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Bauphysik

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BAUPHYSIK<br />

Schallschutz mit Duripanel<br />

Luftschalldämmung<br />

Die besonders günstigen Schalldämmeigenschaften<br />

von Duripanel wurden für zahlreiche<br />

Anwendungen und Konstruktionen nachgewiesen<br />

(s. u.).<br />

Zwischen zwei Räumen, getrennt durch die zu<br />

untersuchende Prüfwand wird die Schallpegeldifferenz<br />

zwischen Sende- und Empfangsraum<br />

gemessen<br />

Der Wert, der bei der Frequenz f = 500 Hz<br />

erreicht wird, wird als bewertetes Schall-<br />

Trittschalldämmung<br />

Die Trittschalldämmung ist abhängig von<br />

der Dicke der tragenden Decke (z. B.<br />

Betondecke) und von der Deckenauflage<br />

(z. B. Duripanel als Trockenestrich etc.).<br />

Anforderungen an Decken in Bauten mit<br />

mehreren Wohnungen finden sich in DIN<br />

4109 (Nov. 1989), Tabelle 3. Der dort in<br />

Spalte 4 angegebene Begriff erf. L’ n,w lautet<br />

Schallschutzprüfungen<br />

Behaglichkeit heißt unter anderem ein guter<br />

Schallschutz, der den Lärm unserer Zivilisationsgesellschaft<br />

außen vor lässt und – verbunden<br />

mit einer guten Raumakustik – für eine<br />

angenehme Ruhe im eigenen Haus sorgt.<br />

Vonnöten ist hier eine den Erfordernissen angepasste<br />

Kombination zwischen den verschiedenen<br />

Bauteilschichten. Duripanel bietet mit einer<br />

hohen Materialdichte (1,5 bis 2 mal so schwer<br />

wie sonstige Holzwerkstoffe) einen geeigneten<br />

Werkstoff für zuverlässigen Schallschutz.<br />

dämm-Maß R w (weighted Reduction Index)<br />

bezeichnet, der somit die Luftschalldämmung<br />

der untersuchten Prüfwand angibt.<br />

Es gibt zwei Möglichkeiten, die gewünschte<br />

Luftschalldämmung zu erzielen:<br />

1. Bei einschaligen Wänden (Mauerziegel,<br />

Kalksandstein, Beton) durch die flächenbezogene<br />

Masse in kg/m 2.<br />

2. Bei zweischaligen Wänden durch Auswahl<br />

geeigneter Materialien der einzelnen Schalen<br />

Bei der BAM durchgeführte Luftschalldämm-Messungen an einzelnen Duripanelplatten haben folgendes ergeben:<br />

Materialdicke (mm) Duripanel<br />

Bewertetes Schalldämm-Maß R w in dB<br />

8<br />

30<br />

10<br />

31<br />

12<br />

31<br />

16<br />

33<br />

vollständig: erforderlicher bewerteter<br />

Norm-Trittschallpegel (mit Nebenwegen,<br />

daher Apostroph). Im Gegensatz zur Luftschalldämmung<br />

wird hier nicht die<br />

Differenz von zwei Schallpegeln bestimmt,<br />

sondern nur der Schallpegel im Empfangsraum,<br />

wenn mit einem Normhammerwerk<br />

die zu messende Decke angeregt wird.<br />

18<br />

33<br />

Die Duripanel Verlegeplatten eignen sich hervorragend<br />

zur Reduzierung der Trittschallbelastung.<br />

Das nebenstehende Bild zeigt den Plenarsaal im<br />

Berliner Abgeordnetenhaus. Für die Innenbekleidung<br />

wurden Akustikplatten aus Duripanel<br />

eingesetzt, um eine optimale Raumakustik<br />

zu erreichen.<br />

(z. B. Duripanel), Wahl des notwendigen<br />

Schalenabstandes, Wahl des Ständermaterials<br />

und Einbringung von offenporigem Schallschluckmaterial<br />

in den Zwischenraum, z. B.<br />

Mineralfaser.<br />

Bereits bei einer Konstruktion beidseitig mit<br />

16 mm Duripanel auf Metallständern und<br />

60 mm Mineralwolle wird R w = 55 dB erreicht.<br />

20<br />

33<br />

24<br />

35<br />

32<br />

37<br />

Da es sich hier um Absolutwerte handelt,<br />

heißt das: Je größer der Trittschallpegel, um<br />

so schlechter die Trittschalldämmung.<br />

Das früher ausschließlich verwendete Trittschallschutzmaß<br />

TSM kann aus der Beziehung<br />

TSM = 63 – L’ n,w in dB bestimmt werden.<br />

Auszug vorhandener Schallschutzprüfungen für Konstruktionen mit Duripanel:<br />

■ Messung Schallabsorptionsgrad, 3,58 bis 4,81%<br />

■ Tritt- und Luftschalldämmung mit Duripanel auf Miwo-Trittschalldämmplatte über Holzbalkendecke (EFH), R w = 65 dB, L’ n,w = 51 dB,<br />

TSM = +12 dB<br />

■ Luftschalldämmung einer Außenwand mit Duripanel „D 240“ in Holztafelbauweise, R w = 50 dB<br />

■ Ermittlung Luftschallschutzmaß mit Duripanel auf und unter Holzbalkendecke, LSM = 1 dB, R w = 53 dB<br />

■ Luftschalldämmmaß mit Duripanel auf Holzbalkendecke, R w = 63 dB<br />

■ Luftschalldämmung einer Metallständerwand mit Duripanel, R w = 55 dB<br />

■ Luft- und Trittschalldämmung einer Holzbalkendecke – mit Duripanelplatten direkt auf Balken, R w = 46 dB<br />

■ Ermittlung Trittschallverbesserungsmaß mit Duripanel auf Trockenschüttung über Holzbalkendecke, VM = 22 dB<br />

■ Norm-Trittschallpegel mit Duripanel auf Holzbalkendecke, L’ n,w = 56 dB<br />

Planung & Anwendung 2009 10 Eternit Holzzementplatten Duripanel<br />

40<br />

38


BAUPHYSIK<br />

Brandschutz<br />

Duripanel eignet sich ideal für den vorbeugenden<br />

baulichen Brandschutz. Die zementgebundene<br />

Holzspanplatte Duripanel, in den Qualitäten<br />

A2 (nichtbrennbar) und B1 (schwerentflammbar),<br />

eignet sich durch ihre überaus<br />

guten brandschutztechnischen Eigenschaften,<br />

auf Grund des großen Bindemittelanteils Zement,<br />

hervorragend für die Erstellung von<br />

Brandschutzkonstruktionen in allen Bereichen<br />

des vorbeugenden baulichen Brandschutzes.<br />

Duripanel trägt nicht zur Brandlast und Brandausbreitung<br />

bei.<br />

Die DIN 4102 – Brandverhalten von Baustoffen<br />

und Bauteilen – konkretisiert die einzelnen<br />

brandschutztechnischen Begriffe. Diese Norm<br />

enthält die Bedingungen für die Einteilung der<br />

Baustoffe nach ihrer Brennbarkeit (z. B. A2<br />

Auszug der Konstruktionen mit Duripanel nach<br />

gutachterlicher Stellungnahme:<br />

■ Nichttragende, raumabschließende Holzständerwand,<br />

F 30<br />

Feuchtetechnische Eigenschaften<br />

nichtbrennbar, B1 schwerentflammbar oder B3<br />

leichtentflammbar) und deren Bezeichnung.<br />

Zusammengesetzte Bauteile und Konstruktionen,<br />

werden nach ihrem Brandverhalten klassifiziert.<br />

Innerhalb gewisser Abstufungen wird die<br />

Zeit in Minuten angegeben, während derer ein<br />

Bauteil (z. B. Wände oder Decken) die in der<br />

Norm festgelegten Anforderungen erfüllt hat.<br />

Die DIN 4102 erläutert die Prüfbedingungen für<br />

Bauteile und deren Einteilung in Feuerwiderstandsklassen<br />

(F30, F60, F90, F120), die die<br />

Feuerwiderstandsdauer in Minuten beschreibt.<br />

Auf der Grundlage der positiven brandschutztechnischen<br />

Erfahrungen in einer Vielzahl von<br />

Brandversuchen darf Duripanel B1 gleichwertig<br />

mit Holzwerkstoffplatten in allen in DIN 4102,<br />

Teil 4, Abschnitt 4.12 klassifizierten Wänden in<br />

Beispiele von Schallschutzkonstruktionen (innen)<br />

Bezeichnung<br />

Holzbalkendecke<br />

Holzständerwand<br />

Metallständer<br />

Bei den zementgebundenen Duripanelplatten ist<br />

besonders die geringe Dickenquellung infolge<br />

von Wasserlagerung hervorzuheben. Duripanel<br />

kann ständig im Wasser gelagert werden, ohne<br />

sich in seine Bestandteile aufzulösen. Die<br />

Dickenquellung bei Dauernässe über 24 Stunden<br />

ist kleiner als 2 %.<br />

Duripanel wird mit einem Feuchtegehalt ausgeliefert,<br />

der etwa der Ausgleichsfeuchte bei 20°C<br />

und 60 % relativer Luftfeuchte entspricht.<br />

■ Tragende, raumabschließende Gebäudeabschlusswand<br />

Holzständer, F 90<br />

■ Nichttragende, raumabschließende Holzständerwand,<br />

F 90<br />

Systemzeichnung Dicke Duripanel<br />

Beplankung<br />

je Seite<br />

248 mm<br />

144 mm<br />

148 mm<br />

Für Aufenthaltsräume in Wohngebäuden oder<br />

auch für Versammlungsräume sollte man ein<br />

Feuchtegleichgewicht bei ca 50 % relativer<br />

Luftfeuchte ansetzen.<br />

Unter bauüblichen Bedingungen kann im<br />

Jahresmittel ein Feuchtegleichgewicht bei ca.<br />

60 % relativer Luftfeuchte im Außenbereich<br />

aber auch im Innenbereich bei Feuchträumen<br />

als normal angesehen werden.<br />

Holztafelbauweise, sowie in allen in Abschnitt 5<br />

klassifizierten Decken und Dächern verwendet<br />

werden. Dies entspricht einer Gleichwertigkeit<br />

von Duripanel B1 mit Holzwerkstoffplatten mit<br />

einer Rohdichte über 600 kg/m 3 .<br />

Dies ist durch die „Gutachtliche Stellungnahme<br />

803/MO/Schu“, das „Prüfungszeugnis<br />

84891“ und die „Gutachtliche Stellungnahme<br />

105/MO/Schu“ der Amtlichen Materialprüfungsanstalt<br />

für das Bauwesen beim IBMB der<br />

TU Braunschweig nachgewiesen.<br />

Duripanel B1 darf auch immer alternativ dort<br />

eingesetzt werden, wo die Verwendung von<br />

Platten der Nutzungsklassen nach DIN<br />

1052:2008 erlaubt ist.<br />

■ Brandverhalten von Wänden, Decken und<br />

Dächern, F 30 / F 60 / F 90<br />

■ Brandprüfung beschichtet mit Laubholzfurnier<br />

B1 schwerentflammbar<br />

24 bzw.<br />

12 mm<br />

Duripanel B1<br />

2 x 16 mm<br />

Duripanel B1<br />

19 mm<br />

Duripanel A2<br />

Mineralwolle<br />

40 mm<br />

120 kg/m 3<br />

80 mm<br />

(2 x 40 mm)<br />

100 kg/m 3<br />

2 x 30 mm<br />

120 kg/m 3<br />

Schalldämmung<br />

R w<br />

48 dB<br />

2<br />

2.43/19959 –<br />

(BAM)<br />

49 dB<br />

2.43/20852<br />

(BAM)<br />

55 dB<br />

1<br />

2.43/19959 –<br />

(BAM)<br />

Ist während der Bauphase oder Nutzungsphase<br />

mit erheblich abweichenden Luftfeuchten über<br />

und / oder unter der Platte zu rechnen, muss<br />

durch entsprechende Maßnahmen eine einseitige<br />

Feuchteänderung, z. B. durch Einbau dampfsperrender<br />

Schichten, verhindert werden. Gegebenenfalls<br />

ist im Innenbereich beidseitig eine<br />

dampfbremsende Grundierung durch z.B. einen<br />

alkalibeständigen Tiefengrund vorzunehmen.<br />

Planung & Anwendung 2009 11 Eternit Holzzementplatten Duripanel

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