MARZAHN HELLERSDORF - Berliner Zeitung

berliner.zeitung.online.de

MARZAHN HELLERSDORF - Berliner Zeitung

·

Stefan Komoß ist stolz auf seinen

Bezirk. Der 48-Jährige ist

Bürgermeister von Marzahn-

Hellersdorf, einem Bezirk, der

immer wieder als dröger Plattenbaubezirk

geschmäht wurde, indem sich

nur Arbeitslose und auch noch Rechtsradikale

eingerichtet hätten. Wer

konnte, hatte da natürlich die Flucht

ergriffen. Aber die Zahlen sprechen inzwischen

eine andereSprache.

Marzahn-Hellersdorf boomt. „Es

gibt bereits im vierten Jahr einen

deutlichen Zuzug nach Marzahn-

Hellersdorf“, sagt der SPD-Politiker.

In 2012 gab es rund 2000 neue Bewohner,die

es im wahrsten Sinne des

Wortes in den Osten der Stadt zog.

„Wir haben jetzt 251 000 Einwohner“,

sagt Komoß. Einpaar Jahrezuvor waren

es nur noch 244 000 gewesen.

Also, wer kommt neu nach Marzahn-

Hellersdorf? Das sind, sagt Komoß,

vor allem Leute aus der Innenstadt.

„Da gibt es ja schon seit Jahren einen

Verdrängungsdruck.“ Soll heißen, die

Mieten in der City sind für viele inzwischen

unerschwinglich, viele Innenstadtbewohner

flüchten in die

Randbezirke.Kein Wunder müssen in

Mitte oder Prenzlauer Berg für Zweiund

Dreiraumwohnungen mittlerweile

erhebliche Summen gezahlt

werden. Und bei Eigentumswohnungen

sind in Toplagen bis zu eine Million

Euro zu zahlen.

Das alles geht in Marzahn-Hellersdorfbilliger.Nicht

nur weil für ein Haus

mit Grundstück in den Siedlungsgebieten

von Kaulsdorf, Mahlsdorf und

Biesdorfallenfalls 300 000 Euro gezahlt

werden müssen. „Auch die Mieten im

Wohnungsbestand sind mit 4,65 Euro

pro Quadratmeter sehr günstig“, sagt

Komoß. Daher ziehe es die Mehrzahl

der neuen Bewohner auch in die Plattenbauten.

Das kann David Eberhart

vom Verband Berlin-Brandenburgischer

Wohnungsunternehmen (BBU)

bestätigen. Marzahn-Hellersdorf ist

Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013·

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HELLERSDORF

Sportlich: Eine Turnhalle nur

für Frauen ist geplant– Seite 10

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Marzahn-Hellersdorf ist begehrt –inden letzten Jahren

steigt die Einwohnerzahl wieder

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auf einem guten Weg.“ DieLeerstandsquote

beiWohnungen, vorallem in den

90er Jahren ein großes Problem für die

Wohnungsunternehmen, ist kontinuierlich

zurückgegangen. Im Ortsteil

Hellersdorf liegt sie jetzt nur noch bei

4Prozent. Zum Vergleich: Stadtweit

stehen nur noch 2,6 Prozent aller Wohnungen

leer. Allein von 2010 bis 2011

wurde in Hellersdorfein Rückgang von

zwei Prozent verzeichnet –soviel wie

noch nie. Und auch Eberhart lobt die

günstigen Mieten. Für eine Zwei-Zimmer-Wohnung

mit 60 Quadratmetern

müssen 276 Euro bezahlt werden, dazu

kommen nochmals 2,10 Euro proQuadratmeter

für die Nebenkosten. Eben

deshalb „schmilzt die Leerstandsquote

wie Schnee in der Sonne“, sagt der

BBU-Mann.

Beider Stadt und Land, sie besitzt in

Hellersdorf 15000 Wohnungen, wird

das bestätigt. Aktuell hat das Wohnungsbauunternehmen

eine Vermietungsquote

von 97 Prozent. Und, es

gibt sogar besonders begehrte Quartiere.

Das sind das Rote und das

Grabenviertel –beide liegen direkt an

der U-Bahn-Trasse 5, die direkt in die

Innenstadt führt. Da gehen die Wohnungen

besonders schnell weg. Nach

Marzahn-Hellersdorf ziehen laut

Stand und Land alle Bevölkerungsschichten:

Singles,Senioren, Familien,

Studenten. Vorallem junge Leute, die

in der „Platte“ großgeworden sind und

in der Vergangenheit in die Innenstadt

wechselten, bleiben jetzt zu Hause –

also in der „Platte“. Viele gründen dort

Familien. Das bringt für den Bezirk

auch Probleme. Laut Bürgermeister

Komoß, der in Karlsruhe geboren ist

und seit 1996 in Kaulsdorfwohnt, sind

Plätze an den Grundschulen inzwischen

knapp.

Aber es gibt in Marzahn-Hellersdorf

auch ein Einkommensgefälle.Sogehören

viele Bewohner rund um die Helle

Mitte, dort hat der Bürgermeister seinen

Sitz, zu den sozial Benachteiligten.


2 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

BERLINER ZEITUNG/MATTTHIAS GÜNTHER

Filigrane Säulen, geschnitzte Intarsien –imOrientalischen Garten im ErholungsparkMarzahn können sich Besucher ein wenig wie in einem Sultanspalast fühlen.

VON BIRGITT ELTZEL

Essind noch vier JahreZeit, doch die

Vorbereitungen für die IGA 2017

laufen schon auf Hochtouren. Die Internationale

Gartenausstellung wirdin

Marzahn stattfinden –und sich über

eine Fläche vonknapp 160 Hektar rund

um den Erholungspark Marzahn und

die „Gärten der Welt“ erstrecken.

Wettbewerb wirdgestartet

Der Platz für die Schau ist inzwischen

klar:Zwischen Blumberger Damm, Cecilienstraße,

U-Bahnhof Neue Grottkauer

Straße und Landsberger Allee

sollen zwischen April und Oktober

2017 rund 2,4 Besucher empfangen

werden.Wiedas Gelände genau gestaltet

wird, sollen Landschaftsarchitekten

aus ganz Europa vorschlagen –ein entsprechender

internationaler Wettbewerb

dazu wird Ende März ausgelobt,

Marzahn-Hellersdorf

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und

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Die IGA 2017 soll ein Fest

fürs Auge werden. Exotik

gibt’sinden Gärten der

Welt, neue Trends werden

ebenfalls vorgestellt.

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WIRD NICHT

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sagt Jeannine Koch, die bei der IGA

Berlin 2017 GmbH für die Öffentlichkeitsarbeit

zuständig ist. Beieiner Bürgerversammlung

im September/Oktober

dieses Jahres solle dann das Siegerkonzept

vorgestellt werden.

Behutsam, das versichert IGA-Chef

Christoph Schmidt immer wieder, soll

das Gelände entwickelt werden. Denn

außer dem Erholungsparkund den internationalen

Gärten werden auch

Teile des Wuhletals und der Kienberg

(102 Meter Höhe) einbezogen. Das

sind beliebte Naherholungsstätten für

die Marzahner und Hellersdorfer, der

erst vor wenigen Jahren gebaute Wuhletal-Wanderweg

führt durch das Gebiet.

Bisher ist der Zugang dortkostenlos.Bei

der IGA ,die Eintrittspreise pro

Person werden um 15 Euro liegen, wird

es imWuhletal einige Zäune geben. Die

sollen nach der 170-tägigen Schau aber

wieder abgebaut werden. „Das Wuhle-

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tal wird nicht auf Dauer eingezäunt“,

verspricht Christian Gräff (CDU), der

für Stadtentwicklung zuständige StadtratinMarzahn-Hellersdorf.

Umstritten sind noch Ideen, eine

Seilbahn zu errichten, die zwischen

dem Entree nahe dem U-Bahnhof

Neue Grottkauer Straße,dem Kienberg

und dem sogenannten IGA-Kerngelände

im Erholungspark verkehren

soll. Bei einer ersten Bürgerversammlung

im Februar gab es auch –allerdings

nur vereinzelt –Kritik an Plänen

für ein temporäres Schwimmbad im

Wuhletal, das ähnlich wie das Badeschiff

in der Spree funktionieren

könnte. „Ob beides kommt, hängt

nicht nur von den Ergebnissen des

landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs

ab“, sagt Gräff. Es müssten auch

Finanziers gefunden werden, denn die

IGA-Gesellschaft wirddies aus eigenen

Mitteln nicht realisieren können. Und

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·

noch etwas ist wichtig: Die Natur im

Wuhletal soll keinen Schaden nehmen.

Für die IGA, die im vergangenen Jahr

nach einem Beschluss des Senats vom

ursprünglich vorgesehenen Gelände auf

dem früheren Flugfeld in Tempelhof

nach Marzahn verlegt wurde, werden

rund 47 Millionen Euro ausgegeben.

Knapp zehn Millionen Euro schießt das

Land hinzu, 34 Millionen Euro sollen

durch den Verkauf von Busreisen, Eintrittskarten,

Souvenirs und Sponsoring

kommen. Ein gewünschter Aussichtsturm

auf dem Kienberg, so eine Idee,

könnte von Privaten finanziert werden,

die diesen auch nach der Schau dauerhaft

betreiben.

30 Meter hoher Aussichtsturm?

Deminder Eiszeit vor10000 Jahren entstandenen

Berg, der durch Kriegstrümmer

und den Bodenaushub beim Bau

der Großsiedlungen Marzahn und Hel-

Auftakt Hellersdorf: Am Jelena-

Santic-Friedensparkander Hellersdorfer

Straße entsteht der östliche

Haupteingang.Dortkönnte Startpunkt

für eine Seilbahn sein.

Das Wuhletal: Südlich der Landsberger

Allee bis zur Eisenacher

Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 3 ·

„AM 5. SEPTEMBER

WIRD DER GEWIN-

NER DES WETTBE-

WERBS BEKANNT

GEGEBEN. ALLE

ENTWÜRFE

WERDEN

AUSGESTELLT.“

Jeannine Koch (IGA-Gesellschaft)

Straße soll ein Natur-Erlebnisraum

gestaltet werden. Dabei wird mit Naturschützernzusammengearbeitet.

Der Kienberg: Bei der IGA soll es

wieder einen Rundum-Blick vom

102 Meter hohen Berg geben, gedacht

ist an einen Aussichtsturm.

Marzahn-Hellersdorf

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IGA 2017

MARZAHN

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Blumberger Damm

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Erweiterung Süd

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HELLERSDORF

HELLERSDORF

Auftakt

Hellersdorf

IGA-Gelände

IGA-Umgebung

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Platz

Hellersdorfer Str.

Str. Str.

Hellersdorfer

Hellersdorfer

Neue

Grotkauer Grottkauer

Str.

BLZ/ISABELLAGALANTY; QUELLE: IGA BERLIN 2017 GMBH

Im Balinesischen Garten sind Wechselausstellungen geplant.

I G A - O R T E

Blumberger Damm: Auf dem Erweiterungsgelände

des Erholungsparks

soll sich ein „Gartenband“

entlangziehen. Es soll moderne und

klassische Gartengestaltung sowie

urbanes Gärtnernzeigen. Nahe

dem Eingang Blumberger Damm

entsteht ein Besucherzentrum.

lersdorf zwischen den 1950er- und

1980er-Jahren auf das Doppelte seiner

ursprünglichen Höhe wuchs,würde das

sicherlich nicht schlecht bekommen.

Derzeit wirkt das Areal ein wenig ungepflegt,

der Bezirk hat zu wenig Gärtner,

um dortPioniergehölzewie Pappeln und

Eschenahorn zu beschneiden beziehungsweise

durch andereBäume zu ersetzen.

DasPlateau auf der Spitzebietet

nur noch wenig Aussicht, die Baumwipfel

sind inzwischen zu hoch. Undimmer

wieder bleibt Müll von Besuchern dort

liegen, leere Flaschen und Verpackungen.

Manchmal wirdauch gegrillt, rings

um die Feuerstätten sieht es nicht immer

appetitlich aus. Würde es künftig eine

Bewirtschaftung auf dem Kienberg geben,

könnte der Betreiber auch aus eigenem

Interesse ein wenig auf Ordnung

achten, hoffen Anwohner. Obein Aussichtsturm

dort aber wirklich 30 Meter

hoch sein muss,wie es bei ersten Ideen-

Gärten der Welt: Zehn internationale

Gärten gibt es in Marzahn –

aus Asien, dem Vorderen Orient und

Europa. Sie sollen zum Zentrum eines„Dialogs

der Kulturen“ werden –

internationale Landschaftsarchitekten,

Garten- und Landschaftsgestalter,Pflanzenproduzenten

und

BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER

Präsentationen hieß, daran scheiden

sich die Geister.

„Was von den Vorschlägen tatsächlich

verwirklicht wird, das wird nach

dem Wettbewerb feststehen“, sagt

Stadtrat Gräff. Bis zum Herbst muss

man dennoch nicht warten, bis sich in

puncto IGA etwas Neues tut: Im Erholungsparkwirdam15.

Maider Grundstein

für einen englischen Garten mit

kleinem Cottage,Rosen- und Staudengarten

und einer Obstwiese gelegt. Es

ist die zehnte Anlage der internationalen

Reihe. Auch zahlreiche Veranstaltungen

wie das Kirschblütenfest

(14. April) und das Mondfest (21. September)

finden statt. Erstmals wirdam

25. Mai das Lotuslaternenfest im Koreanischen

Garten gefeiert.

Im Internet:

www.iga-berlin-2017.de

Künstler aus aller Welt sollen zu Gesprächsrunden

kommen. Konzerte,

Veranstaltungen sind geplant, es

wird internationale Gastronomie geboten.

Zwei Ausstellungshallen, davon

eine im Gewächshaus des Balinesischen

Gartens, sollen wechselnde

florale Schauen zeigen.

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4 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

Ziel sind mehr

als fünf Prozent

Hoffnung bei den Grünen

Stefan Ziller soll es wieder schaffen

und für die Grünen mehr als

fünf Prozent holen. Und die Chancen

stehen nicht schlecht. Schließlich

sind die Grünen bundesweit im

Aufwind, erreichen

zweistellige

Ergebnisse. 2009

hat der

31-jährige Bündnisgrüne

ein ordentlichesErgebnisabgeliefert:

Er bekam

5,7 Prozent der

Erststimmen. Für

seine Partei

stimmten mit

den Zweitstim-

men immerhin 7,7 Prozent. Nicht

schlecht für einen Bezirk, in dem die

Linke so dominant ist. DerDiplom-

Informatiker Ziller setzt vor allem

auf soziale Themen. „Wir stehen in

der nächsten Legislatur vorder Herausforderung,

die Schere zwischen

Arm und Reich zu reduzieren und

der zunehmenden Kinderarmut

entgegenzuwirken“, sagt er. (rb.)

Marzahn-Hellersdorf

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DIE GRÜNEN

Stefan Ziller,

Grünenkandidat

VON MATHIAS RAABE

Wenn die Linke einen Erbhof hat,

dann ist das zweifelsohne der Bezirk

Marzahn-Hellersdorf. Denn seit

dem Ende der DDR war die PDS/Linke

dort siegreich. Egal, ob die Partei bei

den Bundestagswahlen an der Fünf-

Prozent-Hürde scheiterte – der oder

besser die Kandidatin aus Marzahn-

Hellersdorf saß immer im Bundestag,

auch wenn es keine eigene Fraktion

mehr gab.PetraPau heißt die Frau, die

seit 2002 für die Linke denWahlkreis im

Osten der Stadt stets direkt gewonnen

hat. Und inganz schwierigen Zeiten –

wie von2002 bis 2005 –hat sie gemeinsam

mit Gesine Lötsch, die in Lichtenberg

das Direktmandat gewann, die

Partei im Bundestag allein vertreten.

Fast 50 Prozent

VorPau war Gregor Gysi der Kandidat

im Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf gewesen.

Sowohl er als auch Pau holten

für ihrePartei in Serieimmer Traumergebnisse.

Gysi kam 1994 mit 48,9 Prozent

der 50-Prozent-Marke sehr nahe,

Petra Pau schaffte bei der letzten Bundestagswahl

im Jahr 2009 respektable

Pau soll den Sieg sichern

Die Linke hat im Osten ihre sicheren Hochburgen

BERLINER ZEITUNG/PAULUS PONIZAK

PetraPau tritt für Die Linke an.

47,6 Prozent der Erststimmen. Jetzt soll

es die 49-Jährige wieder schaffen.

Pau, die selbst seit Jahren in Hellersdorfineiner

Plattenbauwohnung lebt,

hat bei den Linken eine beispiellose

Karriere gemacht. Pau war Berliner

Landeschefin der aus der SED hervorgegangenen

PDS. Sie war Vizechefin

der Bundespartei, dann auch Vizefraktionschefin

der neu gebildeten Linkspartei

im Bundestag.

Am 7. April 2006 wurde Pau zur Vizepräsidentin

des Bundestages gewählt,

nachdem der ursprüngliche

Kandidat der Linken, Lothar Bisky, in

vier Wahlgängen nicht die nötige

Mehrheit im Parlament gefunden

hatte.Am27. Oktober wurde sie erneut

in dieses Amt gewählt. DieFraumit der

rothaarigen Igelfrisur sitzt im Bundestagsuntersuchungsausschuss

zur Aufklärung

der Mordeder Terrororganisation

NSU.

Die Bekämpfung des Rechtsextremismus

ist einer der Schwerpunkte ihrer

politischen Arbeit. Ob sich Petra

Pau auch nach dem September 2013

diesbezüglich im Parlament einbringen

kann –das müssen die Wähler entscheiden.

–Informationen der Wohnungsgenossenschaft „Grüne Mitte“ Hellersdorf eG –Informationen der Wohnungsgenossenschaft „Grüne Mitte“ Hellersdorf eG –

„Grüne Mitte“ Hellersdorf eG

Neue Grundrisse mit Fenstern in Bad und Küche

Ende letzten Jahres begannen die Bauarbeiten in der Zossener Straße 96.

Nun ist diese Baumaßnahme in der Wohnungsgenossenschaft „Grüne Mitte“

Hellersdorf eG beendet.

Durch diverse Grundrissänderungen und Zusammenlegungen von Wohnungen

sind interessante Grundrisse entstanden. Einige Wohnungen verfügen über

Fenster in Bad und Küche. Die hochwertige Ausstattung der Wohnungen ist ein

echter Höhepunkt. Auch der Aufzug, der schon vor Beginn der Arbeiten

eingebaut wurde, geht nun endlich in Betrieb.

Nun können neue Mieter indie schönen Wohnungen einziehen. Alle Wohnungen

haben eine gute Verkehrsanbindung: Tram M6 und 18, Bus 195 und 197. Des

Weiteren sind zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten zu Fuß zu erreichen (z. B. Helle

Mitte und Kaufpark Eiche).

Bei Interesse wenden Sie sich bitte anunser Vermietungsbüro. Eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft

ist nicht unbedingt erforderlich.

Die Wohnungen sind

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Di. 13.00 −19.00 Uhr

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Fr. 13.00 −18Uhr

Sa. 11.00 −16.00 Uhr

So. und Mo. geschlossen

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


·

Kampf um den zweiten Platz

Christdemokraten und SPD hoffen auf Stimmengewinne

VON MATHIAS RAABE

Sie kämpfen –aber die Chancen auf

einen Sieg stehen schlecht. Trotzdem

stellen auch die anderen Parteien

Direktkandidaten für den Wahlkreis in

der Linken-Hochburg auf, das gehört

zur Demokratie. Dabei kommen Sozialdemokraten

und CDU bei Bundestagswahlen

nicht einmal zusammen

auf annähernd so viele Stimmen, wie

sie die Linken einfahren –egal ob bei

den Erst- oder Zweitstimmen. Doch es

gibt erste Erfolge.Sokonnten CDU und

SPD der Linken nach langen Jahren

den Bürgermeisterposten mit einer

Zählgemeinschaft in Marzahn-Hellersdorfabjagen

und den SPD-Politiker

Stefan Komoß in dieses Amt bringen.

Aber was auf Bezirksebene möglich ist,

funktioniert eben nicht bei einer Bundestagswahl.

Und sokann Monika Grütters nur

hoffen, ihr Wahlergebnis deutlich zu

verbessern. Zur Bundestagswahl 2009

hatte die 51-jährige Professorin

19,4 Prozent der Erststimmen für die

CDU geholt. Und auch bei den Zweitstimmen

kamen die Christdemokraten

auf immerhin 18,1 Prozent. Grütters,

Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 5 ·

Marzahn-Hellersdorf

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BERLINER ZEITUNG/PAULUS PONIZAK

Monika Grütters tritt für die CDU an.

Die bestenFilmhighlights sind Dir im CineStar Hellersdorf

sicher.Und im BergWerk, Europas größtem Indoor Kletterpark,kannstDuvorher

sogar an die Deckegehen –alles in

einem verbundenen Gebäude!Mehr Informationen und

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im westfälischen Münster geboren,

mag ihren Wahlkreis: „Die Gärten der

Welt bieten Erholung, das Unfallkrankenhaus

eine medizinischeVersorgung

auf höchstem Niveau... und erfolgreiche

Unternehmen wie Knorr Bremse

verkaufen ihre Produkte in der ganzen

Welt.“

Für die Sozialdemokraten geht diesmal

Iris Spranger ins Rennen. DieSPD

konnte sich 2009 immerhin über gute

16 Prozent der Wählerstimmen freuen.

Mit der Kandidatur der 51-Jährigen,

setzt die SPD sozusagen auf Lokalkolorit.

„Ich kenne meinen Bezirk, in dem

ich aufgewachsen bin und bin hochmotiviert

für den bevorstehenden

Wahlkampf“, sagt Spranger. ImAbgeordnetenhaus

ist die SPD-Frau bisher

bau- und mietenpolitische Sprecherin

gewesen.

Auch der SPD-Chef von Marzahn-

Hellersdorf, Stefan Komoß, wirbt für

Spranger:„Mit ihr schicken wir im Bezirk

eine ernstzunehmende Kandidatin

gegenüber Petra Pau und Monika

Grütters ins Rennen, die sich schon immer

im Bezirksowohl als Abgeordnete,

als auch als Staatssekretärin für Finanzenengagierthat.“

Die Liberalen

müssen zittern

Und die Piraten suchen noch

Glaubt man dem bundesweiten

Trend, dann ist vonden Liberalen

bei der Bundestagswahl in diesem

Jahr jedenfalls in Marzahn-Hellersdorf

keine große Wirkung zu erwarten.

7,7 Prozent

der

Zweitstimmen

holte die FDP in

2009, aber das

war in einem

Jahr, wodie Partei

auf dem absoluten

Höhenflug

war. Jetzt sieht

das anders aus.

Die Liberalen

sind bundesweit

im Sinkflug, es ist

FDP

TomWesener,

FDP-Kandidat

fraglich, ob der 19-jährige TomWesener

mehr als die 5,5 Prozent der

Erststimmen schafft, die 2009 sein

Vorgänger Klaus Große holte.

DiePiraten, nach einem bundesweiten

Höhenflug inzwischen prozentual

kaum noch wahrnehmbar,

wollen trotzdem einen Kandidaten

aufstellen. Darüber wird am

24. Märzentschieden. (rb.)

Hoch hinaus im Kino!


6 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

Marzahn-Hellersdorf

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BERLINER ZEITUNG/GERD ENGELSMANN

Noch ist es ziemlich ruhig auf der Alfelder Straße in Biesdorf-Süd. Doch künftig werden hier rund 5000 Autos proTag fahren. Denn die Straße soll in die neue TVOmünden.

Die neue Nord-Süd-Straße soll ab 2016 entstehen

1969 gab es die erste Planung. Jetzt bereitet der Senat den Lückenschluss in der Tangentialen Verbindung Ost vor

VON PETER NEUMANN

Der Nordteil, die Märkische Allee,ist

seit 1975 in Betrieb. Der Südteil,

der an der Spreebeginnt und zum Adlergestell

führt, ist seit dem vergangenen

Jahr komplett. Nur inder Mitte

klafft noch eine 6,6 Kilometer lange

Unterbrechung in der Tangentialen

Verbindung Ost (TVO) –obwohl diese

Nord-Süd-Verbindung bereits 1969 im

Generalverkehrsplan vonBerlin vorgesehen

war. Doch nun geht der Senat

daran, die Lücke zwischen Marzahn

und Köpenick zu schließen. „Wir streben

einen Baubeginn noch 2016 an“,

sagt Verkehrs-Staatssekretär Christian

Gaebler (SPD). DieKosten der vierspurigen

Straße: rund 80 Millionen Euro.

DerdiplomierteVerkehrsplaner formuliertesso:„Wir

haben im Osten Berlins

eine strukturelle Schwäche im Verkehrsnetz,

die beseitigt werden muss.“

Anders gesagt: Dienur zweispurige Köpenicker

Straße in Biesdorf-Süd ist

häufig zugestaut. Weil im Umfeld immer

mehr Wohnhäuser gebaut worden

sind, ist die Belastung in den vergangenen

Jahren sogar noch gestiegen. Am

Nordende, ander Einmündung in die

Straße Alt-Biesdorfwurden 2007 innerhalb

von zwölf Stunden noch 16 700

Kraftfahrzeuge gezählt –imvergangenen

September waren es dann schon

19 200. „Die neue TVO wird die Köpenicker

Straße entlasten“, hofft Gaebler.

14Varianten wurden geprüft. Inzwischen

ist klar: Die neue Nord-Süd-

Trasse,auf der laut Senat täglich bis zu

Rhinstr.

seit 1975 in Betrieb

Alt-Friedrichsfelde

Alt-Friedrichsfelde

Alt-Friedrichsfelde

Am Tierpark

Vorschlag

der Bezirke

Karlshorst

An d. Wuhlheide

Treskowallee

seit 2002 in Betrieb

Adlershof

seit 2012

in Betrieb

Adlergestell

Adle Adlergestell

gestell

MärkischeAllee

B1/B 5

Alt-Biesdo Alt-Biesdorf

Alfelder Alfelder Str.

Str.

Köpenicker Str.

Spindlersfelder Str.

Spindlersfelder Str.

VomSenat

geplante Trasse,

Baubeginn

2016 angestrebt

Chemnitzer Str.

Balzerweg

Spree

Biesdorf-Süd

Bahnhofstr.

Bahnhofst Bahnhofstr.

Köpenick

Mahlsdorfer Str.

Glienicker Weg

N E U E T R A S S E

Die TVO soll die Verbindung zwischen Marzahn

und Köpenick verbessern–und den Verkehr

zwischen dem Nordosten Berlins und

dem Schönefelder Flughafen erleichtern.

Die Köpenicker Straße nimmt heute einen

großen Teil dieses Verkehrsauf. Je nach Abschnitt

sind dorttäglich 18 000 bis 25 000

Kraftfahrzeuge unterwegs, so der Senat.

Im Jahr 2014 soll das Planfeststellungsverfahren

beginnen, bei dem betroffene Bürger

Einwendungen geltend machen können. Zwei

Jahre später soll die Genehmigung da sein.

35 000 Fahrzeuge erwartet werden, soll

östlich des Berliner Außenrings verlaufen.

Die Bezirke hatten vorgeschlagen,

sie zunächst auf derWestseite der Bahn

entlang zu führen. So könnten zwei

Wohnhäuser im Vorstadtweg vor dem

Abriss bewahrtwerden. Aber diese Idee

ist nach Gesprächen im Senat vom

Tisch. „Für die TVOmüssten zwei Brücken

über der Bahn gebaut werden.

Dadurch würde sie rund 20 Millionen

Euro teurer,und wegen der Höhenlage

würde sich der Verkehrslärm leicht in

die Wohngebiete ausbreiten“, erklärt

Christian Gaebler. „Zudem wäre diese

Streckenführung unsicher, weil enge

Kurven nötig wären.“ Nicht zuletzt

würde die Straße das Naturrefugium

Biesenhorster Sand zerschneiden.

Eine Schallschutzwand auf der

TVO-Ostseite soll die Anlieger auch vor

dem Zuglärm auf dem Außenring bewahren.

„Sie muss auf jeden Fall gebaut

werden, das ist Pflicht“, so Christian

Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung

in Marzahn-Hellersdorf.

Betroffene fürchten um ihreRuhe

Trotzdem lehnt die Bürgerinteressengemeinschaft

„Wir sind Biesdorf-Süd“

die Pläne ab.Denn der Senat will Straßen

im Wohngebiet an die TVO anschließen.

Diskutiert wird dies für den

Balzerwegund die Alfelder Straße.Dadurch

würde sich die Verkehrsbelastung

starkerhöhen –nicht nur auf diesen

beiden Straßen, wo der Senat künftig

mit rund 5000 Kraftfahrzeugen pro

Tagrechnet, sondernauch im Umfeld.

„Versprochen wird die Entlastung der

Wohngebiete. Das ist ein falsches und

irreführendes Versprechen“, sagt der

Bauingenieur Michael Peine, Mitglied

der Interessengemeinschaft. Die Bürger

befürchten Schleichverkehr: Autofahrer,die

vonder oft überlasteten B1/

B5zur Nord-Süd-Trasse gelangen wollen,

werden sich Wege durch das

Wohngebiet suchen. „Ja, TVO!“ sagen

Peine und Mitstreiter.„Aber nicht so.“

Streit um Anbindung

Doch Gaebler verteidigt die Planung.

Denn eine Untersuchung ergab, dass

der Durchgangsverkehr auf der Köpenicker

Straße nur einen Anteil von 54

bis 59 Prozent hat. Der Rest beginne

oder ende in den angrenzenden Vierteln.

In diesem Gebiet entfielen auf

1000 Einwohner 493 Autos, inBerlin

ein Spitzenwert. DieserVerkehr soll auf

die TVO gelangen können. Nur wenn

dies möglich sei, werdedie Köpenicker

Straße entlastet, so der Senat.

„Uns eint das Ziel, dass die TVO

kommen muss,umBiesdorfzuentlasten“,

sagt Stadtrat Gräff. „Auch wenn

bei der Umsetzung sicherlich Kompromisse

erforderlich sein werden.“ Der

CDU-Politiker regt einen Runden Tisch

an, an dem sich Planer und Betroffene

austauschen sollen. Doch Gaebler

warnt davor,dass Projekt zu verzögern.

„Ein Baubeginn 2016 ist nur dann realistisch,

wenn wir jetzt nicht noch zehn

Schleifen drehen“, sagt er.Essei schon

genug geredet worden –was die Betroffenen

allerdings erbost zurückweisen.


·

Das Bilderschloss

Die Biesdorfer Turmvilla bekommt ihr Obergeschoss wieder.Ineiner Galerie soll dort DDR-Kunst gezeigt werden

VON BIRGITT ELTZEL

Am21. April1945 fraß sich das Feuer

durchs Obergeschoss – Schloss

Biesdorfstand in Flammen. Nazis hatten

wegen der vorrückenden Sowjetarmee

das Feuer gelegt. Seit fast 68 Jahrenhat

die Turmvilla aus dem 19. Jahrhundert,

in der heute vorallem Kulturveranstaltungen

stattfinden und sich

Leute aus dem Kiez treffen, deshalb

kein Dachgeschoss mehr.Doch das soll

sich ändern.

Nachdem die an der B1/5 Alt-Biesdorf

gelegene Villa bereits in den vergangenen

Jahren denkmalgerecht saniert

wurde, kriegt sie nun auch etwas

aufs Dach. Im September sollen die Arbeiten

für den Wiederaufbau des zweiten

Stockwerks beginnen. Die Stadtentwicklungsverwaltung

hat die Pläne

geprüft und Mitte März die Genehmigung

erteilt. 2015 soll der Bezirk, der als

Bauherr fungiert, das Projekt abgeschlossen

haben. Sonst müssten Fördermittel

an den Europäischen Kulturfonds

zurückgezahlt werden, immerhin

3,5 Millionen Euro. „Der Zeitplan

ist ehrgeizig“, sagt Kulturstadträtin Juliane

Witt (Linke). Für die Zeit der Bauarbeiten

bleibt das Haus geschlossen.

Ziel: 60 000 Besucher im Jahr

Insgesamt kostet derWiederaufbau der

zweiten Etage 8,5 Millionen Euro. Neben

der EU zahlt vorallem die Stiftung

Deutsche Klassenlotterie, der Bezirk

Marzahn-Hellersdorf gibt 1,4 Millionen

Euro dazu. Dasist viel Geld –aber

mit dem Projekt sollen künftig mehr

Besucher angelockt werden. Gerechnet

wirdmit jährlich 60 000 Menschen.

Denn in die neue Etage wirddie Galerie

„Bilderstreit“ einziehen, so genannt

nach einem Streit im Jahr 1990 um die

DDR-Kunst. In Biesdorfwerden Bilder,

Grafiken, Fotografien und Plastiken gezeigt,

die als sogenannte Auftragskunst

entstanden, volkseigenen Betrieben

gehörten oder Parteien und Massenorganisationen.

Etwa 23 000 Werke lagern

auf Burg Beeskow in Branden-

Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 7 ·

Marzahn-Hellersdorf

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BERLINER ZEITUNG

DasSchloss vorder Fassadensanierung. Die war damals beige, jetzt ist sie altrosa.

burg, die wenigsten sind derzeit öffentlich

zu sehen.

In Biesdorf soll es eine Dauerausstellung

geben, auch an Wechselschauen

ist gedacht. EinKooperationsvertrag

mit dem Beeskower Archiv

wurde schon 2011 abgeschlossen. „Es

wird auch Kulturveranstaltungen geben,

Lesungen und Konzerte,ebenfalls

ein kleines Café“, sagt Juliane Witt.

Noch wird ein Betreiber gesucht. Laut

Witt laufen Gespräche mit der Grün

Berlin, die auch den Erholungspark

Marzahn mit den„Gärten derWelt“ betreibt.

Ziel sei es, soWitt, beide Standorte

besser zu verbinden, insbesondere

im Hinblick auf die IGA 2017.

Denn auch der Schlosspark imStil eines

englischen Landschaftsgartens

dürfte Gartenliebhaber interessieren.

Auch die Anwohner spenden

Die Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte

hat gemeinsam mit der Volkshochschule

zehn Veranstaltungen organisiert–Vorträge

und Exkursionen –,

um den Wiederaufbau zu begleiten.

DerVerein war im Jahr 2000 gegründet

worden, um dem jahrzehntelangen

Verfall des Schlosses zu begegnen.

Schon 1998 hatten Einwohner und

ortsansässige Gewerbetreibende unter

dem Motto „Biesdorf braucht sein

Schloss“ rund 155 000 Euro für die

dringendsten Reparaturen gespendet.

DerStiftung gelang es danach, 1,6 Millionen

Euro für die Sanierung der Außenhülle

zusammenzutragen. Diese

wurde im Jahr 2007 beendet.

Vereinsvorsitzender Heinrich Niemann

sagt: „Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten

2015 ist ein Vereinszweck

erfüllt.“ Aufhören werdedie Stiftung

dennoch nicht: „Wir wollen, wie

es in unserer Satzung steht, auch Begegnungen

fördern.“ Und dazu sei die

Galerie „Bilderstreit“ bestens geeignet.

Mehr zum Umbau im Internet:

www.ensembleschlossbiesdorf.wordpress.com


8 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

Marzahn-Hellersdorf

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Babymassage auf Kosten des Bürgermeisters

WerinMarzahn-Hellersdorf ein Kind bekommt, erhält einen Gutschein über 40 Euro

VON MECHTHILD HENNEKE

Esist ein Begrüßungsgeld für die Allerjüngsten:

Babys, die in Marzahn-

HellersdorfzurWelt kommen, erhalten

seit 2010 einen Gutschein über 40 Euro,

der für Babymassage, Spielkurse nach

Pekip oder einen Beratungskursus für

Mutter und Vater eingesetzt werden

kann. „Wir stützen die Eltern“, sagt Familienstadträtin

Julia Witt (Linke) zur

Notwendigkeit des Gutscheins, der in

Berlin einmalig ist. Nachdem das Kind

geboren sei, kämen auf die Eltern

„schlaflose Nächte und Belastung für

die Beziehung“ zu. In dieser Phase sollten

sie Beratung erhalten. „So können

früh und schnell Problemlagen erkannt

werden“, erklärtWitt.

DerGutschein wirdmit dem Begrüßungsschreiben

des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes

verschickt.

Wer ihn nicht erhalten hat, kann ihn

beim Bezirksamt erhalten, falls sein

Kind ab dem 1. Januar 2011 geboren

wurde und der oder die Erziehungsberechtigten

ihren Hauptwohnsitz in

Marzahn Hellersdorf haben. Der Gutschein

kann nicht in bar ausgezahlt

werden. Die Eltern haben bis zum

zweiten Geburtstag des Kindes Zeit,

ihn einzulösen. Er ist Teil der bezirklichen

Initiative „Rund um die Geburt“

und wirdnach Aussagen vonWitt „von

Jahr zu Jahr mehr genutzt“.

Die 40Euro können für viele Angebote

bei mehr als 20 Kooperationspartnerneingesetzt

werden –entweder für

„UNSER PROJEKT IST

AUF ZUWACHS

EINGESTELLT.“

Familienstadträtin Julia Witt

einen Kurs über 40 Euro oder über zwei

Kurse für je 20 Euro. Neben den oben

erwähnten Kursen für Babysoder Mütter

und Väter, können die Eltern sich

auch kostenpflichtige Hilfe in einer

Sprechstunde für unruhige Babysoder

zum Thema „Schlaf Kindlein schlaf“

holen. DasBezirksamt verfügt über ein

Faltblatt, auf dem alle Vereine aufgelistet

sind, die beim Familiengutschein

mitmachen.

DPA/WALTRAUD GRUBITZSCH

Für die Neugeborenen gibt’s Gutscheine.

„Wichtig ist, dass die jungen Eltern

sofort angesprochen werden“, betont

Witt. Es sei wesentlich, dass die Eltern

merken: „Es gibt Unterstützung in der

neuen Lebenssituation.“ In den Kursen

lernten sie außerdem, was an Betreuung,

Erziehung und Pflege für Babys

wichtig sei. Außerdem träfen sie Ansprechpartner,

auf die sie auch „in

schwierigen Lagen“ zurückgreifen

könnten. Weiterhin hofft das Bezirksamt,

dass sich die Eltern, die sich in

den Kursen treffen, vernetzen und so

ebenfalls ein wichtiger sozialer Rückhalt

für die Betroffenen entsteht.

Alle Angebote werden jährlich evaluiert.

Bisher gaben die Eltern die besten

Bewertungen für „Angebote im Alltag

mit den Kindern“, so die Stadträtin

mit. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf

wächst seit einigen Jahren, die Zahl der

Neugeborenen steigt: Allein im Jahr

2012 konnten mehr als 1920 Gutscheine

versendet werden. „Auf Zuwachs

ist das Projekt eingestellt!“, erklärtWitt.

Informationen im Internet

www.netzwerk-rund-um-die-geburt.de

Die Wohnungsbaugenossenschaft DPF eG

wünscht allen Mitgliedern und insbesondere

den Bewohnern unserer familienfreundlichen

Wohnanlage an der Südspitze Marzahns

Wohnungsbaugenossenschaft DPF eG

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Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 9 ·

Marzahn-Hellersdorf

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„Ein bisschen wie Emergency Room“

Die Rettungsstelle im Unfallkrankenhaus wird erweitert. Im Mai wird der Anbau eingeweiht

Fliegende Intensivstation: Am Unfallkrankenhaus ist ein Rettungshubschrauber stationiert.

VON THORKIT TREICHEL

Als das Unfallkrankenhaus Berlin

1997 eröffnet wurde, rechnete der

bis heute amtierende Ärztliche Direktor

und Geschäftsführer Axel Ekkernkamp

zunächst mit maximal 15 000 Patienten,

die jährlich in der Rettungsstelle

versorgt werden. Doch bereits im

ersten Jahr kamen über 20 000. Mittlerweile

sind 55 000 von85000 Patienten

insgesamt im UKB ein Fall für die Rettungsstelle.

Diese ist in den vergangenen

beiden Jahren für zehn Millionen

Euro erweitert worden und wird am

16. Mai eingeweiht.„Das wird die modernste

Rettungsstelle im deutschsprachigen

Raum. Ein bisschen wie

Emergency Room“, sagt UKB-Sprecherin

Angela Kijewski in Anspielung auf

die US-Fernsehserie.Sogebe es für die

Versorgung Räume ohne Trennwände.

„Das erleichtertdie schnelleVerständigung

und macht dieWege kürzer.“Dies

sei bei Notfällen wichtiger als die Privatsphäre

der Patienten, die überdies

durch einen Vorhang vor allzu neugierigen

Blicken geschützt werden.

Ein Leben lang.

Wir sind da!

Vivantes Klinikum Hellersdorf

Myslowitzer Straße 45

12621 Berlin

Das Unfallkrankenhaus an der Warener

Straße in Marzahn, dessen Träger

die Unfallversicherungen und Berufsgenossenschaften

sind, leidet nicht

unter Finanzsorgen wie andere Kliniken.

Das liegt an den anspruchsvollen

Aufgaben des UKB als Schwerbrandverletztenzentrum,

in dem auch viele

Brandopfer aus dem europäischen

Ausland behandelt werden. Zudem ist

das 550-Betten-Haus mit 1600 Beschäftigten

auf Hand- und Implantationschirurgie

sowie Prothesenversorgung

spezialisiertund hat darüber hin-

Von der Geburt bis ins hohe Alter. Bei uns kommen jedes Jahr über

1.000 Kinder auf die Welt. Für jede Lebensphase finden Sie hier den

richtigen Ansprechpartner, auch für die Bedürfnisse des Alters. Wir

BERLINER ZEITUNG/PAULUS PONIZAK

aus zwei große Abteilungen für Kardiologie

und Neurologie.

Der prominenteste Patient war

wohl der italienische Formel 1-Fahrer

AlessandroZanardi, dem 2001 nach einem

Rennunfall beide Beine amputiert

wurden. Im UKB werden aber auch Patienten

behandelt, die einen Arbeitsunfall

erlitten haben. Nach der Behandlung

in der Klinik werden sie im

Rehabilitationszentrum des UKB wieder

fit gemacht. „Der Tischler mit einem

gebrochenen Arm lernt wieder

tischlern“, sagt Kijewski.

Tel. (030) 13017-0 engagieren uns für die individuelle Versorgung unserer Patienten.

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Wir nehmen Ihre Gesundheit persönlich!


10 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

Marzahn-Hellersdorf

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Wo nur Damen sich verbiegen

In Marzahn soll die erste Berliner Frauen-Turnhalle entstehen. Doch der Standort ist umstritten

VON MECHTHILD HENNEKE

Es gibt Frauenfitness-Studios, Ketten,

die Zirkeltraining ausschließlich

für Frauen anbieten, und

Schwimmstunden in öffentlichen Bädern

für Damen. Marzahn-Hellersdorf

will seinen Bewohnerinnen ein Angebot

machen, das es bisher in Berlin

noch nicht gibt: eine öffentliche Turnhalle

nur für Frauen. Damit „sollen primär

die Frauen erreicht werden, die

bisher kein Sportangebot nutzen“, sagt

Bürgermeister Stefan Komoß (SPD).

Frauen jeden Alters,aus allen Einkommensstufen,

mit und ohne Kindern

sollen die Halle nutzen können.

Als Standort ist das Freizeitforum

Marzahn anvisiert. Der dortige Veranstaltungsraum,

wo Kultur- aber auch

Sportveranstaltungen stattfinden, soll

den Frauen zur Verfügung gestellt werden.

Diese Wahl stößt auf Kritik. Die

Linke lehnt die Umwandlung der

Sporthalle im Freizeitforum ab. Das

Haus solle als Familienzentrum eine

weitreichende öffentliche kulturelle

und sportliche Nutzung für den gesamten

Bezirk ermöglichen, erklären

ROBERT KNESCHKE

Männer und Frauen machen gemeinsam Gymnastik. In der geplanten Frauenturnhalle wirdesdas nicht mehr geben.

die sportpolitische Sprecherin, Petra

Wermke,und die gleichstellungspolitische

Sprecherin, SarahFingarow.

Der Bezirk hat eine eigene Lenkungsrunde

„Modellprojekt Frauensporthalle“

ins Leben gerufen, die sich

nach der Besichtigung von„neun möglicherweise

geeigneten Hallen“ für die

im Freizeitforum entschieden hat, erklärt

Komoß. Sie sei gut und sicher erreichbar,eine

Kinderbetreuung im Ob-

jekt sei möglich und zusätzliche Nutzungen

in der Schwimmhalle könnten

in Anspruch genommen werden. Der

Landessportbund unterstützt das Vorhaben.

„Wir halten eine Frauen-Turnhalle

für sinnvoll, weil Frauen andere

Anforderungen an Sporthallen haben“,

sagt Sprecher Dietmar Bothe.Sie seien

an einer guten Beleuchtung der Wege,

an einer besonders sauberen Ausstattung

und Anschlüssen für Haartrock-

Ein neues „Gesicht“ für unseren Siedlungshof 5–

Fassadensanierung startet imMärz

Absoluter Schwerpunkt indiesem Jahr werden die umfangreichen

Baumaßnahmen im Siedlungshof 5sein. Es ist bislang das größte

Umgestaltungsvorhaben in der „Grünen Mitte“ mit 450 Wohnungen.

Aus der Fassade wachsende Pflanzen, freitragende Balkone, insgesamt

12 Aufzüge. In den leerstehenden Wohnungen erfolgt zudem eine

komplette Innensanierung.

Und alles soll im Jahr 2013 realisiert werden –

in lediglich sechs Monaten anstatt der üblichen zwei Jahre.

Bei Interesse an einer Wohnung melden Sie sich bitte in unserem Vermietungsbüro.

Eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft ist nicht unbedingt erforderlich.

ner interessiert. Undsie legtenWert auf

einen geschützten Raum, wo keine

Männerhandballgruppe sie vorm

Wechsel aufs Spielfeld begutachtet.

Derzeit erarbeitet Komoß eine Nutzungsvereinbarung

für den Sporthallenbereich

im Freizeitforum. Er sei bestrebt,

auch die Interessen der gegenwärtigen

Nutzer zu berücksichtigen.

Eine Entscheidung sei „im laufenden

Jahr“ zu erwarten.

–Informationen der Wohnungsgenossenschaft „Grüne Mitte“ Hellersdorf eG –Informationen der Wohnungsgenossenschaft „Grüne Mitte“ Hellersdorf eG –

Wohnungsgenossenschaft

„Grüne Mitte“ Hellersdorf eG

Neuruppiner Straße 24, 12629 Berlin

Vermietung: Telefon 030 99282340

vermietung@wohnungsgenossenschaft.de

Sprechzeiten:

Di. 13.00 −19.00 Uhr

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Do. 09.00 −12.00 und 13.00 −18.00 Uhr

Fr. 13.00 −18Uhr

Sa. 11.00 −16.00 Uhr

So. und Mo. geschlossen

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


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Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 11 ·

Marzahn-Hellersdorf

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Sizilien bittet zu Tisch

In einem Hofladen in Biesdorf bietet Birgit Rademacher Obst und Gemüse von der italienischen Insel an

VON BIRGITT ELTZEL

Matteo Loizzo ist mit Frau Natalie

und Tochter Anna extra aus Wilmersdorf

indie Biesdorfer Birkenallee

gekommen. Im Hofladen vonBirgit Rademacher

wählt er Obst und Gemüse

aus, erprüft sorgfältig jede Frucht –

Kartoffeln aus Syrakus, Blutorangen,

Tomaten und Mangold vom Fuße des

Ätna. Birgit Rademacher handelt ausschließlich

mit Obst und Gemüse und

einigen anderen Lebensmitteln aus Sizilien.

Loizzo, Fachkraft für Spezialbohrungen,

ist bei einer Internetrecherche

auf das kleine Geschäft gestoßen. Jede

zweite Woche kauft er in Biesdorf ein,

in der darauffolgenden ist dann ein Bekannter

dran, ebenfalls ein Italiener.

„Wir legen Wert auf gutes Essen. Dazu

braucht man gute Lebensmittel. Und

am Besten ist, wenn die dann auch

noch aus Italien kommen“, sagt der

Mittdreißiger, der seit drei Jahren in

Berlin lebt.WasinSupermärkten geboten

wird, genügt Loizzos Ansprüchen

nicht: „Unreif gepflückt, zu wenig Geschmack,

Massenware“, sagt er. Auch

auf Märkten und selbst in Bio-Läden

habe er selten das gefunden, was er

sucht.„Aus Italien gibt es dortmeistens

nur Salat“, sagt er.

Voracht Jahren hat Birgit Rademacher

ihr Geschäft eröffnet, in einer früheren

Laube hinter ihrem Einfamilienhaus.

Damals war die Maschinenbauzeichnerin

gerade arbeitslos geworden.

„Eine Freundin hat nach Sizilien

geheiratet und betreibt mit ihrem

Mann und dessen Familie Landwirtschaft“,

erzählt sie. Sie wohne in der

kleinen Stadt Adrano am Ätna. Weil die

Freundin bereits zwei Läden im Vogtland

belieferte, hatte sich Birgit Rademacher

gedacht: „Das könnte auch in

Berlin laufen.“ Obwohl ihr Laden keine

Laufkundschaft hat und Rademacher

außer im Internet kaum wirbt, schreibt

das Geschäft inzwischen schwarze

Zahlen. „Mundpropaganda durch zufriedene

Kunden“, sagt die 47-Jährige.

Wöchentlich wird für sie in Sizilien

eine Palette gepackt, die dann mit anderen

Sendungen über 2000 Kilometer

per Lkw in den Fruchthof Berlin geht.

Dortholt Birgit Rademacher die Kisten

mit ihrem Kleintransporter ab. Das

BLZ/GERD ENGELSMANN

Birgit Rademacher mit frischem Salat

vonsizilianischen Kleinbauern.

Ein Hauch von Luxus

Wohlfühlen mit einem schönen Ausblick über

Marzahn und Berlin. Dies können Sie jeden Tagin

dieser 2-Zimmer-Wohnung mit

• geräumiger Küche inklusive Essplatz

• und zwei exclusiv ausgestatteten Bädern

mit Fenster

erleben. Im 1. Bad kann in einer großen Wanne entspannt werden

und im 2. Bad bietet die extra große Dusche genügend Platz zum

Relaxen nach einem erlebnisreichen Tag. Beide Bäder wurden mit

hochwertigen Fliesenversehen.

Fliesen versehen.

Die Wohnung ist weiterhin mit PVC inLaminatoptik in Laminatoptik und Zargentüren

ausgestattet und in Raufaser weiß hergerichtet. Neben dem

Wohnzimmer und Schlafzimmer sowie der Abstellkammer im Flur

verfügt die Wohnung über einen weiteren Bereich, der als begehbarer

Kleiderschrank oder Büro genutzt werden kann.

Bei einer Größe von ca. 77,83 m2 Bei einer Größe von ca. 77,83 m beläuft sich die Warmmiete bei

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schaftsanteile zzgl. 55 € Aufnahmegebühr zu zahlen.

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kann am 27.03.2013 zwischen 16 und 17 Uhr besichtigt werden.

2Mitarbeiter 2 Mitarbeiter des Teams Vermietung werden Sie in der Wohnung

empfangen. Vor Ort finden fi nden Sie die entsprechenden Informationen

an der Hauseingangstür.

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Tel.: 030/5470 27 10 ·Fax: 030/5470 27 19

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Obst und Gemüse kommt nicht nur

von der Freundin, sondern auch von

anderen sizilianischen Kleinbauern.

Die Lebensmittel würden nicht mit

Chemie haltbar gemacht, stammten

nicht aus Gewächshäusernund erhielten

auch keine zusätzliche Bestrahlung,

sagt Rademacher. „Und wir verkaufen

auch nurWare der Saison.“ Zurzeit

gibt es zum Beispiel Blutorangen

und andereZitrusfrüchte,später kommen

Aprikosen und Pfirsiche dazu.

Sonnengereifte Tomaten gibt es fast

das ganzeJahr über.

DieErntefrische hat ihren Preis.250

Gramm der leicht süß schmeckenden

Datteltomaten kosten 1,25 Euro, zwei

Kilogramm Blutorangen 5Euro. „Das

ist teurer als im Supermarkt, aber meist

billiger als im Bioladen“, sagt Birgit Rademacher.

Der Geschmack mache

aber den höheren Preis wett, sagt sie.

Das Credo der Händlerin: „Ich biete

nur das an, was mir selber schmeckt.“

Hofladen: Birkenallee 12, 12683 Berlin.

Im Internet:

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Montag bis Donnerstag von 7–18Uhr und

Freitag von7–14Uhr für Sie geöffnet.


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26

13

11

15

16


·

69 · F reitag, 22. März 2013················································································································································································································

ellersdorf

7

8

1

18

Viel mehr als nur

Plattenbauten

Marzahn-Hellersdorf hat auch alte Dörfer,eine

funktionierende Windmühle und internationale Gärten

6

5

4

19

9

17

3

20

2

Z A H L E N

U N D

F A K T E N

Marzahn-Hellersdorf liegt im

Nordosten Berlins und grenzt

an Lichtenberg,Treptow-Köpenick

und an das Land Brandenburg.

Die Größe des Territoriums

beträgt 61,85 Quadratkilometer.Bekannt

sind die großen

Plattenbaugebiete in Marzahn

und Hellersdorf. Zwei Drittel

der Bezirksfläche nehmen jedoch

die Siedlungsgebiete

von Mahlsdorf, Kaulsdorf und

Biesdorf ein.

Der Bezirk hat rund 251 000

Einwohner.Der Ausländeranteil

liegt bei 4,2 Prozent, er ist

der zweitniedrigste in Berlin.

••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• E M P F O H L E N E A D R E S S E N

20. Der Teppich-Mann: Bodenleger

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13

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38. Dr.Herrmann Gruppe,

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Marzahn-Hellerdorf und ist

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14 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

Marzahn-Hellersdorf

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Baggern für Berlins

größtes Industriegebiet

Der Cleantech Park steht im Zeichen sauberer Energie

VON SEBASTIAN HÖHN

Die Vorstellung, dass hier einmal

Berlins größter Industriepark stehen

wird, erfordert noch viel Phantasie.

Überall auf der riesigen, 90 Hektar

großen Baustelle sind Bagger zu sehen,

wie sie im sandigen Erdboden wühlen

oder die Fundamente alter Gebäudeteile

in Stücke meißeln. Hier, nördlich

der Bitterfelder Straße in Marzahn, wo

früher einmal ein Klärwerk stand, soll

der Cleantech Business Park entstehen.

Ein Industrieareal ausschließlich

für Unternehmen aus dem Bereich erneuerbareEnergien.

Anders als beimWissenschafts- und

TechnologieparkAdlershof, wo der Fokus

auf Forschung liegt, wirddie Fläche

an der Bitterfelder Straße für die industrielle

Produktion reserviert. Es soll

eine Kernzone für die Errichtung sogenannter

Störfallanlagen geben. Dasbedeutet:

Fast alle industriellen Prozesse

werden dort erlaubt sein. Geworben

wird umWindrad-Hersteller, Solarfirmen,

Spezialisten für innovativeMobilitätskonzepte

und Biomasseaufarbeitung

sowie Unternehmen, die zur technologischen

Peripherie gehören.

Erschließung bis Anfang 2015

Der Bezirk entwickelt den Cleantech

Business Park gemeinsam mit den Berliner

Wasserbetrieben. Beiden gehört

je etwa die Hälfte der Fläche. Der Industriepark

wird Teil von Berlin eastside

sein, dem mit 1200 Hektar größten

Gewerbegebiet der Hauptstadt.

Schon etwa 2500 Firmen aus verschiedenen

Branchen sind dortansässig.

Derzeit wird das Areal freigemacht.

Neben dem Abriss alter Gebäude müssen

Straßen gebaut, Rohrleitungen verlegt

und Stromanschlüsse geschaffen

werden. Bis Anfang 2015 soll dieser

erste Schritt abgeschlossen sein. Dann

kommt der schwierigste Part: die Ansiedlung

vonFirmen.„ImMoment laufen

viele Gespräche“, sagt Christian

Gräff (CDU), Wirtschaftsstadtrat von

Marzahn-Hellersdorf. Es gebe zahlreiche

Interessenten. Dazu sollen etwa

der TechnologiekonzernLinde und der

Akkuspezialist BAE Batterien GmbH

zählen. „Wir verhandeln auch mit einem

Unternehmen aus der Wiederaufbereitung

von Kunststoffprodukten“,

sagt Gräff. Es gehe dabei um eine große

Ansiedlung auf insgesamt 20 Hektar.

Der Bezirk erhofft sich mit dem

Cleantech Business Park, der zentraler

Baustein des „Masterplans Industriestadt

Berlin 2010-2020“ des Senats ist,

eine erhebliche Aufwertung. Bis zu

3000 Arbeitsplätze, sagt Gräff, könnten

geschaffen werden. „Es gibt in Berlin

einfach nicht genug Industrieflächen“,

sagt der Stadtrat. Voll des Lobes ist

auch die Industrie- und Handelskammer

(IHK) Berlin. „Wenn das Projekt

Erfolg hat, ist Berlin einen wichtigen

Schritt auf dem Weg zueiner Hauptstadt

der Green Economy gegangen“,

sagt Henrik Vagt, Bereichsleiter Umwelt

und Energie bei der IHK. Mitüber

75 000 Beschäftigten sei die Branche

schon heute ein wirtschaftliches

Schwergewicht in der Stadt.

Bis alle Flächen bebaut sind, wird

aber noch einige Zeit vergehen. Gräff

rechnet mit dem Jahr 2030. Die Langfristigkeit

des Vorhabens ist in einigen

Fällen auch ein Problem. „Viele wollen

lieber heute als morgen anfangen zu

bauen“, sagt der Stadtrat.Verkauft werden

dürften die Grundstücke aber erst,

wenn die Erschließung fertig ist. Deshalb

will der Stadtrat Tempo machen.

Vor allem in puncto Standort hat

das Marzahner Areal viele Pluspunkte.

Sobald der Ausbau der Tangentialverbindung

Ostfertig ist, wirdder Flughafen

BER vondortaus in 20 Minuten erreichbar

sein. Ähnlich weit entfernt ist

der Alexanderplatz. Mehrere S-Bahnhöfe

–unter anderem Gehrenseestraße

–sind zu Fußerreichbar.Und der Berliner

Ring ist auch nur wenige Kilometer

entfernt. Eine geradezu optimale Anbindung

für städtische Verhältnisse.

Der42Millionen Euro teureBau des

Industrieparks wirdzurund 90 Prozent

aus Mitteln des Bundes, des Landes

und der EU finanziert. DerBezirksteuertdie

restlichen zehn Prozent bei.Weil

es um das Thema erneuerbare Energien

geht, stehen für die Unternehmen

im Falle einer Ansiedlung ebenfalls

Fördermittel in Aussicht.

BERLINER ZEITUNG/SEBASTIAN HÖHN

Arbeiter sorgen derzeit für die Baufreiheit auf dem 90 Hektar großen Gelände.


·

„WIR SIND

DER EINZIGE

BEZIRK OHNE SOMMERBAD.“

Stefan Komoß, Bürgermeister

Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 15 ·

Marzahn-Hellersdorf

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BERLINER ZEITUNG/WULF OLM

DasMarzahner Platsch ist nur für Kinder zugelassen, das könnte sich ändern.

Schwimmbecken

statt Plansche

Der Bezirk soll nun auch ein Sommerbad bekommen

VON CLAUDIA FUCHS

Wer im Sommer in Marzahn-Hellersdorfbaden

gehen will, hat ein

Problem: Ein richtiges Bad unter

freiem Himmel gibt es nicht. Das frühere

Freibad am Wernersee in Mahlsdorf

ist seit mehr als zehn Jahren zu,

das Kinderbad Platsch im Bürgerpark

in Marzahn ist nichts für Erwachsene

und die einzigen wilden Badestellen an

den Kaulsdorfer Seen liegen mitten im

Trinkwasserschutzgebiet – sie sind

nicht legal.

Seit geraumer Zeit arbeitet der Bezirk

deshalb an einer Lösung des Problems.Seine

Idee: DasGelände des altenWernerbades

wirdverkauft und aus

den Einnahmen das Kinderbad Platsch

so erweitert, dass dort auch Erwachsene

schwimmen können. Derzeit verfügt

das Bad nur über ein Kinderplanschbecken

und eine Grotte.

Die Umsetzung scheint sogar

machbar zu sein, theoretisch zumindest.

„Wir lassen demnächst eine

Machbarkeitsstudie erstellen, ob sich

das auch rechnet“, sagt Bezirksbürgermeister

Stefan Komoß (SPD). DasAreal

des früheren Wernerbades habe zwei

Eigentümer: den Bezirk und die landeseigenen

Berliner Bäderbetriebe

(BBB). Einem Verkauf habe die Geschäftsführung

der BBB bereits zugestimmt.

Einpotenzieller Investor wolle

auf den beiden Grundstücken ein

Wohnprojekt für Demenzkranke errichten.

Nötig sei ein neues Badfür Erwachsene

auf jeden Fall. „Wir sind der

einzige Bezirkohne ein Sommerbad.“

Wiedas Kinderbad Platsch erwachsenentauglich

gemacht werden soll,

steht noch nicht fest. „Ich bin da leidenschaftslos“,

sagt Bürgermeister Komoß.

Wasmöglich sei, solle die Studie

untersuchen. Er hoffe zumindest, dass

der Wechsel in der Führungsetage der

Bäderbetriebe keine Auswirkungen auf

die Pläne habe.ImMai bekommen die

BBB zwei neue Geschäftsführer.

Bäder-Unternehmenssprecher

Matthias Oloew erklärte, eigentlich

wäre esden Bäderbetrieben lieber gewesen,

wenn im Bezirkein kombiniertes

Innen- und Außenbecken entstünde,

zum Beispiel am Helene-Weigel-Platz.

Die Schwimmhalle dort

durch ein Außenbecken zu ergänzen

und somit ein Schwimmbad zu schaffen,

das ganzjährig betrieben werden

könne, wäre für die Bäderbetriebe lukrativer

gewesen als ein Ausbau des

Kinderbades. Deshalb müsse man genau

schauen, ob die Neuausrichtung

auf Erwachsene auch ein Mehr an Einnahmen

bedeute. Die Ausgaben würden

auf jeden Fall steigen. „Ein Badfür

Erwachsene muss länger geöffnet sein,

das braucht mehr Personal.“ Letztlich

aber obliege die Entscheidung dem

BBB-Aufsichtsrat. Klar sei auch: Eine

Erweiterung der Bäderlandschaft

könne nur kostenneutral sein.

Bezirksbürgermeister Komoß bedauert,

dass das alte BadamWernersee

aufgegeben wurde. „Das war das älteste

Bad inBerlin“, sagt er. Allerdings

habe es sich dabei um einen Teich gehandelt,

der mitten in einer Einfamilienhaussiedlung

lag und keinen Platz

für Parkplätzehatte.„Dashat keine der

heutigen Anforderungen an ein Baderfüllt.“

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16 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

DerHellen Mitte fehlen die Kunden. DasZentrum rund um das Rathaus ist derzeit im Umbruch.

VON MATHIAS RAABE

Ein neuer Stadtbezirk braucht auch

ein Zentrum. Daswar Ende der 80er

Jahre auch den DDR-Verantwortlichen

klar. Und so planten sie für den neuen

Plattenbaubezirk Hellersdorf eine eigene

neue City. Westlich des U-Bahnhofes

Hellersdorf sollte die liegen, und

an den Planungen wurde auch nach

dem Ende der DDR festgehalten. Umgerechnet

1,1 Milliarden Euro flossen in

das Großprojekt. Auf der Brache rund

um den U-Bahnhof wurden 800 Wohnungen,

180 Geschäfte und andereEinrichtungen

wie Arztpraxen, Gaststätten

und Kultureinrichtungen errichtet. Und

auch der Bürgermeister des neuen Be-

Marzahn-Hellersdorf

·······································································································································································································









„ALS REINES

KAUFCENTER

FUNKTIONIERT

DIE HELLE MITTE

NICHT MEHR.“

STADTRAT CHRISTIAN GRÄFF







BERLINER ZEITUNG/GERD ENGELSMANN

Schatten über

Das Einkaufszentrum am U-Bahnhof Hellersdorf kränkelt

zirkes hat in der „Hellen Mitte“ –so der

Name des Zentrums –seinen Sitz. Um

die Helle Mitte auch mit jungen Leuten

zu beleben, wurde die Alice-Salomon-

Fachhochschule für Sozialpädagogik

vonSchöneberginden äußersten Osten

verlagert. Und bei so viel ambitionierten

Plänen ließen sich natürlich auch

die großen Konsumketten in der Hellen

Mitte nieder; der Textilhändler C&A

beispielsweise und die Elektronik-Kette

Saturn. Der Kinobetreiber Cinestar

baute in der Hellen Mitte sogar das

größte Kino der Hauptstadt –mit zwölf

Sälen. Denn Einwohner gibt es in der

großen Plattenbausiedlung genug,

250 000 sind es derzeit –seit der Fusion

mit dem NachbarbezirkMarzahn.

Trotzdem floriert die „Helle Mitte“

nicht. C&Ahat sich aus Hellersdorf

verabschiedet, auch der Elektronik-

Riese Saturn ist wieder gegangen. Die

leeren Flächen der beiden Hauptmieter

haben die Center-Manager geschickt

hinter farbigen Sperrholzwänden

verschwinden lassen. Der

Leerstand hat natürlich Auswirkungen.

„Wir haben seitdem Umsatzrückgang“,

sagt Ines Mechelke vomSüßwarenladen

unter dem früheren Saturn.

In der letzten Zeit hätten sich immer

mehr Billiganbieter in der Hellen Mitte

angesiedelt, hochwertige Läden, die

zum Einkaufen einladen, gäbe es nicht

mehr, sagt sie. Allein der Blick auf die

Ladennamen gibt ihr recht. „Mäc Geiz,


·

Kletterninfrüheren Kinosälen. Im Kino Cinestar hat das Bergwerk aufgemacht.

der Hellen Mitte

und sucht nach zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten

NP Niedrig-Preis – so oder ähnlich

heißt hier mittlerweile jeder zweite Laden.

DasWohngebiet rund um den Bürgermeistersitz

ist ein Problemgebiet.

Hier gibt es Kinderarmut, die Arbeitslosigkeit

liegt über dem Durchschnitt.

Bei einer Untersuchung im Jahr 2009

rangierte das Areal um die Helle Mitte

was die Sozialindikatoren betrifft auf

dem letzten Platz von434 untersuchten

Stadtgebieten. Das haben auch die Betreiber

des Großkinos an der Stendaler

Straße zu spüren bekommen. Siehaben

sich inzwischen wegen fehlender Besucher

von fünf ihrer zwölf Kinosäle verabschiedet.

Aber die stehen nicht leer.

Im Gegenteil: Dort hat inzwischen das

Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 17 ·

Marzahn-Hellersdorf

·······································································································································································································

„DAS

BERGWERK IST

EIN

GUTES

BEISPIEL.“

STADTRAT CHRISTIAN GRÄFF

Bergwerk aufgemacht –laut Eigenwerbung

Europas größter Indoor-Hochseilgarten.

Und der Laden läuft. Mehr als

15 000 Besucher sind seit der Eröffnung

im September vergangenen Jahres gekommen.

Dabei sind die Eintrittspreise

für die Klettertouren durch die fünf Kinosäle

nicht gerade billig. Biszu22Euro

sind proPerson zu zahlen. Aber die Kletterwilligen

kommen eben nicht nur aus

Hellersdorf, sondernaus ganz Brandenburgund

sogar auch aus Sachsen, sagen

die Betreiber.

In dieser Form sieht auch Wirtschaftsstadtrat

Christian Gräff (CDU)

für die Helle Mitte eine Zukunft. „Als

reines Einkaufszentrum wird sie wohl

künftig nicht mehr funktionieren“,

BERLINER ZEITUNG/GERD ENGELSMANN

sagt er.Wobei es durchaus Interessenten

für die leeren Handelsflächen gibt.

„Wir sind derzeit mit einem großen

Einzelhändler im Gespräch, der sich

für das frühere C &A-Areal interessiert“,

sagt Gräff. Aber Einkaufszentren

gibt es inzwischen –anders als in den

90er-Jahren –inder Stadt reichlich. Erinnert

sei nur an das riesige East Gate

in Marzahn oder das Center am

S-Bahnhof Köpenick .„Berlin liegt, was

die Kaufkraft betrifft, aber unter dem

Bundesdurchschnitt“, sagt Stadtrat

Gräff. Trotzdem sieht der Politiker

Wachstumschancen für den Bezirk.

Denn allein die „Gärten der Welt“ in

Marzahn locken inzwischen jedes Jahr

750 000 Besucher an.


18 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

Live aus dem Freizeitforum

Seit über zwei Jahren überträgt das Bezirksparlament seine Sitzungen im Internet. Das ist bisher einzigartig in Berlin

VON BIRGITT ELTZEL

Hitzige Reden zur umstrittenen

Frauenturnhalle, Proteste gegen

eine Schnellstraße oder Debatten zum

Haushalt –wenn das Bezirksparlament

von Marzahn-Hellersdorf tagt, kann

das die ganze Welt erleben. Denn die

Bezirksverordnetenversammlung

(BVV) strahlt als einzige in Berlin ihre

Sitzungen im World Wide Webaus.Das

erste Mal auf Sendung ging das BVV-

Fernsehen im Oktober 2010. Seitdem

müssen Bürger, die die Sitzungen live

verfolgen wollen, nicht mehr ins Freizeitforum

Marzahn kommen. Sie können

es sich auf ihrer Couch bequem

machen und den Computer oder das

Smartphone anschalten – per Livestream

sind sie dabei.

Keine Schwenks in den Saal

„Zuerst haben sich nicht alle filmen

lassen“, sagt Bjoern Tielebein (Linke).

Der 29-jährige Student, inzwischen

Fraktionsvorsitzender seiner Partei,

gehört zuden Initiatoren des Projekts.

Er sagt, dass nun aber das gesamte Bezirksamtskollegium

und die allermeisten

Parlamentarier ihre Einwilligung

gegeben haben. Gezeigt werden nur

die Redner, es gibt keine Kamera-

Marzahn-Hellersdorf

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Tagungen gibt es einen Livestream, per Internet können die Reden verfolgt werden.

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schwenks im Saal. Man will ausschließen,

dass womöglich peinliche Videos

im Netz auftauchen. Für die Übertragung

braucht es nur einen Laptop und

eine Webcam, den Ton gibt es vom

Freizeitforum. Der Stream-Anbieter

wurde mittlerweile gewechselt, weil

der im Gegenzug für kostenlose Nutzung

nervende Werbung brachte. Jetzt

wirdauf das Angebot eines Vereins zurückgegriffen,

der pro Minute Sendezeit

und Zuschauer abrechnet. „Da

kommen etwa 30 Euro im Jahr zusammen“,

sagt Tielebein. Die Zuschauergemeinde

ist noch nicht groß.

Angebot soll ausgebaut werden

Dennoch soll das Angebot ausgebaut

werden. Dafür wurde eine Arbeitsgruppe

bei BVV-Vorsteherin Kathrin

Bernikas (CDU) eingerichtet. Künftig

sollen auch Tonprotokolle aus den

Ausschüssen ins Netz gestellt werden.

„Und wir diskutieren, ob die BVV-Sitzungen

nicht nur übertragen, sondern

auch aufgezeichnet werden“ sagt Tielebein.

Dazu müssten aber noch viele,

auch rechtliche Fragen geklärtwerden.

BVV-Fernsehen:

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·

VON BIRGITT ELTZEL

Einen langen Sommer ohne viel Regen

wünscht sich FredSchöner.Für

den 53-Jährigen ist gutes Wetter geschäftsfördernd.

Denn mit der gemeinnützigen

derArt GmbH betreibt

Schöner die Parkbühne Biesdorf. Und

für den Erfolg eines Open-Air-Betriebs

ist das Wetter nun einmal ein entscheidender

Faktor.

„Imvergangenen Jahr hatten wir bis

Juli schlechtesWetter mit Kälte und Regen“,

sagt er. Trotzdem seien zu den

insgesamt 29 Veranstaltungen im

Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 19 ·

Marzahn-Hellersdorf

·······································································································································································································

Rock, Metal und Chorgesang

Die diesjährige Saison auf der Parkbühne Biesdorf beginnt am 11. Mai mit dem Blütenfest

PROMO

Die argentinische Folk-Metal-Band Skiltron tritt am 19. Juli in Biesdorfauf. Die Musiker sehen zwar nicht so aus, aber sie bringen sogar einen Dudelsack zum Einsatz.

Schnitt mehr als 300 Besucher gekommen,

nur das Sommerkino lief nicht so

besonders.„Wir haben rund 8200 Besucher

gehabt und erstmals eine

schwarze Null geschrieben“, sagt

Schöner.Indiesem Jahr will die derArt

wenigstens das erreichen, vielleicht sogar

einen kleinen Gewinn.

Im Jahr 2005 hatte die kleine GmbH

mit nur zwei Festangestellten, sie betreibt

auch die Jugendkunstschule und

das Kino „Kiste“ in Hellersdorf, die

Freilichtbühne übernommen. Der Bezirkwollte

diese schließen, weil er kein

Geld hatte. Die 3000 Plätze umfas-

Instrumental- und Vokalunterricht für Interessierte

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Orchester, Chöre | Früherziehungskurse

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Sprechzeiten:

Dienstag 14.00 -17.00

Donnerstag 10.00 -12.00

14.00 -18.00

sende Parkbühne wurde dann verkleinert

–nun gibt es 800 Plätze. „Das ist

völlig ausreichend“, sagt Schöner.Dem

Bezirk muss er nur die Hälfte der Betriebskosten

zahlen und keine Pacht –

gewissermaßen ein Dankeschön für

die Rettung der Kulturstätte. Deren

Gäste kommen nicht nur aus dem Bezirk,

sondernauch aus anderen Gegenden

Berlins. Nicht nur, weil die Freilichtbühne

im Schlosspark so schön

gelegen ist. DiePreise für Konzerte sind

mit durchschnittlich 11 bis 12 Euro im

Vorverkauf und 16 bis 16 Euro an der

Abendkasse auch ziemlich günstig.

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Noch ist Schöner dabei, das Programm

für die diesjährige Saison zusammenzustellen.

Veranstaltungen

werden vonMai bis September an acht

Freitagen, acht Sonnabenden und vier

Sonntagen stattfinden. Einige Höhepunkte

stehen bereits fest. ZumAuftakt

wirdesam11./12. Maibeim Biesdorfer

Blütenfest eine Rock-Party geben und

auch das Sängerfest des Bezirks mit

verschiedenen Chören. Am 19. Juli

spielt die argentinische Band Skiltron

Dudelsack-Metal. „Der Münzer“, ehemaliger

Gitarrist von InExtremo, tritt

dabei ebenfalls auf.

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20 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

Bockwindmühle: Die Alt-Marzahner Windmühle

ist neben einer weiteren in Britz die einzige

noch funktionierende in Berlin. Sie kann

wochentags von 10 bis 12 Uhr und 13 bis

16 Uhr besichtigt werden. Sonntags ist sie ab

April von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Für Einzelbesucher

ist die Besichtigung kostenlos.

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Bezirksmuseum: Wie wurde, wasMarzahn-

Hellersdorf heute ist? Antworten liefertdas

Bezirksmuseum, das sich unter anderem in

der früheren Dorfschule befindet. Am

24. März beginnt dortdie Ausstellung „Marzahn-Hellersdorf

1933 bis 1945“. Alt-Marzahn

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Die 1871 erbaute Dorfkirche in Alt-Marzahn wirdseit den 1970er-Jahren vonWohnhäusern

Ein Dorf unter

Alt-Marzahn ist der Ruhepol zwischen den Neubaublöcken.

V ON SEBASTIAN HÖHN

AmAnfang war der Alte Fritz, jedenfalls

für Brigitte Winkelmann. Als

der Preußenkönig vor etwa 250 Jahren

Bauernfamilien aus der Pfalz in dem

märkischen AngerdorfMarzahn ansiedeln

ließ, da waren höchstwahrscheinlich

auch ihre Vorfahren darunter. Sie

galten als fleißig, und der König

brauchte Siedler in der Mark.„Ichlebe

in fünfter Generation hier“, sagt die 78-

Jährige und schaut durch das Küchenfenster

in den kleinen Hof ihres etwa

150 Jahrealten Bauernhauses.

Brigitte Winkelmann und ihr Mann

Helmut zählen zu den ältesten Bewohnernimhistorischen

Marzahner Dorfkern

zwischen Landsberger Allee und

Allee der Kosmonauten. Der Ort ist

mehr als 700 Jahre alt. Mit kurzer Unterbrechung

wohnt Brigitte Winkelmann

seit ihrer Geburt 1935 in dem

Haus, das früher ihren Eltern gehörte.

Anderswo zu leben, das kann sie sich

nicht vorstellen.„Es ist sehr schön hier,

so ruhig und grün“, sagt sie. Die Plattenbauten,

die seit 1974 rings um Alt-

Marzahn in den Himmel ragen, stören

sie nicht. Vorallem ist sie froh, dass in

den 70er Jahren die Landsberger Allee

als Umgehungsstraße angelegt wurde.

„Davor ging der ganze Verkehr hier

durch das Dorf“, sagt sie.

Unddoch war es der Bauder bis zu

17-stöckigen Hochhäuser östlich der

Allee der Kosmonauten, durch den Brigitte

Winkelmann und ihre Familie einen

großen Teil ihrer Ackerflächen verloren.

„Uns wurden 50 Pfennig pro

Quadratmeter gezahlt“, sagt Winkel-

BERLINER ZEITUNG/SEBASTIAN HÖHN

Kaum einer lebt länger in dem alten Dorfkern:

Brigitte und HelmutWinkelmann.

mann. Bis sämtliche Marzahner Ländereien

1960 in den Genossenschaften

aufgingen, hatte ihre Familie immerhin

zwölf Hektar, auf denen sie vor allem

Gemüse anbauten.

Schon in Winkelmanns Kindheit

war das Wahrzeichen Alt-Marzahns

eine hölzerne Bockwindmühle.Das ist

auch heute noch so. Wer von Osten

über die Landberger Allee nach Berlin

hinein fährt, wird als erstes von den

vier Holzflügeln begrüßt, die sich zwischen

den Hochhausriegeln auf einem

kleinen Hügel drehen. „Beim Bau der

Hochhäuser hat man immerhin darauf

geachtet, dass die Fassaden der Mühle

nicht den Wind stehlen“, sagt Jürgen

Wolf, der als gelernter Müller und

Tischler die Mühle im Auftrag des Bezirks

und eines Vereins betreibt. Der

49-Jährige repariert gerade einen

Frostschaden in seiner Mühle, die ansonsten

voll funktionstüchtig ist. Der

Ausfall schadet ihm nicht. „Heute ist

ohnehin keinWind“, sagt er.Eine halbe


·

BERLINER ZEITUNG/SEBASTIAN HÖHN

überragt.Sie wurde nach Plänen des Schinkel-Schülers Friedrich August Stüler errichtet.

Hochhäusern

Der alte Ortskern hat sogar eine Windmühle

Tonne Roggen wartet allerdings schon

darauf, ins Mahlwerk gestreut zu werden.

DasMehl geht seit Jahren an eine

Vollkornbäckerei in der Tempelhofer

Ufa-Fabrik.

Jürgen Wolf ist seit 1993 hier,als die

heutige Windmühle neu erbaut wurde.

Die Vorgängerin, eine von vier Windmühlen

in Marzahn seit 1815, wurde

1978 abgerissen. Wolf, der an den Wochentagen

und ab Aprilauch sonntags

Führungen anbietet, stammt nach eigenen

Angaben aus einer 500 Jahre alten

sächsischen Müllerfamilie. Der

Mann brennt regelrecht für seine

Mühle,erhat hier seinen Traumjob gefunden.

Seit 1997 kann man zwischen

Mahlwerk und Mehlbalken sogar heiraten.

„Es war das erste Mühlenstandesamt

in Berlin und Brandenburg“,

sagt Wolf. Die Trauung findet nach einem

historischen Ritus statt –amEnde

lässt Wolf die frisch Vermählten das

Korn selbst mahlen.

In Alt-Marzahn, wo nach derWende

viele Häuser saniert wurden, gibt es

noch immer so etwas wie ein Dorfleben.

Anders als in vielen der großen

Wohnblöcke kennt hier jeder jeden.

Man grüßt sich auf der Straße, fragt

nach den Kindern. Rund um die alte

Dorfkirche gibt es ein paar kleine Cafés

und Gaststätten, einen Buchladen, das

Bezirksmuseum –untergebracht in der

früheren Dorfschule –, einen Goldschmied.

Undauch das Kulturelle wird

lebendig gehalten. Ganz vorn dabei ist

immer das Kultur-Gut, ein altes Gehöft,

betrieben vomVerein Agrarbörse.

Dort werden heute Ausstellungen und

Jazz-Konzerte organisiert, es gibt Bas-

Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 21 ·

Marzahn-Hellersdorf

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tel- und Handarbeitsgruppen, man

kann kostenlos Bücher ausleihen –

oder sich einfach nur zum Skat treffen.

Jeden Donnerstagvormittag zieht das

Kartenspiel Jörg Strohschein, Helga

Rasch und eine Freundin in das Kultur-

Gut. „Wir sind übrig geblieben, früher

waren wir mal mehr“, sagt der 70-jährige

Strohschein, der in Marzahn-West

wohnt. Leider würden sich die jungen

Leute weder für Skat noch für das Kulturelle

im Dorf interessieren. „Wir halten

hier etwas am Leben“, sagt er.

Die Keramikscheune „Schamottchen“,

eröffnet im September vergangenen

Jahres, gehört ebenfalls zum

Kultur-Gut. Hier fertigen die Mitarbeiterinnen

neben Krügen und Bechern

derzeit auch bunten Osterschmuck,

der im eigenen Laden angeboten wird.

Interessierte können hier auch an

Workshops zum Beispiel zu bestimmten

Brenntechniken teilnehmen.

Wie sehr Alt-Marzahn auch im

Schatten der Hochhäuser Dorf geblieben

ist, hört und riecht man, wenn

man den Mühlenhügel herunterläuft.

Strohgeruch liegt in der Nase, das Blöken

von Schafen und Schnattern von

Gänsen ist zu hören. Hier befindet sich

der Tierhof Alt-Marzahn, der letzte

noch betriebene Bauernhof. 50 000 Besucher

kommen jedes Jahr hierher,

dazu etwa 300 Schulklassen im Rahmen

von Unterrichtsprojekten. Der

Hof versteht sich als Bildungsstätte.

Schüler lernen hier, wie ein landwirtschaftlicher

Betrieb funktioniert. Und

sie dürfen die Tiereauch mal anfassen

–keine Selbstverständlichkeit für die

Kinder der Großstadt.

Kultur-Gut: Am westlichen Dorfrand gibt es regelmäßig

Veranstaltungen. Am kommenden

Sonntag stehen um 16 Uhr Zilles „Hurengespräche“

auf dem Programm. Eintritt 6Euro.

Für Kinder ist der Tierhof an der Mühle interessant.

Er hat im Winter wochentags 10-16 Uhr

geöffnet, am Wochenende 10-15 Uhr.

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Dorfkirche: Das evangelische Gotteshaus

wurde 1871 im neogotischen Stil aus Backstein

errichtet. Sein Vorgänger,eine Kirche

aus dem Mittelalter,musste 1874 abgerissen

werden. Ein Besuch lohnt sich allemal –

zum Beispiel anlässlich des Orgelkonzerts

am kommenden Sonntag um 16 Uhr.

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22 Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013· ·

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Das Kinderforscherzentrum Helleum hat einen einzigartigen

VON SEBASTIAN HÖHN

Sogenau weiß er gar nicht, was für

ein Gerät er in der Hand hält. Wichtig

ist ihm nur,was es kann.„Das macht

Wind“, stellt der sechsjährige Daniel

fest. Er nimmt den Fön und hält den

warmen Luftstrom hinter einen offenen

Joghurtbecher,der Räder aus alten

Korken hat und mit Federn geschmückt

ist. Das Gefährt rollt, angetrieben

vomWind, über eine Matte am

Boden. DasExperiment ist erfolgreich.

UndDaniel ist sichtbar glücklich.

An diesem Vormittag sollen elf Kinder

einer Vorschulgruppe nach Herzenslust

entdecken und forschen, ganz

ohne die Intervention von Erwachsenen.

Sie sind mit ihren Erzieherinnen

im Kinderforscherzentrum Helleum

an der Hellersdorfer Kastanienallee.

„Wind bringt’s“lautet das Motto des

derzeitigen Workshops. Ineinem großen

Raum stehen zahlreiche physikalische

Experimentierangebote für die

Kinder bereit. Dass es um das Thema

Wind geht, ist nicht nur zu sehen sondern

vor allem zu hören. Aus allen

Ecken dröhnen Gebläse,mit denen die

Kinder hantieren. Windmaschinen lassen

Styroporbälle in der Luft tänzeln,

Haartrockner Autos und Schiffe über

den Boden segeln. Oder sie treiben

kleine Windmühlen an, mit denen

Korn gemahlen wird.

„Wir wollen nicht über Formeln erklären,

wie etwas funktioniert“, sagt

HartmutWedekind, wissenschaftlicher

Leiter der Einrichtung und Professor

für Frühpädagogik an der nahe gelege-

Spielend zur

nen Alice-Salomon-Hochschule.„Hier

läuft es andersherum: Die Kinder sollen

erst ausprobieren und darüber zur

Erkenntnis gelangen.“

Deshalb gibt es viele Objekte, die

dazu ermutigen, sie anzufassen, auszuprobieren

und bei Bedarf auch einfach

umzubauen. Wieso schweben

kleine Bälle in der Luft, wenn sie von

unten mit einem Luftstrom angeblasen

werden? Warum stürzen Styroporschnipsel

oder Federn dabei ab? Wie

lässt sich ein Holzboot auf dem Wasser

mit Hilfe eines Luftballons fortbewegen?

„Über das Experimentieren werden

bei den Kindern Fragen entwickelt“,

sagt Wedekind.

DasHelleum, dessen Träger das Bezirksamt

ist, wurde erst im Januar eröffnet.

Diemeisten der 15 Mitarbeiterstellen

werden von Stiftungen finanziert,

sind über 2014 hinaus aber noch

nicht gesichert. Und das, obwohl das

pädagogische Konzept einzigartig ist –

so einzigartig, dass es sogar internationale

Aufmerksamkeit erhält. Wissenschaftler

aus Chile und der Schweiz

haben das Helleum schon besucht.

Mehrfach waren sogar Professoren aus

Japan da. „Sie wollen unser Konzept

aufgreifen. DieJapaner sehen offenbar

die Chance,damit ihr rigides Bildungssystem

zu verändern“, sagt Wedekind.

Betreut werden die Kindergruppen

von Olga Theisselmann, Projektmanagerin

des Helleum. „Das kostenlose

Angebot ist besonders für Kitas und

Grundschulen geeignet“, sagt sie. Pro

Halbjahr gibt es drei wechselnde Projekte.Nach

dem Wind steht das Thema


·

Erkenntnis

pädagogische Ansatz –und weckt sogar Interesse in Japan

Im Helleum können die Kinder einfach

loslegen, ganz ohne Anleitung.

BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER (3)

Mehr braucht es nicht,umdie Kraft des Windes kennenzulernen und einzuschätzen.

Nicht eingreifen, nur zusehen. Das ist

der Grundsatz vonHartmut Wedekind.

Berliner Zeitung · N ummer 69 · F reitag, 22. März 2013 23 ·

Marzahn-Hellersdorf

·······································································································································································································

Müll an, dann Licht und Sonne.Ziel sei

es, dass die Gruppen an möglichst allen

Projekten teilnehmen. „Wem das

Angebot Spaß macht, kann montags

zum Tüfteltag kommen“, sagt Theisselmann.

Künftig sollen die Projekte

auch in Schulen angeboten werden.

DieKinder wirken beim Experimentieren,

als seien sie allein mit sich und

der Welt. „Leonie,Dein Ärmel rutscht“,

ermahnt eine Erzieherin das Mädchen,

das gerade versucht, das Luftballon-

Boot in einer mit Wasser gefüllten Regenrinne

fahren zu lassen. Sie sagt es

gedämpft, sie weiß, dass sie es eigentlich

nicht soll –auch auf die Gefahr hin,

dass Ärmel nass werden. „Die Erwachsenen

sollen keine Anweisungen geben“,

sagtWedekind.„Wir erleben aber

immer wieder, dass es vielen schwer

fällt.“ Die Lehrer und Erzieherinnen

würden die Kinder oft nicht wiedererkennen

und zugleich einen Machtverlust

spüren. „Wir erklären nur, wenn

die Kinder aktiv fragen“, sagt Theisselmann.

Selbst dann würden möglichst

nur Hilfsantworten gegeben.

Am Ende sitzen alle in einem Kreis.

Die Kinder sollen versuchen in Worte

zu fassen, was sie entdeckt haben.

Adam, 4, der jüngste in der Runde, ist

besonders begeistert von dem Boot,

das durch den Luftballon angetrieben

wird. Er hat verstanden, dass es auf das

Loch am Heck ankommt: „Das ist wie

ein kleiner Düsenantrieb“, sagt er.

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