JAHRES

fugverlag

JAHRES

JAHRES

MAGAZIN

2013

Ratgeber

für Haus

und Garten


Zeit des

Aufbruchs 6 - 39

Der Frühling erwacht 8

■ Januar: Kalender/Gartenmonat 12

■ Februar: Kalender/Gartenmonat 16

Gewinnspiel 20

Gartentagebuch: Planen und tüfteln 21

■ März: Kalender/Gartenmonat 22

Meine Empfehlung: Steingärten 26

Draußen und drinnen 28 - 39

Haus-Check im Winter 28

Gestalten: Kleine Lichtlehre für

angenehmes Wohnen 30

Im Blickpunkt: Ökologische Baustoffe 32

Küchenzauber: Gemüse-Oldies

auf den Tisch! 34

Reisefi eber: Hurtigruten im Winter 38

Zeit des

Blühens 40 - 75

Blüten für einen Schmetterlingsgarten 42

■ April: Kalender/Gartenmonat 46

Gartentagebuch: Frühjahrsputz

auf der Terrasse 51

■ Mai: Kalender/Gartenmonat 52

■ Juni: Kalender/Gartenmonat 58

Meine Empfehlung: Gärtnern

mit Kindern 62

Draußen und drinnen 64 - 75

Haus-Check im Frühjahr 64

Kreativität: Wohnliche Maschen 66

Küchenzauber: Frühlingsstimmung 70

Reisefi eber: Bad Pyrmont 74

Inhalt

Zeit des

Reifens 76 - 109

Staudenpracht im Sommergarten 78

■ Juli: Kalender/Gartenmonat 82

Gartentagebuch: Regenarme Tage 87

■ August: Kalender/Gartenmonat 88

■ September: Kalender/Gartenmonat 92

Meine Empfehlung: Beeteinfassungen

und Rasenkanten 96

Draußen und drinnen 98 - 109

Haus-Check im Sommer 98

Gestalten: Grüne Hauswände 100

Küchenzauber: Zeit für Kräuterhexen 104

Reisefi eber: Thüringen 108

Zeit der

Ruhe 110 - 143

Das Herbstlaub lockt in vielen Farben 112

■ Oktober: Kalender/Gartenmonat 116

Meine Empfehlung: Zimmerpfl anzen 120

■ November: Kalender/Gartenmonat 122

Gartentagebuch: Pfl anzen

für das nächste Jahr 127

■ Dezember: Kalender/Gartenmonat 128

Meine Empfehlung: Biblische Pfl anzen 132

Draußen und drinnen 134 - 143

Haus-Check im Herbst 134

Kreativität: Reiz des Alten –

die Puppenstube 136

Küchenzauber: Köstliche Geschenke 140

Verschiedenes

Gärtnern mit dem Mond 4

Nützliche Adressen 144

3


Zeit des

Blühens


Raps

Foto: © Angelika Wolter/PIXELIO

Frisch, unverbraucht und voller Energie

präsentiert sich der Frühling. Es blüht,

grünt und sprießt, Vogelgezwitscher

erfüllt die Lu�. Licht und Wärme der

Frühlingssonne wirken wie ein Jungbrunnen

auch auf die Menschen, die

den Frühling als das Wiedererwachen

der Natur erleben und jetzt voller

Tatendrang Haus und Hof in Schwung

bringen. Kurz: „Alle Herzen werden zu

Gärten und blühen wieder.“ So fasst der

Dichter Max Dauthendey zusammen,

was für viele die schönste Zeit des Jahres

ist.

Kalender

Gartenmonat

Schmetterlingsarten

Haus-Check

Wohnliche Maschen

Erdbeer-Pfannkuchen

Bad Pyrmont

41


Blüten für einen

Schmetterlingsgarten

42

Foto: © Huber/PIXELIO


Text und Fotos: Stein

Was kann die Leichtigkeit sonniger

Tage besser vermitteln als der schwebende

Tanz bunter Schmetterlinge,

die munter umher � attern und sich

an nektarreichen Blüten laben? Auf

manche Blumen gibt es einen regelrechten

Ansturm und es macht

Spaß, den regen Falter-Verkehr zu

beobachten. Grund genug, den bedrohten

Tierchen einen passenden

Lebensraum im Garten zu scha� en.

Schmetterlinge sind wohl die beliebtesten

Vertreter in der großen Klasse der Insekten.

Es gibt mehr als 180.000 beschriebene Arten,

doch viele der sympathischen Falter stehen

bereits auf der roten Liste und sind vom Aussterben

bedroht. Grund dafür sind verschiedene

Faktoren wie z.B. die Zerstörung von

Lebensräumen durch Städtebau, der Klimawandel

und der Einsatz von Pfl anzenschutzmitteln

in der Land- und Forstwirtschaft.

Viele Schmetterlingsarten werden in Zukunft

noch weiter zurückgehen, befürchten Naturschützer.

Helfen Sie also mit, den farbenfrohen

Tagfaltern in unseren Gärten ein Zuhause

zu bieten. Neben dem Tierschutz tun wir

damit auch etwas für unser Gemüt, denn

Schmetterlinge sind zauberhaft anzuschauen.

Duft und Farbe

Genauso wie wir uns vom Duft und der Farbe

von Blüten verführen lassen, geht es Schmetterlingen.

Das hat etwas für sich: Denn was

Zinnien sind für Schmetterlinge

ideal – farbig und pollenreich.

Schmetterlinge und

ihre Raupen benötigen

Futterp� anzen. Deshalb

sollte man etwas

Platz für z.B. Brennesseln

lassen.

Schmetterlingen gefällt, ist meistens auch für

unser Auge und unsere Nase ein Genuss.

Doch Schmetterlinge sind wählerischer als wir,

denn sie sammeln den Nektar der Blüten um

zu überleben. Ein vielseitiger Garten mit allerlei

Blumen ist daher Voraussetzung für ein

buntes Schmetterlingsparadies.

Die Blumen im Garten sollten besonders

pollen- und nektarreich sein. Ungefüllte Blüten

sind darum erste Wahl, denn gefüllte

Blüten enthalten keine Pollen. Auch bei der

Art des Duftes haben die „Gaukler der Lüfte“

Vorlieben. Alle süßen und schweren Düfte

locken Schmetterlinge an. Ein weiteres Kriterium

sind die Farben. Tagfalter werden vor

allem von pinkfarbenen, violetten, roten,

orangen oder gelben Blütenfarben angezogen.

Nachtfalter fl iegen dagegen besonders

auf weiße Blüten.

Raupenfutterpfl anzen

Ein kleines Opfer muss man für die Freuden

über die emsigen Falter bringen: Schmetterlinge

brauchen eine geeignete Kinderstube.

Lassen Sie deshalb für die Raupen eine Ecke

mit Wildblumen wachsen und stellen Sie

diese als Raupenfutter zur Verfügung. Doch

43


1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

Sa

So

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa �

So

Mo �

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So �

Mo

Di


T


T


E


E


P


P


P


_


_


T


T


T


E


E


P


P


P


_

Juni

58


Foto: Stegmann


_


T


T


E


E


P


P


_


_


T


T


E

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

Mi

Do

Fr

Sommeranfang

Sa

So �

Mo �

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So �

Juni

Tag der Umwelt

Für den Schutz der Umwelt kann

man fast immer etwas tun. Darauf

macht der Weltumwelttag am

5. Juni aufmerksam. In Erinnerung

an die Eröffnung des „Weltklimagipfels“

1972 in Stockholm haben die

Vereinten Nationen den 5. Juni zum

Internationalen Tag der Umwelt erklärt,

der auch in der Bundesrepublik

Deutschland seit 1976 jährlich als

Aktionstag begangen wird.

59


Juni

Gartenmonat

Die Kräuterernte

beginnt.

Ziergarten

• Hecken, Kiefern und Formgehölze beschneiden

und in Form bringen.

• Im Freien noch Aussaat von Blumenmischungen,

Cosmeen, Rudbeckien, Zinnien,

Sommermargeriten und Zierkürbissen.

• Miniteiche auf Balkonen und Terrassen

bepfl anzen und gestalten.

• Rasen regelmäßig bewässern und schneiden.

Rollrasen verlegen.

• Dickmaulrüssler bekämpfen mit Nematoden

(Neudorff) oder Gießmittel (Bayer).

Gegen Rhododendron-Zikaden spritzen,

um braune Knospen zu verhindern.

Gemüsegarten

• Im Freien Aussaat von Buschbohnen,

Sommererbsen, Zuckermais und Kürbissen.

• Pfl anzzeit von Tomaten, Auberginen,

Gurken, Melonen und Paprika aus vorkultivierten

Setzlingen.

60

• Im Freien Ernte von Rettichen, Kopf- und

Eissalat, Kohlrabi, Erbsen, Spinat, ersten

Möhren und Spitzkohl. Auch Kräuter aller

Art.

• Tomaten anbinden, Seitentriebe ausbrechen.

• Gemüse nachdüngen und einkrallen, Beete

mulchen.

Obstgarten

• Weinreben dicht hinter den Blütenständen

abschneiden.

• Frühe Erdbeeren und Kirschen ernten.

• Pheromonfallen gegen Kirschfl iegen aufhängen.

• Sommerschnitt bei Obstgehölzen, Wasserschosser

entfernen.

Zimmer-, Kübel- und Balkonpfl anzen

• Schädlinge bekämpfen, Kübelpfl anzen

und Balkonkästen nie austrocknen lassen.

• Aus Stecklingen Nachwuchs vermehren.

• Verblühtes regelmäßig ausputzen.

Text und Fotos: Stein


Außergewöhnliche Birnenmelone

Die wohlschmeckende Birnenmelone (Solanum

muricatum), auch bekannt als Pepino,

stammt wie die Tomate aus den tropischen

Anden. Und wie die Tomate gehört die Birnenmelone

zur großen Familie der Nachtschattengewächse.

Die tropische Pfl anze wird

im Gartencenter meist im blühenden Zustand

und mit Früchtebehang angeboten.

Birnenmelonen wachsen zunächst aufrecht

und brauchen dann bald eine Stütze. Sonst

hängen sie über und bilden Ampelpfl anzen,

die aber durch die goldgelben, gestreiften

Früchte attraktiv wirken. Pepinos verbringen

den Sommer gern im Freien an warmer windgeschützter

Stelle. Vermeiden Sie pralle Sonne,

denn leicht siedeln sich unter solchen

Bedingungen Weiße Fliegen und Spinnmilben

an. Geben Sie den Pfl anzen nährstoffreiche,

humose und lockere, gut strukturierte Erde.

Immer reichlich gießen, nicht austrocknen

lassen.

Schneckentolerante Funkien

Funkien (Hosta) galten bislang als Lieblingsfutter

der Schnecken. Doch jetzt gibt es

meist hartlaubige Sorten, die den hungrigen

Kriechern nicht schmecken.

Als weitgehend tolerant

erwiesen sich z.B. ‘Red

October’ (grün mit roten

Stängeln), ‘Sum and Substance’

(großblättrig, gelbgrün),

‘Thunderbolt’ (blaugrün

mit goldenem Herzen)

und ‘Honshy’ (dunkelgrün

mit gelbem Rand, sonnenverträglich).

Funkien sind wunderschöne

Blattschmuckpfl anzen. Im

Hochsommer sind ihre zartlila

Blüten feines Beiwerk, die

ornamental gezeichneten

Blätter dagegen die Hauptattraktion.

Sie sind sehr gut

Text und Fotos: Stein

Birnenmelone im Topf.

ipp

Garten- T

schattenverträglich und daher ideal für

dunkle Gartenecken. Sorten mit dekorativ

gezeichneten Blattfarben sind dabei ein besonders

schöner Hingucker.

61


E

Meine

mpfehlung

Gärtnern

mit Kindern

62

In Schulen, Kindergärten

und Kindertagesstätten

geht ein neuer Trend um –

das Gärtnern mit Kindern.

Und die Kleinen sind

begeistert. Also: Schnell

aufspringen und das

Kinderglück in den eigenen

Garten holen!

Ein eigenes Tipi bauen und dann ins Abenteuerland

verschwinden – Kinderträume

erfüllen sich auch im eigenen Garten.

Heute kauft man Gemüse vornehmlich

im Supermarkt, ob frisch aus der Gemüsetheke

oder tiefgekühlt aus der Kühltruhe.

Da ist es für Kinder schwer zu wissen,

wo Gemüse herkommt, wie es wächst und

vor allem wie lecker es frisch geerntet

schmecken kann. Kein Wunder, dass der

Trend zu Gemüsegärten in Schulen und

Kindergärten zunimmt. Das frisch geerntete

Gemüse wird dann oft auch gemeinsam

mit den Kindern zubereitet und gegessen.

Das kommt bei den meisten prima an. Ein

toller Trend, den Sie auch zu Hause aufnehmen

können. Es reichen ein paar Quadratmeter

Beet oder ein paar Töpfe auf dem

Balkon, um die Kleinen dafür zu begeistern,

Blumen und Gemüse selbst auszusäen und

anzuziehen.


Minibeete für Kinder

Für Kinder genügt schon ein kleines Minibeet

mit 1 bis 3 m², um ein paar Pflanzen anzuziehen.

Stecken Sie die Fläche des Beetes mit

einem Bindfaden ab und teilen es in kleine

Quadrate mit etwa einer fußgroßen Seitenlänge

auf, die als Säfelder und Pflanzfelder

dienen. Hilfreich sind dabei Gitter aus Holzleisten

in den Abmessungen von 30 × 30 oder

40 × 40 cm. Übers Jahr hinweg sorgen sie

dafür, dass die gewählte Ordnung nicht in

Chaos ausartet. In die Felder wird dann gesät

und gepflanzt. Das hat einen besonderen

Vorteil. Wird ein Minibeet geerntet, kann man

es unabhängig von den anderen gleich wieder

neu bestücken. So kommt keine Langeweile

auf und es gibt immer etwas zu tun.

Die richtige Pflanzenauswahl

Damit die Kleinen die Begeisterung an der

Pflege der Pflanzen nicht verlieren, wählen

Sie am besten schnellwüchsige Arten. So

kann Ihr Kind den Fortschritt des Wachstums

stetig beobachten und kommt rasch zu einem

tollen Erfolg.

Zucchini-, Gurken- oder Kürbispflanzen zum

Beispiel wachsen rasant und bringen imposante

Früchte. Man kann sie auf der Fensterbank

in Töpfen vorkultivieren und ab Mai im Beet

auspflanzen. Bei Zucchini empfiehlt sich die

Kletterzucchini-Sorte `Black Forest´. Sie rankt

sich platzsparend an einem Rankgerüst in die

Höhe, ihre Früchte reifen in greifbarer Höhe

aus. Auch Spinat ist schnellwüchsig und lässt

sich nur wenige Wochen nach der Aussaat

ernten, ebenso frühe Möhren oder Salat, den

man auch als Jungpflanze in der Gärtnerei

kaufen und dann auspflanzen kann.

Kinderzelt aus Feuerbohnen

Toller Spaß für Kinder –

Tipi aus Kletterpflanzen

Ein Indianerzelt aus schnell wachsenden

Pflanzen ist für Kinder ein echter Hit, denn

sie können das rasche Wachstum verfolgen,

sich unter dem dichten Blätterdach verstecken,

dann die weißen oder feuerroten

Blüten bewundern und schließlich die Früchte

ernten. Dazu steckt man kreisförmig

Stangen aus Metall oder Holz in den Boden

und bindet sie oben mit Draht oder Band

zusammen. Dann sät man an jede der Stangen

zwei bis drei Samen etwa 5 cm tief in

die Erde. Zum Beranken eignen sich besonders

gut Feuer- oder Prunkbohnen, Zierkürbisse,

Kapuzinerkresse, Prunkwinden und

einjähriger Hopfen. Eine günstige Aussaatzeit

ist Mitte Mai bis Anfang Juni. Die Pflanzen

hüllen das Tipi in kürzester Zeit mit üppigem

Blattwerk ein. D.S.

63

Fotos: Stein


Foto: © Rainer Sturm/stormpic.de

Draußen und

drinnen

Haus - Check

im Frühjahr

Nach den Wintermonaten sind

Fenster und Außentüren typische

Kandidaten für den Haus-Check.


Endlich! Steigende Außentemperaturen

und mildes Sonnenlicht ermuntern uns,

Haus und Garten auf Vordermann zu

bringen. Frühlingsgefühle tun das Ihrige

dazu: Man hat Lust sich zu betätigen,

und nach der Winterpause steht auch

einiges an.

Häuser brauchen genau wie Menschen Pflege,

damit sie gut über die Zeit kommen. Hat

Ihr Haus den Winter schadlos überstanden

oder benötigt es „eine Kur“? Jetzt ist es Zeit,

alles gründlich zu inspizieren, frühjahrsfit zu

machen und Reparaturen vorzumerken, die

Sie in den kommenden Monaten und im

Sommer durchführen. So sparen Sie Kosten

durch Folgeschäden. Hier ein paar Tipps,

worauf Sie achten sollten:

Dach/Dachpfannen: Auf richtige Lage und

Risse prüfen, lecke Stellen beseitigen. Sehen

Sie sich auch den Schornstein an. Mit einem

Fernglas können Sie alles genau erkennen.

Dachrinnen: Abfluss und Gefälle prüfen,

säubern und Verstopfungen beseitigen.

Fassaden von Algen und Schmutz befreien.

Aufgeplatzten Putz und Risse behandeln.

Braucht die Fassade vielleicht einen neuen

Anstrich? Nach acht Jahren sollten Sie darüber

nachdenken.

Fenster und Außentüren: Fugendichtungen

prüfen und gegebenenfalls mit Silikon

ausspritzen. Falze mit Seifenwasser und

Bürste reinigen. Wenn Fenster und Türen

klemmen, Falze ausbessern. Beschläge einfetten.

Fensterbänke: Wasserablauf prüfen. Rinnsale

an den Seiten deuten auf Konstruktionsmängel

hin.

Terassenmöbel: Säubern und gegebenenfalls

einölen oder imprägnieren.

Pflaster und Fliesen: Gründlich reinigen

und von Algen befreien.

Sickerschächte: Drainagen und Kiesbetten

reinigen.

In vielen Haushalten selbstverständlich:

Der Frühjahrsputz.

Frühjahrsputz gegen Winterschmutz

Im Haus steht der Frühjahrsputz an. In unseren

pflegeleicht und technisch modern ausgestatteten

Haushalten ist er heute mehr gute

Tradition als hygienetechnisches Muss. Aber

sinnlos ist der Frühjahrsputz darum nicht,

denn in der dunklen Jahreszeit haben sich

kaum sichtbar viel Staub und Schmutz abgesetzt.

Aber wie so oft ist Weniger manchmal

Mehr. Etwa bei der Wahl der Reinigungsmittel.

Das Deutsche Grüne Kreuz hält vier

Grundreinigungsmittel für ausreichend:

1. Neutrale, schwach alkalische und lösungsmittelfreie

Allzweckreiniger für Fußböden,

Fliesen und Oberflächen;

2. Scheuermilch für hartnäckigen Schmutz im

Bad;

3. Spülmittel für leichte Verschmutzungen

und zur Reinigung der Fenster;

4. Haushaltsessig oder Zitronensäure zum

Entkalken.

Nutzen Sie das Großreinemachen auch, um

die kleinen Defekte und Lecke im Haus aufzuspüren

und zu beseitigen: Tropfende oder

verkalkte Wasserhähne, veraltete Lichtschalter,

wackelnde Steckdosen, eine schlecht

ausgesteuerte Musikanlage, eine lose Fußleiste

oder Kratzer im Parkettfußboden. Sie

werden sicher einiges finden. HS

65

Foto: © halmackenreuter/PIXELIO


100

Grüne Hauswände

Mit Kletterp� Kletterp� anzen begrünte Fassaden wirken lebendig

und machen das eigene Zuhause heimelig. Doch

sie sehen nicht nur schön schön aus; die grüne Hülle bietet

auch andere Vorteile. Schäden verursachen die P� P� anzen

nur bei unsachgemäßer unsachgemäßer Anbringung und P� P� ege.

Kletterpfl anzen, die an der Hauswand

emporranken, sind von großem ökologischen

Nutzen. Sie bilden eine

Schutzhülle für das Haus (Pufferzone),

schaffen Lebensraum für Vögel und

Insekten und schmeicheln uns mit wohltuendem,

frischem Grün. Zugleich führen

Sie uns den Kreislauf der Natur

auf engstem Raum vor. Je nach

Pfl anzenart kann man sich im

Frühjahr an frisch sprießenden

neuen Trieben, im Sommer an

wunderschönen Blüten oder im

Herbst an faszinierender Blattfärbung

erfreuen. In einer Zeit,

in der die Natur im Städtebau

mehr und mehr in den Hinter- Hinter-

grund gedrängt worden ist, kann man mit

einer Fassadenbegrünung nicht nur einen

Beitrag zur Umweltverbesserung leisten,

sondern auch zu einem ansprechenden

Wohnumfeld beitragen.

Viele Vorteile

Eine mit Bedacht gewählte Begrünung der

Hausfassade hat viele Vorteile. Sie verbessert

das Mikroklima, denn das dichte Blattgrün

wirkt auf Putz und Mauerwerk wie eine

schützende Decke. Im Sommer sorgt es für

Beschattung. Damit wird die Verdunstung

gemindert und für Temperaturrückhalt gesorgt.

Zudem schirmt es die Fassade vor

intensiver Sonneneinstrahlung und damit

einhergehend vor UV-Strahlen ab. Das Blatt-


Efeu ist ein Selbstklimmer, der sich mit seinen

Ha� organen an den Wänden festhält und

darum keine Kletterhilfe benötigt.

werk bindet und fi ltert außerdem Staub und

Schadstoffe aus der Luft, gleichzeitig produzieren

die Pfl anzen dazu eine Menge Sauerstoff.

Immergrüne Pfl anzen bilden im Winter

ein wärmedämmendes Luftpolster. Starke

Temperaturschwankungen setzen dem Mauerwerk

weniger zu.

Schaden Kletterpfl anzen dem Mauerwerk?

Viele Hausbesitzer befürchten durch eine

Begrünung der Fassade Schäden am Mauerwerk.

Diese Angst kann man weitestgehend

zerstreuen. Die meisten Kletterpfl anzen benötigen

zusätzlichen Halt beim Klimmen und

kommen so mit dem Putz nicht direkt in

Verbindung. Nur Efeu, wilder Wein und die

Kletterhortensie sind am Mauerwerk selbsthaftend,

alle anderen brauchen ein Gerüst.

Am meisten in Verruf geraten ist Efeu. Er sucht

mit seinen Haftorganen festen Halt in Fugen,

Rissen und Mulden und breitet sich so Jahr

für Jahr ein Stückchen mehr auf der Fassade

aus. Doch Schäden sind durch die kleinen

„Saugnäpfe“ kaum zu erwarten. Wenn, dann

eher auf Putzfl ächen, wenn man Ranken

entfernen möchte. Hier können die Saugnäpfe

kleine Krater ausreißen. Ritzen im

Mauerwerk machen sie nicht größer. Allerdings

muss Efeu, wie auch alle anderen

Kletterpfl anzen, im Zaum gehalten werden.

Wenn man ihn jahrelang sich selbst überlässt,

kann es vorkommen, dass er die Dachrinne

erobert und verstopft oder mit seinen Ranken

unter Dachziegel wandert und diese anhebt.

Darum gilt: den Wuchs der Pfl anzen kontrollieren

und rechtzeitig zurückschneiden.

Kletterp� anzen schaden dem Mauerwerk in

der Regel nicht, wenn man P� anzen und Kletterhilfen

sachgerecht auf die Konstruktion,

Bescha� enheit und den Standort der Fassade

abstimmt.

Auch eine Vernässung des Mauerwerks durch

Kletterpfl anzen ist nicht zu erwarten. Im

Gegenteil, die Blätter halten den Regen sogar

ab. In dauerhaft feuchten Klimaten, in denen

obendrein der Regen vom starken Wind hinter

das Blattwerk getrieben wird und dieses

nicht genügend abtrocknen kann (zum Beispiel

an der Küste), sollte man jedoch darauf

verzichten, die Hausfassade auf der Wetterseite

zu begrünen.

Pfl anzen für „grüne“ Fassaden

An Gittern und Wänden gezogen, decken

Kletterpfl anzen alles zu, was nicht ganz schön

ist. Oft reicht schon eine Pfl anze, um eine

imponierende Wirkung zu erzielen. Knöterich

(Fallopia) ist einer der Schnellsten. Schon im

ersten Jahr schafft er mehrere Meter und ist

im Hochsommer übersät mit langen weißen

Blüten. Bei den mehrjährigen Arten ist die

Zahl der Lichtgenügsamen größer. Geißblatt

101

Text und Fotos: Stein


Wer die Vorzüge saisonaler Küche schätzt, kann regelrecht schmecken, dass der

Winter vorbei ist. Garten und Feld bringen jetzt Köstlichkeiten hervor, die sich

leicht, vital und bunt präsentieren. Der Frühling trump� auf mit knackigen

Salaten, würzigen Wildkräutern, säuerlichem Rhabarber und frischem Gemüse,

das mit Spargel gekrönt wird. Genießen Sie das Angebot der Frühlingsküche!

70

Küchenzauber

Frühlingsstimmung

Foto: © M. Großmann/PIXELIO


Marinierter Spargel

mit Käseomelett

Zutaten:

(für 10 Portionen)

250 g weißer

Spargel

250 g grüner

Spargel

1 Bund Löwenzahn

½ Bund Radieschen

½ Bund Petersilie

2 bis 3 EL Essig

150 ml Olivenöl

250 g Allgäuer

Emmentaler

6 Eier

Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

1. Weißen Spargel schälen, bei beiden

Spargelsorten die holzigen Enden abschneiden.

In gesalzenem Wasser etwa

10 Minuten bissfest kochen, abgießen

und abschrecken. Spargelstangen quer

halbieren. Löwenzahnblättchen waschen,

trocken schütteln und zupfen. Radieschen

in 3 mm kleine Würfel schneiden. Zarte

Radieschenblätter mit den Blättchen der

Petersilie waschen, trocken schleudern

und fein hacken. Kräutermischung und

Radieschen mit Essig und 100 ml Öl

verrühren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer

abschmecken.

2. Käse fein reiben und mit den Eiern

mischen. Die Masse mit wenig Salz, mehr

Pfeffer und einem Hauch Muskat abschmecken.

Eine große beschichtete

Pfanne mit etwas Olivenöl erhitzen.

Mit einem Esslöffel etwa 8 cm große

Omelettes in die Pfanne setzen und auf

jeder Seite 2 Minuten goldbraun braten.

Omelettes auf einem Küchenpapier abtropfen

lassen. Wiederholen, bis der Teig

verbraucht ist.

3. Spargel und Löwenzahnblättchen in die

Mitte der Omelettes setzen, jeweils einen

Löffel Radieschensalat auf den Spargel

geben, zusammenklappen, mit Holzspießchen

fixieren und servieren.

Foto: Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft

Tipp: Frische-Test Spargel

Frischer Spargel ist leicht glänzend und

sein Kopf ist geschlossen. Die Stangen

quietschen beim Gegeneinanderreiben

gut hörbar. Die Schnittstellen müssen

feucht und saftig sein. Frischen Spargel

können Sie auch für sechs bis acht

Monate einfrieren. Vorher gut waschen

und schälen, aber nicht kochen, auch

Blanchieren ist nicht nötig.

Eva Zovko, www.aid.de

Foto: © Rainer Sturm/stormpic.de

71

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine