Papierfabrik senkt jährliche Pumpen - Grundfos

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Papierfabrik senkt jährliche Pumpen - Grundfos

Journal

Partnerschaft für Nachhaltigkeit

September 2010

Engagement führt zu bewegung

in der energiepolitik und unterstreicht

die wichtige rolle von

pumpen

Seiten 2, 3

Die Suche nach effizienteren

pumpen verbessert die pumpenleistung

im Wohn- und industriesektor

Seiten 4, 5

Special edition

pumpen &

motoren

Zur leistungsfähigkeit von motoren

und zur besonderen rolle

der pumpenindustrie

Das preisgekrönte Grundfos pump

audit bringt einsparungen in

allen industriebereichen

Seite 6

Richtlinie bedeutet

Meilenstein in der europäischen

Umweltagenda

Brussel, 8. Juni 2010

Verschiedene europäische Politiker, Vertreter

der Öffentlichkeit und der Industrie trafen

sich im EU-Parlament, um die gemeinsamen

Anstrengungen in Bezug auf die richtungsweisende

EuP-Richtlinie zu diskutieren und

zu bestätigen. Trotzdem ist es laut Sprecher

Carsten Bjerg noch ein weiter Weg, bis sich

Europa in Sachen Nachhaltigkeit zufrieden geben

darf.

MdEP Dr. Peter Liese, der die Veranstaltung

zusammen mit seinem Parlamentskollegen

Claude Turmes und dem dänischen

Pumpenhersteller Grundfos

leitete, lobte die jüngsten Entwicklungen

zur Energiesenkung in Europa.

Von der EuP-Richtlinie

profitieren alle

Liese bezog sich insbesondere auf die

Eco-Design of Energy-Using Products

(EuP) Direktive oder so genannte

Ökodesign-Richtlinie betreffend energiebetriebene

Produkte, die von 2011

bis 2017 schrittweise in die EU-Gesetze

einfliesst. Die strengen Vorschriften

haben eine verbesserte Energieeffizienz

von Elektromotoren zum Ziel und sollen

bis 2020 eine Reduktion des gesamten

EU-Energieverbrauchs um 5% bringen.

Die Vorteile, so Liese weiter, würden

über das reine Problem der Nachhaltigkeit

hinausgehen.

“Mit der Umstellung auf energieeffiziente

Elektromotoren können wir in

der EU bei den Stromrechnungen von

Privat- und Geschäftshaushalten jährlich

neun Milliarden Euro sparen und

40’000 Stellen schaffen.”

Carsten Bjerg, CEO von Grundfos,

fügte dem hinzu, dass die CO2-Bilanz

Europas über die Elektromotoren, von

denen 21% für den Antrieb von Pumpen

im Einsatz sind, schon immer wesentlich

hätte gesenkt werden können. Nur sei

dies lange Zeit verkannt gewesen. Er

drückte dem EU-Parlament und den

Kommissionsmitgliedern seine Anerkennung

dafür aus, dass sie sein Unternehmen

und andere dabei unterstützt

hatten, Elektromotoren auf die europäische

Klimaagenda zu bringen.

“Die Politiker geben ihr Bestes. Aber

ohne Rückhalt der Industrie können sie

ihre Ziele nicht erreichen. Wir haben in

Kopenhagen im Dezember (COP15) gesehen,

wie schwierig der politische Prozess

sein kann. Die Industrie muss die

politischen Anstrengungen zur Ausarbeitung

von Gesetzen unterstützen. Gemeinsam

können wir etwas bewirken.”

Vertreter von politik und industrie versammelten sich im europa-parlament, um die energieeffizienz zu diskutieren

Industrie setzt auf Nachhaltigkeit

Bjerg und Cees-Jan Adema von PepsiCo

International bestätigten die Verpflichtung

ihrer Unternehmen für nachhaltige

Praktiken. Pumpen konsumieren rund

10% der weltweiten Elektroenergie. Deshalb,

so Bjerg, habe Grundfos eine wichtige

Rolle und Verantwortung bei der

Senkung von Kohlenstoffemissionen.

Zum Abschluss der Veranstaltung meinte

er, dass die EuP-Direktive zwar ein

wichtiger Schritt in die richtige Richtung

sei, dass der Weg aber noch sehr lang sei.

Die Zukunft hänge vom Bewusstsein in

den Unternehmen, Organisationen, Medien,

bei den Behörden und Politikern

ab. Jeder könne die Botschaft weiter verbreiten

und “die Wirkung verstärken”.

Und fügte hinzu: “Wir haben uns hier

versammelt, weil wir unseren Beitrag

leisten wollen. Stellen wir uns also dieser

Energie-Herausforderung hier und jetzt.”

Grundfos ceo carsten bjerg


2 partnerschaft für nachhaltigkeit Journal September 2010

die gemeinsame anstrengung von eu-politikern und Herstellern führte zu einer

strengeren und effizienteren Gesetzgebung für motoren

Industrie und Politik

gemeinsam in Sachen

Nachhaltigkeit

2011 tritt die EuP-Richtlinie über Elektromotoren in Kraft. Ziel ist es, den jährlichen Stromverbrauch in

Europa bis 2020 um 5% zu senken. Doch wie hat diese wegweisende Verordnung in Sachen Nachhaltigkeit

Form angenommen?

Es begann alles mit einer Reihe von

Zusammenkünften zwischen Mitgliedern

des Europa-Parlaments und Industrievertretern

in Strassburg im März 2008. Die

Treffen waren das Ergebnis der wachsenden

Frustration über die Defizite der

vorgeschlagenen Gesetze über die Motoreneffizienz.

Die Situation war ungewohnt:

Unternehmen, die sich an die Politiker

wandten, um sich darüber zu

beklagen, dass die geplanten Restriktionen

nicht streng genug waren.

Eine breite Basis

Mads Sckerl, Grundfos Segment Director,

gehörte zu den Vertretern der Industrie.

Sein Unternehmen und Europump,

Europas grösster Pumpenverband, hatten

sich zuerst mit deutschen, dänischen

und luxemburgischen Politkern der

sozialdemokratischen, konservativen

und grünen Parteien getroffen. “Wir

waren auf eine breite Unterstützung angewiesen,

wenn das Projekt über die dänischen

Grenzen hinaus Beachtung

finden sollte“, meinte er.

“In Europa gibt

es 110 Millionen

Industriemotoren,

die 30%

unserer elektrischen

Energie

verbrauchen.

Das Potenzial,

tatsächlich etwas

zu erreichen, ist

demnach riesengross.”

mads Sckerl

Die richtige Botschaft

Der Wunsch nach einer strengeren Motoren-Gesetzgebung

traf bei den Mitgliedern

des EU-Parlaments auf offene

Ohren und führte zu einem Schlüsseltreffen

mit dem EU-Energiekommissar

Andris Piebalgs, wo die Fakten auf den

Tisch gelegt wurden.

“In Europa gibt es 110 Millionen Industriemotoren,

die 30% unserer elektrischen

Energie verbrauchen. Das Potenzial,

tatsächlich etwas zu erreichen,

ist demnach riesengross. Zudem werden

haufenweise Billigprodukte in den

Markt fliessen, wenn wir es in der EU

nicht schaffen, selbst energieeffiziente

Produkte zu entwickeln“, sagt Mads

Sckerl. Nach eingehender Diskussion

der potenziellen Ersparnisse zeigte sich

Andris Piebalgs überzeugt. Mit seiner

Unterstützung gewann das Thema an

Dynamik. Bis Ende Oktober 2008 war

die EU-Energiekommission bereit,

frühere Gesetzesvorschläge zu ergänzen

und eine neue Richtlinie zu erstellen. In

Zusammenarbeit mit Grundfos wurde

ein Folgenabschätzungsbericht erstellt,

in dem die Konsequenzen für Industrie

und Umwelt aufgezeigt wurden.

Widerstand überwinden

Die Richtlinie setzte sich nicht ohne Widerstand

durch. Gestützt auf Klagen der

europäischen Industrieverbände mo-

nierte die Europäische Kommission Unternehmen

und Industrie, dass die Gesetzgebung

nicht realistisch sei.

Dr. Peter Liese, Mitglied des Europäischen

Parlaments, half mit, die

Kommission vom Gegenteil zu überzeugen.

In einem Schreiben an den Präsidenten

der Kommission Unternehmen

und Industrie, Günter Verheugen, wies er

darauf hin, dass die EU-Industrie die viel

strengeren Normwerte der IE2-Energieeffizienzklasse,

die 2011 eingeführt werden,

bereits erfülle und sich ausreichend

auf die noch strengeren IE3-Werte von

2017 vorbereiten könne.

Er versicherte Günter Verheugen, dass

“die Einführung solcher Anforderungen

die europäischen Hersteller nicht unnötig

belasten werde”. Nach einiger Diskussion

wurden die Einwände behoben und

die Industriekommissionen erzielten einen

Konsens.

Erfolg in Sicht

Am 13. März 2009 wurde die ergänzte

EuP-Richtlinie dem Europa-Parlament

zur Annahme oder Ablehnung vorgelegt.

Im Juli sprach sich das Parlament

für die neue Richtlinie aus.

Es war ein bedeutender Entscheid, dank

dem der gesamte Elektroenergieverbrauch

Europas bis 2020 um 5% gesenkt

werden soll.

Erstaunlicherweise liegt das Sparziel

zehn Mal über den Einsparungen, die

ursprünglich in der Direktive vorgesehen

waren. Dieser Fortschritt ist einigen

gleichgesinnten europäischen Fachleuten

und Politikern zu verdanken, die vorausschauend

und willens waren, eine

positive Veränderung herbeizuführen.


September 2010 partnerschaft für nachhaltigkeit Journal 3

2/3 aller Pumpen

verbrauchen bis zu

60 % zu viel Energie

Tatsache ist, dass die meisten derzeit

eingesetzten Pumpen grösser als erforderlich

sind.

Dr. Peter Liese, MdEP Germany

Zur Bedeutung der EuP-Motorenrichtlinie

“Als Politiker bin ich der Meinung, dass

wir Verantwortung übernehmen müssen.

Unser heutiger Energiekonsum ist

nicht nachhaltig. Wir produzieren zu

viele Treibhausgas-Emissionen und hängen

zu stark von Energieimporten ab.

Claude Turmes, MdEP Luxembourg

Zur breiteren EU-Nachhaltigkeitsperspektive

“Energieeffizienz sollte nicht nur beim

Sonntagsbrunch diskutiert werden. Das

Thema muss in der europäischen Politik

Priorität haben. Wir brauchen eine

gemeinsame Anstrengung zwischen der

EU und den betroffenen Staaten, damit

wir rasche, aber grosse Gewinne bei den

Energiethemen erzielen.

Damit wir den Kampf gegen die Klimaveränderung

gewinnen können, ist es

wichtig, dass wir mit der Markteinführung

Ich freue mich, dass die Industrie einen

freiwilligen Beitrag leistet, indem sie

innovative Produkte auf den Markt

bringt. Manchmal lobbyieren Industrieverbände

und -unternehmen nur ge-

besserer Technologien und über das beschleunigte

Auswechseln von alten, ineffizienten

Technologien Elektrizität sparen.

Ich hoffe, wir können so eine Allianz

mit fortschrittlichen Unternehmen wie

zum Beispiel Grundfos fördern. Dies

hilft energieeffizienten Produkten in der

EU zum Durchbruch, was wiederum die

europäische Wirtschaft unterstützt, neue

Arbeitsplätze schafft und die Zukunft

unseres Planeten sichert.”

Dazu kommt, dass ein Grossteil der

Pumpenmotoren ineffizient ist und mit

einer festen Drehzahl läuft. Diese Kombination

führt tagtäglich zu massiven

Energieverlusten. Obwohl ein Austausch

durch Motoren der richtigen Grösse mit

fester Drehzahl viel bewirken kann, sorgen

erst drehzahlvariable Motoren für

einen signifikanten Unterschied.

Integrierter Entwicklungsansatz

Drehzahlgeregelte Motoren kommen

für über zwei Drittel aller Industrieanwendungen

in Frage und können bis zu

gen solche Massnahmen und Normen.

Deshalb schätze ich es umso mehr, dass

Grundfos in diesem Fall mit einer

Lösung für ein Problem gekommen ist,

das uns alle betrifft.

Es ist eine Win-Win-Situation: Wir reduzieren

die Emissionen, das ist gut für die

Umwelt. Wir reduzieren die Energieimporte,

das ist gut für unsere politische Stabilität

und die Tätigkeiten auf anderen Gebieten.

Und wir schaffen Arbeitsplätze.”

Cees-Jan Adema, Direktor, PepsiCo Int.

Weshalb sein Unternehmen in die nachhaltige Produktion

investiert

“Wenn wir unsere Perspektiven bis 2030

betrachten, werden sich unser Geschäfts-

und Finanzmodell gegenüber

heute markant verändern. Wollen wir

weiterhin erfolgreich sein, dürfen wir

die Umweltherausforderungen nicht ignorieren

und müssen sie auch aus strategischer

Sicht seriös angehen.

Wir haben uns Ziele gesetzt und die

Marschrichtung klar definiert. 30% unseres

CO2-Fussabdrucks werden im

landwirtschaftlichen Sektor generiert.

Carsten Bjerg, CEO, Grundfos

Über Grundfos und den Kampf gegen die Klimaveränderung

“Ich glaube, es gibt viele Politiker, die auf

dem richtigen Weg sind. Doch es braucht

Einblick in die Möglichkeiten und Verständnis

für die Technologien. Hier

kommen wir zum Zug, denn wir können

ein realistisches Ziel setzen.

Kritiker mögen unser Engagement als

rein geschäftliches Interesse interpretieren.

Doch würde Grundfos nur gewinnorientiert

denken, dann würde ich

mich zurücklehnen und abwarten, bis

die Klimaveränderung eintritt. Denn

eines ist gewiss: Wenn sich das Klima

verändert, wird der Bedarf an Pumpen

extrem steigen.

Als Hersteller verstecke ich mich nicht,

wenn die Dinge kompliziert werden.

Mit einfachen Problemen kann jeder

umgehen, aber wenn es schwierig wird,

haben nur die Besten eine Chance. Wir

von Grundfos wollen zu den Besten gehören.”

Indem wir in neue landwirtschaftliche

Techniken investieren und mit den Bauern

zusammenarbeiten, können wir die

CO2-Emissionen massiv reduzieren.

Wir haben eine moralische Verpflichtung.

Wenn wir diese Verantwortung

nicht wahrnehmen, machen wir eine

schlechte Arbeit. Deshalb müssen wir

uns nicht auf die Kosten konzentrieren,

sondern nach Möglichkeiten für mehr

Energieeffizienz suchen.”

60-prozentigen Einsparungen führen.

Grundfos hat einen Marktvorteil, weil

hauseigene und drehzahlvariable Motoren

produziert und ausschliesslich für

den Pumpenantrieb entwickelt werden.

Dieser integrierte Entwicklungsansatz

hat für den Kunden drei Vorteile. Das

Produkt ist nicht nur hocheffizient,

sondern darüber hinaus sehr zuverlässig

und betrieblich optimal steuerbar.

Die 3 Stufen der

EuP-Richtlinie

die eup-motorenrichtlinie bezieht

sich auf fast alle motoren im leistungsbereich

von 0,75 bis 375 kW.

motoren für besondere anwendungen

wie explosionsgeschützte motoren

sind ausgenommen. es werden

neue energieeffizienzklassen

eingeführt, wobei ie1 für die niedrigste

und ie3 die höchste effizienzklasse

steht. nach der richtlinie sind

3 umsetzungsstufen vorgesehen.

die anforderungen an die energieeffizienz

von motoren sind 2011,

2015 und 2017 umzusetzen.

2011

ab dem 16. Juni 2011 müssen

alle motoren der energieeffizienzklasse

ie2 entsprechen

2015

ab dem 1. Januar 2015 müssen

alle motoren mit einer leistung

von 7,5 – 375 kW ie3 entsprechen

oder ie2 erfüllen und mit einem

Frequenzumrichter ausgestattet

sein

2017

bis 2017 müssen alle motoren

des leistungsbereichs 0,75 –

375 kW den ie3-Standard oder

ie2 erfüllen und mit einem Fre-

quenzumrichter ausgestattet

sein

Energieersparnis durch EuP

bis 2020 wird die eup-motorenrichtlinie

vollständig umgesetzt sein

und zu einer jährlichen Stromersparnis

von 135 tWh führen.

dies entspricht dem derzeitigen

Jahresstromverbrauch Schwedens.

der jährliche co2-ausstoss wird

um 63 millionen tonnen reduziert.

es wird geschätzt, dass dank der

richtlinie der jährliche energiebedarf

in europa um 9 milliarden euro

reduziert werden kann.


4 partnerschaft für nachhaltigkeit Journal September 2010

Neues EU-Recht

vergrössert

Wettbewerbsvorteil

Strenge Normen für Elektromotoren

werden nicht nur zu grossen

Finanz- und Umweltvorteilen

führen, sondern auch jenen, die bereits

über die richtige Technologie

verfügen, einen deutlichen Wettbewerbsvorteil

verschaffen.

Ab 2011 müssen nach der neuen EuP-

Richtlinie im gewerblichen Bereich in

allen neuen Anlagen Hocheffizienzmotoren

zum Einsatz kommen. 90 Prozent

der aktuell verwendeten Motoren erfüllen

die an die Effizienz gestellten Mindestanforderungen

nicht. Die bedeutet,

dass auf allen industriellen Ebenen Umrüstungen

erfolgen müssen.

Zeit zum Handeln

Klimaanlagenhersteller, Industrie und

Wasserversorger müssen damit ihre aktuell

an Motoren gestellten Normen

Am meisten Energie lässt sich dort

sparen, wo es keiner sieht.

Stellen Sie sich JETZT der

Energieherausforderung

Pumpen im Industrieeinsatz bieten grösste Energiesparmöglichkeiten. Unter grundfos.com/energy erfahren Sie,

wie Sie den Stromverbrauch Ihrer Motoren mit der richtigen Technologie um bis zu 60% reduzieren können.

grundlegend neu bewerten und Austauschpläne

für die nächsten Jahre umsetzen.

Weil der Bedarf an neuen, effizienten

Motorenlösungen sprunghaft

ansteigen wird, drängt sich die Frage

auf, ob alle Motorenhersteller und

-lieferanten dieser Herausforderung

rechtzeitig gewachsen sein werden.

Gewinner und Verlierer

Die Kluft zwischen konkurrierenden

Motorenherstellern wird sich dramatisch

vergrössern, weil diejenigen, die über

adäquate Technologie verfügen, sich

dem Wettbewerb besser stellen können.

Da “grünes Business” immer gleichbedeutender

mit gutem Business wird,

werden die Unternehmen dem für alle

vorteilhaftesten Weg folgen müssen.

Meet the

energy challenge

N W


September 2010 partnerschaft für nachhaltigkeit Journal 5

Grundfos war beteiligt an der

Aktion gegen ineffiziente

Haushaltspumpen

Grundfos hat die Schaffung des europäischen

Energielabel-Systems, für ab 2005 auf den

Markt gebrachte Heizungsumwälzpumpen,

aktiv unterstützt.

Wir sind stolz darauf, einer der ersten

Hersteller zu sein, die Umwälzpumpen

der Energieeffizienzklasse A auf den

Markt gebracht haben. Wir haben in

Punkto Effizienz neue Massstäbe gesetzt

und Hauseigentümern in ganz Europa

geholfen, Geld zu sparen und einen

Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Umwälzpumpen der Energieeffizienzklasse

A verbrauchen 80 Prozent weniger

Strom als normale Umwälzpumpen

der Energieklasse D, die sich in den

meisten europäischen Haushalten befinden.

In Europa sind bis heute 100

Millionen Umwälzpumpen der Energieeffizienzklasse

D im Einsatz, doch werden

bald bei allen Neuinstallationen und

Austauschaktionen effizientere Modelle

verwendet werden müssen.

die energieeffizienzklassen

reichen von a bis

G. a ist die effizienteste

energieklasse

und G die mit der

geringsten energieeffizienz.

Fakten

ab 2013 werden normale

umwälzpumpen verboten sein.

Von 2015 an werden lediglich

umwälzpumpen der energieklasse

a akzeptiert werden.

mit der umstellung auf eine

umwälzpumpe der energieeffizienzklasse

a kann ein europäischer

durchschnittshaushalt

bis zu 10 prozent seines gesamten

Strombedarfs einsparen.

die umwälzpumpe alpHa 2 der

energieklasse a arbeitet mit einer

Stromleistung von nur 5 Watt.

alpHa 2 hat für ihre hervorragende

effizienz bereits zwei

energy+ awards gewonnen.

Industrielle

Energieeffizienz

bietet grosses

Potenzial

In der EU verbrauchen Pumpenmotoren jährlich

259 TWh und die Industrie allein benötigt

nicht weniger als 163 TWh

Ein Grossteil dieser Energie wird verschwendet.

Doch durch intelligente, drehzahlvariable

Motorentechnologie werden

Industrieanwendungen optimiert und

effizienter. Dadurch, dass Grundfos

schon jetzt auf Marktänderungen drängt,

können in der Industrie grosse Einsparungen

realisiert und Umweltbelastungen

vermindert werden. Kunden müssen

dafür sensibilisiert werden, dass Änderun-

gen möglichst bald umzusetzen sind.

Durch Vorwegnahme von Gesetzesänderungen

sind sie auf diese nicht nur

gut vorbereitet, sondern können auch

früher Einsparungen realisieren. Sobald

erkannt wird, wie schnell sich höhere Anfangsinvestitionen

amortisieren, gibt es

keine Gründe mehr, die Umstellung hinauszuzögern.

Pumpen sind die

verborgenen Helden

Die Welt ist auf Pumpen

angewiesen. Wo immer Flüssigkeit

transportiert werden

muss, braucht es diese Geräte.

Trotzdem übersehen die

meisten Entscheidungsträger

ihre Existenz.

Mehr als 20% der von den Industriemotoren

in der EU verbrauchten Elektroenergie

wird für Pumpen verwendet.

Als alleinstehende Kategoriegruppe

weisen Pumpenmotoren den grössten

Verbrauch aus und bieten daher enorme

Sparmöglichkeiten. Die Herausforder-

ung für Grundfos liegt darin, die Industrie

für diese Tatsachen zu sensibilisieren.

Ersatz als Verbesserung

Zu diesem Zweck ist es nötig, Bewusstsein

für die finanziellen und umweltspezifischen

Vorteile zu schaffen - und

zwar bis ins oberste Top-Management

hinauf. Mit dem Ersetzen von Pumpen

kann nicht nur die Produktion aufrecht

erhalten werden, sondern es bieten sich

auch neue Möglichkeiten. Und warum

sollten Unternehmen auf neue Gesetze

warten, bevor sie ihre Pumpenmotoren

effizienter machen? Mit den hochwirksamen

Grundfos-Lösungen sind schon

heute wesentliche Fortschritte

möglich.


6 partnerschaft für nachhaltigkeit Journal September 2010

Kosten senken und

Schritt halten im

Sony Center

Das bekannte Sony Center wurde mit fast 300

Grundfos-Pumpen ausgestattet, die den Energieaufwand

optimieren und flexibel genug

sind, auch künftigen Nutzungsanforderungen

gerecht zu werden.

Das Sony Center in Berlin hat mit seiner

innovativen Architektur, seinen hochwertigen

technischen Installationen,

seinem eindrucksvollen Schirmdach und

seiner Grösse neue Standards gesetzt.

Für den Bau war der Generalunternehmer

Imtech Deutschland GmbH (ehemals

Rud. Otto Meyer) zuständig. Die dem

Unternehmen eingeräumten Fristen

waren sehr kurz, weshalb zuverlässige

Zulieferanten und Produkte besonders

wichtig waren.

Flexible Lösungen für ein

facettenreiches Gebäude

Grundfos’ Aufgabe war die Lieferung

von Pumpen, die für die verschiedenen

Verwendungszwecke des Sony Centers

geeignet sind – der Gebäudekomplex besteht

aus Büros, Wohnungen und einem

Kultur- und Kommunikationszentrum.

Gefragt waren flexible Pumpenlösungen,

die für die unterschiedlichen Nutzungszwecke

geeignet waren.

Die kurzen Baufristen hatten zur Folge,

dass die Einbauten in den unterschiedlichen

Gebäuden fast gleichzeitig stattfinden

mussten. Eine optimale Prozesskontrolle

war erforderlich, weil alle

Verzögerungen sehr kostspielig geworden

wären.

Grundfos stellte Berater zur Verfügung,

die von der Angebotsphase bis zur Inbetriebnahme

zur Verfügung standen. „Die

von Grundfos ausgeführten Arbeiten erfüllten

unsere Erwartungen und das Projekt

konnte problemlos fertig gestellt

werden“, so Uwe Merkel von Imtech. Der

Entwickler des Sony Centers, Tishman

Speyer Properties, fügt hinzu, dass beim

Main-Tower Projekt in Frankfurt/M. mit

Grundfos genauso positive Erfahrungen

gemacht wurden.

Das Sony Center ist aktuell mit 261 Heizungsumwälzpumpen

der UPE- und

UPS-Reihe und 33 Inline-Pumpen der

CDM-, LMD-, LPED- und TPE-Reihen

für Klima- und Kühlsysteme ausgestattet.

Die meisten Motoren sind drehzahlgeregelt

und dadurch flexibler und kosteneffizienter.

ERGEBNISSE

• Knappe, ehrgeizige Umsetzungsfristen

konnten problemlos

eingehalten werden

Grundfos lieferte flexible, effiziente

pumpen für die unterschiedlichen

nutzungsarten des

Gebäudekomplexes

Effizienz und Stabilität

in der Balance

Novo Nordisk beauftragte Grundfos mit der Beseitigung

der Energieineffizienz in seiner Kühlwasseranlage. Das

Ergebnis waren eine 40-prozentige Einsparung und ein zuverlässigeres

System.

Novo Nordisk ist ein internationales

Pharmaunternehmen, das auf Diabetes

Care spezialisiert ist. Der Hauptgeschäftssitz

befindet sich in Dänemark.

Es war Zeit, diese Verschwendung

abzustellen

Das für die Wasserkühlung

zuständige Werk von Novo

Nordisk arbeitete mit neun

Pumpen, die rund um die Uhr

auf Hochtouren liefen. Die

einzige Möglichkeit der Wasserregulierung

war das manuelle Ein- und Ausschalten

der Pumpen. Die mangelnde

Kontrollmöglichkeit resultierte in

einem unverhältnismässig hohen Energieverbrauch

zur Gewährleistung einer

dauerhaften Versorgung. Das Unternehmen

liess zur Bewertung des Einsparpotenzials

eine Energieuntersuchung

durchführen. Die Berater empfahlen

die Installation einer energieeffizienten

Doppelpumpenanlage in der Kühlwasseranlage.

Stabilität und Zuverlässigkeit

waren der Schlüssel. Der

Produktionsleiter von Novo Nordisk

dazu: „Ein ganzes Jahr Energiesparen

Das schottische Parlament wurde unter Berücksichtigung

von Nachhaltigkeitsaspekten gebaut. Grundfos wurde mit

der Lieferung und Inbetriebnahme der Pumpensysteme

beauftragt.

Das vom berühmten spanischen Architekten

Enric Miralles entworfene

Holyrood Parlamentsgebäude in Edinburgh

wurde zwischen 1999 und 2004

gebaut. Es beherbergt den Plenarsaal

des schottischen Parlaments, die Ausschussräume

und Büros von 105 Parlamentsmitgliedern

und Mitarbeitern wie

auch mit Medien ausgestattete Suiten,

Besucherinformationsstellen, Nebengebäude

für Personal und Cateringeinrichtungen.

Nachhaltigkeit hat Priorität

Im Bauauftrag für den Parlamentsbau

war angegeben, dass das neue Gebäude

nach energieeffizienten und umweltfreundlichen

Designvorgaben gebaut

werden sollte. Ziel war die Realisierung

eines ökonomischen Objekts, das bei

geringen Wartungskosten und niedrigem

Energieverbrauch eine hochwertige

und gesunde Raumatmosphäre bietet.

Grundfos lieferte insgesamt 44

ERGEBNISSE

Pumpen, von denen viele elektronisch

gesteuert werden, neben fünf drehzahlvariablen

Druckerhöhungsanlagen und

fünf Druckregelungssystemen. Dies war

eines der ersten Bauprojekte, bei denen

die MAGNA-Pumpen von Grundfos installiert

wurden. Durch enge Zusammenarbeit

mit allen beteiligten Parteien

übernahm Grundfos in allen Bauphasen

die Funktion des Projektmanagers, um

für eine optimale Lieferung von

Produktinformationen, Angeboten,

Auftragsvergaben und technische Betreuung

zu sorgen. Die Ergebnisse haben

den anspruchsvollen Bauauftrag mehr

als erfüllt. Mit den drehzahlvariablen

Pumpen von Grundfos konnten die

Energiekosten um bis zu 70 Prozent gesenkt

werden. Unser Beitrag unseres

Unternehmens ist ein Grund dafür,

warum Holyrood ein renommiertes

Beispiel für ein zukunftsweisendes,

nachhaltiges Gebäudekonzept ist.

ist nichts im Vergleich zu einem nur

eintägigen Stillstand.“ Heute liefern

sechs grosse NK-Pumpen im Keller

Kühlwasser für das Werk Die Pumpen

pumpen stündlich nicht weniger als

3.200 m³ Kühlwasser. Sie sind über eine

Control 2000-Einheit hochpräzise regulierbar.

Was die Stabilität

angeht, sagt der

Produktionsleiter: „Das

heutige System arbeitet viel

zuverlässiger. Wenn eine

laufende Pumpe einen Fehler meldet,

stellt die Kontrolleinheit sicher, dass

eine andere gestartet wird.“

• Vor dem Projekt belief sich der Energieverbrauch auf

2.365.000 kWh pro Jahr.

• Mit der Umstellung konnte er um 40 Prozent auf

920.000 kWh pro Jahr reduziert werden.

• Das gesamte Projekt hat sich in rund drei Jahren

amortisiert.

Energiesparen im

schottischen Parlament

ERGEBNISSE

• Die durch

pumpen

verursachtenenergiekosten

konnten

um bis zu

70 prozent

reduziert

werden.


September 2010 partnerschaft für nachhaltigkeit Journal 7

Papierfabrik senkt

jährliche Pumpenbetriebskosten

um

40%

Das Grundfos Pump Audit hat sich auch in

der Papierindustrie bewährt, wo Wasser- und

andere Flüssigkeitspumpen in der Produktion

eine wichtige Rolle spielen

Mit einer Produktion von über 750’000

Tonnen Papier pro Jahr ist Hansol Papier

der grösste koreanische Papierhersteller.

Grundfos wurde mit der Durchführung

eines Pump Audits über den Kesselzuführprozess,

die Hochdruckreinigerlinie

und den Wassereinlaufprozess aus

dem Fluss beauftragt. Nach der

plangemässen Überprüfung wurden die

Empfehlungen zum Auswechseln der

Pumpen befolgt. Die neuen Grundfos

CR/CRN mehrstufigen Kreiselpumpen

und HS Zentrifugal-Pumpen mit horizontal

geteiltem Gehäuse wurden im

Einsatzbereich gemessen, um die Resultate

des Pump Audits zu überprüfen.

Zur allgemeinen Begeisterung waren

die gemessenen Ersparnisse im Energieverbrauch

und in den CO2-Emissionen

grösser als erwartet. Ein weiteres

positives Ergebnis war die Auszeichnung

der mit dem Pumpenbetrieb

beauftragten Person als “bester Verbesserungsangestellter”.

Grundfos freut

sich nun auf eine gegenseitig vorteilhafte

und langfristige Zusammenarbeit

mit diesem Kunden.

Hansol paper realisierte einsparungen, die alle erwartungen

übertragen

EinGEsPartE KostEn € 60’207,00 / Jahr

co 2 rEDUKtion 928 tonne / Jahr

amortiSationSZeit 19 monate

Cooles Pump Audit bei Unilever

Unilever Ice Cream sah eine Möglichkeit, den Stromverbrauch

zu senken, den CO2-Fussabdruck zu reduzieren und Betriebskosten

zu sparen

Prüfung von 60 Pumpen und 10 Versorgungssystemen

Trotz vieler Änderungen bei den Prozessen

der Unilever Ice Cream Produktlinien

in Grossbritannien war die Wasserzufuhr

noch genau gleich wie vor 25

Jahren. Nach einer anfänglichen Überprüfung

der rund 60 Pumpen vor Ort

wurden zehn Versorgungssysteme eingehend

untersucht. Die Auswertung zeigte

zahlreiche Quellen von Energieverlusten,

z.B. Überpumpen, an Ventilen, zu grosse

Pumpen und ineffiziente Motoren.

“Unsere Prozesse wurden über die Jahre

hinweg laufend angepasst, deshalb

Grundfos Pump Audit gewinnt

2009 Green Apple Award

Zum fünften aufeinanderfolgenden Mal wurde Grundfos mit dem renommierten Green

Apple Award for Environmental Best Practice ausgezeichnet

Mit dem von der britischen Green Organisation

vergebenen Preis werden

weltweit Best Practices bzw. Erfolgsrezepte

im Bereich Umweltschutz anerkannt,

ausgezeichnet und gefördert.

Das Grundfos Pump Audit Tool gewann

in der Engineering-Kategorie 2009 für

seine Fähigkeit, Unternehmen und Endverbrauchern

die echten Vorteile von ef-

fizienten Pumpensystemen zu erklären

und plausibel zu machen, weshalb

Pumpensystemen eine hohe Beachtung

zu schenken ist.

Pumpen sind die grössten Einzelverbraucher

von Elektrizität in industriellen

und gewerblichen Anwendungen in

Grossbritannien. Sie konsumieren unglaubliche

47,4 TWh Strom, was 32%

brauchten wir eine genaue Untersuchung

der aktuellen Betriebsanforderungen”,

erklärte Grant Burgess, technischer Ingenieur

bei Unilever. “Die 37 kW-Single-

Speed-Pumpen, die die Wasserzufuhr

regelten, waren in die Jahre gekommen.

Sie waren ununterbrochen in Betrieb und

der Fluss wurde über Rücksperrventile

kontrolliert.”

15 kW sind genug für die Aufgabe

Bei den 37 kW-Pumpen testete das Pump

Audit einen Betriebswert, der die Anlagebedürfnisse

erfüllte. Das Audit kam

zum Schluss, dass der Betrieb dieser

des gesamten Verbrauchs von Elektromotoren

in Industrie und Gewerbe

entspricht.

Die Jury zeigte sich vom offensichtlichen

Nutzen des Pump Audit Tools von Grundfos

überzeugt. Dieses verhilft Unternehmen

zu Kosteneinsparungen im Stromverbrauch

und trägt dazu bei, wertvolle

Energieressourcen zu erhalten.

Pumpen jährlich über £16’000 kostete.

Nachdem der richtige Betriebswert errechnet

worden war, wurde vereinbart,

dass die Pumpen mit 15 kW arbeiten

konnten. Der Prozess wurde über eine

variable Geschwindigkeitslösung besser

kontrolliert. Indem die Motorengrösse

von 37 kW auf 15 kW reduziert wurde,

konnte sogar eine Pumpe mit fester Geschwindigkeit

mit weniger als der Hälfte

der Kosten betrieben werden.

Um weitere 20% einzusparen, entschied

sich Unilever für die Installierung von

Grundfos-Pumpen mit variabler Geschwindigkeit.

Diese Lösung verlieh

Unilever eine bessere Kontrolle über den

Prozess. Die Pumpen müssen nur mit 45

Hz laufen, um die Versorgung sicherzustellen.

Die Amortisationszeit für die neuen

Pumpen beträgt nur gerade 12

Monate.


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