Lernbereich Kunststoff_57_1_304.pdf

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GUV 57.1.30.4

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Die mechanische

Nachbehandlung

Gelegentlich überstehende GFK-Reste

aus der Form können in „lederhartem

Zustand“ bei Bedarf mit einem scharfen

Messer abgetrennt werden. Nach dem

Entformen werden die übrigen GFK-Reste

mit der Band- oder Stichsäge entfernt.

Vom Einsatz von Winkelschleifern oder

Trennscheiben wird wegen der starken

Entwicklung gesundheitsschädlicher

Stäube abgeraten. Aber auch bei der

Bearbeitung mit schnell laufenden Sägen

ist wegen der Staubgefahr das Tragen

einer Feinstaubfiltermaske (Schutzstufe

P1) erforderlich.

Zusammenfassung der

wichtigsten Schutzmaßnahmen

• Es wird grundsätzlich mit Schutzbrille

und Schutzhandschuhen gearbeitet. Es

ist sinnvoll, besondere Arbeitskleidung

zu tragen, da Verunreinigungen (auch

der Schuhe) nicht zu beseitigen sind.

• Es ist auf gute Belüftung zu achten!

• Essen, Trinken, Rauchen ist im Arbeitsraum

nicht erlaubt.

• GFK-Teile, die in der Schule hergestellt

werden, sind für die Lagerung von

Lebensmitteln grundsätzlich nicht

geeignet, da der Rest-Styrolgehalt bei

dieser einfachen handwerklichen Verarbeitung

in der Regel zu hoch ist.

• Für das Abmessen von Härter und Beschleuniger

sind getrennte Messgefäße

vorzusehen – nie vertauschen!

Explosionsgefahr!

• Eventuell verschütteten Härter gemäß

Merkblatt wieder aufnehmen und vernichten

– Brandgefahr!

• Einmal abgefüllten Härter nicht wieder

zurückschütten – Explosionsgefahr!

• Härter nicht verunreinigen –

Explosionsgefahr!

• Verunreinigte Haut nicht mit Lösemitteln

säubern, besondere Reinigungsmittel

verwenden (z.B. Cupran).

• Bei der Verarbeitung von größeren

Mengen von UP-Harzen soll eine ausreichende

Absauganlage zur Verfügung

stehen, da die entstehenden Styroldämpfe

gesundheitsschädlich und

explosiv sein können. Bei kleineren

Arbeiten ist auf gute Lüftung zu achten.

Dies gilt auch für den Aushärtungsprozess.

• Die Verwendung von EP-Harzen ist im

Unterricht grundsätzlich verboten, da

diese mit Härtern auf Aminbasis verarbeitet

werden. Amine sind äußerst

gesundheitsschädigend (Ausnahme:

kleinste Klebungen unter sorgfältiger

Beachtung der Sicherheitshinweise –

die meisten der handelsüblichen

2-Komponentenkleber sind EP-Harze!).

• Lösemittel und/oder Harze dürfen

nicht in die Handschuhe gelangen,

verschmutzte Kleidung ist sofort zu

wechseln.

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