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Jahresabschluss und Lagebericht 2005


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Lagebericht der Premiere AG

Lage der Gesellschaft und Entwicklung

des Abonnementfernsehens

Mitarbeiter

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Risikobericht

Nachtragsbericht

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2006

Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Premiere AG

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Entwicklung des Anlagevermögens für das

Geschäftsjahr 2005

Anhang der Premiere AGFina

I. Allgemeine Angaben

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

III. Erläuterungen zu den einzelnen Posten

der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

IV. Sonstige Angaben

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Disclaimer

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf

gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen

und Annahmen des Managements der Premiere AG

beruhen. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen bekannten

und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren,

die dazu führen können, dass die Ertragslage, Profitabilität,

Wertentwicklung oder das Ergebnis der Premiere AG oder der

Erfolg der Medienindustrie wesentlich von derjenigen Ertragslage,

Profitabilität, Wertentwicklung oder demjenigen Ergebnis

abweichen, die in diesen zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich

oder implizit angenommen oder beschrieben werden.

In Anbetracht dieser Risiken, Ungewissheiten sowie anderer

Faktoren sollten sich Empfänger dieser Unterlagen nicht unangemessen

auf diese zukunftsgerichteten Aussagen verlassen.

Die Premiere AG übernimmt keine Verpflichtung, derartige

zukunftsgerichtete Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige

Ereignisse und Entwicklungen anzupassen.


Lagebericht der Premiere AG

Die Premiere AG, in der alle unternehmerischen Aktivitäten

der Premiere Gruppe gebündelt sind, agiert als

Steuerungszentrale in strategischen und kaufmännischen

Funktionen sowie in den Dienstleistungssegmenten

Personal, Recht und Kommunikation für sämtliche

Beteiligungsgesellschaften der Gruppe. Das operative

Geschäft ist im Wesentlichen in der Premiere Fernsehen

100 %

Premiere Win

Fernsehen GmbH

Premiere AG

100 %

GmbH & Co. KG (im Folgenden: Premiere Fernsehen KG)

und deren nachgelagerten Tochtergesellschaften sowie

in der Premiere Win Fernsehen GmbH (im Folgenden:

Premiere Win Fernsehen) angesiedelt. Von großer Bedeutung

für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft ist

somit die Entwicklung der Premiere Fernsehen KG.

Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG

100 % 100 % 95 % 50 %

Premiere

Fernsehen GmbH

Österreich

Verwertungskette (in Monaten nach Kinostart)

Kinostart

Premiere

Service Center

Schwerin GmbH

Roombase

Networks GmbH

TESC Test

Solution

Center GmbH

(Vereinfachte Darstellung)

1 5 10 15 20 25 30

Video/DVD

(erst Verleih,

dann Verkauf)

Einzelabruf

PREMIERE DIREKT

Ausstrahlung

PREMIERE FILM

Herkömmliches

Fernsehen

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2 Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Lage der Gesellschaft und Entwicklung

des Abonnementfernsehens

Im Folgenden erfolgt explizit eine Darstellung des

Geschäftsverlaufs der Premiere Fernsehen KG.

Geschäftstätigkeit und Strategie

Strategie: Fokus auf Programm und Marketing

Die Premiere Fernsehen KG hat sich strategisch auf ihre

Kernkompetenzen Programm und Marketing ausgerichtet.

Die Premiere Fernsehen KG differenziert sich vom

Wettbewerb durch ein exklusives und qualitativ hochwertiges

Angebot: neue Filme und neue Serien, Familienunterhaltung

und packender Live-Sport. Im Bereich Fiction

hat die Premiere Fernsehen KG Verträge mit allen

großen Hollywood-Filmstudios und den wichtigen unabhängigen

Studios. Darüber hinaus positioniert sich die

Premiere Fernsehen KG im Serienbereich als Anbieter

exklusiver Premium-Programme. Im Sportbereich garantieren

mehrjährige Exklusivverträge und Partnerschaften

mit wichtigen Sportverbänden ein erstklassiges und breit

gefächertes Programmangebot. Über eine Vielzahl von

Vertriebskanälen gewinnt die Premiere Fernsehen KG

mit innovativem Marketing neue Abonnenten und bindet

sie an das Produkt.

Konzentration auf das Kerngeschäft

Die Premiere Fernsehen KG konzentriert sich auf das

Kerngeschäft mit Programmabonnements, Pay-per-View

und Werbung.

Programmabonnements sind die wichtigste Größe im Umsatz-Mix.

Interessenten können ihr persönliches Wunschprogramm

aus einer differenzierten Angebotsstruktur mit

Einstiegs-, Standard- und Zusatzabonnements für jeden

Geschmack zusammenstellen. Die Bandbreite der Abonnements

reicht vom Einstiegsangebot PREMIERE START für

5 EUR monatlich bis zum Gesamtangebot PREMIERE

KOMPLETT ab 44,90 EUR pro Monat. Für Geschäftskunden

im Gaststätten- und Hotelbereich hat die Premiere Fernsehen

KG spezielle Abonnements im Angebot. Zum 31.

Dezember 2005 zählte die Premiere Fernsehen KG

3.255.567 Abonnenten. Die Tochtergesellschaft Premiere

Fernsehen GmbH Österreich zählte zum Jahresende 2005

310.887 Abonnenten. Zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft

weist die Premiere Fernsehen KG zum Bilanzstichtag

einen Abonnentenbestand von 3.566.454 auf.

Pay-per-View – Fernsehen auf Bestellung – ist für die

Premiere Fernsehen KG ein Wachstumsfeld. Rund 5,3

Millionen Pay-per-View-Tickets wurden im Jahr 2005 verkauft

– 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf PREMIERE

DIREKT bietet die Premiere Fernsehen KG täglich rund

um die Uhr aktuelle Filmhighlights zu wählbaren Startzeiten

an – zwölf Monate nach dem Kinostart, teilweise sogar

bereits nach neun Monaten, sind die Filme exklusiv

auf PREMIERE DIREKT zu sehen. Top-Sportereignisse,

Erotik und ausgesuchte Events sind ebenfalls auf Bestellung

erhältlich. Die Angebote sind einfach und bequem

von zu Hause aus per Telefon, SMS oder Internet

abrufbar. Über den Video-on-Demand-Service PREMIERE

DIREKT+ können zudem Filme über Nacht auf eine neue

Generation von Festplattenreceivern (PDR+) geladen und

auf Wunsch freigeschaltet werden.

Werbung bei der Premiere Fernsehen KG setzt auf Exklusivität

und erreicht klar definierte, attraktive Zielgruppen.

Durch die Kombination exklusiver Programmumfelder

mit kreativen und attraktiven Sonderwerbeformen

bieten sich vielfältige Möglichkeiten, um Marken eine besondere

Aufmerksamkeit zu garantieren. Der Anspruch:

für jede Werbebotschaft das optimale Werbeumfeld.

Durch die direkte Beziehung zu den Kunden kennt die

Premiere Fernsehen KG ihre Zuschauer und kann für

jeden Werbekunden maßgeschneiderte und vernetzte Vermarktungskonzepte

entwickeln. Hier bietet die Premiere

Fernsehen KG ein breites Spektrum, von klassischen

Werbespots bis zu Sonderwerbeformen sowie vielfältige

Möglichkeiten der Platzierung im redaktionellen Umfeld

von exklusiven Programmhighlights.

Wachstum durch Innovationen

Im Wachstumsmarkt des digitalen Fernsehens sind Innovationen

die Basis des zukünftigen Erfolgs – programmlich

wie technologisch. Mit neuen Programmideen

schärft die Premiere Fernsehen KG ihr Profil als Premium-

Marke und erschließt neue Wachstumsfelder.


Die Premiere Fernsehen KG nutzt als erstes großes TV-

Unternehmen in Deutschland konsequent die Möglichkeiten

des digitalen Fernsehens für ein komfortableres

und schöneres Fernseherlebnis. Das Unternehmen gibt

entscheidende Impulse für die Entwicklungen neuer TV-

Programm

Die Premiere Fernsehen KG differenziert sich im Wettbewerb

durch die Exklusivität und Qualität ihrer Programme

und hat ihr umfangreiches Angebot im Jahr 2005 durch

neue Verträge in den Bereichen Sport und Fiction erweitert.

Darüber hinaus entwickelte die Premiere Fernsehen

KG auch im vergangenen Jahr Ideen für neue Programme

und Angebote, die die Attraktivität steigern und neue

Zielgruppen erreichen sollen.

Film

Im Bereich Fiction hat die Premiere Fernsehen KG Verträge

mit allen Hollywood-Filmstudios und wichtigen unabhängigen

Studios. Jeder dieser Verträge gewährt der

Premiere Fernsehen KG die exklusiven Pay-TV-Ausstrahlungsrechte

für Deutschland. Je nach Vertrag beginnt die

Ausstrahlung auf den im Abonnement PREMIERE FILM

enthaltenen Filmkanälen zwölf Monate nach dem deutschen

DVD-/Videostart, spätestens aber 24 Monate

nach dem deutschen Kinostart. Zusätzlich zu den Verträgen

mit den großen Studios hat sich die Premiere Fernsehen

KG die exklusiven deutschen Pay-TV-Rechte an

wichtigen Nicht-Hollywood-Filmen durch eine Kombination

aus Output- und Paketgeschäften mit unabhängigen

Vertriebsgesellschaften gesichert.

Für den Bereich Pay-per-View (PREMIERE DIREKT) werden

regelmäßig kurzfristige, nicht exklusive Verträge abgeschlossen.

Hier kann die Premiere Fernsehen KG Filme

bereits ab zwölf Monate nach Kinostart, teilweise sogar

bereits nach neun Monaten, ausstrahlen. Oscar-prämierte

Meisterwerke wie „Aviator“mit Leonardo DiCaprio

oder „Ray“ mit Jamie Foxx sowie deutsche Kassenknüller,

z. B. „(T)Raumschiff Surprise“ mit Bully Herbig, wurden

hier 2005 in deutscher Erstausstrahlung gezeigt.

Serien

Die Premiere Fernsehen KG positionierte sich im Jahr

2005 zunehmend als Anbieter exklusiver Premium-Serien,

die auf den Filmkanälen der Premiere Fernsehen KG

Technologien. Bei den Zukunftstrends der Fernsehindustrie

wie HDTV will die Premiere Fernsehen KG eine Hauptrolle

spielen und treibt diese Trends schon heute maßgeblich

voran.

ausgestrahlt werden. Der Sender profitierte hier vor allem

von Verträgen mit den großen Hollywood-Filmstudios aus

dem Jahr 2004 für die deutsche Erstausstrahlung von

US-Top-Serien. So setzte die Premiere Fernsehen KG im

Jahr 2005 die deutsche Erstausstrahlung im Pay-TV der

ersten Staffeln von „Desperate Housewives“ und „Lost“

fort (beide Buena Vista International). Ebenso wurden

die erste Staffel von „Battlestar Galactica“ (Universal)

sowie die zweite Staffel von „Nip/Tuck“ mit großem Erfolg

ausgestrahlt. Weitere Staffeln der viel beachteten

Serien folgen. Neue Verträge wurden mit Paramount

über die deutsche Erstausstrahlung im Pay-TV für

„4400“ und „Medium“ geschlossen.

Erstmals beteiligte sich die Premiere Fernsehen KG im

Jahr 2005 bei der aufwändigen Serie „Rom“ als Co-

Financier an einer internationalen Produktion. „Rom“

wurde von HBO, BBC, RAI und EOS Entertainment produziert.

Eine zweite Staffel der Erfolgsserie ist geplant.

Themenkanäle

Das Abonnement PREMIERE THEMA bietet auf 16 Themenkanälen

das passende Programm für alle Interessen:

Dokumentationen, Reportagen, interaktive Ratgebersendungen,

Kinderprogramme, Musik und Erotik sowie Top-

Programme für Fans von Science-Fiction, Krimis, Action

und Filmklassikern. Die meisten Themenkanäle werden

von Dritten produziert, die der Premiere Fernsehen KG

das fertige Produkt liefern.

Mit den Programmen FOCUS GESUNDHEIT und DISCO-

VERY GESCHICHTE setzte die Premiere Fernsehen KG

im 1. Halbjahr 2005 neue Akzente. FOCUS GESUND-

HEIT, in Kooperation mit dem Magazin Focus, zeigt seit

Juni rund um die Uhr Eigenproduktionen und Programme

namhafter Produzenten aus dem In- und Ausland. Neben

Dokumentationen, Reportagen und Magazinen werden

zudem innovative interaktive Formate wie Call-in-Shows

präsentiert.

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Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

DISCOVERY GESCHICHTE ergänzt seit März das Dokumentationsangebot

der Premiere Fernsehen KG. Der

Kanal bietet als Novum ein speziell auf Deutschland zugeschnittenes

Programm. Dazu werden exklusive Inhalte

vom Kooperationspartner Spiegel TV gezeigt. Die Kooperation

mit Spiegel TV umfasst dabei vor allem Sendungen

zur Zeitgeschichte.

Neue Programme für neue Zielgruppen

Im September 2005 startete die Premiere Fernsehen

KG unter der Dachmarke PREMIERE INTERNATIONAL ein

Angebot fremdsprachiger TV-Programme für Satellitenkunden.

Acht türkische, vier italienische und fünf russische

Kanäle stehen dabei zur Verfügung. Die Fremdsprachenpakete

können auch von Kabelnetzbetreibern zur

Einspeisung übernommen werden.

Sport

Im März 2005 erwarb die Premiere Fernsehen KG von

Media-Pro die Live-Ausstrahlungsrechte für die spanische

Primera División. Exklusiv berichtet die Premiere Fernsehen

KG bis einschließlich der Saison 2005/2006

über Spaniens höchste Fußball-Spielklasse.

Im Juni 2005 sicherte sich die Premiere Fernsehen KG

umfassende Ausstrahlungsrechte an der Fußball-Weltmeisterschaft

2010 in Südafrika. Als einziger Sender in

Deutschland wird die Premiere Fernsehen KG alle 64

Spiele der FIFA WM 2010 TM live zeigen, 18 davon exklusiv.

Die Premiere Fernsehen KG konnte damit erstmals die

Übertragungsrechte eines großen internationalen Sportereignisses

direkt vom lizenzgebenden Verband erwerben.

Im August 2005 sicherte sich die Premiere Fernsehen

KG alle Live-TV-Rechte an der UEFA Champions League

für die Spielzeiten 2006/2007 bis 2008/2009. Die

Top-Begegnungen der Champions League werden in

Deutschland künftig exklusiv im Programm der Premiere

Fernsehen KG zu sehen sein. Darüber hinaus hat die

Premiere Fernsehen KG umfassende TV-Rechte für die

Zusammenfassung im Anschluss an die Live-Übertragungen

der UEFA Champions League erworben. Die Premiere

Fernsehen KG garantierte gegenüber der UEFA, pro

Saison 13 Spiele live im Free-TV zu zeigen, und prüft für

die Umsetzung mehrere Möglichkeiten. Sollte die Premiere

Fernsehen KG diesen Plan nicht weiterverfolgen,

hat die UEFA die Option, die Free-TV-Spiele an einen anderen

bestehenden Sender weiterzulizenzieren.

Das Ziel, bei der Fußball-Bundesliga mehr Exklusivität

für ihre Abonnenten zu erreichen und die Ausstrahlungsrechte

bis 2008/2009 zu entsprechenden Konditionen

zu erwerben, hat die Premiere Fernsehen KG im Dezember

2005 nicht erreicht.

Im Bereich Motorsport schloss die Premiere Fernsehen

KG im April 2005 eine Vereinbarung mit dem Lizenzinhaber

„Internationale Tourenwagen Rennen“ (ITR e.V.) für

die Übertragung der Rahmenserien der Deutschen Tourenwagen

Masters (DTM) in der Saison 2005.

Weiterhin erwarb die Premiere Fernsehen KG die Exklusivrechte

an der neuen Rennserie A1 Grand Prix, der

„Weltmeisterschaft des Motorsports“, für zunächst ein

Jahr.

PREMIERE HD

Im Rahmen eines Feldtestes begann die Premiere Fernsehen

KG am 3. Dezember 2005 mit der Ausstrahlung

von ersten Programmen im HD-Format. Auf Sendung gingen

PREMIERE HD THEMA mit Discovery-Dokumentationen,

PREMIERE HD SPORT mit Fußball- und anderen

Sportinhalten sowie PREMIERE HD FILM mit Hollywood-

Klassikern und Serien. Gezeigt wurde zunächst ein Ausschnitt

aus dem für 2006 vorhandenen Programm, auf

DISCOVERY HD etwa „Die größten Projekte der Welt“.

Die Premiere Fernsehen KG profitiert bei der Zusammenarbeit

mit Discovery Networks von der bereits vorhandenen

HDTV-Erfahrung des weltweit agierenden Entertainment-Unternehmens

sowie dessen hochwertigen HD-Inhalten.


Werbung

Die Abonnenten sind eine attraktive, anspruchsvolle

Zielgruppe, die sich bewusst und gezielt für das Angebot

der Premiere Fernsehen KG entscheidet. Entsprechend

kann die Premiere Fernsehen KG der werbetreibenden

Wirtschaft exklusive Umfelder für Marken mit Premium-

Anspruch anbieten. Die sinnvolle Vernetzung mit anderen

Medien der Premiere Fernsehen KG und Partnerplattformen

garantiert eine zielgruppenaffine und aufmerksamkeitsstarke

Präsenz von Marken. Limitierte Werbeflächen

und Branchenexklusivität innerhalb des Werbeslots garantieren

Marken hohe Aufmerksamkeit.

Mit kreativen und maßgeschneiderten Werbeformen

schärfte die Premiere Fernsehen KG 2005 weiter ihr Pro-

Marketing und Vertrieb

Nach der im Jahr 2004 erfolgten Neuordnung des Bereichs

Marketing und Vertrieb stand das Jahr 2005 mit

einer Vielzahl von Marketing- und Vertriebsaktionen im

Zeichen von Kontinuität und Ausbau der Vermarktungswege

und des Kundenservice.

Marketing

2005 wurde der neue, übergeordnete Bereich „Marke

und Corporate Design“ geschaffen. Er gewährleistet ein

konsistentes Erscheinungsbild der Premiere Fernsehen

KG im Markt und zeichnet verantwortlich für die Weiterentwicklung

der Marke Premiere. Um zusätzliche Synergien

zu schaffen, koordiniert seit dem 4. Quartal 2005

die neue Abteilung Channel Marketing die verschiedenen

Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen in den

Fach- und Vertriebsabteilungen. So gelangen Informationen

effizienter und schneller an den richtigen Platz.

Im 1. Quartal stand im Marketing neben der Kommunikation

des exklusiven Programms eine breit angelegte

Kampagne zum Börsengang der Premiere AG im Mittelpunkt

der Aktivitäten. Die TV- und Printkampagne schlug

den Bogen vom vielfältigen und exklusiven Programm

hin zu den Wachstumschancen des Abo-Senders. Neben

den Privatanlegern wurden die Abonnenten gezielt mit

Spots, Mailings und Beilegern angesprochen.

fil als innovativer Werbepartner und entwickelte zum Beispiel

speziell für Partner neue und aufmerksamkeitsstarke

Sonderwerbeformen, die klassische TV-Kampagnen

ideal ergänzen – etwa die Belegung kompletter Themenwochenenden

im Filmbereich.

Seit Januar 2005 informiert das Media-Portal www.

media.premiere.de potenzielle Medienpartner umfassend

über die breit gefächerten Werbe- und Kooperationsmöglichkeiten

bei der Premiere Fernsehen KG. Im Juli 2005

stellte die Premiere Fernsehen KG auf dem ersten

„Premiere Media Day“ Agentur- und Unternehmensvertretern

Werbemöglichkeiten und Vermarktungskonzepte

für eine erfolgreiche Kundenansprache vor.

Im Mai startete die Premiere Fernsehen KG eine neue

Marketingkampagne unter dem Motto „Fernsehen erster

Klasse“. Mit diesem Leitmotiv positioniert die Premiere

Fernsehen KG seitdem ihr exklusives und vielfältiges

Programmangebot als erstklassiges Produkt, das sich

qualitativ deutlich vom Free-TV und von anderen Wettbewerbern

abhebt. Das Motto soll das einmalige Fernseherlebnis

für Abonnenten zum Ausdruck bringen, das herkömmliches

Fernsehen nicht bieten kann.

Die Maßnahmen im 3. Quartal richteten sich vor allem

auf das Thema Sport, begleitend zum Start verschiedener

exklusiver Fußball-Events und dem Launch des Premiere

Sportportals.

Im 4. Quartal wurden vor allem Familien mit einer emotionalen

Programmkampagne angesprochen. Ergänzt wurde

diese Kampagne durch die WM-Aktion „64:64“ (64

WM-Spiele für nur 64 Euro) im Umfeld der WM-Endrundenauslosung

in Leipzig am 9. Dezember 2005.

Im Dezember fiel nach einem mehrstufigen Pitch die Entscheidung,

den neuen Marketingetat an die Agentur

DDB zu vergeben. DDB überzeugte nicht nur durch die

kreative Leistung, sondern auch durch strategische Kompetenz.

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Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Vertrieb

Das Angebot der Premiere Fernsehen KG ist in Deutschland

über ein breites Vertriebsnetz flächendeckend erhältlich.

Die Premiere Fernsehen KG vertreibt ihre Abonnements

hauptsächlich über drei Wege: Direktkundenvertrieb,

Fachhandelsvertrieb sowie über Discounter und

Cash&Carry-Märkte.

Um Kundenwünsche noch flexibler bedienen zu können,

führte die Premiere Fernsehen KG am 1. August 2005

ein differenziertes und ausgewogenes Angebotsmodell

ein, das verschiedene Standard- und Zusatzabonnements

umfasst: Die Standard-Abos PREMIERE THEMA,

PREMIERE FILM und PREMIERE SPORT können mit Zusatz-Abos

wie PREMIERE FUSSBALL LIVE oder PREMIE-

RE GOLDSTAR kombiniert werden. PREMIERE KOM-

PLETT bietet seitdem im Vergleich zu den Einzelkomponenten

einen noch klareren Preisvorteil.

Im Bereich Direct Sales brachten Gutschein-Aktionen

mit großen Partnern wie Hasseröder und Aral Aufmerksamkeit

und Zugang zu neuen Kundengruppen. So konnten

Autofahrer mit ihrem Stopp an der Aral-Tankstelle

Bonuspunkte („Fussis“) sammeln und im Gegenzug vergünstigte

Abo-Konditionen erhalten. Im Oktober begannen

die Premiere Fernsehen KG und Hasseröder eine

langfristig angelegte Partnerschaft mit einem Loyalitätsprogramm.

Konsumenten erhalten noch bis zum Juli

2006 mit dem Sammeln von Kronkorken vergünstigte

Premiere Abonnements.

Um die Aufnahme von Neuabonnenten im Fachhandel zu

erleichtern, installierte die Premiere Fernsehen KG im

August eine neue Version des Online-Abo-Aufnahme-

Tools Connect. Ziel war es, die Abo-Anmeldung für die

Partner möglichst einfach zu gestalten. Das neue System

besticht durch mehr Flexibilität, höhere Sicherheit

und niedrigere Kosten. Via Connect erhalten die Handelspartner

nun auch die Möglichkeit, sich geradezu

spielerisch mit den Neuerungen im Programmangebot

zu beschäftigen. Über die neue Applikation „Premiere

Partner Coach“ können sich die Vertriebspartner zügig

online selbst schulen und ihre Kenntnisse auffrischen.

Im Bereich Cash&Carry wurden 2005 weitere Vertriebsvereinbarungen

mit namhaften Discountern getroffen.

Geschäftskunden

Neben dem Endkundengeschäft hat die Premiere Fernsehen

KG auch spezielle Produkte für Geschäftskunden

im Angebot. Im Hotel- und Klinikbereich wurden im Berichtsjahr

neue Rahmenvereinbarungen getroffen, u. a.

mit den NH-Hotels, den Helios-Kliniken sowie dem Klinotel-Verbund.

Um das Hotel-Pay-TV weiter auszubauen,

erhöhte die Premiere Fernsehen KG ihre Beteiligung an

dem Dienstleister Roombase Networks GmbH im Dezember

2005 auf 95,0 Prozent. Roombase Networks

übernimmt für die Hotellerie die komplette Bereitstellung

von Hotel-TV-Systemen, von der Installation über

den Betrieb bis hin zur Wartung. Ebenfalls im Dezember

ging die neue Seite www.premiere.de/hotel online. Hier

können Interessierte für ihre bevorstehende Reise ein

Hotel aussuchen, zu dessen Service das Programmangebot

der Premiere Fernsehen KG gehört.

In den Premiere Sportsbars jubeln Fans regelmäßig ihren

Lieblingsvereinen vor dem Bildschirm zu. Mit Blick auf

die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bietet

die Premiere Fernsehen KG Wirten seit Oktober 2005

das Abonnement „Premiere Sportsbar Plus“, bei dem als

Service-Dienstleistung bereits die Frage der GEMA-Gebühren

sowie die Infront-Lizenzrechte zur Ausstrahlung

vorab geklärt sind. In der Variante „Sportsbar Super Plus“

können Gastronomen darüber hinaus günstig einen Projektor

erwerben. Generell schließen Gastronomen als

Neukunden nur noch Prepaid-Abonnements ab.

Das Geschäft mit den Betreibern von TV-Kabelnetzen,

die ihren Kunden und Mietern mit digitalem Abo-TV einen

Mehrwert bieten wollen, baute die Premiere Fernsehen

KG im Jahr 2005 kontinuierlich aus. So wurden u. a. mit

der ewt und Kabel Baden-Württemberg langfristige Verträge

über die Einspeisung der neuen HD-Programme abgeschlossen.

Service und Customer Relationship Management (CRM)

Die Premiere Fernsehen KG will ihren Kunden ein hohes

Serviceniveau bieten. Rund um die Uhr können Kunden

deshalb in den Servicecentern anrufen. Geschulte Mitarbeiter

beantworten hier Fragen zum Abonnement, zur

Technik und zum Programm. Regelmäßige Qualitätskontrollen

durch Mitarbeiter der Premiere Fernsehen KG

stellen das gewünschte Niveau auch in den ausgelagerten

Servicecentern sicher. Im überarbeiteten Premiere

Portal finden Abonnenten zudem online erste Antworten


auf ihre Fragen. Seit Oktober 2005 erhalten Abonnenten

darüber hinaus ein neues Kundenmagazin per Post. Die

kostenlose Zeitschrift erscheint unter dem Namen

„Premiere“ und informiert regelmäßig über alle wichtigen

Neuigkeiten und Angebote des Abo-Senders.

Am 17. Januar 2005 startete unter dem Namen „Premiere

Stars“ ein innovatives Kundenbindungsprogramm für

Abonnenten. Mit dem Programm können Abonnenten

beispielsweise durch die Vermittlung neuer Abonnenten

Bonuspunkte sammeln und gegen eine Vielzahl attraktiver

Prämien einlösen. Auch über eine gemeinsam mit

Forschung und Entwicklung

Die Premiere Fernsehen KG versteht sich als Motor des

digitalen Fernsehens in Deutschland und sendet als einziges

großes TV-Unternehmen in Deutschland ihre TV-

Programme seit dem 1. März 2003 ausschließlich digital.

Obwohl Technik nicht zum Kerngeschäft der Premiere

Fernsehen KG zählt, ist die Entwicklung innovativer

TV-Technologien für das Unternehmen strategisch bedeutsam,

um neue Impulse für weiteres Wachstum zu

generieren.

Entwicklung von TV-Innovationen

Bei der Entwicklung von TV-Innovationen verfolgt die

Premiere Fernsehen KG einen schlanken Ansatz, ohne

einen aufwändigen Technikbereich zu betreiben. Ein zentrales

Expertenteam formuliert die Innovationsvorhaben,

koordiniert externe Dienstleister in den jeweiligen Projekten

und konzentriert sich auf die Qualitätssicherung.

Im Jahr 2005 hat die Premiere Fernsehen KG beispielsweise

bei der Entwicklung von Receivern für das hochauflösende

Fernsehformat HDTV (High Definition Television)

mit den Herstellern Humax, Pace und Philips zusammengearbeitet.

Das Modell schont dabei eigene

Ressourcen und ermöglicht die effiziente Entwicklung

von TV-Innovationen. So können für das jeweilige Projekt

weltweit geeignete Partner gesucht werden, um attraktive

Produkte zu entwickeln und diese so rasch wie möglich

in den Markt zu bringen. Die Anstöße für die Innovationen

kommen zum einen aus Kundenbefragungen und

Marktbeobachtungen, zum anderen proaktiv aus dem

Kernteam.

der Deutschen Bank aufgelegte Kreditkarte ist es seit

Dezember 2005 für Abonnenten möglich, Bonuspunkte

zu sammeln. Kunden der Premiere Fernsehen KG und

der Deutschen Bank sollen zudem künftig wechselseitig

weitere ausgewählte Angebote erhalten.

Im August 2005 öffnete der „Premiere Shop“ im Internet

seine Pforten. Die neue Einkaufswelt des Abo-Senders

bietet in Zusammenarbeit mit namhaften Partnern ein vielfältiges

Sortiment rund um die Themen Film, Sport und

Unterhaltung. Der Shop ist Teil der überarbeiteten Online-

Präsenz, die ebenfalls im August 2005 gelauncht wurde.

2005: TV-Innovationen für schöneres und komfortableres

Fernsehen

Premiere Sportportal

Im Juni 2005 setzte die Premiere Fernsehen KG mit

dem Premiere Sportportal neue Akzente in der Sportberichterstattung.

Seit der Einführung haben Zuschauer

das komplette Sportprogramm der Premiere Fernsehen

KG auf einer TV-Portalseite im Blick. Mit moderner Bildim-Bild-Gestaltung

bietet das Angebot einen Überblick

über alle laufenden Sportübertragungen. Dank der aus

den Formel-1- und Fußball-Bundesliga-Übertragungen bekannten

Multifeed-Technologie können Abonnenten auf

einem Kanal per Optionstaste auf der Fernbedienung

ihres Digital-Receivers aus bis zu 15 parallel laufenden

Sportereignissen auswählen.

PREMIERE DIREKT+

Ebenfalls im Juni ging die Premiere Fernsehen KG mit

dem Video-on-Demand-Service PREMIERE DIREKT+ in

den Markt. Der zunächst für Satellitenkunden angebotene

Dienst basiert auf einer neuen Generation von Premiere

Digital-Rekordern (PDR+) und kombiniert weltweit

zum ersten Mal einen Video-on-Demand-Service mit

Festplatten-Funktionalität. PREMIERE DIREKT+ bietet

den Kunden jederzeit eine Auswahl von bis zu 30 Filmhighlights

inklusive Vollerotik schon ab sechs Monate

nach Kinostart. Über Nacht werden die Inhalte auf die

Festplatte des PDR+ geladen und in mehreren Kategorien

übersichtlich abgelegt. Aus dem Gesamtangebot

kann der Zuschauer den Film seiner Wahl jederzeit gegen

Gebühr per Telefon, SMS oder Internet bestellen

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Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

und für 24 Stunden freischalten lassen. Wie im Kino gibt

es bei PREMIERE DIREKT+ wöchentliche Neustarts,

dazu erhalten Kunden auf Wunsch Trailer und Hintergrundinformationen.

Zudem können Filme beliebig angehalten

und später nahtlos weiterverfolgt werden. Die

Nutzung des Angebotes erfordert einen Premiere Digital-

Rekorder geeignet für PREMIERE DIREKT+.

PREMIERE HD

Zum Jahresende stellte die Premiere Fernsehen KG die

Weichen für die Markteinführung des Programmangebots

PREMIERE HD, das im neuen, hochauflösenden

Fernsehformat HDTV (High Definition Television) ausgestrahlt

wird. HDTV bietet im Vergleich zu herkömmlichen

Fernsehstandards durch eine fünfmal höhere Auflösung

eine erheblich bessere Bildqualität und ist einer der

wichtigsten Zukunftstrends im digitalen Fernsehen.

Im Dezember begann die Premiere Fernsehen KG mit

der Ausstrahlung ihrer drei HD-Kanäle PREMIERE HD

FILM, PREMIERE PHILIPS HD SPORT und DISCOVERY

HD. Die Programme werden im neuen Komprimierungsstandard

MPEG4/H.264 und der neuen Übertragungsnorm

DVB-S2 gesendet. Im Gegensatz zu der international

bereits eingesetzten Übertragung im Standard

MPEG2 werden die Inhalte mit dem neuen Verfahren

stärker komprimiert. Durch den damit entstehenden

geringeren Bedarf an Bandbreite ist die Übertragung

ungleich kostengünstiger und macht preislich attraktive

Angebote in der Fläche möglich. Bezahlsender in anderen

Ländern, beispielsweise Canal+ (Frankreich) und

BSkyB (Großbritannien) wollen im Laufe des Jahres

2006 dem Beispiel folgen und ebenfalls HD-Inhalte in

MPEG4/H.264 und DVB-S2 ausstrahlen.

Im Dezember zertifizierte die Premiere Fernsehen KG mit

dem Pace DS 810 KP den weltweit ersten Digital-Receiver,

der HD-Programme gemäß den neuen Standards verarbeiten

kann. Mit den neuen Receivern sind über Satellit

auch alle anderen Programmangebote der Premiere

Fernsehen KG sowie digital ausgestrahlte Free-TV-Kanäle

empfangbar. Aufgrund weltweiter Lieferschwierigkeiten

bei Chipsatzherstellern für MPEG4-Chips waren bis Jahresende

nur wenige HD-Receiver verfügbar. Die Premiere

Fernsehen KG startete ihr HD-Angebot daher in einer

Feldtestphase für ausgewählte Abonnenten. Für das

1. Quartal 2006 sind von den Receiverherstellern größere

Stückzahlen avisiert.

Bis zur FIFA Fußball-WM 2006 TM in Deutschland wollen

auch TV-Kabelnetzbetreiber die HD-Programme einspeisen.

Entsprechende Verträge mit Laufzeiten bis

2014/2015 wurden im 3. und 4. Quartal 2005 mit Kabel

BW, ewt, wilhelm.tel sowie mit der DNMG geschlossen.

Die DNMG ist mit 140 verbundenen Unternehmen

die größte Vermarktungsorganisation für Betreiber von

Kabelfernsehnetzen im deutschsprachigen Raum, sie

vertritt u.a. Tele Columbus. Da auch die Hersteller bis

zur WM Kabelreceiver angekündigt haben, sollten dann

sowohl Satelliten- als auch Kabelkunden die Spiele in

brillanter, hochauflösender Qualität erleben können.

Schwerpunkt der künftigen technischen Entwicklung

Die Premiere Fernsehen KG beobachtet permanent viel

versprechende technische Entwicklungen, um weitere

Innovationsvorhaben voranzubringen. Für die Zukunft hat

das Unternehmen insbesondere die Entwicklung von

Festplatten-Receivern im Blick, die HDTV und Video-on-

Demand-Services kombinieren.


Mitarbeiter

Im November 2004 wurde die Premiere AG in das Handelsregister

München eingetragen, am 1. Januar 2005

erfolgte der Betriebsübergang von 141 Mitarbeitern in

die neue Dachgesellschaft. Seitdem baute die Premiere

AG ihren Personalbestand um 35 Mitarbeiter aus und

beschäftigt zum Jahresende 2005 insgesamt 176 Mitarbeiter

in Vollzeit.

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Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Vermögenslage

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der deutliche Anstieg des Eigenkapitals um 319,2 Mio

EUR auf 952,2 Mio EUR (31.12.2004: 633,0 Mio EUR)

resultierte vor allem aus der im Rahmen des Börsengangs

vorgenommenen Kapitalerhöhung. Das gezeichnete

Kapital erhöhte sich durch die Ausgabe von 12 Millionen

neuen Aktien um 12,0 Mio EUR. Das Aufgeld aus

der Ausgabe der neuen Anteile betrug 324,0 Mio EUR.

Der Jahresfehlbetrag belief sich auf 16,8 Mio EUR (40,2

Mio EUR). Die Rückstellungen stiegen um 3,3 Mio EUR

auf 6,4 Mio EUR (3,1 Mio EUR), insbesondere aufgrund

der Bildung von Rückstellungen für gewinnabhängige

Vergütungen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich ebenfalls

von 0,5 Mio EUR auf 1,7 Mio EUR. Die Erhöhung ergab

sich in erster Linie aufgrund der im Vergleich zum

Vorjahr höheren Steuerverbindlichkeiten und der gestiegenen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Finanzlage

Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergab sich ein Mittelabfluss

aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 18,0 Mio

EUR (01.01.–31.12.2004: 0,9 Mio EUR). Der starke Anstieg

ist insbesondere auf geleistete Zahlungen im Zusammenhang

mit dem Börsengang der Gesellschaft zurückzuführen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit

in Höhe von 318,6 Mio EUR (0,0 Mio EUR) resultierte

vor allem aus der Gewährung von Darlehen an die

Ertragslage

Die Umsatzerlöse in Höhe von 17,1 Mio EUR (01.01.–

31.12.2004: 1,0 Mio EUR) resultierten im Wesentlichen

aus Managementleistungen der Premiere AG für ihre

Tochtergesellschaften. Der Anstieg der Personalaufwendungen

um 18,3 Mio EUR auf 19,4 Mio EUR (1,1 Mio

EUR) ist auf den zum 1. Januar 2005 erfolgten Betriebsübergang

von Mitarbeitern der Premiere Fernsehen KG

in die Premiere AG zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen

Aufwendungen stiegen ebenfalls deutlich auf

25,6 Mio EUR (3,2 Mio EUR). Die wesentlichen Gründe

für den Anstieg sind Rechts- und Beratungskosten, Werbeaufwendungen

und Bankgebühren, die im Zusammen-

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen im

Wesentlichen die Beteiligungen an der Premiere Fernsehen

KG und an der Premiere Win Fernsehen. Bei den

Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es

sich um ein im Geschäftsjahr an die Premiere Fernsehen

KG ausgereichtes Darlehen. Die Forderungen gegen verbundene

Unternehmen erhöhten sich um 7,9 Mio EUR

auf 9,0 Mio EUR (1,1 Mio EUR). Der Forderungsaufbau

resultierte vor allem aus der Gewährung eines Darlehens

an die Premiere Win Fernsehen sowie aus Zinsforderungen

im Zusammenhang mit der Ausreichung der

Darlehen an die Premiere Fernsehen KG und die Premiere

Win Fernsehen.

Tochtergesellschaften Premiere Fernsehen KG und Premiere

Win Fernsehen. Die Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung

und das Aufgeld aus der Ausgabe der neuen

Anteile im Rahmen des Börsengangs führten zu einem

Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von

336,0 Mio EUR (0,0 Mio EUR). Der Bestand an liquiden

Mitteln betrug zum Bilanzstichtag 0,4 Mio EUR

(31.12.2004: 1,0 Mio EUR).

hang mit dem Börsengang der Gesellschaft anfielen.

Das Zinsergebnis verbesserte sich um 47,5 Mio EUR auf

10,6 Mio EUR (–36,9 Mio EUR). Die Zinsaufwendungen

des Vorjahres hatten sich im Wesentlichen aufgrund der

Verzinsung des Mezzanine-Darlehens ergeben. Als Folge

der im Vorjahr vorgenommenen Neuordnung der Kapitalstruktur

fielen im Geschäftsjahr diesbezüglich keine

Zinsaufwendungen mehr an. Die Zinserträge des Geschäftsjahres

ergaben sich vor allem aus der Verzinsung

der an die Tochterunternehmen ausgereichten Darlehen.


Risikobericht

Der zukünftige Fortbestand der Premiere AG ist in erster

Linie abhängig von der Geschäftsentwicklung der Premiere

Fernsehen KG. Die von der Premiere Fernsehen KG

aufgeführten Risiken der künftigen Entwicklung sind somit

auch für die Premiere AG von Bedeutung. Die Premiere

Fernsehen KG gibt folgende wesentliche Risiken zur

künftigen Entwicklung an:

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Die Anzahl, die inhaltliche Gestaltung und Attraktivität

der Free-TV-Sender beeinflusst die Wahrnehmung und

Akzeptanz von Abo-TV. Das Free-TV-Angebot im deutschsprachigen

Raum hat damit direkte Auswirkungen auf

das Abonnentenwachstum. In jüngster Vergangenheit

positionieren sich vermehrt auch Infrastrukturunternehmen

mit Programmangeboten im Markt. Darüber hinaus

könnten bei zukünftigen Vertragsverlängerungen im Filmund

Sportbereich Offerten von Infrastrukturunternehmen

und anderen Fernsehsendern mit den Angeboten der

Premiere Fernsehen KG konkurrieren.

Exklusivität im Film- und Sportbereich ist einer der Schlüsselfaktoren

für die zukünftige Entwicklung der Premiere

Fernsehen KG. Als einziger Sender zeigt die Premiere

Fernsehen KG alle 64 Spiele der FIFA WM 2006 TM live. Ab

September 2006 sind alle Topspiele der UEFA Champions

League exklusiv zu sehen. Dazu Spitzenfußball aus

England, Italien und Spanien. Die Premiere Fernsehen

KG verfügt über ein umfangreiches Sportangebot. Neben

Fußball bietet die Premiere Fernsehen KG von Eishockey

bis Golf, von Basketball bis Formel 1 bis zu 2.600 Stunden

Live-Sport im Jahr.

Im Dezember 2005 vergab die DFL Deutsche Fußball

Liga GmbH die TV-Übertragungsrechte für die Spiele der

1. und 2. Fußball-Bundesliga ab der Saison 2006/2007

an die Arena Sport Rechte und Marketing GmbH sowie

die Live-Übertragungsrechte im Internet (IPTV) an die

Deutsche Telekom AG. Somit verfügt die Premiere Fernsehen

KG zum aktuellen Zeitpunkt über keine Übertragungsrechte

für die Spiele der Fußball-Bundesliga ab der

Saison 2006/2007. Die Premiere Fernsehen KG geht

allerdings nach einer eingehenden Bewertung der aktuellen

Lage davon aus, dass eine Kooperation mit einem

Rechteinhaber gelingt, sodass die Fußball-Bundesliga

auch ab August 2006 bei der Premiere Fernsehen KG zu

sehen ist.

Die Direktverträge mit allen großen Hollywood-Filmstudios

sowie wichtigen unabhängigen Studios gewährleisten

der Premiere Fernsehen KG den Zugriff auf alle wichtigen

Top-Filme. Die Premiere Fernsehen KG bietet ihren

Abonnenten eine einmalige Blockbuster-Garantie. Im abgelaufenen

Geschäftsjahr wurde der Vertrag mit Warner

um drei Jahre bis Ende 2009 verlängert. Die Verträge

mit den Hollywood-Majors haben Restlaufzeiten zwischen

neun und 48 Monaten. Die exklusive TV-Erstausstrahlung

der großen internationalen Kinohighlights und nationalen

Top-Spielfilme bedeutet, dass sich die Premiere

Fernsehen KG im Vergleich zum herkömmlichen Fernsehen

deutlicher abhebt als je zuvor. Zudem positioniert

sich die Premiere Fernsehen KG im Serienbereich als

Anbieter exklusiver Premium-Programme.

Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades der Premiere

Fernsehen KG wie auch der besonderen Marktstellung

mit über 3,2 Millionen Abonnenten im deutschsprachigen

Raum stellt die Premiere Fernsehen KG eine ideale und

attraktive Verwertungsplattform für die Lizenzgeber dar.

Vor diesem Hintergrund geht die Premiere Fernsehen KG

davon aus, auch künftig die einmalige Blockbuster-Garantie

und eine umfangreiche Live-Sportberichterstattung

anbieten zu können.

Neben der exklusiven Programmauswahl unterscheidet

sich die Premiere Fernsehen KG auch durch die konsequente

Nutzung digitaler Mehrwertdienste vom herkömmlichen

Fernsehen. Die Premiere Fernsehen KG ist

mit 28 TV-Kanälen, innovativen Präsentationsformen wie

den Multifeed-Optionen, Video-on-Demand-Angeboten

und dem Multiplexing, also der zeitversetzten Ausstrahlung

von Programmen, Vorreiter beim digitalen Fernsehen.

Auch der durch Nutzung der Digital-Technik realisierte

Jugendschutz ist einmalig.

Nicht zuletzt der Verzicht auf Unterbrecherwerbung und

lange Werbeinseln führt dazu, dass das Programm der

Premiere Fernsehen KG auch in Zukunft als im Wesentlichen

werbefrei wahrgenommen wird und sich auch damit

deutlich vom übrigen Fernsehen abgrenzt.

11


12

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Kunden- und absatzspezifische Risiken

Der Abo-TV-Markt im deutschsprachigen Raum ist im

Vergleich zu den Märkten anderer großer europäischer

Länder und den USA nach wie vor unterentwickelt. Dies

spiegelt sich in einer Marktpenetration von nur gut 9 Prozent

(Anteil der Abo-TV-Abonnenten an allen Fernsehhaushalten)

wider. Die Gründe hierfür sind sicherlich die

Belastung der deutschsprachigen Fernsehhaushalte mit

vergleichsweise hohen Ausgaben für die Kabelnutzung

und den Empfang der öffentlich-rechtlichen Programme

sowie die große Anzahl frei empfangbarer Sender. Die

Entwicklung des verfügbaren Einkommens der privaten

Haushalte beeinflusst ebenfalls die Entscheidung, das

Programm der Premiere Fernsehen KG zu abonnieren.

Zudem könnte die Vergabe der Übertragungsrechte für

die Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga ab der Saison

2006/2007 an die Arena Sport Rechte und Marketing

GmbH sowie die Deutsche Telekom AG zu einem Anstieg

der Kündigungsquote und einem geringeren Zugang von

Neuabonnenten führen.

Die Gewinnung neuer Kunden erfordert eine Vielzahl unterschiedlicher

Marketingaktivitäten, die das Programm

der Premiere Fernsehen KG als attraktive Alternative

zum übrigen Fernsehen mit einem hervorragenden Preis-

Leistungs-Verhältnis herausstellen. Das Angebot der

Premiere Fernsehen KG wird daher seitens des Managements

permanent einer kritischen Prüfung im Hinblick

auf die zentralen Zielgrößen Abonnentenwachstum, ARPU

und Kundenzufriedenheit, unter anderem sichtbar in der

Kündigungsquote, unterzogen. Mit PREMIERE START wurde

ein Konzept entwickelt und umgesetzt, mit dem die

Premiere Fernsehen KG neue Impulse hin zum Massenmarkt

setzt. Das Angebot ist für jeden Haushalt erschwinglich

und hat die Einstiegsschwelle zum Abonnementfernsehen

entscheidend gesenkt. Marktforschungsdaten

bestätigen, dass das Abonnentenpotenzial auf

diese Weise deutlich erhöht wurde. PREMIERE START

dient in erster Linie als Marketinginstrument und Promotion-Plattform.

Die Grundlage für eine nachhaltige Profitabilität

bieten vor allem die Premium-Pakete. Neben der

Kundengewinnung haben die Kundenbetreuung und

Kundenkommunikation höchste Priorität. Die Zufriedenheit

des Kunden steht für jeden Mitarbeiter der Premiere

Fernsehen KG im Fokus seines Handelns. Konsequent

wird die Entwicklung zu einem erstklassigen Kundenservice

vorangetrieben, um eine langfristige Kundenbindung

sicherzustellen.

Seit der Vergabe der Übertragungsrechte für die 1. und

2. Fußball-Bundesliga ab der Saison 2006/2007 an die

Arena Sport Rechte und Marketing GmbH sowie die

Deutsche Telekom AG wird mit erster Priorität die Abonnentenbasis

stabilisiert. Hierzu wurden Anzeigen in großen

Tages- und Wochenzeitungen geschaltet, um die Bedenken

der Abonnenten auszuräumen. Die Premiere

Fernsehen KG zeigt weiterhin exklusiven Spitzenfußball

und arbeitet daran, auch ab August 2006 die Fußball-

Bundesliga übertragen zu können. Sollte die Premiere

Fernsehen KG ab der Saison 2006/2007 keine Fußball-

Bundesliga mehr zeigen, können sich Kunden, deren

Abonnement PREMIERE FUSSBALL LIVE umfasst, auf

faire Angebotsbedingungen verlassen. Die Abonnenten

können ihr Abonnement zu einem adäquaten Preis fortführen

oder ein anderes Angebot wählen, ausgenommen

das Einstiegsabonnement PREMIERE START. Darauf gibt

die Premiere Fernsehen KG ihre Fairplay-Garantie.

Der Verlust der Fußball-Bundesligarechte hat bisher nicht

auf die Abonnentenzahlen durchgeschlagen. Es sind derzeit

keine nennenswerten Ausreißer im Bereich der Kündigungen

erkennbar. In der überarbeiteten Unternehmensplanung,

die einen Erwerb der Übertragungsrechte über

Sublizenzen vorsieht, sind gegenüber dem bisherigen

Planansatz aufgrund der geringeren Exklusivität der Ausstrahlungsrechte

zusätzliche Kündigungen und ein geringerer

Zugang von Neuabonnenten berücksichtigt.

Bilanzielle Risiken

Die Premiere Fernsehen KG hat in ihrer Bilanz immaterielle

Vermögensgegenstände (Abonnentenstamm, Markenzeichen,

Firmenwert) aktiviert. Die Überprüfung der

Werthaltigkeit dieser Vermögensgegenstände könnte in

der Zukunft zu außerplanmäßigen Abschreibungen führen.

Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der Premiere Fernsehen

KG und somit auf die Wertansätze der Beteiligung der

Premiere AG an der Premiere Fernsehen KG sowie der

Ausleihung der Premiere AG an die Premiere Fernsehen

KG haben.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit basiert auf der jeweils

aktuellen Unternehmensplanung. Wesentliche Parameter

der Unternehmensplanung sind die Zielgrößen

Abonnentenwachstum, ARPU und Kündigungsquote

sowie die erwartete Entwicklung im Bereich der Umsatzkosten.

Im Rahmen von regelmäßigen Sensitivitäts-


analysen werden die Auswirkungen von signifikanten

Planunterschreitungen auf die Werthaltigkeit der immateriellen

Vermögensgegenstände überprüft.

Die Premiere Fernsehen KG hat bei der Vergabe der

Übertragungsrechte für die Spiele der 1. und 2. Fußball-

Bundesliga ab der Saison 2006/2007 den Zuschlag

nicht erhalten. Die Premiere Fernsehen KG ist davon

überzeugt, dass eine Kooperation mit einem der neuen

Rechteinhaber gelingt. Daher erfolgte die Anpassung der

Unternehmensplanung unter der Prämisse, dass ab

August 2006 die Fußball-Bundesliga weiterhin – wenn

auch nicht exklusiv – bei der Premiere Fernsehen KG zu

sehen ist. Die Überprüfung der Werthaltigkeit auf der

Basis der angepassten Unternehmensplanung führte im

Ergebnis zu keinem Abwertungsbedarf.

Darüber hinaus wurde die Werthaltigkeit der immateriellen

Vermögensgegenstände auf der Basis eines Worst-

Case-Szenarios analysiert. In der Szenariorechnung wurde

unterstellt, dass die wesentlichen Parameter der Unternehmensplanung

signifikant unterschritten werden und

die Premiere Fernsehen KG über keine Übertragungsrechte

für die 1. und 2. Fußball-Bundesliga verfügt. Selbst

dieses Szenario führte im Ergebnis zu keinem Abwertungsbedarf.

Trotz der durchgeführten Analysen kann für

die Zukunft eine Abwertung der immateriellen Vermögensgegenstände

nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Die Wertansätze der Beteiligung der Premiere AG an der

Premiere Fernsehen KG sowie der Ausleihung der Premiere

AG an die Premiere Fernsehen KG basieren auf

der angepassten Unternehmensplanung der Premiere

Fernsehen KG. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der

Finanzanlagen auf der Basis eines Worst-Case-Szenarios

führte im Ergebnis zu keinem Abwertungsbedarf. In

der Szenariorechnung wurde unterstellt, dass die wesentlichen

Parameter der Unternehmensplanung signifikant

unterschritten werden und die Premiere Fernsehen

KG über keine Übertragungsrechte für die 1. und 2. Fußball-Bundesliga

verfügt. Trotz der durchgeführten Analyse

kann für die Zukunft eine Abwertung der Finanzanlagen

nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Eine mögliche

außerplanmäßige Abschreibung der Finanzanlagen könnte

nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund

Ertragslage der Premiere AG haben.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Premiere Fernsehen KG stützt sich im Programmbereich

auf möglichst exklusive Events im Sportbereich

und die TV-Erstausstrahlung attraktiver Kinoerfolge

(Blockbuster-Garantie), um ein für die Kundengewinnung

beabsichtigtes exklusives Angebot gewährleisten zu

können. Eine Verteuerung der Programmrechte führt zu

einem erhöhten Finanzbedarf und dem Risiko, dass die

bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten unter Umständen

nicht ausreichen.

Die Premiere Fernsehen KG ist aufgrund der bestehenden

Kreditfinanzierung mit externen Kreditgebern verschiedenen

Verpflichtungen und Auflagen unterworfen.

Darunter fallen die Einhaltung eines festgelegten Verhältnisses

von Gesamtzinsbelastung zu konsolidiertem

EBITDA, von konsolidierten Nettogesamtverbindlichkeiten

(einschließlich Avalen) zu konsolidiertem EBITDA,

von konsolidierten Nettoverbindlichkeiten (ohne Avale)

zu konsolidiertem EBITDA und die Erhaltung eines bestimmten

Eigenkapitals. Die Einhaltung der Bestimmungen

des Kreditvertrages wird auf der Basis des nach den

International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten

Konzernabschlusses der Premiere AG überprüft.

Die Kreditvereinbarungen sehen darüber hinaus

bei Eintritt bestimmter Ereignisse, etwa eines Erwerbs

von mehr als 50 Prozent der Aktien oder der Stimmrechte

an der Premiere AG durch einen Dritten, eine Verpflichtung

zu Sondertilgungen vor. Bei einer Verletzung dieser

Bestimmungen können die Kreditgeber den Kreditvertrag

kündigen und die sofortige Rückzahlung des Darlehensbetrages

verlangen. Dies hätte erhebliche Auswirkungen

auf die Finanzlage der Premiere Fernsehen KG.

Die aktuelle Kostenstruktur im Programmbereich ist aufgrund

der bestehenden Verträge mit allen großen Hollywood-Studios

sowie den Sportrechteinhabern auch für

die kommenden Geschäftsjahre gesichert. In Bezug auf

den Erwerb der Übertragungsrechte für die Spiele der

1. und 2. Fußball-Bundesliga über Sublizenzen geht die

Premiere Fernsehen KG bei geringerer Exklusivität dieser

Rechte für die kommenden drei Spielzeiten von keiner

Kostensteigerung aus. Aus diesem Grund besteht aus

heutiger Sicht kein erhöhter Finanzbedarf.

Auf der Basis der aktualisierten Konzern-Unternehmensplanung

der Premiere AG, die positive operative Ergebnisse

und Zuflüsse liquider Mittel aus dem operativen

13


14

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Geschäftsbetrieb vorsieht, ist eine Einhaltung der Bestimmungen

des Kreditvertrages gewährleistet. Soweit

in der Zukunft die tatsächliche Entwicklung der zentralen

Zielgrößen (Abonnentenwachstum, ARPU, Kündigungsquote,

Umsatzkosten) signifikant von der unterstellten

Planung abweicht, kann nicht ausgeschlossen werden,

dass die Bestimmungen des Kreditvertrages, vor allem

aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen auf die immateriellen

Vermögenswerte (Abonnentenstamm, Markenzeichen,

Firmenwert) bzw. die aktiven latenten Steuern

auf steuerliche Verlustvorträge, verletzt werden.

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Premiere

Fernsehen KG insbesondere Zins- und Währungsrisiken

ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese

Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften

auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen

werden zentral durch die Abteilung Treasury &

Corporate Finance der Premiere AG koordiniert und

durchgeführt.

Zur Absicherung des Währungsrisikos werden Devisentermingeschäfte

eingesetzt. Diese Geschäfte beziehen

sich auf die Kurssicherung von Zahlungsströmen in

Fremdwährung in Bezug auf den Erwerb von Filmlizenzen.

Die Premiere Fernsehen KG sichert dabei einen bestimmten

Anteil des erwarteten Zahlungsmittelabflusses

in Fremdwährung je Monat ab. Die Sicherung durch

Devisentermingeschäfte betrifft ausschließlich die

Fremdwährung US-Dollar und erfolgt für einen Zeitraum

von bis zu 36 Monaten im Voraus.

Die Premiere Fernsehen KG ist mit ihren variabel verzinslichen

Verbindlichkeiten Zinsänderungsrisiken ausgesetzt.

Diesen Risiken begegnet die Premiere Fernsehen

KG durch den Einsatz von Zinsswaps, anhand derer die

variable Verzinsung durch eine fixe Verzinsung ersetzt

wird.

Mit den großen amerikanischen Filmstudios abgeschlossene

langfristige Verträge beinhalten teilweise Preisänderungsklauseln.

Diese Preisänderungsklauseln decken

die durchschnittlichen Preissteigerungen der allgemeinen

Lebenshaltung ab. Mit Hilfe dieser Klauseln werden

künftige Preissteigerungen planbar.

Zur frühzeitigen Erkennung von Liquiditätsengpässen

werden Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Dabei

wird der Liquiditätsbedarf regelmäßig aktualisiert. Der

Planungshorizont der operativen Cash-Planung beträgt

ein Jahr. Die Premiere Fernsehen KG sichert zukünftige

Zahlungsströme durch Derivate ab, wobei der Planungshorizont

bei den Devisentermingeschäften 18 bis 36

Monate und bei den Zinsswapgeschäften bis zu fünf Jahre

beträgt.

Das Ausfallrisiko im Umlaufvermögen besteht in der

Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher

maximal in Höhe der ausgewiesenen Forderungen gegenüber

den jeweiligen Kontrahenten. Zur Vermeidung

von Zahlungsausfällen werden Kreditauskünfte über den

Vertragspartner eingeholt oder historische Daten aus der

bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere dem Zahlungsverhalten,

genutzt. Bei erkennbaren Risiken werden

angemessene Wertberichtigungen auf Forderungen gebildet.

Zusätzlich bedient sich die Premiere Fernsehen

KG des Lastschriftverfahrens zur Sicherstellung des Zahlungseinganges

im Abonnentenbereich. Finanzgeschäfte

werden nur mit Kontrahenten abgeschlossen, die eine

erstklassige Bonität aufweisen, sodass die tatsächlichen

Ausfallrisiken gering sind.

Darüber hinaus führt die Premiere Fernsehen KG folgende

Risiken der künftigen Entwicklung auf: technologische

Risiken (Piraterie durch Verletzung der Verschlüsselungstechnologie

und technologische Risiken im Zusammenhang

mit Receiverfunktionalitäten), leistungs- und prozessorientierte

Risiken (Sicherheitsrisiken im Bereich der

IT-Systemlandschaft), wissens- bzw. mitarbeiterorientierte

Risiken (Abhängigkeiten vom Mitarbeiter-Know-how)

und rechtliche Risiken (Beachtung der jugendschutzrechtlichen

Bestimmungen).

Die aufgeführten Risiken werden im Rahmen eines Risikomanagementsystems

laufend überwacht und bewertet.

Insgesamt sieht die Premiere AG derzeit im Risikobereich

keine Entwicklung, die in ihren Auswirkungen

den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte.


Nachtragsbericht

Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 1. März 2006

Carsten Schmidt als neuen Vorstand Sports & New Business

berufen. Carsten Schmidt folgt auf Hans Mahr, der

das Unternehmen Ende Februar 2006 im besten beiderseitigen

Einvernehmen verlassen wird. Carsten Schmidt

verantwortete bisher als Sportchef die Redaktion und

die Produktion des gesamten Sportangebotes. In seiner

neuen Funktion ist er zusätzlich für den Sportrechteeinkauf

zuständig. In seinem Bereich sind darüber hinaus

das Geschäft mit Sportwetten und Gewinnspielen sowie

die Werbevermarktung angesiedelt. Carsten Schmidt

übernimmt ferner die Programmgeschäftsführung der

österreichischen Tochtergesellschaft Premiere Fernsehen

GmbH.

15


16

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2006

Die Premiere Fernsehen KG wird sich weiter auf ihr Kerngeschäft

konzentrieren und geht für die Jahre 2006 und

2007 von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Die

erwartete Kooperation mit einem der neuen Inhaber der

Live-Übertragungsrechte der 1. und 2. Fußball-Bundesliga,

mehr Exklusivität im übrigen Programmangebot sowie die

Vermarktung von Innovationen wie PREMIERE DIREKT+

und PREMIERE HD sollen dazu beitragen, die Position

der Premiere Fernsehen KG als führendes Abo-TV-Unternehmen

in Deutschland weiter zu festigen.

Für das Geschäftsjahr 2006 erwartet die Premiere Fernsehen

KG eine Steigerung des Abonnentenbestandes

und eine Erhöhung des durchschnittlichen Umsatzes pro

Abonnent. Die Wachstumsgeschwindigkeit wird jedoch

auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und

hier insbesondere von der Entwicklung des Konsums

der privaten Haushalte abhängen. Das Unternehmen

geht von steigenden Umsätzen und Kosten aus, wobei

der Zuwachs der Umsatzerlöse den Kostenanstieg mehr

als kompensieren soll. Als Folge rechnet die Premiere

Fernsehen KG für 2006 mit einem Anstieg des EBITDA.

Die Gesellschaft erwartet einen leichten Anstieg der

Kündigungsquote sowie – bedingt durch die Vermarktung

höherwertiger Abonnements inklusive eines PREMIERE

HD Abos – etwas höhere Gewinnungskosten pro Abonnent.


Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Wir erklären, dass die Premiere AG bei allen im Bericht

über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten

Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr nach den

Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in

dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils

eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere

Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr nicht getroffen

oder unterlassen.

Unterföhring, den 10. Februar 2006

Der Vorstand

17


18

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Premiere AG

AKTIVA

Bilanz

(in Tsd EUR) 31.12.2005 31.12.2004

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte

und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118 0

2. Firmenwert 4 5

3. Geleistete Anzahlungen 1 0

122 5

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 209 0

2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305 0

III. Finanzanlagen

514 0

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 634.668 634.516

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 315.000 0

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

949.668 634.516

950.304 634.520

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32 0

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen

9.025 1.091

ein Beteiligungsverhältnis besteht 2 0

4. Sonstige Vermögensgegenstände 80 0

9.139 1.091

II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 399 1.023

9.539 2.114

C. Rechnungsabgrenzungsposten 475 0

960.317 636.634


PASSIVA

(in Tsd EUR) 31.12.2005 31.12.2004

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 82.000 70.000

II. Kapitalrücklagen 960.076 636.076

III. Bilanzverlust (89.856) (73.045)

B. Rückstellungen

952.220 633.031

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 192 0

2. Sonstige Rückstellungen 6.169 3.089

C. Verbindlichkeiten

6.360 3.089

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 658 Tsd EUR

(Vj.: 331 Tsd EUR)

658 331

2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6 Tsd EUR (Vj.: 0 Tsd EUR)

6 0

3. Sonstige Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.073 Tsd EUR

(Vj.: 183 Tsd EUR)

1.073 183

davon aus Steuern 825 Tsd EUR (Vj.: 173 Tsd EUR)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 236 Tsd EUR (Vj.: 0 Tsd EUR)

1.737 514

960.317 636.634

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20

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Gewinn- und Verlustrechnung

(in Tsd EUR) 2005 2004

1. Umsatzerlöse 17.119 960

2. Sonstige betriebliche Erträge 613 12

3. Personalaufwand

17.732 972

a) Löhne und Gehälter (17.555) (1.080)

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

davon für Altersversorgung 70 Tsd EUR (Vj. 0 EUR)

(1.822) (3)

(19.377) (1.083)

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen (163) 0

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen (25.571) (3.174)

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

davon aus verbundenen Unternehmen 10.508 Tsd EUR (Vj. 68 Tsd EUR)

10.574 69

7. Aufwendungen aus Verlustübernahme (6) 0

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 (36.999)

9. Jahresfehlbetrag (16.811) (40.214)

10.Verlustvortrag (73.045) (32.830)

11.Bilanzverlust (89.856) (73.045)


22

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2005

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

(in Tsd EUR) 01.01.2005 Zugänge Abgänge 31.12.2005

I. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten 0 141 0 141

2. Firmenwert 5 0 0 5

3. Geleistete Anzahlungen 0 1 0 1

5 142 0 147

Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten einschließlich der

Bauten auf fremden Grundstücken

2. Andere Anlagen, Betriebs-

0 246 0 246

und Geschäftsausstattung 0 412 20 392

II. Finanzanlagevermögen

Anteile an verbundenen Unternehmen

0 658 20 638

5 800 20 785

AFV Abonnementfernsehen Verwaltungs-GmbH 27 0 0 27

Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG

Premiere Win GmbH (jetzt: Premiere

634.435 0 0 634.435

Information Systems GmbH) 27 5 32 0

SCAS Satellite CA Services GmbH 27 0 0 27

Primus Sport Verwaltungs GmbH 0 27 0 27

Primus Sport Verwaltungs GmbH & Co. KG 0 100 0 100

Premiere Win Fernsehen GmbH 0 52 0 52

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

634.516 184 32 634.668

Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG 0 315.000 0 315.000

0 315.000 0 315.000

634.516 315.184 32 949.668

634.521 315.984 52 950.453


Abschreibungen Restbuchwerte

01.01.2005 Zugänge Abgänge 31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004

0 24 0 24 118 0

1 0 0 1 4 5

0 0 0 0 1 0

1 24 0 25 122 5

0 37 0 37 209 0

0 102 14 88 305 0

0 138 14 125 514 0

1 163 14 149 636 5

0 0 0 0 27 27

0 0 0 0 634.435 634.435

0 0 0 0 0 27

0 0 0 0 27 27

0 0 0 0 27 0

0 0 0 0 100 0

0 0 0 0 52 0

0 0 0 0 634.668 634.516

0 0 0 0 315.000 0

0 0 0 0 315.000 0

0 0 0 0 949.668 634.516

1 163 14 149 950.304 634.520

23


24

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Anhang der Premiere AG

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 der Premiere

AG, Unterföhring (Premiere AG), ist gem. § 264 (1)

HGB in Verbindung mit § 267 (1) HGB auf der Grundlage

der Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die

Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes

aufgestellt.

Die Gesellschaft ist mit Aufnahme des Börsenhandels

der Aktien der Gesellschaft am 9. März 2005 zum amtlichen

Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse

zugelassen.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt

nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 (2) HGB.

Im Vorjahr wurde die Gewinn- und Verlustrechnung nach

dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 (3) HGB aufgestellt.

Daher wurden die Vorjahresbeträge im Berichtsjahr

entsprechend angepasst.

Die Gesellschaft hat als geschäftsleitende Holding das

strategische Management im Konzern übernommen und

nimmt gestaltende, beratende und administrative Aufgaben

im Konzern wahr.


II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten

bewertet und linear über die voraussichtliche

Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Jahr des

Zugangs werden die Vermögensgegenstände zeitanteilig

abgeschrieben.

Der Firmenwert wird über eine geschätzte Nutzungsdauer,

die der steuerlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren

entspricht, abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu

Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten –

nach Anschaffungspreisminderung – vermindert um die

Abschreibungen angesetzt.

Bei den Abschreibungen für das bewegliche Anlagevermögen

wird grundsätzlich die lineare Methode über die

voraussichtlichen Nutzungsdauern angewandt und im

Zugangs- bzw. Abgangsjahr „pro rata temporis“ abgeschrieben.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen

Unternehmen zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung

notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

erfolgt zum Nennwert. Dabei werden

die erkennbaren Einzelrisiken durch individuelle Wertberichtigungen

berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten werden ausschließlich

nach Maßgabe des § 250 HGB gebildet.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen basieren

auf den Berechnungen der Teilwerte gemäß § 6a EStG,

die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen

unter Berücksichtigung der Heubeck’schen „Richttafeln

2005 G“ mit einem Rechnungszinsfuß von 6 Prozent

p.a. erfolgten.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages

angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer

Beurteilung notwendig ist. Es werden alle erkennbaren

Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag

passiviert.

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26

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

1 Bilanz

III. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

und Gewinn- und Verlustrechnung

1.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 22

gesondert dargestellt.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen Anschaffungs- Anteil Eigenkapital Jahresergebnis

kosten 31.12.2005 31.12.2005

Tsd EUR % Tsd EUR Tsd EUR

Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG, Unterföhring

AFV Abonnementfernsehen Verwaltungs-GmbH,

634.435 100,0 354.263 418

Unterföhring 27 100,0 2 (6)

Premiere Win Fernsehen GmbH, Unterföhring 52 100,0 (3.167) (3.217)

Primus Sport Verwaltungs-GmbH, Unterföhring 27 100,0 15 (10)

Primus Sport GmbH & Co. KG, Unterföhring 100 100,0 94 (6)

SCAS Satellite CA Services GmbH, Unterföhring 27 100,0 18 0

Ausleihungen Nominalbetrag

(in Tsd EUR)

Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG,

31.12.2005

Unterföhring 315.000

Die Premiere AG ist die alleinige Kommanditistin der

Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG, Unterföhring (Premiere

Fernsehen KG), und alleinige Gesellschafterin von

deren Komplementärin, der AFV Abonnementfernsehen

Verwaltungs-GmbH, Unterföhring (AFV).

Ebenso ist die Premiere AG die alleinige Kommanditistin

der Primus Sport GmbH & Co. KG, Unterföhring (Primus

Sport KG), und alleinige Gesellschafterin von deren

Komplementärin, der Primus Sport Verwaltungs-GmbH,

Unterföhring (Primus Sport GmbH).

Im Geschäftsjahr wurden folgende Gesellschaften erworben

bzw. gegründet:

• Premiere Win Fernsehen GmbH, Unterföhring

(vormals: Blitz 05-035 GmbH)

• Primus Sport Verwaltungs-GmbH, Unterföhring

(vormals: Blitz 05-027 GmbH)

• Primus Sport GmbH & Co. KG, Unterföhring

634.668

Die Premiere AG hält zum Bilanzstichtag jeweils 100

Prozent des Kapitals der Beteiligungen.

Die Ausleihungen betreffen das am 11. März 2005 ausgereichte

verzinsliche Darlehen an die Premiere Fernsehen

KG, das von dieser bis zu einer Höhe von 336 Mio EUR

in Anspruch genommen werden kann. Die Vereinbarung

wurde über eine Dauer von fünf Jahren fest abgeschlossen

und verlängert sich jeweils um sechs Monate, sofern

diese nicht mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt

wird.

1.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen

sind neben dem ausgereichten Darlehen an die Premiere

Win Fernsehen GmbH, Unterföhring (Premiere Win Fernsehen),

in Höhe von 2.650 Tsd EUR zzgl. Zinsen im Wesentlichen

Forderungen aus Managementleistungen in

Höhe von 538 Tsd EUR (Vj. 983 Tsd EUR) gegen die Premiere

Fernsehen KG sowie aufgelaufene Zinsen in Höhe

von 5.804 Tsd EUR für das am 11. März ausgereichte

Darlehen an die Premiere Fernsehen KG enthalten.


1.3 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand/Guthaben bei Kreditinstituten in

Höhe von 399 Tsd EUR (Vj. 1.023 Tsd EUR) umfasst im

Wesentlichen das Bankguthaben bei der Bayerischen

Hypo- und Vereinsbank AG, München (HypoVereinsbank),

in Höhe von 393 Tsd EUR (Vj. 1.023 Tsd EUR).

1.4 Eigenkapital

1.4.1 Eigenkapitalspiegel

Das Kapital der Gesellschaft entwickelte sich bis zum

31. Dezember 2005 wie folgt:

(in Tsd EUR) 31.12.2004 Einlagen Umgliederung Ergebnis 2005 31.12.2005

Gezeichnetes Kapital 70.000 12.000 0 0 82.000

Kapitalrücklagen 636.076 324.000 0 0 960.076

Verlustvortrag (32.830) 0 (40.215) 0 (73.045)

Jahresfehlbetrag (40.215) 0 40.215 (16.811) (16.811)

Summe Eigenkapital 633.031 336.000 0 (16.811) 952.220

1.4.2 Gezeichnetes Kapital und Rücklagen

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 28. Februar

2005 stimmten die Anteilseigner einer Erhöhung des

gezeichneten Kapitals der Premiere AG von 70.000 Tsd

EUR auf 82.000 Tsd EUR zu. Die Erhöhung erfolgte gegen

Bareinlage durch Ausgabe von 12.000.000 neuen auf

den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien mit

einem rechnerischen Anteil von je 1,00 EUR pro Aktie

unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Altaktionäre.

Insgesamt sind 82.000.000 nennwertlose auf

den Namen lautende Stückaktien ausgegeben.

Der Emissionspreis für die Aktie der Premiere AG betrug

28,00 EUR. Das daraus resultierende Aufgeld für die

12.000.000 Stückaktien der Premiere AG betrug

324.000 Tsd EUR und wurde komplett in die Kapitalrücklage

eingestellt.

Unmittelbar nach dem Börsengang befanden sich 51,3

Prozent des Gesamtbestands von 82 Millionen Aktien im

Streubesitz. Die restlichen Aktien wurden zunächst von

Finanzinvestoren (33,8 %) sowie dem Premiere Management

(14,9 %) mit sechs- bzw. zwölfmonatigen Lock-up-

Fristen gehalten. Nach Auslaufen der sechsmonatigen

Lock-up-Frist der Finanzinvestoren verkauften Permira,

HVB Group, BayernLB und BAWAG am 28. September

2005 20,76 Millionen Aktien. Die Finanzinvestoren halten

somit weiterhin 8,5 Prozent des Gesamtbestands,

die Anteile des Managements (14,9 %) bestehen unverändert.

Der Free Float der Premiere Aktie erhöhte sich

durch diese Transaktion um 25,3 Prozent und beläuft

sich nun auf 76,6 Prozent.

Die bis zum Börsengang mehrheitlich beteiligte Gesellschaft

Fernseh Holding III S.à.r.l., Luxembourg, teilte der

Gesellschaft gem. §§ 20 (1) und (2) AktG; §§ 21 (1),

1a WpHG am 11. März 2005 mit, dass sie seit dem

Börsengang an der Gesellschaft nicht mehr mehrheitlich

beteiligt ist.

1.4.3 Verlustvortrag

Diese Position beinhaltet den fortgeschriebenen Verlustanteil

von 73.045 Tsd EUR (Vj. 32.830 Tsd EUR) aus

den Jahren 2004 und 2003. Der Jahresfehlbetrag des

Geschäftsjahres 2004 (40.215 Tsd EUR) wurde in den

Verlustvortrag umgegliedert.

27


28

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

1.5 Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen basieren auf den Berechnungen

der Teilwerte gemäß § 6a EStG, die nach

versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung

der Heubeck’schen „Richttafeln 2005 G“ mit

einem Rechnungszinsfuß von 6 Prozent p.a. erfolgten.

Diese Berechnungen ergaben im Berichtsjahr eine Rückstellung

in Höhe von 192 Tsd EUR (Vj. 0 Tsd EUR).

1.6 Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden insbesondere

Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 825 Tsd EUR

(Vj. 173 Tsd EUR) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

bestehen im Wesentlichen gegenüber Beratungsgesellschaften

in Höhe von 365 Tsd EUR (Vj. 327 Tsd EUR).

1.7 Sonstige Haftungsverhältnisse und sonstige

finanzielle Verpflichtungen

1.7.1 Verpfändung von Geschäfts- und Kommanditanteilen

Der Kreditvertrag für die Unternehmensfinanzierung vom

18. Februar 2005 über 425 Mio EUR, welcher mit einem

Konsortium von internationalen Banken geschlossen

wurde, wird durch die Verpfändung der Geschäftsanteile

an der AFV, der Kommanditanteile an der Premiere Fernsehen

KG sowie den Bankkonten besichert. Davon wurden

zum Bilanzstichtag von der Premiere Fernsehen KG

166.996 Tsd EUR in Anspruch genommen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tsd EUR) 31.12.2005 31.12.2004

Sonderzahlungen/Prämien 4.386 532

Ausstehende Rechnungen 914 2.557

Ausstehender Urlaub 503 0

Personal allgemein 366 0

6.169 3.089

Gesamt Restlaufzeit Gesamt

(in Tsd EUR) 31.12.2005 bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.12.2004

Sonstige Verbindlichkeiten 1.073 1.073 0 183

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 658 658 0 331

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6 6 0 0

1.737 1.737 0 514

1.7.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2005 bestehen sonstige finanzielle

Verpflichtungen in Form von Leasingverträgen für Firmenfahrzeuge

in Höhe von insgesamt 474 Tsd EUR bis zum

Laufzeitende, davon sind innerhalb eines Jahres 243 Tsd

EUR und 231 Tsd EUR zwischen ein und fünf Jahren fällig.

1.7.3 Sonstige Haftungsverhältnisse

Mit Patronatserklärung vom 9. Februar 2006 verpflichtete

sich die Premiere AG zur jederzeitigen Ausstattung

der Premiere Win Fernsehen mit ausreichenden finanziellen

Mitteln.

Weiterhin tritt die Premiere AG mit ihren Forderungen

gegen Premiere Win Fernsehen bis zur Höhe des ausgereichten

Darlehens in Höhe von 3 Mio EUR im Rang

zurück.


2 Gewinn- und Verlustrechnung

2.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen abgerechnete

Managementleistungen der Premiere AG für ihre

Tochtergesellschaften in Höhe von 17.119 Tsd EUR (Vj.

960 Tsd EUR).

2.2 Sonstige betriebliche Erträge

(in Tsd EUR)

Erträge aus der Auflösung

2005 2004

von Rückstellungen

Erträge aus geldwertem

432 9

Vorteil 175 3

Sonstige Erträge 6 0

2.3 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen

2.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

613 12

(in Tsd EUR)

Abschreibungen auf

immaterielle Vermögens-

2005 2004

gegenstände 24 1

Abschreibung Sachanlagen 85 0

Sofortabschreibung GWG 54 0

163 1

(in Tsd EUR)

Bankgebühren im

Zusammenhang mit

2005 2004

dem Börsengang 10.925 0

Rechts- und Beratungskosten

Werbeaufwendungen und

4.633 2.850

sonstige Dienstleistungen 4.162 216

Raumkosten

Sonstige betriebliche

1.122 0

Aufwendungen 4.729 107

25.571 3.173

Sowohl die Rechts- und Beratungskosten als auch die

Werbeaufwendungen und sonstigen Dienstleistungen resultieren

im Wesentlichen aus dem Börsengang.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde

Aufwendungen in Höhe von 659 Tsd EUR,

welche vorwiegend aus Personalkosten (Prämien) für das

Vorjahr resultieren.

2.5 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Bei den Zinserträgen (10.574 Tsd EUR; Vj. 69 Tsd EUR)

handelt es sich im Wesentlichen um die Zinsen aus den

ausgereichten Darlehen an die Premiere Fernsehen KG

und die Premiere Win Fernsehen.

2.6 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen des Geschäftsjahres (1 Tsd EUR)

betreffen Kontokorrentzinsen. Die Zinsaufwendungen des

Vorjahres in Höhe von 36.999 Tsd EUR sind im Zusammenhang

mit einem Mezzanine-Darlehen entstanden.

Diese Zinsverbindlichkeit wurde von der Fernseh Holding

S.à.r.l. im Zusammenhang mit dem Mezzanine-Darlehen

im Geschäftsjahr 2004 schuldbefreiend übernommen.

2.7 Verluste aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages

vom 4. Februar 2005 wurde von

der SCAS Satellite CA Services GmbH, Unterföhring, ein

Verlust in Höhe von 6 Tsd EUR (Vj. 0 Tsd EUR) übertragen.

29


30

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

IV. Sonstige Angaben

1 Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 167 (Vj. 0)

Mitarbeiter, davon im Bereich Management/Verwaltung

152 Mitarbeiter und im Bereich Sales/Marketing/Kommunikation

15 Mitarbeiter. Es erfolgte eine Umrechnung

der Mitarbeiter auf Ganztagskräfte.

2 Vorstand

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr aus

folgenden Mitgliedern zusammen:

Dr. Georg Kofler, Chief Executive Officer (CEO),

München

Michael Börnicke, Chief Financial Officer (CFO),

München

Folgende Mitgliedschaft hat Herr Börnicke in einem weiteren

Kontrollgremium inne:

• Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der s2s AG,

München

Hans Mahr, Chief Sports & New Business Officer,

München

vom 1. September 2005 (Eintragung in das Handelsregister

am 25. Juli 2005) bis 28. Februar 2006 (Beschluss

des Aufsichtsrats vom 2./7. Februar 2006)

3 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr aus folgenden

Mitgliedern zusammen:

Rainer Großkopf, Unternehmensberater

(Vorsitzender)

Folgende Mitgliedschaften hat Herr Großkopf in weiteren

Kontrollgremien inne:

• Beiratsmitglied der Frigoblock Grosskopf GmbH,

Essen

• Beiratsmitglied der Takko GmbH, Telgte

• Beiratsmitglied der Rodenstock GmbH, München

• Beiratsmitglied der Brauns-Heitmann GmbH & Co. KG,

Warburg

Folgende Mitgliedschaften hat Herr Mahr in weiteren Kontrollgremien

inne:

• Beiratsmitglied der INSEAD Business School,

Fontainebleau (Frankreich)

• Beiratsmitglied der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, Bonn

• Beiratsmitglied der SOS Kinderdörfer e.V., München

Hans Seger, Chief Program Officer, Esslingen

Markus Schmid, Chief Marketing & Sales Officer,

Geretsried

Dr. Friedrich-Carl Wachs, Chief Strategy & Development

Officer, München

vom 29. Oktober 2004 bis 30. Juni 2005 (Eintragungen

in das Handelsregister am 9. November 2004 und am

25. Juli 2005)

Im Geschäftsjahr sind Gesamtbezüge für den Vorstand in

Höhe von 6.742 Tsd EUR angefallen.

Richard Roy, Unternehmensberater

(stellvertretender Vorsitzender)

Folgende Mitgliedschaften hat Herr Roy in weiteren Kontrollgremien

inne:

• Aufsichtsratsvorsitzender der Balda AG,

Bad Oeynhausen

• Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

der Realtech AG, Walldorf

• Aufsichtsratsmitglied der Update Software AG, Wien

• Verwaltungsratsmitglied der Swisscom AG, Wien

Séverine Michel, Rechtsanwältin (bis 8. März 2005)


Dr. Stefan Jentzsch, Bankvorstand (seit 9. März 2005)

Folgende Mitgliedschaften hat Herr Jentzsch in weiteren

Kontrollgremien inne:

• Aufsichtsratsmitglied der Infineon Technologies AG,

München

Kurt Sibold, Unternehmensberater

(Ersatzmitglied, seit 9. März 2005)

Folgende Mitgliedschaften hat Herr Sibold in weiteren

Kontrollgremien inne:

• Aufsichtsratsvorsitzender der Barnet S.A.,

Luxembourg

4 Honorare des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr sind als Aufwand erfasste Honorare in

Höhe von 986 Tsd EUR angefallen, welche sich wie folgt

zusammensetzen:

• für die Abschlussprüfung: 143 Tsd EUR

• sonstige Bestätigungsleistungen: 670 Tsd EUR

• sonstige Leistungen: 173 Tsd EUR

5 Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG

Die Entsprechenserklärung vom 30. September 2005 ist

allen Aktionären auf der Internetseite der Premiere AG

(www.info.premiere.de) zugänglich gemacht worden.

Unterföhring, den 19. März 2006

• Aufsichtsratsvorsitzender der PBSG AG, München

• Aufsichtsratsvorsitzender der Datango AG, Kaarst

• Aufsichtsratsmitglied der SHS Informationssysteme AG,

Martinsried

• Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der

debitel AG, Stuttgart

• Beiratsmitglied der Controlware GmbH, Dietzenbach

Im Geschäftsjahr sind Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat

in Höhe von 133 Tsd EUR angefallen.

Dr. Georg Kofler Michael Börnicke Markus Schmid

Carsten Schmidt Hans Seger

31


32

Premiere AG | Jahresabschluss und Lagebericht 2005

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang –

unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Premiere AG, Unterföhring, für das

Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung

von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den

ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung

über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,

die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund

Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung

der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche

und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler

berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und

Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung

der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie

die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der

Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der

Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung

und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der

Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild

von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend

dar.

Ohne unsere Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die Gesellschaft in ihrer

Planungsrechnung davon ausgeht, dass durch Kooperation mit einem neuen Inhaber der Erstrechte

zur Ausstrahlung der Bundesligaspiele ab der Saison 2006/2007 die Fußballbundesliga weiterhin

bei Premiere zu sehen sein wird. Diesbezüglich weisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft im

Abschnitt Bilanzielle bzw. Finanzwirtschaftliche Risiken des Risikoberichtes im Lagebericht hin.

München, den 10. Februar 2006

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Krawietz) (ppa. Botzenhardt)

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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