derinews 01 / 2013 - Raiffeisen

erlebnisbank.ch

derinews 01 / 2013 - Raiffeisen

Das Monatsmagazin für strukturierte Produkte der Bank Vontobel Januar 2013 – Ausgabe Schweiz

Perspektiven 2013 –

Impulse für das

neue Jahr

Marktfokus, Seite 6

Renditekick mit Multi

Defender VONTIs

mit Partizipation

Know-how, Seite 12

Comeback der

europäischen Banken?

Investmentidee, Seite 14


2 derinews Januar 2013 Inhaltsverzeichnis

«Die Konjunktur dürfte 2013 weltweit

leicht anziehen, vor allem dank der

Schwellenmärkte.»

Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel-Gruppe

3 Editorial

4 Marktbericht

Aktuelle Entwicklungen auf

dem Weltmarkt

6 Marktfokus

Perspektiven 2013 –

Impulse für das neue Jahr

8 Interview

Mit Christophe Bernard und

Panagiotis Spiliopoulos

10 Themenrückblick

Schiefergasvorkommen drücken

die Erdgaspreise

11 Schweizer Aktienmarkt

OC Oerlikon und Swiss Re dank klarer

Strategie im Aufwind

12 Know-how

Renditekick mit Multi Defender VONTIs

mit Partizipation

14 Investmentidee

Comeback der europäischen Banken?

16 Rohstoff-Kolumne

Rohstoffe: Wenig Bewegung

im Dezember

17 Antworten auf Ihre Fragen

Welchen Einfl uss haben Backwardation

und Contango auf die Produkt konditionen

eines Defender VONTIs?

18 Wussten Sie, dass …

19 News und Tipps


3 derinews Januar 2013 Editorial

Liebe derinews-Leserinnen und -Leser

Jessica Tresch

Redaktionsleiterin,

Financial Products/

Content Management,

Bank Vontobel AG

Zum Jahresauftakt geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen

und zeigen Impulse für das neue Jahr auf. Dazu haben wir unsere Experten

befragt: Chefstratege Christophe Bernard gibt uns einen Ausblick zur Weltwirtschaft

und Inflation, zu Zinsen und Wechselkursen. Chefanalyst Panagiotis Spiliopoulos

beantwortet Fragen zum Schweizer Aktienmarkt. In der Rubrik «Marktfokus»

finden Sie eine Themenübersicht mit gezielten Produktideen, die Ihnen konkrete

Investmentchancen mit strukturierten Produkten aufzeigen.

Für Europa und damit auch für die Schweiz war die drohende Schuldenlast vieler

EU-Länder das Thema des Jahres. Sie dürfte auch in den kommenden Jahren die

Situation der EU bestimmen. Trotzdem könnte sich bezüglich der Eurokrise 2013 eine

graduelle Entspannung abzeichnen. In der Januar-Offensive sehen unsere Ökonomen

europäische Aktien, insbesondere von Banken aus dem Euroraum, als günstig bewertet.

Die Bank Vontobel hat für Sie Investitionsmöglichkeiten auf europäische Finanzwerte

aufgelegt. Erfahren Sie mehr dazu in der Rubrik «Investmentidee».

Anleger, die mit moderat steigenden Kursen rechnen, allfällige Kursrückschläge

jedoch nicht ausschliessen, finden in Multi Defender VONTIs mit Partizipation

ein attraktives Anlageinstrument. Dabei können Investoren an der positiven

Wert entwicklung der Basiswerte unbegrenzt teilnehmen, gepaart mit jährlichen

Coupon zahlungen und einem Risikopuffer bis zu einem bestimmten Niveau.

Wie diese Produktstruktur im Detail zu verstehen ist, zeigen wir Ihnen in der

Rubrik «Know-how» auf.

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre und erfolgreiche Anlageideen.

Freundliche Grüsse

Jessica Tresch

Redaktionsleiterin, Financial Products/

Content Management, Bank Vontobel AG

Wir freuen uns auf Ihre

Kommentare und Ihr Feedback zu

«derinews». Senden Sie uns ein

E-Mail an derinews@vontobel.ch.

In der Rubrik «Antworten auf Ihre

Fragen» werden unsere Spezialisten

Stellung nehmen.


4 derinews Januar 2013 Marktbericht

Aktuelle Entwicklungen auf dem Weltmarkt

Aktienmärkte

Swiss Market Index (SMI ® )

Indexpunkte

7000

6800

6600

6400

6200

6000

5800

5600

Dez 11

Swiss Market Index (SMI ® )

Dez 12

EURO STOXX 50 ®

Indexpunkte

2700

2600

2500

2400

2300

2200

2100

2000

Dez 11

EURO STOXX 50 ®

USA 1

Nachdem die US-Konjunktur trotz Anzeichen einer Besserung auch

im Dezember noch nicht recht vom Fleck kommen wollte, hat die

US-Notenbank zu drastischen Massnahmen gegriffen. Beibehalten

wird die faktische Nullzinspolitik, bis die Arbeitslosigkeit unter 6.5%

sinkt. Hinzu kommt die Strategie, monatlich 45 Milliarden US-Dollar in

Staatsanleihen zu investieren – so lange, bis sich der US-Arbeitsmarkt

nachhaltig erholt hat. Trotz dieser geldpolitischen Geschenke vor

Weihnachten blieben die Anleger jedoch vorsichtig: Der Nasdaq 100

bewegte sich volatil seitwärts. Der S&P fuhr im Monatsverlauf ein

moderates Plus ein. Nennenswerte Zugewinne von rund 300 Punkten

verbuchte der Dow Jones. Hintergrund des Abwartens der Anleger

war die drohende Fiskalklippe – sie sieht Etatkürzungen und Steuererhöhungen

im Umfang von 600 Milliarden US-Dollar vor. US-Präsident

Barack Obama zeigte sich optimistisch über das Zustandekommen

eines möglichen Kompromisses mit John Boehner, dem republikanischen

Sprecher des Repräsentantenhauses. Zum Berichtszeitpunkt konnte

noch keine Einigung erzielt werden. Angesichts des Hoffens auf ein

Ende des Haushaltsstreits konnten selbst überraschend schwache

US-Konjunkturdaten die Anleger nicht schrecken.

Schweiz 2

Der Schweizer Aktienmarkt setzte den Aufwärtstrend im Berichtszeitraum mit

geringen Volumen fort. Die Konjunkturdaten aus der Eurozone (Stabili sierung,

Deutschland mit Anzeichen einer Verbesserung), China (Tiefpunkt im September

durchschritten, langsame Beschleunigung von Produktion und Wachstum) sowie

den USA (sinkende Arbeitslosenrate) blieben die Haupt impulsgeber. Die aus den

QE-Programmen der Zentralbanken üppig vorhandene Liquidität liess die Investoren

genügend Mut fassen, um vermehrt in qualitativ hochwertige Aktien mit solider

Dividendenrendite zu investieren. Als Folge davon sanken die Renditen von

Spanien und Italien deutlich. In der Berichtssaison zum dritten Quartal vermochten

Richemont und auch UBS Glanzpunkte zu setzen, letztere mit der Ankündigung

der Rücktransformation in eine vorwiegend auf die Vermögensverwaltung fokussierte

Bank. Die Investoren belohnen starke Bilanzen, eine solide Cashgenerierung

und attraktive Dividenden. Nach entsprechenden Anpassungen erscheinen die

Gewinn schätzungen der Analysten für 2013 realistisch. Eine anhaltende Reduktion

der implizierten Risikoprämie sowie die ansteigende Zuversicht für den Zeitraum ab

dem zweiten Quartal 2013 dürften weiterhin Treibstoff für die Märkte liefern.

Dez 12

MSCI Emerging Markets Index

Indexpunkte

1100

1050

1000

950

900

850

Dez 11

MSCI Emerging Markets Index

1 Beitrag von GodmodeTrader

(www.godmode-trader.de)

2 Beitrag von Vontobel Research

Investment Banking

3 Beitrag Vontobel Research

Asset Management

Dez 12


5 derinews Januar 2013 Marktbericht

Rohstoffmärkte Zinsen Währungen

JPMCCI Aggregate

Wertentwicklung (in %)

110

105

100

95

90

Dez 11

JPMCCI Aggregate

Dez 12

3-Monats-LIBOR CHF – 5 y CHF Swap

0.12

0.6

0.10

0.08

0.5

0.06

0.4

0.04

0.02

0.3

0.00

0.2

Dez 11 Dez 12

3-Monats-LIBOR CHF 5 y CHF Swap

Absoluter Wert (in CHF)

Absoluter Wert (in CHF)

EUR/CHF – USD/CHF

1.225

1.00

1.220

0.98

1.215

0.96

1.210

0.94

1.205

0.92

1.200

0.90

Dez 11 Dez 12

EUR/CHF USD/CHF

Europa 1

Die Angst der Investoren vor der europäischen Schuldenkrise und dem Zerfall des Euro ist vorbei. Seit EZB-Präsident Mario Draghi im Sommer

die Sorgen mit gezielten Massnahmen beiseite wischte, legten die Kurse europäischer Aktienwerte kräftig zu. So etwa der EURO STOXX 50 ® :

Er gewann seit Jahresbeginn 13 % und stieg zuletzt auf ein 18-Monats-Hoch. Auch der französische CAC 40 (14 %), der österreichische

ATX (25 %) und sogar der griechische ASE (26 %) konnten sehr ansehnliche Gewinne verbuchen. Angeführt wird die Leistungsschau der Indizes

vom DAX ® : Mit einem Zuwachs von rund 30 % ist er unangefochtener Europameister. Fortschritte in der politischen Auseinandersetzung um

die drohende Fiskalklippe in den USA haben kurz vor Weihnachten weiteren Schwung in die Jahresendrally an Europas Börsen gebracht.

Durchschnittlich verbuchten europäische Aktien auf Jahressicht ein Plus von 10 %. Nach Meinung vieler Analysten sind die meisten Wertpapiere

in Europa aber noch immer unterbewertet, was weiterhin attraktive Einstiegschancen und Potenzial für weiter steigende Kurse bietet.

Emerging Markets 3

Obwohl die Wirtschaftserholung in vielen Schwellenländern

in der zweiten Jahreshälfte 2012 eher

enttäuschend ausfiel, bleiben unsere Vontobel-Experten

für 2013 optimistisch. Insbesondere aus Ländern wie

Brasilien und China werden positive Wirtschaftssignale

gesendet. Chinesische Wachstumsraten um 8 % in

2013/14 sollten andere asiatische Volkswirtschaften, aber

auch Aktienmärkte und Währungen in der Region stützen.

Ausserhalb Asiens bleiben die Ökonomen – nicht nur

aufgrund der robusten US-Konjunktur – insbesondere

für Mexiko optimistisch. Auch die neue reformorientierte

Regierung sorgt für eine leichte Euphorie. Eine weiter

graduell abnehmende Eurozonenkrise sowie eine leichte

globale Wirtschaftserholung sollten im Laufe des Jahres

über einen höheren Ölpreis auch die russische Volkswirtschaft

beflügeln. Auf Währungsseite bevorzugt

Vontobel derzeit folgende Währungen: Mexikanischer

Peso (MXN), Thailändischer Baht (THB), Südkoreanischer

Won (KRW) und Malaysischer Ringgit (MYR). Anleihen

in lokaler Währung sowie Aktien der Emerging Markets,

ins besondere Chinas, bleiben ebenfalls attraktive

Themen für 2013.

Absoluter Wert (in CHF)

Währungsentwicklung CHF/EUR/USD 1

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) lässt ihren geldpolitischen Kurs

unverändert: Auf der letzten geldpolitischen Sitzung der Währungshüter

der Schweiz vor dem Jahreswechsel hat die SNB das Zielband für

den Dreimonats-Franken-LIBOR erwartungsgemäss bei 0.00 bis 0.25 %

belassen. Der Euro/Franken-Mindestkurs von 1.2000 soll nach wie vor

verteidigt werden. Einen starken Abwertungsdruck sehen die Vontobel-

Ökonomen in Anbetracht der niedrigen Zinsen ausserhalb der Schweiz

und der lediglich moderaten Frankenüberbewertung jedoch auch

nicht. Am 19. Dezember stieg der Euro gegenüber dem US-Dollar auf

den höchsten Stand seit Mai 2012. Sollte die fiskal poli tische Klippe in

den USA im Januar tatsächlich umschifft werden, prognostizieren die

Experten von Vontobel weiteres Potenzial für den Euro. Um Niveaus

von 1.40 sollte die Luft für den Euro jedoch zunehmend dünner werden.

Rückschläge im Zusammenhang mit der Eurozonenkrise sehen die

Ökonomen als grössten Risikofaktor für die EUR/USD-Prognose von

1.34 für Ende 2013.

Quelle: Bloomberg, Stand am 21.12.2012

Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher

Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige

Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.

Absoluter Wert (in CHF)


6 derinews Januar 2013 Marktfokus

Perspektiven 2013 – Impulse für das neue Jahr

Im Januar werden die Anlagemöglichkeiten mit strukturierten Produkten für das neue Börsenjahr

evaluiert. Die derinews-Redaktion zieht Bilanz, gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten

Ereignisse 2012 und zeigt Impulse für das neue Jahr auf.

Von der Staatsschuldenkrise im Euroraum

über die Wahlen in den USA bis hin zu den

enormen Veränderungen im Nahen Osten –

überall auf der Welt geht mit 2012 ein ereignisreiches

Jahr zu Ende. Doch nicht nur auf

politischer Ebene, sondern auch auf Unternehmensseite

gab es einige einschneidende

Ereignisse: So verpatzte beispielsweise Facebook

seinen Börsengang wegen technischer

Probleme, der weltgrösste Rohstoffhändler

Glencore fusionierte mit dem Bergbaukonzern

Xstrata und Apple führte mit seinem Rivalen

Samsung einen Patentkrieg. Weitere wichtige

Ereignisse des Jahres 2012 haben wir für Sie

in der Rubrik «Wussten Sie, dass ...» zusammengestellt.

Weltwirtschaft, Eurozone und die Schweiz

Nach der Wiederwahl von Barack Obama

wartet die Welt gespannt darauf, welche Folgen

diese «four more years» für die Vereinigten

Staaten und den Rest der Welt haben werden.

Für Europa und damit auch für die Schweiz

war hingegen die horrende Schulden last vieler

EU-Länder das Thema des Jahres. Auch in

den kommenden Jahren dürfte die Situation

Europas die Welt prägen – ökonomisch,

politisch wie auch gesellschaftlich. Die Stabilisierung

der Südzone fordert von der Europäischen

Union einen finanziellen und politischen

Kraftakt, wie er in der Geschichte der

EU einmalig ist.

«Wir erwarten 2013 ein verhaltenes

globales Wachstum von rund 3 %.»

Christophe Bernard, Chefstratege Bank Vontobel AG

Die faktische «Vergemeinschaftung» der

Schulden Griechenlands, Spaniens, Portugals

und möglicherweise bald auch Italiens oder

gar Frankreichs ruft nach entsprechenden

Souveränitätstransfers durch die einzelnen

Mitgliedstaaten. Wird die Rettung gelingen

oder gerät der Kontinent weiter ins Wanken?

In der Rubrik «Investmentidee» auf Seite 14

gehen wir näher auf dieses spannende Investmentthema

ein. In der Schweiz stehen ebenfalls

wichtige Entscheidungen an. Sei es zu

den Reformen der Sozialwerke, zur Zukunft

Wertentwicklung der wichtigsten

Leitindizes 2012*

Wertentwicklung (in %)

140 %

130 %

120 %

110 %

100 %

90 %

80 %

Dez 2011 Dez 2012

SMI ®

DAX®

Dow Jones

S&P 500 ®

EURO STOXX 50 ®

Quelle: Bloomberg, Stand am 04.01.2013

des Finanzplatzes oder zum Verhältnis mit den

Nachbarn. Fest steht, es bleibt auch im neuen

Jahr spannend.

2012: Kräftige Gewinne auf breiter Front

Ein Blick auf die Finanzmärkte zeigt, dass

diese auf breiter Front kräftige Gewinne verzeichnen

konnten. So haben die globalen

Aktienmärkte um 10 % bis 20 % zugelegt (vgl.

Grafik 1). Schwellenländeranleihen durften

ein Plus von 15 % verbuchen. Die Emerging

Markets wiesen im vergangenen Jahr ein

vergleichsweise hohes Zinsniveau auf und

besassen gegenüber dem Euro Aufwertungspotenzial

(vgl. Grafik 2). Auch Unternehmensanleihen

legten je nach Rating um 10 %

bis 20 % zu. Obwohl Rohstoffe im vergangenen

Jahr nur knapp im positiven Bereich

notierten, bescherte neben den wichtigsten

Industriemetallen insbesondere Gold Freude

im Depot der Anleger.

Grund für die Zugewinne an den Märkten

dürfte primär die Geldpolitik der Zentral banken

sein. Denn weder bessere Wirtschaftsprognosen

noch hohe Unternehmensgewinne führten

2012 zu Marktzuwächsen. Die Erwartungen

wurden während des ganzen Jahres nach

unten revidiert. Einerseits versprach aber

die Fed (Federal Reserve System), so lange

unbegrenzt Liquidität zur Verfügung zu stellen,

bis sich der US-Arbeitsmarkt erholt habe.

Anderer seits gelang es der Europäischen

Zentral bank (EZB), das Risiko eines Zusammen

bruchs der Eurozone deutlich zu mindern.

Entsprechend sind die Risiko prämien allgemein

gesunken, ohne dass für diese ausserordentlichen

Massnahmen ein erkennbarer Preis zu

zahlen gewesen wäre.

Die wichtigsten Devisen zum CHF

im Jahresverlauf*

Südkoreanischer Won 5.57

Mexikanischer Peso 5.13

Norwegische Krone 4.81

Neuseeland-Dollar 3.67

Singapur-Dollar 3.49

Schwedische Krone 3.25

Britisches Pfund 1.89

Neuer Taiwan-Dollar 1.69

Kanadischer Dollar 0.09

Euro – 0.72

Australischer Dollar – 0.83

Dänische Krone – 1.10

US-Dollar – 2.49

Südafrikanischer Rand – 6.96

Brasilianischer Real – 11.44

Japanischer Yen – 13.42

– 15 – 10 – 5 0 5 10

Quelle: Bloomberg, Stand am 04.01.2013

* Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind

kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Steuern und allfällige Gebühren wirken

sich negativ auf die Rendite aus.

Ausblick 2013

Die Ökonomen des Vontobel Asset Managements

erwarten 2013 ein verhaltenes globales

Wachstum von rund 3 %, aber keine Rezession.

Auch kann man davon ausgehen, dass die

Zentralbanken ihre Massnahmen aufrechterhalten

werden. Die Konjunktur dürfte 2013

weltweit leicht anziehen, vor allem dank

der Schwellenländer. Denn diese Volkswirtschaften

zeichnen sich zumeist durch gesunde

Staatsfinanzen und eine konsumfreudige

Bevölkerung aus. In Bezug auf das Bruttoinlandprodukt

gehen die Vontobel-Experten

für China und Indien von einem Anstieg um

7.9 % bzw. um 6.1 % aus. Die Zuwachs-


7 derinews Januar 2013 Marktfokus

raten für die Eurozone werden bei 0.5 %, für

die USA bei 1.8 % prognostiziert. Lesen Sie

mehr zu den Perspektiven für das neue Jahr

im «Interview» mit Chefstratege Christophe

Bernard auf Seite 8 und mit Chefanalyst

Panagiotis Spiliopoulos auf Seite 9.

Fokus für die Januar-Offensive

Zum Jahresauftakt sehen unsere Spezialisten

den Fokus bei den strukturierten Produkten

auf folgenden Themen:

Europäische Peripheriestaaten

besitzen grosses Aufholpotenzial.

Peripherie-Anleihen bieten derzeit einen

attraktiven Coupon. Zudem sind europäische

Aktien, insbesondere Banken aus dem

Euroraum, günstig bewertet.

US-Wohnbau: Der Boom geht weiter.

US-Immobilien sind im aktuellen

Umfeld so erschwinglich wie noch nie. Das

Überangebot an Häusern ist abgebaut und

die Nachfrage nach Wohneigentum und

Renovierungen nimmt stetig zu. Darüber

hinaus befindet sich das Stimmungsbarometer

der Baubranche auf dem höchsten Stand

seit Jahren.

Obligationen aus den westlichen

Industrienationen sind aufgrund des

tiefen Zinsniveaus unattraktiv. Zudem ist mittelfristig

mit einem Zinsanstieg und damit mit

Kursverlusten zu rechnen. Anleger, die im

aktuellen Umfeld mehr Rendite erwirtschaften

wollen, müssen entsprechend höhere Risiken

in Kauf nehmen. Das kann durch die Übernahme

eines zusätzlichen Kredit-, Aktien-

oder Edelmetallrisikos erreicht werden. Im

Kapitalschutzbereich bieten Strukturierte

Produkte mit Referenz anleihen eine lukrative

Alternative. Historisch gesehen werden die

Kreditrisiken von Referenzanleihen trotz der

gesunkenen Credit Spreads im 2012 immer

noch gut entschädigt.

Das Termsheet (Final Terms) mit den rechtlich

verbindlichen Konditionen sowie weitere Infor mationen

zu Chancen und Risiken der Produkte finden

Sie unter www.derinet.ch.

Schwellenländer als Lichtblick: Die

Schwellenländerobligationen besitzen

nach wie vor ein attraktives Risiko/Rendite-

Verhältnis. Investoren profitieren von: 1) einem

wesentlich höheren Zinsniveau, 2) einer positiven

Rating-Dynamik und 3) einer möglichen

Aufwertung der Schwellenländerwährungen.

Positive Wirtschaftssignale kommen insbesondere

aus China und Brasilien, was auch die

Währungen dieser Länder stützen sollte. Eine

robuste US-Konjunktur ist zudem positiv für

den mexikanischen Peso. Eine weiter graduell

abnehmende Eurozonenkrise sowie eine

leichte Wirtschaftserholung sollten über einen

höheren Ölpreis auch die russische Volkswirtschaft

beflügeln. Darüber hinaus werden

Thailand, Südkorea und Malaysia auf Währungsseite

bevorzugt. Die Währungen dieser

Schwellenländer haben 2013 besonders gute

Chancen.

Für die grossen Aktienmärkte wird

auch für 2013 weiterhin eine Seitwärtsbewegung

erwartet. Attraktive Bewertungen

der Aktien sehen die Ökono men

insbesondere im Bereich US-Housing und

US-Banken. Die Risikoentschädigung bleibt

weiterhin hoch. Renditeoptimierungsprodukte

sowie Tracker-Zerti fikate bieten in einem

solchen Marktszenario eine attraktive Produktstruktur.

Auch 2012 blieben alle Augen auf die EU gerichtet.

Thema Produkttyp Produktname Valor / Symbol

European

Financials

Barrier Reverse Convertible

(SVSP: 1230)

Tracker-Zertifikat

(SVSP: 1300)

US-Wohnbau Tracker-Zertifikat

(SVSP: 1300)

Obligationen /

Zinsen

Referenzschuldner-Zertifikat

mit bedingtem

Kapitalschutz (SVSP: 1410)

Schwellenländer Tracker-Zertifikat

(SVSP: 1300)

Aktienmärkte Barrier Reverse Convertible

(SVSP: 1230)

Strukturierte Produkte können dabei helfen,

je nach Marktsituation, Erwartungen und

Zeithorizont des Anlegers die Renditen und

das Risiko einer Anlage zu optimieren und

damit auch das Portfolio zu diversifizieren.

In der folgenden Tabelle finden Sie passende

Produktideen für das neue Jahr zu den ausgewählten

Themen im Fokus.

Multi Defender VONTI auf drei EU-Aktien

Banco Santander, BBVA, UniCredit

VONCERT auf einen European Financial

Basket in CHF mit 10 EU-Aktien

VONCERT auf einen

US-Housing-Basket

Floored Floater mit US-Referenzanleihe

Hewlett Packard in CHF

Floored Floater mit US-Referenzanleihe

Ford in CHF

VONCERT auf Emerging Markets

Bondbasket in 10 lokalen Währungen

Multi Defender VONTI auf SMI ® ,

EURO STOXX 50 ® , S&P 500 ®

1415 0408 /


1415 0411 /

VZEUF

1415 0089 /

VZHOU

1415 0398 /

VFRHC

1415 0396 /

VFRFC

1415 0401 /

VZBDN

1415 0393 /


Kompakt

Im Januar werden die Anlagemöglichkeiten mit strukturierten Produkten für das neue Börsenjahr

evaluiert. Die derinews-Redaktion zieht Bilanz, gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten

Ereignisse 2012 und zeigt Impulse für das neue Jahr auf. Zum Jahresauftakt sehen die

Vontobel-Spezialisten den Fokus bei den strukturierten Produkten auf spezifischen Themen.


8 derinews Januar 2013 Interview

«Die Konjunktur dürfte 2013 weltweit leicht anziehen,

vor allem dank der Schwellenmärkte.»

Interview zur Entwicklung der Weltwirtschaft und Inflation, zu Zinsen und Wechselkursen mit

Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel-Gruppe

derinews: Mit 2012 war ein weiteres Jahr

fest im Griff der Euro-Schuldenkrise. Zuletzt

zeichnete sich eine Entspannung ab. Ist das

Schlimmste nun überstanden?

Wir gehen von einer weiteren Beruhigung

aus. Die Volkswirtschaften und Märkte

werden weiterhin am Rockzipfel der

Währungshüter hängen, die auch künftig zu

ausserordentlichen Massnahmen bereit sind.

Die Zusicherung des Präsidenten der Europäischen

Zentralbank (EZB) Mario Draghi

Mitte letzten Jahres, alles für die Rettung des

Euros zu unternehmen, hatte eine gewaltige

positive Wirkung.

derinews: Wie sehen Sie die globalen

Konjunkturprognosen für 2013? Von

welchem Szenario gehen Sie aus?

Die Konjunktur dürfte 2013 weltweit leicht

anziehen, vor allem dank der Schwellenmärkte.

Diese Länder zeichnen sich zumeist

durch gesunde Staatsfinanzen und eine

konsumfreudige Bevölkerung aus. Das

chinesische und das indische BIP dürften um

7.9 % beziehungsweise um 6.1 % ansteigen.

Die Zuwachsraten für die Eurozone sehen

wir bei 0.5 %, für die USA bei 1.8 %.

derinews: Welches sind die grössten

Herausforderungen, die auf die

Politik zukommen?

In Europa könnten soziale Spannungen

wichtige Reformen verhindern. Kurzfristig

gehen die grössten Risiken aber von der

sogenannten «fiskalischen Klippe» in

den USA aus. Finden die beiden grossen

US-Parteien keinen Kompromiss, werden

verschiedene Steuersenkungen und andere

Massnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft

auslaufen. Dies würde in den USA in eine

Rezession münden. Wir glauben aber an eine

politische Einigung, möglicherweise um die

Jahreswende.

derinews: Wie bewerten Sie die Verschuldungssituation

der USA und Europas?

Die absolute Höhe der Schulden ist in der

Tat beängstigend. Allerdings geht vergessen,

dass zum Beispiel einige «gefährdete» Länder

der Eurozone bereits Massnahmen ergriffen

haben, um Haushalts- und Leistungsbilanzdefizite

in den Griff zu kriegen. Wir sehen

in Europa einen allmählich abnehmenden

Spardruck.

derinews: Wie beurteilen Sie die Entwicklungen

am Währungsmarkt rund um den

starken Franken, aber auch hinsichtlich des

Euro und des US-Dollar?

Es kommt wiederum auf die Zentralbanken

an. In der Schweiz wird die SNB-Untergrenze

von 1.20 Schweizer Franken pro Euro weiter

Bestand haben. Der US-Dollar dürfte wegen

der bevorstehenden Käufe von US-Staatsanleihen

durch die Fed unter Druck geraten.

Wir haben unsere Euro-Prognose unter

anderem aus diesem Grund jüngst von

1.32 Dollar auf 1.34 Dollar über zwölf

Monate heraufgesetzt. Langfristig könnte

es aber zu einer Trendwende kommen.

derinews: Die Leitzinsen vieler Industrieländer

befinden sich auf Tiefstniveaus.

Ist in absehbarer Zukunft wieder mit

einem Anstieg zu rechnen? Wie beurteilen

Sie in diesem Zusammenhang die

Inflations entwicklung?

Die Zinsen in den Industrieländern dürften

noch längere Zeit extrem niedrig bleiben.

Mögliche Inflationsrisiken sollten nach den

jüngsten Aussagen der US-Notenbank –

die Fed orientiert sich bei seinem Zinsausblick

neu an konkreten Konjunkturdaten – aber

besser unter Kontrolle sein. Wir haben unsere

Einjahresprognose für die Rendite zehnjähriger

US-Staatsanleihen unlängst von

2.2 % auf 1.9 % nach unten korrigiert.

derinews: Was dürfen Anleger 2013

erwarten? Zu welchen Investments würden

Sie unseren Lesern im neuen Jahr raten?

Wir raten Anlegern, möglichst robuste

Portfolios zu zimmern. Dies klingt banal, ist

es aber nicht. Es geht darum, in Abhängigkeit

vom «Risikobudget» des Kunden Verluste

möglichst zu vermeiden. Bei den Obligationen

hält die Aufwärtstendenz mittlerweile

30 Jahre an, und irgendwann wird die Hausse

zu Ende sein. Für Aktien und andere risikoreiche

Anlagen sind die Aussichten mittel-

und langfristig nach wie vor intakt.

Christophe Bernard

Chefstratege der Vontobel-Gruppe,

Vontobel Asset Management

Christophe Bernard ist seit Februar 2012

bei Vontobel als Leiter der Balanced/

Multi Asset Class Boutique (MAC)

tätig. Ferner ist er Vorsitzender des

Anlageausschusses. Von 1991 bis 2005

arbeitete Christophe Bernard für die

Deutsche Asset Management (DeAM),

wo er zwischen 1997 und 1999 Leiter

des Equity Portfolio Managements war.

Im Jahr 2000 wurde er CIO der Filiale

in Frankfurt und 2005 CIO für Europa.

Von 2005 bis 2012 war er bei der

Union Bancaire Privée tätig, wo er

Chief Investment Officer sowie Mitglied

des Geschäftsleitungsausschusses der

Bank war.


9 derinews Januar 2013 Interview

«Wir empfehlen Unternehmen mit einem

starken Management.»

Interview zum Schweizer Aktienmarkt mit Panagiotis Spiliopoulos,

Chefanalyst Vontobel Investment Banking

derinews: Die Euro-Staatsschuldenkrise

und die globale Konjunktur-Abschwächung

führten in den letzten zwei Jahren zu einem

Kurseinbruch des Schweizer Leitindizes

(SMI ® ). Wie sehen Ihre Prognosen für

2013 aus?

2012 legten viele Schweizer Aktientitel wieder

kräftig zu. Die üppig fliessende Liquidität aus

den QE-Programmen der Zentralbanken hat

die Risikoprämien sinken und die Anleger

neuen Mut fassen lassen. Die Gewinnschätzungen

implizieren immer noch ein

gewisses Aufwärtspotenzial, zumal ab

dem zweiten Quartal 2013 die aktuelle

Wachstumsschwäche überwunden sein

sollte. Eine weitere Abnahme der Risikoaversion

und die Suche nach Rendite dürften

jedoch die Haupttreiber für die Schweizer

Leitindizes sein.

derinews: Die Interessenlage der Anleger

hat sich in der zweiten Jahreshälfte von

den defensiven Sektoren zu Finanztiteln

und Unternehmen aus konjunktursensitiven

Branchen verschoben. Wie ist diese

Verschiebung zu interpretieren?

Angesichts der vorherrschenden Unsicherheit

waren die Anleger defensiv positioniert.

Die Massnahmen der EZB und des FED

haben die Abschreibungsrisiken in den Bankbilanzen

deutlich reduziert; zudem haben die

Banken rasch neues Kapital beschafft, um

den strengeren Anforderungen der Regulatoren

zu genügen. Die zyklischeren Werte

haben im Hinblick auf eine Überwindung der

Schwäche in China und der Rezession in der

Eurozone deutlich zugelegt.

derinews: Die Volatilitäten sind nach dem

Sommer hoch geblieben. Werden wir diesen

Trend ins neue Jahr mitnehmen?

Die geringe Visibilität der Unternehmen

sowie die makro- und politikgetriebene

Entwicklung der Börsen liess viele Anleger

an der Seitenlinie verharren, wodurch die

Volumen gering und der Einfluss einzelner

Neuigkeiten überdurchschnittlich blieben.

Wir rechnen mit einer Fortsetzung des Trends

zumindest für das erste Halbjahr 2013.

derinews: Welche Risiken sehen Sie für den

Schweizer Aktienmarkt im Jahr 2013?

Die Hauptrisiken sehen wir in einem erneuten

Aufflammen der Schuldenkrise (Wahlen in

Italien und Deutschland), einem längeren

Verharren der Eurozone in der Rezession,

enttäuschenden Wachstumsprognosen aus

den aufstrebenden Märkten (insbesondere

China), einem unvorteilhaften Ausgang

der Diskussionen zur «Fiskalklippe» in den

USA sowie einer Eskalation der Situation

im Nahen Osten.

derinews: Denken Sie, dass die SNB auch

2013 am Euro-Mindestkurs von

1.20 Franken festhalten wird?

Wir gehen davon aus, dass trotz der erwähnten

Risiken und der unverändert hohen Nachfrage

nach Schweizer Franken die SNB auch 2013

den Euro-Mindestkurs von CHF 1.20 verteidigen

wird, obwohl aufgrund der Kaufkraftparitäten

die Überbewertung des Frankens

weiter abgenommen hat. Angesichts des

eher unsicheren Wirtschaftsausblicks wäre

alles andere ein Desaster für die Schweiz.

derinews: Jede Krise beinhaltet auch

Chancen. Welchen Titeln und Anlagestrategien

trauen Sie im kommenden Jahr

das grösste Potenzial zu?

Unter Berücksichtigung der zahlreichen

Unsicherheiten empfehlen wir Unternehmen,

in denen ein starkes Management die

Kostenkontrolle, Portfolioanpassungen oder

gar eine Transformation erfolgreich initiiert

hat. Beispiele dafür sind ABB, Clariant,

OC Oerlikon, Swatch Group und UBS.

Zusätzlich empfehlen wir Roche und SGS

als eher defensive Qualitätswerte mit

attraktiver Rendite.

Panagiotis Spiliopoulos

Leiter Research des

Vontobel Investment Bankings

Panagiotis Spiliopoulos leitet seit 2008

das Research der Bank Vontobel. Er war

bis dahin seit 2001 für die Analyse von

Technologie-, Industrie- und Bankwerten

zuständig. Davor war er für

die Bank Julius Bär tätig und bei einer

Investment-Gesellschaft als Leiter für die

Auswahl der Investments verantwortlich.

Seine Karriere begann er 1995 als

Consultant bei einer weltweit führenden

Unternehmensberatung.


10 derinews Januar 2013 Themenrückblick

Schiefergasvorkommen drücken die Erdgaspreise

Symbol Valor Basiswert Verfall Währung Aktueller Preis* Performance seit

Lancierung*

Performance

1 Monat*

VZSOE 1257 1962 Solar Energy III 15.04.2013 CHF 21.35 – 79.0 % 17.3 %

KLIMA 2961 429 Vontobel Klimaschutz-Index Open End CHF 22.75 – 77.6 % 9.4 %

VZGST 4623 043 Vontobel Global Steel TRI Open End CHF 131.10 29.2 % 7.9 %

VZZHS 2674 847 Zürichsee-Basket Open End CHF 114.25 12.6 % 5.5 %

VZRUC 1257 2257 Selected Russian-Basket 22.07.2013 CHF 83.00 – 16.3 % 4.8 %

VZCAC 1132 8691 Solactive China Automobile Performance-Index Open End CHF 78.42 – 22.7 % 4.7 %

VZTUR 1208 8064 Türkei-Basket 21.03.2013 CHF 87.00 – 10.1 % 4.6 %

… …

VZGIU 1056 7772 Vontobel Natural- Gas-Strategy Index Open End USD 133.80 31.8 % 3.3 %

… …

WOMEN 1257 2114 «Top Executive Women»-Basket Open End CHF 111.15 12.8 % 1.0 %

VZOPL 3694 273 Platinum (Troy Ounce) Open End USD 15.25 – 3.3 % – 3.5 %

ETCPMC 1208 7916 JPMCCI – Precious Metals TRI Open End q CHF 109.40 8.5 % – 4.3 %

VZOSI 3694 272 Silver (Troy Ounce) Open End USD 29.925 81.4 % – 10.0 %

VZXAG 1069 9583 Silver Spot CHF / kg 30.10.2014 CHF 879.00 63.4 % – 11.4 %

VZSIL 1132 8840 Silver Mining Basket 17.12.2012 CHF – – 100.0 % – 100.0 %

VZSTB 1132 8809 Strombasket IV 03.12.2012 CHF – – 100.0 % – 100.0 %

*Stand am 21.12.2012. Hinweis: Bei einer Investition in ein VONCERT [SVSP-Produkttyp Tracker-Zertifikat (1300)] sind weitgehend die gleichen Risiken wie bei einer Direktanlage

in den Basiswert zu beachten, insbesondere die entsprechenden Fremdwährungs-, Markt- und Kursrisiken. VONCERTs erbringen keine laufenden Erträge und verfügen

über keinen Kapitalschutz.

Kommentar von unserem Vontobel Research Investment Banking


Türkei-Basket

Die Türkei zeichnet sich durch ein solides wirtschaftliches

Fundament, eine steigende Industrieproduktion,

eine geringe Verschuldung

(28 % des BIP) und eine vorteilhafte Demografie

aus. Trotz globaler Rezessionsängste

wird für 2013 ein gesundes Wirtschaftswachstum

erwartet. Die fortschreitende

Industrialisierung (Agrarwirtschaft 30 % des

BIP) und die geringe Sparquote einer wachsenden

Mittelschicht stellen eine gute Ausgangslage

für binnenmarktorientierte Unternehmen

dar. Die Türkei verfügt über ein

gesundes Finanzsystem (keine Bankenkrise)

und eine disziplinierte Fiskalpolitik. Nach

starkem Jahresbeginn führten Inflationsängste

zu einer Seitwärtsbewegung seit Jahresmitte.

Die sehr starke Jahresperformance von + 34 %

verdankt der Basket einer deutlichen Kurssteigerung

des Finanzwerts Türkiye Is Bankasi.


Vontobel Natural-Gas-Strategy Index

Mit – 18 % liegt Natural Gas im hinteren Teil

der Jahresperformanceliste: 1) Im Unterschied

zu Rohöl sind die bekannten Reserven an konventionellem

Erdgas weitaus höher und lassen

auf absehbare Zeit keine Angebotsknappheit

erkennen; 2) die traditionelle Kopplung von

Rohöl und Erdgas spielt aufgrund der in den

letzten 12 Monaten massiv ausgebauten und

neu entdeckten Schiefergasvorkommen (Shale

Gas) nicht mehr. Die Schiefergasvorkommen

in den USA haben in Erwartung eines massiven

Angebotsüberhangs die Preise gedrückt. Da

die USA Energie aus Schiefergas als strategisch

enorm wichtig erachten und die Abhängigkeit

vom Ausland reduzieren wollen, ist in

absehbarer Zeit mit einer Stabilisierung oder

höchstens einer leichten Erholung der Preise zu

rechnen. Doch die Exportaktivitäten dürften

nicht vor 2016 beginnen.

Panagiotis Spiliopoulos, Leiter Research, Vontobel Investment Banking

Das Vontobel-Aktien-Research betreut weltweit die wichtigsten Investoren

und ist in den entscheidenden Finanzzentren präsent. Rund 150 Schweizer und

20 internationale Unternehmen deckt das Research ab. Mit einem sehr breiten

Know-how im Bereich der kleinen und mittelgrossen Unternehmen können

Kundenwünsche rasch und kompetent umgesetzt werden.


«Top Executive Women»-Basket

Frauen als Top-Manager führen mindestens

genauso gut wie Männer, vielleicht sogar besser.

Männer gehen grössere Risiken ein und tätigen

häufiger Transaktionen als Frauen. Deshalb

verbuchen sie auch grössere Verluste bzw.

geringere Gewinne. Übermässiges Selbstvertrauen,

ausgedrückt in höherem Handelsvolumen,

erhöht vor allem die Transaktionskosten.

Das Engagement eines weib lichen

CEOs spricht somit für die Rentabilität eines

Unternehmens. Gerade während der Finanzkrise

liess sich beobachten, dass Unternehmen,

die von Frauen geleitet werden, viel

risikobewusster agieren, was sich in einer

tieferen Volatilität der Gewinnentwicklung

äussert. Mit einer YTD-Performance von über

14 % und tiefer Volatilität überzeugt der

«Top Executive Women»-Basket.


11 derinews Januar 2013 Schweizer Aktienmarkt

OC Oerlikon und Swiss Re dank klarer Strategie im Aufwind

Swiss RE Swatch OC Oerlikon

Performance-Entwicklung Swiss RE

Absoluter Wert in CHF

70

65

60

55

50

45

Dez 11 Dez 12

Swiss RE

Barriere bei CHF 50.31

Performance-Entwicklung Swatch

Absoluter Wert in CHF

480

460

440

420

400

380

360

340

Dez 11 Dez 12

Swatch

Barriere bei CHF 358.10

Performance-Entwicklung OC Oerlikon

Quelle: Bloomberg, Stand am 21.12.2012. Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.

Swiss Re hat im Jahr 2012 mit 40 % eine sehr

gute Performance erzielt. Die neu organisierte

Struktur und bessere Transparenz der Segmente

Nichtleben- sowie Lebens- und Kranken rückversicherung,

Corporate Solutions und Admin

Re haben sich bisher positiv ausgewirkt, da so

die Wertschöpfung von aussen besser nachvollziehbar

wird. Das Underwriting ist sehr profitabel

und die Risiken auf der Anlage seite sind

historisch tief. Wir erwarten eine gute Kapitalrendite

von 10.8 % für 2012, was über dem

Ziel von ~ 8 % (700 Basispunkte über 5-Jahres-

US-Bond) liegt. Das Überschuss kapital wird

für die ordentliche Dividende, die Finanzierung

von Wachstum und eventuell einer Spezialdividende

reichen. Für 2012 schätzen wir eine

erhöhte ordentliche Dividende von CHF 3.50

und zusätzlich eine Spezialdividende von

CHF 1.50 bis CHF 2.50, was einer Gesamt -

rendi te von mindestens 7.5 % entspricht. Die

Experten von Vontobel Research Investment

Banking bestätigen die Kaufempfehlung und

das Preisziel von CHF 76.

Produkteckdaten

Produktname Defender VONTI

auf Swiss Re

Valor 1968 5941

Ausübungspreis CHF 67.08

Barriere CHF 50.31

Anfangs- /

Schlussfixierung

14.11.2012 /

16.05.2014

Max. Rendite* 10.36 %

Aktueller Briefkurs* 99.60 %

Die Schweizer Uhrenexportzahlen zeigten

auch im Jahr 2012 ein zweistelliges Wachstum

(E: + 12 %), das breit abgestützt ist. Stammte

im Jahr 2011 noch der grösste Teil des Wachstums

aus Asien ex Japan, wird 2012 Europa das

höchste Wachstum aufweisen. Aber auch die

anderen Regionen legten zu. Die Steigerung

in Europa ist vor allem der anhaltend positiven

Entwicklung im Tourismus, insbesondere

aus China, zu verdanken. Dies wird sich auch

im kommenden Jahr fortsetzen, wobei wir von

einer Wachstumsverlangsamung (E + 6 %) ausgehen.

In China erwarten die Vontobel-Analysten

jedoch wieder ein höheres Wachstum. Für

die Swatch Group sind Europa (Umsatzanteil

inkl. Schweiz 36 %) und China (Umsatzanteil

inkl. Hongkong 2011 34 %) die wichtigsten

Märkte. Die Gesellschaft weist mit einer Netto-

Cashposition von CHF 2 Milliarden eine sehr

solide Bilanz auf. Trotz einer überdurchschnittlichen

Performance im 2012 (YTD + 32 %) liegt

die Bewertung unter dem historischen Durchschnittswert,

weshalb die Aktie weiterhin zum

Kauf empfohlen wird.

Produkteckdaten

Produktname Defender VONTI

auf Swatch I

Valor 1968 6203

Ausübungspreis CHF 447.60

Barriere CHF 358.10

Anfangs- /

Schlussfixierung

30.11.2012 /

29.11.2013

Max. Rendite* 5.10 %

Aktueller Briefkurs* 101.50 %

Absoluter Wert in CHF

11.00

10.00

9.00

8.00

7.00

6.00

5.00

Dez 11 Dez 12

OC Oerlikon

Barriere bei CHF 8.22

Die Aktie des Schweizer Industriekonzerns hat

mit einem Plus von 110 % eine überragende

Performance hingelegt. Der Erfolg ist auf ein

konsequentes Management zurückzuführen,

welches sich Wertgenerierung als oberstes Ziel

gesetzt hat. In diesem Zusammenhang hat die

Firma zahlreiche Schritte erfolgreich umgesetzt,

insbesondere den Verkauf der risikobehafteten

Solarsparte an die japanische TEL und

der hochzyklischen Naturfasersparte an die

chinesische Jinsheng-Gruppe. Zusätzlich wurden

nicht-strategische Anlagevermögen wie

die Pilatus-Beteiligung oder eine Liegenschaft

in Arbon veräussert. Nicht zu vernachlässigen

waren auch die erfolgreiche Schuldenrefinanzierung

und Emission einer Obligation über

CHF 300 Millionen. Nach mehreren schwierigen

Jahren ist Oerlikon wieder «net-cash»

und verfügt über eine solide Bilanz, welche

strategische Investitionen und Akquisitionen

in bestehenden Kernbereichen zulässt. Mit

einem EV/EBITDA 13E von 5.5 x bleibt die

Aktie in Anbetracht weiterer Margenoptimierungen

attraktiv.

Produkteckdaten

Produktname Defender VONTI

auf OC Oerlikon

Valor 1968 6408

Ausübungspreis CHF 10.28

Barriere CHF 8.22

Anfangs- /

Schlussfixierung

18.12.2012 /

20.12.2013

Max. Rendite* 6.76 %

Aktueller Briefkurs* 102.20 %

Alle Beiträge von Vontobel Research Investment Banking. Das Termsheet (Final Terms) mit den rechtlich verbindlichen Konditionen finden Sie unter www.derinet.ch.

Hinweis: Defender VONTIs [SVSP-Bezeichnung: Barrier Reverse Convertible (1230)] zeichnen sich durch einen garantierten Coupon, eine Barriere sowie eine – allerdings nur

bedingte – Rückzahlung zum Nennwert aus. Falls nämlich der Basiswert die Barriere während der Barrierenbeobachtung berührt oder durchbricht, entfällt der Rückzahlungsanspruch in

Höhe des Nennwerts unmittelbar. Demnach sind die Risiken einer Anlage in ein Defender VONTI erheblich, sie entsprechen – bei nach oben begrenzten Gewinnchancen – weitgehend

den Risiken einer Direktanlage in den Basiswert. Je tiefer der Schlusskurs des Basiswertes bei Verfall unter dem Ausübungspreis ist, desto grösser ist der erlittene Verlust. Die angegebenen

Renditen können durch Transaktionskosten wie Courtagen, Steuern und Abgaben geschmälert werden. * Stand am 07.01.2013


12 derinews Januar 2013 Know-how

Renditekick mit Multi Defender VONTIs mit Partizipation

Rechnen Sie für die Produktlaufzeit mit moderat steigenden Kursen, können allfällige Kursrückschläge

aber nicht ausschliessen? Dann könnten Multi Defender VONTIs mit Partizipation attraktive

Anlageinstrumente für Sie sein. Ihre Vorteile: die Möglichkeit, an der positiven Wertentwicklung der

Basiswerte teilzuhaben, gepaart mit jährlichen Couponzahlungen und einem Risikopuffer.

Das Anlageumfeld ist bereits seit geraumer

Zeit von tiefen Zinsen geprägt. Zusätzlich war

die Stimmung bei vielen Anlegern im Zuge der

zahlreichen Krisen der jüngsten Vergangenheit

durch grosse Unsicherheit getrübt. Aktuell

scheint sich diese Unsicherheit aber etwas

gelegt zu haben und viele Investoren schauen

der Zukunft positiv entgegen. Dennoch schliessen

viele Anleger Kursrückschläge noch nicht

gänzlich aus.

Daher gibt es Bedarf an Anlageinstrumenten,

welche trotz tiefer Zinsniveaus eine attraktive

Verzinsung bieten. Gleichzeitig wollen Investoren

an einem möglichen Aufschwung an

den Börsen in naher Zukunft teilhaben. Über

die Anlage in ein strukturiertes Produkt erhalten

sie die Möglichkeit, auch in Seitwärtsmärkten

eine attraktive Rendite – in Form

eines garantierten Coupons – zu erzielen.

Zusätzlich ist das eingesetzte Kapital bis zu

einem bestimmten Niveau vor Kursverlusten

geschützt.

Multi Defender VONTIs mit Partizipation

(SVSP- Produkttyp: Weitere Renditeopti mierungs-

Zertifikate 1299) bieten darüber hinaus

die Möglichkeit, an der positiven Performance

der gewählten Basiswerte teilzuhaben. Im

besten Fall sind die potenziellen Gewinnchancen

gar unbegrenzt.

Die Funktionsweise im Detail

In der Folge sollen die vier möglichen Aus zahl

ungs szenarien von Multi Defender VONTIs

mit Partizipation an einem einfachen Beispiel

erläutert werden. Im folgenden Auszahlungsdiagramm

werden die Szenarien grafisch verdeutlicht.

Szenario 1 Barrieren: nie berührt

Falls keiner der Basiswerte während der Beobachtungsperiode

seine Barriere berührt oder

durchbrochen hat, wird pro Multi Defender

VONTI der grössere der folgenden Beträge

ausbezahlt:

Auszahlungsdiagramm*

Gewinn

Verlust

0

Barriere

2a

1a

Basiswert

1b

2b

Ausübungspreis

1 Barriere nicht berührt. 2 Barriere berührt.

• Nennwert

• Nennwert x (100 % + durchschnittliche

Performance der drei Basiswerte)

1a Angenommen, alle Basiswerte haben

sich negativ entwickelt, eine Barrierenverletzung

hat aber nicht stattgefunden:

In diesem Fall erhält der Anleger 100 %

des Nennwerts zurück. Hier profitiert der

Kunde also vom Risikopuffer.

1b Im Fall, dass die Basiswerte 1, 2 und

3 um 10 %, 15 % respektive 20 %

zugelegt haben, erhält der Investor 100 %

des Nennwertes plus den Nennwert multipli

ziert mit der durchschnittlichen Performance

aller Basiswerte ({10 % + 15 %

+ 20 %} / 3), also 115 % des Nennwertes

zurück. Die Gewinnchance von Multi

Defender VONTIs mit Partizipation ist in

diesem Fall potenziell unbegrenzt.

Szenario 2 Barriere: durch mindestens

einen Basiswert berührt

Berührt oder durchbricht aber mindestens

ein Basiswert während der Barrierenbeobachtungsperiode

die jeweilige Barriere, so entfällt

der Rückzahlungsanspruch in Höhe des

Nennwertes unmittelbar.

Das strukturierte Produkt entspricht dann

praktisch einer Direktanlage in den Basiswert mit

der prozentual schlechtesten Wert entwicklung

(ohne Berücksichtigung der Dividende und der

Couponzahlungen).

Es erfolgt entweder die Lieferung der festgelegten

Anzahl Basiswerte oder eine Barabgeltung,

die dem Schlussfixierungskurs

dieses Basiswertes entspricht.

Zur Bestimmung des Basiswertes mit der prozentual

schlechtesten Wertentwicklung ist

nicht von Bedeutung, welcher Basiswert die

Barriere ursprünglich berührt hat. Es wird

lediglich der Kurs bei Schlussfixierung beachtet.

2a Sollte der Basiswert mit der schlechtesten

Wertentwicklung unter seinem Ausübungspreis

notieren, so wird pro Multi

Defender VONTI mit Partizipation der

Nennwert minus die prozentuale

Differenz zwischen dem Ausübungspreis

und dem Kurs des Basiswertes bei Schlussfixierung

ausbezahlt. Angenommen,

der Basiswert mit der schlechtesten

Performance weist eine Rendite von

– 20 % auf, so erhält der Investor 80 %

des Nennwertes zurück.

2b Sollte der Basiswert mit der schlechtesten

Wertentwicklung über dem Ausübungspreis

notieren, so wird pro Multi Defender

VONTI mit Partizipation der Nennwert

plus die prozentuale Differenz zwischen

dem Ausübungspreis und dem Kurs des

Basiswertes bei Schlussfixierung ausbezahlt.

Sollte die Performance des Basiswertes

mit der schlechtesten Performance

beispielsweise + 25 % betragen, so erhält

der Anleger 125 % des Nennwertes

zurück.

In jedem Fall erhält der Anleger einen attraktiven,

garantierten Coupon.


13 derinews Januar 2013 Know-how

Illustration anhand eines Beispielprodukts

Anhand eines fiktiven Produkts mit den

Basiswerten Nestlé, Roche (GS) und Zurich

Financial Services sowie einer Laufzeit von

drei Jahren soll der Auszahlungsmecha nis mus

verdeutlicht werden.

Die folgende Grafik zeigt die prozentuale

Wertentwicklung der drei Basiswerte: Nestlé

(+ 19.56 %), Roche GS (+ 6.61 %), Zurich

Financial Services (+ 10.47 %). In der Grafik

sind auch zwei Barrieren ersichtlich (Barriere 1

bei 65 % und Barriere 2 bei 70 %).

Wertentwicklung Beispielprodukt*

Wertentwicklung (in %)

130 %

120 %

110 %

100 %

90 %

80 %

70 %

60 %

50 %

Dez 09

Nestlé

Roche (GS)

Zurich Financial Services

Barriere 1

Barriere 2

Quelle: Bloomberg, Stand am 19.12.2012

* Frühere Wertentwicklungen und Simulationen

sind kein verlässlicher Indikator für die künftige

Wertentwicklung. Steuern und allfällige Gebühren

wirken sich negativ auf die Rendite aus.

Dez 12

Beispiel mit Barriere 65 %

Hätte man in ein Produkt mit den erwähnten

Basiswerten und einer Barriere von 65 %

investiert, so wäre die Barriere in den vergangenen

drei Jahren niemals berührt worden.

Somit würde Szenario 1b zutreffen und der

Anleger erhielte gemäss obiger Auszahlungsformel

100 % des Nennwertes plus die durchschnittliche

Performance der Basiswerte, also

112.21 % des Nennwertes ausbezahlt.

Beispiel mit Barriere 70 %

Hätte man allerdings ein Produkt mit einer

Barriere bei 70 % abgeschlossen, so wäre

die Barriere durch die Basiswerte Roche und

Zurich Financial Services berührt worden.

Zum Verfallszeitpunkt hat sich der Basiswert

mit der schlechtesten Performance – Roche –

aber wieder erholt und notiert bei 106.61 %.

Somit trifft das Szenario 2b zu. In diesem

Fall partizipiert der Investor also voll an der

Perfor mance von Roche und die Auszahlung

würde 106.61 % des Nennwertes betragen.

Hätte sich der Basiswert mit der schlechtesten

Wertentwicklung nicht wie im eben beschriebenen

Fall auf über 100 % erholt, sondern nur

bis beispielsweise 80 %, dann würde Szenario

2a zutreffen. Der Anleger erhielte dann eine

Rückzahlung von 80 % des Nennwertes.

Die Hauptvorteile von Multi Defender

VONTIs mit Partizipation

Im Gegensatz zu herkömmlichen Multi

Defender VONTIs hat der Anleger mit diesen

Produkten die Möglichkeit, an einer positiven

Wertentwicklung der Basiswerte zu partizipieren.

Um dem Anleger diese Möglichkeit

zu bieten, fallen beim Emittenten zusätzliche

Kosten an. Im Vergleich zu einem konventionellen

Multi Defender VONTI fällt der garantierte

Coupon bei diesen Produkten daher

etwas niedriger aus. Die Verzinsung ist im

Vergleich zur Marktverzinsung aber dennoch

sehr attraktiv.

Risiken

Je tiefer der Schlusskurs des Basiswertes mit

der schlechtesten Wertentwicklung bei Verfall

unter seinem Ausübungspreis notiert, desto

grösser ist der erlittene Verlust. Der Maximalverlust

kann im Extremfall (bei einem Schlusskurs

des Basiswertes von null) zu einem Verlust

des Nennwertes führen. Der Coupon

hingegen ist garantiert. Der Anleger trägt

zusätzlich das Emittentenrisiko. Im Falle einer

Zahlungsunfähigkeit des Emittenten würde

der Kunde ebenfalls den Coupon verlieren.

Es gilt zu beachten, dass der Wert des Produkts

– selbst bei einer positiven Kursentwicklung

der Basiswerte und ohne Barrierenverletzung

– während der Laufzeit deutlich unter

dem Emissionspreis notieren kann. Investoren

sollten beachten, dass sich nicht nur Kursveränderungen

der Basiswerte, sondern auch

andere Faktoren negativ auf den Wert von

strukturierten Produkten auswirken können.

In der Rubrik Know-how erfahren Sie Neues über die

Funktionsweisen unserer Produktstrukturen.

Tipps für Anleger:

Wie finden Sie Ihr strukturiertes Produkt?

Bei einer Investition in strukturierte Produkte können

Sie Ihre ganz persönliche Markterwartung durch die

Definition der entsprechenden Parameter gezielt

umsetzen. Folgende Elemente führen zu Ihrem

strukturierten Produkt:

• Klar definierte und fundierte Markt- und

Renditeerwartung

• Identifizierung attraktiver Basiswerte

• Auswahl der geeigneten Produktstruktur:

Die SVSP Swiss Derivative Map© kann Ihnen

helfen, die passende Produktstruktur zu finden.

• Verstehen des Produkts:

Verstehen Sie alle möglichen Auszahlungsszenarien?

Ist Ihnen bewusst, wie sich die Bewertung

des Produkts während der Produktlaufzeit im

Sekundärmarkt verändern kann?

• Definition der Parameter und Prüfung des

Termsheets:

Entsprechen alle Produktmerkmale Ihren

Erwartungen? Haben Sie alle Informationsquellen

berücksichtigt?

• Anlageentscheid und Abschluss des Produkts

Sollten Sie Fragen bezüglich der obigen Punkte

haben, dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie

unser Advisory-Team. Gerne unterstützen wir Sie bei

der Erstellung Ihres massgeschneiderten strukturierten

Produkts.

Kompakt

Sie erwarten eine moderat positive Entwicklung. Kursrückschläge können Sie aber nicht ausschliessen.

Dann sind Multi Defender VONTIs mit Partizipation geeignete Anlage instrumente

für Sie. Diese Produkte bieten nebst einem Risikopuffer auch die Möglichkeit der Partizipation

an der positiven Entwicklung des Baskets bestehend aus den einzelnen Basis werten. Die

Gewinnchance ist daher potenziell unbegrenzt. Sollte aber die Barriere mindestens eines Basiswertes

verletzt worden sein, so partizipiert der Anleger am Basiswert mit der schlechtesten

Wertentwicklung. In jedem Fall erhält der Anleger den garantierten Coupon ausbezahlt.


14 derinews Januar 2013 Investmentidee

Comeback der europäischen Banken?

Mit den jüngsten Anstrengungen der Europäischen Zentralbank und der nationalen Regierungen

konnten die Risiken der Eurozone vorerst reduziert werden. Dabei scheint auch das Vertrauen in die

europäischen Banken wieder zurückzukehren.

Wie geht es mit der Eurozone weiter? Diese

Frage war 2012 allgegenwärtig und beschäftigte

Politik und Wirtschaft. Für 2013 sind

die Aussichten aktuell nicht mehr so dunkel.

Eine «leichte Entspannung» will Mario Draghi,

Chef der Europäischen Zentralbank (EZB),

jüngst ausgemacht haben. Seiner Einschätzung

zufolge sei allmählich wieder mit zurückkehrendem

Vertrauen in die Eurozone zu

rechnen. Dabei bekräftigte er die Bereitschaft

der EZB, notfalls unbegrenzt Anleihen von

Krisenstaaten wie Spanien, Portugal und Italien

zu kaufen, um die Lage weiter zu stabilisieren.

In der jüngeren Wirtschaftsgeschichte gibt es

keine vergleichbaren Fälle von unbegrenzten

Liquiditätsspritzen, weshalb man die langfristigen

Folgen dieser Interventionen nur

schwer abschätzen kann. Die fiskalpolitischen

Massnahmen der Zentralbanken trugen zwar

zu einer Erholung der Finanzmärkte seit der

heftigen Krise 2008 bei, man ist sich jedoch

bewusst, dass es sich dabei grösstenteils um

Symptombekämpfung handelt. Um nachhaltige

Lösungen zu finden, so appellierte

auch Draghi, seien die Regierungen gefordert,

Reformen weiter voranzutreiben (Quelle:

Handels zeitung).

Als Teilerfolg solcher Reformen kann sicherlich

die jüngste Einigung auf eine europäische

Bankenaufsicht betrachtet werden. Darauf

konnten sich die EU-Finanzminister in einem

nächtlichen Verhandlungsmarathon einigen.

Mit dem Ergebnis, dass die EZB von 2014

an mindestens 150 der grössten Kreditinstitute

in der Eurozone überwachen soll. Bei

ersten Anzeichen von Problemen soll sie

auch bei kleineren Finanzinstituten ein greifen

können. Es ist beabsichtigt, dass die EZB

schrittweise mit den nationalen Aufsehern

zusammenarbeitet. Die Bundeskanzlerin Angela

Merkel ergänzte, dass die Einigung nicht

«hoch genug» einzuschätzen sei. In gemeinsamer

Aufsicht könnten nun Gefahren auf

nationaler Ebene erkannt werden, bevor sie

die gesamte Eurozone ins Wanken bringen

könnten (Quelle: NZZ).

Griechenland-Einigung als positives Zeichen

Für eine Entspannung und ein erstes Greifen

der Reformen sprechen sicherlich die gesunkenen

Risikoprämien der Staatsanleihen europäischer

Peripherieländer wie Spanien oder

Italien. Diese konnten in den letzten Monaten

eine Rally hinlegen, nachdem sich Griechenlands

Gläubiger auf die Reduktion der Schulden

einigen konnten (vgl. Grafik «Renditen

10-jähriger europäischer Staatsanleihen»).

Wie fragil die Lage allerdings ist, zeigte sich

jüngst in Italien, wo die Rücktrittsankündigung

des derzeitigen Regierungschefs

Mario Monti die italienischen Staatsanleihen

sogleich unter Druck geraten liess.

Renditen 10-jähriger europäischer

Staatsanleihen*

40 %

35 %

30 %

25 %

20 %

15 %

10 %

5 %

0

2008 2009 2010 2011 2012

Deutschland

Griechenland

Spanien

Portugal Italien

Quelle: Bloomberg, Stand am 21.12.2012

* Frühere Wertentwicklungen und Simulationen

sind kein verlässlicher Indikator für die künftige

Wertentwicklung. Steuern und allfällige Gebühren

wirken sich negativ auf die Rendite aus.

Vertrauen in Banken kommt zurück

Als positiv sind auch die deutlich reduzierten

Risikoprämien für den europäischen Finanzsektor

zu werten, welcher in der Vergangenheit

überdurchschnittlich stark gelitten hat.

Die eingeleiteten Hilfsmassnahmen und

Regulierungsfortschritte lassen die Wahrscheinlichkeit

von Extremszenarien sinken

und europäische Finanztitel zunehmend in

den Fokus der Anleger geraten. So konnte der

Sektor Index STOXX Europe 600 Banks seit

Jahresbeginn 2012 über 30 % zulegen (Stand

am 21.12.2012); vgl. Grafik STOXX Europe

600 Banks Index). Das Interesse der Anleger

ist durchaus begründet. Noch immer sind

viele europäische Banken, welche im grossen

Umfang Staatsanleihen der Krisenstaaten halten,

niedrig bewertet und könnten von einer

weiteren positiven Entwicklung der Eurozone,

insbesondere deren Peripherie, profitieren.

STOXX Europe 600 Banks Index*

Indexpunkte

170

160

150

140

130

120

Jan 12

STOXX Europe 600 Banks Index

Quelle: Bloomberg, Stand am 21.12.2012

Dez 12

Fest steht, dass die Europäer allmählich wieder

Vertrauen in ihre Bankensysteme fassen.

Herrschte im Sommer noch grosse Unsicherheit

und Kapitalflucht, steigen die Einlagen

der betroffenen Bankensysteme nun wieder

(Quelle: FAZ). Vor allem im spanischen Bankensektor

mehren sich die Anzeichen, dass sich

die Lage wieder zum Positiven wendet und

die Kapitalisierung und Restrukturierung der

spanischen Banken wieder zu grösserem Vertrauen

der spanischen Bankkunden führt.

Auch in Griechenland scheint der Kapitalflucht

fürs Erste Einhalt geboten zu sein. Im

Oktober legten die Einlagen auf 155.25 Milliarden

Euro zu. Damit lagen sie noch ca. 12 %

unter dem Vorjahreswert. Im Sommer betrug

diese Kennzahl noch gut 20 %. Ein Zeichen,

dass die griechische Kapitalflucht möglicherweise

ausgestanden sein könnte. In Irland

stabi lisierte sich die Lage im Laufe des Sommers

ebenfalls. Im Gegensatz zu Portugal, wo in

den letzten Monaten kontinuierlich Einlagen

abflossen: Erst im Oktober konnten wieder

leichte Zuflüsse von 0.9 Milliarden Euro verzeichnet

werden. In Deutschland hingegen


15 derinews Januar 2013 Investmentidee

sind stark abnehmende Kapitalzuflüsse zu

konstatieren, was ein Indiz für eine nachlassende

Kapitalflucht vom Süden in den Norden

innerhalb der Währungsunion ist (Quelle: FAZ).

Grundsätzlich kann man davon ausgehen,

dass eine Rückkehr der Kundeneinlagen die

Finanzkraft der europäischen Banken stärken

kann. Mit zunehmender Entspannung der

Lage könnte auch die Risikobereitschaft

der Anleger europäischen Titeln gegenüber

zunehmen und damit den Geldstrom wieder

Richtung Europa fliessen lassen. So zeigt sich

in einer Befragung der Bank of America von

250 Fondsmanagern, wie diese ihr verwaltetes

Geld anlegen, dass bei institutionellen

Anlegern Europa wieder an Bedeutung

gewinnt und erste Umschichtungen stattfinden.

Vor allem den Peripheriestaaten der

Eurozone wird dabei aufgrund der sehr niedrigen

Bewertung hohes Potenzial zugesprochen

(Quelle: Euro am Sonntag).

Multi Defender VONTI auf

europäische Bankentitel

Bank Vontobel bietet aktuell zwei neue Multi

Defender VONTIs auf europäische Bankentitel

an. Sie eignen sich besonders für Anleger,

die sich für ein Investment in europäische

Finanzwerte interessieren und dabei mit leicht

steigenden oder seitwärts tendierenden Basiswerten

rechnen, leichte Kursrückschläge aber

nicht ausschliessen.

Anleger haben zum einen die Möglichkeit,

mittels eines Multi Defender VONTIs in die

grössten Banken Europas zu investieren. Das

Produkt verfügt über Barrieren von 60 % des

jeweiligen Aktienkurses bei Fixierung und

einen Coupon von 10.40 % (10.42897 % p. a.).

Zum anderen bietet der Multi Defender VONTI

auf Aktien dreier Banken aus den südlichen

Peripheriestaaten die Möglichkeit, auf eine

Erholung des Bankensektors in Südeuropa zu

setzen. Das Produkt verfügt über eine Barriere

von 65 % des jeweiligen Aktienkurses bei

Fixierung und einen Coupon von 11.10 %

(11.13092 p. a.).

Ein weiteres Produkt zum Thema europäische

Bankentitel finden Anleger auf Seite 7 in der

Rubrik «Marktfokus» mit dem VONCERT auf

einen «European Financial» Basket in CHF mit

zehn EU-Aktien.

In angeschlagenen europäischer Staaten, wie Griechenland oder Spanien, konnte die Kapitalflucht

gestoppt werden.

Produkteckdaten Multi Defender VONTI auf Bank of

BNP Paribas / Deutsche Bank /

Banca Santander

Multi Defender VONTI auf

Banco Bilbao Vizcaya / UniCredit /

Banco Santander

Emittentin Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai

Garantin Vontobel Holding AG, Zürich (Standard & Poor’s A; Moody’s A2)

Kotierung Wird an der SIX Swiss Exchange beantragt

SVSP-Bezeichnung Barrier Reverse Convertible (1230)

Basiswerte BNP Paribas

Banco Bilbao Vizcaya

Deutsche Bank

UniCredit

Banco Santander

Banco Santander

Valor 1415 0407 1415 0408

Barriere 60 % 60 %

Couponw 10.40 (10.42897 % p. a.) 11.10 (11.13092 % p. a.)

Anfangs- / Schlussfixierung 18.01.2013 / 17.01.2014 18.01.2013 / 17.01.2014

Produktwährung EUR EUR

Emissionspreis / Nennwert 100 % / EUR 1000.00 100 % / EUR 1000.00

Barrierenbeobachtung Kontinuierlich Kontinuierlich

Zeichnungsfrist 18.01.2013, 16.00 Uhr MEZ 18.01.2013, 16.00 Uhr MEZ

Siehe Seite 11 für weitere Risikohinweise.

Das Termsheet (Final Terms) mit den rechtlich verbindlichen Konditionen sowie weitere Infor ma tionen

zu Chancen und Risiken der Produkte finden Sie unter www.derinet.ch.

Kompakt

In Griechenland ist die Kapitalflucht gestoppt und in Spanien zeigt das Programm zur Kapitalisierung

Wirkung. Das könnte die Finanzkraft der europäischen Banken, die wieder zunehmend

in den Fokus der Anleger geraten, stärken. Bank Vontobel bietet zwei neue Multi Defender

VONTIs auf europäische Bankentitel an. Sie eignen sich für Anleger, die sich für ein Investment

in europäische Finanzwerte interessieren und dabei mit leicht steigenden oder seitwärts

tendierenden Basiswerten rechnen, leichte Kursrückschläge aber nicht ausschliessen.


16 derinews Januar 2013 Rohstoff-Kolumne

Rohstoffe: Wenig Bewegung im Dezember

Edelmetalle

Eine lockere Geldpolitik der weltweiten Zentral -

banken sowie niedrige Realzinsen könnten

im neuen Jahr zu festen Notierungen beim

Gold führen. Dies, obwohl der vergangene

Vierwochenzeitraum vorerst eine Seitwärtsbewegung

im Preis des gelben Edelmetalls mit

sich brachte, das sich zuvor seit dem Sommer

um rund 20 % verteuert hatte. Auch Silber

bewegte sich seitwärts. Der Silbermarkt

könnte sich auch im neuen Jahr eng an den

Preis bewegungen des Goldes orientieren, der

Silberpreis reagiert jedoch zusätzlich empfindlich

auf Veränderungen der Risikobereitschaft

der Anleger. Gehen diese Anleger ins Risiko,

beginnt Silber oft schneller zu steigen als Gold.

Eine zunehmende Verknappung des auf dem

Weltmarkt verfügbaren Angebots half dem

Palladiumpreis auf die Sprünge. Der britische

Chemiekonzern Johnson Matthey befürchtet,

dass es im Gesamtjahr 2012 so wenig

Palladium gegeben hat wie seit zehn Jahren

nicht mehr. Das lockt auch Käufer an, die mit

physisch besicherten ETFs auf steigende

Palladiumpreise setzen, was das Angebot

zusätzlich verknappt.

Industriemetalle

Kupfer verteuerte sich auf Monatsfrist um

5.5 %. Das Industriemetall reagierte positiv

auf die Stabilisierung chinesischer Einkaufsmanagerindizes

– immerhin stammen 40 %

der weltweiten Nachfrage nach Kupfer von

dort. Aber auch die allgemeine Stimmungsaufhellung

im Zuge einer weiteren Lockerung

der Geldpolitik durch die US-Notenbank

sowie eine freundliche Tendenz an den

Aktien märkten beflügelten den Kupferpreis.

Produkteckdaten

Energierohstoffe

Der Preis für ein Barrel Brent-Öl schwankte

zwischen USD 111 auf der Oberseite und

USD 106 auf der Unterseite, blieb aber auf

Monatsfrist unverändert bei USD 108. Bei

USD 100 pro Barrel gilt der Preis für Brent-

Crude-Rohöl als gut abgesichert, da die OPEC

wiederholt betonte, bei grösseren Preiskorrekturen

unter dieses Niveau mit einer Senkung

der Fördermengen reagieren zu wollen.

Agrarrohstoffe

Da auch der Winter keine nennenswerten

Niederschläge in das Getreideanbaugebiet

der Great Plains in den Vereinigten Staaten

brachte, sorgen sich erste Landwirte schon

um die Ernte im nächsten Jahr. Sie muss gut

ausfallen, denn in den Silos lagern weitaus

weniger Mais und Soja als in den vergangenen

Jahren. Das macht den Markt anfällig

für unvermittelt neue Preisspitzen, sollte

sich irgendwo auf der Welt eine schlechte

Ernte abzeichnen. Mais bewegte sich auf

Vierwochen frist um 1 % aufwärts, während

Sojabohnen um 6 % teurer wurden.

Die Preise für Arabica-Kaffee sind in New York

auf Vierwochenfrist um 5 % gesunken. Eine

überraschend gute brasilianische Kaffeeernte

wird laut dem internationalen Kaffeeverband

ICO in der im Oktober gestarteten Saison

2012/13 für einen Anstieg des Arabica-Angebots

auf dem Weltmarkt um 9 % gegenüber

dem Vorjahr sorgen. Damit wäre ein neuer

Rekordwert erreicht, was erklärt, warum die

Preise für Kaffee sich auch nach einer Korrektur

um 50 % nicht von ihren Verlusten erholen können

und auf niedrigem Niveau seitwärts laufen.

Am Kakaomarkt sind Angebot und Nachfrage

derzeit ausgeglichen, aber die Hoffnungen

auf eine Rekordernte in der Elfenbeinküste,

dem weltgrössten Kakaoanbauland, wurden

im Jahr 2012 enttäuscht. Damit wurden neue

Jahrestiefs vermieden und Kakao verteuerte

sich seit Jahresbeginn um ein Fünftel. Wegen

einer schwächeren Schokoladennachfrage

in den Hauptabnehmerregionen Europa und

Nordamerika konnte Kakao seine Jahreshochs,

die im September erreicht wurden,

jedoch nicht halten und notierte zuletzt 11 %

darunter.

Wie bei Kaffee konnte Brasilien im Jahr 2012

auch bei Zucker eine sehr gute Ernte einfahren,

was zu fallenden Preisen des süssen Rohstoffs

führte. Der Preis fiel im Dezember auf das niedrigste

Niveau seit neun Quartalen. Die durchschnittlichen

weltweiten Produktionskosten

bei Zucker liegen bei 19 US-Cent pro Pfund

und damit auf dem aktuellen Preis niveau.

Ein Überangebot an raffiniertem Zucker auf

dem Weltmarkt im ersten Quartal, wie es

von verschiedenen Marktbeobachtern angesichts

der guten brasilianischen Zuckerrohrernte

erwartet wird, könnte dazu führen, dass

einige Produzenten mit Verlust verkaufen

müssen, um ihre Ware am Markt loszuschlagen.

Dies könnte zu weiter fallenden Zuckerpreisen

im neuen Jahr führen.

Bestellen Sie kostenlos unseren regelmässigen

Rohstoff-Newsletter unter www.derinet.ch.

Weitere Informationen zu Chancen und Risiken der

Produkte finden Sie unter www.derinet.ch.

Emittentin / Garantin Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai / Vontobel Holding AG, Zürich (S&P A; Moody’s A2)

SVSP-Bezeichnung Tracker-Zertifikat (1300)

Basiswert JPMCCI – Industrial Metals TRI1 JPMCCI – Energy TRI1 JPMCCI – Precious Metals TRI1 JPMCCI – Copper TRI1 Emissionspreis USD 100.80 (inkl. Ausgabe- USD 100.80 (inkl. Ausgabe- USD 100.80 (inkl. Ausgabe- USD 100.80 (inkl. Ausgabeaufschlag

von USD 0.80) aufschlag von USD 0.80) aufschlag von USD 0.80) aufschlag von USD 0.80)

Valor / Symbol 1208 7910 / ETCIMU 1208 7908 / ETCENU 1208 7911 / ETCPMU 1208 8056 / ETCCLU

Anfangsfixierung / Laufzeit 21.01.2011 / Open End 21.01.2011 / Open End 21.01.2011 / Open End 04.03.2011 / Open End

Managementgebühr max. 2.0 % p. a. 2.0 % p. a. 2.0 % p. a. 2.0 % p. a.

Aktueller Briefkurs* USD 81.60 USD 98.60 USD 116.20 USD 81.70

1 Weitere Produkte sind als pfandbesicherte Produkte (COSI) sowie in Quanto CHF bzw. USD und Quanto EUR (währungsgesichert) erhältlich. Bei quanto-währungsgesicherten

Produkten wird die entsprechende Quanto-Gebühr in den Zertifikatspreis eingerechnet. Die Termsheets mit den rechtlich verbindlichen Angaben sowie weitere

Informationen sind unter www.derinet.ch jederzeit abrufbar. Bei nicht quanto-gesicherten Produkten besteht das entsprechende Währungs risiko. Siehe Seite 10 für weitere

Risikohinweise. *Stand am 07.01.2013


17 derinews Januar 2013 Antworten auf Ihre Fragen

Welchen Einfl uss haben Backwardation und Contango auf

die Produktkonditionen eines Defender VONTIs?

Welchen Einfluss haben Backwardation und

Contango auf die Produktkonditionen?

Von einer Backwardation bei Rohstoffen

spricht man, wenn langfristige Futures günstiger

sind als kurzfristige Futures. Bei einer

Contango-Situation ist es umgekehrt.

Für die Konditionen eines Defender VONTIs

auf Rohstoffe gilt: Je stärker die Backwardation,

desto höher ist der Coupon bzw. desto

tiefer die Barriere. Eine starke Backwardation

bei Rohstoffen hat somit einen ähnlichen

Einfluss auf die Konditionen eines Defender

VONTIs wie eine hohe Dividende bei Aktien.

Bei der Contango-Situation gilt: Je stärker die

Contango-Situation, desto tiefer ist der Coupon

bzw. desto höher die Barriere.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen rund um das

Thema strukturierte Produkte. Senden Sie uns

ein E-Mail an zertifi kate@vontobel.ch

oder rufen Sie uns an.

Was ist der VIX?

VIX steht für den Chicago Board Options

Exchange (CBOE) Volatility Index, der die

Markterwartung für die 30-tägige Volatilität

widerspiegelt. Er wird unter Berücksichtigung

der impliziten Volatilität einer Vielzahl von

S&P-500-Indexoptionen berechnet. Dabei

werden sowohl Calls als auch Puts für die

Berechnung herangezogen. Er wird in den USA

oft als «investor fear gauge» bezeichnet, er ist

also ein Mass für die Angst der Investoren.

Ich interessiere mich für frühere Ausgaben

von derinews. Sind diese noch verfügbar?

Selbstverständlich sind auch die früheren Ausgaben

von derinews verfügbar. Diese finden

Sie auf unserer Website www.derinet.ch unter

dem Menüpunkt Services in der Rubrik Publikationen.

Diese Seite bietet Ihnen Zugang

zum Archiv bis zu den derinews-Anfängen im

Jahr 2005, wobei sämtliche Ausgaben als PDF

zur Verfügung stehen.

Neben derinews finden Sie dort auch weitere

Publikation wie Broschüren oder Flyer zu

diversen Themen.

Unsere Spezialisten geben Ihnen gerne Antwort auf Ihre Fragen zu

strukturierten Produkten. Täglich teilen unsere Experten ihr Know-how

mit Ihnen via Telefon von 8.00 bis 18.00 Uhr oder per E-Mail unter

zertifi kate@vontobel.ch.

Ihr «Advisory Financial Products»-Team in Zürich

Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich

Telefon + 41 58 283 78 88, Telefax + 41 58 283 57 67

zertifi kate@vontobel.ch


18 derinews Januar 2013 Wissenswertes

Wussten Sie, dass …

Oft sind es nur wenige Ereignisse, die von einem Jahr in Erinnerung bleiben. Nicht selten sind es

negative. Dabei gibt es jeweils viele erstaunliche Fakten und kleine wie grosse Geschehnisse, die ein

Jahr prägen. Ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2012.

Wussten Sie beispielsweise, dass …

... im November in Moskau das höchste

Gebäude Europas eingeweiht wurde?

Der 338 Meter hohe Wolkenkratzer

«Mercury City Tower» übertrifft damit

den bisherigen Rekordhalter «The Shard»

in London um knapp 29 Meter.

… im vergangenen Jahr 1200 Milliarden

Suchanfragen in 146 Sprachen bei

Google eingegangen sind?

Gleich in drei Kategorien belegte

Whitney Houston den ersten Rang.

… im vergangenen Jahr erstmals 1 Milliarde

Menschen weltweit verreist sind?

Urlaub im Ausland können sich immer

mehr Menschen leisten. Gemäss dem

World Travel and Tourism Council ist ihre

Zahl 2012 um 3.5 % bis 4 % gestiegen.

… die prunkvolle Bootsparade in London

im Juni mit 30’000 Personen und 1000

Booten 15 Millionen Euro gekostet hat?

Sie war der Höhepunkt der viertägigen

Feierlichkeiten zum 60-jährigen

Thronjubiläum (Diamond Jubilee) der

englischen Königin.

… eine solche Flussparty auf der Themse

zuletzt 1662 stattfand?

Damals stellte König Charles II. dem

Volk seine neue Frau Katharina von

Braganza vor.

… das bisher längste Grand-Slam-Finale

5 Stunden und 53 Minuten dauerte?

So lange benötigte Novak Djokovic am

29. Januar 2012, um im epischen Tennisduell

der Australian Open Rafael Nadal

zu besiegen.

… die Entwicklung des Logos für die

30. Olympischen Spiele 400’000 Pfund

gekostet hat?

Die abstrakte Darstellung der Zahl 2012

zierte unter anderem die Rückseite der

Medaillen.

… die Weltbevölkerung am 11. Juli, dem

Weltbevölkerungstag, 7’057’608’000

Menschen zählte?

Gemäss der Stiftung Weltbevölkerung in

Hannover kommen jeden Tag 227’000

Erdenbürger hinzu – das sind etwa

80 Millionen Menschen im Jahr.

… bei den Olympischen Spielen und den

Paralympics 2012 insgesamt rund 4700

Medaillen überreicht wurden?

Die Goldmedaillen enthalten übrigens

92.5 % Silber, 6 % Kupfer und nur 1.5 %

Gold. Zum ersten Mal war ihr Silberwert

grösser als ihr Goldwert.

… erstmals ein Mensch im freien Fall die

Schallmauer durchbrach und damit eine

Mach-Zahl von 1.24 erreichte?

Bei seinem Sprung aus 39 km Höhe

erreichte der österreichische Extremsportler

Felix Baumgartner im freien Fall eine

Höchstgeschwindigkeit von 1341.9 km/h.

… Paul Cézanne den Amerikaner Jackson

Pollock als teuersten Künstler der Welt

abgelöst hat?

Cézannes «Kartenspieler» wurde im

Februar für rund 250 Millionen Dollar

verkauft und entthronte damit Jackson

Pollocks Gemälde «No. 5, 1948», das

2006 140 Millionen Dollar erzielt hatte.

… der Februar 2012 in der Schweiz zu den

zehn kältesten Februarmonaten seit

Beginn der Messungen vor rund

150 Jahren zählte?

Die Kältewelle war gemäss Messungen

von MeteoSchweiz die intensivste seit

27 Jahren.

… es Hochenergiephysikern am California

Institute of Technology gelang, den

bisherigen Datentransfer-Rekord auf 339

Gigabits pro Sekunde fast zu verdoppeln?

Dies entspricht vier Millionen Gigabytes

pro Tag. Für das nächste Jahr hoffen die

Forscher, die Datenübertragung auf

1 Terabit pro Sekunde zu steigern.

Auch 2012 begeisterten Sportereignisse wie das

Australian Open (Bild oben) und Grossevents in

London (Bild unten ) mit neuen Superlativen.


19 derinews Januar 2013 News und Tipps

Vote & Win – Ihre Stimme zählt!

Einmal mehr wird an den Swiss Derivative

Awards 2013 die Auszeichnung «Top Service»

verliehen. Die Beratung und Unterstützung

unserer Kunden auf Produkt- und Know-how-

Ebene ist uns ein grosses Anliegen. Um so

erfreulicher ist es, dass die Bank Vontobel diese

wichtige Auszeichnung bereits mehrere Male

hintereinander in Empfang nehmen durfte.

Auch für den diesjährigen «Top Service»-Award

bewerten aktive Anlegerinnen und Anleger

aufgrund ihrer Erfahrungswerte, welche

Banken den besten Kunden-Service im

Bereich Derivate bieten, sei es am Telefon, im

Netz oder mit übersichtlichem Informationsmaterial.

Entscheiden Sie mit Ihrer Stimme mit,

ob die Bank Vontobel auch künftig das Prädikat

«Top Service» tragen darf.

Nehmen Sie jetzt am Public Voting zu den

Swiss Derivative Awards 2013 teil und gewinnen

Sie strukturierte Produkte im Gesamtwert

von CHF 2000.00, offeriert von der Swissquote

Bank.

1. Preis: CHF 1000.00

in strukturierten Produkten

2. Preis: CHF 500.00

in strukturierten Produkten

3. Preis: CHF 500.00

in strukturierten Produkten

Rechtlicher Hinweis

Die vorliegende Publikation dient lediglich der Information und stellt keine Anlageempfehlung oder Anlageberatung dar und ersetzt

nicht die vor jeder Kaufentscheidung notwendige qualifizierte Beratung, insbesondere auch bezüglich aller damit verbundenen Risiken.

In der Vergangenheit erzielte Performance darf nicht als Hinweis oder Garantie einer zukünftigen Performance verstanden werden. Allein

massgeblich sind die in den jeweiligen Prospekten enthaltenen vollständigen Bedingungen, die bei der Bank Vontobel AG, Financial

Products, CH-8022 Zürich, unter Tel. + 41 (0)58 283 78 88, kostenlos erhältlich sind. Weiter verweisen wir auf die Broschüre «Besondere

Risiken im Effektenhandel», die Sie bei uns bestellen können. Strukturierte Produkte gelten nicht als kollektive Kapitalanlagen im Sinne

des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und unterstehen deshalb nicht der Bewilligung und der Aufsicht der

Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Die Werthaltigkeit von strukturierten Produkten kann nicht nur von der Entwicklung des

Basiswertes, sondern auch von der Bonität des Emittenten abhängen. Der Anleger ist dem Ausfallrisiko des Emittenten/Garantiegebers

ausgesetzt. Diese Publikation und die darin dargestellten Finanzprodukte sind nicht für Personen bestimmt, die einem Gerichtsstand

unterstehen, der den Vertrieb der Finanzprodukte oder die Verbreitung dieser Publikation bzw. der darin enthaltenen Informationen

einschränkt oder untersagt. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Januar 2013. © Bank Vontobel AG. Alle Rechte vorbehalten.

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Sind Sie mit dem Vontobel-Service zufrieden?

Dann machen Sie beim Voting mit und geben

Sie uns Ihre Stimme! Zum Voting gelangen

Sie unter:

www.swiss-derivative-awards.ch

Die Abstimmung läuft ab

Montag, 7. Januar und dauert

bis zum 15. Februar 2013.

Impressum

Herausgeberin: Bank Vontobel AG,

Financial Products, Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich

Redaktion: Jessica Tresch, Adrian Kwasnitza,

Daniel Ellersiek

Marketing: Katia Bezzola Bussinger,

Sandra Chattopadhyay

Wussten Sie, dass … : Swisscontent Corp.

Erscheinungsweise: monatlich

Auflage: 7051 Exemplare

Gestaltung: Kovikom Werbeagentur AG ASW,

Zweierstrasse 35, 8004 Zürich, www. kovikom.ch

Bestellen Sie via:

E-Mail: derinews@vontobel.ch

Internet: www.derinet.ch

oder schreiben Sie an: Bank Vontobel AG,

Financial Products, Marketing,

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CH-8022 Zürich

Telefon + 41 (0)58 283 78 88

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www.vontobel.com

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