Aktuelle Informationen der LGT Bank (Schweiz) AG Ausgabe Oktober 2010

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Aktuelle Informationen der LGT Bank (Schweiz) AG Ausgabe Oktober 2010

Ausgabe Oktober 2010

FORUM

Aktuelle Informationen der

LGT Bank (Schweiz) AG

Marktanalyse

Wie LGT Capital Management den

Grundstein für erfolgreiche Produkte legt

Was denken die Anleger?

LGT veröffentlicht erste länderübergreifende

Studie zum Anlageverhalten

Nachhaltige Anlagen

Individuelle Mischung je nach Risikoprofil –

das Fürstenhaus als strategischer Investor

Sonnige Entwicklung

Die LGT wächst am Standort Lausanne


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Editorial

Unser Anlageprozess hilft uns

dabei, die Chancen zur verstärkten

taktischen Positionierung

wahrzunehmen, die das derzeitige

hohe Mass an Unsicherheit und

die schwankenden Seitwärtstrends

bieten.

© LGT

Liebe Kundinnen und Kunden

Zu den Dauerthemen des Jahres zählen die Befürchtung von Inflation

oder Deflation, von drohenden Staatspleiten und einer Blase

am chinesischen Immobilienmarkt. Der überraschende Aufschwung

im Jahr 2009 liess auf eine Fortsetzung in diesem Jahr hoffen.

Doch dieses entwickelte sich – wenig überraschend – anders.

Der Aufschwung im Jahr 2009, dem ersten Jahr nach der Finanzkrise,

hat viele Marktteilnehmer überrascht. Die Aktienmärkte stiegen

deutlich, die der so genannten BRIC-Länder – Brasilien, Russland,

Indien und China – sogar um fast hundert Prozent. Viele Strategen,

die mit einer nahtlosen Fortsetzung des Bullenmarkts rechneten,

verblüfft nun der eher zähe Verlauf dieses Jahres. Dabei zeigen

frühere Krisen, dass auf die rasche Erholung oft eine längere Seitwärtsbewegung

folgt.

Die Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Bereich sind grösser

denn je. Zwar konnten einige Konjunkturmerkmale positiv überraschen,

aber deren Interpretation ist schwierig geworden. Nichtnachhaltige,

einmalige Auswirkungen wie die diesjährige Erhöhung

der Lagerhaltung nach der deutlichen Reduktion im Jahr 2009 sowie

die Konjunkturprogramme der Regierungen verzerren die Daten

massiv. Die mediale Aufmerksamkeit gilt zudem abwechslungsweise

der Furcht vor Inflation und Deflation. Aber auch andere Risiken

– die Befürchtung einer Rezession in den USA, drohende Staatspleiten,

die Liquiditätsschwemme und die mögliche Blase am chinesischen

Immobilienmarkt – sind zum Dauerthema geworden.

Welche Anlagestrategie ist in diesem Umfeld sinnvoll? Die LGT

entwickelt ihre langfristige Anlagestrategie anhand verschiedener

gesamtwirtschaftlicher Szenarien. Denn wir wollen nicht nur dann

eine gute Leistung bieten, wenn ein bestimmtes und womöglich

unwahrscheinliches Szenario eintrifft. Wir rüsten uns für verschiedene

Entwicklungen.

Dafür entwickeln wir unsere Methoden laufend weiter – mit Erfolg:

Erst vor Kurzem hat die Ratingagentur Standard & Poor’s die gesamte

Produktpalette der «LGT Strategy 3-5 Years»-Fonds mit

dem exzellenten Fund Management Rating «AA» ausgezeichnet.

Die Grundlage dieses Erfolgs – den strategischen Anlageprozess –

stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe vor.

Unser Anlageprozess hilft uns dabei, die Chancen zur verstärkten

taktischen Positionierung wahrzunehmen, die das derzeitige hohe

Mass an Unsicherheit und die schwankenden Seitwärtstrends bieten.

Im veränderten Umfeld sind Investitionsentscheidungen in der Tat

anspruchsvoller geworden. Aus unserer Erfahrung mit Behavioral

Finance (Verhaltensfinanzwissenschaft) wissen wir, dass der Markt

gerade in der aktuellen Lage zu Überreaktionen neigt. Wir haben

dies in unseren Produkten und unseren Prozessen entsprechend

berücksichtigt und sind überzeugt, dass damit ein wichtiger Grundstein

zum langfristigen Erfolg gesetzt ist.

Hans Roth

Vorsitzender der Geschäftsleitung der LGT Bank (Schweiz) AG


Wie LGT Capital Management den Grundstein für erfolgreiche Produkte legt

Der gelungene Mix aus Analyse,

Erfahrung und Bauchgefühl

Die vielfach ausgezeichneten Anlageprodukte von LGT Capital Management, der Investmentboutique

der LGT Group, sind ein wichtiger Bestandteil vieler Portfolios. Die Basis ihres Erfolgs

liegt in einer gründlichen und strukturierten Analyse aller Marktfaktoren.

Wenn die gute Performance eines Fonds gelobt oder

dessen beständige Erfolge wie beispielsweise beim

LGT Strategy 5 Years von LGT Capital Management

sogar zum wiederholten Mal mit Preisen ausgezeichnet

wird, stehen vor allem die Fondsmanager

im Mittelpunkt. Sie sind das «Gesicht» des Erfolgs.

Sicher nicht zu unrecht, denn ohne ihre Expertise,

Erfahrung und Gespür für die Marktentwicklung

wäre er nicht denkbar.

Doch hinter dem Erfolg – die Strategiefonds der LGT

weisen über die vergangenen Jahre hinweg eine

ausgezeichnete Performance auf – stehen viele

Faktoren. «Der Erfolg eines Fonds oder auch einer

Produktfamilie ist die Arbeit eines mehrköpfigen,

aus verschiedenen Bereichen zusammengesetzten

Teams», erklärt Walter Pfaff, Leiter Asset-Allokation

und Research bei LGT Capital Management. «Ökonomen

und Analysten mit unterschiedlichen Schwerpunkten

– von der makroökonomischen Betrachtung

bis hin zur Bewertung von Sektoren und zur

Analyse einzelner Unternehmen – sowie die Portfoliomanager.»

Ein wichtiger Grundstein für das gute Abschneiden

ist die auf langjähriger Erfahrung und quantitativem

Know-how aufgebaute strategische Asset-Allokation

– die grundlegende Aufteilung des zu investierenden

Vermögens auf verschiedene Anlageklassen.

Zur Investmentphilosophie der LGT Capital Management

gehört neben der Optimierung des langfristigen

Rendite-Return-Verhältnisses mittels strategischer

Asset-Allokation auch die Trennung von

Marktentscheidung und Währungsmanagement.

Hintergrund

Taktische Asset­Allokation

Ein weiteres tragendes Element der LGT Strategiefonds ist die taktische Asset-

Allokation (TAA). «Indem wir einzelne Anlageklassen innerhalb der definierten

strategischen Grundpositionierung kurz- oder mittelfristig über- beziehungsweise

untergewichten, profitieren wir von Übertreibungen und Trends», erklärt Marcel

Schnyder, Head Investment Management Multi Asset Class und Mitglied des Kernstrategieteams.

Das logische Ziel: Die LGT Fonds sollen sich besser entwickeln als

das jeweilige Marktsegment. «Märkte sind nicht effizient, insbesondere auf Ebene

der Anlageklassen. Das heisst, dass nicht sämtliche verfügbaren Informationen in

den aktuellen Preisen bereits enthalten sind.» Die richtige Einschätzung durch

fundierte Analyse ist hier bares Geld wert. Dabei tragen die Erkenntnisse aus der

Behavioral Finance (Verhaltensfinanzwissenschaft) wesentlich zum Erfolg bei. Deshalb

unterstützt LGT Capital Management die Forschung in diesem Bereich unter

anderem durch die Finanzierung des Behavioral-Finance-Labors am Institut für

Schweizerisches Bankwesen (ISB) der Universität Zürich.

Der Quartalsstrategieprozess

LGT Capital Management verfügt über einen strukturierten Prozess, der das Expertenwissen

der Portfoliomanager, Analysten und Berater kanalisiert und die Entscheidungsfindung

für die taktische Allokation regelt. «Wir haben eine hauseigene

Systematik entwickelt, nach der wir die Marktentwicklung regelmässig und systematisch

beurteilen und unsere Einschätzung nach einem einheitlichen Beurteilungsschema

abgeben», erklärt Chefökonom Dr. Alex Durrer. Unter seiner Federführung

findet vierteljährlich die so genannte «Quartalsstrategierunde» statt: In drei jeweils

am Ende eines Quartals stattfindenden Sitzungen beurteilen die verantwortlichen

Ökonomen, Analysten und Portfoliomanager die zukünftige Entwicklung ihrer Anlageklassen,

Märkte und Volkswirtschaften. Ihre Einschätzungen haben sie schon

vor der Sitzung in einheitlichen Bewertungsschemas (Scoring-Blättern) abgegeben.

Die Beurteilungsmodelle der einzelnen Anlageklassen berücksichtigen spezifische

Eigenschaften der einzelnen Anlageklassen, die Grundstruktur ist aber für die meisten

Anlageklassen gleich. Sie umfasst im Wesentlichen die strukturellen Rahmenbedingungen

– dazu gehören politische und regulatorische Veränderungen sowie

besondere Ereignisse wie etwa folgenschwere Terroranschläge –, konjunkturelle

Faktoren wie Realwachstum und Inflation oder auch Änderungen in der Geld- und

© mddphoto

3


4

Hintergrund

Fiskalpolitik und nicht zuletzt auch Marktinformationen,

anhand derer langfristige Trends und deren

Qualität berücksichtigt und bewertet werden.

Durch die standardisierte Beurteilung werden die

mehrheitlich qualitativen Ele mente quantifiziert. Jeder

Faktor erhält eine Note, einen so genannten

Score. Die Gesamtscores bilden schliesslich die Basis

für die taktische Abweichung von der strategischen

Asset-Allokation. Die Herleitung der Scores und die

Kernbot schaften müssen an der ersten Sitzung im

Plenum von den zuständigen Experten in Form einer

kurzen Präsentation verteidigt werden. Die laufende

Hinterfragung der Einschätzungen ergibt eine Verdichtung

der Er gebnisse. Nach einer «Differenzbereinigung»

werden die definitiven Werte vom

Kernstrategieteam festgelegt. Fester Bestandteil

sind auch das erwartete Haupt szenario sowie ein

Risikoszenario auf makroökonomischer Ebene.

Differenzierte Auswertung

Die Auswertung der Ergebnisse dieses intensiven

Prozesses erfolgt differenziert: Um ein aussagekräftiges

Gesamtbild zu erreichen, braucht es mehr als

den gewichteten Durchschnitt der quantitativen

Ergebnisse – dazu ist auch die Standardabweichung

der eingereichten Werte notwendig. «Denn diese

bestimmt die Konfidenz der Erwartungen», so Alex Durrer. «Je geringer die Standardabweichung,

desto sicherer die Erwartungen und umgekehrt.» Die gesammelten,

quantifizierten subjektiven Renditeprognosen (Scores) und deren Konfidenz (Standardabweichung

der Scores) werden schliesslich von den quantitativen Analysten

aus dem Bereich Asset-Allokation & Research zur Konstruktion der neuen Portfoliogewichtung

mittels Mean-Variance-Optimierung verwendet. Bei der Optimierung

werden die Rendite erwartungen bei gleichzeitiger Risikominimierung unter Einbezug

der Shortfall-Restriktionen und Transaktionskosten maximiert.

Schliesslich werden die Ergebnisse der Optimierung auf ihre Konsistenz mit dem

Hauptszenario und die qualitative Validität hin überprüft. Das Portfolio management

prüft zudem, ob die neue Allokation umsetzbar ist und die spezifischen Anforderungen

und Vorgaben erfüllt sind. Die Ergebnisse werden in sämtlichen Mischfonds

direkt umgesetzt, Ableitungen davon werden zudem für die Bandbreitenmandate

des Wealth Management sowie für institutionelle Mandate weiterverwendet.

Positionierung wird ständig kontrolliert

Zwischen den vierteljährlichen Strategietreffen finden monatliche TAA-Review-

Meetings zur Beurteilung der Marktentwicklung und Überprüfung der aktuellen

Positionierung statt. Ob Handlungsbedarf besteht, können die Mitglieder des Kernstrategieteams

auch in der wöchentlichen Marktsitzung oder bei aussergewöhnlichen

Ereignissen an den Finanzmärkten auch in Ad-hoc-Meetings entscheiden.

«Auch wenn wir uns nur selten zu grösseren Strate gieänderungen gezwungen sehen,

müssen wir die Märkte ständig beobachten und die notwendigen Instrumente

und Routinen für ein rasches Eingreifen haben», sagt Chefökonom Dr. Alex Durrer.

Beim Ausbrechen der Finanzkrise hat sich das bezahlt gemacht, Strategiefonds der

LGT Capital Management haben sie vergleichbar gut überstanden.


Von der Strategie zum täglichen Nachrichtenfrühstück

Expertenwissen und ein ausgefeilter Strategieprozess sind die Grundlagen für eine differenzierte

Einschätzung der Märkte und Volkswirtschaften. Für die Umsetzung der grundsätzlichen

Ausrichtung und die optimale Bewirtschaftung der Kundenportfolios ist eine fundierte

Analyse von der Wirtschaftslage über Einzeltitel bis hin zu Anlageprodukten unumgänglich.

Den Rhythmus gibt das Marktgeschehen vor. Der Bereich Capital Markets Group ergänzt

seine massgeschneiderten, monatlichen und wöchentlichen Marktausblicke mit täglichen

Informationen zum Aktienmarkt. Länder und Regionen werden in diesen zeitnahen Analysen

genauso bewertet wie der Rohstoffmarkt, Aktien, Fonds, die Zinsentwicklung und Währungen.

Neben den internen Newslettern informieren die Spezialisten des Bereichs in regelmässigen,

wöchentlichen Video-Konferenzen über die Marktentwicklung (siehe Beitrag

«Lachen ist auch wichtig», S. 7). Auch wenn sich die Ereignisse auf den Aktienmärkten überschlagen,

bringt das die Analysten der Capital Markets Group nicht in Bedrängnis. «Dank

unserer hervorragenden Infrastruktur können unsere Spezialisten die Kollegen weltweit nicht

nur mit speziellen Newsletter-Formaten, sondern per Videokonferenz jederzeit auch persönlich

informieren», erklärt André Winistörfer, Head Financial Market Analysis. Egal ob sie

«The Beacon», «Commodity Compass» oder «Market View» heissen – praktisch alle Analysen

und Berichte unterstützen unsere Anlageberater und Portfoliomanager. Einige der LGT Informationsmittel

– wie etwa «Navigator», das tägliche Nachrichtenfrühstück, «The Beacon»,

der Wochenkommentar zu den aktuellsten Marktthemen, und die monatlich erscheinende

Broschüre «Investorama» finden den Weg zum Kunden.

Auch die zur Ergänzung der eigenen Produktpalette ausgewählten Drittfonds werden von

der LGT vor der Übernahme ins Portfolio sorgfältig analysiert. Der Bereich Fund & Product

Analysis prüft nicht nur laufend die Entwicklung dieser Fonds, sondern spricht regelmässig

mit den Fondsmanagern und durchleuchtet ihren Investment-Ansatz auf «Herz und Nieren»,

immer dem «Best in class»-Ansatz folgend.

Anlageprozess der LGT

Risikoanalyse

Kunden Shortfall Ansatz:

Risikofähigkeit

Anlagehorizont

Periodische

Neubeurteilung

Strategische Asset-Allokation

Zeitabhängige Anlagepolitik

Antizyklisches Investieren

Taktische Asset-Allokation

Optimierte taktische Asset-Allokation

Einhaltung Shortfall-Restriktionen

Aktives Portfoliomanagement

Region- und Währungsallokation

Sektorallokation

Titelselektion

Kontinuierliches Risikomanagement

Langfristige

Markterwartung

Kurzfristige

Markterwartung

Zinserwartungen

Rendite- und

Risikoerwartungen

Behavioral

Finance

Strategie zum Erfolg: Strukturierte Prozesse sowie standardisierte und differenzierte Bewertungsschemata sorgen

dafür, dass alle relevanten Einflussfaktoren sowohl bei der Analyse als auch beim Portfoliomanagement angemessen

berücksichtigt werden.

© Eyeidea

Hintergrund

Glossar

Asset­Allokation

(strategisch, taktisch)

Aufteilung des Anlagebetrags auf die

verschiedenen Anlagekategorien mit

dem Ziel, das Rendite-Risiko-Verhältnis

zu optimieren. Die strategische

Allokation hat einen Zeithorizont von

fünf und mehr Jahren, während die

taktische Allokation kurzfristige (drei

bis sechs Monate) Abweichungen

von der langfristigen strategischen

Allokation darstellt.

Economic Research

Bezeichnung der Abteilung bei

Finanzinstituten, die makroökonomische

Entwicklungen analysiert

und beurteilt.

Fixed Income

Jegliche Form von Investitionen, die

einen regelmässigen oder festen

Ertrag abwerfen. Unter Fixed-Income-

Wertschriften fallen Anleihen aller Art

und sowie verbriefte Kredite.

Makroökonomie

Teil der Volkswirtschaftslehre, der

sich mit der Entwicklung, der

Struktur, dem Verhalten und der

Entscheidungsfindung der

Gesamtwirtschaft beschäftigt.

Mean­Variance­Optimierung

Der Begriff stammt aus der

Portfoliotheorie und bedeutet eine

Optimierung des Portfolios, sodass

kein anderes Portfolio existiert,

welches bei gleicher Renditeerwartung

(Mean) ein geringeres Risiko

(Wurzel der Varianz) beziehungsweise

bei gleichem Risiko eine höhere

Rendite hat.

Mischfonds

Investmentfonds, die Anlagen aus

mehreren Anlageklassen enthalten.

Shortfall­Restriktion

Restriktion, gemäss welcher der

erwartete Wert eines Portfolios nach

einer bestimmten Zeitperiode nicht

unter dem Anfangswert liegen darf.

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6

Hintergrund

Ein Tag im Leben eines Marktanalysten

«Lachen ist auch wichtig»

Mikio Kumada, Japaner mit europäischen Wurzeln, trägt mit seinen Analysen massgeblich

zum Erfolg der LGT Fonds bei und ist durch seine regelmässigen TV­Auftritte eine wichtige

Stimme im asiatischen Wirtschaftsraum. Der Marktanalyst von LGT Capital Management

in Singapur bestreitet einen in jeder Hinsicht sportlichen Tag.

7.00 Uhr: Praktisch jede

private Wohnanlage in

Singapur hat ein Freibad.

Bei dem fast immer heissschwülen

Wetter hier tut

ein morgendlicher Sprung

ins Wasser gut, und ich

schwimme, so oft es

geht, eine Runde, bevor

ich mich für den Weg

zum Büro fertig mache.

7.45 Uhr: Beim Kaffee

«skype» ich noch kurz mit

meiner Verlobten. Sie lebt

derzeit noch in Sydney.

Durch die zweistündige

Zeitverschiebung hat sie

ihre Arbeit schon aufgenommen.

Dank Skype

können wir den morgen

trotzdem «gemeinsam»

beginnen. Da heute wie-

Auf globalen Märkten agieren: Nach dem Morgenkaffee

schaut Mikio Komada, wie sich «über

Nacht» die Börse in den USA entwickelt hat.

der ein TV-Auftritt ansteht, wird die Auswahl der Krawatte zum

kleinen Thema. Da könnte ich ihren Rat gut gebrauchen. Aber darauf

muss ich noch einige Monate warten, dann zieht sie auch nach

Singapur. Bevor ich meine Wohnung verlasse, informiere ich mich

noch rasch über die aktuelle Entwicklung der New Yorker Börse.

8.15 Uhr: Der Weg ins LGT Büro ist kurz – drei U-Bahn-Stationen,

schon bin ich da. Ich starte ein wenig früher als die meisten Singapurer,

dann ist die U-Bahn noch nicht überfüllt. Im Büro erwartet

mich erst einmal die tägliche Routine: Ich verschaffe mir einen

Überblick über die globale Situation. Als erstes kommen die Kurse

dran – Währungen, Zinsniveaus, Aktienindizes, Sektoren sowie

wichtige Geldmarkt- und Credit-Spreads. Gab es irgendwo unüblich

volatile Entwicklungen? Dann folgt der Blick auf die Top-Bloomberg-News

aus den USA, danach auf die aus Asien und Australien.

Wenn etwas Interessantes in der Financial Times und dem Wall

Street Journal steht, lese ich das im Anschluss.

Weltweites Netzwerk: Mikio Kumadas Präsentationen seiner

Einschätzung der Marktentwicklung werden per Videokonferenz

an alle LGT Standorte übertragen.

10.00 Uhr: Jetzt kommt die eigentliche Arbeit. Wie jeden Wochenanfang

recherchiere und schreibe ich den wöchentlichen Marktkommentar

der LGT, den LGT Beacon. Dabei mache ich mir schon

Notizen für den wöchentlichen Marktausblick, der jeden Mittwoch

in einer Videoschaltung an alle LGT Standorte in Europa und Asien

gesendet wird.

Auch wenn ich nicht am LGT Beacon schreibe oder für einen

Marktkommentar recherchiere, reisst die Arbeit nicht ab: Laufende

Grundlagenrecherchen zur Markteinschätzung und andere, weniger

häufig publizierte Marktberichte halten mich genauso auf Trab

wie diverse interne Anlagemeetings, die geschrieben und vorbereitet

werden müssen. Dazu kommen regelmässig Vorträge von

Kundenveranstaltungen an verschiedenen LGT Standorten, die

koordiniert und konzipiert werden wollen.

12.00 Uhr: Meine Mittagspause verbringe ich heute überwiegend

im Fitness-Club. Auf dem Laufband höre ich oft aktuelle Podcasts

zu Finanz- und Wirtschaftsthemen, die ich mir am Vorabend heruntergeladen

habe. Das Mittagessen wird auf eine schnelle Kleinigkeit

reduziert, was bei den vielen asiatischen Nudelsuppenkneipen, den

Sushi- und Sashimi-Restaurants und den westlichen Sandwich-

Anbietern überhaupt kein Problem ist.


Fotos: © www.michaelraska.de

13.30 Uhr: Heute Nachmittag steht wieder ein TV-Auftritt an, auf

den ich mich noch vorbereiten muss. TV-Gespräche mit Bloomberg

und CNBC sind zwar inzwischen Routine, müssen aber auch vorbereitet

werden. Allerdings ruft ein Kollege aus Hongkong an. Er

arbeitet an einer Kundenpräsentation und will sich über die aktuelle

Markteinschätzung der LGT vergewissern. Aus der Interviewvorbereitung

wird also nichts. Ich muss improvisieren.

14.30 Uhr: Jetzt geht es ins Studio. Während der kurzen Besprechung

mit dem Programmdirektor werde ich noch leicht geschminkt,

damit die Haut nicht glänzt. Dann geht es zur Live-Aufzeichnung.

Hintergrund

«Die Anspannung

vor dem ‹Kamera

ab› finde ich immer

sehr anregend. Sie

hilft mir, mich zu

konzentrieren und

zu fokussieren.»

Die Anspannung vor dem «Kamera ab» finde ich immer sehr anregend.

Sie hilft mir, mich zu konzentrieren und zu fokussieren. Es läuft

wieder einmal sehr gut und wir freuen uns auf die Ausstrahlung.

16.00 Uhr: Wieder zurück im Büro. Die europäischen Märkte sind

inzwischen offen und die Kollegen dort sind auch schon aktiv geworden.

Heute steht eine Telekonferenz zur taktischen Anlagestrategie

mit den Kollegen in der Schweiz auf dem Programm. Per

Mail wurden die entsprechenden Unterlagen bereits ausgetauscht.

Besonders im Fokus: Liegen wir mit unserer Einschätzung gegenüber

dem Euro richtig?

17.30 Uhr: Mein Arbeitstag neigt sich dem Ende zu. Ich plaudere

noch kurz mit meinen Kollegen über dies und das. Aufgrund des

Zeitunterschieds kommt noch das eine oder andere Mail aus Europa

an, das beantwortet werden muss.

18:10 Uhr: Ich fahre nach Hause. Auf dem Weg von der U-Bahnstation

gibt es viele sehr gute Take-outs für das Abendessen.

19.30 Uhr: Nach dem Abendessen spreche ich noch einmal mit

meiner Verlobten – diesmal per Video. Und weil das Wetter angenehm

ist, gehe ich noch einmal raus. Ganz in der Nähe ist ein schöner,

hügeliger Park. Hier schalte ich beim Joggen gerne ab. Das erfrischt

das Gehirn. Statt der Podcasts über aktuelle Markt- und

Konjunkturentwicklungen höre ich mir beim Laufen öfter Bücher

an, um das Grundsätzliche nicht zu vergessen: Griechische Philosophie,

europäische Aufklärung oder Geschichte sind ebenso dabei

wie gut recherchierte Bücher über die Ereignisse und Turbulenzen

der letzten Jahre. Auch deutschsprachige Kabarettisten höre ich

gerne. Die vorbeilaufenden Singapurer wundern sich wohl oft, dass

da einer daherläuft und vor sich hinlacht. Das macht nichts, denn

Lachen ist auch wichtig.

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Anlegerstudie

Der LGT Private Banking Report 2010 gibt Auskunft

Was denken die Anleger?

Die letzten drei Jahre waren für vermögende Anleger eine grosse Herausforderung. Welche Wirkung

solch prägende Erfahrungen auf das Anlageverhalten der Investoren haben, stellt Prof. Dr. Teodoro

D. Cocca vor, der dazu im Auftrag der LGT Group im Frühjahr 2010 eine Studie im deutschsprachigen

Raum durchgeführt hat.

Es ist offensichtlich, dass sich das Verhalten der Anleger durch die

einschneidenden Erfahrungen der vergangenen Jahre geändert hat.

In welche Richtung dies tatsächlich geschah, zeigt der LGT Private

Banking Report 2010: Beispielsweise wird derzeit sehr viel Geld

in liquider Form auf Bankkonten «geparkt». Hierin zeigt sich die

grundsätzliche Risikoaversion der Anleger, die sich als Folge der

Finanzkrise ausgebreitet hat. Trotz des Sicherheitsbedürfnisses der

Anleger, das im hohen Cash-Anteil zum Ausdruck kommt, überwiegen

weiterhin offensiv und stärker risikobehaftet ausgerichtete

Anlageklassen im durchschnittlichen Portfolio. Aktien und Rohstoffinvestments

machen fast 50 Prozent des Vermögensbestandes aus.

Durchschnittliche Vermögenszusammensetzung (Asset-Allokation)

Alternative

Anlagen

3%

Cash

29%

Rohstoffe

16%

Derivate

4%

Aktien

32%

Anleihen

12%

Gemischte

Fonds

4%

n = 332 befragte Anleger, gewichtet mit Vermögensvolumen

Bei der Aufschlüsselung des Vermögensportfolios nach geografischen

Gesichtspunkten zeigt sich die aus der wissenschaftlichen

Forschung bekannte Neigung, den Heimmarkt zu favorisieren.

Ungefähr zwei Drittel der Anlagevermögen werden im Heimmarkt

investiert, was ein erhebliches Klumpenrisiko bedeutet. Es scheint,

dass die Vermögensaufteilung vieler vermögender Privatkunden

eher zufällig, intuitiv und teilweise angstgetrieben erfolgt. Dies kann

zwei Gründe haben. Entweder ist ein vernünftiger strategischer

Rahmen für die Geldanlage, also eine strategische Asset-Allokation,

nicht wirklich vorhanden. Oder aber sie existiert, jedoch tut sich der

Kunde schwer, auch in turbulenten Zeiten diszipliniert daran festzuhalten.

In beiden Fällen scheint der Anleger jedoch überfordert

und bedarf der professionellen Beratung durch einen Spezialisten.

Defizite im taktischen Bereich

Die starken Kursschwankungen während der Finanzkrise haben zu

Anpassungen und Veränderungen im Portfolio der befragten Private-Banking-Kunden

geführt. In Summe erfolgten die grössten

Umschichtungen weg von Derivaten, Aktien, alternativen Anlagen

und Anlagefonds hin zu Rohstoffen/Gold oder Edelmetallen, Cash

und weiteren Vermögenswerten (Lebensversicherungen, reale Immobilien,

Unternehmensbeteiligungen und Sachanlagen). Beispielsweise

erhöhten 48 Prozent der Befragten ihre Anlagen in Rohstoffe,

während 31 Prozent ihre Anlagen in Aktien reduzierten.

Aufstockung und Abbau von Positionen

Rohstoffe

[n 197]

Cash

[n 309]

Weitere Vermögenswerte

[n 254]

Anleihen

[n 233]

Aktien

[n 268]

Anlagefonds

[n 245]

Alternative Anlagen

[n 147]

Derivate

[n 176]

5% 47% 48%

9% 53%

6% 30%

64%

20% 25%

55%

31% 23%

46%

23% 20%

57%

29% 13%

58%

32% 59% 9%

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%

Abbau Position unverändert Aufstockung

n = befragte Anleger, die in die jeweilige Anlage hielten

Um die Auswirkungen der Finanzkrise auch in Hinblick auf das

eigene Verhalten und auf eigene Einstellungen überprüfen zu können,

wurden die Befragten eingeladen, den Grad ihrer Zustimmung

zu vorgegebenen Aussagen zum Ausdruck zu bringen. Die Haupterkenntnis

der Anleger liegt demnach – vor allem bei den Befragten

aus der Schweiz – darin, komplexe und schwer verständliche Anlageprodukte

in Zukunft meiden zu wollen. Ge nerell war auch ein

breiter Verlust an Vertrauen in die Stabilität des Finanzsystems auszumachen

– ebenfalls vor allem bei den Schweizer Anlegern. Ein

Drittel der Befragten äussert, im Zusammenhang mit der Finanzkrise

Angst um das eigene Vermögen gehabt zu haben. Die Anlage-

38%


strategie hin gegen wird lediglich von circa der Hälfte der Befragten

überdacht. Während im Schnitt nur etwa zehn Prozent glauben,

dass man aus der Finanzkrise gelernt hat, ist die Hälfte der österreichischen

Befragten überzeugt, dass aus der Krise Lehren gezogen

wurden.

Zufrieden mit der eigenen Bank

Die Krise, die sich auch in einer teilweise unerfreulichen Renditeentwicklung

gezeigt hat, scheint sich auf die Zufriedenheit der Private-

Banking-Kunden kaum ausgewirkt zu haben: 76 Prozent der

Befragten sind mit der eigenen Hauptbank zufrieden bis sehr zufrieden,

mit der eigenen Privatbank sind es sogar 95 Prozent. Dies

wird nach einer der gravierendsten Wirtschaftskrisen der letzten

Jahrzehnte von der Branche mit Genugtuung wahrgenommen werden.

Im Licht der grossen Verwerfungen an den Finanzmärkten im

Zuge der Finanzkrise lassen sich die Zufriedenheitswerte durchaus

als sehr positiv beurteilen. Insbesondere Privatbanken haben es demnach

verstanden, durch ihre Kundennähe und Betreuungsintensität

die Zufriedenheit der Kunden zu erhalten oder gar zu steigern.

Hoher Aufklärungsbedarf bei Risikoverständnis

Das Sicherheitsbedürfnis der Kunden ist durch die Finanzkrise gewachsen.

Dennoch sagen 24 Prozent der Befragten auf die Frage,

wie man sich selbst im Hinblick auf die Risikobereitschaft bei Anlagen

einordnen würde, sie seien risikofreudige Anleger. 17 Prozent

zählen sich zu den Risikoabgeneigten und die Mehrheit von 59 Prozent

zu den Risikoneutralen. Neben der Selbsteinschätzung der Risikoneigung

wurde weiter gefragt, wie gross die theoretische Verlust-Toleranz

der Befragten sei. Diese wurde mit folgender Frage

ermittelt: Wie gross darf der Kursverlust auf Aktienanlagen innerhalb

eines Jahres sein, den Sie persönlich bereit wären, in Kauf zu

nehmen? Bei den Befragten ergab sich eine Verlusttoleranz von 17

Prozent, das heisst, die Kunden würden akzeptieren, wenn eine Aktie

ihres Portfolios innerhalb eines Jahres einen Wertverlust von 17

Prozent erfahren würde.

Anlegerstudie

Korrelation zwischen Risiko, Wissen und Rationalität

Verhaltensorientierte Analysen der Anlagemuster von Investoren

werden in Wissenschaft und Praxis immer wichtiger (Forschungs- © LGT

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Anlegerstudie

feld der Behavioral Finance). Aus diesem Grund widmet sich auch

der LGT Private Banking Report 2010 der differenzierten Erfassung

solcher Verhaltensmerkmale. Mittels eines umfangreichen Sets an

Fragen untersucht diese Studie solche Verhaltensmerkmale erstmals

bei Private-Banking-Kunden aus verschiedenen Ländern. Durch diese

Fragen kann gezeigt werden, wie rational sich der Befragte verhält

oder wie stark psychologische Einflüsse in seinen Einschätzungen

eine Rolle spielen. Es lässt sich Folgendes feststellen:

n Zwischen Risikobereitschaft und Wissensniveau gibt es einen

positiven Zusammenhang, das heisst, eine hohe Risikobereitschaft

geht einher mit einem hohen Wissensniveau. Da es

sich beim Wissensniveau um eine Selbsteinschätzung handelt,

könnten diese Resultate ein weiterer Beleg für die in

der Wissenschaft bereits formulierte These der Selbstüberschätzung

vieler Anleger sein.

n Zwischen Wissensniveau und Rationalität konnte ein moderater

negativer Zusammenhang festgestellt werden, das heisst,

ein hohes Wissensniveau geht oft einher mit einer geringen

Rationalität.

n Kein Zusammenhang war zwischen Risikobereitschaft und

Rationalität erkennbar, das heisst, die Höhe der Risikobereitschaft

ist unabhängig vom Grad der Rationalität, die ein

Anleger bei seinen Entscheidungen walten lässt.

Verhaltenstypen

Diese Behavioral-Finance-Werte wurden zusammen mit den Werten

für Risikoneigung und Wissenseinstufung für eine Clusteranalyse

(Analyseverfahren zur Ermittlung von Gruppen mit ähnlichen Eigenschaften)

verwendet. Daraus resultieren folgende Verhaltens typen

(in Klammern ist der Anteil des entsprechenden Typs an der gesamten

Stichprobe angegeben):

n Realistische Skeptiker (42% der Befragten):

Durchschnittliche Selbsteinschätzung bezüglich Wissen, keine

überdurchschnittliche Tendenz zu irrationalem Verhalten;

unterdurchschnittliche Risikoneigung: Verlusttoleranz circa

fünf Prozent.

n Kompetent Abwägende (23%):

Durchschnittliche Selbsteinschätzung bezüglich Wissen, aber

überdurchschnittlich gutes Abschneiden bei den Behavioral-

Finance-Fragen; durchschnittliche Risikoneigung: Verlusttoleranz

circa 15 Prozent.

n Sich überschätzende Risikofreudige (35%):

Überdurchschnittliche Selbsteinschätzung bezüglich Wissen,

Tendenz zu irrationalem Verhalten, wie das unterdurchschnittliche

Behavioral-Finance-Testergebnis zeigt; überdurchschnittliche

Risikoneigung: Verlusttoleranz über 25 Prozent.

Bei Frauen überwiegt eindeutig der Verhaltenstyp des realistischen

Skeptikers. Bei Männern hingegen ist der sich überschätzende

Risikofreudige deutlich übervertreten. Unterscheidet man die drei

Verhaltenstypen nach der Hauptbankbeziehung für ihre Vermögensverwaltung,

so fällt auf, dass realistische Skeptiker bei den Privatbanken

die absolut dominante Kundengruppe sind. Im Gegensatz

dazu machen die sich überschätzenden Risikofreudigen zum Beispiel

bei Grossbanken einen relativ grossen Anteil aus. Der Ländervergleich

ergibt folgendes Bild: Der realistische Skeptiker kommt vor

allem in Deutschland und Österreich vor, während in der Schweiz

der sich überschätzende Risikofreudige überdurchschnittlich oft zu

finden ist.

Verhaltenstypen nach Geschlecht

Realistische

Skeptiker

Kompetent

Abwägende

Sich überschätzende

Risikofreudige

0% 10% 20%

22%

27%

25%

37%

Männer [n 250] Frauen [n 82]

n = befragte Anleger

Fazit

Je vermögender ein Investor ist, desto höher ist seine Abneigung

gegenüber Risiken. Hier erscheint der Vermögenserhalt wichtiger als

das Eingehen von Risiken zur Vermögensmehrung. Aktuell versuchen

sich Vermögende vor allem gegenüber Worst-Case-Szenarien

abzusichern und äussern damit eine sehr konservative und vorsichtige

Einschätzung der Märkte. Die verhaltensorientierte Untersuchung

bringt zum Vorschein, dass Anleger darauf achten sollten,

ihre eigenen Fähigkeiten nicht zu über schätzen. Zumindest einige

dieser Grundsätze in der Zukunft zu beherzigen, wäre in jedem Fall

eine lohnenswerte Überlegung für jeden Investor.

41%

48%

30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%

Univ.-Prof. Dr. Teodoro D. Cocca

Ordentlicher Professor für Asset Management

an der Johannes Kepler Universität, Linz, und

Adjunct Professor am Swiss Finance Institute, Zürich


Lösungen für nachhaltige Anleger

LGT Capital Management bietet

Rundum-Paket – Fürstenhaus als

strategischer Investor

Die Investmentboutique der LGT ist in ihrem neuen Segment »Nachhaltige Anlagen« mit vier von Grund

auf neu entwickelten Produkten erfolgreich gestartet. Anleger können jetzt auch – entsprechend ihrem

Risikobewusstsein – ihr Vermögen in verschiedenen nachhaltigen Anlagen platzieren.

Nachhaltige Anlagen sind eine neue Spezialität, die sich in Zukunft weiter entwickeln

wird – und damit ein ideales Feld für einen Anbieter wie LGT Capital

Management. Dieser neue Anlagestil ist einer der vier strategischen Schwerpunkte

der Investmentboutique der LGT. Nach einem knappen Jahr Entwicklungszeit

wurden die ersten vier Produkte aufgelegt.

Die Ausgangslage ist mit derjenigen der «Fürstlichen Strategie» vergleichbar. Auch

im Bereich der nachhaltigen Anlagen ist das Liechten steiner Fürstenhaus, das mit

seinen forstwirtschaftlichen Betrieben eine Jahrhunderte währende Tradition nachhaltigen

Wirtschaftens vorweisen kann, der erste strategische Investor. Auch hier

können sich die Kunden der LGT beteiligen. Die ersten institutionellen Investoren aus

dem sozialen und konfessionellen Bereich haben diese Gelegenheit bereits genutzt,

das verwaltete Vermögen der vier Fonds beträgt bereits rund 100 Millionen Euro.

125

120

115

110

105

100

95

LGT Sustainable Impact Global Bond Fund (EUR) B

Barclays Global Aggregate ex Securitized (EUR) (TR)

12/09 01/10 02/10 03/10 04/10 05/10 06/10 07/10 08/10

Performance mit gutem Gewissen: Der Vergleich eines Nachhaltigkeits-Fonds der LGT mit einem

erfolgreichen konventionellen Fonds.

Produkte

Individuelle Mischung je nach Risikoprofil

Im Markt für nachhaltige Anlagen dominiert der

Anteil der Aktien fonds. Capital Management bietet

diese Anlageklasse mit dem LGT Sustainable Impact

Global Equity Fund (EUR) zwar auch, setzt aber

ihren Schwerpunkt bei den gemischten Fonds (LGT

Sustainable Impact Multi-Asset Class Fund in Euro

und Schweizer Franken) und hat mit dem LGT Sustainable

Impact Global Bond Fund (EUR) auch einen

Rentenfonds im Programm.

«Während die Mehrheit der privaten Kunden eher

an Aktienfonds interessiert ist, decken wir mit den

Multi-Asset-Fonds und dem Rentenfonds auch die

speziel len Bedürfnisse von konservativeren Anlegern

ab», sagt Frank-Oliver Jüdt, Leiter des Bereichs

Investment Management Equities. «Unser Angebot,

das wir in Zukunft noch erweitern werden, ermöglicht

unseren Kunden, ihre nachhaltigen Anlagen

nach ihrem eigenen Risikoprofil zu mischen.»

Nachhaltiges Wirtschaften alleine macht kein Unternehmen

erfolgreich, auch die Finanzkennzahlen

müssen stimmen. Daher kombinieren die Fondsmanager

bei der Titelauswahl die Überprüfung der

Nachhaltigkeit mit traditioneller Analyse. Und sie

legen Wert auf eine breite Abstützung: «Wir konzentrieren

uns nicht nur auf ein einzelnes Thema

wie beispielsweise Mikrofinanz oder erneuerbare

Energien, sondern suchen in jeder Branche nachhaltig

wirtschaftende Unternehmen mit einer gesunden

Wertschöpfung.»

Die ersten Erfahrungen bestätigen, dass die Strategie

aufgeht: Im Konkurrenzvergleich liegen die

LGT Fonds ganz vorne.

11


12

LGT in der Schweiz

Ein Team von 20 erfahrenen Mitarbeitenden bietet den Kunden in Lausanne individuelle Lösungen an.

Von links nach rechts: Florian Huber, François Bertschy, Dominik Benz, Olivier Menoud, Sébastien Pittet, Nicole Aeschlimann, Didier Huonder, Jean-Michel Daniele,

Etienne Blanc, Christine Delacroix, Jean-François Chauvet, Isidoro Rinaldi, Chris Albert Pedersen, Sylvie Dubach, Anselmo Belogi, Vanessa Minniti, Jacques Imfeld,

Michel Henchoz, Olivier Gachoud, Patrik Lörtscher.

Der Olympiasieger

Banker und Leistungssportler – Patrik Lörtscher, Leiter der Niederlassung

Lausanne, verfolgte 25 Jahre lang zwei Karrieren. Doch auch

als zweimaliger Europameister und Olympia­Curler im Ruhestand

sitzt er nicht nur am Schreibtisch.

© LGT

Forum: Herr Lörtscher, Sie sind Jurist und ehemaliger Leistungssportler.

Beides aus Neigung, oder war die juristische Ausbildung

ursprünglich nur als Reserve für die Zeit nach dem Sport gedacht?

Patrik Lörtscher: Ich bin sowohl von meiner Arbeit in der Bank als

auch vom Curling begeistert. Auch als aktiver Sportler habe ich

immer Vollzeit gearbeitet. Das ist zwar anstrengend, aber Müssiggang

liegt mir ohnehin nicht. Und ich habe in beiden Bereichen

Erfolge gesehen.

Hat es auch Vorteile, sich in so gegensätzlichen Bereichen zu

engagieren?

Auf jeden Fall. Man lernt, sich zu fokussieren, und konzentriert sich

voll auf die jeweilige Aufgabe. Bei den Turnieren, die immer am

Wochenende stattfinden, schaltet man also hervorragend von der

Arbeit ab, und am Montag lässt man genauso erfolgreich die Sportwelt

hinter sich.

Dazu macht der Sport vermutlich auch mental stark.

Er fördert auch die Disziplin – und mehr als das. Curling ist ein Teamsport.

Aber anders als zum Beispiel beim Fussball kann nicht einfach

ein Spieler ausgewechselt werden, wenn er die Leistung nicht

bringt. Man kann also nur dann gewinnen, wenn man gemeinsam

auf dem höchsten Niveau spielt. Das ist auch fürs Berufsleben eine

gute Schule. Denn auch als Unternehmen sind wir nur dann erfolgreich,

wenn in jedem Bereich, in jedem Team die Leistung stimmt.

© LGT


LGT Bank (Schweiz) AG

Avenue C.F. Ramuz 43

Postfach 1044

CH-1001 Lausanne

Tel. +41 21 711 87 00

Fax +41 21 711 88 05

lgt.ch@lgt.com

www.lgt.com

LGT Standort Lausanne

Sie spielen nicht mehr aktiv. Vermissen Sie den Sport, und vor allem

die Erfolge nicht?

Ich bin nach wie vor vom Curling begeistert. Aber ich habe als

aktiver Wettkämpfer 25 Jahre lang meine ganze Freizeit und jeden

Urlaub in den Sport investiert. Jetzt geniesse ich die Freiheit, anderes

zu erleben, Golf zu spielen und viel Zeit mit meinen Kindern zu verbringen.

Dem Curling bin ich natürlich trotzdem noch immer verbunden.

Mit alten Kollegen spiele ich einmal im Jahr in St. Moritz

beim weltweit grössten Turnier auf Natureis, also so, wie ich vor

mehr als dreissig Jahren begonnen habe. Und bei der Übertragung

von wichtigen Wettkämpfen bin ich als Fachmann mit im Studio

des Westschweizer Fernsehens.

Schon Ihre Eltern waren Curler. Tragen jetzt Ihre Kinder Stock und

Besen weiter?

Mein Sohn und meine Tochter kommen jetzt in das Alter, in dem

auch ich begonnen habe. Sie sind beide sportlich, segeln und spielen

Tennis. Im vergangenen Winter haben sie zum ersten Mal

Curling gespielt. Es würde mich natürlich freuen, wenn sie weitermachen.

Aber es ist ihre Entscheidung – und ich gehe mit ihnen

auch gerne Skilaufen.

Gilt das olympische Motto «Dabei sein ist alles» auch nach Ihrer

aktiven Sportkarriere?

Wenn man an einem Wettbewerb teilnimmt, möchte man gewin-

Sonnige Entwicklung

LGT in der Schweiz

Die Region um die fünftgrösste Stadt der Schweiz prosperiert. Eine starke Wirtschaft, das angenehme

Klima und die offene Lebensart der Waadtländer machen die Stadt auch für viele Wohlhabende aus

dem Ausland attraktiv. «Und das wiederum zieht seit einigen Jahren verstärkt auch Banken an»,

bemerkt Patrik Lörtscher, Niederlassungsleiter der LGT Bank (Schweiz). Der erfahrene Banker verfolgt

die Entwicklung der Kantonshauptstadt schon seit mehr als zwanzig Jahren.

Die LGT selbst agiert mit ihren regional verankerten Beraterinnen und Beratern seit vielen Jahren

erfolgreich in Lausanne. Und sie wächst auch hier: «Wir haben unser Team trotz der weltweit

schwierigen Wirtschaftslage auch in diesem Jahr weiter ausbauen können», erklärt Patrik Lörtscher

die jüngste Entwicklung.

Denn Kunden habe man auch während der schwierigen letzten Jahre nicht verloren. Das liegt – so

Patrik Lörtscher – nicht nur am Niveau der Dienstleistungen, sondern vor allem an den Beraterinnen

und Beratern. «Diese sind vor allem im Bereich der Verwaltungsmandate besonders stark», stellt

der Niederlassungsleiter fest. Sie haben in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen ihrer Kunden

vorausschauend und risikobewusst agiert. «Daran erkennt man, dass sich die langjährige, vertrauensvolle

und auf Langfristigkeit ausgelegte Zusammenarbeit von Kunden und Beratern bezahlt macht»,

sagt Patrik Lörtscher, der mit seinem Team Wealth-Management-Dienstleistungen anbietet, die alle

finanziellen Aspekte berücksichtigen – von Finanzplanung und Vermögensverwaltung sowie Vorsorge-

und Anlageberatung über Nachfolgeplanung, Kredite und Finanzierungen bis hin zur Kunstberatung

und Philanthropie.

nen. Nur um dabei zu sein, nimmt kein Sportler die Strapazen des

Trainings und die Anspannung bei den Turnieren auf sich. Darum

freue ich mich auf die Resultate, die ich erzielt habe. Und auch jetzt

möchte ich mehr als dabei sein. Wenn ich mich einsetze – egal

ob für unsere Kunden oder als Curling-Fachmann – möchte ich

natürlich auch, dass das Ergebnis stimmt.

Goldmedaille für die Schweizer Curler an den Olympischen Winterspielen 1998:

Patrick Lörtscher (2. v.r) bei der Preisverleihung mit seinen Mannschaftskollegen

Dominic Andres, Diego Perren, Daniel Müller (v.l) und Patrick Hürlimann (r.)

13


14

Kurzmitteilungen

LGT Bank (Schweiz) baut aus

Repräsentanz in Montevideo

Mit der Eröffnung von zwei weiteren

Repräsentanzen bekräftigt die LGT

Group erneut ihre internationale

Wachstumsstrategie.

Seit Anfang August ist die LGT in

Montevideo, Uruguay, präsent, wo

Stefan Huber mit seinem Team die

Bedürfnisse der Kunden in der

Wachstumsregion Lateinamerika vor

Ort erfüllen wird.

In Spaniens Hauptstadt Madrid

wurde zeitgleich eine Repräsentanz

der LGT eröffnet, das Oficina de

Representación en España de LGT

Bank (Schweiz). Das Büro in Madrid

leitet der ausgewiesene Wealth-

Management-Experte José Ramón

Fernández-Rubíes, der in seiner

beruflichen Laufbahnen in verschie-

denen Bereichen von renommierten

Banken wertvolle Erfahrungen

sammeln konnte.

An beiden neuen Standorten soll die

Geschäfts tätigkeit im Rahmen einer

Wachstumsstrategie gesteigert und

die Teams dementsprechend ausge-

baut werden.

LGT Bank sponsort

Europameisterschaft

Mit ihrem exklusiven Angebot sind

Privatbanken Nischenanbieter – vergleichsweise

kleine Unternehmen mit

einer ausgewiesenen Expertise in der

Vermögensverwaltung. Auch die hohe

Kunst des Curlings bewegt sich abseits

des Mainstreams. Die Curling-Europameisterschaft

2010 findet vom 4.–11.

Dezember in Champéry statt, einem

der ältesten Schweizer Touristenorte,

der im Herzen des Skigebiets Portes

du Soleil liegt.

Curling, wegen seiner taktischen Raffinessen

auch als «Schach auf dem Eis»

bezeichnet, ist eine faszinierende Präzisionssportart,

die analytische Stärken,

Disziplin und Ausdauer verlangt

– Talente, die auch im Wealth Management

wichtig sind. Daher unterstützt

die LGT Bank (Schweiz) die diesjährige

Curling-Europameisterschaft. Patrik

Lörtscher, Curling-Olympiasieger von

1998 in Nagano (s. Interview S. 12),

wird ausgewählte Kunden der LGT

vor Ort in diese spannende Sportart

einführen.

LGT Group mit erfreulichem

Halbjahresgewinn

Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2010

war von den niedrigen Zinssätzen, zunehmender

Verunsicherung aufgrund der gestiegenen Verschuldung

etlicher Staaten, der schwachen Entwicklung

des Euro sowie geringer Kundenaktivität

vor allem im zweiten Quartal geprägt. In diesem

Umfeld konnte die LGT Group ihren Bruttoertrag

um 9 Prozent auf CHF 428 Millionen steigern. Der

Netto-Neugeldzufluss im ersten Halbjahr 2010

betrug CHF 1.1 Milliarden. Der Konzerngewinn

konnte gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode

um 6 Prozent auf CHF 100 Millionen gesteigert

werden. Die LGT Group verfügt über eine

gesunde Bilanz, hohe Liquidität und eine solide

Kapitalisierung. Die Kernkapitalquote (Tier 1) belief

sich per 30. Juni 2010 auf 19.3 Prozent, gegenüber

18.5 Prozent per 31. Dezember 2009.

S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, CEO der

LGT Group: «Die LGT Group hat sich im ersten

Halbjahr weiter erfreulich entwickelt. Unsere Anstrengungen

im Bereich Qualität haben sich ausgezahlt,

und trotz des schwierigen Zins- und Marktumfelds

konnten wir unsere Erträge verbessern.

Besonders erfreulich ist, dass wir bei der Entwicklung

der Netto-Neugelder die Trendwende erreicht

haben. Wir erwarten, dass die positiven Zuflüsse

auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten werden.

Als unternehmerisch denkende und handelnde

Gruppe in Familienbesitz mit langfristiger Ausrichtung

und starker Investmentkompetenz sehen wir

uns ausgezeichnet im Markt positioniert.»

Nachhaltig und transparent

Mit einer hohen Schlagzahl treibt Capital Management

ihre Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit

voran. «Wir können jederzeit beweisen,

dass wir uns nicht nur ein grünes Mäntelchen umhängen,

sondern unser Engagement ernst nehmen»,

sagt Roland Kölsch, Produktspezialist für

nachhaltige Anlagen bei Capital Management,

«daher sind wir bereits zwei Organisationen beigetreten,

dem Forum Nachhaltige Geldanlagen

und Eurosif – letzteres vergibt ein Transparenzlogo

für Nachhaltigkeitsfonds.»

Das europäische Transparenzlogo «transparent»,

das Eurosif vergibt, kennzeichnet, dass sich die

Investmentboutique der LGT verpflichtet, korrekt,

angemessen und rechtzeitig Informationen zur Verfügung

zu stellen, um Interessierten, insbesondere

Kunden, die Möglichkeit zu geben, die Ansätze

und Methoden der nachhaltigen Geldanlage des

jeweiligen Fonds nachzuvollziehen.

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) ist ein

Zusammenschluss von knapp 100 Unternehmen

und Organisationen, die sich für die Förderung

nachhaltiger Geldanlagen einsetzen.

Eurosif, das European Sustainable Investment

Forum, ist der europäische Dachverband mit der

Aufgabe, Nachhaltigkeit in der Finanzindustrie

anzuregen und voranzubringen.

Im Sinn der Transparenzrichtlinien lässt Capital

Management seine Anstrengungen im Bereich der

Nachhaltigkeit mit denen der Mitbewerber messen.

Capital Management lässt es nicht dabei bewenden.

«Dass wir uns an den Netzwerken der Organisationen

aktiv beteiligen, unterstreicht unsere

Glaubwürdigkeit», erklärt Roland Kölsch. «Und

durch den Austausch mit anderen Mitgliedern, wie

er etwa in den Workshops der FNG stattfindet,

erhalten wir wiederum wertvolle Impulse.»

Lob den Familienunternehmen

«Familienunternehmen prägen die Innovationskraft

unseres Landes», schreibt die Schweizer Bundespräsidentin

und Vorsteherin des Eidgenössischen

Volkswirtschaftsdepartements (EVD) Doris Leuthard

im Geleitwort zum Buch «Aus bester Familie.

100 vorbildliche Schweizer Familienunternehmen».

Zu diesen zählen die Herausgeber des im Buchverlag

der Neuen Zürcher Zeitung publizierten Bandes

auch die LGT Group. Mit ihrem langjährigen

Engagement habe das Liechtensteiner Fürstenhaus

als Unternehmerfamilie «eine echte Privatbank mit

unverwechselbarem Profil geschaffen», schreiben

die Autoren. «Die klare und stabile Eigentümerstruktur

ermöglicht rasche Entscheidungswege, die

sich so bei anderen Banken nicht finden lassen.»

Der mehr als 400 Seiten starke Band gibt einen

facettenreichen Einblick in die Welt der Familienunternehmen

in der Schweiz und des Fürstentums

Liechtenstein, die – wie der Herausgeber Prof. Dr.

Urs Fueglistaller, Geschäftsführender Direktor des

KMU-HSG der Universität St.Gallen, schreibt – «traditionsbewusst

und zukunftshungrig die Zukunft

mitbestimmen».

© LGT


Gesundheit

Friedensnobelpreisträger im CREDO-Porträt:

Kofi Annan, der ehemalige Generalsekretär der Vereinten

Nationen, ist ein engagierter Anwalt Afrikas.

Oft sind es nicht die ernsten Krankheiten oder

tiefe Krisen, die den Menschen das Leben schwer

machen, sondern die «kleinen Stiche» im Alltag.

CREDO hat darüber mit Dr. Andreas Salcher gesprochen,

der sich in seinen Büchern damit beschäftigt,

was ein gesundes und erfülltes Leben

ausmacht. Die Gesundheit ist das Schwerpunktthema

der aktuellen Ausgabe von CREDO, dem

LGT Magazin für Vermögenskultur. Wie Körper

und Geist in ihrem jeweiligen Gleichgewicht bleiben

können, vermittelt der buddhistische Mönch

und Philosoph Bhante Dr. Seelawansa Thero. Der

beständig steigenden Lebenserwartung – nach

einer Schätzung der Vereinten Nationen hat sie

sich in den letzten 50 Jahren um zwei Jahrzehnte

erhöht – widmet sich der Wissenschaftsautor Ralf

Berhorst, und wie sie selbst mit ihrer Gesundheit

umgehen und ihre Balance halten, verraten Prominente

wie der Skirennläufer Marco Büchel oder

der Schweizer Kinderarzt Dr. Beat «Beatocello»

Richner, der seit fast zwanzig Jahren in Kambodscha

um die Gesundheit und das Leben von

Tausenden von Kindern kämpft.

In der Titelgeschichte «Kämpfer für eine bessere

Welt» wird Kofi Annan porträtiert, der in jeder

Hinsicht – ob seinerzeit als Generalsekretär der

Vereinten Nationen oder heute als Anwalt Afrikas

– ganzheitlich denkt. CREDO, das LGT Magazin

für Vermögenskultur, erscheint Ende Oktober.

© 2005 Stefan Pielow/Agentur Focus

Nachhaltiges Handeln bestätigt

Seit einiger Zeit rückt das Thema Nachhaltigkeit

verstärkt ins Blickfeld. LGT Capital Partners hat die

Grundlagen für eine Entwicklung in diese Richtung

schon früh gelegt. Bereits 2008 haben die

Spezialisten für alternative Anlagen die Principles

for Responsible Investment (PRI) der Vereinten

Nationen unterzeichnet. Diese Prinzipien für verantwortungsbewusstes

Investieren wurden von

verschiedenen UN-Organisationen gemeinsam mit

einer internationalen Gruppe institutioneller Anleger

entwickelt.

«Wir stehen hinter den Werten, welche diese

Grundsätze verkörpern», sagt Roberto Paganoni,

CEO von LGT Capital Partners, zu den Beweggründen,

die PRI zu unterzeichnen.

Ein Beispiel für das Engagement von LGT Capital

Partners im Bereich der Nachhaltigkeit ist die Auflegung

eines «Cleantech-Dachfonds»: In Zusammenarbeit

mit der staatlichen schwedischen Pensionskasse

AP7 wird Capital Partners in den kom-

menden Jahren Fonds auswählen, die wiederum

in nordische Unternehmen investieren, die im Bereich

von sauberen Techniken anzusiedeln sind.

Bis 2012 sollen etwa zehn Investitionen getätigt

werden. Ein erster Schritt ist mit der Investition in

Acacia Partners I bereits getan, einen schwedischen

Private-Equity-Fonds, der sich auf Heizung,

Energie, Wasser, Müllrecycling und -entsorgung

spezialisiert hat.

Grösster Private-Equity-Dachfonds

«Ansturm auf Private-Equity-Fonds» titelte die NZZ

über den von LGT Capital Partners aufgelegten

Private-Equity-Dachfonds Crown Premium IV. Für

den ursprünglich auf 500 Millionen Euro konzipierten

Beteiligungsfonds konnten 562 Millionen

Euro von mehr als 30 institutionellen Investoren

wie Versicherungen, Pensionskassen und Stiftungen

eingeworben werden. Das macht den Crown

Premium IV zum grössten Private-Equity-Dachfonds

seit 2008, dem Jahr der Lehmann-Pleite.

«Einer der Erfolgsfaktoren des über unseren Erwartungen

liegenden Platzierungserfolgs war die

nachhaltige Rendite der Vorgängerprogramme, be-

sonders des 2004 aufgelegten Crown Premium II.

Hinzu kommt die Tatsache, dass unsere Crown-Programme

deutlich besser durch die Finanzmarktkrise

gekommen sind als vergleichbare Produkte oder

andere Anlageformen», erklärt dazu Maximilian

Brönner, Partner bei LGT Capital Partners.

Das Portfolio des Crown Premium IV besteht aus

rund 25 Beteiligungsfonds, die zu circa 90 Prozent

aus dem Bereich der klassischen Buyouts kommen,

die restlichen 10 Prozent aus dem Segment

Venture Capital/Growth Capital. Auch Sekundärtransaktionen

werden mit bis zu 30 Prozent einen

wichtigen Stellenwert einnehmen.

Kurzmitteilungen

Prachtware

Eine Ausstellung von Porzellanen

im Wiener Liechtenstein Museum

Mit »Prachtware« bezeichnete

Conrad von Sorgenthal, der von 1784

bis 1805 als Direktor die kaiserliche

Porzellanmanufaktur in Wien leitete,

seine luxuriösen Produkte von

höchster Qualität und mit reichstem

Dekor. Das Liechtenstein Museum

zeigt in einer neuen Sonderausstellung

eine repräsentative Auslese an

Wiener Porzellanen der Zeit um 1800.

Tafelporzellane, Schautassen,

Déjeuners und Biskuitfiguren geben

einen Eindruck von den kunstvollen

Erzeugnissen des Klassizismus mit

ihren delikaten Ornamenten in Goldrelief,

ihren eleganten Farbklängen

und erstaunlichen Miniaturmalereien.

Silbergefässe, Gläser, Möbel und

Bilder aus den Beständen des Marton-

Museums werden in die Präsentation

einbezogen und setzen assoziative

Akzente, die das ästhetische Empfinden

ihrer Epoche vor Augen führen.

Als erstes Privatmuseum Kroatiens

wurde das Marton-Museum 2003 in

der Sommerfrische Samobor bei

Zagreb gegründet. Es beherbergt

eine umfangreiche Sammlung mit

Porzellan aus Wien, Sèvres und Sankt

Petersburg sowie Gemälde, Uhren,

böhmisches Glas, Silber und Möbel

des Biedermeier aus Wien und

Kroatien. Sein Besitzer und Direktor,

Veljko Marton, ist als Sammler weit

über die Grenzen seines Landes hinaus

bekannt. Seiner Leidenschaft und dem

Vorsatz, die Sammlung der Öffentlichkeit

zugänglich zu machen, ist ein

kultureller Austausch und ein Wiederbeleben

vergessener Verbindungen

zwischen Kroatien und Wien zu verdanken,

die auch dem Liechtenstein

Museum ein Anliegen sind.

Kaiserliche Porzellanmanufaktur (1744–1864), Wien, Epoche Sorgenthal,

«Amphorenvase», um 1791. Hartporzellan, Aufglasurfarben, Leithnerblau,

Goldrelief, Vergoldung; Höhe 26,8 cm. Marton-Museum, Zagreb

© LIECHTENSTEIN MUSEUM. Die Fürstlichen Sammlungen, Wien

Prachtware

Porzellane des Klassizismus aus

dem Marton-Museum in Zagreb

18. Juni bis 9. November 2010

Liechtenstein Museum, Wien

www.liechtensteinmuseum.at

15


Impressum

Nr. 02/2010 | Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Lange Gasse 15, Postfach, CH-4002 Basel | Konzept,

Gestaltung und Redaktion: LGT Group, Marketing & Communications | Druck: BVD Druck und Verlag AG,

Schaan/FL

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FL-9490 Vaduz; LGT Capital Management AG, Herrengasse 12, FL-9490 Vaduz; Vertreterin und Zahlstelle

für die Schweiz: LGT Bank (Schweiz) AG, Lange Gasse 15, CH-4002 Basel.

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