SV Hohenfurch - ERC Lechbruck

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SV Hohenfurch - ERC Lechbruck

Spielbericht 1.Mannschaft

Denkwürdige 1:0-Niederlage in Oberstdorf

Das erste Spiel der Flößer im Jahr 2011 in Oberstdorf ging mit dem für ein Eishockeymatch recht

ungewöhnlichen Ergebnis von 1:0 (1:0;0:0;0:0) verloren. Vor 150 Zuschauern im Oberstdorfer

Eissportzentrum wurde das Spiel von der schweren Verletzung eines Spielers der SG Oberstdorf/

Sonthofen und einer rekordverdächtigen Strafzeitenflut überschattet.

Der ERC trat zu diesem Auswärtsspiel mit

einer relativ geringen Mannschaftsstärke von

15 Spielern inklusive zwei Torhütern an. Es

fehlten unter anderem mit Kamil Drimal,

Pius Pfanzelt, Christoph Hack, Andreas Hiemer

und Sybille Kretzschmar wichtige

Stammkräfte. Denkbar schlechte Vorzeichen,

um bei einem Meisterschaftsfavoriten

zu bestehen, zumal die Reihen der Flößer

etwas umgestellt werden mußten. Die SG

Oberstdorf/Sonthofen zeigte auch von Beginn

an, dass sie das Spiel gegen die ersatzgeschwächten

Lecher unbedingt gewinnen

wollte. Aber auch die Flößer hatten sich zum

Ziel gesetzt, so lange wie möglich das Spiel

offen zu halten und wenn möglich den Hausherren

einen Punkt zu entführen. So machten

die Oberstdorfer viel Druck auf das vom

starken Markus Echtler gehütete ERC-Tor.

Die Flößer hingegen versuchten mit schnellen

Kontern zum Erfolg zu kommen. Zusätzlich

geschwächt durch zahlreiche "zweifelhafte" Strafzeiten, war der ERC zusehends in die Defensive

gedrängt und konnte sich teilweise nur mit Befreiungsaktionen im Spiel halten. Beim

Stand von 0:0 wurde das Spiel in der 18. Minute unterbrochen und die erste Drittelpause vorgezogen.

Ein Oberstdorfer Spieler stürzte nach einem Check von Michael Hölzle kopfüber in die Bande

und mußte längere Zeit ärztlich versorgt werden. Hölzle erhielt daraufhin eine Matchstrafe

wegen Checks von hinten mit Verletzungsfolge. Nach Wiederbeginn wurde der ERC sofort kalt

erwischt und mußte in einer 3:5-Unterzahlsituation das 0:1 hinnehmen. Beide Mannschaften und

die Zuschauer standen noch unter dem Eindruck der jüngsten Ereignisse, so dass sich beiderseits

die Gemüter erhitzten. Leider ließen in dieser Phase die beiden Schiedsrichter jegliche Souveränität

und Fingerspitzengefühl vermissen. Anstatt die Situation zu beruhigen ließen sich diese vom

Oberstdorfer Publikum und Teilen der heimischen Mannschaft beeinflussen. Reihenweise wurden

die Flößer auf die Strafbank geschickt. Gelinde gesagt waren hierbei auch mehrere kuriose Fehlentscheidungen

zu Gunsten der Hausherren vorhanden. Dies frustrierte die Flößer zusehends, da

die einseitige Strafauslegung das Spiel maßgeblich beeinflußte. Aus Protest gegen die Schiedsrichterleistung

verließen die Lecher in der 28. Minute die Eisfläche und zogen sich in die Kabine

zurück. Nach fünf Minuten wurde das Spiel fortgesetzt, leider ohne eine veränderte Marschroute

der sogenannten "Unparteiischen", was die Oberstdorfer clever auszunutzen verstanden.

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