Dank als Lohn von Freiwilligen - SRK Bern

srk.bern.ch

Dank als Lohn von Freiwilligen - SRK Bern

PP 3602 Thun

Postcode 1

Christa Markwalder

2007

INFO

Dank als Lohn von Freiwilligen

In der Schweiz wird unglaublich viel Freiwilligenarbeit geleistet – im Jahr

2006 waren es schätzungsweise 740 Millionen Stunden. Die Kultur, die

Kirchen, Soziale Institutionen, der Sport aber auch die Politik leben vom

Einsatz von Freiwilligen.

Als (ehrenamtliche) Präsidentin des Forums Freiwilligenarbeit setze ich

mich oft mit der Frage auseinander, worauf die Motivation von freiwillig

und ehrenamtlich tätigen Menschen gründet für ihr Engagement für die

Gesellschaft. Anstatt sich am Feierabend mit den Arbeitskollegen auf ein

Bier zu treffen, anstatt sich einen geruhsamen Abend vor dem Fernseher

zu gönnen, anstatt das Wochenende allein mit der Familie zu verbringen,

sind Freiwillige da für andere Menschen und für die Gesellschaft –

ohne finanzielle Entschädigung. Freiwillige betreuen die Kinder aus der

Nachbarschaft und organisieren Senioren-Tanznachmittage. Freiwillige

betreiben die Kleinkunstbühne und organisieren das Dorffest. Freiwillige

trainieren die Nachwuchsmannschaft und führen die Vereinskasse. Frei -

willige leiten die Ortspartei und organisieren Dele gier ten ver samm lun -

gen. Kurz: Freiwillige sind in jedem gesellschaftlichen Bereich engagiert

und halten die Dinge am Laufen.

Da die Freiwilligenarbeit so vielfältig ist, ist es tatsächlich schwierig ge -

mein same Gründe für die Motivation von Freiwilligen zu finden. Diese

Frage ist aber zentral für die Förderung von Freiwilligenarbeit.

Viele Freiwillige sind mit dieser Tradition in ihrer Familie aufgewachsen

und haben gelernt, dass man der Gesellschaft auch etwas zurückgeben

soll. Viele Freiwillige erfahren in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit mindestens

so viel Befriedigung und Freude wie in ihrer beruflichen Arbeit. Viele

Frei willige realisieren, dass ihnen ihr Engagement den Erwerb von neuen

Fähigkeiten ermöglicht und dass sie ihren Horizont erweitern können.

Nichtsdestotrotz ist Dankbarkeit die wichtigste Anerkennung des unbezahlten

Engagements. Eine wichtige Anerkennungsform ist auch der

Sozial zeitausweis, der beim Forum Freiwilligenarbeit bezogen werden

kann. Unsere Zivilgesellschaft funktioniert nur dank den vielen Frei wil li -

gen in allen Bereichen. Deshalb müssen wir ihnen Sorge tragen und

Danke sagen.

Christa Markwalder, Nationalrätin

Präsidentin Forum Freiwilligenarbeit


Marcus Andreas Sartorius

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Das vorliegende Info-Blatt befasst sich haupt säch lich

mit der Frei wil li gen arbeit. Sie bildet ein Schwer ge -

wicht in der Arbeit des Schwei ze rischen Roten Kreu -

zes und verdient es, immer wieder ent spre chend ge -

wür digt zu werden. Umso ärgerlicher sind in diesem

Zu sam men hang Büro kra ti sie rungen, die uns zurzeit

beschäftigen.

So müssen wir als gemeinnützige Organisation nun

Mehr wertsteuern für den Rotkreuz-Fahrdienst bezahlen,

obwohl wir diesen – abgesehen von einer Kilo -

me ter abgeltung an die Fah rer innen und Fahrer – gratis

anbieten und für dessen Organisation gemäss

AHVG Art. 101 Subventionen er hal ten. Es ist doch

un sin nig, dass wir für eine Dienst lei s tung Sub ven tio -

nen erhalten, für die wir dann wiederum Steuern be -

Projekt beocare Anlaufstelle

Entlastung Angehörige

Pflegen oder betreuen Sie einen kranken oder älteren

Menschen und stossen Sie dabei oftmals an Gren -

zen? Für solche Fälle haben wir im Projekt beocare

verschiedene Angebote aufgebaut – zur Entlastung

von Angehörigen und Betreuenden von alten, kranken

und sterbenden Menschen. Das Schweizerische

Rote Kreuz Bern-Oberland ist erfreut darüber, dass

die Entlastung vermehrt in Anspruch genommen wird.

Laufend sind wir daran, die Angebote auf die Be dürf -

nisse und den Bedarf von Angehörigen anzupassen

und weiter zu entwickeln.

Die Anlaufstelle ist gleichzeitig Drehscheibe.

zahlen müssen. Steuern, die wir zudem auf den Be -

nüt zer abwälzen müssen! Diese Bürokratisierung bringt

eine jährliche Belastung von rund 30’000.– Franken

und einen erheblichen administrativen Auf wand, den

wir selber zu finanzieren haben.

Schade, dass diese Steuerausweitung, die rückwirkend

auf das Jahr 2002 erhoben wird, von unseren

Schwei ze rischen Rotkreuzorganen trotz Intervention

nicht verhindert werden konnte, weil eine ent spre -

chen de Ge set zes grundlage fehlt. Der Rotkreuzrat

wird deshalb auf politischer Ebene aktiv werden

müssen, um eine Gesetz es än de rung zu erwirken.

Niemand bezahlt gerne Steuern, auch ich nicht. Aber

nichts desto trotz: Wir haben Interesse an einem Staat,

der tatkräftig für das Ge mein wohl sorgt und sich ge -

ra de auch den Interessen der Schwä che ren nicht verschliesst.

Dazu braucht es Steuern. Andererseits aber

ist es leider nicht zu übersehen, dass der Staat Blüten

treibt, die eindeu tig zu weit gehen.

Es ist mir ein Anliegen, Sie über diesen bitteren Wer -

muts tropfen zu orien tieren. So wird einfach unsere

Arbeit er schwert. Das hindert uns aber überhaupt nicht,

mit Freuden und mit grossem Engagement weiterhin

für Sie da zu sein!

Der Präsident

Marcus Andreas Sartorius

Wir vermitteln Ihnen kostenlos telefonisch und persön -

lich massgeschneiderte Informationen über umfassende

SRK-interne und -externe Entlastungsangebote. Wir

beraten und unterstützen Sie nach Ihren individuellen

Bedürfnissen. Wir kennen die Gesundheits- und So zial -

fachstellen im Berner Oberland und funktionieren auch

als Drehscheibe, Triage- und Koor di na tionsstelle.

Trauerbegleitungen

Unsere fachlich ausgewiesenen Trauerbegleiterinnen

und Trauerbegleiter bieten Ihnen Information, Be ra tung

und Begleitung in Trauer- und Krisensituationen oder

bei Verlusterfahrungen. Das Erstgespräch ist unverbindlich

und kostenlos.

Bildung

Wir bieten Ihnen laufend ein vielfältiges Kurs- und Bil -

dungsangebot für Angehörige, Betreuende, Inte res -

sier te, Freiwillige und Fachpersonen. Zudem organisieren

wir Vortragsreihen im ganzen Berner Ober -

land. Jedes Jahr findet mindestens eine Tagung zu

einem bestimmten Thema statt, zu dem wir ausgewiesene

Fachleute einladen. Ausserdem unterstützen wir

Sie beratend durch Fachpersonen und Informationen

beim Erstellen von Patientenverfügungen.

Verlangen Sie unsere Bildungsangebote oder den

Flyer mit der aktuellen Vortragsreihe. Gerne nehmen

wir Sie in unsere Adresskartei auf.

Mehr Informationen finden Sie auf www.beocare.ch


Freiwilligenarbeit im Projekt beocare

Betreuungsdienst konkret

Als Freiwillige/r im Projekt beocare mitzuhelfen, ist

sehr sinnvoll und äusserst befriedigend. Die Hilfe stel -

lungen werden von den kranken Menschen und ihren

Angehörigen dankbar angenommen und geschätzt.

Wir vermitteln und koordinieren die Ent lastungs ein -

sätze von freiwilligen Mitarbeitenden für Angehörige

von kranken Menschen zuhause oder in Institutionen.

Ein Beispiel:

Frau Z. (56) leidet an Krebs. Ihr Ehemann (64) ist seit

mehreren Jahren auf den Rollstuhl angewiesen und

pflege bedürftig. Die Betreuung be sorgt die Ehefrau

zu Hause alleine. Nun wurde für sie selber eine Hos -

pi talisierung unvermeidlich. Während dieser Phase

musste auch Herr Z. befristet stationär be handelt

werden. Noch sind bei der stark belasteten Frau

am bu lante Nachbehandlungen notwendig. Für die

Be treu ung des Ehemannes und für pflegerische Hand -

reich ungen benötigt sie deshalb während ihrer Ab -

wesen heiten eine Stellvertretung.

Nachdem Frau Z. die Infos zu den freiwilligen Rot kreuz-

Mitarbeitenden erhalten hat, bittet sie um die entspre -

chende Einsatz-Vermittlung.

In der Zwischenzeit betreut eine unserer zuverlässigen

freiwilligen Rotkreuz-Mitarbeiterinnen sporadisch an

Freiwilligenarbeit

Einer schönen Tradition folgend wurden auch dieses

Jahr am ersten Sonntag im März, zum Tag der Kran -

ken, von 14 SRK-Sektionsrätinnen und -räten im Ber -

ner Oberland Blumen verteilt. Im Gegensatz zur Rose

von früher wurden dieses Jahr den kranken und älteren

Menschen erstmals Primeli überbracht. «Die Pri -

me li in den Untertöpfen sind super angekommen, besser

als die Rosen», erklärt Maya Balmer aus Wil ders -

wil. Seit rund zehn Jahren ist sie zuständig für die

Verteilung im östlichen Oberland, von Leissigen bis

Brienz sowie in einigen

Seiten tä lern. Die ge bür -

tige Hasli talerin hat in

diesem Jahr mit Helfer in -

nen 1260 blu mige Grüs -

se an Einzel per so nen,

Spi täler und Alters heime

überbracht. «Ich schätze

den Kon takt mit Leuten

und mache diese Ar beit

sehr ger ne», meint die

Sek tions rätin und aktive

Sama ri te rin. An de ren

Men schen Freude zu be -

Balmers Kühe sind

rei ten, bringe selber

viel beachtete Sta tis ten bei Freu de. Mit den Blumen

den Inter lakner Tell-Spielen. über bringt sie je weils ei -

einzelnen Halbtagen oder ausnahmsweise auch ganz -

tags Herrn Z. Sie unterhält sich mit ihm, hilft ihm beim

Transfer vom Rollstuhl ins Bett und zur Toilette, fährt

ihn spazieren, bereitet eine Zwischenmahlzeit zu,

oder verkürzt die Zeit mit Spielen. Die Be zie hungs -

ebene ist gut und vertrauensvoll, die Entlastungs-Ein -

sätze werden sehr geschätzt.

Frau Z. kann sich nicht nur ruhig und ohne Zeitdruck

auf ihre Nachbehandlungen konzentrieren; sie leistete

sich kürzlich sogar einen kleinen Ausflug ins Em -

men tal, wodurch ihr ein dringend nötiges Erholen

und Kräftetanken ermöglicht wurde.

Benötigen Sie sporadisch Unterstützung und Ent las -

tung und möchten Sie dafür freiwillige Rot kreuz-Mit -

arbeitende einsetzen?

Wollen Sie sich als freiwillige Rotkreuz-Mit ar bei te -

rin im Betreuungsdienst engagieren?

Melden Sie sich unverbindlich beim Schweize ri schen

Roten Kreuz Bern-Oberland,

beocare.ch, Telefon 0844 144 144

Mit 4700 blumigen Grüssen Freude bereitet

ne Karte des Roten Kreu -

zes Sektion Bern-Ober -

land, bemalt von Schü le -

r innen und Schülern um -

liegender Schu len. «Ich

finde es sinnvoll, Jugend -

liche in die Ak tion mit -

ein zu beziehen», er klärt

Maya Balmer. Teil wei se

seien die Schüler auch

mit Freude beim Über -

brin gen des Prä sents da -

bei. Für Doris Ramseier,

Ge schäfts lei te rin SRK

Bern-Oberland, ist sol - Maya Balmer bei der

che Frei wil ligen arbeit Ge ra nienpflege auf dem

Gold wert. «Ich finde es Balkon ihres Bauernhauses

toll, dass Maya Balmerin

Wilderswil.

trotz der grossen Arbeit

auf dem Bauernhof für uns ehrenamtlich diesen Dienst

erweist».


Geschäftsstelle

Länggasse 2, 3600 Thun

Tel. 033 225 00 80

Fax 033 225 00 83

info@srk-thun.ch

Montag–Freitag

8.00–11.30 Uhr

Postkonto 30-1568-1

Finanzielle Hilfe an Unwetterschäden

Die Schäden waren nach den Unwettern vom August

2005 in unserer Region enorm. Beim SRK Bern-Ober -

land sind entsprechend viele Gesuche um finanzielle

Unterstützung eingegangen. Bei der Bearbeitung wur -

de konsequent auf eine Hilfe bei wasserbaulichen

Mass nahmen verzichtet, dafür aber bei Objekt bezogenen

Anfragen Hilfe geleistet.

Brienz

Wegen einfliessendem Wasser musste das Ge mein -

de archiv geräumt werden. Dadurch drängte sich

eine Aktualisierung und Nachführung auf, an welche

Fr. 15’000.– gesprochen wurden.

Ergotherapie – die Behan d lung zu Hause

Personen, die durch Unfall oder Krankheit in der Be weg -

lich keit oder Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind, be -

nö tigen Ergotherapie. Mit spezifischen Behandlungen

wird ihnen zur grösstmöglichen Selbständigkeit verholfen.

Eine der möglichen Therapieformen

ist die Domizil be handlung mit ärztlicher

Verordnung.

Ein Beispiel:

Frau A. erlitt einen Hirnschlag, der

eine Halb seiten läh m ung links so wie

eine Des orien tie rung zur Folge hatte.

Dank ihrem Ehemann und guter

häuslicher Infra struk tur konnte Frau

A. nach dem Spitalaufenthalt wieder

nach Hause. Gerne möchte sie sich nun wie der

selber wa schen und ankleiden können. Ebenso ist es ihr

ein Be dürf nis, einen Teil der Koch ar beiten zu über neh -

men. Wäh rend des Spital auf enthaltes lernte sie – trotz

den Läh m ungen im linken Arm – ein fache Rüst- und

Koch ar beiten zu er le di gen. Das in der Ergo therapie Er -

lern te kann sie im Moment je doch zu Hause noch nicht

um setz ten, da sie sich mit der Be hin de rung in ihrer ge -

wohn ten Umgebung zuwenig orientieren kann. Hier

gibt es die Möglichkeit der Do mi zil be hand lung, die

vom Arzt verordnet werden muss. Mit dieser Lösung

behandelt die Ergotherapeutin Frau A. zu Hause in

ihrer ge wohn ten Um ge b ung und kann so die The ra pie

auf die häus li chen Ge ge ben hei ten an pas sen.

beocare.ch: Projekt Entlastung An ge hörige

Anlaufstelle:

Mo–Fr, 08.00–12.00 Uhr

Tel. 0844 144 144

(reduzierter Ortstarif)

anlaufstelle.beocare@

srk-thun.ch

www.beocare.ch

Oey-Diemtigen

An die Wiederherstellung der Wanderwegbrücke über

die Chirel beim Marktplatz Oey zur Verkürzung des Schul -

wegs wurde ein Betrag von Fr. 40’000.– ge sprochen.

Reichenbach

Der Check in der Höhe von Fr. 40’000.– an die ungedeckten

Schäden beim Schulhaus in Kien wurde am

18. Juni 2007 überbracht.

Weitere Gesuche um kleinere Beiträge

Weitere Gesuche für finanzielle Unterstützung von Ge -

meinden aus dem Oberland im Zusammenhang mit

dem Unwetter wurden teilweise bereits bewilligt oder

sind noch hängig.

Eine Gesamt über sicht über das Angebot des Ergo the ra -

pie zentrums sowie weitere Infor ma tio nen erhalten sie

über www.ergothun.ch

Personelles

Wechsel der Leiterin Anlaufstelle

Rosmarie Bühler, Leiterin An lauf stelle hat das SRK

Bern-Ober land auf den 30. Sept em ber 2007 ver las -

sen, um eine Heim leitung in ihrem Hei mat dorf zu

über nehmen. An dieser Stelle danken wir Frau Bühler

für ihre wertvolle Arbeit und wünschen ihr für die

neue Heraus for de rung alles Gute.

Als ihre Nachfolgerin durften wir am 15. Oktober 2007

Frau Franziska Frey begrüssen. Frau Frey ist eine er -

fah rene diplomierte Pfle -

ge fach frau mit hö he ren

Fach- und Zu satz aus bil -

dun gen und war zuletzt

als Pflege dienst leiterin in

ei nem Pflegeheim tä tig.

Das Team des SRK Bern-

Ober land freut sich auf

die Zu sam men arbeit mit

Franziska Frey als neue

Mit arbeiterin im beocare,

Pro jekt Ent lastung An ge -

Franziska Frey

hö ri ge.

Freiwillige:

freiwillige.beocare@srk-thun.ch

Begleitung in Trauer- und

Krisensituationen:

trauer.beocare@srk-thun.ch

Bildung:

bildung.beocare@srk-thun.ch

Ergotherapiezentrum Thun

Regionalspital, 3600 Thun

Tel. 033 226 26 82

Fax 033 226 26 33

ergotherapie.srk@spitalthun.ch

Montag–Freitag

Postkonto 30-8354-0

www.ergothun.ch

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