Latente Azidose - Peter-weck.de

peter.weck.de

Latente Azidose - Peter-weck.de

Latente Azidose

Azidose (von lat. acidus = sauer) ist eine Übersäuerung zunächst des subkutanen Bindegewebes,

später auch aller übrigen Strukturen des Körpers. Sie geht nicht einher mit einer Übersäuerung des

Blutes, dem klinischen Notfall bei Schlaganfall oder Herzinfarkt, sondern mit einer Abnahme der

Pufferkapazitäten im Blut und den Speicherorganen und wird deshalb nach Sander „Latente

Azidose“ genannt.

Die Azidose- Therapie befasst sich mit der Entstehung von Krankheit zu einem Zeitpunkt, zu dem

einer Vielzahl von subjektiven Symptomen und Befindlichkeitsstörungen noch keine objektiven

Befunde gegenüberstehen. Krankheit beginnt nämlich nicht erst dann, wenn die Zelle erkrankt ist,

wie Virchow sagte sondern wenn das Milieu, in dem die Zelle schwimmt, zunehmend von

abgelagerten Neutralkomplexen (Neutralsalze, bestehend aus einem Säure- und einem

Basenmolekül) verdichtet wird. Dieses Milieu (Pischinger Raum, Grundsubstanz) ist im gesunden

Zustand flüssig bis halbflüssig und gewährleistet die optimale Ver- und Entsorgung der Zellen über

die Transitstrecke Endstrombahn-Zelle. Alexis Carrel, Nobelpreisträger für Medizin, wies im

Laborversuch nach, dass er ein Hühnerherz 27 Jahre lang in einer täglich erneuerten Nährlösung

am Leben erhalten konnte. Es hörte erst auf zu schlagen, als man vergaß, die Lösung zu wechseln.

Was also zu Funktionseinbußen, Alterung, Krankheit und Tod führt, sind die allmählichen,

schleichenden Verdichtungen der extrazellulären Flüssigkeiten. Doch solange kein Gewebe oder

Organ irreparabel gestört ist, sind die Krankheitsprozesse umkehrbar.

Auch der Biochemiker Erich Roucka konnte im Labor Zellen von Mäusen mehr als 10 Jahre lang

am Leben erhalten, weil sie täglich eine frische Nährlösung erhielten. Von ihm stammt die Idee

einer schematischen Zeichnung über die zunehmende Verschlackung des Menschen von der

Kindheit bis zum Alter, die ich in dem Buch „Durch Entsäuerung zu seelischer und körperlicher

Gesundheit“ von Beck, Oetinger fand.

Das innere Milieu wird nicht allein durch Nahrungs- und Genussmittel, Umweltgifte,

Medikamente und Stoffwechselprozesse beeinflusst, sondern auch, wie schon

Mitscherlich und Jores erkannten, durch negative Gedanken und Gefühle, die das

Immunsystem schwächen und der Übersäuerung Vorschub leisten.

In einer Untersuchung an 42 Jungen wurde eine signifikante Relation zwischen pH-Wert im

Gehirn und dem IQ gefunden, d.h. je geringer die Säurekonzentration im Gehirn war, desto höher

war der IQ (1996).

Die immer intensivere Belastung durch physikalische und psychische Reize führt zu

einer Erschöpfung des Grundregulationssystems. Der ständige Abbau von Basen

gewährleistet nicht mehr ein ungehindertes Ausscheiden der Toxine über Niere,

Darm, Lunge und Haut, so dass es zu immer folgenschwereren Krankheiten kommt,

wie Rheuma, Osteoporose, Bluthochdruck, Diabetes.

Bereits bei mittelgradiger Einschränkung der Nierenfunktion, die bei älteren Menschen häufig

nicht mit einer Erhöhung der Serumkreatininwerte einhergeht, findet sich bei vielen Patienten eine

latente Azidose, die aufgrund der unspezifischen Symptome häufig erst sehr spät diagnostiziert

wird.

Die Unterversorgung mit Basen führt zu funktioneller Schwächung der

Verdauungsorgane mit der Folge mangelhafter Ausnutzung der Nahrung und

Fehlverdauung mit unkontrollierter Zersetzung. So bilden sich Gär- und Fäulnisgase,

bei denen hochtoxische Fuselalkohole und Eiweißzerfallprodukte entstehen. Bei

allen akuten wie chronischen Erkrankungen ist die Beseitigung der latenten Azidose

Voraussetzung für die Einleitung des Heilungsprozesses.

Dazu müssen zunächst die Mineralstoffspeicher mit assimilierbaren Basen aufgefüllt werden. Tee

und Gemüsebrühe, die im Augenblick der frischen Zubereitung basenüberschüssig sind, sind zwar


hervorragend geeignet, meistens aber nicht ausreichend und müssen mit individuell angepassten

Nahrungsergänzungen angereichert werden. Es ist auch darauf zu achten, dass Betriebs- und

Baustoffe verabreicht werden, also extra- und intrazellulär aufgefüllt wird.

Nach einer gewissen Zeit beginnt die Schlackenlösung durch spezielle Tees- immer frisch

zubereitet, eventuell unter Zugabe von Leber- und Nierenmitteln, um die Ausscheidung zu

unterstützen- und verschiedene Formen der Massage, wie sie Renate Collier entwickelt hat,

Schröpfen, basische Fuß- und Vollbäder sowie basische Waschungen. Es muss immer auch im

Wechsel extra- und intrazellulär entsäuert werden. Durch zusätzliche Gaben von Mineralstoffen

und Spurenelementen, eventuell Vitaminen lassen sich Heilreaktionen weitestgehend vermeiden.

Überwiegend basische Kost und ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Bewegung an der frischen Luft,

tiefes Atmen zur Anregung des Lymphflusses runden das Programm ab.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine