Special: - Eubuco Verlag

eubuco

Special: - Eubuco Verlag

D 49 45 F 41. Jahrgang Februar 2010

Meinung

Dr. E. Stark, hofherr communication GmbH

Mountain-Manager 69:

A. Kleinlercher, Lienzer BB AG, St. Jakob

Special:

WINTERSPORT

1/10


www.pistenbully.com

Der PistenBully 600:

Ein echter Verkaufsschlager!

1.000 verkaufte PistenBully 600, in nur vier Jahren.

Ein echter Rekord. Das meist verkaufte Pistenfahrzeug

weltweit. Darauf sind wir stolz!


Chefredakteur

Dr. Markus Kalchgruber

Zeitbombe Ski-Nachwuchs entschärfen

Die laufende Wintersaison entwickelte sich bis zur Halbzeit mehr

als zufriedenstellend – das Minus gegenüber der letzten Vergleichsperiode

beträgt ca. 1,7 %. Wir sind also auch im zweiten

„Krisenjahr“ bislang erstaunlich stabil aufgestellt, vor allem weil

der Heimmarkt und Osteuropa die Ausfälle aus den klassischen

Herkunftsländern weitgehend kompensieren. So erfreulich diese

Tatsache auch ist, sie darf nicht mit einem Ruhekissen verwechselt

werden nach dem Motto „Wenn uns in den härtesten Krisenjahren

nichts passiert, was müssen wir dann überhaupt befürchten?

Hauptsache die Skier-Days sind irgendwie auf hohem Niveau

(zuletzt 56,9 Mio.) und Fernreisen im Winter werden für die

Leute immer unerschwinglicher.“ Denn die Zeitbombe Nachwuchsrückgang

tickt weiter.

Kann man das Rad der Zeit zurückdrehen?

Die Wirtschaft weiß das schon lange und kann sich ausrechnen,

was es bedeutet, wenn die Geschäftsbasis wegbricht: die Milliardeninvestitionen

der Seilbahnen – in den vergangenen 10 Jahren

knapp 5 Mrd. € alleine in Österreich – könnten verloren und der

Wohlstand in vielen Regionen gefährdet sein. Daher lautet eine

alte Forderung der österreichischen Wirtschaftskammer, die

Schulskikurse wieder verpflichtend einzuführen, so wie es bis

1995 üblich war. Während damals noch 250.000 Kinder durch

die Schule das Skifahren erlernten, sank die Zahl zuletzt auf

knapp 150.000, Tendenz weiter fallend. Durch diesen Nachwuchs-Rückgang

läuft der Skisport in der Skination Österreich

Gefahr, an gesellschaftlicher Bedeutung zu verlieren. Allerdings

ist die „Skikurspflicht“ immer ein Unikum Österreichs gewesen,

das sich andere Alpenländer wie die Schweiz oder Frankreich

auch gerne gewünscht hätten...

Aber Österreich, die stolze Skination, ist in vielen Punkten anders

und will das Rad der Zeit um 15 Jahre zurückdrehen. So wurde

tatsächlich im vergangenen Dezember ein 5-Parteien-Antrag zur

„Forcierung und Attraktivierung von Wintersportwochen in

MOUNTAINMANAGER 1/2010

4

SEILBAHNPLANUNG

KONZEPTE UND LÖSUNGEN,

DIE BEWEGEN.

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Schulen“ im Nationalrat eingebracht. Konkret wurde die österreichische

Regierung aufgefordert, mit Vertretern der Tourismus-,

Sport- und Seilbahnwirtschaft Maßnahmen zu erarbeiten,

die Schulskikurse bzw. Wintersportwochen wieder so attraktiv

und dabei auch leistbar machen, dass jedes Kind während des

Pflichtschulalters zumindest einmal in den Genuss dieses Erlebnisses

kommt.

Attraktivität nicht per Verordnung erreichbar

So löblich es ist, dass innerhalb der Parteien Einigkeit darüber

herrscht, am Tourismussektor Positives für Österreich bewegen

zu wollen, so bedenklich ist die Methode: per Verordnung bei

Kindern die Lust am Skifahren zu wecken! Damit zerstört man

den letzten Rest an „Coolness“, den bei dieser Generation Wintersport

im alten Stil hat. Man muss nämlich die Gründe kennen,

warum sich der Trend gegen die Schulskikurse eingestellt hat. Es

geht nicht nur um die Kosten, die verursachen Handyrechnungen,

Designerklamotten und Computerspiele auch und werden

von den Eltern bezahlt. Es geht darum, dass die heutige Jugend

sich von dieser eher leistungsorientierten Art, Freizeit zu verbringen,

nicht richtig angezogen fühlt. Weil es nicht ihr „Lifestyle“

ist, wie die Experten von Young Marketing im Artikel S. 12 – 14

„Freestyle als Chance für die Jugend“ herausarbeiten. Alles, was

vom Establishment kommt und aufgesetzt wird, hat hingegen

keine Chance bei den heute so selbstbewussten Kindern und Jugendlichen.

Da wird höchstens ein Feindbild aufgebaut. Deshalb

brauchen Wintersportwochen eine ganz andere, neue Aura. Ergänzend

dazu dürfen sie nichts oder fast nichts kosten. Einige

Bundesländer übernehmen ja bereits die Kosten für die Tickets,

bei Ausrüstung und Unterkunft bzw. Transport können sicher die

beteiligten Branchen Lösungen erarbeiten. Die Sache muss frei

bleiben und (ziemlich) kostenlos werden – sonst müssten ja die

Eltern per Verordnung die Zukunft der Seilbahnwirtschaft retten!

Da gibt es sicher kreativere Wege.

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INHALT

IMPRESSUM

Internationale Zeitschrift

für Berg- und Wintersporttechnik

und bergtouristisches Management

Verlag:

EuBuCo Verlag GmbH

Geheimrat-Hummel-Platz 4

D-65239 Hochheim/M

Tel. +49(0)61 46/605–142, Fax –204

Herausgeber:

Horst Ebel, Tel. +49(0)61 46/605–100

Geschäftsleitung:

Alexander Ebel, Tel. +49(0)61 46/605–141

Chefredakteur:

Dr. Markus Kalchgruber

Mobil +43(0)6 64/1 00 21 50

E-Mail: m.kalchgruber@aon.at

Habichtweg 16, A-5211 Lengau

Anzeigenmanagement gesamt:

Joyce Hoch, E-Mail: j.hoch@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605–142

Anzeigenleitung:

Otto Roman Fosateder

Mobil +43(0)6 64/4 42 06 80

Verlagsbüro Österreich:

Scherenbrandtnerhof-Str. 6, A-5020 Salzburg

Tel. +43(0)6 62/42 30 12

Fax +43(0)6 62/42 15 15

Redaktion Österreich:

Dr. Luise Weithaler

Tel. +43(0)6 62/88 38 32

E-Mail: weithaleripr@aon.at

Kirchenstr. 31, A-5020 Salzburg

Redaktion Schweiz:

Thorsten Block

Tel. +49 (0) 7 21/9 82 25 27

Fax +49 (0) 7 21/9 82 25 28

E-Mail: tbka68@aol.com

Gerwigstr. 22

D-76131 Karlsruhe

Produktionsleitung:

Frank Freitag c/o EuBuCo Verlag GmbH

E-Mail: f.freitag@eubuco.de

Tel. +49(0)61 46/605–160, ISDN: –232

Layout: Dagmar Wedel, Wiesbaden

MM-online: www.mountain-manager.com

Christian Schmickler

Anzeigenpreise:

Preisliste Nr. 34 vom 01.01.2010

Vertrieb:

Tel. +49(0)61 46/605–112

Fax +49(0)61 46/605–201

E-Mail: vertrieb@eubuco.de

Bezugspreise

Einzelpreise 9,– €

inkl. Versandkosten und ges. MwSt.

Jahresabonnement

Deutschland: 64,– € inkl. Versandkosten und

ges. MwSt./Europa: 74,– € inkl. Versandkosten

Übersee: 74,– € + Versandkosten

41. Jahrgang, 2010

ISSN 1618–3622

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr

übernommen.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

6

MM-MAGAZIN

Editorial 4

Inhalt 6

WINTERSPORT

• Meinung: Eugen Stark: Wintersport erfindet sich laufend neu 8

• Freestyle und Jugendkultur – Chance für die Zukunft 12

• IFT-Studie: nur noch 5 % regelmäßige Skifahrer in Österreich 15

• Ruhpolding eröffnet Deutschlands 1. Skitouren-Lehrpfad 16

• Zauberteppich auf Stützen 18

• Liftpictures – 3 Fliegen mit einer Klappe 20

SKISERVICE & RENT

• Steurer Systems: Online Skidepot in Jerzens nützt allen 22

• Wintersteiger präsentiert RaceNC 24

• Montana: neue Rferenzen 26

ARCHITEKTUR

• DI Kurt Riebler: Beseeltes Bauen in den Alpen 28

ENERGIE

• LEITWIND: Ökostrom und Touristenattraktion 30

• Erneuerbare Energie am Skilift tanken 32

NEUE BAHNEN

• Doppelmayr: Durchgehendes Skivergnügen in Damüls 34

• Leitner: Überzeugende Lösung für St. Anton 36

• Flachau setzt internationale Standards 38

• In Porsche-Kabinen auf die Schmittenhöhe 40

• CWA-Power für Singapur 42

• Ein Meilenstein im Glemmtal 43

• Matterhorn-Express 84

MARKETING & MANAGEMENT

• 69. MM-Interview: DI Andreas Kleinlercher, Vorstand Lienzer

Bergbahnen AG & GF Bergbahn & SkiliftGmbH. St. Jakob 46

• Vorschau 20. TourismusForum Alpenregionen 50

• Kooperation BB Engadin und Sportbahnen Atzmänning 52

• Modernisierungen am Sudelfeld 53

• Programm Symposium „Telematik & Wintersport“ 54

TECHNIK & WIRTSCHAFT

BESCHNEIUNG

• ATASSplus spart Zeit und Geld 56

• Klenkhart: Lienz positionierte sich neu am Schlossberg 58

• TechnoAlpin: Zertifizierung nach OHSAS 18001 61

• SUFAG Projekt in Bodmi 62

• Waibl GmbH: Kompetent und leistungsstark 64

• Neue Firma Hydrosnow 66

• PowerGIS bietet neue Dienstleistung: Projekt-Coaching 67

• Klenkhart führt SnowMeter ein 70

• Airko – neues Unternehmen in der Drucklufttechnik 73

• Energiesparend Wasser nutzen beim Schneemachen 74

PISTENFAHRZEUGE

• Kässbohrer: 1000. PistenBully 76

• Abschluss der Bye Bye Bonus-Aktion 77

• Prinoth: Bison X zeigt Power 78

• Prinoth Drivers Trophy geht in die 4. Runde 80

• Bacher KG: Motorschlitten Know-how vom Profi 81

SICHERHEIT

• Unfallopfer fordern Sicherheitspaket für alle Skigebiete 82

• 1. Lawinenkongress 2009 in Europa 86

• Studie Risiken im Wintersport 87

FIRMEN NEWS

• Lieco Ballenpflanzen: nachhaltig denken und handeln 88

• Doppelmayr: Cable Car in Las Vegas eröffnet 90


Im Sog der Münchner ISPO widmet sich der

MM1/10 u. a. auf 14 Seiten dem Themenschwerpunkt

„Wintersport“. Dr. Eugen Stark,

Ex-Vizepräsident des ÖSV, beschäftigt sich mit

dem Image des Wintersports und für Paul

Zach, GF der Young Mountain Marketing

GmbH, ist Freestyle die einzige Jugendkultur im

Wintersport und somit eine Chance, den Nachwuchs

nicht völlig zu verlieren. Mit Alternativen

reagieren muss man auch auf das von einer

Studie erhobene Faktum, dass sich nur noch

5 % als regelmäßige Skifahrer bezeichnen. Vielleicht

ist ein Skitouren-Lehrpfad wie erstmals

in Ruhplding ein Weg?

Mehr darüber von Seite 8 – 21

INSERENTENLISTE

AEP Planung + Beratung 13

Alpgarant U4

Alp Media 6

Bergbahnen Saalbach 73

Brandner Andreas 57

Buderus Tiroler Röhren 48

Doppelmayr 10/11

Fatzer 79

Frey AG 49

Gaugelhofer & Ganyecz 64

Gladektechnik 66

Haider 89

Hoch-Tief Bau Imst 83

IDE Technologies 33

Interfab York 3

Jakob AG 44

Kässbohrer 2

Klenkhart & Partner 7, 60, 71

Leitner AG 1

LIECO GmbH & Co. 19

Messe Bozen 45

MONTANA 69

Nordic Slider 47

Pool Alpin 9

Prinoth AG 5

Riebler, Kurt 54

Salzmann Ingenieurbüro 4

Seilbahn.net 52/79

Softwerk professional trading 51

SUFAG 23

TechnoAlpin U3

Ticketcorner 75

Wiegand 25

Wintersteiger AG 39

Wintertechnik 55

Suche/Biete

Lingg, Werner 65

Ausweger, Josef 87

INHALT

Der Bereich Skiservice & Rent

nimmt einen immer bedeutenderen

Stellenwert im Gesamtangebot

der Pistenbetreiber ein.

Zeitgemäße, professionelle Lösungen

mit einem hohen Konvenient-Faktor

für Gäste, Bergbahnen

und auch Hotellerie

sind gefragt. Ein Beispiel dafür

liefert das neue Depot in Jerzens

von Steurer Systems. Montana gewährt einen Überblick über jüngste Referenzen

und Architekt Riebler demonstriert „Beseeltes Bauen“. In punkto Tuning

bringt Wintersteiger mit der Race NC ein Novum.

Lesen Sie von Seite 22 – 29

Das Mountain Manager-

Interview 69 hat DI Andreas

Kleinlercher, Vorstand

der Lienzer Bergbahnen

AG und GF der

Bergbahn- und Skilift -

gesellschaft St. Jakob/

Defereggen, gegeben.

Lienz hat in den letzten

fünf Jahren 10 Mio. € in

Modernisierungen und

die Schlagkraft der Beschneiung

investiert, allein 2009 wurden drei Maßnahmen um 6 Mio. € gesetzt.

Das verlangt viel Mut in unsicheren Zeiten. Man ging jedoch bewusst

in die Offensive, um Impulse zu setzen für den wichtigen Wintertourismus in

der Region.

Interview von Seite 46 – 49

Zell/See hat ein neues

Wahrzeichen: die

Pendelbahn-Kabinen

auf die Schmittenhöhe

wurden durch exklusive,

von Porsche-

Design entworfene

und von CARVATECH

gebaute Fahrbetriebsmittel

ersetzt.

Durch dieses außergewöhnlicheFahrerlebnis

wird Seilbahnfahren

bewusst zeitgemäß

interpretiert.

Im Themenschwerpunkt

„Neue Bahnen“ finden sich jedoch noch etliche weitere

interessante Projekte wie z. B. die Rendlbahn in St. Anton,

die Verbindung Damüls-Mellau, beheizte 8er-Sesselbahnen

in Flachau und Hinterglemm usw.

Lesen Sie von Seite 34 – 44

1/2010 MOUNTAINMANAGER

7


MAGAZIN

WINTERSPORT

Wintersport

muss Massensport

bleiben.

Foto: Planai-

Hochwurzen-

Bahnen-GmbH

MOUNTAINMANAGER 1/2010

8

Dr. Eugen Stark,

hofherr communication GmbH

„Wintersport

erfindet sich laufend neu!“

Immer weniger junge Menschen finden Gefallen an Skikursen. Ist der Wintersport

damit nicht mehr jung genug, um die junge Generation anzusprechen oder gibt

es ein Imageproblem? Der Mountain Manager hat PR-Fachmann Dr. Eugen Stark,

der bis 2008 auch Vizepräsident des ÖSV war, nach seinen Erfahrungen und

Eindrücken befragt.

MM: „Wie schätzen Sie das Image

,Wintersport’ im Moment ein?“

E. Stark:

„Wintersport polarisiert. Wo die einen

Spaß, Freude an der Bewegung,

gesunde, frische Luft und

herrliche Berglandschaften sehen,

sehen andere Massentourismus mit

allen möglichen negativen Auswir -

kungen. Das Image hat sich in den

letzten Jahren sicher nicht verbessert.

Es braucht dringend gezielte

Imagebildung, um der Negativspirale

zu entkommen. Es braucht

nicht nur Destinationsmarketing,

wichtig ist Imagewerbung für den

Winter in den Bergen.“

MM: „Gibt es Unterschiede in den

Generationen, zwischen den Ge -

schlechtern?“

Stark:

„Wer sich sonst kaum vom Fernseher,

Laptop und Sofa wegbewegt,

geht auch nicht Ski fahren. Bei den

sportlichen Jungen ist Wintersport

sicher auf der Wunschliste, aber vielleicht

nicht ganz oben. Die gesetz -

teren Semester haben ihre Meinung

gebildet. Wer Wintersport nicht aus

eigener Erfahrung kennt, ist auf die

Bewertung durch andere, meist sind

es die Medien, angewiesen. Das gilt

für Junge und Ältere und für Frauen

und Männer gleichermaßen.“

MM: „Welche Bereiche beeinflussen

die Wertigkeit von Wintersport?“

Stark:

„Alle wesentlichen gesellschaftlichen

und wirtschaftlichen Trends

haben Einfluss auf das Freizeitver -

halten. Derzeit sind sicher die wirt -

schaftliche Lage, die Klimadiskussion

und die Einstellung zu Gesundheit

und Körper die wesentlichen

Einflussfaktoren.“

„Es muss junges

Lebensgefühl mit verkauft

werden“

MM: „Wo müsste hier angesetzt wer -

den, um eine erfolgreiche Zukunft zu

sichern?“

Stark:

„Wer nie auf Schulskiwoche war,

fängt als Erwachsener kaum mehr

mit Wintersport an. Wintersport in

den Schulen ist massiv zu unter -

stü tzen. Das beginnt beim Lehrplan

und setzt sich fort bei günstigen Angeboten

vom Skiverleih bis zu den

Liftkarten. Wir müssen auch die Zusammensetzung

der sich ändern-


den Gesellschaft mit hohem

Migrantenanteil und den vielen

,jungen Alten’ verstärkt in die Über -

legungen einfließen lassen.“

MM: „Ist der Wintersport ,jung’

genug, um junges Publikum anzu -

sprechen?“

Stark:

„Der Sport ist jung und er erfindet

sich laufend neu. Neue Entwick -

lungen wie Carving, Freeriden und

Funparks in allen Ausprägungen

sprechen junges Publikum an. Mit

den harten Faktoren muss aber zunehmend

ein junges Lebensgefühl

mit verkauft werden.“

MM: „Was sind die Kriterien, um

hier gezielt punkten zu können?“

Stark:

„Es geht um das Gefühl, als junge

Zielgruppe ernst genommen zu

werden. Der Wunsch nach Freiheit

und Abenteuer muss mit dem Anspruch

auf Sicherheit in Einklang gebracht

werden. Wintersport muss

eine ,Community’ sein, bei der in

ist, wer drin ist.“

MM: „Hat der ,Wintertourismus’ als

Massentourismus auch in der Zukunft

eine Chance oder wird er Tummelplatz

für Eliten?“

Stark:

„Wenn Wintersport nur mehr Eliten

anspricht, ist er tot. Es braucht die

Breite, sonst macht Wintersport

schon wirtschaftlich keinen Sinn.

Wintersport wird eine Massenbewe-

Neue Entwicklungen im Wintersport

sprechen junges Publikum an.

Foto: Schneestern parks & more OHG

gung bleiben. Wo und wie sich

diese Massen bewegen, ist aber

offen, auf den Pisten oder im Gelän -

de, auf Alpinskiern, Langlaufskiern,

Schneeschuhen oder völlig neuen

Fortbewegungsmitteln. Wichtig

wird, neue Strömungen wie derzeit

die Pistentourengeher zu akzeptieren

und Angebote zu schaffen.“

MM: „Welche Rolle spielen Klima,

Skihallen oder virtuelle Welten?“

Stark:

„Die Klimadiskussion ist auch eine

Chance. Urlaub ohne Fernreise ist

Co 2 schonend. Die Hitze im Süden

ist vielen heute schon zu anstren -

gend. Allerdings werden immer

mehr Wintersportler nach ihrem

ökologischen Fußabdruck fragen.

Darauf sind schlüssige und glaub -

würdige Antworten zu finden.“

www.pool-alpin.com

Zeit, Geld, Wissen und Transparenz für die Seilbahnbetreiber

Zeit, Marktanteile, direkter Kundenzugang für die Lieferanten

MAGAZIN

WINTERSPORT

Dr. Eugen Stark ist PR-Berater bei der bekannten hofherr

communikation GmbH und war bis 2008 Vizepräsident des

ÖSV. Die hofherr communikation GmbH mit ihren Büros in

Innsbruck, Bozen und Wien betreut zahlreiche Seilbahn- und

Touris musunternehmen sowie Initiativen wie Nature Watch.

„Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die umfassende Betreuung

in allen Fragen der internen und externen Unternehmenskommunikation.

Alle Maßnahmen dienen dem optimalen

Kontakt zu Mitarbeitern und Partnern sowie Kunden

und der breiten Öffentlichkeit. Ziel ist es, strategisch ein

Image aufzubauen, das Bekanntheit, Sympathie und Vertrauen

umfasst. Foto: hofherr communikation GmbH

1/2010 MOUNTAINMANAGER

9


© www.idealit.com

WeerbergPiz Gloria


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Unser Dank gilt all unseren Kunden weltweit,

für die hervorragende und angenehme Zusammenarbeit.

Nur mit professionellen Partnern wie Ihnen ist es uns möglich,

Höchstleistungen zu erbringen. Das in unsere Qualität und

Leistungsfähigkeit gesetzte Vertrauen sehen wir als Verpfl ichtung,

Herausforderung und Antrieb für die Zukunft.

Doppelmayr Seilbahnen GmbH

Rickenbacherstraße 8-10, Postfach 20

6961 Wolfurt/Austria

T +43 5574 604, F +43 5574 75590

dm@doppelmayr.com, www.doppelmayr.com

Garaventa AG

Tennmattstrasse 15, 6410 Goldau/Schweiz

T +41 41 859 11 11, F +41 41 859 11 00

contact@garaventa.com, www.garaventa.com


MAGAZIN

WINTERSPORT

Young Mountain Marketing GmbH

Freestyle und Jugendkultur –

eine Chance für die Zukunft

Mag. Paul Zach und Jürgen Kipperer von Young Mountain Marketing

machen seit 7 Jahren Destinationsentwicklung im Freestyle-Bereich bzw.

Jugendarbeit im Wintersport. Sie sind inzwischen größter Anbieter von

Funparks in Europa und planen und betreuen mit 120 Mitarbeitern

nicht nur die notwendige Infrastruktur, sondern leisten vor

allem Kommunikations- und Marketingarbeit bis hin zu Events

und Sponsoring. Ihrer Meinung nach ist Freestyle die einzige

Jugendkultur, die es im Wintersport

gibt, und somit eine Chance,

den Nachwuchs nicht völlig

zu verlieren.

Freestyle ist der

einzige Bereich

im Wintersport,

der für die Jugendlichen

mehr

ist als nur die

Sportart, nämlich

eine Lebenseinstellung.Hingegen

existiert

die Szene „Skifahren“

nicht.

Fotos: TVB

St. Anton

MOUNTAINMANAGER 1/2010

12

„Freestyle ist kein anderes Wort für

Snowboardfahren, es bedeutet Freiheit

im Stil und umfasst auch Free -

ski. Das bedeutet für das junge

Klientel ein Sich-Lösen aus alpinistischen

Traditionen, die im klassischen

Skifahren vielfach noch verhaftet

sind. Der Berg ist für Freestyler

nicht Herausforderung oder

etwas, das man bewältigen muss,

sondern ein großer Spielplatz, ein

Spaßareal!“, erklärt Paul Zach.

„Freestyle heißt frei sein von Struktur

und Vorschriften, die einen nur

binden und sehr wenig zurückgeben.

Es ist kein Vereinssport, man

tut wo, wann und wie man es will.

Freestyler sind aber nicht nur Rabauken,

die sich an keine Regeln

halten und die Gesundheit riskieren

– es geht viel mehr um den Spaß

und die persönliche Entfaltung, die

im Vordergrund stehen. Freestyle

bietet der jugendlichen Zielgruppe

die Möglichkeit, über das, was sie da

tut, nämlich Wintersport betreiben,

sich als Persönlichkeit bis zu einem

gewissen Grad zu definieren. Es gibt

eine eigene Clique, eigene Mode,

Sprache und einen eigenen Habitus.

Die Jugend lässt sich grundsätzlich

nur zu Freizeitaktivitäten begeistern,

die ein Imagepaket weit über die

Ausübung dieser Freizeitaktivität hinaus

bieten. Ein Imagepaket ist sozusagen

ein Bündel von Identifikationsmöglichkeiten

(Kleidung, Sprache,

Habitus). Und erst wenn eine Freizeitaktivität

ein Imagepaket bietet,

kann sich dazu eine Szene bilden.

Andere Inszenierung

von Wintersport

Die gängige Inszenierung von Wintersport

ist für die Jugend weitgehend

abschreckend. Die dort gezeigte

Form von Wintersport entspricht

nicht der Wertewelt und Lebensrealität

der heutigen Jugend:

Naturburschen in hautengen Trikots

zeigen ihr Können tlw. wie Zirkusstars

in der Manege – das ist sehr

weit weg von der jeweiligen Lebenswelt.

Stars wie Benni Raich sind für

die urbane Jugend nicht existent,

werden nicht wahrgenommen.

Freestyle ist somit der einzige Bereich

im Wintersport, der für die Jugendlichen

mehr ist als nur die

Sportart, nämlich eine Lebenseinstellung.

Viele Studien aus der Szeneforschung

bzw. über die Sportausübung

der Jugendlichen belegen

(t-factory), dass Snowboard bzw.

Freestyle von der jungen imagegesteuerten

Zielgruppe als „cool“

empfunden wird.

Bei einer Studie von Timescout unter

11–39-Jährigen gaben in der

zentralen Gruppe von 15–29 Jahren

knapp über 32 % an, selbst Snowboarder/

Freestyler und 36 % alpine

Skifahrer zu sein. Es gibt also unter

Trendsettern österreichweit in dem

Alter, das für die Prägung des persönlichen

Lebensstils das wichtigste

ist, fast gleichviel Snowboarder/


Freestyler wie Alpinskifahrer! Diesem

Umstand werden Wintersportdestinationen

jedoch nur in sehr geringem

Rahmen gerecht!

Weiters wurde über alle Altersschichten

hinweg Snowboard/Freestyle

als Lifestyle mit großem Abstand

als die „coolste“ Sportart angesehen

(63 %!) – und zwar unter

40 abgefragten Sportarten. Dabei

gibt es keine wesentlichen Unterschiede

in der Bewertung zwischen

urbanen und ländlichen Räumen.

Nur Funparks sind für die Stadtjugend

noch wichtiger. Da die Trends

jedoch in der Stadt gemacht werden,

ist dieses Signal noch bedeutender.

Mit 35 % liegt Skifahren zwar weit

abgeschlagen, aber wenn man es mit

dem zweitplatzierten Fußball vergleicht,

das 41 % nennen, ist dieser

Wert doch besser als angenommen.

Auf Bildersprache achten

Aber in der Bewerbung setzen viele

Destinationen auf eine Bildersprache,

die sie in der Realität nicht einhalten

können, weil es die Angebote

vor Ort vielleicht nicht gibt. Andererseits

werben jene, die ein solches

haben, zuwenig damit.

Für die trendsetzenden Jugendschichten

sind Fotos von gecarvten

Schwüngen auf breiten Pisten nicht

wirklich interessant. Es gibt die Szene

„Skifahren“ nicht.

Erfreulich ist aber, wie wichtig die

Szene „Freestyle“ bewertet wird – wir

sind eben doch ein Wintersportland,

aber etwas anders, als man es erwartet

hätte: Freestyle wird als die drittwichtigste

von 20 angeführten Szenen

genannt. Vorher rangieren nur

die Krocher (Computerszene) und

die Emos (schwarz-weiß Trauerszene

über die Schlechtigkeit der Welt).

„Warum werden aber von der Seilbahnindustrie

vergleichsweise geringe

Mittel für diese Zielgruppe

eingesetzt?“, fragt sich Jürgen Kipperer.

Warum wird lieber in die

zehnte Sitzheizung und die hundertste

Pistenverbreiterung etc. investiert?

Und warum müssen Skigebiete

in Österreich, die den jugendlichen

Gast wirklich glaubhaft ansprechen

wollen und mit ganzer

MAGAZIN

WINTERSPORT

Kraft versuchen, dieses Klientel anzuziehen

und wirklich dieses Produkt

anbieten, noch immer als Vorreiter

angesehen werden?

Wer die Jugend hat,

hat auch die Alten

Der Wintersport insgesamt braucht

die Jugend natürlich wie der Hungernde

ein Stück Brot. Wer die Jugend

hat, hat nämlich die Alten sowieso

– eine alte Marketing-Binsenweisheit.

Die „Grauen Panther“ haben

es überhaupt nicht gern, wenn

sie ausschließlich unter sich sind“,

führt Kipperer weiter aus.

Mag. Paul Zach

von Young

Mountain Marketing

GmbH

sprach am SymposiumNetzwerk

Winter

über „Freestyle

als Chance für

die Zukunft“.

Foto: mak

Planung der Beschneiungsanlage Chiemgau-

Arena / Ruhpolding für die Biathlon-WM 2012

AEP Planung und Beratung GmbH

Ingenieurbüro · Kulturtechnik

Münchner Str. 22 · A-6130 Schwaz

Tel.: +43 (0)5242 714 55 · Fax: -20

office@aep.co.at · www.aep.co.at

Wir bedanken uns bei der Gemeinde Ruhpolding

für das Vertrauen in unser Ingenieurbüro.

Ihr Partner für Beschneiung und Kulturtechnik im alpinen Raum


MAGAZIN

WINTERSPORT

Moderne Funparks

wie jener

am Rendl in St.

Anton mit angeschlossenem

Test-, Serviceund

Funsport-

Center „Intersport-Arlberg

Fly

in Rendl“ erfüllen

die Bedürfnisse

der heutigen

Jugend nach

Freestyle. Foto:

TVB St. Anton

MOUNTAINMANAGER 1/2010

14

„Aus unserer langjährigen Erfahrung

mit Arbeit in Snowparks wissen

wir, dass die Themen Jugend und

Familie und Freestyle absolut Hand

in Hand gehen und kein Widerspruch

sind. Wir ziehen eigentlich

mit unseren Projekten Familien an.

Die Destinationsentscheidung bzw.

welche Art Urlaub überhaupt gemacht

wird, treffen nämlich in der

Praxis immer häufiger Kinder und

Jugendliche. Und Jugendlichkeit ist

letztlich immer eine Attraktion.

Allerdings ist die österreichische Wintersportkultur

verkrampft mit diesem

Thema umgegangen – siehe die Geschichte

des Snowboardens. Heute

noch wird Freestyle belächelt, unterschätzt,

mißverstanden, gefürchtet

und vielfach auch abgelehnt.

Eine zu kleine Zielgruppe?

Oft hören wir in Gesprächen mit

Tourismusmanagern und Bergbahn-Verantwortlichen,

dass es ja

viel zu wenig Snowboarder/Freestyler

gäbe, um diese Zielgruppe

gesondert zu bearbeiten. Man

schätzt sie auf etwa 10 %. Das zeigt

aber schon, dass gerade der Dienst,

den das Snowboarden dem Wintersport

erwiesen hat, die Nische, welche

eröffnet wurde, nicht in seinem

wahren Wert erkannt worden ist.

Provokant ausgedrückt: ohne diese

Nische wäre der Wintersport bei der

urbanen Jugend schon lange tot!

Bergbahnen und Tourismusorganisationen

kämpfen auf zwei Ebenen

um ihre Gäste: einerseits investieren

sie in Infrastruktur und andererseits

wird Marketing und Kommunikati-

on betrieben. Aber infrastrukturelle

Investitionen sind kein Marketing –

das ist eine Verwechslung – und für

die Jugend schon gar nicht. Diese

Taktik dient höchstens dem Verdrängungswettbewerb,

aber keineswegs

der Vergrößerung des

Klientels, das der Wintersport insgesamt

hat. Bei den Jungen zählt nur

das Image, ob man sie auf den Berg

bekommt oder nicht. Wenn ein

Berg angesagt ist, dann spielt es keine

Rolle, ob der Lift hinauf 5 oder 25

Jahre alt ist.

Jugendliche, die überhaupt solche

Investitionen wahrnehmen, kritisieren

eher, dass für ihre Belange wieder

einmal kein Geld ausgegeben

wurde nach dem Motto: „Ihr interessiert

euch nicht dafür, was uns interessiert.“

Wintersportindustrie

weiß nicht, wie Jugend

denkt

Wenige bringen die Kraft auf, Wintersport

dort zu kommunizieren,

wo er noch nicht ist oder wo es

Probleme gibt – z. B. in der Jugend.

Die komplette Wintersportindustrie

weiß nicht, wie der jugendliche

Gast denkt, wie man ihn überzeugen

kann, welche Erwartungen

man befriedigen muss und wie man

Begeisterung auslösen kann. Man

setzt auf Kommunikationstools wie

vor 20, 30 Jahren.

Ein prominentes Beispiel aus dem

Marketingbereich ist die Strategie,

den Alpinen Rennsport als Werbeträger

einzusetzen. Allerdings ist

dieses Phänomen für die urbane Ju-

gend irrelevant. Auch mit Rennsport-TV,

selbst mit „cooleren Formaten“

wie Snowboard oder Skicross,

erreicht man nicht die Gäste

von morgen. Das ist ein weltfremder

Zirkus. Das mit solchen Veranstaltungen

generierte Image ist sogar

eher schädlich für die Jugendarbeit!

Man mag sich weder so anziehen,

noch so hart trainieren, noch

so aussehen.

Natürlich ist die Jugend von heute

anders als vor 30 Jahren. Sie ist unserer

Meinung nach in keiner Weise

unsportlicher oder weniger an der

Natur interessiert. Was die Kaufkraft

betrifft, ist die Jugend stärker denn

je. Die Jugendlichen wachsen allerdings

in einer Welt auf, in der sie von

allen Seiten professionell umworben

werden! Nur die Wintersportindustrie

verzichtet weitgehend darauf,

die Jugend dort abzuholen, wo

es funktioniert, nämlich in der Lifestyle-Ecke.

Ein Schlüssel zum

„Jugendzimmer“

„Glauben Sie daher lieber an die

Kraft der Jugend, glauben Sie vor allem

an die Kraft, die in dem Produkt

„Berg“ auch für die Jugend noch

unvermindert steckt. Akzeptieren

Sie, dass die Wertewelt der Jugend

heute anders ist als noch vor Jahrzehnten.

Und machen Sie sich diese

Ausrichtung der Jugend zunutze. Es

ist nicht so, dass man an die Jugend

nicht mehr herankommt, es haben

sich nur die Mittel und Wege geändert.

Das Wichtigste aber: glauben

Sie an die Kraft des Freestyle. Das ist

ein funktionierender Teil der Realität

der Jugend und ein Schlüssel zum

„Jugendzimmer“. Das setzt natürlich

eine starke Umorientierung voraus:

sowohl beim Angebot am

Berg als auch im Tal und die Kommunikation

des Ganzen. Wenn das

gelingt, kann die Freestyle-Klientel

mittelfristig mit Sicherheit verdoppelt,

verdreifacht werden. Das würde

ein völlig neues Level an Frische

und Jugendlichkeit bringen und

dem Wintersport einen gewaltigen

Schub geben. Das Image, das junger

cooler Wintersport hat, ist weitaus

größer, als die Zahl jener, die ihn

praktizieren. Deshalb ist Freestyle eine

Chance für den Wintersport“,

beteuern Zach und Kipperer abschließend.

mak


IFT-Studie alarmiert:

nur noch 5 % regelmäßige

Skifahrer in Österreich

Eine im Oktober 2009 durchgeführte Studie des Wiener

Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung über das

„Sportverhalten der Österreicher“ zeigt auf, dass es nur

noch fünf Prozent regelmäßig auf die Pisten zieht – 1993

waren es noch 15 %. Ein Tiefstand ist auch bei den

Schul skikursen mit 150 000 erreicht.

Immer weniger Jugendliche fahren

Ski oder Snowboard, eine Entwick -

lung, die sich einmal mehr in der

sinkenden Zahl an Schulskikursen

zeigt. Dass es die Jugend nicht mehr

so wie früher auf die Pisten zieht,

kommt nicht von ungefähr. Die Zahl

der regelmäßig skifahrenden Österreicher

hat nämlich insgesamt einen

neuen Tiefststand erreicht, wie die

aktuelle Umfrage des Instituts für

Freizeit- und Tourismusforschung

ergibt. Gaben im Jahr 1993 noch 15

Prozent der Befragten an, regelmäßig

Ski zu fahren, sind es nun nur

noch fünf Prozent, bei Snowboardern

sank der Wert von drei auf ein

Prozent. 19 % gaben an, gelegentlich

(2–3 Mal/Monat) und 57 % nie

Ski zu fahren. 87 % gehen nie Snowboarden,

5 % gelegentlich. Die am

häufigsten ausgeübte Sportart ist

Radfahren (11 %), Wandern liegt

auf Platz 3 (8 %), Nordic Walking

wird von 5 % wöchentlich betrieben.

Auch Langlaufen verliert im Jahres -

vergleich zunehmend an Bedeutung:

während 1987 noch 5 % regelmäßig

langlaufen waren, tut dies

2009 nur mehr 1 % der Österreicher.

86 % begeben sich nie auf die

Loipe.

Anzumerken ist, dass der Abwärtstrend

vor allem die regelmäßige

und die gelegentliche Ausübung

Chart Wintersportarten 1987–2009,

regelmäßige Ausübung. Quelle: IFT

der Wintersportarten betrifft: Der

Anteil der Nicht-WintersportlerInnen

ist seit Jahren annähernd stabil,

während immer weniger ÖsterreicherInnen

regelmäßig bzw. gelegentlich

Wintersport betreiben.

Für diesen Rückgang an heimischen

Wintersportlern gibt es laut Prof.

Peter Zellmann eine Vielzahl an

Gründen wie Verteuerungen bei der

Wintersportausübung (Ausrüstung,

Liftkarten, Hotelaufenthalte) in den

letzten Jahren oder die Wirtschaftskrise.

MAGAZIN

WINTERSPORT

Schulskikurse brauchen andere Aura

Eine andere Tatsache ist der Niedergang bei den

Schulskikursen, seitdem die verpflichtende Teilnahme

in den 90er Jahren abgeschafft wurde. Waren es 1995

noch 240 000 teilnehmende Schüler, sind es derzeit

höchs tens noch 150 000 im Jahr. Deshalb wird immer

wieder die Forderung erhoben – zuletzt von der Wirt -

schaftskammer – die Skikurspflicht wieder einzuführen.

Allerdings muss man heute berücksichtigen, dass

durch den hohen Ausländeranteil in den Schulen viele

keine Skifahrertradition mehr haben und deshalb

schwieriger zu motivieren sind. Außerdem sollte rund

um den Wintersport viel Abwechslung und ein Alter -

nativprogramm für Nicht-Skifahrer geboten werden,

sonst wird den jungen Leuten im Zeitalter der Unter -

haltungselektronik schnell langweilig. Wenn man eine

neue Skifahrergeneration „heranzüchten“ will, muss

man auf jeden Fall den aktuellen Lifestyle berücksich -

tigen – am bloßen Hochhalten der Traditionen wird

man vermutlich scheitern. Wenigstens modische

Sportbekleidung ist „in“ bei den Kindern, wie das

40 %ige Umsatzplus von Intersport in diesem Seg -

ment bestätigt. Die Erklärung: Kinder/Jugendliche tragen

modische Ski- und Snowboardbekleidung immer

mehr auch im Alltag... mak

1/2010 MOUNTAINMANAGER

15


MAGAZIN

WINTERSPORT

Ruhpolding eröffnet

Deutschlands 1. Skitouren-Lehrpfad

Dass Skitourengehen boomt, ist längst kein Geheimnis mehr. Schon eher, wie man als Liftunternehmen

konstruktiv mit dieser konfliktträchtigen Materie umgeht. Die Unternbergbahn im bayerischen

Ruhpolding exerziert eine praktikable Lösung vor: aus der Not wurde eine Tugend gemacht und am

5. Jänner 2010 der „Dynafit-Skitourenlehrpfad“ eröffnet – eine Deutschlandpremiere. Damit soll der

Einstieg erleichtert, das Niveau gehoben und die Region letztlich belebt werden.

Skitourengehen boomt nicht nur in der Region Schladming

(Bild), daher müssen Bergbahnen konstruktiv mit diesem

Trend umgehen. Jüngstes Beispiel dafür liefert Ruhpolding

in Bayern. Foto: TVB Schladming

Eine der 11 Lehrtafeln im Gelände der Skitour auf den

Unternberg. Thema: LVS Suche-Punktortung-Ausgrabung.

Fotos: TVB Ruhpolding 3

MOUNTAINMANAGER 1/2010

16

Ein von Variantenfahrern ausgelöstes

Lawinenunglück im Vorjahr war

letztlich der entscheidende Anlass

für Ruhpolding, in diesem Bereich

eine konstruktive Lösung für alle

Wintersportler zu entwickeln. Gemeinsam

mit renommierten Partnern

aus dem Skitourenbereich startete

das Team der Ruhpoldinger Unternbergbahn

auf neuen Wegen in

die Wintersaison 2009/2010.

Von der Tal- bis zur Bergstation klären

nunmehr 11 große Infopunkte

über Technik, Taktik und Gefahren

des Skitourengehens auf. Die Lehr-

Tafeln wurden von den Ruhpoldinger

Bergführern Schorsch Sojer und

Walter Lang erarbeitet und führen

nicht nur Skitourenanfänger mit viel

Geschick sicher auf den Unternberg.

Hier werden von der Gehtechnik

über die Spuranlage, dem Verhalten

auf Pisten, der Beurteilung

des Lawinenlageberichts bis hin

zum Schneeprofil und Naturschutz

alle wichtigen Fragen geklärt. Man

sollte jedoch nicht alle Infopunkte

auf einmal einarbeiten in die Tour,

sondern auf zwei bis drei Mal.

Die Thementafeln werden, dank der

Sojer-Illustrationen, sicherlich so

manchem Tourengeher ein verschmitztes

Lächeln ins Gesicht zaubern.

„Die Idee dahinter war, für den potenziellen

Skitourengeher ohne Ausrüstung

und Wissen ein Handwerkszeug

zu schaffen, in diese boomende

Sportart seriös einzusteigen“, erklärt

Walter Lang, Leiter der Bergschule

Chiemgau und Betreuer des Lehrpfades.

Das war vom Inhalt her eine große

Herausforderung, um es allgemein

verständlich rüberzubringen.“

Ortovox-Checkpoint

und Lawinensuchfeld

ergänzen Tourenkonzept

Mit Ortovox, einem führenden Hersteller

von Lawinen-Verschütteten-

Suchgeräten (LVS), Sicherheitsausrüstung,

Rucksäcken und Bekleidung

konnte ein zweiter starker

Partner gewonnen werden, der das

neue Tourenkonzept am Ruhpoldinger

Unternberg optimal ergänzt.

Der Ortovox „Checkpoint“ ist eine

LVS-Funktions-Kontroll-Station, die

heuer fix in Bärngschwendt installiert

wird. Hier kann der Skitourengeher

die Funktionstüchtigkeit seines

eigenen LVS-Gerätes am Beginn

des Skitourenlehrpfades praktisch

„im Vorbeigehen“ prüfen. Weiters

gibt es am „alten“ Südhang an der

Unternberg Alm ein mobiles Lawinensuchfeld

von Ortovox „Search

Training System“. Dieses kann auf


Beispiel Tafel 8 „Spitzkehre“.

Anfragen von Gruppen und im Rahmen

der neuen Sicherheitstrainings

genutzt werden. Die Bergschule

Chiemgau bietet nach Voranmeldung

immer dienstags und donnerstags

um 15 Uhr ein LVS-Sicherheitstraining

am Unternberg. Hier

kann gegen 10 € Teilnahmegebühr

pro Person der richtige Umgang mit

dem LVS-Gerät, die Organisation

eines Lawinenunfalls, diverse Suchmethoden

sowie die Versorgung

eines Lawinenopfers unter der professionellen

Anleitung eines Bergführers

ausprobiert werden

Nachtspektakel mit

Skitouren-Stammmtisch

Doch bei allen Sicherheitskonzepten

kommt auch die Geselligkeit

nicht zu kurz! Im Rahmen der Kooperation

mit Dynafit gibt es heuer

das alpenweite Dynafit Nachtspektakel

am Unternberg. Immer am

Dienstag- und Donnerstagabend

treffen sich Skitourenfans auf der

Unternberg Alm zum Stammtisch.

Mit „Kaiserschmarrn – all you can

eat“ ist für kulinarischen Genuss gesorgt

und zusätzlich gibt es noch die

Option Dynafit Produkte zu testen.

In Zusammenarbeit mit den Sportgeschäften

Ski- & Sporttreff Brandmaier/Siegsdorf,

Intersport Praxenthaler/Traunstein

und Sport Ossi

Praxenthaler/Traunreut kann man

sich am Dienstag- und Donnerstagnachmittag

Dynafit-Material auslei-

hen, beim Skitourenstammtisch am

Unternberg gleich testen und am

nächsten Vormittag wieder zurückgeben.

Das Skitourenrennen am Unternberg

wird heuer zum ersten Mal im

Rahmen einer 3er-Cup-Wertung bei

der Dynafit Snow Leopard Trophy

am 04. März 2010 ausgetragen.

Umwegrentabilität

für die Bergbahn

Erst seitdem Wolfgang Freimoser –

bekannt in der Bergbahnbranche

vor allem durch sein Unternehmen

BBT „Beschneiungs- und Beleuchtungstechnik“

– auf Wunsch der Gemeinde

die Unternbergbahn leitet,

bis ein neuer Investor gefunden

wird, hat sich der Umgang mit den

Tourengehern von Feindschaft in

ein geordnetes Miteinander verändert.

Man weiß, dass am Dienstag

und Donnerstag erst ab 23 Uhr mit

MAGAZIN

WINTERSPORT

der Windenmaschine präpariert wird. Das nutzen die

Tourengeher mit den Stirnlampen voll aus und konsumieren

kräftig in der Berggastronomie, die seit kurzem

ebenfalls von der Bergbahn betrieben wird. Somit

kommt über diese Schiene sowie über die geplanten

Parkgebühren für die extra angelegten Tourengeher-

Parkplätze zusätzliche Wertschöpfung herein. Weiters

fühlen sich Familien mit verschiedenen Interessen angezogen:

während die Eltern Tourengehen, fahren die

Kinder z. B. mit der Zweistunden-Zeitkarte alpinski.

„Überhaupt geht das Bewusstsein junger Familien in

die Richtung, dass das Naturerleben wieder näher

rückt“, erklärt Freimoser, der selber begeisterter Tourengeher

ist. „Aber das eine schließt das andere nicht

aus, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und die

Gefahren minimiert.“

So ein Miteinander war vorher eben nicht möglich. Da

musste Freimoser schon die Dienstpläne umstellen

und mit der Bergwacht zusammenarbeiten, um einen

dementsprechenden Rahmen mit Hinweisen zu schaffen

sowie das Bewusstsein bei den beiden Sportler-

Gruppen aufklären.

Freiräume schaffen und schulen

„Das Ganze ist ja nicht völlig unproblematisch, da die

Aufstiegsroute zwei Mal die Piste kreuzt und somit

rechtlich der Status „Hauptabfahrt“ aufgehoben ist.

Außerdem muss man die Pistenfahrer psychologisch

schulen, wie sie sich gegenüber Tourengehern verhalten

sollen, die trotz Windenpräparierung und Sperre

aufsteigen wollen. Das kann zu tödlichen Unfällen führen,

was viele aber nicht glauben wollen“, so Freimoser.

„Durch unsere jetzige Strukturierung ist es aber

einfacher, die Tourengeher an einen für sie reservierten

örtlichen und zeitlichen Bereich zu gewöhnen.

Damit möglichst wenig auf die Piste gegangen wird,

präparieren die Unternbergbahnen z. B. nur noch 4

Spuren statt 6, so dass am Pistenrand ein Freiraum im

Tiefschneebereich ensteht. „Das klappt natürlich nur,

weil unsere Pisten nicht so stark von Alpinskifahrern

frequentiert sind (das Skigebiet verfügt über einen betagten

Doppelsessellift und 2 Schlepplifte), teilweise

haben wir sogar mehr Tourengeher.

Für den Hauptsponsor Dynafit war Ruhpolding erst

der Anfang. Es sollen noch mehrere Stationen folgen

im Berchtesgadener Land, im Allgäu und im Werdenfelser

Land. Ob diese dann auch als Skitouren-Lehrpfade

aufgezogen werden, steht noch nicht fest. mak

Wolfgang Freimoser, Betriebsleiter

der Unternbergbahn, präsentiert die

Tafel „DAV-Regeln für Skitourengeher

auf Skipisten“.

1/2010 MOUNTAINMANAGER

17


MAGAZIN

WINTERSPORT

Zauberteppich auf Stützen:

SunKid up in the AIR im

„Heavenly Mountain Skiresort”

138 m ist

das Stützen -

förderband

in Heavenly

Mountain lang.

Fotos: SunKid

Die imposante

Konstruktion

im Überblick.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

18

Nach dem ersten SunKid Förderband auf Stützen 2008 in Keystone (Colorado, USA)

legte die österreichische Firma mit ihrem Schwesterunternehmen Star Lifts USA Inc.

dieses Jahr noch einmal nach. Im Heavenly Mountain Skiresort in Nevada, USA, wurde

für einen Funsportbereich erneut das Stützenförderband als Lösung herangezogen.

Im amerikanischen Nevada können

die Besucher des Heavenly Valley

Skiresort Winterspaß pur genießen.

Mitten im Skigebiet befindet sich

eine anspruchsvolle Piste, die für

verschiedenste Funsportarten ge-

nutzt wird. Bisher war es nur schwer

möglich, bei der bestehenden

Schleppliftanlage mit verschiedenen

Funsportgeräten zu fahren. Außerdem

konnte man keine ausreichende

Kapazität erreichen, was

am Ende zu einer neuen Lösung

führte.

Um zusätzlich zur bestehenden Problematik

den Komfort zu erhöhen,

entschlossen sich die Betreiber, ein

SunKid Zauberteppich Förderband

für den Aufstieg zu errichten. Die

große Herausforderung war es, die

Geländesteigung von bis zu 35 % zu

umgehen, ohne das Gelände zu verändern.

Hoch hinaus

Für alle Anforderungen wurde

schließlich mit dem Stützenför -

derband ein gemeinsamer Nenner

gefunden. Die atemberaubende

Lösung mit einer Länge von 138 m

ragt bis zu 10 Meter über den


MAGAZIN

WINTERSPORT

1. Mehr Spass durch automatisches

ActionShooting

Als Attraktion an der Attraktion sorgen

die Schnapp schüsse in Top-Qualität

(bis 8 Mpixel) für eine tolle Extra-

Gaudi. Das garantieren die gut erkennbaren

Emotionen. So wurden an

allen der 35 bisher ausgerüsteten

Sommerrodelbahnen mehr Fahrten

nach der Installation der „RodelCam“

registriert, allein am „Fisser Flitzer”

von 2006 bis 2009 ca. 22 % mehr.

Hierzu trägt sicherlich die integrierte

Speedmessung mit dem „Radarfoto”

bei.

2. Mehr Werbung –

auch im Internet

Drei Fliegen mit einer Klappe..

..schlägt man in Fiss mit mittlerweile 4 Outdoor-Fotosystemen

Quasi nebenbei sind die Action-Souvenirs

eine tolle Werbung und ziehen

indirekt mehr Besucher an: Sei es als

schöne Erinnerung im Fotoalbum, als

Postkarte oder zum Weiterleiten als

„eCard“ im Internet. Dort sind mehr

Zugriffe auf die Homepage messbar,

wo die Fotos oder Videos über einen

Kalen der oder nach Eingabe eines

Codes abrufbar sind, natürlich auch

mobil auf dem Handy über youtube.com.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

20


3. Mehr Gewinn durch

schnelle Amortisation

Die Erlöse aus dem Fotoverkauf

amor tisieren die Fotoanlageselbst in

wenigen Monaten und helfen danach

mit, die Investition in die Attraktion

schneller hereinzuholen –

not falls auch vollautomatisch ohne

Bedien personal, mit dem neuen

Outdoor-Fotoautomaten „funfotobox“.

Was steckt dahinter?

Die Firma Liftpictures GmbH ent -

wickelt und vertreibt das modulare

Foto- und Videosystem dazu.

Dabei reicht das Spektrum von einfachen

WebCam Installationen ab

2 500 € (z. Bsp. als IP-Cam im Out -

doorgehäuse mit Trigger/Selbstaus -

löser und Webinterface für „Fotopoints“)

bis hin zu professionellen

Kamerasystemen für Freizeitparks

und Schausteller mit Kassenmodul,

HighSpeed-Fotodrucker, Blitzanlage

und synchronisierter Präsentation

bis ca. 20 000 €.

Die ständige Weiterentwicklung im

eigenen Hause, das Servicekonzept

mit Fernwartung und Hotline

(auch an Wochenenden und Feiertagen),

die einfache Bedienung,

das Know-How in Netzwerktechnik

und Programmierung sowie

die verschiedenen Vertragsformen

(Kauf, Leasing, Miete) sorgen seit

der Firmengrün dung vor gut 4 Jahren

für über 50 zufriedene Kunden

in Deutschland, Österreich, der

Schweiz, Italien, Spanien, Bulgarien

und Ungarn.

Workshops 2010

Zum Auftakt der Fotosaison 2010

bietet Liftpictures im Rahmen von

Workshops von Mitte März bis Mitte

Mai 2010 einen kostenfreien und

unverbindlichen Probeaufbau einer

Fotoanlage an ausgewählten Attrak -

tionen an.

Die Termine sind begrenzt, am bes -

ten jetzt schon anmelden unter

. 0049 / 5222 850 490 oder

. 0043/ 720 73 45 68.

Ein Kontakt ist auch auf der Alpitec/

Prowinter in Bozen vom 13.04. bis

15.04.2010 möglich (Stand B 06-28,

Sektor AB).

MAGAZIN

WINTERSPORT

Dort sind auch die Partnerfirmen

Compac, Wiegand, Schneestern

und Rodlsberger vertreten.

i

Weitere Informationen unter:

www.Liftpictures.de.

1/2010 MOUNTAINMANAGER

21


MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

WINTERSTEIGER präsentiert neue Generation des Race Tunings

Race NC: Rennservice für Sieger

Mit der neuen Race NC präsentiert

WINTERSTEIGER aus Ried/Innkreis

eine zukunftsweisende Rennlauf-Steinschleifmaschine

für die Bearbeitung von

Alpin-, Langlauf- und Sprungski. Mit

dieser Entwicklung unterstreicht das

oberösterreichische Unternehmen ein

weiteres Mal seine weltweite Marktund

Technologieführerschaft in diesem

Bereich.Kurz nach Markteinführung

wurden bereits erste Weltcup-Erfolge

im Langlauf erzielt – durch den Einsatz

der Race NC bei den Olympischen

Winterspielen in Vancouver erwarten sich

Branchenexperten weitere Medaillen.

Durch die flexiblen Möglichkeiten der Skizentrierungen

spielt die Race NC ihrer Klasse sowohl bei der Bearbeitung

von Alpin- als auch Langlauf- und Sprung-Ski voll aus.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

24

Mit der Race NC unterstreicht WINTERSTEIGER ein weiteres Mal seine Markt- und

Technologieführerschaft im Rennlaufservice. Fotos: Wintersteiger

Vor zehn Jahren setzte die Rennlauf-

Steinschleifmaschine Micro NC von

WINTERSTEIGER neue Standards im

Rennservice. Es folgte ein kontinuierlicherWeiterentwicklungsprozess,

in den die Erkenntnisse und

neuen Technologien der letzten Jahre

einfließen konnten. Das Ergebnis

dieses Prozesses, die innovative Race

NC, ist ein Produkt der engen Zusammenarbeit

der WINTERSTEIGER

AG mit verschiedenen Skiverbänden

und Rennabteilungen der Skihersteller.

So bietet das neue Must-

Have im Rennservicebereich den

Schleifspezialisten alles, was das

Herz begehrt: Überlegene Technik,

einfaches Handling sowie eine kompakte

Größe, was den Transport der

Maschine erheblich erleichtert.

Kurz nach Markteinführung konnten

bereits erste Weltcup-Erfolge verzeichnet

werden: „Schleifguru“ Stefano

Vuerich aus Italien erreichte mit

Race NC-Schliffen Top-Platzierungen

im Langlauf. Auch die Firma Atomic

und Olaf Stuveseth aus Norwegen

setzen bereits auf die neue Race NC.

Bei den Olympischen Winterspielen

in Vancouver wird die innovative

Rennlauf-Steinschleifmaschine von

WINTERSTEIGER ebenfalls zum Einsatz

kommen, um den Athleten zu

Spitzenplatzierungen zu verhelfen.

Was die Race NC

ausmacht:

innovativ & präzise

Die Lasersensorik der Race NC stellt

den Schleifstein entsprechend der

Abnützung automatisch nach – so

ist eine konstante Schleifhöhe gewährleistet.

Gleichmäßig präzise

Strukturen über die gesamte Skilänge

garantiert auch ein neues, patentiertes

System von WINTERSTEIGER:

Mit der automatischen Schleifkraftregelung,

die erstmalig bei der Race

NC zum Einsatz kommt, wird kontinuierlich

die effektive Schleifkraft

zwischen Ski und Stein gemessen

und elektronisch geregelt. Allerhöchste

Präzision wird durch das

dynamische Erst- und Nachwuch-


Kurz nach Markteinführung der Race NC wurden bereits erste Weltcup-

Erfolge im Langlauf durch hoch präzise Schliffe erzielt.

ten des Schleifsteines direkt in der

Maschine erreicht. Damit ist ein absolut

vibrationsfreier Lauf des Steines

gewährleistet.

Ein weiterer, wichtiger Pluspunkt

der neuen Race NC ist die Bedienerfreundlichkeit

der Maschine. Der

Farbmonitor mit Touchscreen-

Oberfläche ist aufgrund seiner klaren

Benutzerführung leicht und logisch

bedienbar. Eine Maschine, die

für den Rennlauf konzipiert ist, sollte

zudem unproblematisch zu Großveranstaltungen

transportiert werden

können. Auch hier hält die Race

NC, was sie verspricht: Die kompakte

Bauweise ermöglicht

einen raschen, unkom-

plizierten Transport und lässt sich

auch per Flugzeug mühelos befördern.

Am Zielort angekommen,

kann die Race NC direkt an eine

Wand gestellt werden – so wird sowohl

bei Wettkämpfen als auch in

den heimischen Werkstätten wertvoller

Platz gespart.

Eine Maschine für

alle Disziplinen

Ob Alpin-, Langlauf- oder Sprungski:

Die flexiblen Möglichkeiten der

Skizentrierung gewährleisten die

Bearbeitung von Skiern aus allen

drei Disziplinen. Mit dieser unschlagbaren

Strukturvielfalt spielt

die Race NC ihre Klasse voll aus: Der

Standardstein mit einer Breite von

150 Millimetern kann bei Bedarf

geteilt strukturiert und somit

für Langlaufski zum Vor- und

Die automatische Schleifkraftregelung

garantiert gleichmäßig präzise

Strukturen über die gesamte

Skilänge. Beispiel: Alpinski.

MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Die praktische „Drag & Drop-Funktion“ ermöglicht es, bis zu 6 Strukturen

nebeneinander und 3 Strukturlagen übereinander zu kombinieren.

Strukturschliff verwendet werden. Für Langlaufski

stehen darüber hinaus separate Schleifsteine mit einer

Breite von 70 Millimetern zur Verfügung.

Die Vorteile der Race NC auf einen Blick:

. Automatische Schleifkraftregelung für hoch präzise

und exakt reproduzierbare Rennstrukturen

. Perfektes Strukturieren von Alpin-, Langlauf- und

Sprung-Ski

. Dynamisches Erst- und Nachwuchten des Schleifsteines

direkt in der Maschine

. Automatische Steinreinigung

. Konstante Schleifhöhe durch lasergesteuerte Nachstellung

des Schleifsteines

. Zustelltiefe des Diamanten in 1/1000 mm Schritten

für feinste Strukturen

. Diamantkühlung

. Motor mit spielfreier Spindellagerung und großem

Spindeldurchmesser

. Massiver Maschinenrahmen und robuster Aggregatträger

. Logische Benutzerführung am Farbmonitor mit

Touchscreen-Technik

. Einfacher Transport und schnelle Inbetriebnahme

für weltweiten Einsatz

. Druckluftfrei

. Universeller Stromanschluss

. Umfangreiches Zubehörprogramm pd

1/2010 MOUNTAINMANAGER

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MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

MONTANA:

Top Referenzprojekte realisiert

Auch für die Saison 2009/2010 war MONTANA wieder maßgeblich an der Realisierung von

Die neuen Acrylfronten mit frei wählbaren

Motiven begeistern. Der Kunde hat die

freie Wahl zwischen Winter- und Sommermotiven

sowie in der individuellen Gestaltung.

Da die Motive in einem speziellen

Verfahren rückseitig bedruckt werden, ist

eine lange Lebensdauer garantiert.

Jede von MONTANA geplante Mietstation,

Werkstätte und das dazugehörige Depot

wird individuell auf die Bedürfnisse des

Auftraggebers abgestimmt. MONTANA

MOUNTAINMANAGER 1/2010

26

innovativen Konzepten für Verleih und Depot beteiligt.

Produkte stehen für hochwertiges Design,

Funktionalität und Langlebigkeit – damit

sind erfolgreiche und kundenorientierte

Abläufe sichergestellt.

Für die Umsetzung eines innovativen Geschäftskonzeptes

bespricht der Kunde mit

MONTANA zunächst seine Platzverhältnisse

und das Mengengerüst an Miet-

und Kundenartikeln. Daraus entwickelt

MONTANA eine sorgfältige Planung, bei

der insbesondere ein rationeller Ablauf

realisiert werden muss, denn Wartezeiten

des Kunden sind absolut zu minimieren.

Da das Design der Produkte im Einklang

mit der Architektur des Geschäftes stehen

muss, arbeitet MONTANA in der Planung

mit bewährten Architektenteams zusammen,

die ebenfalls eine langjährige Erfahrung

besitzen.

Das Resultat sind einzigartige, individuelle

Geschäfte, die Freude am Wintersport vermitteln.

R-Sport GmbH, Bürserberg

Österreich

Der neue Ski- und Sportartikelverleih mit Depot,

Service und Accessoire-Verkauf besticht durch seinen

einzigartigen Standort direkt an der Station der Einhornbahn

II im Skigebiet Brandnertal, Bürserberg/

Tschengla.

Intersport Skihütte Trattler

Reit im Winkl, Deutschland

Das neue Geschäft befindet sich an der neuen Talstation

Seegatterl und bietet modernste Dienstleistung in

Shop, Verleih und Depot. Der Verleih besticht durch

das großflächige Panoramabild auf den abs-Fronten

und sehr hohen Qualitätsstandard. Trattler betreibt

insgesamt 3 Verleihstationen.


MAGAZIN

SKISERVICE & RENT

Sport Hauser Kaibling

Haus im Ennstal, Österreich

Der neu umgebaute Shop und Depotbereich auf insgesamt

700 m² bietet absoluten „Skigenuss“.

Stimmungsvoll werben die abs-Fronten für das neue

Skidepot. Ein perfekter Skiservice und der großzügige

Skiverleih sorgen für ein komplettes Serviceangebot.

Intersport Pittl

Fulpmes, Österreich

Neu erweiterter Sportverleih mit Shop und großzügigem

Depot bei der Talstation Schlick 2000. Hier hat

man sich bewusst für die klassischen abs-Fronten entschieden.

Zusammen mit dem Panoramabild an den

check-in Terminals und dem modernen Ladenbau

wurde ein stimmiges Konzept realisiert.

Dorsaz Sport

Zermatt, Schweiz

Im neuen, topmodernen Mietcenter direkt an der

Matterhorn Glacier Paradise Talstation bietet Dorsaz

Sport alles, was Wintersportler für ein unvergessliches

Schneesporterlebnis brauchen. Sie verlieren keine Zeit

mit lästigen Transporten und starten direkt ins Wintervergnügen.

Das stimmige Konzept der MONTANA

Aufbewahrungssysteme erlaubt reibungslose Abläufe

auch in Spitzenzeiten. Die edle Atmosphäre der Räumlichkeiten

entspricht dem hohen Qualitätsanspruch

von Dorsaz Sport.

i

Infos:

www.ski-service.com

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MAGAZIN

ARCHITEKTUR

Das neue

Talservice-Gebäude

in Ratschings

wurde

von Architekt

DI Kurt Riebler

unter dem

Gesichtspunkt

„Beseeltes Bauen“

konzipiert.

Fotos: Riebler

Architekt DI Kurt Riebler, Mils

Beseeltes Bauen in den Bergen:

Ratschings und Kronplatz

Architekt DI Kurt Riebler aus Mils (Tirol) hebt sich in seinem Metier durch eine eigene Philosophie ab:

das beseelte Bauen! Er will seinen Bauten Leben einhauchen, Emotionen hervorrufen und sie mit den

Erwartungen der Nutzer in Einklang bringen. Das setzt eine sorgfältige, kompetente Wahl der Proportionen,

Räume, Farben und Lichteinflüsse voraus. Außerdem wird auf ökologische, ökonomische und

soziale Verantwortung geachtet, um eine menschengerechte Nutzung zu gewährleisten. Dass Riebler

neben prämierten Arbeiten wie etwa den ECO-Centren in Innsbruck und Imst auch für die Bergbahnbranche

attraktive Lösungen kreiert, zeigen seine jüngsten Projekte in Ratschings und am Kronplatz

im Pustertal.

Die Überalterung der bestehenden Seilbahn-Anlage

sowie die steigende touristische Nachfrage hatten die

Ratschings-Jaufen-Seilbahn AG dazu bewogen, den

vorhandenen Komplex komplett abzubrechen und

durch einen Neubau zu ersetzen, der als multifunktionales

Empfangs- und Servicegebäude samt Parkhaus

für das gesamte Skigebiet dienen soll. Was dabei herauskam,

setzt Maßstäbe hinsichtlich Komfort und Ar-

MOUNTAINMANAGER 1/2010

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chitektur! Angebaut an eine Hangkante,

schlängelt sich der 200 m

lange Gebäudekomplex (40 000 m 3

umbauter Raum) – mit traditionell

weiß verputzter Fassade – parallel

zum Ratschingser-Bach und übernimmt

seinen natürlichen gewundenen

Verlauf. Die mehrfachen

Krümmungen brechen die Massivität

der Stahlbeton-Anlage auf und

verleihen ihr eine spielerische Note.

Da das Gebäude an eine Hangkante

angebaut wurde, ist es optisch lediglich

von der Talseite her sichtbar.

Hangseitig hingegen verschwindet

es im Gelände.

Alles intelligent gelöst

Das 4-geschossige Parkhaus mit insgesamt

ca. 280 PKW-Abstellplätzen

(je 2,8 m breit) wurde mit einem bedruckten

Screen-Gewebe „verpackt“.

Auch die Dachebene wird

Eingang zum 800 m 2 großen, von

Gladek Technik errichteten Luxus-Ski -

depot samt Umkleiden und Toiletten.


Die Bergstation Ratschings erhielt durch die neue, vergrößerte

Gondelhalle mit Glashülle ein neues Gesicht.

als Parkfläche genutzt. Zwei Zu- und

zwei Abfahrten gewährleisten auch

bei starker Frequenz ein reibungsloses

Befahren. Zwei Aufzüge verbinden

die einzelnen Ebenen miteinander,

einer davon führt direkt zum

Seilbahneinstieg. Außerdem sind

Park- und Servicegebäude miteinander

verbunden – vom dritten

Parkdeck aus ist ein direkter Zugang

zum Skidepot möglich. Die Erschließung

der Aufzugsanlage erfolgt

durch eine breite überdachte Treppe

und Rolltreppen in beide Fahrtrichtungen.

Das anschließende Mehrzweckgebäude

beherbergt Verwaltung, Kassen,

Gäste-WC, Skidepot und Flächen

für Skishops sowie für Liftpersonal

und Belieferung der Skihütten

und Bergrestaurants. Außerdem

steht ein Mehrzweckraum für Pressekonferenzen

oder Festivitäten zur

Verfügung.

Das oberste Stockwerk ist dem

Kommandoraum für die Seilbahn,

die Sommerkassa sowie weiteren

Toiletten vorbehalten. Es wird teilweise

als Flugdach aus Fichtenholz

überspannt, während alle anderen

Gebäudeteile begrünte Flachdächer

aufweisen.

Bequemlichkeit auf

höchstem Niveau

Alleine das von der Gladek Technik

GmbH für 2 000 Skifahrer geplante

und ausgerüstete Skidepot samt

Trocknung bzw. Desinfizierung erstreckt

sich über 800 m 2 Fläche und

schließt eigene Umkleiden und

einen separaten Toilettentrakt mit

ein. Durch die Schnittstelle mit den

Skipassverkaufsterminals dient der

Skipass auch als Schlüssel für den eigenen

Depotschrank. Verkauf und

Kodierung der Skipasskarte und des

Depots erfolgen direkt an den Kassen.

Somit kann das gesamte Depot

mit nur einer Person verwaltet werden.

Komfortabel für den Skifahrer

ist der wasserfreie Boden – alle

Schränke sind mit einem zentralen

Wasserablauf ausgestattet - und die

geruchsfreie Luft im Raum. Das integrierte

Desinfektionssystem sprüht

in der Nacht während der Trocknungszeit

ein Duft- und Desinfektionsmittel

in die Ski- und Handschuhe.

Tagestouristen können ihre persönlichen

Sachen mit einem praktischen

Pincode-Münzsystem in

Schließfächern abstellen und für

größere Gruppen besteht die Möglichkeit,

in dem vorreservierten

Gruppendepot die Skier zu deponieren.

Last but not least wurde

auch ein Mitarbeiterdepot mit Einzelschränken

eingerichtet, wobei

für die Beschneier eine stärkere

Trocknung installiert wurde, damit

jeder am nächsten Tag mit trockenen

Schuhen und Kleidern an die

Arbeit gehen kann.

Glashülle nimmt

Gondelhalle die Wucht

Auch die Bergstation in Ratschings

mit Gondelgarage und Kommando-

Kabine wurde erweitert und teilweise

neu gebaut. Hier hat Architekt

Riebler die wuchtige Stahlkonstruktion

der Gondel-Garage durch eine

Ambiente in

der ausgebauten

Kronplatz-Pistengastronomie:

Lounge mit Bar.

MAGAZIN

ARCHITEKTUR

2007 wurde das Bergrestaurant „Kron“ am Kronplatz nach Rieblers

Plänen durch eine teilweise Überbauung der Terrasse erweitert.

schuppenförmige Glashülle entmaterialisiert. Dadurch

lässt sich das Innere von allen Außenbereichen in Augenschein

nehmen.

Skirestaurant Kronplatz attraktiv erweitert

Die Kronplatz Seilbahn AG in Bruneck (I) engagierte

2007 DI Kurt Riebler für die Vergrößerung ihres Bergrestaurants

„Kron“ um 400 Sitzplätze. Die bereits

1994 nach seinen Plänen erbaute, 23 000 m 2 große

Skigastronomie fügt sich terrassenförmig in die Landschaft

ein und trägt die Seilbahnstation auf dem Dach.

Vier kreisförmige Baukörper setzen selbstbewusst ein

markantes Zeichen und ruhen – gleich einer Oase – inmitten

der Skipisten.

Um diesen zusätzlichen Bedarf an Sitzplätzen zu decken,

wurde die Terrasse zur Hälfte überbaut. Darüber

entstand – in einer Laterne – eine Lounge mit Bar. Auf

der Decke der neuen Überbauung situierte der Planer

eine neue Liegestuhlterrasse. Obwohl die vorhandene

Infrastruktur genutzt wurde, konnte die Versorgungskapazität

verdoppelt werden. Durch die Verlagerung

der 1. Hilfe-Räume und des Shops auf die Ebene der

beiden Seilbahnstationen entstand ein neuer, kundenfreundlicher

Eingang in unmittelbarer Nähe der Seilbahnabgänge,

der einen ausreichend dimensionierten

Vorplatz zum Skiabstellen bietet.

Der Komplex umfasst weiters ein Kinderrestaurant, eine

Bar, die Skischule einen Selbstversorger-Raum sowie

die Personalunterkünfte. Die gläserne Rundung

gibt den Blick frei auf das herrliche Bergpanorama und

verbindet somit die Innen- mit der Außenwelt. mak

i

Infos: www.architekt-riebler.at

1/2010 MOUNTAINMANAGER

29


MAGAZIN

ENERGIE

Die LTW77 entwickelt sich zum Besuchermagnet am

Grouse Mountain. Fotos: LEITWIND

MOUNTAINMANAGER 1/2010

30

V. l. n. r.: Stuart McLaughlin, Vorstandsvorsitzender

Grouse Mountain, Gordon

Campell, Premier British Columbia, und

Anton Seeber, LEITWIND, eröffnen das

„Auge des Windes".

LEITWIND:

Saubere Energie als

Touristenattraktion

Nach Italien, Österreich, Indien, Frankreich und Bulgarien

hat LEITWIND nun auch in Kanada erfolgreich Fuß gefasst.

In Vancouver verbindet man dabei die ökologische

Komponente von sauberer Energie mit einer außergewöhnlichen

touristischen Nutzung.

Mit den Windkraftanlagen, die

LEITWIND bis September 2009 installiert

hat, können rund 102 GWh

Energie im Jahr produziert werden –

ein eindrucksvoller Erfolg für das

junge Unternehmen, das Teil der

LEITNER TECHNOLOGIES ist und

2009 eine neue Produktionsstätte

in Chennai, dem früheren Madras,

Indien, in Betrieb genommen hat.

Unter den vielen interessanten Installationen,

die in den letzten Wochen

und Monaten realisiert wurden,

fällt die Windkraftanlage in

Vancouver/Kanada besonders auf.

Sie hört auf den klingenden Namen

„Auge des Windes" und wurde

pünktlich zu Beginn der Olympischen

Winterspiele im Beisein von

Britisch Columbias Premier Gordon

Campbell, Stuart McLaughlin, Besitzer

und Vorstandsvorsitzender

Grouse Mountain, und Anton Seeber,

LEITWIND, in Betrieb genommen.

„Mit dieser Windkraftanlage

steigen British Columbia und Kanada

in ein neues Energiezeitalter

ein“, so Premier Gordon Campell.

Und Stuart McLaughlin, Grouse

Mountain, ergänzt: „Es geht in Zukunft

darum, die Menschen immer

mehr für ein Umdenken im Energiebereich

zu bewegen. Ich hoffe, dass

es uns gelingt, die Botschaft dieser

stillen Revolution in die Welt hinaus

zu tragen. Unser Dank geht an die

innovativen und stets an unsere

Idee glaubenden Menschen, die

uns geholfen haben, dieses Projekt

umzusetzen.“ Anton Seeber unter-


strich in seinen Worten die Bedeutung,

die das „Auge des Windes“

für LEITWIND hat: „Es war eine

technische Herausforderung für die

ganze LEITNER-TECHNOLOGIES-

Gruppe. Die Kabine unterhalb des

rund 40 t schweren Generators an

der Turmspitze anzubringen, war

keine leichte Aufgabe für unsere Ingenieure.“

Bereits am ersten Tag nach der Inbetriebnahme

der Windkraftanlage

war das Interesse an ihr groß. Rund

300 Gäste besuchten die neue Attraktion

und genossen den imposanten

Blick auf die Umgebung.

Doppelter Nutzen

Ein mächtiger Rotor mit einem

Durchmesser von 77 m ist sichtbarer

Teil der 103 m hohen Windkraftanlage,

die LEITWIND auf Grouse Mountain

errichtet hat. Grouse Mountain

ist 1 231 m hoch und gehört mit

dem Mount Seymour und dem

Mount Strachan zu den Hausbergen

von Vancouver, das bekannt ist für

seine landschaftlich reizvolle Lage.

Der Windgenerator LTW77 erfüllt

deshalb auch vor Ort zwei wichtige

Funktionen:

. ökologische Stromproduktion mit

1,5 Megawattleistung und Verkauf

der Überproduktion, wobei mit der

LTW77 ein Großteil der Aufstiegsanlagen

von Grouse Mountain energetisch

versorgt werden kann, und

. touristisches Highlight für die Region.

Blick ins Innere der Crystal Cabin.

Als neue Attraktion für Touristen gilt

vor allem die Aussichtsplattform auf

der Windkraftanlage, die sich in

rund 60 m Höhe befindet. Diese

Aussichtsplattform bietet 37 Personen

Platz und erinnert an eine Seilbahnkabine,

sodass die Besucher

vor Wind und Wetter geschützt eine

be eindruckende Aussicht genießen

können. Realisiert wurde diese

Plattform von der LEITNER-Tochter

SIGMA. Das Unternehmen baut seit

über 45 Jahren ein breites Spektrum

an Fahrzeugen, die den unterschiedlichen

Einsatzzwecken wie

Seilbahnen, Straßen-, Schienen-

und Pistenfahrzeugen, Beobachtungstürmen

und Riesenrädern angepasst

sind.

Die Bauweise der Kabine entspricht

jener der Crystal Cabin, die schon

beim Vorzeigeprojekt Ngong Ping

in Hongkong für Furore sorgt. Genauso

wie in Asien garantieren auch

in Kanada Glaselemente im Boden

besonderen Nervenkitzel. Während

am Beispiel Hongkong 3 Glasschichten

mit einer Stärke von insgesamt

46 mm zum Einsatz kamen,

besteht das Glaselement in Vancouver

aus 2 jeweils 15 mm starken

Schichten und einer rund 8 mm dicken

Glasschichte, sodass sich eine

Gesamtstärke von 38 mm ergibt.

Darunter wurde eine zusätzliche

Lage PRIVA-LITE-Glas angebracht.

PRIVA-LITE ist ein Verbundglas, das

aus zwei Glasscheiben – klar oder

getönt – besteht, zwischen denen

ein Flüssigkristall-Film in zwei

Schichtenfolien eingebettet ist.

Durch diese Technik kann PRIVA-

LITE auf Knopfdruck von normal

transparent auf milchig-weiß umgeschaltet

werden. Auf diese Weise

ist eine optimale Sichtkontrolle

möglich.

In der Kabine sorgen die Glasfronten,

die bis zum Boden heruntergezogen

wurden, für eine optimale

und störungsfreie Rundumsicht.

Dazu verfügt man über eine Klimaanlage,

die besucherfreundliche

Temperaturen im Sommer und im

Winter garantiert.

Neben dem Besuch durch Tagestouristen,

ist auch die Vermietung

der Kabine für spezielle Events vorgesehen.

Geben soll es etwa in diesem

besonderen Ambiente Dinnereinladungen,

bei dem ein Tisch für

12 Personen zur Verfügung steht.

Und noch mit einer weiteren Besonderheit

kann die Windkraftanlage in

Grouse Mountain punkten: Als erste

Anlage ihrer Art wurde ein Aufzug

in den Turm integriert. Er bringt

die Gäste schnell und bequem nach

oben. Sollte dieser Aufzug einmal

nicht funktionieren, wurde natürlich

ein entsprechendes Evakuierungsszenarium

ausgearbeitet. Wie

im Seilbahnbereich werden die

Gäste dann mit einem bewährten

Rettungssystem, bestehend aus

Seil, Bergungsdreieck und den nötigen

Sicherungskarabinern abgeseilt.

L/dwl

MAGAZIN

ENERGIE

Nach Salzstiegl

in der Steiermark

setzt mit Grouse

Mountain neuerlich

eine Skidestination

auf

Ökostrom.

1/2010 MOUNTAINMANAGER

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MAGAZIN

ENERGIE

Seit 5. Dezember 2009

bietet Reinswald in Südtirols

Süden seinen Gästen

als erstes Skigebiet weltweit

Elektro-Zapfsäulen

direkt am Lift. Über die

Weihnachtsfeiertage

konnte man sich von den

Vorteilen eines E-Autos

überzeugen lassen und

ein grünes Modell Probe

fahren.

Vom Skigebiet

Reinswald genießt

man den

Ausblick über

die Dolomiten,

während sich

das Auto auflädt.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

32

Sonne, Schnee und Natur: Im Skiurlaub

kann man Kraft und Entspannung

für die Seele tanken. In Südtirols

Süden geht man noch einen

nachhaltigen Schritt weiter: Denn

Reinswald im Sarntal ist das erste

Skigebiet mit E-Zapfsäulen für Elektro-

bzw. Hybridautos. Das Auto

tanken und während dessen Wintersport

genießen ist hier seit 5. Dezember

2009 möglich!

Skifahrer und Besucher des Skigebietes

können ihr Hybrid- oder Elektrofahrzeug

auch bei Hochbetrieb

direkt an der Liftstation in erster Reihe

parken und nach Kauf einer Ta-

Erneuerbare Energie

am Skilift tanken

Die Reinswalder Lift GmbH im Südtiroler Sarntal bietet als erstes Skigebiet weltweit Elektro-Zapfsäulen

direkt am Lift. Fotos: TVB Südtirols Süden

geskarte an die neuen Elektrozapfsäulen

anschließen. Danach geht es

rein in die Skischuhe und mit der

zum Teil mit grünem Strom aus der

Photovoltaikanlage betriebenen

Umlaufbahn rauf auf den Berg,

denn der Ladevorgang der umweltfreundlichen

Fahrzeuge dauert

mehrere Stunden. Während der

Fahrer seine Schwünge im Skigebiet

zieht, wird sein Wagen mit grünem

Strom kostenlos „vollgetankt“.

Wer neugierig auf Elektro-Autos ist,

kann ab 19. Dezember 2009 das

neue Modell „Zero“ der italienischen

Autobauerfirma Tazzari testen

und Probe fahren.

Reinswald:

Ein grünes Skigebiet

Strom aus Wasser und Sonnenkraft:

Reinswald ist zukunfts- und umweltorientiert,

denn das Skigebiet in

Südtirols Süden ist Stromselbstversorger.

Die Energiegenossenschaft

Reinswald/Durnholz produziert mit

Hilfe von Wasser- und Sonnenkraft

ausreichend Strom, um den gesamten

Bedarf des Skigebietes abdecken

zu können. Angefangen von den

Computern über die Liftanlagen

läuft hier alles mit umweltfreundlich

gewonnenem Strom. Auch die neu

eröffneten E-Zapfsäulen werden

über die Photovoltaik-Anlage auf

dem Dach der Liftstation betrieben!

Mit Reinswalder Strom

zum Klimagipfel

Das umweltfreundliche Tankstellen-

Projekt ist eine Initiative der EnergiegenossenschaftReinswald/Durnholz

in Zusammenarbeit mit der

Reinswalder Lift GmbH und besonderer

Mithilfe des grünen Premium-

Automobilherstellers Fisker aus den

USA (www.fiskerautomotive.com).

Im Rahmen der Eröffnung der

E-Zapfsäulen am 5. Dezember 2009

wurde das elegante Hybridmodell

„Fisker Karma“ als erstes Fahrzeug in

Reinswald „betankt“, bevor der luxuriöse

Wagen beim Klimagipfel der

Vereinten Nationen in Kopenhagen

von einem Mitglied der dänischen

Königsfamilie vorgefahren wurde.

i

Infos: www.reinswald.com


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Hans Pum, ÖSV

Rennsportdirektor

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TECHNIK

NEUE BAHNEN

Talstation

„Gipfelbahn“.

Foto:

DOPPELMAYR

DOPPELMAYR/GARAVENTA:

Durchgehendes Skivergnügen

Mit der Inbetriebnahme der modernen 8er-Kabinenbahn von

DOPPELMAYR, die von der Mellauer Rossstelle auf den Gipfelgrat

führt, ist die Skiverbindung Damüls-Mellau nach

langen Diskussionen, zeitaufwän digen Verfahren

sowie mehreren Umplanungen Realität.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

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Mehr als 25 Jahre nachdem mit den

ersten Planungen begonnen wurde,

konnte Mitte Dezember 2009 mit

der offiziellen Inbetriebnahme der

neuen Gipfelbahn die Skiverbindung

Damüls-Mellau realisiert werden.

Investiert wurden von der Errichter-

und Betreibergesellschaft

Bergbahnen Damüls-Mellau bisher

rund 23 Mio. Euro, da neben der

neuen Gipfelbahn ein Skitunnel sowie

vor 3 Jahren zwei 6er-Sesselbahnen

auf Damülser Seite errichtet

wurden. 60 % Anteile an der Gesellschaft

halten die Damülser Seilbahnen,

40 % die Bergbahnen Mellau.

Um das Gesamtprojekt abzurunden,

soll der Bau einer weiteren 6er-

Sesselbahn „Ragaz“ 2010/2011 folgen.

Mit dieser Skiverbindung ist das

größte Skigebiet des Bregenzerwaldes

mit 29 Aufstiegsanlagen und

mehr als 100 Pisten- und Skiroutenkilometern

entstanden. „Nicht nur

für die beiden Gemeinden, sondern

für die gesamte Region sind positive

Impulse zu erwarten", zeigte sich

Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert

Sausgruber bei den Eröffnungsfeierlichkeiten

zuversichtlich, und

weiter: „Durch die Erweiterung des

Angebots gewinnt die gesamte Region

an Attraktivität.“ Für die Zukunft

hätten sich Mellau und Damüls

mit besten Erfolgsaussichten

gerüstet.

„Mit dem gemeinsamen Skigebiet

und dem einhergehenden Modernisierungsschub

hat sich die Region

im Wettbewerb mit anderen Destinationen

konkurrenzfähig positioniert",

lobte dann auch Tourismuslandesrat

Karlheinz Rüdisser die Ko-

Mit der Gipfelbahn ist die Skiverbindung Damüls-Mellau

Realität. Foto: BB Damüls-Mellau/Manfred Felder

operation der beiden Gemeinden

und der Bergbahnbetreiber. Beide

Seiten hätten beharrlich den Plan

zum Zusammenschluss verfolgt

und damit für den gesamten Bregenzerwald

ein positives Signal gesetzt.

Die beiden Gemeindeoberhäupter,

Bürgermeisterin Mag. Elisabeth

Wicke, Mellau, und Bürgermeister

Wilfried Madlener, Damüls,

sprachen von einem „touristischen

Quantensprung“ und zeigten sich

insbesondere mit der Art und Weise

zufrieden, wie die Skiverbindung

Damüls-Mellau verwirklicht wurde:

„Es ist gelungen, die sinnvollste und

zugleich umweltschonendste Variante

umzusetzen, die auf der einen

Seite der Natur den nötigen Spielraum

lässt und auf der anderen Seite

auch den Menschen in der Region

eine Perspektive für die künftige Entwicklung

bietet“, waren sich Wicke

und Madlener einig.


Auch Wolfgang Beck und Markus

Simma von den Seilbahnen Damüls

sowie Herbert Frick und Tone Fink

von den Bergbahnen Mellau schlossen

sich dieser Meinung an: „Das

Projekt wurde mit großer Umsicht

und so behutsam wie möglich realisiert.

Die Region hat einen zukunftsweisenden

Schritt getan“.

Die neue Gipfelbahn

Bei der neuen 8er-Kabinen-Gipfelbahn

handelt es sich um eine völlig

neu konzipierte Aufstiegshilfe. Mit

den Planungsarbeiten wurde Gaugelhofer

& Ganyecz betraut, die

Seilbahntechnik mit Steuerung

stammt von DOPPELMAYR.

Die Talstation wurde auf 1 412 m

Seehöhe gebaut. In diesem Bereich

wurden der Kabinenbahnhof, der

Antrieb und die hydraulische Abspannung

untergebracht. Das Gebäude

fügt sich in die umgebende

Landschaft ein und erfüllt damit eine

wichtige Vorgabe, so Architekt DI

Bernd Frick: „Das Gebäude sollte

weitest möglich in die Landschaft

des sanft abfallenden Abhanges der

Rossstelle integriert werden. Das

mehrmals geknickte Dach bildet

den Gondelbahnhof und die Abfahrtshalle

und geht bergseitig

nahtlos in die Landschaft über. Im

Sommer wächst Gras darauf, im

Winter ist das Dach mit Schnee bedeckt.

Talseitig, nach Norden – lässt

die halb offene Fassade das Volumen

mit Gondelgarage, Umlenkung

und technischer Einrichtung

erahnen. Seitlich öffnet sich das Gebäude

zu den ankommenden Skifahrern.

Die Nordfassade wurde mit

Holz verkleidet, die restlichen Oberflächen

wurden ebenfalls in Holz gehalten.

Das Dach als 5. Fassade ist

begrünt.“

Die Bergstation duckt sich durch ihre Bauweise in den Berg,

gewährt aber durch die Glasfassade einen großzügigen Blick

auf die Landschaft. Foto: BB Damüls-Mellau/Manfred Felder

Die schräge Länge der Bahn beträgt

1 850 m, die Beförderungskapazität

2 400 P/h. Während der 5,2 Minuten

Fahrtzeit werden 11 Stützen

passiert. Im Falle einer Bergung

wurde eine solche mittels Bergewinde

bei den Stützen 8 und 10 vorgesehen.

Transportiert werden die

Gäste in 62 CWA-Kabinen des Typs

OMEAG IV.

Die Bergstation wurde auf 1 924 m

Seehöhe platziert. Sie wurde etwas

abgesenkt gebaut und die Seitenflanken

zum großen Teil angeschüttet

(ca. 30 % des gesamten Gebäudekomplexes).

Auf diese Weise entsteht

der Eindruck, die Bergstation

sei in den Berg hineinversetzt worden,

sodass eine direkte Einbindung

in das Gelände erfolgt. Durch die

Verwendung von viel Glas bei der

Fassade gibt die Bergstation den

Blick auf die Umgebung frei.

Im gesamten Projekt wurde auf eine

möglichst umweltschonende Bauweise

Wert gelegt, eine ökologische

AUSFÜHRENDE FIRMEN:

Seilbahntechnik/Steuerung: DOPPELMAYR

Seilbahnplanung: Gaugelhofer & Ganyecz

Kabinen: CWA

Seil: Teufelberger

Arch. Planung Stationen: DI Bernd Frick

Stahlbau: WITO

Lawinenverbauung, Felsvernetzungen,

Steinschlagnetze: SST Schuster Sprengtechnik

Bauarbeiten Bahn: HTB

Gesamte Geologie: GEOTEC Dönz + MÄHR

TECHNIK

NEUE BAHNEN

Begleitplanung sowie eine ökologische

Bauaufsicht waren die Folge.

Weiters rückte auch die Piste der

Gipfelbahn in den Blickpunkt. Hier

wurde ein 118 m langer Tunnel gebaut,

der 8 % Neigung hat und 8 m

breit ist. Damit konnten ein Felsabtrag

von rund 80 000 m 3 sowie eine

Materialdeponie in einem empfindlichen

Feuchtgebiet vermieden

werden. dwl

i

Infos: www.damuels-mellau.at.

Technische Daten

8 MGD „Gipfelbahn“

Höhe Talstation: 1 412 m

Höhe Bergstation: 1 924 m

Höhendifferenz: 512 m

Schräge Länge: 1 850 m

Beförderungskapazität: 2 400 P/h

Fahrzeit: 5,2 min.

Seilstärke: 48 mm

Anzahl Stützen: 11

Antrieb: Tal/GS-Motor

Abspannung: Tal/hydraulisch

Mit dem Skitunnel

konnten umfangreicheGeländebewegungen

vermieden

werden. Foto: BB

Damüls-Mellau/

Manfred Felder

1/2010 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

NEUE BAHNEN

LEITNER:

Überzeugende Lösung für St. Anton

Mit der neuen 8er Kabinenbahn von

LEITNER wird die Fahrt auf den Rendl

zum kurzweiligen Vergnügen. Durch die

neue Platzierung der Talstation ist es

St. Anton gelungen, seinen Gästen ein

großes Angebot auf überschaubarem

Raum zu bieten.

V. l.: Dr. Guido Schmidt-Chiari, Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Bürgermeister Helmut Mall, Landeshauptmann

Günther Platter, ehem. Bürgermeister Rudi Tschol und

Dkfm. Mario Stedile-Foradori, Vorstand, bei der Eröffnung.

Foto: Arlberger Bergbahnen AG

MOUNTAINMANAGER 1/2010

36

Talstation der Rendlbahn, St. Anton. Fotos: dwl

Die Vorgängerin zur neuen 8er-

Kabinenbahn wurde 1974 gebaut.

Unter Mitwirkung unterschiedlicher

Firmen wie etwa Waagner-Biro oder

Girak wurde damals eine Zweiseilumlaufbahn

mit 6er-Kabinen errichtet,

deren Anbindung an das Ortszentrum

allerdings nicht optimal

war. Deshalb galt der Rendl jahrelang

als Geheimtipp für Skibegeisterte

in St. Anton. Mit dem Neubau

wird dieses Pistenangebot, das

Abfahrten in unterschiedlichsten

Schwierigkeitsgraden zur Verfügung

stellt, jetzt stärker in den Blickpunkt

gerückt.

Mit den Planungsarbeiten zur neuen

Rendlbahn wurde Mitte 2008

begonnen, der Auftrag an LEITNER

erging ebenfalls im gleichen Jahr. Im

Mai 2009 wurde die Bauverhandlung

durchgeführt, sodass man mit

den Arbeiten zügig beginnen konn-


In der Bergstation befinden sich Antrieb und Garagierung der Kabinen.

te. Am 18. Dezember 2009 konnte

die Bahn offiziell in Betrieb gestellt

werden. Investiert wurden in den

Bau der Rendlbahn rund 13,5 Mio.

Euro, in das neue Bergrestaurant

flossen rund 3 Mio. Euro.

Optimale Anbindung

Die Talstation der neuen Rendlbahn,

die als Einseilumlaufbahn mit 8er-

Kabinen konzipiert ist, wurde völlig

neu gebaut und im Bereich der früheren

Bahngeleise positioniert. Auf

diese Weise ist die Talstation

Rendlbahn nur rund 300 m von der

Talstation der Galzigbahn entfernt,

sodass den Gästen ein umfangreiches

Angebot zur Verfügung steht,

das leicht zu Fuß erreichbar ist.

Das Gebäude wurde kompakt gehalten

und bietet neben den Kassen

der hydraulischen Abspannung, der

Steuerstation, Mitarbeiterräumen

sowie Sanitäranlagen Platz. Die architektonische

Gestaltung wurde

einmal mehr driendl*architects

übertragen, die auch schon für die

Galzigbahn im Einsatz waren. Im Erscheinungsbild

dominieren Stahl,

Glas und Beton, die Formensprache

ist dynamisch. Der Baukomplex

zieht durch seine Ausprägung die

Blicke auf sich, fügt sich aber dennoch

harmonisch in die Umgebung

ein. Geheizt werden die Räumlichkeiten

mit Hilfe von Strahlern auf Infrarotbasis.

Die Raumtemperatur

wird dadurch als besonders angenehm

empfunden, wobei sich außerdem

noch Energie im Vergleich

mit herkömmlichen Systemen einsparen

lässt.

Seitlich unter dem Gebäude wurde

der Busterminal platziert, der eine

schnelle Anbindung von Shuttle-

und Linienbussen sicherstellt und

gemeinsam mit der Gemeinde und

dem Verkehrsverbund geplant und

umgesetzt wurde. Im unteren Gebäudekomplex

finden Taxis und Hotelbusse

Platz. Die Zubringung und

Abholung der Gäste erfolgt unkompliziert

aus allen Richtungen, der

Zutritt zur Talstation wird mit Rolltreppen

erleichtert. Von der Galzig-

und Kapall-Seite kommend ist ein

ebenerdiger Zustieg möglich.

Zwei Brücken sorgen zum einen für

eine gute Anbindung im Bereich des

Bus-Terminals und zum anderen für

eine direkte Anbindung an die

Rendl-Talabfahrt. Skifahrer können

damit direkt zur Talstation zufahren.

Strecke und Berg

Auf der rund 2 588 m langen Strecke

werden 12 Stützen passiert, der

Höhenunterschied zwischen Tal-

und Bergstation beträgt 721 m. Die

Fahrzeit beträgt 7,23 min. und wurde

damit im Vergleich zur Vorgängerbahn

deutlich reduziert. Zum

Einsatz kommen 44 Kabinen des

Typs Diamond der LEITNER-Tochter

SIGMA, die jeweils 8 Personen bequem

Platz bieten und mit Sitzheizung

versehen sind. Im Endausbau

kann diese Zahl auf 68 Stück angehoben

werden, sodass die Beförderungskapazität

dann auch von

1 300 P/h auf 2 000 P/h erhöht wird.

Im Bereich der Bergstation wurden

vorhandene Gebäudeelemente weiter

verwendet, jedoch mit einem

völlig neuen Design versehen. Dafür

und auch für das neue Bergrestaurant

holte man sich die LEGOS Architektur

ZT GmbH aus Landeck.

In der Bergstation wurden der Unterflurantrieb

positioniert und die

Blick auf die Garagierung im Stationsumlauf.

TECHNIK

NEUE BAHNEN

zentrale Garagierung der Kabinen,

die im Stationsumlauf erfolgt. Die

Beschickung wird bei reduzierter

Geschwindigkeit über einen Umführungsbogen

durchgeführt, die Platzierung

der gesamten Kabinen kann

dann ausgesprochen platzsparend

im vorgesehenen Bereich neben

dem Ausstieg vonstatten gehen.

Neben der Rendl-Bergstation wurde

ein neues Panorama-Restaurant errichtet,

das über 430 Sitzplätze innen

und weiteren 160 Plätzen im

Außenbereich verfügt. In unmittelbarer

Nähe der Bergstation wurde

die Rendl-Beach-Bar neu positioniert,

sodass die Gäste in diesem Bereich

auch kulinarisch ein umfassendes

Angebot vorfinden.

Abgerundet wurden die Investitionen

der Arlberger Bergbahnen

durch den Ausbau der Beschneiungstechnik

am Rendl. So wurde

die Beschneiungskapazität um

200 % erhöht. Schneesicherheit ist

damit garantiert. dwl

Technische Daten:

Seilbahnbau: LEITNER

Seilhöhe in der Talstation: 1 309,60 m

Seilhöhe in der Bergstation: 2 030,78 m

Höhenunterschied: 721,18 m

Bahnlänge (horizontale Länge): 2 410,17 m

Betriebslänge (schräge Länge): 2 588,27 m

Mittlere Neigung: 29,9 %

Größte Neigung: 94 %

Anzahl der Stützen: 12

Seildurchmesser: 50 mm

Fahrzeuganzahl: 68 Stk.

Fassungsraum: 8 Pers.

Fahrzeit: 7,23 min.

Förderleistung: 2 000 P/h

Antrieb: Bergstation

Spanneinrichtung (hydraulisch): Talstation

1/2010 MOUNTAINMANAGER

37


AUSFÜHRENDE FIRMEN:

Generalplanung: Melzer & Hopfner Ingenieurgesellschaft

m.b.H. & Co. KG/ Rudolf Huber

Seilbahnbau: DOPPELMAYR

Elektrotechnik: DOPPELMAYR

Seil: Fatzer

Örtliche Bauleitung: Prok. Ing. Michael Emberger, Ing. Karl Lechner

die Saison 2009/10 wieder

kräftig investiert. Mit

einem Kostenvolumen

von rund 8 Mio. Euro und

in 5 Monaten Bauzeit entstand

die moderne kuppelbare

8er-Sesselbahn

„Starjet 3“ mit Sitzheizung

und orangefarbenen

Wetterschutzhauben.

„Mit dieser Investition ist

der snow space Flachau

nicht nur Marktführer in

punkto Sicherheit, sondern

auch Trendsetter in

Design und Architektur“,

so Geschäftsführer Ernst

Brandstätter zufrieden.

Als Generalplaner fungierten

die Vorarlberger Planungsprofis

Melzer &

Hopfner, die als langjähriger

Wegbegleiter der Flachauer

Bergbahnen die

hohen Erwartungen zu er-

Technische Daten

8 SBK STARJET 3

Förderleistung: 3 720 P/h

Fahrgeschwindigkeit: 5 m/s

Folgezeit: 7,74 s

Gehängeabstand: 38,71m

Fassungsraum Sessel: 8 P

Spurweite Strecke: 7,30 m

Höhe Talstation: 1 618,02 m

Höhe Bergstation: 1 881,02 m

Höhenunterschied: 263,00 m

Horizontale Bahnlänge: 1 161,00 m

Schräge Bahnlänge: 1 190,42 m

Mittlere Neigung: 22,65 m

Fahrzeit: 4,12 min.

Antrieb: Berg – Brücke

Abspannung: Tal

Anzahl Fahrbetriebsmittel: 62 + 7

Anzahl Stützen: 13

Seil: 50 / 6 x 36 / 2 060

Motorleistung/Betrieb: 517 kW

Anfahren: 638 kW

füllen wussten. Der Seilbahnbau wurde DOPPELMAYR übertragen.

Die Technik

Mit der kuppelbaren 8er-Sesselbahn Starjet 3 wurde ein 4er-Sessellift

gleichen Namens ersetzt, der den Anforderungen nicht mehr

gerecht werden konnte. Die neue Bahn präsentiert sich nun als eine

Anlage der Superlative, die sowohl technisch als auch architektonisch

zu überzeugen weiß.

Der Fahrkomfort für die Gäste wird durch die schwarz-orange Lederpolsterung

der Sessel demonstriert, die außerdem über eine

Sitzheizung verfügen. Orange eingefärbte Bubbles sorgen dafür,

dass die Aussicht auf die umgebende Bergwelt auch bei Schlechtwetter

ausgezeichnet ist.

Die technische Planung sah einen starren Brückenantrieb am Berg

und eine hydraulische Seilabspannung im Tal vor. Der Bahnhof für

sämtliche Fahrbetriebsmittel wurde in der Talstation realisiert.

Die schräge Bahnlänge beträgt 1 190 m, wobei 13 Stützen passiert

werden. Die Fahrzeit beträgt etwas mehr als 4 Minuten bei einer

Fahrgeschwindigkeit von 5 m/s. Die Beförderungskapazität des

Starjet 3 beträgt 3 720 P/h, wobei 62 Sessel zum Einsatz kommen.

Die Baulichkeiten tragen die unverkennbare Handschrift von Melzer

& Hopfner. Klares und schnörkelloses Funktionsdesign, optimal

in die Landschaft integriert und weich in der Linienführung. Das

Seil steuerte Fatzer bei, die Elektrotechnik stammt ebenfalls von

DOPPELMAYR. Die Bauverhandlung wurde am 25. Juni 2009

durchgeführt, die Abnahme erfolgte mit der Bescheidverkündung

am 10. November.

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TECHNIK

NEUE BAHNEN

In Porsche-Kabinen auf die Schmitten –

das neue Wahrzeichen von Zell/See

Seit 12. Dezember genießen Wintersportler

ein außergewöhnliches Fahrerlebnis

auf die Schmittenhöhe in Zell/See: die

Pendelbahn-Kabinen der ältesten Seilbahn

Salzburgs wurden nämlich durch

exklusive, von Porsche-Design entwor -

fene und von CARVATECH gebaute Fahrzeuge

ersetzt. Damit wird Seilbahnfahren

bewusst zeitgemäß interpretiert und Zell/

See um ein Wahrzeichen reicher. Weitere

Investitionen der Schmittenhöhebahn AG

für 09/10 betrafen die 6SBK Kettingbahn

mit Wetterschutzhauben, Sitzheizung

und Sicherheitsbügeln – insgesamt

17 Mio. € für Komfort und Qualität.

Die neuen

Pendelbahn-

Kabinen der

Schmittenhöhebahn

bestechen

durch die schlüssigeKombination

von Design

und Funktion.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

40

Seit 1968 brachten die beiden Gondeln

der Schmittenhöhebahn zuverlässig

Sommer- wie Wintersportler

von Zell am See auf die Schmittenhöhe.

Jede von ihnen hat dabei

eine Strecke zurückgelegt, die dem

17-fachen Erdumfang entspricht

und 9,4 Mio. Gäste befördert. Mit

dem Ende der Sommersaison am

18. Oktober 2009 schlossen sie zum

letzten Mal ihre Türen. „Nach 41

Jahren machten die roten Kabinen

Platz für die neueste Generation von

Design-Gondeln. Die älteste Seilbahn

im Bundesland wird damit

wieder zum Aushängeschild der

Die neuen Design-Gondeln der Schmittenhöhebahn bieten

eine traumhafte Aussicht auf die Tourismusregion Zell am See-

Kaprun und repräsentieren ein Premium-Skigebiet. Fotos: Felsch

Schmittenhöhebahn AG und ein

Wahrzeichen von Zell am See“,

prognostizierte Dr. Erich Egger, Vorstand

der Schmittenhöhebahn AG,

bei der Eröffnungsfeier.

Technisches Erbe

zukunftsfit gestalten

Die ersten Gondeln fuhren 1927 auf

die Schmittenhöhe. „Wir wollten

dieses technische Erbe des Landes

nicht nur erhalten, sondern fit für

die Zukunft des Wintersports machen.

Mit dem renommierten Porsche

Design-Studio haben wir den

passenden Partner dafür gefun-

den“, so Dr. Egger. Gemeinsam mit

dem Team rund um Roland Heiler,

dem Geschäftsführer des Porsche

Design-Studios, entwickelte die

Schmittenhöhebahn AG das Anforderungsprofil

für die fünfte Generation

der Schmitten-Kabinen. „Für

unsere Gäste beginnt das Bergerlebnis

schon in der Gondel. Übervolle

Kabinen sind Vergangenheit, Platz

und ein Wow-Effekt sind gefragt.

Dabei haben die neuen Fahrzeuge

unsere Erwartungen übertroffen“,

sagt der Schmitten-Vorstand. Porsche-Design

hat übrigens 6 Entwürfe

präsentiert und das erste Mal an


einer Seilbahnkabine gearbeitet –

aber trotzdem Mitbewerber Storz-

Design geschlagen.

Nichts Kistenförmiges

Heiler wollte „nichts Kistenförmiges”

machen und eine Duftmarke

setzen, die aus dem Ort selbst

kommt (auch Porsche Design firmiert

in Zell/See). Bei den Überlegungen

über die Funktion des zu

gestaltenden Produktes kam er zur

Ansicht, dass eine „Gondel in der

Luft” mehr mit einem Flugzeug

oder Zeppelin zu tun habe als mit einem

Bodenfahrzeug. Dementsprechend

revolutionär musste der Entwurf

ausfallen.

„Gondeln sind heute nicht mehr

nur Transportmittel, sondern Teil

des Gesamterlebnisses Wintersport.

Dem muss man heute Rechnung

tragen,” so Heiler. „Deswegen war

klar, dass die neue Gondel eine faszinierende

Aussicht für die Fahrgäste

bieten muss – das heißt: möglichst

viel Glas, aber ohne das Gefühl von

Sicherheit zu verlieren“.

Die Ausgangsform war ein Kieselstein.

„Ähnlich einem Kieselstein haben

wir zunächst einen größeren

abgerundeten Körper im Computer

modelliert, der dann wie ein Würfel

an allen 6 Seiten beschnitten wurde.

Diese Schnittflächen sind die Glasflächen.

Was vom Kiesel übrig

bleibt, sind sehr schöne gewölbte

Flächen, hinter denen sich eine äußerst

stabile Aluminiumstruktur verbirgt”,

erklärt Heller.

Komfort und traumhafte

Ausblicke für Sportler

und Partytiger

Die beiden neuen Kabinen bringen

bis zu 43 Personen in acht Minuten

auf den 2 000 Meter hohen Gipfel

der Schmittenhöhe. Beim Bau der

Gondel waren Sicherheit und Komfort

für die Skifahrer und Snowboarder

besonders wichtig. Beiden Anforderungen

hat der Gondelbauer

Carvatech aus Oberösterreich optimal

Rechnung getragen. Auf Basis

der Pläne des Porsche Design-Studios

baute die Firma in sechs Monaten

zwei exklusive Kabinen mit bodenlangen

Glaswänden, extrabreiten

Einstiegen und neuesten Sicherheitsvorkehrungen.

Ein besonderes

Highlight ist die Gondel für Party-

und Nachtfahrten: „Wir haben in ei-

ne der Gondeln eine mobile Bar und

ein hochwertiges Multimediasystem

samt 4 Bildschirmen einbauen

lassen. Es gibt sogar eine Kamera auf

der Bodenunterseite für spezielle Panoramablicke.

Damit kann die Gondel

für Privat- und Firmenfeiern genutzt

und der bei Nacht besonders

schöne Blick auf Zell und den See

genossen werden“, so Dr. Egger.

Die Förderleistung der Pendelbahn

liegt bei nur 360 P/h, was in diesem

Fall jedoch kein Problem darstellt,

da unmittelbar daneben eine leistungsfähige

Gondelbahn ebenfalls

auf die Schmittenhöhe fährt. Die

Pendelbahn dient anderen Zwecken

wie z. B. Genussfahrten oder

als Hochzeitsattraktion. Bei der

Bergstation befindet sich nämlich

eine gern genutzte Hochzeitskapelle

sowie ein renoviertes Hotel. Trotzdem

wird die ganze Seilbahntechnik

in den nächsten Jahren ebenfalls

erneuert sowie 2010 die Talstation

umgebaut werden.

Investition in die Zukunft

„Wir sind einer der touristischen

Leitbetriebe der Region (170 Mitarbieter,

25 Mio. € Umsatz) und glauben

an den Wirtschaftsfaktor ‚Wintersport’

rund um Zell am See. Für

diese erfolgreiche Zukunft sind wir

jedoch selbst verantwortlich. Daher

investiert die Schmittenhöhebahn

AG laufend in die neueste Technik

und schafft Zusatzanreize, wie die

Design-Gondeln“, so Dr. Erich Egger,

Vorstand der Schmittenhöhebahn

AG.

Kunst und Design sind schon längere

Zeit Themen auf der Schmittenhöhe.

Einer der größten Kunsträu-

TECHNIK

NEUE BAHNEN

me Europas mit 24 überdimensionalen

Holzskulpturen und sensibel

in das natürliche Umfeld integrierte

Stationen zeigen das eindrucksvoll.

Dr. Egger: „Unsere Kunstprojekte,

die Architektur der neuen Seilbahnen

und nun die speziellen Gondeln

zeigen, dass die Schmittenhöhebahn

AG mehr ist als eine reine Seilbahngesellschaft.

Wir sind uns der

Verantwortung im Spannungsfeld

zwischen Natur, Mensch und Technik

bewusst.“ Daher setzt die

Schmitten immer wieder durch

Sonderprojekte und Investitionen

hochwertige Akzente für die Region

– durch moderne Kunst und zeitloses

Design.

Mit den neuen Gondeln leistete die

Schmitten aber auch einen Beitrag

für die Menschlichkeit. Als Patin der

Kabinen und Ehrengast bei der Eröffnung

konnte Almaz Böhm, geschäftsführende

Vorsitzende von

„Menschen für Menschen“, gewonnen

werden. Die Einnahmen des Eröffnungsskitages

am 12.12.2009

wurden der Äthiopienhilfe von Karlheinz

Böhm gespendet. mak

VIP-Gondel

(v. l. n. r.): Die

Einweihung der

neuen Schmittenhöhebahn

Design-Gondeln

fand im Beisein

von Dr. Hans

Michel Piëch

(Aufsichtsrat

Schmittenhöhebahn

AG),

Almaz Böhm

(Menschen für

Menschen), Dr.

Erich Egger (VorstandSchmittenhöhebahn

AG)

und Dr. Wolfgang

Porsche

(Aufsichtsrat

Schmittenhöhebahn

AG) statt.

Schmitten-Vorstand

Dr. Erich

Egger (li.) und

Porsche-Design

GF Roland Heiler

erklärten bei

der Pressekonferenz

u. a. die

Entwicklungsschritte

beim

neuen Kabinendesign.

Foto: mak

1/2010 MOUNTAINMANAGER

41


TECHNIK

NEUE BAHNEN

OMEGA IV –

VIP genannt „Jewel

Box“ mit Supercap-Ausrüstung:Ausstattung

mit Glasboden,

Swarovski-

Interieur im Boden

und Dach,

LCD-Bildschirm,

Getränkekühler

und Entertainment-System.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

42

CWA-Power für Singapur

CWA seit 1972

erfolgreich in Singapur

Bereits 1972 konnte CWA die ersten

4-Personen-Kabinen „DELUXE“ nach

Singapur liefern. Jetzt gibt es die

4. Kabinengeneration, die ebenfalls

CWA bereit stellen durfte.

Highlight dieser Anlage ist einerseits

die Lage, andererseits die Nutzung.

So wird abends in den Kabinen ein

Nachtessen serviert. Dafür wurden

die Kabinen bestens ausgestattet,

und zwar mit Tisch und Flaschenhaltern,

Glasboden sowie spezieller

68 OMEGA IV-8 LWI gleiten in Singapur

von Mount Faber über den Hafen hinüber

auf Sentosa Island. Das Besondere daran:

Die Strecke führt mitten durch ein Hochhaus

und die Luxuskabinen wurden mit

einer neuen Bordstromversorgung ausgestattet.

Streckenführung

durch ein Hochhaus.

Fotos: CWA

Ambientebeleuchtung innen und

außen. Pro Rundfahrt wird ein Gang

serviert, sodass man den Ausblick

gemeinsam mit dem Essen genießen

kann. Und dieser Ausblick hat es

ebenfalls in sich. Die Strecke führt

nämlich geradewegs durch ein

Hochhaus hindurch.

Neue Bordstrom -

versorgung – 4 x leichter

als Batterien

Hohe Leistung, kurze Ladezeit, wenig

Gewicht – das waren einige der

Ziele, die sich CWA für die Entwicklung

einer zukunftsweisenden Bordstromversorgung

gestellt hat. Dabei

kam eine Technologie zur Anwendung,

die man schon aus dem öffentlichen

Verkehr kannte, aber in

der Seilbahnbranche noch keine

Anwendung fand.

Die neue CWA-Bordstromversorgung

eröffnet dem Kunden ungeahnte

Möglichkeiten in der Anwendung

elektronischer Geräte in Seilbahnkabinen.

Die Doppelschichtkondensatoren

(Supercaps) werden

anstelle von Batterien verwendet

und haben einen entscheidenden

Spezieller Sitzbezug der Standardkabine.


Vorteil: Sie können in wenigen Sekunden

wieder geladen werden.

So wird der Kondensator bei jeder

Stationseinfahrt komplett aufgeladen

und kann im Gegensatz zu einer

Batterie, die lange Ladezeiten

erfordert, 24 h durchgehend betrieben

werden. Dabei ist die Versorgung

mit Supercaps ca. 4 x leichter

als jene mit Batterien, da nur die

Energie von Station zu Station gespeichert

werden muss.

Die Supercaps in Singapur werden

17 Stunden pro Tag in Betrieb sein

und haben eine Lebenserwartung

von ca. 9 Jahren. Anders als bei Batterien

können Kondensatoren auf

langen Transportwegen nicht tiefentladen.

Die Kondensatoren werden

"leer" ausgeliefert und erst auf

der Anlage zum ersten Mal geladen.

Weitere Kunden haben bereits Inter-

MÖGLICHE VERBRAU-

CHER IN DEN KABINEN

LCD Bildschirm

Industrie Computer

Entertainment-System/

Lautsprecher/Funk

W-LAN Accesspoint

Lüftungseinheiten

LED Innen- und Außenbeleuchtung

Getränkekühler

esse gezeigt, da manche Ausstattungsideen

zu Kabinen bisher an

der mangelnden Stromversorgung

gescheitert sind. Nun liefert CWA

genügend Power für alle Ideen!

i Infos:

www.cwa.ch

TECHNIK

NEUE BAHNEN

OMEGA IV-8 LWI – Standardkabine mit

Supercap-Ausrüstung.

Melzer & Hopfner-Projekt 8 SBK Hasenauerköpfl

Ein Meilenstein im Glemmtal

2009 war ein ereignisreiches Seilbahnjahr im Skizirkus Saalbach – Hinterglemm – Leogang: Jeder der

drei Partner errichtete eine neue Seilbahnanlage und trug damit maßgeblich zur Qualitätssteigerung

bei. Im Reiterkogelgebiet (Hinterglemm) wurde ein alter 4er Sessellift abgetragen und lagegleich die

neue kuppelbare, beheizte 8er Bubble-Sesselbahn Hasenauerköpfl in 6 Monaten um 8 Mio. € errichtet.

Planungspartner der Hinterglemmer Bergbahnen sind bereits seit 1993 Melzer & Hopfner.

Die neue kuppelbare 8er „Hasenauerbahn“ auf dem Reiterkogel in Hinterglemm

verfügt (natürlich) über Sitzheizung und Bubbles. Fotos: Melzer & Hopfner

Der Skizirkus Saalbach-Hinterglemm-Leogang

ist nicht nur ein

Meister in der Ausrichtung von

Weltcup-Events, sondern überzeugt

in regelmäßigen Abständen mit innovativen

Baumaßnahmen und

technischen Verbesserungen.

Der Reiterkogelbereich, direkt von

Hinterglemm aus erreichbar, wird

im unteren Abschnitt durch eine 8er

Kabinenbahn und ab der Mittelstation

nunmehr durch eine moderne

und leistungsfähige 8er Sesselbahn

(Hasenauerköpfl) erschlossen. Der

alte, fixgeklemmte 4er Sesselift wurde

abgetragen, Probleme beim Ein-

und Aussteigen sowie endlose Wartezeiten

gehören somit der Vergangenheit

an.

1/2010 MOUNTAINMANAGER

43


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Die planerische

Aufgabe von

Melzer & Hopfner

konzentrierte

sich hauptsächlich

auf die Optimierungdertechnischen

Anlage

und der Stationsbereiche.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

44

Gewaltige

Raumprogramme

Nachdem Stationsstandpunkte und

Trassenführung nahezu unverändert

blieben, konzentrierte sich die

planerische Aufgabe von Melzer &

Hopfner hauptsächlich auf die Optimierung

der technischen Anlage

und der Stationsbereiche. Dies war

Technische Daten:

8 SBK HASENAUERKÖPFL

Förderleistung: (3 204) 3 697 P/h

Fahrgeschwindigkeit: 5,00 m/s

Folgezeit: (8,99) 7,79 s

Gehängeabstand: (44,95) 38,96 m

Fassungsraum Sessel: 8 Pers.

Spurweite Strecke: 7,30 m

Höhe Talstation: 1 467,02 m ü.d.A.

Höhe Bergstation: 1 769,02 m ü.d.A.

HöhenunterSkied: 302,00 m

horizontale Bahnlänge: 820,00 m

schräge Bahnlänge: 873,84 m

mittlere Neigung: 36,83 %

Fahrzeit: 3,04 min

Antrieb: Berg - Brücke

Abspannung: Tal

Anzahl Fahrbetriebsmittel: (39 + 6) 45 + 7 Stk.

Anzahl Stützenstandpunkte: 10 Stk.

Motorleistung Betrieb: (503) 552 kW

Anfahren: (615) 669 kW

Seil Dm: 50/6 x 36/2160 mm

(Klammerwerte Anfangausbau)

Förderseile für Seilbahnen & Skilifte

Jakob AG, CH-3555 Trubschachen

Tel. +41 (0)34 495 10 10,, eMail: seil@jakob.ch

besonders in der Talstation wichtig,

da zum Einen Bestandsgebäude zu

berücksichtigen und zum Anderen

gewaltige Raumprogramme umzusetzen

waren. 4 000 m 3 bebaute Fläche

bzw. 17 000 m 3 umbauter

Raum sprechen eine deutliche Sprache.

Annähernd 90 % der Baukubatur

konnte landschaftsschonend

und für den Gast nicht wahrnehmbar

ins Gelände eingebaut werden,

vom landschaftsökologischen Gesichtspunkt

eine wahre Meisterleistung.

So bietet das Talstationsgebäude

nunmehr Platz für 13 Pistengeräte,

beinhaltet Werkstätten, Lagerflächen,

Tankstellen für Diesel

und Benzin, Traforäume, den Kellerbahnhof

für 52 Sessel, Personalbereiche,

Technikräume und öffentliche

WC-Anlagen.

Zufahrtsfläche auf

dem Flachdach

Die Zufahrts- und Anstellflächen für

die Skifahrer liegen auf dem Flachdach

des gewaltigen Untergeschoßes.

Die Bergstation ist kompakt gehalten

und beinhaltet neben den

Technikräumen für den Bahnbetrieb

einen Personalbereich sowie Traforäume

im UG.

Das Erscheinungsbild ist deutlich

von der Handschrift der Vorarlberger

Planer geprägt: die klare, reduzierte

Architektur repräsentiert eines

der Leitbilder von Melzer & Hopfner.

Technisch stellt die Anlage den neuesten

und hochwertigsten Standard

dar: Brückenantrieb am Berg, hydraulische

Abspannung im Tal, Kellerbahnhof

Tal, Wetterschutzhauben,

Komfortsitze mit Sitzheizung

sowie ein Förderband bieten dem

Gast höchsten Fahrkomfort.

Geliefert und montiert wurde die

Anlage von Doppelmayr, Siemens

und Fatzer.

Die offizielle Eröffnung fand am

19.12.2009 statt. mh

PROFESSIONISTEN GENERALPLANUNG:

MELZER & HOPFNER

INGENIEURGESELLSCHAFT

Örtliche Bauleitung: Prok. Ing. Sepp Schwabl

BL Gruber Johann

Seilbahntechnik: Doppelmayr

Elektrotechnik: Siemens

Förderseil: Fatzer


MANAGEMENT

MOUNTAINMANAGER 1/2010

46

SERIE: 69

DI Andreas Kleinlercher,

Vorstand Lienzer BB AG und GF St. Jakob/Defereggen

Lienz neu –

Skifahren, wo die Sonne lacht

Die Akrobaten im Funpark bei der

Bergstation im Skigebiet Zettersfeld

genießen traumhaften Panoramablick

auf die Dolomiten. Foto: Profer & Partner

Die Lienzer Bergbahnen AG in Osttirol haben in den letzten fünf

Jahren 10 Mio. € in Modernisierungen und die Schlagkraft der

Beschneiung investiert. Allein 2009 wurden drei Maßnahmen um

6 Mio. € gesetzt, darunter die neue Kombibahn auf den Hausberg

Hochstein und die Umgestaltung des Weltcup-Schlusshanges. Der

große Schritt verlangte viel Mut in unsicheren Zeiten. Hauptaktionär

TVB Lienzer Dolomiten ging jedoch bewusst in die Offensive,

um Impulse zu setzen für den wichtigen Wintertourismus in der

Region. Ausgeführt hat das „Projekt Lienz neu“, dem weitere

Ausbaustufen wie z. B. eine Ganzjahresrodelbahn folgen werden,

Vorstand DI Andreas Kleinlercher. Der Nachfolger von Werner

Stiebellehner ist zugleich GF in St. Jakob/Defereggen und steht

vor großen Herausforderungen.

DI Andreas Kleinlercher, Vorstand der Lienzer

BB AG und GF der Brunnalm-Bergbahnen in

St. Jakob/Defereggen, bei der Eröffnungsfeier

der neuen Schlossbergbahn. Foto: mak

MM-Frage: „Herr Kleinlercher,

schildern Sie bitte zunächst Ihren

Werdegang in die Seilbahnbranche.

Welche Funktionen üben Sie aus?“

Kleinlercher:

„Am 1. Nov. 1999 habe ich als

Geschäftsführer der Bergbahn- und

Schiliftgesellschaft St. Jakob als Quereinsteiger

begonnen. Seit 1. Oktober

2007 bin ich auch zusätzlich Vorstand

der Lienzer Bergbahnen AG.“

MM-Frage: „Wie funktioniert es,

Geschäftsführer zweier Bergbahnunternehmen

zu sein? Wie kam es dazu?

Gibt es Interessenskollisionen?“

Kleinlercher:

„Die Aufgabe, zwei eigenständige

Bergbahnen zu führen, ist grundsätzlich

sehr spannend. Es gilt, sich

gut zu organisieren, bereit zu sein

zu delegieren, gute Mitarbeiter und

auch Vertrauen in die Mitarbeiter zu

haben.

Zur Doppelgeschäftsführung ist es

gekommen, weil es das Ziel von beiden

Gesellschaften, Lienz und St. Jakob

war, durch eine Führung für

beide Unternehmen und einem gemeinsamen

Auftritt nach außen, Synergien

(im Marketing, Verwaltung,

Angebote…) zu nutzen und gestärkt

auf dem Markt aufzutreten.

Solange die jeweiligen Eigentümer

hinter der Idee, der engen Kooperation

stehen, gibt es kaum Interessenskonflikte.“

MM-Frage: „Die wirtschaftliche Situation

in St. Jabob/Defereggen ist

kritisch (Konkurs). Warum ist es zu

dieser Entwicklung gekommen, hätte

man sie verhindern können? Welche

Lösung wird es dort geben?“


MANAGEMENT

MOUNTAINMANAGER 1/2010

46

SERIE: 69

DI Andreas Kleinlercher,

Vorstand Lienzer BB AG und GF St. Jakob/Defereggen

Lienz neu –

Skifahren, wo die Sonne lacht

Die Akrobaten im Funpark bei der

Bergstation im Skigebiet Zettersfeld

genießen traumhaften Panoramablick

auf die Dolomiten. Foto: Profer & Partner

Die Lienzer Bergbahnen AG in Osttirol haben in den letzten fünf

Jahren 10 Mio. € in Modernisierungen und die Schlagkraft der

Beschneiung investiert. Allein 2009 wurden drei Maßnahmen um

6 Mio. € gesetzt, darunter die neue Kombibahn auf den Hausberg

Hochstein und die Umgestaltung des Weltcup-Schlusshanges. Der

große Schritt verlangte viel Mut in unsicheren Zeiten. Hauptaktionär

TVB Lienzer Dolomiten ging jedoch bewusst in die Offensive,

um Impulse zu setzen für den wichtigen Wintertourismus in der

Region. Ausgeführt hat das „Projekt Lienz neu“, dem weitere

Ausbaustufen wie z. B. eine Ganzjahresrodelbahn folgen werden,

Vorstand DI Andreas Kleinlercher. Der Nachfolger von Werner

Stiebellehner ist zugleich GF in St. Jakob/Defereggen und steht

vor großen Herausforderungen.

DI Andreas Kleinlercher, Vorstand der Lienzer

BB AG und GF der Brunnalm-Bergbahnen in

St. Jakob/Defereggen, bei der Eröffnungsfeier

der neuen Schlossbergbahn. Foto: mak

MM-Frage: „Herr Kleinlercher,

schildern Sie bitte zunächst Ihren

Werdegang in die Seilbahnbranche.

Welche Funktionen üben Sie aus?“

Kleinlercher:

„Am 1. Nov. 1999 habe ich als

Geschäftsführer der Bergbahn- und

Schiliftgesellschaft St. Jakob als Quereinsteiger

begonnen. Seit 1. Oktober

2007 bin ich auch zusätzlich Vorstand

der Lienzer Bergbahnen AG.“

MM-Frage: „Wie funktioniert es,

Geschäftsführer zweier Bergbahnunternehmen

zu sein? Wie kam es dazu?

Gibt es Interessenskollisionen?“

Kleinlercher:

„Die Aufgabe, zwei eigenständige

Bergbahnen zu führen, ist grundsätzlich

sehr spannend. Es gilt, sich

gut zu organisieren, bereit zu sein

zu delegieren, gute Mitarbeiter und

auch Vertrauen in die Mitarbeiter zu

haben.

Zur Doppelgeschäftsführung ist es

gekommen, weil es das Ziel von beiden

Gesellschaften, Lienz und St. Jakob

war, durch eine Führung für

beide Unternehmen und einem gemeinsamen

Auftritt nach außen, Synergien

(im Marketing, Verwaltung,

Angebote…) zu nutzen und gestärkt

auf dem Markt aufzutreten.

Solange die jeweiligen Eigentümer

hinter der Idee, der engen Kooperation

stehen, gibt es kaum Interessenskonflikte.“

MM-Frage: „Die wirtschaftliche Situation

in St. Jabob/Defereggen ist

kritisch (Konkurs). Warum ist es zu

dieser Entwicklung gekommen, hätte

man sie verhindern können? Welche

Lösung wird es dort geben?“


Kleinlercher:

„Das Hauptproblem in St. Jakob ist die

ungünstige Finanzstruktur aus der Vergangenheit.

Zudem kommt noch ein

jährlicher permanenter Rückgang der

Nächtigungen in der Region dazu. Dies

führt zwangsläufig zu Umsatzrückgängen,

welche auch durch Investitionen in

Komfort und Qualität nicht aufzufangen

sind. Es wird derzeit von mehreren Interessenten

an einer Fortführung gearbeitet,

KR Anton Pletzer hat z. B. seine Bereitschaft

signalisiert, sich zu engagieren. Ich

bin überzeugt, dass eine gute Lösung herauskommt.“

MM-Frage: „Die Lienzer Bergbahnen AG

hat in den letzten 5 Jahren ca. 10 Mio.

Euro investiert – obwohl man auch schon

an die Schließung der Anlagen am Hochstein

dachte. Wie ist es zu der mutigen

Entscheidung gekommen und wie will

man die Investitionen verkraften?“

Kleinlercher:

„Der Hochstein ist für die Lienzer Bevölkerung

aber auch für die Skifahrer aus

dem Bezirk ein sehr beliebter Skiberg.

Der Entscheidung, den Hochstein zukünftig

auszubauen, stand nur die Schließung

gegenüber. Die Eigentümer der

Lienzer Bergbahnen AG entschieden sich

für eine offensive Strategie. Allerdings

sind wir uns im Klaren, dass wir Maßnahmen

setzen müssen, um zusätzliche Frequenzen

für den Hochstein zu lukrieren.

Bekanntlich betreiben die Lienzer Bergbahnen

AG zwei Skigebiete, das Zettersfeld

und eben auch den Hochstein. Es

darf nicht passieren, dass durch den

Hochstein Frequenzen am Zettersfeld ab-

MANAGEMENT

Die im letzten Herbst errichtete Kombibahn 8EUB/6SBK auf den Lienzer Hausberg Hochstein

war Hauptteil des großen Investitionsprogrammes 2009. Foto: mak

gezogen werden. Vielmehr müssen wir

versuchen, die beiden Skigebiete so zu

positionieren, dass sie sich ergänzen. Die

getätigte Investition umfasst nicht nur

die Errichtung der Kombibahn, sondern

auch die Umrüstung der Beschneiungsanlage

in eine Lanzenanlage mit zentraler

Luftversorgung und die Korrektur des

Schlusshanges, welche sich beim heurigen

Weltcuprennen schon sehr positiv

bewährt hat.

Möglich war diese große Investition

durch eine gemeinsame Kraftanstrengung

der Stadtgemeinde Lienz, des Tourismusverbandes

Osttirol – Region Lienzer

Dolomiten, dem Land Tirol und der

Lienzer Bergbahnen AG.“

MM-Frage: „Was trägt die neue 8er

Kombibahn zur Positionierung von Lienz

bei – wird man dadurch kinderfreundlicher

oder nur zeitgemäß komfortabler? Wie

sieht überhaupt das Kinderangebot bei

euch aus?“

Kleinlercher:

„Die Lienzer Bergbahnen sind wie alle

Seilbahnbetriebe bemüht, den Gästen einen

schönen, erlebnisreichen und angenehmen

Ski- oder Urlaubstag zu bieten.

Wir sind ebenso ein Unternehmen mit

modernen Anlagen, perfekt präparierten

Pisten, freundlichen Mitarbeitern und viel

Sonne – daher auch unser Motto: „Skifahren,

wo die Sonne lacht“. Die neue

Kombibahn am Hochstein trägt das Ihre

dazu bei, dass speziell Familien mit kleinen

Kindern noch einfacher in das Skiareal

Moosalm gelangen können.

Der Skikindergarten am Zettersfeld, gepflegt

und betrieben von der Lienzer

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OFFICE@NORDICSLIDER.AT

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WWW.NORDICSLIDER.AT


MANAGEMENT

4er Sesselbahn

in Zettersfeld

hoch über der

Stadt Lienz in

Osttirol. Foto:

Profer & Partner

www.trm.at

www.gussrohre.com

MOUNTAINMANAGER 1/2010

48

Bergbahn und der örtlichen Skischule

Lienzer Dolomiten, ist zwischenzeitlich

bei den Gästen aus

nah und fern bekannt. Für viele Familien

der Grund, den Urlaub in

Lienz zu verbringen.

Wir sind auch ständig bemüht, kleinere

und größere Events für Kinder

und Familien im Skigebiet zu veranstalten.

So kommt jeden Sonntag

der Kasperl auf das Zettersfeld. Zu

Weihnachten hatten wir Engerl mit

Geschenken auf Besuch und zu Beginn

der Semesterferien gibt es immer

ein Gratisfrühstück am Berg für

alle.“

Schneesicher!

MM-Frage: „Welche weiteren Ausbauschritte

werden am Hochstein

bzw. am Zettersfeld noch folgen?

Was beabsichtigt man damit?“

Kleinlercher:

„Die getätigte Investition am Hochstein

ist erst der erste Ausbauschritt

für den weiteren Ausbau. Im Frühjahr

ist geplant, mit der Errichtung

der Ganzjahresrodelbahn zu beginnen.

Der weitere Ausbau am Hochstein

könnte dann, je nach Infrastruktur

im Einzugsbereich, in den

nächsten Jahren erfolgen.

Am Zettersfeld stehen ebenso noch

einige Investitionen an, wie z. B. die

Mit einer Versorgungsleitung aus duktilem Gusseisen

und der längskraftschlüssigen VRS ® -T-Verbindung

bis 100 bar.

VRS ® -T

Schneeanzeige_d.indd 1 26.06.2009 10:51:36

Erweiterung der Beschneiungsanlage

– Speicherteich, Komfortverbesserung

oder mögliche Gebietserweiterungen.“

MM-Frage: „Was lag der Entscheidung

zugrunde, im Frühjahr eine

Ganzjahresrodelbahn (Alpine Coaster)

zu errichten. Wie ist die Konkurrenzsituation

auf diesem Sektor im

Einzugsgebiet (in Nordtirol gibt es ja

einen in Imst etc.). Kann dadurch der

Tourismus angekurbelt werden und

kann so etwas eine Alternative in

schneearmen Wintern sein?“

Kleinlercher:

„Wie bereits erwähnt, soll die Ganzjahresrodelbahn

zusätzliche Frequenzen

für unser Unternehmen

bringen. Lienz liegt bezüglich einer

solchen Ganzjahresrodelbahn strategisch

sehr gut, der Alpine Coaster

ist von der stark frequentierten Bundesstraße

aus sehr gut sichtbar.

Lienz wird im Sommer von den italienischen

Gästen nahezu überrannt

und auch sonst bringt der Sommertourismus

ein großes Potenzial für

die Rodelbahn. Hinzu kommen

noch die einheimische Bevölkerung

aus dem Bezirk Osttirol sowie aus

den anliegenden Gemeinden aus

Kärnten und Südtirol.“

MM-Frage: „Apropós Schnee. Welche

Rolle spielt die Beschneiung bei

euch, muss die Schlagkraft noch weiter

erhöht werden und können die

steigenden Betriebskosten durch die

Aufrüstung noch verkraftet werden?“

Kleinlercher:

„Das Skigebiet am Hochstein reicht

direkt von der Stadt Lienz mit einer

Seehöhe von knapp 700 m bis zu einer

Seehöhe von knapp über 2 000

Meter. Das Skigebiet am Zettersfeld

liegt ausschließlich über der Waldgrenze.

In beiden Skigebieten ist eine

Beschneiung notwendig, um erstens

den rechtzeitigen Betriebsbeginn

im Winter abzusichern, zweitens

eine sehr gute Pistenqualität zu

garantieren und auch den Skibetrieb

bis zum Ende der Wintersaison aufrecht

zu erhalten. Natürlich sind Investitionen

in die Beschneiung, aber

auch der laufende Schneibetrieb teu-


er. Noch teurer ist aber, keine Beschneiung

zu haben.“

MM-Frage: „Sind Weltcup-Skirennen

noch ein Imagefaktor?“

Kleinlercher:

„Das Weltcuprennen in Lienz ist

perfekt organisiert, hat eine sehr hohe

Qualität und ist ein großartiges

Event für Lienz und den Bezirk Osttirol.

Die Bilder gehen in die ganze

Welt mit der Botschaft: ,In Osttirol

kann man sehr gut Skifahren’. Diesbezüglich

ist ein Weltcuprennen ein

hervorragender Werbeträger, welcher

mit klassischer Werbung kaum

zu erreichen sein wird.“

MM-Frage: „Welchen Stellenwert

soll künftig das Sommergeschäft einnehmen?

Braucht man im Kampf

um den Sommergast noch weitere Attraktionen

außer die o. e. Ganzjahresrodelbahn?“

Kleinlercher:

„Eine Bergbahn ist grundsätzlich

auch im Sommer für den Gast und

den Einheimischen attraktiv. Es

kommt darauf an, ob man sich mit

den gegebenen Frequenzen zufrieden

gibt oder möglicherweise auch

Frequenzrückgänge in Kauf nimmt.

Die Einstellung: ,Solange niemand

in Sommerattraktionen investiert,

braucht auch das NachbarSkigebiet

nichts machen…’, teile ich nicht. Es

geht letztlich darum, auch den

Sommerbetrieb abzusichern, eine

bessere Preisdurchsetzung zu erzie-

len und unsere Kunden zu animieren,

die Bahn auch im Sommer öfters

zu benutzen. So haben wir zusätzlich

zur Rodelbahn am Hochstein

bereits Sommerattraktionen

mit unserem Hauptthema ,Sonne’

auf dem Zettersfeld geplant. Mit der

Umsetzung wollen wir im heurigen

Sommer beginnen.“

MM-Frage: „Was ist Ihrer Meinung

nach der wesentlichste Faktor für eine

erfolgreiche Zukunft im Seilbahngeschäft?“

Kinder sind speziell am Hochstein,

der über einen Anfängerbereich verfügt,

eine wichtige und gut umsorgte Zielgruppe.

Im Bild Christian Leitner, Sohn

von Skifahrerlegende Hias Leitner, mit

Nachwuchs-Skifahrern vom SC Lienz.

Foto: Profer & Partner

MANAGEMENT

Kleinlercher:

„Wichtig ist es, auf die Wünsche unserer

Kunden einzugehen, und den

Bezug zu unserem Kerngeschäft

nicht zu verlieren. Nämlich: unseren

Gästen ein gut abgerundetes Produkt

anzubieten, so dass jeder das

Feeling, einen optimalen Tag erlebt

zu haben, mit nach Hause nehmen

kann.“

MM: „Herr Kleinlercher, wir danken

für das Gespräch.“

Auch die SnowboardNationalmannschaft

fühlt sich wohl

in Lienz und

trainiert manchmal

hier. Foto:

Profer & Partner

Seilbahnsteuerungen für höchste Ansprüche

Auf Seilbahnsteuerungen und -antriebe von

FREY AG STANS vertrauen weltweit viele bekannte

Tourismus- und Sportregionen. Denn zwischen

Himmel und Erde überlassen wir nichts dem Zufall.

Seit 1966 haben wir weltweit hunderte Projekte

realisiert. Auf jedes einzelne Werk sind wir stolz.

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1/2010 MOUNTAINMANAGER

49


MARKETING

SYMPOSIUM

Vorschau 20. TourismusForum Alpenregionen (TFA)

emotion in tourism –

die Jubiläums-TFA kommt nach Engelberg

Zum zwanzigsten Mal wird das von Grischconsulta veranstaltete TFA Führungskräfte aus der

Tourismusbranche berühren, begeistern und bewegen. Mit hochkarätigen Referenten und frischen

Denk anstößen zum Thema „emotion in tourism“ gastiert das Jubiläums-TFA vom 12. bis 14. April

2010 in Engelberg, das übrigens im BAK TOPindex 2009 Rang 6 der besten Ganzjahresdestination im

Alpenraum einnimmt. Das Programmheft ist dieser MM-Ausgabe beigelegt, Tickets zur diesjährigen

Spitzenveranstaltung sind seit Ende Jänner erhältlich.

Dr. Roland Zegg,

Inhaber der UnternehmensberatungGrischconsulta

und Gründer/Veranstalter

des TFA. Fotos:

Grischconsulta

Warum hat es Engelberg-Titlis als eine der wenigen

Schweizer Destinationen auf einen der Top-Ten-Plätze

im alpenweiten Ranking der Ferienregionen geschafft?

Die richtige Positionierung und die emotionale

Ansprache der Gäste haben mitentschieden! So lädt

das 20. TFA die Tourismusbranche in diesem Jahr in eine

Welt der (touristischen) Emotionen, der phantastischen

Positionierungen und der Online-Marketing Ansprachen

mit Erfolgsgefühl ein.

An Beispielen internationaler Highlights wie den Swarovski

Kristallwelten, dem Europapark Rust oder dem

Almdorf „Seinerzeit“ erfahren die Forumsgäste aus

erster Hand, wie sich touristische Unternehmen mit

Emotionen einzigartig positionieren, ihre Marke emotional

aufladen und damit auch in Krisenzeiten unschlagbar

sind.

Emotion pur ist auch vom mehrfach ausgezeichneten

Unternehmer und Hotelier Klaus Kobjoll mit Referaten

zum Aspekt „Führung mit Herz, Verstand und Leidenschaft“.

Der Frage, wie Emotionen uns berühren und

zum Handeln bewegen, widmet sich dann der führen-

MOUNTAINMANAGER 1/2010

50

Das „emotionalste“ TFA seit 20

Jahren wird heuer in Engelberg

über die Bühne gehen.

de Schweizer Jugendpsychologe Allan

Guggenbühl.

Zukunft, Bewegung

und e-Marketing

Um Zukunft, Bewegung und e-Marketing

geht es am zweiten Forumstag.

Das TFA ergründet mit Prof.

Dr. Felizitas Romeiß-Stracke (TU

München) die Aussichten des Alpentourismus

und stellt das Feriendorf

der Zukunft vor: Andermatt

Swiss Alps.

Kurt Schär, Geschäftsführer der Biketec

AG, zeigt, wie sich die Gäste

morgen bewegen werden und wie

sein Unternehmen es geschafft hat,

den FLYER als Genussprodukt zu positionieren.

Die ganze Klaviatur des Online-

Marketings ist heute unabdingbar

für den Verkaufserfolg. Das TFA testet

daher touristische Websites von

Hotels und Destinationen und

prüft die Effekte von Facebook,

Google und Blogs. Workshop-Teilnehmer

erhalten auf Wunsch live

eine Kurzbeurteilung ihres Online-

Auftrittes.

Outdoor-Touren auf

50 e-Bikes

Die spannenden Outdoor-Touren

des dritten Tages führen die Teilnehmer

auf die Berge zu Inszenierungen

und interkontinentaler Berggastronomie.

Mit einem Lächeln auf

den Lippen radeln Forumsgäste auf

50 e-Bikes zu originellen Beherbergungskonzepten

– das ist Hightech

mit Hochgenuss!

Das emotionalste Forum seit Bestehen

der bekannten Veranstaltungsreihe

wartet mit spannenden Referenten,

frischen Denkanstößen und

einer erfolgreichen Ganzjahresdestination

mit viel Charme vom Kloster

bis zum Titlisgletscher auf.

Die Jubiläumsfeier am Abend des

13. April 2010 wird die Teilnehmer

auf eine Reise durch 20 Jahre TourismusForum

Alpenregionen entführen,

ein heiteres Unterhaltungsprogramm

mit Beat Schlatter bieten

und ihren Ausklang bei einem netten

Umtrunk finden.

Reservierungen für das Top-Event

des Jahres online auf:

www.tourismusforum.ch

oder telefonisch unter:

+41 (0)81 354 98 00


Industrielle Steuerungssysteme zwischen

Innovation und Beständigkeit

Seilbahn- und Liftanlagen sind häufig über Jahrzehnte im Einsatz,

jedoch haben die Steuerungssysteme kürzere Innovationszyklen

bzw. ist die Verfügbarkeit meistens begrenzt. So sind derzeit noch

etliche Anlagen mit veralteter Leitsystem-, Visualisierungs- und

Steuerungstechnik eingesetzt, deren Wartung

und Ersatzteile offiziell abgekündigt sind. Im Störfall

ist ein längerfristiger Stillstand bis Totalausfall

der Anlage wahrscheinlich. Um diese Problematik

zu umgehen, bietet SOFTwerk den perfekten Mix

aus Sach- und Dienstleistungen

an.

Die Firma SOFTwerk ist Spezialist

für die umfassende Betreuung

von Industriesteuerungen

mit dazugehörigem

24-Stunden Service und einer

umfangreichen Ersatzteilversorgung.

Der Leistungsumfang von

SOFTwerk reicht von Reparaturen

und Wartungsarbeiten,

um die Einsatzdauer

der verschiedenen Systeme

zu verlängern, bis hin zur Migration

und Installation der

neuesten Systeme.

Ersatzteilversorgung und Servicegarantie bis zu 30 Jahre!

Die einzigartige Ersatzteilversorgung wird durch ein umfangreiches

Lager gewährleistet. Mehr als 20.000 Teile sind rund um die Uhr verfügbar,

denn SOFTwerk bietet nicht „nur“ eine Servicegarantie bis

zu 30 Jahren sondern auch einen 24-Stunden-Service, der es den

Kunden erlaubt, bei einem Anlagenstillstand jederzeit auf funktionsfähige

Produkte zurückzugreifen.

24 Stunden Service

20 erfahrene Techniker machen diese Dienstleistung möglich und

gewährleisten mit ihrem Fachwissen die Produktivität der SOFTwerk

Kunden, da die jeweils nötigen Ersatzteile und sogar ganze Steuerungssysteme

prompt mitgeliefert und eingesetzt werden können.

Auch eine rein telefonische Unterstützung ist jederzeit möglich!

Webshop – über 20.000 Ersatzteile lagernd

Im Webshop können mit der praktischen Option „Schnellsuche“ die

passenden Ersatzteile inklusive wichtiger technischer Informationen

jederzeit abgerufen werden. Der Shop wird tagesaktuell geführt,

der Versand der Ersatzteile erfolgt global und sichert SOFTwerk

Professional Trading einen guten Namen weit über die

Grenzen Österreichs hinaus.

Die Hersteller Siemens, B&R, AEG, uvm. … sind standardmäßig lagernd.

Zuverlässige Reparatur vom Experten

Auch Reparaturen von sämtlichen Baugruppen sind für SOFTwerk

an der Tagesordnung. Die defekten Teile werden mit einer kurzen

Fehlerbeschreibung einfach eingeschickt und umgehend wird ein

kostenloses Reparatur- bzw. Ersatzangebot erstellt. Express- und

Austauschreparaturen am gleichen

Tag sind möglich.

Auch für IPC-Reparaturen

oder Instandsetzungen bewährt

sich das Lager, da mit

den über 130 lagernden IPCs

immer eine rasche funktionsfähige

Lösung erreicht werden

kann.

Ersatzteilmanagement mit

24 Stunden Verfügbarkeit

Ein SOFTwerk-Techniker führt

eine Detailaufnahme der in den

Anlagen verwendeten Bauteile

durch. Anschließend wird vom

Techniker eine Tabelle erstellt,

die einen Überblick

über alle eingesetzten Steuerungseinheiten

und Bauteiltypen

verschafft.

Schließlich wird eine Verfügbarkeits-

und Servicierbarkeitsanalyse

durchgeführt. Durch

Optimierungsmaßnahmen, Datensicherungen

und individuelle

Wartungsintervalle lassen sich Anlagenstillstände und Betriebsunterbrechungen

vermeiden! All diese Dienstleistungen bietet die Firma

SOFTwerk für Steuerungshersteller wie z.B Siemens, B&R,

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sowie Antriebstechnik der Firmen Siemens, Danfoss, SEW u.v.m.

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MARKETING

TRENDS

Nachhaltige Kooperation

Die Bergbahnen ENGADIN St. Moritz AG (BEST AG) geht eine Partnerschaft

mit den St. Galler Sportbahnen Atzmännig in Goldingen ein. Ziel

dieser Zusammenarbeit ist es, den Kooperationspartner in sinnvoller

Weise sowohl in technischen, ökologischen sowie kommunikativen

Bereichen zu unterstützen.

Dieter Bogner (l.), Marketingleiter Bergbahnen Engadin St. Moritz AG, übergibt Atzmännig Geschäftsführer

Marcel Schneller den Schlüssel für die neue Pistenmaschine. Foto: BB Engadin St. Moritz AG

MOUNTAINMANAGER 1/2010

52

Initialzündung der Kooperation

war das gemeinsame Interesse der

beteiligten Partner, den Schneesport

in der Schweiz zu fördern.

Viele Familien mit Kindern lernen in

kleinen agglomerationsnahen Skigebieten

wie Atzmännig Ski fahren

und bauen dort eine erste Affinität

zum Schnee auf. Durch die Unterstützung

dieser Skigebiete können

die großen Schneesportregionen,

wie in diesem Fall das Engadin, von

einer nachhaltigen positiven Entwicklung

des Schneesports profitieren.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit

werden die Kooperationspartner

gegenseitig nützliche Erfahrungen

und Informationen austauschen.

Die BEST AG wird die Sportbahnen

in Goldingen in diverse Kommunikationsprojekte

einbeziehen und sie

mit gebrauchtem Material belie-

fern. Als erste Maßnahme dieser

strategischen Partnerschaft hat die

BEST AG am 6. November 2009 den

St. Galler Sportbahnen eine Pistenmaschine

Modell PistenBully 300

zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus können Gäste, die

im Besitz einer Jahres- bzw. Saisonkarte

von einer der beiden Wintersportgebiete

sind, während der

Wintersaison von einer 50 %-Ermäßigung

auf die Tages- und Mehrtageskarten

im Partnergebiet profitieren.

Bahnen im Profil

Die Bergbahnen ENGADIN St. Moritz

AG sorgt in der größten Schneesportregion

der Schweiz dafür, dass

Gäste wie Einheimische das traumhafte

Engadin bis in seine hochalpinen

Lagen im wahrsten Sinne erfahren

können. Ob Spaß und Sport im

Schnee oder in der schneefreien

Zeit, Wanderungen, Biketouren

und Entspannung – mit ihrem Zusammenschluss

bietet die Bergbahnen

ENGADIN St. Moritz AG ein

Netz verschiedener Transportmöglichkeiten

in der sonnenverwöhnten

Alpenregion. Luftseilbahnen,

Standseilbahnen, Sessel- und Skilifte

sowie eine Gondelbahn befördern

den Gast bis zu den Gipfeln.

Mit 26 Anlagen steht die Bergbahnen

ENGADIN St. Moritz AG für nahezu

grenzenlose Möglichkeiten.

So können im Winter u. a. rund 200

Pistenkilometer des Engadins befahren

werden. Hinzu kommt das

weit gefächerte gastronomische

Angebot, das von der Eisbar bis

zum Gourmetrestaurant keine

Wünsche offen lässt. Abgerundet

wird das Angebot durch drei bahneigene

Hotelbetriebe und die „Engadin

Mountain Bike Tours “ in Celerina.

Das Sport- und Freizeitzentrum Atzmännig

bietet Freizeitspaß für die

ganze Familie. Im Sommer locken

zahlreiche Attraktionen sowie die

erste und attraktivste Riesenrutschbahn

der Schweiz. Das Gebiet ist zudem

Ausgangspunkt für zahlreiche

kurze und lange Wanderungen. Im

Winter ist der Atzmännig ein Familienskigebiet.

Die Sportbahnen Atzmännig,

die am 12. Januar 1962 als

AG gegründet wurden, betreibt seit

dem Winter 1961/62 in Goldingen

ein Skigebiet. Seit 1977 ist der Atzmännig

auch als Sommer-Freizeitgebiet

etabliert. Die Unternehmung

ist bei der regionalen Bevölkerung,

Aktionären, Gewerbe und Tourismusorganisationen

stark verankert.

Als attraktiver Arbeitgeber bietet der

Atzmännig zahlreichen Einheimischen

eine Existenz.

i Infos:

www.engadin.st.moritz.ch

DAS INFORMATIONSPORTAL

DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET


Skigebiet am Sudelfeld

wird modernisiert

Die Modernisierung der Liftanlagen

am Sudelfeld ist überfällig. Nur zwei

wirklich leistungsfähige Sessellifte

im flächenmäßig größten deutschen

Skigebiet sind ein gravierender

Nachteil gegenüber dem Wettbewerb.

Der beschneite Anteil von

20 ha bei über 120 ha präparierter

Pistenflächen und noch einmal so

viel Variantenabfahrten ist zu gering.

Nach Monaten intensiver Vorarbeit

haben sich die Landkreise, Gemeinden

und Liftbetreiber in einer gemeinsamen

Aktion vorgenommen,

das Skigebiet am Sudelfeld zu modernisieren.

Unterstützt werden sie

durch erfahrene Berater und Fachplaner.

Mit dem Einsatz der politisch

Verantwortlichen und mit Unterstützung

der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee

wurden in den letzten

10 Monaten in einem moderierten

Prozess die Voraussetzungen für

eine Erneuerung geschaffen, deren

Ziel ein zukunftsfähiger Tourismus

für die gesamte Region ist.

Umgesetzt werden soll

das Projekt in mehreren

Phasen:

1. Schrittweise Erneuerung der Liftanlagen:

6 bis 7 leistungsfähige Sesselbahnen

sollen ausreichen, das

Gebiet attraktiv zu organisieren.

Von den bisherigen 16 Aufstiegsanlagen,

zu denen überwiegend

Schlepplifte zählen, könnten dann

viele eingespart werden. Das wäre

eine wirksame Renaturierung wobei

auch wertvolle Pistenflächen frei

würden.

2. Beschneiung der Hauptabfahrtsflächen:

Bezogen auf das Liftanlagenkonzept

wurde eine Beschneiungsplanung

mit der Festlegung

der Pistenflächen, den notwendigen

Anlagen und ihrer Dimensionierung

ausgearbeitet. Wesentliche

Grundlage für die Überlegungen

zur Realisierung eines umfassenden

Beschneiungskonzeptes als Basis für

künftige Investitionen war die Frage

der Klimaveränderung in den

nächsten 20 bis 30 Jahren und der

Verfügbarkeit von Oberflächenwasser

in ausreichendem Maß. Dazu

wurde eine Klimasimulation vom

Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie

und Tourismusforschung, Prof. Dr.

Schmude, LMU München, in Auftrag

gegeben. Voraussetzung für

den Ausbau der Beschneiung ist der

Bau eines Speichersees, damit bei

entsprechenden Temperaturen zu

Beginn der Saison eine flächendeckende

Beschneiung aus dem vor-

handenen Wasserreservoir in kurzer

Zeit möglich ist, ohne dass zu diesem

Zeitpunkt Wasser aus den Fließgewässern

am Sudelfeld entnommen

werden muss. Vor diesem Hintergrund

wurde mit dem Innsbrucker

Planungsbüro Klenkhart ein

Standort unterhalb der Berggasthöfe

Walleralm und Speckalm im oberen

Sudelfeld gefunden, der eine

ausreichende Dimensionierung zulässt.

3. Finanzielle Förderung durch den

Freistaat Bayern: Die ersten Investitionsschritte

werden mit jeweils 7 bis

9 Mio. € für die Beschneiung und

den Ersatz alter Liftanlagen angenommen.

Der Startschuss soll am

Waldkopf fallen, wo eine kuppelbare

6er Sesselbahn gebaut wird.

Insgesamt geht man von einem geplanten

Investitionsvolumen von bis

zu 45 Mio. Euro aus. Mit der Umsetzung

erster Maßnahmen wird 2010

gerechnet.

i

Infos: www.sudelfeld.de

MARKETING

TRENDS

Das Sudelfeld soll wieder ein attraktives Ziel für Wintersportler aus der Region, dem Ballungsraum

München und der weiteren Umgebung werden. Erreichen will man das mit einem absolut kon -

kurrenzfähigen Angebot.

In einem Pressegesprächpräsentierte

der tourismuspolitische

Sprecher der CSU-

Landtagsfraktion

MdL Klaus Stöttner

gemeinsam

mit den Landräten

Dr. Jakob

Kreidl, Miesbach,

Josef Neiderhell,

Rosenheim, den

Bürgermeistern

Hubert Wild -

gruber, Oberaudorf,

und Helmut

Limbrunner,

Bayrischzell,

sowie dem

Geschäftsführer

der Liftbetriebe

Sudelfeld, Egid

Stadler, die Pläne

für eine Modernisierung.

Foto: Liftbetriebe

Sudelfeld

1/2010 MOUNTAINMANAGER

53


MANAGEMENT

SYMPOSIUM

Veranstalter: ÖSTERREICHISCHE VERKEHRSWISSENSCHAFTLICHE GESELLSCHAFT – ÖVG in Kooperation mit

ATTC – AUSTRIAN-TRAFFIC-TELEMATICS-CLUSTER

MITTWOCH 17. MÄRZ 2010:

15:30 Uhr: Eröffnung und Einführung

in die Thematik Dr. Helmut

LAMPRECHT, Vizepräsident der

ÖVG und Leiter der Landesstelle

Tirol, Innsbruck.

Begrüßungsworte:

. Dr. Franz TSCHIDERER, Obmann

des Tourismusverbandes

Serfaus-Fiss-Ladis

. Mag. Markus PALE, Bürgermeister

der Gemeinde Fiss

. Vertreter des Landes Tirol

TELEMATIK ALS STRATEGIE

Moderation:

. Dr. Veronika KESSLER, Generalsekretärin

ÖVG, Wien

16 Uhr: Eröffnungsreferat „Talkmobility

-The Digital Hum Telematics“

. Dr. Johann GÜNTHER, Unternehmer

und Wissenschafter, vm. Vizerektor

der Donauuniversität Krems

16:30 Uhr: „Telematik aus Sicht eines

Infrastrukturanbieters“

. Dr. Klaus SCHIERHACKL, Vorstand

der ASFINAG, Wien

17 Uhr: „Telematik als Instrument

staatlicher Verkehrs- und Tourismuspolitik“

. DI Franz SCHWAMMENHÖFER

MBA, Leiter der Abt. Gesamtverkehr

– Infra 4, BMVIT, Wien

MOUNTAINMANAGER 1/2010

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Fiss 17. 3. –19. 3. 2010

Telematik & Wintertourismus –

künftige Rolle zur nachhaltigen Entwicklung

des Wintertourismus in den Alpen

17:30 Uhr: Diskussionsrunde mit

den Referenten

18 Uhr: Empfang, gegeben von

FISSER BERGBAHNEN GMBH

DONNERSTAG 18. MÄRZ 2010:

TELEMATIK ALS INSTRUMENT

Moderation:

. SC Prof. Mag. Dr. Gerhard

GÜRTLICH, BMVIT Wien

9 Uhr : „Zur Rolle der Telematik in

der Tourismuswirtschaft“

. Dr. Markus SCHRÖCKSNADEL,

Vorstandsvorsitzender der feratel

media technologies AG, Innsbruck

9:30 Uhr: „Vom Zutrittsystem bei

Bergbahnen zum Kundenbindungs-

und Vertriebswerkzeug für

Tourismusdestinationen“

. Urs GRIMM, Vorstand SKIDATA

AG, Grödig bei Salzburg

10 Uhr: Kaffepause

10:30 Uhr: „Telematik als Marketinginstrument

für Verkehrsdienstleistungen

im Wintertourismus“

. Dr. Josef BURGER, Vorstand der

Bergbahn AG. Kitzbühel

11 Uhr: „Anforderungsprofil an te -

Iematische Info-Systeme für großräumigeSchneesport-Destinationen

(An lagen, Abfahrten, Ausrüstung,

Vernetzung mit Hotellerie

etc.)“

. Christen BAUMANN, CEO, Zermatt

Bergbahnen AG, Zermatt

11:30 Uhr : Diskussion mit den Referenten

12 Uhr: Mittagspause

PANEL: TELEMATIK-ANWEN-

DUNGSBEISPIELE AUS DER

PRAXIS

13:30 Uhr: Einführung und Moderation:

Helmut-Klaus SCHIMANY MAS,

MSC, ATTC-Vorstandsvorsitzender

und ÖBB-Koordinator für F&E

und Telematik, Wien

. Beispiel Tourismusverband/Beherbergungsunternehmen

Josef SCHIRGI, Geschäftsführer

der Serfaus-Fiss-Ladis Marketing

GmbH und Präsident des Bundesverbandes

Österreichischer Tourismusmanager,

Serfaus

. Beispiel „Kundenbezogenes

Mobilitätsmanagement bei Reisen

mit Bahn/Bus“

Mag. Christian PETTAUER, Leiter

Systeme & IT, ÖBB-Personenverkehr

AG, Wien

. Beispiele „Steuerung der

Schneesportler im Skigebiet durch

Telematik zur Belastungsharmonisierung“

Leo JEKER, Verwaltungsrat der Savognin

Bergbahnen AG, Savognin

. „Telematik aus Sicht der touristischen

Nachfrager“

Alexander HRDLICZKA, Leiter der

Hauptabteilungen Mitgliedschaft

& Schutzbrief sowie Touristik &

Camping des ÖAMTC, Wien

. „Videogestützte Telematikanwendungen

im touristischen Umfeld

– neuen CRM – Möglichkeiten“

Ing. Alfred PAUKERL MAS, MSc,

EBE solutions GmbH., Wien

15 Uhr: Zusammenfassung der Ergebnisse

15:30 Uhr: Informeller Ausklang

FREITAG 19. MÄRZ 2010:

Fakultative Fachexkursion ins Skigebiet

Serfaus-Fiss- Ladis

9 Uhr: Treffen der Teilnehmer an

der Talstation der EUB-„Waldbahn“,

Fiss

9:15 Uhr: Auffahrt in Gruppen zu

10 Personen, jeweils begleitet von

Mitarbeitern der Seilbahnunternehmen

ca. 13 Uhr: Exkursions-Abschluss

in Serfaus-Fiss (genauer Treffpunkt

wird vor Ort bekanntgegeben)


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TECHNIK

BESCHNEIUNG

ATASSplus von TechnoAlpin:

Die intelligente Antwort auf heutige Herausforderungen

Automatisierung spart Zeit und Geld

Optimale Pistenverhältnisse vom Berg bis

ins Tal garantieren zu können, hat sich zu

dem Wettbewerbsvorteil schlechthin entwickelt.

Immer häufiger geht man daher

zur großflächigen Beschneiung kompletter

Pisten bzw. ganzer Skigebiete über.

Dadurch kommt das Thema Automatisierung

immer mehr zum Tragen.

TechnoAlpin hat darauf eine innovative

Antwort gefunden und setzt mit der aktuellsten

Version der Steuerungssoftware

ATASSplus Maßstäbe in der modernen

vollautomatischen Schneeerzeugung:

zuverlässig, einfach verwaltbar und

wartungsarm.

Über ATASSplus

ist jede Techno-

Alpin Anlage

weltweit ständig

computerüberwacht.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

56

Klimawandel, schonender Umgang

mit Ressourcen und ein ausgeklügeltes

Schneemanagement sind die

Themen der Zukunft. Hier setzt

ATASSplus an, denn nur mit vollautomatischen

Anlagen ist es einfach

und effizient möglich, die immer

kürzer werdenden Temperaturfenster

optimal zur Schneeerzeugung

zu nutzen bzw. auf Veränderungen

von relevanten Parametern innerhalb

kürzester Zeit zu reagieren. Die

Software sammelt Daten von

ATASSplus bringt die gesamte Beschneiungsanlage auf den Bildschirm und

ermöglicht eine effiziente und bequeme Steuerung. Fotos: TechnoAlpin

Schneeerzeugern und Meteostationen

und optimiert die Schneeproduktion

entsprechend den herrschenden

Bedingungen. Dadurch

werden ein ausgeklügeltes Wasser-

und Luftmanagement sowie eine

kontinuierliche Energieüberwachung

möglich.

Betriebszustände und Ressourcenverbrauch

können somit genauestens

kontrolliert und ausgewertet

werden, Betriebskosten werden optimiert

und über die gesamte Pis-

tenlänge ist eine gleichbleibende

Schneequalität garantiert.

ATASSplus: zuverlässige,

einfach verwaltbare und

wartungsarme Plattform

. Die Client-Server-Architektur ermöglicht

es, dass mehrere User über

definierte Benutzerrechte gleichzeitig

autonom im System arbeiten

können.

. Modernste TCP/IP Kommunikation

von der Leitebene bis zur Gateway-Ebene

sorgt für schnelle, zuverlässige

und flexible Bedienung.

. Erweiterbarkeit durch eine modulare

Systemstruktur (Bsp. Maintenance

Manager oder Real-Time Statistik)

für maximale Orientierung an den individuellen

Erfordernissen sowie maximale

Flexibilität für viele Jahre.

. Durch umfassendes Ressourcen-

Management werden Wasser- und

Luftmenge optimal genutzt. Die

Energieüberwachung sorgt dafür,

dass der maximal zur Verfügung stehende

elektrische Energiewert nicht

überschritten wird.


Die Steuerung der neuen Lanzenanlage in Val d’Isere erfolgt vollautomatisch.

. Ein eigenes Supervisory überwacht die Konfigurationen durch

den User, wie auch alle Datenlinien, um eventuelle Fehler rasch zu

erkennen und schnell zu beheben.

Benutzerfreundliche Oberfläche

ATASSplus verfügt über eine benutzerfreundliche Oberfläche, die

einen vollständigen Überblick über die Position der Schneeerzeuger,

ihren Betriebsstatus, die Menge des produzierten Schnees,

Druck, Durchfluss usw. gibt. Schneimeister erhalten dank ATASSplus

laufend Informationen über den Status der gesamten Anlage

bzw. Teilen davon, sei es in der Pumpstation, im Büro, zuhause und

unterwegs. Sogar am Bildschirm im TechnoAlpin Headquarter können

mögliche Problempunkte sofort ausgemacht und zum Teil behoben

werden. Ist zusätzlich ein Einsatz vor Ort notwendig, stehen

die Servicemitarbeiter jederzeit auf Abruf bereit. ATASSplus entspricht

einem echten Client-Server-System. Mehrere User können

gleichzeitig und völlig autonom online arbeiten. Benutzerrechte

regeln den Zugriff. Im Unterschied dazu erlauben traditionelle

Fernwartungssysteme nur das aktive Arbeiten eines einzigen Benutzers,

während alle anderen User nur Zuschauer sind. Die Kommunikation

zwischen Client und Server erfolgt über TCP/IP. Durch

die ereignisgesteuerte Kommunikation wird die Netzwerklast minimiert.

Im ATASSplus sind alle Clients ständig mit dem Server verbunden.

Alle Änderungen sind für jeden Benutzer sofort einsehbar.

Softwareupdates für ATASSplus sowie für die Schneeerzeuger können

vom TechnoAlpin Hauptsitz aus weltweit einfach und schnell

eingespielt werden. Die Möglichkeit, bereits vorhandene Beschneiungsanlagen

auf den neuesten Stand der Technik umzurüsten, ist

eine weitere Stärke von TechnoAlpin.

Bereits 120 Installationen

Ob Neuinstallation oder nachträgliche Aufrüstung - nahezu alle Skigebiete

in den Alpen arbeiten mittlerweile mit vollautomatischen

Anlagen und auch in Skigebieten anderer Regionen setzt sich die

Automatisierung mehr und mehr durch. In den letzten beiden Jahren

wurde ATASSplus 120 Mal installiert, zum Beispiel in Perisher

(AUS), Gstaad (SUI), Xi Ling Mountain Ski Resort (CHN), Val d’ Isere

(FRA) und Pfelders (Südtirol/ITA). Veranstalter großer Sportevents

setzen ebenfalls auf die vollautomatische Schneeerzeugung, so et-

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Sölden steuert seine 180 Schnee erzeuger T60 mit

ATASSplus.

wa bei der Skisprungschanze im kasachischen

Almaty (Asian Winter Games

2011), am Holmenkollen (Nordische Skiweltmeisterschaft

2011) und auf den Langlauf-

und Biathlonstrecken im türkischen

Kandilli (Universiade Erzurum 2011). pd

1/2010 MOUNTAINMANAGER

57


TECHNIK

PLANUNG

Klenkhart & Partner Consulting

plante Modernisierung am Hochstein

Erste Ausbaustufe am Weltcupberg

positioniert Lienzer BB neu

Die neue

Lanzen-Beschneiungsanlage

am Schlusshang

des Lienzer

Hochsteins im

Dezember 2009

im Vollbetrieb.

Rechts Talstation

neue Kombibahn.

Fotos: Weiler

Die Lienzer Bergbahnen AG betreiben die Skigebiete Zettersfeld und Hochstein. Letzteres –

bekannt durch den Damenweltcup am 28. und 29.12. – wurde zur Saison 09/10 in einer ersten

Ausbaustufe modernisiert. Konkret sah der vom Ingenieurbüro Klenkhart & Partner Consulting

(Absam) erstellte, umfassende Masterplan die Errichtung einer Kombibahn und einer vollautomatischen

Hybrid-Beschneiungsanlage sowie den Umbau des Schlusshanges der Weltcupstrecke vor. Alle

Maßnahmen konnten termingerecht vor dem Event abgeschlossen werden und sicherten die Durchführung

des Rennens. Klenkhart & Partner hat sich bei diesem Projekt wieder einmal als kompetenter

Gesamtplaner für das komplexe Gesamtbauvorhaben (Seilbahn, Beschneiung, Pistenbau) präsentiert.

Heuer soll diese erste Ausbaustufe mit der Errichtung eines Alpine-Coasters abgeschlossen werden.

Blick auf den Schlusshang und Lienz. Nach dem Umbau

des Schlusshanges können die Weltcupläuferinnen ab

diesem Punkt vom Zielraum aus gesehen werden.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

58

Das Skigebiet Hochstein (668 m –

1998 m) ist dem Fachpublikum seit

Jahren als Damen-Weltcupstrecke

für Slalom und Riesentorlauf bekannt.

Der alpine Skiweltcup wird

dabei – abwechselnd mit dem Semmering

– im Zweijahres-Rhythmus

durchgeführt.

„Aufgrund des Erlöschens der Konzession

für den alten Doppelsessellift

wurde als Ersatzanlage die Errichtung

einer Doppelmayr-Kombibahn

mit 8er Gondeln und 6er Sesseln

geplant. Die Trasse dieser neuen

Kombibahn ist nahezu ident mit

der Trasse der Altanlage; nur im Bereich

der Bergstation wurde die Ausstiegssituation

durch das Absenken

des Ausstiegsniveaus deutlich verbessert.

Zusätzlich wurde im Bergstationsbereich

ein Betriebsgebäude

errichtet, welches neben der Garagierung

der Fahrbetriebsmittel eine

Pistenraupengarage inklusive

Tankstelle für 2 Pistenraupen, die

Kompressorstation für die Beschneiungsanlage,

umfassende Lagermöglichkeiten

– v. a. für Schnee-Erzeuger,

WC-Anlagen für das Publikum,

den Heizraum sowie Trafosta-


Der Schlusshang „Schlossberg“ vor dem Umbau...

tionen umfasst“, erklärt DI Christian

Weiler, GF von Klenkhart & Partner

Consulting.

Gute Gründe für

die Kombibahn

Die Lienzer Kombibahn wird im

Endausbau 48 Fahrbetriebsmittel

(32 Sechser-Sessel ohne Wetterschutzhaube

und 16 Stück 8er-Kabinen)

und eine Förderleistung von

1 400 P/h aufweisen. Derzeit ist der

Anfangsausbau mit 20 Sesseln und

10 Kabinen im Betrieb (Förderleistung

1 400 P/h, Fahrzeit 4,36 min).

Die Wahl fiel aus folgenden Gründen

für diesen Seilbahntyp:

Das Anfängergebiet am Hochstein

ist oben im Bergstationsbereich situiert,

weshalb der Berg- und Taltransport

– insbesondere von Kindern

und Ungeübten – mittels Kabinen

erleichtert wird. Weiters befindet

sich bei der Bergstation das beliebte

Familienhotel „Moosalm“. Dessen

Gäste können nunmehr ohne Auto

ganzjährig mit der Kabinenbahn

zum Hotel gelangen.

Die Weltcupstrecke wiederum zieht

wegen seines Schwierigkeitsgrades

vorwiegend Skiexperten an, welche

aufgrund der Kürze der Anlage

(schräge Länge: 1 029 m) das Sportgerät

lieber angeschnallt lassen.

Und schließlich soll wie o. e. im

Frühjahr 2010 ein Alpine-Coaster

errichtet werden, welcher von der

Berg- zur Talstation der neuen Kombibahn

führen wird. Die Kombibahn

dient dann als Transportmittel für

die Nutzer des Alpine-Coasters.

Parallel Beschneiung zur

Hybridanlage umgebaut

Im Zuge der Errichtung der Seilbahnstrecke

wurde auch auf der gesamten

Weltcupstrecke die Beschneiungsanlage

erneuert und zu

einer vollautomatischen, vollbestückten

Hybridanlage (Hauptsys-

tem: Schneilanzen Aeros, Propeller

„Frau Holle“) mit Gemini-Schnee-

Erzeugern umgebaut. Die Gemini

Aeros hat sich übrigens schon auf

anderen WC-Pisten bewährt.

Prinzipiell wurde dabei auf das

schneitechnische Grundsatzkonzept

von Klenkhart & Partner Consulting

TECHNIK

PLANUNG

...und nach dem Umbau. Die Lanzen wurden in zwei Reihen gesetzt.

Rechts die Strecke der neuen Kombibahn.

PROFESSIONISTEN

Das neue Betriebsgebäude (Garagierung

Fahrbetriebsmittel, Pistenraupengarage,

Lagerhallen, Aufenthaltsraum,

Kompressorstation Beschneiung, WC-

Anlagen, Trafostationen, Tankanlage)

bei der Bergstation.

Klenkhart&Partner

Consulting ZT GmbH, Absam: Technische Gesamtplanung, landschaftspflegerische

Begleitplanung, Ausschreibungen, Oberbauaufsicht,

ökologische Bauaufsicht,

Doppelmayr Seilbahnen GmbH

Wolfurt: Seilbahntechnik

HDP-Gemini, Mürzzuschlag: Schneitechnik

Elektro Berchtold GmbH: Elektrotechnik + Steuerung Bau-Projektmanagement

Greiderer, Lienz: Baukoordination, örtliche Bauaufsicht

Tragwerksplanung Tagger

Ziviltechniker GmbH, Lienz: Detailstatik

Dr. Sven Jacobs, Leobendorf: Geologie und Geotechnik

Vermessungsbüro Rohracher, Lienz: Vermessung ARGE Osttirol

Nagele-Wibmer-Dietrich, Zirl: Erdarbeiten, Stahlbetonarbeiten, Rohr- und Kabelverlegearbeiten

WITO Konstruktionen GmbH, Lienz: Stahlhalle, Heizung und Sanitäranlagen

TRM, Hall i.T.: Lieferant Gussrohrleitungen

KSW, Feldkirch: Tankanlage

1/2010 MOUNTAINMANAGER

59


TECHNIK

Daten BSA Weltcupstrecke

Rohrleitungen (Guss): 2 150 m

HDPE-Leitungen: 2 420 m

Kabel: 3 150 m

Schneischächte: 46 Stk.

Schnee-Erzeuger: 3 Stk. Propeller-Schnee-Erzeuger

30 Stk. Lanzen-Schnee-Erzeuger

Pumpstation (Bestand): 160 l/s

Energiebedarf: 1,7 MW

MOUNTAINMANAGER 1/2010

60

Jungfernfahrt der VIPs und Honoratioren

am 10. 1. bei der Eröffnung der

Kombibahn. Ganz rechts GF Andreas

Kleinlercher, 2. v. r. Vorstandsvorsitzender

Peter Ziinell, 4. v.r. Bürgermeister

Dr. Johannes Hibler und 2. v. l. Reinhard

Tiefenbacher (Obmann Ferienregion

Lienzer Dolomiten). Foto: mak

aufgebaut, von welchem in den letzten

Jahren bereits wesentliche Teile

(Speicherteich, Pumpstation, Versorgungsleitungen)

umgesetzt wurden.

Nur dieser Umbau ermöglichte

die Durchführung des Damenweltcups

im Dezember 2009 sowie den

Betrieb während der Weihnachtsfeiertage

2009/2010, da mit der veralteten,

manuellen Beschneiungsanlage

die vorhandene Schneizeit nicht

ausgereicht hätte. „Die nunmehr

verdoppelte Leistung erlaubt die

Grundbeschneiung bei entsprechenden

Temperaturen in ca. 60

Stunden“, bestätigt Andreas Kleinlercher,

GF der Lienzer BB.

Durch den ausschließlichen Einsatz

von lärmarmen Schneilanzen im Be-

reich des Schlusshanges, welches

bis in das Stadtgebiet von Lienz

reicht, sowie die enorme Schlagkraft

der Schneeanlage durch die

Vollbestückung konnte auch eine

wesentliche Reduktion der Lärmbelästigung

aller Anrainer erzielt werden.

Schlusshang komplett

umgebaut

Letztlich wurde im Herbst 2009 der

Schlusshang der Weltcupstrecke

komplett umgebaut. Durch das

portionsweise Sprengen von rund

9 000 m 3 Felsmaterial (im Siedlungsgebiet

!!) konnte der Schlusshang

innerhalb eines Zeitraumes

von 6 Wochen so umgestaltet werden,

dass nunmehr der bisher zweigeteilte

Hang zur Gänze genutzt

werden kann. Durch das Brechen

der Kante am Beginn des Schlusshanges

können jetzt vom Zielraum

aus die Weltcupläuferinnen auf der

doppelten Fahrstrecke eingesehen

werden. Diese Attraktivierung wurde

seitens des Publikums beim heurigen

Weltcup honoriert.


Die Globalisierung der Märkte fordert von

international tätigen Unternehmen, ihre

Kompetenz auch nach außen zu demonstrieren.

Deshalb hat TechnoAlpin schon

vor Jahren das Qualitätsmanagementsystem

nach ISO 9001 eingeführt und damit

eine Reihe von Prozessen optimiert. Seit

November 2007 ist TechnoAlpin außerdem

ISO 14001-zertifiziert. Diese Zertifizierung

bescheinigt, dass die so genannten

„Snow experts“ in ihre Betriebsprozesse

die Erfordernisse der Umwelt integrieren.

Als Unternehmen, das in und mit

der Natur arbeitet, ist dies von fundamentaler

Wichtigkeit.

Ein halbes Jahr lang wurde schließlich an

der Zertifizierung nach der Spezifikation

OHSAS 18001 gearbeitet. Am 15. Dezember

2009 war es so weit: die Zertifizierungsstelle

SGS Italia bescheinigte, dass

TechnoAlpin das Arbeitsschutzmanagementsystem

zur Senkung der Arbeitsunfälle

sowie zur Verbesserung der Gesundheit

der Beschäftigten am Arbeitsplatz erfolgreich

eingeführt hat.

Noch professionellerer Partner

Durch ihre Prozessorientierung lässt sich

die Spezifikation OHSAS 18001 (Occupational

Health and Safety Management

System) in das bestehende Qualitäts- und

Umweltmanagementsystem der Techno-

Alpin einbauen. „Dank dieses integrierten

Systems unterliegen alle unsere Aktivitäten

jetzt genau festgelegten Standards.

Noch mehr als zuvor legen wir unser Augenmerk

auf Qualität, Umwelt und Sicherheit

und bringen all diese Aspekte in

Zusammenhang. Für unsere Kunden

macht uns dieses integrierte System zu ei-

TECHNIK

BESCHNEIUNG

TechnoAlpin jetzt auch nach

OHSAS 18001 zertifiziert

Die Einhaltung internationaler Standards ist

für Unternehmen zu einem unverzichtbaren

Muss geworden. Auch der Bozner Anbieter von

Beschneiungsanlagen TechnoAlpin setzt schon

seit Jahren auf international anerkannte Managementsysteme.

In den letzten sechs Monaten wurde

an der Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems

nach OHSAS 18001 gearbeitet.

Ende 2009 fand diese intensive Phase mit der

Zertifizierung ihren erfolgreichen Abschluss.

Am 15. 12. 2009

erhielt TechnoAlpin

die Zertifizierung

nach der Spezifikation

OHSAS 18001,

ein Arbeitsschutzmanagementsystem.

Foto: TechnoAlpin

nem noch professionelleren Partner“, erläutert

Geschäftsführer Erich Gummerer.

Bislang können sieben Südtiroler Unternehmen

die Zertifizierung nach OHSAS

18001 vorweisen. Das integrierte System

hingegen, das die Einhaltung aller drei

Normen(ISO 9001, ISO 14001 und OH-

SAS 18001) fordert, wendet landesweit

nur TechnoAlpin an. Dank dieses integrierten

Systems konnte TechnoAlpin ein

Kontrollsystem für die Unternehmensleistungen

entwickeln, anhand dessen Prozesse

und Ergebnisse bereits im Vorhinein

optimiert und immer neue Verbesserungsmöglichkeiten

in den Bereichen Produktqualität,

Umweltschutz und Sicherheit

ausgemacht werden können.

Sehr hohen Standard erreicht

„Mit der neuen Zertifizierung und dem integrierten

System haben wir einen sehr

hohen Standard erreicht, den es nun zu

halten gilt. In jährlichen Audits wird überprüft,

ob wir die gesetzlichen Bestimmungen

lückenlos erfüllen“, erläutert der Leiter

der Dienststelle für Arbeitssicherheit

bei TechnoAlpin, Norbert Gruber. Für

TechnoAlpin ergibt sich daraus ein weiterer

Anreiz zur ständigen Verbesserung.

Kunden von TechnoAlpin wiederum haben

die Gewissheit, dass ihr Partner die internationalen

Standards erfüllt. Gerade im

sensiblen Bereich der technischen Beschneiung

sind die Anforderungen sehr

hoch. Die Zertifizierung gilt auch für den

Bereich der Staubbindemaschinen, dem

noch jungen zweiten Standbein der TechnoAlpin.

1/2010 MOUNTAINMANAGER

61


TECHNIK

BESCHNEIUNG

SUFAG baut Beschneiung in Bodmi-Grindelwald

Kleines Komplettpaket geschnürt

Das Grindelwalder Ski -

gebiet Bodmi erfüllt mit

seinem Kinderland und

seinen weitläufigen einfachen

Hängen eine wichtige

Funktion im FamilienundSchneesportschulangebot

der Region. Zur

Schneesicherung des auf

1 150 Meter gelegenen

Gebiets errichtete Sufag

Schweiz auf diese Saison

eine vollautomatische

Schneeanlage.

Die Pumpstation

am Fuße des

Skigebiets wurde

geschickt in ein

bestehendes

Wirtschaftsgebäude

integriert.

Unter dem Kühlturm

befindet

sich der 30 m³

fassende Pufferspeicher

für das

Schneiwasser.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

62

Das Wintersportgebiet Bodmi liegt

oberhalb Grindelwald an der unteren

Trasse der Firstbahn. Bereits seit

über sechzig Jahren werden die Pisten

rund um das gleichnamige Hotel

genutzt – Mitte der siebziger Jahre

wurde der nach wie vor bestehende

Doppel-Schlepper gebaut.

Heute wird das Gebiet gemeinschaftlich

von den Skischulen grindelwaldSPORTS

AG und dem Hotel

Bodmi betrieben.

Zwar besteht Anschluss an die Talabfahrt

First-Grindelwald, der überwiegende

Teil der Skigäste kommt

jedoch direkt per Skibus ins Gebiet,

das sich mit diversen Seilliften und

Förderbändern im betreuten Kinderland

voll auf den Familien- bzw.

Das ortsnahe Skigebiet Bodmi ist mit Skischule und Kinderland

ein echter Magnet für Familien und Ski-Anfänger in

der Region Grindelwald. Links das gleichnamige Hotel und

Mitbetreiber des Skigebiets.

Skischulbetrieb eingestellt hat. Bis

zu 100 Skilehrer täglich (!) nutzen

an Spitzentagen die nur rund 5 Pistenkilometer

für Privat- oder Gruppenunterricht

– insgesamt erwirtschaftet

GrindelwaldSPORTS 50 %

ihres Umsatzes direkt im Gebiet

Bodmi. Rodelpisten, ein zweimal

wöchentliches Nachtskifahren und

natürlich die „Slope-Side“-Gastronomie

des Hotel Bodmi komplettieren

das Angebot.

Entsprechend wichtig ist die

Schneesicherheit in der Saison zwischen

Dezember und Ostern. Bereits

seit über 20 Jahren wird die

Bodmi beschneit.

„Das war allerdings bis zuletzt ein

großes Provisorium“, lacht Christian

Bleuer, technischer Leiter der heutigen

Bodmi Beschneiungs- & Präparations

GmbH. „Wir nutzten einen

mobilen Kühlaufbau auf einem Anhänger

zum Herabkühlen des Leitungswassers

aus dem Gemeindenetz

für unsere beiden manuell betriebenen

ND-Schneeerzeuger.“

Vor etwa fünf Jahren reifte das Projekt

einer fix installierten Infrastruktur,

vor knapp zwei Jahren ging man

an die konkrete Planung..

Dank Tauchpumpen-Technik konnten

auch die unterirdischen Armaturen für

den Anschluss an das Trinkwasser-

Ortsnetz und die Druckwasserleitung

sehr kompakt ausgeführt werden.

Flexibilität groß

geschrieben

Die langfristigen Perspektiven eines

Ausbaus der Anlage erkannten

auch die Gemeinde und die örtlichen

Touristiker. Etwa 35 % der Gesamtinvestitionen

von insgesamt

650 000 Franken stammen von der

Gemeinde bzw. aus Mitteln eines re-


gionalen Tourismusfonds. Darüber

hinaus genehmigte die Gemeinde

die Anbindung ans örtliche Trinkwassernetz

und unterstützte die Anpassung

der lokalen E-Versorgung

auf den gestiegenen Leistungsbedarf.

Mit der Projektierung der neuen Anlage

wurde die Stanser SUFAGsnow

vision AG betraut, die in enger Abstimmung

mit dem zentralen Innsbrucker

SUFAG-Projektbüro den

elektrohydraulischen Teil plante

und die Tief- und Hochbauleistungen

lokaler Firmen koordinierte.

Anfangs wiederum als manuelle Anlage

angedacht, optierte der Auftraggeber

schließlich für die von SU-

FAG vorgeschlagene Vollautomatik

mit der hauseigenen Visualisierung

Supersnow V7. „Ausschlaggebend

waren der Bedienkomfort, die integrale

Einbindung der Kühl- und

Pumpeninstallationen sowie der flexible

Betrieb der vorhandenen

Schneeerzeuger“, fasst SUFAG-Projektleiter

Rinaldo Kreuzer die Eckpunkte

zusammen. Neben der ortsnahen

Pistenlage ist es vor allem die

Weitläufigkeit des Areals, welche die

Niederdruck-Technologie prädestiniert.

„Fix installierte Hochdruck-

Lanzen eignen sich auf den breiten

Pisten nicht. Stattdessen betreibt

Christian Bleuer seine Super Silents

teilweise weit abseits der Schächte,

um die optimale Flächenausbeute

zu erreichen.“

Entsprechend unkonventionell erscheint

die Verteilung der insgesamt

zehn Schächte entlang der

rund 800 Meter langen Feldleitung.

„Einerseits mussten wir uns da und

dort nach der grundrechtlichen

Parzellierung richten, andererseits

haben wir versucht, den Pistenbetrieb

während der Beschneiung

durch notwendige Pistenmaschinenbewegungen

oder Schlauchführungen

möglichst wenig zu

beeinträchtigen.“ Die Kommunika -

tion mit den beiden SUFAG Super

Silent (Bj. 1989 bzw. 2007) erfolgt

per Datenfunk – auch das ein Zugeständnis

an die häufigen Positionswechsel.

Dabei lässt sich die jüngere

SUFAG Super Silent „C“ dank integrierter

Wettersensorik auf

Wunsch auch vollautomatisch betreiben.

Die Pumpstation mit der zentralen

Leistungssteuerung sitzt am Fuße

des Skigebiets. Hier erfolgt die Einspeisung

des ca. 6–7° C warmen

Trinkwassers aus dem Grindelwalder

Ortsnetz. Ein 30 m³ großes Betonbecken

direkt unter dem SUFAG-

Kühlturm dient als Pufferspeicher,

die Entnahme des Leitungswassers

wird über eine dezentrale Drucküberwachung

im Hotelgebäude

kontrolliert. Fällt der Druck im Ortsnetz

z. B. während abendlicher Spitzenzeiten

unter 6 bar werden Zulauf

und Hauptpumpe automatisch gesperrt.

Im …-Kühlturm [Typ/Modell] (Kühlleistung

335 kW; Wasserkühlung

4,0° C bei 20 l/s) wird das Leitungswasser

auf 0,5 bis 2° C heruntergekühlt.

Kühlturm, unterirdisches

Speicherbecken und der angrenzende

Armaturenraum sind als

Anbau an ein bestehendes Wirtschaftsgebäude

ausgelegt, das auch

den Kommandoraum mit Super -

snow-V7-Terminal und Steuerschrank

beherbergt. Die platzsparende

und auch optisch unaufdringliche

Bauweise ermöglichte der Einsatz

von zwei Vogel-Tauchmotorpumpen

im Speicherbecken für die

Kühlturmversorgung (20 l/s bei 1,5

bar; 5,5 kW Leistung) und als

Hauptschneipumpe (20 l/s bei 19

bar, 55 kW Nennleistung). Angenehmer

Nebeneffekt für die unmittelbar

angrenzenden Wohnbauten

ist der leise Betrieb von Kühlung

und Pumpe.

In zwei Strängen führt die Feldleitung

vom Pumpwerk ins Gebiet, wobei

die Wasserführung über 780 m

duktile Gussrohre des Schweizer

TRM-Vertriebspartners TMH Thomas

Hagenbucher, Zumikon, erfolgt. Gut

das Doppelte an Kabelleitung war

notwendig, um die Anbindung des

Pumpenhauses an die neue Trafo -

station am anderen Ende des Gebiets

sicherzustellen. Eine separate Glas -

faserverbindung (445 m) koppelt die

SUFAG-Steuerung zudem an den

Internet-Zugang der Skischule und

erlaubt den vollumfänglichen Fernzugriff.

Als weitere Ausbaustufe ist

bereits ein rund 300 m langer zusätzlicher

Strang mit insgesamt vier

Schächten entlang der Abfahrt zur

Firstbahn-Talstation geplant und

kann im Rahmen einer zukünftigen

Kooperationsvereinbarung zwischen

den Betreibern schnell umgesetzt

werden.

TECHNIK

BESCHNEIUNG

Erfolgreiche Projekte

Nach knapp dreimonatiger Bauzeit

ging die neue Anlage im November

in Betrieb. Betriebsleiter Christian

Bleuer: „Von der Projektierung, der

Begleitung der einzelnen Bauphasen

bis hin zur Inbetriebnahme, die

sich durch die späte Fertigstellung

des neuen Trafohauses sogar noch

etwas verzögerte, waren wir mit der

Leistung von Sufag Schweiz vollauf

zufrieden.“ Auch für Projektleiter Rinaldo

Kreuzer ist die in ihrer Größe

zwar überschaubare, in ihrer Ausführung

jedoch komplette Anlage

eine weitere wichtige Referenz. Seit

2007 betreut Kreuzer gemeinsam

mit Mario Frei und Lionel Broche für

die französischsprachigen Kantone

den Schweizer Markt vom zentralen

Lager- und Werkstatt-Standort

Stans aus. Als weitere Referenzen

auf die laufende Saison konnte das

junge Team eine Pumpenerweiterung

mit Automatisierung im Zentralschweizer

Gebiet Brunni-Haggenegg,

den Neubau der Pumpstation

Prasüra, Corvatsch, sowie die Optimierung

einer weiteren Pumpstation

für die Bergbahnen Engadin St.

Moritz AG verbuchen. tb

Rund 800 Meter

Feldleitung umfasst

die derzeitige

Infrastruktur

der Sufag-Beschneiung

in

Bodmi. Ein weiterer

knapp 300

m langer Strang

zur Firstbahn-

Talstation ist bereits

vorgesehen.

Freuen sich über

ein gelungenes

Projekt (v. l.):

Technischer

Leiter Christian

Bleuer, Bodmi

Beschneiungs-

& Präparations-

GmbH, und

Rinaldo Kreuzer,

SUFAG snow

vision AG,

Stans. Fotos: tb

1/2010 MOUNTAINMANAGER

63


TECHNIK

BESCHNEIUNG

WAIBL GmbH:

Kompetent und leistungsstark

2009 hat die Silvretta Seilbahn

AG mit einem Investitionsvolumen

von 6 Mio.

Euro den Speichersee Velill

auf der Idalpe gebaut. Alle

erdbautechnischen Maßnahmen

wurden von der

WAIBL GmbH aus Kappl

durchgeführt.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

64

Die Anfänge der WAIBL GmbH liegen in den 1970er Jahren,

als Richard Waibl sen. mit nur einem Hydraulikbagger

sein Unternehmen auf den Weg gebracht hat. Der

Bau von Alm- und Güterwegen war zu dieser Zeit der

Schwerpunkt der Aufträge. 3 Jahre später beschäftigte

man bereits 5 Mitarbeiter und führte erste Arbeiten beim

Bau von Pisten in der heutigen Skiregion Paznauntal aus.

Auch im Straßenbau und bei der Wildbachverbauung

konnte man in der Folge sein Know-how erfolgreich

einbringen, sodass in den 80er Jahren für die unterschiedlichen

Arbeiten schon großes Gerät mit über 40 t

zum Fuhrpark zählte. Der touristische Aufschwung der

Region verschaffte auch der WAIBL GmbH viele Aufträ-

die Seilbahnplaner mit Kompetenz

Ihr Partner vom ersten Gespräch bis zur Fertigstellung Ihres Seilbahnprojektes.

Projektierung Planung Umsetzung

Der Speicherteich Velill hat ein Fassungsvermögen von 165 000 m 3 . Fotos: WAIBL GmbH

ge, das Unternehmen wuchs beständig weiter und

dehnte sein Angebot auf die Bereiche Kanal- und

Dammbau aus.

Heute verfügt man über mehr als 30 Baumaschinen,

mit denen Projekte unterschiedlicher Größenordnung

durchgeführt werden können. Dabei ist man gerüstet,

alle Arbeiten im Erd- und Tiefbau im gesamten Nordtiroler

Raum abzudecken. Die Bergbahnbranche hat sich

dabei als wichtiger Auftraggeber etabliert. So hat die

WAIBL GmbH beim Bau von Pisten und Bescheinungsanlagen

in den Skigebieten Kappl, Ischgl, Galtür, St. Anton

und im Pitztal mitgewirkt. Zu schätzen weiß die

Branche vor allem die Qualität der Ausführung, die Ter-

Gaugelhofer & Ganyecz

Seilbahnplanungs GmbH

Lerchenstraße 33, A-6922 Wolfurt

tel: +43 (0) 55 74/7 62 66

fax: +43 (0) 55 74/7 62 66-7

eMail: office@seilbahnplanung.at

www.seilbahnplanung.at

grabherdesign.com


mintreue der WAIBL GmbH und die engagierten Mitarbeiter, auf

deren Erfahrung man sich verlassen kann.

Speichervolumen ausgebaut

Die Silvretta Seilbahn AG kann rund 65% ihrer Pisten beschneien.

Um alle 780 Beschneiungslanzen im Hochdruckbereich und 20

Propellerkanonen bzw. 30 Lanzen im Niederdruckbereich mit ausreichend

Wasser versorgen zu können, wurde für die Wintersaison

2009/10 auf 2 500 m Seehöhe der Speicherteil Velill gebaut, der

über ein Fassungsvermögen von 165 000 m 3 verfügt. Er stellt die

Wasserreserven parat, um 400 000 m 3 Schnee für eine Fläche von

80 ha erzeugen zu können.

Um dieses Projekt zu realisieren, mussten neben den Teichbauarbeiten

eine neue Pumpstation gebaut und rund 11 km Leitungen

verlegt werden. Mit den Planungsarbeiten hatte das Büro GE-

OGNOS Bertle bereits 2007 begonnen, der Spatenstich erfolgte

dann nach Erteilung des Baubescheides Mitte Mai 2009. Bis zum

Wintereinbruch Anfang Oktober waren alle Arbeiten trotz der oft

widrigen Witterungsverhältnisse termingerecht abgeschlossen.

Aufgrund der guten Erfahrungen, die man bei unterschiedlichen

Arbeiten mit der WAIBL GmbH gemacht hatte, erteilte die Silvretta

Seilbahn AG dem Unternehmen den Auftrag zur Durchführung aller

erdbautechnischen Maßnahmen am Speicher und zur Durchführung

der Rekultivierungsarbeiten im Bereich der Pisten.

Für den Bau des Speicherteiches wurden 200 000 m 3 Material ausgehoben.

Mit einem Teil davon wurden Pisten aufgeschüttet und

verbessert, 45 000 m 3 wurden für den Speicher selbst verwendet,

weitere 5 000 m 3 der Aufbereitung zugeführt. Alles veredelte Material

wurde mit eigenen mobilen Brech- und Siebanlagen vor Ort

aufbereitet, sodass lange Transportwege nicht notwendig waren.

Bei Baubeginn Mitte Mai waren auf 2 500 m Seehöhe umfangreiche

Schneeräumungsarbeiten notwendig, um das Baufeld freilegen

zu können. Da man in diesem Bereich und auf dieser Seehöhe

unterschiedliche geologische Verhältnisse vorfand, war bei allen

Arbeiten großes Fingerspitzengefühl gefordert. Um die zeitlichen

Vorgaben einzuhalten und den Witterungsbedingungen Paroli zu

bieten, mussten alle Arbeiten exakt koordiniert werden. Dazu war

eine entsprechend große Anzahl an Gerätschaften aus der WAIBL

Fahrzeugflotte vor Ort. Ständig waren 3 Großbagger und 6 Muldenkipper

an der Baustelle präsent. Alle Bohr- und Sprengarbeiten

Technische Daten

Eckdaten Erdbau:

Aushub Becken: ca. 200 000 m 3

Schüttung Damm: ca. 45 000 m 3

Materialaufbereitung: ca. 6 000 m 3

Pistenbau: ca. 4 ha

Steinschlichtung: ca. 3 000 m 2

Eckdaten Speicher:

Wasseroberfläche: rund 19 000 m 2

Böschungsflächen innen: ca. 16 000 m 2

Böschungsneigung innen: 32°

Nutzinhalt: 165 000 m 3

Besonderheiten:

Abdichtung mittels 2-lagiger Asphaltschicht

Freiboard um den Speicher mit Steinsatz und Humusvegetation verlegt

Vereint mit örtlichen Natur

Bauherr: Silvretta Seilbahn AG/Vorstand Markus Walser

Bauleitung: SSAG Serafin Siegele

Erdbau: Bauleitung: Ing. Richard Waibl jun.

Polier: Paul Ladner

TECHNIK

BESCHNEIUNG

wurden mit eigenem Bohrgerät durchgeführt.

Auf diese Weise konnte bereits Mitte

Juli ein Drittel des Speichers an die Asphaltfirma

Walo Bertschinger AG übergeben werden,

damit ein Auftragen des Splittmastixasphaltes

ohne Verzögerung über die Bühne

gehen konnte.

Ende September waren die Hauptarbeiten

an diesem Projekt abgeschlossen. Noch vor

dem frühen Wintereinbruch Anfang Oktober

2009 konnte deshalb mit der Befüllung

des Speicherteiches begonnen werden.

i

Infos: www.waibl-erdbau.at

Großes Gerät

und viel Erfahrung

waren

notwendig, um

alle Arbeiten zu

koordinieren.

Die Fundgrube

Gebrauchte Doppelmayr

Schlepplift-Teile aller Art

An- und Verkauf

Instandsetzung v.

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Fax. 00 49 (0) 83 75/81 36

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E-Mail: siegrid.braun@skilift-weitnau.de

1/2010 MOUNTAINMANAGER

65


WIRTSCHAFT

BESCHNEIUNG

Gerhard Fladenhofer startet neu durch

Firma Hydrosnow gegründet

Anfang Februar wurde eine neue Firma

am Beschneiungssektor, die Hydrosnow

GmbH. mit Sitz im steirischen Langenwang,

gegründet. Gründer und Geschäftsführer

ist der in der Branche

bestens bekannte Gerhard Fladenhofer,

vormals für HDP Gemini tätig. Eingebunden

ist Hydrosnow in die ebenfalls neue

Kooperationsgruppe TEAM4SNOW mit

Interfab, Lenko und Elektro Berchtold.

Easystore Depotsysteme

MOUNTAINMANAGER 1/2010

66

Vertriebspartner:

www.wintersteiger.com

Gerhard Fladenhofer ist Geschäftsführer der neuen

Firma Hydrosnow in Langenwang. Foto: Hydrosnow

Gerhard Fladenhofer, Verkaufsleiter und Ex-Prokurist der insolventen

HDP aus Mürzzuschlag hat sich mit einem innovativen Unternehmen

selbstständig gemacht. Die Hydrsosnow GmbH., wie Fladenhofer

seine Firma in Langenwang nennt, ist spezialisiert auf hydraulische

Anlagen für die Beschneiung. Im Bereich Pumpstationsbau

hat sich Fladenhofer ja auch ein großes Know-how durch seine

vielen Projekte bei HDP Gemini angeeignet und die Referenzen sind

hervorragend – gerade in Zusammenarbeit mit der Elektro Berchtold

Gmbh. Komplettiert wird das Team um Fladenhofer von drei

dynamischen Mitarbeitern, die alle über jahrelange einschlägige

Berufserfahrung verfügen. Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt,

um alle Ansprüche und Wünsche der Branche auf diesem Sektor

professionell zu erfüllen.

Die Betätigungsfelder sind demnach konkret:

. Auslegung, Planung und Bau von Pumpstationen

. Auslegung von Gesamtanlagen

. Wartung und Überprüfung von Pumpstationen

. sämtliche Bereiche, die mit Beschneiungsanlagen zu tun haben.

Komplette Schneeanlagen möglich

Mann kann also bei Gerhard Fladenhofer auch eine komplette

Schneeanlage bestellen, wobei dann die Einbindung in die o. a. Kooperation

TEAM4SNOW zum Tragen kommt: bei Propellermaschinen

wird Fladenhofer das Produkt LENKO anbieten, bei Schnei-Lanzen

die Typen von Johnson Controls Neige, welche Interfab im

deutschsprachigen Raum vertritt. Die Elektrotechnik bzw. Steuerung

bleibt in den bewährten Händen von Peter Berchtold.

Über die genauen Ziele und Strategien von TEAM4SNOW berichten

wir in der nächsten Ausgabe des Mountain Managers, da die

öffentliche Präsentation erst nach Redaktionsschluss des MM1

stattfindet. mak

i Die Kontaktdaten:

Hydrosnow GmbH

Wiener Straße 2, A-8665 Langenwang

Tel.: +43 (0)3854/25005-0, Mobil: 0664/9226518

Fax.: +43 (0)3854/25005-25

Email: office@hydrosnow.at, Internet: www.hydrosnow.at


PowerGIS beendete bereits das vergangene

Jahr mit einem Highlight:

der 1. Kompetenztag SNOWmanagement

wurde als Zeichen einer

neuen Dimension der Auseinandersetzung

mit dem Thema „Pisten-

Management“ ins Leben gerufen.

Zuvor hat PowerGIS die Software

ARENA GPS+ durch die Integration

der Komponenten Fleet Manager

(Fahrtenschreiber), Wettervorhersage

sowie Visualisierung bzw. Simulation

der Schneeanlage zu einer

Gesamtlösung für alle weiterentwickelt.

Noch im Dezember 2009 ist

dieses neue Tool – das ARENA PistenManagementSystem

– online

gegangen. Damit leistet PowerGIS

einen wesentlichen Beitrag zum effizienten

Ressourceneinsatz. Das beginnt

bei der Dokumentation und

Analyse und endet bei der Planung

und dem Betrieb der Pisten. Der positive

Effekt stellt sich dreifach ein:

beste Pistenqualität bei gleichzeitigem

Umweltschutz sowie ein Maxi-

TECHNIK

PISTENMANAGEMENT

PowerGIS bietet neue Dienstleistung:

Coaching bei Umsetzung von

Pisten- und Facility-Management

GRAFIK: ARENA

PistenManagement

Die Salzburger Firma PowerGIS hat

sich innerhalb weniger Jahre von einem

innovativen Hard- und Software-

Spezialisten für die Bergbahnbranche

zu einem wertvollen Dienstleister im

Projektmanagement entwickelt. Es

geht künftig nicht nur mehr um die

erfolgreichen Produkte „ARENA GPS+

Schneehöhenmessung“ oder „ARENA

MountainOffice“ an sich, sondern um

eine übergeordnete Sichtweise der jeweiligen

Thematik. Anders ausgedrückt:

PowerGIS steht den Bergbahnen

ab sofort bei der Einführung bzw.

schrittweisen Umsetzung von „Pisten-

Management“ und/oder „Facility-Management“

als Coach von A bis Z zur

Seite. Nur dadurch ist letztlich das eigentliche

Ziel erreichbar, nämlich die

ständige Verbes serung der Unternehmensleistung.

mum an Kostenreduktion! Jüngstes

Erfolgsbeispiel ist die Schneekontrolle

auf der Kitzbüheler Streif für

das legendäre Hahnenkammrennen.

Die Betreuung ist

entscheidend

Nun hat sich PowerGIS zu einem

weiteren Schritt in der Positionierung

entschlossen: die Tätigkeit

hört nicht mit der Installation der

Software, kurzer Einschulung und

1/2010 MOUNTAINMANAGER

67


TECHNIK

PISTENMANAGEMENT

Das ARENA PistenManagementSystem machte auch die

Schneekontrolle auf der WC-Piste „Streif“ zum Kinderspiel.

Der Kitzbüheler Ski Club und die Bergbahn AG Kitzbühel

setzten erfolgreich auf die innovative Lösung von PowerGIS.

Im Bild v. l. n. r.: Robert Sölkner (GF PowerGIS), Dr. Georg

Hechenberger (Vorstand Bergbahn AG Kitzbühel), Herbert

Hauser (Streif-Pistenchef), Toni Ehrensperger (Ski Club),

Lorenzo Conci (ITA) der Technische FIS-Delegierte und Ski

Club Präsident Dr. Michael Huber. Fotos: PowerGIS

MOUNTAINMANAGER 1/2010

68

anschließendem Wartungsvertrag

auf, sondern von dort weg setzt die

Betreuung der involvierten Mitarbeiter

erst so richtig ein, so dass das

angepeilte Ziel – z. B. Einführung

von Facility-Management – Schritt

für Schritt tatsächlich realisiert wird.

Hier liegt die entscheidende Phase,

ob die Investition überhaupt greift.

Oder ob sie aufgrund der im Tagesgeschäft

meist völlig ausgelasteten

und daher mit Zusatzaufgaben oft

überforderten Mitarbeiter zum

Scheitern verurteilt ist.

„Unsere Erkenntnis nach jahrelanger

Erfahrung ist, dass es bei den

Seilbahnen unbedingt ein externes

Projektmanagement braucht, weil

sie selber nicht die Zeit haben, das

Projekt ohne Hilfestellung zum Erfolg

zu führen“, erklärt PowerGIS

Geschäftsführer Robert Sölkner.

„Sonst wird ein Facility-Management-System

von den Mitarbeitern

höchstens als „besserer Kalender“

gesehen und eingesetzt, was aber

zu kurz greift. Oder die Sache schläft

ganz ein.“

Die Produkte selbst

sind nur ein Aspekt

Zur Basisarbeit von PowerGIS gehört

nun auch das Einholen und

Erfassen von Grundlagendaten wie

Laserscandaten, Kataster oder Orthofotos

für das Geo-Informationssystem,

damit die jeweilige Bergbahn

mit der Software überhaupt

etwas anfangen kann. Dies ist eine

wichtige Dienstleistung, denn unabhängig

davon, ob jemand anschließend

das Programm kauft

oder nicht, ist die Organisation/

Dokumentation solcher Daten für

jeden Seilbahnbetrieb bedeutend.

Sölkner erkannte also, dass die wirklich

gesuchte und gebrauchte Kompetenz

auch eine Ebene vor und eine

Ebene nach dem eigentlichen

Produktankauf liegt. Deshalb will er

in Zukunft nicht mehr von Systemen

sprechen, sondern von Pisten-

Management und Facility-Management.

„Bei der Einführung solcher Projekte

sind die Produkte nur ein einziger

Aspekt und müssen nicht zwangsläufig

immer von PowerGIS gestellt

werden. Es könnte ja auch passieren,

dass eine Firma wie z. B. Kässbohrer

seine Pistenmaschinen standardmäßig

mit einer Schneehöhenmessung

ausstattet. Dann wäre es

vom Standpunkt des Kundennutzens

her gesehen nicht konstruktiv,

so ein Produkt nicht in unser Gesamtprojekt

ARENA PistenManagement

integrieren zu können. Daher

wird PowerGIS auch Fremdprodukte

integrieren können und sie mit

den anderen Tools verbinden“, versichert

Sölkner. Und einen universellen

Pisten-Manager wird ein solcher

Anbieter ja kaum herausbringen,

da er nur den Blick für die

Pisten maschine alleine hat und

nicht für alle weiteren relevanten

Bereiche wie Wettervorhersage, Beschneiung

und Flottenmanagement.

Die Module

greifen ineinander

„Es geht um den Kunden, nicht um

den Wettbewerb. Die Systeme

müssen miteinander harmonieren.

Entscheidend ist, dass wir uns auf

den Oberbegriff konzentrieren und

sagen: Wir sind Pisten-Manager

und Facility-Manager. Dahinter stehen

dann viele einzelne Module

wie die Schneehöhenmessung, das

Flottenmanagement, die Wettervorhersage,

die Wartung und Instandhaltung,

um ein vernünftiges

Pisten- oder Facility-Management

aufzusetzen“, führt Sölkner weiter

aus.

Die Module bauen natürlich aufeinander

auf. Wenn eine Bergbahn

z. B. sagt, sie möchte ein Flottenmanagement-System

haben, macht

PowerGIS darauf aufmerksam, dass

das übergeordnete Werkzeug dazu

ARENA PistenManagement ist, man

aber durchaus auf der Ebene des

Flottenmanagements in die Thematik

einsteigen kann. Denn wer Flottenmanagement

macht, wird irgendwann

auch die Pistenränder

und die Schneipunkte erfassen wollen.

In Folge ist auch die GIS-Thematik

(Geo-Informationssystem) interessant.

Bei welchem Modul man

einsteigt, ist letztlich nicht entscheidend,

da sie alle ineinander greifen.

Entscheidend ist vielmehr, dass das

in der Branche vorhandene Knowhow

z. B. bei der Schneeerzeugung

jetzt einerseits standardisiert werden

kann und andererseits nichts

länger dem Zufall überlassen wird.

Was ist ein gutes Pisten-Management?

– das müssen alle wissen und

Zugang zum höchsten Level haben.

Und dieser Level wird sich durch die

Erfahrung mit den neuen PowerGIS-

Lösungen zum Vorteil der ganzen

Branche auch ständig weiter entwickeln!

mak


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Bearbeitung und Tuning für fahrbereite Ski in einem Arbeitsgang.

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TECHNIK

BESCHNEIUNG

Pistenpräparierung

in Hochfügen

am 28. 12.:

Darstellung der

Schneeverteilung

auf der snow -

Meter-Konsole

Monitor.

Fotos: Klenkhart

Weiterer Anbieter von Schneehöhenmessung aktiv

Klenkhart führt snowMeter ein

Am 20. Jänner wurde ein weiteres neues Produkt im Bereich Schneehöhenmessung mittels GPS-

Technologie am Markt eingeführt. Hinter snowMeter, so die Bezeichnung, steht die Firma Trimble

und deren Fachhändler Geodaesie Austria sowie die Firma Klenkhart & Partner Consulting ZT GmbH.

Die Komponenten von snowMeter am Pistenfahrzeug.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

70

Am 20. Jänner 2010 war die gelungene Premiere von

snowMeter in Hochfügen, Zillertal. Im Gebiet der Skiliftgesellschaft

Hochfügen GmbH wurde seit Oktober

2009 das neue System zur Schneehöhenmessung im

täglichen Einsatz getestet und hat sehr positive Reaktionen

aus der Seilbahnbranche hervorgerufen, bestätigt

Betriebsleiter Josef Fiechtl. Seiner Meinung nach ist es

dem o. a. Team gelungen, mit snowMeter ein stabiles,

benutzerfreundliches System zur Schneehöhenmessung

mittels GPS-Technologie zu verwirklichen! Der

Nutzen für die Optimierung der Beschneiung bzw.

Schneeverteilung sowie die Unterstützung der Pistengerätefahrer

sei offensichtlich

Fakten zum Systemaufbau

Auf dem Pistenfahrzeug werden nur solche GPS-Komponenten

eingesetzt, die den Industriestandard der

Bauindustrie erfüllen. Derartige GPS-Komponenten

sind für Baumaschinen mit starken Erschütterungen wie

z. B. Schubraupen konzipiert und haben sich im welt-


Eine snowMeter-Konsole in der Fahrzeugkabine.

weiten Einsatz bereits bewährt. Mit anderen Worten: der GPS

Systemaufbau für ein Pistengerät unterscheidet sich von den

Hardware-Komponenten nicht gegenüber einer Baumaschine.

Trimble verfügt außerdem mit ihrem Fachhändlernetz über ideale

Support- und Wartungspartner.

Für die erforderlichen GPS-Korrekturdaten kann eine lokal installierte

Basisstation oder ein Korrekturdienst (z. B. APOS) verwendet

werden. Die Meß-Genauigkeit beträgt dann 5–10 cm.

Entsprechend den unterschiedlichen Anforderungen eines jeden

Skigebietes stehen vier GPS-Systeme zur Auswahl - somit können

individuelle Lösungen angeboten werden:

TECHNIK

BESCHNEIUNG

. Dual (zwei Antennen) mit Basisstation oder VRS (über Internet)

. Single (eine Antenne) mit Basisstation oder VRS (über

Internet)

Laserscandaten erforderlich

Als Datengrundlage wird ein digitales Geländemodell im schneefreien

Zustand benötigt. Die Erfahrungen aus Hochfügen zeigen,

dass hier Laserscandaten die erforderliche Genauigkeit erfüllen.

Die Schneehöhen werden einmal direkt im Pistengerät in Echtzeit

auf einer eigenen Konsole angezeigt. Alle Messdaten werden

gespeichert und sind z. B. in Form von Schneehöhenkarten auswertbar

– dies ermöglicht weiterführende Analysen, Informationsgewinn

und die Möglichkeit der Dokumentation.

Vielfältiger Nutzen von snowMeter

. Pistenqualität – z. B. Vermeiden von Erdmaterial auf Piste

durch zu tiefes Präparieren, optimierte Schneeverteilung = effizientes

Schneemanagement!

. Unterstützung der Pistenfahrer – z. B Sicherheit bei diffuser

Sicht, Erkennen von Schächten, Wegen etc.

. Bestmögliche Nutzung von Schneedepots

. Gezieltes Ausapern im Frühjahr

. Schneehöhenkarten – Als Kontrolle und Grundlage für eine

effiziente Schneistrategie und Schneemanagement (Welche Pistenabschnitte

nachschneien?

Wie ist die Schneeverteilung?). Potential zur Kosteneinsparung!

. Dokumentation – Visualisierte Darstellung der Schneeverteilung

über die ganze Saison. pd

1/2010 MOUNTAINMANAGER

71


TECHNIK

BESCHNEIUNG

Sehr gute Ergebnisse lieferte die

TPS 900 in Abtenau. Dazu David

Brandauer, Geschäftsführer der Abtenauer

Bergbahnen Ges.m.b.H.: „Ein

Teil unseres Skigebietes liegt auf einem

Sonnenhang in niedriger Seehöhe.

Meistens haben wir hier eher wärmere

Temperaturen und sehr hohe Luftfeuchtigkeit.

Bei den extrem ungünstigen

Verhältnissen von –2°C Temperatur

und 95 % Luftfeuchtigkeit hat die

TPS 900 der Fa. GMT-Wintersteller

Ges.m.b.H. im Jänner des heurigen

Jahres noch immer Schnee von hervorragender

Qualität und das in beachtlichen

Mengen produziert. Die Maschine

hat ein dumpferes Betriebsgeräusch

und wird daher als angenehmer empfunden,

was von unseren unmittel -

baren Nachbarn wohlwollend zur

Kenntnis genommen wurde. Bezüglich

Bedienkomfort habe ich einige zusätzliche

Funktionen angeregt, aber wie ich

erfahren habe, hat sich die Fa. GMT

ohnedies zum Ziel gesetzt, möglichst

alle Kundenwünsche zu realisieren.“

Foto: GMT Wintersteller

Das solide Know-how der TPS-Schnee-Erzeuger, das

die GMT-Wintersteller GmbH erworben hat, ist eine

solide Basis, die keinen Vergleich scheuen muss und

sukzessive optimiert wird. Vor dem Hintergrund industrieller

Fertigungsmöglichkeiten und einer bemerkenswerten

Fertigungstiefe sind sowohl große Stückzahlen

als auch Einzelanfertigungen und Kleinserien

speziell auf Kundenwunsch möglich.

Beste Voraussetzungen

Für die unterschiedlichen Anforderungen der Skigebiete

hat die GMT-Wintersteller GmbH den richtigen

Background. Das österreichische Unternehmen mit 4

Niederlassungen in Salzburg, Abtenau und Annaberg

beschäftigt 130 gut ausgebildete Mitarbeiter und hat

einen ausgezeichneten Ruf im Maschinen- und Metallbau.

Darüber hinaus kann man auf jahrelange Erfahrung

und internationale Kunden verweisen, die man

mit Zuverlässigkeit und Qualität überzeugt.

Als gut aufgestelltes Unternehmen, das nicht nur in einer

Sparte aktiv ist, müssen Kunden nicht befürchten,

dass die Schneitechnik hier nur vorübergehend angesiedelt

ist. Alle Aktivitäten sind auf eine kontinuierliche

Marktpräsenz ausgerichtet. Für die Skigebiete steht damit

ein zuverlässiger Partner vor Ort zur Verfügung, der

MOUNTAINMANAGER 1/2010

72

GMT-Wintersteller GmbH:

Top-Technik made in Austria

Die GMT-Wintersteller GmbH hat die letzten Monate genutzt, um ihre

Schnee-Erzeuger der Marke TPS am Markt zu präsentieren. Das Ziel ist

klar: Man will für jeden Kundenwunsch die optimale Lösung.

ihre Wünsche ernst nimmt und diese

auch umsetzt.

Die Produktion der Schnee-Erzeuger

erfolgt zur Gänze in Österreich.

In jedem einzelnen Produktionsschritt

wird auf höchste Präzision

Wert gelegt. Das Werk verlassen nur

Maschinen, auf die auch unter

schwierigen Einsatzbedingungen

unbedingt Verlass ist.

Zwei Modelle von Schnee-Erzeugern

stehen zur Verfügung:

. TPS 755 (ÖKO, S) mit einer maximalen

Schneileistung von 75–90

m 3 /h und

. TPS 900 (ÖKO) Professional mit

einer bemerkenswerten maximalen

Schneileistung von 120 m 3 /h.

Zu den Vorzügen der Maschinen

zählen u. a. :

. Bemerkenswerte Schneileistung

im Grenztemperaturbereich bei –1°

bis –3° C und auch noch bei tiefsten

Temperaturen bis –30° C.

. Die Maschinen sind zuverlässig,

leistungsstark, robust, einfach zu

bedienen und benötigen nur ein

Minimum an Wartung.

. Durch die spezielle Abstimmung

von Turbine, Düsen und Nucleisystem

wird der Wirkungsgrad der TPS

Schnee-Erzeuger optimiert, der

Energieverbrauch minimiert.

. Optimal auskristallisierte Schneestruktur.

. Ausgereiftes Automatiksystem,

die Steuerung erfolgt durch einfache

Verschiebung der Steuerkurve.

. Keine Kühlung bis 5° Wassertemperatur

notwendig, und das ohne

messbare Leistungseinbußen.

i Infos:

www.tps-snowtechnic.at

Michael Heiss

GMT-Wintersteller GmbH

Mobil: +43 699 117 111 12

Gerhard Rohrecker

GMT-Wintersteller GmbH

Mobil: +43 660 3126633


Details zur Neugründung

Peter Lamm über die Firmenneugründung

im Detail: „Mein früherer

Arbeitgeber wurde mit gewissen

Auflagen des Kartellamtes an die

schwedische Atlas Copco-Gruppe

verkauft. Diese beinhalten die Möglichkeit,

ein im Wettbewerb stehendes

Unternehmen zu gründen sowie

eine Befreiung aller Mitarbeiter von

der Wettbewerbsklausel. Ferner wurden

die österreichischen Markenrechte

für AGRE-Schraubenkompressoren

verkauft. Diese Kriterien eröffneten

uns neue Produktions- und

Marktchancen für Drucklufttechnik

in Österreich und führten zur Gründung

des Unternehmens AIRKO“.

Kompetenz aus

Leidenschaft

Unter dem Motto „Kompetenz aus

Leidenschaft“ wird Peter Lamm und

sein erfahrenes, 20-köpfiges Team

am europäischen Druckluftmarkt

agieren. Mit österreichischer Produktion

und Wertschöpfung. Auf

dem etwa 8 000 m 2 großen AIRKO-

Areal sind vorab 2 000 m 2 für die

Kolbenkompressoren-Produktion

und 450 m2 als Verwaltungs- und

Schulungsfläche geplant. Der AIR-

KO-Standort Schiedlberg wird zum

Kompetenzzentrum für industrielle

Kolbenkompressoren der Gruppe.

Das Schraubenkompressoren-Programm

sowie das Druckluftumfeld

dafür werden am österreichischen

Markt unter der Premiummarke

AGRE angeboten.

Abschließend Peter Lamm: „Bei AIR-

KO kann ich als ,aktiver’ Manager

mit meinem Führungsstil – Generalist

mit hoher Eigenverantwortung

und individueller Entscheidungsstruktur

– ideal das Marktgeschehen

mitgestalten. Wir wollen durch Leistung,

Innovation und Produkteffizienz

am Markt Gewinne für zukünftige

Investitionen erwirtschaften

und österreichische Arbeitsplätze

absichern. Die Belegschaft bildet

das größte Kapital von AIRKO. Kompetenz,

Know-how und die Haltung

TECHNIK

BESCHNEIUNG

AIRKO-Geschäftsführer

Peter Lamm vor dem

neuen Werk in Schiedlberg.

AIRKO – Neues Unternehmen

für Drucklufttechnik

Dass man auch mit 59 Jahren nochmals beruflich durchstarten kann, beweist der in der Druckluftbranche

geschätzte Peter Lamm. Nach seinem überraschenden Ausstieg bei Österreichs bekanntester

Kompressorenmarke gründete er per 2. 1. 2010 gemeinsam mit der deutschen ALMIG Kompressoren

GmbH (Köngen bei Stuttgart) ein neues Unternehmen für Drucklufttechnik in Österreich: die AIRKO

austrian compressors GmbH mit Sitz in Schiedlberg (OÖ).

gegenüber Marktpartnern, der Umwelt und dem Unternehmen

stehen absolut im Vordergrund. Die Menschen,

sprich die Teamqualität, stellen ein entscheidendes

Kriterium für das erfolgreiche Marktagieren

dar. Das sind Grundsätze und Werte, an denen sich alles

bei AIRKO orientiert. Man kann sagen, AIRKO ist

das neue Original“.

Die Produktpalette

Das aktuelle AIRKO-Druckluftprogramm umfasst:

. Schraubenkompressoren,

. Kolbenkompressoren (Industrie-, Heim- und Handwerkerbereich),

. Blowers (Mitteldruckkompressoren bis 40 bar z. B.

für Pettflaschen-Industrie)

. Druckluftzubehör,

. Steuerung, Regelung und Überwachung von

Druckluftstationen,

. Druckluftaufbereitung,

. Druckluftwerkzeuge,

. Wartungsgeräte,

. Farbspritzen,

. Qualitäts-Pflegegeräte,

. Rohrleitungssysteme.

i Infos: www.airko.at

AIRKO-GF Peter Lamm, Mobil: + 43 (0)664/238 3458

1/2010 MOUNTAINMANAGER

73


TECHNIK

BESCHNEIUNG

ProNeve: Studie über nachhaltiges Wassermanagement

Energiesparend Wasser nutzen

bei Schneeproduktion

Die Schneesicherheit in Skigebieten wird immer stärker vom Klimawandel beeinflusst. Die Skigebiete

werden mehr denn je auf Beschneiungsanlagen angewiesen sein, die immer leistungsfähiger sein

müssen. Künftig wird es vor allem auf Innovationen bei Beschneiungstechnologien und die effiziente

Nutzung der Ressource Wasser ankommen. Dazu stellte ProNeve, die Arbeitsgruppe des Clusters

sports & winterTECH des TIS innovation park Bozen, am 9. 12. 09 die Arbeiten an einer Studie zum

nachhaltigen Wassermanagement der Öffentlichkeit vor.

Die Akteure von ProNeve: vordere Reihe von

rechts nach links: Hugo Götsch (Präsident Pro-

Neve), Hubert Hofer (Direktor TIS innovation

park), Erwin Stricker (Pressesprecher ProNeve),

Georg Eisath (Betreiber Skigebiet Karersee).

Hintere Reihe von rechts nach links: Thomas

Egebrecht (Manager Cluster sports & winter-

TECH und Manager des EFRE Projekts),

Andreas Winkler (Area Manager des Bereichs

Alpine Technologien des TIS innovation park),

Wilfried Rauter (Abteilungsdirektor Wasser

und Energie der Provinz Bozen).

Das Thema Wasser und Schnee sind zentrale

Aspekte der ProNeve-Strategie. Die

Expertenplattform wies bei der Pressekonferenz

mit Nachdruck darauf hin, dass nur

ein nachhaltiges und intelligentes Ressourcenmanagement

die Zukunft von

Wintersportgebieten sichert. Um zu Beginn

der Wintersaison genug Wasser für

die künstliche Beschneiung zur Verfügung

zu haben, kommt man schon heute ohne

Speicherbecken nicht mehr aus. Künftig

müssen künstliche Reservoirs möglichst

Ressourcen schonend, ökologisch nachhaltig

und ästhetisch wertvoll konzipiert

werden – als ganzheitliche Systeme, die

Natur, Landwirtschaft, Zivilschutz und

Wintersport gleichermaßen berücksichtigen.

Dabei können Speicherbecken nicht

nur als Wasserreservoir für Schneemaschinen

fungieren, sondern z. B. auch als

Kunstsee mit touristischem Mehrwert.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

74

Ein Beispiel dafür sei der neue Speicherteich

im Skigebiet Karersee, so die ProNeve-Vertreter.

Der Speicherteich mit einem

Gesamtvolumen von 98 000 m 3 dient als

Wasserspeicher für die technische Beschneiung

im Winter und wirkt gleichzeitig

als hochalpiner See im Sommer. Außerdem

wurde der neue Speicherteich so konzipiert,

dass eine Mehrfachnutzung durch

Landwirtschaft und Zivilschutz möglich ist.

Studie zum nachhaltigen

Wassermanagement

ProNeve verfolgt das ambitionierte Ziel, in

Sachen Wassermanagement für den Wintersport

neue Maßstäbe zu setzen. Ein

weiterer Schritt dorthin wird derzeit über

ein gemeinsames Projekt mit dem TIS innovation

park gesetzt. Im Rahmen des

EFRE-Programms (Europäischer Fond für

regionale Entwicklung) arbeitet ProNeve

gemeinsam mit dem Cluster sports & winterTECH

an einer Studie zum nachhaltigen

Wassermanagement in Südtiroler Skigebieten.

Es geht im Wesentlichen um die

Beantwortung der Fragen, wie künftig

Speicherbecken effizient und effektiv geplant,

gebaut und genutzt werden sollten.

Ziel der Studie, die 2011 fertig gestellt sein

wird, ist die Ausarbeitung eines exemplarischen

Leitfadens zur Errichtung von Speicherbecken

unter dem Aspekt der ökologischen

und ökonomischen Nachhaltigkeit,

sowie der Berücksichtigung einer möglichen

Mehrfachnutzung durch Skigebiete,

Landwirtschaft und Zivilschutz. Die Basis

für diesen Leitfaden, der Südtiroler Skigebietsbetreiber

und Investoren als Entscheidungshilfe

dienen soll, bilden Fallstudien

in vier heimischen Skigebieten. Diese sollen

den vorbildhaften Weg Schritt für

Schritt aufzeigen. Das EFRE-Projekt-Team

berücksichtigt dabei unterschiedlichste

Standortfaktoren, um möglichst vielen Skigebieten

künftig mit Hilfe der Studie einen

Referenzpunkt zu geben.

Die Ergebnisse der Studie zum nachhaltigen

Wassermanagement in Südtiroler Skigebieten

werden unmittelbar nach deren

Fertigstellung im Sommer 2011 publiziert

und öffentlich zugänglich gemacht.

Nur 0,1 % Wasser

für Beschneiung

Ein Bruchteil des verfügbaren Wassers in

Südtirol, etwa 0,1 %, wird für die technische

Beschneiung verwendet. Dies ist ein

geringer Ressourcenaufwand mit großer

Auswirkung auf Südtirols Wertschöpfung

und Wirtschaftsleistung, die über den

Wintersport erbracht wird. Etwa ein Viertel

der Südtiroler Wirtschaftskraft stammt

aus dem Wintertourismus und der Wintertechnologie.

Schnee hat hier elementare

Bedeutung. Schnee ist denn auch das

Kernthema der ProNeve, der neutralen

Expertenplattform im TIS innovation park

mit Akteuren aus dem Wintersportsektor

in Südtirol. ProNeve beschäftigt sich mit

der Produktion und der Qualität von technischem

Schnee (Kunstschnee).

ProNeve fokussiert ihre Aktivitäten auf die

Förderung von Innovationen im Bereich

der effizienten, nachhaltigen und Ressourcen

schonenden Schneeproduktion, auf

die Stärkung des Schnee-Images und auf

die Unterstützung der Marktführerschaft

Südtirols im Schneesektor.

Wassernutzung in Südtirol/Jahr

. Landwirtschaft 170 Mio. m³ – 61 %

. Industrie 50 Mio. m³ – 18 %

. Trinkwasser 52 Mio. m³ – 18,7 %

. Schneeerzeugung 6 Mio. m³ – 2,2 %

Quelle: Amt für Gewässernutzung. pd


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TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Kässbohrer Geländefahrzeug AG:

1 000ster PistenBully 600 übergeben

2009 konnte die Kässbohrer

Geländefahrzeug AG nicht nur

ihr 40-jähriges Bestehen und

den Verkauf von über 17 000

Fahrzeugen feiern. Knapp

vor Weihnachten wurde der

1 000ste PistenBully 600 an

die Nauderer Bergbahnen

übergeben.

Im Zentrum des technischen Fortschritts steht

beim PistenBully 600 der Fahrer.

Im Januar 2006 wurde das neue Premium-

Modell von Kässbohrer im Rahmen der

FIRE-IN-RED-Tour vorgestellt. Schon bei

den ersten Präsentationen zeigte sich das

große Interesse für den PistenBully 600,

bei dessen Entwicklung man den Fahrer in

den Blickpunkt gestellt und die Zukunft

der Pistenpräparation in die Gegenwart

geholt hat: „Der PistenBully 600 erschließt

eine neue Dimension in der Pistenpflege.

Sowohl technisch als auch im

Design. Mit seinem neuen Motor und optimal

darauf abgestimmten Komponen-

MOUNTAINMANAGER 1/2010

76

Hans-Peter Müller (2. v. r.), Vertriebsleiter der Kässbohrer Geländefahrzeug AG, Laupheim, und

Peter Soukal (2. v. l.), Niederlassungsleiter Österreich Kässbohrer Geländefahrzeug AG, übergeben

den 1 000sten PistenBully 600 an Heinz Pfeiffer, Geschäftsführer Nauderer Bergbahnen (Mitte).

Fotos: dwl

ten bietet er Leistung ohne Kompromisse.

In seinem geräumigen Fahrerhaus hat der

Pilot dabei jede Situation im Griff“, so die

Vorgaben des Herstellers.

Dass man mit dieser Einschätzung richtig

liegt, beweisen die Verkaufszahlen der letzten

Jahre. So konnte die Kässbohrer Geländefahrzeug

AG am 22. Dezember 2009

den 1 000sten PistenBully 600 an die Nauderer

Bergbahnen übergeben. Diese beachtliche

Verkaufsmarke konnte bereits im

4. Verkaufsjahr erreicht werden, sodass der

PistenBully 600 derzeit für sich in Anspruch

nehmen kann, das meistverkaufte Pistenfahrzeug

weltweit zu sein. Er ist damit auf

bestem Weg, so erfolgreich zu werden wie

der PistenBully 300, der mit 2 500 verkauften

Fahrzeugen bis dato den Verkaufsrekord

aller Pistenfahrzeuge weltweit hält.

Der 1 000ste PistenBully 600 wurde in

Nauders gebührend in Empfang genommen

und gefeiert. Hans-Peter Müller, Vertriebsleiter

der Kässbohrer Geländefahrzeug

AG, Laupheim, übergab den Schlüssel

an Heinz Pfeiffer, Geschäftsführer der

Nauderer Bergbahnen. Beide hoben in ihren

Statements die gute Zusammenarbeit

hervor, die durch den neuen PistenBully

600 eindrucksvoll demonstriert würde.

Die Pistenfahrzeugfahrer des Bergbahnunternehmens

zeigten mit einer Pisten-

Bully-Parade ihre Freude über den Neuzugang

und demonstrierten eindrucksvoll,

wer für die ausgezeichnete Pistenqualität

vor Ort verantwortlich zeichnet.

Ergonomie, Fahrkomfort

und einfache Bedienung

Das fahrerfreundliche Cockpit des Pisten-

Bully 600 verfügt über ein übersichtliches

Bedienpanel, über das alle Funktionen direkt

anwählbar sind und einen ergonomischen

Fahrersitz für ein ermüdungsfreies

Arbeiten. Das Handling des Fahrzeugs erfolgt

über Joy-Stick und ein vertikal und

horizontal stufenlos einstellbares Halblenkrad.

Ein durchdachtes Lichtkonzept, eine optimierte

Gewichtsverteilung und der starke

Mercedes-Benz Motor OM 460 LA mit

6 Zylindern, 12,8 l Hubraum und 295 kW

(400 PS) sind Voraussetzungen für beste

Präparierergebnisse. Für schwierige Passagen

bzw. das Schieben großer Schnee-


mengen ist auf die Winde mit schonender

Seilwicklung, feinfühliger

Steuerung und kompakter Bauweise

Verlass. In der FunPark-Ausführung

spielt der PistenBully 600 auch

auf diesem Terrain seine Vorzüge

voll aus. dwl

Die Pistenfahrzeugfahrer der Bergbahnen

Nauders bereiten dem Neuzugang

einen fulminanten Empfang.

Kässbohrer Geländefahrzeug AG:

Erfolgreicher Abschluss der

Bye-Bye-Bonus Aktion

Die im Rahmen der Bye-Bye-Bonus Aktion in Zahlung genommenen Fahrzeuge warten auf ihre

Verschrottung. Foto: Kässbohrer Geländefahrzeug AG

In den vergangenen 6 Monaten nahmen

über 100 Kunden dieses Angebot wahr

und tauschten ihr „altes“ gebrauchtes Pistenfahrzeug

gegen einen „neueren“ gebrauchten

PistenBully ein. Ein echter Erfolg

für diese Aktion.

Wie funktionierte der

Bye-Bye-Bonus genau?

Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG bot

jedem Kunden, der sich entschließen

konnte, sein gebrauchtes Pistenpräparierfahrzeug

gegen einen neuerwertigen, gebrauchten

PistenBully einzutauschen, zusätzlich

zum Wert seines „alten“ Fahrzeu-

ges noch einen zusätzlichen Bye-Bye-

Bonus an. Voraussetzung war, dass das

Fahrzeug, das eingetauscht werden sollte,

Baujahr 1995 oder älter war. Nur dann

gab es den Bye-Bye-Bonus in Höhe von

5 000 Euro. Die Kunden konnten selbstverständlich

entscheiden, welchen Reparaturgrad

ihr neuer „Gebrauchter“ haben

sollte: ECONOMY, STANDARD oder PRE-

MIUM.

Bei dieser weltweit größten „Umtauschaktion“

im Winterbusiness kamen „wahre“

Schätze zum Vorschein. Die von der Kässbohrer

Geländefahrzeug AG in Zahlung

genommenen Fahrzeuge waren Fahrzeu-

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Gebrauchte PistenBully kauft

man nirgendwo in so gutem

Zustand und in so großer Auswahl

wie beim Hersteller selbst.

Die Kässbohrer Geländefahrzeug

AG gewährte im Zeitraum

vom 01. Juli bis 31. Dezember

2009 Kunden beim Kauf eines

gebrauchten PistenBully einen

zusätzlichen Bye-Bye-Bonus von

€ 5 000,– auf ihr „altes“ Fahrzeug.

ge der Marken Hämmerle, Lely Bero, Taubenberger

Coolcat, Favero sowie viele

Leitner und Prinoth. Nur wenige der eingetauschten

Pistenfahrzeuge waren PistenBully.

Was passierte mit den

in Zahlung genommenen

Fahrzeugen?

Die Fahrzeuge wurden in den vergangenen

Wochen von der Kässbohrer Geländefahrzeug

AG der Verschrottung zugeführt

und fachgerecht entsorgt.

i

Infos: www.pistenbully.com

1/2010 MOUNTAINMANAGER

77


TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

BISON X

in Aktion.

Fotos: dwl

MOUNTAINMANAGER 1/2010

78

PRINOTH:

BISON X zeigt Power

Ende Januar zeigte der BISON X am Kronplatz, was in ihm steckt. Im

Rahmen der fulminanten BISON X PARK-SHOW gab es Fun, Action und

Infos für Pistenfahrzeugfahrer und Parkshaper.

Großes Interesse gab es für die BISON X PARK-SHOW am 29. Januar am Kronplatz.

Mehr als 200 Gäste aus über 40 Skidestinationen

ließen sich die Gelegenheit

am 29. Januar nicht entgehen,

den BISON X am Kronplatz in

Aktion zu erleben. In Gesprächen

mit dem Gastgeber und unter sich

zeigten sich die Teilnehmer begeistert

über Wendigkeit und Beweglichkeit

der BISON X, die in einer beeindruckenden

Show ihre Park-Bau-

Qualitäten demonstrierten.

Herzlich begrüßt wurden die Gäste

von Oskar Schenk, PRINOTH-Vorstand

Vertrieb/Marketing, und Dietmar

Dorfmann, PRINOTH Product

Manager. Sie dankten dem Gastgeber

und allen Beteiligten für die Organisation

des Events und lenkten

das Augenmerk der Profis auf die Eigenschaften,

die den BISON X zum

gefragten Partner beim Bau und der

Pflege von Snowparks machen:

Wendigkeit, Flexibilität und Schubleistung.

Mit dem BISON X, so das

Credo, macht „das Präparieren mindestens

genauso viel Spaß wie das


Jibben, Jumpen und Cruisen auf perfekt

geshapten Obstacles“.

Das Programm, das PRINOTH vor Ort zu

bieten hatte, war kurzweilig und bot eine

Reihe von Höhepunkten, denen auch die

eisigen Temperaturen auf rund 2 200 m

Seehöhe nichts anhaben konnten:

. BISON X in action: Profi-Demo zu

Parkbau und –pflege

. Spektakuläre Freestyle- & Boardershow

der Profis von Vitamin F und F-Tech

. Musik, Unterhaltung, Preisverlosung

und Verpflegung.

Daneben konnte man sich einen Praxis-

Eindruck vom stärksten Pistenfahrzeug

am Markt verschaffen, da der Beast in einem

abgeschlossenen Pistensegment für

Probefahrten zur Verfügung stand. Der

Andrang hier war ausgesprochen groß,

sodass die Pistenfahrzeuge kaum still

standen. Am Rande der Testfahrten wurde

lebhaft diskutiert und über die Qualitätsanforderungen

an einen perfekt präparierten

Snowpark gefachsimpelt.

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

V. l. Karl Leitner, Kundendienstleiter PRINOTH, Christine Vareschi, PRINOTH Marketingleiterin,

Andreas Dorfmann, Dir. Kronplatz AG, Carlo Canins, Vizepräsident Grandi Funivie SpA,

Oskar Schenk, PRINOTH Vorstand Vertrieb/Marketing und Helmut Messner, Area Manager

PRINOTH Südtirol, begrüßten Gäste aus über 40 Skidestinationen am Kronplatz.

DAS INFORMATIONSPORTAL

DER SEILBAHNBRANCHE IM INTERNET

Skiberg und

Snowpark Nr. 1

Der Ort des PRINOTH-Events war überlegt

gewählt. Immerhin hat der Kronplatz

den größten Snowpark Südtirols. Dieser

Park wurde an der Aufstiegsanlage „Belvedere“

in sonniger Lage aufgebaut. Zur

Betreuung hat man sich Profis der Firma

F-Tech geholt, die ihre Aufgabe mit dem

Freestyleclub Vitamin F vom Kronplatz

gemeinsam ausführen. Die wichtigsten

Features des Snowparks auf einen Blick:

Start: 2 230 m

Länge: 750–800 m

Fläche: 75 000 m²

Ausstattung: 4 Lines (Pro Line, Medium

Line, Easy Line und Family Fun Line) in

verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Präparierung: eigener BISON X und 2

Shaper, täglich ca. 3 Stunden

Schneebedarf: 100 000 m³

Für den Gastgeber Kronplatz AG verwies

Andreas Dorfmann auf die Beweggründe

für die Investition und die Ausstattung

auf höchstem Niveau. Als Top-

Skidestination könne man sich keine

halben Sachen leisten, deshalb habe in

allen Belangen höchste Qualität Priorität.

Immerhin hat man für den Funpark

bisher rund 500 000 Euro ausgegeben,

um sowohl Anfängern als auch Profis

ein modernes und außergewöhnliches

Angebot bereit zustellen. dwl

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1/2010 MOUNTAINMANAGER

79


TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Fun, Power, Action:

Die PRINOTH-Drivers Trophy

geht in die 4. Runde

2007 traten

750 Pistenfahrzeuglenker

zur

PRINOTH-

Drivers Trophy

an.

Foto: PRINOTH

MOUNTAINMANAGER 1/2010

80

Das internationale Geschicklichkeitsrennen

für Pistenraupenfahrer,

das PRINOTH 2003 ins Leben gerufen

hat, genießt unter Pistenfahrzeuglenkern

und Fans leistungsstarker

Fahrzeuge bereits absoluten

Kultstatus. Allein bei der Drivers Trophy

2007 musste sich der Sieger

und Quad-Gewinner Harald Düngler

aus dem österreichischen Skigebiet

Silvretta Nova gegen 750 Mitstreiter

aus Europa durchsetzen.

Nicht nur PRINOTH-Drivers Club

Mitglieder nahmen teil, auch Nicht-

Mitglieder versuchten mit viel Disziplin,

Reaktionsschnelligkeit und

Fahrgeschick die anspruchsvollen

Wettkampf-Parcours mit Hochleistungsgeräten

wie dem Everest oder

dem Leitwolf fehlerlos zu meistern.

Die Vorausscheidungen selbst starten

ab Februar 2010: Um die Anfahrtswege

so kurz wie möglich zu

halten, finden die Ausscheidungsbewerbe

heuer erstmals auch in

Skandinavien statt. Für die Teilnehmer

aus Norwegen, Schweden und

Finnland beginnt die Trophy am 24.

und 25. März auf heimischen Boden

in Hafjell (NO). Die übrigen Ausscheidungsrennen

gehen vom 23.

bis 25. Februar in Folgaria (IT) über

die Bühne, in Hochfügen (AT) vom

9. bis 11. März und in Les Crosets

(CH) vom 13. bis 15. April. Die besten

3 Teilnehmer der jeweiligen

Rennen werden dann das internationale

Finale bestreiten, das am 16.

Alle Termine auf einen Blick:

Drivers-Trophy- Termine/Vorausscheidungs- Anmeldeschluss Anmeldungen

Austragungsorte rennen und Finale

Italien – Folgaria 23.–25. Februar 2010 31.01.2010 keim.sabrina@prinoth.com

Fax +39/0472 722 616

Österreich – Hochfügen 09.–11.März 2010 12.02.2010 konrad.jasmin@prinoth.com

Fax +43/(0)5262 62121–3160

Norwegen – Hafjell 24.–25. März 2010 26.02.2010 ingunn@owren.no

Fax +47/6126 2358

Schweiz – Les Crosets 13.–15. April 2010 12.03.2010 lutz.daniela@prinoth.com

Fax +41/27 456 47 00

Finale:

Schweiz – Les Crosets 16. April 2010

Ein internationales Event

mit Besonderheitswert:

Ab Februar 2010 findet

zum vierten Mal die

PRINOTH-Drivers Trophy

statt.

April im eidgenössischen Les Crosets

ausgetragen wird.

Auch das Rahmenprogramm verspricht

so manches: Für Unterhaltung

und Wettkampfstimmung sorgen

DJs, Musik, ganztägige Moderationen

und nicht zuletzt die zahlreichen

begeisterten Fans und Zuschauer,

die auch bei den bisherigen

Trophys lautstark die Hänge

säumten. Dank der Sponsoren fallen

auch die Siegerpreise wieder besonders

stattlich aus. Der Gewinner etwa

darf von der Piste direkt in den

Süden, ihm winkt eine Traumreise

für 2 Personen.

Die Anmeldungen zur Trophy erfolgen

in der jeweiligen Filiale der Austragungsorte

via Fax oder E-Mail.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt,

für die Zulassung zur Teilnahme

zählt die Reihenfolge der Anmeldungen.

Nicht nur für die PRINOTH-Driver ist

die zweijährlich stattfindende Trophy

ein willkommenes Event, bei

dem Erfahrungen mit Gleichgesinnten

ausgetauscht und internationale

Pistenfahrer-Bekanntschaften gemacht

werden. PRINOTH freut sich

über zahlreiche Anmeldungen und

wünscht allen Teilnehmern viel Erfolg!


Zu den Kunden der Bacher Harald

KG zählen Bergbahnunternehmen

und Hüttenwirte genauso wie Skifirmen,

Jäger und Bergretter. Vielfach

arbeitet man schon seit Jahren mit

den Motorschlitten-Profis aus Mühlbach

zusammen. Und das aus gutem

Grund: Qualität, Service und

Flexibilität gehören zu den Ambitionen,

die in der täglichen Arbeit mit

viel Engagement umgesetzt werden.

Top-Qualität bis ins Detail

Durch die jahrelange Erfahrung am

Motorschlittenmarkt sowie im

Rennsport ist die Bacher Harald KG

mit den unterschiedlichen Anforderungen

der Anwender bestens vertraut.

Deshalb ist man auch gerüstet,

individuelle Ausstattungsvarianten

auf Kundenwunsch zu fertigen

und Motorschlitten für den jeweiligen

Einsatz optimal auszurüsten.

Sonderanfertigungen sind durch

die hauseigene Schlosserei kein Problem.

Selbstverständlich wird man

hier auch bei der Edelstahl- oder

Aluminiumverarbeitung höchsten

Ansprüchen gerecht. Damit in diesem

sensiblen Bereich nichts dem

Zufall überlassen bleibt, werden Innovationen

und Umbauten auf Herz

und Nieren getestet. Solche Tests

finden nicht nur im Winter statt,

Gletschertests werden auch im

Sommer und im Herbst durchgeführt.

Auf diese Weise hat man aussagekräftiges

Datenmaterial zu den

entsprechenden Witterungsbedingungen

zur Verfügung.

Zum Programm der Bacher Harald

KG gehören außerdem Spezial-,

Rettungs- oder Personenanhänger,

die über die notwendigen Gutachten

und Prüfplaketten verfügen.

Auch harte Einsatzbedingungen

sind für Fahrzeug und Ausstattung

dann kein Problem.

Zuverlässigkeit rund

um die Uhr

Um Kundenwünsche optimal umsetzen

zu können, braucht es eine

solide Basis. Die Bacher Harald KG

schwört dabei auf fundiertes techni-

TECHNIK

PISTENFAHRZEUGE

Bacher Harald KG:

Motorschlitten-Know-how

vom Profi

Die Bergbahnen Kitzbühel sind seit Jahren geschätzter Kunde der Bacher Harald KG. Im Bild das Team

der Werkstatt Streiteck. Foto: Bacher Harald KG

sches Know-how genauso wie auf

ein gut geschultes Team, das aus 13

Mitarbeitern besteht. Neben einer

guten Ausbildung wird im Unternehmen

auf eine fachspezifische

Weiter- bzw. Spezialausbildung Wert

gelegt. So verfügt man etwa über 5

Handwerksmeistertitel und langjährige

Erfahrung aus der Praxis.

Service und Verlässlichkeit werden

in allen Bereichen groß geschrieben.

Deshalb ist man auch in der Lage,

schnell und flexibel auf anstehende

Anforderungen zu reagieren.

Dazu ist die Bacher Harald KG für ihre

Kunden rund um die Uhr erreichbar

– bei Bedarf auch an Sonn- und

Feiertagen.

Alle relevanten Ersatzteile sind lagernd.

Auf Anfrage kann deshalb

schnell gehandelt werden. Auch der

Firmen-Fuhrpark wurde auf die speziellen

Anforderungen der Kunden

abgestimmt, sodass man für Einsätze

vor Ort bestens gerüstet ist.

i Infos:

www.bacher-skidoo-metall.at

Die Bacher Harald KG setzt

mit technischen Innovationen,

Top-Qualität und

Top-Service Akzente in der

Winterbranche. Dabei ist

man auch für Sonderwünsche

bestens gerüstet.

1/2010 MOUNTAINMANAGER

81


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

Sicherheitsgarantie mit SAFE-R – Riesneralm als Vorreiter

Unfallopfer fordern

Sicherheitspaket für alle Skigebiete

Das kann teuer

werden, wenn der

Helikopter kommen

muss. Nicht

aber für die Wintersportler

auf der

steirischen Riesneralm:

im Liftticket

ist automtisch ein

Versicherungsschutz

inkludiert.

Foto: ÖAMTC

Erwin Petz, Geschäftsführer der steirischen Riesneralm-Bergbahnen und Bürgermeister von Donnersbachwald,

zog zur Saisonhalbzeit eine euphorische Bilanz über seine neue Sicherheitsgarantie für die

Wintersportgäste. Das Paket SAFE-R von Alpgarant entpuppt sich als Wettbewerbsvorteil.

Reinhard Kraxner,

Geschäftsführer

vom Christophorus

Flugrettungsverein,

ist von SAFE-R

positiv überrascht.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

82

„Wir bieten als erstes und vorerst

einziges Skigebiet unseren Kunden

mit SAFE-R ein Sicherheitspaket, das

ihnen im Ernstfall eine optimale Bergung

und Versorgung garantiert –

automatisch mit dem Erwerb einer

Liftkarte und ohne finanziellen Aufschlag.

Eine Maßnahme, die sich

voll auszahlt – denn davor gab es für

verunglückte Wintersportler nur allzu

oft ein böses Erwachen, wenn ihnen

die Rechnung mit den Bergungskosten

präsentiert wurde: Eine

Helikopter-Bergung kostet in der

Regel mehrere tausend Euro – also

weit mehr, als der gesamte Urlaub

kostet“, so Erwin Petz.

„Mit dem SAFE-R-Paket bieten wir

unseren Gästen ein Service, das eigentlich

selbstverständlich sein sollte.

„Wir wollen zufriedene Kunden,

die ihren Urlaub genießen und wiederkommen.

Wenn schon ein Unfall

passiert, dann sollte es eine optimale

Versorgung und eine rasche Bergung

geben. Aber ein Gast, dem zu

den Schmerzen und dem entgangenen

Urlaubsvergnügen noch eine

Rechnung von mehreren tausend

Euro präsentiert wird, ist wohl kaum

ein zufriedener Tourist, der zum

Stammgast wird. SAFE-R ist ein

Wettbewerbsvorteil, von dem alle

profitieren: die verunglückten Gäs-


te, das Skigebiet und vor allem auch

der Tourismusort Donnersbachwald

mit seinen Beherbergungsbetrieben,

wenn dadurch die Riesneralm

zum Stammskigebiet mutiert, bringt

es Petz auf den Punkt.“

Wo gibt es

das sonst noch?

„Es ist eigentlich unglaublich, dass

es dieses Sicherheitspaket nicht

schon längst überall gibt“, sagt

Monika Maier aus Irdning. Ihr

14-jähriger Sohn Gerhard ist am 27.

Dezember schwer gestürzt. Er klagt

sofort über heftige Schmerzen im

Lendenwirbelbereich. Unfallort und

die Möglichkeit einer Wirbelsäulenverletzung

machen eine Hubschrauberbergung

notwendig. Die

Gesamtkosten von 3 653 Euro sind

durch SAFE-R abgedeckt. Wäre der

Unfall nicht auf der Riesneralm in

Donnersbachwald passiert, hätte

die Familie Maier selbst dafür aufkommen

müssen. Gerhard ist mit

schweren Prellungen noch glimpflich

davon gekommen – dank der

prompten und professionellen Versorgung

geht es ihm entsprechend

gut. Seine Mutter ist um einige Erfahrungen

reicher: „Wir waren seither

auch in anderen Skigebieten –

und haben jedesmal gefragt, ob es

dort auch den SAFE-R-Schutz gibt.

Die Antworten geben einem zu

denken: Jeder findet das toll und

sinnvoll – doch außer auf der Riesneralm

bietet das keiner an. Eigentlich

unverständlich.“

Ein Beispiel,

das Schule machen sollte

„Ich habe mir eigentlich nie Gedanken

gemacht, wie das im Ernstfall

ist“, sagt der 23-jährige Christoph

Friedl aus Graz: „Und ich glaub, die

meisten anderen Wintersportler tun

das auch nicht.“ Der leidenschaftliche

Snowboarder ist am 29. Dezember

im Steilhang schwer gestürzt

und zieht sich eine Schulterluxation

zu. Unfallort und Verletzung erfordern

eine Helikopterbergung. „Mir

war nicht bewusst, wieviel das kostet

und dass das die normale Krankenversicherung

nicht übernimmt.

3 644 Euro sind für einen Studenten

sehr viel Geld“, sagt Friedl: „Mir ist

ein Felsbrocken vom Herzen gefallen,

als mir gesagt wurde, dass die

Kosten durch SAFE-R abgedeckt werden.

Ich finde, man sollte alle Wintersportler

aufklären, was im Ernstfall

auf sie zukommen könnte. Das Beispiel

der Riesneralm mit dem SAFE-

R-Paket sollte Schule machen.“

Christophorus Flugrettungsverein

beeindruckt

Auch der Geschäftsführer vom

Christophorus Flugrettungsverein

Reinhard Kraxner gibt ein positives

Statement zu SAFE-R ab:

TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

„Bereits nach den ersten Wochen

hat sich bewiesen, dass der innovative

Versicherungsschutz Safe-R von

Alpgarant sämtlichen Vorschusslorbeeren

und werbemäßigen Ankündigungen

mehr als gerecht wird.

Schon alleine die Tatsache, dass eine

ausreichende versicherungstechnische

Absicherung beim Erwerb einer

Liftkarte inkludiert ist, erspart

dem Wintersportler nach einem

möglichen Unfall böse Überraschungen.

Uns als Flugrettungsunternehmen

beeindruckt vor allem

die rasche und unbürokratische

Verrechnungsabwicklung. Es wäre

durchaus begrüßenswert, wenn das

Beispiel der Riesneralm weitere Skigebiete

animiert, ihren Gästen dieses

MEHR an Sicherheit zu bieten.“

Snowboarder

Christoph Friedl

musste mittels

Helikopter ins

Spital gebracht

werden.

Die Rechnung

für den Flug

übernahm das

Sicherheitspaket

SAFE-R.

Foto: Friedl

1/2010 MOUNTAINMANAGER

83


TECHNIK

NEUE BAHNEN

Matterhorn-Express in neue Höhen:

die neue Trasse Schwarzsee – Furgg –

Trockener Steg verlängert den 8er-

Kabinen-Komfort um 2 550 m auf

knapp 3 000 Meter.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

84

Garaventa verlängert den Matterhorn-Express:

Sattes Plus an Gästekomfort

2002 erstellte die Zermatt Bergbahnen AG den Matterhorn-Express von Zermatt via Furi

nach Schwarzsee. Auf die Wintersaison 2009/10 hin erhielt die 8er-Kabinen-Umlaufbahn mit der

neuen 8er-Kabine Schwarzsee–Furgg–Trockener Steg eine Verlängerung – wiederum von Garaventa.

Von Zermatt aus gelangt man nun ohne umzusteigen auf den Trockenen Steg, in knapp 27 Minuten

über gut 6,5 Kilometer.

Fahrkomfort pur

Wer bislang von Zermatt aus zur

rund 2 940 m hohen Station Trockener

Steg mit ihrer Gastronomie und

zahlreichen weiteren Bahnanbindungen

wollte, musste eher mühsam

verkehren. Entweder mit einmaligem

Umsteigen in die Pendel-

bahn ab Furi, oder über den Matterhorn-Express

ab Zermatt bis

Schwarzsee und dann über zwei

langwierige Gruppenumlaufbahn-

bzw. Pendelbahn-Verbindungen

zum Zielort. Die neue Anlage erlaubt

nun die durchgängige Verbindung

ohne Fahrzeugwechsel.

Möglich wurde dies durch eine winkelförmige

Anbindung der Talstation

der neuen Bahn an die bestehende

Bergstation Schwarzsee des Matterhorn

Express. Ohne Ausstieg führt

die Fahrt über die Zwischenstation

Furgg in rund neun Minuten über

weitere 2 550 Meter auf den Trocke-

Die Winkel-Talstation der verbindet die

bisherige Strecke mit der neuen Trasse.


Der „unterkellerte“ Fahrzeugförderer stellt bei widrigen Wetterbedingungen den

sicheren Rücktransport ab der Zwischenstation Furgg sicher.

nen Steg. Ab Zermatt lassen sich die

insgesamt 6 550 Meter so in knapp

27 Minuten Minuten bewältigen.

Umfahrung in der Zwischenstation

Furgg

Die Verlängerung des Matterhorn-

Express in dritter Sektion wurde als

eigenständige Umlaufbahn mit

durchgehendem Förderseil ausgeführt.

Da allerdings bei stürmischem

Wind im oberen Streckenteil

(Furgg – Trockener Boden) und

entsprechender Trassensperrung

die Rückbringerfunktion von Furgg

nach Schwarzsee gewährleistet

sein muss, können die Fahrzeuge

nach der Fahrt in der Zwischenstation

vom Förderseil abgekuppelt,

verzögert und dann über Kellerförderer

auf die andere Stationsseite

verbracht werden, wo sie die Rückfahrt

zur Talstation Schwarzsee antreten.

Zwischenstation

entspricht zwei Stationen

In der Talstation befinden sich die

Umlenkstation mit der hydraulischen

Spannung des Förderseiles

sowie die allgemeinen seilbahntechnischen

Komponenten wie Beschleuniger,

Verzögerer, Kuppelstellen,

Laufschienen, Überwachungseinheiten

etc. Die Zwischenstation

entspricht laut Garaventa seilbahntechnisch

zwei vollwertigen Stationen

mit den zusätzlichen Förderern

zur Umlenkung der Fahrzeuge. Die

Bergstation beherbergt neben den

zur Talstation gegengleichen seilbahntechnischen

Einheiten den

Brückenantrieb. Direkt neben der

Station können die Fahrzeuge in einer

separaten Halle garagiert werden.

i Info:

www.garaventa.com

Zwei in eins: die Station Furgg der neuen Garaventa-Kabinenbahn

Schwarzsee – Furgg – Trockener Steg ist Zwischenhalt und temporärer

Rückeinstieg zugleich.

TECHNIK

NEUE BAHNEN

255 x 8: mit dem ausgebauten Matterhorn-Express bietet

Zermatt auf gut 6,5 Kilometern einen weiteren Superlativ

im Bergtransport. Fotos: Garaventa

Technische Daten

Schwarzsee – Furgg – Trockener Steg

Antrieb: Berg

Förderseilspannung: Tal

Schräge Länge: 2550 m

Höhendifferenz: 341 m

Förderleistung: 2 800 Pers./h

Kabinenanzah: l 106

Förderseil: 54 mm

Max. Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s

Anzahl Stützen: 22

Nennleistung: 965 kW

Verbund Zermatt – Trockener Steg

Streckenlänge: 6 530 m

Fahrzeit: 26,5 min

Anzahl Fahrzeuge: 255

Seilschlaufen: 3

Kuppelstellen: 18

Garagierung : Zermatt, Furi, Trockener Steg

1/2010 MOUNTAINMANAGER

85


TECHNIK

SICHERHEIT & LAWINENSCHUTZ

ISSW 2009:

Premiere in Europa

Knapp 550 Fachleute aus Wissenschaft, Naturgefahren-Management

und Bergsport haben am 1. europäischen „International Snow Science

Workshop“ (ISSW) aktuelle Fragen und vielversprechende Lösungen aus

dem Schnee- und Lawinenbereich diskutiert. Mit der hohen Teilnehmerzahl,

dem abwechslungsreichen Programm und der großen Beteiligung

war die Veranstaltung ausgesprochen erfolgreich.

Der ISSW

in Davos zog

über 500 Ex -

perten aus 24

Ländern nach

Davos.

Foto: ISSW

MOUNTAINMANAGER 1/2010

86

Zum ersten Mal fand der bedeutendste

praxisorientierte Schnee-

und Lawinenkongress 2009 in

Europa statt. So konnten zum Internationalen

Snow Science Workshop

ISSW in Davos vom 27. September

bis 2. Oktober mit rund 550 Experten

auch mehr Besucher als erwartet

begrüßt werden. Aus 24 Ländern

reisten Forschende, Ingenieure, Sicherheitsfachleute,

Bergführer, Ausbildungsverantwortliche,

Praktiker

und Praktikerinnen in den Schweizer

Luftkurort, der als Geburtsstätte

der modernen Lawinenkunde gilt.

Schließlich begannen auf dem

Weißfluhjoch über Davos 1936 die

ersten systematischen Untersuchungen

zu Schnee und Lawinen.

Der ISSW hat es sich zum Ziel gesetzt,

Forschende und Praktiker

nach dem Motto „a merging of

theory und practice“ an einen Tisch

zu bringen. Die Veranstaltung in Davos

war die fünfzehnte ihrer Art und

die bisher internationalste in einer

Reihe an Kongressen, die in Nord-

amerika seit den 1970er Jahren alle

zwei Jahre stattfinden.

Bemerkenswerte

Fortschritte

Während fünf Tagen wurde über eine

breite Palette an Themen berichtet

und diskutiert, wobei aktuelle

Lawinenprobleme und mögliche

Lösungen im Blickpunkt standen.

Während an den Vormittagen die

wissenschaftlichen Vorträge dominierten,

waren die Nachmittage vor

allem der Praxis gewidmet. Hier fanden

Workshops statt sowie Exkursionen

im Raum Davos.

Rund die Hälfte der über 100 Vortragenden

waren Praktiker und Praktikerinnen,

d. h. mehrheitlich Sicherheitsverantwortliche,

Bergführer

oder LawinenprognostikerInnen.

Die nachmittäglichen Workshops

waren den Themen künstliche Lawinenauslösung,

Lawinenprognose,

Lawinenrettung, Lawinendynamik

(Computersimulation der Lawinenbewegung),

Lawinenausbildung,

quantitative Stratigrafie und Schnee

als Ressource für den Wintertourismus

gewidmet. Zudem fand ein besonders

rege besuchter ganztägiger

Workshop zum Bauen im Permafrost

statt.

Ein bemerkenswerter Punkt in vielen

Stellungnahmen waren die Fortschritte,

die in jüngster Zeit in der

Quantifizierung wichtiger Prozesse

gemacht wurden, so etwa im Bereich

der Schneemetamorphose

oder der Schneeverfrachtung. Moderne

Methoden der Bildgebung

(Computer-Tomographie), Bildverarbeitung

und der Fernerkundung

erlauben heute eine weit detailliertere

Sicht auf die Schneedecke als

noch vor einigen Jahren und werden

zweifellos auch in näherer Zukunft

zu neuen Erkenntnissen führen.

Mit hoch aufgelösten periodischen

Bildern können Verformungs-

und Bruchprozesse in der Schneedecke

quantifiziert werden. Terrestrische

Laserscanner erfassen erstmals

die komplexen, vom Wind verursachten

Muster der Schneeablagerung.

Damit lassen sich Computermodelle

validieren, die den für

die Lawinenbildung wichtigen Prozess

der Schneeverfrachtung simulieren.

Mehrere Beiträge befassten

sich zudem mit Schneedeckenprozessen,

die für die Bildung von Nassschneelawinen

wichtig sind.

Erfreulich zu sehen war im Rahmen

der Veranstaltung auch, dass nicht

nur etablierte, sondern viele junge

Forschende Vorträge hielten oder

Poster präsentierten und dem Gebiet

der Schnee- und Lawinenkunde

damit neue Impulse vermittelten.

Viele Praktiker und Praktikerinnen

waren erstmals an einer derartigen

Konferenz dabei und äußerten sich

sehr positiv zum Verlauf.

Schließlich fand der Vorschlag, dass

der ISSW in Zukunft regelmäßig in

Europa Station machen solle, breite

Unterstützung. Die erfolgreiche,

erstmalige Austragung in Davos

dürfte hier die Grundlage für eine

weitere erfolgversprechende Entwicklung

des ISSW gewesen sein.

(Impressionen von Dr. Jürg

Schweizer, Co-Chair ISSW 2009

Davos, WSL-Institut für Schnee-

und Lawinenforschung SLF, Oktober

2009, gekürzte Version)

i

Infos: www.slf.ch, www.issw.ch


TECHNIK

FIRMEN NEWS

LIECO Ballenpflanzen:

Nachhaltig denken und handeln

Blick in das

Gewächshaus.

Fotos: LIECO

GmbH & Co KG

Seit mehr als 20 Jahren gibt es einen

erfahrenen Ansprechpartner, wenn es

um Aufforstung geht. Bei der LIECO

GmbH & Co KG ist man sich der Verantwortung

für die Natur bewusst und bietet

nur herkunftsgesicherte Ballenpflanzen.

MOUNTAINMANAGER 1/2010

88

Gegründet wurde die LIECO

GmbH & Co KG in Kalwang/Steiermark

1985 mit dem Anliegen,

qualitativ hochwertige Forst-Ballenpflanzen

zu produzieren. Durch

viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit

gelang es, hier einen

eigenen Weg zu beschreiten und

in der Folge optimierte Anwuchsraten

zu erzielen. Unterstützt wurde

man dabei in den ersten Jahren

durch einen schwedischen Partner,

bevor man ab 1991 unter alleiniger

Federführung der Stiftung

Liechtenstein seine Erfolge ausbauen

konnte.

Maßgeblich für den Werdegang der

LIECO GmbH war das so genannte

Topf-in-Topf-Verfahren, mit dem

man unter Verwendung von L67

und L15 Containern beste Ergebnisse

in der Produktion von Ballenpflanzen

erzielt. Das bewährte

LIECO Verfahren, das dem Unternehmen

zu einem Marktanteil von

15 % und damit zur Marktführerschaft

in Österreich verholfen hat,

lässt sich in vier Schritte einteilen:

. Vollautomatische Einsaat mit herkunftsgesichertem

Saatgut in L67

Containern,

. Anzucht im Gewächshaus,

. Vertopfung vom L67 in den L15

Container und schließlich

. die Freilandanzucht.

Die Auswahl von anerkanntem und

geprüftem Saatgut, das für unterschiedliche

Höhenlagen und Regionen

herkunftsgeprüft zur Verfü-

gung steht, bildet die beste Basis

für alle weiteren Produktionssegmente.

Nach der Keimung unter

optimierten Bedingungen können

die Pflanzen nach rund einem Jahr

und einer strengen Qualitätskon-

Fichten im L15 Container.


trolle umgetopft werden. Auf diese

Weise kann sich ein entsprechendes

Spross-Wurzel-Verhältnis entwickeln,

bevor das Wachstum auf

Freilandflächen weitergehen kann.

Die Dauer der Freilandanzucht liegt

je nach Baumart bei weiteren 1 bis

2 Jahren, wobei auf optimale Bewässerung

und Nährstoffversorgung

geachtet wird.

Dann sind die LIECO Ballenpflanzen

fertig für den Verkauf. Ausgeliefert

werden sie ausschließlich in Multiplatten,

um einer Austrocknung

oder Verletzung der Wurzeln vorzubeugen.

Die Zustellung findet in der

Regel per LKW statt. Beim fachgerechten

Anpflanzen sorgen LIECO

Versetzgeräte sowohl für eine hohe

Pflanz- als auch Trageleistung, minimieren

aber auch die körperliche

Anstrengung.

Die Aufforstung kann je nach Standort

vom Frühjahr bis Mitte August in

den Hochlagen bzw. Mitte Oktober

in den Tieflagen erfolgen. Damit jeder

Betrieb seine Pflanzen mit den

benötigten Herkünften zum richtigen

Zeitpunkt erhält, bietet die

LIECO GmbH & Co KG die 3-Jahres-

Vororder. Den Schwerpunkt der angebotenen

Ballenpflanzen bilden

mit 62 % Fichten und zu 26 % Lärchen.

Darüber hinaus sind auch

Weißkiefer, Weißtanne, Douglasie

und Zirbe sowie eine große Bandbreite

an weiteren Nadel- und Laubhölzern

erhältlich.

Optimale Standorte

Die LIECO-Zentrale liegt im steirischen

Kalwang. Hier steht ein Forstgarten

in der Größe von etwa 10 ha

zur Verfügung, zwei Gewächshäuser

sowie eine Produktionshalle und

ein Verwaltungsgebäude. Die Freiflächen

sind rund 5 ha groß.

Beschäftigt sind in Kalwang rund 35

Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass

die 3 bis 4 Einsaaten pro Jahr unter

optimalen Bedingungen stattfinden

können. Vor diesem Hintergrund

gelangen rund 5 Mio. Ballenpflanzen

in den Verkauf.

2009 wurde in St. Martin im Innkreis/Oberösterreich

ein zweiter

Standort seiner Bestimmung übergeben.

Investiert werden vor Ort auf

12,7 ha Fläche, die von der Gutsverwaltung

Arco Zinneberg gepachtet

wurde, mehrere Mio. Euro. Generalunternehmer

für das Bauvorhaben

ist Peneder Bau aus Atzbach.

Die Bauabschnitte 1 und 2 wurden

bereits abgeschlossen, die Abschnitte

3 und 4, die den Bau von Freiflächen

sowie eines Gewächshauses

samt Sä- und Vertopflinie umfassen,

folgen 2010 bzw. 2011. Kernpunkt

des neuen Standortes ist ein Speicherteich

mit einem Fassungsvermögen

von 25 000 m 3 , der die Wasserversorgung

der Pflanzen sicherstellt.

Für seine Realisierung hat man

sich das Know-how von Teichbau

Haider geholt, sodass die Produktion

am Standort St. Martin nun unter

besten Boden- und Wasserbedingungen

über die Bühne gehen

kann. Mit dieser Investition ist man

in der Lage, die Gesamtkapazität

der Produktion an Ballenpflanzen

nahezu zu verdoppeln.

Geschätztes Know-how

Die Bergbahnbranche mit ihren speziellen

Anforderungen im Forstbereich

ist seit vielen Jahren geschätzter

Kunde der LIECO Gmbh & Co KG.

Dabei liegen die Einsatzgebiete na-

TECHNIK

FIRMEN NEWS

turgemäß vor allem in der näheren

Umgebung. Semmering, Stuhleck,

Präbichl oder Dachstein Tauernregion

finden sich in der Referenzliste allerdings

genauso wie Destinationen

in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und

Oberösterreich wie LIECO Geschäftsführer

DI Dr. Kurt Ramskogler im Gespräch

mit dem Mountain Manager

erklärt. Sein forstliches, skipistenökologisches

und beschneiungstechnisches

Fachwissen, das er bereits im

Studium und dann im Laufe seiner

jahrelangen Tätigkeit in den Liechtenstein

Betrieben erworben hat,

wird auch gerne im Rahmen von

Vorträgen und Expertisen angefordert.

„Ökologie und Ökonomie gehören

in der Bergbahnbranche seit

Jahren zusammen, die Standards

sind allgemein sehr hoch“, stellt

Ramskogler der Branche denn auch

ein sehr gutes Zeugnis aus. Österreich

brauche gerade in diesem Bereich

keinen Vergleich zu scheuen.

i

Infos: www.lieco.at

DER TEICHBAUSPEZIALIST:

Großraming

Tel : ++43 (0) 7254 / 7355-0

Fax: ++43 (0) 7254 / 7355-29

office@gebr-haider.at

office.ardning@gebr-haider.at

Mit Hilfe von

Schnee-Erzeugern

schütz

man die Ballenpflanzen

vor

dem Frost.

NL Tirol

Tel : ++43 (0) 5265 / 5800

Fax: ++43 (0) 5265 / 5329

office.nassereith@gebr-haider.at

1/2010 MOUNTAINMANAGER

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TECHNIK

NEUE BAHNEN

MOUNTAINMANAGER 1/2010

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DCC Doppelmayr Cable Car:

CABLE Liner Shuttle

für Megaprojekt in Betrieb

Mit dem CABLE Liner Shuttle System für das CityCenter wurde in Las Vegas bereits das 2. derartige

Nahverkehrssystem realisiert. Foto: DCC

Mitte Dezember wurde in Las Vegas das größte privat finanzierte

Bauprojekt der USA eröffnet. Wesentlicher Bestandteil dabei ist ein

Nach einer rund 3-jährigen Planungs-

und Bauzeit wurde am 16.

Dezember 2009 das CityCenter Projekt

in Las Vegas seiner Bestimmung

übergeben. Integrierter Bestandteil

des CityCenters, das in der Geschichte

der USA als größtes privat

finanziertes Immobilienprojekt gilt,

ist der CABLE Liner Shuttle von Doppelmayr

Cable Car. Damit verfügt

das amerikanische Spielerdorado

bereits über das zweite derartige

System von DCC.

Das Megaprojekt CityCenter, in das

insgesamt rund 8 Milliarden Dollar

investiert wurden, umfasst 2 800

Luxuswohnungen, drei Hotelcasi-

CABLE Liner Shuttle System von DCC.

nos mit 5 000 Hotelzimmern und

über 44 000 m² Fläche für Einkaufszentren,

Restaurants und Veranstaltungsräume.

Auftraggeber für die

DCC war die MGM Mirage Gruppe,

das Auftragsvolumen betrug 66 Mio.

US-Dollar bzw. 45 Mio. Euro. „Mit

der Fertigstellung und der Betriebsaufnahme

konnten wir neuerlich die

Einfachheit, Flexibilität und Verlässlichkeit,

verbunden mit höchstem

Fahrkomfort des CABLE Liner Shuttle

Systems beweisen“, so DI Stephan

Wabnegger, Geschäftsführer DCC.

Schnell und effizient

Der CABLE Liner Shuttle mit einer

Streckenlänge von 650 m und einer

Kapazität von 3 000 Personen pro

Stunde und Richtung verbindet die

bestehenden MGM Mirage Hotelcasinos

„Monte Carlo“ und „Bellagio“

mit einer Zwischenstation im Herzen

des neuen CityCenters. Die Fahr -

geschwindigkeit beträgt 10,5 m/s,

die gesamte Fahrzeit 12 min.

Der erste CABLE Liner Shuttle wurde

1998 ebenfalls für die MGM Mirage

Gruppe in Las Vegas gebaut. Das erfolgreiche

Transportsystem konnte

seither über 250 Mio. Passagiere sicher

und komfortabel befördern.

DCC arbeitet derzeit an drei weiteren

CABLE Liner Shuttle Systemen

weltweit:

. Venedig, Italien: Das Projekt steht

kurz vor der Fertigstellung, Betriebsbeginn

ist für das Frühjahr 2010 vorgesehen.

. Caracas, Venezuela: Fertigstellung

Sommer 2012.

. Doha, Qatar, New Doha International

Airport: Fertigstellung Ende

2012.

FACTBOX:

Auftraggeber: MGM Mirage Design Group

Auftragnehmer: Doppelmayr Cable Car GmbH & Co

Auftragssumme: 66 Mio. US Dollar bzw. 45 Mio. Euro

Länge der Anlage: 650 m

Systemkapazität: 3 000 P/h und Richtung

Fahrbetriebsmittel: 2 Züge mit jeweils 132 Personen Fassungsvermögen

Fahrgeschwindigkeit: 10, 5 m/s bzw. 37,8 km/h

Fahrzeit: 2 min. (Endstation zu Endstation)


Optimale Zerstäubung

über viele Jahre

Die verschleißarmen Quadrijetdüsen mit Keramikeinsatz sind langlebig, wartungsarm,

widerstandsfähig – selbst bei aggressivem Wasser – und garantieren optimale

Zerstäubung. Das punktuelle Heizsystem reduziert den Energieverbrauch nachhaltig.

New dimensions of snowmaking

www.technoalpin.com


D 49 45 F 41. Jahrgang Februar 2010

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