Gesund ins neue Jahr - und Notdienst-Apotheken - Österreichische ...

apotheke.or.at

Gesund ins neue Jahr - und Notdienst-Apotheken - Österreichische ...

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Neu: Apotheken-

Notruf 1455

Auskunft rund um die

Uhr

Ihr Kind hustet?

Auf was Sie achten

sollten

Blasenschwäche

Sprechen wir darüber!

Wenn Feste Folgen

haben…

Funktionelle Magen-

Darmstörungen

Gesund ins

neue Jahr

Raucherentwöhnung ?Fit durch die Kälte ?

Ernährungstipps für Sportler

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Für Kinder ab 2 Jahren!

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Gesundes Österreich

Das Magazin für Gesundheitsförderung und Prävention

Gesundheit für alle

Wie kann Gesundheit erhalten

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Was können wir gemeinsam

für unsere Gesundheit tun?

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Die Antworten finden Sie in

Gesundes Österreich.

Das Magazin des Fonds Gesundes Österreich

zeigt, wie Gesundheit durch einfache und

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verbessert werden kann. In den Kindergärten

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und Gemeinden Österreichs.

Lesen Sie nach, wie wir gemeinsam mehr

Gesundheit für alle erreichen können.

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MAGAZIN FÜR GESUNDHEITSFÖRDERUNG UND PRÄVENTION

Thema

Fonds Gesundes

Österreich

IM GESPRÄCH


Für Toleranz

und gegen

soziales Aids.

GERY KESZLER,

LIFE BALL ORGANISATOR

Soziale Netze erhalten

uns gesund


Im Interview

Die neue FGÖ-Leiterin

Christa Peinhaupt

12. JAHRGANG N R. 4 | DEZEMBER 2010

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Praxistipps

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führen

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Bewegung oder gesund Älterwerden.


INHALT JÄNNER 2011

HAUPTARTIKEL

10 Husten bei Kindern. Husten ist ein unangenehmes Erkältungssymptom, das aber

auch seinen Sinn hat: Durch das Abhusten kann sich die Lunge von Bronchialschleim

befreien und seine Reinigungsfunktion wahrnehmen.

11 Blasenschwäche – ein Alltagsproblem über das man nicht gerne

spricht. Der unfreiwillige Harnabgang kennt viele Ursachen – Blasenentzündung, Geburten,

Verstopfung und höheres Lebensalter steigern die Häufigkeit.

15 Wenn Feste Folgen haben... Im Normalfall erledigt die Verdauung ihre Aufgaben

weitgehend unbemerkt, doch manchmal werden die Vorgänge im Magen und

Darm von Völlegefühl, saurem Aufstoßen, früher Sättigung, und Blähungen begleitet.

17 Schimmelpilze – was tun? Vor Schimmelpilzen muss man sich nicht nur

fürchten. Die große Mehrheit der Schimmelpilze ist für den Menschen ungefährlich, ja

sogar nützlich.

18 Aufbauernährung im Sport. Immer wieder ist zu hören, dass – namentlich im

Spitzensport, aber auch im ambitionierten Breitensport – Topleistungen durch den Einsatz

von Nahrungsergänzungsmitteln erzielt werden.

24 Raucherentwöhnung mit Nikotinersatz präparaten. Warum wird man

von der Zigarette so schnell abhängig? Was im Rauch macht krank? Die wichtigste Frage

aber ist: Wie komme ich vom Rauchen los?

SERIEN

4 APORAMA. Apotheker spenden Blut ● Kräftiges Herz bremst Alterung des Gehirns

● Schmerzen im Alter: Betroffene erhalten oft ungenügende Therapie ● Tipps

gegen Eiseskälte ● Gesundheitsprogramm für Kinder und Jugendliche

8 TIPPS VOM APOTHEKER. Kinder und Senioren sind Impfkandidaten ● Sachgerechte

Arzneimittellagerung ● Arzneimittel für den Mann oder die Frau?

26 SCHÜSSLER SALZE. Nr. 23 Natrium bicarbonicum

27 MUTTER & KIND. Richtige Ernährung im Kleinkindalter ● DA-Gewinnspiel ●

Internetsucht bei Kindern und Jugendlichen ● Viele Kinder drückt der Schuh

28 AUF REZEPT. Neues gegen die Gicht ● Stammzellentransplantation bei Blutkrebs

28 DIABETES-NEWS. Vereint gegen Diabetes ● Diabetes durch Luftverunreinigung?

● Depression & Diabetes

30 KOCHREZEPTE. Zucchini-Limetten-Nudeln ● Schweinefilet mit Portweinsauce

31 FÜR KIDS. Carlas musikalische Weltreise ● DA-Gewinnspiel ● Bleib gesund

mit Bonbo

PROMOTION

13 ÖSTERREICHISCHER APOTHEKERVERBAND.

14 ÖSTERREICHISCHE APOTHEKERKAMMER.

22 DER DUNGL-TIPP. Erste Hilfe gegen Wechselbeschwerden

15 IMPRESSUM

APOSORT – DAS NEUE ALTE

Qualitätssiegel der österreichischen

Apotheker

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© auremar

10 Husten bei Kindern

Wann das Kind zum Arzt muss.

18 Aufbauernährung

im

Sport

Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln.

© Danilo Moura

24 Raucher entwöhnung

mit Nikotinersatz präparaten

Die wichtigste Frage: Wie kommt man

vom Rauchen los?

DA Jänner 2011

3


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APORAMA

Blutspende-Station im Apothekerhaus

Apotheker spenden Blut

Medikamente retten Leben. Blut auch. Vor kurzem fand in den

Räumen des Apothekerhauses in Wien eine Blutspende-Aktion

statt. Dabei haben sich 60 Apothekerinnen, Apotheker und Mitarbeiter

an der Aktion beteiligt. „Es kann so einfach sein, einen

lebensrettenden Beitrag zu leisten. Gesundheit umfasst für uns

mehr als nur Medikamente abzugeben. Als Mitglieder eines

Gesundheitsberufes gehen wir mit gutem Beispiel voran und

spenden Blut“, betonen die beiden Initiatoren der Aktion, Mag.

Werner Luks, Präsident der Apothekerkammer Niederösterreich,

und Mag. Irina Schwabegger, Apothekerin und Notfallsanitäterin.

Ob bei Unfällen, Operationen oder Erkrankungen: Blut kann als

Notfallmedikament Nummer eins durch nichts ersetzt werden. Getreu

dem Motto »Blut spenden rettet Leben!« haben die Apotheker

die Aktion mit ihrem eigenen Blut unterstützt, um zu helfen, die

Versorgung von Patienten mit Blutkonserven sicherzustellen.

In Österreich werden jährlich rund 500.000 Blutkonserven

benötigt. Das entspricht in etwa einer Konserve pro Minute. Eine

Konserve ist allerdings nur 42 Tage haltbar und kann nicht

künstlich hergestellt werden. Umso gefragter ist daher die Blut -

spendefreudigkeit der Bevölkerung – doch genau diese lässt zu

wünschen übrig: Lediglich 3,6 Prozent der Bevölkerung spenden

in Österreich Blut. Durch die vorweihnachtliche Hektik im

Dezember, die Urlaube zum Jahreswechsel sowie die saisonale

Erkältungswelle ist das Spendenaufkommen im Winter überdies

relativ gering.

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4 DA Jänner 2011

Schwache Pumpleistung –

geringeres Hirnvolumen

Kräftiges Herz

bremst Alterung

des Gehirns

Ein kräftiges Herz kann offenbar die Alterung des Gehirns

bremsen. Eine amerikanische Studie deutet darauf hin, dass eine

geringe Pumpleistung des Herzmuskels ein stärkeres

Schrumpfen des Denkorgans im Alter begünstigt. Dies gilt auch für

jene Menschen, die nicht an Herzschwäche oder koronarer Herzerkrankung

leiden.

Die Forscher der Universität Boston untersuchten Herzkraft und

Hirngröße bei rund 1.500 Menschen im Alter von 34 bis 85 Jahren.

Je schwächer die Pumpleistung des Organs ausfiel, desto kleiner

war tendenziell das Volumen des Gehirns, wobei die Forscher auch

die Körpergröße berücksichtigten. Dieser Zusammenhang galt auch

für jene Teilnehmer, die keine Herzerkrankung hatten.

„Die Resultate deuten darauf hin, dass der Herzindex und die Hirngesundheit

miteinander zusammenhängen“, sagt die Neurologin

Angela Jefferson. „Diese Verbindung kann man nicht Herz-Kreislauf-Erkrankungen

zuschreiben, denn das Verhältnis blieb auch

dann bestehen, wenn wir diese Patienten aus unseren Analysen ausschlossen.“

Insgesamt hatten nur sieben Prozent der Teilnehmer ein Herzleiden,

aber bei fast jedem dritten war das Pumpvolumen des Organs gering.

Zwar fanden die Forscher keinen Hinweis darauf, dass unter

einer geringen Herzkraft auch das Denkvermögen litt. Aber möglicherweise

gehe die Schrumpfung des Hirnvolumens einer Einschränkung

der Geisteskraft voraus. Warum eine geringere Pumpkraft

des Herzens nachteilige Folgen für das Gehirn haben sollte, ist

indes unklar. Möglicherweise, so spekulieren die Mediziner, sei

der Blutfluss zum Gehirn schwächer. Darunter könne dann die Nähstoffversorgung

des Organs leiden.

Regelmäßige sportliche Betätigung hingegen kräftigt das Herz und

regt die Durchblutung an.

© Alexander Raths


Bis zu 80 Prozent der über 60-Jährigen leiden unter chronischen Schmerzen

Schmerzen im Alter: Betroffene

erhalten oft ungenügende Therapie

Vier von fünf Menschen über 60 Jahren leiden unter chronischen

Schmerzen. Doch die Zahl jener betagten Personen, die

auch eine adäquate Schmerztherapie erhalten, ist nach wie vor

ungenügend. Das kritisierte der Salzburger Schmerzforscher

Günther Bernatzky anlässlich einer Tagung »Schmerz im Alter« in

Salzburg.

Die Schmerzen von älteren Menschen werden oft nicht oder nicht

ausreichend behandelt. „Je älter man ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit,

dass man Schmerzmittel bekommt“, bringt Bernatzky

die Situation auf den Punkt. Bei Heimbewohnern oder Menschen

mit Demenz ist die Chance, eine passende Schmerztherapie zu erhalten,

noch geringer als bei Senioren, die daheim betreut werden,

erklärte der Salzburger Wissenschafter. Eine Studie hat gezeigt,

dass ältere Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen eine um

20 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit haben, eine Schmerztherapie

zu bekommen als Senioren ohne solche Beeinträchtigungen.

Dass dem Schmerz im Alter zu wenig Augenmerk geschenkt wird,

hat viele Gründe, die unter anderem auch bei den Betroffenen selbst

liegen: „Alte Menschen können oder wollen ihren Schmerz oft

nicht deutlich zeigen, sie wollen nicht jammern“, sagte Bernatzky.

Gleichzeitig ist es oft schwierig, Schmerzen zu erkennen und rich-

APORAMA

tig zu diagnostizieren. Die Reaktionszeit auf einen Schmerzreiz

kann bei alten Menschen verlangsamt sein, die kognitiven Fähigkeiten

nehmen ab, es gibt eine reduzierte Mimik und Körpersprache.

Schmerzmessmethoden, die speziell für ältere oder demente Personen

entwickelt wurden, werden erst seit kurzem eingesetzt.

Ein weiteres Problem ist, dass Schmerzmedikamente in Kombination

mit anderen Medikamenten zu Nebenwirkungen oder gegenseitigen

Beeinflussungen führen können. Mangelnde Mobilität, Ängste oder

einfach auch die mangelnde Fingerfertigkeit, eine Medikamentenpackung

zu öffnen, sind weitere Faktoren, die immer wieder dazu

führen, dass ein Patient die Schmerztherapie abbricht oder nicht

konsequent durchführt. Hier gibt es Rat und Hilfe in der Apotheke.

Hauptursachen für den Schmerz im Alter sind Arthrosen, Osteoporose,

Tumore, Diabetes oder neurologische Erkrankungen. Oft

führen auch Angst, Depression oder Einsamkeit zu körperlichen

Schmerzen, weiß Bernatzky.

„Ich will Menschen Mut machen, mit Schmerzen frühzeitig zum

Arzt zu gehen", sagt der Salzburger Wissenschafter. Schon nach

wenigen Wochen können Schmerzen nämlich chronisch und damit

ungleich schwerer behandelbar werden als rechtzeitig diagnostizierte

Probleme.

DA Jänner 2011

5


APORAMA

Winterwetter – Gesicht schützen

und Piercings herausnehmen

Tipps gegen Eiseskälte

Rotgefrorene Nasen, kalte Füße und Gänsehaut: Der Winter hat

mit Schnee und Minusgraden in Europa Einzug gehalten.

Durch starken Wind liegt die gefühlte Temperatur noch deutlich

unter den Vorhersagen. Wer ein paar einfache Tipps beherzigt,

kann jedoch jeder Kältewelle trotzen.

DAS GESICHT SCHÜTZEN

Im Bereich von Mund und Nase liegen zahlreiche Kälterezeptoren,

von denen der Mensch zehnmal so viele hat wie Wärmerezeptoren.

Deshalb friert man an den Wangen und an der Nasenspitze besonders

schnell. Hier kann nur ein dicker Schal helfen, der wie eine

Vermummung um den Kopf gewickelt wird. Eine Haube zu tragen

sollte bei Minusgraden Pflicht sein. Aufgrund der gut durchbluteten

Kopfhaut friert der Kopf besonders schnell.

EINCREMEN

Ein Fettfilm auf der Haut schützt gut vor der Kälte – doch leider

kommt die hauteigene Fettproduktion bei kalter Witterung zum Erliegen.

Die Folge: die Hände werden rissig, das Gesicht spannt, die

Lippen springen auf. Vor allem wer zu einer langen Schneewanderung

aufbricht oder Rodeln geht, sollte seine Haut mit Fettcremes

und Lippenpflegestiften schützen. Von Cremes mit hohem Wasseranteil

raten Experten ab, denn das Wasser verdunstetet und kühlt

die Haut noch mehr aus. Bei trockener Heizungsluft schaffen übrigens

ein Luftbefeuchter oder Zimmerpflanzen Abhilfe.

KINDER NICHT ZU DICK EINPACKEN

Viele Eltern packen ihr Kind zum Spaziergang so dick ein, dass sie

sich kaum noch bewegen können. Apotheker empfehlen stattdessen,

Kindern leichte und wärmende Skiunterwäsche unter Hose und

Jacke anzuziehen, in der sie sich gut bewegen können. In die Schuhe

gehören Thermosohlen. Die besonders empfindliche Kinderhaut

im Gesicht sollte mit reichhaltiger Fettcreme geschützt werden.

PIERCINGS ENTFERNEN

Eine besondere Gefahr für das Gesicht stellen Piercings im Winter

dar. Bei Minusgraden können sie an Nase, Braue oder Mundwinkel

sogar einfrieren und damit für Verletzungen im Gesicht sorgen und

auch zu einer nachhaltigen schwärzlichen Verfärbung der Haut

führen. Wenn die Quecksilbersäule unter null Grad fällt, sollten die

modischen Stecknadelköpfe im Gesicht deshalb besser herausgenommen

werden. Gleiches gilt für Ohrringe bei Kindern.

MAL AUFS BADEN VERZICHTEN

Kalte Luft und Heizungswärme trocknen die Haut ohnehin aus;

lange Vollbäder sind daher eine zusätzliche Belastung. Wer darauf

trotzdem nicht verzichten mag, sollte dem Wasser Badeöl zusetzen,

weil es mehr Fett enthält. Und anschließend dick eincremen, damit

die Haut gut ernährt wird.

VIEL FLÜSSIGKEIT TRINKEN

Wasser, Tee und Fruchtsäfte können dem Körper von innen helfen,

mit der Kälte und der niedrigeren Luftfeuchtigkeit besser klar zu

kommen. Außerdem unterstützen vitaminreiche Getränke das Immunsystem

und beugen damit Erkältungs- und Herz-Kreislauf-

6 DA Jänner 2011

Krankheiten vor. Entgegen der landläufigen Meinung wärmt Alkohol

übrigens nicht. Experten raten, die Finger davon zu lassen. Besser

hilft Ingwertee: Er fördert die Durchblutung und wärmt durch

seine Schärfe.

DIE FÜßE WÄRMEN

Ein Bad mit ansteigender Temperatur macht die Füße wieder warm

und fährt den Kreislauf hoch. Das Fußbad sollte rund 32 Grad

warm sein, also nicht zu heiß. Außerdem hilft eine Fußmassage mit

Händen oder Bürste.

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Gesundheitsprogramm für

Kinder und Jugendliche

»feelok« ist ein internetbasierendes Präventionsprogramm, welches

sein Augenmerk vor allem auf die Gesundheit und das

Wohlbefinden Jugendlicher im Alter zwischen 12 und 18 Jahren

richtet. Es wurde vom Institut für Sozial- und Präventionsmedizin

der Universität Zürich entwickelt und für Österreich von

Styria vitalis und pro mente: kinder jugend familie für Kärnten

verfügbar gemacht.

»feelok« beinhaltet verschiedene Themen, wie z.B. »Arbeit«,

»Alkohol«, »Rauchen«, »Bewegung und Sport«, »Ernährung«

u.v.m.

Das Programm zum Thema »Arbeit« unterstützt die Jugendlichen

darin, einen ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechenden

Beruf zu finden. Außerdem werden verschiedene Problemlösungen

angeboten, die im Zusammenhang mit der Lehre auftauchen

können.

Mittels eines von Experten ausgearbeiteten »Check-Tests« in

Form eines Quiz‘ zum jeweiligen Thema kann der Jugendliche –

oder besorgte Eltern – in den Programmen »Alkohol« und »Rauchen«

selbst herausfinden, inwieweit er z.B. einer drohenden Alkohol-

oder Nikotinsucht unterliegt bzw. ob er vielleicht sogar

bereits »süchtig« ist.

Das Programm »Bewegung« motiviert körperlich inaktive und

wenig aktive Jugendliche, sich mehr zu bewegen oder Sport zu

treiben, oder motiviert zum Tanzen.

Das Expertenteam von »feelok« ist bemüht, für jedes Problem

eine Lösung zu finden!

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Schnupfen:

Gute Besserung

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WARUM SCHNUPFEN BEHANDELT WERDEN

SOLLTE

Hilfe, ich bekomme keine Luft mehr! Durch die Entzündung

schwellen die Nasenschleimhäute so stark an, dass kaum mehr Luft

durchkommt. Mit einer verstopften Nase geht aber nicht nur das Leben

an einem vorbei, ein unbehandelter Schnupfen kann auch Wegbereiter

für weitere Krankheiten sein: Da die angegriffene Nase ihre

normale Abwehr- und Filterfunktion nicht mehr wahrnehmen

kann, gelangt die Atemluft ungefiltert über die Atemwege zur Lunge.

Entzündungen mit Husten und Heiserkeit können die Folge

sein. Häufig breitet sich die Infektion auch auf die Nasennebenhöhlen

oder das Mittelohr aus. In jedem Fall fällt es mit einer verstopften

Schnupfennase schwer, das Leben in vollen Zügen zu genießen.

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Sie sind wieder mitten im Leben.

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Beim akuten Schnupfen ist vor allem die Verwendung lokaler

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in der Nase bestimmt, verengt dort die Blutgefäße und bewirkt

dadurch eine Abschwellung der Schleimhaut in der Nase und

im angrenzenden Bereich des Rachenraumes. Otrivin ® befreit verschnupfte

Nasen bis zu 12 Stunden, und auch wenn die Nasennebenhöhlen

mitbetroffen sind, dient Otrivin ® zur Erleichterung des

Sekretabflusses. Sogar bei Mittelohrentzündung wird die Schleimhautabschwellung

im Nasen-Rachenraum unterstützt.

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das Risiko von Allergien und Unverträglichkeiten bei empfindlichen

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Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren

Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

TIPP: Nasensprays haben im Vergleich zu Nasen -

tropfen den Vorteil, dass sie sich breitflächiger verteilen

und so nicht nur die Belüftung der Nase, sondern

auch der angrenzenden Nebenhöhlen verbessern.

DA Jänner 2011

7


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8 DA Jänner 2011

Kinder und Senioren sind

Impfkandidaten

Man weiß, dass grippale Infekte bei

Kindern 6- bis 12mal pro Jahr

auftreten können, obwohl ihr Immunsystem

voll funktionsfähig ist. Es

fehlt ihnen allerdings die immunologische

»Erfahrung«. Erwachsene besitzen

zwar eine solche, doch ihr Immunsystem

hat inzwischen altersbedingt immer mehr

an Aktivität verloren. Zu besonders komplikationsreich

verlaufenden Influenza -

fällen neigen Kinder unter 5 Jahre und

Personen ab dem 50. Lebensjahr. Großeltern

mit Enkelkindern im Kindergarten

oder in der Schule tragen ein doppeltes

Risiko:

Einerseits bleiben die Enkerl mit noch

nicht ausgereiftem Immunsystem länger

infektiös und steckten die Großeltern dadurch

eher an. Sie sind der »Motor« einer

Grippewelle, denn ein Anstieg der Erkrankungen

in Schulklassen und Kindergärten

geht der eigentlichen Influenza

immer voraus.

Andererseits fehlt den Großeltern

durch den altersbedingten Rückgang der

schützenden T-Zellen ein wichtiger

Schutzfaktor. Sie sind daher empfänglicher

für den Ausbruch eines viralen In-

Sachgerechte

Arzneimittellagerung

fektes und durch den Umgang mit den

Kindern zusätzlich infektionsbedroht.

Dazu kommt noch die Erkenntnis, dass

Influenzaviren nicht nur die innere Oberfläche

der Lunge schädigen können, sondern

auch die Gefäßinnenseite, nämlich

das empfindliche Endothel. Dort laufen

aber sehr oft schon altersbedingte Entzündungsvorgänge

ab, die zur Aterio -

sklerose führen. Eine langsame Entzündung

des Endothels wird bei einer Influenza

von einer rasch ablaufenden überlagert

und die Schäden dadurch verstärkt.

TIPPS: Es wäre aktive Gesundheitsvorsorge,

wenn Sie sich selbst und auch die

Kinder gegen Influenza impfen lassen. Ein

Influenza-Impfstoff mit eingebautem Verstärkereffekt

für Senioren bringt das Immunsystem

dieser Altersgruppe besser in

Schwung als der normale Erwachsenenimpfstoff.

Kinder kann man schon ab dem 7.

Lebensmonat impfen, wobei eine Erstimpfung

in zwei Raten erfolgen soll, um bestmöglichen

Schutz zu sichern. Erfahrungsgemäß

kommt es im Spätwinter zu einer

zweiten Influenzawelle, d.h. eine Impfung

kann auch zum jetzigen Zeitpunkt durchaus

sinnvoll sein.

Die üblichen Arzneimittelpackungen bestehen aus einem Hüllkarton mit den entsprechenden

Angaben u.a. zur Arzneiform und zu den Inhaltsstoffen sowie Lagerungshinweisen.

Außerdem sind das Ablaufdatum und die Chargennummer angeführt. Im Inneren enthalten

sie Blis terpackungen mit eingeschweißten Tabletten oder Kapseln und die Gebrauchs -

information. Die größten Feinde für die Haltbarkeit von Arzneimittel sind Feuchtigkeit,

Licht und Wärme. Dagegen schützt sie der Hersteller z.B. durch Überziehen mit sperrenden

Schutzlacken bei den so genannten Filmtabletten oder durch Abfüllung in feuchtigkeitsresistenten

Kapseln. Licht und Temperaturen jenseits der 40° C können Reaktionen

auslösen, die den Wirkstoffgehalt mindern und die Wirksamkeit in Frage stellen. Daher

soll man die Lagerung zu den auf der Packung und in der Gebrauchsinformation angegebenen

Bedingungen vornehmen. Wie sind Tablettenspender zu beurteilen?

TIPP: Viele ältere Menschen, die mehrere Arzneimittel pro Tag einnehmen müssen,

verwenden einen Tablettenspender mit Fächern für morgens, mittags und abends. Sie erleichtern

die regelmäßige Arzneimitteleinnahme. Manche Tabletten oder Kapseln können

ohne schützende Umhüllung in ihrer Qualität leiden. Ist das der Fall, soll man den Blister

nur in Einzelstücke zerschneiden und diese dann in den Tablettenspender füllen. Zur Vorsicht

raten wir, derartige Dosierhilfen an einem kühlen trockenen Ort aufzubewahren und

sich in der Gebrauchsinformation über die Lagerungsbedingungen zu informieren. Helfen

Ihnen die Angaben nicht weiter, so fragen Sie Ihren Apotheker. Er findet sicherlich eine

pharmazeutisch einwandfreie Lösung Ihres Problems.


Arzneimittel für den

Mann oder die Frau?

Jeder kennt geschlechterspezifische Arzneimittel, wie die Anti -

babypille für die Frau oder die Potenzpille für den Mann, aber

die sind hier nicht gemeint. Vielmehr soll auf unterschiedliche

Wirkungen ein und desselben Arzneimittels bei den beiden Geschlechtern

aufmerksam gemacht werden. Frauen haben meist ein

niedrigeres Körpergewicht, eine andere Körperzusammensetzung

(mehr Fett und Körperwasser), eine niedrigere Ausscheidungsrate

der Niere und weisen oft eine langsamere Abbaurate für Arzneistoffe

auf. Das und eine Reihe weiterer Vorgänge führen dazu, dass trotz

gleicher Dosis die Wirkung bei Frauen stärker ausfallen kann, als

bei den Männern. Bekannte Beispiele sind Herzglykoside wie Digimerck

und Lanitop oder das Hochdruckmittel »Metoprolol«, ein so

genannter Betablocker, der bei Frauen niedriger dosiert werden

muss. Unabsichtliche Überdosierungen könnten die wesentlichsten

Gründe für die vermehrt auftretenden Nebenwirkungen bei Frauen

sein!

TIPP: Dieses Wissen ist noch relativ jung und entsprechende Angaben

in den Gebrauchsinformationen älterer Arzneimittel fehlen

daher. Bei neu zugelassenen Arzneimitteln sind jedoch entsprechende

Hinweise in der Gebrauchsinformation zu finden, wenn es

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TIPPS VOM APOTHEKER

dafür bei den Voruntersuchungen Hinweise gegeben hat. Ähnliche

Unterschiede treten bei Völkern auf. So haben Asiaten eine andere

genetische Ausstattung, die sich auch in veränderten Arzneimittelwirkungen

und -nebenwirkungen niederschlägt.

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HUSTEN

Auf was Sie achten sollten!

Husten bei

Kindern

Husten ist ein unangenehmes Erkältungssymptom,

das aber auch seinen Sinn hat:

Durch das Abhusten kann sich die Lunge

von Bronchialschleim befreien und seine

Reinigungsfunktion wahrnehmen. In der

Apotheke sind zahlreiche Hustensäfte mit

und ohne Verschreibung erhältlich – ein Wundermittel

gibt es darunter nicht; aber – richtig

angewendet – können sie die Beschwerden

lindern und die Genesung vorantreiben.

AUTOR: DDR. PETER VOITL

Eine »banale« Erkältung verläuft in zwei Phasen: Zunächst besteht

ein trockener aber unproduktiver Husten, der vor allem

abends vor dem Einschlafen Probleme macht. Anschließend

folgt ein Husten, der den Auswurf von Schleim zum Ziel hat, was

wieder durch entsprechende Wirkstoffe unterstützt werden kann.

Für beide Hustenstadien gibt es unterschiedliche Medikamente:

Hustenreizdämpfer bzw. schleimlösende Säfte.

Aus der allgemeinen kinderärztlichen

Erfahrung ergeben sich folgende Empfehlungen:

Trockener Husten

Gegen trockenen Husten helfen häufig einfache

Hausmittel wie heiße Milch mit

Honig oder hustenreizdämpfende Säfte wie

Silomat oder Tuscalman. Stärker wirksame

codeinhaltige Hustenblocker sind rezept-

DDr. Peter Voitl pflichtig und sollten deshalb vor allem dann

angewendet werden, wenn der Husten

nachts den Schlaf sehr beeinträchtigt.

Auch verschiedene Heilpflanzen wie etwa

Eibisch wurzel oder Isländisch-Moos

wiken bei Reizhusten lindernd.

Thymian enthält ätherische Öle mit den

Hauptbestandteilen Thymol und Carvacrol.

Thymian wirkt entkrampfend

10 DA Jänner 2011

auf die Bronchien, fördert den Auswurf und hat eine bakterientötende

Wirkung. Er lindert die Beschwerden bei Krampf- und Reiz -

husten sowie Heiserkeit bei Erkältungskrankheiten der oberen Luftwege,

bei Bronchitis und auch bei Keuchhusten.

Andere pflanzliche Hustenbremser sind Eibischwurzel, Malvenblüten,

Huflattichblätter (max. 6 Wo./Jahr; nicht in Schwangerschaft,

Stillzeit), Lungenkraut und Isländisch Moos.

Feuchter Husten

Bei feuchtem oder produktivem Husten können schleimlösende

Expektorantien das Abhusten des zähen Schleims unterstützen. Substanzen

wie Acetylcystein verändern die Struktur des Schleims und

erleichtern das Aushusten. Andere Substanzen wie Ambroxol sollen

die Produktion eines dünnflüssigen Sekretes anregen. Diesen Wirkstoff

gibt es als Saft, Kapseln oder Brausetabletten. Clenbuterol

(z.B. in Mucospas) ist ein Hustemittel aus der Gruppe der Betaagonisten

und wirkt schleimmobilisierend.

Zudem gibt es sehr gut wirksame pflanzliche Hustentees, etwa aus

Anis, Lakritz (Süßholzwurzel), Huflattich oder Thymian. Auch Erkältungsbäder

mit ätherischen Ölen – bei kleinen Kindern ohne

Menthol – können helfen.

Andere pflanzliche Schleimlöser sind Wollblumen, Bockshornsamen,

Spitzwegerichkraut, Primelwurzel, Senegawurzel, Süßholz -

wurzel, Efeublätter, Fenchel, Anis, Thymiankraut, Quendelkraut

und Eukalyptusblätter zur Inhalation.

Nicht zu empfehlen:

Die Kombination eines Schleimlösers mit einem Hustenreizdämpfer

ist nicht zu empfehlen. Der gelöste Schleim kann dadurch

nicht abgehustet werden. Sinnvoller ist es, tagsüber zu einem

Schleimlöser zu greifen und nachts zu einem Hustenreizdämpfer.

Zuviel Alkohol, nämlich über fünf Prozent in Säften und über

zehn Prozent in Tropfen, ist für Kinder nicht geeignet.

Auch Zusätze von Dibutylphtalat, einer Substanz, die die Kapseln

magensaftresistent und damit magenschonend macht, ist nicht empfehlenswert.

Phtalate stehen im Verdacht, Leber, Nieren und die

Fortpflanzungsorgane schädigen zu können.

Häufig sind Erkrankungen der Atemwege durch Viren bedingt,

weshalb viele Verordnungen von Antibiotika nicht wirksam sind.

Wann müssen Sie zum Arzt?

Kleinkinder mit Fieber über 38,5 Grad

Kleinkinder, die gar nicht mehr trinken oder deren Windel auffallend

trocken bleibt.

Säuglinge und Kleinkinder, bei denen Husten jäh beginnt und

nicht gelindert werden kann: In diesem Fall könnte ein verschluckter

Fremdkörper Ursache für den Hustenreiz sein.

Kinder, die gelben oder grünen Schleim abhusten.

Bei jedem Husten, der länger als eine Woche dauert.

Bei schlechtem Allgemeinzustand, schlechtem Trinkverhalten

oder beschleunigter Atmung

Bei Geräuschen (Pfeiffen) während des Ein- oder Ausatmens

Bronchialtee, besonders auch für Kinder geeignet, empfohlen

von der ÖGPhyt, Österreichische Gesellschaft für Phytotherapie,

d.h. die Therapie mit Arzneipflanzen.

Teile reizlindernd antimikrobiell expektorierend sekretolytisch

Süßholzwurzel 30 x x spasmolytisch

Thymian 30 x x spasmolytisch

Fenchel 30 x spasmolytisch

Spitzwegerich 30 x x spasmolytisch


© wavebreakmedia ltd

Bei Geräuschen (Pfeifen)

während des Ein- oder

Ausatmens muss ein Arzt

konsultiert werden.

FRAUENGESUNDHEIT

Blasenschwäche


ein Alltagsproblem

über das man nicht

gerne spricht

Der unfreiwillige Harnabgang kennt viele

Ursachen – Blasenentzündung, Geburten,

Verstopfung und höheres Lebensalter steigern

die Häufigkeit.

AUTORIN: DR. VALENTINA PATAY-EIDLER

Das Wichtigste zuerst: Trinken Sie viel Wasser

Viele Betroffene mit Blasenproblemen trinken

weniger Flüssigkeit, um so die Harnmenge gering

zu halten. Das ist aber nicht nur gesundheitsschädlich,

sondern bewirkt auch noch das

Gegenteil. Wenn man zu wenig trinkt, werden

die Nieren schnell unterversorgt und können

ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr wahrnehmen.

Harnwege und Blase werden nicht mehr

ausreichend durchgespült.

Einerseits leistet dies Infektionen Vorschub,

denn vorhandene Bakterien, die nicht ausgespült

werden, vermehren sich und verursachen

Infektionen. Die Infektionen verstärken wiederum

die Inkontinenz. Andererseits dient die Füllung der Harnblase

dem Training der Blasenmuskulatur. Wird die Blase nicht mehr

ausreichend gefüllt, entfällt dieser Trainingseffekt. Dadurch verringert

sich das Fassungsvermögen der Blase, die Inkontinenz verstärkt

sich und dieser Teufelskreis geht weiter. Umso wichtiger ist es auch

bei Inkontinenz ca. zwei Liter täglich zu trinken!

Blase und unwillkürlicher Harnabgang

Normalerweise kommt es ab einer bestimmten Blasenfüllung zu

Harndrang, beim Erwachsenen liegt dieses Volumen bei knapp einem

halben Liter. Alters- oder krankheitsbedingte Veränderungen

können sich als Blasenschwäche bemerkbar machen, z.B. eine Blasenentzündung,

bei der Frau Hormonmangel der Wechseljahre aber

auch Veränderungen in Organen des kleinen Beckens, beim Mann

eine Abflussbehinderung des Harns durch die vergrößerte Prostata.

Demenz, Morbus Parkinson, Gehirngefäßsklerose, Schlaganfall

oder Multiple Sklerose können ebenso Auslöser sein. Stoffwechsel -

erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) kommen

als Ursache ebenso in Frage wie psychische Störungen. Auch

DA Jänner 2011

Dr. Valentina

Patay-Eidler

11

© Molodec


FRAUENGESUNDHEIT

Medikamente, die die Schließmuskelfunktion beeinträchtigen, können

Harnverlust begünstigen.

Formen der Blasenschwäche

Die Bandbreite von Blasenschwäche reicht von sehr häufigen Blasenentleerungen

über den unfreiwilligen Harnverlust beim Husten

oder beim Stiegen steigen bis hin zu Blasenentzündungen durch kalte

Füße. Hinter der Blasenschwäche stecken hauptsächlich drei

Krankheitsbilder: 1. Die überaktive Blase, 2. die Harnröhren-Verschlussschwäche

und 3. die Blasenmuskelschwäche mit reichlich

Restharn.

Dranginkontinenz

Die überaktive Blase (Dranginkontinenz) äußert sich in erster Linie

durch stark gehäuften Harndrang, der das vorzeitige Aufsuchen der

Toilette erzwingt. Ist keine Toilette erreichbar, kann es bereits zum

unfreiwilligen Harnverlust kommen. Diese überaktive Blase kann

auch z.B. durch eine chronische Blasenentzündung hervorgerufen

werden. Insbesondere bei älteren Menschen mangelt es auch an der

Fähigkeit, den Harndrang über eine ausreichend lange Zeit unterdrücken

zu können. In einigen Fällen bleibt die Ursache unklar.

Belastungsinkontinenz

Bei der Harnröhren-Verschlussschwäche (Belastungsinkontinenz)

kommt es unter körperlicher Belastung ohne Harndranggefühl zum

Harnverlust z.B. bei Husten und Niesen, Heben einer schweren

Einkaufstasche oder Mineralwasserkiste. Die Verschlussschwäche

der Harnröhre kann durch eine Bindegewebsschwäche oder durch

eine verminderte Kraft der Beckenbodenmuskulatur verursacht sein.

Diese Situation wird insbesondere bei Frauen nach Geburten festgestellt,

daher kommt diese Form der Blasenschwäche auch fast nur

bei Frauen vor. Selbst sportliche Frauen sind nicht unbedingt gegen

die Belastungsinkontinenz geschützt. Im Gegenteil: Zu intensives

Training erhöht den Druck auf die Blase und kann so die Belas -

tungsinkontinenz fördern.

Überlaufinkontinenz

Die Blasenmuskelschwäche mit reichlich Restharn (Überlaufinkontinenz)

betrifft häufig ältere Menschen, deren Spannung der

Blasenwand nachlässt und deren Blasenmuskel schlaff wird. Die

Blase wird nur mehr in kleinen Portionen entleert, was zu Restharn

in der Blase führt. Nimmt diese Restharnmenge stark zu, kann die

Blase überlaufen. Die Folgen sind wiederholter unwillkürlicher

Harnverlust und häufiger Harndrang. Die Blasenmuskelschwäche

tritt insbesondere bei älteren Männern auf, meist aufgrund der altersbedingt

vergrößerten Prostata.

Behandlungsmöglichkeiten

In der Behandlung der Inkontinenz unterscheidet man zwischen

konservativer und operativer Therapie. Die Operation bleibt schweren

Formen vorbehalten – ob sie auch längerfristig Erfolg verspricht,

klären Sie am besten mit dem Urologen Ihres Vertrauens.

Zur konservativen Therapie zählen Empfehlungen zum Lebensstil,

Beckenbodengymnastik und die medikamentöse Behandlung. Bei

leichten Beschwerden verbessern eine Gewichtsabnahme zur

Entlas tung des Beckenbodens, eine Umstellung der Ernährung auf

ballaststoffreiche Kost zur Vermeidung von Verstopfung, die Vermeidung

des Hebens schwerer Lasten und die Behandlung chronischer

Lungenerkrankungen sowie die optimale Einstellung eines

Diabetes mellitus die Situation oft schon deutlich. Auch der Verzicht

auf das Rauchen verbessert die Durchblutung.

Unterstützend können zusätzlich kleine Elektroden in die Scheide

(bei der Frau) oder in den Enddarm (beim Mann) eingesetzt werden,

die durch nicht schmerzhafte, elektrische Impulse den Schließmus-

12 DA Jänner 2011

● Der weibliche Beckenboden wird von Natur aus durch

Geburten oder Operationen strapaziert. Häufige Gründe für

die Inkontinenz sind Entzündungen der Blase und der

Harnröhre und chronische Verstopfung. Wechseljahre und

Alter beeinflussen die Beckenbodenmuskulatur und das

umliegende Bindegewebe. Durch den Östrogenmangel

werden die Schleimhäute dünner und die Anfälligkeit für

Reizblase und Harninkontinenz steigt.

● Beckenbodentraining als wichtigste Maßnahme

Das Beckenbodentraining ist die wichtigste Maßnahme

um die Muskulatur zu stärken. Etwa 70 Prozent der Frauen

profitieren von den Übungen. Auch Frauen, die keine Kinder

geboren haben, sollten leichtes Beckenbodentraining in

ihren Tagesablauf einbauen. Dazu mindestens 20 Mal am

Tag den Beckenbodenmuskel anspannen und festhalten, als

würde man den Harnstrahl anhalten. In der Realität kann man Shiffman

den Schließmuskel durch willkürliches Unterbrechen des

Harris

Harnstrahls beim Wasserlassen trainieren. ©

kel zum Muskelaufbau anregen. Ein Scheidenpessar (kleiner Konus

aus Kunststoff) verhindert bei einer Senkung der Organe des kleinen

Beckens ein Vorfallen der Blase und lindert damit eine Inkontinenz.

Es birgt jedoch die Gefahr von chronischen Scheidenentzündungen

und ist deshalb mit dem Gynäkologen abzuklären.

Speziell ältere Patienten leiden schon von Natur aus vermehrt an

Mundtrockenheit und manche Patienten waren gezwungen, die medikamentöse

Therapie deshalb zu beenden. Bei den neuen Arzneimitteln

sind diese unerwünschten Wirkungen kaum mehr zu erwarten.

Zusammenfassung

Der Kräutergarten der Natur bietet große Unterstützung. Von Kürbis

bis Goldrute gibt es unzählige unterstützende Präparate. Und

wenn es schnell gehen muss, um in der Schnupfen- und Husten -

saison einen Theaterbesuch oder eine Busfahrt sorgenfrei zu überstehen

– von einer einfachen Slipeinlage bis zur Hosenwindel (die

sogar von älteren Schauspielern auf der Bühne unsichtbar verwendet

wird) gibt es zahlreiche verschiedene Varianten. Ihr Apotheker

berät Sie dazu gerne.


Österreichs Pharmazeuten wissen alles

rund ums Medikament, brauchen aber

Nachwuchs

Neue Apotheker

braucht das Land!

Zum Schmied und nicht zum Schmiedl – gehen Herr und Frau Österreicher,

wenn es um ihre Gesundheit geht. Tausende gut ausgebildete Pharmazeuten

in den öffentlichen Apotheken sind der „Schmied“, weil sie alles wissen,

wenn es um Wirkung und unerwünschte Wirkung von Medikamenten

geht. Die Standesvertretung der selbständigen Apotheker geht jetzt in die

Offensive: Wir brauchen dringend Nachwuchs!

Rund 150 Apothekerinnen und Apotheker werden momentan

österreichweit gesucht. Kaum eine Branche bietet so viele

offene, attraktive Jobs für Universitätsabgänger wie die

Pharmazie. Ob in der Forschung oder in der öffentlichen Apotheke

– Pharmazeuten finden immer einen sicheren Arbeitsplatz. Weil

das Studium aber lang und »schwer« ist, gibt es immer mehr Nachfrage

als Angebot beim Apotheken-Personal.

„Unser Wissen ist einerseits jahrhundertealt und andererseits immer

auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Wer lieber im Internet

Medikamente kauft oder auf eine Kräuterhexe vertraut, riskiert seine

Gesundheit. Deshalb sollte man zu uns kommen, wenn es um die

Gesundheit geht“, meint Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann,

Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes. Und ein siche -

rer Arbeitsplatz ist jenen, die diesen wichtigen gesundheitspolitischen

Beruf ergreifen,

garantiert.

Die intensive akademische

Ausbildung macht

Apotheker zu hoch qualifizierten

Experten in

der Arzneimitteltherapie.

Keine andere Berufsgruppe

weiß so viel über

das Medikament wie die

Pharmazeuten. Und was

(noch) wichtiger ist:

Keine andere Berufsgruppe

im Bereich Gesundheit

muss das Wis-

© Franz Neumayr/MMV

ÖSTERREICHISCHER APOTHEKERVERBAND

sen so oft und so einfach wie möglich

anwenden.

„Unsere Kunden kommen mit allen

möglichen Fragen und Gesundheits -

problemen zu uns. Wir helfen

einerseits zu heilen und sind andererseits

wichtige Vermittler, wenn es

um das richtige medizinische Fach

Dr. Friedemann

Bachleitner-Hofmann

Präsident des Österreichischen

Apothekerverbandes

geht“, verweist Bachleitner-Hofmann auf die gute Zusammenarbeit

zwischen Apothekern und Ärzten an der Basis.

Die Rückmeldungen der Kunden beweisen, dass die Apotheker auf

dem richtigen Weg sind. Der Apotheker gehört seit langem zu den

Top 3 Berufen, wenn es um das Ansehen in der Öffentlichkeit geht.

Grund genug, nicht Pilot, sondern Pharmazeut zu werden.

DA Jänner 2011

13


ÖSTERREICHISCHE APOTHEKERKAMMER

24-Stunden Auskunftsservice

österreichweit

Neuer

Apotheken-

Notruf

ab Jänner 2011

Ab Jänner 2011 bieten die Apotheken einen

Apotheken-Notruf an. Unter der einfach zu

merkenden Nummer 1455 erhält jeder

Anrufer rasch und unbürokratisch Auskunft

über die nächste dienstbereite Apotheke, auf

Wunsch sogar mit Wegbeschreibung.

Der Apotheken-Notruf 1455 wird rund um die Uhr, 24 Stunden,

365 Tage lang erreichbar sein. „Kundenservice ist für

uns Apotheker besonders wichtig. Dank des Apo theken-

Notrufs wissen unsere Kunden mit einem Anruf, welche Apotheke

in ihrer Nähe Dienst versieht“, freut sich Mag. pharm. Heinrich

Burggasser, Präsident der Öster reichischen

Apothekerkammer auf das Projekt.

Mag.pharm. Heinrich

Burggasser, Präsident

der Österreichischen

Apothekerkammer

14 DA Jänner 2011

In Österreich versehen jede Nacht, an Wochenenden

und Feiertagen rund 350 Apotheken

Bereitschaftsdienst. Die insgesamt

1.280 Apotheken in Österreich wechseln

sich ab, so dass jede Apotheke mehrmals im

Monat auch in der Nacht, an Wochenenden

und Feiertagen Bereitschaftsdienst leistet. In

Grippezeiten werden an einem Wochenende

bis zu zweihundert Kunden von einer dienstbereiten

Apotheke versorgt. In besonders

dünn besiedelten Gebieten müssen die wenigen

Apotheken vor Ort mitunter jede Nacht

erreichbar sein. Diese gesetzlich geregelte

Serviceleistung wird nicht wie Spitäler oder Ärztenotdienste von

der öffentlichen Hand oder der Krankenkasse bezahlt, sondern muss

vom Apothekenbetrieb über den eigenen Umsatz finanziert werden.

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rol-

le als Gesundheitsnahversorger. Die Beratung und Versorgung der

Bevölkerung mit Arzneimitteln ist

das zentrale Anliegen der Apothekerschaft.

Es zeigt sich, dass blinde

und sehbehinderte Menschen bei der

Arzneimitteleinnahme besonders betreut

werden müssen. Die kleingeschriebenen

Beipacktexte sind für

diese Menschen nicht lesbar. „Blinde

und sehbehinderte Menschen erhalten

über den Apotheken-Notruf

1455 kompetente Antworten auf

pharmazeutische Fragen direkt von

der Apothekerin, dem Apotheker“,

sagt Dr. Christian Müller-Uri, Mitglied

des Präsidiums der Österreichischen

Apothekerkammer.

Dr. Christian Müller-Uri, Mitglied

des Präsidiums der Österreichischen

Apothekerkammer.

Eine Information der

Österreichischen Apothekerkammer

© Igor S. Srdanovic


Funktionelle Magen-Darmstörungen

MAGEN-DARM

Wenn Feste Folgen haben…

Im Normalfall erledigt die Verdauung ihre Aufgaben weitgehend unbemerkt, doch manchmal werden

die Vorgänge im Magen und Darm von Völlegefühl, saurem Aufstoßen, früher Sättigung, und

Blähungen begleitet. AUTOR: MAG. PHARM. DR. ALFRED KLEMENT

Diese Phänomene können sowohl im Zusammenhang mit Erkrankungen

des Verdauungstraktes als auch als Folge eines

Zuviel an Genussmitteln und zu großen Mahlzeiten auftreten.

Dazu zählen ein fetter Schweinsbraten mit Kraut und Knödel oder

ein vor Öl triefendes Schweinsschnitzel, eine

ordentliche Torte mit Schlagobers oder

ein Tiramisu.

Mag. pharm. Dr. Alfred

Klement

Selbst behandeln oder zum Arzt?

Was ist dagegen zu tun? Lassen sich derartige

Symptome mit der Nahrungsaufnahme

in Beziehung setzen und treten sie nur

vorübergehend und vor allem während des

Tages auf, dann besteht im Allgemeinen

kein Anlass für einen Arztbesuch. Die

Medizin wertet derartige Beschwerden als

zeitweilige, funktionelle Magen-/Darm-

störung. Der Gang zum Arzt wird allerdings notwendig,

wenn unbeabsichtigter Gewichtsverlust, Müdigkeit und Krankheitsgefühl

auftreten. Übelkeit, Blässe und Müdigkeit können

jedoch auch mit chronischem Schmerzmittelgebrauch wie

»Diclofenac« oder »Ibuprofen« in Verbindung stehen, wenn sie

Magen-/Darmblutungen auslösen.

wenn Verdacht auf Leberentzündung (Hepatitis) besteht – erkennbar

an gelb verfärbten Augen.

wenn nächtliche Bauchbeschwerden quälen. Sie weisen auf organische

Ursachen hin.

Oberbauchbeschwerden

Hat man sich überessen, dann sind Blähungen im Oberbauch, Sodbrennen,

saures Aufstoßen und ein Druckgefühl in der Magengrube

dafür kennzeichnend. Durch Änderung der Ernährungsgewohnheiten

lassen sich solche Beschwerden relativ einfach in den Griff bekommen.

Doch rund 25 % der Menschen leiden nicht nur zu den

Feiertagen, sondern chronisch an derartigen Erscheinungen, auch

bekannt unter »Verdauungsschwäche« oder »Dyspesie«.

Eine ganze Reihe altbekannter Heilpflanzen besitzen als Tee,

Tropfen oder Trockenextrakt segensreiche Wirkung. Dazu zählen

Wermutkraut, Schafgarbenkraut, Pfefferminzblätter, Kümmelfrüchte,

Enzianwurzel und Artischokenblätter. Insbesondere die

einhei mische, wenig bekannte bittere Schleifenblume spielt eine

große Rolle und ist in einer Arzneipflanzenkombination in der

Apotheke erhältlich. Steht das Sodbrennen im Vordergrund, sind

Mittel zur Abpufferung der Magensäure (Antacida) oder die seit

Neuestem rezeptfrei erhältlichen so genannten PPIs (Protonen-

Pumpen-Inhibitoren) empfehlenswert, bei Völlegefühl schaffen

IMPRESSUM

Herausgeber und Medieninhaber: Österr. Apotheker-Verlagsges.m.b.H.,

1090 Wien, Spitalgasse 31, Tel. 01/402 35 88, Fax 01/408 53 55. www.apoverlag.at. Geschäftsführer: Mag. Martin Traxler.

Chef redaktion: Mag. Monika Heinrich (mh), DW 26. Redaktion: Dr. Irmgard Homeier, Mag. pharm. Claudia Dungl-Krist, Mag.

pharm. Dr. Alfred Klement (DA-Auf Rezept, Tipps vom Apotheker), Dr. Valentina Patay-Eidler, Mag. pharm. Dr. rer. nat. Thomas

Riedl, Mag. pharm. Irina Schwab egger, Dr. Thomas Schwingenschlögl, DDr. Peter Voitl, Petra Zacherl (DA Mutter & Kind, DA

Diabetes- News, DA Kids, Kochrezepte). Anzeigenannahme: Ruth Salomon, DW 28. Wissenschaftlicher Fachbeirat: Univ.-

Prof. Mag. pharm. Dr. Eckhard Beubler, Prof. Dr. Gernot Desoye, Univ.-Prof. Mag. pharm. Dr. Peter Dittrich, Dr. Gernot Fischer,

Univ.-Prof. Dr. Peter Husslein, Mag. pharm. Dr. Gerhard Kobinger, Univ.-Prof. Mag. pharm. Dr. Brigitte Kopp, Univ.-Prof. Dr.

Wolfgang Kubelka, Univ.-Prof. DDr. Michael Matejka, Univ.-Prof. Dr. Michael Roden, Univ.-Prof. Dr. Helmut Sinzinger, Univ.-Prof.

Mag. pharm. Dr. Max Wichtl. Foto Titelseite: shutterstock.com/Monkey Business Images Anzeigen verkauf, Grafik &

Produktion: Afcom – Alexander Fauland Communication, Tel. 01/402 35 55, alexander.fauland@afcom.at, www.afcom.at.

Hersteller: NÖ Presse haus. Erscheinungsweise: monatlich.

Der Verlag behält sich das ausschließliche Recht der Verbreitung und Vervielfältigung der in dieser Zeitschrift gedruckten

Beiträge sowie die Verwendung für fremdsprachige Ausgaben vor. Nachdruck ist nur unter genauer Quellenangabe gestattet.

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muss. Die 3. Person sing. masc. ist bei allgemeinen Bezeichnungen geschlechtsneutral zu verstehen und umfasst sowohl

die weibliche als auch die männliche Form. Preise ohne Gewähr.

»Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz

Österreichische Apotheker Verlagsgesellschaft m.b.H. – Unternehmensgegenstand: Herausgabe und Verschleiß von periodischen pharmazeutischen Zeitschriften und

pharmazeutischen Drucksorten. Sitz: 1090 Wien, Spitalgasse 31.

Stammkapital: € 36.336,42. Geschäftsführer: Mag.iur.Martin Traxler Aufsichtsrat: Mitglieder des Österreichischen Apothekerverbandes: Mag.pharm.Viktor Hafner,

Mag.pharm.Dr.Martin Hochstöger, Mag.pharm.Dr.Christian Müller-Uri, Mag.pharm.Leopold Schmudermaier, Mag.pharm. Thomas W.Veitschegger.

Mitglieder des Verbandes Angestellter Apotheker Österreichs: Mag.pahrm.Susanne Ergott-Badawi, Mag.pharm.Elisabeth Biermeier, Mag.pharm.Raimund Podroschko,

Mag.pharm.Esther Schwaiger, Mag.pharm.Andrea Vlasek.

Gesellschafter: Österreichischer Apothekerverband – Interessenvertretung der selbständigen Apotheker (Beteiligung 50 %). Verband Angestellter Apotheker Österreichs

– Berufliche Interessenvertretung (Beteiligung 50 %). Adresse aller Genannten: 1090 Wien, Spitalgasse 31. Grundlegende Richtung: Information des Apothekenkunden

über Gesundheits- und Arzneimittelfragen im weitesten Sinn."

DA Jänner 2011

15


MAGEN-DARM

© Andrei Rybachuk

wiederum Enzympräparate Erleichterung. Wer über Blähungen

klagt, dem wird mit Kümmel, Fenchel, Anis oder dem Entschäumer

»Simeticon« am ehesten zu helfen sein. Pfefferminzöl in einer

speziell magensaftresistenten Form hat einen blähungsmindernden

Effekt und wirkt zusätzlich krampflösend. Man kann die

Blähungsneigung verringern, indem man langsam isst und trinkt,

keine späten und schweren Mahlzeiten zu sich nimmt, den Kaffeekonsum

reduziert und weniger raucht sowie kohlensäurehaltige

Getränke meidet.

Viele Arzneipflanzen enthalten reichlich ätherisches Öl, das die

Magen-Darmmotorik anregt und auf diese Weise Völlegefühl und

Blähungen verringert. Einen klassischen Fencheltee bereitet man

mit einem Teelöffel zerdrückter Fenchelfrüchte, die mit einem ¼ Liter

kochendem Wasser übergossen werden. Nach 10 min. Stehzeit

im zugedeckten Gefäß kann man den fertigen Tee abseihen und

trinkt pro Tag zwei bis fünf Tassen davon.

Auf rein physikalischem Weg wirkt »Simeticon«. Es kann die Oberflächenspannung

von Flüssigkeiten herabsetzen und baut deshalb

Schäume zügig ab bzw. lässt die störenden kleinen Schaumblasen

zu einzelnen größeren zusammenfallen, die dann leichter ausgeschieden

werden können. »Simeticon« wird nicht in den Körper

aufgenommen, sondern verbleibt im Darm und verlässt ihn auf

natürlichem Weg. Wegen seiner Unbedenklichkeit darf es auch kleinen

Kindern gegeben werden.

Gallenmangel

Wenn die Gallenproduktion aus irgendwelchen Gründen gestört ist,

kann es zur eingeschränkten Verdauung der Nahrungsfette mit Fettstühlen

und Abneigung gegen Nahrungsfett kommen. Hält der Zustand

länger als einige Tage bis Wochen an, sollte der Arzt konsul-

16 DA Jänner 2011

Mit altbekannten Heilpflanzen

wie z.B. Löwenzahn und Schafgarbenkraut

lassen sich Magen-

Darmbeschwerden relativ einfach

in den Griff bekommen.

tiert werden, weil der Rückstau von Galle – beispielsweise durch

Gallensteine – zu ausgeprägten Schäden im Leber- und Gallensys -

tem führen kann. Wenn zu wenig Galle produziert wird, gibt es die

Möglichkeit die Fettverdauung mit entsprechenden Arzneimitteln

zu fördern. An erster Stelle stehen die pflanzlichen Gallemittel

Artischocke,

Erdrauchkraut,

Gelbwurz,

sowie Löwenzahnkraut- und -wurzel.

Dabei steht die Artischocke nicht von ungefähr an vorderster Stelle,

zählen doch die aus den Artischockenblättern gewonnenen

Extrakte zu den wirksamsten Gallemitteln, die wir kennen.

Dank ihrer Inhaltsstoffe (Cafeoylchinasäuren) kommt es zu einer

vermehrten Galleproduktion und zu einer Abnahme der entsprechenden

Verdauungsbeschwerden.

Bitterstoffhaltige Arzneipflanzen

Ebenfalls eine bedeutsame Rolle bei Verdauungsschwäche spielen

die so genannten Bitterstoffdrogen unter denen Enzianwurzel, Bitterkleeblatt

und Wermutkraut hervor stechen. Charakteristisch ist ihre

anregende reflektorische Wirkung auf die Produktion von Speichel,

Magensaft und Verdauungsenzyme, wenn sie als Aperitiv genossen

werden. In der klassischen Form werden sie als Magenbitter

oder Verdauungstropfen angeboten. Oft wurden solche Arzneipflanzenextrakte

als so genannte Hausspezialität vom Apotheker selbst

nach seiner speziellen Rezeptur hergestellt. Wer auf alkoholfreie

Zusammensetzung bedacht ist, kann sich in der Apotheke verdauungsanregende

traditionellen Teemischungen besorgen. Fragen Sie

in Ihrer Apotheke nach.

© Fotofermer


© Ermes

Schimmelpilze – was tun?

Es gibt viele Arten von Schimmelpilzen, die sich voneinander

teils erheblich unterscheiden. Alle sind aus zahlreichen feinen

Fäden aufgebaut. Die Farbe kann von grünlich über weißlich

bis grau alle Töne annehmen, denken Sie nur an ein verschimmeltes

Stück Brot. Unter Schimmel versteht man die mit bloßem Auge

sichtbaren oberflächlich liegenden Strukturen der Pilze. Für ihr

Wachstum benötigen Schimmelpilze viel Feuchtigkeit und Nährstoffe

wie Lebensmittel, Erde, Tapeten, Spannteppiche oder Dispersionsfarben.

Schimmel führt zu dunklen Flecken und einem

schlechten Geruch (muffig-erdig) in Wohnungen und Häusern.

Wann droht Gefahr?

Schimmelpilze können durch ihre Sporen, Stoffwechselprodukte

oder Zellbestandteile Menschen schaden. Die Konzentration der

Wirkstoffe ist dabei entscheidend.

Die Vermehrung der Schimmelpilze erfolgt durch Sporen. Da

Schimmelpilze so gut wie überall vorkommen, sind in der Luft auch

immer Sporen vorhanden. Wenn die Sporen nicht in Massen auftreten,

sind sie für den Menschen ungefährlich. Bei hohen Konzentrationen

sind dagegen Allergien, Atembeschwerden (Asthma), Vergiftungen

(Durchfälle) und Krankheiten diverser Organe wie Lunge

oder Leber möglich. Gefährdet sind immunschwache Menschen

z.B. nach einer Chemo- oder Strahlentherapie bei Krebs, Diabetiker,

Personen mit chronischen Entzündungen und Autoimmunerkrankungen,

Blutbildungsstörungen oder Leukämie, Organtransplantationen

oder einer HIV-Infektion.

So schützt man sich gegen Schimmelpilze

Wenn Sie auf einem Lebensmittel einen Schimmelbefall sehen,

sollten sie dieses am besten gleich wegwerfen. Dies gilt auf jeden

Fall für Obst. Aber selbst bei Käse und Brot breitet sich der Schimmel

oft unsichtbar über das ganze Lebensmittel aus. Eine Lagerung

im Kühlschrank bei Temperaturen um die 4°Celsius kann Schimmelwachstum

nicht stoppen. In der Tiefkühltruhe kann Schimmel

dagegen nicht mehr wachsen.

Räume mit hoher Schimmelkonzentration können Atembeschwerden

und Allergien hervorrufen und sollten von empfindlichen Personen

gemieden werden. Schimmelpilze kommen in fast allen

HYGIENE

Vor Schimmelpilzen muss man sich nicht nur fürchten. Die große Mehrheit der Schimmelpilze ist für

den Menschen ungefährlich, ja sogar nützlich. So erhalten bestimmte Nahrungsmittel wie Schimmelkäse

(Camembert, Roquefort) und Salami ihren Geschmack erst durch Zugabe von Schimmelpilzen.

Viele Antibiotika wie z.B. das Penicillin werden mithilfe von Schimmelpilzen hergestellt.

Manche Schimmelpilzarten können uns Menschen dagegen schaden. Ihre Sporen lösen Allergien

aus, sie erzeugen Pilzgifte in verdorbenen Lebensmitteln und damit Übelkeit und Durchfälle.

Feuchte Wohnungen mit Pilzbefall führen zu unspezifischen Symptomen wie Abgeschlagenheit,

Müdigkeit, Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Konzentrationsstörungen, Hautirritationen sowie

Augen-, Nasen und Ohrenreizung. Pilze können sich aber auch in unserem Körper einnisten, Organe

befallen und damit schwere Krankheiten auslösen. Immungeschwächte Personen, Kinder und ältere

Menschen sind besonders gefährdet. AUTOR: DR. THOMAS SCHWINGENSCHLÖGL

feuchten Räumen vor. Tapeten, Teppichböden, Gipskartonwände,

Holz, Pflanzenerde oder lockere Fliesen sind ideale Wohngelegenheiten

für Pilze. Auch Kleider, Bücher und der feine Hausstaub

werden gerne besiedelt. Die Feuchtigkeit kann verschiedene Ursache

haben: gebrochene Wasserleitungen und undichte Stellen in den

Wänden, schlechtes Mauerwerk, eindringendes Regenwasser und

vor allem Kondenswasser in schlecht gelüfteten

Wohnungen. In der Zeit des Energiesparens

und gut isolierter Fenster kann die

Feuchtigkeit aus den Wohnungen oft nicht

mehr entweichen, wie das früher bei den

undichten alten Holzfenstern der Fall war.

Daher sollte man jeden Tag gründlich Lüften

– kurzes Stoßlüften ist besser als Kippen

der Fenster über den ganzen Tag – und

schauen, dass die Räume nicht zu kalt sind.

Denn kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit

auf als warme, es bildet sich mehr Kondenswasser.

Möbel, die an der Wand stehen,

Dr. Thomas

Schwingenschlögl

fördern ebenfalls die Schimmelbildung, da dahinter die Luft wenig

zirkulieren kann. Möbel sollten einen Abstand von mindestens 8 cm

zur Wand haben.

Die wichtigste Maßnahme gegen Schimmel ist also eine »Trockenlegung«

der Räume. Das Eindringen weiterer Feuchtigkeit muss unterbunden

werden. Sind Räume mit Schimmel befallen, muss der

Schimmel und die befallenen Strukturen wie Böden oder Tapeten

entfernt werden. Schimmelige Tapeten, Böden oder andere Beläge

gehören ersetzt. Danach muss gründlich desinfiziert werden. Wasser

und normale Reinigungsmittel genügen hier aber nicht. Nur manche

Desinfektionsmittel wie Wasserstoffperoxid, Natriumhypochlorid

und Peressigsäure töten Schimmel ab. Alkohol tut das nicht. Vermeiden

Sie durch Wischen mit einem schmutzigen Tuch den Schimmel

in der Wohnung zu verteilen. Auch Bestrahlungen mit ultraviolettem

Licht und heiße Luft (z.B. ein Föhn) töten Schimmelpilze ab.

Sorgen Sie von vornherein für ein optimales Raumklima und gute

Luft in Ihrer Wohnung. Dann hat der Schimmel keine Chance.

Dr. Thomas Schwingenschlögl;

www.dr-schwingenschloegl.at

DA Jänner 2011

17


© auremar

SPORT

© Johnny Lye

18 DA Jänner 2011

Die Intensität einer Belastung

sollte der individuellen und

trainingsabhängigen Kapazität der

Fettsäurenumsetzung und der geplanten

Dauer angepasst werden.

Oder anders gesagt: Auch im

Finale einer Belastung müssen

Kohlenhydrate als Energielieferanten

zur Verfügung stehen.

NACHT- UND

NOTDIENST-APOTHEKEN

Wir sorgen dafür, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit eine Apo theke in nicht zu großer Entfernung für Sie

bereit ist – 365 Tage im Jahr. Auf www.apo theker.at sowie den ORF Teletext-Seiten 648 (Wien) und 649

(Bundesländer) finden Sie die nächstgelegene Not- und Nachtdienst- Apotheke.


Empfehlungen für Breitensportler

Aufbauernährung im Sport

DA Jänner 2011

SPORT

Immer wieder ist zu hören, dass – namentlich im Spitzensport, aber auch im ambitionierten Breitensport

– Topleistungen durch den Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln erzielt werden. Bestimmte

Substanzen, die nicht der Energiegewinnung dienen, werden mit dem Ziel verwendet,

die persönliche Leistungskurve nach oben zu drücken. 1 Dies hat zur landläufigen Meinung geführt,

Spitzenleistungen im Sport wären ausschließlich mit leistungsfördernden Geheimnissen

möglich. Dem ist nicht so. Wohl aber kann man mit gezielt eingesetzten Mikronährstoffen Körper

und Geist unterstützen und Mangelerscheinungen vorbeugen.

AUTOR: MAG. PHARM. DR. RER. NAT. THOMAS RIEDL

Jede sportliche Leistung baut neben einem

konsequenten und richtig gestalteten

Training auf einer vollwertigen

Ernährung auf, die sich im Grunde von den

Empfehlungen für die Normalbevölkerung

wohl hinsichtlich der Menge, nicht jedoch

hinsichtlich ihrer Zusammensetzung unterscheidet.

Das ist eine wichtige Botschaft:

Analysen zeigen, dass Leistungssportler

selbst bei höchstem täglichen Kalorienverbrauch

von bis zu 7.000 Kilokalorien (kcal)

die gewohnten Nährstoffrelationen von 55

bis 60 Energieprozent (kcal %) Kohlenhydrate,

25 bis 30 kcal % Fett und 10 bis 15

kcal % Eiweiß beibehalten. Die gegessenen

Mengen sind nur erheblich größer als jene

in der Normalbevölkerung. Bei Spitzen -

sportlern werden natürlich individuelle,

sportartgerechte Feineinstellungen vorgenommen.

Nahrungsergänzungsmittel

Nah hrungsergänzung gsmitte gsmittell

Die folgenden Ausführungen nehmen Bezug

auf die Bedürfnisse der so genannten

Breitensportler oder Gesundheitssportler, im

engeren Sinn also von Ausdauersportlern,

die laufen, walken, wandern oder ohne

größere Anstrengung in der Ebene Rad fahren.

2

Energieträger

Um längere und intensivere Belastungen

durchhalten zu können, sollte man sich über

die energetische Abdeckung aller vom Körper

geforderten Leistungen im Klaren sein.

Die Depots für die einfachs ten und am

schnellsten verfügbaren Energieträger wie

Adenosintriphosphat (ATP) und Kohlenhydrate

sind unzureichend dimensioniert. Der

Organismus ringt um diese Energielieferanten

und versucht auch unter fortgesetzter

Belastung immer wieder kleine Mengen

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19


SPORT

aufzubauen. Werden unter Belastung Kohlenhydrate zugeführt, z. B.

in Form von Gelen, Bananen, Powerriegeln, trockenen Keksen,

zuckerhaltigen Getränken etc., so gehen sie rasch in die Energiebereitstellung

ein. Diese Maßnahme unterstützt den Organismus bei

Belastungen ab einer Stunde nachhaltig und muss allen Sportlern

ans Herz gelegt werden. Der komplette Wiederaufbau der körpereigenen

Kohlenhydratreserven vollzieht sich am besten während einer

guten Nachtruhe und benötigt nach auszehrenden Belastungen sogar

bis zu 24 Stunden.

Auf der anderen Seite stehen die Fette als Energielieferanten praktisch

unbegrenzt zur Verfügung. Aus verschiedenen Gründen kann

die ihrer innewohnende Energie nur langsam genutzt werden, sodass

sie nicht in der Lage sind, Belastungen mit höherer Intensität

abzudecken.

Eiweiß als dritte Säule der Makronährstoffe wird im Körper nicht

gespeichert und »verschwindet« in Muskel- und Gerüstproteinen

oder dient als Ausgangsmaterial für körpereigene Hormonsynthesen.

Sehr intensive Leistungen bei gleichzeitigem Mangel an Kohlenhydraten

bringen es mit sich, dass der Körper auf Notschienen

zur Energiebereitstellung zurück greift und dazu Eiweiß beispielsweise

aus den Muskeln abzieht. Diese Abbauprozesse sind unerwünscht

und vermindern die Leistungsfähigkeit.

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass wir uns speziell mit dem Bedarf

und der gezielten Zufuhr von Kohlenhydraten und Eiweiß beschäftigen

müssen.

Kohlenhydrate: Wann und vieviel?

Körperliche Aktivitäten mit höheren Belastungsintensitäten erfordern

die Inanspruchnahme von Kohlenhydraten, da, wie gesagt,

die Energieflüsse aus dem Fettstoffwechsel limitiert sind. Aber auch

um längere Belastungen durchhalten zu können, dürfen die Energiemengen,

die aus Kohlenhydraten pro Zeiteinheit bereit gestellt werden,

nicht jene Mengen überschreiten, die durch Zufuhr von außen

aufgenommen werden.

Ein Ziel aller Ausdauerathleten ist es, den Anteil der Fette an der

Energiebereitstellung auf ein möglichst hohes Level zu bekommen.

Die Intensität einer Belastung sollte der individuellen und trainingsabhängigen

Kapazität der Fettsäurenumsetzung und der geplanten

Dauer angepasst werden. Oder anders gesagt: Auch im Finale einer

Belastung müssen Kohlenhydrate als Energielieferanten zur Verfügung

stehen.

Dies legt die Basis, um auch höhere Belastungsintensitäten über einen

längeren Zeitraum unter Ausnützung der Energie aus Fetten

durchzuhalten. In der Beginnphase eines Trainings sollen hohe Belastungsintensitäten

überhaupt vermieden werden, um die Kohlenhydratreserven

zu schonen bzw. bis zum Endspurt gut einzuteilen.

Die Verfügbarkeit von Kohlenhydraten wird erhöht, wenn sie in den

Tagen vor der Belastung und insbesondere während der Belastung

zugeführt werden, siehe oben. Auch nach der Belastung ist eine

möglichst rasche Zufuhr von Kohlenhydraten unabdingbar, um die

körpereigenen Speicher von Glucose in Leber und Muskeln in Form

von Glykogen wieder aufzubauen und so für die nächste Belastung

gerüstet zu sein.

Für moderate sportliche Betätigungen mit täglichen ein- bis zweistündigen

Trainingseinheiten empfiehlt sich die Zufuhr von 5 bis 7

Gramm (g) Kohlenhydraten pro Kilogramm (kg) Körpergewicht

(KG) und Tag (d), ein intensives Training mit 3 bis 4 Trainingsstunden

pro Tag erfordert bis zu 12 g Kohlenhydrate pro kg KG und Tag. 3

Nahrungsmittel, die jeweils 30 g verwertbare Kohlenhydrate liefern,

sind 180 g Erdäpfel, 30 g Reis, 50 g Nudeln, 80 g Brot, 150 g Banane,

0,3 Liter (l) Orangensaft, 50 g Getreideflocken, 300 g Apfel.

So kann der individuelle Bedarf nach dem Baukastenprinzip abgedeckt

werden.

20 DA Jänner 2011

Ein Nebeneffekt der sorgsamen Pflege und Vermehrung der Kohlenhydratspeicher

ist, dass die Muskelzellen an Größe und Volumen

zunehmen, man spricht von »voller Muskulatur«.

Kraftsportler mit Hochleistungsabsichten könnten in dieser Phase

die – legale – Supplementierung mit der Aminosäure Glutamin (5

g/d) sowie mit Kreatin – 5 g täglich ab etwa einem Monat oder auch

20 g täglich ab 5 Tagen vor den Wettkämpfen – erwägen, um eine

maximale Wassereinlagerung in die Muskulatur zu erzielen. Kreatin

unterstützt auch die Verfügbarkeit der energiereichen Phosphate.

In der Folgezeit beginnen die Kraftsportler den Muskelaufbau im

engeren Sinn, d. h. sie trainieren hart und setzen verstärkt Proteine

im Speiseplan ein, um die Kraft entwickelnden Strukturen der Muskulatur

zu vermehren. Somit sind sie für kraftsportliche Maximal -

leistungen bestens gerüstet. Die bei den Ausdauersportlern angestrebte

bessere Verfügbarkeit von Fettspeichern in den Muskelzellen

spielt bei ihnen nur eine untergeordnete Rolle.

Eiweißbedarf

Der Eiweißbedarf für Sportler wird kontroversiell diskutiert. Einigkeit

besteht darüber, dass der ernährungsphysiologische Bedarf mit

0,8 g pro kg KG und Tag anzusetzen ist, und dass dieser Wert mit

der normalen mitteleuropäischen Ernährung leicht abzudecken ist.

Als Richtlinie für die Berücksichtigung von Eiweiß im Speiseplan

mag die folgende Zusammenstellung dienen:

Nichtsportler 0,8 g/kg KG/d, Fitness-Breitensportler 1,0, Ausdauersportler

mit mittlerer Belastung 1,2 bis 1,6, Kraftsportler in der

Aufbauphase 1,2 bis 1,7, Kraftsportler in der Erhaltungsphase 1,0 bis

1,2, Extremausdauersportler (Triathlon, Radsport) 2,0, heranwachsende

Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren 2,0 g/kg KG/d. Für

Sportlerinnen fallen diese Empfehlungen um 15 % niedriger aus.

Für die praktische Umsetzung folgen wieder ein paar Anregungen

für die tägliche Küche. 30 g hochwertiges Protein sind enthalten in

10 Eiklar, 8 Eiklar + 1 ganzes Ei, 200 g Hüttenkäse, 300 g Topfen,

210 g Magertopfen, 150 g Hartkäse, 3 Esslöffel Proteinpulver, 150

g Hühnerbrust ohne Haut, 200 g Tofu, 150 g Heilbutt oder Thunfisch,

150 g magerem Schinken. 4

Überlegungen zur Eiweißsupplementierung sind also erst ab einer

maßgeblichen wöchentlichen Trainingsbelastung, z. B. fünf Stunden,

angebracht. Doch selbst Spitzensportler mit einem Trainingsaufwand

von bis zu 40 Stunden pro Woche versuchen Eiweiß möglichst

im normalen täglichen Speiseplan zuzuführen. Wenn also der

Proteinanteil von 15 Energieprozent (kcal %) beibehalten wird, vergrößern

sich die absolut zugeführten Mengen an Eiweiß auf 180 g

pro Tag. Wird diese Eiweißmenge nun auf das Körpergewicht herunter

gebrochen, so ergeben sich unter diesen Bedingungen eines

extremen Trainings Rechenwerte von 2,5 bis 3 g Eiweiß pro kg KG

und Tag. Dies erlaubt aber nicht den Umkehrschluss, dass beispielsweise

Triathleten, Radsportlern und Extrembergsteigern diese hohen

Mengen generell empfohlen werden, insbesondere dann nicht,

wenn sie nur mit mittlerem Trainingsaufwand trainieren. 5

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Weizenkeimen, die im Mixer verquirlt werden. Das als »schnelles

Frühstück« gedachte Getränk enthält 85 g Kohlenhydrate, 7 g Fett

und 28 g Eiweiß, die 65 %, 13 % und 22 % zu den 541 kcal der zugeführten

Gesamtenergie beisteuern. 6

Ausreichend Flüssigkeit

Zu guter Letzt sei erwähnt, dass Sportler immer auf eine ausreichende

Zufuhr von Flüssigkeit und Elektrolyten achten sollen, die mit

dem Schweiß verloren gehen. Pro Stunde können zwei Liter

Schweiß und mehr produziert werden. Handelsübliche Sportgetränke

füllen diese Defizite wieder auf. Meist sind auch Kohlenhydrate

in vernünftigen Mengen enthalten, sodass durchschnittliche

Ausdauerleistungen mit einem Produkt hinreichend abgedeckt sind.

Mit zunehmender Intensität steigt, wie oben skizziert, der Kohlenhydratbedarf.

Magnesium, Zink und Eisen

Darüber hinaus bewährt sich bei Ausdauersportlern die Verwendung

von Magnesiumpräparaten (Richtdosierung 300 Milligramm

[mg]/d). Gegen Ende einer Sportperiode sind Zinkkuren zu empfehlen

(10 mg/Tag), weil sich mit fortschreitender saisonaler Ausdauerbelastung

Zinkdefizite aufbauen können. Langstreckenläufer, insbesondere

Läuferinnen mit normalen Menstruationszyklen, sollen

auf ihre Eisenwerte achten, weil versteckte Blutverluste über den

Darm sowie die mechanische Schädigung der roten Blutkörperchen

in den Fußsohlen mittelfristig zu Eisenmangelzuständen beitragen

kann. Gegebenenfalls werden die Eisenspeicher unter ärztlicher

Kontrolle aufgefüllt.

Allen erwähnten Mineralstoffen ist gemeinsam, dass ihre Bilanzierung

über Nahrungsmittel allein umfassende Kenntnisse über die

Zusammensetzung der Lebensmittel verlangt. Der Griff zu Arzneipräparaten

und Nahrungsergänzungsmitteln aus verlässlichen Quellen

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1 T. Riedl, Sportler in der Apotheke, 2006, ISBN 3-7741-1047-6.

2 G. Smekal, R. Pokan, R. Baron, H. Tschan, N. Bachl, Österr. J. Sportmed. 2000, 3, 6-20.

3 I. Grabner-Wollek, H. Klein, Refresher Fitness-Coach, Faak, 03.10.2009 und 02.10.2010.

4 Ch. V. Loeffelholz, Leistungsernährung für Kraftsportler, 2008, ISBN 3-929002-33-7.

5 P. Konopka, Sporternährung, 2008, ISBN 978-3-8354-0409-0.

6 B. Breitenstein, Die Kraftküche, 2010, ISBN 978-3-499-19496-2.

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DA Jänner 2011

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DUNGL-TIPP

Erste Hilfe bei

Wechselbeschwerden

Wechselbeschwerden – häufig unangenehm

und doch kommt man nicht daran vorbei.

Allerdings können Sie Einiges dagegen

unternehmen.

Optimal ist eine vollwertige Ernährung mit viel Gemüse,

Obst und Salat. Dies hilft auch das Gewicht zu halten. Denn

mit zunehmendem Alter sinkt der Energieverbrauch. Wichtig

ist vor allem eine regelmäßige Ernährung, denn unregelmäßiges

Essen führt zu starken Blutzuckerschwankungen, die Hitzewallungen

auslösen können. Auf bittere und austrocknende Nahrungsmittel,

insbesondere Kaffee, Schwarztee verzichten Sie besser. Ebenso

auf zu heiße Getränke, zu scharfe oder zu fette Lebensmittel. Nehmen

Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. Schon lange beobachtet

man, dass Frauen in Asien kaum unter Beschwerden der Wechseljahre

leiden. Da in diesen Ländern Soja zu den Hauptnahrungsmitteln

gehört, wurde es auf seine östrogenen Wirkungen hin untersucht.

Tatsächlich weist Soja östrogenartige Wirkungen auf. Es ist

nichts dagegen einzuwenden, Lebensmittel auf Sojabasis vermehrt

in den Speiseplan aufzunehmen. Wichtig hierfür ist allerdings die

ausreichende Menge, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Also

Bohnensalat, Tofu und Co. immer wieder in den Speiseplan einbauen.

Am besten kombiniert mit Algen und Fisch, denn Algen liefern

jede Menge benötigter Mineralstoffe und Fisch das wichtige

Vitamin D.

Vergessen Sie aber nicht, dass der Lebensstil ebenso wesentlich zu

einem ausgeglichenen Inneren beiträgt. Bewegung an frischer Luft

stärkt die Knochen und das Herz und fördert das allgemeine Wohlbefinden,

die darauf folgende natürliche Müdigkeit wird Ihnen eine

gute Nachtruhe bescheren. Um Hitzewallungen und Schweißausbrüche

in Grenzen zu halten, tragen Sie möglichst Naturfasern, die

eine gute Hautatmung gewährleisten. Tägliches Bürsten an der

Innenseite der Beine – von der Großzehe bis zum Bauchnabel –

wird in der chinesischen Medizin den Frauen zum Vorbeugen von

derartigen Beschwerden empfohlen. Dies unterstützt den Milzmeridian.

Danach sollte der Lendenwirbelsäulenbereich um B 23 und

das Kreuzbein fest gerieben werden (zumindest 2 Minuten).

Die »Dungl-Schwestern« – Mag. pharm. Claudia Dungl-Krist (li.) und

Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner – geben Tipps.

22 DA Jänner 2011

Linderung bei Wechselbeschwerden versprechen viele Heilkräuter

und Präparate daraus wie zum Beispiel Tees, Tinkturen oder Extrakte.

Die meisten Pflanzenpräparate brauchen mindestens zwei Wochen,

bis eine erste Wirkung einsetzt. Oft dauert es aber vier bis acht

Wochen, bis sich die Wirkung voll entfaltet.

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus), auch als Keuschlamm bezeichnet,

wurde früher in Klöstern gegeben, um länger enthaltsam

(keusch) zu bleiben. Heute weiß man, dass er durch die Anregung

der Gelbkörperhormonbildung in der frühen Phase der Wechseljahre

hilfreich ist. Er zeigt sich besonders bei Wassereinlagerungen

im Gewebe wie Brustspannen als hilfreich.

Der Rotklee (Trifolium pratense) enthält Isoflavone. Diese haben

Östrogen-ähnliche Wirkung und sind in Sojabohnen, im Rotklee

oder auch in der Traubensilberkerze enthalten. Sie helfen bei klimakterischen

Beschwerden wie z.B. Hitzewallungen, Erschöpfung

oder Schweißausbrüche. Erste Studienergebnisse haben gezeigt,

dass die Kombination der vier Rotklee-Isoflavone einen

schützenden Effekt auf genetische Regelkreise ausüben könnte.

Aber nicht nur das Schwitzen bereitet Probleme, häufig sind es innere

Unruhe und Angstzustände. Melisse (Melissa officinalis)

zählt zu den besten Mitteln zum Ausgleich des Vegetativums und

wird gerne bei Schlafproblemen mit Hopfen und Baldrian kombiniert.

Passionsblume hilft ausgezeichnet gegen Angstzustände, sie

gibt es in Tropfenform zu kaufen.


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SPORT IM WINTER

Sport bei minus zehn

Grad: „Das ist nicht mehr gesund

Infektanfälligkeit

steigt

Im Winter sollten Läufer ihr Pensum reduzieren. Gerade in der

kalten Jahreszeit sind Sportler sehr anfällig für Erkältungskrankheiten,

zu intensive Laufeinheiten können das Immunsystem

schwächen, sagt Sportmediziner Dr. Christian Gäbler, Wien. „Laufen

um die null Grad ist nicht wirklich schlimm, aber ab minus zehn

Grad sage ich meinen Patienten, dass sie nicht mehr draußen laufen,

sondern zu Indoor-Alternativen wie Ergometer oder Crosstrainer

zurückgreifen sollen“, so Gäbler. „Das ist nicht mehr gesund.“

Bei extremer Kälte geht die Körpertemperatur ein wenig hinunter.

„Zwar nicht viel, aber das bedeutet für den Körper eine ziemliche

Stressbelastung“, erklärte der Mediziner.

Wer bei leichten Minusgraden im Freien sporteln möchte, sollte

möglichst durch die Nase atmen. Die Atemluft wird dann besser erwärmt,

bevor sie in die Lunge kommt. Die menschliche Lunge hält

Einiges aus, doch wenn es bereits eine gewisse Keimbelastung gibt,

dann ist man infektanfälliger. Die Gefahr von Bronchien-, Nebenund

Stirnhöhleninfekten steigt durch kalte Zugluft. Um eine Stirnhöhleninfektion

zu vermeiden sollte man unbedingt ein Stirnband

tragen, bei Temperaturen unter null Grad ist eine atmungsaktive

Haube besser.

Den Rest der Kleidung sollte man auf dem Zwiebelprinzip aufbauen,

so Gäbler. Durch mehrere Lagen atmungsaktiver Kleidung nutzt

man die dazwischen liegende Luft als Wärmespeicher und Isolator.

Durch die Verwendung von atmungsaktiver Funktionsbekleidung

wird Schweiß nach außen transportiert, sodass die Gefahr von Verkühlung

eher gering ist.

Situationen, in denen man das Laufen draußen besser sein lässt, sind

starker Wind und Eis. Im Winter kommt es immer wieder zu schweren

Verletzungen durch Stürze, meinte Gäbler. „Das Hauptproblem

dabei ist die Achillessehne. Diese ist von einer dünnen Gewebeschicht

umgeben und gleitet bei Bewegung in einer Röhre (Sehnenscheide,

Anm.) aus sechs bis acht Membranen. Zum Schutz vor

Reibung sind in Gewebeschichten gallertartige Verbindungen eingelagert“,

erklärte der Mediziner. Von der Konsistenz dieser Verbindungen

hänge die Belastbarkeit der Sehne ab. „Je gleitfähiger die

Membrane, desto geringer ist die Gefahr von Verletzungen. Beim

Laufen muss die Achillessehne immerhin eine Kraft von etwa dem

achtfachen Körpergewicht aushalten“, so Gäbler.

Das Verletzungsrisiko ist im Winter höher als im Sommer. In der

kalten Jahreszeit kommt es relativ schnell zu Muskelfaser- und

Sehnenrissen. „Sie entstehen dadurch, dass man ohne Aufwärmen

im Kalten losläuft. Die Muskulatur ist nicht vorbereitet, verhärtet

und kann einreißen, oder es kommt überhaupt zu Sehnenrissen,

wie dem unangenehmen Riss der Achillessehne, der für viele das

Ende des aktiven Laufens bedeutet“, sagte Gäbler.


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Warum wird man von der Zigarette so schnell abhängig? Was im Rauch macht krank? Die

wichtigste Frage aber ist: Wie komme ich vom Rauchen los? Fragen Sie dazu Ihren Apotheker,

er weiß wie! AUTORIN: DR. IRMGARD HOMEIER

Tabakrauchen ist – leider – anregend und entspannend, Aufmerksamkeit

und Reaktionsvermögen werden gesteigert, unangenehme

Empfindungen wie Angst, Stress, Hunger und

Entzugserscheinungen werden verringert.

Hauptverantwortlich für diese angenehmen Empfindungen ist die

Substanz Nikotin im Tabak, die beim Tabakabbrand als Aerosol mit

dem Hauptstrom in die Atemwege inhaliert wird. Nikotin überwindet

die Blut-Hirn-Schranke mit Leichtigkeit und bindet innerhalb von 7

bis 10 Sekunden im Gehirn an so genannte Acetylcholinrezeptoren.

Dadurch werden die Wirkungen des Zigarettenrauchens ausgelöst.

Neben dieser unmittelbaren Wirkung spielen auch Wirkungen auf

andere Funktionssysteme eine entscheidende Rolle bei der Suchtentwicklung.

Es kommt zur Freisetzung von z.B. Dopamin, Adrenalin,

Serotonin, beta-Endorphin, Cortisol und Wachstumshormon,

also vieler Stoffe, die massiv an der Steuerung unserer Körperfunktionen

beteiligt sind.

Die angenehmen Wirkungen des Nikotins halten jedoch meistens

nicht lange an, deswegen wird sehr bald – meist vor Ablauf einer

Stunde – die nächste Zigarette angezündet. Während Nikotin als

Hauptwirkstoff für die entstehende Abhängigkeit verantwortlich

ist, gibt es eine Vielzahl von Schadstoffen im Tabak, die die Ursache

für die enormen gesundheitsschädigenden Auswirkungen sind.

Es finden sich etwa 4.000 chemische Verbindungen im Tabak. Etwa

die Hälfte ist von Natur aus in den Tabakblättern, die andere Hälfte

entsteht durch chemische Reaktionen beim Abbrennen der Zigarette.

Darunter sind mindestens 90 Stoffe enthalten, die Krebs erzeugen

können wie z.B. Benzpyren und seine Abkömmlinge, Spuren

von Nitrosaminen und Schwermetallen wie Chrom (Cr), Arsen

(As), Cadmium (Cd).

In der Zigarette und in dem Rauch sind auch radioaktive alpha-

Strahler und somit gefährliche Radionukleotide wie Polonium 210

enthalten, welche zu einer Ablagerung in der Lunge führen.

Bei einer Rauchleistung von 1,5 Packerln pro Tag über ein Jahr

24 DA Jänner 2011

wurde in einer Studie eine Strahlenbelastung mit einer lokalen Dosisbelastung,

die äquivalent zu 300 Lungenröntgenaufnahmen ist,

beschrieben.

Es gibt noch weitere Stoffe in den Zigaretten, die von der Tabakindustrie

gezielt unter dem Begriff »Additive« zugesetzt werden und

zur Geschmacks- und Produktspezifizierung dienen sollen. Mittels

dieser Additive können aber unter anderem auch die Nikotinfreisetzung

aus der Zigarette gefördert und somit das Abhängigkeitspotenzial

von Nikotin erhöht werden.

Nikotin: das Suchtpotenzial

Nikotin ist eine der am schnellsten süchtig machenden Substanzen.

Es hat eine psychostimulierende Wirkung wie Kokain oder

Amphetamin.

Der Nikotinspiegel steigt während des Rauchens einer Zigarette im

Blut schnell an und erreicht mit dem Ende der jeweiligen Zigarette

sein Maximum (ca. 5 bis 30 ng/ml Anstieg bei einer Zigarette).

Nachmittagsspiegel bis zu 50 ng/ml sind leicht erreichbar.

Mit einer Halbwertszeit von 2 Std. kumuliert Nikotin über 6 bis 8

Stunden. Beim Rauchen kommt es daher nicht zu einer vorübergehenden

Nikotinexposition, sondern einer Exposition über 24

Stunden.

Aufgrund des hohen Abhängigkeitspotenzials der Substanz Nikotin

im Tabakrauch spielt bei einer Vielzahl von Raucherinnen und Rauchern

die Entzugssymptomatik eine große Rolle.

Die durch Tabakrauchen entstehende Abhängigkeit kann unterschiedlich

stark ausgeprägt sein.

Das ungefähre Ausmaß der Abhängigkeit kann mittels des Fagerström

Nikotinabhängigkeitstest evaluiert werden. Hohe Punktewerte

gehen mit der Notwendigkeit einer intensiven therapeutischen

und medikamentösen Unterstützung einher. Zumindest ab einem

Punktergebnis von fünf Punkten aufwärts sollten medikamentöse

Hilfsmittel zusätzlich zur Beratung in Anspruch genommen werden.


Der Weg in die Tabakabhängigkeit

Die Tabakabhängigkeit entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer

Faktoren und beinhaltet eine physische und eine psychische

Komponente.

Entscheidend für die physische Abhängigkeit ist die Beeinflussung

des Belohnungszentrums in unserem Gehirn. Gleichzeitig werden

auch Lernvorgänge angeregt. Rauchen wird mit bestimmten Situationen

– beispielsweise der Tasse Kaffee am Morgen, der Zigarette

nach dem Essen oder mit Freunden – sowie Handlungen und Empfindungen

wie beispielsweise Geruch, Geschmack etc. in Verbindung

gebracht, sodass eine Konditionierung entsteht.

Dieser Prozess macht den Ausstieg so schwer, weil im Zuge dieser

psychischen Abhängigkeit allein bestimmte Situationen schon das

Verlangen nach einer Zigarette hervorrufen können.

Raucherentwöhnung: so geht’s!

Der Einstieg in die Raucherentwöhnung ist der Wille zur Verhaltensänderung.

Den höchsten Erfolg bringt die Kombination einer

medikamentösen und einer psychotherapeutischen Maßnahme. Insbesondere

stark abhängige Raucher können von einer intensiven

Behandlung in Kombination einer medikamentösen Unterstützung

profitieren.

Nikotinersatztherapie

Bei der Raucherentwöhnung vermindert die Zufuhr von Nikotin die

unangenehmen Entzugserscheinungen der ersten Wochen. Dadurch

wird den Betroffenen die Bewältigung der erforderlichen Verhaltensänderung

erleichtert.

Verglichen mit dem Rauchen werden jedoch durch die Nikotinersatztherapie

niedrigere Nikotinspiegel aufgebaut, man kann daher

bei der Nikotinersatztherapie von einer sehr niedrigen Abhängigkeitswirkung

ausgehen. Darüber hinaus werden die anderen, überaus

schädlichen Rauchinhaltsstoffe vermieden.

Die Nikotinersatztherapie soll zu Beginn hoch dosiert werden, lange

genug beibehalten und dann stufenweise mit dem Rückgang der

Entzugssymptome reduziert werden.

Die durchschnittliche 12 Monats-Erfolgsrate in den vorliegenden

Studien beträgt 15 bis 25 %.

Nikotinpflaster

Pflaster stellen Nikotin während 16 oder 24 Stunden über die Hautaufnahme

zur Verfügung. Es ist eine fixe Abgabe, die einen Nikotingrundspiegel

erzeugt. Mit dem neuen 16-Stunden-Hochdosispflaster

mit 25mg können mittlere Nikotinplasmaspiegel von 17ng/ml erreicht

werden. Dieses Pflaster eignet sich bei einem Zigarettenkonsum

von mehr als 20 pro Tag. Dennoch entspricht das erst einer Substitution

von 50 bis 75% des beim Zigarettenrauchen erreichten

Spiegels.

Anwendung: Die Anwendung des Pflasters ist einfach, eine kurzfristige

Abstimmung auf den Bedarf wie bei den anderen kürzer

wirksamen Produkten ist aber nicht möglich. Es soll daher mit

kurzwirksamen Produkten kombiniert werden.

Das Pflaster ist Mittel der ersten Wahl unter den verschiedenen Nikotinersatzstoffen.

Bei Pflasterunverträglichkeit darf es allerdings

nicht angewendet werden. Vorsicht ist bei chronischen Hauterkrankungen

geboten.

Empfohlene Anwendungsdauer: 8 bis 12 Wochen

Nebenwirkungen: milde lokale Hautirritationen, die bei 10 bis

20 % der Anwender auftreten.

Nikotinkaugummi

Hier ist das Nikotin Harz der Gummigrundlage enthalten.

Die Geschmacksrichtungen Mint und Fruit sind in der Stärke von 2

und 4 mg erhältlich.

RAUCHERENTWÖHNUNG

Um die Aufnahme des Nikotins über die Mundschleimhaut zu optimieren,

ist vorsichtiges Kauen und zeitweises »Parken« in den

Wangen wichtig.

Bereitstellung: ca. 10 min.

Max. Wirkstoffkonzentrationen: nach ca. 20 bis 30 min.

Abgabe: ca. 0,8 mg bis 1,0 mg Nikotin aus einem 2mg Stück

ca 1,2 bis 1,4 mg aus dem 4 mg Stück

Anwendung: Der Kaugummi kann etwa 20 bis 30 Minuten gekaut

werden.

Der 2 mg-Kaugummi kann bei Rauchern mit leichter bis mittelgradiger

Abhängigkeit angewendet werden (z.B. Fagerström-Skala unter

5).

Stark abhängige Raucher sollen mit dem 4 mg-Kaugummi beginnen.

Bei einer Behandlungsdauer von mehr als 14 Wochen erhöht sich

der Langzeiterfolg, eine individualisierte Anwendung der Dauer

wird jedoch empfohlen.

10 Prozent der erfolgreich Entwöhnten verwenden den Kaugummi

noch 12 Monate nach Beginn der Entwöhnung.

Nebenwirkungen: selten lokale Symptome im Mund, Rachen, Magen

(Schluckauf, Magenverstimmung, Übelkeit)

Sublingualtablette

1 Tablette enthält 2 mg Nikotin mit Zitronen- oder anderen Geschmacksrichtungen.

Anwendung: Die Tablette wird unter die Zunge gelegt, wo sie sich

langsam auflöst und den Wirkstoff freigibt; Sie soll nicht geschluckt

oder gekaut werden.

Die Anwendung kann alleine oder in Kombination mit dem Pflaster

erfolgen.

Die mit der Sublingualtablette erzielbaren Nikotinspiegel sind ähnlich

denen beim Kauen eines 2-mg Nikotinkaugummis.

Bereitstellung: 10 min.

Der Vorteil ist die wesentlich diskretere Anwendung – wenn etwa

Kaugummikauen nicht angebracht oder durch Zahnersatz nicht

möglich ist.

Nebenwirkungen: Am Beginn der Verwendung können Mundund

Rachenentzündungen oder ein Brennen im Mund entstehen.

Mögliche, aber seltene Nebenwirkungen sind Schluckauf, Kopfschmerz,

Husten und leichte Übelkeit.

Nikotininhalator

Enthält 10 mg Nikotin, kann ca. 5 mg Nikotin freigeben.

Anwendung: Nach Einlegen einer Füllung in den geöffneten Inhalator

wird diese durch das Schließen aktiviert. Da die Nikotinaufnahmen

nur über die Mundschleimhäute erfolgt, soll nicht inhaliert

sondern nur gepafft werden. Der Inhalator kann immer wieder weggelegt

und später mit der gleichen Füllung weiterverwendet werden.

Nach spätestens 3 Stunden bzw. wenn keine Wirkung mehr verspürt

wird, soll die Nikotin-Kapsel gewechselt werden.

Dosierung: Mind. 4 Inhalerfüllungen pro Tag, optimal 4 bis 10 pro

Tag.

Dauer: 3 Monate mit 3 weiteren Monaten der stufenweisen Verminderung.

Nebenwirkungen: selten Mund/Rachen Irritationen und Husten

Die Kombination zweier Nikotinersatzprodukte gegenüber der Therapie

mit nur einem NRT-Präparat zeigen einen statistisch gesicherten

Vorteil der Kombinationstherapie, da damit der Bedarf breiter

und individueller abgedeckt werden kann.

In 4 Studien, bei denen kurze Zeit vor dem angepeilten Rauchstopp

ein Nikotinpflaster verwendet wurde, zeigte sich eine Zunahme des

Entwöhnungserfolgs gegenüber jenen Studien, die das Pflaster erst

ab dem Rauchstopp-Tag eingesetzt haben.

DA Jänner 2011

25


DA SCHÜSSLER SALZE

Der Säureputztrupp

Nr. 23 Natrium bicarbonicum

Eine gesunde Lebensführung mit ausgewogener Ernährung, viel Flüssigkeit und Bewegung ist eine

der wichtigsten Voraussetzungen für so genanntes »Well-Aging«, also Gesundheit und Wohlbefinden

bis ins hohe Lebensalter. AUTORIN: MAG. PHARM. IRINA SCHWABEGGER

Durch unseren Lebensstil sind wir maßgeblich daran beteiligt, ob

wir in unserer zweiten Lebenshälfte fit und agil am Leben teilhaben

können oder nicht. In den letzten Jahren ist der Säure-Basen-

Haushalt unseres Stoffwechsels immer mehr ins Blickfeld des allgemeinen

Interesses gerückt und eine steigende Zahl wissenschaftlicher Publikationen

weist darauf hin, dass durch eine bereits latente Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts

zahlreiche, vor allem chronische Krankheiten

mit verursacht und Alterungsprozesse beschleunigt werden können.

Altes Heilmittel

Bereits im 18.Jahrhundert wurde mit Natriumbicarbonat (auch Natriumhydrogencarbonat,

doppeltkohlensaures Natron genannt) versucht, Gichtanfälle

zu lindern. Auch so genannte »Natronkuren« bei Magenbeschwerden

waren sehr beliebt. Am Beginn des 19. Jahrhunderts setzte man sich

intensiver mit der Bedeutung von Natron als Badezusatz auseinander und

empfahl Bäderkuren bei Magenbeschwerden.

Schüßler selbst hatte die Verwendung von kohlensaurem Natron als biochemisches

Funktionsmittel abgelehnt – erst Anfang des 20. Jahrhunderts

beschäftigten sich seine Nachfolger mit diesem Salz und etablierten Natrium

bicarbonicum als die Nr. 23 der biochemischen Ergänzungsmittel.

Heute findet doppeltkohlensaures Natron seine Anwendung auch in

Mundwässern und Inhalationslösungen, Backpulver oder in Feuerlöschgeräten.

Säure-Basen-Haushalt

Ein ausgewogenes Verhältnis von Säuren und Basen ist für ein reibungsloses

Funktionieren unseres Stoffwechsels von ursächlicher Bedeutung.

Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist entscheidend für die Struktur von

Proteinen, die Durchlässigkeit von Membranen und für die Beschaffenheit

und Funktion unseres Bindegewebes.

Im gut funktionierenden Stoffwechsel neutralisieren so genannte Puffersysteme

kontinuierlich anfallende und mit der Nahrung von außen zugeführte

Säuren und Basen und halten so die erforderlichen pH-Werte unseres

Körpers, besonders den pH-Wert des Blutes konstant. Eine Entgleisung

diese pH-Wertes – Blutacidose – würde unweigerlich den Tod bedeuten.

Es ist jedoch die zeitlich vorgelagerte Übersäuerung des Bindegewebes,

die das therapeutische Problem unserer Zeit darstellt und nach

Meinung vieler Stoffwechselexperten gilt die Stabilisierung des Säure-

Basenhaushalts des Bindegewebes als wichtige ernährungsmedizinische

Maßnahme, um chronischen Erkrankungen vorzubeugen und therapeutisch

zu begleiten.

Bei der Entstehung einer Übersäuerung handelt es sich um einen schleichenden

Prozess, der sich am Beginn durch Störungen wie Sodbrennen,

Magenbrennen, ständiger Müdigkeit und eingeschränkter Leistungsfähigkeit,

aber auch Hautreaktionen bemerkbar macht und nach Jahren in der

Manifestation chronischer Krankheiten enden kann. Dazu gehören vor allem

Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Osteoporose, Arteriosklerose,

Harnsäureleiden, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen

und zahlreiche psychische Störungen.

Auch ein träger Stoffwechsel mit Störungen wie Übergewicht oder Fettleibigkeit

weist auf Übersäuerung hin.

Eine begleitende Einnahme der Nr. 23 in Kombination mit bewährten, auf

die einzelnen Krankheitsbilder abgestimmten Mischungen der Basissalze

bietet sich somit an.

26 DA Jänner 2011

Natrium bicarbonicum bindet bei übermäßiger Belastung unseres Zucker-,

Fett- und Eiweißhaushalts die vermehrt entstehende Harnsäure und unterstützt

die Wirkung der Nr. 9 Natrium phosphoricum besonders bei Rheuma

und Gicht (+ 8 + 9 + 10 +11).

Auch Gallenbeschwerden, Durchfälle und Schwangerschaftserbrechen

sprechen gut auf Gaben der Nr. 23 an.

Starke Knochen und Sport

Jahrelange Übersäuerung und Fehlernährung zwingt unseren Körper dazu,

seinen Mineralstoffbedarf selbst zu decken. Dazu bedient er sich seines

größten Speichers, des Skeletts, aus dem Mineralstoffe herausgelöst

werden – Osteoporose kann die Folge sein. Die Anwendung der Nr. 23 in

Osteoporosemischungen (siehe auch Salz Nr. 22) kann wesentlich zum

Schutz unserer Knochen beitragen.

Auch Sportler achten zunehmend auf einen ausgewogenen Säure-Basen-

Haushalt. Besonders bei abnehmender Leistungsfähigkeit und Ausdauer,

mangelnder Regenerationsfähigkeit oder zunehmenden Muskelkrämpfen,

aber auch zur Vorbeugung von Übersäuerung durch sportliche Höchstleistungen

eignet sich eine kurmäßige Einnahme der Nr. 23 als Zusatz zu individuellen

»Sportlermischungen«.

Hautprobleme

Unsere Haut spiegelt die Funktion unserer Ausscheidungsorgane wieder.

Da die Nr. 23 die Säureausscheidung unseres Stoffwechsels unterstützt,

empfiehlt sich sowohl eine innerliche als auch äußerliche Anwendung

dieses Funktionsmittels bei juckenden Ausschlägen oder Ekzemen.

Basische Bäder entlasten zusätzlich unsere Ausscheidungsorgane. Dazu

wird vorwiegend unpotenziertes Natron verwendet, durch dessen Zusatz

der pH-Wert des Badewassers in den basischen Bereich geschoben wird.

Durch den jetzt bestehenden pH-Unterschied zwischen Körper und Badewasser

wird unser Stoffwechsel förmlich gezwungen, vermehrt Säuren

auszuscheiden. Die Badedauer sollte cirka 20 Minuten bei 35 bis 38°

Celsius betragen, mehrmaliges sanftes Abbürsten und anschließendes

Nachruhen sollten nicht fehlen.

Ein angenehmes Gefühl von glatter, weicher Haut stellt sich als »Nebenwirkung«

ein.

Regelpotenz: D6 oder D12.

Literatur bei der Verfasserin.

In der nächsten Folge: Nr. 24 Arsenum jodatum – für Lunge und Haut

Mag. pharm.

Irina Schwabegger

In der Serie »DA Schüßler Salze«

informiert Sie Mag. pharm. Irina

Schwabegger, Apothekerin in

Gmünd (NÖ) über die vielfältigen

Anwendungsmöglichkeiten der

Mineralstoffe. Für eine individuelle

Beratung stehen aus -

gebildete Mineralstoffexperten

in Österreichs Apotheken zur

Verfügung.


Essen & Trinken

Richtige Ernährung

im Kleinkindalter

Säuglinge wachsen schneller als gedacht zu Kleinkindern heran.

Noch liegt der erte Löffel Breikost nicht lange zurück, die

Zähne sind gerade erst durchgebrochen und schon beginnt der

Umstieg auf »Familienkost«. Wurde bisher Gläschenkost angeboten

oder das Babymenü extra gekocht, so soll das Kind nun durch das

Mitessen am Familientisch auch die Esskultur erlernen.

Damit sind Eltern jedoch sehr gefordert. Möchten sie doch ihr Kind

optimal ernähren, wissen aber oft nicht, wie.

Der Unterschied zwischen idealer Kinderkost und Erwachsenenkost

besteht hauptsächlich in der anderen Portionsgröße und nicht in der

Auswahl spezieller Kinderlebensmittel. Um Ihr Kind gut zu versorgen,

müssen Sie also wie bei ihrer eigenen Ernährung einzelne Lebensmittel

von guter Qualität sinnvoll kombinieren.

Für die richtige Auswahl aus den Lebensmittelgruppen gilt:

● Vermehrt Getreideprodukte, Obst, bunte Gemüsesorten und

Hülsenfrüchte!

Regelmäßig Milchprodukte und einmal wöchentlich Fisch!

● Mäßig Fleisch, Wurstwaren und Eier!

Täglich kleine Mengen an pflanzlichem Öl!

● Selten fettreiche Gerichte und Süßspeisen!

Antworten auf Fragen wie »Isst mein Kind das, was es essen sollte,

oder nur Lieblingsspeisen?«, »Was tue ich, wenn es ein Gemüse-

Ess muffel ist oder kaum trinkt?«, »Was tue ich, wenn es morgens

nicht essen mag oder unter Verstopfung leidet« u.v.m. gibt Ihnen der

Ratgeber »Essen & Trinken im Kleinkindalter« von Mag. Ingeborg

Hanreich.

Oftmals unerkannt

Internetsucht bei Kindern

und Jugendlichen

Internet- oder PC-Sucht äußert sich in dem unwiderstehlichen

Verlangen, einen Computer zu nutzen. Dabei geht das Gefühl

für Zeit beim Spielen, Chatten oder Surfen völlig verloren –

trotz Übermüdung oder Hunger. Bei Kindern und Jugendlichen

äußert sich eine problematische PC- oder Internetnutzung durch

Leistungsabfall in der Schule, Reizbarkeit, Lustlosigkeit, wenig

Begeisterung für andere Aktivitäten und den Mangel an »echten«

Freunden. Denn soziale Kontakte pflegen sie fast nur online.

Auf Computerverbote reagieren »Süchtige« aggressiv, beleidigt

oder ängstlich zurückgezogen. Experten raten Eltern, sich von

ihren Kindern zeigen zu lassen, womit sie sich am Computer beschäftigen

und dann Gespräche darüber zu beginnen. Kinder

unter 10 Jahren sollten nicht allein vor dem Computer sitzen.

Kinder unter drei Jahren sollten gar nicht am PC spielen. Zwischen

3 und 5 Jahren sollten es täglich maximal 30 Minuten sein,

bis 10 Jahre dann maximal eine Stunde. Bei Jugendlichen ist es

sinnvoll, ein Wochenzeitbudget zu vereinbaren, zum Beispiel

acht Stunden. Bei Nichtbeachtung sollten vereinbarte Sanktionen

auch folgen. Mehr als vier Stunden Computernutzung täglich

halten Experten bei Jugendlichen bereits für sehr bedenklich.

Besonders anfällig für Computersucht sind Jungen, vor allem

Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren.

DA GEWINNSPIEL

DA MUTTER UND KIND

»DA – Die Apotheke« verlost 3 Exemplare von

»Essen & Trinken im Kleinkindalter«. Um am

Gewinnspiel teilzunehmen, senden Sie eine E-

Mail oder Postkarte mit dem Betreff »DA Mutter

& Kind Jänner» an gewinnspiel@apoverlag.at

oder an den Österreichischen Apotheker-Verlag,

Spitalgasse 31, 1090 Wien. Einsendeschluss ist

der 31. Jänner 2011. Vergessen Sie nicht, Namen und Adresse auf

die Karte oder in das E-Mail zu schreiben.

Essen & Trinken im Kleinkindalter. Von Ingeborg Hanreich,

Verlag Hanreich. ISBN 978-3-901518-09-6, € 19,90. Zu beziehen

auch bei Buchaktuell, Spitalgasse 31, 1090 Wien, Tel.:

01/406 68 76, E-Mail: buchaktuell@apoverlag.at, Homepage:

www.buchaktuell.at

Wir liefern ohne Versandkosten!

Studie

Viele Kinder drückt

der Schuh

Viele Kinder drückt der Schuh. Ein Forscherteam der Medizinischen

Universität Wien hat bei 858 Drei- bis Sechsjährigen

das Schuhwerk untersucht und festgestellt, dass 69 Prozent zu

kurze Straßenschuhe trugen und 89 Prozent zu kleine Patschen.

In einem zweiten Schritt untersuchten die Wissenschafter die Füße

der Buben und Mädchen im Kindergartenalter. 76 Prozent wiesen

Abweichungen der großen Zehen auf, 14 Prozent waren sogar um

zehn Grad oder mehr gekrümmt. Als Spitzenwert wurden 19 Grad

festgestellt.

Die statistischen Berechnungen ergaben: Je kürzer die Schuhe, des -

to gravierender die Schiefstellung der großen Zehe, der Hallux valgus.

»Kinder spüren nicht, ob Schuhe zu kurz sind und zwängen

sich brav hinein. Jetzt wissen wir, dass das schädlich ist«, erklärte

Studienautor Dr. Christian Klein. Die meisten Schuhgrößen seien

falsch angegeben, so der Orthopäde.

Kinderfüße brauchen 12 bis 17 Millimeter Spielraum im Schuh. Das

Forscherteam rät Eltern und dem Schuhhandel, die Füße und die Innenlänge

der Schuhe zu messen. So kann sichergestellt werden, dass

die Schuhe passen.

DA Jänner 2011

27

© Boris Ryaposov


DA AUF REZEPT

Neues gegen die Gicht

Überhöhte Harnsäurespiegel (> 7 mg/dl) lassen Harnsäurekristalle

im Körper ausfallen, die nach einiger Zeit Gelenksbeschwerden,

knotige Verdickungen an den Fingergelenken

oder schmerzhafte Harnsäuresteine verursachen. Ziel jeder

Behandlung, sei es durch Diät oder Medikamente, ist die langfristige

Senkung der Harnsäure unter die Sättigungsgrenze.

Der wichtigs te Harnsäure hemmende Gicht-Wirkstoff war bisher

»Allopurinol«. Er blockiert die Umwandlung von Purinen zu

Harnsäure und senkt dadurch den Harnsäurespiegel. Aber so

manche Gichtpatienten mit Nierenschwäche dürften von einer

niedrigen »Allopurinol«-Dosis nicht ausreichend profitieren und

rund 5 % der behandelten Patienten vertragen »Allopurinol«

nicht. In 2 % der Fälle tritt das lebensbedrohliche »Allopurinol«-

Hypersensitivitäts-Syndrom auf. Der Wirkstoff »Febuxostat«

hemmt das entsprechende Umwandlungsenzym selektiver und

stärker. Die Dosis beträgt 1x täglich 80 mg unabhängig von der

Nahrung. Das Präparat wird eingesetzt, wenn schon Harnsäureablagerungen

existieren. »Febuxostat« wirkt übrigens

schnell, weshalb schon nach 2 Wochen eine Wiederholung

der Harnsäuremessung sinnvoll ist. Die Wirksamkeitsbeurteilung

von »Febuxostat« durch den Wissenschaftlichen Ausschuss

der Europäischen Arzneimittelagentur fällt zwiespältig

aus. Einerseits wird hervorgehoben, dass es wenige Alternativen

zu »Allopurinol« gibt, wenn es wegen Niereninsuffizienz

und Hypersensitivitätsreaktionen nicht angewendet werden

kann und dass deshalb »Febuxostat« die Zulassung verdient.

Andererseits bemängelt man die noch beschränkte klinische

Erfahrung mit »Febuxostat«. Über Leberfunktionsstörungen

(3,5 %), Durchfall (2,7 %), Kopfschmerzen (1,8 %), Übelkeit

(1,7 %) und Hautausschlag (1,5 %) wurde in den Studien berichtet.


Stammzellentransplantation

bei Blutkrebs

Bestimmten Arten von Blutkrebs (Non-Hodgkin-

Lymphom/multiples Myelom) erfordern eine intensive Chemotherapie.

Vorher müssen die teilungsfähigen Stammzellen

dem Blut entnommen werden, damit sie nach der Chemotherapie

neue Blutzellen bilden können, denn die Chemotherapie

vernichtet sowohl die gesunden als auch die entarteten Blutzellen.

Danach bekommen die Patienten ihre eigenen blutbildende

Stammzellen zurück (autologe Transplantation). Die Stammzellen

besiedeln wieder die Knochen und bauen nach einer Latenzzeit

von ca. 10 Tagen die roten Blutkörperchen, die Blutplättchen

und die neutrophile Zellen wieder auf. Inzwischen blickt

man auf 30jährige Erfahrung mit der autologen Stammzellentransplantation

zurück, die weltweit jährlich 55.000mal stattfindet.

Da hämatopoetische Stammzellen nur im geringen Umfang

im Blutstrom zirkulieren, müssen sie aus dem Knochenmarkspeicher

freigesetzt werden. Dazu wird ein Wachstumsfaktor

(G-CSF) gespritzt und danach im Rahmen einer Blutseparation

(Apherese) die nun zirkulierenden Stammzellen in mehreren

Sitzungen aus dem Blut gewonnen. Leider gelingt die Freisetzung

bei 10 bis 20 % der Patienten nur ungenügend. Sie müssen

sich dann öfteren Sitzungen unterziehen, was mit erhöhten

Kosten und ggf. mit einem verzögerten Behandlungsbeginn

verbunden ist.

Der neue Chemokin-Rezeptorantagonist »Plerixafor« verbessert

die Mobilisierbarkeit der Stammzellen. Eine Durchstichflasche

enthält bloß 24,0 mg »Plerixafor«, ist aber hochaktiv. Die Wirkung

lässt sich so erklären: ein bestimmter Rezeptor »verankert« die

hämatopoetischen Stammzellen im Knochenmark. »Plerixafor«

löst diese Verbindung und fördert damit den Austritt von reifen

und vermehrungsfähigen Stammzellen aus dem Knochenmark.

Sie sind funktions- und transplantationsfähig und haben das

Potenzial zum Aufbau einer Langzeitpopulation an Blutzellen. Die

beeindruckende Erhöhung der hämatopoetischen Zellzahl durch

»Plerixafor« weisen darauf hin, dass zwischen Dosis und

Stammzellen eine Relation besteht. Eine Beeinflussung der Immunabwehr

und das theoretische Risiko der Mobilisierung von

Tumorzellen sind potenzielle Gefahren, die noch nicht geklärt

sind.

28 DA Jänner 2011

DA DIABETES NEWS

Welt-Diabetes-Tag

Vereint gegen Diabetes

Anlässlich des Welt-Diabetes-Tages forderten die Diabetes Initiative

Österreich (DIÖ), die Österreichische Diabetes Gesellschaft

(ÖDG) sowie die Informationsplattform Diabetes

Austria führende Akteure der heimischen Gesundheitsbranche zum

gemeinsamen Handeln im Kampf gegen die unterschätzte Volkskrankheit

Diabetes.

In Österreich leben derzeit 600.000 Diabetiker. Tendenz steigend.

Diabetes wird immer noch weit unterschätzt. Laut einer Studie

wähnen Herr und Frau Österreich sich beim Thema Diabetes in Sicherheit.

62 % gaben an, keine Gefahr zu sehen, jemals an Diabetes

zu erkranken, von der jungen Bevölkerungsgruppe von 15 bis 19

Jahren sogar 80 %. Das ist ein besonderes Alarmsignal, da insbesondere

bei jüngeren Bevölkerungsgruppen mit ansteigendem krankhaften

Übergewicht – einem der Hauptgründe für eine spätere Diabeteserkrankung

– auch mit einem Anstieg an Diabeteserkrankungen

zu rechnen ist.

Vertreter der österreichischen Selbsthilfe ebenfalls zu mehr Bewusstseinsbildung

auf. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit Typ

1-Diabetes besteht noch Aufholbedarf: Die Anzahl der Neuerkrankungen

von Diabetes mellitus Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen

hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Der steilste Anstieg ist bei

den 0- bis 5-Jährigen zu verzeichnen. Dies macht vor allem bessere

Versorgungsstrukturen für Schule und Kindergarten sowie Kostenersatz

bei bestehenden Initiativen wie z.B. den Diabetes-Camps

für Kinder erforderlich.

Jeder Diabetes-Erkrankte sollte in einem Disease-Management-

Programm, welches die bestmögliche Betreuung gewährleistet, eingebunden

sein. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker!

© vadim kozlovsky


Studie

Diabetes durch

Luftverunreinigung?

Starke Luftverschmutzung, insbesondere durch den Straßenverkehr,

erhöht das Risiko, an einem Typ 2-Diabetes zu erkranken.

Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie

des Deutschen Diabetes-Zentrums und des Instituts für Umweltmedizinische

Forschung (IUF) in Düsseldorf.

Das IUF führt seit 1985 im Ruhrgebiet an deutschen Frauen eine

Langzeituntersuchung zu den gesundheitlichen Folgen der Luftverunreinigung

durch. Die Frauen, die bei Beginn der Studie 54 bis

55 Jahre alt waren, leben in unterschiedlich verkehrsbelas teten Gebieten.

Das Ausmaß der jeweiligen Belastung mit Feinstaub und

Stickstoffdioxid (NO 2) am Wohnort wurde anhand von Daten der

Messstationen und von Emissionskatastern lokaler Umweltbehörden

sowie durch kleinräumige eigene Messungen des IUF ermittelt.

Von 1.775 Teilnehmerinnen der Studie erkrankten 187 im Zeitraum

von 1990 bis 2006 an Typ 2-Diabetes. Dabei hatten Frauen mit hoher

Schadstoffbelastung aus dem Straßenverkehr ein signifikant

höheres Diabetes-Risiko als Frauen mit geringerer Belastung. Obwohl

sich die Studie ausschließlich auf Frauen konzentrierte, ist

nicht anzunehmen, dass es hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen

der Luftverschmutzung und dem Diabetes-Risiko einen Geschlechtsunterschied

gibt.

Präs. Prim. A. o. Univ.-

Prof. Dr. Michael Roden,

Past Präsident der

Österreichischen

Diabetesgesellschaft und

wissenschaftlicher

Berater unserer

Diabetes-News.

„Die neuen Studien zeigen, dass das Leben in der Großstadt

das Diabetesrisiko besonders beeinflusst, daher

muss hier die Früherkennung und Prävention weiter verbessert

werden.“

DA DIABETES NEWS

Oft im Duett

Depression & Diabetes

Häufig reagieren Patienten auf die Diagnose »Diabetes« mit

depressiver Stimmungslage, die sich durchaus in einer längerfristigen

Episode manifestieren kann. Die Gewissheit, seine

Gewohnheiten verändern zu müssen, verunsichert.

Allerdings verstärkt umgekehrt eine Depression auch das Risiko, an

Diabetes zu erkranken.

Depressive Diabetiker sind schwer motivierbar, nehmen ihre Medikamente

unregelmäßig bis gar nicht ein und leiden häufiger unter

den massiven Folgeerscheinungen des schlecht behandelten Diabetes:

Durchblutungsstörungen, Nierenprobleme, Bluthochdruck, Sehstörungen,

Herzinfarkt und Schlaganfall.

Erst die erfolgreiche Behandlung der Depression ermöglicht es den

Patienten, den Anweisungen für die Diabetes-Therapie zu folgen.

Woran Sie erkennen, dass Sie depressiv sind:

Was macht Ihnen Freude im Leben?

Was macht Ihnen Spaß?

Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt?

Wenn Ihnen auf diese Fragen lange nichts einfällt, so kann dies ein

Signal für eine Depression sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Apotheker – sie werden Ihnen gerne weiterhelfen!

© stefanolunardi


DA KOCHREZEPTE

Leicht wie eine Feder…

Eine Feder schwebt durch die Luft. Zart, losgelöst, nahezu schwerelos.

Was für ein schönes Bild! So möchten wir uns fühlen, unbelas -

tet und leicht. Keine Lasten, die uns zu Boden drücken, keine Turbulenzen,

die uns aus der Bahn werfen.

Essen, das zu fett, zu süß, zu üppig und gleichzeitig zu nährstoffarm

ist, raubt uns Energie – Energie, die wir stattdessen in Bewegung

investieren könnten, in die Umsetzung unserer Pläne, in die Bewältigung

von Problemen oder einfach in Lebensfreude.

Deshalb ist es so wichtig, auf eine »leichte« Kost zu achten. Mit

den nachstehenden Rezepten kein Problem!

Federleichtes für zu Mittag

Zucchini-Limetten-Nudeln

ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN:

Zubereitung: 30 min.

Pro Portion ca. 360 kcal

15 g Eiweiß 12 g Fett 48 g Kohlenhydrate

500 g möglichst feste Zucchini 1 Bio-Limette 15 g Kürbiskerne

½ Bund glatte Petersilie 20 g Parmesan 100g Bandnudeln

Salz 2 TL Olivenöl schwarzer Pfeffer aus der Mühle

ZUBEREITUNG:

Die Zucchini waschen und putzen, je nach Dicke eventuell längs halbieren.

Mit dem Sparschäler längs in dünne Streifen schneiden. Die Limette

heiß waschen und abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft

auspressen.

Die Kürbiskerne rösten, bis sie sich etwas aufblähen, abkühlen lassen

und hacken. Die Petersilie abbrausen und trocken schütteln, die Blätter

hacken. Den Parmesan fein reiben. Für das Topping die Limettenschale

mit den Kürbiskernen, der Petersilie und dem Parmesan mischen.

Die Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsangabe al dente

garen. Etwa 1 min. vor dem Ende der Garzeit die Zucchinistreifen zu

den Nudeln geben und kurz blanchieren. Sie sollten unbedingt knackig

sein!

Nudeln und Zucchini in ein Sieb abgießen, in vorgewärmte Schüsseln

geben, mit Olivenöl beträufeln, mit einigen Spritzern Limettensaft

und Pfeffer würzen. Mit dem Topping bestreuen.

30 DA Jänner 2011

© GU Verlag/ Foto: Wolfgang Schardt

Federleichtes für abends

Schweinefilet mit

Portweinsauce

Zubereitung: 25 min. (Garzeit: 1 Std. 15 min.)

Pro Portion ca. 260 kcal

34 g Eiweiß 8 g Fett 12 g Kohlenhydrate

ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN:

300 g Schweinefilet aus der Mitte Salz schwarzer Pfeffer aus der

Mühle 1 EL Distelöl 1 Gemüsezwiebel (ca. 300 g) 4 EL Portwein

½ EL Weißweinessig ½ Vanilleschote 1 Lorbeerblatt

75 ml Gemüsebrühe Cayennepfeffer

ZUBEREITUNG:

Eine ofenfeste Form in den Ofen stellen. Den Ofen auf 80° vorheizen.

Das Filet von Häuten und Sehnen befreien, salzen und pfeffern.

½ EL Öl erhitzen, das Filet darin in 6 min. rundum anbraten, auch

an den Enden. Im Ofen in 1 Std. 15 min. garen.

Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Übriges

Öl erhitzen, Zwiebel darin glasig dünsten. Mit Portwein und Essig

ablöschen. Vanilleschote längs halbieren, das Mark dazukratzen.

Schote und Lorbeerblatt zugeben. Zwiebel salzen, pfeffern. Brühe

zugießen und zugedeckt 1 Std. köcheln lassen.

Zwiebel offen köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist.

Vanilleschote und Lorbeerblatt entfernen. Das Fleisch aufschneiden.

Den Fleischsaft zur Zwiebel geben, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer

würzen. Fleisch mit Zwiebel anrichten. Eventuell mit Petersilie

bestreuen.

TIPP: Dazu passt gedämpfter Brokkoli, grüner Spargel, Mangold

oder Blattspinat.

99 federleichte Genussrezepte für jeden Tag

Von Bettina Matthaei. GU Verlag.

ISBN 978-3-8338-1852-3, € 17,50

Zu beziehen auch bei Buchaktuell,

Spitalgasse 31, 1090 Wien, Tel.:

01/406 68 75, E-Mail:

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Das Team von »Die Apotheke« wünscht gutes Gelingen!

© GU Verlag/ Foto: Wolfgang Schardt


Instrumente, Interpreten und

Musikstile

Carlas musikalische

Weltreise

Carla ist bei einer Zirkusvorstellung zu Gast und ist begeistert

von dem tollen Zirkusorchester. Da kommt es wie gerufen,

dass sie nach der Vorstellung das Zirkusmädchen Miriam

und einige der Musiker kennen lernt. Die Musiker lassen das Lied

»Bruder Jakob« durch 11 verschiedene Stile der Weltmusik reisen –

und Carla erfährt nebenbei viel über wichtige Interpreten und Komponisten.

Mexiko, Griechenland, China, Indien, Estland, Südafrika

und andere Länder stehen auf Carlas musikalischem Reiseplan.

Hast du Lust, mit Carla auf die Reise zu gehen? Dann mach doch

mit bei unserem Gewinnspiel!

DA KIDS GEWINNSPIEL

»DA – Die Apotheke« verlost 3 Exemplare »Carlas musikalische Weltreise«. Um am Gewinnspiel teilzunehmen,

sende eine E-Mail oder Postkarte mit dem Betreff »DA Kids-Carla« an gewinnspiel@apoverlag.at

oder an den Österreichischen Apotheker-Verlag, Spitalgasse 31, 1090 Wien. Einsendeschluss

ist der 31. Jänner 2010. Vergiss nicht, deinen Namen und deine Adresse auf die Karte oder in das E-

Mail zu schreiben. Um dir das richtige Übungsbuch zukommen zu lassen, gib bitte an, welche Klasse

du derzeit besuchst und ob du das Deutsch-, Mathematik- oder Englisch-Übungsbuch möchtest!

»Carlas musikalische Weltreise«. Von Oliver Steger und Peter Friedl. ISBN 978-3-219-11426-3. €

19,95. Zu beziehen auch bei Buchaktuell, Spitalgasse 31, 1090 Wien, Tel.: 01/406 68 75, E-Mail: buchaktuell@apoverlag.at,

Homepage: www.buchaktuell.at. Wir liefern ohne Versandkosten.

DA KIDS

Bleib gesund mit Bonbo In „Die Apotheke“ könnt ihr durch Bonbo und seine lustigen

Geschichten viel Wissenswertes zum Thema Gesundheit erfahren ...

Gute

Nacht, mein

Schatz.

Gute Nacht, Mama.

Weißt du Bonbo, es ist sehr wichtig, dass du

täglich 2 mal deine Zähne putzt. Nur so kannst du die

bösen Kariesteufel bekämpfen, die sich durch deine

Zähne knabbern möchten und so große Schmerzen und

viele Krankheiten auslösen können!

Oh je,

erwischt…

Denkst du

Papa, dass ich alle

Kariesteufel besiegt

habe?

Bonbo, hast du

nicht auf’s Zähneputzen

vergessen?

Auf jeden Fall!

DA Jänner 2011

31

© Christoph Kienzl


© Karuka

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