Flyer und Programm - Fachhochschule Nordwestschweiz

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Flyer und Programm - Fachhochschule Nordwestschweiz

Unterricht konkret

Sprache «richtig» brauchen

Grundlagen, Lehrmittel und weitere Förderideen

für den Unterricht an der Volksschule


Folgende Hochschulen der Fachhochschule Nordwestschweiz

FHNW bieten Bachelor-Studiengänge an:

– Hochschule für Angewandte Psychologie

– Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik

– Hochschule für Gestaltung und Kunst

– Hochschule für Life Sciences

– Pädagogische Hochschule

– Hochschule für Soziale Arbeit

– Hochschule für Technik

– Hochschule für Wirtschaft

Fachhochschule Nordwestschweiz

Pädagogische Hochschule

Institut Forschung und Entwicklung

Zentrum Lesen

Kasernenstrasse 20

5000 Aarau

T +41 62 832 02 72

F +41 62 832 02 69

ife.zentrumlesen.ph@fhnw.ch

www.zentrumlesen.ch


Unterricht konkret

Sprache «richtig» brauchen

Grundlagen, Lehrmittel und weitere

Förderideen für den Unterricht an der

Volksschule

Aarau, 5. September 2007

Von Sprachkompetenz und ihrer Bedeutung

im Zusammenhang mit dem schulischen

Lernen ist häufig die Rede. Das

Thema steht denn auch im Zentrum der

diesjährigen Tagung, zu welcher die Pädagogische

Hochschule der FHNW Lehrerinnen

und Lehrer sowie weitere interessierte

Fachpersonen einlädt. Präsentiert

werden neue Ergebnisse aus der

Forschungsarbeit, mehrere neue Lehrmittel

und viele weitere Anregungen für

den Unterricht der Volksschule.

Nach PISA und der Diskussion rund um

Standards stellt sich die Frage nach

einer angemessenen Sprachförderung

in den verschiedenen Schulstufen vordringlich.

In diesem Zusammenhang

interessiert insbesondere auch, wie die

Lernerfolge von Kindern und Jugendlichen

nachhaltig gestützt und schliesslich

auch überprüft werden können.

Ob der berechtigten Forderung nach

vergleichbaren Aufgaben und Tests darf

das zentrale Ziel von gutem Unterricht

aber nicht vergessen gehen: Die bestmögliche

Förderung aller Schülerinnen

und Schüler mit unterschiedlichen

Lernangeboten und individuellen Zielvereinbarungen.

Dies alles wirft in der

Unterrichtspraxis Fragen auf:

– Welche Sprachkompetenzen sind

zentral?

– Was sind sprachliche Normen?

– Wie kann das Lesen und Schreiben

im Unterricht nachhaltig und differenziert

gefördert werden?

– Was sind Sprachstandards?

– Welche Freiräume im Unterricht

müssen erhalten bleiben?

– Wie fördern aktuelle Lehrmittel die

Sprachkompetenz der Lernenden?

Antworten auf diese Fragen werden

teils im Einstiegsreferat, teils in den

Ateliers diskutiert.

Die Tagung findet statt an der Pädagogischen

Hochschule der Fachhochschule

Nordwestschweiz, Institut Forschung

und Entwicklung, Zentrum Lesen in

Kooperation mit dem Institut Weiterbildung

und Beratung, dem Institut für

Unterrichtsfragen und Lehrer/innenfortbildung

ULEF Basel-Stadt und der

Fachstelle Erwachsenenbildung Baselland.

Pia Hirt Monico, Institut Weiterbildung

und Beratung

Andrea Bertschi-Kaufmann, Institut

Forschung und Entwicklung, Zentrum

Lesen


Zum Programm

09:00 Prof. Gabriele Stemmer Obrist,

Begrüssung

Prof. Dr. Andrea Bertschi–Kaufmann,

Einführung ins Tagungsthema

Prof. Dr. Thomas Lindauer, Referat:

«Alle reden davon, aber was ist

mit Sprachkompetenz gemeint?»

10:45 Workshops A

12:00 Mittagspause

13:15 touche ma bouche – eine Überraschung

14:00 Workshops B

15:30 Workshops C

17:00 Ende der Tagung

Workshops A/B/C: Zur Auswahl stehen

jeweils sieben Angebote für die Praxis

von Kindergarten/Eingangsstufe, Unterstufe,

Mittelstufe und Sekundarstufe I.

Eine Ausstellung verschafft vertiefende

Einblicke in die neu erschienenen

Sprachlehrmittel.

Die Tagung ist in Kooperation mit dem

Institut Weiterbildung und Beratung,

dem Institut für Unterrichtsfragen und

Lehrer/innenfortbildung ULEF Basel-

Stadt und der Fachstelle Erwachsenenbildung

Baselland organisiert. Deshalb

ist der Besuch der Veranstaltung für

Lehrpersonen der Kantone AG/SO/BL/

BS (bis auf die Kosten für Mittagessen

und Tagungsunterlagen) kostenlos.

Tagungskosten: Fr. 185.–

(inkl. Tagungsunterlagen Fr. 20.–)

Stehlunch: Fr. 15.– (fakultativ)

Tagungsort: FHNW, PH, Küttigerstr. 42,

5000 Aarau (Haus B)

Anmeldefrist bis 13. Juli 2007

Anmeldungen werden in der Reihenfolge

des Eingangs berücksichtigt.

Die Online-Anmeldung finden Sie auf:

www.ph.fhnw.ch/tagungsanmeldung

Workshops A

A1

Sprachkompetenzen im Schuleingangsbereich

beobachten und fördern

– Ursula Rickli / Prof. Gerd Kruse,

PH FHNW

– Kindergarten / Eingangsstufe

Im Atelier werden verschiedene Ansätze

in der elementaren sprachlichen

Förderdiagnostik vorgestellt und (kritisch)

beleuchtet. Einerseits geht es

darum, bewährte Beobachtungs- und

Testinstrumente kennen zu lernen und

einzuschätzen; andererseits gilt es zu

fragen, in welchen sprachlichen Kompetenzfeldern

Kinder im Schuleingangsbereich

eigentlich gefördert werden.

A2

Die Buchstabenreise – Das Lehrmittel

zum Schrifterwerb

– Prof. Sandra Baumann Schenker,

PH FHNW / Kathrin Siebenhaar /

Gabi Bühler / Maria Schwendimann

(Lehrmittelautorinnen)

– Eingangsstufe / Unterstufe

Um allen Kindern den Zugang zur

Schrift zu ermöglichen, enthält das

neue Lehrwerk Materialien für Sequenzen

in der ganzen Lerngruppe und für

Lernumgebungen im offenen Unterricht.

Instrumente für die Lernstandsbeobachtung,

Lernzielkontrollen und für

die Selbstreflexion ergänzen die Unterrichtsmaterialien.


A3

Fehlerdifferenzierendes Korrigieren

– Prof. Dr. Afra Sturm, PH FHNW

– Mittelstufe

Wie korrigiert man Kindertexte, so dass

es den Kindern etwas nützt? Welches

Gewicht erhält die Rechtschreibung?

Was zählt als Fehler? Wird die Rechtschreibung

separat benotet? Markiert

man alle Fehler im Text oder trifft man

eine Auswahl? Solchen und ähnlichen

Fragen geht das Atelier nach.

A4

Lesen. Das Training – Abwechslungsreiche

und spielerische Formen, differenzierende

Inhalte und Schwerpunkte

– Petra Hagendorf Hammouche,

PH FHNW

– Mittelstufe

Präsentiert wird ein Trainingsprogramm,

mit welchem das Lesen systematisch

und dennoch spielerisch trainiert

wird, so dass die verschiedenen

Teilprozesse des Lesens automatisiert

ablaufen können und dem Lesegenuss

nichts mehr im Wege steht.

A5

Können sie lesen? – Lesekompetenzen

erkennen und messen

– Prof. Dr. Hansjakob Schneider,

PH FHNW

– Mittelstufe / Sekundarstufe I

Lesekompetenz ist nach PISA ein wichtiges

Schlagwort in der Bildungsdiskussion.

Aber was ist denn das überhaupt: Lesekompetenz?

Im Atelier werden verschiedene

Teilkompetenzen des Lesens differenziert

und Möglichkeiten zu ihrer

Erfassung zur Diskussion gestellt.

A6

Rechtschreibtagebücher – selbstbestimmtes

Lernen im Rechtschreibunterricht

– Prof. Max Hürlimann, PH FHNW

– Sekundarstufe I

Viele Schülerinnen und Schüler erleben

den Umgang mit der Rechtschreibung

als mühsam. Das Atelier versucht,

Anregungen für einen motivierenden

Rechtschreibunterricht zu geben, der

von den Lernenden weniger fremd- als

selbstbestimmt erlebt wird und trotzdem

Verbindlichkeit herstellt.

A7

Sprachkompetenzen mit Beurteilungsinstrumenten

erfassen und mit Aufgaben

fördern – Vertiefung und Konkretisierung

des Referats

– Prof. Dr. Thomas Lindauer, PH FHNW

lic. phil. Werner Senn, PHZ

– Alle

Im Eingangsreferat wurde das Verhältnis

von Lehrplan, Kompetenzraster und

Lehrmittel thematisiert. Im Workshop

wird gezeigt, wie nun Sprachkompetenzen

erfasst werden können. Dazu

schauen wir uns Beurteilungsraster

sowie Lernaufgaben aus den «Sprachstarken»

an.


Workshops B

B1

Niemand zu klein, Sprach-Künstler zu

sein: Sprachförderung im Schuleingangsbereich

– lic. phil. Trix Bürki Schällibaum,

PH FHNW

– Kindergarten / Eingangsstufe / DaZ-

Lehrpersonen

Damit Sprachförderung Wirkung zeigt,

sollte sie möglichst früh einsetzen.

Der Workshop bietet einen Überblick

über Ansätze der sprachlichen Frühförderung

und einen Einblick in Materialien:

Sprachspiele, Reime, Bilderbücher

– auch in mehreren Sprachen.

B2

Die Buchstabenreise – Das Lehrmittel

zum Schrifterwerb

– Prof. Sandra Baumann Schenker,

PH FHNW / Kathrin Siebenhaar /

Gabi Bühler / Maria Schwendimann,

(Lehrmittelautorinnen)

– Eingangsstufe / Unterstufe

Um allen Kindern den Zugang zur

Schrift zu ermöglichen, enthält das

neue Lehrwerk Materialien für Sequenzen

in der ganzen Lerngruppe und für

Lernumgebungen im offenen Unterricht.

Instrumente für die Lernstandsbeobachtung,

Lernzielkontrollen und für

die Selbstreflexion ergänzen die Unterrichtsmaterialien.

B3

Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

beim Lesen unterstützen

– Claudia Neugebauer, PHZH

– Unterstufe / Mittelstufe

Gute Aufträge helfen Lernenden, sich in

einem Lesetext zu orientieren und ihn

schrittweise immer besser zu verste-

hen. Anhand von Beispielen aus Klassen

mit ein- und mehrsprachig aufwachsenden

Kindern diskutieren wir, wie

unterstützende Aufträge entwickelt

werden können.

B4

«Die Sprachstarken» – Das neue Lehrmittel

im Schulalltag

– Gabi Lötscher / Stephan Nänny

(LehrmittelautorIn)

– Mittelstufe

Ein neues Sprachlehrmittel, das

Sprachkompetenzen mit ausgearbeiteten

Lern- und Trainingsaufgaben fördert.

Sie erhalten einen Überblick und

lernen die Kapitel «Michael Ende» und

«Wörter» genauer kennen, so dass Sie

wissen, wie Sie diese in Ihrem Schulalltag

einsetzen können.

B5

Fehlerdifferenzierendes Korrigieren

– Prof. Dr. Claudia Schmellentin,

PH FHNW

– Sekundarstufe I

Wie korrigiert man Texte von Schülerinnen

und Schülern, so dass es ihnen

etwas nützt? Welches Gewicht erhält

die Rechtschreibung? Was zählt als

Fehler? Wird die Rechtschreibung separat

benotet? Markiert man alle Fehler

im Text oder trifft man eine Auswahl?

Solchen und ähnlichen Fragen geht das

Atelier nach.


B6

Das Lesen trainieren: Lesefertigkeiten

ausbilden – Lesegeläufigkeit fördern –

Lesestrategien entwickeln

– Prof. Gerd Kruse, PH FHNW

– Sekundarstufe I

Spätestens seit PISA wissen wir: Ein

neues Lesetraining tut Not, gerade auch

auf der Sekundarstufe I. Denn vielen

Schülerinnen und Schülern fehlen hier

die Voraussetzungen, um genau, schnell

und Sinn verstehend zu lesen. Im Atelier

wird vorgestellt, wie drei grundlegende

Teilfertigkeiten des Lesens mit unterschiedlichen

Übungen im Unterricht

gezielt und systematisch auf- und ausgebaut

werden können.

B7

Romanhelden und Trickfilmstars –

Anregungen und Modelle für den Medienverbund

– Thomas Sommer, PH FHNW

– Alle

Figuren aus Trickfilmen, Protagonisten

aus Filmen und Helden aus Kinder- und

Jugendbüchern begegnen sich im Unterricht.

Es werden verschiedene Modelle

des Einsatzes diskutiert und Anregungen

gegeben, wie einzelne Figuren

(in verschiedenen Medien) im Sprachunterricht

«auftreten» können.

Workshops C

C1

«pass uff di schneeball geht abe»

– Prof. Dr. Mathilde Gyger, PH FHNW

lic. phil. Nadia Montefiori, Universität

Fribourg

– Kindergarten / Eingangsstufe

Der Workshop widmet sich anhand

von konkreten Anschauungsbeispielen

der dialektalhochdeutschen Mischsprache

von Kindern mit Migrationshintergrund.

Was wissen wir über den

Sprachgebrauch von Migrationskindern,

die sich zwischen Mundartsprache

und Standardsprache zurechtfinden

müssen, und welchen Fragen gehen wir

im Rahmen eines Forschungsprojektes

weiter nach?

C2

Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

beim Lesen unterstützen

– Claudia Neugebauer, PHZH

– Unterstufe / Mittelstufe

Gute Aufträge helfen Lernenden, sich in

einem Lesetext zu orientieren und ihn

schrittweise immer besser zu verstehen.

Anhand von Beispielen aus Klassen

mit ein- und mehrsprachig aufwachsenden

Kindern diskutieren wir, wie

unterstützende Aufträge entwickelt

werden können.

C3

Lesen. Das Training – Abwechslungsreiche

und spielerische Formen, differenzierende

Inhalte und Schwerpunkte

– Petra Hagendorf Hammouche,

PH FHNW

– Mittelstufe

Präsentiert wird ein Trainingsprogramm,

mit welchem das Lesen systematisch

und dennoch spielerisch trainiert

wird, so dass die verschiedenen


Teilprozesse des Lesens automatisiert

ablaufen können und dem Lesegenuss

nichts mehr im Wege steht.

C4

Guten Leseaufgaben auf der Spur

– Nora Knechtel, PH FHNW

– Sekundarstufe I

Ausgehend vom Konzept der Lesekompetenz

unternehmen wir in diesem

Atelier einen Rundgang durch verschiedene

Leseaufgaben. In welchem Zusammenhang

werden welche Leseaufgaben

sinnvoll eingesetzt? Und welche Aufgaben

eignen sich für Übungs- und/oder

Prüfungssituationen?

C5

Fehlerdifferenzierendes Korrigieren

– Prof. Dr. Claudia Schmellentin,

PH FHNW

– Sekundarstufe I

Wie korrigiert man Texte von Schülerinnen

und Schülern, so dass es ihnen

etwas nützt? Welches Gewicht erhält

die Rechtschreibung? Was zählt als

Fehler? Wird die Rechtschreibung separat

benotet? Markiert man alle Fehler

im Text oder trifft man eine Auswahl?

Solchen und ähnlichen Fragen geht das

Atelier nach.

C6

Chatten, bloggen, mailen und diskutieren

– Lektüre- und Schreibprozesse von Jugendlichen

im Netz

– lic. phil. Frederic Härvelid, PH FHNW

– Alle

Wie schreiben und was lesen Jugendliche,

wenn sie sich im Netz bewegen

und miteinander kommunizieren? Wie

und warum unterscheidet sich ihre

Sprache dabei vom «korrekten» Sprachgebrauch?

Können sie sich durch das

Lesen und Schreiben im Netz sogar

wichtige Kompetenzen aneignen? Diesen

Fragen geht das Atelier anhand

konkreter Beispiele nach.

C7

Wie hochdeutsch muss die Schriftsprache

sein?

– Prof. Dr. Afra Sturm, PH FHNW

– Alle

Sollen die Schüler und Schülerinnen in

ihren Texten Abendessen statt Nachtessen,

nackt statt blutt schreiben? Darf

man in einem Text Mundart-Ausdrücke

verwenden? Gibt es so etwas wie

schweizerisches Hochdeutsch?

Anhand solcher Fragen wird gezeigt,

dass es tatsächlich so etwas wie

Schweizer Hochdeutsch gibt und was

es mit den schweizerischen Besonderheiten

auf sich hat.

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