Renaissance der Bildungsplanung Erfolge besser sichtbar machen ...

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Renaissance der Bildungsplanung Erfolge besser sichtbar machen ...

Wissenschaftsmanagement · Zeitschrift für Innovation · Heft 1 · Januar/Februar 2013

news & facts

bildung

Renaissance der Bildungsplanung

Stifterverband und McKinsey stellen den Hochschulbildungsreport vor

BERLIN. Ein Hauch von Bildungsgesamtplanung liegt über dem neuen Langfrist-Vorhaben,

das der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Januar auf seiner Vorstandssitzung

in Berlin verabschiedete: die Herausgabe eines jährlichen „Hochschulbildungsreports“,

der zusammen mit der Unternehmensberatung McKinsey entstanden ist,

als Analyse-Tool für seine „Bildungsinitiative 2020“. Mit der Initiative wollen der Stifterverband

und seine Mitgliedsunternehmen auf sechs Handlungsfeldern in diesem Jahrzehnt

Fortschritte „für mehr akademischen Nachwuchs, eine größere Durchlässigkeit im Bildungssystem

und eine neue Lehrkultur“ in Gang bringen, erklärte Generalsekretär Andreas

Schlüter bei der Vorstellung.

clusterpolitik

Erfolge besser sichtbar machen

Die Initiative „go-cluster“ soll Deutschlands leistungsfähigste

Innovationscluster zu internationaler Exzellenz führen

BERLIN. Erfolgreiche Innovationscluster noch besser machen: „go-cluster“, ein Programm

des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), fördert mit

neuen Clusterservices. Erfolge der Cluster werden so besser sichtbar und national sowie

international besser vernetzt. Dabei soll besonders das Clustermanagement in der Weiterentwicklung

der Exzellenz unterstützt werden, um Impulse für neue Lösungen zu

geben. Generell soll das wirtschaftliche Risiko, dass die Cluster bei der Entwicklung

neuer Services und Managementprojekte eingehen, durch anteilige Unterstützung durch

das BMWi minimiert werden.

blog

#Immer krank und nicht einmal tot

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz: Zeit für eine Veränderung

BERLIN. Die nächste Initiative zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

(WissZeitVG) liegt vor. Diesmal von den Piraten. Dass die Bildungspolitik parteiübergreifend

als verbesserungswürdig angesehen wird, ist offensichtlich. Seltsam nur, dass

dafür, dass man in diesem Klima leicht politisch punkten kann, sich erstaunlich wenig

tut, was einmal mehr bestätigt: Totgesagte leben länger.


news & facts

wissenschaftsmanager

koMMentAr

Notwendige Einmischung

Die Wissenschaft muss endlich Einzug in die Parteiprogramme halten

BERLIN. Der politische Alltag wird zunehmend nur noch von einem Datum bestimmt – der

Bundestagswahl im September 2013. Und bereits jetzt – nicht erst ein paar Wochen vor dem

Wahltermin – muss sich die Wissenschaft in den Wahlkampf einmischen.

Nachgefragt

Das Selbstverständnis im Wandel

Veronika Strittmatter-Haubold, Leiterin Institut für Weiterbildung

und Geschäftsführerin Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung

an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg


aktuelle diskussion

Kommunikation ist (fast) alles

Hans Pongratz, TU München, Vizepräsident IT-Systeme &

Dienstleistungen, Chief Information Officer (CIO)

Ständig stehen Hochschulen vor neuen Anforderungen und Herausforderungen: gestern

kaufmännische Buchführung und Bologna-Reform, heute steigende Studierendenzahlen

und Deutschlandstipendium und morgen digitale Hochschule und MOOCs. Die Informationstechnologie

(IT) spielt dabei nicht nur als Hygienefaktor (man merkt nur, wenn sie

nicht funktioniert) eine große Rolle, sondern ist in den letzten Jahren eine geschäftskritische

Komponente geworden.

Forschungsmanagement –

eine Querschnittsaufgabe

Daniel Buck, HIS-Institut für Hochschulforschung, und Sven Lübbe,

stv. Arbeitsbereichsleiter für Prozessdesign und Großprojekte,

Abteilung Hochschul-IT, HIS GmbH, Hannover

Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen sich verstärkt vor Herausforderungen

des Forschungsinformations- und Forschungsdatenmanagements gestellt. Aufgaben erwachsen

etwa aus einer zunehmenden Bedeutung des strategischen Wissenschaftsmanagements

und umfangreicher Pflichten zur Forschungsberichterstattung. Forschungsmanagementsysteme,

teils auch Forschungsinformationssysteme genannt, können in

diesem Kontext Unterstützung im Informationsmanagement sowie in der Planung und

Steuerung von Forschungsaktivitäten bieten. Steigende Anforderungen und zahlreiche

Verbindungen zu hochschulpolitischen Aspekten deuten die Aktualität des Themas an.


schwerpunkt Hochschulfinanzierung

Cédric Koch

Dichter, Denker – und Banker?

Wie kann Wissenschaft nachhaltig finanziert werden?

Die Finanzierung des Hochschul- und Wissenschaftssektors befindet sich in einer möglicherweise

richtungsweisenden Phase. Viele Akteure der Branche erwarten gespannt die

für April geplanten Empfehlungen des Wissenschaftsrates. Die zentrale Frage dabei wird

lauten: Wie können Hochschulen in der Zukunft nachhaltig finanziert werden? Oder besser

noch: Von wem?

Konrad Viehbeck

Traditionelle Denkmuster aufgeben

Das System der deutschen Hochschulfinanzierung:

eine Reihe miteinander verketteter Probleme

Hochschulen stehen, wie fast alle Einrichtungen aus dem sogenannten Dritten Sektor,

zunehmend vor dem Problem, dass bisherige Finanzierungsquellen nicht mehr in dem

Umfang wie früher verfügbar sind. Grundlage hierfür ist einerseits das Problem der

Staatshaushalte, andererseits aber auch der Rückgang von Spenden und, zumindest bei

Hochschulen, die Diskussion um Studiengebühren, die dazu geführt hat, dass auch diese

Einnahmequelle weitestgehend versiegt ist.

Universitätsmedizin der Zukunft

Ein Gespräch mit Professor Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender

des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein

Die Suche nach alternativen Formen der Finanzierung von Forschung und Infrastruktur

in der Wissenschaft erhält künftig eine größere Bedeutung. Viele Hindernisse – vor allem

rechtliche Fragen zur Gemeinnützigkeit – stehen diesen Ideen entgegen, bei denen z.B.

privates Kapital akquiriert, zur Finanzierung von Forschungsprojekten oder Baumaßnahmen

eingesetzt und nach einer Zeit mit einem verabredeten Zins zurückgezahlt wird.

Aus Großbritannien gibt es erste Fonds-Beispiele, und auch in Deutschland beginnen inzwischen

einige Einrichtungen, das Thema wahrzunehmen.


management

Frauke Lohr und Steffen Terberl

Unternehmensgründung als attraktiver

Karrierepfad

Wie Hochschulen geeignete Rahmenbedingungen schaffen können

Für immer mehr Hochschulabsolventen ist die Option der Unternehmensgründung eine

interessante Alternative zu einer wissenschaftlichen Karriere oder dem Weg in ein Angestelltenverhältnis.

Die meisten entscheiden sich am Studienende dennoch zunächst dagegen.

Es stellt sich die Frage, mit welchen Rahmenbedingungen Hochschulen mögliche

Gründer motivieren und bestmöglich bei ihrem Vorhaben unterstützen können.

Martin J. Eppler und Nicole Bischof

Brückenschlag zwischen zwei Welten

Erfolgsfaktoren für den Wissensaustausch zwischen Theorie und Praxis

Angewandte Forschung hat das Ziel, Lösungen für praktische Fragestellungen zu liefern.

Doch nicht immer werden die Lösungsvorschläge der Wissenschaft von der Praxis aufgenommen.

Ein Grund hierfür ist die unzureichende Wissenskommunikation zwischen

Wissenschaft und Praxis. Im Folgenden werden vier Faktoren vorgestellt, die berücksichtigt

werden sollten, wenn man forschungsbasiertes Wissen klar und wirksam an

Praktiker vermitteln möchte.

Gesa Gordon und Christoph Beck

Forschung zwischen Exzellenz und

Wissenstransfer

Ein „Stab“ als dritte Kraft zwischen Forschung und Verwaltung

zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit

von Forschungseinrichtungen

Forderungen nach Exzellenz, Wissens-transfer und Evaluierung sowie wachsender Kostendruck

und vermehrte Kooperationen verlangen nach mehr Managementkompetenzen

in Forschungseinrichtungen. Welche Beiträge kann ein Stab zur Effizienzsteigerung

im „Kerngeschäft Forschung“ leisten? Ähnlich wie in anderen Organisationen auch

liegt es nahe, zur Ergänzung des Kerngeschäfts die Organisationsstruktur so anzupassen,

dass neue Aufgaben auch ihren neuen „Ort“ bekommen. Klassischerweise wird in

diesem Zusammenhang von einer Stabsfunktion gesprochen, wenn auch nicht immer

unter diesem Begriff. Im Folgenden wird umrissen, welche Rolle ein Stab als dritte Kraft

zwischen Forschung und Verwaltung für Forschungseinrichtungen und deren Leitung

unter sich verändernden Rahmenbedingungen – insbesondere mit Blick auf Exzellenz

und Wissenstransfer – spielen kann. Hintergrund bildet die politische Forderung nach

Exzellenz einerseits und Wissens- und Technologietransfer zur Stärkung der Innovationskraft

in Deutschland andererseits.


management

weiterbildung


Ergänzen MOOCs das

klassische Präsenzstudium

oder ersetzen

sie es in bestimmten

Studiengängen bzw. für

bestimmte Zielgruppen

gar komplett?

Norbert Malanowski und Axel Zweck

Monitoring in der Innovations- und

Technikanalyse

Konzept und Nutzen für die Praxis

Der Ansatz der Innovations- und Technikanalyse (ITA) zielt darauf ab, den Akteuren im

Innovationsprozess Informationen und Reflexionen verfügbar zu machen, um deren

Handlungssicherheit bei Entscheidungen hinsichtlich Forschung, Technologie und Innovation

zu erhöhen. Mit der Innovations- und Technikanalyse sollen mögliche Chancen

und Risiken identifiziert, Potenziale und Optionen aufgezeigt und eine frühzeitige Identifikation

von möglichen Hemmnissen und fördernden Faktoren für Innovation geleistet

werden (Zweck et al. 2004).

Aktueller begriff

Julius Friedrich/Lukas Bischof/Ulrich Müller

Massive Open Online Courses

auf dem Vormarsch

Wie „Online-Unis“ weltweit den studentischen Hochschulalltag

verändern können

Massive Open Online Courses (MOOCs), also im Regelfall kostenlose, öffentlich zugängliche

und an eine große Teilnehmerzahl gerichtete Online-Kurse, sind international gesehen

das aktuelle Trendthema der Hochschulwelt. Noch ist unklar, wie stark deutsche

Hochschulen diesen Weg einschlagen werden.

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