JAHRESBERICHT 2011 WDR-KINDERRECHTEPREIS 2012 WASSER IST LEBEN ...

andherihilfe

JAHRESBERICHT 2011 WDR-KINDERRECHTEPREIS 2012 WASSER IST LEBEN ...

NR. 02/12 · Juni 2012 · G 10458

ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT IM INDISCHEN SUBKONTINENT

JAHRESBERICHT 2011

Rückblick auf das Jahr 2011

WDR-KINDERRECHTEPREIS 2012

Auszeichnung für Projekt „Mädchen sollen leben“

WASSER IST LEBEN

Machen Sie mit!


NEUIGKEITEN

WDR-Kinderrechtepreis 2012

Auszeichnung für Projekt gegen Mädchenmorde

Der „WDR-Preis für die Rechte des

Kindes“ wird seit 1996 alle zwei Jahre

an Organisationen aus NRW verliehen,

die sich für die Umsetzung der UN-

Kinderrechte-Konvention einsetzen.

Der erste Preis ging in diesem Jahr an die

Andheri-Hilfe, die sich mit dem Projekt

„Kein Mädchen ist unerwünscht“ für den

Schutz von Mädchen in Indien einsetzt.

Mädchen dürfen leben

Endlich ist der Sommer bei uns angekommen – wir freuen uns über angenehme

Temperaturen, Sonnenschein und laue Abende. Genau der richtige Zeitpunkt

für ein Gartenfest mit der Familie oder einen Grillabend mit Freunden. Vielleicht

planen ja auch Sie einen fröhlichen Abend zur Fussball-EM? Wie schön wäre es,

wenn man diese Zeit nutzen könnte, um gemeinsam zu feiern und zu helfen!

So können Sie mit Freude Gutes tun: Machen Sie mit bei unserer Aktion „Indischer

Sommer – Wir feiern und helfen“. Wo und wie gefeiert wird, das entscheiden

Sie. Bitten Sie Ihre Gäste anstelle der üblichen Gastgeschenke um eine Spende

für die Andheri-Hilfe. Der Erlös fließt in unsere Wasserprojekte in Indien und

Bangladesch.

Mit einer schönen Feier

für eine gute Sache zu

werben ist eine tolle Idee

und macht viel Spaß. Wir

beraten Sie gerne, wie Sie

unsere Wasserprojekte

mit einem besonderen

Fest unterstützen können.

Gerne lassen wir Ihnen

weitere Informationen

sowie Einladungskarten

für Ihre Gäste zukommen.

Wir freuen uns über Ihren

Anruf (0228-9265250)

oder Ihre E-Mail (info@

Brunnen führen wieder Wasser, bringen neues Leben. andheri-hilfe.de).

Foto Titelseite: „Wasser ist Leben“ von Roger Richter

Schirmherr und Mitglied der Jury ist

Wolfgang Niedecken von BAP. Unterstützt

wird die Erwachsenen-Jury von

einer unabhängigen Kinder-Jury. Kinder

zwischen neun und zwölf Jahren bewerten

die Organisationen, die sich für den

Preis beworben haben. Die Jury hob in

Hinblick auf das Projekt der Andheri-

Hilfe hervor, dass das Recht auf Leben

das grundlegendste

Kinderrecht ist und

die Initiative den

Blick auf die nach

wie vor große Benachteiligung

von

Mädchen weltweit

richtet. Weiter lobte

die Jury den strukturellen

Ansatz und

den langen Atem

des Projektes.

Mit ihrem Projekt

„Kein Mädchen

ist unerwünscht“,

engagiert sich die

Wir feiern und helfen!

Andheri-Hilfe gegen Mädchenmorde

in Indien. Dort werden Millionen

Mädchen gezielt abgetrieben oder

als Babys ermordet. Einer der Gründe:

Mädchen gelten als Kostenfaktor,

weil sie eine hohe Mitgift in die Ehe

einbringen müssen. Durch Aufklärung

und Organisation der Mütter rettet die

Andheri-Hilfe neugeborene Mädchen

und fördert gleichzeitig die Erwerbstätigkeit

der Frauen. So erhält eine junge

Mutter bei der Geburt einer Tochter

zwei Kokospalmen und zwei Ziegen, um

Einkommen zu erzielen, das sie für die

Erziehung und Ausbildung der Tochter

einsetzen kann. Auch Mädchen sind

wertvoll - dieses Bewusstsein wächst

immer mehr in den Projektdörfern und

rettet Leben.

Veranstaltungstipps

29.06.: Vortrag von Elvira Greiner

über unsere Arbeit im Kampf gegen

die Tempelprostitution. Allerweltshaus

in Köln-Ehrenfeld 20 Uhr.

01.07.: Internationales Kultur- und

Begegnungsfest auf dem Bonner

Marktplatz.

06.07.:Theateraufführung „Devadasi

- Die Nacht der Tempeltänzerin“

auf dem Sommerfest der

Deutschen Welle in Bonn 18:30 Uhr.

06.09.: Auftaktveranstaltung zu den

Lesungen aus der Autobiographie

„Einfach Mensch“ von und mit Rosi

Gollmann. Thalia-Buchhandlung

Markt 24, Bonn 20 Uhr.

16.09.: Weltkindertag auf dem Bonner

Marktplatz. Bunte Aktionen zum

Motto „Was habt Ihr mit unserer

Welt gemacht?! – Kinder und ihr

Recht auf eine gesunde Umwelt“.

23.09.: Weltkindertag im Kölner

Rheingarten in der Altstadt.

11 Uhr Verleihung des WDR-

Kinderrechtepreises.

Helfen Sie uns, Druck- und

Portokosten zu sparen!

Wenn Sie in Zukunft das Andheri-

Forum per E-Mail statt per Post

wünschen und hin und wieder aktuelle

Infos, senden Sie uns eine kurze

Mail an forum@andheri-hilfe.de.

Sie helfen uns damit Portokosten

zu sparen.


Liebe Mitglieder und Freunde,

dieser Tage feiern wir den 45. Geburtstag unserer Andheri-Hilfe. Welch’ ein

Frucht bringender Baum ist aus dem kleinen Pflänzchen gewachsen! Waren es

zunächst die 400 Kinder im Waisenhaus in Andheri, denen unsere Hilfe galt,

so fördern wir heute Millionen von Not leidenden Kindern, unterdrückten

Frauen, von ausgebeuteten Landarbeitern, von augenkranken und blinden

Menschen in 8.534 Dörfern und 693 Slums. Der Schlüssel für diesen Erfolg ist

das Vertrauen: Ist Ihr Vertrauen in uns; ist unser Vertrauen in unsere Partner

und die Menschen in unseren Projekten. Dafür sind höchste Transparenz und

detaillierte Rechenschaftslegung so wichtig. So berichten wir Ihnen heute über

das Jahr 2011 und stellen Ihnen sehr gerne weitere Informationen zur Verfügung.

Wir sind voller Dankbarkeit für das Erreichte: Das mit Ihnen gemeinsam

Erreichte! Und wir machen weiter: Feiern Sie mit im „indischen Sommer“, freuen

Sie sich mit uns über die Verleihung des WDR-Kinderrechtepreises für unser

Projekt „Mädchen sollen leben“. Gerade die Erfolge dieses Projektes zeigen,

wie wichtig unsere Arbeit ist: Mehr als 9.000 neugeborene Mädchen konnten

vor dem sicheren Tod bewahrt werden! DANKE, dass Sie zu solchen Erfolgen

beitragen! Wir machen weiter. Machen Sie mit!

Mit herzlichen Grüßen vom gesamten Andheri-Hilfe Team

Elvira Greiner 1. Vorsitzende

Gutes tun – Richtig spenden

Bürgerliches Engagement nimmt in Deutschland einen großen Stellenwert ein

Dies zeigen u.a. 620.000 eingetragene

Vereine, 50.000 Selbsthilfegruppen

und 15.000 Stiftungen. Die Arbeit

dieser Organisationen wäre ohne

die Unterstützung ihrer Spender und

Förderer nicht möglich. Rund 4,3

Milliarden Euro haben die Deutschen

2011 gespendet. Doch wie spendet

man „richtig“?

Für welches Thema Sie sich engagieren

möchten, das ist Herzenssache.

Viele Menschen fühlen sich durch

Katastrophen, wie die Hungersnot

in Ostafrika, aufgerufen zu spenden.

Experten der Weltbank haben jedoch

ausgerechnet, dass ein Euro in langfristigen,

vorbeugenden Projekten

bis zu siebenmal wirksamer sein kann

als in der Nothilfe. Es ist also sinnvoll,

in der Vielzahl der gemeinnützigen

Organisationen einen passenden

Partner zu finden, den man dauerhaft

unterstützen möchte. Bei der Auswahl

helfen das Spendensiegel des DZI und

Berichte der Organisationen zu Transparenz,

Finanzen und Wirksamkeit ihrer

Arbeit. Am effektivsten können Sie

helfen, indem Sie ihre Mittel bündeln

und ihr Engagement auf bestimmte

Themen konzentrieren. Regelmäßige

Spenden geben einer Organisation

Planungssicherheit. Bei zweckgebundenen

Spenden sollte man beachten,

Unsere Starthilfe schenkt Zukunft und Lebensfreude

dass sie den Handlungsspielraum der

Organisation einschränken, wenn der

Zweck zu eng definiert ist. Gerade

in der Katastrophenhilfe bleiben

schlimmstenfalls zweckgebundene

Gelder übrig, die eigentlich dringend

woanders benötigt werden. Generell

gilt, dass wenige größere Beträge

wirksamer sind als viele kleine, da der

Verwaltungsaufwand sinkt. Überlegen

Sie zudem, ob Sie Ihre Partnerorganisation

noch auf anderem Wege

unterstützen können: Ihr Wissen, Ihre

Erfahrungen, Ihre Kontakte und Ihr

BEGRÜSSUNG

persönliches Engagement können sehr

wertvoll sein.

Wir danken für Ihr Vertrauen und Ihre

Unterstützung und freuen uns auf die

weitere Zusammenarbeit!

Das Deutsche

Zentralinstitut

für soziale

Fragen (DZI)

bescheinigt:

Ihre Spende

kommt an!


JAHRESBERICHT 2011

Projektarbeit in Indien und Bangladesch

Der Grundsatz unserer Arbeit ist es, stets Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Deshalb werden die Projekte von einheimischen

Partnerorganisationen in intensiver Zusammenarbeit mit den Menschen in den Dörfern und den Slums der Großstädte

geplant und durchgeführt. So wissen die Menschen von Anfang an, dass es „ihre“ Projekte sind und dass sie selbst es

sind, die ihren Entwicklungsprozess nach einigen Jahren in die eigenen Hände nehmen. Im vergangenen Jahr wurden 11

Projekte von unserer Seite geschlossen, d.h. in die Hände der einheimischen Bevölkerung übergeben. Die Arbeit geht

nun vor Ort ohne unsere Hilfe weiter und wir sind offen für neue Projekte. Insgesamt haben uns 98 Neuanträge erreicht.

71 neue Projekte (bzw. neue Projektphasen) im Gesamtvolumen von 5.073.255,72 € konnten wir im Jahre 2011 bewilligen,

davon 16 Projekte in Bangladesch = 1.989.739,04 € und 55 Projekte in Indien = 3.083.516,68 €. Gleichzeitig kam

es zu Einsparungen bei den Projekten in Höhe von 1.358 T€, die vor allem aus nicht genutzten Reserven für Wechselkursschwankungen,

nicht durchgeführten Projektmaßnahmen und der nachträglichen Einschränkung von vertraglichen

Projektzusagen aus Vorjahren resultieren.

Folgende Schwerpunkte setzte die Andheri-Hilfe in 2011 in ihrer Projektarbeit in Bangladesch und Indien:

Ländliche Entwicklung

Für den Bereich ländliche Entwicklung

wurden in 2011 die meisten Mittel bewilligt.

In den Projekten geht es darum,

die natürlichen Ressourcen zu schützen

bzw. zu regenerieren und die Lebensgrundlage

der Menschen zu sichern;

zudem geht es um Landrechte, um

Bildungs- und Ausbildungsangebote

in den Dörfern. Oft sind es umfassende

Projekte, die mit einem Bündel von

Maßnahmen auf viele verschiedene Herausforderungen

gleichzeitig reagieren.

Die vielfältigen Ursachen von Armut und

Ausbeutung werden multidimensional

angegangen. So werden Perspektiven

nicht nur für wenige ausgewählte Familien

geschaffen, sondern für ganze Dorfgemeinschaften

und darüber hinaus.

Ein gemeinsamer Schwerpunkt mit dem

Bundesministerium für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung war

im Jahr 2011 der Bereich Klimaschutz/

Der Schutz der Ressourcen sichert Überleben

Solarenergie – nicht nur in Deutschland ein wichtiges Thema.

Ein gutes Beispiel dafür, wie sich der Alltag der Menschen

mit Hilfe von Solarenergie nachhaltig verändern kann, sind

Ismatera Begum und ihr Mann Jalal.

Das Ehepaar lebte mit seinen vier Kindern Jahre lang ohne

elektrischen Strom und gab einen Großteil seines geringen

Einkommens für den Einkauf teuren Kerosins aus. Durch

unser Solarlicht-Projekt auf den Flussinseln in Bangladesch

hat die Familie nun ihre eigene kleine Solaranlage auf dem

Dach ihres Wellblechhauses. Ihre Kinder können nun auch

nach Einbruch der Dunkelheit dank des Solarlichts lernen,

wodurch sich ihre schulischen Leistungen bereits erheblich

verbessert haben. Ismatera selbst nutzt den neuen finanziellen

Spielraum der Familie und stellt „Kathas“ (Decken

aus alten Stoffen) her, die ihr ein zusätzliches monatliches

Einkommen von 1.500-2.000 Taka (ca. 15-20 Euro) verschaffen.

Möchten auch Sie die Menschen auf den Flussinseln

unterstützen?

Bereits mit 90 Euro leisten Sie einen wertvollen Beitrag

um Licht in das Leben zweier Familien zu bringen, die

sich ein Solar-Home-System teilen.

Anpassung an den Klimawandel.

So wurde

z.B. in Südindien ein

Projekt initiiert, in dem

Dalits (Kastenlose)

beim Aufbau einer eigenenSolarlampenfirma

unterstützt werden.

In Bangladesch, wo der

Klimawandel schon

heute besonders sichtbar

wird, ist der Einsatz

von Biogasanlagen

und Solarenergie von

besonderer Bedeutung.

Zudem setzen wir

uns in überschwemmungsgefährdeten

Gebieten für die Höherlegung von

Unterkünften, Werkstätten, Viehställen

etc. ein. Auch investieren wir in Aus-

und Fortbildung der Menschen, denn

erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten

Mit Stolz erfüllt füttert sie ihre Kuh.

sind häufig das einzige, was sie bei Naturkatastrophen

„mitnehmen“ können.

In 2011 haben wir für diesen Projektbereich

insgesamt 2.453.765,38 €

eingesetzt (2010: 1.652.647 €).

Solarstrom ermöglicht dieser Familie noch Tätigkeiten nach

Einbruch der Dunkelheit.


Projektarbeit in Indien und Bangladesch

„Blindheit und ihre Folgen bekämpfen“

Unter diesem Motto setzen wir uns dafür ein, blinden Menschen

in Bangladesch das Augenlicht wiederzuschenken

und andere vor der Erblindung zu bewahren. Die Zahl der

Augenkranken und Blinden ist in Bangladesch extrem hoch.

Jedoch können wir mit relativ wenig Geld unvergleichliche

Hilfe leisten (z.B. 40 € für eine Graue-Star-Augenoperation).

Im Rahmen unseres Programms „Augen-OP Plus“ wird für

die erkrankten Menschen nachhaltig eine Perspektive geschaffen:

Nach der Augenoperation ermöglichen wir ihnen

eine berufliche Schulung oder sie erhalten einen Kleinkredit

für eine Einkommen schaffende Maßnahme, wie etwa den

Kauf von Saatgut.

In 2011 haben wir für die umfangreichen Maßnahmen im

landesweiten Programm „Augenlicht retten“ (Operationen,

Untersuchungen, Sehtests, Prävention und Hilfen für unheilbar

blinde Menschen) 955.378,00 € bewilligt (2010: 1.040.683 €).

So konnten u. a. 128 Eye-Camps bzw. Screening-Camps in

ländlichen Gebieten ohne augenärztliche Versorgung durchgeführt

werden. Bei allen Camps werden die Patienten vor

Ort untersucht und behandelt. Bei den Eye-Camps werden

Graue-Star-Patienten auch dort operiert. Bei den Screening-

Camps werden die Patienten wenige Tage später in

Straßenkindern Hoffnung geben

Eigentlich war das Mädchen auf dem Weg in sein Heimatdorf,

war jedoch in den falschen Zug gestiegen und fand sich in

der Stadt wieder. Drei Monate zuvor hatten ihre Eltern sie in

einen Vorort von Chennai geschickt, um dort als Haushaltshilfe

zu arbeiten. Schläge und Erniedrigungen prägten ihren

Alltag. In dieser Nacht wurde sie von ihrem Arbeitgeber auf

die Straße gesetzt und sah keinen anderen Ausweg, als sich

auf den Weg zurück zu ihren Eltern zu machen. Anthony

Cruz nahm das Mädchen im Straßenkinderzentrum auf, wo

sie zunächst medizinisch behandelt wurde und wieder zu

Kräften kommen konnte. Das Betreuerteam machte sich

dann gemeinsam mit Maheswari auf die Suche nach ihrer

Familie. Es stellte sich heraus, dass ihre Eltern und Geschwister

in sehr ärmlichen Verhältnissen lebten, durch die sie sich

gezwungen sahen, ihre Tochter zum Arbeiten fortzuschicken.

Das Team des Kinderzentrums musste aktiv werden, damit

Maheswari langfristig bei ihren Eltern bleiben kann. Sie

setzten sich mit dem Arbeitgeber der Mutter zusammen, die

JAHRESBERICHT 2011

Sehtest in einer Schule in Bangladesch

das nächstgelegene Augenhospital gebracht, wo sie unter

besseren Bedingungen operiert werden. Insgesamt konnten

rund 75.000 Augenkranke untersucht und behandelt

werden. 13.592 Menschen wurden operiert. 19.000 Brillen

wurden verschrieben und ausgegeben. Bei Sehtests wurden

über 61.276 Schüler untersucht.

Gesundheit und Bildung

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung ist Gesundheit. Doch

auch wenn in Indien und Bangladesch der medizinische Fortschritt deutlich sichtbar ist, so ist die Gesundheitsversorgung

vieler Menschen, besonders in ländlichen Regionen, weiterhin mangelhaft. Indien ist das Land mit der weltweit größten

Zahl unterernährter Kinder. Kinder- und Müttersterblichkeit sind erschreckend hoch, und auch HIV/AIDS-Erkrankungen

nehmen immer mehr zu (Indien nimmt nun den traurigen 3. Platz in der Rangfolge der Länder mit den meisten AIDS-

Erkrankungen ein). Daher spielen Aufklärung über gesunde Ernährung, Trinkwasser, Hygiene, Familienplanung und HIV/

AIDS eine zentrale Rolle in unseren Projekten. In Hinblick auf die Sicherung einer Basis-Gesundheitsversorgung in den

Dörfern fördern wir Schulungen von Gesundheitshelferinnen und Hebammen. Auch die Schaffung von Chancen für Kinder

mit Behinderungen ist uns ein großes Anliegen. In diesem Bereich haben wir 386.638,04 € zusätzlich zu den laufenden

Projekten neu bewilligt (2010: 215.893 €).

Allein auf der Straße – leider immer noch das Schicksal vieler

Kinder in Indien. Auch Maheswari wurde mitten in der Nacht

am Bahnhof in Villupuram vom Streetworker eines von uns

unterstützten Straßenkinderzentrums gefunden.

Maheswari auf dem Weg in eine glücklichere Zukunft

ebenfalls als Haushaltshilfe arbeitete, und erreichten eine

Lohnsteigerung für sie. Die Eltern können nun ihre Kinder

versorgen und Maheswari blickt wieder mit Hoffnung in

die Zukunft. Helfen Sie uns dabei, Kindern Chancen zu

geben. Die Rehabilitierung eines Straßenkindes kostet

rund 200 Euro.


JAHRESBERICHT 2011

Projektarbeit in Indien und Bangladesch

Kinder

Seit Gründung der Andheri-Hilfe steht das Wohl der Kinder

im Mittelpunkt unseres Engagements. In unseren Projekten

fördern wir Kinder vor allem im Rahmen von integrierten

Projekten. Wenn es einer Frau, einer Familie oder einer Dorfgemeinschaft

besser geht, profitieren davon vor allem auch

die Kinder. So tragen wir in all unseren Projekten dazu bei,

gerade Kindern bessere Chancen zu eröffnen - angefangen

von den Projekten zur ländlichen Entwicklung bis zur Katastrophenhilfe.

Zusätzlich unterstützen wir spezielle Kinderprojekte,

z.B. zur Förderung von Straßenkindern oder zum Aufbau von

Kindergruppen bis hin zu Kinderparlamenten. In 2011 haben

wir hierfür 228.861,96 € bewilligt (2010: 353.625 €).

Mädchen und Frauen

In all unseren Projekten spielen Mädchen und Frauen eine

besondere Rolle, weil sie – sowohl in Indien als auch in Bangladesch

– in der stark von Männern dominierten Gesellschaft

von Not, Unrecht und Diskriminierung in extremem Maße

betroffen sind. In unseren Projekten lernen sie, die Ursachen

ihrer Notsituation zu analysieren, Selbstvertrauen zu gewinnen

und sich mit anderen Frauen in Gruppen zusammenzuschließen,

um sich gemeinsam für die Verbesserung der sozialen

und wirtschaftlichen Lebensbedingungen einzusetzen. So

werden Frauen zu wichtigen Trägerinnen der Entwicklungszusammenarbeit.

Ganz gezielte Unterstützung ist beispielsweise

im Kampf gegen Mädchentötung oder Tempelprostitution

notwendig. In 2011 haben wir 14 solcher speziellen Frauenprojekte

mit einem Gesamtbetrag von 436.043,41 € gefördert

(2010: 425.601 €).

Sonstige Maßnahmen

Neben drei Projekten, die sektorübergreifend sind, sind vor allem Ausgaben im Zusammenhang mit dem Andheri Trust

unter „Sonstige Maßnahmen“ ausgewiesen: 612.568,93 €. Der „Partnerschafts-Fonds“, aus welchem der Andheri Trust

nach vereinbarten Kriterien selbst Projekte bewilligen kann, wurde in 2011 auf 420.000 € (2010: 371.125 €) aufgestockt.

In 2011 wurden daraus 26 Projekte gefördert.

Andheri-Hilfe-Vertretungen in Indien und Bangladesch

Bei der Auswahl unserer Partner, der Planung neuer Projekte,

der Begleitung der Projektdurchführung, der Kontrolle der

Mittelverwendung, der Fortbildung der Partner und ihrer

Vernetzung untereinander spielen unsere Koordinatoren vor

Ort eine herausragende Rolle.

Die Zusammenarbeit mit dem Andheri Trust (gegründet 1999)

wurde 2011 weiter gestärkt. Im Jahr 2012 steht beim Andheri-

Trust ein Führungswechsel an: Der langjährige Geschäftsführer

Father Kulandai Raj zieht sich aus dieser Position zurück, bleibt

dem Trust jedoch als Vorstandsvorsitzender erhalten. Neue

Geschäftsführerin wird Frau Asuntha Charles.

Im April 2011 wurde in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch,

das erste eigene Bangladesch-Landesbüro eröffnet.

Das Engagement der Andheri-Hilfe in Bangladesch hatte 1974

begonnen mit der „Aktion Blindenhilfe“. Inzwischen wird das

Programm „Augenlicht retten“ landesweit gefördert; gleichzeitig

werden 15 weitere Projekte unterstützt: von mobilen

Ausbildungszentren bis hin zu integrierten Dorfentwicklungsprojekten.

Das eigene Landesbüro unterstützt die Arbeit von

der Antragsprüfung bis hin zur Projektbegleitung und –evaluierung

und schafft mehr Unabhängigkeit und Transparenz.

Eine Ausbildung ist für viele junge Frauen der Grundstein für

eine Zukunft in Selbstständigkeit.

Unsere Kollegen in Indien. Zweite von links: Asuntha Charles.

Dritter von links: Kulandai Raj.


Geschäftsstelle

Auch in 2011 war in der Geschäftsstelle eine erfreuliche Kontinuität

festzustellen: Der Geschäftsführer August Ilg, vier

Projektreferenten, zwei Mitarbeiter in der Buchhaltung, zwei

Referenten im Bereich Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit,

eine Sekretärin und eine Mitarbeiterin für Basargruppenbetreuung

bilden das Team der Andheri-Hilfe. Zudem wurden

in diesem Jahr zwei neue Assistenzstellen geschaffen. Elvira

Greiner, 1. Vorsitzende seit 2001, ist Vollzeit in der Geschäftsstelle

tätig (Leitung Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit,

Projektarbeit etc.). Die Vergütung aller Mitarbeiter erfolgt in

Anlehnung an den TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst).

Unterstützt wird das hauptamtliche Team von Praktikanten

und von einer großen Zahl ehrenamtlicher Mitarbeiter. Von

besonderer Bedeutung ist das ehrenamtliche Engagement

der Gründerin und Ehrenvorsitzenden Rosi Gollmann.

Unsere Gremien

Mitgliederversammlung

Sie ist das oberste Entscheidungsgremium des Vereins. Die

Mitglieder entscheiden u. a. über Satzungsänderungen, sie

wählen den Vorstand und den Aufsichtsrat. Die Zahl der

Mitglieder hat sich von 637 am 1.1.2011 auf 620 am 1.1.2012

geändert.

Vorstand

Der Vorstand besteht laut Satzung aus bis zu acht von der

Mitgliederversammlung für vier Jahre gewählten Personen.

Er entscheidet über Grundsatzfragen, Länder-, Programm-

und Projektkonzeptionen, beschließt den Haushaltsplan und

bewilligt Projekte ab 100.000 Euro. Er verabschiedet den

Jahresabschluss und berichtet der Mitgliederversammlung.

Er beschließt über Geldanlagen, Personalfragen, die Schwerpunkte

der Öffentlichkeitsarbeit und über die Gestaltung der

Zusammenarbeit mit dem Andheri Trust in Indien und dem

Andheri-Landesbüro in Bangladesch.

Die Vorstandsmitglieder sind – mit Ausnahme von Frau

Greiner – ehrenamtlich tätig und erhalten keine Aufwandsentschädigung.

Frau Greiner ist gleichzeitig als Leiterin

des Bereiches Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in der

Geschäftsstelle tätig.

Dem Vorstand gehören derzeit an:

- Elvira Greiner - 1. Vorsitzende

- Dr. Wolfgang Massing - 2. Vorsitzender

- Rosi Gollmann

- Dr. Maria Hohn-Berghorn

- Dr. Thomas Lawo

- Dr. Alarich Richter

- Ulrike Schneider

- Wilhelm Schumacher

Rosi Gollmann ist gleichzeitig Vorsitzende, Dr. Alarich Richter

Vorstandsmitglied der Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung.

Aufsichtsrat

JAHRESBERICHT 2011

Der Aufsichtsrat überwacht die Arbeit des Vorstands. Seine

Mitglieder werden von der Mitgliederversammlung für vier

Jahre gewählt. Sie sind ehrenamtlich und ohne Zahlung einer

Aufwandsentschädigung tätig.

Dem Aufsichtsrat gehören an:

- Felix Busse - Vorsitzender

- Dr. Günter Bonnet

- Dr. Oliver Kremer

- Konrad Rüdelstein

Beirat

Die Mitglieder des Beirats werden vom Vorstand – im Einvernehmen

mit dem Aufsichtsrat – auf vier Jahre berufen.

Sie unterstützen den Vorstand mit ihrem Fachwissen und

ihren Kontakten. Sie sind ehrenamtlich tätig und erhalten

keine Aufwandsentschädigung.

Dem Beirat gehören an:

- Dr. Heinrich Dieckmann

- Ruth Hieronymi

- Prof. Dr. Max Huber

- Ulrich Kasparick

- Dr. Franz Josef Micha

- Dr. Wiegand Pabsch

- Dr. Antonius Nienhaus

- Dr. Andrés Söllhuber

Geschäftsführung

Die Leitung der Geschäftsstelle ist seit März 1995 Herrn

August Ilg als angestelltem Geschäftsführer übertragen.

.

Mitgliedschaften

Die Andheri-Hilfe ist Mitglied bei VENRO (Verband

Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen)

und beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Spendensiegel des DZI

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen in Berlin

hat der Andheri-Hilfe auch in 2011 wieder das „Spendensiegel“

als „Zeichen geprüfter Seriosität und Spendenwürdigkeit“

zuerkannt.

Nähere Informationen zu unseren Gremien sowie aktuelle

Protokolle der Mitgliederversammlung, Tätigkeits- und

Lagebericht finden Sie auf unserer Website

www.andheri-hilfe.de.

Auf Wunsch senden wir Ihnen diese Unterlagen gerne

zu. Anruf genügt: 0228 9265250.


JAHRESBERICHT 2011

Informieren – Motivieren – Engagieren

Bildungsarbeit ist uns ein wichtiges Anliegen, denn wir leben in einer Welt, die im Zeitalter der Globalisierung immer mehr

zusammen rückt. Durch die Veröffentlichung von Informationen und verschiedenste Veranstaltungen soll die Öffentlichkeit

über die Situation der Menschen in Indien und Bangladesch und unsere Arbeit vor Ort aufgeklärt werden.

Unser Engagement in der Bildungsarbeit

reicht von Veranstaltungen in

Kindergärten und Grundschulen über

weiterführende Schulen und Universitäten

bis zu Veranstaltungen der Erwachsenenbildung.

Besondere Bedeutung

kam im Jahr 2011 der Ausstellung im

LVR-LandesMuseum Bonn zu, in deren

Rahmen Werke des Fotografen Roger

Richter zum Thema Tempelprostitution

gezeigt wurden.

Die diversen Veranstaltungen dienen nie

allein der Spendensammlung, sondern

gleichzeitig auch der Information und der

Motivation zum Engagement für unsere

Eine Welt. So war die Andheri-Hilfe im

letzten Jahr u. a. am Weltkindertag in

Köln, am Tag der Vereinten Nationen

in Bonn und an der Internationalen

Meile im Rahmen des Deutschlandfests

aktiv beteiligt. Besonders wichtig für

die Information und Motivation der

Öffentlichkeit sind weitere vielfältige

Aktionen wie Basare, Benefiz-Konzerte,

Spendenläufe und andere Aktionen zugunsten

der Andheri-Hilfe, veranstaltet

von Gemeinden, Gruppen, Schulen

und Privatpersonen. So konnte u. a.

das Weihnachts-Benefizkonzert des

MultiKulti-Chors in Bonn seine Zuhörer

begeistern und motivieren.

Darüber hinaus konnten wir durch Ko-

operationen mit

Firmen (z.B. Designstraps

und

Piratoplast) einerseitsFördermittel

erhalten

und andererseits

eine breitere

Öffentlichkeit

über die Arbeit

der Andheri-Hilfe

informieren.

Das Medieninteresse

an der

Andheri-Hilfe

war in 2011 erfreulich

hoch.

O b w o h l w i r

keine bezahlten

Medienbeiträge

in Auftrag gaben,

erhielten

wir Kenntnis von

6 TV-Beiträgen,

56 Presseberichten und mehr als 310

Beiträgen im Netz (kontinuierliche

Steigerung, Vergleich 2010: 252) über

unsere Arbeit!

Unsere Internet-Seite www.andherihilfe.de

ist inzwischen für viele Spender

und Interessenten zur Informationsquelle

Nr. 1 geworden. Am 26. Oktober

Lasten auf dem Kopf zu tragen ist ganz schön schwer!

ging die überarbeitete Seite online, die

dank eines neuen Designs und neuer

Funktionen noch attraktiver ist.

„Anwalt für die Armen und Unterdrückten“

zu sein, auch hier bei uns,

ist uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb

unterstützten wir auch in 2011 die

Kampagne „Deine Stimme gegen

Armut“. Aktuelle Infos finden Sie unter

www.deine-stimme-gegen-armut.de.

„Die deutsche Beteiligung an dieser

Kampagne wird koordiniert von VEN-

RO“. Ein besonderer Erfolg war unsere

Teilnahme an der Fotoreihe „Deine

Stimme ist unser Joker“, in der engagierte

Jugendliche ihren Einsatz für die

Eine Welt zeigten. Unser Postkartenmotiv

mit der 18-jährigen Pugalvani,

die in ihrer Dorfschule in Südindien

Förderkurse gibt, damit die Kinder

ihres Dorfes bessere Bildungschancen

haben, wurde zum Siegerbild dieser

Fotoreihe gewählt. Postkarten mit dem

Motiv wurden an deutschen Schulen

verteilt und erreichten so eine breite

Öffentlichkeit.


Mit eigenem Beispiel voran für eine bessere Welt

85 Jahre Rosi Gollmann

45 Jahre Andheri-Hilfe Bonn e.V.

10 Jahre Rosi Gollmann-Andheri-Stiftung

....viele gute Gründe für eine bewegende Feierstunde und ein buntes

Sommerfest!

Für ihre herausragende Lebensleistung ehrte die Stadt Bonn am 9.

Juni ein glückliches Geburtstagskind: Rosi Gollmann, Gründerin und

Ehrenvorsitzende der Andheri-Hilfe, die am selben Tag 85 Jahre „jung“

wurde, trug sich ins Goldene Buch der Stadt Bonn ein – in einer Reihe

mit gekrönten Häuptern und Staatspräsidenten.

„Sie haben eine besondere Begabung, auf Menschen zuzugehen, Ihnen

zuzuhören und sie zu begeistern. Diese Gaben haben Sie genutzt zum

Wohle Vieler“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch im Alten

Rathaus vor weit mehr als 200 Gästen, die zum Teil von weit her angereist

waren. Rosi Gollmann betonte, sie sei voller Dankbarkeit für das

gemeinsam mit so vielen Mitstreitern Erreichte. Und sie appellierte

an ihre Zuhörer, nach einem einfacheren Leben zu streben, damit

Lebenschancen für alle Menschen in unserer Welt gesichert werden.

Bewegend waren die Berichte der Wegbegleiter von Rosi Gollmann,

die ein wenig erahnen ließen, was diesen Menschen inspiriert, was

diese Frau motiviert, ihr ganzes Leben für die Armen einzusetzen.

Ihr Neffe Claus Gollmann gab einen Einblick in Kindheit und Jugend:

Schon in der Familie wurden die Grundlagen für ihr außergewöhnliches

soziales Engagement gelegt. Eine ihrer ehemaligen Schülerinnen

erzählt, wie sie die ersten Päckchen für das Waisenhaus in Andheri

packten. Einer unserer Partner aus Indien, M.C. Raj, bezeichnete Rosi

Gollmann als ein „Energiezentrum“, und Christoph Brüßel vom Senat

der Wirtschaft lobte ihr Wirken: „Wenn wir Rosi Gollmann zu recht als

‚Energiezentrum’ beschreiben, dann ist wahrlich keine Energiewende

notwendig!“ Ein besonders bewegender Moment war es, als Maryann,

die Adoptivtochter von Rosi Gollmann, aufgewachsen im Waisenhaus

zu Andheri, sie mit einer traditionellen indischen Blumengirlande ehrte

und ihr für ihre Liebe und Fürsorge dankte. Wie Musik und Tanz aus

den unterschiedlichen Kulturen uns bereichern, durften die Gäste bei

einem klassischen indischen Tanz und der Musik des Hornisten Rudolf

Diebetsberger erfahren. Alles in allem war es eine tiefe Erfahrung der

ganz besonderen Andheri-Gemeinschaft, die Menschen aller Schichten

und Altersgruppen zusammenbringt mit dem gemeinsamen Ziel, mehr

Menschlichkeit in unsere eine Welt zu bringen.

Nach der Feierstunde zog es die Gäste hinaus auf den Bonner Marktplatz,

wo ein buntes indisches Sommerfest gefeiert wurde: Schulkinder

schickten hunderte bunter Luftballons mit guten Wünschen in den

Himmel; Bollywoodtänzerinnen luden zum Mittanzen ein; Soulmusik

der Band Yassmo schaffte eine fröhliche, lockere Stimmung; Indische

Curries und Lassis verwöhnten den Gaumen und die Kleinsten erfreuten

sich am Bemalen der Andheri-Stofftaschen und anderen bunter

Mitmachaktionen. Der „Indische Sommer“ war ein wunderbares Fest

für alte und neue Andheri-Freunde!

Allen Mitwirkenden, die sich auf so vielfältige Art und Weise eingebracht

haben, danken wir sehr herzlich! Nur durch sie wurde dieser

Tag zu einem so schönen, unvergesslichen Erlebnis! Rosi Gollmann

bedankt sich für die vielen Gratulationen und guten Wünsche, die

sie erreicht haben. Und gemeinsam sagen wir DANKE für die vielen

Spenden, die anlässlich ihres Geburtstags und der Jubiläen bei der

Andheri-Hilfe und der Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung eingegangen

sind: bisher rund 150.000 Euro! So wird die Freude über die Feierlichkeiten

weitergetragen zu den Menschen in Indien und Bangladesch,

denen unsere Hilfe gilt. So wird geteilte Freude wahrlich zur doppelten

Freude – weit über den 9. Juni hinaus!

JUBILÄUMSFEIER


JAHRESABSCHLUSS 2011

Jahresabschluss 2011

Der Jahresabschluss der Andheri-Hilfe setzt sich aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht

zusammen. Die nachfolgende Darstellung des Jahresabschlusses 2011 folgt den Empfehlungen des Deutschen Zentral-

institutes für soziale Fragen (DZI) in Berlin zur Finanzberichterstattung in Jahresberichten.

Ergebnisrechnung 2011

Die Spenden ohne spezifische Zweckbestimmung

waren in 2011 gestiegen

Erträge

Geldspenden

Sachspenden

Leistungsentgelte (Ergebnis wirtschaftl.

Geschäftsbetrieb)

Erbschaften, Nachlässe etc.

Bußgelder

Zuwendungen und Zuschüsse

Zins- und Vermögensergebnis

Übrige Erträge

Summe

2011 in €

2.656.934,04

1.659,30

2.783,23

221.696,48

1.700,00

1.893.093,44

74.140,95

2.451,26

4.854.458,70

2010 in €

2.815.788,19

2.865,69

2.868,84

189.487,62

0,00

1.218.658,70

137.108,61

1.800,97

4.368.478,62

und fielen um gut 48 T€ höher aus als

im Vorjahr. Solche „freien Spenden“

sind wichtig, denn diese können sehr

flexibel bei aktuellen Hilfsanfragen aus

den Projektregionen eingesetzt werden.

Ein rückläufiger Trend ist wie in

den Vorjahren bei den Projektpartnerschaftsspenden

zu beobachten. Diese

gingen um knapp 13 T€ gegenüber

dem Vorjahr zurück.

Die Erträge im Bereich „Erbschaften,

Nachlässe etc.“ fielen im Jahr 2011 um

Aufwendungen

Projektförderung

Projektbegleitung

Satzungsgemäße Kampagnen-, Bildungsund

Aufklärungsarbeit

Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit

Verwaltung

Summe

2011 in €

3.715.334,77

346.639,97

80.754,75

111.962,03

322.230,66

4.577.912,18

2010 in €

3.942.495,85

276.377,27

79.467,39

111.066,57

298.834,43

4.708.241,51

rund 32 T€ höher aus als im Vorjahr.

(5 Erbfälle im Jahr 2011, 4 Erbfälle

im Vorjahr). 221.696,48€ erhielt die

Andheri-Hilfe in 2011 im Vergleich zu

189.487,62€ im Vorjahr.

Unter „Leistungsentgelte“ ist das Ergebnis

des so genannten „wirtschaftlichen

Geschäftsbetriebs“ (v. a. Erbringung

von Dienstleistungen gegen Honorar,

Verkauf von Karten und Waren, Erlöse

Gewinn/Verlust 277.546,52 -339.762,89

aus Unternehmenskooperationen)

ausgewiesen. Der Verkauf von Karten

und Waren an die Endkunden war zum

31.12.2006 an die Medienproduktionsund

Vertriebsgesellschaft mbH (MVG)

in Aachen erfolgreich ausgelagert

worden. Die Betätigung des „wirtschaftlichen

Geschäftsbetriebs“ der Andheri-

Hilfe beschränkt sich auf den Einkauf

von Karten aus Indien und Bangladesch

und Verkauf derselben an die MVG. Des

weiteren werden im wirtschaftlichen

Geschäftsbetrieb die Abrechnung von

Leistungen, die Mitarbeiter der Andheri-Hilfe

für Dritte erbringen, die Erlöse

aus Unternehmenskooperationen und

die laufenden Erträge und Aufwendungen

aus Beteiligungen (aus Erbschaften

der Andheri-Hilfe zugefallen) erfasst.

Die „Zuwendungen und Zuschüsse“

waren im Jahr 2011 mit insgesamt

1.893.093,44€ um gut 674 T€ höher

als in 2010. Dies ist eine Steigerung

um 55,34%. Der Gesamtbetrag gliedert

sich folgendermaßen auf: Von anderen

Organisationen (Stiftungen, Vereine)

erhielten wir in 2011 Zuschüsse in Höhe

Die Aufstellung zeigt, dass sowohl die zweckbestimmten Spenden von Personen/ von 447.440,44€ (Vorjahr 284.426,69€).

Gruppen als auch die von Aktionsgruppen im Vergleich zum Vorjahr zurück- Dies waren 163 T€ mehr als in 2010.

gegangen sind. In der Summe der zweckbestimmten Spenden von Personen/ Besonders erwähnen möchten wir den

Gruppen sind Spenden für die Sanierung sowie den Um- und Ausbau des Hauses Beitrag der Rosi-Gollmann-Andherider

Andheri-Hilfe in der Mackestraße 53 in Höhe von 41.241,75€ enthalten. Hier- Stiftung in Höhe von 74 T€.

von waren 19 T€ von der Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung an die Andheri-Hilfe Die Zuwendungen des Bundesministe-

weitergeleitet worden. Ebenso überwies die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung riums für wirtschaftliche Zusammenarweitere

7 T€ zweckgebundene Spenden an die Andheri-Hilfe.

siehe Fortsetzung nächste Seite

Erläuterungen zur Ergebnisrechnung

Erträge

Dank großer Anstrengungen gelang es, die Erträge gegenüber dem Vorjahr

(4.368.478,62€) um 11,12% auf insgesamt 4.854.458,70€ zu steigern. Allerdings

gingen die Geldspenden um 5,64% im Jahr 2011 zurück. Hier folgt der Spendeneingang

der Andheri-Hilfe dem allgemeinen Trend in Deutschland, der

durch die Studie des Deutschen Spendenrats belegt wird, die einen Rückgang

des Spendenvolumens in Deutschland im Jahr 2011 von 5,8% gegenüber dem

Vorjahr aufzeigt.

Es gab im Bereich der Spenden keine juristischen Personen (Personen oder

Firmen), deren jährliche Zahlungen mehr als 10% des Gesamtjahresbudgets

überstiegen.

Die folgende Tabelle stellt die Aufteilung der Geldspenden auf die einzelnen

Kategorien dar:

2011 in € 2010 in €

Spenden von Personen/Gruppen (zweckbestimmt) 965.455,62 1.111.779,74

Spenden von Aktionsgruppen (zweckbestimmt) 141.554,55 189.276,99

Spenden von Personen/Gruppen

(ohne Zweckbestimmung) 898.623,58 846.722,69

Spenden von Aktionsgruppen

(ohne Zweckbestimmung) 1.249,98 4.631,98

Projektpartnerschaftsspenden 627.706,72 640.504,79

Mitgliedsbeiträge 22.344,00 22.872,00

Summe 2.656.934,04 2.815.788,19


Fortsetzung von vorheriger Seite

beit und Entwicklung (BMZ) übertrafen

in 2011 mit 1.430.653,00€ deutlich das

Vorjahresniveau (934.232,01€) und zwar

um 496 T€. Die Anzahl der vom BMZ

bezuschussten Projekte erhöhte sich

von 7 Projekten in 2010 auf 8 in 2011.

Darunter befanden sich 3 neue Projekte.

Die Gesamtsumme der Zuwendungen

des BMZ übersteigt die 10%-Grenze

des Gesamtjahresbudgets der Andheri-

Hilfe. Außerdem erhielten wir in 2011

einen Projektzuschuss des Landes NRW

in Höhe von 15.000€.

Aufwendungen

Bei den Aufwendungen ist grundsätzlich

zu beachten, dass in den Einzelpositionen

in der Regel sowohl die anteiligen

Sachkosten als auch Personalkosten

enthalten sind, die hier in Deutschland

entstanden sind.

In 2011 wurden für Projektförderung

3,715 Mio. € zur Verfügung gestellt,

dies sind 227 T€ weniger als im Vorjahr.

Enthalten sind hierin Einsparungen

(1.358 T€ in 2011 und 295,8 T€ in 2010)

bei den Projekten. Somit konnten wir

im Jahr 2011 einen Gesamtbetrag von

5.073.255,72€ für Projekte zusagen. Die

außerordentlich hohen „Einsparungen“

sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

Im Hinblick auf die vom BMZ kofinanzierten

Projekte hatte der Vorstand

beschlossen, feste Zusagen nur noch für

das aktuelle Geschäftsjahr vertraglich

zu vereinbaren (analog zur Zuschussbewilligung

des BMZ) und nicht mehr

für mehrere Projektjahre. So wurden

alte Verträge für kofinanzierte Projekte,

die Zusagen über das Jahr 2011 hinaus

enthielten, im Einvernehmen mit den

Das „Zins- und Vermögensergebnis“

(bereinigt um entsprechende Aufwendungen)

hat sich aufgrund des

allgemeinen Rückgangs der Zinsen und

der Tatsache, dass die Andheri-Hilfe

wesentlich weniger Gelder angelegt

hatte, im Vergleich zum Vorjahr um

knapp 63 T€ auf 74.140,95€ reduziert.

Die Andheri-Hilfe legt die Gelder ausschließlich

in sehr sicheren Geldanlagen

an und hat daher keine Verluste bei

Geldanlagen zu verzeichnen.

Die „Sachspenden“ und „Bußgelder“

Projektpartnern aufgelöst. Hier ergaben

sich Einsparungen in Höhe von 461 T€.

Die günstige Entwicklung der Wechselkurse

und die nicht in Anspruch

genommenen Reservepositionen

führten zu weiteren Einsparungen bei

den kofinanzierten Projekten in einer

Gesamthöhe von 180 T€. Bei den aus

eigenen Mitteln finanzierten Projekten

betrug die Summe der Einsparungen

insgesamt 717 T€. Diese sind neben

der günstigen Entwicklung der Wechselkurse

und der nicht in Anspruch genommenen

Reservepositionen darauf

zurückzuführen, dass einige Projekte

oder einzelne Projektmaßnahmen nicht

im geplanten Umfang durchgeführt

werden konnten v. a. beim Andheri

Trust (Einsparung von 190 T€), im Bereich

der Blindenheilung in Bangladesch

(Einsparung von 184 T€) und in einem

großen Ausbildungsprojekt in Bangladesch

(Einsparung von 67 T€).

Der Aufwand für Projektbegleitung

stieg mit 346.629,97€ gegenüber dem

Vorjahr (276.377,27€) um 70 T€ an. In

JAHRESABSCHLUSS 2011

weisen relativ geringe Beträge aus,

wobei im Vergleich zum Vorjahr die

Sachspenden gefallen sind, dagegen

haben wir in 2011 wieder Bußgelder

in Höhe von 1.700€ erhalten.

Die „Übrigen Erträge“ sind von 1.800,97€

im Jahr 2010 auf 2.451,26€ in 2011 angestiegen.

Hierbei handelt es sich im

Jahr 2011 vor allem um Erstattungen

von Steuern, Mietnebenkosten und

eine Pauschale der Rosi-Gollmann-

Andheri-Stiftung, die diese für die Nutzung

des Büros und des Büromaterials

an die Andheri-Hilfe zahlt.

2011 wurde das Landesbüro in Bangladesch

eröffnet. Für das Büro entstanden

Kosten in Höhe von 70 T€. Dies erklärt

auch die Steigerung im Vergleich zum

Vorjahr. Der übrige Aufwand gliedert

sich in 2011 in 239.785,79€ für Personalkosten

und 36.844,18€ für Sachkosten.

Im Bereich „Satzungsgemäße Kampagnen-,

Bildungs- und Aufklärungsarbeit“

stiegen in 2011 die Ausgaben

um 1.287,36 auf 80.754,75 € (2010:

79467,39 €). Hier belaufen sich die

Personalkosten auf 56.441,88 € und die

Sachkosten auf 24.312,87 €. Die Ausgaben

für „Werbung und allgemeine

Öffentlichkeitsarbeit“ betrugen in 2011

insgesamt 111.962,03€ und lagen damit

um knapp 1 T€ über dem Vorjahresniveau

(111.066,57€). Die Ausgaben in

2011 gliedern sich in 55.000,23€ für

Personalkosten und 56.961,80€ für

Sachkosten.

Die reinen Verwaltungskosten stiegen

in 2011 mit 322.230,66€ gegenüber

298.834,43€ in 2010 um fast 24 T€.

Gründe hierfür sind vor allem: die

erhöhte Abschreibung wegen des

gestiegenen Wertes des Hauses durch

Aus- und Umbau; die Schaffung einer

auf 2 Jahre befristeten Stelle “Vorstandsassistentin

im Bereich Bildungs-

und Öffentlichkeitsarbeit“ mit einem

Beschäftigungsumfang von 80% zum

01.08.2011; die tarifliche Gehaltserhöhung

um 0,6% zum 01.01.2011 und um

0,5% zum 01.08.2011 und die allgemeine

Kostensteigerung.

Im Jahr 2011 setzen sich die Verwaltungskosten

zusammen aus

262.316,55€ für Personalkosten und

59.914,11€ für Sachkosten.

Der Jahresüberschuss von 277.546,52€

aus dem Jahr 2011 dient der Finanzierung

der zukünftigen Arbeit der

Andheri-Hilfe.


JAHRESABSCHLUSS 2011

Allgemeine Angaben,

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Andheri-Hilfe

Bonn e.V., der sich aus Bilanz, Gewinn-

und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht

zusammensetzt, ist nach den

Vorschriften des Handelsgesetzbuches

(HGB) erstellt und orientiert sich freiwillig

an den ergänzenden Regelungen

für große Kapitalgesellschaften gemäß

§ 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanz und die

Gewinn- und Verlustrechnung werden

nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

der §§ 246 ff. und

252 ff. des HGB erstellt. Die Gliederung

orientiert sich an den Vorschriften der

§§ 265 und 266 HGB und berücksichtigt

Besonderheiten des Vereins. Entgeltlich

erworbene immaterielle Vermögensgegenstände

werden mit den Anschaffungskosten

aktiviert und planmäßig

abgeschrieben. Die Aktivierung der

Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs-

bzw. Herstellungskosten. Gegenstände,

die der Abnutzung unterliegen, werden

linear über die betriebsgewöhnliche

Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige

Wirtschaftsgüter werden

im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden nach dem Niedrigstwertprinzip

aktiviert. Forderungen

sind mit dem Nennwert angesetzt.

Erkennbare Risiken werden durch entsprechende

Wertberichtigungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit

ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen werden für ungewisse

Verbindlichkeiten und erkennbare

Risiken in Höhe des nach vernünftiger

kaufmännischer Beurteilung erforderlichen

Betrages gebildet. Rücklagen

werden entsprechend der Satzung und

den gesetzlichen Vorschriften gebildet,

verwendet und aufgelöst.

Ihre Zukunft soll keine Traum bleiben

Vermögen der Andheri-Hilfe Bonn e. V.

Aktiva 2011 in € 2010 in €

Sachanlagen 976.526,31 518.964,01

Vorräte 10.111,48 11.138,46

Forderungen 283.822,85 365.673,80

Finanzanlagen 1.493.750,00 4.000.000,00

Bankguthaben und Kasse 2.142.772,91 581.228,64

Rechnungsabgrenzungsposten 1.344,82 2.714,03

Summe Aktiva 4.908.328,37 5.479.718,94

Passiva

Vermögen/Kapital 877.331.96 587.535,44

Rücklagen 500.250,00 512.500,00

Rückstellungen 470.289,12 45.895,18

Verbindlichkeiten 3.060.418,29 4.333.752,32

Rechnungsabgrenzungsposten 39,00 36,00

Summe Passiva 4.908.328,37 5.479.718,94

Erläuterungen zum Vermögen (Kurzbilanz)

Das Anlagevermögen in Höhe von 976,5

T€ (19,90% der Bilanzsumme) bildet

zusammen mit dem Umlaufvermögen

(Vorräte, Forderungen, Finanzanlagen,

Bankguthaben und Kasse) in Höhe von

3.930 T€ (80,07% der Bilanzsumme) und

den Rechnungsabgrenzungsposten in

Höhe von 1,3 T€ (0,03% der Bilanzsumme)

das Vermögen. Beim Anlagevermögen

ergab sich eine größere Steigerung

(+ 457.562,30€) im Vergleich zum Vorjahr.

Es handelt sich neben den immateriellen

Wirtschaftsgütern im Wesentlichen

um folgendes: vereinseigenes Haus der

Andheri-Hilfe in der Mackestrasse in

Bonn (Sitz der Geschäftsstelle) (626 T€)

nebst Außenanlagen (34 T€); geerbtes

Hausgrundstück in Saarbrücken (294 T€)

und die angeschafften Geräte und EDV

(insgesamt 22 T€). Durch die Sanierung

sowie den Um- und Ausbau des Hauses

der Andheri-Hilfe wurde dieses und die

Außenanlagen wesentlich im Wert gesteigert

(Zuwachs 162 T€). Aufgrund von

Ersatzbeschaffungen bei der Computeranlage

stieg der Wert der Sachanlagen

trotz der planmäßigen Abschreibungen

gegenüber 2010 leicht an. Die „Vorräte“

sind die Waren und Materialien, die in

der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit

eingesetzt werden.

Die „Forderungen“ (inkl. sonstiger Vermögensgegenstände

und Anzahlungen)

zum 31.12.2011 belaufen sich auf 284

T€ (Vorjahr 366 T€). Darin sind enthalten:

Anzahlungen (0,6 T€), noch nicht

erhaltene Rechnungszahlungen (1,9 T€),

Mitgliedsbeiträge (0,01 T€), testamentarische

Verfügungen (171 T€), geerbte

Beteiligungen (25 T€), abgegrenzte

Zinszahlungen (36 T€), Gutschriften

des Stromversorgers (0,2 T€) und ein

Darlehen einer Spenderin über 48 T€.

Die Summe der Forderungen hat sich

im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr

um knapp 82 T€ verringert. Dies ist vor

allem darauf zurückzuführen, dass sich

die Forderungen aus abgegrenzten

Zinsen in 2011 um 70,6 T€ reduzierten,

die Mietkaution aus 2010 in Höhe von

knapp 4,8 T€ zurückgezahlt wurde,

eine geerbte Beteiligung in Höhe von

4,7 T€ verkauft wurde und sich das

Darlehen einer Spenderin um 3 T€

verringerte. Allerdings erhöhten sich

bei den Testamenten die Forderungen

leicht um 3,8 T€.

Bei den „Finanzanlagen“ handelt es

sich ausschließlich um mündelsichere

Anlagen. Es kam in 2011 zu einer Reduzierung

um 2.506 T€, weil Gelder, die

in 2010 unter „Finanzanlagen“ ausgewiesen

waren, in die „Bankguthaben

und Kasse“ (+ 1.562 T€) übernommen

wurden und die Forderungen um

knapp 82 T€ reduziert werden konnten.

Durch diese Umschichtung, durch die

Reduzierung unserer Verbindlichkeiten

in Höhe von 1.074 T€ und durch die

Finanzierung des Um- und Ausbaus des

Hauses der Andheri-Hilfe erklärt sich

die Verminderung der Summe aus „Finanzanlagen“

und „Bankguthaben und

Kasse“ im Jahr 2011 um über 945 T€.

Das Eigenkapital des Vereins setzt

sich zum 31.12.2011 aus 877,3 T€

Vereinskapital und 500,3 T€ Rücklagen

zusammen. Das Vereinskapital steht in

erster Linie für Projekte zur Verfügung,

die demnächst bewilligt oder verlängert

werden. Durch den Bilanzgewinn

im Jahr 2011 in Höhe von 289.796,52€

hat das Eigenkapital die vom Vorstand

angestrebte Höhe von mindestens

20% der durchschnittlichen jährlichen

Aufwendungen für Projektförderung

erreicht.

In 2011 wurden aufgrund des im Jahr


2010 ausgewiesenen Verlustes keine

Rücklagen aus Erträgen des Jahres 2010

in die Bilanz eingestellt.

Im Jahr 2010 war ein Betrag von

122.500€ für den Fall eines Pflichtteilergänzungsanspruchs

in die Bilanz

eingestellt. Da sich dieser Pflichtteilergänzungsanspruch

mit jedem Jahr um

10% verringert, wurden 12.250€ aus

dieser Rücklage im Jahr 2011 aufgelöst.

Die gesamte Rücklage beläuft sich zum

31.12.2011 auf 500.250€.

Die „Verbindlichkeiten“ beliefen sich

zum 31.12.2011 auf 3.060.418,29€. Davon

sind 2,859 Mio. € Projektbewilligungen,

die vertraglich (für die kommenden

Jahre) zugesagt sind. Die sonstigen

Verbindlichkeiten betreffen v. a. ein

Darlehen der Rosi-Gollmann-Andheri-

Bonn, den 02.05.2012

Elvira Greiner

1. Vorsitzende

Stiftung über 120 T€ zur Finanzierung

des Bau- und Renovierungsvorhabens

„Mackestraße 53“, ein Darlehen einer

Spenderin über rund 48 T€, sowie Lohnsteuer

und Sozialversicherungsbeiträge.

Die Veränderung zum Vorjahr betrifft vor

allem den Bereich der Projektverbindlichkeiten

(Reduzierung um 1.386 T€)

und das Darlehen der Rosi-Gollmann-

Andheri-Stiftung. Den gesamten Verbindlichkeiten

stehen entsprechende

Vermögensposten gegenüber. So rechnen

wir damit, auch künftig alle unsere

finanziellen Verpflichtungen pünktlich

erfüllen zu können.

Die „Rückstellungen“ setzen sich hauptsächlich

aus folgenden Positionen zusammen:

Eigenanteil, den Andheri-Hilfe

in den kommenden Jahren für Projekte

Rosi Gollmann

Ehrenvorsitzende

August Ilg

Geschäftsführer

JAHRESABSCHLUSS 2011

aufzubringen hat, die vom Bundesministerium

für wirtschaftliche Zusammenarbeit

und Entwicklung (BMZ)

grundsätzlich bewilligt worden sind;

Wert des im Grundbuch eingetragenen

Nießbrauchsrechts (lebenslanges

Wohnrecht) für die geerbte Immobilie

in Saarbrücken; Jahresabschlusskosten,

Urlaubsverpflichtungen und Zinsverpflichtungen

gegenüber dem BMZ.

Sicherungsgeschäfte für Währungsrisiken

wurden und werden von der

Andheri-Hilfe Bonn e.V. nicht abgeschlossen.

Die getätigten Geldanlagen sind

konservativ. Grundsätzlich wird nur

in mündelsichere Wertpapiere mit

gesicherter Rendite investiert.

Was kostet die

Verwaltung?

Das DZI, welches das Spendensiegel

vergibt, ermittelt den Anteil der Werbe-

und Verwaltungsausgaben an den

Gesamtausgaben als einen Indikator

für die Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit

einer Spenden sammelnden

Organisation. Mit 9,49% Werbe- und

Verwaltungsausgaben ist der Anteil

an den Gesamtausgaben der Andheri-

Hilfe Bonn e.V. laut DZI als niedrig

einzustufen (unter 10% „niedrig“, 10%

bis unter 20% „angemessen“, 20% bis

unter 35% „vertretbar“ - nähere Infos:

www.dzi.de).

Ausblick auf 2012

Im ausführlichen Lagebericht finden

Sie neben weiteren

Informationen zu 2011 auch einen

Ausblick auf das Jahr 2012

www.andheri-hilfe.de/

Jahresbericht.htm

Auf Wunsch senden wir den

Lagebericht gerne zu.

Anruf genügt: 0228 9265250.


ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG

Die wichtigsten Zahlen der Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung

im Überblick Stand: 31.12.2011

Lasst Zahlen sprechen

Nüchterne Zahlen unserer RGASt – was

sie aber bewirkten, entnehmen Sie dem

Bericht „Damit Menschlichkeit Zukunft

hat“ (und in Kürze ausführlich unserer

Homepage). Zusätzliche Angaben

machen deutlich, wie diese Erfolge

möglich wurden:

Im vergangenen Jahr vertrauten uns drei

neue Treuhandstifter insgesamt rund

485.000 € an (insgesamt jetzt 8 Unterstiftungen):

Damit wachsen unsere

Hilfsmöglichkeiten. Sechs neue Stiftungsdarlehen

erhöhten den Gesamtbestand

der uns zur Verfügung

stehenden und ertraglich nutzbaren

Beträge auf 912.500 €. Lt. Vorstandsbeschluss

wurden 10 % der Erträge der

Hauptstiftung und der selbständigen

Martinus-Treuhandstiftung in eine

Kapitalerhaltungsrücklage gegeben.

Ein der RGASt vermachtes Wohnhaus

erbringt Erträge durch Mieteinnahmen.

Hauptstiftung 8 Unterstiftungen Insgesamt

Euro Euro Euro

Gründungskapital 456.003 956.961 1.412.963

plus Zustiftungen bis 2010 1.171.690 100.146 1.271.837

plus Zustiftungen in 2011 83.700 10.000 93.700

Zwischensumme 1.711.393 1.067.107 2.778.500

Erhaltene Stiftungsdarlehen

bis 2010 741.000 741.000

in 2011 171.500 171.500

Zwischensumme 912.500 912.500

Gesamtsumme 2.623.893 1.067.107 3.691.000

Erhaltene Spenden und Bußgelder

bis 2010 196.766 196.766

in 2011 39.675 1.000 40.675

Summe 236.441 1.000 237.441

Für Projekte der Andheri-Hilfe eingesetzt

bis 2009 329.740 58.908 388.648

in 2010 aus Erträgen 2009 42.811 13.418 56.229

in 2011 aus Erträgen 2010 42.478 18.447 60.925

in 2010 weitergeleitete Spenden 18.270 18.270

in 2011 weitergeleitete Spenden 39.325 39.325

Gesamtsumme 472.624 90.773 563.397

Einschließlich der Stiftungsdarlehen

belief sich zum Jahresende 2011 der

Gesamtbestand unserer Stiftung (die

Kapitalrücklagen einbezogen) auf rund

3,7 Mio. Euro. Eine gute zusätzliche

Nachricht: Inzwischen haben wir die

4 Mio. Grenze überschritten!

Dass wir aus Erträgen und Spenden in

2011 insgesamt rund 100.250 € an

die Andheri-Hilfe überweisen konnten,

ist sicher ein guter Erfolg (insgesamt bis

31.12.2011 rund 563.400 €); und in 2012

wird die Summe – wie bisher abzusehen

ist – nicht geringer sein.

Und wichtig ist für alle Förderer:

Das Vermögen unserer Stiftung hat

auch die Finanzkrise des letzten Jahres

unbeschadet überstanden. Zwar fielen

die Erträge durch die extrem niedrigen

Zinsen etwas geringer als im Vorjahr

aus, aber – und das ist das Wichtigste:

Die Finanzierung der bewilligten Projekte

ist weiterhin gesichert.

Brunnenbau: eine wichtige Maßnahme in

Ressourcenschutzprojekten

Schützend legt sie ihre Hand auf das Grab

ihrer getöteten Tochter.

Anzumerken ist noch: Zur dringend

notwendigen Restaurierung und

Aufstockung des Andheri-Hauses hat

unsere Hauptstiftung der Andheri-

Hilfe ein Darlehen von 130.000 €

(2,5 % Verzinsung) gewährt. 120.000

€ Rückzahlung stehen noch an.

Im Namen unseres Stiftungsvorstandes

und des Stiftungsrates sage ich allen

Förderern der RGASt von Herzen DANK

für Ihr Vertrauen und Mittun. Was

zählt, ist nicht nur die Tatsache, dass

wir durch SIE bereits zu den 5 % der

größten deutschen Stiftungen (Ende

2011 insgesamt ca. 19.000) gehören

dürfen, sondern es zählen vor allem

die Menschen, denen wir zu einem

menschenwürdigen Leben verhelfen

konnten. DANKE!

Und unsere Bitte: Unterstützen Sie

die „runde Sache“ auch weiterhin u n d

stiften Sie andere zum Stiften an!

Rosi Gollmann


Damit Menschlichkeit Zukunft hat

Mit diesem Ziel gründeten vor zehn

Jahren sechs aktive Andheri-Freunde

die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung.

Auch im Berichtsjahr 2011 konnte viel

erreicht werden: Ärmsten Bevölkerungsgruppen

wurde im Rahmen der

aufgeführten Projekte zu einem menschenwürdigen

Leben verholfen und

zwar nicht durch Vergabe von Almosen,

sondern auf Zukunft hin, nachhaltig, als

gezielte Hilfe zur Selbsthilfe.

Blinde heilen, Neuerblindungen

vermeiden: In diesem Projektbereich

ist es besonders „ersichtlich“, dass

es um menschliche Zukunft geht. Im

Rahmen des Gesamtprogramms der

Andheri-Hilfe fördert unsere Stiftung

seit 2011 als gezielte Maßnahme ein

„Primary-Eye-Care-Program“ (PEC) in

Hobiganj, Distrikt Moulvibasar-Syleth,

Bangladesch. In diesem einfachen Zentrum

geht es um augenmedizinische

Grundversorgung durch Frühbehandlung,

Aufklärung der Bevölkerung und

Schulung von Gesundheitshelfern,

dazu um Behandlung und Operation

vor Ort. Etwa 3.000 Augenkranke und

Blinde konnten hier im vergangenen

Jahr behandelt und mehr als 100 von

ihnen operiert werden. Dazu kommen

viele verhütete Neuerblindungen, die

zahlenmäßig nicht zu erfassen sind.

Leben – Überleben durch Ressourcenschutz:

Auch dieses sehr erfolgreiche

vom BMZ kofinanzierte Projekt hat

weitere finanzielle Förderung durch

unsere Stiftung erfahren. Das bedeutet,

wir bringen Hoffnung und Zukunft in

das armselige Leben von insgesamt

5.000 Familien im Gebiet von Mysore

(Karnataka, Indien) durch Nutzung alternativer

und erneuerbarer Energien.

Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung, Kontakt: Rosi Gollmann

Tel.: 0228 926525-36 Fax.: 0228 926525-99

E-Mail: rosi.gollmann@andheri-hilfe.de

Homepage: www.rosi-gollmann-andheri-stiftung.de

Konto: Pax Bank e. G. Köln BLZ 370 601 93 Konto 28941013

ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG JAHRESBERICHT2011

Für die besonders benachteiligten Bewohner

von 24 Dörfern in den Chittagong-Hills-Tracts

in Bangladesch hat

sich bereits im ersten Projektjahr vieles

zum Positiven hin verändert: Ermutigt

und unterstützt durch ein ganzes Bündel

gezielter Projektmaßnahmen packen die

Menschen selbst mit an. In 46 Selbsthilfegruppen

setzen sie sich für ihre Landrechte,

für Gesundheitsversorgung und

die schulische und berufliche Zukunft

ihrer Kinder ein. Auch dieses Projekt

wird unsere RGASt weiter fördern: Es

lohnt sich!

Die erschreckend hohe Mütter- und

Kindersterblichkeit in 50 Dörfern im

indischen Andhra Pradesh konnte durch

Einsatz unserer Stiftungsmittel nicht

nur reduziert, sondern total gestoppt

werden: Aufgrund der Durchführung

eines integrierten Dreijahresprogramms,

das die Schulung und den Einsatz von

Gesundheitshelfern und Hebammen

sowie die Aufklärung der Bevölkerung

umfasst, gab es keinen einzigen Fall von

„unnötigem Sterben“ mehr. Das ermutigt,

dieses Programm auf weitere 50

Dörfer auszudehnen. Dieser wichtigen

Aufgabe kommen in besonderer Weise

die Erträge aus unserer jüngsten Treuhandstiftung,

der Irmgard-und-Dipak-

Sen-Gupta-Stiftung zu.

Was unser Programm der gemeinschaftsorientierten

Grundversorgung

von HIV/AIDS betroffenen Frauen und

Kindern in Slums von Madurai (Tamil

Nadu) bedeutet, habe ich auf meiner

Reise mit Markus Lanz und dem ZDF

im Februar dieses Jahres erlebt. Bedrückend

die Situation der Frauen mit ihren

Kindern, meist von den Männern, die sie

infizierten, allein gelassen. Beglückend

Zehn Jahre Rosi-Gollmann-

Andheri-Stiftung

Am 23. April konnte unsere Stiftung auf ihr zehnjähriges Bestehen

zurückschauen.

Vorstand und Rat haben sich an diesem Tag zu einer Arbeitssitzung

zusammengefunden und bei einem anschließenden

„gestifteten“ Abendessen mit Gründungsstiftern dankbar auf

die erste erfolgreiche Dekade zurückgeschaut.

Unser Dank allen Mitstreitern dieser 10 Jahre – unser Wunsch,

dass sich viele neue Stiftungswillige zu uns gesellen.

die Tatsache, dass die existierenden

Selbsthilfegruppen diese Frauen als

gleichberechtigt aufgenommen haben,

dass die Kinder in Children-Clubs

Förderung und Freude erfahren. Und

vor allem: sie sind in der Schule wieder

akzeptiert. Für die zweite Projektphase

– es geht um die Erfassung von weiteren

HIV/AIDS betroffenen Kindern und

Frauen – haben wir die Finanzierung

durch unsere RGASt wieder zugesagt.

Abgeschlossene Projekte:

Das von der RGASt geförderte Projekt

im Kampf gegen Mädchentötung in

40 Dörfern um Madurai (Südindien)

konnte erfolgreich abgeschlossen

und den sehr aktiven Frauengruppen

übergeben werden. Davon konnte ich

mich Anfang dieses Jahres beim Besuch

dieser Dörfer, in denen früher 30 – 50 %

der neugeborenen Mädchen das Leben

verwehrt wurde, überzeugen. Unsere

Stiftung ist wieder dabei, wenn es über

die bisher 150 „mädchentötungsfreien“

Dörfer hinaus um die Hilfe in weiteren

Siedlungen geht, damit Mädchen leben

dürfen.

Die Förderung der durch den geplanten

Mega-Staudamm in ihrer Existenz

bedrohten Adivasi (Ureinwohner)

konnten wir nach sechsjähriger Förderung

abschließen. Unsere Andheri-Hilfe

begleitet die Menschen in den mehr

als 5.000 Dörfern aber weiter, bis ihre

Heimatrechte gesichert sind.

Bedarf es – über diese Erfolgsbilanz

hinaus - noch weiterer Beweise, dass

sich Stiften lohnt?!

Ausführliche Berichte über diese von

unserer Stiftung geförderten Projekte

finden Sie in Kürze unter www.

rosi-gollmann-andheri-stiftung.de

Sie sind glücklich, gesunde Kinder zur Welt gebracht zu haben.


MACHEN SIE MIT

Wasser ist Leben!

Wassernot war bereits 1967 bei der Gründung der Andheri-Hilfe

ein großes Thema, denn viele der Waisen im Kinderheim von

Andheri litten an Durchfallerkrankungen, die durch verunreinigtes

Wasser verursacht worden waren.

Und heute – 45 Jahre später – erschweren wachsende Umweltprobleme

das Leben der armen Bevölkerung in Indien und

Bangladesch. Massive Abholzungen führen zu immer stärkerer

Erosion, klimatische Veränderungen zu Dürreperioden oder Überschwemmungen.

Das Trinkwasser wird dort knapp, wo sich der

Grundwasserspiegel absenkt oder Bäche und Teiche eintrocknen.

Immer mehr Menschen müssen in die Slums abwandern. Der

Armut lässt sich aber auch dort nicht entkommen.

Einfache Maßnahmen helfen wirkungsvoll: Wiederaufforstung,

Erosionsschutzwälle und Terrassenbau an den Hängen, Anlage

von Teichen oder Regenwasserspeichern, Nutzung von Biogas

statt Feuerholz. Die einheimische Bevölkerung wirkt immer bei

der Planung und Durchführung dieser Maßnahmen mit, denn es

ist maßgeblich ihr Projekt. Wasser ist unsere wichtigste Ressource,

um Nahrung zu sichern und Armut zu verhindern.

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Zuwendung unter dem Stichwort

„Wasser ist Leben“.

25 Euro helfen Wüstenbildung durch Wiederaufforstung zu

verhindern, 88 Euro kostet die Errichtung eines Brunnens für

mehrere Familien, 150 Euro ermöglichen die Renaturierung von

einem Hektar Land. Mit Ihnen gemeinsam schaffen wir es, dass

Wüsten wieder grün werden!

Wasser ist Leben! Helfen Sie mit!

Spende

Reichen Sie den

benachteiligten Menschen

in Indien und

Bangladesch die Hand.

Jede Spende

hilft!

Regelmäßig

helfen

Eine Einzugsermächtigung

oder ein Dauerauftrag

zugunsten der Andheri-

Hilfe bedeutet für uns

Unterstützung,

auf die wir

bauen können.

Partnerschaft

Werden Sie unser

Projektpartner und

erleben Sie mit,

was sich verändert.

Schon mit 20 € monatlich

können Sie die Menschen

in einem unserer

Projekte gezielt

fördern.

So können Sie helfen

indem Sie spenden:

Kontonummer 40 006,

Sparkasse KölnBonn,

BLZ 370 501 98.

Rufen Sie uns an

0228-9265250 oder

schreiben Sie uns

info@andheri-hilfe.de

Impressum

Herausgeber: Andheri-Hilfe Bonn e.V., Mackestr. 53, 53119 Bonn, Telefon: 0228-9265250, Telefax: 0228-92652599,

E-Mail: info@andheri-hilfe.de, Homepage: www.andheri-hilfe.de. Der Bezugspreis ist im Mitglieds- und Förderbeitrag

enthalten. Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) Kto. 40 006, aus dem Ausland: IBAN DE80 3705 0198

0000 0400 06, BIC: COLSDE 33 Postbank Köln (BLZ 370 100 50), Kto. 1550505, Sonderkonto Blindenhilfe: Postbank

Köln (BLZ 370 100 50) Kto.13500508, Fotos &Satz: Andheri-Hilfe Bonn e.V., Druck: SZ Offsetdruck-Verlag, Herbert

Schallowetz GmbH, 53757 St. Augustin, Auflage: 13.000

Nachlass

Mit Ihrem Erbe

Zukunft schaffen, indem

Sie die Andheri-Hilfe in

Ihrem Testament bedenken.

Gerne stehen wir für

Ihre Fragen zur

Verfügung.

Anlass-Spende

Geburtstag, Hochzeit oder

Jubiläum: Bitten Sie anstelle

von Geschenken um eine Zuwendung

an die Andheri-Hilfe

und teilen Sie Ihre Freude.

Und wissen Sie einmal nicht,

was Sie schenken sollen: ein

Wertschein bringt Freunde

hier bei uns und in

Indien und Bangladesch.

Für Infos rufen

Sie uns an!

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