Ein System!

eubuco

Ein System!

D 49 45 F 40. Jahrgang Februar 2009

Zwei Marken -

Ein System!

Meinung:

G. Hrebicek: Gateway zu den Alpen

Special:

WINTERSPORT

1/09

SICHER SCHNEESICHER. SNOW FOR SURE.

Mountain-Manager 61:

Rudi Lapper, Skischule Kirchberg


PREMIUM-PRODUKT FÜR HÖCHSTE LEISTUNG

Johnson Controls Neige bietet Ihnen mit ihren energieoptimierten

Hochleistungs-Schneeerzeugern die qualitativ beste Lösung für die

Herstellung Ihres wichtigsten Produkts.

SNOW PROCESS

www.johnsoncontrolsneige.com


Chefredakteur

Dr. Markus Kalchgruber

Von einer Krisenstimmung ist in den Wintersportgebieten bislang

nichts zu spüren gewesen. Tirol startete sogar sensationell

mit einem zweistelligen Dezember-Plus in die Saison 08/09 bei

den Umsätzen, Salzburg immerhin mit + 7,8 % und die Steiermark

mit + 4,7 % – und das im Vergleich mit der Rekordsaison

07/08! Sowohl in den Kernmärkten als auch in den Ländern Zentral-

und Osteuropas wurden trotz angespannter Wirtschaftslage

Zuwächse generiert. „Während sich aus anderen Wirtschaftsbereichen

die negativen Schlagzeilen häufen, ist der Tourismus

nach wie vor das Zugpferd unserer Wirtschaft“, bringt es Salzburgs

LH-Stv. und Tourismusreferent Dr. Wilfried Haslauer auf

den Punkt.

Auch wenn es vielleicht nicht ganz so sensationell weitergehen

wird, ist die Überraschung jetzt schon geglückt. Damit hätte sicher

niemand gerechnet, eher mit einer Stornowelle. Man sieht

also, dass sich die sogenannte Wirtschaftskrise je nach Branche

verschieden auswirkt. Wir sind nicht die Automobilindustrie und

auch nicht der Kapitalmarkt. Wir sind von der Quintessenz her

gesehen in der Erholungsbranche tätig – die Technik dient „nur“

als Hilfsmittel bei der Erfüllung dessen, was die Leute wollen.

Folglich muss sie reibungslos klappen, sonst funktioniert natürlich

die Bedürfniserfüllung nicht mehr. Aber mehr, als dass sie

reibungslos im Hintergrund funktioniert, erwartet niemand

(obwohl das eine ganze Menge für die Industrie bedeutet) – die

Gäste kommen bekanntlich nur wegen des Erlebnisses und der

Regeneration.

Tourismus entpuppt sich als krisenfest

Aber das ist jetzt nicht das Hauptthema. Sondern dass der

Wunsch nach Erholung bzw. das Bedürfnis, der Alltagswelt und

der beruflichen „Knochenmühle“ wenigstens für einige Tage

im Jahr entkommen zu können, anscheinend relativ krisenfest

ist. In wirtschaftlich schweren Zeiten ist die Erholung für den

Gast ein wertvolles Gut! Das bestätigt auch eine von der Generali-Versicherung

durchgeführte Umfrage: nur 24 % der Befrag-

MOUNTAINMANAGER 1/2009

4

Rekord neuerlich in Reichweite

www.architekt-hasenauer.at

ten wollen 2009 die Ausgaben für ihren Urlaub einschränken

und 15 % planen sogar, mehr auszugeben. Ist das der „Jetzterst-Recht

Faktor“? Wie auch immer, der Tourismus hat seine

Krisenfestigkeit schon mehrmals unter Beweis gestellt (vgl.

Vogelgrippe, 9/11-Anschlag, Klimawandel-Diskussion etc.).

Allerdings ist dabei das gute Abschneiden der Alpenrepublik

kein Selbstläufer.

„Unser Vorteil liegt in der weltweit besten Kombination von qualitativ

hochwertigen Skigebieten, attraktiven Beherbergungsangeboten

in allen Kategorien und besonders engagierter Dienstleistung

gepaart mit Gastfreundschaft, fasst es Josef Margreiter,

GF der Tirol Werbung, zusammen. In finanziell schwierigen Zeiten

reist man gerne dorthin, wo man mit einem fairen Preis-Leistungsangebot

herzlich empfangen wird.“

Schneelage, nicht Konjunktur,

beeinflusst Buchungen

Da ist die Schneelage schon ein größerer Risikofaktor als Konjunkturkrisen.

Denn ohne Schnee bleiben die Wintertouristen sicher

aus – auch die finanziell gutgestellten, wie eine neue Studie

der Fachhochschule Salzburg belegt. Lediglich 12 % der befragten

Gäste wäre ein schneearmes Land egal, sie würden dann alternative

Urlaubsangebote annehmen. Hingegen wäre für 74 %

ein Schneemangel ausschlaggebend, den Urlaub nicht anzutreten,

14 % würden stattdessen in eine südliche Region ausweichen.

Damit ist zum x-ten Mal bewiesen, dass ohne das „Weiße

Gold“ jede Positionierung im Wintertourismus keine hohen Gästefrequenzen

generieren wird. Selbst Urlauber, deren Motivation

nicht der Wintersport ist, kommen dennoch wegen der mit dem

Schnee verbundenen Stimmung, weiß Studienautor Thomas

Hinterholzer. Spätestens jetzt müsste klar sein, dass Schneeerzeugung

eine Ausfallversicherung und in Folge ein „service public“

(Dienst an der Öffentlichkeit) ist, wie es der Schweizer Leo Jeker

einmal bezeichnete. Noch fehlt aber die gebührende Wertschätzung...

Entwurf . Planung . Bauleitung der Stationsgebäude der SKIWELTBAHN Brixen rixen im Thale

A-5760_Saalfelden . Lofererstrasse_42a . tel +43_6582/74079-0 . fax +43_6582/74079-79 . offi ce@architekt-hasenauer.at


INHALT

IMPRESSUM

Internationale Zeitschrift

für Berg- und Wintersporttechnik

und bergtouristisches Management

Verlag:

EuBuCo Verlag GmbH

Geheimrat-Hummel-Platz 4

D-65239 Hochheim/M

Tel. +49(0)61 46/605–142, Fax –204

Herausgeber und Geschäftsführer:

Horst Ebel, Tel. +49(0)61 46/605–100

Chefredakteur:

Dr. Markus Kalchgruber

Mobil +43(0)6 64/1 00 21 50

E-Mail: m.kalchgruber@aon.at

Habichtweg 16, A-5211 Lengau

Anzeigenmanagement gesamt:

Joyce Hoch, E-Mail: j.hoch@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605–142

Anzeigenleitung:

Otto Roman Fosateder

Mobil +43(0)6 64/4 42 06 80

E-Mail: o.r.fosateder@aon.at

Verlagsbüro Österreich:

Scherenbrandtnerhof-Str. 6, A-5020 Salzburg

Tel. +43(0)6 62/42 30 12

Fax +43(0)6 62/42 15 15

Redaktion Österreich:

Dr. Luise Weithaler

Tel. +43(0)6 62/88 38 32

E-Mail: weithaleripr@aon.at

Kirchenstr. 31, A-5020 Salzburg

Redaktion Schweiz:

Thorsten Block

Tel. +49 (0) 7 21/9 82 25 27

Fax +49 (0) 7 21/9 82 25 28

E-Mail: tbka68@aol.com

Gerwigstr. 22

D-76131 Karlsruhe

Produktion & grafische Gestaltung:

Dagmar Wedel c/o EuBuCo Verlag GmbH

E-Mail: d.wedel@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605–163, ISDN: –232

MM-online: www.mountain-manager.com

Christian Schmickler

Anzeigenpreise:

Preisliste Nr. 32 vom 01.01.2009

Vertrieb:

Tel. +49(0)61 46/605–112

Fax Tel. +49(0)61 46/605–201

E-Mail: vertrieb@eubuco.de

Bezugspreise

Einzelpreise 9,– €

inkl. Versandkosten und ges. MwSt.

Jahresabonnement

Deutschland: 64,– € inkl. Versandkosten und

ges. MwSt./Europa: 74,– € inkl. Versandkosten

Übersee: 74,– € + Versandkosten

40. Jahrgang, 2009

ISSN 1618–3622

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr

übernommen.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

6

Editorial 43

Inhalt 6/7

MM-MAGAZIN

WINTERSPORT

• Meinung; Skihalle in Wien als Gateway zu den Alpen 8

• Studie „Entwicklungschancen für den Wintersportmarkt“ 12

• Am Golm entsteht Vorarlbergs größter Waldseilpark 15

• Pures Carvingvergnügen auch für Menschen

mit Behinderung 16

• Skicirkus Saalbach-Hinterglemm-Leogang als Boarder-

und Freestyle-Dorado etabliert 18

• Sunny Mountain mit innovativer Sunkid-Lösung 20

• Ökonomische Bedeutung des Wintersports 22

SKISERVICE & RENT

• Neue Referenzprojekte von Montana 24

• Neues Easystore-Frontenkonzept am Kreischberg 26

• Wintersteiger Produkt-Highlights 2009 28

NEUE BAHNEN

• Gaugelhofer & Ganyecz: Erfolge im In- und Ausland 30

• Doppelmayr: Lückenschluss bravourös gelungen 32

• 3 S-Gondelbahn in Whistler Blackcomb 35

• Leitner: Mehr Komfort für Familien 38

• Doppelmayr: Hightech für das größte Skigebiet Osttirols 40

• Highlights am Kaunertaler Gletscher und in Leogang 42

MARKETING & MANAGEMENT

• 61. MM-Interview: Rudi Lapper, Skischulleiter Kirchberg 48

• Erfolg durch konsequente Umsetzung 80

• Oberösterreichische Seilbahntagung 79

• Mehr Jugend auf die Pisten 86

• Rethinking Power: 19. Tourismusforum Alpen 82

TECHNIK & WIRTSCHAFT

SICHERHEIT

• Wyssen Lawinenschutz 52

• Alpina: Know-how sichert Olympia 2010 in Vancouver 54

• Die Debatte um die Skihelmpflicht 56

• SLF: Besseres Management von Naturgefahren 58

• Handy-Ortung 60

BESCHNEIUNG

• SUFAG-Schnee gehört zur Qualitätsoffensive in

der Heuberg-Arena 62

• Senkrechtstart am Karerpass dank Georg Eisath und

TechnoAlpin 64

• 21 Produkte stellten sich dem Schneitest 66

• „Herzspezialist“ KSB erleichtert den Kunden das Leben 68

• Schneehöhenmessung ARENA GPS+ erlaubt

kostengünstigere Pisten 71

PISTENFAHRZEUGE

• Kässbohrer: Zertifikat für Umweltmanagement 70

• Kässbohrer: PistenBully spurt für Weltmeister 73

• Everest: Pistenqualität ohne Kompromisse 74

• Prinoth: Wachstum auf neuen Märkten 76

FIRMEN NEWS

• Parkhaus – Quantensprung für Schladming 77

• Leitner Technologies:

• Neuer Unternehmensstandort eröffnet 46

SCHMIERTECHNIK

• Motorex Alpine Line neu auch in A und D 84


Im Special der Ausgabe MM 1/09 findet sich eine Reihe von Beiträgen

zum Thema „Wintersport“ – angefangen beim Interview

zur geplanten Skihalle in Wien über die Studien „Entwicklungschancen

für den Wintersportmarkt“ und „Wertschöpfung Wintersport“

bis zu Varianten für Menschen mit Behinderung, für

Anfänger und für Snowboarder. Sinkende Umsätze bei der Ausrüstung,

Nachwuchsprobleme und veränderte Umwelt- und

Wirtschaftsbedingungen werfen die Frage auf, wie man sich positionieren

soll, damit Wintersport auch in 20 oder 50 Jahren

noch attraktiv ist.

Lesen Sie von Seite 6–23

INSERENTENLISTE

AGB 82

Alfred Neuberger GmbH 13

Alp Media 6

Architekturbüro Hasenauer 4

Bucher AG Langenthal 55

Congress und Messe Innsbruck 19

Doppelmayr Seilbahnen 10-11

ERA Elektrotechnik 49

Fatzer AG 73

Gaugelhofer & Ganyecz 23

Hasenauer, Ernst 4

HDP Gemini 29

Holleis/Snopex 21

IDE Technologies 5

Interfab Snowbusiness GmbH 3

Jakob AG 59

Das Mountain Manager-Interview Nr. 61

wurde mit Rudi Lapper, Leiter der Skischule

Kirchberg in Tirol durchgeführt. Diese gehört

zu den 9 im Dezember 08 erstmals mit

dem Gütesiegel „Quality Award-Snowsport

Tirol“ ausgezeichneten Skischulen. Im Gespräch

erläutert Lapper, der u. a. auch Ausbildungsleiter

im Tiroler Skilehrerverband

ist, Hintergründe, Bedeutung der Verleihung

für das Team und Zukunftsaspekte.

Interview von Seite 48 – 50

Kässbohrer U3

Klenkhart & Partner 7

LENKO 45

Lingg, Werner 69

LST Loipolder 83

MONTANA 61

Pool Alpin 8

Prinoth AG U2

Schmachtl GmbH 47

Seilbahn.net GmbH 57/78

SISAG AG 37

SUFAG U1

TechnoAlpin 59

Valenta 50

WINTERSTEIGER AG U4

INHALT

„Neue Bahnen“ ist

traditionell einer der

Schwerpunkte der

ersten Ausgabe des

neuen Jahres, daher

präsentieren wir Ihnen

auf 17 Seiten einige

Beispiele jüngster

Bahneröffnungen

wie die neue 8 EUB

Kals im neuen Großglockner-Resort

von

Heinz Schultz, den

Lückenschluss im

Verbund SkiWelt Wilder

Kaiser-Brixental

durch die beiden

8 EUB in Brixen und

in Westendorf, die

Kombibahn Hochwurzen-Sunjet

in Schladming von Leitner oder die rekordträchtige

3 S-Bahn in Whistler (Kanada), um nur einige zu

nennen.

Seite 30–46

Dem von Mountain Manager mitorganisierten

3. Schneitest in Lech/Arlberg von

12.–14. Jänner bei der Schlegelkopfbahn

stellten sich 11 Marken mit 21 Schnee -

erzeugern. Die 42 Prüfprotokolle werden

eine wertvolle Orientierung für alle Pistenbetreiber

sein und von MM in der Messeausgabe

2/09 veröffentlicht. Hier zunächst

ein kurzer Nachbericht sowie Reportagen

über Projekte, den Pumpenhersteller KSB

und das neue Schneemanagementsystem

Arena GPS+.

Lesen Sie von Seite 62–72

1/2009 MOUNTAINMANAGER

7


MAGAZIN

MOUNTAINMANAGER 1/2009

8

MM: „Herr Hrebicek, wie sind Sie

auf die Idee gekommen, in einem Alpenland

eine Skihalle errichten zu

wollen?“

G. Hrebicek:

„Ich komme aus der Branche, war

Skilehrer und Division Manager bei

Gerhard Hrebicek

Präsident iconvienna

Skihalle Wien

als Gateway zu den Alpen

Wien soll bis Herbst 2012 die 1. Skihalle Österreichs bekommen, die

zugleich die 1. in Mitteleuropa und die 1. mitten in einer Großstadt

wäre. Unter der Leitung von Gerhard Hrebicek, Präsident iconvienna,

wurde in den letzten drei Jahren gemeinsam mit Snowsports Academy

(Wiener Berufsskilehrerverband) Leiter Martin Dolezal und einem Team

von Finanzexperten und Ingenieuren die Errichtung des Winter- und

Erlebnisparks Wien für ein Einzugsgebiet von 6,5 Mio. Menschen,

einschließlich Slowakei, Tschechien und Ungarn geplant. Zu dieser

progressiven Idee in einem Bergland führte MM-Chefredakteur

Dr. Markus Kalchgruber ein Interview mit dem Initiator, der selbst aus

Vorläufige Skizze

zum Projekt

„Winter- und

Erlebnispark

Wien“. Es soll

die erste Niedrigenergiehalle

mit

synergetischen

Nutzungsmöglichkeitenentstehen.

der Wintersportbranche kommt.

Tyrolia, und bin schon 1993 in der

Skihalle in Tokio gefahren. Seit damals

dachte ich mir immer wieder,

warum gibt es eigentlich nur

Schwimmhallen und nicht auch ein

Äquivalent zum Skifahren in unseren

Großstädten. Im Laufe der Zeit

ist auch Martin Dolezal, Präsident

Gerhard Hrebicek,

Leiter des Entwicklungsteams„iconvienna“

war selbst

jahrelang als Skilehrer

und Manager

in der Sportartikelindustrie

tätig.

Fotos: iconvienna

des Wiener Ski- und Snowboardlehrer

Verbandes und Vizepräsident

des VSSÖ (Verband der Sportartikelerzeuger

und Sportausrüster Österreichs)

sowie Experte für Schneehallen

weltweit als Partner dazugestoßen.

Im Jahr 2003 haben wir eine

Machbarkeitsstudie durchgeführt

und diese 2006 im Detail weiter ausgebaut.

Dabei hat sich herausgestellt,

dass ein interessantes Einzugsgebiet

von 6,5 Mio. Menschen mittelbar

und 3,5 Mio. Menschen unmittelbar

vorhanden wäre. Das hat

unsere Erwartungen bei weitem

übertroffen. Es deutet alles darauf

hin, dass wir auf dem richtigen Weg

sind.“

MM: „Ihr habt berücksichtigt, dass

in der Nähe auch Berge vorhanden

sind?“

Hrebicek:

„Ja, das ist eigentlich keine Konkurrenz.

Es ist nicht jedes Jahr so ein

Winter wie jetzt, außerdem gibt es

Zeiten wie z. B. von September bis

Dezember oder von Mai bis Sommer,

in denen alpines Skifahren

kaum möglich ist. Man darf das

nicht 1:1 vergleichen, im Gegenteil,

Skihallen stellen sogar eine Förderung

für den Skisport in den Alpengebieten

dar. Denn wie viele Kinder

fahren heute noch auf Skikurs, woher

bekommen sie den Bezug zum

Skifahren und Schnee, wenn die

kleinen Lifte verschwinden? Der Begriff

Schnee ist in Ballungszentren

heute oft schon sehr negativ geprägt

– Stichwort Schneechaos, La-


winen etc. Die Skihalle wäre eine

Chance, gerade der Jugend Schnee

als österreichisches Kulturgut 365

Tage im Jahr zu vermitteln.

Natürlich würden wir aus wirtschaftlichen

Gründen die Skihalle

kombinieren mit einem breiten Gastronomieangebot,

großen Wellnessbereich

und einem Design-Hotel

mit 150 Zimmern inklusive Konferenzangeboten.

Weiters wäre eine

optimale Erreichbarkeit mit öffentlichen

Verkehrsmitteln gegeben.“

MM: „Was wäre das Besondere an

dieser Skihalle – abgesehen von ihrem

Standort?“

Hrebicek:

„Wir kennen ziemlich alle Skihallen

und haben aus diesen Kenntnissen

ein optimiertes Konzept entworfen,

so dass dieses Projekt das bis dato

beste auf der Welt wird – sowohl

von der Planung als auch Auslegung

her gesehen. Die Piste wird 400 m

lang und bis zu 100 m breit sein mit

bis zu 25 % Neigung, es wird Funparks

für Kinder und Erwachsene, eine

Skischule und Trainingsmöglichkeiten

geben. Keine andere Skihalle

wird über einen so großen Anfängerbereich

verfügen!

Architektonisch soll ein neues Wahrzeichen

Wiens entstehen (Architektenwettbewerb),

aber auch im Betrieb

werden wir neue Maßstäbe

setzen. Neueste architektonische

und energietechnische Konzepte,

beginnend bei den verwendeten

Materialien bis hin zur Nutzung von

Solarenergie, werden gemeinsam

von den Planungsunternehmen

und in Zusammenarbeit mit dem

Wiener Wirtschaftsförderungsfonds

entwickelt. Ziel ist es, die erste Niedrigenergiehalle

mit synergetischen

Nutzungsmöglichkeiten zu errichten.

Z. B. nutzen wir die bei der Käl-

teerzeugung gewonnene Wärme

im Wellnessbereich etc. Wir wollen

hier in Wien also ein weiteres internationales

Vorzeigeprojekt in diesem

Bereich entwickeln.“

MM: „Wie groß ist der Investitionsumfang?“

G. Hrebicek:

„Das Investmentvorhaben im Wien

Bezirk Donaustadt beträgt rund 100

Mio. Euro, mit der Schaffung von

120 Arbeitsplätzen im Betrieb sowie

ca. 300 Arbeitsplätzen in der 3-jährigen

Errichtungsphase wird gerechnet.

Geplante Inbetriebnahme ist

Herbst 2012. Auch seitens der Stadt

Wien ist man von dem Projekt überzeugt.

Skifahren und Skihüttenflair

mitten in Wien dürfte nicht nur die

Wiener sondern auch die (Kongress-)Touristen

anziehen. Mit dem

Winter- und Erlebnispark Wien – so

der Projekttitel in der Langfassung –

soll eine neue Touristenattraktion im

,neuen‘ Wien entstehen und auch

Lust auf Winterurlaub in Österreich

machen. Der Bezirksvorsteher des

22. Wiener Gemeindebezirkes Norbert

Scheed ist selbst begeisterter

Skifahrer und meint:

Norbert Scheed:

„Der Zeitpunkt ist gerade richtig.

Wien braucht so eine Infrastruktur,

insbesondere für den sportlichen

Nachwuchs. Mit den Öffis in den

Schnee – das soll für Wiener Kinder

in naher Zukunft ganzjährig möglich

sein. Winterurlaub ist für Familien

immer öfter ein kostspieliges Vergnügen,

im Winter- und Erlebnis-

www.pool-alpin.com

park Wien sind Rodelspaß, Skifahren

und Snowboarden dann wetterunabhängig

und kostengünstig mit

leichter, schneller Erreichbarkeit für

alle möglich. Die Akzeptanz im Bezirk

ist da und wir sind froh, wenn

dieses Projekt in der Donaustadt

entwickelt wird. Schon bald wird

Wien um eine Attraktion reicher und

Skifahren auch im urbanen Bereich

für jeden möglich.“

MM: „Ihr seht das sozusagen als eine

neue Art von Infrastruktur, die den

modernen Menschen mit dem Medium

Schnee dort abholt, wo er lebt ?“

G. Hrebicek:

„Ja genau, dazu kommt wie o. e.

auch der Bereich Wellness und in

Kombination kann man sehr schöne

Events veranstalten – bis hin zum

Weltcuprennen ist hier großes Potenzial

vorhanden. Für die Eventszene

und die Wirtschaft bieten sich

ungeahnte Möglichkeiten durch

gleich bleibende Bedingungen 365

Tage im Jahr den Schneesport in Österreich

und weltweit neu zu positionieren.

Wobei wichtig ist, die Infrastruktur

selbst als Marke zu positionieren

und zu entwickeln. Daran

wird gemeinsam mit dem European

Brand Institute gearbeitet. Weiters

sollen natürlich nationale und internationale

Kooperationen mit Skigebieten

(Indoor und Outdoor) geschlossen

werden. Dann ist der

,Gateway zu den Alpen‘ perfekt.“

MM: „Herr Hrebicek, wir danken für

das Interview.“

Zeit, Geld, Wissen und Transparenz für die Seilbahnbetreiber

Zeit, Marktanteile, direkter Kundenzugang für die Lieferanten

MAGAZIN

Die derzeit größte

Skihalle Europas

steht seit kurzem

in Moskau. Dort

werben die Salzburger

Land

Tourismus Gesellschaft

sowie die

Skiregionen Zell/

See, Gasteinertal

und Saalbach

Hinterglemm

exklusiv um

russische Gäste.

Foto: SLTG

1/2009 MOUNTAINMANAGER

9


�����������������


Ihr Vertrauen

ist unser Antrieb

���������������������������������������������

���������������������������������������������

���������������������������������������������������

���������������������������������������������������

�������������������������������������������������������������

�������������������������������������������������������������

�������������������������������������������������������������

�������������������������������������������������������������

�����������������������������������������������������������������

�����������������������������������������������������������������

������������������������������������������������

������������������������������������������������

������������������������

������������������������

��������������������������

��������������������������

������������������������������������

������������������������������������

��������������������

��������������������

������������������������������������

������������������������������������

�������������������������������������

�������������������������������������

������������ ������������

���������������������������������������

���������������������������������������

������������������������������������������

������������������������������������������

����������������������������������������

����������������������������������������


MAGAZIN

WINTERSPORT

Entwicklungschancen für den

Wintersportmarkt

Angesichts sinkender Umsätze bei der Ausrüstung, fehlendem Nachwuchs und veränderten Um welt-

und Wirtschaftsbedingungen ist es für die Skisportindustrie an der Zeit, neue (Absatz-)Wege zu

gehen. Deshalb hat die Münchner „Sportfachmesse ispo“ eine Studie zur Zukunft des Skisports

ausarbeiten lassen. Darin werden vier Systemvisionen entwickelt die aufzeigen, wie Skifahren auch

in 20 oder 50 Jahren noch attraktiv ist – wenn sich die Marktteilnehmer jetzt auf die künftigen

MOUNTAINMANAGER 1/2009

12

Die Rahmenbedingungen

Der Skimarkt wird in den kommenden

Jahren durch weitreichende

Veränderungen beeinflusst:

. 2050 wird ein Drittel der Bevölkerung

in höher entwickelten Ländern

über 60 Jahre alt sein. Ältere Menschen

werden damit in Zukunft zu

Rahmenbedingungen einstellen und strategisch neu positionieren.

Szenario „Mountain Experience“. Grafiken: SportKreativWerkstatt

einer wichtigen Zielgruppe für den

Skisport.

. Experten rechnen bis 2020 mit einem

Temperaturanstieg um 1° Celsius,

bis 2050 um ein weiteres Grad.

Die globale Erwärmung beeinflusst

die Schneesicherheit in Skigebieten.

Eine Verlagerung von Skigebieten in

höhere Lagen und die Erschließung

neuer Regionen und Standorte ist

wahrscheinlich.

. Die weltweite Verknappung von

nicht erneuerbaren Ressourcen sowie

weiter steigende Energiepreise

machen den Betrieb von Aufstiegsanlagen

und die künstliche Be-


schneiung von Pisten wirtschaftlich

immer unrentabler.

. Die Klima- und Umweltbedingungen

führen zu einem veränderten

Umweltbewusstsein.

„Um sich die Position im Skimarkt

nachhaltig zu sichern, müssen sich

Sportartikelhersteller auf drei strategischen

Ebenen neu positionieren.

Erstens bieten aufstrebende

Absatzmärkte wie China, Russland

oder Osteuropa zahlreiche Chancen

für die Skiindustrie. Zweitens

gilt es zu überlegen, welche Zielgruppen

man ansprechen möchte.

Der naturbegeisterte und umweltbewusste

Skifahrer hat andere

Bedürfnisse als der Technik-inte -

ressierte oder Lifestyle-orientierte

Wintersportler. Das bedeutet drittens,

speziell auf die Bedürfnisse

dieser Zielgruppen maßgeschneiderte

Produkte anzubieten und Nischen

zu besetzen“, erklärt Markus

Hefter, Projektleiter des ispo-Teams.

Eine Studie der ispo zur Zukunft des

Skifahrens zeigt in vier visionären

Szenarien Entwicklungschancen für

den Wintersport in den nächsten 20

bis 50 Jahren.

Skifahren als Teil

eines ganzjährigen

Bergerlebnisses

Sowohl für sportbegeisterte Familien

als auch Hightech- und Modeorientierte

Sportler ist Skifahren in

Zukunft ein attraktives Wintersporterlebnis.

In großen, für viele Be -

sucher ausgebauten Skigebieten in

MAGAZIN

WINTERSPORT

mittleren Höhenlagen suchen sie Erholung

und Spaß. Um den Skibetrieb

in dieser Form aufrecht zu erhalten

und damit den Skimarkt längerfristig

zu sichern, muss die Skisportindustrie

in bereits bestehende

Gebiete investieren und dafür Sorge

tragen, dass diese auch im Sommer

wirtschaftlichen Nutzen für die Be-

Szenario „Urban

Experience“.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

13


MAGAZIN

WINTERSPORT

Szenario

„Virtual

Experience“.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

14

treiber haben. Durch vielfältige Freizeitangebote

können die Bergregionen

zu ganzjährig attraktiven Sport-

und Erlebniszentren ausgebaut werden.

Eine Chance für die Ausrüster

besteht zudem darin, in neuen Skiregionen

Präsenz zu zeigen und so

potenzielle Kunden für sich zu gewinnen.

Für die breite Zielgruppe

kann eine differenzierte Palette an

funktionalen, intelligenten und modischen

Produkten angeboten werden:

Von Wearable Technologies

wie der multifunktionalen Jacke mit

integriertem GPS-Gerät und trendigen

Ohrenschützern mit integriertem

iPod bis hin zu modischen

Komplettoutfits und spezieller Sicherheitsausrüstung.

Damit Skisportvergnügen mit der

ganzen Familie attraktiv bleibt, bedarf

es einer größeren Palette von

kind- und familiengerechten Angeboten.

Besonders nachgefragt wer-

Zur Studie

Die Studie „Die Zukunft des Skifahrens“ wurde von

der SportKreativWerkstatt – einer mit der TU München

verbundenen Institution – im Auftrag der ispo

durchgeführt. Die vier entwickelten Systemvisionen

beruhen auf einer ausführlichen Analyse von zukünftigen

Kontextbedingungen und möglichen Innovationspotenzialen.

Dabei wurden demographische,

wirtschaftliche, technologische sowie umwelt- und

skispezifische Trends berücksichtigt und die Ergebnisse

einer Befragung von 30 Experten integriert.

Die Studie bietet eine detaillierte Beschreibung der

unterschiedlichen Szenarien in Bezug auf die jeweiligen

Nutzertypen, Standorte, Infrastrukturen, Produkte

und Dienstleistungen und gibt konkrete

Handlungsempfehlungen für die Skiindustrie.

den speziell für kindliche Bedürfnisse

entwickelte Skiausrüstung und

Bekleidung, die durch den Einsatz

intelligenter Technologie und belastbarer

Materialien hohe Funktionalitäts-

und Sicherheitsaspekte erfüllen.

Ausbaufähig sind außerdem

die Verleihkonzepte, die vor allem

den Ansprüchen von Kurzurlaubern

oder Familien mit Kindern gerecht

werden.

Skifahren als Naturerlebnis

Neben dem breiten Massen-Skitourismus

entwickelt sich ein Skifahr-

Trend, bei dem neben der Begeisterung

am Sport das Naturerlebnis im

Vordergrund steht. Es entwickeln

sich bereits erste ökologisch orientierte

Urlaubsorte in den Alpen, die

dank pistennaher Unterkünfte und

guter Infrastruktur ohne motorisierten

Verkehr auskommen. Bio-Hotels

bieten nachhaltige Unterkünfte, in

denen frisches Gebirgsquellwasser

aus dem Hahn fließt und auf chemische

Reinigungsmittel verzichtet

wird. Die Anhänger dieser Bewegung

haben einen umweltbewussten

und verantwortungsvollen Lebensstil

und wollen zur Erhaltung

der Natur beitragen. Diesem Anspruch

der so genannten LOHAS

(Lifestyle of Health and Sustainability)

können die Hersteller Rechnung

tragen, indem sie Produkte aus umweltverträglichen

und recyclingfähigen

Materialien entwickeln. Um

die Zielgruppe langfristig zu überzeugen,

ist es zudem wichtig, dass

sich die Unternehmen glaubwürdig

präsentieren, beispielsweise indem

sie ökologisch-nachhaltig produzie-

ren und sich in den entsprechenden

Skigebieten für Umweltprojekte einsetzen.

Gefragt ist multifunktionale

Ausrüstung, die es ermöglicht zwischen

Tourengehen, alpinem Fahren

und Telemark zu wechseln und

dabei ein hohes Maß an Sicherheit

und Zuverlässigkeit bietet.

Skifahren als

Stadterlebnis

Abseits von natürlichen Berghängen

und traditionellen Wintersportregionen

wird Skifahren künftig zu

einer neuen Form der Freizeitbeschäftigung

in Städten und Ballungsräumen.

Trendbewusste und

spaßorientierte Städter können in

multifunktionalen Gleitarenen unabhängig

von Wetterbedingungen

und Jahreszeit Wintersport betreiben.

Durch die Kombination mit

Zusatzangeboten wie Fitness- und

Wellnessbereichen, Restaurants und

Bars sowie Konzerten und anderen

Events wird ein breites Publikum erreicht.

Für die Skiindustrie ergibt

sich dadurch die Chance völlig neue

Zielgruppen zu gewinnen. Vor allem

im Bereich Sportstyle kann ein

neuer Absatzmarkt erschlossen werden.

Es gilt modische Sportbekleidung

im urbanen Lifestyle zu kreieren,

die sowohl in der Skihalle als

auch im Alltag getragen werden

kann. Bei der Ausrüstung müssen

Hersteller verstärkt Materialien einsetzen,

die für künstliche Oberflächen

geeignet sind. Außerdem

wächst der Bedarf an speziell für die

in den Skihallen üblichen Leihbetrieb

entwickelten Skier, Stiefeln

und Bindungen, die sich leicht einstellen

und anpassen lassen und

extrem haltbar sind.

Skifahren als

virtuelles Erlebnis

Mit der Weiterentwicklung von Visualisierungstechnologien

ist in der

Zukunft ein etwas anderes Skifahr-

Erlebnis möglich. In Skisimulatoren

können sich Spiel- und Sportbegeisterte

durch virtuelle Bergwelten

bewegen und in Wettkämpfen ihr

Fahrkönnen erproben. Diese moderne

Form der Unterhaltung bietet

dem Skisport eine neue Plattform

um sein Image unter jungen,

hightech-affinen Nutzern aufzufrischen

und so Nachwuchs zu gewinnen.


Golm investiert in einen

Waldseilpark

Am 12. November 2008 war Baubeginn für Vorarlbergs

größten Waldseilpark, der bis April fertig sein soll. Damit

gibt der „Bewegungsberg“ Golm nach dem Alpine-

Coaster und Golmi’s Forschungspfad einen weiteren

Impuls für den Sommer- und Ganzjahrestourismus mit

einer Investitionssumme von rund 350 000,– €.

Im Sommer wurden mögliche Standorte

im Wandergebiet Golm geprüft,

denn nicht jedes Waldgebiet ist für

die Errichtung eines Waldseilparks in

gleicher Weise geeignet. Der ideale

Standort konnte in Latschau-Kristakopf

(neben dem Stausee Latschau/

Klettergarten) gefunden werden.

Ein Waldseilpark ist ein Kletterwald

mit unterschiedlichen Übungen in

einer Höhe von 1 bis 15 m. Der Besucher

überwindet diese Hindernisse

kletternd und gelangt so von Baum

zu Baum. 9 Parcours aller Schwierigkeitsgrade

und 69 Übungen wird

der Waldseilpark Golm anbieten.

Speziell für Kinder wurden eigene

Parcours mit einfachen Übungen in

einer geringen Höhe geplant. Spaß,

Abenteuer und Bewegung in der

freien Natur sind allen Besuchern

garantiert.

Mitklettern kann grundsätzlich jeder,

denn für jeden Besucher findet

sich der richtige Parcours. Nach einer

Sicherheitseinweisung und der

erfolgreichen Absolvierung eines

Übungsparcours dürfen die Besucher

die Hindernisparcours selbständig

begehen.

Nötige Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen sollten

erfüllt sein:

. Waldgebiet mit ausreichend gesunden,

hohen und festgewachsenen

Bäumen.

. Bäume müssen in Höhe der

Übungen einen Mindestdurchmesser

von 30 cm aufweisen.

. Gute Erreichbarkeit des Waldseilparks.

. Parkmöglichkeiten in unmittelbarer

Nähe.

Der Baumbestand bleibt weitestgehend

unberührt, denn alle Übungen

des Waldseilparks werden

durch eine spezielle Klemmtechnik

(ohne Schädigung der Bäume) an

den Stämmen angebracht.

Die Eröffnung ist bereits für Frühjahr

2009 geplant. Von April bis Ende

Oktober wird der neue Waldseilpark

Golm geöffnet sein. Die Anlage wird

nach Fertigstellung umfangreich

vom TÜV geprüft.

Das beauftragte Unternehmen „faszinatour“

aus Immenstadt (D) – europäischer

Marktführer für Dienstleistungen

im Outdoorbereich – errichtet

Seilgärten gemäß den Standards

des Europäischen Hochseilgartenverbandes

(ERCA) und ist

Mitglied der EN Kommission für

Seilgärten. 2008 erhielt „faszinatour“

den Outdoor Industrie Award

auf der Messe in Friedrichshafen für

sein Selbstsicherungssystem Smart-

Belay. Dank diesem ist ein versehentliches

Komplettaushängen der

MAGAZIN

NON SKIERS

Besucher praktisch unmöglich,

denn beim faszinatour Smart-Belay ®

kommunizieren die Rollenkarabiner

miteinander. Ist einer der Karabiner

offen, so erkennt dies der andere

Karabiner und blockiert den Öffnungsmechanismus

so lange, bis

der erste Karabiner wieder auf dem

Sicherungsseil eingehängt ist. Erst

dann kann der zweite Karabiner

umgehängt werden. pd

Der größte

Waldseilpark

Vorarlbergs

entsteht derzeit

am Golm

(Montafon).

Foto: Illwerke

Tourismus

Speziell für

Kinder wurden

eigene Parcours

mit einfachen

Übungen in einer

geringen Höhe

geplant.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

15


MAGAZIN

WINTERSPORT

Pures Carvingvergnügen auch für

Menschen mit Behinderung

Barrierefreiheit ist neuerdings

auch im Wintertourismus ein

Gesprächsthema geworden. Um

Menschen mit Behinderung

einen unvergesslichen Urlaub

ermöglichen zu können, ist

neben einer barrierefreien Infrastruktur

auch ein ebensolches

Freizeitangebot wichtig. Die

Abenteuer- und Ski schule

„Freizeit-PSO” in Schladming –

in ihrer Art die 1. und einzige

Österreichs – zählt seit Jahren

zu den Vorreitern im barrierefreien

(Winter)Tourismus.

Barrierefreiheit – in Schladming-Rohrmoos

weit mehr als nur ein Schlagwort.

Mit Freizeit-PSO (Para-Special Outdoorsports)

der ersten Ski- und Abenteuerschule

für Menschen mit Behinderung

zählt Schladming schon seit 4 Jahren zu

den Vorreitern in der Entwicklung von barrierefreien

Freizeitangeboten. Freizeit-

PSO bietet alle Angebote und Kurse zu sozial

verträglichen Tarifen an. Das bedeutet,

Menschen mit Behinderung zahlen

keinen Aufpreis für den wesentlich erhöhten

Organisationsaufwand, die benötigte

Sonderausrüstung sowie die individuelle

und persönliche Einzelbetreuung. Um die

dadurch entstehenden Mehrkosten zu de-

MOUNTAINMANAGER 1/2009

16

cken ist Freizeit-PSO gezwungen, seinen

Aufwand zu rund 55 % aus öffentlichen

Förderungen und privatem Sponsoring zu

finanzieren.

Jüngstes Beispiel war die Überreichung

dreier Sitz-Skis im Gesamtwert von 14 000

Euro durch die Gemeinde Rohrmoos-Untertal

und die Stadt Schladming.

Mit diesen genialen Carving-Geräten ist es

nun auch Menschen, die auf den Rollstuhl

angewiesen sind möglich, Ski zu fahren

und das Gefühl von Geschwindigkeit und

Dynamik zu erleben. Lukas Leitner, leidenschaftlicher

Sitzskifahrer mit einer Muskelerkrankung,

sagte dazu: „Ich finde es toll,

dass ich nun auch wieder Schi fahren kann

Der Betreuer fährt gemeinsam mit dem Handicap-Sportler über eine Leine verbunden ab.

Schladmings Bürgermeister Jürgen Winter übergibt einen geförderten Sitzski an die Firma

Freizeit-PSO. Hier mit Ski fahrer Lukas Leitner und Skilehrerin Irene Binder. Fotos: Freizeit-PSO

und gemeinsam mit meiner Familie den

tollen Sport erleben darf!“

Neue Uniformen gesponsert

Wenn Skischüler und Lehrer von Freizeit-

PSO z. B. mit einem Sitzski auf der Piste

unterwegs sind oder gar mit einem blinden

Gast die Abfahrt hinunterwedeln, ist

es unglaublich wichtig aufzufallen. „Andere

Skifahrer werden aufmerksam und

machen einen größeren Bogen um uns“,

so Irene Binder, Skilehrerin bei Freizeit-

PSO. Daher war es aus Sicherheitsgründen

notwendig, eine stark auffallende

Uniform anzuschaffen. Diese wurde zur

Gänze von Sponsoren (Salewa, Skischule

HoPl, Tauernalm, Schi Lenz und BioChi)

finanziert. Die Helme sind in orange gehalten,

die Bekleidung von SALEWA ganz

in schwarz.

Freizeit-PSO bietet auch eine Ski -

lehrer-Fortbildung zum speziellen Lehrer

bzw. ein Helfertraining an. Das entwickelte

Urlaubs-Programm (Win ter und Sommer)

ist grundsätzlich für die ganze Familie

(Klettern, Raften etc.) geeignet. Das

Ziel ist die gleichwertige Integration in die

Gesellschaft und interessante Sportarten

zu einem fairen Preis zu ermöglichen. D. h.

Menschen mit und ohne Behinderung


Sportler auf dem Monoski sind dank Ausbildungsmodule der Skischulen

inzwischen kein ungewohntes Bild mehr – wenngleich eher selten beim

Sprung. Foto: Praschberger

können gemeinsam einen Sport ausüben

bzw. einen Urlaub verbringen. Als Zielgruppen

kommen Menschen mit

. Lähmungen

. Zerebralen Bewegungsstörungen

. Multipler Sklerose

. Lernbehinderungen (Down-Syndrom,

Autismus, ADS)

. Muskeldystrophie

. Schädelhirntrauma

. Sehbehinderungen

. Amputationen in Frage.

Barrierefreies Sport-& Urlaubsangebot

extrem nachgefragt

Dass barrierefreies Sport- & Urlaubsangebot

extrem nachgefragt wird, bestätigt

Sabine Eham, Managerin von Freizeit-

PSO: „Wir hatten in der ersten Saison 330

Skistunden, letztes Jahr bereits 835 und

für 2009 liegt die Prognose auf 1 100 Std.

Jeder kommt nämlich wieder und macht

zusätzlich Mundpropaganda.„

Konkret verfügt Freizeit-PSO derzeit über 7

Sitzski und 2 Monoski – erstere haben ein

breiteres Spektrum bei den Zielgruppen.

Ein Sitzski mit 2 Skiern unter der Sitzschale

kostet 3 000–5 000 €, weil er aus individueller

Fertigung stammt, leicht aber auch

stabil sein muss, eventuell gefedert. Die

eingesetzten Sitzski werden in den USA gefertigt,

die Monoskier werden in Österreich

von der Fa. Alois Praschberger Rolltechnik

& Sport GmbH aus Ebbs produziert. Dieser

hat nur 1 Ski unter der Schale und kann von

Leuten mit einer Querschnittlsähmung gefahren

werden.

Die Steuerung der Sitzskier erfolgt über

Gewichtsverlagerung, die Begleitperson

fährt hinten über eine Leine verbunden

mit und fungiert bei Bedarf als Bremser.

Aber grundsätzlich kann der Behindertensportler

selbstbestimmt skifahren– ansonsten

kann der Skilehrer mithelfen und

den ganzen Ski übernehmen.

Zugelassen sind diese Skier auf jeder Piste,

wobei die maximale Belastung von 90 kg

für den Begleiter nicht überschritten werden

darf (Gewicht Sitzski 25–35 kg). Als

einziges Problem artikuliert Irene Binder

das Handling zum Lift, hier braucht sie

beim Hochheben Unterstützung.

Service für mobilitätsein -

geschränkte Seilbahngäste

Wintersportler mit Behinderung sind Vorbilder.

Sie machen mit ihren außergewöhnlichen

Leistungen anderen Menschen

mit Behinderung Mut, den Weg

zum Sport zu finden, um damit ihr eigenes

Leben aktiver zu gestalten. Über eine

Million Menschen in Österreich sind vorübergehend

oder dauerhaft in ihrer Mobilität

eingeschränkt. Dieser speziellen Personengruppe

bietet die Seilbahnwirtschaft

im Wintersportland Österreich ihre barrierefreien

Aufstiegshilfen als Serviceleistungen

an. Durch eine Kooperation mit Partnern

aus der Tourismuswirtschaft wird

dieses Leistungsangebot noch zusätzlich

optimiert bzw. verstärkt.

Für jene Tourismusunternehmen, die ein

spezielles Service den mobilitäts-eingeschränkten

Gästen anbieten, hat das Bundesministerium

für Wirtschaft und Arbeit

außerdem einen eigenen Wettbewerb unter

der Bezeichnung „Friends of Fairness“

geschaffen. Ausgezeichnet und bewertet

wird dabei die vorbildliche Arbeit in den

Tourismusbetrieben, barrierefreie Bauten

in Gastronomie und Hotellerie, das Behindertenservice

der Seilbahnunternehmen,

MAGAZIN

WINTERSPORT

Zum Handicapservice einer Bergbahn gehört auch ein rollstuhlgängiger

Gondelzutritt. Im Bild ein Beispiel vom Hintertuxer Gletscher, der

2005 vom IOC mit dem Sonderpreis für behindertengerechte Sportanlagen

ausgezeichnet wurde. Foto: Hintertuxer Gletscherbahn

Behindertenskischulen, etc. Mit einer gestifteten

Kristallskulptur als Wanderpokal

der Firma Swarovski im Wert von rund

20 000 €, wurden bereits u. a. ausgezeichnet:

2003 der Naturpark und das Hotel

Weisseespitze im Kaunertal, 2004 der Tiroler

Skilehrerverband für das Ausbildungsmodul

„Behindertenskilauf“.

Österreich soll

Vorreiterrolle einnehmen

Mit diesem Wettbewerb will das

Ministerium auch auf den Nachholbedarf

aufmerksam machen, den die Österreichische

Tourismuswirtschaft im Bereich

der „Barrierefreiheit“ noch zu leisten hat.

Österreich müsse als internationaler Spitzenvertreter

der Tourismusbranche hier

langfristig eine Vorreiterrolle einnehmen,

um auch für behinderte Menschen die viel

gerühmte österreichische Gastfreundschaft

zur Selbstverständlichkeit werden

zu lassen. Zu dieser speziellen österreichischen

Gastfreundschaft zählen natürlich

auch die Leistungen der Seilbahnunternehmen!

Das Kundenpotenzial in

Europa wird auf ca. 36 Millionen Menschen

geschätzt, umgelegt auf Österreich

mit 580 000 Menschen.

Tatsächlich wird dieses Potenzial von der

Tourismusbranche jedoch noch nicht als

marktrelevant angesehen...

Die technische und methodisch-didaktische

Entwicklung im Behindertenskilauf

erlaubt es heutzutage allen Menschen,

unabhängig von Art und Schweregrad der

Behinderung, die Faszination Skilauf

selbst zu erfahren- unter entscheidender

Mithilfe der Seilbahnwirtschaft bzw. der

Skischulen. mak

1/2009 MOUNTAINMANAGER

17


MAGAZIN

WINTERSPORT

Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang

etabliert sich als

Boarder- und Freestyle-Dorado

Mit den Attraktionen

Flutlicht-Snowpark Hinterglemm,

dem Learn to Ride

Park in Saalbach und dem

NITRO Snowpark in Leogang

hat sich die Salzburger

Skidestination einen

guten Namen in der bewegten

Szene gemacht.

Nightpark in Hinterglemm. Fotos:

Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang

Profis und

Anfänger fühlen

sich in Saalbach

Hinterglemm

Leogang gleichermaßen

wohl.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

18

Gleich 3 durchdachte Snowparks

umfasst das Angebot der Skiregion

Saalbach Hinterglemm Leogang,

mit dem man gezielt Anfänger und

Profis der Szene anspricht und Erfolge

einfährt: „Wir freuen uns sehr,

dass wir im Skicircus Saalbach Hinterglemm

Leogang 3 Snowparks

mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen

anbieten können und somit

nicht nur den so genannten Rookies,

sondern auch den Profis alles

bieten können, was das Freestyle-

Herz begehrt. Es ist uns wichtig,

dass der Wintersport für unsere jungen

Gäste weiterhin attraktiv und

vor allem auch „in“ ist. Mit den 3

Snowparks haben wir es geschafft,

wirklich ein TOP-Angebot zu bieten

und uns in der Freestyle-Szene zu

behaupten.“ Das Erfolgsrezept: optimale

Schneebedingungen und die

Unterstützung von Profis.

Lernen und trainieren

Auch diese Wintersaison gibt es in

Saalbach wieder den BOARD.AT –

LEARN TO RIDE PARK. Dieser Park ist

speziell für Freestyle-Einsteiger eingerichtet,

wobei ein neues Konzept

und Verbesserungen in der Bauweise

noch mehr Sicherheit für die

Benützer bringen. So wird z. B. der

Kicker in Form eines Rollers gebaut,

der einen immer gleich bleibenden

Luftstand garantiert. Eine Slide-Plate,

eine Straightbox und eine Rainbow-

Box ermöglichen den schrittweisen

Einstieg ins Rail-Fahren. Neu ist die

Chill-Out-Area.

Der BOARD.AT – L.T.R. Park wird mit

Unterstützung der Bergbahnen Saalbach

Hinterglemm betrieben und

vom Shaper-Team von BOARD.AT –

SCHOOL SHOP RENT gebaut und

gewartet. Die dazu passenden Freestyle-Kurse,

Test-Boards von Burton,

Nitro und Ftwo, Sicherheits-Ausrüstung

und Protekto ren kann man in

einer der drei BOARD.AT-Filialen organisieren.

In der Asitzmulde direkt bei der 6er-

Asitzmuldenbahn in Leogang findet

man den NITRO SNOWPARK. Mit

Stefan Gimpl, dem 3-fachen Sieger

des Air&Style Contests, hat man

sich in Leogang einen Top-Freestyler

zur Seite geholt. Mit professioneller

Unterstützung bietet man

hier allen Snowboardern und New

School Skiern ein ideales Trainingsgelände.

Erstmals wurde für diese Saison

bereits im Sommer ein Erdbau für

den Snowpark errichtet. Ein riesiger

Table mit 3 verschiedenen Absprüngen,

designed durch Stefan Gimpl!

Für alle Freaks stehen nun optimal

geshapte Obstacles mit Corners, Big

Air Kickers sowie unterschiedliche

Rails und Boxes zur Verfügung. Die

Shaper Reini und Erwin von der


„HU-Cooperation“ halten den NI-

TRO Park den gesamten Winter in

Bestform und haben die Obstacles

für beste Licht- und Landeverhältnisse

nach Süden ausgerichtet.

Neu in diesem Winter gibt es in der

Jibb-Area interessante Easy-Boxes

und im ganzen Park kostenlosen

Wireless Internet Zugang. Jeden

Samstag findet ab 11 Uhr der „NI-

TRO Workshop“ inklusive kostenlosem

Testmaterial statt. Unter dem

Motto „test it – learn it“ kann man

mit der Snowboardschule BOARD. -

AT die ersten Schritte im Park wagen

oder bereits vorhandene Rail- und

Kicker-Künste verbessern.

Action auch bei Flutlicht

Bereits in der zweiten Saison bietet

der Flutlicht Snowpark in Hinterglemm

beste Bedingungen für die

Freestyle- und Newschoolskier-Szene.

Mit Unterstützung von Pro Rider

Mario Fuchs wurde der Park komplett

neu aufgebaut. Verschiedene

Obstacles wie Corners, Big Air Kickers,

sowie unterschiedliche Rails

und Boxes bieten den gewünschten

Kick. Die beiden Shaper Roli Hofer

und Heinzi Fuchs sorgen täglich für

den perfekten Zustand der Jumps.

Neu im Winter 2008/09: Banana 9 m,

Rainbow 12 m, Kinked Rail 12 m,

A-Frame Beginner 6 m. Der Nightpark

ist sowohl während des Tages

als auch am Abend stark frequentiert.

Dabei kommt das Angebot bei

MAGAZIN

WINTERSPORT

Gästen und Jugendlichen aus dem

gesamten Raum Pinzgau gleichermaßen

gut an. Für die Bergbahnen

bedeutet das ein deutliches Fahrtenplus,

vor allem am Abend.

i Infos:

www.skicircus.at

Interalpin ’09

Internationale Fachmesse

für Alpine Technologien

22. - 24. April 2009

Messe Innsbruck

www.interalpin.eu

NITRO

Snowpark in

Leogang.

Interalpin 2007:

500 Aussteller

17.200 Fachbesucher

aus 56 Nationen

67 % internationale

Fachbesucher

HQU.AT

1/2009 MOUNTAINMANAGER

19


MAGAZIN

WINTERSPORT

Sunny Mountain

mit innovativer SunKid Lösung

Das Skigebiet der Bergbahnen

Kappl präsentiert

sich besonders kinderund

familienfreundlich.

Um diesen Ansprüchen

auch weiterhin gerecht zu

werden, wurde für die

Wintersaison 2009 der Anfängerbereich

großzügig

erweitert.

Der Anfängerbereich

am Sunny

Mountain mit

insgesamt vier

SunKid Zauberteppichen.

Foto: SunKid

MOUNTAINMANAGER 1/2009

20

Oberhalb des bestehenden Sunny

Mountain Kinder- und Skischulgeländes

wurden ein neuer Kinderbereich

und gleichzeitig eine neue Skiabfahrt

erschlossen. Als Aufstiegshilfe

wurden die bestehenden SunKid

Förderbänder um zwei neue Anlagen

erweitert. Ein 96 m langer Zauberteppich

mit Förderbandüberdachung

und ein 12 m langer Zauberteppich

dienen gleichzeitig als Aufstiegshilfe

sowie als Zu- bzw. Rückbringer

für den neuen Kinderbereich.

Erweiterung des

Anfängerbereichs

„Mehr Raum für Kinder“ lautete die

Devise der Bergbahnen Kappl und

so entschied man sich, in Zusammenarbeit

mit der Skischule Kappl

Aktiv unter der Leitung von Thomas

Jäger, für die Wintersaison 2009 das

Anfängergelände zu erweitern. Das

neue kindergerechte Gelände befindet

sich oberhalb des bestehenden

Skischulbereichs. Um den Höhenunterschied

von 30 m einfach und

komfortabel zu überwinden, entschieden

sich die Bergbahnen Kappl

Der Sunny Mountain Erlebnispark im Winter. Foto: BB Kappl

für eine innovative Lösung mit der

Unterstützung von SunKid. Über einen

96 m langen Zauberteppich mit

Förderbandüberdachung sowie einen

12 m langen Zauberteppich gelangen

die Kinder der Skischule in

den neuen Kinderbereich.

Die Mittagspause verbringen die

Kinder im Sunny Mountain Restaurant.

Dorthin gelangen die Kleinen

ebenfalls über die neuen SunKid

Förderbänder. Pünktlich um 12 Uhr

Mittags wird die Fahrtrichtung des

96 m langen Zauberteppichs umgekehrt

und die Kinder werden mit ih-

Der 96 m lange

SunKid Zauberteppich

mit Förderbandüberdachung

ermöglicht

den Transport in

beide Richtungen

– vorwärts und

rückwärts!

Foto: SunKid


en Skilehrern bis zum Eingang des

Sunny Mountain Restaurants befördert.

Auch am Ende des Skischultages

steht den Kindern diese Möglichkeit

zur Verfügung.

Die Option des SunKid Zauberteppichs,

beide Fahrtrichtungen mit

demselben Förderband zu ermög -

lichen, war ausschlaggebend für

die Entscheidung der Bergbahnen

Kappl bezüglich dieser logistischen

Lösung. „Es gibt kein anderes Beförderungsmittel

für eine Zubringer -

lösung, das die nötige Kapazität mit

entsprechendem Komfort verbindet!“

ist Betriebsleiter Ing. Andreas

Kleinheinz von den SunKid Zauberteppichen

überzeugt.

Höchste Sicherheit

Weitere Besonderheiten am Sunny

Mountain sind der patentierte Sun-

Kid „Radius“ Seitenausstieg sowie

die SunKid Galerie Förderbandüberdachung

des 96 m langen Zauberteppichs.

Der Betreiber profitiert

von beiden Optionen durch eine erhöhte

Betriebssicherheit, geringerem

Reinigungs- und Wartungsaufwand

sowie einer Minimierung der

ramseidenzwei.com

Startklar.

Abschaltungen selbst bei starkem

Schneefall. Dies kann nur aufgrund

der SunKid Konstruktion des Seitenausstieges

garantiert werden, da im

Ausstiegsbereich die Abschaltklappe

und die Lichtschranke durch ein

Sicherheitstor ersetzt werden. Die

Förderbandüberdachung ermöglicht

auch bei widrigsten Verhältnissen

eine maximale Betriebssicherheit

und bietet gleichzeitig den besten

Komfort für die Gäste, die vor

Schnee, Regen, Wind oder Kälte geschützt

sind!

CH-6850 Mendrisio

Tel. +41 91 646 17 33

Fax +41 91 646 42 07

sales@snopex.com

www.snopex.com

MAGAZIN

WINTERSPORT

Erste Erfahrungen bestätigen die

Investition in den Ausbau und Erweiterung

des Anfängerbereichs. Die

zahlreichen Familien freuen sich

über die Neuerungen am Sunny

Mountain und sind vom Angebot

überzeugt. Die Bergbahnen Kappl

unterstützen damit vor allem die Skischule,

welche durch die besseren

Unterrichtsmöglichkeiten für Kinder

und Anfänger profitiert. Der Firma

SunKid gelang es bei diesem Projekt,

als zuverlässiger Partner mit Qualität

und Service zu überzeugen.

Der neue Bearcat Z1 XT bringt frischen Wind in Ihr

Fahrerlebnis: bärenstarker Motor, stabiles Chassis,

innenbelüftete Scheibenbremse, robustes Planetengetriebe,

Rückwärtsgang auf Knopfdruck. Und fährt

auf allen steilen Hängen locker weg.

Die Skischule

Kappl Aktiv

profitiert vom

neuen, erweiterten

Anfänger -

gelände.

Foto: SunKid

Saalfeldner Str. 41 · 5751 Maishofen

T 06542 / 683 46-0 · E office@holleis.net

Filiale Imst 6460 Imst

E filiale-imst@holleis.net

I www.holleis.net

1/2009 MOUNTAINMANAGER

21


MAGAZIN

WINTERSPORT

MOUNTAINMANAGER 1/2009

22

Die ökonomische Bedeutung

des Wintersports für Österreich

Das Institut für Höhere Studien und Sportökonomie (Wien) hat im Auftrag von „Netzwerk Winter“ –

einer branchenübergreifenden Plattform im Land Salzburg – die Bedeutung des Wintersports für

Österreich erstmals umfassend dokumentiert. Alle den Wintersport betreffenden Impulse wurden

berücksichtigt. Das Ergebnis würde man stark unterschätzen: 11 Milliarden Euro Gesamtwert -

schöpfung, das ist doppelt so viel wie aus der Landwirtschaft lukriert wird!

Eine Erkenntnis der Studie ist, dass

jeder 14. Arbeitsplatz in Österreich

direkt oder indirekt vom Wintersport

abhängig ist. Vorausgesetzt

man zählt alle relevanten Branchen

dazu: Seilbahnen, Hotellerie, Skiindustrie,

Sportartikel- und Einzelhandel,

Skischulen und Baugewerbe. So

gesehen sind die wirtschaftlichen Effekte

beachtlich: 7,1 Milliarden Euro

an direkter Wertschöpfung werden

jährlich im „Netzwerk Winter“ erwirtschaftet,

rechnet man die indirekten

Effekte dazu, kann man sogar

von 11 Mrd. € ausgehen. Das entspricht

etwa 4,1 % des gesamten

österreichischen Bruttoinlandsproduktes,

gleichviel wie aus dem gesamten

Einzelhandel kommt! Alleine

durch den o. a. Beschäftigungseffekt

ergeben sich jährlich 1,8 Mrd.

€ an Steuern und Sozialabgaben.

Ein weiteres Faktum ist, dass sich die

Zahl der Nächtigungen in der Win-

Die Wertschöpfung des Wintersports in

Österreich wird unterschätzt. Sie beträgt soviel wie

der gesamte Einzelhandel! Foto: TVB Region Hochkönig

tersaison in den vergangenen dreißig

Jahren verdoppelt hat. Wobei

die meisten direkt auf den Wintersport

zurückzuführen sind, konkret

28 Millionen, was wiederum ein

Viertel aller Übernachtungen in Österreich

während eines Jahres ausmacht.

Zukunft verlangt

Engagement

Trotz dieser erfreulichen Zahlen sehen

die Studienautoren die Zukunft

nicht rosarot. Das Potenzial des

Wintersports in Österreich droht zu

erodieren. Das war dem Tourismusspartenobmann

der Wirtschaftskammer

Johann Schenner

auch schon zuvor klar: „Die Skiindustrie

verkauft seit Jahren global

weniger, in der Seilbahnwirtschaft

investieren Top-Skigebiete enorm,

während kleinere Liftbetreiber immer

häufiger rote Zahlen schreiben.

Die mediale Präsenz des Wintersports

sinkt“. Auch die älter werdende

Gesellschaft und der Klimawandel

stellt den Wintersport vor neue

Herausforderungen. Es gelte daher,

neue Strategien und Vermarktungsschienen

zu entwickeln, raten die

Autoren. Etwa müssten tatsächliche

– oder auch nur gefühlte – Preisbarrieren

gesenkt werden, vor allem für

Familien. Und „Sicherer Wintersport“

gehöre als Thema forciert, da

Skifahren trotz insgesamt positiver

gesundheitlicher Effekte wegen der

Verletzungsgefahr oft in Verruf stehe.

Damit würde man auch bei der

wachsenden älteren Generation,

die man mit speziellen Angeboten

locken sollte, punkten.

Auch eine Förderung der Schulskikurse

würde sich wirtschaftlich lohnen,

versichern die Studienautoren.

Umgekehrt hätte ein Rückgang im

Wintersport negative Auswirkungen

auf viele Branchen.

Zukunftsstrategien

Wintersport

Bei der Gestaltung zukünftiger Strategien

sollte Berücksichtigung finden:

. Maßnahmenprogramm „Sicherer

Wintersport in Österreich“:

Dieses hat das Ziel, die Unfallhäufigkeit

im Wintersport drastisch und

dauerhaft zu senken.

. Imagekampagne „Sicherer

Wintersport in Österreich“: Definition

eines Qualitätsausweises (z. B.

0–5 Schneekristalle) als Zeichen für

Sicherheit im Wintersport.

. Maßnahmenprogramm „Leistbarer

Wintersport in Österreich“/Zielgruppenschärfung:

Absenkung des Mindestaufwandes,


um Wintersport zu betreiben. Die

tatsächlich bestehende und/oder

wahrgenommene Preisbarriere (Liftkosten,

Ausrüstungskosten, etc.) gilt

es abzubauen.

Aufgrund des niedrigen Einstiegsalters

sind besonders kostensensible

Familien als primäre Zielgruppe besser

anzusprechen.

. Erhöhung der Wertschöpfung

pro Flächeneinheit

vor dem Hintergrund des Klimawandels

ist in den österreichischen

Wintersportdestinationen darauf ab -

zuzielen.

. Fokussierung der Investitionsstrategie

auf flächenextensive, wertschöpfungsintensive

Wintersportarten sowie

auf Sportarten, die für die Übergangszeiten

geeignet sind (Entwicklung

und Propagierung neuer

Wintersportarten).

. Schaffung des Berufsbildes eines

„Ganzjahres-Sport- und Freizeit-Coaches

weil die Amortisationsdauer von Investitionen

in das Humankapital

von Skilehrern zunimmt, da sich die

Wintersaison verkürzt.

. Entwicklung spezieller Wintersportangebote

für ältere Zielgruppen zur Erschließung

neuer Marktpotenziale.

die Seilbahnplaner mit Kompetenz

Ihr Partner vom ersten Gespräch bis zur Fertigstellung Ihres Seilbahnprojektes.

Projektierung Planung Umsetzung

MAGAZIN

WINTERSPORT

Chart 23: Motivatoren für den Einstieg in den Skisport. 1/3

der Österreicher zählt zu den Wintersport-Fans, ca. 20 % zu

den gelegentlichen Skifahrern. Weitere 28 % sind Ex-Skifahrer

und nur 19 % der Bevölkerung sind nie Ski gefahren.

Quelle: WKO, Fachverband der Seilbahnen Österreichs, 2007.

. Schulskikurse wirken sich kurz-

und langfristig signifikant positiv auf

die Neigung zur Ausübung von

Wintersportaktivitäten aus.

. Abbau der Mobilitäts- und Attraktionsbarrieren

durch eine gezielte, auch finanzielle

Unterstützung etwa in Form von

(ausgebauten) Stipendienleistungen.

Eine bessere Verzahnung von

breiter Basisförderung mit kompetenter

Spitzenausbildung führt zu

einer stärkeren Mobilisierung von

Hebeleffekten.

. Erweiterung des Ausbildungsprogramms

für Tourismusschulen

um wintersportrelevante Ausbildungsinhalte

einschließlich der

Möglichkeit einer Ausbildung zum

Skilehrer in Kooperation mit den zuständigen

Landesverbänden und

deren Mitgliedern ist zu prüfen. Parallel

hierzu gilt es, die formale und

auch durch einen anerkannten Abschluss

dokumentierte Wintersportkompetenz

weiter zu stärken.

i Infos: Christian Helmenstein

SportsEconAustria (SpEA)

Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien

Tel: +43/6 76 84/80 48–401

christian.helmenstein@spea.at

Chart 24: Vor allem gesundheitliche Gründe, finanzielle

Aspekte, sowie ein rückläufiges Interesse und Zeitmangel

sind die Hauptmotive in A, D, und NL, die Aktivitäten im

Bereich des Wintersportes einzustellen. Quelle BMWA 2004

Gaugelhofer & Ganyecz

Seilbahnplanungs GmbH

Lerchenstraße 33, A-6922 Wolfurt

tel: +43 (0) 55 74/7 62 66

fax: +43 (0) 55 74/7 62 66-7

eMail: office@seilbahnplanung.at

www.seilbahnplanung.at

grabherdesign.com

1/2009 MOUNTAINMANAGER

23


MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

MONTANA:

Neue Referenzprojekte realisiert

Auch für die Saison 2008/2009 war MONTANA wieder maßgeblich an der Realisierung von

innovativen Konzepten für Verleih und Depot beteiligt.

Jede von MONTANA geplante Mietstation, Werkstätte

und das dazugehörige Depot wird individuell auf die

Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmt. Bei allen

MONTANA Produkten werden durch die Kombination

von Design, hoher Funktionalität und Langlebigkeit

erfolgreiche und kundenorientierte Abläufe garantiert.

Für die Umsetzung eines innovativen Geschäftskonzeptes

bespricht der Kunde mit MONTANA zunächst

NTC Weiße Arena,

Laax, Schweiz

Sehr konsequente Umsetzung der

Farbgebung sorgt für ein aufgeräumtes

und modernstes Depot.

Das Konzept wird durch neueste

Schließtechnik untermauert.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

24

seine Platzverhältnisse und das

Mengengerüst an Miet- und Kundenartikeln.

Daraus entwickelt

MONTANA eine sorgfältige Planung,

bei der insbesondere ein rationeller

Ablauf realisiert werden

muss, denn Wartezeiten des Kunden

sind absolut zu minimieren. In

der Planung arbeitet MONTANA

mit bewährten Architektenteams

zusammen, die ebenfalls eine langjährige

Erfahrung besitzen. Denn

das Design der Produkte muss im

Einklang mit der Architektur des Geschäftes

stehen.

Das Resultat sind einzigartige, individuelle

Geschäfte, die die Freude

am Wintersport vermitteln.

Ifen Sport,

Kleinwalsertal, Österreich

Fröhliche Farben und eine klare Zuordnung

der Verleihprodukte mittels

einer Vorauswahlwand standen

im Vordergrund bei der Realisierung

dieses modernen Skimietbetriebes.

Gumpold,

Hinterglemm, Österreich

Klares aber gleichzeitig stimmungsvolles

Design durch die Verbindung

schneeweißer Abdeckungen mit

passender grafischer Ausgestaltung

der Wände. Die Möglichkeit der

Personalisierung der Abdeckungen

wurde ebenfalls wahrgenommen.


Individuelle Acrylfronten

Neue Gestaltungsmöglichkeiten

kön nen jetzt durch rückseitig bedruckte

Acrylfronten realisiert werden.

Die optimale Lösung für gute

Optik in frei wählbarem Design. Die

professionelle Lösung für extreme

Langlebigkeit.

MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Scheiber Sport,

Obergurgl, Österreich

Eine neue, innovative Variante für

die Skiaufbewahrung kennzeichnet

diesen Verleih. Die Verleih -

produkte werden übersichtlich

dargestellt und das besondere

„Schubladensystem“ ermöglicht

eine schnelle Entnahme.

Zürserhof,

Zürs, Österreich

Dieses Depot wird dem hohen

Anspruch seiner Gäste gerecht.

Eleganz verbindet sich mit großer

Funktionalität.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

25


MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Intersport Pintar:

Neues Easystore-Frontenkonzept

am Kreischberg

Interviewpartner Ernst Pintar jun., GF von INTERSPORT

Pintar, hat 2008 einen 450 m 2 großen Verleihshop am

Kreischberg errichtet. Foto: Pintar

Die bereits in dritter Generation

geführte Firma Pintar Intersport aus

Murau (Steiermark) hat 2002 am

Kreischberg einen Verleih eröffnet und

bereits 2006 vergrößert. 2008 erfolgte

dann ein 450 m 2 großer Neubau, der

eine perfekte Präsentation und Service

auf höchstem Niveau garantiert. Warum

man sich u. a. für das Easystore-

Frontenkonzept von WINTERSTEIGER

entschieden hat, erklärt Geschäfts -

führer Ernst Pintar jun.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

26

Das neue Easystore-Frontenkonzept, bei INTERSPORT Pintar. Die neuen Fronten

können ohne Umbau auch auf alle bestehenden Easystore-Wagen montiert werden

und sind in verschiedenen Materialien und individuell bedruckten Designs erhältlich.

Fotos: Wintersteiger

MM: „Herr Pintar, Sie haben am

Kreischberg komplett neu bzw. umgebaut.

Was waren Ihre Beweggründe?“

Ernst Pintar jun.:

„Der bestehende Skiverleih wurde

zu klein. Die Kundenbedürfnisse

konnten nicht mehr vollständig zufrieden

gestellt werden und die

Räumlichkeiten im Untergeschoß

waren auch nicht ideal angesiedelt.

Im Frühjahr 2008 gab es erste konkrete

Gespräche über den Neubau

und am 5. Dezember konnten wir

die Eröffnung feiern. Wir haben nun

400 m 2 Fläche für Verleih, Verkauf

und Service zur Verfügung. Dazu

kommt eine 56 m 2 große Servicewerkstatt

und im Untergeschoß zusätzlich

noch ein Skidepot.“

MM: „Warum haben Sie besonderen

Wert auf die perfekte Präsentation des

Verleihs und der Werkstatt gelegt?“

Ernst Pintar jun.:

„Mir war es wichtig, auf einer Ebene

den gesamten Verleih sowie Verkauf

und die Servicewerkstatt zu präsentieren.

Die Architektur sollte funktionell,

modern und zeitgemäß sein.“


MM: „Das ist auch voll gelungen! Sie

haben die gesamte Verleihausstattung

von WINTERSTEIGER gekauft.

Welche Kriterien waren hier entscheidend?“

Ernst Pintar jun.:

„Ausschlaggebend war die Präsentation

des neuen Frontenkonzepts

von WINTERSTEIGER auf der Service-

und Verleihfachmesse im August

in Ried. Überzeugt haben mich

die individuellen Gestaltungsmög-

Der modern und funktionell gestaltete Verleih.

lichkeiten der Wagenfronten, das

moderne Design und die hochwertige

Qualität der Easystore-Aufbewahrungssysteme.

Zusätzlich unterstützt

das Verleihprogramm Easyrent

mit mehreren Check In-Terminals

die rasche Ausgabe der Verleihski

und -schuhe.“

MM: „WINTERSTEIGER ist bereits

seit vielen Jahren Partner von INTER-

SPORT Pintar. Für das neue Geschäft

MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Die 56 m 2 große Servicewerkstatt mit

dem Serviceroboter Discovery SF.

wurde u. a. auch in den Serviceautomaten

Discovery SF investiert. Wie

kam es zu dieser Entscheidung?“

Ernst Pintar jun.:

„Ich war über die Jahre immer sehr

zufrieden mit WINTERSTEIGER. Die

qualitativ hochwertigen Produkte

passen zu unserem innovativen Geschäftskonzept.

Der After-Sales-Service

ist zuverlässig und kompetent.

Und in Summe passte das Preis-/

Leistungsverhältnis des Angebots.“

MM: „Welche Vorteile weist die Discovery

SF gegenüber dem bisher eingesetzten

Automaten auf?“

Ernst Pintar jun.:

„Mir gefällt vor allem das Pater -

nostersystem. Die große Kapazität

erlaubt neben dem Schleifen auch

noch andere Tätigkeiten, wie z. B.

Belagreparatur, zu machen. Dann

die Laservermessung, die Zeit sparen

hilft. Damit entfällt die langwierige

Vorsortierung der zu bearbeitenden

Ski. Ganz wichtig ist mir

auch die hohe Schleifqualität und

hier besonders die Kantenbearbeitung

mit der Ceramic Disc Finish-

Technologie.

Für den neuen Shop wollte ich keine

Risiken eingehen. Ich biete meinen

Kunden nur High-Quality Produkte

– das wollten wir auch im Service

fortsetzen.“

GESCHICHTE INTERSPORT

PINTAR/EPM-SPORT PINTAR

Gegründet wurde die Firma vom Großvater Georg Pintar.

Damals GPM – also Georg Pintar Murau als Kurzbezeichnung.

Georg Pintar hatte eine Wagnerei und erzeugte

Ski und Rodel. Der 22-fach verleimte Ski hieß

„Panther“ und war wie alle Produkte auf Qualität und

Langlebigkeit ausgelegt. 1957 übernahm Ernst Pintar

sen. das Unternehmen, der zum bestehenden Sportgeschäft

auch einen Großhandel für Sportartikel gründete.

Im Oktober 1967 trat die Firma Pintar Intersport Österreich

bei. 1974 stieg Ernst Pintar jun. in das Geschäft ein.

1977 wurde die Skischule Region Murau gegründet und

1984 übernahm Ernst Pintar jun. das Familienunternehmen.

1989 wurde der Großhandel ausgebaut und 1998

das Detailgeschäft vom Stadtinneren etwas außerhalb

in einer sehr guten Lage neu gebaut. 2002 wurde der

Verleih am Kreischberg eröffnet und 2006 vergrößert.

2008 erfolgte der 450m² Neubau am Kreischberg mit

Verleih, Verkauf und Service.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

27


MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

WINTERSTEIGER präsentiert

seine Produkt-Highlights 2009

Pünktlich zur Winter-ISPO präsentierte

WINTERSTEIGER seine Neuheiten für

2009. Der Strategie des Weltmarktführers

entsprechend, handelt es sich um qualitativ

hochwertige Produkte für die Skiwerkstätte

und den Skiverleih.

Der neue Basejet

Nachdem die umfangreichen Praxistests im Herbst

sehr erfolgreich verlaufen sind, startet WINTERSTEI-

GER aber der Ispo mit dem weltweiten Verkauf der

„Basejet“ – einem Belagreparatur-Automat für Ski und

Snowboards. Neben vielen anderen Vorteilen beeindruckt

der Basejet mit höchster Belagreparatur-Qualität

und zahlreichen Innovationen. Das neue Bearbeitungssystem

des Basejet verspricht eine hohe Durchsatzleistung

mit bis zu 60 Paar Ski pro Stunde. Der

schwenkbare Doppelkammer-Aufschmelzkopf ermöglicht

die prompte Farbumstellung des Polyäthylenmaterials.

Die automatische Anpassung an die Ski- und

Snowboardgeometrie mittels innovativer Ventiltechnik

– die Ventile öffnen sich je nach Laufflächenbreite –

optimieren die Materialzufuhr. Der Basejet punktet

durch ein integriertes Abluftsystem, geringen Platzbedarf

und durch die Bearbeitung mit der Lauffläche

nach oben. Letzteres vereinfacht das Handling und ermöglicht

die Skioberflächen-unabhängige Bearbei-

Die Doppelkammer-Aufschmelzeinheit erlaubt eine parallele

Verwendung von transparentem und schwarzem Polyäthylenmaterial.

Der schwenkbare Doppelkammer-Aufschmelzkopf

ermöglicht die prompte Farbumstellung des Polyäthylenmaterials

und sorgt somit für ein perfektes Aufschmelzergebnis.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

28

Das einfache Spannsystem erleich tert das

Einspannen von Ski und Snowboards. Die

Bearbeitung mit der Lauffläche nach oben macht

den Basejet Skioberflächen-unabhängig.

tung. Weiterer Vorteil: Das Aufschmelzergebnis

ist ständig im

Blickfeld.

Kantenschleifmaschine

Trim B

Die „Trim B“ ist eine Kantenschleifmaschine

für Ski und Snowboards,

die ein ideales Gerät für alle Einsteiger

darstellt und sich auch als ideale

Ergänzung zum bestehenden Maschinenpark

eignet. Komfortabel ist

die 30° Bedienung, da sie eine gute

Sicht auf die Kante im Schleifpunkt

bietet. Ein einfacher Schwenkmechanismus

ermöglicht die Bearbeitung

von Seiten- und Unterkante.

Durch die kompakte Bauweise ist eine

Bedienung von beiden Seiten

des Gerätes möglich.

Maßgeschneiderte

Depotsysteme

Durch die Partnerschaft mit Gladek-

Technik im Bereich Depotschränke,

hat sich die Angebotspalette von


Die intuitive Benutzerführung am Farbmonitor mit Touchscreen-Technik sorgt für

eine schnelle und optimale Einstellung der gewünschten Belagreparatur.

WINTERSTEIGER noch verbreitert.

Die Schrankdepots werden individuell

nach den Anforderungen der

Betreiber geplant, wobei sich der

Bogen von der optimalen Raumausnutzung

über Trocknung und Desinfektion

bis zum Zutrittssystem

spannt. Die Depotsysteme beeindrucken

durch modernes Design,

Flexibilität und Stabilität sowie

höchste Lagerkapazität auf geringstem

Raum. Darüber hinaus besteht

die Möglichkeit einer individuellen

Designanpassung der Produkte mit

eigenen Farben, integrierten Logos,

individueller Beschriftung etc.

Mit dem Easystore-Fronten

zum Designershop

Die neuen Fronten können ohne

Umbau auf alle bestehenden Easystore-Wagen

montiert werden und

sind in verschiedenen Materialien

und individuell bedruckten Designs

600 Depotplätze von WINTERSTEIGER im Skisalon Olang, Kronplatz/ITA.

SCHNEEERZEUGUNG

MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Trim B: Die ergonomische

Bauweise bietet eine gute Sicht

auf den Schleifprozess.

erhältlich. Die Kunden können so ihren Verleihshop

völlig nach eigenen Wünschen gestalten. Ein Beispiel

dafür wird im Artikel über Intersport Pintar am Kreischberg

auf S. 26–27 vorgestellt. pd

Trim B:

Ein einfacher

Schwenkmechanismus

ermöglicht die

Bearbeitung von

Seiten- und Unterkante.

Hochdruckprodukte Maschinen- und Apparatebau Ges.m.b.H

A-8682 Mürzzuschlag-Hönigsberg • Industriepark Hönigsberg 7 • Tel.: +43-(0)3852/5178-0 • gemini@hdp.at • www.hdp.at

1/2009 MOUNTAINMANAGER

29


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Bergstation

der 8 SK

„Giggijoch“.

Fotos: Seilbahnplanungs

GmbH

Gaugelhofer &

Ganyecz

Ein Einstiegs-

Förderband

bietet Komfort

von Anfang an.

Gaugelhofer & Ganyecz:

Erfolge im In- und Ausland

2008 war ein ausgezeichnetes Jahr für die Seilbahnplanungs GmbH Gaugelhofer & Ganyecz.

Das bewährte Know-how wurde über die Grenzen Österreichs hinaus nachgefragt.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

30

Insgesamt waren es 10 Projekte,

welche die Seilbahnplanungs

GmbH Gaugelhofer & Ganyecz im

In- und Ausland realisieren konnte.

Die Anforderungen dabei waren

naturgemäß unterschiedlich, sodass

man mit seinem umfangreichen

Know-how und der jahrelangen

Erfahrung punkten konnte.

Neben Kunden, die sich bei Modernisierungsprojekten

oder Neubauten

immer gerne an die Profis

aus Wolfurt wenden, gab es auch

wieder neue Kontakte. Dabei

konnte man vom guten Ruf profitieren,

den man sich in der Branche

erworben hat, und vom Vertrauen,

den Kunden Ing. Josef Gaugelhofer

und Dipl.-Ing. Csaba Ganyecz entgegenbringen.

Die Aufträge umfassten:


PROJEKTIERUNG, GESAMTPLANUNG:

. 8 EUB Kals am Großglockner, Kals,

. 8 EUB Tiergarten, Mühlbach am Hochkönig,

. 8 EUB Wiesenalmbahn, Zell am Ziller,

. Kombibahn Parsenn, Mittelberg,

. 8 SK Giggijoch, Sölden,

. 8 SK-v Familienbahn Gampen, Serfaus.

UMBAU BZW. NEUAUF STELLUNG

ALTER ANLAGEN:

. 4 SB Komperdellalm, Serfaus,

. 3 SB Lanova Klement-Neklid, Tschechien,

. 2 SB Telescaun, Rumänien,

. Lawinensprengseilbahn Törl, Gorner, Kals.

Barriere überwunden

In Tirol war die Seilbahnplanungs

GmbH Gaugelhofer & Ganyecz u. a.

für die Skiliftgesellschaft Sölden-

Hochsölden GmbH im Einsatz. Am

Plan stand der Ersatz des 3er-Sesselliftes

„Giggijoch“ durch eine kuppelbare

8er-Sesselbahn von Doppelmayr.

Neben der seilbahntech -

nischen Planung war man dabei

für die gesamte Statik, die Aus -

führungsplanung und Bauüberwachung

zuständig.

Das sonnenverwöhnte Areal rund

um das Giggijoch hat sich im Skigebiet

Sölden zu einem Publikumsmagneten

entwickelt. Dementsprechend

hoch war der Besucherandrang

– die nachgefragte Förderleistung,

die von den 4 Aufstiegsanlagen

zu bewältigen war, stieß langsam

an ihre Grenzen. Vor allem der

3er-Sessellift „Giggijoch“ wurde immer

mehr zur Barriere und bremste

die Besucherströme. Vom Ausstieg

der Giggijochseilbahn bis zum Einstieg

des Sesselliftes beim Restaurant

betrug der Höhenunterschied

im Areal bisher 8 m – ein natürliches

Hindernis, das immer mehr Gäste

davon abgehalten hatte, Lift mitsamt

dazugehöriger Piste zu benutzen.

Eine wichtige Aufgabe bei der

Planung war es deshalb, den Einstieg

optimal zu situieren und dabei

eine gute Verbindung zwischen Restaurant

und Bergstation „Hochsölden“

sowohl für Skifahrer als auch

Fußgänger zu gestalten.

Die beste Lösung war nach vielen

Besprechungen gefunden: Die Talstation

der neuen Giggijoch-Sesselbahn

wurde eine „Etage“ tiefer ge-

Der Einstiegsbereich.

legt, der Einstiegsbereich um 90°

gedreht und das dazugehörige Betriebsgebäude

zu 2/3 ins Gelände

versenkt.

Die Talstation wurde in der Folge

ca. 70 m südlich der bisherigen Station

errichtet und befindet sich nun

auf einer Seehöhe von 2 277,50 m.

Die seilbahntechnische Einrichtung

wurde mit einer Stahlbetonkonstruktion

überdacht. Auf Höhe des

Einstiegs befinden sich der Kommandoraum,

Windfang, Niederspannungsraum,Mittelspannungsraum,

Trafobox, Umkleide und

Treppenhaus mit den Doppelaufzügen,

die talwärts der Bahnachse angeordnet

sind. Für die Garagierung

sämtlicher Fahrzeuge sowie die

Klemmenwartung wurde eine unterirdische

Bahnhofshalle auf der

rechten Seite der Station vorgesehen.

Im Zwischengeschoß wurden

Büroräume mit eigenen Sanitärräumen

errichtet.

Die Bergstation wurde ca. 200 m

südwestlich der bestehenden Bergstation

auf einer Seehöhe von 2 593

m situiert, wobei die seilbahntechnische

Einrichtung freistehend konzipiert

wurde. Das Dienstobjekt wurde

rechts der Bahnachse in Massivbauweise

gebaut. Hier befinden

sich der Dienstraum, Personal-WC

und ein Windfang. Geländebedingt

ergibt sich in diesem Bereich ein Untergeschoß

mit einem Lagerraum.

Die Baubewilligung für das Projekt

erfolgte am 31. Juli 2008, die

Betriebsbewilligung wurde am 3.

Dezember erteilt. In dieser ausgesprochen

kurzen Bauzeit wurde in

der Talstation 8 000m³ umbauter

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Raum zum Großteil unterirdisch

realisiert. Um Zeit zu sparen, wurde

dabei die Decke über der Seilbahnstation

aus Hohldielen errichtet. Die

14,5 m Dielen mussten für diesen

Zweck mit Tieflader über den

Rotkogel (2 660m) zur Baustelle

transportiert werden.

Im Zuge der Modernisierungsarbeiten

an der Sesselbahn wurde auch

das Restaurant „Giggijoch“ zur

Gänze umgebaut und modernisiert.

Den Gästen wird damit wieder

höchster Komfort geboten.

i Infos:

www.seilbahnplanung.at

Treppenhaus mit

Glasfassade.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

31


TECHNIK

NEUE BAHNEN

DOPPELMAYR/GARAVENTA:

Lückenschluss bravourös gelungen

Mit dem Bau der 8er-Kabinenbahnen „SkiWelt-Kitzbüheler Alpen“ in Brixen und „Choralmbahn“

in Westendorf gehört das letzte Nadelöhr im Verbund SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental der

Vergangenheit an. Mit den neuen Aufstiegsanlagen setzt man nicht nur Akzente im Bereich

Komfort, sondern auch in technischer Hinsicht.

Die Choralmbahn wurde in nur 4 Monaten gebaut. Fotos: dwl Talstation der Choralmbahn.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

32

Mit 91 Aufstiegsanlagen und über

279 Pistenkilometern aller Schwierigkeitsgrade

ist die SkiWelt Wilder

Kaiser – Brixental das größte zu -

sammenhängende Skigebiet Österreichs.

Mit der Anbindung von Brixen

und Westendorf mit Hilfe zweier

komfortabler 8er-Einseilumlaufbahnen

wurde zur Wintersaison 2008/

09 eine noch bestehende Lücke geschlossen.

Die gesamten Investitionen

der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental

betrugen 2008 rund 50 Mio.

Euro, der größte Teil dabei entfiel

auf die Bergbahnen Brixen und

Westendorf.

Technik SkiWelt-Bahn

Bei der 8 EUB „SkiWelt-Kitzbüheler

Alpen“ handelt es sich um eine völlig

neue Bahn, die speziell zur Anbindung

Brixen – Choralpe konzipiert

wurde. Mit den Planungsarbeiten

und den ersten Gesprächen mit

den Grundeigentümern wurde im

Frühjahr 2008 begonnen, die eigentlichen

Bauarbeiten konnten

Mitte April in Angriff genommen

werden. Die Abnahme der Bahn erfolgte

am 2. November 2008.

Die Entscheidung für eine 8er-

Kabinenbahn erklärt Betriebsleiter

Johann Beihammer: „Aufgrund der

Streckenlänge und der Bergstation

direkt auf der Bergkuppe hatten wir

in den ersten Gesprächen den Bau

einer Zweiseil-Umlaufbahn angedacht.

Mit ihr wäre ein Betrieb bei

Windgeschwindigkeiten bis 90 km/h

garantiert gewesen. Als zweite Va -

riante hatte man die Errichtung

einer 8er-Einseilumlaufbahn durch-


gerechnet, mit der ein Betrieb bis

70 km/h Windgeschwindigkeit garantiert

werden konnte. Letztendlich

fiel die Entscheidung für die 8er-

Kabinenbahn, die eine hohe Windstabilität

hat und in der Ausführung

doch um einiges kostengünstiger

war. Dazu spielte natürlich auch die

Anbindung an die Choralmbahn,

ebenfalls eine 8 EUB, eine wesent -

liche Rolle – für beide Bahnen gelten

nun die gleichen Voraussetzungen

für den Betrieb.“

Durch den fixen Standort der Berg-

und Talstation war die Wahl der

Trasse nahezu vorgegeben, wobei

im Verlauf der Strecke eine Alm gequert

wird. Um die notwendigen

Brandschutzvorgaben zu erfüllen,

wurden zwei 31,5 m hohe Stützen

gebaut, die eine hohe Seilführung

sicherstellen. Die Brandmeldeanlage

der Bahn ist mit der Leitstelle

Tirol verbunden. Im unteren Abschnitt

werden im Trassenverlauf

eine Bahnlinie und eine Straße

gequert, sodass hier der Bau eines

Schutzgerüstes erforderlich war.

Insgesamt wurden 21 Stützen realisiert,

wobei Stütze 2 auf Pfählen errichtet

wurde.

In der großzügig dimensionierten

Talstation, deren architektonische

Ausgestaltung von Dipl.-Ing. Ernst

Hasenauer stammt, wurden die Abspannung

und die Garagierung der

Fahrbetriebsmittel realisiert. Dazu

gibt es einen Sportshop, ein Bistro

sowie eine Brücke über die Brixental

Bundesstraße zur Talstation „Hochbrixen“.

Auf diese Weise kann der

Gast bequem entweder in das Skigebiet

Kitzbühel oder in die Region

Talstation SkiWelt-Bahn.

Wilder Kaiser gelangen. In der Bergstation,

die in den Fels gebaut wurde,

finden Unterflurantrieb und Trafostation

Platz. Mit der kompakten

Ausführung der Bergstation, bei der

man vom Bahnausstieg aus mit Hilfe

einer Rolltreppe zum Pistenareal gelangt,

konnten die engen Platzverhältnisse

optimal genutzt werden.

Transportiert werden die Gäste in

CWA Kabinen des Typs OMEGA IV-

LWI. Bei einer Fahrgeschwindigkeit

von 6 m/s beträgt die Beförderungskapazität

2 200 P/h. Die Dauer der

Fahrt liegt bei etwas mehr als 10 min.

Top für die Umwelt

Um die Skifahrer von der Talabfahrt

direkt zur Talstation der SkiWelt-

Bahn zu bringen, wurden ein

SunKid-Förderband und ein 205 m

TECHNIK

NEUE BAHNEN

langer SwissCord-Kleinskilift, der

„Sonnenlift“, gebaut. Beide Anlagen

werden mit Hilfe einer Photovoltaikanlage

betrieben, die an der

Südseite der Talstation der SkiWelt-

Bahn installiert wurde (vgl. dazu

MM 7/08 S. 34/35). „Wir erwirtschaften

mit unserer Photovoltaik -

anlage rund 12 000 Kilowattstunden

pro Jahr – der Lift benötigt während

des Winters rund 9 000 kWh –

somit erzeugen wir mit der Solarenergie

sogar einen kleinen Überschuss,

den wir in das Stromnetz

einspeisen. Natürlich ist es nur ein

geringer Anteil des Verbrauchs eines

großen Liftes oder gar eines ganzen

KR Johann Haselsberger,

Vorstand

BB Brixen im Thale

AG, und Ing. Hansjörg

Kogler, GF

Bergbahnen Wes -

tendorf, besiegeln

die Anbindung von

Brixen und Westendorf

mit Handschlag.

Technische Daten 8 MGD SkiWelt-Bahn

Höhe Talstation: 795 m

Höhe Bergstation: 1 820 m

Höhenunterschied: 1.025 m

Schräge Länge: 3 407 m

Mittlere Neigung: 31,37 %

Größte Neigung: 71 %

Spurweite: 5,20 m

Anzahl Kabinen: 96 CWA OMEGA IV-LWI

Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s

Fahrzeit: 10,49 min

Förderleistung: 2 200 P/h

Antriebsleistung: 1 202 kW

AUSFÜHRENDE FIRMEN SKIWELT-BAHN

Seilbahnbau: DOPPELMAYR

Architektur Bahnstation: Dipl.-Ing. Ernst Hasenauer

Elektrotechnik: DOPPELMAYR

Seil: Teufelberger

Kabinen: CWA

1/2009 MOUNTAINMANAGER

33


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Die Bergstationen

der Chor -

almbahn und

der SkiWelt-

Bahn präsentieren

sich auf der

Kuppe in transparenterAusführung.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

34

Skigebietes, aber unsere Lösung

zeigt einen möglichen Weg in die

Zukunft auch für andere Skigebiete

auf“, so Prokurist Rudi Köck.

Die neue Choralmbahn

Die 8 EUB „Choralmbahn“ ersetzt

den Einersessellift „Alpenrose“ aus

den späten 70er Jahren, der von

Wopfner gebaut worden war. Nach

einer umfangreichen Planungsphase,

die zum Jahreswechsel 2007/08

mit dem Ingenieurbüro Gröbner in

die Endrunde startete, ging am 24.

Juli 2008 der Spatenstich über die

Bühne. Die Bauarbeiten wurden am

8. August begonnen, abgenommen

wurde die Bahn nach nur 4-monatiger

Realisierungsphase am 5. Dezember.

Die Talstation befindet sich am Ende

der Windauabfahrt Nr. 111 in der

Nähe des Gasthauses Gassnerwirt

Technische Daten 8 MGD Choralmbahn

Höhe Talstation: 917 m

Höhe Bergstation: 1 808,01 m

Höhenunterschied: 891,01 m

Schräge Länge: 2.365,71 m

Mittlere Neigung: 40,95 %

Größte Neigung: 71 %

Spurweite: 5,20 m

Anzahl Kabinen: 71 CWA OMEGA IV-LWI

Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s

Fahrzeit: 7,92 min

Förderleistung: 2 200 P/h

Antriebsleistung: 800 kW (1010 kW Anfahrleistung)

AUSFÜHRENDE FIRMEN

CHORALMBAHN

Seilbahnbau: DOPPELMAYR

Elektrotechnik: DOPPELMAYR

Planung: Ingenieurbüro Gröbner

Seil: Teufelberger

Kabinen: CWA

auf 917 m Seehöhe. Hier wurden

die Spannstation sowie ein moderner

Schleifenbahnhof für die Kabinen

mit Wartungspodest für Revisionsarbeiten

untergebracht. Platz

finden weiters eine Trafostation, eine

Kompressorstation für die Beschneiungsanlage

und ein Lager für

die Schnee-Erzeuger.

In der Bergstation auf 1 808 m Seehöhe

wurde der DSD-Antrieb (Doppelmayr-Sector-Drive)

mit einer

Leistung von 800 kW realisiert. Dieser

Antrieb wurde aufgrund seiner

minimierten Lärmemissionen gewählt,

da sich im gleichen Gebäude

auch ein Restaurant befindet. Aus

diesem Grund wurde in der Bergstation

generell großer Wert auf minimierte

Geräuschentwicklung gelegt,

alle wesentlichen Bauteile wurden

in einer lärmmindernden Ausführung

realisiert.

Ähnlich wie am Beispiel SkiWelt-

Bahn erreicht auch der Gast der

Choralmbahn die Pisten von der

Bergstation aus über eine Rolltreppe.

Auf der Bergkuppe konnten damit

bei beiden Bahnen die Bausubstanz

und der Eingriff in das Landschaftsbild

auf ein Minimum reduziert

werden.

Die Bahnstrecke der Choralmbahn

führt über eine einseitige Mittelstation,

die nahe des Berggasthofes

Maierhof liegt. Auf diese Weise wird

ein Zusteigen bzw. Aussteigen im

Rahmen der Bergfahrt ermöglicht.

Mit diesem Konzept entfällt nun

auch die zeitaufwendige Rückbringung

der Skifahrer zur Alpenrosenbahn,

die bisher mittels Bus durchgeführt

wurde.

Krumme Streckenführung

Um alle Anforderungen unter einen

Hut zu bringen, musste im Vergleich

mit der ehemaligen Einersesselbahn

eine andere Trassenführung ausgearbeitet

werden. Gewählt wurde eine

„krumme“ Streckenführung, um

eine Bachverbauung zu umgehen

bzw. nicht zu eng an ein bestehendes

Gebäude heranzukommen Vor

diesem Hintergrund wurden die

Stützen im unteren Bereich um die

zulässigen Toleranzen zwischen 0,2

und 0,25° verschwenkt, sodass man

zum Gebäude bzw. Bach einen

deutlichen Abstand von 10 bzw. 12

m erreichen konnte.

Insgesamt wurden 14 Stützen gebaut.

Durch die größere Höhe einzelner

Ausführungen konnte die

Anzahl insgesamt auf ein Mindestmaß

beschränkt werden. Der Eingriff

in die Landschaft wurde so

möglichst gering gehalten, geologischen

Problemzonen konnte man

ausweichen.

Transportiert werden die Gäste in

modernen CWA-Kabinen des Typs

OMEGA IV-LWI, die jeweils 8 Personen

Platz bieten. Die Förderleistung

der Choralmbahn beträgt 2 200 P/h.

Mit einer Fahrgeschwindigkeit von

6 m/s ist man auf der rund 2 366 m

langen Strecke, auf der ein Höhenunterschied

von 891 m überwunden

wird, rund 8 Minuten unterwegs.

Im Zuge der Bauarbeiten zur neuen

Bahn wurde auch der Pistenverlauf

der Windauabfahrt optimiert. Eine

moderne Beschneiungsanlage

macht sie außerdem zu 100 % beschneibar.

Ein Gustostückerl für alle

Könner ist die Steilabfahrt von der

Bergstation Choralpe, die mehr als

80 % Gefälle aufweist. Durch die

Choralmbahn wurden die Frequenzen

auch in diesem Abschnitt so interessant,

dass er in die Beschneiung

integriert wurde. dwl


Whistler Blackcomb wird einheitlich

als Skiparadies Nummer eins in

Nordamerika bewertet und wurde

mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet,

darunter dem ersten Preis des

Magazins SKIING für eines der „25

besten Urlaubsziele in Nordamerika“.

Beteiligt an Whistler – so wie an

9 weiteren Resorts in Nordamerika –

ist die Intrawest-Gruppe, ein im Bereich

der Erlebnis-Ferienanlagen

weltweit führender Konzern mit Sitz

in Vancouver. Mit zwei fantastischen

Bergen, die eineinhalb Kilometer

von der Talsohle entfernt nebeneinander

aufragen, bietet der malerische,

autofreie Ort Whistler ein über

3 200 Hektar großes Skigebiet für

unvergessliche Ski- und Snowboard-

Aktivitäten – neben vielen Einkaufs-

möglichkeiten und Restaurants sowie

einem aufregenden Nachtleben.

Die neue

PEAK-to-PEAK-Gondel

Whistler Blackcomb ist immer schon

ein Ort gewesen, an dem alles möglich

ist. Und die neue PEAK-to-PEAK-

Bahn, welche die Vorteile einer Pendel-

mit denen einer Gondelbahn

verbindet, liefert ein perfektes Beispiel

dafür. Die gigantische Doppelmayr-3S-Gondelseilbahn

ist eine

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Spirit of BC: Doppelmayr 3 S-Gondelbahn

in Whistler Blackcomb bricht Rekorde

Das kanadische Wintersportgebiet Whistler Blackcomb im Küstengebirge von British Columbia

wird 2010 gemeinsam mit dem 115 Kilometer entfernten Vancouver die Olympischen Winterspiele

austragen. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen – u. a. mit der Eröffnung der 3 S-Gondelbahn

PEAK-to-PEAK von Doppelmayr am 12. 12. 2008. Mit dieser neuen „Kult-Attraktion“ um 31,7 Mio.

Euro werden die Gipfel der beiden Berge Whistler und Blackcomb miteinander verbunden, was den

Ruf Whistlers als eines der Spitzen-Reiseziele für Touristen in Nordamerika weiter stärkt.

Die beiden Skiberge Whistler (l.) und Blackcomb im gleichnamigen kanadischen

Skigebiet sind seit 12. Dezember durch eine 4,4 km lange Doppelmayr 3 S-Bahn verbunden.

Fotos: Whistler Blackcomb

Die neue 3 S-Bahn „Peak-to-Peak“

bricht drei Rekorde: längstes Spannfeld

(3 028 m), größter Bodenabstand einer

Gondelbahn mit 436 m und längste

Distanz.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

35


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Vier Rundrohr-

Fachwerkstützen

gibt es auf der

Strecke, die

beiden größten

haben eine Höhe

von 65 m.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

36

technische Meisterleistung, bricht

drei Weltrekorde und ist auf dem

besten Weg, Kanadas jüngste Touristenattraktion

zu werden: 4,4 Kilometer

weit und 11 Minuten lang ist

die Fahrt vom Gipfel des Whistler

zum Gipfel des Blackcomb über das

Fitzsimmons Valley, wobei das größte

Seilfeld ohne Stützen 3 024 m (!)

und der maximale Bodenabstand

436 m beträgt. Die Höchstgeschwindigkeit

liegt bei 27 km/h

(7,5 m/s), die Transportkapazität

der 28 CWA Sky-Gondeln 2050 p/h.

Die Kabinen bieten 22 Sitz- und 6

Stehplätze, zwei Stück wurden als

Besonderheit mit Glasboden ausgerüstet,

um die Höhe erahnen zu

können.

Insgesamt 4 Stützen mit einer Höhe

zwischen 35 m und 65 m Höhe tragen

die 2 Tragseile und das 8 850 m

lange Zugseil (Lieferant Fatzer). Das

Gesamtgewicht der Seile beläuft

sich auf ca. 416 t.

Technische Daten

Strecke: 4,4 km

Höhenunterschied: 36 m

Längstes Seilfeld: 3024 m

Antrieb: Whistler/Tal

Geschwindigkeit: 7,5 m/s

Fahrzeit: ca. 11 min.

Kabinenanzahl: 28

Kabinenkapazität: 22 Sitz- + 6 Stehplätze

Kabinenfolge: 49 Sekunden

Kabinenlieferant: CWA

Förderkapazität: 2050 p/h

Stützen: 4 ( je 2 in Blackcomb und Whistler)

Stützenhöhe: 35 – 65 m

Seile: 2 Tragseile 56 mm ø, 4600 m Länge

Zugseil 46 mm ø, 8850 m Länge

Seillieferant: Fatzer |

Bergstation kurz

vor der Fertigstellung

im Herbst

2008.

Begeisterung und

neues Wachstum

Durch die neue 3 S-Bahn ergeben

sich unbegrenzte Möglichkeiten zur

Erkundung der Berge in diesem

Ganzjahresresort. Man kann nun

auch beide Skigebiete leicht an einem

Tag bewältigen, was bislang

kaum möglich war. Es wird weniger

Stau an den Talstationen und in den

Straßen der Stadt geben und eine

bessere Verteilung der Skifahrer im

Gebiet – derzeit nutzen nur 12 %

der Gäste beide Berge.

Premierminister Gordon Campbell

nahm an der offiziellen Feier am

Berghang von Whistler am 12. 12.

teil und taufte die erste Ski-Gondel

„Spirit of BC“. Dabei sagte er: „Die

PEAK-2-PEAK-Gondelseilbahn wird

dazu beitragen, noch mehr Begeisterung

zu wecken, neues Wachstum

und wirtschaftliche Möglichkeiten

zu eröffnen, während wir bereits die

Tage zählen, bis British Columbia die

Welt zu den olympischen Winterspielen

2010 zu Gast haben wird.“

Und Sport-Staatsminister Gary Lunn

ergänzte: „Die spektakuläre PEAK-

2-PEAK-Gondelseilbahn ist eine eindrucksvolle

Ingenieurleistung mit

nur minimalen Auswirkungen auf

die Umwelt und sie wird Whistlers

internationalen Ruf als Touristenziel

und eine der führenden Ski-Ferienanlagen

der Welt bestätigen.“

Auktion für

Einweihungsfahrt

„Heute ist ein Tag historischer Bedeutung

für Whistler Blackcomb.

Die Eröffnung der PEAK-2-PEAK-

Gondelseilbahn ist ein einmaliges

Ereignis und wird das Ski-, Touren-

und Sightseeing-Erlebnis in den Bergen

für immer verändern“, sagte

Dave Brownlie, Präsident und Chief

Operating Officer von Whistler

Blackcomb. „Wir sind ganz begeistert,

dass so viele Menschen diesen

besonderen Tag mit uns persönlich

bzw. per Internet teilen“.

Es schneite, als die Gäste sich an der

Whistler and Blackcomb PEAK-2-

PEAK-Seilbahnstation zur Einweihungsfahrt

versammelten. Die erste

Gondel von Whistler nach Blackcomb

beförderte 21 Gäste, die ihren

Sitzplatz über eine Auktion zugunsten

von Wohltätigkeitsvereinen in

der „Sea to Sky“-Region, u. a. zugunsten

der Whistler-Blackcomb-

Stiftung, ersteigert hatten. Insgesamt

wurden 22 000 $ für bedürftige

Gemeindeorganisationen aufgebracht.

Superlative der

Seilbahntechnik

Das 3 S-System – ein kuppelbares

Umlaufsystem für Kabinen mit max.

30 Personen Fassungsvermögen


28 Personen fassen die 28 CWA Sky-Gondeln. Die erste Fahrt beförderte Gäste,

die ihren Sitzplatz über eine Auktion zugunsten von Wohltätigkeitsvereinen in der

„Sea to Sky“-Region ersteigert hatten.

und einer Förderleistung von bis zu

5 000 P/h bei 7,5 m/s Fahrtempo –

wird häufig als Superlative der Seilbahntechnik

bezeichnet. Die Doppelmayr/Garaventa

Gruppe ist der

einzige Seilbahnhersteller weltweit,

der dieses System erfolgreich realisiert

hat. Das 3 S-System hat zwei

fest verankerte, vollverschlossene

Tragseile, welche die Fahrbahn bilden

und ein umlaufendes Zugseil,

auf das die Laufwerke geklemmt

werden.

3-Seil-Bahnen vereinigen wie o. e.

die Vorteile einer Gondel- mit einer

Pendelbahn:

. sehr lange Seilfelder, wenig Stützen

. sehr hohe Windstabilität

. niedriger Energieverbrauch

. betriebssicher

Für Nordamerika ist die 3 S-Gondelbahn

von Whistler eine Neuheit,

weltweit gab es jedoch schon zuvor

insgesamt deren vier: Saas Fee (2

Anlagen),

Val d‘ Isere und Kitzbühel. In Vall

Fosca ist eine weitere geplant.

Zur Erhöhung der Sicherheit minimiert

ein radargestütztes Antikollisionssystem

die Gefahr des Zusammenstoßes

eines Helikopters oder

Flugzeugs mit der Bahn. Bei Herannahen

eines Flugobjektes werden

zunächst blinkende Stroboskoplichter

eingeschaltet und dann auf

ELECTRIC + SAFETY + COMMUNICATION ICT/CRM

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Fatzer-Seile mit einem Gesamtgewicht von 416 t wurden

aufgezogen. Das 46 mm ø Zugseil hat eine Länge von

8 850 m, die 2 Tragseile mit 56 mm ø jeweils 4 600 m.

allen Sprechfunkfrequenzen Warnmeldungen

abgesetzt.

Doppelmayr hat übrigens bisher bereits

15 Lifte in diesem Skigebiet

errichtet. mak

…SORGT FÜR OPTIMALE

LÖSUNGEN IN ALLER WELT.

SISAG APPORTE DES SOLUTIONS OPTIMALES DANS LE MONDE ENTIER.

SISAG PROVIDES INTELLIGENT SOLUTIONS WORLDWIDE.

CH-6460 Altdorf • Fon +41 (0)41 875 07 11 • sisag@sisag.ch • www.sisag.ch

CH-1870 Monthey • Fon +41 (0)24 472 95 95 • sisag.monthey@sisag.ch • www.sisag.ch

1/2009 MOUNTAINMANAGER

37


TECHNIK

NEUE BAHNEN

LEITNER:

Mehr Komfort für Familien

MOUNTAINMANAGER 1/2009

38

Der Sun Jet ist die erste Telemix-Anlage

in der Steiermark. Fotos: Planai Bahnen

117 Pistenkilometer und 53 Seilbahnen bieten in der Schladminger 4-Berge-Skischaukel das

richtige Ambiente für begeisterte Wintersportler. Familien und Anfängern steht mit dem

Hochwurzen Sun Jet von LEITNER jetzt eine besonders komfortable Bahnvariante zur Verfügung.

Blick auf die Talstation.

Schladming ist seit Jahren ein Begriff,

wenn es um Skisport der Superlative

geht. So zählt der Weltcup

Nachtslalom der Herren auf der Planai

zu den Klassikern im alpinen Skisport-Kalender,

2013 wird man hier

die Alpine Ski-WM austragen. Dazu

haben sich die Planai-Bahnen mit

zahlreichen technischen Innovationen,

ihren engagierten Mitarbeitern

sowie ihrer Ressourcen schonenden

und umweltorientierten Unternehmenspolitik

einen Namen gemacht.

Das Angebot der Skidestination umfasst

aber nicht nur Herausforderungen

für geübte Skifahrer und Profisportler,

auch Familien kommen voll

auf ihre Kosten. Besonders die Re -

gion Rohrmoos-Hochwurzen wird

von Kindern, Anfängern und Ge-


nuss-Skiläufern aufgrund ihres maßgeschneiderten

Angebotes geschätzt.

Für die Saison 2008/09 punktet

man hier mit einer neuen Telemix-

Anlage von LEITNER, bei der auf 3

6er-Sessel mit Wetterschutzhauben

und Sitzheizung jeweils eine 8er-Kabine

folgt. Mit dem Sun Jet hat nun

auch die Steiermark eine erste Anlage

dieser Art in Betrieb.

Jedem das Seine

Als Grund für den Bau einer Telemix-

Anlage nennt Bergbahnchef KR Dir.

Albert Baier die unterschied lichen

Ansprüche der Gäste: „Das Skigebiet

Rohrmoos-Hochwurzen ist ein ideales

Übungsgebiet für Kinder und

schwächere Skifahrer und wird dementsprechend

auch gut von dieser

Zielgruppe frequentiert. Um dieser

Zielgruppe einen sicheren und komfortablen

Transport zu ermöglichen

und andererseits den guten Wintersportlern

die Möglichkeit zu bieten,

die Anlagen zu benutzen ohne die

Ski abzuschnallen, wurde dieser

Bahntyp gewählt. Vor allem aber lag

uns die Sicherheit dabei besonders

am Herzen!“ Die Bauverhandlung

erfolgte am 10. Juni 2008, die Betriebsbewilligung

wurde am 23. November

2008 erteilt. Die seilbahntechnische

Planung lag in den Händen

von Melzer & Hopfner.

Beim Sun Jet handelt es sich nicht

um ein Modernisierungsprojekt,

vielmehr um eine Neuerschließung

im Nahbereich vorhandener An -

lagen. Die Bahn ist für Wieder -

holungsfahrten konzipiert und erschließt

3 vorhandene Pisten sowie

eine Skipiste, die 2008 neu errichtet

Technische Daten

TMX 6/8 Sun Jet

Rohrmoos-Hochwurzen

Seilbahnbauer: LEITNER

Talstation: 1 044 m

Bergstation: 1 452 m

Höhenunterschied: 408 m

Schräge Länge: 1 444 m

Spannstation: Tal - hydraulisch

Antrieb: Berg–oberflur

Antriebsleistung: 455 kW

Seildurchmesser: 46 mm

Fahrgeschwindigkeit: 5 m/s

Förderleistung: 2 315 P/h

Anzahl Sessel: 51

Anzahl Kabinen: 17

wurde. Mit ihrer Hilfe sollen außerdem

die Wartezeiten bei der vorhandenen

Gruppenumlaufbahn verkürzt

und damit Skifahrerströme entflochten

werden. Der Sun Jet ist vom

Parkplatz der Gruppenumlaufbahn

genauso zu erreichen wie von mehreren

Hotels direkt über die Skiabfahrt

und von der Bergstation der

6er-Sesselbahn Rohrmoos II über eine

400 m lange Abfahrt.

Die Talstation befindet sich auf

1 044 m Seehöhe und bietet der

hydraulischen Spannstation Platz.

Die Bergstation wurde auf 1 453 m

Seehöhe gebaut, ca. 80 m neben

der Mittelstation der vorhandenen

Gruppenumlaufbahn. Hier wurde

der Oberflur-Antrieb mit einer Leistung

von 455 kW platziert. Außerdem

befindet sich in der Bergstation

der Bahnhof für alle 51 Sessel und

17 Kabinen, die Garagierung erfolgt

vollautomatisch. Die Trasse der Telemix

verläuft zu 70 % im Bereich der

neuen Skiabfahrt, sodass man die

Platzverhältnisse optimal genutzt

hat.

Die maximale Förderkapazität beträgt

2 315 P/h, die Fahrzeit bei

einer Geschwindigkeit von 5 m/s

rund 6 Minuten. Das Seil mit einem

Durchmesser von 46 mm stammt

von Teufelberger, für die Elektrotechnik

zeichnete Siemens verantwortlich.

Die Kabinen des Typs UL-

TRA 8 S steuerte Carvatech bei. Bei

den Sesseln kam die neueste Modellreihe

von LEITNER zum Einsatz,

die mit Komfortpolsterung und Sitz-

TECHNIK

NEUE BAHNEN

heizung versehen ist. Damit wird

die Telemix-Anlage auch höchsten

Ansprüchen in punkto Sicherheit

und Bequemlichkeit gerecht.

Nach wenigen Wochen in Betrieb

zeigen sich die Bahnbetreiber sehr

zufrieden mit der getroffenen Wahl,

die neue Anlage erfülle ihre Erwartungen

voll und ganz. Vor allem Skischulen

nutzen die Möglichkeit mit

Kleinkindergruppen sicher auf die

Pisten zu kommen. Allerdings wissen

auch geübte Skifahrer das spezielle

Angebot des Sun Jet für sich

einzuplanen – so hat man nämlich

bemerkt, dass die Kabinen auch von

geübten Skifahrern gerne frequentiert

werden. Bei Schönwetter genießt

man eine Fahrt mit den bequemen

Sesseln. L/dwl

Die Bergstation

liegt auf 1 452

m Seehöhe.

Foto: LEITNER

Bei den Sesseln

handelt es sich

um die jüngste

Variante in der

LEITNER

Modellpalette.

Foto: LEITNER

1/2009 MOUNTAINMANAGER

39


TECHNIK

NEUE BAHNEN

DOPPELMAYR/GARAVENTA:

Hightech für das

größte Skigebiet Osttirols

Im Dezember 2008

wurde das Großglockner

Resort aus der Taufe gehoben.

Damit stehen den

Ski fahrern der Regionen

Kals und Matrei nun

110 Pistenkilometer und

eine Top-Infrastruktur zur

Verfügung.

Die Mittelstation

auf 1 971 m

Seehöhe.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

40

Das Großglockner Resort Kals Matrei

(www.gg-resort.at) macht seinem

Titel als größtes Skigebiet Osttirols

alle Ehre. So stehen für die

Gäste von Kals und Matrei 3 moderne

Kabinenbahnen, 6 Sesselbahnen,

6 Schlepplifte und 2 Skischullifte,

insgesamt also 17 Aufstiegsanlagen

bereit. Zum Skifahren und

Snowboarden laden 110 km Pisten

aller Schwierigkeitsgrade ein. Für

genügend Schnee zum Ausüben

Talstation 8 MGD

Kals. Fotos: dwl

des Wintersports verlässt man sich

nicht nur auf die Höhenlage, sondern

nutzt modernste Technik, sodass

90 % des gesamten Streckennetzes

beschneit werden können.

Besonders Familien und Genuss-Skifahrer

werden die freien Gipfelpisten

mit Panoramablick auf den

Großglockner schätzen. Ein Konditionstest

ist die mit 11,3 km längste

Talabfahrt vom Cimaross nach Matrei,

eine Herausforderung für ambitionierte

Wintersportler sind die

Blauspitzabfahrt und die Goldriedseevariante.

Zum Einkehren und

Entspannen laden 25 Jausenstationen,

Gasthäuser und Restaurants.

Kindertarife gibt es bis 18 Jahre, dazu

eine Skischule mit Skikindergarten,

Kinderlift und Zauberteppich in

Kals sowie das BOBO Kinderland in

Matrei. 25 km Loipen, idyllische

Winterwanderwege, Naturrodel-

bahnen, Eislauf- und Eisschießplätze

sowie Pferdeschlittenfahrten runden

das Angebot ab.

Perfekte Anbindung

Um das Großglockner Resort für die

Saison 2008/09 starten zu lassen,

wurden im Vorfeld umfangreiche

Investitionen durchgeführt. Ein wesentlicher

Aspekt dabei war die 8er-

Kabinenbahn Kals, die in 2 Sektionen

geführt wird und von DOPPEL-

MAYR gebaut wurde.

Die Einseilumlaufbahn wurde für

den Zusammenschluss von Kals und

Matrei völlig neu konzipiert. Mit

den Planungsarbeiten wurde vor 2

Jahren begonnen, Baubeginn war

im Mai 2008. Abgenommen wurden

Kals I und II am 4. Dezember,

am darauf folgenden Wochenende

konnte man den Publikumsverkehr

aufnehmen.


Die Trasse führt von Kals (1 354 m)

auf den Cimaross-Gipfel auf 2 621

m. Dabei wurde auf 1 971 m Seehöhe

eine Zwischenstation realisiert.

Die Nennfahrgeschwindigkeit

der Bahn beträgt 6 m/s, die Beförderungskapazität

1 600 P/h. Die

gesamte Fahrzeit liegt bei rund 14

Minuten.

Die Talstation, die eine verbaute

Fläche von 700 m 2 aufweist, wurde

in Holzbauweise errichtet, wobei

man in der Ausführung auf eine

harmonische Eingliederung in die

Landschaft Bedacht genommen

hat. So wurde auch eine Begrünung

der Dachfläche durchgeführt.

In der Talstation wurde der

vollautomatische Kabinenbahnhof

realisiert, der allen 84 CWA-Kabinen

des Typs OMEGA IV-LWI Platz

bietet. Befüllung und Entladung erfolgen

jeweils in Fahrtrichtung. Im

gleichen Gebäude befindet sich außerdem

noch eine Pistenfahrzeuggarage.

Um den Gästen größtmöglichen

Komfort zu bieten, wurde im Talstationsbereich

ein Skiverleih mit Skiservicestation

integriert. Sport Gratz

bietet damit eine ideale Anlaufstelle

für all jene, die neue Skier oder alternative

Wintersportgeräte ausprobieren

oder ihre Bretter optimieren

wollen.

Auf dem Weg in die Mittelstation

wurden 16 Rohrstützen und 1 Fachwerkstütze

realisiert. Stütze 6 stellt

dabei eine Besonderheit dar, da

man hier eine Trag- mit einer Niederhaltestütze

kombiniert hat.

Technische Daten 8 MGD Kals I + II

Kals I Kals II

Seilhöhe Talstation: 1 354,01 m 1 971,01 m

Seilhöhe Bergstation: 1 971,01 m 2 403,10 m

Höhenunterschied: 617 m 432 m

Bahnlänge (waagrechte Länge): 2 417,10 m 1 177,40 m

Betriebslänge (schräge Länge): 2 538,71 m 1 267,21 m

Mittlere Neigung: 36,69 % 36,69 %

Größte Neigung: 62,67 % 62,67 %

Anzahl und Art der

Streckenbauwerke: 1 Fachwerkstütze 8 Rohrstützen

16 Rohrstützen (6 Stützenstandorte)

(15 Stützenstandorte)

Spurweite: 5,20 m 5,20 m

Antrieb Lage: Zwischenstation

System des Hauptantriebes: 2 Motoren, 1 Getriebe, doppelrillige Antriebsscheibe

Motornennleistung/je Motor: 613 kW

Art und Lage der

Spanneinrichtung: Talstation und Bergstation/hydraulische Abspannung

Fahrzeuge

Art: 8 Personen Kabinen

Anzahl Teilstrecke I: 7 in den Stationen, 47 auf der Strecke

Anzahl Teilstrecke II: 7 in den Stationen, 23 auf der Strecke

Nutzmasse: 640 kg

Betriebsabwicklung

Nennfahrgeschwindigkeit: 6 m/s

kürzeste Folgezeit der Fahrzeuge: 18,4 s

kleinster Abstand der Fahrzeuge: 110,39 m

größte Förderleistung Bergfahrt: 1 600 P/h

größte Förderleistung Talfahrt: 1 600 P/h

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Die Mittelstation selber wurde dem

Naturschutz entsprechend in kompakter

Bauweise ausgeführt und erlaubt

einen Zustieg bergwärts. Hier

wurde auch der Antrieb positioniert.

Das System des Hauptantriebes besteht

aus 2 Elektromotoren mit Frequenzumformer,

1 Getriebe sowie

einer doppelrilligen Antriebsscheibe,

die hier erstmals von DOPPEL-

Einfahrt in die

Bergstation.

Die doppelrillige

Antriebsscheibe

wurde in Kals

erstmals eingesetzt.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

41


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Bergstation

Kals II mit

Adlerlounge.

Foto: GG-Resort

MOUNTAINMANAGER 1/2009

42

MAYR realisiert wurde. Mit dieser

Version der Antriebsscheibe war es

möglich, entscheidend Platz einzusparen

und dazu eine leichte Kurve

auszugleichen. Die Motornennleistung

des Antriebs beträgt 613 kW/

je Motor. Die Hauptstromversorgung

erfolgt von Matrei aus, über

Kals kann eine Reservestromversorgung

aufgebaut werden. Auf diese

Weise hat man sich für einen zuver-

Das Ingenieurbüro Melzer & Hopfner

aus Bregenz hat im Jahr 2008 wieder

9 Seilbahnprojekte realisiert und kommentiert

diese aus planerischer Sicht.

Davon berichtet Mountain Manager in

dieser Ausgabe über die 8 EUB Karlesbahn

(Kaunertaler Gletscher) und die

6 SBK Asitz-Gipfelbahn (Leogang),

weitere folgen in MM2/09.

Die 8 EUB Karlesbahn ist neu am Kaunertaler

Gletscher. Foto: Melzer & Hopfner

8 EUB Karlesbahn

Ruhig war es in den letzten Jahren

bestellt um das Tiroler Gletscherschigebiet

im Kaunertal. Seit der Er-

AUSFÜHRENDE FIRMEN:

Seilbahnbau: DOPPELMAYR

Elektrotechnik: DOPPELMAYR

Stromversorgung: Elektro Schubert

Gesamtplanung: Wohnbau Schultz

Seilbahntechnische Planung: Gaugelhofer & Ganyecz

Planung Restaurant, Lounge,

Panoramaterrasse und Sportshops: Atelier E. Pommer

Bautechnische Ausführung: Wohnbau Schultz

Seil: Fatzer

Ticket-System: SkiData

Kabinen: CWA

lässigen Bahnbetrieb gut abgesichert.

Von der Mittelstation zur Bergstation

findet man an 6 Stützenstandorten

8 Rohrstützen, wobei die Stützen

in diesem Bereich statisch so bemessen

wurden, dass sie der notwendigen

Lawinensicherheit von

Seilbahnen entsprechen. Die Bergstation

wurde gebäudetechnisch

mit dem Restaurant „Adlerlounge“

schließung des Kaunertaler Gletschers

Anfang der 80er Jahre hat es

keine gravierenden Verbesserungen

in puncto Seilbahnen und Gastro-

kombiniert, das durch seine großzügigen

Glasfenster eine unvergleichliche

Rundumsicht auf 63 Dreitausender

bietet. Wer noch näher an

die Bergwelt heran will, hat dazu auf

der Aussichtsplattform „Adlerhorst“

Gelegenheit. Ihre direkte Ausrichtung

auf den Großglockner eröffnet

den bestmöglichen Blick auf den

höchsten Berg Österreichs. dwl

Fachberichte Ingenieurbüro Melzer & Hopfner, Bregenz

Highlights am Kaunertaler

Gletscher und in Leogang

nomie mehr gegeben. Bis dato führten

vom Gletscherrestaurant aus lediglich

Schlepplifte in die Gipfelregionen,

die Komfortlatte war somit


Einfahrt in die Bergstation der

8er Gondelbahn „Karlesbahn“.

nicht allzu hoch gelegt. Erst durch

die Beteiligung der Pitztaler Gletscherbahn

GmbH & Co KG, vertreten

durch den Innsbrucker Steuerberater

Dr. Hans Rubatscher, konnte

der Dornröschenschlaf der Oberländer

beendet werden. Ein Ausbaukonzept

wurde erstellt und zur

Untermauerung der Denkansätze

das renommierte Büro Melzer &

Hopfner engagiert.

Erstes Etappenziel sollte die direkte

Erschließung der Karlesspitze werden.

Dieser Berg liegt direkt auf der

Grenze zu Italien und bietet einen

wunderschönen

Blick auf die umliegende Bergwelt

und auf den Reschensee. Die Trasse

wurde so gewählt, dass ein direkter

Anschluss an das Gletscherrestaurant

und natürlich an die benachbarten

Parkplätze entstand. Zudem

mussten alle Stützenstandpunkte

auf festem Fels zu liegen kommen.

Einzig die Bergstation machte von

vornherein etwas Kopfzerbrechen.

Aufgrund der Höhenlage musste

man mit Permafrost rechnen, was

sich dann in der Bauphase auch tatsächlich

zeigte. Die Probleme waren

derart massiv, dass das Geologenteam

Aichhorn – Wietek viele Stunden

vor Ort investieren musste, um

die Station sicher zu verankern.

Kabinen von Leitner

Das technische Konzept ist klar und

überschaubar. Es sieht eine 8er-Kabinenbahn

mit hohen Kabinen vor.

Antrieb und Abspannung sind im

Tal platziert. Die Anlage kann im

Endausbau 2 136 P/h befördern, der

Anfangausbau sieht 1 655 P/h vor.

Die technische Anlage wurde von

Leitner, Siemens und Teufelberger

geliefert, besonders in Erscheinung

treten die äußerst formschönen und

funktionellen Kabinen von Leitner.

Das bauliche Konzept sowie die Architektur

spiegelt deutlich die

Handschrift von Melzer & Hopfner

wider: klare Linien und optimale

Funktionsabläufe. Die Baukosten:

6,3 Mio. €, die Bauzeit: 6 Monate.

Bauverhandelt wurde die Anlage

am 24.6.2008 durch Mag. Schröttner,

die Betriebsbewilligung erfolgte

am 17.12.2008.

8 SBK Asitz-Gipfelbahn

in Leogang

Mit dem Bau der supermodernen

Asitz-Gipfelbahn (ca. 7 Mio. €) ist

den Leoganger Bergbahnen im 200

km großen Skicirkus Saalbach-Hinterglemm

ein Meisterstück gelungen.

Hochwertigste Technik wurde

mit zeitgemäßer Architektur zusammengeführt,

die orangen Bubbles

sind das Tüpfelchen auf dem „I“.

Wieder ein Meilenstein im immer

härter werdenden Konkurrenzkampf

der Wintersportregionen. In

den letzten Jahren haben die Leoganger

sehr viel Energie in die Beschneiung

ihrer Pisten investiert.

Letztes Nadelöhr bei den Seilbahnanlagen

war die Verbindung zwischen

dem Asitzbereich und der sogenannten

Mulde. Diese funktionierte

über eine fix geklemmte 4er

Sesselbahn so recht und schlecht,

die Förderleistung war zu gering

und der Komfort nicht mehr up to

date. Man wollte sich jedoch nicht

damit begnügen, diese Schlüsselanlage

nur irgend wie zu ersetzen,

sondern hier mussten viele Zukunftsvisionen

mit verpackt werden.

Für diese anspruchsvolle Aufgabe

engagierte man die langjährigen

Planungspartner Melzer &

Hopfner aus Bregenz.

Basierend auf einer Gesamtstudie

des Leoganger Bereiches, welche

auch eine zweite Zubringer-Schiene

vom Ortsbereich Leogang aus ein-

TECHNIK

NEUE BAHNEN

schließt, wurde eine Hochleistungsbahn

auf höchstem Niveau konzipiert.

Die Talstation wurde ca. 350 m talwärts

verlegt, um alle bestehenden

aber auch die „visionären“ Skipisten

optimal zu fokussieren. Trotz benachbartem

Quellschutzgebiet (7

Quellen) konnte der Schierschließungskommission

des Landes Salzburg

ein schlüssiges Konzept geliefert

werden, welches ein sehr großes

Bauvolumen gekonnt in die

Landschaft integriert.

Technische Daten: 8 EUB KARLESBAHN

(Klammerwerte Anfangausbau)

Förderleistung: (1 655) 2136 (P/h)

Fahrgeschwindigkeit: 6,00 (m/s)

Folgezeit: (17,40) 13,48 s

Gehängeabstand: (104,39) 80,90 m

Fassungsraum Kabinen: 8 Pers.

Spurweite Strecke: 6,10 m

Höhe Talstation: 2752 m

Höhe Bergstation: 3107 m

Höhenunterschied: 355,18 m

horizontale Bahnlänge: 1 571,52 m

schräge Bahnlänge: 1611,10 m

mittlere Neigung: 22,60 %

Fahrzeit: 4,61 min

Antrieb: Tal Brücke

Abspannung: Tal

Anzahl Fahrbetriebsmittel: (31 + 7) 40 + 9 Stk.

Anzahl Stützenstandpunkte: 9 Stk.

Motorleistung Betrieb: (431) 487 kW

Anfahren: (551) 617 kW

Seil ø: 46/6x36/2060 mm

1/2009 MOUNTAINMANAGER

43


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Bergstation

8 SBK Asitz-Gipfelbahn.

Bei den

Fassaden wurde

aus dem Aushub

gewonnenes Gestein

verarbeitet.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

44

Trasse kreuzt

Materialseilbahn

Die Bergstation liegt unverändert,

hier wurden lediglich die Anbindungen

an die bestehenden Pisten optimiert.

Die ansonsten problemlose

Trassenführung hat dennoch eine

Besonderheit zu bieten, die das Projekt

beinahe zu Fall gebracht hätte.

Die neue Bahn kreuzt eine Materialseilbahn

in der Form, dass die Materialseilbahn

über der Sesselbahn

liegt. Klingt unspektakulär, ist in der

Praxis aber fast unmachbar. Dazu

die Planer: „Nachdem die Materialseilbahn

ein deutlich geringeres Sicherheitsniveau

als moderne CEN-

Bahnen aufweist, stellt diese durch

Technische Daten

8 SBK ASITZ-GIPFELBAHN

(Klammerwerte Anfangausbau)

Förderleistung: (3198) 3665 P/h

Fahrgeschwindigkeit: 5,00 m/s

Folgezeit: (9,01) 7,86 s

Gehängeabstand: (45,03) 39,29 m

Fassungsraum Sessel: 8 Pers.

Spurweite Strecke: 7,30 m

Höhe Talstation: 1 646m

Höhe Bergstation: 1 874 m

Höhenunterschied: 228,00 m

horizontale Bahnlänge: 1 044,00 m

schräge Bahnlänge: 1 068,61 m

mittlere Neigung: 21,84 %

Fahrzeit: 3,72 min

Antrieb: Berg – Brücke

Abspannung: Tal

Anzahl Fahrbetriebsmittel: (48 + 6) 55 + 7 Stk.

Anzahl Stützen: 12 Stk.

Motorleistung Betrieb: (486) 524 kW

Anfahren: (593) 638 kW

Seil ø: 48/6 x 36/2160 mm

die Überführung ein nur sehr

schwer beherrschbares Sicherheitsrisiko

dar“. Hier waren zähe Verhandlungen

mit BMVIT, Landesregierung

und Agrarbehörde erforderlich,

die an die Grenzen des

Machbaren stießen.

Die neue Sesselbahn spielt jedenfalls

alle nur erdenklichen Stückerln. Die

enorme Förderleistung von 3 700

P/h ist notwendig, um auch zukünftige

Transportaufgaben problemlos

bewältigen zu können. Vorerst genügen

3 200 P/h, bis die neue Zubringerbahn

vom Tal aus realisiert

wird.

Besonderen Wert wurde auf den

Komfort der Fahrgäste gelegt. Komfortsitze,

Sitzheizung etc. sind heutzutage

ja schon Standard, neu und

spektakulär sind aber die orangen

Bubbles. Diese vermitteln dem Fahrgast

ein herrliches, optisches Erlebnis,

die Landschaft präsentiert sich

in einem herrlich weichen Licht, das

Feeling ist sensationell.

Technik mit Bezug zum

Pinzgauer Baustil

Architektonisch wird einiges geboten.

Die Konzepte von Melzer &

Hopfner wurden vom heimischen

Baumeister Waltl Fred „künstlerisch“

überarbeitet, um einen besonderen

Bezug des Pinzgauer Baustils

zur Technik herzustellen. Das

aus dem Aushub gewonnene Gestein

wurde in einer aufwendigen

Technik (Gambionen) als Fassadenelement

gewonnen, massive Holzkonstruktionen

in der Talstation sollen

den Bezug zur Natur verstärken.

Die technische Anlage sieht einen

starren Brückenantrieb am Berg sowie

eine hydraulische Seilabspannung

im Tal vor. Die modernen 8er

Sessel sind mit äußerst bequemen

Komfortsitzen – natürlich beheizt –

ausgeführt, die stylischen, orangen

Bubbles symbolisieren Fun und Party.

Geliefert wurde die Anlage von Doppelmayr,

Siemens und Teufelberger,

sämtliche Bauarbeiten wurden von

heimischen Firmen durchgeführt

(Bauzeit 5 Monate). Die Baugenehmigung

wurde nach äußerst zähen

Verhandlungen am 20.5.2008 von

Dr. Moyzisch erteilt, die Betriebs -

bewilligung am 21.10.2008 durch

Fr. Mag. Wessely.

Die neue 8er Sesselbahn in Leogang mit den orangen Bubbles verbindet

hochwertigste Technik mit zeitgemäßer Architektur.


Offizieller Partner des

Österreichischen Skiverbandes

www.lenkosnow.com

Einfach durch

Automatisierung

Guten Schnee zu produzieren ist eine Kunst. Durch

die häufig wechselnden Wetterverhältnisse in den

Skigebieten ist es beinahe unmöglich, mit einem

manuellen System eine optimale Beschneiung zu

erreichen. Deshalb verwenden wir in unseren

Systemen Komponenten, die den Alltag des

Schneipersonals vereinfachen. Mit einem vollautomatischen

System können die Schneeerzeuger

jederzeit über das Leitsystem SNOWNet gesteuert

werden.

www.syre.se


TECHNIK

FIRMEN NEWS

LEITNER TECHNOLOGIES:

Neuer Unternehmensstandort

eröffnet

MOUNTAINMANAGER 1/2009

46

Der neue Firmensitz von LEITNER TECHNOLOGIES, Colorado/USA. Fotos: LEITNER TECHNOLOGIES

Am 26. Januar wurde in Grand Junction, Colorado/USA, die neue Produktionsstätte von

LEITNER TECHNOLOGIES ihrer Bestimmung übergeben. Zu den Feierlichkeiten fand sich eine

hochrangige Delegation aus Sterzing mit Präsident Michael Seeber ein, Ehrengast war Bill Ritter,

Gouverneur von Colorado.

Grand Junction im US-Bundesstaat

Colorado hat rund 46 000 Einwohner

und liegt auf 1 463 m Seehöhe

in der Mitte des Grand Valley, einem

fruchtbaren Tal des Colorado River.

Das neue Firmenareal befindet sich

im Bookcliff Technology Park, in unmittelbarer

Nähe des früheren Sitzes

von LEITNER-POMA of America

in Foresight Park. Dieser Standort

war nach 25 Jahren zu klein geworden,

sodass man sich zu einem Neubau

entschloss.

Zur Eröffnungsfeier fanden sich u. a.

ein: Michael Seeber, Präsident von

LEITNER TECHNOLOGIES (Mitte),

Gouverneur Bill Ritter (rechts) und Jean

Gauthier, Präsident von POMA (links).


In einer Bauzeit von zwölf Monaten wurden eine

9 000 m² große Werkshalle mit Büroräumlichkeiten

für LEITNER-POMA of America sowie ein Servicezentrum

und Ersatzteillager für PRINOTH Pistenfahrzeuge

realisiert. Die Investition betrug 15

Millionen Dollar.

Wirtschaftskrise getrotzt

Die beiden Unternehmen der LEITNER Gruppe

haben ihre Tätigkeit am 7,3 Hektar großen Gelände

bereits Ende 2008 aufgenommen. Im modernen

Neubau steht den 100 Mitarbeitern nun

doppelt so viel Platz zur Verfügung wie am alten

Standort, sodass die Arbeitsabläufe optimiert

werden konnten.

Von Grand Junction aus wickelt die LEITNER

Gruppe die technische Planung, die Produktion,

die Montage und den Kundenservice für Nordamerika,

Australien und Neuseeland ab. Zusätzlicher

Raum wird außerdem für die beiden jüngsten

Erfolge von LEITNER TECHNOLOGIES benötigt:

Windkraftanlagen (Leitwind) und urbaner

Personentransport (MiniMetro).

„In Telfs, Österreich haben wir vor wenigen Monaten

einen neuen Standort eröffnet, der die Produktbereiche

unserer Gruppe vereint“, so Michael

Seeber, Präsident von LEITNER TECHNOLOGIES.

„Auch hier in den USA haben wir nun unsere

verschiedenen Tätigkeiten an einem Ort zusammengelegt,

um potentielle Synergien besser ausschöpfen

zu können.“

Und auch Bill Ritter, Gouverneur von Colorado,

zeigte sich erfreut über die Betriebsansiedelung.

Er bedankte sich und betonte: "Es ist motivierend

Gouverneur Bill Ritter (rechts) heißt Michael Seeber mit

Handschlag willkommen.

TECHNIK

FIRMEN NEWS

und besonders erfrischend in diesen Zeiten, in denen eine schlechte Wirtschaftsnachricht

auf die andere folgt, von einer positiven Erfolgsstory zu hören.“

Für die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeierlichkeiten sorgte eine

fünfköpfige Bläsergruppe der Sterzinger Leitner Werkskapelle, die bei dieser

Gelegenheit ihren amerikanischen Kollegen einen Besuch abstattete und

großen Anklang fand.

PERFEKT FILTRIERT. GARANTIERT.

Rückspülfilter für ungetrübtes Schivergnügen

� auch für einen niedrigen Betriebsdruck geeignet

� vollautomatische Reinigung ohne Betriebsunterbrechung

� zuverlässige Filtertechnik bis 64 bar

� große Auswahl an Filtereinsätzen

� kompetenter Partner für Ihren Einsatz

Schmachtl GmbH, Zentrale: A-4020 Linz, Pummererstraße 36

Tel.: (0732) 7646-0 Fax: (0732) 785036

E-Mail: office.linz@schmachtl.at www.schmachtl.at

Niederlassung Innsbruck: A-6020 Innsbruck, Höttinger Au 20

Tel.: (0512) 26 50 60 Fax: (0512) 26 61 51

E-Mail: office.ibk@schmachtl.at

1/2009 MOUNTAINMANAGER

47


MANAGEMENT

Rudi Lapper jun., Skischule Kirchberg

Mehr Transparenz durch den

QUALITY AWARD

MOUNTAINMANAGER 1/2009

48

Interviewpartner

Rudi Lapper jun.,

Skischulleiter von

Kirchberg in Tirol.

Fotos: SS Kirchberg

Logo des „Quality

Award“, dem neue

Qualitätsgütesiegel

für Tiroler

Skischulen.

MM: „Schildern Sie bitte Ihren Ihr beruflichen

Werdegang bis zum Kirchberger

Skischulleiter im Zeitraffer.“

Lapper:

„Der klassische Einstieg erfolgte

über den Skisport ,als Renn- und

Kaderläufer‘. Nach meiner staatlichen

Skilehrerausbildung wurde ich

1992–1995 vom österreichischen

Skipapst Prof. Hoppichler an das

Bundessportheim St. Christoph am

Arlberg, als Ausbilder für Diplomskilehrer

verpflichtet. Durch diese Verpflichtung

konnte ich beim INTER -

SKI-Kongress 1991 in St. Anton und

1995 in NOZAWAONSEN ( Japan),

als aktives Mitglied der österreichischen

Demonstratorengruppe,

die damalige aktuelle Skilehrtechnik

präsentieren. Es folgte danach über

SERIE: 61

Die 195 Tiroler Skischulen genießen weltweit einen

hervorragenden Ruf. Bei der jährlichen Vollversammlung

des TSLV wurde erstmals das Gütesiegel „Quality

Award – Snowsport Tirol 2008“ u. a. an die Skischule

Kirchberg übergeben.

Bewertet und überprüft wurden dabei z. B. die Betriebsorganisation

und deren Ablaufeffizienz inkl.

Mitarbeiterschulung, das Ausbildungsumfeld für

Gäste und die Sicherheitsmaßnahmen, das Kinderland

etc. Dieser weitgefächerte Forderungskatalog

wird laufend von den fachlichen Gremien u. a. Tirol

Werbung überprüft bzw. soll eine weitere Qualitätssteigerung

im Skischulbereich bewirken. Das folgende

Interview wurde mit dem „ausgezeichneten“ Skischulleiter

Rudi Lapper jun. von Hans F. Popp geführt.

15 Jahre eine Ära als Skidemonstrator

in Japan. Seit 1995 bin ich Leiter

der nun mit dem ,AWARD‘ ausgezeichneten

Skischule in Kirchberg/

Tirol. Um mein Fachwissen und internationale

Erfahrung an die auszubildenden

Schneesportlehrer weiterzugeben,

habe ich das Angebot

des Tiroler Skilehrerverbandes als

Ausbildungsleiter vor einigen Jahren

angenommen."

MM: „War die Award-Verleihung

eine besondere Auszeichnung für ihre

Skischule?“

Lapper:

„Nicht nur für die Skischule, sondern

auch für alle unsere Mitarbeiter

und den Skischulpartnern. Speziell

die Mitarbeiter werden jetzt noch

mehr Spaß daran haben, ihren

Schützlingen das Carven beizubringen.

Der Quality-Award ist also eine

Bestätigung dafür, dass wir uns an

den bisher vorgegebenen und gelebten

Qualitätskriterien weiterhin

orientieren werden.“

MM: „Welche Skischulbereiche waren

von der Qualitätskontrolle betroffen?“

Lapper:

„Es wurden alle vorgegebenen internen

und externen Skischulbereiche

überprüft. Zu den internen Bereichen

zählte der Kundenkontakt,

die Büroorganisation, Skischulumfeld,

Mitarbeiterinformation, Notfallmanagement,

etc. Die gleichen

strengen Kriterien wurden auch bei

den Partnern der Skischule im externen

Bereich gefordert. Schwerpunkte

waren dabei u. a. die Kinderskischule

mit ihren speziellen kindergerechten

Skigelände, der allgemeinen

Mittagsbetreuung, Kindertransport

und den von der Skischule

organisierten Partys für diese Altersgruppe.“

MM: „Wie erkennt nun der Skischulgast

eine zertifizierte Tiroler Skischule

?“

Lapper:

„Signifikant dabei ist das neu geschaffenen

Logo, dass auch als


Markenplattform dient. Der Gast

erkennt dieses Qualitätsgütesiegel

sofort auf der Homepage, im Skischuleingangsbereich

etc. und

kann sich darauf verlassen, dass diese

Skischule den hohen Ansprüchen

einer strengen Qualitätskontrolle

gerecht wurde.“

MM: „Gibt es einen Vorteil für die

Skischulgäste durch das Qualitätssiegel?“

Lapper:

„Dem Skischulgast wird noch mehr

Transparenz bei der Auswahl der

Skischule angeboten. Das komplette

und überprüfte Leistungsspektrum

einer Skischule steht somit

dem Gast zur Verfügung. Er kann

nun wesentlich leichter entscheiden,

welche angebotenen Leistungen

er für sich selbst wählt oder welche

Leistungen er weiter empfiehlt.

Dabei kann es sich um Leistungen

im Behindertensport handeln, oder

für eine ganze Gruppe, wie dem 50

PLUS –Bereich.“

MM: „Wurden die Qualitätskriterien

von den Skilehrern mitgetragen?“

Lapper:

„Selbstverständlich! Zufriedene Mitarbeiter

sind das wertvollste Gut in

einem Unternehmen. Umso mehr

wir unsere Mitarbeiter in den bestehenden

Qualitätsprozess einbinden,

umso größer ist die messbare

Gästezufriedenheit. Wir legen daher

besonderen Wert auf eine funktionierende

interne Kommunikation,

wobei jeder Skilehrer seine Ideen

konstruktiv einbringen kann oder

die unserer Gäste. Die Rückmeldung

unserer Gäste – über aufgelegte

Fragebögen – werden analysiert

und geben Aufschluss darüber,

wie Skilehrer, das Skischulumfeld,

etc sich positiv oder negativ präsentiert.“

MM: „Hat der Qualitätscheck ein

Verbesserungspotential in der Skischule

aufgezeigt?“

Lapper:

„Betriebsblindheit ist ein Faktor, der

in jedem Betrieb einmal Einzug hält.

Selbstverständlich wirkt eine Qualitätsprüfung

wie ein Spiegel, der

dem Unternehmen vorgehalten

wird. Dann erst erkennt man die Lü-

MANAGEMENT

Rudi Lapper war früher nach der staatl. Skilehrerausbildung Renn- und Kaderläufer sowie Skidemonstrator

in Japan. Heute fungiert er u. a. auch als Ausbildungsleiter des Tiroler Skilehrerverbandes.

cken zwischen dem Unternehmen

und dem Skischulgast. Dazu ein einfaches

Beispiel aus der Quality-Auswertung:

Seit Jahren beschäftigt unsere Skischule

einen eigenen Skilehrer für

die Videoanalyse. Dieser „Kameraskilehrer“

ist während der Unterrichtszeit

auf den Pisten unterwegs,

um die ausgewählten Skigruppen

live zu erfassen. Diese Videoanalyse

der Skischulgäste und der fachliche

Skilehrerkommentar dazu bilden

danach eine Einheit und soll so den

Lerneffekt der Gäste verstärken – eine

Serviceleistung unserer Skischule,

die bisher nicht beworben wurde.

Durch die Qualitätsprüfung erfolgt

jetzt ein Hinweis auf dieses kostenlose

Zusatzservice.“


MANAGEMENT

MOUNTAINMANAGER 1/2009

50

MM: „Werden für die kommende

Saison neue Dienstleistungen angeboten?“

Lapper:

„Es gibt kein perfektes Unternehmen

für Dienstleistungen – auch wir sind

dies nicht. Wir versuchen aber immer

gerne Anregungen in unsere

Konzepte einzubinden. Derzeit ist sicher

die 50 PLUS -Generation, Wieder-Einsteiger

und abgestimmte

Frauenkurse in der Skischule ein Thema.

In enger Kooperation mit den

Hoteliers, der Bergbahn und uns lassen

sich sicher neue und kreative Geschäftsfelder

eröffnen – zum Vorteil

aller. Sicher ist jedoch, dass 50PLUS-

Kurse von uns nächste Saison extra

angeboten und als Schwerpunktthema

beworben werden.“

MM: „Ist die Präsentation der Skischule

in den elektronischen Medien

ein ,Marketing-Plus‘?“

Lapper:

„Unsere Homepage wird ständig erneuert

und den Geschäftsfeldern

angepasst. Wir wollen noch näher

an den Gast mit unserem Informationsangebot.

Durch diesen Zertifizierungsprozess

werden bisher

nicht genützte Skischulressourcen

wiederentdeckt und angesprochen.

Dazu zählt sicher unser „no Handicapservice“

mit geprüften SchneesportlehrerInnen,

oder die Aktivitäten

der Skischule im Verband der

Tourismuswirtschaft.

Dabei wollen wir den sportlichen

Stellenwert der Skischule durch Vorführungen

herausheben wie z. B.

bei der Neujahrsparty oder der

Happy Skinight auf unserer Skiwiese.

Kurze Videosequenzen sollen für

Gäste auf der Homepage bereitgestellt

und als Marketing-Plus verstanden

werden. Auch unsere Partner

wie z. B. die Tirolwerbung und

Die Skischule Kirchberg ist auch für ihr

„No Handicap-Service“, – die Leistungen

im Behindertensport – bekannt.

der Tiroler Skilehrerverband, Bergbahnen,

Tourismusverband, uvm.

sind ein wesentlicher Eckpfeiler in

unserer elektronischen Vernetzung

ganz frei nach dem Motto: Sie erreichen

uns überall!“

MM: „Schwerpunkte der Skischule in

der Saison 2008/2009?“

Lapper:

„Die aufgezeigten Verbesserungsmöglichkeiten

wollen wir schon in

dieser Saison beginnen ,abzuarbeiten‘.

Verbesserungsmöglichkeiten

sind aber auch wesentlicher Punkt

in der Mitarbeitermotivation. Sie

sollen jetzt verstärkt in diesen Chance-Prozess

eingebunden werden

bzw. sich zur Qualitätssicherung

einbringen.“

MM: „Die Zukunft des „Quality

Award-Snowsport Tirol“?

Lapper:

Eine Zukunftsweisende Idee für

den Skischulgast und die Skischulen.

Viele Tiroler Skischulen werden

die Gunst der Stunde nutzen und ihren

Betrieb ebenfalls einer strengen

Qualitätsüberprüfung unterziehen.

Der Gast hat so ein weiteres Kriterium

bei der Wahl seines Urlaubstandortes

und seiner persönlichen

Skischule.“

MM: „Herr Lapper, wir danken für

dieses Interview und nochmals Glückwünsche

zum Quality-Award.“


Das Dachstein-Hochplateau mit

dem beeindruckenden Felsmassiv

des Krippensteins bietet eine perfekte

Spielwiese für Freerider, Tourengeher,

Schneeschuhwanderer und

andere Wintersportler. Die wilde,

zerklüftete Felslandschaft birgt jedoch

hochalpine Gefahren, die für

den Laien oft sehr schwierig abzuschätzen

sind. Bergbahnunternehmen

können abseits der Piste keine

Präparierungen, keine Sicherheitsabfahrten

und damit auch keine

Haftung übernehmen. Um Erholung

suchenden Gästen trotzdem

zu helfen, in kritischen Momenten

im Gelände die richtige Entscheidung

zu treffen, setzt die Freesports

Arena Krippenstein auf aktive Information.

So findet sich z. B. auf der Website

www.krippenstein.com eine vollständige

Checkliste für sicherheitstechnische

Vorkehrungen im Gelände,

aber auch ein Appell an die Eigenverantwortung.

„Trefft sorgsame

Entscheidungen, seid nicht

leichtsinnig, im Zweifelsfall lieber

ein Ride weniger als eine Lawine zu

viel! Ihr seid da draußen auf Eure absolut

eigene Gefahr!“ lautet die Botschaft

der Krippenstein-Verantwortlichen.

Beste Voraussetzungen

Outdoor Leadership, lokaler Anbieter

für Skikurse auf und abseits der

Piste, informiert direkt in der Talstation

auf einer Tafel über Lawinensituation,

Schneebeschaffenheit, zu

meidende Zonen und allgemeine

Wetterdaten. Dort können sich

auch Nicht-Kunden die aktuellsten

Informationen zu Gefahren im Gelände

von den erfahrenen Guides

holen. Ein Mitglied der Outdoor

Leadership Crew fährt täglich um 7

Uhr früh zur ersten Beurteilung der

Schneesituation vom Berg ab.

Im Sportshop Janu in der Talstation

wird Sicherheitsmaterial wie Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte,Helme,

Freeride-Ski und komplett ausgestattete

Sicherheitsrucksäcke zum

Ausleihen oder Kaufen angeboten.

Fred Höll, Ortsstellenleiter der Bergrettung

Obertraun, bietet Sicherheitstage

für die Bevölkerung an,

um durch umfassende Information

Unfällen vorzubeugen. „Grundvoraussetzung

für einen sicheren Tag

im Gelände sind eine gute Ausrüstung

mit Lawinen-Verschütteten-

Suchgerät, Helm, Rucksack mit

Schneeschaufel, Lawinensonde und

Erste-Hilfe-Set und natürlich sich

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

Krippenstein:

Auf der sicheren Seite!

Skifahren erfordert Sicherheitsmaßnahmen, das hat die Diskussion der letzten Wochen deutlich

gezeigt. Noch größere Vorsicht ist im freien Gelände geboten. Lawinen und Dolinen sind nur zwei

der Gefahren, die im hochalpinen Gelände lauern. Die Freesports Arena Krippenstein, der Hotspot der

Freerider-Szene, bietet ein spezielles Informationsservice für ihre Gäste und versucht, damit das Risiko

zu minimieren.

vorher über die aktuelle Wetter- und

Lawinensituation zu erkundigen“,

betont der erfahrene Bergretter.

Einer, der am Krippenstein jeden

einzelnen Felsen wie seine Westentasche

kennt und schon so manchen

in Bergnot Geratenen aus seiner

misslichen Lage befreit hat, ist

der Lodge-Wirt Toni Rosifka. Er weist

auf die Vorreiterrolle der Freerider in

punkto Sicherheitsausrüstung hin

und fügt hinzu, dass die Erfahrung

der unbegrenzten Freiheit und des

Berg-Abenteuers unmittelbar mit

dem vorhandenen Risiko zusammenhängt.

i Infos:

www.krippenstein.com

Die richtigen

Informationen

schützen vor

Gefahren. Foto:

Heli Putz/Outdoor

Leadership

1/2009 MOUNTAINMANAGER

51


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

MOUNTAINMANAGER 1/2009

52

Wyssen: Wirtschaftlicher

Lawinenschutz mit System

Seit gut 10 Jahren ist der aktive Lawinenschutz das zweite Standbein der über 80 Jahre agierenden

Wyssen Seilbahnen AG aus Reichenbach (CH) und macht ein Drittel der Aktivitäten aus. Mit der

Produktlinie Wyssen Avalanche Control bietet sie heute eines der umfassendsten Programme in der

kontrollierten Lawinenauslösung. Allen Wyssen-Lösungen gemein ist das effiziente Prinzip der

Überschneesprengung, gepaart mit größtmöglicher Witterungsunabhängigkeit, geringem

Wartungsaufwand und hoher Sicherheit.

Berührungspunkte zwischen dem

Wyssen-Stammbetrieb und dem

noch jungen Zweig Wyssen Avalanche

Control gibt es seit vielen Jahren,

etwa seit in den Siebzigern Wyssen-Seilkrane

verstärkt beim Bau von

Lawinenverbauungen eingesetzt

wurden und natürlich in der Konstruktion

von Lawinensprengbahnen,

die noch heute zum Leistungsprogramm

des rund 40 Mitarbeiter

großen Betriebs zählen. „Diese Erfahrungen

aus dem Extremlagenbau

und dem Design widerstandsfähiger

Stahlkonstruktionen flossen

natürlich direkt in die Entwicklung

unseres eigenen Lawinenschutz-

Programmes,“ erklärt Samuel Wyssen.

Gemeinsam mit Geschäftsfüh-

rer Jakob Wyssen führt der 38jährige

Maschinenbau-Ingenieur und begeisterte

Alpinist das Familienunternehmen

als kaufmännischer Leiter

heute in dritter Generation.

Hinzu kam die enge Zusammenarbeit

mit Lawinenforschern und Geotechnikern

sowie mit Praktikern aus

öffentlichen und privaten Körperschaften:

„Im Laufe der Jahre hat

sich die kontrollierte Überschneeauslösung

durch großflächige

Druckwellen, egal ob mit klassischen

Sprengstoffen oder Gasgemischen

aus stationären Verpuffungsrohren

bzw. heli-gestützten Zündmechanismen,

als effizientestes Verfahren

durchgesetzt“, resümiert

Samuel Wyssen.

Mit ihrer Ver fügbarkeit über die gesamte

Saison beugen die Wyssen-Lawinensprengmasten

einzeln oder im Verbund

zuverlässig Lawinengefahren vor: wie

hier am Gornergrat in Zermatt.

Denn eine Lawine ist kein statisches

Gebilde, das sich an einer bestimmten

Stelle immer wieder gleich aufbaut,

sondern sich durch Wind-

oder Temperatureinflüsse ständig

verändert. Entsprechend wechseln

die ‚Hot Spots’, jene sensiblen Punkte,

die man innerhalb der Anrisszonen

treffen muss, um die Lawine

auszulösen. Überschneesprengungen

mit Detonationen um 1 bis 3

Meter über der Schneeoberfläche

erzeugen hochfrequente Druckwellen

mit großen Wirkradien und erreichen

so zuverlässig alle potenziellen

Hot Spots. „Unser Ansatz waren

zuverlässige Systeme, die in potenziellen

Gefahrenzonen alle Anforderungen

an Prävention, Sicherheit

und Effizienz erfüllen und dabei für

den Betreiber ein Höchstmaß an

Wirtschaftlichkeit bieten.“

Lawinenschutz nach Maß

Insgesamt vier Systeme umfasst die

Wyssen Avalanche Control und

bietet damit nach eingehender

Vor-Ort-Erkundung eine Lösung für

nahezu alle typischen Lawinen-

Gefährdungen. „Grundsätzlich setzen

wir auf die wetterunabhängige

Fernauslösung – nur sie garantiert

den zeitgerechten Eingriff ohne

Gefährdung des Personals,“ unterstreicht

Samuel Wyssen.

Neben den fix installierten Wyssen-

Sprengmasten leisten das auch


der funkferngesteuerte Wyssen-Ladungsabwerfer

mit zwei oder vier

5-kg-Sprengladungen zur Effizienzsteigerung

klassischer Sprengseilbahnen

oder die Avalancheur-Gasdruckkanone.

Mit Reichweiten bis

2 000 Metern verschießt das französische

System explosive Pfeilgeschosse

in besonders exponierte Zonen

mit vielen kleineren Anrisszonen.

Ein Aufschlagszünder zündet

den 2-Komponenten-Flüssigsprengstoff

(2,2 kg) im 1,80 m langen Avalancheur-Pfeil,

der mit effizienter

Überschneewirkung detoniert. Einmal

„fest eingeschossen“ arbeitet

die fix installierte Avalancheur-Kanone

auch ohne Sicht (Dunkelheit, Nebel)

und wird damit zur echten und

meist einzigen Alternative zu stark

wetterabhängigen Heli-Einsätzen. In

diesem Licht ist auch der spezifische

Avalancheur-Kostenmix aus niedrigen

Hardware-Investitionen und

vergleichsweise hohen Betriebskosten

von rund 400 CHF/Schuss zu bewerten.

Zum Vergleich: eine klassische

Heli-Abwurfsprengung kann

bei normaler Verfügbarkeit des Fluggeräts

mit ca. 100 Franken/Schuss

angesetzt werden – allerdings bei

starken Einschränkungen im All -

wetter-Einsatz, der Arbeitssicherheit

und letztlich dem Wirkungsgrad der

Abwurfladungen. Derzeit sind alleine

in der Schweiz ein knappes Dutzend

Avalancheure im Einsatz.

Erfolgsprodukt

Sprengmasten

Auch bei ihren Hauptprodukten,

den selbst entwickelten Wyssen-

Sprengmasten, setzen die Reichenbacher

kompromisslos auf Effizienz

und Sicherheit, halten dabei dennoch

die Kostenseite im Blick. Beide

Modelle – der „große“ Lawinensprengmast

LS12-5 und der Mini-

Sprengmast 4-5 – werden lediglich

per 4-Punkt-Felsanker direkt in den

Anrisszonen positioniert. Die speziell

berechneten Mastkonstruktionen

tragen ein Magazin mit meh -

reren 5-kg-Sprengladungen. Per

Funksignal wird eine Magazinkammer

geöffnet, im Fallen zündet die

Ladung und detoniert zeitverzögert

an einer Halteschnur im definierten

Abstand zur Schneeoberfläche. Die

Druckwelle erreicht Wirkradien bis

130 Meter und löst zuverlässig die

Schneemassen.

Der Mini-Sprengmast ist für gut zugängliche

Zonen konzipiert und

wird entsprechend über eine Elektro-Erdleitung

mit Energie versorgt.

Das Aufmunitionieren des 4-schüssigen

Magazins erfolgt manuell am

Berg, die Einzelauslösung der

Sprengladungen nach schlüsselgesicherte

Aktivierung der Stromzufuhr

aus sicherer Entfernung per

Handfunksignal.

Für exponierte Lagen bietet Wyssen

seinen Lawinensprengmast mit

Wechselmagazin. Zwölf Ladungen

und die vollautarke Solarspeisung

gewährleisten eine kontinuierliche

Betriebsbereitschaft am Berg meist

über die gesamte Saison. Aufmunitioniert

wird sicher im Tal, Handling

und Transport zu Saisonbeginn und

-ende oder im Bedarfsfall übernimmt

ein Hubschrauber, wobei die

speziell entwickelte Heli-Klinke das

Auf- und Absetzen des Magazins am

Mastkopf ohne teuren Flughelfer ermöglicht.

Im hermetisch abgedichteten

Magazin sitzt die gesamte Mechanik,

die per codiertem Funksignal

über eine PC-Steuerung aktiviert

wird. Die Steuerung erlaubt die einfache

Vernetzung mehrerer Lawinen-Sprengmasten

ebenso wie die

Einbindung von Wettersensoren als

Entscheidungshilfe für die Sprengberechtigten.

Großes Potenzial

Insgesamt 117 inzwischen platzierte

Lawinensprengmasten – teilweise

in Großanlagen mit bis zu 40 Einzelmasten

– zeugen vom großen Erfolg

der Wyssen-Technologie. „Dort wo

unbemannte Sprengsysteme zugelassen

sind, sehen wir auch weiterhin

ein großes Potenzial für unsere

Technik,“ erklärt Samuel Wyssen.

„Zumal wir neben der allgemein an-

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

erkannten Effizienz immer noch

führend im Verhältnis Preis/Leistung

sind.“ Weitgehend standardisierte

Bauteile und ein vergleichsweise geringer

Investitionsbedarf für Montage

und Infrastruktur sprechen hier

für die Wyssen-Sprengmasten, wobei

die „kleine“ Lösung Mini-

Sprengmast im internen Vergleich

bei rund 50 % der Gestellungskosten

eines vollautarken Wechselsystems

liegt. Ein ähnliches Bild bei den

Betriebskosten: rund 200 CHF/

Schuss setzt Samuel Wyssen inklusive

aller Kosten für Mann- und Heli-

Stunden sowie den umfangreichen

Wyssen-Vertragsservice bei den

Wechsel-Sprengmasten an, auf

durch schnittlich 100 CHF/Schuss

kommen die manuellen Mini-

Sprengmasten.

Und so wird der Anteil der Lawinenschutz-Technologie

im Hause Wyssen

weiter steigen – nicht zuletzt

durch eine intensivere Marktbearbeitung,

wie etwa durch den neuen

österreichischen Service-Standort

Alpintechnik Wolf in Grinzens bei

Innsbruck.

Schon für den Sommer diesen Jahres

ist jedenfalls der Ausbau des

rund 2,2 ha großen Stammsitzes

Reichenbach um weitere 1 000 m 2

Hallenfläche geplant. tb

Kapazitätsgrenzen

erreicht:

neben dem Bezug

hochwertiger

Stahlbauteile

von angestammten

Lieferanten

fertigt die Wyssen

Seilbahnen

AG einen großen

Anteil der

Schlüsselkomponenten

ihrer Lastensysteme

und

Lawinenschutzprodukte

selbst.

Im Sommer diesen

Jahres wird

die Fläche für

die moderne Produktionerheblich

erweitert.

Samuel Wyssen

in seinem Element:

der begeisterte

Alpinist ist

als kaufmännischer

Leiter in

dritter Geration

im Unternehmen

tätig und zuständig

für die

Sparte Wyssen

Avalanche Control.

Fotos: tb (2),

privat

1/2009 MOUNTAINMANAGER

53


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

ALPINA Sicherheitssysteme:

Know-how sichert olympische

Rennstrecken in Vancouver 2010

„Safety has no price“ die-

se Aussage von Manager

Peter Bosinger, der für die

Sicherheit auf den olym -

pischen Rennstrecken

verantwortlich ist, ver-

deutlicht einmal mehr,

worauf es heute im Hoch-

geschwindigkeitsskisport

ankommt.

ALPINA Windnetz

beim „Berg

Isel Springen“

in Innsbruck.

Fotos: ALPINA

MOUNTAINMANAGER 1/2009

54

Wenn es um die Sicherheit geht,

sind weder Dumpingpreise noch

Angebote mit abgespeckten Versionen

oder Teilofferte gefragt – Kompetenz

und Professionalität prägen

heute die Anforderungsprofile. Und

diese erfüllen ALPINA Sicherheitssysteme

zur Gänze.

Als weltweit führendes Unternehmen

in Sachen Sicherheit im Geschwindigkeitsrennsport

(Ski, Moto

GP und Formel 1) werden Synergieeffekte

aus den verschiedensten Bereichen

in Forschung und Entwicklung

analysiert, auf Kompatibilität

geprüft und umgehend umgesetzt.

Schließlich geht es doch in diesen

Sportarten immer um dasselbe: den

optimalen Schutz des Sportlers nach

Stürzen, um Verletzungen an Hindernissen

und Einrichtungen entlang

der Rennstrecke zu verhindern.

Die Unterstützung durch Forschungsgruppen

an Universitäten,

Testmöglichkeiten in renommierten

Instituten und die enge Zusammen-

arbeit mit Sportlern, Veranstaltern

und Rennstreckenbetreibern haben

dazu geführt, dass ALPINA heute

weltweit die absolute No 1 auf diesem

Sektor ist und die weltbesten

Rennveranstalter auf die angebotenen

Dienste vertrauen.

In der Praxis bewährt

Auf den beiden Olympia Abfahrtsrennstrecken

in Whistler Mountain

wurden in nur 14 Tagen für die FIS

A/4/5 Fangnetze (Herren: 1 675 lfm;

Damen: 1 200 lfm) und nicht weniger

als 130 Stk. Masten in den verschiedensten

Längen von 6 m bis

21 m unter der Leitung von 1 Supervisior

der Firma ALPINA und 12 Helfern

vom Team vor Ort zusammen

geschraubt, zum Aufstellort gebracht

und montiert. Diese perfekte,

und vom Kunden erwartete Leistung

ist verständlicherweise nur auf

Grund einer professionellen Vorbereitungsarbeit

in Sachen Konzept,

Planung, Ausführung und Logistik

möglich, wie sie heute nur von ALPI-

NA Sicherheitssysteme angeboten

wird.

Die neueste Innovation von ALPINA

Sicherheitssysteme ist die Installation

von mobilen Windnetzen, die

bei Skisprungveranstaltungen zum

Einsatz kommen. Auftretende Seiten-

und Rückenwinde werden so

abgeleitet, dass für alle Sportler

größtmögliche, gleichmäßig faire

Bedingungen gegeben sind. Der

Einsatz beim „Berg Isel Springen“

anlässlich der 4-Schanzen Tournee

im Jänner in Innsbruck hat den

bahnbrechenden Erfolg dieser Entwicklung

gezeigt. Die vom Auftraggeber

(ÖSV Nordisch) gesehenen

Vorteile wie rasche Umsetzung der

Anforderung, variable Installation

mit jederzeit möglichen Verbesserungen

und der Kostenfaktor waren

die Hauptgründe der erfolgreichen

Zusammenarbeit der langjährigen

Partner Österreichischer Skiverband

und ALPINA Sicherheitssysteme.


Höchster Standard

Am Sektor Sicherheit in der Formel 1

wurden im September 2008 die

letzten erfolgreichen Tests mit der

ALPINA High Speed Barrier durchgeführt,

der einzigen von der FIA

getesteten und zugelassenen Bar -

riere im Hochgeschwindigkeitsbereich.

Realitätskonform wurden

Testfahrzeuge mit über 200 km/h,

bestückt mit allen technischen Geräten

und einem Crash-Test-Dummy,

in verschiedenen Auftreffwinkeln in

die High Speed Barrier geschossen.

Die äußerst zufrieden stellenden Ergebnisse

führten zur umgehenden

Zulassung des Produktes. Dieses Sicherheitssystem

ist in Zusammenarbeit

mit dem FIA Institut entwickelt,

getestet und erfolgreich zur

Serienreife geführt worden, um den

Sicherheitsstandard im Formel 1

Sport noch mehr zu heben.

Synergien aus dieser Entwicklung

werden auch im Straßenbau etwa

vor Tunneleinfahrten, oder Autobahnabfahren

zur Anwendung gebracht.

Moto GP ein Crash mit 180 km/h –

gelandet im ALPINA AA Airmodule –

verletzungsfrei! Ausschlaggebend dafür:

perfekte Schutzkleidung und die welt -

besten Sicherheitseinrichtungen entlang

der Rennstrecken, geliefert von ALPINA

Sicherheitssysteme.

Im Motorrad Rennsport vertraut der

Internationale Motorradverband

(FIM) seit Jahren weltweit auf die

professionelle Sicherheitsausstattung

der Rennstrecken durch die

Firma ALPINA Sicherheitssysteme.

Die innovativen Entwicklungen des

Unternehmens, die man durch die

jahrelange Erfahrung am Sektor Sicherheit

bei Hochgeschwindigkeitssportarten

wie dem Skisport, der

Formel 1 oder dem Motorrad Rennsport

realisieren konnte, haben dazu

geführt, dass ALPINA Sicherheitssysteme

zur weltweit führenden

N° 1 auf diesem Gebiet wurde. Die

Sicherheitsstandards konnten stetig

weiterentwickelt, die Anzahl der

Kunden erhöht werden.

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

Informationen zu den unterschied -

lichen Themen bietet die Internetseite

www.alpina.at. Bei Fragen in

Sachen Sicherheit auf Rennstrecken

stehen die ALPINA Sicherheitsexperten

gern zur Verfügung.

Erste Wahl für Schmierstoffe im alpinen Bereich:

MOTOREX Alpine Line

Von Profis für Profis entwickelt. Alle Produkte aus der MOTOREX ALPINE LINE sind optimal aufeinander

abgestimmt und werden in enger Zusammenarbeit mit den führenden Fahrzeug- und Bergbahnherstellern

laufend weiterentwickelt. www.motorex.com

Foto: cruisi / photocase


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

Der tödliche Skiunfall einer Slowakin

auf der Riesneralm (Steiermark) löste in

Österreich erneut eine Debatte um die

Helmpflicht aus. Einige Bundesländer

prüfen derzeit die Möglichkeit einer

gesetzlichen Regelung, während OÖ und

NÖ bereits die Helmpflicht eingeführt haben.

Auch das Kuratorium für Verkehrs -

sicherheit (KfV) plädiert zumindest bei

Kindern bis 14 Jahre für eine Helmtragepflicht.

Der Seilbahnverband setzt hingegen

auf die Eigenverantwortung und will

die Bewusstseinsbildung mit Aufklärungsmaßnahmen

weiter vorantreiben. Zu

viele offene Fragen gäbe es bei der

Durchsetzung eines solchen Gesetzes.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

56

Die Debatte um die

Skihelmpflicht

Die Gefahr einer Kopfverletzung ist bei Kindern viel größer als bei Erwachsenen. Gottseidank tragen

Drei Viertel aller 3– bis 14-Jährigen bereits einen Skihelm, bei den Erwachsenen sind es nur 20 %.

Rund 55 000 Skifahrer und Snowboarder

werden sich laut einer

Hochrechnung des Kuratoriums für

Verkehrssicherheit (KfV) in der Wintersaison

2008/09 auf Österreichs

Pisten verletzen. Jeder zehnte Verletzte

zieht sich dabei oft schwere

Blessuren am Kopf zu – die Hauptursache

für tödliche Verletzungen. Besonders

gefährdet sind Kinder bis

14 Jahre. „Die Gefahr einer Kopfverletzung

ist bei Kindern aufgrund ihrer

schwächeren Muskulatur und ihrer

kindlichen Körperproportionen

viel größer als bei Erwachsenen.

Kinder bis 14 Jahre sollten daher keinesfalls

ohne Helm auf die Piste“,

sagt Dr. Othmar Thann, Direktor

des KfV. Daher empfiehlt das KfV eine

österreichweit einheitliche Skihelmtragepflicht

für Kinder und Jugendliche

bis 14 Jahre, die sicherstellt,

dass die Jüngsten vor schweren

Kopfverletzungen geschützt

sind. In der Bevölkerung sind laut

Umfrage des Marktforschungsinstitutes

Spectra 64 % der Befragten für

eine Skihelmpflicht, 83 % sind für

die Einführung des Kopfschutzes bei

Schulschikursen.

Allerdings tragen bereits rund drei

Viertel der bis 14-Jährigen einen Skihelm

auf der Piste. Bei Erwachsenen

ist die Helmtragequote mit rund 20

Prozent deutlich geringer.

„Auch Eltern sollten mit gutem Beispiel

vorangehen und sich ihrer Vorbildwirkung

bewusst sein. Bei Erwachsenen

setzen wir daher auf eigenverantwortliches

Tragen des

Helms, damit dem ungetrübten Skivergnügen

nichts mehr im Weg

steht“, sagt Thann. Was noch beachtet

werden muss ist die Tatsache,

dass die Nicht-Helmträger bei

Zusammenstößen mit Helmträgern

besonders gefährdet sind.


Verpflichtung kann

nicht alles lösen

Damit sich hier etwas ändert, muss

das Bewusstsein für die eigene Sicherheit

erhöht werden. SPORT-

UNION-Präsident Abg. z. NR Peter

Haubner sieht hier einen klaren Informations-

und Aufklärungsbedarf

über die Vorteile des Tragens von

Skihelmen, speziell bei Kindern und

Jugendlichen: „Wichtig ist, dass den

jungen SportlerInnen und Sportlern

bewusst ist, dass sie durch das Tragen

von Helmen einen entscheidenden,

aktiven Beitrag zur eigenen Sicherheit

leisten. Nicht alles kann

über Verpflichtung gelöst werden.

Je stärker die Information in diesem

Bereich ist, umso mehr wird Schutzbekleidung

getragen werden“. Einen

Handlungsauftrag sieht Haubner

dabei im Gesundheitsministerium,

aber auch das „Sportministerium“

wäre hier gefordert. Durch entsprechende

gemeinsame Informationskampagnen

könnten wichtige

Impulse gegeben werden – sowohl

im Winter für die Erhöhung der Sicherheit

der Skifahrer als auch im

Sommer für die Erhöhung der Sicherheit

der Radfahrer. Ein Mehr an

Information und Aufklärung zur eigenen

Sicherheit bei der Sportausübung

würde die Sicherheit bei der

Ausübung des Sports erhöhen. Die

Informationskampagne habe den

Vorteil, dass sie sofort umgesetzt

werden könne. Weiters regt Haubner

an, Gespräche mit der Seilbahnwirtschaft

und den Sportverbänden

zu führen, die sicher gerne ihren

Beitrag zur Infokampagne leisten.

„Sport bedeutet Freude und Spaß

an der Bewegung. Es sollte dabei

auch ,in‘ sein, die eigene Sicherheit

und die der anderen zu gewährleisten.

Das sollten wir entsprechend

vermitteln“, so Peter Haubner abschließend.

Schließlich führen ja immer

bessere Pistenpräparierung

und neue Techniken beim Skimaterial

zu höheren Geschwindigkeiten

auf den Pisten

DAS INFORMATIONSPORTAL

DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET

Seilbahnen haben bereits

Trend zum Helm initiiert

In dieselbe Kerbe schlägt auch der

Obmann der österreichischen Seilbahnwirtschaft

Komm-Rat Dr. Ingo

Karl: „Die österreichischen Seilbahnen

empfehlen seit jeher allen Wintersportlern,

sich bestmöglich zu

schützen und haben vor Jahren bereits

Initiativen zur Bewusstseins -

bildung gesetzt. Die heimischen

Seilbahnen sprechen sich allerdings

gegen die Einführung einer gesetz -

lichen Helmtragepflicht aus. Wir

appellieren vielmehr an die Eigenverantwortung

der Wintersportler

und tragen auch mit umfassenden

Aufklärungsmaßnahmen intensiv

zur Erhöhung der Sicherheit auf den

Pisten bei“, erklärt Karl zur aktuellen

Diskussion über eine mögliche

Helmpflicht. Schon in Vorbereitung

auf die laufende Saison wurde ein

„Sicherheitsleporello“ produziert,

der an den österreichischen Lift -

kassen aufliegt und die wichtigsten

Verhaltensregeln beinhaltet. Karl

verweist weiters auf einen Kreativwettbewerb

an den Schulen, der im

Herbst durchgeführt wurde, um Kinder

auch direkt in die Sicherheitsmaßnahmen

einzubinden. Durch

die umfassenden Aktivitäten im Kinder-

und Jugendbereich konnten gemeinsam

mit Industrie und Handel

in den letzten Jahren ein starker

Trend zum Helm erzeugt werden.

„Nahezu 100 % aller Kinder unter 6

Jahren tragen heute bereits Helme

und bei den Jugendlichen und Erwachsenen

steigt die Helmtragefrequenz

von Jahr zu Jahr massiv“, so

Karl.

Wer soll kontrollieren?

Der Geschäftsführer des Fachverbandes

Dr. Erik Wolf ergänzt mit

praxisbezogenen Argumenten die

Haltung seines Obmannes: Eine generelle

Skihelmpflicht wäre aus

mehreren Gründen problematisch,

erläutert der Geschäftsführer des

Fachverbandes, Erik Wolf. „Wer sollte

diese Pflicht kontrollieren, und

wer sollte gegebenenfalls ,Strafen‘

verhängen? Im täglichen Skibetrieb

kann dies vom Seilbahnpersonal

nicht zusätzlich wahrgenommen

werden. Wenn sich jeder an die Pistenregeln

hält und ausreichend Verantwortung

sich selbst und anderen

gegenüber zeigt, können Unfälle

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

auch ohne zusätzliche Pflichten vermieden

werden“, sind Karl und Wolf

überzeugt:

Eine Helmpflicht ist aus unserer

Sicht nicht der richtige Weg. Viel

zielführender ist die Schaffung eines

Sicherheitsbewusstseins unter den

Wintersportlern, das mehr umfasst

als lediglich das Aufsetzen eines Skifahrerhelms.

Und die Erwachsenen

sind speziell gefordert, verantwortungsvoll

als Vorbilder für ihre Kinder

zu handeln“.

Möglichkeiten der gesetzlichen Verankerung

gibt es zum Beispiel wie in

Italien mit einem Gesetz mit Verpflichtung

der Pistennutzer, oder

mit einem Gesetz mit Verpflichtung

der Seilbahnen. In Schweden wiederum

besteht es eine freiwillige

Konvention der Pistenbetreiber. Der

österreichische Gesundheitsminister

Alois Stöger hält von einem solchen

Gesetz jedoch nichts.

Dr. Othmar

Thann, Direktor

des Kuratoriums

für Verkehrssicherheit,

plädiert

für eine Skihelmpflicht

für Kinder

bis 14 Jahre.

Foto: KfV

SPORTUNION-

Präsident Abg. z.

NR Peter Haubner

sieht einen

klaren Informations-

und Aufklärungsbedarf

über die Vorteile

des Tragens von

Skihelmen.

Foto: Sportunion

1/2009 MOUNTAINMANAGER

57


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

Lawinen, Bergstürze und Murenabgänge

gehören in Berggebieten zur Realität.

Wie man damit in der Praxis am besten

umgeht, wurde im EU-Projekt IRASMOS

länderübergreifend behandelt.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

58

Besseres Management

von Naturgefahren

3 Jahre lang haben Wissenschafter

aus Österreich, der Schweiz, Italien,

Frankreich und Norwegen unter Federführung

des WSL-Instituts für

Schnee- und Lawinenforschung SLF

in Davos Wissen zum Naturgefahren-Managementzusammengetragen

und aufbereitet. Das von der EU

geförderte Forschungsprojekt IRAS-

MOS (Integrales Risikomanagement

von extrem schnellen Massenbewegungen),

ist davon ausgegangen,

dass Bergbewohner und insbesondere

die Naturgefahren-Verantwortlichen

herausgefordert sind,

Staublawine Frauentobel, Bereich Straße. Fotos: WSL

Strategien zum Umgang mit Naturgefahren

zu entwickeln, die langfristig

den Schutz der Menschen, ihrer

Siedlungen und Sachwerte garantieren

könnten. Beschäftigt hat man

sich dabei mit den drei Gefahrenprozessen

Schneelawinen, Bergstürze

und Murenabgänge, also mit

den so genannten „schnellen Massenbewegungen“.

Thematisch wurden

die Arbeiten in 5 Workpackages

eingeteilt:

1. Wie können die Prozesse vorhergesagt

werden?

2. Technische Baumaßnahmen


Im Mai 2008 trafen sich Wissenschafter im Rahmen des IRASMOS-Projektes in Davos

zum Gedankenaustausch.

3. Gefahrenkartierung bzw. die Frage, wo

und mit welchen Sicherheitsauflagen gebaut

werden kann.

4. Verletzlichkeit: Wie groß ist das Zerstörungspotenzial?

5. Risikomanagementmethoden: Wie wird

das Risiko identifiziert, quantifiziert und

reduziert?

Je nach Teilnehmerland wurden dabei unterschiedliche

Schwerpunkte gesetzt. Dazu

Jakob Rhyner, IRASMOS Koordinator

vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung

SLF. „In Norwegen war der

Prozess „Bergsturz“ besonders relevant,

wobei sich dort durch den Sturz von Felsen

in die darunter liegenden Fjorde auch

spezielle Probleme wie etwa Flutwellen ergeben.

Ähnlich wie in Österreich, der

Schweiz und Frankreich die Lawinenforschung

auf sehr gutem Weg ist, beschäftigt

man sich in Italien intensiv mit

Muren. Diese Unterschiede ergeben sich

natürlich vom Auftreten der Prozesse her.

Unterschiede gab es dann aber auch im

Hinblick auf die Workpackages, etwa bei

den Harmonisierungsmöglichkeiten der

Gefahrenprozesse. Wenn man die Lawinenprognose

betrachtet, so ist diese bereits

durch eine international einheitliche

Gefahrenskala, Standards und eine europaweit

enge Zusammenarbeit der Warndienste

sehr gut harmonisiert. Wenn man

hingegen die Muren ins Blickfeld rückt, so

ist das Prozessverständnis weniger weit,

eine europaweite Koordination existiert

nicht.“

Wissenstransfer

über Ländergrenzen

Der Austausch der Experten auf internationaler

Ebene im Rahmen von IRASMOS hat

aufgezeigt, dass die Probleme in den beteiligten

Ländern ähnlich sind, der Umgang

mit den Naturgefahren, die Organisationsabläufe

und Entwicklungsstände

zum Teil aber unterschiedlich, z. B. bezüglich

Vorschriften für Schutzmaßnahmen

und Gefahrenkartierung. Dennoch konnte

abschließend auch für den Wissenstransfer

an die Praxis ein Folder erarbeitet und erstellt

werden, in dem die wichtigsten

Schlussfolgerungen dar gestellt wurden.

Ein „technisches Handbuch“, in dem das

umfassende Wissen aus den einzelnen Arbeitsgruppen

einfließt, soll folgen. Ob es

in gedruckter oder digitaler Form zur Verfügung

stehen wird, muss noch entschieden

werden.

Obwohl in den einzelnen Ländern keine

konkreten Nachfolgeprojekte im Raum

stehen, hat IRASMOS über die Generierung

von umfangreichem Wissen hinaus

wichtige Impulse gegeben. „Eine wirklich

gute Konsequenz aus diesem Projekt ist,

dass enge Kontakte zwischen den Forschungsinstitutionen

aufgebaut wurden.

Dazu haben wir im Rahmen des Projektes

neben einem Workshop für Wissenschafter

in Davos auch einen sehr fruchtbaren

Workshop für Praktiker in Chamonix veranstaltet,

in dem offene Fragen formuliert

und wichtige Anstöße gegeben werden

konnten“, so Jakob Rhyner.

i

Infos: www.slf.ch

Turbinenrohr in

Lochblech

Das Turbinenrohr in Lochblech

mit Schallschutz-Ummantelung

absorbiert das Rotationsgeräusch

der Turbine. Daher eignet

sich die Piano besonders für die

Schneeerzeugung in unmittelbarer

ba Nähe von Wohngebieten.

Die Di

Synthese aus Klang und Leistung

www.technoalpin.com

w


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

MM: „Wer war der Auftraggeber, wann wurde das Projekt

gestartet?“

G. Lammer:

„Auftraggeber für STARRS ,Sensors for Terrestrial and

Airborne Radio-transmitted Rescue Search‘ ist die Europäische

Commission im Rahmen des Sixth Framework

Programme Priority IST-2005–2.5.12 ,ICT for Environmental

Risk Mangement‘. IST steht für Information Society

Technologies. Das Projekt wurde im Oktober

2006 gestartet und endete im Dezember 2008. Projektpartner

waren Thales Communications (France), University

of Louvain (Belgium), JOANNEUM RESEARCH

(Austria), TELETEL (Greece), University of Oulu (Finnland),

SFR (France), ENSOSP (France), Vodaphone

(Greece), Mont-Blanc Helicopters (France), Cyprus Fire

Service (Cyprus), University of Cyprus (Cyprus).“

MM: „Welche konkreten Punkte/Fragestellungen wurden

behandelt?“

G. Lammer:

„Ausgehend von den Erfahrungen eines vorangegangenen

französischen Projekts LUTECE zur Suche nach

Lawinenopfern, wurden die zu lokalisierenden Mobil

Funkgeräte von GSM auf TETRA und UMTS ausgeweitet.

Die Probleme durch Reflexionen und Multipath

wurden durch entsprechende Algorithmen der Signalverarbeitung

gelöst. Antennen zur Bestimmung der

Richtung zu den georteten Mobilgeräten wurden für

Hubschrauber tragbare Systeme entwickelt. Die Lokalisierung

wurde auf folgende Szenarien ausgeweitet:

. Warnung/Kommunikation von/mit Personen in Gefahrenbereichen

durch Cell Broadcast SMS. Cell

Broadcast erlaubt das von Infrastruktur oder Provider

MOUNTAINMANAGER 1/2009

60

Handyortung

für schnellere Rettung

Bei Lawinenabgängen rettet Zeit Leben. Das JOANNEUM RESEARCH, die zweitgrößte außeruniversitäre

Forschungseinrichtung Österreichs mit etwa 390 Mitarbeitern, beschäftigt sich im Rahmen des EU

Forschungsprojektes STARRS mit der Ortung von Personen durch ihre GSM und UMTS Mobiltelefone.

MM hat dazu Projektleiter Dipl.-Ing. Günter Lammer befragt.

Ortung per Helikopter. Foto: G. Lammer/Joanneum Research

unabhängige Versenden von Short

Message Services SMS)

. Suche nach Personen in Berg-

Waldgebieten durch Hubschrauber

oder tragbare Systeme. Unabhängig

von der Netzinfrastruktur – in

Berg und Waldgebieten ist die Netzabdeckung

oft nur unzureichend

gegeben – können Personen schnell

und auf bis zu 1 m genau lokalisiert

werden.

. Suche nach Verschütteten, Personen

unter Trümmern nach Erdbeben,

Terroranschlägen, Industrieunfällen

– ein tragbares System kommt

zum Einsatz.

. Lokalisierung von Opfern in

brennenden Gebäuden.

. Das Monitoring von Einsatzkräften

in Gebäuden und Gebieten mit

unzureichender TETRA Infrastruktur.

TETRA Professional Mobil Radios

können zur Koordinierung der verschiedenen

Einsatzkräfte beitragen.

Versuche zum Test der technischen

Lösungen für die angeführten Szenarios

wurden in Frankreich und

Österreich durchgeführt. In Österreich

wurden zudem erfolgreich

Tests zur Ortung von GSM, UMTS

und TETRA Mobilgeräten in Niederöblarn,

Kleinsölktal und auf der

Planneralm durchgeführt.

MM: „Wo liegen die Vorteile einer

,Handyortung‘, welche Probleme

könnten sich ergeben?“

G. Lammer:

„Die Vorteile der ,Handyortung‘ liegen

in der Verfügbarkeit der Geräte,

jedermann ist mit einem ,Handy‘

ausgerüstet. Der Umgang mit diesem

Gerät wird beherrscht, die Batteriehaltbarkeit

des Akkus ist gut.

Problem ist die Signalausbreitung,

Reflektionen und Multipath Ausbreitung

erschweren eine Auswertung

der Richtung aus der das Signal

kommt.

MM: „Was konnte erreicht werden –

welche Ergebnisse gibt es?“

G. Lammer:

„Die Entwicklung der Sende-/Empfangsantennen

und der Auswertesoftware

brachten gute Ergebnisse.

Die Ortungsgenauigkeit zur Bestimmung

der Position der Mobilgeräte

vom Hubschrauber aus (abhängig

von der Flughöhe) konnte bis zu

1 m erreicht werden. Die Ergebnisse

für die Ortung innerhalb von Gebäuden

mit dem tragbaren Gerät

waren sehr gut, die Zugänglichkeit

der Position war die Beschränkung

für die Ortungsgenauigkeit.“

MM: „Welche Folgen zeichnen sich

für die Praxis ab?“

G. Lammer:

„Die Funktion der entwickelten

Technologie konnte durch die Versuche

gezeigt werden, für den kommerziellen

Einsatz werden Verbesserungen

in der Bedienbarkeit, Verringerungen

in Gewicht und Platzbedarf

vorteilhaft sein. Die Nachfrage

wird die Entscheidung für eine

mögliche Serie bestimmen. dwl


MONTANA Serviceroboter

Ski- und Snowboard-Serviceanlagen für Steinschliff, Seitenkanten-

Bearbeitung und Tuning für fahrbereite Ski in einem Arbeitsgang.

MONTANA abs

Flexible Aufbewahrungssysteme

für Ski, Boards, Schuhe,

Helme und Stöcke.

Österreich Deutschland Südtirol

MONTANA technology for wintersports GmbH

A-6700 Bludenz/Lorüns www.ski-service.com

THE WORLD OF EXCELLENCE

MONTANA JETBOND S

Skibindungseinstellgeräte für

die präzise Bindungsmessung

in weniger als zwei Minuten:

Noch fl exibler dank neuem

Betriebssystem.

Schweiz International

MONTANA SPORT INTERNATIONAL AG

CH-6370 Stans www.montana-international.com


TECHNIK

BESCHNEIUNG

SUFAG-Schnee gehört zur Qualitätsoffensive

im Skigebiet Heuberg-Parsenn

Die Heuberg-Skiarena im Vorarlberger Kleinwalsertal befindet sich seit der Übernahme durch

den Hotelier Toni Haller im Jahr 2003 stark im Aufwind. „Wir brauchen moderne Liftanlagen und

schnee sichere Pisten, um den Wünschen der Gäste gerecht zu werden“, wusste Haller und investierte

seither 18 Mio. Euro in die Modernisierung. Jüngstes Highlight war die erste Kombibahn Vorarlbergs

4/8-CGD Parsenn, die seit Eröffnung im Dezember 2008 vor allem den Kinderskischulen viel genützt

hat. Jedoch am Anfang aller Veränderungen stand das Beschneiungskonzept mit SUFAG, das bereits

für 54 % der Pistenflächen Schneegarantie gibt.

Gruppenbild vor der neuen Kombibahn am Heuberg zur Erinnerung an den MM-Besuch (von r. nach l.):

Seilbahner und Hotelier Toni Haller, Haller junior, Werner Kresser (SUFAG), Betriebsleiter Manfred Kögler

und Schneichef Ludwig Willmann. Foto: mak

MOUNTAINMANAGER 1/2009

62

Im Jahr 2003 nutzte Toni Haller die

Gunst der Stunde und erwarb 3 Lifte

einschließlich dem Parsenn- und

Hubertuslift in Hirschegg, drei Jahre

später kaufte er den alten Heuberg-

Einer-Sessellift (Bj. 1950), sowie die

benachbarten Schlepplifte. Somit

waren die Voraussetzungen geschaffen,

ein großes zusammenhängendes

Skigebiet auf Talebene

zu etablieren. Dazu gehören vor allem

für Kinder sichere und komfortable

Liftanlagen – daher der Ersatz

durch eine 4er-Sesselbahn im Jahr

2007 bzw. durch die o. e. Kombibahn

(8er Gondeln und 4er Sessel)

SUFAG Compact Eco im Einsatz auf

der Heuberg-Arena im Kleinwalsertal

(Vorarlberg). Fotos: Heuberg-Arena

im letzten Jahr, welche den 1,4 km

(!) langen Schlepplift „Parsenn“ ablöste.

Dem heute 65-jährigen Haller,

Gesellschafter der Haller GmbH &

Co., die 850 Betten im Kleinwalsertal

hat, war aber von Anfang an klar,

dass die neuen Bahnen nur in Kombination

mit einer Schneeanlage

wirklich Sinn machen. Deshalb

wandte er sich bereits 2003 an die

nächstgelegene Schneeerzeugerfirma,

an die SUFAG in Kennelbach.

Noch ehe die neuen Bahnen realisiert

werden konnten, galt es für die

damals erste Saison zwei Kinderlifte

möglichst schnell einzuschneien.

SUFAG schaffte das in zwei Tagen

und hatte das Vertrauen gewonnen.

Seit 2004 werden nun sukzessive

von der Heuberg-Arena „grüne“

Schneeerzeuger geordert – beginnend

mit 4 Super Silent wegen der

Talnähe, aus denen inzwischen 7

wurden, dann weiter mit Compact

Power und Eco und schließlich auch

der stufig regelbaren Lanze ST 10–4

bis zum jetzigen Stand von 18 Propellermaschinen

und 8 Lanzen (sowie

2 Testmaschinen). Sogar ein

Gunlifter ist im Einsatz – an der

Bergstation, wo besonders viel

Schnee gebraucht wird.

Für Vollflächen -

beschneiung vorbereitet

Die hybride Schneeanlage verfügt

bereits jetzt über 75 Zapfstellen, ist

also für eine Vollflächenbeschneiung

von der Verrohrung her gesehen

vorbereitet. Für gleichzeitiges

Beschneien der 49 ha Pistenfläche

fehlen derzeit aber noch einige

Schneegeneratoren und wohl auch


eine höhere Pumpenleistung als die

jetzigen 90 Sekundenliter. Aber im

Moment liegt der Schwerpunkt auf

der Beschneiung der Pisten der Parsenn-Kombibahn

und der Heuberg-

Sesselbahn, die im oberen Teil gelegenen

Schlepplifte müssen sich

noch etwas gedulden. Pläne sind

zwar schon vorhanden, hier weitere

Lanzen aufzustellen, aber angesichts

der unsicheren Wirtschaftslage

will Toni Haller noch etwas abwarten.

Immerhin funktioniert die

Beschneiung der o. e. Flächen in

sehr kurzer Zeit: 60 Stunden bei FKT

- 6° C. Dadurch wird es auch möglich,

den Start von bisher Mitte Dezember

auf ca. 6. Dezember vorzuverlegen.

SUFAG hat beim Projekt Heuberg

auch die Hauptpumpstation (2 Vogel-Pumpen

á 45 l/sec) und eine

Druckerhöhungsstation (1 Vogel-

Pumpe 35 l/sec) sowie die Kompressoranlage

(AGRE 75 kW) als GU gebaut.

Begonnen wurde damit noch

2007, die Fertigstellung konnte

aber erst 2008 erfolgen, zumal der

neue, 35 000 m 3 fassende Speicherteich,

angelegt auf 1 230 m von der

Firma RÜF aus Au, witterungsbedingt

nicht mehr realisiert werden

konnte. Die Pumpstation wurde etwas

abgesetzt vom gekühlten Teich

platziert, das Wasser wird zunächst

über eine Vorpumpstation zur

Hauptpumpe gefördert und mit

dieser versorgt man auch die Druckerhöhungsstation.

An Rohrleitungen

wurden insgesamt 12 km

DN80 bis DN300 der Marke Halberg

verlegt und zwar zwischen

1 072–1 450 m – alles übrigens auch

LWL vernetzt. Bis Mitte Jänner 2009

wurden bereits 50 000 m 3 Wasser

verschneit für ca. 17 ha.

Früher oft nur

40 Betriebstage

Vor 2003 war die Situation am Heuberg

mit den ehemaligen Privatbesitzern

ohne Beschneiung teilweise

prekär. Es gab Winter mit nur 40 Betriebstagen,

aber das Geld zum Investieren

in eine Beschneiung war

nicht vorhanden. „Dieser Zustand

war natürlich keine Perspektive für

die Allgemeinheit und auch nicht

für die Beherbergungsbetriebe“, erinnert

sich Haller. „Mittelberg ist

kein Garant für Schneesicherheit gewesen,

die Familien wanderten ab

nach Oberstdorf im Allgäu, das diese

Sicherheit und auch komfortable

Gondeln bieten konnte. Und wenn

man einmal die Gäste verloren hat,

bekommt man die so schnell nicht

wieder zurück. Man muss dem Gast

schon im Sommer vermitteln können,

dass am Tag X die Skisaison beginnt.

Aber man hat hier die Situation

früher nicht im Gesamtzusammenhang

gesehen“, so Haller.

Der Hotelier als Pistenbetreiber ist jedenfalls

mit der Performance der SU-

FAG-Schneeanlage und der Betreuung

durch Werner Kresser mehr als

zufrieden. Es geht inzwischen aber

nicht mehr nur um Schnee – auch

heuer wäre zu wenig Naturschnee

gefallen (30 cm) – sondern um Pistenqualität.

Deshalb wird immer

wieder trockener Maschinen-Schnee

aufgebracht, um eventuell harten

oder eisigen Untergrund „familiengerecht“

zu machen. Hier können

TECHNIK

BESCHNEIUNG

sich heutzutage auch kleinere Skigebiete

keine Fehler erlauben!

Und noch einen Vorteil wird die Beschneiung

hier bringen: wenn die

Gleitwege nach Mittelberg zum

Walmendinger Horn auch beschneibar

sein werden, dann wird dies den

Busverkehr spürbar entlasten. mak

Der neue auf

1 230 m angelegteSpeicherteich.

Blick in die von

SUFAG errichtete

Pumpstation mit

den vertikalen

Mehrstufenpumpen.

Technische Daten: BSA Heuberg

Komplett vollautomatische Anlage mit Visualisierung und Betriebsmeldungen auf Mobiltelefon.

Pistenfläche: 31 ha, davon 54 % beschneibar

Speicherteich: 35 000 m 3 mit Kompressor belüftet

Hauptpumpstation: 2 vert. Mehrstufenpumpen á 45 l/sec, 2 x 172 kW

Druckerhöhung: 1 horiz. Mehrstufenpumpe á 35 l/sec, 100 kW

Vorpumpstation: 2 Spiralgehäusepumpen á 45 l/sec, 2 x 37 kW

Kompressoranlage: 75 kW, 11,8 m 3 /min, 8,5 Bar

Zapfstellen: 75 Stk. (24 Oberflur, 19 Unterflur Plastik,

32 Unterflur Beton davon 5 Kombi + 1 Gunlifter)

Rohrleitung: 12 km DN80 bis DN300

Kabelleitung: 84 km 240 mm 2

Zentralluftleitung: 5 km DN100 und DN75

Steuerleitung: 2x10x0,8

Lichtwellenleiter: 8 km, 48 Fasern Single Mode

Strom: 10 km Hochspannungserdkabel, 3 neue eigene Trafostationen

Propellermaschinen: 18 (4 Compact Power, 7 Compact Eco, 7 Super Silent..., 1 Gunlifter)

Lanzen: 8 Stk. S 10–4 Zentralluft

1/2009 MOUNTAINMANAGER

63


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Senkrechtstart am Karerpass dank

Georg Eisath und TechnoAlpin

Das Ende der von Latemar und Rosengarten wunderbar eingerahmten Skiarea Carezza (Karerpass)

in den Südtiroler Dolomiten schien schon besiegelt – bis mit Georg Eisath ein Visionär das Ruder

übernommen und das Skigebiet wieder auf Erfolgskurs gebracht hat. Eisath kennt als Mitbegründer

von TechnoAlpin ziemlich alle Skiresorts dieser Welt und weiß daher genau um die heutigen Anforderungen

für Erfolg. An oberster Stelle steht für ihn unumstritten die garantierte Schneesicherheit!

Um den Pistenfahrern

ihren

Arbeitsalltag zu

erleichtern, sind

in Carezza alle

Schneeerzeuger

auf Turm mittels

Fernbedienung

steuerbar.

Die von Latemar und Rosengarten wunderbar eingerahmte Skiarea Carezza. Fotos: TechnoAlpin

MOUNTAINMANAGER 1/2009

64

Als Eisath im vergangenen Jahr die

Mehrheitsanteile an der Skiliftgesellschaft

Latemar-Karersee GmbH erwarb,

wollte er diesem Anspruch

nach Schneesicherheit auch zu Füßen

des Rosengartens gerecht werden.

Erreicht werden sollte dieses

Ziel durch die Errichtung einer

hochmodernen Beschneiungsanlage

– mehr als naheliegend, dass dabei

von der Planung und Projektierung

über die Produktion bis hin zur

Realisierung vor Ort alles aus dem

Hause TechnoAlpin stammt.

Rohrleitungsnetz

um 20 km erweitert

Die Beschneiungsanlagen von TechnoAlpin

bürgen für Schneegarantie

auf 100 % der 40 Pistenkilometer,

die sich von 1 200 bis auf 2 350 m erstrecken.

Bei der Projektierung wurde

darauf geachtet, die bestehenden

Strukturen möglichst vorteilhaft

einzubinden. So galt es, ein vorhandenes

Leistungsnetz, bestehende

Pumpstationen sowie eine recht große

Zahl an Schneeerzeugern zu berücksichtigen.

Aus der jahrelangen

internationalen Erfahrung Eisaths ergab

sich auch die Entscheidung, in

den Rohrleitungen die Versorgung

mit Wasser, Strom und Luft unterzubringen.

So können alle Schächte sowohl

für Schneilanzen als auch für

Propellermaschinen eingesetzt werden.

Auch ein Glasfaserkabel musste

in den Rohrleitungen Platz finden.

Dieses dient nicht nur der Steuerung

der Beschneiungsanlage, sondern

auch der Datenübertragung der Aufstiegsanlagen,

der Restaurants sowie

des Pisteninformationssystems. In

Summe wurde das Rohrleitungsnetz

um 20 km erweitert.


Unter den 17 neuen Propellermaschinen

befinden sich auch 5 Stück der jüngsten

Generation T 60.

Gesamtleistung 300 l/sec

Zentrales Element der Anlage ist die

neu errichtete Pumpstation „Moseralm“,

die sich im Herzen des Skigebietes

befindet. Deren 3 Pumpen

à 400 kW à 50 l/sec bedienen sich

zurzeit aus einem Speicherbecken,

das von zwei Bergbächen gespeist

wird. Sobald der 100 000 m 3 große

Speichersee „Frin“ im Sommer 2009

fertig gestellt sein wird, kann das

Wasser für die PS Moseralm daraus

entnommen werden. Für Phase 3

des Projekts ist eine Erweiterung um

eine zusätzliche Pumpe derselben

Kapazität vorgesehen. Alles in allem

wird eine Gesamtleistung von 2 500

kW bzw. 300 l/sec erreicht, welche

sich auf die Pump- und Kompressorstation

„Moseralm“, die Boosterstation

„Laurin III“ und die Kompressorstation

„Pra di Tori“ aufteilen.

Bisher sorgten fünf Baby-AT, drei Baby-AM,

zwei M5, vier M90-AM, 16

Stück M90-CM sowie elf Lanzen

L9V für die Beschneiung. Dieses Arsenal

wurde im Zuge der Erweiterung

um 91 Stück A9V, fünf A6V

und drei A30 (Lanzen), zwölf

M18-AT und fünf T60-AT ergänzt.

Somit ist in Carezza beinahe die gesamte

Palette von TechnoAlpin präsent,

sodass für jeden Pistenabschnitt

der ideale Schneeerzeuger

im Einsatz ist.

Die Beschneiungsanlage wurde

weiters mit 63 neuen, mobilen

Schächten bestückt. So stehen nunmehr

179 Zapfstellen zur Verfügung.

Die Anlage wurde derart konzipiert,

dass ein künftiger Ausbau jederzeit

möglich ist. Denn Eisath hat

noch einiges vor, so z. B. den Bau einer

modernen Gondelbahn von

Welschnofen hinauf auf die Frommeralm!

Blue Tooth-Fernbedienung

Unnötig zu erwähnen, dass die

High-Tech-Beschneiungsanlage der

Skiarea Carezza mit der Steuerungssoftware

ATASSplus von TechnoAlpin

ausgestattet ist. Schließlich

strebt man auch hier eine kosten-

und ressourcenschonende Beschneiung

bei möglichst kurzen

Schneizeiten an. Das ausgeklügelte

Wasser- und Luftmanagement sowie

die optimale Energieüberwachung

von ATASSplus sollen dies ermöglichen.

Um den Pistenfahrern

ihren Arbeitsalltag zu erleichtern,

sind in Carezza alle Schneeerzeuger

auf Turm mittels Blue Tooth-Fern -

bedienung steuerbar. Ausnahmslos

alle Funktionen können damit ab -

gelesen und gesteuert werden.

Das Funksignal der Fernbedienung

reicht etwa 100 m weit, was eine

Steuerung sozusagen „im Vorbeifahren“

allemal ermöglicht. Betrieben

wird die Fernbedienung mittels

Akku, der im Pistengerät bzw. an einer

Netzsteckdose geladen werden

kann. Die Blue Tooth-Steuerung

wurde von TechnoAlpin gemeinsam

mit den Bergbahnen Sölden entwickelt

und dort erstmals eingesetzt.

Am Karerpass gibt es derzeit nur zufriedene

Gesichter: Georg Eisath hat

erfolgreich den Grundstein zu seinem

zweiten unternehmerischen

Standbein gelegt. Im Tourismusverein

Welschnofen-Karersee verweist

man zufrieden die merklich gestiegenen

Tagesgäste am Wochenende,

die zum großen Teil auf die getätigten

Investitionen zurückzuführen

sind. Und schließlich sind es die

Wintersportler aus dem In- und Ausland,

die sich neben herrlichem Panorama

und Sonnenschein nun

TECHNIK

BESCHNEIUNG

auch über schneesichere Pisten

freuen. Für die snow experts von

TechnoAlpin schließlich entstand

mit den Anlagen in der Skiarea

Carezza ein Referenz-Skigebiet, in

dem sie beinahe vor ihrer Haustüre

Kunden aus aller Welt den State of

the Art in Sachen technischer Beschneiung

vorführen können. dm

Das Arsenal an

Schneilanzen am

Karerpass wurde

um 99 Stück

aufgestockt.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

65


TECHNIK

BESCHNEIUNG

21 Produkte stellten sich dem

Schneitest in Lech

Nach über 5 Jahren hat endlich von 12.–14. Jänner bei den Skiliften Lech/Arlberg wieder ein inter -

nationaler Schneitest stattgefunden – mitorganisiert von MOUNTAIN MANAGER. 21 Schneeerzeuger

von 11 Marken sind in 42 Testdurchgängen angetreten, um Prüfprotokolle erstellen zu lassen, die

ca. 20 Parameter messen im Verhältnis zur jeweiligen Feuchtkugeltemperatur der Prüfzeit. Obwohl

sich für die Schneeanlagenbetreiber daraus eine wertvolle Orientierung ergibt, haben die Firmen

TechnoAlpin und DEMAC leider ihre Teilnahme am Schneitest verweigert – trotz persönlicher

Animationsversuche der Organisatoren...

Schneitest in Lech bei der Schlegelkopfbahn am 12./13. Jänner mit 21 teilnehmenden

Schneegeneratoren. Im Hintergrund die Areco Supersnow II mit Franz Schlemmer bei

ihrem 1. Testdurchgang. Fotos: mak

MOUNTAINMANAGER 1/2009

66

Heinz Hofer, GF

der Firma Nivis,

mit seiner „Storm

auomatic“ bei

den letzten Einstellarbeiten

vor

der Messung.

Beim Schneitest geht es nicht darum

die aktuell „beste“ Schneemaschine

herauszufinden, denn „die

beste Schneekanone gibt es nicht,

sonst hätte ich sie schon erfunden“,

behauptet DI Techn.-Rat Michael

Manhart, Schneipionier seit 1973

und GF der Skilifte Lech. Manche

Maschinen leisten viel und brauchen

auch viel Energie oder Druckluft,

andere leisten im Grenztemperaturbereich

besonders viel und dafür

bei tiefen Temperaturen weniger

als andere, manche sind besonders

lärmarm oder werfen sehr weit und

manche sind eben kostengünstiger

und erlauben bei gleichen Anschaffungskosten

eine höhere Stückzahl.

Jeder muss sich also seine spezielle

Mischung aus den Parametern

selbst zusammenstellen und dann

den entsprechenden Schneegenerator

dazu finden. Oder er lässt sich

beraten. Allerdings ist eine unabhängige

Auseinandersetzung mit

den am Markt erhältlichen Geräten

immer von Vorteil und dafür

braucht es eben objektive Anhaltspunkte

– wenngleich diese Anhaltspunkte

nur immer Ausschnitte aus

der möglichen Gesamtperformance

einer Schneemaschine anzeigen.

6 Messzeitpunkte

pro Maschine

In der Praxis sieht das so aus, dass

bei einem Schneigerät nach 15–20

Minuten Rüstzeit z. B. bei - 6,5° C

FKT die Messung aller Parameter

startet und das erste Mal aufgezeichnet

wird, ein weiteres Mal

nach 7,5 Minuten Schneizeit bei

eventuell abweichender FKT von


Techn.-Rat DI Michael Manhart, GF des Veranstalters Skilifte Lech

mit 35 Beschneiungsjahren Erfahrung, beim Interview mit dem ORF

Vorarlberg über den Schneitest.

z. B. - 6,0° C und das dritte Mal am

Ende der Prüfung nach 15 Minuten

bei eventuell nochmals abweichender

FKT von z. B. - 5,8° C. Normalerweise

sind die Abweichungen geringer

(ø – 0,2° C FKT), außer es fällt

während der Prüfung plötzlich Sonne

ein, wie im oben beschriebenen

Fall. Dies wird jedoch im Prüfbericht

vermerkt. Nach Beendigung des gesamten

Messdurchganges werden

auch die Werte für die Wurfweite,

Schneegewicht und Schneequalität

(trocken, feucht, mit Sumpf etc.)

eruiert. Zu diesem Zweck werden

Schneibretter in Abständen von je 5

Metern platziert und der darauf angesammelte

Schnee hinterher aus-

gewertet. Auf diese Weise wird auch

das Hauptschneifeld ersichtlich. Zuletzt

wird der maximale Wasserdurchsatz

bei 35 bar ermittelt.

Es stehen also nach den beiden Testdurchgängen,

die jede angemeldete

Schneemaschine in den 3 Testtagen

durchläuft, insgesamt 6 Ergebnisse

für die variablen Parameter

(z. B. Wasserdurchsatz) und 2 Ergebnisse

für die fixen Kriterien wie

„durchschnittliches Schneegewicht“

oder „Verhältnis elektrische

Energie: Schnee" fest, die in einem

Prüfprotokoll – beglaubigt von

Schneichef Sepp Moser und GF Michi

Manhart – festgehalten werden.

Schneilanze YORK

Saphyr beim

1. Messdurchgang.

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Ermittlung des Schneegewichtes bzw. Schneehöhe durch Sepp Moser.

Exklusive Veröffentlichung

bei MOUNTAIN MANAGER

Diesem Verfahren – für alle generell im manuellen Betrieb,

die Maschinen konnten also während des Tests

nicht regeln – stellten sich wie o. e. 21 Produkte, darunter

erstmals welche von Areco, SMI und IAG (ehemals

Zottl), nicht aber von TechnoAlpin, Demac und

Cortech. Die Test-Reihenfolge wurde durch Los ermittelt.

MOUNTAIN MANAGER wird die Prüfprotokolle in

einer Sonderbeilage in der Messe-Ausgabe MM2 veröffentlichen

und alle Abonnenten kostenlos mit 1

Exemplar bestücken. Die teilnehmenden Firmen haben

bisher nur ihre eigenen Daten auf USB-Stick bekommen

und können die Ergebnisse der Mitbewerber

daher offiziell nicht nutzen oder bewerten – auch

wenn inoffizielle Aufzeichnungen von einzelnen Teilnehmern

während der Konkurrenzprüfungen gemacht

wurden. Das Ergebnis ist erst offiziell, wenn es

im MOUNTAIN MANAGER veröffentlicht wurde!

Teilnehmer und Geräte

ARECO: SuperSnow II

Bächler: Lanze Nessy

HDP Gemini: „Gemini S20A“

Lanze „Gemini ECO Superplus K“

IAG GmbH: BK 100S (ehem. Zottl)

Lenko: FA 540

FA 380

Lanze Orion

Nivis: „Storm automatic“

Snowstar: Super Crystal

Schneilanze Pegasus

SMI/Wintertechnik: SMI Gigastar Simatic

SMI Super PoleCat Simatic

SMI PoleCat Piano Simatic

SUFAG: Compact Power

Super Silent

Lanze S10–4

Arlberg Jet (Druckluftkanone)

Arlberg Jet Twin

YORK: Lanze RUBIS 10 CC

Lanze SAFYR

1/2009 MOUNTAINMANAGER

67


TECHNIK

BESCHNEIUNG

MOUNTAINMANAGER 1/2009

68

KSB erleichtert

seinen Kunden das Leben

In Krisenzeiten schlagen viele Unternehmen einen Sparkurs ein, verbunden mit dem Zurückfahren

von Ressourcen und Leistungen. Nicht so bei KSB Österreich! Der Pumpen- und Armaturenhersteller

mit über 130 Jahren Erfahrung hat sich in den letzten 30 Jahren besonders im Schneegeschäft einen

Namen gemacht und die Branche mit ca. 1500 extrem zuverlässigen Pumpen mitgeprägt. Gerade

jetzt ist die richtige Zeit, um in die Offensive zu gehen. Man begegnet der Zukunft zum einen organisatorisch

mit einer kürzlich neu gegründeten „Gruppe Schnee“ unter der Leitung von Bekim Kastrati,

der jahrelang erworbenes Know-how bündelt, zum anderen wird die Produkt-Entwicklung im Dialog

mit den Betreibern forciert, um künftigen Herausforderungen bestmöglich zu begegnen.

KSB hat die Branche mit ca. 1 500 extrem zuverlässigen Pumpen für Schneeanlagen in den letzten 30 Jahren mitgeprägt.

Im Bild eine Pumpstation in Ischgl. Fotos: KSB

„KSB zeigt seit 25 Jahren massives

Engagement für die Branche und

wird sich gerade jetzt in der derzeitigen

Marktsituation keinesfalls zurücknehmen,

sondern proaktiv für

den Kunden die besten Lösungen

erstellen“, so Andrea Parzer-Belmonte,

die seit September 08 für

Strategisches Projektmanagement

bei KSB Österreich GmbH (Wien)

zuständig ist. „Wir setzen auf intensive

Kommunikation mit Kunden

und Partnern um innovative Lösungen

am Markt umsetzen zu können

und bieten durch die o. e. „Gruppe


Schnee“ unter der Leitung von Bekim Kastrati eine

spezialisierte Einheit, die den erfahrenen technischen

Verkaufsleiter Arnold Ofner in seinem wachsenden Geschäftsbereich

unterstützt“. Jahr für Jahr wickelt KSB

Projekte in Österreich und Bayern mit durchschnittlich

insgesamt 20 000 kW an installierter Pumpleistung ab.

Die Tendenz ist seit Jahren steigend, zumal die Schneizeiten

im Vorwinter bekanntlich immer kürzer und daher

die Infrastruktur immer schlagkräftiger geworden

sind. Das bedeutet aber auch immer höhere Anschlusswerte

und empfindlich steigende Betriebskosten. Dazu

kommt eine Verschärfung der Energiesituation (Stichwort

Gaskrise, Ölpreise) und steigende Kosten. Der Bedarf

an Maschinenschnee wird aber nicht zurückgehen,

ganz im Gegenteil, die Schneesicherheit zu Saisonbeginn

ist das Gebot der Stunde.

Know-how gezielt einsetzen

„Die Bergbahnbranche und somit der Wintertourismus

allgemein steht jetzt vor großen Herausforderungen.

Wir von KSB befassen uns sehr genau mit der Situation

unserer Kunden, um hier noch besser unterstützen können.

Eine Strategie ist, das langjährige Know-how zum

Vorteil der Kunden rasch und gezielt einsetzen zu können

bzw. einen Anknüpfungspunkt für die Bedürfnisse

aus den Regionen anzubieten. Die andere Seite ist, dass

der KSB-Konzern seine Fertigung ausgebaut und modernisiert

hat, um Top Qualität und effiziente Lieferzeiten

am Markt anzubieten“, erklärt Arnold Ofner im Gespräch

mit dem Mountain Manager. „Denn für Österreich

ist der Wintertourismus ein zentrales Thema und

KSB arbeitet hier mit den Regionen Hand in Hand am

gemeinsamen Erfolg.

Man hat die Anliegen der Kunden immer sehr ernst genommen

und Produkte speziell für die maschinelle Beschneiung

entwickelt – sprich Hochdruck-Gliederpumpen

mit axialen Zuläufen, die Vorteile beim Wirkungsgrad

und spezifischen Saugverhalten haben. Ein wesentlicher

Teil einer Schneeanlage ist aber auch eine

nasse Vorpumpe, also hat sich KSB auch damit auseinandergesetzt

und die Performance optimiert. Da die

Pumpanlage sozusagen das Herz der Schneeanlage darstellt,

ist es bedeutsam, dass der Pumpenbauer seine Innovationen

einbringt“, so Ofner.

Einsatz von Pumpen mit

Antriebsleistung > 500 kW

Bis dato wurden HD Pumpen im Normalfall bis zu einer

Antriebsleistung von 500 kW ausgelegt. Im Wesent -

lichen gibt es dazu 3 Hauptgründe:

a) Betriebssicherheit

b) Standardprodukte

c) Beschneiung im Grenztemperaturbereich bzw. Ausbesserungsbeschneiung

(Teillastschneien).

Alle diese Gründe hatten ihre Berechtigung, sind aber

nicht mehr relevant. Generell sind in allen Skgebieten

Beschneiungsanlagen vorhanden und es wird von Vollbeschneiung

gesprochen. Warum sollte man dann

nicht Pumpen mit z. B. 1 000 kW Antriebsleistung einsetzen?

HD-Pumpen aus einem Baukastensystem sind

standardmäßig vorhanden und der Einsatz solcher

Maschinen würde die Investitionskosten senken. Die

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Betriebssicherheit und das Teillastschneien sind durch

vorhandene Einrichtungen abgedeckt.

Problemlöser in neuen Dimension KSB ist immer als

Problemlöser aufgetreten, war Pionier im Pumpstationsbau,

kennt die Gegebenheiten und Anforderungen

wie kein Zweiter und kümmert sich nun um Herausforderungen

auf der nächsten Etage: den Kunden zu unterstützen

in seiner Forderung nach Topprodukten mit

maximaler Leistung, Innovationen im Bereich Energiekosteneffizienz

und Lösungen, die auf die Beschaffenheit

der Region zugeschnitten sind. So etwas kommt

eben nur einem verlässlichen und vertrauenswürdigen

Partner in den Sinn, der auch in Krisenzeiten stark

bleibt. Das ist eben der Unterschied zu Firmen mit

Low-Budget-Produkten... mak

Die Fundgrube

Gebrauchte Doppelmayr

Schlepplift-Teile aller Art

An- und Verkauf

Instandsetzung v.

Doppelmayr

Schleppgehängen

Werner Lingg

Buchenberger Str. 34

87480 Weitnau Allg.

Tel. 00 49 (0) 163/4 57 47 70

Fax. 00 49 (0) 83 75/81 36

Handy: 00 49(0)1 63/4 57 47 70

E-Mail: siegrid.braun@skilift-weitnau.de

Die bei KSB

neu gegründete

„Gruppe Schnee“

bündelt unter

der Leitung von

Bekim Kastrati

jahrelang erworbenesKnowhow.

Im Bild die

Herren (v. l. n. r.)

Lauschmann,

Kastrati und

Roschnig.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

69


TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Kässbohrer Geländefahrzeug AG:

Blickpunkt Qualität und Umwelt

Höchste Qualität gehört für die Kässbohrer Geländefahrzeug

AG schon immer zu den wichtigsten Kriterien ihrer

Firmenphilosophie. Dass man darüber hinaus auch dem

Umweltschutz große Bedeutung beimisst, verdeutlicht

man nun mit einer entsprechenden Zertifizierung.

Die Umweltzer -

tifizierung nach

DIN ISO 14001

erstreckt sich auf

alle Unternehmensbereiche.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

70

Die Kässbohrer Geländefahrzeug

AG ist seit Ende 2008 nach der in -

ternational anerkannten Umweltmanagementnorm

DIN EN ISO

14001/2004 zertifiziert. Das Unternehmen

verpflichtet sich damit, neben

dem bereits bestehenden Qualitätsmanagement

nach DIN EN ISO

9001:2000 ein umfangreiches Umweltmanagement

in alle Geschäftsprozesse

zu implementieren.

„Als Technologie-Unternehmen fühlen

wir uns zu einem schonenden

Umgang mit Ressourcen und zu

nachhaltigem Handel im Sinne der

Umwelt verpflichtet. Mit der Einführung

des Umweltmanagementsystems

unterstreichen wir diesen Anspruch

und wollen eine dauerhafte

und umweltgerechte Entwicklung

garantieren sowie eine ständige Verbesserung

erreichen“, betont Jens

Rottmair, Vorstandsvorsitzender der

Kässbohrer Geländefahrzeug AG.

Im Rahmen der Umweltzertifizierung

verpflichtet sich Kässbohrer

zur Einhaltung und Weiterentwicklung

eines Katalogs an Umweltschutzmaßnahmen.

Dazu gehören

Offizielles Zertifikat

des TÜV Süd.

Fotos: Kässbohrer

Geländefahrzeug AG

unter anderem die Minimierung negativer

Umweltauswirkungen durch

vorbeugende Maßnahmen, der Einsatz

bzw. die Entwicklung arbeitstoffoptimierter

und gefährdungsminimierter

Prozesse und Verfahren

oder die sichere Lagerung von Gefahrstoffen.

„Qualitative Höchstleistungen

und umweltorientiertes

Handeln schließen sich keineswegs

aus“, weiß Rottmair.

Jeder macht mit

Was die Umsetzung in allen Ebenen

des Unternehmens anbelangt betont

Rottmair: „Umweltschutz geht

jeden einzelnen in unserem Unternehmen

etwas an.“ Kässbohrer bezieht

deshalb alle Mitarbeiter in diesen

Prozess ein, motiviert sie zum

sorgsamen Umgang mit den wertvollen

Ressourcen und fördert ihr

Bewusstsein für ökologisches Handeln

mit verschiedenen Maßnahmen.

„Selbstverständlich gehört das

Vermeiden von Abfällen in allen Bereichen

dazu und wo sie nicht vermieden

werden können, werden wir

versuchen sie stofflich weiter zu verwerten“,

so Rottmair. Soweit möglich

möchte Kässbohrer die vorgegebenen

Umweltstandards auch

von seinen Partnern umgesetzt wissen

und wird dies mit Zusatzvereinbarungen

regeln. Zur Sicherstellung

der Wirksamkeit wird das Umweltmanagementsystem

einer regelmäßigen

Prüfung unterzogen und das

System bei Abweichungen entsprechend

verbessert oder angepasst.


Die Schneehöhenmessung

ARENA GPS+ erlaubt

kostengünstigere Pisten

Screenshot vom Snowmanagementsystem ARENA WebGIS. Fotos: Power GIS

Das Salzburger Unternehmen

PowerGIS hat mit dem weltweit führenden

GPS-Konzern Topcon ein

Schneehöhenmesssystem auf den

Markt gebracht. Die Planai-Hochwurzen-Bahnen

und an erster Stelle

deren Geschäftsführer, Komm.-Rat

Albert Baier, haben die Entwicklung

massiv mitgetragen und das System

samt Grundvermessung via GPS in

der Wintersaison 07/08 erstmals erfolgreich

eingesetzt. „Es war mir irgendwann

zu dumm, dass im Frühjahr

noch zu viel Schnee auf den Pisten

lag, der zuvor sehr viel Geld gekostet

hat (ca. 4,6 Mio. Euro bei

1,8–2 Mio. m 3 Schnee/Saison)“, begründet

Albert Baier, von der Planai

die Initiative. „Da müsste es mit gezieltem

Schneemanagement Einsparmöglichkeiten

geben.“

Selbst erfahrene Leute, welche die

Hänge wie ihre Westentasche kennen,

verschätzen sich nämlich gewaltig,

wenn es um die Bestimmung

der Schneehöhe geht. Kein

Betrieb wird es sich aber künftig leisten

können, nicht alle Register in

punkto Schneegarantie und Pisten-

qualität zu ziehen! Es liegt auf der

Hand, dass die „erstklassige Ski -

Piste“ die Versicherung für den

nachhaltigen Unternehmensbestand

darstellt. Die Schneehöhenmessung

ARENA GPS+ kann dazu

einen wichtigen Beitrag leisten, wie

die nachstehende Vorteils-Liste

zeigt:

Vorteile und

Einsatzmöglichkeiten

. Ressourcenschonung

. Pistenqualität

. Gleichmäßig verteilte Schneeauflage

. Erkennen von Schneedepots und

damit verbundenes Einsparpotential

. Rechtzeitiges Ausapern der Pisten

im Frühjahr

. Kontrollmöglichkeit und wichtige

Grundlage für eine effiziente

Schneistrategie

TECHNIK

BESCHNEIUNG

PowerGIS und TOPCON haben ein auf

GPS basierendes Schneehöhenmesssystem

entwickelt. Möglichst viel Schnee in möglichst

kurzer Zeit zu produzieren, wird in

Zukunft nicht mehr genug sein. Vielmehr

geht es darum, effizient, kostengünstig,

ökologisch verträglich und somit ressourcenschonend

Schnee zu produzieren.

. Imagegewinn (sauberes Pistenangebot, „umweltfreundliche“

Ausstrahlung)

. Sympathiewert in der Öffentlichkeit.

Natürlich ist es kein Geheimnis, dass „Ressourcenschonendes

Schneemanagement“ schon bei der Planung

und dem Bau der Piste beginnt. Darüber hinaus

geht es aber auch darum, für den Berg die optimale

Schneistrategie sicherzustellen, um Zeit- und Energie

bzw. Wasser zu sparen – sei es bei der verhältnismäßigen

Schneeproduktion, sei es beim anschließenden

Verfrachten durch die Pistenfahrzeuge. Wenn man nur

3 % Einsparpotenzial ansetzt, was laut Schladming das

Mindeste ist, dann ergeben sich bei großen Skigebieten

gleich einmal stolze Summen: z. B. ca. 140 000

Euro pro Saison bei den Planai-Hochwurzen-Bahnen!

Funktionsweise der

Schneehöhenmessung

Die Schneehöhenmessung ARENA GPS+ kann das Urgelände

und die Schneehöhe in der Pistenmaschine

zentimetergenau messen. Diese Genauigkeit wird unter

Verwendung einer Basisstation – welche am Berg

via Funk ein Korrektursignal aussendet – sichergestellt.

Das System informiert den Fahrer direkt in der Pisten-

1/2009 MOUNTAINMANAGER

71


TECHNIK

BESCHNEIUNG

maschine darüber, wo Schnee fehlt, wo zu viel liegt

oder wo eventuell Schneedepots zu finden sind. So

können die Bergbahnunternehmen mit dem Schnee

effizienter umgehen. Denn die Pistenfahrer verfrachten

überflüssigen Schnee dorthin, wo er fehlt. Darüber

hinaus werden die Schneehöhendaten mittels einer

Kommunikationseinheit per GPRS an einen Datenserver

übertragen und gespeichert. Mit dem GeoManagement

und BetriebsInformationsSystem ARENA kann

somit eine Schneehöhenkarte für jede Piste erstellt

werden und folglich punktgenau Maschinenschnee

erzeugt werden. Denn künstliche Beschneiung „auf

Teufel komm raus“ ist Geldvernichtung.

Hansjörg Wohlfarter, GF der Hochzeiger Bergbahnen.

Fotos: Hochzeiger BB

REFERENZKUNDE

Hochzeiger Bergbahnen Pitztal

GesmbH & Co KG

www.hochzeiger.com

info@hochzeiger.com

MOUNTAINMANAGER 1/2009

72

LÖSUNGSPARTNER

PowerGIS Geografische

Informationssysteme GmbH

www.powergis.at

office@powergis.at

In dieser Pistenmaschine wird das GPS-Schneehöhenmesssystem eingesetzt.

Das Schneehöhenmesssystem ist

zum einen für die Pistenmaschine,

zum anderen als mobiles Handgerät

erhältlich. Das Maschinen-

Equipment kann je nach Vorrüstung

innerhalb der Flotte weitergegeben

werden. Das Handgerät

kann zusätzlich für die zentimetergenaue

GPS-Vermessung genutzt

werden.

Projekt Hochzeiger

Bergbahnen im Pitztal

Dem Trend des „Ressourcenschonenden

Schneemanagements“ sind

heuer einige Betriebe gefolgt. Neben

der Planai wurden in der aktuellen

Saison auch Projekte bei den Arlberger

Bergbahnen, der Bergbahn

Kitzbühel, dem Kitzbüheler Ski

Club, den Bergbahnen St. Vigil in

Südtirol und den Hochzeiger Bergbahnen

in Jerzens realisiert. „Speziell

die Zusammenarbeit mit dem

Team rund um Geschäftsführer

Hansjörg Wohlfarter von den Hochzeiger

Bergbahnen war von Beginn

an von großer Ergebnisorientierung

und offener Kommunikation geprägt“,

berichtet PowerGIS-Geschäftsführer

Robert Sölkner.

Bei den Hochzeiger Bergbahnen mit

ihren 45 Pistenkilometern und 9

Bahnen wurden erstmals Laserscandaten

vom Urgelände zur Erstellung

des Geländemodells verwendet.

Neben der Basisstation und einem

Funkrepeater am Berg wird das

Schneehöhenmesssystem ARENA

GPS+ in einem PistenBully 300 mit

Winde verwendet. Das System ist

natürlich in allen Pistenmaschinenmarken

verwendbar – seien sie rot,

silber oder weiß. Die Satellitenverfügbarkeit

und das Empfangen des

Korrektursignals – die großen Herausforderungen

eines solchen Systems

– liegen mittlerweile bei über

90 Prozent!

Nützliches Werkzeug

„Ganz besonders freut es mich, dass

unser komplettes Pisten-Team einschließlich

der Fahrer dieses nütz -

liche Werkzeug so gut annehmen“,

verrät Geschäftsführer Hansjörg

Wohlfarter.

„Uns erfüllt es mit etwas Stolz, dass

die Hochzeiger Bergbahnen mit ihrem

Know- how und unserem

Schneehöhenmesssystem ARENA

GPS+ in ein neues Zeitalter der

Schneeproduktion und Pistenpräparierung

eingetreten sind“, so Geschäftsführer

Robert Sölkner von

PowerGIS.


Kässbohrer Geländefahrzeug AG:

PistenBully spurt für

Weltmeister

Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG ist Offizieller Ausrüster der

Nordischen Ski-WM 2009 in Liberec, Tschechien, und sorgt bei

den Nordischen Skiweltmeisterschaften für die Präparierung von

Langlaufloipen und Sprungschanzen. Optimale Voraussetzungen

für den Massenstart schafft ein 4-fach Loipenspurgerät.

Das 4-fach-Spurgerät ist die Voraussetzung für einen reibungslosen Massenstart!

Foto: Kässbohrer Geländefahrzeug AG

Bei internationalen Großsportveranstaltungen

darf nichts dem Zufall überlassen

werden. Ausschlaggebend bei der Entscheidung

für PistenBully war die Zuverlässigkeit

des PistenBully und der Mannschaft,

die dahinter steht. Für die Veranstalter

in Liberec, wie auch in Oberstdorf

(WM 1987 und WM 2005), in Val di

Fiemme (WM 2003) und Ramsau (WM

1999) war PistenBully die erste Wahl.

Kässbohrer ist ein bewährter Partner, auf

den sich die Organisatoren von Großveranstaltungen

gerne verlassen. Qualität

hat oberste Priorität und im Fall des Falles

gewährleistet die einzigartige Serviceorganisation

schnellste Verfügbarkeit der

Fahrzeuge.

Seit mittlerweile 40 Jahren sind Kässbohrer

Geländefahrzeuge weltweit die erste

Adresse zur Pisten- und Loipenpräparierung.

Dies gelingt nur, wenn man stetig

innovative Lösungen für die Wünsche der

Kunden bietet. Annähernd 17 000 verkaufte

PistenBully sprechen für sich.

Bewährtes Know-how

In Liberec sorgen insgesamt 8 PistenBully

für die Präparierung von Langlaufloipen

und der Sprungschanze.

Für die Nordische Ski-WM steht außerdem

ein 4-fach-Loipenspurgerät für die

Massenstarts zur Verfügung. Durch den

Mindestabstand der Spuren zueinander

und die vorgeschriebene Spurbreite ist

ein optimales Präparieren nur bei einer

4,20 m breiten Fräse möglich. Über eine

zusätzliche Geräteträgerschiene wird die

4. Spurplatte befestigt. Die Spurplatten

können einzeln ausgehoben werden und

sind sehr leicht. Das hat den Vorteil, dass

sich dort nur wenig Schnee aufbaut.

Zwölf Tage lang werden sich vom 18.

Februar bis zum 01. März 2009 die erfolgreichsten

Wintersportler in den Disziplinen

Skispringen, Langlauf und Nordische

Kombination einen spannenden

Kampf um Gold, Silber und Bronze liefern.

PistenBully schafft dazu optimale

Wettbewerbsbedingungen.

���������������������

������������������������

��������������������

�������������������������������������������������

�����������������������������������������������

�����������������������������������������������

�����������������������������������������������

��������������������������������������������

�������������������������������

��������������������������������������������

���������������������������������������������������

��������������������������������������������������

��������������������������������������������������

�������������������������������������������������

�����������������������������

������������������������

������������������������

������������������������������������������

������������������������������������������������

1/2009 MOUNTAINMANAGER

��������������������������������

73


TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

PRINOTH EVEREST:

Pistenqualität ohne Kompromisse

Die PRINOTH

Trommelwinde

leistet wertvolle

Arbeit bei der

Präparierung von

Steilhängen.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

74

Mitte Januar wurde der neue PRINOTH EVEREST am Rittner Horn/Bozen präsentiert.

Auf einer anschließenden Demotour durch Österreich, die Schweiz, Italien, Frankreich und

Norwegen konnte er seine technischen und optischen Highlights gekonnt in Szene setzen.

Der neue PRINOTH EVEREST punktet

gleich in mehreren Bereichen:

Effizienz und Ergonomie, Flächenleistung

und Wirtschaftlichkeit. Für

das Skigebiet, in dem er eingesetzt

wird, bedeutet das eine optimierte

Pistenqualität ohne Kompromisse.

Der Pistenfahrzeugfahrer kann seine

Aufgaben mit einer modernen Maschine

erfüllen, die leistungsstark

und dabei ausgesprochen wendig

und flexibel ist.

Die technischen Features wurden

beim neuen EVEREST mit augenfälligem

Design kombiniert, für das einmal

mehr Pininfarina verantwortlich

zeichnet. Die jahrzehntelange Erfahrung

spiegelt sich dabei in einer

perfekten Symbiose aus Erscheinungsbild

und Funktion. Lowie Ver-

Der neue PRINOTH EVEREST. Fotos: PRINOTH

meersch, Design Direktor bei Pininfarina,

bringt die Vorzüge auf den

Punkt: „Für uns war es eine spezielle

Herausforderung, das herausragende

Bedienkonzept in ein außer -

gewöhnliches Arbeitsplatz-Design

umzusetzen. Design ist für uns die

Brücke zwischen Funktion und Emotion.

So haben wir die Vorgaben für

die tägliche Arbeit in den Mittelpunkt

gerückt und sie mit innovativen

Designelementen versehen, die

bisher nur in hochwertigen Personenkraftwagen

eingesetzt wurden.

Nun glänzen erstmals die Bedienoberflächen

eines Pistenfahrzeuges

in Metall und die einzelnen Bedienelemente

überzeugen durch besondere

Formgebung.“

Überzeugende Argumente

Maßstab für die Neugestaltung der

Everest Fahrerkabine waren der Fahrer

und seine individuellen Bedürfnisse.

Die übersichtliche Anordnung

der Funktionen und der Fahrersitz,

der für spezielle Bedürfnisse entwickelt

wurde, machen das Arbeiten


Die Fahrerkabine punktet u. a. mit einer übersichtlichen Anordnung der

Bedienelemente.

zum Vergnügen und den Everest

zum überzeugenden Pistenprofi.

Jüngste ergonomische Erkenntnisse

treffen hier auf das elegante Design

von Pininfarina.

Hohe effektive

Flächenleistung

In kurzer Zeit können viele perfekt

präparierte Pistenkilometer absolviert

werden: Diesem qualitativen

und zugleich quantitativen Anspruch

stellt sich der Everest mit hoher

Einsatzbereitschaft und bewährter

Zuverlässigkeit. Die außergewöhnliche

Schubkraft bei zugleich

guter Wendigkeit, die exzellente

Steigfähigkeit und das feinfühlige

Handling des Räumschildes, die

dank der neuen hydraulischen Vorsteuerung

erreicht wurde, runden

seine eindrucksvolle Performance

ab.

Das Ergebnis: eine optimal präparierte Piste.

Niedrige Betriebskosten

Das innovative, vollelektronische

Motor- und Hydraulikmanagement,

gewährleistet optimale Leistungswerte

bei niedrigem Treibstoffverbrauch.

Entsprechend geringe Kosten

und weniger Emissionen freuen

nicht nur den Betreiber, sondern

auch die Umwelt. Bewährte Komponenten

senken den Wartungsaufwand

und damit die Betriebskosten.

Gleichzeitig heben sie die Lebenserwartung

der Maschine.

Einmalige Winde

Ausgestattet mit der neuesten Generation

der bewährten PRINOTH

Trommelwinde, setzt der Everest

weltweit Standards in der effizienten

und schnellen Präparierung von Steilhängen

genauso wie in der kraft -

vollen Verfrachtung großer Schneemengen.

Zudem ist Wincontrol als

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Optional erhältlich. Diese neueste

Generation zur automatischen Regelung

der Windenzugkraft erlaubt

dem Fahrer sich auf das Wesentliche

zu konzentrieren. Die Ausführung

als Trommelwinde trägt zur langen

Seillebensdauer bei und garantiert

hohe Zuverlässigkeit und Ökonomie.

Effiziente Zusatzgeräte

Die leistungsstarke PRINOTH Powerfräse

garantiert marktführende Pistenqualität

bei hohen Präpariergeschwindigkeiten.

Das Resultat ist bei

allen Schneeverhältnissen eine kompakte

und griffige Piste. Das feinfühlig

steuerbare PRINOTH 12-Wege-

Räumschild fördert dank optimaler

Formung das Rollen des Schnees im

Schild. Dadurch und mittels des tiefen

Anlenkpunktes wird eine hohe

Schubleistung bei geringem Kraftaufwand

erreicht.

i

Infos: www.prinoth.com

Technische Daten:

DIESELMOTOR

GEWICHT

EINSATZDATEN

WINDE

FÜHRERHAUS

SCHEIBEN/AUSSENSPIEGEL

ABMESSUNGEN

ELEKTRISCHE ANLAGE

ÜBERWACHUNG

BELEUCHTUNG

RÄUMSCHILD

FRÄSE

AUF ANFRAGE

PRINOTH EVEREST

Modell Mercedes OM 501 LA, Euromot III A, Turbodiesel

m. Direkteinspritzung und Ladeluftkühlung. Hochdruckeinspritzanlage

mit Einzeleinspritzpumpen und vollelektronisches

Motormanagement, Zylinderanzahl 6 mit V-

Anordnung, Gesamthubraum 11 950 cm 3 , Motorleistung

315 kW (430 PS) bei 1 800 Upm, max. Drehmoment

2 000 Nm bei 1 300Upm, Kraftstoffverbrauch ab 20 l/h,

Kraftstofftankinhalt 290 l

Gesamtgewicht einschließlich Raupen, Schild u. Fräse:

9.670 kg, Gesamtgewicht Everest Winde einschließlich

Raupen, Schild und Fräse: 11 575 kg, zulässiges

Gesamtgewicht 12 500 kg

Wenderadius 0 (um die eigene Achse), Steigvermögen je

nach Schneebeschaffenheit bis 100 %, Geschwindigkeit:

Standardmaschine bis zu 24 km/h; Windenmaschine bis

zu 20 km/h – im Windenbetrieb bis zu 16 km\h

Trommelwinde mit max. Zugkraft von 35 kN

(bei 0–16 km/h), Antrieb Hydrostatisch mit geschlossenem

Ölkreislauf, autom. Regelung der Windenzugkraft –

WINCONTROL (Optional), Seillänge bis zu 1 200 m

RECARO ® Fahrersitz, 2 Beifahrersitze, Sicherheitsgurte

für Fahrer u. Beifahrer, speziell entwickelter Joystick,

über CAN BUS verbundene Elektronikeinheiten, kippbares

Führerhaus, Lenkradsteuerung, Radio m. CD

sowie USB-Anschluss und Dreiwege-Stereolautsprechern,

Funkgerät Vorbereitung, Warmwasserumluftheizung

und Abluftgebläse mit automatischer

Temperaturregelung, ROPS geprüft (überrollsicher)

Scheibenwaschanlage, elektrisch beheizte Front-, Seiten-

u. Heckscheibe, Außenspiegel elektrisch verstellbar

u. beheizt, beheizte Frontscheibenwischerblätter

Max. Fahrzeughöhe b. gekippter Fahrerkabine 3 000 mm,

Bodenfreiheit 400 mm, Ladeflächenlänge 1 250 mm,

Ladeflächenbreite 2 000 mm, Ladehöhe 1 180 mm

Betriebsspannung 24 V, Lichtmaschine Batterien

2 x 12 V – 200 Ah, Startkapazität 1 000 A nach EN

8,4 Zoll Bildschirm mit einer Auflösung von 640 x 480

Pixel

6 Halogen Frontscheinwerfer, 2 Xenon-Arbeitsscheinwerfer

vorne, 2 Xenon Arbeitsscheinwerfer hinten,

2 Drehleuchten, Positionslampen und Richtungsblinker,

1 Doppelparabol-Suchscheinwerfer, 1 Scheinwerfer auf

Windenarm

12-Wege-Fronträumschild mit Schnellwechselsystem

Powerfräse mit Zentralgelenk, Schnellwechselsystem,

SNOW PROTECTOREN, Seitenflügel als Optional

Frontfrässchleuder, Ladeschaufel, Frontfrässchleuder für

Halfpipes, Halfpipe-Räumschild, Halfpipe-Gerät

1/2009 MOUNTAINMANAGER

75


TECHNIK

FIRMEN NEWS

PRINOTH:

Wachstum auf neuen Märkten

LEITNER TECHNOLOGIES

startet mit einer Erfolgsmeldung

ins Jahr 2009.

Das Südtiroler Unter -

nehmen hat den Bereich

„Track Machines“ der kanadischen

Camoplast Inc.

gekauft und sich damit ein

weiteres Standbein mit

weltweiten Wachstumsmöglichkeiten

erschlossen.

Übernommen wird die

Sparte vom Pistenfahrzeughersteller

PRINOTH.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

76

Fahrzeuge des Typs GO-TRACT empfehlen sich für den Transport von Personen, Arbeitsgeräten und

Ausrüstung. Fotos: PRINOTH

Die Camoplast Inc. ist ein kanadisches

Unternehmen mit Hauptsitz

in Sherbrooke, Provinz Quebec, Kanada.

Produziert und vertrieben

werden Gummiraupen, Fahrwerks-

und Kunststoffkomponenten für alle

Fahrzeuge in den Bereichen Freizeit

und Landwirtschaft sowie der Automobilindustrie.

Als einer der Marktführer

in diesem Bereich beschäftigt

man rund 1 400 Mitarbeiter an 18

Standorten in den USA, Kanada,

Finnland, Ungarn, China und Korea.

In den letzten Jahren ist es der

Camoplast Inc. im Bereich der sogenannten

„Utility“ Fahrzeuge gelungen,

bedeutende Verkaufserfolge zu

Raupenfahrzeug TROOPER TM .


erzielen. Diese mit Raupen angetriebenen

und überaus geländegängigen

Fahrzeuge eignen sich besonders

zum Transport von Personen

und Ausstattungen, als Trägerfahrzeuge

für Kräne und Bohrausrüs -

tungen, für die Instandhaltung von

öffentlichen Bereichen und für die

Landschaftspflege. Eingesetzt werden

sie beim Bau und der Wartung

von Energieversorgungsanlagen, wo

die Fahrzeuge unter schwierigsten

Bedingungen und in jedem Gelände

ihre Vorzüge unter Beweis stellen.

Zur Verfügung stehen insgesamt

10 unterschiedliche Modelle.

Aufgrund des hohen technologischen

Standards und der einmaligen

Serviceleistungen ist Camoplast

Marktführer in Nordamerika.

Michael Seeber, Präsident LEITNER

TECHNOLOGIES, bringt die Überlegungen

zur Übernahme dieses

Fahrzeugsektors auf den Punkt: „Als

Ergänzung zum traditionellen Kerngeschäft

haben wir nun die Möglichkeit,

einen weiteren wichtigen

Geschäftsbereich auszubauen, der

unabhängig vom Pistenfahrzeuggeschäft

ist. LEITNER TECHNOLOGIES

hat ein bekanntlich dichtes Verkaufs-

und Servicenetzwerk mit

weltweit nahezu 100 Standorten.

Mit der Übernahme dieses neuen

Bereiches erwarten wir uns ein Umsatzwachstum

besonders in Ländern

wie China, Indien und Russland.

In der derzeit weltweit schwierigen

Wirtschaftslage stärkt diese

Das lästige Parkplatzsuchen in

Schladming hat ein Ende! Seit Mitte

Dezember stehen Gästen in unmittelbarer

Nähe der Planai-Talstation

rund 1 200 Parkplätze zur Verfügung.

Planai-Chef KoR Dir. Albert

Baier, Schladmings Bürgermeister

Jürgen Winter und Landtagsabgeordneter

Karl Lackner sprachen bei

der Eröffnungsfeier denn auch stolz

GO-TRACT mit Bohrausrüstung.

Diversifizierung die Marktposition

von PRINOTH, wovon alle unsere

Kunden langfristig profitieren werden.“

Beste Voraussetzungen

PRINOTH beschäftigt in Nordamerika

seit 2005 über 100 Mitarbeiter,

wovon bereits mehr als die Hälfte

im kanadischen Granby, Quebec,

arbeitet. Diese Mitarbeiter, die Geschäftsleitung

und alle bestehenden

Unternehmensbereiche wie

Entwicklung, Design, Produktion,

Verkauf und Kundenservice werden

in Zukunft in dem von Camoplast

erworbenen Hauptgebäude, das

sich in der J. Amrand Bombardier-

Straße in Granby befindet, Platz finden.

Auch Camoplast zeigt sich über

den Verkauf seiner Maschinen -

sparte an LEITNER TECHNOLOGIES

ausgesprochen zufrieden. „Die

Er folgsgeschichte des Bereiches

,Track Machines‘ von Camoplast

basiert auf Innovation, Technologieführerschaft,

Kundennähe und

einem hochqualifizierten Team. Es

freut uns sehr, dass ein Unternehmen

wie PRINOTH den Bereich

übernimmt und weiterhin dafür

sorgen wird, die Kundenwünsche

mit Produkten hoher Qualität zu

erfüllen. Camoplast wird seine Unternehmensstrategie

mit Hauptau-

von einem Quantensprung für

Schladming. Das jahrelange Park-

Manko sei damit endlich behoben.

Effizient und modern

Das neue Parkhaus wartet gleich mit

einigen Neuheiten auf. So gilt es als

modernstes Parkhaus Österreichs,

weil es völlig säulenfrei gebaut wurde.

Zudem ist es ausgesprochen hell

TECHNIK

FIRMEN NEWS

genmerk auf das Wachstum der

verbleibenden Unternehmensbereiche

ausrichten”, so Pierre Marcouiller,

Vorstandsvorsitzender und

CEO von Camoplast.

Quantensprung für Schladming

Kurz vor Weihnachten wurde in Schladming das neue Planai-Parkhaus seiner Bestimmung übergeben.

Mit diesem Projekt, das als „größtes Baulos der vergangenen Jahre“ bezeichnet wird, stehen nun

500 zusätzliche Parkplätze direkt neben dem Planaistadion zur Verfügung.

und bietet die Möglichkeit, in jede

einzelne Etage direkt mit den Skiern

von der Piste einzufahren. Damit

setzt Schladming einmal mehr

Maßstäbe, was den Komfort der Skigäste

betrifft. Insgesamt stehen nun

15 000 m 2 Stellfläche zusätzlich zur

Verfügung. Für die nächste Saison

wird das Parkhaus noch mit einem

Ticketsystem nachgerüstet, wobei

1/2009 MOUNTAINMANAGER

77


TECHNIK

FIRMEN NEWS

Bauvolumen

Länge: 62 m

Höhe: 22 m

Breite: 42 m

Fassade: 1 700 m 2

Parkfläche: rund 15 000 m 2

Aushubkubatur: rund 40 000 m 3

(rund 5 000 Lkw-Ladungen)

Bauzeit: 6 Monate

Arbeitsstunden: rund 50 000

Material

Beton: 6 000 m 3

(rund 60 Einfamilienhäuser)

Stahl: 1 000 t

(ca. 80 Dampflokomotiven)

Elektrokabel: rund 25 km

Spritzbeton: 2 500 m 2

MOUNTAINMANAGER 1/2009

78

DATEN & ZAHLEN PARKHAUS PLANAI

Das Parkhaus Planai setzt Maßstäbe.

Vorteile

. Offene stützenfreie Bauweise,

. direkter Zugang zur Talstation,

. 500 Stellplätze,

. auf 7 Etagen,

. Zugang von jedem Parkdeck direkt auf die Piste

möglich,

. integrierter Personenlift.

Ausführende Firmen:

Generalunternehmen: STRABAG AG Hochbau

Salzburg

Schlosser, Fassade: GRANIT Gesellschaft

m.b.H.,

Vermessungsarbeiten: Dipl.-Ing. Peter Badura

Gesamtplanung: ARGE HOFRICHTER-

RITTER-Mandl Architekten

Bauaufsicht: Bauwerk Schladming

V. l.: Schladmings Bürgermeister Jürgen

Winter, Planai-Chef KR Dir. Albert

Baier und Labg. Karl Lackner bei der

Eröffnung des neuen Parkhauses.

Fotos: dwl

das Parken für alle Skigäste gratis

sein wird.

KR Dir. Albert Baier verwies in seinen

Begrüßungsworten darauf, dass

dieses Baulos zwar mit entsprechenden

Kosten für das Unternehmen

verbunden war, jedoch der Kundennutzen

ein großer sein werde, da

man direkt von der Piste ins Parkhaus

bzw. auch direkt vom Parkhaus

auf die Piste gelangen könne. „Wir

wollen unseren Gästen ein höchstmögliches

Maß an Dienstleistungsqualität

bieten – das Planai-Parkhaus

hält was es verspricht“.

Bgm. Jürgen Winter lobte die Investitionsfreudigkeit

der Planai-Bahnen

und die Kompetenz der Mitarbeiter,

die dieses Projekt in einer

Bauzeit von nur 6 Monaten verwirklicht

hätten. Und Landtagsabgeordneter

Karl Lackner unterstrich

schließlich noch die Rolle der Planai-Bahnen

als steirischer Leit- und

Vorzeigebetrieb.

Im Rahmen einer stimmungsvollen

Feier und der Segnung durch die

beiden Pfarrherren von Schladming

wurde das Parkhaus dann seiner Bestimmung

übergeben. Die Erstbefahrung

der 7 Etagen fand im Anschluss

in Form eines „Audi“ Konvois,

der sich aus den neuesten Vertretern

der Audi-Flotte zusammensetzte,

statt.

Das Investitionsvolumen der Planai-

Bahnen betrug 2008 rund 23 Mio.

Euro. Dieser Betrag verteilt sich auf

die beiden Großprojekte Parkhaus

und Hochwurzen Sun-Jet, die erste

Telemix Seilbahn-Anlage der Steiermark.

DAS INFORMATIONSPORTAL

DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET


Der Landgasthof Schaiten in Grünau

war Austragungsort der diesjährigen

Fachgruppentagung, die

erstmals von Peter Grögler geleitet

wurde. Peter Grögler, GF der Kasberg-Bahnen

GmbH & Co.KG, wurde

über Vorschlag des OÖ. Wirtschaftsbundes

zum Fachgruppenobmann

der Fachgruppe Seilbahnen

in der Wirtschaftskammer OÖ.

bestellt und folgt in dieser Funktion

Dr. Adam Sifkovits nach, der nach

4 Jahren in dieser Position sein Amt

zur Verfügung gestellt hatte. Grögler

nutzte die Veranstaltung, um

sich bei seinem Vorgänger für die

ausgezeichnete Zusammenarbeit

und sein Engagement für die Belange

der Seilbahnen zu bedanken,

und stellte seine Ziele vor. Zu ihnen

gehören u. a. Erhaltung und Ausbau

von Fördermaßnahmen durch das

Land, Einsatz für eine praxisgerechte

und kostenverträgliche Novellierung

der Schlepplift-Verordnung sowie

das Abhalten von Informationsveranstaltungen.

Robert Riedl, GF der Fachgruppe

der oö. Seilbahnen, präsentierte im

Jahresabschluss 2007 einen leichten

Überschuss von 823,12 Euro für

die Fachgruppe und stellte für 2008

ein ausgeglichenes Budget in

Aussicht. Dazu informierte er die

Teilnehmer über die Umstrukturierungsmaßnahmen

in der Wirtschaftskammer,

die 2010 eine Umwandlung

der oberösterreichischen

Fachgruppe zur Fachvertretung zur

Folge hätten. Damit verbunden sei

der Verlust der eigenen Rechtspersönlichkeit,

wobei dann auch die

Grundumlage nicht mehr in der

Entscheidung der Fachvertretung

liege.

Initiativen gefordert

Landeshauptmann-Stellvertreter

Franz Hiesl informierte darüber,

dass in OÖ mit einer Helmpflicht für

Kinder bis 14 Jahre zu rechnen sei,

und sprach sich für eine gezielte Förderung

des Skifahrens aus. Skifahren

müsse leistbar bleiben, Wintersport

sei bei Kindern und Jugend -

lichen dem Spielen am Computer

vorzuziehen. In Oberösterreich sei

man mit Aktionen wie der Familienskikarte,

die es bereits seit 1999 gebe,

oder der jüngsten Aktion „Pistenfloh“

am richtigen Weg. Mit dieser

Idee habe man am 21. und 22.

MARKETING

MANAGEMENT

Einsatz aller positiven Kräfte

Peter Grögler, Fachgruppen-Obmann der oö. Seilbahnunternehmen,

LH-Stv. Franz Hiesl und Karl Schmidhofer, GF

Kreischberg, gaben Impulse für den Wintersport.

Am 13. Januar 2009 ging in Grünau im Almtal die

Fachgruppentagung der oberösterreichischen Seilbahnen

über die Bühne. Der neue Obmann Peter Grögler

durfte sich über eine sehr gut besuchte Veranstaltung

und lebhafte Diskussionen freuen.

Dezember 2008 viele Kinder auf die

Pisten zum Skifahren locken können.

Aufgrund der guten Resonanz

werde eine Wiederholung im März

angedacht.

Karl Schmidhofer, Geschäftsführer

Kreischberg, stellte den Erfolg seines

Unternehmens durch eine Reihe

von Eigeninitiativen vor. Es gehe bei

seinen Bemühungen darum, die Belange

der Seilbahnen in allen relevanten

Bereichen zu positionieren

und Themen mitzugestalten. Diese

umfangreiche Aufgabe wäre aber

nur in einem engagierten Team zu

lösen.

Mag. Viktoria Bucher, Fachverband

der Seilbahnen Österreichs, prä -

sentierte schließlich noch aktuelle

Belange wie z. B. die Verordnung

zum Versetzen von Bestandsanlagen,

die im März fertig sein würde,

die Bergerichtlinie, genehmigungsfreie

Bauvorhaben oder Konzes -

sionsverlängerungen. Mag. (FH) Elke

Basler, PR- und Marketingleitung

des Marketingforums, gab Einblick

in ihre umfangreiche Arbeit, die in

der laufenden Saison schwerpunktmäßig

die Themen Sicherheit,

Schule und Jugend umfasse. dwl

Verabschiedung

von Dr. Adam

Sifkovits (M.),

der mit Skiern

der WKOÖ

ausgezeichnet

wurde. Fotos: dwl

1/2009 MOUNTAINMANAGER

79


MARKETING

MARKENTECHNIK

MOUNTAINMANAGER 1/2009

Erfolg durch

konsequente Umsetzung

„Zweifellos tragen die Produkte und deren Qualität den Hauptanteil zum Erfolg eines Skigebietes bei.

Etwas unterschätzt (zumindest bei der Bereitschaft in diese Bereiche mehr zu investieren) wird die

Vermarktung und deren konsequente und kontinuierliche Umsetzung“, so Michael Partel von der

Agentur Mountain Management Consulting. Im folgenden einige Gedanken zum Markenauftritt.

80

Basierend auf eine fundierte und

auch gelebte Unternehmensstrategie

sollte auch dem Marketing-/

Kommunikationskonzept größere

Bedeutung zukommen. Das Bewusstsein

für den einheitlichen Markenauftritt

ist in den letzten Jahren

stark angestiegen. Oft fehlt aber hier

die Konsequenz. Zu schnell werden

neue Ideen/Kampagnen abgelöst.

Markenaufbau – auch im Bereich

der Kommunikation – braucht Zeit.

Erfolge zeigen sich in den wenigsten

Fällen in den ersten 2–3 Jahren. Das

sind Prozesse die man im Bereich

von 10–20 Jahren ansiedeln sollte.

Zuerst Akteure

einstimmen

Wenn Sie sich z. B. eine Region wie

Serfaus-Fiss-Ladis für den Schwerpunkt

Familie/Kinder entschieden

hat, dann gilt es hier zuerst die Akteure

auf diese Grundsatz-Entscheidung

„einzustimmen“. Nur dann

spürt der Gast diese Einzigartigkeit

in allen Bereichen – auch neben

Winter-Pocketfolder, Werbelinie von

Serfaus-Fiss-Ladis.

Quelle: A-typisch Grafik-Design Werbung

Winter-Preisliste

dem Skigebiet – als Ganzes und

„Getragenes“. Es braucht hier den

Schulterschluss aller Dienstleistungsanbieter,

vom Hotel über Skischule,

Rent&Service bis zum Tax-


ler. Das ist eigentlich die erste Stufe

im Bereich Kommunikation – IN-

TERN. Wenn das nicht stimmig ist,

dann haben die meisten auch ein

Problem in der Umsetzungsgeschwindigkeit

von neuen, der Positionierung

abgestimmten Produkten.

Kommunikation am Berg

Streifen möchte ich auch noch den

Bereich – Kommunikation am Berg.

Also jene Bereiche beginnend von

der Beschilderung zum Parken bis

zur Eigenwerbung.

Speziell bei Neukunden (und solche

haben wir in der Regel ca. 30 %!) ist

dieser erste Eindruck ein ganz entscheidender.

Hier will der Gast nicht

mit „Fremdwerbung“ überschüttet

werden. Vielmehr sucht er nach gezielten

Informationen bzw. Animation.

Auch hier gibt es noch „Potenzial“,

diesen Teil der Kommunikation

zu verbessern. Die Wichtigkeit des

Themas „Ankommen“ wurde ja

schon getrennt gehandelt.

Zurück zur Kommunikation, die wir

so unter dem Begriff „Werbung“

verstehen.

Das Kommunikationskonzept muss

die Positionierung (unique selling

preposition/Einzigartigkeit) lar zum

Ausdruck bringen. Dazu zählen Logo,

Farbcode, Zentrale Aussagen

bzw. Headlines und natürlich auch

die Platzierung in den richtigen Medien

(Skimagazinen, Internet-Portalen,

Info-Screens, Anzeigen). Aber

auch z. B. der Auftritt in Form des

Pistenplanes ist ein nicht zu unterschätzender

Bereich, beginnend

vom Panorama über die Inhalte, bis

zur Druckqualität, der Papierstärke,

dem Format etc.

Die Wiedererkennbarkeit

Die Wiedererkennbarkeit Ihrer Botschaft/Kampagne

hängt – neben

Farbcode, Keyvisual etc. – auch von

der Konsequenz ab. Und hier passieren

oft die schon oben angeführten

Fehler. Wenn Sie sich für das ei-

ne oder andere Medium entschieden

haben, so sollten Sie daran mindestens

3–5 Jahre festhalten, damit

das Geld nicht „verpulvert“ ist. Keine

der Topmarken in unserem Bereich

hat die Kraft, Kampagnen permanent

zu wechseln. Also bleibt als

Chance um eine Durchdringung zu

erreichen, nur die Kontinuität.

Es gibt einige hundert Skigebiete in

Europa, die der Gast zur Auswahl

hat.

Bei neuen Kunden zählt: „zuerst

kennen, dann kommen“. Also brauchen

wir neben der Bekanntheit

und eventuellen Empfehlungen von

Freunden und Bekannten, ein klares

Bild, weshalb der Gast gerade unser

Skigebiet wählen sollte. Ist es der

Preis, die Größe, die Schneesicherheit,

der Komfort, die Kinderfreundlichkeit,

der Service generell, die

Gastronomie am Berg, oder unser

Personal, das nicht zu überbieten

ist? Ist das definiert, so könnten die

angeführten Punkte der Kommunikation

weiterhelfen, dieses Bild zu

vervollständigen und die Animation

verstärken, nächstes Mal ihr Skigebiet

zu wählen.

Checken Sie selbst, wie es in ihrem

Unternehmen damit aussieht! Es

gibt einige Skigebiete, die diesen

zusätzlichen Multiplikator gezielt

nutzen.“

Auf der folgenden Seite ist als Beispiel

für einheitlichen Auftritt und

klare Positionierung die Werbelinie

von Serfaus-Fiss-Ladis dargestellt

MARKETING

MARKENTECHNIK

mit Pocketfolder, Preisliste, Inserat,

Prismenwerbung und Busbeschriftung.

i Infos:

Mountain-Management Consulting

GF Michael Partel

Industriering 591

FL-9491 Ruggell

Tel. +4 23 (0) 2 31/13 31

Fax +4 23 (0) 2 31/13 33

Winter-

Busbeschriftung

Winter-Inserat

Tiroler Tages -

zeitung

Winter-Prismenwerbung

1/2009 MOUNTAINMANAGER

81


MARKETING

SYMPOSIUM

19. TourismusForum Alpen, 23. – 25. 3. in Pontresina

Rethinking Power –

umdenken oder untergehen

Das 19. TourismusForum Alpenregionen,

veranstaltet von Grischconsulta in Pontresina

vom 23. bis 25. März 2009, steht

unter dem Motto: „Rethinking power:

umdenken, umsetzen oder untergehen“.

Das wirtschaftliche Umfeld wird den

Tourismus schon morgen vor Herausforderungen

stellen, die starke Visionen und

den Mut brauchen, Veränderungen und

neue Ansätze beherzt anzugehen.

Pumpstationen

Kompressoren

Stromaggregate

maßgeschneidert, schlüsselfertig für die

Schnee-Erzeugung

MOUNTAINMANAGER 1/2009

82

Der nicht abbrechende Streit zwischen

Russland und der Ukraine

über höhere Preise für die Gasversorgung

Europas, enorm schwankende

Erdölpreise und stark steigende

Stromtarife (durchschnittlich

10 %) zeigen exemplarisch die gefährliche

Abhängigkeit der Unternehmen

von fossilen Energien und

externer Energieversorgung. Für

immer mehr Bergbahnen und andere

Tourismusunternehmen fällt damit

wachsender Energiekonsum zusammen

mit steigenden Preisen –

dies zu Beginn einer weltweiten Re-

-AGB- Anlagen-Geräte-Betriebstechnik GmbH

A-6060 Hall in Tirol, Burgfrieden 5, Tel. +43 (0)5223/52206 Fax -73

zession, die auch die Tourismusbranche

einholen wird. Handeln ist

angesagt!

Es braucht heute überall neue Energiequellen:

sowohl für die Menschen

und alles, was heute noch fossil

ist und immer mehr kostet. Neue

Unternehmerenergie überall dort,

wo sie im Betrieb nicht fließt und

Leute nur mit halber Kraft arbeiten.

Und – allem voran – eine klare und

geradlinige Denke die sich nicht von

den einseitig profitorientierten Führungsmodellen

der vergangenen

Jahre in die Irre führen lässt.


Die Tourismusunternehmen im Alpenraum

haben exzellente Voraussetzungen

im zukünftigen Wettbewerb,

wenn sie ihre Trümpfe ausspielen

und neue Chancen packen!

Und der Klimawandel tut das Übrige

dazu. Nicht nur die Zeit, auch die

Technik und die Führungskultur ist

reif um umzudenken und umzusetzen

– jetzt und nicht erst in 10 Jahren.

1. Tag:

Die Energiesituation

Am ersten Forumstag zeigt das TFA

seinen Teilnehmern aus der Bergbahn-,

Hotel- und Tourismusbranche,

was bei uns heute schon passiert,

wenn das letzte Öl gefördert

wird und die Strompreise ungebührlich

hoch werden: Daniele

Ganser, bekannter Schweizer Historiker

und Forscher zum Peak Oil,

stellt dar, warum der Krieg ums Öl

und Gas schon längst begonnen

hat. Weitere Referenten zeigen, dass

Hotels als Kraftwerke dienen können,

Solararchitektur auch für Bergbahnen

genutzt werden kann und

Restaurants und ganze Dorfgemeinden

heute schon energie-autark leben

können. Mehrere überzeugende

Praxisbeispiele und Expertenvorschläge

werden der staunenden

Fachwelt erstmals vorgeführt.

. Hotels als Kraftwerke.

. Solararchitektur für Bergbahnen.

. Energie-autarke Restaurants und

unabhängige Dorfgemeinden voller

Energie.

. Eine spannende Paneldiskussion

mit Solarpionieren, Tourismusunternehmern

und Vertretern der

Energiekonzerne.

2. Tag: Sozial Business

Am 19. TFA wird die Energie nicht

nur im engeren sondern auch im

weiteren Sinne zum Hauptthema.

Am zweiten Forumstag stehen Unternehmensführung

und Marketing

in stürmischen Zeiten im Mittelpunkt:

Die Unternehmer Dieter Reitmeyer,

Vision Award Preisträger

2008 und Beat Anthamatten, Milestone

Preisträger 2008, stellen ihre

erfolgreichen Führungsphilosophien

vor („Erfolgfaktor Menschlichkeit“).

Mit Cay von Fournier von der besten

Management-Schmiede für den

deutschen Mittelstand ( „der perfekte

Chef“) und Hermann Scherrer

(„Die PolePosition im Marketing“)

treten weitere international renommierte

Referenten am TFA auf.

. „Social Business“ als Führungsmodell

des 21. Jahrhunderts.

. Energien aus erfolgreichen Fusionen.

. Rethinking Marketing und Verkauf.

Unser neues Einsteigermodell!

Unentbehrlich für Ihren Übungshang:

Euro Tellerlift

Top Qualität für wenig Euro

LST Loipolder Seilbahntechnische Anlagen GmbH · info@loipolder.com

An der Bretonenbrücke 8 - 9 · D-83661 Lenggries · Telefon +49 (0) 80 42 - 5 03 92-0

. Top-Beispiele aus der Praxis zum

Marketing-Erfolg für Hotels und

Bergbahnen.

Der dritte Forumstag mit Workshops

zum Thema Hotelgroßprojekte

und Ressorts und einem attraktiven

Outdoor Programm an der frischen

Engadiner Luft vermittelt Anschauungsunterricht

vom Feinsten.

Spannende Besichtigungen auf

dem Corvatsch (3 303 m.ü.M.) und

verschiedener Hotelbetriebe setzen

starke Impulse. Das 19. TFA inspiriert

und energiesiert!

Aus der Seilbahnbranche sind die Referenten

Christen Baumann (CEO

Zermatt), Heinz Schultz (GF Bergbahnen

Hochzillertal) und André Zimmermann

(Pilatus Bahnen) dabei.

Das genaue Forumsprogramm mit

Anmeldetalon ist dieser MM-Ausgabe

beigelegt und kann auch bei

Grischconsulta in Chur angefordert

werden. Oder Anmeldung direkt

auf der Homepage unter:

www.tourismusforum.ch

MARKETING

SYMPOSIUM

Dr. Roland Zegg,

Geschäftsführer

der Grischconsulta

aus Chur,

veranstaltet

bereits das 19.

TourismusForumAlpen

– diesmal

geht es ihm

um neue Energiequellen

für

Unternehmen

und die Menschen.

Foto:

Grischconsulta

1/2009 MOUNTAINMANAGER

83


TECHNIK

SCHMIERTECHNIK

Das Schweizer Schmiertechnik-Unternehmen MOTOREX ist mit der erfolgreichen ALPINE LINE seit

Beginn dieses Jahres auch in Österreich und Deutschland aktiv. Als Marktführer in der Schweiz verfügt

MOTOREX nicht nur über ein innovatives und bewährtes Sortiment, sondern auch über kompetentes

technisches Fachpersonal rund um die alpine Transportinfrastruktur. Mit Thomas Teschner ist zudem

ein befugter Schmiertechnik-Berater im Außendienst für die neuen Märkte zuständig.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

84

MOTOREX ALPINE LINE:

Neu auch in Österreich und

Deutschland

Der erfahrene

Schmiertechnik-

Berater Thomas

Teschner hat sich

intensiv mit den

Bedürfnissen der

alpinen Transport -

infrastruktur auseinandergesetzt.

Mit der MOTOR-

EX ALPINE LINE

liefert er den Bergbahnprofis

ein

Stück Schweizer

Wartungs-Knowhow

frei Haus.

Fotos: Bucher AG

Es kann gut sein, dass Sie kürzlich

gleich zwei neue Bekanntschaften

gemacht haben. Einerseits mit

Thomas Teschner, dem gebürtigen

Deutschen, der als erfahrener

Schmiertechnik-Berater für Österreich

und Deutschland unterwegs

ist, und andererseits mit der MO-

TOREX ALPINE LINE.

Von Profis für Profis

entwickelt

Die umfassende Produktelinie für

die alpine Transportinfrastruktur

deckt den gesamten Bedarf an

Schmier- und Pflegeprodukten für

jedes Anwendungsgebiet ab; also


von der Gondelbahn über die

Schneekanone bis hin zum Pistenfahrzeug.

Alle Produkte aus der

MOTOREX ALPINE LINE sind optimal

aufeinander abgestimmt und

werden in enger Zusammenarbeit

mit den führenden Fahrzeug- und

Bergbahnherstellern laufend weiterentwickelt.

Es ist von zentraler Bedeutung,

dass Ihr Unternehmen

für die Wartung Produkte einsetzt,

welche den Herstellervorgaben entsprechen.

Die umfassende, aber dennoch

übersichtliche MOTOREX ALPINE

LINE:

. Seilschmiermittel

. Hydraulikoele (auch Biofluids)

. Kompressorenoele

. Fette und Zahnradschmiermittel

. Getriebeoele

. 2- und 4-Takt-Motorenoele

. Kühlerschutz

. Reiniger

. Sprays

. Additives

. Spezialitäten

Spezialitäten wie das Hydraulikoel

für Sicherheitskomponenten CO-

REX POLAR/HOTZ HYDR-OLYT ergänzen

die ALPINE LINE ideal.

Beratung inklusive

Äußerst strenge Sicherheits- und

Wirtschaftlichkeitskriterien verlangen

perfekte Lösungen auf allen Ebenen.

Hochwertige Produkte ergeben,

besonders zusammen mit der

entsprechenden Beratungsleistung,

ein optimales Resultat. Deshalb legt

man bei MOTOREX großen Wert auf

einen gut ausgebauten technischen

Kundendienst. So stehen die MO-

TOREX-Tribologie-Spezialisten stets

mit den führenden Fahrzeug- und

Bahnherstellern im Dialog. Labordienstleistungen

wie z. B. aufschlussreiche

Oelanalysen sind ein fester Bestandteil

des Produkts.

Ökologisch und

zugleich wirtschaftlich

Ihr Betrieb räumt ökologischen und

zugleich wirtschaftlichen Schmiermitteln

eine hohe Priorität ein? Gerade

mobile Hydrauliken stellen ein

Risikopotenzial für die Natur dar.

Deshalb setzen verantwortungs -

bewusste Unternehmer vermehrt

auf biologisch schnell abbaubare

Produkte. So z. B. das Hydraulikoel

MOTOREX OEKOSYNT HEES. Die-

ses Spitzenprodukt erfüllt die strenge

Abbauprüfung OECD 301 B sowie

eine Vielzahl der Spezifikationen

Auskünfte, technische Beratung

sowie Prospektmaterial erhalten

Sie bei:

BUCHER AG LANGENTHAL

MOTOREX-Schmiertechnik

Postfach, CH-4901 Langenthal

TECHNIK

SCHMIERTECHNIK

der führenden Hydrauliksystem-

Hersteller wie z. B. von Bosch Rexroth

A4VSO125.

Tel. +41 (0) 62 919 75 75

Fax +41 (0)62 919 75 95

www.motorex.com

Für Österreich und Deutschland:

Herr Thomas Teschner

Mobil 0041 (0) 79 864 55 85

1917 wurde mit

der Firmengründung

der Grundstein

für die Erfolgsgeschichte

der Traditionsmarke

MOTOR-

EX gelegt.

Langenthal ist

gleichzeitig

Standort für die

Firmenzentrale

und auch für die

Produktion. MO-

TOREX ist heute

weltweit in mehr

als 60 Ländern

vertreten.

Motorenoel –

Hydraulikfluid –

Kühlerschutz –

Schmierfett –

Seilschmiermittel,

Reiniger und

Pflegeprodukte:

Am Beispiel

„Pistenfahrzeug“

erkennt man die

Vielschichtigkeit

der eingesetzten

Produkte für ein

zuverlässiges

Funktionieren.

1/2009 MOUNTAINMANAGER

85


MARKETING

MANAGEMENT

Mehr Jugend auf die Pisten

Wer auch in Zukunft im Skitourismus erfolgreich sein will, kümmert sich frühzeitig um den

Nachwuchs. In der Steiermark und in Niederösterreich wurden Projekte dazu auf den Weg gebracht.

V. l.: Erwin Fraiß (Skigebiet Veitsch-Brunnalm), Wolfgang Rappold (Skigebiet Lachtal), Gerhard Wendl

(Vorstand der Jugend & Familiengästehäuser), Mag. Wolfgang Erlitz (Landesschulratspräsident),

Regina Kaltenegger (Skigebiet Salzstiegl), Thomas Hopf (Skigebiet Gaal) bei der Präsentation von

„Steirische Schulen auf steirische Pisten“. Foto: JFGH

„Skifahren ist kein billiges Verg nügen. Vor allem Familien

mit mehreren Kindern müssen für die aufwendige

Ausrüstung oft tief in die Geldbörse greifen“, so Landesrätin

Dr. Petra Bohuslav bei der Präsentation der

Gratisski-Aktion „SKIKIDS“ am Annaberg/Niederösterreich.

Bei dieser Initiative werden Jugendliche zu einem

zweitägigen Gratisskikurs inklusive Mittagessen

und Betreuung eingeladen. Dazu gibt es Gratisskihelme

und, wenn der Kurs positiv absolviert wird, eine

Gratis-Saisonkarte für die jeweilige Region. Ziel von

‚SKIKIDS’ sei es, viele Kinder bereits im Volksschulalter

zum Skisport zu bringen, damit sie im Winter vermehrt

Bewegung machen und auch später aktiv den Wintersport

ausüben. Denn je früher man in den Skisport einsteige,

desto rascher gebe es auch Lernerfolge.

SKIKIDS" ist eine der größten Schulsportinitiativen

Niederösterreichs, die vom Sportland NÖ gemeinsam

mit dem NÖ Landesskiverband und dem NÖ Skilehrerverband

für niederösterreichische Volksschulkinder

zwischen sechs und zehn Jahren durchgeführt wird.

An der Sportaktion, die 2008 bereits zum dritten Mal

stattgefunden hat, beteiligten sich die Skigebiete Lackenhof,

Annaberg, Hochkar, Semmering, St. Corona

am Wechsel, Mönichkirchen, Jauerling und Karlstift im

Waldviertel.

MOUNTAINMANAGER 1/2009

86

Anreize für Schul-Skikurse

Die Initialzündung für die Initiative

„Steirische Schulen auf steirische

Pisten“ der Jugend- & Familiengästehäuser

war eine Erhebung, die

aufgezeigt hatte, dass der Trend zu

Schulskikursen seit dem Wegfall der

Skikurspflicht vor 15 Jahren zurückgeht.

So hatten im Schuljahr 2005/

06 rund 150 000 Schüler und Schülerinnen

an Wintersportwochen teilgenommen.

Im Vergleich dazu waren

es vor 15 Jahren noch 250 000.

Die Tendenz zeigt weiter rückläufige

Zahlen, noch immer sinkt die Anzahl

an Schulskikursen jährlich um

2 % bis 3 %.

Dieser Rückgang, so die Schlussfolgerung,

sei aber nicht allein nur auf

die gesunkene Gesamtschülerzahl

zurückzuführen. Auch attraktive Angebote

im Sommer und der erhöhte

Organisationsaufwand, der in Zusammenhang

mit Skikursen für

Schulen entstehe, sowie der Kosten-

faktor würden dem Schulskikurs vermehrt

den Rang ablaufen.

Ziel des Projektes „Steirische Schulen

auf steirische Pisten“ sei es deshalb,

die Schulskikurse sowohl für

Schulen wieder interessant als auch

für Familien leistbar zu machen. „Es

gibt Untersuchungen aus denen

hervorgeht, dass jeder fünfte Skifahrer

in Österreich durch einen

Schul skikurs zum Skifahren gekommen

ist. Um die Zukunft des Wintertourismus

in Österreich langfristig

abzusichern, müssen wir deswegen

bei den jungen Leuten ansetzen

und im Schulbereich Initiativen

setzen.“, so Gerhard Wendl, Vorstand

der Jugend & Familiengästehäuser.

Angeschlossen an die Initiative haben

sich 6 steirische Skigebiete, die

sich aufgrund ihrer Größe und ihrer

Infrastruktur ideal für Schulskikurse

eignen:

. Lachtal (Jugend & Familiengästehäuser

Judenburg und Oberwölz),

. Salzstiegl (Jugend & Familiengästehaus

Deutschlandsberg),

. Gaal (Jugend & Familiengästehaus

Seckau),

. Loser Sandling (Jugend & Familiengästehäuser

Bad Aussee und

Grundlsee),

. die neue Tauplitz (Jugend & Familiengästehäuser

Bad Aussee und

Grundlsee),

. Veitsch-Brunnalm (Jugend & Familiengästehaus

Veitsch).

Schulen erhalten dabei ein All-inclusive-Package

mit Viertages-Skipass,

Skiverleih und vier Nächtigungen

mit Halbpension im jeweiligen Jugend

& Familiengästehaus zum Gesamtpreis

von Euro 135,– pro Schüler.

Das Angebot wurde für die Zeit

vom 1. bis 22. Dezember 2008 und

vom 1. März bis zum Ende der Skisaison

2009 erarbeitet.

i Infos:

www.sportlandnoe.at

www.jfgh.at


... nur ein Original hält was es verspricht.

www.pistenbully.com

Der PistenBully Service ist einer der besten der Welt.

Einer der Gründe: Die Original Ersatzteile für jedes

unserer Fahrzeuge. Sie überzeugen mit höchster Qualität

und gewährleisten die Einsatzfähigkeit und lange

Lebensdauer Ihrer PistenBully – vom PistenBully der

ersten Generation bis zum neuesten Modell.

Vertrauen Sie auf unsere hochwertigen PistenBully

Original Ersatzteile. Denn nur sie halten auf Dauer

was sie versprechen: Absolute Sicherheit und niedrige

Kosten aufgrund der hohen Lebensdauer.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine