la forme exsudative (humide) de la dégénérescence maculaire liée à l’âge (DMLA humide), 2) d’une perte de vision due à un œdème

maculaire diabétique (OMD), 3) d’une perte de vision due à un œdème maculaire consécutif à une occlusion de veine rétinienne (occlusion de branche veineuse rétinienne OBVR et occlusion de la veine centrale

de la rétine OVCR). P: Lucentis est administré par injection intravitréenne et ne doit être utilisé que par un ophtalmologue qualifié. La dose recommandée est de 0.5 mg (0.05 ml). L’administration s’effectue à un

mois d’intervalle. Traitement d’un OMD ou d’une OVR: mensuel jusqu’à la stabilisation de la vision sous Lucentis lors de trois contrôles mensuels consécutifs; le traitement sera repris dès l’apparition d’une nouvelle

perte de vision et sera poursuivi jusqu’à ce que la vision sous Lucentis soit stable lors de trois contrôles mensuels consécutifs. Traitement d’une DMLA humide: mensuel; si la réalisation des injections mensuelles

n’est pas possible, le traitement repose comme le traitement d’un OMD ou d’une OVR. L’administration de Lucentis doit avoir lieu sous des conditions d’asepsie. Après l’injection, surveiller la pression intraoculaire

du patient. Voir détails dans le Compendium. CI: Hypersensibilité au ranibizumab ou à l’un des excipients. Lucentis est contre-indiqué chez les patients atteints d’infections oculaires ou périoculaires ainsi que chez

les patients présentant une inflammation intraoculaire active. PE: Une endophtalmie infectieuse et des décollements de la rétine peuvent survenir lors d’injections intravitréennes, il faudra utiliser des techniques

d’injection aseptiques lors de l’injection de Lucentis. En outre, il faudra surveiller les patients dans les jours qui suivent l’injection afin de déceler une infection à temps et de pouvoir la traiter. Une augmentation

transitoire de la pression intraoculaire a été observée dans les 60 minutes suivant l’injection de Lucentis. Une augmentation prolongée de la pression intraoculaire a aussi été rapportée. Il faudra surveiller la pression

intraoculaire ainsi que la perfusion de l’artère centrale de la rétine et les traiter le cas échéant. Il existe un risque potentiel d’événements thromboemboliques artériels dans le cas d’une application intravitréenne

d’inhibiteurs du VEGF (vascular endothelial growth factor). Le risque est éventuellement accru chez les patients présentant un risque connu d’AVC. Iritis et viritis ont été observées chez les patients montrant les

plus hauts titres d’immunoréactivité. Les données sont limitées chez les patients ayant des antécédents d’épisodes d’OVR et chez les patients présentant une forme ischémique d’OVR. Le traitement n’est pas recommandé

chez les patients présentant une OVR associée à des signes cliniques de perte visuelle irréversible d’origine ischémique. Si une injection de Lucentis est prévue le même jour qu’une photocoagulation

au laser, on appliquera l’injection au plus tôt 30 minutes après le traitement au laser. Ranibizumab ne doit pas être utilisé pendant la grossesse et pendant l’allaitment, sauf en cas de nécessité absolue. Chez les

patientes qui envisagent une grossesse, le ranibizumab doit être arrêté 3 mois avant. Voir détails dans le Compendium. IA: Aucune étude spéciale d’interactions n’a été effectuée. EI: Très fréquent: nasopharyngite,

inflammations intraoculaires, inflammation du corps vitré, décollement du corps vitré, hémorragie rétinienne, troubles visuels, douleurs oculaires, mouches volantes, hémorragies conjonctivales, irritation oculaire,

sensation de corps étranger dans les yeux, larmoiement accru, blépharite, prurit, céphalées, douleurs articulaires; Fréquent: grippe, infections des voies urinaires, anémie, réactions d’hypersensibilité, état anxieux,

AVC, dégénérescence rétinienne, troubles de la rétine, décollement de la rétine, déchirures de la rétine, décollement de l’épithélium pigmentaire rétinien, déchirures dans l’épithélium pigmentaire rétinien, détérioration

de la vision, hémorragies et altérations du corps vitré, uvéite, inflammation de l’iris, iridocyclite, cataracte (sous-capsulaire), opacification de la capsule postérieure du cristallin, kératite superficielle, abrasions

de la cornée, trouble de l’humeur aqueuse, vision floue, hémorragie au site d’injection, hémorragies oculaires, conjonctivite (allergique), sécrétion oculaire, photopsie, photophobie, troubles oculaires, douleurs et

œdème des paupières, hyperémie conjonctivale, toux, nausée; Occasionnel: endophtalmie, hypopion, hyphéma, kératopathie, adhérence de l’iris, nécrolyse et œdème de la cornée, stries dans la cornée, douleurs et

irritations au site d’injection, perte de la vue, irritations des paupières, réactions allergiques (éruptions cutanées, urticaires, prurit, érythèmes); Troubles cardio-vasculaires: Des événements thromboemboliques artériels,

tels que des décès d’origine vasculaire, des infarctus du myocarde non mortels, des accidents vasculaires cérébraux ischémiques non mortels et des accidents vasculaires cérébraux hémorragiques non mortels,

ont été mis en rapport avec la disponibilité systémique d’inhibiteurs très puissants du VEGF. Les effets indésirables sévères liés à la procédure d’injection comprennent: endophtalmie, décollement de rétine rhegmatogène,

déchirure de la rétine et cataracte traumatique iatrogène. Voir détails dans le Compendium. Pr: 1 flacon-ampoule de 2.3 mg en 0.23 ml*. Catégorie de vente: B. * admis par les caisses-maladie. Pour de plus

amples informations, veuillez consulter le Compendium Suisse des Médicaments ® . Novartis Pharma Schweiz SA, Monbijoustrasse 118, case postale, 3001 Berne, tél. 031/377 51 11

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