WINTERSTEIGER

eubuco

WINTERSTEIGER

D 4945 F 38. Jahrgang Februar 2007

WINTERSTEIGER

Produktneuheiten 2007

tunejet

Automatische Service-Station für

Ski und Snowboards

basejet

Belagreparatur-Automat für

Ski und Snowboards

WINTERSTEIGER Tuning Tools

Tools und wertvolle Tipps für den

Service zwischendurch

1/07

Special:

NON SKIERS & SKIDOMES

Mountain-Manager 45:

Willi Leitinger, BB Lofer


www.pistenbully.com

Erfahrung zählt.

Vertrauen Sie auf die weltweite Nummer 1.

15.000 PistenBully haben wir bis heute auf die Piste geschickt. Darauf sind

wir stolz! Und auch auf unsere starke Mannschaft, die von Anfang an dazu

beigetragen hat, PistenBully zum weltweiten Marktführer in der Pisten- und

Loipenpflege zu machen.

1969 rollte der erste PistenBully aus dem Werk, heute steht der Name für

Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und hohe Qualität. Damit überzeugen wir

Kunden auf der ganzen Welt!


Es gibt ja nichts Schlechtes, bei dem nicht auch etwas Gutes dabei

ist. Die chinesische Version dieses Spruches lautet: In der Krise liegt

die Chance. Genau genommen haben die vom Taoismus geprägten

Chinesen nur ein und dasselbe Wort für Krise und Chance!

Schauen wir einmal, was diese Haltung in unserem Fall zur Bewältigung

der Schneeproduktions-Krise leisten kann:

Wintersaisonen wie 06/07 zeigen jedermann überdeutlich – auch

wenn er nicht mit dem Wintertourismus in Beziehung steht, dass

heute ohne Maschinenschnee ein ganzer Industriezweig erledigt

wäre. Wer aber kann und will auf die Einnahmen aus dem Wintertourismus

ersatzlos verzichten? Eben. Also muss die Absicherung

des Angebotes weißer Pisten als (kommerziell) überlebensnotwendig

eingestuft werden. Oder anders ausgedrückt: die Verfügbarkeit

der Schneemaschinen muss mit dem zu erwartenden Temperaturanstieg

mitsteigen. Es werden à la longe nur noch Schneegeneratoren

genug Sicherheit bieten können, die das „Weiße Gold”

wenigstens bei ca. Null Grad Feuchtkugeltemperatur herstellen

können – ohne dabei aber Unmengen an Energie zu verschlingen,

die durch die derzeit installierten Anschlusswerte nicht zuführbar

ist, sprich die Sache erst recht wieder undurchführbar macht –

oder eben zu horrenden Kosten (Kabelneuverlegung, Betriebskosten,

Nachkaufen von Anschlußleistung etc.). Daraus folgt, dass

sich die Industrie eigentlich einem erhöhten Entwicklungsdruck

ausgesetzt sehen müsste, um eine adäquate Lösung zu kreieren.

Technologischer Quantensprung gefragt

Erstaunlicherweise sind es derzeit vor allem Branchen-Quereinsteiger,

die sich hier um einen echten technologischen Quantensprung

kümmern. So gibt es tatsächlich bereits die Propellermaschine,

welche bei -0,5° FK trockenen Schnee (400 g/l) produziert.

Das heißt, es kann bei 70% Luftfeuchtigkeit +3° C Lufttemperatur

haben oder bei 95% Luftfeuchtigkeit 0° C warm sein, und man

kann trotzdem noch schneien, und zwar ca. 12 m 3 /h!

Österreichs Fachverbandspräsident Dr. Ingo Karl hat fünf Stück

Chefredakteur

Dr. Markus Kalchgruber

Kältetechnik – der Pfeil im Köcher

Lärmschutzwall begrünt

dieser Maschine in seinem Skigebiet bereits für 06/07 in Betrieb

gehabt und wird sie in seine Schneiflotte aufnehmen (siehe Interview

Seite 54/55). Damit setzt er auch ein politisches Zeichen,

denn es geht ihm u. a. darum, jene Anbieter zu fördern, die sich

mit neuen Zugängen zur Kältetechnik beschäftigen. Seiner Meinung

nach müsste es in einem Zeitrahmen von 10 Jahren technologisch

machbar sein, sogar bei +5° C – ohne Zusätze – Schnee erzeugen

zu können. Höhere Temperaturen wären (beim bislang bekannten

Schmelzverhalten) aus heutiger Sicht nicht anzustreben,

so Karl. Wie einfach eine Lösung zustande kommen kann, zeigte

dem Verbandsobmann das „Zufalls”-Produkt der israelischen Firma

IDE, eine Vacuum Ice Maschine, mit der u.a. eine Goldmine in

Südafrika gekühlt wird – bei über 30 °C Außentemperatur! Natürlich

müsste man die noch hohen Kosten dieser VIM und das Erscheinungsbild

eines meterhohen Kessels noch in den Griff kriegen,

ehe man von einer breiten branchentauglichen Alternative

sprechen könnte. „Aber die Kosten gehen durch die Serienproduktion

runter und die Kessel müssten wir halt eingraben”, denkt

Dr. Karl bereits lösungsorientiert weiter.

Riesiges Marktvolumen rechtfertigt F & E

Außerdem gibt es noch viele Kältetechnik-Konzerne wie z.B. York,

denen bei ernsthafter Forschung und Entwicklung in diesem Bereich

etwas noch Marktgerechteres einfallen könnte. Jedenfalls

läge einem solchen Unternehmen ein riesiges Marktvolumen zu

Füßen – das müßte jede Anstrengung rechtfertigen!

Wir haben also bei nur etwas mehr technischem Entwicklungsgeist

noch einige Pfeile im Köcher, um der klimatischen Unsicherheit

beim Schneemachen auf viele Jahre hinaus zu begegnen. Auch

diese Botschaft sollte man einmal in die Öffentlichkeit transportieren,

um zu verhindern, dass der Marktwert der Alpen als Winterurlaubsziel

in den Keller rasselt. Fazit: Die jetzige Krise gibt uns die

Chance, neue Technologien beim Schneemachen einzufordern –

und auch zu bekommen.

starke Bausysteme

Aquasol HandelsgmbH

Tel: +43 (0)1 332 11 92

E-mail: office@aquasol.at

Internet: www.aquasol.at

1/2007 MOUNTAINMANAGER

3


INHALT

IMPRESSUM Editorial 3

Inhalt 4

MM MAGAZIN

Internationale Zeitschrift

für Berg- und Wintersporttechnik

und bergtouristisches Management

Verlag:

EuBuCo Verlag GmbH,

Geheimrat-Hummel-Platz 4,

D-65239 Hochheim/M

Tel. +49(0)61 46/605-142, Fax -204

Herausgeber und Geschäftsführer:

Horst Ebel, Tel. +49(0)61 46/605-100

Chefredakteur:

Dr. Markus Kalchgruber

Mobil +43(0)6 64/1 00 21 50

E-Mail: m.kalchgruber@aon.at

Habichtweg 16, A-5211 Lengau

Anzeigenmanagement gesamt:

Joyce Hoch, E-Mail: j.hoch@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605-142

Anzeigenleitung:

Otto Roman Fosateder

Mobil +43(0)6 64/4 42 06 80

E-Mail: o.r.fosateder@aon.at

Verlagsbüro Österreich:

Scherenbrandtnerhof-Str. 6, A-5020 Salzburg,

Tel. +43(0)6 62/42 30 12

Fax +43(0)6 62/42 15 15

Redaktion Österreich:

Dr. Luise Weithaler,

Tel. +43(0)6 62/88 38 32

E-Mail: weithaleripr@aon.at

Redaktion Schweiz:

Thorsten Block

Tel. +49 (0) 7 21/9 82 25 27

Fax +49 (0) 7 21/9 82 25 28

E-Mail: tbka68@aol.com

Gerwigstr. 22

D-76131 Karlsruhe

Produktion & grafische Gestaltung:

Dagmar Wedel c/o EuBuCo Verlag GmbH

E-Mail: d.wedel@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605-163, ISDN: -232

MM-online: www.mountain-manager.com

Christian Arenz

Anzeigenpreise:

Preisliste Nr. 31 vom 1.1.2007

Vertrieb:

Tel. +49(0)61 46/605-112

Fax Tel. +49(0)61 46/605-201

E-Mail: vertrieb@eubuco.de

Bezugspreise

Einzelpreise 9,– €

inkl. Versandkosten und ges. MwSt.

Jahresabonnement

Deutschland: 64,– € inkl. Versandkosten und

ges. MwSt. / Europa: 74,– € inkl. Versandkosten

Übersee: 74,– € + Versandkosten

38. Jahrgang, 2007

ISSN 1618-3622

Nachdruck – auch auszugsweise – nur

mit Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr

übernommen.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

4

SKISERVICE & SKIDOMES

• Meinung: Hannes Parth: Mountain VIP-Club Ischgl 6

• Sportshop Karrer, Region Basel 10

• Wintersteiger: 3 Neuheiten 2007 12

• Montana; Innovation pur 14

• Wittenburg: Europas größter Indoor-Snow Funpark 16

• Dubai: Wintersport extrem 18

• Reichmann: Premium Belagtuning-Maschinen 19

• Alpenzauber in der Lüneburger Heide 20

NON SKIERS

• CUBE: Trendsportgeräte inklusive 22

• Boom Schneeschuhwandern 26

• NTC Sport Park Lermoos 28

• Lösung für Pistentouren in Tirol 30

NEUE BAHNEN

• PB Ahornbahn in Mayrhofen 32

• Doppelmayr: Galzigbahn St. Anton 34

• PB Chur von Bartholet 37

• Architektur am Berg in Großarl 40

• Leitner: Spanien zieht nach 42

• Lenk: Garaventa-Zwilling bringt Komfort-Plus 44

MARKETING & MANAGEMENT

• 45. MM-Interview: Willi Leitinger, BB Lofer GesmbH 46

• Pole Position im Alpentourismus 50

• MQC-Award für Serfaus und Arosa 52

TECHNIK & WIRTSCHAFT

BESCHNEIUNG

• St. Johann schneite mit Zottl bei –0,5° C FKT 54

• Innovative Kooperation von Freimoser und TechnoAlpin 56

• Grundfos: Neue Pumpentechnik für BSA 59

• SUFAG-Schnee auf Reiteralm für Weltcup 60

• Brigger & Käche: Beschneiung Engelberg 61

PISTENFAHRZEUGE

• Prinoth: Verlässlichkeit im Wandel der Zeit 63

• Kässbohrer: 5 neue PistenBully 100 im Fichtelgebirge 66

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

• Gute und zuverlässige Daten dank IMIS 68

• RFID-Technology hilft bei Unfällen und Diebstählen 70

• Trockentraining für den Ernstfall 73

• Snowgripper: Erfolge und Innovationen 74

• Neues von der VIATEC 76

FIRMEN NEWS

• CARVATECH: innovativer Fahrzeugbau mit Storz Design 78

• Leitner: PTS-Forschung in Bozen 80

• ALGE-TIMING: Neues aus der Produktpalette 81

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Zum Themenschwerpunkt „Skidomes” bzw. Skiservice & more”

präsentiert MM Interviews mit Ischgl-GF Mag. Hannes Parth über

den VIP-Mountain Club sowie Sportshop-Besitzer Fridolin Karrer

aus Laufen (CH), weiters Innovationen aus dem Maschinenbereich

und drei neue Skihallen: Wittenburg, Bispingen und Dubai.

Lesen Sie Seite 6–21

Das 45. Mountain Manager-Interview gab Willi Leitinger, Geschäftsführer

der Bergbahn

Lofer GesmbH (Salzburg).

Absichtlich wurde einmal ein

kleineres Bergbahnunternehmen

gewählt, das auch eine

wichtige Funktion im touristischen

Umfeld erfolgreich erfüllt.

Das Beispiel Loferer Almbahnen

zeigt, wie man sich

mit einer exakten Zielgruppendefinition

am Markt behauptet.

Interview von Seite

46–49

INSERENTENLISTE

Alp Media 4

Aquasol 3

Borer Lift AG 33

Brandner, Andreas 8

Brigger & Käch 71

Congress & Messe Innsbruck 69

Doppelmayr 9

Fatzer AG 39

Freimoser, Wolfgang 83

Friedli Fahrzeuge AG 64

GrischConsulta Beilage

HDP Gemini 17

Hochschule für Wirtschaft 81

IDE Technologies 25

INAUEN-SCHÄTTI AG 52

Kässbohrer 2

Kaeser 58

Klenkhart & Partner 5

Lenko 65

Messe Bozen 45

Montana 51

NILS Italia 31

Pfeifer Seil- u. Hebetechnik 53

Pool Alpin 11

RKM Rasenpflege 47

Saas-Fee Bergbahnen 55

SBB Beutler & Lang 57

Schneller, Ritz & Partner 67

Seilbahn.net 62/81

SKIDATA AG 23

Snowgripper GmbH 68

Soft-Hardware 49

SUFAG 29

Swiss Alpina 75

TBE Anlagendiagnostik GmbH 7

TechnoAlpin 40

Teufelberger Seil GmbH 41

Wintersteiger AG 1

YORK NEIGE Interfab 84

INHALT

Dem im Hinblick auf die Zukunftssicherung des Wintersports

immer wichtiger werdenden Gästesegment „Non Skiers” sind

in dieser MM-Ausgabe 4 Beiträge gewidmet: das CUBE-Konzept

mit gratis Benützung von Trendsportgeräten, der Boom

Schneeschuhwandern, der NTC Sport Park in Lermoos sowie

die Tiroler Lösung des Pistentouren-Problems.

Lesen Sie ab Seite 22

Hinweis: Sie finden unter

www.mountain-manager.com

unsere neue Homepage.

Schneemachen in Richtung 0° C Feuchtkugeltemperatur würde

den Pistenbetreibern das Los in wärmeren Wintern erleichtern.

Die Firma Zottl erfüllt mit der ZEK 147C bereits die Voraussetzungen

dafür. Ein Testbetrieb im Skigebiet von Verbandspräsident

Dr. Karl brachte den Beweis, so dass St. Johann/Tirol

diese 5 Schneeerzeuger behalten wird.

Bericht Seite 54–55

1/2007 MOUNTAINMANAGER

5


MAGAZIN

Hannes Parth, Silvretta

Seilbahn AG Ischgl

Mountain VIP Club –

kein Eliten-Ghetto,

sondern spezielles Service

Die Silvretta Seilbahn AG Ischgl bietet zur

nächsten Wintersaison 07/08 ein neues Produkt

an: die Mountain VIP ClubCard. Inspiriert von

den USA, jedoch interpretiert für österreichische

Verhältnisse, erwirbt man dabei als Mitglied

spezielle Leistungen zusätzlich zur Saisonkarte.

„Die Grundidee ist, dass ein spezielles Publikum

ein spezielles Service bekommt, wenn es bereit

ist, dafür mehr zu bezahlen. Wir wollen jedoch

keine Zweiklassen-Gesellschaft schaffen, betont

Vorstand Mag. Hannes Parth”, mit dem MM-

Chefredakteur Dr. Markus Kalchgruber nachstehendes

Interview führte.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

6

MM-FRAGE: „Wird es sich beim

neuen Mountain VIP-Club um eine

Art aufgewertete Saisonkarte handeln,

die wesentlich mehr kann als

ein übliches Lift-Ticket?”

Parth:

„Ja, im Paket sind viele Zusatzleistungen

inkludiert, die der Gast

sonst mühsam kaufen muss, welche

jedoch mit dem Skifahren

nichts zu tun haben. So ist u. a. ein

Parkplatz bei der Silvretta-Tiefgarage

dabei, ein VIP-Zugang bei der

Silvretta-Bahn (allerdings nur bei

dieser Bahn!), reservierte Plätze in

der VIP-Lounge, reservierte Skidepots

am Berg & im Tal, Test der

neuesten Skier/Snowboards, Erlebnistour

mit Skiguide, Zugang zu

den VIP-Lounges bei Events, kostenloser

Transport zum Rodel-

abend inkl. Rodel, Anmietung der

VIP-Lounge für private Parties usw.”

MM-FRAGE: „Wird dieses Angebot

eine Premiere in Österreich sein?”

Parth:

„So weit ich weiß schon in dieser

Form. Die Idee kommt eigentlich

aus Amerika, wobei wir diese glaube

ich noch wesentlich erweitert

haben. Es gibt da gewisse Lodges

in den USA, die ein spezielles Service

bieten, allerdings mehr auf die

Ski-Restaurants bezogen. In diesen

Bereich ist in Österreich auch schon

Serfaus mit der 1. Ski Lounge vorgestoßen.

Wir haben uns vor einigen

Jahren in Vail inspirieren lassen

und dann die Voraussetzungen für

eine ,Österreich taugliche’ Umsetzung

geschaffen. Es fehlte eine passende

Location. So haben wir in

den letzten Jahren sehr stark in

neue Pistenrestaurants investiert,

waren immer voll und konnten

kaum einen ruhigeren Bereich in

der Verpflegung anbieten mit entsprechendem

Ambiente – obwohl

wir, wie ich glaube, schon bisher

sehr schöne Restaurants hatten –

aber das im Sommer 2006 neu errichtete

Alpenhaus ist etwas ganz

Außergewöhnliches geworden.”

MM-FRAGE: „Findet dadurch eine

neue Positionierung von Ischgl

statt?”

Parth:

„Ja insofern, dass wir zumindest einen

Teilbereich wieder auf ein sehr

gehobenes Niveau stellen und uns

dabei abheben von der Konkurrenz

– es soll ja auch nicht ganz billig

Mag. Hannes Parth, Vorstand der

Silvretta Seilbahn AG hier mit Popstar

Pink, ist – nicht zuletzt durch die

vielen legendären Konzerte auf der

Idalp – an Prominenz in Ischgl gewöhnt.

Das Publikum für einen VIP

Club ist auf jeden Fall vorhanden.

sein. Wobei die Karte selbst mit

990,– Euro am Anfang nicht überaus

teuer ist (zusätzlich einmalige

Einschreibgebühr von 1 900,– Euro).

Wir hatten schon ein Image

verpasst bekommen, dass in Ischgl

Aprés Ski das Wichtigste ist, und

dem wollten wir bewusst entgegensteuern,

damit der Zug zum

Lifestyle-Mythos nicht zu stark

wird. Denn wir leben ja in erster Linie

vom Skifahren und vom Skigebiet.

Das soll oberste Priorität bleiben

und hiermit demonstrieren

wir, dass wir ein hohes Niveau erreicht

haben, bzw. vermarkten es.

Die Nachfrage bezüglich VIP-Club

ist jedenfalls da, wir erhalten relativ

viel Echo.”

MM-FRAGE: „Wird Skifahren

durch Produkte wie den VIP-Club

generell in‘ s elitärere Licht gerückt,

oder bleibt es bei Ausnahmen?”

Parth:

„Nein, so etwas kann immer nur

eine Ausnahme bleiben. Skifahren

soll nie elitär werden, wir brauchen

auch entsprechend viele Leute, um

unseren Betrieb aufrecht zu erhalten.

Wir haben auch ein dementsprechend

breites Angebot im Restaurant-Bereich.

Aber es gibt eben

Leute, die sich etwas hervorheben

wollen und dafür bereit sind, etwas

mehr Geld auszugeben. Jene wollen

wir verstärkt auch an den Ort

binden und glauben, dass der VIP-

Club ein gutes Instrument dafür ist.

Das Publikum ist sicherlich vorhan-


den, wir haben u. a. viel Prominenz

in Ischgl, die aber meistens anonym

bleiben will.”

MM-FRAGE: „Sind eigentlich Anregungen

für einen VIP-Club von der

Zielgruppe selbst gekommen?”

Parth:

„Nein, direkte Anregungen sind

nicht gekommen in diese Richtung.

Wir haben jedoch schon in

unseren bestehenden Restaurants

festgestellt, dass immer wieder Anfragen

über reservierte Bereiche

und spezielle Veranstaltungen u. a.

für Firmen geäußert wurden, die

wir bislang nicht dementsprechend

befriedigen konnten.”

MM-FRAGE: „Geht der Stil in den

Skigebieten künftig in die Richtung,

dass man verschiedene Zonen bereithält?”

Parth:

„Also von Zoneneinteilung halte

ich eigentlich wenig. Es sollte nicht

irgendeine elitäre Schicht abgehoben

wo sitzen, sondern es muss jeder

Gast dabei sein können, um

auch da hineinzugehen. Der spezielle

Gast hat lediglich das Recht,

in den VIP-Lounges zu reservieren.

Aber ein Ghetto erzeugen darf man

nicht. Denn gerade ein VIP-Gast

will sehen und gesehen werden.

Eine Abschottung würde nicht

funktionieren. Es soll niemand abgehalten

werden, auch wenn er

nicht so viel bezahlt. Und wenn der

VIP-Gast zu spät reserviert, kann er

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MAGAZIN

Das im Sommer 2006

auf der Idalp (2 300 m)

neu erbaute Pistenrestaurant

Alpenhaus ist

eine außergewöhnliche

Location aus Stein und

Glas mit VIP-Lounge

im 1. Stock.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

7


MAGAZIN

Das Kaffeehaus mit

reservierbaren VIP-

Plätzen und Zugang

zur Terrasse im Bedienungsteil

des Alpenhauses

strahlt eine

entspannte, ruhige

Atmosphäre aus.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

8

trotzdem nicht hinein und jemand anderen

verdrängen. So etwas war von uns nie

gedacht!”

MM-FRAGE: „Wird es Nachahmer geben?”

Parth:

„Es wird sicher Nachahmer geben für dieses

spezielle Produkt, weil eine generelle

Nachfrage da ist. Der VIP-Club wird für

manche Orte ein sehr gutes Instrument sein. Wir haben jetzt erst einmal

mit dem Vorverkauf für die Saison 07/08 – u. a. mit einem von

Mountain Management (Bregenz) gestalteten Folder – begonnen

und wie o. a. bereits ein überraschend gutes Echo. Das Leistungspaket

werden wir jedoch immer dynamisch halten. Im ersten Durchgang

schauen wir, was aus dem Angebotspackage wirklich notwendig

und gefragt ist und was eventuell fehlt. Der Phantasie sind dabei

sicher keine Grenzen gesetzt.”

MM-FRAGE: „Dass es jedoch eigene VIP- Häuser gibt wie in Amerika,

die man nur mit VIP-Ausweis betreten darf, ist nicht vorstellbar?”

Parth:

„Nein, das möchte ich nicht. Gerade davon lebt auch Ischgl, dass

wirklich jeder dabei ist. In Amerika zahlen die Leute ja teilweise

50 000 Dollar, damit sie unter sich sind. Eine solche Entwicklung

möchten wir vermeiden. Wir wollen die amerikanischen Verhältnisse

gar nicht haben und können sie auch nicht brauchen. Gut ist

die Grundidee, dass ein spezielles Publikum ein spezielles Service

bekommt, wenn es bereit ist, dafür mehr zu bezahlen.”

MM-FRAGE: „Letzte Frage: gibt es Zugangsbeschränkungen und wie

reagieren die VIPs?”

Parth:

„Wir haben derzeit auf 300 Mitglieder limitiert und wollen jetzt auch

gar nicht viel mehr haben, weil dafür ja auch eine bestimmte Betreuung

notwendig ist. Es ist nämlich auch zusätzliche Men-Power

für die Organisation und Abwicklung von VIP-Bereichen erforderlich.

Dadurch ist es ja in einem höheren Preissegment angesiedelt.

Von den Nicht-VIPs haben wir weder positives noch negatives Echo.

In gewissen Internet-Foren wird leider oft ein Punkt negativ herausgegriffen,

wie der eigene VIP-Zugang – der ja nur bei einer Bahn

und auch dann nur bei starkem Betrieb gestattet wird – und als Benachteiligung

der Einheimischen dargestellt. Da haben wir vielleicht

nicht so gut kommuniziert. Noch einmal: wir wollen keine falsche

Zweiklassen-Gesellschaft schaffen. Aber ein zusätzliches Geld

für die Silvretta Bahnen AG kann auch eine zusätzliche Leistung

rechtfertigen.”

MM: „Herr Mag. Parth, wir danken für das Gespräch.”

Leistungsübersicht für VIP Club-Mitglieder

? Saisonkarte (Winter 07/08)

? Reservierte Parkplätze bei der Silvretta Tiefgarage

? VIP-Zugang bei der Silvrettebahn

? Reservierte Parkplätze in der VIP-Lounge (Vorreservierung erwünscht)

? Test der neuesten Skier/Boards

? Eigens reservierte Skidepots am Berg und Tal

? Erlebnistour in Ischgl Skiguide (Anmeldung)

? Zugang zu den VIP-Lounge bei Events (rechtzeitiges Reservieren)

? Kostenloser Transport zum Rodelabend (inkl. Rodel)

? Anmietung der VIP-Lounge für private Parties

? Porsche Testfahrt und ABO des Porsche Magazins

? Spezielle Veranstaltungen für die Clubmitglieder


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Verlässlichkeit

auf der ganzen Linie

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MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

MM-FRAGE: „Vom

Dorfschullehrer zum

größten Skiverleiher

der Region – eine

fast unglaubliche Erfolgsgeschichte.

Wie

ist sie entstanden?”

Karrer:

„Angefangen hat alles

im Jahr 1965. Als

damaliger Lehrer in

der Gemeinde Brislach

(BL) unterrichtete

ich Schüler, die

zwar gerne ins traditionelle

Skilager

Interviewpartner Fridolin Karrer, Besitzer gehen wollten, aber

von Sportshop Karrer in Laufen. (CH). weder über eine ge-

Fotos: Wintersteiger Schweiz eigneteSkiausrüstung noch über die

finanziellen Mittel

dafür verfügten. Ich habe deshalb

begonnen, Skis, Schuhe und Stöcke

zu sammeln und zusammen

mit Helfern aus der Region die ersten

Skitage zu organisieren. So erinnere

ich mich an eine Fahrt ins

nahe Skigebiet mit Traktor und Wagen.”

MOUNTAINMANAGER 1/2007

10

Vom Dorfschullehrer

zum größten Skiverleiher

der Region Basel

Seit mehr als 30 Jahren verleiht Fridolin

Karrer (73) mit großem Erfolg Alpinund

Langlaufskis sowie Snowboards an

Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Rund 30 000 Paar Alpinskis, 5 000 Snowboards

und 1 000 Paar Langlaufskis inkl.

Bindungen, Schuhe und Stöcke warten

jedes Jahr auf begeisterte Wintersportler

aus der Region Basel und sogar aus dem

nahen Ausland. Eine Erfolgsstory, die in

der kleinen Gemeinde Brislach (BL) ihren

Anfang nahm.

MM-FRAGE: „Hatten Sie damals

schon ein Sportgeschäft”?

Außenansicht vom Sportshop Karrer in Laufen mit „Kabinen-Dekoration".

Karrer:

„Zu diesem Zeitpunkt von einem

Sportgeschäft zu sprechen, wäre

übertrieben. In den Räumlichkeiten

eines alten Bauernhauses habe ich

eine Werkstatt eingerichtet und die

gesammelten Skiausrüstungen auf

Vordermann gebracht. Ich kann

mich noch gut erinnern, wie bei

meiner ersten Bandschleifmaschine

im Winter zunächst das Wasser aufgetaut

werden musste, um die Skis

entsprechend bearbeiten zu können!”

MM-FRAGE: „Was war die Motivation

für Ihr Handeln?”

Karrer:

„Einerseits war es die Liebe zum

Wintersport, andererseits die Idee,

auch weniger bemittelten Familien

und vor allem Kindern die Möglichkeit

zu bieten, den damals aufstrebenden

Wintersport zu ermöglichen.

Als Lehrer hatte ich Einblick

in unterschiedliche soziale Schichten

und dieses gemeinnützige Engagement

meiner Tätigkeit hat mir

stets Befriedigung und Ansporn

zum Weitermachen gegeben.”

MM-FRAGE: „Wieso haben Sie seinerzeit

den Lehrerberuf aufgegeben?”

Karrer:

„Die Doppelbelastung Lehrerberuf

und Skiverleih wurde mir im Verlaufe

der Zeit einfach zuviel. Aus dem

anfänglichen Hobby mit sozialem

Hintergrund hatte sich allmählich

ein Unternehmen entwickelt, welches

meinen ganzen Einsatz und

meine volle Konzentration erforderte.

Als Konsequenz daraus gab

ich den sicheren Job als Lehrer auf

und wurde Sporthändler mit

Schwerpunkt Verleih. Ich habe damals

in der Gewerbezone von Brislach

einen geeigneten Standort für

mein Geschäft gefunden und die

Nachfrage nach der von mir angebotenen

Dienstleistung stieg von

Jahr zu Jahr.”

MM-FRAGE: „Wieso sind sie kürzlich

nach Laufen umgezogen?”


Karrer:

„Ganz einfach: Die Sache mit dem

Skiverleih am alten Standort drohte

aus allen Nähten zu platzen. Platzmangel,

keine Parkplätze und das

immer größer werdende Einzugsgebiet

meiner Kundschaft stellten

mich vor die Wahl, entweder aufzugeben

oder einen neuen, besser geeigneten

Standort zu suchen. Es war

ein reiner Glücksfall, dass ich in Laufen

das gesamte Areal einer alten

Ziegelei langfristig mieten und nach

meinen Bedürfnissen und Vorstellungen

umbauen konnte. Jetzt verfügt

der Sportshop Karrer über eine

Infrastruktur, die sämtlichen Kundenwünschen

entgegen kommt. In

der Zwischenzeit bedienen wir Kunden

aus der Grossregion Basel, aus

dem nahen französischen Jura und

immer mehr auch aus dem angrenzenden

deutschen Raum.”

MM-FRAGE: „Sie haben sich kürzlich

für die Anschaffung eines Skibearbeitungscenters

Discovery SS von

Wintersteiger entschieden. Was gab

den Ausschlag für diese Entscheidung?”

Karrer:

„Ziel ist es nach wie vor, unseren

Kunden erstklassiges Material zu

familiären Preisen zu vermieten.

Damit der Kunde ein bestmögliches

Fahrgefühl beim Skifahren und

Snowboarden genießen kann,

muss das Gerät vor dem Verleih jeweils

topp vorbereitet sein und

nach der Rücknahme wieder professionell

instand gestellt werden.

Bei rund 36 000 Skis und Snowboards

benötigen wir ein Bearbeitungscenter,

welches diese Menge

innert kürzester Zeit und in bester

Qualität bewältigen kann. Die Discovery

SS mit den beiden Steinmodulen

verkraftet diese immense Auf-

gabe locker und in herausragender

Qualität. Außerdem können meine

Mitarbeiter die Paternoster-Beschickung

der Discovery füllen und

während des Schleifprozesses Bindungseinstellungen

und -montagen

durchführen, was eine äußerst

effiziente Arbeitsweise erlaubt.”

MM-FRAGE: „Worauf wurde bei

der Evaluation der Anlage besonderen

Wert gelegt?”

Karrer:

„Natürlich die bestmögliche Bearbeitung

der Kanten! Ein Mietski

kann längere Zeit im Einsatz sein

und es gibt für einen Skifahrer oder

Snowboarder nichts Unangenehmeres,

als mit stumpfen Kanten

oder falschen Kantenwinkeln herumrutschen

zu müssen! Wir haben

festgestellt, dass der Ceramic Disc

Finish von Wintersteiger gegenüber

herkömmlicher Technologie

mittels Schleifband eine wesentlich

höhere Präzision und eine bedeutend

längere Standfestigkeit bietet.

Ein Zusatznutzen also, der vom

Kunden beim Fahren sofort spürbar

ist und sich unmittelbar auf dessen

Fahrfreude auswirkt.”

www.pool-alpin.com

MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

MM-FRAGE: „Denken Sie mit Ihren

73 Lebensjahren daran, irgendwann

einmal kürzer zu treten?”

Karrer:

„Das mache ich bereits jetzt. Ich

habe ausgezeichnete Mitarbeiter,

welche Schritt für Schritt immer

mehr Verantwortung übernehmen.

Es ist mir aber ein großes Anliegen,

dass meine Philosophie auch

weiterhin im Sportshop Karrer gelebt

wird.”

MM: „Herr Karrer, herzlichen Dank

für das Gespräch! “

Zeit, Geld,Wissen und Transparenz für die Seilbahnbetreiber

Zeit, Marktanteile, direkter Kundenzugang für die Lieferanten

Discovery SS, Übergabe

der Maschine an

Fridolin Karrer durch

Heinz Born (Verkaufsberater)

und Daniel

Kisslig (Niederlassungsleiter),

beide

Wintersteiger Schweiz

AG.

Karrer mit Mitarbeiter

Michel Fix im Skiverleihlager

(ca. 30 000

Paar Ski, 5000 Snowboards,

1 000 Paar

Langlaufskis sowie ca.

35 000 Paar Schuhe).

1/2007 MOUNTAINMANAGER

11


MAGAZIN

SKI-SERVICE & -RENT

WINTERSTEIGER:

mit 3 Innovationen ins neue Jahr

Im Mittelpunkt der diesjährigen Messeauftritte

von Weltmarktführer WINTERSTEIGER stehen

gleich drei Produktneuheiten: tunejet,

basejet und die Produktlinie bzw.

Marketingplattform „Tuning Tools”

für den POS. Letztere bietet dem

Konsumenten praktische Werkzeuge

und Informationen, um Ski und Snowboards

zwischen den Services beim Fachhändler in

einem Top Zustand zu halten. Damit erhöht

sich die Aufmerksamkeit sowie das Bewusstsein

für das Thema Ski-/Snowboardservice.

basejet – ein Belagreparatur-

Automat für Ski und Snowboards.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

12

Die neue WINTERSTEIGER

Tuning Tools-Linie startet mit

knapp 30 Produkten zum Aufspannen,

Ausbessern, Kantenschleifen,

Wachsen in einer attraktiven

Verkaufsverpackung. Die ausführliche

Produktbroschüre beinhaltet

gezielte Informationen, welche Servicearbeiten

der „Heimwerker“ selber

machen kann und welche im

Fachgeschäft maschinell durchgeführt

werden müssen. Ein praktischer

Verkaufsständer und die Website

www.tuneyourskisandboards.com

runden das Programm ab. WINTER-

STEIGER bietet damit dem Fachhan-

del sowohl Produkte zum Verkauf

am POS als auch eine Unterstützung

zur Steigerung der Serviceumsätze

an.

tunejet –

eine ideale Kombination

Im Bereich Hardware führt der Global

Player aus Oberösterreich die

beiden Neuheiten tunejet und basejet

ein.

Die WINTERSTEIGER tunejet ist

eine automatische Service-Station

für jeweils ein Snowboard oder ein

Paar Ski. Die hohe Durchsatzleistung

ist ein Markenzeichen der tunejet.

Sie resultiert aus dem Vorschubsystem

mit bis zu 15 m/min

Geschwindigkeit im Schleifbetrieb,

aus der automatischen Vermessung

von Ski und Snowboards und aus

dem einfachen Handling beim Aufspannen.

Durch die Bearbeitung

mit der Lauffläche nach oben bleibt

der Arbeitsvorgang ständig im

Blickfeld. Das geschlossene System

bietet optimale Sicherheit sowie ein

angenehmes und sauberes Arbeits-

Die neue tunejet SDF mit Stein-/Discaggregat,

Heißwachsmodul und Seitenkanten-Schleifaggregat

(links) und die

tunejet SB mit Stein-/Bandaggregat und

Heißwachsmodul. Fotos: Wintersteiger

umfeld. Die tunejet erweist sich als

die ideale Kombination aus bester

Servicequalität, hoher Wirtschaftlichkeit

und leichter Bedienbarkeit!

Die Grundausführung mit Stein

steht mit einem Band- oder Disc-

Aggregat zur Auswahl. Zusätzlich

ist sie mit einem manuellen Seitenkanten-Schleifaggregat

sowie einem

Heißwachsmodul erhältlich.

Moderne Infrarot-Technologie unterstützt

diesen Prozess, an dessen

Ende ein optimales Wachsergebnis

steht. Eine Wachswalze trägt das

Wachs auf. Die nachgelagerte Struktur-/Polierbürste

entfernt überschüssigen

Auftrag und legt die

Steinschliffstruktur frei.

Folglich ergeben sich 4 Typen:

? tunejet SB Stein-/Bandaggregat

? tunejet SBF Stein-/Bandaggregat

inkl. Wachsmodul

? tunejet SD Stein-/Discaggregat

? tunejet SDF Stein-/Discaggregat

inkl. Wachsmodul


Die 3 Aggregate im Detail

Mit dem Steinaggregat können bei

einer Steinbreite von 400 mm alle

Arten von Ski und Snowboards bearbeitet

werden. Zudem ergeben

sich mit der stufenlos regelbaren

Stein- und Abziehgeschwindigkeit

und der Zustellmöglichkeit des Diamanten

in mehreren Stufen vielfältige

Strukturtypen. Darüber hinaus

steckt in der tunejet auch die WIN-

TERSTEIGER Racing-Software für

parametergesteuerte Rennlaufstrukturen.

Die Oszillation des Vorschubsystems

ist jederzeit zu- und

wegschaltbar. Die Querbewegung

des Transportschlittens nach jedem

Schleifzyklus bewirkt die gleichmäßige

Nutzung der Werkzeuge über

ihre Gesamtfläche. Bei konstanter

Schleifqualität wird so die Lebensdauer

des Steines enorm erhöht

und bei der Bearbeitung von Ski

optimal ausgenützt.

Das Discaggregat bietet Ceramic

Disc Finish für Seiten- und Unterkantenbearbeitung.

Die integrierte

Vermesseinrichtung erkennt das

Sportgerät automatisch und erzielt

ein hohes Maß an Bedienersicherheit.

Die Disc-Scheiben schärfen

sich selbst. Auf diese Weise sind

präzise Kantengeometrie, exakte

Schleifwinkel, plane Kantenoberfläche

und eine gleichbleibende

Schleifqualität über die gesamte

Ski- und Snowboardlänge garantiert.

Das Ergebnis: optimaler Kantengriff

sowie gute Drehfreudigkeit

für mehr Fahrspaß und Sicherheit

auch auf harten und eisigen Pisten.

Darüber hinaus bleibt die Schärfe

der Kanten länger erhalten.

Bandaggregat: Die tunejet SB verfügt

neben der Stein- auch über

eine Bandeinheit mit einem 400

mm breiten Schleifband. Mit einem

Vorschub von bis zu 15 m/

min und einer stufenlosen Bandgeschwindigkeit

bearbeitet die tunejet

SB mehr als 30 Paar Ski oder

Snowboards pro Stunde. Eine ideale

Performance für Shops mit hohem

Snowboardanteil. Den Andruck

des Bandaggregates steuert

eine Servopneumatik. Sie sorgt für

eine gleichmäßige Druckverteilung

über die gesamte Ski- und Snowboardlänge.

Die Bandentschärfung

erfolgt automatisch, die selbstzen-

trierende Umlenkrolle sichert einen

stabilen Bandlauf. Durch die Oszillation

des Vorschubsystems wird

das Schleifband auf seiner gesamten

Breite ausgenutzt.

Noch einfachere

Bedienung

Ski oder Snowboards sind mit wenigen

Handgriffen am Vorschubsystem

zu befestigen. Die Skiauflagen

sind in Sekundenschnelle in

Längs- bzw. Querrichtung sowie in

der Höhe verstellbar. Außerdem ist

die Aufspannung so konstruiert,

dass die Schaufel von Snowboards

vollständig belaggeschliffen werden

kann. Die tunejet lässt sich

ganz einfach über einen großen

Farbmonitor mit Touchscreen-

Technik bedienen. Ein leicht verständliches

Menü führt durch das

Programm. Vollständige Service-

Abläufe aber auch einzelne Schleifzyklen

werden hier gespeichert

und jederzeit abgerufen. Die neue

Grafik-Programmierunterstützung

macht die Bedienung noch einfacher.

Die Inspektionstaste ist ein

praktisches Feature zur Kontrolle

des Schleifergebnisses. Durch das

Drücken der Taste fährt das Vorschubsystem

aus der Maschine. Die

Inspektion ist jederzeit durchführbar,

auch während eines Schleifprogrammes.

Der Vorteil: Kontinuierliche

Kontrolle des Schleifergebnisses.

Bestehende Programme

können dabei verändert und zusätzliche

Arbeitsschritte unmittelbar

gestartet werden.

basejet –

Belagreparatur-Automat

Die WINTERSTEIGER basejet ist ein

Belagreparatur-Automat für Ski

und Snowboards. Neben vielen anderen

Features beeindruckt die basejet

mit höchster Aufschmelzqualität

und zahlreichen Innovationen:

? Hohe Durchsatzleistung

? Schwenkbarer Aufschmelzkopf

für prompte Farbumstellung

? Wenig Materialverbrauch durch

Anpassung an Ski-/Snowboardgeometrie

? Geringer Platzbedarf

? Bearbeitung ohne Bindungsbrücken

? Sauberes Arbeitsumfeld

MAGAZIN

SKI-SERVICE & -RENT

Das neue Aufschmelzsystem der

basejet, inklusive schwenkbarem

Aufschmelzkopf, verspricht eine

hohe Durchsatzleistung mit Vorschubgeschwindigkeiten

von bis zu

4 m/min. Die Doppelkammer-Aufschmelzeinheit

ermöglicht die

prompte Farbumstellung des Polyäthylenmaterials.

Der zeitaufwendige

Materialwechsel samt Reinigung

entfallen. Ein weiterer Vorteil:

Zweifärbige Beläge können somit

auch zweifärbig repariert werden.

Nach dem Motto „Mehr Geschwindigkeit,

weniger Materialverbrauch“

geht die basejet mit der

automatischen Anpassung an die

Ski- und Snowboardgeometrie

mittels innovativer

Ventiltechnik neue

Wege in Sachen Effizienz.

Die Ventile

öffnen sich je nach

Laufflächenbreite

und optimieren

auf diese Weise

die Materialzufuhr.

Das gewährleistet

beste

Ergebnisse – sowohl

von Spitze

bis Ende als auch

partiell! Die leistungsstarkeAbsaugungbefindet

sich direkt

über dem abgeschirmtenAufschmelzkopf

und garantiert

ein sauberes Arbeitsumfeld.

Die

basejet punktet

durch geringstenPlatzbedarf,integrierten

Stauraum,

Ablagebügel

für Ski und

Snowboards

sowie durch einfache Bedienung.

Darüber hinaus glänzt sie mit einem

leicht verständlichen Bedienpanel

und einer Steuerung, die

eine Auswahl von bis zu 18 Reparaturprogrammen

bietet. Die Bearbeitung

mit der Lauffläche nach

oben erübrigt den Einsatz von Bindungsbrücken

und vereinfacht das

Handling. Ein weiterer Vorteil: Das

Aufschmelzergebnis bleibt ständig

im Blickfeld.

Die neue WINTER-

STEIGER Tuning

Tools-Produktlinie.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

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MAGAZIN

SKISERVICE

Auf der ISPO 2007 setzt MONTANA seinen Innovationskurs

fort. Mit der SAPHIR präsentierte

MONTANA die nächste Anlage der neuen Maschinengeneration.

Die bewährte CHALLENGE

zeigte sich ebenfalls mit höherer Leistung und

in neuem Design. Revolutionär ist das neue

MONTANA Radial-Tuning.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

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MONTANA: Innovation pur

SAPHIR – der Roboter für

die mittelgroße Werkstatt

für hervorragende

Serviceergebnisse

Nach der bereits auf der ISPO 2006

vorgestellten DIAMOND folgt nun

die SAPHIR als neuester Service-Roboter

für Ski und Boards. Mit einer

Leistung von bis zu 40 Paar Ski pro

Stunde bei 4 Steinkontakten ist die

Anlage optimal für mittelgroße

Werkstätten. Es können die unterschiedlichsten

Strukturen in den

Belag geschliffen werden – für

Rennski oder für den Verleihski kann

DIAMOND Fotos: MONTANA

jederzeit aus 30 voreingestellten

Programmen die beste Lösung gewählt

werden. Ein optimaler Kantenwinkel

wird dann durch das Zusammenspiel

von den Seitenkanten-Ceramic-Bandaggregaten

und

den belagseitigen Tuningsteinen

erzielt. Neu ist auch die Option für

ein kombiniertes Heißwachs- und

Polieraggregat, mit dem dann ein

absolut fahrfertiger und optimal

präparierter Ski ausgegeben werden

kann. Bewusst ist die Ein- und

Ausgabeposition für den Bediener

an einem Ort gewählt, um einen

effizienten Ablauf mit geringen

Arbeitswegen zu gewährleisten.

CHALLENGE –

der Roboter für mittlere

bis kleine Werkstätten

Durch die konsequente Designentwicklung

der neuen Maschinengeneration

mit DIAMOND und

SAPHIR wurde es auch erforderlich,

das Erscheinungsbild der CHAL-

LENGE an die neue Roboterfamilie

anzupassen. Gleichzeitig konnte

die Leistung auf bis zu 18 Paar Ski

pro Stunde bei 4 Steinkontakten erhöht

werden. Belagschliff in hoher

Präzision, Seitenkanten-Schliff und

belagseitiges Tuning erfolgen nach

Ein lückenloses Maschinenprogramm

Manuelle und automatische MONTANA-

Anlagen gibt es für jede Werkstattgröße:

Von einigen hundert bis über 100 000

Serviceeinheiten pro Jahr.


DIAMOND, SAPHIR und

CHALLENGE: Alle MONTANA

Roboter der neuen Generation

können mit dem revolutionären

Radial-Tuning bestellt bzw.

nachgerüstet werden.

dem gleichen bewährten Verfahren

wie bei den „großen“ Robotern,

so dass auch mit der CHALLENGE

hervorragende Serviceergebnisse

erzielt werden können.

Revolutionär – das Radial-

Tuning erstmals in einer

MONTANA Serienmaschine

Zusammen mit namhaften Spezialisten

aus dem Rennski-Servicebereich

hat sich MONTANA für die

Serienmaschinen der neuen Generation

eine besondere Innovation

überlegt.

Die aktuellen Ski zeichnen sich

durch eine ausgeprägte Taillierung,

und geringere Längen aus. Während

mit der herkömmlichen Tuning-Technologie

die Kante in einem

konstanten Winkel geschliffen

wird, werden bei dem MONTANA

Radial-Tuning die Kanten von Ski

und Snowboards nun im Schaufelund

Endbereich stärker getunt.

Daraus ergibt sich ein über die gesamte

Kantenlänge unterschiedlicher,

aber auf die jeweilige Breite

des Sportgerätes optimal angepasster

Kantenwinkel.

Das Resultat: Die Ski und Boards

werden noch drehfreudiger und

der Kantengriff wird stark verbessert.

Der Wintersportler kann

die eingeleitete Kurve bei jeder

Geschwindigkeit abbrechen und

Richtungswechsel sicher vornehmen.

Die Technologie kann als Option

für alle Roboter der neuen Generation

bestellt bzw. nachgerüstet

werden. Das MONTANA Radial-

Tuning senkt das Unfallrisiko und

verhilft zu mehr Spass am Skifahren,

Carven und Snowboarden.

Mehr Sicherheit auch

durch automatische

Bindungsmessung

In weniger als zwei Minuten wird

der optimale Einstellwert für die

JETBOND

Skibindung übermittelt, eingestellt

und überprüft. Der gesamte Ablauf

erfolgt ohne Kraftaufwand, da

der JETBOND das Einrasten des

Schuhs vollautomatisch erledigt.

Mit Schnittstelle zur Verleihsoftware

haben die Kunden auch die neuesten

Normen für Verkauf und Verleih

fest im Griff.

i

Infos: www.ski-service.com

MAGAZIN

SKISERVICE

SAPHIR

CHALLENGE

1/2007 MOUNTAINMANAGER

15


MAGAZIN

SKIDOMES

Wittenburg:

Europas größter Indoor-Snow

Funpark ist eröffnet

Der SNOW FUNPARK Wittenburg in Mecklenburg-Vorpommern

(D), 70 km östlich von

Hamburg gelegen, konnte nach sechs Jahren

Planung und 8 Monaten Bauzeit endlich am

8. Dezember 2006 seine Pforten öffnen. Das

Areal der Winterwelt samt Hotel und Restaurant

umfasst 33,8 ha Fläche, die Skihalle selbst bezeichnet

sich als „größter Indoor Snow Funpark

Europas” und erste der Welt mit einer überdachten

Halfpipe im Wettkampfformat. Als

Alpenpartner fungiert übrigens die Europasportregion

Kaprun/Zell am See (A).

MOUNTAINMANAGER 1/2007

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Snowfunpark Wittenburg, 70 km östlich von Hamburg, ist seit 8. Dezember 2006

in Betrieb. Fotos: Snowfunpark

Im Snow Funpark Wittenburg erstrecken

sich auf einer beschneiten

Innenfläche von 30 000 m 2 zwei

Pisten mit Gefällen zwischen 10

und 31 %, ein Übungshang, ein

Fun Parcours für Snowboarder,

eine Kinderwelt mit 700 m 2 Fläche

sowie eine wettkampftaugliche

Halfpipe. Die Hauptpiste ist 330

Meter lang und bis zu 120 Meter

breit, die Anfängerpiste 90 m lang;

die Mega-Pipe erfüllt mit einer Länge

von 130 Metern, einer Breite

von 20 Metern und einer Seitenwandhöhe

von 4,50 Metern inter-

nationale Wettkampfnormen. „Wir

hatten beim Bau der Halle von Anfang

an die Zielsetzung, hochkarätige

internationale Events nach Wittenburg

zu holen”, sagt Bauherr

und Investor Hans-Gerd Hanel, ein

55-jähriger Unternehmer aus Hamburg.

„Deshalb haben wir mit einem

riesigen Event- und Erlebnisgastronomiebereich

sowie einem

eigenen ***Hotel mit 256 Betten

auch gleich die nötige Infrastruktur

geschaffen. Der Snow Funpark ist

mehr als nur eine Skihalle. Er ist

eine Event Arena, in der zukünftig

alles stattfinden kann: Tagungen

und Konferenzen, Produktpräsentationen,

Konzerte und natürlich

Sportevents.”

Mehr als nur eine Skihalle

Über 280 Mitarbeiter arbeiten in

der hochmodernen Schneesporthalle

und sorgen dafür, dass man

365 Tage im Jahr „Skiurlaub” machen

kann. Alle eingesetzten Fabrikate

von der Beschneiungsanlage

und dem Doppelmayr Vierer-Sessellift,

Schlepplift und Sunkid-Förderbänder

bis hin zur Lichttechnik

sind ‚state-of-the-art’. Das trifft

Blick auf die 330 m lange Hauptpiste

der Skihalle mit Doppelmayr-4er Sessellift

im Hintergrund.


selbstverständlich auch auf den

Rent-Bereich zu. Hier konnte man

Intersport Bründl aus Kaprun mit

einem 2 400 m 2 Erlebnis-Sport-

Shop gewinnen, der neben dem

Verleih modernster Ausrüstung alles

bietet, was das Skifahrer- und

Snowboarderherz begehrt.

Last but not least lockt Wittenburg

auch mit einem attraktiven Après-

Ski-Bereich, bestehend aus sechs

verschiedenen Restaurants, Cafés

und Bars, die ein authentisches alpines

‚Dorfplatzl’ bilden. Insgesamt

1 500 Sitzplätze.

Ab Mai 2007 werden ein Saunadörfl

mit 400 m 2 Fläche und im

Außenbereich ein Restaurant mit

Biergarten, eine 100 000 m 2 große

Eventfläche, eine wettkampftaugliche,

1 100 m lange Go-Kart-Bahn

sowie ein Abenteuerspielplatz, Beach-Volleyballfelder,

eine Quad-Geländestrecke,

eine Mountainbike-/

BMX-Geländestrecke, ein Airpark/

Kletterwelt bzw. eine Ballon- und

Luftschiffwelt das Angebot erweitern.

Premiere:

adidas Winter Slopestyle

Gleich am Eröffnungswochenende

haben die Wittenburger ein hochkarätiges

Sportevent in die Halle

gebracht, das auf diese Art eine

Weltpremiere war: den „adidas

Winter Slopestyle” als ersten SMX

Contest der Welt. Fünfundzwanzig

der weltbesten Mountainbiker und

BMXer gaben auf einem Hindernisparcours

aus Schnee ihre spektakulärsten

Tricks wie Backflips, 360°s,

Tailwhips oder Superman Seatgrabs

zum Besten. Statt mit ihrem

Bike gingen die Fahrer jedoch mit

einem neuen Wintersportgerät an

den Start: dem North Legion SMX,

einem Snow Bike auf drei Skiern

mit Federgabel, das mit dem ISPO

BrandNew Award 2006 ausgezeichnet

wurde.

i

Infos:

www.snowfunpark.com

Lanzen Propellerkanone

Propellerkanonen

Propellerkanone

Pumpstationen

Hochdruckprodukte Maschinenund

Apparatebau Ges.m.b.H

A-8682 Mürzzuschlag-Hönigsberg

Telefon +43-(0) 38 52 / 51 78-0

www.hdp.at

MAGAZIN

SKIDOMES

Die Trendsportart

SMX erlebte eine

Weltpremiere mit

dem adidas Slopestyle

im Snowfunpark

Wittenburg.

Das Gletscherstüberl

ist eines von 6 Gastronomieinrichtungen,

die auch in Wittenburg

eine große Rolle

spielen werden.

Der Kassenbereich

zum Einchecken in

die Skihalle

1/2007 MOUNTAINMANAGER

17


MAGAZIN

SKIDOMES

Mittlerweile kennt man

Skihallen in vielen Ländern der

Welt. Trotzdem ist der inszenierte

Winter mitten in der Wüste, den

Ski Dubai zu bieten hat, etwas

Besonderes.

Ski Dubai bietet auf

22 500 m 2 Wintersport

in der Wüste.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

18

Blick in die „Mall

of the Emirates“.

Fotos: Ski Dubai

Dubai gehört zu den Vereinigten

Arabischen Emiraten. Den 1,37

Mio. Einwohnern steht eine Landesfläche

von 3 885 km 2 gegenüber,

wobei sich das Leben zum

größten Teil in der Stadt Dubai abspielt.

In den letzten Jahren hat das

Emirat immer wieder mit Bauwerken

der Superlative aufhorchen lassen,

ob nun mit Immobilien auf

den künstlich aufgeschütteten In-

Wintersport extrem

seln in Palmenform oder dem Burj

al Arab, einem 7-Sterne-Luxushotel.

Da scheint es nicht verwunderlich,

dass man sich auch „exotisches“

Freizeitvergnügen direkt in

die Wüste holt. So wurde dort im

Dezember 2005 eine Skihalle eröffnet,

die von der Majid al Futtaim-

Gruppe betrieben wird und der

sommerlichen Hitze von bis zu

+ 40°C Paroli bietet.

Skivergnügen pur

Auf einer Fläche von 22 500 m 2 ,

auf der 3 Fußballplätze leicht Platz

haben, findet der Wintersportbegeisterte

alles, was er braucht. So

stehen Anfängern und Fortgeschrittenen

5 Pisten zur Verfügung,

deren längste 400 m misst. Ihr

Schwierigkeitsgrad reicht vom „Babyhang“

bis zur schwarzen Piste.

Die dazugehörige Halle ist 80 m

breit und bis zu 85 m hoch, sodass

bei der schwierigsten Piste ein Höhenunterschied

von 60 m zwischen

Start und Ziel überwunden wird.

Für die Pistenabsicherung holte

man sich österreichisches Knowhow

der Firma Meingast.

Die Innenraumtemperatur beträgt

konstant zwischen -2 und -1°C .

Um dieses Klima aufrechterhalten

zu können, benötigt man eine riesige

Kühlanlage, mit deren Hilfe der

Boden der Halle über ein großzügig

dimensioniertes Rohrsystem

vereist wird.

Der Schnee zum Wintersport wird

über Nacht produziert. Dazu wird

30°C warmes Wasser auf 1°C gekühlt

und über 21 Düsen an der

hellblauen Isolierpaneel-Decke versprüht.

Die Raumtemperatur be-


trägt zu diesem Zeitpunkt -9°C, sodass

die Wasserpartikel zu Schneekristallen

gefrieren.

Ins Skivergnügen gelangt man mit

einem VECTRIS Schlepplift und einem

fix geklemmten 4er-Sessellift

„UNIFIX 4“, die beide Poma gebaut

hat. Auf halber Strecke war es

aufgrund der leichten L-Form der

Halle nötig, für den Sessellift eine

Winkelstation zu errichten, mit deren

Hilfe die Spur um 30° abgelenkt

wird. Diese Winkelstation dient

auch als Mittelstation, an der die

Skifahrer aussteigen können.

Für Anfänger und Kinder gibt es

eine Skischule mit entsprechendem

Angebot, Snowboardern steht eine

Freestyle-Zone zur Verfügung. Im

Eintrittspreis von rund 30 Euro für 2

Daten und Fakten

? Größe des gesamten Winterareals: 22 500 m 2

Stunden ist die Skiausrüstung inkludiert,

lediglich Handschuhe und

Mützen müssen aus hygienischen

Gründen mitgebracht oder gekauft

werden.

Teil der Ski Dubai Anlage ist außerdem

ein etwa 3 000 m 2 großer

Schneepark mit Spiel- und Unterhaltungsmöglichkeiten

für Eltern

und Kinder, der durch Attraktionen

wie Iglu, Eisdrachen, ein Eisblocklabyrinth,

eine Bobbahn oder die

„Snow Play Area“ zum Erlebnis

wird.

Noch mehr Unterhaltung

Der Winterkomplex ist Teil der

„Mall of the Emirates“ und von dieser

durch eine Glaswand getrennt.

Im größten Shoppingzentrum

? Gesamtkosten des Projekts: 270 Mio. US-Dollar.

? Jede Nacht wird aus 70 000 l Wasser Schnee produziert.

? Täglich werden über 100 t Kühlflüssigkeit unterhalb der Piste durch

die Rohre geschickt, damit die Temperatur in der Skihalle auf -1°C

gehalten werden kann.

? Die längste Piste ist 400 m lang. Insgesamt gibt es 5 Pisten vom Babyhang

bis zur schwarzen Piste.

? Bis zu 1 500 Personen können sich gleichzeitig auf den Pisten bewegen.

außerhalb der Vereinigten Staaten

gibt es 430 Geschäfte, in denen

Produkte aller bekannten Marken

vertrieben werden. 65 Bars, Cafés

und Restaurants, in denen von Fast

Food bis zur Haute Cuisine alles angeboten

wird, sorgen für das leibliche

Wohl der Gäste. dwl

Reichmann: Premium Belagtuning-Maschinen

PROFI S 350, PROFI S 200, PROFI B 350: Gewohnt innovativ

werden die neuen Reichmann Belagtuning-Maschinen der

PROFI-Linie Service-Experten in Handling, Rentabilität

und Schleifqualität überzeugen.

Die österreichische Boarder Cross-Nationalmannschaft

hat sich schon überzeugt

und vertraut seit diesem Winter

dem herausragenden Belagtuning

mit der neuen Reichmann

PROFI-Linie. Die Führung in der Nationenwertung

spricht für sich.

Grundlage für das noch präzisere

und effizientere Belagtuning ist

die Entwicklung der zwei unterschiedlichen

Maschinenkonzepte

S 350 und S 200. Sie optimieren

für Alpin-Ski, Boards und Nordic-Ski

Strukturpräzision und Durchlaufzeiten.

Innerhalb weniger Augenblicke sind per

modernster Touchpanel-Steuerung Strukturen

verändert und für die Kunden optimiert.

Wintersportfans profitieren besonders von immer

besser den Temperatur- und Schneebedingungen ange-

MAGAZIN

SKIDOMES

passten Belagstrukturen. Denn neben dem perfekten Kantentuning

gehört die richtige und präzise Belagstruktur

zu den entscheidenden Faktoren

für leichtes und kraftsparendes Gleiten:

? Flexible, vielfältige Strukturen bis hin zu

Rennsport-Strukturen.

? Schnelles Arbeiten mit wenigen

Handgriffen durch die optimale

Ausnutzung der Steinbreite

mit zwei unterschiedlichen

Strukturbereichen.

? Technische Highlights wie die

automatische Anpressdruckverteilung

für stark taillierte Ski und Boards.

Diese garantiert bei unterschiedlichen

Ski- und Boardbreiten immer den gleichen

Schleifabtrag. Jeder Quadratzentimeter

Belag erhält die gleiche Strukturpräzision.

i

Infos:www.reichmann-skiservice.de

Die neue PROFI S 350. Foto: Reichmann

5 Pisten in unterschiedlichenSchwierigkeitsgraden

bilden

den Kernpunkt des

Angebots.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

19


MAGAZIN

SKIDOMES

Im Oktober 2006 wurde in

Bispingen eine neue Skihalle

eröffnet. Mit dem Know-how

bekannter Unternehmen aus der

Winterbranche bringt die Snow

Dome Sölden in Bispingen

GmbH Ski und Service von den

Alpen nach Norddeutschland.

Die 6er-Sesselbahn

wurde von

Doppelmayr gebaut.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

20

Alpenzauber

in der Lüneburger Heide

Skivergnügen an 365 Tagen im

Jahr steht Gästen und Einheimischen

seit 21. Oktober 2006 im

deutschen Bispingen zur Verfügung.

Dort wurde ein Snow Dome

gebaut, der schon durch seine äußere

Form auf das Angebot im Inneren

verweist. So präsentiert sich

dem Betrachter ein pistenförmiger

Komplex aus Stahl und Glas, der

bis zu 45 m Höhe aufweist und

weithin sichtbar ist.

Der Snow Dome liegt verkehrsgünstig

an der A7 und damit im

Einzugsgebiet großer norddeutscher

Städte wie Hamburg, Bremen

und Hannover. In dieser Region

leben 6,5 Mio. Menschen,

wobei die Betreibergesellschaft in

vorangehenden Analysen großes

Potenzial an Ski- oder Snowboardfahrern

geortet hat.

Entstanden ist die Idee zum Snow

Dome in Kooperation mit den

Bergbahnen Sölden, investiert wurden

insgesamt 35 Mio. Euro. Der

größte Anteil dabei wurde von den

Bergbahnen beigesteuert, 5,4 Mio.

Euro kommen vom Land Niedersachsen,

das in der neuen Attraktion

eine gute Möglichkeit sieht,

den Tourismus in der Region zu forcieren.

Zur Idee hinter dem Snow Dome

befragt, bringt Jack Falkner, GF

Bergbahnen Sölden, seine Erwartungen

auf den Punkt:

„Wir haben schon viel Erfahrung im

Skihallenbereich gehabt. So waren

wir in Holland an den Skihallen

Zoetermeer und Landgraaf beteiligt.

Als man uns dann den guten

Standort in Bispingen angeboten

hat, haben wir uns entschlossen,

den Snow Dome in Angriff zu nehmen.

Viele unserer Gäste kommen

aus Hamburg, sodass wir Hamburg

als absolute Skifahrerstadt schätzen

gelernt haben. Deshalb ist die Lage

des Snow Domes im Städtedreieck

Hamburg-Hannover-Bremen, direkt

neben der Autobahn und

gegenüber der Gokart-Bahn von

Der Snow Dome in Bispingen. Fotos: Snow Dome Bispingen

Ralph Schumacher ideal. Der Snow

Dome ist für uns sehr wichtig, um

Kunden anzusprechen und Menschen

für den Wintersport zu gewinnen.

Natürlich nimmt er deshalb

einen sehr hohen Stellenwert

für unser Marketing ein, muss sich

aber natürlich auch wirtschaftlich

rechnen.“

Vor diesem Hintergrund ging man

in der Planungsphase von 365 000

Besuchern jährlich aus, eine Zahl,

die nach den Erfahrungen der ersten

Wochen mit rund 200 000 Besuchern

und 100 000 verkauften

Lifttickets durchaus realistisch

scheint. Dazu Geschäftsführer

Ralph Benecke: „Die Resonanz ist

überwältigend. Unsere Erwartungen

wurden weit übertroffen. Besonders

begeistert sind wir über die

hohe Kundenzufriedenheit in allen

Bereichen. Aufgrund der enormen

Nachfrage haben wir in den ersten

3 Monaten die Zahl der Festangestellten

fast verdoppelt.“

Umfangreiches Angebot

Die Wintersportarena weist unterschiedliche

Angebotsbereiche auf:

Ski & Snowboardbereich, Gastronomie,

Seminarbereich, Shops. Zum

Ausüben des Wintersports steht

eine Schneefläche von 23 000 m 2


zur Verfügung, wobei das Pistenareal

im Startbereich rund 60 m und

im Zielbereich 100 m breit ist. Die

Länge der Skihalle beträgt 300 m,

die Hallentemperatur zwischen -2°

und -4°C. Der Start ins sportliche

Vergnügen liegt in 33 m Höhe, das

Gefälle der Piste beträgt zwischen 9

und 20 %. Im Obergeschoß findet

man eine Skischule und das Nordic

Skizentrum, das auf einer Fläche

von 650 m 2 vielfältige Kurse anbietet.

Der Gastronomiebereich wurde sowohl

im Erd- als auch Obergeschoß

mit direktem Blick auf das

Pistengeschehen angeordnet. Hier

wurde darauf geachtet, für jeden

Geschmack etwas zu bieten. Im

Marktrestaurant Sölden findet man

Snacks und Imbisse für den schnellen

Hunger zwischendurch, wobei

österreichische Schmankerl nicht

fehlen dürfen. Genuss à la carte

bietet die Ötztaler Stube, Cocktails

aller Art die Central Bar. Zünftige

Après-Ski-Atmosphäre kann man in

einer Originalhütte aus Sölden genießen,

die extra nach Bispingen

verbracht wurde.

Seminar- und Saunabereich befinden

sich im Obergeschoß der Halle,

der Sportshop im Erdgeschoß.

Ergänzt wird das Basisangebot

durch eine Reihe von Events, mit

denen man das Geschehen in der

Wintersportarena noch attraktiver

macht. So locken Open-Air-Konzerte,

Schneegestöber- oder Faschingsparties,

ein Oktoberfest

oder Snow Dome Single-Nights.

Bewährte Technik

Wie in der bekannten Skidestination

Sölden hat man auch im Snow

Dome in Bispingen bewährtes

Know-how aus der Branche auffahren

lassen, um Wintersport auf

höchstem Niveau zelebrieren zu

können. Die kuppelbare 6er-Sesselbahn

wurde von Doppelmayr gebaut

und kommt durch eine neuartige

Dachaufhängung ohne Stützen

aus. Mit ihrer Hilfe können 3 000

P/h transportiert werden. Die Fahrgeschwindigkeit

beträgt 3,6 m/s.

Der Teller-Schlepplift, der ebenfalls

von Doppelmayr realisiert wurde,

kann nochmals bis zu 1 600 P/h befördern.

Im Anfängerbereich ist ein Zauberteppich

von SunKid im Einsatz, der

speziell für diesen Bereich entwickelt

wurde. Er ist mit 1,2 m extrem

breit und 54 m lang. Zwei Motoren

liefern die benötigte Antriebsleistung

von 11 kW. Als Oberfläche des

Förderbandes kommt das bewährte

Ruff-Top-System zum Einsatz, die

gesamte Anlage wurde in einer

brandhemmenden Ausführung gebaut.

Für die Pistensicherung hat man

sich die Erfahrung von Meingast/

Salzburg geholt. Geliefert wurden

Aufprallschutzmatten, Absperrzäune

und das dazugehörige Knowhow,

um einen sicheren Pistenbetrieb

durchführen zu können. Für

die Präparierung der Pisten sind

zwei Kässbohrer PistenBully 300 im

Einsatz. Der Skiservice wird auf Anlagen

von Montana durchgeführt

(vgl. dazu MM 7/06 S. 14).

Für die Organisation von Zutritt

und Abrechnung zeichnet die Novacom

Software GmbH/Bad Aussee

verantwortlich, die alle Softund

Hardwarekomponenten geliefert

hat. Zum Einsatz kommen das

bekannte mafis® Gästemanagement-System,

12 NovaTouch®

SNOW DOME in Zahlen

Gastronomiekassen, Orderman®

Funkbonier-Terminals, das Nova-

Touch® Control-Warenwirtschaftssystem,

SAFE-O-TRONIC® Transponder-Verschlüsse

für die Umkleideschränke

sowie die erforderliche

EDV-Hardware und Drehsperren.

Installation und Inbetriebnahme

wurden in Kooperation mit der

deutschen Schwestergesellschaft

eccos pro durchgeführt. dwl

MAGAZIN

SKIDOMES

Skifahrer, Snowboarder

und Rodler

finden beste Bedingungen

für ihren

Sport.

Ein extra breiter

Zauberteppich von

SunKid macht den

Gästetransport im

Anfängerbereich

komfortabel.

? Insgesamt mehr als 200 000 Besucher seit dem 20. Oktober 2006.

Halle/Piste

? Mehr als 100 000 Lifttickets in den ersten 3 Monaten.

? Woche: zwischen 500–1 100 Besucher pro Tag.

? Wochenende: 1 600–2 200 Besucher pro Tag.

? 55 % Skifahrer, 35 % Snowboarder und 10 % Rodler.

? Einzugsgebiet: 20% aus dem Kreis Soltau-Fallingbostel, 20 % aus Hamburg, weitere aus

Bremen, Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein, aber auch bereits aus Nordrhein-Westfahlen,

Süddeutschland und dem Ausland wie z. B. Dänemark.

? Ticket-Verteilung: 15 % 1-Stundentickets, 30 % 2-Stundentickets, 40 % 4-Stundentickets

und 15 % Tagestickets.

? Alter der Gäste: zwischen 3 und 80 Jahren.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

21


MAGAZIN

NON SKIERS

Konzept CUBE:

Unterkunft, Ticket und erstmals

auch Funsport-Geräte inklusive

Das nächste CUBE mit 275 Betten wird Anfang Juni 2007 in Biberwier-Lermoos (Zugspitz-Region) von den Langes-Resorts eröffnet. Die Fotomontage

gibt bereits einen Eindruck vom Anblick im nächsten Winter. Fotos: CUBE

Das Jugendhotel CUBE am Kärntner Nassfeld (A) führte zur diesjährigen Wintersaison

eine attraktive Leistungserweiterung ein: die kostenlose Nutzung sämtlicher

Trendsportgeräte des NTC-Parks (New Technology Center) samt Schutzkleidung

ist im Bergbahnticket bereits inkludiert. Besonders für ungeübte Wintersportler

bieten die trendigen Sportarten einen idealen Einstieg in das Wintervergnügen.

Wie das Konzept umgesetzt wird bzw. mit welchen Produkten,

präsentierte CUBE bei der SNOW’n’FUN – Fun Sports Week gemeinsam mit

Partnern der Industrie. Gäste und ausgewählte Journalisten testeten dabei u. a.

Neuheiten wie Bikeboard oder Hammerhead (trendiger Leichtschlitten aus den

USA), neben etablierten Funsportgeräten wie Snowbike®, Airboard und Skifox.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

22

CUBE Nassfeld, der im Februar

2004 eröffnete Prototyp der eigenwilligen

CUBE-Idee, liegt nur 50 m

von der Talstation des Millenium Express

(15 EUB) in Tröpolach entfernt.

Das Anstellen für die Liftkarte

erübrigt sich für die CUBE-Gäste, da

die Zimmerkarte auch gleichzeitig

CUBE mit seiner typisch loftartigen

Architektur und modernen Flatscreens

will neue Gästeschichten zum Bergerlebnis

bringen.

Liftkarte für die Bergbahn ist. Das

All-in one-Konzept dieses urban gestylten

Beherbergungsbetriebes integriert

nämlich die Bereiche Unterkunft,

Verpflegung, Transport und

Sport, um neue Gästeschichten anzusprechen

bzw. die Jugendlichen

nicht zu verlieren. Im gesamten EU-

Raum sind nur 5 % der Bevölkerung

Skifahrer, der Rest hat also keinen

Zugang mehr zum Wintersport, was

angesichts des hohen Investments

der Bergbahnunternehmen auf

Dauer zu wenig Frequenz bringt.

Um jedoch aus den übrigen 95 %

der Non Skiers Leute zur Bewegung

in den Bergen zu bringen, taugen

vor allem leicht erlernbare Funsportgeräte,

die – wie der Name schon

sagt – schnellen Spaß bzw. ein frühes

Erfolgserlebnis garantieren.

Außerdem verfügen die Gäste heute

über weniger Kondition und weniger

Sozialkontakte (Singlehaushalte

etc.) – beiden Trends kommen

Snowbike & Co. durch ihren Lernspaß

in der Gruppe entgegen. Allerdings

brauchen Funsportarten ein

Netzwerk, damit sie vom Gast freimütig

angenommen werden.


Neben dem CUBE Nassfeld befindet sich das „smart Terrain” des

NTC-Parks zum Erlernen der Trendsportgeräte. Im Bild ein Sled namens

„Captain Avlanche”.

Kostenlos nur für CUBE-Gäste

Als Sport-Partner des CUBE tritt NTC auf. Nur die CUBE-Gäste dürfen

kostenlos Funsportgeräte lernen und ausleihen, der Bonus erstreckt

sich allerdings nicht auf den Ski-Verleih! Die Vielfalt des Angebotes

von mindestens 9 Trendsportarten hält für jeden das Richtige

bereit. Die Funsportgeräte können beliebig oft gewechselt werden.

Das Erkunden von Berg und Gelände ist individuell und in

Gruppen möglich. Bevor es in das freie Gelände geht (ist nicht mit

allen Trendsportgeräten erlaubt), gibt es grundsätzlich eine kurze

Einführung sowie einen ersten Testlauf im NTC-Park.

Neben den bereits bekannten Geräten wie Ski Fox, Snowbike, Airboard,

Sled, Zipfelbob, Snow Shoeing und Snow Tubing wurde für

diesen Winter das Sportangebot um das Schweizer Bikeboard, einer

Mischung aus Snowboard und Bike, sowie um den Hammerhead erweitert.

Dieser Wintersport Hochleistungs-Schlitten aus Aluminium,

der auch als „Ferrari der Freizeitschlitten” bezeichnet wird, eignet

sich bestens für Schlittenhänge und ist robust genug, um auf Skipisten

eingesetzt zu werden. Am Bauch liegend und nur wenige Zentimeter

über dem Schnee saust man den Hang hininter. So einfach

wie Schlittenfahren, jedoch viel actionreicher lässt sich dieses Gerät

bewegen. Dank seines geringen Gewichtes lässt sich der Hammerhead

problemlos auf den Förderbändern im NTC-Park hochtransportieren.

Das Bikeboard ist nicht nur ein Funsportgerät, sondern gleich deren

4! Denn der Basisrahmen kann in nur wenigen Minuten auf Sommer-,

Winter-, Wasser- oder Land-Betrieb umgebaut werden. Die

Kernbewegungen sind in allen Betriebsvarianten die gleichen. Im

NTC kommt vor allem die Snow-Variante zum Einsatz. Sie erlaubt

Carven auf engsten Radien, Kurz- und Parallelschwingen, Fahren in

Boardercross-Pisten, Snowparks oder auch Halfpipes sowie geniales

Tiefschnee-Vergnügen. Eine Bindung und Schnallenschuhe sind

nicht nötig.

Sommergeschäft noch mehr ankurbeln

Für das Sommer-Sportprogramm im NTC ist auch die Bikeboard-

Variante Offroad für Downhill-Fahrten vorgesehen. CUBE will das

Sommergeschäft überhaupt verstärkt ankurbeln, das – im Gegensatz

zum Winter – den Erwartungen noch nicht entspricht. Es wird daher

ein eigenes Bike-Konzept geben, entwickelt von einem Ex-Bikeprofi,

mit Testbikes via NTC, einer Expo-Area der Anbieter, Workshops im

Haus und spezielle Themenwochen. Weiterhin angeboten werden

Mountain Roller und Stainley Rider sowie das Felsenlabyrinth – eine

MAGAZIN

NON SKIERS

1/2007 MOUNTAINMANAGER

23


MAGAZIN

NON SKIERS

Zur Saison 06/07

wurde das Bikeboard,

eine Mischung aus

Bike und Snowboards,

neu in die Trendsport-

Palette des NTC aufgenommen.

Foto: bikeboard AG

Bikeboard-

Detailaufnahme: Der

leichte Alu-Rahmen

hat einen faltbaren

Vorbau, höhenverstellbaren

Lenker und zwei

spezielle Snowboards.

Foto: bikeboard AG

MOUNTAINMANAGER 1/2007

24

Kletterlandschaft am Berg mit einem

Flying Fox (Seilfahrgerät), dessen

Länge von 280 m auf 1600 m

ausgedehnt wird.

Jetzt aber noch einmal

zurück zum Schnee.

Die Funsportgeräte

Snowtube,

Snowbike, Skifox

und Airboardha-

ben

sich bereits

einen Stammplatz

in der NTC-Angebotspalette

erobert. Wobei letzteres – ein Hightech

Luftkissen aus der Schweiz

(Zug), das MM u. a. in Ausgabe

1/2006 näher vorgestellt hat – erst

seit 3 Jahren international Bekanntheit

erlangt und vor allem in den

USA, Japan, Kanada und Frankreich

stark vertreten ist. In Deutschland

gilt vor allem die Blomberg-Bahn in

Bad Tölz als Airboard-Vorreiter bzw.

auch die Zugspitze und erlaubt gemischten

Betrieb auf der Piste,

während in der Schweiz viele extra

Airboard-Pisten angelegt wurden.

Der Transport ist mit Schlepplift genauso

unproblematisch wie auf

Sessellift. Als neuen Trend beob-

Skifox, die Sitzrodel mit Haltegriffen

und Kurzcarvern, macht jedem auch

ohne bisherige Schneeerfahrung Spaß.

achtet Daniel Rossmann, Importeur

für D, A und Südtirol mit der

Münchner Firma Via Sports GmbH

die Kombination aus Schneeschuhwandern

und anschließendem

Abfahren auf dem als kleinen,

2,5 kg leichten Rucksack umgeschnallten

und spontan aufgeblasenen

Airboard. Wobei auch Tiefschnee

kein Hindernis ist, selbst

Sprünge sind dank dem Luftkissen

optimal abgefedert. Insofern ist

damit zu rechnen, dass dieses

Sportgerät (es ist nämlich kein

Spielzeug, wie Rossmann betont!)

bald schon seinen Einzug in die

Halfpipes halten wird. „Wenn es

professionell gezeigt wird, steht einer

großen Zukunft des Airboards

in den Skigebieten nichts entgegen”,

ist Rossmann überzeugt.

Voraussetzung ist allerdings eine

zwei- bis dreistündige Ausbildung,

wie bei allen anderen Trendsportgeräten

auch, und das richtige

Outfit: Skianzug aber keine Skischuhe

(wegen der sonst ungünstigen

Gewichtsverteilung), sondern

Softboots, und Helm. Innerhalb

kürzester Zeit stellt sich auf

dem Bauch liegend das herrliche

Gefühl des Schwebens über dem

Schnee und des Fliegens um die

Kurve ein!

Ideal für DINKS

Diesen schnellen Spaß verspricht

auch das Snowbike, wenngleich in

Form des Schwingens auf kraftsparendem

und Gelenke schonendem

Sitzski. Dieses Tool ist ideal für

DINKS (double income, no kids) in

mittlerer Einkommensklasse, die

Zielgruppe der CUBE-Hotels. Hier

sind auch am häufigsten die Trendsetter

und Individualisten mit neuartigem

Zugang zum Berg anzutreffen.

„Viele Destinationen reagieren bereits

auf unser Konzept”, verrät

Elisabeth Scheiring von der CUBE-

Unternehmenskommunikation.

Unter den zahlreichen Interessenten

stehen derzeit 4 Neueröffnungen

für 2007 an: in Biberwier-Lermoos

(A), Annaberg (A), in der

Sierra Nevada (SP) und in Chamonix

(F). Im Vorjahr ging das erste

Schweizer CUBE in Savognin in Betrieb.

Alle neuen CUBES bestehen

aus nur noch einem Würfel statt

deren zwei und verzichten auf Etagenduschen

und 8-Bett-Zimmer.

Wenngleich die Zimmer „nur zum

Schlafen da sind” und die Gemeinschaftsräume

das spezielle Flair ausmachen,

so darf es doch nicht zu

spartanisch abgehen, wie die Erfahrungen

aus dem Prototyp in Nassfeld

gezeigt haben. mak


MAGAZIN

NON SKIERS

Schneeschuhlaufen boomt –

Fortsetzung von Nordic Walking

Schneeschuhlaufen ist die derzeit

am schnellsten wachsende Outdoor-

Sportart, die international bereits

gewaltige Dimensionen erreicht hat.

Viele Naturliebhaber haben den

Schneeschuh für das Outdoor-

Erlebnis und Wintertraining durch

tiefen Schnee und unberührte Natur

entdeckt. Die Atlas Snowshoe Company,

eine Tochter der US-Skifirma

K2 Sports, trug mit ihren Weiterentwicklungen

wesentlich dazu bei. Im

März 2006 fand sogar die 1. Weltmeisterschaft

in Ramsau/ Dachstein

(A) mit 7,8 km Länge und 460 m Höhendifferenz

quer über den Gletscher statt. Die neue

Aussichtsplattform „Skywalk” an der Bergstation

der Hunerkogel-Seilbahn bot dem Publikum

einen idealen Logenplatz!

Schneeschuhwandern kennt kein Alterslimit. Die günstige

Ausrüstung ab Größe 27 und die schnelle Erlernbarkeit bescheren

dem Sport reichlich Zulauf.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

26

Snowshoeing – nicht zu verwechseln mit Winterwandern – ist in den letzten Jahren

ungemein populär geworden. Da keine Vorkenntnisse nötig sind, ist es für Nicht-

Skifahrer eine ideale Möglichkeit, die Bergwelt zu genießen. Fotos: Atlas Snow Shoes

Snowshoeing – nicht zu verwechseln

mit Winterwandern – ist in den

letzten Jahren ungemein populär

geworden. Fast jede Wintersportregion

hat einschlägige Angebote im

Katalog mit geführten Touren und

Leihmaterial. Die günstige Ausrüstung

ab Größe 27 und die schnelle

Erlernbarkeit bescheren dem Sport

reichlich Zulauf. Denn für viele Gäste

ist Schneeschuhwandern eine

schöne Alternative zum Stress an

überfüllten Liften und (latenten)

Leistungsdruck beim Skifahren. Der

sanfte und naturnahe Wintersport

auf breiten „Tretern” ist zudem

sehr gesund. Man kann ihn als Genusssportart

aber auch als Hochleistungssport

betreiben, wobei

schon eine 15 cm hohe Schneedecke

reicht. Spezielle Vorkenntnisse

sind nicht vonnöten, so dass auch

und gerade Nicht-Skifahrer die

Möglichkeit bekommen, gemeinsam

mit Freunden oder Kollegen

den Bergwinter intensiv zu erleben.

Trend zur Langsamkeit

Die Abrollbewegung und die

gleichmäßige Muskelbeanspru-

chung ist mit dem Nordic Walking

vergleichbar. Schneeschuhwandern

mit Teleskopstöcken ist also die ideale

Winter-Fortsetzung dieser populären

Sportart. Wer wie z. B. die

„Europa Wanderhotels” in allen Regionen

der Alpen auf diesen sanften

Wintersport setzt, fährt gut damit.

Deren Vereinigung hat festgestellt:

„Bei den Gästen gibt es einen

Trend zur Langsamkeit!”

Allerdings gilt für die Schneeschuh-

Wanderer natürlich das Gleiche

wie für Tourenskifahrer: wer sich

abseits der Wege im offenen Gelände

bewegt, sollte seine Route

gut geplant haben und dabei vor

allem die Schneebeschaffenheit

und die Lawinengefahr richtig beurteilen

können. In unbekanntes

Gelände sollte man sich besser nur

mit einem staatlich geprüften

Wander- oder Tourenführer samt

LVS-Geräten wagen. Manche Pistenbetreiber

wie z. B. die Bergbahnen

Lenk (CH) bieten auch permanent

eingerichtete Routen, die gut

und vollständig beschildert und

ohne spezielle Führung zugänglich

sind.


Neue Technologien

fördern Verbreitung

Die Atlas Snowshoe Company mit

Sitz in Berkeley, Kalifornien, hat das

Schneeschuhlaufen mit Innovationen

in unser modernes Zeitalter

gebracht. So war beispielsweise die

patentierte und bewährte Spring-

Loaded Bindung 1992 die erste

Neuerung für Schneeschuhe in

mehr als 40 Jahren. Das 1990 gegründete

Unternehmen hält heute

mehr als 15 Patente weltweit. Seit

1996 erhielten Atlas Produkte jedes

Jahr die begehrte Auszeichnung

des American Alpine Institutes ‚Guides

Choice’.

Zur Wintersaison 06/07 wurde der

nächste Schritt bei der Entwicklung

von Schneeschuhen vollzogen: die

neue Technologie von Atlas

Schneeschuhen setzt neue Maßstäbe

für Komfort, Sicherheit und Beweglichkeit

– und das nicht nur bei

Schneeschuhen und Bindungen

sondern auch bei den Accessoires.

Jeder Atlas-Schneeschuh ist nunmehr

mit dem bewährten Spring-

Loaded Suspension System ausgestattet.

Damit wird ein System

zur Aufhängung der Bindung bezeichnet,

die dem Rahmen eine Federung

verleiht. Diese Federung

führt dazu, dass der Fuß – auch bei

Hangquerungen – gerade auf der

Bindungsplatte aufliegt und der

Knöchel nicht Hang abwärts weg

knickt. So kommen auch die Steigeisen

bei jedem Schritt voll zum

Einsatz.

Weitere Vorteile bestehen in der

Dynamik, welche die Aufhängung

im Gegensatz zu frei schwingenden

Achsen mitbringt: der Schneeschuh

kommt bei jedem Schritt

automatisch mit hoch, was besonders

bei längeren Touren sehr

viel Energie spart. Jeder Anwender,

egal ob Anfänger, Alpinist oder

Läufer, profitiert von diesem Sys-

tem, das Effizienz und Komfort maximiert

und eine natürliche Gehund

Laufbewegung voll unterstützt.

Das bedeutet Komfort kombiniert

mit Kontrolle – bisher ohne

Vergleich!

Leichtes Schuhwerk

genügt heutzutage

Außerdem stellte Atlas für die

Saison 2006/07 auf der 13er-Serie

das revolutionäre Bindungssystem

Flex vor. Grundlage dieser Entwicklung

ist die Erkenntnis, dass –

wie bei anderen Sportarten auch –

beim Gehen mit Schneeschuhen

meist das gleiche Schuhwerk getragen

wird und dass besonders bei

anspruchsvollen Touren neuerdings

immer häufiger leichteres

Schuhwerk mit einer dünneren

Sohle bevorzugt wird.

Mit den ShoeJacketz von Atlas

Snowshoes ist das überhaupt kein

Problem: eng anliegende Gamaschen

aus Neopren werden im Zehenbereich

über den Schuh gezogen

und bilden so eine weitere

wasserdichte und wärmespeichernde

Schicht über Fuß und

Knöchel. Die Sohle der ShoeJacketz

ist aus vorgeformtem

Gummi mit Profil und macht so

auch leichte Schuhe Backcountrytauglich.

Dies ermöglicht dem Fuß eine bequeme

Geh- und Abrollbewegung

ebenso, wie die o. a. neue Flex-

Bindung. Ein quer zu verschiebender

Balken wird einmalig an die

Breite der Sohle angepasst und

schnell mit einer Schraube fixiert.

Jedes weitere Ein- und Aussteigen

geht einfach durch hoch- bzw. herunterziehen

eines Hebels. Die

Flex-Bindung hält den Fuß direkt,

die Ferse wird völlig frei – so

frei, dass der Fuß beim Gehen mit

Schneeschuhen eine ganz normale

Abrollbewegung vollziehen kann.

Neue Rahmenform

von Atlas

Die 12er und 13er-Serie sowie der

BC 24-Schneeschuh glänzen mit

der neuen ReactiV-Rahmenform

– das härteste derzeit verfügbare

Chassis, in dem eine ausgezeichnete

Federung steckt. Seine variierende

elliptische Form reagiert aktiv

bei jedem Schritt. Sozusagen das

Formel 1 Modell im Schneeschuhbereich!

Alle Atlas-Schneeschuhe wurden

aufgrund biomechanischer Forschungen

entwickelt und berücksichtigen

die unterschiedliche Ergonomie

und den unterschiedlichen

Gang von Männern und

Frauen bei den Modellen – damit

erlauben sie jedem natürlich zu gehen.

So läuft z. B. jeder Atlas-Elektra-Schneeschuh

nach hinten verjüngt

zu und hat eine schmälere

Nase, um auch Frauen einen natürlichen

Gang zu ermöglichen.

Atlas gruppiert sein Schneeschuhangebot

in drei Bereiche:

? 10er-Serie für Nordic Walker

(VK: 199,90 Euro)

? 13er-Serie für Outdoor-Experten

mit neuester Technologie (VK:

279,90 Euro)

? BC24 für Backcountry-Spezialisten

mit flacher Nase und flachem

Ende, aber etwas breiterem Rahmen

(VK: 199,90 Euro).

MAGAZIN

NON SKIERS

Verschiedene Modelle

von Atlas: (v. l. n. r.)

Damenmodell „Elektra”

aus der 10er-Serie,

„Race” für Rennen

und BC24 für Backcountry(Untenansicht).

„Bei den Gästen gibt

es einen Trend zur

Langsamkeit”, stellten

die „Europa Wanderhotels”

fest, die im

gesamten Alpenraum

Schneeschuhtouren

anbieten.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

27


MAGAZIN

NON SKIERS

Die Zugspitzarena am Puls der

Zeit mit SunKid

Für die Wintersaison 2006/2007 gibt es im

„Langes Resort Lermoos“ zahlreiche Neuigkeiten.

Unter anderem wurde direkt unterhalb

der Grubigalm, auf ca. 1 700 m Meereshöhe,

ein neuer großer NTC Sport Park eingeweiht.

Im Langes Resort

Lermoos steht auch

Snowbiken am

Programm.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

28

Schnell und komfortabel gelangt man mit einem SunKid Zauberteppich ans Ziel.

„Immer in Bewegung und stets am

Puls der Zeit“ verspricht das Konzept

der NTC Parks. Darum können

auch hier, auf ca. 4 000 m 2 , Fun-

Fotos: SunKid

und Trendsportarten wie Skifox,

Snowbike, Snowdeck, Airboard

und Snowtubes ausgeübt werden.

Die für Ski- und Snowboardfahrer

konzipierten Aufstiegsmittel wie

z. B. Skilifte sind jedoch für diese

Trendsportarten nur bedingt geeignete

Transportmittel. Darum entschied

man sich bei „Langes Resorts“

für die seit über 10 Jahren

bewährte, multifunktionelle Logistiklösung,

das SunKid-Zauberteppich-Förderband.

Damit können

neben Fußgängern, Kinderwägen,

Ski- und Snowboardfahrern auch

alle möglichen Trendsportgeräte sicher

transportiert werden.

Schnell und effizient

Gleich drei dieser Alleskönner wurden

im gut besuchten NTC Park installiert,

um die Besucher schnell,


komfortabel und sicher nach oben

zu bringen. Der längste dieser Zauberteppiche

ist 72 m lang, wird mit

einem 11 kW starken Getriebemotor

angetrieben und meistert eine

Steigung von 15 %. Um auch den

optimalen Komfort zu bieten, wurde

bei allen drei Förderbändern

eine Fördergurtbreite von 60 cm

ausgewählt.

„Wir erwarten zu den NTC Blue

Days über 200 Funparkbesucher“

so Patrick Eder, Marketingleiter der

Langes Resorts. Ein Grund mehr

für die Zauberteppiche von Sun-

Kid. Denn jedes der drei mit Gliederkettentechnologieausgestatteten

Förderbänder kann theoretisch

1 440 Skifahrer oder 2 000 Fußgänger

transportieren. Das ergibt

insgesamt eine Kapazität von über

4 300 Skifahrern bzw. 6 000 Fußgängern.

Überlegte Details

Die Langes Resorts haben sich für

die Gliederkettentechnologie entschieden,

da diese die Eigenschaft

hat, sich perfekt an jedes Gelände,

ob konvex oder konkav anzupassen.

Der Antrieb erfolgt über Zahnräder,

wodurch ein Durchrutschen

des Gurtes ausgeschlossen ist. Dies

ermöglicht eine Steigung von bis

zu 25 %!

Infos: www.sunkid.at

MAGAZIN

NON SKIERS

SunKid Förderbänder fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. NTC steht für

Bewegung und Spaß

i

im Schnee.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

29


MAGAZIN

NON SKIERS

Im letzten Winter gab es

in vielen Skigebieten ein bestimmendes

Thema: Sollen Skitourengeher auf

Pisten zukünftig für ihren Sport etwas bezahlen

und wie geht man überhaupt mit diesem neuen

Boomsport vernünftig um? In Tirol konnten

für 06/07 mit Unterstützung der Politik durch

Sportlandesrat Hannes Gschwentner sinnvolle

und vernünftige Lösungen gefunden werden –

während sich in anderen Bundesländern die

Fronten weiter verhärten.

10 Empfehlungen

für Pistentouren

Skipisten stehen in erster Linie den Benützern der Seilbahnen

und der Lifte zur Verfügung. Um Unfälle und

Konflikte zu vermeiden, bitten wir, neben den FIS-Verhaltensregeln

auch folgende Empfehlungen zu beachten:

1.) Warnhinweise sowie lokale Regelungen beachten.

2.) Der Sperre einer Piste oder eines Pistenteils Folge

leisten. Beim Einsatz von Pistengeräten – insbesondere

mit Seilwinden – oder bei Lawinensprengungen,

etc. kann es zu lebensgefährlichen Situationen

kommen. Pisten können daher aus Sicherheitsgründen

für die Dauer der Arbeiten gesperrt

sein.

3.) Nur am Pistenrand und hintereinander aufsteigen.

4.) Die Piste nur an übersichtlichen Stellen und mit

genügend Abstand zueinander queren.

5.) Frisch präparierte Pisten nur im Randbereich befahren.

Über Nacht festgefrorene Spuren können

die Pistenqualität stark beeinträchtigen.

6.) Bis 22:30 Uhr oder einer anderen vom Seilbahnunternehmen

festgelegten Uhrzeit die Pisten verlassen.

7.) Sichtbar machen. Bei Dunkelheit oder schlechter

Sicht Stirnlampe, reflektierende Kleidung etc. verwenden.

8.) Bei besonders für Pistentouren gewidmeten Aufstiegsrouten/Pisten

nur diese benützen.

9.) Hunde nicht auf Pisten mitnehmen.

10.) Ausgewiesene Parkplätze benützen und allfällige

Parkgebühren entrichten.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

30

Lösung für

Pistentouren in Tirol

Radsportprofi Georg Totschnigg und Topalpinist Peter Habeler unterstützen

die „Tiroler Lösung” für Pistentouren. Fotos: Land Tirol

In Tirol zogen alle Beteiligten –

Bergbahnen, Naturfreunde Österreich,

OeAV, Wettkampfskibergsteiger,

ÖSV, Tiroler Skilehrerverband

und Tourismus – konstruktiv an einem

Strang und entwickelten gemeinsam

mit dem Kuratorium für

Alpine Sicherheit die „10 Empfehlungen

für Pistentouren”. Gelbe Infotafeln

im Bereich der Talstationen

und Parkplätze transportieren das

richtige Verhalten auf der Piste,

orange Hinweisschilder entlang der

Piste markieren die Aufstiegsroute.

Topalpinist Peter Habeler und Radprofi

Georg Totschnigg unterstützen

diese „Tiroler Lösung” und appellieren

an die Fairness und das

Verständnis der

Pistentourengeher. Habeler wörtlich:

„Als Pistentourengeher bin ich

auf einer Piste als Gast unterwegs.

Die Bergbahnen betreiben viel Aufwand,

damit die Pisten toll präpariert

sind. Entsprechend fair muß

ich mich verhalten. Und Tour de

France Etappensieger Totschnigg:

„Ich trainiere meine Kondition u. a.

auch bei Pisten. Damit ich mich

und andere nicht gefährde, halte

ich mich selbstverständlich an die

10 Empfehlungen”.

Wettkämpfer haben zweifellos eine

Vorbildfunktion bei der Einhaltung

dieser Empfehlungen. Vor allem in

schneearmen Wintern bleibt vielen

nichts anderes übrig, als auf Pisten

zu gehen und zu trainieren. pd

Die Hinweistafeln entlang der Piste.


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TECHNIK

NEUE BAHNEN

In Mayrhofen im Zillertal hat am

09.12.06 die nagelneue Ahornbahn

ihre Jungfernfahrt im Rahmen

der großen Show „Mystik &

Akrobatik“ angetreten. Die größte

Pendelbahn Österreichs (160

Personen) führt in nur sechseinhalb

Minuten direkt von Mayrhofen

auf das panoramareiche

Ahornplateau. Die neue Talstation

mitten im Ort, nur 200 m von

der Penkenbahn entfernt, garantiert

samt komfortablem Skidepot

und –shop einen idealen Einstieg

in 157 Pistenkilometer.

Mit einer großen

Show „Mystik &

Akrobatik“ wurde die

neue Pendelbahn eingeweiht.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

32

Ahornbahn Mayrhofen –

Österreichs größte Pendelbahn

Das Skigebiet Mayrhofen mit seinen

Skibergen Ahorn und Penken

ist eine Urlaubs-Destination der

Superlative. Anspruchsvoll, abwechslungsreich,

vielfältig und

unterhaltsam: Mayrhofen sorgt für

den perfekten Wintergenuss unter

Gleichgesinnten. Die intakte Natur,

die hervorragende Infrastruktur

und die große Vielfalt beförderten

das Skigebiet Mayrhofen bei diver-

Österreichs größte Pendelbahn, die Ahornbahn in Mayrhofen, absolvierte am 8. Dezember ihre

Jungfernfahrt. Fotos: BB Mayrhofen

sen Bewertungen zum besten Skigebiet

der Alpen. Mit der neuen

Pendelbahn hat man nun eine

noch höhere Dimension erklommen:

dank 1 200 P/h Förderleistung

können nun am ehemaligen

Nadelöhr Ahornbahn (Baujahr

1968, Förderleistung 350 P/h, dezentrale

Zufahrt) „Einsteiger“, Familien,

Cruiser und Pulver-Freaks

ohne Wartezeiten in top-modernen

„Großraum-Gondeln (160 + 1) auf

2 500 m schweben. Die von Carvatech

hergestellten 5 t schweren Kabinen

weisen 40 m 2 Grundfläche

und 2,2 m Innenhöhe auf.

Zur Superlative wuchs sich auch

der Seilzug aus: mit insgesamt 140

Tonnen Eigengewicht der Fatzer-

Seile (Zugseil ø 47 mm, 27.6 t,

3 200 m, Gegenseil 10.2 t, Tragseile

ø 70 mm, 97.4 t, 3430 m) und

einer horizontalen Seilspannkraft

von 600 NdB handelte es sich um

den größten Seilzug Europas.

Beschneiung

parallel optimiert

Parallel zum Bahnbau wurde auch

die Beschneiung optimiert: das gesamte

Ahorngebiet ist schneesicher

bis ins Frühjahr, darunter die beliebte

5,5 km lange, fordernde Talabfahrt

direkt in den Ort Mayrhofen

oder die berühmte Harakiri-Abfahrt

– Österreichs steilster Skipiste mit

78 % Gefälle. Die Boarder und Freeskier

haben ihr Revier im Burton Park

– dem besten Funpark der Alpen.


Die „White Lounge“ komplett aus Schnee und mit Schneekunstausstellung ist die

neue eiskalte Gastro-Sensation auf dem Ahorn.

Ein neuer „Hot Spot“ am sonnigen

Ahornplateau wird übrigens die

neue „White Lounge“ werden: Die

Iglubar komplett aus Schnee wird

mit einer Schneekunstausstellung

und bequemen Sitzgelegenheiten

im Innenraum sowie Liegestühlen

und Schneebar im Freien zum Sonne

tanken bei gediegener Lounge-

musik zum etwas anderen „Zillout“

laden. Doch nicht nur nach

dem Pistenzauber schwingt man

bei der White Lounge ab. Winterwanderer

biegen vom direkt vorbei

führenden Panoramawanderweg

zum „Boxenstopp“ der etwas anderen

Art ein. Wöchentliche Abendveranstaltungen

samt Nachtgon-

IHR PARTNER IM SCHNEE.

Höhenunterschied: 1 300 m

Schräge Länge: 3 045 m

Geschwindigkeit: 10 m/s

delfahrt, Fackelwanderungen, Iglu-

Events und die Möglichkeit für Incentives

sorgen außerdem regelmäßig

für Partystimmung. Die

neue Ahornbahn sorgt bei Tag und

Nacht für den „Lift“ zur neuen

White Lounge.

In einem zweiten Ausbauschritt

wird die alte Bergstation zu einer

Attraktion unfunktioniert. Insgesamt

fließen rund 18 Mio. Euro in

das Projekt am Ahorn.

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Technische Daten

Förderleistung: 1 200 Pers/h

Fahrzeit: 6,33 min

Stützen: 2

Kabinen: 2 x 160 + 1, Größe 9 x 4,6 m

Seile:

- Zugseil: ø 47mm, 27,6 t, 3.200 m

- Tragseile: ø 70 mm, 97,4 t, 3430 m

Seilbahnbauer: Doppelmayr

Elektrotechnik: Doppelmayr

Kabinen:: Carvatech

Seillieferant: Fatzer

Skilifte, Snowboardlifte, SunKid - Förderbänder, Karussells,

Snow -Tubing, Einstiegsförderbänder, Skischulzubehör Kinderparks, …

1/2007 MOUNTAINMANAGER

33


TECHNIK

NEUE BAHNEN

DOPPELMAYR/GARAVENTA:

Technische Innovation und Design

am Arlberg

Anfang Dezember ging in St. Anton am Arlberg die neue Galzigbahn von

DOPPELMAYR in Betrieb. Mit ihrer außergewöhnlichen Technik und Architektur

hatte sie schon im Vorfeld für viel Aufsehen gesorgt.

Antriebseinheit

in

der Bergstation.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

34

Die Talstation der Galzigbahn. Fotos: dwl

Die Vorplanungen für die neue Galzigbahn

wurden bereits im Sommer

2004 in Angriff genommen.

Danach folgten die Entscheidung

für das Funitelsystem sowie eine intensive

Phase der Ideenfindung,

wie man mit diesem System nicht

nur alle Anforderungen erfüllen,

sondern darüber hinaus Akzente

setzen könnte. Das Konzept, das

vom renommierten Seilbahnbauer

DOPPELMAYR gemeinsam mit der

Arlberger Bergbahnen AG entwickelt

wurde, spricht für sich – stellte

aber bei der Umsetzung auch hohe

Anforderungen an alle 41 ausführenden

Firmen.

Nach dem Abschluss der Bauverhandlungen

Ende März fuhren am

1. Mai 2006 die letzten Gäste mit

der alten Pendelbahn auf den Galzig.

Am nächsten Tag wurde mit

der Demontage und dem Abriss

von Berg- und Talstation begonnen.

Trotz der nicht immer einfa-


chen Wetterverhältnisse gingen die

Maßnahmen zügig voran, sodass

man Mitte Mai mit dem Aushub

und den Fundamenten sowie Ende

Juli mit der Montage der „Riesenräder“

beginnen konnte. Darauf folgten

die Konstruktion der Stahlhallen,

die Elektromontage, Seilzug

und Spleißarbeiten sowie im Oktober

die ersten Fahrversuche. Mitte

November erfolgte die technische

Abnahme, die Betriebsbewilligung

wurde am 28. November erteilt.

Pünktlich zu Saisonbeginn 2006/07

stand damit die neue Galzigbahn

zur Verfügung, deren Inbetriebnahme

am 9. Dezember mit einem

fulminanten Fest gefeiert wurde. So

wurde der Schlüssel zur Bahn eingeflogen,

Artisten zeigten ihre

außergewöhnliche Akrobatik an

der Stahlkonstruktion der Talstation.

Eine Feuershow und ein musikalisches

Rahmenprogramm rundeten

die Darbietungen ab.

Modernes Funitel-System

Ausschlaggebend für den Bau einer

Funitel, war die hohe Windstabilität

dieses Systems. Die vorherige Pendelbahn

hatte nämlich bei entsprechenden

Windverhältnissen bei der

Einfahrt in die Bergstation oft Geduld

von den Fahrgästen abverlangt.

Das System „Funitel“ funktioniert

mit Hilfe einer doppelt gelegten

Seilschleife, wobei ein endloses Seil

vier Seilstränge ermöglicht. Zwei

parallele Seile führen auf den Berg,

zwei ebenfalls parallele Seile Richtung

Tal. Der Antrieb, für den Siemens

verantwortlich zeichnet, wurde

bei der Galzigbahn am Berg positioniert.

Zum Einsatz kommen dabei

eine vertikale Seilscheibe mit einem

Durchmesser von 5,2 m sowie

2 Blockgetriebe mit 2 x 2 in Tandemversion

aneinander gereihten

Gleichstrommotoren mit je 500 kW

Antriebsleistung. Versorgt werden

diese über vier 1 600-Ampere-

Stromrichter. Durch die gewählte

Positionierung des Antriebs werden

Service und Wartung erleichtert,

die einzelnen Komponenten sind

gut zugänglich.

Natürlich spielte auch der Komfort

der Gäste eine wesentliche Rolle

bei der Entscheidung für das Funitel-System.

So entsprachen die

zweistöckige Talstation und die Benutzung

einer Treppe, um die Bahn

zu erreichen, nicht mehr den Vorstellungen

der Verantwortlichen.

Auch eine Rolltreppe konnte die

Arlberger Bergbahnen AG nicht

wirklich überzeugen. Die Lösung

des Problems und damit das technische

Gustostück der Bahn war

schließlich die Idee der DOPPEL-

MAYR-Techniker zu einer Riesenradkonstruktion,

die eine Paternosterfunktion

übernimmt. Mit Hilfe

der insgesamt 4 Räder, die jeweils

einen Durchmesser von 9,3 m haben,

werden die Kabinen vom

ebenerdigen Zustiegsbereich ruhig

und ruckfrei an das Seil übergeben

bzw. in der Gegenbewegung wieder

zur Ausstiegsebene verbracht.

Für diese Riesenradkonstruktion

wurden rund 100 t Stahl verarbeitet.

Der Transport der Kabinen im

Stationsbereich erfolgt über Reifenförderer

auf Hängebahnschienen.

Pro Kabine kommen 4 Stück

DT108FC-Klemmen von DOPPEL-

MAYR zum Einsatz. Dabei handelt

es sich um eine Standardklemme,

wie sie bei allen kuppelbaren Einseilumlaufbahnen

mit mehr als 6

Personen Transportkapazität pro

Fahrzeug verwendet wird. Grundsätzlich

wurde bei der Entwicklung

des „Riesenrades“ besonderes Augenmerk

auf den Einsatz von Standardbauteilen

gelegt. Auf diese

Weise waren keine Zertifizierungen

notwendig, Ersatzteile können im

Bedarfsfall schnellstmöglich zur

Verfügung gestellt werden.

Abgespannt wird in der Talstation,

allerdings nicht hydraulisch, sondern

mit Hilfe eines Spanngewichts

(max. Tiefe Spannschacht:

11,55 m).

Die Steuerung der Kabinenbahn

und der Riesenräder erfolgt mit einer

fehlersicheren, speicherprogrammierbaren

Simatic S7 von Siemens.

Für den Transport der Fahrgäste

setzt man 28 CWA-Kabinen

des Typs ZETA ein, die jeweils 24

Personen (18 sitzend, 6 stehend)

Platz bieten (vgl. dazu MM 8/06 S.

38). Die Garagierung der Kabinen

erfolgt zu 40 % im Tal und zu 60 %

am Berg.

Die Trassenführung, die man zur

Realisierung des Funitel-Systems

gewählt hat, ist annähernd gleich

zur Vorgängerbahn. Auf diese

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Die CWA-Kabine des Typs ZETA bietet 24 Personen Platz.

Technische Daten:

Talstation: 1 319 m

Bergstation: 2 085 m

Höhenunterschied: 766 m

Antrieb: am Berg

Umkehr-Spannstation: im Tal

Seildurchmesser: 52 mm

Gesamtlänge Seil: ca. 10 450 m

(ca. 110 t Gesamtgewicht)

Förderleistung: 2 200 P//h

Max. Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s

Anzahl Fahrbetriebsmittel: 28

Platz/Kabine: 24 P

Fahrzeit: 9,14 min

Antriebsleistung: 4 Motoren mit je 500 kW

Ausführende Firmen/Auszug

Seilbahnbau: DOPPELMAYR

Kabinen: CWA

Elektrotechnik: Siemens

Seil: Teufelberger

Projektleitung, Planung: Ingenieurbüro Brandner

Bauausführende Firmen: Strabag, Fröschl Bau,

AT Thurner

Architektur Talstation: driendl architects

1/2007 MOUNTAINMANAGER

35


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Die Kabine wird ans

Riesenrad übergeben.

Rekordseil

MOUNTAINMANAGER 1/2007

Weise waren keine Baumschlägerungen

nötig. So wurde die neue

Talstation im Vergleich zur Vorgän-

Für die Galzigbahn in St. Anton lieferte der Seilspezialist Teufelberger

das 10 600 m lange und rund 114 t schwere Förderseil. Zum

Einsatz kam ein 6-litziges LO-STRETCH®-Seil in der kompaktierten

SUPERFILL®-Variante mit einem Durchmesser von 52 mm. Auf

Kundenwunsch wurde das Seil ohne Zwischenspleiß gefertigt,

36

gerbahn nur um 2 m verschoben,

die Bergstation um rund 5 bis 6 m.

Auf dem Weg zum Berg überwindet

die Galzigbahn 766 Höhenmeter

und passiert 13 Stützen, für die

insgesamt 400 t Material verarbeitet

werden mussten. Bei 4 Stützen

nahm man Helikopterunterstützung

durch Helog/Heliswiss in

Anspruch. Das längste Spannfeld

zwischen 2 Stützen beträgt 500 m.

In allen Bereichen wurde auf

höchstmögliche Sicherheit geachtet.

Die Projektleitung, örtliche

Bauaufsicht, Tragwerks- und Streckenplanung

sowie Geotechnik

und Sicherheitsanalysen wurden

deshalb dem Ingenieurbüro Brandner

übertragen, das entsprechendes

Know-how zur Verfügung stellte.

Auch das Bergekonzept wurde

bereits im Vorfeld fixiert und Anfang

November erprobt, sodass

auch im Ernstfall nichts dem Zufall

überlassen bleibt.

Architektur und Licht

Die innovative Technik erhält durch

die beeindruckende Architektur der

Talstation einen besonderen Rahmen.

Entworfen wurde sie vom

Tiroler Architekten Georg Driendl,

der sich schon durch einige Aufsehen

erregende Entwürfe einen

Namen gemacht hat.

Die Talstation präsentiert sich als

transparenter und schwungvoller

Baukörper aus Glas, Beton und Betonstahl,

der „von außen zeigt, was

sich innen abspielt“. Damit die innovative

Technik und der Ablauf

der Bewegungen sichtbar werden,

hat man vorher bestehende Büroräume

verlegt. Die gesamte Seilbahntechnik

wurde an den Hallendachbindern

befestigt, um den

Mittelsteher zu vermeiden. Auf diese

Weise hat der Besucher freien

Blick auf die Technik und die umgebende

Landschaft.

Unterstützt wird dieser Eindruck

durch das Beleuchtungskonzept

von Ing. Franz Stark, das im Rahmen

einer Diplomarbeit entwickelt

wurde. Die Licht-Inszenierung

übernimmt die Erkenntnis von Prof.

Christian Bartenbach: „Licht ist

nicht sichtbar, Licht macht sichtbar.“

Dabei wird der Energiebedarf

durch Mehrfachreflexionen auf der

verzinkten Stahlkonstruktion sowie

Brechung und Aufstreuung des

Lichts auf den Glaskanten auf ein

Minimum reduziert. dwl

also in einem Stück verlitzt, verseilt und kompaktiert. Die Montage

vor Ort wurde vom Teufelberger Montageteam durchgeführt.

Für den Transport des Seils nach St. Anton zeichnete die Knoll

Internationale Transporte GmbH aus Grödig verantwortlich, die

sich dabei auch um alle Genehmigungen und die termingerechte

Organisation

für die Auslieferung

kümmerte, bei der

sowohl der Arlbergals

auch der Dalaaser

Tunnel zur Durchfahrt

für den übrigen

Verkehr gesperrt werden

mussten. Auch

das Manövrieren in

St. Anton mit der

120 t schweren Last

verlangte viel Fingerspitzengefühl

und

Millimeterarbeit, bevor

das Seil mit Hilfe

zweier Kräne schließlich

am Bestimmungsort

abgeladen

werden konnte.

Das Teufelberger-Seil der Superlative kommt in St. Anton an. Foto: Teufelberger


PB Chur-Känzeli von Bartholet

Europa-Premiere für Schweizer

Hochtechnologie

Seit 1957 erschließt die Pendelbahn Chur-Känzeli das

Naherholungs- und Skigebiet auf dem Hochplateau Brambüesch

unter dem Churer Hausberg Dreibündenstein. Nach

einer schwierigen Planungsphase ersetzten die Bergbahnen

Chur-Dreibündenstein jetzt in nur sechs Monaten Bauzeit

die alte Bahn für rund 6,5 Millionen Franken durch eine

moderne Pendelbahn des Schweizer Herstellers Bartholet

Maschinenbau. Die 600-P/h-Anlage erfüllt die neuesten

CE-Standards und weist diverse technische Premieren auf.

Die Pendelbahn Chur-Känzeli ist eine der ganz wenigen Skigebiets-Zubringerbahnen

mit echter City-Lage.

Insgesamt 16 Kilometer Pisten sowie

einen knapp 6 000 Meter langen

Schlittelweg bietet das Skigebiet

Brambüesch am Fuße des

2 160 Meter hohen Dreibündenstein.

Erschlossen werden die insgesamt

vier Sessel- und Skilifte auf

dem Hochplateau direkt aus der

Churer City per Pendel- und angeschlossener

Gondelbahn über die

Mittelstation Känzeli auf 1 188 Metern.

Auf der Trasse Känzeli-Brambüesch

installierte der Flumser Seilbahnbauer

Bartholet Maschinen-

bau bereits 1998 eine rundum erneuerte

4er-Gondelbahn (zuvor

Flims) mit 500 P/h. Dem weiteren

Ausbau des Brambüesch-Gebiets

stand jedoch bislang die geringe

Förderleistung des Pendelbahn-Zubringers

Chur-Känzeli mit gerade

einmal 300 P/h entgegen. Bei zuletzt

rund 90 000 Beförderungen

pro Jahr – davon 80 Prozent im

Winter – erwies sich die knapp fünfzigjährige

Bahn als Nadelöhr, das

die Attraktivität der Churer Hauspisten

stark beeinträchtigte.

Nachdem sich das Churer Wahlvolk

2002 mit einer Initiative „Pro

Brambüeschbahn“ gegen die abschlägige

Empfehlung des Gemeinderates

durchgesetzt hatte,

begann die Projektierung für die Ersatzanlage.

Die ursprünglich geplante

und 2004 eingereichte

Weiterführung der Gondelbahn als

4er-EUB-Lösung scheiterte jedoch

am Einspruch von Anliegern. Als Alternative

unterbreitete Bartholet

auf Wunsch der Gesellschaft ein

Pendelbahn-Projekt, das mit nur einem

Großmasten statt zwölf Stützen

und wesentlich höherer Seilführung

die Ansprüche der Anlieger

befriedigte. Im Oktober 2005

erfolgten die Baueingaben in Zusammenarbeit

mit dem Architekturbüro

Domenig & Domenig in

Chur, bereits Anfang Juni 2006 war

Baubeginn.

Neue Technik nach

neuesten Normen

Trotz der kurzen Planungsphase

schrieben die Bartholet-Ingenieure

nicht nur für die eigenen Annalen

Technikgeschichte. So ist die Bahn

die erste eidgenössisch konzessionierte

Pendelbahn in über 40 Jahren

Bartholet Seilbahnbau. Erstmals

überhaupt wurden beim Bau einer

Pendelbahn die neuen CEN-Standards

angewandt – selbstbewusst

bezeichnen die Churer ihre neue

Anlage denn auch als „modernste

Pendelbahn Europas“. Umgesetzt

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Mit 12,40 m erreichen

die Fahrbahnen über

der einzigen Stütze die

breiteste Spur.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

37


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Lieferanten

Seilbahntechnik: Bartholet Maschinenbau AG

Fahrbetriebsmittel: Gangloff AG

Seile: Fatzer AG

Steuerung/Elektronik: Sisag AG

Planung: Domenig und Domenig, Chur

Tragseil mit Durchblick

MOUNTAINMANAGER 1/2007

38

Die 45-Personen-Kabinen

von Gangloff

mit modernen weit

herunter gezogenen

Fensterflächen. Auch

das massiv anmutende

Gehänge aus

leichtem Aluminium

stammt von den

Berner Carrossiers.

Im schmalen Talbahnhof

erfolgen

Ein- und Ausstieg

über Schiebeperrons.

wurden die neuen Europa-Vorschriften

laut Bartholet-Geschäftsführer

Thomas Spiegelberg in guter

und enger Zusammenarbeit mit

dem Berner BAV.

Die neue Bahn verkehrt auf der nur

geringfügig veränderten Trasse der

alten Anlage und nutzt aus Platz-

und Kostengründen weitgehend

die Substanz der bestehenden Stationsbauten.

Im Tal blieb der flache

Zugangstrakt mit altem und neuem

Kommandoraum erhalten, lediglich

das Bahngebäude über

dem bestehenden Spannschacht

wurde in Sichtbeton neu errichtet.

„Gefahren“ wird die neue Pendelbahn Chur-Känzeli im unbegleiteten Betrieb aus

den Perronplattformen der Stationen. Während die Kommunikation mit beiden

Kabinen induktiv über die Zugseile verläuft, wählte man für die Übertragung aller

sicherheitsrelevanten Daten sowie der Video- und Telefon-Signale einen neuen innovativen

Weg. Statt erdverlegter oder zusätzlicher Leitungen im Lichtraum der

Trasse kam erstmals bei einer eidgenössisch konzessionierten Luftseilbahn das

neue glasfaserintegrierte Integra-Tragseil von Fatzer zum Einsatz.

Dabei handelt es sich um ein vollverschlossenes Tragseil, in das in Chromstahladern

verarbeitete Lichtwellenleiter (LWL) verseilt sind. Die sichere Endverbindung

der Integra-Tragseile wird in Kaltvergusstechnik

erstellt, wobei die LWL-Stränge durch die soge-

Das Integra-Tragseil von Fatzer im Schnitt. Die Glasfaser-

Lichtwellenleiter werden von Chromstahladern geschützt.

Das Fatzer-Integra-Tragseil mit der sogenannten Haubenmuffe (rechts). Die spezielle

Kaltvergusstechnologie erlaubt die sichere Verankerung des Seiles, wobei die im Seil

liegenden LWL-Stränge zum Verteiler durchgeführt werden.


Aufgrund eines nah angrenzenden historischen

Gebäudes fiel der neue Bahnhof jedoch fast ebenso

schmal aus wie der alte Bau: nur 2,40 m misst

die Spur, der Ein- und Ausstieg zu den 45-Personen-Streamline

II-Kabinen von Gangloff erfolgt

wechselseitig über einen Schiebeperron. Auf der

Strecke verbreitert sich die Spur auf maximale

12,40 m über der Stütze, am Berg fahren die Kabinen

mit 7,50 m Spurweite konventionell auf separate

Perrons ein. Die Bergstation Känzeli wurde

unmittelbar an den bestehenden Bau der Gondelbahn

angegliedert. Bei der Fundamentierung berücksichtigten

die Planer eine mögliche spätere

Aufstockung des Baus mit einem Bergrestaurant.

Am Berg sitzt der komplette Antrieb mit 300 kW-

ABB-Motor und 75 kW-Notdiesel, sowie die Windenbahn

mit 15 + 1-Korb zur Bergung auf der

gesamten Streckenlänge. Der fangbremslose Betrieb

erforderte neben einer entsprechenden Di-

Technische Daten

Luftseilbahn Chur–Känzeli

Talstation: 594 m

Bergstation: 1 188 m

Antriebseinrichtung: Berg

Spanneinrichtung Zugseil: Tal

Höhenunterschied: 594 m

Schräge Länge: 1 098 m

Fahrgeschwindigkeit: 10,0 m/s

Fahrbetriebsmittel (Pers.): 2 (45)

Max. Förderleistung: 600 P/h

Antriebsleistung: 300 kW

Durchmesser Tragseil: 34 mm

Durchmesser Zugseil: 30 mm

nannte Haubenmuffe zum Integra-Anschlusskasten

geführt werden. Der Vorteil des Integra-

Tragseilsystems liegt neben dem unproblematischen

Einsatz – die Tragseile werden komplett

mit verdrahteten Anschlusskästen montiert – vor

allem im Wegfall sensibler Boden- oder Luftleitungen.

Im Tragseil halten die Lichtwellenleiter

selbst größten Schnee- oder Windlasten stand

und auch mechanische Beschädigungen, wie sie

durch herabfallende Äste oder bei Erdleitungen

durch Geländerutsche passieren, sind kein Thema

mehr.

Das Integra-Tragseilsystem wurde bereits bei

mehreren schweizerischen Konkordats-Seilbahnen

eingesetzt und entspricht allen Anforderungen

der Seilbahnrichtlinie. In diesem Jahr werden

die beiden Sektionen der 60-Personen-Pendelbahn

Kasprowy Wierch im polnischen Zakopane

mit Integra-Tragseilen ausgerüstet, 2008

kommt die neue Technologie bei der US-amerikanischen

Pendelbahn Jackson Hole zum Einsatz.

tb

Mehr Platz am Berg: Die neu

errichtete Bergstation beherbergt

den Antrieb und ist als Anbau

an die bestehende Gondelbahn

Känzeli-Brambüesch ausgeführt.

TECHNIK

NEUE BAHNEN

mensionierung der Betriebsbremsen

und des Zugseil-

Durchmessers (30 mm) umfangreicheSicherheitsvorkehrungen

zur Überwachung

des Seileinlaufes bei

Ein- und Ausfahrt, Antrieb

und Umlenkung sowie der

Seillage auf den Stützenrollen. Diverse Seilbruchschalter sowie mehrere elektronische

Kopierwerke kontrollieren den Betrieb und gewährleisten mit ihrer Einbindung

in die Sisag-Seilbahnsteuerung eine sichere mehrstufige Überwachung.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

39


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Doppelmayr: 8EUB Hochbrand

Architektur am Berg

in Großarl

Das Großarltal hat in den letzten Jahren einen enormen touristischen

Aufschwung erfahren und zählt mittlerweile zu den ganz großen Tourismuszentren

im Salzburger Land. Motor dafür waren die Bergbahnen mit

gezielten Investitionen in Topqualität. Jüngstes Beispiel ist die 8 EUB

Hochbrand, deren Generalplanung vom langjährigen Partner Melzer &

Hopfner Ingenieurgesellschaft durchgeführt wurde.

Großarl braucht keine nationalen und

internationalen Vergleiche mehr zu scheuen.

Seit Beginn der 90er Jahre ist man in

Großarl kontinuierlich bemüht, die Qualität

sowohl im technischen Bereich als

auch in der Hotellerie an internationale

Maßstäbe anzupassen. Als Mitglied der Ski

amadè ist Qualität sowieso eine Verpflichtung,

die neue Hochbrandbahn

– um 7,3

Mio. Euro in 5 Monaten

errichtet – spiegelt

dieses Bestreben eindrucksvoll

wieder. Umsichtige

und vorausschauendeInvestitionen

in Seilbahnen und

Beschneiungsanlagen,

kombiniert mit einem

großzügigen Ausbau

der Pisten, waren die

Impulsgeber für den

Ort. Qualität und Anzahl

der Betten bzw.

der Gastronomie sind

mitgewachsen, das Angebot

kann sich sehen

lassen.

Der letzte Schwachpunkt

im Seilbahnnetz

wurde im Sommer

2006 mit dem Ersatz

der Doppelsesselbahn

Hochbrand durch eine

moderne Kabinenbahn

beseitigt. Somit verfügt

Die neue 8er-Gondelbahn

„Hochbrand” in Grossarl

mit Blick auf den Ort.

Fotos: BB Grossarl

der Ort über zwei unabhängige und komfortmäßig

gleichwertige Zubringeranlagen.

Die neue Bahn verbindet den Ortsteil

Unterberg mit dem Mittelstationsbereich

und bietet somit doppelte Sicherheit.

Die Anlage erschließt sehr schöne Abfahrten

und ist somit auch für den Wiederholer

interessant.


Klare Konzeption,

ebener Einstieg

Das technische Konzept sieht eine moderne

und leistungsfähige 8er Kabinenbahn

mit ebenem Einstieg und Stehhöhe in den

Kabinen vor. Der Antrieb ist unterflur am

Berg vorgesehen, im Tal wird hydraulisch

abgespannt.

Der Bahnhof für die Kabinen befindet sich

ebenfalls am Berg. Die Einseilumlaufbahn

wurde von Doppelmayr, Siemens, Teufelberger

und Carvatech geliefert bzw. montiert.

Die Generalplaner Melzer & Hopfner haben

besonderes Augenmerk auf eine zeitgemäße

und dennoch kostengünstige Architektur

gelegt. Hier ist den Planern ein

besonderer Wurf gelungen. Die Konzeption

besticht durch ihre Klarheit, die Verbindung

mit natürlichen Materialien verleiht

der Talstation ein besonderes Flair. Beeindruckend

ist die Transparenz und Leichtigkeit

der Konstruktion. Das Seilbahngeschoss

wird durch zwei mächtige Eckpfeiler

getragen, welche durch ihre Kupferbeplankung

elegant und zugleich dynamisch wirken.

Die großzügigen, raumhohen Vergla-

Die Talstation mit

zeitgemäßer und

dennoch kostengünstigerArchitektur

liegt auf 893 m

Höhe.

sungen ermöglichen dem Gast einen

atemberaubenden Blick auf Großarl. Im

UG wurde eine Tiefgarage für ca. 35 PKW,

kombiniert mit einem Skidepot, platziert,

die aufgrund der unmittelbaren Ortsnähe

besonders attraktiv ist.

Das Tal der Almen

Die Bergstation ist technisch und funktionell

gehalten, vermittelt aber aufgrund der ausgewogenen

Farbgebung ein gefälliges Bild.

Die Fahrzeuge sind sehr schön gestaltet

und symbolisieren das „Tal der Almen“.

Besonderer Wert wurde auf die Innenausstattung

der Personalräume gelegt. Sehenswert

ist auch die Busfahrer-Lounge.

Hier ist die Handschrift der Geschäftsführerin

Gertraud Gerzer, Tochter des legendären

Seilbahnpioniers Anton Knapp, unverkennbar.

Die Kollaudierung der Anlage erfolgte am

23. November 2006 durch Frau Mag.

Maca (BMVIT), die feierliche Eröffnung

fand am 17.12.2006 im Beisein zahlreicher

Prominenz statt. Lobende Worte, vor allem

für die Architektur, waren der wohlverdiente

Lohn für alle Beteiligten.

Bergstation ist

technisch und

funktionell

gehalten.

TECHNIK

NEUE BAHNEN

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Vertrauen ist der Grundstein,

auf dem Sicherheit wachsen

kann. Auf welche Werte

vertrauen Sie? Wir tragen

jedes Jahr unzählige Menschen

sicher ans Ziel und geben dort

Halt, wo keiner ist. Aus diesem

Vertrauen haben sich weltweite

Partnerschaften entwickelt,

die uns mit Herausforderungen

wachsen lassen.

Unsere Seile schaffen die

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Sicherheit und unserer

Verantwortung. Jederzeit.

Auch im entscheidenden

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1/2007 MOUNTAINMANAGER

41


TECHNIK

NEUE BAHNEN

2005 konnte der Südtiroler

Seilbahnbauer LEITNER im

spanischen Skiressort Cerler

eine moderne 6er-Sesselbahn

bauen. Weitere Projekte stehen

zur Realisierung an, sodass

Spanien zu einem wichtigen

Handelspartner geworden ist.

Die Bergstation

befindet sich auf

2 314 m Seehöhe.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

42

LEITNER: Spanien zieht nach

Die Pyrenäen sind das größte Skiareal

in Spanien, in dem 14 Alpindestinationen

und 12 Langlaufzentren

Einheimische und Gäste

zum Wintersport laden. Das kleine

Dorf Cerler befindet sich in den

Zentralpyrenäen und hat nur 100

Einwohner. Es gehört zur Gemeinde

Benasque und liegt auf ca. 1 560 m

Blick auf die Talstation der CD6 Rincon del Cielo. Fotos: LEITNER

Seehöhe. Damit ist Cerler das

höchstgelegene Dorf in den aragonischen

Pyrenäen. Die Einwohner

leben hauptsächlich vom Wintertourismus,

sodass auch die gesamte

Infrastruktur auf diesen Bereich

abgestimmt wurde. So hat man in

den letzten Jahren große Anstrengungen

unternommen, um die

vorhandenen Aufstiegsanlagen und

Pisten zu erneuern. Mittlerweile verfügt

man über 9 Schlepplifte sowie

9 Sesselbahnen und Sessellifte. Insgesamt

können damit 21 440 P/h

zum Wintersport gebracht werden,

der sich auf 45 Pisten bzw. 52 Pistenkilometern

abspielt.

Durch die Investitionen der letzten

Jahre hat sich die Region zum drittgrößten

Skigebiet der spanischen

Pyrenäen entwickelt. Da die Pisten

in einer Höhe zwischen 1 500 und

2 630 m liegen, bieten sie optimale

Bedingungen, die mit Hilfe von

Schneianlagen entsprechend optimiert

werden.

LEITNER hat zu dieser Entwicklung

mit dem Bau einer automatisch

kuppelbaren 6er-Sesselbahn „Rincon

del Cielo“ beigetragen. Mit einer

Fahrgeschwindigkeit von 5 m/s

werden 2 400 P/h zur Bergstation

auf 2 314 m Seehöhe befördert.

Die Anlage bietet höchsten Komfort

und Sicherheit und verfügt

über insgesamt 82 Sessel. Antriebsund

Spanneinrichtung wurden im

Tal realisiert.


Expo 2008 Saragossa

Die Expo oder Exposition Universelle

Internationale ist eine internationale

Ausstellung, die sich seit ihrer

ersten Durchführung 1851 als

technische und kunsthandwerkliche

Leistungsschau etablieren

konnte. Vergeben wird die Expo,

die im Durchschnitt zwischen 3

und 6 Monaten dauert, seit 1928

vom Bureau International des Expositions

(BIE) in Paris.

Am 16. Dezember 2004 hat Saragossa

den Zuschlag für die Ausrichtung

2008 erhalten, sodass die

Weltausstellung hier zwischen dem

14. Juni und 14. September über

die Bühne gehen wird. Saragossa

setzte sich damit gegen Triest und

Thessaloniki durch. Das Thema der

Weltausstellung wird lauten: „Wasser

und nachhaltige Entwicklung“.

Erwartet werden zwischen 70 und

90 teilnehmende Nationen.

So wie schon zur Expo 2000 in

Hannover, ist es LEITNER auch für

die Veranstaltung 2008 gelungen,

einen Prestigeauftrag zu erhalten.

Das Südtiroler Seilbahnunternehmen

wird eine 8er-Kabinenbahn

bauen, die als innovatives und zukunftsweisendes

Modell des Personentransports

fungieren soll.

Ausschlaggebend für diesen Auftrag

war der durchschlagende Erfolg

der Kabinenbahn „Skyliner“

bei der Expo in Hannover. Durch

ihren Panoramablick auf das Gelände

und die Pavillons sowie einer Erlebniswelt,

die von Extrembergsteiger

Reinhold Messner in der Mittelstation

gestaltet worden war, entwickelte

sie sich ebenfalls zu einer

Technische Daten

CD6 Rincon del Cielo

Seilbahnbauer: LEITNER

Talstation: 1 821 m

Bergstation: 2 314 m

Höhenunterschied: 493 m

Antriebseinrichtung: Tal

Spanneinrichtung: Berg

Geneigte Länge: 1 734 m

Fahrgeschwindigkeit:

Gesamtanzahl der

5 m/s

Fahrbetriebsmittel:

Max. Förderleistung

82

mit Hauptantrieb:

Antriebsleistung

2 400 P/h

Hauptantrieb: 2 x 400 kW

Förderseildurchmesser: 50 mm

viel besuchten Attraktion, sodass

ihre Bedeutung über den reinen

Personentransport hinausging. So

konnte man fast 9 Mio. Besucher

bzw. Fahrgäste begrüßen.

Auch für 2008 konnte Reinhold

Messner wieder zur Mitarbeit gewonnen

werden. Er wird in Anlehnung

an das Expo-Motto in einer

der Stationen eine Ausstellung gestalten.

Urbanes Transportnetz

Im Frühjahr 2007 wird in Barcelona

eine automatisch kuppelbare 8er-

Kabinenbahn ihren Betrieb aufnehmen,

die in den letzten Monaten

von LEITNER gebaut worden ist. Sie

wird fester Bestandteil des innerstädtischen

Transportnetzes und

dient gemeinsam mit der urbanen

Standseilbahn, die LEITNER 1992

anlässlich der Olympischen Spiele

komplett renoviert hat, als Zubringer

zur Metro von Barcelona.

Die Förderleistung wurde mit

2.400 P/h angesetzt. Zum Einsatz

kommen dabei formschöne Kabinen

von Sigma. Die Strecke ist

750 m lang, wobei ein Höhenunterschied

von 84 m überwunden

wird. Die Fahrgeschwindigkeit beträgt

5 m/s, die Fahrtdauer damit

2, 5 min. L/dwl

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Saragossa ist Gastgeber

für die Expo 2008.

Mittelstation der

LEITNER Expo-Bahn

2000.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

43


TECHNIK

NEUE BAHNEN

6er-Sesselbahn Bühlberg

Garaventa-Zwilling bringt Komfortplus

Mit rund 10 Millionen

Franken Baukosten war die 6er-

Sesselbahn Bühlberg der größte

Posten im Investitionsprogramm

2006/2007 der Lenk Bergbahnen.

Neben dem Ersatz des über

vierzigjährigen Skilifts verlängerten

die Verantwortlichen im Bereich

Bühlberg die Beschneiung

um weitere 3 Kilometer, legten

neue Pistenwege an und ersetzten

auf der gegenüberliegenden

Talseite den Skilift Hasler durch

einen modernen Garaventa-

Schlepper. Insgesamt 20 (!)

Baustellen alleine auf die heurige

Saison summieren die Gesamtinvestitionen im

Simmentall über die letzten zwei Jahre auf

stolze 30 Millionen Franken.

Die Talstation mit

neu erbauter Sesselgaragierung

und Pistenfahrzeug-Depot

im

Untergeschoss. Die

Stationszufahrt kann

dank wegklappbarer

Drehkreuz-Schranken

bequem per Pistengerät

präpariert werden.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

44

Seit seiner Lifterschließung 1961

hat sich der Bühlberg zu einem der

beliebtesten Teilgebiete nicht nur

der Lenk Bergbahnen, sondern

auch der gesamten Skiregion Adelboden-Lenk

entwickelt. Trotz guter

Anbindung an die Adelbodener

Seite (Hahnenmoos) und der Lenker

Metsch sind die insgesamt drei

Die Bergstation der 6er-Sesselbahn Bühlberg in den Lenker Hausfarben. Die Antriebssteuerung sowie der

Verteiler für die Schneierweiterung wurden im bestehenden Liftstationsbau untergebracht.

Bühlberg-Pisten nach wie vor erste

Wahl bei Familien, Senioren, Genuss-Skifahrern

und Einsteigern mit

und ohne Skilehrern. Tagesspitzen

von 15 000 Personen zeugen von

der Attraktivität des Bühlbergs, dessen

Charakter man beim Ausbau

erhalten wollte.

Die Wahl fiel auf die Komfortlösung

einer Sechser-Sesselbahn, die mit

maximal 2 400 P/h Förderleistung

nicht nur die notwendige Kapazität

gewährleistet, sondern mit insgesamt

12 Masten auf der alten Lifttrasse

auch mehr Pistenfläche ohne

Liftquerungen bringt.

Klon mit Eigencharakter

Bei der technischen Umsetzung besann

man sich in Lenk aus wirtschaftlichen

und nicht zuletzt bauzeitrelevanten

Überlegungen auf

die Blaupause im eigenen Hause:

Die neue Bahn wurde als Schwesteranlage

zum 2004 erbauten Garaventa-6er-Sessel

Metschmaad-

Metschstand ausgeführt, ebenso

entschied man sich für die bewährte

Partnerschaft mit Garaventa als Generalunternehmer.

Die weitgehende

Baugleichheit, vom wiederum

gewählten Seiteneinstieg bis hin zur

Ausrüstung mit 83 Haubensesseln

hier wie dort, vereinfacht insbesondere

den Betriebsalltag und erleichtert

die in Eigenregie erledigte Wartung

und Instandsetzung.

Gleichwohl zeigt die neue Anlage

Besonderheiten. Etwa das abschnittsweise

um 3,5 Meter erhöhte

Streckenprofil, das durch die

Trassenführung über Moorflächen

notwendig wurde. Dennoch mussten

für die Masten teilweise überdimensionierte

Fundamente gesetzt

werden und das in der sehr

kurzen Bauzeit von Juni bis Anfang

November. Am Berg fanden die


Steuerungen für Bahnantrieb

und Beschneiung in

der geringfügig erweiterten

Bergstation des alten

Bühlberg-Lifts Platz. Im Tal

entstand nach Plänen des

ansässigen Ingenieurbüros

Steiger ein großzügiger

Garagen- und Werkstattkomplex

für den Pisten-

Fuhrpark im Untergeschoss

und der komplett in

Holz ausgeführten Sesselgaragierung

auf Stationsebene.

Beide Stationen

sind mit Kommandoständen

ausgerüstet, zur Übertragung

der sicherheitsrelevanten

und Kommunikationsdaten

nutzt die Frey-Steuerung separate

LWL-Stränge in der unter anderem

für die Beschneiungserweiterung von den

Lenk Bergbahnen selbst erdverlegten Glasfaserverbindung.

Analog zur Schwesteranlage Metschstand

wählte man an der Talstation Bühlberg

wiederum den baulich aufwändigeren Seiteneinstieg.

Mit nur 0,3 m/sec. Sesselgeschwindigkeit

(Abstand 1,40 m) bleibt im

ca. 5,0 m langen Zustiegsbereich damit

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ausreichend Zeit für einen komfortablen

Einstieg, was sowohl die Sicherheit erhöht

als auch den Füllungsgrad der Sechser-

Hauben steigert. Dank des Seiteneinstiegs,

der Mehrinvestitionen von rund 250 000

Franken bedeutet, entfällt auch die Zugangsregelung.

Sind die an schwenkbaren

Trägern oben aufgehängten Drehkreuze

weggeklappt, kann der gesamte Einstiegsbereich

bequem und schnell per Pistengerät

präpariert werden. tb

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Viel Zeit für Familien, Genießer und Anfänger:

keine Hektik kommt beim Seiteneinstieg im Tal

auf. Und das obwohl die Bühlberg-6-SB als reine

Winter-Beschäftigungsbahn keine Fußgänger befördert.

Fotos: tb

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WINTERSPORT-EXPERTEN

12.-14. APRIL 2007

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Technische Daten:

Talstation: 1 656,6 m

Bergstation: 1 983,9 m

Antriebseinrichtung: Berg

Spanneinrichtung: Tal

Höhenunterschied: 327,3 m

Schräge Länge: 1 707,0 m

Fahrgeschwindigkeit: 5,0 m/s

Fahrbetriebsmittel (Pers.): 83 (6)

Max. Förderleistung: 2 400 P/h

Antriebsleistung: 526 kW

Seildurchmesser: 48 mm

Lieferanten

Seilbahntechnik: Garaventa AG

Seile: Teufelberger

GesmbH

Steuerung/Elektronik: Frey AG

Planer/Bauleitung: Ingenieurbüro

Steiger, Lenk


MARKETING

MANAGEMENT

Willi Leitinger, GF Bergbahn

Lofer GesmbH: Die Branche braucht

große und kleine Unternehmen

Meist sind es die großen Bergbahnunternehmen,

die in den Medien präsent sind.

Dabei haben auch kleinere Unternehmen

eine wichtige Funktion im touristischen

Umfeld, die sie durchaus erfolgreich erfüllen.

Das Beispiel der Loferer Almbahnen

zeigt, wie man sich mit einer exakten

Zielgruppendefinition und dem entsprechenden

Angebot am Markt behauptet.

Willi Leitinger,

Geschäftsführer Bergbahn

Lofer GmbH.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

46

MM-FRAGE: „Seit wann sind

Sie Geschäftsführer der Bergbahn

Lofer GesmbH und was

reizt Sie an dieser Aufgabe?“

Leitinger:

„Ich habe seit 2002 aus der

Touristikbranche kommend

diese abwechslungsreiche

und vielfältige Tätigkeit übernommen.

Der Gestaltungsspielraum,

die komplexe

Thematik eines regionalen

Leitbetriebs, die tägliche Arbeit

mit Gästen, Betrieben,

Institutionen, Grundbesitzern, Mitarbeitern

und Entscheidungsträgern

sind eine tägliche Herausforderung.

Und vor allem, wenn man

danach an den Ergebnissen ablesen

kann, dass sich der Einsatz gelohnt

hat, dann kehrt Zufriedenheit

ein.“

„Unser kleines Unternehmen

steht im

Seilbahnen-Benchmark

im Mittelfeld“

MM-FRAGE: „Geben Sie uns bitte

einen kurzen Überblick über die Entwicklung

des Unternehmens.”

Leitinger:

„In den 60er Jahren war der bescheidene

Start für die ersten Lifte.

Unter Mithilfe der Gemeinden,

SERIE: 45

TVB, Banken und mittlerweile 380

Gesellschaftern aus der Talschaft

wurde die Gesellschaft kontinuierlich

und unter schwierigen Voraussetzungen

weiter entwickelt. Größere

Investitionen waren meistens

nur mit enormen Klimmzügen, Kapitalaufstockungen

und Subventionen

von Gemeinden und Land

denkbar. Mit mittlerweile ca. 2,8

Mio. Nettoumsatz und einem

Cashflow von über 40 % in den

letzten Jahren ist unser kleines

Unternehmen im Seilbahnen–

Benchmark jetzt im Mittelfeld. Die

letzte Investition von 4,5 Mio. Euro

konnte Dank dieser Entwicklung

daher autark ausfinanziert werden.“

MM-FRAGE: „Wie sieht Ihr Angebot

im Winter aus?“

Übersichtsplan der Skiregion Lofer.

Leitinger:

„13 Anlagen, davon 2 Kabinenbahnen,

2 Sesselbahnen und der Rest

Schlepp- und Übungslifte verteilen

sich auf die 46 km Abfahrten im Gebiet.

Die Talstation liegt auf 630 m

direkt im Ortszentrum, die höchste

Bergstation auf 1 700 m. Eine Höhenloipe

und eine 7 km beschneite

Talabfahrt runden das Angebot ab.

Im März gibt es bei uns außerdem

den musikalischen Sonnenskilauf.

Dabei kann man bei den Restaurants

Live-Musik der anwesenden

Musikgruppen hören.“

MM-FRAGE: „Sie haben sich seit einigen

Jahren erfolgreich als Skigebiet

für Familien etabliert, warum haben

Sie sich für dieses Segment entschieden?“


Leitinger:

„Die Topographie des Gebiets ist maßgeschneidert

für Familien, speziell mit kleinen Kindern. Ich sehe für

die kleinen Gebiete die Aufgabe, für den Skinachwuchs

attraktive Angebote zu machen, um sie auf die

Piste zu bringen. Ansonsten bekommen auch die

großen Skigebiete Nachwuchssorgen. Und wir hören

es immer wieder von den Gästen, dass unser Skigebiet

geradezu prädestiniert ist für dieses Segment.“

„Der Fokus Familien hat uns in den

letzten 3 Wintern einen Umsatzzuwachs

von über 30 % gebracht“

MM-FRAGE: „Was macht Sie bei Familien erfolgreich

(Karten, Kinderangebote, Packages)?“

Leitinger:

„Unser Erfolgsprodukt der letzten Jahre ist ein Familienfestpreis bei

Tages- und Mehrtageskarten. Z. B. zahlen Eltern und alle eigenen

Kinder bis 15 Jahre für eine Tageskarte 64 Euro, wenn sie die Familienzusammengehörigkeit

nachweisen.

Ähnlich verhält es sich bei Mehrtageskarten. 3 Übungsgebiete und

maßgeschneiderte Liftanlagen sowie Wochenpackages runden die

Familienangebote ab. Der Focus auf diesen Marketingschwerpunkt

hat uns die letzten 3 Winter einen Umsatzzuwachs von über 30 %

gebracht.“

MM-FRAGE: „Woher kommen Ihre Gäste im Winter, wo und wie bewerben

Sie diesen Markt?“

Leitinger:

„Die Aufenthaltsgäste mit einem Anteil von 60 % kommen aus den

klassischen Märkten Deutschland, Benelux, Inland und den neuen

Ost-Hoffnungsmärkten. Die Tagesgäste, die rund 40 % ausmachen,

kommen aus Südbayern und dem Salzburger Zentralraum. Beworben

werden die Urlaubsgäste vom TVB Salzburger Saalachtal. Wir

kümmern uns mit einer breit angelegten Kampagne mit Schwerpunkt

im Printbereich ebenfalls erfolgreich um die Tagesgäste.“

MM-FRAGE: „Welchen Stellenwert hat der Sommer für Sie, welches

Angebot gibt es?“

Leitinger:

„Der Sommer spielt mit 3 % Umsatzanteil eine untergeordnete Rolle

– wir haben eine Kabinenbahn ins Wandergebiet in Betrieb. Zweifelsohne

ist dieser Bereich ausbaufähig, davor muss aber noch in den

Winter verstärkt investiert werden, um dafür das notwendige Kleingeld

zu haben.“

MM-FRAGE: „Sprechen Sie im Sommer auch Familien an und woher

kommen Ihre Gäste?“

Leitinger:

„Die Sommerbahn geht direkt zum Ausgangspunkt des Erlebniswanderweges

,Auf die Alm’, der vor 3 Jahren angelegt wurde. Er

besteht aus 12 Erlebnisstationen entlang von Wasserfällen und im

schattigen Wald. Auf diese Weise wollen wir unseren Gästen auf

spielerische und interaktive Weise Informationen über die Region

und ihre Natur, also Flora und Fauna vermitteln. Dieser Wanderweg

kommt bei Familien auch sehr gut an.

Was das Einzugsgebiet der Gäste im

Sommer betrifft, entspricht es mit minimalen

Abweichungen dem des Winters.“

MM-FRAGE: „Welchen Herausforderungen

hat sich ein kleineres Skigebiet zu stellen,

wo liegen die Probleme – gibt es Vorteile

gegenüber den großen?“

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1/2007 MOUNTAINMANAGER

47


MARKETING

MANAGEMENT

Bergstation der

6er-Sesselbahn

„Family Express“.

Leitinger:

„Mit den Investitionen halbwegs

Schritt zu halten, ist die größte Herausforderung.

Die Seilbahn, der

Fuhrpark und die Beschneiung kos-

Geschichte der Bergbahn Lofer GesmbH

ten gleich viel oder mehr (Mengenrabatt)

wie bei großen Gesellschaften.

Andererseits wollen oder können

sich viele Skifahrer das große,

moderne Skigebiet nicht leisten.

1960/61 In diesen Jahren wurde durch den damaligen Bürgermeister und späteren

Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Färbinger sowie einigen Loferer Bürgern, die Loferer

Skilift GesmbH gegründet.

1960/61 Als erster Lift wurde der Postalmlift gebaut. Es folgten die Doppelsesselbahn

Loferer Alm-Bahn I sowie der Nachbaralmlift.

1970 wurde die nunmehrige Bergbahn Lofer GesmbH gegründet. Diese Gesellschaft besteht

derzeit aus 384 Gesellschaftern, die überwiegend aus Lofer stammen.

1973 wurde von der Bergbahn Lofer auf der Loferer Alm der Loferer Alm- und Schönbichllift

von der Rotter KG erworben. Beide Lifte wurden umgebaut und

1974 mit dem Schönbichl Ostlift ergänzt.

1975 erfolgte der Bau der Loferer Alm Bahn II (Doppelsesselbahn).

1976 Bau des Grubhörndlliftes.

1982 Umbau der Doppelsesselbahn/Loferer Alm-Bahn I auf eine 4er Kabinenbahn.

1990 Umbau des Schönbichlschleppliftes auf eine 4er Sesselbahn.

1993 Bau Kinderlandlift Tal.

1996 Die Doppelsesselbahn – Loferer Alm-Bahn II wurde durch eine neue moderne 6er Kabinenbahn

ersetzt.

1997 2 neue komfortable Kinderlifte – Sumsi Kinderskilifte, ersetzen den alten Kinderlift auf

der Loferer Alm.

1999 Einbau eines komplett neuen Kartensystems – Hands free.

1999 wurde mit dem Bau einer Abfahrtsbeschneiung begonnen.

2000 2. Teil Abfahrtsbeschneiung.

2000 Neubau Loderbichl Tellerlift (Nachbaralm).

2001 Bau des Speicherteiches.

2001 Wenalift.

2005 6er-Sesselbahn – „Family Express” wird gebaut, sie ersetzt Alm- und Ostlift.

2006 „Family Express” bekommt Wetterschutzhauben und Sitzheizung.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

48

Auch vom Skikönnen her genügt

vielen eine kleinere Einheit. Man

zahlt weniger und verzichtet auf

den letzten Schrei – das ist ein Vorzug

der kleineren Gebiete. Und so

denke ich, hat groß und klein seinen

Platz und jeder erfüllt eine

wichtige Dienstleistung als Leitbetrieb

in den Tourismusorten.“

„Wir sind gut gefahren

mit unserer autonomen

Preispolitik“

MM-FRAGE: „Welche Erwartungen

haben Sie an die Zukunft, streben

Sie Kooperationen an?“

Leitinger:

„Im Blickpunkt stehen der kontinuierliche

Ausbau des Skigebiets, Serviceverbesserung

sowie Investments

in Richtung Beschneiung

und Komfortverbesserung. Mit den

ähnlich strukturierten Skigebieten

Rauris und Werfenweng haben wir

eine gegenseitige Akzeptanz der

Saisonkarten. Wir sind bisher ganz

gut gefahren mit der autonomen

Preispolitik einer kleineren Gesellschaft.

Langfristig ist der Zusammenschluss

mit der Waidringer

Steinplatte sicher eine Option. Vorher

haben wir aber noch sehr viele

Hausaufgaben zu erledigen.“

MM-FRAGE: „Wie geht es Ihnen in

diesem Winter, welche Probleme

wirft er auf?“

Leitinger:

„Dieser Winter zeigt uns die Grenzen

in Richtung Schneesicherheit

auf. Nach den 3 letzten Wintern

mit viel Naturschnee haben wir

im Weihnachtsgeschäft sicherlich

empfindliche Einbußen hinnehmen

müssen. Deshalb ist der Focus

in diesem Jahr auf die höhere

Schlagkraft der Beschneiungsanlagen

ausgerichtet.“

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Bobo Kinderland auf der Loferer Alm.

MM-FRAGE: „Sie haben Ihren modernen

6er-Sessel ,Family-Express’

mit Leasing finanziert. Was war

ausschlaggebend für diese Entscheidung?“

Leitinger:

„Im letzten Winter haben wir diese

moderne Anlage mit Bubbles und

Sitzheizung gebaut, die von den

Gästen natürlich bestens angenommen

wird. Die Entscheidung in

Richtung Leasing wurde durch die

Investitionszuwachsprämie, eine

gute Leasingkondition unseres Finanzierungspartners

sowie die kurze

Laufzeit von 12 Jahren unterstützt.“

MM-FRAGE: „Welche Erfahrungen

haben Sie gemacht?“

Leitinger:

„Gegenüber einer klassischen Kreditfinanzierung

gibt es bilanztechnische

Vorteile (BASEL II), weil der

Eigentümer der Anlage der Leasinggeber

ist. Es erhöht sich in der

Gewinn- und Verlustrechnung der

Betriebsaufwand durch die jährliche

Leasingrate. Dafür mindern

sich aber die Darlehensverpflichtungen.

Im Prinzip muss aber ein

Kredit genauso bedient werden

wie eine Leasingverpflichtung.

Man muss sich jede Investition separat

anschauen – in unserem Fall

hat’s gepasst.“

MM-FRAGE: „Stehen für die nächsten

Jahre größere Investitionen an –

wenn ja, welche?“

Leitinger:

„Der erwähnte Ausbau der vorhandenen

Beschneiung in Richtung

Schlagkraft sowie eine neue Beschneiungsanlage

im Skigebiet haben

Priorität. Es folgt eine größere

Parkplatzerweiterung und der Neubau

unseres Hauptzubringers, der

mittlerweile 30 Jahre alten Kabinenbahn

vom Ortszentrum, steht

mittelfristig an.“ dwl

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1/2007 MOUNTAINMANAGER

49


MARKETING

TFA-FORUM

18. TFA-Forum in Serfaus:

Pole Position im Alpentourismus

Das Highlight am Winterhimmel rückt näher:

Das 18. TFA TourismusForum Alpenregionen

der Grischconsulta vom 26.–28. März 2007 in

Serfaus-Fiss-Ladis (A) geht dem Geheimnis

„Pole Position im Tourismus” auf den Grund

und gibt – getreu dem Motto „von den Besten

lernen“ – Renntraining erster Klasse.

Serfaus wurde als

Veranstaltungsort für

das 18. TFA-Forum

gewählt.

Foto: Grischconsulta

MOUNTAINMANAGER 1/2007

50

„Nur wer heute zu den Besten gehört,

kann langfristig in einem intensiv

umkämpften Markt überleben.

Es ist also wie in der Formel 1:

Das Ziel ist die Pole Position”,

meint TFA-Veranstalter Grischconsulta

aus Chur (CH).

Dem Geheimnis ‚Pole Position im

Tourismus’ geht das diesjährige 18.

TFA auf den Grund. Dank Renntraining

erster Klasse, gegeben von

praxiserprobten Vollblutunternehmern,

begleitet von praktischem

Anschauungsunterricht beim Top-

Performer Serfaus-Fiss-Ladis, wird

dieses TFA zeigen, wie man „aufs

Stockerl fährt”. Erwartet werden

wieder ca. 200–300 teilnehmende

Führungskräfte der Top-Liga, bereit

Feuer zu fangen für neue Ideen.

Staatliche Einmischung

und Klimawandel

Am ersten Forumstag richtet das

TFA den Blick auf den größten

Ferienkanton der Schweiz. Regierungsrat

Hansjörg Trachsel erläutert

im Themenblock „Kraftakt

nach Schweizer Art – Graubünden

im Destinationsfieber“, ob und warum

der Staat das Recht hat, in den

freien Tourismusmarkt einzugreifen.

Hugo Wetzel und Marcel Friberg

stellen mit ihren Destinationen

Engadin St. Moritz und Brigels

Waltensburg Andiast dar, wie die

hoheitliche Strukturreform von den

unmittelbar „Betroffenen” erlebt

wird. Am anschließenden Roundtabel

mit Tirols kritischer Stimme Alfons

Parth und Josef Margreiter

werden last but not least die Karten

auf den Tisch gelegt.

Der Nachmittagsteil des ersten Forumstages

widmet sich dem Klimawandel

und stellt sich die Frage,

wen die abnehmende Schneesicherheit

in die Pole Position bringt

und wen sie ausscheiden lässt. CI-

PRA-Präsident Dr. Dominik Siegrist,

Dr. Reinhard Böhm, Dr. Peter

Schröcksnadel (Präsident des ÖSV)

und weitere Referenten nehmen

Stellung zu den Klima-Kapriolen

und zeigen Wege auf, wie dieser

neuen Herausforderung begegnet

werden kann.

Die Kunst der

Markenführung

und Entrepreneurship

Nach einem sympathischen Start in

den Tag geht’s am zweiten Forumstag

mit der hohen Kunst der Markenführung

weiter. Direkt aus der

Werkstatt der Markenarchitekten

MMag. Markus Webhofer wird aufgezeigt,

wie traditionelle Marken

souverän in die Moderne geführt

werden. Stefan Otz offenbart, wie

die erste Adventure City of Europe,

Interlaken, sich eine neue Marktausrichtung

gibt, indem sie sich

wohl für drei neue USPs, jedoch gegen

ein Zusammenschließen zur

Jungfrau-Region AG ausspricht.

Und Dr. Franz Tschiderer kommt

heraus aus dem Winter-Schmollwinkel

und verdeutlicht die elementare

Rolle von Bergbahnen,

Hotellerie und Tourismusverband

zum Erfolg von Serfaus-Fiss-Ladis.

Im Nachmittagsteil „Das Führungsmodell

von morgen: Entrepreneurship“

erläutern Referenten wie

Bürgermeister Dr. Peter Brandauer,

Mag. Ernst Trummer, Jürg Stucki

und Stephan Baer, dass moderne

Führung ein Schlüsselfaktor zum

Erfolg darstellt. Und wie man es

macht!

Am dritten Forumstag stehen erneut

Outdoor-Touren in Tirols Skidimension

auf dem Programm.

Architektonische Meisterleistungen,

100 % durchgängige Positionierungen,

wie man sich erfolgreich

isst dank „Brainfood”, Dorfbahnwerkstätten

und Skischulen

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MOUNTAINMANAGER 1/2007

52

Großer MQC-Award

für Serfaus-Fiss-Ladis

und Arosa

Die Tiroler Skidimension Serfaus-Fiss-Ladis und Arosa haben sich bereits

vor Jahren zu einem der härtesten Qualitätstests – dem „Mountain-Quality-Check

(MQC)” – verpflichtet. Bei einem Vergleich der via Gästebefragung

gewonnenen Daten mit ca. 70 anderen teilnehmenden Wintersportgebieten

in A, CH, D und I schnitten Serfaus-Fiss-Ladis und Arosa am

besten ab und wurden noch im Dezember 2006 mit dem MQC-Award

ausgezeichnet.

Die Bergbahnen-Geschäftsführer der Tiroler Skidimension Georg Mangott und Alois Geiger erhalten

den MQC-Award von MQC-Profi Mike Partel. V. l. Kurt Kirschner, Hubert Pregenzer, Stefan Mangott,

Georg Mangott, Alois Geiger, Mike Partel, Hubert Pale, Martin Pregenzer und Heinrich Wallner.

QUELLE: Webart – Andreas Kirschner

Auszeichnungen, Qualitätspreise und

Awards sind in Mode gekommen. Die Methoden

zur Erhebung der tatsächlich wahrgenommenen

Qualität sind vielfältig und

unterschiedlich repräsentativ. Bei diesem

Check werden 36 Kernkriterien überprüft.

Anstatt der klassischen Stichproben oder einer

Fachjury wurden über 6 500 Gäste befragt.

10 Mio. verarbeitete Daten, der demographische

Querschnitt und ein Befragungszeitraum

von Weihnachten bis Ostern

beantworten klar und unmissverständlich,

was die Gäste in Serfaus-Fiss-Ladis erleben.

Skipistengröße, Schneesicherheit, Beförderungskomfort

und die Qualität des Es-

sens in den zahlreichen Restaurants auf der

Skipiste wurden ebenso auf Herz und Nieren

überprüft wie z. B. die Hilfsbereitschaft,

das Niveau der Ski- und Snowboardschulen

und der Sportshops.

Mindestdurchschnittswert von 8

Die Ergebnisse wurden mit über 70 Skiregionen

in Österreich, Schweiz, Italien und

Deutschland verglichen. Der „MQC-

Award” wird nicht an die besten in diesem

Ranking vergeben. Stattdessen muss ein

Mindestdurchschnittswert von acht von

zehn möglichen Punkten erreicht werden.

„Ab der Marke 7,5 wird die Luft dünn”, so


Mike Partel, Geschäftsführer von Mountain

Management Consulting. Vor drei Jahren

wurde zum letzten Mal der Award vergeben.

Im Jahr 2006 wurde die magische

Grenze wieder erreicht. Einmal mehr

nimmt Tirols Skidimension Serfaus-Fiss-Ladis

exklusiv mit Arosa in der Schweiz den

„MQC-Award” entgegen. Die Verleihung

fand in Tirols erster Ski-Lounge am

Komperdell statt, wo die geladenen Gäste

das „High End” großartiger Servicequalität

live erleben konnten.

MARKETING

AWARD

Michael Partel (Mountain Management) übergibt Arosa-Direktor Thomas Gurzeler den Award für

höchste Gästezufriedenheit

Motiviert,

die Gäste neu zu überraschen

Der Geschäftsführer der Fisser Bergbahnen,

Alois Geiger, sagte dazu: „Die Werte geben

uns eine gute Basis, um selbstkritisch mit

unseren Mitarbeiter/ innen die Verbesserungsmöglichkeiten

in Angriff zu nehmen.

Diese Auszeichnung macht uns aber auch

ein wenig stolz, was uns alle motiviert, immer

wieder aufs Neue unsere Gäste zu

überraschen.”

„Für unsere Region ist diese Auszeichnung

ein wichtiger Barometer, der uns

die Stärken und Schwächen aufzeigt,

wenn es um den Genussfaktor

geht, den besonders Familien in

ihrem Urlaub bei uns erwarten”, so

der Kommentar von Georg Mangott,

Geschäftsführer der Komperdellbahnen

in Serfaus.

Arosa ist übrigens das erste Schweizer

Skigebiet, das diesen Preis erhält.

Direktor Thomas Gurzeler reichte

das Kompliment an alle Jahres- und

Saisonmitarbeiter weiter. Sie sind

die eigentlichen Gewinner des

Awards, indem sie tagtäglich für

höchste Gästezufriedenheit einstehen.

Das speziell auf die Arosa

Bergbahnen AG zugeschnittene

dreijährige Personalentwicklungsprogramm

leistet seinen Beitrag

dazu. Es geht nun in die dritte und

letzte Phase. pd/mak

Die Trophy vom MQC-Award –

das Synonym für High-End-Quality

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TECHNIK

BESCHNEIUNG

Dr. Karl, Fachverbandsvorsteher Österreichs:

St. Johann/Tirol

schneite bei -0,5° FKT mit Zottl

Die Bergbahnen St. Johann/Tirol

unterstützen die Bemühungen

der Firma Zottl, der Branche mit

einer neuartigen Propellermaschine

das (trockene = < 400 g/l) Schneien

bei 0°C Feuchtkugeltemperatur zu

ermöglichen, indem sie zur Saison

06/07 fünf Stück der jüngsten Generation

ZEK 147C im Testbetrieb

einsetzten. Somit ist das Skigebiet

von Verbandspräsident Dr. Ingo

Karl das erste Österreichs mit dieser

High-Tech-Maschine aus Enzesfeld.

Ob sie die Erwartungen erfüllen

konnte und ob solche Schnei-Aggregate

künftig für die Skigebiete eine

Waffe im Umgang mit einer möglichen

Klima-Erwärmung sein können,

fragte MM-Chefredakteur Dr.

Markus Kalchgruber den Opinion-

Leader der rot-weiß-roten Seilbahnen.

Interviewpartner DI

Dr. Ingo Karl, GF der

Bergbahnen St. Johann

und Österreichs

Fachverbandspräsident,

setzte als erster

Seilbahner der AlpenrepublikZottl-Maschinen

ein. Foto: Studio

MOUNTAINMANAGER 1/2007

54

MM-FRAGE: „Ingo, wie kam

es zu Deiner Entscheidung für

die außergewöhnlichen ZEK-

Maschinen?”

Dr. Karl:

„Ich predige bei diversen Besprechungen

mit den Zulieferern

von Beschneiungsanlagen

aber auch bei Seilbahntagungen

seit 5 Jahren

immer wieder, dass es nicht

angehe, dass diese Firmen

nur verkaufen und verkaufen,

und sich nicht intensiv um

(revolutionierende) Forschung und

Entwicklung kümmern. Ein neues

Gehäuse und niedrigere Aggregate

sind keine echten Innovationen,

diese müssen vielmehr in den Bereichen

Kältetechnologie, Steuerung

und Regelung stattfinden.

Hier hat sich vor allem ein Südtiroler

Hersteller sehr engagiert, aber

sonst ist relativ wenig passiert. Es

gibt ja sicher eine Vielzahl von Zugängen

zur Kältetechnik und hier

sollten die Schneemaschinen-Produzenten

überprüfen, was für unsere

Belange adaptierbar ist. Auf

Die neue ZEK147 C von Zottl beim Schneemachen vor der Kulisse von St. Johann

am 4. 11. 2006. Foto: Zottl

meine Appelle hin ist natürlich jahrelang

nichts geschehen, bis ,zufällig’

ein Quereinsteiger in unsere

Branche, die niederösterreichische

Firma Zottl, einen Schritt in diese

Richtung getan hat. So trifft bei der

Zottl z. B. die Luft schon in der optimalen

Strömung auf das Ventilatorblatt,

der Kompressor ist stärker,

ohne mehr Energie zu verbrauchen

als durchschnittliche Propellermaschinen

und viele weitere Kleinigkeiten.

Das hat mir gefallen und

meine Leute haben nach einem

Test im März 2006 bestätigt, dass

die Zottl geschnien hat, während

aus Propellermaschinen anderer

Marken nur Wasser versprüht wurde.

Hierauf habe ich mich für eine

Zusammenarbeit als Testgebiet zur

Verfügung gestellt – das heißt, wir

bezahlen für den Einsatz der 5 ZEK-

Maschinen, können diese aber

Ende Februar 2007 zurückgeben,

wenn sie unsere Erwartungen bezüglich

Leistungen im Grenztemperaturbereich

nicht erfüllen. Derzeit

(Ende Jänner) geht die Tendenz

dazu, sie zu behalten.”

MM-FRAGE: „Hat die ZEK die in

sie gesetzten Erwartungen erfüllt?”

Dr. Karl:

„Bezüglich der Temperaturen sehr

wohl. Die Maschine arbeitet im

Grenztemperaturbereich tatsächlich

bei -0,5° C Feuchtkugeltemperatur

– das will ja was heißen! Wir

schneien dabei zwar nicht überaus

viel, aber immerhin es funktioniert.

Wieviel Schnee wir genau produziert

haben, kann ich erst nach Abschluss

der Mengenmessungen bekannt

geben. Die Maschine hat natürlich

noch Kinderkrankheiten, die

jetzt vermutlich der Reihe nach beseitigt

werden. Für mich ist sie eine

reinrassige Testmaschine mit vielversprechenden

Zukunftschancen.

Früher als wir in St. Johann hat meines

Wissens nur die (klimatisch begünstigtere)

Reiteralm Schnee produziert.

Wir haben vor allem die

Senken von Wegkanten bei Pistenquerungen

beschnien, die bekanntlich

immer sehr viel Maschinenschnee

brauchen und einen Betreiber

immer sehr aufhalten. Bis

knapp vor Weihnachten sind die

Senken mit Schnee gefüllt geblie-


Eine Aufnahme vom 21. Dezember

2006. Laut Zottl ist die ZEK die

Maschine mit dem geringsten Energieverbrauch

per m 3 Schnee im

Grenzbereich. Foto: Zottl

ben, so dass wir uns nachher, als

die Temperaturen wieder allgemenein

Schneeproduktion zuließen,

um einiges leichter getan

haben. Wir hätten mit 5

Zottl-Maschinen aber niemals

eine Piste einschneien können,

weil es nie so lange die -0,5° C

Feuchtkugel gehabt hat. Es ist

jedoch den Leuten im Unterinntal

aufgefallen, dass St. Johann

schneit, und die Kunde hat sich

wie ein Lauffeuer verbreitet –

auch bei anderen Schneierfirmen.”

MM-FRAGE: „Was sind ihre

größten Vorteile bzw. gibt es auch

Nachteile, z. B. beim Handling

aufgrund des Gewichtes oder bei

der komplizierten Steuerung?”

Dr. Karl:

„Die größten Vorteile sind die um ca. 3° C

höheren Feuchtkugeltemperaturen, die einen

Schneistart erlauben, bei kaum mehr

Energieverbrauch als normale 5-Ring-Maschinen.

Die ZEK ist tatsächlich kompliziert

in der Steuerung, aber meine Leute haben

nach einem halben Tag Einschulung die

Sache verstanden. Das Handling mit Pistengeräten

ist grundsätzlich an der Grenze.

Gewichtsreduktion wäre also wünschenswert,

ebenso Vereinfachung der

Steuerung. Man sollte Zottl in jedem Fall

die Chance für weitere Optimierungen geben.”

MM-FRAGE: „Wie ist der Vergleich zu Deinen

anderen Propellermaschinen?”

Dr. Karl:

„Die anderen Propellermaschinen sind bei

-0,5° C Feuchtkugel noch still gestanden,

weil wir diese erst bei -3,6° C Feuchtkugel

starten können. Die relative Luftfeuchtigkeit

betrug ca. 75 %, das heißt, dass die

Echt zukunftsorientiert.

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TECHNIK

BESCHNEIUNG

Lufttemperatur tatsächlich im

Plusbereich lag (ca. +0,75° C).

MM-FRAGE: „Hat man mit

dieser Maschine eine Waffe gegen

zu warme Winter gefunden?

Liegt hier die Zukunft der

Beschneiung?”

Dr. Karl:

„Ja, sie ist eine Waffe, allerdings

eine noch zu teure! Das

wird sich aber mit der Serienproduktion

ändern. Die Maschine

hat das Potenzial, im

Niederdrucksektor eine neue

Dimension zu eröffnen. Hannes

Zottl wird sicher nicht ruhen,

bis er eine optimale Variante

ausgetüftelt hat. Welche

Grenztemperautr-Werte mit

diesem Aggregates noch zu

erreichen sind, kann ich nicht

sagen. Ich glaube, dass dieser

Zugang zur Kältetechnik derzeit

bei 0° C FKT seine Grenzen

hat. Von dort weg sind

andere Zugänge vonnöten.

Die israelische Firma IDE zeigt

uns ja mit einem ,Zufallsprodukt’ vor, wie

leicht es ginge – in diesem Fall mit der Vakuum-Technologie.

So gesehen hat unsere

Branche also noch Pfeile im Köcher in Hinblick

auf die Klimaerwärmung. Bei einer raschen

Weiterentwicklung der Schneeerzeuger

haben die Skigebiete auf alle Fälle

Perspektiven. Ich denke, dass technologisch

ein Schneien bei +5° C in den nächsten

10 Jahren erreichbar ist.”

MM: „Wir danken für das Gespräch.”

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1/2007 MOUNTAINMANAGER

55


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Innovative Kooperation von

Freimoser und TechnoAlpin half

Chiemgau-Arena Ruhpolding

Was eine Spitzen-Schneemaschine

zu leisten imstande ist und

vor welchen wirtschaftlichen Einbußen

sie bewahren kann, zeigte

Anfang Jänner die TechnoAlpin

bei der Chiemgau-Arena im bayerischen

Ruhpolding, als es bei

„Frühlingswetter” die nordische

Kombination und später den Biathlon-Weltcup

abzuwickeln galt.

Binnen einer Woche mussten Loipen

und Sprungschanze mit

25.000 m3 Schnee belegt werden

– bei Tagestemperaturen

von -1,5° C, was für die vorhandenen

Propellermaschinen eindeutig

zu warm war. Die Rettung

brachten fünf M18 von Techno-

Alpin, die extra in einer Sonderschicht

produziert und binnen 3 Tagen geliefert

wurden! Eingefädelt hat die Aktion die Elektrotechnik-Firma

Wolfgang Freimoser, mit dem

die Chiemgau-Arena seit Jahren in punkto

Beschneiungs- und Kommunikationstechnik

erfolgreich zusammenarbeitet.

Logo Chiemgau Arena

MOUNTAINMANAGER 1/2007

56

Der Schneimeister der Chiemgau-

Arena, Hubert Neidhardt, verfügte

im Jänner 2006 über 10 Wacht-

Schneeerzeuger und seit der Saison

05/06 auch bereits über zwei M20-

Maschinen von TechnoAlpin. Aus

seiner langjährigen Praxis kennt er

die Performance aller namhaften

Die Chiemgau-Arena in Ruhpolding (D) konnte die nordische Kombination und den Biathlon-Weltcup

2007 nur dank einer innovativen Kooperation von Freimoser und TechnoAlpin durchführen.

Fotos: Freimoser

Propellermaschinen und wußte:

wenn noch eine Schneemaschine

die für Ruhpolding so bedeutenden

Sportveranstaltungen retten kann,

dann die TechnoAlpin! Über Vermittlung

durch Wolfgang Freimoser

organisierte hierauf Manfred

Huber von Techno Alpin Deutschland

blitzschnell eine Lösung: Ruhpolding

bekam kurzfristig ein

Equipment in Miete gestellt, bestehend

aus einer zusätzlichen Turmmaschine

M18 sowie 4 mobilen

M18 Propellermaschinen. Mit den

in Summe nunmehr 7 TechnoAlpin-Maschinen

klappte tatsächlich

die Produktion des 25 000 m 3 notwendigen

Schnees im verbleibenden

5-Tage Zeitfenster bei 24 Stunden-Betrieb.

„Die TechnoAlpin

musste nie abgeschaltet werden,

selbst als die Temperaturen tagsüber

auf -1,5° C anstiegen. Andere

Propellermaschinen lassen sich erst

bei -4°C einschalten! Natürlich hat

auch die Luftfeuchtigkeit auf 720–

780 m Höhe mit 80 % dazu gepasst.

Meist haben wir hier 95 % -

98 %. Die Resonanz der benachbarten

Skigebiete war enorm, denn

zu diesem Zeitpunkt konnte niemand

sonst Maschinenschnee produzieren”,

verrät Neidhardt im

MM-Gespräch.

Zusätzlich mobile

Pumpstation realisiert

Und Freimoser ergänzt: „ausschlaggebend

für das Ganze war, dass wir

zusätzlich eine automatische mobile

Beschneiung für eine Depot-

Schneeproduktion ins Leben gerufen

haben bzw. dass die Gemeinde

unter Bürgermeister Andreas Hallweger

sowie Stadionleiter Engelbert

Schweiger dafür grünes Licht

gegeben haben. Weiters wurde

klar, dass diese 7 Maschinen eine


Mobile Beschneiung in Ruhpolding mit zusätzlich fünf M18 von

TechnoAlpin.

zusätzliche Pumpstation benötigen, da die

bislang installierte Pumpleistung von 15 l/s

nicht mehr ausreichte. Hierfür wurde eine

mobile Pumpstation in einem 30 m 3 Container

mit Kühlturmanlage von TechnoAlpin,

Kühlturmsteuerung und Hochdruckpumpe

von Caprari (15 l/s, 20 bar) realisiert.

Der geeignete Platz, um eine Depotsituation

zu erstellen, die es ermöglichte,

den in der Nacht an dieser Stelle produzierten

Schnee von 2 000 m 3 zu entfernen und

rasch auf die Strecke zu verteilen, wurde

am Rand des Schanzenauslaufes gefunden.

Ein tägliches Leeren des Depots war nämlich

notwendig, um den beiden der mobi-

Die beiden M20 auf Podest wurden zur Depotbeschneiung bei

der Container-Pumpstation eingesetzt.

Die Container-Pumpstation mit aufgesetztem Kühlturm.

len Pumpstation zugeteilten Schneemaschinen

für die nächste Produktionseinheit

Platz zu verschaffen.”

Nutzen für das Image

Ruhpolding war übrigens zeitgleich in

Kontakt mit dem Thüringer Wintersportzentrum

Oberhof, das ebenfalls einen

Weltcup zum Abwickeln hatte, jedoch zur

Problemlösung eine andere Taktik bevorzugte:

Scherbeneis aus Bremerhaven. Dies

ging einher mit einem enormen Mehraufwand

und einer zeitlichen Verzögerung.

Im Endeffekt musste Oberhof den nordischen

Weltcup an Ruhpolding abgeben,

TECHNIK

BESCHNEIUNG

wodurch das Wintersportgebiet im Landkreis

Traunstein plötzlich sogar drei Weltcups

abzuwickeln hatte! Dem Image kann

so etwas nur nutzen. Und der Wertschöpfung

sowieso: denn ohne Schnee keine

Veranstaltung und somit keine Arbeit und

keine Umsätze im Tourismus.

Auf jeden Fall wurde der Ruhpoldinger Loipe

großes Lob gezollt: „Das war bisher die

beste Loipe im Weltcup-Zirkus”, so die FIS.

Wobei so eine Wettkampf-Loipe einen sehr

kompakten Schnee in absolut gleichbleibender

Qualität braucht (aber keine Eispiste).

„Genau diesen tollen Schnee machte

uns die TechnoAlpin, dafür ist sicher das

Schneesicherheit -

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1/2007 MOUNTAINMANAGER

57


TECHNIK

BESCHNEIUNG

System mit groben Düsen und 13 Schneistufen vorteilhaft”,

meint der Schneimeister. „Auf der 130 m Sprungschanze, die

noch vor der Strecke mit 7 000 m 3 belegt wurde, ist von vornherein

eine nässere Schneequalität gefordert. Die Schanzen-Belegung

wurde mit einem Kässbohrer PB300 mit Winde ausgeführt,

jene der 3,3 km langen Loipe mit drei PistenBully 100, der

Antransport von erfahrenen ortsansässigen Fuhrbetrieben mit

extra konzipierten Schneelastwägen. Letztlich blieben dem Veranstalter

sogar noch 350 m 3 Schnee als Reserve über...

MOUNTAINMANAGER 1/2007

58

Detail der Container-Pumpstation.

Blick auf die Schanzen in der Chiemgau-Arena. Im Vordergrund warten

Schneelastwägen auf die weiße Fracht.

Übersommern des Schnees im Depot

Eine weitere Spezialität der Chiemgau-Arena ist seit drei Jahren das

„Übersommern des Schnees” im Depot. Das heißt, dass jede mögliche

Minute von November bis Ende März Schnee erzeugt und –

geschützt von einer 25 cm starken Styropor-Schicht sowie mit weißer

Folie abgedeckt – in einem Depot gesammelt wird. Dabei gehen

zwar 30 % Volumen über den Sommer verloren, aber immerhin sind

bislang ca. 5 600 m 3 bis zur ersten Belegung Ende Oktober „ hinübergerettet”

worden. Für 2007 sind sogar 15 000 m 3 zum Übersommern

an einem neuen, 4 000 m 2 großen und befestigten Standort

im Stadionbereich an der kältesten Stelle geplant.

„Das frühzeitige Belegen der Chiemgau-Arena ermöglicht allen Nationen

einen frühen Schneekontakt auf normaler Höhe, also nicht

auf Gletscherniveau. Der Deutsche A-Kader hat bereits in der Vorbereitungsphase

davon profitiert”, erzählt Neidhardt. Dass vor drei

Jahren noch alle gelacht haben, als dieser Versuch gestartet wurde,

weil man ihn für eine Schnapsidee gehalten hat, ist wieder eine andere

Sache...

Letztlich muss man neidlos anerkennen, dass sich Wolfgang Freimoser

mit seiner Kompetenz immer wieder als Problemlöser bewährt.

Ohne seine Kontakte wäre diese äußerst kurzfristige Aktion von

Techno Alpin nicht möglich gewesen, die nicht nur einen Wertschöpfungsverlust

in der Region verhinderte, sondern zusätzlich sogar

eine teure Investition ausklammerte. So aber konnte sich Ruhpolding

über 87 000 Zuschauer in einer Woche und etliche TV-Berichte

freuen.

Natürlich war die Vermittlungstätigkeit der Firma Freimoser nur ein

– wenn auch ausschlaggebender – Punkt in der Aufgabenliste für

den Biathlon-Weltcup. Darüberhinaus ging es um das Bedienen der

Trafostation, Lastabnahme und Steuerung, Erstellen der Pumpstation,

komplette Verkabelung u. a. für TV-Übertragungen und Festzelt

(14 km fliegende Leitungen), Hydraulik bis zur Kühlturmanlage

sowie Beaufsichtigung des ganzenStromnetzes. Erst bei der Inbetriebnahme

erfolgte die Zusammenarbeit mit den TechnoAlpin-

Leuten.

In Blickrichtung Weltcup 2008 hat Ruhpolding dieses Equipment

für die automatische mobile Beschneiung bei TechnoAlpin

Deutschland bereits vorreserviert. Denn es ist damit zu rechnen,

dass viele andere Veranstalter durch diesen Erfolg auf den Plan gerufen

werden! mak


Grundfos: Neueste Pumpentechnik

für Beschneiungsanlagen

Der technische Fortschritt springt selten so ins Auge wie bei

Wintersportanlagen. Aber nicht nur in der Seilbahntechnik ist

viel geschehen, sondern auch bei den Beschneiungsanlagen.

Das Herz dieser Anlagen ist zwar

nur für einige betriebsinterne Personen

zugänglich, deswegen aber

nicht weniger wichtig für die Zufriedenheit

der Gäste. Für die Zufriedenheit

des Betreibers indes sind

ganz andere Dinge entscheidend:

? Zuverlässigkeit

? lange Wartungsintervalle

? niedere Betriebskosten sowohl

für Energie als auch Wartung.

Die Weiterentwicklung der Pum-

pentechnik ist zwar nicht so sichtbar

wie bei Seilbahnen oder

Schneekanonen, nichtsdestoweniger

ist sie enorm. Alle oben angeführten

Eigenschaften wurden in innovative

Pumpen hineinkonstruiert,

dazu noch einige weitere Vorteile:

? Hohe Toleranz bezüglich wechselnden

Betriebsbedingungen,

Druck- und Temperaturschocks

? Vibrationsfreiheit

? geringer Platzbedarf

Wie weit die Wünsche von Pumpanlagen-Betreibern

realisiert wurden,

zeigt das Beispiel der Gleitringdichtung.

Diese ist als Cartridge

ausgeführt und kann von jeder

technisch versierten Person in

kürzester Zeit getauscht werden.

Für die Betriebskosten ist jedoch

nicht nur die Pumpe, sondern auch

die richtige, an die Anlage ange-

Volllast m 3 /h m eta Wellen- elektr.

leistung Leistung

herkömml. Pumpe 65 255 70 % 65 72

CR 64-7 + CR 64-4 65 255 79 % 57 64

Die Einsparung an Betriebskosten,

die bei ca. 1 000 € pro Jahr liegt,

mag unwichtig erscheinen. Es

kann jedoch 8kW Wärmezufuhr

an das Medium vermieden werden.

Das ist für Beschneiungsanlagen

ein wesentlicher Faktor.

passte Steuerung ausschlaggebend.

In diesem Zusammenhang

stellt sich oft die Frage, ob eine Kaskadenschaltung

oder der Einsatz eines

Frequenzumformers die bessere

Lösung ist. Für die richtige Entscheidung

muss besonders die Frage

beantwortet werden:

? Wird bei geringem Durchfluss

ein hoher Druck benötigt oder

sinkt der Druck mit dem Durchfluss?

Für den erstgenannten Fall soll ein

Vergleich angestellt werden, weil

hier eine Fehlentscheidung viel

Geld kosten kann:

ca. 50% Bedarf, m 3 /h m eta Wellen- elektr.

gleicher Druck leistung Leistung

1 Pumpe mit FU* 32 255 60 % 37 46

2 Pumpen Kaskade 32 255 75 % 30 33

* Verluste sind in der elektrischen Leistung berücksichtigt.

Man sieht in diesem Beispiel, dass bei Konstantdruck-Betrieb mit einer

Pumpe um ca. 40% höhere Stromkosten anfallen als mit entsprechender

Kaskadenschaltung von 2 parallelen Pumpen, die bei Volllast

gleichzeitig arbeiten.

Solche grundsätzliche und vereinfachte

Überlegungen können eine

qualifizierte Systemanalyse und Planung

nicht ersetzen. Sie führen

aber hoffentlich dazu, dass der Frage

der Betriebskosten in Zukunft

mehr Beachtung geschenkt wird.

i

Infos: www.grundfos.at

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Fotos: Grundfos

1/2007 MOUNTAINMANAGER

59


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Reiteralm sichert Weltcuprennen mit

SUFAG-Schnee

Die Super-Kombination der

Herren sowie die Super-Kombination

und Super-G der Damen

im Alpinskilauf wurden Mitte

Dezember 2006 als Ersatz erfolgreich

auf der Reiteralm in Pichl/

Ennstal ausgetragen. Für die

Sicherung der Weltcuprennen

bzw. parallelen Publikumsskilauf

haben die Steirer extra nochmals

9 Schneeerzeuger der Type

Power-Compact zu den vorhandenen

35 SUFAG-Maschinen

angemietet. Dass die Mannschaft

um Betriebsleiter Karl Fischbacher

zu diesem Zeitpunkt eine

rennfertige Piste zusammenbrachte,

war in ganz Mitteleuropa

einzigartig und wurde von der FIS und den

Medien dementsprechend gewürdigt.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

60

Die Reiteralm Bergbahnen Pichl im

steirischen Ennstal – seit Jahren

Trainingsberg der ÖSV-Teams und

vieler anderer Nationalmannschaften

– hat in jüngster Vergangenheit

sehr viel investiert, um die

technischen Voraussetzungen für

perfekte Pistenbedingungen zu

garantieren. So vor allem in eine

sogar bei Grenztemperaturen

schlagkräftige Beschneiungsanlage,

die für 98 % Beschneibarkeit

der Pistenfläche sorgt. Am Niederdruck-Sektor

kommen hier (fast)

ausschließlich Schneeerzeuger des

Vorarlberger Herstellers SUFAG

zum Einsatz. Und zwar 35 Stück

aus der ganzen Palette, die SUFAG

zu bieten hat, inklusive 6 Gunlifter,

1 Schwenkarm sowie einige

Schneilanzen. Ursprünglich hatte

die Reiteralm sehr viele Produkte

im Einsatz, entscheid sich dann

2 SUFAG S-Compact bei der Beschneiung der Weltcuppiste am 17. 11. 2006.

aber aufgrund des besten Kosten-

Nutzen-Verhältnisses für SUFAG.

Der Schwenkarm wurde in Pistenmitte

auf einer Pistenkreuzung der

Weltcupstrecke Gasselhöhe aufgestellt.

Durch den 120 m weiten

Wurf und den 360° Schwenkbereich

kann eine sehr große Fläche

beschneit werden. Dank Absenkbarkeit

des Schwenkarms bis 1 m

unter Niveau gibt es keinerlei Probleme

mit dem Wind, dafür sehr

viel und sehr guten Schnee durch

Höhe und Weite.

Abstände zwischen

den Maschinen verkürzen

Besonders die neuen Schneigeräte

SUFAG Compact Power und Compact

Eco zeichnen sich im immer

wichtiger gewordenen Grenztemperaturbereich

durch hohe

Schneileistung bei überzeugender

Schneequalität aus. Trotzdem reichte

der vorhandene Maschinenpark

auf der Reiteralm nicht für die effiziente

Grundbeschneiung Anfang

November aus. Aufgrund der Wär-

me konnten noch mehrere Schneeerzeuger

mit der verfügbaren Wassermenge

von 590 l/s bestückt und

somit die Abstände zwischen den

Maschinen verkürzt werden. Damals

ging es nur um den Publikumsskilauf

und die Trainingspisten

für den ÖSV. „Wir hatten also

schon rennfertige Pisten, ehe die

ÖSV-Läufer in die USA abflogen.

Dann kam plötzlich die Entscheidung

für das Ersatz-Weltcuprennen

bei uns, so dass wir in kürzester Zeit

die Optimierungen im milden Dezember

vornehmen mussten”, erklärt

Fischbacher.

Jedenfalls wurden von Anfang an 9

weitere S- und Power-Compact benötigt

– allerdings war die 2006er

Produktion von SUFAG bereits im

November ausverkauft! So musste

kurzfristig das Einverständnis anderer

SUFAG-Kunden, die zu dem

Zeitpunkt die Voraussetzungen für

einen Schneistart nicht hatten, eingeholt

werden, dass diese Schneigeräte

zur Reiteralm umdisponiert

werden dürfen.


Start bei ca. 0° C

Feuchtkugeltemperatur

„Wir begannen bei -1,5° C Lufttemperatur

und niedriger Luftfeuchtigkeit

mit dem Schneien (FKT lag ca.

bei 0° C)”, erinnert sich Fischbacher,

„auch auf die Gefahr eines

nässeren Schnees und geringerer

Menge hin. Bei der neuen Compact

Power merkt man als Profi die Verbesserungen

im Detail, etwa dass

sie nochmals um 0,5° C früher zu

schneien beginnt. Dann folgten

drei kältere Nächte, in denen auch

große Mengen produziert werden

konnten. Wir brachten eine Auflage

von 0,5 m kompakten Schnee zusammen,

von der konnten wir sogar

den ganzen warmen Jänner

profitieren (bis zum natürlichen

Schneefall am 23.). Da muss der

Schneier schon genau Bescheid

wissen, wie er die Schicht aufbauen

soll und wann präpariert werden

muss. Alles klappt nur, wenn es ein

optimales Zusammenspiel gibt.

Im Namen der Bauherrschaft, vertreten

durch GF Albert Wyler, wurden

für sämtliche Arbeiten und

Baumaterialien sowie für die

Schneitechnik durch Brigger +

Käch Angebote eingeholt und die

Aufträge vergeben.

2006 wurden ca. 6 km Schneileitungen

verbaut für:

? die Fertigstellung der Strecke

Jochtal–Jochpass,

? die Strecke Trübsee–Rindertitlis,

Ersatz der bestehenden alten Anlage,

? den Neubau der Anlage Trübsee–Wäschplatten

? den Ersatz der Anlage Hegematt

Engelberg–Talabfahrt.

Auch die beste Schneemaschine

nützt wenig, wenn keine guten

Leute zur Verfügung stehen – und

umgekehrt ist es dasselbe!”

Schneekompetenz

jahrelang aufgebaut

Wie auch immer, es war eine

außergewöhnliche Leistung, dass

die Reiteralm die WC-Rennen zu

diesem Zeitpunkt abwickeln

konnte. Das hat natürlich dem

Image und auch dem Bekanntheitsgrad

durch die Medienberichte

enorm genützt. Für den

ÖSV ist die Reiteralm nun immer

ein Geheimtipp als Ersatzveranstalter.

„Der ÖSV vertraut uns

und kennt inzwischen unsere

Schneekompetenz. Die haben wir

uns in vielen Jahren kontinuierlich

erarbeitet und bereits verstärkt zu

einem Zeitpunkt in Beschneiung

investiert, als andere Bergbahnunternehmen

mehr auf Komfortverbesserung

bei den Aufstiegshil-

fen setzten. Jetzt stellt sich heraus,

dass unsere Taktik richtig war”, resümiert

Fischbacher.

Auf ein fixes Weltcuprennen in Zukunft

reflektiert die Reiteralm trotzdem

nicht, da die FIS ein Zielstadion

im Ort wünscht, über das man

derzeit hier nicht verfügt. mak

Beschneiungsanlage

Engelberg–Trübsee–Titlis

Das Ingenieurbüro „Brigger und Käch Bauingenieure AG”

aus Reussbühl (CH) führte den Ausbau der Beschneiungsanlage

Engelberg–Trübsee–Titlis von 2004 bis 2006 als Generalplaner

aus. Dipl. Ing. Franz Käch wurde vom MM um

ein Resümee gebeten.

Mit der erstellten Anlage kann ein

zusammenhängendes Netz vom

Stand sowie vom Jochpass via Trübsee

bis zur Engelberg Talstation

künstlich beschneit werden.

Die Schneivorgabe für die Dimensionierung

der Anlage war, die Stre-

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Die Schneimeister auf

der Reiteralm brachten

im milden Dezember

eine Weltcuppiste

zustande: Anton

Knauss (links) und

Stefan Schaumberger.

Fotos: Reiteralm BB

Bei der Beschneiungsanlage

Engelberg-

Trübsee-Titlis arbeiten

5 ND-Maschinen und

130 zuschaltbare

Lanzen.

Fotos: Brigger & Käch

1/2007 MOUNTAINMANAGER

61


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Blick in das über

Lichtwellenleiter verbundene

Pumpwerk

„PW8 Trübsee” mit

KSB-Pumpen und

Steuerung von der

Frey AG.

Professionisten

MOUNTAINMANAGER 1/2007

cke in 70 Stunden bei gegebenen

Bedingungen einschneien zu können.

Zur Erfüllung dieser Vorgabe

wurde folgendes System gewählt:

? Mit den beiden Speicherbecken

Trübsee sowie dem Ausgleichsbekken

Untertrübsee steht genügend

Wasser für die Beschneiung zur Verfügung,

wobei das Ausgleichsbekken

durch Reservoir Überlaufwasser

nachgefüllt werden muss. Zudem

steht ab Sulzliquelle ein permanenter

Zulauf zur Verfügung, welcher

zum Verschneien zum Stand hochgepumpt

wird.

? Mit den installierten Pumpstationen

steht eine spezifische Förderkapazität

von etwa 700 m 3 /h zur Verfügung,

womit ca. 5 Propeller-Maschinen

und ca. 130 Lanzen betrieben

werden können.

? Durch das gewählte Lanzensystem

ist es somit möglich, die volle

Förderkapazität der Pumpen zu

verschneien, womit wirtschaftlich

und effizient geschneit werden

kann.

Planung/Bauleitung: Brigger + Käch

Bauingenieure AG, Reussbühl

Steuerung: Frey AG, Stans

Lanzen/

Hydrantenschächte: Bächler Top Track, Stans

ND-Maschinen: SUFAG/Techno Alpin

Pumpen: KSB Zürich AG

Kompressoren: Käser Kompressoren/

Atlas Copco Schweiz AG

62

? Dank der Verknüpfung der

Pump- und Kompressorstationen

mit einem übergeordneten Lichtwellenleiter

kann die Überwachung

der Anlage an x-beliebiger Stelle erfolgen.

Dadurch kann die Anlage

während des Betriebes von unterschiedlichem

Personal betrieben

und überwacht werden.

? Die vorhandenen ND-Maschinen

wurden ebenfalls in die Steuerung

der Fa. Frey AG integriert und

können ab dem Schnei-PC im

Automatik-Betrieb bedient und

überwacht werden.

Füllbetrieb ab Sulzliquelle

Mit dem Zulauf ab der Sulzliquelle

wird die Standanlage via Pumpwerk

Trübsee – Rindertitlis gespeist. Der

Zulauf von der Sulzliquelle ist variabel.

Im November liegt der Zulauf

bei ca. 100 m 3 /h und sinkt gegen

Ende Dezember auf ca. 30 m 3 /h.

Damit das Pumpsystem kontinuierlich

läuft, wurde der Förderbetrieb

regelungstechnisch dem Zulauf angepasst.

Das heißt, in Funktion des

Leitungsvordruckes wird die effektive

Fördermenge geregelt, was

durch die zwei hinter einander geschalteten

Pumpwerke erschwert

wurde.

3 Kompressorstationen

Für die Drucklufterzeugung sind

drei Kompressorstationen vorhanden,

welche etappenweise in den

letzten Jahren gebaut wurden. Mit

dem Bau einer zusammenhängen-

den Beschneiungsanlage wurden

die einzelnen Kompressorstationen

mit einem zusammenhängenden

Leitungsnetz verbunden.

So können die Kompressoren optimal

genutzt werden. Regelungstechnisch

lassen sich die einzelnen

Kompressoren beliebig einer

Schneisektion zuordnen. So ist es

möglich, dass zum Nachschneien

mit einzelnen Schneeerzeugern in

verschiedenen Sektionen nur ein

Kompressor in Betrieb ist.

Zuschaltbares

Lanzensystem

Die Talabfahrt wird als vollautomatische

Lanzenanlage mit automatisch

geregelten Lanzen ausgeführt.

Die Lanzen sind dreistufig

und schalten in Funktion der

Feuchtkugeltemperatur EIN und

AUS. Bei geregelten Lanzen liegt

der Wasserverbrauch zwischen

4–12 m 3 /h. Sind alle Lanzen in Betrieb,

so ist es möglich, dass beim

Zuschalten weiterer Stufen der

Wasserbedarf größer wird als die

Förderkapazität der Pumpe. Damit

eine vollflächige Beschneiung gewährleistet

ist, werden die Stufen

bei tiefen Feuchtkugeltemperaturen

etappenweise hochgefahren.

Ist der zulässige Wasserverbrauch

erreicht, werden keine weiteren

Stufen zugeschaltet. Werden jedoch

einzelne Lanzen ausgeschaltet,

so werden wieder weitere Stufen

zugeschaltet, bis der zulässige

Wasserverbrauch wieder erreicht

wird.

So kann eine wirtschaftliche, flächendeckende

und effiziente Beschneiung

gewährleistet werden.

Mit dem Bau der Beschneiungsanlage

2006 wurde eine effiziente Anlage

realisiert, mit welcher die Pisten

in ca. 70 Stunden eingeschneit

werden können. Die Anlage ist so

dimensioniert, dass sie bei Bedarf in

Richtung Jochstock und Engstligenalp

erweitert werden kann.

DAS INFORMATIONSPORTAL

DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET


Ein kanadischer Raupentraktor lieferte

die zündende Idee zur Entwicklung

der heute so erfolgreichen

Prinoth Produktpalette. 1960

begann Ernst Prinoth mit Experimenten,

1962 gab es mit dem Prototyp

P60 das erste Pistenfahrzeug

seiner Art im Einsatz. Bereits 2 Jahre

später setzte man dann mit dem legendären

P15 Maßstäbe. 1968

wurde ein neues Werk in St. Ulrich,

Südtirol, seiner Bestimmung übergeben,

in dem in der Folge eine

breite Modellpalette an Pistenfahrzeugen

entwickelt und gefertigt

wurde.

Bei vielen Prinoth Kunden in Südtirol

reichen die Geschäftsbeziehungen

Jahre, wenn nicht Jahrzehnte

zurück, der Markenname Prinoth

ist oftmals seit den Anfängen eng

mit dem eigenen Unternehmen

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Prinoth:

Verlässlichkeit im Wandel der Zeit

Qualität, Verlässlichkeit und Top-Service sind die Vorzüge,

die viele Kunden an Prinoth schätzen. Der MOUNTAIN

MANAGER hat einige von ihnen im Grödnertal und auf der

Seiseralm nach ihren Erfahrungen befragt.

Zwei Prinoth T4S warten am Col Raiser auf ihren Einsatz. Fotos: dwl

verknüpft. Den Maschinen und der

dahinter stehenden Technik vertraut

man seit Jahren und hat somit

eine langjährige Erfahrung mit Prinoth-Fahrzeugen

aufgebaut. Einer

guten Betreuung und der Zuverlässigkeit

der Maschinen ist es zu verdanken,

dass man auch heute im

Südtiroler Hersteller den richtigen

Partner für bestens präparierte Pisten

sieht.

So weiß Luis Schenk am Col Raiser

seit mehr als 30 Jahren in seinem

Skigebiet die Vorzüge dieser Marke

zu schätzen. Mittlerweile wird Luis

Schenk bei seiner Arbeit tatkräftig

von seinem Sohn Andreas unterstützt

und auch die Modellpalette

seiner Pistenfahrzeuge hat sich in

den Jahren sukzessive verändert. So

hat man nun 2 T4S im Einsatz, eine

davon mit Winde.

Franz Perathoner, in der Branche

als Direktor von Dolomiti Superski

ein Begriff, verwendet für seine Skiliftgesellschaft

Risaccia GmbH in

Wolkenstein seit 10 Jahren ein Prinoth-Modell

des Typs T4S, seit

2006 die neueste Variante. Karl

Comploj, Direktor der Seilbahnen

Seceda AG, verlässt sich beim Präparieren

auf drei T4S und drei Prinoth

Everest. Auch für ihn ist Prinoth

seit 30 Jahren ein zuverlässiger

Geschäftspartner.

Gerhard Burgauner, Präsident der

Funi Piz Bahnen GmbH und des

Tourismusverbandes Seiseralm, hat

in diesen Funktionen derzeit für

Die Prinoth-Pistenfahrzeugflotte

der Seilbahnen

Seceda AG.

Fotos: Seceda

1/2007 MOUNTAINMANAGER

63


TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Die zwei Prinoth T4S

der Funi Piz Bahnen

GmbH.

Josef Pfeifer,

Betriebsleiter, Gerhard

Burgauner, Präsident

der Funi Piz Bahnen

GmbH, und Paul Nocker,

Verkauf Prinoth,

sind vom Know-how

des Südtiroler Pistenfahrzeugherstellers

überzeugt.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

sein Liftunternehmen zwei T4S und

für den Verband einen T2 und einen

Husky von Prinoth im Einsatz.

Auch er vertraut seit Jahren dem

Südtiroler Know-how.

Lynx Yeti Pro V-800

DER Motorschlitten mit einer 600 mm breiten Raupe

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64

Heimischer Hersteller

Die Produktion der Pistenfahrzeuge

in Südtirol wird von den Verantwortlichen

der Seilbahnunternehmen

als überaus positiver Aspekt erachtet,

wobei die gute und schnelle

Erreichbarkeit im Mittelpunkt steht.

Wenn Service, Wartung oder Ersatzteile

benötigt werden, sind die

Wege kurz, die gewünschten Ansprechpartner

schnell vor Ort.

Kurze Distanzen weiß man außerdem

bei der Auslieferung neuer

Maschinen zu schätzen. So Luis

Schenk zu den Gründen, warum er

von Anfang an Prinoth gekauft hat:

„Der erste Grund war meine Kusine

als Besitzerin von Prinoth, der zweite,

sehr wichtige Grund, dass der

Hersteller ganz in der Nähe ist. Und

der dritte Grund, warum wir heute

Prinoth verwenden, ist, dass wir zufrieden

sind.“

Auch selbst scheuen die Kunden

den Weg zum Hersteller oder zum

nahe gelegenen Servicestützpunkt

in Pontives nicht. Wenn Kleinigkeiten

zu erledigen sind, ein Ersatzteil

schnell benötigt wird oder eine

Frage im persönlichen Gespräch

schnell entschlossen diskutiert werden

soll, wird man gerne selber aktiv.

„Sehr wichtig für uns ist“, so

Karl Comploj, „dass wir nicht selber

ein Lager an Ersatzteilen halten

müssen und dennoch alles, was wir

brauchen schnell zur Verfügung

haben. Deshalb ist auch der Stützpunkt

in Pontives unverzichtbar.“

Bewährte Technik

In der Technik wissen die Befragten

die Zuverlässigkeit und die Leistung

der Maschinen zu schätzen. So

wird den Prinoth-Pistenfahrzeugmodellen

bescheinigt, über eine

ausgereifte und bewährte Technik

zu verfügen. Besonders hervorgehoben

wird in diesem Zusammenhang

die Powerfräse, die beim Leitwolf,

dem Everest oder auch dem

T4S zum Einsatz kommt. Hier überzeugen

die hohe Funktionalität

und als Ergebnis die hohe Pistenqualität,

die auch der Skifahrer

durch entsprechende Rückmeldungen

gut heißt.

Positiv hervorgehoben werden

außerdem die Steigfähigkeit mit

und ohne Winde, das Fronträumschild

und das nicht zu hohe Gewicht

bei gleichzeitig robuster Bauweise

der Pistenfahrzeuge. Gerade

in Wintern mit wenig Schnee könne

auf diese Weise noch gut präpariert

werden, um für den Gast ein

Optimum an Freude im Schnee zu

erzielen.

Sehr zufrieden zeigt man sich mit

dem Leistungsprofil der Maschinen,

das als stark und zuverlässig einge-

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PRINOTH Drivers Trophy 2007

Es gilt, den weltbesten Pistenfahrzeuglenker

zu küren: Ab 8. März

2007 finden die Vorausscheidungsrennen

zur 3. PRINOTH

Drivers Trophy statt – ein Pflichttermin

für talentierte Raupenfahrer

aus allen Teilen der Welt und

Fans, die hochtechnologische Pistenfahrzeuge

in filmreifen Aktionen

erleben wollen.

Die Teilnehmer des actionreichen

PRINOTH-Pistenraupenrennens

haben diverse Fahrprüfungen zu bestehen, darunter Hindernisparcours

und Geschicklichkeitsrennen, die Gleichgewicht, technisches

Feingefühl und Manövriergeschick testen. Zum Einsatz

kommen PRINOTH Geräte der neuesten Generation.

Den „Schumi“ unter den Pistenraupenfahrern erwarten auch

dieses Jahr wieder tolle Preise – teilnehmen lohnt sich also in jedem

Fall! Anmeldungen zu einem der folgenden Termine sind ab

sofort möglich unter der Tel. (0039) 0472 722 653 oder unter

driverstrophy@prinoth.com

08.–09. März 2007 Ausscheidungen in Vratna (SK)

13.–15. März 2007 Ausscheidungen in Bad Hofgastein – Skizentrum

Angertal (AT)

ordnet wird.Auch die Geräuschkulisse wird bei

der Präparierung als wenig störend bezeichnet –

kein unwichtiger Aspekt in Tourismusregionen.

Trotzdem Funktionalität und Leistung im Mittelpunkt

der technischen Bewertung stehen, ist den

Verantwortlichen auch der Komfort in der Maschine

ein Anliegen. „Komfort ist wichtig, weil der

Schneekatzenfahrer schließlich viele Stunden im

Fahrzeug verbringt. Auch vor diesem Hintergrund

fällt es sehr positiv auf, dass der neue T4S entschieden

leiser fährt“, so etwa Franz Perathoner.

Wünsche, Anregungen und Erfahrungswerte

werden in den Gesprächen mit Gebietsleiter Paul

Nocker diskutiert und finden auch Eingang in

technische Neuerungen. „Oftmals“, so Gerhard

Burgauner, „ist man bei neuen Modellen den

Kundenwünschen aber einfach voraus.“

Zuverlässiger Service

Für die Gebietsbetreuung Gröden und Seiseralm

ist bei Prinoth seit Jahren Paul Nocker zuständig,

der diese Region, seine Kunden und ihre Bedürfnisse

entsprechend gut kennt. Aus diesem Grund

weiß man sich, was Beratung, Betreuung und

Service betrifft, in den besten Händen. Neben seinem

Wissen und seiner Zuverlässigkeit, schätzen

die Verantwortlichen der Bergbahnbetriebe das

persönliche Engagement von Paul Nocker. Dazu

Franz Perathoner, Risaccia GmbH: „Ausschlaggebend

für unsere Zufriedenheit mit Prinoth ist neben

der Technik sicherlich der direkte und gute

Kontakt mit Paul Nocker. Er ist für uns selbst am

Abend oder an Feiertagen erreichbar.“ dwl

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

27.–29. März 2007 Ausscheidungen in St. Moritz (CH)

11.–13. April 2007 Ausscheidungen in Gröden – Plan de Gralba (I)

01.–03. Mai 2007 Ausscheidungen in Tignes (F)

04. Mai 2007 – Internationales Finale in Tignes (F)

Die Einschreibegebühr von 15 Euro, die Mittagessen und Getränk

beinhaltet, muss vor Ort am Veranstaltungstag bezahlt

werden.

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1/2007 MOUNTAINMANAGER

65


TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Gleich fünf neue PistenBully 100

hat die Kässbohrer Geländefahrzeug

AG vor Weihnachten an die

LEADER+ Initiative „Wohlfühlregion

Fichtelgebirge“ übergeben.

Am 19. Dezember 2006 nahm

Landrat Dr. Klaus-Günter Dietel

im Namen der Initiative in Fleckl

die fünf Spezialisten für die

Loipenpräparation offiziell in

Empfang.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

66

Kässbohrer Geländefahrzeug AG:

5 neue PistenBully 100 erobern

Nordic Parc Fichtelgebirge

Die Tatsache, dass sich die Wohlfühlregion

für die zeitgleiche Anschaffung

von fünf PistenBully 100

entschieden hat, ist ein absolutes

Novum. „In der Regel wird der PistenBully

100 über Ausschreibungen

an einzelne Kommunen verkauft“,

so Wolfgang Lutz, der für

die Kässbohrer Geländefahrzeug

AG als Gebietsverkaufsleiter unter

anderem für Nordbayern und somit

für das Fichtelgebirge zuständig

ist. „Wir pflegen seit 25 Jahren

eine intensive Kundenbeziehung

mit dem Fichtelgebirge. Es ist das

erste Mal, dass sich ein Verbund für

fünf Fahrzeuge auf einmal entscheidet.

Das ist wirklich außergewöhnlich.“

Mindestens das gleiche Prädikat

verdient die im Jahre 1999 begonnene

Erfolgsgeschichte des Pisten-

Bully 100. Parallel zur Übergabe

der fünf Fahrzeuge im Fichtelgebirge

wurde am Firmensitz der

Kässbohrer Geländefahrzeug AG in

Wolfgang Lutz von Kässbohrer übergibt die 5 neuen PistenBully 100 an

Landrat Dr. Klaus-Günter Dietel. Fotos: Kässbohrer

Laupheim der 1 000ste PistenBully

100 gefertigt. Seine Stellung im

Markt könnte kaum besser sein: Im

Vergleich zum Vorjahr hat sich der

Absatz des PistenBully 100 für die

Saison 2006/2007 im Weltmarkt

deutlich gesteigert.

5 neue PistenBully

pflegen die

Touristenattraktion

Die fünf PistenBully 100 werden im

120 Kilometer umfassenden Loipensystem

des Fichtelgebirges und den

anliegenden Gemeinden Bischofsgrün,

Warmensteinach, Mehlmeisel

und Fichtelberg eingesetzt. „Der

qualitative Ausbau des Pflegestandards

ist ein entscheidender Faktor

und Impulsgeber für eine touristische

Neuprofilierung in diesem Angebotssegment,

das sowohl den

Tagesausflügler wie auch den Urlaubsgast

anspricht“, sagte Landrat

Dr. Klaus-Günter Dietel im Rahmen

einer Pressekonferenz anlässlich der

Übergabe der fünf PistenBully 100.

Wolfgang Lutz freute sich über das

entgegengebrachte Vertrauen: „Es

ist wirklich schön, wenn man durch

Qualität und Servicenähe überzeugen

kann.“ Der PistenBully-Servicestützpunkt

für das Fichtelgebirge

befindet sich im nur rund 30 km

entfernten Kulmbach bei der Firma

Beutelhauser/Basewitz und garantiert

eine kompetente sowie zuverlässige

Betreuung.

Die Wohlfühlregion hat unter der

Marke „Nordic Parc Fichtelgebirge“

eine regionale Kooperation ins

Leben gerufen, unter deren Dach

die beteiligten Gemeinden gemeinsam

die Bedeutung des Fichtelgebirges

als traditionelle Wintersportregion

weiter aufwerten wollen.

Dabei gibt es in der Region je

nach Sportart bekannte Zentren,

wie beispielsweise in Neubau für

den Biathlon, in Bischofsgrün und

Warmensteinach für das Skispringen,

am Fichtelsee für das Eislaufen


oder am Ochsenkopf, in Oberwarmensteinach

und in Mehlmeisel für

den alpinen Skilauf. Die zentrale

Säule innerhalb des breiten Wintersportangebots

bleibt allerdings der

Skilanglauf: Das Loipennetz des

Fichtelgebirges erstreckt sich weit

verzweigt über das gesamte Wintersportgebiet

und bietet den

Langläufern dabei unterschiedliche

Höhenprofile und individuelle

Schwierigkeitsgrade. Der regelmäßige

Einsatz der fünf neuen Pisten-

Bully 100 sichert die optimale Beschaffenheit

dieser Loipen und

Winterwanderwege.

Der PistenBully 100

feiert Jubiläum

Im Januar wird Harald Schmid den

1 000 PistenBully 100 in Braunlage

übergeben. Dieses Jubiläum beeindruckt

selbst den Gebietsverkaufsleiter:

„Wir waren von Beginn an

von dem Fahrzeug überzeugt,

doch niemand hätte innerhalb des

kurzen Zeitraums eine solch hohe

Stückzahl erwartet.“ Den Erfolg des

Fahrzeugs führt Schmid auf folgende

Gründe zurück: „Hohe Qualität,

dichtes Servicenetz, schnelle Ersatzteilverfügbarkeit

sowie eine intensive

Repräsentanz in den Gebieten.“

Der 1 000 PistenBully 100 befindet

sich in bester Gesellschaft, denn

Harald Schmid kann gleich 2 Pisten-

Bully 100 übergeben. Auf Grund

eines Investitionszuschusses des

Landes Niedersachsen konnten die

PistenBully unter der Federführung

des Landkreises Goslar beschafft

werden, um den Wintergästen im

Nationalpark Harz im Bereich der

Städte Altenau, Bad Harzburg,

Braunlage, Herzberg und St. An-

dreasberg erstklassige Loipen bieten

zu können. Die verbleibenden

Investitionskosten wurden durch

Sponsorengelder sowie vom Landkreis

Goslar und dem Landkreis

Osterode am Harz übernommen.

Die Basis dieses Erfolgs ist die Vielseitigkeit

des PistenBully 100: „Das

Fahrzeug ist äußerst anpassungsfähig

und wendig – also ideal für die

Loipenpräparation, weil es mit den

drei unterschiedlichen Kettenbreiten

(2,50–2,80–3,10 Meter) auch

durch die oft sehr schmalen Wanderwege

passt. Wir können somit

auf die individuellen Kundenbedürfnisse

reagieren“, erklärt Harald

Schmid, zuständiger Gebietsverkaufsleiter

für den Harz, wo die

Kässbohrer Geländefahrzeug AG

seit der Wintersaison 2005/2006 in

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Vienenburg in der Nähe von Goslar

bei der Firma Ahlborn einen neuen

PistenBully-Servicestützpunkt eingerichtet

hat.

Das ausgewogene Fahrzeug-Gesamtkonzept

des PistenBully 100

garantiert Leistungsfähigkeit und

Wirtschaftlichkeit. Dank des Baukastenprinzips

mit verschiedenen

Fahrzeugbreiten und Zubehör für

unterschiedlichste Aufgaben ist der

PistenBully 100 für viele Einsätze

geeignet. Die Spurplatte sorgt für

qualitativ hochwertige Loipen. Darüber

hinaus ermöglicht der emissionsarme

Motor des PistenBully

100 Indoor den Halleneinsatz. Zudem

ist das Fahrzeug in den weiteren

Ausstattungsvarianten Pisten-

Bully 100 All Season und PistenBully

100 Trail erhältlich.

Die 5 neuen Pisten-

Bully100 sind bereit

für ihren ersten Einsatz

im Nordic Parc

Fichtelgebirge.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

67


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

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LAWINENSCHUTZ

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ANHÄNGEPUNKTE

für Windenmaschinen

MOUNTAINMANAGER 1/2007

68

Gute und zuverlässige

Daten dank IMIS

1996 kam erstmals das Interkantonale Mess- und Informationssystem

für Lawinenwarnung (IMIS) zum Einsatz. Im Herbst 2006 nutzten das

Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) und das

Schweizerische Bundesamt für Umwelt (BAFU) das 10-jährige Jubiläum,

um Anfänge und Erfolge Revue passieren zu lassen.

Im Rahmen der IMIS-Tagung in Sierre wurden Erfahrungen und Zukunftsperspektiven diskutiert.

Am 18. Oktober 1996 transportierte ein

Helikopter neueste technische Messinstrumente

nach Trubelboden, Kanton Wallis,

auf eine Höhe von 3 100 m. Dabei handelte

es sich um die erste Wetterstation des

neuen Interkantonalen Mess- und Informationssystems

für Lawinenwarnung (IMIS),

das in der Folge sukzessiv erweitert wurde.

Heute umfasst dieses Netzwerk insgesamt

74 automatische Gesamtstationen, die aus

59 Wind- und 89 Schneestationen bestehen.

Neben dem Wallis wurden auch die Kantone

Bern, Glarus, Graubünden, Obwalden,

St. Gallen, Tessin, Uri, Waadt, Schwyz und

Freiburg entsprechend ausgerüstet, sodass

dieses System aus der modernen Lawinenwarnung

in der Schweiz nicht mehr wegzudenken

ist. Die Basis dafür bildet eine

interkantonale Vereinbarung zwischen

dem SLF und dem Bundesamt für Umwelt

BAFU. Die Strategie umfasst einerseits das

Erkennen von Gefahrengebieten und de-

Fotos: SLF

ren Schutz durch bauliche Maßnahmen sowie

wirksame Warnmechanismen zur

rechtzeitigen Warnung und Evakuierung

der Bevölkerung.

Der Hintergrund

Das Interkantonale Mess- und Informationssystem

IMIS ist ein zentraler Bestandteil

der Lawinenwarnung Schweiz, des so

genannten Interkantonalen Frühwarn- und

Kriseninformationssystems IFKIS. Die IMIS-

Stationen liefern Wetter- und Schneedaten,

die eine zuverlässige Lawinenwarnung

möglich machen. Dabei sind die Daten sowohl

für Sicherungsentscheide, wie z. B.

Straßensperren und Evakuierungen wichtig

als auch für die Erstellung der täglichen

Lawinenbulletins des SLF.

Die IMIS-Wetterstationen stehen in der

Nähe von Lawinenanrissgebieten, die während

kritischer Lagen für Personen oft nicht

zugänglich sind. Da diese Standorte sich

auch weitab vom Stromnetz befinden,


werden die Mess-Stationen mit Solarenergie

betrieben. Außerdem ist

etwa die Hälfte von ihnen mit

Niederschlagsmessern ausgerüstet,

die bei Unwettern im Sommer den

Einsatzkräften zunehmend wertvolle

Informationen liefern.

An den Windstationen, welche die

Hauptwinde des Alpenkammes aufnehmen,

werden die Parameter

Windrichtung, Windgeschwindigkeit,

Lufttemperatur und die relative

Luftfeuchtigkeit erfasst. Die Schneestationen

befinden sich an windgeschützten,

ebenen und für die

Schneehöhe repräsentativen Standorten.

Mit ihrer Hilfe werden die reflektierte

Strahlung als Maß für den

Sonnenschein, die Schneeoberflächentemperatur,

die Schneehöhe

und die Temperaturen in der

Schneedecke gemessen.

Die so erhaltenen Daten werden

stündlich von der Nationalen Zentrale

in Davos abgefragt, überwacht

und archiviert. In der Folge

werden sie mit Hilfe verschiedenster

am SLF entwickelter Programme

aufbereitet und zur Nutzung bereitgestellt.

Die wichtigsten Produkte

sind der IFKIS-Infomanager, das IF-

KIS-MIS, SNOWPACK, NXD, AktuellPLUS

und das Lawinenbulletin.

Treffen in Sierre

Mitte November 2006 nahmen das

Bundesamt für Umwelt BAFU und

das SLF das 10-jährige Bestehen

von IMIS zum Anlass, die Erfolge

gebührend zu feiern und eine kriti-

Österreichische

Seilbahntagung

19.- 20. April 2007

Congress Innsbruck

Seminar OITAF

18. April 2007

Congress Innsbruck

ITS Schischulordertage

18.- 20. April 2007

Messe Innsbruck

sche Standortbestimmung zu wagen.

Am Programm der Veranstaltung

in Sierre standen Vorträge

namhafter Experten und eine Exkursion

zur IMIS-Station Trubelboden

sowie eine Besichtigung des Illgrabens.

Die Begrüßung der Teilnehmer

übernahmen Tagungsleiter Charly

Wuilloud, Chef Sektion Naturgefahren

Kanton Wallis, sowie Jean-

Jacques Rey-Bellet, Staatsrat Kanton

Wallis und Vorsteher des Departements

für Verkehr, Bau und

Umwelt. Einblick in die Entwicklung

und Zukunft von IMIS gaben

Reto Baumann, BAFU Abteilung

Gefahrenprävention, Luca Egli, SLF

Projektleiter IMIS, und Peder Caviezel,

Tiefbauamt Graubünden.

Dr. Jakob Rhyner, Forschungseinheitsleiter

Warnung und Prävention

am SLF/WSL, bescheinigte dem

IMIS-Konzept hohen Nutzen und

großen Wert für weitere Anwendungsmöglichkeiten.

So wäre bereits

ca. die Hälfte der IMIS-Stationen

mit Niederschlagsmessern ausgerüstet,

die im Sommer zum Teil

schon gute Dienste im Umgang

mit Hochwasser leisten. In Zukunft

sollten diese Möglichkeiten zum Erkennen

hydrologischer Naturgefahren

etwa im Rahmen des Projektes

IFKIS-Hydro ausgebaut werden,

wobei die enge Zusammenarbeit

mit MeteoSchweiz und BAFU wichtig

wären.

Bei der anschließenden Exkursion,

die per Helikopter zur IMIS-Schnee-

Interalpin

2007

Internationale Fachmesse

für alpine Technologien

18. - 20. April 2007, Messe Innsbruck

www.interalpin.eu

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

station Trubelboden führte, hatten

die Teilnehmer Gelegenheit, Fragen

an Dr. Hansueli Grubler, Hersteller

der IMIS-Stationen, Luca

Egli, Dr. Brian McArdell, Murgangsforschung

an der WSL, Christoph

Graf, wissenschaftlicher Mitarbeiter

der Gruppe Murgangsforschung

an der WSL, und Richard Kuntner,

Projektleiter Ingenieurbüro T&C,

zu richten. dwl

500 ausstellende

Firmen auf über

30.000 m 2

Sonderthema:

IMIS-Wetterstation.

Sommernutzung

Schigebiete

congress

& messe

innsbruck

1/2007 MOUNTAINMANAGER

69

HQU.AT


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

Die RFID-Technologie als Helfer

nach Seilbahnunfällen und Diebstählen

Die RFID-Chips (Radio Frequency

Identification) wie sie z. B. bei

den berührungslosen Lift-Tickets

von SKIDATA eingesetzt wird,

unterstützt eine optimale Sicherheitstechnik

und Logistik. Wenn

die RFID-Tickets personalisiert

sind (Name, Adresse, Telefon

und Nationalität des Benutzers),

dienen sie als Grundlage für eine

erfolgreiche Personenfahndung –

sei es im Krisenfall, sei es im Fall

eines Skidiebstahls. „Wie schwierig

eine Personenerhebung nach

einem schweren Seilbahnunglück

ist, hat die Brandkatastrophe

von Kaprun deutlich gezeigt”,

betont Sicherheitsexperte

Hans Popp, der das Thema im

Mountain Manager lancierte.

Beispiel eines

personalisierten

RFID-Tickets.

Foto: BB Brauneck

MOUNTAINMANAGER 1/2007

70

Handsfree Liftzutritt von SKIDATA mit RFID-Schreib- und Leseeinheit. Ein engmaschiges Netz an

Lesegeräten bei den Aufstiegshilfen, die ein Signal aussenden und den Transponder erkennen,

ermöglicht die permanente Lokalisierung des Gastes. Foto: Skidata

Durch die RFID-Technologie – bestehend

aus einem Transponder

(Skichip) und einer Schreib-/Leseeinheit

(Gate) mit eigener Intelligenz

und Antenne, welche Daten

empfangen, verarbeiten, speichern

und wieder aussenden können –

lässt sich jederzeit feststellen, wo

sich die Skigäste genau befinden

bzw. wie die Gästestromanalysen

an den Aufstiegshilfen verlaufen

sowie deren Auslastung. Diese

Schreib-/Leseeinheit sendet zunächst

ein Signal aus, das den

Transponder veranlasst, mit eigenem

Signal zu antworten. Die Lesedistanz

zwischen dem Transponder

und der Schreib- bzw. Leseeinheit

beträgt typischerweise bei den üblichen

passiven RFID- Systemen bis

zu einem Meter. Durch diese Technologie,

welche den Barcode ablöst,

erfolgt somit ein kontaktloser

Datenaustausch.

Weiters wird seit 2005 dreisten Skidieben

das Handwerk durch im Ski

eingebaute Chips gelegt (Atomic,

Head, Kneissl, Fischer, Salomon),

sowie bekanntlich eine Poolverrechnung

mit beteiligten Gesellschaften

eines Skigebietverbundes

ermöglicht. An der Prävention von

Skidiebstählen hat natürlich die

Versicherungsindustrie großes Interesse.

Schließlich werden alleine in

Österreich jährlich 9 000 Paar Skier

gestohlen! Damit die Alarmierung

bei einem entwendeten Ski vom

Zutrittssystem ausgelöst werden

kann, ist es jedoch erforderlich, im

Boden z. B. der Liftstation einen Leser

zu installieren, der die als gestohlen

gemeldete Seriennummer

des Skies identifiziert. In manchen

Skigebieten wie Flachau, Zell/See,

Saalbach, Wagrain, Gastein und

Schladming ist diese Anwendung

bereits seit 06/07 realisiert. Vom


schwedischen Chip-Hersteller EC-

Passage wird bis 2010 das Ziel angepeilt,

dass hier langfristig 80 %

aller Wintersport-Destinationen

und 65 % aller Ski/Board-Verleiher

mitmachen.

Personalisierte RFID-

Tickets helfen bei der

Personensuche

In naher Zukunft werden aber

„personalisierte“ RFID-Tickets nicht

nur eine effiziente und visuelle Kontrolle

ermöglichen, sondern auch

entscheidende Hilfe im psychosozialen

Krisenmanagement bei Seilbahnunfällen

zur Identifizierung

der Unfallopfer sein. Das Erstellen

von „Opferlisten“ ist dann der traurige

Höhepunkt dieser State-of-the-

Art-Technologie.

In einem Interview meinte Albert

Baier, GF der Planaibahnen Schladming

und stellv. Fachverbandsobmann

Österreichs, einmal dass er

überzeugt sei, von den personalisierten

Skikarten in naher Zukunft.

Zur Zeit betritt der Skigast mit einer

anonymen Card die Zonen einer

Aufstiegshilfe. Ausgenommen sind

nur Bergbahnangestellte, Skilehrer,

Saisonkartenbenützer – und immer

häufiger auch schon Wochenkartenbenützer.

In der Kontrollzone

wird der Skigast von einer RFID-

Schreib- und Leseeinheit vor der

Berg- oder Talfahrt erfasst. In der

Ausstiegszone erfolgt jedoch keine

RFID-Datenerfassung, es kann dadurch

auch derzeit keine Personenfahndung

in „real time“ im Krisenfall

erfolgen! Anders verhält es

sich bei „personalisierten“ RFID-

Tickets der Bergbahnen. Der Weg

des Gastes in einem Schigebiet

wird dann nämlich nicht mehr anonym,

sondern personalisiert durch

passieren der „Checkpoints“ nachvollzogen.

Dies ist die Grundlage

für eine erfolgreiche Personenfahndung

im Krisenfall!

Personenfahndung nach

der Seilbahnkatastrophe

von Kaprun

Wie schwierig die Personenerfassung,

Personenfahndung und

Erfassung der Überlebenden nach

einem Seilbahnunfall ist, zeigte die

Katastrophe von Kaprun recht

deutlich. Am 11. November 2000,

um 9 Uhr, gerät 600 m nach Einfahrt

in den Tunnel die bergwärts

fahrende Zugsgarnitur der Gletscherbahn

Kaprun in Brand.

Ab 12.15 Uhr wird von Mitarbeitern

des Roten Kreuzes mit Unterstützung

der Gendarmerie und

Feuerwehr begonnen, die Daten

der aus dem Skigebiet Evakuierten

und Rückreisenden zu erfassen. Da

aufgrund der Abgängigkeitsmeldungen

bei weitem nicht alle Namen

der Verunglückten bekannt

waren, wurde zu einer recht effizienten

Maßnahme gegriffen:

Das Rote Kreuz richtete ab 12.15

Uhr mittags einen Checkpoint ein,

den alle Gäste des Kitzsteinhorns

bei der Heimfahrt passieren mussten.

In Vierer-Reihen wurde jedes

Fahrzeug angehalten und die Identität

aller darin befindlichen Personen

schriftlich festgehalten. Dadurch

wurde es ermöglicht, bis am

Abend im Internet sowie den drei

ebenfalls eingerichteten Hotlines

eine Liste jener Personen zu übermitteln

(positive Namensliste), die

sich mit absoluter Sicherheit unter

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

den Überlebenden befanden. Somit

konnte auch der Kreis der Betroffenen

mehr und mehr eingegrenzt

werden.

Durch permanenten Datenabgleich

und Befragung Angehöriger

und Kontakt-personen möglicher

Betroffener sowie betroffener Vertretungsbehörden

in Österreich

rund um die Uhr, gelingt es bis 13.

November 12 Uhr, eine Liste von

155 +4 möglichen Opfern mit etwa

95%iger Sicherheit zu erstellen, am

17. November 2000 steht intern

die Opferzahl von 155 fest.

Fazit: Mit großem Personal- und

Datenaufwand wurde in einigen

Tagen die vom Unglück betroffene

Personen- bzw. Namensliste verfasst.

Erfassung über den

Faktor Beförderungszeit

Hingegen kann mit einer „personalisierten“

RFID-Technologie eine

betroffene Personenliste, (positiv

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Der von SKIDATA

verwendete RFID-Skichip

stammt von EC-

Passage. Foto: Skidata

1/2007 MOUNTAINMANAGER

71


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

Werbung von EC-

Passage für die Vernetzung

der Skigebiete

zur Diebstahl-Prävention.

Foto: EC-Passage

MOUNTAINMANAGER 1/2007

72

und negativ) mit wesentlich größerer

Sicherheit nach einem Unglück

erstellt werden. Da kein Abgangscheck

beim Verlassen der Seilbahn

erfolgt, müssen andere Kriterien

diesen „Check“ ersetzen. Es gibt

viele Möglichkeiten, um die tatsächliche

von einem Seilbahnunfall

betroffenen Personen namentlich

zu erfassen. Eine Möglichkeit davon

wäre, die Erfassung über den

Faktor „Beförderungszeit“.

Beispiel: Aufstiegshilfe A, Unfallzeitpunkt

15.20 Uhr, Beförderungszeit

15 Minuten.

Formel: Unfallzeitpunkt (tu) – Beförderungszeit

(tb) = Zeitpunkt der

Datenerfassung (td).

Das würde in diesem Fall bedeuten,

dass über das Datenmanagement

der Seilbahn ab 15.05 Uhr sämtliche

Gäste namentlich erfasst werden,

welche die Kontrollzonen der

Aufstiegshilfe A bis X passierten.

Dieses Datenmaterial bildet die

Grundlage zur Erstellung der zwei

Namenslisten durch die Grob- &

Feinanalyse. Je rascher ein Seilbahnunternehmen

die Kernfrage

abdeckt „wer ist dabei, wer nicht?",

umso mehr trägt es zu einer

psychologischen ersten Hilfe bei.

Über „Sieg und Niederlage“ bei

der Krisenbewältigung, entscheiden

die ersten zwölf Stunden. Die

RFID-Technologie ist dabei ein entscheidender

Zeitfaktor!

Die RFID-Grob- und

Feinanalyse von

Personendaten

Durch die Grobanalyse werden

grundsätzlich all jene Personen erfasst,

die irgendeine der Aufstiegshilfen

im betroffenen Skigebiet

zum Unfallzeitpunkt benützt hatten.

Personen von jenen Aufstiegshilfen,

die nicht in den Unfall involviert

sind, können bereits in einer

„positiven“ Namensliste zusammengefasst

werden. Diese Listen

sind die Informationsbasis für das

Internet, die Notfall-Call-Center

usw.

Die Daten der vom Unglück betroffenen

„Aufstiegshilfe A“ werden relativiert

durch die eingehenden Informationen

der Einsatz- und Rettungskräfte:

? Mitteilungen von Krankenhäusern

über Verletztenzugang

? Verletztentransport (Hubschrauber,

Krankenwagen, etc.)

? unverletzt Geborgene durch

Rettungskräfte

? Informationen vom Unfallort

? Stand der Personenbergung

? tatsächlich geborgene Opfer

Die Summe aller Informationen ergeben

dann die „negative Namensliste

bzw. Opferliste“. Diese

Datenauswertung in der ersten

Phase der Krisenbewältigung steht

nur Behörden, dem staatlichen Krisenmanagement,

Krisenstab, KIT-

Team zur Angehörigenbetreuung,

usw. zur Verfügung.

Anfragepotential nach

einer Katastrophe

Ein Krisen- oder Katastrophenfall ist

gekennzeichnet durch ein enormes

Informationsdefizit für den betroffenen

Personenkreis. Durch die Internationalität

der Gäste, die sich in ei-

Auch im Service- und Rent-Bereich

bringen RFID-Daten große Vorteile wie

Beschleunigung der Abwicklung oder

automatische Artikelanlage sowie Sicherheit.

Wintersteiger setzt die Technology

bei der Verleihsoftware „easy rent"

ein. Foto: EC-Passage

nem Wintersportzentrum aufhalten,

explodiert förmlich das Anfragepotential.

Ein Beispiel: Bei der Katastrophe

von Kaprun wurden 155

Personen getötet, von denen jeder

einen angenommenen Freundes-,

Bekannten- und Verwandtenanteil

von zumindest 100 Personen gehabt

hatte (eine niedrige Schätzung),

die aber schon rein rechnerisch

15 500 Personen zu Betroffenen

machen würde.

Die Gemeinsame Auskunftsstelle in

München – Emergency Procedure

Information Center kurz GAST-EPIC

wurde nach der Katastrophe, eines

der drei Notfall Call -Center von Kaprun.

Am ersten Tag der Katastrophe sind

allein 30 000 Anfragen aus aller

Welt über Personen bei GAST eingegangen.

Mittels der Spezialisten

der GAST, die in 20 Sprachen Auskunft

geben können, konnten viele

Fragen bereits im Vorfeld abgeklärt

werden und somit wurden die zwei

Notfall CC in Kaprun, die hoffnungslos

mit dieser Informationsflut

überfordert gewesen wären,

entlastet. Die Grundlage für eine

Beauskunftung bildeten die aufgelegten

„Opferlisten.

Da die „positive Opferliste“ auch

ins Internet gestellt wurde, kam es

wegen des regen Interesses allerdings

zu einem völligen Absturz der

Landeshompage, sodass man sich

noch in der Nacht in die Internetleitungen

von NEWS und ORF eingeklinkt

hatte, sogar dann gab es

noch Probleme. An vier Tagen gab

es auf der Landeshomepage zwei

Millionen Zugriffe, woraus man ersieht,

dass das Internet in solchen

Situationen ein überaus wichtiges

Informationsmedium geworden ist.

Fazit

Der RFID-Einsatz im Krisenmanagement

ist eine typische „Nischenanwendung

einer Technologie“, sie

unterstützt aber entscheidend die

Rettungs- und Einsatzkräfte im Krisenfall.

Die Entwicklung der RFID-Technologie

wird noch eine gewisse Zeit in

Anspruch nehmen – die meisten

Experten erwarten den Durchbruch

für RFID in den Jahren 2007 oder

2008. Die Zukunft im Bereich „RFID

für Seilbahnunternehmen“ hat aber

bereits begonnen. Hp/mak


„Trockentraining“ für den Ernstfall

Pünktlich vor Saisonbeginn fand bei der Panoramabahn

Kitzbüheler Alpen/Bergbahn AG Kitzbühel in Hollersbach

die jährliche Bergeübung statt, zu der auch die Öffentlichkeit

geladen war. Schließlich wollte man demonstrieren, dass im

Ernstfall nichts dem Zufall überlassen bleibt.

Involviert waren in diese Übung

unter Federführung von Betriebsleiter

Heinz Mayrhofer eine ganze

Reihe an Institutionen, darunter

Mitglieder der Feuerwehren Mittersill

und Hollersbach, der Bergrettung

Kirchberg, Jochberg und Mittersill,

Mitarbeiter der Bergbahnen,

die Polizei und das Team des

ÖAMTC Notarzthubschraubers

„Christophorus 4“.

Angenommen wurde der Fall, dass

ein Lagerschaden an der Umlenkscheibe

den weiteren Betrieb

der Einseilumlaufbahn unmöglich

macht. Diese 8 EUB führt in 2 Sektionen

von Hollersbach/Grubing

auf 1 892 m Seehöhe. Zu retten

galt es 60 Personen aus insgesamt

12 Kabinen. Bestens aufbereitete

Bergepläne waren vorhanden und

haben sich im Einsatz bewährt.

Die Aufgabenverteilung war klar

geregelt, sodass jede Einheit genau

wusste, was sie zu tun hat. So waren

etwa die Mitglieder der Bergrettungen

für die Bergung der

Fahrgäste zuständig, wobei sie von

den Seilbahnbediensteten unterstützt

wurden. Die Feuerwehr Hol-

Freiwillige ließen sich aus den Kabinen abseilen. Fotos: BB Kitzbühel AG

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

lersbach übernahm den Transport

und die Betreuung der Geborgenen.

Die Aufgabe der Mittersiller Feuerwehr

war es, die Zentrale für die

Einsatzleitung am Parkplatz der

Talstation zu installieren, wobei

diese im Kommandofahrzeug und

im Versorgungsfahrzeug untergebracht

war. Die Einsatztrupps wurden

mit Hilfe digitaler und ausgedruckter

Lagepläne koordiniert. Per

Funk wurden schließlich alle geretteten

Personen zur Registrierung

an die Einsatzleitung gemeldet.

Gutes Ende

Um 15 Uhr war die Übung zur Zufriedenheit

aller Beteiligten beendet.

54 Personen waren aus 10 Kabinen

mit Hilfe des Hubschraubers

geborgen worden. Aus 2 Kabinen

wurden je 3 Personen von den

Bergrettern mit ihren Bergegeräten

aus 15 m Höhe gesichert und abgeseilt.

dwl

Bei der Hubschrauberbergung

gab es Unterstützung

durch den

ÖAMTC Notarzthubschrauber

C4.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

73


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

2006 war ein sehr gutes Jahr für die Snowgripper

GmbH. Neben einer Reihe neuer Kunden

und entsprechender Verkaufserfolge brachte

man eine durchdachte Neuerung auf den Weg.

Vorführung und

Test des neuen

Spinnankers.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

74

Die Snowgripper GmbH ist ein

Tochterunternehmen der renommierten

Firmengruppe Oberhofer

Stahlbau und konnte 2006 europaweit

rund 1 000 Snowgripper verkaufen.

Das jeweilige System kann

optimal an die herrschenden Geländeverhältnisse

angepasst werden,

da man als Komplettanbieter

Herstellung, Planung, Lieferung

und Montage alles aus einer Hand

anbieten kann.

Erfolgreich war das Snowgripper-

System vor allem in Deutschland,

Spanien, Italien und Frankreich. In

den genannten Ländern ist man jeweils

durch ausgesuchte Fachhändler

vertreten, welche die attestierten

Vorzüge des Systems erfolgreich

am Markt positionieren konnten.

So kennt man das Snowgripper-System

in Frankreich erst seit 2

Jahren, dennoch konnte man 2006

4 Projekte verwirklichen, bei denen

320 Snowgripper zum Einsatz kamen.

Auch in Österreich war man erfolgreich,

und das nicht nur bei Bergbahnen,

sondern auch bei Straßenmeistereien

und Gemeinden. So

zählt etwa die Gebietsbauleitung

Snowgripper:

Erfolge und Innovationen

Spinnanker Modell 12 (mit 12 Gewindestäben). Fotos: Snowgripper

Salzkammergut der Wildbach- und

Lawinenverbauung zu den überzeugten

Kunden, die in den letzten

2 Jahren wiederum 250 Stück

Snowgripper X-Large für den Gleitschneeschutz

im Bereich einer

Wiederaufforstung am Brentnkogel

in Ebensee installierten.

Optimiertes Ankersystem

Seit Herbst 2006 arbeitet Snowgripper

mit einem neuen Verankerungssystem,

das seine Vorzüge vor

allem auf lockerem und daher besonders

schwierigem Untergrund

ausspielt. Der so genannte Spinnanker

besteht aus einer Gusseisenplatte

und je nach Modell aus 6

oder 12 Gewindestäben, die im Boden

befestigt bzw. eingedreht werden.

Auf dieser Gusseisenplatte

können dann jegliche Aufbauten sicher

fixiert werden. Die Montage

erfolgt schnell, unkompliziert und

ohne großen maschinellen Aufwand.

Aufgrund seiner speziellen Ausführung

kann der Spinnanker je nach

Bodenbeschaffenheit bis zu 20 t

Vertikal- bzw. 10 t Horizontallast

aufnehmen. Entsprechende Tests

wurden unter Federführung der

Bautechnischen Versuchs- und Forschungsanstalt

Salzburg durchgeführt

und in Form eines Gutachtens

zusammengefasst.


Snowgripperfeld in Val d’Isère (100 Stk. X-Large).

Ein erstes Testfeld zur Montage von

Stahlschneebrücken mit Spinnankern

steht im Frühjahr 2007 im

Rahmen der Gadenstättlawine in

Viehhofen zur Realisierung an (Ausführung

WLV Gebietsbauleitung

Pinzgau). Auch erste Kontakte zur

Fotovoltaikindustrie in Deutschland

entwickeln sich viel versprechend.

(Näheres zum Spinnankersystem in

der nächsten Ausgabe des MOUN-

TAIN MANAGERS).

Informationen zur Produktpalette

der Snowgripper GmbH gibt es ab

Anfang Februar auf der neu gestalteten

Homepage unter www.snow

gripper.at

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

Snowgripper Referenzprojekte:

Auszug 2006

Österreich:

Diedamskopf Bergbahn Schoppernau: Skiwegsicherung

Straßenmeisterei Pongau: Straßensicherung L 216

Dienten/Lend

WLV GBL Salzkammergut: Gleitschneeschutz für

Wiederaufforstung

Gemeinde Kufstein: Straßensicherung

Italien:

Bergbahnen Madonna di Campiglio: Trassensicherung

Bergbahnen Arabba: Skiwegsicherung

Bergbahnen Usseglio (Turin): Skiwegsicherung

Straßenaufsicht Veneto Strade:

Böschungssicherung Monte Grappa

Andorra:

Pas de la Casa Grau Roig: Skiwegsicherung

Frankreich:

Bergbahn Avoriaz: Skiwegsicherung

Bergbahnen Val d’Isere: Skiwegsicherung

Bergbahnen La Clusaz: Skiwegsicherung

Straßenaufsicht La Giettaz: Straßensicherung

Deutschland:

ALF Sachrang:

Gleitschneeschutz für Wiederaufforstung

ALF Schliersee:

Gleitschneeschutz für Wiederaufforstung

1/2007 MOUNTAINMANAGER

75


TECHNIK

MESSE

Ein zufriedenes Resümee ziehen

die Veranstalter der VIATEC 2007

in der Messe Innsbruck. Zum

dritten Mal insgesamt fand die

Internationale Fachmesse für

Straßenbau und Infrastrukturbewirtschaftung

in alpinen Bereichen

Ende Januar in der Tiroler

Landeshauptstadt statt. Zum ersten

Mal im Wechsel mit Bozen,

wo VIATEC 2004 erstmals durchgeführt

wurde. Gemäß einer

international wohl einzigartigen

Messekooperation findet die

(trans-)alpine Infrastrukturmesse

im jährlichen Wechsel dies- und

jenseits des Brenners statt.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

76

Ermutigender Start

Rund 1 500 Fachbesucher und 250

Kongressteilnehmer lockte die VIA-

TEC 2007 an drei Messetagen in

die Messe Innsbruck. Sie blieb damit

zwar zahlenmäßig leicht unter

den Erwartungen von Veranstaltern

und den knapp 100 teilnehmen-

VIATEC 2007

Transalpin in Innsbruck

Die Halle 4 der Innsbrucker Messe Innsbruck war mit knapp 100 VIATEC-Ausstellern ausgebucht.

„Snowbusiness goes

Public“: Neben dem

Lawinenschutz für

Seilbahnen kommen

die Gaz.Ex-Systeme

der Innsbrucker

Interfab auch zunehmend

an exponierten

Straßenabschnitten

zum Einsatz. Auf

der VIATEC informierten

Mag. Josef

Six und Mag. Roderich

Urschler (rechts)

sowie Dietmar Mair

vom Interfab-Baupartner

Hoch-Tief-

Bau-Imst (Mitte).

den Ausstellern. In ersten Bewertungen

stellten beide Seiten jedoch

die hohe Kompetenz und erfreuliche

Internationalität des Publikums

heraus, das sowohl fachlich als

auch geographisch die Zielgruppen

der Messe deutlich abbildete.

Neben den Teilnehmern an der parallel

zur Messe durchgeführten

internationalen Fachtagung „Verstärken

und Instandsetzen von

Betonkonstruktionen 2007“

der Universität Innsbruck, folgten

am Schlusstag auch zahlreiche

Experten den Vorträgen

und Diskussionen des VIATEC-

Der Schweizer Marktführer in

Sachen Schneeräumung Zaugg will

verstärkt auf die deutschen und

österreichischen Nachbarmärkte.

Zaugg-Anbaupflüge besitzen ein

Elementfederungssystem mit automatischer

Rückstellung im unteren

Pflugdrittel, das hohe Räumgeschwindigkeit

bei gleichzeitiger

Schonung von Aggregat und Räumfahrzeug

gewährleistet.

Kongresses, der sich mit wichtigen

Verkehrsprojekten im (Ost-)Alpenraum

beschäftigte.

So waren unter den Besuchern aus

Österreich, Italien, Deutschland,

der Schweiz aber auch aus Tschechien,

Slowenien und Polen gleichermaßen

Verantwortliche von

kommunalen und privaten Straßenbauträgern,

Ingenieure und


In der schweren Klasse ab 70–75 PS

Geräteträgern sind Kahlbacher-Schneeräumer

weit vorne am Markt. Österreich-Verkaufsleiter

Manfred Czekay und

Marketing-Chef Christian Kahlbacher

präsentierten in Innsbruck.

Planer sowie Bauunternehmer aus

den Bereichen Straßen-, Brücken

und Tunnelbau. Einen wichtigen

Bereich unter Besuchern wie Ausstellern

bildeten auch Anbieter von

Verfahren und Technologien der

winterlichen und sommerlichen

Straßenwartung sowie von Einrichtungen

zum Lawinenschutz und

der Hangsicherung.

Berührungspunkte

Dass sich gerade in den letzten

beiden Bereichen sowie in den

Bauverfahren exponierte Lagen

Berührungspunkte mit dem

Leistungsangebot für Seilbahnen

oder bergtouristische Infrastrukturen

ergaben liegt auf der Hand.

Zahlreiche Aussteller der bevorstehenden

INTERALPIN nutzen

denn auch die Gelegenheit zu einer

Präsentation auf der Winter-

Baumesse.

So präsentierte die Südtiroler Seik

GmbH ihre Seilkrane, die gegenüber

stationären Hebezeugen

wichtige Vorteile bei der Flächenabdeckung

in schwierigem Gelände,

vor allem aber schnelle Aufbauzeiten

bei geringen Eingriffen

in die oft sensible Berglandschaft

bieten. Gleiches gilt für spezialisierte

Baumaschinen, wie die Liechtensteiner

Kaiser-Schreitbagger, die

mit hoch anpassungsfähigen Fahrwerken

und einem praxisgerechten

Anbauprogramm sicheren Stand

für nahezu alle Arbeiten in unwegsamen

Hanglagen gewährleisten.

Ganz offensichtlich sind die Überschneidung

zwischen hochalpinem

Verkehrswegebau und dem Seilbahnbereich

natürlich im Stahlbau.

So kann Lienzer Stahlbauer Wito

nicht nur zahlreiche Referenzen im

Seilbahnbereich vorweisen, auch

der Bau und Unterhalt von Brückenbauwerken

zählt zum internationalen

Leistungsangebot des

zur Raffl-Gruppe gehörenden

Unternehmens. Das augenscheinlichste

Beispiel liegt in

Innsbruck vor der Tür: Derzeit erstellen

die Schwesterfirmen Raffl

Stahl- und Metallbau und Wito-

Konstruktionen die Innbrücke

der neuen Hungerburgbahn. tb

VIATEC für den ruhenden Verkehr:

Die Innsbrucker Technic Gerätebau

zeigte ihren Parkschein-Automaten

P8, der sich dank wettersicherer

Ausführung und zahlreichen Offund

Online-Funktionen auch für

die kostengünstige Bewirtschaftung

von Parkraum in Gebirgskommunen

eignet. Technic-Projektbetreuer

Daniel Kern präsentiert das zugehörige

Parkzeitgerät für Vielparker

„Smart Park“.

TECHNIK

MESSE

Die KNL-Lärmschutzwände von Aquasol bestehen aus einer

standfesten Stahlprofil-Konstruktion, die schnell errichtet ist und

wenig Platz benötigt. Mit Substrat befüllt und mit Außenvlies und

Stahlmatten abgedeckt, finden standortgerechte Kletterpflanzen

guten Halt. Ein weiteres Plus der hochabsorbierenden Schallschutzlösung

ist die leichte Reparatur nach Unfallschäden.

Foto: Aquasol

Die Verbindung zwischen modernem Stahlbrückenbau und Seilbahntechnik

demonstrieren die österreichischen Schwesterfirmen

Raffl Stahl- und Metallbau und Wito-Konstruktionen bei Bau

und Montage der Innbrücke der neuen Innsbrucker Hungerburgbahn.

Foto: Raffl

Handgeführte Yanmar- und Ariens-Schneeräumer bestimmten

den VIATEC-Stand von Hochfilzer, die in Innsbruck auch über

ihr Komatsu-Zenoah-Programm an leistungsfähigen Handgeräten

für die Landschaftspflege und die Forstwirtschaft informierten.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

77


TECHNIK

DESIGN

CARVATECH: innovativer

Fahrzeugbau mit DESIGN A STORZ

Wenn es um neuartige Ideen, Lösungen

und Umsetzungen im Bereich „designorientierter

Fahrzeugbau“ geht,

ist CARVATECH immer die erste

Adresse für international anerkannte

Industrial-Designer. Eine fruchtbare

Zusammenarbeit besteht seit Jahren

mit DESIGN A STORZ (Zell/See), aus

der jüngst wieder eine Weltpremiere

– das RENT-MOBIL für Intersport

Bründl Kaprun und Mathoy Ischgl –

enstanden war.

Seitenansicht des

RENT MOBIL.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

78

Das neue RENT MOBIL für Intersport Mathoy, Ischgl, eine

Entwicklung von DESIGN A STORZ und CARVATECH.

DESIGN A STORZ ist Ideenküche

und Visionenschmiede zugleich.

Die kreative Arbeit entsteht in einer

kleinen und individuellen Welt;

eine Designfabrik aufzubauen, entspricht

nicht dem Ziel von DESIGN

A STORZ. Aus Emotionen, innovativem

Denken und konzeptionellem

Vorgehen entwickelt DESIGN A

STORZ „advanced”, sprich zukunftsorientiertes

Design. Von der

Idee bis zur Konzeption, vom Modell

bis zur Umsetzung in die Rea-

Fotos: CARVATECH

lität: STORZ verbindet die Kundenphilosophie

mit Designstrategie.

Die Vorliebe zu freien Formen und

die Tendenz zur harmonisch-weichen

Linienführung zeichnet die

Arbeit aus. DESIGN A STORZ – Dynamik

und Spannung.

Gemäß der Firmenphilosophie von

STORZ ist Design der Schlüssel

zum wirtschaftlichen Erfolg eines

Unternehmens. Innerhalb des Designprozesses

spielt DESIGN A

STORZ in einer Welt der Formen

die Rolle eines kreativen Zentrums.

Konzeptionelles

Vorgehen ist jedoch die

Basis der Designarbeit:

von der Idee zum

Entwurf, vom

Modellbau

zum

Prototyp und zur Serienproduktion.

Im Mittelpunkt des Designs

steht der Mensch und seine Bedürfnisse,

sein Verhalten. Produkte zu

kreieren, die Freude machen und

auch funktionieren, mehr an Lebensqualität

vermitteln – die Umsetzung

dieser Bedürfnisse macht

sich das 15-köpfige Studio-Team

von STORZ zur Aufgabe.

? Design schafft Identität.

? Identität schafft Image.

? Image schafft Erfolg.

Nahe am Kunden

Nahe am Produkt, nahe am Kunden

– mit dieser Philosophie konnte

der oberösterreichische Fahrbetriebsmittelhersteller

CARVATECH

auch im abgelaufenen Jahr wieder

sein Know-how unter Beweis stellen.

Grundsätzlich gibt es bei CAR-

VATECH zwei verschiedene Kernkompetenzen

hinsichtlich Technik

und Produktion: einerseits den designorientierten

Kabinenbau mit den

bekannten Produktlinien „Kabinen

für Seilbahnen“ sowie „Besucherbahnen“,

andererseits den Fahr-


zeugbau. Im Fahrzeugbau werden

Spezialfahrzeuge für Feuerwehren

entwickelt und produziert. Auch im

Fahrzeugbau wird natürlich großer

Wert auf ansprechendes Design gelegt.

In beiden Bereichen ist CAR-

VATECHs technische und produktive

Kompetenz sehr gefragt.

Mit der Weltneuheit, dem RENT-

MOBIL, wurde für Intersport Bründl

in Kaprun und Intersport Mathoy in

Ischgl ein völlig neuartiges Konzept

realisiert.

Die Weltpremiere –

das RENT-MOBIL

für Ski-Equipment

Das RENT-MOBIL wurde als eine

Weltpremiere präsentiert und stellt

eine gestalterische und technische

Innovation dar. Achim Storz designte

und entwickelte gemeinsam

mit einem Kernteam von Intersport

Bründl und Intersport Mathoy sowie

den Technikern von CARVA-

TECH ein Fahrzeug, in das der Gast

direkt beim Hotel einsteigt, um sich

seine Ski-Ausrüstung zu „leihen“.

Nach einem kurzen Check aller Daten

werden diese vollautomatisch

an die dem Hotel des Gastes nächstliegendeServicenetwork-Verleihstation

übermittelt; der Gast kann

dann zum vereinbarten Termin sein

perfekt vorbereitetes Equipment abholen

und damit gleich auf die Piste

gehen.

Modernste Technik kommt hier

ebenso zum Einsatz wie optimale

Beratung. Die einzigartige Serviceoffensive

bietet Kunden jeder Altersstufe

eine stressfreie und unkomplizierte

Möglichkeit, sich mit

hochqualitativem Ski-Equipment

auszurüsten. Außerdem wird der

Umtausch und das Deponieren der

Ausrüstung zum Kinderspiel. In jedem

Fall ist selbstverständlich das

gewohnte Service der Intersport-

Mitarbeiter gewährleistet, getreu

dem Motto von Bründl:

„Wir vermieten keine

Skier sondern

Glücksgefühle”

? Rent instead of carry

? Equipment on a high-end level

? Let us do the work for you

? Awake and know that everything

is ready for you

? Xperience the pure adventure.

„Der Skifahrer ist der klassische

User unserer Seilbahnkabinen; dieser

wird auch mit dem Konzept des

Intersport RENT-MOBILs angesprochen.

Für uns war es eine interessante

Aufgabe, unsere Fahrzeugbautechnologie

erstmals für den

Wintersporttouristen unter Beweis

zu stellen“, beschreiben die beiden

CARVATECH-Geschäftsführer Ing.

Robert Vockenhuber und Ing. Reinhard

Aschauer das Projekt.

Bei zwei VW-Crafter-Kastenwagen

wurde der komplette hintere Teil

des Aufbaus abgeschnitten. Nur

die Fahrerhauskabinen inklusive

Rückwand und Bodenplatte blieben

bestehen. Anschließend wurde

das Gerippe des Designaufbaus

aufgesetzt. Das Dach und das Heck

des Designaufbaus wurden mit

Sandwich-Paneelen beplankt. Die

fahrerseitige Verkleidung wurde

mit halbtransparenten Compoundplatten

ausgeführt; beifahrerseitig

wurde eine hochwertige VSG-Verglasung

eingesetzt. Den gesamten

Aufbau hat man in bewährter Klebetechnik

ausgeführt – eine Technologie,

die auch bei den Flughafen-löschfahrzeugen

zum Einsatz

kommt.

Statt Volkswagen

Intersport-Identität

Der Heckbereich des RENT-MOBILs

wurde mit DESIGN A STORZ speziell

gestaltet. Es wurde darauf geachtet,

dem Basisfahrzeug mit speziellen

Designelementen, wie dem

Heckteil und der abgeänderten

Frontmaske, die Volkswagen-Identität

zu entziehen und eine Inter-

sport-Identität zu kreieren. Die Außen-

und Innengestaltung wurde

mit Spezialfolien durchgeführt, die

den Kunden einen winterlichen

und sportlichen Touch vermitteln

sollen.

Besonderen Wert hat man auch auf

die Innenausstattung inklusive Multimedia-Equipment

gelegt – einerseits

auf die fahrzeugtechnische

Ausrüstung mit Standheizungsbetrieb

und Wechselstrom-/Gleichstromkonvertern

für die Energieversorgung,

andererseits auf die

technische Ausstattung für den Skiverleih,

wie z. B. spezielle Waagen

und Scanner einschließlich Hardund

Software. Das Multimedia-

Equipment umfasst einen LCD-

Bildschirm sowie ein Bose-Soundsystem

mit Innen- und Außenlautsprechern

für die Unterhaltung der

Kunden und die Präsentation von

Skigebiet-Informationen.

Auch bei dieser Innovation hat

CARVATECH einmal mehr seine

technische Kompetenz unter Beweis

gestellt. Pd/mak

TECHNIK

DESIGN

Blick ins Wageninnere:

hier wird

anprobiert.

Ski-Equipment im

Innenbereich.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

79


TECHNIK

FIRMEN NEWS

Im Dezember wurde der erste

Teil des neuen Technologiezentrums

auf dem ehemaligen

Alumix-Areal in Bozen seiner

Bestimmung übergeben. Als ersten

Mieter konnte die Südtiroler

Landesregierung bei dieser Gelegenheit

LEITNER Technologies

begrüßen.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

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LEITNER:

PTS-Forschung in Bozen

Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder übergibt Michael Seeber den Schlüssel für die neuen

LEITNER-Büros. Fotos: LEITNER

Das Sterzinger Unternehmen verlegt

nicht die gesamte F&E-Abteilung

nach Bozen. Vielmehr sollen in

den neu adaptierten Büroräumlichkeiten

in der Voltastraße hauptsächlich

Forschung, Entwicklung

und Projektierung der Personentransportsysteme

(PTS) konzentriert

werden. Das damit betraute

Team besteht aus 50 Mitarbeitern

und hatte schon vorher in Bozen

gearbeitet.

Nunmehr steht auf dem ehemaligen

Alumix-Gelände ausreichend

Platz und modernste Infrastruktur

zur Verfügung, sodass effektives Arbeiten

unter besten Bedingungen

gewährleistet ist. Auch für eine Verstärkung

des Teams ist genügend

Raum vorhanden.

LEITNER Technologies unterstreicht

mit dieser Initiative den hohen Stellenwert

von Forschung und Entwicklung,

den man diesem Bereich

Südtirol hat in die Modernisierung

des Bürokomplexes 4,4 Mio. Euro

investiert.


seit Jahren im Unternehmen einräumt.

So wurden 2004 9,8 Mio.

Euro, 2005 10,9 Mio. Euro und

2006 12,8 Mio. Euro investiert. Michael

Seeber, Präsident des Aufsichtsrates,

brachte seine Überzeugung

bei der Eröffnung auf den

Punkt: „Als Unternehmer möchte

ich zum wiederholten Mal darauf

hinweisen, dass Forschung und

Entwicklung für eine zukunftsreiche

und gesunde wirtschaftliche Gesellschaft,

somit auch für unser Land

Südtirol, ein wesentlicher Bestandteil

ist. Nicht wenige Menschen

denken, es würde ausreichen, öffentliche

Strukturen mit Laboratorien

zu errichten, wo junge Wissenschaftler

arbeiten und forschen, um

global wettbewerbsfähig zu sein.

Aber das ist ein großer Irrtum,

denn nur wenn der produktive Sektor

Fragen stellt, Probleme aufwirft,

die wissenschaftliche Arbeit auch finanziell

unterstützt und am Ende

die Resultate übernimmt, kann Forschung

und Entwicklung Erfolg

bringen. Es ist daher unbedingt

notwendig, simultan im Bereich

Forschung & Entwicklung und Produktion

zusammenzuarbeiten. Forschung

und Entwicklung gewinnt

an Substanz, wenn sie von aktiven

Firmen benötigt wird, nur dadurch

können sie wachsen und wettbewerbsfähig

sein.“

Das Ex-Alumix-Areal

Das Gebäude auf dem so genannten

Alumix-Gelände in der Bozener

Voltastraße stammt aus den 30er-

Jahren des letzten Jahrhunderts

und wurde in rund einjähriger Arbeit

komplett saniert und umgebaut.

Investiert wurden dabei rund

4,4 Mio. Euro. Damit wurde ein

erster Schritt zur Verwirklichung

des Technologieparks Südtirol gesetzt,

der rund 40 Mio. Euro kosten

werde und als Knotenpunkt für

Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen

in Sachen Forschung

und Innovation dienen solle, so

Landeshauptmann Luis Durnwalder.

Ziel sei es dabei, bis 2010 jene

drei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt

bei den Investitionen für Forschung

und Entwicklung zu erreichen,

die in der EU als Maßstab angesetzt

wurden.

Die gesamte Anlage ist kammartig

aufgebaut und wird über einen

Mittelgang in Längsrichtung erschlossen.

Auf der Nordseite wurden

kleinere Räume eingeplant, im

Süden Großraumbüros. Da das

Erdgeschoß zum Teil über 5 m

hoch ist, wurden in die großen Bü-

ros im Ost- und Mittelflügel Galeriegeschoße

zur optimalen Flächennutzung

eingezogen.

Die Kellerräume dienen als Lagerflächen

und bieten der Haustechnik

Platz. Zwischen dem West- und

dem Mittelflügel wird ein kleiner,

begrünter Innenhof angelegt. Parkplätze

wurden an der Westseite des

Gebäudes vorgesehen. dwl

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TECHNIK

FIRMEN NEWS

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Rösslimatte 48, 6002 Luzern, Telefon 041 228 41 45, Mail itw@hsw.fhz.ch

Blick auf den

Haupteingang.

1/2007 MOUNTAINMANAGER

81


TECHNIK

FIRMEN NEWS

ALGE-TIMING:

Neuigkeiten aus der Produktpalette

Die Geräte von ALGE-TIMING sind weltweit die am meisten verwendeten

Geräte bei FIS-Rennen. Die leichte Bedienbarkeit, große Zuverlässigkeit

und Robustheit haben die Kunden überzeugt.

MOUNTAINMANAGER 1/2007

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Pünktlich für den Start ins Jahr

2007 kann ALGE-TIMING wieder

eine Reihe interessanter Geräte zur

Zeitmessung bzw. Zeitanzeige

vorstellen.

Der Timy ist ein

kleines, handliches Zeitmessgerät,

das aber wesentlich

größeren Geräten in der Bedienung

und Ausstattung um nichts

nachsteht. Bei diesem Gerät stehen

die Abmessungen im krassen

Gegensatz zur Leistung. Der Timy

deckt mit den verschiedenen Softwarepaketen

alle Bereiche von der

Hilfszeitmessung bis zur Hauptzeitmessung

ab. Auch mehrere Durchgänge

mit Totalzeit sind möglich.

Natürlich kann man weiterhin das

bestehende ALGE-Zubehör verwenden.

Als Neuheit hat der Timy

jetzt auch ein Programm für Parallelslalom.

Sehr beliebt ist der TdC 8001 im

Skisport. Die einfache Bedienung

mit der doppelten Tastatur für Start

und Ziel separat, zusammen mit

den großen, übersichtlichen Dis-

plays hat schon viele

überzeugt. Er ist

nach wie vor das

unerreichte „Universalgenie“

unter den

Zeitmessgeräten.

Wer die Zeitmessung

flexibel einsetzen will, kommt

um eine Funkübertragung nicht

herum. Hier hat ALGE mit dem Teledata

TED die optimale Lösung,

die es auch erlaubt, bereits beste-

hende ALGE-Zeitmessgeräte zu

verwenden. Mit dem Teledata TED

kann man Entfernungen bis 4,5 km

überbrücken.

Der Funk kann in zwei verschiedenen

Modi betrieben werden, und

zwar in Form von Impulsübertragung

(für Zeitmessung) oder Datenübertragung

(z. B. zur Steuerung

einer Großanzeigetafel oder

eines Auswerte-PC’s). Den TED darf

man auch bei FIS-Rennen für die

Startimpulsübertragung einsetzen.

Exakte Anzeigen

ALGE bietet auch LED-Anzeigetafeln

an und zwar von

der einfachen, numerischen

Anzeigetafel bis zur Graphiktafel.

Die numerische Anzeigetafel

wird in verschiedenen

Schriftgrößen angeboten

und kann, wenn Sie

nicht für das Rennen verwendet

wird, die Zeit und

Temperatur anzeigen.

Die Graphikanzeigetafel D-

RTNM kann direkt vom ALGE Zeitmessgerät

(z. B. TdC 8001) gesteuert

werden. Vor dem Rennen werden

in die Anzeigetafel die Namensliste

bzw. Werbung oder an-

dere Informationen vom PC eingespielt.

Während des Rennens ist die

Anzeigetafel nur am Zeitmessgerät

angeschlossen. Über die Eingabe

der Startnummer im Zeitmessgerät

wird die Anzeige gesteuert. So

kann man z. B. die Startnummer,

Name, Nation oder Verein, Zeit

und den Rang, bzw. auf Werbung,

oder sonstige Information umgeschaltet

werden.

i

Infos: www.alge-timing.com


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