Europäischer Sozialfonds OP Beschäftigung Österreich 2007-2013

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Europäischer Sozialfonds OP Beschäftigung Österreich 2007-2013

Europäischer Sozialfonds

OP Beschäftigung Österreich

2007-2013

Durchführungsbericht 2008


INHALT

I. Kenndaten .............................................................................................................................................. 1

II. Übersicht über die Durchführung ........................................................................................................ 2

II.1. ERGEBNISSE UND FORTSCHRITTSANALYSE ................................................................................................................ 2

Angaben über den Stand der materiellen Abwicklung des operationellen Programms ....................................................... 2

Erläuterungen zu den Abkürzungen „NP“ und „NA“ ............................................................................................................. 2

Finanzielle Angaben ............................................................................................................................................................. 3

Angaben über die Verwendung von Fondsmitteln ............................................................................................................... 5

Unterstützung, aufgeschlüsselt nach Zielgruppen ............................................................................................................... 7

Zurückgezahlte oder wiederverwendete Unterstützung ....................................................................................................... 9

Qualitative Analyse .............................................................................................................................................................. 9

II.2. ANGABEN ZUR VEREINBARKEIT MIT DEM GEMEINSCHAFTSRECHT ............................................................................... 11

II.3. WESENTLICHE AUFGETRETENE PROBLEME UND GETROFFENE ABHILFEMAßNAHMEN .................................................... 12

II.4. ÄNDERUNGEN DER DURCHFÜHRUNGSBESTIMMUNGEN DES OPERATIONELLEN PROGRAMMS ......................................... 12

II.5. WESENTLICHE ÄNDERUNG GEMÄß ARTIKEL 57 DER VERORDNUNG (EG) NR. 1083/2006 ............................................ 12

II.6. KOMPLEMENTARITÄT MIT ANDEREN INSTRUMENTEN .................................................................................................. 13

II.7. VORKEHRUNGEN ZUR BEGLEITUNG ......................................................................................................................... 13

III. Durchführung nach Prioritätsachsen ................................................................................................ 16

III.1. ANPASSUNGSFÄHIGKEIT DER ARBEITNEHMERINNEN UND DER UNTERNEHMEN ............................................................. 16

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse ................................................................................................................................... 16

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen ................................................................................................................ 16

Qualitative Analyse ............................................................................................................................................................................ 22

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen .......................................................................... 29

III.2. BEKÄMPFUNG VON ARBEITSLOSIGKEIT ..................................................................................................................... 30


Ergebnisse und Fortschrittsanalyse ................................................................................................................................... 30

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen ................................................................................................................ 30

Qualitative Analyse ............................................................................................................................................................................ 35

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen .......................................................................... 42

III.3A. BERUFLICHE INTEGRATION VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNG ................................................................................. 42

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse ................................................................................................................................... 42

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen ................................................................................................................ 42

Qualitative Analyse ............................................................................................................................................................................ 45

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen .......................................................................... 56

III.3B. INTEGRATION ARBEITSMARKTFERNER PERSONEN ..................................................................................................... 57

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse ................................................................................................................................... 57

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen ................................................................................................................ 57

Qualitative Analyse ............................................................................................................................................................................ 59

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen .......................................................................... 66

III.4. LEBENSBEGLEITENDES LERNEN .............................................................................................................................. 66

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse ................................................................................................................................... 66

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen ................................................................................................................ 66

Qualitative Analyse ............................................................................................................................................................................ 69

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen .......................................................................... 79

III.5. TERRITORIALE BESCHÄFTIGUNGSPAKTE .................................................................................................................. 79

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse ................................................................................................................................... 79

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen ................................................................................................................ 79

Qualitative Analyse ............................................................................................................................................................................ 80

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen .......................................................................... 86

IV. Kohärenz und Konzentration ............................................................................................................. 87

V. Technische Hilfe .................................................................................................................................. 87

VI. Information und Öffentlichkeitsarbeit ............................................................................................... 89


BEISPIELE VON INFORMATIONS- UND PUBLIZITÄTSMAßNAHMEN, DIE IM ZUGE DER DURCHFÜHRUNG DES

KOMMUNIKATIONSPLANS GETROFFEN WURDEN ......................................................................................................... 89

VORKEHRUNGEN FÜR DIE INFORMATIONS- UND PUBLIZITÄTSMAßNAHMEN NACH ARTIKEL 7 ABSATZ 2 BUCHSTABE D ................. 95

ÄNDERUNGEN DES KOMMUNIKATIONSPLANES ..................................................................................................................... 95


OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

I. Kenndaten

Ziel: Regionale Wettbewerbsfähigkeit und

Beschäftigung

Fördergebiet: Österreich (ohne Burgenland)

Programmplanungszeitraum: 2007-2013

Referenznummer des

Programms (CCI-Code):

Bezeichnung des

Programms:

Berichtsjahr: 2008

Datum der Genehmigung

des Berichts durch den

Programmbegleitausschuss:

2007AT052PO001

Beschäftigung Österreich 2007-2013

noch nicht beschlossen (BA Dokument)

Seite 1


OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

II. Übersicht über die Durchführung

II.1. Ergebnisse und Fortschrittsanalyse

Angaben über den Stand der materiellen Abwicklung des operationellen Programms

Es wurden keine Indikatoren auf Programmebene festgelegt. Einen Überblick über die Umsetzung der materiellen Abwicklung des

operationellen Programms gibt das Kapitel „Durchführung nach Prioritätsachsen“.

Erläuterungen zu den Abkürzungen „NP“ und „NA“

In Zusammenhang mit den in diesem Bericht vorliegenden statistischen Auswertungen werden in einigen Feldern keine Daten

sondern die Abkürzungen „NP“ und „NA“ angeführt. Diese Abkürzungen wurden aus dem elektronischen System der Europäischen

Kommission übernommen und beschreiben nicht verfügbare Daten.

• NA = „Not Available“

Diese Abkürzung bezeichnet noch nicht verfügbare Inhalte für die im Laufe der Strukturfondsperiode bekannt zu gebenden

Daten. Diese werden in der Regel im Berichtsjahr durch die entsprechenden Daten ersetzt.

Seite 2


• NP = „Not Applicable“

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Diese Abkürzung weist darauf hin, dass hier keine Eintragung erfolgen wird, da diese unter den gegebenen

Gesichtspunkten nicht sinnvoll erscheint.

Finanzielle Angaben

Die folgende Darstellung gibt einen nach Prioritätsachsen und Finanzierungsquellen aufgeschlüsselten Überblick über die vom

01.01.2008 bis 31.12.2008 durch die Europäische Kommission erstattungsfähigen Ausgaben der Begünstigten, den Anteil der

öffentlichen Beteiligung und den Anteil der privaten Ausgaben (auf ganze Euro gerundet). Die Spalte Zahlungen an die

Begünstigten gibt einen Überblick über die im Jahr 2008 durch die Verwaltungsbehörde und die verwaltenden Stellen (AMS, BMSK,

BMUKK/BMWF) veranlassten Zahlungen an die Begünstigten und über die von der Europäischen Kommission im Jahr 2008

angewiesenen ESF-Mittel.

Die Spalte „Ausgaben, die von der mit den Zahlungen an die Begünstigten beauftragten Stelle getätigt wurden“ enthält neben den

Finanzdaten für das Jahr 2008 auch die Finanzdaten des AMS für das Jahr 2007. Die Finanzdaten werden nun, wie im

Durchführungsbericht für das 2007 angekündigt, nachgereicht. Auf das Jahr 2007 entfallen im Schwerpunkt 1 € 8.463.423,-- im

Schwerpunkt 2 € 67.660.465,-- im Schwerpunkt 5 € 189.446,-- und im Schwerpunkt 6 € 1.697.775,--.

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Prioritätsachse

Ausgaben der

Begünstigten, die in

den an die

Verwaltungsbehörde

übermittelten

Zahlungsanträgen

enthalten sind 1

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Entsprechende

öffentliche

Beteiligung 2

Seite 4

Private Ausgaben 3

Ausgaben, die von

der mit den

Zahlungen an die

Begünstigten

beauftragten Stelle

getätigt wurden

Von der

Kommission

insgesamt

getätigte

Zahlungen

1. Anpassungsfähigkeit 29.314.793,-- 19.913.188,-- 9.401.605,-- 36.661.987,80 0,00

2. Arbeitslosigkeit 47.675.795,-- 47.675.795,-- 0,-- 122.314.803,50 0,00

3. AMF Personen 5.456.126,-- 5.367.789,-- 88.337,-- 28.316.418,92 0,00

4. LLL 7.351.629,-- 7.086.200,-- 265.429,-- 14.129.033,00 0,00

5. TEP 2.130.263,-- 2.130.263,-- 0,-- 1.749.768,85 0,00

6. Technische Hilfe 2.225.192,-- 2.225.192,-- 0,-- 4.784.458,07 0,00

Gesamt 94.153.798,-- 84.398.427,-- 9.755.371,-- 207.956.470,14 0,00

Die Spalte „Von der Kommission insgesamt getätigte Zahlungen“ beinhaltet ausschließlich die Erstattungszahlungen der

Kommission auf Basis der von Österreich gemeldeten Ausgaben. Neben diesen wurde im Berichtsjahr die zweite Vorauszahlung

gem. Artikel 82 der VO (EG) 1083/2006 in der Höhe von € 14.168.176,80 an Österreich überwiesen. Insgesamt sind daher bis

31.12.2008 bereits € 23.613.628,00 von der Europäischen Kommission an Österreich überwiesen worden.

1

Im Zuge der Umsetzung des ersten Jahres wurde verabsäumt, die Daten auf die Jahre 2007 und 2008 aufzuteilen. Die Spalte enthält daher jene Ausgaben, die vom 1.1.2007 bis

31.12.2008 erfasst wurden (vgl. Durchführungsbericht 2007).

2

Entsprechende öffentliche Beteiligung an den „Ausgaben der Begünstigten“; Öffentliche Mittel (inkl. ESF-Anteil)

3

Ausgaben, die direkt durch Private getragen werden und/oder Einnahmen, die den entsprechenden Projekten vom Projektträger zuzurechnen sind.


OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Angaben über die Verwendung von Fondsmitteln

Die eingesetzten Mittel werden als „Nicht rückzahlbare Unterstützung“ (Code 01) in Österreich (Code AT) ausbezahlt. Die

Dimension „Art des Gebietes“ ist bei der Umsetzung des operationellen Programms „Beschäftigung Österreich 2007-2013“ nicht

zweckmäßig und entfällt (Code 00). Die nachfolgenden Aufstellungen geben Aufschluss über die Verwendung der Fondsmittel. Die

Kategorisierung des vorrangigen Themas und des Wirtschaftszweiges richtet sich nach dem Anhang II der VO (EG) 1828/2006.

Code

Dimension 1

Vorrangiges

Thema

Code

Dimension 2

Finanzierungsform

Code

Dimension 3

Art des Gebiets

Seite 5

Code

Dimension 4

Wirtschaftszweig

Code

Dimension 5

Gebiet

Betrag

in Euro

(ESF-Mittel)

62 01 00 01 AT 35.736,04

62 01 00 03 AT 294.477,97

62 01 00 04 AT 77.507,22

62 01 00 05 AT 112.813,92

62 01 00 06 AT 2.061.649,58

62 01 00 07 AT 22.175,14

62 01 00 08 AT 264.832,80

62 01 00 10 AT 194.279,92

62 01 00 11 AT 268.259,07

62 01 00 12 AT 350.501,45


OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

62 01 00 13 AT 1.911.887,30

62 01 00 14 AT 481.035,26

62 01 00 15 AT 505.650,69

62 01 00 16 AT 94.795,83

62 01 00 17 AT 14.860,97

62 01 00 18 AT 101.440,16

62 01 00 19 AT 606.791,77

62 01 00 20 AT 837.322,57

62 01 00 21 AT 16.444,01

62 01 00 22 AT 1.678.542,11

62 01 00 00 AT 23.631,57

66 01 00 22 AT 21.940.316,00

71 01 00 22 AT 2.641.928,00

73 01 00 18 AT 3.259.652,24

80 01 00 17 AT 979.921,00

85 01 00 18 AT 250.816,90

85 01 00 22 AT 463.064,90

86 01 00 22 AT 398.714,25

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Unterstützung, aufgeschlüsselt nach Zielgruppen

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Berichtsjahr registrierten Teilnahmen an den einzelnen Maßnahmen des

operationellen Programms „Beschäftigung Österreich 2007-2013“. Die angeführten Daten stellen die aggregierten

TeilnehmerInnendaten aus den einzelnen Prioritätsachsen dar. Für detaillierte Erläuterungen zur Datenerfassung und der

Aussagekraft der Daten siehe die entsprechenden Unterkapitel der Prioritätsachsen.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Eingang Ausgang Übertrag

Gesamt Frauen Gesamt Frauen Gesamt Frauen

Anzahl der TN im Berichtsjahr 100.391 56.757 78.658 44.741 21.733 12.016

Aufschlüsselung nach Erwerbsstatus

ArbeitnehmerInnen (einschließlich

Selbständige)

54.518 33.609 47.160 30.214 7.358 3.395

Selbständige 37 24 1 1 36 23

Arbeitslose (einschließlich Langzeitarbeitslose) 16.487 8.749 16.158 8.545 329 204

Langzeitarbeitslose 7.569 3.322 8.179 3.681 -610 -359

Nichterwerbstätige 3.777 2.365 584 413 3.193 1.952

Nichterwerbstätige in Ausbildung 2.980 1.803 0 0 2.980 1.803

TN ohne Angaben zum Erwerbsstatus 25.609 12.034 14.756 5.569 10.853 6.465

Aufschlüsselung nach Altersgruppen

Junge Menschen (15-24 Jahre) 25.923 13.406 21.314 10.777 4.609 2.629

Ältere Menschen (ab 45; 55-64 Jahre) 4 5.522 1.774 5.331 1.713 191 61

TN ohne Angaben zum Alter bzw.

Altersgruppen nicht zutreffend

68.946 41.577 52.013 32.251 16.933 9.326

Aufschlüsselung nach sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, entsprechend den nationalen Regelungen

MigrantInnen 18.832 11.379 15.486 9.369 3.346 2.010

Minderheiten 100 49 29 12 71 37

Menschen mit Behinderungen 14.724 5.561 14.752 5.563 -28 -2

Sonstige benachteiligte Menschen 3.567 1.279 3.249 1.203 318 76

Aufschlüsselung nach Bildungsstand

Primarbereich oder unterer Sekundarbereich

(ISCED 1 und 2)

18.149 10.791 16.959 10.217 1.190 574

Oberer Sekundarbereich (ISCED 3) 43.346 28.220 36.358 24.747 6.988 3.473

Nicht-tertiäre Bildung nach dem

Sekundarbereich (ISCED 4)

7.489 2.561 5.983 1.786 1.506 775

Tertiäre Bildung (ISCED 5 und 6) 4.628 2.608 3.322 1.757 1.306 851

TN ohne Angaben zum Bildungsstand 26.779 12.577 16.035 6.234 10.744 6.343

4 Die Älteren werden im Schwerpunkt 3a nicht mit 55-64 Jahren sondern ab 45 Jahren definiert.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Zurückgezahlte oder wiederverwendete Unterstützung

Bis Ende des Jahres 2008 konnten noch keine Mittel bei der Europäischen Kommission beantragt werden. Da auf dem normalen

Erstattungswege noch keine ESF-Mittel an Österreich geflossen sind, ist auch eine Rückzahlung von Mitteln an die EK bzw. eine

Wiederverwendung von Mitteln im Jahr 2008 ausgeschlossen.

Qualitative Analyse

Da auf Programmebene keine physischen Indikatoren definiert wurden, ist die Analyse der physischen Indikatoren Gegenstand in

den Kapiteln der einzelnen Prioritätsachsen.

Im Rahmen der geltenden Bestimmungen wurde für das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ von Seiten der

Europäischen Kommission festgelegt, dass mindestens 75% der aufgewendeten Mittel direkt der Erreichung der Ziele der

integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung (2005-2008) dienen müssen. Die inhaltliche Zuordnung („Earmarking“)

erfolgt über die Kategorisierung, die im Kapitel „Angaben über die Verwendung von Fondsmitteln“ des gegenständlichen Berichtes

ersichtlich ist. Im operationellen Programm „Beschäftigung Österreich 2007-2013“ sind mit Ausnahme der Ausgaben für die

Territorialen Beschäftigungspakte (Kategorie 80) und die Technische Hilfe (Kategorien 85 und 86) alle Ausgaben für die Erreichung

der Lissabonziele relevant. Im Berichtsjahr wurden 94,75% der eingesetzten Gemeinschaftsmittel zur Erreichung der Ziele der

integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung (2005-2008) aufgewandt.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Umsetzung von transnationalen und/oder interregionalen Aktionen

Auf Initiative der Europäischen Kommission wurde ein Netzwerk von Kontaktstellen für transnationale Aktivitäten in den

Mitgliedstaaten eingerichtet, das in erster Linie aus VertreterInnen von ESF-Verwaltungsbehörden der EU-Mitgliedstaaten besteht.

Für Österreich fungiert die Verwaltungsbehörde des operationellen Programms Beschäftigung als Kontaktstelle. Die regelmäßig von

der EK organisierten Netzwerktreffen dienen dem Austausch und der Weiterentwicklung des Themas.

Im Rahmen einer "Steering Group" des Netzwerkes wurde eine transnationale Projektdatenbank erarbeitet, die ProjektträgerInnen

helfen soll potentielle KooperationspartnerInnen in anderen EU-Mitgliedstaaten zu identifizieren. Datenbanklink: www.transnational-

toolkit.eu

Die Verwaltungsbehörde beteiligte sich im Jahr 2008 an der Umsetzung der „COP on Partnerships in the ESF“. Aufgrund der

führenden Stellung Österreichs in der Implementierung von Partnerschaften im Rahmen des Europäischen Sozialfonds und des

Wunsches von im obigen Projekt beteiligten ESF-Verwaltungsbehörden (insbesondere Flandern/Belgien, Ungarn und Malta)

entschied sich die Verwaltungsbehörde zur Jahresmitte 2008 zur Übernahme einer zukünftigen „Lead-Rolle“ des obigen Netzwerks.

Im Sommer 2008 bereitete die Verwaltungsbehörde des operationellen Programms Beschäftigung gemeinsam mit interessierten

ESF-Verwaltungsbehörden und unterstützenden Stellen aus anderen europäischen Mitgliedsstaaten einen Projektantrag für den

Zeitraum von 30 Monaten mit Projektbeginn am 1. Jänner 2009 vor. Der Antrag „Community of Practice on Partnerships in the

ESF“ wurde am 15. September 2008 bei der Europäischen Kommission eingereicht. Die Bewilligung durch die Europäische

Kommission erfolgte im Dezember 2008.

Neben der Verwaltungsbehörde aus Österreich sind Partner aus folgenden 7 Mitgliedsstaaten am Projekt beteiligt: PT, PL, HU, DE,

IE, BE und RO. Das Projekt beinhaltet die Vernetzung von ESF-Verwaltungsbehörden, den Austausch von Beispielen der guten

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Praxis und das gegenseitige Lernen aus Erfahrungen in der Implementierung von Partnerschaften als horizontaler Governance-

Ansatz sowie in Form von territorialen Beschäftigungspartnerschaften auf regionaler und lokaler Ebene.

Neben den oben angeführten Aktivitäten ist die Verwaltungsbehörde im „OECD Leed“ Programm, im „LEED Forum on

Partnerships and Local Governance“ und im „ESF CoNet“ vertreten. Das ESF CoNet ist ein Netzwerk zu dem sich mehrere

ESF Verwaltungsbehörden zusammengeschlossen haben. Das Netzwerk besteht seit dem Frühjahr 2008. Als Arbeitsschwerpunkt

wurde von den Netzwerkpartnern "Soziale Eingliederung" mit all ihren Facetten gewählt. Der Vorsitz (die Netzwerkpräsidentschaft)

wechselt nach dem Muster der Europäischen Kommission halbjährlich (Auf Wunsch der Netzwerkpartner wurde die österreichische

Präsidentschaft auf ein Jahr verlängert). Mit 1. September hat Österreich den Vorsitz übernommen und im Rahmen seiner

Netzwerkverantwortung zum ersten Austauschtreffen des ESF CoNet im November 2008 nach Steyr geladen.

II.2. Angaben zur Vereinbarkeit mit dem Gemeinschaftsrecht

Im Berichtsjahr sind keine Probleme in Bezug auf die Vereinbarkeit mit dem Gemeinschaftsrecht aufgetreten.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

II.3. Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen

Im Berichtsjahr sind bei der Umsetzung des operationellen Programms „Beschäftigung Österreich 2007-2013“ keine wesentlichen

Probleme aufgetreten.

II.4. Änderungen der Durchführungsbestimmungen des operationellen Programms

Im Berichtsjahr erfolgten keine wesentlichen Änderungen der Durchführungsbestimmungen des operationellen Programms

Beschäftigung Österreich 2007-2013“.

II.5. Wesentliche Änderung gemäß Artikel 57 der Verordnung (EG) Nr. 1083/2006

Auf Grund der Art der durchgeführten Maßnahmen im operationellen Programm „Beschäftigung Österreich 2007-2013“ sind

nachträgliche wesentliche Änderungen der Vorhaben im Sinne des Artikels 57 Abs. 1 der Verordnung (EG) nicht möglich

(„Dauerhaftigkeit von Vorhaben“).

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

II.6. Komplementarität mit anderen Instrumenten

Die Komplementarität mit anderen Instrumenten wurde bereits bei der Planung des operationellen Programms „Beschäftigung

Österreich 2007-2013“ sichergestellt. Für Details hierzu siehe die Kapitel „Die Strategie des Europäischen Sozialfonds im Verhältnis

zum EFRE im Ziel Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und „Komplementarität der ESF-Förderungen mit den durch

den ELER und den EFF finanzierten Maßnahmen“.

Begleitausschuss 5

II.7. Vorkehrungen zur Begleitung

Die zweite Sitzung des Begleitausschusses fand am 17. Juni 2008 statt. Neben einigen Agenden in Bezug auf den

Programmvorgänger „Ziel-3 Österreich 2000-2006“ wurden die folgenden Themen behandelt:

• Operationelles Programm Beschäftigung – Stand der Umsetzung (2007)

• Verwaltungs- und Kontrollsystem

• Projektauswahlkriterien

• Öffentlichkeitsarbeit des ESF

5 Detailinformationen wären dem Protokoll der 2. Sitzung des Begleitausschusses zu entnehmen.

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• Evaluierung

• Transnationale Aktivitäten der Verwaltungsbehörde

• Pauschalierung von Ausgaben (Verordnungsänderung)

• Strategischer Begleitprozess (12 Jahre Strukturfonds)

Evaluierung

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Im Berichtsjahr wurde noch keine Evaluierung durchgeführt. Ende des Jahres 2008 wurde die erste Sitzung der Unterarbeitsgruppe

des Begleitausschusses zum Thema „ESF-Evaluierungen“ von Seiten der Verwaltungsbehörde einberufen. Behandelt wurden das

geplante Ausschreibungs- und Vergabeverfahren und das Evaluierungskonzept. Die Durchführung der Evaluierung wird durch

externe Dienstleister erfolgen, welche für die Methodologie der Evaluierung und die Gewinnung der dafür notwendigen Daten

verantwortlich sein werden (Kooperation mit den umsetzenden Stellen).

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Monitoring/System der Datenerfassung 6

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Zur Begleitung der Programmumsetzung bestehen dezentrale Informationssysteme auf der Ebene der zwischengeschalteten

Stellen. Inhaltlich werden Informationen gem. der Anhänge III und XXIII der VO 1828/2006 sowie jene Indikatoren, die im

operationellen Programm Beschäftigung genannt sind, überwacht. Die meisten dieser Daten (ohne Buchhaltungsdaten) finden

Eingang in die Jahresberichterstattung an die Europäische Kommission.

6

Für Details zum System der Datenerfassung siehe das Kapitel „Informationssysteme“ in der Beschreibung des Verwaltungs- und Kontrollsystems des operationellen Programms

Beschäftigung gem. Artikel 71 der VO (EG) 1083/2006.

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Outputindikatoren

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

III. Durchführung nach Prioritätsachsen

III.1. Anpassungsfähigkeit der ArbeitnehmerInnen und der Unternehmen

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen

Die Auswertung der geförderten Personen erfolgt mittels eindeutigem Personenzähler (Sozialversicherungsnummer) und nach

Geschlecht (Frauenanteil) und Alter (Älterenanteil).

Die Auswertung der vom AMS bis 31.12.2008 getätigten Auszahlungen nach Geschlecht (Frauenanteil) und Alter (Älterenanteil)

erfolgt anhand der zugrunde liegenden Förderfälle (TeilnehmerInnen und Teilnahmetage), wobei 98,2% nach Personenmerkmalen

zuordenbar sind.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Bezeichung 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt

Qualifizierungsberatungen Ergebnis 144 633 NA NA NA NA NA NA NA 777

Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 10.500

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Flexibilitätsberatungen Ergebnis 0 97 NA NA NA NA NA NA NA 97

Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 1.400

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Qualifizierungsverbünde Ergebnis 18 60 NA NA NA NA NA NA NA 78

Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 5

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Geförderte Personen Ergebnis 21.186 32.554 NA NA NA NA NA NA NA 53.740

Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 210.000

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Frauen an Ergebnis 71,9% 62,6% NA NA NA NA NA NA NA 66,2%

den geförderten Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,0%

Personen (Personen) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Frauen an Ergebnis 70,9% 67,8% NA NA NA NA NA NA NA 68,6%

den geförderten Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,0%

Personen (Ausgaben) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Zielgruppe Ergebnis 42,6% 38,9% NA NA NA NA NA NA NA 40,4%

Ältere (Personen) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,0%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Zielgruppe Ergebnis 47,4% 44,2% NA NA NA NA NA NA NA 45,0%

Ältere (Ausgaben) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,0%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Innovative Projekte Ergebnis 0 0 NA NA NA NA NA NA NA 0

(Anzahl) Zielvorgabe 5 5 5 5 5 5 5 NP NP NP

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Innovative Projekte Ergebnis 0,0% 0,0% NA NA NA NA NA NA NA 0,0%

(Mitteleinsatz) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 2,50%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

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Ergebnisindikatoren

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Bezeichung 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt

Nutzen der Beratung Ergebnis 1,00 1,56 NA NA NA NA NA NA NA 1,56

Zielvorgabe 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 NP NP 2,5

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Beschäftigung 12 Monate Ergebnis NP 92,3% NA NA NA NA NA NA NA NA

nach Teilnahme Zielvorgabe 80% 80% 80% 80% 80% 80% 80% NP NP NP

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Der Indikator „Beschäftigung 12 Monate nach Teilnahme“ wurde wie folgt definiert: Anteil in Prozent jener geförderten Personen,

die im Nachbeobachtungszeitraum von 12 Monaten an mehr als 299 Tagen in Beschäftigung sind. Jeder Tag wird einzeln gezählt,

sodass die Beschäftigungsepisode nicht durchgängig sein muss.

Aufgrund des langen Nachbeobachtungszeitraumes handelt es sich bei jedem Jahresbericht um eine Momentaufnahme zum

Berichtsstichtag für die geförderten Personen des Vorjahres.

Von den im Jahr 2007 geförderten Personen und die die Qualifizierungsmaßnahme bis 31.12.2007 beendet haben, sind 92,3% im

Jahr 2008 mindestens 300 Tage in Beschäftigung gewesen.

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1.1.2008-31.12.2008

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Eingang Ausgang Übertrag

Gesamt Frauen Gesamt Frauen Gesamt Frauen

Anzahl der TN im Berichtsjahr 52.234 32.633 46.825 30.202 5.409 2.431

Aufschlüsselung nach Erwerbsstatus

ArbeitnehmerInnen (einschließlich

Selbständige)

51.469 32.115 46.173 29.755 5.296 2.360

Selbständige 0 0 0 0 0 0

Arbeitslose (einschließlich Langzeitarbeitslose) 209 142 183 131 26 11

Langzeitarbeitslose 54 43 45 39 9 4

Nichterwerbstätige 323 265 268 229 55 36

Nichterwerbstätige in Ausbildung 0 0 0 0 0 0

TN ohne Angaben zum Erwerbsstatus 233 111 201 87 32 24

Aufschlüsselung nach Altersgruppen

Junge Menschen (15-24 Jahre) 7.098 5.261 6.540 4.926 558 335

Ältere Menschen (55-64 Jahre) 2.436 902 2.187 853 249 49

TN ohne Angaben zum Alter bzw.

Altersgruppen nicht zutreffend

42.700 26.470 38.098 24.423 4.602 2.047

Aufschlüsselung nach sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, entsprechend den nationalen Regelungen

MigrantInnen 8.487 5.476 7.886 5.201 601 275

Minderheiten 0 0 0 0 0 0

Menschen mit Behinderungen 0 0 0 0 0 0

Sonstige benachteiligte Menschen 0 0 0 0 0 0

Aufschlüsselung nach Bildungsstand

Primarbereich oder unterer Sekundarbereich

(ISCED 1 und 2)

5.179 4.093 5.037 4.047 142 46

Oberer Sekundarbereich (ISCED 3) 36.089 24.121 32.195 22.382 3.894 1.739

Nicht-tertiäre Bildung nach dem

Sekundarbereich (ISCED 4)

6.481 1.961 5.567 1.626 914 335

Tertiäre Bildung (ISCED 5 und 6) 3.242 1.765 2.896 1.509 346 256

TN ohne Angaben zum Bildungsstand 1.243 693 1.129 638 114 55

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Die Auswertung der TeilnehmerInnen erfolgt mittels Teilnahmekonzept (Förderfälle).

Die Förderung von Betrieben für die Qualifizierung von Beschäftigten (QfB) richtet sich grundsätzlich an unselbständig Beschäftigte.

In Einzelfällen ist auch ein anderer Erwerbsstatus möglich, wenn nämlich die geförderte Qualifizierung noch vor dem

Dienstverhältnis beginnt. Beispielsweise für Wiedereinsteigerinnen, die die auslaufende Karenzzeit bereits für die Qualifizierung im

Hinblick auf die Wiederaufnahme des Dienstverhältnisses nutzen. Die Qualifizierung kann auch im Zusammenhang mit einer

Einstellzusage für Arbeitslose bereits vor Begründung des Dienstverhältnisses beginnen.

Das AMS kann personenbezogen erfassen und in der EDV dokumentieren, welche Staatsbürgerschaft die geförderten Personen

besitzen. Aus Datenschutzgründen darf das AMS aber nicht personenbezogen erheben und dokumentieren, ob es sich um

MigrantInnen handelt. Anonymisiert kann das AMS aber ex-post statistisch auswerten, ob ein „Migrationshintergrund“ vorliegt

(Definition: AusländerInnen und Personen mit einem dokumentierten Staatsbürgerschaftswechsel, wobei der Geburtsort

unerheblich ist).

Der Bildungsstand wird anhand der im AMS verwendeten Systematik der Erfassung der höchsten abgeschlossenen Ausbildung

erhoben. Hierbei gibt es möglicherweise Unschärfen bezüglich der nicht-tertiären Bildung nach dem Sekundarbereich (ISCED 4).

Für den Jahresdurchführungsbericht für das Jahr 2007 konnten von Seiten des Arbeitsmarktservice die TeilnehmerInnendaten nicht

zeitgerecht zur Verfügung gestellt werden (vgl. Jahresdurchführungsbericht 2007). Die TeilnehmerInnendaten für das Jahr 2007

werden nun, wie im Durchführungsbericht für das Jahr 2007 angekündigt, mit nachfolgender Tabelle nachgereicht. Die angeführten

Daten stellen den Zeitraum vom 1.1.2007-31.12.2007 dar.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

1.1.2007-31.12.2007

Eingang

Gesamt Frauen

Ausgang

Gesamt Frauen

Übertrag

Gesamt Frauen

Anzahl der TN im Berichtsjahr

Aufschlüsselung nach Erwerbsstatus

26.511 19.025 21.341 14.987 5.170 4.038

ArbeitnehmerInnen (einschließlich

Selbständige)

26.208 18.777 21.080 14.773 5.128 4.004

Selbständige 0 0 0 0 0 0

Arbeitslose (einschließlich Langzeitarbeitslose) 110 81 99 71 11 10

Langzeitarbeitslose 44 39 39 35 5 4

Nichterwerbstätige 164 148 142 127 22 21

Nichterwerbstätige in Ausbildung 0 0 0 0 0 0

TN ohne Angaben zum Erwerbsstatus 29 19 20 16 9 3

Aufschlüsselung nach Altersgruppen

Junge Menschen (15-24 Jahre) 3.697 3.303 3.067 2.721 630 582

Ältere Menschen (55-64 Jahre) 1.304 466 1.090 376 214 90

TN ohne Angaben zum Alter bzw.

Altersgruppen nicht zutreffend

21.510 15.256 17.184 11.890 4.326 3.366

Aufschlüsselung nach sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, entsprechend den nationalen Regelungen

MigrantInnen 4.302 3.061 3.418 2.369 884 692

Minderheiten 0 0 0 0 0 0

Menschen mit Behinderungen 0 0 0 0 0 0

Sonstige benachteiligte Menschen 0 0 0 0 0 0

Aufschlüsselung nach Bildungsstand

Primarbereich oder unterer Sekundarbereich

(ISCED 1 und 2)

3.246 2.708 2.357 1.900 889 808

Oberer Sekundarbereich (ISCED 3) 18.246 14.106 14.889 11.305 3.357 2.801

Nicht-tertiäre Bildung nach dem

Sekundarbereich (ISCED 4)

2.462 774 1.997 613 465 161

Tertiäre Bildung (ISCED 5 und 6) 1.457 684 1.153 535 304 149

TN ohne Angaben zum Bildungsstand 1.100 753 946 634 154 119

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Qualitative Analyse

Von den im Operationellen Programm definierten förderbaren Maßnahmen wurden aufgrund der Erfahrungen der Vorperiode die

Qualifizierungsförderung für Beschäftigten (einschließlich Qualifizierungsverbünde) sowie die Qualifizierungsberatung und

Flexibilitätsberatung für Betriebe weiterentwickelt und jeweils der „Productive Aging“-Ansatz implementiert.

Im Aktivitätsfeld „Innovation“ (Entwicklung und Erprobung von neuen Aktivitäten im Bereich der betriebsnahen Arbeitsmarktpolitik

und an der Schnittstelle zu anderen beschäftigungsrelevanten Themenkomplexen) erfolgte bislang keine ESF-Förderung, da in den

ersten beiden Jahren eine Konzentration auf die Neuausrichtung der QfB, QBB und FBB im Vordergrund stand.

Die im Jahr 2007 und 2008 durchgeführten 4 Modellprojekte der Beratung von Betrieben zur alter(n)sgerechten Gestaltung der

Arbeitswelt (AMS Wien, Steiermark, Kärnten und Burgenland) wurden nicht ESF-kofinanziert, da dafür seitens des BMWA

(nunmehr BMASK) nationale Mitteln zur Verfügung gestellt wurden.

Modellhaft wurde vom AMS Oberösterreich und Land Oberösterreich die Qualifizierungsberatung mit dem Modul

„Arbeitsbewältigungscoaching“ kombiniert, wobei die unternehmensbezogenen Beratungsleistungen Teil der

Qualifizierungsberatung sind und die arbeitnehmerInnenbezogenen Beratungsleistungen gesondert aus Landesmitteln finanziert

werden.

Qualifizierungsförderung für Beschäftigte

Im Zeitraum 1.1.2007 – 31.12.2008 wurden 24.861 Projekte (Begehren/Förderverträge) von 8.638 Betrieben mit 32.987

Qualifizierungsmaßnahmen für 78.745 TeilnehmerInnen bzw. 53.740 Personen realisiert.

Die Programmumsetzung erfolgt primär durch die Förderung einzelbetrieblicher Qualifizierungsmaßnahmen (rund 71% der

TeilnehmerInnen bzw. rund 82% der Ausgaben). Die AMS-Programmvorgabe, wonach mindestens 50% der zur Verfügung

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

stehenden Mittel für die Förderung von einzelbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahmen vorzusehen sind, wird erfüllt. Rund 29% der

TeilnehmerInnen werden im Rahmen von Qualifizierungsverbünden geschult (rund 14% der Projekte bzw. rund 18% der

Ausgaben).

Im Rahmen der Sonderregelung für das Gesundheits- und Sozialwesen, welche für Neubewilligungen bis 31.12.2009 befristet ist,

ist für taxativ festgelegte Ausbildungen auch eine Personalkostenförderung von 60% möglich.

Die Sonderregelung für das Bauwesen (Qualifizierung statt Saisonarbeitslosigkeit) wurde im Hinblick auf die geringe

Inanspruchnahme nach der Wintersaison 2007/08 außer Kraft gesetzt.

Die Programmumsetzung erfolgt primär durch die Förderung von KMU bis 250 MitarbeiterInnen: Rund 93% der Betriebe führen

rund 75% der Projekte mit rund 69 % der TeilnehmerInnen bzw. rund 71% der Ausgaben durch. Demgegenüber entfallen auf

Großbetriebe rund 7% (aber rund 25% der Projekte mit rund 31% der TeilnehmerInnen bzw. rund 29% der Ausgaben).

Der Umsetzungsgrad bezogen auf die geplante Anzahl an geförderten Personen in der Programmperiode (210.000 Personen)

beträgt Ende 2008 25,6% (53.740 Personen). Die relativ geringe Unterausschöpfung resultiert aus der notwendigen Vorlaufzeit für

den neuen Programmaufbau.

Der geplante Frauenanteil für die Programmperiode (mindestens 50,0%) wurde bis Ende 2008 mit 66,2% (35.592 Personen)

realisiert (vgl. 65,6% der TeilnehmerInnen). Die Programmvorgabe, wonach auch mindestens 50% der Mittel für Frauen

einzusetzen sind, wurde bisher mit 68,5% gleichfalls erfüllt. Die Fokussierung auf die Zielgruppe der Frauen wird durch die

Regelung unterstützt, wonach Frauen unter 45 Jahre förderbar sind, wenn sie als höchste abgeschlossene Ausbildung eine Lehre

oder eine mittlere Schule aufweisen oder Wiedereinsteigerinnen sind. Zudem ist für Frauen ab 45 Jahre eine höhere

Förderintensität vorgesehen.

Die QfB-Richtlinie sieht vor, dass in Bezug auf das Alter alle Personen ab 45 Jahre förderbar sind. Der diesbezüglich geplante

Älterenanteil für die Programmperiode (mindestens 50,0%) wurde im Zeitraum 1.1.2007-31.12.2009 mit 40,4% (21.705 Personen)

Seite 23


OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

realisiert (vgl. 40,2 % der TeilnehmerInnen). Die Programmvorgabe, wonach auch mindestens 50% der Mittel für Personen ab 45

Jahre einzusetzen sind, wurde bisher mit 45% realisiert. Die Fokussierung auf die Zielgruppe der älteren Beschäftigten wird durch

die Regelung abgeschwächt, wonach die AMS-Landesdirektorien ermächtigt sind, ArbeitnehmerInnen unter 45 Jahre zu fördern,

wenn sie an Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen von Qualifizierungsverbünden (wenngleich mit einem „Productive Aging-

Konzept“) teilnehmen. Als Ergebnis der nach zwei Jahren vorgesehenen und nunmehr bereits erfolgten Überprüfung der

Programmsteuerung, werden jene AMS-Landesorganisationen, die in einem größeren Ausmaß Qualifizierungsverbünde fördern,

die Förderbedingungen für Qualifizierungsverbünde anpassen (z.B. Ausrichtung des förderbaren Personenkreises auf ältere

Beschäftigte; Differenzierung der Förderintensitäten bezüglich der Kurskosten- und allenfalls der Personalkostenförderung

zugunsten der älteren Beschäftigten). Bezogen auf die geplante Anzahl von 5 Qualifizierungsverbünden in der Programmperiode

wurden bislang 78 Qualifizierungsverbünde gefördert.

Die Programmvorgabe, wonach im Zeitraum von 12 Monaten nach Qualifizierung mindestens 80% der geförderten Personen

mindestens 300 Tage von 365 Tagen in Beschäftigung sein sollen, wurde mit 92,3% deutlich erfüllt. 16.646 Personen wurden im

Jahr 2007 gefördert und haben die Qualifizierung bis 31.12.2007 abgeschlossen. Von diesen sind 15.370 Personen im Jahr 2008

mindestens 300 Tage in Beschäftigung gewesen.

Der sehr hohe Arbeitsmarkterfolg ist einerseits erfreulich, andererseits drückt sich darin auch die starke Ausrichtung auf die

Förderung der Stammbelegschaften aus. Die Qualifizierungsförderung kommt ArbeitnehmerInnen zugute, die primär den internen

(betrieblichen) Arbeitsmärkten und weniger den externen Arbeitsmärkten (via Arbeitsmarktservice) zuzurechnen sind.

Die QfB-Förderung setzt bezogen auf den Erwerbsstatus voraus, dass sich die geförderten Personen in einem

vollversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis (unselbständig Beschäftigte) bzw. in Elternkarenz befinden. In Einzelfällen (insgesamt

1%) können auch „Arbeitslose“ oder „Nichterwerbstätige“ gefördert werden, wenn unmittelbar vor Beginn der Qualifizierung noch

kein Dienstverhältnis vorliegt.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Vom 1.1.2007 bis 31.12.2008 wurden 53.740 Personen gefördert, die insgesamt 78.745 Förderfälle (Teilnahmen) aufweisen, wovon

bis 31.12.2008 insgesamt 68.166 beendet wurden. Der Frauenanteil beträgt 65,6% (51.658 Teilnehmerinnen).

Von den 78.745 geförderten TeilnehmerInnen sind 10.795 Jugendliche unter 25 Jahre (Frauenanteil 79%), 64.210 im ESF-

Haupterwerbsalter von 25 bis 54 Jahre (Frauenanteil 65%) und 3.740 ältere Beschäftigte ab 55 Jahre (Frauenanteil 37%). Der

Älterenanteil (TeilnehmerInnen ab 55 Jahre) beträgt daher 4,75%. Die Programmsteuerung ist bezüglich des Alters auf

TeilnehmerInnen ab 45 Jahre ausgerichtet. Ihr Anteil beträgt 40,2% (31.662 TeilnehmerInnen).

Wenngleich nicht personenbezogen erhoben und dokumentiert, sondern anonymisiert statistisch ex-post ausgewertet, weisen

16,2% (12.789 TeilnehmerInnen mit einem Frauenanteil von 67%) einen „Migrationshintergrund“ auf (Definition: AusländerInnen

und Personen mit einem dokumentierten Staatsbürgerschaftswechsel, wobei der Geburtsort unerheblich ist). Der

AusländerInnenanteil (Definition: Keine österreichische Staatsbürgerschaft) ist mit 0,4% äußerst gering. Demnach werden von den

geförderten Betrieben fast ausschließlich InländerInnen in die Qualifizierungsmaßnahmen einbezogen.

Im Hinblick auf die arbeitsmarktpolitische Intention konzentriert sich die QfB-Umsetzung auf TeilnehmerInnen mit

Pflichtschulabschluss (ISCED 2: 10,7%) und auf Personen mit Lehrabschluss/Ausbildung in mittleren Schulen (ISCED 3: 69%). Der

Anteil von ISCED 2 und 3 beträgt demnach zusammen 79,7%. Einen höheren Bildungsstand weisen 20,3% der TeilnehmerInnen

auf.

Qualifizierungsberatung und Flexibilitätsberatung für Betriebe

Für die Qualifizierungsberatung für Betriebe (QBB) wurden im Zeitraum 1.1.2007-31.12.2008 von den AMS-Landesorganisationen 8

Projekte realisiert und 5 unterschiedliche Beratungsunternehmen mit der Durchführung beauftragt. Der QBB-Umsetzungsgrad

bezogen auf die geplante Anzahl der beratenen Betriebe in der Programmperiode (10.500) beträgt 7,4% (777 Betriebe). Die

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Unterausschöpfung resultiert aus der notwendigen Vorlaufzeit (Richtlinie; offene Vergabeverfahren; Implementierung der

Vertriebskanäle,…) und aus dem Umstand, dass beratene Betriebe noch unvollständig dokumentiert wurden.

Die Beauftragung mit der österreichweiten Durchführung der Flexibilitätsberatung für Betriebe (FBB) erfolgte nach Vornahme eines

offenen Vergabeverfahrens für die Laufzeit 1.11.2007 bis 31.12.2010. Der FBB-Umsetzungsgrad bezogen auf die geplante Anzahl

der beratenen Betriebe in der Programmperiode (1.400) beträgt 6,9% (97 Betriebe). Die Unterausschöpfung resultiert aus der

notwendigen Vorlaufzeit (Richtlinie; offene Vergabeverfahren; Implementierung der Vertriebskanäle,…) und aus dem Umstand,

dass beratene Betriebe noch unvollständig dokumentiert wurden. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung wurde das FBB-

Beratungskonzept beginnend mit 1.4.2009 für die Beratung von Betrieben mit Kapazitätseinbrüchen (FBB+) angepasst.

Der Indikator „Nutzen der Beratung“ (Online-Befragung bei Abschluss der Beratung; Skala 1 bis 6; 1 = sehr gut) weist eine

Durchschnittsnote von 1,56 aus (QBB: 1,54 und FBB 1,75). Die Plan-Durchschnittsnote von mindestens 2,5 wird deutlich

übererfüllt. Die bisherige „Rücklaufquote“ beträgt 22% und soll künftig deutlich erhöht werden.

Cross-Financing

Es wurden keine Ausgaben gemäß Artikel 34 Abs. 2 (Finanzierung von EFRE-Maßnahmen mit ESF-Mitteln) verwendet.

Durchgängige Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts sowie etwaiger geschlechtsspezifischer Aktionen

Die Gleichstellung von Männern und Frauen im Sinne des Artikel 16 der VO (EG) 1083/2006 wird im Arbeitsmarktservice durch

konsequente Beachtung des Gender Mainstreaming aktiv betrieben.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Im Rahmen der QfB liegt der Frauenanteil deutlich über dem Frauenanteil an den unselbstständig Beschäftigten. Im Rahmen der

QBB und FBB sind die beauftragten Beratungsunternehmen zur Umsetzung der Grundsätze des Gender Mainstreaming verpflichtet

und setzen dafür spezifisch entwickelte Beratungsmodule ein.

Aktionen zur Förderung der Teilnahme von MigrantInnen am Erwerbsleben und dadurch zur Förderung ihrer sozialen

Eingliederung

Das Operationelle Programm sieht keine diesbezügliche Vorgabe vor. Seitens des Arbeitsmarktservice erfolgt daher diesbezüglich

keine Programmsteuerung. Die ex-post Auswertung zeigt, dass das Weiterbildungsverhalten der Betriebe zwar eine Einbeziehung

von Beschäftigten mit Migrationshintergrund (16%) aber eine äußerst niedrige Berücksichtigung von Beschäftigten mit

ausländischer Staatsbürgerschaft bewirkt.

Aktionen zur Förderung der Integration von Minderheiten ins Erwerbsleben und zur Förderung ihrer sozialen

Eingliederung

Das Operationelle Programm sieht keine diesbezügliche Vorgabe vor. Seitens des Arbeitsmarktservice erfolgt diesbezüglich keine

Programmsteuerung.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Aktionen zur Förderung der Integration anderer benachteiligter Gruppen, einschließlich Menschen mit Behinderungen, ins

Erwerbsleben und zur Förderung ihrer sozialen Eingliederung

Im Rahmen der Prioritätsachse 1 sieht das Operationelle Programm keine diesbezügliche Vorgabe vor. Seitens des

Arbeitsmarktservice erfolgt keine diesbezügliche Programmsteuerung.

Innovative Maßnahmen, einschließlich einer Darlegung der Themen und der Ergebnisse sowie der Verbreitung und

durchgängigen Berücksichtigung

Seitens des Arbeitsmarktservice wird die Ausrichtung auf ältere Beschäftigte (ab 45 Jahre) und die Entwicklung und

Implementierung von betrieblichen „Productive Aging-Konzepten“ (lebenszyklus-orientierte Qualifizierungs- und

Weiterbildungsaktivitäten) forciert.

Die Flexibilitätsberatung für Betriebe (FBB) ist ein gelungenes Beispiel der Realisierung des „Flexicurity“-Ansatzes.

Die Modellprojekte der betriebsnahen Intervention zur alter(n)sgerechten Gestaltung der Arbeitswelt (z.B.

Arbeitsbewältigungscoaching oder Alter und Karriere, …) wurden 2007/08 außerhalb des ESF erprobt.

Umsetzung von transnationalen und/oder interregionalen Aktionen

Die richtlinienmäßige Regelung der Finanzierung von transnationalen Aktivitäten durch den AMS-Verwaltungsrat ist im vierten

Quartal 2009 vorgesehen. Die Umsetzung von Projekten ist ab dem Jahr 2010 geplant.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen

Im Berichtsjahr traten keine wesentlichen Probleme gemäß Artikel 62 Abs. 1 Buchstabe d Ziffer i der VO(EG) Nr. 1083/2006 auf

(Prüfungsergebnisse der EU-Finanzkontrolle).

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

III.2. Bekämpfung von Arbeitslosigkeit

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen

Outputindikatoren

Bezeichung 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt

geförderte Personen Ergebnis 13.942 12.161 NA NA NA NA NA NA NA 26.103

Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 70.000

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Frauen an den Ergebnis 51,8% 55,9% NA NA NA NA NA NA NA 53,7%

geförderten Personen Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,0%

(Ausgaben) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Frauen an den Ergebnis 48,9% 51,3% NA NA NA NA NA NA NA 50,0%

geförderten Personen Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,0%

(Personen) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Zielgruppe Ergebnis 42,9% 43,1% NA NA NA NA NA NA NA 43,0%

Ältere (Personen) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,00%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Zielgruppe Ergebnis 35,8% 57,3% NA NA NA NA NA NA NA 45,5%

Ältere (Ausgaben) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,0%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Innovative Projekte Ergebnis 0 0 NA NA NA NA NA NA NA 0

(Anzahl) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 5

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Innovative Projekte Ergebnis 0,0% 0,0% NA NA NA NA NA NA NA 0,0%

(Mitteleinsatz) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 2,5%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Die Auswertung der geförderten Personen erfolgt mittels eindeutigem Personenzähler (Sozialversicherungsnummer) und nach

Geschlecht (Frauenanteil) und Alter (Älterenanteil). Die Auswertung der vom AMS bis 31.12.2008 getätigten Auszahlungen nach

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Geschlecht (Frauenanteil) und Alter (Älterenanteil) erfolgt anhand der zugrunde liegenden Förderfälle (TeilnehmerInnen und TN-

Tage), wobei 95,2% nach Personenmerkmalen zuordenbar sind.

Ergebnisindikatoren

Bezeichung 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt

Beschäftigung 3 Monate Ergebnis 36,5% 34,5% NA NA NA NA NA NA NA 34,6%

nach Maßnahme Zielvorgabe 50% 50% 50% 50% 50% 50% 50% NP NP NP

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Der Arbeitsmarkterfolg wurde im Schwerpunkt 2 als Anteil der Personen in Beschäftigung zum Stichtag 3 Monate nach dem

individuellen Maßnahmenaustritt definiert (Arbeitsmarktstatus genau am 92. Tag nach der Teilnahme).

Von den im Zeitraum 1.1.2007 – 31.12.2008 insgesamt 26.103 geförderten Personen stehen für 22.523 Personen

Hauptverbandsdaten mit einem Nachbeobachtungszeitraum von 3 Monaten – gerechnet ab dem individuellen Maßnahmen-Austritt

- vor. In die Ermittlung der Erfolgsquote werden jene Personen, die zum Stichtag in (einer anderweitigen) Qualifizierung sind, nicht

einbezogen. Die Bezugsbasis bilden demnach insgesamt 21.121 Personen.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

1.1.2008-31.12.2008

Eingang

Gesamt Frauen

Ausgang

Gesamt Frauen

Übertrag

Gesamt Frauen

Anzahl der TN im Berichtsjahr

Aufschlüsselung nach Erwerbsstatus

14.551 8.004 15.856 8.623 -1.305 -619

ArbeitnehmerInnen (einschließlich

Selbständige)

743 338 977 452 -234 -114

Selbständige 0 0 0 0 0 0

Arbeitslose (einschließlich Langzeitarbeitslose) 13.534 7.500 14.570 7.993 -1.036 -493

Langzeitarbeitslose 5.806 2.799 6.992 3.344 -1.186 -545

Nichterwerbstätige 264 162 301 175 -37 -13

Nichterwerbstätige in Ausbildung 0 0 0 0 0 0

TN ohne Angaben zum Erwerbsstatus 10 4 8 3 2 1

Aufschlüsselung nach Altersgruppen

Junge Menschen (15-24 Jahre) 1.937 1.097 2.158 1.199 -221 -102

Ältere Menschen (55-64 Jahre) 2.024 516 2.147 527 -123 -11

TN ohne Angaben zum Alter bzw.

Altersgruppen nicht zutreffend

10.590 6.391 11.551 6.897 -961 -506

Aufschlüsselung nach sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, entsprechend den nationalen Regelungen

MigrantInnen 7.058 3.918 7.329 4.055 -271 -137

Minderheiten 0 0 0 0 0 0

Menschen mit Behinderungen 363 139 438 166 -75 -27

Sonstige benachteiligte Menschen 1.673 727 2.031 862 -358 -135

Aufschlüsselung nach Bildungsstand

Primarbereich oder unterer Sekundarbereich

(ISCED 1 und 2)

10.603 5.674 11.270 5.944 -667 -270

Oberer Sekundarbereich (ISCED 3) 3.308 2.006 3.827 2.295 -519 -289

Nicht-tertiäre Bildung nach dem

Sekundarbereich (ISCED 4)

323 131 369 146 -46 -15

Tertiäre Bildung (ISCED 5 und 6) 304 183 379 230 -75 -47

TN ohne Angaben zum Bildungsstand 13 10 11 8 2 2

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Die Auswertung der TeilnehmerInnen erfolgt mittels Teilnahmekonzept (Förderfälle).

Die Förderungen im Schwerpunkt 2 „Bekämpfung von Arbeitslosigkeit“ richten sich grundsätzlich an beim Arbeitsmarktservice

vorgemerkte Arbeitslose. Arbeitslose gelten als langzeitbeschäftigungslos, wenn sie beim Arbeitsmarktservice länger als 12 Monate

– ohne eine durchgehende Unterbrechung von mehr als 2 Monaten (wegen Arbeitsverhältnis, Krankheit, Auslandsaufenthalt, etc.) –

vorgemerkt sind. In die Vormerkung werden die Zeiten der Teilnahme an AMS-Qualifizierungsmaßnahmen eingerechnet. In

Einzelfällen ist auch ein anderer Erwerbsstatus möglich, wenn nämlich die Förderung bereits in einem auslaufenden

Dienstverhältnis oder unmittelbar im Anschluss an eine geförderte Projektbeschäftigung einsetzt. Wiedereinsteigerinnen können

auch unmittelbar aus dem Status OLF einbezogen werden.

Das AMS kann personenbezogen erfassen und in der EDV dokumentieren, welche Staatsbürgerschaft die geförderten Personen

besitzen. Aus Datenschutzgründen darf das AMS aber nicht personenbezogen erheben und dokumentieren, ob es sich um

MigrantInnen handelt. Anonymisiert kann das AMS aber ex-post statistisch auswerten, ob ein „Migrationshintergrund“ vorliegt

(Definition: AusländerInnen und Personen mit einem dokumentierten Staatsbürgerschaftswechsel, wobei der Geburtsort

unerheblich ist).

Der Bildungsstand wird anhand der im AMS verwendeten Systematik der Erfassung der höchsten abgeschlossenen Ausbildung

erhoben. Hierbei gibt es möglicherweise Unschärfen bezüglich der nicht-tertiären Bildung nach dem Sekundarbereich (ISCED 4).

Für den Jahresdurchführungsbericht für das Jahr 2007 konnten von Seiten des Arbeitsmarktservice die TeilnehmerInnendaten nicht

zeitgerecht zur Verfügung gestellt werden (vgl. Jahresdurchführungsbericht 2007). Die TeilnehmerInnendaten für das Jahr 2007

werden nun, wie im Durchführungsbericht für das Jahr 2007 angekündigt, mit nachfolgender Tabelle nachgereicht. Die angeführten

Daten stellen den Zeitraum vom 1.1.2007-31.12.2007 dar.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

1.1.2007-31.12.2007

Eingang

Gesamt Frauen

Ausgang

Gesamt Frauen

Übertrag

Gesamt Frauen

Anzahl der TN im Berichtsjahr

Aufschlüsselung nach Erwerbsstatus

15.213 7.835 11.676 5.884 3.537 1.951

ArbeitnehmerInnen (einschließlich

Selbständige)

1.007 462 658 298 349 164

Selbständige 0 0 0 0 0 0

Arbeitslose (einschließlich Langzeitarbeitslose) 13.875 7.199 10.774 5.460 3.101 1.739

Langzeitarbeitslose 7.134 3.224 5.246 2.330 1.888 894

Nichterwerbstätige 322 173 235 125 87 48

Nichterwerbstätige in Ausbildung 0 0 0 0 0 0

TN ohne Angaben zum Erwerbsstatus 9 1 9 1 0 0

Aufschlüsselung nach Altersgruppen

Junge Menschen (15-24 Jahre) 2.582 1.361 1.921 1.001 661 360

Ältere Menschen (55-64 Jahre) 2.344 609 1.995 529 349 80

TN ohne Angaben zum Alter bzw.

Altersgruppen nicht zutreffend

10.287 5.865 7.760 4.354 2.527 1.511

Aufschlüsselung nach sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, entsprechend den nationalen Regelungen

MigrantInnen 6.757 3.576 5.257 2.703 1.500 873

Minderheiten 0 0 0 0 0 0

Menschen mit Behinderungen 486 182 370 143 116 39

Sonstige benachteiligte Menschen 2.207 887 1.658 655 549 232

Aufschlüsselung nach Bildungsstand

Primarbereich oder unterer Sekundarbereich

(ISCED 1 und 2)

10.587 5.238 8.121 3.904 2.466 1.334

Oberer Sekundarbereich (ISCED 3) 3.925 2.256 3.034 1.735 891 521

Nicht-tertiäre Bildung nach dem

Sekundarbereich (ISCED 4)

342 127 264 94 78 33

Tertiäre Bildung (ISCED 5 und 6) 348 205 247 143 101 62

TN ohne Angaben zum Bildungsstand 11 9 10 8 1 1

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Qualitative Analyse

Von den im Operationellen Programm definierten förderbaren Maßnahmen wurde die Qualifizierung von Arbeitslosen in Form von

kursmäßigen Bildungsmaßnahmen und die Beschäftigung von insbesondere Langzeitbeschäftigungslosen in Form von

Sozialökonomischen Betrieben (SÖB) und Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten (GBP) fortgeführt, und zwar mit einer

verstärkten Ausrichtung auf ältere Arbeitslose ab 45 Jahre.

Im Aktivitätsfeld „Innovation“ (Entwicklung neuer Instrumente und Methoden) erfolgte bislang keine ESF-Förderung, da in den

ersten beiden Jahren eine Konzentration auf die Neuausrichtung der Bildungsmaßnahmen und der Beschäftigungsprojekte auf

ältere Arbeitslose im Vordergrund stand. Das angedachte Kernstück der Innovation ist die bedarfsgerechte und betriebsnahe

Vorqualifikation von älteren Arbeitslosen für schwer zu besetzende offene Stellen in Form von Implacementstiftungen. Hiefür sollte

der zunehmende Fachkräftemangel und die stärkere Bereitschaft zur Beschäftigung älterer Personen genutzt werden. Was die

aktuelle Wirtschaftskrise für die Realisierbarkeit dieses geplanten neuen Unterschwerpunktes bedeutet, kann heute nicht beurteilt

werden.

Im Zeitraum 1.1.2007 – 31.12.2008 wurden 255 Projekte (Förder-/Werkverträge) durch Beauftragung von 123 Bildungs- und

Beschäftigungsträgern mit 320 Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen für 29.764 TeilnehmerInnen bzw. 26.103 Personen

realisiert.

Die Umsetzung der Bildungsmaßnahmen erfolgt zu rund 81% durch das AMS Wien; weiters noch durch das AMS Kärnten,

Salzburg, Steiermark und Vorarlberg. Die Umsetzung der Beschäftigungsmaßnahmen erfolgt von allen AMS-Landesorganisationen,

ausgenommen vom AMS Vorarlberg.

Der Umsetzungsgrad bezogen auf die geplante Anzahl an geförderten Personen in der Programmperiode (70.000 Personen)

beträgt 37,3% (26.103 Personen). Die relative Übererfüllung resultiert aus folgenden Umständen:

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Dem Arbeitsmarktservice wurden vom dafür zuständigen Ressort im Rahmen des AMS Förderbudgets ESF-Mittel in der Höhe von

€ 35.361.000,-- (2007) und € 35.363.000,-- (2008) als Ausgabenermächtigung für Auszahlungen zur Verfügung gestellt. Die

Dotierung erfolgte ohne Berücksichtigung der Notwendigkeit eines sukzessiven Programmaufbaus.

Da für die Projekte des Schwerpunktes 1 eine gewisse Projektvorlaufzeit unumgänglich ist, wurden in den ersten beiden Jahren

ESF-förderbare Qualifizierungen in Form von kursmäßigen Bildungsmaßnahmen in einem viel höheren Ausmaß ESF-kofinanziert

als dies zum Programmplanungszeitpunkt vorgesehen war. Es handelt sich - unter strikter Einhaltung der Perioden-Planwerte - um

ein Vorziehen von ESF-Mitteln. Um die Mittelausschöpfung 2007 und 2008 sicherzustellen, wurden 100 Bildungsmaßnahmen ESFkofinanziert,

die – gegenüber der Plan-Annahme – eine deutlich kürzere Dauer und deutlich geringere Kosten pro Teilnahme

aufweisen.

Der geplante Frauenanteil für die Programmperiode (mindestens 50,0%) wurde im Berichtszeitraum mit 53,7% (14.020 Personen)

gut erfüllt (vgl. 53,2% der TeilnehmerInnen). Die Programmvorgabe, wonach auch mindestens 50% der Mittel für Frauen

einzusetzen sind, wurde bisher mit exakt 50,0% gleichfalls erfüllt.

Der geplante Anteil an Arbeitslosen ab 45 Jahre für die Programmperiode (mindestens 50,0%) wurde im Berichtszeitraum mit

43,0% (11.223 Personen) realisiert (vgl. 42,5% der TeilnehmerInnen). Wenngleich das Ziel bisher nicht erreicht wurde, bedeutet

dieser Wert eine markante Steigerung gegenüber der ESF-Vorperiode. Die Programmvorgabe, wonach auch mindestens 50% der

Mittel für Arbeitslose ab 45 Jahre einzusetzen sind, wurde bisher mit 37,0% deutlich nicht erreicht. Das Operationelle Programm

sieht vor, dass entsprechend der Ausschöpfung der budgetären Mittel – anstelle von Älteren - auch Niedrigqualifizierte und

arbeitsmarktpolitische Problemgruppen sowie Wiedereinsteigerinnen gefördert werden können. Die Analyse zeigt, dass die Kosten

der Bildungsmaßnahmen für die TeilnehmerInnen ab 45 Jahre signifikant niedriger sind als jene für Jugendliche und im

Haupterwerbsalter. Bei der Schulung von älteren Arbeitslosen geht es nicht um längere Ausbildungen mit Lehrabschluss, sondern

um relativ kurze Weiterbildungen mit einem Aktivierungsanteil. Die fachliche Qualifizierung von älteren Arbeitslosen sollte im

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Zusammenhang mit den Bestrebungen zur Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters „kein Tabu“ sein, stellt sich aber nach

wie vor als sehr große Herausforderung dar.

Die bisherigen Erfahrungen mit kursmäßigen Bildungsmaßnahmen für ältere Arbeitslose sind – auch im Hinblick auf den

nachstehend angeführten Arbeitsmarkterfolg – nicht befriedigend. Die passgenaue Qualifizierung in Form von

Implacementstiftungen - unter aktiver Einbindung der künftigen Arbeitgeber – stellt eine mögliche Option dar (diese wäre allerdings

in Zeiten des Fachkräftemangels leichter zu implementieren). Der Arbeitsmarkterfolg (Bestand Personen in Beschäftigung zum

Stichtag 3 Monate nach Maßnahmen-Austritt) beträgt 34,5% (bei Bildungsmaßnahmen 27,4% und bei Beschäftigungsmaßnahmen

51,68%). 7.293 Personen von 21.121 Personen waren zum Stichtag 3 Monate nach ihrem Maßnahmen-Austritt in Beschäftigung.

Das Operationelle Programm sieht zusätzlich einen Nachbeobachtungszeitraum von 6, 9 und 12 Monaten vor. Dabei zeigt sich,

dass sich insbesondere der Arbeitsmarkterfolg der Bildungsmaßnahmen auf 34,8% (6 Monate), 37,7% (9 Monate) und 39,2% (12

Monate) erhöht. Insgesamt sind nach 6 Monaten 38,8% in Beschäftigung (7.001 von 18.031 Personen), nach 9 Monaten 40,4%

(6.153 von 15.245 Personen) und nach 12 Monaten 40,5% (5.213 von 12.859 Personen). Aufgrund des längeren

Nachbeobachtungszeitraumes stehen die Hauptverbandsdaten für eine entsprechend niedrigere Bezugsbasis zur Verfügung.

Der Plan-Arbeitsmarkterfolg, welcher - unter Berücksichtigung des Entwicklungspfades bezüglich der Qualifizierung von älteren

Arbeitslosen in Form von Implacementstiftungen - mit 50% festgelegt wurde, wurde nicht erreicht. Für die Bewertung „auf den

zweiten Blick“ wird auf die Struktur der TeilnehmerInnen hingewiesen:

• 42,5% sind Arbeitslose ab 45 Jahre

• 71% weisen nur eine Pflichtschulabschluss auf

• 46,4% haben einen Migrationshintergrund (27% AusländerInnen)

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Das Ergebnis wird wesentlich von der herangezogenen Kennzahl „Bestand Personen zum Stichtag +3 Monate“ bestimmt. Im

Vergleich weist die Kennzahl „Anzahl Personen im Zeitraum + 3 Monate“ einen Arbeitsmarkterfolg von 45% auf (10.719 von 23.820

Personen haben im Zeitraum 3 Monate nach Maßnahmen-Austritt eine Beschäftigung aufgenommen). Bei einem

Nachbeobachtungszeitraum von 6 Monaten haben 54%, bei 9 Monaten 57% und bei 12 Monaten 59% der geförderten Personen

eine Beschäftigung aufgenommen.

Das Arbeitsmarktservice wird sich weiterhin bemühen, die Konzeption und Gestaltung der kursmäßigen Bildungsmaßnahmen für

Arbeitslose ab 45 Jahre weiterzuentwickeln und die erwarteten Erfolgsaussichten besonders zu berücksichtigen. Zudem steht die

Entscheidung an, ob die Option der ESF-Förderung von spezifischen Implacementstiftungen für ältere Arbeitslose angesichts der

aktuellen Wirtschaftskrise umgesetzt werden soll. Es ist weiters zu berücksichtigen, dass die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung eine

massive Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit bewirkt und daher die ESF-Förderung auch für spezifische

Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose Jugendliche ermöglicht werden soll.

Vom 1.1.2007-31.12.2008 wurden 26.103 Personen gefördert, die insgesamt 29.764 Förderfälle (Teilnahmen) aufweisen, wovon

bis 31.12.2008 insgesamt 27.532 beendet wurden. Der Frauenanteil beträgt 53,2% (15.839 Teilnehmerinnen).

In Bezug auf den Erwerbsstatus waren 27.409 TeilnehmerInnen (92%) unmittelbar vor Maßnahmenbeginn arbeitslos oder in einer

Schulungsmaßnahme. Wie ausgeführt, können TeilnehmerInnen auch eine unmittelbar vorangehende Beschäftigung (1.750 TN)

oder der Status OLF (586 TN) aufweisen. In die ESF-Förderung werden insbesondere Langzeitbeschäftigungslose (43,5% aller TN

bzw. 47% der unmittelbar zuvor arbeitslosen TN) einbezogen (!!).

Von den 29.764 TeilnehmerInnen sind 15% Jugendliche unter 25 Jahre (4.519 TeilnehmerInnen mit einem Frauenanteil von

54,4%), 70% im ESF-Haupterwerbsalter 25 bis 54 Jahre (20.877 TeilnehmerInnen mit einem Frauenanteil von 58,7%) und 15%

sind Ältere ab 55 Jahre (4.368 TeilnehmerInnen mit einem Frauenanteil von 25,8%). Seitens des Arbeitsmarktservice wird die

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Programmsteuerung auf ältere Arbeitslose ab 45 Jahre ausgerichtet. Ihr Anteil beträgt 42,5% 12.660 TeilnehmerInnen mit einem

Frauenanteil von 43,7%).

Wenngleich nicht personenbezogen erhoben und dokumentiert, sondern anonymisiert statistisch ex-post ausgewertet, weisen

46,4% (13.815 TeilnehmerInnen mit einem Frauenanteil von 54,3%) einen „Migrationshintergrund“ auf (Definition: AusländerInnen

und Personen mit einem dokumentierten Staatsbürgerschaftswechsel, wobei der Geburtsort unerheblich ist). Auch der

AusländerInnenanteil (Definition: Keine österreichische Staatsbürgerschaft.) ist mit 27% (8.030 TeilnehmerInnen mit eine

Frauenanteil von 50,5%) sehr hoch.

849 TeilnehmerInnen (2,9% von 29.764) weisen einen offiziellen Behindertenstatus auf (Frauenanteil 37,8%). Die Förderung von

vorgemerkten Behinderten erfolgt arbeitsteilig durch das Bundessozialamt.

3.880 TeilnehmerInnen (13% von 29.764) weisen eine andere vom AMS dokumentierte Benachteiligung auf (Personen mit

gesundheitlichen / psychischen Beeinträchtigungen, Suchtproblemen,…). Der Frauenanteil beträgt 41,6%.

Im Hinblick auf die arbeitsmarktpolitische Intention konzentriert sich die Umsetzung auf TeilnehmerInnen mit Pflichtschulabschluss

(ISCED 2: 71%) und auf Personen mit Lehrabschluss/Ausbildung in mittleren Schulen (ISCED 3: 24%). Der Anteil von ISCED 2 und

3 beträgt demnach zusammen 95%. Nur etwa 5% weisen einen höheren Bildungsstand auf.

Cross-Financing

Es wurden keine Ausgaben gemäß Artikel 34 Abs. 2 (Finanzierung von EFRE-Maßnahmen mit ESF-Mitteln) verwendet.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Durchgängige Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts sowie etwaiger geschlechtsspezifischer Aktionen:

Die Gleichstellung von Männern und Frauen im Sinne des Artikel 16 der VO (EG) 1083/2006 wird im Arbeitsmarktservice durch

konsequente Beachtung des Gender Mainstreaming aktiv betrieben. Im Schwerpunkt 2 liegt der Frauenanteil deutlich über dem

Frauenanteil an den vorgemerkten Arbeitslosen.

Die ESF-Förderung von spezifischen Frauenprojekten für eine Ausbildung und Beschäftigung in nicht traditionellen Frauenberufen

ist nur beschränkt möglich. Diesbezügliche unterstützende Beratungsleistungen für Betriebe werden pilotmäßig erprobt.

Unabhängig von ESF-Regelungen besteht die Vorgabe des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit (nunmehr BM für Arbeit,

Soziales und Konsumentenschutz) an das Arbeitsmarktservice, österreichweit 50% des Förderbudgets für Frauen einzusetzen. Die

Erfüllung der jeweiligen Jahres-Planwerte ist Bestandteil der Controllinginstrumente des AMS (Balance-Score-Card).

Aktionen zur Förderung der Teilnahme von MigrantInnen am Erwerbsleben und dadurch zur Förderung ihrer sozialen

Eingliederung

Das Operationelle Programm sieht keine diesbezüglichen Vorgaben vor. Seitens des Arbeitsmarktservice erfolgt diesbezüglich

keine Programmsteuerung.

Die ex-post Auswertung zeigt aber, dass die Auswahl der TeilnehmerInnen durch die Regionalen Geschäftsstellen des AMS eine

überdurchschnittliche Einbeziehung von Personen mit Migrationshintergrund bzw. mit ausländischer Staatsbürgerschaft bewirkt.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Aktionen zur Förderung der Integration von Minderheiten ins Erwerbsleben und zur Förderung ihrer sozialen

Eingliederung

Das Operationelle Programm sieht keine diesbezüglichen Vorgaben vor. Seitens des Arbeitsmarktservice erfolgt diesbezüglich

keine Programmsteuerung.

Aktionen zur Förderung der Integration anderer benachteiligter Gruppen, einschließlich Menschen mit Behinderungen, ins

Erwerbsleben und zur Förderung ihrer sozialen Eingliederung

Spezifische Maßnahmen der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung werden im OP Beschäftigung vom

Bundessozialamt gefördert (für beim AMS vorgemerkte Personen in Abstimmung mit dem Arbeitsmarktservice).

Neben der Einbeziehung von Personen mit dokumentierten persönlichen Benachteiligungen (Teilnahmequote rund 13%) ist dem

Arbeitsmarktservice insbesondere die Einbeziehung von Langzeitbeschäftigungslosen besonders wichtig (Teilnahmequote 43,5%).

Innovative Maßnahmen, einschließlich einer Darlegung der Themen und der Ergebnisse sowie der Verbreitung und

durchgängigen Berücksichtigung

Seitens des Arbeitsmarktservice wird die Ausrichtung auf ältere Arbeitslose (ab 45 Jahre) und die Implementierung des „Productive

Aging-Konzeptes“ forciert. Die Flexibilitätsberatung für Betrieb ist ein gutes Beispiel für die Realisierung des „Flexicurity-Ansatzes“.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Umsetzung von transnationalen und/oder interregionalen Aktionen:

Die richtlinienmäßige Regelung der Finanzierung von Transnationalen Aktivitäten durch den AMS Verwaltungsrat ist im vierten

Quartal 2009 vorgesehen. Die Umsetzung von Projekten ist ab dem Jahr 2010 geplant.

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen

Im Berichtsjahr traten keine wesentlichen Probleme gemäß Artikel 62 Abs. 1 Buchstabe d Ziffer i der VO(EG) Nr. 1083/2006 auf

(Prüfungsergebnisse der EU-Finanzkontrolle).

III.3a. Berufliche Integration von Menschen mit Behinderung

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen

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Outputindikatoren

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Bezeichung 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt

Förderfälle Ergebnis 7.106 14.280 NA NA NA NA NA NA NA NP

Zielvorgabe 17.900 17.900 17.900 17.900 17.900 17.900 17.900 NP NP NP

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Zielgruppe Ergebnis 41,27% 37,69% NA NA NA NA NA NA NA NA

Frauen Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,00%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Innovative Projekte Ergebnis 0 11 NA NA NA NA NA NA NA NP

(Anzahl) Zielvorgabe 5 5 5 5 5 5 5 NP NP NP

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Innovative Projekte Ergebnis 0,00% 9,00% NA NA NA NA NA NA NA NA

(Mitteleinsatz) 7 Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 2,50%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Ergebnisindikatoren

Bezeichung 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt

Verbleib Ergebnis 42,25% 46,79% NA NA NA NA NA NA NA NA

6 Monate nach Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 52,00%

einer Maßnahme Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Arbeitsplatzerlangung Ergebnis 20,87% 15,75% NA NA NA NA NA NA NA NA

Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 15,00%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Arbeitsplatzsicherung Ergebnis 8,64% 5,52% NA NA NA NA NA NA NA NA

Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 16,00%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Heranführung an den Ergebnis 12,74% 25,52% NA NA NA NA NA NA NA NA

Arbeitsmarkt Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 21,00%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Eingang Ausgang Übertrag

Gesamt Frauen Gesamt Frauen Gesamt Frauen

Anzahl der TN im Berichtsjahr 14.280 5.383 14.280 5.383 0 0

Aufschlüsselung nach Erwerbsstatus

ArbeitnehmerInnen (einschließlich

Selbständige)

0 0 0 0 0 0

Selbständige 0 0 0 0 0 0

Arbeitslose (einschließlich Langzeitarbeitslose) 0 0 0 0 0 0

Langzeitarbeitslose 0 0 0 0 0 0

Nichterwerbstätige 0 0 0 0 0 0

Nichterwerbstätige in Ausbildung 0 0 0 0 0 0

TN ohne Angaben zum Erwerbsstatus 14.280 5.383 14.280 5.383 0 0

Aufschlüsselung nach Altersgruppen

Junge Menschen (15-24 Jahre) 12.306 4.499 12.306 4.499 0 0

Ältere Menschen (ab 45 Jahre) 869 310 869 310 0 0

TN ohne Angaben zum Alter bzw.

Altersgruppen nicht zutreffend

1.105 574 1.105 574 0 0

Aufschlüsselung nach sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, entsprechend den nationalen Regelungen

MigrantInnen 0 0 0 0 0 0

Minderheiten 0 0 0 0 0 0

Menschen mit Behinderungen 14.280 5.383 14.280 5.383 0 0

Sonstige benachteiligte Menschen 0 0 0 0 0 0

Aufschlüsselung nach Bildungsstand

Primarbereich oder unterer Sekundarbereich

(ISCED 1 und 2)

0 0 0 0 0 0

Oberer Sekundarbereich (ISCED 3) 0 0 0 0 0 0

Nicht-tertiäre Bildung nach dem

Sekundarbereich (ISCED 4)

0 0 0 0 0 0

Tertiäre Bildung (ISCED 5 und 6) 0 0 0 0 0 0

TN ohne Angaben zum Bildungsstand 14.280 5.383 14.280 5.383 0 0

7 Mitteleinsatz, wird hier als Gesamtbetrag (inkl. nat. Anteil) des Aufwandes im Kalenderjahr verstanden - unabhängig von späterem Abrechnungsergebnis.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Die Teilnahmen erfolgt für die Maßnahmen des BMSK (Sektion IV) derzeit so, dass Teilnahmen nicht nur einem Kalenderjahr

zugeordnet werden, sondern auch über das Jahr hinaus erfasst werden. Die gewünschte Darstellung von Eingang, Ausgang,

Übertrag ist mit dem derzeitigen Begleitsystem EAZ nicht möglich, denn es werden vorläufig alle das jeweilige Kalenderjahr

berührende Teilnahmen bei Eingang und Ausgang angeführt. Der Übertrag bleibt somit leer.

Die MaßnahmenteilnehmerInnen werden, was ihren Erwerbstatus betrifft in der von der EU vorgegebenen Detailgenauigkeit noch

nicht erfasst. Ab 2010 werden voraussichtlich Zuordnungen getroffen werden können.

Gemäß dem Schwerpunkt 3a im OP werden Jugendliche von 15-25 Jahre und Ältere ab 45 Jahre erfasst. Eine andere Gliederung

ist auch technisch nicht möglich, weswegen die Altersgruppe der „Älteren Menschen“ in obiger Aufstellung nicht ab 55 sondern ab

45 Jahren angegeben ist.

Für die Maßnahmen des BMSK (Sektion IV)/BSB ist der Bildungsstand unerheblich, weshalb eine Erfassung dieser Daten aus

datenschutzrechtlichen Bestimmungen nicht erfolgen darf. Hier können also keine Angaben gemacht werden.

Cross-Financing

Qualitative Analyse

Im BMSK wird im Rahmen des Ziels Beschäftigung kein Cross-Financing durchgeführt.

Durchgängige Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts sowie etwaiger geschlechtsspezifischer Aktionen

Basierend auf geschlechterpolitischen Maßnahmen zur Förderung der Gleichbehandlung und Chancengleichheit von Frauen und

Männern in der Arbeitswelt, wird im Kontext des Gender Mainstreaming versucht, geschlechterspezifischen Diskriminierungen und

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Ungleichbehandlungen entgegenzuwirken. Sowohl im Hinblick auf eine ausgewogene Beschäftigungsquote als auch im Hinblick auf

den Abbau von Diskriminierungen, Ungleichheiten und Ausgrenzungen am Arbeitsmarkt, ist verstärkt auf die unterschiedlichen

Situationen, Bedingungen und Bedürfnisse von Frauen und Männern zu achten. Im Sinne des Gender Mainstreaming ist als

Förderziel in der beruflichen Integration von Frauen mit Behinderung eine Quote von 50% determiniert. Für Maßnahmenträger

werden Unterstützungsstrukturen geschaffen, die es den Verantwortlichen ermöglichen, Gender Mainstreaming zu einem

selbständigen Handlungsmuster bei der Umsetzung der Maßnahmen zu entwickeln.

Im Jahr 2008 wurde mit der Umsetzung des folgenden Projekts begonnen:

• Pilotprojekt „Implementierung von Gender Mainstreaming und Gender Budgeting bei der Jugendlichenmaßnahme

„Clearing“

Gerade bei Menschen mit Behinderung ist es wesentlich darauf zu achten, ob die zur beruflichen Integration gesetzten

Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern beitragen und wie sich die Inhalte und Ziele dieser Maßnahmen

auf die unterschiedlichen Geschlechter auswirken.

Bereits im Jahr 2007 bereitete das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz eine Ausschreibung für

ein Pilotprojekt zur Implementierung von Gender Mainstreaming als wichtige Querschnittsmaterie im Bereich der

Fördermaßnahmen des Bundessozialamtes für jugendliche Menschen mit Behinderung vor. Ziel ist die Implementierung der

Gleichstellungsperspektive in der Maßnahme Clearing. Das Pilotprojekt richtet sich gleichermaßen an Träger der

Maßnahme Clearing und an Mitarbeiter/innen im Bundessozialamt und seinen Landesstellen, die mit

Jugendlichenmaßnahmen beschäftigt sind.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Das langfristige Ziel dahinter ist, dass alle Projekte und Maßnahmen zur beruflichen Integration von Menschen mit

Behinderung nach gleichstellungsorientierten Konzepten arbeiten, um eine optimale Betreuung auch im Hinblick auf die

unterschiedlichen Geschlechter zu erreichen.

Mit diesem Pilotprojekt soll auch das Thema Gender Budgeting forciert werden. Gender Budgeting ist eine Strategie, die

zum Ziel hat, den gesetzlichen Auftrag der Gleichstellung zu erfüllen und durch Schwerpunktsetzungen sowie

Mittelverteilungen die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern zu erhöhen. 2008 erfolgte die Ausschreibung für

dieses Projekt.

Folgende Zielsetzungen werden mit diesem Pilotprojekt verfolgt:

• Kompetenzaufbau im Bereich Gender Mainstreaming im Bundessozialamt und seinen Landesstellen

(Rehaabteilungen); Gender Mainstreaming soll zu einem selbstverständlichen Handlungsprinzip werden

• Gender Mainstreaming soll in die Maßnahme Clearing implementiert werden; Kompetenzaufbau bei

Träger/innen

• Vorbereitung des Fernziels, dass alle Maßnahmen im Jugendlichenbereich bis 2010 nach

gleichstellungsorientierten Konzepten arbeiten

Folgende Ergebnisse sollen erreicht werden:

• Erstellung von Richtlinien/Handlungsanweisungen zur Implementierung des Gleichstellungsansatzes in

Fördermaßnahmen für den Fördergeber Bundessozialamt

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

• Erstellung von Richtlinien/Handlungsanweisungen zur Implementierung von Gender Mainstreaming bei der

Erstellung von Richtlinien zu Fördermaßnahmen für das Bundesministerium

• Erstellung eines Leitfadens für Fördernehmer/innen zur Implementierung von Gleichstellungsprinzipien in

Projekte und Maßnahmen

Projektstart war im Oktober 2008. Zu dieser Zeit wurde mit der Einrichtung der Projektstruktur begonnen, der detaillierte

Projektablauf vorgestellt und die Zusammensetzung der Projektgremien und Arbeitsgruppen vorgenommen. Für die

Steuerung und den Transfer des Projektes wurde ein Steuerungsteam eingerichtet, das sich aus VertreterInnen des

Bundessozialamtes und des BMASK zusammensetzt. Des Weiteren wurde eine Arbeitsgruppe zur Zielentwicklung

installiert, die sich mit konkreten Gleichstellungszielen betreffend die Maßnahme Clearing auseinandersetzt. In der

Arbeitsgruppe sind Trägerorganisationen der Maßnahme Clearing vertreten, die Optionen zur Implementierung von Gender

Mainstreaming in dieser Maßnahme erarbeiten sollen.

Die Analyse der Ausgangssituation war der erste Schwerpunkt nach dem Projektstart. Dabei wurden von den

Auftragnehmerinnen die Richtlinien, Konzepte sowie bisherige Aktivitäten in Richtung Gleichstellung analysiert. Die

Maßnahme Clearing wurde auf ihre Gleichstellungswirkung überprüft und eine Umfeldanalyse vorgenommen. Das Ergebnis

des Analyseprozesses ist ein auf Daten, Fakten und praktischen Erfahrungen der Beteiligten basierendes umfassendes Bild

über die IST-Situation, welches als Basis für nachfolgende Aktivitäten dient.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Aktionen zur Förderung der Teilnahme von MigrantInnen am Erwerbsleben und dadurch zur Förderung ihrer sozialen

Eingliederung

Im Unterschwerpunkt 3a wurden keine Aktionen zur Förderung der Teilnahme von MigrantInnen am Erwerbsleben und dadurch zur

Förderung ihrer sozialen Eingliederung durchgeführt.

Aktionen zur Förderung der Integration von Minderheiten ins Erwerbsleben und dadurch zur Förderung ihrer sozialen

Eingliederung

Im Unterschwerpunkt 3a wurden keine Aktionen zur Förderung der Integration von Minderheiten ins Erwerbsleben und dadurch zur

Förderung ihrer sozialen Eingliederung durchgeführt.

Aktionen zur Förderung der Integration anderer benachteiligter Gruppen, einschließlich Menschen mit Behinderungen, ins

Erwerbsleben und zur Förderung ihrer sozialen Eingliederung

Wie im Operationellen Programm (OP) angeführt, werden aus dem ESF insbesondere folgende Schwerpunktgruppengruppen

gefördert:

• Jugendliche

• Ältere

• Personen mit schweren Funktionsbeeinträchtigungen

• Gehörlose und blinde bzw. hochgradig sehbehinderte Frauen

• Innovation (siehe Abschnitt Innovative Maßnahmen)

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Im Jahr 2008 wurden in den Maßnahmen des Bundessozialamtes insgesamt 14.280 Förderfälle registriert. 8 Der Frauenanteil lag

bei 37,7%.

Im Schwerpunkt der Zielgruppe der Jugendlichen werden insbesondere folgende Maßnahmen gefördert:

• Berufsausbildungsassistenz (verlängerte Lehre für Jugendliche mit Behinderung)

• Qualifizierungsprojekte

• Arbeitsassistenz allgemein

• Arbeitsassistenz für seelisch behinderte Menschen

• Clearing (Stützstruktur an der Schnittstelle Schule/Beruf)

Im Rahmen des Schwerpunktes Jugendliche wurden 12.231 Förderfälle registriert.

Die Zielgruppe der Älteren wurde im Jahr 2008 mit Lohnförderungen an den Arbeitgeber zur Erhaltung und Sicherung des

Arbeitsplatzes unterstützt. In dieser Maßnahme wurden im Berichtsjahr 295 Förderfälle registriert.

Für die Zielgruppe der Menschen mit schweren Funktionsbeeinträchtigungen sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

8

Hinweis: Die Förderfälle und Realisierungen werden in erster Linie den Schwerpunkten zugeordnet. Innovative Maßnahmen können getrennt ausgewiesen werden, können aber auch unter

dem jeweiligen Schwerpunkt (Jugendliche. Ältere, schwere Funktionsbeeinträchtigung) subsumiert werden. Aus diesem Grund ist eine Addition der Förderfälle in den "Schwerpunkten" +

"innovative Maßnahmen" nicht unzulässig. Eine innovative Maßnahme kann, muss aber nicht in jedem Schwerpunkt vorkommen.

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• Arbeitsassistenz (AAS) allgemein

• AAS für sehbehinderte Menschen

• AAS für geistig behinderte Menschen

• AAS für seelisch behinderte Menschen

• AAS für hörbehinderte Menschen

• Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Insgesamt wurden im Berichtsjahr 1.754 Förderfälle im Rahmen dieses Maßnahmenschwerpunktes registriert.

Die Zielgruppe der blinden bzw. hochgradig sehbehinderten und gehörlosen Frauen ist dem BMASK ein besonderes Anliegen. Die

auf diese Personengruppe zugeschnittenen Maßnahmen sind erst zu entwickeln und wurden daher im Jahr 2008 noch nicht

umgesetzt.

Innovative Maßnahmen, einschließlich einer Darlegung der Themen und der Ergebnisse sowie der Verbreitung und

durchgängigen Berücksichtigung

2,5 % der Mittel des Programmschwerpunktes sind für die Förderung bzw. die Durchführung von innovativen Maßnahmen und

Projekten reserviert worden. Diese sollen der Weiterentwicklung des Schwerpunktes dienen.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Im Bereich der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung ist der Innovationsschwerpunkt in sechs

Maßnahmenbereiche gegliedert:

• Unternehmensservice: Das Unternehmensservice ist seit 1.6.2008 bundesweit mit insgesamt 9 Einrichtungen tätig. Die

Dienstleistung wird regional im Auftrag der jeweiligen Landesstelle des Bundessozialamts von einer in einem

Ausschreibungsverfahren ermittelten Institution durchgeführt. Das Unternehmensservice bietet Information und

Unterstützung für Unternehmen, die Menschen mit Behinderung beschäftigen oder beschäftigen wollen oder sonst

Interesse für das Thema „Arbeit und Behinderung“ zeigen. Das Serviceangebot beinhaltet u.a. Information über rechtliche

Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung, Unterstützung bei der

Arbeitsplatzadaptierung und Unterstützung bei der Auswahl geeigneter DienstnehmerInnen mit Behinderung, Organisation

von Workshops, Seminare u.ä.

Der Zugang zu Unternehmen erfolgt proaktiv in einem dreistufigen Prozess.

• Kontaktaufnahme (Stufe I): Die Kontaktaufnahme erfolgt individuell. Sie ist telefonisch ebenso möglich wie

persönlich oder schriftlich.

• Informationsgespräch (Stufe II): Ein Informationsgespräch liegt dann vor, wenn einem/r Entscheidungsträger/in im

Unternehmen zumindest ein Überblick über die Thematik und das Leistungsangebot des Unternehmensservice

vermittelt wird.

• Beratungsprozess (Stufe III): Gibt es auf Seiten des Unternehmens über das Informationsgespräch hinaus

Unterstützungs- und/oder Beratungsbedarf, beginnt ein Beratungsprozess. Sollte ein Matchingprozess

(Stellenvermittlung Arbeitnehmer/Arbeitgeber) stattfinden, ist eine Ausweitung des Beratungsprozesses möglich.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Im Jahr 2008 wurden bundesweit 3.845 Unternehmen durch das Unternehmensservice angesprochen. Etwa ein Viertel

der zumeist telefonisch kontaktierten Unternehmen zeigten Interesse am Thema, worauf vor Ort ein persönliches

Informationsgespräch stattfand. Bei ca. 10% der knapp 4000 angesprochenen Unternehmen gab es einen darüber hinaus

gehenden spezifischen Beratungsbedarf, der im Rahmen eines oder auch mehrerer Folgetermine abgedeckt wurde. Die

derzeitigen Auftragsverhältnisse sind vorerst mit 31.12.2010 befristet. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen insgesamt 20.000

Unternehmen kontaktiert und bei entsprechendem Interesse beraten werden.

• Disabilitiy Flexicurity (gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung): Ziel des Pilotversuches ist, Menschen mit

Behinderungen binnen eines Jahres in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Der beiderseitige Vorteil besteht darin, dass

auf der einen Seite der Arbeitgeber ohne organisatorischen Aufwand und ohne auf gesetzliche Vorschriften - etwa den

besonderen Kündigungsschutz - Rücksicht nehmen zu müssen, eine/n qualifizierte/n Mitarbeiter/in bekommt. Andererseits

wird ein arbeitsloser behinderter Mensch - zumindest für eine bestimmte Zeit – in den Arbeitsprozess integriert.

Im Jahr 2008 wurde mit externer Unterstützung von einem Sozialforschungsunternehmen das Konzept zur Durchführung

der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung erarbeitet. Im Herbst 2008 wurde ein Förderwettbewerb mit dem Ziel des

Abschlusses von Förderverträgen mit verschiedenen Trägerorganisationen begonnen, sodass im Jahr 2009 mit der

Umsetzung dieser Maßnahme begonnen werden kann.

• Präventionsmanagement (Case Management): Mit dem Aufbau von Beratungsstellen für Arbeitsfähigkeit, Gesundheit

und Arbeitsplatzerhalt als Anlaufstellen für gesundheitlich beeinträchtigte Beschäftigte und Kurzzeitarbeitslose soll die

Arbeitsfähigkeit dieser Menschen erhalten werden. Dazu sollen im Wege des Case-Managements vorhandene

Unterstützungsangebote des Arbeitsmarktservice, der Pensionsversicherungen, der Krankenversicherungen, der

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt und des Bundessozialamtes gebündelt werden. Die Finanzierung dieser

Beratungsstellen sollte mittelfristig durch diese Institutionen erfolgen. Die Partner sollen daher bereits bei der Vorbereitung

und Umsetzung der Projekte in einer Begleitgruppe eingebunden werden. Mit dem Präventionsmanagement soll ein

Verbleib gesundheitlich beeinträchtigter Personen im Arbeitsmarkt gewährleistet bzw. ein Wiedereinstieg ermöglicht

werden.

Im Jahr 2008 wurden die Konzepte zum Präventionsmanagement erarbeitet. Dabei haben die Landesstellen des

Bundessozialamtes auf die Erfahrungen und die bereits bestehenden Strukturen von zwei national finanzierten Projekten

mit ähnlicher Zielsetzung in der Steiermark und in Wien aufgebaut. Mit der Umsetzung des Präventionsmanagements wird

im Jahr 2009 gestartet werden.

• Mentoring: Es sollen verschiedene Mentoringmodelle erprobt werden, um eine verbesserte Integration der Zielgruppe

Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Durch das Mentoring soll die Zielgruppe bei anstehenden

Herausforderungen unterstützt werden (z.B. beim Einstieg in ein Unternehmen) und durch fachliche Expertise Beratung bei

wesentlichen Entscheidungen für die weitere Berufslaufbahn erhalten.

Im Jahr 2008 wurden Richtlinien zum Mentoring entwickelt, die die Fördervoraussetzungen für diese Maßnahme regeln.

Konkrete Vorhaben wurden daher im Jahr 2008 noch nicht umgesetzt.

• Integrationsmaßnahmen für psychisch beeinträchtigte Jugendliche: Die bedarfsgerechte Entwicklung neuer Angebote

der begleitenden Hilfe und von Qualifizierungsmaßnahmen (Projekt- und Individualförderungen) soll dazu dienen, die

berufliche Integration von Jugendlichen mit psychischen Auffälligkeiten bzw. Beeinträchtigungen zu verbessern. Die

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Maßnahmen dienen primär dazu, Jugendliche bei der Erlangung eines Arbeitsplatzes zu unterstützen. Bei ausgeprägten

Krankheitsbildern wird auch die schrittweise Heranführung an den ersten Arbeitsmarkt als Erfolg zu werten sein.

In diesem Schwerpunkt wurden im Jahr 2008 drei Projekte – zwei davon in Oberösterreich und eines in Wien – mit

insgesamt 23 Teilnahmen umgesetzt:

• Projekt BIS (OÖ): 8 TeilnehmerInnen; Qualifizierungsprojekt; Ausbildung zur Altenpflege; Unterstützung im

Schulbereich und bei Praktika

• Projekt Back ma’s (OÖ): 7 TeilnehmerInnen; Qualifizierungsprojekt; Bäckerlehre; in erster Linie volle

Lehrausbildung, es ist jedoch eine verkürzte/vereinfachte Lehre möglich

• Projekt next.level (Wien): 8 TeilnehmerInnen; Kommunikationstraining; Konfliktmanagement;

Stressmanagement; praktische Erprobung und Entwicklung von Kompetenzen auf ausgewählten

Arbeitstrainingsplätzen.

• Entwicklung neuer berufsbezogener Weiterbildungsangebote für Personen mittleren Alters und für Ältere: Durch

die Ausweitung der Angebote der berufsbegleitenden Weiterbildung und der persönlichkeitsbildenden Maßnahmen soll bei

der Zielgruppe eine Erhöhung der beruflichen Flexibilität erreicht werden. Neue Arten der Projekt- und Individualförderung

sollen auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Angebote ermöglichen. Durch die Maßnahmen soll eine nachhaltige

Integration in den Arbeitsmarkt erreicht werden. Nicht immer wird es möglich sein, einen karrierebezogenen Aufstieg zu

bewirken. Es sollte jedoch mit dieser Maßnahme jedenfalls ein berufliches Absinken verhindert werden.

Die Umsetzung der einzelnen Fördermaßnahmen erfolgt regional und liegt in der Verantwortung der jeweiligen

Landesstelle. Um die Entwicklung dieser neuen Maßnahmen bestmöglich abzustimmen, werden Koordinationstreffen

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

durchgeführt. Bei diesen Terminen sollen bisherige Ergebnisse und Erfahrungen ausgetauscht und bestehende Fragen

gemeinsam beantwortet werden. Gegebenenfalls werden auch MitarbeiterInnen der regionalen Projekte in diesen

Austausch- und Entwicklungsprozess eingebunden werden.

In diesem Schwerpunkt sind konkrete Maßnahmen erst zu entwickeln.

Umsetzung von transnationalen und/oder interregionalen Aktionen

Das Bundessozialamt forciert im Rahmen der Projektförderung zur beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung durch die

Beteiligung des ESF auch den Erfahrungsaustausch mit Trägerorganisationen auf transnationaler Ebene. Durch die Förderung des

konzeptionellen Austausches zu anderen EU-Mitgliedsstaaten soll der Ergebnisoutput wie auch der Transfer von good practices auf

der nationalen und EU-Ebene unterstützt werden.

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen

Im Berichtsjahr traten keine wesentlichen Probleme gemäß Artikel 62 Abs. 1 Buchstabe d Ziffer i der VO(EG) Nr. 1083/2006 auf

(Prüfungsergebnisse der EU-Finanzkontrolle).

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Outputindikatoren

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

III.3b. Integration arbeitsmarktferner Personen

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen

Bezeichung 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt

Aufrufe zur Ergebnis 1 0 NA NA NA NA NA NA NA 1

Projekteinreichung Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 2

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Beantragende Ergebnis 2 5 NP NP NP NP NP NP NP 7

Bundesländer Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 8

(1. Aufruf) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Geförderte Projekte Ergebnis 11 39 NA NA NA NA NA NA NA NP

(1. Aufruf) Zielvorgabe 10 10 10 0 0 0 0 0 0 NP

Ausgangswert 0 NA NA NA NA NA NA NA NA NP

Der Aufruf zur Projekteinreichung wird zum Zeitpunkt des Aufrufs erfasst. Die darauf folgenden Indikatoren sind in Abhängigkeit mit

dem getätigten Aufruf zu sehen und tragen die Nummer des Aufrufs im Namen. Der Indikator „Beantragende Bundesländer“

beschreibt die Anzahl der Bundesländer, die im jeweiligen Jahr dem Aufruf zur Projekteinreichung gefolgt sind. Der Indikator

„Geförderte Projekte“ beschreibt die für das jeweilige Berichtsjahr genehmigten Projekte, die auf den entsprechenden Aufruf

zurückzuführen sind.

Seite 57


OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Eingang Ausgang Übertrag

Gesamt Frauen Gesamt Frauen Gesamt Frauen

Anzahl der TN im Berichtsjahr

Aufschlüsselung nach Erwerbsstatus

3.375 1.417 1.697 533 1.678 884

ArbeitnehmerInnen (einschließlich

Selbständige)

207 135 10 7 197 128

Selbständige 1 1 1 1 0 0

Arbeitslose (einschließlich Langzeitarbeitslose) 2.481 992 1.405 421 1.076 571

Langzeitarbeitslose 1.686 469 1.142 298 544 171

Nichterwerbstätige 95 70 15 9 80 61

Nichterwerbstätige in Ausbildung 0 0 0 0 0 0

TN ohne Angaben zum Erwerbsstatus 592 220 267 96 325 124

Aufschlüsselung nach Altersgruppen

Junge Menschen (15-24 Jahre) 511 268 310 153 201 115

Ältere Menschen (55-64 Jahre) 179 36 128 23 51 13

TN ohne Angaben zum Alter bzw.

Altersgruppen nicht zutreffend

2.685 1.113 1.259 357 1.426 756

Aufschlüsselung nach sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, entsprechend den nationalen Regelungen

MigrantInnen 1.196 747 271 113 925 634

Minderheiten 90 45 29 12 61 33

Menschen mit Behinderungen 71 35 34 14 37 21

Sonstige benachteiligte Menschen 1.836 532 1.218 341 618 191

Aufschlüsselung nach Bildungsstand

Primarbereich oder unterer Sekundarbereich

(ISCED 1 und 2)

955 354 652 226 303 128

Oberer Sekundarbereich (ISCED 3) 523 124 336 70 187 54

Nicht-tertiäre Bildung nach dem

Sekundarbereich (ISCED 4)

354 240 47 14 307 226

Tertiäre Bildung (ISCED 5 und 6) 384 270 47 18 337 252

TN ohne Angaben zum Bildungsstand 1.159 429 615 205 544 224

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Die TeilnehmerInnendaten werden von den zuständigen Landesregierungen bereitgestellt. Die oben angeführten Daten

entsprechen der Summe der von den Landesregierungen bekannt gegebenen Daten. Durch die unterschiedlichen

Erfassungsmethoden in den einzelnen Ländern entstehen in der Gesamtsumme der Daten temporäre Unschärfen bei der zeitlichen

Zuordnung der TeilnehmerInnendaten zu den einzelnen Jahren sowie bei der Aufsummierung von Feldern, die in einzelnen

Ländern nicht verfügbar sind. Die als nicht verfügbar gekennzeichneten Daten der einzelnen Länder werden den TN ohne Angaben

zugeordnet.

Qualitative Analyse

Im Rahmen der Prioritätsachse werden Maßnahmen zur Verbesserung der Integration arbeitsmarktferner Personen in den

Arbeitsmarkt durch Entwicklung und Erprobung neuer Maßnahmen und durch die Verbesserung des Zusammenwirkens der

beteiligten Institutionen umgesetzt. Die Koordination der Maßnahmen erfolgt über die Territorialen Beschäftigungspakte. Ende 2007

erfolgte der erste Aufruf zur Projekteinreichung durch die Verwaltungsbehörde. Bis Ende des Jahres 2007 brachten 2 Bundesländer

(Wien, Vorarlberg) Anträge der Verwaltungsbehörde ein. Im Jahr 2008 folgten weitere Anträge (Niederösterreich, Oberösterreich,

Salzburg, Steiermark, Tirol). Der TEP Kärnten stellte keinen Antrag auf Mittel aus dem Schwerpunkt 3b. Die Umsetzung begann mit

Ausnahme von Wien im Jahr 2008.

Detailinformationen zu den folgend angeführten Modellprojekten sind über die Projektdatenbank auf der Internetplattform

www.pakte.at abrufbar.

Seite 59


Amt der Niederösterreichischen Landesregierung

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Mit der Umsetzung des Gesamtvorhabens wurde am 01. Juli 2008 begonnen. Umgesetzt werden die Maßnahmen über 5

Modellprojekte:

• Modellprojekt 1 - Analyse der Datenstruktur

• Modellprojekt 2 – Zugang zu Entwicklung und Beschäftigung

• Modellprojekt 3 – Entwicklung und Erprobung von Qualitätsstandards

• Modellprojekt 4 – Nachbetreuung – Integrationsbegleitung

• Modellprojekt 5 – Technisches Büro

Amt der Oberösterreichischen Landesregierung

Mit der Umsetzung des Gesamtvorhabens wurde am 1. April 2008 begonnen. Umgesetzt werden die Maßnahmen über 11

Modellprojekte:

• Modellprojekt 1 - Integration von Asylberechtigten durch Arbeit, Bildung und Wohnen

• Modellprojekt 2 – „Deine Chance 2“, Projekt zur Förderung von Chancen zum erfolgreichen Berufseinstieg für Jugendliche

und junge Erwachsene mit migrantischem Hintergrund.

• Modellprojekt 3 – BOJE, Netzwerkarbeit mit und für Mädchen mit Migrationshintergrund

• Modellprojekt 4 – Fachqualifizierungen für Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte und arbeitsmarktferne MigrantInnen

• Modellprojekt 5 – CoMit, Bildungs- und Berufsorientierung für MigrantInnen

Seite 60


• Modellprojekt 6 – Horizont – die Jugendwerkstatt

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

• Modellprojekt 7 – MIA, Projekt zur Integration von MigrantInnen in den Arbeitsmarkt

• Modellprojekt 8 – ALOM IDA, Integration durch Arbeit

• Modellprojekt 9 – QualitätsevaluiererInnen, Ausbildung, ein innovatives und partizipatives Bildungsprojekt

• Modellprojekt 10 – JOKERPLUS, Eingliederung für Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf

• Modellprojekt 11 – Live & Work – Strukturerhebung und Modellprojektumsetzung „Jugendliche am Übergang Schule –

Beruf – eigenverantwortliches Erwachsenenleben“

Amt der Salzburger Landesregierung

Mit der Umsetzung des Gesamtvorhabens wurde am 1. Juni 2008 begonnen. Umgesetzt werden die Maßnahmen über 2

Modellprojekte:

• Modellprojekt 1 – Lebensarbeit

• Modellprojekt 2 – Perspektive

Seite 61


Amt der Steiermärkischen Landesregierung

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Mit der Umsetzung des Gesamtvorhabens wurde am 1. Jänner 2008 begonnen. Umgesetzt werden die Maßnahmen über 5

Modellprojekte:

• Modellprojekt 1 – heidenspass plus

• Modellprojekt 2 – Erfahrung durch Arbeit

• Modellprojekt 3 – Kunst.Werk.Arbeit

• Modellprojekt 4 – Integrationsnetzwerk Bruck & Hartberg

• Modellprojekt 5 – Graz – Jobs

Amt der Tiroler Landesregierung

Mit der Umsetzung des Gesamtvorhabens wurde am 1. April 2008 begonnen. Umgesetzt werden die Maßnahmen über 2

Modellprojekte:

• Modellprojekt 1 – VIA, Produktionsschule Tirol

• Modellprojekt 2 – Studie – Lebens- und Erwerbssituation arbeitsmarktferner Jugendlicher mit Migrationshintergrund

Amt der Vorarlberger Landesregierung

Mit der Umsetzung des Gesamtvorhabens wurde am 1. Jänner 2008 begonnen. Umgesetzt werden die Maßnahmen über 3

Modellprojekte:

Seite 62


• Modellprojekt 1 – ALBATROS

• Modellprojekt 2 – STEP by STEP Clearing

• Modellprojekt 3 – STEP by STEP Beschäftigung

waff Programm Management GmbH

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Mit der Umsetzung des Gesamtvorhabens wurde am 1. Oktober 2007 begonnen. Umgesetzt werden die Maßnahmen über 11

Modellprojekte:

• Modellprojekt 1 - h/k/e – Handwerk Kunst Entwicklung

• Modellprojekt 2 - Job-TransFair->Train

• Modellprojekt 3 - JE_TZT – Junge und Erwachsene – Talente, Zukunft, Tatkraft

• Modellprojekt 4 - Studie(n) u. Evaluierungen zum Thema „Bedarfsorientierte Arbeitsintegration“

• Modellprojekt 5 – Space!lab neu

• Modellprojekt 6 – Suchtspezifische Diagnostik der Arbeitsfähigkeit

• Modellprojekt 7 – Standfest

• Modellprojekt 8 – Casemanagement_WBB

• Modellprojekt 9 – Startbegleitung für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte des Trägers Interface (Evaluation)

• Modellprojekt 10 – Einstiegs-, Anerkennungs- und Weiterbildungsberatungsstelle für NeuzuwanderInnen

Seite 63


• Modellprojekt 11 – MIGRA-Train

Cross-Financing

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Es wurden keine Ausgaben gemäß Artikel 34 Abs. 2 (Finanzierung von EFRE Maßnahmen mit ESF Mitteln) verwendet.

Durchgängige Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts sowie etwaiger geschlechtsspezifischer Aktionen

Der Gleichstellungsaspekt wurde bei der Durchführung aller Aktionen berücksichtigt.

Aktionen zur Förderung der Teilnahme von MigrantInnen am Erwerbsleben und dadurch zur Förderung der ihrer sozialen

Eingliederung

Bei den oben angeführten Maßnahmen werden Projekte gezielt zur Förderung von MigrantInnen durchgeführt. Dies insbesondere

in Wien, Tirol und Oberösterreich (siehe oben).

Aktionen zur Förderung der Integration von Minderheiten ins Erwerbsleben und dadurch zur Förderung ihrer sozialen

Eingliederung

In diesem Schwerpunkt werden keine gezielten Aktionen zur Förderung von Minderheiten in Erwerbsleben durchgeführt.

Minderheiten können jedoch an den durchgeführten Maßnahmen teilnehmen.

Seite 64


OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Aktionen zur Förderung der Integration anderer benachteiligter Gruppen, einschließlich Menschen mit Behinderungen, ins

Erwerbsleben und zur Förderung ihrer sozialen Eingliederung

Die Durchführung von Aktionen zur Förderung der Integration arbeitsmarktferner Personen in den Arbeitsmarkt stellt den zentralen

Themenschwerpunkt aller in Unterschwerpunkt 3b durchgeführten Projekte dar (siehe oben). Ebenso werden in Vorarlberg und

Oberösterreich gezielt Maßnahmen zur Förderung von Menschen mit Behinderung angeboten.

Innovative Maßnahmen, einschließlich einer Darlegung der Themen und der Ergebnisse sowie der Verbreitung und

durchgängigen Berücksichtigung

Sämtliche Maßnahmen, die im Unterschwerpunkt 3b umgesetzt werden stellen innovative Maßnahmen dar, die in Form von

Modellprojekten (siehe oben) erprobt werden.

Umsetzung von transnationalen und/oder interregionalen Aktionen

Innerhalb dieses Unterschwerpunktes werden keine transnationalen und/oder interregionalen Aktionen durchgeführt.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen

Im Berichtsjahr traten keine wesentlichen Probleme gemäß Artikel 62 Abs. 1 Buchstabe d Ziffer i der VO(EG) Nr. 1083/2006 auf

(Prüfungsergebnisse der EU-Finanzkontrolle).

III.4. Lebensbegleitendes Lernen

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen

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Outputindikatoren

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Bezeichung 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt

Personen in Aus- und Ergebnis 0 5.833 NA NA NA NA NA NA NA 5.833

Weiterbildungsmaßnahmen Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50.000

(schulischer Bereich) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Personen in Aus- und Ergebnis 5.656 9.954 NA NA NA NA NA NA NA 15.610

Weiterbildungsmaßnahmen Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 32.800

(Erwachsenenbildung) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Teilnahmen an Informationen Ergebnis 0 0 NA NA NA NA NA NA NA 0

Beratung, Orientierung Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 30.000

(schulischer Bereich) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Teilnahmen an Informationen Ergebnis 8.317 36.870 NA NA NA NA NA NA NA 45.187

Beratung, Orientierung Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 70.000

(Erwachsenenbildung) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Teilnahmen an Informationen Ergebnis 0 88 NA NA NA NA NA NA NA 88

Beratung, Orientierung Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 500

(BildungsberaterInnen) Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Zertifizierung für in der Ergebnis 18 75 NA NA NA NA NA NA NA 93

Erwachsenenbildung tätige Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 1.000

Personen Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Förderfälle Wissenschaft Ergebnis 0 164 NA NA NA NA NA NA NA 164

Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 2.500

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anteil der Zielgruppe Frauen Ergebnis 55,00% 58,43% NA NA NA NA NA NA NA 56,71%

(Teilnahmen) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 50,00%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Innovative Projekte Ergebnis 2 2 NA NA NA NA NA NA NA 2

(Anzahl) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 5

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Innovative Projekte Ergebnis 0,00% 0,35% NA NA NA NA NA NA NA 0,35%

(Mitteleinsatz) Zielvorgabe NP NP NP NP NP NP NP NP NP 2,50%

Ausgangswert NP NP NP NP NP NP NP NP NP NP

Anmerkung: Die nicht angeführten Indikatoren der Prioritätsachse sind nicht Gegenstand der Jahresberichterstattung sondern von etwaigen Evaluierungen.

Seite 67


OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Im Berichtszeitraum fanden nunmehr Projekte in allen drei Bereichen, nämlich im Schul-, Erwachsenenbildungs- und

Wissenschaftsbereich, statt.

Eingang Ausgang Übertrag

Gesamt Frauen Gesamt Frauen Gesamt Frauen

Anzahl der TN im Berichtsjahr

Aufschlüsselung nach Erwerbsstatus

15.951 9.320 0 0 15.951 9.320

ArbeitnehmerInnen (einschließlich

Selbständige)

2.099 1.021 0 0 2.099 1.021

Selbständige 36 23 0 0 36 23

Arbeitslose (einschließlich Langzeitarbeitslose) 263 115 0 0 263 115

Langzeitarbeitslose 23 11 0 0 23 11

Nichterwerbstätige 3.095 1.868 0 0 3.095 1.868

Nichterwerbstätige in Ausbildung 2.980 1.803 0 0 2.980 1.803

TN ohne Angaben zum Erwerbsstatus 10.494 6.316 0 0 10.494 6.316

Aufschlüsselung nach Altersgruppen

Junge Menschen (15-24 Jahre) 4.071 2.281 0 0 4.071 2.281

Ältere Menschen (55-64 Jahre) 14 10 0 0 14 10

TN ohne Angaben zum Alter bzw.

Altersgruppen nicht zutreffend

11.866 7.029 0 0 11.866 7.029

Aufschlüsselung nach sozial schwachen Bevölkerungsgruppen, entsprechend den nationalen Regelungen

MigrantInnen 2.091 1.238 0 0 2.091 1.238

Minderheiten 10 4 0 0 10 4

Menschen mit Behinderungen 10 4 0 0 10 4

Sonstige benachteiligte Menschen 58 20 0 0 58 20

Aufschlüsselung nach Bildungsstand

Primarbereich oder unterer Sekundarbereich

(ISCED 1 und 2)

1.412 670 0 0 1.412 670

Oberer Sekundarbereich (ISCED 3) 3.426 1.969 0 0 3.426 1.969

Nicht-tertiäre Bildung nach dem

Sekundarbereich (ISCED 4)

331 229 0 0 331 229

Tertiäre Bildung (ISCED 5 und 6) 698 390 0 0 698 390

TN ohne Angaben zum Bildungsstand 10.084 6.062 0 0 10.084 6.062

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Bereich Erwachsenenbildung

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Die detaillierten TeilnehmerInnendaten werden mit dem Jahresbericht 2009 geliefert, da das elektronische

TeilnehmerInnenmonitoring aufgrund von Verzögerungen erst seit April 2009 zur Verfügung steht.

Bereich Schule

Qualitative Analyse

Im Schuljahr 2008/2009 starteten die ersten Projekte im Schulbereich, und zwar im Konkreten:

• S-1.1 „Themenschwerpunkt „9. Schulstufe“ (Bekämpfung des Schulabbruches, Nachholen von Bildungsabschlüssen,

Integration von ImmigrantInnen), Kaufmännisches Schulwesen

• S-1.2 „Themenschwerpunkt „9. Schulstufe“ (Bekämpfung des Schulabbruches, Nachholen von Bildungsabschlüssen,

Integration von ImmigrantInnen), Technisch gewerbliches Schulwesen

• S-2.1 „Neuorientierung und Qualitätsentwicklung eines Systems qualifizierender Bildungsangebote für Berufstätige“

• S-2.2 „Neuorientierung und Qualitätsentwicklung eines Systems, qualifizierender Bildungsangebote für Berufstätige“

S-2.2a Fachschule für Berufstätige

S-2.2b Kolleg für Maschinenbauingenieurwesen für Frauen

• S-5.1 „Bekämpfung der Dropoutproblematik, Lernerfolgsförderung, Integrative Berufsausbildung“

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S-5.1b-K Unterstützung von Lernprozessen (BMHS)

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

• S-5.2 „Erweiterung der Angebote zum Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht. Blended

Learning, IT-LehrerInnenfortbildung“

S-5.2b-K IKT und Blended Learning (BMHS)

• S–5.3 „Vermittlung von Schlüsselqualifikationen und Schlüsselkompetenzen anhand des europäischen Referenzrahmen für

Schlüsselkompetenzen“

S-5.3b-K Schlüsselqualifikation u. -kompetenz (BMHS)

S-5.3a-T BS Kompetenzinitiative TFBS (Berufsschulen)

• S–5.4 „Förderung von Qualitätsinitiativen an berufsbildenden Schulen“

S-5.4b-K Schul- und –Qualitätsentwicklung (BMHS)

S-5.4b-T Qualitätsinitiative an BMHS in Tirol

Der Start für den Beginn der Schulprojekte wurde grundsätzlich auf das Schuljahr 2008/2009 verlegt, um sicherzustellen, dass die

für die Abwicklung der Projekte erforderlichen verordnungskonformen und entsprechend adaptierten Grundlagen vorliegen. Diese

wurden in mehreren Informationsveranstaltungen im BMUKK präsentiert und sind im ESF-Monitoringsystem des BMUKK unter „Info

Schule“ abrufbar.

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Bereich Erwachsenenbildung

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Im Jahr 2008 wurden 19 Projektnetzwerke bzw. Entwicklungspartnerschaften mit 92 Teilprojekten, an denen sich 68 verschiedene

Institutionen der Erwachsenenbildung beteiligten, weiter fortgesetzt.

In 13 Projektverbünden werden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Basisbildung und zur Nachholung von

Bildungsabschlüssen (insbesondere Hauptschulabschluss, Berufsreifeprüfung, …) für benachteiligte Personen durchgeführt.

Zudem werden Maßnahmen durchgeführt, die der Weiterentwicklung der Angebote im Sinne der Prinzipien des lebenslangen

Lernens dienen. Dazu gehört der Ausbau flexibler Lernmöglichkeiten, die einen Einstieg in Lernprozesse jederzeit möglich machen

und Durchlässigkeit von der Basisbildung bis zu Bildungsabschlüssen und Zugangsformen zu Fachhochschulen und universitärer

Ausbildung ermöglichen.

Die Förderung der Teilnahme am lebenslangen Lernen wird über kostenlose bzw. kostengünstige Angebote sowie dem Abbau von

Barrieren durch Sensibilisierungsmaßnahmen, neue Lernmodelle sowie gender- und diversitätssensitive Zugänge unterstützt. Die

Gestaltung von Übergängen zwischen Bildung und Beruf bildet einen weitern Schwerpunkt.

Individuelle Kompetenzentwicklung, Portfolio-Instrumente zur Dokumentation von Kompetenzen sowie zur Unterstützung

eigenständiger Lernbemühungen bilden weitere wichtige Elemente in den Entwicklungsprojekten. Besondere Bedeutung kommt

auch der Entwicklung von Schlüsselkompetenzen wie Lernkompetenz, BürgerInnenkompetenz/Politische Bildung sowie

interkulturelle Kompetenz zu.

Das Ziel, eine Basisinfrastruktur sowie qualitätsgesicherte Angebote zur Basisbildung und zur Vorbereitung auf den

Hauptschulabschluss in allen Bundesländern sicherzustellen konnte erreicht werden. (im Burgenland Rahmen des OPs Phasing

Out bzw. national finanziert). Über die Zusammenarbeit in Netzwerken ergeben sich innovative Impulse, weiters wird der Knowhow-Transfer

erleichtert. Maßnahmen zur Berufsreifeprüfung und Studienberechtigungsprüfung sowie verschiedene

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Übergangsmodule dienen der Erschließung bisher unterrepräsentierter Personengruppen sowie der Weiterentwicklung der

Angebote.

In.Bewegung. Netzwerk Alphabetisierung und Basisbildung

Das im September 2007 gestartete Projekt wurde 2008 weitergeführt, mit dem Ziel die Grundlagen für ein flächendeckendes,

qualitätsgesichertes Angebot zur Basisbildung in Österreich sicherzustellen. Die zentrale Beratungs- und Servicestelle sowie das

Internetportal für Betroffene, MultiplikatorInnen, AnbieterInnen und TrainerInnen konnte weiter ausgebaut werden. Weiters wurde

die Arbeit an einem Kompetenzmanagement-Instrumentarium in Angriff genommen, das der Zielgruppe die selbständige

Handhabung und zielorientierte Anwendung ermöglicht. Personen mit Basisbildungsbedarf können auf diese Weise die

Grundlagen für eigenständige Kompetenzentwicklung vermittelt werden.

Weitere Module widmen sich der Erarbeitung neuer Modelle für die Zielgruppe der Lehrlinge, der Entwicklung kooperativer Modelle

zwischen Unternehmen und Belegschaftsvertretungen sowie von Modellen am Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Beruf.

Der Förderung demokratischer Partizipation durch politische Bildung im Rahmen von Basisbildung wird besonderes Augenmerk

geschenkt.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Qualitätsstandards sowie die Vernetzung und Unterstützung der Anbieter

bei der Implementierung qualitätsgesicherter Angebote.

Gelebtes interkulturelles Lernen in der Basisbildung soll durch ein Handbuch gefördert werden, das die Maßnahmenplanung von

gemeinsamen Kursen für Menschen mit Deutsch als Erstsprache und Deutsch als Zweitsprache durch Hintergrundinformationen

erleichtert und Kompetenzen für die qualitätvolle Umsetzung von Kursen vermittelt.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Basisbildung für MigrantInnen

Um auf die Bildungsbedürfnisse von Migranten und Migrantinnen einzugehen, werden speziell auf die Zielgruppe zugeschnittene

Maßnahmen im Bereich Basisbildung gefördert. Im Februar 2008 wurde das Projektnetzwerk Lernzentren für Migrantinnen

gestartet mit den Schwerpunkten Stärkung der Lern- und Handlungsfähigkeit, Planung und Coaching der Berufs- und

Bildungswege, Anknüpfen an vorhandene Qualifikationen und Ressourcen der Zielgruppe und Entwicklung eines Curriculums zur

politischen Bildung unter Berücksichtigung der Handlungskompetenz und politischen Partizipation von Migrantinnen.

Ein weiteres Projektnetzwerk MIKA Migration - Kompetenz – Alphabetisierung hat die Arbeit mit November 2008 aufgenommen.

Schwerpunkte sind u.a. die Entwicklung österreichweiter Ausbildungsangebote für TrainerInnen im Bereich Alphabetisierung,

Basisbildung und Zweitspracherwerb für MigrantInnen, individuelle mehrsprachige Bildungsberatung, die MigrantInnen bei der

Darstellung ihrer Kompetenzen und bei der Anerkennung im Herkunftsland erworbener Qualifikationen unterstützt, die Entwicklung

von Instrumenten zur Dokumentation, Bewertung und Anerkennung von Kompetenzen und Angebote zur politischen Bildung.

Qualifizierung für Frauen

Die Entwicklungspartnerschaft learn forever hat 2008 ihre Arbeit erfolgreich fortgesetzt. Ein wesentliches Ziel ist es,

Bildungsangebote für lernungewohnte Frauen in Österreich nachhaltig zu verankern. Von learn forever speziell für diese Zielgruppe

entwickelte Lernmodelle konnten erfolgreich viermal in Einrichtungen der Erwachsenenbildung transferiert werden. Dazu wurde ein

Transferkonzept entwickelt und maßgebliche Kriterien für den gelungenen Transfer herausgearbeitet und in einem Praxishandbuch,

das allen Einrichtungen der Erwachsenenbildung zur Verfügung gestellt wird, festgehalten. Ein neues Modell – „lernen mit jungen

Frauen“ – (19-24 Jahre) wurde für den großstädtischen Bereich und für eine Bezirkshauptstadt entwickelt und einmal durchgeführt.

Zielsetzung ist neben dem Erwerb von Schlüsselkompetenzen, (Schwerpunkt IKT und selbstgesteuertes Lernen) Empowerment,

Stärkung vorhandener Potentiale und Coaching der Zielgruppe. 2008 wurden im Rahmen der Bildungsmaßnahmen 12

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Lernprozessmoderatorinnen ausgebildet. Ein weiterer Teil der Entwicklungspartnerschaft besteht in der Durchführung der Studie:

Bildungswünsche und - zugänge von lernungewohnten, nicht erwerbstätigen Frauen.

Das niederschwellige, anbieterübergreifende Bildungsinformations- und Bildungsberatungsservice wurde regional in sieben

Bundesländern mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen weiter ausgebaut. Dabei spielte die regionale Vernetzung mit

Institutionen, die weitere Zielgruppen erschließen (Jugendliche, MigrantInnen, WiedereinsteigerInnen, Menschen mit geringem

Einkommen etc.) eine besondere Rolle. Teilweise wurden in der Beratung Verfahren zur Kompetenzerfassung angewendet

(Potenzialanalyse, Kompetenzenbilanz). Die Entwicklung gemeinsamer Qualitätsstandards wurde weiter fortgesetzt. Das

Dokumentationssystem zur Sichtbarmachung der Leistungen der Bildungsberatung wird seit dem 2. Quartal 2008 eingesetzt. Als

organisationsübergreifendes Instrument des Wissensmanagements wurde mit bib-wiki ein sehr innovativer Weg beschritten. Zur

Professionalisierung der BildungsberaterInnen dienten der Vernetzungsworkshop, der Innovationsworkshop und die Website. In

Wien startete im November 2008 ein großes Netzwerkprojekt, das ein niederschwelliges anbieterübergreifendes Beratungsservice

im großstädtischen Raum umsetzt.

Im Bereich Professionalisierung der Erwachsenenbildung wurde das Projekt „Kompetenzzentrum Erwachsenenbildung“

weitergeführt. Die Umsetzung des in der Vorperiode entwickelten Akkreditierungs- und Anerkennungssystems für

ErwachsenenbildnerInnen („Weiterbildungsakademie“) war auch im Jahr 2008 ein voller Erfolg. Modulare Lehrgänge für in der

Erwachsenenbildung Tätige wurden in den Bereichen Bildungs-/Berufsberatung, Bildungsmanagement, Alphabetisierung/

Basisbildung gestartet. Das institutionsübergreifende Online-Fachmedium „Magazin erwachsenenbildung.at“ hatte im Jahr 2008

folgende Themen: „Gender und Erwachsenenbildung“, „Qualifiziert für die Erwachsenenbildung?“ und „Mehr als Deutschkurse –

Migration und Interkulturalität in der Erwachsenenbildung“.

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Bereich Wissenschaft

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

In der Programmperiode 2007-2013 werden im Bereich des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung zwei Projekte

nämlich die „ESF–Studienabschlussstipendien und die ESF-Kinderbetreuungszuschüsse“ durchgeführt und vom

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur koordiniert.

Die ESF-Studienabschluss-Stipendien sehen Stipendien für Studierende in der Studienabschlussphase vor, wenn diese sich in der

Abschlussphase ihres Studiums befinden und ihre Berufstätigkeit für die letzte Phase ihres Studiums aufgeben. Die ESF –

Kinderbetreuungszuschüsse erhalten Studierende für entstandene Kosten einer entgeltlichen Kinderbetreuung in der

Abschlussphase ihres Studiums.

Diese beiden Maßnahmen wurden bereits in der Programmperiode 2000-2006 vom ESF kofinanziert. Seit 1. September 2008 sind

die beiden Fördermaßnahmen unter adaptierten Voraussetzungen wieder Maßnahmen des ESF. In der Zeit vom 1. Jänner 2007 bis

31. August 2008 wurden die Maßnahmen ausschließlich national finanziert. Nach Durchführung der erforderlichen

Planungsarbeiten wurde mit der Förderung am 1. September 2008 begonnen. Ab diesem Zeitpunkt erhalten Studierende diese

Förderungen unter den geänderten Rahmenbedingungen. Im Jahr 2008 erhielten 137 Studierende (davon weiblich 88) ein ESF

Studienabschlussstipendium und 27 Studierende (davon weiblich 21) einen ESF-Kinderbetreuungszuschuss. Die Gesamtausgaben

betrugen im Kalenderjahr 2008 für ESF-Studienabschlussstipendium € 481.018,52 und für ESF-Kinderbetreuungszuschüsse €

27.066,90.

Cross-Financing

Es wurden keine Ausgaben gemäß Artikel 34 Abs. 2 (Finanzierung von EFRE Maßnahmen mit ESF Mitteln) verwendet.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Durchgängige Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts sowie etwaiger geschlechtsspezifischer Aktionen

Es waren im Projektantrag im Erwachsenenbildungsbereich bei jedem Teilprojekt folgende Angaben zu machen:

„Inwiefern sind die geplanten Maßnahmen geeignet, die genannten Ziele der Chancengleichheit zu erreichen.“

„Welche Rahmenbedingungen werden für gendergerechte Zugangs- und Teilhabechancen geschaffen?“

Bei den Jahresberichten im Bereich Erwachsenenbildung sind die „durchgängige Berücksichtigung des Gleichstellungsaspektes

sowie etwaige geschlechtsspezifische Aktionen“ darzustellen. Im Schulbereich muss im Projektantrag unter „Gender-

Mainstreaming/Gender-Budgeting“ die dem jeweiligen Projekt bzw. Instrument zugrundeliegende Strategie skizziert werden. Die im

Wissenschaftsbereich durchgeführte Förderungsmaßnahme der Kinderbetreuungszuschüsse richtet sich vor allem an Frauen, die

in der Mehrheit durch die Kinderbetreuung an der Beendigung ihres Studiums gehindert sind. Durch die Gewährung von

Zuschüssen für die entgeltliche Betreuung von Kindern wird ein Anreiz geschaffen, durch verstärkte Konzentration auf das Studium

dieses zum Abschluss zu bringen. Die Zahlen belegen, dass die Förderung überwiegend von weiblichen Studierenden in Anspruch

genommen wird.

Aktionen zur Förderung der Teilnahme von MigrantInnen am Erwerbsleben und dadurch zur Förderung der ihrer sozialen

Eingliederung

Der Zugang zu Angeboten der Basisbildung für benachteiligte Personen (Niedrigqualifizierte, sozial benachteiligte Personen,

MigrantInnen, Minderheiten) und die Gestaltung von Übergängen zu weiterführenden Bildungsangeboten sowie in den Arbeitsmarkt

bildet einen Schwerpunkt der begonnen Projekte. Diversity Mainstreaming bildet ein Querschnittsthema in allen Projekten, um

nachhaltig einen Beitrag zum Abbau von Diskriminierungen zu leisten.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Im Schulbereich nimmt die Förderung der sozialen Eingliederung von MigrantInnen eine zentrale Rolle ein, etwa gerade in den

Projekten

• S-1.1 „Themenschwerpunkt „9. Schulstufe“ (Bekämpfung des Schulabbruches, Nachholen von Bildungsabschlüssen,

Integration von ImmigrantInnen), Kaufmännisches Schulwesen

• S-1.2 „Themenschwerpunkt „9. Schulstufe“ (Bekämpfung des Schulabbruches, Nachholen von Bildungsabschlüssen,

Integration von ImmigrantInnen), Technisch gewerbliches Schulwesen

Projektziel ist ein positiver Abschluss der 9. Schulstufe und der Verbleib in der Sekundarstufe II (erfolgreiches Meistern der

Nahtstelle). Weiters soll die Unterrichtssprache Deutsch für Schüler/innen insbes. mit nichtdeutscher Erstsprache und sprachlichen

Defiziten verbessert werden, damit die Schüler/innen dem Unterricht in allen Unterrichtsgegenständen folgen können.

Zielgruppe dieser Maßnahme sind Schüler/innen der 9. Schulstufe der mittleren und höheren kaufmännischen Schulen

(Schüler/innen mit nichtdeutscher Erstsprache aber auch Schüler/innen mit Erstsprache Deutsch, die Sprachdefizite in der

Unterrichtssprache Deutsch aufweisen).

2008/2009: 3.810 teilnehmende SchülerInnen an kaufmännischen Schulen

ab 2009/2010: 6.180 SchülerInnen an kaufmännischen Schulen

Projektverlauf:

1. Lernstandserhebungen: Diagnose-Check in der 9. Schulstufe

2. Unverbindliche Übung „Unterstützendes Sprachtraining Deutsch“ (2 Wochenstunden). Oberstes Prinzip dieser

unverbindlichen Übung ist das Eingehen auf individuelle sprachliche Defizite der Schüler/innen.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

3. ÖSD-Zertifkat (Österreichisches Sprachdiplom Deutsch) für die Schüler/innen mit nichtdeutscher Erstsprache durch die

von ÖSD berechtigten Prüfer/innen (=Deutschlehrer/innen des jeweiligen Standortes).

Aktionen zur Förderung der Integration von Minderheiten ins Erwerbsleben und dadurch zur Förderung ihrer sozialen

Eingliederung

Siehe den vorhergehenden Punkt.

Aktionen zur Förderung der Integration anderer benachteiligter Gruppen, einschließlich Menschen mit Behinderungen, ins

Erwerbsleben und zur Förderung ihrer sozialen Eingliederung

• Projekt „Learn forever“ (siehe oben)

Innovative Maßnahmen, einschließlich einer Darlegung der Themen und der Ergebnisse sowie der Verbreitung und

durchgängigen Berücksichtigung

• Projekt „In.Bewegung. Basisbildungs- und Alphabetisierungsnetzwerk“ (siehe oben)

• Projekt „Learn forever“ (siehe oben)

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Umsetzung von transnationalen und/oder interregionalen Aktionen

Es wurden im Jahr 2008 keine transnationalen Aktivitäten durchgeführt.

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen

Im Berichtsjahr traten keine wesentlichen Probleme gemäß Artikel 62 Abs. 1 Buchstabe d Ziffer i der VO(EG) Nr. 1083/2006 auf

(Prüfungsergebnisse der EU-Finanzkontrolle).

Ergebnisindikatoren

III.5. Territoriale Beschäftigungspakte

Ergebnisse und Fortschrittsanalyse

Materielle und finanzielle Forschritte der Prioritätsachsen

Bezeichung 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt

Geförderte Ergebnis 8 8 NA NA NA NA NA NA NA NP

Beschäftigungspakte Zielvorgabe 8 8 8 8 8 8 8 0 0 NP

Ausgangswert 8 8 NA NA NA NA NA NA NA NP

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Die oben angeführte Darstellung beschreibt die Anzahl der Territorialen Beschäftigungspakte, die im entsprechenden Jahr

Tätigkeiten im Rahmen des operationellen Programms „Beschäftigung Österreich 2007-2013“ entfaltet haben. Die Tätigkeit des

Beschäftigungspaktes an einem Tag des Berichtsjahres ist für eine Erfassung bereits ausreichend.

Auf Grund der Art der geförderten Maßnahmen (für Details siehe die qualitative Analyse) werden in dieser Prioritätsachse keine

TeilnehmerInnendaten verzeichnet.

Qualitative Analyse

Im Rahmen der Territorialen Beschäftigungspakte (TEPs) werden in Österreich die operativen Strukturen, die TEP-

Koordinationsstellen, gefördert. Darüber hinaus können auch Studien, Evaluierungen und Maßnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit

finanziert werden. Die Beschäftigungspakte sind regional organisiert und werden auf der Ebene der österreichischen Bundesländer

abgewickelt. Die Region des Burgenlandes fällt unter das Ziel Konvergenz. Der burgenländische Beschäftigungspakt wird im

Rahmen des operationellen Programms „Phasing Out Burgenland 2007-2013“ umgesetzt. Die anderen acht Beschäftigungspakte

werden über das OP Beschäftigung Österreich 2007-2013 finanziert.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten der TEPs lag 2008 in der Abstimmung der unterschiedlichen Förderprogramme zwischen den

Paktpartnerinnen und -partnern mit dem Ziel der Verbesserung der Arbeitsmarktlage in den Regionen. Im Jahr 2008 wirkten im

Rahmen der TEPs wieder durchschnittlich je zehn Institutionen als Partnerinnen und Partner mit. Die Pakte setzten mit ihren

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

abgestimmten Budgets in Höhe von insgesamt rund € 804.000.000,-- vielfältige arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische

Schwerpunkte um. 9

Territorialer Beschäftigungspakt Kärnten

• Für das Jahr 2008 wurde in Kärnten ein Paktbudget von € 26.275.380.- eingesetzt.

• Das Programm des TEP Kärnten 2008 basierte schwerpunktmäßig auf der Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des

demografischen Wandels auf den Kärntner Arbeitsmarkt:

• Durchführung der Enquete „Arbeit, Alter, Zukunft. Wohin geht die Reise?“

• Operationalisierung des 3Säulen-Programms „In Beschäftigung bringen und halten von älteren

Arbeitsuchenden, Arbeitnehmerinnen und -nehmern“ etwa durch Vernetzung und Sensibilisierung sowie die

Beratung von KMUs;

• Durchführung eines Sonderprogramms „Eingliederungsbeihilfen für ältere Beschäftigungslose“.

• Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte aus dem Vorjahr fortgeschrieben:

• Durchführung eines Sonderprogramms zur Eingliederung von langzeitarbeitslosen Personen in Kooperation mit

Gemeinden;

• Ausweitung und Intensivierung des Einsatzes der Implacement Stiftung;

• Entwicklung und Forcierung spezifischer Maßnahmen zum Thema „Frauen in die Technik“.

9 Für jene Projekte, die von den TEPs unter Schwerpunkt 3b umgesetzt wurden siehe Kapitel III.3b des gegenständlichen Berichtes.

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Niederösterreichischer Beschäftigungspakt

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

• Im Jahr 2008 wurden im Niederösterreichischen Beschäftigungspakt Mittel von insgesamt rund € 155.170.000 (Planbudget)

abgestimmt. Folgende Schwerpunkte konnten 2008 u.a. realisiert werden:

• Nachhaltige Qualifizierungsprogramme und Beschäftigungsprojekte insbesondere für Frauen, Ältere,

Jugendliche, Langzeitarbeitslose, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und gering Qualifizierte;

• Erweiterung der Maßnahmen für die Zielgruppen Notstands- und Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger;

und

• Erarbeitung von bedürfnisorientierten Individualkonzepten zur Anpassung an die sich verändernde

Arbeitsmarktsituation.

Pakt für Arbeit und Qualifizierung Oberösterreich

• Für Aktivitäten in SP 5 wurden 2008 laut Plan € 155.145.300.- koordiniert. Neben den Standardangeboten wurden u.a.

folgende Vorhaben durchgeführt:

• Aktionspaket für Migrantinnen und Migranten: Deutschkurse, Metallausbildungen, Ausbildungen zum/r

Kindergartenhelfer/in, Beratung und Betreuung inkl. Kompetenzanalyse sowie Ausbildung zu Co-Trainerinnen

und Co-Trainern in der Erwachsenenbildung in Form eines Stiftungsmodells;

• Qualifizierungsberatung für Betriebe in Kombination mit Arbeitsbewältigungscoachings;

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

• Gemeinsam mit der Arbeiterkammer wurde für 50 Jugendliche ein Projekt zur Vorbereitung auf die

Hauptschulexternistenprüfung realisiert.

Territorialer Beschäftigungspakt “Arbeit für Salzburg”

• Das koordinierte Budget des TEP Salzburg betrug 2008 insgesamt rund € 27.640.000.-, wobei in SP 5 folgende

Maßnahmen gesetzt wurden:

• Vergabe der Studien „Entwicklung eines Leitbilds/Masterplans für Chancengleichheit von Frauen und Männern

für Salzburg“ und „Qualifizierungsbilanz Unterpinzgau und Unteres Saalachtal“;

• Finanzierung und Durchführung von Öffentlichkeitsarbeitsmaßnahmen zur Unterstützung und Einleitung

alternativer Berufswahlprozesse von Jugendlichen (Schwerpunkt Mädchen);

• Erstellung des Arbeitsprogramms 2009/2010 einschließlich der strukturellen und inhaltlichen Ausrichtung des

TEP; Ausschreibung, Vergabe und Aufbau der regionalen Koordinationsstellen (reKos) im Lungau, Pinzgau und

Pongau.

Steirischer Beschäftigungspakt (STEBEP) und Regionale Pakte

• Der STEBEP konzentrierte sich 2008 auf seine Kernfunktionen der breiten Verankerung der Beschäftigungspolitik auf

Landesebene sowie der Steuerung, Koordination und Unterstützung der regionalen Pakte mit den jeweiligen Programmen

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

und Schwerpunkten. Im Rahmen des "Steirischen Qualifizierungs- und Beschäftigungsprogramms“ von Land und AMS

wurde ein Gesamtbudget von etwa € 25.000.000.- koordiniert und abgestimmt sowie folgende Aktivitäten gesetzt:

• Durchführung des ersten Beschäftigungspoltischen Forums sowie eines Startworkshops zur operativen

Verankerung der neuen Strukturen unter Einbeziehung der Sozialpartner, der regionalen Pakte und von NGOund

Gender Mainstreaming Vertretungen;

• Vorbereitung und Beschluss der STEBEP-Geschäftsordnung durch das Beschäftigungspoltische Forum sowie

des STEBEP-Arbeitsprogramms mit den Landesschwerpunkten und regionalen Arbeitsprogrammen;

• Vertiefung des STEBEP Schwerpunktes „Ältere am Arbeitsmarkt“ sowie Weiterbearbeitung des Schwerpunktes

„Ausbildungs- und Berufswahl“.

Territorialer Beschäftigungspakt Tirol

• Der Pakt stimmte 2008 im SP 5 laut Plan Gesamtmitteln in Höhe von rund € 55.000.000.- ab. Inhaltliche Schwerpunkte

waren vor allem:

• Fertigstellung der Studie „Aus- und Weiterbildungsschwerpunkte für den Tiroler Arbeitsmarkt 2008-2010“ mit

der Zielsetzung der Bereitstellung von Informationen über die Entwicklung des qualitativen Fachkräftebedarfs

von Unternehmen in führenden Tiroler Wirtschaftsbranchen;

• Fertigstellung der Evaluierung der Stiftungen „Elektra-Bregenz-Arbeitsstiftung“ und „Bildungsoffensive

Altenpflege und Pflegehilfe für Tirol“ und Umsetzung der darin festgestellten Validierungs- und

Adaptierungspotenziale in den im Jahr 2008 begonnenen Unternehmens- und Insolvenzstiftungen;

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

• Vorbereitung der Arbeitsstiftung Tirol unter Einbindung aller relevanten Paktpartnerorganisationen.

Beschäftigungspakt Vorarlberg

• Im SP 5 stand 2008 die Bearbeitung folgender Themen im Mittelpunkt:

• Umsetzung zusätzlicher Angebote an der Schnittstelle Schule/Arbeitsmarkt (landesweiter BO-Guide, Job

Coaching, Gemeindebeauftragte) auf Basis einer vom BPV in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Analyse

und Evaluierung sowie der Empfehlungen des Beirates für Berufsorientierung & Jugendbeschäftigung;

• Projekt „ready for high tech learning?“: Hilfestellung bei Entscheidungsprozessen für Jugendliche der 4. Klassen

HS, AHS und PTS mittels Selbstüberprüfungs-Checks und einer begleitenden PR-Kampagne;

• Einführung „Präventionsmanagement Vorarlberg“ mit dem Ziel der Einrichtung einer Beratungsstelle für

Arbeitsfähigkeit, Gesundheit und Arbeitsplatzerhalt;

• Neuprogrammierung und Überarbeitung der BPV-Website und Implementierung einer GM-Beauftragten im

BPV;

Territorialer Beschäftigungspakt Wien

• Mit Hilfe von TEP-Gesamtmitteln in Höhe von rund € 364.317.549.- (laut Plan, vom TEP koordiniert) für das Jahr 2008

werden zahlreiche Einzelmaßnahmen realisiert. Die Schwerpunkte des Paktes liegen 2008 u.a. bei der:

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

• Umsetzung von Implacement- und Outplacementstiftungen, JASG-Maßnahmen, Programme für

Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger, Beratungs- und Förderprogramme für Berufstätige und integrative

Berufsausbildung;

• Fortführung der Veranstaltungen der regionalen Pakte zur Motivierung von Lehrbetrieben „ausgezeichnet und

informiert“ und Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft; sowie

• Stärkung der Bezirke als regionale Wirtschaftsstandorte und Information der Bevölkerung und Wirtschaft über

Angebote von Paktpartnerinnen und -partnern; Verstärktes Ansprechen von ethnischen Ökonomien;

Da es sich bei der Förderung von Territorialen Beschäftigungspakten nur um die Kostenerstattung für Verwaltungsstrukturen

handelt, ist eine Ausführung der inhaltlichen Umsetzung gemäß Artikel 10 der VO (EG) 1081/2006 nicht sinnvoll.

Wesentliche aufgetretene Probleme und getroffene Abhilfemaßnahmen

Im Berichtsjahr traten keine wesentlichen Probleme gemäß Artikel 62 Abs. 1 Buchstabe d Ziffer i der VO(EG) Nr. 1083/2006 auf

(Prüfungsergebnisse der EU-Finanzkontrolle).

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

IV. Kohärenz und Konzentration

Die Umsetzung des ESF ist Teil der europäischen Beschäftigungsstrategie. Die inhaltliche Festlegung und Abstimmung der

durchgeführten Maßnahmen mit dem nationalen Reformprogramm sowie der nationalen Strategie für Sozialschutz und soziale

Eingliederung erfolgte bereits bei der Planung des operationellen Programms „Beschäftigung Österreich 2007-2013“. Die detaillierte

Darstellung des Beitrages des Europäischen Sozialfonds zu den beiden nationalen Strategien findet sich im operationellen

Programm auf den Seiten 31 bis 38.

V. Technische Hilfe

Zur Sicherstellung des Erfolges des Programms ist es erforderlich, Maßnahmen zur Vorbereitung, Verwaltung, Begleitung,

Bewertung, Information und Kontrolle der operativen Programme sowie Maßnahmen zum Ausbau der Verwaltungskapazitäten für

den Einsatz des ESF durchzuführen. Diese Maßnahmen werden über die technische Hilfe finanziert.

Verwaltungsbehörde

Im Jahr 2008 wurden die TEP-Koordinationsstelle, eine Stützstruktur zur Umsetzung des Kommunikationsplanes und

Unterstützungsleistungen für die Finanzkontrolle über die Technische Hilfe finanziert.

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Arbeitsmarktservice

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Zur Unterstützung der Programmumsetzung und der Zielerreichung wurden in den Jahren 2007 und 2008 insgesamt 27 Projekte

durch Beauftragung von 13 unterschiedlichen Werkvertragsnehmern realisiert. Die von den AMS-Landesgeschäftsstellen

beauftragten Dienstleistungen beinhalten die Unterstützung der Betriebe und des Arbeitsmarktservice bei der QfB-Abwicklung:

Information der BegehrensstellerInnen, Begehrensbearbeitung im Sinne einer Vorprüfung, Unterstützungsarbeiten bei der Eingabe,

Erfassung und Auswertung von Daten, Durchführung des QfB-spezifischen Schriftverkehrs, Abrechnungsunterstützung für Betriebe

und im Sinne einer Vorprüfung für das Arbeitsmarktservice, Überprüfung und Weiterentwicklung des Förderungsprozesses,…).

Seitens des AMS-Niederösterreich wurde im Sinne des innovativen Entwicklungspfades des Schwerpunktes 2 das Projekt

„Potentiale arbeitsmarktpolitische Einrichtungen für Productive Aging“ als Grundlage für eine österreichweite Umsetzung realisiert.

Die von der AMS-Bundesgeschäftsstelle beauftragten Leistungen beziehen sich zum einen auf die ESF-relevanten Anpassungen

der EDV-Systeme und zum anderen auf Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit.

Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz (Sektion IV)

Im Rahmen der Technischen Hilfe wurden im Jahr 2008 keine Mittel gegenüber der EK geltend gemacht.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur sowie Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung:

Seit 2008 steht im Bereich Erwachsenenbildung eine „First Level Kontrolle“ für Projektantrags-, Abrechnungsprüfungen etc. mit der

Datenbank eureka zur Verfügung. Es wurde ein europaweite Ausschreibung für die „Evaluation“ der Maßnahmen ESF Ziel 2

Beschäftigung im Bereich Erwachsenenbildung durchgeführt.

Im Jahr 2008 können Vorhaben im Ausmaß von insgesamt € 2.225.192,-- bei der Europäischen Kommission im Rahmen der

technische Hilfe geltend gemacht werden.

VI. Information und Öffentlichkeitsarbeit

Beispiele von Informations- und Publizitätsmaßnahmen, die im Zuge der Durchführung des

Kommunikationsplans getroffen wurden

Verwaltungsbehörde

Das aus der vergangenen Förderperiode übernommene Online-Portal des ESF in Österreich www.esf.at wurde zur zentralen

Informationsplattform für geförderte und potenzielle MaßnahmenträgerInnen, TeilnehmerInnen, zwischengeschaltete Stellen sowie

sonstige Beteiligte und Interessierte umgestaltet, ausgebaut und aktualisiert. Über diese Plattform wurden alle inhaltlichen

Informationen und rechtlichen Grundlagen über den ESF als beschäftigungspolitisches Finanzierungsinstrument der Europäischen

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Union sowie Informationen zu Fördervoraussetzungen und Kontaktdaten der Förderstellen zur Verfügung gestellt. Derzeit stehen

die Inhalte der Website in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.

Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde durch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme per E-Mail über den Internetauftritt

mit Hilfe eines Anfragenmanagements (info@esf.at) gewährleistet.

Am 26. Februar 2008 fand in den Hofstallungen des Wiener Museumsquartiers die erste Jahresveranstaltung des Europäischen

Sozialfonds (ESF) in Österreich unter dem Motto „Investitionen in die Zukunft“ statt, mit der die landesweite Bekanntheit des ESF in

Österreich weiter ausgebaut und vertieft werden konnte. Ebenso wurden ausgewählte Projekte und Organisationen der

Öffentlichkeit vorgestellt. Die Veranstaltung richtete sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an potenzielle

ZuwendungsempfängerInnen, MitarbeiterInnen aller ProjektpartnerInnen aus ganz Österreich, Betriebe und an die interessierte

Öffentlichkeit. Dieser Einladung folgten mehr als 200 Gäste.

Staatssekretärin Christine Marek nahm in ihrer Eröffnungsrede Stellung zum ESF in Österreich und zur aktuellen Situation am

Österreichischen Arbeitsmarkt. Gastreferent David Coyne, Direktor der Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten

und Chancengleichheit der Europäischen Kommission hielt eine Rede über die europäischen Beschäftigungsziele und den Beitrag

des ESF. „Der ESF ist ein wichtiges Instrument zur Erreichung der Lissabon-Ziele für Wachstum und die Sicherung und

Verbesserung von Arbeitsplätzen – für Österreich und für die EU“, so Coyne.

Während der gesamten Enquete wurden der ESF und die neue Förderperiode von verschiedenen Perspektiven beleuchtet: Neben

der Darstellung des ESF in Österreich, internationalen Gesichtspunkten und dem ESF in der Europäischen Union kamen die

österreichischen PartnerInnen und ProjektträgerInnen in zwei Diskussionsrunden zu Wort.

Im Jahr 2008 erschien eine Doppelnummer des Periodikums „UPdate“, mit Basisinformationen zur Umsetzung und Abwicklung des

ESF in Österreich. Jede Ausgabe wird parallel zum Versand und zur Verteilung auf Fachveranstaltungen und Tagungen im Internet

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

als Download bereit gestellt. Die Publikation des Jahres 2008 erreichte eine breit gestreute LeserInnenschaft und ist somit ein

geeignetes und erfolgreiches Informationsmedium.

Arbeitsmarktservice

Im Jahr 2008 wurden vom Arbeitsmarktservice zwei Informationskampagnen durchgeführt. Im Rahmen der Dachkampagne „Ihr

Durchblick zählt“ wurden in diversen österreichischen Printmedien Inserate geschaltet. Zusätzlich zu dieser Anzeigenkampagne in

Printmedien wurde die AMS-Kampagne auch auf Videoscreens bei U-Bahn-Stationen gezeigt. Dritter Werbeschwerpunkt war die

Ausstrahlung der Kampagne über das Fernsehprogramm des Österreichischen Rundfunks (ORF). Transportiert wurde die

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Werbebotschaft mittels einem „Brillen-Sujet“. Die zweite Kampagne wurde unter dem Namen „Frischer Wind“ durchgeführt. Die

Sujets dieser Kampagne wurden ebenfalls in Printmedien, in U-Bahn-Stationen und über Einschaltungen im Österreichischen

Rundfunk (ORF) veröffentlicht. Transportiert wurde die Werbebotschaft mittels einem „Drachenflieger-Sujet“.

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Bundessozialamt

OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Das Bundessozialamt betreibt einige Websites auf denen über unterschiedliche Aspekte der durch den ESF geförderten

Maßnahmen informiert wird:

• Die Regionalen arbeitsmarktpolitischen Behindertenprogramme (RABE) befinden sich größtenteils auf den jeweiligen

Seiten der Landesstellen des Bundessozialamtes (BASB) im Bereich „Über uns“ der BASB Website.

http://www.bundessozialamt.gv.at/basb/Ueber_Uns/Die_Landesstellen

• Informationen zum ESF in Europa, in Österreich und speziell im Bundessozialamt wurden auf die Website des BASB

gestellt:

http://www.bundessozialamt.gv.at/basb/Ueber_Uns/Der_Europaeische_Sozialfonds(ESF);jserssionid=a8sqJIHd-2Ff?fontsize=75

• Auf www.arbeitundbehinderung,at (Plattform des BASB und der Sozialpartner) wurde ein Link zu www.esf.at eingerichtet.

• Die Projektdatenbank „Wegweiser“ wurde neu gestaltet und ist nunmehr direkt über die Website des BASB abrufbar. Bei

den jeweiligen Projektbeschreibungen wird auf die Finanzierung aus Mitteln des ESF hingewiesen.

http://www.bundessozialamt.gv.at/cms/basb/pdb_start.html?fontsize=75

• Die Homepage http://www.dabei-austria.at/ weist bereits auf der Startseite mittels Logo auf den ESF hin und verlinkt ebenfalls

zu www.esf.at.

Die Bekanntheit aller Portale wird durch entsprechende Verlinkung von anderen Websites und durch Informationsblätter bei

Beratungsstellen gesteigert.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Bundesministerium für Unterricht Kunst und Kultur, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung

Im Schulbereich stand im Jahr 2008 vor allem die Informationsweitergabe hinsichtlich der umfangreichen und komplexen

rechtlichen Vorgaben der Europäischen Kommission im Vordergrund. Zu diesem Zweck fanden mehrere

Informationsveranstaltungen statt, in deren Rahmen einerseits Fachvorträge von einschlägigen ExpertInnen und andererseits die

Zusammenfassung in Form von entsprechenden Tagungsunterlagen/Informationsmappen angeboten wurden. Weiters wurden

seitens der Stabstelle ESF im BMUKK für die InstrumentenkoordinatorInnen ein „Mustereinzelgenehmigungserlass“ erarbeitet, der

alle rechtlichen und verordnungsmäßigen Vorgaben des ESF sowie die innerstaatlichen Rahmenbedingungen für die

ordnungsgemäße Abwicklung von erlassbasierten Schulprojekten beinhaltet. Zweck der Informationsveranstaltungen war es,

sowohl den KoordinatorInnen und Verantwortlichen innerhalb des BMUKK, den ProjektleiterInnen, SachbearbeiterInnen und

Kontrollorganen in den Bundesländern, die verordnungsmäßigen Vorgaben der Europäischen Kommission in entsprechend

aufbereiteter Form klar und strukturiert zu vermitteln.

Mit 1. September 2008 traten die neuen Richtlinien für ESF-Studienabschlussstipendien und ESF-Kinderbetreuungszuschüsse in

Kraft. Die Richtlinien wurden mit entsprechender begleitender Information auf der Website des Bundesministeriums für

Wissenschaft und Forschung www.bmwf.gv.at als auch auf der Website der Studienbeihilfenbehörden www.stipendium.at

kundgemacht. Da mit Herbst 2008 eine große Novelle zum Studienförderungsgesetz in Kraft trat, wurde auch auf diese

Förderungen als Teile einer größeren Reform in zahlreichen Medien hingewiesen („die mitdenkende Studienbeihilfe“).

Informationen zur Maßnahme finden sich auch auf der ESF-Website www.esf.at sowie auf den Seiten des BürgerInnenservices

www.help.gv.at.

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OP Beschäftigung Österreich 2007-2013, Durchführungsbericht 2008

Vorkehrungen für die Informations- und Publizitätsmaßnahmen nach Artikel 7 Absatz 2

Buchstabe d

Die Veröffentlichung des Verzeichnisses der Begünstigten erfolgt in elektronischer Form über die Internetplattform www.esf.at.

Der Kommunikationsplan wurde im Berichtsjahr nicht geändert.

Änderungen des Kommunikationsplanes

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