Meinung: Mountain-Manager 37:

eubuco

Meinung: Mountain-Manager 37:

D 4945 F 36. Jahrgang Januar 2006

Meinung:

Thorvald Sverdrup: Markt kreieren

Mountain-Manager 37:

Josef Reiter: Mayrhofner BB AG

Special:

NON SKIERS

1/06


www.pistenbully.com


Der österreichische Fachverband der Seilbahnen hat kürzlich eine

aktuelle Wertschöpfungsstudie vorgestellt. Man wollte einmal die

Rolle der Mitgliedsunternehmen im heimischen Wintertourismus

schwarz auf weiß belegen. Aus dem „Bauch heraus“ haben wir ja

immer gewusst, dass wir dessen Zugpferd und Motor sind, aber

objektiv recherchierte Daten klingen weniger nach Selbstbeweihräucherung

und werden daher ernster genommen. Das Resultat

konnte nicht deutlicher ausfallen: die Seilbahnwirtschaft erzeugt

einen Wertschöpfungs-Multiplikator von 6 (!), das heißt 1000,–

EUR an Löhnen, Gehältern und Gewinn bei den Bergbahnen führen

durch deren Nutzung insgesamt zu Einkommen in Höhe von

6000,– EUR in der Region. Der Beitrag der Bergbahnkunden im

Winter zum jährlichen Volkseinkommen in Österreich beträgt

1,6%, die Umsatzsteuerleistung 502,2 Mio. Euro. Oder noch pointierter

formuliert: jeder Einwohner der Alpenrepublik bezieht ein

Einkommen von 320,– Euro durch die Bergbahnnutzer im Winter!

Mit solchen Zahlen kann man natürlich gut (gesellschafts)politische

Aussagen machen über die Wichtigkeit der Bergbahnen, sei

es als starker regionaler Umsatzbringer oder bundesweiter Wertschöpfungsfaktor.

Tourismus sorgt für jeden fünften Arbeitsplatz

Der Obmann der Sparte Tourismus in der Bundeswirtschaftskammer,

Komm.-Rat Hans Schenner, geht gleich noch einen Schritt

weiter und wendet sich an die Presse mit dem Statement: „Laut

WIFO und Statistik Austria sorgt die Tourismus- und Freizeitwirtschaft

für jeden fünften Arbeitsplatz. Konkret ergeben sich

750 000 Vollarbeitsplätze durch die Beschäftigungseffekte aus

dem touristischen Konsum sowie dem nicht-touristischen Freizeitkonsum

am Wohnort!

Beide Studien sind etwas Besonderes, weil zum ersten Mal objektive

Zahlen vorliegen, wie sehr die Gesellschaft vom Tourismus allgemein

und dieser wiederum von den Bergbahnunternehmen

profitiert.

Chefredakteur

Dr. Markus Kalchgruber

Vom Nutzen des Zugpferdes

Man möchte glauben, einer Tourismusnation wie Österreich sei

dies ohnehin alles bewusst. Weit gefehlt. Das war vielleicht in den

Pioniertagen so, als ganze Talschaften aufblühten durch diesen

neuen Wirtschaftszweig. Später mündete das Ganze in einen Massentourismus

– ein Begriff, mit dem wir vor allem Überlastung, Verkehrskollaps,

überfüllte Pisten und Beeinträchtigung der Umwelt

verbinden. Natürlich sind mit dem Tourismus auch negative Effekte

verbunden, weil es nichts auf der Welt gibt, das nur Licht erzeugt

und keine Schatten wirft. Aber die durch den Tourismus geschöpften

Werte, der Wohlstand und auch die Bewunderung und

Freude der Gäste unserem Land gegenüber verdienen mehr Beachtung.

Sie sind zur Selbstverständlichkeit geworden bei den

vom Aufschwung verwöhnten Generationen! Das Selbstverständliche

jedoch ist das Übliche und das Übliche wird nicht geschätzt.

Außer es ist verlorengegangen.

Die Unterschätzung der Branche korrigieren

Mit diesen neuen Studien will man genau das verhindern: eine

Unterschätzung von etwas sehr Wertvollem, um das man sich kümmern

muss, das man fördern muss, das man keinesfalls vernachlässigen

oder gar kaputt machen darf. Tourismus ist heute ein Produkt,

das nur funktioniert, wenn es für den Gast ein harmonisches,

aufbauendes und perfekt inszeniertes Gesamterlebnis ist. Das setzt

voraus, dass erstens alle Tourismuspartner miteinander kooperieren

und den Gemeinnutzen voranstellen und dass zweitens die politischen

Strukturen tourismusfreundlich aufgebaut sein müssen. Und

drittens, dass auch nicht-touristische Wirtschaftszweige die Bedeutung

dieser Branche anerkennen und sich dementsprechend konstruktiv

verhalten. Nur dann werden wir die Gäste von morgen

langfristig zufriedenstellen können. Und nur dann wird es noch öfter

eine Rekordsaison geben, wie für 05/06 prophezeit wird.

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1/2006 MOUNTAINMANAGER

3


INHALT

IMPRESSUM

Internationale Zeitschrift

für Berg- und Wintersporttechnik

und bergtouristisches Management

Verlag:

EuBuCo Verlag SA, Neuchatel, CH

Im Auftrag:

EuBuCo Verlag GmbH,

Geheimrat-Hummel-Platz 4,

D-65239 Hochheim/M

Tel. +49(0)61 46/605-142, Fax -204

Herausgeber und Geschäftsführer:

Horst Ebel, Tel. +49(0)61 46/605-100

Chefredakteur:

Dr. Markus Kalchgruber

Mobil +43(0)6 64/1 00 21 50

E-Mail: m.kalchgruber@aon.at

Habichtweg 16, A-5211 Lengau

Anzeigenleitung Österreich:

Otto Roman Fosateder

Mobil +43(0)6 64/4 42 06 80

E-Mail: o.r.fosateder@aon.at

Verlagsbüro Österreich:

Scherenbrandtnerhof-Str. 6, A-5020 Salzburg,

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Fax +43(0)6 62/42 15 15

Redaktion:

Dr. Luise Weithaler,

Tel. +43(0)6 62/88 38 32

E-Mail: weithaleripr@aon.at

Redaktion Schweiz:

Roland Hofer

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E-Mail: roland.hofer@maropress.ch

Postfach 1257, Obere Zollgasse 69e,

CH-3072 Ostermundigen 1

Anzeigenleitung Schweiz:

Oskar Fischbach

Tel. +41 (0) 76/5 34 38 14

E-Mail: o.fischbach@swissonline.ch

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Joyce Hoch, E-Mail: j.hoch@eubuco.de

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Produktion & grafische Gestaltung:

Dagmar Wedel c/o EuBuCo Verlag GmbH,

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Deutschland: 64,– € inkl. Versandkosten und

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37. Jahrgang, 2006

ISSN 1618-3622

Alle Rechte © EuBuCo SA, Neuchâtel

MOUNTAINMANAGER 1/2006

4

Editorial 3

MM MAGAZIN

Meinung: Thorvald Sverdrup: Umdenken – Markt kreieren 6

NON SKIERS

• Alternativen im Schneesport nicht unterschätzen 10

• Sunkid: Tubing in Gressoney 14

• Alurunner 16

SKISERVICE

• Montana: Zwei Schritte voraus 18

PISTENGASTRONOMIE

• Die 1. Ski Lounge Tirols 20

OUTFIT

• Textile Trends 2006 22

• Haberkorn: Neues von Gore Tex® 24

NEUE BAHNEN

• Hollersbach: Sieg des regionalen Denkens 26

• Leitner: Hochalmbahn in Hinterglemm 28

• Vorbericht Nordkettenbahn 30

• Doppelmayr: Zwei auf einen Streich in Saalbach 32

• Marmolada: 3. Etappe 34

• Neu Galzigbahn soll Akzente setzen 35

• Neu Dimensionen auf der Reiteralm 38

• Beheizbare Sesselbahn in Laax 36

• Ingenieurbüro Sehnal 40

MARKETING & MANAGEMENT

• Vorbericht TourismusForum Alpen in Ischgl 41

37. MM-Interview: Prok. Josef Reiter, Mayrhofner Bergbahnen 42

• Vorschau Prowinter/ALPITEC 47

• Studie Wertschöpfung der Seilbahnen 48

• Was bringen regionale Qualitätsoffensiven? 50

• Verleihung Pistengütesiegel 52

TECHNIK & WIRTSCHAFT

SICHERHEIT

• Interfab: Sicher mit GAZ.EX 53

• ASI:Sicherheitsrelevante Informationen auf Abruf 54

PISTENFAHRZEUGE

• BOMAG: Skifahren bei + 20° 56

• Kässbohrer: Innovationen für die Loipenpräparierung 58

• Prinoth verstärkt internationale Präsenz 60

• Olympia 2006 mit Prinoth 61

• Formatic startet durch 62

• Friedli Spezialfahrzeuge 64

BESCHNEIUNG

• Westendorf 65

• 25 Jahre SUFAG im Ennstal 68

• Lenko: Auch Kleine steigern die Schlagkraft 70

• TechnoAlpin in Turin 72

FIRMEN NEWS

• BOOM: Neue Schnittstelle zu schiGIS 67

• Schorn GesmbH.: Qualität von Anfang an 74

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Obwohl fast 90 % der Wintersportgäste wegen dem alpinen Skifahren

in die Berge kommen, sollte man sich auch um die Alternativen

kümmern. Non Skiers lassen sich mit Funsport locken und

für die Klassiker ist es eine willkommene Abwechslung.

Lesen Sie von Seite 10–16

Prok. Josef Reiter, GF

der Mayrhofner Bergbahnen

AG, gab das

37. MM-Interview.

Sein Motto: „Wir

wollen authentisch

und aktiv sein.

„Mayrhofen hat in

den letzten 10 Jahren

80 Mio. Euro in neue

Aufstiegsanlagen investiert

und auch für

2006 steht mit dem

Bau der PB Ahornbahn wieder ein Projekt der Superlative an.

Interview Seite 42–46

INSERENTENLISTE

AGB 66

Alp Media 4

BOMAG 1

Brandner 70

Brigger & Käch 3

Doppelmayr 25

Elektro Berchtold 45

FHE Franke 51

Friedli Fahrzeuge AG 63

HDP Gemini 13

HTB 65

Kässbohrer 2

Klenkhart 5 + 31

Lenko 52

Loipolder 15

Messe Bozen 39

Montana 17

Multi Skiliftbau 73

Nivis 43

Pool Alpin 8

Prinoth 9

Reichmann U4

RoFLEX AG 37

Sam Alpexpo 46

Schneller,

Ritz & Partner 71

SUFAG 29

Sunkid 48

TechnoAlpin 61

Teufelberger 49

TFA Touristenforum Beilage

Von Rotz 59

Watzinger 55

Wintersteiger AG 7 + 23

Zottl E. GmbH. 33

YORK Neige 75

INHALT

„Neue Bahnen“ ist traditionell ein Schwerpunkt des ersten

Mountain Managers im Jahr. In 9 Berichten haben wir einige

Highlights zusammengestellt, die das hohe Niveau moderner

Aufstiegsanlagen dokumentieren.

Lesen Sie von Seite 26–39

Beschneiung ist und bleibt – trotz eines Traumwinters – ein

heißes Thema. Die Pistenbetreiber müssen die Schlagkraft weiter

erhöhen, um die Mindestanforderungen schneller erfüllen

zu können. Neue Bahnen werden sowieso nur noch mit der

dazugehörigen Schneeanlage projektiert – siehe Westendorf.

mehr auf Seite 65–73

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1/2006 MOUNTAINMANAGER

5


MAGAZIN

Der Norweger Thorvald Sverdrup, ehemals

Geschäftsführer des erfolgreichen skandinavischen

Konzerns Skistar, ist seit 2003 Berater der

Branche mit seiner Firma SkiBiz in Flims und seit

Dezember 2005 neu im Verwaltungsrats-Team

der Weissen Arena AG Laax. Sverdrup sieht die

Art und Weise, wie die Seilbahnbranche organisiert

ist, als sehr kritisch. Gäbe es nicht das starke

Wachstum im Tourismus generell, würde die

Branche einen relativ großen Verlust machen!

Verantwortlich sind das fehlende Destinationsmanagement

sowie die fehlende Marktorientierung

und Struktur-Rationalisierung. Es geht

Sverdrup aber nicht um Kritik per se, sondern

um das Aufzeigen von Lösungsvorschlägen.

Die Weisse Arena in

Laax – im Bild die

Rock Bar auf dem

Crap Sogn Gion, hat

bereits organisatorische

Veränderungen

vorgenommen und

kümmert sich auch

selbst um den Verkauf.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

6

Thorvald Sverdrup

Umdenken –

Markt kreieren

MM-FRAGE: „Herr Sverdrup, welche

Möglichkeiten sehen Sie in unserer

Branche zur Verbesserung des

wirtschaftlichen Erfolges?“

Sverdrup:

„Die Möglichkeiten unserer Branche

liegen meiner Meinung nach

im Markt und wie wir uns organisieren

und arbeiten müssen, um

mehr Ersteintritte zu generieren. Sicher

ist, dass Veränderungen dringend

notwendig sind, um ein

Wachstum der Anzahl Skifahrer zu

erreichen. Dafür sind Menschen

mit einer betriebswirtschaftlichen

Einstellung notwendig.“

MM-FRAGE: „Welchen Background

haben Sie und welche Erfolgsbeispiele

für Ihre Strategien können Sie uns

nennen?“

Sverdrup:

„Ich wurde in Betriebswirtschaft/

Business Administration mit Spezialisierung

Marketing und Kauf von

Unternehmen ausgebildet. Nach

einigen Jahren als CEO einer Gesellschaft,

die Skianlagen baut,

habe ich die Aufgabe als CEO/Konzernchef

übernommen, ein Skigebiet

zu entwickeln mit dem Ziel

der Notierung an der Stockholmer

Börse. Nach diesem Erfolg 1994

haben wir Ende der 90er Jahre in

Skandinavien einige weitere Skigebiete

gekauft und die Gesellschaft

in SkiStar umbenannt. SkiStar zählt

heute etwas mehr als 4 Millionen

Thorvald Sverdrup, Absolvent der

Universität Karlstad mit Spezialisierung

auf Marketing, Ex CEO von

Lindvallen, heute Berater mit seiner

Firma SkiBiz und Verwaltungsratsmitglied

der Weissen Arena in Laax.

Fotos: Weisse Arena AG

Ersteintritte pro Jahr. Skistar betreibt

Bergbahnen, Marketing,

Booking and Reservations Callcenters,

sowie Skivermietungen und

Skischulen. Die Entwicklung ist eng

gebunden an Marktorientierung

und Destination Management Ausrichtung.

Ich habe oft gehört: so

macht man es in USA, bei uns ist

dies aber nicht möglich. Wir haben

es in Skandinavien bewiesen, dass

es möglich ist!

Seit 2003 arbeite ich als Privatinvestor

und Berater mit Sitz in Laax in

der Schweiz.

Der Aktienkurs von SkiStar ist seit

dem Börsengang rund 900 % gestiegen.

Der Erfolg ist stark gebunden an:

➤ Organisation

➤ Destination Management

➤ Marketing & Verkauf

➤ Familien-Einrichtung

➤ Preisgestaltung

➤ Auslastung der Nebensaison“

MM-FRAGE: „Worauf führen Sie

das fehlende Wachstum in der Branche

zurück?“

Sverdrup:

„Das fehlende Wachstum in der

Branche hat viele Ursachen. Langfristig

kann man sich aber nicht nur

über Umwelteinflüsse beklagen.

Oft sieht man interne Schwächen

nicht. Das Management von Skigebieten

ist oft auf veralteten Traditionen

gebaut. Es handelt sich heute

nicht mehr um Technik – es handelt

sich um den Markt.

Weiters fehlt meist das optimale

Management auf Destinationsbasis.

Noch schlimmer ist es, wenn alles

falsch organisiert ist und die

Marktorientierung fehlt. Mit fehlendem

Management und schwa-


cher Organisation werden die Investitionen

zu einem hohen Risiko – unnötigerweise.

Richtig organisierte Destinationen mit einer

starken, marktorientierten Geschäftsleitung

haben ganz andere Möglichkeiten

als technisch-orientierte und introvertierte

Destinationen!

Generell hat die Bergbahnbranche in den

letzten 10 Jahren kein Wachstum gehabt.

Gleichzeitig verzeichnete der Tourismus

weltweit aber ein Wachstum von fast 5 %

jährlich. Relativ hat die Branche also sehr

viel verloren – inakzeptabel und unnötig

viel. Ohne Wachstum gibt es selten eine

positive Entwicklung. Und nicht zuletzt der

Markt erwartet mehr und mehr.“

MM-FRAGE: „Wo sehen Sie künftig Potenzial?“

Sverdrup:

„Mit verbesserter Vermarktung würden

viel mehr Leute Skifahren wollen. Das Po-

tenzial liegt weiter unten in der „Pyramide“.

Diese Zielgruppe hat Geld für Lifttickets

– nicht aber für 5-Sterne-Hotels und

Gourmetrestaurants. Und von denen gibt

es viele.

Familien mit Kleinkindern haben generell

wenig Geld während der Etablierungsphase,

aber die Kinder sind die zukünftigen

Konsumenten. Hier gibt es ein riesiges ungenütztes

Potenzial. Warum nicht leere

Betten füllen zu günstigen Konditionen

und so den Markt für die Zukunft aufbauen?

Schwache Skifahrer sind generell in den

Skigebieten wenig gut betreut. Sind

80–90 % der Gäste mit den Gegebenheiten

bekannt, fehlt oft die Fokussierung des

Personals auf schwache Wintersportler.

Hier gibt es ein riesiges Verbesserungspotenzial.“

MM-FRAGE: „Wie hinderlich für den Erfolg

sind die derzeitigen Branchenstrukturen?“

MAGAZIN

Sverdrup:

„Die Branche investiert zu wenig ins Marketing.

Niemand kommt richtig auf den

Markt, da die kritische Masse, um Fernmärkte

zu bearbeiten, fehlt. Ein Strukturwandel

ist daher dringend nötig. Nur mit

Konzentration auf das Wesentliche und

mehr Professionalität kann diese kritische

Masse zur Bearbeitung der Fernmärkte erreicht

werden.

Die Preisgestaltung ist ein anderes Feld, wo

vieles fehlt. Generell ist zum Beispiel die

Hochsaison zu billig und die Nebensaison

zu teuer. Damit wird in beiden Fällen verloren.

Führen wir uns vor Augen, was bei den

Fluggesellschaften passiert ist:

Die Konkurrenten, zum Beispiel Reiseagenturen

für Sonne-, Golf- und Städte-Reisen,

kennen ihren Gast viel besser als die Tourismus-Organisationen

in Skidestinationen.

Sie arbeiten mit CRM-Programmen (Customer

Relationship Management), sind

marktorientiert und besitzen die kritische


MAGAZIN

Die Veränderung der Weissen Arena ist auch bei den

Werbemitteln feststellbar. Zum Vergleich die Kataloge

von Laax zur Saison 02/03 und aktuell 05/06.

Masse, um professionell zu arbeiten. Dazu

kommt, dass sie verkaufsorientiert vorgehen.

Diese Verkaufsorientierung fehlt oft bei

Tourismus-Büros in der Bergwelt. Und wer

nimmt dann wohl Marktanteile?“

MM-FRAGE: „Wie sollen sich Bergbahngesellschaften

dieses Problems annehmen?“

Sverdrup:

„Bergbahngesellschaften verkaufen den

größten Teil ihrer Lifttickets am Schalter

ohne zu registrieren, wer kauft. Sie kennen

die notwendigen Adress- und Kundendaten

nicht, die nötig sind, um professionelle

CRM-Programme zu betreiben. Marketing

und Verkauf an Stamm- und Neugäste geschieht

teilweise in Hotels und Tourismusbüros,

oft aber nicht koordiniert. Damit haben

Bergbahngesellschaften wenig oder

gar keinen Einfluss auf ihr ,Einkommen’.

Sie sind eigentlich Gesellschaften mit Kostenstellen,

die abhängig vom Service Public

sind. Sehr selten wird eine Kundendatenbank

für die ganze Destination betrieben.

Bergbahngesellschaften sind Mitfahrer auf

einer Reise mit Amateuren und ohne Kontakt

mit dem Lenkrad. Wirtschaftlich ein

hohes Risiko, ohne Kontrolle über die Einnahmen.

Und an der Spitze wird alles von

einem Techniker oder Politiker geleitet. Ich

verstehe, dass Banken und Investoren aufpassen.

Die Bergbahngesellschaften arbeiten

im Hochrisikofeld – und das wäre eigentlich

nicht nötig!“

MM-FRAGE: „Wo soll bzw. kann eine

marktorientierte Haltung ansetzen?“

Sverdrup:

„Marktorientierung ist in erster Linie eine

Management- und Organisationsfrage.

Mit richtig organisiertem Destinations-Management,

einer zentralen Kundendatenbank

und einer starken Fokussierung auf

Erlebnisse und Einfachheit für den Gast liegen

die Möglichkeiten ganz offen da. Aber

die Marktorientierung beginnt beim Top-

Management – es geht nicht mehr um

Technik (allein). Skibusiness ist eine Frage

der Lage, des Produkts und der Organisation.

Intelligente Positionierung und Branding

auf Basis der eigenen komparativen

Vorteile ist sehr wichtig.

Es ist weiters eine Frage von Marktkontakt,

Marketing und Verkauf. Und nicht zu vergessen:

Preisgestaltung. Durch Optimierung

und einen hohen Ausnützungsgrad

während der ganzen Saison entsteht der

Gewinn für Neuinvestitionen und für die

Zukunft.“

MM-FRAGE: „Warum ist Destinatios- Management

so entscheidend?“

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MOUNTAINMANAGER 1/2006

8

Zeit, Geld,Wissen und Transparenz für die Seilbahnbetreiber

Zeit, Marktanteile, direkter Kundenzugang für die Lieferanten

Sverdrup:

„Destination Management mit der Bergbahngesellschaft

am Lenkrad ist der Schlüssel.

Eine Kundendatenbank mit effizientem

CRM und der drei- bis fünfmaligen Bearbeitung

jedes Gastes in der Adressdatenbank

wird in Zukunft ein Muss sein.

Für Bergbahngesellschaften ist es sehr

wichtig, die Führungsrolle auszuüben, um

den maximalen Liftticket- Verkauf zu sichern.

Zusätzliche Lifttickets zu verkaufen ergibt

einen Deckungsbeitrag von 96 %. Die

Bergbahngesellschaft ist damit der perfekte

Verkäufer von Betten in der Neben- und

Zwischensaison. Da sind die Marketingund

Verkaufskosten zu hoch für die traditionelle

Tourismusorganisation. Und diese

erkennen auch nicht die erhöhten Einnahmen.

Aber für die Bergbahngesellschaft ist

es eine riesige Geschäftsmöglichkeit!“

MM-FRAGE: „Wir müssen uns also aus

Rentabilitätsgründen neu organisieren?“

Sverdrup:

„Die Bergbahngesellschaft hat ein großes

wirtschaftliches Interesse, ein Destination

Management zu führen und Marketing

und Verkauf zu operieren. Aber die Organisationsveränderung

ist schwierig, jedoch

möglich. Und eine neue Welt eröffnet sich

im Bereich Marketing & Verkauf mit dem

Effekt einer erhöhten Rentabilität.

Ein Strukturwandel in den Alpen wird mit

der Zeit kommen, wie schon in USA, Kanada,

Skandinavien und Frankreich. Aber in

Frankreich hat man nur Bergbahn-Gesellschaften

fusioniert. Die Synergien liegen

doch zu 80 % auf der Marketing- und Verkaufsseite

und nur zu 20 % auf der Kostenseite!

Erst muss man also Marketing & Verkauf

betreiben. Zuerst muss Destination

Management mit den Bergbahngesellschaften

an das Lenkrad kommen. Der Tarifverbund

ist nicht die endgültige Lösung.

Daher: Umdenken – Markt kreieren. Die

Möglichkeiten sind da!“

MM: „Herr Sverdrup, wir danken für das

Gespräch.“


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MAGAZIN

NON SKIERS

Alternativen im Schneesport

nicht unterschätzen

Umfragen zufolge kommen fast

90% der Wintersportgäste

wegen dem Skifahren in die Berge.

Warum sollte man sich also

um die Alternativen kümmern?

Aus dreierlei Gründen: erstens

weil jene Teile der europäischen

Bevölkerung, die gar nicht kommen,

am ehesten mit Funsport

zu locken wären – Motto: „Spaß

im Schnee“. Zweitens weil auch

die meisten Skifahrer immer häufiger

mal eine Abwechslung suchen

und drittens, weil durchaus

auch ein Gegentrend zum relativ

teuren Massenereignis Skifahren

festzustellen ist. Den Beweis liefert

z. B. das wachsende Interesse

am Schneeschuhwandern und

Tourengehen.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

10

Geld verdienen mit

Tourengehern?

„Die Alternativen zum klassischen

Pistenerlebnis werden ein wichtiges

Thema“, sagte Thomas Wirnsperger,

GF des Tourismusverbandes

Großarltal, kürzlich zu einer Tageszeitung,

„denn einigen ist es auch

zu teuer.“ Daher hat Großarl, wie

die Mehrzahl der alpinen Destinationen,

mittlerweile ein breit gefächertes

Angebot an Winteraktivitäten

entwickelt. U. a. hat man einen

eigenen Skitourenführer herausgegeben,

der sehr gut angenommen

Alternativen zum klassischen Pistenerlebnis wie Tourengehen werden ein wichtiges Thema. Allerdings

treten Konflikte auf, wenn sie zum Aufstieg Pisten benutzen, ohne einen finanziellen Beitrag zu leisten.

Foto: Fischer

wird. Weiters stehen Langlaufen,

Schneeschuhwandern und (Nacht-)

Rodeln ganz oben auf der Beliebtheitsskala.

Dieser Trend zu ruhigeren Wintervergnügungen

kommt derzeit vor

allem Regionen abseits der klassischen

Skihochburgen zugute. Hier

sammeln sich jene, die Alternativen

zum eintönigen „Piste rauf und

runter“ suchen.

Ein Problem hingegen können Tourengeher

für die Pistenbetreiber

sein, wenn sie Infrastruktur wie

Parkplätze, WCs etc. benutzen und

teilweise auf präparierten Pisten

aufsteigen, dafür aber keinen finanziellen

Beitrag leisten. Auf diesen

Umstand hat das Kärntner Skigebiet

Gerlitzen reagiert und verlangt

seit der Saison 05/06 eine „Pistenmaut“

von fünf Euro/Tag für Tourengeher.

Der Alpenverein und Betroffene

protestierten natürlich anfangs

heftig und verwiesen auf Wegefreiheit

und Paragraf 33 des

Forstgesetzes. Dieses greift jedoch

nicht mehr, sobald das Terrain als

Sportfläche gewidmet ist.


Andererseits muss man die Position

der Pistenbetreiber verstehen: Die

Liftgesellschaft haftet für sogenannte

atypische Gefahren auf einer

Sportfläche als Pistenerhalter.

Wenn Leute mit Skiern dort aufsteigen

und queren, wo normalerweise

nur abwärts gefahren wird,

ist das juristisch als atypische Gefahr

für Alpinskifahrer zu werten.

Mit dem Kauf eines Tickets geht

der Käufer einen Vertrag ein und

unterwirft sich automatisch den

Richtlinien des Pistenerhalters bzw.

den FIS-Regeln. Eine andere Lösung

wäre, die Pisten für Tourengeher

überhaupt zu sperren, was aber

eine noch viel restriktivere Vorgangsweise

bedeuten würde, die

schon gar niemand will.

Außerdem ist nicht einzusehen,

warum Tourengeher keinen Beitrag

zur Beschneiung, Präparierung und

Erhaltung der Pisten bzw. Erhaltung

der Infrastruktur leisten sollen.

Andere Liftbetreiber regeln das Problem

mit Parkplatzgebühren am

Ausgangspunkt für Skitouren.

Wie Gerlitzen-Chef Hans Hopfgartner

gegenüber dem Mountain Manager

bestätigt, hat die Maßnahme

bereits Wirkung gezeigt: „Statt

150 Tourengeher an Spitzentagen

sind es nur noch 10, die brav bezahlen

und die Regeln einhalten.

Das steigert die Pisten-Qualität für

die Skigäste, welche die eigentlichen

Kunden der Gerlitzen-Kanzelbahn-Touristik

sind, und deren

Sicherheit. Diese erwarten sie sich

ja auch mit dem Kauf der Liftkarten.“

Es gibt inzwischen auch positive

Reaktionen von Seiten passionierter

Tourengeher und von Seilbahnkollegen.

Der steirische Fachgruppenobmann

Albert Baier sieht die Aktion

ebenso als legitimes Unterfangen

wie Fachverbandspräsident Dr.

Ingo Karl. Man verlange ja schließlich

auch Loipengebühr, außerdem

handle es sich hier nicht um klassische

Tourengeher im freien Gelände

sondern um „Pistengeher“. Für

diese Spezies wird sich – aus rechtlichen

Überlegungen heraus –

irgendwann österreichweit die

„Gerlitzen-Regelung“ durchsetzen!

Platz zum Ausweichen gibt es ja für

die echten Tourengeher, die das

Naturerlebnis suchen, genug.

Es sind aber eher die Tourenwanderer,

deren Zahl rasant zunimmt.

Also jene, die nicht im hochalpinen

sondern im hügeligen Gelände mit

Skiern bergwärts wandern und

dann abfahren. Für jene hat die Skiindustrie

sogar eigene, sehr breite

Modelle herausgebracht. Um diesen

Trend in geordnete Bahnen zu

lenken, wären mehr beschilderte

und kontrollierte Routen für Tourenwanderer

sinnvoll. Die Krönung

wäre eine Art Tourenwanderführer,

wie ihn derzeit z. B. Mittersill für

den Oberpinzgau plant.

Airboard im

Aufwärtstrend

Der Trend zu alternativen Bewegungen

im Schnee findet gottseidank

aber auch innerhalb des Geschäftsfeldes

der Lift-/Pistenbetreiber

statt. So verzeichnet z. B. das

lenkbare Hightech-Luftkissen Airboard

seit drei Jahren einen steten

Aufwärtstrend. 2005 sind neue

Destinationen wie z. B. Mundaun

in Obersaxen und Rigi im Schweizer

Mutterland des Erzeugers funcare

AG (Zug) dazugekommen, wo

diese Schneesport-Alternative zu

Ski und Snowboard angeboten

wird. Nunmehr sind etwa 70 Pisten

international dem Airboard gewidmet,

seine Fangemeinde ist in über

15 Ländern anzutreffen. Durch die

Einführung eines neuen Typs, des

Freeride-Airboards, zur Saison

06/07 verspricht man sich die Ansprache

weiterer Zielgruppen. Zunächst

aber wird im Trendsetterland

USA noch eine Testphase

durchlaufen. Das Freeride-Airboard

ist im Gegensatz zum Classic ein

besonders breites Board mit angehobener

Nase und einigen weiteren

Spezialadaptierungen für das

Surfen über Tiefschnee.

Da behördlich bekanntlich kein Gemischtbetrieb

auf Pisten mit Skifahrern

erlaubt ist – wenngleich manche

Pistenbetreiber das etwas lockerer

handhaben – müssen die

Bergbahnen eine eigene Piste samt

Aufstiegshilfe zur Verfügung stellen.

Daher sind die Bergbahnen die

wichtigsten Partner für die Airboard-Bewegung,

in weiterer Folge

natürlich die Rent-Stationen und

dann die Sportgeschäfte.

Wie von der fun care AG zu erfahren

ist, zeigen derzeit eher die kleineren

Wintersportgebiete Interesse

daran, sich mit diesem Angebot in

einer Nische zu profilieren als die

ganz Großen, die mit dem reinen

Skibetrieb anscheinend ausgelastet

sind. Nichtsdestotrotz wächst das

Interesse jährlich und die Bewegung

geht in die Breite. In der

Schweiz „spielen“ bereits über 20

Destinationen mit, in Österreich

sind so renommierte Destinationen

wie Ischgl, Serfaus, Fiss, Schruns,

Lermoos, St. Johann und Nassfeld

dabei. Letztere dürfte mit ca. 60

Airboards plus Helm und Knieschutz

zum Verleih im NTC die

größte Station sein. Hier ist ja das

Ausprobieren von Trendsportgeräten

in Verbindung mit dem Jugendhotel

„Cube“ generell eine Erfolgsgeschichte

geworden und da

MAGAZIN

NON SKIERS

Das High-Tech-Luftkissen

Airboard befindet

sich weiterhin im

Aufwärtstrend.

Foto: funcare AG

1/2006 MOUNTAINMANAGER

11


MAGAZIN

NON SKIERS

So werden Airboards

auf einer Sesselbahn

transportiert.

Foto: funcare AG

Snowbiken hat sich

in Österreich etabliert

und spricht interessante

Zielgruppen wie

junge Frauen an.

Foto: Brenter

MOUNTAINMANAGER 1/2006

12

nimmt das Airboard einen festen

Platz ein. Verspricht es doch jenen

Spaß im Schnee, den man vom

Boogie-Board auf den Wellen her

kennt.

Das Erfolgsbeispiel Stoos

Ein Erfolgsbeispiel aus der Schweiz

kann Barbara Bünter von den

Sportbahnen Stoos erzählen. Eher

zufällig erfuhr sie durch einen Bekannten

vom Airboard, der ihr in

seiner Begeisterung zu einer Demonstrationsfahrt

mit Erfinder Joe

Steiner riet. Bünter war anfangs

sehr skeptisch, vor allem in Bezug

auf die Kindertauglichkeit, und

kreuzte zum Termin gleich mit ihren

eigenen Kids auf – um eines

besseren belehrt zu werden!

„Man glaubt nicht, wie gut sich das

Ding lenken lässt und wie sicher

man sich fühlt. Ich bin überzeugt,

dass sich dieser Schneespaß noch

herumsprechen wird. Gerade für

die Zukunft des Wintersports ist es

ja wichtig, dass sich jedermann im

Schnee bewegen kann. Die Kinder

wollen heute ja schon gar nicht

mehr Skifahren lernen!“, erklärt

Bünter ihre Entscheidung für das

Airboard im Winter 03/04. Und sie

hat es nicht bereut. In der zweiten

Saison gelangen bereits 400 % Steigerung

beim Verleih der 50 Sportgeräte

(plus Helm und Knieschutz),

der an der Mittelstation einer 4er-

Sesselbahn platziert ist. Über die

Saison gesehen waren es in Summe

etwa 3000 Leute, die auf der 2 km

langen Airboard-Piste von der Spitze

auf 2000 m bis zur Mittelstation

herunter „flogen“. Das Ticket samt

Ausrüstung kostet 30 Franken/Tag

bzw. 15 Franken halbtags.

Auch Skifahrer

werden animiert

Während im Startjahr noch eine

gemeinsame Piste für Schlittenfahrer

und Airboarder bereit gestellt

wurde, hat Stoos im letzten Winter

getrennte Pisten für beide Sportarten

eingeführt. Dafür ist dies jetzt

eine der beliebtesten Strecken

überhaupt, die auch Profi-Airboarder

loben. Und die Skifahrer auf

den benachbarten Pisten werden

ebenfalls durch das Zusehen zum

Ausprobieren animiert!

Man kann in Stoos übrigens auch

über eine Outdoor-Agentur im Ge-

lände mit Begleitung Freeriden.

Überhaupt sind solche Event- und

Outdooragenturen, die z. B. auch

Schneeschuhwandern anbieten,

ein bedeutsamer Faktor für die Bekanntmachung

und Verbreitung

dieser Sportart. Ein anderer Faktor

sind sogenannte „Challenges“, damit

sind Spaßrennen mit Wertung

und Siegerehrung gemeint, bei denen

auch Anfänger mitmachen

können.

Das grundsätzliche Erfolgsrezept

des Airboards liegt aber in seiner

einfachen Erlernbarkeit. Dadurch

ist – im Gegensatz zum Skifahren –

fast von Beginn weg Spaß garantiert:

Bäuchlings auf dem Airboard

liegend steuert der Fahrer mittels

Gewichtsverlagerung. Durch den

Druck des Körpergewichts wird das

seitliche Kufenprofil des Boards in

den Schnee gepresst, was die Drehung

einleitet. Die Fahrt wird wie

auf Skiern durch eine 90 Grad Drehung

gestoppt. Jedes Terrain

kommt als Untergrund in Frage,

man muss also nicht unbedingt

Streckenbauer sein, um eine Airboard-Piste

anzulegen.

„Es genügt, selbst einmal damit gefahren

zu sein und ein gesundes

Gefühl für Sicherheitsbedürfnisse

zu haben“, bestätigt die Firma funcare.

„Die Piste kann aber sehr

wohl auch in einem Funpark als Art

Kanal mit Wannen angelegt werden.

Und wie gesagt, manche Betreiber

tolerieren Airboards auch

auf der normalen Piste, wenn ihr

Fahrverhalten zumindest vom Verleiher

beobachtet wird. So viele

Aufgeblasene sind ja dann doch

noch nicht unterwegs...

Snowbiken hat

sich etabliert

Die leichte Erlernbarkeit und Spaßgarantie

bringen auch den Snowbike-Trend

jährlich ein Stück voran.

Mit der einzigartigen reflex-basierenden

Methode können selbst

Neueinsteiger bereits nach wenigen

Abfahrten Schwingen. Inzwischen

ist die Zahl der Snowbike®

Rent&Learn-Stationen auf über 120

weltweit gewachsen, 2005 sind

wieder 20 dazugekommen, darunter

Destinationen wie Schladming,

Kirchberg, Hippach oder Savognin

(CH). Bestehende Flotten werden


laufend nachgerüstet wie z. B. Sport

Patscheider/Serfaus auf 50 Stück

oder NTC Sport Sölle/ Nassfeld auf

über 100 Stück. Als sinnvolle Flottengröße

im Verleih gibt Dr. Bernd

Brenter, Marketingmanager des

gleichnamigen Snowbike-Erzeugers

aus Oberndorf (Salzburg), mindestens

15–20 Stück an, um ganze

Gruppen gleichzeitig ausrüsten zu

können (z. B. bei Firmen-Incentives

oder Vereinen).

„Im Gegensatz zu früher ist das

Snowbike in Österreich nunmehr

generell willkommen, keiner sagt

mehr etwas Abschätziges. Es hat

sich eher die Meinung etabliert,

dass man das Snowbike in einem

Wintersportgebiet eigentlich nicht

mehr weglassen kann“, sagt Brenter

im Gespräch mit der MM-Redaktion.

Chance für Leute

mit Knieproblemen

Da es jetzt auch immer mehr Fortgeschrittene

auf diesem Sportgerät

gibt, hat Brenter zum Winter 05/06

eine neue Type auf den Markt gebracht:

das bullige Alu Snowbike F6

mit stabilem Dreiecksrahmen und

aktiver Sitzfederungstechnologie.

Agressiver designt, soll diese Type

dem Könner spritzigen Fahrspaß

auch in selektivem Gelände ermöglichen.

Die Rent&Learn-Stationen

werden natürlich weiterhin mit

dem Anfängergerät C4 ausgestattet,

auch das Luxusgerät S8 bleibt in

der Range. Für das F6 hat Brenter

eine neue Zielgruppe entdeckt: diejenigen,

welche wegen Knieproblemen

mit dem Skifahren aufhören

mussten, aber unbedingt wieder

auf den Berg wollen. Das Geld spielt

hier eine untergeordnete Rolle.

Nach wie vor das krönende Highlight

eines Snowbike-Tages ist die

„Moonlight Tour“, eine Nachtabfahrt

mit Stirnlampe. Von oben

glitzern die Lichter im Tal wie kleine

Diamanten und die Snowbiker

schweben im Dunkeln wie Glühwürmchen

über die Piste.

Winterwandern ist

voll im Trend

Laut Gästebefragung von Vorarlberg

Tourismus liegt Winterwandern

voll im Trend. Das Ländle war

vor 10 Jahren schon Pionier auf diesem

Sektor und hat ein weißes

Wanderwegekonzept mit insgesamt

500 Kilometern umgesetzt.

Diese Maßnahme hat den Trend

maßgeblich gefördert, so dass Winterwandern

längst ein wichtiger

Faktor für die Tourismuswirtschaft

ist. Zwar kommen die meisten Gäste

nach wie vor zum Skifahren nach

Vorarlberg, aber bereits 21 Prozent

der Winterurlauber führen Winterwandern

als Urlaubsaktivität an.

Das sind immerhin rund 200 000

Menschen pro Saison – Einheimische

und Tagesausflügler gar nicht

eingerechnet.

Die winterlichen Wanderpisten

weichen zum Teil von den in der

schneefreien Zeit begangenen

Routen ab. Sie folgen entweder geräumten

Straßen und Güterwegen

oder es werden eigene, mit Pistengeräten

präparierte und gewalzte

Wege angelegt. Entlang dieser

Wege sind als ergänzende Kennzeichnung

pinkfarbene und dadurch

bei jedem Wetter gut sichtbare

Wegweiser aufgestellt, die in

der schneefreien Zeit wieder de-

montiert werden. Dokumentiert

sind diese Wege in der neuen Broschüre

„Auf weißen Wegen“ von

Vorarlberg Tourismus.

Groß eingestiegen in diesen Trend

ist u. a. auch die Region Wilder Kaiser-Brixental,

wo den Naturgenießern

250 km geräumte Winterwege

angeboten werden. Dazu wurde

das Package aufgelegt „Den

Winter ganz ohne Ski genießen“.

Mit der neuen „Berg- und Talfahrkarte“,

gültig für 6 Tage der Bergbahnen

Ellmau und Scheffau um

EUR 45,–, ist man in ein paar Minuten

am Ausgangspunkt zu diesen

aussichtsreichen Wanderungen.

Das gesunde Höhenklima ist für die

aktive Erholung ideal. Wer abseits

von Pisten, Loipen und Winter-

Wanderwegen den ganz besonderen

Reiz der unberührten Landschaften

entdecken will, dem stehen

hier oben auch Schneeschuhwandern

und Nordic Walking offen.

mak

MAGAZIN

NON SKIERS

Das neue Snowbike-

Modell F6 mit stabilem

Dreiecksrahmen

richtet sich an Fortgeschrittene.

Foto: Brenter

1/2006 MOUNTAINMANAGER

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MAGAZIN

NON SKIERS

Die Seilbahnen SAGIT Gressoney

haben sich entschlossen, erstmals

für diese Wintersaison einen

Tubing- und Erlebnispark für jede

Altersstufe zu errichten. Der Auftrag

dazu erging an SunKid.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

14

SunKid: Erlebnis pur

in Gressoney Saint-Jean

Das Gebiet Gressoney Saint-Jean

befindet sich im italienischen Aosta

direkt an der Schweizer Grenze

und ist Teil des Großskigebietes

Der Erlebnis- und Tubingpark in Gressoney Saint-Jean im Überblick. Fotos: SunKid

Monterosa mit über 150 km Pisten

und insgesamt 37 Liftanlagen. Das

Gebiet ist umgeben von mehreren

Berggiganten mit bis zu 4 600 m

Höhe, wobei wohl das Matterhorn

am beeindruckendsten ist.

Das Gelände, auf dem die Seilbahnen

SAGIT den neuen Erlebnispark

realisiert haben, ist ca.10 000 m 2

groß. Auf der linken Hälfte wurden

hier 3 Snowtubingbahnen mit Kurven

und Auslauf errichtet, auf der

rechten Seite werden Skifahrern

und Snowboardern verschiedene

Abfahrtshilfen und eine Reihe von

Attraktionen wie Oskar & Rosi Parcours,

Wildtierparcours, Biff-Paff-

Durchfahrt, SunKid Rotondo Skiund

Tubingkarussell und vieles

mehr geboten.

Erschlossen wird das gesamte Gelände

durch zwei SunKid Zauberteppich-Förderbänder

mit je 120 m

Länge, die direkt nebeneinander

positioniert sind. Pro Förderband

können damit theoretisch 1 400

P/h transportiert werden. Insge-

Die beiden SunKid Zauberteppich

Förderbänder mit einer Beförderungskapazität

von insgesamt 2 800 P/h.


samt ergibt sich dadurch eine Kapazität

von 2 800 P/h. Dass diese Kapazität

wirklich benötigt wird, hat

sich bereits gezeigt.

Schon in den ersten Tagen war der

von SunKid installierte Tubing- und

Erlebnispark die Hauptattraktion des

Skigebietes und deshalb ab der Eröffnung

zu „S. Ambrogio“ am 6.

Dezember 2005 gut besucht. Als

am Stefanietag auch die Snowtubingbahnen

in Betrieb genommen

wurden, sprengten die Besucherzahlen

alle Erwartungen. Ab

27.12., als der Snowpark schließlich

auch abends geöffnet war, vergnügten

sich in der Zeit bis Mitte Jänner

durchschnittlich 300–400 Personen,

mit Spitzen über 500 Personen, im

Erlebnispark.

Schnelle Amortisation

Beim Eintritt in den Park ist eine

pauschale Gebühr von 5 € pro Person

zu bezahlen. Damit können alle Einrichtungen unbegrenzt benützt

werden. Aufgrund der sehr hohen Besucherzahlen können

sich die Investitionen in kürzester Zeit amortisieren.

Dabei wurde der neue Tubing- und Erlebnispark nur lokal über Plakate

und überregional als Neuheit in den Monterosa-Foldern beworben.

Als jedoch die begeisterten Besucher ihre positiven Eindrücke

weitererzählten, wurden auch Reporter von lokalen Zeitungen auf

den neu errichteten Park aufmerksam.

Die neue Attraktion entwickelte sich dadurch zum Magnet für die

Besucher aus den angrenzenden Regionen, sodass die Wertschöpfung

auch für die anderen im Ort befindlichen Betriebe (Restaurants,

Hotels, Bars, Geschäfte usw.) erheblich erhöht werden konnte.

Dazu Sig. Celle von der SAGIT Gressoney: „Unser neuer Tubingund

Erlebnispark hat unsere Erwartungen bereits nach den ersten

Betriebstagen vollkommen erfüllt, ja sogar übertroffen. Wir entschieden

uns für SunKid nicht aus kurzfristig wirtschaftlichen Gründen

– es gab mehrere günstigere Angebote. Die Produkte der Firma

SunKid wurden aus Qualitäts- und Sicherheitsgründen vorgezogen,

und das hat sich bewährt. Für die Zukunft planen wir einerseits die

SunKid Snowtubing macht sichtlich Spaß.

Erweiterung des Parks für den nächsten

Winter, andererseits wollen wir den Park

dann auch im Sommer nützen.“

Yi

Infos:

www.sunkid.at

PLANUNG UND BAU

MAGAZIN

NON SKIERS

Die 3 Snowtubingbahnen

erfreuen sich

größter Beliebtheit.

4er SESSELLIFTE

2er SESSELLIFTE

DOPPELSCHLEPPLIFTE

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Seilklemmen und Laufwerke für Zweiseilumlaufbahnen

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1/2006 MOUNTAINMANAGER

15


MAGAZIN

NON SKIERS

MOUNTAINMANAGER 1/2006

16

Weltneuheit: Alu-Schlitten

mit Stoßdämpfer

Der hochmoderne neue Schlitten „Alurunner“ gewann den

Brand New Award auf der letzten ISPO in der Kategorie

Winter-Hardware. Diese deutsche Entwicklung beeindruckt

mit echter Vollfederung sowie futuristischer Optik und lässt

sich zusammenklappen.

Die Federung ist

vom Mountainbike

inspiriert.

Mit einem Schlitten den Abhang

hinunter zu fahren scheint ein

wiederkehrender Trend zu sein, wie

die Bewerbungen von Schlitten in

der Kategorie Winter-Hardware der

ispo BrandNew Awards zeigten.

Die Jury hat das anspruchsvollste

Produkt, den Alurunner, als Gewinner

dieser Kategorie auserkoren.

Hinter der Bezeichnung verbirgt

sich ein äußerst stilvoller Aluminium-Schlitten

mit Full-Suspension-Stoßdämpfern

und einer gedämpften

Sitzfläche. Aufgrund dieser

Vollfederung – inspiriert vom

Mountainbike – ist eine Fahrt mit

dem Alurunner komfortabler und

gesünder für die Wirbelsäule, als

dies mit den herkömmlichen Schlitten

der Fall ist. Außerdem sorgt sie

für gute Fahrstabilität. Der Federweg

der Sitzfläche hinten beträgt

12 cm. Der Stoßdämpfer ist je nach

Gewicht und Anforderung individuell

einstellbar.

Außerdem ist der Alurunner zusammenklappbar

und daher einfach

zu verstauen.

Der Vertrieb soll über den Sportfachhandel

bzw. auch Verleihshops

erfolgen.

Neben dem Standard-Typ, der ca.

299,– € samt Transportsack kosten

wird, bietet die gleichnamige

Frankfurter Firma noch ein Damenmodell

in pink und Extrapolsterung

sowie ein Downhill-Race-Modell

an. Letzteres verfügt über einen digitalen

Tachometer (Messung via

GPS) und Lampen für die Nachtfahrt!

Marktlücke geschlossen

Leon Widdison, britischer Sportprodukte-Designer,

sagt in Bezug

auf Alurunner: „Als Vater bin ich natürlich

an allen Kindersportprodukten

besonders interessiert, aber der

Alurunner hat definitiv das Potenzial,

mein persönlicher Favorit unter

den Winterprodukten zu werden.

Dies liegt am Design in Kombination

mit den Zusatzfunktionen wie

Suspension-Stoßdämpfern und gedämpfter

Sitzfläche.“

Die Idee für dieses Sportgerät kam

Hans Deiseroth bei Recherchen für

größere Firmen, die immer wieder

Alurunner: Neuer zusammenklappbarer Designerschlitten mit

Stoßdämpfern. Fotos: Alurunner GmbH.

Platzierungsmöglichkeiten für ihre

Produkte im Winter suchen. Er fand

nichts Modernes am Schlittenmarkt,

das der Technik von heute

entspricht. Diese Marktlücke wollte

Deiseroth füllen. Herausgekommen

ist ein „Kunstwerk“, fast zu

schön, um auf ihm auf einer der

immer zahlreicher werdenden Naturrodelbahnen

herunter zu fahren...

Doch die Materialien Aluminium

(Rahmen) Polycarbonat (Sitz)

und Polypropylen (Kufenschienen)

machen alles mit. Die optimal gleitfähigen,

breiten Kufen sind bei Abnützung

übrigens auch auswechselbar.

Yi Infos:

Alurunner GmbH

Hans Deiseroth

Kleiner Hirschgraben 3-7

D-60311 Frankfurt/Main

Tel.: +49(0)69/59 07 37

E-Mail: PR@aluruner.com

Internet: www.alurunner.com


NEU: abs plus

Das Aufbewahrungssystem für Ski,

Boards, Schuhe und Stöcke:

modular, äusserst stabil und robust.

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NEU: CRYSTAL DIAMOND

Skiservice-Roboter für Steinschliff,

Seitenkantenbearbeitung, Tuning

sowie Wachsen / Polieren.

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MAGAZIN

SKISERVICE

Auf der ISPO 2006 war MONTANA mit 2 Weltpremieren

vertreten. Zu sehen gab es die neue

Robotergeneration CRYSTAL DIAMOND und

das neue Aufbewahrungssystem abs plus.

CRYSTAL DIAMOND

– Ergänzung für ein lückenlosesMaschinenprogramm.

Manuelle

und automatische

MONTANA-Anlagen

gibt es für jede Werkstatt-Größe:

von einigen

hundert bis über

60 000 Service pro

Jahr.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

18

MONTANA präsentierte auf der

ISPO erstmals die neue Maschinengeneration

CRYSTAL DIAMOND,

die als neue Skiservice-Anlagengeneration

der oberen Leistungsklasse

konzipiert wurde. In diese Produktlinie

hat man die gesamte Erfahrung

aus über 500 weltweit im

Einsatz befindlichen Robotern eingebracht,

was einer Anzahl von

über 1 500 Aggregat-Modulen entspricht.

MONTANA:

Zwei Schritte voraus

CRYSTAL DIAMOND – hohe Leistung für höchste Qualitätsansprüche. Fotos: MONTANA

Design und

Bedienerfreundlichkeit

Ein klares Design gewährleistet

eine hohe Funktionalität für das

Bedienpersonal. Die automatische

Beladung ist in optimaler Arbeitshöhe

angeordnet, was bei der Ausgabe

eine einfache Kontrolle des

Arbeitsergebnisses möglich macht.

Die Speicherkapazität ist für einen

kontinuierlichen Serviceablauf ausgelegt

und die automatische Skilängenerkennung

SelfAdjust ermöglicht

die wechselnde Eingabe

von Skiern aller Längen. Durch das

neue PowerVac System lassen sich

außerdem Ski mit problematischen

Oberflächen (wie z. B. Fellimitaten)

problemlos ansaugen.

Service-Ergebnisse

für höchste Ansprüche

Ob Kunden-, Leih- oder Rennski,

die CRYSTAL DIAMOND sorgt für

ein hervorragendes Serviceergebnis

mit dem CRYSTAL GLIDE FI-

NISH: Belag Schleifen mit doppelten

Steinen, Seitenkanten-Schliff,

belagseitiges Kantentuning und

automatisches Wachsen/Polieren.

Über das Display werden die passenden

Programme für den typischen

Verleihservice über den Kundenservice

bis zum anspruchsvollen

Rennservice eingegeben. Durch

Vario-Strukturen können dabei sehr

viele unterschiedliche Strukturen in

hoher Qualität in den Belag eingeschliffen

werden. Auf diese Weise

erhält man die passende Struktur

für alle Pisten- bzw. Rennbedingungen.

Mit der HIGH TECH TUNING Technologie

entsteht eine hochglänzende,

schnelle Kante, die nicht weiter

bearbeitet werden muss.

Durch die integrierte Druckkurve

für Belag und Seitenkante wird der

Abtrag genau definiert, was eine

lange Lebensdauer des Mietmaterials

gewährleistet. Die integrierte

Wachs- und Poliereinheit sorgt für

ein wertvolles Finish.

Das Resultat: ein fahrfertiger Ski,

der hohe Fahrfreude vermittelt und

für zufriedene Kunden sorgt.


Leistung und

Wirtschaftlichkeit

Mit einer Leistung von bis zu 50

Paar Ski/h bei 4 Steinkontakten zielt

die CRYSTAL DIAMOND auf mittlere

bis große Servicewerkstätten mit

höchsten Qualitätsanforderungen.

Durch die MONTANA-Technologie

kann der Ski nach dem Aufschmelzen

direkt auf dem Stein geschliffen

werden, ein Laufflächen-Bandschliff

ist nicht notwendig.

Das Preis-/Leistungsverhältnis, geringe

Verbrauchsmaterialkosten,

lange Lebensdauer und ein hoher

Wiederverkaufswert machen die

CRYSTAL DIAMOND zu einer attraktiven

Investition.

Das neue Aufbewahrungssystem

abs plus

Seit Jahren vertrauen Profis weltweit

auf abs von MONTANA, wenn

es um die Aufbewahrung von Ski,

Boards, Schuhen und Stöcken

geht. Um die individuellen Anforderungen

und Wünsche in Skiverleih,

Shop und Werkstätte noch effizienter

erfüllen zu können, hat

MONTANA das neue Aufbewahrungssystem

abs plus entwickelt.

Kompromisslos flexibel

Aufbauend auf die jahrelange Erfahrung

im Bau von Aufbewah-

rungssystemen wurde bei der Entwicklung

von abs plus besonderer

Wert auf flexible Nutzungsmöglichkeiten

und individuelle Gestaltbarkeit

gelegt. Das System besticht

durch hohe Funktionalität und variables

Design: Jedes Aufbewahrungs-Element

kann individuell gestaltet

werden und lässt sich bei

Bedarf jederzeit umrüsten. Dabei

wurde die Bedienung nach den

neuesten ergonomischen Erkenntnissen

gestaltet und erlaubt

schnellste Handhabung bei der

Ein- und Ausgabe. Das Ergebnis:

perfekte Präsentation, perfektes

Handling.

Top Qualität

Das System wurde für höchste Ansprüche

an Nutzwert, Funktionalität

und Langlebigkeit entwickelt.

Daher kommen auch nur hochwertige

Materialien unter Anwendung

neuester Technologien zum Einsatz.

Alle Regale sind aus hochwertigem

und speziell verzinktem

Stahlblech gefertigt. Die Schienenfahrwerke

und Fahrschienen bestehen

aus rostfreiem Chromnickelstahl.

Nach wie vor heißt die Maxime:

höchste Stabilität bei möglichst

geringem Gewicht.

Kundenzufriedenheit

hat Vorrang

Innovative Produkte, ein effizienter

Service und kreative Planung

in Zusammenarbeit mit führenden

Architektenteams ist

der erfolgreiche Mix für hohe

Kundenzufriedenheit. Beispiele

aus aller Welt sind dafür der

Beweis.

Alle MONTANA-Produkte

werden mit Hilfe sorgfältiger,

kompetenter Planung in das

Gesamtkonzept des Geschäftes

integriert. Aus jahrelanger Praxiserfahrung

mit erstklassigen,

internationalen Referenzen entstehen

Lösungen, mit denen

sich der Wintersportler wohl

fühlt und dabei schnell und

professionell bedient werden

kann.

Ein weiterer Baustein dazu ist

das neue Self-Terminal, mit dem

sich der Wintersportler seinen Laufzettel

für den Start des Verleihvorganges

selber erstellen kann. Das

spart Arbeitszeit im Betrieb und

verringert die Anzahl der immer

wieder notwendigen Korrekturen

unvollständig ausgefüllter Laufzettel.

Yi Infos:

Internet: www.ski-service.com

MAGAZIN

SKISERVICE

MONTANA Self-Terminal

für den Verleih.

abs plus heißt die

neue Generation

an Aufbewahrungssystemen

von

MONTANA.

1/2006 MOUNTAINMANAGER

19


MAGAZIN

PISTENGASTRONOMIE

Tirols 1. Ski Lounge

trifft neuen Apres-Ski-Trend

Das Sonnenplateau Serfaus hat

wieder eine Pioniertat vollbracht:

das beste Familienskigebiet der

Alpen (Falk Skiatlas) erweiterte

sein ohnehin bereits vorbildliches

Pistengastronomie-Angebot um

die „1. Ski Lounge Tirols“. Damit

will man dem anspruchsvollen

Gast ein besonderes Apres-Ski-

Erlebnis ermöglichen, das einen

Kontrast zur üblichen „Hally

Gally“-Szene darstellt.

Stimmungsvoll:

Kaminecke mit roten

Lederfauteils und Bar.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

20

Mitten im Skigebiet, in 2 000 m

Höhe auf dem Komperdell mit

traumhaftem Panoramablick, haben

die Serfauser Bergbahnen

nach dem Motto „Tirols Ski Genuss“

etwas ganz Besonderes für

ihre Skigäste geschaffen: eine so

genannte Ski Lounge. Man kennt

VIP-Lounges von internationalen

Flughäfen und pulsierenden Metropolen

her, davon abgeleitet gibt

es in manchen US-amerikanischen

Skigebieten auch Ski-Lodges und -

Lounges. Allerdings benötigt man

hier für den Zutritt eine Club-Mitgliedschaft

bzw. eine VIP-Karte,

was in Serfaus nicht der Fall ist. Die

höchste Lounge Europas ist prinzipiell

jedermann während der Bahnbetriebszeiten

zugänglich. Was

steckt aber dann hinter der Idee,

wenn es nicht diese Exklusivität für

Die neue Ski Lounge mit Terrasse auf dem Komperdell in Serfaus (2 000 m). Fotos: Komperdellbahnen

den Spezialgast ist?

Marketingleiter Kurt Kirschner antwortet:

„ Wo trinkt man in Venedig

den Kaffee? Natürlich am schönsten

Platz, dem Markusplatz. Hier

ist der Genuss am größten. In Serfaus

ist der schönste Platz auf dem

Komperdell und hier wollten wir einen

besonderen Ort für den Genuss

des Bergerlebnisses einrichten.

Wir haben durch die 4- und 5-

Sterne-Hotellerie auch ein sehr anspruchsvolles

Publikum, dem wir

spezielle Highlights für einen rundum

gelungenen Urlaub bieten wollen.

Die Idee zur Ski Lounge ist übrigens

im Zusammenhang mit unserer

Laser-Show „Adventure Night“

entstanden, die pro Wintersaison

ca. 40 000 Gäste anlockt. Die besten

Plätze zum Mitverfolgen der

Show bot die so genannte VIP-Terrasse.

Aus dieser Tatsache heraus

kam uns der Gedanke, diesen Bereich

grundsätzlich zu etwas Besonderem

umzugestalten. So entstand

das Konzept zur Ski Lounge.“

Das typische

Lounge Feeling

An Zutaten für das Lounge Feeling

haben die Serfauser folgende Komponenten

kombiniert:

➤ ein stilvolles Refugium mit Kaminfeuer;

➤ lauschige Sofas;

➤ Bar und Sonnenterrasse mit Privatliege;

➤ Musik, mal im Stil der City-Lounges,

mal im klassischen Sound;

➤ flüssige Stimmungsmacher;

➤ Exquisites aus der Schauküche;

➤ und schließlich: ein Service der

Premiumklasse.

Ein typischer Lounge-Besuch würde

etwa so aussehen: Nachdem

man von einer freundlichen Hostess

empfangen wurde, schlüpft

man aus den schweren, nassen Skischuhen

in gemütliche „Patschen“

(Hausschuhe). Am knisternden Kaminfeuer

entspannt man sich bei

einem erlesenen Glas Wein, einem

Espresso Machiato oder einem feinen

einheimischen Edelbrand. Bei

Bedarf wählt man edle Havanna-Zigarren

aus dem großen Humidor

und relaxt in den gemütlichen roten

Leder-Sitzgruppen. Wer will,

wechselt später in den Restaurant-

Bereich mit Schauküche, wo man

ausgesuchte kleiner (oder größere)

Gerichte genießen kann. Bis zu 300

Gäste finden hier stilvoll Platz. Bei

Schönwetter lädt auch die Terrasse

zum Sonnenbad ein, auf der jeder

garantiert seinen „privaten“ Liegestuhl

vorfindet.


Großes Wohnzimmer

mit Top-Service

Am besten lässt sich die Ski Lounge

als großes Wohlfühl-Wohnzimmer

mit Top-Service beschreiben. Bei

dieser Art von Apres-Ski geht es

aber nicht um das übliche Hally

Gally, sondern um Genuss, Entspannung

und Premium-Service.

„Es wird ein neuer Trend im Apres

Ski contra dem Ballermann-Stil

kommen“, prophezeit Kirschner,

„und daher setzen wir bewusst einen

Kontrapunkt. Serfaus ist zwar

skigastronomisch bereits bestens

ausgestattet, mit der Ski Lounge ist

aber nochmals ein weiteres Highlight

gelungen, wie sich jetzt

schon abzeichnet. Seit der Eröffnung

bekommen wir ein riesiges

Echo!“

Wenn auch der Besuch der Ski

Lounge für jedermann von

9–16:30 Uhr offen ist, kann der

Gast für die bereits legendäre

Abendshow „Adventure Night“ am

Mittwoch eine VIP-Karte um 38

Euro buchen. Dadurch wird nicht

nur Tirols größte Laser-Ski-Show

fußfrei in der ersten Reihe erlebbar,

man braucht sich aufgrund eines

separaten Zugangs zur Seilbahn

auch nicht anstellen und erhält

Cocktails sowie Canapees in der Ski

Lounge serviert.

Neue Ski-Show:

Abenteuer Antarktis

Diesen Winter präsentierten die

Komperdellbahnen Serfaus mit der

Skischule eine neue Ski-Show unter

dem Titel „On the Edge – Abenteuer

Antarktis.“ Dabei geht es um die

Expedition des Engländers Ernest

Shackleton, die am Beginn des 20.

Jahrhunderts 635 Tage im Eis der

Antarktis gefangen war. Sie gilt bis

heute als die unglaublichste Geschichte

menschlichen Überlebens

in eisiger Wildnis.

Erzählt wird sie in einer dramatischen

und poetischen Neuinszenierung

des Spezialisten Beda

Percht durch Projektionen der Aufnahmen

des Expeditionsfotografen

auf 2000 m2 Schneefläche, Texte

und die Musik sind von Thierry Zaboitzeff.

Dazu kommen Darsteller

im Eis, Schneekanonen, Pistenbullys,

Laser und Feuer.

„On the Edge“ bedeutet einerseits

an der Grenze des Möglichen, aber

auch „auf der Kante“ und so ziehen

die Skilehrer ihre Schwünge auf

dieser und fetzen gewagte Aerials

in die Nacht. Die neue Adventure

Night ist jedenfalls ein Genuss für

MAGAZIN

PISTENGASTRONOMIE

alle Sinne und ein bereicherndes Erlebnis

am nächtlichen Berg. Daran

besteht so wenig Zweifel wie an

der ständigen Weiterentwicklung

der Serfauser... mak

Der Restaurantbereich

mit Panoramablick

bietet 300 Gästen

Platz.

Auf der Terrasse ist

für jeden Gast ein

Liegestuhl reserviert.

Von hier aus sieht

man auch die Ski-

Show „Adventure

Night“ am besten.

05/06 ließ sich

Serfaus eine neue

Show bei der Adventure

Night einfallen:

Abenteuer Antarktis.

1/2006 MOUNTAINMANAGER

21


MAGAZIN

OUTFIT

Die Bekleidungsbranche ist ihrer

Zeit immer eine Saison voraus.

Während man derzeit noch den

Winter 2005/06 genießt, denkt

sie mit Hilfe der ISPO schon an

Neues für 2006/07.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

22

Textile Trends 2006:

Holzknechte, Gebirgsjäger

und Rock’n Roller

Ob auf der Piste oder beim Apres-Ski – mit moderner Sportmode ist man überall gut angezogen.

Was sich bei den Herstellern in den

letzten Jahren immer wieder als

Highlight angekündigt hat, ist nun

fixer Bestandteil in vielen Produktlinien:

Sicherheit, Funktionalität und

Design werden harmonisch kombiniert.

Das betrifft dann Skifahrer

und Snowboarder genauso wie

Outdoor-Freaks.

Erfreuliches zeigt man bei den neuen

Helmen, die neben ihrer Schutzfunktion

zum modischen Accessoire

mutiert sind. So werden sie

immer spezifischer auf die vielen

unterschiedlichen Zielgruppen zugeschnitten

und designed. Freerider

bekommen andere Modelle als

New Schooler, für die Snowboarder

standen die Skateboarder Vorbild.

Pistenflitzer hingegen punkten

mit einer abgespeckten Rennfahrer-Version

und Frauen dürfen

sich über Helmvarianten freuen,

die farblich auf das gesamte Er-

Helme schützen und sind gefragtes

Accessoire.

Fotos: ispo

scheinungsbild abgestimmt werden

können.

Insgesamt werden Helme leichter

und bequemer und verfügen über

bessere Belüftungs- sowie Hygiene-

Eigenschaften. Vom Design her findet

man im Sortiment sowohl Helme,

die in hochwertigen und aufwändigen

Lackierverfahren hergestellt

worden sind, als auch futuristische

und Tierhaut-Designs, dazu

verspielte Stickereien auf Leder

oder minimalistische schlichte Varianten.

Noch mehr als bisher spielt die

Elektronik eine Rolle. Helme lassen

sich nun so auf- und nachrüsten,

dass sie mit abnehmbaren Earpads

und Tools wie Handy- und Funkfreisprechanlangen,

MP3-, CDoder

Mini-Disc-Player zu echten

Multimedia-Centern werden. Gearbeitet

wird an Displays, auf denen

sich dann Geschwindigkeit, Höhenmeter

etc. ablesen lassen.

Neues gibt es auch bei den Protektoren.

Hier propagiert man TÜVzertifizierte

Modelle, mit denen der


Fachhandel seine Kompetenz unterstreichen

kann. Dazu werden die

üblichen harten Protektoren zunehmend

durch „weichere“ Varianten

bei Belüftungssystemen und

für mehr Komfort ersetzt.

Blick zurück

Ein augenzwinkernder Blick in die

Vergangenheit bestimmt die kommende

Snowboardermode. Skifahrer

der 70er und 80er Jahre, Holzknechte

oder Gebirgsjäger standen

Pate. Moderne Fasern sorgen allerdings

dafür, dass die Retro-Mode

zwar cool aussieht, aber modernen

Komfort und Funktionalität zu bieten

hat. So findet man figurbetonte

Schnitte, die aber trotzdem volle

Bewegungsfreiheit garantieren.

Dazu halten Eleganz und sogar ein

Hauch Glamour Einzug in den Funpark.

Bei den Farben dominiert die Vielfalt,

leuchtende Töne und cooles

Schwarz sind genauso in wie Blockstreifen

oder Fullprints. Dazu werden

Fischgrat, Tweed und Nadelstreif

absolut pistentauglich – natürlich

gefertigt aus High-Tech-Fa-

sern. Grundsätzlich werden Stoffe

aus der Alltagsmode pistentauglich

gemacht.

Neu interpretiert wird das Thema

„Overall“ mit Jacken und Hosen,

die per Reißverschluss miteinander

verbunden werden und so den Vorteil

eines Einteilers auf der Piste mit

den Vorzügen von Jacke und Hose

beim Apres oder in der Stadt vereinen.

So wie bei den Stoffen, favorisiert

auch die Sportmode gerne

eine Verbindung zwischen Aktivität

in der Natur und Urbanität.

Längst etabliert und nach wie vor

gefragt ist die Verbindung von

Funktionalität und sicherheitstechnischen

Extras wie eingenähte Recco-Streifen

zur Verschütteten-Suche

von Lawinenopfern oder Protektoren,

um empfindliche Körperpartien

im Funpark oder im Gelände

vor Verletzungen zu schützen.

dwl

MAGAZIN

OUTFIT

Moderne Fasern sorgen

für Tragekomfort

und Beweglichkeit.


MAGAZIN

OUTFIT

Pünktlich zum

Wintereinbruch

ist die brandneue

GORE-

TEX® Wetterschutzbekleidung

von

Wahler bei Haberkorn-Ulmer

eingetroffen.

Damit ist man

optimal vor

Wind und Wetter

geschützt

und kann auf

formschönes

Design vertrauen.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

24

Haberkorn-Ulmer GmbH:

Neues von Gore-Tex®!

Die neuen GORE-TEX® und WIND-

STOPPER® Modelle bei Haberkorn-

Ulmer vereinen modernes Design,

Sicherheit und Komfort. Neu und

praktisch sind die vielen Kombinationsmöglichkeiten.

Durch einzippbare

Futter und Zubehörteile lassen

sich die Produkte das ganze Jahr

tragen. Mit der Funktionsgarantie

über 5 Jahre auf die Wetterschutzjacken

spart man zudem bares Geld

und wertvolle Zeit.

Fast so gut

wie unsere Haut

Herzstück der neuen Kollektion ist

die mit 0,02 bis 0,05 mm hauchdünne

mikroporöse GORE-TEX®

Membran. Unvorstellbare 1,3 Milliarden

Poren auf der Fläche eines

Daumennagels sorgen für einen

unübertroffenen Tragekomfort.

Nach der europäischen Norm EN

343:2003 reichen schon 130 cm

Wassersäule für eine Einstufung in

der obersten Klasse 3 bei der Wasserdichtheit.

Wasserdicht ist allerdings

nicht gleich wasserdicht. Allein

beim Sitzen auf feuchtem

Untergrund wird ein Druck aufgebaut,

der einer ca. 200 cm Wassersäule

entspricht. Und beim Knien in

der Hocke drücken schon ca. 480

cm Wassersäule auf die Bekleidung.

Die Poren der GORE-TEX® Membran

sind ca. 20 000-mal kleiner als

Wassertropfen. Die Bekleidung ist

dauerhaft wasserdicht, auch unter

Einwirkung von Druck und nach

vielen Wäschen. Garantiert.

Warm, trocken

und leistungsfähig

Mit steigender Windgeschwindigkeit

nimmt die Auskühlung des

Körpers ständig zu. Die GORE-

TEX® Membran stoppt Wind wie

eine dichte Hecke. So bleiben die

Mitarbeiter immer warm und leistungsfähig.

Die Poren der GORE-

TEX® Membran sind ca. 700-mal

größer als Wasserdampfmoleküle.

Körperfeuchtigkeit kann also nahezu

ungehindert nach außen ent-

weichen. So bleibt man länger fit,

wo andere wegen Überhitzung ins

Schwitzen kommen.

Die neuen leichten WINDSTOP-

PER® Produkte vereinen absolute

Winddichtigkeit mit einer hervorragenden

Atmungsaktivität. Bei einem

geringen Gewicht bietet die

WINDSTOPPER® Bekleidung hohe

Wärmeisolation und schützt vor

dem so genannten Windchill-Effekt:

Bei einer Temperatur von 0°C erzeugt

eine Windgeschwindigkeit

von 20 km/h eine empfundene

Temperatur von -10 °C.

Gute Kleidung, gute Leistung. Foto: Haberkorn-Ulmer GmbH

Weniger Ausfall,

weniger Kosten

Wer bei schlechtem Wetter raus

muss, kann mit der falschen Kleidung

schnell krank werden. Nur

ein Krankheitstag weniger, schon

hat sich die Investition amortisiert.

Dazu gibt es 5 Jahre Funktionsgarantie.

Praktisch: Kleinere Schäden

können ohne großen Aufwand repariert

werden.

Yi

Infos:

E-Mail:

info.wolfurt@haberkorn.com

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Wir machen

Innovation für

Ihre Kunden spürbar

Als weltweit einziger Hersteller von Sitzheizungen für Sesselbahnen

werden wir von Doppelmayr/Garaventa unserem Image als Technologie-

und Innovationsführer erneut gerecht. Unsere gewohnt einladenden,

weich gepolsterten und transparent designten Sessel erreichen

durch die neue Sitzheizung das Höchstniveau an Komfort.

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TECHNIK

NEUE BAHNEN

Doppelmayr: 8 EUB Panoramabahn Kitzbüheler Alpen

Ein Sieg des regionalen Denkens

Die tourismusbelebende Vision,

das Pinzgauer Salzachtal von

Hollersbach aus mit der Safari-

Skischaukel Jochberg-Kitzbühel-

Kirchberg über den Pass Thurn

zu verbinden, wurde nach mehrjähriger

Planung im Dezember

2005 Realität. Die feierliche Einweihung

der neuen 8er-Gondelbahn

von Doppelmayr wurde

am 14. Jänner 2006 im Beisein

zahlreicher Prominenz aus Politik

und Wirtschaft nachgeholt.

Die Bergstation auf

der Resterhöhe wartet

mit einem herrlichen

Panorama auf.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

26

Von der Idee, auf den Resterkogel

(Standort der Bergstation) eine

Gondelbahn zu bauen, bis zur Verwirklichung

sollten fünf Jahre vergehen.

Die ersten Überlegungen

gehen auf das Jahr 1999 zurück

und wurden nicht nur mit Begeisterung

aufgenommen, sondern

auch mit viel Skepsis. Doch letztlich

war es richtig, das Wagnis, in das

vor allem die Person Ing. Franz Wieser

involviert war, einzugehen. Hol-

Die neue 8 EUB Panoramabahn Kitzbüheler Alpen verbindet die weltberühmte Skisafari mit dem

Oberpinzgau im Land Salzburg. Fotos: mak

lersbach hatte im Winter vor allem

Ruhe, aber wenig Action zu bieten,

wenngleich eine Naturrodelbahn,

ein Eislaufplatz, die Eisstockbahn

und Langlaufloipen eine gewisse

sportliche Betätigung ermöglichten.

Das sollte sich ab Dezember

2005 ändern: mit einer über 4,2

km langen Gondelbahn (zwei Sektionen,

Seillieferant Teufelberger)

müsste der Wintertourismus einen

gewaltigen Aufschwung nehmen,

so die Überlegung. Denn die neue

8 EUB Panoramabahn Kitzbüheler

Alpen ermöglicht bereits in Hollersbach

bei Mittersill (Salzburger Pinzgau)

einen bequemen Einstieg in

den Tiroler Skigroßraum Kitzbühel

mit 150 km präparierten Pisten und

56 Liftanlagen.

Der Talabschnitt

profitiert enorm

Besonders der Talabschnitt von

Mittersill bis über Hollersbach hinaus

profitiert enorm von dem dazu

gewonnenen Skigebiet und den

neuen Arbeitsmöglichkeiten. Darüber

hinaus ist nun auch von Norditalien

aus die Erreichbarkeit der

weltberühmten Kitzbüheler Alpen

erleichtert worden. Damit ist für

das für die Bergbahn Kitzbühel AG

wichtige Einzugsgebiet Oberpinzgau

eine neue Ära angebrochen.

Auch die Skisafari wurde um ein

weiteres Stück in Richtung hohe

Tauern verlängert: es entstand eine

sehr attraktive Abfahrt Richtung

Breitmoos. Parallel dazu wurden

die Pisten bis zur Mittelstation mit


Umlauf in der Talstation mit ebenerdigem Kabinenein-/ausstieg.

Schneeerzeugern gesichert (vgl.

Bericht MM8). Die Ski-Fahrzeit bis

zum berühmten Hahnenkamm beträgt

aus dieser Richtung (entgegen

dem Hauptstrom!) 1 Stunde

für die Oberpinzgauer Urlauber, die

außerdem bei der Unterkunft billiger

davonkommen. Die Fahrt in

der Panoramabahn selbst dauert

sechs Minuten bis zur Mittelstation

Mittersill/Breitmoos und nach weiteren

sechs Minuten ist die Bergstation

auf dem 1 894 Meter hohen

Resterkogel erreicht, wo nun der

direkte Anschluß an den Skigroßraum

Kitzbühel möglich ist. Die

Förderleistung pro Stunde ist auf

2 000 P/h ausgelegt, am Seil hängen

96 rote CWA-Gondeln mit

ebenerdigem Einstieg.

Gute Infrastruktur

inklusive

Die Talstation, ein moderner Beton-

Glasbau mit einer Ski-Rent-Station

bzw. Shop von Intersport samt Service

mit Montana-Maschinen befindet

sich zwischen Mittersill und

Hollersbach, die Mittelstation mit

Bahnhof und ebenfalls Skidepot

bzw. Skiverleih und Shop nahe

dem Gasthaus Breitmoos. Beide

Stationen beherbergen außerdem

jeweils eine Ski- & Snowbordschule

und bieten reichlich Parkplätze

(600 PKW im Tal).

Als Betreiber der neuen Gondelbahn

fungiert die Kitzbüheler Bergbahn

AG, Errichter war jedoch die

Gesellschaft Panoramabahn Kitzbüheler

Alpen GmbH. bestehend

Ein moderner Intersport-Shop mit Ski-/Board-Verleih und Service sowie Skidepot

wurde in den Gebäudekomplex der Talstation integriert.

aus engagierten Pinzgauer Unternehmen,

Gemeinden und Tourismusverbänden.

Bei der feierlichen Eröffnung am

14. Jänner galt der Dank nicht nur

dem Pioniergeist des Franz Wieser

und den kooperativen Tourismusverbänden,

sondern auch Dr.

Scheibl von der Skierschließungskommission

der Salzburger Landesregierung

für seine konstruktiven

Bemühungen. Seitens des TVB Hollersbach

wurde darauf hingewiesen,

dass die Kapazität der neuen

Bahn bei weitem jene der Betten

übersteigt. Die Region ist daher

jetzt gefordert, im Unterkunftsbereich

nachzuziehen.

Fernziel Kitzbüheler

Alpen

Mit dieser Erweiterung und der

ebenfalls kürzlich realisierten Anbindung

an Westendorf sind die

Expansionsbestrebungen des Skigroßraums

Kitzbühel aber noch

nicht zu Ende. Wie Vorstand Mag.

Filzer ankündigte, wird die Zukunft

die Destination Kitzbüheler Alpen

sein, die auch noch den Raum bis

nach Wörgl und über St. Johann bis

ins Pillerseetal umfassen wird. mak

Technische Daten

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Sektion I Sektion II

Talstation: 803 m 1 231 m

Bergstation: 1 231 m 1 892 m

Schräge Länge: 2 116 m 2 144 m

Fahrzeit: 6 min 6 min

8er-Kabinen: 96 Stück

Förderleistung: 2 000 p/h 2 000 p/h

Seilbahnbauer: Doppelmayr

Seillieferant: Teufelberger

Gondellieferant: CWA

Die Kitzbühel-Vorstände

Mag. Manfred

Filzer, Dr. Georg Hechenberger,

Dr. Horst

Wendlin und der GF

der Panoramabahn

Franz Wieser (v. l. n. r.)

präsentierten am 14.

Jänner den geladenen

Gästen ihren jüngsten

Coup.

1/2006 MOUNTAINMANAGER

27


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Zahlreiche Ehrengäste aus Politik

und Wirtschaft nahmen am

18. Dezember an der feierlichen

Eröffnung der „Hochalmbahn“

in Hinterglemm teil. Die moderne

8 EUB stellt sicher, dass der

Gast noch schneller und komfortabler

ins Skigebiet gelangt.

Die 8 EUB „Hochalm“

überwindet auf einer

Länge von etwas über

1,1 km eine Höhendifferenz

von 268 m.

LEITNER:

Neue 8er-Kabinenbahn Hochalm

MOUNTAINMANAGER 1/2006

28

Mit einem Investitionsvolumen von

rund 6 Mio. Euro wurde 2005 in

Hinterglemm der bestehende Doppelsessellift

„Hochalm“ durch eine

moderne 8er Kabinenbahn ersetzt,

GF Josef Kröll und GF Bgm. Peter Mitterer von den Hinterglemmer Bergbahnen freuen sich über die neue

8 EUB. Fotos: BB Saalbach Hinterglemm

die vom Südtiroler Seilbahnbauer

LEITNER realisiert wurde. Mit diesem

Auftrag hat der Salzburger

Seilbahnbetreiber LEITNER nach

der Realisierung der 6er-Sesselbahn

„Spieleck“ zum zweiten Mal sein

Vertrauen ausgesprochen. Dass

man mit der Zusammenarbeit ausgesprochen

zufrieden war, zeigt

nicht zuletzt der Folgeauftrag zum

Bau einer Kabinenumlaufbahn

Westgipfel III.

Die Hochalmbahn, die eine wichtige

Zubringerfunktion ausübt,

konnte pünktlich zum Saisonauftakt

mit einem Festprogramm eingeweiht

werden, zu dem zahlreiche

Ehrengäste ihre Aufwartung

machten. Nach der Begrüßung

durch Geschäftsführer Bgm. Peter

Mitterer und dem Baubericht, den

Geschäftsführer Josef Kröll zur

Kenntnis brachte, übermittelte Landeshauptmann-Stellvertreter

Dr.

Wilfried Haslauer Grüße der politischen

Entscheidungsträger und betonte

in seiner Ansprache die Bedeutung

der Seilbahnwirtschaft.

Für die musikalische Umrahmung

sorgte die Trachtenmusikkapelle

Saalbach Hinterglemm, die Wei-


hung der neuen Aufstiegsanlage

übernahm Pfarrer Theo Schwertmann.

Die Technik

Die „Hochalmbahn“ erhielt nach einer

problemlosen kurzen Montagezeit

Mitte November ihre Betriebsbewilligung.

Sie ist für eine Bergund

Talbeförderung der Gäste konzipiert

und bringt 2 000 P/h (bzw.

2 324 P/h im Endausbau) ans Ziel.

Die Garagierung der Kabinen erfolgt

im geräumigen Bahnhof neben

der Talstation, wo alle Fahrbetriebsmittel

problemlos untergebracht

werden können. Der Verbindungskanal

zwischen Bahnhof und

Anlage ist zweigleisig und mit unabhängigen

Antrieben versehen,

sodass sowohl das Beschicken als

auch das Entleeren der Bahn immer

in Fahrtrichtung erfolgen kann. Im

Bahnhof selbst befindet sich auch

das Wartungspodest zur Durchführung

aller notwendigen Revisionsarbeiten

an Klemmen und Kabinen.

Die Antriebseinrichtung wurde auf

der Bergstation auf 1 371 m Seehöhe

platziert und als Unterflurantrieb

office@sufag.com

www.sufag.com

ausgeführt. Der Führerraum wurde

linksseitig neben der Anlage realisiert.

Dahinter befinden sich die Sozialräume

für die Beschäftigten,

eine Werkstatt und ein Lagerraum.

Unterhalb der Einstiegsebene wurden

der Maschinenraum, WC-Anlagen

für die Gäste und ein zusätzlicher

Lagerraum untergebracht.

Noch mehr Neues

Neben der 8er Kabinenbahn errichteten

die Hinterglemmer Bergbahnen

im Bereich der Bergstation

auch eine Pistenraupengarage um

700 000 Euro. Diese Garage bietet

Platz für 10 Pistenfahrzeuge und

verfügt über eine eigene Tankstelle.

Zusätzlich wurde eine Gasleitung

verlegt. Mit ihrer Hilfe werden nicht

nur die Skihütten Hochalm und

Sonnhof sowie das Heizsystem der

Garage mit Energie versorgt, auch

gasbetriebene Motorschlitten können

direkt vor Ort aufgetankt werden.

Weiters wurde die 6er-Sesselbahn

„Hochalm“ mit beheizten Sitzflächen

versehen und das Netzwerk

an Beschneiungsanlagen ausge-

baut. Anstelle der Oberschwarzacher

Babylifte wurde ein Tellerlift in

Betrieb gestellt. L/dwl

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Technische Daten

Bergstation: 1 371 m

Talstation: 1 103 m

Höhenunterschied: 268 m

Geneigte Länge: 1 105 m

Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s

Förderleistung: 2 000 P/h

Antriebseinrichtung: Berg – unterflur

Antriebsleistung: 416 kW

Spanneinrichtung: Tal – hydraulisch

Seildurchmesser: 46 mm

Anzahl Kabinen: 34

Ausführende Firmen

„Hochalmbahn“

Seilbahnbau: LEITNER

Generalplanung: Melzer & Hopfner

Elektrotechnik: Siemens

Kabinen: CWA

Seil: Teufelberger

Materialseilbahn: Kogler

Örtliche Bauleitung: BL. Franz Kröll, Prok.

Ing. Sepp Schwabl

1/2006 MOUNTAINMANAGER

29


TECHNIK

NEUE BAHNEN

LEITNER:

Auftrag für Prestigebahn in Innsbruck

Seit etwa 20 Jahren tauchen

immer wieder unterschiedliche

Ideen und Pläne zur Modernisierung

der Hungerburg- und

Nordkettenbahn auf. 2005 haben

sich die Verantwortlichen in

Innsbruck nun endgültig für ein

Projekt entschieden, der Startschuss

zur Realisierung fiel mit

dem offiziellen Spatenstich im

Dezember.

Standseilbahn

vom Kongresshaus

zur Hungerburg.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

30

Mehr denn je sind heute Bund, Länder

und Gemeinden zu Einsparungen

gezwungen. Das Thema Public

Private Partnership gewinnt deshalb

immer mehr an Bedeutung. Mit

dem Projekt der „Nordkettenbahn

Neu“ kommt in Innsbruck nun

auch beim Bau und dem

Betrieb von Auf-

stiegsanlagen ein

solches PPP-Modell

zum Tragen. Dabei fungiert

die Innsbrucker Nordkettenbahn

GmbH als Konzes-

Talstation der Standseilbahn beim Congress Innsbruck. Fotos: LEITNER

sionsgeber, die STRABAG-TochtergesellschaftNordparkerrichtungsund

-betriebs GmbH übernimmt

das wirtschaftliche Risiko und erhält

dafür die Einnahmen.

Die Investitionenbetragen

insgesamt rund 51

Mio. Euro, wobei diese

Kosten von der Stadt Innsbruck,

dem Tourismusverband,

dem Land Tirol und der STRABAG

aufgebracht werden. Gebaut wird

die Bahn von LEITNER.

Für die Nordkettenbahn GmbH

war für den Zuschlag neben dem

innovativen Finanzierungsvorschlag

vor allem auch die Wahl der

architektonischen Lösung ausschlaggebend.

Diese stammt von

Zara Hadid, die in Innsbruck bereits

durch den Bau der Berg Isel Schanze

ein Begriff ist, und nimmt die

Herausforderung zwischen Umwelt

und Stadtbild ganz bewusst nicht

als Bruch, sondern als Adaptierung

in Richtung Moderne an. Auch

die Zusammenarbeit zwischen

dem renommierten Bauunternehmen

STRABAG und dem bekannten

Seilbahnhersteller LEITNER hat

den Fachbeirat und den Innsbrucker

Gemeinderat schließlich überzeugt.

Strecke und Technik

Schon die Konzeption einer genehmigungsfähigen

Trasse war kein

leichtes Unterfangen, sodass bis zur

heutigen Streckenführung einige

Diskussionen zu führen waren. Das

gesamte Projekt teilt sich nun in

drei Abschnitte:

➤ Die erste Sektion wird als

Standseilbahn realisiert und führt

von der Altstadt in Innsbruck

(Einstieg in Höhe Congress Innsbruck)

über das Löwenhaus und

den Alpenzoo bis zur Hungerburg

(863 m). Bis in Höhe Löwenhaus

wird die Trasse unterirdisch verlaufen,

dann entlang des Rennwegs

parallel zum Inn. Schließlich quert

man den Fluss auf einer futuristisch

anmutenden Brückenkonstruktion,

bevor die Trasse bis zur Station „Alpenzoo“

wieder unterirdisch geführt

wird. Die letzten Meter wird

man dann auf der bisherigen


Strecke der bekannten Hungerburgbahn

zurücklegen. Die Trasse

der Anlage startet beim Kongresshaus

nahezu im Flachen, endet an

der Bergstation Hungerburg jedoch

sehr steil. Eigens für diese Besonderheit

hat LEITNER eine automatische

Neigungseinrichtung

entwickelt, die sicherstellt, dass die

Fahrgäste nicht nur in der Tal- und

Bergstation, sondern auch in den

beiden Zwischenstationen bequem

in oder aus einem horizontalen

Fahrgastabteil gelangen können.

Die 2 Wagen der Standseilbahn mit

je 130 Personen Fassungsvermögen

können künftig bis zu 1 300

P/h je Richtung transportieren.

➤ Die zweite Sektion führt von der

Hungerburg zur Seegrube (1 905

m) und wird als Pendelbahn mit

2 Kabinen ausgeführt.

➤ Die dritte Sektion wurde ebenfalls

als Pendelbahn konzipiert, wobei

dann auf dem Weg zur Endstation,

dem Hafelekar (2 330 m),

allerdings nur mehr 1 Kabine zum

Einsatz kommen wird.

Bei den beiden oberen Sektionen

lag die Herausforderung darin, ein

möglichst modernes, leistungsfähiges

Bahnsystem in die bereits bestehenden

Stationsgebäude zu integrieren.

Dabei sollte die denkmalgeschützte

Baumann Architektur

erhalten bleiben und dennoch

Raum für die moderne Technik bieten.

Mit der neuen Pendelbahn auf

die Seegrube können in den Seilbahnkabinen

mit je 95 Personen

Fassungsvermögen bis zu 800 P/h

und Richtung befördert werden,

die Pendelbahn auf das Hafelekar

bietet 69 Personen Platz. Alle Kabinen

werden von Carvatech gebaut.

L/dwl

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Innüberquerung aufs

nördliche Ufer.

1/2006 MOUNTAINMANAGER

31


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Zum 60-Jahr-

Jubiläum haben

die Saalbacher

Bergbahnen

sich und ihren

Gästen ein

besonderes

Geschenk

gemacht: Zwei

neue 6er-Sesselbahnen

mit Sitzheizung

von

DOPPELMAYR

machen die

Bergfahrt jetzt

zum Komforterlebnis.

Ausführende Firmen:

MOUNTAINMANAGER 1/2006

32

DOPPELMAYR/GARAVENTA:

Zwei auf einen Streich

Gemeinsam mit den Feierlichkeiten

zum 60-jährigen Bestehen wurden

Anfang Dezember die zwei neuen

Seilbahnanlagen am Kohlmais in

Betrieb genommen. Nach der Begrüßung

und dem Baubericht

durch die Geschäftsführung der

Saalbacher Bergbahnen sprachen

Landesrat Sepp Eisl, Dr. Ingo Karl

und Bürgermeister Peter Mitterer

Grußworte an die zahlreich erschienenen

Gäste. Geweiht wurden die

neuen 6er-Sesselbahnen von Pfarrer

Theo Schwertmann. Im Anschluss

sorgte ein kurzweiliges

Unterhaltungsprogramm, zu dem

eine Nostalgie-Skigruppe genauso

gehörte wie Bartl Gensbichler und

seine Skilehrermusi, eine Videoshow

und eine Apres Ski Party für

Stimmung.

Leistung und Komfort

Nach der erfolgreichen Wintersaison

2004/2005 beschloss die Saalbacher

Bergbahnen Ges.m.b.H.

den Umbau der zwei Schlepplifte

am Kohlmais. Beide 6er-Sesselbahnen

„Magic 6er“ und „Panorama

6er“ erhielten Bubbles und wurden

mit einer Sitzheizung ausgestattet.

Der „Magic 6er“, in den rund 5,2

Mio. Euro investiert wurden, ersetzt

den Schlepplift „Bergerhochalm“

und verfügt über 64 Sessel. Er überwindet

auf einer Länge von 1 366

m 466 Höhenmeter und befördert

im Endausbau insgesamt 2 389

Wintersportler in der Stunde.

Die Platzierung der Talstation wurde

am bisherigen Platz belassen,

die Bergstation wurde 50 m nach

Osten versetzt. Damit wurde die

Seilbahnbauer: DOPPELMAYR

Generalplanung: Melzer & Hopfner

Elektrotechnik: Siemens

Seile: Fatzer

Vermessungsarbeiten: Ingenieurbüro Hochmayr &

Partner

Zugangssysteme: SkiData

Mit der Durchtrennung des Bandes nahmen GF Fritz Breitfuss, Landesrat

Sepp Eisl und GF Hannes Dschulnigg den „Panorama 6er“ in Betrieb.

Fotos: BB Saalbach Hinterglemm

ursprüngliche Kammlage umgangen,

die Gäste profitieren jetzt von

einer wettergeschützten Lage in einer

Geländemulde. Antrieb, Spannung

und der Bahnhof für die Fahrbetriebsmittel

wurden im Tal realisiert,

wobei das Bahnhofsareal

unterkellert wurde und als Lager

zur Verfügung steht.

Der bisherige Schlepplift „Kohlmais

Gipfel“ wurde durch den „Panorama

6er“ ersetzt. 76 Fahrbetriebsmittel

bringen im Endausbau pro

Technische Daten

Stunde 2 795 Skifahrer zum Wintersport.

Auf einer Länge von 1 378 m

wird eine Höhendifferenz von 398

m überwunden. Investiert wurden

in diese Anlage 5,9 Mio. Euro.

Für diese Sesselbahn wurde für den

Bau der Bergstation das schon bisher

genutzte Areal verwendet, die

Talstation musste aus Platzgründen

um ca. 150 m verlegt werden. Die

Spannstation wurde im Tal realisiert,

Antrieb und Garagierung am

Berg. Der Bahnhof für die Fahrbe-

6 SBK Kohlmaisbahn 6 SBK Bergeralmbahn

Talstation: 1 345 m 1 380,30

Bergstation: 1 743,50 m 1 846 m

Höhendifferenz: 398,50 465,70 m

Schräge Länge: 1 347,76 m 1 329,72

Mittlere Neigung: 30,95 % 37,39 %

Spurweite: 6,10 m 6,10 m

Auffahrtsseite: rechts links

Fahrgeschwindigkeit: 4 m/s (5 m/s) 4 m/s (5 m/s)

Fahrzeit: 5,76 min (4,60 min) 5,68 min (4,55 min.)

Förderleistung: 2 236 P/h (2 795 P/h) 1 911 P/h (2 389 P/h)

Anzahl Fahrbetriebsmittel: 76 64


(V. l.) Die Geschäftsführer Helmuth Thomas, Hannes Dschulnigg, Fritz Breitfuss

und Betriebsdirektor Walter Steiner freuten sich über den modernen „Magic 6er“.

triebsmittel wurde auch in diesem

Fall unterkellert und bietet nun den

Pistenfahrzeugen und einem Lager

Platz.

Der Antrieb beider Sesselbahnen

wurde von Siemens geliefert und

installiert. Bei der Steuerung

kommt eine Simatic S7 zum Einsatz,

wobei die Bedienung mit Hilfe

von Touch-Panels und großen

Farbdisplays einfach und effizient

erfolgen kann.

Die neuen Stationen wurden durch

entsprechende Adaptierungen in

das Pistenangebot integriert.

Außerdem wurden die jeweiligen

Abfahrten optimiert, sodass sowohl

Skifahrer als auch Snowboarder

jetzt beste Bedingungen vorfinden.

dwl

Das Skigebiet „Am Mehliskopf“ in Deutschland hat in der heurigen Saison, endlich einen gesicherten Winter,

dank der ZEK-147-B. Die Schneekanone steht im Dauereinsatz, da nur sie alleine größtenteils bei diesen widrigen

Wetterbedingungen zuverlässig Schnee erzeugen kann. Der Geschäftsführer Hr. Kern ist voller Begeisterung über

den frühen Schneibeginn und die zuverlässigen Einsatzmöglichkeiten.

Die Gemeinde in Leobersdorf konnte ihre Beschneiung des Fun-Parks, nach dem erfolgten Austausch ihrer

herkömmlichen Schneekanone, auf eine ZEK-147-A, bereits erfolgreich abschließen. Die ZEK erzeugte ausreichende

Schneemengen und zuverlässige Qualität, trotz den sehr schwierigen, warmen Wassertemperaturen von

+12°C - +16°C.

Der Vertriebspartner in Deutschland die Firma Snow Promotion GmbH konnte ihre beiden Großveranstaltungen

im Olympiastation und im Olympiapark in München Anfang Dezember problemlos abhalten, durch den Einsatz

der ZEK-147-B und des SnowBOX-Schneesystems. Das Fußballstation wurde innerhalb kürzester Zeit Ende

November in eine Winterlandschaft verwandelt.

Weiter Infos unter Österreich www.schneekanonen.at, Deutschland www.snowpromotion.de

Zottl E. GmbH

Wiesengasse 6

A-2551 Enzesfeld

Tel. 0043 2256 81999 · Fax. 0043 2256 81999-99

Mail: zek147@schneekanonen.at

Mail Vertrieb: schlemmer@schneekanonen.at

Elektromaschinenbau www.zottl.de

60 Jahre Saalbacher

Bergbahnen AG

TECHNIK

NEUE BAHNEN

1945 wurde die Skiliftgesellschaft Saalbach gegründet

und mit dem Bau der ersten Aufstiegsanlage begonnen.

1946 ging dann der 1 800 m lange Schlepplift,

der als der längste in Österreich galt, in Betrieb. 1947

wurde der erste Sessellift am Schattberghang errichtet.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der

Saalbacher Bergbahnen war 1959/1960 der Bau der

Schattberg-Seilbahn mit 40-Personen-Kabinen, die im

Jahr 1972/1973 auf 100-Personen Kabinen umgebaut

wurden. Mit diesem Umbau hatte man vor Ort die

größte Seilbahn Österreichs mit dem dicksten Tragseil

der Welt. 1991 wurde mit Erfolg die Alpine Ski WM in

Saalbach Hinterglemm ausgerichtet, sodass der Bekanntheitsgrad

der Skiregion weiter stieg. Im Jahr

2002 wurde zur Komfortverbesserung die Schattberg

Seilbahn in eine moderne Achterkabinenbahn umgebaut.

1985 wurden die ersten Beschneiungsanlagen errichtet

und bis heute ständig ausgebaut und modernisiert.

Damit können heute alle Hauptabfahrten beschneit

werden.

Zurzeit betreiben die Saalbacher Bergbahnen 20 Aufstiegsanlagen.

Insgesamt sind im Skicircus Saalbach

Hinterglemm Leogang gemeinsam mit den Partner-

Seilbahnunternehmen und der Tochtergesellschaft

BBSH 55 Anlagen für die Wintersportler im Einsatz.

Ein ruhiger, gesicherter Winter!

1/2006 MOUNTAINMANAGER

33


TECHNIK

NEUE BAHNEN

LEITNER:

3. Etappe auf die Marmolada fertig

Im Januar 2005 konnten die ersten beiden Abschnitte

der Pendelbahn auf die Marmolada in

Betrieb gehen. Ende 2005 wurde nun auch die

letzte Teilstrecke „Serauta – Punta Rocca“ fertig.

Die 3 Teilabschnitte

der Pendelbahn auf

die Marmolada sind

seit Dezember 2005

komplett.

Foto: LEITNER

MOUNTAINMANAGER 1/2006

34

Die Spitze der Marmolada gilt als

der absolute Höhepunkt des Skikarussels

Dolomiti Superski, das insgesamt

1 220 Pistenkilometer umfasst.

Geschätzt wird hier nicht nur

die beeindruckende Aussicht, sondern

auch eine der längsten Abfahrtspisten

des Alpenraumes hi-

Technische Daten:

Förderleistung in beide Richtungen: 960 P/h

Kapazität der Kabinen: 70 + 1

Gesamter Höhenunterschied

(alle 3 Teilabschnitte): 1 793 m

Gesamte Streckenlänge (alle 3 Teilabschnitte): 4 470 m

Antriebsleistung pro Teilabschnitt: 2 x 440 kW

nunter bis zur Malga Ciapela, wo

sich auf 1 482 m Seehöhe die Talstation

der Marmoladabahn befindet.

Die Neukonstruktion der Pendelbahn

stellte die Techniker von LEIT-

NER sowohl in umwelttechnischer

als auch planerischer Hinsicht vor

einige Herausforderungen (vgl.

dazu MM 2/2005). So sollten zwar

eine Verdoppelung der Förderleistung

und der Kabinenkapazität,

der Abbau bisheriger architektonischer

Barrieren sowie eine Halbierung

der Fahrzeit bewerkstelligt

werden, doch mussten dabei die

vorhandene Bausubstanz geschont

und das Bauvolumen beibehalten

werden. Als logistische Herausforderung

erwies sich auch die Tatsache,

dass die einzelnen Baustellen

nur per Schwebebahn oder Helikopter

erreichbar waren und somit

das Höchstgewicht und die Ausmaße

der Anlagenteile entsprechend

niedrig gehalten werden mussten.

Die Strecke

Bei der Neuplanung wurde die bisherige

Unterteilung der Strecke in

drei Abschnitte genauso beibehalten

wie die Standorte der Stationen.

Von der Talstation in Malga

Ciapela auf 1 482 m aus führt der

erste Teil der Pendelbahn ohne

Stützen fast senkrecht die Felswand

hinauf zur Mittelstation Banc. Die

zweite Teilstrecke geht von dort zur

Station Serauta auf 2 950 m, wo

sich neben gastronomischen Einrichtungen

auch ein Kriegsmuseum

mit zahlreichen Funden und

Erzählungen aus dem 1. Weltkrieg

befindet. Der dritte Abschnitt der

Bahn führt schließlich über den

Gletscher bis auf die Punta Rocca in

3 270 m Höhe.

Die dritte Sektion der Bahn ist mit

den zwei übrigen Abschnitten der

Pendelbahn nahezu identisch. So

sind etwa der Durchmesser der Seile,

die Kabinen und die Laufwagen

gleich. Ein wesentlicher Unterschied

liegt allerdings in der Nei-

gung, die beim letzten Teilstück der

Linie viel geringer ist, sodass auf die

Gegenscheibe verzichtet werden

konnte.

Beim Neubau der obersten Teilstrecke

war es wesentlich, den Kabineneinstieg

auf die gleiche Ebene

wie die Station Serauta zu bringen.

Auf diese Weise wollte man unnötiges

Treppensteigen sowohl für die

Fahrgäste als auch beim Transport

angelieferter Waren vermeiden, da

die Bahn auch als Zubringer für die

Vorräte dient, mit denen die

Schutzhütten am Berg versorgt

werden müssen.

Technische Highlights

Die technische Ausführung der

Bahn weist einige Innovationen

auf. So befinden sich alle Antriebe

jeweils im Tal. Die Anlage kann damit

ihren Betrieb beenden, indem

sie von oben in Richtung Tal fährt,

ohne Personal in den Stationen zurücklassen

zu müssen. Bei Betriebsbeginn

erfolgt die erste Bergfahrt in

umgekehrter Weise, ebenfalls ohne

Aufsichtspersonal. Ein durchdachtes

Videoüberwachungssystem garantiert

dabei die Sicherheit der

Fahrgäste in allen Anlagebereichen.

Das Bergeseil befindet sich zwar

oberhalb der Tragseile aber nicht

auf gleicher Achse, sodass mögliche

Eisbildungen auf dem Bergeseil

nicht zu Berührungen mit den

Hauptseilen führen können. Beide

Fahrbetriebsmittel können in der

Talstation garagiert werden. Die

Hauptantriebe sind redundant ausgeführt.

Sie verfügen über zwei

Motoren mit 440 kW Leistung sowie

über zwei Getriebe. Auch die

Notantriebe sind in zweifacher Ausführung

präsent.

Alle Lagerungen der Seilscheiben

sind mit Systemen zur Notlaufmöglichkeit

ausgerüstet. Ein elektrisches

System überwacht mögliche

Drehungen der Bolzen. Im Falle eines

Lagerschadens können die Seilscheiben

über die Notauflagerung

weiterdrehen.


DOPPELMAYR/GARAVENTA:

Neue Galzigbahn soll Akzente setzen

Schon 1937 beschritt man in St. Anton am Arlberg mit dem

Bau der Galzigbahn neue Wege. Mit dem nun geplanten

Neubau will man dieser Tradition neuerlich gerecht werden.

Rücken/Seitenansicht mit Zugangsbereich. Grafiken: G. Driendl

Die Förderkapazität der historischen

Galzigbahn betrug 217 Personen

pro Stunde, eine Kabine bot

30 Personen Platz. Schon im ersten

Betriebsjahr setzte man mit der Beförderung

von rund 60 000 Fahrgästen

Maßstäbe.

Durch die steigenden Anforderungen

wurde die Beförderungskapazität

der Bahn im Laufe ihres Bestehens

mehrmals erhöht, bis man im

Rahmen des letztmaligen Umbaus

1964 schließlich 700 P/h transportieren

konnte – für heutige Ansprüche

nicht mehr ausreichend. Um

mit dem hohen Standard der übrigen

Aufstiegsanlagen in St. Anton

Schritt halten zu können, entschloss

sich die Arlberger Bergbahnen

AG deshalb zu einem Neubau.

Architektur und Technik

Gebaut werden wird für die Saison

2006/2007 ein modernes Funitel-

System von DOPPELMAYR, das mit

einer seilbahntechnischen Weltneuheit

kombiniert wird. So soll es

mit Hilfe eines „Riesenrades“ möglich

werden, dem Gast einen ebenerdigen

Einstieg zu ermöglichen.

Dazu fahren die einzelnen Kabinen,

die 18 Personen sitzend und 6 stehend

Platz bieten werden, von

oben kommend über das Rad auf

Bodenhöhe – nach dem Einstieg

über das Rad wieder nach oben.

Mit einer Fahrgeschwindigkeit von

6 m/s, wird die bisherige Förderkapazität

auf 2 200 P/h verdreifacht.

Neben den technischen Highlights

setzt man dazu mit der Architektur

der Talstation Akzente, für die der

Tiroler Architekt Georg Driendl verantwortlich

zeichnet. Um die Vorgaben

nach einer ansprechenden

Technische Eckdaten:

Seilbahnbau: Doppelmayr

Architektur Talstation: Georg Driendl

Talstation: 1 319 m

Bergstation: 2 085 m

Antrieb: Bergstation

Abspannung: Talstation

Seildurchmesser: 52 mm

Kombination von zeitloser Eleganz

und moderner Seilbahntechnik zu

erfüllen, wird er „einen transparenten,

dynamischen Baukörper schaffen,

der von außen vermittelt, was

innen erlebt wird“.

Bisher im Gebäude untergebrachte

Büroräume werden verlagert, sodass

der Fokus ausschließlich auf

Bahn und Kassenbereich gerichtet

werden kann. In der Nacht wird

man das Gebäude beleuchten und

zwei Kabinen am Riesenrad belassen.

Gesamtlänge Seil: ca. 10 450 m (ca. 110 t Gesamtgewicht)

Förderleistung: 2 200 P/h

Max. Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s

Anzahl Kabinen: 28 (Platz für je 24 Personen)

Fahrzeit: 9,14 min.

Antriebsleistung: 4 Motoren mit je 500 kW/2 Getriebe

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Frontansicht mit

Kabinen.

1/2006 MOUNTAINMANAGER

35


TECHNIK

NEUE BAHNEN

6 SBK Mutta Rotunda von Garaventa

Laax hat erste

heizbare 6er-Sesselbahn der Schweiz

Rechtzeitig zum Auftakt der neuen

Wintersaison hat die Weisse

Arena Bergbahnen AG eine neue

6er-Sesselbahn in Betrieb genommen.

Sie erschließt die Skigebiete

in Laax, Flims und Falera

(Kanton Graubünden) neu mit

Wetterschutzhauben und – als

schweizweite Neuheit – heizbarer

Sitzfläche. Gleichzeitig kündigt

sich im Vorderrheintal eine

neue Marketing-Strategie an.

Die Talstation der

neuen 6er-Sesselbahn

Mutta Rotunda bei

der Eröffnungsfeier in

klarer und konsequenter

Architektur.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

36

Die Weisse Arena AG betreibt 27

Skilifte, Sessel- und Gondelbahnen

mit einer Transportkapazität von

über 40 000 Personen pro Stunde

in Höhen zwischen 1 100 m und

3 000 m. Sie gilt als innovatives und

finanziell gesundes Bergbahn-

Unternehmen, welches sich bemüht,

die Anlagen mit jährlichen

Investitionen im zweistelligen Millionenbereich

in Schwung zu halten.

Unternehmensleiter Reto Gurtner

Freuen sich über ihre komfortable neue Sesselbahn: die beiden Architekten Richard Schneller und René

Mauerhofer, Weisse-Arena-Chef Reto Gurtner und Betriebsleiter Martin Hug (v. l.). Bilder: Jakob Menolfi

strotzt als Sohn des Wintersportpioniers

Walter Gurtner (er hat seinerzeit

den Laaxer Hausberg Crap

Sogn Gion touristisch erschlossen

und später den Ausbau des ganzen

Skisportgebiets zielstrebig vorangetrieben),

vor Ideen und Plänen und

wagt auch Unkonventionelles.

Mehrwert:

Warm und sicher

Mit der neuesten Innovation dürfte

er eine Komfortsteigerung mit echtem

Mehrwert einleiten, die rasch

zum Standard werden könnte: Sesselbahnen

mit beheizten Sitzen.

Denn es steht außer Zweifel, dass

sich in einem Skigebiet zwischen

1 900 und 2 400 Metern Höhe ein

vorgewärmter Sitz in der Winterskälte

sehr angenehm anfühlt. Zusammen

mit den bis über die Knier

hinunter reichenden Wetterschutzhauben

spürt der Passagier praktisch

keine Zugluft mehr. Für einen

warmen Hintern sorgen Heizmatten

auf der Unterseite des Sitzes,

welche bei der Durchfahrt durch

die Talstation über Stromabnehmer

mit Energie versorgt werden. Diese

kurze Zeit am Strom genügt, um

die Sitzfläche angenehm zu temperieren.

Laut Martin Hug, Technischer

Direktor der Bahn, ist auch

für die notwendige Sicherheit gesorgt:

„Die Wärmematten sind gegen

Feuchtigkeit, Kurzschluss und

Überhitzung geschützt. Auch die

Sicherheit ist bei uns auf dem neusten

Stand.“


12 Millionen-Investition

Die neue 6er-Sesselbahn im Skigebiet

von Flims, im vergangenen

Sommer in nur gut fünf Monaten

mit über einhundert Mitarbeitern

erbaut, ist die leistungsstärkste Anlage

im ganzen Wintersportgebiet

Graubünden. Mit einer Kapazität

von 3 200 Personen pro Stunde hat

sie eine höhere Förderleistung als

die drei Förderanlagen zusammen,

welche sie ersetzt. Angenehmer

Nebeneffekt der neuen Bahn, für

welche insgesamt rund 12 Millionen

Franken aufgewendet wurden:

Durch Rückbau verschwinden 3

Skilifte, was nicht nur die professionelle

Pistenpräparierung erleichtert,

sondern auch das Landschaftsbild

entlastet.

Erwähnenswert ist die architektonische

Gestaltung der beiden Endpunkte

der Bahn. Diese sind zwar

modern gestaltet, fügen sich aber

dank der Verwendung ortsüblicher

Baustoffe bestens ins alpine Landschaftsbild

ein. An Stelle oftmals

üblicher Plastikröhren hat der einheimische

Architekt René Mauerhofer

bei der Talstation Scansinas

ein flaches Gebäude mit durchlässiger

Holzverkleidung gestaltet, das

sich an die traditionelle Bauweise

an die Holzställe der Region anlehnt.

Kühn gestaltet ist dagegen

die Bergstation auf Mutta Rodunda.

Der keck in den Himmel ragende

Bau, in ihm befindet sich der

Antrieb der Bahnanlage, verkörpert

Kraft und Dynamik. Weisse-Arena-

Chef Reto Gurtner ist denn auch

höchst zufrieden über die gelungene

Architektur. Sie verkörpert für

ihn in idealer Weise die Geschäfts-

philosopie des Unternehmens: Verbindung

von traditionellen regionalen

Elementen mit dem Zeitgeist.

Zwei Marken

für Weisse Arena

Wenige Tage vor der Eröffnung des

neuen Sesselliftes Mutta Rotunda

hat die Weisse Arena Gruppe bekanntgegeben,

dass sie die Destinationen

Flims Laax Falera künftig

noch besser vermarkten will. So

übernahm sie die Direktreservation

von der Alpenarena.ch AG und

plant künftig das Sommerangebot

unter der Marke Flims, die Winteraktivitäten

unter dem Label Laax zu

präsentieren. Grund für diese weitreichenden

Veränderungen waren

Untersuchungen der Universität St.

Gallen, welche die Alpenarena von

der Bekanntheit her nur in einer

hinteren Position sahen. Weil zudem

nur rund 3 Prozent aller Gäste

sowohl im Sommer, wie im Winter

Kommandopult in der Bergstation mit guter Übersicht: Der Bergbahn-Angestellte

Guido Peng (rechts) erklärt Betriebsleiter Martin Hug die raffinierte Steuerung.

ins Vorderrheintal fahren, war Handeln

angesagt. Mit den neuen

Maßnahmen können nun zwei

unterschiedliche Produkte an völlig

verschiedene Zielgruppen gerichtet

werden, was bei der Planung

große Vorteile bietet. Die bisherige

Trägerschaft Alpenarena.ch AG soll

umbenannt werden. roh

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Technische Daten

Ersteller der Bahnanlage: Garaventa AG, Goldau

Steuerungen: Sisag, Schattdorf

Seil: Fatzer, Romanshorn

Talstation Scansinas: 1 899 m ü. M.

Bergstation Mutta Rodunda: 2 420 m ü. M.

Länge der Anlage: 2 089 m

Höhendifferenz: 535 m

Mittlere Neigung 27 %

Stützen: 18 (max. 18,14 m hoch)

Fahrzeit: 7,5 Minuten (4 m/s)

max. Fahrgeschwindigkeit 5 m/s

Förderleistung: 3 200 P/h

Länge Förderseil: 4 245 m

Durchmesser Förderseil: 54 mm

Anzahl Sessel: 131 mit je 580 kg Gewicht

Total Sitzplätze: 786

Antriebsmotor (Dauerleistung): 794 kW (1 080 PS)

Bergbahnzubehör nach Mass

Marcel Rohrer

CH–6390 Engelberg

Tel. +41 (0) 41 / 637 02 02

Fax +41 (0) 41 / 637 02 03

Wohlfühlen: Bergbahn-Chef

Reto Gurtner

zeigt die Unterseite

eines Sitzes mit den

Wärmeelementen.

E-Mail: m.rohrer@roflex.ch

www.roflex.ch/bergbahnen

1/2006 MOUNTAINMANAGER

37


TECHNIK

NEUE BAHNEN

8 EUB Silverjet geplant von Melzer & Hopfner

Neue Dimensionen auf der Reiteralm

Die Reiteralm im steirischen Ennstal hat mit der

neuen 8 EUB Silver-Jet die Zubringersituation

an internationale Standards angepasst. Die

Anlage besticht sowohl technisch als auch architektonisch

und legt die Latte für die Mitbewerber

deutlich höher. Die Planung oblag dem

Ingenieurbüro Melzer & Hopfner aus Bregenz.

Die Talstation der

neuen 8 EUB Silver Jet.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

38

Das Skigebiet Reiteralm in der

„Dachstein-Tauern-Region“ ist eines

der ältesten und gleichzeitig

attraktivsten Schigebiete in der

Steiermark. Der Skiberg ist sehr

interessant, weil er neben Schneesicherheit

auch ein Pistenangebot

für alle Gästebereiche bietet. Selbst

der ÖSV und viele internationale

Skiverbände schätzen die Qualität

der Reiteralm als Trainingsgebiet.

Förderleistung: 2 770 P/h

Fahrgeschwindigkeit: 6,00 m/s

Folgezeit: 10,40 s

Gehängeabstand: 62,38 m

Fassungsraum Kabinen: 8 Pers.

Spurweite Strecke: 5,20 m

Höhe Talstation: 787,00 m ü.d.A.

Höhe Bergstation: 1 392,50 m ü.d.A.

Höhenunterschied: 605,50 m

horizontale Bahnlänge: 1 792,00 m

schräge Bahnlänge: 1 891,53 m

Elegante 8-er Kabinen von CWA mit „Gondelradio“, ebenem, rollstuhlgerechtem

Einstieg und natürlich Stehhöhe bieten höchsten Standard.

Als Zubringer fungierte allerdings

noch eine in die Jahre gekommene

4-er Kabinenbahn (Baujahr 1980),

deren Förderleistung und Komfort

nicht mehr den heute gültigen

Standards entsprachen. Eine Totalsanierung

in Form eines Neubaues

um ca. 9 Mio. € stand somit

an.

Die Verantwortlichen der Gesellschaft,

allen voran der äußerst rüh-

Technische Daten: 8 EUB REITERALM SILVER-JET

mittlere Neigung: 33,79 %

größte Neigung: 72,18 %

Fahrzeit: 5,45 min

Antrieb: Berg Brücke

Abspannung: Tal

Anzahl Fahrbetriebsmittel: 61 + 12 Stk.

Anzahl Stützenstandpunkte: 12 Stk.

Motorleistung Betrieb: 758 kW

Seil Dm:

Anfahren: 924 kW

50/6x41/2 160 mm

rige GF. Mag. Wolfgang Habersatter,

vertrauten wiederum den langjährigen

Planungspartnern Melzer

& Hopfner, welche mit einem spektakulären

Konzept überzeugen

konnten. Die seilbahntechnischen

Komponenten stammen von Doppelmayr,

die elektrische Anlage von

Elin. Das Förderseil wurde von Teufelberger

geliefert.

Das technische Konzept sieht einen

Brückenantrieb am Berg und eine

hydraulische Abspannung im Tal

vor. Der Kabinenbahnhof ist am

Berg platziert.

Gekonnte

Materialauswahl

Beide Stationsgebäude passen sich

vollkommen in die umliegende

Landschaft ein. Durch gekonnte

Materialauswahl und die Verwendung

von blaugetöntem Glas kann

sowohl bei Tag und bei Nacht ein

sehr guter Werbeeffekt erzielt werden.

Dies ist umso bedeutender, als


die Talstation direkt an der vielbefahrenen

Ennstal-Bundesstraße

liegt.

Die Bahnsteigbereiche wurden entgegen

dem Trend mit großzügigen

Glasfassaden umhüllt, sodass für

den Gast höchster Komfort geboten

werden kann. Die Stationen

sind somit wetterfest und bieten

zudem viel Platz für weitere Zwecke

wie Internetcorner, Wärmebereiche,

Infostände etc.

„Die Raumprogramme sind in beiden

Stationen sehr groß. Die

transparente Bauweise verleiht

dem Gebäude eine enorme Leichtigkeit,

die getönten Verglasungen

rufen je nach Sonneneinstrahlung

Professionisten

beeindruckende Lichtspiele hervor.

Aber auch die technische Anlage

besticht durch optimalen

Fahrkomfort. Elegante 8-er Kabinen

von CWA mit „Gondelradio“,

ebenem, rollstuhlgerechtem Einstieg

und natürlich Stehhöhe bieten

höchsten Standard“, erklärt

Ing. Melzer.

Die Kollaudierung der 8 EUB Silver-Jet

erfolgte am 17.11.2005

durch das BMV, Mag. Schröttner,

die offizielle Eröffnung fand am

10.12.2005 statt. Zahlreiche Prominenz

aus Politik und Wirtschaft

unterstrichen mit ihrer Anwesenheit

die Wichtigkeit des Projektes

für die gesamte Region.

Generalplanung: Ingenieurbüro Melzer & Hopfner, Bregenz

Mitarbeiter: Rüdisser Peter

Seilbahntechnik: Doppelmayr, Wolfurt

Elektrotechnik: Elin, Innsbruck

Förderseil: Teufelberger, Wels

Kabinen: CWA, Olten

Örtliche Bauleitung: BL. Sieder Hubert

BL. Fischbacher Karl

Der Winter aus Profi - Sicht!

PROWINTER 2006.

In Zusammenarbeit mit:

Sponsors & Partners

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TECHNIK

NEUE BAHNEN

Qualitätssprung

für Maria Alm

Am Aberg in Maria Alm wurde am 11. Dezember 2005

bei strahlendem Winterwetter die neue kuppelbare 6er

Sesselbahn Schönanger offiziell eröffnet. Ca. 5 Millionen

Euro hat die Aberg Hinterthal Bergbahnen AG in

die neue Bahn investiert.

Die 1 171 Meter lange Bahn bringt Skibegeisterte in

nur 4,5 Minuten ans Ziel. Die Schönangerbahn bietet

durch neueste Technologie eine schnelle und bequeme

„gepolsterte“ Fahrt. Wetterhauben schützen vor Kälte

und Wind. Mit 73 Sesseln können bis zu 3 000 Personen

pro Stunde befördert werden.

Beim offiziellen „Banddurchschneiden“ der 6 SBK Schönanger

war unter anderem Hochkönigs Fee Andrea mit dabei. Bildmitte:

Mike Doppelmayr neben GF Hartwig Moßhammer.

PROWINTER

6. Fachmesse für Wintersport-Experten

Gemeinsam mit:

ALPITEC

5. Internationale Fachmesse für

Berg- und Wintertechnologien

Bozen/Italien, 6. - 8. April 2006

6.-7.4.: 9.00 - 18.00 Uhr

8.4.: 9.00 - 17.00 Uhr

www.HMC.it

1/2006 MOUNTAINMANAGER

39


TECHNIK

FIRMEN NEWS

Ingenieurbüro Sehnal:

Know-how für optimale Lösungen

Jedes Projekt

hat andere Rahmenbedingungen

und erfordert

deshalb im

Planungsprozess

fundiertes

Fachwissen, um

allen Anforderungen

gerecht

werden zu können.

Dipl.-Ing.

Walter Sehnal

ist für diese Herausforderung

mit praxiserprobtemKnowhow

gerüstet.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

40

Nach dem Studium für Maschinenbau

an der TU Wien war Dipl. Ing.

Walter Sehnal 20 Jahre für Wagner

Biro im Bereich Seilbahntechnik

und Sonderkonstruktionen tätig

und 4 Jahre technischer Leiter der

Leitner GmbH in Gerasdorf. Zu Beginn

2003 machte er sich selbstständig

und verfügt nun über ein

Büro in Wien und einen Standort in

Kirchberg/Tirol.

Aufgrund seiner vielfältigen Erfahrungen

kann er mit einem umfangreichen

Angebot für die Seilbahnunternehmen

aufwarten:

➤ Ingenieurbüro für Maschinenbau,

➤ Ziviltechniker,

➤ Staatlich befugter und beeideter

Sachverständiger,

➤ Mitgliedschaft CEN TC242 –

also Mitglied des internationalen

Normungsausschusses für Seilbahnen

für den Personenverkehr,

➤ Mitglied des technischen Fach-

Studienausschusses 1 der O.I.T.A.F.

und

➤ Mitglied und Prüfstelle einer akkreditierten

und notifizierten „Benannten

Stelle (notified body)“ zur

Überprüfung von Seilbahnen für

den Personenverkehr gemäß EU-

Richtlinie 2000/9/EG.

Vor diesem Hintergrund übernimmt

er Planungen, Beratungen,

Überprüfungen und Sicherheitsanalysen

von Neuanlagen und Umbauten

für alle Seilbahntypen, und

gilt als Spezialist für Pendelbahnen,

Standseilbahnen, Schrägaufzüge

und Zweiseilumlaufbahnen.

Maßgeschneiderte

Projektarbeit

Als wesentlich in seiner Arbeit bezeichnet

Walter Sehnal die Entwicklung

optimaler Lösungsansätze für

seine Kunden. Vor wechselnden

Rahmenbedingungen und unterschiedlichen

Anforderungen müsse

dazu das beste Preis-/Leistungsverhältnis

aufgefunden und realisiert

werden. Wertvolle Hilfe ist ihm und

damit auch seinen Kunden seine

25-jährige Erfahrung in der Seilbahnbranche,

die er auch im Rahmen

von besonders anspruchsvollen

Bahnvarianten auf die Waagschale

werfen kann. Dazu kommen

große Flexibilität, Unabhängigkeit

von der Industrie, gute Kontakte zu

Behörden in Deutschland, Österreich

und Italien sowie umfangreiches

Know-how bei der Planung,

Konstruktion und im Betrieb der

unterschiedlichen Seilbahntypen.

Oft bewährt hat sich seine langjährige

Erfahrung bei der Optimierung

von Seilbahnen, also der Komfortverbesserung

oder der Steigerung

der Förderleistung.

Blick ins Auftragsbuch

Viele zufriedene Kunden und interessante

Projekte belegen eindrucksvoll,

dass die Kompetenz von Dipl.-

Ing. Walter Sehnal häufig angefordert

wird. So trägt z. B. der Umbau

und Erneuerung der Dachstein-

Südwand Pendelbahn seine Handschrift,

und er ist wesentlich an der

Pendelbahn Dachstein-Südwand.

Dipl.-Ing. Walter Sehnal.

Fotos: Ingenieurbüro Sehnal

Projektierung der 3 Sektionen zum

Neubau der Nordkettenbahn in

Innsbruck beteiligt. Auch die

Schrägaufzüge in Kufstein und

Innsbruck konnte er maßgebend

mitgestalten. Sicherheitsberichte

wurden für zahlreiche kuppelbare

Sesselbahnen und Kabinenumlaufbahnen

z. B. in Saalbach oder in

Kitzbühel erstellt, aber auch für Anlagen

in der Slowakei und Polen.

Eines der bedeutendsten Projekte,

die Dipl.-Ing. Walter Sehnal als Planer

und Projektleiter realisieren

konnte, war sicherlich die Standseilbahn

Montjuic im Stadtbereich von

Barcelona, die mit 8 000 P/h derzeit

die Spitzenposition für die Förderleistung

von Seilbahnen weltweit

hält. Aber auch die Vorprojektierung

der neuen Zweiseilumlaufbahn

in Hongkong, die 2006 in Betrieb

gehen soll und mit einer ganzen

Reihe an technischen Highlights

wie 3.500 P/h Förderleistung,

Gesamtlänge von 5,8 km und Überquerung

eines Meeresarms mit einem

freien Spannfeld von etwa

1 500 m aufwarten kann, zählt zu

seinen spektakulären Projekten.

Yi

Infos:

E-Mail: sehnal.office@aon.at

Internet: www.sehnal.com


Vertical Design

– dabei sein, wenn’s abgeht!

Das 17. TFA TourismusForum Alpenregionen vom 27.–29.

März 2006 in Ischgl (A), ein Highlight am Winterhimmel,

steht vor der Tür. Der Themenschwerpunkt heißt bewusst

provokativ „Vertical Design“.

Im Zeichen diverser touristischer

Herausforderungen blickt das 17.

TFA über die Phase der horizontalen

Kooperationen hinaus und

zeigt mögliche Antworten und Lösungen

in der vertikalen Dimension

auf. Der Themenschwerpunkt

heißt darum Vertical Design.

Man ahnt es: Es gibt spannende

Neuigkeiten am Bergbahn- und

Tourismusgipfel für Führungskräfte,

die etwas bewegen wollen! Zum

ersten Mal findet dieser etablierte

Anlass außerhalb der Schweiz in

Österreichs Tourismushochburg

Ischgl (A) statt. Und zum ersten

Mal wird ein dritter Forumstag, ein

Outdoor-Erlebnistag mit vielen

interaktiven, packenden Elementen

geboten. Neugierig? Dann beachten

Sie unbedingt das dieser MM-

Ausgabe beigelegte Programmheft!

Engadiner Gemeinden

finanzieren Beschneiung

Am ersten Forumstag präsentiert

Hermann Scherer das Design des

unternehmerischen Erfolgs. Flims,

Laax, Falera und auch Engadiner

Gemeinden finanzieren heute die

Beschneiungsanlagen ihrer Berg-

bahnen. Silvia Casutt und Jon Domenic

Parolini erläutern Ihnen, wie

das geht. Auch in Österreich denkt

Helmut Lamprecht laut über einen

Beschneiungs-Euro nach. Last but

not least geht es um „Architektur

am Berg“. Dort wird das auf Permafrost

errichtete Bergrestaurant

Pardorama vorgestellt, und mit

dem spektakulären Ausbauprojekt

„Orbit 4000“ auf dem Klein Matterhorn

wird die Vertikale augenscheinlich!

Strukturreformen

Nach einem sympathischen Start in

den Tag geht’s am zweiten Forumstag

mit Strukturreformen und

Markendesigns spannend weiter.

Guglielmo L. Brentel erläutert, warum

die Schweizer Hotellerie trotzdem

gewinnt. Christoph Engl beweist

nachhaltig, dass sich unter

der cleveren Marke Südtirol (fast)

alles verkaufen lässt. Und der Erfahrungsbericht

von Gerhard Föger

zum Strukturwandel in Tirol ist eindrücklich.

Unternehmer und Marketing-Cracks

wie Albert Wyler

(Bergbahnen Engelberg-Trübsee-

Titlis AG), Reto Gurtner (Weisse

Arena Gruppe) und Christoph

Bründl (Intersport Bründl Gruppe)

zeigen in ihren Referaten auf, wie

vertikale Integrationen erfolgreich

verlaufen.

Am dritten Forumstag stehen

Grenztouren in der Skiarena Samnaun-Ischgl-Paznaun

auf dem Programm.

Architektonische Meisterleistungen,

zollfreie Shoppingzonen,

Seilbahnwerkstätten und Beschneiungsanlagen

werden unter

fachkundiger Führung besichtigt,

wobei auch das Skifahren nicht zu

kurz kommt.

Das auf Permafrost errichtete Bergrestaurant

Pardorama in Ischgl wird u. a.

als Architekturbeispiel auf dem TFA-

Forum vorgestellt.

Das 17. TFA überzeugt und begeistert!

Freuen Sie sich auf den Bergbahn-

und Tourismusgipfel vom

27. bis 29. März 2006 in Ischgl mit

200–300 teilnehmenden Führungskräften

der Top-Liga und erleben

Sie live, hautnah und aktiv mit,

wie zündende Ideen bewegen.

Yi

Weitere Informationen und Anmeldung:

Tel: +41 (0) 81/3 54 98 00.

Internet: www.tourismusforum.ch

MARKETING

17. TFA-FORUM

1/2006 MOUNTAINMANAGER

41


MARKETING

MANAGEMENT

Josef Reiter, Mayrhofner Bergbahnen

AG: Es ist uns ein Anliegen,

authentisch und aktiv zu sein

In den letzten 10 Jahren hat die Mayrhofner

Bergbahnen AG 80 Mio. Euro in neue

Aufstiegsanlagen investiert. Und auch für

2006 steht mit dem Bau der Ahornbahn

wieder ein Projekt der Superlative zur Realisierung

an. Der MOUNTAIN MANAGER

hat das zum Anlass genommen, einen

Blick auf die Erfolgsgeschichte des Traditionsbetriebes

zu werfen.

Dir. Josef Reiter,

Vorstand Mayrhofner

Bergbahnen AG.

Foto: A. Dähling

So soll sie aussehen,

die neue Ahornbahn.

Fotos: Mayrhofner

Bergbahnen AG

MOUNTAINMANAGER 1/2006

42

MM-FRAGE: „Wie würden Sie Ihr

Skigebiet und Ihr Angebot charakterisieren?“

Reiter:

„Unsere Gäste beschreiben unser

Angebot als vielfältig und ausgesprochen

abwechslungsreich. Wir

SERIE: 37

haben das gesamte Spektrum in

spezielle Angebotsgruppen unterteilt.

Der Penken steht für Sport

und Spaß, der Ahorn mehr für Einsteiger

und Genießer. Insgesamt

verfügen wir über 23 Aufstiegsanlagen,

wobei im ganzen Skigroßraum

49 Anlagen zusammen hängend

erreichbar sind. Abgesehen

von 2 fixgeklemmten Sesselliften

sind alle unsere Anlagen kuppelbar

ausgeführt. Damit sind wird im Skigebiet

,Penken’ topmodern, im Bereich

,Ahorn’ sind wir gerade in einer

Modernisierungsphase – hier

wird im Sommer die größte Pendelbahn

Österreichs gebaut. Dann

wird auch hier die perfekte Hardware

zur Verfügung stehen.“

MM-FRAGE: „Welche Gästestruktur

sprechen Sie an, welches Einzugsgebiet

haben Sie?“

Reiter:

„Von der Gästestruktur her liegt der

Hauptanteil bei den 20- bis 40-Jährigen,

die rund 60 % unserer Gäste

ausmachen. Von den Herkunftsländern

liegt Deutschland an der Spitze,

gefolgt von Großbritannien,

den Niederlanden und Österreich.

Der Rest ist dann bunt gestreut,

wobei zu gewissen Zeiten mittlerweile

auch viele Gäste aus dem Osten

bei uns sind.

MM-FRAGE: „Wenn sich sowohl

Familien als auch junge Leute gut

betreut fühlen sollen – wie bringen

Sie die unterschiedlichen Ansprüche

unter einen Hut?“

Reiter:

„Das ergibt sich zum einen aus der

Größe des Ortes, der entsprechende

Angebote macht, und dann natürlich

auch aus der Größe des Skigebietes,

in dem sich unterschiedliche

Anforderungen gut verwirklichen

lassen. Wir selbst konzentrieren

uns in der Bewerbung ganz gezielt

auf die Hauptzielgruppe der

20–40 jährigen, die wir mit speziell

abgestimmten Angeboten wie

dem Burton-Park Mayrhofen oder

der Harakiri-Abfahrt ansprechen.

Das sind Elemente, mit denen wir

uns wirklich vom Mitbewerb abheben.

Schöne Lifte und schöne Pisten

haben alle Skigebiete.“

„Der serviceorientierte

Umgang mit dem Gast

zählt zu den wichtigsten

Anforderungen“

MM-FRAGE: „Welche Anforderungen

stellen Sie an Ihr Unternehmen

und Ihre Mitarbeiter?“

Reiter:

„Wir haben Leitsätze und entsprechende

Grundwerte im Unternehmen,

die wir kommunizieren. So ist

es uns ein Anliegen, authentisch

und aktiv zu sein, sowie dem Gast

einen perfekten Skitag zu bieten.

Die exakten Werte unseres Unter-


nehmens lauten: Premium, Authentizität

und Vitalität. Diese

Grundwerte vermitteln wir unseren

Mitarbeitern im Rahmen von Schulungen.

Außerdem wird es in unserer

gesamten Unternehmenskommunikation

deutlich gemacht, dass

der serviceorientierte Umgang mit

dem Gast neben der technischen

Qualifikation zu den wichtigsten

Anforderungen zählt.

Bei unseren Beschäftigten haben

wir einen relativ hohen Anteil an

Stamm-Mitarbeitern und auch bei

den Saison-Mitarbeitern einen sehr

hohen Anteil an Personen, die immer

wieder bei uns arbeiten. Das

hat natürlich den Vorteil, dass diese

Mitarbeiter auch sehr genau wissen,

worauf wir Wert legen. Im

Großen und Ganzen haben wir

eine sehr geringe Fluktuation bei

den Beschäftigten, wobei wir in der

Saison ca. 160 Mitarbeiter haben.

Von dieser Anzahl sind jedes Jahr

etwa 15 bis 20, die wirklich neu

sind im Unternehmen.“

MM-FRAGE: „Welche Neuheiten

gibt es speziell für diese Saison?“

Reiter:

„Der Burton-Park geht dieses Jahr

bereits in die dritte Saison und wurde

bereits zum zweiten Mal zum

besten Funpark der Alpen gekürt.

Gerade hier legen wir Wert auf ein

professionelles Shaperteam. Auf

diese Weise wird der Burton-Park

jedes Jahr erneuert bzw. weiterent-

wickelt. Auch dieses Jahr wurde das

Spektrum wieder erweitert. Unser

Shaper hat sich dazu mehrere neue

Obstacles wie z. B. einen ,Curved

Wallride’ einfallen lassen, und vor

allem die Beginnerline erweitert.

Die Attraktivität ist also weiter gestiegen.

Ansonsten haben wir im Skigebiet

eine neue kuppelbare Sesselbahn,

die ,Gerentbahn’ am Schneekar,

gebaut und damit das Angebot an

Aufstiegsanlagen weiter modernisiert.

Neu für dieses Jahr war vor allem

die komplette optische Neugestaltung

des Skigebiets im Rahmen

einer kompletten CI/CD-Umstellung,

mit der wir das Unternehmen

vor allem auf die Zukunft ausgerichtet

haben.“

MM-FRAGE: „In der letzten Saison

haben Sie mit der Harakiri-Piste aufhorchen

lassen, wie kommt sie beim

Small

Publikum an, welche Resonanz erfahren

sie?“

Reiter:

„Die Harakiri-Piste gibt es mittlerweile

auch schon den dritten Winter.

Sie hat einen sehr hohen Bekanntheitsgrad

erreicht, weil wir sie

sehr gut inszeniert und vermarktet

haben. Es ist in der Meinung der

Gäste schon etwas Besonderes,

über dieses Erlebnis erzählen zu

können.“

MM-FRAGE: „Sie verknüpfen das

Erlebnis ,Harakiri’ bewusst mit dem

Internet, welche Erwartungen haben

Sie dabei?“

Reiter:

„Wenn man solche Attraktionen im

Internet gut platziert, steigen automatisch

die Zugriffe auf die Homepage

und der Bekanntheitsgrad

unserer Region. Außerdem erreichen

wir damit eine Identifikation

MARKETING

MANAGEMENT

® GmbH · I-39049 Sterzing · Industriezone Unterackern

Tel. +39 0472 764204 · Fax +39 0472 751220 · info@nivis.it · www.nivis.it

Ein Infoscout

in Aktion.

1/2006 MOUNTAINMANAGER

43


MARKETING

MANAGEMENT

Die Harakiri-

Piste – ein Erlebnis

der besonderen Art.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

44

des Publikums mit dem Skigebiet.

Da wir mit diesem Bereich ein Gewinnspiel

verknüpft haben, kommt

es zu einer Interaktion, die wir dann

auch belohnen. Der Gast wird aufgefordert

ein Bild von seiner ,Harakiri’

Bewältigung zu machen und

dieses in die Harakiri-Galerie zu stellen.

Belohnt wird dieser Aufwand

durch die monatliche Verlosung

z. B. eines speziellen Harakiri-limi-

ted-edition-Skis von Kneissl bzw.

unseres ,Harakiri-Survivor-Shirts’.

Durch das Medium Internet und

das Thema ,Harakiri’ sprechen wir

natürlich auch gezielt jüngeres und

sportliches Publikum an, das wir

auf diese Weise auf unsere Angebote

aufmerksam machen wollen.

„Infoscouts informieren

jeden Gast persönlich,

wenn er Fragen hat“

MM-FRAGE: „Sie setzen in Ihrem

Skigebiet ,Infoscouts’ ein, welche

Aufgaben haben sie und wie kommen

sie an?“

Reiter:

„Wir haben die Pistenscouts mittlerweile

den zweiten Winter. Diese

Aktion wird von den Gästen sehr

begrüßt, weil damit ein zusätzlicher

Service geboten wird. Die Besonderheit:

Unsere Infoscouts sind

begeisterte Skifahrer, die das Skigebiet

gut kennen und keine Angestellten

der Mayrhofner Bergbahnen.

Sie sind den ganzen Tag wie

die Gäste auf den Pisten unterwegs,

sodass sich der Gast persönlich

informieren kann, wenn er Fragen

hat. Die Scouts konzentrieren

sich zu bestimmten Tageszeiten auf

bestimmte Bereiche im Skigebiet,

z. B. bei den Informationstafeln.

Dort können dann zusätzliche Informationen

gegeben und Fragen

individuell beantwortet werden.

Das gibt im Endeffekt durch ein

Mehr an Information auch ein

Mehr an Sicherheit.

Die Altersstruktur unserer Infoscouts

ist recht unterschiedlich. Ein älterer

Scout kann gut auf die Wünsche älterer

Gäste eingehen, ein junger Infoscout,

der den Burton-Park selbst

schon ausprobiert hat, wird hier mit

sehr viel mehr Begeisterung junge

Leute informieren können.

Damit unsere Infoscouts leicht zu

erkennen sind, haben wir sie mit

gut sichtbaren, knallgelben Uniformen

ausgestattet, auf denen natürlich

auch der Schriftzug ,Infoscout’

angebracht ist. Dazu kommunizieren

wir dieses Angebot entsprechend

im ganzen Skigebiet, sodass

man unsere Leute sofort identifizieren

kann.“

MM-FRAGE: „Die Mayrhofner

Bergbahnen propagieren ,Frauen

Pow(d)er’ – was genau versteht man

darunter?“

Reiter:

„Die Aktion ,Frauenpow(d)er’ wurde

vom ÖSV initiiert. Es geht einfach

darum, dass es wissenschaftlich

erwiesen ist, dass bei Frauen

das Knie eine so genannte

,Schwachstelle’ ist. Wir geben hier

Tipps, wie man sich optimal aufwärmt,

sodass man die Verletzungsgefahr

minimieren kann.

,Frauenpow(d)er’ ist damit ein Beitrag

zur Sicherheit.

Diese Aktion wurde im letzten Winter

erstmals versuchsweise durchgeführt,

dieses Jahr läuft sie österreichweit.“

MM-FRAGE: „Sie führen jedes Jahr

Gästebefragungen durch, was

schätzt der Gast – welche Anregungen

erhalten Sie?“

Reiter:

„Die Gäste schätzen bei uns die

Modernität der Anlagen, unsere

Zusatzangebote und die abwechslungsreichen,

anspruchsvollen und

vielfältigen Pisten. Das Ergebnis

beim internationalen Skiareatest

wird von unseren Gästen bestätigt.

Durchgeführt werden die Befragungen

von einem Mitarbeiter in unserer

Marketingabteilung. Wir sind

der Meinung, dass diese Aufgabe

immer von der gleichen Person

durchgeführt werden sollte, damit

man hier auch eine gleich bleibende

Qualität in der Befragung hat.

Aktionen dazu gibt es jede Woche,

sodass wir durch die ganze Saison

Informationen bekommen.

Aus diesen Befragungen erfahren

wir dann auch ganz konkret die

Wünsche unserer Gäste und holen

uns Tipps für die kommende Saison.

Manche Dinge kann man

dann gleich umsetzen, manche erfordern

mehr Vorbereitung.“

MM-FRAGE: „Die Mayrhofner BB

haben bereits in den letzten 10 Jahren

viel investiert – was steht in naher

Zukunft an?“

Reiter:

„Der Beginn der intensiven Investitionsphase

war 1995 die neue Penkenbahn,

die damals als eine der

modernsten Bahnen Österreichs

gefeiert wurde. Wir haben mit dieser

Bahn auch eine Weltneuheit realisiert,

nämlich die 1. Personenseilbahn,

die um eine Kurve fährt.


Dann ging es laufend weiter, indem wir eine Reihe

kuppelbarer Sesselbahnen auf den Weg gebracht

haben. 1997 wurde dabei z. B. die kürzeste

kuppelbare Sesselbahn mit einer Länge

von rund 500 m gebaut, die als eigener Lift für

unseren ebenso langen Funpark dient. Als

nächstes Highlight ist im Jahr 2000 der Neubau

der Horbergbahn zu nennen, die als eine topmoderne

Umlaufbahn realisiert wurde. Dazu haben

wir viel in die Beschneiung investiert, sodass

wir im Penkengebiet heute 100 % der Pisten beschneien

können.

Am Penken sind wir mit Anlagen mittlerweile

sehr gut ausgestattet, sodass wir nun das Ahorn-

Areal in Angriff nehmen. Hier bauen wir 2006

die größte und schwerste Pendelbahn Österreichs,

wobei dann die dazugehörige Talabfahrt

ebenfalls zu 100 % beschneit werden wird. Eine

Pendelbahn dieser Größenordnung hat sich aufgrund

des Geländes und der Trasse, dem Abbau

der Wartezeiten und dem gewünschten größtmöglichen

Komfort, also aus den technischen

Gegebenheiten, angeboten. Dabei hat die

Ahornbahn eine Doppelfunktion als Zubringerund

Wiederholungsbahn, die am besten mit der

geplanten Pendelbahn umgesetzt werden kann.

„Bergbahnen sollten im Sommer

Zugpferd für den Tourismus sein“

MM-FRAGE: „Welchen Stellenwert hat der Sommer

– wie viele der Anlagen sind dann in Betrieb?“

Reiter:

„Der Sommer hatte bei uns schon immer einen

sehr hohen Stellenwert, sodass wir sowohl mit

der Penkenbahn, einem Sessellift als auch der

Ahornbahn fahren. Wir haben im Sommer eine

starke Nachfrage, die wir in Zukunft noch bewusst

fördern möchten. Grundsätzlich denke

ich, dass es in Zukunft nicht genügt, nur moderne

Bahnen zu bauen, sondern dass man auch

thematisieren muss, was genau man bietet und

worum es geht. So steht am Ahorn z. B. die Natur

im Vordergrund. Dazu haben wir letztes Jahr

schon Investitionen vorweg genommen, indem

wir die Wanderwege ausgebaut oder Aussichtsplattformen

geschaffen haben. Darüber hinaus

ist am Ahorn ein einzigartiges Angebot in Planung,

das ihn auch bei Schlechtwetter zum

,Muss’ für jeden Urlauber im Zillertal machen

soll. Umsatzmäßig erwirtschaften wir im Moment

8 % im Sommer.

MM-FRAGE: „Wie definieren Sie sich und Ihr

Angebot im Sommer?“

MARKETING

MANAGEMENT

Leitsätze Mayrhofner Bergbahnen AG

➤ Die Erwartungen und Wünsche unserer Gäste stehen im Mittelpunkt unseres

Handelns.

➤ Wir erbringen im Einklang mit der Natur Dienstleistungen in höchster Qualität.

➤ Wir wollen als Bergbahnunternehmen der Motor der Tourismuswirtschaft im

hinteren Zillertal sein.

➤ Die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeiter ist uns dabei oberstes Gebot.

➤ Unsere Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolgs.

Planung

Ausführung

Wartung

Ihre Zufriedenheit

ist unser Auftrag

Sie haben eine Idee –

wir die Lösung.

Elektro Berchtold GmbH · A-6410 Pettnau · Dr. Otto-Keimel-Weg 270

Tel. +43/(0)5238/841 23 · Fax +43/(0)5238/841 23-30

Mobil: +43/(0)664/432 64 87 (Berchtold)

e-mail: peter@berchtold.at · Internet: www.berchtold.at

1/2006 MOUNTAINMANAGER

45


MARKETING

MANAGEMENT

Reiter:

„Wir bemühen uns sehr stark um die Produktgestaltung.

Gerade beim Thema Natur

hat es sich angeboten, Packages etwa

für Busgruppen wie z. B. das Paket ,von der

Alm zum Käse’ zu erarbeiten. Nach dem

Bergerlebnis auf der richtigen Alm können

die Gäste dann direkt der topmodernen

Schausennerei einen Besuch abstatten, wo

man miterleben kann, wie Butter und Käse

produziert werden.

Auch im Sommer kommen unsere Gäste

hauptsächlich aus Deutschland, wobei

auch Großbritannien immer stärker wird.

Im Großen und Ganzen sind im Sommer

aber sowohl Herkunftsländer als auch Gästestruktur

unterschiedlicher als im Winter.

Da gibt es saisonal bedingte Zeiten, wo vor

allem ältere Gäste kommen, in den Ferienmonaten

Juli und August dann Familien

mit Kindern und Jugendlichen.

Seit dem letzten Sommer sind wir außerdem

eine zertifizierte Sommerbahn, d. h.

wir erfüllen alle Kriterien, die dazu notwen-

DIE BEDEUTENDSTE FACHMESSE FÜR

RAUMPLANUNG UND ENTWICKLUNG IN GEBIRGSREGIONEN

Sie Werden auf der SAM 2006

(Vorläufige Liste am 24/01/2006)

ABEST

ACR INDUSTRIES

ADIA

ADIC

ADOUR VISION SYSTEM

AEBI MFH

AEROFUN SARL

AGF

ALFI S.R.L

ALIZES

ALLIANCE RESEAUX

ALPES TECHNOLOGIES

ALSATEL

ALTINNOVA

AMEC SPIE COMMUNICATION

AM COM

AMENAGEMENT & MONTAGNE

AMRI

AMTE SA

ANEM

ANENA

ANPSP

ANTICIPATION ET

MAINTENANCE

ARMODIA

ARVA

ARVALIS GEOPHYTE

ARVE MEDICAL SANTE

ASIROBICON

AVALIS SARL

AVAROC

AXE ET COURBES

AVENIR BOIS

BALLAN GROUPE

BARDHAL

BECORIT

BOIS DE TERTU

BOIS DES ALPES SERVICES

BOHMANN DRUCK

UND VERLAG

BORNEY

BPES

BVI BRAULT VEHICULES

INDUSTRIELS

C2RC

CABLES Y ALAMBRIS

CAMP

CAMUC

CAN

CANA DIANA

CARRERES EQUIPMENT

CARRARO

CCI DE SAVOIE

CCM FINOTELLO

CEDAM

CF FRANCE

CFR CONSEILS

CHALETS PICHOL

CHAMBRE DE COMMERCE

ET D’INDUSTRIE DE SAVOIE

CHAMONIX MONT BLANC

HELICOPTERES

CHEMIN FAISANT

CMR BOUTMY

COLLTEX

COMAG

COMMAC

COMPAGNIE ALPINE

CONVERGENCES

COPRETEC

CORDEL

CPB DEVELOPPEMENT

CRAM RHONE ALPES

CULASSE ET MOTEUR

CWA CONSTRUCTIONS

DAG SYSTEMS

DALLOZ MONTAGNE

DAUPHINE POIDS LOURDS

DCSA

DECO GALVA

DEGRE 7

DENIS CREISSELS SA

DIANEIGE

DOPPELMAYR

DUNLOP

DUPLAN ENGINEERING SASU

DYNAMIQUE ENVIRONNEMENT

EITB

E.LACROIX

E.R.A.I RHONE ALPES

E.R.I.C

ECOSIGN MOUNTAIN

EDITIONS CLAIR OBSCUR

EMAK FRANCE

EMMEGI

EQUIPAC

ESC CHAMBERY

ESSOR BVD

EURO TEC

EUROPE SERVICE

EVOLUTION

FIBRELITE

FLOWSERVE

FORMATIC

FRANCE NEIGE INTERNATIONAL

GAILLARD-RONDINO

GAITHER

GARAGE BUSATO

GARAVENTA AG

GASSER CHRISTIAN

GENELEC

GEODE

GEOP

GEOPHYTE

GESPI

GIMAR MONTAZ MAUTINO

GINOUVES

GLAIRON MONDET

GRAS SAVOYE MONTAGNE

GROUPE GIROD

HAIX

HALL

HAWEKA

HELI SAF LEVAGE

HELICOS DE FRANCE

HELLY HANSEN WORKWEAR

HIFI FILTER

HONDA EUROPE POWER

EQUIPMENT

HYDROLINK

HYDROSEEDER SCHEIER

ICOM

IDEANOVA

IDM

IMER

IMPORTEXA

INSIGNIA

INUIT

IRDAM S.A

ISA TECHNICAL WEAR

ISR

ISRA

JETBOIL

JOLY & PHILIPPE SA

JURA FILTRATION

JUTEC

KALEIS

KALIBLUE SARL

KASER

KASSBOHRER

KSB

KUBOTA

Organisation : SEM Alpexpo Foires et Salons

BP 2408 - 38034 Grenoble cedex 02 France

Tél. : +33 (0)4 76 39 66 00 - E-mail : sam@alpexpo.com

Rider im Burton Funpark.

dig und vorgegeben sind. Ich bin auch der

Meinung, dass die Bergbahnen im Sommer

die Aufgabe haben, als Zugpferd im

Tourismus zu agieren. Sie können hier sicher

einen wichtigen Beitrag leisten, wobei

es mittlerweile auch sehr viele erfolgreiche

Beispiele dazu gibt.“

MM-FRAGE: „Sie stellen im Sommer als

Schlechtwetterprogramm die Technik Ihrer

26zu28 aPril2006

Alpexpo-Grenoble-France

LA MURE BIANCO

LE SERVICE TREUIL PLUS

LEHNER AGRAR

LEITNER AG

LEKISPORT

LIOD17

LISKER

LOISIRS EQUIPEMENTS

LORTEL SATALP

LORUNSER

LUDEQUIP’

MAGELLAN

MAN

MB ASSEMBLAGE ET COUTURE

MBS

MDC MONTAGNE DIESEL

CONCEPT

MDP

MEB

MEDIA MONTAGNE

MEDIAMOUNTAIN

METABIEF OREX

METEO OMNIUM

MICHEL PLANTE SYSTEMES

MIDI PROTECTION

MILLET PAYSAGES

MJP CONSTRUCTIONS

MONOD EQUIPEMENT

MONTAGNE EXPANSION

MONTAGNE LEADERS

MONTAZ EQUIPEMENT

MOTOROLA

MOUNTAIN DATA BANQ

MPS

NALGENE

NEVEPLAST ITALIA

NIC IMPEX SAS

NIROS

NORD OUEST SARL

NORISKO EQUIPEMENTS

NOVA CORBYN

OCAM AGF

ODIT FRANCE - DEATM

OFFICE NATIONAL DES FORETS

ORODIA SARL

ORTOVOX

PAILLARDET SA

PAARTNER FORMATION

PETZL SECURITE

PHOTONEIGE

PIC BOIS

PICHOL CHALETS

PISTENBULLY

PISTORELLO BOBINAGE

PIVETEAU SCIERIE

PLAN ENVIRONNEMENT

PLAN GAZONS

MONDIAL

DE�L’AMENAGEMENT�EN�MONTAGNE

OF�MOUNTAIN�EQUIPMENT

FÜR RAUMPLANUNG UND ENTWICKLUNG IN GEBIRGSREGIONEN

POLARIS FRANCE

POLYMOBYL

POMAGALSKI SA

PRINOTH

PRISME SA

PROFESSIONNELS ASSOCIES

DE LA MONTAGNE

PUTHOD PEPINIERES

PYLO DESIGN

RADIOCOM SYSTEMES

RDX TECHNOLOGIES

RECCO AB

RECTIMO INDUSTRIE

REVERDO

ROSSIGNOL

RUKAPOL

SAGELEC

SANITEC

SATNA

SAVOIE ELECTRONIQUE

SCHEIER

SCHMIDT

SEA TO SUMMIT

SECOMATE

SEIREL AUTOMATISMES

SELD MECATECH

SEMER

SEMPERIT

SICME MOTORI

SICOM

SICOMETAL

SID

SIG

SIGMA

SIGNAUX GIROD

SINTEGRA

SKIBADGE

SKIDATA FRANCE SA

SKIPLAN

SKIRAIL

SKIS ROSSIGNOL

SMI SNOWMAKERS

SNC INTERNATIONAL SA

SNICKERS

SNOWSTAR SRL

SNTF

SOCIETE INDUSTRIELLE

DE DIFFUSION

Anlagen vor. Wie wird das angenommen,

was möchten Sie bewirken?“

Reiter:

„Wie bieten das im Sommer an, weil wir

hier leichter Zeit haben, einen Einblick in

die Technik unserer Anlagen zu geben.

Dazu führen technisch versierte Mitarbeiter

unsere Gäste an ausgewählten Tagen

durch die Antriebsräume. Uns geht es bei

dieser Aktion darum, dass die Gäste verstehen,

was hinter einem Seilbahnbetrieb

steckt. Es gibt unter unseren Gästen, wie

wir festgestellt haben, sehr viele technisch

Interessierte, die das als eine Bereicherung

des Urlaubs sehen.

Nächsten Sommer werden wir versuchen,

unseren Gästen auch den Bau der Ahornbahn

näher zu bringen, so dass wir jede

Woche ,Baustellenführungen’ anbieten

werden. Damit wollen wir dem interessierten

Gast schon im Vorfeld der Eröffnung

Lust auf diese einzigartige Seilbahn machen.

dwl

480 Unternehmen und

internationale Marken

21 000 m 2 Ausstellungsfläche

11 500 Fachbesucher

52 vertretene Länder

SOCCO NEIGE

SOGEBIO

SOLAZAR

SPAA TOYOTA

SPORTPUB

STEIMER EQUIPEMENT

STERTIL EQUIP VI

STRMTG

SUFAG

SUNKID GMBH

SUNSHINE POLISHING

TA3V

TAKEUCHI

TAS

TATAMSPORT

TECHNOALPIN GMBH SRL

TECHNOFUN SARL

TERAGEOS

TEUFELBERGER SEIL GMBH

THRIGE ELECTRIC

TOLDOS SERRANO

TOTAL LUBRIFIANTS

TOYOTA

TOYO TANSO EUROPE

TP RADIO

TRE EMME

TREFILEUROPE

TRELLEBORG

TRINUM

TSA TELECOM

T-T ELECTRIC

UFP

VEM

VM

VILLETON JEAN SARL

WAVIN SA

X SALTO

YAMAHA MOTOR FRANCE

YORK LUBRIFIANTS

YORK NEIGE

ZAUGG AG EGGIWIL

ZEP INDUSTRIES

www.sam-grenoble.com

Besucher Information und

Eingang Vorkauf, Programm,

Honferenzen und Holloquien,

Liste der Aussteller

Insign.fr - 0601033 - Service communication Alpexpo - Février 06


ProWinter 2006

und Alpitec im Doppelpack

Die 6. ProWinter, die bekannte Messe für Wintersportexperten

in Bozen, wird 2006 zum ersten Mal gemeinsam mit der

5. Alpitec, der Messe für Berg- und Wintertechnologien von

6.–8. April stattfinden. Jede der Messen wird in zwei benachbarten

Hallen präsentiert: ProWinter C + D, Alpitec A + B.

Wie schon erfolgreich erprobt, wird

Alpitec im Zweijahresrhythmus

stattfinden, während ProWinter

(5 200 Besucher) eine jährliche

Messe bleibt. Es gibt also alle 2 Jahre

ein Doppelpack. Die Terminverlegung

der Alpitec auf das Frühjahr

geht auf eine Umfrage unter 261

Skigebieten der benachbarten Alpenländer

hervor, in der knapp

86 % die Zusammenlegung im

Frühjahr begrüßten und 96 % einen

Besuch ankündigten.

Die bewusste räumliche Trennung,

dank der Bozner Hallenlogistik wiewohl

„unter einem Dach“ mit entsprechend

kurzen Wegen, kommt

den Bedürfnissen der auf hohe Zielgruppenspezifik

bedachten Aussteller

beider Sektoren entgegen.

Die sich aus der täglichen Pistenbetriebs-Praxis

ergebenden Berührungspunkte

und Überschneidungen

werden unter anderem mit

dem für 2006 geplanten Rahmenprogramm

aus Informationsforen

und Begleitveranstaltungen abgedeckt.

Die ProWinter verzeichnet seit ihrer

ersten Auflage im Jahr 2001 einen

stetigen Anstieg an Besucherzahlen

und verkaufter Ausstellungsfläche.

Schon nach der Premiere im Jahr

2001 war klar, dass sowohl der Termin

der Veranstaltung als auch das

Angebot für den Markt ideal ist.

Außerdem tragen laut Umfragen

sowohl das moderne Messegelände

als auch die gute Lage und die

Freundlichkeit des Personals zum

Erfolg bei. Messe Bozen ruht sich

aber nicht auf den Lorbeeren aus,

sondern plant mit Elan die ProWinter

2006, die mit Neuheiten aufwarten

wird.

Große Bandbreite

der Produkte

Durch die große Bandbreite der

Produkte spricht die Messe all jene

an, die im weitesten Sinne mit dem

Wintersport zu tun haben. Experten

werden auf dieser Messe alles

finden, was ihre Arbeit erleichtert:

Werkzeuge, Bekleidung und Accessoires

für den Wintersport.

Die Alpitec zeigt die neuesten

Trends in Sachen Beschneiungsmascdinen,

Lifte und Seilbahnen

Pistengeräte, Motorschlitten und alles

rund um die Vermarktung uns

Sicherheit – allerdings mit verringerter

Ausstellungsfläche gegenüber

der „alten“ Alpitec. Um trotzdem

alle Aussteller unterbringen zu

können, wurde die Fläche pro Aussteller

auf 120 qm 2 begrenzt. Diese

für eine Messe unübliche Vorgangsweise

erhielt durchwegs positive Reaktionen,

zumal man dadurch von

den kostenintensiven Materialschlachten

wegkommt! Im Großen

und Ganzen findet man alles rund

um ein perfektes Skivergnügen. Wie

wichtig die Messe ist, spiegelt sich

laut Messeleitung auch in den Anfragen

wieder: nahezu alle bedeutenden

Firmen der Branche haben

ihre Teilnahme bereits bestätigt.

Die Projektleitung erwartet sich

auch seitens der Besucherzahlen

ein positives Ergebnis.

Round Table:

Der chinesische Markt

Wie üblich wird die Messe von einem

vielfältigen Programm von

Kongressen und Veranstaltungen

ergänzt. Außerdem hält der italienische

Verband der Seilbahnbetreiber

ANEF erstmals seine Jahresversammlung

anläßlich der Alpitec

ab. Der Höhepunkt dürfte die Diskussion

am runden Tisch über die

Herausforderungen des chinesischen

Marktes werden. Mit der

wirtschaftlichen Öffnung und damit

verbundenen Schaffung einer

freizeit-orientierten Mittelschicht,

rückt das Riesenreich natürlich

auch in das Interesse der Wintersportindustrie.

Lassen sich die europäischen

Erfahrungen mittels

Know how-Transfer dort überhaupt

umsetzen oder bietet das

entstehende gewaltige Skifahrer-

Potenzial Chinas auch Zukunftsperspektiven

für den alpinen Tourismus?

Pd/mak

MARKETING

MESSEN

ProWinter und Alpitec

erstmals gemeinsam

soll alle am Wintersport

Beteiligten ansprechen.

Foto: Messe Bozen

1/2006 MOUNTAINMANAGER

47


MARKETING

STUDIE

Studie bestätigt: Seilbahnen sind

Motor des Wintertourismus

Eine aktuelle Studie des Fachverbandes

bestätigt der Seilbahnwirtschaft

einen Wertschöpfungsmultiplikator

von 6! Damit

ist der Slogan vom „Zugpferd im

Wintertourismus“ schwarz auf

weiß bestätigt. Außerdem: Wintersport

liegt voll im Trend

Dr. Erik Wolf,

Geschäftsführer

des österreichischen

Fachverbandes der

Seilbahnen.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

48

Den Einfluss der Seilbahnwirtschaft

auf das Ausgabeverhalten der Wintersportler,

das Volkseinkommen

und die Steuerleistung untersuchte

eine vom Marktforschungsunternehmen

dwif, München in Kooperation

mit Manova durchgeführte

Wertschöpfungsstudie. Dabei erwiesen

sich die Seilbahnen als starker

regionaler Umsatzbringer und

Wertschöpfungsfaktor – nicht nur

für angrenzende touristische Wirtschaftszweige

sondern auch bei

... oft kopiert, aber nie erreicht

Nun ist es offiziell: Die Seilbahnen sind Zugpferd und Motor im Wintertourismus. Fotos: Hochegger

weiteren Profiteuren wie z. B. dem

Baugewerbe und dem Dienstleistungsbereich.

Insgesamt wird

durch die Ausgaben der Bergbahnnutzer

ein Gesamteinkommenseffekt

von 2,58 Mrd. EUR erzielt.

In Relation zu den Einkommen des

Bergbahnbereiches (Primärsektors)

ergibt dies einen Multiplikatoreffekt

von 6, d. h. 1 000,– EUR an

Löhnen, Gehältern und Gewinn

bei den Bergbahnen führen durch

deren Nutzung insgesamt zu Ein-

kommen in Höhe von 6 000,– EUR

in der Region. An Umsatzsteuerleistungen

für den Staat wird ein

Betrag von 502,2 Mio. EUR abgeführt.

Der Beitrag der Bergbahnnutzer

im Winter zum jährlichen

Volkseinkommen in Österreich beträgt

1,6 %. Insgesamt lässt sich

ein Einkommen von 320,– EUR pro

Einwohner und Jahr durch die

Bergbahnnutzer im Winter errechnen.

www.sunkid.at


Skierdays und Umsätze

nach Gästegruppen

Insgesamt wurden im Untersuchungszeitraum

2004/05 47,91 Mio. Skierdays bei

den Seilbahnen verzeichnet. Die durchschnittlichen

Tagesausgaben aller Gäste

(ohne Reisekosten) liegen hier bei rund

99,– EUR. Die durch die Seilbahnwirtschaft

vor Ort generierten Bruttoumsätze (Ausgaben

inkl. Umsatzsteuer) betragen 4,735

Milliarden EUR.

Dazu Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer der

Seilbahnen Österreichs: „Die Seilbahnwirtschaft

ist ein starker Umsatzbringer für eine

Region. Zur Sicherung der touristischen

Zukunft benötigen wir gemeinsame Lösungen

aller Tourismuspartner, um die

Gäste von morgen langfristig zufrieden

stellen zu können.“

Den touristischen Löwenanteil nehmen die

Übernachtungsgäste ein. Ihr Anteil liegt bei

66,8 %, gefolgt von Tagesgästen mit

21,4 % und Saisonkartenbesitzern mit

11,8 % Marktanteil.

Die Tagesausgaben der Gäste betragen bei

den Übernachtungsgästen 116,70 EUR, gefolgt

von den Tagesgästen mit 57,90 EUR

und den Saisonkartenbesitzern, die im

Schnitt 72,20 EUR pro Tag für Skikarten,

sonstige Dienstleistungen, Verpflegung und

Lebensmittel ausgeben. Je nach Bundesland

gibt es hier regionale Schwankungen.

In allen drei Gästesegmenten wird in Tirol

und Vorarlberg am meisten Geld von den

Skifahrern ausgegeben. In den Bundesländern

Kärnten, Steiermark, Nieder- und

Quellennachweis:

MARKETING

STUDIE

Oberösterreich sind die Skitouristen am

sparsamsten und das Salzburger Land liegt

bei der Ausgabenhöhe im Mittelfeld.

Wirtschaftliche Effekte

durch Bergbahnnutzer

Von den genannten Ausgaben entfallen

52,5 % (2,49 Mrd. EUR) auf Unterkunft

und Verpflegung. 25,9 % (1,23 Mrd. EUR)

gibt der Gast für sonstige Dienstleistungen

und Einkäufe sonstiger Waren inkl. Lebensmitteleinkäufe

aus und 21,6 % (1,02 Mrd.

EUR) nimmt die Skikarte in Anspruch. Das

Verhältnis der Gesamtausgaben zur Liftkarte

beträgt rund 4:1.

Anhand von Wertschöpfungseffekten lässt

sich das „Zugpferd Seilbahnen“ darstellen.

Der Begriff Wertschöpfung ist im Prinzip

gleichzusetzen mit dem Einkommen der

Dienstnehmer (Löhne und Gehälter) als

auch der Gewinne der Unternehmen.

Die Wertschöpfungsquote beträgt 39 %

(das ist jener Teil des Nettoumsatzes von

1,095 Mrd. EUR der Bergbahnen, der für

Löhne, Gehälter und Gewinne erwirtschaftet

wird; in Summe 427,5 Mio. EUR). Der

Restbetrag in der Höhe von ca. 668,1 Mio.

EUR wird für Vorleistungen wie z. B. für

Substanzerhaltung, Zusatzlieferungen und

Dienstleistungen im Bergbahnbereich (Primärsektor)

aufgewendet.

Weitere Profiteure und Nutznießer sind

durch Zusatzausgaben der Bergbahnnutzer

die Unternehmen aus den Bereichen

Hotellerie und Gastgewerbe, der Handel

und der Dienstleistungsbereich.

Dies wird als Sekundärsektor

bezeichnet. Auch hier

entsteht Wertschöpfung

durch Einkommenseffekte für

Dienstnehmer und Unternehmen.

Durch die Ausgaben der

Bergbahnnutzer wird insgesamt

ein Einkommenseffekt

von 2,58 Mrd. EUR erzielt. In

Relation zu den Einkommen

im Bergbahnbereich (Primärsektor)

ergibt dies einen Multiplikatoreffekt

von 6, wie eingangs

erwähnt.

➤ Die Zahlen der Studie stammen aus dwif „Tagesreisen der Deutschen“ und verschiedenen

Wertschöpfungsanalysen sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen,

WEBMARK und SAMON Seilbahnen, dem Informationssystem und dem Zufriedenheitsmonitor

des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs - Marketing Forum

und MANOVA, dem Bundesministerium für Finanzen, der Statistik Austria und dem

Tourismus Monitor T-MONA

Qualität.

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MARKETING

MANAGEMENT

Immer mehr

Tourismusorte

und Regionen

arbeiten offensiv

an einer umfassendenQualitätssicherung.

Die dabei erzielten

Resultate

können sich sehen

lassen: AktivesQualitätsmanagement

auf regionaler

Ebene ist

mühsam, aber

es lohnt sich.

Diese Erkenntnis

konnte die Kohl

& Partner Tourismusberatung

GmbH schon

in mehreren

Regionen

lancieren und

begleiten.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

50

Erfolg im Tourismusgeschäft ist harte

Arbeit und verlangt von allen Beteiligten

einen entsprechenden Beitrag.

Dennoch kämpfen regionale

Tourismusmanager mit mangelndem

Tourismusbewusstsein in der

Bevölkerung, abnehmender Motivation

bei den Vermietern und bröckelndem

Selbstbewusstsein bei

den Touristikern. Diese Problematik

kennzeichnet häufig die Ausgangssituation,

die Mitarbeiter der Kohl

& Partner Tourismusberatung vorfinden,

wenn sie ihre Beratungstätigkeit

aufnehmen.

Viele Destinationen suchen dann

natürlich nach einer effizienten Lösung,

damit Gäste nicht nur einmal

gewonnen, sondern auch gehalten

werden können. Der richtige Ansatz

liegt nicht selten in einer Qualitätsoffensive,

denn „wer auf Qualität

setzt, hat Erfolg“, so das Credo

der Tourismusberater aus Villach.

Das Beispiel „Q-Plus“

Die talweite „Q-Plus“ Initiative im

Kleinwalsertal, die zwischen 1997

und 1999 entwickelt und im Jahr

2002 überarbeitet wurde, stellt

derzeit die größte branchenübergreifende

Qualitätsoffensive in der

österreichischen Tourismuslandschaft

dar. Aktiv eingebunden sind

160 Betriebe, die sich an detaillierten

Kriterienkatalogen mit Schwerpunkt

Humanbereich und Servicedetails

orientieren. Die Kohl & Partner

Tourismusberatung GmbH war

dabei beratend und begleitend tätig.

Mehr als 5 Jahre nach der Auszeichnung

der ersten Q-Plus-Betriebe

können Mag. Werner Taurer und

Dr. Alois Kronbichler, Kohl & Partner

Tourismusberatung GmbH, auf

eine ganze Reihe von Erkenntnissen

und Erfahrungswerten verweisen:

➤ Besseres Verständnis: Die Kommunikation

zwischen den verschiedenen

Branchen im Tal hat sich

spürbar verbessert.

➤ Bewusstseinsbildung Richtung

Qualität: Immer mehr Betriebe er-

Was bringen regionale

Qualitätsoffensiven?

Dr. Alois Kronbichler und Mag. Werner Taurer haben für Kohl & Partner schon

mehrere Destinationen bei ihrer Qualitätsoffensive begleitet. Foto: Kohl & Partner

kennen, dass langfristig nur Qualitätsorientierung

Erfolg bringt. Die

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen

während und nach der Projektarbeit

werden positiv bewertet.

➤ Die Gäste bemerken und reagieren

auf Details: Von den Gästen

werden sowohl die ausgezeichneten

Betriebe durch die Beflaggung

und die Kennzeichnung im Katalog

besonders wahrgenommen, als

auch die vielen Kleinigkeiten bemerkt,

wo es Verbesserungen gibt.

➤ Der Erfolg stellt sich ein: Sowohl

die teilnehmenden Betriebe als

auch die Tourismusorganisationen

können auf eine positive Entwicklung

verweisen.

➤ Kontrolle noch nicht zufrieden

stellend gelöst: Auf die Kontrollen

reagieren die Betriebe teils aufgeschlossen

(lernbereit), teils „trotzig“

(und in der Folge mit Austritt).

➤ Nicht Q-Plus bringt die Gäste,

sondern die Qualität der Betriebe:

Viele Teilnehmer haben geglaubt,

es geht auch ohne volle persönliche

Überzeugung – die hohe

Selbstverantwortung, die jeder einzelne

Betrieb beim Thema Qualität

hat, konnte erst nach und nach vermittelt

werden.

➤ Anliegen von Gemeinde und

Tourismusorganisation: Ohne volle

Rückendeckung durch Gemeinde

und Tourismusorganisation einschließlich

dem Engagement der

leitenden Persönlichkeiten wäre die

Umsetzung nachhaltig nicht in der

Form gelungen.

Das Fazit, das man aus diesen Erfahrungen

ziehen kann, lautet:

Qualität auf Destinationsebene ist

ein mühsamer Weg, der sich letztendlich

aber lohnt. Regionale Qualitätsoffensiven

sind demnach ein

zeitgemäßer Ansatz, die Servicequalität

entlang der Dienstleistungskette

zu optimieren. Wenn es

selbst in einem einzelnen Betrieb

schon als Herausforderung gesehen

wird, eine durchgängige Qualitäts-

und Kundenorientierung zu

praktizieren, so ist es in einer Tourismusregion

umso schwieriger,

mit hunderten Betrieben ein regionales

Qualitätscredo einzuführen

und zu leben. „Qualität wächst

langsam – manchmal langsamer

als man glaubt!“ Durchhaltevermögen

und ein harter Kern von überzeugten

Vorreitern mit Qualitätsbewusstsein

sind die Voraussetzung.


Installation einer

Qualitätsinitiative

Zur Einführung und Installation eines

regionalen Qualitätsentwicklungsprojektes

hat sich für Kohl &

Partner folgende Vorgangsweise

bewährt:

Stufe 1: Qualitätscheck mit

Benchmarking

Mittels anonymer Gästetests,

Selbstanalyse der Betriebe und systematischer

Gästebefragungen

wird der Status der Dienstleistungsqualität

erhoben. Die Ergebnisse

können mit Benchmarks anderer

Regionen verglichen werden. So

können jene Bereiche herausgefiltert

werden, wo es den größten

Handlungsbedarf gibt.

Stufe 2: Sensibilisierung, Motivation

und Wissensaufbau

Es wird eine auf die Region zugeschnittene

Veranstaltungsserie konzipiert,

die aus motivierenden und

bewusstseinsbildenden Aktionen,

Workshops, Vorträgen und Seminaren

rund um das Thema Qualität im

Tourismus besteht. Als Veranstaltungen

eignen sich Qualitäts-Kabarett,

Präsentation der Ergebnisse

des Qualitätschecks, Qualitätsmanagement-Seminare,

Studienreisen

zu Best-Practise-Beispielen oder Vorträge

von erfolgreichen Managern.

Stufe 3: Entwicklung und Einführung

von Qualitätsstandards

Es werden Qualitätszirkel für einzelne

Leistungsträgergruppen gegründet.

Diese Qualitätszirkel legen

für den Sektor notwendige „Qualitäts-Garantie-Kriterien“

fest. Diese

Kriterien sind Grundlage für die

Verleihung von Qualitätssiegeln an

die Betriebe, die aktiv mitwirken.

Diese Betriebe können in Werbe-

mitteln auch besonders hervorgehoben

werden.

Stufe 4: Auszeichnung von Qualitätsprofis

Verleihung der örtlichen Qualitätssiegel

an die „Qualitätsprofis“ unter

den Betrieben.

Stufe 5: Qualitätskontrolle und

Evaluierung

Mittels Befragungen, anonymer

Gästetests und Selbstanalysen wird

überprüft, ob die Kriterien von den

beteiligten Betrieben auch eingehalten

werden. Für die nachhaltige

Weiterentwicklung der Qualität im

Ort oder in der Region wird ein örtlicher

oder regionaler Qualitätsrat

gegründet, der sich nicht nur um

die Kontrolle und Evaluierung kümmert,

sondern auch Motor und Innovator

für diese Initiative sein soll.

Beispiele in Europa

Erfolgreiche Beispiele für Qualitätsinitiativen

im Alpenraum gibt es

mit unterschiedlichen Schwer-

punkten sowohl in der Schweiz,

Deutschland, Österreich als auch

Südtirol. In der Schweiz sind etwa

„Q for You“ im Saastal, das

„Schweizer Qualitätsgütesiegel“

oder „Valais Excellence, TourLaRe,

Enjoy Switzerland“ anzuführen, in

Deutschland die „Qualitätsoffensive

für Tourismusregionen in Bayern“

oder verschiedene Offensiven

nach dem „Schweizer Modell“ in

Baden-Württemberg, Brandenburg,

Thüringen, Sachsen etc. Südtirol

punktet z. B. mit „LanaQuality“

und Österreich mit den „Kinderhotels

Österreich“ oder „Urlaub

am Bauernhof“. Grenzüberschreitend

ist das Projekt „Alpine Gastgeber“,

ein Interreg IIIA-gefördertes

Vorhaben der Bundesländer Salzburg

und Tirol gemeinsam mit

dem Tourismusverband München-

Oberbayern.

Yi

Infos:

Internet: www.kohl.at

MARKETING

MANAGEMENT

Das Kleinwalsertal

verfügt mit der talweiten„Q-Plus“-Initiative

über eine branchenübergreifendeQualitätsoffensive.

Foto: Kleinwalsertal

1/2006 MOUNTAINMANAGER

51


MARKETING

MANAGEMENT

Branchentreff zum Saisonstart

Die feierliche Verleihung der Tiroler Loipen- und Pistengütesiegel im

Congress Innsbruck bildet traditionell den Auftakt zur anstehenden

Wintersaison. Dabei konnten die Tiroler Seilbahnunternehmer

dieses Mal auf einen Spitzenwert bei den Investitionen verweisen.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

52

Dr. Ingo Karl durfte sich Ende November wieder über viele

Gäste freuen, die sich die Gelegenheit zum Gedankenaustausch

mit Kollegen nicht entgehen ließen. Neben den

Themen „Sicherheit“ und „Preispolitik“, die er mit einigen

Beispielen ins recht Licht rückte, stand natürlich die Verleihung

bzw. die Verlängerung der Pisten- und Loipengütesiegel

der betreffenden Seilbahnunternehmen im Blickpunkt.

Dazu machten Tirols Seilbahnunternehmer mit Höchstwerten

in der Investitionspolitik von sich reden. So waren für die

Wintersaison 2005/06 rund 235 Mio. Euro investiert worden,

2003 waren es rund 205 Mio. Euro gewesen und 2004

170 Mio. Euro. Im Vergleich mit den Schwerpunkten der

letzten Jahre zeigte sich dieses Mal eine leichte Verschiebung.

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Schneesicherheit immer wichtiger

Von den 235 Mio. Euro entfielen 100 Mio. auf

den Ersatz alter Aufstiegsanlagen, wobei der Fokus

auf 4 neuen 8er-Einseilumlaufbahnen sowie

sechs 6er-Sesselbahnen lag. Dazu kamen 1 kuppelbare

8er-Sesselbahn und 3 fix geklemmte 4er-

Sessellifte.

In den Ausbau von Beschneiungsanlagen wurden

rund 44 Mio. Euro investiert, was im Vergleich

mit den Vorjahreswerten einer Steigerung

um fast zwei Drittel entspricht. Für die Pistenpräparierung

wurden 17,2 Mio. Euro ausgegeben

und für Rekultivierungsarbeiten an den Skipisten

10,7 Mio. Euro.

Einen deutlichen Anstieg an Investitionen konnte

man außerdem bei der Gastronomie bemerken.

Hier stieg die eingesetzte Summe von 7,5 auf

knapp 30 Mio. Euro. Auch in infrastrukturelle

Maßnahmen wie Kassensysteme, Bürogebäude,

Parkplätze etc. wurde sehr viel mehr investiert als

noch in den Jahren zuvor, sodass hier letztendlich

eine Summe von 35 Mio. Euro eruiert werden

konnte. dwl

Dr. Ingo Karl führte durch den Treffpunkt Seilbahnen

in Innsbruck. Foto: dwl


INTERFAB: Sicher mit GAZ.EX

Temporäre Lawinenschutzsysteme bieten gerade in schneereichen

Wintern ein notwendiges Plus an Sicherheit. INTER-

FAB ließ für die Saison 2005/06 mit 3 interessanten Projekten

aufhorchen.

1991 wurde in Österreich die 1.

GAZ.EX-Anlage auf der Valluga in

St. Anton in Betrieb genommen.

Mit Anfang 2005 standen im gesamten

Bundesgebiet bereits mehr

als 165 Zündrohre im Dienst. Diese

Zahl konnte für die Saison 2005/06

neuerlich erhöht werden. So haben

sowohl die Hinterglemmer Bergbahnen

GmbH und die Berg- und

Skilift Hochsöll GmbH & Co.KG als

auch die Loser Bergbahnen GmbH

bzw. die Gemeinde Altaussee in

GAZ.EX investiert.

In Hinterglemm hat man 9 Zündrohre,

2 Container und einen Mini-

Container angekauft und installiert.

Geschützt werden dadurch 2 Pisten

in etwa 2 000 m Höhe und

einzelne exponierte Straßenstücke.

Für GAZ.EX sprachen dabei die

leichte Bedienbarkeit und die

Unabhängigkeit vom jeweiligen

Wetter. Im Gegensatz zu einer Lawinensprengbahn,

die man bei

Nebel, Schnee oder Sturm schwer

erreichen und daher auch schwer

zum Einsatz bringen könne, sei

man in der Bedienung der GAZ.EX-

Anlage einzig von den Parametern

„notwendig oder nicht“ abhängig.

Mehrere Einsätze in dieser Saison

haben den Verantwortlichen vor

Ort die Richtigkeit ihrer Entscheidung

bereits vor Augen geführt,

sodass man sich ausgesprochen zufrieden

über Funktionalität und Zuverlässigkeit

äußert.

Zur Berg- und Skilift Hochsöll GmbH

& Co.KG wurden 5 Zündrohre (3 x

0,8 m 3 und 2 x 1,5 m 3 ) sowie 1

Container geliefert. Geschützt werden

durch GAZ.EX Pisten auf einer

Höhe von ca. 1 500 m, wobei man

hier eine vorhandene Lawinenverbauung

ergänzt hat. Ausschlaggebend

für die Entscheidung waren

sowohl umwelttechnische als auch

wirtschaftliche Überlegungen. Auch

die Skilifte in Hochsöll brachten

GAZ.EX bereits mehrfach zur Anwendung

und zeigen sich sehr zufrieden

mit den Resultaten.

Siedlung und Piste

Auf dem Loser gibt es grundsätzlich

zwei Lawinenabbruchgebiete,

eines unterhalb des Losergipfels

(Gruber-Lawine) und eines am

Hochanger. In beiden Bereichen

leistet das GAZ.EX-System nach seiner

Installation im Herbst und seiner

Inbetriebnahme am 25. November

2005 gute Dienste.

Das Loser-Projekt nimmt im Vergleich

mit den bisher durchgeführten

Installationen insofern eine

Sonderstellung ein, als sich nur

etwa 20 % der Schutzfunktion auf

Pisten beziehen, 80 % kommen

dem Ort Altaussee zugute. Um diese

Funktionen erfüllen zu können,

wurden 11 Zündrohre (6 für die

Gruber-Lawine, 5 für den Hochanger

in den Varianten 0,8 m 3 und

1,5 m 3 ) und 2 Container angekauft.

Dazu wurden an verschiedenen

Standorten moderne, vollautomatische

Wetterstationen instal-

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

liert. Sie liefern Daten für die Beurteilung

der Schnee- und Lawinensituation

bzw. auch an die ZAMG

(Zentralanstalt für Meteorologie

und Geodynamik) Graz.

Bei der Entscheidung zum richtigen

System hat man es sich nicht

leicht gemacht. So hat eine Arbeitsgruppe

im Frühjahr 2005 im Rahmen

einer Studie verschiedene

temporäre und stationäre Lawinenschutz-Systeme

verglichen. Als Ergebnis

der Untersuchungen wurde

festgestellt, dass GAZ.EX als Ergänzung

zu den bestehenden Lawinenleitwällen

gute Dienste leisten

könnte. Auf diese Weise wollte man

oberhalb der Wälle gezielt Schnee

absprengen, wobei auch der Kostenvorteil

von GAZ.EX im Vergleich

mit festen Lawinenverbauungen

positiv ins Kalkül gezogen wurde.

Dazu Rudolf Gasperl, GF der Loser

Bergbahnen GmbH: „Die Anlage

ist seit Ende November in Betrieb

und bewährt sich bestens. Wir haben

jetzt den großen Vorteil, dass

wir unsere Mitarbeiter nicht mehr

wie vorher bei den Sprengseilbahnen

in Gefahrenbereiche schicken

müssen. Wir steuern die Anlage

vom Tal aus und haben am Berg

zwar Sicherungsposten, nicht aber

an gefährlichen Stellen.“ dwl

Yi

Infos: www.interfab.at

Blick auf das

GAZ.EX-System am

Loser. Foto: Loser

Bergbahnen GmbH

1/2006 MOUNTAINMANAGER

53


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

Als Folge der Lawinenkatastrophe

von Galtür wurde 1999 das

Alpine Sicherheits- und Informationszentrum

(ASI) Tirol ins Leben

gerufen. Neben einer effektiven

Kommunikation im Krisenfall

stand von Anfang an auch die

Bereitstellung sicherheitsrelevanter

Informationen und Strukturen

im Blickpunkt.

ASI entwickelt

maßgeschneiderte

Sicherheitskonzepte.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

54

„Im Rahmen der Lawinenkatastrophe

in Galtür hatten wir die größte

Evakuierungsaktion im Alpenraum

durchzuführen, wobei wir mit 52

Hubschraubern 12 500 Personen

ausgeflogen haben. Bei der anschließenden

Analyse dieser Erfahrungen

haben wir festgestellt, dass

ASI: Sicherheitsrelevante

Informationen auf Abruf

2002 hat ASI den Arge Alp-Preis erhalten. V. l.: Christian Klingler, ASI Technologie und Kommunikation,

Regierungsrat Dr. Peter Schönenberger, St. Gallen, Mag. Werner Senn, GF ASI, und Mag. Markus

Maaß, Obmann ASI. Fotos: ASI

die Rettungsaktion an und für sich

sehr gut abgelaufen ist, die Informationspolitik

aber noch besser

funktionieren hätte können. Dabei

hatten wir nicht nur die Einsatzkräfte

im Visier, deren Arbeit durch richtige

Informationen und effiziente

Kommunikationsstrukturen wesent-

lich erleichtert werden kann, sondern

auch die Betroffenen und die

Öffentlichkeit“, so Mag. Werner

Senn, in Galtür Einsatzleiter des Alpinen

Rettungsdienstes. Aus diesem

Grund entschlossen sich die Gemeinden

des Bezirks Landeck mit

Unterstützung des Landes Tirol aktiv

zu werden – das Alpine Sicherheits-

und Informationszentrum ASI

wurde gegründet. Zum Geschäftsführer

wurde Werner Senn berufen,

der auch das zugrunde liegende

Konzept auf den Weg gebracht hat.

Ihm und seinem engagierten Team

ist es in den letzten Jahren gelungen,

ASI zu einem gesuchten Ansprechpartner

in Sicherheitsfragen

im alpinen Raum zu machen. ASI

wurde zum Dienstleister für Behörden

und öffentliche Institutionen.

Das Aufgabenspektrum ist vielfältig

und umfasst die juristische Beratung

genauso wie Bildung und Betreuung

von Projektgruppen, die

Ausarbeitung von Sicherheitskonzepten

und die Etablierung einer

neuartigen Internetplattform. Da-


ei kann man auf das praxiserprobte

Know-how der Mitarbeiter verweisen,

die als Experten im alpinen

Raum gelten.

Das Einsatzinformationssystem

ESIS

Ein Ergebnis der folgenden Aufbauarbeiten

war die Entwicklung eines

Einsatzinformationssystems ESIS,

das sich mittlerweile schon mehrmals

im Einsatz für Lawinenkommissionen

bewährt hat und kontinuierlich

weiterentwickelt wird. Mit

seiner Hilfe ist es möglich, geografisch

und zeitlich unabhängig über

eine Internetplattform zu kommunizieren.

Christian Klingler, zuständig

für Technologie und Kommunikation

im ASI Tirol, bringt die Vorteile

von ESIS auf den Punkt:

➤ Entlastung für Einsatzleitung

und Krisenmanagement vor Ort,

➤ einheitliche Informations- und

Kommunikationsplattform für alle

beteiligten Einsatzorganisationen,

➤ bessere Disposition durch Information,

➤ bessere Information für Medien

und Öffentlichkeit/Call-Center-

Schnittstelle.

ESIS verfügt mittlerweile über Referenzen,

die sich sehen lassen können.

Es wird vom Land Tirol benutzt,

ist als Version IFKIS-MIS beim

Eidgenössischen Institut für Schneeund

Lawinenforschung SLF im Einsatz

und unterstützte das Sicherheitsmanagement

bei der Alpinen

Ski-WM 2001 in St. Anton/Arlberg.

Ausgesprochen vielfältig war bisher

auch das Einsatzspektrum von ASI

selbst. So begleitete man die „Projektgruppe

Lawinenkommission“

und die „Projektgruppe Outdoor“

bei der Optimierung ihres Informationsflusses,

erstellte eine Reihe von

Sicherheitskonzepten für Events im

alpinen Bereich, nahm an Tagungen

und Informationsveranstaltungen

teil, rief Workshops und Schulungen

ins Leben, gab den Ratge-

ber Skirecht heraus, entwickelte

eine Skisimulation auf EDV-Basis zur

Visualisierung von Skiunfällen und

diverse Checklisten. Wertvolle Hilfestellung

gab ASI außerdem bei der

Bewältigung der Hochwasser-Katastrophe

2005 im Bezirk Landeck.

Auf diese Weise konnte ASI seine

Erfahrungen, sein Know-how und

personelle Ressourcen erfolgreich

unter Beweis stellen. Dieses Wissen

will man in Zukunft vermehrt in der

Branche propagieren und bei den

unterschiedlichen Zielgruppen

zum Einsatz bringen. Dazu hat man

etwa für Bergbahnunternehmen

und Gemeinden maßgeschneiderte

Packages erarbeitet.

Sicherheitsmanagement

für Bergbahnen

Folgende Leistungen, die als modulare

Bausteine zur Verfügung stehen,

ergeben ein maßgeschneidertes

Gesamtkonzept. Dabei werden

alle Komponenten mit den Möglichkeiten

abgestimmt und vernetzt,

die über die Partnerbetriebe

von Montal (Konsortium alpiner

Konsulenten) nützlich sein könnten.

➤ Modul Pistensicherungspflicht:

Analyse des Ist-Zustandes und Konzept

für Verbesserungsvorschläge,

➤ Modul Schulungen/Workshops

zu Skirecht und Haftung,

➤ Modul Bergeplan,

➤ Sicherheitskonzept Veranstaltungen,

➤ Modul Medien- und Öffentlichkeitspaket„Sicherheitsmanagement“:

2 Medienaussendungen zu

Sicherheitsthemen pro Jahr und

Medienberichterstattung und -betreuung

im Krisenfall,

➤ Modul Kommunikationsplan,

➤ Optionale Leistungen: Über das

Basispaket hinaus kann auch ein

Einsatzinformationssystem „ESIS“

für die Kommunikation von Pistenrettung,

Betriebsleitung und Vorstand/Aufsichtsrat

eingerichtet und

integriert werden.

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

ASI-Leistungen

für Gemeinden

Da sich ASI u. a. durch Mitgliedsbetriebe

von Gemeinden finanziert,

gibt es hier ein Basispaket, das die

Gemeinden in Anspruch nehmen

können. Es besteht aus

➤ Verkehrsberichten über die Verkehrssituation

im Bezirk und einem

➤ Sicherheitskonzept für Veranstaltungen.

Dazu können zusätzliche Leistungen

ankauft werden:

➤ Modul Katastrophenschutzplan,

➤ Modul Medien- und Öffentlichkeitspaket„Sicherheitsmanagement“,

➤ Modul Kommunikationsplan,

➤ Modul Krisenkommunikation für

die Gemeinde,

➤ Einrichtung eines Einsatzinformationssystems

„ESIS“ für die

Kommunikation kommunaler Einrichtungen,

➤ Bereitstellung einer Hotline, die

in Ergänzung zu ESIS telefonische

Auskünfte an die Öffentlichkeit erlaubt.

Diese Notfall-Call-Center-

Schnittstelle kann als Stand-by-

Lösung realisiert werden. dwl

Yi

Infos:

E-Mail: info@alpinesicherheit.com

www.alpinesicherheit.com

Mit der Skisimulation

können Unfallsituationen

visualisiert

werden.

1/2006 MOUNTAINMANAGER

55


TECHNIK

PISTENPRÄPARIERUNG

Skifahren bei +20°C Außentemperatur

Kennen Sie die Situation?

Sie präparieren eine Skipiste und

mit zunehmender Präparierung

wird die Schneequalität und somit

die Skipiste immer schlechter.

Optimal wäre es doch, wenn

es genau umgekehrt wäre! Mit

der BOMAG-Snowplate BSP

5000 werden diese und andere

Träume wahr.

Traumpisten durch

den Einsatz der BSP

5000 im Pitztal/

Österreich.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

56

Die oft präparierte Piste wird wesentlich

empfindlicher in Bezug auf

das einfallende UV-Licht der Sonne

und den Verschleiß. Am Ende wird

der Schnee sogar „braun“ und lässt

sich kaum noch bearbeiten. Die Pisten

verlieren deutlich an Standfestigkeit

und müssen somit noch

häufiger präpariert werden oder

sind unter Umständen ab Mittag

schon gar nicht mehr befahrbar.

Die häufigere Präparierung be-

Skipiste bei +20°C im Ruka Ski Resort in Kuusamo/Finnland. Fotos: BOMAG

schleunigt dieses Phänomen dann

noch weiter, es entsteht ein Teufelskreis!

Wenn es ins Frühjahr geht,

stellen sich zudem erstaunliche Situationen

ein. Im Bereich der Skipiste

schmilzt der Schnee deutlich

schneller als in den Bereichen, die

nicht präpariert wurden.

Optimal wäre es doch, wenn es

genau umgekehrt wäre. Durch das

Präparieren bleibt die Piste auch

unter den starken Sonnenbelas-

tungen im Frühjahr bestehen und

nur um die Piste herum wird es

„grün“. Dadurch verlängert sich

die Ski-Saison bis in die wärmere

Zeit, was auch Skifahrern sehr entgegen

kommen würde – wäre da

nicht immer dieser „braune“

Schnee!

Hervorragende Talabfahrt

auch im Frühjahr

Man stelle sich vor, auch im Frühjahr

noch eine hervorragende Talabfahrt

anbieten zu können! Oder

noch besser, Sie legen sich eine Skipiste

auch auf 300 Höhenmetern

bei 20°C Außentemperatur an. Unmöglich

sagen Sie? Weit gefehlt.

Mit der BOMAG SNOWPLATE BSP

5000 werden diese Träume Realität.

Eine neuartige Methode der

Pistenpräparierung lässt Vorstellungen

wahr werden, von denen man

bisher nur zu träumen wagte.

Im Ruka Ski Resort in Kuusamo/

Finnland wurde im Sommer 2005

ein Pilotprojekt durchgeführt. Bei

Tagestemperaturen von +20°C

wurde unter der Sonne von Nord-

Ost Finnland im Juni 2005 auf 300

Höhenmetern eine Skipiste auf die


grüne Wiese gelegt und darauf

auch Skibetrieb durchgeführt. Die

Verantwortlichen kamen aus dem

Staunen nicht mehr heraus und

sprachen von einem (Zitat): „...significant

step further in the field of

snow technologies.“ (...gewaltigen

Schritt auf dem Gebiet der Schneepräparierung).

Langzeittests bestätigen den Erfolg

Ein weiteres Beispiel für die ausgezeichnete

Arbeit der BOMAG

SNOWPLATE BSP 5000 fand in Österreich

statt. Im Winter 2004/

2005 wurden unter anderem in St.

Johann/Tirol zur Präparierung mit

der BOMAG SNOWPLATE BSP

5000 Langzeittests durchgeführt,

welche eindeutig folgendes Ergebnis

brachten (Zitat Herr Ing. Georg

Schuster, Betriebsleiter Bergbahnen

St. Johann):

➤ „...es zeigte sich, dass die gerüttelten

Pistenflächen wesentlich

dichter und dadurch für den Skifahrer

als angenehmer zum Fahren

empfunden wurden als jene, die

auf herkömmliche Weise bearbeitet

wurden.“

➤ „Im Frühjahr war ein wesentlich

größerer Unterschied zu erkennen.

Bei der Metzgerkreuzabfahrt war

die Erweichung der Schneefläche

wesentlich mehr verzögert als auf

den unbehandelten Flächen.“

➤ „Als Schlussergebnis kann festgestellt

werden, dass die Ausaperung

wesentlich verzögert wird

und dadurch ein längerer Skibetrieb

gewährleistet werden kann.“

Dieses Ergebnis wurde durch den

ausschließlichen Einsatz einer BO-

MAG SNOWPLATE BSP 5000 erzielt.

Die beiden Testpisten in St. Johann

wurden im Winter 2004/05

nicht auf herkömmliche Weise präpariert.

Die logische Erklärung

Beim Einsatz einer Fräse werden die

Strukturen der Schneekristalle mit

jeder Überfahrt durch die Fräswellen

mehr und mehr zerschlagen.

Das Resultat ist eine nur wenig zusammenhängende

Schneeschicht,

die UV-Strahlen bis ins tiefe Innere

der Skipiste eindringen lässt. Die

Ausaperung wird hierdurch sehr

stark beschleunigt.

Die Präparierung mit der BOMAG

SNOWPLATE BSP 5000 baut hier

auf einem anderen Verfahren auf.

In der Schneeschicht werden die

UV-Licht durchlässigen Lufträume

verkleinert. Durch die Überfahrt

mit der SNOWPLATE wird die Dichte

des Schnees mehr als verdoppelt.

Es entsteht eine kompakte

und zusammenhängende Schneeschicht,

welche die Eindringung

der UV-Strahlung ins Innere der Piste

verringert und somit die Standfestigkeit

wesentlich erhöht.

TECHNIK

PISTENPRÄPARIERUNG

Weniger Aufwand,

längere Saison

Die Häufigkeit der sehr kostenintensiven

Pistenpräparierung wird

deutlich reduziert. Mit dieser neuartigen

Technologie kann die Skisaison

verlängert, der technische

Aufwand zur Erlangung dieses Zieles

aber verringert werden. Die Pistenpräparierung

wird deutlich effektiver

als bisher. Die Produktivität

wird gesteigert. Wirtschaftlichkeit

auf einem hohen Qualitätsniveau

sind Garant für eine sichere Zukunft.

Höchste Qualität

beim Pistenbild der

BSP 5000.

Einsatz der BOMAG

SNOWPLATE BSP

5000 im Steilhang.

1/2006 MOUNTAINMANAGER

57


TECHNIK

PISTENPRÄPARIERUNG

Die Anforderungen für perfekte

Loipen im Leistungssport unterscheiden

sich sowohl von jenen

des Breitensports als auch jenen

für den Kinder-Skilanglauf. KÄSS-

BOHRER hat mit dem neuen

VarioTrackDesigner eine multifunktionelle

Loipenspurfräse, die

allen Wünschen gerecht wird.

Der Abstand der

Spurkörper lässt sich

bedarfsgerecht in der

Breite verstellen.

KÄSSBOHRER: Innovationen für

die Loipenpräparierung

MOUNTAINMANAGER 1/2006

58

Eine für alle? Geht das überhaupt?

Mit der neuen Loipenspurfräse, die

extrem variabel einstellbar ist, tritt

KÄSSBOHRER dafür den Beweis an

und erzielt perfekte Loipen bei

schwierigsten Schnee- und Temperaturbedingungen.

Mehr Anpassung

an individuelle Bedürfnisse ist

nicht möglich.

Für die Ideallinie im Gelände kann die komplette rechte Spurplatte seitlich verschoben werden.

Die Vorteile

Der neu entwickelte VarioTrack-

Designer ist in die Spurplatten integriert.

Die komplette rechte Spurplatte

ist auf der Geräteschiene hydraulisch

um 600 mm seitlich verschiebbar,

um möglichst der Ideallinie

im Gelände zu folgen. Diese

seitliche Verschiebbarkeit der Spurplatte

ist eine klare Forderung zahlreicher

Kunden, die sich bei der optimalen

Vorbereitung internationaler

Wettkämpfe herauskristallisiert

hat.

Mit dem VarioTrackDesigner geht

ein Hersteller auch erstmals auf die

Bedürfnisse junger Sportler ein.

Denn sie haben ganz andere körperliche

Voraussetzungen und

müssen im Normalfall in gleich

breiten Spuren laufen wie die Erwachsenen.

Die dadurch bedingte

extreme Schrägstellung der Beine

ist für die Hüften schädlich. Mit

dem VarioTrackDesigner ist das Präparieren

von speziellen Langlaufloi-

Fotos und Grafiken: KÄSSBOHRER

pen für Kinder jetzt sehr einfach

möglich, da die Distanz zwischen

den Spurkörpern auch in der Breite

verschoben werden kann.

Hilfreich ist dieser Aspekt aber auch

im Breitensport bei den Erwachsenen,

wenn die Loipe bergab führt.

Die Langläufer bekommen mit einer

breiteren Spur einen deutlich

besseren Halt bei der Abfahrt.

Ausgeklügelte Technik

Sowohl die Spurweitenregelung als

auch die seitliche Verschiebbarkeit

sind vom Fahrerplatz aus stufenlos

verstellbar. Dazu kann der Vario-

TrackDesigner hydraulisch ausgehoben

werden, wenn er einmal

nicht benötigt wird. Aus Sicherheitsgründen

kommt die Spurfräse

dann zum Stillstand.

Der Antrieb des VarioTrackDesigners

erfolgt über eine zusätzliche

fünfte Pumpe. Auf diese Weise wird

die Hauptfräse entlastet, der Kraftstoffverbrauch

vermindert. Auch


die Verschiebung der Fräszähne auf der Welle parallel zur Verschiebung

der Spurkörper trägt zur Kraftstoffreduzierung bei,

da nicht über die ganze Breite gefräst und somit weniger Leistung

bereitgestellt werden muss. Die Fräsdrehzahl hat sich mit

2 000 U/min. als ideal für ein optimales Fräsergebnis herausgestellt.

Mehr Umdrehungen sind nicht notwendig und kosten

unnötig Leistung, Kraftstoff und schlussendlich Geld. Der VarioTrackDesigner

arbeitet 5 cm tief und macht selbst stark vereiste

Loipen wieder locker.

Die Spurarme mit Silentgummilagerung sorgen für spurtreues

Nachlaufen der Spurplatten auch in Kurven. Die zentrale, allseitig

bewegliche, gummigelagerte Kreuzkopfanlenkung der

Spurplatten am Hubarm gleicht Unebenheiten im Untergrund

perfekt aus. Die hochabriebfesten Spurkörper sind aus schneeabweisendem

Kunststoff gefertigt und hydraulisch verstellbar.

Ihre Arbeit wird durch zwei Spurvorschneider aus Stahl unterstützt.

Den VarioTrackDesigner gibt es wahlweise für beide Loipenspurplatten

oder nur für die rechte Spurplatte.

Die neue Loipenspurfräse VarioTrackDesigner ist damit eine

Klasse für sich. Eine ähnliche Flexibilität, die maßgeschneidert

auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Benutzergruppen

Rücksicht nehmen kann, bietet kein anderes Anbaugerät am

Markt. KÄSSBOHRER präsentiert sich damit einmal mehr als

Technologie- und Innovationsführer am Weltmarkt.

Yi

Infos:

www.pistenbully.com

Die technischen Daten des

neuen VarioTrackDesigners

auf einen Blick.

TECHNIK

PISTENPRÄPARIERUNG

Zu verkaufen

2 Trainerlifte BRUCKSCHLÖGL, mit Komfortbügel

Beschreibung

Schlepplift, ohne Stützen, für Selbstbedienung Baujahr 1987, guter Zustand

Umlenkstation mit Bügeleinführung Antriebstation, hydraulisch höhenverstellbar

Technische Daten

Länge ca. 200 m

Förderseil Ø 9 mm

Fahrgeschwindigkeit 1.7 m/s

Motorleistung 11 kW

Förderleistung 400 p/h

Anzahl Bügel 40 Stk

Preis pro Anlage, exkl. MWSt

Abholpreis ab Lager Kerns 11.500,–

Projektierung und Montage auf Anfrage

1/2006 MOUNTAINMANAGER

59


TECHNIK

PISTENPRÄPARIERUNG

PRINOTH

nimmt heute

mit seiner hochwertigenPistenfahrzeugpalette

eine Topposition

am Markt

ein. Mit der

räumlichen und

qualitativen

Ausweitung der

Verkaufs- und

Kundendienststruktur

in Osteuropa

und

Asien konnte

diese Position

weiter ausgebaut

werden.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

60

PRINOTH

verstärkt internationale Präsenz

(V. l.) Karl Leitner, Leiter Kundendienst, Sakae Satoh, GF PRINOTH Japan, und

Martin Runggaldier, techn. Leiter PRINOTH Sterzing. Foto: PRINOTH

Seit der Integration des Südtiroler

Traditionsunternehmens in die

LEITNERGROUP hat PRINOTH seine

Marktposition sukzessive gestärkt

und ausgebaut. Dabei hat

man mit dem wendigen Loipenspezialisten

Husky, dem zuverlässigen

Allroundtalent T4S, dem Top-

Arbeitsgerät Everest Power, der Premiummarke

Leitwolf und dem

neuen Snowparkspezialisten Everest

Parkdesigner eine qualitativ

hochwertige Schneefahrzeug-Palette

mit Spitzen-Zusatzgeräten zur

Verfügung, mit der sämtliche Bedürfnisse

für eine optimale Pistenpräparierung

abgedeckt werden

können.

Vertrieben werden die Qualitätsprodukte

über Firmensitze in Italien,

Österreich, der Schweiz,

Frankreich und Japan. Zudem werden

die PRINOTH-Kunden durch

ein weltweites und effizientes Netz

an Verkaufs- und Servicestellen betreut.

Lokale Ansprechpartner, die

in ihrem Bereich bestens geschult

sind, garantieren eine professionelle

Beratung, schnelle Hilfestellung

bei Problemen und die rasche Belieferung

mit Ersatzteilen. Vor diesem

Hintergrund gewinnen neben

den traditionellen Hauptabsatzgebieten

im Alpenraum und Skandinavien

die Zukunftsmärkte Asien

und Osteuropa immer mehr Bedeutung

für PRINOTH.

Qualität für Osteuropa

Gerade in den osteuropäischen Skigebieten

haben sich die intensiven

Kontakte in sehr guten Verkaufszahlen

niedergeschlagen. So konnten

neben einer beachtlichen Anzahl an

gut erhaltenen Gebrauchtfahrzeugen

auch mehrere Neufahrzeuge

abgesetzt werden. Mit professionellen,

gut geschulten lokalen Partnern

sichert man hier langfristig ein erstklassiges

Serviceangebot, das beim

Verkauf beginnt, die schnelle Abhilfe

in eventuellen Problemfällen

garantiert und die optimale Nachbetreuung

der Kunden sichert.

Marktchancen in Korea,

Japan und China

In Asien liegt das Hauptaugenmerk

von PRINOTH auf den Ländern

China, Korea und Japan, wobei vor

allem der Zukunftsmarkt China

mittelfristig äußerst interessante

Chancen birgt. Dafür werden bereits

jetzt viel Arbeit und große An-

strengungen in den Aufbau einer

gut funktionierenden Struktur investiert.

Auch die seit vielen Jahren bestehende

japanische Filiale kann auf

beachtliche Verkaufserfolge verweisen,

während Korea und China als

viel versprechende Aufbaumärkte

gelten. So konnten in Korea im

letzten Jahr schon mehrere Neumaschinen

verkauft werden, dieses

Jahr wurde die Anzahl der Aufträge

bereits verdoppelt – Tendenz steigend,

zumal in Kürze die Realisation

gleich einiger neuer Skigebiete

ansteht.

Internationalisierung mit

positiven Auswirkungen

Das steigende Interesse aus den

aufstrebenden Märkten dokumentieren

die vielen Delegationen aus

allen Teilen der Welt, die dem PRI-

NOTH Stammsitz in Sterzing einen

Besuch abgestattet haben. So

konnten in den letzten Monaten

wichtige Kontakte mit hochrangigen

Vertretern aus Politik und Wirtschaft

aus Russland, Bulgarien, China,

Korea und Japan geknüpft und

vertieft, zukünftige Projekte diskutiert

und verhandelt werden.

Ein schöner Beweis für den weltweiten

Erfolg von PRINOTH ist die

personaltechnische Situation. Während

andere Unternehmen Mitarbeiter

ausstellen müssen, konnte

PRINOTH die Anzahl der Beschäftigten

von 2002 auf 2003 um 11

erhöhen, 2005 wurden weitere 21

Mitarbeiter eingestellt – und auch

in Zukunft werden motivierte und

entsprechend qualifizierte Fachkräfte

für fast alle Unternehmensbereiche

gesucht. Dabei trägt PRI-

NOTH der Internationalisierung

seiner Aufgaben auch in diesem Bereich

Rechnung, indem man geschultes

Fachpersonal aus mittlerweile

10 verschiedenen Ländern

beschäftigt.

Yi

Infos:

www.prinoth.com


TECHNIK

PISTENPRÄPARIERUNG

Olympia 2006

mit PRINOTH

Neben der sportlichen Elite Südtirols ist bei den 20. Olympischen Winterspielen

auch das technische Know-how des Landes gut vertreten. So sorgen

40 PRINOTH-Powerfahrzeuge für einen optimalen Zustand der Pisten.

5 000 Sportler und Funktionäre aus 85 Nationen

werden in Turin für spannende

sportliche Highlights sorgen. Dazu erwartet

man über eine Million Zuschauer. Vor

diesem Hintergrund gelten die Olympischen

Winterspiele 2006 als das medienwirksamste

Sportevent des diesjährigen

Winters.

Dabei sorgt PRINOTH mit knapp 40

Schneefahrzeugen für einen reibungslosen

Ablauf der Wettkämpfe und beste Bedingungen

für ein faires Kräftemessen der Athleten.

Zum Einsatz kommt die Schneefahrzeugflotte

sowohl in allen alpinen als auch

nordischen Disziplinen. PRINOTH präpariert

demnach neben den Ski- und Snowboardpisten

auch die Langlauf- und Biathlonstrecken

sowie die Skisprungschanzen.

Bei den Rennen in Sestriere, Pragelato und

Bardonecchia dürfen die Sportler daher mit

einer optimalen Unterlage rechnen.

Fundiertes Know-how

Auf den Olympiastrecken sind alle Maschinentypen

der PRINOTH-Flotte vertreten.

Für die richtige Auswahl waren die Einsatzbedingungen

vor Ort, die Arbeitsanforderungen

und die Wettkampfbedürfnisse ausschlaggebend.

Dazu sorgt ein ganzes Team

rund um die Fahrzeuge für deren zuverlässigen

Einsatz und ein reibungsloses Funktionieren.

PRINOTH stellt 23 Fahrer, den

kompletten Technikerstab und mehrere

Serviceteams zur Verfügung, die im Bedarfsfall

auf mehrere Ersatzteillager zurückgreifen

können.

Die Partnerschaft zwischen PRINOTH und

der Olympiastadt Turin besteht nicht erst

seit kurzem, sondern seit mehr als 2 Jahren.

So lange sind die leistungsfähigen PRI-

NOTH-Pistenfahrzeuge vor Ort im Einsatz

und präparieren die Pisten- und Rennstrecken

für die verschiedenen vorolympischen

Bewerbe und Testevents. Für das Sterzinger

Unternehmen war das die ideale Vorbereitung

auf Olympia. Die erfahrenen Schneefahrzeuglenker

kennen mittlerweile Gelände,

Wetter- und Klimabedingungen und

können für beste Pistenbedingungen während

der Wettkämpfe garantieren.

Langjährige Erfahrung

Turin 2006 ist nicht das erste Großevent,

an dem PRINOTH teilnimmt. So war man

etwa Official Supplier bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften

in Bormio 2005 und

in St. Moritz 2003. Auch bei den Olympischen

Winterspielen 1994 in Lillehammer

und 1998 in Nagano haben die Verantwortlichen

auf die Zuverlässigkeit der PRI-

NOTH Pistenfahrzeuge vertraut.

Die Verpflichtung für das diesjährige Sportfest

der Superlative ist für PRINOTH damit

ein weiterer Meilenstein auf seinem internationalen

Qualitätskurs. Gemeinsam mit

dem letztjährigen Verkaufsrekord sieht man

das als Bestätigung des Vertrauens, das der

Weltmarkt in PRINOTH-Schneefahrzeuge

setzt.

Yi

Infos:

Internet: www.prinoth.com

PRINOTH

Know-how für

Olympia 2006.

Foto: PRINOTH


TECHNIK

FIRMEN NEWS

Mit einem neuen Marketingmanager, einer

neuen Österreich-Filiale und einer Testserie mit

dem GT 450 hat Formatic die letzten Wochen

optimal für den Start ins Jahr 2006 genutzt.

Jürg Wülser, Formatic

Finnland, mit Erwin

Auer und Herbert

Penz, Formatic GmbH

Österreich.

PS/kW: 450/335

MOUNTAINMANAGER 1/2006

62

Nach der erstmaligen Präsentation

des Formatic GT 450 auf der Interalpin

in Innsbruck, zeigte sich die

Branche ausgesprochen interessiert

am PS-stärksten Pistenfahrzeug am

Markt. Immer wieder erreichten das

Formatic-Team Anfragen nach Testmöglichkeiten.

Nach Präsentationen

in Gargellen (A), Are (S), Levi

(FIN) und im Gletscherskigebiet Juvas

in Norwegen fand der Formatic

GT 450 deshalb 2005 nochmals

den Weg nach Österreich.

Motor: Cummins QSM 1124-V

Zylinderzahl/Hubraum: 6 in Reihe/11 000 ccm

Technische Daten Formatic GT 450

Max Drehmoment: 1 900 Nm/1 100–1 400 U/min

Leergewicht/

Gesamtgewicht kg: 8 000/11 400

Raupenbreite: 1 720 mm

Formatic startet durch

Anfang November 2005 erhielten

Interessenten am Stubaier Gletscher

Gelegenheit, das Pistenfahrzeug

aus Finnland in großer Höhe

auf Herz und Nieren zu testen.

So fanden sich etwa hochrangige

Antrieb: hydrostat. Fahrantrieb über Verstellpumpen u. -motoren, Visulogic Can-Bus-

Fahr- und Fräselektronik

Fahrerkabine: ROPS-geprüft, 3 Führerhausplätze, Recaro-Fahrersitz mit Luftfederung,

Kabine motorhydraulisch od. mit Handpumpe kippbar, beheizte Front-,

Heck- und Seitenscheiben, beheizte, elektr. verstellbare Außenspiegel,

6 x Xenon + 2 x H7-Scheinwerfer

Windenausführung: Zugkraft 50 kN, Seillänge von 850 m bis max. 1 250 m, 11 mm kompaktiert,

Bruchlast 137 kN, vollautomatische Seilführung, hydr. Drahtseilausstoß

und hydr. Drahtseilvorspannung beim Einzug, Super-Park-Funktionen als

Standardausrüstung.

Der Formatic GT 450 im Testeinsatz am Stubaier Gletscher. Fotos: Hydrolink

Vertreter der Kühtaier Liftanlagen,

der Ski-Zürs-AG, der Glungezerbahn,

der Patscherkofelbahnen

oder der Skilifte Lech ein, um sich

vom technischen Know-how des

Formatic GT 450 zu überzeugen.

Auch der Gastgeber, die Stubaier

Gletscherbahn, zeigte sich von den

Qualitäten und der Leistung des

Prototyps nach einem mehrwöchigen

Präparierungseinsatz ausgesprochen

angetan.

Neue Filiale

Österreich und Deutschland waren

in den letzten Jahren der größte Exportmarkt

für Formatic Pistenfahrzeuge.

Aus diesem Grund hat sich

der finnische Hersteller Hydrolink

Oy Ab für eine eigene Filiale in Österreich

entschieden. Damit will

man noch engere Beziehungen zu

den Skigebieten in Österreich und

Deutschland knüpfen.

Start für die 100 %-Tochter von


Hydrolink Oy Ab, die unter dem

Namen Formatic ® Pistengeräte

GmbH firmiert, war der 1. Januar

2006. Mit diesem Zeitpunkt wurden

alle Aktivitäten von der Weber

Pistentechnik GmbH übernommen,

die in den letzten Jahren für

Verkauf und Kundendienst der Formatic-Produkte

in Österreich und

Deutschland verantwortlich zeichnete.

Als Standort wurde Inzing in

Tirol beibehalten, wo schon bisher

das Formatic-Team anzutreffen

war.

Auch bei den Ansprechpartnern

kann man auf bewährte Namen

zählen. Als Filialleiter fungiert Erwin

Auer, Serviceleiter ist Herbert Penz.

Neben Verkauf und Kundendienst

für die Formatic Pisten-, Loipenund

Raupenfahrzeuge wird man

auch weiterhin den Ersatzteilhandel

und Service für Ratrac- und Rolba-Fahrzeuge

anbieten.

Blickpunkt Export

Seit 1. November 2005 ist Peter

Nuyttens neuer Exportdirektor von

Hydrolink Finnland. Nuyttens

kennt die Winterbranche in Europa

seit Jahren und leitet seine Aktivitäten

aus der neuen Vertriebsniederlassung

in Turku. Sein Tätigkeitsbereich

umfasst Marketingaktivitäten

und die Verkaufsleitung der Formatic-Pistenfahrzeuge

auf den internationalen

Märkten. dwl

Infos:

Formatic ® Yi

Pistengeräte GmbH

Schießstand 6

A-6401 Inzing

Tel.: ++43 (0) 52 38/5 30 40–25

Fax: ++ 43 (0) 52 38/5 36 65

E-Mail: info@formatic.at

Internet: www.formatic.fi

Neuer SUFAG Servicestückpunkt im Murtal

Um die Kunden noch intensiver betreuen zu können, hat SUFAG

in Kooperation mit dem langjährigen Kunden Murtal Seilbahn

Betriebs GmbH eine neue Servicestelle mit Ersatzteillager eröffnet.

Johannes Sutter ist ab 1.2.2006 für Service und Kundendienst

im Gebiet Steiermark, Salzburg (südlich der Tauern),

Kärnten und Osttirol vom Servicestückpunkt Steiermark aus im

Einsatz. Herr Sutter hat bereits mehrere Jahre SUFAG-Erfahrung,

vor allem auf dem Gebiet Inbetriebnahmen und Automatikinstallationen

bzw. -Betreuung.

Erreichbar ist der neue SUFAG-Servicestückpunkt unter folgender

Anschrift:

SUFAG Servicestelle Steiermark

Kreischberg Str. 1, A-8861 St. Georgen ob Murau

Johannes Sutter kann telefonisch unter +43 (0) 664 / 8 34 80 46

sowie per Mail unter j.sutter@sufag.com kontaktiert werden.

Das Gebiet Steiermark (nördlich der Tauern), Pongau, Niederösterreich

und Oberösterreich wird wie bisher von Herrn Daniel

Pitzer betreut.

TECHNIK

FIRMEN NEWS

Peter Nuyttens,

Exportdirektor

Hydrolink Ltd.

Reinhard Kargl/Schneimeister der Murtal Seilbahn Betriebs GmbH und

Johannes Sutter/SUFAG (v. l. n. r.).

1/2006 MOUNTAINMANAGER

63


TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Friedli Fahrzeuge AG, Wohlenschwil

Starker Partner für Spezialfahrzeuge

Viele Jahre lieferte Peter Friedli

land-, forst- und kommunalwirtschaftliche

Geräte und

Fahrzeuge. Heute bietet das Familienunternehmen

Quads und

Ski-Doos von Bombardier sowie

Lynx für den professionellen und

privaten Bereich an.

Ersatzteillager: Die

hohe Lieferbereitschaft

für Neu- und

Occasionsfahrzeuge

ist eng mit dem reich

dotierten Ersatzteillager

verbunden.

Bilder: Roland Hofer

MOUNTAINMANAGER 1/2006

64

Der neue Importbetrieb in Wohlenschwil-Büblikon

(AG) sticht von der

Durchgangsstraße aus ins Auge.

Noch in diesem Jahr soll die feierliche

Eröffnung stattfinden. Das moderne,

großzügig dimensionierte

Gebäude wurde nötig, weil der offizielle

Vertrieb der Freizeit-Fahrzeuge

von Bombardier immer größere

Ausmaße annimmt. Im Jahr 2000

übernahm Peter Friedli den Import

der vierrädrigen ATVs aus Kanada.

2005 kamen die Schneemobile Ski-

Doo aus Kanada und Lynx (Finnland)

dazu. Diese unentbehrlichen

und kräftigen Helfer im Pistendienst,

„Erste Hilfe“ im Skigebiet

sowie als schnelle, bewegliche

Neubau: Die Friedli Fahrzeuge AG scheut keinen Aufwand, um die grosse Kundschaft mit hochstehenden

Dienstleistungen zu betreuen.

Transporter und Schlepper haben

in der Schweiz einen Sonderstatus.

Die Friedli Fahrzeuge AG ist ein

echter Familienbetrieb. 14 Personen

verdienen hier ihren Lebensunterhalt.

Die Eckpfeiler des Unternehmens

sind der Import und Vertrieb

der Freizeitmobile von Bombardier

und der Handel mit Occasionsfahrzeugen

der gleichen Sparte

sowie Spezialanfertigungen.

Stolz weist Peter Friedli als umsichtiger

Chef darauf hin, dass sein eingespieltes

Team ihn im Bestreben

unterstützt, auf jeder Stufe mit

Bestwerten aufzuwarten. Zu diesem

Zweck hat er einen modernen

Neubau erstellen lassen, in dem

eine Ausstellung die große Bandbreite

der Produkte aufzeigt. Verbunden

mit einem einzigartigen

After Sales-Service, ist das gut dotierte

Ersatzteillager. Hier, unmittelbar

an der Hauptstrasse zwischen

Mellingen und Mägenwil nahe der

Autobahn, werden aber auch

Händlerseminare und -schulungen

durchgeführt. roh

Schneemobile: Friedli Fahrzeuge AG in Wohlenschwil vertreibt in der Schweiz die

Produkte von Bombardier und Lynx.


Ki-West, die Großtat von Westendorf

Westendorf in der SkiWelt

Wilder Kaiser-Brixental hat

zur Saison 05/06 mit der

Errichtung der 3 km langen

Gondelbahn Ki-West einen

großen Sprung in der Attraktivität

geschafft: man ist an

den Skigroßraum Kitzbühel

herangerückt und hat 13 ha

Pistenfläche dazugewonnen.

Die sonnigen und landschaftlich

herrlichen Abfahrten

wurden vorbildlich vom

Ingenieurbüro Klenkhart &

Partner Consulting projektiert,

ebenso die dazugehörige

Beschneiungsanlage mit

den neuen regelbaren A9V-

Lanzen von TechnoAlpin.

Bereits seit 1999 lief das Projekt, Westendorf und den Skigroßraum

Kitzbühel über das Aschautal zu verbinden. Mit der Gondelbahn 8

EUB Ki-West konnte Westendorf seinen Beitrag im Dezember 2005

endlich abschließen. Von Kitzbüheler Seite fehlt noch eine kurze Verbindungsbahn,

die aber in Kürze ebenfalls realisiert werden wird.

Derzeit ist zwischen der neuen Einseil-Umlaufbahn und der Pengelsteinbahn

im Skigebiet Kitzbühel ein Gratis-Shuttlebus eingerichtet.

„Für Westendorf ist dieser Schritt eine große Aufwertung. Das Ziel

ist, die isolierte Situation von Westendorf aufzugeben. In Folge soll

auch eine Verbindung mit Brixen in Thale in der SkiWelt Wilder Kaiser

hergestellt werden. Die Erwartungen sind groß, liegen wir doch

dann zwischen den zwei größten Skiregionen Österreichs“, kommentiert

GF Hansjörg Kogler die Situation.

Viel Herzblut hineingegeben

Zum Projekt Ki-West gehörten allerdings auch der Pistenbau von –

in diesem Fall ein Neubau von 13 ha – und die Errichtung einer vollautomatischen

Lanzen-Beschneiungsanlage. Für den Bau der Talstation

musste ein Bach umgelegt werden. Zur Umsetzung des Projektes

wurde auch auf die Leistungen des Büros Klenkhart & Partner

Consulting zurückgegriffen. Und dieses pumpte „viel Herzblut in die

Sache“ (O-Ton Christian Klenkhart): „Es musste zweimal eine Einzelfallprüfung

nach dem UVP-Gesetz überstanden werden – das ist einzigartig

in Österreich. Das eine Mal wegen der Pisten im ökosensiblen

Raum, das zweite Mal wegen des (ungerechtfertigten) Vorwurfes,

dass man die dazugehörige Schneeanlage verberge, die vielleicht

noch einen Teich brauche und man dann über die Grenze

TECHNIK

BESCHNEIUNG/PISTENBAU

Die neuen Ki-West-Abfahrten in Westendorf Richtung Kitzbühel mit Blick auf Gaisberg und Wilder Kaiser.

Die Beschneiung erfolgt über Lanzen (TechnoAlpin). Foto: Klenkhart

Grabenweg 64

6020 Innsbruck

Telefon 0512 / 41 515

Fax 0512 / 41 515 – 6059

e-mail: office.ibk@htb-imst.at

Errichtung der Beschneiungsanlage

DER SPEZIALIST UND VERLÄSSLICHE PARTNER

IM HOCHGEBIRGS- UND SPEZIALTIEFBAU

www.htb-imst.at

1/2006 MOUNTAINMANAGER

65


TECHNIK

BESCHNEIUNG/PISTENBAU

Vorbildlicher Pistenbau

mit Klenkhart

und Strobl Erdbau.

Foto: BB Westendorf

Die Klenkhart-Mannschaft

beim Skitag

auf Ki-West (v. l. n. r.):

Peter Hartl (GIS),

Peter Raggl, Christian

Klenkhart (Pistenbau),

Westendorf-

GF Hansjörg Kogler

und Stefan Szauter

(Beschneiung).

Foto: Klenkhart

MOUNTAINMANAGER 1/2006

66

komme. Da musste mühsam argumentiert

werden, dass genug Wasser

vorhanden sei und die Anlage in

der Piste vergraben werde“, erzählt

Klenkhart.

Auf die MM-Frage, was für ihn das

Besondere am Pistenbau war, erwiderte

der Innsbrucker Planer:

„Die Topografie der Kitzbüheler Al-

Pumpstationen

Kompressoren

Stromaggregate

maßgeschneidert, schlüsselfertig für die

Schnee-Erzeugung

pen ist grundsätzlich optimal. Wir

legten die Pisten so breit wie möglich

an, man wollte ja eine blaue bis

leicht rote Abfahrt für die Familien

bekommen. Der Steilhang herunten

war aber ein Knackpunkt. Hier

musste für den schwächeren Skifahrer

eine Ausweichmöglichkeit geschaffen

werden. Natürlich haben

-AGB- Anlagen-Geräte-Betriebstechnik GmbH

A-6060 Hall in Tirol, Burgfrieden 5, Tel. +43 (0)5223/52206 Fax -73

wir auch Kompensationsmaßnahmen

vorgeschrieben bekommen

wie z. B. den Rückbau von Entwässerungsgräben.

Einzigartig ist, dass

es sich im Prinzip um eine Neuerschließung

handelt, die nach den

neuen Seilbahngrundsätzen 2005

heute nicht mehr möglich wäre.“

Lange Planung,

kurze Bauzeit

„Der Antrag bei der Tiroler Landesregierung,

dass man im Rahmen

der Neuauflage der Tiroler Seilbahngrundsätze

diese Verbindung

entsprechend einträgt, wurde eben

noch Ende der 90er Jahre gestellt!

Nachdem die Pläne für die Anbindung

schon fast fertig zum Einreichen

waren, gab es Schwierigkeiten

mit den Standorten der geplanten

Bahnen, die letztendlich verändert

werden mussten. Das hat einige

Zeit gedauert, bis man eine Lösung

gefunden hat“, so Kogler.

„Die tatsächliche Bauphase war

dann extrem kurz von 23. Juli bis

Mitte November. Das ist nur durch

extremen Einsatz und Professionalität

der beauftragten Firmen aber

auch der Bergbahnmitarbeiter

gelungen. Und trotz der Kürze ist

das ganze Projekt sehr schonend

ausgeführt worden, so dass man

gewisse Änderungen bei Pistenabschnitten

gar nicht wahrnimmt.

Weiters wurde großteils rekultiviert,

speziell im sensiblen alpinen Bereich

wurde aufgrund der ökologischen

Bauaufsicht vorbildlich gearbeitet

und der Bewuchs komplett

erhalten!“, ergänzt Kogler. Kompliment

auch der Firma Strobl aus Brixen

für ihre hervorragende Arbeit

im Erdbau.


Lanzen aus Gründen

des Handlings

Bei der Schneeanlage wollte Kogler dieses

Mal unbedingt Automatik-Lanzen einsetzen,

obwohl im gesamten bestehenden

Wintersportgebiet bislang nur Propellermaschinen

platziert waren. Aber das

Handling der Schneemaschinen wäre

durch diese Erweiterung endgültig zu groß

geworden, zumal die Anlage auf der anderen

Talseite liegt und die Strecken mit Skidoos

unmöglich zu bewältigen sind. So

wurden also 54 Lanzen der neuen regelbaren

Type A9V mit Rundkopf bei TechnoAlpin

eingekauft und zusätzlich drei M18 sowie

eine M20 Propellermaschine auf Turm

für die Beschneiung von Skiwegen und

sehr großen Flächen. Teile der Schneeanlage

sind daher hybrid ausgeführt. Von

TechnoAlpin hatte man eine Saison zuvor

9 Lanzen mit lokalem Kompressor getestet.

Kogler: „Obwohl es sich dabei noch

um das Vorgängermodell handelte, war

die Leistung sehr zufriedenstellend.

„Außerdem hatte Westendorf bereits das

ATASS-Leitsystem von TechnoAlpin im Einsatz.

Die Philosophie hier war schon immer,

möglichst viele Stellen anzuschneien, um

schnell eine Verbindung herstellen zu können.

Dafür sind keine riesigen Wasserdurchsätze

nötig. Deshalb hat man schon 1998

mit vielen kleinen sogenannten Baby-

Maschinen begonnen. „Die Lanzenanlage

ist eigentlich die logische Weiterführung

dieser Philosophie“, bemerkt Kogler.

Konkret ist die Schneileitung insgesamt

4 700 m lang, die Verlegung der TRM-Rohre

erfolgte durch die Firma HTB Imst. Die

Wasserversorgung gelingt über einen bestehenden

Teich auf 1 650 m mit 60 000

m 3 Volumen, der zwei Mal pro Saison geleert

werden kann (eine Füllung kommt

durch Schneeschmelze „gratis“ zustande).

Die Entnahmeleistung beträgt 80 Sekundenliter.

Die Pumpleistung musste natürlich

erhöht werden, daher wurden zwei

Pumpenhäuser komplett von der Firma

AGB erneuert (Caprari-Pumpen). Weiters

wurde eine Kompressorstation mit zwei

Kaeser-Kompressoren mit je 110 kW bzw.

TECHNIK

BESCHNEIUNG/PISTENBAU

Luftleistung 20,9 m 3 /min angelegt (Prinzip

der Redundanz). Kogler: „Unser ganzes

bestehendes Pumpensystem soll mit diesem

Projekt verbessert werden. Überall im

Gebiet müssen wir die Leistung erhöhen

und die Zeiten verkürzen. 80 Stunden sind

nun für die Grundbeschneiung angesetzt,

wobei die Lanzen bei - 3,5° C Feuchtkugeltemperatur

starten.

Dank des Ki-West-Projektes ist Westendorfs

Pistenangebot um 10 % gewachsen (50

km) und man dürfte aufgrund der gestiegenen

Gästefrequenzen 05/06 eine Rekordsaison

erreichen. mak

Leistungen Klenkhart & Partner Consulting

➤ Talabfahrt Ki-West, Planung der gesamten neuen Piste mit den erforderlichen Erdbewegungen.

Prüfung der Lawinensituation. Naturschutz-, Wasser- und Forstrechtliche

Einreichungen.

➤ Planung der Beschneiung der neuen Abfahrt. Umbau von 2 Pumpstationen und

Realisierung einer Druckreduzierung an der Talabfahrt. Überarbeitung des Gesamtkonzeptes

der Beschneiung, um die Wasserbereitstellung für die neue Abfahrt zu

ermöglichen.

➤ Verlegung des Kinzingbaches im Bereich der Talstation Ki-West. Das neue Bachbett

musste durch mehrere Sohlgurte und Steinschlichtungen nach Grundsätzen der

Wildbachverbauung gesichert werden.

➤ Planung der Skibrücke über den Kinzingbach.

➤ Planung des Parkplatzes bei der Talstation.

➤ Begleitung der UVP-Einzelfallprüfung des Gesamtprojektes.

➤ Einreichungen bei der Naturschutz-, Wasserrechts- und Forstbehörde.

➤ Bauaufsicht.

➤ Ausschreibung der Erweiterung der Beschneiung und Verlegung und Verbauung

des Baches.

Boom: Neue Schnittstelle zu schiGIS

Die Boom Software hat eine neue Schnittstelle beim Boom.

Maintenance.Manager, (Instandhaltungs- und Betriebssoftware

für Seilbahnen), entwickelt und zwar zur Software von

Klenkhart & Partner. Dadurch können bestehende schiGIS-

Systeme rasch eingebunden und sämtliche Daten im Seilbahnunternehmen

über eine Oberfläche ausgewertet werden.

Mehrwert und Mehrnutzen für Seilbahnbetreiber – aus dieser

Zielsetzung heraus hat der steirische Softwarespezialist Boom

eine neue Schnittstelle zur Instandhaltungslösung entwickelt.

Seit November harmonieren die beiden Seilbahnlösungen schi-

GIS von Klenkhart & Partner und Boom.Maintenance.Manager

technologisch miteinander.

„Wir können für jedes Seilbahnunternehmen Modul für Modul

eine individuell passende Software zu Standardpreisen zusammenstellen

und bestehende schiGIS-Systeme rasch einbinden“,

sagt Joachim Schnedlitz, Vorstand der Boom Software AG.

„Die Software ermöglicht danach einfache und übersichtliche

Auswertungen aller geografischen und technischen Informationen

aus der schiGIS-Lösung.“

Da schiGIS das führende Geo-Informationssystem für Schigebiete

ist und Klenkhart & Partner sich seit 1991 mit der Planung

und Umstrukturierung von Schigebieten beschäftigt, bezeichnet

Schnedlitz diese Partnerschaft als ideal.

Der Boom.Maintenance.Manager deckt bekanntlich durchgängig

die betrieblichen Kerngeschäftsbereiche von modernen Seilbahnunternehmen

ab: angefangen vom Betrieb und der Instandhaltung

der gesamten Infrastruktur, über das Personalwesen,

das Bestellwesen und die Materialwirtschaft bis hin zum

Controlling.

Durch die Zusammenarbeit mit Experten und den Einsatz der

Microsoft.NET-Technologie ist Boom.Maintenance.Manager zukunftssicher,

modular kombinierbar und auf die Bedürfnisse moderner

Seilbahnunternehmen zugeschnitten.

Yi

Info:

Boom Software AG, Hannelore Molzbichler

A-1120 Wien, Altmannsdorfer Straße 74/5

T +43 (0) 1 / 80 48 83 36-36, F DW 15

h.molzbichler@boomsoftware.com, www.boomsoftware.com

1/2006 MOUNTAINMANAGER

67


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Im steirischen Ennstal sind weit

über 100 SUFAG-Propellermaschinen

im Einsatz. Die längste

Geschäftsbeziehung hat Schneipionier

Planai-Hochwurzen –

1981 noch mit „Hämmerle“

gestartet, gefolgt 1987 von den

Reiteralm-Bahnen in Pichl und

1991 von der Hauser Kaibling

Seilbahn- & LiftgesmbH. Seit

kurzem wird auch von allen drei

Pistenbetreibern die neue regelbare

SUFAG Schneilanze Super-

Snow getestet bzw. mit der Performance

bestehender Lanzenanlagen

verglichen. Der bisherige

Eindruck sei sehr vielversprechend,

teilten die Anwender der

MM-Redaktion mit. Und auch,

wie sie sonst mit den „Grünen“

zufrieden sind.

Schladming unterhält

bereits seit 1981 eine

Geschäftsbeziehung

mit SUFAG.

Foto: Karl Höflehner

MOUNTAINMANAGER 1/2006

68

25 Jahre SUFAG

im steirischen Ennstal

Über 100 Propellermaschinen von SUFAG sind im steirischen Ennstal im Einsatz.

Am Hauser Kaibling setzt man das Snowmaking gekonnt mit einem Model in Szene.

Foto: Hauser Kaibling Seilbahn- & LiftgesmbH.

Schnei-Pionier Schladming betreibt

derzeit 33 automatisierte SUFAG-

Propeller, hauptsächlich im Gebiet

der Hochwurzen, auf der Planai

setzt man überwiegend auf Lanzen

(450 Gemini). Während die Anzahl

der Propeller kaum mehr zunehmen

wird (es werden nur ältere

Jahrgänge durch neue Typen ersetzt),

weil man alle Plätze, wo

rasch sehr viel Schnee benötigt

wird, abgedeckt hat, soll das Lanzennetz

auf der Planai noch ver-

dichtet werden. Denn es gilt, die

Mindestanforderungen an den

Start der Skisaison noch schneller

erfüllen zu können. „Deshalb interessiert

uns natürlich auch die Performance

der neuen SUFAG-Lanze“,

sagt Prokurist Karl Höflehner.

„Eine haben wir testweise auf der

Hochwurzen seit Dezember integriert,

eine weitere seit kurzem auf

der Planai. Sie macht einen sehr

guten Eindruck auf uns und man

wird bei einer Neuausrüstung über

diese Type nicht mehr hinwegschauen

können. Die Schneeausbeute

ist besser als bei bekannten

Systemen.“

2 Mio. m 3 Schnee

in Schladming

Die Planai hält Höflehner für ein typisches

Lanzengebiet. „Hier ist

Waldgebiet, daher haben wir keine

großen Windprobleme, aber relativ

steiles Gelände.“ Die Grundbeschneiung

des Zentralbereiches soll

künftig in 70 Stunden funktionieren,

daher muss dann auch noch

mehr Wasser und Luft zur Verfü-


gung stehen. Schon jetzt hat man

stolze 508 Sekundenliter Wasserleistung,

für eine Erhöhung wird

ein weiterer Speicherteich gebraucht.

Luftmäßig gewinnt

Schladming durch das Zusammenschließen

der Anlagen mit Haus

Leistung dazu. Zusätzlich kommen

heuer zwei Compact Power, die eigentlich

schon für 05/06 bestellt

waren, aber von SUFAG aufgrund

der großen Nachfrage nicht mehr

geliefert werden konnten, sowie

eventuell noch zwei bis drei Turmlösungen

und im Zielhang der Planai-

West ein Schwenkarm oder Gunlifter...

So lauten die Überlegungen

dieses bereits zu 99 % beschneibaren

Schneesportgebietes, das über

zwei Millionen Kubikmeter Schnee

(!) pro Saison selber produziert.

Möglichst typenrein sein

Eine andere Absicht der Schladminger

ist es, bei den Schneemaschinen

möglichst typenrein zu werden,

und zwar vor allem aus Gründen

der einfachen Bedienbarkeit

der Scheeanlagen für das Schneipersonal.

Bei den Propellermaschinen

hat man sich nicht nur wegen

des guten Preis-/Leistungsverhältnisses

für SUFAG entschieden. Dazu

Höflehner: „Wir registrieren eine

sehr große Wertbeständigkeit der

SUFAG-Maschinen und sind mit der

Beziehung rundum sehr glücklich.

SUFAG war immer ein kontinuierlicher

Partner, während etliche in

der Schneebranche schon gekommen

und gegangen sind. Wir glauben

jedenfalls an eine gute Zukunft

dieser Firma. Außerdem lassen sich

die alten SUFAG-Geräte gut nach

Tschechien wieder verkaufen.“

Haus will nochmals

18 Türme

Dass die 4-stufige regelbare Super-

Snow gut funktioniert, wird auch

vom Hauser Kaibling bestätigt.

Und dass sie im Tieftemperaturbereich

besonders viel Schnee erzeugt.

Trotzdem sind die Hauser

keine wirklichen Lanzenfans – obgleich

22 Gemini platziert sind –

und setzen lieber auf ihre 40 Propellermaschinen

von SUFAG. 1991

hat alles mit einigen lärmarmen

SuperSilent begonnen, dann wurde

sukzessive aufgerüstet, zuletzt

2003 im großen Stil mit 10 x S-

Compact. Für 05/06 wurde eine

Doppelaufbau-Garnitur ersetzt und

ein Turm „Gunlifter“ mit einer

Compact Power ausgerüstet. Damit

sind in Summe 8 Türme an kritischen

Stellen im Einsatz, darunter

5 der Marke „Eigenbau“. Der 6 m

hohe Gunlifter ist stufenlos verstellbar

und die Maschinenposition

kann daher bei Windproblemen

beliebig verstellt werden. „Außerdem

ist jede Maschine abnehmbar

und in zwei Minuten in eine mobile

Maschine verwandelbar“, erklärt

SUFAG Gebietsrepräsentant Pitzer.

Die Wurfweite mit Gunlifter steigert

sich auf 80–90 m und die Leistung

nimmt um ca. 25 %–30 % zu. Und

schließlich kann man auch im

Grenzbereich früher zu schneien

beginnen, weil sich früher mehr

Wasser durchsetzen lässt.

Für den weiteren Ausbau der

Schneeanlage am Hauser Kaibling

sind noch 18 Türme geplant bei Liften

im oberen Bereich, bestätigt

der neue Geschäftsführer Mag.

Bernhard Schwischei. Die Hauptabfahrten

sind zwar zu 100 % beschneibar,

das Gebiet mit 35 km

Pisten in Summe zu 90 %, aber die

Schlagkraft muss weiter erhöht

werden. Lanzen wird man höchstens

noch punktuell mit „Rucksack-Kompressor“

ergänzen, und

zwar nur noch regelbare Typen.

Denn die Mühe mit dem Düsenwechseln

macht sich in der Praxis

keiner. Grundsätzlich kommt den

Hausern die Schneeverteilung mit

Propeller besser vor als mit Lanzen,

die eine Menge Arbeit mit Pistengeräten

verursachen.

Nach dem Grund für die Zusammenarbeit

mit SUFAG befragt,

antwortet Schwischei: „Wir sind

mit dem Produkt sehr zufrieden

und beobachten eine hohe Verlässlichkeit

der Maschinen. Der Service

ist o.k., die Schulungen sind top

und auch das Handling ist relativ

einfach. Natürlich hat Qualität ihren

Preis.“

Pichl: die ganze

SUFAG-Palette

Alles, was SUFAG zu bieten hat, ist

bei den Reiteralm Bergbahnen in

Pichl vertreten: 31 Stück vollautomatische

Propellermaschinen aller

Typen, 6 Gunlifter, seit zwei Jahren

auch einen Schwenkarm und im

Demo-Betrieb auch zwei Lanzen.

Die Schneeanlage ist teilweise hybrid

ausgeführt, teilweise bestehen

Inseln, und sie sorgt für 98 % Beschneibarkeit.

Aber auch hier lautet

das Ziel: Schlagkraft erhöhen. So

sollen noch 3 Gunlifter dazukommen,

dessen Entwicklung bei SU-

FAG übrigens die Reiteralm ausgelöst

hat!

Der Schwenkarm wurde in Pistenmitte

auf einer Pistenkreuzung aufgestellt.

Durch den 120 m weiten

Wurf und den 360° Schwenkbereich

kann man nicht nur eine sehr

große Fläche beschneien, man

spart sich auch Zapfstellen im unteren

Bereich. „Es bläst hier zwar von

jeder Seite Wind, so dass wir ursprünglich

an der Sinnhaftigkeit

zweifelten, aber dank der Absenkbarkeit

des Schwenkarms bis sogar

1 m unter Niveau hatten wir keine

Probleme. Dafür sehr viel und sehr

guten Schnee durch Höhe und

Weite“, so Betriebsleiter Karl Fischbacher.

So ein Schwenkarm ist zwar eine

große Investition, auf lange Sicht

gesehen kann, man sich zwischendrin

jedoch eine Maschine ersparen.

Auch bei alten Feldleitungen,

wo die Zapfstellen grundsätzlich

weiter auseinander liegen, ist diese

Lösung eine Überlegung, weil man

die Abstände beibehalten und die

Leistung trotzdem erhöhen kann!

Die Lanze wird vor allem für die erst

zu 50 % beschneibare Fageralm ein

Thema werden. „Im Vergleich zu

anderen Regelbaren hat die Super-

Snow eine höhere Leistung gezeigt“,

verrät Fischbacher. mak

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Die Reiteralm-Bahnen

in Pichl haben in Pistenmitte

vor zwei Jahren

einen Schwenkarm

platziert. Foto:

Reiteralm Bahnen

1/2006 MOUNTAINMANAGER

69


TECHNIK

BESCHNEIUNG

„Schnellerer“ LENKO-Schnee für Höflehner-Bahnen in Haus

Auch Kleine steigern die Schlagkraft

Das Skigebiet von Ex-Skirennläufer Helmut

Höflehner in Haus im Ennstal – der östlichste Einstieg

in die 4 Berge Skischaukel (Hauser Kaibling, Planai,

Hochwurzen, Reiteralm) und Mitglied im Skiverbund

Amadé – erhöhte mit LENKO die Leistung seiner

Schneeanlage von 25 l/s auf 65 l/s. Da die zu 100 %

beschneibaren Pisten von Haus zu den am besten

präparierten in Österreichs Alpen zählen, dürfen die

Betreiber keine Mühen und Kosten scheuen, das

Niveau abzusichern.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

70

Ex Skirennläufer Helmut Höflehner (r.) und

Manfred Gruber von LENKO vor einem der

5 Winchtower mit einer ST540, die ihre Leistung

schon gebracht hat, aber für eventuelle

Ausbesserungen installiert bleibt. Fotos: mak

Die bekannt gastfreundliche Familie Höflehner betreibt am Gumpenberg

in Haus das Hotel Knapplhof, eine Skihütte, (im Sommer

auch eine Almhütte), das Turmsalettl „Knapplschlössl“ und zwei

kuppelbare Vierer-Sesselbahnen mit Hauben, bekannt als Höfi-Express

I und II. Noch in der Schlepplift-Ära ist man 1990 mit drei Maschinen

punktuell in die Schneeerzeugung eingestiegen, um einige

kritische Stellen am Ausapern zu hindern. Nach einigen Jahren wurde

der Bedarf größer und 1995 dann von LENKO eine 940er angeschafft.

2002 kamen 4 weitere Schwedenkanonen der manuellen

Type ST540 zur Flächenbeschneiung dazu. Nach weiteren Jahren

mit warmen Vorwintern und kürzer werdenden Schneizeiten stand

fest, dass die Schlagkraft der Schneeanlage erhöht werden muss,

um in noch kürzerer Zeit die Grundbeschneiung erledigen zu können.

Das bedeutete, die Pumpleistung wesentlich zu steigern, die

Wasserzufuhr und die Stromversorgung zu erhöhen, eine Druckerhöhungsstation

zu errichten und natürlich die Zahl der Schneigeräte

zu steigern. Das alles im finanzierbaren Rahmen für ein 16 ha kleines

Skigebiet, das noch an früheren Investitionen zu knabbern hatte.


Die Druckerhöhungsstation

wurde neu zwischen

den beiden

Sesselbahnen errichtet.

Maximale Effizienz zu minimalen Kosten?

In Manfred Gruber, Ostösterreich-Verkäufer bei LENKO, fand Helmut

Höflehner den richtigen Partner für sein Anliegen. Gruber

schlug zwei weitere ST540 vor, dazu zwei weitere heb/senkbare

Schneitürme „Winchtower“ zu den 3 bereits bestehenden, den Ausbau

der Pumpstation mit KSB-Pumpen (HDP 250 kW, Vorpumpe 30

kW, Druckerhöhung 2 x 55 kW je 20 l/s) und die Erneuerung des Zulaufes

in den kleinen Speicherteich (3 500 m 3 ), der nun mit 40 l/s

ständig befüllbar ist. Dadurch konnte der Aushub eines wesentlich

größeren Sammelbeckens umgangen werden. Weiters wurde der

Trafo von 400 kV auf 1 000 kV erhöht. Als Subunternehmer beim

Pumpstationsbau fungierten übrigens die Stadtwerke Murau

(Elektrotechnik, Hochspannung) und die Firma Zeiringer, ebenfalls

aus Murau (Hydraulik).

Die Schneeanlage liefert nun wie eingangs erwähnt statt 25 l/sec

nun 65 l/sec. Das Teichwasser wird nochmals mittels Kühlturm auf

1° C heruntergekühlt, um das Optimum herausholen zu können im

Grenztemperaturbereich. Eine weitere Unterstützung geben dabei

die 5 Winchtower durch die Fallhöhe. Außerdem ist die Schneeausbeute

in kurzer Zeit eine wesentlich höhere als bei Bodenmaschinen.

Die Schneekanonen brauchen allerdings nicht fix auf diesen Türmen

installiert bleiben.

Nur noch 96 Stunden Einschneizeit

Konkret ist die 4 000 m lange Standardanlage mit 49 Zapfstellen

und 11 Schneegeneratoren, davon 7 LENKO, nun auf eine Einschneizeit

von 96 Stunden bei -6° C FK-Temperatur ausgelegt. Damit

kann man gut leben, wie sich im letzten November gezeigt hat.

Gestartet wird bei der Grundbeschneiung ab -4° C Feuchtkugeltemperatur,

das Ziel sind 30–40 cm Auflage.

Die Erweiterung auf 14 Schneemaschinen wäre von den Leistungsreserven

her gesehen noch möglich und wahrscheinlich. Dies u. a.

auch deshalb, weil Höflehner an eine Verbreiterung bzw. teilweise

Begradigung seiner (ohnedies schon relativ breiten) Pisten denkt, so

wie seine Kollegen am Hauser Kaibling letzten Sommer vorexerziert

haben. So eine Pistenkorrektur erhöht

nämlich einerseits den Komfort und die

Sicherheit für den Gast und erleichtert

andererseits die Präparierung enorm.

Und die Pisten sowie die Berggastronomie

müssen heutzutage gut sein, um im

Konzert der besonders Erfolgreichen mitspielen

zu können. Beides stimmt auf der

4-Berge Skischaukel, einem der größten

Skizentren Österreichs, generell und am

Hauser Kaibling mitsamt dem Höfi-Territorium

speziell. mak

TECHNIK

BESCHNEIUNG

So könnte auch Ihr Speichersee für die

technische Beschneiung aussehen

Referenzen für technische Schneianlagen:

– Sportbahnen Bellwald Goms AG, Bellwald

– Schilthornbahn AG, Mürren

– Pisten für die Internationalen Lauberhornrennen

Wengen u.a.m.

Ingenieurbüro für Bauwesen und Umwelt

Schneller Ritz und Partner AG

Nordstrasse 16, CH-3900 Brig

Tel. +41 27 922 02 00

E-Mail srp@srp.ch; http://www.srp.ch

Neben der Bergstation

des Höfi-Express II

erwartet einen bei

herrlichem Rundumblick

das Turmsalettl

Knappl-Schlössl, wo

sich auch die Einheimischen

gerne treffen.

1/2006 MOUNTAINMANAGER

71


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Bereits 2 Wochen vor der Olympiade

von Turin stehen die ersten

Sieger schon fest: Alle 5 Techno-

Alpin-Anlagen arbeiten zur vollsten

Zufriedenheit der Betreiber,

während in Sestriere noch um

die olympischen Herrenabfahrt

gezittert wird.

November 2005

in San Sicario:

TechnoAlpin Lanzen

beginnen mit der

Einschneiung.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

72

Olympiade Turin 2006

– die Ersten sind schon im Ziel

Bei der Olympiade in Turin, die am

10. Februar eröffnet wird, handelt

es sich um eine Großveranstaltung,

die ihresgleichen sucht. Das Investitionsvolumen

beträgt 1 686 Millionen

Euro. Es wurden 65 Großprojekte

realisiert:

➤ 12 Aufstiegsanlagen,

➤ 10 Beschneiungsanlagen,

➤ 6 Eistadions,

➤ 5 Pisten,

➤ 4 Gesamtanlagen am Berg (Bob,

Skisprung, Biathlon und Langlauf),

➤ 18 Straßenbauprojekte,

➤ 10 Olympische Dörfer.

Eine M20 mobil von TechnoAlpin in San Sicario, das bereits im Vorjahr beschneibar war.

5 der neun olympischen Beschneiungsanlagen,

also 55 %, wurden

von TechnoAlpin realisiert, und mit

Ausnahme der Trainingspiste in

Sportinia wurden mit Herbst 2004

alle in Betrieb genommen:

➤ Beschneiungsanlage Speed-Bewerbe

in San Sicario,

➤ Beschneiungsanlage Biathlon in

San Sicario,

➤ Beschneiungsanlage Freestyle in

Sauze d´Oulx,

➤ Beschneiungsanlage für die

Sprungschanzen in Pragelato.

Dies darum, um von Seiten der FIS

Fotos: TechnoAlpin

bereits Weltcupbewerbe durchführen

zu können und unter Realbedingungen

zu testen. Konkret gab

es im vergangenen Winter bereits

Weltcuprennen in Abfahrt und Super

G der Damen, einen Freestylebewerb,

ein Skispringen auf der

120 m- und der 95 m-Schanze und

ein Biathlonrennen.

Die Stimmen der FIS zur Schneequalität

und zur Beschaffenheit der

Pisten waren sehr positiv.

Positives Feedback der FIS

Auch im heurigen Winter sind die

Stimmen der FIS zum Zustand der

TechnoAlpin Pisten sehr positiv. Es

liegt ausreichend Schnee, im

Gegensatz zu den Polemiken, die

es um die technische Beschneiung

auf der Herrenabfahrt in Sestriere

gibt.

Besonders erfreut hat sich Vittorio

Salusso, der verantwortliche Direktor

für sämtliche Investitionen am

Berg, über die olympische Biathlonanlage

in San Sicario geäußert:

„Sie ist sein Meisterstück, einzigartig

in der Planung, und ausgezeichnet

in der Umsetzung“, so Vittorio

Salusso.


Die Biathlonanlage –

ein Meisterstück

Die Biathlonanlage hat TechnoAlpin zusammen

mit den beiden Südtiroler Unternehmen

„Stahlbau Pichler“ und „Zimmerhofer“ realisert.

Die Anlagen im Überblick

Damen-Speed-Bewerbe in San Sicario:

9 930 zu beschneiende Pistenkilometer

17 km Rohrleitung

142 Schächte mit Anschlussstellen

19 Hochdrucklanzen H3V

66 Lanzen der Typen L10 V und L6V

2 Speicherteiche mit einem Fassungsvermögen

von 57 000 m 3

2 Pumpstationen

Besonderheit: Die Boosterpumpstation SDM

4 wurde in Bozen als komplette Containerlösung

gebaut, und in San Sicario, direkt unterirdisch

eingebaut.

Diese Anlage ist die größte Beschneiungsanlage,

welche TechnoAlpin in Turin errichtet

hat.

Die Anlage erstreckt sich zwischen Monte

Fraiteve (2 673 m) und San Sicario (1 699 m)

auf zwei verschiedenen Abfahrtsstrecken.

Zwischen den Pisten gibt es 3 Verbindungsstrecken.

Biathlonanlage in San Sicario

12 zu beschneiende Pistenkilometer

2 km Rohrleitung

21 Schächte mit Anschlussstellen

12 mobile Schneeerzeuger (10 Stück M15

und 2 Stück M10)

1 Pumpstation mit Leistung von 220 m 3 /h

Skisprungbewerbe in Pragelato

5 zu beschneiende Schanzen (120 m, 95 m,

60 m, 30 m, 15 m)

1 km Rohrleitung

19 Schächte mit Anschlussstellen

21 Lanzen (Hochdrucklanzen und Lanzen

des Typs L10V und L6V)

1 Pumpstation mit einer Leistung von 160

m 3 pro Stunde

Kompressorstation

Kühltürme

Freestyle in Sauze d’Oulx

13 Schächte mit Anschlussstellen

5 Schneeerzeuger auf Turm M15

8 mobile Schneeerzeuger M15

1 Pumpstation mit zwei Pumpen zu je 55 kW

und 30 l/sec

Trainingspiste in Sportinia

31 Schneilanzen

31 Schächte mit Anschlussstellen

3 000 Meter Rohrleitung

1 Pumpstation mit einer Leistung von

400 m 3 /Stunde

2 Kompressoren zu je 250 kW und je

43 m 3 /Minute.

Dabei wurde ein Bau aus den 60-iger Jahren,

welcher vom Stahlwerk „Italsider“

aus dem Piemont seinerseits als Ferienkolonie

für die Kinder der Arbeiter genutzt

wurde, innerhalb kürzester Zeit in ein

Multifunktionszentrum umgewandelt.

Den 3 Unternehmen, welche sich für das

Bauvorhaben zu einer zeitweiligen Bietergemeinschaft

zusammengeschlossen haben,

ist es gelungen, in enger Zusammenarbeit

die einzelnen Teilleistungsbereiche

bestens aufeinander abzustimmen und

zu koordinieren.

Auch über 50 Stück der L9V Lanzen sind in Turin im Einsatz.

Skisprung Olympiaschanze, eingeschneit von TechnoAlpin-Gerät.

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Zimmerhofer hat sämtliche Baumeisterarbeiten

übernommen, Stahlbau Pichler

die Stahlarbeiten und TechnoAlpin lieferte

und installierte die gesamte Beschneiungsanlage.

Mit großer Beharrlichkeit wurde die Anlage

termingerecht umgesetzt und hat die

Verantwortlichen voll und ganz überzeugt.

„TechnoAlpin hat so sein Ziel schon erreicht,

bevor die eigentlichen Sportevents

begonnen haben“, lässt Marketingleiterin

Dr. Irmgard Prader die Fachwelt wissen.

MULTI LIFT SNOWTUBING® BABYLIFT KARUSSELL

Multi Skiliftbau GmbH, Hauptstr. 1, D-83355 Grabenstätt Tel: 0049 8661-242/Fax -1472

Multi Star Skilift, 507 Chestnut Str.-Sunbury, PA 17801 Phone (570) 473-8545/Fax -3252

E-Mail: info@multiskilift.de, Internet: www.multiskilift.de, www.snowtubing.ch

1/2006 MOUNTAINMANAGER

73


TECHNIK

FIRMEN NEWS

Wenn man

mit Kindern

arbeitet, spielen

Sicherheit und

Qualität der

Produkte eine

herausragende

Rolle. Die

H.u.M. Schorn

GesmbH ist

damit seit nunmehr

30 Jahren

erfolgreich.

MOUNTAINMANAGER 1/2006

74

H.u.M. Schorn GesmbH:

Qualität von Anfang an

Gegründet wurde das Unternehmen

von Marianne und Helmut

Schorn, die ihren Aktionsradius vorerst

im Lehrmittelbereich für Schulen

hatten. Nach der erfolgreichen

Erweiterung ihrer Angebotspalette,

mit der man sich vor allem in Kindergärten

einen guten Namen

machte, erfolgte Mitte der 90er

Jahre der Umzug nach Mondsee.

Dort ist die H.u.M. Schorn GesmbH

auch heute noch ansässig und verfügt

in der Herzog-Odilo-Straße im

Gewerbepark über Büroräume im

Ausmaß von 293 m 2 und ein 700 m 2

großes Lager. Beschäftigt sind im

Familienunternehmen neben den

Geschäftsführern Robert und Jürgen

Schorn 10 Mitarbeiter in der

Verwaltung und 10 Außendienstmitarbeiter.

Die Produktpalette umfasst die Einrichtung

und Ausstattung von:

➤ Kindergärten, Horten, Krabbelstuben

und Jugendzentren,

➤ Indoorspielanlagen und Spielräumen

für Einkaufszentren, Hotels

und Gasthöfe,

➤ Spielecken für Arzt- und Krankenhauswarteräume,

Spielplätzen

und Gästezimmern,

➤ dazu Gymnastik-, Spiel- und

Therapiematerial für Jung und Alt.

Sicherheit und Design

In den 30 Jahren ihrer erfolgreichen

Arbeit haben die Spezialisten der

Schorn GesmbH eine Reihe von

Faktoren entwickelt, die für das

Unternehmen zu einem Markenzeichen

geworden sind. So legt

man großen Wert auf eine persönliche

Beratung und Betreuung der

Kunden. Auf diese Weise kann das

Angebot nicht nur fair und individuell

ausgearbeitet werden, auch

der Service nach dem Kauf trägt

persönliche Züge. Dafür sorgt der

so genannte 5-Sterne-Service, der

in den ersten 12 Monaten folgende

Arbeiten umfasst: Nach- bzw. Einstellen

der Türen bei den Schränken,

Überprüfen der Stuhlgleiter,

Befestigungskontrolle der Gymnastikgeräte

und aller anderen wandmontierten

Möbel, Sicherheitscheck

der Geländer von den Galerien

und Podesten, sowie die Pflegeschulung

des Personals für alle

Möbeloberflächen.

Die Installation der Produkte erfolgt

durch professionell geschulte Mit-

arbeiter, sodass Sicherheit und

Qualität auch in diesem Bereich gewahrt

sind. Die Spielwaren werden

von Schorn angekauft, die benötigten

Möbel lässt man in ausgewählten

Fachbetrieben herstellen. Dabei

sind alle Möbel so konzipiert,

dass ein Umgestalten mit wenigen

Handgriffen möglich ist. Klare

Strukturen und eine gekonnte Linienführung

bilden die Basis für das

auffallend elegante Design. Dazu

erhält der Kunde bei Vertragsabschluss

eine Liefer- und Nachkaufgarantie.

Referenzen

Geschätzt wird das umfangreiche

Angebot heute von Kindergärten,

Hotels und Gastronomiebetrieben

genauso wie Bergbahnunternehmen

oder Einkaufszentren, in denen

das Know-how der H.u.M.

Schorn GesmbH gerade in jüngerer

Zeit immer häufiger anzutreffen ist.

Neben Österreich ist man vor allem

in Deutschland und Südtirol aktiv.

Aufträge kommen aber auch bereits

aus Russland. Dabei zeigen einige

Renommieraufträge die große

Bandbreite, mit der die H.u.M.

Schorn GesmbH punkten kann:

➤ Spar

➤ KIKA

➤ A-ROSA-Gruppe

➤ Mövenpick

➤ Steigenberger

➤ Alpbacher Bergbahnen

➤ Silvretta Nova

➤ Bergbahnen Serfaus

Yi

Infos:

H.u.M. Schorn GesmbH

Herzog-Odilo-Straße 101

A-5310 Mondsee/Gewerbepark

Tel.: +43 (0) 62 32 / 55 52

E-Mail: mail@spielundschule.at

Internet: www.spielundschule.at

Sicherheit, überlegene Qualität und

trendweisendes Design sind die großen

Pluspunkte der Schorn-Produktreihe.

Foto: H.u.M. Schorn GesmbH


1976

1976 hat das

österreichische Skiteam

bei den XII.

Olympischen Spielen in

Innsbruck 6 Medaillen

errungen

----

2006 ist YORK Neige bei

den Ski-Alpin-Bewerben in

Sestrière im Zuge der XX. 1976-2006

30

Olympischen Spiele in

Turin vertreten.

Jahre

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