Special: - Eubuco Verlag

eubuco

Special: - Eubuco Verlag

D 4945 F 39. Jahrgang Dezember 2008

Mountain-Manager 60:

H. Schultz, Hochzillertaler Bergbahn

Weltneuheit von Reichmann ab S. 20

8/08

Special:

Schneesportschulen


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Chefredakteur

Dr. Markus Kalchgruber

Die Krise in die Mangel nehmen

Überall wurde in den letzten Wochen vornehmlich ein Thema diskutiert:

die von den USA ausgelöste Finanzkrise und ihre Auswirkungen

auf die Wirtschaft – in unserem Fall den Tourismus. Fachleute

berichten, dass die Ferienhotellerie für den Winter 08/09 sehr

gut gebucht sei, derzeit also noch keine Krisenanzeichen zu spüren

wären. In der zweiten Winterhälfte werde die Stimmungslage in der

Öffentlichkeit (und die Schneelage) darüber bestimmen, ob es Einbrüche

geben werde. Hingegen spüre der Städtetourismus jetzt bereits

erste wirtschaftliche Auswirkungen bei Businessgästen und die

Prognosen 2009 fallen düster aus. Aber spätestens der Sommer

2009 werde auch für die alpinen Ferien-Destinationen eine schwierige

Saison. Den Wintertourismus dürfte die Rezession erst zeitversetzt

bei den Buchungen zur nächsten Saison treffen.

Die Frage angesichts solcher Kassandra-Rufe ist, wie man sich am

besten auf diese Situation einstellen soll? Sicherlich nicht mit Jammern

oder Preissenkungen. Ersteres zerstört die Motivation und das

Handlungsklima, das gerade jetzt ungewöhnliche Ideen und Initiativen

braucht. Letzteres ist keine nachhaltige Lösung, sondern nur

kurzsichtiges Denken. "Es braucht zehn Jahre, um einen Preis aufzubauen,

ihn panikartig zu senken hingegen nur Sekunden", warnt

z. B. der Villacher Tourismusberater Dr. Manfred Kohl. "Vielmehr

sollte bei den gebotenen Leistungen angesetzt werden."

Mit Packages ist noch Potenzial drin

Gemeint ist damit eine clevere Preispolitik statt eine Preispanik aus

Verzweiflung. Man kann damit rechnen, dass für viele Menschen

der Urlaub weiterhin ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens ist

und nicht ein purer Luxusartikel wie eine Rolex-Uhr. Urlaubserlebnisse,

Erholung, Tapetenwechsel, Bewegung in der Natur, kurzfristiges

Aussteigen – das sind alles Dinge, die für den heutigen Menschen

immer wesentlicher zum Erhalt seiner (physischen und psychischen)

Gesundheit und Leistungsfähigkeit beitragen. Um zu

sparen, verzichtet man vielleicht auf eine Flugreise, aber nicht generell

auf die schönste Zeit im Jahr. Oder man mietet sich in einem

cheap & chic-Hotel ein oder einer Blockhütten-Siedlung auf Selbstversorgerbasis.

Viele verzichten auf Wochen-Skipässe und kaufen

Stunden- oder die gute alte Punktekarte. Diesen Trend haben wir ja

teilweise jetzt schon. Wir könnten aber durch geschickt geschnürte

Pakete noch attraktivere Anreize schaffen, die dem Gast das Gefühl

geben, zu sparen. Warum sollte es z. B. nicht möglich sein, ein

Kombi-Ticket aufzulegen, das außer der Bahn-/Liftbenützung auch

die Verpflegung in Form eines von 3 Wahlmenüs samt einem Getränk

inkludiert? Natürlich wäre dieses Kombi-Ticket etwas teurer,

aber für den Gast immer noch günstiger, als jede andere Lösung.

Wie man da betriebsintern kalkulieren muss und welche Synergieeffekte

man nutzen kann, weiß die internationale Allinklusive-

Urlaubsindustrie ja schon lange...

Synergien schaffen und Kräfte bündeln

Und überhaupt: Synergien schaffen, Kräfte bündeln, sich gegenseitig

ergänzen und beim Marktauftritt unterstützen – das sind die

Zauberworte, die jede Krise in die Mangel nehmen. Da lässt sich einiges

bei den Ausgaben sparen und an den Konsumenten im Preis-

Leistungsverhältnis weitergeben wie o. e. Auch bei den Marketingkosten,

etwa durch gegenseitiges kostenloses Cross-Marketing,

Aufspüren von Marketing-Reserven oder Auffallen mit kreativen Impulsen

am Markt statt immer nur teuren Investitionen. Beispiele aus

letzter Zeit wären die Bildung der nationalen „Allianz für den Winter“

– ein Zusammenrücken aller Branchenverbände – oder der erste

Solarstrom-Lift, betrieben über Photovoltaik-Paneele an der Talstation.

Oder neue Kooperationsformen wie in Kärnten, wo man

um 49 Euro/Tag Ticket, Skiausrüstung und Skilehrer bekommt. Entscheidend

ist, dass wir die Krise als Chance für fruchtbare Veränderungen

nutzen.

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8/2008 MOUNTAINMANAGER

3


INHALT

I M P R ESSUM

Internationale Zeitschrift

für Berg- und Wintersporttechnik

und bergtouristisches Management

Verlag:

EuBuCo Verlag GmbH,

Geheimrat-Hummel-Platz 4,

D-65239 Hochheim/M

Tel. +49(0)61 46/605-142, Fax -204

Herausgeber und Geschäftsführer:

Horst Ebel, Tel. +49(0)61 46/605-100

Chefredakteur:

Dr. Markus Kalchgruber

Mobil +43(0)6 64/1 00 21 50

E-Mail: m.kalchgruber@aon.at

Habichtweg 16, A-5211 Lengau

Anzeigenmanagement gesamt:

Joyce Hoch, E-Mail: j.hoch@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605-142

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Otto Roman Fosateder

Mobil +43(0)6 64/4 42 06 80

E-Mail: o.r.fosateder@aon.at

Verlagsbüro Österreich:

Scherenbrandtnerhof-Str. 6, A-5020 Salzburg

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Fax +43(0)6 62/42 15 15

Redaktion Österreich:

Dr. Luise Weithaler,

Tel. +43(0)6 62/88 38 32

E-Mail: weithaleripr@aon.at

Kirchenstr. 31, A-5020 Salzburg

Redaktion Schweiz:

Thorsten Block

Tel. +49 (0) 7 21/9 82 25 27

Fax +49 (0) 7 21/9 82 25 28

E-Mail: tbka68@aol.com

Gerwigstr. 22

D-76131 Karlsruhe

Produktion & grafische Gestaltung:

Dagmar Wedel c/o EuBuCo Verlag GmbH

E-Mail: d.wedel@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605-163, ISDN: -232

MM-online: www.mountain-manager.com

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Preisliste Nr. 31 vom 1.1.2008

Vertrieb:

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Bezugspreise

Einzelpreise 9,– €

inkl. Versandkosten und ges. MwSt.

Jahresabonnement

Deutschland: 64,– € inkl. Versandkosten und

ges. MwSt. / Europa: 74,– € inkl. Versandkosten

Übersee: 74,– € + Versandkosten

39. Jahrgang, 2008

ISSN 1618-3622

Nachdruck – auch auszugsweise – nur

mit Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr

übernommen.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

4

Editorial 3

Inhalt 4/5

MM MAGAZIN

UMFRAGE

• Stellenwert der Parkplatzbewirtschaftung 6

SCHNEESPORTSCHULEN

• Quality Award – Neues Gütesiegel für Tiroler Skischulen 10

• Ski Well – Feel Well: Salzburgs Skischulen testen 14

Zielgruppen-Produkt

• Allianz "Zukunft Winter" beschlossen 16

• Swiss Snowsports: Blickpunkt Gast 18

SKISERVICE & RENT

• Reichmann: Weltneuheit am Nassfeld 20

• Skiservice-Pionier Allmann schwört auf Discovery 22

• Kompetenz von Reichmann am Arber 24

• Sport Kessler: 100 Jahre Erfolg im Kleinwalsertal 26

NEUE BAHNEN

• Doppelmayr: Funitel-Trilogie zum Gletscher 28

• Doppelmayr: Kabinenbahn zum Jubiläum in Kühtai 30

• Leitner: Premiere in der Schweiz am Corvatsch 32

MARKETING & MANAGEMENT

• Bilanz Schweiz 07 13

• Dorfgastein-Großarltal nährt den Aufwärtstrend 35

• 60. MM-Interview: Heinz Schultz, GF Ski Optimal Hochzillertal 36

• Kärntner Seilbahntagung: Optimistisch in den Winter 40

• Doppelmayr Pressekonferenz 42

• Deutsche Seilbahner tagten in Willingen 43

• Leitner Technologies: Eröffnung Standort Telfs 46

TECHNIK & WIRTSCHAFT

ÜBERSCHNEEFAHRZEUGE

• Prinoth Husky auf exotischen Wegen 48

• Prinoth bei der WM in Val d'Isere 49

• Kässbohrer: Zwei Marken Strategie 50

• YAMAHA Gletschertest 52

• Arctic Cat: schneller, besser, stärker 54

• NILS AG: Kompetente Beratung, erstklassiger Service 55

• Westa GmbH: von der Idee zum Produkt 57

BESCHNEIUNG

• Zau{:ber:}g Semmering von Wintertechnik 58

zukunftssicher gemacht

• Mayrhofen produziert 5550 m3/h Schnee mit SUFAG 62

• BB Hohe Salve: zum 60er Gemini-Beschneiung 65

undbeheizte 8 EUB

• BEA Electrics rüstet Kitzbühel auf 67

• TechnoAlpin entwickelt Fernbedienung mit Sölden 68

• Erster IDE Snowmaker in Betrieb gegangen 70

• Neues SnowTuning von Löhnert 72

SICHERHEIT

• Daisy Bell – sichere Lawinenauslösung per Helikopter 74

• Bergungsoptimierung: ein Erfolgsmodell von IMMOOS 75

FIRMEN NEWS

• kasercarpets: ein erfolgreiches Jahr geht zu Ende 45

• Sparsames Heizen mit PULS-AIR 31

• Fortrac®-Geogitter im alpinen Straßenbau 77

• Novacom: Wo Winterträume wahr werden 78


Hinweis: Sie finden unter

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unsere neue Homepage.

Mountain Manager-Interview

Nr. 60 gab uns Heinz Schultz,

Geschäftsführer von Ski Optimal

Hochzillertal, den Mölltaler

Gletscherbahnen, den Ankogel

Gebirgsbahnen, den Hochpustertaler

BB sowie neu dem Großglockner

Resort Kals-Matrei, das Anfang

Dezember eröffnet wurde und mit

seinem Angebot in Osttirol Maßstäbe

setzt. Schultz nimmt zu

seinen Ambitionen, Zielen und den

Vorzügen eines Familienunternehmens

Stellung. Sein Motto:

„Qualität hat Priorität“.

Interview von Seite

36 – 39

I N S E R E N T E N L I S T E

AGF 65

AGRU 58

Alpina 73

Alp Media 4

Bilek&Krischner 60

Buderus Tiroler Röhren 61

Congress und Messe 23

Innsbruck

Doppelmayr Seilbahnen 11

Grubner Elektrotechnik 67

HDP Gemini 15

Holleis/Snopex 25

ILF 63

IDE Technologies 19

Ingenieurbüro Sehnal 37

Jakob AG 41

Kässbohrer U2

Kaser GmbH 49

Klenkhart & Partner 5

KSB 3

Messe Bozen 51

MONTANA 71

POMA U4

Pool Alpin 7

Reichmann & Sohn 1

R & S Wals 59

Sitour 39

Schmeiser 35

SMI Snowmakers AG 27

SUFAG 17

TechnoAlpin 13

Suche/Biete

Lingg, Werner 48

INHALT

Aus der Welt der Schneesportschulen, die immer mehr die

Softwarekomponente im Wintertourismus übernehmen, gibt

es wieder Neuheiten. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame

Bemühen um die Bedürfniserfüllung des Gastes, für das in

Österreich sogar eine "Allianz Winter" mit allen Partnern beschlossen

wurde. Tirol hat ein Qualitäts-Gütesiegel eingeführt,

Salzburg testet das neue Programm "Ski Well – Feel Well" für

die wachsende Zielgruppe der Genussskifahrer.

Der Skitag beginnt aber am Parkplatz – deshalb haben wir die

passende 10er-Umfrage dazu als Auftakt vorangestellt.

Lesen Sie von Seite 6 –18

"SkiService & Rent" bietet dieses Mal vor allem Anwenderberichte

der drei großen Anbieter. Wintersteiger präsentiert

den Schweizer Skiservice-Pionier Allmann, die Firma Reichmann

eine Weltneuheit am Kärntner Nassfeld sowie die

Verleihstation der Arber Bergbahnen (D) und Montana das

Sporthaus Kessler im Kleinwalsertal zum 100. Bestandsjubiläum.

Allen gemeinsam ist die ungeheure Dynamik,

die diesen Bereich bereits kennzeichnet.

Seite20 – 27

Die Bergbahnen

Sölden haben

schon viele Entwicklungen

bei

der Industrie ausgelöst.

Jüngstes

Beispiel ist eine

Fernbedienung

für die Schneeerzeuger

via Blue

Tooth sowie ein

spezieller, großer Schacht für Turmkanonen (160x160x200

cm), der nicht nur gleichzeitig als Fundament dient, sondern

auch viel Platz für die Wartung bietet. Der Bereich "Beschneiung"

ist mit 5 weiteren Artikeln – darunter die BSA Semmering,

Mayrhofen und Hopfgarten – in dieser Ausgabe vertreten.

lesen Sie von Seite58 – 73

8/2008 MOUNTAINMANAGER

5


MAGAZIN

UMFRAGE

MM-UMFRAGE

Der Parkplatz –

Visitenkarte oder Stiefkind?

Ein gepflegter, genügend großer Parkplatz wäre normalerweise die Visitenkarte

eines Liftbetreibers und sehr wichtig für optimale Zugangsbedingungen

zur Freizeitbeschäftigung "alpiner Wintersport". In der Organisation des Parkens

und der Freundlichkeit beim Empfang liegt viel Potenzial, um Pluspunkte

beim Gast zu sammeln.

Der erste Eindruck prägt sich tief ein und

färbt das Gesamterlebnis. Ist dieser negativ,

kann der Skitag schon von Beginn

weg "im Eimer" sein. Diese Wirkung des

ersten Eindrucks wird oft unterschätzt,

auch die Bergbahnunternehmer geben

das zu. Wenngleich theoretisch fast jeder

eine hohe Bewertung für das Parkplatz-Management

abgibt – bei unserer

diesmaligen 10er-Umfrage unter Bergbahnchefs

aus A, CH, D und I ergab sich

ein Durchschnittswert von 9,44 auf der

Skala (1 – 10) – ist praktisch kaum einer

mit seiner Situation 100%ig zufrieden.

Man braucht entweder ein Leitsystem

oder mehr und/oder näher gelegenere

Plätze. Ob man auch freundlichere

Parkplatzeinweiser bräuchte, darüber

schweigen sich die Befragten natürlich

aus. Aber das Thema "Freundlichkeit"

wird konkret nur zwei Mal angesprochen.

Ein Zufall?

Gäste positiv überraschen

In den USA dominiert das Servicedenken

beim Marketing alles andere.

Man will den Gast schon positiv überraschen,

wenn er ankommt. Also bringt

man ihm besondere Freundlichkeit und

positive Stimmung entgegen bei Begrüßung

und Einweisung sowie Beantwortung

erster Fragen. Manchmal gibt

es auch ein kleines Gimmick wie Brillenputztücher

oder Drops für die Kinder.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

6

Und manche Destinationen beschäftigen

auch Skiträger, die vor allem den

Damen und älteren Personen die Skier

bis zur Seilbahn tragen. In Österreich

kennt man dieses Beispiel von Zauchensee

mit seinen "Lady-Skishuttlern".

Solche Aktivitäten kosten nichts bis

wenig im Vergleich zu den gängigen Investitionssummen

bei den Bergbahnen,

tragen aber viel zum Gesamterlebnis

bei. "Wenn ein Glied in der Dienstleistungskette

schlecht ist, wird die ganze

Kette in Frage gestellt", sagt z. B. Josef

Reiter von den Mayrhofner Bergbahnen."

Die besten Lifte und Pisten verlieren

in der Gesamteinschätzung an

Wert, wenn der Parkplatz schlecht organisiert

ist."

Wer kann, baut Parkhäuser

Interessant bei Frage 1 (siehe unten)

waren auch die Hinweise auf die

gewünschte Errichtung eines Parkhauses

in naher Zukunft – Schladming hat

seines zu Saisonbeginn bereits eröffnet.

Damit verbunden ist der Trend (vergleichbar

bei den Shopping Malls), mit

dem Auto direkt bis zur Talstation zu

fahren, geschützt und trocken parken

bzw. aussteigen zu können – und am

Ende möglichst mit den Skiern bis zum

Parkdeck abfahren zu können! Ein Befragter,

nämlich Arthur Moser, GF der

Hauser Kaibling BB, sprach sogar von

einer "Parkplatzgarantie"...

Organisation und Kosten

Pflege und Instandhaltung werden

meistens über die Kommune abgewickelt,

manche setzen auch einen betriebseigenen

Räum- und Streudienst ein,

um bei dieser Dienstleistung unabhängig

von Fremdfirmen etc. zu sein.

Die Kosten dürfen nicht unterschätzt

werden. Die Einweisungen werden

meist nur bei hohen Frequenzen

durchgeführt, üblicherweise vom Bahnpersonal.

Gästefeedback und

Investitionen

Die meisten Befragten gaben an, ein

Feedback der Gäste zu bekommen,

wobei das Positive überwiegt. Reklamationen

gibt es am ehesten für schlecht

geräumte, matschige oder schlecht signalisierte

Parkplätze. Manche sind sich

dessen bewusst, dass sie sich hier vom

Mitbewerb abheben können, und bemühen

sich daher besonders. Die Gäste

schätzen außerdem generell eine gute

Verkehrsanbindung sowie im speziellen

Nähe zur Talstation und Großzügigkeit

der Abstellflächen – oder einen Shuttle.

Aktuelle Investitionen nennen ca. 40 %,

was doch eine überraschende Größenordnung

darstellt. mak


DIE FRAGEN

� Welchen Stellenwert räumen

Sie einem gepflegten und gut

organisierten Parkplatz ein und

warum? Vergeben Sie einen Wert

auf der Skala von 1 – 10.

� Wie halten Sie Ihren Parkplatz in

Ordnung, werden Maschinen eingesetzt

und welche Kosten fallen an

(Pflege, Räumdienst, Größe)?

� Bekommen Sie Rückmeldungen

Ihrer Gäste über die Parkplatzsituation

und stehen Investitionen

an?

Arthur Moser,

GF Haus im

Ennstal

� „Der Parkplatz hat

bei uns den höchsten

Stellenwert (10). Wir

am Hauser Kaibling

bieten eine Parkplatzgarantie für unsere

Gäste. Raus aus dem Auto, rein in die

Skischuhe und rauf auf den Gipfel – und

das in nur wenigen Minuten. Kurz:

Schneller und bequemer geht es nicht!

Und wenn sich ein Skitag dem Ende

neigt, dann geht es direkt von den Talabfahrten

mit den Skiern zu den Parkplätzen.“

� „Der Großteil unserer Parkflächen ist

befestigt. Wir haben Platz für mehr als

2.000 Pkw in unmittelbarer Nähe unserer

modernen 8er Gondelbahn. Selb-

stverständlich werden unsere Parkplätze

auch im Sommer über instand gehalten

und bei Bedarf erweitert.“

� „Unsere Gäste schätzen unsere Parkplätze

sehr. Die günstige Verkehrsanbindung

direkt an der Ennstal Bundesstraße

und eine Parkplatzgarantie

von mehr als 2.000 Pkw in unmittelbarer

Nähe unserer Talstation werden künftig

von noch größerer Bedeutung sein,

der wir jetzt Rechnung tragen.“

Bruno P. Melnik,

Corvatsch AG

� „Ich gebe 10 Punkte. Die große Bedeutung

erklärt, warum wir bei uns ein

Parkhaus bauen. Das Parkareal ist für

den Gast der Empfangsraum, der allerdings

meistens vernachlässigt wird. Das

Parken muss einfach einen höheren

Stellenwert bekommen.“

� „Bis jetzt war es so, dass die Freipark-

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MAGAZIN

UMFRAGE

Eine Ideallösung, die jeder gerne hätte: "Mit den Skiern von der Piste in das Parkhaus"

lautet seit kurzem das Motto in Schladming. Die futuristisch anmutende, 6-geschossige

Großgarage an der Talstation der Planai-Bergbahnen ist Österreichs modernstes

Parkhaus und für Skigäste kostenlos. Die 457 Autostellplätze sind lichtdurchflutet, im

gesamten Innengebäude findet sich keine einzige Säule – ein Traum zum Einparken.

Weltweit einmalig ist aber die Tatsache, dass die Gäste komfortabel von der

Planai-Abfahrt mit den Skiern direkt in ihr Parkdeck einfahren können!

Das spart lange Wege und viel Zeit.

Zeit, Geld,Wissen und Transparenz für die Seilbahnbetreiber

Zeit, Marktanteile, direkter Kundenzugang für die Lieferanten

plätze vom eigenen

Unternehmen bewirtschaftet

wurden.

In Zukunft wird es im

Hinblick auf das Parkhaus

so sein, dass wir

partiell die Instandhaltungs-

und Logistikaufgaben

wahrnehmen. Für bestimmte Aufgaben

werden wir eine andere Gesellschaft

beauftragen.“

� „Investiert wird gerade in den Bau eines

Parkhauses. Rückmeldungen kommen

über die gesamte Leistung im Betrieb,

Reklamationen über die Parkplätze haben

wir selten. Grundsätzlich ist es wichtig,

dass Freiplätze gut vom Schnee geräumt

sind und gut signalisiert. Mit dem Parkhaus

haben wir natürlich noch keine Erfahrungen.

Aber all jene, die den Rohbau

besichtigt haben, sind begeistert.“

8/2008 MOUNTAINMANAGER

7


MAGAZIN

UMFRAGE

MM-UMFRAGE

Heinz Canins,

Dr. Andy Varallo,

Skicarosello Corvara

� „Stellenwert: 8/9. Wir sind der Meinung,

dass ein gepflegter Parkplatz zu

einem guten Image des Skigebietes

beiträgt und sozusagen die Visitenkarte

des Gebietes darstellt – zumindest für

den Tagesgast.“

� „Jene Parkplätze, die wir selbst

führen, versuchen wir stets gut zu pflegen,

frei von Schnee u. vor allem Eis,

sowie sauber zu halten. Die Parkwächter

sollen die Gäste stets mit einem freundlichen

Gruß empfangen

und versuchen,

soweit erwünscht und

möglich, ihre Wünsche

zu erfüllen.“

� „Rückmeldungen

bekommt man sehr

wohl und daher sind

wir stets bemüht, den Service zu

verbessern und, soweit es uns die

Grundbesitzer ermöglichen, weitere

Parkplätze zu schaffen. Denn es ist vor

allem wichtig, ausreichend Parkplätze

anbieten zu können.“

Thomas Liebl,

GF Arber Bergbahnen

� „Rückmeldungen bekommt man

sehr wohl und daher sind wir stets bemüht,

den Service zu

verbessern und, soweit

es uns die

Grundbesitzer ermöglichen,

weitere Parkplätze

zu schaffen.

Denn es ist vor allem

wichtig, ausreichend

Parkplätze anbieten

zu können.“

� „Wir haben am Arber einen betriebseigenen

Räumdienst im Einsatz. Es sind

dies professionelle Räum- und Streugeräte

(2 Unimogs und 1 Fendt-Schlepper),

die bestens ausgestattet bereits

morgens ab 4 Uhr die Parkplätze räumen

und streuen. Wir legen deswegen

so großen Wert auf diese immer gut

geräumten Parkplätze, weil wir be-

MOUNTAINMANAGER 8/2008

8

trieblich auch selbst darüber

bestimmen können. Bei Fremdfirmen ist

es oft so, dass diese meist mehrere

Verträge haben und wenn es schneit,

schneit es meist auch überall gleichzeitig

und diese können nicht überall gleichzeitig

sein. Daher wollen wir uns bei

dieser wichtigen Dienstleistung nicht

von anderen abhängig machen. Allein

daran sieht man schon den Stellenwert,

den wir einem gut geräumten und

gestreuten Parkplatz beimessen.“

� „Wir bekommen schon Rückmeldung

von unseren Gästen, die alle sehr

positiv sind. Es ist daher eine gewisse

Selbstverständlichkeit und Routine bei

uns, dass wir einen ordentlich

geräumten Parkplatz nun über Jahre

hinweg anbieten. Wichtig hierbei sind

auch die Parkplatzeinweiser für die Pkws

und Busse. Gerade hier zeigt sich wieder

der wichtige Dienstleistungsgedanke,

weil der Parkplatzeinweiser ebenso wie

ein gut geräumter Parkplatz der erste

Ansprechpartner und ein Indikator für

eine gute Bergbahn ist.“

Günter Grubner,

GF Hirschenkogel

Bergbahnen Semmering

� „Ich vergebe den Wert 10. Wir haben

etwas zuwenig Parkplätze und sehen

dann an Hochfrequenz-Tagen, wie sich

das auswirkt! Außerdem will es der Gast

auch hier möglichst bequem haben. So

bieten wir z. B. einen Shuttledienst für

die weiter weg liegenden Park-Bereiche

an, damit niemand weit gehen muss.

Weitere Optimierungen sind sicher ein

Thema. Wir hätten z.

B. gerne ein elektronisches

Parkleitsystem,

scheuen aber noch

die Kosten. Man zieht

eben andere Dinge

vor, die man für

wichtiger hält. Da

jedoch demnächst

auch die Passhöhe Semmering

umgestaltet wird, müssen wir ohnehin

mit den Maßnahmen noch abwarten.

Wir glauben sehr wohl, dass im Bereich

„Ankunft“ viel positives

Potenzial drinnen ist – sei es

die gute Organisation, sei es die

Freundlichkeit. Und umgekehrt: jeden

negativen Touch vermeiden, sonst ist

der Skitag gleich am Anfang „im

Eimer“.

� „Wir lösen das in Zusammenarbeit

mit der Gemeinde. Auch das Fräsen bei

heftigem Schneefall erledigt die Kommune,

die Kosten werden geteilt. Ein

eigener Dienst wäre für eine Bergbahn

in unserer Größenordnung zu viel. Einweiser

stellen wir nur an starken Tagen.

Ist aber wichtig für die Organisation der

aufgestellten Autos. Wenn eines falsch

steht, ergibt das eine Kettenreaktion.“

� „Zum Parkplatz selbst haben wir selten

direkte Reaktionen, nur wenn es z.

B. sehr matschig ist und die Skischuhe

verschmutzen. Zum Shuttledienst

hingegen äußern sich viele positiv.“

Rainer Flaig,

CEO Lenzerheide

Bergbahnen AG

� „Ich vergebe einen Wert zwischen 8

und 9, weil hier die erste Kontaktaufnahme

mit den Bergbahnen

stattfindet, Diese

wiederum entscheidet,

wie relaxt oder angespannt

der Gast ins Skigebiet

geht. Das Ganze hat also

mit dem Qualitätsmanagement

und der Kundenzufriedenheit

zu tun.

Wobei wir nicht die technologische Lösung

(Parkleitsystem) in den Vordergrund

stellen, sondern die menschliche

(Einweiser).“

� Wir haben das ganze Projekt outgesourct,

lassen also die Räumungsarbeiten

für die 3500 Stellplätze professionell

von einer Fremdfirma durchführen –

wobei wir weiß und nicht schwarz räumen

lassen (minimale Schneeschicht).

Das ist sehr kompakt. Die Kosten be-


laufen sich auf 65.000 – 150.000

CHF/Saison, das sind etwa 2 % der

gesamten Betriebskosten.“

� „Wir bekommen positives Feedback

darüber, dass wir als eine der letzten

keinen Tarif verlangen – das wird sich ab

nächstes Jahr aber auch ändern. Investitionen

stehen an, hängen aber vom

Zusammenschluss mit Arosa ab, der

weiterhin oberste Priorität hat. Dann

werden wir die verschiedenen Einstiegsstellen

ins Gebiet ausbauen.

Dr. Helmut Sartori,

GF Schnalstaler

Gletscherbahnen

� „Der Stellenwert des Parkplatzes ist

sehr hoch. Ich würde dies mit einer 8

bewerten. Wir sind in der glücklichen

Lage, einen relativ großen

Parkplatz zu haben und

stoßen nur an wenigen

Tagen im Jahr an die

Kapazitätsgrenzen. Die

Gäste möchten, speziell

im Winter, mit Skischuhen

nicht all zu weit gehen.

Der Parkplatz ist entscheidend

für den ersten Eindruck, den der

Gast von der Liftstation erhält. Gerade

aus diesem Grund ist eine gepflegte

Parkfläche sehr wichtig.“

� „Wir führen jährlich die nötigen Instandhaltungsarbeiten

am Parkplatz

durch (Unterbau, Einschotterung usw.)

Allerdings mindestens genauso wichtig

sind die tägliche Entsorgung des Mülls

und das Mähen der Grünflächen. Im

Winter ist eine schnelle und saubere

Schneeräumung ein wichtiges Kriterium

hinsichtlich der Parkplatzpflege.“

� „Wir sind im Moment dabei, die Voraussetzungen

zu schaffen, damit wir ab

Herbst 2009 einen Camperstellplatz

erhalten. Aufgrund des Camperstellplatzes

fällt ein Teil der bisherigen Parkplatzfläche

weg. In diesem Zusammenhang

werden wir schauen, in wie weit

eine Vergrößerung der Parkfläche nötig

ist oder nicht. Unsere Gäste schätzen die

großzügigen Parkflächen und auch die

gute Nähe zu den Liftanlagen bzw. dem

Kassabereich. Diese beiden Punkte sind

für die Zufriedenheit der Gäste

bezüglich Parkplatz von entscheidender

Bedeutung.“

Mag. Philipp Haslwanter,

Bergbahnen Kühtai

� „Ich vergebe 10 Punkte. Der Parkplatz

gibt einen ersten Eindruck vom

Skigebiet. Der Qualitätsanspruch, den

man hat, macht sich auch hier bemerkbar.“

� „Wir beginnen mit der Schneeräumung

bei Bedarf bereits ab 6.00 Uhr in

der Früh. Dabei setzen wir auch auf eine

umweltfreundliche Splittstreuung. An

Tagen mit hoher Besucherfrequenz gibt

es bei uns einen Einweiser, damit unsere

Gäste sich schnell orientieren können.“

� „Die letzte Erweiterung unseres Parkplatzes

wurde erst 2007 durchgeführt.

2007 wurde außerdem in Skiunterführungen

investiert, und zwar in die

Verbindung der Nord- mit den Südhängen

unter der Landesstraße.“

Dir. Josef Reiter,

Mayrhofner Bergbahnen

AG

� Das möchte ich so bewusst nicht

beantworten. Der Parkplatz ist ein Glied

in einer Kette von Dienstleistungen. Eine

Gewichtung oder Bewertung nach

Notensystem ist schwierig ohne Referenzgrößen.

Tatsache ist, dass in einer

Kette ein schlechtes Glied die ganze

Kette in Frage stellt. So sehe ich auch

den Parkplatz - die besten Lifte und Pisten

verlieren in der Gesamteinschätzung

des Gastes an Wert, wenn

der Parkplatz schlecht organisiert ist

oder ein anderer

Baustein im Angebot

nicht stimmig ist.

Gefühlsmäßig würde

ich aber die Wertigkeit

von 8 aufwärts

einordnen. Die Wertigkeit

wird sicher teilweise

unterschätzt -

MAGAZIN

UMFRAGE

vielleicht fehlen aber teilweise auch die

finanziellen Möglichkeiten für eine gute

Parkplatzgestaltung. Wir legen Wert darauf,

dass die Flächen vollständig asphaltiert

sind und dass die Gestaltung/

Bepflanzung auch im Sommer herzeigbar

ist.

� Die Parkplatzpflege (Räumen, Streuen,

Reinigen) vergeben wir an örtliche

Unternehmer. Die tägliche Reinigung

(Müll etc.) erfolgt durch unsere Mitarbeiter.

Wir haben täglich vier Mitarbeiter

nur für diese Einsätze eingeteilt. Die

Kosten schwanken entsprechend Saisonlänge

und Schneefall etc. Die Größe

ist so, dass wir bei der Ahornbahn 330

PKW und 10 Busse abstellen können,

bei der Horbergbahn 1.100 PKW und

40 Busse.

� Wir bekommen Rückmeldungen entweder

direkt von den Gästen oder indirekt

über unsere Gästebefragung (SA-

MON). Hier liegen wir erfreulicherweise

positiv über dem Mitbewerb. Investitionen

stehen derzeit keine an.

Thomas Gurzeler, GF

Bergbahnen Arosa

� "Die Organisation des Parkplatzes ist

der erste Gästekontakt beim Schneesporterlebnis.

Aus diesem Grunde wird

der Gast bei uns bereits

am Dorfeingang durch

einen Parkplatzzuweiser

empfangen. Wert: 10."

� "Die Parkplätze werden

bei uns durch die

Gemeindepolizei bewirtschaftet,

wie auch die

Schneeräumung bei der Gemeinde

liegt. Für die Schneeräumung setzt die

Gemeinde den gleichen Maschinenpark

wie bei der Straßenräumung ein. Die

Kosten dürfen nicht unterschätzt werden."

� „Die Parkplatzsituation ist bei uns

sehr eng und so erhalten wir natürlich

immer wieder Meldungen. Die Gemeinde

wird im Frühjahr ein neues

Parkhaus mit 300 Plätzen bauen (Erstellungspreis

ca. 13 Mio. CHF).“

8/2008 MOUNTAINMANAGER

9


MAGAZIN

SCHNEESPORTSCHULEN

QUALITY AWARD

Neues Gütesiegel für Tiroler Skischulen

Der Tiroler Skilehrerverband (TSLV)

vergibt neuerdings ein Qualitätsgütesiegel,

den sogenannten Quality Award, entwickelt in

Zusammenarbeit mit der Tirol Werbung.

Damit wurden erstmals im österreichischen

Skischulwesen messbare Qualitätskriterien

geschaffen, die für die Gäste höchste Quali-

tätsstandards garantieren. Bei der Landes-

versammlung am 15. 11. im Congress Igls

wurden bereits die 9 ersten Schneesport-

MOUNTAINMANAGER 8/2008

10

schulen ausgezeichnet.

“Wer den Quality Award erhalten

will, muss zahlreiche Kriterien erfüllen

und sich einer strengen,

laufenden Kontrolle unterziehen.

Die Kriterien reichen von der Betriebsorganisation

und -ausstattung,

der Mitarbeiterschulung, und

-weiterbildung, Sicherheitsmaßnahmen

wie einem eigenen abgegrenzten

und gesicherten Gelände

für den Unterricht vonKindern und

Anfängern, eigenen Jugendprogrammen,

Frauenkursen, 50plus-

Kursen, bis zu Angeboten für Behindertenskilauf

und aktuellen

Trendsportgeräten” sagt Verbandsgeschäftsführer

Christian Abenthung.

Von dieser neuen Auszeichnung

profitieren nicht nur die

Gäste (mehr Transparenz und mehr

Zufriedenheit), sondern natürlich

auch die Ausgezeichneten selbst.

Der TSLV wird sie besonders im

Marketingbereich in den Mittelpunkt

stellen, und gemeinsam

mit der Tirol Werbung auch eine

eigene Marketingplattform gestalten.

Das Logo „Quality Award –-

So sieht das neue Qualitätsgütesiegel “Quality Award-Snowsport Tirol”

als Trophäe aus: ein roter Adler fährt auf Skiern durch ein gelbes “Q”.

Dieses Motiv wird auch als Logo im Marketing verwendet. Fotos: TSLV

Snowsport Tirol” wird ein wichtiges

Instrument der Vermarktung. Die

Urkunde und der „Quality Award -

Snowsport Tirol” zum Aufstellen

wird bei der jährlichen Vollversammlung

des Tiroler Skilehrerverbandes

überreicht. Weiters gibt es

Pins, die Auszeichnung mit der

Jahreszahl zum Aufkleben in verschiedenen

Größen und vieles

mehr.

Für die einzelnen Skischulen liefert

dieser Zertifizierungsprozess neben

konkreten Hinweisen zu den eigenen

Stärken und Schwächen und

neben Verbesserungsmöglichkeiten,

auch einen Beitrag zu noch

größerer Mitarbeitermotivation.

Die Schneesportlehrer werden sich

noch mehr mit ihrer Skischule identifizieren

und an der Qualitätsverbesserung

mitwirken.

Richard Walter

einstimmig als Präsident

bestätigt

Knapp 300 Teilnehmer, darunter

auch etliche Ehrengäste wie Land-

tagspräsident DDr. Herwig van

Staa, Landeshauptmannstellvertreter

Hannes Gschwentner, Landtagsabgeordneter

Konrad Plautz,

Abgeordneter zum Europäischen

Parlament Dr. Richard Seeber, Vizebürgermeister

Dr. Christoph Platzgummer,

Dr. Susanne Jungmann,

Dr. Christoph Höbenreich, von der

Tirol Werbung Dr. Michael Brandl,

DI Dr. Ingo Karl, sowie der

Vizepräsident des ÖSV und TSV

Franz Patscheider, folgten der Einladung

zur TLSV-Hauptversammlung.

Die Ehrengäste hoben besonders

die wichtige Stellung des Tiroler

Skischulwesens für den Wintertourismus

und die Bedeutung des

Tiroler Skilehrerverbandes hervor.

Auf der heurigen Tagesordnung

standen u. a. auch die Neuwahlen.

Präsident Richard Walter und

Vizepräsident Florian Kindl wurden

von der Landesversammlung einstimmig

in ihren Ämtern bestätigt.

Ein weiterer Höhepunkt der Tagung

war die Verleihung des o. a.

Qualitätsgütesiegels an folgende 9


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Neueste Technologie:

„kinderleicht“ und sicher

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MAGAZIN

SCHNEESPORTSCHULEN

Schneesportschulen:

• Skischule Fiss-Ladis

• Skischule Nauders-Interski

• Skischule Neustift - Stubaier Gletscher

• Skischule Achensee-Achenkirch

• Skischule Serfaus

• Skischule Jerzens-Hochzeiger

• Skischule Arlberg

• Skischule Kirchberg

• Ulli´s Erlebnisskischule Tannheim

Dr. Michael Brandl von der Tirolwerbung freut

sich ganz besonders über diesen Schritt der

Skischulen als maßgebliche Leistungsträger

und Botschafter für den Wintertourismus: “Wie

kaum eine andere Gruppe prägen die Tiroler

Skischulen mit ihrem ausgezeichneten Mitarbeitern

das Image des Winterurlaubs in den

Tiroler Bergen. Qualität wird dort schon längst

groß geschrieben, die neue Auszeichnung verstärkt

und bestätigt dieses Engagement noch

zusätzlich”.

Neue Einteilungskriterien in den

Schneesportschulen

Auch ein anderes Thema beschäftigte den

TSLV schon länger: eine Vereinheitlichung der

Einteilungskriterien in Klassen und Gruppen

TSLV-Plakat zu den neuen Gruppen-Einteilungskriterien,

Beispiel Ski.

aller Tiroler Schneesportschulen, damit die

Gäste nicht verwirrt werden, wenn sie in jedem

Urlaubsort anders eingestuft werden. Z. B ist

Gruppe 1 am Arlberg die Top-Gruppe, aber in

Fiss die Anfängergruppe. Wenn ein Skischul-

Gast nun stolz auf die “1” vom Arlberg ist und

sich nächstes Jahr in Fiss meldet, wird er enttäuscht

sein und erstaunt, dass er mit “1” hier

von vorne anfängt. In Westendorf wiederum

gibt es ganz andere Bezeichnungen wie Powergruppe

II für die beste Gruppe. Nun wurde

eine einheitliche Lösung gefunden, die sich an

Farben orientiert. Die Anwendung von Farben

erfolgt ja bereits seit vielen Jahren für die Einteilung

der Pisten: leicht = blau; mittel = rot

und schwer = schwarz. Die Anwendung dieser

MOUNTAINMANAGER 8/2008

12

Übergabe des Quality Awards an die 9 ausgezeichneten Tiroler Schneesportschulen.

Obere Reihe ganz rechts TSLV-Präsident Richard Walter, untere Reihe ganz links:

Dr. Michael Brandl, Tirol Werbung.

Farben, ergänzt mit einer Farbe für

Anfänger, hat sich daher für die

neuen Einteilungskriterien angeboten.

Ob und in welcher Form innerhalb

dieser neuen Einteilungskriterien

weitere Klassen

oder Gruppen geschaffen werden,

obliegt den Skischulen. Die Umsetzung

der neuen Einteilungskriterien

ist natürlich vorerst für die

Skischulen freiwillig. Mit in Kraft

treten des neuen Skischulgesetzes,

werden die Einteilungskriterien –

mit einem großzügigen Umsetzungszeitraum

- allerdings

verpflichtend für alle Tiroler

Skischulen eingeführt.

Schneesportlehrer –

ein Beruf mit Zukunft

Aufgrund der besonders erfolgreichen

letzten Wintersaisonen kann

die Nachfrage nach den umfangreichen

Dienstleistungen in den Tiroler

Schischulen nur mit mehr hauptberuflichenSchneesportlehrerInnen

gestillt werden. Denn ein Blick

auf die Statistik beweist, dass die

Entwicklung in den letzten Jahren

stetig nach oben gegangen ist.

Waren es vor vier Jahren noch 184

Schulen, so bieten mittlerweile 197

Einrichtungen ihre Dienste an. Die

Zahl der SchneesportlehrerInnen

hat sich von 3500 im Jahre 1980,

über 4500 im Jahre 2000, auf

derzeit über 6000 entwickelt.

Davon kommen 4600 aus Österreich,

der Rest aus Holland, Deutsch-

land und England. Rund 1100 sind

diplomierte staatlich geprüfte

LehrerInnen, 900 besitzen die LandeslehrerInnenausbildung,

der Rest

sind AnwärterInnen.

„Diese Zahlen beweisen, dass es

uns nicht so sehr an AnwärterInnen

und Aushilfskräften mangelt, als

vielmehr an diplomierten hauptberuflichen

LehrerInnen. Denn wer

das „Schilehrern” in Erwägung

zieht, denkt zumeist an eine nebenberufliche

bzw. zeitlich begrenzte

Tätigkeit und die wenigsten erkennen

darin einen faszinierenden

Hauptberuf mit besten Zukunftsperspektiven”,

bilanziert Richard

Walter. Die polysportive Ausbildung

der österreichischen Schischulen

- Alpin, Snowboard, New

School, Nordisch und vor allem der

pädagogisch richtige Umgang mit

Kindern - zählt zu den weltweit

besten, zeichnet ein abwechslungsreiches

und sehr verantwortungsvolles

Berufsbild und bietet

somit auch große Berufschancen

für viele junge Tirolerinnen und

Tiroler. Aus diesem Grund startete

der TSLV heuer eine Informationskampagne,

die sich grundsätzlich

an alle richtete, die gerne SchneesportlehrerIn

werden möchten,

schwerpunktmäßig aber an Berufsschüler

sowie Schüler der landwirtschaftlichen

Schulen, für die

der Beruf Schneesportlehrer tolle

Perspektiven im Winter bietet”, so

Richard Walter abschließend. mak


Die Datenanalyse der Bergbahnen,

die von Unternehmungsberater

Laurent VANAT im Rahmen seiner

jährlichen Untersuchung geführt

wurde, bestätigt die allgemeine

Wahrnehmung der letzten Skisaison.

Für das fünfte Jahr hat diese

exklusive und ganz unabhängige

Untersuchung erlaubt, bei den Betrieben

die für 80% der Industrie

zahlen, repräsentativen Daten zu

sammeln und zu vergleichen.

Natürlich kommen die Kantone

Wallis und Graubünden mit dem

größten Marktanteil mit 9,8 bzw.

8,0 Millionen Skifahrer-Tagen und

einem Plus über 11,8% und 9,6%

im Vergleich zur vorhergehenden

Saison. Der spektakulärste Anstieg

ist durch die Kantone verwirklicht

worden, die eine ziemlich katastrophale

Lage in 2006/07 erlebt hatten.

Somit sieht Bern eine Zunahme

von 22,5% und der Kanton

Waadt von 34,3%. Diese Verbesserungen

müssen allerdings abgestuft

werden. Wenn alle Regionen

besser arbeiteten als in der vorhergehenden

Saison, lässt sich der Vergleich

mit zwei früheren Saisonen

am üblicheren Profil erkennen, so

dass der Kanton Waadt und die anderen,

die nicht Hauptskidestinationen

sind, einen Rückgang ihrer

Besucherzahl erfahren. Das kommt

hauptsächlich aus dem Rückgang

der Aktivitäten der kleinen Stationen

in unterdurchschnittlicher

Berghöhe zustande. Die Frage

bleibt offen, ob es sich wirklich um

eine langfristige Tendenz handelt,

oder ein gewisses Heil noch mög-

MAGAZIN

SCHNEESPORTSCHULEN

Saisonbilanz 2007/08

für die Schweiz beste seit

4 Jahren

Als beste Saison seit 4 Jahren stieg 2007/08 die Besucherzahl in

den Schweizer Ski-Stationen um 18,4% gegenüber 06/07 an.

28,7 Millionen Skifahrertage (Ersteintritte) sind erreicht worden.

Der Umsatz hat einen fast identischen Anstieg gezeigt.

Davos-Klosters ist dieses Jahr wieder an den Top der Hitparade

zurückgekehrt. Mit ihrer Waliser Kollegin Zermatt klassifizierte sie

sich mit über 1,5 Millionen Skifahrertagen.

lich ist. Doch ist klar, dass diese Regionen

für die Auswirkung der Klimaänderungen

empfänglicher

sind, als alpine Kantone wie Wallis

und Graubünden.

Etwa 40% der Stationen haben ihre

Tarife von CHF 1 bis 3 für eine erwachsene

Tageskarte erhöht. Obwohl

die angeschlagenen Preise im

Durchschnitt für diesen Scheintyp

CHF 52,00 in den Hauptstationen

erreichen, kassieren die Bergbahnen

davon schlussendlich nur einen

Durchschnitt von CHF 29,00

pro Skitag ein, wenn man alle angewendeten

Reduktionen berücksichtigt

(Kinder, Familie, Senior,

Woche, Saison Vorzugstarife…).

Die Fahrkartenausgabe stellt 88%

des Einkommens der Betriebe dar,

das sich auf CHF 963 Millionen beläuft.

Die Gastronomie, die durch

die Bergbahnen verwaltet wurde,

beschränkt sich auf 3% und die anderen

Aktivitäten an 9%, was sehr

deutlich die schwache horizontale

Integration der Industrie in der

Schweiz illustriert. pd

i Infos:

Der kompletter Bericht

(auf Französisch) kann bei

folgender Adresse um 50 CHF

bestellt werden:

Laurent VANAT, Consultant

19, chemin de la Margelle

1224 GENEVE

Tel / fax / messagerie:

022 349 84 40

Internet : www.vanat.ch

Courriel : info@vanat.ch


MAGAZIN

SCHNEESPORTSCHULEN

Ski Well – Feel Well

SALZBURGER SKISCHULEN TESTEN ZIELGRUPPEN-PRODUKT

Der Salzburger Berufsskilehrer & Snowboardlehrer

Verband (SBSSV) entwickelt sich vom

Selbstverständnis her in den letzten Jahren

ständig weiter. Man ist sich dessen bewusst,

dass die Zukunft in der Zielgruppenorientierung

liegt. Dies bedeutet jedoch, dass sich

touristische Themen wie Wellness auch auf

der Piste abspielen müssen. Dementsprechend

hat der SBSSV heuer das Produkt

"Ski Well – Feel Well" in Zusammenarbeit mit

der Universität Salzburg und der Firma

Suunto (Uhren und Pulsmessgeräte) herausgebracht.

Nun läuft seit Saisonbeginn die

erste Testphase mit ca. 15 Skischulen.

Das neue Angebot der

Salzburger Skischulen

"Ski Well – Feel Well"

richtet sich an die

wachsende Zielgruppe.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

14

SBSSV-Geschäftsführer Wolfgang

Viehhauser sieht für Salzburgs

Skischulen Chancen durch gesundheitsfördernde

Programme für

Skiläufer wie das neue „Ski Well –

Feel Well“ eines ist. Hier steht das

Wohlfühl-Skifahren an oberster

Stelle, passend zu der seit Jah-ren

boomenden Wellness-Schiene in

der Hotellerie. Konsequenterweise

soll das Produkt auch mit den Part-

Der neue Obmann des SBSSV Gerhard

Sint von der Skischule St. Johann /

Alpendorf vertritt 2800 fixe Stamm-Skilehrer

in den 110 Skischulen

Salzburgs.

nern aus der einschlägigen Hotellerie

angeboten werden. "Diese

Verknüpfung ist uns ein großes Anliegen,

weil das Thema Wohlfühlen,

Gesundheit bzw. Erholung in

Zukunft mindestens gleich wichtig

ist wie eine gute Skitechnik“,

bekennt Viehhauser. „Das Klientel

ist über viele Jahre hinweg gewachsen

und erwartet sich gewissermaßen,

dass auch die bewegungs-

Mag. Wolfgang Viehhauser,

Geschäftsführer des Salzburger

Berufsskilehrer & Snowboardlehrer

Verbandes, will jedes Jahr ein neues

Thema in das Programm aufnehmen.

Fotos: SBSSV

orientierten Freizeitaktivitäten diese

neuen Aspekte aufgreifen statt nur

eine Klassifizierung in Leistungsgruppen

anzubieten. Sicherlich

bleibt Letzteres das lukrative

Hauptgeschäft der Skischulen, jedoch

muss man sich um solche

Nischen kümmern, wenn man ein

moderner, dynamischer und für

das Gesamtimage des Wintertourismus

wichtiger Partner sein

will, wie die Salzburger Skischulen

das beabsichtigen.

Bei „Ski Well – Feel Well“ werden z.

B. die Höhenmeter, Pulsfrequenzen,

Pulsbereich etc. mit Suunto-

Geräten gespeichert und am

Tagesende am Laptop ausgewertet.

Der Gast erhält eine Analyse

und Beratung, wie er am besten

entspannt skifahren kann. Er will

wissen, wann er mit welchem Material

und welchen Verhältnissen

am besten aufgehoben ist.“

Wir müssen die Software-Komponente

im Wintertourismus spielen

„Der Skilehrerverband sieht sich


mittlerweile in einer Position, wo wir

unsere Aufgabe wirklich ernst nehmen

müssen und wollen, nämlich die Software-Komponente

im Wintertourismus

zu übernehmen. Denn Bergbahnen,

Skiindustrie etc. bringen viel Hardware

wie Funparks, Halfpipes und die jeweiligen

Sportgeräte dazu auf den Markt.

Aber wer sorgt dafür, dass diese mit

Leuten belebt werden, die solche Angebote

nutzen können, weil ihnen die

nötigen Voraussetzungen beigebracht

wurden?“, so Viehhauser weiter. Aus

diesem Bewusstsein heraus hat der SB-

SSV auch bereits vor zwei Jahren das

Thema „School of Style“ in der Ausbildung

eingeführt (derzeit 55 Ausbildungskurse/Jahr,

2003 waren es noch

25). Auf diese Weise wird die Produktfolge

für die Industrie abgerundet.

Denn auch die Skiindustrie hat das

Problem, wie sie möglichst schnell ihre

Produkte zielgruppenorientiert vermarkten

können.

"Und wer spielt die Themen auf der

Piste für die Gäste eines 5 Sterne Wellness-Hotels?

Solche Gäste entscheiden

nach anderen Kriterien als den Kosten

für einen Skilehrer, nämlich, ob es für sie

einen Sinn macht oder nicht."

Win-Win-Situationen

entwerfen

Für die Schneesportschulen ist es

wichtig, dass die Partner im Wintertourismus

– das Netzwerk Winter – das

Gefühl haben, bei ihren Aktivitäten unterstützt

zu werden. Dann erkennen sie

auch den Mehrwert, den die Skischulen

bringen können. Man soll Szenarien

entwerfen, bei denen es nur Gewinner

gibt. Viehhauser skizziert so eine Win-

Win-Situation:

„Eine Skifirma will z. B. auf irgendeinem

Berg einen Skitest durchführen. Im

Zuge der Planungen wendet sie sich an

den örtlichen Skischulleiter und schlägt

ihm vor, er soll zu seinen Partnern in der

Hotellerie gehen und folgendes anbieten:

Weil ihr mir immer so viele Leute

schickt, bekommt ihr heute ein besonderes

„Zuckerl“. Eure – und nur eure –

Gäste können mit mir morgen gratis auf

neuestem Testmaterial Ski fahren.

Die Skilehrer kommunizieren für die Skifirma

diese Sportgeräte am besten

gegenüber den potenziellen Zielgruppen.

Die Hoteliers sind zufrieden, weil

die Skischule etwas für sie tut und die

Gäste haben das Gefühl, dass der Vermieter

etwas für sie getan hat und behalten

das in angenehmer Erinnerung.

So hat jeder etwas davon gehabt! Auch

wenn im Endeffekt der Konsument bzw.

Gast letztlich das Ganze in der Wertschöpfungskette

finanziert...

Oder ein anderes Beispiel: Man weiß am

morgen, dass 30 cm Neuschnee gefallen

sind. Die Skischule schickt sofort ein

Fax an die 10 größten Hotels mit der

Bitte, es den Gästen auf den Frühstückstisch

zu legen. Darauf steht: Heute Tiefschneefahren

um XY €/Person mit

speziellen Skilehrern möglich. Treffpunkt

um 9:45 Uhr an der Talstation XY!

Die Gäste freuen sich über das tolle

Service, der Hotelier darüber, dass die

Gäste zufrieden sind und die Skischule,

dass die Leute kommen und der

Skilehrer verkauft ist. Umgekehrt ist es

nämlich schwierig für den Gast, wenn

er einen Tiefschneekurs buchen will.

Aufgrund von Witterung oder Gelände

ist dies oft nur beschränkt möglich. Daher

ist es besser, flexibel zu sein, wenn

es soweit ist, und offensiv zu kommunizieren.

Dann sind die Gruppen voll!

Dialog mit den Partnern

ist wichtig

Hingegen war es ja früher meist so, dass

die Skischule einfach gewartet hat, bis

der Gast kommt. Dann hat dieser

seinen Kurs gemacht und ist am Ende –

oder schon früher – wieder gegangen.

Dann hat man sich gewundert, warum

die Leute nicht mehr zurückgekommen

sind, oder in den oberen Gruppen immer

weniger geworden sind. Klar, jedes

Jahr ein paar Übungen lernen und nur

hinter dem Skilehrer nachfahren, wird

irgendwann langweilig. Deshalb

müssen wir darauf achten, die Software

am Berg zu spielen und die Themen

vorzugeben bzw. mit den vorhandenen

Produkten das Bestmögliche zu

machen“, bringt es Viehhauser auf den

Punkt.

Und noch etwas darf man nicht

vergessen: Trendprodukte sind imagebehaftet.

In Gebiete, die ein dynamisches,

trendiges Image haben, wollen

alle kommen. Dies belegt folgendes

Beispiel: das größte (und zahlungskräftigste)

Zielpublikum im Salzburger

Land ist die Gruppe 60+. Diese

"Grauen Panther" findet man aber nur

dort, wo das junge Image gegeben ist.

Wenn eine Destination von vornherein

ein "altes" Image hat, kommen die

Senioren auch nicht mehr hin! So betrachtet

haben Trendthemen auch noch

einen anderen, nicht zu unter-schätzenden

Gesamteffekt. mak

MAGAZIN

SCHNEESPORTSCHULEN

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8/2008 MOUNTAINMANAGER

15


MAGAZIN

SCHNEESPORTSCHULEN

Allianz „Zukunft Winter“

beschlossen

Das Zusammenrücken der am

Wintertourismus verdienenden

Branchen geht in Österreich

weiter. Die ursprüngliche

Salzburger Erfindung "Netzwerk

Winter" hat sich am 8. November

in Kaprun endlich zu einem

nationalen Schulterschluss

ausgeweitet. Die neue Dimension

„Allianz Zukunft Winter“

soll die führende Position

Österreichs langfristig

absichern.

„Netzwerk Winter“, eine branchenübergreifende

Meinungsplattform, hat

am 8. 11. die „Allianz Zukunft Winter“

formal unter Dach und Fach gebracht.

Vertreter der verschiedenen heimischen

Wintersportzweige verpflichteten

sich im Rahmen eines Pressefrühstücks

im Hotel Barbarahof in Kaprun

zu einer langfristigen Zusammenarbeit.

Beteiligt an der laut Franz Schenner

(„Netzwerk Winter“) „historischen Allianz“

sind die verschiedenen führenden

Wirtschaftszweige rund um Österreichs

Wintersport und Tourismus: Die

Wirtschaftskammer Österreichs mit

Spartenobmann KR Hans Schenner, die

Österreichische Hoteliervereinigung

mit Präsident Sepp Schellhorn, der

Fachverband der Seilbahnwirtschaft,

vertreten durch Ferdinand Eder, der

Österreichische Skischulverband mit

Präsident Richard Walter und der neue

Sprecher der Österreichischen Skiindustrie,

Mag. Wolfgang Mayrhofer,

sind federführend beim nationalen

Schulterschluss.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

16

Die Bedeutung des

Wintersports

Die Gründung der „Allianz Zukunft Winter“

basiert wesentlich auf den Ergebnissen

einer Studie, die jüngst vom „Netzwerk

Winter“ bei den Instituten für

Höhere Studien und Sportökonomie in

Auftrag gegeben wurde. Das grundlegende

Fazit: Der Wintersport wird in seiner

gesamtwirtschaftlichen Bedeutung

stark unterschätzt. Grund dafür ist, dass

der Wintersport keine eigene wirtschaftsstatistisch

erfasste Branche ist,

sondern sich vielmehr aus einer Vielzahl

von Wirtschaftssektoren zusammensetzt.

Die Studie belegt zum einen, wie

wirtschaftlich bedeutend der Wintersport

ist: Jeder 14. Arbeitsplatz in Österreich

hängt direkt oder indirekt vom

Wintersport ab, im Netzwerk Wintersport

werden jährlich 11 Milliarden Euro

an Wertschöpfung erwirtschaftet, daraus

resultiert ein Aufkommen an Steuern

und Sozialabgaben von 1,8 Milliarden

Euro. Zum anderen wird durch die

Studie belegt, wie stark die einzelnen

Die neue Dimension „Allianz Zukunft Winter“ soll die führende

Position Österreichs langfristig absichern.

Wintersportbranchen in gegenseitiger

Abhängigkeit stehen – ein absoluter Beleg

für die Sinnhaftigkeit einer „Allianz

Zukunft Winter“. Dazu KR Hans Schenner:

„Uns muss bewusst sein, wie stark

wir gegenseitig abhängig sind. Deshalb

ist ein Schulterschluss wie der unsere

wesentlich: Durch die „Allianz Zukunft

Winter“ können die Kräfte konzentriert

und so eine langfristige gemeinsame Absicherung

und Entwicklung garantiert

werden.“

Ziele, Inhalte, Themenschwerpunkte

Um dieser Zielvorgabe gerecht zu werden,

rückt die „Allianz Zukunft Winter“

besondere Themenschwerpunkte in den

Vordergrund. „Die ökonomische Ebene

des Wintersports gehört genauso fokussiert

wie die ökologische. Weiters

müssen wir das Bild vermitteln, dass der

Winter- bzw. Skisport ein touristisches

Gesamterlebnis ist, das gesund und zudem

leicht erlernbar ist“, sagt Ferdinand

Eder.


„Nur gemeinsam sind wir stark –

wenn wir diesem Motto folgen, dann

steht uns eine große Zukunft bevor“,

so Richard Walter, Präsident des

Österreichischen Skischulverbands.

Die „Allianz Zukunft Winter“ hat es

sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsame,

branchenübergreifende Ideen

und Strategien zu entwickeln.

Wolfgang Mayrhofer, Sprecher der

Österreichischen Skiindustrie: „Unser

Ziel muss es sein, neue Trends zu setzen

und die Jugend wieder zu begeistern.

Wir werden neue Wege suchen

und finden, damit der Wintersport

seine Position im Tourismus stärkt.“

Ein besonderes Anliegen ist die Bewusstseinsbildung

innerhalb der

Bevölkerung. Sepp Schellhorn, Präsident

der Österreichischen Hoteliervereinigung:

„Eines unser Hauptziele

muss es sein, das Bild des Wintersports

in angemessener Form zu

transportieren und somit sowohl den

touristischen Nachwuchs als auch

den Skinachwuchs zu fördern.“

„Pro Wintersportwochen“

Eine der ersten konkreten Initiativen

der „Allianz Zukunft Winter“ ist das

MAGAZIN

SCHNEESPORTSCHULEN

Sie haben die "Allianz Wintersport" beschlossen:

(vlnr) Mag. Wolfgang Mayrhofer, Sprecher der

Österreichischen Skiindustrie, Sepp Schellhorn,

Präsident Österreichische Hoteliervereinigung,

KR Hans Schenner, Bundesspartenobmann Tourismus

und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer

Österreich, Ferdinand Eder, Fachgruppenobmann

Salzburg und STV Österreichische Seilbahnen,

Richard Walter, Präsident Österreichischer Skischulverband,

Franz Schenner, Netzwerk Winter.

Fotos: Netzwerk Winter

Projekt „Pro Wintersportwochen“:

Turn- und Sportlehrer können sich

über die Website des „Netzwerks

Winter“ kostenlos registrieren. Als

Gegenleistung wird den Bewegungserziehern

eine KeyCard von

SKIDATA ausgehändigt, die zwei

kostenlose Skitage garantiert. Sinn

und Zweck des Projekts ist es, die Bewegungserzieher

wieder in Richtung

Wintersport bzw. Wintersportwochen

zu führen. Das Ergebnis kann

sich allemal sehen lassen: Bislang

haben sich über 800 Lehrer angemeldet.

8/2008 MOUNTAINMANAGER

17


MAGAZIN

SCHNEESPORTSCHULEN

Blickpunkt Gast

Auch 2009 will Swiss

Snowsports wieder

Jugendförderungsprojekte

verwirklichen.

Foto: Stephan Müller

MOUNTAINMANAGER 8/2008

18

Mitte Oktober 2008 fand in Arosa die Delegiertenversammlung von Swiss Snowsports statt.

Neben Verbandsinformationen stand das Workshop-Thema “Fusionen von Schweizer Ski- und

Snowboardschulen mit Bergbahnen” im Vordergrund.

Vom 16. bis 19. Oktober fanden

sich über 180 Leiter der Schweizer

Ski- und Snowboardschulen sowie

Delegierte von nationalen Verbänden

zu Vorträgen und Workshops

in der Mehrzweckhalle von Arosa

ein. Ihnen konnte Riet R. Campell,

Direktor Swiss Snowsports, einen

Rückblick auf ein erfolgreiches

Jubiläums-Geschäftsjahr präsentieren.

Dazu stand die Zusammenarbeit

zwischen den Schweizer Ski- und

Snowboardschulen und den

Schweizer Seilbahnunternehmen

auf der Tagesordnung. Fulvio Sartori,

Vizedirektor von Seilbahnen

Schweiz und Vorstandsmitglied

von Swiss Snowsports, schilderte

den Teilnehmern in seinem Vortrag

die gegenwärtige Marktsituation

und stellte 3 mögliche Modelle

einer Zusammenarbeit vor:

� die Unabhängigkeit der

Schneesportschulen,

� die Kooperation zwischen Bergbahnunternehmen

und

Schneesportschulen sowie

� die Fusion der Unternehmen.

Zum praktischen Verständnis präsentierten

Schulleiter, die Erfahrun-

gen aus diesen drei Modellvarianten

vorweisen konnten, ihre Situation

mit allen Vor- und Nachteilen.

Schneesportlehrer pflegen und

praktizieren gemäß ihrer Ausbildung

die Philosophie, den Gast ins

Zentrum ihres Denkens und Handelns

zu stellen, so der Tenor der

Diskussion. Deshalb gäbe es Befürchtungen,

dass durch Fusionen

der Stellenwert der Schneesportschulen

an Wert verlieren und ein

eher ökonomisches Denken im

Vordergrund stehen könnte. Einig

war man sich, dass die Sozialkompetenz

und Betriebskultur einer

Schneesportschule im Falle einer

Kooperation nicht unterdrückt

werden dürfte.

Gemeinsame Basis

Im Workshop kristallisierten sich

dann geografische Unterschiede in

den Meinungen der Schulleiter

heraus. Während die Schulen aus

dem deutschsprachigen Raum eher

offen zu Kooperationen und Fusionen

standen, waren die Französisch

sprechenden Vertreter einstimmig

für die Unabhängigkeit ihrer Unternehmen.

Einigkeit herrschte je-

doch dahingehend, dass eine

gewisse Kooperation für eine funktionierende

touristische Destination

unbedingt nötig sei. Vor allem im

Kommunikations- und Marketingbereich

würden schon heute

gemeinsame Produkte gefördert

und Synergien genutzt. Voraussetzung

für eine gute Zusammenarbeit

zwischen Schneesportschulen

und Bergbahnen seien der gegenseitige

Respekt und die Anerkennung

der geleisteten Arbeit für den

Gast. Nur so verliere das Angebot

der Leistungsträger nicht an Qualität.

Aktionen für die Wintersaison

08/09

Vorgestellt wurden schließlich noch

die Pläne für die anstehende Saison.

So werden die Schweizer Skiund

Snowboardschulen mit ihrem

Dachverband Swiss Snowsports

auch im kommenden Winter viele

Jugendförderungsprojekte und Aktionen

mit nationalen Partnern wie

Schweiz Tourismus und Seilbahnen

Schweiz durchführen. Im Januar

2009 werden außerdem die für

den Milestone nominierten „Swiss

Snow Weeks” stattfinden. Zusätzlich

gelte es, im Rahmen der

Skilehrer-Weltmeisterschaften im

März 2009 in Maribor die erkämpften

Weltmeistertitel von

Levi/Finnland zu verteidigen.

Am Abschlussabend wurden traditionell

Jubilare geehrt und für ihre

Verdienste für die Schweizer Skiund

Snowboardschulen ausgezeichnet.

Die Jubiläen reichten

dabei von 10- und 15-Jahren im

Snowsportbusiness bis zum 40

Jahre Jubiläum, das Bernhard Mani,

Kiental, begehen konnte.

i

Infos: www.snowsports.ch


MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Weltneuheit am Nassfeld

Seilbahnpionier

Arnold Pucher,

Bergbahnen Nassfeld

Pramollo AG, und

Stefan Reichmann,

Reichmann & Sohn

GmbH, besprechen die

letzten Details.

Oben rechts:

Empfangsbereich des

KofelCenters mit Blick

auf den Servicebereich.

Fotos: dwl

MOUNTAINMANAGER 8/2008

20

Das Skivergnügen am Nassfeld ist seit dem Saisonstart 2008/09 um eine Attraktion reicher,

die es so bisher noch nicht gegeben hat. Die Devise am Nassfeld: runter von der Piste, rein zum

Skiservice und 10 Minuten später perfektes Skifeeling erleben.

100 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade,

Aufstiegsanlagen, die mehr

als 44.000 P/h befördern, 300 km

Langlaufloipen, 7 km 2 Natureisfläche

Weißensee und Pressegger

See, beleuchtete Rodelbahnen,

150 km Wanderwege, Wellnessoase

„Aquarena“, Gratis Skibus – dieses

umfassende Angebot hatte das

Nassfeld schon bisher für seine Gäste

parat. In vielen Bereichen hat

man damit Maßstäbe gesetzt.

Im Winter 2008/09 kommt eine

Idee dazu, die das Vergnügen am

Wintersport nochmals optimiert.

Bisher war der Skiservice für den

Wintersportler nicht eben einfach.

Die Skier mussten eingepackt und

zur Servicestation gebracht werden.

Dort blieben sie dann, bis alle

Arbeiten durchgeführt waren.

Dann wurden sie wieder abgeholt

und warteten auf ihren Einsatz. Vielen

Skifahrern oder Snowboardern

war dieser Aufwand für Skier oder

Boards einfach zu groß – wichtige

Servicearbeiten wurden deshalb

häufig vernachlässigt.

Am Nassfeld hat man jetzt diesen

komplizierten Abläufen den Kampf

angesagt und Abhilfe geschaffen.

Im Bestreben, dem Gast noch mehr

Service zu bieten und sowohl den

Spaß als auch die Sicherheit beim

Skifahren zu optimieren, hat man

den Skiservice einfach mitten ins

Geschehen verlegt.

Direkt am Gipfel der Madritsche,

neben der Bergstation des Millennium-Express,

wurde das KofelCenter

gebaut. Hier gibt es besten Skiservice

in kürzester Zeit zu alpenweit

günstigsten Tarifen. Der Gast

fährt direkt mit seinen Skiern zur

Servicestation, lässt sie begutachten

und entsprechend servicieren.

Schon 10 Minuten später ist er wieder

auf der Piste und erlebt, wie

sich perfekter Service auf seine

Sportgeräte auswirkt.

Nice Surprise – Skiservice

Beim Aufbau und der Ausstattung

des KofelCenters hat man am Nassfeld

keine Mühen gescheut. Seit

2007 beschäftigt man sich intensiv

mit dem Skiservice, hat sich Beispiele

aus der Praxis angesehen

und deren Pluspunkte oder

Schwachstellen analysiert. Vor diesem

Hintergrund wurde eine eige-


ne Idee entwickelt, die man dann

konsequent umgesetzt hat. Skiservice

am Nassfeld ist jetzt ein Erlebnis.

Wenn der Gast direkt von der Piste

kommt, empfängt ihn im Kofel-

Center ein bestens geschultes

Team. Die Räumlichkeiten sind hell

und großzügig gestaltet, die Atmo-

sphäre ist einladend. Nach der

Begutachtung durch den Serviceprofi,

kann der Gast den Serviceablauf

entweder beobachten oder die

Zeit im Restaurationsbereich ver-

bringen. Nach nur 10 Minuten

können die Skier oder Snowboards

wieder abgeholt werden.

Die so servicierten Wintersportgeräte

versprechen maximales Skivergnügen

und optimale Sicherheit –

und das zu einem Preis, den man

ruhig vergleich sollte. Ein solcher

Service, der perfektes Skifeeling erfahrbar

macht, muss kein einmaliges

Erlebnis bleiben, immerhin

können Skier in ihrem Lebenszyklus

mindestens 50 Mal serviciert werden.

Als besondere Überraschung steht

der neuartige Express-Ski- und

Boardservice am Nassfeld vom Saisonstart

bis zum 24. Dezember

2008 beim Kauf einer Ganztageskarte

zum Volltarif gratis zur Verfügung.

Wählen kann man grundsätzlich

zwischen dem „Express-

Service“ mit Präzisions-Kantenschliff,

Kantentuning und Heiß-

Wachsen und dem „Top-Service“

mit Belagstuning, Präzisions-Kantenschliff,

Kantentuning und Heiß-

Wachsen. Für den Skiservice werden

im KofelCenter am Nassfeld 9

Mitarbeiter eingesetzt, die im Vorfeld

entsprechend geschult wurden.

Dazu können zu Spitzenzeiten

oder bei Bedarf aus dem laufenden

Betrieb nochmals mehrere Beschäftigte

abgezogen werden.

Um mit dieser Top-Idee auch Top-

Qualität bieten zu können, hat man

sich bei der Ausstattung der Ser-

MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

vice-Werkstätte für das Know-how

von Reichmann entschieden. „Wir

haben im KofelCenter die neuesten

Maschinen für unsere Gäste bereit,

mit dem „Ferrari“ unter den Skiservice-Robotern

können wir Top-

Qualität bieten, und das zum alpenweit

kleinsten Preis“, so Bergbahn-Pionier

Arnold Pucher. gwl

Zum Einsatz kommen:

� Das vollautomatische Servicecenter

SF-2 Pro. Es vereint

einfachstes Handling, kürzeste

Bearbeitungszeiten und repro

duzierbare Schleifergebnisse.

� Der Reichmann Kanten-Tuning-

Automat DTS-U Pro. Vier perfekt

geschliffene und gratfreie Kanten

in nur einem Arbeitsgang je Ski

und Board, sorgen schnell und

einfach für uneingeschränkte Sicherheit

und grenzenlosen Fahrspaß

für Wintersportler.

� Bandwachsmaschine für den

Service-Profi – BWM 350 Pro.

� Band-Schleifmaschine für das

Belag-Tuning - SN 350 PROFI.

� Multifunktionswerkbank –

Werkstatteinrichtung.

� POLYMAT Ski- und Snowboard-

Belagreparaturmaschinen.

� Bindungseinstellgerät

Diatronic III.

� Belagaufbringungsgerät

POLYMASTER.

� Werkstattständer All In.

Unten links:

Top-Service gibt es auf

der Madritsche durch

Top-Maschinen von

Reichmann.

Unten rechts: Skiservice

ist am Nassfeld

nicht im Keller platziert,

sondern in einer

hellen, geräumigen

Werkstätte, die vom

Gast gut eingesehen

werden kann.

8/2008 MOUNTAINMANAGER

21


MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Vater und Sohn

Allmann vor der

Discovery in der

Werkstatt ihres Skiservice-Centers

in Wildhaus.

Foto: Kissling

Skiservice-Pionier Allman schwört auf

DIE DISCOVERY

Die Familie Allmann betreibt ein Skiservice-Center im Schweizerischen Wildhaus sowie das

Sport Treff in Toggenburg und das Productmanagement für Blizzard/Nordica. Der Mountain Manager

führte mit Juniorchef Andreas und seinem Vater Kar, der ein Pionier im Bereich Steinsschliff für

Skikanten ist, ein Interview über die Hintergründe und angesammeltes Know-how.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

22

MM-FRAGE: “Herr Allmann, wir

sind jetzt in der Werkstatt des Skiservice-Centers

Wildhaus. Nur Eingeweihte

wissen aber, dass hier die

Fäden von drei verschiedenen Firmen

bzw. Aktivitäten zusammenlaufen.

Was steckt dahinter?”

A. Allmann:

“Wir tanzen in der Tat auf drei verschiedenen

Hochzeiten: Auf der

einen Seite habe ich ein unbefris-

tetes Beratermandat als Productmanager

bei der Familie Zanatta,

auf der anderen Seite betreibe ich

mit meinem Vater das Skiservice-

Center Wildhaus und als drittes

Standbein führen wir den Sport Tr-

eff Toggenburg mit verschiedenen

Filialen.”

MM-FRAGE:“Beginnen wir mit „der

ersten Braut” - was kann man sich

unter dem Beratermandat als Productmanager

bei der Familie Zanatta

vorstellen?”

A. Allmann:

“Die Familie Zanatta ist Besitzerin

der Marken Blizzard, Nordica,

Technica, Lowa, Nitro, Rollerblade

und Think Pink. Vor allem im Bereich

Blizzard-Ski arbeite ich seit zwei

Jahren aktiv in der Kollektionsgestaltung,

der Produktentwicklung,

dem Skitestwesen sowie den

entsprechenden Produkteinführungen

mit. Bei dieser Aufgabe kommt

mir natürlich die jahrelange Erfahrung

zugute, die ich unter anderem

während 9 Jahren bei Völkl

gesammelt habe.”

MM-FRAGE: “Welche Rolle spielt

dabei Wintersteiger?”

A. Allmann:

“Sämtliche Blizzard-Testskis, die

unsere Werkstätten in Mittersill (A),

Giavera (I) oder Wildhaus (CH) verlassen,

müssen einen sehr hohen

und identischen Qualitätsstandard

aufweisen. Jede Kante und jeder

Belag muss genau vordefinierte Parameter

erfüllen. Diese Parameter

müssen zu 100% übereinstimmen,

egal, aus welcher der drei Werkstätten

der Ski an die Testfahrer ausgeliefert

wird. Um diese An-

Logo des Sportgeschäftes Sport Treff

forderungen erfüllen zu können,

hat sich der Konzern bei allen Standorten

für die Discovery von Wintersteiger

entschieden. Die im Einsatz

stehende Ceramic Disc Technologie

garantiert uns Zuverlässigkeit,

Reproduzierbarkeit und

Präzision.”

MM-FRAGE: “Als zweites Standbein

gilt das Skiservice-Center Wildhaus.

Ist das ein Dienstleistungsunternehmen

im Skiservicebereich?”

A. Allmann:

“Genau. Es handelt sich dabei

sowohl um ein Dienstleistungs- wie

auch um ein Kompetenzzentrum.

Zu unseren Kunden zählen Sportgeschäfte,

die ihre Ski bei uns

schleifen lassen. Mein Vater Karl

kann auf eine jahrelange Erfahrung

im Bereich Skiservice zurückblicken.

Nach unseren Recherchen war

er es, der vor über 30 Jahren mit

dem Steinschliff im Skiservice Pionierarbeit

leistete und den Grundstein

zum heutigen Schleifzentrum

legte. Im Bereich Skiservice legen

wir natürlich sehr großen Wert auf

eine Hohe Qualität, auf Kundenzufriedenheit,

aber auch auf ein


gesundes Preis-/Leistungsverhältnis

und auf einen qualitativ hochstehenden

Maschinenpark.

Im Bereich Spezialpräparationen

sind wir auch überregional und bei

Spezialisten sehr gefragt. So präparieren

wir zum Beispiel neben

Alpin- und Langlaufskis auch die

Sprungskis der Schweizer Nationalmannschaft

und weiterer Weltklassespringern

aus anderen Nationen.”

MM-FRAGE: “Mit welchem Maschinenpark

arbeiten Ssie?”

A. Allmann:

“Auch im Skiservice arbeiten wir

mit der Discovery. Die Präzision des

Discovery-Konzeptes habe ich

bereits erwähnt. Im Bereich Skiservice

kommen die weiteren Vorteile

der Discovery vollumfänglich zum

Tragen: Die Maschine arbeitet

ohne Vakuumsauger, dadurch können

auch Skis mit den verrücktesten

Oberflächen problemlos

bearbeitet werden. Dann möchte

ich das raffinierte Beschickungssystem

erwähnen, das uns erlaubt, die

Maschine mit 16 Ski zu bestücken,

ohne auf Länge und Beschaffenheit

achten zu müssen. Schlußendlich

ist es die einfache Bedienbarkeit des

Schleifautomaten, die uns die Arbeit

in der Werkstatt trotz höchster

Qualitätsanforderungen sehr vereinfacht.”

MM-FRAGE: “Kommen wir nun

zum dritten Standbein, dem traditionellen

Sportgeschäft. Können Sie

uns Näheres dazu sagen?”

A. Allmann:

“Wir führen den Sport Treff

Toggenburg als traditionelles

MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Sportgeschäft mit verschiedenen

Standorten. Als Besonderheit

möchte ich hier die völlig neue

Zusammenarbeit mit den Bergbahnen

Wildhaus erwähnen. Ziel dieser

Partnerschaft ist es, dem Feriengast

sämtliche Dienstleistungen aus einer

Hand anzubieten. Was bei den

großen Skistationen schon lange

Usanz ist, haben wir auch in der Ferienregion

Wildhaus geschafft. Verleih,

Verkauf, Tickets und Skiservice

aus einer Hand. Die Zusammenarbeit

ist zwar noch sehr jung, wir sehen

aber jetzt schon ein weiteres

Potential im Bereich Optimierung.”

MM: “Herr Allmann, wir danken für

das Gespräch.”

i

www.skiservice-center.ch

Interalpin ’09

Internationale Fachmesse

für Alpine Technologien

22. - 24. April 2009

Messe Innsbruck

www.interalpin.eu

Interalpin 2007:

500 Aussteller

17.200 Fachbesucher

aus 56 Nationen

67 % internationale

Fachbesucher

HQU.AT

8/2008 MOUNTAINMANAGER

23


MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Skiservice-Leiter

Franz Schröder am

Belagreparaturautomat

Polymat 1.

Kompetenz von Reichmann

AM ARBER

Auch bei den Arber Bergbahnen weiß man um den Stellenwert perfekt

gepflegter Skier und Bords. Deshalb hat man 2008 kräftig investiert und sich

das Know-how vom Profi geholt. Geschäftsführer Thomas Liebl erklärt seine

Beweggründe.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

24

MM-FRAGE: „Welchen Stellenwert

räumen Sie dem Rental- bzw. Skiservicebereich

ein?”

T. Liebl:

„Wir räumen dem Rental- und

Skiservicebereich einen großen

Stellenwert ein, weil sich laut unseren

bisherigen Informationen der

Trend zum Skiverleih noch ver-

Fotos: Arber Bergbahn

stärken wird. Daher haben wir uns

im letzten Winter große Verleihstationen

in Südtirol und Österreich

angeschaut und versucht, deren Erfahrungen

auf den Arber zu übertragen.

Es ist zwar bisher in

Deutschland noch ungewöhnlich,

dass ein Bergbahnbetrieb den

Skiverleih betreibt, denn bisher war

dies nur den Sportgeschäften oder

auch den Skischulen vorbehalten.

Doch sehen wir gerade als Bergbahnbetrieb

den Vorteil auch darin,

dass wir interessante Gesamtpakete

mit Verleih und Lifttickets schnüren

und gleichzeitig eine sehr gute

Qualität bei den Skiern, Snowboards

und Schuhen anbieten können,

einschließlich dem sehr

wichtigen Skiservice.”

MM-FRAGE: „Was bieten Sie Ihren

Gästen?”

Th. Liebl:

„Wir bieten den Gästen hochwertige

Markenwaren für Ski und

Snowboards, Bindungen und

Schuhe aus dem Hause MARKER -

TECNICA - Völkl. Außerdem haben

wir neue Aufbewahrungssysteme

mit Top-Schuhwärmern, sodass die

Ski- und Snowboardschuhe alle

mollig warm sind. Die Verleihsoftware

kommt vom Reichmann Software-Partner

digiCOM aus Oberstdorf

und stellt den aus unserer

Sicht derzeit besten Stand bei

dieser hart umkämpften Rentalsoftware

dar, insbesondere was die

Ausgabe und die Rückgabe der

gesamten Verleihartikel anbelangt.

Damit wird der Verleihvorgang zu

einem Kinderspiel. Die größte

Neuerung ist aber sicher der

Schleifautomat von Reichmann, ein

SF-2 Pro.”

MM-FRAGE: „Was hat bei Ihrer

Entscheidung für Reichmann gesprochen?”

Th. Liebl:

„Wir haben uns am Markt eingehend

informiert und sind zu dem

Schluss gekommen, dass die Qualität

des Schleifergebnisses für unsere

sehr hohen Anforderungen

bestens war. Weitere Vorteile sind

die einfache Beschickung der Ski

und die kurze Prozesszeit. Auch die

robuste und kompakte Maschinenausführung

selbst hat uns überzeugt,

ebenso wie die langjährige

Erfahrung von Reichmann auf

Wir haben uns am Markt

eingehend informiert!

diesem Gebiet. Wir haben mit Reichmann

auch einen Servicevertrag

abgeschlossen, sodass wir im evt.

Störungsfall sofort kompetente Unterstützung

bekommen. Sicher

spricht auch die relative Nähe ins

bayerische Weißenhorn für diese

schnelle Hilfe im Notfall, die hoffentlich

nur sehr selten notwendig

sein wird.”

MM-FRAGE: „Welche Maschine(n)

von Reichmann kommen zum Einsatz?”

Th. Liebl:


„Es handelt sich um folgende

Maschinen: 1 vollautomatisches

Ski- und Snowboard-Schleifcenter

SF-2 Pro, 1 Belagreparaturautomat

Polymat 1 mit Werkbank, 2

Bandwachsmaschinen BWM 350

Pro (je 1 Wachsmaschine für die

zwei Skiverleihstationen) - alles

komplett mit Erstausrüsterpaket.”

MM-FRAGE: „Wo liegen die Vorzüge,

was hat sie überzeugt?”

Th. Liebl:

„Mit einem Satz: Die langjährige

und sehr gute Kompetenz der Fa.

Reichmann im Service von Ski- und

Snowboards, die sich gerade mit

der neuen Maschinengeneration

SF-2 Pro fortsetzt. Nachfolgendes

Beispiel zeigt die Flexibilität von

Reichmann. Da der Standort der

Maschine in der Skiwerkstatt so angeordnet

ist, dass unsere Gäste nur

ramseidenzwei.com

Kippfest.

seitlich auf die Maschine schauen

können, wenn ihre wertvollen Ski

hergerichtet werden, hat Reichmann

auf unseren Wunsch hin

auch am Maschinenende die SF-2

Pro mit Glasscheiben ausgestattet,

sodass jetzt die Gäste den Bearbeitungsprozess

optimal beobachten

können.”

MM-FRAGE: „Welche Erwartungen

haben Sie?”

Th. Liebl:

„Wir haben natürlich die Erwartung,

dass die ARBER BERG-

BAHN grundsätzlich mit dem

neuen Skiverleih auch ein neues

Standbein für uns als Bergbahnbetrieb

geöffnet hat. Weiterhin

gehört zu einem professionellen

Verleih auch eine professionelle

Servicemaschine. Wir sind überzeugt,

dass wir mit Reichmann

Der neue Bearcat Z1 XT ist ein echter Überflieger: bärenstarker Motor, innenbelüftete

Scheibenbremse direkt auf der Antriebsachse, robustes Planetengetriebe, Rückwärtsgang auf

Knopfdruck. Und bleibt mit dem stabilen Twin Spar Chassis trotzdem schön am Boden.

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Arbeit an der

BWM 350 Pro.

MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

auch die richtige Entscheidung

getroffen haben und dass alle

Vorzüge, die wir in den Entscheidungsprozess

einbezogen haben,

sich auch in der Realität so einstellen.”

dwl

Saalfeldner Str. 41 · 5751 Maishofen

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8/2008 MOUNTAINMANAGER

25


MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Sport Kessler:

100 Jahre Erfolg im Kleinwalsertal

Dieses Jahr feiert Sport Kessler,

das heute von Markus Kessler

geführt wird, sein 100-jähriges

Bestehen im Kleinwalsertal.

Aus diesem aktuellen

Anlass haben

MONTANA

und der Mountain Manager um

ein Interview gebeten.

MM-FRAGE: „Welche Entwicklungen gab es

bei Sport Kessler seit der Gründung?“

Markus Kessler:

„Sport Kessler gibt es mittlerweile seit über

100 Jahren. Mein Großvater Karl Max Kessler

war einer der Skipioniere im Kleinwalsertal.

Die letzten Jahre haben

wir stetig in die Qualität und

Hardware unseres Unternehmens

investiert. Dies betrifft die

Neugestaltung des Hauptgeschäftes

im Jahre 2001/2002,

den Bau eines eigenen Ski- und

Schuhdepots mit der Umstellung

auf berührungslose Skidepotschränke,

Vergrößerung des

Ski- und Boardservicebereiches

und jetzt aktuell die Neueröffnung

unseres Board & Freestyle

Kompetenzshops Crystal

Ground Shop, passend zum Snowpark am

Kessler Lift. Zudem wurden unsere Mitarbeiter

speziell die letzten drei Jahre intensiv

in Sachen Verkaufstechniken geschult.“

MM-FRAGE: „Auf welcher Philosophie beruht

Ihre Geschäftsstrategie?“

Markus Kessler:

„Wir sind ein österreichisches Freizeitunternehmen,

dessen Entwicklung mit der touristischen

Entwicklung der Region eng verbunden

ist. Unsere Chancen für überdurchschnittlichen

Erfolg sehen wir im

Wahrnehmen von aktuellen Trends, höchster

Qualität unserer Produkte, Dienstleistungen

und Kommunikation sowie moti-

MOUNTAINMANAGER 8/2008

26

vierten Mitarbeitern. Unsere Ziele erreichen

wir durch ständige Verbesserung der

Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen,

des Preis/Leistungsverhältnisses,

der Kundenzufriedenheit – durch schnelle,

individuelle und innovative Problemlösungen

– und natürlich des Angebots, das an

den Kundenbedürfnissen ausgerichtet ist.“

MM-FRAGE: „Sie arbeiten eng mit MON-

TANA zusammen. Welche Produkte haben

Sie im Einsatz?“

Markus Kessler:

„Wir sind fast zu 100% von der Firma

MONTANA als Komplettanbieter „eingekleidet“.

Die Planung und Umsetzung der

Ladeneinrichtung, die Software von

SPORTS RENTAL und die abs Aufbewahrungssysteme

bilden einen wichtigen Bestandteil

in unserem Geschäft. Die Bin-

dungseinstellung erledigt zuverlässig der

Jetbond.

Im Skiservice arbeiten wir seit dieser Saison

mit der MONTANA DIAMOND, für die

Boards wird die MONTANA CHALLENGE

eingesetzt. Neu, seit der Testphase in der

letzten Saison, verwenden wir auch den

WAX FUTURE, der sich als absoluter

„Selbstläufer“ für ein hochwertiges Wachsfinish

entwickelt hat – schon mehr als 65%

des Kundenservice werden als Zusatzverkauf

auf dem WAX FUTURE gewachst. Zudem

arbeiten wir mit dem Aufschmelzer

MRS, Waxmaster, Bandmaschinen und für

die „Kleinen“ die Seitenkantenmaschine

MC 2000."

MM-FRAGE: „Welche Punkte haben zur

Entscheidung für eine MONTANA Anlage

geführt?“

Markus Kessler:

„Auf der einen Seite beschreibt das ein

Auszug aus unserem Unternehmensleitbild

sehr gut: ...leistungsstarke Partner zeich-

Fotos: MONTANA

MONTANA DIAMOND Serviceroboter. Das Depot von Sport Kessler.

nen sich durch technologische Kompetenz,

hohes Qualitätsniveau und Liefertreue

sowie wettbewerbsfähige Preisgestaltung

aus. Auf der anderen Seite sind es

die langjährige, sehr gute Zusammenarbeit

und die Menschen die hinter dem

Namen MONTANA stehen.“

MM-FRAGE: „Welche Rückmeldungen geben

die Wintersportler?“

Markus Kessler:

„Das Feedback unserer Kunden ist sehr positiv

und lässt uns sicher sein, mit MONTA-

NA die richtige Wahl getroffen zu haben.“

i

Markus Kessler:

„Das Feedback

unserer Kunden ist

sehr positiv und

lässt uns sicher sein,

mit MONTANA

die richtige Wahl

getroffen zu haben.“

Infos: www.plattform-kleinwalsertal.com


50%

mehr Schnee

mit Snomax

und bei +2˚C wärmeren Temperaturen beschneien

®

Marcus Hasler,

Direktor (CEO)

Bergbahnen Brigels

Waltensburg

Andiast, Schweiz

mit Snomax ®

ohne Snomax ®

Snomax ® erhöht die produzierte Schneemenge im

Randtemperaturbereich bis zu 50%. Die Qualität des

Maschinenschnees und der Piste sowie die Dauerhaftigkeit

werden massiv gesteigert. Mit Snomax ® werden

bedeutend kürzere Einschneizeiten erreicht, dadurch

frühere Pisten- oder Skigebietsöffnung. Der Einsatz von

Snomax ® reduziert die Kosten der Beschneiung. Die

kürzere Pistenpräparierungszeit verringert den C O 2

Ausstoss, reduziert Lärmemissionen, Maschinenstun-

Neues Preis-

Bonus-System

«Meine Erfahrung aus acht Wintern zeigt klar, dass der

Einsatz von Snomax ® ökonomisch, ökologisch und aus

Sicht des Gastes sinnvoll ist! Weniger Energieaufwand,

weniger Wasserverbrauch, weniger Emissionen, bessere

Effi zienz im Temperatur-Grenzbereich b und klar bessere

Schnee- und Pistenqualität.»

den und den Diesel-Kraftstoffverbrauch (weniger Unterhaltsarbeiten,

tiefere Reparaturkosten).

Snomax ® ist 100% biologisch abbaubar. Die unproblematische

Anwendung und die 100% Einsatzmöglichkeit

wird bestätigt durch die Bewilligung des Bundesamtes

für Umwelt Wald Landschaft (BUWAL) 1997 (ganze

Schweiz) sowie die Empfehlung des Instituts Biolink Prof.

Dr. Richard Braun 29. 7. 1998 und die Mitteilung SVS

Nr. 2 1998.

Rufen Sie uns an für Detailinformationen über

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TECHNIK

NEUE BAHNEN

DOPPELMAYR/GARAVENTA:

Funitel-Trilogie zum Gletscher

Seit dem 7. November ist in Hintertux

der „Gletscherbus 1“ in Betrieb. Mit

der neuen Bahn ist nun die Funitelreihe

auf den Gletscher komplett.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

28

Reifenförderer in der Bergstation.

Vor 12 Jahren wurde in Hintertux

die erste Umlaufbahn mit doppelter

Seilschleife, besser bekannt

unter dem Systembegriff „Funitel“,

in Betrieb genommen. Der

„Gletscherbus 2“ führt von der

Sommerbergalm zum Tuxer Fernerhaus

auf 2.609 m Seehöhe. 4

Jahre später folgte der „Gletscherbus

3“ zur Bergstation an der

Gefrorenen Wand (3.235 m). Seit

7. November werden diese beiden

Anlagen, die von DOPPEL-

MAYR gebaut wurden und sich in

den letzten Jahren bestens bewährt

haben, durch den

„Gletscherbus 1“ ergänzt. Er

schließt die Lücke zur Talstation

und ersetzt die 4 EUB Sommerberg

aus dem Jahr 1972.

Auch beim „Gletscherbus 1“ handelt

es sich um eine Seilbahn des

Typs Funitel, die wie die beiden

bestehenden Varianten wieder

von DOPPELMAYR realisiert

wurde.

Aufstiegsanlagen des Systems Funitel

sind äußerst windstabil und

lassen Windgeschwindigkeiten

von über 100 km/h zu. Durch die

Besonderheit von zwei Förderseilen,

die in einem Abstand von

3,2 m geführt werden, können

außerdem sehr große Spannfeldlängen

überwunden werden.

Dank einer speziellen Luftfederung

der Kabinen, die 24 Personen

Platz bieten, wird ein hoher

Fahrkomfort gewährleistet. Bei

Fahrgeschwindigkeiten von bis zu

7,5 m/s können Transportkapazitäten

von 3.200 - 4.000 Personen/Stunde

problemlos erreicht

werden.

Arbeiten vom Profi

Mit der Eröffnung des „Gletscherbus

1“, der von Hintertux (1.500

m) bis zur Sommerbergalm auf

2.100 m Seehöhe führt, sind nun

alle 3 Bahnsektionen auf den Hintertuxer

Gletscher mit einem Funitel

bestückt. Die Streckenlänge

von rund 1.413 m wird in einer

Fahrzeit von 5,25 Minuten bewältigt,

wobei die Fahrgeschwindigkeit

bei 6 m/s liegt. Die

Förderleistung beträgt dabei

3.281 P/h. Gemeinsam mit der

parallel verlaufenden 8 EUB Sommerberg

ist man in Hintertux nun

in der Lage, knapp 5.700 Personen

in der Stunde zu den

schneesicheren und bestens präparierten

Pisten zu befördern.

Mit Hilfe der Funitelanlagen ist in

Hintertux außerdem die barrierefreie

Auffahrt von der Tiefgarage

bis zur Panoramaterrasse möglich.

Aus diesem Grund wird das

Die komfortablen CWA-Kabinen bieten 24 Personen Platz. Blick auf die Bergstation.


Skigebiet von vielen nationalen

und internationalen paraolympischen

Mannschaften als Trainingsgebiet

genutzt.

Die Planungsarbeiten zum

„Gletscherbus“ wurden bereits

2007 abgeschlossen, die wesentlichen

Teile der Talstation

wurden ebenfalls noch 2007

gebaut. 2008 wurde nach dem

Abtragen der alten 4er Kabinenbahn

im Mai 2008 mit den Bauarbeiten

für die Bergstation sowie

der Strecke begonnen.

Angetrieben wird der „Gletscherbus“

1 mit Hilfe eines Doppelantriebes,

der aus 2 Getrieben

und 4 Motoren besteht. Die

Nennleistung beträgt 1.600 kW

bzw. 2.175 PS. Platziert wurde der

Antrieb in der Talstation, die

Spannstation befindet sich in der

Bergstation.

Das Förderseil mit einer Gesamtlänge

von 5.650 m und einem

Gesamtgewicht von 55.000 kg

führt über 9 Stützen. Das Seilfeld

3 weist dabei mit 593 m die

größte Seillänge und mit 74 m

den höchsten Bodenabstand auf.

Befördert werden die Fahrgäste in

24 Kabinen des Typs ZETA von

CWA, die 24 Personen Platz bieten.

Sie verfügen über ledergepolsterte

Sitzbänke und einen Stützrahmen

zum Anlehnen. Geöffnet

werden die Fahrbetriebsmittel

über eine weit ausschwenkende

Tür, die einen bequemen Zutritt

ermöglicht. dwl

TECHNIK

NEUE BAHNEN

„Gletscherbus 1“ und 8 EUB „Sommerberg“. Fotos: Zillertaler Gletscherbahn GmbH & Co KG

Technische Daten:

Förderleistung: 3.281 P/h

Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s.

Fahrzeit: 5,25 min.

Bahnlänge: 1.413 m

Anzahl der Fahrbetriebsmittel: 24

Gesamtgewicht des Förderseiles: 55.000 kg

Länge des Förderseiles: 5.650 m

Antriebsleistung: 4 Motoren 1.600 KW / 2.175 PS

Größter Stützenabstand: 593 m

Höchster Bodenabstand: 76 m

Ausführende Firmen:

Seilbahntechnik: DOPPELMAYR

Elektrotechnik: DOPPELMAYR

Planung: Obenauer Seilplanungs

GmbH

Seil: Fatzer

Kabinen: CWA

8/2008 MOUNTAINMANAGER

29


TECHNIK

NEUE BAHNEN

DOPPELMAYR/GARAVENTA:

Am 28. November 2008

wurde in Kühtai die

KaiserBahn in Betrieb

genommen. Damit

tragen die Verantwortlichen

dem Trend nach

immer komfortableren

und schnelleren Aufstiegshilfen

Rechnung.

KABINENBAHN ZUM JUBILÄUM

Der Tiroler Weiler Kühtai auf 2.020 m Seehöhe, der zur

Gemeinde Zill gehört, hat nur ganze 13 Einwohner, die

hier das ganze Jahr über leben. Dafür gibt es ein

Vielfaches an Wintersportgästen, die das Angebot der

Bergbahnen Kühtai nutzen. Immerhin werden hier mit

12 Aufstiegsanlagen, die eine Beförderungskapazität

von 16.000 P/h haben, 37 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade

erschlossen.

In der Saison 2008/09 gibt es in Kühtai viele Gründe

zum Feiern, 180 Jahre Sommerfrische gehören genauso

dazu wie 100 Jahre Wintertourismus und vor allem das

50-Jahr-Jubiläum der Bergbahnen. Sie haben die letzten

Monate genutzt, um ihre erste Kabinenbahn für das

Skigebiet bauen zu lassen und damit den Qualitätsstandard

neuerlich anzuheben. Schließlich hat man in den

letzten Jahren kontinuierlich Investitionen durchgeführt,

um den Gästen besten Komfort bieten zu können.

Die KaiserBahn ersetzt den Kaiser-Schlepplift und wurde

von DOPPELMAYR realisiert. Dazu Mag. Philip Haslwanter:

„Wir tragen mit der topmodernen KaiserBahn dem

allgemeinen Trend von Schleppliften hin zu wesentlich

sichereren, komfortableren und schnelleren kuppelbaren

Sesselliften und Gondelbahnen Rechnung. Wir

verfügen jetzt über das komfortabelste und beste Produkt

für Kinder und Erwachsene.”

Sicherheit und Komfort

Die Baugenehmigung zur neuen Bahn lag bereits im

März 2008 vor. Der Baubeginn war ursprünglich für

Ende Mai, Anfang Juni vorgesehen, musste dann aber

aufgrund der späten Ausaperung etwas verschoben

werden. Dennoch verliefen die Bauarbeiten sehr zügig,

alle Termine konnten eingehalten werden. Die Abnahme

der Bahn ging schließlich am 11. November

MOUNTAINMANAGER 8/2008

30

über die Bühne. Die Talstation der

KaiserBahn wurde auf 1.938 m

Seehöhe platziert. Sie liegt direkt

gegenüber der kuppelbaren 4er-

Sesselbahn „Hohe Mut” und ist

durch zwei Unterführungen, die

bereits vor 2 Jahren gebaut wur-

Pünktlich zum 50-Jahr-

Jubiläum der Bergbahnen

Kühtai wurde die Kaiser-

Bahn offiziell eröffnet.

Fotos: Bergbahnen Kühtai

den, bestens ans Skigebiet angeschlossen.

Die Station wurde

schlank und schmal gehalten, um

den Skifahrern ein großzügiges

Einstiegsareal zu bieten. Von den

technischen Komponenten wurde

deshalb in diesem Bereich auch

Blick auf die Talstation im

Rahmen der Bahnabnahme

am 11. November.

Ausführende Firmen/Auszug

Projektierung: Melzer & Hopfner Ing. Ges., Bregenz

Seilbahntechnik: DOPPELMAYR, Wolfurt

Elektrotechnik: DOPPELMAYR, Wolfurt

Kabinen: CWA Constructions SA/Corp., Olten/CH

Förderseil: TeufelbergerSeil GmbH, Wels


nur die Abspannung realisiert. Die

Bergstation wurde auf 2.445 m

Seehöhe gebaut. Hier wurde die

Antriebseinheit platziert. Dazu

wurde am Berg in Hangnähe auch

der Kabinenbahnhof realisiert, in

dem alle 37 Kabinen untergebracht

werden können.

Die Trassenführung der neuen

Kabinenbahn wurde abgeändert

und verlängert, sodass sie neben

dem „Kaiser-Schlepplift” auch

den „Schwarzmooslift” ersetzt.

Während der Kaiserlift abgetragen

wurde, bleibt der Schwarzmooslift

im oberen Abschnitt erhalten.

Auf diese Weise werden

die Pisten optimal erschlossen,

das Unterdorf besser als bisher

angebunden. Auf der 1.633 m

langen Strecke werden 9 Stützen

passiert. Transportiert werden die

"Die Werkstattheizkosten sind um

über 50% gesenkt und endlich

eine warme Werkstatt," das ist die

Kernaussage von über 1500 PULS-

AIR Heizgeräte – Anwendern. Man

kann zwischen Vollleistung und

Sparstufe, also 2 Leistungsstufen,

wählen und profitiert von einem

extrem hohen Wirkungsgrad von

97%. Das alleine schon würde das

PULS-AIR Heizgerät weit hervor heben.

Das Besondere ist aber ein neuartiges

pulsierendes Verbrennungsverfahren,

das vom Gerätehersteller

Pletzer ursprünglich für militärische

Strahltriebwerke entwickelt wurde.

Für die Entwicklung und Konstruktion

des Gerätes wurde Pletzer wie

o. e. von der Bundesregierung mit

Technische Daten – 8 MGD KaiserBahn:

Seilhöhe in der Talstation: 1.943,01 m

Seilhöhe in der Bergstation 2.447,01 m

Höhenunterschied: 504 m

Schräge Länge: 1.632,93 m

Mittlere Neigung: 32,45 %

Größte Neigung: 61,52 %

Anzahl Stützen: 9

davon eine Doppelstütze 1 a+b

Spurweite: 5,20 m

Gäste in 37 CWA-Kabinen des

Typs OMEGA IV. Diese Kabinen

wurden mit grau-braun getönten

Scheiben versehen, um die Fahrgäste

vor allzu direkter Sonneneinstrahlung

zu schützen. Derzeit

können mit den 37 Kabinen

1.578 P/h befördert werden. Ein

FIRMEN NEWS

Hochwirksames und sparsames

Heizen mit PULS-AIR

Gerätehersteller Georg Pletzer aus Going in Tirol wurde mit dem

Österreichischen Staatspreis für die Entwicklung des PULS-AIR Warmluft –

Werkstattheizgerätes ausgezeichnet. Das Heizgerät mit den weltweit niedrigsten

Abgasemissionen und dem höchsten Wirkungsgrad von 97 % eignet sich für

Gewerbebetriebe gleichermaßen wie als Zeltbeheizung oder für Schirmbars.

dem Österreichischen Staatspreis

für Energieforschung und dem

Umweltpreis sowie 2008 auch mit

dem Bayrischen Staatspreis ausgezeichnet.

Die Technologie

Beim pulsierenden Verbrennungsverfahren

wechseln die Brenngase

in der Sekunde 62-mal die Strömungsrichtung.

Durch die heftige

Gasbewegung entsteht eine erhebliche

Temperatursteigerung im

Brennraum, wie auch eine stark

verbesserte Wärmeübertragung

auf die Heizflächen. Dies erklärt

auch die fast unglaubliche Wirksamkeit

und Sparsamkeit des Heizgerätes.

Die Verbrennung ist vollkommen

ruß- u. rückstandsfrei, der

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Fahrzeuge:

Anfangsbau 37 Endausbau 53

Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s.

Fahrzeit:

Förderleistung:

4,68 min

Anfangsausbau 1.578 P/h,

Endausbau 2.315 P/h

Antrieb: Berg

Abspannung: Tal

Zukauf weiterer Kabinen besteht als Option,

sodass in weiterer Folge bis zu 2.300P/h transportiert

werden können.

Investiert haben die Bergbahnen Kühtai insgesamt

9 Mio. Euro. Damit waren die Kosten für

die neue Bahn abgedeckt, der Bau der Unterführungen,

Pistenoptimierungen sowie ein

neuer Parkplatz im Talstationsbereich. dwl

Kamin ist nur mehr

ein Edelstahl-Auspuffrohr mit 3,5

cm Durchmesser. Die Emissionen

liegen weit unter dem bisherigen

Stand. Der durchschnittliche Heizölverbrauch

pro Heizperiode liegt

bei 700 lt. PULS-AIR eignet sich für

Räume bis max. 1000 m3, man

kann auch 3 getrennte Räume

nach dem Umlaufprinzip heizen,

da 3 Warmluftaustrittsöffnungen

vorhanden sind. Zur Raumluftbefeuchtung

verfügt PULS-AIR über

eine mit Wasser befüllbare Bodenwanne.

pd

i

Infos: PULS-AIR Pletzer

Tel.: 05358 /2435

FAX: 05358/3626

E-Mail: pulsair@utanet.at

Das u.a. mit dem

österreichischen

Umweltpreis ausgezeichnete

PULS-AIR

Werkstattheizgerät ist

nunmehr seit 15

Jahren auf dem

Markt..

Foto: Pletzer

8/2008 MOUNTAINMANAGER

31


TECHNIK

NEUE BAHNEN

LEITNER:

PREMIERE IN DER SCHWEIZ

Stütze 1 ist 21 m hoch

und wurde als Portalstütze

ausgeführt.

Seit 1963 betreibt die Luftseilbahn Surlej-

Silvaplana-Corvatsch AG eine Pendelbahn

von Surlej auf den Piz Corvatsch, die in 2

Sektionen geführt wird und ursprünglich

80 P/h transportieren konnte. Nach

einem ersten Modernisierungsschritt

1980/81, bei dem man u. a. die Beförderungskapazität

auf 880 P/h erhöht

hatte, wurde Mitte der 90er Jahre die 1.

Sektion dieser Pendelbahn (Surlej -

Murtèl) grunderneuert. 2007 begann mit

der Fusion der beiden Bergbahnunternehmen

Surlej-Silvaplana-Corvatsch

AG und Furtschellas-Bahn AG ein neuer

Abschnitt in der Bahngeschichte. Die

nunmehrige Corvatsch AG stellte die

Weichen für eine Erneuerung der 2.

Bahnsektion Murtèl – Corvatsch. Die

Gründe dafür waren einleuchtend:

� Die Betriebsbewilligung der alten Luftseilbahn

lief aus.

� Die Sanierung der bestehenden Anlage

wäre unwirtschaftlich gewesen.

� Der Neubau bringt eine Optimierung

der Förderkapazität bzw. eine Kapazitätssteigerung

von 30 %.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

32

Pünktlich zum Start der Wintersaison 2008/09 ging die erste LEITNER Pendelbahn in der Schweiz

in Betrieb. Die PB Murtèl Corvatsch erregt mit einer Reihe von Besonderheiten Aufsehen und stellt

damit einen gelungenen Markteintritt der LEITNER Pendelbahntechnik für die Schweiz dar.

� Für den Gast bedeutet der

Neubau eine große Komfortsteigerung.

� Die Betriebsabläufe können

verbessert werden.

� Die Bergstation wird nachhaltig

gesichert.

� Anstatt wie bisher 80 Personen

können mit neuen Kabinen 100

Personen befördert werden.

� Die Linienführung wird nicht

verändert.

� Die Bedeutung der Gletscherregion

wird ins Blickfeld gerückt.


Nach dem erfolgreichen Abschluss

der Planungsarbeiten im

Januar 2008 wurde der Auftrag

zum Bau der Bahn nicht, wie

vielfach erwartet, an den österreichisch-schweizerischenSeilbahnbauer

vergeben, sondern an die

LEITNER AG. LEITNER fungierte

als Generalunternehmen für den

ganzen elektromechanischen Teil

inklusive Streckenausrüstung und

Kabinen und engagierte als Professionisten

u. a. Fatzer (Seile), die

Frey AG (Steuerung) und Carvatech

(Kabinen). Für den Mountain

Manager erläutert Bruno Melnik,

Delegierter des Verwaltungsrates

der Corvatsch AG, die Entscheidung.

MM-FRAGE: „Warum haben Sie

sich bei der Erneuerung der Sektion

Murtèl - Piz Corvatsch für LEITNER

entschieden?”

B. Melnik:

„Weil LEITNER einerseits bei den

objektiven Vergleichskriterien wie

Konzept, Technologie, Qualität

und Kosten die Nase vorn hatte

und andererseits auch auf

spezielle Wünsche flexibel und innovativ

reagierte. Dies im Gegensatz

zum diesbezüglich wenig

überzeugenden Wettbewerber.”

MM-FRAGE: „Welche Anforderungen

ergaben sich durch die Modernisierung?”

B. Melnik:

„Da gab es viele; lassen Sie mich

ein paar ‚herauspicken’: Speziell

ist sicher allein schon die exponierte

Bergstation auf 3.300

m.ü.M. und die Position des 2.

Mastes, beides Standorte, wo

Die Talstation der

ersten LEITNER

Pendelbahn in der

Schweiz.

Bauen bei engstem Raum und auf

sensiblem Felsuntergrund angesagt

war. Die Festabspannung der

Tragseile - mit rund 2.000 t pro

Seil ca. 4 mal höhere Kräfte als bei

der alten Bahn - musste auf dem

Berg so gelöst werden, dass nicht

nur baustatisch und seilbahntechnisch

alle Auflagen erfüllt wurden,

sondern auch künftig ein reibungsloser

Verkehr der Gäste

gewährleistet werden kann. Ferner

waren durch die gegebene,

bestmöglich wieder zu verwendende

Bausubstanz bei den Stationen

die Ingenieure für die elektromechanischen

Optimierungen

in verschiedenen Teilbereichen

herausgefordert. Und schließlich

waren mit dem unternehmerischen

Aufschwung der Corvatsch

AG und der beabsichtigten

Neuerschließung des bekanntesten

Gipfels des Engadins qualitative

Ansprüche verbunden, die

die Messlatte für alle Beteiligten

hoch ansetzte.”

MM-FRAGE: „Wie waren Sie mit

dem Verlauf der Bauarbeiten zufrieden?”

B. Melnik:

„In Anbetracht des engen Zeitrahmens

und der überdurchschnittlich

vielen Regen- und Schneefälle

kann ich der ganzen Crew, die am

Berg im Einsatz war, nur ein

Kränzchen winden. Die zum Teil

auch durch unsere Vorgaben neu

zusammengesetzten Lieferanten-

Teams mussten sich zwar anfänglich

organisatorisch etwas

zusammenraufen, haben dann

aber im Laufe des Bauvorhabens

unter der Leitung von LEITNER

eine beeindruckende Performance

an den Tag gelegt.”

Herausforderungen

gemeistert

Nachdem das Baubewilligungsverfahren

im Mai 2008

positiv abgeschlossen war, konnte

im Juni mit den Bauarbeiten begonnen

werden. Die Talstation

dieses Bahnabschnittes befindet

sich auf 2.702 m Seehöhe, die

Bergstation auf 3.298 m. Bisher

hatte es in der Talstation Murtèl

immer wieder längere Wartezeiten

gegeben, da durch die Modernisierungsarbeiten

für die

Zubringersektion 1 mit Hilfe der

125 Personen fassenden Kabinen

rund 1.000 P/h befördert werden

konnten. Ab der Mittelstation war

man dann mit einer Beförderungskapazität

von 880 P/h

konfrontiert. Eine deutliche Leistungssteigerung

von Sektion 2

war somit unabdingbar.

Die Anforderungen, denen man

dabei Rechnung zu tragen hatte,

waren beachtlich. Immerhin

mussten die Verantwortlichen

moderne Seilbahntechnik in die

bestehenden Gebäude integrieren,

die Trassenführung musste

beibehalten werden, um Mehrkosten

zu vermeiden. Insgesamt

wurden so rund 44 % der vorhandenen

Bausubstanz genutzt. Auf

der 1.672 m langen Strecke sind 2

Stützen platziert. Stütze 1 wurde

als Portalstütze ausgeführt und ist

21 m hoch, die Höhe von Stütze 2

beträgt 24 m. Durch die vorge-

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Delegierter VR

Bruno P. Melnik,

Martin Leitner,

Vorstand LEITNER

TECHNOLOGIES,

VRP Alois Jurt

(Monaco).

Fotos: Giancarlo

Cattaneo

8/2008 MOUNTAINMANAGER

33


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Blick auf die Antriebseinheit.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

34

gebene Bausubstanz in der Talstation,

die Trassenführung und die

größeren Kabinenvolumina ergab

sich schließlich eine unterschiedliche

Spurweite zwischen Stationen

und Stützen. Ausgeglichen

Technische Daten

PB Murtèl-Corvatsch

Talstation: 2.702 m

Bergstation: 3.298 m

Höhenunterschied: 596 m

Schräge Länge: 1.672 m

Förderleistung: 1.200 P/h

Fahrgeschwindigkeit: 10 m/s

Fahrgeschwindigkeit über die Stütze: max. 7 m/s

Antriebsleistung: 730 kW

Tragseile: 4 x 56 mm

Oberes Zugseil: 35 mm

Unteres Zugseil: 32 mm

Bergeseile: 2 x 14,5 mm

Höhe Stütze 1: 21 m

Höhe Stütze 2: 24 m

Spurweite Stütze 1: 6,5 m

Spurweite Stütze 2: 11,0 m

Spurweite Talstation: 6,0 m

Spurweite Bergstation: 7,0 m

Fassungsvermögen Kabine: 100 P

Gewicht Kabine: ca. 3,5 t

wurde diese Differenz mit Hilfe

der Portalstütze nahe der Ausfahrt

und eines Verschiebeperrons, der

neben seiner technischen Funktion

auch den Zugang für die Besucher

komfortabel macht.

Das Baumaterial wurde bis zur

Station Murtèl zu einem großen

Teil mit der bestehenden Kabine

transportiert. Dazu wurden Lasten

wie Baukran oder Bagger mit einer

speziellen Vorrichtung an der

Kabine befestigt. Die maximale

Traglast betrug 10 t.

Die Förderleistung der neuen Pendelbahn

beträgt nun 1.200 P/h,

die Fahrgeschwindigkeit 10 m/s.

Bei der Überfahrt der Stützen wird

die Geschwindigkeit auf maximal

7 m/s reduziert. Die Fahrtdauer

beträgt rund 4 Minuten, wobei

ein Höhenunterschied von 596 m

überwunden wird.

In der Talstation wurden u. a. die

ganze Antriebseinheit inklusive

Steuerung und Hilfsaggregate sowie

das Spanngewicht der Zugseile

platziert. In der Bergstation

finden Rettungswagen und Rettungsantrieb

genauso Platz wie

die Festabspannung der Tragseile

via Poller und einem „Stationsrucksack”.

Ein solcher war nötig,

um die Bausubstanz für das er-

Bergstation der Pendelbahn „Murtèl-Corvatsch”.

höhte Drehmoment zu verstärken.Transportiert

werden die

Gäste mit Pendelbahnkabinen

von Carvatech, die vom Hersteller

speziell auf die Wünsche der Corvatsch

AG abgestimmt wurden.

Die gesamte Leitungsführung

sowie die Technik sind nicht sichtbar.

Als Grundbeleuchtung dient

ein Lichtband, das je nach Bedarf

gedimmt werden kann. Auf diese

Weise wurde der ursprünglichen

Idee, ein Abbild des Sternenhimmels

zu schaffen, entsprochen.

Die Kabinen wurden mit einem

Helikopter des Typs Kamov zur

Mittelstation geflogen. Von hier

aus ging es mit 3 Tiefladern über

den Julierpass weiter. 2 Tieflader

wurden für die Kabinen benötigt,

1 Tieflader beförderte die Wassertanks

für die Bergstation und das

Restaurant.

Investiert wurden in das Projekt

insgesamt 12,8 Mio. CHF. Das

Bundesamt für Verkehr führte im

Oktober eine kurze Vorprüfung

der Anlage durch, die abschließende

Abnahme erfolgte vom 10.

bis zum 14. November. Die definitive

Betriebsbewilligung erhielt

man pünktlich am Tag der Eröffnung,

am 21. November um 8.58

Uhr. dwl


MARKETING

INVESTITIONEN

DORFGASTEIN-GROSSARLTAL

nährt den Aufwärtstrend

Mit Investitionen über 4,7 Mio. Euro in noch mehr Schneesicherheit, Abfahrtsausbau,

Servicequalität und Neubau der Zufahrtsstrasse zur Talstation der Bergbahnen in

Dorfgastein startet die Skischaukel Dorfgastein-Großarltal in die neue Wintersaison.

Unberührte Landschaft, ein idyllischer Dorfcharakter

der Gemeinden Dorfgastein

und Großarl, einzigartige, urige Skihütten

und das Ambiente eines modernen Skigebietes

als Teil des größten österreichischen

Skipassverbundes „Ski amadé” zeichnet

dieses Salzburger Skigebiet aus. Seit dem

Beitritt der Skischaukel Dorfgastein - Großarltal

zu Ski amadé zeigt die Erfolgskurve

steil nach oben. Top Qualität am Skiberg

fördert das Interesse der heimischen Hotellerie,

neue komfortable Beherbergungsbetriebe

zu errichten. Auch besondere Zuckerl

für den ganzen Winter wie die Aktion

„Junior-Weekend Discount”, wo Kinder

und Jugendliche an jedem Samstag und

Sonntag zum stark ermäßigten Preis im

ganzen Skiverbund fahren, halten den erfreulichen

Aufwärtstrend am Leben.

Und mit der Aktion „Go for Ski” können

Kinder und Jugendliche an ausgewählten

Tagen um bis zu 50 % günstiger das Wintersportvergnügen

erleben.

„Der Qualitätsgast fordert Top-Beförderungs-

und Servicequalität, Top-Pisten,

Top- Unterhaltung und Erlebnis und das

alles zum Top Preis-Leistungsverhältnis für

die gesamte Familie“, so Rudi Egger. Folgende

Neuheiten wurden kürzlich fertiggestellt:

Schneesicherheit und

neue Abfahrten

� Die neue Familienabfahrt direkt vom

Fulseckgipfel weg. Dadurch wird dem Gast

der Eintritt ins Skigebiet noch attraktiver

und vor allem leichter gestaltet. Anfänger

bzw. Skikursteilnehmer können jetzt in

Dorfgastein vom Fulseckgipfel (2.033 m)

ins Wintersportvergnügen starten!

� Weitere neue Abfahrtsvarianten gibt es

vom Bereich Wengeralm bis in den Mühlwinkel

� Der 2. Speichersee in Dorfgastein und

neue Feldleitungen (Strom-, Wasser- und

Datenleitungen) für die Erweiterung der

Beschneiung wurden installiert.

Die Leistung der Beschneiung wurde in

den letzten beiden Jahren um über 300 %

angehoben!

� Für die Wintersportzwergerl wurde der

Kindererlebnisbereich in Dorfgastein und

Großarl ausgebaut. Durch die neuen

Kinderparks wird das Erlernen des Skisports

noch attraktiver und für die Besucher noch

interessanter gestaltet!

� Eine neue Zufahrtsstraße zur Talstation

der Gipfelbahn – Fulseck. Nach langen Verhandlungen

ist es gelungen, die Zufahrtsituation

zur Dorfgasteiner Bergbahn komplett

neu zu gestalten. Dem Wintergast

wird somit eine rasche und übersichtliche

Zufahrt zum Wintersportvergnügen geboten!

� Den Wintersportfreunden am Skiberg

Der zweite Speicherteich in

Dorfgastein ist fertig.

Eine neue Familienabfahrt

direkt vom Fulseckgipfel

weg macht den Eintritt ins

Skigebiet noch attraktiver.

Fotos: Dorfgasteiner BB

Dorfgastein - Großarltal wird auch im

kommenden Winter wieder die Möglichkeit

des Abrufes des persönlichen Skitagebuches

angeboten. Auf www.skiline.cc/

dorfgastein erfährt man nach Eingabe der

Skipassnummer die genauen Daten über

gefahrene Höhenmeter und Anzahl der

Abfahrtskilometer!

Die Dorfgasteiner Bergbahnen AG wird

das Hauptaugenmerk auch in Zukunft auf

die Qualitätsverbesserung legen. Derzeit

laufen schon Projektarbeiten für die Verbesserung

der Talabfahrt bzw. die Errichtung

einer neuen Seilbahnanlage als Ersatz

für die beiden Schleppliftanlagen Fulseck.

8/2008 MOUNTAINMANAGER

35


MARKETING

MANAGEMENT

MM-FRAGE: „Was reizt Sie an Ihrer Aufgabe

als „Bergbahner“ – war es immer Ihr Ziel

in dieser Branche zu arbeiten?“

H. Schultz:

„Wir sind ein Familienunternehmen, mein

Vater ist als Seilbahnpionier (Zillertal/Osttirol/Kärnten)

mit seinen Visionen vorausgegangen.

Ich bin schon früh im Geschehen

dabei gewesen und konnte die Betriebe

von Anfang an entsprechend mitgestalten.

Deshalb ist der Beruf „Seilbahner“ schon

immer logisch gewesen – er ist eine gute

Möglichkeit zu gestalten.“

MM-FRAGE: „Sie leiten die Unternehmensgruppe

Schultz gemeinsam mit Ihrer

Schwester Martha. Welche Aufgaben hat sie

und wo liegen die Stärken Ihres Familienunternehmens?“

H. Schultz:

„Meine Schwester und ich haben eine super

Zusammenarbeit und ergänzen einander

sehr gut. Sie ist für das Marketing, das

gesamte Incoming, also auch für unsere

Reisebüros, zuständig und erfüllt diese Auf-

gaben wirklich gut. Mein Bereich ist die

Geschäftsführung bzw. die kaufmännische

Leitung der Bergbahnen, dazu kommen

die Immobilien und der Wohnbau. Vor diesem

Hintergrund können wir die Stärken

eines Familienunternehmens auch gut ausleben.

Wir stimmen uns ab, besprechen alles

und können dann die anfallenden Aufgaben

flott angehen. Auf diese Weise sind

wir in der Lage, uns rasch und intensiv mit

Märkten zu beschäftigen und auf Trends zu

MOUNTAINMANAGER 8/2008

36

SERIE: 60

Heinz Schultz, Ski Optimal Hochzillertal:

Qualität hat Priorität

Anfang Dezember wurde das Großglockner Resort eröffnet,

das mit seinem Angebot in Osttirol Maßstäbe setzt.

Der Mountain Manager hat mit Heinz Schultz über seine

Ambitionen, seine Ziele und die Vorzüge eines Familienunternehmens

gesprochen.

reagieren. Das wollen wir in Zukunft auch

weiterhin so machen, weil wir darin eine

der Stärken unseres Unternehmens sehen.

Es ist doch vielfach so, dass Seilbahnunternehmen

die Themenführerschaft in einer

Region bzw. Winterdestination einnehmen

– gerade was Themen und Trends, aber

auch die Werbelinie angeht.“

MM-FRAGE: „Der Aufgabenbereich Bergbahn

umfasst das Skizentrum Hochzillertal,

die Mölltaler Gletscherbahnen, die Ankogel

Gebirgsbahnen, die Hochpustertaler Bergbahnen

sowie neu das Großglockner Resort

Kals-Matrei. Welche Konzepte verfolgen Sie

in den einzelnen Destinationen, wie weit ist

man mit der Umsetzung?"

H. Schultz:

„Mein Vater hat zuerst das Wohnbauunternehmen

Schultz gegründet und dann als

Geschäftsführer die Entwicklung der Spieljochbahn

Fügen wesentlich beeinflusst. Er

gründete die Bergbahnen Hochzillertal im

Jahr 1978, die anderen Bergbahnen sind

dann nach und nach dazugekommen. Alle

„Unsere Unternehmen sind auf Familien ausgerichtet“

unsere Unternehmen sind grundsätzlich

auf Familien ausgerichtet, deshalb stellen

wir auch die Familien in den Mittelpunkt

unserer Bemühungen. Die Mölltaler Gletscherbahnen

haben darüber hinaus noch

eine starke sportliche Komponente. Die

Ausrichtung auf Familien haben wir aber

nicht nur auf das Angebot der Bergbahnen

begrenzt, auch die Hotels und die Gastronomie

haben ihr Angebot auf Familien abgestimmt.“

Foto: dwl

Heinz Schultz

MM-FRAGE: „2008 wird das Großglockner

Resort/Kals-Matrei Realität. Geben Sie unseren

Lesern bitte einen kurzen Überblick über

die Entwicklung.“

H. Schultz:

„Das Matreier Goldried Skigebiet haben

wir Mitte der 90er Jahre mehrheitlich erworben

und dort dann die Kabinenbahn

Goldried errichtet. Die Anbindung Matrei-

Kals war damals in der Region schon seit

längerem Thema. Ende 2006 habe ich

dann das Skigebiet Kals übernommen, wobei

ich damals schon das Großskigebiet

Kals/Matrei im Sinn gehabt habe. Wir haben

dann 3 Jahre daran gearbeitet, diese

Skiverbindung mit der entsprechenden

Qualität umzusetzen. Am 8. Dezember ist

es jetzt so weit, da starten wir mit dem

Großglockner Resort offiziell – mit 12. Dezember

sind dann alle Lifte in Betrieb. Das

Großglockner Resort soll in Osttirol Maßstäbe

setzen, und das sowohl in der Qualität

als auch in der Größe.“


MM-FRAGE: „Welches Angebot wartet im

neuen Resort auf die Gäste?“

H. Schultz:

„Das Angebot ist auf Familien ausgerichtet.

Wir haben bei den Bahnen ein hohes Qualitätsniveau,

genauso bei der Gastronomie

und den Sportgeschäften. Der Sinn des

Resortdenkens ist es, möglichst alle Bereiche

unter einer Ideologie abzudecken. Für

die Zukunft wollen wir noch die Anzahl der

Gästebetten erhöhen und ein Chaletdorf

errichten. Ähnlich wie in den amerikanischen

Resorts wollen wir dem Gast dann

ein vollständiges Angebot vom Sportgeschäft

über die Gastronomie bis hin zum

Hotel und dem Skigebiet zur Verfügung

stellen.

Das Skigebiet selber umfasst jetzt über 110

km Pisten, die zu 90 % beschneit werden

können. Dazu gibt es Sesselbahnen mit

Wetterschutzhauben und Sitzheizung, 3

beschneite Talabfahrten und Pisten, deren

Länge über 10 km beträgt. Das ergibt für

Osttirol eine völlig neue Dimension beim

Skifahren. Als weitere Attraktion haben wir

am Berg einen „Adlerhorst“ gebaut, von

dem man eine spektakuläre Aussicht auf 63

Dreitausender hat.“

MM-FRAGE: „Was wurde investiert, welche

Anlagen modernisiert und was steht in den

kommenden Jahren noch an?“

H. Schultz:

„Speziell für dieses Jahr wurde noch die Kabinenbahn

realisiert, die über zwei Sektionen

führt, dazu die große Beschneiungs-

Fotos: Ski Optimal Hochzillertal

Erste 8er-Sesselbahn mit Sitzheizung und Wetterschutzhauben im Zillertal.

anlage Kals und der Verbindungsweg zwischen

bestehendem und neuem Skigebiet

Kals. Nächstes Jahr werden die Investitio-

nen finalisiert. Das heißt, es wird noch ein

Speicherteich gebaut werden und eine

kuppelbare 6er-Sesselbahn mit Bubbles

und Sitzheizung. Damit sind die Investitio-

MARKETING

MANAGEMENT

nen abgerundet und wir können dann

ebenfalls im nächsten Jahr mit dem Bau

des Chaletdorfes mit rund 500 Gästebet-

„Bei den Mitarbeitern sind uns Qualität

und eine gute Ausbildung wichtig“

ten starten. Dafür haben wir ein ausgesprochen

interessantes Konzept entwickelt,

für das es hierzulande noch nichts

Vergleichbares gibt. Das heißt, wir gehen

tel: +43 664 92 00 444 email: sehnal.office@aon.at web: www.sehnal.com Haslingergasse 20 Weinberg 50

8/2008 MOUNTAINMANAGER

37


MARKETING

MANAGEMENT

wirklich eigene Wege, wobei ich jetzt noch

keine Details nennen möchte.“

MM-FRAGE: „Wie ist der aktuelle Stand der

Dinge bei den Plänen für die Skischaukel Sillian/Sexten?“

H. Schultz:

„Grundsätzlich bin ich kein Befürworter

der Skischaukel Sillian/Sexten. Wir möchten

das Sillianer Skigebiet ausbauen und

erweitern, auch in Richtung Südtiroler

Grenze.“

MM-FRAGE: „Gibt es Ambitionen zum Erwerb

der Bergbahnen St. Jakob/Defereggental?“

H. Schultz:

„Wenn man damit auf mich zukommt,

werden wir darüber reden.“

MM-FRAGE: „Wie viele Mitarbeiter haben

Sie im Winter, wie viele im Sommer? Worauf

legen Sie bei Ihren Mitarbeitern Wert?“

H. Schultz:

"In der gesamten Gruppe beschäftigen wir

ganzjährig rund 450 Mitarbeiter, im Winter

MOUNTAINMANAGER 8/2008

38

sind es 700. In diesem Bereich sind wir stetig

am Wachsen. Wichtig bei den Mitarbeitern

sind uns die Qualität und eine gute

Ausbildung, wobei ich sagen muss, dass

wir sehr gute Mitarbeiter haben. Das ist

auch unsere Stärke.“

MM-FRAGE: „Wie wichtig ist Ihnen das

Sommergeschäft – wo sehen Sie in Ihren

Betrieben Handlungsbedarf?“

H. Schultz:

„Das Sommergeschäft wird immer wichtiger,

wobei es in den einzelnen Destinationen

sicher noch Bereiche gibt, wo wir stär-

ker werden müssen. Speziell in Osttirol

müssen wird uns noch einiges überlegen

und Investitionen tätigen. Einzelne Projekte

sind aber auch schon im Entstehen.

Dazu wollen wir im Zillertal einen 18-Loch-

Golfplatz errichten, um den Sommer noch

attraktiver zu machen.

Das Sommergeschäft

sehe ich grundsätzlich

als noch ausbaufähig

an.“

MM-FRAGE: „Welche

Herausforderungen sehen

Sie in den nächsten Jah-

ren auf Ihre Destinationen zukommen?“

H. Schultz:

„Wir wollen auf alle Fälle die Qualität unserer

Mitarbeiter auf dem hohen Niveau halten,

das wir jetzt schon haben. Die Dienstleistung

soll noch weiter optimiert werden,

damit wir noch spezieller und intensiver

auf die Wünsche der Kunden eingehen

können. Das betrifft auch die Gastronomie,

wobei wir mit der Kristallhütte sicher ein

Vorzeigeprojekt haben, das Qualitätsstandards

setzt. Auch was das Incoming betrifft,

gehen wir neue Wege. Meine

Schwester ist dabei wirklich innovativ und

„Wir gehören mittlerweile zu den Baufirmen,

die am meisten Seilbahnen errichtet haben“

hat eine Reihe neuer und ganz interessanter

Ideen.“

MM-FRAGE: „Ihre Familie ist auch im Baubereich

aktiv. Welche Synergien ergeben sich

dabei für Ihre Skidestinationen?“

H. Schultz:

„Bei den Mitarbeitern ergeben sich wenige

Synergien. Die Mitarbeiter im Bausektor

sind ausgesprochene Spezialisten und fast

ganzjährig in diesem Bereich beschäftigt.

Synergien ergeben sich dadurch nur beim

Bauen und im Bauablauf, den wir generell

mit eigenen Mitarbeitern durchführen. Ich

denke, wir gehören mittlerweile zu den

Links: Skizentrum Hochpustertal – Sillian.

Unten: Moderne Aufstiegsanlagen kennzeichnen das Großglockner

Resort/Kals-Matrei.


Der Mölltaler Gletscher Express. Blick auf die Ankogelbahn II.

Baufirmen, die am meisten Seilbahnen errichtet

haben. Dadurch lassen sich optimale

Abläufe und eine hohe Qualität erreichen,

was uns bei vielen Investitionen auch

den Rücken stärkt.“

MM-FRAGE: „Welche Projekte stehen zur

Realisierung an?“

H. Schultz:

„Wir haben einige Projekte in Planung, einzelne

werden auch schon realisiert. Aktiv

� 40.000 Markierungen der besten Pisten der Welt

� für 80 Millionen Skifans in acht Ländern auf drei Kontinenten

� Von St. Anton bis ins Zillertal, von Kitzbühel bis Kioicho Hills

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Fax: +43/(0)512/265151

sind wir derzeit eigentlich in allen Skigebieten.

Ich möchte aus diesem Pool aber keine

Einzelbeispiele herausgreifen. Grundsätzlich

sind wir hier recht dynamisch und

wollen auch nicht langsamer werden.“

MM-FRAGE: „Welche Ziele haben Sie sich

für die nächsten Jahre gesteckt?“

H. Schultz:

„Wir wollen weiterhin in die Qualität unserer

Skigebiete und unserer Mitarbeiter in-

MILLIONEN FAHREN AB

auf klare Orientierung durch SITOUR

� Kompetenz und 40 Jahre Erfahrung des klaren Marktführers

� 100% und mehr Finanzierung durch Werbesponsoren

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MARKETING

MANAGEMENT

vestieren. Unser Ziel ist es, möglichst zufriedene

Gäste zu haben, die gerne wiederkommen.

Natürlich ist es uns auch ein Anliegen,

weiter zu wachsen. Ein Unternehmen,

das nicht mehr wächst, stirbt. Dabei

ist es uns aber wichtig, vernünftig und organisch

zu wachsen – dann werden wir

auch in Zukunft erfolgreich sein.“ dwl

8/2008 MOUNTAINMANAGER

39


MARKETING

TAGUNG

KÄRNTNER SEILBAHNTAGUNG

Mit Optimismus in den Winter, aber

Handlungsbedarf für den Sommer

Fotos: mak

MOUNTAINMANAGER 8/2008

40

Kärnten geht trotz schwieriger Situation mit Optimismus und Schwung in den Winter 08/09,

so Landeshauptmann Gerhard Dörfler bei der Eröffnung der diesjährigen Kärntner Seilbahntagung in

Villach. Aufgrund der großen Investitionen in den Wintersportgebieten – heuer wieder ca. 17 Mio. €–

sei Kärnten u. a. schneesicher geworden. Die letzte Wintersaison brachte zum sechsten Mal in Folge

Nächtigungs- und Ankunftssteigerungen (+ 3,6 % auf 3,7 Mio. Euro). Im Gegensatz dazu gibt es

bezüglich Sommerbahnen-Tourismus noch großen Handlungsbedarf, was u. a. Gegenstand

der Tagung war.

Kärntens Obmann Mag. Wolfgang Löscher berichtet über

Aktuelles aus der Fachgruppe.

Im Zehnjahresvergleich verbuchte

Kärnten um 44 Prozent mehr

Ankünfte und um 28 Prozent mehr

Übernachtungen. Die Internationalisierung

macht sich in einem bunten

Nationenmix bemerkbar. Ungarn

etwa ist bereits der drittstärkste

Markt im Winter.

Große Zuwächse gibt es bei Kroaten

und Polen (plus 46,6 %) sowie

auch bei Tschechen, Slowenen und

Niederländern. Auch immer mehr

russische Gäste kommen nach

Kärnten. Man müsse sich infolge

der Finanzkrise auf eine schwierigere

Situation einstellen, sagte

Dörfler. Doch sei die Ausgangslage

gut. Es gehe darum, mit kreativen

Mag. Katharina Kaiser von der con.os tourismus consulting gmbh

sprach über die Bedeutung der Sommerbahnen für die Zukunft.

Marketinginstrumenten neue

Märkte und Gästeschichten anzusprechen.

Das Preis-Leistungsverhältnis

in Kärnten sei optimal.

Als wichtige Zielsetzung nannte

Dörfler die Verstärkung der senzaconfini-Nachbarschaftskontakte

und die Durchführung einer grenzüberschreitendenSchi-Weltmeisterschaft

zwischen Kärnten, Slowenien

und Friaul bzw. Bad Kleinkirchheim,

Kranjska Gora und Tarvis. Bei

der Werbung konzentriert man sich

auf die Schwerpunkte Ski Alpin,

Familie und Wohlfühlen - Kärnten

ist als Familienurlaubsland die klare

Nummer eins. Es gibt zahlreiche

Kooperationen mit Unternehmen,

Reiseveranstaltern und Medien wie

z. B. mit Neckermann, Rauch

Fruchtsäften, Pro 7 oder dem

Alpincenter Bottrop.

Aufholbedarf im Bereich Sommerbahnen

Obmann Mag. Wolfgang

Löscher berichtete über die Aktivitäten

der Kärntner Fachgruppe im

vergangenen Jahr wie Maschinistenkurse,

die Kampagne “Respektiere

deine Grenzen”, das Wiedereinsteiger-Paket

gemeinsam mit Intersport

um 49,- € samt Skikurs,

Skimiete und Ticket, die Erlebniswochen

im Schnee für 8000

Schüler, “Pistenpower” im ORF

Kärnten usw. Wo Kärnten aber

noch Aufholbedarf hat, ist die


Qualitätsoptimierung im Bereich

Sommerbahnen. Obwohl Österreichs

südlichstes Bundesland allgemein

mit Sommerurlaub verbunden

wird, existiert hier noch keine

der 41 in Österreich zertifizierten

Sommerbahnen. Nächstes Jahr

werden zwar als erste die Kanzelbahnen

Gerlitzen dazukommen,

trotzdem besteht großer Handlungsbedarf.

Um die Sache in Schwung zu bringen,

stellen die KWF (Kärntner

Wirtschaftsförderung) und Wirtschaftskammer

Kärnten bei Investitionen

Förderungen in Aussicht.

Und die Fachgruppe lud als Referentin

auf der Seilbahntagung am

13. 11. Mag. Katharina Kaiser von

der con.os tourismus consulting

gmbh Oberacher, Schumacher &

Partner mit dem Thema: “Bedeutung

der Sommerbahnen für die

DI Günther Weichlinger lieferte einen Beitrag zum Thema

“Speicherüberwachung”.

Zukunft und Entwicklung von

Angeboten im Sommertourismus”

Diesem Referat wird ein eigener Artikel

in MM gewidmet, daher an

dieser Stelle nur die zentralen Aussagen:

� der Sommer hat Potenzial (zu

heiße Meeresdestinationen, daher

kommen die Leute zurück;

� die Bergbahnen in Österreich sind

Pioniere auf diesem Sektor;

� trotz 42 zertifizierter Sommerbahnen

ist noch Raum offen für

weitere;

� es gibt bewährte Erfolgsbausteine

wie klarer Fokus, Authentizität,

Nachhaltigkeit, infrastrukturelle Integrierbarkeit

oder Einbindung der

Gastronomie.

Der nächste Schritt in Kärnten wird

eine ERFA-Gruppe sein, zu der man

sich bei Mag. Seiner in der KWF anmelden

kann (0463/5580041).

Gezielte Ansprache von

Kids und Jugendlichen

Weiters informierte Mag. Viktoria

Bucher die Kärntner Seilbahner

über Aktuelles aus dem Fachverband

- Stichworte LED-Erlass, Versetzen

von Bestandsanlagen, Änderung

der Arbeitnehmerschutzverordnung

– und

Mag. Elke Basler über

Strategien des Marketing

Forums für

08/09. Dabei geht es

im Wesentlichen um

eine gezielte und

gesonderte Ansprache

von Kids und

Jugendlichen, die

zwei der wichtigsten

Vermarktungssäulen

darstellen. Als Beispiele

führte Basler

die Kooperation mit

Dreh & Trink, die

Kampagne “Go for

Ski” mit 86 teilnehmenden

Regionen sowie die

CD-ROM “Wintersportwochen”

für die Lehrer mit

einer Auflage von 12000 Stück.

Allerdings müsse zusätzlich im

Unterrichtsministerium eine für

Wintersportwochen zuständige

Stelle eingerichtet werden, damit

bei den Schulskikursen künftig

nicht massive Einbrüche erfolgen,

so Basler.

Erhöhtes

Gefahrenpotenzial

bei Speicherseen

Last but not least hielt DI Weichlinger

vom Amt der Kärntner Landesregierung

einen Vortrag zum

Thema “Speicherüberwachung -

Störfall-Vorsorge”. Anlass dafür ist

die strengere Vorgangsweise der

Wasserrechtsbehörde bei der Wiederverleihung

der Genehmigung

für Speicherteiche (ab 15 m Höhe

von der Gründungssohle). Der

Trend geht zu größeren Volumen

und zur Situierung in höheren

Lagen. Daher erhöht sich das

Gefahrenpotenzial, so dass künftig

intensivere Auflagen seitens der

Betreiber zu erfüllen sind – etwa

verringertes Stauziel. Die Störfall-

Vorsorge beginne bereits beim

Entwurf, setzte sich bei der Überwachung

fort und münde in konkrete

Vorkehrungen für Notfälle,

so DI Weichlinger. Befasst damit

sind das Sperrenaufsichtspersonal

und ein Stauanlagenverantwortlicher.

Zur Erstellung eines Alarmplanes

sei es ratsam, 3 verschiedene

Szenarien festzulegen und

die Größe der Flutwelle bei einem

Dammbruch zu berechnen sowie

die möglichen Richtungen. Dadurch

lässt sich der Gefährdungsbereich

abschätzen.

Zur Auseinandersetzung mit dieser

Materie empfahl Weichlinger das

„Handbuch für Betrieb + Überwachung

von kleinen Stauanlagen

mit Dauerstau“, das heuer noch erscheinen

soll. Es kann auch als Vorlage

zur Erstellung der Jahresberichte

dienen.

Weiters läuft derzeit eine Studie zu

den Technischen Richtlinien bei

Speicherteichen und wie man

künftig die alten Speicher (ohne

horrende Kosten) adaptieren

kann.

Eine interessante Erkenntnis dieser

Studie wird auch sein, wie sich die

Teichfolien infolge der Überalterung

entwickelt haben! mak

MARKETING

TAGUNG

8/2008 MOUNTAINMANAGER

41


MARKETING

MANAGEMENT

MOUNTAINMANAGER 8/2008

42

DOPPELMAYR / GARAVENTA:

„Wir werden Vollgas

weiterfahren“

Die Doppelmayr Holding AG

konnte sich im Geschäftsjahr

2007/08 als Weltmarktführer

behaupten und den Umsatz

wie schon in den Vorjahren

erhöhen. Einmaleffekte

führten zu einem reduzierten

Betriebsergebnis.

Im Geschäftsjahr 2007/2008 hat

die Doppelmayr Holding AG 144

Seilbahnprojekte realisiert. Die Umsatzerlöse

stiegen dabei um 3,2 %

auf 679,7 Mio. Euro. Auch der Mitarbeiterstand

wurde neuerlich erhöht,

sodass nunmehr 2.605

Beschäftigte weltweit für die Doppelmayr-Garaventa

Gruppe tätig

sind.

Dennoch musste man im abgelaufenen

Geschäftsjahr ein re-

duziertes Konzernergebnis von

98,4 auf 84,4 Mio. Euro zur Kenntnis

nehmen. Dieses Ergebnis sei, so

Vorstand Hanno Ulmer bei der Bilanzpressekonferenz

Mitte November,

auf Einmaleffekte zurückzuführen,

da man in Spanien durch

die Großinsolvenz einer Baufirma

ein 27 Mio. Euro-Projekt verloren

Daten/Fakten:

Hanno Ulmer,

Vorstand Doppelmayr Holding AG.

habe. Dennoch werde auf Vollgas

weitergefahren, stellte Vorstand

Michael Doppelmayr klar: „Wer in

einer solchen Situation bremst, verliert“.

Marktführerschaft

gefestigt

Mit dem erneuten Umsatzwachstum

konnte die Doppelmayr Holding

AG die Weltmarktführerschaft

eindrucksvoll bestätigen. Rund 80

2007/08 2006/07

Umsatz 680 Mio. EUR 659 Mio. EUR

Mitarbeiter weltweit 2.605 2.479

davon in Österreich 1.107 1.051

% des Umsatzes wurden im Wintergeschäft

erwirtschaftet. Als

wichtigster Absatzmarkt kristallisierte

sich Österreich heraus,

Schlüsselländer für das gute Ergebnis

waren außerdem die europäischen

Alpenländer, Nordamerika

und die aufstrebenden Länder

Ost-, Zentral- und Südosteuropas.

Ing. Michael Doppelmayr,

Vorstand Doppelmayr Holding AG.

Dabei hat die Doppelmayr-Garaventa

Gruppe zahlreiche Innovationen

auf den Weg gebracht: eine

„bedienerlose“ Kabinenbahn in Val

Thorens (F), die ersten Kabinenbahnen

mit Sitzheizung in Ischgl

und Zell am See oder die erste Einseilumlaufbahn

mit Saunakabine in

Finnland. Auch im technischen

Bereich konnten Maßstäbe gesetzt

werden. So basiert die neue österreichische

Verfahrensrichtlinie für

Feuerverzinken in zentralen Elementen

auf Forschungsarbeiten

von Doppelmayr.

Steigende Nachfrage

Die zukunftsweisende Strategie der

Gruppe, Seilbahnen im städtischen

Personenverkehr zu positionieren,

zeigt Erfolge. Weltweit wurden in

den letzten Jahren zahlreiche urbane

Anwendungen installiert, die

im Hinblick auf Funktionalität und

Leistungsfähigkeit keinen Vergleich

scheuen müssen. Außerdem hat

sich das Tochterunternehmen DCC

Doppelmayr Cable Car GmbH mit

ihrem Cable Liner System am Peo-

Fotos: dwl


ple Mover Markt etabliert. Derzeit

werden Projekte in Las Vegas,

Venedig und Katar realisiert.

Die Investitionen in das jüngste

Tochterunternehmen, die Doppelmayr

Transport Technology GmbH,

machen sich ebenfalls bezahlt. Die

Nachfrage nach dem Materialtransportsystem

RopeCon steigt.

2007 und 2008 wurden auf Jamai-

Zahlen stimmen

Die Stimmung ist gut unter den

deutschen Seilbahnern. In Willingen

konnten die Verantwortlichen

von einem erfreulichen Verlauf der

Saison 2007/2008 berichten. So

zeigte das Wintergeschäft mit insgesamt

4,6 Millionen Gästen und

Nettover-kehrseinnahmen von

54,3 Mio. Euro eine deutliche Steigerung

gegenüber dem witte-

ka sowie auf der Pazifikinsel Simberi,

Papua Neuguinea, zwei Anlagen

zum Transport von Bodenschätzen

errichtet. Zahlreiche Anfragen

und konkrete Aufträge aus

aller Welt sind im Haus.

Gute Aussichten

Im laufenden Jahr erwartet die

Doppelmayr-Garaventa Gruppe

rungsbedingt sehr schlechten Vorjahresergebnis

(3,2 Mio. Gäste;

36,7 Mio. Euro). Auch das Sommergeschäft

läuft – für die deutsche

Szene mit ihrem im eu-ropäischen

Vergleich hohen Anteil von

Ausflugsbahnen ein besonders

wichtiges Kriterium. Waren es 2007

noch insgesamt 2,8 Millionen Gäste,

die das Sommer-angebot der

160 Seilbahnen und 4 Zahnrad-

trotz der hohen Rohstoffpreise und

der angespannten Situation bei

Zukaufteilen eine zufrieden stellende

Geschäftsentwicklung.

Derzeit nicht abzusehen wären

allerdings mögliche Auswirkungen

der weltweiten Finanzkrise auf die

Realwirtschaft und die Investitionsbereitschaft

von Investoren.

D/dwl

MARKETING

MANAGEMENT

Die 8 MGD

„Fimbabahn“ Ischgl

war die erste Kabinenbahn

mit Sitzheizung.

Foto: Doppelmayr

Deutsche Seilbahner

tagen in Willingen

Rund 150 Vertreter der VDS-Mitgliedsunternehmen besuchten Ende Oktober die Deutsche

Seilbahntagung 2008 in Willingen. Mit guten Saisonverläufen im Rücken beschäftigten sich die

Seilbahner insbesondere mit spezifischen Trends und Tendenzen im Gästeverhalten und in der

Ausgestaltung des eigenen Sommer- bzw. Winterangebots.

bahnen nutzten (Netto: 33,1 Mio.

Eu-ro), so zeigen die vorläufigen

2008-Zahlen einen nochmaligen

Anstieg auf 2,9 Mil-lionen Gäste

(netto: 34,4 Mio. Euro). Dabei

dürften sich auch erste Effekte des

seit Jahresbeginn geltenden reduzierten

Mehrwertsteuersatzes (7%)

für Seilbahn-Beförderungsleistungen

auszahlen. Im Fünf-Jahresdurchschnitt

registrieren die deut-

8/2008 MOUNTAINMANAGER

43


MARKETING

MANAGEMENT

MOUNTAINMANAGER 8/2008

44

schen Bahnen laut VDS-Geschäftsführerin

Birgit Priesnitz für das

Sommerge-schäft ein Plus von 6

Prozent.

Eigenes Profil suchen

Etwa zwei Drittel der deutschen

Seilbahnen sind im Alpenraum, die

übrigen (sport-)touristischen Anlagen

verkehren in typischen Mittelgebirgslagen.

Was hier tech-nisch

möglich ist, wurde den Kongressteilnehmern

sehr anschaulich im

Tagungsort Willingen vorgeführt,

wo alleine auf die vergangene Saison

über 18 Millionen Euro in neue

Bahntechnologie und vor allem in

eine leistungsfähige Beschneiung

investiert wurden.

Wenn auch weitere Unternehmen

gerade in die Schneeversicherung

investierten – z. B. die Nebelhornbahn

mit der Komplettbeschnei-

ung von Deutschlands längster Abfahrt

(7,5 km) – für viele andere

Unternehmungen in Mittellagen,

aber auch im deutschen Alpengürtel

fehlen derzeit die Möglichkeiten

für derlei „Hochrüstung“. Stattdessen

arbeiten die Verantwortlichen

an einer immer stärkeren Diversifizierung

und gerade im Winter unter

dem Motto „Näher dran“ (am

Gast) an attraktiven Angeboten für

spezifische Zielgruppen. Insbesondere

Familien mit Kindern stehen

hier im Fokus – Beispiele aus dem

Bayerischen Wald sind etwa das

„Arbär-Kinderland“ am Arber oder

der Junior-Skizirkus in Mitterfirmiansreut.

Familien-orientiert bauen

viele Gebiete derzeit auch ihr Rodelangebot

aus oder ziehen die

Technik-Karte, wie der Feldberg im

Schwarzwald, wo Gäste im Pistengerät

mitfah-ren können. Voll im

Trend liegt auch das Winterwandern,

in das viele deutsche Gebiete

als weniger schneekritische Variante

mit der Auszeichnung neuer

Routen investieren.

Den Kunden abholen

In Willingen kamen natürlich auch

die zukünftigen Herausforderungen

für den deutschen Ski- und

Seilbahntourismus zur Sprache.

Gerade dabei erhält das Mot-to

„Näher dran“ eine direkte Bedeutung,

wenn es darum geht, einen

Die VDS-Spitze mit den Willinger Referenten: Prof. Dr. Ralf Roth,

Stefan Wirbser, stv. VDS-Vorsitzender, Geschäftsführerin Birgit Priesnitz,

Prof. Karl Born und VDS-Vorsitzender Peter Huber.

profitablen Anteil der geschätzten

rund 8 bis 9 Millionen deutschen

Skifahrer im Land zu hal-ten. Mögen

dazu ständig steigende Reisekosten

und auch Mehrwertsteuer-

Erleichterungen beitragen, letztlich

machen die Qualität des Angebots

und ein um-fangreicher Service die

erfolgreiche Gästeansprache aus.

Zwei Grundsatzreferate boten hierzu

Hilfestellung. Prof. Dr. Ralf Roth

von der Deutschen Sporthochschule

Köln bestätigte in seinem

Beitrag die wichtige Rolle der Seil-

bahnen als wichtige touristische

Motoren in Berggebieten. In Zusammen-arbeit

mit lokalen Partnern

haben sie die Möglichkeiten,

das Angebot im Gebiet entsprechend

der Herausforderungen

durch den Klimawandel oder der

demogra-phischen Entwicklung

anzupassen. Aktuelle Umfragen unter

Betreibern und Gäs-ten zeigen,

dass es wichtige Übereinstimmungen

in der Erwartungserhaltung

gibt, auf die sich aufbauen lässt. So

tritt das Skifahren als einzige Motivation

für den Winterurlaub am

Berg etwas in den Hintergrund. Ein

angemessenes Angebot an beschneiten,

bestens präparierten

Einzelpisten oder Funparks wird zu

einem wich-tigen Teil im diversifizierten

Freizeitprogramm von erfolgreichen

Ferienorten, das sich zudem

durch Naturerlebnisse, kulturell-kulinarische

oder soziale Komponen-ten

auszeichnet.

Auch für den Tourismusforscher

Prof. Karl Born von der Hochschule

Harz in Wer-nigerode ist die Auseinandersetzung

mit den Gästeerwartungen

natürlich die wich-tigste

Voraussetzung für einen erfolgreichen

Tourismusstandort. Born

identifizierte zukünftige Trends im

Urlaubsverhalten, wobei für den

Bergtourismus insbesondere die

Stichworte „Gesundheit“ und „kulturelle

Identität“ (i. S. gewachsener

Einzigar-tigkeit) wichtig seien.

Noch stärker müssten sich Tourismusanbieter

allerdings auch mit

bislang eher grob identifizierten

Zielgruppen beschäftigen. So sind

zum Beispiel „Senioren“ nicht einfach

„50+“, und „Singles“ lassen

sich nicht einfach unter „alleinreisend“

und entsprechend kontaktfreudig

subsumieren. Wer sich also

nur mit „Seniorentellern“ und „Dating-Partys“

auf diese Zielgruppen

einstellt, hat verloren. „Der Wandel

vom Produktkenner zum Kundenkenner

hat sich längst voll-zogen" –

es reicht nicht mehr nur das Beste

aus den Möglichkeiten seines Ferien-ortes

zu machen, es müssen

aktiv Möglichkeiten für zielgruppengerechte

Aktivitä-ten geschaffen

werden. Höchste Servicequalität

ist dabei heute eine Grundvoraus-setzung

und keine besondere

Auszeichnung mehr. tb


Auch das Jahr 2008 war für die Firma kaser

wieder äußerst erfolgreich. Im Blickfeld

standen technische Innovationen sowie

umfangreiche Investitionen, um Kunden

noch besser betreuen zu können.

Kasercarpets konnte 2008 über

30 Installationen des neuen Förderbandtyps

MY08 in 8 verschiedenen

Ländern verzeichnen. Darunter

befand sich erstmals ein

Auftrag aus Portugal.

Zu den Kunden, die Technik und

Service von Kaser für sich in Anspruch

nahmen, zählten auch dieses

Jahr wieder Skischulen, Hotelressorts,

Seilbahnen, Gemeinden

sowie private Nutzer. Profitiert hat

man dabei von zahlreichen Neuerungen,

wie etwa dem multifunktionalen

Steuerungssystem

„kaser iControl“ oder dem Energiesparsystem

E.S.P.

Die „kaser iControl “ ist eine

elektronisch programmierbare

Steuerung für alle Funktionen des

Förderbandes, die mit einem einfach

zu bedienenden Touch-

Screen mit integrierter SPS ausgerüstet

wurde. Diese Steuerung

verfügt über einige interessante

Funktionen:

� stufenlose Geschwindigkeitsregelung;

� Personenzähler mit programmierbarem

Filter für Snowtubes

oder Rodeln;

� individuelle Programmierung

des Starttasters am Einstieg und

Ausstieg;

� Staudiagnose aller Taster, Schalter

und Sensoren;

� Aktivierung bzw. Deaktivierung

und Programmierung des Ultraschall-Bewegungsmelders

am Einstieg;

� USB-Schnittstelle zum Downloaden

der Konfigurationsparameter

und des Fehler- bzw.

Alarmprotokolls auf USB-Stick.

Die Daten können dem kaser-

Kundendienst per E-Mail gesendet

werden, eventuelle Änderungen

oder Updates werden dem

Betreiber wiederum per E-Mail

gesendet und über USB-Stick in

die kaser iControl Steuerung

kopiert.

Das „E.S.P ready“ (Energy Saving

Package) ist ein Energiesparpaket.

Die Verwendung von Motoren

der Energieeffizienzklasse 2, gesteuert

von hochwertigen Frequenzumrichtern

in Kombination

mit einem Ultraschallsensor am

Einstieg, ermöglicht große Energieeinsparungen.

Der orientierbare

Ultraschall- Bewegungsmelder

startet automatisch das

Förderband, wenn sich ein

Fahrgast dem Einstieg nähert. Das

Förderband wird automatisch

nach einer bestimmten und programmierbaren

Zeit angehalten,

wenn kein weiterer Fahrgast

transportiert werden will. Die

Funktion ist vom Betreiber programmierbar

und wird über das

Einstecken einer Chipkarte aktiviert.

Positives Geschäftsjahr

Positive Entwicklungen fanden

auch im Unternehmen Kaser statt.

So steigerte sich vor allem die Professionalität

im Umgang mit Kunden

und Partnern durch die Einführung

eines Qualitätsmanagementsystems,

sowie den Um- und

Ausbau der Werkshallen und der

Büros. Kaser darf also zufrieden

auf das Geschäftsjahr 2008

zurückblicken.

Die Planungen für 2009 sind

bereits im vollen Gange. Um das

Geschäftsjahr 2008 wie auch die

vorigen Geschäftsjahre zu übertreffen,

werden 2009 wieder viele

praktische Innovationen das

kasercarpet für den Kunden zu

einer Investition machen, die sich

auszahlt.

i

kasercarpets:

Ein erfolgreiches Jahr neigt

sich dem Ende zu

Infos: www.kasercarpets.com

TECHNIK

FIRMEN NEWS

Technische Innovationen,

Qualität und

Service machen die

kasercarpets international

erfolgreich.

Foto: kasercarpets

8/2008 MOUNTAINMANAGER

45


MARKETING

MANAGEMENT

MOUNTAINMANAGER 8/2008

46

Die feierliche

Eröffnung des neuen

LEITNER Standortes

in Telfs.

Foto: LEITNER

LEITNER TECHNOLOGIES:

MUT UND OPTIMISMUS

Fotos: dwl

Am 21. November wurde in Telfs

der neue Standort von LEITNER

TECHNOLOGIES feierlich eröffnet.

Hochrangige Vertreter aus Politik

und Wirtschaft unterstrichen durch

ihre Anwesenheit die Bedeutung

dieser Investition.

Südtirols Landeshauptmann Luis

Durnwalder und sein Nordtiroler

Amtskollege Günther Platter

fanden sich zur Eröffnung des

neuen Standortes von LEITNER

TECHNOLOGIES in Telfs genauso

ein wie Landtagspräsident Herwig

Van Staa und die Landesräte Florian

Mussner und Thomas Widmann.

Gemeinsam mit vielen anderen

Gästen nutzten sie die Gelegenheit,

die neue Halle zu besichtigen und

sich über die Pläne des Unternehmens

zu informieren.

„Mit der Eröffnung dieses Werks

stärkt unser Unternehmen seine

Position in Nordtirol“, so Präsident

Michael Seeber. „Dank der Synergien

mit dem Mutterhaus in

Sterzing haben wir nun nicht mehr

nur eine Niederlassung in Zirl, sondern

einen echten Tiroler Betrieb.“

Als Unternehmer dürfe man die

neuen Herausforderungen nicht

scheuen, sondern müsse mit Mut

und Optimismus in die Zukunft

schauen. Es sei dabei eine wichtige

Aufgabe, maximalen Gewinn zu

Halle und Büros finden auf rund 7.500 m 2 Platz. Blick in das Ersatzteillager.


erzielen, aber gleichzeitig auch

soziale Verantwortung zu übernehmen.

Bürgermeister Stephan Opperer

hieß die Führungsmannschaft und

die Mitarbeiter von LEITNER

TECHNOLOGIES in Telfs willkommen.

Er freute sich, dass sich im Jubiläumsjahr

der Gemeinde ein Unternehmen

angesiedelt habe, das≠ sich

am Markt durch starke Technologie

und Innovationen einen Namen

gemacht habe. LH Luis Durnwalder

und LH Günther Platter unterstrichen

in ihrer Gratulation unisono die Bedeutung

des Unternehmens und betonten

die Gemeinsamkeit der Länder

und die Notwendigkeit zur

Zusammenarbeit.

Zügige Umsetzung

Der Neubau in Telfs war nötig

geworden, weil die bisherige

Niederlassung in Zirl im Laufe der

Jahre zu klein geworden und eine

Erweiterung nicht möglich war.

Deshalb hatte man eine Neuorientierung

beschlossen und war

schließlich in Telfs fündig geworden.

Vom Spatenstich am neuen

Gelände am 5. November 2007 bis

zum Arbeitsbeginn Mitte Oktober

2008 waren letztendlich nicht einmal

12 Monate vergangen.

Das gesamte Firmenareal ist

18.000 m 2 groß, wobei auf die

Halle rund 6.000 m 2 und auf die

Büros 1.500 m 2 entfallen. Investiert

wurden 12 Mio. Euro. Beschäftigt

sind in Telfs derzeit 80 Mitarbeiter,

ein Anstieg auf 130 bis 150 wird

angestrebt. Dazu LEITNER-Präsident

Michael Seeber: „Trotz der viel

MARKETING

MANAGEMENT

LEITNER TECHNOLOGIES AM NEUEN STANDORT

LEITNER:

� Fertigung von Komponenten

für Seilförderanlagen

wie Dachkonstruktionen

für die Stationen oder

Schließmechanismen in

den Stationen.

� Montage von Liftsesseln,

Arbeitspodesten und

Notantrieben.

Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder.

zitierten Wirtschaftskrise werden

wir weder Kurzarbeit einführen

noch Arbeitsplätze streichen. Im

Gegenteil, wir suchen Leute.“ Deshalb

werde man auch in Telfs die

Zusammenarbeit mit Schulen

fördern und in die Aus- und Weiter-

PRINOTH:

� Weltweites Logistikzentrum

und Lager für Ersatzteile

von Pistenfahrzeugen,

mit 20.000 unterschiedlichen

Ersatzteilen.

� Europaweites Gebrauchtfahrzeugzentrum.

� Schulungszentrum für

Fahrer und Mechaniker.

Nordtirols Landeshauptmann Günther Platter

bekannte sich in seinen Grußworten zu Europa und

zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

bildung der Mitarbeiter investieren.

Für 2009 wird in Telfs ein Umsatz

von 90 Mio. Euro angestrebt, der

gesamte Konzernumsatz belief sich

2007 auf 550 Mio. Euro. Am neuen

Standort ist man in 3 Sparten aktiv.

dwl

LEITWIND:

� Fertigung von Komponenten

für Windkraftanlagen.

� Komplette Endmontage

der Maschinenträger,

der Nabenträger und

der Generatoren für den

europäischen Markt.

Als Zeichen der Wertschätzung

erhielt die Zufahrt zum neuen

Firmenareal den Namen

„Michael Seeber Straße“.

Telfs Bürgermeister Stephan

Opperer (li.) überreicht

Michael Seeber, Präsident

LEITNER TECHNOLOGIES,

ein Straßenschild.

8/2008 MOUNTAINMANAGER

47


TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

PRINOTH gehört nicht nur im

Bereich der Pisten- und Loipenpräparierung

zu den Weltmarktführern,

sondern mischt auch

bei Überschneefahrzeugen ganz

vorne mit.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

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Alternative Anwendungsmöglichkeiten

fand PRINOTH

für den Husky in Griechenland.

Foto: PRINOTH

PRINOTH HUSKY

auf exotischen Wegen

Wer von Griechenland spricht, vermutet

dahinter alles andere als Berge und Schnee.

Allein im Jahr 2008 aber traten 11 spezielle

Husky, die für die P.P.C. SA, die Public Power

Corporation SA, jene Gesellschaft, die in

Griechenland für die gesamtstaatliche Energieversorgung

zuständig ist, ihre Reise in

das klassische Sommer-Urlaubsziel an. 5

weitere wurden bereits im Jahr davor

geliefert.

Die Husky, Spezialanfertigungen mit Personenkabinen

für jeweils sechs Insassen, transportieren

Material und Personen in den

griechischen Bergen und spielen eine

wesentliche Rolle bei den Wartungsarbeiten

der Elektroanlagen. Ausgestattet sind sie mit

„all-year“ Raupen, die in tief verschneitem

Gelände genauso wie auf stark abgeschmolzenen

Schneedecken eingesetzt werden

können und mit ihrer Steigfähigkeit

genau dort glänzen, wo Jeeps und andere

Geländefahrzeuge chancenlos sind.

Auch, wenn es im Norden von Griechenland

einige Skipisten gibt: Die Anwendungsmöglichkeiten

für „normale“ Schneekatzen sind

im Land der tausend Inseln sehr begrenzt.

Mit ausgeklügelten Spezialanfertigungen für

alternative Anwendungsmöglichkeiten konnte

sich PRINOTH aber die Tür auch in diese

exotische Destination öffnen. Der Verkauf

weiterer Maschinen steht ins Haus.


Dank der hervorragenden

Technologie, die in Val d´Isère

bereits bestens bekannt ist, hat

PRINOTH sich als Official Technical

Partner für die WM 2009

qualifiziert.

Im Dezember treffen acht Pistenfahrzeuge

des Typs Leitwolf, sechs

davon mit Winde, im WM-Ort ein.

Sie werden die „Rhône Alpes“, die

Damenabfahrt, und die berühmtberüchtigte

und äußerst schwierige

„La Face de Bellevarde“ mit 31%

Neigung und 71% Höchstgefälle in

optimale Pisten-Wettkampfform

bringen.

Der Leitwolf passt ins Konzept:

PRINOTH ist Weltcup-, WM- und

Olympia erfahren und bei internationalen

Großbewerben zuhause.

Zu den außergewöhnlichen Präparieranforderungen

einer WM kommen

die extreme Steilheit des Geländes

und die großen Neuschneemengen,

die in Val d´Isère in kürzester

Zeit verfrachtet und präpariert

werden müssen.

PRINOTH ist in Frankreich Marktführer

für Windenmaschinen und

Loipenpräpariergeräte und wurde

zum Inbegriff für hoch entwickelte

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

PRINOTH bei der WM in Val d’Isère:

Nur das Beste ist gefragt

Technologien, mit bestem Service.

Sicherlich ein wichtiger Punkt für

die Wahl PRINOTHs als Official

Technical Partner.

Rund um die WM-Pisten sind ein

riesiges Pressezentrum für 1.500

Journalisten, Zonen für Tribünen

und Pressekabinen entstanden,

20.000 Zuschauer werden täglich

erwartet, und freier Eintritt, ein

echtes Novum für eine derartige

Niveauveranstaltung, Gratis-

Shuttlebusse, 1-Euro-Bahnfahrten

Der Leitwolf zeigt sein Können. Foto: PRINOTH

von Lyon, Grenoble, Chambéry

und Annemasse sowie Ausstellungen,

etwa des Fotografen Willy Ronis,

Feiern und Konzerte werden

Val d´Isère zur ultimativen Fanmeile

machen. Wenn dann schließlich

der weltbekannte Savoyener Chef

de cuisine, Guy Martin, seine WM-

Suppe serviert und die einheimischen

Rennläufer auf PRINOTH-Pisten

ihr Können zeigen, dann ist für

die Skifans die WM-Welt vollkommen!

PRINOTH sei Dank!

Innovative Förderbänder: www.kasercarpets.it

Kaser GmbH I-39040 Vahrn (BZ), Brennerstraße 45 – T +39 0472 207 513 – info@kasercarpets.it

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8/2008 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

MOUNTAINMANAGER 8/2008

50

Kässbohrer Geländefahrzeug AG:

Zwei Marken–Strategie mit dem

konkurrenzlosen Formatic 350

Pistenraupen der Marke Formatic

werden unter einem Dach mit

den PistenBully vertrieben, der

komplette Service wird bereitgestellt.

Die Produktion erfolgt

weiterhin am Traditionsstandort

in Replot in Finnland. Mit dem

Formatic 350 fährt Kässbohrer

erstmals eine Zweimarken-Strategie.

Diese Maschine punktet mit

einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis.

Sein ausgezeichnetes

Steigvermögen in Verbindung

mit der hohen Arbeitsgeschwindigkeit

und dem komfortablen

Fahrerhaus machen den

Formatic 350 zu einem soliden

Fahrzeug für die Pistenpflege. Bei

jeder Schneebedingung stellt er

seine durchdachte Konstruktion

eindrucksvoll unter Beweis.

Modernste Technik und

umfassender Komfort

Die groß dimensionierten Hydraulikpumpen

übertragen die

bullige Kraft des 350 PS starken

Cummins Dieselmotors des Formatic

350 direkt auf die Ketten.

Ausgestattet mit den bewährten

PistenBully-Original Kombiketten

steigt er damit mühelos jede Piste

Pistenraupen der Marke

Formatic gehören unbestritten

zu den Pionieren unter den

Schneefahrzeugen.

Seit Juni 2008 bilden die

Fahrzeuge nun eine

Ergänzung der Produktpalette

der Kässbohrer

Geländefahrzeug AG.

Der Formatic 350 – der aus der nordischen Kälte kam.

Fotos: Kässbohrer Geländefahrzeug AG

empor. Die Triflexfräse „Snowrobot“

mit hintereinander montiertem

Zweifach-Finisher und hydraulisch

klappbaren Seitenfinishern

präpariert die einzelnen

Spuren ohne erkennbare Übergänge.

Die Zusatzgeräte des Formatic

350 lassen sich bis ins Detail

über die vollproportionale „Load

Sensing“ gesteuerte Arbeitshydraulik

lenken und dank modernster

On-Board-Elektronik können

alle Funktionen mühelos angesteuert

werden. Im Funpark vereinfachen

die patentierte Auto Tracer

Fräslenkfunktion sowie das Justie-


en und Abspeichern aller erforderlichen

Funktionen und Einstellungen

über die Can Bus Elektronik

die Arbeitsabläufe um ein Vielfaches.

Das geräumige Fahrerhaus des

Formatic 350 ist wie alle Fahrzeuge

der Kässbohrer Geländefahrzeug

AG selbstverständlich ROPS-zerti-

fiziert. Serienmäßig ist das Fahrzeug

mit einem Mittelsitz mit Hosenträgergurten

ausgestattet. Zwei

Beifahrersitze bieten Platz für weitere

Personen. Die Bedienung des

Fahrzeugs erfolgt über eine Einhand-Hebelsteuerung.

Für eine

gute Sicht und die nötige Sicherheit

bei der täglichen Arbeit sorgen

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

die elektrisch beheizbare Rundumverglasung

der vibrationsarm

gelagerten Kabine, kühlwasserbeheizte

Frontscheibenwischer sowie

ein durchdachtes Lichtkonzept.

Und mit dem MP3-kompatiblen

CD-Radio inklusive Sound Boost

System kommt auch der Spaß bei

der Arbeit keineswegs zu kurz.

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9. INTERNATIONALE FACHMESSE FÜR

VERLEIH UND SERVICE IM WINTERSPORT

BOZEN | ITALIEN, 15. - 17. APRIL 2009

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Bullige Kraft,

sachliches Design –

Formatic by Kässbohrer

Geländefahrzeug AG.

8/2008 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

YAMAHA:

Auf allen Pisten zuhause

Ende Oktober präsentierte Yamaha Motor Austria im Rahmen der

„Glacier Experience“ sein Motorschlitten- und ATV-Programm für 2009.

Händler, Kunden und Pressevertreter hatten dabei die Gelegenheit

zum Fachsimpeln und Testfahren.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

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Georg Puz, Sales Manager Yamaha Motor

Austria, präsentiert den Grizzly 550 4WD.

Foto: dwl

Weltweit werden jährlich rund

165.000 Motorschlitten verkauft.

Der Anteil Österreichs und

Deutschlands an diesem Markt

beträgt rund 400 Stück, wobei

Österreich mit 250 Einheiten noch

vor Deutschland liegt. Dabei ist der

Einsatz dieser Überschneefahrzeuge

hierzulande zum größten

Teil einer professionellen Nutzung

vorbehalten. Der private Einsatz ist

nicht möglich, die Sportszene im

Vergleich mit Skandinavien oder

Nordamerika daher auch nur klein.

So sind es vor allem Mitarbeiter

von Bergbahnen, Hüttenwirte,

Jäger oder Räumdienste, die Motorschlitten

im Einsatz haben bzw.

sie für ihre Arbeit benötigen.

Die größte Anzahl an Schneemobilproduzenten

findet sich in den

Jahren zwischen 1970 und 1980,

von den damals mehr als hundert

Yamaha-Presse-

Testtag am

Kaunertaler

Gletscher.

Foto: Fiala & Halwax OEG

Herstellern sind heute noch am

Markt: Ski-Doo, Arctic Cat, Polaris

und Yamaha. Der japanische Hersteller

beschäftigt sich seit 1965

mit der Entwicklung von Schneemobilen,

1967 ging der SL350 in

Produktion. Seit 1990 werden

Yamaha-Snowmobiles von leistungsstarken,

aber umweltfreundlichen

Viertakt-Motoren, Zweiund

Dreizylindern, angetrieben.

Der Marktanteil von Yamaha liegt

in Österreich bei rund 30 %, das

heimische Fachhandelsnetz umfasst

9 spezialisierte Partner.

Gletschertest am

Weißseeferner

Die Serie der Yamaha Gletschertests

startete am 29. Oktober mit

einem Presseevent. Schon am

Vortag hatte man sich dazu im

Kaunertal eingefunden, sodass


man morgens nach der Auffahrt

auf den Gletscher zügig mit den

Testfahrten beginnen konnte.

Nebel und Schneetreiben waren

zwar keine einladenden Wetterbedingungen,

gaben dafür aber Einblick

in das mögliche Szenario, das

auch zum Alltag der Anwender

gehört und daher für den Einsatz

der Überschneefahrzeuge selbstverständlich

ist. Zur Verfügung

standen:

� RS Viking Professional (Wide

Track, 3-Zylinder, 973 ccm), für

den professionellen Anwender mit

strapazierfähigem Stahlrahmen

und einem sparsamen, zuverlässigen

120 PS Motor;

� Venture TF (Grand Touring, 3-

Zylinder, 1049 ccm), für hohe Bequemlichkeit

auf langen Fahrten,

der nun auch mit Einspritzmotor

zu haben ist;

� Venture Multi Purpose (Light

Utility, 2-Zylinder, 499 ccm), das

Leichtgewicht mit geräumiger Abladefläche

und

� Nytro RTX SE (Sport, 3-Zylinder,

1049 ccm), das ultimative Sportgerät

mit schmalem Sitz und ergonomischem

Design für den

sportlichen Fahrer.

Ergänzt wurden die Motorschlitten

durch ein

� ATV Grizzly 700 4WD, ausgestattet

mit elektronisch angesteuerter

Servolenkung und Einspritzmotor.

Dem Einsatzzweck entsprechend

war es mit Camoplast Tatou 4S-

Raupen ausgerüstet.

Um den Skibetrieb nicht zu behindern,

wurden die Fahrzeuge auf

einem speziell markierten Pistensegment

gefahren. Auf diese Weise

Sportlich wird’s

mit dem Yamaha

Nytro RTX SE.

Foto: dwl

konnten unterschiedliche Geländeformen

je nach Können und Erfahrung

individuell bezwungen

werden.

Die fachkundige Unterweisung erfolgte

durch Allen Hidding, Sales

Manager bei Yamaha Motor Europe,

Georg Puz, Sales Manager

YAMAHA Motor Austria und Willi

Schmidt, Yamaha Schneemobil-

Händler in Imst. Schmidt hat als

Schneemobil-Freestyler schon bei

einer Folge des erfolgreichen Actionfilms

„Triple XXX“ als Stuntman

mitgewirkt und brachte die

bemerkenswert sportliche Note ins

Geschehen.

Auf diese Weise gut vorbereitet,

konnten sich die Teilnehmer ein

gutes Bild der Überschneefahrzeuge

verschaffen und Performance,

Handling und Komfort

der einzelnen Typen vergleichen.

Dazu zeigte ein Blick auf die Ausrüstung

bzw. mögliche Optionen

die Bandbreite der Einsatzbereiche

auf.

Flexibel im Gelände

Nach den Schneetests und einer

Stärkung im Restaurant stand am

Nachmittag die Geländegängigkeit

der ATVs im Blickpunkt.

Dafür verabschiedete man sich

vom Gletscher und fand sich

einige hundert Meter tiefer auf

einem Test-Parcours ein, der von

Schotterpisten über sanfte bis

steile Hänge bis zu Mulden und

Unebenheiten aller Art eine große

Auswahl an Geländeformationen

zu bieten hatte.

Das Yamaha ATV-/Quad-Segment

umfasst Sport-Fahrzeuge von 250

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

bis 700 ccm und Utility-Gefährte

unter der Modellbezeichnung

Grizzly von 350 bis 700 ccm, zum

Testen bereit waren:

� ein Grizzly 350 4WD, das preiswerte

Nutzfahrzeug im mittleren

Hubraum-Bereich,

� ein Grizzly 550 4WD, das agile,

neue Modell mit dem Punch eines

Schwergewichtlers und das

� Side-by-Side-Modell Rhino 700

4WD, mit Einspritzmotor, Automatik-Getriebe

und praktischer

Ladefläche.

Der Schneefall am Gletscher wechselte

in Regen und machte den Boden

im Testgelände nass, schwer

und rutschig. Für die Geländegängigkeit

und die Manövrierbarkeit

der ATVs stellten diese Bedingungen

kein Problem dar. Die

Wendigkeit der Fahrzeuge war

beachtlich, das Handling einfach,

die Bedienelemente übersichtlich,

Kraft und Leistung waren beeindruckend.

Für alle Berufsgruppen,

für die Mobilität im Gelände unabdingbar

ist, bietet ein ATV eine bemerkenswerte

Kombination aus

Flexibilität und Sicherheit.

Auf dem österreichischen Markt

beträgt das gesamte jährliche ATV-

/Quad-Absatz-Potenzial rund

3.000 Fahrzeuge ab 50 ccm. 25

Prozent davon stammen von

etablierten Qualitätsherstellern,

der Rest aus Fernost-Produktion.

Der Marktanteil von Yamaha liegt

bei rund 22 Prozent, das Yamaha-

ATV-Händlernetz in Österreich

besteht aus 32 Stützpunkten.

i

Infos: www.yamaha-motor.at

Blick in das

Innenleben eines RS

Viking Professional.

Foto: Fiala &

Halwax OEG

8/2008 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Echte Leidenschaft ist

spürbar – das merkt man

spätestens dann, wenn

man sich mit einem der

Geräte von Arctic Cat auf

den Weg macht.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

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Arctic Cat: Schneller, besser, stärker

Überragend in jedem Gelände

Egal ob auf der Piste oder im

tiefen Powder, egal ob Rennmaschine

oder Arbeitstier: die Schlitten

von Arctic Cat sind extrem

leistungsfähig, abwechslungsreich

und technisch ausgereift.

Wer im Gelände oder auf der Piste

den Ton angeben will, kommt an

Arctic Cat nicht vorbei.

Draußen daheim

Nur wer täglich draußen ist, weiß

worum es bei Motorschlitten

geht. Kein Wetter zu kalt, keine

Die Crossfire-Serie:

stark im Tiefschnee und

auf der Piste.

Nicht nur mit dem

neuen Bearcat Z1 XT

ist Arctic Cat der große

Wurf gelungen – auch

die anderen Produktlinien

überzeugen mit

durchschlagender

Performance.

Fotos: Arctic Cat

Bedingungen zu schlecht, keine

Herausforderung zu klein – die

Entwickler und Tester bei Arctic

Cat sind um ihren Job nicht zu

beneiden.

Aber die Kunden profitieren von

diesen Pionieren, welche das

Niveau der Schlitten ständig nach

oben treiben. Ruhelos – zugunsten

der Perfektion.

Weiter denken

Aus dem täglichen Fahren und

Testen ergeben sich die zukünftigen

Standards für die Entwicklung

neuer Maßstäbe. Die reibungslose

Zusammenarbeit des

Arctic Cat-Teams und die kurzen

Wege zwischen Entwicklern, Designern

und Technikern sind mittlerweile

legendär – so macht Produktentwicklung

Spaß, den man

bei jedem Meter spürt.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst:

Deshalb gelten die Schlitten von

Arctic Cat als Benchmark für die

heutige Motorschlitten-Generation.

Den richtigen Weg von

Arctic Cat zeigt nichts besser als


die Tatsache, dass die technischen

Neuerungen sofort auch von anderen

übernommen werden. Ein

Kompliment für die gute und erfolgreiche

Arbeit.

Perfekt umgesetzt

Die Wünsche des Fahrers mit den

technischen Möglichkeiten in Einklang

zu bringen und dabei seine

Kreativität im Sinne einer optimalen

Performance einzusetzen,

ist sicher eines der großen

Geheimnisse bei Arctic Cat.

Starke Schlitten mit einem leichten

Handling kennzeichnen die

Am 21. November wurde in Telfs

die neue Niederlassung von

Leitner Technologies offiziell eröffnet.

Prinoth betreut von hier aus den

österreichischen und süddeutschen

Markt und ist hier mit einem weltweiten

Logistikzentrum für Ersatz-

gesamte Modellpalette – alles

abgestimmt auf die jeweiligen

Bedürfnisse und Einsatzbereiche.

Gut aufgestellt

Das breite Spektrum vom Arbeitstier

Bearcat Z1 XT bis zu den

bissigen Zweitakt-Modellen wie

Crossfire oder Mountain Cat vereint

Gasgeber und gemütlichere

Fahrer, die aber alle eines gemeinsam

haben: Die Begeisterung für

einen Motorschlitten, der in jeder

Situation seinen Mann steht, aber

auch jede Frau gerne aufsitzen

lässt.

Im tiefen Powder zuhause –

die Mountain Cats von Arctic Cat.

teile von Pistenfahrzeugen und

einem Gebrauchtfahrzeugzentrum

präsent. Um alle anfallenden Arbeiten

an den Pistenfahrzeugen in

hochwertiger Qualität durchführen

zu können, wurde für die Werkstätte

eine moderne Ölanlage installiert.

Die Komplettlösung, die exakt

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Spaß für alle: Mit dem F 120 kommen auch die

Kleinen auf ihre Rechnung.

Weitere Informationen

Snopex SA, CH-6850 Mendrisio

Telefon: +41 91 646 17 33

E-Mail: sales@snopex.com

Internet: www.snopex.com

Holleis Handels GmbH

Saalfeldner Straße 41, A-5751 Maishofen

Telefon: +43(0)6542/68346-0

E-Mail: office@holleis.net

Internet: www.holleis.net

NILS AG:

Kompetente Beratung,

erstklassiger Service

Neben ihrem Angebot an hochwertigen Schmiermitteln ist die NILS AG der richtige Partner,

wenn es um Konzeption, Installation oder Nachrüstung von Ölanlagen geht. Dabei ist man sowohl für

die Lieferung von Einzelkomponenten als auch Komplettlösungen bestens gerüstet.

auf die Wünsche des Kunden abgestimmt

wurde, stammt von der

NILS AG.

Das Südtiroler Unternehmen mit

Stammsitz in Burgstall hat sich mit

seinen Spezialschmiermitteln einen

ausgezeichneten Ruf in der Branche

erworben. Neben der Qualität

8/2008 MOUNTAINMANAGER

55


TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Ölförderanlage für

Prinoth/Telfs.

Fotos: NILS AG

MOUNTAINMANAGER 8/2008

56

der Produkte weiß man dabei vor

allem die profunde Beratung der

Spezialisten zu schätzen.

In Telfs hatte Prinoth deshalb schon

in der Planungsphase Kontakt mit

NILS aufgenommen. Das Unternehmen,

das bereits seit mehr als

20 Jahren mit der Leitner-Gruppe

arbeitet, ist im Bereich der Ölanlagen

gerüstet, Komplettlösungen

Die gesamte Ölanlage ist Computer überwacht.

von A bis Z anzubieten. Angefangen

von der kompetenten Beratung

und der richtigen Produktauswahl

über die Installation bis hin zu

den gewünschten Analysen wird

für die jeweiligen Anforderungen

eine maßgeschneiderte Lösung gesucht.

Eine solche wurde für Prinoth in

Telfs entwickelt. Die Ölanlage wur-

de dann Ende August/Anfang September

geliefert und installiert.

Zum Einsatz kommen u. a. Tanks

mit einer Tankinhaltsüberwachung,

Ölförderpumpen, Schlauchabroller,

Ölpistolen mit Zählwerk, Altölabsaugpumpen

und eine Fettschmieranlage.

Die gesamte Ölanlage

ist Computer überwacht, sodass

alle benötigten Informationen

jederzeit abgerufen und anfallende

Arbeiten sowie eine entsprechende

Einkaufsplanung exakt durchgeführt

werden können.

Bewährtes Know-how

Dass Ölanlagen von NILS nicht nur

für Erstausstatter geeignet sind,

wird am Beispiel der Fisser Bergbahnen

deutlich. Auch hier wurde

eine Ölanlage installiert und exakt

auf die Wünsche des Kunden abgestimmt.

An Komponenten wurden

u. a. Ölpistolen, eine Fettschmieranlage,

Schlauchabroller und Ölförderpumpen

geliefert und installiert.

Mit den Fisser Bergbahnen arbeitet

die NILS AG bereits seit 6 Jahren zusammen.

Hatte man zu Beginn ein-

zelne Produkte geliefert, so ist man

nun für einen Großteil der benötigten

Komponenten am Schmiermittelsektor

zuständig. Kompetente

Beratung, termingerechte Lieferung

und die hohe Qualität der

Produkte haben auch hier überzeugt.

i

Infos: www.nils.it

ÜBERZEUGENDE ARGUMENTE FÜR NILS

Bei den Produkten:

� gleich bleibend hohe Qualität

� hervorragende Zuverlässigkeit und Sicherheit

� innovative Produkte

� umwelt- und gesundheitsschonend

� faires Preis- Leistungsverhältnis

Beim Service:

� qualifizierte technische Beratung

� maßgeschneiderte Lösungen

� chemische Produktanalysen

� schnelle und sichere Auslieferung

� fachmännische und sympathische Betreuung

Ölpistolen mit Zählwerk.


Erfahrungen aus der Praxis und

Kundenwünsche sind die Basis für

viele Innovationen, die man bei

WESTA schon umgesetzt und

dann erfolgreich am Markt

platziert hat. Nicht umsonst ist

das Unternehmen ein Begriff,

wenn es um effiziente Maschinen

für den Winterdienst geht.

Steht eine Innovation zur Umsetzung

an, wird sie mit Technikern

und Kunden diskutiert. Alle Anforderungen

und Wünsche werden

genau hinterfragt und aufgelistet.

Dieser Anforderungskatalog

sowie die langjährige Erfahrung

von WESTA am Markt fließen

dann in die ersten Konstruktionszeichnungen

ein.

Schon in dieser Phase stehen der

WESTA GmbH modernste Hilfs-

Fotos: WESTA

mittel zur Verfügung. Dank CAD

können die Anforderungen flexibel

und präzise umgesetzt werden.

Dazu Alois Weber: „Als wir

1991 nach einem CAD-System

gesucht haben, haben wir uns für

MEGA CAD entschieden, weil es

einfach und leicht zu erlernen und

zu handhaben war. Das gilt auch

für das MEGA CAD 3 D, auf das

TECHNIK

WINTERTECHNIK

WESTA GmbH:

Von der Idee zum Produkt

Nicht in jedem Fall können Kundenwünsche aus der

bestehenden Produktpalette erfüllt werden. Die WESTA

GmbH ist bestens gerüstet, auf spezielle Anforderungen zu

reagieren und Innovationen auf den Weg zu bringen.

wir 2002 umgestellt haben. Wir

müssen häufig in kurzer Zeit

Sonderkonstruktionen in Zusammenarbeit

mit den Leuten in

der Werkstatt umsetzen. Hier

schätzen wir das gute Zusammenspiel

von 2D und 3D-Zeichnungen,

sodass wir jeweils die effektivste

Methode wählen können.“

In der anschließenden Produktion

überwachen dann speziell geschulte

Mitarbeiter gewissenhaft

alle Vorgänge. Bei der Verarbeitung

von Metallen kommt es

vor allem auf Erfahrung an, nur

durch die richtige Verarbeitung

kann die entsprechende Qualität

gewährleistet werden. Natürlich

kommt auch in diesem Bereich

modernste Technik zum Einsatz.

Mit Hilfe von CNC-gesteuerten

Anlagen entstehen so Produkte

von höchster Effizienz und

bestem Kundennutzen.

Neue WESTA-Fräse

900 FA

Auf diese Weise wurde auch die

bewährte WESTA-Fräse des Typs

900 optimiert. Die Veränderung,

mit der die WESTA-Fräse 900 FA

aufwarten kann, betrifft den

Schneeauswurf, der jetzt seitlich

nach links oder rechts direkt

durch den Auswurfschacht erfolgen

kann. Dabei wird dieser je

nach Bedarf hydraulisch 45° nach

links oder rechst gedreht. Für den

Technische Daten

WESTA-Fräse Typ 900 FA

Trommeldurchmesser: 900 mm

Wurfraddurchmesser: 850 mm

Arbeitsbreite: 2,6 m

Auswurfkamin: hydraulisch drehbar 240°

Auswurfschacht: hydraulisch drehbar 45° links

hydraulisch drehbar 45° rechts

Anbau: 3-Punkt KAT2

(optional diverse andere

Anbausysteme)

gezielten Auswurf kann das

Auswurfrohr auch in den Auswurfkamin

geschwenkt werden, sodass

eine exakte Steuerung (240°

Auswurf) möglich ist. Erzielt wird

dadurch eine Leistungssteigerung

bzw. eine Kraftreduktion um

ca.30 %.

i

Infos: www.westa.de

Die neue

WESTA-Fräse des

Typs 900 FA.

Auswurfschacht nach

rechts gedreht – die

CAD-Grafik macht

deutlich, wie es

funktioniert.

8/2008 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

BESCHNEIUNG

Zau{:ber:}g Semmering

von Wintertechnik zukunftssicher gemacht

Die Semmering-Hirschenkogel Bergbahnen

GesmbH – besser bekannt als Zau{:ber:}g –

hat ihre Beschneiungskapazitäten wesentlich

gesteigert. Mit 18 neuen Propellermaschinen

und 2 autarken Lanzen von der österreichischen

SMI-Repräsentanz Wintertechnik Engineering

GmbH in Pottendorf ist das bei den

Wienern und Osteuropäern beliebte

Wintersportgebiet nun zu 100 %beschneibar.

Und das dank der aufgebauten Schlagkraft

samt zusätzlichem Speicherteich sowie

Umrüstung auf Vollautomatik in nur

50 Stunden (bei – 6° FKT)!

Verbesserung der Ökonomie:

• Keine Kondensation bei Wasserleitungen

(Schwitzen) durch Informationsmanschetten

• Längere Nutzungsdauer der beschneiten Pisten

• Kostenreduktion bei der Pistenerhaltung

• Reduktion des Wasserverbrauchs

• Energetisiertes Wasser ist bei höheren

Temperaturen schneibar

plus BIO DICHTUNGSBAHNEN

energetisiert nach Dr Ellmauer (EWV-System)

AGRU Kunststofftechnik GmbH | A - 4540 Bad Hall

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MOUNTAINMANAGER 8/2008

58

Worldwide Competence

in Plastics

Am 17. 11. wurde bereits mit der Grundbeschneiung am

Hirschenkogel begonnen. Im Bild (vlnr.) Günter Grubner (GF Hirschenkogelbahnen),

Ing. Gudrun Eder (Assistentin der Geschäftsführung) und

knieend Gabriela Mainx (Projektleiterin Wintertechnik).

Foto: mak

Geschäftsführer Günter Grubner wollte in den wenigen

kalten Tagen des Vorwinters schlagkräftig sein. Voraussetzung

dafür war die Errichtung eines neuen, 73 000 m3

fassenden Speicherteiches vom Maschinenhof Langenwang

mit AGRU-BIO Plus PEHD-Dichtungsbahnen (Verlegung

IAT), geplant von Bilek & Krischner Graz. Denn wegen

Wassermangels konnten vor zwei Saisonen (im warmen

Winter) nur zwei Pisten angeboten werden. Der

bestehende Speicherteich fasst nämlich nur 12000 m 3 . "Es

war in letzter Zeit immer ein Zittern, ob wir nach der dritten

Novemberwoche aufsperren können", bekennt Grubner.

"Für uns ist ein früher Saisonstart wichtig, weil wir

vom Tagesgast leben – auch als Abendgast beim Nachtskilauf

– und diese Leute speziell aus dem Wiener Raum im

November regelrecht darauf warten, dass es los geht. Der

Appetit der Skibegeisterten ist im November am größten

und dieses Geschäft bis zur Hauptsaison zu Weihnachten

holt man später nicht mehr auf, wenn man bis dahin

keinen Skibetrieb hat. Aber heuer klappt es sicher am 26.

November!"

Früher Start psychologisch wichtig

Bereits am 17. November konnte mit der Grundbeschneiung

begonnen werden. Beim Lokalaugenschein


der MM-Redaktion waren von

weitem weiße Schneefontänen im

Talbereich zu sehen. Sowohl die

vollautomatischen 5 Ring-Propellermaschinen

"Gigastar" als

auch die 3 Ring-Lanzen "Viking"

der Marke SMI produzierten bei

einer Lufttemperatur von ca.

– 1° C und kaltem Wind bereits

Schnee. Wenn auch nur mit

einem Ring, aber immerhin es war

Schnee, und es war ein erster

Hauch von Winter, der sich über

die noch grüne Talabfahrt legte.

"Alleine schon für die Psyche aller

Beteiligten am Wintertourismus

ist so ein Start wichtig" sagt Grubner.

"Wenn dann die prognostizierte

Kaltfront am Wochenende

kommt, können wir die ganze

Schlagkraft ausfahren: Über 50

Propellermaschinen und 6 Lanzen

mit Rucksack-Kompressoren werden

bei – 6° FKT mit 270 Sekundenlitern

Pumpleistung versorgt.

Die 40 ha Pistenfläche können mit

6,8 l/s beschneit werden. Bei einer

Schneeauflage von 30 cm ist

somit das gesamte Gebiet in ca.

50 Stunden fertig beschneit (vor 5

Jahren war noch 140 Stunden ein

guter Wert). Für 0,73 ha steht

derzeit ein Propeller zur Verfügung!"

Leistungsfähige

Pumpstationen

Dementsprechend leistungsfähig

sind die Pumpstationen. Die

bestehende wurde umgebaut

bzw. in die Automatik integriert

und die neue Hauptpumpstation

bei der 4er Sesselbahn "Blauer

Blitz", auf 1000 m Höhe mit 1600

kW Anschlusswert verfügt über

zwei Hauptpumpen von ITT Vogel

mit je 600 kW Motoren, weiters

gibt es zwei Vorpumpen mit je

200 kW (ebenfalls Vogel) in der

Vorpumpstation beim Speicherteich,

der auf der gegenüberliegenden

Talseite situiert ist. Alle HD-

Pumpen fördern 980 m3/h Wasser

und sind drehzahlgeregelt mittels

Frequenzumformer. Die elektrische

Leistung der HD-Pumpen

beträgt insgesamt 1400 kW, die

der gesamten Beschneiungsanlage

3800 kW.

Die Elektrotechnik und Steuerung

der Pumpstation wurde von der

R + S Group Regeltechnik &

Schaltanlagenbau GmbH Salzburg

ausgeführt, die als Partner

von GU Wintertechnik fungierten.

Der Start mit der neuen Funk-Vollautomatik

hat jedenfalls auf Anhieb

einwandfrei funktioniert. Als

Software setzt Wintertechnik

bekanntlich ein engagiertes

Siemens-Produkt ein, das sich

schon 1993 seine ersten Sporen

verdient hatte – damals eine Pioniertat

– und seither kontinuierlich

weiterentwickelt wurde.

Kühltürme und

Katalysatoren

Weiters konzipierte Wintertechnik

eine Kühlturmanlage mit 2 x 4

Einheiten und einer Kühlleistung

von 780 - 1500 m3 Wasser pro

Stunde. Der Teich liegt nämlich

auf der Sonnenseite des Tales,

wodurch das Wasser nach einem

warmen Herbst auch schon mal

13° C haben kann! Mit den

Kühltürmen wird es zunächst auf

7° und dann auf 4° C heruntergekühlt.

Vom bestehenden 12000

m3 Bassin existiert übrigens eine

Wasserschiene, über die man das

große Speicherbecken ebenfalls

befüllen kann.

Zusätzlich sind bei den Hirschen-

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TECHNIK

BESCHNEIUNG

Hirschenkogel-GF

Günter Grubner

(1. li.) mit NiederösterreichsLandeshauptmann-

Stv. KR

Ernest Gabmann

(Mitte) und Wintertechnik-GF

Thomas

Jürs (1. re.) bei der

Eröffnung der

erweiterten

Beschneiungsanlage.

Foto: Hirschenkogel

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TECHNIK

BESCHNEIUNG

Der neue 73000 m3

fassende Speicherteich

am Hirschenkogel

wurde vom Maschinenhof

Langenwang

angelegt.

Foto: Wintertechnik

MOUNTAINMANAGER 8/2008

60

Die von Wintertechnik angelegte

Pumpstation mit 2 HD-Pumpen

von Vogel.

Foto: Wintertechnik

kogel Bergbahnen seit Jahren alle

Schneemaschinen mit Schneekatalysatoren

von Löhnert bzw.

Aqua Vital ausgerüstet, die das

Wasser neu ordnen, es weicher

machen und somit eine feinere

Zerstäubung bewirken. Dadurch

ist angeblich eine bessere Kristallisation

gegeben, was speziell im

Grenztemperaturbereich hilfreich

ist. Der Schneimeister hält viel

davon, die Geschäftsleitung ist

sich nicht sicher, ob Schneequalität

und Leistung wirklich dadurch

gesteigert werden oder durch andere

Faktoren (bessere Maschinen,

bessere Software, etc.). Aber

im Zweifelsfall schneit man lieber

mit Zusatzgerät.

Typisch ist für diese Schneeanlage

auch noch ein anderes Faktum.

21 Schneemaschinen sind auf 6 m

hohen Türmen der Marke Eigenbau,

sprich von der Firma Eder

Strahltechnik des Miteigentümers

Albert Eder (Gloggnitz), platziert.

Und zwar vor allem ältere

Schneeerzeuger, um damit Leistungsdifferenzen

zu neueren

Maschinen auszugleichen – statt

sie auszumustern oder billig zu

verkaufen.

Lange Beziehung zu

Wintertechnik

Die Geschäftsbeziehung mit Wintertechnik

hat bei den Hirschenkogelbahnen

eine lange Tradition.

Das Kapitel Beschneiung wurde

1991 mit Markus Pausackerl von

der damaligen Wintertechnik

aufgeschlagen, die zu diesem

Zeitpunkt die Vertretung von

Areco innehatte. Pausackerl war

auch Gründungsmitglied der

1988 neu gegründeten und seit

1953 bestehenden Gesellschaft

und wurde bekanntlich 1995

auch Mehrheitseigentümer sowie

Geschäftsführer der Hirschenkogelbahnen.

Seit 2005 fungiert

Günter Grubner als geschäftsführender

Gesellschafter und versteht

sich exzellent mit der Wintertechnik,

die ab 1993 von

Thomas Jürs geführt wurde. "Es ist

inzwischen eine Freundschaft aus

der Geschäftsbeziehung entstanden.

Wir wurden immer

bestens beraten und bedient,

man kann und konnte anrufen,

wann man will, Thomas Jürs oder

Wolfgang Mainx gewährten immer

Unterstützung. Und mit den

neuen SMI-Schneemaschinen

sind wir außerdem sehr zufrieden.

Wir starten diese bei – 1,7° C FKT,

ein idealer Wert für ein Skigebiet

in unserer Höhenlage (984– 1340

m)."

Umgekehrt ist der Zau{:ber:}g

natürlich ein Vorzeigeprojekt für

Wintertechnik – erst kürzlich sind

potenzielle kroatische Kunden

hier auf Besichtigungstour gewesen...

30 % Umsatz mit

einzigartigem Nachtskiangebot

Apropós (Süd)Osteuropa. 20 %

des Publikums am Zau{:ber:}g

stammen inzwischen aus Osteuropa,

konkret 10 % aus Ungarn, 7

% aus der Slowakei und 3 % aus

Tschechien. Interessant ist auch

ein anderer Wert: rund 30 % des


Umsatzes werden mit dem – in

Europa wohl einzigartigen –

Nachtskiangebot von 13 km Pisten

erzielt. Hier spielen noch

einige Faktoren eine Rolle: zum

einen die schnelle Erreichbarkeit

Daten Beschneiung Zau{:ber:}g

Pistenfläche: 42 ha

Beschneiungsgrad: 100 %

Pistenkilometer: 14

Maschinenstand: 50 Propellermaschinen,

davon 21 auf 6 m-Türmen,

6 Lanzen

Leitungslängen: ca. 20 km

Zapfstellen: 135

Schneiteiche: 12000 und 72000 m3

Wasserleistungen:

Vorpumpen 1250 m3/h

Umwälzpumpen 1500 m3/h

Hochdruckpumpen 980 m3/h

Kühltürme 780 - 1500 m3/h

Teichbelüftung 250 m3/h

El. Leistung gesamte

Beschneiungsanlage 3800 kW

in 40 Minuten von Wien aus dank

Autobahnanbindung, zum anderen

die starke Flutlichtanlage

mit 1300 Lux, die auch seit der Installation

1998 weltcuptauglich

ist, und schließlich die außerge-

PROFESSIONISTEN

� Planung: Bilek & Krischner, Graz

� Schneitechnik: Wintertechnik Engineering GmbH,

Pottendorf

� Teich & Grabarbeiten: Maschinenhof Langenwang

� Abdichtungsbahnen: AGRU-BIOPlus PEHD

� Elektrotechnik: R + S Group Regeltechnik &

Schaltanlagenbau GmbH Salzburg

� Hydraulik: Wintertechnik Engineering GmbH,

Pottendorf

� Pumpen: ITT Vogel, Stockerau

� Rohre: TRM

� Trafo / Verkabelungen / Hauptverteilungen:

Grubner Elektrik, Schottwien

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Schneesicher!

Mit einer Versorgungsleitung

aus duktilen TRM-Gussrohren

Tiroler Röhren- und Metallwerke AG

Innsbrucker Straße 51, 6060 Hall in Tirol, Austria

Telefon: +43 (0) 5223 503 - 0

Telefax: +43 (0) 5223 43 619

E-mail: office@trm.at

www.trm.at

Eine Kühlturmanlage mit

1500 m3/h Leistung wurde

ebenfalls in der jüngsten

Ausbaustufe berücksichtigt.

Steuerungsdisplay

in der Pumpstation.

Foto: Wintertechnik

wöhnliche Aprés Ski-Gastronomie

"ZauberBar" bei der Talstation der

8 EUB. Das bedeutet, viele Leute

fahren nach dem Büro noch heraus,

um von 18 – 21 Uhr (Freitag

& Samstag bis 22 Uhr) u. a. auf

der FIS Weltcuppiste (und 5 weiteren

Strecken) Nachtskilauf zu genießen.

Zum attraktiven Image

trägt sicher der Damen-Weltcup

am Hirschenkogel bei, der heuer

wieder am 28./29. Dezember hier

mit Riesentorlauf und Nachtslalom

Station macht! mak

8/2008 MOUNTAINMANAGER

61


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Mayrhofen produziert 5550 m 3 /h

Schnee mit SUFAG-Maschinen

SUFAG-Großkunde Mayrhofen im

Zillertal hat nach der jüngsten

Ausbaustufe am Ahorn im gesamten

Skigebiet 125 Propellermaschinen (!) und

35 Lanzen der "Grünen" aus Vorarlberg im

Einsatz. Der Beschneiungsgrad liegt schon

seit Jahren bei 100 %, aber man will die

Schlagkraft unbedingt weiter steigern.

Der Bestand an HKD-Lanzen wurde durch

die 4-stufig regelbare SUFAG S10-4 ersetzt,

die einen Start bereits bei – 2,5° FKT

erlaubt. Dies und weitere Details bestätigte

Direktor Josef Reiter im MM-Interview

Der schon

mehrmals prämierte

Vans Penken Park

wird mit SUFAG-

Schnee gebaut

(14 Maschinen).

MOUNTAINMANAGER 8/2008

62

Die Bergbahnen Mayrhofen haben

die Beschneiungsanlage am

Ahorn nach 2006 abermals mit

SUFAG erweitert. Zuvor existierte

hier nur seit 1996 eine Beschneiungsanlage

für das untere Drittel

der Talabfahrt. Dafür wurde damals

eine relativ kleine Pumpstation

gebaut, mit der Wasser aus

dem Ziller (Talgewässer) entnommen

und mittels HKD-Lanzen

Mayrhofen setzt seit 1996 auf SUFAG-Schneeerzeuger. Auch auf dem Ahorn sind

25 "Grüne" im Einsatz. Fotos: BB Mayrhofen

verschneit wurde. Die Problematik

lag von Anfang an in den

schwierigen Rahmenbedingungen

(relativ warmes Wasser, hohe

Luftfeuchtigkeit, Erwärmung

durch Pumpen).

Im Jahr 2006 erfolgte dann der

Neubau der Ahornbahn und in

Verbindung mit diesem Großprojekt

der Bau einer zusätzlichen

Beschneiungsanlage für die Ski-

flächen am Ahornplateau selbst

und für den mittleren Teil der Talabfahrt.

Frequenzen von

befahrbarer Talabfahrt

abhängig

"Bereits der erste Winter zeigte

uns aber wieder die Problematik

im unteren Abfahrtsteil auf. Schon

bei der alten Ahornbahn waren


die Gästefrequenzen sehr von der

Befahrbarkeit der Talabfahrt abhängig

(+/- 30 bis 40 %). Im Winter

2006/07 konnten wir die Talabfahrt

nur während eines Teils

der Wintersaison zur Verfügung

stellen, was uns veranlasste,

gemeinsam mit dem Planungsbüro

ILF Beratende Ingenieure ein

Projekt für den Endausbau bzw.

die Verbesserung der Schneeanlage

im unteren Teil auszuarbeiten",

erklärt Direktor Josef Reiter im

MM-Interview.

"Es wurde eine Wasserentnahme

im Bereich Mitterboden vorgesehen

– dort entnehmen und

kühlen wir das Schneiwasser wie

schon beim Projekt 2006 aus

einem Stollen der Verbund Austria

Hydro Power (AHP) auf einer

Seehöhe von ca. 1.060 m. Als

Vorleistung wurde bereits im

Sommer 2007 der unterste Teil

der Abfahrt „saniert“. Dazu

wurde die Leistungsfähigkeit der

alten Pumpstation Ahorn Tal geringfügig

erhöht, die Schneileitungen

durch solche mit größerem

Durchmesser (DN 150 statt DN

100) ersetzt und anstelle der alten

Schneilanzen Niederdruckschneeerzeuger

auf Türmen

eingesetzt."

Dank „SUFAG Schneilanzen“

Problem gelöst

"Die Maßnahmen waren ein voller

Erfolg – wir konnten im letzten

Winter die Abfahrt über die ganze

Saison betreiben und hatten vor

allem eine wesentlich bessere,

griffigere Schneequalität. Heuer

erfolgte wie erwähnt der

Bau der Pumpstation Mitterboden

II samt Kühleinrichtung,

der Bau einer

Zuführleitung DN 200

und der Ersatz der alten

Schneileitungen DN 100

durch DN 150. Die alten

Schneilanzen wurden

durch solche des Typs

SUFAG S10-4 ersetzt.

Wir verfügen jetzt am

Ahorn über eine Pumpen-

Ausgangsleistung von

insgesamt 140 l/s und

verarbeiten das Wasser

mit insgesamt 12 SUFAG-

Compact Power am

Hochplateau, mit 7

SUFAG Eco im Steilhangbereich

und 6 SUFAG

Super Silent im lärmsensiblen

Talbereich zu

Schnee. So sichern bis zu

500 m3/h Wasser oder

umgerechnet ca. 1.450

m3/h Schnee das Skivergnügen

unserer Gäste ab.

Die Grundbeschneiung erfolgt

bei uns ab -2,5 Grad

FKT. Man kann natürlich

auch bei noch ungün-

stigeren Bedingungen Schnee

erzeugen, ist damit aber irgendwann

im absolut unwirtschaftlichen

Bereich.

Im Übrigen hilft uns der technisch

erzeugte Schnee auch beim

Bau der White-Lounge am Ahorn-

Plateau. Dabei handelt es sich um

ein Iglu-Dorf mit Übernachtungsmöglichkeiten

und einer Bar, wo

wir den Gästen ein außergewöhnliches

und unvergessliches

Erlebnis in der Natur bieten",

führt Reiter weiter aus.

www.ilf.com

TECHNIK

BESCHNEIUNG

SCHNEEANLAGENPLANUNG

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FASZINATION ENGINEERING

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ILF Beratende Ingenieure ZT GmbH

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Der technisch

erzeugte Schnee hilft

Mayrhofen auch beim

Bau des Iglu-Dorfes

"White Lounge" mit

Bar und Übernachtungsmöglichkeiten

am Ahorn-Plateau

8/2008 MOUNTAINMANAGER

63


TECHNIK

BESCHNEIUNG

MOUNTAINMANAGER 8/2008

64

Immer mehr Maschinen

für gleich große Fläche

Zusätzlich zu den o.a. Schneeerzeugern

am Ahorn betreibt

Mayrhofen im Bereich Penken

100 Stück Niederdruck-Schneeerzeuger

von SUFAG, davon 13

Stück auf Türmen, vier Stück auf

Gunliftern und eine auf einem

Schwenkarm, weiters eine Schneilanze

mit Kompressor im

Langzeitversuch.

Insgesamt gibt es daher 125

SUFAG Niederdruck-Schneeer-

Dieses Foto von Albin Spitaler gewann den 2. Preis beim

Fotowettbewerb des Schneemacher-Clubs. Foto: A. Spitaler

zeuger und 35 Lanzen in

Mayrhofen. Durch die Investitionen

im Schneeerzeuger-Bereich

wurden nur zum Teil ältere Baujahre

ersetzt. Der Großteil wurde

zusätzlich angeschafft – allein auf

die heurige Wintersaison wurde

die Schneekanonen-Anzahl um

19 Stück erhöht.

Weitere neue beschneibare Abschnitte

seit 2006 gibt es im Be-

Schneistatistik Mayrhofen

Beschneibare Fläche: 119 ha

beschneite Pistenkilometer: 76

Beschneiungsgrad: 100 %

ND-Schneemaschinen: 125

Lanzen: 35

Pumpstationen: 11

Leistung Pumpstationen: 2420 m3/h

Speicherteiche: 2

Wasserverbrauch: 430.00 m3/Saison

reich Penken. Dort wurde im

Sommer 2007 eine Beschneiung

für die Anfänger-Verbindungen

zwischen Penken und Horbergtal

errichtet. Im Bereich Penken/Horberg

wurde auch eine zweite

Wasserversorgung aus einem

Triebwasserstollen der TIWAG

(Pumpstation Goldbründl) sowie

die Pumpstation Gerent III samt

Kühleinrichtung und eine Transportleitung

DN 250 errichtet, um

das Wassermanagement zu

verbessern und die Verfügbarkeit

und Schlagkraft der Gesamtanlage

weiter zu erhöhen. Die momentane

Pumpleistung am

Penken/ Horberg beträgt 450 l/s

bzw. 1.620 m3/h Wasser, was

wiederum ca. 3.700 m3/h Schnee

pro Stunde ergibt. Hauptziel war

eine Reduktion der Schneitage.

Permanent volle

Pumpleistung nutzen

Der Beschneiungsgrad in

Mayrhofen beträgt praktisch 100

%. Die Maßnahmen der letzten

Jahre dienten im Wesentlichen

der Erhöhung der Schlagkraft und

nicht der Vergrößerung der

Schneiflächen. Durch die Anschaffung

von zusätzlichen Schneekanonen

konnten die Transportund

Manipulationszeiten gegenüber

früher reduziert werden, d.h.

hier wird permanent die volle

Leistung der Pumpstationen genutzt.

Die Schneizeit für Ahorn beträgt

jetzt bei guten Bedingungen ca. 5

bis 6 Tage, am Penken aufgrund

der großen Flächen 14 Tage. Am

Penken gibt es

aus diesem Grund einen Prioritätenplan,

der in drei Schneistufen

sukzessive Anlagen bzw.

Pisten für die Gäste bereitstellt.

So können die Bergbahnen

Mayrhofen auch heuer wieder

pünktlich wie geplant am 29. November

mit einem Teil der Anlagen

den Betrieb aufnehmen.

Bereits 6 Gunlifter

im Einsatz

Bemerkenswert an der BSA

Mayrhofen ist weiters, dass momentan

insgesamt 6 Gunlifter an

exponierten Stellen installiert

sind. "Die Erfahrung hat gezeigt,

dass durch die größere Wurfhöhe

und –weite Vorteile bei der

Schneeerzeugung im Grenztemperaturbereich

bestehen bzw.

dass dadurch auch eine bessere

Schneequalität produziert wird.

Durch die Wurfweite reduziert

sich der Manipulationsaufwand

beim Anschieben bzw. bei der

Erstpräparierung. Mit einem

Schwenkarm, den wir

heuer als zusätzlichen Versuch installiert

haben, erzielen wir Wurfweiten

bis zu 80 m!", so Reiter.

Die Vorzüge von SUFAG

"Die Partnerschaft mit SUFAG

besteht seit langem und hat sich

über mehrere Investitionsstufen

ständig weiterentwickelt. Wir

haben schon mit den SUFAG-Propellermaschinen

sehr gute Erfahrungen

gemacht. Aber auch

die neuen Lanzen am Ahorn kommen

im Grenztemperaturbereich

sehr nahe an die Niederdruckmaschinen

heran bzw. sind fast

ident.

Wir haben uns daher auch bei den

heurigen Anschaffungen wieder

bewusst für SUFAG entschieden,

weil das Preis-Leistungsverhältnis

passt und weil wir Vorteile in der

täglichen Abwicklung gegenüber

einem gemischten Maschinenpark

sehen. Außerdem wird unser

Schneipersonal von Alois Sonnweber

(Kundenbetreuung SUFAG für

Tirol und Vorarlberg) hervorragend

betreut. Wir haben inzwischen

alles vollautomatisiert und

auch hier überwiegen die Vorteile

eines einheitlichen Systems.

Planung durch ILF

Beratende Ingenieure

aus Rum

Die Projektierungsarbeiten für

sämtliche Ausbauetappen seit Beginn

der Errichtung von Schneeanlagen

in Mayrhofen erfolgte

durch Dr. Wechsler und ILF Beratenden

Ingenieure. Die heurige

Ausbaustufe wurde in bewährter

Weise wieder von ILF durchgeführt.

Die Herausforderung bestand

amPenken und am Ahorn

sicher darin, in Ergänzung zu den

bestehenden Anlagen Projekte

auszuarbeiten, die wiederum ein

stimmiges Gesamtsystem bei

maximaler Anlagenleistung ergeben.


Die Bergbahnen Hohe Salve in

Hopfgarten, die bislang in der Ski-

Welt Wilder Kaiser manchmal im

Schatten ihrer berühmten Nachbarn

gestanden sind, geben zur

Saison 08/09 richtig Gas: die

Schneeanlage wurde mit HDP

Gemini kräftig ausgebaut, um in 70

Stunden schneefit sein zu können,

und eine neue 8er-Gondelbahn mit

Sitzheizung wurde auf der Sektion II

der Hohen Salve-Bahn installiert.

Damit ist für gute Publicity gesorgt!

Der Ausbau der vollautomatischen

Beschneiung in Hopfgarten

wurde von der AGF Schneetechnik

GmbH Lienz geplant und

bereits im Vorjahr von HDP

Gemini als GU mit einem 57000

m3 Speicherteich (Professionist

Empl Bau), einer neuen Pumpstation

sowie etlichen Lanzen und

ND-Schneemaschinen "Frau

Holle" begonnen und im heurigen

Sommer fortgesetzt. Insgesamt

40 Lanzen und 10 Frau Holle,

davon 3 auf Turm, sind neu

dazugekommen. Der neue Speicherteich

„Salvensee“ wurde auf

1500 m Höhe platziert, die

Schneeanlage mit 156 Zapfstellen

reicht bis auf 1825 m (TRM

Rohre). Früher hatte man eine Direktentnahme

des Wassers aus der

Brixentaler Ache mit 8 l/s, jetzt

wird in den Ganzjahresspeicher

gepuffert, der außerdem noch

einen geringen Zulauf hat. Beim

Genehmigungsverfahren des

Speicherteiches hat es in der ursprünglichen

Variante eine Absage

im April 2007 gegeben, weil

er sich im Randmoor-Bereich befunden

hätte. So musste rasch ein

neues Konzept mit kleinerem Volumen

erarbeitet und eingereicht

werden, was für das Planungsbüro

eine zeitliche Herausforderung

bedeutete

Die bestehende Pumpstation

fungiert auch als Steuerzentrale

und fördert das Wasser auf 1200

m, dort übernimmt eine Druckerhöhungsstation.

Die neue von Gemini und Elektro

Berchtold ausgestattete Pumpstation

arbeitet derzeit mit drei KSB

Hochdruckpumpen, im Endausbau

werden es vier zu je 375 kW

Leistung sein. Der Anschlusswert

beläuft sich auf 1500 kW, in

Summe stehen den Bergbahnen

Hohe Salve 300 Sekundenliter

Wasser zur Verfügung. Dieses

Equipment reicht aus, um die

Grundbeschneiung in 70 Stunden

bei – 4° FKT mit 4 Leuten zu bewältigen.

Über die ganze Saison

gesehen rechnet Geschäftsführer

Fridolin Eberl mit einem Wasserbedarf

von 230000 m3.

TECHNIK

BESCHNEIUNG

HDP Gemini trat in Hopfgarten als

GU bei der Schneeanlagen-Erweiterung

auf und lieferte u. a. 40 Lanzen.

Fotos: BB Hohe Salve

BB Hohe Salve:

Zum 60er Gemini-Beschneiung

und beheizte 8 EUB

Vom Propeller- zum Lanzen-Gebiet

entwickelt

Die Schneeanlage in Hopfgarten ist eine Hybridanlage

mit der Tendenz zu Lanzen. Früher setzte man auf Propellerkanonen,

die jetzt zum Teil noch Bestand sind.

Jetzt sind die Propellermaschinen an Stellen platziert,

wo man besonders viel Schnee braucht. Mit den

Gemini-Lanzen ist Eberl überaus zufrieden, sowohl was

die Schneequalität als auch die Leistung anbelangt –

auch im Grenztemperaturbereich. Obendrein hat man

Talstation der neuen 8 EUB

8/2008 MOUNTAINMANAGER

65


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Von der Propellermaschine "Frau Holle" wurden

10 Stück geordert, 3 davon auf Turm.

gute Erfahrungen mit der Lärmbelastung gemacht, was

ja speziell im Talbereich ein wichtiger Faktor ist. Und

Hopfgarten hat unten fast nur Lanzen aufgestellt, auch

in den Zonen des Skikindergartens.

Die Beschneibarkeit der Pisten liegt bei 80 %, das Ziel

sind aber 100 % in den nächsten Jahren. Dazu wird jedoch

ein weiterer Wasserspeicher benötigt.

Im Verbund darf keiner nachhinken

Was Hopfgarten zur Aufrüstung veranlasst hat, ist die

Tatsache, dass man in einem Kartenverbund nicht

gegenüber den anderen Partnern nachhinken darf. In

der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental gilt bereits die

Ansage, dass 120 beschneite Pistenkilometer in 3 Tagen

garantiert werden! Und weitere 90 km folgen kurz darauf.

Denn ab der Saison 08/09 erzeugen rund 700 Ag-

KENNZAHLEN SALVENBAHN II

Planung: DI Andreas Gröbner

Länge: 1775m

Stützen: 10

Gondeln: 47

Förderleistung: 2000 Pers/h

Fahrzeit: 5,67 min

MOUNTAINMANAGER 8/2008

66

Die Pumpstation Salvensee mit 1500 kW Anschlusswert

wurde von Gemini und Elektro Berchtold realisiert.

gregate Schnee in der SkiWelt

Wilder Kaiser-Brixental für insgesamt

210 km Pisten von 279 km

Gesamtangebot (75 %). Das bedeutet,

dass die SkiWelt

beschneiungsmäßig schon sehr

stark aufgestellt ist, aber die Entwicklung

wird noch weiter

gehen.

Die beheizte 8er

Gondelbahn

Im Jubiläumsjahr "60 Jahre Bergbahnen

Hohe Salve" ist noch eine

weitere wesentliche Attraktivitätssteigerung

gelungen: der

ehemalige Einersessellift von der 8

EUB Mittelstation auf die Hohe

Salve wurde von einer 8er-

Gondelbahn ersetzt (Doppelmayr).

Dadurch kann der Gast

nun auch in Hopfgarten in zwei

Sektionen mit einer 8 EUB vom Tal

auf 620 m bis zum Gipfel auf

1829 m fahren. Das Besondere

daran ist, dass die 47 Gondeln

(CWA) über Sitzheizungen verfügen!

Dies ist bisher in den

PLANUNG -Schneeanlage – Wildkogel-Bramberg:

Wir planen und projektieren für Sie:

* Beschneiungsanlagen

* Speicherteiche

* Pistenplanungen

* Pistenentwässerung

* Kleinkraftwerke etc.

Projekte in Planung bzw. Bau 2008:

* BA – Wildkogel-Bramberg mit Speicherteich 210.000 m 3

* BA – Stuben–Valfagehr–Vbg. mit Speicherteich 65.000 m 3

* BA – Schröcken-Warth-Vbg. mit Speicherteich 100.000 m 3

* BA – Lech – Vbg. – Kompressorstation 1.500 kW

Der neue 65000 m3 fassende Speicherteich

auf 1500 m Höhe.

Kitzbüheler Alpen einzigartig und

auch sonst noch relativ selten zu

finden – in Österreich derzeit in Ischgl,

Zell/See und bei der neuen

Almbahn in Serfaus. Nach der

Motivation für diesen Schritt

gefragt, antwortete Fridolin Eberl:

"Hopfgarten hat 15 Jahre

geschlafen und erst die letzten 5

Jahre Gas gegeben. Damals war

auch die neue 8er-Sesselbahn etwas

Außergewöhnliches und viele

haben gemeint, das sei Wahnsinn.

Sie hat aber eingeschlagen. Und

nun machen wir wieder etwas

Besonderes. Die beheizte Gondel

wird marketingmäßig sicher auch

ein Hit – von der Frequenzsteigerung

ganz abgesehen.

Denn wenn es kalt ist, werden

viele dann diese Bahn wählen.

Und da wir als Mitglied im Skiverbund

ja nach Frequenzen

abgerechnet werden, bringt uns

diese Strategie einen konkreten

Vorteil. Ich rechne damit, dass

sich die Sitzheizung in 3 Jahren

amortisiert hat.

AGF – Schneetechnik GesmbH

A-9900 Lienz – J. E. Ploner Straße 2

Telefon + Fax: 04852-69840

Mobil-Telefon 0664-3005053

E-mail: agfsnow@aon.at

www.agfsnow.com


Mit 2 Trafostationen werden

20 Schneekanonen und 70

Schneelanzen der Kitzbühler

Bergbahn am Pengelstein

(1.950 m) mit Energie

versorgt. Damit ist die

Schneesicherheit hier ab diesem

Winter bis ins Tal garantiert",

freut sich Johannes

Götz, Bereichsleiter für

Industrie und Kraftwerke bei

BEA Electrics über den baldigen

erfolgreichen Abschluss

des Großprojektes.

Der Pengelstein, bekannt als Bergstation einer

der größten frei schwebenden Gondelbahnen

der Welt, war zwischen August und Dezember

2008 Ort reger Betriebsamkeit inmitten des

Kitzbühler Skigebietes. "Die Schneeproduktion

bedarf sorgfältiger Planung und Vorbereitung.

BEA Electrics übernimmt bei diesem Projekt federführend

neben der Konzeption Engineering,

Umsetzung und Dokumentation der

Energieversorgung", erläutert Ing. Walter Eckhart,

Geschäftsführer der BEA Electrics GmbH.

in Wien. Ausgehend von der 1.600 kVA Trafostation

für die Pumpstation auf 1.950 Metern

Seehöhe, wird der bestehende Speicherteich

Pengelstein sowie die neuen 20 Schneekanonen

und 70 Schneelanzen mit Wasser versorgt.

Kompressorstation auf 1.350 m

Mag. Manfred Filzer, Vorstandsvorsitzender der

Bergbahn AG Kitzbühel: "Die Kompressorsta-

TECHNIK

BESCHNEIUNG

BEA Electrics rüstet Kitzbühels

Schneeanlage auf

tion mit 800 kVA auf 1.350 Metern Seehöhe

gilt als Herzstück der Beschneiungsanlagen

im unteren Teil des Pengelsteins.

Das Wasser aus dem Speicherteich gelangt

direkt zu den 70 Schneelanzen und

wird mittels Luftdruckkompressoren zerstäubt."

Die BEA Electrics Gruppe

Die BEA Electrics Gruppe ist ein führender

Anbieter und Dienstleister für energietechnische

Infrastrukturen in Österreich

und in ausgewählten osteuropäischen

Wachstumsmärkten. Das Traditionsunternehmen

gilt als langjähriger und anerkannter

Partner von Energieversorgungsund

Industrieunternehmen sowie von

kommunalen Auftraggebern.

Elektroinstallationen

Blitzschutz

Sat-Anlagen

Alarmanlagen

Flutlichtanlagen

Zau[:ber:]g Semmering - WM St.Anton / Arlberg - Hochzillertal - Horr-Stadion

Elektrotechnik Grubner GmbH - 2641 Schottwien Nr. 82 - Tel.: 02663/8240 - elektro@grubner.at - www.grubner.at

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Infos: www.bea-electrics.com

8/2008 MOUNTAINMANAGER

67


TECHNIK

BESCHNEIUNG

TechnoAlpin:

Fernbedienung und Turmschächte

mit Sölden entwickelt

Die Bergbahnen Sölden haben schon viele Entwicklungen

bei der Industrie ausgelöst. Jüngstes Beispiel ist eine

Fernbedienung für die Schneeerzeuger via Blue Tooth

sowie ein spezieller, großer Schacht für Turmkanonen

(160x160x200 cm), der nicht nur gleichzeitig als

Fundament dient, sondern auch viel Platz für die Wartung

bietet. TechnoAlpin hat sich dieser Ideen angenommen

und nach einem halben Jahr Entwicklungszeit Prototypen

an 10 Maschinen installiert. Inzwischen wurden alle 130

Türme ausgestattet. Über die Beweggründe hat die MM-

Redaktion ein Gespräch mit Michael Maier, Betriebsleiter

der Skiliftgesellschaft Sölden-Hochsölden, geführt.

Michael Maier,

Betriebsleiter der

Skiliftgesellschaft

Sölden-Hochsölden,

informierte den MM

über die neuesten

Entwicklungen.

Fotos: BB Sölden

MOUNTAINMANAGER 8/2008

68

"TechnoAlpin hat ursprünglich an

eine Fernbedienung mit SMS

gedacht. Die Entscheidung fiel

aber für Blue Tooth – das ist bekanntlich

nichts anderes, als eine

Funkverbindung im Gigahertz-

Bereich. Die ersten Fernbedienteile

waren noch relativ unhandliche

Brocken mit der Größe einer

abgesetzten Tastatur eines

Turmschneeerzeugers. Die serien-

reife Generation hat aber nur

mehr Gewicht und Größe eines

Vielfachmessgerätes. Und, was

sehr wichtig ist, eine einfache Bedienbarkeit.

Display, Tastatur und

Menüführung sind ident wie bei

der T60, das sichert die Kontinuität.

Die Bedienung ist nahezu

selbsterklärend wie bei einem

Handy.

Ausnahmslos alle Funktionen des

Schneeerzeugers können, wie bei

der örtlichen Tastatur, uneingeschränkt

bedient und abgelesen

werden. Dadurch müssen sich

die Schneimannschaften nicht

noch ein Gerät merken. Die Reichweite

des Funksignals beträgt

etwa 100 Meter.

Die Fernbedienungen werden

natürlich mittels Akku betrieben

und können im Pistengerät mit

12/24V oder an einer Netzsteckdose

geladen werden.

Wir sind jetzt noch in der

Probephase, wir bleiben also

quasi in guter Verbindung mit

unseren Schneekanonen. Das

System läuft vielversprechend,

TechnoAlpin arbeitet permanent

Die neue Blue Tooth-Fernbedienung

für Schneerzeuger.

an Verbesserungen vor Ort in

Sölden," berichtet Michael Maier.

Warum überhaupt eine

Fernbedienung?

"Technische Beschneiung findet

nicht vor dem PC, sondern mit offenem

Anorak im Gelände statt,

und zwar bei 10 Grad minus und

mehr. Da wird der Weg vom Pistengerät

oder SkiDoo zum

Schneeerzeuger oft zur unvermeidbaren

Dusche, die Kleidung

wird nass – spätestens beim Einsteigen

in die Fahrerkabine. Ich

glaube nicht, dass diese äußeren

Einflüsse den Arbeitsgeist bis in

die Morgenstunden nachhaltig

verbessern. Wir fordern von unseren

Mitarbeitern bei der Beschneiung

vollen Einsatz, es steht

viel auf dem Spiel: nämlich ob das

Skigebiet überhaupt geöffnet

werden kann, oder gar eine

Woche früher?

Die Erfolge einer wirtschaftlichen

Beschneiung resultieren aus dem

Zusammenspiel von moderner

Technik, und guter alter Kopfarbeit.

Wo fehlt noch Schnee, wo


eicht es fürs Erste? Geländekenntnisse

sind Grundvoraussetzung,

sonst wird nicht selten ein weißer

Hügel zur braunen, unbrauchbaren

Masse. Und der Schnee,

der neben der Piste liegt, ist

vielerorts verloren, und damit

auch das anteilhaft vergeudete,

kostbare Wasser aus dem Speicherteich.

Die Fernbedienung arbeitet mit einer Funkverbindung

im Gigahertz-Bereich

Was leichter für unsere Mitarbeiter

durchführbar ist, wird auch

wirklich getan.

Natürlich muss die Sache finanziell

vertretbar sein, die Effizienz

darf bei einem Kostenbrocken wie

den Schneeanlagen jedoch keinesfalls

vernachlässigt werden.

Denn die Errichtungskosten sind

ja längst nicht alles."

Billig ist es erst unter`m

Strich …

Nun zur zweiten Entwicklung,

den Großschächten. Sölden hat

sich bei der Schneeanlage Rotkogl

für eine Vollbestückung mit Türmen

entschieden und zusammen

mit TechnoAlpin sehr viel "Hirnschmalz"

in die Entwicklung neuartiger

Lösungen gesteckt. Dazu

Maier weiter:

"Ein Element ist der bewusst

große Unterflurschacht (160x

160x200 cm), der einmal ausreichend

Platz für Wartungsarbeiten

bietet, und andererseits gleichzeitig

das Fundament für den

Turm darstellt. So muss kein extra

Turmfundament mehr betoniert

werden. Dies stellt in steilem

Gelände – nicht zuletzt finanziell –

einen großen Vorteil dar.

Ein separates Fundament für den

3,5 m hohen Turm ist nicht gerade

billig, oft sind für das Betonieren

Helikopter erforderlich.

Die Kabel und Schläuche müssen

dann in den daneben stehenden

Hydromatenschacht verlegt werden...

Solche Fehler passieren leider

häufig schon bei der Ausschreibung,

vor dem Bau der Schneeanlage.

Im Ausschreibungstext für

die Schneeerzeuger sind meist die

Hydrantenschächte enthalten.

Weil man in diesem (wie in jedem)

Punkt sparen will, werden

diese möglichst klein gehalten.

Parallel dazu werden die Fundamente

für die daneben stehenden

Türme bei den Baumeisterarbeiten

ausgeschrieben. Zählt man die

Preise für den (kleinen) Hydrantenschacht

und das Fundament

des Turmes jedoch erst einmal

zusammen, kommt ein wesentlich

höherer Preis für das Gesamtpaket

heraus, als bei unserer

großen, selbsttragenden Schachtversion!

Baukastenlösung für

verschiedene Typen

Im oberen Teil bei unserer

Schachtversion ist die gesamte

Technik fix fertig vorinstalliert.

Dieser braucht nur mehr auf den

unteren Schachtring gehoben

und angeschlossen werden.

Speziell beim Bau von Schneeanlagen

größeren Umfanges fällt

dadurch ein erheblicher Teil der

Endmontage im Feld weg.

Weiters haben wir für die Schachtinstallation

eine Baukastenlösung

für die Typen Turm, Turm-Kombi,

Oberflur und Unterflur entwickelt.

Jeden dieser Typen können wir

mit geringem Aufwand in eine

jeweils andere Type umbauen,

wenn uns künftige Schneierfahrungen

eines Besseren belehren

DAS INFORMATIONSPORTAL

DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Muster eines neuen, von TechnoAlpin gefertigten

Turmschachtes (Variante Kombi), der zugleich als

Fundament dient.

sollten. So sind wir mehr als flexibel, und

haben eine sehr effiziente Lösung.

Obwohl wir die leistungsstärkste Propellermaschine

von TechnoAlpin angekauft haben,

wurden 27 Hydranten als Ausführung

Turm – Kombi errichtet, also mit einem

zusätzlichen Hydromaten für einen mobilen

Schneeerzeuger ausgestattet.

Bei dieser Vollausstattung bleibt auch in unserem

Schacht nicht mehr viel Platz übrig..."

Das beste Schlafmittel

für Touristiker

Abschließend formuliert Michael Maier ein

Fazit: "Schneeanlagen werden heute für eine

immer kürzere Einschneizeit gebaut. Die Zeit

selbst spielt eine immer größere Rolle. Die

Schneitemperaturen werden zunehmend

unverlässlicher. Nebenbei machen sehr kalte

Perioden die Beschneiung aufgrund der

wesentlich größeren Schneeproduktion erheblich

wirtschaftlicher, der Energieverbrauch

ist bei Propellermaschinen über den

gesamten Temperaturbereich, bei dem Beschneiung

überhaupt möglich ist, konstant.

Unsere Mitarbeiter müssen bei immer größer

werdenden Schneeanlagen auf z. B.

wechselnde Windverhältnisse reagieren.

Wirtschaftliche Beschneiung resultiert aus

dem Zusammenspiel von moderner Technik,

und guter alter Kopfarbeit. Dann ist eine

Schneeanlage wirklich das, was von einem

unserer Geschäftsführer immer behauptet

wird: Das beste Schlafmittel für Touristiker."

8/2008 MOUNTAINMANAGER

69


TECHNIK

BESCHNEIUNG

MOUNTAINMANAGER 8/2008

70

Erster IDE Snowmaker

erfolgreich in Betrieb gegangen

Die Zermatt Bergbahnen

(CH) sowie die Pitztaler

Gletscherbahnen (A)

starteten zur Saison 08/09

mit dem IDE Snowmaker aus

Israel in eine neue Beschneiungsära,

um chemiefrei und

temperaturunabhängig ca.

1000 m3 Schnee/Tag zu

produzieren. Diese beiden

Skigebiete erkannten als

erste die Vorteile dieses

All Weather Snowmakers.

Montage der Anlage.

Der Maschinenraum für den IDE Snowmaker in Zermatt. Fotos: IDE Technologies

Der erste IDE Snowmaker wurde

im Juli 2008 in Israel montiert und

getestet. Hierauf wurden die

Maschinen nach Slowenien verschifft

und anschließend mit

einem LKW Convoy zu den jeweiligen

Talstationen der Bergbahnen

transportiert.

Die erste Maschine in Zermatt

wurde per Luftseilbahn zum vorgesehenen

Maschinenraum gebracht.

Die Montage wurde Mitte

November fertig gestellt und der

Snowmaker ging kurz darauf erfolgreich

in Betrieb. Weil jedoch

derzeit im vorgesehenen Bereich

des Skigebietes von Zermatt bereits

genügend Schnee liegt, wird

der neue Snowmaker erst im

Frühling 2009 wieder den Betrieb

aufnehmen.

Das Zermatt Projekt

Das Matterhorn Ski Paradies ist

das größte und einzige Skigebiet

der Alpen, welches den ganzen

Sommer geöffnet ist. Mit einem

kleinen Makel: „Im Spätherbst,

etwa ab anfang Oktober, reicht

die Gletscherpiste nur bis 500 m

vor die Bahnstation – die verbleibende

Strecke muss zu Fuß

zurückgelegt werden“, so Christen

Baumann, CEO der Zermatt

Bergbahnen AG. „Das ist kein optimaler

Zustand“, wie auch Daniel

Luggen betont: „In den letzten

Jahren mussten wir einen Rückgang

der Buchungen für die sonst

beliebten Skitests zwischen Oktober

und Dezember feststellen.

Wir wollen unseren Gästen aber

ein ungetrübtes Skivergnügen

bieten,“ betont der Zermatter

Kurdirektor.

Der IDE Snowmaker wird auf einer

Strecke von rund 700 Metern

eingesetzt, zwischen der Station

Trockener Steg und dem Theodulgletscher.

Besonders wertvoll ist

diese Maschine, weil sie bereits für

die Skitests ab Anfang Oktober

2008 eingesetzt werden kann.

Das Pitztal Projekt

„Mit der Umsetzung dieser Beschneiungstechnologie

kann der

Skisaisonstart pünktlich im Herbst

garantiert werden“, so Dr. Hans

Rubatscher, geschäftsführender


Gesellschafter der Pitztaler Gletscherbahnen.

„Seitens der Betreiber

hat man sich zu dieser 1,5

Mio. Euro Investition in die

Optimierung des vorhandenen

Beschneiungssystems entschieden,

um in Hinkunft auch Pistenabschnitte

mit Schnee zu versorgen,

die bislang vom natürlichen

Niederschlag benachteiligt waren,“

führt Rubatscher weiter aus. Der 15

m hohe Produktionsturm für den

Schnee wurde in einem eigenen

Gebäude auf 2.840 m Höhe direkt

neben der Talstation der Pitz

Panoramabahn errichtet. Der hier

produzierte Schnee kann somit direkt

auf die unterhalb gelegenen

Pisten der Sesselbahn Gletschersee

geleitet werden.

Damit kann den im Herbst

trainierenden Mannschaften aus

allen Teilen Europas bereits sehr

früh ein geeignetes Slalomareal

angeboten werden und der Normalskifahrer

kann das vorhandene

Liftangebot in voller Länge bereits

ab Saisonstart genießen. Den Vermietern

gibt dies Buchungssicher-

THE WORLD OF EXCELLENCE

heit. Als stationäre Anlage wird der

Snow Maker jedoch den Status

eines Ergänzungssystems zu herkömmlichen

und mobilen Schneekanonen

am Pitztaler Gletscher

haben.

Schnee durch Vakuum

Die Technologie basiert auf dem

physikalischen Prinzip, wonach

Wasser, das im Vakuum eingebracht

wird, sofort zu einem

gewissen Teil verdunstet – ohne

dafür Siede-Temperaturen zu

benötigen. Aber die Verdunstungsenergie

als solche muss

trotzdem von irgendwo her kommen

– in diesem Fall entnimmt

der verdunstende Teil des Wassers

diese Energie dem übrig gebliebenen

anderen Teil des Wassers,

worauf dieser stark abkühlt und

dadurch kristallisiert. Dieses

kristallisierte Wasser ist dann

Schnee, analog Frühlingsschnee,

der dann zur Präparation der Pisten

dient.

Für den IDE Konzern, Weltmarktführer

beim Bau von Meerwasser-

MONTANA abs

Komplette Aufbewahrungssysteme

für Ski, Boards, Schuhe und Stöcke.

entsalzungsanlagen und Kühlungstechnologien

für Gold- und

Diamantenminen, begann der

Schritt mit der 30 Tonnen

schweren Anlage hin zum Wintersport

somit am Pitztaler Gletscher

nach 4 Monaten Bauzeit. pd

i Infos:

Moshe Tessel:

moshet@ide-tech.com

Repräsentant im deutschsprachigen

Raum: Felix Viehauser

office@seilbahn.net

TECHNIK

BESCHNEIUNG

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Seitenkantenbearbeitung, Tuning sowie

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8/2008 MOUNTAINMANAGER

71


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Das neue Snow-Tuning von Löhnert

lässt keine Ausreden mehr zu

Die Firma Löhnert hat seine bewährten

Katalysatoren zur Optimierung von Schneemaschinen

weiterentwickelt und verkleinert.

Das neue Produkt "SnowPlus" wird nun als

Filtereinsatz direkt in den Schneeerzeuger

eingebaut. Dadurch gibt es kein zusätzliches

Gerät und folglich auch kein externes Gewicht

mehr. Zuvor waren es immerhin 11 kg.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

72

Die Schneier vieler namhafter Bergbahnunternehmen

schätzten zwar die

Vorteile des Löhnert-Katalysators, nicht

aber das zusätzlich zu schleppende Gewicht

im Gelände. Daher beschloss

Thomas Löhnert vor 3 Jahren, kleinere

Geräte zu entwickeln, die jedoch den

großen leistungsmäßig um nichts

nachstehen durften. Seit Herbst 2008

ist nun das neue "SnowPlus" genannte

Gerät auf dem Markt und so klein, dass

es in den Filter bzw. Wasserkasten aller

gängigen Schneekanonen-Typen eingebaut

werden kann (zwei Varianten

verfügbar) und nach dem Einbau nicht

mehr sichtbar ist. Aufgrund des geringeren

Materialaufwandes kostet Snow-

Plus auch weniger als sein Vorgänger.

Um die Sache komplett zu machen, hat

Löhnert gleich eine zweite Neuheit

eingeführt: SnowPlus-Manschetten

zum Umwickeln der abgehenden

Leitung in der Pumpstation. Damit wird

schon das Grundwasser für die komplette

Anlage verbessert. Auf der Manschette

sind 10 – 20 Stück Impulsgeber

in Kunststoffrohren wie auf einem Patronengürtel

aufgefädelt – je nach

Stärke des Rohres, und diese wird mittels

Klettband an der Leitung in ein paar

Minuten Arbeitszeit befestigt. Die Kombination

beider Systeme bringt natürlich

die besten Ergebnisse, noch bessere

als früher mit den Schneekatalysatoren!

Die Anwendung in der Pumpstation ist

außerdem die schnellste Lösung, wenn

man sofort einen Effekt haben möchte,

ohne Zeit zu "opfern" für das Einbauen

der Filtereinsätze einer jeden Schneemaschine.

Geordnetes Wasser beschleunigt

Kristallisieren

Wie sieht nun dieser Effekt aus?

Das SnowPlus gibt Impulse ab, die

das Wasser neu ordnen. Diese

Cluster-Bildung bestimmt die

Qualität des Wassers. Je höher die

Ordnung, desto besser ist das

Wasser aus physikalischer Sicht.

Das an sich gute Quellwasser wird

u. a. durch das Pumpen in seiner

Struktur gestört. Durch "Snow-

Tuning", wie Löhnert neuerdings

seine Behandlung nennt, wird

mittels eines Impulses die Ordnung

wieder hergestellt. Konkret

handelt es sich dabei um eine

6eckige Struktur und genau diese

muss Wasser ohnehin annehmen,

wenn es gefriert (Eiskristalle). Das

heißt, durch geordnetes Wasser

gelingt das Kristallisieren besser!

Und dies wiederum bewirkt einige

Konsequenzen beim technischen

Schneien:

� Die Schneequalität lässt sich um

ein bis zwei Stufen schlechter einstellen

– also um 10 – 20 % mehr

Wasserdurchsatz – und trotzdem

Thomas Löhnert

hat kürzlich

die neuen Snow

Plus-Geräte für

das Snow Tuning

auf den Markt

gebracht.

Foto: mak

wird der Schnee so trocken und

kompakt, wie bei den besseren

Qualitätsstufen. Wer also 20 %

mehr durchsetzt, erhält dann

etwa den gleichen Schnee, wie er

ihn ohne SnowPlus-Geräte produzieren

würde. Wenn man

genug Wasser hat und Schnee

braucht, ist das eine gute Option.

Denn:

� man kann früher anfangen zum

Schneeproduzieren.

� Ein anderer Aspekt dabei ist,

dass man eine bis zu 20%ige

Steigerung der Schneeproduktion

im selben Zeitraum erzielen kann.

� Oder man belässt die ursprüngliche

Einstellung und erhält dafür

viel feineren und trockeneren

Schnee.

Beide Vorteile nutzen

Löhnert empfiehlt, von beiden

Vorteilen etwas zu nutzen, also

zum Beispiel nur 10 % mehr

Wasser durchzusetzen und zugleich

trockeneren Schnee zu produzieren.

Denn das ergibt auch

eine Verbesserung der Pistenqual-


ität und somit Einsparungen beim

Präparieren. Dieser Schnee ist nämlich

stabiler, wodurch weniger

Haufen bis zum Abend entstehen. Es

entsteht weniger Abrieb, weil trockenerer

Schnee besser gesintert ist

(durchgefroren). Außerdem sind

kleinere Kristalle eine wirkungsvolle

Maßnahme gegen das Versulzen im

Frühjahr. Der sulzige Schnee entsteht

nämlich dadurch, dass die Schneekristalle

bei Alterung immer größer

und größer werden – bis sie nicht

mehr binden. Und wenn man mit

viel kleineren Kristallen anfängt,

dann dauert dieser Prozess eben

länger. Versuche in St. Vigil haben

bewiesen, dass diese Maßnahme

wirkt.

Zeit beim Verschieben

sparen

Ein weiterer Effekt von geordnetem

Wasser ist, dass die Oberflächenspannung

sinkt und der Film eher

zerreißt, wodurch feinere Tropfen

entstehen. Laut Untersuchung vom

SLF Davos sind die Körnergrößen,

die aus mit Snow Plus behandeltem

Eine weitere Neuheit

von Löhnert ist die

SnowPlus-Manschette

für den Einsatz in der

Pumpstation.

Foto: Löhnert

Nahaufnahme der

beiden Filtereinsätze,

die in den Wasserkästen

der gängigen

Schneemaschinen-

Typen eingesetzt

werden.

Foto: mak

Wasser entstehen um 17 % kleiner

bzw. beinhalten 45 % weniger Wasser.

Andererseits entstehen doppelt

so viele Schneekristalle. Dadurch

wiederum haben die Kristalle mehr

Kontakt und es befindet sich

weniger Luft in den Zwischenräumen.

Sie sind dichter zusammen

und können somit besser gefrieren.

Obendrein spart man sich Zeit beim

Verschieben mit dem Pistenfahrzeug,

wenn der Schneehaufen weniger

Wasser aufweist.

Laut Löhnert müssten sich die Snow-

Tuning Geräte schon alleine durch

die Stromeinsparungen innerhalb

von 2 Jahren bezahlt machen, zumal

man mit gleichem Energieaufwand

wie o. a. 10 – 20 % mehr Schnee

erzeugen kann.

Die bisherigen Schneekatalysatoren

bleiben aber noch im Sortiment, da

man sie z. B. bei Lanzen, die keinen

Filter haben, verwenden kann.

In Zeiten des Klimawandels müsste

die Nutzung solcher Vorteile eigentlich

Standard werden. Man kann

gespannt sein, wann der Markt dies

fordern wird. mak

TECHNIK

BESCHNEIUNG

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8/2008 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

SICHERHEIT

MOUNTAINMANAGER 8/2008

74

Daisy Bell – sichere Lawinenauslösung

per Helikopter

Anlässlich der Markteinführung

des Produktes Daisy Bell in

Österreich lud die Firma Interfab

Snowbusiness zu einer Erstpräsentation

in St. Johann/Tirol.

Bei der Daisy Bell handelt es sich

um die neueste Technologie des

französischen Herstellers TAS im

Bereich vorbeugender Lawinenauslösung

per Helikopter. TAS ist

bekannt durch sein Gaz.

Ex-System und will Daisy Bell als

risikolose Alternative zu Sprengstoff

für jene Hänge und Rinnen

anbieten, die nicht mit einem

stationären, ferngesteuerten

Lawinenauslösesystem erreicht

werden können.

Demonstration mit

scharfem Schuss im

Steinbruch Oberndorf

Nahaufnahme der

Knallgas-Reaktion

bei der Daisy Bell.

Foto:TAS

Vorführung der Daisy Bell in St. Johann/Tirol durch Mitarbeiter von Interfab Snowbusiness.

Foto:mak

Sprengstoff ist gefährlich für die

Lawinenauslösung und auch die

Problematik von Blindgängern und

deren Bergung ist ein brisantes Thema.

Um diese Gefahren zu verhindern,

wurde ehemals von der

Münchner Firma HTM (Helicopter

Travel Munich) ein Gerät

entwickelt, das mittels

eines Wasserstoff-Sauerstoff-Gemisches(Verhältnis

2:1) eine Knallgas-

Reaktion erzeugt und auf

diese Weise die Lawinen

auslöst. Die Technologie

Avalanche Blast wurde

schließlich von der französischen

Firma TAS, die zur Gruppe

Montagne & Neige Developement

gehört, erworben und weiterentwickelt.

Für die Markteinführung in Österreich

ist die Firma Interfab Snowbusi-

ness zuständig, die übrigens auch

eine Mietvariante zur Daisy Bell anbieten

wird.

Knallgas-Reaktion 3-5 m

über dem Boden

Zur Lawinenauslösung mittels Daisy

Bell – einem 610 kg schweren, 2,5 m

hohen Stahlkegel (samt Flaschen),

der mit einem 25 m langen Seil am

Helikopter hängt – wird über Funk

von einem Bediengerät aus ein Signal

gegeben. Und zwar 7 Sekunden

lang, sonst wird der Vorgang abgebrochen.

Das ausströmende Gasgemisch

wird mit 2 Zündkerzen zur

Explosion gebracht. Diese findet idealerweise

3 – 5 m über der Schneedecke

statt. Um dies zu erreichen, ist

das Gerät mit einem Leser für den

Bodenabstand ausgestattet. Die ausgelöste

Druckwelle samt Wasserdampf

breitet sich nur nach unten


aus und löst dank der Form des

Behälters eine direkte Schubkraft

auf den Schnee. Außerdem ergibt

sich eine Stoßwelle, die einen

Überdruck und anschließenden

Druckabfall von 25 mbar in einem

Radius von 30 m auf der Scneedecke

erzeugt.

Es gibt also keine Beeinträchtigung

der Umwelt irgendeiner Art.

Alle 30 Sekunden ist ein Schuss

möglich, insgesamt gehen sich 50

Schuss mit einer Füllung bis zur

Landung und Neubefüllung aus.

Die Sprengkraft ist vergleichbar

mit einem 0,8 m3 Gaz.Ex-Zündrohr,

allerdings wird hier nicht

mittels Propan ausgelöst. Daher

ist hier nur eine 0,5 m3 Füllung

für gleiche Sprengkraft notwendig.

Die Kosten sind günstiger

als mit Sprengstoff (ohne

Investition, die ca. bei 100.000

Euro liegen wird).

Behörden positiv

eingestellt

Als Kunden kommen größere

Skigebiete, Kommunen oder Helikopterfirmen

in Frage, die diese

Lawinenauslösung als Dienstleistung

anbieten.

Das behördliche Genehmigungsverfahren

in Österreich und der

Schweiz läuft noch, man rechnet

aber mit einer Freigabe bis zum

Saisonstart, zumal die Behörde

dieser sicheren Technologie gegenüber

positiv eingestellt ist.

In Frankreich und Italien liegen

die Genehmigungen bereits vor.

Die o. a. Firma Helitravel, auf die

dieses System ursprünglich zurückgeht,

leistet beim Verfahren

mit ihrer intensiven Erfahrung Hilfestellung.

Was nicht erlaubt sein

wird, ist das Überfliegen von

Tälern mit angehängtem Gerät.

Das bedeutet, dass die Daisy Bell

von Tal zu Tal auf einem Hänger

gefahren werden muss. mak

TECHNIK

SICHERHEIT

Bergungsoptimierung:

Ein Erfolgsmodell von IMMOOS

Mit einer Optimierung der Bergung können Seilbahngesellschaften viel Geld einsparen,

da nicht für jede Anlage eigene Bergeeinrichtungen notwendig sind. Bei einer Bergungsoptimierung

können bis zu acht Anlagen zu einem Bergesektor zusammengelegt werden.

Auch die rechtliche Vorgehensweise ist mittlerweile geklärt.

Ausbildungszentrum Jamtal. Fotos: BR Tirol / IMMOOS

Eine zu hohe Anzahl an Bergeeinrichtungen

verursacht für die Betreiber der

Bahnen große Folgekosten, da diese

Geräte entsprechend den Herstellerangaben

zu revidieren und die Textilteile

nach Ablauf der Lebensdauer zu ersetzen

sind. Hier besteht für die Seilbahngesellschaften

großes Sparpotenzial.

Bei einer Bergungsoptimierung

werden die verschiedenen Anlagen einer

Gesellschaft zu Berge-Sektoren zusammengelegt.

Die Bergeeinrichtungen

werden an zentralen Stellen gelagert,

wodurch die gleichen Ausrüstungen für

bis zu acht Anlagen eingesetzt werden

können. Die Anzahl der Ausrüstungen

kann somit reduziert werden und eine

wesentliche Kosteneinsparung ist garantiert.

Ein Erfolgsmodell von

IMMOOS

Nicht nur beim Bau einer neuen Anlage

– auch für bestehende Skigebiete lohnt

sich diese vorteilhafte Optimierung. Die

8/2008 MOUNTAINMANAGER

75


TECHNIK

SICHERHEIT

MOUNTAINMANAGER 8/2008

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Im Jamtal werden die Bergretter zu Seilbahnrettern ausgebildet. Peter Veider, Ausbildungschef der Tiroler Bergrettung, im Einsatz

mit dem „IMMOOS Bergesystem Typ BR Tirol“.

Behörde hat inzwischen eine

Richtlinie entworfen, die das

Eingabeverfahren bei Um- und

Neubauten regelt. Der Bergungs-

Profi IMMOOS hat sich auf solche

Bergungsoptimierungen spezialisiert

und führte in Zusammenarbeit

mit den Seilbahngesellschaften

mit Erfolg schon mehrere

Optimierungen durch (siehe

Referenzliste). Immer mehr Gesellschaften

fassen den Entschluss,

ihre Bergungsorganisation zu

überdenken. Bei vielen Bahnbetreibern

herrscht ohnehin Handlungsbedarf

in dieser Hinsicht.

Der Bergungs-Spezialist IMMOOS

mit seinem großen Know-how

hilft den Gesellschaften gerne bei

der Ausarbeitung der Eingabeunterlagen.

Enge Zusammenarbeit

mit der Bergrettung

Tirol

Nebst einer guten Planung und

Organisation sind für eine erfolgreiche

Bergung auch optimales

Bergungsmaterial und geschultes

Personal sehr wichtig. Mit dem

Bergesystem Typ Bergrettung

Tirol hat IMMOOS in Zusammenarbeit

mit der Landesleitung des

ÖBRD Tirol eine kompakte und

effiziente Bergeeinrichtung für

sämtliche Arten von Umlaufbahnen

entwickelt. Im Ausbildungszentrum

Jamtal werden alle

Tiroler Bergretter bei den Ausund

Weiterbildungen auf einer

Referenzliste

Bergungsoptimierungen in Zusammenarbeit mit IMMOOS

Loser Bergbahnen GmbH, Altaussee

Zauchensee Liftgesellschaft, Altenmarkt

Fisser Bergbahnen GmbH, Fiss

Faschina Seilbahnen GmbH, Fontanella

Liftgesellschaft Grän, O. & R. Schretter KG, Grän

Großarler Bergbahnen GesmbH & Co KG, Großarl

Bergbahnen Hochzillertal GesmbH & Co KG, Kaltenbach

Bergbahnen Kappl GmbH & Co KG, Kappl

Gletscherbahnen Kaprun AG, Kaprun

Bergbahn AG Kitzbühel, Kitzbühel

Unterberghornbahnen GmbH, Kössen

Gaissauer Bergbahn GmbH, Krispl

Schaidbergbahn GmbH & Co KG, Obertauern

Tauernlift GmbH & Co KG, Obertauern

Saalbacher Bergbahnen GmbH, Saalbach

Hinterglemmer Bergbahnen GmbH, Saalbach

BB Saalbach-Hinterglemm GmbH, Saalbach

Bergbahnen Rosshütte AG, Seefeld

Seilbahn Komperdell GmbH, Serfaus

Ötztaler Gletscherbahn GesmbH Co KG, Sölden

Gerlos Königsleiten GmbH, Wald im Pinzgau

Schatzbergbahn GmbH & Co. KG, Wildschönau

Übungsanlage auch zum Seilbahnretter

ausgebildet. Die Seilbahn-Gesellschaften

können

dadurch auf ein großes Potenzial

an ausgebildeten Rettern zurückgreifen,

welche mit dem

„IMMOOS Bergesystem Typ

Bergrettung Tirol“ vertraut sind.

Ebenfalls wurden einige Bergretter

zu Instruktoren ausgebildet

und führen bei den Seilbahngesellschaften

Schulungen, Vorführungen

und Sachkundigenprüfungen

durch. Mit der

Bergrettung Tirol und der Firma

IMMOOS können die Bahnbetreiber

bei der Bergung auf zwei

kompetente Partner zählen.

i

Infos: www.immoos-rescue.com


Die verantwortliche Baubezirksleitung

Land Steiermark, Fachabteilung

18B Straßeninfrastruktur-Bau

suchte gemeinsam mit

dem Planungsbüro Birner und

Lackner, Graz, und der bauausführenden

Firma Alpine GmbH,

Salzburg, nach neuen Lösungen –

was unter den geologischen Bedingungen

vor Ort eine echte

Herausforderung darstellte.

Auf Kunststoffbewehrter

Erde (KBE) gebaut

Nachdem zahlreiche Lösungsmöglichkeiten

geprüft wurden,

entschied sich der Bauherr für den

Bau einer neuen Trasse auf der

gegenüberliegenden Talseite, die

mehr oder weniger parallel zur alten

Straßenführung liegt. Das

sehr unwegsame Terrain mit extrem

steiler Hanglage schloss jedoch

einen konventionellen

Straßenbau von vornherein aus.

Unterschiedliche Varianten wurden

untersucht, Baubarkeitsstudien

erarbeitet. Alle am Bau der

neuen Trasse beteiligten Institutionen

entschieden sich, einen

großen Teil der neuen Streckenabschnitte

auf Kunststoff bewehrter

Erde (KBE) zu bauen.

Extreme Anforderungen

an das Material

Die erforderlichen Hangverbauten

links und rechts der Straße

wurden in unterschiedlich vielen

übereinander angeordneten

Schüttlagen von jeweils 60 cm

Dicke – mittels Fortrac®-Geogittern

im so genannten „Rückumschlag-Verfahren“

– gesichert, um

ein Abrutschen dieser Streckenabschnitte

zu verhindern. Dadurch

entstanden bis zu 28 Meter hohe

KBE-Konstruktionen, die beson-

TECHNIK

FIRMEN NEWS

Bis zu 28 m hohe KBE Konstruktionen verhindern das Abrutschen des Hanges. Brückenanschluss der Konstruktion bewehrter Erde (KBE).

Fortrac®-Geogitter ermöglichen

Straßenbau im alpinen Gelände

Zwischen Trieben und Sunk in der Steiermark war die in den 60er Jahren entstandene Bundesstraße

B 114 nach Hohentauern aufgrund massiver Schäden nicht mehr sanierbar. Eine Alternative musste

her und das zügig, kostengünstig und zuverlässig: das Bauen neuer Streckenabschnitte auf Kunststoff

bewehrter Erde (KBE). Dass an dieser Stelle mit steil fallenden Hängen überhaupt ein neues Straßenbauprojekt

realisiert werden konnte, ist dem Engagement aller Beteiligten zu verdanken.

dere technische Anforderungen

an das Geogitter stellen. So ist die

Flexibilität des Gitters unabdingbar

notwendig für die Herstellung

der Rückumschläge. Das ausgeprägteKraft-/Dehnungsverhalten

sowie die Haltbarkeit der

eingesetzten Geogitter sind weitere

wichtige zu gewährleistende

Produkteigenschaften. Auf Grund

dieser hohen technischen Anforderungen

wurde von den verantwortlichen

Geotechnikern und

Planungsbüros das Fortrac® - Geogitter

aus dem Hause HUESKER

als das für diese Aufgabe am

DAS INFORMATIONSPORTAL

DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET

Fotos: Huesker

8/2008 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

FIRMEN NEWS / BERGGASTRONOMIE

Die serpentinenartige

Trasse nach der ersten

Vegetationsperiode.

MOUNTAINMANAGER 8/2008

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besten geeignete Produkt ausgewählt.

Die Geogitter aus Gescher sind für

diese heikle Aufgabe besonders

zweckdienlich, da sie zwar sehr

flexibel im Einbau sind und auch –

wie hier notwendig – rückseitig

umgeschlagen werden können.

Ob Genuss-Skifahren, Boarden im

Funpark oder Rodeln auf der 6 km

langen beleuchteten Naturrodelbahn

– Kappl ist ein Geheimtipp im

Wintersport. Selbstverständlich gehört

dazu auch eine attraktive

Berggastronomie. Mit dem Sunny

Mountain-Resort wurde hier ein

wahrer Genuss- und Erlebnistempel

für Groß und Klein geschaffen, der

aufgrund der massiv eingesetzten

Glasbauweise hell, freundlich und

Gleichzeitig sind sie aber auch extrem

dehnsteif und daher besonders

gut geeignet, wenn nur

geringste Verformungen zulässig

sind. Diese Kombination ermöglichte

sogar das Herstellen

schwieriger, geschwungener Geometrien

wie auch die Realisierung

zweier 180° Serpentinen.

Das Alleinstellungsmerkmal

In den meisten Aufstandsflächen

wurde mit einem Reibungsfuß aus

Spritzbeton gearbeitet. Zum

Rückumschlag im Frontbereich,

erfolgte in den unteren Lagen

zusätzlich ein Rückumschlag der

Geogitter an der Rückseite. In

dieser Anwendung zeigt sich das

Alleinstellungsmerkmal der flexiblen

HUESKER-Geogitter, das

steife Gitter nicht bieten können.

Die Maschenweite der Gitter

wurde entsprechend der Empfehlung

für Bewehrungen aus

sonnendurchflutet wirkt. Neben einem

großzügig angelegten SB-Restaurant

mit herzhaften Tiroler

Schmankerln und köstlichen internationalen

Gerichten wurde ein liebevoll

ausgestatteter und betreuter

Ski-Kindergarten inklusive eigenem

Kinder-Restaurant geschaffen, der

Sunny Mountain Erlebnispark mit

Wellenrutschbahn, Skikarussel,

Tunnels, Tubing und natürlich Zauberteppichen.

Die Kids sind hier

Geokunststoffen der Deutschen

Gesellschaft für Geotechnik e.V.

auf das Schüttmaterial abgestimmt

– in diesem Falle liegt sie

bei 70 x 70 mm.

Im alpinen Gelände hat man es ja

immer wieder mit schwierigem

Untergrund, steilen Hanglagen

und unwegsamen Gelände zu

tun. Um Bauprojekte in diesen Regionen

erfolgreich zu realisieren,

bedarf es der Erfahrung und Mut

zu Neuem. Immer häufiger wird

daher – genau wie im österreichischen

Trieben - auf die Konstruktionen

bewehrter Erde (KBE)

gebaut. Maßgeblich für eine

dauerhafte und sichere Nutzung

ist dabei die Materialwahl. Der

technisch anspruchsvolle Neubau

der B114 konnte mit ausgewählten

Produkten aus dem

Hause HUESKER erfolgreich umgesetzt

werden. pd

i

Infos: www.huesker.com

Sunny Mountain-Restaurant Kappl

Wo Winterträume

wahr werden

Kappl im Tiroler Paznauntal zählt zu den schönsten Skigebieten in der gesamten

Silvrettaregion mit 11 Liftanlagen und rund 40 Kilometern bestens präparierter Pisten bis auf

2700 m Höhe. Architektonisches Prunkstück und Kommunikationszentrale ist das Sunny-

Mountain-Restaurant der Bergbahnen auf 1830 m.

mitten im Spielgeschehen und

können jederzeit per Skier bzw. Board

wiederum direkt auf die Piste

zurückkehren. Und die Eltern können

die Fortschritte ihrer Sprößlinge

vom Liegestuhl der Sonnenterrasse

aus beobachten!

Unnachahmlich gestaltete

Dachterrasse

Die Krönung für alle Panoramaund

Sonnenanbeter ist die unnach-


ahmlich gestaltete Dachterrasse

mit direkt angrenzender Eisbar. Die

beliebte „Magic-Night-Ski-Show“

kann von hier aus optimal eingesehen

werden. Ein höchst unterhaltsames

Rahmenprogramm sowie

zahlreiche weitere Live-Events für

Jung und Alt sorgen für zusätzliches

Vergnügen.

Wer’s urig und typisch tirolerisch

liebt, der findet mitten im Skigebiet

die unübersehbaren Einkehrhütten.

Das „Almstüberl“ und die

„Panoramabar“ laden zum Trinken,

Essen und Ausruhen ein mit

Sonnenterrasse, herrlichem Panorama-Blick

und musikalischer Untermalung.

Gastronomie-Software

von Novacom

Natürlich laufen in der Sunny-

Mountain „Kommunikationszentrale“

auch die IT-Nervenstränge

für die Gastronomieabrechnung

von den vier Outlets zusammen. 5

NovaTouch Gastronomiekassen

mit Interfaces zu 3 WMF-Schankanlagen

und 2 B&S Kreditkarten-Terminals

an den SB-Kassen sind per

LWL-Kabel mit dem Server im Tal

verbunden. 2 angeschlossene Waagen

ermöglichen die präzise Abrechnung

von bestellten Salaten

nach Gewicht, und zwei ORDER-

MAN-Handhelds sorgen für sekundenschnelles

Bonieren.

TECHNIK

BERGGASTRONOMIE

Das Sunny-Mountain-Panorama-

Restaurant ist die Kommunikationszentrale

im Skigebiet Kappl.

Fotos: NOVACOM Software GmbH

i Infos:

NOVACOM Software GmbH

Sießreithstraße 160,

A-8990 Bad Aussee

Fon +43 3622/54 780-0,

Fax +43 3622/54 790-20

E-Mail: office@novacom.at

Internet: www.novacom.at

Durch großzügig eingesetzte Glasbauweise wirkt das Sunny-Mountain-

Panorama-Restaurant hell, freundlich und sonnendurchflutet.

Ob man nur mal zwischendurch einen Boxenstop auf den Brettl'n macht

oder aufs Brettl'n gleich ganz verzichtet, die „Eisbar“ (links im Bild)

ist auf jeden Fall einen Besuch wert

5 NovaTouch®

Gastronomiekassen

sorgen im Sunny-

Mountain-Panorama-

Restaurant und in den

angeschlossenen Outlets

für präzise Abrechnung.

2 Orderman-Handhelds

ermöglichen sekundenschnelles

Bonieren.

8/2008 MOUNTAINMANAGER

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