Änderung des Wahlrechts: Ein Weg zu mehr ... - SPD Erlangen

spd.erlangen.de

Änderung des Wahlrechts: Ein Weg zu mehr ... - SPD Erlangen

Änderung des Wahlrechts:

Ein Weg zu mehr Bedeutung

Jugendlicher in der Politik?

Vortrag bei der Veranstaltung „Mehr Mitsprache unter 18!“

Philipp Dees, 17.10.2007, E-Werk, Erlangen


Einleitung

• Die Möglichkeiten, Politik mitzubestimmen, sind für Jugendliche

unter 18 eng begrenzt

• Das Gewicht junger Menschen in der Politik nimmt ab, weil es

immer mehr ältere WählerInnen gibt

• Diskutiert wird die Änderung des Wahlrechts

• Derzeit zwei Vorschläge in der Diskussion:

Einführung eines „Familienwahlrechts“

– Absenkung des Wahlalters (auf 14 oder 16 Jahre)


Familienwahlrecht

• Vorschlag u.a. von Renate Schmidt MdB: Familienwahlrecht:

– Kinder haben ab Geburt Wahlrecht

– Bis Kinder in der Lage sind, selbst zu wählen, machen dies ihre

Eltern

• Vorteile

– Das Gewicht von Familien steigt

– JedeR Mensch (zumindest jeder Deutsche) hat das Wahlrecht

• Probleme:

– Wer wählt als „Vertretung“: Vater oder Mutter? Oder beide?

– Ab wann darf ein Kind selbst wählen?

– Wählen Eltern wirklich so, wie ihr Kind das möchte?


Absenkung des Wahlalters

• Vorschlag des bayerischen Jugendrings (BJR): Absenkung des

aktiven Wahlalters auf 14

• Vorteile:

– Die Zahl der wahlberechtigten Jugendlichen steigt

– Jugendliche können Politik früher beeinflussen

• Probleme:

– Die Grenze bei 14 (oder 16) ist genauso willkürlich wie bei 18

– Können 14-jährige politische Entscheidungen „durchblicken“?

– Nehmen Jugendliche das Wahlrecht überhaupt wahr?

– Neigen Jugendliche eher dazu, radikale Parteien zu wählen?


Was spricht für...

• ... das Familienwahlrecht?

– Jeder Mensch sollte die gleiche Stimme in der Politik haben

Wahlrecht sollte ab Geburt gelten

– Derzeit dürfen ca. 13,4 Millionen deutsche Jugendliche in

Deutschland nicht wählen (6,7 Millionen Nicht-Deutsche auch

nicht)

– Das Elternrecht erlaubt, dass Eltern für ihre Kinder wählen

• ... die Absenkung des Wahlalters?

– Jugendliche werden zur Zielgruppe von Parteien

– Jugendliche mit 14 dürfen bereits in Parteien eintreten, ihre

Religion selbst wählen, sind (eingeschränkt) strafmündig

– Jugendliche sind ab ca. 12 Jahren in der Lage, differenzierte

Urteile zu treffen


Was spricht gegen...

• ... das Familienwahlrecht:

– Das Wahlrecht kann jedeR nur selbst ausüben, es ist nicht

übertragbar

– Eltern wählen nicht zwangsläufig im Sinne ihrer Kinder

– Neue Zielgruppe der Parteien werden die Eltern, nicht die

Jugendlichen

• ... die Absenkung des Wahlalters?

– Die politische Bildung findet in der Schule erst spät statt

– Jugendliche nehmen ihr Wahlrecht kaum wahr (dort, wo

16-jährige wählen dürfen)

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine