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Test & Technik I Cl-Spieter,^/oilverstärker

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Die feine

englische Art

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www.stereoptay.de


Michael Creek

hat seine erfolgreiche

Evo-

Line weiterentwickelt,

aber auch

an der einen

und anderen

Ecke gespart.

Rudern die

Komponenten

damit noch

weiter vor oder

eher ein Stück

zurück?

Test: Johannes Maier

Fotos: Julian Bauer

|- xzellente HiFi-Elektronik

F

Ezum zivilen Preis seit der

Gründung 1982 eilt dieser Ruf

den Produkten des englischen

Herstellers Creek voraus. So

begrüßten dieTester den neuen

CD-Spieler Evolution 2 fur 785

Euro und den gleichnamigen

und -preisigen Vollverstärker

wie gute Freunde, zumal sie die

schmucken Frontplatten-Ge-

sichter von den 8/06 beiderseits

mit H ighlights ausgezeichneten

Vorgängern schon kennen.

Der flüchtige Blick durch die

Kühlschlitze des Verstärkers

führte dann aber zur kühlen Er-

nüchterung. Sapperlot, dort auf

den Markierungskreisen mit

den Lötringen mittendrin, da

müssten doch Netzteilelkos ste-

hen. Der genauereVergleich mit

dem Evo I verrieft das Dilem-

ma. Der Umfang des Ringkern-

trafo beträgt nur noch I I statt

12 Zentimeter, statt eines Dop-

Beim Amp setzte Greek

statt auf Masse auf Rasse

pels richtet jetzt nur noch ein

Dioden-Quartett gleich. Für

die Haupt-Stromspeicherung

müssen statt acht jetzt tatsäch-

lich vier Elkos mit einer I(apa-

zität von ie 4700 Mikrofarad

reichen, wobei die Bestückung

des Vorgängers zugegebener

Maßen den Standard der Klas-

se weit übertraf.

Auf jeden Fall steht fest, dass

die beiden an einem Vollalu-

Kühlkörper montierten Transi-

storpärchen 2 SA 1492 und 2

SC 3856 statt Schlemmerme-

nüs eher nur noch ihre Mahlzeit

bekommen. Und so wandte sich

schließlich ein beleidigter Blick

den Eingangsstufen zu. Dass

dort jetzt das Edel-IC für die

Eingangspufferung (OPA 2604)

sowie für die Pegelregelung

(PGA 231l) nicht mehr auf

Stecksockeln stehen, sondern

eingelötet wurden, wird aber

niemand als Nachteil begreifen.

Ebenso, dass eine sich daran

anschließende IC-Stufe ganz

entfiel.

,,Ich habe die Verstärkung

der verbleibenden I(reise ent-

sprechend angehoben", heißt es

in Michael Creeks Entwick-

lungsbericht.,,Außerdem durfte

auf diese \üeise der Einsatz der

Gegenkopplungs-Zwangskor-

rektur deutlich eingeschränkt

werden". Vozw stereopla, gern

ergänzt, dass solch eine Maß-

nahme - solange die Verzer-

rungen insgesamt nicht ausarten

- zumeist zu einem harmo-

nischeren I(lirr- und Klangver-

halten fuhrr.

Die genaue Inspektion ver-

söhnte dann immer mehr mit

dem neuen Evo. Aha, hier konn-

ten im Signalweg liegende,

klangkritische Folienkondensa-

toren entfallen, an anderer Stel-

le setzt Creek zu Spannungsrei-

nigungs-Zwecken statt Aller-

welts- jetzt bessere Wimas ein.

Schließlich nahm er für die

Vorstufen-Stromspeicherung an

Stelle japanischer nun Elkos der

Firma Vishay / British Compo-

nents (die hellblauen!) und mit-

hin wirklich das Feinste vom

Feinen.

An dem neuen CD-Spieler

findet sich von vornherein wenig

zu mäkeln, es sei denn, dass der

HiFiist unbedingt auf einem

Philips-Laufiverk besteht. Denn

dieses tauschte Creek ietzt ge-

gen ein sanfter gelagertes und

Der Player bekam einen

edleren D/A-Wandler

seiner Meinung nach vibrations-

festeres von Sanyo aus. Auf je-

den Fall prima, dass der Spieler

statt dem PCM 1738 jetzt Burr-

Browns deutlich störärmeren

PCM 1796 bekam. Dessen sym-

metrische Ausgangssignale wer-

den von ICs desTyps 5532 ein-

zeln verstärkt und sanft analog

gefiltert. In der Folge fasst ein

relativ stromkräftiger I(ollege

(OPA2134) die beiden Pole zu-

sammen und schickt dann die

fertigen Ausgangssignale subito

zur highfidelen IJmwelt hinaus.

Besitzt der Evo I noch Gleich-

spannungs-trennendeI(onden- satoren an dieser Stelle, brauchte

der neue Player dank genauerem

DC-Abgleich keine mehr.

Verspricht Creek dazu eine

präzisere Taktung der digitalen

lm High-End im Kommen:

Schnittba ndkerntrados

I(reise, glänzt die Stromversor-

gung mit Opulenz (auch wenn

zwei von acht Stabi-Iteisen ent-

fielen). Diese stützt sich wieder

auf einen edlen Schnittband-

kern-Netztrafo, dessen separare

Primär- und Sekundär-Spule

bei bestem magnetischen

Schluss viel Energie, aber so gut

wie keinen hochfrequenten

Schmutz übertragen.

,,Sehr ähnlich", hieß es zu-

nächst beimVergleich des neu-

eren mit dem älteren Player.

Zupackende Lebendigkeit und

schön duftige, nie härtliche Hö-

hen wiesen beide aufAnhieb als

I(lassen-Überflieger aus. Mit

zunehmender Einspielzeit

wusste sich der Newcomer aber

weiter zu steigern. Schilderte er

das Rieseln und Platschen der

'Wassertropfen zu Anfang von

Jack Johnsons ,,Banana Pancake"

schon feuchter, echter

und dreidimensionaler, erschien

die Stimme klarer und das Gi-

tarrenwogen im schöneren Son-

nenlicht.

Frech legte sich der Evo 2

schließlich mit Naims CD 5t

von l2lo7 an. Preußischer, ak-

kurater in der Abbildung, aber

manchmal fast schon nadelig,

blieb der 1300-Euro-Englän- >>

www.stereoplay.de stereoplay

4/2oos

EE


Test & Technik I CD-SpielerA/ollverstärker

der knapper Sieger, er verhin-

derte aber nicht, dass der rund-

er aufspielende Evo für seine

Preisklasse sensationelle 58

Punkte bekam.

Glich der Test des Players

somit einem Durchmarsch, ha-

kelte es bei dem neuen Creek-

Amp erst einmal. Er tönte fein-

gliedriger als der Elko-schwerere

Die neue Kombi klingt

noch feiner als die alte

Ahn, aber auch zurückhal-

tender. Erst nach dem Aus-

tausch von im Prinzip sehr gu-

ten, aber offenbar nicht für

kleinere Verstärker ausgelegten

Lautprechertauen durch Nor-

malkabel, insbesondere durch

das sehr direkt klingendeTeflon-

Koax RG 393 (9106), fetzte

auch der Newcomer los. Jetzt

zeigte sich bei Vienna Dengs

,,Love Turns 40" besonders

schön, dass Michael Creek Ab-

Kontaktstifte (1)

nehmen optionale

Phonoplatinen

auf. Für Surround:

per Relais

anwählbarer

Endstuten-

Eingang (2).

ff@ ay 4/2ooe

www.stereoplay.de

"t"r"ool

stimm-Arbeit geleistet hat. Die

Kontur des sich auftürmenden

Intro-Basses erschien feiner ge-

masert, das bewusst angeregte

zarte Mitschwingen der Piano-

Saiten schimmerte intensiver.

Dann stellte der neue Evo -

während der Oldie unbeküm-

mert-schlichter wirkte - die

Sängerin mit Leib und Seele

klarer abgesetzt, noch plas-

tischer und lebendiger heraus.

Ein Punkte-Plus verhinderte

dann allerdings Vincents SV

l2l (10105, 44 Punkte) mit

allem ihm innewohnenden

Nachdruck. Deswegen brauchte

der neue Creek-Amp nicht be-

kümmert zu sein. Um Randale

zu erzeugen, taugt er nicht -

wenn es aber darauf ankommt,

für wenig Geld möglichst high-

endige Klänge zu kriegen, dann

bildet er zusammen mit sernem

Evolution-2-CD-Geschwister-

chen ein schlichtweg unschlag-

bares Gespann. I

Ausgangs-Doppel-

lCs (1)erledigen

ihre Aufgabe nicht

minder gut als die

Einzel-Operations-

verstärker des

Vorgänger-Players.

r:

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'!.1 -5

785 Euro (Herstellerangabe)

Vertrieb: Input Audio, Gettdorf

Telefon: 04346/600601

www.inputaudio.de

www.creeK.co.uK

Auslandsvertretung siehe Internet

Maße: B: 43 x H: 8 x T: 41 cm

Gewicht:6 kg

I0Hz r00H, lkHz

Sehr ausgewogen

Klirrspektrum (315H2, 0dBFS)

Sehr geringer Klin mit gutmütigem

Spektrum; wenig Rauschen

Hervorragend niedriger Jitter (1 45ps)

bis 0,6 mm

bis 1,3 mm

Rauschabstand 106 dB

Ausgangswiderstand 100 O

Klang (nre. 70 Punkret 58

010203040506074

Messwerte I

IIIIIIII

Praxis I

IIIIIIII

Wertigkeit I

IIIIIIII

Nannte stereoplay den älteren Evo

CDP schon einen Geniestreich,

kommt beim neuen, abermals feiner

klingenden Evo-2-Player noch die

Bezeichnung Glücksgriff dazu.

Klang

Absolute Spitzenkl. 58 Punkte

Gesamturteil

sehr gut 82 Punkte

I=

785 Euro (Herstellerangabe)

Vertrieb: Input Audio, Gettdorf

Telefon: 04346/600601

www.inputaudio.de

WWW.CTCEK.CO.UK

Auslandsvertretung siehe Internet

Maße: B: 43 x H: 8 x T: 41 cm

Gewicht:7,9 kg

Frequenzgänge

6d8

3dB

3dB

6dB

9d8

l2da

10H2 L00Hz lkHz lokHz

Sehr ausgewogen, auch an

niederohmiger Last

Bis auf kg (rot) schön gleichmäßig

steigende Klirrkomponenten mit

gutem Leistungswechselverhalten

8a

6a

30

stereoplay Leistungsprof il

Gutes und recht stabiles Leistungsanoebot

bis 130 Watt an 2 Ohm

Sinusleistung

an 8/4Q bei k=1%: 64/94W

Rauschabstand

Line, A-bew., bez. auf 10V 99 dB

Verbrauch Standby/Betrieb -/15W

Klang (md. 70 P!nkt") 43

w010203040506070

Messwerte 7

IIIIIII

Praxis 7

IIIITII

wertigkeit 8

Trotz Normalisierung der Netäeilbestückung

schafüe Creek bei dem

neuen Evo-2-Verstärker eine kleine,

aber feine Klangverbesserung in

Richtung highendig.

Klang

Spitzenklasse 43 Punkte

Gesamturteil

gut 65 Punkte

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