Allgemeine Hinweise für werdende oder stillende Mütter zum ...

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Allgemeine Hinweise für werdende oder stillende Mütter zum ...

Betriebsanweisung .:8-2005 Gem. GefStoffV

Hochschule für Bildende Künste Dezernat V

Tel.: 391 9177

Allgemeine Hinweise für werdende oder stillende Mütter zum Umgang mit

Gefahrstoffen an der HBK

Anweisungen der jeweiligen Stoffe/Produkte beachten (Herstellerinformationen, produktbezogene

Betriebsanweisungen)!

Hinweise

1. Generell sollte allen Stoffen ein Gefährdungspotential unterstellt werden, auch wenn dies nicht

ausdrücklich auf der Packung vermerkt ist. Daher ist immer ein vorsichtiger Umgang

anzuraten. Um mögliche Gefahren abzuwehren sollte daher der entsprechende Arbeitsschutz

beachtet werden.

• Staubmaske beim Umgang mit losen Pigmenten

• Handschuhe beim Umgang mit pastösen und flüssigen Stoffen (insbesondere Verdünner,

Terpentinersatz etc.)

2. Für den Umgang mit gekennzeichneten Stoffen

gelten zusätzliche Sicherheitsvorschriften. Hier gilt ein generelles Beschäftigungsverbot für

werdende/stillende Mütter, wenn nicht die generelle Unterschreitung der Grenzwerte

gewährleistet ist. Aufgrund der Vielzahl der an der HBK tätigen Personen und Arbeitsgänge

sowie Stoffe, ist daher im Zweifelsfall ein Einstellen der Tätigkeit anzuraten.

3.Für den Umgang mit krebserzeugenden (carcinogenen), erbgutverändernden (mutagenen)

und fruchtschädigenden (teratogenen) Stoffen gilt ein generelles Beschäftigungsverbot

für werdende/stillende Mütter. Die Kennzeichnung dieser Stoffe ist leider nicht so prägnant

wie die obigen Symbole. Auf der Verkaufspackung müssen diese Stoffe aber mit sogenannten

R-Sätzen gekennzeichnet sein (in Textform).

• R45-kann Krebs erzeugen

• R46-kann vererbbare Schäden verursachen

• R49-kann Krebs erzeugen beim Einatmen

• R61-kann das Kind im Mutterleib schädigen

• R62-kann möglicherweise Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen

• R63-kann möglicherweise das Kind im Mutterleib schädigen

• R64-kann Säuglinge über die Muttermilch schädigen

• R47- kann Mißbildungen verursachen, nicht mehr aktuell, kann aber auf älteren Packungen

noch vorhanden sein

4. Die meisten Gefahrstoffe werden nicht in Reinform sondern in Form von Mischungen und

Zubereitungen in den Handel gebracht. Diese sind erst ab einem bestimmten Gehalt

kennzeichnugspflichtig. Das Fehlen von Kennzeichnungen ist daher kein Freifahrtschein,

sondern lediglich die Folge gesetzlicher Regelungen (das gilt insbesondere für Farben,

Pigmente und keramische Zubereitungen).

5.Nach jetzigem Kenntnisstand kommen an der HBK vor allem folgende Gefahrstoffe vor, für die

ein Gefährdungspotential nach Pkt. 3 besteht.

Chrom(III)verbindungen, Methylenchlorid, Kobaltverbindungen, Cadmiumverbindungen,

Nickelverbindungen, Bleiverbindungen, Stoffe die Dimethylanilin enthalten, Holzstaub


Allgemeine Sicherheitsratschläge für den Umgang mit Gefahrstoffen

1. Vermeiden Sie die Aufnahme von Gefahrstoffen in den Körper

Es gibt 3 Aufnahmewege:

• Hauptsächlich werden Stoffe eingeatmet und zwar in Form von Stäuben und Aerosolen, also Teilchen

die aufgrund ihres geringen Durchmessers sich in der Luft eine gewisse Zeit in Schwebe halten können.

Dazu zählen z.B. Pigmente und Holzstäube. Auch Dämpfe, wie die der Lösemittel, können ohne Probleme

inhaliert werden. Besonders die sogenannten leicht flüchtigen Lösemitteldämpfe, wie z.B.

Waschbenzin oder Methylenchlorid, geben schon bei Raumtemperatur gesundheitsgefährdende

Dämpfe ab, die über die Atmung in den Körper gelangen können.

• Eine weitere Aufnahmemöglichkeit ist das Verschlucken. Hier besteht vor allem die Gefahr, über

kontaminierte Nahrungsmittel abgesetzte Stäube und Dämpfe in den Körper aufzunehmen. Verschlukken

ist auch möglich durch Verwechslung, wenn z.B Lösemittel in Lebensmittelflaschen gefüllt werden.

• Die dritte Aufnahmemöglichkeir ist die Hautresorption. Sowohl Gase wie auch Flüssigkeiten und Feststoffe

können durch die Haut aufgenommen werden, insbesondere bei Entzündungen der Haut.

2. Gehen Sie sachgerecht mit Gefahrstoffen um.

• Arbeitshygiene beachten: am Arbeitsplatz nicht essen, trinken, rauchen; kein Geschirr, keine

Lebensmittel, keine Zigaretten am Arbeitsplatz aufbewahren; Arbeitskleidung tragen

• Angaben zur Zusammensetzung, Gefahrenhinweise und Sicherheitsratschläge direkt vom Hersteller erfragen

und beachten; Vertreiber (Handel) ist auch auskunftspflichtig

• Beim Umgang mit Lösemitteln: Einatmen der Dämpfe sowie Kontakt mit Haut und Augen vermeiden; für

gute Belüftung sorgen, ggf. geeigneten Atemschutz tragen; Verbot des Gebrauchs von offenen

Flammen

• Wenn Aerosole nicht vermeidbar sind: Sprühen von Farbmitteln nur an vorgesehen Arbeitsplätzen

(Spritzkabinen); Atemschutz tragen, Atemschutz erhalten Sie vom Dezernat VI

• Vermeiden von Staubbildung beim Handhaben der Pigmente:Vorsichtiges Abfüllen/Umfüllen von losen

Pigmenten (Originalverpackung Kleinbehälter ); Staubmaske tragen; Schütten/Stauben vermeiden

• Pigmente nicht wegpusten, Arbeitsplatz feucht aufwischen; Durchzug vermeiden

• Gefäße geschlossen halten; nur mit Kleinmengen am Arbeitsplatz hantieren

• Bei Hauterkrankungen: Handschutz gewährleisten

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